Laibchcr Taablatt. Redaction und Expedition: Babnhofgasse Nr. 15. "*=BG^ lirdnumerationflcteii e* „ Luirrlionsprelje: (6in» Nr. 67. itiKpUi.Si: Diensmg, 23. Mcirz 1880. — Morgen: Gabriel. esSSRV^e 13.JahrLM Bom Chef des CabinetS. Die unverhohlene Missstimmung, mit welcher die mahgebenden Blatter Deutschl«ids die Hin-neigung Taaffes zu den foderalistischen Parteien be-trachten, haben dem mit der Besorgung bet Haus-wasche der jeweiligen Regierung betrauten Press-bureau den Gedanken nahe gelegt, den Grafen Taaffe vor der Veranlwortung fiir die russophilen Schmerzen der Czechen und die deutschfeindlichen Phrosen des Herrrn Hansner in Schutz zu nehmen. Wie bei allen delicatkn Ehrenrettungen dieser Art, segelte das Pressbureau auch in diesem Folle nicht unter eigener Flagge, sondern gab einem seiner Soldlinge ben Austrag, den Chef des Cabinets in irgenb eiuem Blatte als ben Forberer ber deutsch-osterreichischen Frenndschaftsbeziehungen zu preisen. Doch war ber Anftrag vie! leichter ge-geben als ausgefuhrt. Denn feitbem bie gewiss conservative »Presse" bent Pseuboconservatismus dev Regierung ben Fehdehandschuh hingeworfen hat, findet sich in Wien kein anstandiges grotzeres Blatt mehr, welches fiir ben Grafen Taaffe in die Posaune stohen, geschweige benn seine Ber-dienste um die ciiitzere Politik den Lesern anrnhmen niochte. Die Verhimnilichungen des „$iferiti" biirften ober kaum hinreichen, um miseren Premier gegen ben Verbacht zu fchiitzen, mit toelchcm man ihm auf ber ganjen Linie ber Verfassuugspartei begegnet. In so verzweifelter Lage fant man nun auf ben Einfall, bie officiose Wasche burch Ber-mittlung eines beutschen Blattes besorgen zu lassen, unb wirklich ging bie „91 orb. Allg. Zkg." bent Correspondenten des WienerzPressbnreans be-reittoiHigft auf ben Leim, indent fie einen Artikel iiber ben Grafen Taaffe veroffentlichte, welcher lttzterem burch bie Ueberfchroanglichfeit unb ben bliihenbett Uttfinn ber auf ihn gemiinzten Loberhe-bungen wohl selbst ein Lacheln ablocken diirfte. Der Gewahrsmonn der „Nordd. Allg. Ztg." erklort namlich mit riihrender Naivetat, dass Graf Taaffe eine Art von Gegenstiick zum Fursten Bismarck fei, unb hebt hervor, dass sich im Wesen des Ministerprasidenten, ben er ohne alle Umschweise als ben besten Oefterreicher hinstellt, ein starker beut-scher Zug geltend mache. Jst es nun schon ait unb fiir sich autzerst bebentlich, toentt man bei ber ab= iehttenben Haltung ber onstondigen Presse Oester-reichs zu frembeit Organen bie Zuflucht nehmen will, um fiir ein in seinem Anbeginn versehltes, in seiner Durchsuhrung aber gerabezu gescihrliches RegiernugSsystem ©timmung zn machen, so wird doch ber Ernst ber ©ache burch bie Ungeschick-lichteit der osficiiisen Corresponbenten ber „Norbb. Allg. Ztg." einigermatzen abgeschwacht. Den er= wunschten Effect hot inbessen bie eben erwahnte „@timme" ganzlich verfehlt. So ist zunachst bie „Nationolzeituug" gegen bie Gleichstellnng Taaffes mit Bismarck in bie Schranken getreten, inbem fie barauf verwies, bass Bismarck seine politischen Transactionen trotz bes Wiberwillens ber eben tiorhanbenett parlamentarischen Majoritat getrost wagen burste, weil er einen Rilckhalt in seiner Popularitat besitzt. Wir stimmen bem vollstanbig bei uttb glaubeu, dass bort. wo Bismarck gattz getrost zum Mittel von Nenwahlen greifen fann, Graf Taaffe schon jetzt ein klagliches Fiasco ernten miisste. Was aber belt „beutschen Zug" im Wesen Taaffes anbelangt, so erinnert bie „Neue freie Presse" mit Recht baran, bass Gras Taaffe es war, welcher bas Burgerministerium sprengte, bass Gras Taaffe unter Potocky bie Reichsrathswahlen Icitete unb dass er endlich zur Zeit des deutsch-sranzijsischen Krieges bie Volkskundgebungen zu Gunsten ber Deutschen burch Polizeimatzregeln zu nnterdriicken suchte. Ueberhaupt kouuteu wir ben Artikel ber „Nordd. Allg. Ztg." ltur insoserne gelteit lassen, als Gras Taaffe in ahnlicher Weise wie Fiirst Bismarck eine souverane Missachtung bes Par-lamentarismus zur Schau trdgt. Nur find die Motive, auf welche sich hiebei Bismarck sttitzen kann, wesentlich von jenen Taaffes verfchieden. Bismarck hat seine grotzen, vom glcinzendsten Er-folge begleiteten Unternehmuugen zum grohen Theil gegen ben Willen ber Bolksvertretung burch* geftihrt, was einer fo gewaltig angelegten Natur wohl Beranlassnng zum Glauben geben kann, dass seine Ueberzeugungen von mehr Wert stub, alr bie Slbstinunuitgsergebnifse eines VolkshauseS. Taaffe bagegen hot a lies, was er erreichte, nur auf bem Abfindnngswege mit den versassungS-seindlichen Parteien erreicht. Aber er ist desholb, weil die Polen, die Czechen und bie Rechtsportei ihre Stimmen von Fall zn Fall gegen eine ent* sprechende Entschcibigung der Regierung zur Ver--sugung stellen, nicht berechtigt, ben