« Ireitag den s. AeSruar 1878. !lV. Jahrgang Die .»Marbukger Zeitung^' erscheint jeden Ssnntag, Mittwoch und Freitag. Preise für Marburg: ganzjährig E fl.,halbjährig 3 st., vierteljährig 1 st. 50 kr; sür Sustell»»g in» Haus monatlich IV kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 st., halbjährig 4 st.» viertelzährtg 2 st. Jnsertionßgebühr 8 kr. pr. Zeile. Alt Arbtit der > ll. Die Betheiliguug der graue« a» den der-schied«»!« Zweige« der Arbeit ist weit davo« eilt' serut, i« alle« Ländern dleseibe z» sein. Man kaaa im Mgemeinen aussprechen, daß, je mehr die Lavdwuihschaft gegen die Industrie zurücktritt, die Lohl der außerhalb des häuslichen Kreises beschäftigten grauen zunimmt. Häufig begegnet uns die Erscheioung, duß die grauen in größter Zahl Luxusvaarea anser» tige« «vd daß diese Art von gabrtkation de» Arbeilerinnen den geringsten Lohn einbringt, eine« Lohn» der zum Leben zu wenig, zum Sterben zil viel , bietet und die nuglücklicheu grauen vzötieniheils dem sittlichen Beiderben in die Arwe treibt. Gelehrte Prosefsiauen, sammt den Berufs-zweigen, welche Literatur und freie Künste be» treibe», werden in Großbritaaieu, Dänemark »vd Nordamerika mehr von grauen erwählt als von Männern. Wenn wie von Amerika absehen ««d «nr England und Däuemark in das Aug» sasie«, jo sällt es ««s auf. daß in dies«», ihren sozialen Vedingungen nach so sthr verschiedevtn Ländern m«hr grauen als Männir geistige Pro-sessione« treiben. Die Ursache dieser Tlscheinnng liegt znm Thelle entschieden in der größeren'Ret. gnug ver britischen »nd dänischen grauen, den Bersland in Tdätigkeit zu setzen, was denn auch durch Klima, Nahrung und Erziehung wesentlich befördert wird. Die Erzeugung von Kleidungsslücken nimmt beiweitem mrhr graneUF als Männei Hände in Anspruchs wenige Knliurgebiete ausgenommen, wird die Zahl der Schneider von jenir der Schneiderinnen mindestens um die Hälfte über-troffen. Die Schneider-Profession ist allerdings ein Gewe»be, welches den graue« mehr zusagt als den Männern; aber wegen ungenügenden Lohnes und wegen der in so vielen Fällen waltenden Unmöglichkeit, die physischen und moralischen Nachtheile diests Gewerbes gründlich zu beseitigen, wird die Schneiderei besonders m großen Städten dem weiblichen Geschlechle so verhängnißvoll. In Frankreich und Dänemark haben mehr Frauen mit dem Handel zu thun als Männer. Der Handel im Kleinen ist dem »reiblichen Wesen durchaus nicht sremdaetig; daher wird derselbe unter sonst günstigen Lerhältniffen und bei dem entsprethenden Wechsel mit anderer Beschäfli« gung die Frauen nicht benachlheiligen. In Frankreich, Belgien und anderen Ländern hat man sich überzeugt, daß die grauen alle die kltinen AmtSgeschaste in Kanzleien sehr kvohl zu besorgen vermögen und im Bllletver« kauke auf Bahnhöfen u. ganz ausgezeichnete Um stcht, Genauigkeit und Borsicht au den Tag legen. DaS Telegrophirtn erlernen sie leicht, und auch der Postdienst, «benso wie Sekretariat und lke-gislralur, macht ihnen kcine irgend erheblichen Schwierigkeiten. Die natürliche Schlußfolgerung hieraus ist, daß Anstellung von graue» in den bezeichneten verufSgattnngen der menschlichen Gesellschaft ent» sprechen. Entschieden kann man dafür halten, eS sei auch die Organisation deS Weibes dir Be» schäfligung in Kanzleien und dergleichen Anstal ken Nicht entgegen, insbesondere wenn solche Thätlgkeit Mit etwas HauSarbeit angemessen wechselt. . Dagegen wird eS stch nicht empfehlen, V Frauen als Sifenbahnwächter, als Schaffner u. . w. anzustellen, weil zu folchen Aemtern die weiblichen Kräfte ungenügend sind. Andererseits können weibliche Wesen nicht den Posten eineS Direktors, obersten Verwalters einnehmen, weil die hiezn ersordcrliche imponirende Autorität ihnen fehlt. Die zur Erziehung und Bildung der Jugend erttveder nicht geneigten oder nicht passen» den grauen lverden unter Umständen in Handarbeit und Handel Befriedigung und Brod finden. Zu beiderlei Beruf haben die Frauenzimmer sehr viel Anlage und im Kleinhandel soiv:e