Nr- 33. Mittwoch, 1 l. Februar 1903. 122. Jahrgang. Laibacher Zeitmg. ^,"u>neratlün3preis: Mll Post uersc nd u »g : ga»zjüt,l l^ »a K halbjähri« ,5 K, Im Kontor: «anz^ «^lss ^2 lv, hnidjäling ,1 l<, Fiir die Zustellung ins Haus ganzjalirig ll lv. — IoscrOoiisurbülir: ssür lleme v!»jcraie bi« zu 4 Zeile» bU l>, grühere per Zcilc 12 l»i l>ci ullere» Wieocrüullmgl-il prr Zelle e k. Die 'Laibacher Zeitung, erschein! täglich, mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage, Die AdmlulstraUou befindet stch ttongrrbplllft Nr. L, die Medallion Dalmatingasie Äir, 6. Sprechstunden der NednNiun von u bis 10 Uhr vormittag. Unsranlierte Vricfe werden nicht angenoininrn, Manulrlple »lcht zinückgcslell Amtlicher Teil. Nach dem Amtsblatt« zur «Wiener Zeitung» vom 8. Fe-vruai 1W3 (Nr. 31) wurde die Weiteweibreituna. folgender lpreßerzcuguisse velbute»: Nr. 9 «K»v/l Dok.-l» vom 3!. Iiinner 1903. . ^as in der Lemberger Äuteilsdruckerei gedruckte, in rnthc« Nlscher Sprache veisahlc Plalat mit der Einladung zu einer in ^vniarno auf den 2. Februar 1W:l anberaumten Versammlung oes Vereiues «li,i»K» in^ll» ulit der Aufschrift: «Du ru»>nnv Nichtamtlicher Ceil. Zur inneren Lage. Das „Fremdenblatt" weift dnranf hin, daß die ^iogsvenvaltung drc Anforderungen bänglich des ^ehrgeseHes schon auf das äußerste herabgesetzt habe. ^ienn die Erlangung auch dieser mit schweren Dämpfen und Gefahren verbundeii luare, tonnten es M die Heetesvellvaltliiigen abgewöhnen, vor die ^arlamente init bescheidenen Ansprüchen zu trete:,. Da^' österreichische Parlninent werde wohl volles Ver-ständnis für jene anderen Gründe haben, die in keiner Motivierung einer Vorlage ausgesprochen wei.^ ben können — Gründe, die sich ans der Stellung dos weiches, auo der Größe feiner Aufgaben, ans den N^aniten Verhältnisse des Kontinents ergeben. Wo «ein Fortschritt angebahnt wird, dort sei der Nück° > Ichritt nnverineidlich, und nirgends köirnte er ver^ hängni^'vollcr werden, als wenn er die Wehrtraft erfassen würde. Das „Dentsche Volrdblatt" führt aus, daß nur bas Parian,ent die Vorlage abändern und verbessern tonne.; seine Arbeitsfähigkeit müsse also gewünscht Und gefordert werden. Die Obstruktionisten hätten, die ^erantwortnng dafür zu tragen, daß der Bevölke-^mg neue militärische Lasten ohne jede Kompensa-^on aufgebürdet würden ; ebenso hätten sie das Neäit derloren, über die politische PräPotenz Ungarns zu lanunern. Die „Wiener Viorgenzeitung" appelliert an die Karteien, sich der Erkenntnis nicht zu verschließest, "N^ die Sache dringlich und von nnerläßliäier Not-^endiakeit sei und dan es eine schlechte Politik wäre, yler oie ^oroenmgen oer polmichen Veinunst dem Wunsche, populäre Politik zu machen, preiszugeben. Opposition gegen die Wehrvorlage hieße Opposition gegen die Existenz des Staates inachen. Das „Illustr. Wiener Extrablatt" gibt den Abgeordneten zu bedenken, ob nicht die Rücksichten auf die Machtstellung der Monarchie nach außen die zu bringenden Opfer überwiegen. So viel Schonung, die wirtschaftliche Lage der Bevölkening verlange, s'i viel Rücksicht fordere anch die Erhaltung der Wehr» fähigkeit der Monarchie. Denn die Wehrfähigkeit der Monarchie diene dem Schutze der wirtsckMtlichen In-trressen des Reiches. Das „Vaterland" erklärt sich gegen die „Schwenkungen und Schwankungen" einzelner Parteien, der Wehrvorlage gegenüber. Jedermann wisfe, daß die von der Heeresleitung gestellten Anforderungen gar nicht mehr nmgangen werden können und daß sie, sei es aus diesem oder jenem Wege, realisiert werden müssen. Was sei also der Sinn deö Zaudems und Zögerns? Nnn, im „stillen Herzenslämmerlein sehnt man sich nach dem Nothelfer 3 14." Die „Arbeiterzeitung" lvendet sich gegen dieje-nige.n, die in der Debatte über eine Aenderung der Geschäftsordnung von einem „Herrschaftsrechte der Majorität" sprachen nnd fragt, ob es denn im öster» reichischen Parlamente so etwas wie eine Majorität gebe? Die Majorität bestehe nämlich nicht, sie müsse ei-ft zusammengestellt werden. Es sei aber zweifelhaft, ob man derzeit auch nur mit einer mechanischen Ma-jorität rechneil könne- Die mazedonische Frage. Mau schreibt au.s Ron,: Der „Popolo Romano" greift in die lebhaste Erörterung der italienischen Presse über die seitens des römischen Kabinettes in der mazedonischen Angelegenheit einzunehmende Hal» tung niit einer sehr beachtenswerten Kundgebnng ein. Das Ziel, welcl)es sich Italien in dieser Frage ge> genüber allen Eventualitäten setzen müsse, sei, wie das VIatt betont, die, Erhaltung deö durch den Ver-liner Vertrag festgestellten «tatu« (zuo. Insbesondere müsse, man italienischerseits die Erhaltimg des bestehenden Zustandes in Albanien im Auge behalten. So lange die an der mazedonischen Angelegenheit beteiligten Mächte, speziell Oesterreich'Ungarn, sich innerhalb der durch den Berliner Vertrag gezogenen Grenzen halten, liege fiir die öffentliche Meinung Italiens nicht der geringste Anlaß zu Befürchtungen vor. In diesem Vertrage fehle es nicl)t an einer gs» wissen Rücksicht in Bezug auf die Möglichkeit von Veu>egungen in Mazedonien. Gerade in dieser Voraussicht habe man wohl, behufs wirksamer Sickjerung des 8turu8 quo, die Klausel aufgenommen, welcher zufolge die Garnisonen im Sandschat von NovibaKcrr, dns durch seine Lage der wichtigste Stützpunkt einer revolutionären Aktion werden kann, verstärkt werden können. Es sei jedoch im Hinblicke auf die Aktion der Mächte, durch welche die Türkei zu einer Verbesserung dec- Lage bestimmt werden soll, zu hoffen, daß sich die Notwendigkeit einer solchen Maßregel, zu toelcher Oesterreich'Ungarn, obgleich es an Gelegenheiten da»-für nicht fehlte, nie gegriffen hat, nicht ergeben werde. Jedenfalls sei aber begreiflich, daß Oesterreich-UN" gärn, im Einvei-nehmen mit den anderen Mächten, im gemeinsamen Interesse der Erhaltung des »i»tu» ^n«, darauf vorbereitet sein müsse. Jedoch selbst die Eventualität einer Wederholung der „vulgarian atrocities" und einer aufständischen Bewegung in Mazedonien konnte für die auswärtige Politik Ita, liens keine Ouellc von Gefahren bilden, da die wio d^rholt verkündeten Vereinbarungen zwischen Oester« reich-Ungarn und Italien hinsichtlich Albaniens, das ist desjenigen Teiles der Valkanhalbinsel, auf welchen fich die kommerziellen und politisäien