Schriftleituog: «athau»gafse Nr 5 Kr. tl, Intttsttaa. C iiAftmike: ZüglUt (aui »»«»»?««In «»ini- a. Srln-ulltzt »ot*. HaBtschttidc» rottkca aichl Btiltfjtjrtrn. aantaUf« ®in-«B»BB|rn »ich! » bischen Dynastie der Gedanke, sich mit der un» garischen Unabhängigkeitspartei gegen das Haus Habsburg zu verbinden und mit Hilfe der Südslawen den uugarischeu Radikalen zur Losreißung vou der Monarchie zu ver« helfen; B o s n i e n und die H e r c e g o v i n a sollten dasür dem g r o ß s e r b i s ch e u Reiche zufallen. Bon Belgrad auS betrieb man deshalb die Bildung der ferbifch-kroatischen Koalition. Auch nach dem Friedensschlüsse zwischen der ungarischen Koalition mit dem Kaiser Franz Josef im Jahre 1906 blieb der Kern der kroatisch-serbischen Koalition in stän> diger Verbindung mit Belgrad und erhielt von dort reiche Geldspenden. Dr. Friedjung belegte seine Behauptungen mit vielen Einzelheiten. Unter an. derem sprach er auch von Beziehungen deS serbi-schen Ministerpräsidenten Pasitsch zu dem serbisch-ungarischen Abgeordneten Franz Supilo; uud er stellte für den Fall, daß von serbischer Seite seine Angaben bestritten werden sollten, in Aussicht, daß man die Namen der bestochenen Abgeordneten uud die Summen nennen werde, die sie von der könig-lich serbischen Regierung erhalten hätten. Die „ReichSpost" andersei»» hatte im Oktober und November 1908 in mehreren Artikeln nachzu. weisen gesucht, daß der jetzige ungarische Handel», minister Franz Kosfuth seinerzeit, al» er noch Führer der Opposition gegen das Ministerium Fejervary war, mindestens den Versuch ge« macht habe, hochverräterische Bezieh»«« per ßmpfang des Ehrenbürgers. Bon K. Domatschko. Die Schlamitzer sind gar stolz auf ihr Dorf j denn dasselbe hat außer dem Haupteile noch zwei Vorstädte, die niedrig gelegene Froschau und die höher liegende Hudelau. Die alte Gartenmauer an der Westseite gilt als Ueberrest der ehemaligen Stadtmauer. Der Berg, der knapp außerhalb des OrteS sich erhebt, heißt der Galgenberg. Auf demselben wurden in früheren Zeiten, als Schlamitz noch in Wohlhabenheit als Stadt blühte, die vom Rate der Stadt zum Tode verurteilten Verbrecher in ein bessere» Jenseits befördert. Doch die schönen Zeiten sind vorüber nnd heute zählt Schlamitz 500 Einwohner und einen Ehrenbürger, auf den die Schlamitzer natürlich stolz sind. Jede Ehrenbürger« ernennung ist ja ein Zeichen des Fortschrittes. An einem Samstag hatten sich nach dem Abendessen über Einladung des Gemeindevorsteher» die beiden Gemeinderäte in dessen Wohnstube ein-gesunde». Eine Talgkerze brannte auf dem Tische und beleuchtete mit ihrem fahlen Scheine die drei Männer, die um den Tisch saßen und gewaltigen Tabaksqualm vor sich hinpasften. Weiber und Kinder hatten hinaus müssen, damit die Gemeinde obrigkeit sich ungestört dem Wohle der Gemeinde, insafsen widmen konnten. Der Vorsteher nahm, nachdem sich das Gespräch längere Zeit um die Wirtschaft gedreht hatte, einen Brief aus dem Mauerkästchen. faltete ihn auseinander, ränsperte sich und begann; ..Männer, ich hab euch rusen lassen, weil unser Ehrenbürger, Herr Seisenfabrikant Maier au» Samitz bei Prag, mir in diesem Brief angezeigt, daß er heute in einer Woche, eigentlich genauer gesagt, Sonntag den 30. Mai unsern Ort besuchen will, um einmal in unsrer Mitte weileu zu können. Er schreibt auch, wir sollen ihm einen Wagen auf die Station schicken, wo er um 10 Uhr eintreffen will. Ich frage euch nun. wie wir ihn empfangen sollen oder genauer gesagt, wie der Empfang sein soll, den wir ihm bereiten--" Das Ende de» Satzes konnte der Gemeinde-prinzipal aber trotz aller Anstrengung nicht finden, deshalb setzte er sich resigniert nieder und wartete auf die Meinung der beiden Gemeindeweisen. Diese schwiegen zuerst, dann sagte der erste Rat. seines Zeichens ein Schneider, gewöhnlich der Flohberger genannt: „Einverstanden." „Womit bist du einverstanden? Du Tepp!" fuhr ihn das Gemeindeoberhaupt an. „Wir haben ja doch gar nicht» beschlossen." „Wenn du mich gleich einen Teppen nennst", versetzte der Flohberger gekränkt, „so halt ich über Haupt da» Maul und red' gar nichts mehr." „So wars ja nicht gemeint", mischte sich nun der zweite Rat, schon von seiner Schulzeit her der Strudelsepp genannt, in die Debatte. Die Wogen der Erregung legten sich und die Beratung, der wir weiter nicht solge» wollen, nahm ihren ungestörten Fortgang. Nachdem alles Nötige bis ins kleinste besprochen war. klopften die geladenen obrigkeitlichen Männer ihre Pseifen aus, schlüpften in die Holzschnhe und gingen er-hobenen Hauptes im Bewußtsein treu ersüllter Pflicht nach Hause. Am nächsten Tag wurde der halbtaub« Ge meiudediener, der dörrische Ferdl, zu den Haus-besitzern des Ortes geschickt, um diese vom Beschlusse des Rate» der Drei in Kenntnis zu setzen. Die gehorsamen Ortsbewohner befolgten in Anerkennung ihrer Untertanenpflicht und in Ansehung deS be- schränkten UntertanenverstandeS das obrigkeitliche Gebot und man kann sagen: Am 30. Mai, einem heiteren Sonntag, prangte ganz Schlamitz in Gala. Fahnen flatterten im Winde und eingangs de» Orte» war eine prächtige Triumphpforte mit fol-gender Inschrift angebracht: „Willkommen sei in Schlamitz, dn edler Mann von Kamitz! Am 30. Mai, heissa, juchhei'.« Freudig wogte die Menge hin und her. Be-sonder» aufgeregt benahmen sich außer den Ehren« jnngfrauen, die hohen Gemeindeftinktionäre und die Wirtin vom Gasthaus«'„Zur goldenen Henne." Die Wirtin war eine ehrsame Witfrau von 3b Jahren und noch immer annehmbaren Aeußeren. Ihr Geschäft blühte, die Henr.e legte gleichfall» goldene Eier. Sie hatte aus den Herrenschneider und Gemeinderat Flohberger ein Auge geworden. Dieser war außerhalb des Gemeinderates eine sehr beredtsame Persönlichkeit, ein noch nicht zu alter Junggeselle, der alle etwa» älteren, ledigen Weib», personen des Dorfe» durch seine Manieren be-zauberte. Die Wirtin sah in ihm den einzigen Mann von Schlamitz. der Bildung hatte. Sie schwärmte sür gebildete Männer und sprach gern von den Romanen im Prager Abend-blatt. Alle warteten voll gespannter Erwartung, wenn der Krämernaz, der den Ehrenbürger mit seinen Rassepferden im Werte von je 40 K bringen sollte, ankommen würde. Nun krachten Pöllerschüsse, nun rasselte der Wagen des Krämers daher, nun sah man auch schon den sremden, blondbärtigen Herrn mit goldener Brille aus dem Wagen, nun tönte laut tosende» Hoch-Geschrei. Jetzt war der Wagen angelangt und wurde unter Bortritt der Räte von den Ehren-jungfrauen zum Gasthaus „Zur goldenen Henne" Seit« 2 Deutsch- Wacht Nummer 100 -gen zu Politikern und Staatsmännern des Königreiche« Serbien anzuknüpfen. Dabei hätten die drei serbifch-kroatischen Abgeordneten Supilo, Pribicevic und Lukiuic die Vermittler ge» spielt. Die „ReichSpost" behauptete, daß Supilo seit Jahren mit der großserbischen Propaganda in Bel« grad geheime Beziehungen unterhielte und vom Belgrader Preßbureau eine JahreSsubvention von 20.000 Kronen bezögt; daß Supilo im Frühjahr 1906 mit Franz Koffuth und dem Grasen Theodor Batthyani gemeinsame Konferenzen im Sinne der Belgrader Politik abgehalten und daß Supilo der serbischen Regierung direkt gegen Bezahlung seine Dienste zum Kaufe angeboten habe. Von Pribicevic wurde ähnliches behauptet. Seine hochverräterischen Beziehungen zu Serbien würden sich sogar durch ein Dokument nachweisen lassen; er habe im Sommer 1907 mit dem königlich serbischen SektionSches Spalajkovic« einen förmlichen B e r t r a g geschlossen, wonach Serbien der kroatisch, serbischen Koalition, damit sie nicht unter den Ein-fluß Wien« gelange, eine Unterstützung von 12.000 Frank« und weitere bedeutende Subsidien für den Fall von Neuwahlen in den kroatischen Landtag zusicherte. Die „ReichSpost" behauptete, sogar Ein-sicht in einen amtlichen Bericht SpalajkovicS vom 7. Juni 1907 an den serbischen Ministerpräsidenten Pasitsch erhalten zu haben, der über diesen Bertrag genau berichtete. Aehnliche Anklagen hatte die »ReichSpost" gegen Dr. Lukinic gerichtet. Die Prüfung dieser Vorgänge wird den Ge-genstand de« Prozesse» bilden. Sowohl Dr. Fried-jung als auch die „ReichSpost" haben sich bereit erklärt, den Wahrheitsbeweis für ihre Angaben zn erbringen. Dagegen behaupten die Ankläger, daß Dr. Friedjung und die .ReichSpost" ihre Angriffe znm größten Teil auf Grund gefälschter Aktenstücke «hoben hätten. — Man sieht dem AnSgang de« Prozesses mit der größten Spannung entgegen. Jedenfalls werden höchst intereffante Dinge aus der Aeheimküche der großserbischen Agitation aufgetischt werden. , Für den Prozeß ist eine au Herolden t-liche Session des Wiener Schwurgerichtes