gonjen Par* iamentariSmus mit so vornehmer Geringschatznng zu behanbeln, wie er es wirklich Ihut. Soli er ja boch einem bohmischen Grohgrnnbbesitzer auf die Frage, ob er mit bem gegenwartigen Ministerium an bie Losnng ber fflubgetfrage herantreten wolle, lachelnd erklort haben, boss er biesbeziiglich teine Sorge Habe. Denn sein Ministerium habe jeben* falls weit mehr Aussicht, babei zum Ziele zu ge* langen, als ein anbereS! In biefen Worten liegt eine bittere Jronie. Denn Taaffe weih boch ebeitfo gut wie wir, bass sein Ministerium feine Partei befriebigt unb dass es sich keineswegs rtih* men barf, als eine Regierung von Copacitaten zu gelten. Aber es geniigt, weil bet Seiter bes Co* binets bie foberaliftifchen Pappenheimer burch Zugestanbniffe um Zugestanbnisse zu kodern ver-steht. Wie laitge wird aber bie nnerschopfliche Flosche, aus welcher Graf Taaffe ben foberalifti* schen Parteien immer wieber ein neues Glaschen krebenzt, noch flietzen fbnnen ? Einmol wird fie unb muss fie versiegen, und dann mag Gras Taaffe zusehen, wvhet er die Popularitat nehmen wird, Ieuisseton. Erika. Novell? von F. ti. Stengel. lFortsegung.) III. Drbhnend suhr ein Reisewagen auf bent Kloster-hof vor. Thomas eilte aus bem Stalle hinzu, Grete trat unter bie Thur, erschreckt und erstaunt zugleich. Der Wagen hielt ait, ber Dieiter sprang vom $8ode, Uffnete ben Schlag unb trat bait it ehrerbietig zur Ceite, ben Herrn anssteigen zu lassen. „Graf Walbheim!" rief Grete naher tretenb, toahtenb Thomas verlegen in einiger Entferming stehen blieb. „Ja, er selbst, Jungser Margarethe, lebft bu auch noch?" fagte ber Aitkomnienbe. „Zu bienen, Herr Graf," knickste bie Alte, swollen Eure Guaben gefalligst eintreten ?" ,.Wo ist bie Frau Grafin unb Comteffe Maria?" sragtc er mit kurjem, schatsem Tone. „Hoben Sie »on rneinem Kommen nichts ersahrett ?" ©rete wollte eben etwas erroibern, als gerabe Erika erschien, die ben Gang herabkam. Im Zimmer ber Grohmutter hatte sie bas Wagenrollen ge-HSrt, unb ervathenb, toer kontrne, eilte sie hinab. „Mein Water," rief sie schon von weitem. Ihre Wangen gtiihten von ber Erregnng, unb ihre Angen lenchteten vor Erwartnng. „Mein Vater!" toieberholte sie, mit ausgebreiteten Armen ihm ent-gegenfliegend. „Wie stiirmisch, nteine Tochter!" fagte ber Graf ruhig uitb trat abwehrenb einen Schritt jitriicE. „Lassen Sie sich. zuerst ansehen, Comteffe Walbheim." Erika blieb stehen, bie Farbe wich aus ihrent Gesichte, Thranen siillten ihre Augen, bie ausgebreiteten Arme fanfen herab, unb bas Wort er-starb auf ihren Lippen. — Dies Wat ihr Vater! Ein ftattlicher Mann, mit schwarzem Haar unb Bart, mit bunklen Augen benen Erika nicht gerne begegiteit miichte, toeitn es nicht die Augen thres Voters toaten, es war ein unheimlich louernbet Blick barin, ein Blick, ben bas Mabchen nicht tier-stanb, ber ihr aber bange rnachte, bange schon jetzt im erften Momente. Das Gesicht war schbn, man hiitte es gern gesehen, aber ber Ausdrnck, bas sat- kastische Lacheln um ben Munb uitb bie finstere Salte auf ber Stirn schreckten zurittf. Die Haltung bes Grafen war stolz unb gebieterifch, eine Aehn* lichfeit mit seiner Mutter war barin wie in ber ganjen Erscheinnng nicht zu oerkennen, aber es sehlte ihm bie Oerklarenbe Liebe, welche bie gramburch-surchten Ziige ber Allen vom Klosterhos vergeistigte. Forschenb Hieng sein Blick jetzt aus ber Tochter, bie er nicht mehr gesehen hatte, feit fie, ein Kinb Don wenigen Monaten, Don ber Grohmutter noch bem Klosterhos geholt worden war. Erika schlug die Augen nieber; so standen sie sich einige Minuten gegenuber, bis ber finstere Zug bes Grafen allmahlich einem zufriebenen, fast triumphierenben Lacheln wich. „Dies wore also meine Tochter," fagte er endlich, „nuit, Comteffe Maria, ich mache mein Compliment, nteine Ertoartungen sinb nicht getfiuscht, ich komme zur rechten Zeit. — Gib tnir bie Hand, nteine Tochter." Schiichtern legte bas junge Madchen bie Hand in bie bes Voters, sie zitterte unter ber SBeriihrung, kalt unb froftig filhlte sich bie Dargereichte burch ben feinen Hanbschuh an, es burchrieselte fie eifig, fie Dermochte nicht bie Lippen barauf zu briicken. welche den Fursten Bismarck auch burnt uber Wasser erhalt, wenn sich da» Parlament wider-haarig erweiSt. Oesterreich-Ungarn. Ueber den Stand der ungarischen Parteifrage geht der „Neuen freien Presse" folgendes Teleqramm zu: In der Woh-nung des ehemaligen Ministerprasideiiten Stephan Bitto fund am 21. d. M. cine Conferenz statt, welche iiber die Fusion aller gemahigten oppo-sitionellen Elemente berieth. Anwesend waren Graf ..Albert Apponyi, Baron Albert Banffy, Baron ,Aela Banhidy, Stephan Bitto, Alexander Buja-'itjbbič, Franz Choriu, Aladar Gullner, Emerich Hodossy, Paul Hoffmann, Paul Kiralyi, Bela Lukacs, Aladar Molnar, August