toMna olafaiiH "BfnfiB Preis Din 1*50 71. Jahrgang MWMMM Nr. 330 Donnerstag, den 10. Dezember 1931 Irwhetat wdebsntiich siebenmal SdrtftleÄuag (Tel Umtb. Nr. 2*701 «m H haeratae» e. Abeenemeats-Aneatune in Maribor: Jurčičeva ai.«(Verwaltung Verwaltung il Buchdruckerei (Tel intarurb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičem uL 4. Bezugspreise: Abholen, monatl 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monatl. BriefI Anfragen Rückporto btHegaa. Manwkripte werden nicht «tunäe«* 22 Din, für des übrige Ausland monatl. 35 Dia. Einzelnummer t Ha 2 Dhk Mlmborer Scitun ■SN Schreckliches Autobusunglück im Sanntal Der Gannialer Äug fährt in einen voNbefehten Autobus — io Tote, zahlreiche Verletzte Hoovers Zahresbot-ftio/t Des Präsidenten Worw an den Kongretz. — Die Bereinigten Staaten und die zeitgenössischen wirtschaftlichen und finanziellen Fragen. Washingtons. Dezember. Die Mitglieder d-es amerikanischen Kongresses, der zusammengetreten ist, um Hoovers Worte eutgegenzunehmen, stehen vor einer Reihe schwerwiegender wirtschaftspolitischer und sozialpolitischer Probleme, die einer dringlichen Lösung bedürfen. Vor allem ist es die Frage der Erwerbslosigkeit, die in den Vereinigten Staaten riesige Dimensionen anzunehmen beginnt, eine Frage, die eine Reche von Vorschlägen herausgefordert hat. Es geht ferner um die Emission von Schatzscheinen in der Höhe von über einer Milliarde Dollar. Der Kongreß wird die Arbeits»osenfrage trotz der Ansicht Hoovers in Angriff nehmen, da dies eine Aufgabe der einzelnen Bundesstaaten sei. Eine weitere sehr brenzliche Angelegenheit ist das wachsende Defizit des Bundes, welches gegen Ende dieses Jahre die zweite Milliarde erreichen dürfte. Zu den Beratungsgegenständen dieser Kongreßtagung gehört ferner oie englische Zollpolitik mit besonderer Berücksichtigung der amerikanischen Handelslage. W a s h i n g t o n, 8. Dezember. Das Repräsentantenhaus wählte den oppositionellen Demokratenführer Sir G a r-n e r mit 218 gegen 207 Stimmen zum Vorsitzenden. Washingtons. Dezember. In einer Jahresbotschaft an den Bundeskongreß tündigle Präsident Hoover an, daß er die außenpolitischen Fragen in einer späteren Sonderbotschaft ausführlicher behandeln werde. Heute beschränke er sich auf einen kurzen Rückblick. Er erklärte, die Weltdepression habe auch Amerika schwer getroffen. Die Wirtschaftskrise in Deutschland Und in Mitteleuropa habe im Juni das Aus waß einer allgemeinen Panik angenommen und es sei klar geworden, daß diese Nationen ohne auswärtige Hilfe zusammenbrechen tvürden. Die Furcht vor einem derartigen Zusammenbruch hatte sowohl unseren Wertpapiermarkt als auch das Geschäft in landwirtschaftlichen Erzeugnissen erschüttert. Bor allem aber war es von großer Wichtigkeit, dabei mitzuhelfen, daß das deutsche Volk von der unmittelbar bevorstehenden Katastrophe dewahrt und Deutschlands Stabilität erhallen bliebe. Zu dem mandschurischen Konflikt erklärte Hoover, weiterhin dabei mitzuwirken, daß %e Lösung im Geiste des Kellogg-Paktes u. des Neun-Mächte-Vertrages gefunden werde. Zur Abrüstungsfvage führte er aus: Wenn die Welt zu einer angemessenen Lebenshaltung zurückgelangen will, so muß sie sowohl lE, Flotten- als auch die anderen Rüstungen weiterhin verringern. . Eine allgemeine Revision des Zolltarifes we Hoover ab, da dadurch die Depression Ur verlängert werden würde. Das gegenwärtige System scharfer Ein« Mäukung der Einwanderung durch Verči tungsvorschriften wünscht er auf eine ge-lm l?e llcstellt zu sehen, ferner ver- skim Cr e*ne Verstärkung der gesetzlichen De-länd""^ge" die Ausweisung von Aus- C e l j e, 9. Dezember. Der um 11 Uhr in Celje eintrefsende Sanntaler Zug verursachte heute in der Nähe der Stadt ein fürchterliches Unglück, dem, wie bisher bekannt ist, zehn Tote und gegen 10 Verletzte zum Opfer sielen. Aus bisher noch nicht einwandfrei feststehenden Gründen fuhr der Zug an der Straßenübersetzung in L e o e c in den städtischen Autobus hinein, der von Celje nach Vransko fuhr. Der Zusammenprall war furchtbar. Der Wagen wurde buchstäblich mitten entzweigeschnitten. Es gab auf der Stelle mehrere Tote sowie Schwer- und Leichtverletzte, deren Zahl jedoch noch nicht feststellbar ist. An der Unglücksstelle bot sich Ihrem Berichterstatter ein fürchterlicher Anblick. Vom Autobus steht nur noch die Karosserie. Alles übrige ist zerfetzt und liegt ums Cs wird sich am Freitag entscheiden, welche Auswirkungen die für morgen früh in der Oeffentlichkeit zu erwartenden Not Verordnung der Reichsregierung haben wird. Die Kommunisten, haben, nachdem die Unterzeichnung der Notverordnung durch den Reichspräsidenten bereits erfolgt ist, den Antrag gestellt, den Aelte-stenrat für Freitag einzuberufen, damit er den Antrag betreffend die Einberufung des Reichstages für Dienstag, den 15 Dezember beschließe. Auf der Tagesordnung soll ein einziger Punkt stehen und zwar der Antrag aus Aufhebung sämtlicher Notverordnungen der Re-chsregierung. Es ist augen- Jm übrigen kündigte der Präsident Gesetzentwürfe für höhere Steuern als Notmaß nahmen für die nächsten zwei Jahre an, des gleichen eine Erleichterung der Antitrustgesetze sowie eine Fusion der unter der Depression schwer leidenden Eisenbahnen. Als Maßnahmen sind noch vorgesehen: Ter Ausbau der Landbanken, die Errichtung von Hypothekenbanken zur Erleichterung des Baues von Eigenheimen und eine Verschärfung der Bestimmung zur Einschränkung der Spekulation in Wertpapieren, die Gründung den Wagen zerstreut. Tote und Verletzte lagen aus und neben der Straße. Einige Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Abgerissene Gliedmatzen liegen zwischen den Trümmern des Kraftwagens und den Gepäckstücken der Fahrgäste. Die Rettungsabteilung von Celje raste sofort mit allen Wagen zur Unglücksftelle und überführte die Verwundeten ins Kran kenhaus, doch erlagen einige noch vor der Einlieferung ins Spital den fürchterlichen Verletzungen. In Celje und Umgebung herrschte heute ein so dichter Nebel, wie sich an einen solchen auch die ältesten Leute nicht erinnern können. Dies dürfte auch das Unglück herbeigeführt haben. Es ist anzunehmen, daß weder der Chauffeur B u e e r, der ebenfalls schwöre Verletzungen erlitte« hat, den Zug, noch der Lokomotivführer den Autobus bemerkt haben. B e r l i n, 9. Dezeniber. blicklich noch ganz unklar, wie sich die Parteien zu diesem Antrag stellen werden. Man zweifelt jedoch keineswegs daran, daß die Reichsregierung — ein Zurück gibt es auf dem Wege ihrer Politik jetzt nicht mehr — im Falle weiterer Beunruhigung des Landes durch die Nationalsozialisten über ganz Deutschland den Belagerungszustand verhängen wird. lieber die Aussichten der von der Regierung betriebenen Preissenkungspolitik sind die Meinungen nicht gar optimistisch zu nennen. Während die Lohnsenkung ra sche Fortschritte machte, bleibt der Preisabbau weit hinter den gestellten Erwartungen zurück. Der Preisabbau in seiner einer großen Kreditanstalt nach dem Muster der Kriegsjahre zur Finanzierung der Ausfuhr und Unterstützung der landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften sowie der Eisenbahnen. Unter neuerlicher Betonung der notwendi gen Erhaltung des traditionellen Prinzips individueller Betätigung lehnte Hoover die Arbeitslosenunterstützung in direkter oder indirekter Form ab und verwies dabei auf den Fchlschlag derartiger Experimente in Europa. Die Namen der Toten und Verletzten sind zurzeit noch nicht feststellbar E e l i e, 9. Dezember. Wie um 12.30 Uhr berichtet wird, blieben beim fürchterlichen Autounglück Bei Le vec sieben Fahrgäste auf der Stelle tot liegen. Von den Schwerverletzten sind drei bald nach ihrer Einlieferung ins Kranken haus ihren schweren Verwundungen erlegen, so daß sich die Zahl der Todesopfer bereits auf zehn erhöht hat. Die Verletzten weisen fürchterliche Wunden auf. Alle trugen beim Zusammenprall mit dem Zug Arm- oder Beinbrüche und klaffende Wunden am ganzen Körper davon. Die Eisenbahndirektion ordnete sofort eine strenge Untersuchung an, um die Schuld am Unglück, wohl dem schwersten seit der Einführung des Autoverkehrs in unseren Gegenden, festzuftellen. jetzigen Auftakt-Phase hat aber auch detz Käuferstreik bewirkt, weil man allgemein auf den Tiefstand wartet, um erst dann zu kaufen. Auch die Reichsbank wird aus dieser Situation ihre Konsequenzen ziehen müssen. Der Zentralausschutz der Reichsbank ist für heute abends zu einer Sitzung einüe-rufen um eine Reihe von aktuellen Problemen in Angriff zu nehmen. Man glaubt in eingeweihten Kreisen an eine Herabsetzung des Diskonts von 8 auf 7 Prozent. Gesetz über die Bürgerschulen Auf Antrag des Unterrichtsministers im« j terschrieb S. M. der König das Gesetz über I die Bürgerschulen. Die Bürgerschulen sind darnach eine staatliche Einrichtung. Aufgabe dieser Schulen ist es, den Schülern neben einer sozialen auch eine Erziehung im Sinne der staatlichen und nationalen Einheit und religiösen Duldsamkeit und ein umias-fertderes Wissen zu bieten, als cs die Volksschule bietet. Die Bürgerschule soll ihre Schüler zur Betätigung in kaufmännischen, gewerblichen und landwirtschaftlichen Berufen dadurch vovbereiten, daß sie ein abgerundetes, praktisches Wisien und Liebe zu den genannten Berufen vermittelt und die Schüler auch zur Aufnahme in eine mittlere Fachschule vorbereitet. .Die Bürgerschulen haben den Rang einer Untermittelschube und können Knaben-, Mädchen oder gemischte Bürgerschulen sein. Jede Bürgerschule hat ihr bestimmtes Schulgebiet, das vom Unterrichtsminister bestimmt wird. Die Bürgerschulen können auch als Internate eingerichtet sein. Börsenbericht Z fi r t ch, 9. Dezember. Devisen: Beograd 9.05, Paris 20.145, London 16.75, Newyork 514.25, Mailand 26,25, Prag 15.26, Berlin 119.50. L j u b l j a n a, 9. Dezember. Devisen. Zürich 1097.85 bis 1101.16, London 180.08 bis 187.58, Newyork 5622.30 bis 5639.30, Paris 221.10 bis 221.76, Prag 167.42 bis . 