Nr. 66. Donnerstag, 22. März 1906. 125. Jahrgang, OMcher MM. ^"«««rntionSprtii!: Mi! P ost v r r < c n d » >, n : nai'zjahri,, »0 «/halbjährig ,k> «. Im »°i,»l,s: Wnzjährin " ^, halbiählin ,, X. ssür d,s Zl,strllll»a ins Hn»5 nai'zjährin L X—Insclüh . ssiir llsioc ^„jsrllls l>!s zu 4 Zrüen 50 l>, grös^re pcr )lrNr 12 l,: l><>i öürrr» Wirdslhuliiunri, pst ^silr « l, Dir »Laibachrr Zsüui,«' sllchciüi «üssüch. nn> Vlu^imlimr bei Eoü»' u»b ssfirrtofls 3>f «ldminiftration besinbel sich HlilMshpIcch Nr, 2, b,!' Mtdaltiou DaNoniinnus!,' Ä!r U», Eprslüstoübs,, der Nisbaliio» lw» « l>>« 1" Uhl vor> miXnyi!, Uüflniilissll' Brirsr ttxrdei, „ichl anyriiomnien, Ma»ü!lrip<<' nich« zurüclgestellt. 2ImtIicher Teil. Teine k. und k. Apostolische Majestät haben nnt Allerhöchster Eutschließung vom 1«. März d. I. oon Geheimen ))iat Erlvin ^reiherrn von ^ ch w a r tzena u über sein Ansnchen, unter voller Anerkennung ,>i„or init treuer Eingebung und ^mfopscning geleisteten vorzüglichen Dienste, vo,n ^mte des Statthalters in dei' gefürsteten Grafschaft ^ii? < "'^ ^"" ""'u>e Vorarlberg in Gnaden zn «t Nm"! "'^ "in znm Tenatspräsidenten !>. Iuui dieses (Gebiet be-n'ihren sollten, aufgefordert, gewisse von ihren Schiffen teilnehmen zu lassen. Man möchte solche Dampfer heranziehen, die auf der Ausreise das Mitk'Imeer und die 3iidatlantic, auf der Heimfahrt dao Mittelmeer kreuzen. Dampfn, die die Pm'l oder Passagiere befördern, find im allgemeinen von der Teilnahme ausgeschlossen, ^ebenso Dampfer, deren Fracht aus lebenden Tieren, gefrornem fleische, griinen ^rilchieu oder (^emnsen besteht. Die ^i'ilirer der kooperierenden ^ahrzenge müssen sich den ihnen erteilten ^Mtruktionen fiigen und etwaigen Signalen gehorche,^. Sie werden ersucht, ihr Bestes zu tuu, um dein feinde zu entkommen, und jede Information, die sie besitzen mögen, den Kriegsschiffen der eigenen Partei mitzuteilen. Sollte ein feindliches .Kriegsschiff auf eiue Distauz vou drei oder weniger Seemeilen herankommen, drei Schüsse abfeuern und den Befehl zum Beilegen signalisieren, so soll das betreffende Fahrzeug al^ genommen angesehen werden, stoppen und ein An-bordkommeu gestatten. Das russische Handelsministerium. Zu dem kürzlich erfolgten Wechsel an der Spitze des russischen Handelsministeriums wird ans St. Petersburg geschrieben: Bis vor wenigen Monaten hatten die (Gebiete des Handels und der Industrie in Rutland kein eigenes Ministerial-ressort, sondern waren bekanntlich zu ^,ier Abtei lung im Finanz-Mimslerium vereinigt. Erst mit dein Rücktritt des verdienstvollen ivinanzminislers >iokoveev wnrde dicse Abteilung zn einem selbst-ständigen Ministerium erhoben. Zum eriten (5hef des Ministerinnis für Handel, Industrie mid Han-delsinarine ernannte der, Zar den seitherigen ober- Timirjazev, zu dessen i^ehilfcn den bisherigen Ministerial-Direk-tor ^eodorov. Nachdem die Ministerlaufbahn Vasil v. Timirjazevs in der iiberrafchend kurzen Zeitspanne von kaum orei Monaten und damit eine fast zlveiunddreisjigjährige, an Verdiensten und Auerkennunge7i reiche Arbeit im Dienste seines Vaterlandes ihr vorzeitiges Ende fand — eingeweihte .kreise behaupten, das; der Premierminister nur die llnterdachbringung der Handelsverträge durch den sachkundigen Timirjazev abgewartet hat, um diesen unbequemen Kollegen zu beseitigen ist der wirkliche Staatsrat iveodorov zu feinem Nachfolger — wenn auch einstweilen nur als Verweser des Ministeriums — bestellt worden. Michael Mihajlovi? ^eodorov hat seine Barriere im Sturmschritt zun'ick-gelegt. Begründer und Organisator o<>r offiziellen St. Petersburger Telegraphen-Agentur, hat er diese bis zum Jahre M>.j geleitet und war zugleich Chef redakteur der finan'»ministeriellen „Torgovo Pro-inn^lenskaja Gazeta" «Handels- imd Industriezeitung», worauf seine Ernennung zum Ministerial-Direktor erfolgte. Das Wesen ^eodorovs, der heute noch kaum über vierzig Jahre alt ist, zeichnet eine besonders ansprechende ^rifchc und Natürlichkeit aus, die sich auch dem Geiste seines Ministeriums mitgeteilt zu haben scheint. Politische Ueberficht. Laib ach, 21. März. Herrenhausmitglied Freiherr von Berger veröffentlicht im „^remdenblatt" Betrachtungen aus Anlaß der Debatte über die Wahlreform im Abgeordneienhaufe, in welchen er ausführt, daß selbst aus den Reden der oppositionellen Redner hervorgeht, daß die Regierung mit ihrer Aktion in der Wahlrechtsfrage den richtigen Weg eingeschlagen hat. Sie begegnet keinem absoluten Widersprüche, weil jeder ernste Politiker fühlt, daß die zugunsten der Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes wirkende geistige Strömung von so elementarer Stärke ist, daß sie nicht mehr aus die Dauer zurückgedrängt werden kann. ^rei-herrn von Gantsch brauche nicht bange zu sein. Wer mit solchem Geschick so Großes wagt wie er, muß Feuilleton. Harte Menschen. Roman von Alexander «Smer. (43. FortjehMlg.) «Nachdruck verboten,) Miv'a<^n"l^"^ ^"' "l'tmütiae Mensch, dev feiner m »? .^.' m ^""w! Es war zn schändlich! Und r n^r ." N"'d.r. wir haben ihn so li.b gehabt. ia a^,.^ '^ "" 2" "N5 Hans nnd cr hingen mmM ^''r '"" ^"" nn,d Sohn - aber di. unäll 3 i/ ' ^", """""" lxit. die da nach memnn N^ckl cl>en Sohn w ihm newcsen ist, di. nn.ß ^e Nmd^ .^roen, die wird l^efnnden. werden " ^t^.^.f'7^^"" ""'" wunderbaren An^en die b^ n^''""^'''' d«. schien der Alten sehr un. Nonii^'^ ,','/'' '""no lich hin nnd her. in den. Augen ansznweichcn. Ilse lmms^n, ,"''^""l "'U' Tvnr haben", sagte Nr.m Sohn c "^"^^"'"""^ U"sscn, daß nach ten -" "" ""derer da war bei dein Ernwroe- Sie daranf^,.^'" ^ll^ ^Z »viss^,? Wie kommen .Mietplötzlichw" ' 5"bach'". ^rm« Eckhojf ..Ich bin .ine alte unbe^ Aufregung. Mäßlichen Ding. aa>n l ? ?""' "" durch di.-se Si. nnch nicht s"o an m ^^f'' ^"'w.rden, sehen keilchte. ' ""' ^'^ "nch „icht anc'." Sie . „ ^^^"' zupfte Ilse an, Hnnel ^ . , ,, „Nehmen Tie, etwas Brom. Hrau Eckhoff, das beruhigt", sagte Ilse in ?ine,n seltsamen, leise spot-tischen Tonfall. „Sie erschrecken nanz unnötig. Wir alle, die wir an die Nnschnlo Ihres Sohnes glauben, liehinen doch damit an, oere, die mir von jeher nnhenn-lich geniesen ist. Die lvollen ja nnr spionieren. cw>ao hvmnslockeii aber das ss^Iinnt ihr nicht!" Ük'schen sah sie ganz verständnislos' an. „Ach Mutter! Wir wissen ia nichts, ans ,ms ist schwerlich etwas heransznlocken." Di.' Alte hielt ii, ihrem Auf- nnd Abrannen inn.', sie starrte vor sich hin. „Hast r^it. Töchterchen, wir wissen ja nichts. Geh' jetzt nnr. laß nnch allein, ich bin am liebsten allein." XV In Ils nua aus. da schante ?:iemand hinein. „Laß mir Zeit - meine schwere, Tlvle kann das Glück nicht fassen, nicht solches Muck" — die Wort?, oil' er zn ihr gesprochen bc'i ihrem letzten Sehen, tön» ten fort vor ihren Ohren, Er Nxir abgereist nach Paris — hattl' er seinen Schwnr eingelöst und seine Auf> gäbe erfüllt? Welcher Art war sie Z?wesen? Di? fcste, starke Ils.' zennartc-rte ihr Hirn, Auf jliien Vriefnmschlägrn auf des Vaters Schreibtische hatte der Name Oslm- Müller g^tanden. Der Inhalt lvar in d?n Händen des Besuchers geblieben, dessen der Vater zu ihr nie lnehr erwähnt?, Georg Nellvr hatte jedenfalls Bl^iehunaen zu oein Erniordeten gehabt, Sie war seit jenem Tage viel nnt dem Vater allrin. es war ein stummes, aeheimes Einverständnis zwischen ihnen, an dem mich sie nicht mit Worten rührte. Das Verhältnis d?s Mannes, den sie li?bt?. zn ihren, Stiefvater war für sie ja aufgeklärt. Es war die alte, alltägliche Geschichte von Liebe. Leidenschaft nnd Treubrnch von, betörten Mädchen, das den Schwüren eines verliebten Mannes glaubte. Wärmn hatte man in unserer Sprache für solch? Enipfindun s,en das Wort „Liebe" und entweihte?s? „Verliebt-heit" lvar die einzig richtige Bezeichnung dafür. In diesen, ssalle war wohl das Mädchen traurig an ihrer Schwäche zu.qrund? gegangen, nnd nacl, langen Jahren erstand ibr f?tzt c>iii Nächer, Ach. N»ir blinden Menschen! Gott I,ntt»' liniae gerächt, bevor die schwere Anklage «uti« ^«t. Mag sein Charakterbild heute nuch von der Parteien Gunst und Haß verwirrt werden, in der (Geschichte wird es nicht schwanken. Vachsond mit seinen höheren Zwecken hat er neben den Größten einen Platz sich erobert und wenn nicht schon der Erfolg des Tages, wird die Geschichte einst Freiherrn von Gautsch recht geben. Das Ergebnis der am 1. Dezember 1905 durchgeführten Volkszählung i in Deut -scheu Reiche Ikgt, nunmehr vor. Die Volks-zählung ergab für das Reich eine Bevölkerung von 60.605.1^; Personen, davon sind 20,Klj«.0!)6 männlich, 50,7:57.087 weiblich. An der Neichszahl sind Preußen mit 37 :i Millionen, Bayern mit l>-5, Sachsen mit 4-5, Württemberg mit 2 ^ Millionen beteiligt, so daß auf die vier Königreiche 88 -48 Perzent der Reichsbevölkerung entfallen. In Großstädten, das heißt Städten mit 100.000 und mehr Einwohnern, deren e5 jetzt 41 im 3ieiche gibt — die größte davon Perlin sä,040.222), die kleinste Wiesbaden (100.955) — wohnen 11,498.049 Personen oder 18-97 Perzent der Reichsbevälkcrung. Da bei der Volkszählung vom 1. Dezember 1900 die Neichsoevölkeruna. mit 56,367.178 Personen festgestellt worden, ist die Einwohnerzahl in den letzten fünf Jahren um 4,238.005 oder 7-52 Perzent gewachsen. Im gauzen hat sich die Einwohnerzahl des Deutschen Reiches seit 1871 ldamals betrug sie 41.058.792» um 19,546.391, also um 47-61 Perzent vermehrt. In einer der „Pol. Korr." von unterrichteter Seite aus St. Petersburg zugehenden Mitteilung werden die Gerüchte über eine Erschütterung der Stellung des Ministerpräsidenten Grafen Witte, über Gegensätze zwischen diesem und dem Minister des Innern D u r n o v o, und über geheime Koalitionen zwischen Durnovo und dem Grafen Ig-natjev als vollständig baltlos erklärt. Graf Witte hat siä) in der Zusammenarbeit mit Durnovo dem Standpunkte des letzteren immer mehr genähert und der amtliche Verkehr zwischen den beiden Staatsmännern ist auf gegenseitige Unterstützuug zur Erreichung der augestrebten politischen Ziele gerichtet. Auch in den persönlichen und gesellschaftlichen Beziehungen Wittes und Durnovos herrscht volle .^annonie, wovon man sich unter anderem gelegentlich des „parlamentarisch-diplomatischen Rout.s" überzeugen konnte, zu dem sich im Ministerium des Iunern über fünfhundert Gäste einfanden. Nicht so ungetrübt ist der Kontakt zwischen Durnovo uud dem Grafen Ignatjev. die sich lvoit eher als Antagonisten im Wettlauf um ein hohes Ziel gegenüberstehen. König A l f o n s o v o n 3 p an i e n wird, wie man aus Madrid schreibt, dieReiseua ch d e n Kan a risch en Insel n am 22. oder 23. d. antreten. Die Fahrt erfolgt mit dem Dampfer der Transatlantischen Schiffahrtsgesellschaft „Alfonso XII.". d>r jedoch auf Wunsch des Königs von einem Kapitän der Kriegsmarine befehligt werden und auch die Bemannung aus den Reihen der letzteren erbalten wird. Der König, in dessen Begleitung sich die Minister des Kriegs, der Marine und des Fl> mento, sowie die Vertreter der kanarischen Inseln im Senate und im Teputiettenkongresse befinden werden, beabsichtigt, sämtliche Inseln der genannten Gruppe zu besuchen. Wie man aus Paris schreibt, erklärt sich General Voyron, der zur TruPpcninspiziernng nach Indochina entsandt worden war und nun nach Frankreich zurückgekehrt ist, vom Ergebnisse seiner Mission vollständig befriedigt. Nach den Mitteiluu-gen des Generals hat er in Indochina ein Gebiet entdeckt, welches sich für die Unterbringung europäischer Trupven vollständig eignet. Es ist dies die Region von Lang-Biang, etwa 300 Kilomeier von Saigon entfernt. Das Gebiet hat eine ,^>öhe von 1500 Metern über der Meeresfläche und entspricht allen klimatischen Bedingungen für die Unterbringung europäischer Truppen. Es wäre sehr leicht, dort ein Lager zu en'ichten, wo die noch nicht akkli matisierten Truppen sich unter denselben Bedingungen befinden würden, wie in Frankreich. Der Ge neral fügt hinzu, daß Frankreich ein Interesse daran habe, feste Bündnisse zu schließen, denn, wenn es sich in Indochiua plötzlich einem starken Gegner gegenüber befände, so würde es in die größte Not geraten, da es „jcht imstande ist, genug französisch.' Truppen daselbst zu erhalten. Tagesneuisiteiten. — (W i e häl: man «'in durchgehendes Pferd auf?) In emer französischen Revue lesen wir: Vor kurzem raste zu Montreuil ein vor einen lachten Wagen gesinntes Pferd durch die Straßen. Eut schweres Unglück schien unvermeidlich. Ta sah öer> Bauernsohn Leopold Horsin das Pferd, das noch fünfzig Meter von ihm entfernt war. Im Nu zog er seinen Nock aus und fing an, denselben so schnell al5 möglich in Kreisen herumzudrehen. Das Pferd bäumte sich, blieb aber auf einer Entfernung von zwei Metern vor ihm stehen. Das Pferd wurde ergriffen und Horsin zog seinen Rock wieder an. „Ich bin ein Aauernsohn", sagte Horsin zu den Umstehenden/die ihre Bewunderung über das Geschehene ausdrückten, „schon mehr als fünfzigmal habe ich in ähnlichen Fällen dasselbe Mittel angewenoet und es ist mir immer gelungen. Man braucht nur einen Rock oder eine Schürze oder ein Stück Leinwand in Kreisen herumzudrehen, um ein durchgegangenes Pferd zur Ruhe zu bringen. Die Pferde springen nicht zur Seite, sie bleiben bewegungslos stehen, w?il drehende Gegenstände ihnen Schrecken einjagen und dadurch werden sie beruhigt. (?) — (DieMitgift der K l e o p a t r a.) Aus Paris wird berichtet: Tie Liebeslegende von Anto« nius und Kleopatra sucht der italienisch? Gelehrte Guglielmo Ferrero in einem Artikel der „Ncvue d? Paris" zu zerstören. Er bemüht sich, an Dokumenten und früheren Forschungen nachzuweisen, daß zwischen der Königin von Ägypten und dein römischen Feld Herrn bloß eine „Vernunftche" zu Anfang des Jahres 3l; v. Ehr. geschlossen worden sei. Antonius habe sich dazu verstanden, weil Klcopatra sehr reich war, und diele habe in dein römischen Krieger den rechten Mann gesehen, um den Inliigen des Hofgesindes die Spitze zu bieten und ihnen aufrührerische Gelüste auszu-trciben. Den Titel ..König von Ägypten" habe Anto» nius nie annehmen wollen und auch seine erste Ehe mit Octavia habe er nicht gelöst, wc,5 als Beweis für seine Auffassuna der Verbindung mit Cleopatra angesehen werden könne. Daß er in diese nicht sterblich verliebt war, wie im Thakespeareschen Trama so hinreißend dargestellt wird, gehe schon aus der Tatsache hervor, daß er gleich nach der Hochzeit Ägypten verließ und sich nach Pcrsien begab. Wie schade, aus Antonius einen modernen Mitgiftjäger zu machen! Tie Legende war jedenfalls schöner. — (Berlioz und dic Hüte seiner Schwestern,) Welchen 'Mbclästigung/en die Nei» senden früher in Italien zn der Zeit, als es noch nicht geeinigt war, ausgesetzt waren, davon gibt ein Zitat ans dein An?gabebuch Hector Verlioz', das jetzt in der „Nevne de Paris" abgedruckt ist, ein Beispiel. Der Komponist schreibt am 2l. Mai 18A2 aus Mailand an. seine Mutter: „In Florenz habe ich die Hüte gekauft, die Ihr mir aufgetragen hattet, für meine Schwestern mitzubringen; ich ssestehe Euch, daß sie mir infolge der Verzollungen schon gräßliche Belästigungen verursacht haben; aber jetzt ist es damit vorbei und ich lache darüber." - In seinem Ausgabenbuch aber steht: „Für die Hüte, Zoll in Bologna A! Ba-M-chi; für die Hüte, Zoll in Modena 2 Frantcn', für die Hüte, Zoll in Parma 2 Franken 25 Centimes; für die Hüte, Zoll im MailändiMn -4 Franken; für die Hüte, Zoll in Mailand 2 Franken' für die Hüte, Zoll in St. Martino l Franten 50 Centimes." ^ (Tie bisher größte Leistung im Fasten) soll ein m der englischen Stadt Carlisle lebender Reisender vollbracht haben. Der an Verdau-nngsschwäche Leidende tränt 42 Tage lang das Wasser von abkochten, Hafermehl und während der damnf folgenden 18 Tage gewöhnliches Brunnenwasser. Der Fastende gab an, dadurch sein Leben nicht nur nicht gefährdet, sondern auch seincm Magenleiden gründliche Abhilfe geschaffen zu haben. (Eine Brücke auf Wolle.) In der kleinen Stadt Wadebridge in Cornwallis ist eine Brücke gebaut, denn Konstruktion einzig in ihrer Art sein dürfte. Infolg? der reißende», Strömung erwiesen sich gewöhnliche Steinfundamentc als nicht wider-standsfähig. Versuche mit anderem Material waren ebenfalls erfolglos. Schließlich wnrden mit Wollab< fällen vollgestopfte Säcke in den Strom versenkt nnd Pfähle eingerammt. Das seltene Fundament hat sich besonders fest erwiesen. __________ Lotal- und Provinzial-Nachrichten. Kulturarbeiten. Von Michel Angelo Freiherrn v. Zeis. (Fortsetzung.) Nach dieser Abweichung kehr.'n wir zn den bestehenden Verhältnissen zurück und wenden uns dein Stolze des Nudolphinmns, den archäologischenTamln-lungen, zu. In erster Linie suchen wir die Ausgra bungen aus dein Laibacher Moraste auf — bilden fic doch den Stolz des Museums. Selbst Laien haben von den Pfahlbcmfnnden, ihver Wichtigfeit für die Wissenschaft gehört und sind begierig sie kennen zu lernen. Tenn dao meiste Inter esse hat der Mensch doch für den Menschen' ein riw selhafter Drang zieht ihn zu den Spuren sei »er Vor fahren — schon um zu erkennen, wie weit sie es in der Zwischenzeu gebracht hab?n. Voll hochgespannter ErNxirtnngen betraten sie den Saal mit unverkennbarer Enttäuschung verlassen sie ihn. Tenn sie finden nnr einige Kasten voll schwarzer Scherben, von sonderbar bearbeiteten Tni° nen, Dinge, böi denen man nicht einmal erkennen kann, ob