«f»WWiin «lelwi«!. (7«lG»vi» l«w«d«» S«NH. V«s«>Nung « 0«ekk5lpt« M i», »«?. 22s . <»»^nnOkm« I» ßH»rikot. .l«eUö«v» «il. 4 tV«t^»ttung« vi»»z«p«»t»»: ^dboiGH, »non«. N 0ti^ tw s»» übilg« MViuch. ZG vi». eia»«1numm«, l S0 » 2 vi» Mariliorer.Mitna GS Wird Wetter gekämpft Blutlae Anorlfft der Aufftandlschen auf dm Madrider Hauptbahnhof und auf das SorttS Sebaude / Meie Hunderte von Totm / Azana gefangen genommen / Einberufung der monarchifNfchen Offiziere im Studeftand Das Gibraltar deS Fernen Ostens SlngaPore als engUsche SchlüßelftelWiK. GS sind erst drei Jahre verfioffen, als der IZcrme der großen engltschen Seefestung Sin« Ppore in jeder englischen Nahlversamm-uilc, auftauchte. Di« «n^ische Arbetter-Par. ei versprach durch den Mund ihrer lkmdi' Uten, daß sie bei einer etwaigen Uevernah-ile der RegierungSgeschSfte den Ausbau Zlngapores auS finanzieNen Grünben zurück teilen wolle. Nachher, d. h. nach der Wahl llnt freilich alles ganz anders, von einer instellung der Arbeiten war gar keine Re-«c mehr, im Gegenteil, auf der Weltreichs^ onferenz der Dominions verlangten Austra ieil und Neuseeland den beschleunigten Aus-»au. Diosvm Druck konnte s^ die LaVour-iegierung nich: entziehen, umsomchr als die Regierungen der beiden Dominions mehr ls Awei Millionen Pfund zur Verfügung wellten. So blieb der Regierung Macdonald nichrs oeiter übrig, ÄlS daS unter der Herrschaft er Konservativen, die chre VorMger wa-eil, begonnene Singapore-Werk seinem En-e entgegenzuführen. Die gesamte für den lusbau SingaporeS bewilligten Kredite be-aufm sich auf eblva 4 Miliarden Dinar. Vis um Jahre 1937 soll der Bau der Geefestung »ecicket sein, die dann den größten b^Mg-tn englischen Flottenstützpunkt im Fernen .sten tiarstellen wird. In der Zwischen^lt war es um den Aus-au Aingaporcs in Rngland selbst vSllig still eivovden. Llus begreiflichen Gründen wnr-en keine Einzelheiten mitgeteilt. Fast schien s, als ob der Name Eingapore in de« öf-cnliichen Erörterungen keine Rolle mchr stielen sollte. Nunmehr ist er «cher wieder in ie Debatte geworfen worden, allerdings licht von englischer Seite, sondern von der sfen blichen Meinung des Landes, daS sich on Singapove am meisten bedroht svhl.^, on Japan. Schon zu Beginn dieses Jahres auchten in der ja^niis^ Presse Leine lber bedeutsame Hinweise auf die zuneh-^ Ilde Verstärkung Ginga^veS auf, das zur Schlüsselstellung des englischen IncheriumS »k Fernen Osten bestimmt zu sein scheine. lllinMich verstärkten sich die Warnrufe, nd letzt ist es ein einziger Widerhall der lcußerungen geworden, die von ho^ le,-endcr fapanischer Vtelle getan worden find. Die Verechtigung zu diesen Einsprüchen ^itet Japan von dem Beschluß der Washing oner Flottenkonferenz ab, durch den die l^ontmge der drei großen Seemächte, Vng-°nd. UTA und Japan, auf daS Verhältnis on 5:b:3 festgesegt wurde. Zinn Ausgleich >>r die geringere Bemessung der japanischen ll>tte machten England und die Verein!^-en Staaten daS Zugeständnis, in einem ge-»issen ?llbstand von Japan ?eine großen Eee l'ihpilnkte zu errichten. Infolgedessen ver-ichteten die UGA auf den Ausbau von Ma-ila und England auf die Befestigung Hong onqs. England nahm aber nun diese Be-chränvung für sich zum ANlvß, anstelle von ^cingtonfl Singapore, dessen strategische Be-lcutung schon damals feststand, zu einem Gibraltar des Fernen Ostens auszubauen, ^nrmell verstieß eS damit nicht gegen das ashinqtoner Flottenabksmmen, in der Pra >6 aber ivar die Bedrohung Japans viel M a d r i d, 9. Oktober. i0»«otzt »lO «knpf» «och »eiter an. I«»N die Agpitulatton der Ptsvl» ssrischm katalani^ Neßwrnng, die ei« NO fSderatw» «epMik Proklamiert hat, als Gescheitert tttrachtet werden. Ueber die Verlttst» oo« «amStag und «onntag werde« die Widersprechendsten Ziffer« ge-«eldet. «ach de« helbamtNche« Berichten be«»«»t sich di» Zahl der Tote« der beide» Tage a«f 4vg bis 509. Bei dem Große« U«i^«G der liSmPfe ««h der a« ihue« be. teUiGtm GtrÄtkräft« ist jedoch anz«neh-«e«, daß die Verlust, weitaus höher sind. Wie heute mitgeteilt «mrde, ver-fligte die katalimische Regier««» vor dem »«tsch über Sooo Poliztfte«, SK99 «Pezial Gardist»« mrd 59.000 dewafsnete Mit^i«. der der autonomistifche« «ampsoerbSade. Diese« Truppe« der Seneralidad sta«ben ««r tS00 Mm»« der Zivilgarde («e»dar. «lerie) ««d t0.0V0 >^« reG«lArer Truppe« Ges»«Wer. Ve«n die katalmiisch« «e> Gier««G trotzdem «iedergenmGe« umr^, so ist dies i« erster Linke de« MS«Gel« der VrGa«isatio« ««d dem Fehle« ei«er MhMch« vperatig»Spla«es H«t«' schreibe«» I« Madrid «ßird »«« seile« der A«f« stil«dische« noch ian»er erbittert Sl«r« gelause«. Augenblicklich richte« sich d. schwe re« Angrifft der A«fst««difchen GeGen das vebLnde des Ha«ptbahnh^es ««d gege« de« «orteS-Walast. A«ch daS «oh«ha«s des Mi«isterpr«stde«te« Lerrm« ^mh. te« die marxiWhe« A«fit««dische« ,« ftSr«««, doch wurde der Pla« d»rch die vochsmnkeit der ReHiermlGStr«ppe« vereitelt. Die «0Gißn«G hat sechs I«fa»terßeie. Gi«e«ter «ach «ftmki« e«tse«det. A»Ge». blislich -rfiige« die ««fitSndischm w Afturie» über 13.000 Ma««. In der Pro-vi«» Leo« Pellte« sich i« Po«serro etwa 4900 Arbeiter zum «ampse mit de« «e. giermiGstruppe«. Auch in Barcelona und el«iGe« andere« katala«ische« VtSdten si«d zahlreiche U«»>cheherde «och nicht ««S-gelöscht. Der H«ft« vo« vion nmrde durch de« Vanzerkr»«z«r „Liderta" solange beschösse«, »is sich die A«ssta«dische« er. gatem Die zentralregier««g hat alle Geschäfts leute. Industrielle« «sw. ausgefordert, ^e Arbeit sosort »ieder auszuneh«ie«. 8090 Ossiziere, dl« seinerzeit «ege« ihrer monarchistischen l^innung in den Ruhestand versetzt wurde«, si«d «u« a«sgesordert worden, sich der Regieruug zwecks Rieder ringung des MarxiftenausstandeS zur Ver füg««« zu pellen. Di« Zentralregierun«^ wlrd, wie es heißt, vo« de« Eortei-weitgehendsten Vollmachen ver dar««t«r ei» Streikverbot und die Eiu uh. rmtg der TodeSstraft s«r politische De. likte. In Madrider politischen Kreisen wird bereits von der Errichtung einer a«. toritäre« Republik gesproi^n. M a d r i d, Oktober. Der k«»talonische Mnisterpräfident Eom panys mar heute morgens durch die to. t«le BerBndemnG der Lage vollständig ge. brochen. ikoenpanyS hatte auf die Begei. sterung der ihm zujubeluden Massen ver. traut, ebenso auch aus die bewassneten re. volutionSren Organisationen. Sr hatte jedoch nicht mit den unter dem liommando dos Generais Batet stehenden regulären Truppe« gerechnet, die sehr kampstiichtig eingrisftn. Die Aampshandlungen hatten sich i« Wesentlichen aus den Republikaner Die franzdflfchen DepaNementswabien Die Parteim konnten im groß« md ganzen ihre Posttiomn behaltm / 308 Stichwahlen bevorstehend Paris, S. vttober. Die gestrigen ^partementswahlen in Frankreich sind im großen und ganzen ruhig abgelaufen. Es gab zwar stellenweise geringere Ausammenstöße, die aber keinen wei-teren Einfluß auf die Abwicklung deS Wahl ganges ausübten. Insgesamt wurden 1V00 Sitze verteilt. Gewiählt wurden 1192 Bertrs ter bei SOS Stichwahlen. Die Sitze verteilten sich wie folgt: Konsevvative vb (pluSü), 3 Sttchwahlm; nationalistische Grup^ Louis Marin A7 (^j^us 9), 41 Stichtzvaihlen; BMsdemokraten 26 plus 1), 101 Stichwahlen; ropu-Slitanische Sazialisten 4« (Plus S), 25 Stich-wahten; Noosozialtsten 15 (plluS), 11 Stich-wählen; Soziallsten V8 (pluS S), 4« Stich, wai^; Kommunist 11 (mwuS 1 ), S8 Stichwahlen. platz beschränkt. Companys richtete vergeb llch alle Viertelstunden einen Appell an de Bevölkerung^ die «eue Regierung zu unterstütze«, denn die großen Massen blie. den zu Hause. Gegenwärtig werden Prä. stdent Companys und die Mits^lieder der AusstandSbewegnng im Gebäude der Gene, ralidad gesangen gehalten. Madrids. Oktober. Der sriihere spanisch« Ministerpräsident A z a n a, der mit den Borgängeit in Bareelona zu tun hatte, wurde in dem Mo«»ent gesangen genommen, als er in einem Motorboot heimlich Spanien ver« lassen «nd nach Frankreich sllichten wog. te. Eine Bestätigung dieser Meldung lieqt »och nicht vor. Die Regierung hat die schärsste Bewachung der Grenze gegen I^rankreich angeordnet um das lleberlau. sen von Aussändischen zu verhindern. M a d r i d, K. Oktober. Im Laufe von Awischensällen in Ge» rona wurden sünf Ossiziere, darunter ein General, getötet. General Batet hat sich an der Spitze einer Truppenaiiteilung nach Verona begeben. H e n d a y c, k?. Okt^lber. Die spanische Grenze gegen Frankreich ist seit gestern um 14 Ilhr sür Au^Iünder geöffnet, Spanier können die Grenze nicht überschreiten. Der AutomobZlverkchr ist noch nicht ausgenommen. M a d r i d, 8. Oktobl^r. Me heute bekannt wurde, drangen im Innenministerium die Kugeln der Aus, ständischen, die vielfach mit Maschu enpi-stoien ausgerüstet waren, bis in den ?it. zungSsaal der Regierung, die in Perma« nenz tagt. An sämtliche Staatsbeamten und Angestellten ist gestern die Weisung ergangen, spätestens bis heute die ?lrlicit in den Aemtern wieder ausznnehsncn, widrigenfalls sie ihrer Stellungen «nd Pen« sionsansprliche verlustig qehen. (Zeneral F r a n c 0 ist der Oberbefehl über sämtlil^ Streitkräfte Spaniens über tragen worden. Börsenberichte Z ü r i ch, 3. O?tl>ber. Devisen: Paris 20.2125, London Neivyork .'