Taibacher ZettuM. __________ Dlenuag den 6. Februar 1821. ^n er Gränzer, welches für die hiesige Garnison be, 'Mimt ist, am ^. und5. über mehrere Eskadronen Pa- , iatmal-Husaren, welche zur Armce nach Italien weiter ' z'ehen. Der Letzteren Musterung wohnten auch die bei« ' "n Erzherzoge Ferdinand und Franz Karl zu „ -PN'rse bei. " ^ Den''5. d. sind Se. königl. Hoheit der Erzherzog 5 ein^'"« ' kommandircnder General m ttnqarn, hier 'o^^ena^est^^ neiat^nükli^'^" b" Kaiser aller Neussen, stets ge- T bocl sten 7u^r^^ ""' Wissenschaften Ihrer aller, b' hierortigen Prof so 'de "l""^'^"' ""en eine vom te ncuherausa^:^ Geburtshilfe gnadigst aufzunehmen' u.7d ^em V"'^ ^ ser derselben m Anbetracht der dann erkannten, für das de Mohl der k'.denden Mcnsch^it wichsen Entdeckung, g, einen kostbaren mit Brillanten reich besetzten Ring zu verleihen geruht. Dieß kaiserliche Geschenk wurde ihm mit folgendem k. Schreiben eingehändigt: d Hochwohlgcborner Herr l " Hochzuuerehrcnder Herr Professor! '- Ich habe nicht ermangelt über das neue, von Ihne« - für schwierige Falle erfundene Instrument nebst beilie-'« gender Beschreibung Seiner kaiserlichen Majestät Bc» « richt zu erstatten. r Seine kaiserl. Majestät haben mit Allerhöchst auft 5 zutragen geruht, Ihnen beiliegenden brillantenen Ring als einen Veweis Allerhöchsten Wohlwollens einhändige!» l zu lassen. - Nichts konnte mir angenehmer sein, als zu diese?' l Anerkennung Ihres Verdienstes beizutragen. ' Empfange:'. Sie, Hochwohlgeborner Herr Professor, ^ die Versicherung mcincr aufrichtigsten Hochachtung» Laranet.^i-elilÄtsr. Ungarn. Preßburg. Von der Feuersbrunst in unserer Nachbarschaft zu Hainburg, berichtet man uns vom »5. Jänner 182, Folgendes: Es war den 25. Jänner um halb 1 Uhr Mitternachts, als die Bewohner der Stadt Hainburg durch den schauerlichen Ton der Sturmglocke, das Schießen der Militär-Posten , das Wirbeln der Trommeln und den fürchterlichen Nuf: „Feuer,., aus dem' Schlafe geweckt wurden. Der erste Blick der Erwachenden erschütterte um so mehr, da die außerordentliche Helle jeder-, man glauben machte, daß das Feun sehr «ahe sey. Dieß kam daher, weil in wenigen Minuten nach ÄuS-bruch des Feuers, die zwei großen, 2 Stock hohen Fron ten des k. k. Tabak; Blätter-Magazins, der soqenann, len ehemaligen Tuchfabrik, in hellen Flammen standen. Der Glutrcgcn brennender Dachschindeln, der über. 'inen großen Theil der Stadt wegflog und häufig auf 'en Dächern niederfiel, drohte allgemein den Unter«, Mg; an mehreren entfernten Orten brannte es wirk' 42 Ua> schau auf^, .chber^i^Machsamkeit ^l qllen Häuserw< ^ind>rte,dcn Au^bwch des Heuers- P^ie D.achung. ^coMMzilr-Gebckudss war in kurier Ze>i "ttn Raub dcr Flammen, und nun erst wuchs die Gcfahf noch mehr als die ungeheuren Tabaksvorräthc lichterloh' kranntcn, und von der Dachung cntblößt,^ei„ttwa,entstehendem Winde, rettungslosen Untergang, drohten.. Dank sey es der gütigen Vorsehung, der Wind war sehr mäßig, und die mondhelle Nacht begünstigte die allgemeine Anstrengung, die Wuth des Feuers zu beschränken, der man crst Abends gänzlich Mcister wurde. Noch am andern Tag brannte der Tabak'innerhalb der Zimmer. Dcr . Anblick der Brandstätte erregt allgemeine Bewunderung, mehr als fünf Sechstel des Tabakvorraths blieben unversehrt, die übrigen 2 Fronten des Gebäudes