sie Knochen, Steine, Ton oder Metall seien. In der Mitte, alo Hanptstiick, das Modell eines Schiffes, das auch meist gebührend bewundert und bestaunt wird. Leider ist das ein „Bluff". Denn aller WahrfclMnlichteit nach stammt es nicht ans der Zeit um >2M vor Christus - sondern ans d?m M. Jahr lmnderte nach Christuo. Eine photographische Auf nähme der Fnnostelle des Fahrzeuges ist auch zu schen — eine solche eines Einbanmes aber nicht, der ja aas gewölmlichc Boot der Pfahlbauer war nnd auch in mehreren Ercmplaren im Moore gefnnden wor den ist. Was soll also der Laie, der ja die Mehrzahl der Besucher des Museums bildet, mit all del, Scherben. Knochen und sonstigen Überresten einer alten Kultur machen, die ihm gar nichts sagen nnd auch nicht sagen können! Er kann noch so überzeugt austiisen: „Wie das interessant ist!" mit Aufmerksaniteit die Gegenstände betrachten — ich glaube es nicht. Teim ich weis;, wie es mir selber erging, bis ich lernte, mir ans spärlichen Überresten ein Bild der entschwundenen Epoche zn mach?n. Eine solche Rekonstruktion aber erfordert anßer einer gewissen Phantasie gewisse An regungen, die hier nicht geboten werden. In erster Linie käm? für die ganze archäologische Abteilung ein Katalog in Betracht, der aber nicht besttht. Wenn ei, noch so flüchtig gearbeitet wäre. zum Beispiel nicht alle Stücke, sondern nur die wichtigeren nmfasson würde, könnte er mehr wirken, als hundert gelehrte Abhandlungen. Tenn da würde das gedruckt? Wort durch den Gegenstand selbst erläutert werden, und umgekehrt ^ ein Vorgang, der bei oen Pädagogen als Anschauungsunterricht bekannt und geschätzt ist. Es ist für die Betrachtung gar nicht einerlei, ob man weift, daß die rohen menschlichen Figuren nicht Spi,el° zeuge, sondern wahrscheinlich Idole waren, daß die kleinen, dickwandige!, Tiegel znm Gnsse von Metall dienten, das; diese Gegenstände Handmühlen, jene Nadeln, diese Dolche usw. vorstellen. Und man würde schließlich seine Zeit nicht mit, dem verständnislosen Betrachte» gänzlich uninteressanter Stücke verbrin gen, nnd an Wertvollen, varnbereilen wenn eben ein Katalog bestünde. Aber er besteht nicht - und so ziehen jährlich Tausende gedankenlos durch die Säle und wundern sich, was die Gelehrten an den Scherben finden können, Ebenso wie der Katalog fehlt anch dci5 Modell eines Pfahlbandorfe?. Tie moisten kennen da5 Wort. doch verbinden sie damit keinerlei Vorstellung es wäre also wünschenswert, wenn man sich zur Beschaffung eines solchen entschließen würde. Es wäre jedenfalls lehrreicher al> die höchst naiv kindliche ^Tarstellnng einer Schutzhütte, die in einen, Tepot modert. Als weitere Illustration könnten Bilder derzeit bestehender Pfahlbauten dienen, (Fortsetzung fol-it) Richard Wagner-Konzert. Festaufführung der Sängerrunde des Laibachei Deutsche» Turn- Vereines z» ihrem LUjiihrinen Vestande. 1l. Tie Vortragsordmmg, sinnig und geschmackvoll zusammengestellt, beschäftigte in fesselnder Ab« wcchslnng del, Manner-, Tamen- und den gemischteil Chor, nnterbrochen durch Einzelgcsänge und orche» strale Zwischenspiel?, Sie erinnerte in ihrer Reihen' folge an das Konzei t, das einst der Meister i., Mannheim cmfge.führt hatte. Die Anteilnahme der Zuhörer' schaft steigerte sich <',,«ch von Stück zn Stück nnd erreichte ihren Höhepunkt beim herrlichen Schlußchor. In würdiger Weise leitete das Konzert der zweite Teil aus oem einzigen Oratorium, das Nich. Wagner vertonte. „Das Liebesmahl der Apostel", ein. Das Werk, in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bereits in Druck gelegt ldie erste Auffüh° rung fand 1843 in Dresden beim sächsischen Männer« gesangsfeste statt), bildet eine biblische Szene, deren erster Teil eine Versammlung der Jünger und Apostel nach den, Tode Christi darstellt, die abwechselnd in Vokalchörcn ihrer Andacht, dock) auch ihren, bangen Zagen Ausdruck geben. Plötzlich erfüllt Brausen die Luft! Welch Tönen, klingen! Sie fühlen den heiligen Geist das Hanpt umwehen. Das Oralster fällt mit denn ganzen ^llangzanber Wagnerfcher Kunst ein, indem der Streickierchor. vierfach geteilt, ein zanber Haftes Säuseln beginnt, über loelclM, Akkorde der Holzbläser aufleuchten. Das zarte Säuseln wächst zu mächtigem Brausen an, bi5 sich di? Znubormacht des. Meiste, > in der blendenden Instrumentierung ent» faltet. Laibacher Zeitung Nr. 6ä. . 597 22. März 190si. Das Konzert brachte der Länge des Werks wegen nur den zlveiten Teil, wo das Orchester einsetzt, wodurch allerdings der gros^rtige Effekt des Gegen» saheZ zwischen beiden Teilen verloren ging, aber im» rnerhin den wirksanicren und dein Publikum auch zu-gänglicheren Abschnitt vermittelte. Eö folgten sodann die Chöre der Friedensboten und Teiiatoren, die Ansprache des Nienzi, der Kriegs-marsch und die Schlachthyinne mit dem abschließenden Emzelgesang Nienziö. Eine ganze Welt liegt zwischen diesem Werke und den letzten Schöpfungen des Mei-sters, und doch pcult den Znhörcr auch heute noch die Kraft nnd Leidenschaft, die a! „Holländer", „Tannhäuser", „Lohengrin", die den entscheidenden Abschlus; der künstlerischen Ent-Wicklung Wagners oarstcllen, auf denen das unsterbliche weitere Schaffen aufgebaut erschien, waren mit dem Spinnerchore, der Ballade Sentas nnd dem Chor dn norwegischen Matrosen, „Lohengrin" mit dem Nrantchor nnd der Gralsfage. „Tannhäuser" mit dem Chor oer heinikehrenden Pilger und dem Gebet der Elisabeth sowie mit dem Einzngsmarsch vertreten. Das Spinnerlied und der Matrosenchor sind im schönsten Sinne des Wortes ebenso volkstümlich gewor» ,".' wl? der Pilgerchor und der Einzngsmarsch der waste aus der Wartburg. Längst Gemeingut aller muntal,sch Gebildeten, erscheint es unserer Generation ian undenkbar, daß es Zoiten gab, wo diese nnt dem Vcrzbln e ües Meisters geschriebenen Werke, in denen unbewnßt der Geist 5,5 P^f^ s,l^ zuni Ausdrucke ^'"/""" ^'"ssche,, Unverständnis von Publikum und ""'l begegneten nnd das; es eines MenschenalterZ oeon^te, mn der wahren Erkenntnis von d"r echten und wahren sinnst Bahn zu brechen. ^rrllch ichlos; die Festauffiihrulig »iit dem Preis-'' , öes Walter Stolzing nnd der Apotheose, des .Van» ^nchs nnd der dentfcl,en Kunst sKonz"rtein. richtuiig von C. Kystler). Was hätte anch sinniger am Wagner^tonzert schließen können als der Hin-Wols darauf, das; auch das niichterne Treiben nno Leben des Tages vom Geiste des Idealen dnochleuch-tct sein muß, das Preislied von deutschem Leben und deutsche Knnst, der in Bayrenth die prangende Götterburg erstehen sollte. Das gesangspädagogische Talent des Sangwartcs, >V«rrn Viktor Na nth, wirkte Ncwnndern Zwerges, denn die gesanglichen Leistungen des großen gemischten Chores, der ^egen 140 Sänger und Sängerinnen ins Treffen führt?, waren in bezng auf .Mangschönheit und geistige Belebtheit ganz außerordentlich. Zündend uno hinreißend wirkte aber der echt jugendlich begeisterte Schwnng nnd Zng, der die Aufführnna. beherrschte. Man hörte es ordmtlich heraus, wie jeder lnnzelne Sänger, jede Sängerin sich mit frohmutiger künstlerischer Hingabe ihrer schweren Aufgabe gewi!> met hatte. Die freudige Begeisterung ieilte sich anch ", "'"""'"' das der Dirigent nach dein 57. .^ l Vorbilde einhielt und die einzelnen Werke plastisch hervortreten ließ. V6 A^Drchester, bestehend aus der Musikkapelle ^'^"'"ut'lieregiinents. verstärkt dnrch kunst° l-enndNch^ Streicher m,s Laibach und Marburg, er° me^ jich Wenfalls seiner lieikleu, volle Hingabe er-« l "'^ Aufgabe gewachsen, uud verdient ehrliches ^00. ^)aß es manchmal zu kräftig war, lag in der Natur der Sache. Emen ausgezeichneten Künstler hatte die Sänger- m,oe an dem Opernsänger Herrn Karl Noß ans "'"3 gewonnen. Er ist mit einer prächtigen, e,«,!„,«, l,,-i„«c„ i»' ^mnch«n,«"',n'chik. "ch ^,! .'^ '" W°!w„, Der Dirigeltt Herr Viktor Nanth Nnil de durch herzluiien Beifall nnd Widmung eines prächtigen Lorbeerlranzes verdientermaßen gechri. Das Nanner der Sängerrnnde schmückte Frau Marie Wett ach namens der Franenortsgruppe des Deutschen Schul' vereine, mit einen» schönen Bande. Dem Konzerte solgte ein ^estkommers in der Glashalle des Kasino, wobei die Militärkapelle mit-wirkte. Es wurden dem Anlasse entsprechende Ansprachen gehalten und Herrn N a nth sowie Herrn Dr. Zangger, der bei allen Proben die Klavierbegleitung besorgt hatte, sinnige Erinnerungszeichen an ihr erfolgreiches Wirten gewrdmet. Nebst den bereits genannten Honoratioren beetirte das Festkonzert auch Herr Finanzprokurator Hosrat Dr. Raeic- mit seinem Besuche. .1, — (Zur Prüfnng für den höheren M i l i tär s ustiz 0 ienst) im Novemberternnn M»l) werben nur Hauptmannauditoren bis zum Nange vom 1. Novenibcr 1898, im Novembertermin 1!