^<11.50, Mailand 26.20, Praxi 12.79, Wien 57.15, Berlin 123.30. L i n b l j a n a, K. Oktober. Devisen? Berlin 1364.58^1375.38, Zürich 1108.35— 1113.85, London 105.80^1^7.40, Newnoi'k Scheck S347.10—3375.43, Paris 234.02— 225.14, Prag 141.07—142.53, Trtest 200..57 —LS2.V7. österr. Schilling (Privatclearing) 8.10-8.20. sKrker und gefährlicher geworden als zuvor. Die strategische Lage Singl^ores ist besonders glänzend. GS liegt an der wichtigsten Mrte aus dem Seewege vom Jndis^n nach dem Stillen Ozean und ist gewissermaßen die ZugangSlÄr zu den fernSstl'ichen Gewässern. Alle Gchiffe, die sich vom Suez nach Japan, China oder Australien begeben, sind, praktisch gesehen, gezwungen, die enge Mala^-Straße in der Nähe von Siwgmpore zu durchfahren. Bleich dem Panama- und Suez-Kanal is^ die Meerenge von Singapore eine der bedeutendsten Vtratzen des heutigen Schiffahrtsverkehrs. Me ersten Befestigungen wurden bereits im Jahre 1K82 von der beritischen Admira« lität errichtet. Alier erst der Weltkrieg schärfte die Aufmerksamkeit für seine unvergl^i«^ liche strategische Lage. Die neuen Befestigun gen sind ffli^zehn Meilen westlich von Singapore, in Geletar, angelegt worden. Alle Errungenschaften der modernen Technik wur den angewandt. Auf allen Hügeln, die den Hafen beherrschen, wurden weittragende Geschütze so geschickt aufgestellt, daß man sie weder vom Lande noch von der Seeseite, ja nicht einmal ans der Lust bemerken kann. Der Flugplatz hat einen Umfang von 2ü0 Quadral'kilo.meter. Im Ztriegshafen können die flri^ten Schiffe, ja ganze Flottenge-schiivader aufgenommen und ausgebessert werden. Allein das Schwimmdock ist auf 50.000 Tonnen berechnet. Ulch doch liegt die Strategische Bedontuns^ SingaporeS nicht einmal so sehr in seinem Kriegshafen. Selbstverständlich ist er als MlottenMtzpnnkt nntenbehrlich, aber Eng. land ha: in den letzteil Jahren den 5^aupt-wert auf die Vervollkv'nnnnung der Lliftwaf-fe gelegt. Ein ganzes System von Flugplnt-zen zieht sich von In-dien bis nach Singapo^ re. Mit deu Holländern in Niederländisch-Indien nnd mit den Franzosen in Indo. China sind ?lbinachnngen znr gegenseitigen Benutzung der Flug- und Funkstationen getroffen. Anfang dieses Il Eingapore eine Besprechung der englischen und australischen Mnnirale statt, der in Japan außerordentlich große Bedeu-Nlng beigcAlcsscn ivorden ist. In Auswirkung der Besprechungen sind nämlich nicht nur mehrere 'ÄhiffSverschiebungen erfolgt, sondern das System der Flugplätze, Funk« und Kohlenstationen ist seitdem noch erweitert wordez». Japan erblickt darin eine bewußte Ofsen-sivdrohung gegen sich. Eine EinstellANg der lvciteren Besestigungsbauten kann es natürlich nicht verlangen, aber es wird zweifell0'I versuchen, auf einem anderen Gebiet Kompensationen zu bekonrinen, wahrscheinlich bei seinen neuen Flottenforderungen, mit denen es seit clnigcr Zeit die Welt beunruhigt. Wer weis;, welche große Rolle Sinstapore noch rinmal spielen wird. Macdonald wieder in London Ter Ministerpräsident mit seiner Tochter u. Minister Thomas. Nach dreiinouatigein (.Erholungsurlaub traf der englische Ministerpräsident M a c - D o-n n l d völlig wiederhergestellt in London ein. UN1 seil! Aiiit ivieder,''' ' ''l'nieu. Zu seineill C'nipfang nuirde ei. i.z für diesen 'iweck toinponic'rler „Mat^ouald-Will-kvnnncu Marsch" gespielt. Uebertragung der kvnigNchen Macht B e o g r a d, 7. Oktober. Die „SluLbene Rovine" veröffentlichen ein Dekret S. M. des Zttänigs, aus Grund dessen die gesamte königliche Macht wahrend der Abwesenheit des Herrfchers im Ausland auf den Ministerrat ii^ergeht. Den Auhen-minister vertritt in dieser Zeit Ackerbauminister Dr. o j i c. Bartkicu gel^t am 'j. November nach Rom. P a r i s, 7. Ottober. Wie die hiesil^en Bbätter berichten, wird der französische Auszennlinister Ba rth o ii ain .i. Noveniber nach Roul abreisen, uin dann an den si'ir den l. Noveniber anbcrauin-leu ^ei-erlichkeiten der italienisckieu Aruice anläs^lich der Wiederkehr des Waffenstillstandes teilzunehnien. GtaatSputsch tn Barcelona Blutige Kampfe m Spanlm / Dle »atalonifche «eglerung nach erfolgloser Srdebung gegen Madrld gefangm genommm / Medrere Hundert Tote / Sturm auf Regleningogebaude ln Madrld / Sil Nobles, der kommende DiNator? Madrid,?. Oktober. Der marxistische Ttreitterror hat sich am GamStag ganz Spaniens bemächtigt. Sozia-listm mtd «ommuttlften bereiteten sich gestern zum letzten Sturm gegen die Regierung vor, die fie als „Platzhalterin des Faschismus" bezeichneten. VS jich herausgestellt, daß die Moskauer Wiihlarbeit in Spanien hervorragende Arbeit geleistet hat, denn die Aufständischen waren derart vorzüglich or-ganisiert und bewaffnet, dah alle Fäden auf geheime hinweifen, die die Pariser Sowjet-botfchaft M Unterstützung des bewassneten Aufftandes in Spanien ausfüllen lieh. In der Tat gelang es den Syndikalisten im Laufe des gestrigen Tages in verschiedenen Städ« ten und Gemeinden, dle Macht illegal an fich zu reiffen, wobei fie der Exekutive stellenweife erbitterte Kämpfe lieferten. In Madrid felbst kam es gegen 9 Uhr abends zu erneuten erbitterten Kämpfen Mifchen den Anarchofyndikalisten und der «i^kutive. Mit Bomben, Mafchinengeweh-ren und Handgranaten unternahmen die Aufftändifl^n, die bereits die letzten Bollwerke einzunehmen wähnten, einen Sturmangriff auf das Gebäude des Innenministeriums in der Puerta del Gol. Die Kämpfe dauerten mehrere Stunden und fielen auf beiden Seiten viele Tote. Die Zahl der Verletzten festzustellen war nicht mitglich, da die Aufftiindischen ihre Verwundeten vom Kampf platz schleppten. Es kam zu einem neuen Sturm auf das Innenministerium, den die Exekutive durch Maschinengewehrfeuer und mit Minenwerfern zurückwarf. M a d r i d, 7. Oktoibor. Die Zentralregierung hat Über ganz Spanien den Belagerungszustand verhängt, da die Aufftändifchen mehrere Ministerien unter Gewehr- und Maschinengewehrfeuer hielten, um sie sturmreif zu machen. Spätabends wurden alle Angriffe der marxistifchen Auf- ftändifchen gegen die öffentlichen Gebände zurückgewiesen. Madrid, 7. Oktober. Kurz vor A Uhr spielte der Sender Barcelona die Marfellaife. Der Sender forderte die Beviilkerung dann auf, in Maßen vor dem Gebäude der Generalidad (Regierung) zu erscheinen, vs kam zu einem ungeheuren Menfchengedränge vor dem Gebäube l»er katalanischen Regierung. Am Balkon des Gebäudes erschien Ministerpräsident C o m -p a n y S, der die unabhängige katalanisthe Republik proNamierte mit dem Borbehalt, daß ein staatliches Zusammenleben mit dem übrigen Spanien nnr in dem Falle in Aussicht genommen sei, wenn sich dieses übrige Spanien als ein Füderativstaat umgestalte. Die Menschenmenge nahm die Proklamation mit unbeschreiblichem Jubel entgegen. Companys forderte die Militärbehörden auf, den Sid auf die neue Republik abzulegen, waS jedoch abgelehnt wurde. Als Antwort auf die ÄnkSprovokationen ließ General B a -t e t, der Kommandant der spanifchen Re-gierungStruppen in Katalanien, das Gebäude der Generalidad mit Artillerie befchießen. BefonderS wurde jener Trakt unter Feuer genommen, in dem fich der Sender befindet, da Companys im Rundfunk die Bevölkerung zum Waffengang gegen dle legale spanische Glegierung aufforderte. Anch der städtifche Sender von Barcelona forderte die Ma^n zur Erhebung gegen die Staatsgewalt auf. Die fpanifi!^n Truppen befetzten die wichtigften Punkte, u. a. auch den Zivilflughafen von Barcelona, um die Flucht der marxistifchen Rädelsführer zu verÄteln. Die Artillerie fchoß auch aus den Palast des Verbandes der Handels- und Jndustriean-gestellten, in dem sich die feparatistif«!^n Ele mente versthanzt hatten. Aus Cartagana murden mehrere Kriegsfchiffe nach den kata-lanifchen Gewäffern entfendet, um Barcelona niitigenfalls auch unter fchweres Artillerie-seuer nehmen zu können. Das portugieflfche „Derfailles" niedergebrannt ...... " 4 ' '. ' ^ ^ "'s-', '' Madrid,?. Oktober. Heute um 6.15 lthr stellte fich der katalanische Ministerpräsident Companys de« Militärbehörden zur Bersiigung, da er einsehen mußte, daß sein Spiel verloren war und weiteres Blutvergießen leinen Swn ha ben würde. Companys, alle Mitglieder der bolfchewiftifch verfärbten Regierung, der Bjir germeifter und mit ihm alle Gemeinderäte wurden verhaftet. Die meisten Rädelsführer find jedoch ins Innere des Landes gtfliich, tet. Um die Gemüter nicht mehr aufzupeitschen, wurde von einer standgerichtlichen Ver urtejlung der Ansständifchen Mstand genom men. Sie kommen jedoch vor den Gerichts. Hof für BerfaffnngSgarantien. «Sie verlau. tet, foll Companys mit dem Marxisten Azo-na ^ne Unterredung gehabt haben. Azana foll ihm geraten haben, die Proklamierung zu Unterlasten. Azana foll übrigens auch ge flüchtet fein. Madrid,?. Oktober. Die Regierung Lerroux hat gestern nachmittags folgende, gegen die Au^tändischen gerichtete Beschlüsse gefaßt: l. Die Provin.^. regierungen haben die Urheber jeder Ungesetzlichkeit ohne Rücksicht auf ihre Amts stellung fchärfftens zu faff^. 2. Alle Führer der Streikenden sind sofort zu verhaften, die Streiklokale zu fperren. 3. Die Unternehmer sind verpflichtet, arbeitswillige Arbeiter aus zunehmen und die Streikenden unverzüglich zu entlassen. Paris,?. Okwber. Die heutigen Blätter nehmen zu den Er eigniffen in Spanim noch keine bestimmte Stellung ein, da man vorerst eine Klärung der anarchische» Zustände alerten will. Der Sieg über den katalanischen Separatismus wird als ein Erfolg der Regierung Ler. roux angesehen. Es mWe jetzt, so heißt e^ in den Blättern, nur noch der Generalstrcil niedergeworfen werden. Räch letzten Meld«» gen ist die Regierung Herrin der Lage. Widerstand wird nur noch in Asturien gelei« stet, wo die Aufständischen regierm. Die allgemeine Ausfassung geht dahin, daß ii, Spanien entweder dle Linke oder die Rechte siegen muß. Eine MitteUöfnng gibt eS nicht Bricht der Generalstreik zusammen, dann ist G i l R o b l e S, der Führer der ka» tholischen konservativen Bauern, als kvnsti. ger Diktator anzusehen. Tur6i eiiie große ^cuersdrunst wurde der bcri'lhmte ^tönigspalast von Portugal, Pena, iu deni das portugiesische Königspaar vor jeiller Vertreibung seinen Wohusij^ hatte, vollständig zerstört. Unersetzliii^ kostbare Zkunstschätzc wurden mit dem Palast ver- nichtct, den man das portugiesische Versailles nannte. Bild links: Lloyd George Das Bild zeigt den Ttaai-.> inann als begeisterten LanD-wirt aus seinen: Gutsbesih (5l)urd. Ein merkwürdiger Berus. Daß MQn nur sindig sein mutz, um jich einen neuen Beruf utü» damit auskimlmli-chen Lebensunterhalt zu verschaffen, z^igt das Beisipiel eines jungen Kalisorniers, deü sich einen seltsamen Gelderwerb ersonnen hat. Um die in den Filmateliers zahlreicklii Insekten, die die Stars bei den AusnaHmcu oft belästigen und gelegentlich auch einmn! vor die Aufnahmelinse fliegeil, wegzubringen, shamponiert er sich den 5wpf mit Zul-kerschaum und geht so in den Ateliers spiu zieren. Man sagt, daß er sich nicht nnr l'?i deil Insekten, sondern auch bei den Negis' seuren großer Beliebtheit erfreue und sc u gnracht liabe. BUd rechts: Das rollende Voftamt Der französische Posdmini-jler Mallarme weikjte dieser 5age das erste Poslalnt au' Achsen elN. )ienS»ag, den R. Vttober 4SS4. Die Helmwehren meutern Gegen die Einbeziehung von ehemaligen Politikern in de« faschistischen Staatsrat Wien, 7. Ottsber. BundeSpräfident MiklaS wird dieser Tage die Ernennungen in den Staatsrat vornehmen, der im November zusammentreten soll. In den BerhaMungen über die Zusammensetzung des Staatsrates stieß man auf grohe Schwierigkeiten, da sich die Heim-ivohren entschieden gegen die Aufnahme ehe^ mciliger prominenter Parteipolitiker auSg^-spro<^n haftssyst>ems, lehnte aber auch die Ver» tuatlichung der Wirtfchaft ab und schlug sten und Westen: Ich will, sagte Mussolini, vor allem liber jene Lciirder sprechen, die an Italien gren» zeu. Zu diesen Ländern nrüssen wir eine Haltung einnehilten, die nicht jene der Gleich l>ilti>ik<'it sein kann, sondern es kann sich nur >i!n eine Haltung der Feindseligkeit oder kler Frcutidschaft handeln. Fangen wir im ^sten an. Es ist einleuchtend, k?ine qro-lie Möglichkeit besteht, um unsere Veziehnn-qeu mit dem Nachbar jenseits der Adria zu bessern, n>enn jene Zeitungspolemiken fort-ßcseht werden, die uns im tieisten Innern vttletzen. Erste Voraussetzung für eine 7vleilndschaftspolitik, die nicht in den diplomatischen Protokollen eingefroren bleiben l'sl. sondern ein lvenig in daS Herz des Vol« !es eindringen muß, ist es, dah man nicht im üttlttgsten die Tapferkeit des italienischen ^!