Nr. 3580. Vili. 1910. Folium officiale Dioecesis Lavantinae. Cerkveni zaukaznik za Lavantinsko škofijo. Kirchliches Verordnungs-Blatt für die Lavanter Diözese. Inhalt. 65. Motu proprio Pii PP. X. de concessionibus Indulgentiarum a Suprema S. Congregatione 8. Officii recognoscendis. — 66. Ausschreibung von Stistsplcitzcn im F. B. Knabcnseminar Maxi-»liliannm-Biktorinum für das Schuljahr 1910/11. — 67. Ponovitev vallila k duhovnim vajam za leto 1910. — 68. Aufgebot der Reservisten (Urlauber). — 69. Errichtung einer eigenen Abteilung für katholisäie Kirchenmusik an der k. k. Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. — 70. Programm des II. allgemeinen österreichischen Terziare» tages in Innsbruck. — 71. Schutzmittel gegen Berwitternng der Gesteine. — 72. Ausschreibung eines Salloyen-Licchteiisteiiihchc» Kanonikates bei dem Metropolitankapitel zum Hl. Stephan in Wien. — 73. Posvečenje novega altarja presv. Srca Jezusovega v Mariborski baziliki. — 74. Škofijska kronika. — 75. Literatur. — 76. Diözesan-Rachrichte». 65. Motu proprio de concessionibus Indulgentiarum a Suprema 8. Congregatione 8. Officii recognoscendis. Cum por Apostolicas Nostras Litteras de Romana Curia quae incipiunt „Sapienti Consilio“, II1. Kal. Tui. an. MDCCCCVIll datas universam rem de indulgentiis, ideo-que et curam circa rectam et prudentem carum moderationem et onus invigilandi super carumdem publicatione et impressione, uni Supremae Sacrae Congregationi Sancti Officii devolutam voluerimus ; ad praecavendas dubitationes quascumque quae ex concessionibus hac in materia aliter quam per praefatam Sacram Congregationem forte obtentis facile oriri possent, utque omnibus plane constet de earumdem autbenticitate et efficacia, Suprema Nostra Auctoritate, motu proprio atque ex certa scientia, declaramus ac decernimus : 1. Indulgentias quascumque, sive generales sive particulares, quae non respiciant ipsas personas petentium tantum, a supradicta Suprema Sacra Congregatione Sancti Officii esse recognoscendas ; 2. Tdem dicendum de facultatibus concessis quibusvis sacerdotibus cuiuscumque gradus et dignitatis benedicendi pia obiccta eisque adnectcndi indulgentias et privilegia pro quocumque vel quibuscumque christifidelibus; 3. Concessiones indulgentiarum et facultatum, de quibus supra, vim habere tantum postquam Sacra Congregatio Sancti Officii illas authentice recognoverit; 4. Quoad praeteritas, demum, concessiones, eas efficaciam tantum habituras, si intra sex menses ab huius Nostri Decreti publicatione eidem Sacrae Congregationi exhibitae ab eaque recognitae fuerint ; 5. Idcirco impetrantes posthac huiusmodi concessiones teneri, sub poena nullitatis gratiae obtentae, exem- plar carumdem dictae Supremae Sacrae Sancti Officii Congregationi exhibere, ut rite recognosci ac ratae haberi possint. Ilaec edicimus, declaramus, sancimus, contrariis quibuscumque, etiam speciali et individua mentione ac derogatione dignis, non obstantibus. Praesentibus perpetuis futuris temporibus valituris. Datum Romae, apud S. Petrum sub annido Piscatoris, dic VII. Aprilis MCMX, Pontificatus Nostri anno septimo. Pius PP. X. Durch das im Motu proprio erwähnte apostolische Schreiben „Sapienti consilio“ vom 29. Inni 1908 (Kirchl. Verordnungs-Blatt für die Lavanter Diözese, 1908, Nr. VIII, Absatz 74, S. 119—123) erhielt die römische Kurie eine nene Organisation und das gesamte Ablaßwesen, das bisher der 8. Congregatio Indulgentiarum et Reliquiarum unterstand, wurde der obersten Kongregation des Hl. Offiziums zugewiesen: „3. Ad ipsam quoque devoluta est universa res de Indulgentiis, sive quae doctrinam spectet, sive quae usum respiciat.“ (Constit. Apost. „Sapienti consilio“), litu nun in dieser höchst wichtigen Angelegenheit eine genaue Ordnung und Evidenzhaltung zu ermöglichen, erließ der Heil. Vater das Motu proprio „Cum per Apostolicas“, in welchem aufs strengste angeordnet wird, daß alle neuen Ablaßbewilligungen nur dann Gültigkeit haben, wenn die diesbezüglichen Dokumente der Kongregation des hl. Offiziums vorgelegt und von ihr anerkannt werden, und das auch früher erteilte Bewilligungen nur dann gültig seien, wenn sie innerhalb sechs Monaten nach Veröffentlichung des Motu proprio von derselben Hl. Kongregation beglaubigt wurden. Dieses Dekret, das von so einschneidender Wirkung ist, tontet in deutscher Übersetzung: Motu proprio über bit llrrlriliung von Ablässe», bit von brr Eongrrgntiou bto l|l. (i)ffiiiutns brglnnbigt ivrrbtn ntub, um Milimi j» Ijobrii. Da Wir durch Unser Apostolisches Schreiben über die römische Kurie „Sapienti consilio“ vom 29. Juni 1908 das gesamte Ablaßwesen und daher auch die Sorge für rechtes und kluges Maßhaltei! bei Verleihung von Ablässen ebenso wie die Überwachung bei Veröffentlichung der Ablässe durch den Druck einzig der obersten Kongregation des Hl. Offiziums zugeteilt wissen wollten — so erklären Wir und verordnen kraft Unserer höchsten Autorität aus eigenem Antrieb und mit sicherer Kenntnis der Dinge, um allen Zweifeln vorzubengen, die leicht durch Ablaßbewilligungen entstehen können, welche nicht durch die eben genannte Hl. Kongregation gehen, und damit deren Echtheit und Gültigkeit allen feststehe, wie folgt: 1. Alle Ablässe, welcher Art sie auch sein mögen, sowohl allgemeine als besondere, solche allein ausgenommen, welche nur die Bittsteller selber für ihre Person angehen, müssen von der obersten Kongregation des Hl. Offiziums beglaubigt werden. 2. Ebendasselbe soll gelten von den Vollmachten, die Priestern, welchen Ranges und welcher Würde auch immer, zur Weihe frommer Gegenstände und zur Mitteilung von Ablässen und Privilegien an einen beliebigen Gläubigen oder einer Klasse von Gläubigen verliehen werden. 3. Diese eben genannten Ablaßbewilligungen und Ab» laßvollmachten sollen nur dann gültig sein, wenn sie von der Kongregation des Hl. Offiziums als echt anerkannt sind. 4. Was frühere Bewilligungen angeht, so sollen dieselben nur dann Gültigkeit haben, wenn dieselben innerhalb sechs Monaten nach Veröffentlichung dieses Unseres Dekretes ebenderselben Hl. Kongregation vorgelegt und von ihr beglaubigt wurden. 5. Diejenigen, welche in Zukunft solche Bewilligungen erwirken, müssen unter Strafe der Nichtigkeit der erlangten Gnade das Dokument der Bewilligung der genannten obersten Kongregation des Hl. Offiziums vorlegen, damit dasselbe geprüft und als echt erklärt werden könne. Dies tun Wir kund, erklären und verordnen Wir — und keine Bestimmung irgendwelcher Art, auch wenn dieselbe sonst im einzelnen und besonders erwähnt oder vorher aufgehoben werden müßte, soll daran etwas zu ändern vermögen. Die gegenwärtige Form soll für alle zukünftigen Zeiten Geltung haben. Gegeben zu Rom bei Sankt Peter unter dem Fischerringe am 7. April 1910 im siebenten Jahre Unseres Pontifikates. Pius PP. X. •ad 1): Unter allgemeinen Ablässen versteht man solche, die von allen Gläubigen ohne Unterschied an jedem Orte gewonnen werden können. Hieher z. B. gehören Ablaßbewilligungen für gewisse Stoßgebete. Besondere Ablässe sind jene, die für bestimmte Orden, Vereine, Bruderschaften, Kirchen und Altäre bewilligt werden. Bemerkt wird, daß für allgemeine Ablaßbewillignngen schon Papst Benedikt XIV. durch ein Dekret vom 19. Jänner 1756 die strenge Vorschrift erlassen hat, daß sie unter Strafe der Nichtigkeit der erlangte» Gnade