an-beraumt, für welche die Zeit bis zum 18. d. M. in Aussicht genommen. geleitet. Das obrigkeitliche Kleeblatt half dem Herrn m zuvorkommender Weise vom Wagen und führte ihn in das festlich geschmückte Gastzimmer. Die züchtigen Ehrenjungfrauen, von denen manche schon daS dreißigste Jahr überschritten hatte, ebenso die freudig erregte Menge zerstreute sich, der Platz vor der „Goldenen Henne" lag öde und vereinsamt da. Drinnen aber saßen die wichtigen Persönlichkeiten. Der Vorsteher erkundigte sich über den Verlauf der Reise, wadei er seine Redensart, „genauer gesagt", fleißig verwendete. Der Gast fragte eben nach den Ortsverhältnissen, als die Tür aufging und ein stattlich aussehender Herr mit einer seichen, jugeud-lichen Dame, dem Anscheine nach seine Tochter, ins Gastzimmer traten. Der Herr mit der goldenen Brille und das Fräulein sahen einander gar sonderbar an. Ein genauer Beobachter hätte daraus den Schluß gezogen, daß beide sich kannten. Die Neu-angekommenen waren Herr Fabrikant Maier samt Tochter. Sie waren mit dem Schnellzug kurze Zeit nach dem blondbärtigen Herrn, der mit dem Per-sonenzug gefahren war, in der Station angekommen und mußten, weil ihr Wagen schon fort war, den Weg ins Dorf zu Fuß zurücklegen, was bei dem herrlichen Wetter übrigens nnr ein angenehmer Spaziergang war. Der Herr mit der Brille erhob sich und stellte sich dem zuletzt Eingetretenen als Dr. Schrum, neu-ernannter Distriktsarzt von Schlamitz vor, der an-dere Herr, welcher so unbeachtet angekommen war, als Herr Maier, Seifenfabrikant in Kam tz. Die guten Schlamitzer merkten, daß sie einen argen Mißgriff gemacht haben. Aber der Schneider« meister Flohberger rettete die Situation, indem er auf den Fabrikanten loSging und folgende Rede Ein nrutr slowenischer Schachug. Die kroatische Regierung hat bekanntlich beim österreichischen Unterrichtsministerium in Antrag ge« bracht, daß die an der Agramer Universität abge« legten Studien und Prüfungen der kroatischen Studenten an« Dalmatieu und Jstrien in Oester« reich volle RechtSgiltigkeit erhalten sollten, wobei sich die kroatische Regierung zur Erfüllung aller österreichischm'eits zu stellenden Bedingungen bereit erklärte. Mit Rücksicht auf diesen Schritt, zu welchem die kroatische Regierung wohl auch infolge der groß-kroatischen Bewegung veranlaßt wurde, haben die beiden südslawischen Klubs deS österreichischen Abgeordnetenhauses am 9. Dezember eine Denkschrift gerichtet, worin sie fordern, daß auch die slowenischen Studenten dieses Rechtes teilhaftig gemacht werden. Mindestens müsse man dies für die Studenten au» Trieft und au» dem Görzischtn verlangen, und zwar deshalb, weil für diese Gebiete und für Jstrien ein gemeinsames Oberlandesgericht und — mit Einschlnß von Krain — eine Postdirektion in Trieft bestehen! Da die von den kroatischen Juristen aus Dalmatien und Jstrien in Agram abgelegten Srüfungen schon jetzt in Oesterreich eine beschränkte nerkennung genießen,* seien nämlich die slowenischen Studenten aus dem Küstenlande gegenüber ihren kroatischen Landsleuten benachteiligt! An der gewundenen Logik, womit die sÜd« slawischen Abgeordneten operieren, merkt man gleich, daß die Sache saul ist. Die Begünstigung, die seinerzeit unter dem Widerspruche der gesamten deutschen Oeffentlichkeit, die bis heute vergebens für eine Erweiterung der Gegenseitigkeit der österreichi-scheu und reich»deutschen Hochschulen eintrat, den kroatischen Studenten gewährt wurde, mag für diese in der Tat von großem Wert sein, weil ja doch die BortragSsprache der Agramer Universität ihre Muttersprache ist. Wie aber die slowenischen Stn-denten von einer solchen Berechtigung einen Vorteil ziehen sollen, ist sür den Fernestehenden uuersindlich. An keiner österreichischen Mittelschule in den von ihnen bewohnten Ländern haben die Slowenen Ge-legenheit, sich die Kenntnis der kroatischen Sprache anzueignen, und wenn zwischen der slowenischen und der kroatischen Sprache auch nur ein so geringer Unterschied bestünde wie zwischen Hoch- und Nieder-deutsch, so müßte doch der slowenische Student, um in Agram mit Nutzen Vorträge hören zu könne», zuvor gründlich kroatisch lernen, während er, bis heute wenigstens, in der Mittelschule noch immer so • Die genanaltn Studenten müssen sich in Oesterreich einer ErgS»iung«prüsung unterjiehen. vom Stapel ließ: „Hochgeehrter Herr Ehrenbürger und Seifensieder. Der ganze Ort Schlamitz war heute aus den Beinen, um Sie zu begrüßen, denn Sie waren ein Wohltäter, als Sie uns nach dem vorjährigen Brande die große Unterstützung schickten. Gott segne Sie und Ihr Fräulein Tochter. Die letztere soll einen recht braven Mann bekommen. Herr Fabrikant Maier lebe „hoch"!" Herr Maier dankte in kurzer Erwiderung und besichtigte nach dem Mahle mit den Gemeinderäten die Sehenswürdigkeiten d:« Ortes. So wie einst die Schildbürger in ihrer Stadt den König herum-geführt haben, mußte Herr Maier selbst die Dünger« stätten, den Stolz der Schlamitzer, in Augenschein nehmen. Mist ist des Bauers List. Herr Dr. Schrum jedoch war mit Fräulein Klarn, des Fabrikanten Tochter, zurückgeblieben. Die Luft im Gastzimmer war sehr drückend, deshalb wanderte das Paar in den Garten, welcher hinter dem Gasthause lag und setzte sich aus das Vänkchen »eben dem blühenden Fliederbusch nieder. „Wie kommt eS," fragte Klara, „daß Sie Prag verließen und hier in diesem abgelegenen Ort sich ansäßig machen wollen?" „Ach Fräulein, man lann als Arzt überall segensreich wirken." „Wie schön," sagte Klara weiter, .waren un« sere Tanzstunden bei meiner Tante in Prag, wo wir uns öfters trafen! Dies alles wird ei» Ende haben, wenn Sie in Schlamitz bleiben werden/' „Ich habe nicht gedacht, daß mein Fortgehen von Prag jemandem schmerzlich fallen würde." „Da tun Sie Ihren Bekannten Unrecht." „Dürste ich hoffen, mein Fräulein, daß auch Ihnen mein Weggang von Prag schmerzlich sallen würde?" viel deutsche Sprachkenntnis sich erwirbt, daß er vollkommen imstande ist, an deutschen Universitäten zn studieren. Auch wenn man also den küstenländi« scheu oder allen Slowenen daS Recht einräumte, an der Agramer Universität sur Oesterreich giltige Zeugnisse zu erlangen, so würde doch niemand da« von Gebrauch machen, e« müßte» denn außerdem noch reichlich bemessene Stipendien zur Verfügung stehen. Wozu also das Memorandum an den Minister-Präsidenten? Die südslawische» Politiker wollen da-mit zunächst sür die slowenische Universität demon-strieren, die ja beiweitem noch nicht aus ihrem Programm gestrichen wurde. Andererseits wissen sie, daß die österreichische Regierungsweisheit ganz un« berechenbar ist, und bauen darauf die Hoffnung, daß in einem unbewachten Augenblick ihr Memo« randum berücksichtigt werden könnte, womit sie einen Titel sür eigene Universität bekämen. Und zum dritte» befolgen sie den Grundsatz: Viel sordern, um etwas zu erlangen! und wollen wohl wieder irgend eine ausgiebige Abschlagszahlung auf ihre ZnkunftSfordtrung erpreffen. Item möge man den praktischen Südslawen ein bischen auf die Finger sehen! Wrttbrherrschungsplanr. > In JrkutSk hat die Staatsanwaltschaft eine revolutionäre Schrift beschlagnahmt, die ein beredtes Zeugnis dafür ablegt, wer die Schürer der Revo« lutio» eigentlich sind und wa« ihr Ziel ist. Die Schrift, die in große» Massen in Sibirien verbreitet worden sein soll, ist von Hebräern verfaßt und führt eine btmtrkeuswerte Sprache; sie spricht von der unbesiegbaren Weltmacht des Judentum«. Wie da» Wiener Deutsche Volksblatt berichtet, heißt es darin unter anderem: „Die Knechtschaft, die das Christentum über alle europäischen Staaten und Völker ver-hängt hat, ist ihrem Ende nahe. Diese Sklaverei ist abgeschaft worden, und die Volker Europas müffen endlich die Freiheit erlange». Diese Freiheit bekommt aber die Welt nur aus der Hand de» jüdijcheu Volke«, desselben Volkes, welches vor neunzehn Jahr-Hunderten den Urheber dieser Knechtschaft mit dem schimpflichsten Tod« bestrafte. Vermeidet und tretet nicht in die monarchistischen und ihnen ähnliche» Verbände ein, weil sie nichts sind; denn die Macht gehört uns Juden allein. UnS gehört die Industrie, Handel, Bankwesen. Börse und das ganze Gold der Welt. Wir beherrschen die öffentliche Meinung und die Presie. Die Regierungen sind gegen nnS ohn •\ Au« der trefflichen Halbmonatsschrift .Hammei"' die Theovor Fiitsch zu «w«. KSni„»slradc 37, he ausgibt Klara erglühte wie eiue Purpurrose uud zer-pflückte seuszeud den Fliederstrauß, den sie in der Hand hielt und schwieg. Keine Antwort ist auch eine Antwort. Unge« stüm zog Herr Dr. Schrum Klärchen au die Brust. Ein Kuß besiegelte den LebenSbnnd