LMchn Tagbllltt. Redsctivn und Expedition: Bahiihosgasse Nr. 15. % Nr. 47. EEpSBiBi Mittwoch, 26. Februar 1879. — Morgen: Leander. 12.Ja^D Mil der Post: ®auji«$r. fl. 12. i-'g-n b,S 6 Z-ilk» 20 !t. Vom Tage. Das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes debattierte in seiner 427. Sitzung über die Novelle zum Gesetze, betreffend dieGrundsteuer-Regulie-rung. Das Haus acceptierte den Antrag: „Die Kommission hat den Abschluß der Arbeiten bis längstens Ende 1881 zu bewerkstelligen", und nachstehende Resolution: „Die Regierung wird aufgefordert, in angemessener Frist vor Beginn des Reclamations-Versahrens eine Gesetzesvorlage zur die Mächte sich der bestimmten Erwartung hingeben, man Werve diesmal nicht lässig oder sorglos, sondern bereit und im stände sein, von dem Tage an, wo Rußland seine Truppen aus Ostrumelien herausgezogen, dort die Aufrechthaltung der Ruhe und Ordnung sicherzustellen. Entgegengesetzten Falles halte man sich nicht für verpflichtet, der Autorität der Pforte abermals zuhilfe zu kommen, sondern müßte sich fortan darauf beschränken, lediglich zur Wahrung seiner eigenen Interessen das Nöthige vorzukehren. Sehr ausführlich äußert sich die Denkschrift über den sogenannten Veredlungs- (Appretur-) Verkehr. Der Schwerpunkt des' Interesses liegt für die deutsche Industrie im Bedrucken, Färben und Bleichen von Baumwollwaren, im Färben und Bedrucken von Wollenwaren, im Verweben von Wollen- und Baumwollgarnen und im Bleichen von Leinengarnen; für die österreichische Industrie im Verweben von Leinen- und Baumwollgarnen, im Bleichen von Leinengarnen und Leinenwaren und im Bedrucken von Baumwollwaren. Die verfassungsmäßigen Behandlung einzubringen, mittelst welcher Termine für die Beendigung des Reclamations-Versahrens festgestellt und der Cen-tralkommission zur Ausgleichung der in den einzelnen Kronländern etwa hervortretenden verschiedenartigen Behandlung der Reclamationen im Interesse der Gleichmäßigkeit der Besteuerung der nöthige Einfluß gesetzlich sichergestellt werde." Die Delegationen treten am 27. d. M. im Pest zusammen. Die nächste Plenarsitzung des österreichischen Abgeord netenHauses soll am 11. März l. I. stattfinden, und wird voraussichtlich der Reichsrath am 5. April 1. I. seine Session schließen. Die französische Deputiertenkammer hat den ersten, beziehungsweise Hauptartikel des Amnestiegesetzes angenommen; der Artikel lautet: „Eine Amnestie wird erlassen für alle wegen Handlungen, die mit dem Aufstande vom Jahre 1871 Zusammenhängen, oder wegen sonstiger politischer Verbrechen oder Vergehen Verurteilten, welche ihre Strafe abgebüßt haben oder von dem Präsidenten der Republik begnadigt worden sind oder binnen drei Monaten begnadigt werden." Wie die Grazer „Tagespost" aus Wien erfährt, ist der Pforte in wohlwollendster, aber doch eindringlichster Form bedeutet worden, daß Der Handelsvertrag zwischen Deutschland und Oesterreich. Der deutsche Reichstag debattiert soeben über den ihm zur Berathuug vorliegenden Handelsvertrag zwischen Deutschland und Oesterreich. Die deutsche Reichsregierung legte diesem Vertrage eine die wichtigsten Bestimmungen desselben erörternde und begründende Denkschrift bei. Dieses Schriftstück constatiert, daß die deutsche Regierung noch bei den Verhandlungen im Dezember vorigen Jahres bemüht war, eine Prolongation des 1868er Vertrags durchzusetzen, daß man aber österreichischerseits diese Proposition rundweg ablehnte, und daß deshalb die Verhandlungen ' zwar alle diejenigen Gebiete umfaßten, welche in dem 1868er Vertrage ihre Regelung gefunden hatten, die Tarife jedoch von denselben ausgeschlossen blieben. Auf die einzelnen Vertragsbestimmungen übergehend, betont die Denkschrift die Wichtigkeit des im Artikel 2 stimulierten Meistbegünstigungsrechtes für die deutschen Exportinteressen , da hiedurch die Ermäßigungen des österreichischen Zolltarifs, welche anderen Staaten im Wege der Eonventionaltarife zugestanden werden, auch der deutschen Einfuhr nach Oesterreich zugute kommen. Verhandlungen über den Gegenstand waren langwierig und schwierig, weil angesichts der von österreichischer Seite angestrebten Beschränkung des Veredlungsverkehrs nur eine Vereinbarung fämmt-licher Vollzugsbestimmungen bis ins kleinste Detail diejenige Sicherheit bieten konnte, welche noth-wendig erschien. Da eine in Wirklichkeit stattgehabte mißbräuchliche Ausdehnung der bisherigen Vergünstigung nicht in Abrede zu stellen war, so konnte eine Reihe von Controllebestimmungen, welche im wesentlichen die Sicherstellung der Identität und des einheimischen Ursprungs der zu veredelnden Ware zum Zweck hatten, nicht von der Hand gewiesen werden. Dagegen