Al, m. Vtllnum«s»l,«n«plt>«: III! «omptoil ganzi. »!.,,. H^I^, ft, 5-50. ssl,l bi, .>5, halbj. ? kl> Mittwoch, 11. August. < gellen « l»., glotz«, v» Ze»« « t»., be« »sl«en Vltdelholnngen p«i ». Der 55' —"---------- 3°leph w„ "?"i"u«lster hat den Steuereinnehmer denBereick^^'"l ^um Hanptstener-Einnehmer für ^^r Flnanz.Landcsdirection in Graz ernannt. . ^as^, ^keuntnisse. 3 M der l, f N,"^l'richt Wie» als PresSgericht hat aus '3i.. ^ der Ä"?^"U°al>schast ersannt, dass drr Inhalt h ?» ^edr!e^V»r> t „Oesterreichisch^ unssarische Militär und^'>'d hat nach 6 493 St, P O das Verbot ?l'"ra°k l> l. N)'"'' Druckschrift ansM'rochen. dtt V )" l l^ Gericht Wien als Prcssqcricht hat ans Coiiin'Nl dn- l/^cf"'!'"°ltschast erlannt. dass der Inhalt d,r, "ll^Nlatt ^ ''''"N .Euwnucl Lochay-Anresch' Wiener t" """de,Z"^'!°". ddlo. 1. ?ll>nus< 1880. durch den gtiiido ll°b das N"? "Die gchcilnnisvullc Schcerc" enthal-vttbH,.^ hnt „3^!^ ""ch l>8 ^^» n»d Ä08 St. G. be- 3'"» dieser U 5./W St. P, O. das Verbot der Weiter-yntra?? l't "an^^'."lt ausgesprochen. ^Hr^l l FH"'^'^ W'"' "'s Prcsslicricht hat auf l^t N",t,.^r^ "lan.it. dass der Anhalt "" und I^N "°n Nl s.^'^ergebnrt. Ein politisch-wirlschaft-""f S 4.. "'^. Dn^"'" l^rci. Leipzig Äcrlnq von C, Reih-heit ^ ^'' 47 ritti)ns, ""' Wilhelm .Whler. Wien" durch die begrün^,. i"m «Z.., '"l Stellen uon „Wenn die Zerfahren. Verbi-?,' "" h°t, «^" das Vrraehen «ach ^ ^ St. G. ^""« bies7/^.8403 Tt, P, ^. has Verbot der Weiter-^^^^^^schrift ausgesprochen. U.b"^^^"bi,che Zollverhandlungen. ÜÜl^bien ^wp?."^" ^'sch'N Oesterreich-Ungarn N"b. Allq'i3'b "den Zollverhandlungen wird der N'dlun^,^' >?^ Wien geschrieben: „Die V'^"t?a's" ' den Abschluss 'eines Zoll- und I« 3 ' Ungarn und die si!^o»Ne„ m> '^" ^uher gemeldet, am 27sten l°H^n'd^ trotz der Gegensätze, E'!^^ "ls be,2 ^.^ter zu einem Resultate zu ^ '^hnconvent.m? ^ ^" nunmehr abgeschlossenen "". Dle serbische Regierung wünscht durch die Annahme des Schuhzollsystems die serbische Industrie zu hebe,» und zu größerem Umfange zu dringen, was nach dem jetzigen Zollsysteme nicht leicht möglich ist. Auf dieser Grundanschannng beruhen mich alle definitiven und provisorischen Handelsverträge, die Serbien bisher abgeschlossen hat. In serbischen Regierungs- und Handelsfreisen ist man nnn der Ansicht, dass man auch mit Oesterreich« Ungarn auf keiner anderen Basis als auf jener abschließen könne, worauf die Handelsverträge mit Eng« ln„d und Italien lc. abgeschlossen wurden. In diesem Sinne sind auch die Instructionen der serbischen Delegierten, die zu den Zoll- und Handelsvertrags. Verhandlungen nach Wien abgegangen sind. — Hier besnrchtet man einen starken Widerstand Oesterreich« Ungarns gegen den Wnnsch Serbiens, dass der Ein gangszoll auf Schweine an der österrcichisch'UNgarischen Grenze ermäßigt werde. Derselbe beträgt jetzt zwei Goldgulden per Stück ohne Unterschied des Gewichtes. Man berechnet den Verlust, den die serbischen Schweinezüchter seit Einführung dieses erhöhten Schweinezolles erleiden, auf durchschnittlich 500.000 Francs pro I >hr; trotz der erwarteten Schwierigkeiten hofft man alier auch für serbisches Korn und Vieh die nothwendigen Einfuhrermäßigungen nach Oesterreich.Ungarn erringen zn können. Von verschiedenen österreichischen und uogarischen Zeitungen wurden Mittheilungen über die in Wien bisher stattgehabten Verhandlungen ge« bracht, dieselben sind aber unrichtig und vielfach nur erfunden, da nur eine erste gemeinsame Sitzung am 27. stattgefunden hat und wegen formaler Fragen nene Instructionen eingeholt werden müfsen. Es soll nblr nicht bloß ein Zoll- und Handelsvertrag zwischen Snbien und Oesterreich Ungarn abgeschlossen werden, wodurch die verschiedenen Beziehungen zwischen den zwei vertragschließenden Staaten geregelt werden. Außer dem Zollvertragc werden noch Verträge über die Regelung des Consularwescns, über den Grenz, verkehr, über Grenzsperren und Viehseuchen, die Auslieferung von Verbrechern und Deserteuren abgeschlossen werden, doch widerstrebt man in Serbien noch immer dem Abschlüsse eines Cartelvertrages zur Auslieferung der Descrtenre, da dieselben meist serbischer Nationalität sind, welche man hier gern in Schutz nimmt."______________________^^^ Zur Orientfrage. Ans Konstantinopcl treffen Nachrichten ein, welche eine günstigere Wendnng der Angelegenheiten des Orients in Änssicht stellen. Wie es scheint, beabsichtigt die Pforte, den in der identischen Note ausgedrückten Forderungen der Mächte durch die Cession der Stadt Dulcigno und ihres Littorale zu entsprechen. Die Gründe, welche die Pforte gerade zur Wahl dieser Alternative im Gegensatze zur Abtretung des Zem« gebictes bestimmt haben, sind ziemlich naheliegend. Die Albancsen am Stromlauf der Bojana stehen in einem weniger engen Zusammenhange mit dem Hinterlande der Berge, und Montenegro hatte sie schon einmal während des russisch-türkischen Krieges ohne jede Mühe unterworfen. Insbesondere aber die katholischen Stämme, welche für die bedrohten Hotti und Giuda mit so viel Wärme eingetreten warcn, scheinen die Cession Dulcignos mit einer gewissen Gleichgiltigkeit hinzunehmen. Die Pforte darf also hoffen, auf diesem. Punkte wenigstens einem geschlossenen Widerstände der albanesischen Stämme nicht zu begegnen. Außerdem gewährt ihr die Ausdehnung der österreichisch-ungarischen Seepolizei auf die von Montenegro zu erwerbenden Gebiete, und die Bestimmung, dafs in diefem Gebiete keine Befestigungen errichtet werden dürfen, wenigstens relative Bürgschaft gegen eine Offensivstellung, welche Montenegro an den Grenzen der Türkei einnehmen könnte. Da die Pforte wohl zweifellos die Macht hat. die Abtretung Dulcignos, wenn sie dieselbe aufrichtig will. auch zur praktischen Thatfache werden zu lassen, so hätte fürs erste wenigstens die albano-montencgri« nische Frage ihre unmittelbare Schärfe eingebüßt Jedenfalls wären die Voraussetzungen der der Pforte überreichten Collectivnote erfüllt, und es tonnten die von den Mächten in Aussicht genommenen Maßregeln einfach fallen gelassen werden. Aber selbst allgemein betrachtet, hätte sich die Stellung der Pforte wesentlich verbessert, denn ihre Bereitwilligkeit in einer nicht un^ wichtigen und feit zwei Jahren offen gebliebenen Frage zur Durchführung des Berliner Vertrages zu schreiten, würde es den ihr wohlgesinnten Mächten nach jeder Richtung hin erleichtern, den conservative», die Türkei schützenden Grundgedanken jene» Vertrages, in sein volles Recht treten zu lassen. Die Erfüllung der Congressbeschlüsse auf dem einen Punkte kann die Pforte allerdings nicht der Pflicht entheben, diese Beschlüsse auch auf einem andern Punkte zur Wahrheit werden zu lafsen, aber sie kann doch sehr wesentlich auf die Art und Weife zurückwirken, in welcher die Regierung des Sultans an die Einhaltung ihrer vertragsmäßigen Verpflichtungen gemahnt werden soll und insoferne auch in den weiteren diplomatischen U(iäu8 procsätinclj eingreifen, der j-tzt mit Rücksicht auf die Antwort der Pforte in der griechischen Angelegenheit von den Mächten berathen wird. Jeuisseton. VorurtheilTInz Namen. !"bst^ länast an., w'l"' 8. August, d' si d l"ist^s " "^.'"e Thatsache ist es. dass Wr< s Wnn " ^"uner von Vururtheilen nicht » r'i'N im N "le Napoleon und Friedrich der ^p° . 