Die Liebenden waren so vertieft in ihr zärt -liche» Gckose, daß sie erschraken, als plötzlich Papa Maier vor ihnen stand. Als schwacher und gütiger Vater und als ei» Mann, der sich i»S Unabänder« liche zu fügen weiß, schloß er die Liebenden in seine Arme, nur setzte er als Bedingung, daß Doktor Schrum nicht in Schlamitz bleibn, dürfe, sondern wieder nach Prag übersiedeln müsse, um dort die Praxis auszuüben. Schrum war einverstanden. Noch einmal ging man ins Gastzimmer. Herr Maier händigte dem Gemeindevorsteher einen grö« ßeren Betrag sür die Onsarmen ein, Dr. Schrum legte auch etwas bei und erklärte den guten Ge-meinderäten, daß er auf seine Stelle als Distrikts-arzt verzichte, was die Leutchen gar nicht begreifen konnte». Die drei schiede» von dem Orte, um die Heimreise anzutreten. Aber nicht allein Fräulein Klara wurde glück« lich, sondern auch die Wirtin, der Flohberger seine schönste Liebeserklärung machte und mit einem Bußerl besiegelte. „Besiegelt muß alles werden," sagte der Postmeister, ein intimer Freniid Flohbergers. Alljährlich kehrt Dr. Schrum mit seiner Frau, später mit Familie, in da» Dors zu einem kurzen Svmmerausenthalt zurück, jedesmal wird der Flieder-dusch besucht, alte liebe Eiiunerunge» aus dem Baukerl wachgernse» und die kleinen Flohberger und Flohbergerinnen reichlich beschenkt. Nummer 100 mächtig und müssen da» tun, was wir ihnen befehlen. Wir dringen in die Armee ein, die bald aus uuserer Seite stehen wird. Ihr müßt mit uns gehen, weil wir die ollmächtige Gewalt repräsentieren nnd weil wir die einzige» sind, welche euch von der Sklaverei des Christentums bejreieu können." Die Sorte Freiheit, die das Judentum den Völkern bringen will, kennen wir; sie heißt: ewige ZinSknechtschast. Von den Irrlehren der «irche habe» Männer wie Galilei, Giordano Bruno. Luther, Voltaire, Darwin. Lagarde nnd hundert andere den Geist der Völker befreit, Männer, die aber allesamt keine Juden waren. Es ist der alte Größenwahn des Hebräervolke», daß eS sich alle geistige» Fortschritte zuschreibt, obwohl eS doch auch aus geistigem Gebiete vorwiegend den Handel mit alten Kleidern betreibt. Weun die Juden das Bedürfnis habe». BefreiuugS« taten zn vollbringen, so möge» sie erst einmal chr eigenes Volk aus dem stockfinsteren und ruchlosen Talmudgeiste befreien. Daß sie den Handel, d«e Bänke» und Börsen beherrschen, ist leider wahr, und zwar verdanken sie diesen Erfolg der Gutmütig-feit und Frasengläubigkeit des liberalen Bürgertums, da» heule noch der Judeuschast Schleppeulrägerdienste leistet. WaS aber die Unterjochung der Regierungen aubelangt, so mögen die letzteren, wenn sie nicht alle« Ansehen einbüße» wollen, bald beweisen, daß eS unwahr ist. Rkichsral. Der 14. Dezember war als EntscheidungStag angelandet; eine Entscheidung ist aber bisher noch nicht gesallen und wird auch nicht sallen. In der Slawischen Union wurde kein Beschluß gefaßt. Auch in den bisherigen Minderheit. Parteien herrscht tief gehende Verstimmung. In christlichsozialen Kreisen ist man verstimmt, weil die Idee der ViehverwertungSzentrale vom Handelvminister Weiskirchner stammt und weil die christlichsoziale Partei damit die agrarischen Wähler über den wirklichen Sachverhalt hinwegzutäuschen hofft. Im Deutfchnationalen Verband wurde auch die Tatsache zur Sprache gebracht, daß die bisherige politische Richtung der deutschen Parteien zn Schwie-rigkeiten geführt habe, die sich in späterer Zeit gegen die deutschen Parteien gestalten könnten. Die Sitzung wurde fast ausschließlich von de», rnthenischen Abgeordneten Dr. Tryloivskyj beherrscht. Gleich nach Eröffnung der Sitzung gelangte er zur Begründung eines nebensächlichen Dringlichkeit«' antrageS zum Worte und hielt eine 3'/Kündige Rede, bei der ihm nur feine engsten Parteigenoffen zuhörten. Nach 3 Uhr war er mit der Begründung der Dringlichkeit zn Ende und um halb 4 Uhr kam er ueuerdingS daran, um das Schlußwort zu halten. Abgeordneter Eb. v. Stransky kennzeichnete sehr zutreffend die Zwecklosigkeit dieser neuesten Obstru-riou. politische Rundschau. Südslawisches. Kroatische Blätter nehmen dagegen Stellung, daß auch die Deutschen in Bosnien, wie e» heißt, ein LandiagSmandat erhalten sollen. Da dann auch die Ruthenen, Polen, Tschechen und Magyaren Mandate sordern würden, könnte es kommen, daß diese Minoritäten zusammen mehr Mandate erhalten würden, als die 400.009 Kroaten der Länder. (Nach der derzeitigen neuen Versassung ist die Wählerschaft konfessionell in eine orthodoxe, katholi« sche, mohammedanische und jüdische Kurie geteilt.) — Ein «gramer Blatt führ» bei Besprechung der Verhältnisse aus dem Balkan aus, daß an den staatlichen Mißersolgen in erster Reihe ihre Dq. naftien schuld seien, wozu zu bemerken ist, daß es sich da um nationale Dynastien handelt, womit eben die slawischen Völker nicht im Stande sind. leistnngSsähige national« Dynastien hervorzubringen. Ein Redakteur des serbische» Regierungsblattes .Samruprara" namens Nrstorovitsch wurde von einem Gegner bezichtigt, früher als Staatsbeamter staatliche Gelder unterschlagen zu haben »nd deshalb zum Kerker verurteilt worden zu sein. Nestorovitsch veröffentlicht nun im Einverständnisse mit der radi-kalen Regierungspartei eine Erklärung, in der er eingesteht, das erwähnte Delikt begangen zu habe», sich damit jedoch tröstet, daß die angesehendste» Wäuuer im Laud« ihn als ihre» Freund auffuchen, Deutsche M«ch» ihm die Hände reichen und daS Vertrauen erweisen, das man einem Ehrenmann erweist. Diese Erklärung >at »un selbst jene überrasch«, die von den serbische., Radikalen au die verschiedensten Wunder gewöhnt waren. Ein Regierungsblatt, dessen Redakteur «in gewesener Sträfling ist, der öffentlich eingesteht, Staatsgelder behoben zu habe» nnd dasür bestrast worden zu sein und sich dann gar Ehrenmann nennt und auch noch erzählt, wie er sich zur Zeit der AnnexionSkrise sür die Interessen Serbiens ein» gesetzt habe, das ist jedenfalls eine sür die Ver-hältnisse in Serbien sehr bezeichnende Erscheinung. Slowenische Destderien. Am 12. Dezeniber sand im „Narvdni Dum" in Trieft eine vom slowenische politischen Vereine „Edinost" einberufene Manifestationsversammlung zugunsten der Forderung nach slowenischen Volks-, Mittel- und Fachschulen statt. Die Versammlung, zn der sich etwa 1700 Personen eingefnnden hatten, nahm nach einem vom Abgeordneten Dr. Ribar er-statteten Berichte einstimmig eine Resolntion an, worin die Errichtung von sloivenischen Volks-, Mittel- und Fachschulen gefordert nnd gegen den italienischen Lehrerverband Protest erhoben wird, weil dieser den slowenischen Forderungen entgegen« trete und die slowenischen ReichSratSabgeordneten ersucht werden, zugunsten dieser Forderungen einzutreten. Nach der Versammlung versuchte ein Teil der Anwesenden zur Statthaltern zu ziehen, wurde aber von der Wache daran gehindert, welche die Demonstranten allmählich nnd ohne Zwischenfall zerstreute. Die Slowenen und die Parlamentskrise. In einem der Rede deS Dr. Schilsterfchitz ge-widmeten Leitartikel enthüllt dessen Organ „Slo-wenee" den eigentlichen Beweggrund der südslawische» Politik im Parlamente. Der Kamps gelte der Siche-rung eines Ministerstuhls sür die Südslawen. Es werde früher keinen Frieden und keine Gesundung der Vrrhältnisse in Oesterreich geben, bis nicht die Südslawen ein solcher Faktor im Staate werden, wie eS ihnen nach ihrer Zahl, ihrer Geschichte nnd ihren Aufgaben im Süden gebührt. Und wenn ein« mal die Südslawen im Rate der Krone vertreten sein werden, dann wird — so kündigt der „Slo-wenee" — erst der eigentliche Kampf um die nati-vnalen Rechte der Slowenen beginnen? Der fünf-tige südslawische Minister werde nicht die Regierung bei den Südslawen, sondern die Südslawen bei der Regierung zu vertreten haben «nd daher ei» festes Rückgrat und Nackensteift besitze» muffen. Ein unerhörtem Erfolg. Bon jener Flugschrist, die das Alldeutsche Tag-blatt unter dem Titel: „Die Romkirche am Pranger" gegen die berüchtigte Flugschrist des Laibacher Bisch« ofeS herausgegeben hat. find binnen zwei Wochen nicht wenigcr als 55.000 Stück abgesetzt worden. ES mnßte eine neunte Auslage (55. bis 65. Tausend) hergrstÄt werden, um die neue» Besteller befriedigen zu können. Bon dieser wirksamen Werbeschrist, die durch die Verwaltung deS Blatte» in Wien, 6/2, Stumpergasse 17, bezogen werden kann, kosten 50 Stück 60 Heller, 100 Stück I Krone, 500 Stück 4 Kronen 20 Heller, 1000 Stück 8 Kronen 50 Heller. Der „Slowentc" über die südslawische Ministerfrage. Der „Slowenec" bespricht die Frage deS süd-slawischen Minister« und schreibt hiezu solgende«: .ES ist sehr