Laiblicher Tagmtt. Redaction und Expedition: Bahnhosgasie Nr. 15. Nr. 1VS. Samstag, 4. Mai 1878. - KU! WWW 11-Jahrg. Zur Lage. Mit der Petersburger Meldung der „Times" über wiederbegonnene englisch-russische Pourparlers stehen Konstantinopler Meldungen der „N. fr. P." im Widerspruche, nach welchen die Heranziehung russischer Verstärkungen nach San Stesano mit einer Annäherung der englischen Flotte gegen die Prinzeninseln beantwortet worden sei. Man glaubt, daß die russische Forderung der Räumung Ba-tums die Situation den, Ausbruche des Krieges näher bringen dürfte. Graf Tottleben hat nach einer Meldung des „N. Wr. Tagbl." aus Pera, 2. d., dem Sultan in unzweideutigen Worten erklärt, daß die Zeit des Schwankens und Zauderns sür die Pforte vorüber sei. Rußland wolle mit der Türkei im Frieden leben, es müsse aber jene Maßregeln ergreifen, von welchen die Sicherheit seiner Armee abhänge. Zu solchen Maßregeln gehören die Besitzergreifung von der, durch den Vertrag von San Stefano an Rußland abgetretenen Festung von Batum und die militärische Besetzung der Ufer des oberen Bosporus. Er hoffe, der Sultan werde in dieser Richtung ungesäumt Befehle an die betreffenden Kommandanten er» lassen, damit ein Blutvergießen vermieden werde. Sollte dieses nicht der Fall sein, dann würde das russische Oberkommando gezwungen sein, die betreffenden Objekte mit Waffengewalt zu nehmen. Diese Erklärung machte einen tiefen Eindruck. Bis zur Stunde hat jedoch die Pforte die Zustimmung zur Besetzung der Ufer des obern Bosporus und Räumung Batnms nicht ertheilt. Man befürchtet den Ausbruch von Feindseligkeiten. Die englischen Rüstungen für einen Weltkrieg nehmen inzwischen ununterbrochen ihren Fortgang. Aus dem kaiserlich russischen Pilotencorps des finischen Golfs sollen die Engländer drei der besten Lootfen entführt haben, welche sich unbemerkt auf einem schwedischen Klipper nach England begeben haben. Dem „N. Wr. Tagbl." werden bereits ausführliche Details über die Oi6ie «ls katgillö der britischen Ostseeflotte mitgetheilt. Im ganzen wird die Flotte 87 Dampfer, darunter 43 Schlachtschiffe mit 350 Geschützen schwersten Kalibers uud 120 Gatliugkanonen und Mörserminen, und einem Mannschaftsstande von 17,500 Offizieren und Matrosen zählen. Dem genannten Blatte wird auch eine Nachricht mitgetheilt, welche wir in keinem ändern Blatte finden, nämlich, daß nach authentischen Berichten kein Zweifel darüber bestehe, daß eine russische Armee bei Bukarest und an der siebenbürgischen Grenze massiert werde. Für die österreichische Regierung ergebe sich daraus, trotz der freundlichen Beziehungen zum Petersburger Kabinett, die Nothwen-digkeit, militärische Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen. Gutem Vernehmen nach werde daher die Aufstellung einer österreichischen Armee in Siebenbürgen in ernste Erwägung gezogen. bringen, geringer sein wird, als diejenige ist, welche sie jetzt bezahlen. Allerdings trete eine Verschiedenheit in der Art ein, daß einzelne Sparkassen nunmehr höher besteuert, andere dagegen nicht unbedeutend entlastet sein werden. Man könne also nicht sagen, daß in der Totalität die Sparkassen nach dem neuen Gesetze höher besteuert sein werden. Die Befürchtung wegen der Besteuerung der Sparkasseneinlagen sei unbegründet, da ja die Passivzinsen aller Erwerbsgesellfchaften und zur öffentlichen Rechnungslegung verpflichteten Unternehmungen, welche durch dieses Gesetz berührt werden, von der Besteuerung ausgenommen sind. Ein Spezialgesetz für die Sparkassen halte er für überflüssig; gegen den Antrag auf Rückverweisung an den Ausschuß habe er nichts einzuwenden, da die Frage wichtig genug ist, um im Ausschüsse nochmals berathen zu werden. Bei der Abstimmung wurde der Antrag Promber mit großer Majorität angenommen und sodann der ß 1 mit Ausschluß des Wortes „Sparkassen" genehmigt. Zu ß 2 des Gesetzes, betreffend die Besteuerung der Genossenschaften. Diese Genossenschaften sind, wenn sie nicht auf Gewinn berechnet sind und beim Verkaufe von Waren und bei der Gewährung von Kredit sich ausschließlich auf ihre Mitglieder beschränken, nach der Vorlage selbst der Actiensteuer nicht unterworfen. Der Gedanke, welcher dieser Begünstigung zugrunde liegt, nämlich die Association des kleinen Kapitals zu fördern und den Geschäftsbetrieb des kleinen Gewerbetreibenden, Grundbesitzers u. dergl. zu erleichtern, wurde vom ganzen Hause gebilligt. Allein einerseits wurde die Bestimmung als zu weitgehend angefochten, indem namentlich der Abgeordnete Nenwirth darauf aufmerksam machte, daß Unternehmungen, die nichts weniger als den genannten Zwecken dienen, die Form von Erwerbs- und Wirthfchaftsgenossenschaften annehmen könnten, um Parlamentarisches. Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 2. Mai. Der Abg. Hotschewar erhält einen vierzehntägigen Urlaub. Zweite Lesung des Gesetzentwurfes über die Besteuerung der Actiengefellschaften. Zu K 1 beantragt Dr. Prom-ber, daß die Sparkassen dem in Frage stehenden Gesetze nicht unterworfen werden sollen, weil sie keine Erwerbsgesellfchaften sind und ihr Gewinn entweder zur Dotierung des Reservefonds oder zu Humanitären Zwecken verwendet wird. Es wäre daher für dieselben ein Spezialgesetz zu erlassen und der Ausschuß mit dessen Vorlage zu betrauen, wornach die Sparkassen eine günstigere Behandlung erfahren sollen. Berichterstatter Dr. Beer bemerkte, daß in Hinkunft nach dem neuen Gesetze die Gesamtsumme, welche die Sparkassen an Steuern auf- JemLeLon. Durazzo und die Altstadt der Griechen und Römer, m. Julius Cäsar verbrachte, wie Plutarch es darstellt, bei Dyrrachium die traurigste Nacht seines Lebens, fo ungefähr, wie der preußische König Friedrich nach der Schlacht von Kolin die traurigste von allen m schweren Gedanken über den Fehler, den er als Feldherr begangen hatte. Pom-pejus war vor der fchwächern Macht des Nebenbuhlers aus Italien entwichen. In Brundisium hatte er die meisterhaft verkleidete Einschiffung seiner Truppen bewerkstelligt. Dyrrachium war nun das Hauptquartier feiner Landmacht geworden. Dort wollte er die ganze chm noch anhängliche Kraft des Orients um sich sammeln und dann erst für die Republik den letzten Kampf mit dem neuen Monarchen wagen. So erhielt auch dieser Krieg die Formen und Gestalten der orientalischen Frage. Denn nach Dyrrachium strömten nun die thrakifchen, die asiatischen, die egyptischen und afrikanischen Lehensfürsten. Aber auch die Reste der von Cäsar in Spanien inzwischen besiegten pompejanischen Legionen kamen hieher, und alles hatte sich hier versammelt, was in Rom mißvergnügt und unglücklich war. Das ganze