Pulszky, Baron Ludwig Simotiyi ltnd Desider Szilagyi. In alien finanziellen, wirtschaftlichen und Verwallnngsfragen wurde die Basis file ein gemeinsames Programm gefunden. Dagegen stehen die Chancen fiir eine Einigung hinsichtlich der socialen, jnstiziellen und Freiheitsfragen nicht sehr gunstig, da die An-schauungen, welche diesbezuglich zutage getreten find, sehr divergieren. Die Conferenzen sollen auch wcihrend der Ferien fortgesetzt werden. Jm ausjersten Falle sollen die Fragen, die noch nicht sprnchieif find und iiber die keine Einigung erzielt wurde, als offene behandelt und aus dem Program m sortgelassen werden. Jm besten Falle wird also die Fusion blotz eine Vereinigung ad hoc. — Dieselbe Duelle reprobuciert die Nachricht, dass die ungarischen Kirchenfursten bie Abhaltung einer Nationalsynode planen, wie solche in Ungarn wah-re»d des vorigen JahrhnnbertS wiederholt statt-^efnnden haben und neuestens auch anderweitig tn Uebung kamen. Es sollen die Fragen der katholischen Stiftnngen, insbesondere der katholischen StudiensondS, der Stipendien und Convicte an der Pester Universitat, der katholischen Gymnasien und andere ahnliche Angelegenheiten verhandelt werden. Biel wahrscheinlicher ist dagegen, dass der Episko- 8at Stellung nehmen will zn dem gestern vom ^nlerrichtsminister eingebrachten Gesetzentwurse, betreffend die Mittelschulen. Moglich, dass die Kirchenfiirsten zu dem Gesetzentwurse in Opposition treten, obgleich Minister Tresort mit dem hohen Clerus auf gutem Futze steht und seine Vorlage den billigen Ansorderungen der Kirche Rechnung tragt. Bei diesent Anlasse wirst „Egye-terteS" die Frage auf, weshalb der Furstprimas von Ungarn seine ihm durch das Staatsrecht zu-kommenden Pflichtcn fines Legatus natus des papstlichen Slnhles nicht ausubt und bie Jngerenz der Wiener Nuntiatur auf bie ungarischen Kirchen-angelegenheiten bnlbet. Dies sei ein Ueberrest aus Der Graf hob ihr gcfenktes KSpfchen in die Hvhe: „Wie verzagt," lachte er, „bu fonnft dich fehen lassen, Maria, auch bei Hofe. Wir werden ge-follen, Comtesse I Morgen reifen wir ab." „ Schon so bald?" ftarnnielte Erika. „9tun ja, wozu be tin zogern?" eittgegnete der Graf Icichthin. „Doch davon spatcr, zeige niir jetzt mein Zimmer — es ist doch tines bereit? Ucber-flusS an Domestikeii scheint ihr nicht zu haben." Erika gieng voran nach bem fur ben Grafcn bestimmtcn Gemache. Fragt er benn gar nicht nach der Grohmntter, nach seiner Mutter? bachte sie im Gehcn, wagte aber nicht, es auszusprechen. Sie Sffnete die Thure der Zelle, der Graf trot ein, es war eine der gerciumigsten im alten Kloster, allein immer noch eng fiir ben an anderes GewShnten. Einfach und schmucklos war die Einrichtnng, nur daS Nvthwenbigste enthalteiib, und dieses war alt und Ocrtirancht. „Die Grafin Waldheim wohnt schlccht, wenn biefeS ihr besteS Freindenzimmer ist," fagte er. ,9lun, ich muss eben fehen, wie ich zurechtkomme, der Cvncordatszeit und verletze das ungarische Staatsrecht. Nach bem „Dziennik Polsti" find die Polen noch weit dayon eiitfernt, sich mit ben gegenwarli-gen Regierungsverhaltnifsen zufrieben zu geben. Namentlich tubelt baS erwahnte Blatt bie bis-herige Action bes Ministeriums unb betont babei, bass auf ben gesammten Verwaltungsbienst nichts schablicher zu wirken vermag, als der Dilettantis-mus in ber Abministration ber obersten Regie-rungsfphare, weil sich bie Unsicherheit ber Verwal-tung bis in bie letzten Auslaufer bes Verwal-tliiigsorganisinus zu verzweigen pflege. Mit Riick-sicht auf biesen Umstanb hatte ber Polenclub bie Pflicht, vor allein auf Erfetzung bes Freiherrn von Kriegsau unb seiner College,, burch gewaubte, im Berwaltnngsdienste erfahrene Fachimnister hinzu-wirken unb baburch bie Stadilitat in ber Ge-schaftsfuhrung wieberherzustellen. Frankreich. Der Polizeiprafect vvn Paris hat an bie Polizeicommissare ein Runbschreiben gerichtet, worin bieselben aufgeforbert tverben, bin-tten 20 Tagen genauen Bericht iiber bie in ihren betreffenben Bezirken liegenben Manner* unb Frauenkloster zu erstatten. Die Polizeicommissare sollen antzerbem folgenbe Fragen beantworten: „Welche Orbensgemeinfchaften haben ihren General ober ihren Obern im Anslanbe? Welche Congregationen stehen mit Bewilligung Roms nicht nichr unter ber bischoflichen Antorilat?' Der Prafect empsiehlt ben Polizeicommiffaren, in btr ©ache sehr mahvoll vorzngehen und es zu vermeiden , sich direct in Berbindung in it den Oberen unb Mitglicbern bet Orben zu setzen. — fiiegt es auch often zutage, bass biefe Erhebungen im engsten Zusammenhange mit ber beabsichtigten Anwenbung ber Staatsgesetze gegeniiber ben nicht* concessionierten Orben stehen, so ist boch nach ber vorhanbeuen Sachlage kaum zu zweifeln, dass bie Jesuitenfrage friiher einer prafttfchen Enlscheibung