wahrscheinlich, daß die Furcht vor nuS überwiegen wird, und daß unsere Gegner eS lieber nochmals mit den Rechtsbeugungen der Regierung, die in deutschen Diensten steht, versnchen wird, bevor sie un» am gleichen Tische mit ihnen Platz zu nehmen erlauben. Allein die Abrechnung wird nicht ausbleiben. Nicht» kann mehr unsere Forderungen zurückdämmen, unsere Frage bleibt osfen, unser Volk ist kampfbereit, und es wird früher keinen Frieden und keine Gefundnng der Verhältnisse in Oesterreich gebe», bis nicht wir Südslawen ein solcher Faktor im Staate werden, wie e» u»S gemäß unserer Zahl, unserer Geschichte und unseren Aufgaben im Süden zukommt. Wenn aber vitllticht, was wir kaum an-nehmen, unter den Deutschen die Vernunst siegt, dann wünschen wir uns nichts andere«, als daß wir da«, was wir mit so schwerer Mühe errungen, uns aus die Dauer zu erhalten imstande sein mögen. Erst dann, wenn unsere Stimme auch im Rate der Krone Geltung haben wird, erst dann beginnt unser Kamps um unser alte» Recht! Dafür brauchen wir Männer von hartem Rückgrat. Männer, die mit Seite 3 dem Volke fühlen werden, auch wenn sie fern von ihm (in Wien) sind, Männer, die uicht Vertreter der Regierung bei den Südslawe«, sondern immer nur Vertreter der Südslawen bei der Regierung fein werden l Aus MM und Land. Cillier Gemeinderat. «m Freitag, den 17. Dezember, um 5 Uhr nachmittags, findet eine ordentliche öffentliche Ge-meindeausfchußsitzung mit folgender Tagesordnung Bericht des Rechtsausfchusses über: 1. eine Eingabe des Stadtmagistrate» Krakau wegen Ueberweisung eiue» Teile» der Personalsteuern an die autonomen Städte; 2. den Rekurs de» ijnd« schnlrate» Umgebung tt,fli gegen die SanitätSausträge bezüglich des Schulhause« und 3. die Ei»gal»en wegen Zuerkennung de« Heimatsrechtes, betreffend': Maria Fabian. Katharina Ernst, Johann Maftnak, Josesa Vratnik, Maria Pouch. Josesa Dernjatsch. Helene Jegritschaigg, Marie Reb«rnik, Magdalena Lotschitschnik. Therese Tamsche und Johann Schmidt. Bericht de« Un terrichtSau«schusse« über die Eingabe de» Cillier Turnvereines wegen Be« willignng eine» Beitrage» für den Turnlehrer. Berichte de» Finanzansfchnffes über: 1. einen AmtSbericht wegen Ersatz der sür die außer-ordentliche Gebahrung au» der ordentlichen Gebah-rung gemachten Ausgaben; 2. ein Ansuchen der städtischen Straßenkehrer nm Lohnerhöhung; 3. Gesuch der Mitglieder de, städtische» SicherheitSwach« um Regelung ihrer Bezüge und 4. die Gemeinderechnung für das Jahr 1908. Berichte de» G e w e r b e a u »f ch u f s e» über : 1. da» Ansuchen der Antonia Wogg nm Verleihung einer Bra»ntweinschank>Konzessio»; 2. das Ansuchen de» Anton Gajschek um Bewilligung der Verpachtung seine» Gasthauses an Florian Roitz und 3. das An-suchen de» Odoriko Zuzzi um Bewilligung zum Ver-kaufe von Zuckerwaren auf offenem Stande. Bericht de» MautauffichtSauSfchusse» über: I. einen Amtsbericht wegen Vorkehrungen zur Hintanhaltung der Mautumgehnng und 2. da» An« suchen de» Bierdepot» der vereinigten Branere,en Sachsenseld und Tüffer um Bewilligung der Maut« gebührenabfindnng. Bericht de» TheaterauSschusse« über einen Amtsbericht betreffend die Herstellung eine» Caiffon im Stadttheater zweck» Kesielfchutz. Bericht de» WaldanffichtanSfchusse» über das Ansuchen deS Friedrich Euer» um »er« leihung der Forstwartstelle. Bericht de» Wasserleitung»au»schusse» über: 1. Antrag wegen Genehmigung des Vertrage» mit dem Lande Steiermark weaen Lieferung de» Wasser» an daS Siechenhau» in Hochenegg; 2. die Eingabe der k. k. StaatSbahndirektion in Villach um Festietzung des Wasserzinse» für da» Wächterhau» an der Linit Cilli—Wöllan und 3. einen Amt», bericht betreffend die Vorfchreibung von Wafferzin« an verschiedene Parteien. Der öffentlichen folgt eine vertrauliche Sitznng. vom politischen Dienste. Versetzt wurden unter anderem die Bezirkskommiffäre Emil Schaffen-rath in Rann nach Gonobitz. Dr. Ludwig Edler von Schönhofer in Windischgraz zur Gtatthalterei. Die Statthalterei-Konzipisten Dr. Emil Kramer in Marburg zur Statthalterei. Dr. Panl Terglav in Pettau nach Rann. Ferner wurden unter anderem versetz« die Statthalterei-KonzeptSpraktikanten «rnold von Kalbermatten von Graz nach Pettau. Doktor F«lix Lajnsie von Gonobitz nach Marburg. Doktor Robert Rattek von Mürzzuschlag nach Pettau. Veränderungen bei der Südbahn. Versetzt wurden: Eduard Riedmayr. Adjunkt, von Brück a. d. M. nach Innsbruck ; Joses Pyrker. Adjunkt, von Mürzzuschlag nach Markt Tüffer; Hubert Kansek, Adjunkt, von Markt Tüffer nach Mürzzuschlag; Artur Koschatzky. Adjunkt, von Brück a. d. M. als StationSchef nach WelSberg-Waldbrunn: Heinrich Tropper, Adjunkt, von Mar-burg-Hauptbahnhof nach Graz; Jakob Brecher, Adjunkt, von Kindberg nach Matzleinsdorf; Alfred von Formacher, StativnSchef von Wuchern-Mohren-berg, als Adjunkt nach Graz; Leopold Müller, Adjnnkt, von Graz nach Bozen-Grie». von der Advokatenkammer. Für den am 11. November verstorbenen Advokaten Herrn Dr. Johann Omulee in Friedau wnrde Herr Dr. Guido Eernec, Advokat in Friedau, für den am Seite 4 Deutsche Nacht 3!. Oktober verstorbenen Advokaten Herrn Dr. Heinrich Lorber d. Ae. in Marburg wurde Herr Dr. Heinrich Lorber d. I.. Rechtsanwalt in Mar-bürg, als einstweiliger Stellvertreter bestellt. Vom Notariat. Herr Dr. Franz Gey-mayer, dem die angesucht? Uebersetzung von Rad« kersburg nach Feldbach bewilligt worden ist und der von dem Amte als Notar in Radkersburg mit dem 13. d. enthoben ist, wurde ermächtigt, das Amt in Feldbach mit dem 16. d. anzutreten. Aufnahme in die Kaiserliche Fa-MiUenbibliotheK. Die von Herrn Diretior Gubo herausgegebene, reich illustrierte „Geschichte der Stadt Cilli" (Verlag der Moie»'scheu Hosbuch-handlung) wurde durch die Annahme vom Kaiser ausgezeichnet, der die Aufnahme in die Familien-Fideikommißbidliothrk anordnete. Julfeier des Eillier Turnvereines. Am Samstag sand im Deutschen Hause die vom Eillier Turnverein veranstaltete Julfeier zugunsten des Rosegger-BausteiusondeS statt. Die Feier ver« lies in glänzendster Weise. Der Samstag war ein Ehrentag für den Cillier Turnverein. Der Cillier Turnverein hat durch diese Feier bewiesen, daß er nicht nur in turnerischer Beziehung seiner Aufgabe voll und ganz nachzukommen weiß, er hat auch be-wiesen, daß er sich seiner völkischen Pflicht bewußt ist, und allen anderen Bereinigungen in dieser Be-ziehnng voranschreiten will. Der Besuch war ein sehr guter. Der große Saal war dicht gefüllt. Zur Feier sind auch ReichsratSabgeordnetcr Marckhl und viele answärtige Gäste erschienen. Den Abend eröffnete der Sprechwart de» Vereines Herr Doktor Skoberne mit einer markigen Begrüßungsansprache an die Festteilnehmer, unter welchen wir unter an-deren auch die Herren Bürgermeister Dr. von Jabornegg, das Ehrenmitglied des Vereines Herr Altbürgermeister Jnlins Rakusch, Bürgermeisterstell-Vertreter Max Rauscher, den Sprechwart deS Ranner Turnvereines Dr. Janesch und viele andere bemerkten. Nach einigen einleitenden Vorträgen der Cillier Musikvereinskapelle wurde mit den turnerischen Vor-sührungen begonnen. Alle Nummern des reichhaltigen Programmes fanden ungeteilten stürmischen Beifall. Zunächst wurde» von 14 Turnern der Stammriege Freiübungen ausgeführt. Schon der Aufmarsch war sehr exakt. Die sehr schwierigen und anstrengenden Uebungen wurden nach dem Takte der Musik in a«erke»»ensw«rtester Weist ausgeführt. Während sonst Freiübungen ermüde«, ließ diese Vorführung keine Langeweile aufkommen und war schon durch die wechfelvollen Bilder sehr anregend. Dann traten 12 reizende Turnerinnen in der kleidsamen Tracht ans und führten reigenartjge Freiübungen ans, die ebtnsalls allgemein gefielen. Auch diese Uebungtn wurde» mit viel Anmut »nd Sicherheit gebracht. Die Turnerinnen erfreute» uns hierauf mit Gesell-schastsübunge» am Barren. Wir haben in Cilli wohl noch nie Gelegenheit gehabt, derartige Uebungen von Turnerinnen ausgeführt zu sehen. Die Uebungen wurden in einer Weise gegeben, daß selbst der prüdeste daran nichts auszustellen gefunden hätte. Sehr hübsch war da« Fahnenschwingtn der f erren Hölzl Ar»dt und Stocklafsa, das sehr viel echnik, Kraft nnd Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Die Uebung fiel gleichfalls prächtig aus. Reizend waren die von den Turnerinnen gestellten Gruppe», welche nicht eudenwollenden Beifall aus-löste». Ein glänzendes Beispiel sür die Leistungen des Turnvereines gaben die Oberstnfeübungen am Reck mit vorgestelltem Barren. Die Uebungen be-standen hauptsächlich auS Schwungstemmen, Felgen mit verschiedenartigen Abgängen. Wir erwähnen noch die sreien Gruppenübungen von neun Turnern