ist es gelungen, weitergehende Erschwerungen einschließlich des von österreichisch-ungarischer Seite früher verlangten Appreturzolles von 10 fl. per 100 Kilogramm zu beseitigen. Was den Grenzverkehr mit Leinengarnen und roher ungebleichter Leinwand anbelangt, so ist, während nach den früheren Vereinbarungen rohe Leinwand in Preußen auf der Grenzlinie von Leobschiitz bis Seidenberg nach Bleichereien oder Leinwandmärkten und in Sachsen auf der Grenzlinie von Ostritz bis Schandau auf Erlaubnisscheine zollfrei eingeführt werden konnte, nunmehr die zollfreie Einfuhr von roher Leinwand an der schlesischen Grenze auf zwei Leinwandmärkte be- Feuilleton. Tante Fausta's Schuld. Erzählung von Harri et. (Fortsetzung.) Friederike suchte indessen vergebens ihre Erregung über Helwigs Anwesenheit zu verbergen; die liefe Bläffe ihres Gesichtes fiel der Räthin auf, sie erhob sich von ihrem Sitze und nahm einen Armleuchter zur Haud. „Kommen Sie, liebes Fräulein, ich will Ihnen die übrigen Räumlichkeiten meines Hauses zeigen!" Mit einem dankbaren Blick folgte das Mädchen der liebenswürdigen alten Dame; als sie da« Nebengemach an ihrer Seite durchschritten hatte, legte sie unwillkürlich die Hand auf das Herz und athmete tief auf! Die Räthin sah ihr besorgt in das Antlitz. „Ich fürchte Fräulein, Ihnen ist nicht wohl, und so habe ich nach einem Vorwand gesucht, um Sie dem Damenkreis zu entführen!" „Ich fühle mich ganz wohl, gnädige Frau, nur erwachten in Ihrem Haufe alte, liebe Erinnerungen in meiner Seele, die mich so sehr in Anspruch nahmen, daß ich die unverzeihliche Unart beging, eine schweigende, langweilige Tisch-Nachbarin zu sein!" „Die alten, lieben Erinnerungen machen mich sehr stolz, aber," die Räthin schob den kornblauen Vorhang eines anstoßenden Zimmers zurück: „kann man mit solch' einem Gesicht auch schon alte Erinnerungen haben?" Die Dame stellte den Armleuchter auf einen kleinen Tisch, aus dem einige Albums lagen, und nach einem Piano deutend, fügte sie rasch hinzu: „Spielen Sie, Fräulein?" Friederike trat an dasselbe heran und schlug den Deckel des Instrumentes zurück. Ihrer innersten Stimmung nachgebend, berührten die Hände die Tasten, anfänglich nur einige schwache Accorde dem Klavier entlockend, doch bald gewann das Spiel des jungen Mädchens an Sicherheit und Ausdruck. Friederike vergaß die Damengesellschaft, die nur zwei Gemächer von ihr trennten — ja alles um sie her versank vor dem Weh jener Minuten, wo sie ihm zum letztcnmale in dem grauen Hause den „Abschied aus den Bergen" vorgespielt und das urplötzlich aus der tiefsten Tiefe ihrer Seele emporquoll und dem Spiel eine düstere Färbung gab. „O, das sind nur Thränen!" flüsterte die alte Dame, als das Mädchen geendet hatte und den Deckel des Pianos schloß. Sie fuhr erschrocken auf: „Was habe ich gespielt, das Ihnen nur wie Thränen klang?" Die alte Dame blickte sie verwundert an: „Das fragen Sie mich, liebes Fräulein? Sie müssen doch am besten wissen, was Sie mir vor-gefpielt. O, ich glaube, die alten Erinnerungen nehmen Sie zu viel in Anspruch!" Friederike erröthete tief, und um ihre Verlegenheit zu verbergen, griff sie nach einem der Albums: Helwigs Bild blickte ihr zuerst entgegen. „Das war die Frau meines Neffen!" Die Räthin wies auf eine Photographie, die der des Professors gegenüber angebracht war. Das junge Mädchen betrachtete lange das Bild der verstorbenen Gattin Helwigs. Es war ein sanftes, stilles Gesicht mit ein paar großen nußbraunen Augen; die weichen Linien des Mundes ließen aus große Herzensgute der früh Verstorbenen schließen. »Ein liebes, ansprechendes Gesicht!" sagte Friederike leise. „Ja, Toni war herzensgut!" schränkt und die sächsische Grenze für die zollfreie Einfuhr roher Leinwand — ausgenommen auf Bleichereien — tatsächlich geschlossen. Die von Oesterreich verlangte Aufrechthaltung des Zollcartells ist zugestanden worden, weil das Wiederaufleben eines ausgedehnten Schmuggelverkehrs auch im Interesse der deutschen Grenzbevölkerung nicht gewünscht werden kann, weil der Fortbestand des Cartells der deutschen Verwaltung keine nennenswerthen finanziellen Opfer auferlegt und während der nur einjährigen Dauer des Vertrags die Auseinauderlegung der gemeinschaftlichen Grenzämter überhaupt nicht ausführbar gewesen wäre. Die Vertragsbestimmung wegen zukünftiger Nichtgestattung der Beschlagnahme von Eisenbahnwaggons wird dadurch begründet, daß diese Maßregel Störungen im Verkehr zutage gefördert hatte, da die davon betroffenen österreichischen und ungarischen Verwaltungen deu Uebergang ihrer Wagen über die deutsche Grenze hintanzuhalten bestrebt waren nnd infolge dessen der Verkehr auf die