entgegeiigebiacht werben biirfte, als bie von bett Prtifecturen eiiigeleiteten statistischen Erhebungen ihrer Erlebigung. — Wie aus Paris tefegraphiert toirb, soll ubrigens ber Pap ft die Forderung ber franzosifchen Regierung, bass die nichtautorifierten Orben ihre ©tatuten vorlegen sollen, billigen unb beshalb bem Nuutius anbefohlen haben, sich be* zuglich ber Negiernngsmatzregeln gegen bie Je-fuiten jeber Emmischung zu enthalten. Russian-. Der Londoner ,,Standard" bringt eine Darstellung iiber bie rufsifcheit Allianzwer* bungen in Frankreich, welche im allgemeinen in it bent von uns bereits citierten Artikel ber „Grenz-boten" ubereinstimmt. „Es mag angezeigt fein — so wirb nantlich bent „©taitbarb" aus Berlin gut, bass ich vorbereitet war. a lies zu vermiffen; man fall mir meinen Dieiier mit dem Gepack schicken und bie Grafin benachrichtigen, bass ich hier bin, ich laffe fragen, ob fie mich in einer kleineu Stunde empfangen kann? — Unb turn gehe." Erika bedurfte der Weisung kaum. Sie ei(te nach bent Zimmer der Grohmntter. Die Alte sah am Fenster, als bie Eiikeliu ein-trat. Erika stiirzte zn ihr, und bie Arme uni ben Hals der alten Fran schlingend, brach sie in ciiten Strom von Thranen aus, mit Halb evftidter Stimme flehend: »Grohmutter, lass in ich bei dir bleiben!" Frau Walpurgis lSste sich sanst von ber Um-orniung los unb kiisste bie gliihenbe ©tirn bes Mabchcns. Sie hatte wohl geahnt, bass Erika im Bater nicht das findeii werbe, was ihr ber Liebe bebilrstiges Herz bei ihm suchen niusste, bass aber bie erste Begegnung schon entfcheibeiib fein werbe, hatte fie nicht gebacht. Sie suchte das Mabchen zu beruhigen, nnb Erika liefj sich leicht burch Trostgriinbe beschwich-tigen. Wie gerne HSrte sie, dass mancher Mensch schroff unb hart erscheine, gleichgiltig unb abwehrenb fiir jebe Liebesbezeigung, nicht weil er selbst hart telegraphiert,— zu bemerken, dass einer der Ge-hilfen des Generals Miljutin die mit der Leitung der in Paris im letzten Sommer gepflogenen anti-deutfcheu Unterhandlungen betraute Person war, nnd dass diese Unterhandlungen einmal weit ge* nug gediehen waren, um Frankreich zu veranlassen, Oesterreich zu sondieren. Heute bin ich in der Lage, den Namen des UntcrhandlerS zu nennen. Es war General Obrutfcheff, Miljutins Adjutant und Privatsecretar, der in diefer ontinofett Mission nach Frankreich geschickt wurde. Fiirst Gor-tschakoff billigte uatiirlich die Mission, aber es scheint letzthin versucht worden zu fein, den Nach« weis zu fiihren, dass der russische Kaiser keine Kenntnis von dem, was vorgegangen roar, hatte, oder zum roenigsten, dass er die volle Ausdehnung der in Paris gentachteit Vorschlage nicht kannte. Ich kann nieine fruhere Angabe, dass Rujslanb Deutschland zSrnte, weil letzteres sich roeigerte, Oesterreich zuerst vom Eiumarsche in Bosnien und baiitt vom Vorrucken nach Novibazar zurilckzu-halten, positiv bestatigen. Wie Sie roiffen, bleibt ber letzte ©chritt in Bosnien (bie Annexion?) noch zn thun iibrig, unb wenn berfelbe einmal versucht wird, biirfte ber Friede anf's neue gefahrdet werden." vermischtes. — Eisenbahnungluck in Halle a it ber ©aate. Ueber bas Eisenbahnungliick in Halle melbet bie „Nationalzeitung" unterm 20. b.: AlS heute morgens um 10 Uhr auf bortigern Bahichofe bie beiden Personenziige von Magdeburg unb von Halberstabt zu gleicher Zeit anlangten, snhr infolge unrichtiget Weicheiistellung ber erftere in ben letzte ren hineiu, wodurch 6 Perfonen getbbtet unb 20 oerwundet worden find. Als Urheber biefes Un-gliickSfalles wird der Weichensteller Schraber be-zeichiiet, welcher sich heute nachmittags um 2 Uhr erhenfte. Der Anblick dec Vernngliickten unb Hilfe-rufenben war ein hcrzzerreihender. — Auf ben Eifenbahnfchienen. AuS Baben nachst Wien wird ber „®eutfchen Zeituitg" telegraphiert: Dec Eisenbahnbebienftete (Wagen-wafcher) Johann Berger warf sich geftent abeitbs, unmittelbar bevor ber Eilzng in ben Badeuer Bahnhof einfuhr, in felbstmSrderischer Abficht aus bie Schienen. Man fonb be« Leichnam des Ungliicklichen neben bent Aschenkasteil ber Mafchine eingezwangt, so dass berfelbe gewaltsam losgelSst werden mufste, als bie Mafchine ftiOftand. Fichspnren auf bent befchneiten Bahndamme, nachst welchem auch die Finger be* SelbftmSrbers lagen, zcigten genau bie ©telle, wo Berger sich auf die Schienen geworfen hatte. und fait ist, fonbern weil er meint, baburch feichter iiber Dinge wegzukommen, welche bas Leben fchwer unb traurig niachen kSnnen. Es fei oft ein Gefiihl von Zuviickhaltung, eine geiviffe falsche ©chain, welche den Munb ein leichtes Scherzwort ober gar eine fchroffe Abweifung ansfprechen laffe, wahreitb bas Hcrz ganz anders einpfi»de. In der Welt zeige man jelten fein wahres Gesicht, unb die Gewohnheit mache dieS bei oielen znr andern Nat