und die in dem Hofe befindlichen Holzvorräthe wurden ganz erhalten. Das Abbrechen eines Hauses verhinderte das Wci-ter'gre fen des Feuers, das nahe liegende Posthaus war fchr in Gefahr, und die Ärarial-Güter mussten geflüchtet werden. Unter Tausenden dcr Arbeitenden kam niemand ums Leben; 2 Mineurs wurden beschädigt. Unend-lichen Dank sind wir de« überaus großen Thätigkeit des löbl. k. k. Mineur-Corps, der k. k. Tabak-Gefälls-Beamten, und der Fadriks «Arbeiter, so wie der nachbarlichen Hülflcistung dcr Herrschaften Wolfsthal und Deutschaltenburg zu zollen verpflichtet. Auch der bürgert. Bindermeister, Johann Themer, hat durch seine klugen Rathschläge größtentheils zur Erhaltung des Ärarial-Gutes beigetragen. Wie dieser Brand entstanden, ist unerforschlich und unbegreiflich, wahrscheinlich wurde das Feuer gelegt. Italien. L 0 mbardisch - Veneziani < chcs Königreich. Mailand den ic». Jan. Den verflossenen Mon: tag, wenige Minuten nach Mitternacht, wurde dcr englische Obeist Browne auf der Straße von zwei un< bekannten Personen angehalten, und mit sechs Dolchstichen verwundet; eine Wunde ist so gefährlich, daß man M'sein Leben besorgt ist. Mailand den 20. Jan. Am 16. d. marschirte das Regiment Spleny von hier nach Crcma ab. Dasselbe hatte scit mehreren Jahren sein Standquartier in unserer Hauptstadt, und zeichnete sich stets durch eine, vortreffz licheNtannszucht aus, weshalb es auch von den Segens: wünschen aller Einwohner begleitet wird. Se. Ex;, der Graf Vubna, General-Kommandant n; der Lomdardie, mit mehreren Generalen und seinem Generalstab, begleitete das Regiment, und nahm von demselben in den schmeichelhaftesten Ausdrücken Abschied. ^ Venedig dnt 2«e.Ia'ti.- In der Nachi. vom i«. auf den 19. d.M. starb der venetianischc Patrizier Nikolaus Pasquäkgo,' Kapitän eines Kriegsschiffes dcr"crstcu K4»sse,.Komm ndant der k. k. Marine, Ritter des Ordens der eiserrlcn 5irone, Kommandeur des Christ-Ordens von Portugals, und Kammerhcrr.Gr. k. k. Majestät. Das Vaterland verlor an ihm einen edlen Bürger, einen er-fahrnen Seemann, dcr das Vertrauen, das ihm sein Monarch schenkte, in vollem Maße verdiente. Er war am 26. Juli 177a geboren, stieg durch alle Scebcdienstungen auf, und wurde schon im Jahre 1797 Kommandant einer Galeere in Zara. Als Venedig unter österreichische Herrschaft kam, ward'er mit dem Range cinesFregatt<5wKai pitans zum Kommandanten der dortigen Küstenflotille ernannt. Spaterhin wurde er Kapitän eines Kriegs-schiffcs , und wohnte in-dieser Eigenschaft mit dcr Fregatte die Krone der Expedition von Lizza bei, wo er so viele Tapferkeit und Erfahrenheit im Scedienste bewies, daß selbst die dortmals feindlichen Engländer ihm ihre Achtung zollten, und cr hierauf zu den angeführten Posten befördert wuroc. Er ward Mit einer Kreuz', fahrt in das mittelländische Meer beauftragt, um dcr österreichischen Flagge von Seite dcr Barba^esken Achtung zu verschaffen- Auch genoß crdie Ehre, mit de'nFre-gatten Osterreich und dieKaiserln die durchlauchtigste Erzherzogin Lcopoldine nach Brasilien zu b'cglen ten. Bald nach seiner Ernennung zum Oberbefehlshaber dcr ganzen österreichischen Seemacht im adriatischcn Meere raffte ihn m einem Alter von nicht mehr als 5o Jahren eineKrankheit schon nach sünfTagen dahin. Ihm folgte das Bedauern von ganz Venedig und die