hocharistokratische Rom war damals im Lager des Republikaners Pompejus in und um Durazzo, und ein damaliger Grillparzer hätte ihm den Päan anstimmen können: „In deinem Lager ist Rom." Ungeheure Massen von Getreide und Waffen waren hier angehäuft worden. Vielleicht hat es niemals ein wohlbewehrteres Lager gegeben, als dieses Lager des Pompejus um das römische Dyrrachium, so daß es kein Erstaunen erregen kann, wenn selbst ein Julius Cäsar von einer solchen Burg abgewehrt wurde. Vom November 45 v. Chr. durch mehrere Monate hatten sich seine Angriffe durch die ganze Stadtebene verbreitet. Die letzte entscheidende, für ihn unglückliche Schlacht denke ich mir aus dem Lande, welches Durazzo gegenüber im Süden die Bucht sperrt. Darauf folgte jene reuevolle Nacht der Plutarch'schen Schilderung: „Er hatte ein weites Land und die reichen mazedonischen und thessali- schen Städte in der Nähe, und saß, indem er eS unterließ, den Krieg dorthin zu verlegen, hier am Meere, welches der Feind mit seinen Schiffen beherrschte, und war durch Mangel an Lebensmitteln viel mehr der Belagerte, als er den Feind mit Waffen belagert gehalten hätte. So wurde er von Sorgen und Unmuth bei der Mißlichkeit und Noth seiner Lage hin- und hergeworfen. Endlich entschloß er sich, auszubrechen und sich gegen Scipio nach Mazedonien zu werfen." Bei Pharsalos sah er die Pompejaner wieder. So nahe stehen oft — ja diese grellen Gegensätze sind sogar die Regel — die verzweifeltsten Augenblicke den glücklichsten unseres Lebens. Und der Mensch dünkt sich trotzdem, frei und nicht das Werkzeug höherer, überlegener Absichten zu sein. Das römische Imperium sollte der Welt gegeben, die Welt für Jahrtausende neu gegliedert und geformt werden, und selbst die Fehler eines Julius Cäsar konnten diesen Gedanken nicht mehr zum Schiffbruch bringen. Pharfalos stand in den Büchern der Vorsehung und in dem Freibriefe des Cäsari-schen Glückes vorgeschrieben. Nachdem er diesen Schlag noch geschlagen, war seine große Schrck-salsrolle ausgespielt. Der Mohr hatte der Welt- der Besteuerung sich zu entziehen, andererseits wurde vom Abgeordneten v. Walterskirchen die Begünstigung als zu eng bezeichnet, weil nicht auch die Productivgeuosseiischaften unter dieselbe fallen. Beide Abgeordnete gaben ihren Ansichten durch entsprechende Amendements Ausdruck. Zwei weitere Abänderungsanträge wurden zugunsten der Genossenschaften von Dr. Roser und Dr. Wolski gestellt. Roser verlangte, daß nur jenes Einkommen der Genossenschaften zu besteuern sei, welches aus dem Verkehre mit Nichtmitgliedern herstammt; umgekehrt beantragte Dr. Wolski ausdrücklich, die Genossenschaften auch dann zn befreien, wenn sie von Nichtmitgliedern Waren kaufen oder Darlehen aufnehmen. Endlich verlangte Dr. Klier eine Ausnahme bezüglich der Landes-Hypo-thekenbanken, speziell jener von Böhmen. Alle diese Anträge wurden dem Ausschüsse zur Prüfung und Berichterstattung zugewiesen. Der Fortschrittsklub debattierte am 2. d. M. abends über die Frage der Erlassung einer Adresse an die Krone, in welcher sich das Abgeordnetenhaus über die gegenwärtige innere und äußere Lage der Monarchie aussprechen würde. Es wurde beschlossen, ein Comite von fünf Mitgliedern zu wählen, welches einen formulierten Antrag auf Erlassung einer Adresse einbringen soll. Sobald der Antrag vorgelegt und über denselben Beschluß gefaßt sein wird, soll er den übrigen Klubs mit dem Ersuchen mitgetheilt werden, demselben beizutreten. Das gewählte Comite besteht aus den Herren Kopp, Magg, Menger, Schaup und Skene. Montenegrinische Wirtschaft. Skntari, 28. April. Die Erbitterung der Bevölkerung der von den Montenegrinern occn-pierten Gebiete gegen die provisorischen, jedoch mit aller Autorität definitiver Organe auftretenden Behörden nimmt mit jedem Tage zu. Gauz besondere Nahrung sog sie aus einem Vorfälle, welcher in der That die Gerechtigkeitsliebe der montenegrinischen Eroberer und den Tausch, den die hiesige Bevölkerung machte, indem sie anstatt türkischer Herrschaft eine montenegrinische erhielt, in recht trübem Lichte erscheinen läßt. Es handelt sich um die gewaltthätige Verhaftung und rohe Mißhandlung des Pfarrers Don Paolo Sciantoja, die bereits zu einer Beschwerde der Katholiken Dnleigno's an den Erzbischof von Skutari, Monsignore Pooton, Anlaß gegeben hat, welche dem Vernehmen nach von letzterem an die Regierung Oesterreich-Ungarns weiterbefördert worden sein soll. Don Paolo Scian- toja ist den Montenegrinern eine höchst mißliebige Person, weil er die Willküracte, die sie sich gegen die Bevölkerung Dulciguo's erlauben, nicht schweigsam hinnimmt, sondern denselben nach Kräften fowol dnrch Vorstellungen, die er nach Cetinje richtet, als auch durch Anrufung der Intervention der österreichisch - ungarischen Konsuln entgegen zu wirken bestrebt ist. Infolge dessen erging von Cetinje der Befehl an Don Sciantoja, sich sofort in die montenegrinische Hauptstadt rick auäisnäum verkam zu begeben, uud als er demselben nicht unverzüglich nachkam, die weitere Ordre zu seiner Verhaftung. Die Art und Weise, wie letztere bewerkstelligt wurde, illustriert so recht die civilisatorische Mission der montenegrinischen „Befreier". Don Sciantoja wurde uämlich bei seiner Verhaftung, angeblich auf direktes Geheiß des Wojwoden Plamenac, möglicherweise aber blos aus Privateifer der vollstreckenden Organe, in roher Weise geschlagen, gebunden und hierauf unter Escorte nach Cetinje gebracht. Ja, es verlautet sogar, daß er vor seiner Abführung vom Wojwoden Plamenac infolge „gerichtlichen Erkenntnisses" mit 25 Ruthenstreichen belegt worden sei. Dieser, von nackter Willkür diktierte und mit Roheit ins Werk gesetzte Gewaltact ist es nicht allein, was die höchste Erbitterung der Bevölkerung jenes Landstriches nährt; auch die mit grausamer Strenge versuchte Eintreibung der Steuerrückstände aus dem vorigen Jahre, die Aushebung von Truppen und die Intoleranz gegen Andersgläubige, insbesondere Katholiken, steigert den Haß gegen die Montenegriner von Stunde zu Stunde. Man beginnt eben in Cetinje die anfänglich vorgehaltene unbequeme Maske der Freundschaft abzulegen und sich in der naturwahreu Gestalt zu zeigen. Man übt bereits alle Hoheitsrechte aus, als wären die occnpierten Landstriche schon endgiltig mit Montenegro verbunden, und geht dabei mit einer Anmaßung vor, welche das verrufene türkische Regiment beiweitem übertrifft. Ueber sechzig Familien von Unter-Schestam, dem Grenzbezirke der Kraina, sendeten eine Deputation an das österreichische Konsulat in Antivari, um von Oesterreich eine Betheilung mit Getreide auf zwei Monate zu erbitten, da es