^eeres in Zi^veifel setzt. Das ?>tück des Flci» iches, ivelches Italien in den Schützengräben des Karstes und in jenen Makedoniens zurückgelassen hat, wo über 600.000 Tote für gemeinsamen Sieg geopfert lourden, niird erst jetzt gemeinsam zu. ^Verden Segln-Neil. . > ^ Von Oesterreich sagte Mussolini: „Wir har»en die Iln^^hängigkeiL der öfter-rkielnschen Republik verleidigt und werden dies immer tun, jene Unabhängigkeit, die dl'ii dem Blute eines Kanzlers besiegt wurde, der klein von Gestalt, aber groß von l'^müt und Herzen war. Diejenigen, die behaupten, daß Italien aggressive Absichten hkiie und eine Art Protektorat über vie Re-i^iiblik Oesterreich errichtell wolle sind ent-^'l^der nicht am Laufenden über die Tatsa-lbcu dder li'igen im Bewnsitleln, daß sie lü-»en." Besonders bemerkenswert sind die Worte Mussolinis über Frankreich. Der Zatz '.Vt^lls-soliniS, daß sich seit einem Jahr die Bez e-Hungen zu Frankreich benierkruSiveit verbessert haben, wurde von einem VeifaNS-stürm begleitet. „Wenn >l>ir zu einem Ak- korb kommen-, sagt« Mussolini nxiter, „was wir wünschen, so wird das sicher sehr nü^' lich für beide Länder und die allgeme nen Interessen Europas sein." Muss^'lini deutete ein, daß das letzte Wort in üec ^rage ?lner französisch-italienischen Allianz ^ilde Oktober oder Anfang November, also nach dcin .besuch Barthous, gesprochen weiden wi'irde. Da die Abrüstungskonferenz Vanlrott gemacht habe, seien bessere Beziehungen zwischen den Völkern Europas unerlüsjlich. „In Anbctra6)t dieser Lctge darf es nicht Wunder nehmen, wenn Italien entschlossen ist, das italieni'sche Volk militärisch vorzu-bereiten. Das ist die andere Äeite d.'s Uor-porationssyst'emS. Damit die Moral der Truppen der Arbeit hoch sei, ist eö notwendig, daß die soziale Pjcrechtigleit für das italienische Volk Wirklichkeit wird. Wenn ein Volt im Innern nk6)t »vnrd'ge Lebensbedingungen findet, kann es in der Stunde der Gefahr nicht sein Bestes hergek»en. Wenn es einen wahren, fruchtbringenden Frieden geben wird, der nicht ohne Gerechtigkeit veriv^rtlicht werdcn könnte, dann »Verden wir die Gewehre unferer Lentis mit den Oelzweigen schmllicken können. Wenn es aber nicht eintreten sollte, dann seid versichert, daft wir die Spihen unserer Bajon-nette mit den: Lorbeer schmiick.'n werden können." so Jahre Wellpostverein Das großartigste Oraanisaiionswert / Die größte und vollständigste Briesmarkensammlung der Welt Daß wir heutzutage einen Brief oder eine Postkarte, ein Paket oder eine Gevdilber-lvelsung nach jeden beliebigen Punkt der Erde senden können, ohne daß wir auch nur einen Augenblick daran zweifeln, daß diese Postsendung ihren Bestimimungsort erreichen wir^, ist uns so zur Sel'b«stlvcrstäck)lich-keit geworden, daß wir uns gar nicht vorstellen können, wie es in früheren Zeiten zugegangen ist. Ain 9. Oktober feiert der Weltpostverein seinen 60. Geburtstag. Seine Gründung ist aufs engste verbunden mit dem Rmnen des OrganistorS des Post^ve-senS, Heinrich von S t e p h a n S, unter dessen Leitung daS Postwesen einen beispiellosen Aufschwung genommen und sich zu einer für alle Länder vorbildlichen Ber-kehrsanstalt entlvickelt hat. Schon von Anbeginn seiner Tätigkeit im Preußischen Postdienst richtete Stephan sein Augenmerk auf die Beseitigung der engherzigen BerkehrSpolitik, die bis in die Mitte der fünfziger Jahre des vvrigen Jahrhunderts hwein den internationalen Postverkehr beherrschte. Die Postvenvaltungen der europäischen Länder salhen in erster Linie auf möglichst hohe Portoanteile und Beförderungsgebühren. Vereinfachung und Erleichterung des internationalen Postver-kehrS waren damals unbekannte Dinge. Allein zwischen den deutschen Staaten bestaii-den in den vierziger Jahren etwa hundert Postverträge mit ettva zweitause,kd verschiedenen Brieftaxen. Der 1850 von Preußen, der übrigen deutschen Staaten, Oesterreich und der Thurn- und Taxischen Postverwaltung errichtete deutsch-österreichische Postverein brachte wenigstens für diese Gebiete eine gleichmäßige Postorganisation mit einheitlichen Taxen. Nach dem Kriege von 186« schlössen der Norddeutsche Bun'd und später »aS Deutsche Reich bis zmn Jahre 1873 mit denl Ausland vierundzwanzig Postverträge nach übereinstrinmeilden Grultdsätzen ab. Stephan'schwebte jedoch ein internationaler Postverein vor, dem alle Staaten der Erde beitreten sollten. Seine Versuche blieben in den sechziger Jahren erfolglos, daS neu gegrünldete Rutsche Reich konnte aber hinter Stepihans Bestrebungen einen großen Druck setzen, sodaß es alle europäischen Staaten und die Vereinigten Staaten von Amerika unter Uebersendung eines Entwurfes AU einem allgemeineil Postvertrage zu einem Postkongreß nach Berlin einlud. Alle Staaten nahmen die Einladung an, das Ergebnis des Kongresses )var der Abschluß eines allgemeinen Postverejnsvertrages am 0. Oktober 187nhrleisten isl. Ter Weltposwertrag regelt die Höt)e der bilhren und Portc'sätze, die s^-ew^hrleislnng der Einlbschreibesendilngen usw. ^eit IM» ist der internatlonalc Antwortsch'in einge-filhrt, der als Ersai) einer Wellliri.'Nnnrke angesehen werden kann. Iin Rahiuen des Weltpostvertrages steht es eiii.^eln'en Ländern frei, noch besondere U^^liereinkeiumen zu treffen, wenn sie einer weiteren Erleichterung und Verbilligung dienen. Tahin st.'-hvrt z. B. das Abkonlmen zivischeu Teulsch-land und Oesterreich, das die Portoinland-sähe anch inr gegenseitigen Verkehr zuläsjt. Was der Oeffentlichkeit meist nicht bekannt ist, ist die Regelung der drei Grundfarben grün, rot und blau fiir die Marlen, siir Postkarten in: Innenverkehr nnd Postkar-teil im Auslandsverkehr. Wie anch inimer die Währung eines Landes beschaffen sei, die Marken haben diese drei Farben zu tragen. Dein Weltpostverein dient als Zen« trale das internationale Mro in Bern, da-^ unter der »bersten Leitung der Schweiz».'? Post'verlvaltung steht. Es nberinittelt den Vereinsmitgliedern das Material zur Nicl»-tighaltung der Tarife und zur Nnl.'.barnia^ chung neuer Postl»<'rkchrsN'ege. Cs gibt da-j Verzeichnis der Postverein'?ans!.ilt<'n, die Dokumente der Postkongresse und die Zeitschrift „L'Union Postale" heraus. Weiter besorgt es im Clearingv^.'rfahren die Mrech« nung der Vereinsländer. Nach Bern uiüssen auch von jeder Briefniarke, Postlarte usw. mehrere Ereuiplare eingeliefert werden, sos das^ sich dort die größte und vollständil^st'' Briesuiarkeusmumlung der Welt, nämlich aller Marken, die seit sechzig Iahren heran.^-gekonnnen sind, befindet. Die Nnentbehrlichkeit des Weltvostl^ereine^ hat sich iln Perlauf der sech^;ig Jahre seinem? Bestehens derartig dnrchgeiettt, das; eigentlich die einzige internatloliale Alnna- Städte, die unter der Erde Die Troglodyten der Wüste / Ein Golk, das unter der Erde wohnt Aus Rom wird gemeldet: Dreihundert Meilen südlich des alten Karthago in den Natmatabergen leben.W.M) Menschen, die in Erdhöhlen Hansell. Sie verbringen beinahe ihr ganzes Leben unter der Erde, und wenn sie ster^n, bringt nmn lie nach oben und verscharrt sie dort. Der Ursprung dieier Volksrrasse verliert sich ins Altertum. Die Armeen Casars schwärntten südn>ärts, uachdem sie Karthago auf die Knie gezwungen hatten, und bedrohten dieses Völkchen so, daß es seine ^"^u« flucht in den Felfenhügeln sncht<. Dort grub es sich in die Feierschichten ein, orrirlitete Bollwerke vor den Eingängen seiner Hl^hlen und i'lberstand so erfolgreich Bk'lagerung nach Belagi-rnng, bis die Heere sich zurückzogen. Heute leben die me'lten von ihnen noch genau so, wie die Angreifer ihre Urahnen vor ?000 Iahren verließen. Eine harte Felsschicht benntzten sie als Boden, die andere darüber als Decke, und gruben sich daMischen in den verhältnismäßig weichen Mergel ein. Hier bauten sie Ran me, S0 Fnß lang, Fus; bc'it und ?nit ? Fuß hcheu gewölbten Decken; das ganze wurde mit einer Art rohem Zemeilt bekleidet. Einige dieser Wohnungen enthalten mehrere Limmer, die stets von gleichen Ausuiaßen llnd oft mit gesonderten Eingängen versehen sind, ausgenommen die Frauengeuiäclier Möbel sind nicht vorbanden; das Bett ist eine Art Wandfach. An den Seitenwänden befinden sich Di>il>ane, auf denen die Bewohner, in Erntangelnng von Stuhlen, sitzen. In den Frallengemächern findet inan den unvermeidlichen Webstichl und zahllese irdene t^fäße, in denen die heimischen Gerichte zubereitet werden, und Niejenkrnge, die Olivenöl, Datteln, Feigen und andere N.ih-rung^^ttlittel enthalten. Bor jeder Behausung befindet sich der mit einer Steinmauer umgebene Hof der drei Zn>ecken dient: erstens als der Platz, auf deln sich die Frauen außerhalb ddr Wohnung aushalten dürsen und dabei doch il're Abgeschlossenheit wahren können (denn die Bewohner sind alle Moslems, nnd die verschleierten Frauen führen von >?indhe:t an ein sehr zur^ickgezogenes Leben); »ln'e'ten'^ als eine Art Scheunenliek, in dem alle -^ie^ gen, Esel, Hühner nnd der il^s gegenwär-" tige Wachhnn'd schlafen; nnd drittens al.5 E:nzelfestung in Zeiten einer Velagernug. Dieses Vi^lkck?cn ist bekannt als die .,.eni noch einige Be^^irke innerbalb eln-ciev luin-dert Meilen, in denen Menich-'n derseibcn Rasse leben. In Medenii,e sind ^>ä,i!er au^ die ebene Erde gebaut in Forni von Niesen-brotlaiben, bnfeisen^örnng cing^vn'dnet nnd manchmal bis zn eitier 0s) Seelen. Zn diesen seltsamen nnt.'rirdisi-ben Wob nnngei7 gelangt man durch dnnkse, schräg abn>ärts fithrende Tnnnels. .'e>n deif.'n oc-wäbnlich kleine Ställe ab?!vei.ien und l'ie scf^ließlich in dem kreisfi^rn? gen Hii? ^^ns; unter der Erde enden. In die Seiten die'e'^ Hofes find die Ränme der ^^esiker cinaegra^ ben. All diese Hl'hlenbewohner und höchst gastfreundliche urrd giit'ge Mensc!?en, di^ d.'n BesnssilUttgSrennell aus der neuen Bachernstraße muh als schvarzer Tag in den Annale« unseres Motorradsportes gc bucht ,Verden. Es war schon reichlich spat, als der Start der Beiwagenmaschinen erfolgte. Als Favorit ging u. a. auch der 35-jährige bekannte hiesige Kaufmann und erfolgreiche Sportsmann Ernst Fasching an den Start. Fasching fuhr die ebene Straße vo,l .s^oee gegen Reka mit Vollgas und schraubte die Geschwindigkeit auf 30 bis V0 Kilometer hinauf, (^rade als er in die ji^ur-0c vor dent .