Interessen Ita» liens konzentrieren, jede für letzteres nachteilige Hypothese absolut ausschließen. Privatberichte aus Monastir geben, wie man cms Konstantinopel schreibt, über den Zusammenstoß von Truppen nüt einer Bande, die in Konjska bei Ochrida auftauchte, folgende Schilderung: Die Bande in Konjska bestand aus siebzehn Mann und bildete eine Abteilung der unter Führung des bulgarischen Geist-Iiä)en Papa Christo stehenden Bande, deren anderer Teil mit fünfzehn Mann in der Umgebung von Eschani sein Unwesen trieb. Der am 27. Jänner erfolgte Angriff war gegen dic Bande in Konjska ge» richtet, wobei drei Mitglieder derselben und ein blU° Feuilleton. Reisebriefe aus Italien. Von F. A. O. 1. Florenz. Da wärm wir also seit Wochen im Lande der Klassizität! Was ich seit Jahren geträumt, ist nun üblich Wahrheit geworden. An einem kalten Winter« borgen verließen wir unsere schneebedeckten Alpen» Agenden; nach wenigen Stunden hatten wir die grenze erreicht und mit den ersten welsck)en Lauten, ^e uns ans Ohr klangen, grüßten uns schon grüne hatten und schneefreieHügol. Mittags tauchte flüchtig b" Märchenstadt Venedig aus des Meeres Wellen, ^n ebenso schnell, einein TraumbUde gleich, in die fluten zu versinken. Nun ging's rasch weiter; im Abendscheine folgten die Städte Padna, Bologna, H'stoja — und erst in später Nachtstunde hatten wir "user erstes Reiseziel, Florenz, erreicht. Wie singt doch so schön der Volksmnnd: La cittk '^i' 2rli, !a ciUK 6oi tlori! In der Tat — wer Flo» ^nz nichl gesehen, der kann den Zauber dieser Stadt !^cht fassen. Inmitten des weiten Arnotales, von unmergrünen Gärten umgeben, liegt die Stadt, gleich einem Inwel in lieblicher Fassung, jeder Teil "cwon ein kostbar Gut der Knust nnd eine Erinne-lung unvergänglicher Größe . . . Ich kann sie nicht Mihrond schildern, all die herrlichen Kirchen mit ^)ren frommen Wunderwerken, die Kapella dei Depo« uti, von Miä>elangelo errichtet, weltberühmt und un-deicht durch ihre herrlichen plastischen Werfe, nll diese alten Paläste, voll trotziger repnbli kam scher Pracht, den unvergleichlichen Palazzo Pitti, darin die palatinische Galerie, wo wir andachtsvoll Rafaels einzig schöne Madonna della Seggiola bewundern, weiter die vielen anderen Galerien, Museen und Loggien, unter diesen die prächtigste „La Loggia d'Ar° cagna" mit Penvemlto Cellinis wunderbarem Perseus in Erz ... An diese Loggia schließe,: sich die Uffizien, ein stolzer Renaissancebau,; nach dem. Dome, wohl das erste Ziel aller knnstbegeisterten Freindcn. die nach Florenz Pilger,:. Immer und immer wieder zieht e.s uns dorthin. Da stehen, hängen, und liegen aufgehäuft all die Wunderwerke längst verstorbener Meister. Nnd wir stehen davor und können nnr bewundernd auf das blicken, was sie gedacht und ge< schaffen. Im Saale der Tribuna steht die medizäische Venus in ihrer reinen, nackten Schönheit; im gleiäiex Raume sehen wir gemalt die zwei berühmten Venil-s-bilder von Tizian. In jedem Saale — ich zählte deren 29 — außer den verbindenden langen Korri-» doren, prangeil ungezählte Meisterwerke der alten italienisclM, dentschen, niederländischen und franzö-sisck>en Schule. So oft wir. anch diefe Galerien be« suchen, immer wieder ist es mir, als betete ich in einem Tempel — die heilige Kunst, wie stimmt sie so schön zur Andacht! . . . Wenn man das frohe florentinische Leben beob° achten will, so besehe man sich an einen» Sonn» oder Festtage den Nachmittagskorfo in den Cascinen. Diese sind für den Florentiner das, was für die Wiener der Prater ist, nur ungleich schöner durch ihre üppige südliche Vegetation. Lohnend und abwechs° lungßreich, besonders in den Abendstunden, ist om Spaziergang durch die rwlkbelebten Straßen von Florenz. Die schönste Straße ist die via Tarnabuoni; sie erinnert mit ihren reichen Läden und Magazinen an den Graben unserer liebe,: Kaiserstadt. Auch die Theater bilden fiir den Fremden eine grohe An° zichungstraft, obgleich der erste Eindruck daselbst meist der der Enttäuschung ist. Sämtliche, Theater sind alt«?, winkelige Gebände, die in engen düster«,. Gassen liegen. Im Theater Pergola hörten wir G. Pnccinis „Tosca". Die Italiener singen und spielen anders, als Deutsche os gewohnt sind, doch fanden wir da beinahe durchgehends gute Leistungen. Das tragische Ende der Toöca ist wohl jedermann aus der Sardonischen Komödie bekannt; Pecciniö Musik zu dem Werke ist stimmungsvoll und dramatisch. Im „Tuatro nazionale" zwingt gegenwärtig Zacchoni, der beste italieniscl)e Schallspieler der Jetztzeit, das Pnblikum in den Bann seiner Kunst; wir sahen ihn als Othello, in einer Meisterleistung voll wilder, bei-nahe erschreckender Leidenschaft. In der Arena Nazio-nale bejubeln seit Wochen den Verwm,dlungöNmfller Fregoli seine leichtempfänglichen Landsleute, aber auch wir. die wir kühler denken, müssen zugeben, dak er in seiner Art ein kleiner Herdmeister ist - <5rne störende Unsitte der italienischen Theater 'st das b«-ständige Kommen und Gehen, auch wahrend der Voi> telllmg- die Pausen dienen dm Italienern, »venn nicht xnin Flirt, so doch zum Lesen ihrer Zeitungen. Der große Vall Della Eroce Rossa in den Pracht« sälen des Grand Hotel versammelte die ganze, hie» ige Aristokratie nnd vornehme Fromdenkolome von Florenz. Uoberwiegend vertreten waren die blonden, schlanken Misses; man hörte beinahe mehr Englisch denn Italienisch, nnd nur einmal schlugen einige deutsche Worte slnchtig an mein Ohr. Die Musis war Laibacher Zeitung Nr. 33.______________________________________266 ________^________ 11. Februar 1903. ganger ^auer sielen, ^l^er me^r, oem iicy ome gro^e Zahl von bulgarischen Dorfbewohnenr angeschlossen hatte, entfloh. Man glaubt, daß der Anführer Papa Christo sich unter den Flüchtigen befinde, die während ihres Aufenthaltes in Leskovec vier bulgarische Bäuerinnen, welä>e beschuldigt worden, waren, sie hätten den Türken das Auftreten der Bande in Konjska ver° raten, ermordeten. Eine der Frauen war die Gattin des Bürgerineisters von Leskovec. In dein Geburtsorte des Papa Christo, Vinokte, sowie in anderen Dörfern, wurden viele Verhaftungen von Bulgaren vorgenomnum. Nach einem anderen Privatberichte ails Monastir sollen an: 1. Februar türkische Trup° pen und Gendarmen eine Bande in Isbitsche bei Resnia im Vilajet von Monastir angegriffen haben, das Dorf sei umzingelt und von beiden Seiten sei ein anhaltendes Gcwehrfeuer unterhalten worden. Sowohl die Truppen als die Bande hatten Tote und Verwundete, Es heißt, daß dor bulgarisch Leutnant Davidov Anführer dieser Bande war.