Nr. 298. Samstag, 28. Dezember 1907. 126. Jahrgang. WbacherMZeitmg Pril«n»eratwn»pieie: VNt Post Versendung: ganzMrin »« X, halbjähria 15 X. Im «ontor: ganzjährig » X, halbjährig II X. Für die Zustellung ins Haue ganzjährig 2 X. — I«sertio»egtbkhr: ssür Neine Inserate ln« zu 4 8« mittag«. Unfrantierte Vrirsc w?rden nicht angenommen, Manustripte nicht zurückgestellt. I«l«PH»«»Nr. >«r U«d«lti»n 258. Amtlicher Heil. Der Finanzministcr hat den Stcnerverwaltcr Otto Grebenc zum Stener-Obervettvalter für den Dienstbereich dcr Finai:zdircktion in Laibach ernannt. Den 24. Dezember 1907 wurde in der l. l. Hof» und Staats» druclerei das 0XXVII. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach l»em NmtSblatte zur «Wiener Zeiwng» vom 84. und 25. Dezember 190? (Nr. 296 und 297) wurde die Weiterver« breitung folgender Preßerzeugnisfe verboten: Nr. 1548 «II I^vorlltnre» vom 15. Dezember 1907. Nr. 9466 «II kieoola» vom 15. Dezember 1807. Nr. 3b2 »Napi-Löä» vom 16. Dezember 1907. Nr. 6 ,«»eitsk6 NrMol?. vom 19. Dezember 1907. Nr. 83 «lloinunk» vom 18. Dezember 1907. Nr. öl «LträH I.iän» vom 20. Dezember 1907. Flugblatt: «öotrto pi-i vänoöuim näkupu Iiünla: ,8vüj Ic Lvörau'» ohne Angabe des Druckers, Druckortes und Verlegers. Die im Verlage des Dr. Kramer in Magdeburg erschie» nenen Druckschriften: 1.) «Warum glauben wir nicht»; 2.) «Va-bel Bibel»; 3.) «Die Geburt des IesuS! Wahrheit ober Dich. rung»: 4.) «Gibt es einen Gott»; b.) «Wozu leben wir»; 6.) «Ist das Gewissen Gottes Stimme?» Nr. 16 «UetHiovivo» vom 21. Dezember 1907. Heute wurde das XV. Stück des LandesgesehblatteS für Kram ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr 20 die Kundmachung der Landesregierung für Kram vom 21. Dezember 1907. I. 6830/rr.. betreffend die Richtig, stellung des flovenifchen Textes des im Landcsgesehblatte Nr. 8 ex 1907 Verlautbarten Übereinkommens inbetresf der Durchführung der für die Entwässerung des Laibacher Moores erforderlichen Arbeiten am Laibachflusse und am Oruberschen Kanäle. V«n der Nebaltisn des Laudesgtsetzblattes für Krain. Laib ach, am 27. Dezember 1907. MchtamMcher Heil. Wirtschaftliche Lage in Mazedonien. Da^s türkische Ministerium für Handel und öffentliche Arbeiten hat, wie man aus Salonichi berichtet, in leyter Zeit neuerdings Verbesserungen, lvelche fiir die Landnüttschaft und die Viehzucht in Mazedonien einzuführen wären, in ernste Erwägung gezogen. Man konnte sich dcr Überzeugung nicht länger verschließen, das; es eine unbedingte Notwendigkeit ist, diese für das Land wichtigsten Erwerbszweigc auf eine höhere Stufe zu bringen, und es wurde eine Neihe von Beschlüssen gefaßt, deren baldige Verwirklichung lebhaft zu wünschen ist. Da die Musterwirtschaft in Salonichi einen immer größeren Kreis von Schülern aus allen Teilen der Provinz anzieht, unter welchen sich Angehörige aller Nationen befinden, nnd da die erzielten Erfolge sehr befriedigelt, sollen in Üsküb, Monastir und Seres ähnliche Anstalten errichtet lverden. Unter den landlvirtschaftlick>en Maschinen und Geräten, deren Anschaffung beschlossen wurde, sollen sich drei große Tenen Materials. Eine landwirtschaftlillie Zeitung, welche an die Landwirte gratis zu versenden ist, soll ins Leben gernfen werden. Alle drei Jahre ist eine landwirtschaftliche Ausstellung und Vichschcm zu veranstalten. Die Negierung wird alljährlich drei Preise auswerfen, und zlvar den ersten Preis für rationellste Bearbeitung der Felder, den zweiten Preis für das beste Resultat hinsichtlich der Viehzucht und den dritten Preis für d>as beste Ernteergebnis. Bezüglich der landwirtschaftlickM K'-assen wurde berechnet, das; denselben jährlich in Mazedonien l>2.l> türkisä^' Pfunde durch die EinHebung von einein Prozent auf die Zehentstener zufließen. Man hat festgesetzt, daß Geld nicht höher als zn sechs Prozent geliehen lverden darf. Der letzte Ausweis zeigte folgende Tätigkeit dcr genannten Banken hinsichtlich alisgeliehener Beträge: Vilajet Salo-nichi 70.6^5-19 türfische Pfunde, Vilajet Monastir .!8.391-05 türkisclx- Pfunde, Vilajet Kosovo ^.182-02 türkische Pfunde. Von dem Iahres-gewinne fiel ein Drittel dem Ackerbau miuisterinn: zu, ein Drittel wurde für Verbesserungen auf landwirtschaftlichem Gebiete gewidmet lind ein Drittel wurde zum Kapital geschlagen. Gemäß dein letzten Irad^ des Sultans müsseu nnn 67 Prozent des Gewinnes für Vervessernngen in der Landwirtschaft verwendet lverden. Englische Marine. Die englische Marine wird, wie man aus London schreibt, demnächst drei Klassen von mo-den:en Zerstörern haben, von denen der Vertreter der jüngsten und letzten Klasse allerdings zunächst nur als Experiment zu betrachten ist. Von den anderen beiden ist die kleinere Klasse für die .Msten-gewässcr bestimmt. Sie hat, ungefähr 2W Tonnen Deplacement und erreicht mit Turbinen, Wasserrohrkesseln nnd ausschließlicher ölfeueruug etwa 20 Knoten Geschwindigkeit. Mit etwa 20 bis 25 Tonnen Ol an, Bord ist ein bedeutender Aktionsradius geschaffen und können bei mäßiger (5>e-schwindigkeit, selbst 12tMcnzerstörcr im Dienst und 12 nahezu Feuilleton. Ghezira und Ghizeh. Von Alechmed Abdullah. (Fortsetzung und Schluß.) Engländer mit Tropenhelmen nnd wallendem Nackcnschutz, lvas so gut zn unserer heiler recht kühlen und im Winter imincr erträglichen Temperatur paßt — Löwenjagd beabsichtigende (!)Tarta-rins aus Frankreich und deutsche Professoren mit ermäßigten Vergnügungs billets und ganz ungemäßigt ungeheuren Hornbrillen! Ja! — die große Eheops und ihre Schwester sind bekannt — heutzutage aller Welt — und doch nistet man sich auch zu seinem zehnten oder zwölften Aufstieg — wie wir beide es gestern taten. Überwältigend ist ihr erster Anblick jedesmal. Von Kassar el Nil ans — oder selbst von Benha, wenn man von der Bahn nach Kairo aus, ',um crstemnale die Pyramiden am Horizont aufsteigen sieht, konnte man sich des ergreifenden Eindruckes nicht erivehren ^ auf der halben Straße dann — dnrch ein unerklärliches und unerklärtes optisches Luftphänomeu ei-scheinen sie klein, nichtssagend, enttäuschend und mesanin — und plötzlich dann knapp vor Ghiseh selbst steigen sie an, nn^ geheuerlich — znm Himmel stürmend. Unten am Fnße dieses Steinriesen verkanfen Beduincu echt ägyptische Altertümer - durchwegs „Made in German", man kanft die massenhaft — denn es ist eben doch gar zn süß. seiner' Alten, so man eine solcl>e hat, einen Osiris oder eine Isis mitzubringen, die in Düsseldorf geboren sind. Ebenso schön ist es, gleich neben der elektri-scl>en Bahn „Kamel zu reiten" und sich einzubilden, in der Sahara zu sein, oder, sich dabei in die Ge^ fahren hineinzudenken, die Slatin Pa,sci>a und seinen Meharisten auf der Flucht bedrohten. Derlei tun besonders jene Touristen gerne, die die Sahara nicht bereisen lverden, ehe sie es im Sleeping-kar werden tun können. Die Sonne sinkt — lind nnn erglüht der Himmel, das Wüsteugebirge un5 die alte Eheops in einem Rosa, einem Not und einen: Dunkelviolett, wie man es nur in Ägypten sehen nnd sonst nirgends tränmen kann. Dies dann ist das Wunderland der Pyramiden, die Erde Pharaons und Kleopatras bei himmlischem Bengalilicht. Nasch, plötzlich sinkt die Nacht hernieder. Noch sind wir oben, angelehnt am Flaggen stock, der vor zwölf Tagen dort gepflanzt wnrde. Kairo mit seiner Zitadelle, seinen Kuppeln und überschlanken Minaretten, die Silberbänder der Nilarme und die Palmenoascn sind im Grau, dann gleich darauf im Tchtvarz der Nacht verschwunden. Myriaden Steine glitzern und funkeln — und taghell glänzt der Mond, obwohl wir noch weit vom Vollmond sind. Es ist so hell, daß ich ohne Mühe den amtlichen Teil einer- Nummer der „Laib. Zeitung", die mir kürzlich zugegangen ist und die ich gerade in der Tasche habe, lesen kann. Unter nns ist es Nacht, undurchdringliche Nacht und Nebel. Man l>at. Lust zu jauchzen dort oben und dann wieder zieht es einem das Herz zusammen in einem unbesäireiblichen, unl>ea.rün detcn Weh. Wir hängen nritten im Hinnnel anf einer' Steinplatte, die auf uichts rnht, denn auch die Teitenwände der Cheops sind im Nebel verschwunden. Oben ist nlan dem Hinnnel so nah', was groß und unheimlich ist, unter uus in einem schwarzen Leichentuch liegt die Welt. Am liebsten blieben