lästige und kostspielige Umladung auf den Grenzstationen angewiesen war. Seitens der österreichischen Regierung wurde daher großer Werth darauf gelegt, den internationalen Eisenbahnverkehr von solchen Störungen zu befreien und insbesondere das hinsichtlich des Verbots nicht publicierter Tarife gemachte Zugeständnis von der Bewilligung der Arrestfreiheit für das rollende Eisenbahnmaterial abhängig gemacht. Es war nicht zu verkennen und den deutschen Regierungen nicht entgangen daß die Störungen des internationalen Eisenbahnverkehrs infolge der Beschlagnahme der fremden Wagen auf den deutschen Bahnen, und namentlich infolge der Verweigerung des ferneren Wagenüberganges geeignet waren, auch die öffentlichen Interessen des eigenen Eisenbahnverkehrs sehr empfindlich zu benachteiligen. Die Natur des Eisenbahnverkehrs erheischt die ungehinderte Circulation der Wagen und ihren ungehemmten Durchgang möglichst bis zur Bestimmungsstation der Ladung. Die auf die deutschen Bahnen übergeführten fremden Wagen stehen hier im Dienst des deutschen Eisenbahnverkehrs, und jede Störung in ihrem Umlauf und noch mehr die gänzliche Entziehung des fremden Betriebsmateriales treffen zunächst den deutschen Verkehr. So hatte schon nach der ersten Beschlagnahme weniger Wagen der Kaschau-Oderberger Eisenbahn die angrenzende deutsche Verwaltung der oberschlesischen Eisenbahn allein in der Zeit vom 18ten Die Worte begleitete ein tiefer Seufzer; das Mädchen sah unwillkürlich die alte Dame fragend an: „Ja, herzensgut und doch nicht glücklich !" „Nicht glücklich !" wiederholte Friederike leise. „Ich verlebte die letzten Monate bei ihr, und da spielte Toni oft so trübe Weisen am Klavier, wie Sie vorhin . . .!" „Daraus schließen Sie, gnädige Frau, daß die Gemahlin Ihres Neffen nicht glücklich war?" „Gewiß!" „O, hat er sie vielleicht rauh behandelt?" Die Räthin sah das junge Mädchen groß an: „Das liegt nicht in Bemw's Charakter. Im Gegentheil, er war immer liebevoll und aufmerksam gegen Tom, nur glaube ich, daß er ihr ein getheiltes Herz entgegenbrachte! Die Männer bleiben selten ihrer ersten Jugendliebe getreu — doch Benno hielt sein Wort, und wenn er auch vielleicht einem späteren Glück entsagen mußte. Ich glaube, Benno brachte seiner Frau nur freundschaftliche Empfindungen entgegen, während wol eine andere sein ganzes Herz besaß . . .! Aber, waS schwatze ich Ihnen da vor, Fräulein, wir wollen in den Salon zurückkehren." Sie faßte nach dem Leuchter und wollte den blauen Vorhang zurückschieben, da schob ihn eine Männer» Oktober bis 31. Dezember 1875 mehr als 700 Wagen zur Umladung auf der Grenzstation Oder« bera stellen und dem innern Verkehr entziehen müssen. Durch das vereinbarte Verbot der Beschlagnahme wird zwar den inländischen Gläubigern österreichisch-ungarischer Eisenbahnen ein Mittel entzogen, für die Verfolgung ihrer Ansprüche den Gerichtsstand vor deutschen Gerichten zu begründen ; allein abgesehen davon, daß die Anwendung dieses Mittels sich für die Dauer von selbst verbot, weil es die österreichischen Eisenbahu-Ver-waltungen zur Zurückhaltung ihrer Wagen veranlassen mußte, so steht jenen Gläubigern auch außer dein Wege der Klage bei den ordentlichen Gerichten der verpflichteten Gesellschaften die Beschlagnahme anderer Vermögensobjekte der letzteren in Deutschland offen, ohne mit beachtenswerten öffentlichen Interessen in Widerstreit zu kommen. Unter diesen Umständen war daher die Ausnahme dieser Bestimmung auch als dem deutschen Interesse entsprechend anzuerkennen. Die Denkschrift schließt mit folgender Betrachtung über die blos einjährige Dauer des Vertrages: „So wünschenswerth es an und für sich gewesen wäre, die vertragsmäßige Regelung unserer Handels- und Verkehrsbeziehungen zu Oesterreich wiederum auf eine Reihe von Jahren zu erstrecken, so mußte doch hievon die Rücksicht auf die verschiedene Lage abhalten, in welcher sich augenblicklich die Zollgesetzgebung der beiden Reiche befindet. Während Oesterreich feinen allgemeinen Zolltarif neu festgestellt und mit dem 1. Jänner 1879 in Wirksamkeit gesetzt hat, ist Deutschland mit einer Revision seines Zolltarises noch beschäftigt. Es konnte sich deshalb zunächst nur darum handeln, das bisherige Vertragsverhältnis, so weit es sich nicht um die Tarife bezieht, einstweilen aufrechtzuerhalten und dadurch die mit dem Erlöschen des Vertrages vom 9. März 1868 verbundenen Störungen auf das möglichst geringe Maß zu beschränken. Den Entschließungen über den Inhalt eines künftigen, für längere Dauer einzugehenden Vertrages ist durch die Bestimmungen der vorliegenden Uebereinkunft in keiner Richtung vorgegriffen." Tagesneuigkeiten. — Zur Katastrophe