167.92, Trieft 285.34 bis 291.34. Kabinettskrise m England Die Folgen -es scharfen Protektionismus L o n d o n, 9. Dezember. Hier sind Gerüchte über neuerliche Dis- ge Audienz Macdonalds beim König wird ferenzen innerhalb des englischen Kabinetts damit in Zusammenhang gebracht. Man verbreitet. Die nichtkonservatioen Minister I spricht bereits von einem Kabinettswechsel, einschließlich den Premierminister Mardo- j Außer Baldwin, der noch immer an der nald, lehnen den vom Schatzkanzler Neville i Idee des Kabinetts der nationalen Union Chamberlain in Ausarbeitung befindlichen festhält, fordern die übrigen konservativen Budget-Entwurf ab, weil er vollkommen Minister immer mehr und mehr ein rein von hochprotektionistischen Motiven geleitet i konservatives Kabinett, sei. Die gestern erfolgte mehr als einstündi-1 Belagerungszustand im Reich? Die Reichsregierung fest entschlossen, dem nationalsozialistischen Treiben entgegenzutreten — Kommunistischer Antrag auf Reichstags-Einberufung durch die Mitglieder „Marivorer Zeitung" Nummer 330. ^aaaBEZBEEsas^s^B'r'zasaiae Beginn der Beglaubigungsdebatte Wahl des Deriflkationsansschusses — 63 Mandate angefochten - 249 Mandate bereit« beglaubigt — Sin einziger 2lbgeorbnetenflub Reserve und erklärt, der amerikanische Delegierte Steward verharre nur mehr auf der Regelung der Handelsschulden. B e o g r a d, 8. Dezember. Heute um 10 Uhr wurde die zweite Skupschtinasitznng unter Vorsitz des Alterspräsidenten Vekoslav Spinčič eröffnet. Nach einstimmiger Annahme des Sitzungsprotokolls der ersten Sitzung ging das Haus sofort zum Hauptpunkt der Tagesordnung über: Wahl des Verisika t ionsau s-s ch u ss e s. Die Wahl wurde per aerlamatio-nem beantragt, da nur eine einzige Liste eingereicht worden war. Zu Mitgliedern des Ve rifikationsausschusses wurden die nachstehenden Abgeordneten vorgeschlagen: Milan Simonovič, Dr. Svetislav Popovič, Dr. Nikola Nikis. Dr. Slavko Sečerov, Salih Baljič, Dr. Milenko Markovič, Dr. Lavoslav Han-zek, Juraj Dubokoviö, Jgnat Stefanovič, Vitomir Vidakovič, Peter Ivaniševič, Milan Mravlje, Vekoslav S p i n d l e r, Dr. Vladislav Stanišič, Mihajlo Jeftič, Dr. Bog dan Vidovič, Stjepan Maksimovič, Vojko Kurtovič, Gjoka Jovanovič, Peter Markovič und Joea Vidič. Nach einstimmiger Annahme dieser Liste war die Tagesordnung erschöpft. Der Alters Vorsitzender ersuchte die neu gewählten Mitglieder des Verifikationsausschusses, man möge sofort an die Arbeit herantreten. Die Sitzung wurde um 10 Uhr 45 geschlossen. B e o g r a d, 8. Dez. Nach Schluß der Plenarsitzung der Skupsch-tina trat der Verifikationsausschuß zu seiner ersten Sitzung zusammen, tun sich zu konstituieren. lieber Antrag des Abg. Svetislav Popovič wurde der Abg. Milan Simono-v i č zum Obmann des Verifikationsausschusses gewählt. Die Wahl des Sekretärs entfiel auf Dr. Vladimir S t a n i 8 i č, die des Berichterstatters im Plenum auf Dr. Nikola N i k i č. Der Verifikationsausschutz beschäf tigte sich sodann mit der Auslegung der bereits in Form eines Gesetzdekretes erlassenen Geschäftsordnung des Parlaments. Die Frist hinsichtlich der Einbringung von Beschwer den gegen die Wahl der Abgeordneten wur de bis zu jenem Tage verlängert, an dem im Plenum die Wahlergebnisse bezirksweise zur Erörterung gelangen werden. Der Verifika tionsausschuß hat die Wahlakten bereits angefordert und trat um 6 Uhr abends zu sei ner zweiten Sitzung zusammen. Die zweite Sitzung dauerte bis 8 Uhr. Es wurde festgestellt, daß gegen die Wahl von 249 Abgeordneten überhaupt keine Beschwer de eingebracht worden war, weshalb diese Mandate sofort beglaubigt wurden. Bezüglich der Wahl von 57 Abgeordneten wurden 77 Beschwerden eingebracht. Aus dem D r a u-Banat wurde eine einzige Beschwerde vorgelegt, und zwar die des durchgefallenen Kandidaten Grebene im Bezirk Krško gegen die Wohl des Abg. D r m e l j. Der Verifikationsausschrß tritt morgen um halb 10 Uhr vormittags neuerlich zusammen, um seine Arbeit sortzusetzen. Der Vorsitzende des Verifikationsausschusses Milan Simonovič erklärte Journalisten gegenüber, daß die Arbeiten des genannten Ausschusses etwa vier Tage in Anspruch nehmen würden. Die Skupschtina werde bereits im Laufe der nächsten Woche im Plenum mit der Beglaubigungsdebatte beginnen können. Beograd, 8. Dez. Um 5 Uhr nachmittags trat der A b g e-ordnetenklubder Staatsliste des Ministerpräsidenten Peter Žinkovič zu seiner zweiten, konstituierenden Sitzung zusammen. Im Laufe der Debatte wurde das Statut des neuen Klubs eingehendst erörtert. Dieses Statut hat provisorischen Charakter. Ministerpräsident Žinkovič sprach den Wunsch aus, das Statut in der vorgelegten Fassung anzunehmen, da ein definitives Statut nach Formierung der neuen Partei bestimmt wer den würde. Das Statut wurde hernach im Akklamationswege angenommen. In den Vorsitz des Klubs wurden die nach stehenden Abgeordn. entsandt: Minister ohne Portefeuille Nikola U z u n o v i č, als Vorsitzender, zu seinen Stellvertretern hingegen: Lovro P e t o v a r, Jlija Mihajlovič, Jura Demetrovič, Milovan Lazarevič, Karlo Kovačevič; zu Sekretären: Mihajlo Živanče-vič, Dr. ©juro Leužtč, Milan Mravlje, Mustafa Mulavič, Gavra Trpkovič zum Kassier und Arta Hotiris zu seinem Stellvertreter. In den Aufsichtsausschuß wurden entsen- det: Dragan Kraljevič, Velimir Malančev, ©tisa Tadič und Leda Zaharič. Der Hauptausschuß setzt sich zusammen aus Vekoslav Špindler, Janko Barle, Dr. Matej Perič, Dr. Svetislav Popovič, Milan Djukovič, Dragutrn Perko, Dr. Nikola Nikič, Fran Schneider, Dr. Mirko Jvandekič, Dr. Salih Baljič, Dr. ja Sumenkovič, Dr. Grga Andjelinovič, Dr. Slavko Severov, Vasilje Grgjič, Mihajlo Jeftič, Dr. Nikola Perič, Dr. Nikola Subotič, Dr. Dobrevoje Popovič, Joea Selič, Miloš Katičič, Dragič Zemljič, Milan. Petkovič, Boško Zeljkovič, Vitomir Vidakovič, Krsta Srezovič, Jakov Tomič, Milan Radonič, Dr. Gjuro Ostojič, Marko Petrovič und Vlada Miletič. Obmannsstellvertreter Milovan Lazarevič dankte im Namen des unpäßlichen Vorsitzenden Uzunovič für die Wahl und forderte die Abgeordneten auf, den Vorsitz in seinen Arbeiten unterstützen zu wollen. Die Prioritäten Reparationen Deutschlands Zahlungsfähigkeit wird geprüft Doch wird den kurzfristigen Schulden die Priorität aberkannt P a r i s, 8. Dezember. Nach einer Meldung der Agence. Havas liegt bereits die Ansicht der französischen Re gierung in der Reparationsfrage vor, und zwar in der Form einer Mitteilung, die anläßlich der Arbeiten des beratenden Sonderausschusses den beteiligten Regierungen zugegangen ist. Die französische Regierung ist der Ansicht, daß jede Aenderung der im Uoung-Plan festgelegten Grundsätze nur bei gleichzeitiger Herabsetzung der zwischenstaatlichen Schulden möglich ist, von der Deutschland Nutzen haben würde. Frankreich nimmt die deutsche Forderung an, die Lage im Reiche im Rahmen des Doung-Planes zu untersuchen, da seine Forderung auf Einberufung des Ausschusses einen ordnungsgemäßen Schritt eines Schuldners darstellt, der seine Verpflichtungen zu erfüllen wünscht. Da die Weltkrise, die die deutsche Zahlungsunfähigkeit zum Teil erklärlich erscheinen läßt, erkennt Frankreich die Notwendigkeit an, dem Deutschen Reiche zu Hilfe zu kommen. Frank reich hat die Notwendigkeit geprüft, das gegenwärtige Moratorium im Geiste der Zugeständnisse an die deutsche Lage auszudeh-nen. Frankreich besteht jedoch — heißt es weiter — auf der Aufrechterhaltung der Zahlung der Reparationen angesichts des Umstandes, daß kein Beweis dafür vorliegt, daß Deutschland ständig in einem Krisenzustand bleiben werde. Die französische Regierung lehnt es ab, eine Priorität der kurzfristigen Verschuldung anzuerkennen. Schließlich betont die französische Regierung, daß der beratende Sonderausschuß die Zurückführung der ins Ausland verbrachten deutschen Kapitalien bewirke. B a s e l, 8. Dezember. Der Sonderausschuß beschäftigte sich in der heutigen Bormittagssitzung mit den Auf gaben, die ihm nach den Bestimmungen des Young-Planes und nach der deutschen Aufforderung zukommen. Der deutsche Vertreter Die Grlöferkirche in Moskau in die Luft gesprengt Dr. Melchior gab ein ausführliches Exposee über die allgemeine deutsche Wirtschafts und Finanzlage mit Berücksichtigung der Zahlungsbilanz. An dieses Exposee schloß sich die Erhebung verschiedentlicher Fragen des Ausschusses. Als Gandhi nimmt Abschied von London Professor Alberto Beneduce, Vorsitzender der Baseler Reparationskonferenz. Grundlage wurde das von der deutschen Delegation vorgelegte Material ü>ber die deutsche Wirtschafts- und Finanzlage verwendet. Es wurde ein besonderes Pressekomitee eingesetzt, bestehend aus Melchior (Deutschland), Layton (England) und Rist (Frankreich). P a r i s, 8. Dezember. Die Blätter beschäftigen sich ausführlich mit dem Zusammentritt des Basler Ausschlusses, wobei der Rückzug der Amerikaner als Folge des Abkommens zwischen Laoal und Hoover hingestellt wird, die sich dahin geeinigt hatten, daß die Vereinigten Staaten in den Fragenkomplex solange nicht ein-greifen, bis die europäischen Staaten von sich aus die Initiative für die Regelung der Reparations- und Schuldenfrage geben. Das „Echo de Paris" betont diese amerikanische Nach Abschluß der Round - Table - Kon« ferenz pflanzte Mahatma Gandhi vor seiner Abfahrt -aus London einen kleinen Baum, der an seinen Besuch erinnern soll. Jugoslawien und die Abrüstungskonferenz Jugoslawische und rumänische Generale Itl Prag. — Gemeinsames Vorgehen der Staaten der Kleinen Entente in der Abrüstungs-frage. P r a g, 8. Dezember. Gestern abends traf hier der Chef des jugoslawischen Generalstabs General Milano« piv in Begleitung der General Kosite und Živkovi« sowie des Obersten Simčič cin. Für morgen wird hier auch der Chef des rumä« nischen Generalstabes General Samsonovicr, in dessen Begleitung sich General Ionescu, Stabsoberst Potopeanu und Stabsmajor Teo dorini befinden, erwartet. Die militärischest Vertreter Jugoslawiens, Rumäniens und der Tschechoslowakei werden über ein gemein sames Vorgehen der Staaten der Kleinen Entente in militärisch-technischen Fragen auf der internationalen Abrüstungskonferenz in Genf verhandeln. Kolportaae ausländischer Blätter Gesetzliche Regelung des SoIportagerechte& B e o g r a d, 8. Dezember. S. M. der König sanktionierte aus Vorschlag des Handelsministers und unter Zustimmung des Ministerpräsidenten ein Gesetz, welches die Einfuhr und Verbreitung ausländischer Zeitschriften regelt. Für den Verschleiß von ausländischen Zeitungen und Zeitschriften ist im Sinne dieses Gesetzes die Einholung einer Bewilligung im Sinne des § 60 der neuen Gewerbeord« Iapanifcher Sturmangriff Die Erlöiserkirche in Moskau, die zu den schönsten Baudenkmälern der Welt zählte und deren fünf Kuppeln ya den charakteristischesten Wahrzeichen der Stadt gehörten, ist mit sechs Dynamitladungen in die Luft gesprengt worden. An ihrer Stelle soll nun der „Palast der Sowjets" errichtet werden. ein hochinteressantes Photo vom Kriegs-i Sturmangriff japanischer trappen _ 5 c^ya* schauvlatz in der Mandschurei, das beim! worden ist. Wie man sieht, geyen me ner unter dem Schutz kleiner Tanks gegen die feindlichen Lin reu vor. nmtig erforderlich. Der Handelsminister erteilt solche Bewilligungen im Einvernehmen mit dem Innenminister nach erfolgter Aussprache im Ministerrat. Alle Betriebe, die sich mit dem Verschleiß ausländischer Zeitungen befassen, haben um eine derartige Bewilligung anzusuchen, der Handelsminister erläßt die Entscheidung darüber im Lause eines Monates. Kolportagegeschäfte, die diese Bewilligung nicht erhalten haben, müssen ihren Verschleiß ausländischer Zeitungen im Lause von drei Monaten liquidieren. Zuwiderhandelnde werden mit Geldstrafen von 10.000 bis 50.000 Dinar bedacht. Das Gesetz ist bereits in Kraft getreten. Reue Rtitqlieöer des Banalrate« Mit Dekret des Innenministers wurden nachstehende Mitglieder des Banalrates des Draubänäts. ihrer Funktion enthoben: Dr. Alois J u va n, gewesener Bürgermeister von' Maribor — für die Stadt Ma-ribor; Johann. § c r b ine k, Besitzer in Vrtiče _ für den Bezirk Maribor - rechtes Ufer; Alois M ih el e i ß, Besitzer und Kaufmann in Breg'bei Celje — für den