«)7 nnr solche bis zmn Nan^ge vom l. Mai 189!) zngelassen. I»n Maitermin 1907 fuldet kein? Priislins, statt. - (Z u r P r ü s u n g z n m S t a b sarz t) im Jahre l9<»ll wlllden 1l! Negimentsärzte l. Kl. tourlich nnd 5 vorzeitig bestimmt, darunter tourlich Negi-mentoarzt Dr. Wenzel Pl 0 c des Infanterieregiments N'r. 97. Die Prüfuns, findet in der Zeit vom 5. bis 14. November statt. — (Die Handels- u n d G e w e r b e k a in-in erinLaiba ch) hält morgen um ^ Uhr nachinit-ta«s im Nathanssaale einc ordentliche öffeirtliche Sitzung mit folgender Tagesordnung ab. l.) Vorlage dec' Protokolls der letzten Sitznng. 2.) Mitteilungen des Präsidinms. >j.) Mitteilungen des Sekretariats. !,) Wahl des Präsidenten, Vizepräsidenten, provisory schen Vorsitzenden nnd dreier Nechnungsrcvisoren. 5.) ^ionstitnierung der Ausschüsse. 0.) Wahl zweier Vertreter 5er Kammer bei den koinmissionelle'n Verhand« lungen wegen Sicherstellung der Narnralverpflegung für das Heer. 7.) Wahl von Vertretern der Kammer in den Schulausschüssen der gewerbliclien Fortbildungsschulen in Gottschee, Neifnitz, Gurkfeld, Bischof, lack nnd Lnibach. 8.) Wahl eines Kmnmerdelegierten im >loNeginm für die Verleihung der Johannes MlakarMn Stiftung. 9.) Wahl von zniei Mitgliedern des sozialpolitischen Nates. 10.) Bericht über die Gc-Währung von Unterstützungen an Teilnehmer des Fortbildungskurses für Lehrer an gelvcrblichen Fort-bildnngsschulen. 11.) Gesnch deo Gehilfenausschusses der .<,lleidermachelgenossenschnft in Laibach zur Ver-anstaltung von Fachkursen. 12.) Eingabe, betreffend die geiverbliche Arbeit in der Zwangsarbeitsanstalt. 13.) Bericht über ein Gefuch uni Konzession für den Betrieb einer Leich"nbestattnngs Unternehmung in Laibach. 14.) Bericht über die Neorganisation der gewerblichen Vorbereitnngskurse in Laibach uno über das Gesnch nm Erhöhnng tx'r Subvention für die ge< wcrbliche Fortbildungsschule in Laibach. 17».) Bericht ülx'r die Zuschrift der Post' und Telegraphendirektion in Trieft, betreffend die Manipulationsa.ebühren für Postsendungrpflichtigen Ge-genständen. 1<».) Bericht über den Erlaß öes f. k. Handeloministerinms, betreffend die Vergn'tnng von Neiseauolagen an .Uammermitglieder. 17. Berichte über die Anträge des Kannnermitgliedes Herrn Ivan Kregar, betreffend :>) die Errichtnng einer selb-ständigen für Kram. !,) die Änderung der Gewerbeordnung. <-) oas Verzeichnis der Stnatsbahnstationen. eisprachige Fahrkarten, <>) den .Kontakt zwisctx'n dem Publikum uud der Bahnverwaltung, k) die Zustellung von Avi-sos an Sonntagen. 18.) Eingabe des Kammermit-gliedes er-den, wie das „Östw'r.-lMg. Eisenbahnblatt" bemerkt, seitens des Eisenbahimnnisterimns die nach allen in Betracht kommenden Nichtnngen erforderlichen Vor-bereitungen getroffen, damit die neuen Linien der ilmen zufallende» Aufgabe gerecht werden. Die Staalseisenbahnverwaltnng hat die werktätige Unless stützung von Maßnahmen im Auge, n>elche bestimmt sind, die N'irtschaftlichen Zwecke der neuen Bahnen zu fördern. In dieser 3^'zielmng wird insbesondere die Errichtung neuer Hotels in ienen durch die nenen Alpenbahnen durchzogenen Gebieten, welche derzeit solcher für den Zuzug von Befuchern wichtigen Etablis« sements entbehren, die aber infolge der dargebotenen Naturschönheiten zweifellos eme starke AnziehungS-kraft ausüben, das besondere Augenmerk zugewendet. Die Ttaatseisenbahnverwaltung ist bereit, der Errichtung neuer Hotels in oen durch die neuen Alpen bahnen erfchlossenen Gebieten durch Gewährung von Begünstigungen mannigfacher Art Vorschub zu leijten, und es unterliegt kaum einem Zweifel, daß die Schaf» fnng solcher den Anfarvernngen desinodernen.^onlforts Nechnung tragenden Untertunftsräume. einen starken Fremdenstrom in diese Gebiete lenken wird, ohne daß die bereits eines solchen Zuzuges sich erfreumden an den schon im Betriebe stehenden Alpenbahncn gelcg?» nen Gegenden eine Einbuße ^leiden dürften. Auch durch Förderung der Verbreitung von Druckschriften, in denen die Naturschönheiten der von dm neuen Alpenbahnen durchzogenen Landstriche tertlich und mit Hilfe künstlerisch ausgeführter Illustrationen veran-scliaulicht und der Aufmerlfamteit des Publikums nnhegerückt werden, beabsichtigt das Eisenbahnmini» fterium oie Propaganüa für die neuerfchlofsenen öfter» reichischen Alpenat^biet^ zu unterstützen. Auf der im Mai zu,r Eröffnung gelangenden Londoner Ausstel« lnng werden solche Publikationen zur Schau gestellt sein nnd gewiß nicht verfehlen, unmittelbar vor der Eröffnung der neuen Alpen bahn strecken das Inter» esse des englischen Publikums auf diese herrlichen Gegenden zu lenken. Man da^rf wohl von der Eröff» nnng der neuen Alpenbahnen und von der fo lräf» tigen Popularisierung der durch dieselben n-schlossenen landschaftlichen Neize eine nachhaltige .Hebung des Fremdenverkehres nach diesen Gebieten erwarten. - (äl. t. Ze n tr a lk 0 m niisfi 0 n für K u n st« und hist 0 ri sche De u k in a le,) Aus der Sitzung vom 2. Märzi Konservator Obergföll berichtet über oie an der Pfarrkirche zu ObermöU vorgenonl» menen Arbeite», die Entfeuchtung der Kirche in Eben-tal nnd die HerstÄlung eines neuen Xirchleins auf dein Ebener Berge bei Morobitz. — (Enquete über die Abfassung fl 0 . venlscher Schulbücher für Mittelschulen und Lehrerbildungsanstalten.) 'G?. stern um' halb 5 Uhr nachmittags versammelten sich im Konserenzzimmer des I. Staatsgymnasium» in Laibach die am 12. Februar l. I. in einn tonstituie» renden Verfammlnng, wie von nns in der Nr. 3tt berichtet wurde, delogierten Laibacher Professoren, um definitiv darüber Bericht zu erstatten, auf welche Weise und von nx'm nach den in öen Subausschüssen gepflogenen Beratungen für die Abfassung der schon der» zeit oder in absehbarer Zeit nötigen slovenischen Schulbücher gesorgt werden soll, und um im An» schluß daran etlva neu sich ergebende ergänzende Beschlüsse zu fassen. - Die Versammlung, dere!n Vorsitz der Einbcrufer GymnasiaMreltor Fr. Wies-lhaIer fichrte, lourde voin La ndesfchnli lispelt or Fr. Hubaö mit einer Ansprache eingeleitet, worin er insbesondere die für die Abfassung von Schulbüchern geltenden Nonnen entwickelte. Es nahmen an der Enquete außer dem Gvmnasialdirektor A. Sene> kovi«' und dem Direktor der höheren städti'chln Mädchenschule, Dr. L. Poxar, 15 Professoren als Delegierte teil. Nach zweistündiger Beratung i.euvde »lit Befriedigung konstatiert, daß nötigenfalls für alle blassen nnd Gegenstände an den genannten Schuler, die entsprechendeii Bücher fertig vorliegen werd^. Ein eingehender Bericht folgt. —iu. — (Laibache r K 1 editbank.) Die Aktionär? der Laibachcr Kreditbank hielten gestern vormittags in den obere» Näumen oieser Anstalt die sechste or< dentlia>' Generalversamnllnng ab. Den Vorsitz führte Bürgermeister Hribar; als landesfürstlick>er Kom» niissär wohnte der Versammlung Regierungsrat Mar. quis von G 0 zzani bei: als Schriftführer fungierte Notar Hndovernik. Vertreten waren 1971 Ak-tien init 19l> Ttnnme». Wie wir dem vom Perwal-tungsrate erstatteten Gesckxiftsberichte und deni Rech» nnngsabschlnsse pro 1905, entnahmen, hat die Laibacher Kreditbank dem in der vorjährigen Generalversamm» lnng gefaßten B 'schlnsse gemäß ihr Aktienkapital hllch Einission neuer Aktien verdoppelt und beziffert fich dasselbe nunmehr auf 2/100,000 K. Es ist natürlich, daß für das erhöhte Aktienkapital im Geschäftsjahr 1905 keine fo günstige Verzinsung erzielt Norden konnte, wie dies in früheren Geschäftsjahren der Fall war, da die Bankgeschäfte sich nicht im Verhältnis zum verdoppelte,! Kapital entwickelt haben und außer» dem auch größere Verluste nicht abgewendet werden konnten. Zur Deckung dieser Verluste wurde der Netrag von 50.000 I< ans dem GescMtserträgnis pro l905 referviert. Das Neinerträgnis für das Geschäfts-jnhr 1905 beträgt 1^.5.789 X (!8 !, und erhöht sich bei Hinzurechnung des vorgetragenen Gewinnes pro 1904 per 25.647 K 26 k auf 161.4!w X 91 1>, was einer 8^ Verzinsnng des verdoppelten Aktienkapitals von 2,0lX>.000 l< gleichkommt. Die Bantfilialen in Spalato und Klagenfurt nxiren im abgelaufenen Jahre zivar m der Lage, ihre Regiekosten zu decken, erter Reingewinn, lnelcher beim Gejmni» reing^vinn in Betracht kommen würde, wiil-d.' jl^och Laibacher Zeitung Nr. 66. H88 22. März 1906. nicht erzielt. Doch berechtigt die Geschä'ftKentwlcklung der Filialen im, laufenden Jahre zu den besten Hoff-nungen. Mit Bezug a,uf die Hauptzlvcige der Baut-gebarnng sei folgendes erwähnt: Die Einlagen habeu sich unl 585.163 lv 45 ll vermehrt und betrugen EniX' 1R)5 2,277.048 I< 38 l>! die Kolitotorrent-Einlagell hingegen haben sich mn 1,721.750 