Nr. 42. Mittwoch, 21. Februar 1906. . 125. Jahrgang. Oaibacher Zeitung. P»»»««erattoneprten Ge meinsamkeit überhoben ist. Der Höhepunkt der. Krise sei überschritten. Fünfzig Tage ^>eii sind der Koalition noch gegönnt, um möglichst unauffällig jene Schwenkung zu vollziehen, die sie aus der Opposition ins Rcgiernngslager führt. Diese Frist wird nicht ungenützt verstreichen. Laib ach, 20. Februar. In der „Österreichischen Voltszeilung" wird die Äußerung eines Mitglieds des ViererausschusjeH der deutschen Parteien wiedergegeben, das erklärt, an das Zustandekommen der Wahlref 0 r m zu glauben. Es sei zwar eine mächtige '»t'oalition gegeil sie iii Bildung begriffen, die Wahlreform töune aber dennoch nicht verhindert werden. Das Parlament fei zu schwach, um einer so großen Bewegung Ein halt zu gebieten. Die „Arbeiterzeitung" erinnert den Poienklub daran, daß er im Jahre 187!l da durch, daß er sich der Einführung der direkten Reichsratswcihlen widersetzte, die Sonderstellung Galiziens, die man itnn anbot, verscherzt habe. Heute liegen die Dinge noch schlechter für den Klub. Entweder geht der polnisch Adel zur Wahlreform über oder du Wahlreform gehl übe: ihn hinweg. Es steht seine politische Existenz auf dem Spiele. Aus Sevastopol, 1!>. Februar, wird gemeldet: Das Kriegsgericht hat heute den Prozeß gegen Feuilleton. Du bift wie eine Blume!... Von O. O<>ryl,rd. (Nachdruck verboten.) An einein Maiabend des Jahres l«2!i ging es m der Weinstube bei Lutter und Wcgener in der Charlottenstraße in Berlin lustig zu. Da saßen einige junge Poeten uud ihre Freunde zusammen beim Glase Wein, rezitierten Verse, jchalten auf das Publikum, das sie nicht verstand, auf die Verleger, ^ie sie nicht hoch genug bezahlten, und freuten fich trotzdem des Lebens. Da war einer, der war besonders lebhaft: er nannte fich Ehristian Friedrich Krabbe, und die wilden Äußerungen seines Humors ?cmden jubelnden Beifall. Nach Schluß des Thea-^'5 gesellte sich den Zechenden noch der berühmte Schauspieler Ludwig Devrient hinzu. Helles Lachen "scholl, es sprühten des Geistes Funken. Nur ein Jüngling saß schweigsam, zusammen Ncsunken im Winkel; er schlürfte behaglich seinen Punsch und lächelte ironisch zu den Schnurren der anderen. „Der Heine hat wohl wieder cin Abenteuer bor, sieht ganz darnach aus", rief Friedrich von Üchtritz. „Leider hat er keines in "Aussicht, ist verdammt Philiströs, dieses Berlin", erwiderte dieser gelassen. »Ich sehne mich in der Tat nach der Bekanntschaft mit einem schönen, jungen Mädchen, das mich zum Schaffen begeistert." „Madame Robert tut's nicht mehr zur Genüge ?" neckte ihn Karl Kochy. „Ich liebe und verehre sie, doch sie ist gebunden." „So möge Amor Ihnen gnädig Ihren Wunsch erfüllen. Der unbekannten schönen weih' ich die scsGlas!" Spät war's, als die lustige Tafelrunde auseinanderging. Jedoch als Heinrich Heine am ande ren Morgen erwachte, fühlte er fich srijch und an geregt. Ein Weilchen stand er am Fenster seiner be liaglichen Wohnung in der Neuen Friedrichstraße -l7, dann nahm er einen Band deutsaier Geschichte vor, da er scit kurzer Zeit im K^ulturverein einige Stunden gab. feilte an seinen letzten Gedichten und kleidete sich daranf sorgfältig au, um auszugehen. Es war ein wundervoller Frühlingstag und die Straße „Unter den Linden" ungewöhnlich be lebt. Der junge Dichter flanierte auf und ab', er hatte das Gefühl, als müsse ihm heule etwas Kost liches begegnen- aber seineHoffnung schwand, als er anch nicht eine jmige Dame erblickte, die seinem lebhaft entwickelten ^chönheitsgefühle entsprochen hätte. So begab er sich denn ms Hotel Royal zum Mittagsessen, und danach zum Eal> Iosm. wo er wie nimmer seinen Kaffee trank. Er fühlte sich un gemein behaglich, und befahl den, Kellner, ihm zur Krönung semes Wohlbefindens eine Portion Baiser zu bringen, die er mit größtem Appcut verspeiste. Wie so oft, wenn es ihm recht gut. l,ing. dachte er feiner lieben daheim und riß aus seinem Notizbuch ein Blatt, nm an seine Mntter und seine Schwester, das geliebte Lottchen, zu schreiben. Getreulich be- richtete er von allen Erlebnissen, schließlich sogar von dem soeben gehabten Gennß: „Ihr Göuer des Olymps, 0 tenntet ihr den Inhalt dieses Baiscrs. O Aphrodite, wärst du solchem Schaum entstiegen, du wärest noch viel schöner!" schricb er lächelnd nieder, im Bewußtsein, daß seine Lieben über ihren Harry auch tachen würden. Nun war'-:' wolil Zeit zum Besuch bei Rayel Varnhagen, seiner geistvollen Freundin. Auf dem Wege zn ihr hörte er plötzlich aus einer stillen Nebenstraße einen jammernden Ruf aus Frauenmund und fah, wie zwei halbwüchsige Burjchen einein jungen Mädchen eine Handtasche enlriisen und davon eilten. Wie der Blitz war er ihnen noch; schon glaubte er, sie zu erreichen, da lvaren sie plötzlich' verschwunden, ohne daß ei' genau wußte, welcyes Haus sie barg. Mit lebhaftem Bedauern kehrte er zu ocr Freliroen zmckck. „Es tut mir ungemein leid, mein Fräulein —" Plötzlich stockte er, betroffen von dein wundersamen Reiz des holden Mädchengesichtes, der nachtschwar« zen, tränenerfüllten Augen. Da hatte ihm ja das Schicksal seinen Wunsch erfüllt! Doch er faßte fich und sprach sein Bedauern aus. den Vnben ihre Beute nicht abgejagt zu haben, sie erzählte ihm daranf mit kindlichem Pertraueu. daß ihr Vater fie nach Berlin wegen einiger Kommissionen gesandt habe- soeben sei s,e nnt der Post angekommen und gleich ihrer ganzen Habe beraubt! Und wieder perlten die Tränen über ihr l^e-sichl. ,.^ä» bitte Sie, bli-nhigen Sii' sich, mcin ^iä>l< lein, ich bringe Sie zu einer edlen Frau. die sich Ihrer aufs wärmste annehmen lvi.d." Laibacher Zeitung Nr. 42. 366 21. Februar 1906. die Meuterer auf dein Panzerschiff „K njaz Pote in k i n" beendet. Es wurden verurteilt: Drei Matronen zuin Tode durch den Strang mit Begnadigung zu 15jährigcr Zwangsarbeit; ferner zur Zwangsarbeit in der Dauer von 7, bezw. 12 und W Jahren je ein Matrose; zu zweijähriger Zwangsarbeit neun Matrosen und zu einjähriger Zwangsarbeit je drei Matrosen. Weilers wurden verurteilt ein Arzt. ein Unteroffizier und ein Fähnrich zum Ausschluß aus der Marine; ein Unteroffizier und 24 Matrosen wurden freigesprochen. Aus Londo n, 1!