nr. Diese Woite beruhigten Erika wohl fiir ben Angenblick, allein bemtoch fain die SQitte immer wieder: »Grohinutter, lass mich nicht fort!" Jetzt tint Grete ein, ben ©cafeit melbenb, welcher ihr nuf bem Fuhe folgte. Fran Walpurgis erhob sich langsom von ihrent Sitze, unb dem Sohne einige Schritte entgegengehenb, fagte fie: „Willfommen im Klosterhof, Ottomar Walb-heim!" Der Graf etwiberte ben fatten Grnh in glei* cher Weise unb siigte bei: „Es freut mich, Sie wohl zu fehen, unb ich hoffe, Sie fiitb es immer." „Ja, Gott fei Dank, ich bin so wohl, als mare in meinen Jahren verlangen kann," nitgegiiete fie; »allein fprechtn wir nicht von mir, um meinetwillere — Berungliickt. AuS Lundenburg, 21. b., schreibt man: In der hiesigen Zuckerfabrik vctun-glfickte heute vormittags der 21 Jahre alte Ma-schinenwarter Thomas Novotny, indeni er wahrend des EinSlens titter Maschine von der Setter ab-rutschte und zwischen zwei Zahnrader gerieth, welche ihn vollstandig durchschnjtten. Er blieb sofort todt. — Versicherungswesen. Dutch ein un-giinstiges Zusammentreffen der Umstande haben die englischen Lebens-Bersicherungsgesellschaften inner-halb eines Jahres fur dret Schaden nicht weniger als 12.500,000 ft. zu zahlen gehabt. Es waren dies die Polizzen des Herzogs von Newcastle, des Marquis of Anglesea und des Earl of Tife. Der Tod zweier anderer englischer Aristokraten wahrcnd desselben Jahres bringt die Schadensunime rund .tittf 15 Millionen Gulden. Local- und Provin^ial-^ngelegenheiten. — (P r o be wah le n.) Bei den gestern vor-getiommeiitit Probewahlen fur den Gemeinderath wurden als Candidaten der liberalen Partei fur den dritten WahlkSrper die Herren Albin Achtschin, Schloffermeister, und Ottomar Bamberg, Handels-kainmerrath und Buchdruckcreibesitzer, aufgestellt. Fur den zweiten WahlkSrper wurde von der zahlreich defuchten Bersammlung per Acclamation beschlofsen, die ausscheidenden Gemeinderathe Leopold Burger, derzeit Viceburgermeister, Landeshanptmann Dr. Friedrich R. v. Kaltenegger, den bisherigen Biirger-meifter Anton Laschan und den f. k. Landesgerichts-rath Zhuber v. Okrog neuerdings zu candidieren. gum ©chinffe der Bersamntlnng, welche voin Bor-sitzenden Dr. Schrey mil dent Hmweis erSffnet wnrde, -ass eS sich bei den Geineindewahlen keineswegs urn eine politifche Demonstration, fondern eben liur darnm handle, fur die Vertretung der cominunalen Jnteressen auch die geeigneten Manner zu finden, wurde vom Leiter der Probewahl in Anbetracht der hohen Wichtigkeit des Gegenstandes »ochinals das dringende Anfnchen an alle Mitglieder der liberalen Partei gestellt, vollzahlig an der Wahlurne zu er» fcheineu. Heute abends finden die Probewahlen fur den ersten WahlkSrper statt. — (StadtverfchSnerung) Dem Ber-nehtiieit nach beabsichtigen die Besitzer der an der Einmtlndnng der Knafflstrahe in die Schellenbtug-gaffe liegenden Hauser an dieselben Anbauten zu machen, tvodurch die VerschSiierung dieser neticit Strahenanlage wefentlich gcsvrdett werden wird. — (6 in Minift er a l s Mitarbeiter des „Laibacher Tagblatt".) Das in Wien etscheinenbe..Vaterland", ein wiirdiger Nebenbuhler der slovenischen Journalistik im Fache des Naderer« thums. denunciert in seiner Rummer vom 19. d. niemand geringeren als den Minister Stremayr, dass er liber Amtsgeheimnisfe des Ministerrathes dem „Laibacher Tagbl." Mittheilungen mache. Als Beweis fur diese monstrSse Ausgeburt jounialisti-fcher Schniiffelei wird in einer angeblichen Laibacher Correfpondenz des genannten Blattes angefiihrt, bah die „Wr. Allg. Ztg." vom lb. d. M. vor der erfolgten Ernentiung Kallinas z»m Statthalter von Mahren eine Correfpondenz auS Laibach enthalten Habe, worin es hiefj, die Sloveiien in Krain wurden den Abgang ihres Landesprasidniten nicht bitter empfitideii, da er ihre hochfliegciiden Plane nicht befriedigt Habe, auherdem Habe das „Laibacher Tag-blatt" zu feiner Zeit eine ahnliche Aeuherung ge-bracht, Bon went anderen konnlen ttach Ansicht des ..Baterland" diese beiden Mittheilungen herstammen, als von einem Minister, offenbar zu dem Zwecke, urn miter seinen Collegen cine Intrigue gegen KallinaS Ernennuug anzuspiititcit. Der besagte Artikel des „Baterlond" ist zwar aus Laibach datiert, jedoch ist es tinschwer zu errathen, dass er aus jenen Reichs-rathskreisen stanimt, denen Minister Stremayr ein Dorn im Auge ist. Bekonntermotzen wird das feu-dal-clericale, deutsch geschriebene Wiener Organ, um dessett Verbreitung in Krain sich die Herren Obreza und Dr. Bošnjak so sehr angenoinmen haben, durch ein eigenes Presscornite des Clubs der Rechten dcs Abgeordnetenhauses, bestehend aus den Herren Victor Fuchs, Ritter von Schneid und Pater Klun, mit senfationellen Rachrichten bebieut. Da nun das eine Mitglied dieses journalistischen Kleeblattes, nantlich