Traue» aller seiner Freunde in das Grab nach; aber die Erinnerung seiner Verdienste und sein ruhmvolles Beispiel f^r alle Seeoffiziere überleben ihn. In Bezug auf die jüngsten Ereignisse liest man in einigen der neuesten Nummern der MailandelZeitung Folgendes. Mit Bedauern siehl der Menschenfreund die blühend« stcn Gegenden Europens eine Beute der revolutionären Umtriebe jener politischen Charlatane werden, die seit 3o Jahren die Grundpfeiler am Heiligthume des gesellschaftlichen Verbandes zu erschüttern bemüht sind. Mit Unmuth steht er den Kampf der Vernunft wider den Wahnwitz, der Kultur wlder die Barbarei, oer Empörung wider die Monarchie, der Asterphilosophie gegen die Religion., Er wird es müde, in einer Zeit zu leben, in welcher das Schicksal der R^che, die Glückseligkeit so vieler Millionen Menschen, das Loos so großer Staa-tcn das Ziel det' Laune'nniger meineidiger'Soldaten 43 und der Systems' etliche unbarliger und anmaßender Liber a.l/-n, geworden sind.^ Staatsverfassung entstehen al^s, y^u-Stegreife^ wie Sonnettc!, Eine tisfc und un» erm^sse-nc, Wissenschaft, welcher- em Vako, ein Grotius, ein Montesquieu alle Stunden eines ganzen thätigen Lebens.op/extcn,.ist .für unsere modernen politischen Wcltcrlöser eine Arb.cit von etlichen Tagen! — Einige .Schwarzer, erst npch ^y der-Gränze des männlichen Alters, speisen bei WaslMgton.zu Mittag, dann kehren sl^e nach Europa zurück, träumen nnr von Nepubli-kcn,, und suchen .ihr. Nev«cutionofie.b,cr ihren Laudöleu: ten^zu inokuliren.^ -^ Diese verunglückten Solone wol-. lcn nun aus ihren räuchrigen Klubbs Reiche reformiren. 'Sie sind reich an Worten, arm'anNegriffcn, rasch zum Niederreißen, unfähig znm Aufbauen. Sie, schleudern den Vrand deS Aufruhrs,in die Dächer des Vaterlands, und retten sich, dann mit, der Flucht. Freiheit Unabhängigkeit, liberale. Ideen, PHW'ophic,, Gleichheit, Natio-'nalruhM l dieß sind, ihre .kräftigen Zauberformeln',, wo« mit sie die Völker'bethören, und revolutionäre Stürme ubcr blühende Gefilde,herauf rufen. — Sie gleichen in ihrem verwegenen Wahne, dem Schüler eines Zaubc-. rers, der seinem Lehrer daö gchcimnißvotte Vuch.mit ^>en magischen Charakteren entwendet hat- Er murmelt eine Vcschwörungs^Formc,l.— d>'r'Dqmoi> erscheint — er will ihn nun verabschieden — umsy^st.!.—.,cr findet ^eine Formel'dgzu — herauf gerufen l)ä^, er woH den Dämon — aber ihn zu.enAernrn vermag,er' nicht mehr. Erst, nachdcm der Poltergeist Hie gaH'NachdarsHaft erschreckt und das Haus unbcwohnbar'gemacht hat', tömn^ der Meister hinzu',' der ihn zu bannen vermag. , , ' / (De^Peschlu^ftM.)', Frankreich..!^ >:' Am i^i. Jänner gelaMe endlich der, fo laugs dauernde Pr.ozeß, wegen.der..Paris« Tumulte im Juni vorigen Jahres (bei Gelegenheit des, neuen Wcchlgese-hes), zu seinem Eud'c"Acht Angeklagte, Collm, CaroN, Fanchon, Crou.tclle, ,Cnillct.eau,^Navet, Lontreuil und Vlcry.wuxHcn von denGeschwornen für unschuldig, F a y,-olle -und Lldam alx'r.mit einer Mehrheit von 7 gcgen ^surschädig erklärt. Da dao Gericht dcrMeinung der ^ehrhctt der Gcschuorncn deitrat, so verurtheilte es ^ yollc zu zehnjähriger Aufsicht der Polizei und 5ooa ?,' ^"^"','"da.n aber zu fünfjähriger Aufsicht und i es"'d3 d'^^"^'" «der'solidarisch zu Tragung (welche un Ganzen sich auf 7^000 Fr belaufe« solle..). Die Sache