lv 22 ll vernlitldert uild bezifferten sich Ende 1905 auf 2.688.601 lv 58 k. Der Wcchfeleskompte belief sich auf 22,472.527 lv 74 l> und erfuhr gegen das Vorjahr eine Steigerung von 3,319.052 lv 12 ll. Wertpapiere wurden ini Jahre 1905 angekauft mn 5,892.946 k 16 n und verkauft un, 5,485.137 lv 13 1>: Ende Dezember 1905 besäst die Bank noch Wertpapiere um l,274.460 Iv 38 I». Der R'servofond belief sich Ende 1905 auf 206.066 X 67 li. Der Gesaultvcrkchr im abgelaufenen Fahre be ziffcrt sich auf 562.586.169 Iv 52 n und hat sich im Vergleich zum Vorjahre um 59,718.058 lv 72 ll vermehrt. Der Reingewinn pro l905 im Betrage von 161.436 X 94 ll wurde wie folgt verwendet: Dem Rcfervefond wurden 6789 lv 50 l> zugeschlagen und an Dividenden (5L?) 100.000 X verteilt: dein Ver-lvaltllilgsrat wurde eine 10^ Tantieme Per 2900 lv 18 ll bewilligt llnd der Penfionsfolid mit l000 X dotiert; 50.000 lv wurden als außerordentliche Reserve für erlittene Verluste bestimmt und der Rest von 747 X 2«', ll auf neue Rechnung vorgetragen. In den Verwaltungsrat wurden gewählt die Herren: Ivan Hriba r, Josef Ipital 5 kl), Kornelius Goru ft, Johann K' n e z, Franz K o lIma n n, Fr. K rasn v, Jan Otto, Dr. I. Tav?ar, Urban Zu pane, Gabriel Iclov « ek. Franz Pavlin lmd Dr. Karl Triller. Der neugewählte Aufsichtsrat besteht aus den Herren: Josef Lavrenc'i5. Franz M a l l n, Veit Hrdina, Uba,ld v. Trilkoczy und Alois Vo 0 n i k. — (Einacht wöchentlicher praktischer und theoretischer M ol ke rei ku r s) wird von der kramischen Landwirtschaftsgescllschaft vom 17. April bis 13. Juni in Loitsch veranstaltet werden. In den Kurs werden 12 Schüler aufgenommen-, für die Kost und Wohnung wird ieder Teilnehmer selbst zu sorgen haben. Der Unterricht ist unentgeltlich. Unbemittelte Teilnehmer erhalten Unterstützungen von 50 bis 60 lv für die ganze Dauer des Kurses. — Gesuche bis 10. April an den Ientralausschuß der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft in Laibach. — (Vorführung von fkioptifchen Bildern.) Im großen Saale des „Mestni Dom" wird morgen abends Herr Josef No 2 u n, Photograph aus Littai, die l)ervorragendsten Naturschönheiten Krams in einer Reihe von skioptischen Bildern, etwa 100 an der Zahl. vorführen und sic ill kurzer Weise erläutern. Die Vorstellung findet zugunsten de? Lel> rertonviktes in Laibach statt. Anfang 8 Uhr. Eintritts-gebühr: Sihe 40 ll. Stellplätze 20 k. — Herr NoSun hat ähnliche Porführungen bereits an verschiedenen Orteil veranstaltet und damit überall großen Beifall gefunden', cs steht dader auch für morgen ein zahlreicher Besuch zu erwarten, zumal die Vorstellung einem wohltätigen Zwecke dienen soll. — (Todesfälle.) Ill Stein verschied am 19. d. Frau Isabella von Franck. geborene Reichsgräfin von Byland.t-Rh?idt, im hohen Alter von 82 Jahren. Das Leichenbegängnis findet heute nachmittags um 4 Uhr statt. — In Zwischenwässern starb gestern der Großgrundbesitzer Herr Josef I arc im 59. Lebensjahre. Die Beerdigung erfolgt morgen um halb 3 Uhr nachmittags. — (Der Oberleutnant Friedrich Kreulitsch.) über dessen Tod wir gestern berich-teten, soll auf der Schnepfenjagd nicht verunglückt, sondern erschossen worden sein. Man nimmt an. daß ein Wildschütze, der ihn für den Förster gehalten habe, der Täter sei. — (Plötzlich gestorben.) Am 20. d. M. nachts fand öer Arbeiter Franz Prosen in Birnbaum, als er nach Hause schlafen kam. seinen 24 Jahre alten Zimmerkollegen Johann Mežnarec. Arbeiter ebenda, auf den, Boden liegen. Prosen hob ihn auf mld legte ilm ins Bett. In der Früh wurde konstatiert, das; Meinarec tot war. Er war am Abend stark betrunken gewesen. ^ — (Unfall durchein Automobil.) 3lm 15. d. M. nachmittags wurde das Gespann des Besitzers Josef Ani'darM aus Prem. worauf sich die Arzte Dr. IolMin Erien und Dr. Julius Kohmut. ferner Josef Hnidarki? und der Besitzer Johann Gaupersic», aus Prem befanden, auf der Rcichsstraße nächst Grotzmeierhof. Gerichtsbezirt Adelsberg, von einem Automobil überholt. Das Pferd schellte und spraug in den Straßengraben, wobei der Wagen in eine zlvci Meter tiefe Grube stürzte. Durch den Un-fall erlitten die Insassen einige Verlehunssen-, Wagen und Pferd würben ebenfalls beschädigt. Anidarol'? bewertet den Schaden auf 542 lv. Der Inhaber d?s Automobils ist ein Privatier aus London, der in VoloZca in der Villa „Amalia" Absteigquartier genommen hatte. —I. — (Genossenschaftliche s.) Am 27. d. M. um 4 Uhr nachmittags findet im Saale des „Mestni Tom" die G?neralversaminlung des Gc-hilfenausschusseZ der Genossenschaft der „Gastwirte, Kaffeesieder usw. in Laibach" statt. Auf der Tagesordnung befindet fich unter anderem die Wahl in den Gehilfenausschuß. — (Affen tie rungell im politischen Bezirke 3lu d olf Z wer t.) Diö diesjährige Hauptstellung der in den Jahren 1883, 1884 und ll-485 geborenen Jünglinge findet für die Gemeinden des Gerichtsbezirles Treffen am 23, d. M. im Hause des Herrn Alois Pavlin in Treffen, für di? Gemeimdcn des (berichtsbezirkes Teisenberg am 24. d. M. im Hause des Herrn Vehouec in, Seisenberg und für die Gemeinden des Gerichtsb?zirtes Rudolfswert am 26., 27. und 28. d. M. ill den Amtslotalitäten der k. t. Bezirt'shauptmannschaft 3wdolfs'lvcrt statt. K, — (Die Wa l l f a h rt s kir ch e in Slem-äet) bei Watsch, die ill der Fastenzeit seit Jahren ?inen regen Besuch aus Unterkrain und Sk'iermark aufweist, bekommt demnächst durch Aufstellung neuer Kirchcnaltäre einen würdigen Schmuck in ihrem In-nern. Das Kirchengebäude, waches durch das Erdbeben im Jahre 1^95 stark gelitteil hatte, wurde, dank der Beiträge der Wallfahrer, vollständig renoviert und der?n Inneres zcitentsprechend restauriert. Die kirchliche Einweihung der neuen Altäre wiro demnächst stattfinden, ^ik. — (Schadenfeuer.) Am 16. d. M, abends während des Kochens des Nachtmahles brach lx'im Besitzer Andreas Suka in Stranje, Gerichtsbezirk Se-nosetsch, eill Feuer aus, das in kurzer Zeit das Wohn-und Wirtschaftsgebäude des Suüa einäscherte. Der Gesamtschadeil beläilft sich auf 5000 K, die Versiclie-rungssumme beträgt 2480 lv. An der Lokalisierung des Bralldes beteiligten sich außer den Ortsbewohnern die Feuerwehren aus Präwald und Hruüevje. Das Feuer dürfte dadurch entstanden sein, daß Fun« keil vom Herdfeuer durch einen bis zu drei Zentimeter breiten Sprung in der Küchenmauer, welcher bei dein Erdbeben im Jahre 1895 entstanden sein soll, in die anstoßend liegende Scanne flogen und daselbst das aufgestapelte Heu in Brand setzton. - c— — (Verunglückt.) Als der 70jährige, ver. heiratete Grundbesitzer Franz Zakrajöek aus Tolnji Podborkt, Gemeinde Treffen, am 20, d. M. frühmor-gens angeheitert nach Hause ging. fiel er bei Ober-vonikvc über die bei der N?ichsstraß' aufgeführte Skarpe in den Temenitzbach ilnd brach sich das linke Bein. Erst ipch anderthalbstündigem vergeblichen Hilferufen, während welcher Zeit er im Wasser g?le qen war. vernahmen Leute diese Rufe und leisteten dem Verunglückton Hilfe. Zakrajöek wurde ills Spital der barmherzigen Brüder ill Kandia bei Rudolfs-wert transportiert, wo ihm sofort der Fuß amputiert werden mnßte, da die Sehnen durchschnitten waren. Er dürfte mit Rücksicht auf sein vorgerücktes Alt?r kaum mit dein Leben davonkommen. ^- — (G e m eindcratZwahl i ll Gottschee.) Nach den am 3. d. M. erfolgten Ausschußwahlen in die Gemeindevertretung wurde am 17. d. M. unter Vorsitz des an Jahren ältesten Mitgliedes Herrn Fr. Ionke und im Beisein des Megierungsrates Herrn Dr. M. Gsrcttcnhofer die Wahl des Bürger-meisters und der Gemeinderäte vorgenommen. Die Ausschüsse einschließlich der Virilistcn waren fast voll-zählig erschieneil, gaben 25 Stimmzettel ab und wähl-ten: zum Bürgermeister Herrn Alois Loy mit 23, zu Gcmeinoeräten die Herren Daniel Nanzin-g? r. Josef R ö te l mit je 23, Florian Toinitsch mit 22. Georg HöniZmann mit 21, Robert Braune mit 20 und Dr. E. Schreyer mit 19 Stimmen. Sämtliche erklärten die Wahl annehmen zu wollet,, worauf Ncgierungsvat Dr. Gstetten ° hofer gleich die Angelobung vollzog. — (Sparkasse der Stadt Gottsch e e.) In der Ausschllßsitzung der städtischen Sparkasse vom 16. d. M. gelangte vorerst der Rechnungsabschluß für das 24. G^schäftZjal'r 1905 zur Verlesung, der in allen Zweigen der Verwaltung eine ansehnliche Auf-wärtsbewcgung der Ziffern anfweist. Schon die Zu-fliisse im Einlagcnkonto (521.950 K 49 n) zeigen, daß sich dieser Gcschäftstcil von Jahr zu Jahr eines steten Aufschwunges erfreut. Mit besonderer Geuug-tuullg kann auf das günstige Ergebnis d?r Hypothe. kardarlehen hingewiesen werden, das sich um mehr ttls eine halbe Million <5<2.585 lv 20 1») gegenüber dem Vorjahre gehoben hat. Demgegenüber zeigt auch oer Reingewinn (38.495 I< 50 n) eine erfreuliche Zu-nähme- es konnte dem Reservefonds nach Abzug der Spenden der Betrag von 23,233 K 80 l> zugeführt werden, wodnrch er die Höhe von 320.947 lv 15 !