Dr. Bictor FnchS, bei der Debatte iiber die Auf-hebung des Legalifierungszwanges wegen seines jant-nterlichen BerichteS iibet biesen Gegenstand die ver-dietite Abfertigung durch Minister Stremayr erhiett, fo rachteit sich seine beiden mitbeleidigten Collegen mittelft einer HSchst albernen Denunciation gegen Minister Stremayr im »Baterland," fie haben zu-gleich fur das „Tagblott" dutch die Bekanntgabe eines Ministers als Mitarbeiter eine unerwartete Reclame gemacht. — (Gewerb licher AushilfSkassen« v e r e i n.) Bei der vorgesteru abgehaltenen Gene-ralversammlung des geroetblichett Aushilsskossen-vereines machte der Bereinsdirector Herr Horak die Mittheilmtg, dass der Bereiit mit Ende des Jahres 1879 336 Genoffenschafter mit eingezahlten Aniheilen im Betrage von 71,338 fl. 13 kr. zahlte. Im verflossemti Jahre wurden feitens des Bereines 3161 Wechfel im Gefammtbetrage per 481,772 fl. esconiptiert. Die Gesamnitsuinme des verwalteten Kapitals betrng 99,404 fl. 19 kr. Der Reserve- fond belauft sich auf 14,698 fl. Der Jahresbericht und der RechnungSabfchluss wurden genehmigend zur KenntniS genommen. Herr O. Dolenec berichtete hierauf namenS des Revifionscornites, dass daSselbe die Rechnung pro 1879 gepruft und richtig be« funden Habe, und beantragte, der Direction da-Abfolutoriurn zu ertheilen, welcher Antrag auch on-genommen wurde. In den Borstand wurden nahezu mit Stinirneneinhelligkeit gewahlt die Herren: Franz Droller, I. N. Horak, Michael Pakic und Felix Wai-dinger; in den Revisionsausschuss die Herren: Joses Regali, O. Dolenec und Johann Zitterer. Herr Regali beantragte die ErhShung der bisherv gen hSchsten ©reditfumme per 1000 fl., welche der Berein einem einzelnen Creditwerber gewahren diirfe, auf 2000 fl Der Antrag wurde ohne Debatte eiiistimtttig genehmigt. Der Borsttzende thcilte schliehlich mit, dass der Berein hetter das 25fte Jahr seiner Geschassthatigkeit begotttteu ha be und feiu 25jahriges Jubilaunt durch eine erst naher zu bestimrnende Festivitat feiern werde. Herr Regali wunschte zu diesem Zwecke fogteich die Wahl eines Comites. Der Antrag wurde jedoch, nachdem die Herren I. Zupaukic und W. Rudholzer dagegeit ge-jprochen hatten, abgelehttt, worauf die Bersammlung geschlosfen wurde. — (Beilage.) Dem heutigen „Tagblatt" liegt fur die P. T. Stadtabonnenten ein Prospect von Hartlebens Handlexicon des gattzen kaufmSn-nifchen Wifsens bei. * * Aus Krainburg wird tins vom 20. d. be-berichtet: Die Tage der Gefahr find, Gott fei Dank, wieder ftir ein Jahr vorilber. Es waren das die Stellungstage vom 15. bis 20. b., an welchen wieder einntal die 9ioheit und Brutalitat des jiingeren Theiles der LandbevSlkerung ihre Orgien feierte. Es ist durchaus keine Uebcrtreibung, wenn ich sage, dass sich Bnrfchen aus feinbtichen Gemeinden in-mitte der Stadt, ja felbft auf dem Platze fSrm-liche Schlachten lieferten. Nicht genug damit, dran-gen fie meiftentheils mit Meffern bewoffnet in die Wohnungen ruhiger, gewerbetreibender Biirger ein, und man niufste, wie zu den Zeiten des Faust-rechtes, Gewalt mit Gewalt vertreiben. Dies alle-gefchah unter ben Augen des Gefetzes; feitt Gen-darm, tein Gemeindepolizei-Wachmann war zu fehen, wo der Scandal am argften war. Die Ruhe-stSrungen pflanzten sich fort, bis am 18. d. abends eine gauze Rotte ebenfalls mit Meffern bcwaffneter, total befoffetter Kerle die Savebrticke gegen den Bahnhof Hitt ganz abfperrte und alle Passanten ohne Unterfchied des Standes oder Geschlechts auf die grbblichste Art infuttierte. Auch hier liejj sich fein ©icherheitsorgon erblicfcn, bis ettblich vom Bahnhof her fechS mit verschiedenen Instrumenten verfehene Arbeiter dem firgerlichett Exceffe bet Trunkenbolde ein fchnelles Ende machten. Die meiftcn Execedenten find aus den Gemeinden auf beiden Ufern der Save: Sirčič, Hrastje, Druloug, Prale, Mavčiče ic. Die Mehrzahl derfelben, gleich-viel, ob tauglich oder untauglich befunden, liegt mehr oder weniger verwnndet darnieder. Einer in (iitčič ist be re its bergattgeite Nacht an feinen Wun-deit geftorben. Auf der ftabtischcn ©tiege gegen die Save ztt fattd man heute noch auf jeder Treppe Blutspuren Die meiftett Wunden find Stichwunden. und nnwillkurlich drangt sich tins die Frage auf, ob es bentt got fein Mittel gibt, bie wilbe Horde zu. enlwaffnen, bevor fie noch unzurechnungssahig wirb? Somite nicht jebet Gerneiiibevorsteher. bevor bit Bnrschen abgehett, unter vorhergegangener geeigncter Ansptache biefelben betuegen, ihre Messer zu House zu lossett? Beweis bessen, doss es keine grotze ©chwierigteit ist, diese Ceute, so longe fie bei Ber-tii'.nft siitb, zu entrooffen, ist bie Thatsache, bass ihiien ein einziger Wirt theils in Giite theils mit Gewalt elf Stuck Messer abgenommen hot. macht Ottmcir Waldheim feiue Rcise noch bem Klo-flerhos. Ich