der Hl. Ablaßkongregation vorzulegen seien. Da nun die Ablaßkongregation als solche nicht mehr besteht, so sind derartige Gewährungen von der Kongregation des Hl. Offiziums zu beglaubigen. Das neue Motu proprio aber bestimmt, daß nicht nur die allgemeinen Ablässe, sondern auch die besonderen dieser Beglaubigung bedürfen. Welche Ablässe aber brauchen nicht der Beglaubigung des Hl. Offiziums? Jene Ablässe, die nur die Bittsteller selber für ihre Person angehen. Dies ist z. B. der Fall, wenn der Hl. Vater mündlich oder schriftlich, oder durch die päpstliche Kanzlei den Sterbeablaß einer bestimmten Person oder deren Angehörigen gewährt. ad 2): Der Beglaubigung seitens des hl. Offiziums bedürfen alle Vollmachten und Fakultäten, die Priestern welchen Ranges und welcher Würde immer verliehen werden, kraft derer sie befugt sind, fromme Gegenstände zu weihen und dadurch mit Ablässen oder Privilegien für die Gläubigen zu versehen. Würde also z. B. ein Priester die Vollmacht erhalten, auf Rosenkränze die Krenzherrenablässe oder auf ein Kreuz den Sterbeablaß zu geben, so muß diese Vollmacht die Beglaubigung vonseite der Kongregation des Hl. Offiziums erhalten. ad 3): Alle im Punkt 1 und 2 des Motu proprio genannten Ablaßbewillignngen und Vollmachten haben keine Gültigkeit, wenn sie nicht von der Kongregation des Hl. Offiziums beglaubigt sind. ad 4): Diejenigen Ablaßbewilligungen, welche bisher gegeben worden sind, müssen innerhalb der Frist von sechs Monaten von dem Datum der Veröffentlichung des Motu proprio an gerechnet (15. April 1910 — 15. Oktober 1910) der genannten Kongregation des Hl. Offiziums zur Beglaubigung vorgelegt werden. Nicht vorgelegt brauchen aber zu werden jene Ablaßbewillignngen, welche von der früheren Ablaßkongregation (S. Congregatio Indulgentiarum et Reliquiarum) ausgestellt oder beglaubigt worden sind. Die Kongregation des Hl. Offizinms hat auf vvrgelegte Anfragen ani 15. Juni 1910 folgende vvin Heil. Vater Pins X. in der Audienz vom 16. Juni 1910 bestätigte Entscheidungen gegeben: 1. Ablaßbewilligungen, die vor dem 1. November 1908 der bis d a hin noch bestehenden Ablatzkongregation vorgclegt worden sind, brauchen der Kongregation des Hl. Offiziums nicht vorgelegt zu werden; ebenso auch nicht jene, welche vor dem l. November 1908 durch das Sekretariat der Breven und der Memoralien gegeben worden sind. 2. Vorgelegt aber müssen werden alle Ablaßbewillignngen, welche nach dem 1. November 1908 vom Sekretariat der Breven erteilt wurden; ebenso alle jene, welche, sei es vor oder nach dem 1. November 1908, durch eine andere päpstliche Behörde gegeben wurden. 3. Die in der so angegebenen Weise vorzulegenden Ablaßbewillignngen sind der Kongregation des Hl. Offfziums vorzuweisen und von derselben zu bestätigen unter Strafe der sonstigen Ungültigkeit. 4. Fakultäten, welche infolge besonderer päpstlicher Privilegien von gewissen religiösen Orden erteilt werden und ihnen eigentümlich zukvinmen, brauchen nicht vvrgelegt zu werden, z. B- die vom Dominikanerorden erhaltene Vollmacht, Rosenkränze mit Ablässen zu versehen. Es sind demnach bis Ende August l. I. behufs Weiterbeförderung an die Kongregation des Hl. Offiziums an das F. B. Ordinariat einzusenden: 1. Alle Dokumente über Ablässe, die nicht ausschließlich einer bestimmten Person für sich, sondern etwa geistlichen Komm un i täten, Vereinen u. s. w. verliehen sind; 2. alle Fakultäten oder Vollmachten, Gegenstände zu weihen und mit Ablässen zu verse h e it. Die Anerkennung des Altarprivilegiums für die Diö-zesanpriester, wenn sie für ihren verstorbenen Mitbruder die Hl. Messe lesen und des Hochaltarprivilegiums für alle Pfarr-iiiib Kollegiatkirchen; ferners des Jndultes behufs Erleichterung der Ablaßgewinnung durch gläubige Personen, die wenigstens alle 14 Tage einmal zur Hl. Beicht gehen, sowie der Ablässe für die Standesbündnisse und für die Erstkommunikauten wird hierämtlich erwirkt werden. Für jene Bruderschaften, welche einem General unterstehen, z. B. Rosenkranz-, Skapulierbruderschaft, werden die betreffenden Generale Vorsorge treffen und, wenn eine Bruderschaft einer Erzbruderschaft aggregiert ist, so wird diese sich kümmern. In Bezug auf Privilegien, die man als Direktor, Förderer oder als Mitglied eines Vereines, z. B. Kindheit Jesu-Bereines, hat, wird die oberste Vorstehung das Nötige tun. 66. Ausschreibung von Stiftspliihen im F. A. Knabenseminar Marimiliannm-Diktorinum für das Schuljahr 1910/11. Alit Beziehung auf den hierämtlichen Erlaß vom 17. Juli 1878, Nr. 1451 werden für das kvinmende Schuljahr 1910/11 zehn Stiftsplätze zur Wiederbesetzung ausgeschrieben und zwar fünf für das Maximilianum und fünf für das Biktorinum. Freiplätze sind nur drei und zwar der von Seiner Fürstbischöflichen Gnaden dem Hvchwürdigsten Herrn Fürstbischöfe Michael gestiftete Platz, zu dessen Genüsse vor allem fleißige und gutgesittete Ghinnasial-Studierende aus Hochdero Verwandschaft; in deren Ermangelung brave Studierende aus der Hauptpfarre Gonobiz; endlich bedürftige und würdige Studierende an den Gymnasien zu Cilli, Marburg und Pettau, die aber in der Lavanter Diözese geboren sein müssen, berufen sind ; und sodann zwei vom verstorbenen Herrn Pfarrer Stephan Pcrnavsl "gestiftete Freiplätze für Studierende aus seiner Verwandtschaft -h"in deren Ermangelung für Studierende aus den Pfarren Gams bei Marburg, St. Lorenzen ob Marburg und St. Georgen am Remšnik. Bewerber um einen der übrigen halbfreien Stistsplütze müssen sich verpflichten, 50 bis 100 K alljährlich in die Se- minarskasse einzuzahlen beziehungsweise die Hälfte von ihrem Studium-Stipendinm dahin abzuführen. Die Aufnahnisbedingungen hat unsere Diözesaushnvde im Jahre 1900 also zusammengefabt: „§ 69. Alumni in seminarium non suscipientur, nisi qui legitimo matrimonio in dioecesi Ra vantimi oriundi, moribus probi, corpore sani, aetate non iusto provectiores, studia primae classis c. r. gymnasii cum laude absolverint et sua indole et voluntate spem attulerint, cos ecclesiae Lavantinao sacro ministerio perpetuo se tradituros esse.“ (Act. et Constit. Syn. dioec. anno sacro 1900 institutae et peractae. Marburg!, 1901. pag. 456). Bei Eröffnung des neuen Knabenseminars in Marburg im Jahre 1878 wurden aber die wesentlichsten Anfnahmsbe-dingnngen also festgesetzt und gelten dieselben audj noch gegenwärtig. Sie lauten: 1. Beruf zum Priest er st au de — ausnahmslos — also auch bei jenen, welche die volle Sustentationsgebühr zu zahlen bereit sind; denn das Knabenseminar ist nicht ein Konvikt oder eine einfache Versorgungsanstalt, — der Zweck — 12 8 desselben ist ein ganz anderer, nämlich Jünglinge, welche sich dem Priester stande widmen wallen, für diesen Stand heranzubilden. Es können daher in das Knabenseminar Bewerber auch von besten Fähigkeiten und musterhafter Gesittung nicht ausgenommen werden, wenn sie keinen Beruf für den geistlichen Stand zeigen, oder wenn ihre Eltern und Angehörigen sie diesem Stande zuzuführen nicht willens oder wenn dieselben gar kirchen-fcindlich gesinnt sind. 2. Tadellose Sitten und ein guter Fortgang in den Studien. 3. Körperliche Gesundheit. 4. Die Bewerber müssen wenigstens schon die 1. Gymna-sialklasse mit gutem Fortgange absolviert haben. 