>. Februar, wird berichtet: In der Thronrede zur Eröffnung des Parlaments konstatiert der König, daß die Beziehungen zu den fremden Machten fortgesetzt freundschaftliche seien. Der König spricht seine Freude darüber aus, das; der russisch-japanisäie Krieg nach einem befriedigenden Abschlüsse der Verhandlungen beendet wurde. Die Thronrede erwähnt, daß mit dem Kaiser von Japan ein Übereinkommen abgeschlossen wurde, wodurch das Übereinkommen vom Jahre 1902 verlängert und weiter ausgedehnt, wird. Weiter heißt es in der Thronrede, daß die vom Sultan von Marokko einberufene Konferenz ernstlich hoffen lasse, daß das Ergebnis der Verhandlungen zur Aufrechthaltung des Frieden- unter den Völkern fuhren werde. Weiter heißt es in der Thronrede: „Die aufständische Bewegung auf Kreta hat nachgelassen. Die Lage in den mazedonischen Vilajets gibt, obgleich sie sich in mancher Beziehung gebessert^ hat, fortgesetzt Grund zur Befürchtung." Der König spricht in der Thronrede das Vertrauen aus, daß die Wirksamkeit der Finanzkommission, die vom Sultan genehmigt wurde, zu heilsamen Reformen und zur Besserung der Lage der Bevölkerung füh ren werde. — Sodann lenkt der König die Aufmerksamkeit auf die Vermehrung der Ausgaben deo Staates während der letzten Jahre und auf die hauptsächlichsten Verbindlichkeiten desselben. Von den Ministern seien Pläne zur Einführung von Verbesserungen und Erzielung von Ersparnissen im NegierungsMem Irlands durch Einführung von Maßregeln zur Beteiligung des Volles an der Führung der irischen Angelegenheiten erwogen worden. Der König gibt dann dem Wunsche Ausdruck, daß die Regierung des Landes im Vertrauen auf das gewöhnliche Gesetz weitergeführt werde in einem, soweit es die Umstände gestatten, auf die Wünsche und Gefühle der irischen Bevölkerung Rücksicht nehmenden Geiste. Der König hegt das Vertrauen, daß dies zur Aufrechterhaltung der Ruhe und der guten Gesinnung unter den verschiedenen Klassen der Gesellschaft führen werdc. Nach einer Meldung aus London verlautet dort, daß dcr Übertritt der Prinzessin Ena von Vattenberg zur römisch-katholischen Kirche nicht, wie es hieß, in Spanien, sondern m England, wahrscheinlich in London, stattfinden wird. Da dieser Übertritt durchaus als eine Privatangelcgcnheit zu betrachlen sei, bestehe kein Anlaß, über diesen Gegenstand Verhandlungen mit dem Vatikan zu führen. Bald nach dem Übertritt der Prinzessin, der sich vielleicht im März vollziehen wird, soll die amtliche Verkündung ihrer Verlobung mit dem Könige Alfonso xm. erfolgen. Die „Tribune" meldet aus Peki n g, daß sich eine antidynastis ch e B e w e g u n g bemerkbar mache. Die chinesische Negierung befürchte einen Aufruhr im Heere. Wie verlautet, hat Ehina bei deutschen Firmen große Bestellungen auf Gewehre und von 1(X) Kanonen gemacht. Tagesneuigleiteu. — ^DcrtotcFahrga ft.) Aus Aerlin, 17. d., berichtet man: Der Eisenbahnloagen Nr. ilOü yat fünf Wochen hindurch auf seinen Reisen einen toten Fahr-gast mitgenommen. Ter Wagen befano sich gestern in dein Zuge, oer aus Sachsen um 2 Uhr 8ö Minuten auf dem Anhaltcr Bahnhöfe eintrifft. Unterwegs hat-ten Fahrgäsie vergeblich sich bemüht, die Tür des Klosetts zu öffnen. Nach der Antunft in Berlin veranlaßte der Fahrbeamte, der den Zug begleitet hatte, öie gewaltsame Öffnung, und das Rätsel dcr Sperrung fand "ine überraschende Lösung. Ein Selbst-möroer hatte sich vor seinem freiwilligen Ende eingeriegelt. Tie Leiche, die sich ill hall) filzender Stellung befand, sah bereits mumienartig aus. Der Selbstmörder wnroe als der 45 Iah« alte Gastwirt Albert Volland ans Leipzig identifiziert. Eine Fahrtarte und ein Abschiedsbricf, dcn er an seine Familie geschrieben hatte, zeigen, daß er sich am l< Jänner o. I. in Nerlin aufhielt und sich dann auf der Fahrt von hier nach Wittenberg das Leben nahm. Seitdem ying die Leiche in dein Wagen. ^ (Der toteund der l ^ b c n i) i g e H e i n e.) Im Jägerhaus in der Praters!rafze loamalo „Jäger-zeilc") zu Wien saßen eines Abends die Kunstler des Karl-Theaters und mit ihnen der Humorist Saphir in heiterem Gespräch. Da erschien Herr Bankier Heine, ging auf Saphir zu und fragte ihn möglichst laut und ostentativ i „Haben Sie vielleicht in Parw etwas zu bestellen — ich reise morgen oahin ad!" lEine Pariser Reise galt zu jener Zeit noch sehr viel.) ^ „Warum reisen Sie?" fragte Saphir. ^ „Ich will meinem Bruder auf dem Mont-Martre ein Denkmal setzen lassen!" Saphir sah ihn säiarf an nnd sagte ruhig! „Merkwürdig — der tote Hcine fährt nach Paris nnd läßt setzen dein lobendigen Heine ein Denkmall" — (Eine Hochzeit ohne Brautpaar) ist in München gefeiert worden. Alle Vorbereitungen waren bis ins kleinste getroffen, die Verwandten hatten sich ber?its in einem Gasthause des N-estcnoviertelö versammelt und die Mnsik stimmte bereits ihre Instrumente. In aller Frühe des festlichen Tages hatte sich jedoch eine Maid bei deut Vmutvatci, vorgestellt, die ältere Rechte für sich und ihr zu erwartendes.Kind an den Bräutigam geltend machte. Als dieser dann später mit einem schlohweißen Schimmelgesvann angefahren kam, weigerte sich die Vraut, in den heiligen Ehestand zu treten, und der Bräntigaim flog, vom E,rschwicgervat?r hinausbefordet-t, die Treppe hinab. Die Hochzeitsgästc aber, die lange genug gewartet hatten, setzten sich schließlich zum Mahle nieder, lichen auftragen, was Küche und Keller zu bieten halten, und feierten Hochzeit ohne das Brautpaar. Die Musi kanten aber halfen tapfer mit. ^ (GefährlicheFolgeneinesHolz-sp litters, eine Warnung f ii r Mutter.) Ein kleiner Holzsplitter, dcn Dv. Vörgcr in der Larynaologischen Gesellschaft in Berlin herumreicht?, war die Ursache einer sehr traurigen Geschichte. Ein Knabe von vier Jahren hatte mit anderen Jungen gespielt und war mit ihnen in Zwistigkeit gerawn, wor auf ihm ein Vö'sewicht ein Stück Holz in die Nase steckte, das er selbst wieder herausziehen tonnte. Schon am nächsten Tage fing der Knabe an zu wemen und blutete in der Nacht stark ans der Nase, dem d,e Mut° ter aber keine weitere Vedentnng beilegte. Erst als er an dem darauffolgenden Tage immer weinerlicher wurde, entscyloß sie sich, ihn in die Poliklinik zu bringen, wo ein eitriger Ausfluß der Nase und Ver-schwellung der Schleimhaut festgestellt wurde. Nach Vornahme geeigneter Maßregeln stellte Bürger einen kleinen Körper im nnteren Teile fest, der sich leicht herausbringen ließ und als ein Holzsplitter entpuppte. Nach den üblichen Maßnahmen wurde d:r Innge entlassen, zeigte aber nach drei Tagen das Vild ein?s Wundstarrkrampfes (Roscscher Tetanns) mit rechtsseitiger Lähmung des mimischen Gesichtsnerven, dcr Unfähigkeit, zn schlnckcn und dein Unvermögen, d^n Mund zu öffnen- auch eine leichte Starre der Rückm-musknlatur war bereits eingetreten. An dem Holzstückchen ließen sich Tetannsbazillen nachweisen und eine damit geimpfte weiße Mans starb nach zwei Ta^ gen. Da die Eltern, trotzdem sie anf das Gefährliche des Zustandes aufmerksam gemacht wurden, eine Ein-spritzung von Tetannsantitorin verweigerten, war der Knabe dem sicheren Tode geiveiht, der auch nach ein,-gen Tagen eintrat. - Für die Wissenschaft ist an diesem traurigen Falle das interessant, daß der Ausgang eines Gesichtstetanus von Verletzungen der Nasenschleimhaut ans, wie es Vörger nach der „Verl. Klin. Wochenschrift" beobachtet hat, noch mcht bekannt war. Für anlere aber, namentlich für Eltern, gibt er eine Wm-nimg ab, solche Verletzungen nicht zu leicht zu nehmen, sondern bei. irgendwelchen auffälligen Er-scheinungen sofort den Arzt aufzusuchen. " (Das Wachstum bei Knaben und Mädche n.) In der französischen Akademie der Wissenschaften wurde eine Untersuchung von Variot und Chaumes über die Grüße und das Gewicht von Kin-dern beiderlei Geschlechtes vorgelegt, die anf Grund genauer Feststellungen bei mehreren tausend Kindern sichere Resultate liefert. Danach ist das Wachstum der Mädchen bis zum neunten Jahre germger als das der Knaben, während im Alter von n-nn bk' zwölf Jahren die Mädchen augenscheinlich