______________ Politische Uebersicht. üaibach, 10. Februar. „Narodni Listy" bezweifeln, dah es trotz des großen aufgebotenen Apparates zu einer wirtlichen A e n de r u n g der Geschäftsordnung tom-lnen werde, Wohl habe auch die Regierung die Vorlage des einschlägigen Gesetzentwurfes in Aussicht gestellt, die bezüglicl^e Erklärung des Kabinettsck)efs sei jedoch so reserviert gewesen, daß man hinsichtlich des Zeitpunktes der Einbringung des Entwurfes voll-ständig im unklaren sei. — „Hlas Naroda" und „Mo-ravska Orlice" erklären, daß die Mehrheit der Par» teien des Abgeordnetenhauses unerschütterlich an dein Standpunkte festhalten müsse, die Obstruktion dürfe nicht bloß den kleinen Parteien, sondern müsse auch den großen unmöglich gemacht werden. Insbesondei-e dürfe der Linken in dieser Richtung kein Privilegium zugestanden werden, sonst hätte die ganze Aenderung der Geschäftsordnung keinen Sinn. — „Hlas" folgert aus dem Ergebnisse der Geschäftsordnungs.Debatte, dah die Erneuerung der Rechten nicht bloß möglich, sondern dringend notwendig sei. Die Vorbedingung hiefür sei, daß die Iungczechen vollständig von der Obstruktion ablassen und im Vereine mit den übrigen Parteien der ehemaligen Rechten eine solche Aende° rung der Geschäftsordnung durchzusetzen suchen, welche auch eine Obstruktion der Linken für alle Zeit unmöglich machen würde. „Figaro" meldet aus Konstantinopel, es verlaute dort, daß das U eb er ei nk o mm en zwischen Frankreich und Deutschland, betreffend die Angelegenheit der Bagdad-Bahn, am letzten Tonnerstag in Berlin unterzeichnet worden sei. Eine Depesche des „Imparcial" aus Tanger bestätigt, daß der Prätendent sich in Gefan° genfchaft bei den N i ata°Ka b y len befinbet, welche bereit sind, ihn gegen Lösegeld auszuliefern. Zahlreiche Riatas begaben sich am 3. d. M. nach der Stelle des letzten Kampfes, um die Leichen zn bergen. Tie kaifcrlichen TniPPen griffen sie an, töteten einige von ihnen und nahmen 27 gefangen. Letztere wurden nach Fez' gebracht. — Aus Marseille, 9. Februar, wird gemeldet: Die Geographifche Gesellschaft nahm in ihrer gestrigen Sitzung folgende Tagesordnung an: „Durchdrungen von der Wichtigkeit der Ausdehnung des Einflusses Frankreichs in Marokko, sieht die Gesellschaft den Versuch einer politischen Emmi» schung seitens irgendeiner auswärtigen Macht in Ma> rokko als einen unfreundlichen Akt an und wünfcht, daß die Regierung die Suprematie Frankreichs in Nordafrika befestige und die Beziehungen zum Sultan von Marokko enger gestalte." Aus Bloemfontein, 7. Februar, wird berichtet: Kolonienminister Chamberlai n kam in einer Vankettrede auf das Vorkommnis mit Dew et von gestern zurück und führte aus, er habe sich über die Freitag bei ihm erschienene Teftntation nicht zu be° klagen, deren Ansichten kennen zu lernen er sich glücklich schätze, aber er beklage sich über das im letzten Augenblicke il»m überreichte Schriftstück, welck>es meh rere Mitglieder der Deputation gar uicht gesehen und andere zurückgewiesen haben. Er glaube cs für seine Pflicht zu halten, gegen die ungerechten und unrichtigen Ausdrücke des Schriftstückes zu protestieren. Das Schriftstück enthalte kein Wort der Würdigung der Wohltaten, wclclse die Regierung den neuen Kolonien zuteil werden zu lassen sich bemühe, und bringe da-gegen gegen die englisch Regierung und die Kap rcgierung unbegründete Anschuldigungen vor. Der Minister hoffe, daß die Uneinigkeit unter den Buren bald aufhören N>erde. Das Land bedürfe der politischen Nuhe- Die englisch Regierung werde ihre Freunde nicht im Stiche lassen. Die, Ansprüä>e für im Kriege erlittene Verluste würden von einer nenen Kommission geprüft werden', das neue Uebereinkommen werde in diesem Monate in Kraft treten. Chamberlain forderte schließlich die Buren auf, in herz-liä>en Beziehungen zu den Engländern zu leben, und versprach ihnen, daß ihre Gesetze, Religion und Gewohnheiten geachtet würden. Tagcsnemglcitcn. — (Ein eingefleischter W e i b e r ha s se r.) In Wien ist vor einiger Jett ein Hagestolz, wie er im Nuche steht, als er zu dem Leichenbegängnisse seines Bruders fuhr. gestorben. Der lange, hagere Mann mit dem schwarzen Sa-lonanzuge, stets mit Zylinderhut und einem Nohrstocke versehen, war eine typische Figur. Interessant ist seine Hinterlassenschaft. In einem Fache seines Schreibtisches fanden seine Verwandten ein Päckchen mit der Aufschrift: ..Versuche meiner Verwandten, mich ins Ehejoch zu zwingen." Das Päckchen enthielt 62 Briefe, die vom Jahre 1845 bis 1893 laufen und mit Vemerlungen des Hagestolzen versehen, registriert und llä acta gelegt sind. Von dem Sammler ist ein Zettel beigefügt mit den Worten: „62 Briefe mit ebenso vielen Anträgen von l)ciratsbedürftigen Mädchen und Nit-lven, welche ein Gesamtvermögen von 1.700.000 Gulden ins Feld stellten, um mich zu lodern." In seinem Stammgast hause erschien er jede ztoeite Woche; er sah nur dort. wenn er wußte, dah lein Platz für eine Dame vorhanden war. Ging er ins Theater, so nahm er stets drei Sitze. Links und rechts lieh er den Sitz leer. Auf der Straßenbahn, im Omnibus, auf der Eisenbahn war eine mit ordinärem Tabak gestopfte Pfeife seine Begleiterin. Dies hielt ihm das weibliche G?' schlecht meist zur Genüge vom Halse. Charakteristisch ist eine Stelle im Testament; er schreibt: „Ich bitte mcine Verwandten, dafür Sorge zu tragen, dah auf dem Friedhofe, wo ich beerdigt werde, neben mir leine Frauenleichen beerdigt werden; ich bitte also, für mich einen Gruftplatz für drei Leichen zu laufen, und meine Leiche in der Mitte zu beerdigen, die Räume rechts und lints aber unbclegt zu lassen." — (Das Leben eines Lehrers.) In GlurnZ verschied am letzten Jänner nach längerem Leiden der Lehrer und Schulleiter in Pension, Johann Zoderer, der älteste Lehrer des Vezirlcs Schlanders. ja vielleicht der an Dienst' und Lebensjahren älteste Pädagoge Tirols, im Alter von 85 Jahren. Er hatte das Lehrerelend im vollsten Sinne des Wortes auskosten müssen, bis er. ausgezeichnet durch das goldene Verdienstlreuz. im Jahre 1892 in