> erreichte. Das gesamt? Verwaltungsvermögen mit 5,542.588 iv 94 ll gegen 4,999.414 X 65 l. des Vor^ jahres hat sich um 543.174 I( 29 k gehobeil. Wurde schon im Jahre 1904 die Gebarnng der Allstalt dnrch den Verbandsrevisor der deutschen Sparkassen in Böhmen einer fachgemäßen Überprüfung unterzogen, fo fanü im abgelaufenen Geschäftsjahre seitens des k, k. Landespräsidiums eine eingehende Revision der Kassenbestände statt, von deren Ergebnis die Sparkasse dnrch folgende Zuschrift der k. k. Bezirkshanpt-niannschaft Gottschee verständigt wurde: „Das k. l, Landespräsidium hat mich mit dem Erlasse vom 30. September lauf^ildcn Jahres, Zahl 3l65, beauftragt, der Direktion für die allläßlich der Revision wahrgenommene musterhafte Geschäftsführung die vollste Anerkennung des hohen k. k. Landespräsidilluld auszusprechen, welchem Auftrag? ich mit besonderem Vergnügen nachkomme. Dr. Gst?ttenhofer m. p. — Än Spenden wurden bewilligt: Der Stadt Gott-schee für die Wasserleitung 6lXX) K, für den Banfond des Studentenheims 2lXX) K, fiir die Musikschnl? 1200 lv, als Subvention dell provisorischen Lehrträf-teil an der VolkZschllle 720 K, der Feuerwehr 300 l<, den Feuerwehren in Obermösel, Schwarzenbach, Steintal, Unterstrill und Unt?rlag je 50 l<. d^ii ,^!!ld?!garteli 24«! K, dem Turnvereine 100 lv, dem WaisenlMlse znr Ailscl>affllng von Lehrniitteln 200 lv, der Tcknlsterzunft li5 K, deni Lefevcreine 50 l<, dem Vereine zur Unterstützung dürftiger deutscher Hoch schiiler aus Krain 50 lv. Das Geslich des Gemeinde anitcc' Gottschee mil Zillsermnßigniig bei den städti scheu Darlohen wurde durch den Beschluß erledigt, den Zinsfuß von 4^ auf 2 L? herabzusetzen. Die ser Beschluß wurde bereits bei Aufstellung des Ge-meindevoranschlages in Rechnung gezogen, um einer durch den Ausfall der Hausiersteuer drohenden Erhöhung d?r Umlagen zu begegnen, lind fand nunmehr die erwartete formelle Zustimmung. - (F ürObstzüchte r.) Mit dem Einzüge des Frühlings kommen mit den Blättern die jungen Raupen zum Vorscheine, die sich das zarte Grün der Bäume liwhlschmeckeu lassen. Sie maclM es so, als nienli sie die alleinigen und unbeschränkten Eigen» tüliler der Gartenanlag?n wärell, llnd fiigen dadnrch dem Obstzüchter oft sehr empfindlichen Schaden zu. Deshalb muß der Gärtner, wenn ?r auö dem Garten einen Nutz.'n ziehen will, jetzt, im Frühjahre, darauf bedacht fein, die Insektcneicr, Puppen und Brutanla-gen zn vertilgen, ehe das schädliche Ungeziefer daraus zum Vorscheine kommt. Zu diesem Zwecke, möge er alle seine Bäume, Sträucher und Hecken genall durchsuche» und die daran gefundenen Gespinste sammeln nnd verbrennen. Hiebei richte er sein Augen» merk besonders alls die speziell im Orte vorkommenden Gartenschädlinge, um deren Nerbreitlmg zu behindern und deren Ansrotrunc, zu fördern. In Laibach möge der Gärtner auf die in, gauz^n Stadtumfange in lm^hein-er Anzahl vorkommende Blutlaus das Auneumerk richten, welch? die Apfelbäume nach und nach zugrund? zu richten droht- er möge sie auf« suchen und vertilgen. Weiters ist hier stark verbreitet der gefräßige Tickkopf (Schwammspinner), dessen Vrutansätze schon fast in allen Gärten, Parkanlagen und Alleen oft in großcr Anzahl zu finden sind. Auf den ObstbäulM'n kommen die Eiergürtel des Ringel« fpinners oft in beträchtlicher Anzahl vor: si? müssen ss sammelt und vertilgt werden. - Viele Arten de? Gartenschädlinge überwintern in der Erde an den Vaumwurzelll, kommen im Frühlinge zum Vorscheine, kriechen auf die Bäum? und benageil die Blätter. Man kann sie einfangen, indem man die Bäume mit Watte ringen umgibt und darüber einen Staniolkaräon zum Schutze vor dein Regen anbringt. Die Tiere können dann nicht am Baume hinaufkriechen und bleiben in dem Ringe, den mall abnimmt und samt den Tieren verbrennt. Eine derartige Vorrichtung ist an den Bäumen im Garten des Hauses Nr. 7 der Südbahnstraße zu sehen. - Das Gartemmgcziefer kommt zu jeder Jahreszeit zum Vorsa>me, deswegvn muß man auf desseu Vertilgung immer bedacht sein. Wann und wo eine der vielen Gattungen voll Garten schädlingen vorzukommen pflegt, dann wie und mit welchen Mitteln sie vertilgt werden kann, lehrt Freiherr voll Schillings „Praktischer Ungezief'.'rkalen-der", der durch jede Buchhandlung bezogeil iverden kann. Dieses lehrreiche Buch sollte sich im Besitze eines jeden Landwirtes befinden. l'l. — (D e, r Q u e ck s i l b e r b e r g b a u i n K ä r n ten.) Wie aus Wien gemeldet wird, soll die Queck silberbergballgesellschaft „Merkur" in Nieder-schwing in Kärnten. die ill den letzten Jahren mil spärliche Ergebnissen arbeitete, vor kurzen, auf eiu reiches Quecksilt>rlager gestoßen sein. In, Ma^il'^ und Josefsscwchte wurde angeblich eine ein bis ore, Meter starke, etwa 700 Meter lange Ader und in der Nähe dk'ser Gruben eine 20 Meter Erz fiihrenbe Schichte entdeckt. Laibacher Zeitung Nr. 66. 589 ^ März 1W6. - (T hoat.) r v o > stl' l i ii i, li.) Drr slov^nijchc Lcs^x'n'in ii, Sonor v^answltt't Toimta^, d<'i, ^>, d., aix'ndo « lllii' iin Salon d<'<' Hcrrli <^iiä>aid Mih.'l° 5"' in Sa^or eine Thoatcrvoistcllung. Zur Aufführung n.'lou^l'u die bcidon Eiiuittol' ,.X<> !:»^ll" (I n d »,' r ^ rc ü, dc i ,- r s i !, i, i zi zi l' »v o l'. ^^>1> Dic uach Laibach zuständig Iolianna ^ra-0'^nr, welche im dcr^au^cn^u Moimt al^ ^iic'!,^ Ichlm'swl- ins Franl'ntloft0l- in Vauinaait-'nlx'il-! in ''^bn'iist,'n'<'ich anfsscnonnnon >uilrd<', niilszl.' tiirzlich wc',^>n au('s,odll.ichc,n'n Irrsiunos der Il'N'imnstalt in .l'cod^rlialt üd^'rcK'b^n U'l'l'd.'n, tt. ^ ^ lVcrbi l l > ^u uz, des D u u ;N a l z ?,s.) ^'N Intoicssr der Landunrtfä>aft wurden in d?r ^urchfiilnun^odorschlift zun, urucn Zolltarife, hin-Nchtlich doi- Modalitäten für dw Einfuhr von jtali. l'ohsalzen und anderen aus TalzaonK'iM'n hoi'a.'stoll' w: fnnstlichen Dünnungsmiltclu verschieden? ^'lntx'-nm^en uuraenouiinen. durch wclche d.'r Vezuq dies<>r ^U!lannn?!nittel. namentlich ins^ae Uui^ananahine "an d^'r ln'cch.'r oor^fchrielx'uen ssärdnna, ded<'utend Meichk'tt und ^rbilligt w?rden lrird. In llberein N'N'muna mit ^i^s^. das ausländische Dunaialz be-'^Nendeu Anordnung wurde aber nleichzeiti« mich inr den b> der k. f. Tnlin-' iu .stallX'z zur Abgabe "''".""'^'n Kaimt die Färbung anschoben und dem-lw "m <"' ^"'chleisipreis von 1 X l0 i. auf ! l< !j<> l, ^^/"'"'^''tner unverpackt ab Maqaziliswa^c l,er- Thrater, julnst und Literatur. s^,- ,^5"Uch<' Vüline.) Gestern faud vor ^ , "'t bo,uchte,n Hanse die Erstausführung vou ^'"7 "U"'. welumstrittene», Ttud.ut nst ickc Filia ^^' Wtt. A.,, wirksmust^n erwiesen sich trotz ^ v bescheidenen Grenzen aelialttnen Inszenk'-^9^ ?^"^" Studenten zene>, wäln'md der vT. ^ ?Wl. Di. Auffiihrunn War, abaeschon von dielen Gedächtnislücke, recht brav. Em näh.r.r Bericht folgt. ^ ** (C h o r b ? u<> f i z.) Eonntaa, den 2->, März, uni 6 Uhr nachmittags wird zmu Vencliz des Chor-p^rsonalv die lustig" Op^tte „Das Wäschermädcl" Mlfgesührt werd^il. Die braven Kilnstler haben im verlaufe der Saison vielen Fleiß und Eiser au den ' ^an <1?l?gt uiiü lx'soliders in don Operettennovitäten verdienstvoll gennrkt. Sie verdienen daher Anerkennung und Aerückfichtiguna,. Telegramme its l. l. teltglllljhell'ltmeftlillllellz-Vlllelllls. Reichsrat. Sitz»,«« des Abgeordnetenhauses. .^> ^!?"' ^^ ^"-z. In fortgesetzler Erstlesung ucr ^ahlrefornivorlalie lx'toiit Ab.-,. Va ? rnrei -lyer, er tönn,' die von dm Verteidigern der Wahl-W^l'"c"^'^" Hoffuullsseu uicht teilcu, weil dk ^.^lorn, ohne vorherig, ^öfung t>er Nationalitä-tenfwae umnoglich ,i,ie Ne^nerieruug Österreich. ordn,n 5' ? "' ^""' N" Wahlrefornl, di^ Geschäfts ,<.' '^"lorn, und die nationale Sicherung i,i,",ssen öl ^los wert",, was durch Eii.setzu.ig einer ^"'p^'chast erreichbor wäre. Redner vdtont chlienlich die Notwendigkeit verfassungsinäßi ^".^ ""^r"' b"5"' Neichshälften, und warnt die ^. ?"'- ?^ ^ "^t liir die nu Gan^o befindliche d>n^ s^' ^ zahlen. Abg. Gröftl erwähnt, die omtsch-bohmischen Abgc'ordueten können fiir die Vor "M ,'ch Nilr einsten, wenn dieselbe ganz wesentliche 5"."""^" des deutschen Vesi^standes ' al,rt. Die delltschen Vaueru Vöhlnens sehnen sich >aai <5rieoe>i ,md bedauern d.'n ausgesproclieu cz^i MM, Charakter der Wahlreform. Abg. Viankini 'rl art, d,e .Uroaten werden sich voll eiuscheu, um die "Wen Nngerechtigteit^i der Wahlreforinvorla^e für „.s^l- "' 2'MUiisten der doutsckien Heg?nionie ab- " N/"^ ^'^ ^°"en aber durch Teilnahl'ie an der Da n.f^ beu staatsrechtlichen Standpunkt beziiglich Q l s,. w! /?"ieswegs präiudizieren. Abgeordiieter stets ein N^r '^7"^"' ^'" ^""^ Volkspartei war hofft dai?