5°lte eine Ä.' c^ ^rurthe.ls? namentlich " inlineSp^^7s'°n gegen Spinnen. Lief Negkl. > «bM «"ber ^n Schreibtisch, so qerielh ä"' °5 ^neignna"7' ^'""ch der Große hin- h iibe^, Frau ? H^'lirs Ha°r, Nonsseau , 'llet s. "Nr tre ick,^ Wellington gerieth außer "" Das Vorurthe,! > ih.n ,. >e 2'^' WM'"' im Gemüthe est ^^lZ«t. WilUsin?'^ leeren Spielraum b>'"s ^'"Nk" na/^ °l'""ls °uf unbezwingliche ^U^^le^en ^"'N"'. ohne uns darüber e tzaar^ S" sp,^"""'' ""nm dies eigentlich b^Vi Mlch Gm 3 ^' "des Kind: ..Vor Allgemein bekannt 5 ^l'M Zi'l.^lt ?a 1.' '^. ^ ?l" G^ichneten!" " dr' 3^1 u. s 5" sm boshaft, die Schielenden a/''d r^wach^- Trotzdem gibt es gerade N^n?,^k^l is""' recht gutherzige Menschen ^ a^ Whaft macht. Anfall ' "ei», sogenannten: mul ocM (bösen Blick), gegen welchen jede Italienerin, die Isttowro trägt, das heißt, eine kleine Korallcnhand mit ausgespreizten Fingern. Den „bösen Blick" besitzen solche Menschen, deren Axgenbranen über der Stirne zusammengewachsen sind (!)- der Volksglaube legt solchen Menschen böse Zanberträfte bei. Ich kannte sehr gebildete Italiener, die von dem Vorurtheile gegen den „bösen Blick" nicht abznbringcn waren nnd an dem Blödsinne festhielte. Auch Papst Pius IX. hatte den bösen Blick, und die Berührung mit Pio Nono brachte Unglück. Beinahe hätte dieser Aberglaube durch ein Spiel des Zufalls an Wahrscheinlichkeit durch das tragische Geschick der Kaiserin Charlotte, der Kaiserin Eugenie gewonnen, denn beide Francn ereilte das Missgeschick nach einer Audienz bei Papst Pins IX. Hegen wir eine eigene Antipathie gegen ein seltsames Aeußere. wie leicht sind wir dagegen für fchöne. von der Natur reich bedachte Menfchen eingenommen. Ein schöner Mensch gewinnt im Fluge unser Herz, und der Lehrer, sei er auch der gerechteste, verzeiht einem Kinde, das hübsch ist, den Fehler eher als dem hässlichen. Der arme, arbeitsuchende Mann findet leichter einen Verdienst, gefällt dem Brotgeber fein Aeußeres. In Kanflä'den fucht man, um Käufer an-znlocken, nur nach hübfchen Leuten. Nirgends aber tritt uns das Vorurthcil so grell entgegen, als bei unfereu Namen. Leider kann man sich beim lieben Gott ebenso wenig den Familiennamen, als ein hübsches oder hässliches Gesicht bestellen, eines aber könnten wir dagegen von unseren Eltern ver-langen, nämlich einen paffenden Vornamen. Bei Menschen mit etwas lebhafter Phantasie formt sich das Bild eines Unbekannten nicht selten nach dem Namen. Der Name ist gleichsam der Rahmen zum Bilde, das man sich schafft. Man kann sich den Träger eines Namens oft gar nicht anders denken, sich keine andere Vorstellung von ihm machen als jene. zu welcher sein Name berechtigt. So stellen wir uns z. V. unter Rosa ein blühend schönes Mädchen mit rosigem Teint vor, nnter Aurora die Göttin der Morgenröthe selbst, uud wie oft geschieht es. dass die „Rosa" grüne Katzenaugen, einen breiten Mnnd, schlechte Zähne und Sommersprossen hat, während sich uns die göttliche Aurora als irgend ein Küchentrabant mit schwieligen Händen und Triefaugen präsentiert. — Ein Mlssverhältnis zwischen dem Namen und der Person seine« Trägers bleibt stets ein unerschöpfliches Thema für spöttische Anspielungen. Wie schlecht ergeht es einem Siegfried, der als Commis hinter Härings-topfen steht, und dies umsomehr, wenn sein Familien-name vielleicht Wunderlich oder Lustig ist? Ein Sieg-fried Wunderlich, wie entsetzlich! Unsere Literatnr trägt auch manchmal dazu bei. dass die Namen mit ihren Trägern nicht übereinstimmen. Wie manche durch Roman-Lecture sentimental gestimmte junge Frau benennt ihren Sprößling nach dem Helden oder der Heldin eines ihrer Lieblingsromane. und die Zukunft lehrt dann. dass der ritterliche Dagobert ein Hasenfuß ist und dass die züchtige Kunigunde sich viel eher für die prosaischeren Namen „Sali" oder „Kathi" eignen würde. Wehe dem Hciratscandidaten. der einen zu schö-nen oder zn hässlichen Namen suhlt. In beiden Fällen wird nicht selten der Name dann Veranlassung zum Korbe, den man bekommt. Es führt z. B ein junger 1532 In die Entwicklung der griechischen Angelegenheit ist allerdings msoferne ein neuer Factor eingetreten, als in Athen die Mobilisierung der griechi-schen Armee angeordnet worden ist. Aber von dieser Mobilisierung bis zur Aufstellung eines Heeres und zur thatsächlichen Eröffnung der Feindseligkeiten gegen die Tü,kei ist noch ein weiter Weg. Es wird von griechischer Seite selbst nicht in Abrede gestellt, dass die Heeresverwaltung des kleinen Königreiches Monate in Anspruch nehmen muss, ehe sie hoffen darf, den türkischen Truppen in Thessalien und Epirus eine einigermaßen ebenbürtige Streitmacht entgegen werfen zu können. Eben hierin liegt ein missliches Moment der griechischen Frage überhaupt. Es hat immer etwas Verletzendes, für die Ansprüche eines von ehrgeizigen und ausgreifenden Tendenzen nicht völlig freien Staates einzutreten, wenn dieser Staat aus eigener Kraft sehr wenig für die Erfüllung dieser Ansprüche zu thun vermag und als Geschenk empfangen muss, was nur als Lohn der eigenen staatlichen und nationalen Anstrcn-gung und Machtentfaltung erscheinen sollte. In der That scheint diese Auffassung den Erwägungen der Cabinette nicht völlig fremd zu sein. Mr wissen nicht — sagt die „Montags Revue", der wir den vorstehenden Artikel entnehmen — ob ein Theil der französischen Presse den Intentionen der Regierung Ausdruck gibt, wenn sie auf ein'. principiellen! Trennung der griechischen von der lnontenegro«albani-! schen Frage besteht und für eine Retardierung der auch in der ersteren von Europa eingeleiteten Äctioi ein» tritt. Wir glauben aber annehmen zu dürfen, dass Frankreich unter der Voraussetzung, dass damit der stritten Aufrechterhaltung und Rechtswirksamteit der Conferenzbeschlüsse kein Eintrag geschehen und nicht ein principieller Rückzug Europas maskiert werden soll, mit einer derartigen Auffassung schwerlich ganz isoliert dastehen würde. Mit dem Grundgedanken wenigstens, dass