wir oben, so nahe bei den Sternen nnd beim Himmel, würden uns nicht unten im Automobil ein anderer Himmel (um galant zu sein) und Angcnstenlen-paare erwarten. Und dies mit Ungeduld, denn unsere Frauen langweilen sich trotz je eines Dutzend Schokoladen. Es heißt also hinunter kletten: — und dies ist infam.. Je zlvei Nedninenkerle erwischen uns unter deu Annen — und ehe man es sich versieht, ist man unten — doch fragt mich nur nicht wie. Da unten aber ist's fürchterlich nnd der Mensch begehre nimmer und nimincr zu schauen ... Im Menahonse-Garage tosen, rasseln, zischen, kochcn Antomobile aller Dimensionen — bi-üllen Esel- und Kameltreiber, schreien Antiquitäten-verkäufer — rennen wie wahnfinnig schwarz befrackte Kellner-. Welck?er Kontrast! Unser eigenes Vehikel steht abseits nn Hotelpark selbst. Gardinenpredigten kennt die Mohmn-medanerin nicht, aber wohl Gardinenansfragen — nnd da muß man jeder einzelnen und allen anf einmal genan uud stundenlang über den Ausflug berichten. Alle anderen Herrschaften speisen allen: An scheine nach im Hotel; jedenfalls ist unsero „Elec-lrique" die einzige, die geräuschlos, ihren rasselnde,: Petroleumkolleginnen einen vcrächtliäM Abschiedsblick Zuwerfend, davonrollt. Laivacher Zeitung Nr. 298. 2810 28. Dezember 1907. fertiggestellt haben. Übrigens ist die Armierung dieser Masse eine verhältnismäßig, starke und besteht ans zwei Zwölfpfündern statt der bisherigen Dreipfünder analoger Deplacements. Die zweite Klasse, die der Ozean-Zerstörer, wird jetzt gerade durch fünf Fahrzeuge repräsentiert, die „Ghnrka", „Eossak", „Tartar". „Mohawk" und „Afridi". Diese Zerstörer kosten allerdings schon 140.000 Pfunde Sterling, statt der 45.000 Pfunde Sterling der ersten Klasse. Sie haben ein Deplacement von (lttl) Tonnen und können 7:> bis s>5 Tonnen Öl fassen. Sie sollten bei einem Verbrauch von einem Pfund per Quaoratfuß der Heizoberflächc 83 Knoten laufen, aber fie haben diese Bedingung durchwegs überschritten, nnd die „Tartar" hat sogar während eines „run" von sech5 Ttuuden dnrchwegs 8-1:2ti Knoten erreicht, mit einer höchsten öeistnng von, 37 Knoten. Sieben weitere, Fahrzeuge dieser Klasse mit einem noch nm 100 Tonnen größeren Deplacement sollen gemäs; dem Programm in weiteren zwölf Monaten fertig sein. Die, dritte und neueste Klasse wird durch den zn Birken-head im Van befindlichen „Swift" repräsentiert. Das Deplacement beträgt, 1800 Tonnen, das Öl-fassungsvermögen 180 Tonnen, die Kontrakt-geschwindigkeit 3lossnthismus scheitert, der lieber das jetzige Okkn-Pationsverhältnis mit seinen vielen Nachteilen fortdauern läßt, als eine Entscheidung zugibt, in der diese beiden Länder nicht ganz an Ungarn überantwortet werden. Das „Vaterland" führt in einer, Besprechung der letzten Budgetdebatte im Herren-Hanse ans, daß sich dieselbe in jeder Beziehung weit über das Niveau alltäglicher parlamentarischer Auseinandersetzungen erhob und anch durch die Bedeutung der behandelten Politischen Fragen eines nachhaltigeren Interesses würdig ist. Einen würdigeren Abschluß hätte die österreichische Parlamentssaison 1907 nicht finden können. Abgeordneter Professor Kaiser erörterte kürzlich in der „Neuen Freien Presse" die Anfgaben der nächsten Zeit für Negierimg und Neichsrat, nnd kam zn dem Schlnsse. daß den nationalen Streitfragen endlich energisch und zielbewußt an den Leib genickt werden müsse. Man müsse sich bewußt werden, daß eine einheitliche, schnelle nnd gnte Gesetzgebung nnd Verwaltung ermöglichende Vermittlnngs- oder Staatssprache festzustellen ist. Mit der Lösnng der nationalen Frage stehen alle politischen Fragen in engstem Znsammenhange und da werden znnächst die Fragen des öffentlichen Unterrichtes, die Geschäftsordnnngs-reform nnd die Frage der staatsrechtlichen nnd militärischen Angelegenheiten im Verhältnis zu Ungarn zn regeln sein. Schließlich muß die sozialpolitische (Gesetzgebung dnrch eine möglichst weite Kreise der Bevölkerung umfassende Krankheits-, Alters-, Invaliditäts-, Witwen- und Waisenversicherung ergänzt werden. Die „Pol. Korr." schreibt: Anknüpfend an die Lage in Portugal brachte ein Blatt vor knrzem eine angebliche Unterrednng mit Dom Miguel von Braganza, in welcher dem Prinzen die Absicht zugeschrieben wird, nnter gewissen Umständen in die Angelegenheiten des genannten Landes einzugreifen. Ans gnter Quelle erfahren wir, daß die von dein erwähnten Blatte veröffentlichte Dar stellnng unzutreffend ist. Die Unwahrscheinlicht'eit der Annahme, daß Dom Miguel die ihm in den Mnnd gelegten Äußeruugen gemacht habe, leuchtet ein, wenn man sich die in Betracht kommenden Po litischen nnd persönlichen Momente vor Augen hält. Der genannte Prinz, der mit seiner Familie die Gastsrenndschaft Österreichs genießt, denkt gewiß nicht daran nnd könnte nicht daran denke»:, vom Boden dieses Landes ans anf den Gang der Dinge in Portugal in irgendwelcher Weise Einfluß nehmen zu wollen. Alls Baku wird dem „Berliner Tageblatt" berichtet: Über die Lage im Norden Per-s i en s liegen hier äußerst beunruhigende Nachrich teil vor. In Täbris herrscht geradezn völlige Anarchie, und diese verbreitet sich auf andere Städte weiter. Die Erregnng der Bevölkernng bat zn Plünderungen lind anderen Pö'belausschreitnn-gen geführt. Die Laden von Ansländern wurden vielfach ausgeraubt. Der Schah hat iilx'r die Ver-Hältnisse keinerlei Macht, da zu wenig Truppen vorhanden sind. Die Vorgänge in Persien habeil an den Grenzorten Transkaukasiens eine förmliche Panik hervorgcnlfen. Viele Nnssen sind alls Tschulsa nach Transkankasien geflohen. In den Grenzorten sind Nanb und Plündernng an der Tagesordnung. Längs der Grenze sind die russi scheil Kosakeilposteu infolge mehrerer Überfälle am die Post ventärkt. Wie verlautet, verstärkt auch die Türkei ihre Truppen an der Grenze, um auf allerlei Ereignisse vorbereitet zu sein. Tagesneuiffleikn. — (Sieg der Schlauheit.) Vor kurzem erfuhr ein wohlhabender Kaufmann in Paris, der ein bedeutendes Geschäft nach Japan macht, dah eine der ersten Firmen in Volohama falliert hatte, doch qelana. es ihm nicht, den Namen der Firma zu erfahren. Lr hätte die Wahrheit wohl durch ein Telegramm erfahren können, doch um sich die Kosten zu ersparen, aing er zu einem bekannten Bankier, der die Nachricht empfangen hatte, und bat ihn. ihm den Namen der Firma zu nennen. „Das ist eine sehr delikate Sache", antwortete der Nantier. „die Nachricht ist nämlich nicht verbürgt, und wenn ich Ihnen den Namen nenne, kann ich mir Unannehmlichkeiten machen," Der Kaufmann versuchte, ihn von der Ungefährlichleii der Sache zu über Zeugen, doch vergebens. Endlich machte er ihm folgenden Vorschlag: „Ich werde Ihnen eine Liste von zehn Firmen in Yokohama aufschreiben. Sie sollen sie nur durchsehen Die Straße ist leer und totenstill — einzig dnrch unsere Reflektoren erleuchtet, und so kann »nan. . . „auslassen"! Sei es der nicht mir gehörenden Masckn'ne nnd nicht nur dem Kutscher, zu Ehren gesagt, mit dem alten Wiener Fiakerlied: „Und will mir aner vorfahren, möcht segeil, wer die san . . ." Die Straße ist brillant und schnnrgerade uno schon fliegen wir pfeilartig über die Nilbrücke, aber da heißt es auch „(^schwindigkeit umstellen", denn m der Kassar-el-Nilstmße beginnt das Lebeil. Ain „Ubdeen-Distrikt-Policeftabion" vorbei ilsw. — Stopp! Von oben — von der Plattform, der Cheops herab — so stelle ich mir vor — sieht zur Mitter nachtsstunde der Geist des Pharaon ms Mena-House-Hotel hinein. Was mag er sich denkeil? Macht er dasselbe erstaunte Gesicht, das die Sphinx zu machen sclieint? Die Sphinx — einst ein Rätsel! — Heute ist ihr die Welt ein solches geworden. Befrackte Kellner — Whisky and Soda — Automobile — Moderne Menschen sind ihr unerklärlich. Sind diese letzteren es nicht eigentlich über-hallpt? So unerklärlich, wie cs unsere Zeit ist? — Was sind wir? Wohin gehen wir? Das wissen wir noch viel weniger, als lvas die Sphinx war und woher- die Pyramiden kommen. Die Zeit ändert alles — sie hat so viel in Ägypten geändert. Den Eunuchen ei-setzt, hellte am Vock und selbst neben seiner Frau im Wageil, der — Gatte. Was liegt noch alles im Schoße der Zeit? „Alles fürchtet die Zeit", sagt ein arabisches Sprichwort, doch die Ieit fürchtet — die Pyramiden ! Zwanzig Millionen Kronen. Roman von I. K. Lehs. Autorisierte Übersetzung von Minna Vahnson. (13. Fortsetzung.) (Nachdruck vtlboteu.) „Es ist recht nett von dir, Tante, daß dll sie aufgenommen hast," begann ich mit der Absicht, mich lvegen meiner offenen Sprackfe heilte morgens zu entschuldigen. Aber der Gesichtsausdruck meiner Tante ließ mich vel-stnnunen. Ich hatte eine ge wisse Angst vor ihr. „Horace," sagte sie im steifsten Tone zn mir, als sie meine Hand freigab, „Horace, du hast nur, vielleicht unbeabsichtigt, einen großen Dienst erwiesen. Ich sage das wohlüberlegt. Über dein Benehmen sage ich mchts. Es genügt, daß du mich verhindert hast, eine große Sünde zu begehen, die ich vielleicht später erst bereitt hätte, und ich habe Grnno, dir dankbar zu sein. Bitte, sprich künftig nie, wieder hierüber!" Jetzt war ich völlig über die Zukunft unseres namenlosen Schützlings beruhigt aber ich war »licht auf den Wechsel ill, Tante Selina selbst gefaßt, den der neue Ankömmling hervorgernfen hatte. Es schien wirklich, als hätte die Natur meiner Tante bis jetzt me Gelegenlieit gehabt, sich ganz zu entfalten. Sie war zurückhaltend, eisig, gewnnden, verbittert gewesen. Jetzt taute sie sozusagen auf, unter dem Einflnß dieses liebreizeil den Kindes, das alls ihren Schutz angewiesen war. Tante Selina war im Grnnde ihres Herzens, wie alle guten Frauen, ganz Mutter. Bisher hatte sie diese Gefühle nicht betätigen können. Ihre verheirateten Verwandten waren über ihre Versuche, ihnen bei der Kindererziehung zu helfen, beleidigt oder spöttelten darüber. Mehr als einmal hatte man sie fühlen lasseil, daß loeder ihr Nat noch ihre Hilfe erwünscht wären. Kein Wunder weiter', daß sie sich allmählich einredete, sie möchte keine K-inder, nnd sie als wandelnde Plagegeister ansah. Alle waren schlecht erzogen und würden sicher zugrunde gehell. So war Tante Selina ganz auf sich angewiesen lind wurde eine Art von altjimgferlichem Misallthropen. Aber jetzt hatte sie, was sie nie zu besitzen erioartet, hatte — ein eigenes Kind. Noch dazn ein erwachsenes Kind, das nie schrie oder brummte, sondern immer gehorsam, immer vergnügt, immer liebenswürdig, immer zäi-tlich war. Es war rührend, zu beobachten, »vie ängstlich bemüht der Schützling meiner Tante weu Pflichten hinderten. Mr nannten unsere junge Freundin Ifabella und forschten, anch nicht weiter um ihren Nachnamen. Jeden Tag nahmen ihre geistigen Kräfte, das Gedächtnis inbegriffen, zn, und dennoch schien sie jetzt ebenso wenig im stände, sich an die Ereignisse ihres vergangenen Lebeiis zu erinnern wie damals, als sie ans dein totenähnlichen Tranc? er wachte, iil dem lvir sie gefunden hatten. Das ein-zige, was dieser Lähmung ihres <5>edächtnisver-mögens entgangen war, war die Tatsacl^e, daß sie Bella genannt worden fei. Sie war immer sanft und gefügig, aber hauptsächlich gewann sie dock) das Herz meiner Tante so schnell dlirch ihre entzückende, strahlende Heiterkeit. Wie lvarmer Sonnenschein erhellte und erfüllte sie das trübe, kleine Häuschen in Chiswick vom Morgen bis zum Abend. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 298. 2811 _________________ 28. Dezember 1907. und mir sagen, ob der Name der betreffenden Firma darunter ist. Das werden Sie doch tun?" — „Gewiß", sagte der Bantier, „sobald ich leinen Namen nenne, kann ich nicht verantwortlich gemacht werden!" Der Kaufmann stellte die Liste auf, der Vantier sah sie durch und gab sie dann dem anderen mit den Worten zurücl: „Der Name des Betreffenden, der falliert hat, ist darunter." «Dann habe ich eine große Summe verloren", entgegnete der Kaufmann, „denn das ist die Firma, mit der ich in Verbindung stand", wobei er auf einen Namen in der Liste dentete. „Woher wissen Sie denn, daß dies gerade die Firma ist, die falliert hat?" fragte der Vantier verdutzt. «Ganz einfach", antwortete der Kaufmann, „von den zehn Namen der Liste war nur einer echt, der der Firma, mit der ich in Konnex stand, die anderen waren sämtlich erfunden!" — (Aus Furcht vor Strafe verhungert) ist ein Schultnabe aus Meselenhagen. Der Junge sollte einer Unart wegen gezüchtigt werden und entlief deshalb seinen Eltern. Zuerst trieb er sich in den benachbarten Waldungen umher, bis die laltcn Nächte ihn zwangen, ciii warmes Nachtquartier zu suchen. Dieses fand er dann in der Nähe des Dorfes, auf einer Strohmicte, in die er ein tiefes Loch grub, das er dann als Schlupfwinkel bc-nützte. Das Unglück aber wollte, daß in der Nähe ge-pflüg: wurde und der Junge ungesehen die Miete nicht verlassen tonnte, somit barin gefangen war. Schließlich trieb ihn der Hunger doch heraus, aber er war schon so entträftet. daß er von der Miete herunterfiel und auf dem Felde liegen blieb, wo er morgens tot aufgefunden wurde, — (Um die Welt in drei Stunden und 2 3 Minuten.) Ein interessantes telegraphisches Experiment wurde diesertage von dem bekannten Kopenhagener Blatte „Politiken" gemacht. Um die Schnelligkeit der vcr-schiedenen telegraphischen Systeme der Welt zn ergründen, schickte das Vlatt an sich selbst zwei Telegramme von je fünf Worten; das eine dieser Telegramme sollte in östlicher Richtung um die Welt gehen, das andere in westlicher Richtung. Die Depeschen gingen über Schanghai—Newyorl-Lonbon, bczw. London—Newyork—Schanghai und trafen richtig wieder in Kopenhagen ein. Zuerst kam das über Schanghai—Newyorl—London abgesandte Telegramm, das für die Reise um die Welt drei Stunden und 23 Minuten gebraucht hatte. Die verschiedenen telegraphischen Gesellschaften waren nicht vorher benachrichtigt worden, so daß nicht angenommen werben kann, daß es sich um eine durch außergewöhnliche Vorkehrungen erzielte Schnelligkeit handelt. Die Depesche wurde während ihrer Reise um die Welt achtmal um telegraphiert. — (Wie Mark Twain Bücher lauft.) Ein Freund Mark Twains schildert, wie aus Newyort gemeldet wird, in der „Washington Post" sehr hübsch, wie der berühmte Humorist Bücher lauft. Marl Twain trat in der Bundeshauptstadt in einen Vuchladen und fragte nach dem Preis eines in der Auslage liegenden Werkes. „Vier Dollar," sagte der Verläufer. „Nun. ich bin ein Zeitungsschreiber — bekomme ich als solcher einen Nabatt?" fragte Marl Twain. „Ganz gewiß." — „Ich schreibe auch für Magazine, und ich glaube, Sie lassen auch dafür etwas nach, wie?" „Jawohl," sagte der Verläufer, „als Mitarbeiter von Zeitschriften sind Sie auch zu einem Rabatt berechtigt." — „Nun. sehen Sie mal, ich habe auch einige Bücher verfaßt und gehöre der Vereinigung amerikanischer Autoren an. Das bringt mir auch gewöhnlich einen lleinen Nachlaß bei meinen Nucheinläufen." meinte Mart Twain weiter. „Auch bei uns bekommen Sie diesen Abzug!" versetzte der Verläufer wieder. „Und. wissen Sie, ich bin ein Aktionär dieser Firma, das sollie mich doch sicherlich Zu einem Rabatt berechtigen, wie?" war die weitere Frage. „Unzweifelhaft." ertönte die Antwort. „Sagen Sie mal," meinte der Humorist, etwas vertraulicher lverdend, „ich bin Mark Twain, vielleich! haben Sie von mir gehört — denken Sie nicht, daß ich deswegen noch einen lleinen Abzug haben sollte?" „Ganz entschieden!" meinte der Verkäufer wieder. ' „Das ist ja schön," sagte jetzt Marl Tloain, „wiediel muß ich jetzt bezahlen?" „Gar nichts — das Haus schuldet Ihnen noch 80 llents!" war die Antwort. — (Die Trauung im Flußbett.) Echt amerikanisch mutet die Geschichte zweier Liebenden aus dem wilden Westen an. Die Tochter des Farmers Huxter im Staate ONahama war von ihren Eltern dem Sohne eines befreundeten Holzindustriellen als Gattin bestimmt. Das junge Mädchen hatte sich jedoch ohne Wissen ihrer Eltern mit dem Sohne eines etwa fünf Stunden entfernt wohnenden Farmers verlobt. Die jungen Leute beschlossen, ihre Trauung heimlich vollziehen zu lassen, und der Bräutigam Williams hatte sich zu diesem Zweck einen Reisereverend verschrieben. Dieser ist Amtsperson, zieht von Ort zu Ort. reift zu Pferde und ist wie ein Gaucho gekleidet. Der Rcise-pfarrer erschien auf der Farm des Mr. Huxter. als sich alles längst zur Ruhe begeben hatte, um die Trauung des jungen Williams und seiner Braut zu vollziehen. Der Pfarrer nahm die Bibel, um die Zeremonie ohne Trauzeugen — das Gesetz des Staates