^^ "llgen.einen Vtin»nrecht.s. Er notwendigen m.^'"^''naiisfchiis; nnbedinat die zugunsteilVs ^ schädigt ist, vonie ^ Elches erheblich a" sonn d^r Geschäftsord , "^' ""d "klärt, die Ne< all,e.neinen EtimnnÄ ' " " '"ch Ei,fi.^,,,, ,,,, ^ordnetm- Michcje, Nb- run, Schlesiens sm durch d Wablr s"'''^' ^""le-Sie verlande N'indestens^n M"','/"'''' "'ttäuscht. Dmtschen zng^^ies.n wi nn Ä '"/'^',"s d.n A.'sicht, dak die Lösi.ng der Na ionai/' ^^""' ^' m dm Landtagen n'öglich sei,^'^'^ Erb, Seidel und Breiter sprache.7 ick >^1 '' M. fiir di. Wchlreforn^rlag/a^ voiii 3tandpnnlte ihrer illationalilät gegen die Art der Mandatsv^rteilnug. Am Schlusfe der Sitzung gab Abg. Schönerer eine Erklärung ab, in der ec> hoiht, die Alldeutschen nehmiA tcin Mandat sür o«.n Wahlreforinau5schuß im Gnadenluege an und werden außerhalb dev Ausschusses sowie im Hause »ni.nUlx'gt im ,<>!'ampf.' gegen die die Deutschen erdrosselnde Negi> ruugsvorlage ihreii Mann stellen. Die Wahlen in Tricst. T >' i e sl, 2>. März. Äe/i der henie durchgeführt.'!! Wahl aus dein ersten Wahltörper wurden von li'1 eingetragene!, Wählern 27l Stimmzettel abgegeben, davon ^ü güllige, (^elvählt .'rscheineii die zwölf m> tional-liberalen iiandidateii mit 2^ bis 255 Stiinmen. Ungarn. Auoavest, 2l. März. (Meldung des ungarischen Telegrapheli-jtorrespondenzbureauo.) Der Min, stcr des Innern Hai eine Verordnung erlassen, wo nach Prewrzeugnisse und Zeitnngen nur dann mit den abgehenden ^iigen befördert U'erde», tonnen, wenn sie mindestens ein/ Stunde vor Abgang der Züge bei den Postämtern ausgegeben worden sind, um sie in wirksamer Weise der preszpolizeilichen 5tontrolle nnter-ziehen zu können. Vei den Postambulanzen unmittelbar können 'ieitnnlien überhaupt nicht mehr ausgegeben werden. Die Vahnhofpostämter haben genau die Stunde der Aufgabe d?r zu befördernden Zeitun gen zn verzeichnen. Erdbeben. P aler n, o, 20. März. Seit d?,m l^. d. nachte N'erden anf der Insel Ustica etwa 20 Erdstöße, ge-solgt von dnnipfem ^iollen, gemeldet. Die Vevölte^ rnng ist in Schrecken verscht. Usticn, 21. März. Die Schisse „Varest'" uud ..Eunidir?" sind hier eiiigetroffen, nin die Bewohner nnd die Strafgefangenen nötigeiifalls anfznnehmen. ^ast die ganze Bevölkerung lagert in, Freien. Sie ist wohl infolge der sich wiederholenden mehr oder »under starten Erdstöße in Aufregung, zeigt fich ab.'r ruhig. Die befangenen verhalten sich rnhig. Ausweis über den Stand 0er Ticrscnchcn in Krnin fttl die Zeit vom 10. bis 17. März 1W6. Es herrscht: der Vläbchenantzjchlaa im Neznle ttrainburg in dri we-lneiude St. (^eorssrn (1 wrh.); die Schweinepest im Veziite Melsbelss in den stlrineinden IN-Feistlch , den («rmeinden («-oh^dsr (4 («eh . Tememh (1 <«fh.), Vulcwica ('-< <«cl), , St. Veil (3 tt!rh.,: im Vr^irle N»dolsswerl in den Gemeinden Rüdolfswrit 'I weh), Nlieümail, !. sscdrnar. AnnaIemj. Schnlmadchei,. 13 I , Narolinennrlind 10, Tul'slluwse. — ^lloisia Vn'ii, Vlrbeiikli» 34 I, fflußgasse 5, ^<,,>lnni^ l'.Iü.mie» Im Sicchenhause: Am 17. März, Valrntin iiaMar. Verssmann. 4l> I., p?<^n<>i», I'»!.«!«,,! i'»!",. — Ialob Milauc, Nrdeiler, i!<:»n. März, Hörner. Eisenbahnbireliionö rat; Vrls, Iahoba, Hulier, Marlincl. wvldjchmidt. Benrdit» Me., Wien, -- Hauser. Ksm,. Ziirlch. — Prelz. Ingenieurs' aattin; Dr. Metl), Arzt. j. ssrau; Stamuirz. Supanc, Me,. Trieft. - Waqner. >lauf,nannill,altin-, Sleudel, ssabrilant s. ssran! Vrl'aniic. >!fm., wraz. — Willvert, Direlior. wörz. -Tedeschi. Privat. Arad. - Fuchs, Abeles, !»sl>e., Hoheudruct, — T»r. Pefllliicrschi. Arzt; werm, Lehrer, Nudvlfswert. - Nliuar, Kfm.. Nohilsch. - Vocl, itsm. Iäacrudorf. - v. Gram, Schau» spielerin, Aqram. - Uininffer. >lsm, ^lancnfurt. — Achailurl. Eisendahnbeamter. s, Familie, PiNach. - Dr. Cnmbal. Notar, Sissel. — Telescly. Settionörat. Budapest, — Mandel^, Pro-fessor, Preszburss, - Dr. Cerweny, Ai^>, Zirlui^. - wudj vac, IndilstrirNer, s ssaniilie, Pslssiad. - Zass"r. >!fm . Mullnd«', Peharnil. Wroßssruuddesil^er, Wuchtn. >loprivö<-l. Professor, nallin, Mardulss, — Pujchnil, Nular. Wiftpach, — Wever, »fm., Monfalcone. — Dr. Iauezi^ Notar. VolovSla, Hotel Elefant. Nm 17. März, v. ZeSla. Hofschaulpieler; Schulz, Opernsängern, i Noval, Dirclior: Prossinassn, Wrünseld, Groh, ^ohu, We!)llicl, Paradi^, «flle., Wien, - Pollal, Privat, sam: Frau und Chauffeur; Meyer, Privat, Tliest. — Dr, Ulbach, l, u. t, Re^imentsacz!. Canale. — Veuyö, Antal, jtflte,, Budapest. — Dr, Nudrjch, t, l, Notar, s. Familie, Nadman,'sdorf. — Lauter, Professor, Marburg, - Schollmeyer«Lichtrnberg, l. l. Forstmeister. Schnecberg. Poll'ßcr, Kickhosrn, Kflle,, Berlin. — Wiighar, t. u. l. Leutnant, wörz. - «oh. Opern» ,'änssei, Wraz. - - Krajec, Privalier, Nudolfswert. — Odlal, .«itausmann. Oberlaibach, — Sincich, Privaie, s. Tochter, Fium«. Am 18, März, Dr. wnelda. l, l, Primanns. s. Flau; willer, Privat; Schwarz M., Schlvarz L,, woldberger. Weih, Hendl, Steiner, Xislle., Wien, — Prosiinagg. Fabnlsdirettor, Sagor. — w!»u!ll!ll!r. Beamter; ^lrenurr. Fabrilaü», ^-"-° lack, -- Wasser, Nanzer, Pnvate; Meinlercher s. Enger f. Schwestrr; Tönia. s, Schwester; Obsrwalb.'r, ,v l>>^.>>i. Volgger. Plivat, Domschale. — Schulz, jlfm,, Eipel, — Hilmeyer, Nfm., Berlin. - Nosenberg, Vuchhaller; Neyer. Iüssenienr, s. Frau; Mally, Fabrilanl; wsrlen, Kaufmann, Nenmarltl — Echaffer, Kfm,; Arriuel, Ingenieur, Villach — Michner, irfm, Fiume. — Cciriera, Nfm., Mailand. — Degischer, j«fm,. Manns-l'iirg, — Saar, Kontorist, Aßling. — Dr, l^i'io,! ^'„rlcliic .idjiliilt. Idlia — Wester. Buchhalter; <,' Weihenfels — Dr. Donvieii, Privat: Vasic. ' Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Scchühe 306 öchstdr!lül'r ldr Nachricht vou dem Hiiischcidsu ihn'ö innissstnclicbtrn Watte», beziehun^^wl'isr Vaters, Brudcrs, Schwager« uud Ontcli«, des Herrn Josef Imr GruhylundbsslhslL, UrrwallangsraltL von der welcher nach liuznu sehr schwerem Leideu, versehen mit l^en heiligen Slerbesalrinnrnten, heute deü ilil. März iu seinem W, Ledensjahre selig im Heiru rutschlafe« ist. Da? Leicheubegliiignisl findet Fseiiag dn, 2,'l, d. M. um ii Uln nachinittngs vom Trauerhause, ^'.wischeuwlissrrn Nr, '.». aus aus den Friedhof uach Pre^a stutt. Die heiligen Eceleinnessen werden iu der Pfau» tirche und iu Laibach gelesen werben. Der Verblichene wird dem frommen wcbete empfohlen. ^wilchcuwässern, am iil März 1906, Hosefine Iarr geb Poreuta, "! ,,,u ^anny, ?ln«a Iarc. Tochter «nna Iarnil grb ^arc, Maria Ja,« , Schwesteln Zalol», ^rauz ssare. Brüder. Unton Zarnil, I Schwager, Maria ^arl- n^',Nri,ö, Maria Iarc verwi», ssamnit, ^ch»pü«!l!iii!eü. öaiboc^er Rettung ftr. 66. 590 __________________________________22.Hftäta 190H. Ljudsfca pOSOJiltnica V Ljubljatii javlja pretužno vest, da je pre-zaslužni odbornik njeneg.i ravnatelj.itva, blagorodni gospod Josip Jarc veleposestnik itd. v Medvodah danes zjutraj po kratki a muèni bolezni tnirno v Gospodu zaspul. Pogreb predragega pokojnika bo v petek, dne 23. t. m. ob J/8 3. uri po-poldne v Medvodah. V Ljubljani, dne 21. marca 1906. (1197) Die Beamten des Bankhauses L. <5. Lnckmann erfüllen hiemit die traurige Psticht, vom Ableben ihres hochverehrten Chefs, des hochwohlgebornen Herrn Zolsi l^uckmaim lsn. Ritter des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse, Ehef der Firma L. C. Luckmann, Präsident der Kram. Sparkasse ?c. :c. geziemend Nachricht zu geben. ^" Das Leichenbegängnis findet Donnerstag den 22. März d. I. mu ^/^ 5 Uhr nachmittags vom Tranerhause Franz Iosefstraße Nr. 9 aus statt. Die edlen Eigenschaften und die Herzensgute des Verblichenen bleiben unvergessen! Laibach, am 20. März 1906. Der Laibacher deutsche Turnverein nibt sseziemeüd Nachricht Uon dem Hinziansse seines hoäMschätzten Gründungs- mit» Ehrenmitgliedes, des Herin Josef Luckmssnn welcher am iiO. d, M, nach tlnzen Leiden vcr» schieden ist. Das Leichenbegängnis findrt heute Tonneistag, den 2'^. d. M,, um 4'/. Uhr nachluillags vom Trauer« Hanse Kaiser Franz Iosesstrasze Nr, 9 ans statt, Die Mijsslieber sind ringelnden, dem Ver» blichencn Freunde die lehte Ehre zu erweisen. Heil seinem Nndcnlen! Laibach, am 22. Lenzmond 1Y06, NW) Der nu, Präsidenten der Krainischen Spaxlasse ic^ ?c. Zn dem am 2^!. d, M, um 4V< Uhr nachmittags vom Trauerhause Franz Iosefstrahe Nr. 9 stattfindenden LeMe^lKMügnisse werden die »'. 