in Fingerfertigkeit der Näherei, Siickerei, Sinllerei u. s. w. iverden sie von keinein Manne der außcrarabischen und außerchinesischen Welt übertroffen. Man kann also vur wünschen, daß die in diesen Bernsen thätigen weiblichen Wesen durch die Arbeit ausreichenden und anständigen LibenSuvterhalt sich versichern und daß durch Vereine soivie von Seite der bürgerlichen Gemeinschaft Boikehrungen zur Verhütung von Elrnd getroffen werden. Kur Geschichte des Hages. Der Wiener Geldmarkt bekundet sein Leben durch krampshafte Zuckungen. Die meisten Papiere sind in der legten Woche be» deutend gefallen und scheint eS, dem ersien Krach iverde ein zweiter folgen. Die V e r m i n d e r u n g derAbgeord» uetenzahl, von den Fiihrelndcr lkeaktionürcn Feuilletp«. Eiat Arauisahrt. Bon dem Verfasser der neuen deutschen Zeitbilder (Fortsetzung.) „Ah, und Deine Mutter war einverstanden ?" „Wenn ich eS sei.- „ES war allerdings viel von Dir verlangt, in de« Jahren, von denen wir eblN sprachen, und daß Du ein leichtsinniger Bursche bist, kann sogar Deine eigene Mutter Dir bezeugen; aber Du brachtest daS Opfer." Herr von Falkenberg sprach diefe Worte gc-wiß Vicht ironisch, sondern im vollen Ernste. So «ahm sie auch sei« jüngerer Freund und Kamerad auf. „Was sollte ich machen? Meine Mutter ist arm; wie viel hat sie in ihrem Leben entbehren müssen, unt» meist für mich! Auch an mnne Schwester hatte ich zu denken." Fritz von Forst sprach daS ohne allen Leicht-stnn eines jntig'n GardelieutenantS, aber mii einem Ernste und einer Innigkeit, die zeigten, sie ihm aus dem Herzen kamen und dieses Herz, wenn auch ein leichtsinniges, doch anch ein braveS war. Sein älterer Freund schien sich dennoch beinahe etwas zu verwundern. „ES ist rührend," sagte er, „und dabei ein ganzer Roman, den aber bloS die Mütter fertig gemacht Huben. Ja, ich sagte es gleich, die alt« Eifenrlng ist eine — tvie rianntejt Du sie doch?'' „Eine sentimentale Schwärmerin." „Richtig; schade, daß sie keine Schriftstellerin ist, sie könnte in ehestiftenden Romanen etvaS leisten. UebeigenS gratuliere ich Dir nochmals. Du htst Deine Braut noch nicht gesehen?-„Nein." „Aber auf meiner Liste steht sie zugleich als schön und liebenswürdig und erst achtzehn Jahre alt. Und auch ihr kann man gratuliren, denn ein hübscher und braver Mensch bist Du; anch hast Du, trotz Deiner Jugend, schon ein? ziemliche Portion Aber^tener und Liebschaften gehabt, so daß'Du ihnen nachgerade Valet sagen kannst." „Leider lverde ich daS wohl müssen!' seufzte der junge Gardelieutenant. „Für so und fo Viele Hüilderttauslnde kann man daS fchon." Das Gespräch der beiden jungen Herren wurde unteibrochen. Der neue Postillon der Sta» tion hatte seine Pferde angeschirrt und dann zum Einsteigen geblosen. AlS er zum dritten Male blivS, erschienen der Kondukteur und die Reisenden, die mitfahren woll!en. Zueist der kurze, dicke Herr mit dem rolhen, aufgeworfenen Gesichte. Er mußte sich gut gepflegt haben; sein Gesicht war bedeutend röthcr und er pustete, alS er seinen Platz wieder einnahm. Hinter ihm stieg ein seizr wichtig ausseifender Mann in mittleren Jahren ein; er schien ein reis.nder Kaufmann zu sein. Ihm solgten zwei Lanvleute, wohlgekieidete, stämmige Männer mit klugen Gesichtern, die aber gar nicht klug aussehen sollten. Namentlich der wohlhabende Bauer liebt es mitunter so. Alle setzten sich in daS Innere des großen Postwagens. Der Kondukteur nahm seinen Platz vorn im Koupv ein, Ut^d der Wauen flihr ab. DaS Straßenpflaster dcS StadtchenS glich jungen Alpen. So lange man auf ihm fuhr, war an Sprechen im Wagen nicht zu denken. Die beiden GardelieutenantS hatten sich zu den Sitze« znrückgelehut, Mil einer Miene, die deutlich sagte, daß sie iljrer RcisegeseUichaft gegenüber sich fortan nur in ein vornehmes, theil-nohwloseS Schweigen hüllen könnten. Der Geistliche war einen Augenblick erivacht. Die beiden Bauersleute, die an seinem Aeuhenn seinen Stand eikannt haben mußten, halten ,hn mit der Ehrfurcht begrüßt, mit ivelcher