in Te plitz. Die neueste Depesche lautet, wie folgt: T e p l i tz, 24. Februar, abends. Die bei Tag und Nacht eifrig fortgesetzte Qnellentensnng in dem Porphyrstock nächst dem Stadtbade hat heute die Tiefe von vier Metern Hand beiseite, und Helwig stand vor der erschrockenen alten Dame: „Tante, einige Damen brechen ans!" Die Räthin eilte ans dem Gemach, Helwig hatte ihr den Leuchter aus der Hand genommen und stellte ihn wieder auf den Tisch zurück. „Die gute Tante hat an meiner Stelle Ihnen eine aufrichtige Beichte über mich abgelegt!" sagte er leise und heftete seinen Blick auf das junge Mädchen, das mit tief gesenktem Haupte vor ihm stand und vergebens nach Selbstbeherrschung rang. »Haben Sie auch jetzt kein freundliches Wort für mich? Jetzt, wo Sie den „Abschied aus den Bergen" mit ganzer Seele gespielt und auch der Lauschende wieder all' die Schmerzen jener unvergeßlichen Minuten durchgekämpft?" Sie schwieg, doch ihr großes, thräueufeuchtes, blaues Auge, das sie zu ihm aufschlug, sagte mehr als Worte! „Friederike, meine barmherzige Schwester, meine Braut . . .! Sie lehnte eine Minute ihren Kopf an feine Brust, daun flüsterte sie: „O, was die Vergangenheit an Weh' in sich schloß..., diese Minute wiegt alle Schmerzen auf!" (Fortsetzung folgt.) überschritten. Heute wurden auch zum ersten male Sprengmittel angewendet. Die Gesteinstemperatur nimmt zu; noch rauchende Porphyrblöcke werden aus dem Schachte gehoben. I» den Kreisen der Quellenkommission wurde deshalb heute mit großer Zuversicht die Ansicht ausgesprochen, daß die Therme bald erreicht werden dürfte. Dagegen ist als ein neues beunruhigendes Symptom zu verzeichnen, daß in der vergangenen Nacht das Wasser mehrerer öffentlicher Brnunen ausblieb, was mit der fortschreite, ideu Störung des Wassersistems durch die Duxer Katastrophe in Verbindung gebracht wird und eilt weiteres Znrücktreten auch der Urquelle befürchten läßt. — Katholikentag. Die Katholisch-Politischen wollen im Verlaufe des Monats März [. I. ihre beliebten Sechserl-Komödien-Borstellungen, Äer-zelweiber- und Condnctansager-Konferenzen unterbrechen und in Wien einen großen Katholikentag iit Szene setzen. Auf der Tagesordnung sollen nicht etwa katholische Sachen oder die vom Vatican so sehnsuchtsvoll erwartete Stärkung des Peterspfenuig stehen, sondern ganz weltliche, politische Dinge. Der Hauptzweck des Katholikentages ist, wie das „Prager Abendblatt" ans Wien erfährt, die Vorbereitung für die nächsten Reichsrathswahlen. Fürst Liechtenstein. der Abgeordnete des Salzburgischen Großgrundbesitzes, bereitet eine Denkschrift vor, welche als Grundlage für das künftige Wahlprogramm dienen soll. Als Hauptpunkte desselben bezeichnet man: Einschränkung der Schulpflicht, wenigstens ans dem flachen Lande, Einführung von Wnchergefetzen und unbedingte Unterstützung der Negierung in der auswärtigen Politik, unter gleichzeitiger freudiger Anerkennung der Oeenpation von Bosnien und Herzegowina, welche nunmehr, als der katholischen Machtsphäre erschlossen, für ewige Zeiten bei Oesterreich bleiben sollen. — Weltfahrten und Entdeckungsreisen. Der Herzog von Genna unterninmtt eine Weltfahrt aus dem „Vittore Pisani", der Ende dieses Monats aus Venedig ausläuft. Die Fahrt geht nach Said. Suez nnd Aden, wo Kohle gefaßt wird, nach Singapore und Ceylon; später geht der Herzog in die Gewässer von China nnd Japan, im nächsten Jahre nach Australien, wo Neu-Guinea einer speziellen Forschung unterzogen werden soll. Bei der Rückkehr soll der „Pisam" den persischen Golf berühren. — Kapitän Sebastiani und. Graf Antonela traten eilte Forschnngssahrt nach Afrika an; sie wurden von dem italienischen Könige und von dem Papste in besonderer Audienz empfangen, welch' letzterer den Reifenden reiche Geschenke für den König Manelik mitgab. Die Expedition machen außerdem einige Missionäre mit. — Mißhandlung eines Kirchenfltr-st e tt. Ans Konstantinopel wird unterm 21. d. M. dem „Standard" berichtet: „Heute ist die schreck- liche Nachricht hier eingetroffen, daß der griechische Erzbischof von Adrianopel, welcher von einigen Bulgaren jener Stadt so schändlich malträtiert wurde, in der gestrigen Nncht feinen Wunden erlegen ist. Als der russische Offizier, der ihn dem wiithenden Hansen entriß, ihn in Sicherheit gebracht hatte, zeigte es sich, daß die Angreifer dem etwa 60 Jahre alten Manne sämmtliche Haupt- und Barthaare ausgerissen hatten. Die Intelligenz und Unparteilichkeit des Verstorbenen, welcher sein Amt seit einigen Jahren bekleidet hatte, werden allgemein gerühmt. Die Entrüstung der hiesigen griechischen Gemeinde ist sehr groß; eine Deputation hat den griechischen Patriarchen um