eine überhastete Action leicht die Ein-müthigteit der europäischen Mächte in Frage stellen und damit größere Nachtheile schaffen könnte, als die sind, welche in einer verzögerten Lösung der griechischen Frage liegen können, wird man sich wohl einverstanden erklären können. Aber eben weil von allen Seiten der Wert des europäischen Einverständnisses und die Nothwendigkeit, dasselbe als die reale Basis jeoes Vorgehens im Oriente aufrechtzuerhalten, rück« haltslos aneikannt worden ist, erschiene es nicht minder bedenklich, wenn sich die Mächte unter dem Eindrucke der Pfonenantwort bestimmt sehen sollten, in neue Verhandlungen über das Meritum der Frage und über eine allfällige Revision der Confereiizbeschlüsse einzutreten. Diese Beschlüsse haben sich zwar keines« Wegs als Ultimatum gegeben und nichts würde Europa hindern, jetzt, wo die Pforte gesprochen, die Möglichkeit ihrer Modification in Berathung zn ziehen. Aber die Doppelfrage liegt nahe, ob sich diese Modification vollziehen könnte, ohne die Autorität und das Ansehen Europas einer vielleicht verhängnisvollen Erschütterung p,e>szugeben, und ob durch dieselbe die Chancen der Verständigung der Mächte nicht einer Probe unterworfen werden würden, welche sicherlich besser vermieden, als leichtsinnig herbeigeführt wird. In der gegenwärtigen Situation erscheint wohl nur Eines gerechtfertigt. Alle Rücksicht und jedes Entgegenkommen der Pforte gegenüber in der Fiage der Ausführung, absolute Festigkeit und Unbeugsamkeit in der principiellen Aufrechterhaltung der Conferenzbeschlüsse. Mann den poetischen Namen Arthur. Ach, Althur! welch' schöner Name, heißt es dann, bevor man den Arthur kennt. Mit dem Namen Arthur verbindet man ein ganzes Heer ritterlicher Galanterie. Man ist gewiss, dass Arthur nur ein poesiereicher Mensch sein kann, und sreut sich schon im vorhinein der vielen Bouquets, die der göttliche Arthur senden wird, im Falle man so glücklich ist. ihn zu erobern! Aber welche Enttäuschung später! Nlcht selten entpuppt sich der „Arthur", als der entsetzlichste Prosaiker unter der Sonne, als der langweiligste Geck! Anstatt der erwarteten Rosen-bouquets spricht der poetische Arthur von den besten Bierqualltäten, und anstatt bei Landpartien für die schöne Natur sich zu begeistern, am Waldessaum für die Heißgeliebte Vergifsmeinnicht zu pflücken, streckt sich dieser Arthur ermüdet ins Gras und schläft den Schlaf dcs Gerechten in Tönen, die man im gewöhnlichen Leben mit dem Worte — Schnarchen — bezeichnet. Ein junger Mann soll einer Familie vorgestellt werden, in der das Hausfräulein „Margarete" heißt. Vor der ersten Begegliung glaubt er in ihr ein sanftes Gretchen zu finden, statt dessen stürmt ihm ein kleiner Wildfang mit schwarzen Locken, eine Reitpeitsche in der Hand und einen Jagdhund hinter sich, entgegen. Unwillkürlich stammelt dann der Enttäuschte: „Mein Fräulein! Ich habe Sie mir ganz anders vorgestellt" — und geht, um nie mehr wieder zu kommen. — Wie oft ist Bertha gar nicht sanft und doch bedeutet ihr Name die Sanftmuth, Auguste die Stille eine 5ant,vve. Angela der Engel einen Satan! — Doch genug —. sous; z^he ich nur noch den Unnmth meiner Leser zu. " " ^^ Vorgänge in Frankreich. Die Aufmerksamkeit in Frankreich ist gegenwärtig auf die Feste in Cherbourg gerichtet, woselbst der Präsident der Republik und die Präsidenten der beiden Kammern Sonntag abends eingetroffen sind. In ihrer Gesellschaft befinden sich: der Minister des Innern Herr Constans, der Bautenmiuister Varroy, der Marineminister Iaurcguiberry, der Unterstaatssecretär im Finanzministerium Herr Wilson und der Unterstaatssecretär im Ministerium für Handel i'nd Ackerbau Herr Girerd. Außerdem fuhren die Vertreter der Presse in zwei Waggons mit. Der Zug hielt sich nur in Evreux und Caen je eine halbe Stunde auf, um den Behörden jener Städte Zeit zu lussen, den Präsidenten der Republik zu begrüßen. Der Empfang des Herrn Grevy, ganz besonders aber des Herrn Gam-betta war hier sowohl als in Cherbourg ein ebenso lebhafter als freundlicher. Grevys Reise glich einem wahren Triumphzuge. Wo der Train durchfuhr, ohne anzuhalten, waren auf dem Bahnhöfe Tausende VM Menschen anwesend. Die übrige Bevölkerung der Städte erfüllte die an den Bahnhof grenzenden Straßen. Arbeiter hatten die Dächer der Fabriksgebäude bestiegen. Ueberall waren die Häuser mit Fahnen und Kränzen geschmückt. Der Maire von Cavn erklärte, , die zunehmende republikanische Gesinnung des Land-! volles sei der beste Beweis für die Befestigung der Republik. Grioy erwiderte: „Ich wollte nicht sprechen, muss aber Ihre Worte verzeichnen, deren Wahrheit die letzten Generalrathswahlen bestätigen. Die Re-publit erobert die arbeitsamste, daher klügste Volksschichte, sie wird täglich mehr geschätzt. Durch ihr Walten gewinnt sie alle vernünftigen Männer, welche sie festhält; das sichert die Gegenwart und ermuthigt für die Zukunft, deren sicherste Garantie die Ausdauer bei der vernünftigen Politik bildet." Die Feste sind bis jetzt ohne die gefürchtcten Demonstrationen gegen die Seepräfectur verlaufen. Dagegen hat der Clerus es nicht an Demonstrationen fehlen lassen. Der Bischof von Evreux begrüßte den Präsidenten auf dem Bahn-Hofe jener Stadt, indem er gleichzeitig sein Bedauern über die Verfolgung der Religion aussprach. Grivy fertigte ihn kurz mit der Erklärung ab, dass die katholische Kirche unter dem Stutze des Gesetzes stehe, dass aber den Priestern die Einmischung in die Politik verwehrt werden müsse. Paris unterhält sich in Abwesenheit seiner Regenten über ein Diner, welches Gambetta mehreren höheren Officieren gab und bei welchem das Convert 120 Francs kostete. Der intransigente „Citoyen" will wissen, dass der Kammerpräsident bei dieser Gelegenheit mit den betreffenden Militärs den „Staatsstreich" verabredet habe. Die Niederlagen, welche die Clericalen bei den Generalrathswahlen in allen Gegenden Frankreichs erlitten haben, werden als ein Beweis der vollständigen Ohnmacht und Deroule der ganzen Partei betrachtet. Dieselbe hatte aus den Resultaten der Departementswahlen eine Art Protest gegen die März-decrete machen wollen. Aus diesem Grunde wurde auch die Candidatur von ungefähr zwanzig infolge der Ausführung der Märzdecrete abgesetzten oder demissionierten Gerichtspersonen aufgestellt. Kein Emziger von diesen wurde gewählt. Mehr als zwanzig Richter der Höfe und Tribunale unterlagen am Sonntag auf dem Wahlfelde. Das Land aber machte noch außerdem eine Gl'genkundgebuna. indem es fast alle Gerichts« Personen, die sich zur Wahl meldeten und deren Anhänglichkeit an die republikanischen Einrichtungen bekannt