auf dem Lande der Geistliche begrüßt zu werven pstegt. in Ungar» vorgeschlage«, dürfte wohl kaum be-schlossea werdtn. Die Motlyaren sind ein Volt von Politlkeru; der Schwerpunkt threS politischkn Lebens befindet kch ober im Reichötog,. Ohne Reichstag kein Ungarn, ohne große Zahl der qe-wäblteu Vertreter keln R'lchStog. Die Kosten werden hier nicht i« Betracht gezogen und an denastattsche« Szenen, welchesichbeijederG^legeohtil im Unterhause ereignen, nehmen die Magyaren leider noch keinen Anstoß. Der erwähnte Vorschlag — wie Vervünflig und durch zwingende Nothwendigkeit geboten derselbe an und fiir sic «rsche,nttt mag — hat auch deßwegen keine Aussicht aus Erfolg, weil Senvyey ihn gewacht, welcher die ungarische Fahne mit der schwarzen Kokarde zieren will. England fleht sich genöthigt, ta snnem Strafrecht einen bedouerlichtn Rückschntt zu wachen. Das „gkrtreten" bei Raufereien namentlich in Großstädten zeugt von einer Verwilderung, die nach der Ansicht der Regierung und woh d?6 Parlamentes nicht anders gebändigt werden kann, als durch die Wiedereinführung der Prügelstrafe für besonders viehmüßige Fälle persönlicher Tewaltthat. Marburger Berichte. Sitzung d-s Gem-inderath«s vom 80. Jänner. (Schluß.) Zwei Pfründen deS Bürgerspitals sind zur Befeßung ausgeschrieben worden und haben sich fünf Bewerber darum gemeldet. Der Berichterstatter Herr Ferdinand Baron Rast deantragt, dl»se Pfründen dem Herrn Karl Gutbrunner und dem Frl. M. Seiler zu verleihen. Der Gemeinderath stimmt dem Antrage bei. Die Statthalteret verlangt elven Bericht über das Wesen deS Arme»!vst«tuteS in Marburg. Herr Ferdinand Baron Rost, Obmann der betreffenden Sektton, erörtert diesen Gegenstand, verlitst den Entwurf seines Berichtes und befürwortet die Annahme desselben. H»rr Max Baron Rast erinnert u. A., daß die Jnstrnktion deS GemeinderatheS, betreffend die Durchsührung der Arminpflege, dem Landes-auSschufse vorgelrgt worden, und beabsichtige er, diese Angelegenheit zum Gegenstand einer Jnier-pellatton im Landtage zu macht«. Nach einigen Bemerkungen über die Geschichte deS Aimentn-stltutS im Allgemeinen uod deS hiesitjen inSbe- sonders stellt der Redner den Antrag, eS möge die Sache einer nochmaligen Berathung unterzogen und zu diesem B'huf ein DreierauSschuß gewählt werden ; dieser Ausschuß habe den Be richt noch einmal zir priifen und die Ergänzungen dem Gemeinderath vorzulegen. Der Biee-Bürgermeister Herr Dr. Duchatsch macht aufmerksam, daß die Frist, welche die Statthalterei zur Einsendung deS Berichtes fest gefeßt, morgen schon abllmfe. Herr Ferdinand Baroi' Rast vertheidigt seinen Entwurf und wird dieser unverändert an genommen, nachdem noch die Herren: Maz Baron Rast, Mareo und Dr. Duchatsch darüber gesprochen. Der Miethverlrag über die Benutzung der Kavalleriekaserne zur Transenalbequartterung soll erneuert werden. Der Berichterstatter, Herr Mar Baron Rast, beantragt: der Gemeinderath wolle beschließen» 1. Der B rtrag wie solcher Ulsplüngiich am 19. Dezember 1867 errichtet wurde, wird für das lausende Jahr gegen Zahlung eineS Mieth zinseS von 1400 ß. von Seite der Stadtgemeinde behusS Unterbringung der Transeneu verlängert. 2. Der Herr Bürgermeister »volle sofori mittels Kundmachung die hiesigen HauSbesißer auffordern, Offerte zur Unterbringung dei^ Tran» senen — 120-^130 Mann — während der Zahre 1876, 1677 und 1878 einzureichen und »volle er diese Offerte der geschÜftSordnungSmÜßigen Behandlung unterziehen. 3. Die Bausektton wolle einen Kostenvor-anschlag über die etwa nöthigen Adaptirungei^ in dem ehmalS V. Gasteiger'schen Hause vorlegen, um eventuell ia demselben die Transenen, ange» angen vom 1. Jänner 1376, unterbringen^ zu önnen. Dieser Antrag wird ohne weitere Verhand^ ung zum Beschluß erhoben. Herr Max Baron Rast berichtet über die ernere Mtethe der Lokalitäten be» der städtischen Heuwage und beantragt: „Der löbliche Gemeinve-rath wolle beschlt'ßen: 1. Der Herr Bürgermeister tvird ermächtigt, mit dem Herrn Grafen Ferdinand Brandis wegen Verlängerung deS MisthoeriragkS, bezüglich der dermalen für die städt sche Heu vage in der Bnr^j benüKten Lokalitäten sür die Zeit vom 1. Mai 87ö blS 1. Mai 1876 gegen Zahlung eineS JahreSzinscS von 200 st. ein Uebereinkommen jU treffen. 