5. Rücksichtlich des Alters haben diejenigen den Vorzug, welche nach absolvierter 8. Gymnasialklasse das 21. Lebensjahr »och nicht werden überschritten haben. lì. Jeder Zögling muß mit der notwendigen Kleidung und Leibwäsche versehen sein, sowie in das Seminar zu eigenem Gebrauche eine Bettdecke, ein Kopfkissen, zwei Paar Leintücher, 2 Stück Handtücher und 2 Stück Servietten mitbringen; auch haben die Eltern, Angehörigen oder sonstigen Wohltäter der Seminarszöglinge die Auslagen für die Schulreqnisiten zu bestreiten. — Aus den Jnstitutsmitteln wird nebst der vollen Verköstigung der Zöglinge, die Reinigung der Wüsche, die Beheizung und Beleuchtung der Lokalitäten, sowie die ärztliche Behandlung der Kranken bestritten werden. 7. Dem Gesuche um die Aufnahme sind beizulegen: Der Taufschein, die Studienzengnisse der letzten zwei Schul-semester und das Mittellvsigkeitszeugnis. Bewerber um eine» der obangeführten Stiftsplütze haben dem Anf-nahinsgesuche eine von ihren Eltern oder dem Vormunde ober einem anderen Wohltäter ausgestellte und von zwei Zeugen mitgefertigte Erklärung (Revers—obvoznica) beizuschließen, mittelst welcher sich die Eltern resp. der Vormund oder ein Wohltäter verpflichten, die Susten-tativnsgebühr jährlicher 250 K der Seminarskasse für den Fall zu vergüten, daß der Zögling aus eigener Schuld nicht Priester der Lavanter Diözese wirb. Die Gesuche um die Aufnahme ins F. B. Knabenseminar sind längstens bis zum 10. August l. I. bei dem zuständigen F. B. Pfarramte einznreichen. Der Kürze der Zeit wegen können die F. B. Pfarrämter die bei ihnen bis zum obigen Zeitpunkte eingelaufenen Gesuche unmittelbar an das F. B. Ordinariat leiten, sind jedoch strenge verpflichtet, nicht bloß über das sittliche Betragen des Bittstellers wie auch seiner nahen Angehörigen und über die Vermögensverhältnisse derselben gewissenhaften Bericht zu erstatten, sondern auch genau anzugeben, ob sich der Aufiiahmswerber rücksichtlich seiner Gesundheit und seines Körperballes nach ihrem Dafürhalten für den hehren Priesterstand eignet. 67. Ponovitev vabila k duhovnim vajam za leto 1910. Cerkveni zankaznik za Lavantinsko škofijo, štev. VII. odst. 57, str. 116 in 117, jo priobčil vabilo k letošnjim duhovnim vajam s pripomnjo, da se čč. gospodje duhovniki, ki se jih želijo udeležiti, oglasijo pravočasno, vsaj do 14. avgusta 1010, knezoškofij-skemu ordinariatu po dekanijskem uradu. V zmislu škofijskih določeb (Gesta et stat. tiyn. dioce. Lav. anno 1806 celebr. Murburgi, 1807, cap. XV., pagg. 350—358 ; Synodus diocc. Lav. anno 1006 concita et facta. Marburgi, 1007, cap. CXXII., pagg. 400—418) se čč. gospodje še enkrat prijazno povabijo, da se letos v prav obilnem številu oglasijo k duhovnim vajam. Vodil jih bo izvedeni duhovnik in znameniti govornik 1’. Emilij Volbert iz družbe Jezusove, sedaj superior v Trstu. 68. Aufgebot der Reservisten (Urlauber). Aas „Paslvralblatt für die k. und Marinegeistlichkeit" bringt und k. katholische Milini der Nummer 6 vom der tär> 20. Dezember 1000 in Angelegenheit des Aufgebotes Reservisten (Urlauber) nachstehende Weisung: „Nach dem kirchlichen, aber auch in Österreich nach dem bürgerlichen Gesetze muß jeder Ehewerber, der zur Zeit des l. Aufgebotes noch nicht durch volle sechs Wochen im Orte seines dermaligen Aufenthaltes (dieser mag sein wahres oder Quasidvmizil sein oder nicht) wohnhaft ist, auch in jener Pfarre verkündet werden, in welcher er sich zuletzt durch volle sechs Wochen aufgehalten hat. Da die Beurlaubten, Reservisten, oft gleich nach ihrer Übersetzung in das nicht aktive Verhältnis die Ehe schließen, so müssen sie bei ihrem früheren zuständigen parochus proprius verkündet werden, was oft mit einer Verzögerung verbunden ist, namentlich, wenn solche Ehewerber von den in fremden Korpsbereichen dislozierten Trnppenkörpern in die Heimat zurückkehren. Um da eine Abhilfe zu schaffen, werden die Feldsuperi-orate ermächtigt, die von den in fremden Korpsbereichen dis* lozierten Trnppenkörpern in die Heimat zurückkehrenden Reservisten (Urlauber), ohne Rücksicht auf die frühere Jurisdiktions- Zuständigkeit, beim Feldsuperiorate ihrer Heimat, beziehungsweise ihres nunmehrigen Aufenthaltes zu verkündigen." Reservisten (Urlauber), die also in der Lavanter Diözese wohnen, dürfen beim k. und k. Feldsuperiorate in Graz verkündet werde». 69. Errichtung einer eigenen Abteilung für katholische Kirchenmusik an der k. k. Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Aer Präsident der k. k. Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien, Ritter von Wiener, hat unterm 8. Juli 1910 nachstehendes Schreiben anher gerichtet: „Mit dem Erlasse des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht vom 9. Juni 1910, Z. 18.945 wurde die Errichtung einer kirchenmusikalischen Abteilung au der k. k. Akademie f. M. u. d. K. in Wien genehmigt. Dieselbe wird im September d. I. in den vom hochwürdigsten Herrn Prälaten Propst Friedrich Piffl im alten Teile des Chorherrenstiftes Klosterneuburg zugewiesenen Räumlichkeiten aktiviert werden. Den diese Kircheumusikschule besuchenden Klerikern wird im Stifte unentgeltlich Unterkunft geboten, während für die Verköstigung nur ein verhältnismäßig geringer Betrag zu entrichten sein wird. Ich beehre mich in der Anlage 10 Exemplare des Prospektes dieser Abteilung mit der Bitte zu übermitteln, dieser für die Hebung der Kirchenmusik bedeutsamen Neuschöpfung geneigtes Interesse entgegenbringen und die bevorstehende Aktivierung dieser Musikschule in geneigtest erscheinender Weise im Diözesanblatte gütigst verlautbaren zu wollen." Indem das F. B- Ordinariat die Errichtung dieser Abteilung aufs freudigste begrüßt und ihr auf dem Gebiete der katholischen Kirchenmusik die besten Erfolge wünscht, bringt es aus dem vorliegenden Prospekte die wichtigsten Punkte dem Wohlehrwürdigen Diözcsanklerus anmit zur Kenntnis: An der k. k. Akademie f. M. u. d. K. in Wien wird im September 1910 eine eigene Abteilung für katholische Kirchenmusik errichtet, welche die Aufgabe hat, theoretisch und praktisch vollkommen geschulte Chorregenten und Organisten heranzubilden, sowie für die Hebung und Förderung der Kirchenmusik im Sinne der im Motu proprio Sr. Heiligkeit des Papstes Pius X. vom 22. November 1903 niedergelegten Grundsätze und Weisungen zu wirken. Durch das sehr dankenswerte Entgegenkommen des Stiftes Klosterneuburg ist die für das Gedeihen einer Kirchenmusik-Lehranstalt notwendige innige Verbindung mit einer Kirche und einem Sängerkuabeninstitute gewonnen, indem der kirchenmusikalischen Abteilung im malerischen alten Teile des berühmten, durch seine reichen Kunstsammlungen ausgezeich- neten Chorherrenstiftes wurden. die erforderlichen Räume überlassen Lehrkräfte. Leiter: Prof. Vinzenz Goller, für Kirchengesang und Vokalkomposition, Literaturkunde, Harmoniumunterricht, Partiturspiel u. a. ; Lehrer: Prof. Max Springer, für gregorianischen Choral, Choralbegleitung, Kontrapunkt, allgemeine Kompositionslehre, Orgelspiel und -Komposition. Für die übrigen Disziplinen sind hervorragende Lehrkräfte in Aussicht genommen, deren Namen demnächst verlautbart werden. Unterricht spinn. Die kirchenmusikalische Abteilung umfaßt zwei Jahrgänge und bezweckt die weitere Ausbildung von entsprechend vorgebildeten Musikern (Laien und Klerikern) und deren spezielle Vorbereitung für den kirchenmusikalischen Dienst als Chorregent oder Organist. Lehrfächer sind: I. Jahrgang: Theorie der Liturgie. Ästhetik und Geschichte der Kirchenmusik. Allgemeine Musikgeschichte, I. Kurs. Theorie des gregorianischen Chorals in Verbindung mit Übungen im Choralgesang. Methodik des Gesangsunterrichtes. Praktische Übungen im ein- und mehrstimmigen Kirchengesang. Elemente der Choralbegleitung. Begleitung des Kirchenliedes. Kontrapunkt. Kirchliches Orgel-spiel, I. Kurs. Harmoniumspiel. Orgelkunde. Lateinische Kirchensprache. Klavierspiel (bei nicht ausreichender Vorbildung). Violin-spiel (für Frequentanten, welche kein Streichinstrument beherrschen). Stimmbildung (für im Gesäuge weniger gut Vvr-gebildete). Akustik. II. Jahrgang: Kirchliche Vorschriften über Kirchenmusik und deren praktische Durchführung. Praxis des Choralgesanges. Allgemeine Musikgeschichte, 11. Kurs. Literaturkunde (Einführung in hervorragende kirchenmusikalische Werke). Einrichtung historischer Kirchenmusik für den praktischen Gebrauch. Chor-Übungen, zugleich Übung im Dirigieren. Allgemeine Kompositionslehre. (Formenlehre und Instrumentation). Die Formen der liturgischen Kirchenkompositiou: Vokalkomposition (a capella und mit Instrumentalbegleitung), Orgelkomposition. Kirchliches Orgelspiel, II. Kurs mit besonderer Berücksichtigung der freie» Improvisation. Partiturspiel. Klavier- und Violinspiel (nach Bedarf). Ferner sind bei genügender Beteiligung Spezialvorträge und freie Kurse in Aussicht genommen: Über kirchliche Baukunst. Die geschichtliche Entwicklung der liturgischen Bücher (Missale, Graduale, Brevier, Rituale re.). Geschichte des Kirchenliedes. Musikalische Paläographie (Neumenkunde, Men-suralnotation, Orgeltabulatur), Lektüre ausgewählter älterer Quellenschriften (für entsprechend Borgebildete). Auch werden Exkursionen zum Besuche besonderer Pflegestätten der Kirchenmusik geplant. Die Frequentanten beteiligen sich bei den kirchenmusi-kalischen Aufführungen in der Stiftskirche, und zwar an Werktagen beim Kapitelamt (gregorianischer Choral), an Sonntagen beim Hochamt (poliphoue Kirchenmusik, mit und ohne Orgel) und bei der Vesper (choraliter), endlich an Festtagen beim Pontifikalamt (instrumentale Riesse), sowie bei der Vesper und den gesungenen Metten (choraliter). Zn Übungszwecken stehen die beiden nach den neuesten Grundsätzen erbauten Schulorgeln sowie die Orgel in der Stiftskirche nach Maßgabe der besonderen hiefür erlassenen Vorschriften zur Verfügung. Die kirchenmusikalische Abteilung besitzt eine eigene Schulbibliothek; außerdem kann die Benützung der Stiftsbibliothek zu Studieuzwecken gewährt werden. Unterrichtsdaner. Das Schuljahr beginnt am 10. September und endet am 30. Juni. Der regelmäßige Unterricht entfällt außer an den Sonntagen und gebotenen Feiertagen der katholischen Kirche am 4. Oktober, 19. November, in den Weihuachtsferien (27. Dezember bis 4. Jänner) und den Osterferien (Osterdienstag bis einschließlich Donnerstag nach Ostern). A usua Hins bedi ngung en. Die Einschreibung der Aufnahmswerber, welche der katholischen Religion angehören müssen, beginnt am 1. September und endet am 10. September ; sie findet in der Kanzlei der k. k. Akademie f. M. u. d. K. in Wien III., Lothringerstraße 14, statt. Die Anfnahms-prüfungstaxe, welche bei der Anmeldung zu erlegen ist, beträgt 10 K; wenn die Anmeldung nach dem 10. September geschieht, 20 K. Die Aufnahmswerber müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Zur Ausnahme ist der Nachweis einer entsprechenden allgemeinen Bildung erforderlich. Dieser ist zu erbringen durch Vorlage eines Zeugnisses über die erfolgreiche Absolvierung einer Unter-Mittelschule, Lehrerbildungsanstalt oder Bürgerschule oder sonstige Zeugnisse über ein diesem Grade allgemeiner Bildung gleichkommendes Wissen. In allgemein-musikalischer Hinsicht >vird jene Vorbildung gefordert, welche dem Lehrstoffe der ersten beiden Jahrgänge der Chorschule an der k. k. Akademie f. M. u. d. K. entspricht (allgemeine Mnsiklehre, Musikdiktat, Gehvrübnngen und Stimmbildung). Ferner ist im Klavierspiele mindestens jene Fertigkeit nachzuweisen, welche der absolvierten II. Klavier-Vorbil-dnngsklasse entspricht. Erwünscht, jedoch zum Eintritt nicht gefordert, ist Fertigkeit im Spielen eines Streichinstrumentes. Aufnahmswerber aus dem Laienstande, welche nicht unmittel- bar von der k. k. Akademie f. M. u. d. K. oder einer öffentlichen Schule übertreten, haben ein polizeiliches Wohlverhal-tungszengnis beizubringen. Kleriker haben bei ihrer Aufnahmswerbung die ausdrückliche Erlaubnis ihres kirchlichen Vorgesetzten beizubringen. Alle Bewerber haben sich einer vor einer Kommission abzulegenden Aufnahmsprüfung zu unterziehen. Der Termin derselben wird von der Akademie-Kanzlei (III., Lothringerstraße 14) ans eine dorthin gerichtete Anfrage schriftlich bekanntgegeben. Das Programm" der Aufnahmsprüfung umfaßt: 1. Orgel: a) einen Vortrag ans einem Repertoire von sechs Übungsstücken mittlerer Schwierigkeit; b) einen selbstgewählten Vortrag; c) Blattlesen; d) Kadenzen und Modulationen. 2. Harmonielehre: a) Harmonisierung eines gegebenen Chorals; b) Harmonische Ausführung eines nubezifferten Basses am Klavier; c) Harmonisierung einer gegebenen einfachen Melodie am Klavier; d) Analyse eines vorgelegteu Tonstückes in Hinsicht ans Harmonie; e) Gehvrübnug: Absingen einer komplizierten Notenreihe oder Nachsiugen einer auf dem Klavier angegebenen ungewöhnlicheren Jntervallenreihe. Aufnahmswerber, welche die Reifeprüfung für Orgel an der k. k. Akademie f. M. u. d. K. mit gutem Erfolge abgelegt haben, können ohne besondere Prüfung zugelassen werden, falls sie genügende Vorbildung in Gesang Nachweisen und die sonstigen Bedingungen erfüllen. Die Anzahl der für jeden Jahrgang zuzulassenden Frequentanten beträgt vorläufig 12. Schulgeld. Das Schulgeld beträgt jährlich 300 K und ist in drei Raten ii 100 K zu entrichten, und zwar die erste bis längstens 10. September, die zweite am 1. Dezember und die letzte am 1. April. In diesem Betrag ist das Unterrichtshonorar für alle lehrplanmäßigen Haupt- und Nebenfächer enthalten. Für die Benützung der Orgeln ist kein weiteres Entgelt zu leisten. Schluß-(Reife-)Prüfung. Am Ende des zweiten Jahrganges findet vor der hiezu eingesetzten Kommission die Schluß-(Rcife-)Prüfnng statt, durch welche sestgestellt wird, ob die Absolventen zur Ausübung des Berufes als a) Regens-chori (Chordirektor) oder b) als Organist befähigt er|cheiueit. Diese Prüfung besteht ans einer schriftlichen Klausurarbeit und einem Examen, das in einen theoretischen und einen praktischen Teil zerfällt. Kandidaten, welche bei allen Teil» Prüfungen mindestens einen guten Erfolg nachgewiesen haben, erhalten ein vom Vorsitzenden und den Examinatoren zu unterfertigendes Zeugnis ausgestellt, in welchem auszusprechen ist, ob der Kandidat „befähigt" oder „in ausgezeichneter Weise befähigt" ist. Besondere Bestimmungen hinsichtlich der in das Internat Aufnahme findenden Kleriker. Die Kleriker leben nach einer bestimmten Hausordnung, deren gewissenhafte Beobachtung überwacht wird. Für die Erfüllung ihrer geistlichen Pflichten bietet ihnen die Stiftskirche genügend Gelegenheit. Sie wohnen gemeinsam in einem stiftlichen Gebäude und werden gemeinsam verköstigt. Der Pensionspreis für Früh- bis 800 K betragen. Zn näheren Auskünften ist das Stift stück, Mittag- und Abendessen richtet sich nach der Zahl der Klosterneuburg jederzeit bereit. Teilnehmer und dürfte für das Studienjahr zwischen 700 70. Programm des II. allgemeinen österreichischen Gerziarentages vom 8. bis 10. September 1910 in Innsbruck. Donnerstag, 8. September, V-o Uhr nachmittags : Konstituierende und Begrüßungsversammlnng. 