ist, zu feinen Vertretern in den Generalräthen berief. Das Dufaure'sche „Parlement" widmet diesem Erfolg ilber die Clericalen einen Siegespäan. «Was beweisen — sagt das erwähnte Blatt — die Departmental-Wahlen anderes, als die vollständige Ohnmacht jener clencalen Partei, die man für so gefährlich hält, einen wirksamen Einfluss auf die Massen des allgemeinen Stiiumrechtes zu üben? In der heutigen Lage hat sie sicherlich alle ihre Hilfsmittel aufgeboten und die groß-ten AnstlrlMügcn gemacht, um' in dem Wahllörper ilnen Einfluss zu bewahren oder wieder zu erlangen. Und sie ist gescheitert, wie am 14. Oktober in den Abgeordnetenwahlen und in den darauf folgenden Senatswahlen. Wie kann man also von einer allmächtigen Partei sprechen, die alle Intelligenzen, alle Gewissen, allen Willen an sich gerissen hat? Die Erfahrung be« weist das Gegentheil." Die Anwendung der Märzdecrete auf die noch nicht autorisierten Ordensgesellschaften soll, wie der „Gaulois" anzeigt, zwischen dem 25. und 31. d. M. stattfinden. Nur einige Frauengenosscnschasten sollen noch davon ausgenommen bleiben. Der officiöse „Te-legraphe" behauptet, dass viele französische Prälaten Drohungen gehorchen, indem sie mit den Jesuiten ge-meinschaftliche Sache machen und zum Scheine die Leitung ihrer Collia/s übernehmen. Die Bischöfe fürchteten, wenn sie sich lau zeigten, als Ketzer oder wenigsten« als Schismatiker behandelt zu werden. Das officiöse Blatt ertheilt der Negierung den Rath, die übrigen von den Märzdecreten bedrohten Congrega-tionen unbehelligt zu lassen, dagegen mit verdoppelter Strenge gegen die Jesuiten vorzugehen und vor ihrer Verbannung nicht zurückzuschrecken. Es ist jed^ ?; wahrscheinlich, dass auch der erstere Theil dieses^ von der Negierung befolgt werde. Die Mitgl'ew bisher noch nicht aufgelösten Congregationen B' . dies felbst nicht anzunehmen. Nach dem .MM sind zum Beispiel am 5. August eine Anzahl M» des Pariser Klosters zum heiligen Herzen Iw ^ berühmten aristokratischen Erziehungsanstalt »d« Coeur") nach Amerika abgereist, um den bevolM, den Maßregeln gegen ihr Haus zuvorzukommen in den Vereinigten Staaten neue Anstalten i" 9l" Aus Ajaccio wird gemeldet, dass die Bo^ tisten vorigen Sonntag über die Niederlage des ^ Napoleon in waren, dass sie, etwa tausend an der Zahl, ^ machten, das Stadthaus zu stürmen. Der P"!^ eine Compagnie Liniensoldaten auf, stellte slch ^ ^, Spitze und zerstreute die Angreifer. Ohne dle »n ^, welche der Präfect entwickelte, schreibt der «^, Provencal", hätte es zu einem blutigen Handg ^< kommen können. Es wurden einige Verhaftui'ge ^ genommen und die Gerichte mit der Bestraft Meuterer betraut. W Roche fort greift neuestens in seine" '^ transigeant" Leon Say heftig an, weil stch "^ herausgenommen, im Wahlbezirke von I^f^F gegen einen intrunsigenten Candidate« ^V^U Das intransigente Blatt hat auch einen äMl,^, tigen Artikel über die Ernennung eines gcwisst!' ^, nants Marccreau zum Polizcicommissär in V" ^ Dieser Marcereau habe sich bei der Verhall""^ Communards, die er in Versailles zu überwach^ ^l, namentlich den Frauen und lleinen Kinder» geö ^ wie ein wahrer Henkersknecht geberdet. . ^ ! Der Pariser Gem ein berath votierte "'^ Donnerstagssitzung einen Credit von .WO^ ^/ mit dem er einem Gesuche der Arbeiter-Vy ^ kammern entsprach, das eine Subveutioll filr .^l -legierte, welche im Oktober am Congress wHt lheilnehmen sollen, verlangt hatte. 36 Ge"^Mß stimmten für den Antrag. 5 dagegen und ll, H^ sich der Abstimmung. Der „Mot o'Ordre 9 ^' Namen der 16 letzteren der Missbilligung >e"" bürger preis. ^ Die Proteste gegen die Beschlüsse des ,^l Pariser ArbeitercongresseS mehren!^'^ noch. Jetzt erlässt auch der Syndicatsrath dec^ ll des Seine-Departements ein Schreiben, ^ M? erklärt, dass die Corporation sich von den ^ AM des Congresses entschieden lossagt und jede ^ mit denen, welche sie fassten, verwirft. ^ ,Aj!^ Was die Abreise des französischen Äl"'^^ beim Vatican aus Rom betrifft, so versichelt ^ f ttgrafthe". dass derselben keine politischen ^" ^e gründe lagen, und das« Herr Desprez ""chff Krankheit wegen Rom verlassen habe. D"" ^B aber der „Tiligraphe" bei: „Wenn die H^ Herrn de Lacour nach Rom sendet, so ^'Di^ weil Frankreich durch eine diplomatische P^ >F von Bedeutung Herrn Desprez augenblw>'^,^ W > der Angriffe ersetzen muss, welche' die Ui" ^M' täglich beim Papste gegen unsere Regies M Man hat keinen Begriff von der Unzahl ""^M^ uiid Beschwerden, welche täglich im Vatican^ um Leo XIII. gegen Frankreich aufzuhetzen^^ Aus dem englischen Parlament' ^,, Das englifche Unterhaus hielt, wie ^'^ch^ > tag, den 0. d. M., zwei Sitzungen. I" °" . "",,, taassitziing fragte Mr. O'Connor P"w" F^ wahr sei, dass die Regierung beschlossen, ^l^F stärkungen nach Irland zu schicken, u"v ' F., so wäre, ob dies geschehe, weil die Reg'" V". der Verwerfung der Pächter-Entschädigest^ feitens des Oberhauses den Ausbruch ""«» " F « des in Irland befürchte. Der Irlaud, Mr. Forster, antwortete: .M^>l«, die Regierung einen Aufstand in 3^"^,^ "^ entbehrt gänzlich der Begründung. Ich ^ „ M / sagen zu müssen, dass in Mayo und a^^ile" M' von Connaught viele Fälle vou Gewaltthat^ ^,, Personen vorgekommen sind, und infolge .^>>H, entstandenen Gefühles der Unsicherheit , e'''«"'ff zirken und um den Gutgesinnten Vertraue' ^ c ,, und das Sicherheitsgefühl zu heben, HM" ^ nothwendig erachtet, anzuordnen, dass lle ^ ,e ^ abtheilungen in diesen Ortschaften einqu" ,^ in^ Die durch diese Truppenentsendung «>>" ^ t^ F i Ersahtruppen verursachte Lücke "'" o" A, ^! leaung eines Corps MarinesoldateN "a^ ^ ^ gefüllt. Ich hoffe und erwarte, dass ,„ M Militärs nicht für irgend einen Z«"" ^ genommen werden wird." ««rd 3l' M In der gleichen Sitzung richtete",,, d>e^ h'll an den Unterstaatssccretär des Auß" ,, Fl. ob die Negierung mit auswärtigen ^atio'.'^ü gemrinsame od-r selbständige Demo"'" M'»^ über der Türkei - um Conferenzbeschlüssen sich ;u fügen ^H'h'' '5/' > Verpflichtungen übernommen h"be; ^ v^i" bezüglich Montenegros geschehen, ov " 1533 hie te7,3 ,'^'ltstiicke hierüber Mittheilungen ent-dem N°r«n, '/ ^^"ll'lg vor Schluss der Session w de N^?° Ausschluss über ihre Politik geben unv niiqW A5^ Dilke erwiderte, dass dem Hause w'lche die C^^'"?^ ^"«'legt werden würden. Mlnte, ^ ?"°^ "'^ b'e Antwort der Pforte üb/ d m^ ^'^.^°^^ seien in steter Berathung l.m en n'n ^ "^^'" schritte; hierüber Mitthei-Noch 5 .""^' /" mcht möglich. Im Verlaufe der "egro i ben^i s'^" ^ ""' Collectivnote über Monte-Wahl 7m .l ^ ""^"! bies'lbe lasse der Türkei freie F>3. ^E- Dili's ^'lchliigen zur Lösung jener ^ss'ein.' s.l^ <^. ^"^ ""en Grund zur Annahme. l°nd k'K.