die Erlaubnis gebeten, sich etwa ;)000 Mann stark nach Adrianopel zu dem am nächsten Sonntag stattfindenden Begräbnis zu begeben." — Die Pest in Rußland. Graf LoriS-Melikoff telegrafiert aus Zarizyn, 23. d.: Es sind keine neuen Erkranknngs- oder Sterbefälle an der Epidemie vorgekommen. Die unter dem Vorsitze des Grafen Golenistscheff-Kntnssoff stehende Kommission jur Abschätzung der Vergütungen, welche den Eigen- thümern der zu verbrennenden Häuser zu leisten sein werden, ist heute von hier nach Starickoje abgereist. LoKal-undprovinzial-Angelegenheiten. — (Landesge setz.) Dem vom Kramer Landtage beschlossenen Gesetzentwürfe, betreffend die Haltung von Zuchtstieren, Wurde die kaiserliche Sanction ertheilt. — (Ernennungen.) Die Herren Franz Toplak und Johann Jaklitsch wurden zu Gcrichts-auscultanten für Kraiu ernannt. — (Doktorjubiläum.) Herr Professor Dr. Val ent a in Laibach feiert am 3. März 1879 sein 25jähriges Doktorjubiläum. Der selbst in weiten Kreisen bestbekannte Frauenarzt wurde am 3. März 1854 an der Wiener Universität zum Doktor der Medizin promoviert nnd fungiert seit 1. Juli 1857 in Laibach als Professor der Geburtshilfe. Herr Dr. Valenta genießt sogar in der Steiermark, in Kroazien, Istrien und Ungarn als Geburtshelfer guten Ruf. — (Fas chiugss ch luß.) Die gestrige unfreundliche Witterung vereitelte die Abhaltung des üblichen „Korso11. Cousettiverkäuser schlugen ihre superfeine (?) Ware um jeden Preis los, fanden jedoch keine Käufer. — Die hiesige junge Handelswelt veranstaltete in den Lokalitäten der Schrei-ner'schen Bierhalle ein Tanzkränzchen, an welchem 60 Paare lebhaften Antheil nahmen. — (Offertverhandlung.) Am 5. März l. I. werden in der Gemeindekanzlei zu Neudegg die Herstellungsarbeiten bei der Kirche, dem Kirch-thurme und den Pfarrgebäuden an den Mindest-fordernden überlasseu werden. — (Die st e i e r mär fische Escompte-bank) hielt am 23. d. in Graz eine Generalversammlung ab, der 54 Aktionäre, welche 262 Stimmen vertraten, anwohnten. Der Gesanuntreingewinn des Jahres 1878 beziffert sich auf 124,821 fl. 50 kr. Hievon kommen in Abzug: für das Komite der Kredittheilhaber 839 fl. 27 kr., für den Reservefond der Kredittheilhaber 3986 fl. 52 kr., für den ordentlichen Reservefond der Actionäre 6241 fl. 8 kr., für Mitglieder des Verwaltungsrathes 2482 fl. 15 kr., zusammen: 13,549 fl. 2 kr. Es verbleiben daher 111,272 fl. 48 kr. und zuzüglich des Gewinnvortrages aus dem Jahre 1877 von 12,073 fl. 54 kr. ein Gesammtbetrag von 123,84o fl. 2 kr. zur Vertheiluug auf 20,000 Actien. Der Verwaltungsrath beantragt, hievon 120,000 fl., das sind 6 Perzent pr. Actie, als Dividende zu vertheilen und die restlichen 3346 fl. 2 kr als Gewinn auf neue Rechnung zu übertragen. Dieser Antrag wurde ohne Debatte angenommen. Zu Verwaltnngsräthen wurden wiedergewählt die Herren: Moriz v. Fröhlich, Hans Dettelbach und Georg Koch. Ebenso wurden die bisherigen Revisoren Dr. Max Archer, Alois Aßmann, Professor Dr. Ferdinand Bischofs, Adolf Ecker und Franz Pogatschnigg für das Jahr 1879 wiedergewählt. — (Ei u stell un gdesEisen bahn-Agio-Zuschlages.) Vom 1. März d. I. an wird bis auf weiteres ein Agiozuschlag für die in Silber ausgedrückten Fahr- und Frachtgebühren vonseite der Eisenbahnen nicht eingehoben. Hiedurch wird jedoch die im Zivilverkehre bestehende theilweise Erhebung eines 15perz AgiozuschlageS im Personen -, Ge-päcks- und Eilgntverkehre der Südbahngesellschaft nicht berührt. — (Landschaftliches Theater.) Herr Direktor Ludwig bereitete durch die gestern veranstaltete Aufführung der Posse „Der Million-Bajazzo" der zahlreich anwesenden Jugend einen sehr vergnügten Abend, die herzigen Kinder verfolgten mit lebhaftester Aufmerksamkeit die heitere Handlung und die „große Vorstellung ini Circus", die Kleinen wurden im Händeklatschen gar nicht müde, es war so eine rechte und echte Faschingskomödie. Auch das große Publikum nahm den Faschingsspaß gut auf und zollte auch den Gesangspiecen verdienten Bei- fall. Hervorragend wirkten die Herren Areuberg (ThomaS Meck) und Friedmann (Nadelstich) und die Fräulein Ha brich (Babette) uud Langhof (Springgiftig). Klappenderes Zusammenspiel und besseres Rolleustudium hätten dem Verlauf der Komödie nicht geschadet. — (Aus der „Laibacher Schulzei-tiuig".) In der Henrigen vierten Nummer wird die Lehrerschaft des Landes Krain eingeladen, die silberne Hochzeit des österreichischen kaiserlichen Ehepaares durch Gottesdienst, patriotische Ansprachen und Declamationen, Festgesänge und Schülerfeste zu feiern. — Johann Pozenels Vortrag „lieber die Stellung des Lehrers" empfiehlt der Lehrerschaft, durch inneren Werth Achtung nnd Ansehen in