1. Begrüßung der Teilnehmer durch den Obmann des vorbereitenden Komiles. 2. Wahl des Präsidiums und des Bureaus der Tagung. 3. Eröffnungsrede des Präsidenten: „Die Aufgaben des II. allgemeinen österreichischen Terziarentages." 4. Festrede: „Der dritte Orden und seine kulturhistorische Bedeutung" (Dr. P. Expeditus Schmidt 0. F. M., Schriftsteller in München). 5. Rede: „Der dritte Orden und seine Aufgaben in der Gegenwart" (Msgr. Prof. Dr. Sigmund Waitz, Brixen). Eventuelle Ansprachen. Freitag, 9. September, 1 s7 Uhr früh : Pontifikalamt in der Franziskaner-Hoskirche, zelebriert von Sr. Exzellenz dem Hochwürdigsten Herrn Bischöfe von Brünn. Dr. Paul Graf Huhn. V29 Uhr vormittags: Erste beratende Versammlung Organisation. 1. Referat: „Organisation des dritten Ordens, Wesen und Notwendigkeit derselben" (P. Benvenut Kapferer 0. M. Cap. in Braunau am Inn). — Korreferat (P. Arsenius Noggler 0. F. M., Ghmnasialprofessor in Bozen). 2. „Organisation in den Städten" (P. Agapit Simmerle 0. F. M., Exprovinzial und Ordensdirektor in Salzburg). — Korreferat: „Organisation in den Landgemeinden" (P. Bonifaz Maurer 0. M. Cap., Ordensdirektor in Eppan). — 3. Zentralorganisation der Ordensgemcinden in Österreich: „Provinz- und Reichsorganisation" (P. Mansuet Sax 0. M. Cap. in Braunau am Inn). — Korreferat (P. Georg Trümmer 0. M. Cap., Ordensdirektor in Klausen). — 12 Uhr bis 1/t 2 Uhr Mittagspause. 1/22 Uhr: „Direktorenkonferenz," über die ein eigenes Programm verausgabt wird. '/„5 Uhr nachmit- tags : Zweite beratende Versammlung Soziales und Charitatives. 1. Referat: „Die Krankenfürsorge im charita-tivni Programm des dritten Ordens" (P. Petrus Canisius Reinhartinger 0. M. Cap., Leiter der Krankenfürsorge in München). 2. Referat: „Die Bahnhofmissiou, eine besondere soziale Aufgabe des dritten Ordens" (P. Luzian Neururer 0. F. M. in Innsbruck). 3. Referat: „Die besondere Aufgabe der Frauenterziarin in sozialer und charitativer Hinsicht" (Professor P. Regalai Trenkwalder 0. F. M. in Schweiz). 8 Uhr abends: „Festakademie" zu Ehren der Teilnehmer, veranstaltet von den Mitgliedern der Innsbrucker Ordensgemeinden, (Leiter des deklamatorischen Teiles P. Gaudentius Koch 0. M. Cap., Redakteur und Schriftsteller in Innsbruck. Leiter des musikalischen Teiles P. Gregor Zahlfleisch 0. F. M., Komponist und Chorregent in Innsbruck). Samstag, 10. September: Um 7 Uhr früh wird den Terziaren in der Franziskaner-Hofkirche Gelegenheit geboten, gemeinsam zur hl. Kommunion zu gehen. '/2 9 Uhr vormittags: Große Fest- und Schlußversammlung. 1. Rede: „Der dritte Orden in Österreich, ein Machtfaktor innerhalb der nichtpolitischcn Katholikenorganisation" (Exzellenz Bischof Dr. Paul Graf Huhn). 2. Rede: „Der dritte Orden und die gute Presse" (Reichsratsabgeordneter Direktor August Kemetter in Wien). 3. Festrede: „Der dritte Orden eine Hochburg der Ideale der christlichen Völker Österreichs" (Professor Anton Müller s Bruder Willrams in Innsbruck). — Eventuelle Ansprachen. — Schlußrede des Präsidenten. — „Großer Gott, wir loben dich." 71. Schutzmittel gegen Verwitterung der Gesteine. Mber ein neues Mittel zur Sicherung natürlicher Gesteine gegen den Einfluß der Witterung, das auch für die Erhaltung der Baudenkmäler von Bedeutung ist, wird in der Fachpresse berichtet. Mit Hilfe dieses Verfahrens soll es ermöglicht werden, die weicheren Steine von billiger Gewinnung und leichterer Bearbeitung auszunutzeu und ihnen nachher doch die Vorzüge harter Steine zu verleihen. Weiche Kalk- und Sandsteine sollen sogar so gedichtet und gehärtet werden, daß sie sich schleifen und polieren lassen. Nach seinem Erfinder Kubelka besteht das Verfahren darin, daß die gereinigte trockene Oberfläche im Sommer bei günstiger Witterung zunächst mit einer Lösung Kali- oder Natronwasserglas in Wasser getränkt wird, wobei beobachtet werden muß, daß nach diesem Prozeß keine Nässe an die Steine kommt. Alsdann folgt eine Tränkung mit geschmolzenem Chlorkalzium. Durch die chemische Einwirkung des Chlorkalziums auf die Wasserglaslösung e„t- steht in den Poren unlöslicher, fester, kieselsaurer Kalk, während Wendung immerhin große Sorgfalt erfordert, läßt sich auch das gleichzeitig entstehende Chlornatrium auswittert und vom auf Beton- und Mörtelkörper anwenden. Regen weggespült wird. Das Verfahren, das in seiner An- 72. Ausschreibung eines Savogen-Liechtenstein^schen Hl. Stephan Wom Hochwürdigsten fürsterzbischöflichen Ordinariate in Wien ist unterm 10. Juli 1910, Zl. 7287, nachstehende Ausschreibung der Bewerbung mit dem Ersuchen um Kenntnisnahme und gefälligen Verlautbarung im Diözesan-Amtsblatte anher gelangt: Durch das am 14. Juni 1910 erfolgte Ableben des Savoyen-Liechtenstein'schen Domkapitulars Herrn Josef Ritter Negri di San Pietro ist bei dem Metropolitankapitel zum heiligen Stephan in Wien ein Savoyen-Liechtenstein'sches Ka-uonikat in Erledigung gekommen. Nach der Bestimmung des Stiftbriefes ddo. Wien, 18. August 1769, sollen die von weiland der Frau Therese Herzogin von Savoyen, geborenen Fürstin Liechtenstein, gestifteten vier Kanonikate an der Metropolitankirche zu St. Stephan in Wien „Niemand Anderer als von alten stift-mäßigen Adel aus dem Fürsten- oder Grafenstande derer kaiserlich-königlicher Erblünder geborenen Vasallen, welche ihre Onathen von beeden Seiten, und zwar von jeglichen auf vier Grad gleid) bei Einreichung ihres Memorials und des autorisierten Stammbaunies zu probieren Kanoriilrntes bei dem Wetropolitanlmpitel iiim in Wien. schuldig seyud, zu genießen haben." In Ermanglung soldier Bewerber aber können diese Kanonikate gemäß der Allerhöchsten Entschließung vom 5. Oktober 1818 und gemäß dem hierüber an die bestandene nicderösterreichisä)e Regierung sowie a» weiland Seine Durdstancht den regierenden Fürsten Johann I. von und zn L i e ä) t e n st c i n erflossenen Hofkanzleidekrete vom 27. Oktober 1818 auch an Priester von altem Adel des erb» ländischen Freiherrn- oder Ritterstandes verliehen werden. Bewerber um dieses Kanonikat haben ihr stiftbriefinäßig instruiertes, an Seine Durchlaucht den hochgeborenen Herrn Johann II., Fürsten und Regierer von und zu Lied)teufte in gerichtetes Gesnä) bis längstens 15. September 1910 dem fürsterzbischöflichen Ordinariate in Men einzusenden. Vom f ü r st e r z b i s ck) ö s l i ch e n Ordinariate. Wien, am 10. Juli 1910. f Franziskus, Erzbischof - Koadjutor. Dr. Franz Kamprath, Kanzteidirektvr. 