unter Leitung deS RiegenführerS Herrn Obendrauf. Die Uebungen, die geradezn kühn zn nennen waren, zeich»ete» sich namentlich dnrch de» raschen Aufba» und die sichere Siellung aus. Als da»» ein mächtiger Lich'.erbauni entzündet wurde, ergriff der Sprech-wart Herr Dr. Skoberne das Wort zur Festrede. Herr Dr. skoberne schilderte in längerer, foim-vollendeter und ungrmrin fesselnder Rede die Be-dcuiung des JulfefteS und besprach dir Lage des deutschen Voltes und den völkische» Kampf, den e« mit seinen Gegnern auszukäwp'en hat, in ungemei» lichivotler Weise. Slü, miich. r Beifall folgte feinen beherzigenswerten Ausführungen u»d die Änweienden stimmten die „Wacht am Rhein an. Der Turnwart Herr Hölzl nahm zum Schlüsse die Veiteilung der Siege,urkunden sür die im abgelaufenen Jahre er-rungenen siegt der Cillier Turner vor. Herr Hölzl eiöiteile zuvor den „>4weck des WtlluintnS der in der harmonischen Ausbildung deä Kö-Pers best, he uud dessen W>rt schon im Älie»iume e, annt wurde. Siege, urkunden erhielte» die Herren Srpp Stocklassa sür einen Sieg beim Bergturnseste in Billach am >5. August, Fritz Stör und Friedrich Antischer sür Siege beim Bezirksturnseste in Rann. Ersterer er-hielt dort den zweiten, letzterer den dritten Preis. Dann erfreute uns wieder die Cillier MusikvereinS-kapelle mit ihren Vortrügen und so verlief das Fest, welche« ein wirklich erhebendes war, in schönster Weise. Der Dank für das schöne Gelingen gebührt wohl vor allem dem unermüdlichen Eifer des Turn-warte» Herrn Hölzl, dem der Verein diese» schönen Erfolg sowohl in turnenfcher wie in völkischer Be« zichung zu danken hat. Mit Befriedigung können wir noch zum Schlüsse feststellen, daß das Fest ein namhaftes ReiertrügniS ergab, da« dem Rofegger-baust eine zugeführt wird. Ausflug deutscher Bereine nach Hei-lenstein. An, Sonntag veranstaltete die Ortsgruppe Cilli des Deutfchnationalen Handelsangeftelltenver-bandeS einen AnSflug nach Heilenstein, woselbst im Bereine mit mehreren anderen Vereinen CilliS und den Volksgenossen aus Heilenstein und anderen Or-ten eine Julfeicr abgehalten wurde, die in jeder Beziehung eine» sehr schönen Verlauf nahm. An den, Aueflug beteiligten sich außer dem Deutsch-nationale» Handelsaugestelltenverband, der Cillier Turnverein, der Männergesangverein „Liederkraiiz", der Bund deutschvölkischer Arbeiter, der Athletik-sportklub ..Eiche", Vertreter des deutschen Gewerbe-bunde«, die freiwillige Fabriksfeuerwehr vo» Heilen-stein und sehr viele deutsche Volksgenossen au« Cilli, Wöllan, Pragwald und Heilenstein. Die Deutschen Schönstem« waren besonders zahlreich vertreten. Begrüßungsschreiben sandten der Deutschnationale Handclsgehilsenverband in Wien, Herr Amtsvor-stand Dr. Ambroschitsch in Cilli, Herr Freiherr v. Cnobloch und Herr Pfarrer May. Die Feier leitete der Obmann der Ortsgruppe Herr Otto v. Sonne»-bürg. Ein Streichquartett spielte flotte Weise» »nd der Gesangverein „Liederkranz", der sich immer be-reitwillig in de» Dienst der guten Sache stellt, er-freute uns mit einigen prächtig vorgetragenen Chören. Der Cillier Turnverein führte einige Gruppenübungen auf, welche allgemeine Anerkennung fanden. Als die Dunkelheit hereinbrach, hielt Schriftleiter Herr Dr. B a l o g h vor dem strahlenden Lichterbaume die Julrede. Seine Ausführungen sanden stürmischen Beifall. Nnr allzu rasch verflogen die Stunden und ungern trennte man sich, als die Abendzüge die Festteilnehmer nach den verschiedenen Richtungen ent-führten. Wir können es nicht genug begrüße», daß der „De«tschnativ»ale Haudelsangcstellten-Verlmnd" es sich zur Aufgabe gemacht hat, den völkischen Gedankt» auch in die Nachbarorte hiuanszutragen. Der Verband hat sich mit dieser Veranstaltung ein Anrecht aus unsere» Dank erworben und wir empfehle» ihm, noch öfters derartige» zu unternehmen. Das Verdienst des schönen Gelingens dieser echt völkischen Feier gebührt vor allem dem Obmanne terru v. Sonnenburg, den Herren Edelhofer, Welle, iegler und Kalthofer welch« unter der bewährten Führung des Herrn Betfchwar keine Mühe scheuten, das Fest z» einem so würdigen zu gestalten. Silvesterfeier im Deutschen Hause. Wie bereits gemeldet, wird am Altjahrsabende unter anderem auch eine von, Vereine Deutsches Haus veranstaltete, reich ausgestattete Tombola stattfinden. Der mit den Durchfühningsarbeiten betrauie Aus-fchuß trägt dafür Sorge, daß nicht etwa Dinge als Beste ausgesetzt werde», worübv der „glückliche" Gewinner in eine gelinde Wut versetzt werden kann, wie: blecherne „Toilette-Spiegel", echte Meerschaum-spitzen, 5 Heller-Kohinor-Stifte, haarelassende Zahnbürsten, essigstichige ^.edizinalweine usw., sondern als Beste werden vor allem Sachen gewählt, die in jedem Haushalte gut zu verwerte» sind, wie: Lein-wand, Zucker. Kaffee. Rauchfleisch usw. Die Tombola wird um Schlag 10 Uhr beginnen und sehr rasch abgewickelt werden, so daß ihr Ende um spätestens II Uhr 15 Minuten zu erwarten ist. Langeweile, die so ost Begleiterin derartiger Unternehmungen ist, wird sich daher bestimmt nicht einnisten können. Mit Rücksicht auf die Güte und Reichhaltigkeit der Beste wurde der Preis einer Tombolakarte mit 4t) Hellern festgesetzt. Da überdies nur eine verhältnismäßig bescheidene Anzahl vo» Karten zur Auegabe gelangt, wird jeder Teilnehmer gut daran tun, sich beizeiten einiger zu versichern. Die genaue Folge der übrigen Beranstaltuagen dieses Abends wird noch zeitgerecht bekanntgegeben werden. Julfeier! Samstag den l8. d. M. veranstaltet die Tafelrunnde deutscher Staats-beamter in Cilli um 8 Uhr abends im kleinen Saale des Deutschen Hauses eine Julfeier, verbunden mit Lieder-. Gelang- und Mnsikvorträgen. Da besondere Einladungen an einzelne Personen nicht ausgegeben werde», so wird hiemit aufmerksam gemacht, daß zu diesem Abend« jeder Dentschgksinnt« herzlichst willkommen und eingeladen ist. Obligatorische Paketbestellung in Cilli. Die k. k. Pist- und Telegraphen-Direktton sür Steier-mark und Kärnten hat angeordnet, daß für die Dauer der heurigen Weihnachtswoche, das ist vom 18. bi« inklnssive 35. Dezember, im Stadtbezirke von Cilli die obligatorische Paketbestellung zur Dn-führnng zu gelangen habe. Dem zufolge werden sämtliche Pakete, ohne Rücksicht aus die Höhe de« Gewichtes, des Wertes und der etwaigen Nachnahme-belastung an die im Stadtbezirke wohnenden Adressaten ins Haus bestellt, ausgenommen hievon bleiben lediglich Sendungen an Aemter und Be hörden sowie an Militärpersone» de« Mannschaft«-stände«. Die znr EinHebung gelangenden Zustell-gebühren betragen für Pakete bis zu 5 Kilogramm je 10 Heller und für Pakete über 5 «ilngramm je 20 Heller. Die Paketbestellung erfolgt vor- und nachmittags mittels je einer Bestellfahrt und wird die Abtragung der Pakete durch eigens hiez» be-stimmte Bcstellorgane besorgt werden. Sehr im Interesse einer schleunigen Abwickelung de« Bestell-geschäste« läge es, wenn seitens der geehrten Adressaten jede Verzögerung in der Abfertigung der Bcstellorgane vermieden werden würde. Es steht zu hoffen, daß diese Einrichtung, welche sich in den meisten der bedeutenderen Städten der Monarchie bewährt hat und dort binnen kurzem zum Bedürs-»isse geworden ist, auch in Cilli jenen Sympathien begegnen werde, welche daselbst dem Fortschritte ent« gegengebracht worden sind. Wie sie vernadern! Die Katze läßt das Mausen nicht und die windische Presse nicht da» Verleumden und Vernadern. So begegnen wir im Cillier „Narodni Dnevnik" folgende» giftgefchwollenen Auslassungen gegen unseren bestgehaßten Verein -«Der Verein Südmark sür Elementarschäden". Die Südmark hat einen eigenen Fond für Unterstützung bei Elementarfchäden errichtet. Wenn von nun an Hagelschlag, Überschwemmungen oder Stürme Scha-den anrichten werden, so wird die Südmark zur Hilfe kommen. Selbstverständlich dürsen diese Un-glücksfälle nur in deutsche» oder deutfchtümmelnden Gemeinden, Märkte» und Städten geschehen; dort wird dann das Geld unter vermögende Deuifchtümler verteilt, hie und da bekommt anch irgend eine» Heller eine arme gekaufte slowenische Seele. Dem slawischen Bauer wird dann von der wundervollen deutschen Freigebigkeit etwas erzählt — und diese glauben es leider oft, ohne daß auch nur einer einen Knopf erhalten hätte. Mit diesem Fond aber ver-folgt die Südmark noch einen Zweck: er dient ihr beim Fiskus als Ausrede, daß sie die Bewilligung für eine steuerfreue Lotterie bekomme, natürlich für „wohltätige" Zwecke. Heuer hat sie wieder eine Lotterie mit großen Gewinuste» veranstaltet für — Germanisierungs- und politische Vereinszwecke. Wir protestieren auf das energischeste gegen solchen Be-trug und Hintergehung