Bezirk Celje; Martin S t e b l o v n i, k, Besitzer in Zmärtno an der Pakä — für den Bezirk Gornjigrad; Jäkob R a j h, Besitzer in Ljutomer — für den Bezirk Ljutomer; Alois C i ž e k, Pfarrer in Slovenjgradec — den Bezirk Slovenjgradec; Anton So Sit, Besitzer in Žiče — für den Bezirk Konjice; Johann B e r 8 i e, Besitzer in Sv. Marko am Drausvld — für den Bezirk Ptuj; Franz Lipej, Besitzer und Kaufmann in Brežice — für den Bezirk Brežice; Josef N e m a-n i č, Besitzer in ŽSeMej — für den Bezirk Črnomelj; Johann Š t t c t n, Besitzer in Kaplja vas — für den Bezirk Kamnik; Jakob R a m o v š, Pfarrer in Velike Lasse — für den Bezirk Kočevje; Hinko Leb i n g e r Kaufmann in Litija — für den Bezirk Litim; Gabriel Oblak, Besitzer in Doljni Logatec — für den Bezirk Logatec. Gleichzeitig wurden zu Mitgliedern des Banalrates ernenn i: Dr. Franz Lipoid, Bürgermeister von Maribor — für die Stadt Maribor; Johann Janžekovič jun., Besitzer in Kosati — für den Bezirk Maribor - linkes Ufer; Vinko G o r n j a k, Oekonom in Slov. Bistrica — für den Bezirk Maribor - rechtes Ufer; Franz Šolat, Besitzer und Gastwirt in Zlatoličje — für den Bezirk Ptuj; Matthias Goriča r, Bürgermeister von Mozirje — für den Bezirk Gornjigrad; Franz S kuhala, Bürgermeister von Križevci — für den Bezirk Ljutomer; Dr. Alois Bratkovi č/ Bürgermeister von Slovenjgradec — für den Bezirk Slovenjgradec; Rado Jereb, Bürgermeister von Konjice — für den Bezirk Konjice; Franz P i k l, Besitzer und Gastwirt in Gotoolje _ für den Bezirk Celje; Ernst K r u l e j, Bürgermeister von Sevnica —für den Bezirk Brežice; Eugen Lovšin, Direktor in Ljubljana — für den Bezirk Črnomelj; Johann Bonač Industrieller in Ljubljana, für die Stadt Ljubljana; Ferdo Vode, Besitzer und Gast Wirt in Kaplja vas :— für den Bezirk Kamnik; Joses Eppich, Pfarrer und geistlicher Rat in Stara cerkev bei Kočevje — für den Bezirk Kočevje; Guido B i r o l l a, Industrieller in Zagorje — für den Bezirk Litija; Johann Sv e m ž g a r, Besitzer und Gast Wirt in Žirovnica — für den Bezirk Logatec; Josef Z u p a n č i č, Bürgermeister von Trebnje — für den Bezirk Novo mesto; Mar tin Bajuk, Besitzer und Oekonom in Bo-žakovo für den Bezirk Metlika. Der Eiferfuchtsmord eines Millionärs 12 Fahre und 20 Monate Kerker, 2 Jahre Polizeiaufsicht, eine Viertelmillion Lire Schadenersatz. T u r in, 8. Dezember. Der Industrielle und Millionär Luzgi I rav a n a wurde wegen Tötung zu 12 Jahren und 10 Monaten Kerkers und zu weiteren 2 Jahren Polizeiaufsicht sowie zu einer Viertelmillion Lire Schadenersatz verurteilt, weil er seinen früheren Kompagnon.erschossen hatte. In dem Sensationsprozeß hatte, der angeklagte Millionär erklärt, daß er in die Frau des Erschossenen verliebt war und den Mord aus Eifersucht begangen hatte. Kampf im Aelteflemat Um die Reichstags-Einberufung — Schwierige Situation des Kabinetts Brüning Im Anschluß an die neue Notverordnung dürfte ein heftiger Kampf um die Einberufung des Reichstages entbrennen. Reichskanzler Dr. Brüning legt den größten Wert darauf, daß der Reichstag vorläufig nicht Zusammentritt. Bekanntlich vertagte sich der Reichstag selbst bis zum 23. Februar. Aber ein solcher Beschluß ist durch Abstimmung im Aeltestenrat aufzuheben, wenn die Mehr heit der Parteivertreter für die Wiederein-berufung des Reichstages stimmt. In den letzten Wochen ist mehrfach der Versuch gemacht worden, eine Reichstagseinberufung durchzusetzen, jedoch ohne Erfolg. Mit dem Erlaß der neuen Notverordnung dürfte sich allerdings die Lage des Kabinetts Brüning erheblich verschlechtert haben; denn es fragt sich, ob die Sozialdemokratische Partei weiter bei ihrer sogenannten Tolerungspolitik bleibt oder ob _ die Mehrheit in der Partei, die für diese indirekte. Unterstützung Brünings bestand, sich in eine Minderheit verwandeln wird. Die Gegensätze in der SPD. haben sich weiter verschärft, und man gewinnt den Eindruck, daß sich die Partei jetzt in stärkerem Maße von Brüning distanzieren will, da^ sowohl die Reichspräsidentenwahl wie die Preugen-wwhlen kurz bevorstehen. - In dom Augenblick, da die SPD für die Einberufung des Reichstages stimmt, ist bereits tatsächlich das Schicksal Brünings besiegelt. Die gesamte Rechte befindet sich in Opposition zu Brüning. Als wesentlichstes Ziel der Harzburger Front kann man es be- zeichnen, daß Brüning gestürzt wird und somit gleichzeitig mit den Preußenwahlen auch neue Reichstagswahlen stattfinden. An eine neue Mehrheitsbildung im September-Reichstag von 1930 ist kaum zu denken, da bisher alle Koalitionsverhändlungen zwiisch. dem .Zentrum und der NSDAP, gescheitert sind. Dm Reichstagsauflösung käme gerade im allerungünstigsten Augenblick, da augenblicklich außerordentlich wichtige, für das Schicksal Deutschlands entscheidende Verhandlungen geführt werden, da sowohl in Basel der Sachverständigeiii-Uusschutz Ausammengetre-ten ist, sowie in Berlin die Stillhalte-Ver-handlungen erneut ausgenommen wurden. Diese Wirtschafts- und außenpolitisch so'außerordentlich wichtigen Fragen beherrschten zum großen Teil die Politik Brünings. .Wäh rend der Verhandlungen suchte sich der Reichskanzler innenpolitisch freie Hand zu schaffen, indem er sowohl eine Vertagung des Reichstags bis Ende Februar wünschte, wie er auch durch den Weihnachtsburgfrieden etwas Ruhe zu finden hoffte. Die Entwicklung der letzten Zeit und die schweren, durch die Notverordnung bedingten Eingriffe scheinen im Augenblick den Wunsch Brünings undurchführbar sein zu lassen. Die außenpolitischen Verhandlungen dürften keinesfalls durch den Kampf um die Eröffnung des Reichstags und den zu erwartenden Kamps im Reichstag selbst günstig beeinflußt werden. Doch Verwechslung im Laboratorium? Vor der Lösung des Rätsels der Lübecker Ealmette- Katastrophe B e r l i n, 8. Dezember. Ebenso wie der Sklarek-Prozeß eine Eae-sur hat, wird jetzt auch ein Abschnitt des Lübecker Ealmette-Prozesses beendet. Nach 40 Verhandlungstagen ist die Beweisaufnahme nicht etwa zu Ende gekommen, vielmehr wird sie noch unterbrochen; denn das Gericht will nun erst die Ansicht..der Sachverständigen hören, die sich im allgemeinen dazu äußern sollen, wie nach ihrer Ansicht das Unglück in Lübeck entstanden ist. Trotz der langen Verhandlungsdauer, die nun schon fast zwei Monate währt, ist es noch immer nicht gelungen, das Lübecker Geheimnis zu enthüllen, d. H. im Prozeß festzustellen, wie es zu der Katastrophe kommen konnte. Aber wenigstens ist insofern ein Fortschritt gemacht worden, als zwei Theorien sich als ziemlich haltlos erwiesen. Die eine besagte, Prof. Deycke habe die Calmette-Kul-tur absichtlich mit einem von ihm hergestellten Präparat vermischt, d. H., virulente menschliche Tuberkelbazillen hineingebracht, um sie wirkungsfähiger zu machen. Dafür hat sich gar kein Anhaltspunkt ergeben. Außerdem muß mau dem Gelehrten Glauben schenken, d-r mit aller Entschiedenheit die Be hanptung, er habe das Calmette-Präparat verändert, zurückwies. Denn schließlich handelt es sich bei Prof. Deycke um einen deutschen Gelehrten von Weltruf, der, wenn er tatsächlich trotz bestem Willen einen wissenschaftlichen Fehler begangen hätte, dies auch ohne Rücksicht auf die persönlichen Folgen für ihn zugeben würde. Eine zweite Theorie, die zugunsten der An geklagten aufgestellt worden ist, sagt, daß das Calmette-Präparat plötzlich von selbst wieder virolent geworden, sei. Aber, auch hiefür konnte kein Beweis erbracht werden, und die Sensation des Kindersterbens in Pernik in Bulgarien infolge Fütterung mit dem Cal-mette-Präparat war rasch erledigt. Außerdem muß schließlich berücksichtigt werden, daß Millionen. Kinder mit dem Calmette-Präparat gefüttert worden sind, ohne daß sie irgendwelchen Schaden davongetragen haben. So bleibt als einzige Lösung des Rätsels, daß im Laboratorium eine Verwechslung zwi (chen Calmette-Kulturen und menschlichen Tuberkelbazillen-Kulturen eingetreten ist. Da für spricht eine Aussage des Oberarztes Dr. Jannasch. Kurz nach dem Unglück hat ihn Prof. Deycke, der sehr erschüttert war, vor den Brutschrank geführt und ihn gefragt, ob er eine Verwechslung der Calmette-Röhren mit Humanbazillen-Röhren, die in einem Brutschrank aufbewahrt worden sind, für möglich halte. Daraus ergibt sich, daß tatstich lich — was immer bestritten worden ist — die beiden Kulturen in einem Brutschrank aufbewahrt worden sind. Daß deren Verwechslung auf den ersten Blick möglich ist, mußten sowohl Prof. Deycke wie die Schwester Schmidt zugeben. Hier dürfte wahrschein lich die Lösung des Rätsels der Lübecker Cal-mette-Katastrophe zu finden sein. Dr. K. Unsere echte Kellner Zichorie I mit -Morphium die Heirat erzwang, als Rie Sei die Verlobung lösen wollte. Die Ehe, der eine Tochter entstammte, wurde aber nach sechs Jahren geschieden. Dr. Riedel knüpfte Beziehungen zu Antonia Guala an und nahm sie in sein Haus. Gleichwohl ließ er sich, vor allem wohl aus Liebe zu seinem Kinde, von Frau Jda Riedel bestimmen, sie ein zweites Mal zu heiraten. Fräulein Guala erlitt einen Nervenzusammenbruch, blieb jedoch im Hause, und Frau Dr. Riedel versöhnte sich schließlich sogar mit ihr. Ein Paar Wochen ging alles gut, dann gab es neue Zerwürfnisse. Die Frau merkte, daß ihr Mann sie mit der Geliebten betrog. An einem Montag legte sie sich krank ins Bett. Der Gatte behandelte sie auf Magen und Darmstörung, erklärte sich aber bereit, einen zweiten Arzt beizuziehen, was die Frau jedoch ablehnte. Am nächsten Freitag starb Frau Dr. Riedel, nachdem schließlich doch ein anderer Arzt sie noch zweimal besucht hatte. Die Sektion ergab schwere Arsenvergiftung. Nach dem gerichtsmedizinischen Gut achten wäre die Giszufuhr bei Frau Riedel eine mehrmalige, zum mindesten -zweimalige gewesen. Das erschien dem Gericht als genügendes Indizium für Vergiftung von fremder Hand. Ein Tagebuch der Frau Rie del wurde, ohne jede psychologische Wertung ebenfalls als ein gegen die Annahme eines Selbstmordes sprechendes Anzeichen heran* gezogen. Die neuen Tatsachen, auf Grund deren die Wiederaufnahme des Prozesses dank dem Fünf Zahre unschuldig im Zuchthaus? Wiederaufnahme des Giftmordprozesses Riedel-Guala Ein Prozeß, der vor fünf Jahren in der ganzen Schweiz Und über ihre Grenzen hinaus Aufsehen erregt hat, lebt wiedet auf. Der Arzt Dr. Max R i e d e I aus Davos und seine Geliebte Antonia G u a C o wurden damals vom Emmentaler Schwurgericht in Burgdorf (Kanton Bern) wegen G i s t-m o r d e s an der Gattin Dr. Riedels zu je 20 Jahren Zuchthaus verurteilt, ob wohl sie jede strafbare Handlung entschieden be- Z ü r i ch, im Dezember, stritten. Das Urteil gründete sich auf einen reinen Indizienbeweis, wobei es das Gericht nach einer schon reichlich oberflächlichen Vor Untersuchung auch in der Verhandlung offenbar ganz unterlassen hat, neben den Anzeichen der Schuld auch die der Unschuld zu würdigen. Dr. Riedel hatte bereits als Student die Damenschneiderin Jda 'Schnewlin in Zürich geheiratet, die Tochter eines Trinkers, die sich durch einen Selbstmordversuch energischen Eingreifen Dr. Roths in Bern, des neuen