2. Sollte Herr Graf Ferdinand Brandis egen Zahlung dieses MiethzlnseS die Verlängerung Er hotte ihnen mit der milden Freundlichkeit seines StnndeS gedankt und dann die Augen wieder geschtossen. Der kuize dicke Herr warf einen stolzen Blick über die GeieUfchaft. Dann legte er sich zurück, faltete die Hände über dem Bauche und pustete behaglich. Der reisende Kaufmann aber sah mit seinem wichtigen Gesichte die Mitreisenden langsam einen nach dem anderen an. ES war darauf zu schwören, daß er ein Mann war, der gern erzählte, und daß er seinen Manu aussuche, dem er recht Viel erzählen könne. So war eS auch. Kaum hatte der Wagen daS Thor der Stadt hinter sich und fuhr schwerfällig und langfam und ohne Geräusch in der sandigen, weichen Landstraße, als er zu sprechrn anfing. Er wandte sich an die beiden Laudlrute, mit denen er auf derselben Bank saß. „Hm, Ihr guten Leute," begann er mit ' einer Fratze, „feto Ihr hier auS der Gegend?" „Ja," war die Antwort. „Dann ke»'Nt Ihr auch die Gegend wohl?" „Gewiß Herr." „Hm, hm, das freut mich. Ich reife zwar Viel. Fahre alle J.ihre ziveimal zur M'sse, um einzukaufen. Ich bin väwllch Tuchhändler. Aber in dieser Gegend war »ch noch nicht, und nun höre ich, daß wir bald in einen großen Wald kommen werden; hat daS seine Richtigkeit?" „Ja Herr, doS seine Richtigkeit." „Er soll zwei Meilen lang sein." ,DaS mag wohl so sein, Herr, ivir fahren mit der Post vier Stunden darin." .Hm, hm, das wäre also richtig." Sein wichtiges und geheimnißvolleS Wesen schien die beiden Bauern besorgt gemacht zu habeil. „Der Herr hat doch nichts ülxr.den Wald gehört?" fragten sie. Der messereisende Kaufmann wurde noch gc-heimnißvoller und wichtiger. „Hm, hm, über den Wald nun wohl eigentlich Nicht. Aber ich bin da vorhin auf eiNer Sei-tenstcaße gefuhlen, und da habe ich denn ein paar Meilen von da allerdings etwaS gehölt, tvas Einen wohl auf allerlei Nachdenken brin^jen kann." „Darf mau eS wissen, Herr?" „Gewiß, Ihr guten Leute. Auf einem Edel« Hofe und in eintm Dotfe, eine halbe Aieile davon, sind plötzlich zwei verwegene Einbrüche Ver* übt. Auf dein Edeihofe ist die herrschaftliche Kasse gestohlen; in dem Dorfe ist einem reichen Lein-wandhändler sein ganzer Laden ausgeräumt. Beide Verbrechen können nur von mchreren Menschen verübt sein; sie müssen auch zu gleicher Zeit vorgefallen sün, dlS Nachts um zwei Uhr, dean um deS fraglichen MiethderlrageS Verweigern, so ist eine Hütte au« Holz im Schweizerstyle nach der in Graz, Feistritz, Mureck üblichen ^rm zur Unterbringung deS städtischen WagmeiL^wÜhrend der Tageszeit anzuschaffen, auf dem Sophien-platze (mit Benützung der Ausmauerung für die jetzt bestehende Heuwage, deren Kolben umzuwenden iväre) alS Provisorium aufzustellen. Melters ist dem städtischen Wogmeister für den Cntgang der Wohnung, bestehknd auS einem Zimmer sammt Küche in der Burg, eine gleichartige in einem der städtischen Häuser anzuweisen. Mit dem Vollzuge deS PilnkteS 2 wäre die Bauseklion zu beauftragen." Herr Mar Baron Rast begründet diesen Antrag und sagt unter Ar>dtreM, daß der bisherige MiethzinS 130 fl. betrage; der Eigen-tlzümer foi^dere aber vom 1. Mai 1876 an 400 fi. Eine Verlegung der städtischen Heuwage sei möglich, tvenn daS KreiSamtSgebäude verkauft und der Garten bei demselben zu einem öffentlichen Platze Umgestaltet werd^. Herr Marco findet, daß ein so hoher ZinS, wie er hier verlangt werde, nicht gezahlt werden könne. NöthigenfaUS lasse sich tm ehemals von Gasteiger'ichen HauS eine Wohnung für den Wagmeister herstellen. Der Gemeinderoth möge also diesem Antrage beistimmen. (Geschieht). Her Mai'Baron Rast berichtet über die Verpachtvng der B'lla Langer. ES haben stch ö Bewerber gemeldet; der einzig annehmbare sei aber Peter Huber, Kunst- und