Pension ging> Schon mit 15 Jahren diente er als Notschullehrer auf Tal-nell bei Laos; drei Gulden Gehalt und die Kost at»vechselnd bei zwei Bauern. In Vellnaier-Praderbcrg bezog er 18 Gulden; eine Stunde Weges hatte er täglich von und zu der Schule zu gehen und bei den Eltern jedes der 20 Schulkinder bekam er einmal im Monate das Mittagsessen. Nach Zuriick-legung der Unlerlehrerprüsung diente er zwei Jahre in Außersulden für ein Iahres-Einkommcn von 30 Gulden und 16 Lot Butter für das Kind. In Schlud?rns erhielt er bti 79 Schülern 50 Gulden Gehalt; dort blieb er clf Jahre, 3s Gulden und freie Verpflegung im Pfarrvidum wurden ihlN dann in St. Pauls-Epvan zuteil. Als gesetzlich qualifiziertet Lehrer und Organist war er drei Jahre Lehrer, Organist und Mcßner in' Matsch (70 Gulden, Kost und Wohnung)-Zehn Jahre diente er dann in gleicher Eigenschaft in SaU-tens im Oetztale für jährlich 200 Gulden Neichswähruug' 1861 erhielt er die Oberlehrer- und Organistenstelle in Glurns (400 Gulden Iahresgchalt, freie Wohnung un? freies Holz), 74 Jahre alt, ging er nach dreißigjährig^ Wirksamkeit in Glurns in Pension. Er war unverheiratet, stets heiterer Natur, allbeliebt und lebte die letzten zehn Jahre bei seiner Ziehtochter, der Frau des jetzigen Bürgermeisters von Glurns. — (A l t e r s ch ü tz t v o r T o r h e i t n i ch t.) In der Universitätsstadt Jena hat eine schon bejahrte Frau einen losen Streich verübt, der leicht hätte grohes Unheil im Oe< folge haben können. Bei der allen Icnenser Studenten bekannten Papiermühle, dem Endpunkte einer Linie der elektli' schen Straßenbahn, wurde ein Pferdegespann scheu, und del Führer einer dort haltenden „Elektrischen" sprang ab, uin den Tieren in die Zügel zu fallen. Inzwischen aber bestieg die in Ienenser Studentcnkreisen wohlbekannte alte „SeiN-melfrau" den elektrischen Wagen, drehte in aller Gemütsruhe den Strom an und freute sich anfangs über alle Maßen, als der Wagen so schnell davonfuhr. Der Motorwagen raste aber die Kaiser Wilhelmstrahe hinauf uach der Stadt. In ein" engen Quergasse geriet er aus den Schienen, prallte gege" > eine Hausecle und stürzte um, die Gasse vollständig verspel-lcnd. Die Frau. die sich allein auf dem Wagen befand, lalN mit einigen leichten Verletzungen davon. Der Verkehr wal aber stundenlang unierbrochen. — (Arizona-Kickers Klage.) Der beruhn^ „Arizona-Kicker" bricht in folgende Klage aus: Ein Mann mag eine Warze im Genick als Kragentnoftf benutzen ^ sich hinten auf die Puffer der Eisenbahn aufsetzen, um Geld zu sparen, bis der Kondukteur herunter kommt — seine llhl nachts stehen lassen, um sie nicht abzunützen — das i ohn< Punkt und das ; ohne Sirich lassen, um Tinte zu spare» — das Muttergrab bebauen des Kornes halber, und lan^ trotz alledem noch ein Gentleman bleiben im Vergleich 3^ dem, der eine Zeitung zwei, drei Monate regelmäßig aN-nimmi und wenn es zur Zahlung kommt, sie einfach nn' dem Bemerken zurücksendet: „Annahme verweigert!" ^ schlecht — was würde wohl der Walzerkönig Strauß zu solarer Wiedergabe seiner entzückenden Weisen sagen? Und auch Terpsichoren huldigt man hier mit weniger Lust und Freude als am blauen Donau» strande. Eine gesellsä>aftliche Eigentümlichkeit von Flo» renz sind die „Musical Theaö" in den Nachmittags» stunden. Es wird musiziert und gesungen; in den Pausen wird der Tee gereicht und sehr viel geplaudert, beides auf Kosten der Musik, welche hier doch nur Mittel zum Zweck ist. Man will sich sehen und sprc° cken. Besonders die amerikanisckie Gesellschaft liebt diese Art von Konzelten. Bei einem solchen Konzerte hörten wir einen jungen Nüssen, welcher mit prack>> liger Stimme slavish, deutsche, englische, französische und italienisck)? Lieder sang und uns, die wir Musik lieben, zu aufrichtigein Danke verpflichtete. So lebt man in Florenz. Knnst, Natur und Vergnügen, man kann es hier in vollen Zügen genießen, und lver kurz oder lang hier weilen will, der kann in den am Lung'Arno vortrefflich gelegenen Pension Venoit ausgezeichnet wohnen. Das Haus ist vortrefflich geleitet, man findet da ein wahrhaft behaglich Heim. Die Stunden nnd Tage in Florenz schwinden dahin, und man hat nur das eine Empfinden von der Größe der Kunst, von der Schönheit des Lebens! Ein Sonnenuntergang von dem hoch gelegenen Fiesole aus gesehen, ist ein Stimmungsbild von Flo-renz — schön und unvergeßlich. Die Sonne sintt, in allen Farben erglänzt der Arno, von ferne leuchten schneebedeckt die Apenninen; wir blicken still und traumverloren ins Tal — da läuten die ?lbend> glockon, und über uns klingt es in den Lüften: I?i Die rote locke. Kiiminalroman von Ernst von Walbow. (Fortsetzung.) „Da ich noch nicht die Ehre hatte", fuhr Lucian mit leisem Spotte fort, „dieses sicherlich allerliebste MädclM zu sehen, so kann ich mir auch nicht schmei» cheln, ihr Herz erobert zu haben, und begreife nicht, warum gerade ich dazu ausersehen bin, Ihre Tochter glücklich zu machen! Vegnügen Sie fich lieber mit einer guten Aussteuer, die ich bereit bin, der Kleinen zn geben, und überlassen Sie es einem jüngeren Manne, sie zu heiraten, der zugleich eine passendere Partie für das MädäM ist." „An Bewerbern fehlt es meiner Vroni gottlob nicht", meinte Frau Müller mit mütterlichem Stolze, „aber ich habe mir nun einmal in den Kopf gefetzt, dah gerade Sie mein Schwiegersohn werden sollen, und dabei bleibt es und daran ändern Sie kein Tüttelchen — Sie nicht und überhaupt kein Mensch in der Welt!" Lucian von Friedheim konnte die versteckte Drohung in den Worten seiner Wirtschafterin nicht wohl entgehen' dennoch tcrt er scheinbar vollkommen gleich-gültig und zuckte nur die Achsel,,, indem er ebenso gleichmütig sprach: „Sie sind wenig logisch, meine Beste! In demselben Momente, in dem Sie mir wer weiß was für schlechte Handlungen zutrauen, bieten Sie alles auf, mich zu Ihren, Schwiegersöhne zu maä)en. Ich ver-stehe wohl, daß Ihreu, Ehrgeize dies schmeicheln würde, aber Sie haben doch auch an das Glück Ihres Kindes zu denke»,." „O, Herr Baron", gab die Wirtschafterin unbefangen zurück, „was Ihre imd VroniV Zukunft be- trifft, hätte ich nicht die geringste Sorge, denn gera^ solchen Leuten, wie Sie, die es nicht so genau mit dee Moral nehmen, geht es in dieser Welt am besten." Lm'ian biß sich so heftig auf die Lippen, daß!