^'^ause des .Holzhändlers Kol«' einbiegen wollte, tauchte vor ihm ein Motorradfahrer auf. Beide befanden sich auf derselben Straßenseite, und ehe beide Fahrer der Situation gewahr werden konnten, prallten sie mit heftigster Wucht gegeneinander. Die ^"juschauer, die sich am Straßenrand befanden, sahen mit erstarrten Augen nur vier Äörper durch die Luft flitzen, während sick) auf der Straße zwei Maschinen anseinanderti'lrmten, nnter sich einen Fahrer begrabend. . . Mit seiner letzten Kraft konnte sich Fasching, der sich unter der Maschine befand, von der Last !>es zertriiinmerten Motors befreien, worauf er regungslos liegen blieb. Beim Znsammenprall trug er einen offenen Obers6>elrkel- nnd Armbruch davon. Außer-deem umrde er an einem Auge verleset. Der zweite Motozyllist der nun entgegen-gekontmen war, U'ar Faschings Freund, der Elektronwnteur Ferdinand L e d v i n k a. Auch dieser erlitt einen Arm- und Beinbruch. Auf Loldvinkas Soziussitz befanden sich zwei Damen, die beide im lveiten Bo-gen zu Boden geschleudert wurden. Eine hievon erlitt einen Beinbruch, während die zweite mit Hautablschijrfungen davon kam. Die leichtesten Verletzungen trug Faschings Mechaniker Kober davoll, der aus dein Beitvagen 15 Meter tveit in den Grabeil geschleudert wurde. Deil Verletzten boten die Aerzte Doktor TurSie und Dr. K r e u z i g e r die ekste Hilse, worauf sie ins Spital iwersichrt wurden. Fasching wurde noch am selben Abend nach Graz in das dortige Landes-krankeichaus gebracht. An der Unfallsstät^c wird sich heute eine Konimission einfinden, die den genauen Sachverhalt feststellen wird. Fast an derselben Unglnckstelle erlitt der erfolgreiche Rennfahrer Fonsi Wresnig einen s6)weren Unfall. In einenl hastigen Teinpo geriet er allzu knapp an den Straßengraben. Im Nu verrieß es ihn, sodaß er gegen eilten ttastanienbauni geschleudert lvurde. Wie durch ein Wullder blieb Wres-nig völlig unversehrt, sodaß er lioch mit einer anderen Maschine das Rennen fortsetzen konnte. chung ist, an der nicht gerüttelt wird. Im Gegenteil, sie wird ständig veickessert und ausgebaut. Srdkrteg um einen Teleorapdmmaft Vin niertwürdiger »Kleinkrieg hat sich 'n ^lem nordamerikani^schcn Staat New Jersey entsponnen. Eine Frau Varnabie, die seit fahren in ihreni Hausgarten zu ihrem Leid wesen eilten großeil hölzernen Telegraphen-vfosti'n stehen hat und vergeblich uni seine Entfernilng käinpfte, erlebte ileulich die Ueberraschllng, daß die^ser nnbegneine eines schönLlt Tages aus dem Garten ver-scknvttnden war. Die Postbrhörd^' hatte ihn i'lber Nacht al'holeil lassen nnd loill ihn durch eilten eisernen Mast ersetzen. Da eilt Protest dage.ien von der Direktion der lokalen Post-vermaüung abschlägig beantwortet wurde, salin Fran Barnabie auf alle möglichen Mittel, llln die Ausstellung .',u verhindern. Alls f^irnnd der Landesgesehe ist es altch tncht nlöglich, den Mast aufzurichten, w?nn sie an Ort uild Stelle als Besitzerin des Gar-ten'> dieses venvehrt. Do6) kann dies in ihrer ?ib.vesenhelt geschehen. Was rat die Ziel-bewns'.te? Sie setzte sich konseqnenterloeise in das anssiehobelle Erdloch, ließ eiil Zelt darüberspannen llnd wohnt tlun schon seit Tagen dort. Die Mahlzeiten bringt ihr der Eheillann, und fiir Unterhaltung sorgen die Killder init dein t^iraillmophonapparnt. Jen-se!l'^ des k^wrteilzanites Hansell, ebenfalls in eillein Loch, die drei lnit der Anfstellniig des Mliste5 beaustragteil Arbeiter, die zullörs'st eiiie leichte Beschäftigung habeit, denn sie lilil nichts lveiter als kartenfpieleii, rallchen und_liuspnssezi. Es kolnlnt null daranf an, iner die grössere Allsdauer in oiesein SchiU-^^'ligriibenkrieg besitzt. Die Arb''':t!'r ertlär-ten zllversichtlich, dns^ der koilimellde '^^.^in-ter init seillem Frost lvohl die Entscheidung ^'riilgeii lvird. Die Gwbt der Rauschgift-schmuggler Den nlerklmirdigell Fall, daß eilte ganze E tadt ei ni rächt ig voln Schmuggel lebte, hat vor tni.»eili das Rallschgift-Fahlldungsgericht des Polizeichfs voll 5tairo iit einein Prozeß zu beilrt^'ileil gehabt, ill dein eill gutes Tutzelld ^''inloohner det' unlerägtiptifÄien Stadt Mllellff zu schlneren (^eld- ulld Ge-sällgliisstrafell lnld i'rber hundert loeiterc Personell ^^n leichlereil Strafeit verurteilt irnlrdcn. Da trotz der schärfsten Ueberwa-tt)uiig>.'ilialnlah^til<'n iinnier noch aus verbor-^^^'lle,, Rau'chgift ilach Aegtipten in i^roi^eii Meniien gebracht ivnvde und vor eiil igen Aionate»! die FclhildnngMelle einen all0ili>!iieli Fingerzeig iib^'r eiile Ralischgift-schinii'iglerorganissltion erl)ielt, tras sie uin-li.'.,gr'.'iche Borbereitililgeil, n»l jode gefundene Zplir bis zu ilireiii Ursprliiig zu ver-solgeil il»>^ in iitöglichst großoili Unisange deil ^chiiinliglern das Werk zil legeli. Durch lvo-rl.eiilang? '^^eol'achtnng<'ll wurde festgestellt, das, die !Ztadl Meiluff, in der früher da^ vauv! riller Schillnggk'rbaiide, der bereits' s,!!'.'>^io>vieseiie Grieche I a ll il i c o s, ge-hanst Iialie, uoil der Orgailisation dieses vers'ot.'neil >>nildels lebte. Sogar höhere ' .^iildnng mit de,II Verbrecher, der lnit seilen „l^tilndeil" durch Fischerboote die G^'-'chäit^verbiildiiilg allir^'chl erhielt. Die Pc-->izei en.ich!oi'» sich.^li eiiieul groß angelegten ^^iorgelieii: Eine<' Tages lv-nrden a^e Eill-^u^liiier der Sladt aus deii Heulserli geholt, iiilf deil :Via'.geschafft ulld dort streil.i xmacht. Aährelld dieser Zeit dltrchsuchte:! >'<<>!> Pol!',eibeanite die .'Däuser von oben >is ililteil und bra^eil so viel belastelides '.''aterial zlltage, das; die ielüg-en zat>lreichen Z.>erlirtei!niigen erfolgen koilllteil. Ausgerechnet! .V»err E h » ch alls Eppig iit England ^it ein Pechvogel. Galiz England ^acht über ihii uiid das nur, weil er neulich /in Los geluouiien liat. Auf einein Fest der Z^ritisli Legioll beteiligte er st6) an der Toin-!ola lllld ltnirde l^'iviniter eines Preises, k'it eiil bekailn'.es .<^>otol gestiftet hat. Er hat -'lU das Necht, jedeiit Sonltabeltd ln 'ler Bar des Hotels eine Pillte Gilt_ das st etlna drei '^ehiltel Liter — gratis zu -rinken. Weshull» die Leute lach.'ll? .'^rr '^'hur.t) ist iiänilich — Vorstandsmitglied der BritiIchell Telii pe reltzle r-Liga. Smennungen im Äuftiz-dlenfte Mit 1. Novetnber treten die neuen Bestim lnuitgen über die Organisation der Gerichte auch in Serbielt und Sitdserbien in Kraft, sodaß von dieseut Tage an ini ganzen Staate eiicheitliche Bestinimungen über die Geschäftsführung der Gerichte gelten. In diesen Gebieten lvnrde eine Reihe von Richtern ernatlitt oder aus allderelt Teilen des Staates dortliin versetzt. Danlit iin Zusainmen-hange wurde teillr'eise auch bei den Gerichten iit Sloweltieil einige Personaländerun-gen vorgenolultiett. Zu dett Richterll in Serbien wurden aus dem ttördlichen Teile des Draubanates ei-ltige Gerichtsadjunktell erilannt. u. ziv. die Oerrel, Dr. Odoll P l a n i n « c k aus Maribor für Slliederevska Palanta (Kreisgericht Slnederovo), Dr. Rudolf Ä y o tt -s k t) aus ?)^aribor für Arilje (Usice), Leopold R u p tl i t aus Maribor für.^.i'urSunl-lija (Ni^), Ljubolnir t e f a n o v j n aus (5clje für Bladieiil Hall (Vranje). Dttkatt P i P e ti b a ch e r aus Ptuj für Ivanjica (^aeak), Dr. Ludwig G r tl d e n aus Dol-lija Lelldava für Po/ega (Uxice) ultd Dr. Alois F i il 2 g a r aus Eelje für Benko-j vae l^iibeiiik). Feriier ivurden erilannt die Herreit Bc-zirksgerichtsrichter Fraiiz Z ö r e r in Slo-veltska Bistrica znin Bezirksgcrichtsvorsteher itt Mareirlierg, Georg K u d e r iil Maribor zunl Bezirtsgerichtsvorstehcr iil Maribor Ultd Fraitz U st a r in Lai^ko zniu Bezirksgerichtsvorsteher in ^kossa Lola, Be-zirlsgerichtsvorsteher Miroslav R eb u la in Ercegnovi zutn Bezirtsgerichtsrichter in Maribor, zu Bezirksrichtertt die Adiutikten Dr. Leo P o nt P e in Ljnbljana für LaZko, Dr. Theodor T o in i ii » e k ill Ljnbljana für Sloveitska Bistrica, Viktor P r o l^ i -it a r ilt Ljubljana für Gorilii grad, Dr. Bogdall Me rh ar in Vrhnika fiir Mur-ska Sobota, Iohantl P i c c t iil Novo inesto für Marenberg uild Alois 5; in i d in Celje für Clovenjgradec. Bcrfetzt wnrden die .Herreti Bezirksgerichts Vorsteher Dr. Alois L e » >t i k ili Maribor und Dr. Tomo T u r a t o ii, Litija als .^reisgerichtsrichter llaäi Ma'ibor, ferner Bezirksgerichtsvorfteher Alfons C e P u der in Mareilberg in derselb^i, Eigetlschast ^ nach Ribnica, schließlich die Aezirksrichter Montag, den 6. ONober Milatt T o m i n e c von Slovenjgradee nach Ljubljatta, Dr. Mirko K e j z a r von Mareuberg nach Maribor u. Marino P a v-lovie von Gornji grad nach Litija. Das ÄubIlSumskonzert der „Drava" Einer unserer hervorragendsten Kulturver eiue ist jedenfalls der Gesang- und Musik-vercin „D r a v a", der bald itach dein Unt-sturz in Studenci ins Leben gerufen worden ist und größtenteils Eisenbahner zu seinelt Mitgliedern zählt. Der erste Dirigent Herr V okaö verstand es. im Berein mit dein Opfermut der Mitglieder in wenigen Jahrelt aus den kleineit Anfäitgen den Ber-eilt zu einer beachtenswerte,, 5>öhc zu bringen. Jnt Lause der Jahrett hat der Verein, der seitten Sitz nach der Stadt verlegt hatte, seinelt Wirkuttgskreis stark ernvitert und betätigt sich gegettitiärtig ilicht uur itt der li!esang-, sonderit auch iit der Musikpflege. Die „Drava" besitzt gegeinvartig nicht itur eitlen starkeit Säitgerchor, sonderit auch ein Streich- und ein Blasorchester, eilteit Tant-bnraschenchor und seit dent Vorjahr sogar ei ine Musikschule, die größtenteils von .nlneit hatte. Antvesetld tva reit n. a. die Herren Fürstbisäiof Dr. T o -nl a 7. i e, Stadtpräfident Dr. Lipoid, Bezirkshauptlnann Dr. S e ne k o v i in Vertretung des dienstlich atn Erscheinen verhinderten Protektors Inspektor Nedelj kov i für deit Zentralverbc^td der Eifcn-bahller .roe für Angebvrlge der amerlIanlschenArieg'-ranenvereittigung in Washington vorzulegen. Es kom,nt hie und da vor, das; zugsberechtigte teils aus Utlkeantnis od'^ aus Fahrlässigkeit die iMigen Sckiritt.' niM unternehlnen, oder itm die Vergütung der Begräbniskosten zu spät oder nicht in der vorgeschriebenen Form ansuchen, tveshall> sie unnötigerweise geschädigt iverdett. Die zur Entgegennahme der Vergütnu.i der Begräbsniskosten für den .'ersdorbenen Kriegsveteranen berechtigten Pei-sone,? wol-len daher nach dem Ableben des tnit einer Eht.'ett'bestätigung (The Honourable Dischar gc) beteilten ainerikanischen Kriegsteilnel? inerS die entspreck)eitde Eingabe uilverzüglich