HandelSgärtner in Klagenfurt, welchen s. Z. der landschaftliche Kunstgärtner Habermann wärmstenS empfohlen. Peter Huber erbietet sich, u. A. die Villa im gegenwärtigen Zustande auf mindester's sechS Jahre zu übernehmen, als VolkSgarten offen zu holten, die Anlagen einer kunstgerechten Kultur zu unterziehen, eine Restauration zu errichten, die Anlagen deS StadtparkeS und auf dem Tappeiuer-ilatze unentgeltlich zu kult'viren. Er beansprucht ^afür sämmtliche Nutzungen der Villa, deS StadtparktS und der Anlagen aus dem Tappe!» »urplatze und hätte die Gemeinde auch den er» forderliche» Schotter beizustellen, die Beschotterung übernehme Huber selbst. Ebenso hätte die Ge-meinde alle Reparaturen an Gebäuden» Sitz-»änten, Drahtetnfas^ungen, Mistbeeten, FenA,rn, 'üalken, Kuh- und Schivetnstall, foivie die Wasser-ritung vom Brunnen in den Gemüsegarten u. s. lv. hetstellen zu lassen, Weiterö übernimmt Huber die Ve'pflichtuNti, sämmtliche gegenlvärtig Vorhan-ötnen Blumengruppen im Stadtparke und aus dem Tappeinerplatze alljährlich mit den entsprechenden Blumen zu bepflanzen. Die Erhaltung diese Stunde hat man im Dorfe und aus dem Edelhose die Hunde bellen gehört." Die beiden Bauern waren sichtlich ängstlicher geworden. „DaS ist ja eine schreckliche Geschichte, Herr." „U'td »vir faltren ganze vier Stunden darin?" „Volle vier Stunden." „Wir treffen doch auf Häuser?" „Nur auf ein einziges, Herr, nach der ersten Stunde. Es ist eine einzelne Schenke." „Hm, eine Waldschenkel Da ist eS auch wohl Nicht ganz richtig? Da pflkgen die Diebesbanden ihr Hauptquartier auszuschlagen." „Wir haben hier noch nle von Diebesbanden gehört, Herr." „Ach, Ihr guten L-ute, wenn einmal eine solche Bande in der G'gend Hanset, dann kann man für nichts mehr einstehen. Uxd nnn müssen wir gar noch im Dunkeln den Wald passiren. In einer halben Stunde geht oie Sonne unter." „Wäre man da schon jenseilS l" .Ja, ja, und dazu habe ich in dem Städtchen noch von dem vorigen Postilloa gehört, eS sei heute Viel Geld tm Postivog^n. Er rvollte gar von zehntausend Thalern wissen." (Fortsetzung folgt.) sämmtlicher klvlageu wird von diesem Bewerber ouf 600 fl. jährlich veranschlagt. D«^erlchters^tatter erinnert, daß die Gemeinde VW^Stadtvrrschöneruogö-Verein jäl)rlich 500 fl. zahlt; dieser Betrag entfalle küastit,, wenn der Gemeinderath die Villa Langer an Plter Huber verpachtet ^ die Gemeinde erziele somit durch Al)ichltehung des Vertrages eine Einnahme von S00 fl." Die Sektion stellt den Antrag: „Der Herr Bürgermeister wird ermächtigt,' unter Zuziehuag der RechtSsektion auf Grund diese» OfferteS mit Her»o Petee Huber mit Aufrechlhaltung der für die Gemeinde wünscheniwerthen Kauteln auf 6 nacheinander foli,ende Jahre einen Pachtvertrag Über die s. g. Villa Langer abzuschließen." Dieser Antrag wird angenommen. Herr Hauptmann-Auditor Puff ersucht, ihm die Möbel und Einrichtungsstücke, welche er btS-her benüKt habe, käuflich zu überlassen. Der Berichteiftatter, Herr Baron Rast beantragt, diesem Begehren nicht zu entsprechen. Herr Andreas Nagy stellt den Antrag: diese Möbel und Einrichtungsstücke zu versteigern, um dem Heren Puff die Möglichkeit zur täufiichen Erwerbung zu bieten. Herr Aoton Fetz unterstützt dieslN Antrag. Wenn die Gemeinde em Lokal Hütte, wo man solche Möbel gut unterbringen könnte, so würde er für die Beibehaltung stimmen, da man dieselben jedoch wieder unterm Dache ausbewahren würde, wo sie ruivirt werden, so sei eS besser eine Lizitation zu veranstalten. Herr Mar Baron Rast hält diese Möbel nicht für überflüssig; dieselben haben sechstausend Eulben gekostet — ein Werth, welcher die sorgsamste Ausbewahrung erfordere und sei eine solche m einem Gasthauje wögiich. Der Redner er» klärt, falls der SektionSantrog zum Beschluß er hoben werde, so beantrage er nicht als Bericht etstatler, sondern sür selne Person alS Mttglied des GemeinderatheS: eS möge der Herr Bürger-Meister ermächtigt werden, sür die zweckdienliche Unterbringung der fraglichen Möbel zu sorgen. Beiden