dco.eilfte.n. Angeklagten, OberstenDuvecgier,..stbetanntlichwegen^ dessen Krankheit zu crnem b^on^^ Verfahren ausgev setzt. Di^ acht Losgesprochenen wurd,«v loaicich.in Frei» hcit gesetzt, unddieGc ^hwornen/oeraustaltctcn.für Euicrt, derselben, V^avet, .welcher inftsn sdiürftigslen Umständen ist, und eine kranke Familie hat, Wtter sich eine KoUectc. Großbritannien. — ' Der Gemei nderath dcr CG'von London hat am ii. d.M. in einer Vcrsam'nlun/esne'^eihe von Beschlüssen gefaßt, denen zufolge beidcn'HMern des Parlaments Petitionen eingegeben' w,crd?n Mc-n/ damit ^)ie Königiir unverzüglich wieder in alle ihre Rechte Und TNel eingesetzt,,, und eine strenge Untersuchung über die Maßre» geln der Minister, und 'besonders über'den'Urspruttg und langt. Wir hoffen, daß die Minister uyverzug lch diesem Verlangen entsprechen, daß sie unverzüglich chre Stellen niederlegen, daß die Whigs uuverzuK- ^>^ lich von denselben Vesitz nehmen, daß die abgec^tenen Minister unverzüglich sich eincr wohlverdienten Stra« fe unterwerft« werden, und daß u nverz ü'gl i 6) eine Proelamation erscheinen wird, um anzukündigen, daß von'nun an die Mehrheit des Vemeinderaths, so wi.' er dermalen besteht, als der Hauptraty des Reichs anzusehen isi. Wenn alles dieses geschehen seyn wird, wer. den wir uns in einer tösw Februar: ^ Seine ss^ellen^ Fcldmarschall Graf von Velleqarde, k. k. Staats- und Konferenz-Minister; Herr Graf von Cavcmagli, k. k, Oberstlieutenant; Herr Marquis Pau-. lucei, k. k. Generalmajor, und Herr von Kudriafsky, kaiserl. russischer Hofrath, alle von Wien. — Herr Fürst von Montfort; Herr Freiberr von Schlottheim, und Herr Settele, Dokter der Medizin, alle von Trieft.— Herr Michael Attelicvick, Handlunasaqcnt, von Finme. Dcn 2. Herr Augustin Marquis Levizzini, Kam-< mcrherr Sr. königl. Hobeit des Hcr^ogs von Modena, von Modena. — Herr Franz Graf von Hohenwarth, k. k. pensionirtcr Gubcvnialrath, von Gräh. — Herr Fran; Karl Spies, Handelsmann, von Rio dc Janeiro. — Herr Karl Anton Gerosa, Handclsm., von Mailand. Den 5. Herr Johann Pric^a, griech. <3rzpricfte?, von Qttochaz. — Herr Johann Dietrich, Stcingut-Ge-schirr.Fabrikant, von Gräh. — Herr Philipp Jäger, Hand; lungäagent, voll Trieft. Den 4- Herr Adolph Trinker, Glaswaarenhändler, von Grah. — Herr Konrad Wclte, k. k. Hof-Wein» Lieferant, von Wien. — H>-rr Joseph Weil, Handelsmann, von Agram. Abger ei set dc'n 1. Februar: Herr Christoph Luppi, Handelomann, nach Fium«'. Den 2. Se. Exz. Lord Stewart, königl. großbrit. Bothschafter am k. k. Hofe. nach Wien. — Herr Mar; quis von Paulucci, k. k. Generalmajor, nach Trieft. — Herr Freih.v. Hruschowöky, k. k. Kämmerer, nach Wien. Den 3. Herr Qnartano, verabschiedeter kais. russ. Second:Lieutenant, nach Lissabon.—Herr Karl Anton Gerol°a, und Herr Karl Franz Spies, Handelsleute, nach Wien. Den 4. Herr von Terzi, Magistratsprases, und Herr Massard, Direktor der k. k. Zuckerraffineric in Fiume, beide nach Fiume. Wechselkurs. Am 1. Februar war zu Wien der Mittelpreis der StaatSschuldvcrschreibungen zu 5 pCt. in C- M /1 ; Darlch. mit Verlos. v.J. »820, für »oafl. in CM. 1092/6; detto detto detto »821, dctto detto 961/2; ! Certiüc. f. d. Darleh.v.1.1821 , für inn fl. in EM. 97» ^ Wien. St.Vanfo-Oblig. zu 21/2 pCt. in C-M. 22 1/8; ^ Conv. Münze pCt. 25o. Bank-.Actien pr. Stück 53o 1/2 in Cony. Münze.