ihnen von Montenegro verweigert wird. Ueberdies wird das österreichischungarische Konsularaint, wie man versichert, von Bewerbern um die österreichische Staatsbürgerschaft förmlich bestürmt. Der Wunsch, durch Anschluß an Oesterrreich-Ungarn allen Plackereien entrissen und rücksichtlich der Zukunft endgiltig sichergestellt zu werden, wird täglich lauter und dringender geäußert. Die Montenegriner greifen zu Repressalien, und so wird die gegenseitige Erbitterung mit jedem Tage frisch genährt. Man darf nicht überrascht sein, eines Tages von einer bewaffneten Erhebung Meldung zu erhalten. Es bedarf mir eines kleinen Anstoßes, um den blutigen Eonflict zum Ausbruche zu bringen. Tagesneuigkeiten. — W oh n ung shäuser für unbemittelte Bevölkerung. Längst war der Satz der Oekonomistcn nicht mehr wahr, daß gewisse Dinge, Wasser, Luft, Licht, keinen Gegenstand des Eigenthums ansmachen, daß sie frei feien. Gerade in den Städten findet man hinlänglich Beweise dafür, wie die ärmere Bevölkerung für die elendesten Wohnungen und Nester nicht nur einen unverhältnismäßig hohe» Zins bezahlen, sondern auch das höchste Gut, die Gesundheit, fort und fort einbüßen muß. Wir müssen daher nur freudigst einen hygienischen Erfolg begrüßen, den eine edle, aber mnthvolle, energische Frau trotz der schlechten Zcitverhältnisse durch eine beispiellose Ausdauer in Graz vor kurzem errungen hat. Diese Dame realisierte als Präsidentin des steierischen Execntenvereins ein Unternehmen, welches drei stattliche Häuser mit über 60 sehr gesunden Wohnungen für unbemittelte Familien herstellte. Es sind dies die „Kaiser Franz Josefshäuser", die hente einen Werth von 150,000 fl. repräsentieren und eine iu jeder Hinsicht ausgezeichnete und höchst billige Unterkunft ermöglichen. Die öffentliche Gesundheitspflege hat in der Person dieser intelligenten Dame, Namens Mathilde Beck, eine wackere Vertreterin gesunden, und es gestaltete sich auch die jüngste Eröffnungsfeierlichkeit der Franz Josefs-Häuser zu einem wahren Stadtfeste, an welchem Tansende, Jung und Alt, Reiche und Arme theil-nahmeu und dieser würdigen, verdienstvollen Frau in demonstrativer Weise ihre Huldigung darbrachteu. Von Mathilde Beck kann man sagen: laota loMuntur. — „Ehrensachen." In Prenzla» fand vor kurzem zwischen zwei Offizieren ein Duell statt. Der eine hatte die Fra» des ändern entehrt und sich dessen öffentlich gerühmt. Die „Ehrensache" wurde auf dem „gottesgerichtlichen" Wege des Duells ausgetragen, nnd dabei geschah es, daß der Verführer der Fra» dem beleidigten Gatte» derselben in der Weise „Geiiugthuuug" verschaffte, daß er ihn todtschoß. Der „Held" der Geschichte wird nnn, nachdem er eine Frau entehrt, ihren Gatte» getödtet und ein Familienglück ruiniert hat, wenige Mouate auf eine Festung gehen und dann wieder als m»- Fortsetznug in der Beilage. geschichte seine» Dienst gethan und konnte eigentlich damals schon gehen. „Schicksal, nicht Weisheit, ist das Thun der Sterblichen," so sagt Plu-tarch mit dem Vers eines unbekannten Dichters in seiner Moralschrift über den Zufall. Nachdem Dyrrachium also glücklich entsetzt worden war, hatte Pompejus den letzten der ehrlichen Republikaner, Cato den Uticenser, mit achtzehn Cohorten in dasselbe gelegt. Er selbst war dem Cäsar gefolgt. Auf den gebahnten Wegen, welche von dort über die illyrischen Gebirge führten, hatten sich diese ungeheuren nebenbuhlerischen Heere tiefer in den Orient gewälzt. Der Umstand, daß Dyrrachium der Brückenkopf dieser antiken, heute vergessenen und verfallenen Straßen nach dem reichern Morgenlande war, gewissermaßen das Thor zu all' den Schätzen, welche die ganze alte Welt genährt haben, beantwortet wol auch die Frage, welche man oft hört: warum Pompejus gerade hieher von Italien gegangen sei. Auch hat dieser erste Erfolg gegen den sonst unbesieglichen Cäsar seinen Gedanken glänzend gutgeheißen. Da Augnstus nach Philippi ging, um den ermordeten Cäsar zu rächen, folgte er demselben Weg und vielleicht wohlbewußt derselben Politik auch. Er mußte eine Zeitlang krank ans diesem westöstlichen Marsche in Dyrrachium pausieren. Dabei mag er sich die Stadt näher angesehen haben, und als er heimtückisch auch den Antonius beseitigt hatte und er, der letzte große kalte Mann, alleingebietend auf der römischen Staatsbühne stand, schickte er hierher in das Exil die Freunde uud politischen Anhänger seines unglücklichen Kollegen im Triumvirat. Die Stadt wurde immer größer und bedeutungsvoller, und so noch mehr, als Konstantin die Kaiserresidenz nach Byzanz verlegte. Der Weg führte nun über Dyrrachium oder Appollouia von der einen zur ändern der beiden zugleich nach und neben einander blühenden Hauptstädte der Welt. Denn dieses waren die zwei westlichen Ausgangspunkte der Via Egnatia. Auch der prächtige Teridat, dieser König aus dem Morgenlande, war hier, von Brnndisium kommend und heimkehrend, da ihm Nero eben in Rom die Krone von Armenien auf das Haupt gesetzt hatte, wol ganz ebenso wie Cicero und wie so viele andere Touristen gelandet, eingekehrt und weiter gezogen. Eine größere geschichtliche Rolle spielte dann aber Dyrrachium wieder eben mit dieser seiner Stellung auf der Brücke zwischen Italien und Konstantinopel in den Kriegen, womit der Kaiser Justinian Italien dem oströmischen Reiche zurückerobern wollte. Seine Generale Belisar, Johann, Jsak und Koustautiu zogen sich wiederholt aus jenen transmarinen Kämpfen vor den Gothen hieher zurück, um iu geborgener Sicherheit die Kräfte zu sammeln, welche ihnen Justinian znhilse schickte. Oder sie kamen nach Dyrrachium, um sich eiuznschissen zum Uebersall auf die Küsten von Ca-labrien und Apulien, oder auch im tiefen elliptischen Bogen um das ganze Adriatische Meer, Dalmazien und Jllyrieu hinauf nach dem gegenüberliegenden Ravenna zu marschieren. Insofern sind die Geschichtsbücher des Procopius auch eine Geschichte der Via Egnatia. In Dyrrachinm ließ auch Kaiser Justinian einen Palast Herrichten für die Gothen-Königin Amalafnntha, als sich diese kluge und sHöne Tochter des großen Theodorich Nicht mehr sicher wähnte vor den Jntrignen ihres mißrathenen Sohnes Athalarich. Und wirklich flüchtete sie von Ravenna schon 40,000 Goldgulden ihres Schatzes hieher, um die Zukunft für alle Fälle zu sichern, falls ihr das verwegene Hazardspiel mißglückte, Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. thiger — und ehrlicher Kavalier gelten! — Fast noch unverständlicher ist die Austragung einer ändern ähnlichen „Ehrensache", nicht in Preußen. Der Anlaß zum Duell ist der gleiche; das letztere wird mit Säbeln geführt. Der Beleidigte erhält einen Hieb, läßt sich kurieren, jagt dann seine Frau fort und schließt mit seinem Gegner dicke Freundschaft. Und das nennt man — Ehrenhändel. — Höherer Nnfinn. Das französische Wallfahrerblatt „Le Pelerin" bringt in einer besonderen Rubrik einige pikante Neuigkeiten aus dem — Himmel. So wurde jüngst die Ankunft Pio Nono's im Paradiese den gläubigen Schafen ganz ernsthaft folgendermaßen erzählt: Bei feinem Eintritt empfing er eine Krone von der unbefleckten Jungfrau Maria als Entgelt für die Krone, welche er ihr hieniedeu gegeben hatte. Sanet Josef, den er zum Patron der Kirche gemacht hat, verfehlt uicht, ihm dafür warm die Hand zu drücken und seinen Dank zu stammeln. Der heilige Petrns öffnet bei seinem Anblick sofort den „Chor". Die drei von ihm proklamierten Kirchenlehrer Hilarius, Franz v. Sales und Alfons V. Lignori rühmen abwechselnd die Thaten seines Pontificates. 