^'u>'g baldigst herbeigeführt werden laiche M,ü' 1?" durchaus unstatthaft, zu erörtern, würdm,' 5^"" ^" dtn Mächten ergriffen werden ^Me bide N u^hrsch^inlichen Falle, dass die ^jestät Reaie..n/^ "^ zurückweisen sollte. Ihrer Pa"a,n w V Z ' ""^ vor Ablanf der Session dem wchen p,..n^ ^^""^" llbcr diese Gegenstände b'rGnde!! Sän. u^ ^llänmgen oder Vorlage der Wen ub ^"«7^ ^""lett endlich wünschte zu er-d ic n a. f ^ ^"smertsamleit des Ministers für I n. ?"cf n?es M.!7" "D«ilY Telegraph" veröffentlichtel. be" und .f. ^"hamedaners aus Calcutta gelenkt wor-selche iln« "^,"^lcrung angesichts der Erbitterung, '«"l'nern^..""^^"kische Pulilik unter den Mufe'l-wcrde. die Ns"'. hervorgerufen, daranf Verzicht leisten ^ ottom^ ' ^ zwu'gen. anderen Staatcu Theile !""' hm«. '^"' '^"ch's abzutreten. Der Marquis ^NM i^'^, "widerte hieraus: „Meine Aufmerk-"'s dn, h,, f'^'Z und aNcin durch den Fragesteller U'^tz nb.. ''" ^" Vr^f ^lenkt worden. Es'ist mir ?" ^W,M'^' besondere Aufregung im gegcnwärti-^ainit^'ue unter den Muhamcdanern'Indiens Mbri'i mi. ^' .^"" 'ch bezweifle keineswegs, dafs Allauf de l^"^' Sftannnng und Intereffe den ^k» die M s "ll'usse im Osten Europas verfolgen. m'^iink!sch7 MM"ug. dafs die Rcgicrnngspolitit eine ^lkruiia is/'' .)"be ich Verwahrung einzulegen; die l,? ihre V'li.!"" ^^cht oder Unrecht, der Ansicht. ?"' und V ^ "" I'Uerefse der türkischen Negierung ?«!' dielen Ä.^'?^ ^Nlrich ist. Ohne mich weiter n5"""ll w ^""^"lasfen, fühle ich mich zu der ^""tz"">lasst, dass es nicht zur Sicherheit ^..^ginunM '" Zudien beitragen könnte, falls ^'"bkll c,ls ^ . ^"litik, welche sie aus allgemeinen ^ N'nstm «,5°^ Interessen Englands nnd Enropas ?"biirqten «'^^''nde betrachtet, wegen durchaus ^ Alha,,,,Mlirn über muthmahliche Ansichten ^^^^^lers ändern würde." Die^^""bengesetz in Rumänien. °? lulzeln'^"'^^ Depntiertcr.kammer hat bekanntlich I S>>. Da derV".^ Fremdengesetz für Rumänien s ^ ^wanien ,i.,"'^^ ^ifchen Oesterreich-Ul-garn 'Zend die w s' "i'kmlich reger ist, theilen wir nach-'^eselb^''Hsten Aestimnlungen dieses Gesetzes 3 ">' sich ^^^ Frenlde. welcher in Rnmänien l ^ul"'chal s 3 aufhält, ist ^pflichtet, sich mit bo ."folgt as ,"^ in versehe,,. Die Aufcnthalts-den l?' bttreff ,d 7"'d ""'« Reisepasses oder eines ^'' "ale auz' s^"btfchaft oder de.n betreffen-V»f^Ml ^""Kestellten Matrikclscheines. ^icck/1! ""d ^s!".b" Districtspmfccturen und in 'N ZufenthiN b'' Pulizeipräfecturen haben das 3 ' fU'd di ^ " ^ ausznstellen. Von diefer Vor-^" Küste ^'^"?"l a" den Ufern der Donau Wen, ' "^t fw,,,,, ^chwarzeil Meeres ausqeuommen. pK.'^" ^? "^es Districtes sind. In diesen AM " oder d .. ' ?" "'lh"ltslarteu "m, den Uutcr- ^ ^'de.,. " betreffenden Administratoren ans- H,^' Numäni3^.^)!"l"'de hat bei seine.u Ein-UnH 'l^rde ' ' ! ?^n. er der zuständigen Ver-UM ° b 24 S , ^ "c'sedocument vorgewiesen, sich p«ls v.Distlie^ Ä"! """I seiner Ankunft bei der fiirstt^ierett ^d 'I "' el"z".finden, um feinen Reise« »^ehörde m,s'"^ ^"fc'.thallstarte dnrch die ^"V "tig si. d " ^rt'geu zu l.fscn. Von dieser ^i!ss."l 'M L,,,d .!?'^F^mden befreit, deren Tage uicht überschreitet. ^ ? das a " ?'!"p^ eine beschränkte Dauer ?ur ^?^"cht. D^",/^^P"W beigesetzte Visum hiiine/" uckb,i ^ "'l ^"f'p"ss wird bei der Prä- > v ' ?'gl.ch ', Z"U" s...d befreit die Eigen- ^" br^ Stadtgüter nnd In. b'l I,"' i'" V^"ltr,e. oder HandelsetabUsse- 3>leI"u vor F. l ""' welche s<-it wenigstens ^ ^titel v "' "usweislos be- ^^" «hn?^ Umh,,^ ;„ ^„ Niark.flecken ^^ ""''"Haltskarte ist unterfagt. Der > Fremde, welcher die vorgeschriebenen Bedingungen nicht, erfüllt, wird als answeislos angesehen. Die Bestini-mnngcn dieses Artikels finden keine Anwendung anf Fuhrlente und auf Fremde aus dein Grenzgebiete, welche täglich die Grenze mit einer auf einige Tage beschränkten Aewillianug überschreiten und welche immer vor Ablanf der auf ihren Bewilligungen ersichtlichen Frist zurückkehren müssen. Ktgesneuiqkeiten. — (IurKaiserreise.) Ma„ schreibt der ..Neuen freien Presse" aus Olmich. 8. d. M,: Nach dc>, neuesten Dispositionen trifft Se. Majestät der Kaiser am i.)<1, d, nachmittags N Uhr in Olmüh ei». In feiner Bcglcituug werden sich die Erzherzoge Albrecht. Rainer und Wil-hrlin befinden, anherdeni eine Suite von l>4 Personen. Der Kaiser nimmt das Absteigequartier in der fürst-bischöflichen Residenz auf dem Bischofsplatze, deren Appartements prachtvoll eingerichtet wurden, während die Erzherzuge im „Hotel Lauer" absteigen. Für den Empfang des Kaisers sind bereits alle Vorbereitungen im Zuge. Heute schon kann gesagt werden, dass sich derselbe groß» artig gestalten werde, Alle öffentlichen Gebäude, die Straßen unt> Plätze werden durch ein von der Gemeinde eingesetztes Decorationscomite geschmückt werden. Vor d>!n Vnrgthore wird sich eine kolossale Ehrenpforte und an der großen Marchbrückc ein von deu Landgemeinden errichteter Triumphbogen erheben. Wegen Decorierung der Privatgebände hat sich der Bürgermeister an die Bevölkerung in einem Aufrufe gewendet. Die Vereine wer» den den Kaiser au der Marchbrückc empfangen, abends findet ein Fackclzug statt. Dem Vernehmen nach wird dcr Kaiser während der Manöver fein Hauptquartier in dem Orte Olschan nehmen und erst abends nach den Manövern nach Olmütz zurückkehren. Dass die Manöver bereits im Anzüge sind, beweist die Physiognomie der Stadt, welche ein durchaus militärisches Gepräge hat. An den Manövern werden sich 12,000 Mann und circa 500 Officicrc bethciligen. Am 7. d. M. ist die 10. In« slnitcrietrnppeu - Brigade in Olmütz eingerückt. Der Cmmnandant der Hofgarde-Escadron, Major Berzeviczy de Verzevicze, ist mit dein Kammersouricr v. Prank bereit) in Olmntz eingetroffen, um die letzten Vorbereitungen für deu Empfang des Kaisers zu treffen. Nachrichten uom Lande znfolge werden beim Einzüge de5 Kaisers zahlreiche Banderien erfcheinen. Die slavischen Reiter werden ihr buntes Nationalcostüm tragen, während die deutsche» in einfacher, aber kleidsamer Tracht sich präsentieren werden. — (Aus Oberammergau.) Ueber die Ver« theilnng der Einnahmen aus den Oberammergauer Pas« sionsspiclen wird geschrieben: „Von dcr Gesammteiunahme wird ein Viertel für die Kosten des Theaters und den Spielaufwand vorweg,abgezogen. Eiu weiteres Viertel wird denjenigen Olierammerganern zugetheilt, welche nachweisliches Vermögen besitzen, also z. V. Haus- und Hosbesitzer sind, weil sie für die zur Errichtung und Ausstattung des Theaters verwendeten Gelder Bürg« fchaft übernommen haben. Das dritte Viertel gehört den an de» Vorstellungen Mitwirkenden: es find ihrer bei 700. Sie