Verteidigers Dr. Riedels, im Juli 1931 genehmigt worden ist, ergeben sich in der Hauptsache aus neuen medizinischen und psychologischen Gutachten. Eine mehrmalige Arseneinnahme bei Frau Dr. Riedel kann nach dem jetzigen Sachverständigenurteil nicht als bewiesen gelten. Die Wahrscheinlichkeit, daß kurz vor dem Tode eine neue Giftdosis eingenommen wurde, sei ganz, — so heißt es nunmehr — gering. Auch habe Dr. Riedel als einfacher Landarzt sehr wohl die Arsenvergistung für akute Magen- und Darmstörung halten können, da selbst anerkannte Autoritäten derartige Vergiftungen schon verkannt hätten. Die Psychiater sehen die objektive Richtigkeit der im Tagebuch der Frau enthaltenen Darstellung heute teilweise in Frage gestellt und vertreten die Ansicht, daß ein Selbstmord der Frau nicht ausgeschlossen sei. Bor fünf Jahren soll das Gericht unter dem Druck einer giftigen Klatschatmosphäre geurteilt haben. Wenn im neuen Prozeß, der am Montag im Schloß Burgdorf beginnt und etwa zehn Tage dauern wird, das Geschworenengericht ein der heute vorherrschenden öffentlichen Meinung entsprechendes Urteil fällen wird, dann dürften Dr. Riedel und seine Braut Antonia Guala in die Frei heit zurückkehren. Gin 18-jähriges Mädchen zum Tode berurteiit In Hamilton auf den Bermuda-Jnfelr ist die 18jährige Beatrice Robinson des Mordes an ihrem Geliebten, Aubrey Trott angeklagt und zum Tode durch den Strang ver urteilt worden. Vor den Schranken des'Gerichts erklärte Beatrice, sie hätte ihren Freund mit einem Messer erstochen, weil er sie in einem Wutanfall schwer mißhandelt u. mit dem Tode bedroht hatte. Seine Eifersucht kannte keine Grenzen und führte zu wilden Szenen. Die Behauptung des jungen Mädchens, daß " sie in Notwehr gehandelt habe, fand beim Richter keinen Glauben. Trotz seines offensichtlichen Mitleids mit dem blutjungen Geschöpf sah sich der Richter vor die Notwendigkeit gestellt, das im Gesetze vor geschriebene Todesurteil auszusprechen. Der Gerichtssaal war von einer großen Touristen menge gefüllt, die die Verhandlung als interessantes Reiseerlebnis verfolgten. Das Mädchen hörte das Todesurteil ruhig an, ohne dabei eine Miene zu verziehen. .. .■»»<»■--- Aus Gelse Sitzung des Llmgebungs-gemeinderales Samstag, den 5. d. fand im Gemeinde-finale in Bveg eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt, die vom neuernannten Bürgermeister Herrn Kukovec geleitet wurde. Eingangs wurden die Protokolle der Sitzungen vom 6. November und 2. Dezember verlesen und genehmigt. Der Bürgermeister forderte dann die Gemeinderäte auf, auch unter seiner Bürgermeisterschdst für das Wohl der Gemeinde zu arbeiten, wie sie das unter dem früheren Bürgermeister Herrn Mihelčič taten, dem er für sein verdienstvolles Wirken seinen Dank aussprach. In geheimer Sitzung wurde dann die ausgeschriebene Stelle des Hilfsbeamten für das Gemeindeamt vergeben. Die Stelle erhielt Herr Franz Drobne, der schon am 25. b. seinen Dienst antreten wird. Die Gemeinde wird im kommenden Jahre folgende Unterstützung an Vereine auszahlen: dem Vi-zentiverein 4000 Dinar, dem Unterstutzungs verein für arme Kinder in Gaberse für die Weihnachtsbescherung 3000, dem Sokolver-ein 1000 Dinar, während dem Verein „Edinost" eine Unterstützung verweigert wurde. Da die Gemeindeangestellten während der letzten Parlamentswcchlen mit den Vorbereitungsarbeiten stark beschäftigt waren, wird jedem eine Belohnung von 500 Dinar zuerkannt. Für die Reinigung der Wahllokale in Lava und Gaberje wurden zusammen 400 Dinar bewilligt. In ddn Heimatsverband werden ausgenommen:'Georg Pla-huia, Mechaniker aus Gaberje, Jakob Ja-M'vrnik, Steinmetz aus Dobrova, Andreas 'Skočir, Schuh machermeister aus Gaberje, 'Johann Knez, Fabrikant aus Gaberje, Ag-,nes Brinovar, Arbeiterin aus Gaberje, Maria Planine, Arbeiterin aus Ostrožno, Jakob Medved, pensionierter Gendarm aus 'Škofja vas, Anton Grilc, Arbeiter aus Ga-cherje, Martin Gorišek, Zimmermann aus Ostrožno, Maria Točaj, Arbeiterin aus Gašperje, Josefine škamen, Private aus Gaberje, Alfred Winkler, Privater aus Zaood-,tto, während sechs Ansuchende abgewiesen wurden, weil sie noch nicht zehn Jahre in der Gemeinde weilen. In den Steuerausschuß, dessen Funktion Heuer abläuft, wurden Bürgermeister Kukovec sowie die Ge- reuilleion Mescalin Bon Draga Ritsche-Hegedu8!6. „Mescalin möchten Sie züchten?"' Doras Augen, die etwas schräg gegen die kleine, gerade Nase standen, lächelte unsicher. „Mn Tier?" zwitscherte sie. „Ein Gift", sagte Doktor Morbium, der heute der interessanteste Gast bei Gromanns war. „Ein Gift, ähnlich dem Opium, mir in Kakteen enthalten." Die junge Hausfrau warf einen überraschten Blick zur Glasveranda, wo die verschiedensten Vertreter dieser Gattung ihr phantastisches Dasein führten. Morbius lächelte abwehrend. „Es handelt sich da um eine Art, die nur auf der schwer-zugänglichen Hochebene der mexikanischen Randgebirge gedeiht, und bloß auf kostspieligstem Zuchtwege zu gewinnen wäre." „Und der Zweck?" wollte Direktor Gromann wissen. „Mescalin ist das Tor zur Seele", erwiderte Morbius schlicht. „Die Aufdeckung verschwiegenster Geheimnisse der menschlichen Psyche. Das Salz einverleibt, erzeugt e'nen Zustand gleich dem Opiumrausch. Rur kommen die Bilder, die Mescalin aufzeigt, nicht aus dem Hirn, sondern aus der Seele. Wes halb auch der Hang Intimitäten auszuplau dem als besonderes Merkmal hervortritl." „Ist das nicht schädlich für den Organismus?" forschte der Gastgeber in einer plötzlichen Spannung. , „Durchaus nicht. Obwohl sich im Anfang eine Art Todesfurcht einstellt." meinderäte Pečnik und Golob, als Vertreter aber Porn, Brumen und Novak berufen. Die Herstellung des Kanals vom Limijak-schen Meierhofe in Voglajna zur Voglajna wird dem Baumeister Herrn Nerad übertragen. Da der Bürgermeister im Bauausschuß nicht mehr wirken kann, wird an seine Stelle Baumeister Nerad gewählt, in den Finanzausschuß aus dem bleichen Grunde dagegen Dr. Laznik. In den Schulausschuß werden neu gewählt Bürgermeister Kukovec und die Gemeinderäte Dr. Laznik und Pečah. Als ausübender Gemeindekassier wurde Gemeinderat Svetličič bestellt. Da die Gemeindebeamten Wlhavsky und Gaberšek seit Monaten die Agenden des erkrankten Gemeindekassiers Špeglič ausübten und täglich Mehrarbeit leisteten, wird ersterem eine Belohnung von 2500, dem letzteren ein Betrag von 1800 Dinar zuerkannt. Die Sitzung wurde um 10 Uhr ^geschlossen. c. Volksuniversität. Heute, Mittwoch um 20 Uhr spricht im Zeichensaale der Bürgerschule Universitätsprostssor Dr. Halm über seine Reise vom Weißen Obelisk im Ural über Turkestan und Sibirien zum Stillen Ozean. c. Kohle für Minderbemittelte. Die „Cinkarna d. d." spendete 26.000 Kilo Kohle für minderbemittelte Familien in Celje, die Iran ke Angehörige oder mehrere, Kinder haben. Jede Familie bekommt 500 kg. Diese hochherzige Spende verdient vollste Anerkennung. c. Wieder ein vorgetäuschter Selbstmord vor Gericht. Bor kaum 14 Tagen verurteilte das Kreisgericht in Celje die Frau eines Bauern und deren Liebhaber, die zusammen den Mann umgebracht hatten und dann den Fall so darstellten, als hätte dieser Selbstmord verübt. Mit einem ähnlichen Fall beschäftigte sich vergangenen Montag neuerdings das Kreisgericht. Die 51jährige Besitzerin Maria Ulčnik und ihr Äjähriger Sohn Franz U I čnik, beide aus Zagaj 'Bei Sv. Peter pod Sv. Gorami, standen vor Gericht unter der Anklage, den Gatten bzw. Vater erschlagen zu haben. Den Vorsitz des Fünfersenats führte LGR. Levičnik, Beisitzende waren die Richter des Kreisgerichtes Dr. Lenart, Dr. Dolničar, Detiček und Brečko. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Rus, Franz Ulčnik wurde von Rechtsanwalt Dr. Milko Hmsovec verteidigt, während die Verteidigung der Maria Ulčnik Rechtsanwalt Dr. Juro HraZovec übernommen hatte. Die Verhandlung dauerte' von 8 Uhr früh bis 23 Uhr. Es waren gegen 40 Zeugen geladen. Die Anklageschrift führt an, daß zwischen den Eheleuten Ulčnik ständiger' Streit und Unfrieden herrschte. Täglich kam es auch zu Schlägereien, bei denen der junge Ulčnik den Vater bei den Händen „Dann dürfte Ihr Mescalin keine Leidenschaft entfachen", lachte Dora, und schritt ins Neben gemach. „Doktor!" raunte Gromann, als sie allein waren — „und wenn es mich mein ganzes Vermögen kostet — erzeugen Sie Ihr Mescalin! Denn sehm Sie, auch Dora verhüllt sich. Ich muß ihr Geheimnis wiffenl" Er ent zündete sich mit zitternden Fingern eine Zigarette. „Sie sind unverheiratet, leben nur Ihrer Wissenschaft — wie kann ich Ihnen meine Leidenschaft für Dora begreiflich machen? Ich ließe mein Herz für sie aus dem Leibe schneiden — aber sie bleibt immer seltsam fern. Wenn sie mir untreu wäre?" Seine Lippen zuckten heftig. „Sie nannten vorhin Ihr Mescalin „Das Tor zur Seele" — geben Sie mir den Schlüssel, es zu öffnen!" * Doktor Morbius prüfte aufmerksam die Thermometer der elektrischen Oefen und schaltete die künstlichen Sonnen ein. Die Augen hinter den schwarzen Brillen schmerz ten ihn, die Mundhöhle war wie verdorrt. Eingehend betrachtete er das stumme, geheimnisvolle Leben, das hier in Sonnen-fülle üppig, zu ungeheuren Dimensionen emporquoll. Ein ganzer Saal voll abenteuerlicher Gestalten! Morbius kannte, jeden Sämling, und seine Gedanken kreisten bei seinem Anblick um Erfolg und Erringen. Tagelang war er allein. Manchmal kam Dora. Frenidländisch und zart wie ein Pastell ging sie zwischen den. Kästen umher und besah den automatischen Regen, den Morbius mit einem Schaltergriff in Bewegung setzte, wie ein Spielzeug. Sie wußte, daß sie Versuchsobjekt sein sollte, den Zweck ahnte sie nicht. Desto mehr beschäftigte sich gehalten haben soll, damit ihn die Mutter besser treffe. In letzter Zeit habe die Ulčnik ihrem Manne öffentlich gedroht, ihn umzubringen. Ulčnik betrank sich auch häufig und drohte in betrunkenem Zustande, das Gehöft zuerst anzuzünden und dann Hand an sich selbst zu legen. In der Nacht vom 4. aus den 5. August, als der junge Ulčnik abwesend war und sich nur seine Eltern zu Hause befanden, begann das Wirtschaftsgebäude zu brennen. Der Brand wurde aber bald gelöscht. Der alte Ulčnik aber war seit diesem Tage abgängig. Die Nachbarn vermuteten so fort, daß mit ihm etwas vorgefallen sein müsse, und machten sich auf die Suche noch dem Verschollenen. Erst nach 14 Tagen mn'd man in einem Walde in einem Gestrüpp die halbverweste Leiche Ulčniks. Die gerichtliche Obduktion brachte zutage, daß er nicht Selbst mord verübt habe, sondern mit einem stump fen Gegenstand mehrere heftige Schläge auf das Genick erhalten habe, so daß die Wirbelknochen zertrümmert wurden und der Tod bald eingetreten sein mußte. Der Verdacht fiel bald auf Ulčniks Frau und deren Sohn. Bei der Verhandlung stellten beide ihre Täterschaft entschieden in'Abrede. Die ganze Anklage stützte sich daher auf Indizien. Die Zeugen, deren Einvernahme über fünf Stun den dauerte, belasteten die Ulčnik erheblich. So stellte sich heraus, daß die Angeklagte in letzter Zeit ihrem Manne kein Essen mehr verabfolgte und sich dieser aus ständiger Furcht in seinem.Zimmer