52 Heilige und 26 Selige, welche ihm ihre gegenwärtige Stellung verdanken, bringen ihm ein „süßes Konzert" dar. Endlich erscheint der liebe Gott im Hintergrund und befiehlt dem heiligen Pius — Wunder zn wirken Und siehe da : „zahllose Heilungen fallen ans die Erde, gesandt von Pius." In einer der neuesten Nummern wird denn auch eine dieser wunderbaren Heilungen, die einer frommen Klosterschwester zn Paris dnrch Pius iX. zutheil geworden ist, mit allen Einzelheiten erzählt. Diese Schwester litt an einer Krankheit in den Eingeweide». Als alles nicht mehr half, holte die „ehrwürdige Mntter" ans einem Schranke ein altes Käppchen, welches Pins früher getragen und ihr bei einem Besuch in Rom geschenkt hatte. Dieses Käppchen wurde anf die betreffende Stelle des Körpers gelegt, und „sofort verschwanden die großen Schmerzen", und heute ist die Nonne wieder frisch und mnnter. — Die Gatlings-Gefchütze dürften, wenn cs zwischen England nnd Rußland zum Kriege kommt, namentlich M Seegefechten, zum ersten niale in ausgedehnte Anwendung gelangen, da fowol die englische wie auch die russische Flotte mit dieser Schußwaffe in großem Maße ausgestattet sind. In den Vereinigten Staaten, wo das Gatling-Geschütz von den militärischen Autoritäten erst kurz vor dem Schlüsse der großen Rebellion angenommen wurde, ist es an der indianischen Grenze für die Verteidigung von Militärposten allgemein im Gebrauche, und die Waffe wird besonders als wirksam und nützlich gegen plötzliche nächtliche Angriffe gerühmt, sowie zur Vertheidiguug der Flanken von Forti- das sie, aber erfolgreich, gegen die Günstlinge und Verführer ihres unmündigen Sohnes versuchte. Es wäre interessant und dankbar, und es wundert mich, daß es in unserer schreib- und wanderlustigen Zeit, welcher doch eigentlich neue Touristen- und Schriftstelleraufgaben fehlen, noch nicht geschehen ist, eine Geschichte dieser räumlich größten und auch ethisch bedeutungsvollsten Weltstraße zu schreiben. Beinahe das ganze Leben des kaiserlich römischen Reiches, und dieses bis in seine letzten Ausathmungen hinein, ja auch seine Todeszuckungen noch, ließen sich darum flechten. Aber es müßte eine Geschichte aus dem Vollen heraus, gewissermaßen aus dem Fleische der Landschaft geschnitten, mehr ein lebendiger und anregender Spaziergang — die einzelnen Geschehnisse geknüpft an die Landschaftsbilder und persönlichen Natureindrücke, und diese Mit Volksstudien illustriert — sein, als eine langweilige chronikartige Aufzählung der historischen Ereignisse, welche dort vorübergeschritten, und auch keine bloße Baugeschichte, denn dieses beides existiert eigentlich schon. Dann aber würde der Leser beinahe wieder mit Cicero auf die Reise sich begeben können 102 vom 4. Mai 1878. fieationen, Brücken und zur Beseitigung von Straßen-Ausläuseu. England, Rußland und andere europäische Mächte haben dieses Geschütz für deu Gebrauch im Felde und die Marine adoptiert. Die Gatliug-Kanone, wie sie für die britische Flotte von Sir William Armstrong eonstrniert wurde, besteht aus einer Anzahl von Gewehrlänfen, etwa bis zu zehn, die um einen Hauptschaft befestigt sind, über welchem sich eine Art Trommel befindet, durch welche die Patronen in die Läufe vertheilt werden. Die Trommel faßt 350 Patronen. Das Kaliber der Läufe ist 0 45 Zoll; sie können mit großer Schnelligkeit geladen und abgefeuert werden, so daß diese Waffe fünf bis sechs Schuß in einer Sekunde abgibt. — Fa milieu-Fernsprecher. Wie man sich den Fernsprecher leicht selbst Herstellen kann, zeigt folgende Anweisung, welche die „Deutsche Verkehrszeitung" gibt: In den Boden einer gewöhnlichen kleinen Holzfchachtel schneidet man ein Loch in der Größe eines Zehnmarkstückes, legt ein Stück dünnes Eisenblech, wie es etwa zu den Fleischcon-servenbüchsen verwendet wird, auf die äußere Seite des Bodens und befestigt dasselbe mittelst des darüber gestülpten Deckels der Schachtel; dann wickelt man das Ende des isolierten Leitungsdrahtes in mehreren Windungen auf ein gewöhnliches Zwirnröllchen, das man auf einen Stabmagneten von entsprechender Form aufschiebt. Hält mau nun den Magneten mit dem Ende, welches die Rolle trägt, an den Schachteldeckel, unter dem das Eisenblech und weiter der Schachtelboden sich befinden, und benützt die Schachtel selbst als Mundstück, so kann man sich mit diesem Apparat recht gut durch mehrere Zimmer verständigen. Lokal- und ProvMMl-Ailgeleyenheiten. — (Ernennungen.) Die Adjuncten bei dem Kreisgerichte in Cilli, die Herren Clemens Mosche und Wilhelm Ogrinz, wurden zu Bezirksrichtern, ersterer für Neumarktl, letzterer für Mött-ling; Herr Willibald Bregar, Rechnungsassistent bei der krainischen Landesregierung, wurde zum Inspektor der Weiber-Strafanstalt in Vigann ernannt. — (Znr Grundsteuerregulierung.) Zur Bewältigung der Grundsteuer - Regulieruugs-arbeiten in Dalmazien werden 4 Vermesfungseleven und 56 Vermessungsdiurnisten aufgenommen. Gesuche sind bis 12. d. M. beim Präsidium der Gruudsteuer-Landeskommission in Zara einzubringen. — (Professor Heinrich) hält morgen abends um halb 8 Uhr im landschaftlichen Redouteu-saale seinen letzten historisch-dramatischen Vortrag. — (Selbstmord.) Der in hiesigen Militär- und Gesellschaftskreisen bekannte verehelichte Hanptmann des !2. Artillerieregiments Herr W. und wol mehr vom Alterthum erleben und tiefer in sein Wesen eindringen, als ihm dieses durch alle Schlachtenberichte und die Verdolmetschung der Seuatusconsulte vermittelt wird. Die Straße ging zuerst in südlicher Richtung nach Clodiana. Das war die erste Poststation, nicht allzu weit von Dyrrachium, wahrscheinlich am heutigen Shumbi gelegen. Dort vereinigte sich mit ihr der Zweig, der von Apollonia kam. Nun schlug sie sich über das Candavische Gebirge, woher