Otlahama gestattet dies in Ausnahmefällen — beim Schimmern der Sterne vorzunehmen. Plötzlich trat Mr. Huxtcr mit einer Browning-Pistole bewaffnet aus dem Hause. Schnell schwang sich Williams mit der Geliebten cms ein Pferd, und auch der Gauchorcverend bestieg sein Tier. Der alte Huxter nahm auf seinem edlen Mustang die Verfolgung auf. Ueber Wiesen und Felder, über Stocl und Stein, durch Wald und Gebüsch jagte er den Flüchtigen nach, und der Abstand, der ihn anfänglich von ihnen getrennt hatte, verringerte sich zusehends. In wenigen Minuten schon mußte Mr. Huxter seine Tochter ereilt haben. Zum Unglück dehnte sich ein reißender Gebirgsfluß vor ihren Füßen aus. Einen Moment stockten sie, aber dann trieben sie ihre Pferde mit dem Mute der Verzweiflung in das Wasser. Das abgemattete Tier Williams' tonnte biefe neue Anstrengung nicht überwinden und sant in der Mitte des Flusses, heftig mit den Wellen tämpfend. bis an den Hals ein. Der geistesgegenwärtige Reverend riß die Bibel heraus, schwang sich vom Pferd in das Wasser hinein, reichte schwimmend den beiden Verlobten das Buch der Bücher zum KXlß, was nach presbyterianischem Gesetz einem Schwur gleichkommt, und crllärte das Paar für getraut. Der herankommende Vater hatte nichts weiter zu tun. als gemeinsam mit dem Reverend seinen Schwiegersohn und seine neuvermählte Tochter aus dem Wasser zu ziehen. — (Amerikas Geizhals.) Benjamin Radleigh ist gestorben, Amerikas „Champion-Geizhals"; vorigen Montag hat der Tod den neunzigjährigen Hagestolz in der Nähe Bostons von der Kostspieligkeit des Daseins erlöst. Sein hinterlassenes Vermögen wird auf mehr als sechs Millionen geschätzt; nicht die Not und Sparsamkeit waren es. die Benjamin Radleigh antrieb, die Muhe seiner alten Tage mit dem Sammeln von Knöpfen, Schuhbändern, Kreideresten, Schnur stücken und alten Trambahnbilletts nutzbringend anzufüllen. In den neunzig Jahren soll er nur einen Tag nichts getan haben und er selbst hat sich diesen Leichtsinn nie verziehen. Mit Stolz erzählte er, daß er nie in seinem Leben ein Theaterbillett gelauft oder einen Schnaps selbst bezahlt habe, aber Einladungen war er stets zugänglich. Für die Eisenbahn hat er im ganzen nicht einen Dollar ausgegeben, und seine Halsbinde, die er natürlich nur bei besonderen Anlässen anlegte, hatte ein Alter von einigen Jahren. Radleigh ist durch seinen Geiz buchstäblich berühmt geworden. Aufsähe über ihn wurden geschrieben und viele Leute besuchten seine lleine Heimatstadt, um den wunderlichen Kauz und sein .Heim zu sehen. Er hat den Barbier abgeschafft, um die Kosten zu sparen und — ein sechsfacher Millionär — sich das Rauchen abgewöhnt, weil er früher wöchentlich 40 Pfennig für Tabak ausgab. Einmal ging das Gerücht. Radlcigh habe einige Dollars fiir eine wohltätige Stiftung gespendet; aber Radleigh hielt streng auf seinen Rus und trat solch infamer Verleumdung sofort energisch entgegen. — (Kindermund.) Aus der Naturgeschichte. Der Elefant hat vier Beine, in jeder Ecle eins, Tiger, Panther. Leoparden unterscheiden sich hauptsächlich durch ihr Fell, welches bei allen dreien gefleckt ist. Lehrer: „Wer kann mir drei Tiere nennen, die in Afrika leben?" — Hans: „Ich, .Herr Lehrer!" — Lehrer: „Nun sag's einmal!" — Hans: „Zwei Affen und ein Papagei!" Lehrer: „Du. Klaus, wenn ich sage: Der Vater segnete seine sechs Kinder, ist das die tätige ober die leidende Form?" — Klaus: „Das ist die tätige Form." — Lehrer: „Richtig, und wie heißt die leibende Form?" — Klaus: „Der Vater wurde nut sechs Kindern gesegnet." Aus einen, Aufsatz über ein Thema aus „Hermann und Dorothea": „Hermanns Vater hcrtte schon längst den Wunsch, von einer Schwiegertochter umgeben zu sein." Mama bekommt Besuch und sagt zu ihrem Töchterchen: „Das ist schon eine Urgroßmutter." — Lili (hastig): „Wo zieht man sie denn auf?" Fritz: „Papa!" — Papa: „Was willst du. Fritz?" — Fritz: „Du. Papa ..." — Papa: „Kind, laß mich jetzt nur einen Augenblick in Ruhe mit deinen ewigen Fragen!" — Fritz: „Du, Papa. an was ist eigentlich das Tote Meer gestorben?" Mama: „Adolf, was schreist du denn so?" — Adolf: „Mama, mich hat ein Krebs gefangen." LolaI- und Provinzial-Nachnchten. — (Die Legitimationen für Staatsbeamten) für die Linien der k. f. Staatsbahnen bleiben, wie bereits gemeldet, ohne jede weitere Förmlichkeit noch bis 31. März 1908 in Gültigkeit. Die neuen Legitimationen, mit deren Ausfolgung voraussichtlich am 15. Februar begonnen werben wird, werden so wie bisl)er gegen Erlag des Kostenbetrages von einer Krone per Stück zu beziehen sein. Die vor dem 1. April 1908 bereits zur Ausgabe gelangenden Legitimationen haben selbstverständlich schon vom Tage der Ausfertigung an Gültigkeit. Das Einschreiten um die Ausfertigung neuer Legitimationen hat unter genauer Angabe der Vor- und Zunamen sowie des Dienstcharatters und der Rangstlasse der Anspruchsbercchtigten zu geschehen. Gleichzeitig wird die ungültige Legitimation nebst Täschchen und Photographie beiznschließen sein. Für die Ausfertigung riner neuen Legitimation ist die Einsendung einer neue n Photographie unbedingt erforderlich. — Jene aktiven und pensionierten Staatsbediensteten, die bis zum I. April 1908 um die Ausfertigung neuer Legitimatioiren nicht einschreiten, sind gehalten, die abgelaufenen Legitimationen nebst Täschchen und Photographie bis längstens 10. April 1908 an jene Behörde abzuführen, von der sie die Legitimationen erhalten haben. — (Spende.) Herr Peter Laßnil, Haus- und Realitätenbesitzer und Handelsmann in Laibach, hat für die Stadiarmen den Betrag von 50 X gespendet. x. — (V erei n s w esen.) Das l. k. Landespräsidium für Kram hat die Bildung des politischen Vereines „linK^ka lüvexa" mit dein Sitze in St. Martin bei Littai nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Sinne des Ver-einögesehes zur Kenntnis genommen. —o. — (Lehrer Versammlunge n.) Der Verein zur Gründling eines Lehrerlonvittes in Laibach hält morgen um 10 Uhr vormittags im „Narodni Dom" seine Hauptversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. — Gleich darnach findet dortselbst die Hauptversammlung des slo venischen Landeslehrervereines statt. Hiebei wirb Herr Lehrer Anton Pesel einen Vortrag über die soziale Arbeit der Lehrerschaft halten. — (Das 80. Lebensjahr) vollendete am 27. b. Frau Elisabeth Elbert, die in den weitesten Kreisen wohlbekannte Mutter des Herrn Propstes in Rudolfswert Dr. Elbert. In voller körperlicher und geistiger Frische feierte sie diesen Ehrentag, allgemein beglückwünscht von ein« großen Menge aufrichtiger Verehrer ihres unermüdlichen Fleißes und ihrer ungezwungenen natürlichen Liebenswürdigkeit. Bei der feierlichen Dantmesse, die der Herr Propst Zelebrierte, dankte sie gerührt der Vorsehung für das lange Leben, die Anwesenden aber schlössen sich der Bitte an, daß sie zur aufrichtigen Freude aller, die sie kennen und lieben, noch lange Jahre am Leben erhalten bliebe. — (Eine seltene Jubelfeier.) Der Fran-zistanerorbensftriester Pater Bernhard Vovl wird morgen im Kloster in Rann die Jubelfeier feines sechzigjährigen Priesterstandes begehen. In Ovsi^öe in Obertrain am II. November 1824 geboren, trat Pater Vovk am 29. August 1843 in den Fianzislanerorden ein und wurde am 27. Dezember 1847 zum Priester geweiht. Dann war er in der Seelsorge tätig, diente als Professor und war längere Zeit t. l. Gymnasialdireltor in Rudolfswcrt, Er bellcibete auch mehrere Ordensämter, wurde dreimal zum Definitor und wiederholt zum Provmziallustos gewählt; derzeit ist er Senior der krainischen Provinz vom Heiligen Kreuze und wohnt im Kloster in Rann. Sein« vielen, ehemaligen Schüler wollen ihm ihre Dankbarkeit dadurch bezeugen, daß sie zu seiner feierlichen diamantenen Messe in größerer Anzahl persönlich erscheinen loerden. Möge der verdienstvolle Jubilar noch lange am Leben erhalten bleiben! 