^ bluteten: solche Beleidigungen mußte er sich vot> einem Weibe sagen lassen, das jahrelang in dienend^ Stellung in seinen, Hause geweilt hatte! Wäre er del Eingebung seines Zornes gefolgt, Frau Müll^ würde das Schreibzimmer ihres Herrn nicht n^t heilen Gliedern verlassen habe:,. Aber er mnßte es M eingestehen, daß sie im Vorteile gegen ihn und klus genug sei, dies zu ihren Gunsten auszubeuten. So bezwang er denn seine Entrüstung und sag^ voller Ungeduld: „Ersparen Sie mir das zweifelhafte Vergnüg^ Ihre Lebensregeln noch weiter anzuhören, obglei« ^ oieselben, was die Praktische Seite betrifft, Ihn?" ' vortreffliche Dienste geleistet haben mögen. Komn^' wir zur Sache!" < „Sogleich, lvenn es Ihnen beliebt, Herr Baron > „Machon wir es wie die Kaufleute mit Angeb^ und Nachfrage. Was bieten Sie mir?" „Das Testament Ihrer Stiefmutter!" „Das heißt, einen vei-sengten Papierfetzen, au! dem einige Worte geschrieben sind, die vielleicht dc^ auf hindeuten, daß dao Ding ein Testament gewes^ ist! Glauben Sie denn wirtlich, daß dergleichen G^' tung bei Gericht hat?" „Ich glaube allerdings wirklich, daß man bein' Landesgerichte hohes Gewicht darauf legen wür^' wo ich diese, versengten Papiersetzei! gesunden hcib^ von denen Sie so verächtlich sprechen! Und wenn b^ in Ihrem Kamin gewesen ist, dann hätte die Sa^ schon ein anderes Aussehen!" Umbacher Zeitung Nr. 33. 267 11. Februar 1903. -- ^ ln origineller Gottesdienst.) Eng. »and leidet unter einem schweren Kummer, der vielen zu ben-«n gibt: Die Kirchen werden leerer und leerer, und die ^'senbahnen. Landstraßen, Hotels, die sonst am Sonntag verödet lagen, voller und voller. Diese Tatsache ging besonders dem Vikar der englischen Kirche von St. James sehr s" Herben. Er sann und sann über Abhilft nach, und endlich war er fertig. Seine Kirche ist gefüllt bis zum letzten Platze mu einer lautlosen, andächtigen, ganz dem Gottesdienste Angegebenen Gemeinde. Wie sie zur Kirche strömen! Eine bunte, verschiedenartige Menge, elegant gekleidete Herren und Damen neben den Aermsten bcr Armen, Mütter mit 'hren Kindern, das Kleinste auf dem Arme, alles eilt und drangt erwartungsvoll dem Eingänge zu. Schließen wir uns an. Verblüfft bleiben wir an der Schwelle stelln. Die Kirche 7^ so schreibt man der „Zeit" — ist stockdunkel, und doch Nutet von irgendwoher ein weißes, geheimnisvolles Licht, das an Monblicht erinnert. Dort von der Längswand des Baumes strömt es aus, von einer riesengroßen weißen Leinwand, auf die eine Laterna Magila hellen Schein wirft, und in großen, deutlichen Lettern erscheint auf der Leinwand ^l Tert des zu singenden Liebes mit weithin sichtbaren ^ioten. Jetzt hebt die Musik an. ein Orchester aus Orgel, "wlinen, Bah und Cello zusammengesetzt und von bcr sehr luusilalischcn Familie des Vikars gebildet. Nun fällt die Gemeinde mit ihrem lieblichen, frischen Gesänge ein, den ich >" ssern in englischen Kirchen höre. Da ist lein angestrengtes Entziffern des feinen Druckes der kleinen Gesangbücher, un-Kkhi»deit quillt der Ton aus jeder Brust und erfüllt voll und feierlich den weiten, dunklen Naum. Eine seltsameStim-lnung Hai sich aller bemächtigt. Jetzt wirb das Evangelium Erlesen, es ist das ewig schöne Gleichnis von dem vielerlei Acker — und siehe, wie mit Zauberschlag sind wir im gelobten Lande. Wir sehen den Acker und den Sämann, der sorg-uch den Samen auf das Land streut, wir sehen den Weg unl den pickenden Vöglein, den Felsen und das Land. auf dem Unkraut und Disteln wuchern. Das Wort wirb vor unseren Augen lebendig, lautlos gleiten die Bilder an uns vor-über. und eine echte, tiefe Andacht hat sich aller bemächtigt, b'e selbst bann nicht acstört wirb, als ein Baby mit lautem Krähen seiner Freude an den Bildern Ausdruck gibt. -Merkwürdig, als Gegner haben wir das Gotteshaus be-ueten, aber in seltsam gehobener Stimmung verlassen wir es. ^ (Sonde l ba re Städte.) In der Stadt North» wich in Cheshire sinkt die Hauptstraße jedes Jahr um sechs dis acht Zoll, und in demselben Maße sinken natürlich auch d>e Läden an beiden Seiten. Northwich und seine Umgebung, wit seinem Reichtum an Salzlagern. bildet einen interessanten Ort für mineralogische Studien. Hier fanden bereits die Coiner die natürlichen, aus der Erde sprudelnden Quellen, und hier gewannen sie Salz durch Verdampfung in Pfannen, die sich von den jetzt gebräuchlichen nur wenig unterscheiden. In dem Marstonbezirt bekämpfen die Behörden fortgesetzt den Feind, der unaufhörlich und hinterlistig arbeitet. Eine Straße wurde vor dreizehn Jahren endgültig aufgegeben und der Senkung überlassen, und jetzt wird auch b/r Weg, über den sie abgelenkt wurde und der die Hauptstraße zwischen zwei wichtigen Zentren bildet, nur noch mit "ets zunehmenden Schwierigleiten erlitten. — Die Leute von Tupuselei brauchen nicht weite Reisen zu machen, lim eln Salzwasserbad zu nehmen. Die Stadt ist auf Pfählen gebaut, die in ein unter Wasser gesetztes Korallenriff in der Torresstraße südlich von Ncu-Guinea getrieben sind. Dieser merkwürdigen Niederlassung gegenüber liegt auf dem Fest-lande ein anderes Dorf. das hoch in der Luft zwischen Aesenpalmen. von denen die Küste eingefaßt ist, liegt. Neide ^lneinden haben die merkwürdige Lage für ihre Wohnungen gewählt, um sich gegen Ueberraschungen seitens ihrer ^hlreichen Feinde zu sichern, und besonders suchen sie Schutz vor den umhcrstreifenden Kopfjägern. — Mit Krankheiten behaftete Leute entwickeln nicht selten seltsame Launen ^ Bezug auf die Wahl ihrer Wohnstätten. So lam vor „Haben Sie einen Zeugen für die Wahrheit b'rser Behauptung?" . Die Witwe schwieg einen Moment und Lucian nchtele sich schon tnumphierend auf, denn er wähnte ^e Gegnerin eingeschüchtert zn haben, als diese, den "lick fest auf ihn gerichtet, langsam sagte: „Einen Zeugen kann ich sreilich nicht stellen, aber lch denke, daß es dessen auch nicht bedarf, da die Maubwürdigtoit meiner Behauptung auf der Hand uegt. Oder wer anders sollte noch Grund zur Ver° mchtung jones Testamentes haben als Sie. dein die ""chtümer der Baronin Friedheim in dm Schoß lallen wie reife Aepfel, wenn eben kein Testament 5" Gunsten eines anderen existiert?" „Sie irren, nieine Beste, bei Gericht nimmt man "n, daß Graf Roderick) Landst'ron, der des Mordes beschuldigte, das Testament geraubt habe." ihn