einschloß. Nach einstündiger Beratung verkündete der Senat das Urteil. Maria Ulčnik wurde zu 18 Jahren schweren Kerkers und ständigen Ehrverlust verurteilt. Franz Ulčnik wurde dagegen von der Anklage der Mittäterschaft freigesprochen, da er sein Alibi erbringen konnte, daß er in der verhängnisvollen Nacht nicht zu Hause war. Ob er seiner Mutter geholfen habe, den Leichnam in den Wald zu schaffen, konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Die Verurteilte legte Berufung ein. Spott ©fflorlt unseres Bachern Die heuer überaus agile Wintersportsek-tion des Slow. Alpenvereines hat nun wieder einen Schritt für die Popularisierung unseres Bachern-Schneeparadieses gemacht. Nach den reichlichen Erfahrungen in den vorhergegangenen Saisonen hat die Sektionsleitung eine überaus übersichtliche und genau ausgearbeitete Skikarte des Bachern herausgegben, an dem neben den vielen Wegen sämtliche Trossen für größere und kleinere Skitouren, Wanderfahrten und Talfahrten eingezeichnet sind. Bei allen Touren ist genau die Zeit angeführt, die hiefür benötigt' wird. Außerdem sind alle Skikurse Morbius damit. Ein Hauch von Lust umfächelte seine Nerven, wenn er sich verstellte, wie dieser süße Mund sein Geheimnis preisgeben mußte, sobald es ihm beliebte. Auf den Dörrgittern lagen die ausgeschnittenen Kakteenscheiben. Einmal würden sich die Salzkristalle darauf zeigen . . . Auch Gromann wartete. Er kam selten ins Treibhaus, ließ sich aber täglich Bericht erstatten. Sonst hatte er sich wieder seinen Geschäften zugewandt, wie einer, der seine Sorgen in guten Händen weiß. Eines Abends bemerkte Morbius. etwas wie einen kleinen Belag auf eine der Scheiben. Vor Freude übermannt, zeigte er es Dora, die den Finger darnach ausstreckte, wie ein zuckerngschendes Kind. „Nicht!" rief er in heiterer Erregung. „Bedenken Sie, wenn das Salz Sie zwänge, Dinge auszuplaudern, die nicht für meine Ohren bestimmt wären!" Aber Dora lächelte. „Mein Leben hat kein Geheimnis." Ihre Augen begegneten sich. Es war etwas seltsam Reines in Doras Blick, das Morbius ergriff und rührte. Seit dem Tage konnte er sie nicht oft genug für seine Sehnsucht sehen, und so oft er sie sah, wuchs seine Freude an ihr. Sie war wie ein Kind, sprunghaft und unberechenbar. Aber zuweilen überraschte eine tiefe Melancholie, die ihn mit dem Verlangen erfüllte, zu ergründen. Doch das Mysterium ihres Lächelns leistete chm Widerstand. Bis zu dem Tage, da er von seinen Gefühlen übermannt wurde. Es war an einem frühen Herbstabend, sie hatten das Treibhaus durchschritten und saßen in dem kleinen Salon, der daneben lag. Dora bediente die Teemaschine. Zuweilen, wenn ihre Finger sich berührten, angeführt, die in der dieswinterlichen Saison von der Wintersportsektion des Alpenvereines veranstaltet werden. Die überaus praktische Karte schmücken an der Vorderseite vier herrliche Winteraufnahmen von unserem Bachern, die Meister Karl Hits ch schon in diesem Winter geknipst hat. Die Karte wird wohl bald für unsere Winter-sportler unentbehrlich werden. : Der Mariborer Wintersport - Unteroer» band hält Donnerstag, den 10. d. im AliäL-Stübel des Hotels „Orel" eine Sitzung ab. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist die Anwesenheit aller Ausschußmitglieder unbedingt notwendig! : Die Mariborer Skisprungsihanze wird gebaut. Mit dem Bau der ersten Skisprungschanze wurde vergangenen Montag begonnen. Die Arbeiten werden von der hiesigen Baufirma Jelenec & Zlajmer ausgeführt. : Der Mariborer Skiklub teilt mit, daß die Leitung aller Skikurse, die der Klub in dieser Saison veranstaltet, der geprüfte Skilehrer Willy Forstnerič übernommen hat. Der Unterricht wird nach der bewährten Methode von Oberst B i l g e r i vorgenommen. Die Kurse finden in folgender Rer henfolge statt: Vom 25. d. bis 1. Jänner und vom 1. bis 7. Jänner beim „Pohorski dom" und vom 10. bis 17. Jänner und vom 17. bis 24. Jänner in Sv. Lovrenc. Bei günstigen Schneeverhältnissen werden noch Kurse in der nächsten Umgebung abgehalten werden. Anmeldungen sind an den Skiklub, Jurčičeva ul., Uhrengeschäft S t o j e c, zu richten. : Einen Anfänger « Skikurs in Rimski vrelec veranstaltet vom 26 d. bis 3. Jänner der Sportklub „Marathon" unter Leitung des Absolventen der Hochschule für Leibesübungen in Berlin Drago Ulaga. Die gesamte Pension stellt sich auf 35 bzw. bei getrennter Nöchtigung auf 40 Dinar. Mitglieder haben bei der Anmeldung eine Gebühr von 30, Nichtmitglieder dagegen 80 Dinar zu erlegen. Anmeldungen werden bis zum 15. d. im Sekretariat, Aleksandrova c. 6, entgegen genommen. Bekanntlich verfügt die Umgebung von Rimski vrelec über herrliche Skigelände. Heitere Ecke Klein-Mimi macht sich mit Papier, Fedek und Tinte zu schaffen. — „Was machst du denn da?" — „Ich schreibe an Fred einen Brief!" — „Aber du kannst ja noch gar nicht schreiben." — „Das macht nichts Mutti— Fred kann ja auch noch nit lesen!" „Gnädigste, wenn ich mit Ihnen jo dahintanze, ist mir gerade, als bewege ich mich auf Zephirwolken!" — „Sie irren, das sind meine Füße!" empfand er voll Furcht, wie sehr er sich beherrschen mußte. Aber dann hatte es ihn doch überwältigt. Er riß Dora an sich, fühlte das Klopfen ihres Herzens und daß sie sich wie träum-befangen in seine Arme schmiegte. Aber ihre Lippen, auf die er seine Glut hauchte, erschienen ihm kühl und unirdisch fern, wie die' eines Engels. In derselben Nacht zeigten sich die ersten sichtbaren Salzkristalle auf den Scheiben. Morbius ausbrechender Jubel ersticke in dem Gedanken an das Vorgefallene. Nun durfte Dora nichts mehr von dem Rauschgift bekommen, das ihnen beiden gefährlich werden konnte. Er erschrak heftig. Aber zugleich empfand er, daß feine Gefühle nichts mehr gemein hatten, mit Erfolg, Ruhm und Ziel. Ueber allem stand die Liebe, die kein Gott mehr aus seinem Herzen reißen konnte- * „Diese tropische Höhle war doch zu viel für Sie!" sagte Gromann bedauernd. „Wann glauben Sie sich so weit erholt zu haben, um das Experiment zu wagen?" „Ich weiß nicht", erwiderte Morkniw apathisch, „ich weiß auch nicht, ob diese Kristalle die erhoffte Wirkung haben." „Das wollen wir eben versuchen", sall^ Gromann mit einer Stimme, die keine Zweifel an seinen Willen au flammen Um Morbius blieb in einem Zustand der 1 sicherheit, Furcht und Reue zurück- ® Beste war wohl, sämtliche Kulturen zu y ' nichten. Aber durfte er den Erfolg jahrelangen Arbeit, die mit Groma Geld bezahlt war, mutwillig zerstören-wollte mit Dora sprechen. (Schluß forgr-l Lokale Cöronik Tragischer Anfall Der in der Cyrillus-Druckerei beschäftigte Dtaschinen meister Ernst Frankl wurde heute vormittags das Opfer eines tragischen Unfalles. Ernst Frankl, der schon die rechte Hand bei der Ausübung seines schweren Berufes während des Krieges verloren hatte, geriet heute vormittags mit dem linken Arm abermals in eine Maschine, wobei ihm derselbe furchtbar verstümmelt wurde. Die Verletzung ist derart schwerer Natur, daß sie eine Amputation auch dieses Armes notwendig machen dürfte. Ernst Frankl war trotz feiner Invalidität ein eifriger Fußballer un ferer Stadt und erwarb sich auch später als Schiedsrichter und Funktionär des Sportklubs „Rapid" und des M. O. große Verdienste für den Aufschwung des heimischen Fußballsports. m. Tadesfoll. Die bekannte hiesige Gastwirtin Frau Maria Pregl geb. Marko ist hier, 84 Jahre alt, gestorben. Tie Verstorbene war in Maribor eine sehr populäre Person. Friede ihrer Asche! Den Hinterbliebenen unser innigstes Beileid! m. Die Ausstellung des^ Knnstlerklubs „Brazda" im kleinen Union-Saale bleibt bis 11 b. M. geö'Znet. Es ist dies die erste Ausstellung des neuen Klubs, der sich damit als Nachfolger des ehemaligen Klubs „Grohar" in würdiger Weise der Oefsentlichleit verstellt. Die Ausstellung ist vormittags und nachmittags zugänglich und kann der Besuch dem kunstliebenden Publikum nur empfohlen werden. m. Unsere grüne Gilde feiert morgen, Donnerstag, den 10. d. um 20 Uhr^m Jagd zimmer des Hotels „Orel" das ;yu&il m. Wetterbericht vom 9. Dez. 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser +1, Barometerstand 748, Temperatur —1, Windrichtung WO, Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Umgebung Nebel. m. Zur Nachahmung empfohlen! Für den armen Invaliden mit vier kleinen Kindern spendete „S." 30 und für die mittellose Arbeitslosenfamilie „Ungenannt" 10 Dinar. — Herzlichsten Dank! Heute Mittwoch Kabarettabend Velika der sich dann noch eine Lungenentzündung hinzugesellte. Kommerzialrat Jurca war auch in verschiedenen Wirtschastsinstitutio-nen tätig. Er war u. a. Verwaltungsrat der „Ljubljanaer Kreditbank", Vorstandsmitglied und Obmannstellvertreter der „Posojilnica" sowie Mitglied zahlreicher anderer Wirtschaftskorporationen. In Freundes- und Bekanntenkreisen erfreute er sich wegen seines biederen und leutseligen Wesens größter Wertschätzung. Friede seiner Asche! Ter fchwergetrofsenen Familie unser innigstes Beileid! — 22.40: Tanzmusik. — Toulouse, 21: Operettenstunde. — 22.45: Opernarien. — 24.45: Klassische Musik. — Bukarest, 20.20: Orchesterkonzert. — 21.05: Kammermusik. — Rom, 21: Gemischtes Konzert. — Laugenberg, 20: Populäres Konzert. — 21: Unterhaltungsmusik. — Danach bis 24: Tanzmusik. — Prag, 20: Philharmonisches Orchesterkonzert. — Mailand, 20.35: Opernabend. — Budapest, 19.30: Militärmusik. — 20.30: Orgelkonzert. — 22.20: Zigeunerkapelle. — Warschau, 20.15: Leichte Musik. — 22.30: Tanzmusik. — Daventry, 22.50: Violinkonzert. — 23,45: Moderne und Tanz musik. p. Wieder eine Bluttat. Am vergangenen Feiertag kam es in Muretinci bei Ptuj zu einer Rauferei, in deren Verlaufe der 28-jährige Thomas Tomažič mit einem Wagendrittel erschlagen wurde. Näheres über diesen neuerlichen Totschlag bringen wir noch. Radio Donnerstag, 10. Dezember. Ljubljana, 12.45 und 13 Uhr: Rep rodu zierte Musik. — 20: Übertragung aus der Ljubljanaer Oper. — Beograd, 20.30: Orchestermusik. — 22.30: Jazzmusik. — Wien, 17: Konzertstunde. — 19.40: Unterhaltungsmusik. _ 21.10: Volkslieder. — 22.15: Abendkonzert. — Mühlacker, 19.45: Lieder zur Gitarre. — 21.45: Alte und neue Musik. Tdeater und Kunst Nationattheater in Maribor Reperloire Mittwoch, den 9. Dezember, um 20 Uhr. „Das Land des Lächelns". Ab. D. Donnerstag, den 10. Dezember um 20 Uhr: „Kralj na Betajnovi". Ab. A. Freitag, den 11. Dezember: Geschlossen. Samstag, den 12. Dezember um 20 Uip „Der Vogelhändler". Ab. B. Sonntag, den 13. Dezember um 15 Uhr: „Das Land des Lächelns". Um 20 Uhr: „Heirat". Premiere. + Anläßlich des 13. Todestages Iva» Cankars gelangt Donnerstag den 10. d. dessen erfolgreiches Drama „Kralj na Betajnovi" zur Aufführung. Universität in studenci veranstaltet Don- Kavarna. 