Bevölkerungskreisen zu gewinnen, durch offenen männlichen Charakter zu glänzen, Harmonie und Eintracht zwischen Schule, Gemeinde und Familienkreisen aufrechtzuhalten. — Das genannte Blatt bringt an weiterer Stelle: einen belehrenden Artikel über „Das Wasser als Existenz- und Nährmittel"; ein Bild über die Sprachinsel Zarz in Krain; Mittheilnngen über Schnlangelegenheiten; zu letzteren zählt die Entscheidung des Landesschulrathes für Krain, mit welcher eine vom k. k. Bezirksfchul-rathe der Stadt Laibach gestellte Anfrage dahin beantwortet wurde, daß die Schulen an der hiesigen Straf- und Landes-Zwangsarbeitsanstalt nicht unter jene Schulen fubsummiert werden können, welche nach Punkt 1 des § 23 des Schulaufsichtsgesetzes für das Herzogthum Krain der Beaufsichtigung und dem Wirkungskreise des BezirksschnlratheS unterstehen. — (Aus den Nachbarp rovinzen.) Der Gemeinderath in Klagensurt stellte vor einigen Tagen den Gemeindevoranschlag pro 1879 fest, es wurde das ordentliche Erfordernis mit 99,220 fl. 57 kr , das außerordentliche mit 51,280 fl., ferner die ordentliche Bedeckung mit 19,598 fl. 51 kr. und die außerordentliche Bedeckung mit 51,305 fl. 61 kr. bewilligt. Es zeigt sich hiemit beim ordentlichen Erfordernisse ein Abgang von 79,622 fl. 6 kr. und beim außerordentlichen ein Ueberschnß von 25 fl. 61 kr. Obiger Abgang wird durch Zuschläge der Verzehrungssteuer von Wein, Fleisch, Most, Bier und ans sämmtliche direkte Steuern und Miethzinse gedeckt werden. — Der genannten Stadtgemeinde wurde nach Bericht der „Klagensnrter Zeitung" die Abhaltung von zwölf Pferdemärkten bewilligt. — Der füdslavischen Akademie für Künste und Wissenschaften in Agram wurde von einem Mitglieds der kroatischen Kolonie in Wien, dem verstorbenen Privatier Herrn Mathias Simatovik, der Betrag von 3000 fl. Silberrente vermacht. Mit diesem Legate, zuzüglich jener Spende, welche der unlängst verstorbene Landtags- und Reichstagsabgeordnete Anton Jakic hinterlassen, hat sich das Kapital der füdslavischen Akademie in kurzer Zeit um 28,000 fl. vermehrt. — Am 23. d. trat in Triest Springflut ein, welche sämmtliche Straßen und Plätze längs der Riva unter Wasser setzte. Die Piazza Grande war ganz überschwemmt; im Cafe Specchi stand das Wasser einen Fuß hoch. Um Mitternacht fing das Wasser an zurückzutreten. — Am genannten Tage herrschte auch in der Steiermark, in Kärnten und Istrien die abnormste Witterung, Regen, Hagel, Schneegestöber, Sonnenschein, Blitz und Donner standen auf der Tagesordnung. — (Versammlung österreichischer Eisenindustrieller.) Am 21. und 22. d. fanden in Wien im Bureau des Vereines der Montan-nnd Eisenindustricllen in Oesterreich Verhandlungen im Interesse des Abschlusses eines Cartells wegen gemeinsamen Verkaufes vou Stabeiseu statt. An der Versammlung uahm das Gros der Eisenprodncenten von Niederösterreich, Steiermark und Kärnten theil. Als Basis lag den Verhandlungen ein von einem Fünfercomite ausgearbeitetes Elaborat vor. Das Cartell wurde für Stab uud Materialeisen auf die Minimaldauer von zwei Jahren abgeschlossen. Es bestimmt die von den kartellierenden Werken einzu- haltenden Minimalverkaufspreise und regelt für alle Werke gemeinsame Verkaussusancen. Vom Büchertische. „Die neue Gesellschaft", Monatsschrift für Socialwissenschaft, pro Heft 48 bis 64 Groß-lexion-Octavseiten stark, hochelegant ausgestattet, be» trachtet es als ihre Aufgabe, die Socialwissenschaft immer mehr zu vertiefen, zu erweitern und ans-znbauen und zählt zu ihren Mitabeitern die hervorragendsten focialistischen Gelehrten der Gegenwart. Zu beziehen in der hiesigen Buchhandlung von Kleinmayr & Bamberg zum Preise von 3 Mark pro Quartal. Annonce» kosten 40 Pf. pro gespaltene Petitzeile. Laudwirthfchaftliche Skizzew aus dem Lande der Kaffern. Nicht nur für den Fachmann hat es stets einen eigenartigen Reiz, über Leben und Wirken seiner Berufsgenossen in fernen Landen durch Augenzeugen berichtet zu werden, namentlich wenn das Land gerade im Vordergründe der Tagesinteresfen steht. Darum wird die Reihe von landwirtschaftlichen Skizzen aus dem Lande der Kaffern, welche das „Oesterr. landw. Wochenblatt" van einem seiner Mitarbeiter, dem Dr. H. Haevernick, bringt, wenn nicht das allgemeine, so doch das Interesse aller Landwirthe gewinnen. Dr. Haevernick befindet sich jetzt auf einer naturwissenschaftlichen Reise durch Südafrika, die ihn von der Capstadt über Natal bis ins Innere Afrika's hinein führt. Die Nummer 8 des „Oesterr. landw. Wochenblattes" bringt die erste dieser Skizzen, welche vom Olifantrevier, Transvaal, Südafrika, datiert. In derselben werden die im allgemeinen günstigen Verhältnisse für Viehzucht