den, Ausiivandererkolnmissariat in Zagreli, Paltnoticova ulica 59, einsenden, das die selbe a,l die jugoslaivisZ)e Gesandtschaft !U Aashiitgdon rasch weiterleiten ivtrd. Das ainerikaltische ^^rlknnent hat unlängst ein Gesetz angenoiitmen, ivonach den Attgehörigen der iin Kriege gefallenen oder den Kriegsstrapazen erlegenen Bürger der Bereinigten Staaten die inonatlichen Unter-stützungen (Pensionen) erhöht lver« den. Da sich darunter au6) amerikaiiisiert' Iugo-slatven befindetl, tverden die in utl'e-rent Staate lebenden Angehörigen derselben eingeladen, detn Auswandererkonnnissaricit iti Zagreb utdverzüglich nachstehendi: Taten zukonttnett zit lassen: Nalnen des Verstorbenen oder Gefallelten, nach dein die Pension bezogen wird, seit ,vatln dieselbe flüssig ge-macht wird, die Höhe der Penfivlt und durch lven die Gebühren angowieseit iverden. lll. Evangelisches. Dienstag, delt 9. d. unt LO Uhr ivird iit der Ehristuskirrl>e eilie lllnsikalische kirchliche Feievstnnde stattfinden. Das Gesaltgliche ,l>ird voll deln kültst-lerischen Ruf geltießettdett Sckilesisäien Fran enterzett b<'stritten iverden. Altes, deutsches kirchlich-nrusikalisches Gut aus dem 13., 11. Dienstag, l^n S. OkdoKer 'lSA S iKariöorer Zeltung^ Nummer 229. und lS. Jahrhundert wird die Abendfeier schmucken. Der Eintritt frei. Am Donners-tag, den 11. d. m. aber wird das Frauenterzett im Rahmen «ineS Gemeindeabendes um 20 Uhr im Genreinldesaale fingen. m. TadeSsLlle. Am Sonntag oerschied nach kurzem Leiden Frau Anna Peheim, Rc-v^dentensgattin, Das Leichenbgeängnis sin. det Dienstag, den 10. d. um halb 17 Uhr vom Trauerhause, Radvanjska cssta IL aus auf den Ortsfriedhof in Radvanje statt. _ Gestern ist in PoljSane im Alter von 71 Jahren die Bergdirektorsgattin Frau Clara L e i l l e r gestorben. — Friede ihrer Asche! Den Hinterbliebenen unjer aufrichtiges Beileid! m. Das Amtsblatt für das Draubanat veröffentlicht in seiner Nunimer 80. u. a. die Zollbefreiung für das Fremdenverkehrs-Wer!^material aus Deutschland, Belgien, Luxemburg und England, die Erklärung Oe« sterreichs über die Abänderung der in der internationalen Konvention über den Auto-renschutz vorgesehenen Fristen nnd die Bestimmungen über die genaue Bezeichnung des Empfängers auf den Frachtbriefen beim Warenexport. IN. Zlatko Balolovis wieder in Maribor. Jugoslawiens größter Violinvirtuose Zlatko Balokovie wird am 19. d. in Maribor konzertieren. nl. Bolksbttvegung im September. J»m September wurden im Bereich der Stadt N5 Kinder geboren, und zwar 5>4 Knaben und 61 Mädchen. Gestorben sind in derselben Zeit ül) Personen (29 Mänmr und Frauen). Eheschließungen gab es in: Sep, tömver 40. m. Aus der Zheaterkanzlei. Dienstag, den d. geht Oskar Wildes bestes Bühnenwerk „Der ideale Gatte" zum ersten Mal in Szene. In der Hauptfrauenrolle stellt sich das neue Mitglied unseres EnsenL-bles Frau Sava Se ver unserem PubN-kunr vor. Die Spielleitung hat.Herr S k r-b i n 8 e k inne. Für die Primiere dieses Stückes gelten auch die Blocks. m. Fremdenoerkehr. In, September wuv den am hiesigen Meldeanrt 1410 Frc?inde au-gemeldet,'darunter waren S60 Ausland?!- nl. In Mursta Gobota gelangt kotnuiL^: den Samstag, deu 13. d. im Sokolhelni ^ ne L a n d w i r t s ch a f t s a u s st e l . l u n g zur Eröffnung, die nachstehen"..' Zweige mnfassen wird: Ackerbau, Garten Obst, und Weinbau, Jinterei, GeflüqelHuchf, Schulgarteitwesen, Forstilvirtschast, Jagld n. landwirtschaftlicher Unterricht. Die Beran staltung soll domnach die gesamte Landwirr schaft von Prekmurje, ausgenommen die Viehzucht, die jedoch in diesen: Landdivirtsck)ast an« Herzen liegt, organisiert worden ist, bleibt bis Montag, den 15. d. abends gec^fnet. m. FMigkeit einiger Steuern. Das Steu-eramt ftir Maribor-iStadt teilt mit, da^ am 1. d. die letzte Biertelsahrsrate der Gobäu-de-, Erwerbs-, Renten-, GoseMiasts- Junggesellen- und Umsatzsteuer soivie der Mili tärtaxe fällig goivorden und bis spätestens 15. Novsmber d. I. zu entrichten ist. Am 1. Novomber wird die ztveite HaLbjahrsrenle der Boideirsteuer fällig und ist bis zu diesem Tage zu begleichen. Bis zunl 15. d. ist auch die letzte Viert^fahrsrate der Ergänzungs-Uebertragunstaxe imch Tarifpost 12, An-l)ang 13 des Taxgesetzes zu erlegen. Bis Ende dieses Monats ist ferner die allgonleinL .ZÄareminvsatzsteuer auf Grund des buchmäßig betätigten Umsatzes für das dritte Vierteljaihr 1034 zu zahlen. Säumige haben 6-prozentige Verzugszinsen zu entrichten, wobei auch die Kosten der.Avangswei-sen Eintreibung der fälligen Steuern zu tragen sind. ttt. Apolhekennachtdienst. Von Sannws, den 7. d. bis nächsten Sonntag versieht die Wotheke „Pri zamorcu" (Mag. Pl^vnl. Maver) den Nachtdienst. m. Die Gemeinde KoSaki voran! Es ,st nlehr als bekannt, da^ die sortlau-fenide Motorisierung unserer Rettungsalbteilung der UmgebungsbovMerung am meisten zugute kommt. In Anerkennung der stetigen Hilfeleistung spendete nun das Gemeindeamt .^osali als erste Umgobungsgemeinde den Bor dem Häuft der Gellebten gelötet Ew zudringlicher Brautwerber vom Bater des Mädchens erschossen In der Mhe von Leskovec (Haloze) spielte sich gestern in den Morgenstunden eine Tragödie ab, die ein Menschenleben fordert« und einem unglücklichen Zufall zuzuschreiben ist. Schon längere Zeit ging der 28iährige Be sitzerssohn Gabriel B r u s a r der angebeteten Maria, der Tochter des Besitzers Johann K o l e t n i t in Strniec, nach, da er zu ihr eine tiefe Neigung gefaßt hatte und dieselbe unbedingt als Frau l)eim-führen wollte. Damit war aber der Vater des Mädchens nicht einverstanden. Da der stürmische Brautwerber von seinen. Vorhaben nicht lassen wollte und der Bauer starrköpslg auf seinem ablehnenden Standpunkt verharrte, kam es zwisckien beiden immer wieder zu Zwistigkeiten. Dein Burschen wurde dadurch das Leben iinmer mehr verleidet, der Besitzer geriet jedoch in eine wachsende Erregung, die schließlich zur Tragödie führte. Brusar kam gestern gegen 8 Uhr wieder ins .Haus des Mädchens. Der Bater verwies ihnl das Haus, was sich der stürmi- sche Freier jedoch nicht gefallen ließ. Beide gerieten derart in Wut, daß sie ihrer Sinne nicht mehr mächtig lvaren. Der Bursche ließ sich zu Beschimpfungen hinreißen, die er, als er vor die Tür gesetzt wurde, inl Frei en fortsetzte. Der Bauer war darob derart erbost, daß er sein Jagdgewehr holte und blindlings in der Richtung des etwa 20 Schritt vor dem Hause lärmenden Burschen einen Schuß abgab, um ihn, wie er angibt, zu verscheuchen. In seiner Wut bemerkte er aber nicht, daß der Gewehr gerade auf den Freier gerichtet war, als er den Schuß abgab. Tödlich getroffen, sank Brusar zu Boden und gab bald darauf seinen Geist auf. Die Leiche ließ man bis znnl Eintreffen der Gerichtskommission an Ort und Stelle liegen, worauf nach der Tatbestandaufnahme dieselbe in die Totenkammer nach LeS kovec überführt wurde. Heute wurde eine gerichtliche Obduktion der Leiche vorgenommen. Der Besitzer Koletnik wurde sofort in Haft genommen. Tkeater m,» Kunst ?tatlonaltveater ln Maribor »ePeTtsir«: Montag, 8. Oktober: Veschloisen. Dienstag, 0. Oktober um 20 Uhr: „Der ideale Gatte." Erstaufführung. Blocks. Mittwsch, 10. Oktober um 20 Uhr: „Mutter", !^ranstaltung der Rarodna obrana. Donnerstag, 11. Oktober um 20 Uhr: „Hamlet". Ab. B. Vagedeolawpei» orieuzxt nur rile kvimi»el,e k^skrilc Iv»» i »ioovi KoturaAu» 69 Vvrl»nxen Li« k^re>sli»tea! Nlij Aino namhaften Betrag von 500 Dinar filr die Anfc^ffung eines neuen Rettungswagens. Vivant sequentes! m. Für das neue Rettnngsauto sind tvet-tere Spellden cingelausen, und ztvar spen-detcil Industrieller August Ehrlich 250, Kaufmann Voöinek 100, Großgrundbcsitze-rin Frau Valenta 80 Dinar, feriler je 50 Dinar Schuhniacher Petek, ?lpotheker Siraf, Tischlermeister Staudinger und Mühlenbe-s'i)er Hetzl. Allen herzlichsten Dank! * Die Tanzstunden für die kaufmänlii-schen und Privatangestellten haben begonnen. Die Uebungen finden jeden Dienstag und Frettag um 20 Uhr inl Narodni dom statt. Alle kaufmännischen und privaten Angestellten sind höflichst eingeladen. Der Ge-bilfenausschuß der ^ufmännischen Bereinigung in Maribor. 216 » Boranzeige. Die GesangssetLion der Bäcker veranstaltet unter Mitwirkung der ^anlburaschensektionen aus Maribor, Zagreb, Celje und des Gesangvereines „Ena-!ost" aus Zagreb ani Sainstag, den 13. Oktober 1934 inl Union-Saale einen großen l^esellschaftsabend. Beginn um 20 Uhr. Eintritt 5 Dinar. Freunde solider Unterhaltung herzttchst willkonlmen. 215 Aus Celle Semk n erat Bergangenen Freitag hielt der Gemeinde-rat von Eelje eine ordenttiche Sitzung ab. Bürgermeister Dr. Goriöan gedachte des verstorbenen Generals i. R. Rudolf Maister und des am 30. September tldlich verunglückten Feuenvehrorgani.sators Operpcst-tontrollors Bartholomoäus Benqust. Der nach Ljubljana übersiedelte Schulverwalter i. R. Herr Josef B i z j a k hat sein Mandat als Gemenvderat niedergelegt. Die öffentliche Vergebung der Sannregulieiungs-arbeiten i. Abschnitt Trcinerje _PoluIe wird am 31. Oktober bei der Bezirtshauptulann-schaft stattfinden. Der Gemeindebeamte Dra go 2 n i d a r i L wurde zum Geineindese-kretär ernannt. Die K-osten für die Regulierung des Dürrenlbaches werden aus einer vor Monaten von der Pensionsanstalt in Ljubljana bewilligten Anleihe bestritten werden. Die Filmgesellschaft „Svctlulon" („Licht ton") in Zagreb gedenkt Lichttonausnahmen von Celje und Umgebung zu ,mchen. Die Stadt^emeinde sollte die Hälfte der Kosren (12.000 Dinar) decken. Die Gemeinde wird noch Informationen einholen. Die Zentralheizung im Stadttheater wird Heuer ausge-^ssert lvevden. e. Begräbnis. Der einer langen^und schtve reu Krankheit erlegene Färbermeister .Herr Hans Riegersperger wurde avtz Äonntag nachmittags am higfigen Stadtfried Hof der Erde übergeben. Eine stattliche Schar von Leidtragenden wohnte der Trauerfeier bei. Viele Blnmen galten dem Gedächtnis des rechtschasfenen und trefflick/cn Mannes. Der Verstorbne stand im 81. Lebensjahre. Mit ihm ist löieder ein Stück Ält-(5elje heimgegailgeu. Der Dahingeschiedene war der Vater des allseits beliebten Geschäftsführers der Firma D. Rakusch, des Herrn .Hans Riegersperger. Die Hiuterblic-benen mögen unserer aufrichtigen Anteilnah nie versichert sein! c. ES geht ihnen schon bester. Den Schwer verletzten des grost eiw^rastwagenunsalls in Medlog bei Celje geht es bereits lvosentlich besser. Selbst Herr Anton Lt'orber, der lebensgefährliche Verletzungen sich zuzog, ist bereits außer Gefahr. Allein .