größer weiden und schneller wachsen als die gleichaltrigen Knaben. Mit zwölf Jahren wird ihre Größe wieder von der der Knaben überholt, die in diesem Aller wiederum schneller wachsen. Ganz gleich verhält e^ sich mit dcm Gewicht. Bis zum achten Jahre sind die Mädchen laich ter als die Knaben, sie weisen dann von, achten bis zum fünfzehnten Jahre ein- größeres Gewicht auf nnd zeigen nach dcm fünfzehnten Jahre wieder eine Abnahme d?,s Körpergewichtes gegenüber dem der Knaben. Nie da das Not in ihre erblaßten Wangen zurückkehrte, wie die Augen strahlten'. Heine tonnte den Blick nicht von ihr wendeil, während er neben ihr herschritt und ste tröstete. Er, der die Eleganz liebte, sah nicht ihren kleinstädtischen Anzug, nur ihr blumenhaft lieblichem Antlitz. Als er in der Ferne Friedrich von llchtritz bemerkte, bog er schnell in eme andere Straße; das Mädchen neben ihm sollte nicht mit Spötteraugen gemustert werden. Frau Nahel Varnhagen, des Dichters Gän-nerin, war gleich bereit, die junge Fremde, die eines Rabbi Tochter war, bei sich aufzunehmen. „Sie bleiben bei mir, liebes.Kind- wir kaufen, was Ihnen fehlt, und dabei sollen Sie Berlin kennen lernen." Die schöne Mirjam beugte sich über die Hand der edlen Frau. Diese aber zog sie an sich und küßte sie auf den Mund. Dabei fiel ihr Blick auf Heme, der mit brennendem Neide der hübschen kleinen Szene zuschaute. Sie lächelte und drohte ihm mit dem Finger. „Jetzt muß Fräulein Mirjam nach dem ausgestandenen Schreck völlige Ruhe haben", sagte sie bedeutungsvoll. „Also ^ll aller Fonn entlassen! Sie sind zum erstenmal in Ihrem Leben grausam, Frau Nahel! Ich gehorche-, aber morgen komme ich lvieder, um nach meinem Schützling zu sehen." Nie ein Träumender ging er an diesem Tage umher und mied am Abend die Freunde Immer mußte er des Mädchens aus der Fremde denken, das von so unbeschreiblicher Anmut und Ncinhcit umflossen war. (Schluß folgt.) Harte Menschen. Roman von Alexander slömer. (22. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Sie haben einc Geschichte, und keine fröhliche," sagte Ilse bewegt. „Sie werden sie mir nicht erzäh-lcn. Ich errate sie. Sie waren arm und unfrei, andere sündigten an Ihnen, Sie aber haben sia) aus eigener Kraft ein neued freies Loben erobert. Ich beneide Sie." Sie befand sich in einer Erregung, dle sie selbst nicht ogriff. Er saß vornübergeneigt, die Hände auf den Knien geballt. Um sie herum schwirrten die tan° zcnden Paare, rauschten die Klänge der Musik. Sie hörten und sahen nichts davon, „Hm — ja — man muß nur wollen — wollen. Mit dem Wollen wächst die Kraft," sagte er. Die Musik schwieg plötzlich, seine letzten Worte tönten vernehmlich in die eingetretene Stille. Er fuhr empor, er blickte nm sich, wie einer, der aus dem Schlafe erwacht. Ilse legte ihre Hand auf seinen Arm. „Still. Machen Sie nicht diese von einer sinnlosen Lust er» füllten Menschen auf uns aufmerksam, ste haben uns über ihrem Tanzen. Schwatzen und Lach?n glücklich vergessen. Was hat Sie hierher zurück in die Heimat getrieben? Heimweh? Schivcrlich ^ eine Mission?" Er blickte sie starr an. „Woher — wi? kommen Sie darauf?" „Das weiß ich Ihnen nicht zu sagen — nehmen Sie mich als eine Geistesschlvestor, welche die Begeg-nllng mit Ihnen heilte zur Hellseherin macht. Aber fürchten Sie nichts — wenn ich ahnend Ihre Geschichte enträtselte, sie bleibt still bei nur verwahrt." „Geben Sie sich nicht damit ab/' rief er schroff. „Sie paßt nicht in Ihren Gesichtskreis, unsere Vahnen liegen weit auseinander." " Sie beugte ihre», Kopf. Die weihen Perlen in dem Kamm, der den wie flüssiA's Gold leuchtenden Haarknoten hielt, glühten in vielfarbenem Feuer aus unter dem Strahl der elektrischen Kronen, sie erhob sich hastig, sie bot ihm ihre Hand. „Wir haben eine sonderbare Unterhaltung gr-führt, uns sonderbar zueinander benommen. Es sind da geheimnisvolle Fäden zwischen unZ — geben Sle sich keine Mühe, sie zu leugnen. Ich habe bisher vom Übersinnlichon nicht viel gehalwn, heute wäre ich allen möglichen mystischen Einflüssen zugänglich. Lassen wir e- einstweilen auf sich beruhen. — Sie sagen mir: unsere Vahnen gehen weit auZeinanoer, ich antworte Ihnen! Auf Wiederfehen! Wollen schen, wer recht behält." Sie lachte ihr loses Lachen als Weltdame, das alle anderen hören konnten nnd an ihr tannten. Er stand vor ihr stramm aufgerichtet, finst?r' sie erschrak vor der tiefen Fält.' zwiMn seinen Brauen. Jede Spur von Weichheit war aus seinen Zügen ge schwundcn. Wie das Schicksal sah er aus, wie oao unerbittliche Schicksal. „Na — was haben die Herrschaften denn so eifrig miteinander verhandelt? Das Wohl und Wehe der ganzen Welt? So sah es beinahe aus!" ril"f Haius Eckhoffs laut?, aufdringliche Stimme »leben Ilse und sie fuhr zusammen. Herr Natter hatte sich mit steifer Verbeugung empfohlen; während sie sich nach Herrn Eckhoff mit einem sehr ungnädigen Vlick wandte, war er spurlos verschwunden. Laibacher Zeitung Nr. 42. 367 21. Februar 1906. — (Ein Gelübde, sich n i cht zu wasch?» ,) hat achtzehn Jahre lang ein Mann gehalten, der diescrtage ins Krankenhaus in Lenester eingclie-sert wuide. Mit scineni ungekämmten Haar und sei» nenr buschigen Bart war er viele Jahre lang eine be° tamltc Erscheinung des dortigen Bezirkes. Beim Tode jemer Frau, die vor achtzehn Jahren starb nnd die er abgöttisch liebte, legte er ein Gelübde ab, er wolle zwanzig Jahre lang sich nicht waschen und in keinem Bette schlafen. Ein Penny täglich genügte ihm für seinen Unterhalt und für sein Nachtlager fand er iimner einen Heuschober oder cin?n Stall. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, lueil er von einem Hunde gebissen worden war. Im Krankenhause wurde er selbstverständlich einmal gründlich gewaschen, und er ist jetzt untröstlich, das; er sein Gelüboe nicht halten kann. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. — (Die K n i i' <>«' en Quadrillen und den Les üanciers wird nämlich der südslavische Kolotanz und als das aller, neueste der von Herrn Sancin neu arrangierte erste slovenische Tanz „Slovcnla" zur Ausfiihrung gelangen, fur den Herr Pah or nach National» liedern die Musik geschrieben hat. Wer sich allseitig unterhalten will, möge sich also Samstag um 8 Uhr abends im Öitalnicasaale des „Narodni Dom" ein-fi irden. — (Falschc 3 Silöcrgeld.) Im verflösse ncn Jahre wurden in Wien, Prag, Lemberg, Kratau, Czernowitz, Trieft und anderen Städten Österreichs, wie auch in Ungarn zahlreiche Falschmünzer verlas-tet und zu schweren Kerker strafen verurteilt. Man l)at in ihnen jedoch lediglich die Verbreiter des seit Jahr und Tll3 zirkulierenden falschen Hartgeldes abgefaßt, es ift jedoch noch immer nicht gelungen, die Erzeuger und die eigentlichen Verbreiter jener äußerst gelun-genen Silbcignlden' und Fünf-Kronen-Ialsifilate zu eruieren, welche in Fachkreisen als die sogenannte Wiener Fälsckungstyp? bekannt sind. Diese Falsifikate sind insbesondere stark in Wn-n und Umgebung, in Niederösterreich, Böhmen und Mähren, jedoch auch in anderen .Grönländern verbreitet. Die Falsifikate sind vorzüglich gelungen, bestehen aus silberhaltigem