Donnerstag den30. Nuni 1836. N a l d a ch. "M 29. Juni 18)6, Morgens um 2 Uhr 28 M. verspürte man hier ein wellenförmiges, von Westen nach Osten sich fortpflanzendes Erdbeben. Dit ganze Erschütterung schien unter der Oberfläche der Erde zn tollen, und ci'n sturmähnliches Saus?« ihr nachzufolgen. Die Erscheinung, durch welche die Ge-bäude heftig bewegt wurden, dauerte 1'/^ Secunden. Gleich darauf wae der Barometerstand 2L" -l- 10'" Parisermaß, und die Lufttemperatur ^c," N.,derHim-Mtl gegen Westen heiter, und dit Atmosphäre ruhig. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 5l. v. M., die auf den Grafen Volf-gang von Lichten berg gefallene Wahl, zum Prä-, ssdenten der Landwirlhschafts < Gesellschaft ,n Kraiy, «llergnäbigst zu genehmigen geruhet. Laibach am 26. Juni 1856. VNirn. den 22 Muni. Ihre Majestät die Frau Erzherzoginn Marie Luise, Herzoginn von Parma tc., sind gestern Abends hier eingetroffen und im kaiserlichen Lustschlosse Schön-drunn abgestiegen. Wien, den 2^. Juni. Ikre k. ?. Heheit die Frau Erzherzoginn Maria Clementine, Prin« zessinn von Salerno sind mit Ihrer Prinzessinn Tochter Caroline Auguste königl. Hoheit, gestern Nachmittags aus Neapel hier eingetroffen, und im kaiserl. Lustschlosse Schönbrunn abgestiegen. V e u t s lh l a n v. 3lm l5. Juni Abends nach ? Uhr sind Se. Ma° jestät der König Otto von Griechenland zum Besuche beim großherzoglichen Hofe in Darmstadt eingetroffen. Ibre königl. Hoheit die Frau Erbgroßhcrzoginn M a-lh ildt war, da man dcnj König um ll jUhr euvarttte, ihm schon gegen 2 Uhr Mittags zur nächsten Postst«« tion entgegengefahren, und überraschte dort den theu« ren Bruder, mit welchem sie in einem offenen sechsspännigen Wagen in die Residenz eiusuhr. (Ost. V.) V e l 3 i e n. Am 6. Juni traf das Dampfschiff »die Prinzessinn Victoria« mit ungefähr Lo Passagieren von London im Hafen von Antwerpen ew. Das Schiff war am 5. um halb 2 Uhr Nachmittags von London abgefahren, und lag am 6. MolgenZ um 9 Ul)r schon zu Antwer« pen vor Anker; es hat also die Überfahrt in weniger als 19 Stunden zurückgelegt. Seit Dampfschiffe zwi, schen diesen beiden Städten schissen, Hal man noch kein Beispiel einer so schnellen Reise. (2). Z.) Oiederlanve. Die holländische Staatscourant enthält über ein früher schon erwähntesErdbeben ausführliche Nachrichten aus Vacavia v. 29. Dec. v. I., worin es heißt: Mit Ne« dauern melden wir unsern Lesern ein trauriges Unglück welches den Hauplplahder moluckifchen Inseln betroffen hat. Nachdem man währind d,s Oct. drei Wochen hin. durch eine dicke, mit Schweseldä'mpfen geschwängerte Luft gehabt, folgte am l. Nov. um 3 Uhr ein heftiges Erd« beben, an welches sich noch bis zum 5. Nov. mehrere andere Erdstöße anreihten. Auf Haruko war die erste Bewegung senkrecht, und dauerte etwa 25 Secunden, auf Amboina dauerte dieselbe 35 Secunden. Von Banda hatte man noch keine Nachrichten. Man vermuthete allgemein, daß an dem dortigen Vulkan ein furchtbarer Ausbruch Statt gefunden haben werde, und daß der Insel das traurigste Schicksal zu Theil geiror. den scy. Im weil »r Verfolg des Schreibens wild nut der Einsturz derHasnlie. unter deren Trümmern 5L Ptr. fomu erschlagen und 66 schwer vmvundll wutdln, ge» 206 schildert. Die Reglerungsgebaud« haben schr gelitten, »i« übrigen Häuser sind gräßtenlheils oer Zrde gleich gemacht, und man hatte Hütten und Zelte zum wei-lern Aufenthalt errichtet. Der Schaden war für die Regierung allein bis