^rr Gradi-ser, der sich nock) in der Unglücksnacht in häusliche Pflege begab, nmßte aberuials ins Spital und sich dort einer Operation unter-zichen; all seinenl Bein »varen Verschlechterungen eingetreten. Auch er ist nun endgültig auf dem Wege der Besserung. c. Oktobersest in Eelje. Die Ortsgruppe Celje des Schwäbisch-Deutschen jt'ulturbuil-des, die ill diösein Jahre eine erfol.ffrei6)e Tätigkeit ausübt, veranstaltete anl ergangenen Sonntag in der Gartenalrlage und in sänitlichen Räumen des Hopels Sko-berne ein großangelegtes Olktoberfe'st, das eineil Massenbesuch aufzmveisen hatte und dank der umfassendsten Vorkehrungen dsS Festausschusses einen glanzenden Erfolg auflvies. Die vielen Gäste und Einheimischen lvaren voll des Lobes über die Darbietun-geit. Deln F'estausschuß, an dessen Spitze Herr Max O swa t i t s ch d. I. staird, gebi'chrt volle Anerkelmui^. c. Ein Ausfichtsturm am Dost. 2i^hrend des Weltkrieges hat unser Militär ain Dsst-berg bei Celje zu Fliogerabwehrzwecken einen Tuvnl errichtet, der auch nach dem Krieg noch stehen blieb und als gern benutzter Aus sichtsturm diente, bis danll endgültig der Verfall des Turmes eintrat. Lange hat mail diesonl Turnle nachgetrauert, lveil der Dost, einer unserer höchstm Berge, am Gipfel dickit belvaldet, leider keitle Aussicht gswaihrt. Wie lvir nun hören, besteht die ?Wsicht, am Dostberg neuerdings einen AuSsichtsturnl zu bauen. Das dazu notivendige Holz null unsere Stadtgemeinde unentgeltlich zur Verfügung stellen. c. Die Volkshochschule beginnt. Die Volks Hochschule in Celje beginnt morgen mit einer Vortragsreihe, deren Absicht es ist, die Lage des südslawischen Volkes im Jahre 1914 und während des Weltkrieges zu b^ltdeln und klarzustellen. Mittwoch, den 10. Oktober, mit Beginn um 20 Uhr, eröffnet Unw.-Professor Dr. Ludwig Hauptmann aus Zagreb diese Vortragsreihe. Professor Hauptmann wird über die Lage Europas iin Jahre 1914 spre chen. Montag, den 15. Oktober, ebenfalls mit Beginn unl A) Ilhr, setzt Herr Dr. Ve-koslav .^tovec aus Maribor in dieser Rich tung fort. Dr. Kukovec wird die politische Burg-Tonkino. Der große rtlssische Schlager „Das Häuschen an der Grenze", ein herrlicher Filmsc^ager in de'^tscher Sprache. Eine Liebeserzählung aus den Zeiten der polnischen Befreiungskriege. Der Kamps der Oesterreicher und Polen gegen die Russen. Ein Kosakenfilm, der uns die herrlichen Steppen Rußlands zeigt, ein Film mit slx^n-nender Handlung und an(^'e'?j6)ueteni Sujet. In Vorbereitung der größte Dschungel-film aller Zeiten: „!^r Herr der Wildnis" (Tarzans Rivale). O UnioN'Toukino: Heute, Montag, unwider ruflich znln letzten Mal die entzückende Operette: „Sin Walzer fiir Dich". Ab Dienstag das erstklassige Lustspiel: „Aus Liebe zu Dir" lnit Paul Hörbiger, Bettli Anmlln, Lee Par-rl), Otto Wallburg. Ein Filni init viel Musik nnd einer recht unterhaltenden Handlung. In Vorbereitung das größte und populärste Lustspiel der Saison „Der brave Soldat Hoejt". Ein ganz neuer 10056iger Sprechfilm. vei ^««enbescliveräen. Neil. vel'Mltlderteln tlunx^erkefüii!. varmvel-stopsull?. Druck sexeii die lieber. Leklemmunxen be^virkt eiil Olas NÄtürliekes »fran^-^osekÄ-Litter-wa88Lr prompte öelekunx^ der äarnfe-äerliej^enclen Verclauunx^ uncl ^nt^ik-tunj? äez OarmkJnal8. Xer^tUeke iViit-teilun^en clU8 äen l'ropelllÄnäern rüll-mell c1a8 fi'sn?>Foses>Wa88er als ein >vjelitj^e8 ttilf8lnltte1 j;e?en ^0- wie ^ux^enerkrankmiLen. die iil^ 8clilul.i ull VVecllselsieber lliiftreten. Lage der Slolveilen lni Jahre 1014 behan-delll. Am (». Ulld 7. November Iieschlicßt diese Vortragsreihe Herr Dr. Joca Jovaiwoie, ehelnaliger Gesandter in London und derzeitiger Univ.-Professor in Beograd. Dr. Jova-no'vi6 wird über „Serbien iin Jahre 1014" sprechen. Sämtlickx' Vorträge finden inl Ze?^ chensaal der Kimbenbürgerschule statt. c. Gewerbewoche auch in Celje. In den Tagen vonl 1. bis einschließlich 8. Dezember wird inl ganzen Staate eine l^wevbeivoi>m fiattfinden. wirtschaftliche Rundschau Aus Vwj p. Unsere „ViasbeNa Matica" nimmt an der Pflege der Mustk und des schönen Liedes schon lange Jahre hindurch den hervorragendsten Anteil. Wel^ vieMltige Tätigkeit der Verein lm vergangenen Jahre entwickeln konnte, zeigte recht eindeutig die dieser Tage stattgofundene JahreStagung. Die Zahl der Schiller ist aNerdings im Vergleich mit den früheren Jahren zurückgegangen, dennoch unterließ die ,Matica" nichts, um silr ZMsik und Gesang neue Anhänger zu gewinnen. Der Chor trat mehr-nials vor die Ocffentlichkeit und arrangierte nlar Tauschhandel. Noch heute wird er bei primitiven Völkern ?n dieser Form ausgeübt. Ware wird unmittelbar gegen Ware getauscht. Gold tritt bei der Abwicklung des Geschäftes nicht in die Erscheinung. Die Bewertung der auszutauschenden Güter ist eine unmittelbare. Sie erfolgt nicht in Geldeinheiten als Wertmesser. Grundsätzlich handelt es sich ,lso hi?r um eine Rückkehr zu einer primitiven Form des Handels, gewiß nicht deshalb, weil man sie für besser hält, sondern einfach als Mittel der Korrektur gegenüber den Komplikationen, die sich durch die Entartung des auf geldwirtschaftlicher Basis entwickelten Welthandels herausgebildet haben. Die Devifen-armut ist nichts weiter als ein Anzeichen wirtschaftlicher Anämie. Ihr soll >urch die teilweise Ueberleitung der Außenhandelsbeziehungen auf Austausch« und Kompensationsgeschäfte entgegengewirkt werden. Es besteht bei ihnen jedenfalls die eine Sicherheit, daß ^hlungsverpflichtungen an das Ausland mit neuen Devisenabgängen nicht entstehen. Allerdings würden sie, rein und als ausschließliches Prinzip durchgeführt, auch keine DevisenzugSnge ergeben. Für sie muß aber natürlich Gorge getragen werden, und deshalb sind die Kompensationsgeschäfte keineS^vegs ausschließlich als Warenclearing gedacht. ' Schon diese Einschränfung zeigt, daß bei den Kompensationsgeschäften nicht an eine einfache Rückkehr zum primitiven Warenaustauschhandel gedacht iist. Er '.st auch auS anderen Gründen, wegen der erheblich komplizierter gewordenen Beziehungen von Land zu Land und der von der ursprüngli-chen Einfachheit weit entfernten Struktur des modernen Handels nicht möglich. Man nennt den Kompensationsverkehr nicht mit Unrecht „die komplizierteste Form dej Güteraustausches". Es ist ja nicht so, daß Wareneinheit gegen Wareneinheit in natura ausgetauscht wird. Der Lieferant der ein- zuführenden Ware wird zumeist ein andrer sein als der Empfänger der Exportware, die im Austausch dagegen geliefert ivird. Die einzelnen Geschäfte werden sich aus der Einfuhr» und der AuSfuhrfeite auch kaum jemals wertmäßig vollständig kompensieren. Der Grundsatz des beiderseitigen Wertausgleichs ist vielmehr nur im größeren Rahmen zu verwirklichen. Es werden also bei einer größeren Kompensationstransaktion auf beiden Seiten der Grenze mindestens zwei Importeure und zwei Exporteure in ?^nttion tre» ten müssen. Dazu treten die behördlichen Stellen, die die Genehmigung und Kontrolle der Geschäftsabwicklung zu übernehmen haben. Und das ist tinmer noch die einfachste Form der Abwicklung. In der Regel iverden erheblich mehr beteiligte vorhanden sein nlüssen. Noch schwieriger wird die Sache, wenn der Austausch sich nicht direkt von Land zu Land, sondern auf dem Umwege über dritte und vierte Länder, sei es für das Importgeschäft, sei eS für das Txportgesch.'ift vollzieht, wenn also sozusagen ein „Ringtauschs' vorgenommen wird. Die Schwierigkeiten, die dem Kompensationsverkehr entgegenstehen, liegen nii^ nur auf der organisatorischen Seite, bei der Ueberwindung der vielen technischen Einzel, heiten, sondern auch in der Preisgestaltung. Auch ivenn hier zu einer Art von Tauschverkehr zurückgegangen wird, wickeln sich diese Geschäfte doch auf der nun einmal mit der modernen Wirtschaftsform untrennbar verbundenen geldwirtschaftlichen BaflS ab, und die Preiskonkurrenz bleibt auch bei ihnen in vollem Umfange bestehen. Man wird im KvmpensationSverkehr crlso keine dauernde Lösung erblicken dürfen. Aber da er auf dem Grundgedanken beruht, daß wir nur von den Ländern kaufen, die auch unsere Waren abnehmen, wird er hoffent-lich handelspolitisch erziehlich und richtunggebend werden. Die Ki^s des Welthandels «brach aus, weil die einfache Wahrheit des „do ut deS" vergessen wurde. Zu ihr fühtt der Kompensationsverkehr wieder zuriick. X Ist da» H«iDsefi«de banatSnotftandö-fteuerpflichtig? In verschiedenen Arbeitgeber kreisen wird die Frage aufgsworscn, ob daö Hausgesin-de der Entrichtung der Banats-notsw,rdsteuer unterliegt. Dlsser Steuer, die für die Arbeitnehmer und für die Ar-SSitgeber 1*/« ausmacht, unterliegen bekannt lich nach den neuen Bestimmungen all^ Ar. beitSkräfte, die eine Lohnsteuer von minde--stens 50 Para täglich oder 2 Dinar wi^chenr-lich oder 11 Dinar monatlich zahlen. Die Lohnsteuer für das Hausgesinde beträgt je» doch 50 Dinar jährlich oHne Mcksicht auf die Höhe der Bozüge, monatlich somit kaum 4.16 Dinar. ^ dieser Betrag die Summe von 11 Dinar monatlich nicht erreicht, geht die allgemeine Ansicht dahin, dah das Haus gesinde die BanaiSnotstanbAsteuer nicht zu entrichten braucht, obwohl die Steuervevwal tungen in letzter Zeit diese Steuer einsordern. Es wurden «Schritte unternommen, um in dies^ Angelegenheit Klarheit zu brin-gen. X Der Arbeitsmarkt in Slowenien. Nach Mitteilungen des KreisamteS für Arbeiter-Versicherung waren im vergangenen Monat September mSgesmnt Nrbeits?.ttf:e velMert, um 46 went^!»f „n vo'a^xp. l?angenen Monat Äuz .^t. jedoch um 40l0 mehr al) im September v. I. md ,lm 3798 mehr als zwei Jahce zuvor, wogegen sich gegen September 1931 Mch inlmer ein Minus von 13.889 und )'t.e :nber NW ein solcher von 18.W^ Arbeitskräften ergibt Der durchschnittliche versichürte Taglohn betrug 22.70 Dinar und var somit gegenüber September v. I. um 73 Para, gegenüber dem Bergleichsmonat des Jahres lÄIZ um 1.47, des Jiahres 1W1 um Z.8V und des Jahres 1930 sogar mn 4.27 Dinar niedriger. X vi«e «eue Leinwarensabrik. Jil JarSe wurde mit einem Kapital von 10 Millionen Dinar eine Aktiengeserrs6)ast ins Leben gerufen, die die Bezeichnung „Leinwarenindu-strie-A. G." führt. Die Griinder der Unternehmung sind Frau Anna Robie in Mari- il-ts LIcu_ie I?om»n von «»n» «o vli«cn i.sn „Damit hättest du einverstanden sein können" meinte der Redakteur. „Wer weiß vielleicht befindet sich jene Frau in Notlage? Sie hat sich meines OnkelS angenommen, hat ihn gepflegt. Ich möchte nicht, daß sie um den Lolin ihrer Arbeit kommt." Treuller schiittelte den Kopf. „Nur keine Sentimentalitäten! Ich habe auch nach dieser Richtung hin Erkundigungen eingezogen. Die brave Dame hat deinen Onkel schon zu dessen Lebzeiten redlich ausgeplündert. Sie lebt in den besten Verhältnissen. Albert Wcndrich wußte schon, warum er fie zn seinem Testament nicht berückstchtigtel" „Das ändert natürlich di« Sache! — Und >^^as hast du geantwortet?" „Ich habe Antrag zur Einleitung deS Prozesses gestellt und wette meinen Kopf, !»aß wir dieser Tage schon eine Depesche erhalten, deren Inhalt mich veranlassen wird, ein saftiges Honorar von dir zu fordern!'