Bri-tanniametall und haben iufolgedefsen einen guten Klang, so daß dieser lncht über ihre Unechthcit hin. wegtäuscht. Ein Umstand aber gibt ein höchst wich» tigco und beinahe untrügliches Mittel an die Hand, das falsche vom echten Hartbild zu unterscheiden: die beiden Flächen der Falsifikate fühlen sich eigentümlich fettig an. Zu diefem Hauptmerkmal kommt noch, daß die Raudfchrist mangelhaft ausgefüchrt ist und daß die falfchen Münzen ein unmerllich geringeres Gewicht haben. Auf die Eruierung und Festnahme der Fäl» scher ist schon seit langem eine Prämie von 1(XX) X aufgesetzt. — (Eine Probe auf die Findigkeit der Post.) Über eine merkwürdige Briefadresse, di? hohe Ansordeiimgen an die oielgerühmte „Findigkeit der Post" stellte, wird aus Klagenfnrt bericht«: Die hiesige Post erhielt jüngst einen Brief, der folgende Adresse trug- „Dort, wo im schönen, grünen Kärnt» nerlande verfcill'ne Mauern düster niederschauen auö öden Fensterböblen auf das Städtchen, gleichnamig mit der Münsterstadt der alten, dort wohnt ein Leh» rer deutschen Stammes und Namens. Die erste Silb? „Seien Sie mir nur nicht böse, Allcrgnädigste, ich habe ruhig gewartet, bis Sie ,ich erhoben und die, Audienz beendeten, ich wollte um leinen Preis stören. Mir ist es ja ganz ungehener angenehm, daß Sie mir diesen schwerfälligen Fremden, der für mich geschäftlich ?me wichtige Persönlichkeit ist. so brillant fesselten. Der wird von nnseren schönen und geistvollen Damen nun drüben zu erzählen wissen. Er ist nämlich ein Emporkömmling ich vermute das wenigstens — da drüben macht man ja wunderbare Karrieren, vom Gauslnecht, Viehhändler bis zum Millionär. Er ist übrigens nur in, Auftrag eines Höheren hier, es bandelt sich um Minenwertc aber damit will ich Sie natürlich nicht langweilen. Ick) sagte vorhin schon zu Lieschen. Nias fangen wir mit dein Fremden an, b"n unzugänglichen Holzklotz - - " ^lse snh immer geradeaus, sie hörte gar nichts von dv>,ti Wortschwall. Ihr war zu wunderbar zumute, ""mg geistesabwesend blickte sie deni lästigen Schwät. zer jetzt m das O^cht nnd besann sich. .'Wollen Sie die Güte haben, nachfragen zu lassen, °b mein Wagen da ist? Ich möchte nach Hause." ..Aber, Gnädigste, es ist so früh noch Ilse hörte nicht mehr. Sie schritt auch an ihrem Bruder, der sie alisprach, vorüber, ohne ihn zu beach ten, direkt auf die Hausfrau zu, bei der sie sich turz verabschiedete. Als sie endlich draußen war. warf sie Nch tief aufatmend in die Wagenpölster. Dieser Abend bedeutete einen Wendepunkt in ihrem Leben. Es war kein vernünftiger Anhalt für wlchen Glauben vorhanden, sie aber war hellsehend l>?ute abend, sie wußte es. VII. Im Eckhoffschen Hause war soi^jeiiem Ballabend eine zerfahrene, wenig angenehme Etlinmuug. LiesclM lvar aufgeregt und zerstreut. Das Wie-dcrsehen mit Erich Morbach lag ihr schwer im Sinn. Eo war nicht ganz so ausgefallen, wie sie gewünscht halte. Wo war ihr grimmer Haß geblieben? Der Feige, der sie so tief gekränkt, hatte m,n vor ihr ge-standen und sie hatte gezittert und den starken ge-rechten Zorn nicht wiederfinden können, den er empfinden sollte, der ihn zum Leben bringen sollte. Aber sie hatte es gesehen, daß er uuch gelitten. Er war gezwungen worden damals, er liebte sie noch, er war ihr im Herzen treu geblieben, während sie Barmherziger Gott! Was sollte werden, wenn zwischen ihnen wieder die Flammen ^nporschlugen? Sie. die so eiskalt geworden zu sein vermeinte, spürte jetzt wieder den verhängnisvollen h?ißen Strom. Ihren Mann sah sie wenig, zu vertraulichem Austausch gar nicht mehr. Dieser Fremde. Herr Nel-ler. war häufig im Bureau, er und ihr Mann hatten lange Konferenzen. Lieschen war nicht fehr aufgelegt, zu beobachten, aber das mußte ihr doch ausfallen, daß ihr Mann sehr zerfahren und aufgeregt war. Er fah auch hohläugig und verfallen aus, kam oft gar nicht zu den Mahlzeiten, aß auswärts und stand ihr auf leine Fmge Rede und Antwort. Es machte sie sehr unruhig Aus der Schwiegermutter lvar auch nicht? heraus, zulocken. Die war sicher in alles, lvas vorkam, eingeweiht, wenn es auch Geschäftssorgen und Verluste betraf, aber die hatte immer ihr undurchdringliches Gesicht. „Misch' dich da nicht hinein, mein Töchterchen, sorg' für die Wirti,ä)aft und dein Vergnügen, da ist Zar nichts los. gar nichts." Die Schwiegermutter war kein Spiegel der Wahr» heit. Es waien vier Wochen verflossen leit d"m Ball. da ließ sich emes Tages ^egen Abend der Herr Assessor Morbach melden. Lieschen war allein, ihr Gatte übri« gens eben bei seiner Mutter, von wo er hoffentlich bald herunterkommen würde. Sie schlvanlte einen Augenblick, dann entfchloß sie sich. ihn anzunehmen. SW empfing den Besuckier in ihrem geschmackvoll unt» luxuriös eingerichteten Wohn« gemach. „Mein Mann wird aleich kommen, bitte. net> men Sie Platz." Sie lvar gemessen kühl. Des Assessors Gesicht war leicht gerötet, das t5t<-iVtN<> berührte ihn beängstigend. Er hatte den durch seine Annahme der Einladung notwendig gc-wordenen Besuch i» diesem Hause so lange wie möglich hinausgeschoben -^ heute hatte er sich Plötzlich ent» Wie sicher sie sich bewegte, loie ebenmäßig hatte sich ihre fchlanke und doch volle Gestalt entwickelt, das modefalbene, matt teegrünc Hauökleü» schmiegt? sich in tedllosen, Sitz an ihre schönen Formen. Sie b?gann eine leichte Konversation, Gemein« platze ^ entsetzlich trivial. Es entstanden peinliche Pausen. Ihr wurde heiß er war so unerquicklich einsilbig — und ihr Gatte erschien nicht sie hatte doch vorhin da5 Mädchen hinausgeschickt, ihm sagen lassen - aber der war jeht so zeMnit, und in An-spruch genommen, dah er nicht einmal Zeit zur Eifer-sucht hatte. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 42. 363 21. Februar 1906. feines Namens nx'ifet un» auf den horllen Siegfried hin. der mutig den grimmen Wurnr im düstern Tann erlegte. Die beiden letzten führen uns in ferne Zeiten, wo noch 5ein Pulver in den Wäldern knallte und nur der schnell? Pfeil das flücht'ge Wild ereilte. Wenn findig ift die Post, muh es ihr bald gelingen, den Vrief an richt'gen Ort und Mann zu bringen." Lehrer Hornbogner in Straßburg, dem der Brief gehorte, gelangte wirklich in dessen Besitz, aber er entdeckte auf dem Umschlag lieben der sonderbaren Adresse noch folgenden amtlichen Vermerk: „Herr, verschone uns mit solchen Dingen, ein andermal könnt es mißlingen, die Post kann sich mit derlei nicht befassen, sonst müßt sie alle andern Briefe liegen lassen." ^(DerbiesigeMarienbruderschafts-Vegrabnisverein) hielt am verflossenen Sonntag im „Mestni Dom" seine Iahresgeneralverjamm-lung ad. Die Einnahmen beliefen sich im verflossenen Jahre auf 12.409 k 09 d, die Ausgaben auf 12.