der Gesetze und hoffen, daß einmal darüber an maßgebender Stelle gesprochen wird." Dieser Wntansbnich, der zugleich eine Bor» pellung von slawisch-avarischer Heimtücke und Verlogenheit vermittelt, läßt erkennen, mit welch nei-dischen Blicken im gegnerischen Lager die wachsende Bedeutung der Südmarklotterie versolgt wird. gur Eroberung der untersteirischen Städte. Die Kroaten und Slowenen tragen sich mit dem Gedanken, die slowenischen und kroatischen Sparkassen zu organisiere» »nd einen Verband der südslawischen Sparkassen ins Leben zu rufen, dessen Ausgabe es sein soll, überall im Süden, insbeson-dere in Bosnien, Sparkassen zu gründen und vor allem die Slawisierung der südsteirischen Städte zu fördern. Es ist serner geplant, alle slawischen Sparkassen Oesterreich-Ungarns zu einem Verbände zu vereinige». Angesicht« dieser Tatsachen ist e« Pflicht aller Deutschösterreicher, den zu erwartenden Angriffen geschlossen »nd einig entgegenzutreten nnd die Scheu vor dem nationale» Geldwesen endgültig aufzugeben, denn das Sprichwort: „Geld regiert die Wels bewährt sich auch im Daseinskämpfe der Völker. Musikalische Neuheiten für Violin-fpieler. Vom Komponisten Ludwig Schach,nhofer sind soeben im Musikverlag von P. I. Tonger in Köln am Rhein drei srhr melodiöse, dankbare Violinstücke m t Klavierbegleiiung, für Konzeri und Salon, erschienen und zwar: Op. 123. DeS Geigers Traum. Charakterstück Op. Iü5. Balfe Idylle. Op. 126. Melodie. Die drei Stücke, die durch alle Musikalienhandlungen zu beziehen sind, werden sich ob ihrer Gediegenheit bald einen ersten Platz in der Violinliteratur erobern. Nummer 100 MSnnergesangoerein „Liederkranz". Zu dein Bcrichie über die letzte Herbstliedertafel tragen wir »och nach, daß der Verein ^'S anzige Cträußerl" von Gräfin Buttlei-Stubenberg zu Ehren des 50 jährigen ZoudichterjubiläumS auf die Vor-tragsordnuug fetzte. Die Toudlchterin übermittelte dem Vereine ein sehr schmeichelhaftes Schreiben und spendete ihm zwei Chöre. Tanzübungen. Die vom Beteranenvereine und dem Vei bände deutschvölkischer Arbeiter Vera»' stalteten Tanzübungen im Hotel „Zum Mohren" werden fortgesetzt Die Uebungen, welche von den Herren Findeisen und Derganz geleitet werden, finde» jeden Mittwoch und Donnerstag vom 8 bis I l Uhr und an Sonntagen von 4 bis 11 Uhr ttatt. Die Kurse sind unentgeltlich und eS sind hiezu olle Deutschen willkommen. Aus der Theaterkanzlei. Samstag den 13. d. M. geht die Opcrettennenheit „Ein Herbst, manöver" von Emmerich Kaiman erstmalig in Szene. Das ungemein melodiöse und lustige Werk wurde am Theater an der Wien bis nun über 200 mal mit glänzemdem Erfolge gegeben. Auch am Stadttheater in Graz erzielte diese Operette großen Erfolg und steht fortwährend aus dem Spielplan. Die musikalische Leitung des Weckes obliegt dem Kapellmeister Herrn Max von Albrich, die Jnsze-nietung besorgt der Spielleiter Herr Fritz Olbat; beschäftigt ist nahezu das ganze Personal. „Stajerc"-Kalender 1910. Im Verlage des Preßvereines „Stajerc" in Pettau ist der „Stajcrc"-Baiicrnkalender 1910 zum Preise von 60 Heller, samt Porto 70 Heller, erschienen. In-folge seiner zahlreichen landwirschaftlichen Artikel ist derselbe bei der Landbevölkerung sehr beliebt. Be-sonders empfehlenswert ist dieser Kalender der ge-ehrten Kaufmannschaft als WeinachtS- nnd Neujahrs-gescheut für die Laudkunden. Bei größerer Abnahme wird ein bedeutender Preisnachlaß gewährt. Zu be-ziehen durch die Verwaltung des „Stajerc" in Pettau und durch die meisten Buchhandlungen. Politische Hetze. Am Rann bei Pettau wurde vor einiger Zeit eine Korbflechterschule er-richtet und vom Landesausschuß mit der Leitung dieser Schule ein Mann betraut, der sich seiner Aufgabe anscheinend nicht bewußt ist, den» seine bisherige Leistung besteht kanm mehr als in nati-onaler Hetze. Die Ranner Bürger, denen das Tret-den dieses Manne» bereits zur Qual geworden ist, erlauben sich an den hohen Landesausschuß die Bitte zu richten, demselben über seinen Wirkt«gS-treis sowie über seine Tätigkeit belehren zu lassen. Erste Cillier Wach- und Schließan-stalt. Zn der Zeit vom 1. Okiober bis 30. No-vlMder l. I wurden von den Wächtern d eier An-stall folgende E, folge erzielt: Gesperrt (dezw. die Sperrung veranlaßt) wurden: 76 EingangSiore. 4 Kanzleien, 4 VorraiSkeller, 2 Magazine. — Eine verdächtige Person wuide überrascht. alS sie in eine Schreibstube, woselbst sich eine eiserne «asse befinde«, einzudringen versuchte. Die Kanzleitüren waren mit Dietiichen bereit» ausgesperrt. — In einem Hof räume in der Nähe deS Hühnerstalle» wurden in einem Verstecke zwei Personen aufgespürt, welche die Gartentüre gewaltsam geöffnet hauen. — Zn zwci Fälle» wurde auf einem Lagerplatze Feuer bemeikt welche« bei nicht recht »eiligem Eingreife» duich die Wächter leicht hätte größeie Dimensionen annehmen können. — Einer vrauenöperioir wurde um 10 Uhr nachis an einer entlegenen Stelle, wo sie von Be trunkenen in frechster Wei'e belästigt wurde, Hilfe geleistet. — Die Erste Cillier Wach- »nd Schließ-anstatt übernimmt zu frhr mäßigen Gebühre , alle Aiten der Bewatiung von Häuiern, Geschäfien, Lage»platzen, »abriten» Magazin»» und Wohnunge». Falsches Geld. Aus Pettau wird gemeldet: Vor euiigen lagen hat die städtische Sicherheil» wache auf dem hiesigen Wocheninarktplatze die Bäuerin Agnes Gabrowetz aus Oberhaidi» ver-haftet, weil sie einer Oclvcrkäuseriu falsches Geld herausgab. Bei der vorgenommene» Leidesdurch-suchung wurde bei ihr ei» Geldtäschchen mit ausschließlich falschem Gelde, n»d zwar zwei En.kronen-stücke mit der Jahreszahl 1908 und sechs Zwanzig-hellerstücke mit der Prägung vom Jahre 180+ ge funden. Die Falsifikate waren plnmp, eine Mischung von Blei uud Zink »nd fielen durch ihre dunkle Färbung, durch den dumpfen Ton beim Auffalle» und den gänzlichen Maugel einer Randprägnng so-fi>t auf. Die Bäueriu verantworleie sich dahin, daS Geld von zwei Eier- u»d Geflügelhäiidleni an« dem Mörburger Bezirke erhalten zu hab ». Sie wurde dem Strajgerichie überstellt. An die Personaleinkommensteuer-Pflichtigen richtet sich eine Kundmachung der t. t. IDocht FianzlandeSdirektion, die vorgefchriebenen Anzeigen sür daS Neujahr 1910 bis 31. Jänner 1910 bei der Steuerbehörde erster Instanz einzubringen. Die-jenigen Personen, deren steuerpflichtiges Jahreseiu-kommen den Betrag von 2(XX) K nicht übersteigt, ist es freigestellt, ob sie Bekenntnisse einbringen wollen oder nicht. Die Kundmachung erinnert auch an die Strafen, welche, wenn die Frist verfäumt wiid oder Steuerhinterziehungen erfolgen. Zn einer anderen Kundmachung werden alle jene Personen, welche zur Auszahlung von Besoldungen, Ruhige-nüfse» jc. verpflichtet find, aufgefordert, vom !. Jänner bis 31. Jänner eine Anzeige über die Bezugsberechtigten unter Angabe deS Namens, Wohnortes un» Beschäftigung derselben, dann über die Höhe und Gattung der ausbezahlten Bezüge zu überreichen. Auch hie» lieht daS Gesetz Strafen vor. wenn die Vorschriften nicht erfüllt werden. Unverlangte Anfichtskartensendun-gen. Der Handels- und Gewerbekammer Graz ist in letzter Zeit «ine Reihe von Fällen zur Kenntnis gebracht worden, in welchen Privatpersonen ohne Bestellung WeinachtS- und NeujahrSpostkarten aus der Schweiz zugesendet wurde», in deren Begleit-schreiben überdies ein ihren Wert jedenfalls über-steigender Betrag hitfür angesprochen wird. Aus diesem Anlasse wird aufmerksam gemacht, daß weder ein (besetz, noch ein allgemeiner HandelSgebranch besteht, kraft dessen der Empsänger unbestellter Ware, sosern er diese nicht in Gebrauch nimm«, zur Bezahlung, Ablehnung oder einstweiligen Aufbe-wahrung der Ware vtrpflichtet wäre. Ein neuer Kniff. Eine wegen Betruges und Diebstahles schon abgestrafte Frauensperson ans der Umgebung von Cilli lebt mit einem Maurer-polier in Laibach in gemeinsamem Haushalte. Sie verstand es längere Zeit hindurch täglich ein billiges und schmackhaftes Hausbrot auf den Tisch zu setzen. Sie erschien deS öfteren als stille Ab-»ehmerin in einem Bäckerladen, trat keck zu den Stellagen, wo die von den Parteien gebrachten Strutzen lagen, nahm sich ein Stück davon, bezahlte die Backgebühr und verschwand. Kürzlich aber er-wischte sie der Bäckermeister am Kragen und über-gab sie der SicherheilSwache. Die Schwindlerin gab, um sich der Untersuchung zn entziehen, einen falschen Namen an. Ueber die Steuerfreiheit des Mo-torenbenzins und der Rohölmotoren-betrieb. Nachdem der Finanzminister in feinem Expose deS neuen Finanzplanes in Aussicht gestellt hat, die Steuerfreiheit für Motorenbenzin aufzu-heben, wurde von verschiedene» Korporationen gegen diese Absicht