^ „Untersteh dich. Mensch!" fuhr Wendrich «uf. Dann vertiefte er sich in die Speisekarte. Für den Nachmittag hatte sich Doktor 5reuner seinem Gast zu Ehren freigemacht. Die beiden Freunde bmmelten nach dem Mittagessen ein wenig die Grimmaische Ctraße auf und ab und besahen sich die Cchaufenster. wobei Treuner nicht vergaß, 'einen Begleiter auf tausend Dinge hinzuweisen, die er sich zur Einrichtung eineS Hauswesens anschaffen müsse. Ein angehender Millionär sei doch in dieser Hinficht seinem Ansehen allerlei^chuldig. Schließlich wurde Wendrich ganz wirbelig im Kopf. „Wenn ich deinen albernen Vorschlägen folgen wollte, wäre schnell der letzte P^nig hKiM TwW" Dann saßen sie auf dem Balkon einer netten Konditorei und tranken Kaffee. Treuner zündte sich umständlich eine Zigarre an. „Wie geht eS eigentlich Frau Wessely?" „Alice?" fragte Wendrich, der eine leichte Verlegenheit nicht unterdrücken konnte. „Ich weiß auch nicht, ich habe nichts mehr von ihr gehört." „Was meinst du mit deinem ,Hm'?" „Hm!" „Ich? Ach. nichtS'weiter!" TreunerS Zigarre entwickelte gewaltige Rauchschwaden. „Weiß du, Fritz, manchmal denke ich mir, ich sollte mir doch eine Frau nehmen! So als Junggeselle — ist jc» ganz nett, solange man jung ist, nicht wahr, aber — siehst du, ich lbin jetzt Mitte der dreißig, da packt eS einen manchmal! Herrgott, dieses ewige einschichtige Herumsitzen in den Kneipen! Keine Behaglichkeit, wenn man in seine vier Wände kommt! Man verbiestert einfach, wie soll ich sagen: Man — friert, ja, daS ist das richtige Wort. Man friert." Wendrich nickte nachdenklich.und erstaunt. Treuner, den er imnler für einen nüchter-Iiien, wenig empfindsamen Tatsachenmenschen gehalten hatte, zeigte sich ihm Plötzlich von einer ganz anderen Seite. Es war ihm, als habe der Freund in einem unbewachten Augenblick der Schwäche sein Innerstes Preis-' gegeben. Auch er war also ein Leidender, ein Sehnsüchtiger, einer, der mit seiner Einsamkeit nicht mehr fertig zu werden vermocht. Nach langer Zeit erst gab Wendrich eine vorsichtige Antwort. «Dv IM ebzü NMLNi* Treuner schob die Lippen vor, brummte «in zweites „Hm!" und sog mit Inbrunst an der Zigarre. ..Wie wäre eS mit Alice Wesiely?" Da legte Treuner die Zigarre weg und griff in die Brusttasche. „Ich habe ihr geschrieben! Hier das ist ihre Antwort!" „Sieh mir den .Heimtücker an! Ihr schreibt euch — und du besitzt die Unverfrorenheit, mich zu fragen, wie es ihr geht?" Er griff nach dem Brief, den ihm Treuner reichte und begann zu lesen. „Mein lieber Doktor! — Sie haben eine geradezu beängstigende Art, einen mit schwerwiegenden Fragen zu überrumpeln. Ich soll Ihnen mitteilen, ob ich Ihre Frau »Verden will? ES wundert mich nur, daß Sie mir nicht auch gleich einen Termin für die Trauung vorgeschlagen haben. Vielleicht holen Sie das Versäumte im nächsten Briefe nach! Spaß beiseite! Was soll ich Ihnen nun antworten? Daß ich in Sie verliebt bin. läßt sich nicht behaupten. Verstehen Sie mich, lieber Freund! Ich habe schon zu sehr mit allem abgeschlossen, waS mit den Dingen des Herzens zu tun hat. Auf eine Art bin ich glücklich, in meiner Kunst Befriedigung und Ausgleich gefunden zu haben. Mein Leben ist aufgebaut. Wenn ich trotzdenl Ihre Frage nicht lnit einem endgültigen Nein beantworte, so geschieht es in der Erwartung, daß Sie Geduld haben, auf daS Ja zu ?varten. Vielleicht — ich weiß es noch nicht — reichen meine Gefühle wenigstens für eine verstehende jwmeradschast aus. Ich habe mir sagen lassen, daß dies nicht einmal die schlechteste Grundlage für eine Ehe sei. ViellVicht führt Sie der Beruf dann und wann nach Berlin. Wir könnten uns dann besser mündlich über diese Dinge unterWen. Ich Wx eine Ab- neigung, meine Gefühl« in Haar- und Schattenstrichen zu verausgaben. Man gerät da allzu leicht in einen unechten Ueberschwang, der der späteren Wirklichkeit nicht standzuhalten vermag. Zudem werden Sie über das Alter hinaus sein, da man Liebesbriefe in rosa Sei-denbSndern sammelt. UebrigenS: Sollte ich mich wirklich entschließen, mich Ihnen auszuliefern, dann nur unter der Bedingung, daß ich weiterhin meiner Kneterei fröhnen darf. Wie denken Sie darüber? Ich bin mit den Kesten Grüßen Ihre Alice W. P. S. Das Rückporto können Sie sich in Zukunft sparen!" — ,.Na also!" sagte Wendrich, als er den BUef zurückgab. « Als die beiden Freunde am nächsten Tag in Nürnberg eingetroffen waren, suchte Treuner sogleich den Untersuchungsrichter auf und holt« sich die Erlaubnis, Frau Prenner zu besuchen, um »vegen der Ueber-nahme der Verteidigung mit ihr zu sprechen. Für Wendrich war eS eine bittere Enttäuschung, daß er den Anwalt nicht begleiten durfte, sondern in einer nahen Konditorei auf das Ergebnis der Unterredung warten mußte. Der Rechtsanwalt fand Frau Prenner in einer apathischen, mutlosen Gleichgiltigkeit. Die wenigen Tage einer ungewohnten und darum desto germürbenderen seelischen Folter hatten genügt, die tapfere Frau aller Kräfte zu berauben. Als sich die Zellentür hinter ihul c^eschlos-sen hatte, ergriff Treuner ohne viV l o n. 11.30: l^ieäer aus 6en /^Ipsn länckern. 16.10: Konzert, 17.30: Klsvlerlcon^ert i9.Zl): vperottenlibencl. 22.50 X^mmermusIIc. ^ v l- ü n n, 21: Me Instrumente. 21.20: Xm ^beml in Veiten fernen. — Luäapost I8.IS: Vokolkon^ert, 20: llnLarisclw Volks» üeäer, 21.40: 22.4»,! Konziert. — L u> ^ a res t. 17: I^umäniscllo Volksmusik, 20: i^ussisclies Slnkoniskonxert. — V e u t s c k. lÄnckzeiider, 19.30: l-ieäer bsItiLelZer Komponisten» 22.15: Vom Ksmpk um ^en I^anLs k'arbat, 23: fÄN^^Iie^er. — e l p » ! x. 16: Xonsiert. 21: Klassisckes Kammer-limi^ert. — IV1 a j I a n ä. 17.10: Konzert, Operettensben^. — li n c ii e n, 16: Konzert. 21.05: Llnkoniekon^ert. — p r a e, 17.50: Violinkonzert, 19.30: Kinderoper, 20.55 l^pernarien. — I? o m. 20.45: Kammermusik, 22.30: l^elciite ^usik. — LtralZbure. 18.30: Xon^-ert, 20.30: Konzert. — 8 t u t t-k s r t, 20.10: Konzert. 21.15: l^nser V^eln. — I' o u 1 o u 8 e, 20.15: Lelio, 20.30: vpe-rettenmuslk, 21: Sienenfolxe aus »von luan«. — >Var8c!iau. 18.15: Konzert. — 7- il r i c !i, 20: »Nocll^eit des k'iLaro«. Opern ubertrk,vodeutungsvollcr war, als noch bis gestern genügend Chancen v orhanden waren, daß auch „Jliriia" Heuer sich deil Weg in die Staatsliga bahnen werde. Aber „Priniorje" trat ersatzgeschivächt mit nicht weniger als vier Reservisten an, u. a. fehlten Bertoncelj PepLe? Zemliö u,id der Torhüter Stariö, so daß sich das Team zunächst nur schtver zurechtfinden konnte. „Gradjanski" nützte die Schwächen des Gegners geschickt aus und buch'e schon in der ersten Spielhälfte drei Treffer, denen nach Seitemr>echsel noch ein Tor folgte. Mit 4:0 geschlagen, mußte „Prrmorje" nun auch den ersten Tabellenplatz verlassen. .MK liezielit M't 7 Punkten, aber dent besseren Tresser-verhältnis die Spitze. „Primorje" behauvtet den zweiten Platz und rückt nun nij^t HAKA in die Staatsliqa vor. „Graojanöki" überflügelte mit zwei Zählern „Jlirija" und hat sich nun das Recht gesichert, in zloei Qualifikationsspielen noch den Eintritt in die Liga zu erwirken. „Jlirija" kehrt nun nach den fechs schweren Gruppenspiclen kampferprobt in die 1In!ecverbandsm2ister-fchaft zurück, mi^ unseren Spitzenklubs den Titel eines Meisters des Dranbanats streitig zu machen. In den Gruppenkämpseil ist noch das Spiel B A S S (Beograd)^ „Spart (Zemnn) ausständig, das gestern n>egen «chlechtwetters iibgesaat worden ist. »ahnrennm d er »adfadrer Anl „'^eleztliöar"-Sportplatz veranstaltete gestern die Radfahrersektion der Eisenbahner ein beachtenswertes Bahnrennen. Insgesamt hatten sich 14 Wettbewerber eingesunden, die 65 Runden absolvierten, was einer Distanz von 27.7 Kilometern entspricht. Als Sieger ging der Spezialist für Bahnren nen R o z nr a n („'Ä^lezniear") in 42.45 hervor. Zlveiter wurde Zadravec („Edelweiß"), der unl eine Runde zurückblieb. ES folgten Kemperle, Kogler und Sunko (alle Marathon). Der z. »achernlauf Auf der schon wiederholt heißumstrittenen Strecke „RuZka koea"—„Pohorski dom" ging gestern der dritte Bachernlauf des SSK. Marathon vor sich. Die Beteiligung war wegen des schlechtwetters schwächer als sonst. Der Einkauf war: Kangler (Marathon) 15.57; 2. Strucelj (Marathon) 16.36; 3. 8. Frl. Sander, 9^ Frl. Webers gegen Ungarn. Die Budapester siegten mit 3:1 (1:0). Dem Kampf wähnten 35.000 Zuschauer bei. Den Treffer Österreichs, den ersten des Tages, erzielte Sindelar. „Glaoija" (Baraidin)'gewinnt die Pro vlnzineisterschast des Zagreber Unteroerbandes. In Suvak fand gestern das Rückspiel UNI die Provinz-Fußballmeisterschast des Zagreber Unterverbandes zwischen „Slavi-ja" (VaraSdin) und „Orient" (SuSak) statt. Das Spiel wurde nlit 2:2 abgeschlossen. Da „Orient" iin ersten Kampf mit 2:0 geschlagen worden war, errang somit „Slavija" die Meisterschaft. Die VaraZdiner treffen nun in den weiteren Kämpfen mit den Ei« senbahnern aus Zagreb zusammen. : Jugoslawischer Schiedsrichter im Aus» lande. Am 14. d. M. findet das fällige ?^nsv-balländerspiel zwischen Polen und Rumä^ nien in Lemberg statt. Das Spiel leitet der Zagreber Fabris. Jugoslawische Ringkämpfer in Paris. Donnerstag abends fanden int Pariser Zen-tral-Sportklnb Ringkänlpfe statt, an deilen u. a. die Jugoslalvc,! Brüder Nainiund und Roman Bukovac teilnahmen. Die Bril-der Bukovac kämpften init zwei Franzosen unentschieden. : Das Leichtathl-tiktreffen Ljubljana -Zagred, das schon eiinnal verschoben nior-den war. wurde nun neuerdings abgesagt. Ljubljanas Athleten Planen nuil einen Aufmarsch gegen Graz. Der 24.Stunden'Weltrekord der Radfah rer geschlagen. Der Berufsfahrer Frank Southall hat einen neuen Weltrekord ausgestellt, indeni er in 21 Stunden 457 Meilen (732 Kilonlcter) zurücklegte. Den bisherigen Weltrekord hatte der Australier Oppermann mit 431^ Meileil inne. : Pallada beteiligte sich dieser Tage an einer Tenilisveranstaltung in Ruma. In einer Exhibition schlug er Mogin mit 6:0. 