15794 ff nerstag, den 10. d. wieder einen austchluß-reichen Vortrag. Am Vortragstisch erscheint diesmal unser bekannter Geschichtsforscher Professor B a §, der uns über das Leben und Treiben in Maribor vor 100 yahren Interessantes mitteilen wird. Der Vortrag findet um 19 Uhr im Kinosaal statt. m. Cercle fran^ais. Der Lesesaal des Vereines, Grajska ulica 5, wird von nun an je- Der fibele Bauer" Theaterabend des Mannergesangvereines. Im vollbesetzten Union-Saale brachte Montag abend der Mannergesangverein diese Operette aus jener „guten alten Zeit" heraus, in der man das Operettenschreiben noch nicht als industrialisierte Schablonarbeit nahm, dafür aber noch in jener Literaturperiode lebte, die sich so gerne pseudovolkstümlich gab, wenn sie irgendwie an Anzengruber, Raimund und Nestroy an-, klingen konnte. Damals zerbrach man sich noch den Kopf über das Problem „dummer Bauer" und „Stadtfrack", das heute längst kein Problem mehr ist- \ Wenn auch in diesem fidelen Bauer, der seinen Sohn zu „etwas Besserem" zu erziehen müssen glaubt — und dessen sich der Sohn später schämt; in dieser bramarbasierenden Seele eines dummklugen herzensguten Dorfbürgermeisters und in dieser so taktvollen Friederike prachtvolle Menschen geichaffen wurden, so klingt das Textbuch doch reichlich vergilbt und überholt und Jvestt lange nicht die Frische und diese urwüchsig hervorsprudelnde Kraft auf, wie die Musik, die ohne jede Maniriertheit den Weg zum Herzen und zu den Füßen der Hörer findet. Bei der Aufführung im Union-Saale war in erster Linie das ausgeglichene Zusammen-spiel auffallend. Das ganze Ensemble fügte sich so zu einem Guß, daß es zu keiner Dissonanz kam. Die Musik, ein reichlich zusammen gestelltes Orchester, klang unter Leitung des t. Chormeister, Prof. Hermann Frisch lehr diszipliniert und es gelang die akusti- Blul AMvn Äurca t Nach kurzem schweren Leiden ist Dienstag früh Herr Kommerzialrat Anton Jurca, Kaufmann und Realitätenbesitzer in Ptuj, gestorben. Der Verstorbene war vor nicht langer Zeit an einer Grippe erkrankt, zu (chen Schwierigkeiten des Saales zu überbrücken. Der Beifall nach den musikalischen Eiueitungen war echt und verdient. Das gleiche Lob verdienten auch die Chöre, die durchwegs sehr brav herausgearbeitet waren, besonders das Mägdequartet des Vorspieles. Den fidelen Bauer gab Toni O s I a g. Manchmal schien es, als ob ihn die innere Rührung die Stimme nehme, das innere Erleben der Rolle war stark und überzeugend, auSg’U'ichnet gelungen die tiefempfundenen Ah:, iffe, die fein herausgearbeiteten Poin ten in den Coupletts und Terzetten. Das Spiel war bis auf einige stereotype Gesten vorzüglich. Franz Hvalec als Bürgermeister war in seiner ersten Szene schwach. Um so erstaunlicher entwickelte er sich bald daraus, wuchs aus sich heraus, sprach, sang, spielte und tanzte natürlich,charmant- sich tief in die Rolle einlebend, daß man oft meinte, einen Berufsschauspieler vor sich zu haben; er zeigte dabei eine diskrete Komik in den beiden Schlagerterzetten, die sich dann zu einer wunderschönen Leistung im letzten Akte steigerte. Neben Oslag war er der beste Mann des Abends. Die Dritte im Bunde war Frl. Hertha S p i t t a u. Mit Sicherheit und Temperament spielte, sang und tanzte sie sich durch ihre Partie, war abwechselnd herzig, übermütig, süß und herb; sie beherrschte die Situation nach jeder Richtung und wirkte ausgezeichnet. Keinen Augenblick mußte sie neben ihren beiden Partnern in den Hintergrund treten. Dr. Karl Kiefer war noch nie so gut wie in der Partie des Stefan, dessen Rolle LEOPOLD MAPKO, Eisenbahnstationschef in Gruda, Dalmatien, gibt im eigenen sowie im Namen sämtlicher Verwandten, allen Freunden und Bekannten tiefbetrübt Nachricht von dem Ableben ihrer innigstgelieblen Tante, bzw. Großtante usw., der Frau Maria PregeP, geb. Marko Gastwirtin in Maribor, welche Motttag, den 7. Dezember 1931 um 17 Uhr, nach langem schweren Leiden, im 84. Lebensjahre, versehen mit den Tröstungen der hl. Religion, sanft im Herrn entschlafen ist. 17 4 Das Leichenbegängnis der teuren Dahingeschiedenen findet Donnerstag. den 10. Dezember 1931 um 16 Uhr, von der städtischen Leichenhalle in Pobrežje aus statt. Die hl. Seelenmesse wird Freitag, den 11. Dezember um 7 Uhr in der Dom- und Stadtpfarrkirche gelesen werden. Maribor, Gruda in Dalmatien, den 8. Dezember 1931. Statt leder besonderen Anzelee. ihn besonders im letzten Akt auf der Höhe fand, was umso höher einzuschätzen ist, als die Rolle des Stefan schwer und undankbar ist und zu sehr gegen die viel sympathischeren übrigen Rollen zukämpfen hat. Recht originell war der Zopf des Herrn Ing. Liebert Jglar, mit viel Humor und Sicherheit, wenn auch leicht übertrieben gezeichnet. Sehr brav war auch der Vinzenz des Herrn Dr. Eduard Bučar, wenn sich bei ihm auch eine leichte stimmliche Indisposition bemerkbar machte. Natürlich und brav gespielt war die Friedericke der Frau Grete Mäscher, besonders dort, wo sie den Ausgleich gegenüber dem Bürgermeister und später dem Vater ihres Mannes zeigen muß. Unter den übrigen Darstellern fielen die bei den Chargenrollen von Andreas H a l b-widl und Viktor Hausmaninger auf. Besonders Viktor Hausmaninger spielte diese kurze Partie, für die kaum ein paar Worte übrig geblieben sind, außerordentlich prägnant und lebendig. Frau Anni Ziehgroßer sprach und sang die rote Lisi, erschüttert in ihrer Angst um Heinerle, gut und brav und mit viel Mütterlichkeit. Josef Baumeister als Sanitätsrat gab eine bühnensichere Figur, natürlich und voll innerer Würde, eine Darstellung, der sich Frl. Anni Ruhri als seine Frau gänzlich anschloß, wobei sie noch Gelegenheit fand, im Finale des letzten Aktes ihre Stirn me voll zur Geltung zu bringen. Schnarrend und stram war der Horst des Kurt P o d-l i e ß n i g. Ganz reizend aber der kleine Heinerle in 'seiner neugierigen putzigen Sicherheit auf der Bühne, der einen verdien- ten Sonderapplaus für sich bekam. Es ist schade, daß der Name des Kleinen nicht auf dem Programm stand. Zu erwähnen sind noch Alfr. S ch r a m in in der Rolle des Dieners, Frl. Lilly Mühl eisen als Stubenmädchen, sowie Ing. Karl Glaser als Gaukler, die sich dem übrigenEnsemble gut anpaßten. Der Vollständigkeit halber soll auch das Mägdeguar-tett, bestehend aus den Damen Aida D u-m a, Lia Fasching, Lilly M ü h l-eisen und Mitzi Weiler, dessen Leistung bereits gewürdigt wurde, sowie das Rekrutenquartett Dr. Eduard Bučar, Hans K e l b i t s ch, Erich S ch a r a und Popo Hvalec, das- ebenso vollkommen seinen Aufgaben nachkam, angeführt werden. Die Regie der Frau Berta S i e g e war peinlich und gewissenhaft und brachte sehr gute Einzel- und Massenwirkungen zustande. Besonders die Ensemblewirkungen waren gut herausgearbeitet und wurden mit Sicherheit gebracht. Szenisch hätte der Kirch platz im ersten Akte einige Vertiefung erfordert, doch dürften die Schwierigkeiten viel leicht in der räumlichen Begrenzung der Bühne gelegen sein. Die musikalische Leitung durch Professor Frisch war auf Gefühl und Disziplin, auf Zusammenwirlung und saubere Arbeit abgestimmt und war von einem vollen Erfolg gekrönt. Das Publikum verlangte des öfteren Wiederholungen und nahm die Leistung, die viel Liebe und Mühe, viel Begeisterung und Arbeit bewies, mit gebührendem Beifall auf. Fd. Wirtschaftliche Rundschau Nachfrage aus dem Ausland Ausländisches Interesse für jugoslawische Waren Das Exportförderungsinstitut des Handelsministeriums erhielt in letzter Zeit wieder eine Reihe von Anfragen aus dem Auslande, worin geschäftliche Verbindungen mit jugoslawischen Firmen gesucht werden. Interessenten werden eingeladen, unter Beifügung der jeder Anfrage Vorgesetzten Zahl ihre nach Möglichkeit bemusterten konkreten Angebote an das oben erwähnte Institut (Beograd, Milosta Belikog 42) zu richten. Erzeugnisse der Forstindustrie. 22932 Riga: Furniere. — 23044 Turin: Vertretung für Holz, besonders Buchenholz. — 23334 Tripolis: Nußholz. — 23363 Mailand: Nußholz. — 23500 Südafrika: Gruben holz, gedämpfte Buche. — 23598 Stambul: Eisenbahnschwellen. Erzeugnisse des Obst- und Weinbaues. 23097 Danzig: Dörrobst. — 23848 Leipzig: Aepfel aus Slowenien. — 23937 und 23938 Hamburg: Nüsse. — 24016 East Windsor (Ontario, Kanada): Wein, Liköre, Nüsse, Weichseln. Verschiedene Lebensbedarfsartikel. 23501 Berlin: Eier, Wildbret. — 23584 Ulm: Vertretung für Lebensbedarfsartikel. — 23598 Stambul: Käse. — 23844 Genua: weiße Bohnen (mandoloni). — 23729 Chene Bourg (Schweiz): schwarzer Rettich. — 23754 Mailand: 15—20 Waggon Gerste. — 23855 Newyork: Käse 23877 Berlin: Eier, Butter. — 24040 London: Butter, Eier, Geflügel usw. Heilkräuter und ähnliches. 22481 Newyork: Arnikablüte. — 22940 Marseile: Kamillen, Lindenblüte. — 23638 Leipzig: Kamillen, Herba centauri, Nußblätter. — 23728 Asniere s. Seine: Vertretung für ätherische Dele und Heilkräuter. Verschiedene Erzeugnisse. 2307 Hamburg: Vertretung für Erzeugnisse des Bergbaues..— 23326 Legnano: Rebhühner für Aufzucht. — 23572 Genua: Su-perphosphat. — 23689 Lilly (Frankreich): Fuchs- und Kaninchenfelle. — 23760 Tel Awiw: Hefe. — 23747 Varna: Hanf. — 23852 Börnersdorf (Deutschland): Kunsterzeugnisse aus Keramik, Glas, Leder, Hausindustrie usw., für Kalifornien. _ 23877 Berlin: Häute. — 24046 Chicago: Feinster Granit und Marmor. Neue Wirtschaftsgesetze In den letzten Tagen wurden einige Gesetze erlassen, die sich in erster Linie auf die jugoslawische Wirtschaft beziehen. Zunächst wäre das Monopolgesetz zu erwähnen, womit die bestehenden Bestimmungen einigermaßen abgeändert werden. Hinsichtlich des T a b a k s ist neu die Bestimmung, daß der für die Ausfuhr bestimmte Tabak nur in gewissen Gegenden gese^t werden darf und an die Gründung von einschlägigen Genossenschaften gebunden ist. Es darf nur typisierter Tabak, wie ihn das Ausland fordert, gesetzt werden. Das Zündholzmonopol wird auch auf die Feuerzeuge und Zerreisen ausgedehnten, während das Salz monopol künftighin nicht nur den Ankauf u. Verkauf, sondern auch die Erzeugung des Salzes umfassen wird. Bezüglich der ü b r i g e n M o-nopolartikel ändern sich die bisherigen Bestimmungen nur wesentlich. Ein anderes Gesetz bestimmt, daß Lieferungsverträge mit dem Staat, sofern sie sich auf Lebensmittel beziehen, storniert oder abgeändert werden können, wenn die festgesetzten Preise die Marktpreise um mehr als 10% übersteigen sollten. Wichtig ist das Gesetz über die Rauschgifte, deren Einfuhr, Ausfuhr, Vertrieb und Erzeugung auf eine neue Grundlage gestellt werben. Künftighin wird eilte Eroßdrogerie in der Einfuhr von Rauschgiften eine Monopolstellung einnehmen. Die Ausfuhr wird der Prfv. Exportgesellschaft anvertraut, während die Erzeugung von Rauschgiften auf das Mindestmaß herabgesetzt und nur in der Chemischen Fabrik in H r a st n i k vorgenommen wird. ^ Im Filmgesetz wird Gründung einer Filmzentrale vorgesehen, die den Vertrieb von Filmen regeln und die Filmzensur vornehmen wird. Das Gesetz ist auch deshalb wichtig, weil durch die i n l ä n d i s ch e Filmerzeugung bedeutend gefördert wird. Der Importeur muß für je 1000 Meter Film bis Ende 1933 mindestens 70 und nach Ablauf dieser Zeit'mindestens. 