Stellung genommen. Es ist aber leid.r nicht zu erwarten, daß diese Proteste vo» Erfolg begleitet sei» werden, da das bestehende Defizit eine Deckung finden muß, anderseits auch die ungarisch? Regierung die Steuerfreiheit des Motoreuoenzin» aufzuheben gedenkt und es sich sohin um eine gleiche Aktion beider Regierungen handelt. Wenn auch einerseits die Besteuerung des Benzins für Motoren-betrieb ein großes Uebel bildet, wird sie doch für de» Techniker und insbesondere für die Fortent-wicklung der Fabrikation sür Rohölmotort» von Nutzen sein. Leider ist daS an Motoren interessierte Publikum in Oesterreich Ungarn über den großeti wirtschaftlichen Vorteil des Rohölbetriebcs gegenüber Beuziiibetrieb nicht genau aufgeklärt, was nmfomehr zn beklagen ist. da doch unsere Monarchie neben Rußland de» größten Rohöl produzierenden Staat in Europa bildet. Obzwar in Oesterreich einige Maschinenbauanstalten größere Rohölmoloreu er-zeuge», sür die Versorgung des Kleingewerbes uud der Landwiuschajt mit kleinen Rohölmotoren haben wir bloß eine Spezialfirma größeren Umfanges die Climax-Motoreusabrik Bachrich und Komp. in Wien. Sie erzeugt berciiS feit acht Jahren ihre Climax- -Rohölmoiore. welche nicht nur >n unserer Monarchie, sondkrn anch in anderen Rohöl produzierenden Staate», wie Rußland uud Rumänien, große Verbreitung gefunden haben. Sollte die Aufhebung der Steuerfreiheit für Moiorenbeiizin sür den erste» Moment mancher Industrie unangenehm werden, so werden durch sie anderseits wider die Techniker nnd die Motorensabriken Veranlassung siiiOcn, nch im Rohölmoioren bau energischer zu betätigen. Wie wertvoll diese Anregung werden wird, zeigt sich schon bei den heutigen Verhältnisse», wo bei uubesteueriem Benzin die jährlichen Brennstoffkosten bei einem acht-pierdige» Benzinmotor, gegenüber einem gleich großen Rohölmoior zirka 1000 Kronen mehr betragen Warnung vor der Auswanderung nach Kanada. In Kanada sind in letzter Zeit »ene Einwailoernilgsiiormtu in Wirkiamkeit getreten. Im Sinne der derzeit geltenden Vorschriften werden. Seite 5 zur Laudung in Kanada nicht zugelassen: 1. Schwach-sinnige, Epileptiker, Wahnsinnige, dann jene Per-souen, welche innerhalb der letzten süns Jahre geisteS-krank waren; 2. Einwanderer welche an einer eckel-erregenden oder ansteckenden Krankheit leiden; 3. Einwanderer mit körperlichen Gebrechen wie Stumme, Blinde «sw. ausgenommen, wenn solche Personen in Begleitung von Familienangehörigen oder zu Familienangehörigen in Kanada reisen und die Gewähr dafür geboten ist. daß sie der öffentlichen Mildtätigkeit nicht zur Last fallen werden; 4. Per-sonen, welche wegen eines gemeine» Verbrechens vor-bestraft erscheinen; 5. Prostituierte, sowie Frauen»-Personen, welche in der Absicht aus Prostitution nach Kanada kommen und deren Zuhälter; 6. Personen welche gänzlich oder zum Teile auf Kosten von WohlfahrtSinstitutionen oder aus öffentliche Kosten nach Kanada transportiert wurden, ausgenommen den Fall, daß die schriftliche Bewilligung zur Landung solcher Einwanderer bei dem kanadischen Einwände-rungsverlreter in London erwirkt nnd von dieser Bewilligung innerhalb 60 Tagen Gebrauch gemacht wurde. Europäische Einwanderer müssen bei der Landung außer einer bezahlten Fahrkarte bis zu ihrem Bestimmungsorte eine Barschast von mindesten» 25 Dollar vorweisen. Bon dem Nachweise des Be-sitze» dieser Barschast kann nur dann abgesehen werden, wenn die betreffenden Einwanderer zu ihren nächsten Angehörigen reisen oder einen gesicherten Arbeitsplatz auf einer Farm nachzuweisen vermögen. Die kanadische Regierung fördert den Zuzug von laiidwirtschastlichen Arbeiten, Kolonisten und Dienst-boten, erschwert jedoch da» Landen anderer Ein-wanderungselemente, die al» unerwünscht angesehen werden. Die neuen Einwanderungsvorschriften ver-folgen auch den Zweck, der bisher geübten Aus-beutung der Einwanderer in den kanadischen Häfen durch die verschiedenen privaten Arbeits- nnd Stellen-vermittlungsagenturen zu steuern. Die privaten Ein-wandernngSvermittler dürsen von «un an nur aus Grund einer besonderen behördlichen Bewilligung den neu ankommeude» Einwanderern am Landungsplätze an die Hand gehen, ihnen die weiteren Eisenbahn-sahrkarte», die Expedition des Reisegepäckes n>w. besorgen nnd es ist ihnen bei einer Geldstrafe von 20 Dollar für jeden einzelnen UebertretnngSfall und bei Androhung deS Verlustes der behördlichen Be-willignng verboten, den Einwanderern für die be« sorgten Eifenbahufahrkarte» uud die Expedition ihre» Reisegepäck?» höhere Preise zu verrechnen, als sie wirklich gezahlt haben. Die Besitzer von Gastwirt-schafteu, welche Einwanderer beherberge» oder ver-pflegen, sind gehalten, die Preise für Verpflegung und Beherbergung sür einzelne Tage uud Wochen und für einzelne Mahlzeiten in den Gastzimmern aus eigenen Preislisten bekannt zu machen. Die kanadische Regierung stellt den Einwanderern ent-weder Regierungsfreiland oder verkäufliches Land zur Verfügung. Das gute und rentable Regierung»« freiland dürfte schon so ziemlich vergriffen sein; dasselbe wird gegen die seste Eintrittsgebühr von 10 Dollar -- 50 Kronen untcr bestimmten Be-dingunge«, welche durch da» Heimstältengesetz vor-geschrieben sind, überlaffeu, doch sind in jedem ein-zeliien Falle mindestens 2500 Kronen zur Gründung einer neuen Farmerexistenz nolwendig, wenn ander» der Ansiedler nicht gleich in drückende Schulden geraten will. Das verkäufliche RegiernngSland ist durchschnittlich um den Preis von 3 Dollar --15 Kronen per Acre - 40 Ar erhältlich und dessen Rentabilität von der Nähe günstiger Absatzgebiete und insbesondere von Eisenbahnen abhängig. Die Aussichleu sür industrielle europäische Arbeiter sind trotz deS in letzter Zeit neuerdings merkbaren wirt-schaftlichen Aufschwunges Kanadas aus verschiedeneu Gründen nicht besonders günstig zu ueniieu uud stößt der Znzug derartiger Elemente auch auf de» heftigsten Wiederstaud der orgauisierteu Arbeiterschaft Kanadas, welche die Konkurrenz der billigen europäischen ArbeitSkräste befürchtet. Handwerker und Taglöhuer werden souach gewarnt, ohne festes Engagement nach Kanada anSznwandern, eS sei den, daß sie genügend Barmittel besitzen. Der Kohlenbergbau hat durch den Streik, deffen Differenzen noch fortbestehen, große Einbuße erlitte», so daß sür Bergarbeiter gegen-wärtig keine günstigen Aussichten bestehen. Windisch-Feistritz. (A bfchiedSfeier.) Herr Sleuerverwalter Masten wurde in gleicher ^öeife nach Markt Tüffer versetzt. Die Deutschen Windisch Feistrtz' gaben dem Scheidenden Donners« lag den 9. d. M. einen Abschiedsabend in NenholdS Gasthaus. Bürgermeister Stiger sprach den Will-kommengruß und feierte Masten als deutscheu Mann und pflichtgetreuen Beamten, und bedauert das Scheiden des allgemein beliebten Mannes, dem Sitte 6 Deutsche Wacht ftumnut 100 auch weilerhin Glück und Erfolg in seiner neuen Wirkungsstätte begleiten möge. AmtSvorstand Horak sprach über Beliebtheit und Tüchtigkeit, die Masten während seines dreijährigen WirkenS bezeugte und nur ungern verlieren die Kollegen einen so tüchtigen Beamten. Dr. Mally sprach im Namen der Ge-richtSbeamten und bedauert gleichfalls das Scheiden. Masten dankt für die an ihn gerichteten schmeichel-haften Worte und versichert die große Versammlung daß er nur sehr schwer vou Windisch-Feistritz scheide und er wünscht, daß diese Stadt unter der Fuhrung StigerS und Mithilfe der treuen Mit-bürgn weiter blühe und gedeihe. Seine Worte riefen tiefen Eindruck hervor nnd wurden mit Bei-fall aufgenommen. Petzoll feierte den uns lieb ge-wordenen Gesinnungsgenossen als treues Mitglied der Schlißvereine und schloß den eigentlichen Abschiedsabend. woraus Musik. Gesang «n ihre Rechte traten und die Versammlung bis 3 Uhr srüh beisammen hielten. Freitag abends sand sich in Jeg-li^sch' Gasthaus die Beamtenschaft ein, um Masten ihre Dankbarkeit zu beweisen. Wir erleiden mit Masten« Scheiden eint große Lücke. Wenn Masten «war nicht als Feldherr auf dem Schlachtfeld« land, fo war er als braver, tapferer und treuer Soldat in Reih und Glied und erscholl der Rns, so stand er stets am Platze; solche Soldaten sind selten und darob die allgemeine Trauer in unseren Vereinen. Wir werden dem braven Krieger stets ein Andenken bewahren und wir wünschen ihm und seiner lieben Familie, die sich überall das Herz er-oberie, das beste Wohlergehen! Heil ihm! — (Wein a ch > Sfeie r.) Der VereiilSkmdergarten-auSfchuß veranstaltet DlenStag de» 21. Dezember um 4 Uhr nachmittags in den UnlerrlchlSräumen deS Kindergarten» eine große WeinochtSfeler, wozu jung und alt herzlichst eingeladen ist. — (Christb aum-f e