sie auch, wie Strabo wenigstens behauptet, eine Strecke weit den Namen Via Candavia führte. Dieses Gebirge ist heute das von Elbassan, der Lenia Dag, und man sieht es im Osten von Du-razzo von Norden nach Süden streifen, die Grenzmark dorthin für das Auge. Quer durch Epirus erreicht die Via Egnatia Thessalonichi. Strabo nennt sie auf diesem Wege die südliche Grenze von seinem Mazedonien. Von Thessalonichi setzte sie sich fort über Amphipolis, das schlachtenberühmte Philippi, über Neapolis, das dem heutigen Ka-vala entspricht, und um die Ostküste des Aegäi-schen Meeres hinab nach Trajanopolis bei Dede Agadjie, durch das dem Odysseus gleich zu An- ti. W. hat sich in Vukovar in Kroazien mittelst eines Pistolenschusses entleibt. — (Vergnügungsanzeiger.) Die Sängergesellschaft Martin produeiert sich abends in den Restaurationslokalitäten des Hotels „Europa." — (Beschwerden.) Auch iu der Grazer „Tagespost" wird Klage geführt über die iu den Hotels zu Adelsberg auf der Tagesordnung angesetzten hohen Preistarife; es wird den die dortige weltberühmte Grotte besuchenden Passagiere» der Rath ertheilt, Speisen und Getränke mitzubringen; überdies sollen die fremden Gäste auch mit — Grobheiten bedient werden. Ein solcher Vorgang ist durchaus nicht geeignet, fremde Gäste in unser an Natur-schönheiten reiches Land zu ziehe»! — Der Mai brachte uns frisches Grün, frische Blumen und — ein Heer von Bettlern; seit einigen Tagen wimmelt es in unseren Mauern von sogenannten „Schnallendruckern", einer reicht dem ändern die Hand, die Belästigung der Bevölkerung auf der Straße und i» deu Wohnungen ist eine unleidliche geworden. Es wird um Abhilfe gebeten. — (DerneneTheaterkatalog) (Nr. lO) der Wallishauffer'schen Buchhandlung (Josef Klemm) in Wien, nur Eiuacter enthaltend, ist Dilettante»-und Geselligkeitsvereinen als ein dauerndes Vade-meeum zu empfehlen, weil derselbe bei mehreren hundert Schau- und Lustspielen, Possen, Schwänken, Operetten, Singspielen, Soloszeneu und komischen Vorträgen die Anzahl der Herren-, Damen-und Nebenrollen, sowie auch die Gattung jeder Piece (ob ernst, komisch oder drastisch) nachweist, wodurch cine Auswahl sehr erleichtert werde» kan». — (Promenademusik.) Bei günstiger Witterung und falls nicht »»vorgesehene Hindernisse eintrete», spielt die hiesige Regiments-Musikkapelle morgen von halb 12 bis 1 Uhr mittags in der Lattcrmaimsallee. Programm: l.) Großer Marsch aus der Oper: „Die Köuigi» von Saba", v. Gou-nod; 2.) „Nielfluten", Walzer von Strauß; .'',.) Ouvertüre zur Oper: „Rienzi", von Rich. Wagner; 4.) Quadrille a. d. Oper: „Giovanna Gnzmannn", von Verdi; 5.) „Der Wanderer", Lied v. Schubert; 6.) Potpourri aus der Oper: „Die Afrikanerin", v. Meyerbeer; 7.) „Eine neue Welt", Polka schnell von Strauß. — (Landschaftliches Theater.) Die mimisch-plastische Darstellung des „Leidens Christi" faßt hier festeren Fnß, auch die gestrige Production erfuhr von mittelgut besuchtem Hause volle Anerkennung. Die am Sonntag den 5. d- M., nachmittags 4 Uhr, stattfindende Vorstellung wird sicheren! Vernehmen nach von den Zöglingen der hiesigen Er-ziehuugsinstitute und Lehranstalten besucht werde». Sonntag und Montag den 6. d. abends vorletzte und letzte Vorstellung. Die Gesellschaft beabsichtigt fange seiner Leidensfahrten so feindselige Land der Kikonen. Ich bin dort m späteren Jahren auf ihrem Pflaster gestanden, das ich parallel neben der neuen Eisenbahnlinie noch wohlerhalten fand, und dann auf ihrer Spur durch das nun beblumte und grünende Stadtgebiet von Trajanopolis gewandert. Sie bog von ihm ab, gleich vor feinem Thore wieder nordostwärts, neben dem Hebros, der heutigen Maritza, hinauf durch die breite Ebene des Doriskos, wo Xerxes auf seinem Zuge gegen Griechenland die asiatischen Kriegsvölker gemustert hat. Dyme, das man in Feredschik zu erkennen glaubt, und Kypsela, das heute noch, nahe verwandt, Jpsala heißt, waren dort ihre Stationen. So wurde Adrianopel erreicht, und über Tschorlu stieg sie nun nach Perinthos-Hera-klea, dem heutigen Eregli, zum Marmara-Meere hinab und neben seiner silbernen Fläche nach Byzanz und Konstantinopel. Bis auf dieses letzte kurze Stück wußte die heutige Eisenbahn keinen näheren und bequemeren Weg zu finden. Man sieht sie von dem Geleise der Bahn noch mehrfach in den malerischen Ruinen hoch und fpitz-bogiger Brücken und ihres schwarzen Polygon- auch in Bischoflack, Krainburg, Adelsberg und Jdria das aus 12 Bildern bestehende „Leiden Christi" zur Aufführung zu bringen. — Heute abends gelangt im hiesigen Schauspielhause zum Vortheile d Fonds der philharmonischen Gesellschaft das gestern mit immensem Beifall aufgenommene Oratorium „PauluS" zur zweiten Aufführung. Der gestrige günstige Erfolg läßt ein ebenso günstiges Kasseresultat hoffen. Oratorium „Paulus". Vor mehr als 50 Jahren brachte der in allen Musikkreisen hochgefeierte Tonmeister Felix Mendelssohn - Bartholdy seine große Schöpfung, das Oratorium „Paulus", zum ersten male zur Aufführung, in allen Konzertsälen Europa's wurde dieses Meisterwerk der Tonkunst mit immensem Beifall und mit einer dieser Schöpfung gebürenden Pietät begrüßt. Die philharmonische Gesellschaft in Laibach hat sich durch die gelungene, gediegene Vorführung dieses Oratoriums ein besonderes Verdienst erworben, sie hat neuerlichen Beweis geliefert, daß sie ihre Kardinalausgabe — Pflege der klassischen Musik im vollsten Sinne des Wortes ersaßt hat. Es gewährte gestern langersehnten Hochgenuß, nach bis zur Uebersättigung genossenen Motiven Suppe's nnd Ossenbachs endlich einmal ein gediegenes klassisches Tonwerk zu hören. Die artistische Leitung gab sich alle Mühe, um Mendelssohns Prachtwerk „Paulus" gut und reich besetzt, in vollkommenster Form, in Laibach zur Aufführung zu bringen; sie gewann zur Aufführung unsere heimatliche, hochgeschätzte Primadonna Fräulein Clemcntine Eberhart (Sopranpart), die jeder Hofoper zur Zierde gereichen würde und deren Rücktritt von der Opernbühne im Interesse der Kunst tief zu beklagen ist; sie engagierte zwei Grazer Gäste, die Herren Privat Fritz Purgleitner und Pros. Hermann Kühn, ersterer übernahm in freundlichster Weise den Tenor- und letzterer ebenso den Baßpart; Fräulein Finz war so liebenswürdig und opferwillig, in letzter Stunde anstelle der den Absagebrief gebenden Frau v. Wurzbach die Altpartie zu übernehmen. Der Herren- und Damenchor, durchaus hiesigen Gesellschafts- und Familienkreisen angehörig, gab sich mit unermüdlichem, lobenswerthem Eifer dem Studium der Chöre hin, Herr Musikdirektor Ncd -ved zählte nicht weniger als 114 Mitwirkende, die seinem Dirigentenstabe ini Geiste