150 Meter heimischer stummer oder Sprechfilme in Verkehr bringen, widrigenfalls sind für jeden Meter Film, je nachdem es sich um stumme oder Sprechfilme handelt, 50 bzw. 100 Dinar an die Filmzentrale zu entrichten. Die Kinematographen haben bei jeder Vorführung Kulturfilme im Ausmasse von mindestens 10% der Länge des Hauptfilms laufen zu lasten. Mit einem weiteren Gesetz wird die Einhebung des Zinshellers um ein weiteres Jahr verlängert. Mit dem Gesetz über die Klassenlotterie werden die bisherigen Bestimmungen vereinheitlicht, wobei die bisherigen Vorschriften nur unwesentlich abgeändert werden. Schließlich wurden noch Gesetze über die Agrarbank, über die Liquidierung der Bodenreform, über die Kolonisierung der südlichen Gebiete des Staates und über das Post-und Telegraphenwesen erlassen. Internationaler Geflügelmarkt Die vergangene Woche hat auf allen internationalen Plätzen Angebote gebracht, die in dieser Saison bisher noch unerreicht waren. Es scheint, als ob sich die Produktion in allen Lieferstaaten gleichmäßig vervielfacht hätte. Jedenfalls wurde damit ein neu es Moment der Unsicherheit in den Geflügelhandel gebracht und es machen sich die Vorzeichen einer empfindlichen Baisse bemerkbar, die spätestens nach den Weihnachtsfeiertagen zu erwarten sein dürfte. Dies ist vielleicht auch die Ursache des großen Auftriebes, da man die Augenblickliche Lage gerne noch ausnützen möchte. Die jugoslawischen Zufuhren auf den i t a-l i e n i s ch. c n Märkten sind größer geworden. Die Berichte sprechen von starken Preisschwankungen und die Lage wird pessimistisch beurteilt. Ende der Woche bezahlte man Lire 5.50 bis 6,— pro Kilogramm. Milano ist mit Ware überfüllt. Auch in D e u i s ch I a n d finden sich jugoslawische Zufuhren in stärkerem Masse, als bisher. Die Preise sind einstweilen noch die gleichen, wie in der Vorwoche, doch leiden sie immerhin durch, das Ueberaugebot, an dem sich jetzt außer Jugoslawien hauptsächlich Ungarn, Polen und Rumänien beteiligen. Die letzten Notierungen waren für Lebendgeflügel Mark 0.65 bis O.tio pro Pfund, für geschlachtetes Geflügel Mark 0.80 bis 0.85. In der S ch w e i z ist die Lage etwas günstiger-geworden, dort werden die Preise von Fr. 1.75 bis 1.80 pro Kilogramm bezahlt. Es wird sehr schöne Ware aufgebracht. Das jugoslawische Angebot hat nachgelassen, dafür treten italienische Angebote in den Bor dergrund. Trotz schwankender Preistendenz rechnet man damit, daß vor Weihnachten keine nennenswerteren Veränderungen in den Notierungen Vorkommen. Mit einiger Besorg nis, steht man den angekündigten polnischen Tränsporten entgegen. Die h e i m i s ch e n Märkte zeigen große Auftriebe, die weit über dem Bedarf stehen. Die Exporteure scheinen eine abwartende Haltung einzunehmen. Der Marktverlauf ist etwas günstiger geworden. Meldungen aus London berichten über die Stabilisierung am Truthühnermark t e bei einer Notierung von 8.5 bis 9 Penny pro Pfund. Die Nachfrage ist etwas lebhafter geworden, doch erleiden die Exporteure Verluste mit der fortschreitenden Abschwächung des Pfundkurses. Diese Verluste dürften bedrohliche Folgen haben. In erster Linie dürften sie das Aufhören des Exportes nach England verursachen, was für uns einen ziemlich großen Schaden bedeutet. — Schon heute ist die Rentabilität der Truthühnerausfuhr sehr problematisch, bei einem weiteren Sinken des Pfundkurses wird die Ausfuhr vollkommen authören müssen. Ein Verkauf in neutraler oder Jugoslawischer Valuta, der von einer Seite in Betracht gezogen wurde, wird kaum durchführbar sein, da vorerst die englischen Devisenvorschriften dagegen sind, andererseits aber auch eine fremde Valuta den Londoner Kleinmarkt hemmend ist. Auf den j u g o s l a w i s ch e n Truthühnermärkten sind die Zufuhren sehr groß, das Geschäft wickelt sich noch normal ab, wobei bereits Preise von 9 und 10 Dinar bezahlt Werbern Anscheinend erfolgen noch genügend Deckungskäufe. Das würde bedeuten, daß die heimischen. Exporteure die Lage noch optimistischer Betrachten. Jedenfalls wird man mit dem Abwärtsgleiten des Pfundes rechnen müssen und muß daher auch auf große Verluste bei den Lieferungen nach London gefaßt sein. X Nutzviehmarkt. Maribor, 7. Dezember. Aufgetrieben wurden 10 Pferde, 10 Stiere, 114 Ochsen, 204 Kühe und 9 Kälber. Der Handel war verhältnismäßig rege; verkauft wurden 162 Stück, hievon 29 Stück nach Italien. Die Preise für 1 kg. Lebendgewicht notierten in Dinar: für Mastochsen 3 bis 4.50, Halbmastochsen 2 bis 2.75, Zuchtochsen 2 bis 2.50, Schlachtstiere 2.50 bis 3, Schlacht mastkühe 2.25 bis 3.75, Zuchtkühe 2.50 bis 3, Wurstvieh 4 bis 1.25,. Melkkühe und trnch tilge Kühe 3 bis 4. Jungvieh. 2.25 bis 3.50, Kälber 4 bis 5. X Heu- und Strohmarkt. Maribor. 9. Dezember. Die Zufuhren beliefen sich auf 4 Wagen Heu, 2 Wagen Grummet 'und 3 Wagen Stroh. Heu wurde p' 70-n-SO, Grum met zu 65—70 und Stroh zu 60—65 Dinar per 100 kg. gehandelt. X Sinkende Preisindizes. Die Nationalbank veröffentlich soeben die Indizes der Großhandelspreise für November, bei Zahl 100 für 1926. Der Gesamtindex betrug für November 1931 68.5, gegen 69.5 im Oktober 71.6 im September und 73.6 im Die Filiale der Liublianska kreditna banka in Ptui gibt hiemit die traurige Nachricht, daß ihr verdienstvoller Aufsichtsrat, Herr Anton Jurca Kommerzialrat u. s. w., am Dienstag, den 8. Dezember 1931 um ^4 Uhr früh verschieden ist. Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren. 15802 Ptuj, den 9. Dezember 1931- Ü X Jugoslawische Eierausfuhr. In der vorigen Woche notierten im Frankfurter Ci« ergroßhandel je Stück loko Fran/uti a. M. Bulgarien und Jugoslawien 10.50 bis 11 Pfennige, Rumänen und Russen 10 bis 10.50 Polen 9.50 bis 10, Holländer große 12.50 bis 14, kleine 9.50 bis 10.50, Flandern große 12.50— bis 13, kleine 10 bis 10.50; Italiener, Chinesen, Dänen, Bayern und deutsche Frischeier nicht am Markte. In- und Ausländische Mittel- und Schmutzeier 8 bis 8.50. Kühlhauseier Holländer 10.50 bis 11» * Bulgaren 9.50 bis 10, Rumänen 8.50 bis 9. X Obstausfuhr. Nach Mitteilungen der Zentmlobstkommission betrug in dieser Saison bis zum 30. November b. I. nach Oesterreich 830, Belgien 2, Deutschland 131, Tschechoslowakei 500, Frankreich 25, Griechenland 150, Holland 7, Italien 189, Polen 6, Schweiz 29, Ungarn 11, Schweden 1 Wag gon. — An N ü s s e n wurden ausgeführt: nach Oesterreich 105, Belgien 5, Deutschland 98, Tschechoslowakei 77, Dänemark 2, Polen 5, Ungarn 14 Waggon. — Aus dem Dri nabanat wurden vom 9. bis zum 16. November 48 Waggon getrockneter Pflaumen ausgeführt. — Burg-Tonkino: Wegen des außergewöhnlichen Erfolges wird der Prachtiflm „Viktoria und ihr Husar" noch bis einschließlich Donnerstag vorgeführt. Union-Tonkino: Bis unwiderruflich Freit«, wird das große.Zirkusdrama „Salto Mor tal«" gezeigt. In Vorbereitung:^ „Das Liebeskommando", . die süßeste Operette der Saison. .»f«* —------------ Witz und Huiror Das Trinkgeld. Federmann ist eingeladen. Bei Kommerzienrat Olland. Zwei Tage ißt, schläft unv trinkt er bei Olland. Dann verabschiedet er Auf der Freitreppe vor dem Haus steht der Diener. Der Diener erwartet einen Taler, d. er von jedem bekommt, der bei Kommerzienrat Olland geschlafen, gegessen und getrunken hat. Federmann greift in die Tasche un drückt dem Diener etwas in die Hand. ~e Diener guckt und guckt. „Verzeihung," wsi er dann, "Sie haben sich geirrt. Es ist ei Zehnpfennigstück." M „Schon gut," nickt Federmann und gey die Freitreppe hinunter, „weniger gebe nie." Technisch Der mechanische Fabriksarbeiter Eine umwälzende Erfindung des Brünner Ingenieurs Klima In Brünn wurde Vertretern der hervor-1 wenden, vor allem zur Leitung von Maschi-«ageribften einheimischen und ausländischen j nen, die Explosivstoffe oder anderswie ge» Großbetriebe eine interessante Erfindung des Ingenieurs Ladislaus Klim a, der sogenannte Mechanograph vorgeführt. Es handelt sich um einen Apparat, vermittels dessen die korrespondierenden Bewegungen der verschiedenen Maschinenteile fest gehalten und durch Anwendung dieser Auszeichnungen wieder reproduziert werden können und dies entweder auf elektrischen Antrieb oder auch periodisch. Beides kann auch auf Entfernung geschehen. Er besteht aus einem auizeichnenden und einem reproduzierenden Apparat. Ein einziger Mechanograph genügt, um Aufzeichnungen von Arbeitsvorgängen, die zur Automatisierung bestimmt sind, auch für sehr viele reproduzierende Mechanographen durchzuführen. Der reproduzierende Mechanograph ist für die Reproduktion mechanischer oder auch elektrischer Arbeiten eingerichtet, die auf Papierstreifen ausgezeichnet sind und in Form von Streifen in ihn hineingelegt werden. Die Verbindung des Mechanographen mit den Maschinenteilen, deren Beive-gungen bewältigt werden sollen, ist sehr leicht mit biegsamen Wellen und Bowden zu verwirklichen. Eine besondere Einrichtung kompensiert vollständig die Fehler, welche durch die Elastizität dieser Wellen und Bo roden entstehen könnten. Der Arkeitseffekt jeder biegsamen Welle ist zirka 0.2 HP, also entschieden größer, als die Arbeitsleistung der Hand eines Arbeiters. Der Arbeitse'fekt jedes Bowdens ist 5 kgm/sek. und durch Anwendung von mehreren gemeinsam wirkenden Bowdens können beliebig große Arbeitswiderstände überwunden werben. Die elektrische Leitung ist für jeden, von den ausgezeichneten elektrischen Impulsen selbständig gespeisten Strom kreis 10 Watt. Der Mechanograph verzeichnet mechanisch auf Papierstreifen die Arbeit des Arbeiters, der z. B. eine Fräsmaschine bedient, einmalig auf und nötigt durch Verwendung der so aewonnenen Aufzeichnung die Maschine die durchgesührten Avbeitsleistungen zu wiederholen, so daß der Arbeiter, der bis her zur Bedienung der Maschine unentbehrlich umrp durch bei Verwendung de? Mechanographen entbehrlich wird. Die Papier streifen mit den Aufzeichnungen des Me chanographen kann man im Archiv aufbe wahren wie Grammophonplatten, so daß man sie jederzeit später Widder benützen kann. ., , , , Der Mechanograph ist nicht nur interes fant als neues, tatsächlich universales Mit tel zur Verbilligung der Betriebsführung, aber er ist auch deshalb bedeutsam, weil er eine vollkommen neue Richtung den Bestrebungen der industriellen Rationalisierung weist. Nach den Gutachten _ der Ma,aryk Arbeitsakademie wird dies einmal auch den Gipfelpunkt der spezialisierten und automatisierten Produktion bedeuten. Durch den Mechanographen ist die lieber zeugung des Autors davgetan, daß fei den Bestrebungen die Erzeugung zu automatisieren, es für die Weltindufkrie weit ökonomischer ist, die Tätigkeit der Arbeiter zu automatisieren, als die Verwendung verschiedener spezieller Maschinen einzuführen, die automatisch arbeiten, die aber unverhältnismäßig teuer sind. Diese Ueberzeugung kann man-mit dem Hinweis auf 'den Umstand be-griWen, daß es bei Produktionsmaschinen eine unzählige Menge verschiedener Arten gibt, während die Bedienung der Maschinen, das sind die Arbeiter, immer dieselbe ist nr.t denselben Fähigkeiten. Durch den Mechanographen kann man casch, billig und vollkommen die Tätigkeit nicht nur der einzelnen Fräsmaschinen, aber auch ganzer Fabrikswerkstätten automatisieren, und den ganzen Produktionsvorgang besorgen lassen. Ebensogut kann man ihn zur Fernlenkung der Schilfs- oder Fabriks-viaschinen von einem einzigen