zum 5. Nov. auf Zoo.o^o Gul» i»en berechnet. (Corresp) ^? r a n k r e i ch. Die Berathung über das Kriegsbudget wurde in der Depulirtenkammer am 3. Juni durch eine Rede des General Demarkay eröffnet, der einen Plan angab, n»ie man mit einem Effectivstand von 170,000 Mann un» einem Aufwand von nur l50 Mill. Francs den Kern eines Heeres Don 5W,009 Mann schaffen könne. Der Kriegsminister Maischall Maison sprach sich sehr energisch gegen die von der Commission verlangte Ver, Minderung des Militä'rstandeS in Algier aus. Die bloße Discusion hierüber, sagte er, bringe in Afrika die schlimmsten Wirkungen hervor, und sey eine Auf< Munterimg für Abdel-Kader und Frankreichs Feind. Aus dem Louvre gehen fortwährend Wagen mit Gemälden und anoern Kunstgegenstanden nach Ver-> saillts ab. D.'s doniqe Museum, welches bei Weitem noch nicht vollendet ist, hat, nach den Rechnungen des Generalintendancen der CivlW,, bereits ll Mill. Francs gekostet. (Coresp.) Nachrichten aus Sc. Iean-Pied.de« Port (im Departement der Nkeder-Pyrenäen) vom 6. Juni zufolge, w^r an diesem Tage «in spanisches Bataillon, mit dem Generalstab des Regiments, auf dem Wege nach T. Sebastian durch gedachten Ort passictj das Bataillon sollce in Mendi'oude übernachten, und in Ssc«a eingeschifft werden. (Öst. B.) Der Präfect der ll>iterpyr setzcsenlwurf übcr die Majorate und einen andern über die Lehensherrfchaften vorbereite. Diese Gesetzesent. würfe soUen den Cortes in der nächsten Sitzung zur Prüfung vorgelegt werden. Die Gazette de France vom 16> Juni meldet-An der Gränze haben sich Gerüchte über einen zu Va»-celona ausgebrochenen Ausstand verbreitet. Die unlängst aufgelöste Junta soll von dem Volke zur neuerlichen Übernahme ihrer Verrichtungen berufen worden seyn. Man sagt, daß die neue Truppenaushcbung in Navarra 18,000, in Alava 5000, in Guipuscoa 70U0 und in Biscaya 9000 Mann betragen werde. In mehreren Orten sind die Alcaden zu Befehlshabern der zu errichtenden Bataillone ernannt worden. (W. 3.) Einem Schreiben aus Madrid zufolge, sind die Fi' nan;en Spaniens in sehr gedrückter 3age. Es ist unmöglich, die Bedürfnisse der Armee und des übrigen öffentlichen Dienstes zu decken. Wechsel von den Chefs der Armee im Norden und in Catalonien, im Betrag von l8 Millionen Realen,'sind protestirt worden. Un« geachtet dieser Verlegenheiten ist es wahrscheinlich, daß das gegenwärtige Cabmett bleiben wird. Sobald Cerdova den Oberbefehl wieber übernoM' men, wird er wohl ernsthafter den Nucken des Fein« des beunruhigen, und die nördlichen Truppen können alsdann Hernani angreifen. Einstweilen nehmen die Carlisten die.Offensive- gegen St. Sebastian, allein fortwährend ohne Erfolg. Am 9. Juni warfen sich die Carlistcn wie verzweifelt auf die Verschanzungen von St. Sebastian. (Alig. Z.) Der Indicateur von Bordeaux schreibt: Es besta« tigl sich, baß Mina von dem neuen Cavinette abges,tzt 2o3 wurde. Man fügt hinzu, daß auf diese Nachricht alle Provinzen Cataloniens Junten bildeten, zu deren Chef sie Mina ernannten. (W. Z.) Großbritannien. Die ostindische Compagnie hat beschlossen, mit zwei Dampfschiffen der größten Classe (zu 200 Pfer-dekraft), wovon eins um einen Monat später abgehen soll, als das andere, den Versuch einer Fabrt um das Vorgebirge der guten Hoffnung nach Vengalen zu machen. Bekanntlich Hai schon früher das Dampfschiff Entreprice diese Fahrc glücklich zurückgelegt, welches bann ;ur Zeit des Birmancnkriea.es von der Negierung