des großen Tondichters unbedingt folgten. Die ausübenden Kräfte bestanden aus: 2 Solosängern, 2 Solosängerinnen; der gemischte Chor aus 40 Herren nnd 20 Damen und das Orchester aus 10 ersten Violinen, 8 zweiten Violinen, 6 Violas, 3 Cellis, 4 Violons, 2 Flöten, Pflasters, das ganz an die sogenannten kyklopi-schen Mauergeftige erinnert. Man dars also sagen, daß, wenigstens was Thrazien betrifft, die Via Egnatia wieder auferstanden sei. Es kann nicht lange dauern, wenn erst dieses Beispiel Erfolg gehabt, daß ihr dasselbe glückliche Schicksal auch in Epirus und Mazedonien erblühen werde. Wirklich gute und glückliche Gedanken sind eben, wenn nur einmal geboren, dann auch unsterblich. Es verschwindet vielleicht für einige Zeit, weil von dem Blödsinn der Menschen umgehauen, der Laub und Frucht tragende Stamm aus der Welt, aber die Wurzel keimt wieder auf, sobald man es nur erlaubt. Es ist nichts, was einmal geboren ist, sterblich in der Welt. Die Geburt selbst ist zu sehr eine Bethätigung der Gottheit, deshalb auch in ihrem zeugungskräftigen Act in undurchdringliches Geheimnis gehüllt, als daß diese das von ihr Erschaffene unwürdiger, gänzlicher Vernichtung anheimgeben könnte. Es wäre gerade so, als stürbe die Gottheit selbst. Darum haben die Religionen ganz recht, von der egyptischen der Pyramiden bis zur heutigen christlichen, welche auch die Auferstehung des Leibes neben der Seele predigen. 2 Oboen, 2 Klarinetten, 4 Hörnern, 2 Trompeten, 2 Fagotten, 3 Posaunen, 1 Contrafagott und 2 Tym panis, wahrlich, ein für Laibach imposantes Con tingent. Alle mitwirkenden Kräfte gingen mit Be geisternng ins Treffen, die Manen des unsterblichen Tondichters dürfen mit der gestrigen Aufführung des „Paulus" zufrieden sein. Die Solisten, namentlich Fräulein Clementine Eberhart und die Herren Purgleitner und Kühn, glänzten durch metallreine, kräftige Stimmittel, ein Trifolium von seltener musikalischer Schönheit stand vor uns. Wir hörten gestern, wie Recitative ge sungen und vorgetragen werden müssen; wir vernahmen, welch' tiefen Eindruck, welch' mächtigen Erfolg eine in seelenvoller, begeisterter Stimmung vorgetragene Arie erzeugen kann; wir vernahnien die in kräftigen und präcisen Formen gesungenen gemischten Chöre, das gefammte Auditorium war von der Macht der Chorgesänge überwältigt; nicht minder eifrig ging das Orchester ins Zeug und löste die ihm vorgelegte schwere Aufgabe — einige wenige unwesentliche Verstöße und die hier und dort eingetretene allzustarke Begleitung abgerechnet — sehr zufriedenstellend. Im großen Ganzen feierte die Tomnufe gestern im landschaftlichen Redouteu-saale einen Festabend ersten Ranges. Wollen wir nun den Verlauf der gestrigen Aufführung näher und in seinen Einzelnheiten ins Auge fassen: In der Ouvertüre entfaltet das Orchester die Macht der echten, klassischen Tonkunst, das große Tonwerk kündigt sich bereits in dem effectvollen Chore: „Herr, der du bist der Gott" an. In den hierauf folgenden Recitativen spielt die Tenorstimine hervorragende Rolle, Herr Purg-leitner präsentierte sich als Meister im Recitativ-gesange. Wunderhübsch sang Frl. Cl. Eber hart die Arie „Jerusalem", effectvoll klang Purgleitner» Recitativ: „Und sie steinigten ihn"; äußerst präcise und klappend trat der gemischte Chor bei: „Siehe, wir preisen selig" ein. Herrn Kühns prächtige, vorzüglich geschulte und kräftige Baßstimme überraschte in der Arie: „Vertilge sie" die Zuhörerschaft; Herrn Pur gleit ners Recitativ: „Und als er auf dem Wege war", folgte der effectvolle Chor: „Mache dich auf, werde Licht!" Meisterhaft vorgetragen wurde der Choral: „Wachet aus!" — Schöner gesungen wurde wol noch selten eine Arie, wie jene des Herrn Kühn: „Gott sei mir gnädig"; nicht minder sprach die Arie desselben: „Ich danke dir" an. Der erste Theil schloß mit dem effectvollen Chore: „O, welch' eine Tiefe des Reichthums" ab. Beifallssturm brach im Konzertsaale los. — Nach zehn Minuten langer Pause begann der zweite Theil des Oratoriunis mit dem effectvollen Chore: „Der Erdkreis ist nun des Herrn!" Frl. Eber Harts schöne Stimme und edler Vortrag brillierten in den Recitativen: „Und Paulus kam", „Wie sie uns ge-andt vom heiligen Geist" und in dem Arioso: „Laßt uns singen"; erhebend klangeu die Recitative des Herrn Purgleitner: „Da aber die Juden", „Paulus und Barnabas." jPurgleitner und Kühn excellierten im Duett: „Denn also hat uns der Herr geboten." Der Chor der Heiden: „Die Götter sind den Menschen gleich geworden" belebte das ganze Auditorium, angenehm klang die Stelle: „Sei uns gnädig." Herrn Kühns Arie: „Wisset ihr nicht", und die Tenor-Cavatine des Herrn Purgleitner: „Sei getreu bis in den Tod", mit Violoncellsolo (Herr Rosenfeld) zählt zu den reizendsten Nummeru des Tonwerkes. Die folgenden Recitative uud Chöre verliefen correct, und der prächtige Schlußchor: „Nicht aber ihm allein, sondern allen", setzte der ganzen Aufführung die Krone auf; Direktor Nedved, Solisten, Chor und Orchester empfingen im reichsten Maße die allen gebürende beifällige Anerkennung. Nach Schluß des Oratoriums ergriff der Direktor der philharmonischen Gesellschaft, Herr Regierungsrath Dr. R. v. Schöppl, das Wort und drückte den beiden mitwirkenden Grazer Gästen und Sängern, den Herren Purgleitner und Kühn, für die freundliche, ausgezeichnete Mitwirkung den wärmsten Dank der philharmonischen Gesellschaft aus. Nach dieser Kundgebung überreichten zwei Mitglieder des Damenchores den gefeierten Meistersängern je einen mit Bändern geschmückten Lorbeerkranz zur Erinnerung an den gestrigen musikalischen Festtag. Die Zuhörerschaft verließ in befriedigtester Stimmung den Konzertsaal. Verlosungen. 186üer StaatSlose. Bei der Verlosung vom I. Mai wurden aus den bereits am 1. Februar 1878 verlosten 90 Serien, und zwar aus: Seriennummer 101 248 482 566 922 943 1235 1478 1575 2076 2316 2763 3514 3643 3645 3797 3826 3870 3923 3958 4214 4227 4390 4439 4556 5001 5033 5100 5541 5698 7181 7487 7570 7649 8112 8246 8347 8362 8412 8497 9000 9172 9827 9859 10215 10270 10275 10541 10620 10850 11063 11363 11644 11758 11950 12218 12325 12485 12401 12491 12584 12951 13058 13288 13578 13871 14050 14877 15277 15317 15680 15922 16305 16406 16584 16757 16950 17241 17427 17477 17959 17729 18012 18132 18605 18654 18802 19135 19690 und aus S.-Nr. 19713 in nachstehend aufgeführten 50 Gewinnummern mit den nebenbezcichneten Gewinsten in ö. W. gezogen, und zwar fiel der Haupttreffer mit ZWMV fl. auf Serie 18802 Nr. 17, der zweite Treffer mit 5tt.