6:3 und im Doppel nlit Banjae als Partner das Paar Mogin-Servatzy mit 6:1, 8:6. : Eder bleibt Europameister im Boxen. Im Kanlpf um die Europa nie isterschaft im Weltergewicht blieb Gustav Eder (Deutschland) in 15 Rnni>en Sieger n. P. gegen sei^-neil Herausforderer Francois Sybill lBel» gien) und behalt somit seinen Titel. :Ausvereauft: Für das an, 20. Oktober stattfindende Ligaspiel Arsenal—Tottenham Hotspur in London sind seit dein 3. Ottooe'-smntliche Eintrittskarten aus'.'erkauft. : Die englische Football Association hat das Ansucheli Italiens, den für 14. November nach Lond^on ailgesetzlen Länderkamps gegen England zu verlegen, abgelehnt. : Deutsche Tennis-Rangliste. Die „D. A. Z." zieht die Jahresbilanz des deutschen Tennissportes und stellt folgende Rangliste auf. Damen: 1. Frl. Aussem, 2. Frl. Horn. 3. Frl. Rost. 4. Fr. Schneit^er-Peitz, 5.° Frl. Ullstein, 6. Fr. Schomburgk, 7. Frl. Kappel, 10. Frau Dlw erste Bachern Bergrennen Ivo Zgur Mhrt die beste Zeit / Fonsi Wresnig von Pech verfolgt / Wegen eines tragischen Unfalles vorzeitiger Abschluß Das erste Bachern-BergrelUleil unserer Motorradfahrer stand unter einem Un- glückssttern. Wahrend die Rennen in den einzelnen Kategorien der Solomaschinen im großen und ganzen glatt zu Ende geführt lverden konnten — einen schweren Sturz erlitt nur Wreßnig, der a^r glimpflich verlaufen war —, ereignete sich unmittelbar nach dem Start der Beiwageninafchinen ein folgenschwerer Karambol zwischen Fasching und einem heimkehrenden Motorradfahrer, der die Veranstalter vemnlaßte. das Rennen sofort abzubrechen. Der Ausschrei'bung zufolge befmld sich der Start in Hoöe, so daß die Z^ttbe:verber noch ein ziemliches Stück ii: der Geraden zurückzulegen hatten. Mehr Abwechslung brachte die neue, sich ill kühnen Serpentinen em^ovwindende Bachernstraße in das Rem nen, wo die Fahrer genug Gelegenheit hatten, ihr ganzes Können aufzuzeigen. Der Held des Tages war diesmal Ivo g u r auf Belocette, der in 5.22 Minuten auch die beste Zeit herausfuhr. Sehr gut hielt sich auch Fowfi W r e ß n i g, der tro^ eines Sturzes das Rennen fortsetzte und mit seiner alten Tourenmaschine ein respektable Zeit erreichte. In der ?!eulings?ategorie sieg te K o s auf Puch in 6.41 vor ?Selle und Wesiak. Beim 2b0er Rennen behielt e-r i L auf Exeelstor in 5.34 vor Sober di<' Oberhand. In der 350er Klasse siegte ^ u n i f auf BGA in 5.29 vor öeriö, !^gur, Wreßnig und Avs. Die Kategorie 500 ccm sah 2 gur (Belocette) in 5.22 als Sieger. Es folgten Welle in 5.29.5, Lu8nir in 5.M5i Wreßnig in 5.36 und Oerie in 5.30. .Mariborer Zeitung'' Stummet 229. Dienstag, den S. Oktober 1SS4. Bartels-Kallmeyer. Herren: 1. v. Cramm, 2. v. Henckel, 3. Denker, 4. Rourney. 5. Des-sart, S. Frenz, 7. Tüs<^r, 8. TüÄen, S. Lund und 10. W. Menz^. : Vi« neue Motorrad-Gt«nden»eltrekord. A^f der Rennbahn des Autodroms zu Li?ws Monthlery ist der angekündigte Rekordversuch des französischen Meisters Louis Jean-nin auf sÄner 2^com-Ionghi-Mafchine erfolgt. Die Fahrt fan^ bei auheroroentlich qiuüstigem Wetter statt, und JeanninS Rekordversuch brachte drei ueue Wellrekords. l5r logte 5t) Km. in 18:47.41 (Stundendurchschnitt IÜ9.V58 Ahn.) zurück, ferner 50 eng-ltsck>e Meilen in Ä0:50 com., tnt»em Jean-nin die Strecke von 15S.243 Km. zurücklegte. Der bisherige Rekord war von W. D. Marchand auf Motosacöche im Jahre 1VL9 mit 15S.VS Km. geschaffen worden. Mavchand hatte auch die Weltrekords üHer 50 Meilen und 100 Km. inne, wogegen über die SV-Km.-Strecke bisher der Engländer Dobjon auf Nsv-Jmperial Rekordhältsc »oar. In der nächsten Zeit will Joannin neuerdings daran gehen, einige Rekords dieser Klasie. die derzeit Welthöchstleistüngen sind, wei:er zu verbessern. Nach seiner jetzigen Fahrt zu schl-ießen, dürft« er wohl wieder erfolgreich sein. : Mittti Jiwvinen, Finnlands hervor- ragender Speerwerfer, scheint jetzt ernsthafte Konkurrenz zu erhalten. Sein Landsmann S i pp a l a verbessert fich von Meeting zu Meeting und erreichte bei der letzten Helfingforser Veran/staltung eine Weite von 76.0S ^ter, also nur drei Zentimeter vom offiziellen Weltrekord JärvinenS entfernt. Allerdings hat Järvinen inzivischen seine Welthöchstleistung schon auf 7S.gg Meter verbessert. Sekün müblierte» Ammsr d. StscktvGrIc »n i^tetor »i» vs?»edev V«v. tt406 .-^siseiKee WWW»»^»,iWWWWUUG»sW >Vjl8eliv -um vlrä ins tiaus Lvnominen. Lut unä biUIir. KoroZka 74, parterre links.____11418 ^oktuo«! Dauor«?el» len mit <1em neuestsn rat (k^ortsclirltt). i(vin Vor-brennen, in IZH Stunäan. S0 Oinsr dei t-Iiesor. k'iiseur, Xröevins, ^lek5anckrova 7. U4IS KompOUiivn mit ca. l0.000^ 2V.000 OinLr >vls6 kiii' eln SilisonLosciiätt krtisncitlt ZIu-sekrikten unter »Komli^snon» SN älv Vervv. 11217 esZtti«/«» ASAneAi GGGWGVUGGWGGWGGGGG« kauten xesuckt ein ausl^e-Ävpltes ^unkvlbraimv» klxem plar tiss l^ral' oder Iii»iijekts-kauieeL. ^ndote sincl 2U rick» ten AN vr. dtmsr TZelser, l'e. Irre. Post l^lmdus iI416 8psrdllelior sller i^eläinsitute. Ltaats^^ertpspiere. Aktien vte. ksulen vir. In lllivn (tel<1trun^!V8kA S ru verksu-ten._ 11414 Xr«utiR»>«r. versctlte6sno tirS 5on. verkauft SnIoSna n». davijslna ^aäruxa. lilavni tr- l. I14M ^äbl. sepsr. A»««r Tu vor» mieten. SlomZkov tkx ISd. _11417_ Scdünes 0e»eliait»lok>l m l^tuj, Luter k^osten. rsntrsl ^e leTvn. virtl vorpsedtet. >N2U kra»on: H»>r»dor. _I12ZS_ ^übl. Aiii»Or tu vermieten. Ob Zelsznici 8. N42Z Qrovv5, kellez. parkett. Ä»-m«r mit kreiem Z^uxane, ös» äedeMrun«. am p»rlr »kle»ce» »n zivel Nvrren oäer I^rAu» lejn, suck kinävrloses dke» pssr mit VvrpkloxuaU zu vermieten. Xär. V«rv. NS5S e» ZoKSL«» »VGG»GV»GWVVGVVVUVW k'Ur itltvr« Peick5- äeutsetier, mSbl. Zllmmer möe lickst mit voUvr Pension «e-suelit. ^nxebote inlt preii u. »114Z5« »n öi« Ver^f. erdeten. N42Ü llM» 8«ei»«t tür ffleiol»»«!- tiU«» m«o vo» H >e»i»i«- Lr»«UUuoU» ImUs-Supvr. ^utopneu !4x5(). neu. dilllxst ^u verksuien. ^n, irssen unter »Inäls-i?upor« I ^-»rolles an ätv Ver>v Sonnixe, müdl. A««o?, 5ep.. ^u vermieten. podreSK» c. IS. 11377 Ammer «nä i'i?ö9 '2u vermieten. Podre2jo. ?er-^ kovsks c. 24. 11340 KSvIiIn mit 5»lire?>?eulrni88en. ekrUck, verläLIick. ^clit Ltelle. ^nirsee /^'.cks Milrova cests 67a/1l. 11409 ««FFS0 »VVVVGWVUVV^VVVffVVV Im V^on - Salon Olia Lcliram, l'attendaekova >verävn QelUttUw«, Äui«enom meu. N4V7 Luede ?u nvvvl kleinen Xin-(lern perkekte. In leäer Hln-»ickt vorlLVlleiie ^UssI« Otkerten mit ptiotoeraflliie er-I)«tvn an: Vllim Lonen. 8ndo. tiea. 11426 öllsetrlgsprsiial Ik«rr«s.......per lex Oin ^3'^ Intollieente ^ltv« In reiferen laliren wUnscnt kultivierten tierrn elirbar kennen /u lernen. 1/ntsr »Häusliclies Olllek« an älo Verv. 1141Z «MMMMMMMMMMMMMMMMMMO okno l^noekon» Ao»VfOi»>>tMrrv« . ??>««>«« 8vI»Hisvia>IrLpkv . . Lr»w»sl»........ okno öeivsxo . ^ll« ?l«iieI»«i'»v«Foi»«« uvii Dslikst»»««» »u ki»is;»t«a ?r«i««a. Z«». Z«nlt0» c. « . per lex Oln . per lex Oin II'«»» . per lex Din 4'— . per lex l^ii» 6'^ . per lex Din — e SVGsVGVGVVVGUGUGVVff, Sonnlses Lwwer 5amt Vor-plIvLunU um 500 Oln SN ein frjtulvln 2u vereeden. Stadtzentrum. ^6r. Verv. 11412 XnlÄvi^ell Vexe iqr ilire kerrliel^e ^ntoilnadmv un6 ?alilreie!io Veteilieune am l..eicl,endtt-LäNL-nisse, unseren innigsten Dank. 11424 M« tl»ttr>«DNi6«i Iviit«rd>I«d»i>Oo. o»nk»»guna. >^nlskllok 6es Ninsedeiöens unserer eeHedten Scl,voster. Sekv««erln. lANte um! lZrovtante. «te« f'rSulvin k»NNZf V»UM»>HN spreelten vir »llen k'reuväen uu«I bekannten kür llle uns entevxenxodraiiote l'vllnakme, kür 6le vielen Xranz- un6 Vlumevtpenöen. »ov,lv tUr ckie Soeleitunic «ur letzte» I^utlestRtts unä iür äaa mUnällck unä aekrittliek ent«oren«vdraelite vel-lelä unsvren watUstoa v«ik m». 11422 Die trauernd«! ^at»livrl»eii. 0em KlmI«. veleke» 6le Sekulo deiuedt unä «ekvüoiilieti i»t. «eben Lle jeclen lui trllli unä abend«, je l kleluea l^ütlel «1o» «e »climackvollen »Lnertlo« rur Stärkunie «!e» lZlute» unä der t^lerven unä ?ur Lrrejiun? cko» Appetit». Klnäer. velcke reirelmSvl» »Lner«in« einnelimen. »ind bvl rutem Xp petlt unä vlckerstanäsiSkle xetken »l1« Lr krankuntien. »Lnsrilii« »ur StRrkun« äes Mute», äer dlerven unö 6e» Xppetlt» verak-reiclien 8>» äen i^ääeden von 10 dl3 17 reu. tall» »!e veliväei'Ilek sinck. Da» i»t äie V/ecliselZieit del tert!ascl»s Din 35.— ke«. 8. Vr. 1S174/ZZ. . vdSS Mörsens ... I^ua dranolie iel» I»eute lQeI»r piu6er»! ZUaa« »st»»» »lokt R«ra» Hv«w «ta» krau »ieli d»u«rnck 6»« O«»!ekt pudert. Vi^e juaß« d^Ldedeo d«ak«a j»dook. d»»> «» Irei» »ad«rO« ösitt«! siot, 6»> und Olän- »ea der Uavt »« vermetdea. Ivl» ai»«r ^«künden, d»ss, Ks«u» etnem ^ten (Ae»iolit»vud»k 8el»»umer«m» vurde« H>fiO dl»» i»el dem 1^«»It»io> 8vl»»umor»m« ?ull«r der ?»U i«t. ^ie»«r d«a ß»»«ea ?aß k»tt«t. trot» kegoa od»r »«>i»»t b»i« ?»»» ia «in«ia ijb»rl»itiet«n ö»ll»»«>. Der?ok»loa 8ol»»umor»m« ?ude» viekt nur »nliattenck ui»d «»»iolitd»», »oadera «r i»t »ueli «in KervorrsAenäe» l1»utlrriiktigunß»mttt»l« da» da« immer «ia»» platten. r«1»»n. «erten l'elvi, um H>f«1cl»»n miol, die jungen ^kaelien d»»»id»n u«»d den »ll» Männer 1»«vuyd«rn. ./«ner der M» aeulivk eiaei» l^«^»t»»«tr»t mavlite, »»gt», » »«i meine »el^Sa« Haut und mela Ii«^liel>«r ?«iat dl« mn Tuerst »a«oik»v- . ^ 8le i»rUUvl,«n »l«i» nur «in«»1 am raße »u pudern, d«nn der i'okUlon ?u^er dleii»t HirlekUel^ l»»lieal ?» »ur N»«««Ke bei Iselii««» Xao «!»«aAel»««r»va» Ltevkea »oä keiüva m Ävv In die NandflSeiie ssleven Sie etvs» und mit der teuedten Hand reiben Sls lknLs der Aiiuskeln den sclimerzen-den lell de» Kttrpers ein. Sobald cliv tiandtiäctle varm uncl und trocken «evvorcken ist. dekeuellten Sie dieselbe noelimal^ und reiben neuerdlnsss die selimer^ende Stelle ein. Dies vie-ckerkolen Sie vlnlllv ^ale. »odann umvlekeln 8ie den ein-eorlebenen Körperteil mit einem wollenen Streiten oder ei nem >Votttueti. Vss l^assieren viederbolen Sie lewel bis dreimal tS«Iiek. im vedaristalle aueii vtters. verelts nacit den ersten Linreibunsen Verden Sie ein aneeneilmes (ZeMlil un^ Lrlvlelitvrune der SekmerTvn wal^rnelimen. Sobald Sie daü »er»nT»to I^nvolilsein oder Velken fitklon, reiben Sie den Körper mit ein, denn dies kann der ^nians einer scliwereren Kranklieit sein, welctior Sie mit etvas »^1.0^« vordeuUvn können. ist überall eriliiitilcli unä kostet elno I'lasciie vin 14.—. I^ee. 8. Vr. 18117/32. 1V5Z? M^om tieketan 5elin»er,v erkvllt, x«d«n vir kiemit 6i« tr»urixe l>Iaeiiriel,t. 6»k ^ unsere innixitxvÜebte, ber-«n»xut« ua6 k«»oixte (-«ttin. t>e-iet,unjk»^ei»e Butter, Lc^viexermuttor» ^roÜmutter, Lel^v«»ter Kino 1'»nte, l^r»u ci»r» I^«M«r nsell sekverem» mit (-e«Iu!6 «rtr»xek«n l.si6ea Lonnt»x, 6on 7. Oletvkor im 71. l^v!zen»j»kro «akt im ttvrn» entiel»l»kvn i«t. Die tvuro D«!>inxe»cliisuläir. Zwerv-ekoxx und 8eliwiexersoi>nv HerlH 8eltvvstvr. a»6 liieitt«». jL^tieda^te« ««t ittr dio k«d,^tioi» v«-»»»vertU«^, Vdv — Vrvok d», »kl»^l,or>k. U»K»N»>« t» N»ril»»i^ ^ d« ttvr»u.5ei»ee »»d dio 0ruvk vieel^t« Ateoi^«» Leid« H»ot»ok»L> t»