^66 K 56 ll. Der Verinögensstalid erscheint mit 50.425 X (jO u ausgew^fen. Für die Lcichenbestattung wurde im Jahre 1905 die Summe von 8166 K 62 k verausgabt. Der Verein zählt gegenwärtig 5^2 männliche und 1725 weibliche Mitglieder. — Böi der Ersatzwahl wurden die Herren Franz Berg ant. Franz Majer und Franz ^ kof in den Ausschuß berufen, der dann einhellig Herrn Franz Majer zum Obmann und Herrn Franz Icloenik zu dessen Stellvertreter bestimmte. Revisoren sind die Herreu Johann Ja-kopii-, Michael Ieloönik und Adolf Reich. — Vom Vereine erhielten 12 arme Mitglieder permanente Iahn'suntcrstützungen: mehrere Erwerbsunfähige wurden von den Jahresbeiträgen befreit. — Am Schlüsse der Sitzung wurde der Vcreinslcitung für die umsichtige Gebarung der Dank ausgesprochen. —1. — (Verkauf des Koliseums.) Wie wir nachträglich aus verläßlicher Quelle erfahren, ist der Verlauf des Koliseums gestern verfett geworden. * (Zur Volksbewegung in Krain.) Im politischen Bezirke Krain bürg (53.027 Einwohner) fanden im vierten Quartale des vorigen Jahres 68 Eheschließungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 478, jene der Verstorbenen auf 319, darunter 240 Kinder im Alter von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 6:;, von über 70 Jahren 62 Personen, An Tuberkulose starben 44, an Lungenentzündung 26, alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krankheiten. Unglücksfälle wurden in diesem Vierteljahre 8 verzeichnet. Ein Selbstmord oder Totschlag kam nicht vor. —s. ^ (Ein betrügerischer Kolporteur.) Der bei einer hiesigen Buchhandlungsfirnia beschäftigt gewesene ^jährige Kolporteur V. G. befand sich seit drei Wochen auf einer Geschäftsreise. Die Faschings-Unterhaltungen in Laibach übten aber auf ihn eine solche Anziehungskraft, daß er heimkehrte. Er beehrte verschiedene Veranstaltungen mit seinem Besuch.', bis schließlich die Kasse erschöpft war. Aus seinein Freude» taumel ennacht, gelvahrtc er mit Schrecken, daß das verbrauchte Geld nicht ihm. sondern der Firma gehört hatte. Da schrieb er an seinen Vater einen rührenden Ätbfchiedsoricf, worin er ihn bat. 178 k für ihn zu bezahlen, und verschlvand sodann ohne Spur. * (Desertiert) ist der Infanterist Josef Veneina des 17. Infanterieregiments. — (Die Laibacher Vereinskapelle) konzertiert heute abends im Weinkeller des Hotels „Union". Anfang 8 Uhr abends. — (Au sländischeTiere.) Im Schaufenster der Firma A. Krcjöi sind zwei Paradiesvögel, ein Königsvogel und das Fell eines Baumbären ausgestellt. Diese Tiere wurden auf Deutsa>Neu°Guinoa von Herrn Paul Ka finer (einem gebürtigen Lai-bachcr) erlogt. — (F e uerweh r kr ä n zch e n.) Das am 18. d. abends in den Gasthauslokalitäten des Herrn Johann RobavZ in St. Martin bei Litten abgehaltene Feuerwehrkränzchen reihte sich würdig an seine Vorgänger an und nahm einen in jeder Hinsicht befriedigenden Verlauf. Die Lokalitäten des genannten Gasthauses waren äußerst geschmackvoll dekoriert; namentlich der TanZsaal prangte im schönsten Blumen-schmucke. Die Unterhaltung wies einen vorzüglichen Besuch auf und alt und jung gab sich in echter Fa-schinIvlust dem Tanzvergnügen hin, mit wenigen Aus» nahinen den Tanzboden bis zum späten Morgen beherrschend. —ik. " (Vlühende Ma ndc l bäume.) Während sich bei uns noch lcrn Lebensz^chmi des nahenden Frühjahrs bemerkbar macht, stehen in Trieft und den nahen Kampagnen die Mandelbäume seit einer Woche in voller Blüte. Auch die Narzissen schmücken manch windstilles Fleckchen mit ihren weißköpfigen Stengeln. Theater, Kunst und Literatur. *' (Ko schat-Quint ehh.) Der Name Koschat besitz», einen guten Klang- eine ganze Genera-tion hat an Mnen gemütlichen Gedichten und Liedern in Kärntner Voltston, die sich oft zu inniger Herzlich-teit, oft zu neckischer Lust steigern und die ill schlich-ten Farben ein Bild tärntnisä^en Volkslebens bieten, Behagen und Freude gefunden. Koschat tommt zudem das große Verdienst zu, der Pflege des Volksliedes, sei es des echten oder des nachgeahmten, eine charat» teristische und hervorragende Stellung in unserem Musikleben eingeräumt zu haben. Freilich bleibt das Volkslied auch in der erweiterten Koichatschen Form immer nur ein Teil des Ganzen: Als Bestandteil einer, edlerer Geselligkeit gewidmeten musikalischen Veranstaltung, eingefügt in den Nahmen einer Liedertafel, wird es den richtigen heimatlichen Boden finden. Als selbständige Kunstgattung, losgelöst von der schützenden Umrahmung, treten ihre natürlich beschränkten Grenzen noch mehr als bei dem keiner Beschränkung unterliegenden Männerchor zutage, die Monotonie öes Klanges, die Ncsairäntung der Stimmbewegung, der Mangel an rhythmischer Ab» wechslung, der einförmige musikalische Charakter des ländlich Behaglichen, Typischen, wirkt schließlich in einem Konzerte ohne Abwechslung monoton. Der erliste, steife Konzertsaal erscheint überhaupt am allerwenigsten zur Produktion eines Voltvliederquartet-tes geeignet. Das Publikum, gewohnt an ernste Kunstgenüsse in diesem Raume, kommt nicht in die richtige Stimmung: es will kein echtes wohliges Behagen eintreten, und schon das Auftreten tadellos befrackter Sänger, die unser Mitgefühl für die Leiden und Freuden vom „Diandle" und „Nna" wecken wollen, wirkt befremdend und ernüchternd. Der Charakter des Koschatschen Quintettes ist Männlichkeit, Gesundheit und Humor. Keiner der Sänger verfügt über hervorragende Stimmittel, aber zusammen wirken sie durch einheitliche stilvolle Auffassung, treues Hingeben an die Komposition und den Geist der Dichtung. Am glücklichsten ist das Quintett und abwechselnd Quartett in der Zeichnung des naiv-volkstümlich Schalthaften; es werden da Nuancicrungen zuwege gebracht, die selbst im nüchternen Konzertsaale unwiderstehlich wirken. Wir erinnern nnr an das Zwiegespräch „Am Wunderbächlein" von Koschat und an das neckisch-lose Quartett „'s Iensterln in Winter" von Brirne!. Ihre alte bewährte Wirkung übten hauptsächlich die anmutig-innigen Kompositionen Koschats ans seiner ersten Schaffensperiode, die ja längst Gemeingut aller Sangesfreudigen geworden sind, und die er diesmal meist als Zugabe brachte. Daß ein gewichtiger Teil des herzlichen Beifalles der liebenswürdigen, sympathischen Person des Dichterkomponisten galt, erscheint wohl leicht begreiflich. .7 — (Dantes Manuskript.) In Rom wurde ?ine Gesellschaft mit einem Kapital von V0.000 Lire gegründet, um dem hervorragenden Künstler Restore Leoni die Mittel zu Iwsern, Dant?s „Divina Commedia" als Manuskript zu reprodnzic-ren. Das Gedicht soll in einem einzigen Exemplar von 700 Seiten in Miniatur gemalt und in drci Bände geteilt werden. Hiezu kommt ein viertes Blich mit einem von Prof. Adolfo Venturi geschriebenen erklärenden Epilog. Die Ausgabe soll m vier Serien eingeteilt werden: eine von fünfhundert numerierten Eremplaren, in einer einzigen Farbe, auf besonderem Papier: eine von zweihundert numerierten Eremplaren in einer einzigen Farbe auf Japanpapier: eine von 75 Eremplaren auf allerfcinstem Papier und endlich eine von 25 Eremplaren mit Handmalereien (Miniaturen) wie im Original. Von der letztgenannten Serie soll jedes Exemplar 25.M0 K kosten. Das italienische Königspaar hat versprochen, das Werk in jeder Hinsicht zu fördern. Telegramme ies l. l. lelezrlM'NmtsDky.Vmuö. Rcichsrat. Sitzung des Nbgeordnetenhausetz. W i en. 20, Februar. In fortgesetzter Debatte über die Interpellationsbcantwortung. betreffend die un-garische Frage, reagiert der M in iste r p r äs i dent auf die gestrige Debatte und erklärt, man rufe immer die Regierung