«V« fl auf S 8362 Nr. 17 und der dritte Treffer mit 25.VVV fl. auf S. 18802 Nr. 9; ferner gewannen je 1«»,0U0 fl.: S. 943 Nr. 14 und S. >575 Nr. 4; je 500« fl.: S. 556 Nr. 10, S 4214 Nr. 2, S. 5541 Nr. 13, S. 8362 Nr 8, S. 8497 Nr. 10, S. 10620 Nr. II, S. 11363 Nr. 12, S. 11758 Nr. 19, S. 12325 Nr. 6, S. 14050 Nr. 5 uud Nr. 17, S. 15317 Nr. 16, S. 16584 Nr. 16, S. 16950 Nr. 4 uud S. 18132 Nr.2; und endlich gewannen je IOVV fl.: S. 248 Nr. 8, S. 2316 Nr. 2 und 19, S. 2763 Nr. 11. S. 3514 Nr. 4, S. 3870 Nr. 2, S. 3958 Nr. 2, S. 4390 Nr. I I. S. 5001 Nr. 4, S. 5698 Nr. 8, S. 7649 Nr. 15, S. 8347 Nr. 7, S. 8362 Nr. 18, S. 9172 Nr 8, S. II063 Nr. 14, S. 11363 Nr. 8 und 11, S. 11644 Nr. 9, S. 11758 Nr. II, S. 12218 Nr. 9, S. 12548 Nr. 2, S. I259I Nr. 15, S. 14050 Nr. 13, S. 15680 Nr. 20, S. 16950 Nr. 15, S. I80I2 Nr. 6 und 18, S. 18605 Nr. 1. S. I9I35 Nr. 20 und endlich S. 19713 Nr. 16. Auf alle übrigen in den 90 Serien enthaltenen uud hier nicht besonders vcrzeichneteu 1750 Gewinnummern fällt je nach dem Nennbeträge von 500 oder 100 fl. der geringste Gewinn von 600 oder 120 fl. Wiener Börse vom 3. Mai. Allgemeine 8taal«- Geld Ware 60 35 60 40 64'- 64 10 70 95 71 — StaatSlose, I8SS. . . 1854. . . >860. . . I8K»(!>tel) 1864. . . 323 — 106— 11125 119 50 136 25 326 — 106 25 111 50 120 — 136-50 650 109 — 90 75 S8 80 94 50 94 25 107 — 88 40 103 25 87-50 62 25 159 — 112 50 93 75 159 25 14 50 123 15 5 80 986»,. 6075 106 70 Ware 103 50 108 50 247 50 69 50 107 — 109 50 91 — 94 75 94 75 107 50 8860 103 75 87 75 62 50 159 50 113 — 94-— 159 75 15 — :S3 20 5 81 987 60 85 106.90 Telegrafischer Äursbericht am 4. Mai. Papier-Rente 60 65. — Silber-Rente 64 30. — Gold-Rente 71 45. — 1860er Staats-Anlehen III 75. — Bank-actien 791. — Kreditactien 203 25. — London 122 85. — Silber 106.20. — K. k. Münzdukaten 5 81. — 20-FrancS-Stücke 9 83. — 100 Reichsmark 60 55. Wittemng. Laibach, 4. Mai. Herrlicher Tag, wolkenloser Himmel, windstill. Wärme: morgens 7 Uhr -s- 106°, nachmittags 2 Uhr -s- 20 0° 6. (1877 I 154°; 187Ü -s- 17 6° L.) Barometer 73668mm. Das gestrige Tagesmittel der Wärme 14 3°, um 2 6° über dem Normale; der gestrige Niederschlag 0 20 mm. Regen.__________________________________________________ Verstorbene. Den 3. M ai. Andreas Schittuik, k. k. Kassedirektor in Pension, 82 I., Anersperaplah Nr. 1, Altersschwäche. — Friederike Moschina, k. k. Kasseeossicials-Tochter, 17 I, Entartung der Unterleibsorganc. — Guido Hayne, Steuer-einnehmcrssohn, 7 I. 2 Mon. 22 Tage, Bnrgstallgasse Nr. 2, Lungen- und Bauchfelltuberkulose. — Franz Land-wirth, Taglöhnerssohu, 1 I. 6 Mon., Gruberstratze Nr. 5, Lungeucutzundung. — Amalia Jordan, Schneiderstochter, 1 I. 1 Mon., Petersstraße Nr. 45, Auszehrung. Angekommene Fremde am 3. Moi. Hotel Stadt Wie». Zimmer, Kfm.; Fischl, Fabrikant. und Riedl, Finanzrath, Wien. — Schober, Klagensnrt. Hotel Elefant. Mally, Nenmarktl. — Paunsch, Hauptmann, und Wild, Fabrikant, Wien. — Rendelhuber, Kfm. — Feuerstein, Kfm, Dresden. Kaiser von Oesterreich. Belikajne, Krain. Baierifcher Hof. Schrott, Triest. Mohre». Baron Maurieio, Salhausen. — Gölh Karo-line, und Klinar, Triest. Gedenktafel über die am 9. Mai 1878 stattfindenden Lici tationen. 3. Feilb-, Vodopivc'sche Real., Peteline, BG. Adels berq. — 3. Feilb., Knisic'sche Real., Flödnig, BG. Krain-burg. - 2. Feilb., Bavdek'sche Real., Plösche, BG. Groß-laschiz. — 2. Feilb., Klanker'sche Real., Berh, BG. Groß-laschiz. — 2. Feilb., Penko'sche Real., Nadajncsclo, BG Adelsberg. — 2. Feilb., Godee'sche Real., Gmajua, BG Sittich Telegramm. Petersburg, 3. Mai. Die „Agence Russe" meldet, daß im allgemeinen vor 5 bis 6 Tagen keine Veränderung der Situation erwartet wird, da gegenwärtig neuerliche Anstrengungen zugunsten einer Verständigung gemacht werden. — Die Gicht Gortschakoffs zog sich in beide Füße; Schlaflosigkeit infolge der Schmerzen und vermehrte Schwäche. Die Aerzte untersagten ihm jede Beschäftigung. Fracht- und Eilgutbrich Z mit Süd- und Rudolfsbahnstempel stets vorräthig in I. v. Kkeinmayr A F. Kambergs Buchhandluiill in Laibach. 1- L. ..?ch""rz°rsüllt geben wir hiemit die ties-betrubende Nachricht von dem Hiuscheiden unseres MMgst geliebten Sohnes Guido, Schüler der I. Normalschulklasse, welcher gestern nachmittags um 4 Uhr nach langem schmerzvollen Leiden im 7. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichcnbegangms findet morgen den 5 Mai um halb 4 Uhr nachmittags, vom Trauer- Haus" (Burgstallgassc Nr. 2 neu) statt. Laibach, 4. Mai 1878. Eduard Hayne, k. k Steuereinnehmer. Marie Hayne. Sk in Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, den Herrn Andreas Schilling, k. k. Zahlmeister in Pension, am 3. Mai um 4 Uhr nachmittags im 82. Jahre seines Lebens, versehen mit den heiligen Sakra menten, nach langen, schmerzvollen Leiden in ein besseres Jenseits abzuberufen. Das Leichenbegängnis findet am 5. Mai um halb 5 Uhr vom Hause Nr. 1 am Auers-pergplatz aus statt. , Die heiligen Seelenmessen für den Dahm-geschiedenen werden in der Domkirche zu St. Nikolaus gelesen werden. Laibach, 4 Mai 1878. Air traueriidrn Verwandten. Aauplähe * IN Am 9. d. M., vormittags um 9 Uhr, wird in Laibach mit der freiwilligen Versteigerung der W. Mayer'schen Realitäten, nnd zwar: 1.) Hausrealität Confc.-Nr. 91 in der St. Petersvorstadt sammt dazu gehörigen Grundstücken, in zwölf Abteilungen, von 3000 fl. abwärts; 2.) Morastwiese sub Rects.-Nr. 278/29; 3.) Morastrealität 8nbRect.-Nr. 878/30 in sechs Abthcilungen; 4.) das landtäsliche Gnt Wundischhos und die Wiese an der Triesterstraße in sechs Abthcilungen; 5.) Acker an der Bahnhofstraße (v äolrib i^ivab); 6.) drei Aecker, begonnen werden. Mehrere dieser Realitäten eignen sich sehr vortheilhaft als Bauplätze, namentlich die zum Hause Nr. 91 Petersstraße gehörige und an die Feldgasse angrenzende Gartenparzelle; ferner der nächst der nen zu erbauenden Lehrer- und Lehrerinnen-Bil-dungsanstalt befindliche und aus 11 Stücken bestehende Acker; die nächst der Triesterstraße gelegenen 6 Parzellen, ganz geeignet zur Erbauung eines Hotels, von Landhäusern oder einer Fabrik, von wo aus man die schönste Fernsicht genießt; schließlich eine Parzelle mit 1000 Quadratklafter, bei der ehemaligen Schmiersabrik nächst dem Südbahnhofe gelegen, zur Herstellung von Magazinen geeignet. Wirthe, Private, Fabrikanten und auch die krainische Bangesellschaft wollen diese Gelegenheit benützen, in den Besitz geeigneter, an den Hauptpunkten des öffentlichen Verkehrs und in gesunder Gegend gelegener Bauplätze zu gelangen. Zur Anlage disponibler Barschaften eignen sich diese Realitäten vorzüglich. (216) Lin Anwalt des Sladterweiterungs-projekles. gut erhalten, werden billig verkauft. Näheres zu erfahren in der Tabaktrafik nächst Im chiiittimhimi und Ulkidmiicichm ertheilt gründlichen Unterricht - - - - ig«Ae Frau A.VÜIim, Florianiga' - - -- S Haus <22) 6 der Franzensbrücke, Eck der Nr. I, Schmalz'fcheS Haus. Spitalgasse. <214) 3-t______________________ Karl A. Till. u. Daxierklllnälllng, 21 ». Unier äee TrmüAe 2. Reich sortiertes Lager aller Burean- und Comptoir-Requisiten, Schreib und Zeichnenmaterialien. Affiche«- und Packpapiere, Farben, Bleistifte, Stahlfedern, Siegellack, Copier-, Notiz- und Geschäftsbücher, Briefpapierkassette« sammt Monogrammen. 