werden in zehn Classen eingetheilt: Christus, Kaiphas, Pilatus uud der Prolog-Sprecher gehören in die zehnte, die mitspielenden Kinder iu die erste Classe. Das letzte Viertel endlich ist für Zwecke des Schul-und Kunstunterrichtcs. die Zeichen- und Modellierschule, dann für den Aufwand bei der Regulierung des oft sehr ungestümen, den Ort berührenden Gcbirgsbaches bestimmt. Auf den Darsteller von Christus. Josef Mayr, mögen dieses Jahr etwa 600 Mark treffen. Aus dem Gesagten geht wohl zur Genüge hcvvor, dass die Obrr-ammergauer mindestens nicht um des schnöden Mammons willen spielen. Die so zahlreichen jüngeren Leute, welche sich eines Besitzes nicht erfreuen, tragen danach von dem Spiele nicht nur keinen Gewinn davon, nein, sie sind nicht einmal imstande, mit ihrem sehr bescheidenen Honorar ihre beträchtlichen Zeit- uud Arbeits-uerlustc zu decken. Die fo wohlgcllmgenen lebenden Bilder. Welche als Epifoden in den Vorstellungen gestellt werden, sind vou d?m Lchrer au der Modellierschule. Hcrru Laug, iu künstlerifch ganz meisterhafter Weise angeordnet und gruppiert." — (Ovids Grab.) In der in Pest erscheiuru. den bclletristifcheu Zeitschrift „Vasärnapi Ujsäg" führt Inlius Ballogh aus, es sei nicht richtig, wie man gewöhnlich annimmt, dass Publius OvidiuS Naso in Tomi, an der Küste des Schwarzen Meeres, sein Leben bc schlössen habe und dort begraben worden sei. Schon einige ältere Schriftsteller haben behauptet, dass der römische Dichter auf ungarischer Erde im damaligen Pannonien, und zwar in Steinamaugcr (vormals Sabaria) im Jahre 17 nach Christi Geburt gestorben nnd begraben worden sei. Neuere Schriftsteller behaupten dies sogar mit Bestimmtheit uud erwähnen, dass in Stein-amanger die Grabschrift des Ovio aufgefunden worden fei. Die Grabschrift lautet: Ilic «itu« <3kt vlU68, yuom divj OaLSkN» ira ^u^u^ti Mritt oociore ^'u58it, numo. 8k(5i>o mittvl- voluit piltriig uccumders tsrri»; 86ä üuulrk: liunc Mi lzUk dodsro locum. (Hier ruht der Sänger, den der Zorn des göttlichen Cäsars AugnstuK aus dem Vaterlands gewiesen. Oft wünschte der Unglückliche, auf heimatlichem Boden zu sterben, doch vergebens; sein Verhängnis gab ihm diese letzte Ruhestätte) — (Eine Irrenhausscene.) Vine entsetzliche Scene hat sich in der vergangenen Woche in einem Petersburger Irreuhause abgespielt, Zwei der dort internierten Kranken hatten — ein Plan. wie er nur in dem blöden Hirn eines Irren entstehen kann — beschlossen, eiu Erdrossellungsexperiment an sich zu machen, und zwar sollte nach Abmachung der eine Irre dem andern eine aus dem Bettlaken gedrehte Schlinge um den Hals legen, sie zuziehen, genau alle Erscheinungen, die während des Todeskampfes sich bemerkbar machen, notieren, die Pulsschläge zählen u. f. w., und hierauf fpäter au sich selbst die Procedur vollziehen. Gesagt, gethan. Die Schlinge wird dem Einen um den Ha!? gelegt, zugezogen, und nun macht der Beobachter l^lt< blutig seiue Notizen über den Pulsschlag. Nervenerschiit-terungcn, Gcsichtsverzeriungeu u, s. w,, fo lange, bis das letzte Zucken vorüber ist; dann begibt er sich. da ihm diese Todcsart doch nicht ganz couveniert, zum Inspector und rapportiert: „Es ist gelungen, er ist todt." „Wer?" fragt der Infpector. „Meiu Versuch ist gelungen; ich habe meinen Kameraden erdrosselt, mich selbst aber be» sonnen. Bitte daher, der Polizei darüber Anzeige zu machen, dass ich einen Menschen getödtet habe." Die Bestürzung des Inspectors, nachdem er sich von der Wahrheit der Aussage überzeugt hatte, kann man sich leicht vorstellen. Locales. — (In sp i ci e ru n g.) Der Landcscommanoie-rende von Steicrmarl, Käruten und Kram, Herr FIM. Freiherr v. Kühn, ist in Begleitung des Generalstabschefs Oberst v. ValentschitS vorgestern mit dem Eilzugc von Graz nach Klagenfurt abgereist. — (Zum 5 0 steu Geburtsfeste Sr. Via -jestät des Kaisers.) Der Gesangsverein der hiesigen Citaluica uud der Turnverein „Sokol" haben iu der vorigen Samstag abgehalteneu Versammlung beschlossen, anlässlich des l)0sten Geburtsflstes Sr. Majestät des Kaisers am Vorabende d!>s Geburtsfestes. den l7ten August, dem Herrn Laudespräsidenten Winllcr einen Fackelzug mit Serenade darzubringen. — (Zehnjähriges Gründungsfest der Feuerwehr.) Znr Theilnahme am zehnjährigen Grün» dnngsfeste dcr hiesigen freiwilligen Feuerwehr haben sich writers angemeldet Deputationen der Schwcsterinstltule in Graz, Pola. Agram, Tarvis, Gmünd, St. Veit in Kärnten, Kreuz in Kroazien uud Hohencgg bei Cilli. Im ganzen belauft sich die Zahl der bisher bereits angekün» digtcn Gäste auf 360. Da auch die meisten der hiesigen Vereiue ihre corporative Theilnahme am Festzuge zugc-fagt habeu, fo verspricht derselbe ziemlich großartig zu werden. Für Begleitung mit Mnsit ist genügend gcforgt. da von den eintreffenden fremden Feuerwehren zwei — nämlich jene von Rudolfswert uud Oberlaibach — ihre eigenen Musikkapellen mitbringe,,. In jenen Straßen, welche der Festzug passiere,, wird. wurde vo» den meisten Hausdesitzeru und Mietparteicn eine festliche Decoricrung der Fenster- und Häuserfronten zugesichert. Dagegen brnöthigt das Comite zur Unterbringung der zahlreichen auswärtigen Gäste „och ciuer größeren Anzahl von Privatquartieren. Das Comili rechnet hiebei auf die bewährte Gastfrenudlichkcit der hiesigen Bevölkerung und ersucht daher im Interesse des Gelingens des schönen Festes dringend um gefällige weitere Anmelduugen von Quartieren iu der Feuerwehrlanzlei im Viagistratsgebäude. — (Gedenktafel.) Infolge Anregung des Grillparzcr-Vereiues wird zu Spittal a. d. Dräu iu Oberkärnten ein Denkstein zur Erinnerung an Vincenz Rizzi. den kärntnifchen Dichter uud wackeren Kämpfer für die Freiheitsideen des Jahres 1848, errichtet werden. Rizzi war ein Neffe des vieljährigeu Lail'achcr Bürgermeisters Hradezky und in seiner Jugend auch durch einige Jahre iu Laibach als Beamter ansässig. Er starb in, Jahre 1856 als Redacteur der „Klage,,-furtcr Icituug". Die unter dem Protectorate des Helreu-hausmitgliedes Ferdinand Fürsten Porcia ringelt itete Sammlung von Beiträgen hat bereits eine namhafte Summe ergeben. Rizzis gemüthvolle lyrische Poesie» und Novellen werden ucbst anderen Druckwerken vom genannten Vereine zur Ausgabe vorbereitet. — (Hagslschädc,,,) Uuser armes Heimatland ist im heurigen Sommer vo» empsindliche» Elementar. Unfällen leider sehr stark heimgesucht. Außer den zahl-reichen Ortschaften, dic wir bereits genannt haben, wurden in letzter Zeit noch folgende Gemeinden von mehr oder minder schweren Hagelschlägen getroffen: im politischen Bezirke Krcnnburg am 2. August: Dörfern, Sasttiz, Circice. Hrastje, Winllern. Fcichtina. Drulovk, Brra. Iamn. Prafche. Mautschiz und St, Georgru; an, !il. Juli: Goritsche und Srcdnawas; am !