Anträgen wird zugestimmt. (Jahresbericht der Marburger Aus h i lfSt as s e.) DrM Jahresberichte dieser AushilfSkaffe entnehmen wir, daß der gesammte Geldverkehr stch 1874 auf ZS9.681 fl. bez'sseete. Die Einnahmen betrugen u. A.; 33.595 fl. Spar» einlogen, 66.147 fl. zurückgezahlte Darlehen, 10.194 fl. Reeskompte der Sparkasse; unter den Ausgaben sinden wir» 88.621 fl. Darleihen, 23.237 fl. Behebungen, 8355 fl. Verkehr mit anderen Kassen, 7700 NeeStomple-Abaohme. Der Reservesond beiäuft stch auf 3446 fl. Der Verein zählte am Ende deS Jahres 182 Mitglieder und 388 GeschästSantheile. (A u S h t l f S k a s s e.) Die AuShilsskasse in Marburg hat bis Ende Jänner l. I. an Eiitlagcn und Rückdarlehen 23.854fl. 81 tr. kingel»ommkn, Vagegen au Rückeinlogen und Darlehen 22.649 fl. 42 kr. ausgezahlt. Einlagen werden mit 6 P-rz. verzinst. (Gewerbe.) Jw verflossenen Monat wurden bei der BlzirkShnuptmannlchaft Marbuip folgende Gewerbe augemeldtt: Schuhmacherei in Unter-Nothlchühen, Josrph Skwiltsch — Klämcle» in St. Euydi, Heinrich Glusbcrg — W^^tNerei in Lembach, Kaspar Leßiak —Lllämerei in Kersch-bach, Maria Budua — Schneidtrei in W ndilch» FelsttiK. Joseph Proßer ^ Tischlerei in Kanischo, Andreas Koß — Schuhmacherei in Lendoif, Mathias Schocher — Schneiderei in Pickerndors, Franz Mandl. Gasthäuser lvurten eröffnet in: Oder-Kötsch, Jos'ph ttrambergcr — Nuhdois, Franz Jonujch — Unter-PulSgau, Joseph Hrast-nik --- Kranlchsseid, ThomaS Graschkowiisch — Witschein, Joseph Prinz — Merschbach, Anton Antolioz. (Für S ch ulz iv e cke.) In Leutschach hat ein gejelliger Abend mit Tombola stattgefunden. Das Relnerträgniß ist sehr beträchtlich u»'d wird zu Schutzwecken verwendet. (Evangelische Gemeinde.) Nach- abgehalten worden ist, findet din nächsten Sonntag den 7. d. M. ein solcher lvieder in der hie» stgen evangelischen Kirche statt. Beginn desselben wie gewöhnlich um 10 Uhr Vormittags. Theater. i-il!:' Ditltstag den 2. Ftbruar. „Die schönste Nase", Posse mit Gesang von I. Rostn. — Ein feiner Sinn ivar eS nicht, der diese Nase auf die Bretter brachte. Es isteine Schwachheit Nosens, ß er zu viel schreilit und deßhall! manches mittelmäßige produzirt. Man kann ihm diese Schwachheit um seiner Vielen guten Stücke willen auS Dankbarkrit nachsehen, aber seinenSchlvach-hebten z u z u s e ti e n zwei Stunden lang, daS ist schon nicht so leicht. Wie abgeschmatt und ohne Wtz ist die Erfindung dieser Fabel von der schönsten Nase. Ein Edelmann mit einer häßlichen Nase lvettet, daß er in wenigen Aufte»»dlicken die ichönste Nase haben werde. Einem KeUnerjungen ll»lrd seine Nzse abgekauft ui^d so die Wette ge» ivonnen. Der Junge nützt daS durch seine Nase gewonnene Geld und rvird ein reicher Mann, derselbe, welcher sich im Stücke alS „Anton Spi-ringe»" präsentirt. Nun erscheint plötzlich „Camilla Serboni", ein gänzlich verkommenes Individuum, stellt sich ol» Sshn des ehemaligen NtlsenküuferS vor und erhebt auf Grund bestehender Dokumente Ansprüche auf die Nase SpiringerS; diohr mit Skandal, eS sei denn, daß man ihn arrfnimmt nvd einem Sohne gleich hält. Statt nun den unvcvschämteo Spitzbuben an die Lust zu setzen, wie eS ter gesunde Sinn ersordert, geschieht der theatralische Unftav, dab Serboni bleibt und nun nach Belieben im Hause SpiringerS Unfug treiben kann. „Sibillt" die Haushälterin deS Sptringer aber hul Muth und Abgeseimtheit, den wüsten Gesellen bei seiner Eitelkeit und Gelvinnsucht an» 'zusaßen, beivegt denselben die Nale an Spiringer rückzuverkaufen und .prellt iha überdies um daS Lösegeld. — Wo Rosen mit dieser Fabel hiaauS tvollte, konnten »vir auS deren Bearbeitung nicht herausfinden. Wir hätten nicht gedacht, daß Rosen im Stande sei, seine sonst doch treffliche Eigen» schasten, als dramatischer Dichter, so zu ver» läugnkn. Die Darstellung deS Stückes war frisch und lebhost. Alle Millpitlenden bewühten sich auS ihren Rollen etivaS zu machen, waS darin nicht zu finden war. Besondere Erwähnung verdienen Frl. Berger, Frl. Strecker, Direktor