73. Posvečenje novega altarja pr es v. Srca Jezusovega v Mariborski baziliki. H glavnemu altarju Matere milosti in k stranskim, že dovršenim altarjem sv. Antona Pad., sv. Filamene, Lurške Matere božje in sv. Križa je dobila Mariborska bazilika letos v južni stranski ladji nov umotvor, aitar presv. Srca Jezusovega. Načrt zanj je napravil arhitekt bazilike in drugih altarjcv, g. Rihard Jordan na Dunaju, izdelal pa ga je domačin Karol Kocijančič v Mariboru, ki je pri tem 11 vrst marmorja združil v harmonično celoto. Glavni deli : menza, antipendij, stalo za svečnike, predela in nastavek altarja so iz kararskega marmorja. Vznožno stopnico tvori marmornata plošča : rob iz Re-pentaborskega marmorja obkrožaj e štirivoglato polje s trobarvnim tlakom, sestavljenim iz rdečega francoskega Vert-Rouge, iz belega kararca in iz zelenega belgijskega Ste. Anne. Križ na antipendiju je rdeči marmor iz Verone, štirje stebri, ki nosijo menzo, kakor tudi tridelni okrasek na podstavu kipa Srca Jezusovega, so grški marmor z otoka Skyros, srednji, četveropasni okrasek na predeli pa je iz rdečeka tirolskega in zelenega mehikanskcga oniksa. Na obeh straneh predele sta izklesana okraska v isti obliki z motivi iz rastlinstva (lilije in vrtnice). — V srednji največji vdolbini nastavka se dviga krasnomili kip presv. Srca Jezusovega, ob straneh pa, nekoliko niže, pročisto Srce Marijino in sv. Jožef. Kipe je izklesal Ed. Kupowsky v Gradcu iz Melerskega kamena. Črez ozadje srednje vdolbine iz rdečega Vcroneškega marmorja se prav izrazito razprostirajo na vse strani žarki, od Franca Kagerja v Mariboru izvršene, pozlačene „mandorle“, ki obkrožaj e vso postavo božjega Vzveličarja. Ozadje stranskih vdolbin je rumeni Veronezec, v gornjem polkrogu višnjevi Bardiglio, štirje stebri pa, med katerimi stoje aitami kipi, so temen marmor iz Hotovelj na Kranjskem. Trikotni sklep nastavka končuje na zgoraj z izrezljanimi robovi in v sredi z malim križcem, altarni križ s podobo Križanega iz kovine pa stoji na posebnem kamenitem stala pod glavno altarno soho. — Altar, ki ga je okrasil in pozlatil graški pozi a tar Viljem Siracli, in ki stane 11.000 K, napravi na gledalca izredno ugoden vtis in ga močno vabi k pobožnemu počeščenju presv. Srea Jezusovega. Posvečenje novega altarja se je vršilo VI. nedeljo po binkoštih, dne 26. junija 1910. Na predvečer so premil, knezoškof ob 6. uri prenesli ostanke sv. mučencev Lav-rencija in Vincencija ter sv. mučenk Neže in Agate iz škofijske palače v baziliko ter so pri altarju sv. Filumene s stolnim kapiteljem in z oo. frančiškani opravili dnevnice ali oficij v čast svetim mučencem. — Na praznik se je sveto opravilo pričelo ob osmih zjutraj. Posvečevanje altarja je trajalo dve uri. Od desetih do enajstih so prevzvišeni nad pastir v slovenski pridigi, katere vodilni rek : Misereor super turbam — množica se mi smili (Mark. 8, 2) je bil vzet iz nedeljskega evangelja, opisali novi aitar ter vernikom pojasnili, zakaj kaže božji Vzve-ličar na svoje Srce: zato namreč, ker je to Srce sedež neskončne ljubezni božje do človeškega rodu, ker je vzgled vseh čednosti, zlasti krotkosti in ponižnosti, ter tako vzor svetosti, in ker je vir vseh milosti, ki so nam Škofijska Birmovanje in škofijsko obiskovanje v Laškem dekanatu se je vršilo od 28. maja do 4. junija. Premil, nadpastirja so duhovniki in verniki povsod sprejemali in pozdravljali z odkritosrčnim veseljem in z veliko radostjo. Cerkve, katere so prevzvišeni knez obiskali, so si nadele praznično obleko, ob cestah in potih pa je bilo gledati cele vrste zelenih drevesc in številne, vkusno ozaljšane slavoloke s pozdravnimi napisi, ki so izražali ljubezen, vdanost in hvaležnost vernega ljudstva do svete Cerkve in njenih zastopnikov. — V Laški trg so dospeli Prevzvišeni dne 28. maja popoldne. Pri kolodvoru so Jih pozdravili : nadžupnik in dekan g. Dr. Franc Kruljc, namesto vslcd bolehnosti zadržanega župana podžupan in načelnik okrajnega zastopa g. notar Dr. Adolf Mravlag, v imenu šolske mladine učenki Marija Drolc in Marta Gradt. Poklonili so se Jim že tu zastopniki sod-nijskega in davčnega urada, občinskega sveta in učiteljstva, postajenačelnik g. I. Papp ter celjski opat g. Fr. Ogradi, drugi dan v trgu pa celjski okrajni glavar, g. namestn. svetovalec baron Müller. Skozi slavoloke, ki so nosili napise: Willkommen! Pozdravljen Vladika premili, pozdravljen naš višji dušni pastir! Vsa fara se danes veselo raduje, ker birmanski dan veličastno praznuje — sc je vršil v dolgi procesiji vhod v nadžupnijsko cerkev, kjer je bila po litanijah z blagoslovom izkušnja šolskih otrok. Tukaj je bilo dne 29. maja 947. dne 30. maja pa 242 birmancev, ki so se zbrali iz trga in iz sosednjih potrebne, da se vzveličamo. H koncu so želeli in obljubili obilni blagoslov od Srea Jezusovega vsem, ki so kaj pripomogli k olepšavi veličastne bazilike in ki bodo opravljali svojo pobožnost pred novim altarjem. — Od enajste do dvanajste ure so Prevzvišeni pri novoposveče-nem altarju ob asistenci stolnega kapitelj a in oo. frančiškanov peli slovesno ponti likalno sveto mašo, potem pa zopet stopili na pridižnico ter v enourni nemški pridigi na podlagi prerokovih besed : In charitate perpetua dilexi te, ideo attraxi te miserans (Ierem. 31, 3) po kratkem opisu altarja z neutrudno vnemo podali poslušalcem zgodovino češčenja Srca Jezusovega pred časih, ob času in po časih bi. Marije Margarete Alakok ter jih tako izpod-bujali k tej blagoslovapolni pobožnosti. širni prostori bazilike so bili polni pobožnih vernikov od začetka do konca prelepe slavnosti, ki je bila po eni uri popoldne zaključena z zahvalno pesmijo Te Deum laudamus in z zakramentalnim blagoslovom. Cor lesu, rex et centrum omnium cordium, dives in omnes, qui invocant te, miserere nobis! kronika. župnij, v katerih letos ni bilo birme. Oba dneva so pre vzvišeni nadpastir poleg drugih običajnih svetih opravil z gorečo vnemo kakor vselej oznanjevali božjo besedo: prvi dan so govorili o sovražnikih svete vere ter našteli sredstva za nje ohranitev, drugi dan pa so izpregovorili prisrčno besedo birmancem, botrom in ostalim vernikom o milostih svete birme. — Med potom v Loko so dne 30. maja obiskali lično prenovljeno župnijsko cerkev sv. Marjete pri Rimskih toplicah, in trg Radeče na Kranjskem, kjer se pod vodstvom vnetega župnika g. Franca Hiersche pravkar vrše priprave za zidanje nove župnijske cerkve. V Loki so Frevzvišenega pri prihodu pozdravili razen domače duhovščine: grajščak Jan. Jakše, podžupan Al. Železnik v imenu občine, požarna hramba z načelnikom Martinom Zupančič, načelnik krajnega šolskega sveta Anton Kajtna, izobraževalno društvo, Marijina družba po mladenki Frančiški Trbovc, in šola po učenki Ivani Koren. Napisi na slavolokih so se glasili: Bodi pozdravljen, Prevzvišeni! Bog živi: mili nadpastir! Po Mariji k Jezusu! Jezus in Marija bodita naša tovaršija! Prisrčno pozdravljeni v naši sredini, Vam kličemo Loške hčere in sini! Naj se svet še tako meša in poka, Bogu in cesarju zvesta ostane Loka! — Predmet slavnostne pridige so bile tri božje čednosti, vera, upanje in ljubezen kot viri milosti in miru, zakrament svete birme je prejelo 422 otrok. — V Trbo vljah je prevzvišenega kneza na kolodvoru pozdravil okrajni šolski nadzornik in župan g. Vodušek z občinskim odborom, ravnatelj rudokopa g. Heinrich in načelnik veterancev g. Krastnig ; pri sprejemu v Trbovljah pa: domača duhovščina, šolska mladina po učenki J. Lipovšek, Marijina družba po mladenki Ludmili Cukjati, veteransko društvo po svojem načelniku in društvo „Orlov“ po mladeniču Ivanu Černe. Ob udeležbi nebrojne množice vernega ljudstva se je vršil skozi velikanske slavoloke z napisi : Slava njemu, ki pride v imenu Gospodovem! Dobrodošli, nadpastir! Benedictus, qui venit in nomine Domini! — slovesni vhod v cerkev. Vzorni red in izvrstni uspeli pri izkušnji do 2000 broječih šolskih otrok je vse navzočne iznenadil. Drugi dan, 1. julija se je sveto opravilo začelo ob sedmih