'l'. Vereinsmitglied^r hiemit a.ezjr»iend eingeladen. Laibach, den 20. Mn rz 1 l^W, lNW) 3>er Vorstand. Die Direktion der Krainischen Sparkasse gibt lziem« im eigenen und im Namen des schwer betroffenen Vereines tief ergriffen Nach-richt, daß ihr langjähriger, unvergeßlicher uud um das Gedeihen des In-stiwtes Hochverdieuter Präsident, Herr Josef ßuckmann sen. Mel a« 0lllen5 cler tizemen ^one, edel lle§ Nanlldauz« H. e. cucllmann Dienstag 20. März d. I. uiu 10 Uhr vormittags im N5. Lebensjahre plötzlich verschieden ist. In dem uns so unerwartet jäh entrissenen edlen Verblichenen verliert uuser Vereilt, dem er seit 1867 als Mitglied, seit 1872 als Direktionsmitglird augehört hatte uud seit dem Jahre 1889 als Prästdeut vorgestaudeu war, seiueu jahrzehntelang mit gediegener Sachkenntnis und unermüdlichem Gifer in wahr-haft selbstloser Nneigenniitzigkeit vorgestandenen Leiter, dein in den Annalen unseres Vereines dauerud eiu höchst ehrenvolles Audeukeu gesichert bleibt. Das Leichenbegängnis des Verblichenen, wozu au alle Vereiusmitglieder und Nnstaltsangehörige hiemil die geziemende Einladung ergeht, findet Donners-tag den 22. d. M. um V. 5 Uhr uachmittags vom Trauerhause Frauz Josefstraße Nr. 9 aus statt. Ehre feinem Andenken! Lai bach, den 20. März 1906. Laibochei Zeitung Ni, SS »»! ________________22, Wäi, IN»«, Kurse an der Wiener Börse (nach dem offtziellen Kursblatte) vom 21. März 1906. Die notierten Kurie verstehen sich ln «lonenwühruua. Die Noticruna sämtlicher «lltlen und der ,.Diversen Lose" versteht sich per Stült. Geld Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: »',<> lonv. steuerfrei. Kronen (Mal.Älov.) per Kasse . . 99 4b »9 »5 d:t<° (Iän'Iull) per Kasse 99 35 9!, 55 ^2°/««, W.Noten (Febr.-««»,) per ssllsst......loa 70 100 90 ^ »"/°«. W. tzllber (Npril-ON.) per Kasse ... . , 65 >0N'«5 l 8»0er Staatilose 500 sl. 4°/« 157 50 159 50 lnsuer ,. loo ft. 4«^ ,8s 50 «96 50 l864tt ,, ,00 fl. , . 285 50 2«? l," l«64er .. 50 fl. .. 285-50 2N7-5« Dom..Pfandbr. ^ 120 fl. 5«/^ 293 — 2!»4 - Staatsschuld d. i. «eichs. rate vertretenen König» reiche und Länder. bstcrr. Goldrcnle, stfr., Volb per Kasse .... 4"/„ 117 7b l i? «5 vsterr. Ne»!e in Kronenw. stfr., Kr, per Kasse . . . 4"/„ 99 60 99 80 dctto per Ultimo . . 4°/„ 9>»6N !»9 «<> dit, Inoest!t!ou«..Rente, stfr., Kr. pcr Kalje . 3»/,"/« 90 50 90 70 fflslnblll,n.zlaal,schull>. l »erschltibungen. »llisabethbahn in V., steuerfrei. »u 1".,,«»» ft. . . . 4"/„,,7 55 118 55 Franz Iosrs.Uahn ln Silber (dlv. St.) . . . 5',<«/« 12525 126 25, Vnl. Karl Lubwig-Nahi, (biv »!nclc) Kronen . . 4«/„ !»9 40 lN«-40 «udolfbah» ln Kronenwährung, steuerfr, (dlv. St.> . 4"/„ 9940 100 4" «orarlberaer U»h„, steuerfrei «„«kronen . . . 4°/^ 99 50 100 50 °b,Ht»ptlll «islnb°hn.,kNen. «lisabethU, 2<>0sl. KM. 5'/.«/„ von 4U<1 Kronen .... 470 — ^?>. detto Linz.Uudwe!« 200 fl. ö, W, S. b'/<"/„. - 447 50 44l.-b« dctto Salzburg-Tirol 200 ll. s, W, L. b'V, . , . .4»8'-435-~ Geld Ware P»» filllllt «nr Zahlung 2ber> »»»«n» Gilrnbnhn >l>rl»rttät»' Pbligatl»ntn. V0hm. Westbahn, «m. 1895, 40« Kronen 4"/». . . , 9S 80 ioc>'8> «tllfabethbahn 60N und 30N0 M. 4 ab I«"/«......115 85 '16 85 ltllsabethbahn 400 und üooo M, 4«/n........117 9» 11» 9? Franz Josefe «Nahn 100 60 Unss.ssaliz, «ah» i-no fl, S. 5°/,) 111'»» 1>« 35 Vorarlberger Bahn (tm. 1884 (div. St,) Silb. 4«/« . . 99-50 10N-5» Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ un«. Voldrente per Kasse . 112 35 112 5l> 4"/u detto per Ultimo 11» 35 I«ü ö5 4°/« »»«. Rente in Kronen» währ, stfrei per Kasse , . 94 3N S4 «' 4"/„ detto per Ultimo 94 30 94 5« 3'/,"/» belto per Kasse . »5 5N «.'» 7N Una,. Prämie,,.«!,!. ^ l0« sl, . lii4 5N 2!« 5» delto il 1,0 sl, . Ll2?5!il4 7!' The<ß'Nen,.Lose 4"/« , , , . ,.'>? «0 159 »n 4"/, unnar. Wrunbenll-Oblig. 85 N5 9»»^, 4"/u lroat. u. slao. Vrundentl.- Obli«........9? 7l, 987b Andere öffentliche Anleyen. ÄoSü. !iande«.«nl. (div.) 4"/i, . »5 no 9« eo Vosn.' herceg, ltlsenb.»Landes» «lnlehe« ,'biv.) 4>/,"/„ . , I0U 3» 101 25 5«/« Donau Nea...«nlelhe 1878 INS 50 io? 5<> Wiener Verlehr»'«nleihe 4"/« 99 <5 '(«»45 delto 19«» 4°/« 9ü »'< w« «!> Nnlehen der Glad» Wien . . 108'«) 1N3 4» drtto (N, ud. w.) . , . 122 lM >22^i0 detto (i»!>t) . , . . »«'.',« l»N 5< betto l'»98> , , , . 99 l><» 10" 50 betto (1Ü00) . , , , Il^i 2>' 101'2>> betto Inv,'N.) I9N2 . 9!» 75 lm> 75 "örlebau-zlnlehen verlosb. 5"/^ 99 ?.', l0N",5 Äulg, Ltaatselscnb. Hyp,Nnl, 1889 Gold ... S°/u iiS-^'0 12« 20 Vulss. Staat«. Hypothelar «nl. ,892......«"/«"!» 40 '',0 40 Velb Ware Pfandbriefe,c. Vodenlr,,aNss,öst,ln5oI.vl,4"/<, 99- 100'— Vöhm, Huvothrlenbanl verl^'V« 100— I0U"?5 Zentral «od..Kred-Bl., österr,. 45 I. Verl. 4'//'/« - - - l"5'— — — gentral «ob,-»rtb..Vl.. «fterr,, 65 I. verl. 4"/., .... 100 10 l»l 10 Kred,-Inst.,i>st,rr..s.Verl..Unt. u,üffenll,»rb,«at,^vl.4"/« 9950 100 10 Lanbelb, d, Kün, Galizien und Lobom, 57>/, I. ruclz. 4"/« !'!,-?5 99 5..', Mähr, Hhpothelcnb. verl, 4°/« lü'40 10U-3^> N,.ös »ü 100 <»,, detto 4°/u»r..... tl»«4<, 101 »5 Sparl. löst., eo I. verl. 4"/« 100 75 ici-,5 Eifenbahn.Prioritäts. Obligationen. Fcrbinand«.«°rdbllhn 4 lou «5 I«1'«'5 Östrrr. Nordwestb. ^0« f>. S, - I«?- I07-50 Llaatsbahn 50« Fr..... i'8— 4,5 — Sübbahn il 3°/<> Jänner»Juli l.uu ssr, 3,5-75 317 75 Sildbahn ^ 5°/«..... 124 - 125 — Diverse Lose (per Stück). Dtlzilnlich» f»st. 3"/„ Vodenlrebit.Lol« «m. 1880 28? «5 297 25 bett» Em. 1«8S 291— 301- 5,n/u Donau'Nea.ulier>mgs. Lose 100 fl. ö. W..... »61 - 2«? b« Serb.Prüm..«nl.v. 100ssr.»°/° ION— iv? 7u zln«tllin»llche fost. Nubap.Vasllila 9— ,79 -Roten Kreuz, »st. Ges. v„ 1« fl. 59 — ül 50 !>>o Wiener Komm »Lose v. I. 1874 525 50 535 50 Vew'Vchd, 3"/«Präm..«3chulbv. d. Vodcntl.'Unst. fl. . , »66 — 8k,,-5N Vli!ch Dampfschiffahrt«. Ges., 1., f, I, priv,. 5<'0sl. KM, ,0,2 — ,014 — Dlll'Vodeiiliacher Eifb. 4au Kr. 5>A7-— 540 50 sserbinllübs'Norbb.iOOH fl.KM, 5070 — 5710 — Ltmb,.llzern,.Illssy. Eisenbahn' Gr!cll!chafl, 200 fl. C , 58»! l»v 583 - Llohd.oslerr.Trieft..500fl.«^1l. 70?— ?,?- «bfterr. Nordwestdatm 20« fl. E. 4L8 — 430 - detlo(M, l!,)L0n fl, S, p, Ult, 44450 44« — Prag.DurerEise»l>. 100fl,abll,st, 218- 2'9 — Etaalseisb, 200 slE. per Ultimo e?3 75 «7475 Südb. 200 sl, Silber per Ultimo ,23 90 124 90 Südnorddeutschc Verbindung«!», 2<»0 fl. KM...... 411 - 413 - Tramway »Ges., neue Wiener. Priori<ät6.»llti» fl, S....... 408 — 40» — Wr. Lolalb,.«N!en.Ges, 200 fl. ,5» — ,6» — Vanlen. «nglo.Österr, Van!, 180 fl. , . 8lb— »16- Vanlverein, Wiener, per Kasse — — - detto per Ultimo . . . 5«« — 568 — V°denlr..«nsl. «sterr., 200fl.S ,056- lOkn- Zentr,.Vod..Kredb, «st,. 2lx> fl. 557 — 55» -Kreditanstalt für Handel und Vewerbe, 160 fl,. per Kasse — — —— detto per Ultimo «70 25 671 25 Kredilbanl allg. ung., ll«> sl, . 79o »0 7S, 5« Dtposltenbanl. allg.. 200 fl. . 452— 454- , sl........ 45K — 458 — Hypothelenbanl, Österreichische, 200 fl. »0"/<, 6l» — b64 — Vrrlehrsbanl. allg , 140 fl. . 54b— »4« — Indnftrie UnltMth»«»>t». Vauges,. alla, »fterr,, 10« fl, , 14« — 144 — VrüxerKohlenber«l,.-«t!.I««fl. »58— »6» — El!enblll>!lw,.Leih« , erste, 100 fl. l»0— 194'— „Elbemühl". Papiers, u,»..», i«7- t«,— Eleltr,.Ges.. allg. Often,.2«« fl. 476 ö« 477 — detto internal,, 200fl, ««— «» — yirteiiberger Patr.., Ziindh. u, Met.Fabril 400 Kr. . . »57— W» — Liesinger Brauerei 100 fl, , , 301" »N3-»0 Mo»GelellIch , öslerr,.alpine 540 50 5411» ..Polbi.Hülte". Titgelaujistahl' F..« .«, ll0U ,1, , . «<>.- »«'«» Präger «tisen.Inb.Ves, «m. 1905, 200 fl...... 264b — 2S50 — Nlma.Muiany. S»lgo>Tarjaner Eisenw, 1U0 fl..... 537-2!» 5»«'« Salgo.Tarj Steinlohlen luo fl 595- »>»?'— ,,Schlüglmühl", Pap>erf.,2N0fl, 318 — 81» — ,,Schodnica", «l >V, s. Petrol.» Ind., 5«o Kr..... «»« — »4? — ,,Vteyiernl2hl", Papierfabril und V »«....., «50 — <53 — Iriflliler Kohlen»..«» 70 fl. 270-— »7« »0 Tüil. I«oatrt« Fr, per Kasie . — — — — detto per Ultimo »83 — «4'— Waffens'Gff, »fterr,, ln Wien. 1«> fl........ «l» — 5«« — Wagaon.Lelhanstalt, »llgn»., «n Pest, 40<> Kr. , , . , »««— «zo — Wr. Naunes'llschli!! '00 sl. . . ,65- I«»'— Wienrrbernrr Ziegels.»«lt.»Ges. 852 — SS» — Devisen. Anr,» Sichte» nnl» >ch»ck». Amsterdam...... '»81« ,»8 35 Deutsche Plätze..... ,,? 45 ,,7'65 London........ 24042 240 67 Illllieniiche Vllülplüv, . , . »5 ?L »5,»b Pari«......... »z ?z, 95 «5 Zürich und Vasel..... »5 47 9^ »y Valuten. Dulaten........ 118« »136 ^iU Franfrn Etücle..... 1» 13 1» 1b iiN.Marl Stüclr..... 234» 28-b« Deutsche Neichsbanlnoten . . 117 45 11? «b ^lalirüische «anlnoten . , . 95 75 »5-»5 «übel Noten...... 25! «51'» .««««..«..^'^^"^«^«. ^..«». ,l, «M. «. M»»^^»» , ^iv^vepkt« (^f<. Deport«) ^ ^QS-V^I-Vl^^Nl-UN»._________________________________I.»»»».»», »plwl^^p. _______________l v.sii,,«,, ,« «,',I„,,,, I»^l«,,.!l,''«,<. «< »^ »!'».«»»,.