6. — (Der Landesverband für Fremdenverkehr in Krain) verfolgt unter anderem auch den Zweck, neugegründete Verlehrsvereine im Lande zu unterstützen. Da indes im laufenden Jahre seine Einnahmen geringer als früher waren, so mußten solche Unterstützungen ausbleiben. Um in dieser Hinsicht doch einiges zu erzielen, hat der Verband soeben einen Karton mit 13 der schönsten Abbildungen aus Kram herausgegeben, dessen Reinertrag dem VerlehrZvereine in der Wochein zufließen soll. Dieser zu Beginn des Jahres 1907 gegründete Verein erwarb sich bereits große Verdienste dadurch, daß er auf eigene Kosten einen illustrierten Prospekt der Wochein erschienen lieh und beim Empfange der englischen Journalisten sowie bei der Gründung der Hotelgesellschaft .Triglav' mitwirkte. Er wirb nunmehr die Aufgabe haben, in der Wochein einen Park. Badeanstalt, Epazierlvege sowie verschiedene sonstige unerläßliche Anlagen in Angriff zu nehmen. Einen je größeren Gewinn der Bilderlarton erzielt, einen desto leichteren Aufschwung wird die Wochein nehmen tonnen. Sollte die Altion des Landesverbandes von Erfolg begleitet sein, so werden ähnliche Bilder auch fürs KMenland, für Steier-marl und Kärnten zum Vorteile lxr dortigen Vertehrs-vereine erscheinen. Preis des Kartons 1 X, samt Rahmen aus hellem oder dunklem Holz 5 X. Die Bilder sind mit slovenischem, slovenisch-deutschem ober böhmischem Text er-lMlich. * (Gewerbliche Fortbildungsschule in ü a i b a ch.) Die l. t. Landesregierung für Kram hat gemäß der bestehenden Ministerialbestimmungen gestattet, daß der Professor an der l. k. kunstgewerblichen Fachschule in Laibach Herr I-aroslav Foerster, und der Fachlehrer an derselben Anstalt Herr Johann Tavöar an der mit der Staatsoberrealschule in Laibach verbundenen gewerblichen Fortbildungsschule Unterricht erteilen dürfen. —r. — (Vermehrung und Aufstellung der Futterkästen.) Der hiesige Tierschutzvcrein lieh heuer die Zahl der Futterkästen vermehren und sie — mit allen zweckdienlichen Futtergattungen für die Vogelwelt gefüllt — auf geeigneten Plätzen in den Partanlagen, Alleen und Gärten aufstellen. x. — (Aärenspuren im Schnee.) In den Jagdrevieren zwischen Oabar und Velila >'" in unserer Zeit Vannerträgerinnen der opferwilligen Liebe zu sein. ^_ Die Vorträge werben fortgesetzt werden, 1?. ^. — (Z um Ginbruche bei Ieba <" i n.) Wie aus Prag gemeldet wird. begab sich am 26. d, M, abends nach dem Weihnachtsfeste der Gcfangenhausaufseher Kautsly ins Lanbesgerichtsgebäude. um seinen Dienst anzutreten. Auf dem Wege dahin sah er drei von Wachleuteu verfolgte Strolche laufen. Kautsly beteiligte sich an ihrer Verfolgung. Als er einem der Diebe schon sehr nahe war. drehte sich dieser plötzlich um und feuerte einen Schuh ab. Dic .Mgel drang Kautsly in den Schädel und verletzte ihn tödlich. Dem Strolche gelang es zu entkommen, Einer der beiden anderen Diebe wurde verhaftet. Er weigert sich beharrlich, die Namen seiner Mitschuldigen zu nennen. Ans den Aussagen des Verhafteten geht hervor, daß das Ein-brecherlleeblatt in der Nacht zum 3. November in Graz die Kasse der israelitischen Kultusgemcinde erbrach und viele Wertpapiere stahl. Am 1,5. Dezember brachen sie bei dem Kaufmanne Iebaöin in Laibach ein. wo sie bekanntlich gegen 10.000 X raubten. Weiters wird ihnen ein Kasseneinbruch im Steueramte Czernowitz zur Last gelegt. — (Silve st er fei er.) Wie alljährlich findet auch heuer am 31. Dezember im großen Konzertsaale des Hotels „Union" eine große Silvesterfeier statt, und zwar diesmal unter gefälliger Mitwirkung des Charaltertomilers Herrn Hugo Steiner und des Operntcnors Herrn I a st r -zebsli sowie der vollständigen Militärmusil des Infan terieregiments Nr. 87 aus Pola unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Franz. — Es wird ein sehr reichhaltige-Musilprogramm zum Vortrage gelangen: überdies werden die beiden genannten Herren bestrebt sein, den Abend recht angenehm und unterhaltend zu gestalten. Ein genaueres Programm folgt. — (Spende für eine Feuerwehr st iftung.) D>ie k. t. priv. wechselseitige Nrandschadenvcrsicherungs-anstalt in Graz hat dem krainischen Landesfeuerwehrver-bande in Laibach zur Errichtung einer Stiftung für Unterstützung verunglückter Feuerwehrmänner, bezw. deren Witwen und Waisen einen Beitrag von 500 X gespendet. — (Die jüngsten G ru b e n l a t a st r o p h e n.) Bis heute sind nicht weniger als fünf Grubenlatastrophcn bekannt geworden, die sich innerhalb 17 Tagen in der sturmbewegten Zeit vom 2. bis 19. Dezember ereignet hatten. Vier Explosionen erfolgten in verschiedenen Kohlenberg-werten von Nordamerika, im Piltsburger Kohlenbecken und eine in der Schwefelgrube von Lercara (Sizilien), uud zwar am 2. Dezember: Naomi-Grube (50 Tote): am 6. Dezember: Monogah-Grube (Fairmont, 500 Tote. darunter viele Ungarn); am 11. Dezember: Lercara (Sizilien. 5 Tote): am 10. Dezember: Molande-Grube (75 Tote): am 19. Dezember: I. Creel-Grube (Pcnnsylvanien, 250 Tote). Die von unserer Warte zu Anfang Dezember und ^n den folgenden Tagen ansgegebenen Nachrichten über starte Bodcnunruhcn. Bodcnstürme in Europa, die die Beigbaue gefährden könnten, hatten rasch die Reise um die Welt gemacht. Zunächst waren es Londoner Blätter, insbesondere die „Daily Mail", die nach der ..Laibacher Gazette" ausführliche Berichte brachte. Von London aus wurden die Beobachtungen unserer Warte nach 3?ewyorl gekabelt, und vorgestern abend traf hier aus Fairmont (Westvirginia, Nordamerika) folgende Depesche in englischer Sprache mit der nachstehenden originellen Adresse ein: „Direktor Laibach. Observatory Laibach, Austria. Können Sie uns irgendwelche Literatur senden, die sich auf den Zusammenhang zwischen Vodenunruhen und Bergwerl-unglüctsfällen bezicht?" Selbstverständlich konnte diesem Wunsche in derselben Stunde entsprochen werden. p,. — (D i e Rosenkranzlirche in Krain-b u r g) erhielt unlängst durch Fürsorge des Herrn Pfarrdechanten Anton Koblar und einiger Wohltäter ein neues Geläute. Die Glocken, ein Werk des Glockengießers I. Graßmayr in Willen bei Innsbruck, wurden am 21. d. in den Turm gezogen und ertönten zum erstenmal am Christabende. Die Glocken wiegen 308 Kilogramm. 561-8 Kilogramm und 1137 Kilogramm (zusammen 2006'8 Kilogramm) und weisen die Töne ^, (i, l, auf. Die große Glocke trägt die Ausschrift: ,.^.n!s>n ll>1iN'. iiuiinik, >l, .Vln.vr. .s. Xuinn^'i', klMözn^'l,, und Ivi'ii^ic-!» in'<^v<.'!,^'l, Ii,c)2noKk vonou, ?r«8i /u nnx"; die mittlere: „Livo Icliccüno, mi-tve odi'nku^ino, l>ii«k>,' di-odimo": und die kleine: „/.vonov^ ulil .1. ^ra^nm.vi' v Viltonu 1. 1907." Alle Glocken sind mit entsprechenden Bildern und feinausgeführtem Zierat reichlich geschmückt. — Die alten Glocken, die fast neunzig Jahre ihren Platz im Rosenlranzturme behaupteten, hatte im Jahre 1822 Georgius Steinmetz in Cilli gegossen. Sie hatten die Töne: t'-««-c: und maßen im Durchmesser 106:90:71 Zentimeter. Die große Glocke zierte die Aufschrift: „Zur größeren Ehre unser lieben Frauen in Rosenkranz von den wohltätigen Bürgern Kram-burgs": die mittlere aber: „Omn v«,^nt. t«np<>»tl^ Kcntitn,- mc>:i pot^tu«, ^.Nox u6 tcnipium voco. Uni» »lnuon mnneo loco" (Wann das Gewitter heran naht, wird meine Macht gefühlt, andere rufe ich zur Kirche, bleibe doch selbst an derselben Stelle): die kleine Glocke war ohne Aufschrift. — Die alten Glocken dürfte dcr Glockengießer I. Graßmayr als Glockengußmaterial abkaufen. —^. — (Eine Volts bibliothek) soll. wie man aus ans Reifnitz mitteilt, von der dortigen <'italnica ins Leben gerufen werden. Das Unternehmeu dürfte sich erfolgreich gestalten, da ihm materielle Hilfe sowie für den ersten Anfang eine Anzahl von Büchern besserer Qualität zugesichert wurde. — (Vra n d.) Am 22. d. M. vormittags um 11 Uhr tam auf dem Dachboden des Besitzers I. Cocligi in Littai ein Feuer zum Ausbruche, zu dessen Nelämpfuug die Orts-fcuerwehr alarmiert wurde. Da das Feuer den Dachstuhl in Brand zu setzen drohte, mußte unter großer Anstrengung die Bedachung aufgerissen lverdcn. wodurch das Feuer im Verlaufe von einer halben Stunde eingedämmt und so ein größerer Schaden verhütet werden konnte. Die Entstehungsursache des Feuers soll in der Schadhaftigkeit des Kamins ihren Grund gehabt haben. Der Schaden beläuft sich auf etwa 200 X. —ik. — (S ch n e e f ä l l e aufdem Lande,) In Ober-train beträgt die Höhe der Schneedecke seit Mittwoch früh über 12 Zentimeter, in Innerlrain 8 und in Unterlrain 6 Zentimeter. Die Triglavlctte und die Steiner Alpen weisen dagegen eine über 1 Meter hohe. bis zum Tal reichende frische Schneedecke auf. — Die