zum Schutze der österreichischen In-teressen an, ohne daß ihr bisher die geringste Vei> letzung derselben nachgewiesen worden, oder ein be-stimniter. konkreter Vorschlag gemacht worden wäre. (Unteibrechimg seitens der Alldeutschen.) Die All-deutschen, erklärt der Ministerpräsident, seien trot^ der ungeheuren Kluft, die ihn in seinen politischen An» schallungen von den Alldeutschen trennt, die einzigen, welche lonsecment m ihrer Auffassung sind, die nach keiner anderen Richtung geht als nach Zertrümmerung der Monarchie, (Lebhafter Beifall. — Widerspruch.) Der Ministerpräsident weist den Vorwurs der Saumseligkeit in der Einbliugnng des Ermächtiaungs» gesetzes zurück und weist auf die am Jahresbeginn vorhandenen Fricdensbcstrebungen hin, zur Same» rung der Situation in Ungarn und erklärt, in dem Augenblicke, wo zu seinem aufrichtigen Bedauern eine gewisse Unklarheit eingetreten >ei, säumte die Negierung nicht, eine Vorlage, betreffend die Bei-tragsleistungen für di? gemeinsamen Auslagen pro 1!M>, für Anfang März anzukündigen. Der Minister-Präsident weist unter Berufung auf seine wiederholten diesbezüglichen Erklärungen den Vorwurf einer schwankenden Haltung sowie den Mangel an Voraus» sicht für die Zukunft zurück und erklärt, m der Gegen-wart könne die Regierung auf keinem anderen Boden als demjenigen des Gesetzes stehen. Was die Zukunft anbelangt, verweist der Mnnsterpräsident darauf, daß er am 2!). September vorigen Jahres im Hnnse ein vollständiges Revisionsprogramm aufgestellt habe. Auf die Rede des Abg. Groß reagierend, betont der Ministerpräsident, die Regierung halte noch immer die wirtschaftliche Gemeinsamkeit, über deren Form sich gewiß reden lasse, als das für beide Teile natürlichste und vorteilhafteste Verhältnis nud erklärt ge-grnüber dem Abg. Tzieduszyct'i, daß die Regiernng, fcills aus ihrer Tätigkeit nichts anderes resultieren würde, als daß die Parteien sick) zusammenschlössen und eine kräftige, arbeitsfähige Regierung bilden würden, dies als glänzenden Erfolg ihrer bisherigen Wirksamkeit betrachten würde. (Beifall.) Es genügt aber nicht, gemeinsam zu opponieren nnd gemeinsam zu kritisieren, man muß auch gemeinsam regieren können. Schließlich erklärt der Ministerpräsident, er sei zu der Erklärung ermächtigt, daß der österreichi» schen Legislative hinsichtlich der gemeinsamen Angc-legenheitel der ihr gesetzmäßig zustchende Einfluß stets iii vollem Umfange gewahrt bleibell lverdc. Der Neichsrat hat daher nicht zu besorgen, ourch einseitige Verfügungen, welche unsere Interessen berühren könnten, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. (ZnstimttNlNg.) Ich bin weiters ermächtigt, zn erklä-ren, daß an den erprobten Grundlagen der geinein -samen Armee, die ihren wichtigsten Stützpunkt in dem durch die Gesetze dem obersten Kriegsherrn zustehen-den ausschließlichen Rechte auf diu einheitliche Leitung und Führung sowie anf alle Verordnungen über die innere Organisation der gemeinsamen Armee findet, keine Änderung eintreten wird. (Beifall.) Dies gilt insbesondere in Beziehung auf die! Kommando' unö Dicnstsprache der genieinsamen Armee. (Beifall.) — Das Abgeordnetenhans beendete die Beratung über die InterpellationÖbeanlwortung, betreffend die un garische Frage. Die Abg. K ramar und Baern reither erklärten, die österreichischen Regiernngen vermochten mangels einer parlamentarischen Stütze den Forderungen Unaarns keinen genügenden Widerstand zu leisten. Vaernrcither bewnw die Notwendigkeit stabiler, dauernder Ncngestaltunss der wirtsclMlichen Beziehungen zu Ungarn im Sinne dev Aufrechterhaltung des Wirtschaftspolitiken Einheits-aebictcs. Die Abg. Menger und Va c r n r e i t h er traten den von Krainar geäußerten Befürchtungen be züglich drohender europäischer Konflagrationcn ent-gegen, in welche Osterrcich-Ungarn verwickelt lveroen könnte, und erklärten, es sei vor. allem notwendig, im Innern, namentlich bezüglich der Nationalitäten-frage, Ordnung zu machen. Das Hans bchhloß ill dringlichem Wege die Zuweisung des handelspolitischen Ermächtigungsgesetzes ohne erste Lesung an den Zollausschuß. Nächste Sitzung morgen. Ungarn. Budapest, Ä). Februar,. Das Amtsblatt ver^ öffentlicht ein amtliches Protokoll, das gesteril im Ab geordnetcnlMlse über Intervention des Ob^sten Fa brizius daselbst aufgenommen wurde. Aus demselben ist hervorzuheben: Als Fabrizius im Beratungssaale des Abgeordnetenhauses erschien, waren etwn 20 bis 30 Abgeordnete anwesend. Der Oberst bestieg die Prä sidententribüne nnd erklärte, or beabsichtige, dein Prä sidenten einen offenen Besohl des königlichen Kom Nlissärs zu übergeben; da aber keiner der Präsidenten anwesend sei, werde er auf Grund diefes offenen Be>-fehles, durch welchen er ermächtigt wird, bei der Vor nähme der Auflösung des Reichstages im Notfälle Brachialgewalt anzuwenden, das königliche Hand schreiben zur Verlesung bringen. Während der Ver lesung wurden von den im Saale verbliebenen Ab geordneten und von der Iournalistentribüne Rufe vernehmbar. Der Oberst forderte die Anwesenden dreimal auf, sich zu entfernen: da aber niemand Folge leistete, forderte er den Bezirlshauptmann Totb auf. dns Gebäude räumen zu lassen. Hierauf wurde das Gebäude geräumt nnd die Tore geschlossen. Der könig Laibucher Zeiwng Nr. 42. 369 21. Februar 1906. lichc Kommissär bringt dii-scz Protokoll zur öfsent-lichen Kelmtms, mit doni Bcnll»rkl.m, däsz or in drin nicht erhofften Falle, das; das rechtskräftig ausgelöste Abgeordnetenhaus versuchm wcrdo, die auf den 21. d. anberaumte Sitzung abzuhalten, dics mit Waffen» gewalt verhindern werde. Budapest, 20. Februar. Der leitende Aus. schuß der Koalition hielt heute abend unter dein Vorfitze Kossuths eine Konferenz ab, in welcher ein Antrag angenommen wurde, in dem ?Z heiszt, das; die koalier ten Parteien mit Rücksicht darauf, dcch nach der Sit-zung am 1!). Februar der Saal durch die bttvaffnete Macht beseht wurde- und die Lokalitäten gesperrt wnr den, und allch heute von der bewaffneten Macht fiir die Abgeordneten versperrt gehalten werden und die Militärmacht dic Abhaltung der für den 2l. d. anbe-ranmten Sitzung nnt Brachialgewalt zu verhindern androht, erklären, oas; sie zu der fiir den 2l. d, ande räumten Sitzung nicht erscheinen werden und gegen die (Aewalt protestieren. Die Unabhä'ngigkcitöpart.'i, die Veifassnngspartri, die Nolkspartei und die Neue Partei hielten nach dieser Konferenz Sitzungen ab, in welchen der Antrag des leitenden Auojchusses angenommen wurde. In d?r Sitznng der Unabhängig, teitspartei erklärte zum Schlüsse derselben 5tossnth, es sei seine vollste Überzengnng, daß alles das. was jetzt geschehen sei, das Grab der» l8l>7er und den Triumph der 18!tter Idee vorbereite. Budapest, 20. Februar. Wie verlautet, wird sich der königliche Kommissär Gen?ralmaior Nyiri morgen nachmittag nach Wien begeben, um S?iner Majestät üb"r seine nunmehr beendete Mission Bericht zu erstatten. Angeblich soll sich auch der Mini sterpräsident Varon Fejervciry nach Wien begeben. Die Votschaft des Präsidenten Falliöres. Paris, 20. Februar. In der heutigen Kammer, sitzung