Dietz, Herr Holdig und Herr Jchheiser, zu dessen Vortheil gespieit wurde. DaS Publikum hatte stch zat»lrelch eingesunöen, koitnte sich aber nicht erwärmen uni) eS geschah nur eiltmal, daß sich tvenige zum Veisull rührten. Most Das Abgeordnetenhaus beauftragt die Regierung, wegen der Ninverpkst Verhauv» tungen mit Ungarn einzuleiten. spius IX. hat durch seinen NuretiuS dem Kai.er dankvn lassen für Vie freundliche und rilckftchtvvUe A^cife, i» U)elcher vie konfesfi-onelle» Gesetze ausgeführt »vcrven. Das neue servlfche Miirifterium erklärt sich für t»rsonnenen Fortsctiritt im Innern uttv lvyale FrievenSpotitit nach Außen. Gingesandt» Zur Gesiindheitspsltge. Gleichwie die Pflege der jnnjjen zarten Pflanze duö Gedeihe» oder Mißralhen dtS küns» ttgen Baumes entscheidet nnv nur die naturge-mäße Behandlung daö Eistere in seiner Noll-tommenheit verbürgt, jeoe Borenthaltung der natnrgejetzlichen Elemente abcr iha vrrsirbt, eben« so kann der MlNjch nur dann die volle Natur« entivicklung erlangen, wenn in seiner Kindheit schon vom ersten Momente des Daskinö nach den Normen und den Gesetzen der Nalur der Mutterberuf seine erhabene Ausgabe ersüttl, denn WaS aber einst süßeste Mtliterpflichi gelve-sen und hohes GlückSgesühl geivährte, darch Mode, Beqiiemlichkeit, Putz- und Gerrußsucht und andere Untugenden ist eS der modernen Mutter zur Last geivorden, die sie gerne und ost in der sorglos'sten Weise an noch Sorglosere übelträgt. Die Ez'stenz dieser Versündung an der Natur ist bereits so allgemein, daß in dieser Kritik NilMand einen Bortvurf, sondern bloS die Erwähnung eines fast zur Regel ausgebildeten MißbraucheS der der Muit^r verliehenen Nalur-g.^bi erblicken kann, d^r sich schorz in die tiefsten »Volksschichten hinab verbreitet und alS dessen Resultat wir unS gleichsam alS ewit^e Strafe von Krankheiten, Siechthum, Krüppelhastigkeit, Kinversterblichkeit und Abnl»hme der Größe und Körpertraft umgeben seheri. ES ist zivelfelhast, ob die auf dem Gebiete der ZeitungSeheri und der Spekulation wachsenden Modemütter diesem Uebel abhelfen werden. DaS Dezemberheft von Gustav Wolbold'et „Naturarzt^ sagt nuS Dr. Strudels „Beiträge zllr Gesundheitspflege" in Bezug auf diese Frage in seiner Volivtafet: „Wir sind m>l all' unserer modernen Bil» dung und Wisienschaft glücklich dahingckommen, daß weitaus der größere The»l unserer Frauen nicht mehr im Stande ist, der süßesten aller Mutterpflichten, ' der Selbsternührung ihrer Kinder, zu ger,ügen. Welchen Einsluß dieser Mrh» stand auf die Sterblichkeit der Kinder hat, geht aus folgender, genauen statistischen Notizen entnommener Zusammenstellung hervor. Boa 100 Kindern, die von der Mutter gestillt wurden, starbeu im ersten Jahre gegen 20, von solchen, welche Ammevmrlch bekommen, ungefähr 30, von solchen, welche künstlich gefüttert wurden, aber g e g « n 60 l ll Uild tveder da« ^rrov^-root, noch daS ReiSmoik, noch die verschiedenen Kivder- und Milchpulver, künstliche Suppen u. dgl. ivaren blSher im Stande, jeneS traurige Berhällrzjß wesentlich zu alteriren. Auch ivejß Jedermann, welche Roth man hat, eine gute Amme zu bekommen, gar nicht davon zu reden, daß daS ganze Ammentvesen bei Licht betrachtet, ein gklinder Menschenhandel ist, wobei man um ein reicheS niohlhabendeS ^ind zu erhalten, in der Regel ein armeS eiueS langsamen Todes sterber, lahl! Die Untersuchung und Abstellung der jeneS Unvermögen so vieler Fraueu herbeisührenden Ursachkn ist ein viel wichtigeres und nützlicheres Geschäft, als die Eat-vtcknng neuer Wilchsurrogate, dereii s