zjutraj. Po sveti maši in po pretresljivi pridigi prevzvišenega nad-pastirja o srečni zadnji uri in po opravljenih mrtvaških molitvah je v štirih oddelkih, nad katerega vsakim je bil izvršen birmski obred od začetka do konca, prejelo sveto potrdbo 1418 birmancev. Svečanosti sta se iz sosednje vladikovine udeležila gg. župnika Gotli. Rott iz Zagorja in Jos. Ocepek iz Dobovca. — Na potu iz Trbovelj v Dol sta v Hrastniku prevzvišenega nadpastirja pozdravila ravnatelja kemiške tovarne, gg. Fr. pl. Burger in R. Dicr-mayr s svojim uradniškim osobjem, v Dolu pa poleg duhovščine učenka Marija Dolinšek. Tukaj so premil, knez dne 1. junija na večer po šolski izkušnji opravili z duhovniki vred juterne in hvalne molitve pred sv. ostanki za dva stranska altarja, katera so dne 2. junija posvetili v čast preblaženi devici Mariji in v čast sv. Barbari. V prvega so položili relikvije sv. mučencev Aleksandra papeža, Evencija in Teodula ter sv. mučenk Sabine in Se-ralije, v drugega pa moči sv. mučencev Pij a, Jukunda in Urbana. Altarja je izdelal kamnosek V. čamernik v Celju za skupno ceno 10.600 kron. Deloma ta, deloma drugi dan, 3. junija so premilost. nadpastir blagoslovili kipe prebl. Dev. Marije, sv. Janeza in sv. Jožefa, sv. Barbare, sv. Ane in sv. Joahima na obeh stranskih altarjih, razno altarno opravo, kipe sv. apostolov Jakoba st., Petra, Pavla, Simona in Andreja ter vstalega Vzvcličarja na glavnem altarju, kip dobrega Pastirja nad prižnico, in dve novi izpovednici, kateri je izgotovil župan radečki, g. Jak. Rižncr, za 484 kron. Po pridigi o zgodovini češčenja presv. Srca Jezusovega je s potrdbo 794 birmancev, s skupno posvetitvijo presv-Srcu Jezusovemu, z zahvalno pesmijo Te Deum laudamus in z zakramentalnim blagoslovom ganljivo končala tridnevna, za Dol zgodovinski znamenita svečanost. Prav primerna tej svečanosti so bila čustva za lepoto hiše božje tako požrtvovalnih in sveti Cerkvi vdanih Dolčanov, izražena po napisih na slavolokih : Globoko se klanjamo Vaši Prevzvišenosti.- Prihod Vaš nam je vir velike radosti! Benedictus, qui venit in nomine Domini! Srčna hvala Vam bodi, Naj angelj božji z Vami hodi ! — Pri Sv. Lenartu nad Laškim že 42 let ni bilo birme. Zato je ondotna župnija s tem večjim veseljem sprejela sedaj, dne 3. junija, svojega nadpastirja. Pri sprejemu, katerega so se udeležili malone vsi župljani, so Prevzvišenega pozdravili : domači župnik, cerkveni ključar Ferd. Trupej, načelnik krajnega šolsk. sveta Anton Deželak in učenka Ana Saj tel. Ves prijazni grič je bil poln z venci prepletenih mlajev, zastav in slavolokov. Slednji so nosili kaj prisrčne pozdrave in zahvalne napise n. pr. : Pozdravljeni, naš višji Pastir ! Pozdravljeni, nam iz srca v fari sv. Lenarta! Kar src tu bije, kar živi, Za Vas, naš oče, vse gori ! Srčno pozdravljen, naš ljubi oče ! Oh oče, tu pozdravljeni, kjer glas nebeški se glasi ! Nevesta, naša cerkev, pozdravlja našega Gospoda ! Ljubeče srce govori, Gospod, ostani, se mrači ! Marija raj nam naredila, današnji dan nam izprosila ! Koder aša noga hodi, naj Vas angelj božji vodi! Z Bogom ! — Dne 4. junija so premilostljivi nadpastir po slavnostnem govoru o zahvali za dobrote božje s pridižnice imenovali mč. g. dekana Dr. Fr. Kruljc za knezoškof. duhovnega svetovalca, birmali 303 otroke ter završili truda in napora polno delo v razsežnem Laškem dekanatu, ki je štel skupaj 4126 birmancev. — Naj to delo trajno potrdi vsedobri Bog s svojo vsemogočno milostjo ! Pastoralna konferenc ij a v Šmarju. — Dne 4. julija 1910 so prejeli Prevzvišeni knez in škof ti-lo brzojav : „ Ekscelenci knezoškofu Marburg. St. Marmi Erl. am 4. Juli 1910 um 10 U. 10 M. Vorm. Duhovniki v Šmarju na pastoralni konferenci zbrani izrekajo Vaši Ekscelenci najsrčnejšo zahvalo za dragoceno knjigo in zlate besede o part. koncilju ter zagotavljajo Vašo Prevzvišenost neomejne pokorščine, spoštovanja in iskrene ljubezni. Ivan Bohancc, dekan.“ Premilostljivi nadpastir so takoj odgovorili : „Mnogočastiti gospod Ivan Bohanec, dekan St. Marein Eri. Veseli me, če sem Vam z doposlanimi spisi napravil veselje. Meni je veselje, drugim delati vesolje. Vsedobri Bog pa potrdi in blagoslovi ponovljene obljubo blagih konferentistov, katere prisrčno pozdravljam in jim želim polnost božje milosti ! f Mihael, knezoškof.“ Pastoralna konferencija v Rogatcu. — Mnogoč. g. dekan je v imenu častite dekanijske duhovščine brzojavil Prevzvišonemu : „Ekscelenca knezoškof Dr. Mihael Napotnik Marburg. Rohitsch, ant 6. Juli 1910 um 12 U. 30 M. Nachmittag. Zbrani konferentisti rogaške dekanije izražajo Vaši Ekscelenci najspoštljivcje svojo popolno vdanost in pokorščino ter izrekajo najiskrenejšo zahvalo za letošnji prekrasni nad vse času primerni postni pastirski list in za ravnokar nam velikodušno podarjeno prelepo spominsko knjigo. Dekan Šalamon.“ Nemudoma so prejeli zbrani gg. konteren tisti brzojavnim potom odgovor. „Mnogočastitemu gosp. dekanu Šalamon Rohitsch. Mili Bog poplačaj blagim konferentistom radost in tolažbo, katero so mi napravili s poslano izjavo, ter podeli svoj blagoslov, da bodo besede v letošnjem postnem pastirskem listu in v najnovejši spominski knjigi našle blagodejni odmev v srcih vnetih duhovnikov in dobrih vernikov. j Mihael, knezoškof.“ Ponovljcnje sv. misijona v Za vod n j e m. — Kn. šk. župnijski urad sv. Petra v Zavodnjem je semkaj poročal z dopisom z dne 12. maja 1910, štev 53, da se je vršilo tamkaj od dne 1. do dne 8. maja t. 1. pod vodstvom gg. misijonarjev Franca Ri tak in Janeza Zdravlič od sv. Jožefa pri Celju ponovljcnje prvega svetega misijona v letu 1908. Uspeh pobožnosti je bil nenavadno dober. Med tem, ko so imeli ob prvem sv. misijonu nekateri še nekak strah in pomisleke, je to sedaj popolnoma izginilo. Obisk je bil takoj v začetku popoln in ljudje niso mogli biti dovolj hvaležni župniku in gg. misijonarjema, kar priča, da se jim je priljubila pobožnost sv. misijona. Genljivo je bilo videti, kako so prišli 3 dni zaporedoma (bil je ravno križev teden) sosednji Razbor-čani pod vodstvom svojega g. župnika v mnogoštevilni procesiji ter se pobožno udeleževali sv. misijona. Prišlo je tudi mnogo vernikov iz bližnje župnije sv. Mihaela pri Šoštanju, kar je bilo pri maloštevilni tukajšnji župniji lahko mogoče. Ko se je ob sklepu zahvalil mnogoč. g. dekan Škal-ski v prisrčnih besedah za milosti sv/misijona, izpodbujal vernike k stanovitnosti ter se poslovil od gg. misijonarjev^ je v veliki množini zbrano ljudstvo glasno ihtelo in žalovalo, da je minil srečni .in zlati čas sv. misijona in marsikateri je vzdihnil potem : Bog ve, še-li ga bom kedaj doživel in obhajal ! Poročilo k n. župnijskega urada v Laporju z dne 2 7. maja 1910, štev. 16 5 o sv. misijonu. — Priprava župljanov na sv. misijon, ki se je vršil od dne 15. do dne 22. majat. >., bila je izpodbudna. ŠtirFnedelje poprej so v nenavadno obilnem številu domači prihajali k službi Božji, da slišijo nauk o zakramentu sv. pokore in drugih za dobro obhajanje sv. misijona potrebnih resnicah. Da bi sv. misijon obrodil stoteren sad, smo izročili vso pobožnost v varstvo presv. Srca Jezusovega. Vsak dan in po vsaki sv. maši smo od velike noči sem v cerkvi mo- lili v čast presv. Srcu, da se usmili župnije; isto se je molilo vsaki dan po krščanskih hišah ; v isti namen smo obhajali tudi prvi petek v majniku. Na praznik Vnebohoda Kristusovega