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Nachdem ich die mir gesandten 5 Fläschchen Dr. Rosa'K Lebcnsbalsam, dessen überraschende Wirkung ich nicht genug bewundern kann, bereits eingenommen habe, ersuche ich deshalb, mir wieder sechs Fläschchen mit erster Postsendung gegen Nachnahme zu übersenden. Zeichne mit besonderer Hochachtung Schönbrunn, 2. Febr. 1871. L. k. 8e1iudvi-t. Da« künstkirke Erfatzauge von LerLovIts L 6omp. in Wien, Stcfansplatz 6, ist ein aus feinstem Email gefertigtes Schälchen, natürlich in Bewegung und Ausdruck, das sich leicht und schmerzlos einfügen läßt. Anerkannt von den größten augenärztlichen Autoritäten als gediegenste Leistung der Neuzeit. Herr A. Berkovits wird sich am 15. und 16. Mai d. I. in Laibach, „Hotel Elefant", aufhalten. (209) 3—1 Gute kroatische Weine, einige hundert Eimer, werden wegen Auflösung des Geschäftes billigst verkauft von 5 fl. 50 kr. aufwärts, 1875er Jahrgang L 10 fl., bei Leopold Ganmgiirtner, ,206) 4-2_______Agram, JelaLiö-Platz.____ tt Helkariaftrak«, , , L«rgga>s«Nr.2. 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Wacha, Apotheker; Mürzzuschlag: Johann Danzer, Apotheker; Mnran: Joh. Steyrer; Mitrowitz: A. Kerstonovich; Mals: Ludwig Pöll, Apotheker; Neumarkt (Steiermark): Karl Maly, Apotheker; Oto^av: Edo Tomaj, Apotheker; Praßberg: Joh. TribnS; Pettau: C. Girod, Apotheker; Peterwardeiu: L. C. Junginger; Rud olss werth: Tom. Rizzoli, Apotheker; Rotteumauu: Franz Illing, Apoth.; Roveredo: Richard Thales, Apoth.; Radkersburg: Cäsar E. Andrien, Apoth.; Samobor: F. Schwarz,Apoth.; Sebcnieo: PeterBeros,Apoth.; Straß-bürg: I. B. Corton; St. Veit: Juliau Rippert; Stainz: Valentin Timouschek, Apoth.; Semlin: D. Joannovies Sohn; Spalato: Venatio v. Grazio, Apotheker; Schlanders: B. Wiirstl, Apoth.; Triest: Jak. Seravallo, Apoth.; Trient: Ant. Santoni; Tarvis: Eugen Eberlin, Apoth.; Villach: Math. Fürst; Vukovar: A. Kraiesowits, Apoth.; Vinkovee: Fried. Herzig, Apoth.; Warasdin: Dr. A. Für Haushaltungen und Bauunternehmungen! Bau- und Galanterie-Spengler, Laibach, Stadt, Schustergasse Nr. 4. 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Auch besorge ich alle nothwendigen Reparaturen und Anstriche, sür deren Solidität ich garantiere, und bin auch in der Lage, anzuzeiaeu, daß ich alle dieses Fach betreffenden Preise Heuer bedeutend ermäßiget habe, so daß ich jeder reellen Concurrenz cntgegcnkommcn kann. (195) 3—3 Herr» Franz Wilhelm, Apotheker in Nennktrcheu. Wien, 13. Mai 1876. Die zur Bereitung des Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop gebrauchten Pflanzen zeichnen sich durch Besitz von cinollicrenden und aromatischen Bestand-heilen aus. Diese verleihen dem Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop jene heilbringende Kraft, die so viele Erfolge in allen Erkrankungen der Refpirotionsorgane aufzu-weiseu hat, was hiemit bestätiget wird von Eduard Fenzl w. x, kaiserlicher königlicher RegierungSrath, N. d. r. Anna-O. II., Cmdr. d. it. Kr.-O.. Ofs. d. inex. Gnad. O., R. d. bras. Chr.-O. u. d. belg. L.-O.. PH. u. Med. Dr., ordentlicher öffentlicher Professor der Botanik an der Universität in Wien und Direktor des botanischen Gartens, Mitgl. der Ak. der Wissenschaft u. d. Phil. Fac. in Wien, Vizepräsident der Gartenbau-Ges. in Wien, Adjet. der AI. üeop. «Lar. und Ehren- »nd Mitglied mehrerer gel. Ges. des In- und Auslandes, wirkliches Mitglied der matheinatisch-naturwissenschasllichen Klasse der kaiserlichen Akademie der Wissenschaft, Direktor des bot. HofmnseamS, Univ.-Gartendirektor, Direktor des k. k. botanischen Kabinetts, Hofburg l, Wien. Wilhelms Schneebergs Lränler-Ällop hat sich nach Ueberzeuguug der renommiertesten Aerzte auf eine außerordentlich günstige Weise namentlich gegen Halsentzündungen. Hnsten, Heiserkeit. Grippe, Schnupfen, Brustbeklemmung» Verschleimung, Tlhweratl»nigkcit, Seitenstechen, Keuchhusten und beginnende Lungensucht bewährt. Preis einer Flasche sammt Anweisung fl. 125 ö. W. In Oesterreich-Ungarn und Deutschland geschützt. Nur allein echt erzeugt von k>anr Apotheker in Neunkirchen bei Wien, wo Bestellungen zu machen sind, auch zu bekommen bei nachstehenden Firmen: Adelsberg: I. A. Kupferschmidt, Apotheker; Agra m: Sig. Mittlbach, Apotheker; Bozen: F. Waldmüller, Apotheker; Borgo: Jos. Bettanini, Apotheker; Bruueck: I. G. Mahl; Brixen: Leonhard Staub, Apotheker; Cilli: Baumbach'sche Apotheke und F. Rauscher; Essegg: I. C. v. Dicnes, Apotheker^ Frohnleiten: Vin-eenz Blnmauer; Friesach: Ant. Aichinger, Apotheker; Fcldbach: Jos. König, Apotheker; Gospic: Valentin Vouk, Apotheker; Glina: Ant. Haulik, Apotheker; Görz: A. Franzoni, Apotheker; Graz: Wend. Trnkoezy, Apotheker: Hall, Tirol: Leop. v. Aichinger, Apotheker; Innsbruck: Franz Winkler, Apotheker; Jnnichen: I. Stapf, Apotheker; Jvanic: Ed. Polovic, Apotheker; Jaska: Alex. Hcrzic, Apotheker; Klagenfurt: Karl Clementfchitsch; Karlstadt- A. E. Katkic, Apotheker; Kopreinitz: Max Werli, Apotheker; Krainburg: Karl Tchannig, Apotheker; Knittelseld: Wilh. Vischner; Kindberg: I. S. Karins; Lienz: Franz v. Erlach, Apotheker; Marburg: Alois Quandest; Meran: Wilhelm v. Pern-werth, Apotheker; Mals: Lndw. Pöll, Apotheker; Mnran: Joh. Steyrer; Pettau: C. Girod, Apotheker; Möttliug: F. Wacha, Apotheker; Peterwardeiu: R. Deodatto's Erben; Radkersburg: Cäsar E. Andrien, Apotheker; Roveredo: Richard Thales, Apotheker; Rudolfswerth: Dom. Rizzoli, Apotheker; Tarvis: Eugen Eberlin, Apotheker; Triest: C. Zanetti, Apotheker; Villach: Ferd. Scholz, Apotheker; Vukovar; A. Kraiefovies, Apotheker; Vinkovee: Friedrich Herzig, Apotheker; Warasdin: Dr. A. Halter, Apotheker; Windifchgraz: G. Kordlk, Apotheker; Zara: V. Androvic, Apotheker. Das P. T. Publikum wolle stets speziell Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop verlangen, da dieser mir von mir echt erzeugt wird und da die unter der Bezeichnung „Jnlins Bittners Schneebergs Kräuter-Allop vorkoinn,enden Fabrikate „»würdige Nachbildungen sind, vor denen ich besonders warne. (595) 4-4 Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.