verlad Ministerpräsident Nouvier die Votschaft des neuen Präsidenten Falliörcs. Di2 Botschaft fordert alle Republikaner auf, mit dem Präsidenten znsam-men zu wirken, um ihm seine Aufgabe zu erleichtern, und erklärt dann, nichts werde die Anmec in der'Er» füllung ihrer Pflichten, der Vorbereitung der V^rtei-diAMg deo Landes, stören. Die Stärke der Armee söi eine der sichersten Bürgschaften fiir die Aufrecht erhaltung des Friedens. Die Republik, welä>c ihren 'Alliierten und Freunden tr?u bleiben werde, zeige durch ihre auswärtige Politik, welch?n Wert sie auf die Erhaltung herzlicher Beziehungen nnt nlk'n Mächten legt. Die Votschaft gedenkt der Förderung des Handels und der Industrie, sowie der Wissenschaften und der Volksbildung und schlicht wie folgt: „Wir crg?benc Diener der Demokratie wollen unermüdlich daran arbeiten, die Menschheit iinmer besser zu machen, sowie dem Kultus des Vaterlandes treu ergeben bleiben." Wien, 20. Februar. Die morgige Wiener Z21 tung wird die Vetramlng des Ministcrialrates Dr. Iricdrich Waguer von Ianregg mit den Funktionen des Generaldirektors für Post- und T?legra^ phenangelegenheiten unter gleichzeitiger Verleihung «es Titels eines S?ttionschefs publizieren. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 10. bis 17. Februar 190«. Es herrscht: die Schweinepest im Bezirke Adelsberg in den Gemeinden III.' peiftrih l? Weh.), Senosetsch (4 (Net,.). Dornegg 4 (Geh,); im Bezirke Gottfchee in den Mrmeinden Mosel <2 Geh). Nessel tal (3 Geh>: im Vezirle Tschernembl in den Gemeinden «dlesii <2 Weh.). Nltenmarlt (8 Geh.), Doblitfch <2 weh), tschernembl s4 Geh.). Weinih (3 Geh. . Tanzberg <1 Geh.): >er Vlotlauf im Vezirke Tschernembl in der Gemeinde Lola (1 Geh.^. Erloschen ist: bie Echweinepeft im Vezirle Gotisch« in den Gemeinden Vllujalola <1 weh.). hinterberg (1 Geh.), »ompole (2 Weh.), iiienfeld (2 Geh.), Müsel <2 weh); im Vezirle Littai in der Gemeinde tesence (2 weh). K. l. Ullndesregierung für Krain. liaibach am 18. Februar 1«)«. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. Z «Z > KZ« »G «„sich» Zz^ « KI 83" Z3 df«Himmel« HL3 »y^2 U7N. ^ 736 3, b 2 NW schwaches bewlillt "^" ^ i) » Ab. , 737 0 2 8 windstill ! . 2l l 7 U. F. ^ 737 3 ! 1 3 NO. schwach ! Nebet 0 0 Das Ta«esmitlel der gestrigen lempenltur 2 2' Nor. «ale 0 3°. Verantwortlicher Redakteur: Anton F n n t e t. Richard Wagner-Konzert. Die nächste Chorprobe wird \tatt Freitag (766) 2-1 Donnerstag den 22, d. [R und zwar fflr Damen um v8 8 Uhr, fflr ßerren um 749 Uhr abends Im Balkon- faale des Kaflnopereines abgehalten. floIhstümlictiB Vortrage der Grazer Universität in Loibach. Regen des Samstag den Z4. d. JH. im Kasino stattfindenden großen Faschingsfestes „Ein Rendezvous in der Unterwelt" wird der fur diesen übend gleichfalls angesagt gewesene volkstümliche Uor-tpag des Privatdozenten Dr. Theodor Pfeiffer über „Ernährung, Wohnung and Tuberkulose" verschoben, und wird der Tag, an welchem derselbe abgehalten wird, spater bekannt gegeben werden. (76O)4-i Das Homitee. Hotel liirijaT Donnerstag den 22. Februar 1. J. Hausbau. Musik der Vereinskapelle. Anfang nm 8 Uhr abends. Eintritt 25 kr. Erlaubemir hiemit, meine hochgeehrten Gäste Freunde und Bekannten zu zahlreichem Besuche höflichst einzuladen. (768) Hocl'*clitutiKHvoll Fritz Novak, Hotelier. Erllärung. Im Anzeigeteil der Nr. »9 der «Lai> bacher Zeitung vom 17. Februar I. I ist eine Kundmachnnst der Genossenschaft der Uhrmacher und DPtiler in Laibach ent-halten, worin bekanntgegeben wird dah ich nlcht berechtigt sei, einen Ausverkauf meines Geschäftes anzukündigen, dah ich die hiezn nötige Bewilligung nicht habe daß ich nur den Glauben an einen wirk« lichen Ausverkauf erwecke und hicdurch die anderen Waldarbeiter empfindlich schädige ' Eo ist nun zunächst «nwahr, daß ich einen Ausverkauf angeliindiat habe. Ich bedarf daher weder einer behördlichen Vc-willignna, noch kann der Glaube entstehen daß ich einen Ansverlauf veranstalte. Ich habe lediglich angelnndigt, daß ich mein Warenlager wegen Auflösuna des Geschäftes zn reduzierten Preisen ver-kaufe Diese der Wahrheit vollkommen ent-sprechende Mitteilung dem »*. ,. Publikum zu machen, ist mein gutes Recht, das ich mir von niemandem nehmen lasse, am aUcr-weniftsten von der Genossenschaft der DPtiler und Uhrmacher, die gar nicht befugt ist, über die Geschäftsgebarung eines Goldarbeiters ein Urteil abzugeben «aibach, am 20. Februar 190«. 77«) Adolf Wagenpfeil. Angekommene Fremde. Wr«nd Hotel Uni»«. Am 18. Februar. Nalovich, Direktor. Vraz, — «Zmc, («rünhut, Schiinstein. »file,. Ngram. — Ohnewein, Fabrilaui, Bozen, — Stepic, Beamter, Cilli. - Pirter, Veamter. ltostreilch. — Rinerhoier. itfm., Marburg. — Hulej, Direktor; Schliß Baas, «flte,, Trieft, Mülpen, llfm., Lüttich. — »alan, Pfarrei, Zapoge. — Ferjantit, Kaufmann, Go«. — Lesjal, Pfariei, Zt. Barthelmä, — Glaggoger, Private, Nbbazia. — v. Perir, Direktor, Wr.»Neustabt. — Fabiani, Adjunkt, Sarajevo. -Vebar, Kfm., Monfalcone. — Dr, Poznil, l, k. No«ar. Rudolfs wert. — Friedrich, ttfm., Rathenow. — Soudet. Schäfer, Nchnei. Wand, Kohn, Rosenblatt s. Frau. Glas, Strauß, Weinbacher Fühl, Nufmuth, Me.; Donat, trohut, Freund, Privaliere. Wie» Tiefbetrlibten Herzens geben wir allen Ner. wandten, Freunden und Velannten die höchstbetrü' bende Nachricht von dem Hinscheiden unserer innigst» geliebten Gattin, bezw. Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Marie Ilonke yev. Kolschek welche nach langen, schweren Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, heute den 20. Februar l. I., um '/. 2 Uhr nachmittags im 80. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag den 22. Februar um 3 Uhr nachmittags vom lrauer» Hanfe Trubergassf Nr. 2 aus auf den Friedhof zu St. Christoph statt. Die heil. Seelenmessen werden in der Stadt' Pfarrkirche zu St. Jakob gelefen. Laib ach am 20, Februar 190« Georg Io»?le, Gatte — Iosefine Treo, Nmalie, Kranz und Ndols Ionle. Hedwig Dernjaö und Marie Herzog. Kinder Joses Dernjas, Schwiegersohn. — Iosefine Ionle, Schwiegertochter — Sämtliche Vnlel und Enkelinnen. Veerdlgungeanftlllt d« Franz Dobeilet Zahvala. Povodorn pretresljive smrii moj<'.ga nepozabnega sina, gospoda Janko Majdiöa velepoHeMtnika in veletržca dofilo rai je toliko re» iz srca prihaja-joèih dokazov soèutja, da se morem le tem potoin, v «vojem in v imenu svojih sorodnikov primerno zahvaliti. Osobito pa se zahvaljujem slavnernu èitulniškemu pevskenau zboru za gan-Ijivi žalostinki, obèinskemu zastopu ter druŠtvom: Narodni èitalnici, prostovoljni požarni brambi, slovenskerau bralnemu drustvu, teloviidnemu druStvu «Gorenjski Sokol», ter zastopHtvom trgov. zbornice, planinskega drufitva, trgov. društva cMerkur» iz Ljubljane, zastopstvom mestne hranilnice, okr. bolniške blagajne, kreditnega druätva, mešèanske godbe ter vsem prijateljem in znancem za izraženo soöutje in prekrasne vence. V Kranju, dne 20. sveöna 1906. (755) Ivan Hlajdiè. Danksagung. Für die mir, meinen Kindern und liebe» Verwandten entgegengebrachte herzliche Anteilnahme während der Krankheit fowie bei dem Ableben meines innigstgeliebten Galten, bezw, Vaters. Sohnes. Bruders, Onkels und Schwagers, des Herrn Josef Dapaine Obermarlüls im Cafr «Europa» wie auch für die zahlreiche Beteiligung an dem Leichenbegängnisse und dir vielen, jcbdnen Kranz» spenden fpreche ich den tiefstgefühlten Dank au«. Ebenfo danke ilt, feinen Kollegen für das ehrende Geleite zur letzten Ruhestätte und dem lvbl. Gesang» vereine «Slavec» für die ergreifenden Trauerchöre. Im Namen meiner Kinder danke ich schließlich ganz speziell den hochgeehrten Gästen im Caft »Europa» für die namhafte Spende von 24 Stück verschiedener Loepapiere nebst einem Sparbüchel. Laibach, am lii. Februar 190« Anna i^apajne geb Vruscha. Laibacher Zeitung Nr. 42. 