>0. Juli: Dautsche und Leskovca; — im politischen Bezirke Tscher. ncmbl am 31. Juli: Tschöplach, Uuterberg und Raden« im Püllauoer Thalr; dann die Gemeinden Schweinbeig. Wciniz. Draschiz nnd Radowiza, - letztere beihe bereits znm zweitenmal?. 1534 — (Sonnenflecke.) Nebst mehreren kleinen sind jetzt drei große Sonnenstecke sichtbar. Der scheinbar grüßte befindet sich etwas südlich des Mittelpunktes der Sonne und gleicht einem stark geränderten schwarzen Streifen, welcher von einem matteren, deutlich begrenz-ten Felde umrahmt ist, während die zwei anderen erst langsam auf dem Ostrande der Sonne hervortreten und allem Anscheine nach späterhin den ersten an Dimensionen übertreffen werden. Schon mit einem guten Opernglase ist es möglich, die Flecken zu beobachten, doch gebrauche man die Vorsicht, die Oculare zu blenden. — (Der achte internationale Getreide-und Saaten markt in Wien) findet nm 16. und 17. August l. I. im Lagerhaus« der Stadt Wien (im l. k. Prater nächst der Rotunde) stc.tt. Die Eröffnung desselben geschieht am 16. August um 9 Uhr vormittags im Saale der Wiener Frucht« unD Mehlbörse (I., Schot« teuring 19), woselbst auch die Berichte über d,e Ernte in Oesterreich-Ungarn, Deutschland, Frankreich, Italien, England, Rumänien, Russland und Nordamerika vorgetragen weroen. Nach Beendigung der Cröffnungs« feierlichkeit werden die Localitäten für den geschäftlichen Theil des Saatenmarktes im Lagerhause geöffnet. Eine besondere Fahrpreisermäßigung seitens der Transport« anstalten >st den Theilnehmern an den österreichisch' ungarischen Saatenmä'rkten in diesem Jahre nicht ge< währt worden, dagegrn wurden anlässlich des Wiener Saatenmarktes von den wichtigeren Stationen in Ungarn, Steiermark. Kärnt.'N und Kcain Separatzüge eingeleitet, welche in Wien am 15. August eintreffen und bei deren Benützung eine 40procentlge Fahrpreisermäßigung er-z'elbar ist. Für Theilnehmer aus Krain übernimmt Herr Handelskammerpräsioent A, Dreo die Anmeldungen und besorgt gegen Erlag von 2 ft. die Mitglieds« karten. — (Literarisches.) Von Ferdinand Siegmunds „Die Wunder der Physik und Chemie. P^nläre Dar« stellung des physikalischen und chemischen 5?" sens." Mit 300 Illustrationen, in 20 Lieferungen (Le Lieferungen '8 bis 20 zugegangen, womit dies Unternehmen seinen Abschluss gefunden und wir nun in der Lage sind, das ganze Wert zu übersehen. In einer Zeit, wo die gesammlen Naturwissenschaften sich die Welt erobert haben und der Fortschritt auf allen Gebieten derselben geradezu cin riesiger genannt werden muss, kann man das Erscheinen eines Werkes, welches die ,,Wunder der Physik und Chemie" gemeinschaftlich darstellt, nur mit lebhaftem Willkommen begrüßen. Das vorliegende Werk ist nicht bestimmt, als physikalisches oder chemisches Handbuch dem Fachmanne zu dienen, es verfolgt einen anderen Zweck, nämlich dcm Bedürfnis der allgemeinen Bildung 'i diefen beiden Wissenschaften, welche anf Künste und Gewerbe, auf das tägliche Leben überhaupt eineu so großen Einfluss ausüben, zu dienen. Verfasser vertritt den Standpunkt, den riesigen Stoff in eine knappe Form zu bringen und alles, was nur für den exacten Fachmann specielles Interesse hat, sorgfältig auszuscheiden. Er vermied es mit Geschick, die Naturgesehe überall mathematisch zu entwickeln, wie dies z. B. in physikall, scheu Lehrbüchern gebräuchlich ist. weil viele der Leser, die keinen höheren mathematischen Unterricht genossen haben, die oft complicierten Folgerungen nicht ver« standen hätten. C«n Schwergewicht ist vielmehr darauf gelegt, die physikalischen und chemischen Gesetze eingehend zu erörteru und sie dem Verständnisse des Laien näher zu bringen. Wo es nothwendig erscheint, sind die Appa» rate beschrieben und die Experimente erklärt; doch ist auch h,er der Grundsah festgehalten, dass ein Uebermaß nur schaden und den Leser verwirren kann, ohne ihm einen wesentlichen Nutzen zu bringen. In dem Abschnitte über Chemie ist Verfasser darauf bedacht, den Leser mit dem Standpunkte der modernen Chemie, einer Wissen« schaft. die einen ungeahnten Aufschwung nimmt, bekannt zu machen. Wir erwähnen noch. dass die Verlagshand« lung für zahlreiche treffliche Illustrationen gesorgt hat, wodurch das Verständnis des Ganzen wesentlich er-leichteit wird, und die Ausstattung des Buches überhaupt eine glänzende ist. Neueste Post. Orissinal'Telegrcllnme der „Laib.Zeitung." Ischl, 10. August. Nachmittags Holle Kaiser Franz Josef den deutschen Kaiser zum Diner ab und begleitete denselben sodann ins Hotel zurück. Der gegenstitigc Verkehr der Majestäten ist überaus herz» lich. was vom zahlreichen Pulilicum freudigst bemerkt wird. Abends besuchten die Majestäten das gedrängt volle Theater. Straßburg, 10. August. Minister Hofmanu würd? zum Stautssecretär für Elsass-Lolhringen ernannt. London, 10. August. Im Unterhause antwortete Dilke auf eine bezügliche Anfrage Vomkes: Die Nach» richt, dass die Pforte aufgefordert wurde, sich den Zwangsmahregeln gegeu Albanien behufs Regelung d?r montenegrinischen Früge anzuschließen, ist im wesentlichen correct. Nachrichten aus Kandahar v>m 6. August zufolge ist Eyub Khan in Kohasan, 0 Meilen von Kandahar, eingetroffen. Die Vorbereitungen zur Ver theidigung der Stadt sind vollständig beendet, die Stadt auf 35 Tage verproviantiert, ausgenommen mit Fonrage. Ischl, 10. August. Um zwölf Uhr langten beide Majestäten hier an und wurden auf dem Bahnhofs von der Kaiserin erwartet. Trotz des heftigen Regens hatte sich ein zahlreiches Publicum eingefunden, welches die Allerhöchsten Herrschaften mit Enthusiasmus begrüßte. Kaiser Wilhelm fuhr hierauf mit der Kaiserin, Kaiser Franz Josef mit dem Fürsten Neuh in das „Hotel Elisabeth". Um 2 Uhr fn:oet die Hoftafel statt, wozu auch Fürst M'lan geladen wurde. Des schlechten Wetters halber unterbleibt der Ausflug nach Strobl und die Rundfahrt um den Wolfgangsee. Ischl, 10. August. (W>'. Allg. Ztg.) Im hiesigen Theater wird heute abends aulasöl'ich der Ankunft des Kaisers Wilhelm eine Feslvorstellung stattfinden. Zur Auffilhrnng gelangt die in der Provinz beliebte alte Posfe „Die beiden Reichenmüller" von Anton Anno. Auf see, 9. August. (Fremdenblalt.) Präcise um "/48 Uhr abends bei ziemlicher Dunkelheit und Regen fuhr der Hofzug mit dem Kaiser Wilhelm hier ein. Auf dem Aahnhofe hatten sich im Hofsalon Fürstin Hohenlohe, Baronin Andrian, Graf Elz und mehrere Damen der Aristokratie eingefunden. Kaiser Wilhelm trng Civillleider, Cylinder und grauen Geh« rock; er verließ den Wagen, auf