zum Erben cinscht? O, ich hätte die Herren vom Gericht nicht für so einfältig gehalten!" ""terbrnch l^rnn Miller ihn ironisch. »Seien Sie nicht durschnell in Ihren: Urteile, ^orehrteste. Die Nichter gründen ihre Annahme auf me Vermutung, daß meine Stiefmutter, um ihren ^effen von der ihr verhaßten Heirat abzuhalten, dein. - rstament, das zu seinen Gnnsten spricht, ein Kodizill ""Uchangt hat, welches ihn enterbt, falls er Angelika ^andskron heiratet. Nun raubte Roderick) das Testa» >nent lediglich zum Zwecke, es zu fälschen, indem er d"s Kodizill vernichtete." „So, das glauben also die Herren vom Gerichte? -m, da sind sie schön auf den: Holzwege!" kurzem eine Anzahl Schwindsüchtiger auf den Gedanken, in den schrecklichen Tiefen der Mammuthöhle in Kentucky zu wohnen. Zu diesem Zwecke wurde mit vieler Mühe und großen Kosten Baumaterial in die Höhle getragen, und allmählich entstand ein kleines unterirdisches Dorf, da» nach seiner Vollendung von dreizehn Familien bewohnt wurde. Aber wie vorauszusehen war, übten das tiefe Schweigen und die ewige Dunkelheit des Ortes auf die unglücklichen Bewohner eine schädliche Wirkung aus, die beiweitem jeden Vorteil der zweifellos reinen und trockenen Luft und gleichmäßigen Temperatur überwog. Einige Kranke starben, andere gaben den Versuch auf, und die so seltsam gebauten Häuser sind jetzt Landstreichern und Verbrechern überlassen. — Mehr Glück hatte die kleine Kolonie Kranker, die sich innerhalb der geschützten Kratcröffnung der Vullaninsel St. Paul ini indischen Ozean niederließ. Hier sind die Kranken gegen jeden Wind geschützt, aus lvelcher Richtung ev auch blasen mag; und heiße natürliche Bäder zu verschiedenen Temperaturen stehen immer zur Verfügung. Der Boden wird durch latentes vulkanisches Feuer im Innern gleichmäßig warin gehalten. Nahrung ist reichlich und mannigfaltig vorhanden,' darunter gibt es Delikatessen wie Seeelefantenflossen und -Schwänze, Krebse und andere Krustentiere und den saftigen „Kerguelen-Kohl". Von den Geheilten haben sich bann viele auf bcr Insel niedergelassen, statt in ihre Heimat Zurückzukehren. — (Eine gelungene U e be r r a s ch u n g.) Der „Bert. Lolalanzeiger" brachte biesertage folgendes Inserat: „Hocherfreut und völlig überrascht, zeigen die Geburt eines kräftigen Jungen an Heinrich Nittershaus. Gastwirt, nebst Frau." LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Begnadigung jugendlicher Sträflinge. Der t. t. Ministerpräsident als Leiter des Iustizmini-steriums hat unter dem 18. v. M. nachstehenden Erlaß an die Oberstaatsanwaltschaften. denen Strafanstalten unterstelln, gerichtet: Der bereits dem Iustizministerial-Erlasse vom 3. Jänner 1866 zugrunde liegende Gedanke, daß die Besserung der Sträflinge durch nichts so sehr gefördert werde als mit der Hoffnung auf eine Belohnung des während einer längeren Zeit an den Tag gelegten tadellosen Verhaltens durch Erlangung der Allerhöchsten Gnade in der Richtung der Nachsicht eines Teiles der Strafe, verdient ins besondere bei dem Vollzuge der über Jugendliche verhängten Strafen andauernde Beachtung. Dies ist umso notwendiger, als die für diesen Strafvollzug bestehenden Einrichtungen, deren Verbesserung und Ausgestaltung eine der im Vordergründe stehenden Sorgen der Justizverwaltung bildet, gegenwärtig von Mängeln noch nicht frei sind. Von diesem Gesichtspunkte ausgehend und in Ergänzung der der Verordnung vom 25. November 1902 zur Grundlage dienenden Erwägungen verfüge ich. daß künftighin in den Verzeichnissen der periodischen Negnadigungs-antrage in einem besonderen, mit der Aufschrift „Jugend liche Sträflinge" zu versehenden Abschnitte derselben je-loeilig die männlichen und »veiblichen jugendlichen Sträflinges d. h, solche Sträflinge, die zur Zeit ihrer Einliefcrung in die Strafanstalt das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht und zur Zeit der Stellung des Gnadenantrages das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, aufzunehmen sind, fcM sie — im Sinne des Allerhöchsten Handschreibens vom 21. April 18W — „bereits den größeren Teil ihrer Strafe abgebüßt und während derselben überzeugende Proben ihrer Reue und Besserung gegeben haben, zugleich aber durch ihr sonstiges Vorleben, durch ihre Erwerbsfähigkeit und Arbeitsamkeit die Beruhigung gewähren, daß sie nach ihrer Entlassung aus der Strafe nicht etwa die Gesellschaft aufs neue mit Verbrechen bebrohen weiden". Ausnahmsweise können aus besonders rücksichtswürdigen Gründen auch ohne „Sie scheinen es besser zu wissen?" „Das ist freilich der Fall, da ich das Testament gelesen'habe." „Von diesem ist hier nicht die Rede." „Nun ja, sprechen wir demnach von dem Kodizill, denn das kommt doch in Frage." „Ja, um dieses handelt es sich." „In einem haben die Herren von: Gericht und auch Sie es getroffen. Herr Baron, denn eö existiert allerdings ein Kodizitt, nur lautet es ein wenig an> derö." „Wie lautet es?" fragte Lucian gespannt. Die Witive weidete, sich an der sichtbaren Ungeduld ihres Hern,; mit studierter Gleichgültigkeit erwiderte sie endlich: „Zu Gunsten des Grafen Roderick)!" „Unmöglich!" „Ich kann Ihnen den Beweis dafür erbringen!" „Aber wenn schon im Testament Roderich zum Erben ernannt worden ist, welchen Zweck hatte es dann noch, ein Kodizitt anzuhängen, um das zu bestätigen?" . ^ Frau Müller hätte eine schnelle Antwort geben lönnen, doch es belustigte sie. den sonst so Hochmütig gen ihre Ueberlegenheit fühlen zu lassen: d^Iiald sprach sie in mütterlichem Tone: „Sehen Sie, mein lieber Schwiegersohn, eu.e tleine Unachtsamkeit rächt sich oft schwer — (Fortsetzung folgt.) Rücksicht auf die bereits verbüßte Strafdauer solche Gnaden-antrage gestellt werden. Die Beachtung dieser Weisungen gewärtige ich bereits bei der Vorlage der nächsten periodischen Vegnadigungs-antrage. Um in den jugendlichen Sträflingen den Vorsatz zur Besserung tunlichst bald zu lvecken und den guten Willen zu dessen Ausführung zu stärken, sind dieselben schon während ihrer Anhaltung in der Aufnahmszclle, im loeiteren Verlaufe des Strafvollzuges aber bei jeder sich ergebenden Veranlassung auf die für sie wichtigen Folgen ihrer tadellosen Aufführung in der Strafanstalt aufmerksam zu machen. Die in den Strafanstalten angehaltenen Sträflinge mit einer Strafdaucr unter einem Jahre