st) Mittwoch den 22. Dezember wird um 3 Uhr nachmittags die erste WeinachtSfeier mit Lieder' und Singspielen veranstaltet Nach der Feierlichkeit findet die Bescheerung an arme deutsche Schullinder durch die hiesigen deutschen Frauen statt. Nach den Borde-reitunge» zu schließen, wird diese Feier überraschend auf die Besucher wiiken. — (AuS der Handelsgenossenschaft.) Nach Genossenschaftsbefchluß ist den Mitgliedern verbalen, anläßlich der bevorstehen-den Weinachten und Jahreswende an stunden Gc schenke zu verabreichen und wird jeder einzelne Fall nach § 24 der neurn GenosfknschaftSsatzung mit einer Ordnungistrase geahndet. Die Verteilung von Reklamekalendern ist gestattet. — (ZahreS-w e n d e.) Die Freiwillige Feuerwehr varanftaltet wie alljährlich am 31. Dezember in NeuholdS Saal-räumlichkeiten eine große ZahreSwendfeier, bei welcher der neueste Schlager „Zeppelin kommt' zur Dar-stellung kommen wird. Außerdem wird eine größere Tombola In die Festordnung aufgenommen und ein flotteS Kränzchen soll der Jugend Rechnung tragen. (Julfeier.) Bei der am SamStag den 18. d. M. stattfindenden Julfeier deS Deutschen Turnver-eineS wird die Julrede Herr Lehrer HanS Schmied halten und die Leitung der turnerischen Aufführung soll Herr Professor Dr. Jörg auS Marburg übernommen haben. Auch ist eine gegenseitige Belcheerung geplant. — (Lotto zugunsten deutscher Schüler.) Der von der FrauenortSgruppe des Deutschen Schulvereinei ausgespielte Treffer zugunsten deS WeinachtSfesltS der deutschen Schule fiel auf Postmeisterin Fräulein Aäte Stlngl. Heil I — (Endlich, kann die Bewohnerschaft rufen!) Wir sind jetzt so glücklich, eine moderne Fahr- und Tragbahre zu besitzen und ist die An-regung d«S VerschönernngSvereinen auf fruchtbaren Boden gefallen. Die BezirkSkrankenkasse hat auf An-trüg des ObmanneS Herrn Kaufte eine Trag- und Fahrbahre angeschafft; sie steht der gesamten Be-wohnerschait zur Verfügung. Damit hat sich die Krankenkasse und im besonderen ihr Obmann ei» ganz besonderet Verdienst erworben und einem großen Uebelstand, daß Kranke sanitätSwidrig de» fördert werden, abgeholfen. Lichtenwald. lChristbaumfest an der deutschen Schule.) DaS diesjährige Christbaum-fest findet am Sonntag den 19. d. M. halb 3 Uhr nachmittag? in den Räumen der Schule statt. Freunde und Gesinnungsgenossen sind willkommen. Schaubühne. Newald, während die männliche» Hauptrollen durch die.Herren Olbat, Pekl und Spiegl besetzt waren. Frl. Petko als Armina bot uns eine schöne Leistung sowohl in Spiel wie Gesang. Eine reizende Figur war Frl. Newald als Eiloletta. Von den Herren Überraschte uns diesmal Herr Spiegl mit einer sehr guten Leistung als Caramello. Herr Olbat als Papagoda unterhielt das Haus mit seinem guten natürlichen Humor sehr gut. Herr Pekl als Herzog von Urtino war stimmlich gut, darstellerisch ebenso, nur könnte etwaS mehr Abwechslung in den Bewegungen nicht schaden. Köstlich waren auch die drei Senatoren, Herr Völker, Herr Rotter und Herr Felda. Die Taubenszene gefiel ebenfalls. Im allge-meinen kann die Borstellung als eine sehr gelungene bezeichnet werden. Das Publikum war äußerst dank-bar und kargte nicht mit Beifall. Am Sonntag den 12. d. M. wurde an unserer Bühne nach langer Pause die Straußsche Operette ..Eine Nacht in Venedig" bei ausverkauften, Haufe gegeben. Die weiblichen Hauptrollen waren in den bewährten Händen der Damen Petko und Turnerrundschau Der jüdische Turntag in Berlin. Im Feenpalast (natürlich!) wurde der 4. jüdisch« T)irn-tag, gleichzeitig mit der Feier des zehnjährigen Bestandes des Berliner Turnvereine» ..Bar Kochba" verbnnden, mit einem Schauturnen eingeleitet, das ganz ausgezeichnete Leistungen geboten haben soll. Herr Dr. Alfred Klee hielt eine Anspracht. Andern TageS begannen die Beratungen; man wird nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß dieser Teil des Festes mit den allgemeinen Freiübungen unserer Turnfeste gleichbedeutend ist -Arm- und Rumpftätig-ketten). Aus dem von Herr» Dr. Arndt (geb. Abeles) erstatteten Geschäftsberichte ging hervor, daß der Turnverband innerhalb zweier Jahre nm zwanzig Perzent (Turnsprache!) zugenommen hat. Nur mit den Geldmitteln stehtS knapp; trotzdem wurde aber davon abgesehen den „Hilfsverein der deutschen Juden" und die „Aliance ISrat-lite* anzuschnorren, weil man in diesem Falle aus ein große« Stück geleisteter Arbeit hätte hinweisen müssen. (Ja, kann mau da« denn nicht?) Die Wai l deS Turiirate« führte zu erregten Szenen. Da« sollte doch, wen», die duldsamen Schützlinge deS alten Götz unter sich sind, nicht vorkommen! Vertreten waren bei dem Turntage folgende Städte: Baden, Berlin, Bielitz, Fünfhan«, Graz, Köln, Lemberg, Posen, Proßnitz, Sambor. Tarnopol. Wo blieb Prag? Klerikale Umdichtung. Die schwarzen Brüder sind durchaus nicht so kopfhängerisch als man glauben sollte. Sir sind auch der Fröhlichkeit zugänglich und singen mitunter ganz gerne unsere flotten Burschen- und Turnerlieder. Leider weisen aber diese Lieder oft Siellen ans, die ein sromm-gläubige« Gemüt ans da« tiesste verletzen müssen. Ein Kirchenlicht hilft sich aber sehr leicht: E« dichtet diese Stellen einfach um. So singt bekanntlich Rudols Baumbach in seinem Lied« „Bin ein fahrender Gesell": Kommt ein Stern mit seinem Schwanz, Will die Welt zertrümmern, Leiert einen Rosenkranz, Mich soll'« wenig kümmern. Was macht nun der Römling? Er singt: Kommt ein Stern mit großem Glanz, (s) Schlägt die Well in Trümmern, Soll mich da« bei Spiel und Tanz Herzlich wenig kümmern. Und Rom ist wieder einmal g«r«tt«t. Vermischtes. (Liebe in der Türkei.) Ein bekannter Kulturhistoriker schildert die Liebe in der Türkei wie folgt: „Eine Galanterie wie in unseren Ländern existiert in der Türkei nicht. Dem Verlobten allein bleibt die Fensterpromenade erlaubt; Verlobte ver- ständigen sich au« der Ferne miteinander durch eine Blume, ein Band, die Farbe einer Schärpe, eine« Kleides. In der Kunst dieser Zeichensprache sind die Türken Meister. Sie haben taufende von Gegen-ständen, Blumen, Früchte, Gräser, Steine. Federn, von denen jeder einer übereingekommenen Bedeutung entspricht, jeder ein Won oder einen ganzen Satz anSdrückt, so daß sie imstande sind, einen Blumen-strauß als Brief zu feudeu, sich alle« Erdenkliche zn sagen. Ein Gewürznägelchen, ein Streifen Pa-pier, ein Stückchen Seife, ein Schwefelholz, ein Pfefferkorn heißen: „Seit langer Zeit liebe ich dich — Glühe für dich — Sterbe an« Liebe zu dir — Gib mir Hoffnung — Antworte mir ein Wort!" Auch außer LiebeSbeleuerungen können sie sich durch folche Zeichen viele« mitteilen, sich Vorwürfe machen, Rat geben, allerlei Nachrichten und Neuigkeiten sagen. ES ist eine Hauptbeschäftigung der türkische» Mäd-chen, zur Zeit, wenn ihr Herz erwacht, dieses symbolische Wörterbuch zu erlernen und in dieser Weis« lange Briefe an zwanzigjährige, im Traum geschaute Sultane zu richten. Auch die Unterhaltung junger Türken und Türkinnen durch Gesten ist sehr au-mutig." Hingesendet. Die Chinesen hatten schon lange vor un« unsere wichtigsten Erfindungen gekannt: Papier, Porzellan usw., die Astronomie und Mathematik war auch seit urdenklichcn Zeiten bei ihnen eine sorgfältig gepflegte Wissenschaft. Auch daS Einsetzen künstlicher Zähne ist seit Jahrhunderten dort Gang und Gäbe, da der Chinese sehr aus seinen Kau-apparat bedacht ist. Um das Verlieren unserer Zähne zu vermeiden genügt eine mechanische Reinigung der-selbe» Früh und Abend« mit einem allgemein ein-geführten Zahnputzmittel, wie es zum Beispiel Sarg'» Kalodont darstellt, vollkommen. Das Vergnügen muss ich teuer bezahlen! Der Ball war ja schön und ich hab viel getanzt — aber dann die Erkäliunq aus de« Heim n»g ! Nun \ lieq ich seit drei Tagen herum und taun tau» »tmenl Jetzt endlich hab ich mir Fay» echte Sedener holen lassen und die ertie Pastille genommen und «t hat mir gut getan. Meine Fieunvin lagt, die helfen ihr immer, wenn ste erkältet ist. und sie bat immer Aoi»» echte Sodener im H >u» Und die weit schon, wa« gut ist Fay4 echte Sodener Mineral» Pastillen sind in jeser Apotheke, Drogerle nnd Mineral* asser h and lang »um Preise von K i.2S pro Schachtel erhältlich. Generalrepeüseniant für Oesterreich Ungarn: W. Td.Gi'yert. t u. I Hoslieserant, Wien IV/1, «io5« R ugosse 17. SAXLKHNEK&NATÜRUCHES BITTERWASSER Mild abführende Wirkung.Vorzüglich Gegen CoNSslF*tiom.gest3rteveiu)AUU»Ki,congest!onen.etc. Anerkannt Terxägiiche WM Plutographische Apparate eigener nnd fremder Konstruktion. Wir empfehlen, vor Ankauf einst Apparates unxeren Ratgeber (53-4 Seit«« mit 623 Illustrationen. 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