Orte aus ver- fährliche Stoffe verarbeiten, so daß die Ar beiterleben nicht mehr bedroht sind. Der Mechanvgraph läßt die Ausnützung der Ar-'beitsmaschinen einer Fabrik durch volle 24 Stunden täglich zu, denn die Bedienung der Mäschineneinrichtung auch sehr großer Werkstätten beschränkt sich bei dem Gebrauche des Mechanographen auf die bloße Aufsicht einiger Personen. Der Mechano-graph ist das Ergebnis eines mehrjährigen wissenschaftlichen Studiums der Möglichkeiten, wie die einfachste Automatisierung aller Arbeitsaufgaben in der Industrie, die sich wiederholen, durchgeführt werden könnte. Dos englische Luflschiff „9t 100“ wird verschrottet Das englische Riesenluftschiff „R 100", das unter einem Kostenaufwand von 150 Millionen Dinar erbaut worden ist und nur eine Reise nach Kanada und zurück gemacht hat, wird jetzt verschrottet, da England seine Luft schiffe aufgeben will. Unsere Aufnahme zeigt Arbeiter bei der Zerlegung des Gerippes des „R 100" in der Lustschiffhalle ritt Cardington. Neue Namen für alte Erfindungen Unter der Bezeichnung H a u t f u n k-t i o n s ö l e sind in den letzten Jahren eine größere Anzahl Präparate in den Handel gebracht worden. Dabei lassen sich zwei Gruppen unterscheiden. Die eine umfaßt Oele, die lediglich kosmetisch wirken sollen, die andere solche, denen ganz bestimm te H e i l w i r k u n g e n — und zwar nicht selten bei Leiden ernstester Art — zu-lgeschrieben werden; eine Reihe derartiger Oele wurde untersucht. Bon der ersten Gruppe der Hautfunktionsöle läßt sich, soweit ihre Wirkung in Frage kommt, sagen, daß sie kaum schädlich, bisweilen sogar nützlich sein können, wenn es zum Beispiel gilt, die Haut vor den Einwirkungen des (kalten) Wassers zu schützen. Weiter kann man sie als sehr vorsichtig anzuwendendes Massagemittel brauchen. Bis zu einem gewissen Grade können sie auch ein Schutzmittel gegen Sonnenstrahlen sein. Zu beanständen ist nach den Untersuchungen einiger Chemiker lediglich der oft unverhältnismäßig hohe Preis dieser Präparate, die im Allgemeinen nichts als parfümierte Pflanzen- oder Mineralöle darstellen. In ungleich höherem Maße gilt jene Beanstandung ober für die Hautfunktionsöle mit angeblichen Heilwirkungen. Auch hier handelt es sich im wesentlichen um mehr D'der weniger gefärbte Oliven- oder Mineral öle mit Duftstoffen und (vielleicht) Kräuterauszügen, deren Anwendung gegen Krankheiten — wie z. B. Bauchfellasfektionen, „Blinddarm", Lähmungen, Krämpfe, Atemnot — bedenklich erscheint. Es ist zu befürchten, daß diese Oele in der Hand kritikloser Personen, die beeinflußt sind, durch die übertriebene Reklame, schweren Schaden dadurch anrichten können, daß bei den genannten gefährlichen Erkrankungen der Arzt nicht früh genug angezogen und dadurch die rechtzeitige richtige Behandlung verzögert wird. B o n i c o t zur Entnikotinisievun des Tabakvauches besteht aus einer Flüssigkeit, von der eine kleine Menge mittels einer beigegebenen Injektionsspritze in der Nähe des Mundendes der Zigarre oder Zigarette eingespritzt werden soll, lieber die Zusammensetzung dieser Flüssigkeit schwanken die Angaben. Nach den einen handelt es sich um eine etwa einprozentige Lösung von Ferro- ammoniumsulfat und fünf Prozent Alkohol in Wasser, nach anderen ist auch noch Weinsäure darin vorhanden. Noch andere Untersuchungen charakterisieren Bonicot als eine wässerige Lösung von drei Prozent Ferro-sulfat und 0.7 Prozent freier Schwefelsäure. Diese verschiedenen Befunde lassen sich wohl kaum anders erklären, als daß die Zusammensetzung des Mittels wechselt. Jedenfalls steht fest, daß sein wesentlicher Bestandteil ein Ferrosalz ist. Das Prinzip, den Tabakrauch durch Eisensalze zu e n t g i s t e n, die nicht nur das Nikotin, sondern auch andere schädliche Jnhaltsstoffe des Tabakrauches in schwer flüchtige Verbindungen zu überführen vermögen, ist aber durchaus nicht neu. Schon vor etwa 25 Jahren ist z. B. Thoms die Verwendungen von E i s e n s a l z e n für diesen Zweck durch Patent geschützt worden. Man imprägnierte entweder die Tabakblätter selbst mit solchen Lösungen oder schaltete entsprechend imprägniertes Filtermaterial zwischen den Tabak und den Mund des Rauchers ein. Neu wäre also an Bonicot danach nur das Verfahren, das der die Entnikotinisierung bewirkende Stoff mittels Spritze unmittelbar in die Zigarre oder Zigarette injiziert wird. Künstliches Chinin Durch Zufall fand der primitive Naturmensch heilsame Kräuter, die er unter religiösen Beschwörungen verwandte, um Krank feiten zu vertreiben. Aber auch der zivilisierte Mensch unserer Zeit wendet sich mit seinen Leiden an die Natur. Ohne C h i-n i n, diesem bisher ganz aus der Chinarinde gewonnenen wundersamen Heiklm'ttel, könnte kaum ein Europäer in den Tropen leben. Es ist für ihn dort das tägliche Brot und wirkt als bestes Mittel gegen das Fieber. Wenn man bedenkt, wie verbreitet z. B. die Malaria ist, dann wird man auch den ganzen Segen ermessen können, den dieses Naturmittel der Menschheit gebracht hat. Ein sensationelles Resultat chemischer Forschung hat nun jetzt Prof. R a b e vom Chemischen Staatsinstitut in Hamburg erzielen können in der k ü n st l i ch e n Erzeugung von Ehininpräparaten, die nicht nur die Wirksamkeit des natürlichen Chinins erreichen, sondern durch eine größere Mannigfaltigkeit der erzielten Stoffe vielleicht der Medizin noch eine Reihe bisher unbekannter Wirkungen bescheren werben. Wie so oft bei hervorragenden Ergebnissen 'wissenschaftlicher Forschung, hat Prof. Rabe diesen Erfolg nicht durch Zufall erzielt, sondern durch zähe systematische Arbeit, die über Jahrzehnte hindurch gedauert hat. Im Jahre 1918 war diesen Forschungen der erste Fortschritt beschicken, als Prof. Rabe die Formeln für den Aufbau der Chinin-Alkaloide finden konnte. Schritt für Schritt gelang es dann ihm und seinen Mitarbeitern, die einzelnen Stoffe aufzubauen, aus bereit Synthese schließlich das Hydrochinin gewonnen wurde. Am schwierigsten war es dabei, außer der Chininläure auch das Homocinchvloipon unabhängig dar zustellen. Dieses H o m o c i n ch o l o i-p o n mußte von ganz ähnlichen Stoffen getrennt werden, mit denen es immer zusammenhängt. Jetzt ist aber auch dieses Hindernis überwunden, und die dadurch ermöglichte künstliche Herstellung des Hydrochinins bedeutet einen Triumph der modernen Wissenschaft. Denn das Hydrochinin besitzt die gleichen physiologischen Wirkungen 'wie der Naturstoff. Außerdem ist es jetzt möglich, zahlreiche Stoffe künstlich.zu gewin neu, die in der Natur nicht vorhanden sind. Das Studium ihrer Wirkungen wird vielleicht noch zu außerordentlichen lieber« raschungen für die Medizin führen. Heber die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser außerordentlichen Forschertat läßt sich vorläufig allerdings noch nichts sagen, da ja die Unkosten, die für die industrielle Produktion auszuwenden wären, von Umständen abhängen, über die nicht die Chemie entscheiden kann. Auf alle Fälle ist ein außer ordentlicher wissenschaftlicher Erfolg für die Chemie und Medizin festzustellen. ! ---------------------------- Das Llniverfalgewehr i Es sind schon verschiedentlich Versuche ge. j macht worden, das großkalibrige Militär-! gewehr auch zu Jagd- und anderen Zwecken | verwendbar zu machen, also gewissermaßen * ein Gewehr für jeden Bedarf zu schaffen» in ; dem sowohl groß- als auch kleinkalibrige ; Geschosse verpulvert werden könnten. Die ; bisherigen Lösungen des Problems hatten j jedoch einige Nachteile. So wurde der Lauf | des Militärgewehres durch Blei und Pulver i rauch der kleinkolibrigen Geschosse verunreinigt u. o. Eine neue Erfindung des Schweizers Hein rich S u r b e r weicht geschickt diesen Nachteilen aus. Der Lank des Militärgeioe'hrs erfährt durch einen Aufsatzlauf von kleinerem Kaliber eine Verlängerung. Dieser Aussatz ist durch einen entsprechend konstruierten Verschluß und eine Stütze fest mit dem stabilen Laus verbunden. Eine Stange, die vom Hahnbolzen durch den stabilen Lauf geht, überträgt den Aufschlag des Hahns des Gewehres auf die Zündkapsel des kleinfali-brigen Geschosses, das sich in einer eigens konstruierten Kammer zwischen dem abnehm baren (kleinkalibrigen) und dem stabilen ('großkalibrigen) Lauf befindet. Wird das Geschoß abgefeuert, stellt man das Gewehr senkrecht auf den Boden, nimmt den aufgesetzten Paus ab und tauscht .die abgefeuerte Zündkapsel gegen ein neues Geschoß aus und das Gewehr ist wieder schußbereit. Der ganze Aufsatz samt Stange Stütze ist leicht abnehmbar, so daß Gewehr in wenigen Augenblicken in ursprünglichen Zustand zurückversetzt^ den kann. und das den wer» Gesangsmasken. Im Volkskommissariat für Unterricht hat man jetzt Versuche mit einer neuartigen Erfindung, der G esangs m ask e, gemacht. Nur mittels dieser Maske können Sänger und Sängerinnen „stimmenwissen, schaftlich" richtig mißgebildet werden. Die Maske ist aus einem besonderen .Gemisch hergejtettt, das ein Geheimnis des Erfinders ist. Sie wird auf dem obersten Teil des Gesichtes aufgelegt und soll alle Faktoren, die 'beim Singen von Wichtigkeit sind, wie Zunge und Gaumen, in die für das Singen günstige Lage bringen. Die Maske kann auch, wie es heißt, bei der Verbesserung mißbildeter Stimmen, 'bei der Heilung von Stotterer usw. angewendet werden. Demnächst soll bei der Erzeugung solcher Masken in eigens dMr eingerichteten Fabriken aufgenommen werden. 8 KSiSSi JUdnet Anzeige* t|liAAAtiAl***AiAAti Verschiedenes Kohlenbergwerk Umgebung Mw ribor sucht Kompagmin. Ofser ten unter „Sohle" an die Ber-toaltunfl. 15797 Patz- und LegitimarionMldcr per sofort. Fotomsher. 15784 Uebcrraschungen au Weihnachk- ten- — 'der Photoapparat. Neu «ingetroffen, g. o t o nt e i) c r, Gosposka 39._________________15797 Schönheitspflege, Haarfarben, Dauerwellen, Spezialbehand- Ittntt au mäßigen Preisen. 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Dezember 1931 um 'A4 Uhr, nach kurzem schweren Leiden, selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des teuren Verblicihenen wird am 10. Dezember 1931 um 3 Uhr (15 Uhr) nachmittags vom Trauerhause nach Wien zur Einäscherung überführt werden. Die Asche des unvergeßlichen Toten wird an einem späteren Zeitpunkt am städ tischen Friedhofe in Ptuj beigesetzt werden. Ptuj, den 8, Dezember 1931. Emilie Jurca, Gattin: Mia Schneditz. geb. Jurca, Vera Jurca, Töchter; Dr. Hans Schneditz, Schwiegersohn; Dagmar Schneditz, Enkelin; Maria Rack, geb. Schwab, Schwiegermutter. 15801 Die Posojilnica in Ptui erfüllt hiemit die traurige Pflicht, Nachricht zu geben, daß ihr das langjährige Mitglied des Verwaltungsrates und Obmannstellvertreter, Herr Anton Jurca Kommerzialrat u. s. w„ Dienstag, den 8. Dezember 1931 um VA Uhr, nach seinem arbeitsreichen Leben, entrissen wurde. Wir werden ihm stets ein ehrendes Ge denken bewahren. 15800 Ptui, den 9. Dezember 1931. Načelstvo posojilnice v Ptuju. Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« In Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck veraüt« wörtlich: Direktor Stanko DETELA. — Beide wohnhaft ln Maribor.