sind bezüglich der Stellung von Begnabigungsanträgen nach dem gleichzeitig an die Obcrlandcsgerichts-Präsidien ergelMben Iustizmint-sierial-Erlasse vom heutigen Tage zu behandeln. — (K. l. Gendarmerie.) Im Bereiche des Lan,- dcs-Genbarmerie-Kominandos Nr. 12 gelangte ein Gcndar-meriepostcn zu Wodih zur Aufstellung, hingegen wurde be? Gendarmerieposten zu Dragatusch aufgelassen. — (Lokalbahn Bischoflack-Eisner n.) Am 4. d. M. nachmittags fand im Rathaussaale zu Vischoflacl unter dem Vorsitze des Herrn August Nova! und in Anwesenheit von sieben 'Mitgliedern die dritte Sitzung des vom Konsortium zur Erbauung der Lokalbahn Bischoflack-Eis-nern gewählten Ausschusses statt, deren Tagesordnung wir nachstehendes entnehmen: Der vom Herrn August Novat erstattete Bericht über die Ausführung der in den vorhergehenden Sitzungen gefaßten Beschlüsse wurde zur Kenntnis genommen und der Entwurf eines vom Obmann-Stellvertreter, Herrn Karl Ritter v. Strahl, verfaßten Memo-randums genehmigt. Der Obmann berichtete weiters unter Vorlage sämtlicher einschlägigen Korrespondenzen, bah er wegen Vornahme der Trafsierungsarbciten und Verfassung sämtlicher Pläne und Kostenvoranschläge mit der Firma Rossemann und Kühnemann in Wien in Verbindung getreten sei. Nach längerer Debatte ward dem Obmanne ei»-hellig die Ermächtigung erteilt, die Verhandlungen im Sinne der ihm gegebenen Direktiven weiterzuführen und über das Ergebnis in der nächsten Sitzung Bericht zu erstatten. Zur Verstärkung des Ausschusses wurden in denselben die Herre» Alois Prevec, Stationschef in Bischoflack, und Franz Ko 5 melj, Bürgermeister in Eisnern, einstimmig gewählt. Schließlich wurde beschlossen, Seiner Exzellenz dem Herrn Eisenbahnminister, bann dem l. l. Lanbeöpräsibium und dem Lanbesausschusse, endlich den Herren Abgeordneten durch besondere Deputationen Denkschriften zu überreichen und dieselben um möglichste Unterstützung und Förderung des Unternehmens zu bitten. — (F a s ch i ngs ch r o ni l.) Wie uns aus Littai berichtet wird, findet dortselbst Sonntag, den 15. b. M,, im Gasthause „Fortuna" eine Tanzunterhaltung der Hand--werter und Gewerbetreibenden von Littai und Umgebung statt. Beginn 7 Uhr abends. — Die vom dortigen Lesevereine für den 15. b. M. beabsichtigte Theatervorstellung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. —ilc. — (Masken fest des S l a v e c.) Wie man uns mitteilt, sind die Vorbereitungen zu dem Mastenfesle des Slavcc im vollen Gange. Der ganze Turnsaal des „Narodni Dom" wirb durch große Prospekte in den malerischen Hafen von Newyork verwandelt sein. Die Veranstaltung soll zu einer Zeit stattfinden, als zahlreiche Austoanderer anlangen; daher wirb es im Hafen von Dampfschiffen und Fahrzeugen aller Art wimmeln. Alle Schiffe, insbesondere jenes, auf welchem die Musikkapelle Aufstellung nimmt, werben in festlichem Flaggenschmucke prangen, — In Betreff der Bedienung wurde Vorsorge getragen, bah Weine deö .Herrn A. Zajcc zu den üblichen Preisen zum Ausschaute gelangen werden. — (Faschingsunterhaltung in Sanlt Martin bei Littai.) Der Gesangverein „Zvon" i« St. Martin bei Littai veranstaltete am verflossenen Sonntag abends in dem festlich dekorierten Gasthaussaale des Herrn Johann Watonigg in St. Martin bei Littai eine Faschings-Unterhaltung, welche sich einetz vorzüglichen Besuches zu erfreuen hatte. Zur Unterhaltung waren namentlich sehr diele Gäste aus dem benachbarten Littai erschienen. Das Pro--gramm umfaßte drei humoristische Chöre sowie den Schwant vuook v 6t,i-liliu. Wie immer war auch diesmal der durch einige Gesangslräfte aus Littai verstärkte helmische Männcrchor am Platze; die viel Heiterkeit erregenden Ehöre mußten auf allgemeines Verlangen wiederholt werden. Hierauf folgten der Schwank Vucck v nri-a!iu. eine stark in Anspruch genommene Iuiposi und endlich nach Mitternacht ein Tanzlränzchen, zu welchem die heimisch« Tambura-schentapelle sehr brav ausspielte. ^-ill. — (Sanitäres.) Im Sanitätsbezirke Littai sind in der letzten Vcrichtsperiode 12 Fälle von Keuchhusten zugewachsen, während aus der Vorperiod« 1« Kranke ver-blieben, so daß mit Ende Jänner d. I. ein Gesamtrranlen-stand von 30 Personen verzeichnet wurde. Voi, lneM Kranken sind 19 Personen genesen. 4 gestorben "^ s v ^ __ sssrantenbewegung im Kaiser Franz oosef - S P i tale in Gurlfelb. Der Krankenstand ^°b! Dezember 1902 betrug 20 männliche und 9 weibliche. Zusammen 29 Personen; im Jänner wurden 22 männlich« und 13 weibliche, zusammen 35 Personen aufgenommen. Die Summe der behandelten Kranken belief sich somit auf 42 männliche und 22 weibliche, zusammen 64 Personen. Hievon. kamen in Abgang als geheilt 26 männliche und 7 weiblich«, zusammen V Personen, als gebessert 2 Mann, als ung«" Laibacher Zeitung Nr. 33.__________________________________268 11. Februar 1903. heilt 1 Mann und 1 Weib- gestorben ist niemand. Mit Ende Jänner verblieben in der Behandlung 13 männliche und 14 weibliche, zusammen 27 Kranle. Die Summe der Ver-pflegstage beträgt 830, die durchschnittliche Verpflegsbauer für einen Kranken 12 Tage. Das Spital umsaht einen Belagsraum von 26 Betten. —«. — (Perfonalnachricht.) Seine Exzellenz der Herr Landespräsibent Baron He in und Frau Baronin He in sind heute zu einem zweitägigen Aufenthalte nach Skiermail abgereist. — (Unterhaltungsabenb.) In Hafners Bier-Halle an der Petersstraße gab es gestern einen Unterhat» tungsabend der hiesigen Südbahnbeamten, für dessen Veranstaltung und gelungenen Verlauf insbesondere Herrn L. Pahor der beste Danl gebührt. Das Programm umfaßte in bunter Abwechslung Vorträge einer Abteilung der hiesigen Militärlavelle, die sehr Braves leistete und auch mit Zugaben nicht geizte, sodann mehrere Solovorträge und Männerchörc, eine komische Szene und endlich ein Tanzvergnügen. Die Sologesänge, welche Herr Pahor am Pianino begleitete, wurden von Herrn Prel, beziehungsweise Herrn Vrabl iil dankenswerter Weise und zur lebhaftesten Befriedigung des Publikums absolviert. Vielen Beifall erhielten auch die Vorträge eines ac! tioc» zusammengetretenen Män-nerchores unter Leitung des Herrn Pahor sowie einig? in anmutiger Weise vom genannten Herrn für Männcrchor und Orchester arrangierte Volkslieder. Ein „direkt aus Afrika" zugereister „Musikant" gab einige witzige Couplets zum Besten und trug dadurch zur fröhlichen Laune der Gäste erheblich bei. Nach Mitternacht vereinigte man sich zu einem Tanztränzchen, das bei den Quadrillen 14 Paare zählte und bis in die frühen Morgenstunden gedauert haben mag. — Die Veranstaltung war von den Herren Beamten der Sübbahn, deren Familienmitgliebern und sonstigen eingeführten Gästen zahlreich besuchti unter anderen war auch Herr Stationschef Inspektor Gu < tman bei derseben anwesend. — (L ie bert afel.) Die deutsche Sängerrunde in Neißenfels veranstaltet Samstag, den 14. d. M., im Gasthofe „Zur Post" eine Liedertafel unter Leitung des Eang-wartes Herrn Alfred Ei sen Hut und Mitwirkung der Frau Herzele aus Felblirchen, des Fräuleins Justine Bergles aus Villach (Zither) und des Herrn Franz Teppan aus Tarvis (Klavier). Die Vortragsordnung umfaßt folgende Nummern: 1.) I. Stanislaw: Zillertaler Marsch, für Zither. 