Temperatur sank bei uns in den letzten 48 Stunden von -i- 6 Grad Maumur auf >- 1 Grab Reaumur, x. — (Beim Essen gestorben.) Am 26. d. M. nach der Frühmesse kam der 50jährige Tischler Franz Tel-ban aus Dole mit dem Schmiede Georg Grim^iö aus Franzdorf ins Gasthaus der Ursula Iernejciö in Franzdorf: beide schafften sich je eine Blutwurst an. Kaum hatte Tel-ban einige Stücke verschluckt, als er schwer zu atmen begann: zugleich trat ihm Schaum auf die Lippen. Als er einige Schrttte zu machen versuchte, fiel er zu Noden. Er wurde von den Gästen gerüttelt sowie mit Wasser benetzt und schließlich, weil sich keine Besserung zeigte, auf einem Wagen nach Hause geführt. Er starb jedoch unterwegs. Telban dürfte an Erstickung oder an Herzfchlag verschieben sein. —1. — (Die Laibach er Vereinslapelle) konzertiert heute abends im Hotel „Südbahnhof" (A. Seidl). Anfang um 8 Uhr abends: Gintritt frei. — Morgen abends findet ein Konzert im Hotel „Ilirija" statt. Anfang um 8 Uhr abends: Eintritt frei. — (Ein verhafteter Dieb.) Ein Sicherheitswachmann verhaftete gestern nachmittag den 25jährigen Andreas Selan aus Schwarzdorf, der dringend verdächtig erscheint, in den Ortschaften Vresowih, Inner- und Auher-Gorih Kleider und Feldfrüchte gestohlen zu haben. Er wird heute dem Gerichte überliefert werden. " (Wem gehört der Stock?) Gelegentlich eines Raufhanbels in Frohnleiten wurde einem Arbeiter, der vor zwei Jahren in Laibach als Soldat gedient hatte, ein Spaziecstock mit einein geblümten Silbergriff und dein Monogramm M. S. sowie einer Krone abgenommen. Der Eigentümer wolle sich beim städtischen Polizeidepartement melden. — (Aus Amerika) sind diesertage 248 Kroaten. 100 Kramer. 60 Mazedonier und 152 Ungarn zurückgelehrt. Die Auswanderer waren mit einem Separatzuge auf der Staatsbahn in Laibach angekommen. Theater, Ounft und Meratur. — (Deutsche Bühne.) Es ist eine von allerdings nur sehr wenigen empfundene Ironie, daß die hiesige Deutsche Bühne die großen Schöpfungen von Ibsen. Vjörn-so», Hebbel, Anzengrub« ?c. grundsätzlich und absolut zu verbaunen hat, weil der Geschmack des Publikums, wie das jüngste Glöckner-Gastspiel wieder dartat, mit bleiernem Schwergewichte nach der Höhenlage des Kabaretts und Tingeltangels hinzieht, mögen auch Theaterlomitee und ^ Thcaterzensur das Ihrige tnn, lim ein gewisses Gegengewicht zu bieten und entgegen dem gebieterischen Geschmacke des Publikums — auch einzelne ernstere Aufführungen zu erzwingen. Wie wohl der Spiclplan ausschauen würde, wenn diese beiden Gegengewichte einmal wegfielen? — Gestern brachte die Deutsche Bühne ein vornehmes Werk skandinavischer Herkunft, worin ein Schatz der kostbarsten Lebensweisheit mit prächtiger Laune von Menschen von Fleisch und Blut dargeboten wird, eine wahre Labnis in der Wüste der sonstigen, meist so seelen- und blutlosen Biihnenpro-dultion. Die Darsteller mußten aber ihre größtenteils vorzüglichen Leistungen einem fast leeren Hause bieten. Herr Weißmüller spielte den alten Holm in der schon anläßlich der ersten Aufführung lobend anerkannten Weise. Herr V o l l m a n n den jungen mit jenem „persönlichen Magnetismus", der diese Figur für eine willensschlaffe ihrer selbst uugewisse Zeit zu einer Predigt des höchsten Lcbensglaubens macht,- Fräulein Wolfgang verliin dete nicht minder bereit, lvenn auch nicht völlig stilrein, das Evangelium des „Amerilanismus" mit hinreißender Liebenswürdigkeit, Neben den sonstigen Leistungen der Frau Mannjung, die vornehm charakterisierte, Fräulein K u n st-G ii'nlyer , Fräulein Allers, der Herren Werner-Eigen. Mai er hofer, V a st a r s sei besonders die ganz prächtige kleine Szene von Fräulein Wipprich hervorgehoben. p, — ((Konzert des Sängerbundes mährischer Lehrer.) Wie bereits berichtet, veranstaltet der Sängerbund mährischer Lehrer morgen um 5 Uhr nachmittags im großen Saale des Hotels „Union" ein Konzert mit reichem Programm. Der Sängerbund entstand vor drei Jahren aus dem edlen Triebe, den Männerchorgesang auf eine solche Höhe zu heben, daß es möglich wäre, mit ihm als einem gebildeten Faktor unter den anderen Abzweigen der Tonkunst zu zählen. Er besteht aus 52 Lehrer-Sängern, die ihrem Berufe uach fast in ganz Mähren zerstreut sind und vielfach stundenweite Eisenbahnfahrten zurücklegen müssen, um die Proben besuchen zu können. Die Proben finden alle 14 Tage in Prerau in Mähren statt, wo der Sängerbund mährischer Lehrer als Verein seinen Sitz hat. Die Seele des Bundes war von allem Anfang an der Dirigent selbst. Professor am k. l. Pädagogium in Brunn, Herr Ferdinand Vack. dem es durch feine außergewöhnliche Dirigentenfähigleit gelang, seinen Sängerchor von Sieg zu Sieg zu führen. Der Bund hat bereits in verschiedenen Städten, namentlich in Wien, München, Nürnberg, Leipzig, Berlin, Dresden und Prag, Konzerte veranstaltet, die den uns vorliegenden Besprechungen zufolge zu dem Auserlesensten gehörten, was man auf dem Gebiete des Männergesanges vernehmen kann. „Weiche, wohlklingende Tenöre und sonore Bässe sind hier, offenbar durch langes und äußerst sorgfältiges Studium zu einem Klang-lörper geworden, der imstande ist, alle dynamischen Einzelheiten aufs feinste herauszugeben. Die Sänger verschmähen es, ein Notenblatt in Händen zu halten, und ihre Augen folgen nur, wie in starrer Hypnose, den Bewegungen des Taktstockes." — Man darf demnach auf das morgige Konzert mit Recht gespannt fein. — (Akademischer Maler Marko RaNca) hat zu Weihnachten in den Auslagefenstern der katholischen Buchhandlung eine Serie von etwa 25 seiner Werke ausgestellt. Herr Ra^ica, ein Nagusaner, der sich nun in Laibach aufhält, ist ein junger Künstler, hat sich jedoch schon im vorigen Jahre an der österreichischen Ausstellung in London, sowie an den Aussiellungen des „Hagenbundes" in Wien beteiligt. Die meisten der ausgestellten Bilder find Landschaften aus Bocche di Cattaro, steinige Abhänge mit niedrigen Bäumen und Gesträuchern, ein Weiler oder ein Fort am Strand, dann der weite Meeresspiegel: ein Stück des Meeres mit den an dunkle Felsen schlagenden, schaumigen Wellen, eine Gruppe farbiger Fischerbarlen, Stimmungen von der Insel Lacroma mit einsamen, dumpfen Felsen und grundlosem, stillem Wasser. Gin paar Motive sind aus der Umgebung Laibachs. Weiters sind einige fignrale Sachen ausgestellt. Na^ica ist ein sehr tüchtiger Zeichner, sowohl in der Figuralil wie in der Landschaft: als Maler ist er hie und da in der Farbe noch zu gefällig, liebt zuweilen einen dunkleren Ton, zeigt jedoch Laibacher Zeitung Nr. 298. 2813 28. Dezember 1907. auch cine starke individuelle, impressionistische Auffassung. Die beststudierte Landschaft ist ein Motiv aus der Herce-govina, das im Ton am einheitlichsten wirkt und überhaupt das Veste unter dem Guten bildet. — (Aus der deutschen Theaterlanzlei.) Heute gelangt Heubergers zugkräftige Operette „Der Opcrn-bcill" in der bekannten Besetzung zur Wiederholung. Am Montag wird die Schwanlneuheit „Das Protcltionslind" von Engel und Ncidhardt zum erstenmal gegeben werden. Dieses Stück wurde am Wiener Vürgcrtheater mit durchschlagendem Erfolg aufgeführt. — Weiterer Spielplan: Mittwoch nachmittags 3 Uhr bei ermäßigten Preisen Kindelvorstellung: „Lustige Streiche des Till Eulenspiegel"; abends: „Ein Walzerlraum"; Freitag: „Das Wäscher-mädel"; Sonntag: „Die Geisha". 2lu»io» «kor» in der Z? Ko^ina von G. Ed. Stehle, Gradualc Noo^ «aoe,i-6 ^, rl l ! ! ! , « « W ft «,„. ,.V>„. ZV __I ^ j»"Z^"______________^___________j "- ^l 2 U. N. > 730^21^ ^g^ZOI'sHttMlls'! "bewölkt ^^ 9U. Nb. 730 7! 0 4 windstill ! ^»__________ 26.l 7 U. F. j 729 d! "0-bi » , Nebel >66 Das Tagesmittel der ssestiigen Temperatur 0 4", Normale -2 5°. Wettervoraussage für den 26. Dezember für Steiermart, Warnten und Kr a in: Veränderlich mit stellen» weisen Niederschlägen, schwache Winde, Temperatur wenig ver» ändert, gleichmäßig anhaltend; für das Küstenland: meist trübe und regnerisch, schwacher Schirokko, milde, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. I Die Bor und Lithion-hältigc «Salvator-Quelle I bewährt aich bei Nieren- und I Blasenleiden, Harnbeschwerden, I Rheuma, Gicht und Zuckerharn- I rühr, sowie bei Catarrh en der Ath- I mungs- nnd Verdauungsorgane. Harntreibende Wirkung? I Bunfril I Leicht Verdaulich I Abiolot riln I I Kluflloh In Mineral waiter-Dtpoti, «Y.nlucii I b.i d«r Biluy«-Lipdcztr 8»lT»tor-Qu»]J«->-I Unternehmung In ' Budapent, V. Ru.lolf-rakpnr« f. ^, Hotel Südbahnhof (5261) (Seidl). Heute Samstag den 28. d. M.: Grosses Konzert ausgeführt von der Laibacher Vereinskapelle. Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt frei. Hotel Ilirija. Morgen Sonntag den 29. Dezember 1. J. großes Konzert der Laibacher Vereinskapelle. Anfang halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. Um zahlreichen Besuch bittot hochachtungsvoll (63^9) Fritz Novak, Hotelier. Gedenket der Armen! gelegentlich der Feiertage, fröhlicher Feste und bei sonstigen freudigen Anlässen. Spenden nimmt dankend entgegen und weist aus der Verein für Armenpflege (5250) 2 in Laibaoh. Danksagung. Der Anasohuß des Wohltätigkeitsvereine» der Buohdruoker in Krain erlaubt sich auf diesem Wege allen jenen, die durch Bchöne GewinBte, Geldbeträge oder auf welche Art immer zum vollen Erfolge der Wei tr nachtsfeior dos Vereines beigetragen haben, insbesondere' dem löblichen Laibacher «Sokol» für die Überlassung der Turnhalle gegen ein nur geringes Mietgeld, den innigsten Dank auezusprechen, und bittet die P. T. Gönner des Vereines, dieBom auch in Hinkunft ihre Gewogenheit bewahren zu wollen. Laib a ch am 27. Dezember 1907. Mit sehr gutem Erfolge wird M itTTONlllga— ~~—' ' ~ci f&ggfc angewendet bei: ca pffl Lrkrankungen der Luftwege J* 111 ill Katarrhen des Rachens L |§ ||I der Bronchien W ii^jP Lnngen nnd Brustfellentzündung. Niederlage bei den Herren Michael Kastner und Peter Lassnik iu Laibaoh. (3450) Um Untersohlebung-on vorzubeugen, werden die P. T. KotiHumunten von „Mattouis Oleßhübler" gebeten, die Originalslasche Gießhüblur Sauerbrunn bei Tische vor ihren Augen üfTnen zu lassen und den Korkbrand zu beachten. Eingesendet dem P. T. Publikum. Als Hauptgläubiger der Mode-warenhaiidlung Ernst Sark übernahm ich dessen Modewarenniederlage und werde selbe von heute angefangen fV* weit unter dem Fabrikspreise verkaufen, ~^P| da es mir vieler anderweitiger Geschäfte wegen nicht möglich ist, auch diese Handlung zu führen. Da ich zu so billigen Preisen verkaufen werde, so hoffe ich auf einen zahlreichen Zuspruch seitens des geehrten Publikums in dessen eigenstem Interesse, indem sich demselben ja hier eine sehr günstige Gelegenheit zum billigen Ankaufe schöner Neujahrsgeschenke bietet. Da zu erwarten ist, dass die Waren bald gänzlich ausverkauft sein werden, so lade ich geehrte Kauflustige zum ehesten Zuspruche Gin. (5277) 6-4 Fr. Igliè Papier- u. GalantBPiewopenhändlBP en gros & en detail Laibach, Rathausplatz. » Für die vielen Beweise innigster Teilnahme, ^ D welche «ns anläßlich der schweren Erkrankung und » > des Hinscheidens unseres unvergeßlichen Gatten, > > resp. Vaters, Herrn > > Dr. Ernst Kramer > « zuteil geworden sind, sprechen wir allen unseren » I tiefgesühlten Dank aus. Sie waren uns ein Trost D > in diesen schweren Tagen. (ö320) D > Ivanta Kramer Emil > » Gattin Sohn. > Laibacher Zeiwng Nr. 299. __________2614_________________________________________28. Dezember 1907. Filiale der K K. priv. Oesterreichischen Credits Frans« JT «» s «> f- "" Aktienkapital Ii 120,000.000- Anstalt stir Handel und Gewerbe in Laibach ^Strasse HTp. 9. Reservelond FC 63,000.000-— (1713) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Wechselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatts) vom 27. Dezember 1907. Die notit'rtcn Kur^ ucrstchcn sich in Klonenwähnmn, Die Notierung sämllichcr VMien lind der ,,Lil>ürscn Lose" versteht sich per Stück. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Nente -4°/, lonv. steuerfrei, Krone» (Mai-Nov.) per Kasse. , 97- 97 20 bett» (Iän,.I>ili) per Kasse 26 35 97 lb 4 2 °/„«. W.Noten Febr.-«!««.) per Kasse......9» »o oo — 4 2 < ». W. Silber (»Ipiil-0N.) per Kasse......9» 90 99 00 i860 er Etaat«lo!e 50« fl. 4°/<,l4« 10152 10 1»««er „ 100 fl. 4"/«L07 50L11-b0 18S4er. ,, IU« l»llt«schuldverschltiinngen «bgtstlMPtllt LlseobahN'ZktltN «llsabeth-Ä. 2(w sl. KM. 5^ //„ von 4. w. S. ü'/<°/<> - - - .430-432 50 detto Salzburg Tirol L00 «. «. E. b°/« . . . . 4L2 - 426 — Geld Ware Vom Zlaale zur Znhlung übtr» nommene Eisenbahn !iit»- Dbligalillnen. Vlhm. Wcstbahn, Vn,. 1885, 400 Kronen 4°/„. . . . 96 90 9? 10 (tlisubethbahn »00 und 20«, M. < ab 1o«/„.....114— 11b'— lziliabethbat,!, 4oo und 20!)u M 4',,.........113 70114 70 ^ranz Josef««ahn Tm. 1884 (i»lv. St,) Sllb. 4°/„ . . 96'50 97-50 Zalizlsche Karl «ubwia-Bahl, lbiv. Et.) Eilb, 4°/„ . , 96-70 97 70 Ung^gllliz. Vahn 200 ss. S. 5"/» l»4 40 10540 Oorarlbergcr Bahn Em. !»84 (dw. St,) Silb. 4°/, . . 96 10 97-10 Staatsschuld der Lander der ungarischen Krone. 4"/„ ung. Güldrenle per Kasse , 110-7011090 4»/u detto per Ultimo 1I0-8Nlit - 4°/l> ung. Rente /,«^ detto per Kassr. «2-45 »2-65 Ung. Prämlen-Nnl. k <«d fl. . 1»9 25193 2k dettll il b0 fl. , 18«85<92Ub Theih-Reg.-Lose 4°/, . , , ,142 25146 25 ;"/z ungar. Vrundentl,-Oblill 92'60 9» 60 »°/o lroat. u. slau, VrunbmN.- Oblig........94---------— Ändere öffentliche Anlehen. boiu. ^anbce>«lnl. (dlv.) 4°,« 90-95 9l 95 Voln.-Hercea. Elsenb.-Landes. Nnlehen (bll<.) 4 >/,"/„ . , 9» 30 99-30 5"/« Douau-Nea.^lilleihe «87» 102-60103 60 Wiener VerlehrH^'lnleihf 4'/„ 96 70 9? 70 detlo lSU0 4°,U 96 60 9? 60 Aillehen der Ltadl Wien . . 101 10 102 10 betlo (S. ob. G). , , 120 2Ullii 20 beltu Anlehen verlosb. 5'/^ 96 — 97 — Aula. OlaalöeNenb.-Hyp.'Äill, 1t>89 Oolb . , . . ««/,1,935120 35 Vulg. Slants. Ht>pothelar Vnl. 18SL.....U«/, 8500^ «64b O^Id Na« Pfandbriefe :c. Ä0vt!!li.,lllla.0st.in50I.Vl,4°/o 9480 95-50 Aöhm. Hypothelenbaniverl. 4°/, 97— 97-80 '!entra:°Bob.'Ki.-eb,-Al., üstc. - - 10150 — — Zemral'Vod.^Klcd.-Ul., tzfterr,, Lö I. Verl. 4°/l, . . . , 9S 75 97-75 Kred.-Inft.,osterr., s. Verl.'Unt. u.össei!ll,Nib.Kat.^,vl,4"/c 95 10 96-10 LanbeLb. d. Kön. Galizien und Lodom. 57 V» I- rullz. 4",^ 94 25 85'2b Mähr. Hypothelenli. vcrl, 4"/ 96 4U 9? 40 Ä..öslerl. Laudcs.Hyp.'An,!. 4°/, 96 bN 9?'5U detto inll. 2«/»Pr. veil. 3>/,°/o »7 50 8»b« detto K.'Tch!ildsch,verl.L'/»°/l, 87 35 88-25 detto Verl. 4°/« 96— 9?-— Osterr.'Unaar. VanI b0 jähr. verl. 4°/« 0. W.....97-30 98-3N delto 4°/« ltt.....97-70 98 7« Tparl, l. »st., «0I. veN, 4"/» 99-— 100'- Eisenbahll-Prioritäts-Obligationen. ^rrbi«ai>!>s«!!)tordvahn!tm. 1886 —>— — >— detlo Jänner..Juli 500 Fr, lper Fl,) , , . 295-70 297 7« Llidbatin tl 5°/,..... 121-— 122-— Diverse Lose , (per Tlück), Dllfinülicht kose. .'."/^ Äodenlredit.Uose ° „ Donau«Negulierunsss»t!o!e 100 sl. ö, W..... 260'— 266-— ^erb.Hräm..Unl. v.lONF».«'/, 102 50 1085« Unverzinsliche ffoft. Vubap..Basiltla (Dombau b fl. 20 8b 22-8« >treditlojt 1W fl...... 458'— 468-— Äaiy.Uose 40 fl, K. Vt. , . 152— 158'- Oscner Lose 4« fl..... 21b— 22b'- Palffy.Lose 40 fl, N. M, . . 189— 195 — Noten Kreuz, oft. Ges, v,, 10 fl. 48-65 ba 6t ^loten K^reuz.una. Ges. v., 5 N. 26-25' 28'2! ^udols.Uvse iu sl......66— 70— Halm.Losc 40 fl. K. V. . 215— 225 — Geld Ware kürt. E..B..iInl. Präm..c)bl— 182 — detto per M. ... 181'— 182 — Wiener Komm.liose v. 1.1874 4»2— 492 — O?W..Ech.b. 3'/°Prüm..Lchuldv. d. Vobell!r..Nnst. <3m. 1389 72— ?6'— Aktien. IrllNlport'Bnilrnehmnngtn. Nullia.Irpl, «tisenb. boo fl. . 2385'— 2415'— Mhm. Nurbbahn 15» fl. . . 374-— 378'— A ischtiehrader Elsb. 5l«' sl. KM. 2760 — 2800'— dettu (Ut, U.) 2N0 sl. j»cr Ult. 1055'— I0b9'— D^nau > Dampsschissahrts. Ges., 1., l, l. priv,, 500 sl. KM 975-— 978'- Dux.Äodenbllcher Eisb. 4«o Kr. b27-— 533 — F.'rdmanbs.Norbb.1ooo fi. NM. 5l70'— 520U-— U:mb..Tzern..Ia^l!. Eisenbahn. Oelellschast. 200 fl. E, . 550'— H5ß-— Lloyd. österr., Triesl.,50ofl.KVt, 415'— 420'— üstcrr. Nordweslbahn 2UN fl. T. 431— 4»3>— betto (lit. v.)2UU fl.V.P. Ult, 422— 423'— ^raa.T»l?rEi^'!ih.l««fl.llbgft. 21450 21625 ZtlllltSei!b.A»,'I,Z. per Ultimo 672 40 673'40 5udb. 200 fl. Ollber per Ultimo 148— 149 — ösidnorddcutschc Verbinkullg«!), 200 fl. KM...... 40l'— 40250 Tcamtvay.Ges., neue Wiener, Prioritälö.Altien 100 sl. . —-— —-— Uogar. Westbahn (Raab-Oraz) ll«0 fl. V....... 402 80 4«l> — Wr, Lolalb..