und Kornbau geschildert und die europäischen Answandernngslustigen auf dieses Gebiet aufmerksam gemacht, wenn auch zur Zeit die Kaffernkriege wenig zur Ansiedlung einladen. Als einer der größten wirtschaftlichen Uebelstände wird der große Mangel an Arbeitskräften hingestellt, welcher durch das in anschaulichster nnd anregendster Weise geschilderte, dnrch die englische Colonialpolitik begünstigte Schlaraffenleben der Kaffern, Hottentotten rc verursacht wird. Nicht geringes Interesse beansprucht die Beschreibung der urwüchsigen südafrikanischen Viehwirthschaft, die unvernünftige Grasbrandkultur und der Körnerraubbau, welche der Grund sind, daß HungerSnoth für Vieh und Menschen eintritt in einem Ländercomplexe, in dem mit leichter Mühe nicht nur das eigen gebrauchte Korn, sondern auch noch bedeutende Quantitäten für den Export gewonnen werden könnten. Auch dieses Wochenblatt ist durch die genannte Buchhandlung zu beziehen. Äboniiements-EiMdmig. Mit 1. März 1879 beginnt ein neues Abonnement auf das „Laibacher Tagblatt". Bis Ende März 1879: Für Laibach.....................— fl. 70 kr. Mit der Post................... 1 fl. — kr. Bis Ende Mai 1879: Für Laibach ...................2 fl. 10 kr. Mit der Post....................3 fl. — kr. Für Zustellung ins Haus monatlich 9 kr. mp Auf das „Laibacher Tagblatt" kann täglich abonniert werden, doch muß das Abonnement immer mit Schluß eines Monats ablaufen. Witterung. Laibach, 26. Fcbr»«r. Angenehmer, sonniger Tag, mäßiger SW. Temperatur : morgens 7 Uhr + 11“, nachmittags 2 Uhr + 8'6" C. (1878 + 10 0°; 1877 + 7 0" C.) Barometer im Steigen, 726 40 3 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur + 14°. um 0 8° über dem Normale; der gestrige Niederschlag 2000 Millimeter Regen und Schnee. Angekommene Fremde am 24. Februar. Hotel Stadt Wien. Falk, Weiß und SM, Kaufleute, Wien. — Schwab, Basel. — Tauber, Kfm., Groß-Kanischa. — Gleixner, Kfm., Berlin. — Goll, Forstmeister, Qaxa. Hotel Elefant. Kuhn, Bahubeaniter, Selzthal. — Neumann, Kfm., Agram. — Kuck, Kfm., Wien. — Haring Sofie, Tschernembl. — Jare, Lehrer, St. Georgen. — Weiß, Handelsm., Drachovitz. Mohren. Gabriel, Graz. — Dermelj, Lehrer, Zirkniz. — Mauhart, Agram. Am 25. Februar. Hotel Stadt Wien. Engelmann, k. k. jubil. Hanptzollamts-Controllor, Graz. — Bekert, Kfm.: Weinberger und Koch, Wien. — Sen?ar, Gottschee. Hotel Elefant. Fischer, Kfm., Wien. — Kuefcher, Lieut., Laibach. — Paulitfchek, Lieut., mit Frau, Görz. Kaiser von Oesterreich. Müller, Privatier, Klagenfurt. Mohren. Kamasink Elisabeth, Mostiö. — Rutschern Joh,, Kärnten. Verstorbene. Den 24. Februar. Ernst Ritter von Fichtenau, Jahre, Einödgasse Nr. 10, . Bindermeisters-Kind, - - .........-.......... hitziger Wasserkopf. — Johanna Schega, Südbahn-Conducteurstochter, 2'/, I., Pe-tersstraße Nr. 21, Keuchhusten. Den 25. Februar. Anton Dal Ben, k. f. Geometer in Pension, 69 Jahre, Trubergasse Nr. 1, Luiigenlcihmmig. Gedenktafel über die am 1. März 1 879 stattfiiidenden Licitationen. 3. Feilb., Logar'sche Real., Michelstetten, BG. Kraiu-burg. — 2. Feilb., Cic'sche Real., Strane, BG. Senoseksch. — 2. Feilb., Peternel'sche Real., Davke, BG. Lack. — 2. Feilb., Gostin?ar'sche Real., Kleöe, BG. Egg. — 2. Feilb., Stradiot'sche Real., Neverke, BG. Adelsberg. — 2. Feilb. Ferme'sche Real., Jelenk, BG. Egg. - Reafs. Kralj'scher Real., Rasolöe, BG. Egg. - 2. Feilb., Bartol'sche Real., Traunik, BG. Reifniz. — 2. Feilb., Jauoch'fche Real., Konipole, BG. Egg. — 2. Feilb., Rados'sche Real, Ra-dose, BG. Möttling. — 2. Feilb., Slabodnik'sche Real., Sleindors, BG. Möttling. — 2. Feilb., Petrovii'sche Real., Wuschinsdorf, BG. Möttling. — 2. Feilb., Sustersii'sche Real., Jska, BG. Laibach. — 2. Feilb., Skraba'sche Real., Matena, BG. Laibach. — 2. Feilb., Barbic'sche Real., Möttling, BG. Möttling. — 2. Feilb., Jvcc'sche Real., Malince, BG. Möttling. — 2. Feilb., Brolich'sche Real., Außergoriz, BG. Laibach. — 2. Feilb., Vranesiö'sche Real., Dragosevce, BG. Möttling. — 2. Feilb., Zndermann'sche Real, Stein, BG. Stein. — 2. Feilb., Klauker'sche Real., Verh, BG. Großlaschiz. — 2. Feilb., Matevsii'sche Real., Petrovna, BG. Großlaschiz. — 2. Feilb., Mikuletii'sche Real., Dobropolje, BG. Feistriz. — 2. Feilb., Prosen'sche Real., Verbiea, BG. Feistriz. — 2. Feilb., Mersnik' che Real., Bitinje, BG. Feistriz. — Reass. 3. Feilb., Hafner-sche Real., Heil. Geist, BG. Lack. — 1. Feilb., PerSin'sche Real., Rakitna, BG. Oberlaibach. — 1. Feilb., Knnktt'sche Real., Stenitne, BG. Renmarktl. — 1. Feilb., Rakovc'sche Real., Zadraga, BG. Neumarktl.— 1. Feilb., Abnniit’schc Real., Poniqne, BG. Großlaschiz. — l. Feilb., Mesoiedee-sche Real., Bruhanjavas, BG. Großlaschiz. 