370 21. Februar 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 20. Februar 1906. Die notierten Kurse verstehen sich in »ronrnwahruna. Die Notierung sämtlichei NIlien und bei ,.Diversen Lose" versteht sich per Ctücl, Geld Ware Allgemeine Staats» schuld. Suheitliche Rente: ' » lonv. steuerfrei, Kronen (Vlai.«ov.) per Kasse . , 100 — 100 2> i>«tto (Jan,-Juli) per Kasse 99 80 100 10 ^" „ «. W. «uten (Febi..»ug.) p« Kasse......101-45 101 6b , ^i^o ». W. Gilb«! (Npril'0lt.) per Kasse......101 »0 INI 5« »"'« Etaatslose 500 sl. 4"/« 15» 40 16' 4<' »i»,»er ,, 10« sl. 4«/2187 — 19U ->>4ei ., W0 fl. . . 889 50 891 50 ->^>4er .. 50 sl. . . 88«' 890- 3l,»,»Vfandbl. il 1« sl. 5«/, »88 —«94 70 -ta«tssch»ld d.i. «eichs» ate vertretenen König» reiche »nd Länder. ^rrr. Golbrente, stfr,, Gold per Kasse .... 4 '/„ 11« 35 11« 55 ^>>rr. Äente in Kronenn». stfr., Kr Per Kasse . . . 4°/» l<» 05 10025 ^sttn per Ultimo . . 4"/„ 100 05 10<1 25 ,1, Inoestition«.Rente, stfr.. Kr. per «esse . 2'/,°/« »1 «5 9145 Gis»nb°!,n.Z»°at«sch«l». «erschrtibungr». i!,abe,hbahn in V,, steuerfrei. zu 1,'.<»0»» fl. . . . 4»/n 117 90 118 90 >anz Ioses-Vahn in Silber (div, St.) , . , 5','.»/,> !27'—127-90 ,ll. Kar! Lubwig-Vahn ^div, Stücke) Kronen , . 4°/„ 9975 10075 üdolfbahn in Kronenwährung, steuerfr, (div, St,> . 4"/« 99 95 10005 crarlberger Vahn, steuerfrei, 4Ho .Eronen , . , 4«/» KW 10 io, 10 ?u lglft»«P«ltt Eisk»!>»HN'Aktll». liladeth.B. »00 fl, KM, 5'/."/« von 400 Kronen .... 485 - 487 — betto Linz.«ub««i« 20« sl. ». W, E. 5 '/<"/„ . . 4bü — 457' - detto Salzburg-Tirol 2 N. ». W, S, 5"/„ .... 439'—442'- Vlld Ware D«« Staate zur Zahlung übel» »a»»e»» lisrniahn»Priorität»' G»lig»ti»i»tn. V0hm. Westbahn, Tm, 1895, 40« Kronen 4"/n. . . ,100 10 101'-ltlisabethbahn 600 und 3000 M. 4 ab 10"/„......115 85 ,18 85 Elisabethbahn 4oo und 2u> detto per Kasse , 8« 2' «<> 40 Una. Prämien.Nnl, ^ lOO fl. . 217 75 218 75 betto il 50 sl. . 215 50 817 50 Theifz-Reg.Los« 4"/„ . , , . 159 — INI'-4°/« ungar. Grunbentl-Oblig. L560 9660 4"/„ kroat. u, slllv, Grunbentl.. Oblig........9« 65 87 Sb Nndere öffentliche Anlehen Voen.Landes.3lnl. (diu.) 4"/» , 96- 9? — Nosn. - herccg. Visrnb. > Landes» Nnlehen >div.) 4>/,"/„ . . 1005« 101 50 5"/» Tunau-Ren.'Nnlrihe 1878 106do 10750 Wiener Verlehrs'Nnleihe 4»/« 9!'9.', ,m "5 detto 1900 4"/« 10« 10 lNI ,0 «nlehen der Stadt Wien , . 10» »« ,04 l» betto (L. ud. G.) . , . 128-2« 123 ü« detto (1894) , . , . 9X-95 99-9!) bttto (189«, . . , , 99-90 100 b<»-05 ,01 05 ^ürsebau «nlehen uerlosb. 5"/» 99 4d 10045 Vulg. Staatselsenb.'Huv.'Nnl. 1889 Ellld . . . . 6"/u119'20 120'20 Nulg. Staats > Hypothekar Nnl. 189ll......«"/» 1,9 90 I20R! Oeld Ware Pfandbriefe ic. Uobenlr..allg,öst.in5«I.vl.4«/,. 982.'> 10025 Böhm, Hnpothelenbanl verl. 4"/„ 100 05 ,0,— .^entral'Vod.-Nred-Äl.. österr,, 45 I, Verl. 4'//>/„ , . . 102 b0 — -Zentral Vob.-Krtd.Vl.. österr.. 65 I, verl. 4"/„ . , . »00 10 111 10 Kreb. Inst..öslcrr,. s, Verl..Unt. u.öfseiüI.Arb.Kllt,^«!^"/,, 9990 100 90 Landesb. d, Kim, «alizien und Lodom, 57'/, I, rüclz. 4"/,. 99—100 — Mähr, Hupothelciib. verl. 4"/« W 6a IN0-60 N.österr. Lanbe«.Hyp,.Nnst.4"/<> 100'— 10,— detto inl>. 2"/«Pr. verl. 8>/,"/u 94-5« »5 — deltoK..Schuldsch,verl.3'///n »^'50 l«5-. detlo uerl. 4°/« 9990 100 90 Österr..uugar. «anl 50 jühr. verl. 4"/<> ö. W..... 100.!!> IUl'35 dctto 4"/o ltt..... 10050 101 !>n Tparl. i.öst.. N0I. verl. 4"/« 10,- io:-.. 1«8« 100 50 INi'5n delto lilll (Dombau) 5 sl. L5-3O 87-3« Kreditlole ,00 fl...... 476 — 48? — «lary.Luse 4« fl, lt. M, . . 147- 15S - 0fener Lose 4« sl..... 124 — 174 — Palffy.Lose 40 fl, ». Vl. . , l?2- 181-- Nlllcn »treuz. Sst. Ges. v., 10 fl. 58— 54-- :l^!ei! ««uz, ung. «es. v., ü fl. »31« ».'»-,0 Rudols.Lole 10 fl...... 57- - 68 — 3lllm.L°,c 40 sl. K. M. , - «0»- 219- Gelb Ware lürl. E.U.Anl, Pr«m..Obl— — — delto per N. ... 150 — ib! — Wiener Komm,.Lose v. I. 1874 535 — 545-Gew.'Schd, 3"/<,Präm,.Tchulbv. d.Vodenlr..«nft, Em, 1889 90 88 — «ltie«. Tran»pllrt.zn>er»eh«n»gnl. Nussig.Tepl. «tisenb. 500 fl, L320 — 2832 — Äöhm. Nordbahn l!>0 fl. . . 3S5'— »7Y-— Nuscht!chrader7u — 3180 — detto (lit,, l!,» 200 fl, per Ult, ,130 — 1133 — Donau > Dampfschiffahrt« > Ges., I., l. l. priv,, 5«>0 fl. KM. 10»0 — ,!««-— Duz.Äodenbacher «tisb. 400 Kr. 540— d44 — sserbinands.Nlllbb.iao«sl.KM. 5ü90 — 5730-Lemb..b. 100fl.abgft. »18-50 213 85 Llaatseilb. 200 flS. per Ultimo 672 50 67!«-50 Südb, 800 fl, Silber per Ultimo 126 75 127 75 Südnorbdeutsche Vcrbinbungsb. 2„N fl. NM...... 418 25 415-2' Tramway fl. S....... 4V6-— 409' — Wr. 2olalb..«ltu Depositenbanl, allss., VW fl. . 459— 46, -Lslompte. Gesellschaft, nieder. östeii,, 40« Kronen . . . büi— 552 — Giro« und Kassenverein, Wiener, 800 fl........ 4b8-— «9-— Hypothelenbanl, österreichische, 20« fl, »«"/« V..... 893— >9b'- LHnkerbanl, österr., 2u0 sl, per Kasse...... —-— —>- bctto per Ultimo .... 442 25 443 2ü „Merlur", Wechselst, «ltien. Velellschast, !i00 sl, , . . 65«-— Nb2 k', «eld »«e t>fterr..ung. Vanl 14uo Kronen 1633 — 1«« — Unionbanl 200 fl...... 5»4— 5»ü — «erlthrlbanl, allg , 140 sl, . 3S0 50 2« »» )»dufiril>D»ter»«li«»»gen. «auges., allg. «sterr.. 1 fl, . >64 — i«»>— VrüxtrK<,hltnbsrgb,'!»«s,I0<»sI. 6ü5- »»>— Eisenbahnw.Leihi,,.erste, 100sl. I»I— i«>-— „lilbemühl", Papiers. u.V.^», ,65— ,69'— »lettr.Ges., allg.österr,,80fl, 310— 3«^-..Schodnica". U,.<8. f. Petrol.» Ind., 500 Kr..... ««— «»-— „Sleyrcrmühl", Papieifabril und V'N...... Fr. per «alse . -'— —-— detto per Ultimo 3»« »»-— Waffenf.Ges., üsterr,, in Wien. 100 sl........ 566— 57»-— Wagnon.Uelhanstalt, allaem,, in Pest, 40', Kr..... S18— «3 — Wr. «augesellschalt 100 sl. . . 1?» — i?4» Wienerberger Iie«tIf,.Nrt..V«s. «42— »»»-— Devisen. Kurze zichtn» und )ch«ck». 'Amsterdam....... 19«-?« «»-4» Deutsche Plätze...... II? 32 IN-»» London........ 2405» »45?z Italienische Vantplähe , «,«» «l» Pari«......... «„« »7b Zürich und Vasel..... «5 3^ «4» Valuten. Dulaten........ 1134 »l-«» 80 Franlen.Ttücke..... 19 12 1»-»» ^».Marl Ttücle...... L»-4« »-0« Teutsche Aelch«banrnoten , . 117-3« 117«» Italien,sche Vanlnoten , . . «b S0 »»-«» ^«ubt! ^lllcii...... »-bl" »-««" van R«nt«n, Pl»n«lbrl*sen, I'rlorllAten, Ahllen, L.o*«>n etc., DrTlirn und Vslulrn. öS Los-Versicherung. I Ba.xi.lc- -o.33.dL T^7"ecl3.slexg-esciLä.ft : Lulbncti, SpitKlRttHHc. Privat - Depots (Safe-Deposit«) I ?irziu»| »id BarelBligu lm~iönti-KorrMt- nt us filrt-Iutt. I