«Itlen.Ves. «x> fl. L20-— 240 — Banlen. Ä,,l»lo»Ofterr. Nanl, l!i0 N- . . L89'— 990'— Äanlverein, Wiener, p« Kasse —'— —>— bütto prr Ultimo . . . 5liL5 5l8-25 Äadenlr.'Änst. Vstcrr.,3 633'50 Krcdilbllül allg. ung., 2lX» fl, . 751'— 752'— Dep«sit«nbllNl, llllg., Ü00 fl. . 457'— 458'— L ölompte. Gesellschaft, nieder» österr., 400 Kronen . . , b50'— 552'b0 O:ro. lülb Kasicnvercin, Wiener, 2<" f!........ 448'— 452'— Hilpotbelenbaul, österreichische, 200 ll ü°/„ E...... 287'— 289'— Lindcrbanl, llslerr., »00 fl. p«i »alje....... —-— —-- delto pe: Ultimo .... 405'— 406-— „Mertur", Wechselst., «lltien. E'sellscha,.', 20« sl. . . . 593 - 597'— Geld Ware Ästerr.oing. Vanl 1400 Kronen i??3'— 1782'— UilionbllNl 200 sl...... 52825 528 75 Aerlehrstmnl, allg., 140 fl. . 322— 324 — Indusliit'Znlernlhmmlgen. Bannes,, au«, osterr., 1^9 lllp— bi 9— vala.o»T«rl. Steinkohlen lou fl 568'— 572'— .KchlSglmühl", Pllplerf.,20(»Il. 30«-— 310- — ,Ochodnlca", A>«. f. Petrol.. Ind., b00 Kr..... 478'— 480 — ,Tteyrermühl", Paplerfabrll und N..0...... 440-— 44»-— Trifailer Kok>lcnm..V, 70 fl. . 242'— 246 50 Xürl. Tabatre««e.Vel. » Zr. per Kasse . —-— —-— dttt» per Ultimo 403'— 405 — Waffenf, 2 52 von Beuten, Pfandbriefe», Prioritäten, A(Kien, Lotten etc., Devisen nnd Valuten. _____(4)________Lob-Versicherung._______________ E&nk- "u-XLd. TXT'ecli.slergreiBcli.ä.ft I Lnitiach, NtrJt»rjf»*H«e. Privat-Depots (Safe-Deposits) T7"xk.t*x alg-«n*ra V»raclilu«» d.«x Purttl. VwzIiiodi Tin BinlilaöttD In Kinto-Ktrroitt ans aas Bln-Äiato. Ämtsblatt zur Laibacher Zeitung Nr. 298. Samstag den 28. Dezember 1907. (5813) Z. 27.618. Kundmachung der k. l. Landesregierung für Krain vom 23. Dezember 1W7, g. 37.618, enthaltend Veterinär-polizeiliche Verfügungen in betreff der Regelung der Einfulir von Klauentiercn ans Ungarn und Kroatien Slavonien nach Krain. Das l. l. Äckerbauministerium hat mit der Kundmachung vom 19, Dezember l9U7, Zahl 48.803/6994, auf Hnmd der wegen des Ve. ftandes des Ttäbchenrotlaufes von den l. l. NezirlshaufttlNllnnschaften Vesslia und Zara er» lassenen Verfügungen die Einfuhr von Vchwei« neu aus dem Vezirle Senj (Zengg), einschließ-lich der gleichnamigen Stabtgemeinde.mKroattcn» Slavonien nach dem diesseitige« Gebiete ver« boten. Hingegen werden die wegen des Bestandes der M«ul» und Klauenseuche gegen die Einsuhr von Wiederkäuern (Rindern, Schafen, Ziegen) aus den Stuhlgerichtsbezirlen Taraczoiz, Tiszaoölgy (Komitat Maramaros), Felfü.Tarcza, einschließlich der Stadtgemeinde Kiöszeben (Komitat Säros), fowie gegen die Einfuhr von Schweinen aus dem Grenz. Stuhlgerichtsbezirle Nämeszto (Komitat Ärva) ^n Ungarn gerichteten Verbote hiemit aufge« hoben. Das nunmehr kraft des bestehenden Über« einlommenö gemäß Artikel I, Absatz 2, der Mi» msterialverordnung vonl 22. September 1899 fen, Ziegen, Schweinen) ans den durch Maul» und Klauensenche verseucht gewesenen Gemeinden Nemetmolra, Oroszmokra, Tereselftatal (Stuhl» gerichtsbczirk Taraczviz), Lonla, Rahü, Terebes» fejirpatal (Stuhlgerichtsbczirl Tiszavölgy) und Gombosszentgyörgy (Stuhlgcrichtsbczirk Felsö« Tarcza) und aus den durch Sta'bchenrotlauf verseucht gewesenen Gemeinden Bobrö, Nrustin, Min, Kruselnicza, Ravcsicze (Stuhlgerichtsbczirl Nämeszto) sowie deren Nachbargemeindrn wird durch die Anfhebung des gegen die genannten Bezirke bestandenen Verbotes nicht berührt- Dies wird im Nachhange zur Kundma» chuug des genannten k, t. Ministeriums vom l2. Dezember 1907, Z. 47.332/6841 («Wiener Zeitung» vom gleichen Tage Nr. 286), bezw. der h. o. Kundmachung vom 16. Dezember 1907, Z. 27.030, zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Die vorstehenden Verfügungen treten so» fort in Kraft. Laibach, am 23. Dezember 1907. St. 27.618. Razglas o. kr. dezeine vlade za Kranjako z dne 23. decembra 1907, st. 27.618, o vete-rinarno -poücijskih odredbah glede uvažanja parkljate živine iz Ogrßke in Hrvaško - Slavonske na Kranjsko. C. kr. poljedelsko rninißtrstvo je z raz-pisom z dne 19. decembra 1907, št. 48.803/ 6994, na podatavi odredbe, ukrenjeno od c. kr. okrajnih glavarstev Krk in Zader za-radi obstojeèe svlnjske rdeöloe prepo-vedalo uvaiati prailde iz okraja Senj z vštoto iatoiraensko mestno obèino na Hr-vaško-Slavonskem v toatransko ozemlje. Razveljavljena pa je prepoved glede uvažanja preivekovavoev (goveje živine, oväc, kozä) iz stoliènih sodišè (glej nemäko be8edilo), ki so bila zaprta zaradi obstojoèe kuge v gobou in na parkljih, kakor tudi glede uvažanja prailöev iz mejnega Btoliènega sodišèa Närnoazto (vol. žup. Arva) na Ogrekem. Sodaj T zmislu obstojeèega veterinar-nega dogovora po èlenu I., odst. 2., miüistr-Bkoga ukaza z ane 22. septembra 1899 (drž. zak. št. 179), izdana, do 40. dne potem, ko je ugasnila kuga, voljavna prepoved glede uvaianja parkljate živine (goveje ži-vine, oväc, kozd, in prašièev) iz obèin (glej nom&ko besedilo), ki so bile okužene s kugo v gobeu in na parkljih, in iz obèin (glej nemisko besodilo) na Ogrskem, ki so bile okužene s svinjsko rdeöloo, prav tako iz njih sosednjih obèin, se ne dotika razvoljavljenja prepovedi, izdanih proti ime-novanim okrajein. To se dodatno k razglasu imenovanega c. kr. miuistrstva z dne 12. decembra 1907, št. 47.H32/6841 («Wiener Zeitung» z istega dne št. 286), oziroma k tukajšnjemu razglasu z dne 16. docembra 1907, st. 27.030, daje na obèno znanje. Predßtojece odredbe stopijo takoj v ve-ljavnost. C. kr. deželna vlada zu Kranjako. V Ljubljani, dne 23. decembra 1907. (5294) 3-3 I. 27.456 60 1907. Kundmachung. Laut Mitteilung der l. l. Statthalterei in Wien vom 11. Dezember 1907, I. V-4. 048, ist aus der anläßlich der Vermählung Ihrer k. u. k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erz» Herzogin Gisela mit Sr. königlichen Hoheit dem durchlauchtigsten Prinzen Leopold von Vayern von einen« Unbekannten gegründeten Stiftung für das Jahr 1908 eine Ausstattung im Ve» trage von 1382 X zu verleihen. Auf diese Stiftung haben Anspruch im Brautstände befindliche, mittellose und würdige Töchter oder Waisen von solchen Beamten, welche einem dem l. k. Ministerium des Innern unterstehenden Dienstzweige angehören ober bei ihrem Ableben oder ihrer Pensionierung angehört haben. Diese Ausstattung wird am 20. April 1908 verliehen, jedoch erst nach eingegangenem Ehe-bündnisse flüssig gemacht, wozu dem beteilten Mädchen die Frist bis Ende Oktober 1908 freisteht. Bewerberinnen, welche sich vor dem 20. April 1908 verehelichen, können nicht berücksichtigt werden. Die Gesuche sind mit dem Geburtsscheine, Sitten« und Mittellosigleitszeugnisse sowie mit dem Nachweise über die bereits stattgehabte Verlobung, endlich mit dem Nachweise, daß der Vater der Bewerberin in einem der oben er» wähnten Dienstzweige dient oder gedient hat, zu belegen und bis längstens 10. Jänner 1908 bei der t, l. Statthalterei in Wien einzureichen. Soferue über die stattgehabte Verlobung lein anderer Nachweis beigebracht werden kann, ist mindestens Name und Charakter des Bräu« tigams anzugeben. K. l. Landesregierung für Krain. Laibach, am 21. Dezember 1907. (5316) 3-1 Z. 3509. Lehrstelle. An der vierllassigen Volksschule in Seno« setsch ist eine Lehrstelle definitiv zu besehen. Die gehörig instruierten Gesuche um diese Stell« sind im vorgeschriebenen Wege bis 25. Jänner 1908 Hieramts einzubringen. Im krainischen öffentlichen Vollsschuldienste noch nicht definitiv angestellte Bewerber haben durch ein staatsärztliches Zeugnis den Nachweis zu erbringen, daß sie die volle physische Eignung für den Schuldienst besitzen. K. l. Bezirksschulrat Ndelsberg, am 24. De» zember 1907. (5295) 3-2 g. 2999 N. Sch. R. Konkursausschreidung. An der einllassigen Voltsschule in Kanter ist die Lehr- und Leiterstelle mit den geseh« mähigen Bezügen definitiv, eventuell provisorisch zu besehen. Mit dieser Lehrstelle ist der Genuß einer Naturalwohnung verbunden. Die gehörig belegten Gefuche sind im vorgeschriebenen Wege bis zum 20. Jänner 1908 beim gefertigten k. l. Bezirksschulräte einzu» bringen. Im lrainischen öffentlichen Nollsschuldienste noch nicht definitiv angestellte Bewerber haben durch ein staatsärztliches Zeugnis den Nachweis zu erbringen, daß sie die volle phy» fische Eignuug für den Schuldienst besitzen. K. l. Bezirksschulrat Krainburg, am 20. De< zember 1907.