wtitische ztt erfahtcti, wos ihit hierher ftihrt. — Geh', Eriko, hole bcittcm Boter eitteii ©tuhl, unb botin loss’ tins olleitt." Dos Modchen gehorchte; der Grof hotte fie fan in bcochtet. Frau Wolpurgis blicfle ihr noch, und ttflchbem bie Thtir sich hinter ihr gcschlosseit hatte, wiederholte sie ihre Frage. „Hiiben Sie meitiett Brief nicht erhaltcn?" frogte der Graf zuriick, liachbcnt er sich ihr gegen-ilber gesetzt hotte. „Jch kvinine, mit ttieine Tochter zu hoten." „Dies weitz ich, otlein aus welchen Grunben gefchieht es? Sie ist gliicklich hier. unb wir tvoren flbereingetommen, dass sie bei mir bleibcn fvlle." „Bis fie erwochfcit." „S)Q00it sagte ich tiichtS, fottdertt bis ich fie felbft zttiuckschicken toiirbe." „Dovon erwohnte ich ttichts. Es bersteht sich tibrigens von felbft, boss ich, der Boter, mein Kind bei mir wunsche." „Niichbem man sich siebzehn Jahre nicht um fein Kinb beliimmerte, ist biejer Wuitsch sehr be-ftembenb." »Ich wusste dosselbe gut attfgehoben — WaS foDte ich mit dem kleinen GeschSpfchen?" »Allerdings, es wore zngrunde gegangen, wenn ich m ich nicht seiner ougenommen hatte, desholb ober Habe ich auch ein Recht an bent Kind, unb ich wunsche es hier zu bchalten." „Jch begreife bieseit Wunsch, ollein er taint mich nicht beftimnien, ich ha lie Marias Zukuuft im Auge." „Glonbt Ottmar Waldheim, ich Habe diese weniger im Auge als er? Als ich das Kind zu mir tiohni, versproch ich, fur dosselbe ztt sorgeti, nicht nut fitr cmige Jahre, foudmi fiir dos gauze Leben, u»d ich hoffe, doss ich es einft in treucr Obhut verloffctt fottn." „Welche Absichten hobctt Sie, vielleicht laffen fie sich mit mriiieit veteitiigen?" Fron Wolpurgis locholte; es log Spott in ihrem Lacheln, ein Spott, der fie ihteitt Sohne ahnlicher machte. „Jch bezweifle bies, ubrigens ist in biefein Angenblick mein einziger Wunsch, Enko hier zu beholten." „Grika?“ wiederholte der Graf. „Jch HSte diese Bezeichnttng nun schon bfter, roarttm beliebten Sie, ben Namen tneiner Tochter zu andern? Erika, fonderbar, wie wurde bos am Hofe klingenl In Zukunft wird fie ihren Namen fiihreit." (Sortscguiig folgt.) Eingrsrndet. Dankfngung. Nachbcm mein scit sechs Jahren im Fuhe gehabtes hestiges gichtigeS Leiden bei viermaliger Anwendunq des in dcr Lanbschafts-Apotheke in Graz zn habendcn Rheu-matismus-Aethers ganzlich bchoben ist, so siihle id) mid) angenehni verpsiichtet, bent Herrn Erzeiiger dieses vor-trefflichen Rhenmatismns-Aethers offentlich mcincn Dank abzustatten, nnd hoffe, dass mir dies Doit ©cite dcs Herrn Erzeugers nicht iibcl anfgenommen, mcil dadnrdi gewiss rinem grohen Theile bet Icibenben Menschheit Hilse ge-bracht roirb. (40) 10—8 Graz am 2. Oktober 1878. Adolph Edler v. Kormos. Depot fiir Krain bei Julius v. Tmkiczy, Apotheker „znm golbenen Einhorn" in Laibach, Rathausplatz Nr 4. Witterung. Laibach, 23. Marz. > Anhaltend schSne Witterung, bet Schnee ganz ver-schwnnbcn, mahiger Ost. Temperatur: morgens 7 Uhr — 16°, nachmittags 2 Uhr + 5 6° C. (1879 + 4 0°, 1878 + 80° C.) Barometer im Steigen, 745 16 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel ber Temperatur + 2 0», um 2 3° unter bem Normale. Angekommene Fremde am 22. Miirz. Hotel Stadt Wien. Hirsch, Kanfm., Berlin. — Kranl, Reisender, unb Teppuer, Kaufm., Wien. — Chlabek, Forstverwalter, Nerstein. Hotel Elephant, v. Vetter, k. k. Generalmajor, unb Ritter v Koch, k. k. Oberst, Graz. — Paulich, Triest. — Wex-berg, Agent, unb Fassol, B»d)brucker, Wien. — Obreza, Zirkniz. — Heber, St. Louis. Hotel Europa. Trayer, Matbutg. — Prettenhos, Graz. Mohren. Maschitz Barbara, Kochin, Tarvis. — Zan, Feistriz. — Paulin Leopolbine, Private, Graz. Am 27. Marz. 3. Feilb., Jagei'sche Real., Lanbol, BG. Senosetsch. — 2. Feilb., Uraukar'sche Real., Gabrovnica, BG. Egg. Wiener Liirsc uoui 22. Marz. JUIaratin« SluaU-i ,, frfmtI : *ilc Papierreme .... Lilberrenre .... Aolbrcnte............ ©taatdlofc, 1854. . , lbKO. . . 1860 >U 100 st. 1864. . $ raod«nt(uflungi-©tfigationcii. •»alijien............ Siebenbiirgen . . . temefet Banar . . Ungarn .............. War? .1 72 40' 7j5 . 73 —I 73 .! >7 9| 88 .12< 25 i 122 12;) — 129 I3if>0|132 173 — 173 »9 99 *8 :0 89 8U 2S 8H 9(1 yo1 91 Gedenktafel iiber die am 26. Marz 1880 ftattfinbenben Lici-tationen. 2. Feilb., Logar'sche Real., Grasenbruuu, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Seligoj’sdic Real., Parje, BG. Feistriz. — 2- Feilb., Klun'sche Real., Zagorje, 33®. Feistriz. itndire ef|«nl!i<6< Antehta. Donau-Regul.-Loje ling. Pramtenanlehen Wiener Anlehen . . , Hetita v. Maukea. Lreditanstalt s.H.u.G. Hationalbanf. . . Hdico 9. (Irensparl-Hnltrociimungen. UUold-Badn.......... vonau • Dampfschiff. LUsabelh-Westbahn jverdinandS-Stordb. .vranz-Ioseph-vaVn Valrz. Sarl-vudwigb. Vcuibcra - Hzernowitz Liovd-Hesetlschast . H2 - M5 20 2 i . 