einen Stock gestützt. In seinem Gefolge brfanden sich Graf Lchndorff. Major Lindequist, Geheimrath Borck und Kautrki. Der Kaiser hielt im Hofsalon kurzen Cercle und nahm aus den Händen der Fürstin Hohenlohe und Baronin Andrian zwei prachtvolle Nosrnbouquets entgegen. Beim Austritte aus dem Bahnhöfe empfingen ihn lebhafte Hochrufe, welche bei der Abfahrt fich ^wiederholten. Der Kaiser fl.yr trotz Regenwetters mit Lehndorff im offenen Wagen nach M-A'ussee. Anf dem Hofzuge befanden sich Sectionschef v. Czedlk, Hofrath v. Klaudy und Negierungsiath Perl. Die Wagen setzten ihre Fahlt in strömendem Regen fort. Am Beginne des Marktes Aussee leuch. tete die feurige Triumphpforte, auf welcher Programm. mäh'g Flaggen in österreichischer und steierischer, wie in des kaiserlichen Gastes L^ndesfarben prangten. Hier 'befand fich die Gemeindevertretung postiert, sowie eine Gruppe von sechs hübschen Mädchen in schmucker steio rlscher Kleidung mit Blumensträußen. Der Kaiser 'grüßte im Vorbeifahren herzlich. Der Regen machte ! einen förmlichen Empfang unmöglich. Auf dem Mcntt. ^Platze spielte die Kapelle „Heil Dir im Siegestrauz". ! Der kleine Ort sah in der Beleuchtung lieblich ans. Ansfee hatte die ihm zur Verfügung stehenden Mittel in reizender Weise verwertet. Prag, 10. August. Der serbische Gesandte M welcher gestern nachts hier eintraf, wird um 6 /, l v abends von dem Kronprimen Erzherzog Nudols e pfangen werden, um demselben das Großkreuz Takova-Oldens zu überreichen. „.. Prag, 9. August. Die Stadtvertretung v" Klattau ernannte den Grafen Taaffe einhellig i" Ehrenbürger. ' > <^ Tröppau, 10. August. (Wr. Allg. M/" Kaiser spendete für die Ueberschwcmmten in SM 5000 Gulden. Die Landesregierung leitete L?M lungen ein. ' ^ Pest, 9. August. (Presse.) Die griech'schH rung hat bei einem hiesigen Pferdehändler 14^ ^^ angekauft, von denen alle 14 Tage ein Transput ' 280 Pferden abzusenden ist. Der erste Transpo" " bereits abgegangen. M,' Berlin, 9. August. (Frdbl.) Zu Ehren ^ denskjölds fand um 3 Uhr eine glänzende Ver!°> luug im Festsaale des Nathhauses statt. Der "^ bürgermeister, der Marineminister, Unterstaats ec ^ Goßler aus dem Cultusministerinm, der ^t?<^l Universität und Dr. Nachtigall dankten dem SttM. namens der Stadt, des Staates und der Wlsse"'^. Nordenskjöld antwortete ocntsch: „Die hohe S" 5 welche Deutschland in der Wissenschaft emmIM ' H ihm den Empfang in Berlin doppelt wertvoll; er ^ Deutschland werde sich an der Vollendung "A.,^ gäbe im hohen Norden energisch belheiligen" ^ solgte ein großes Festmahl im Kaiserhof. D« Brüssel, 10. August. (N. fr. Pr,) D" H,,z niteur" veröffentlicht in Form eines RundM' , an die Vertreter Belgiens im Auslande die ">" ^ Fröre-Orbans auf das letzte Circular des ^ ^l' Nina. In selbsü'ewusster, freimüthiger Sprache ^ führt der belgische Cabinetschef den Cardinal d"H listigen Verdrehung der Wahrheit und beschiß ^ nur die Polemik, sondern auch den Meinuniisaul mit dem Satze, dass das Urtheil über dirse Ange«^, heit fürder der Geschichte angehöre. Der B^ und bleibt unwiderruflich. M» London, 10. August. Gladstone hat siaH,j nach Windsor begeben, wo er als Gast des ^ von Windsor einige Tage verweilen wird. ^ K0 n st antin 0 pel. 10. August, morgen ^j. Kriegsminister wird morgen, Mittwoch, anf del"" ^. fchiffe „Sclmin" mit 4000 Mann nach Dulclg" gehen. Angekommene Fremde. Am 10. August. ai wal""' Hotel Stadt Wien. AdlerMnel Maria, Private! ^2«< Drechsler. Kaufleute; Szclulih, Wien, — K»ll, ,"U s,cl Weipert (Böhmen). — Dr, Iimovil. Arzt- Malt»l^'W« zchrlmgsstcucr'Cassier, und Tanner Sofie, Trlcst' ^M linger, Äaufm., und Enderle, Hlluöbrsihcr, Graz- "" „ sammt Gemahlin. Zara. .... « Hotel Elepha,.t. Gaal de Gyula, l. t, lloructtel,cap»l"^> — Schorch. Private, Pontafcl. - Krafft. Kauf"^B ' — Lamga sammt Familie nnd Fabricci, Trieft. -^ HM Handclsm,. Pontafel. — Broj, Kau m, Klanjec- " Pfarrer, G.'irz. ..^ ^ Hotel Europa. Mcgolii, Unterlrain. — FongMv!«' , mahlm. Wien. ßchü"" Kaiser von Oesterreich. Oucek. l. l. Professor, Görz. ^ . Kellerlnirsche. Reh. ^----^ Meteorolog^ ff ZLtz Z. -- A T .-F m !Z ? :- « «H Z»>: UZ ,5 <5 s ?s< « "i Z«3 «, ° ?« B- " 7 U?^'?37 0s' ^ii'i'"Ö7'fchw^ch' Nebel o 10. 2 „ N. 7!!6^0 ^215 O. schwach bew"" 9 , Ab. 757 25 ^15 3 O. schwach he. " g< Morssclis Nebel, tagsüber theilweise Vcwöll" v jS ' Abend Aufhcitenlng. Das Tagesmittel der Wa'"Nc < . , um 8 9° unter dem Normale. ____- ^^llx ' Vclnnlwortlichcr Ncdaetcur: Ott 0 mar ^^-^e5 ^lirst>l^ri^t ^"/^^^"lt. (1 Uhr.) Verlaus und Rchlltat der heutigen Nörse waren recht günstig. Sowohl Anlage« als Speculatiollspaftiere haben bei zch <.'vi l^Vl-l l«/». Geschäfte Eursavancen gegen geftern aufzuwclsen. ^»,1, ?» ^ f'^? ^^ »»Id Vai« papierrente........ 7250 72 6ü Vllberrente........ 7830 7845 Voldrmte......... 87 40 87 55 Los«. 1854........ 125 75 126 . 1860........ 18050 !3I - , I860 (zu 100 fl.) . . . 13» - 133 5U , 1864........ 175 - 175 50 Ung. Präm!«n-«nl..... 112 75 IIS T"d!t.«......... 177 i>0 178 - Theih.ReguIierungs« und Sze« gcdincr «ose....... 108 80 109— Ruoolf«.^......... 18- I85,o ijriimlsn'.i:. d«r Eladl Wi.n 118 25 11850 Ponau.Regullerunas'Lose . . 112 25 Ü250 Domänen > Psulidbrieje . . . 144 75 145 2.°» Oesterr. Ochaßschem» 1881 rück» »ahlbar......... lOI — 101 30 Oefterr. Schatzscheine 1882 rück» zahlbar . . . 101 7b 10225 Ungarische Goldrente ... 1083.°» 1,^850 Unyar^a,, Tijen^ahn.AnIeihe . 124 75 125 25 Ungarische Eisenbahn-Anleihe, W?.n in ^ I'"t««n.«inbe «ruudentl«ttnn«svbli««tlsnen. Böhmen.........104 üo _.^. Niederösterreich......10h °.^ ,^. ^ Gallzlen.........97.75 92 25 Tiebenbllraen.......9310 93?°. Temeser Vanat......9^>25 ^75 Ungarn..........94 2z »475 Actlen von vanl,«. Nnglo'öfterr. Vanl.....12980 130 — Credltanstalt .......274 50 274 80 Depositenbank.......------ .._. Creditanstalt, m^ar.....254 50 2.'.4 80 Oesierreichisch« ungarische Vant 820 821 — Unilmbanl ........109 1.0 109 30 Verlehrsbanl.......129— 12950 Wiener Vanlvereln.....133 30 I33 ?(, «lctlen von Transv«»rt"^ vefterr. Nordwesl-Nahn > - ^g. ^,>' Tiebrnbürger Nahn ... - i???»'',as" Staatsbahn 1. «m, ... - ,28bO fg' Vüdbahn 5 3«/...... ' !Z?'» ' . i 5°/...... - "' Auf deutsch« Pläbe . ... - ii?5b ??l> London, furze Eicht . - - ' ,l?60 'Iö^ London, lange Sicht . - ' 46'^ Paris......... » «elX«rte«. ^« ^ Ducaten .... 5 fl. 54 " ^ 3 Napoleonsb'or . » „ 33 /' " ^ , Deutsche Reich«. _. ö? - ^ ^ Noten .... b? ^ 60 . ^ , Gilbergulden . . -— » ^ " Kralnllch^Vrunden^lasMNg^^ Credit 274 2b bis 2?4'b". ^ " 129 70. L^don"?"^ N?0 ^°l«n«^'/' NU4"" ^" "' ^^ Alberrt'nte 73 30 bis 73 45. y°ldrmte 8/5b bl« 87 ?(