smo začeli devetdnevnico, na čast sv. Duhu, da nas razsveti, srca ogreje in stori po misijonu trdne in stanovitne. Na Binkoštno nedeljo je bil začetek ; bil je svečan trenotek. Cerkev do zadnjega kotiča napolj-njena, slovesno okinčana in razsvetljena, genjenim vernikom sta odsevala sreča in veselje iz radostnih lic, ko smo zapeli: Pridi sv. Duh, ko je prvokrat zadonela po vsej cerkvi genij iva misijonska pesem. Dasi je čakalo nujno delo na polju in v vinogradih, so se vendar udeleževali župljani pridno misijonskih pridig in službe božje. Hvale in spomina vredna je bila udeležba možev in mladenčev. Izpovednikov je bilo dovolj; zmeraj so se trudili trije gg. misijonarji in en g. kapucin; tudi eden domačih dušnih pastirjev je bil vedno izpovedencem na razpolago ; pomagali so pa tudi gg. sosedje, tako da so vsi župljani lahko svojo pobožnost opravili. Sv. obhajil se je podelilo približno 2400. Nauki za mladino so obrodili lep sad ; 27 mladenčev in 44 mladenk je na novo pristopilo k Marijini družbi. Sklep misijona smo obhajali na praznik sv. Trojice popoldne. Sklepne pobožnosti se je udeležilo neb roj ljudstva iz domače in sosednjih župnij. Najprej se je blagoslovil misijonski križ, katerega so potem v slovesni procesiji nosili mladeniči Marijine družbe; po procesiji se je križ v cerkvi postavil na primernem mestu. Po sklepni pridigi se je zapela zahvalna pesem ter zaključila genljiva pobožnost. Tako so minuli lepi dnevi ; daj Bog, da duhovno prenovoljenje traja vedno in vedno. Župljani pa imajo zdaj, ko sovčakali posvečenje duhovnega tempelja, le še eno željo, da doživijo posvečenje Božjega tempelja, katerega so povečali in vsega prenovili. O večni molitvi pri Sv. Križu pri Ljutomeru je tamošnji knezoškotijski župnijski urad z dopisom z dne 16. junija 1910, štev. 168, semkaj poročal: Dne 12. in 13. t. m. se je tu vršila ob obilni udeležbi „večna molitev“. Razen navadnih vernikov obojega spola je zmeraj lepo število belo oblečenih deklet molilo presveto Rešnje Telo. Da bi bila slovesnost tem sijajnejša, je imel častiti P. Šimon Čurin O. S. F. od Sv. Trojice v Slov. goricah vsak dan po dva govora, v katerih je častil presv. aitami zakrament ter ob enem vabil v tretji red sv. Frančiška Asiškega. Ker je bilo v župniji že prej več sto tretjerednikov ter je sedaj še pristopilo na novo k redu kakih osemdeset udov, je proglasil zgoraj imenovani P. Šimon Čurin našo župnijo Sv. Križa pri Ljutomeru kot samostojno skupino 111. reda. Seveda sc je ob tej priliki tudi pridno izpovedovalo. 75. Literatur. 1. Der hochwürdige Herr Josef Erker, Domherr in Laibach, hat mit dem Schreiben vom 27. Jnli 1910 ein Rezensionsexemplar seines — Erker, Enchiridion Liturgi cum in usum Clericorum et Sacerdotum in sacro Altaris ministerio. Editio altera emendata et aucta. 1910 — anher mit ber Bitte übersendet, das Werk einer eingehenden Besprechung im Diözesanblatte zu unterziehen. Der Verfasser bemerkt Hiezu, daß er, nachdem die erste Anflage in den Berufskreisen eine günstige Aufnahme gefunden hat, be' sonders bemüht war, die praktische Bedeutung des Werkes in der neuen Auflage nicht nur zu bewahren, sondern auch nach Möglichkeit zu erhöhen. Nach Durchsicht des Werkes läßt sich mit Befriedigung konstatieren, daß diese Mühe dem Verfasser bestens gelungen ist. Das sehr praktische Handbuch, das sich dnrd) Reichhaltigkeit und Übersichtlichkeit anszeichnet, berücksichtigt auch die aller-neuesten Dekrete und Entscheidungen der hl. Kongregation, weshalb es sich nicht nur als Lehrbuch für Kleriker, sondern auch als ein sehr wertvolles Hilfsbnch für den Seelsorgepriester bestens eignet. Das Hiemit warm empfohlene Buch kostet K 4 60, gebunden K 5'80. Unter Einem wurde auch von der „Katholischen Buchhandlung" in Laibach ein Exemplar obgenannten Werkes zur Ansicht mit dem Ersuchen anher übermittelt, das Buch einer genauen Durchsicht unterziehen und dasselbe zur Einführung im Priesterseminare vorschlagen zu wollen. 2. Die General-Leiterin der St. Petrus Claver-Sodalität in Salzburg hat unterm 7. Jnli 1910 nachstehendes Schreiben anher gerichtet: „Hvchwürdigster Herr Fürstbischof! Gestatten Ew. Fürst-bischöflichen Gnaden, daß ich in der Anlage die von der St. Petrus Claver-Sodalität herausgegebenen Verlagswerke: Claver-Kalcnder und K i n d e r - M i s s i o n s k a l e n d e r pro 1911 unterbreite und um Empfehlung derselben, sei's im Diözesanblatte, sei's ans eine andre Weise, zur Anschaffung und Weiterverbreitnng ehrfurchtsvollst bitte. In der Hoffnung, keine Fehlbitte getan zu haben, küsse ich in aller Ehrfurcht den bischöflichen Ring und erstehe für mich und die St. Petras Claver-Sodalität den hl. Segen." In Entsprechung dieser Bitte werden obgenannte Berlags-tverke, die bei der St. Petrus Claver-Sodalität, Salzburg, Dreifaltigkeitsgasse 12, zu beziehen sind, dem hochw. Seelsorge-klerus hiemit znr Anschaffung und Weiterverbreitnng bestens empfohlen. 8. Von der Kinderfreund-Anstalt in Innsbruck wurden unterm 20. Jnli 1910 znr Ansicht anher vorgelegt: a) Der Ordensdirektor, Korrespondenzblatt für Direktoren des III. Ordens vom Hl. Franziskus und Priesterterziaren. Herallsgeben von der nordtirol. Franziskaner-Provinz, Innsbruck. Redakteur: P. Ambros Thaler 0. F. M. IV. Jahrgang. Preis mit Post-versendnng K 3 20. 9) Der christliche Kinderfreund. Monatsschrift znr Förderung christlicher Erziehung und Rettung der Jugend für Eltern, Lehrer und Erzieher. Herausgeber und Redakteur: Dr. P. Äg i d ius Kllm etschek 0. S. 11. 26. Jahrgang. Für Abonnenten kostet der „Kinderfreund" jährlich portofrei zugestellt K 1 20. e) Der katholische Verein der Kinderfreunde in Wort und Bild nebst einem ausführlichen Verlagsverzeichnis der K i n d e r s r e n n d - A n -stakt. Innsbruck, 1909. 76 Wjesaii-Ullchrichten. Investiert wurden die Herren: Josef Erkor, Kaplan in Praß-bevfl, aus die^Pfarre St. Martin im Rasentale; Albin Slavec, Kaplan in Retschach, auf die Pfarre Maria Himmelfahrt in Rief und Ignaz Skamlec, Kaplan in Luttenberg, auf die Pfarre St. Andrii bei Leskovez. Bestellt wurde! als Provisor in Hörberg der dortige Kaplan Herr Bartholomäus Podpečan. Wiederangestellt als Kaplane wurden die Herren Provisoren: Johann^Širec in Franz und Paul Žagar in Praßberg. Übersetzt wurde» die Herren Kaplane: Blasius Dvoršak von Schleiniz bei Cilli nach St. Georgen an der Ciidbahn (II.) ; Josef Krajnc von Kölsch nach Schillern; Alois Leben von Kölsch nach Schleiniz bei Cilli; Andreas Lovrec von St. Georgen an der Stainz nach Lnttenberg (I.); Anton Penič von Schillern nach Hl. Kreuz bei Sauerbrnnn (11); Konrad Šeško von Hl. Kreuz bei Sauerbrunn nach Kölsch (I.); Alois Zamuda von Franz nach St. Peter bei Radkersburg (I.), Renangestellt wurden als Kapläne die absolvierten Herren Theologen des IV. Jahrganges: Johann Baznik in Kölsch (II.); Marti» Erbatič zu St. Georgen an der Stainz (II.); Johann Oeratič in Peilenstein ; Anton Lassbacher in Trenncnberg; Markus Škofič in Retschach und Johann Žagar zu St. Martin am Pachern. Gestorben sind die Herren: Matthias Vaupotič, Pfarrer in Hörberg, am 10. Juli im 40. und Josef Korošak, Defizientpriester i» Drachenburg, am 20. Juli im 33. Lebensjahre. Unbesetzt ist geblieben der Kaplansposten in Hörberg. F. B. Lavanter Ordinariat zu Marburg, am I. August 1910. f Fürstbischof. St. Ctzr»llu<-Vuchdruck«rei, Marburg.