3it Laibach verkehrende Lisenbahnzüge. Südbahn. Nach Wien Abf. 1 Uhr 7 Min. nachm. Postzug. 52 „ morgens Eilpostzug. 35 „ vorm. Eilzug. .. früh gem. Zug. 58 „ nachts Eilpostzug. 17 „ nachm. Postzug. 12 „ abends Eilzug. 50 „ abends gem. Zug. (Die Eilzüge haben 4 Min., die Personenzüge circa 10 Minuten und die gemischten Züge circa >/, Stunde Aufenthalt.) Kronprinz - Rudolfbahn. Abfahrt 4 Uhr — Minuten früh. 45 „ vormittags. 30 „ abends. 35 „ früh. 25 .. morgens. Triest 3 10 5 2 3 6 9 10 m „ 6 Ankunft 2 8 50 abends. Theater. Heute (gerader Tag): Debüt des Herrn Arthur Mi l l an ich vom Stadttheater in Nürnberg: F a n st. Tragödie in sechs Auszügen von Göthe. Telegramm. W i en, 25. Februar. Das Abgeordnetenhaus erledigte in der Spezialdebatte die Grundstener-novelle unter Annahme des Antrages Auspitz betreffs Regelung der Steuerausgleichung durch ein eigenes Gesetz. Sodann fand die Debatte über den Gesetzentwurf betreffs der Grenzbahn statt. Dr. Kronawetter beantragte nach längerer Debatte Uebergang zur Tagesordnung. Haudelsminister Chlnmecky widerlegte den Vorredner und führte aus, die Regierung beabsichtige keine Eisenbahnsanierung, sondern wolle die Prioritäten der vom Staate garantierten Bahn nicht nothleidend werden lassen. Die Behauptungen Kronawetters seien nnqnalificierbar. Die Hiutanhaltnng einer Katastrophe bei der betreffenden Bahn liege im öffentlichen Interesse. Fux beantragte eine Resolution, die Regierung aufforderud, die Erwerbung der mährischen Grenzbahn anznstreben. Schließlich wurde der Uebergang zur Tagesordnung abgelehnt und die Regierungsvorlage mit 102 gegen 12 Stimmen angenommen. Auf Antrag Pachers wird ein üperz. verzinslicher, anstatt eines unverzinslichen Vorschusses festgestellt. Die Resolution Fux' wird abgelehnt. Nächste Sitzung unbestimmt. laf^cnfcficinfe von Eigenbaiiweinen (99) 3-3 aus dem Stadtliergr litt Nudolfowrrth, Burgstallgaffe 13 (ehem. Stubenberg'sches Haus): 1 Liter weiß .................28 kr. 1 Liter roth .................24 kr. Unentbehrlich ist eine genau regulierte, richtig gehende Uhr. Die k. k. ausschl. priv. Uhren-Fabrik von L. (xuttlliann, Wien, Stadt, Michaelerplatz l> zunächst der k. k. Hofburg, empfiehlt nur genau regulierte Uhren jeder Gattung, in bester Qualität, unter reeller 5jähriger Garantie, billiger als jedes andere Etablissement. Auszug aus dem ausführlichen Preiscourant: Echte fili. 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(584) 10-10 Zur Fastenzeit empfehle: frische ansgeweidete Seefische; Schellfische Dorsch, Kabliau, Seezungen (Schollen), per Kiste 4',', Kilo netto, fl. 1-75—1-90, 3 Kisten 40 kr. billiger. Neue ge- len-Häringe per 5 KiloFaß, circa 200 St., fl. 1-50; alle Häringe 3 Kilo.Faß 40 fr 6 Kilo-Faß 1 fl. billiger. Marinierte Fische : Schellfische' Seezungen, Kabliau, Brathäringe per 5 Kilo-Faß fl 2 80; Neunaugen 5 Kilo-Faß fl. 4, 3 Kilo-Faß 40 kr, 6 Kilo-Faß 1 fl. billiger; ff. grauen, grobkörnigen Elb-Kaviar (kein russischer, daher absolut nngesährlich) per 5 Kilo-Faß fl. 7, 21/, Kilo-Faß fl. 4, 1 Kilo-Faß fl. 2 80. Französische Sardines a l’huile per 5 Kilo-P., enth. Lloyd-Gesellschaft . 229 75 790 Ware 63 45 64 50 76 324 — 111-50 115-75 126 -149 26 87 25 77-50 77-50 82 105— 84 75 95-50 230 — 791 Nordwestbahn . . . RudolfS-Bahn . . . StaatSbahn ... Südbahn........... Ung. Nordostbahn Pfandbriefe. Bodenkreditanffalt in Gold .... in österr. Währ. . . Nationalbank.......... Ungar. Bodenkredit- . Prioritätr-Obkig. rlisabethbahn, i.Em. Ferd.-- Nordb. i. Silber Franz-Ioseph-Bahn. Galiz.K-Ludwigb.i.E. Oeft. Nordwest-Babn Siebenbürger Bahn . Staatsbahn, 1. Em. . Südbahn ä 3 Perz. U * . . Privatkose. Kreditlose............ Rudolssstistung. . . . 120-25 120-75 516 — 517 -169* - — 1170 — 2082 j 2085 133 — 133 50 222 50 223 124'— 125-— 587 —>588 — Devisen. London Geld 116 — 120 — 248 50 67— 117— 110 40 97-25 100 30 9560 93 25 104-50 88 75 100-25 88'— 64 — 160-75 112 25 99 80 164-50 16 116 70 Ware 116 50 120-50 249 — 67 25 117-50 Gekdsoete«. Dukaten............ 20 Franc» .... 100 d. Reichsmark Silber............ 110-80 97-50 100-60 95-75 93 50 105 — 89-— 100*50 88 25 64 25 161 — 112-50 100.— 165 — 16-50 116 80 5 4» 5-50 9-29*/a 9-30 57-30 57-35 100—1(10 — Telegrafischer Kursbericht am 26. Februar. Papier-Rente 63-20. — Silbcr-Rente 64-10. — Sold-Rente 76-60. — 1860er Staats°Anlehen 115 70. — Bank-actien 793. — Kreditactien 229-—. — London 116-55. — Silber —. — K. k. Münzdukaten 5-50. — 20-Francs-Stücke 9 30. — 100 Reichsmark 57 35. Druck von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bam »er,. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Kranz Müller.