0 301 — bCli 301 25 Hordwettdadn • . . NudolsS-Lahn . . . LlaalSbahn . . . . Stibbabn.......... Unft. 'Jicrbotlbubn . pfondbriefe. BobencrebitanftaH in «Solb.......... in osterr. 2Dabr. . Nalivnalbank. . . . Ungar. tfobenfreNt* 613 191 75 2893 171 — 171TO 263 25 263 6i 163 »5 163 75 6*0 — 6"2 — 159 50 615 — 192 75 2398 Prioriičls»^6fiy. Slifabctbbabn. 1.6m Kerb.-Storbb. i.Silbe, ^ranz-Iofepd-Babn . Galiz.K ^'udwigb.l.S Deft. Storbwest-Babi, icbenbiiiget Lahn taatflbabn, l. 6m. Suddahu * 3 Perz. * 5 „ . Priootfof«. (žiebitlofe.......... Rnbolfslofe .... Deeiftn. venbon .............. Hekllsocten. Ducalen.............. 20 KraucS ........... mo d. Vtewbflin.ut . žilfca............. «Se!b 25 ate 169 50 159 25 277-50 88 30 145 75 118 75 101 40 103— 108 8 S 98 50 170 50 158 50 278 — 88 50 146 — 119 — 101 80 103*20 102*50 98 75 106*60 107 — 9^-80 106 — 100 75 82*70 126*25 110' — 180 50 19 75 118*60 100— 106 50 101— 83 — 175*50 126 75 110*50 181 — 20 25 118*70 Der P. $: geehrten Dmnenwkli zeige id) hiemit an, bass id) anch PilTivatficitcn ubernehme. Ad)tungsvoll Leapoldine Jean, Laibad). Franz-Josesstrabe 5, Parterre. (107) 2 Fracht- unb Eilfrachtbriese vorrathig bei jRfeintnagr Sc £arn6erg„ Laibach, Dafdie zum Aiigetn unit IDafrfirn roirb angenomnien; auch roirb HkangLugokn gelehrt in unb ouficr bem Hausc: Pctersstratze Nr. 32, 1. Stock. (112) 8-2 «!ne flortir »«> 2-2 Oarnen- und Herren-Handschiibe roetben urn 50 Procent herabgesetzten Prcis verkaust bei ferit. litina & liafifi. 5-56 5-58 9-47 9 48 58 Z5 63 35 Telegraphischcr Cursbericht am 23. Miirz Papier-Rente 72 40. — Silbcr-Reute 72 95. — Golb-flinttc 87 75. — 1860er Staats-Anlehen 128 75. — Bank-actien 836. — Crebilactien 298'—. — Lonbon 11865. — Silbct —•—. — jt. f. Munzbueaten 5 57. — 20-Ftancs-Sliicfc 9'47. — 100 Reichsmark 5825. osthandbuch Im Verlage von Hans Feller in Karlsbad er-schien sooben: P von -ftk.lois Z5im.na.er, k. k. Obcr-• Postvorwaltor in Karlsbad. 4. Anflage. — 160 Seiten, el eg. cart. — Preis 1 fl. Mit Post 1 fl. 5 kr. Industriollcn, Bankhiiuscrn und grossoron Ge-achaftsfirmon, die liiiufig mit dor Post zu vorkeh-ren haben. ist das nacli den neuoston Beatimmun-gen revidiorte gediegene, handlichc Werkchen ein unentbehrlicher Behelf bei Anfgabe und Selbst-taxierung aller Postsendimgen fiir In- und Aus-land. — Der schnelle Absatz dreier Aullagon spricht deutlich fiir den Wort des ,.Posthandbuches.“ Vorriitbig bei Ig. v. Klehnnayr & Fed. Bamberg in Laibach. (79) 3—3 Die ungar.-franzosische Versicherungs - Actiengesellschaft (Franeo-Hongrohe) mit eiiiem Acticnkapitale vou uncs, “TP® ®CST aut welche 4 Millionen Gulden in Gold, gleich ID Millionen Francs, bar eingezahlt und theils in vom Staate gavantiertcn Priovitiitsobligationen sowie in anderen Securitiiten, theilweise aucli bei den ersten Geldinstituten des Landes gegen kurze Ktindigung placiert si ml, hat ihre Thatigkeit in der ganzen osterr.-ungar. Monarchic bereits liegonnen und schliesst "XT" ersicii.er“a-2D-gre3nL 1.) gegen Feucr-, Blitz-, Dampf- und Gasexplosions-Schiiden; 2.) gegen Chomage, d. i. Schaden durcli Arbeitseinstellung oder Entgang des Einkommens infolge eines stattgehabten Braudes oder einer Explosion; 3.) gegen Hagelschaden; 4.) gegen Bruch von Spiegelglas; 5.) gegen Transportschiideu, veiuisachtzu Land u. zuWasser; 6.) auf Valoren, d. i. Sendung ni von Wertpapieren aller Art, Bargeld etc. per Post zu Land und zu Wasser; 7.) auf das Lebeii des Menschen, auf Kapitalien mit und olme anticipativer Zahlung der versicherten Summe, Renten und Fensionen, zahlbar nacli dein Tode oder bei Lebzeiten des Versicherten, sowie auf Ansstattungen. Das bedeutende Actienkapital der Gesellschaft gewiihrt den Versicherten vollstandige Garantie fiir die von ihr iiber-nommenen Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft wild durch streng rechtliches Gebaren sowie durch prompte nnd coulante Ab wick lung nnd Ausbezahlung der vorkommenden Schaden das Vertrauen des P. T. Publicums in volleni Masse zu rechtfertigen bestrebt sein und den Versicherung Suchenden alle jene Begiinstigungen einraumen, welche mit den Prin-cipien einer auf solider Basis operierenden Gesellschaft vereinbar sind. Versicherungsantrage werden entgegengenommen und alle gewiinschten Aufkliirungen ertheilt sowohl bei der gefertigteu Generalagentschaft, als auch bei den Hauptagentschaften in der Provinz und bei den Specialagenturen in alien grosseren Orten des Landes. (68) 5 Graz am 15. Februar 1880. Die Generalagentschaft fur Steiermark, Karnten und Krain in Graz, Radetzkystrasse Nr. 8. (Nachdruok wird nicht honorieri.) Dtuck von J g. v. K l e i n m a y r & Feb. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Fiir bit Rebaclion verantwortlich: Dr. HanS Kraus. !