!V6i80 äer dsrnliekstsr» L'ksilllskms vädrvllü 6sr Lraulcdeit, Lvvis kür 6is «atilrsieds LstdeilißuvA bei äsm I^vi-Ldevdsß^ävKvisss 6sr vuu iu Lott rutisnäsu k'rsu rdvQkkItvr saxvQ 6sll tisrüliodstsa bsstsvvaulc üls tr»usrväou LIvtsrdUödsvSQ. Icksrdurx am 4. ^k'sbrusr 1375. (153 Verloren: ein kleiner Pinlsch, lveiß und schwarze Ohren, hört auf den Namen „Alli". Gegen Belohnung abzugeben beim Bäckermeister im VerpflegS Magazin._^50 Wrod- und Ateischlieferung an die Obst- u. Weiubauschule bei Marburg bttreffend. Die Lisferu"g von Brod und Fleise!j> an die Angehörigen der Obst- und Weinbauschule, welche monatlich etwa 2—399 fl. betlägt, soll vom I. März d. I. an wieder neuerdings vergeben werden. Die Herren Brod-oder Fl. isch« lieferanten, welche daraus refletiiren, können die näheren Bedingungen bei der unterzeichneten Direktion einsehen und müssen ihre schriftlichen Offerten mit den erforderlichen Erklärungen bis »um 18. Februar d. I. an die gefertigte Direktion einreichen. (147 Marburg am 3. Februar 1875. Dte Direktion der Obst. u. Weinbauschule: Goethe Ein möblirtes^immer Eingesandt. Jene Person, welche den in der Redoute am 31. Janner verlorenen rothseidenen schwarz. I ist sogleich zu vermiethen: Mellingerstraße gestreiften Gürtel mit Perlmutterschnalle befitzt,!Nr. ^3. (132 wird ersucht, denselben im Comptoir d. BlatteS abzugeben, widrigenfall« ihr Name veröffentlicht! wird^_(148)_ö. frsoll oävr jaquot, tio8e uoä Kilot 0e. /?. SS'W» vvlpLvkIt ^nt. Sellviltl, 91) ISS. Rr. 36 St. Sch. R> (ISb Unterlehrersstelle. An der sechsklassigen Volksschule für Kna. »en zu Marburg ist eine Unterlehrerftklle mit den Bezügen der I. GehaltSklaffe zu besetzen. Bewerber wollen ihre dieösälligen Gesuche bis längstens 10. Mä^1875 beim Stadtschul-rathe Marburg (im Wege der vorgesetzten Be> zirksschulbehörde) einreichen. Stadlschulrath Marburg am 27. Jänner 1875. Der Stellvertreter des Vorsibenden: _Franz Stampfl. kir ä«l vluilvviUl breit« frsnzösisvliv Varlatsne in alle» ?srdöv 2U L. G.— pr. ötüvic «mpüodit SS Zur gefälligen Abnahme empfiehlt 1 Pf. gutes ßvchsettfleisch TA kr. 1 Pfund 4talb^,m btim Eigtnlhümer E. S ramI. ^ j« der «Srntun-B-rstadt, obere Ufttstraß« Re.SS, bestehend aus zwei Häusern mit 12 Zimmern. « Küchen, 2 Kellern und Holzlegen, einem großen Obst- und Gemüsegarten im beiläufigen Flächenmaße von 500 Qkl., dann dem Bergabhang an der Drau, ist auS freier Hand zu verkaufen. — Diese Besib^ng eignet sich für ein Sommer-Gasthaus, Mühle, Säge oder Holzhandel. (112 Anzufragen beim Eigenthümer daselbst. Zimmerputzer, Mellingerstraße Nr. 205. empfiehlt sich dem geehrten Publikum zum Simmerpuden ü. s. lv. auf da« Beste. 134 Aus Gefälligkeit übernimmt Aufträge die Admini-stration diejeS Blatte«. Kit Mehl-Ageiitlir deS V. lilui'mayi', (SS Ankündigung. ehenden Preisen: Nr. 0 1 2 13 12V. IvVs 9 8 7 kr. Unter 10 Pfund erhöhen sich die Preise um V^kr. ^ I Beim Gcfertigten hat daS Oelprefsen empfiehlt als besonders wichitg sur Hausfrauen, i hxreits begonnen. Die Oelpresse von besonderer die trockenes und lMtigts Mehl bill^zu kau- Konstruktion ist ausgezeichnet und wurde auf der fen wünschen, ihr Lager aller Sorten Dampf« Ausstellung zu Zlettau mit dem Diplom und der mehle bei Abnahme von 10 Pfund zu betheilt. — AuS 1 Metzen nicht zu schlvacher Körner oder Samen werden über 10. ja bis 13 Maß O(l erzeugt; auch daS Kneten geschieht durch eine besondere Maschine. Da bei der Presse Ein Mann genügt, so ist um die Hälfte weniger Menschm nöthig, alS bei gewöhnlichen Oklpressen. Ocl wird aber auS allen Gattungen ölhaltiger Körner und Samen gepreßt, besonders auch aus dem Samen der Sonnenblume, der hier vorzüglich rein enthülset wird. Auch kann hier immer frisches Oel in geringerer Quantität gegen Samen ausgetauscht werden. Die Presse wird bis 5 Wochen nach Ostern in Thätigkeit sein. (144 Thomas Krainz vulgo Maleö, Müllermeister in Frauheim» vis xrö»»tv Eisenmöbelsabrik von 1V2i ia "WLs», III. ^larxerKkSse 17, ympüedit sieli Iiisrmit. /'?'6iseou?'ants au/ AT'atr's /f'aTteo._ Eine elegante Wohnuilg, sonnseitig gelegen, best.hend auS 3 Zimmern. Küche ze. im 2. Stock, Paganl'scheS Haus, Schil _lerstraße. ist sogleich zu verg'ben._(131 Verantwortliche Redaktion, Druck und Verlag von Cduard Sanschip in Eisenbahn-Fahrordnung Marburg. Mittlere OrtSzett. Eilzüge. Wien-Triest. > Triest-Wlen. Ankunft 2 ll. IL M. Nachm. > Ankunft S U. LS M. Nachm. Abfahrt 2U. lö W. Nachm. j Abfahrt 2 U. 88 M. Nachm. Marburg.