2.) Fr. Vlümel: Daheim! Männerchor. 3.) Litzlbaucr: Auf frischer grüner Flur, Tonstücl für Zither. 4.) Ed. Kremser: Voltslieb ans Oberösterreich, Männerchor. 5.) I. Nill: Blümlein auf der Flur, Walzer für Zither. 6.) A. Kutschern: Ich nehme den Traum mit mir, Lied mit Klavierbegleitung. 7.) Jude und Polizist, humoristische Szene für zwei Herren. 8.) Steig i anfe aufs Bergle, Kärntner Lieb. arrangiert von N. Schüttellopf. 9) I. Nill: Märzveilchen. Ländler für Zither. 10.) V. Ziegler: Johann Strauß an der Himmelstür, Wiener Lied mit Klavierbegleitung. 11.) I. F. Enslein: Poste restante, Polka für Zither. 12.) A. Dregert: Zieh hinaus. Männerchor. 13.) Rosas: Ueber den Wellen. Walzer für Zither. 14.) A. Seifeit: Kärntner Liedermarsch, Männerchor mit Klavierbegleitung. — Beginn 8 Uhr abends. Eintrittsgebühr 1 X. Nach Schluß der Vortragsordnung wird getanzt. " (Explosion in einer Sicherheitswachst u V e.) Gestern um ^4 Uhr früh legte in der Sicherheits-wachftube der Sicherheitswachmann Franz ßinlovcc ein Holzscheit in den Ofen. Plötzlich erfolgte eine Erplosion und Detonation und aus dem Ofen schlugen Rauch und Flammen hervor, die den genannten Sick)erhcitswachmann an der linken Hand und am linken Vorderarme verbrannten und die linke Schnullbarthälfte sowie das Haupthaar versengten. Die Explosion war so stark, daß die im Vorhause befindliche, in den Kamin führende, eiserne Tür aufgerissen wurde. Nach der Explosion verbreitete sich in der Sicherl^eitswachstube ein starker Geruch nach Dynamit. Auf welche Art und Weise Dynamit in das Holzscheit gelangt war, konnte bisher nicht festgestellt werben. Man vermutet nur, daß es von böswilliger Hand in das Holzscheit gelegt wurde. " (Ein unredlicher Lehrjunge,) Der Tisch-lerlehljunge Josef Mlatar entwendete gestern seinem Lehr-heirn, dem Tischlermeister Franz Burger in Unter-ßi5la, zwölf Stück Schlösser und brachte sie in die Eisenhandlung Schneider H Veroväet an der Wiencrstraße. Hier gab er vor, daß die Schlösser seinem Lehrherrn nicht tonvenieren. und verlangte das Geld zurück. Da man in der Eisenhanb-lung wahrnahm, daß die Schlösser nicht dortselbst gelauft wurden und da das Benehmen des Lehrjungen auffiel, hielt man ihn an und verständigte hievon seinen Lehrherrn. Es wurde nun konstatiert, daß Mlalar die Schlösser sich unrechtmäßigerweise angeeignet hatte. Er wurde verhaftet und dem Gerichte eingeliefert. — (Wafserstand der Save.) Die im Laufe des Monates Jänner am Pegel der Littaier Savebrücke vorgenommenen Beobachtungen des Nasserstandes des Sabe-flufses ergaben den höchsten Wasserstand am 13. Jänner um 6 Uhr morgens mit 259 c-in ober Null und den niedrigsten am 10. und 11. Jänner um 8 Uhr früh mit 37 «in ober Null. Der durchschnittliche mittlere Wasserstand im verflossenen Monate betrug 68 «n. Der Savestuh hatte im Monate Jänner die höchste Wassertemperatur am 12. mit -,-7-4 Grad Celsius, die niedrigste am 24. und 25. Jänner mit >0 3 Grad Celsius nach den jedesmaligen täglich um 8 Uhr vormittags vorgenommenen Beobachtungen. —ilc. — (Lebensgefährlich beschädigt.) Am 9, d. M. nachmittags war der Maurergchilfe Jakob Mo^lerc aus Nizovil, Umgebung Laibach, bei seinem Hause mit der Reinigung des Kanales beschäftigt. Zu dieser Zeit kamen der Schneider Johann Prepeluh und der Besitzer Josef Mulher, beide aus Nizovit. herbei, worauf zwischen Mo^lerc llnd Prepeluh ein Streit entstand, in dessen Verlaufe Moslerc eine eiferne Streugabel vom Haufe holte, und mit derselben dem Prepeluh einen wuchtigen Hieb auf den Kopf versetzte. Prepeluh fiel bewußtlos zu Boden und ist lebensgefährlich verletzt. Moäterc wurde dem l. l. Landesgerichte in Laibach eingeliefert. —I. * (Ein schwerer Unfall,) Gestern gegen 11 Uhr vormittags ereignete sich in der Schelle nburggasse vor dcm Postgebäube ein schwerer Unfall. Das Pferd des Artillerie-Hauptmannes Herrn Franz Mayer glitt auf dem Asphalt-Pflaster aus und kam zum Falle. Hauptmann Mal)er stürzte mit dem Pferde zu Boden und kam unter dasselbe zu liegen. Er erlitt einen Beinbruch und mußte ins Garnisonsspital überführt werben. " (Von einem Fiaker wagen niedergestoßen.) Vorgestern vormittags wurde an der Ecke der Schellenburggasse und des Kongrehplahes die Besitzerin Marianne Novak aus Preian, Gemeinde Ober-Hiäla, von einem in raschem Tempo bal^rfahrenden Fialerwagen niedergestoßen. Durch das Auffallen auf das harte Pflaster zog sie sich am rechten Knie erhebliche Verletzungen zu. " (Verhaftung eines Diebes.) Der Vagant Johann Ier»e aus Gleinitz entwendete gestern nachmittags vor dem Geschäftslolale der Anna Vesel in der Pre-»örengasse ein Hemd und eine Unterhose. Das gestohlene Hemd verkaufte er fogleich in einer Schnapsschcnle an der Wienerstraße einem gewissen Andreas Zorman aus Mala Vas, bei dem es ein Sohn der Anna Vesel bemrlltc und ihn nach der Provenienz desselben fragte. Zorman zeigte dem Sohne der Maria Vcsel den Verläufer und dieser wurde nun verhaftet. Ieröe ist ein berüchtigter Dieb und erscheint schon 25 mal vorbestraft, Der Verhaftete wurde dem Landesgerichle eingeliefert. — (Von Gendarmen erschösse n) Wie der „Elovenec" berichtet, verfolgten am 6. b. M. zwei Genbarmen den behördlich gesuchten Andreas Rahne aus Ainj und stießen in Tersain bei Mannsburg auf den Felbarbeiler Franz Ale« aus Selo, den sie wegen Aehnlichleit mit dem Gesuchten anhielten und um feine Legitimation befragten. Ale« gab der Patrouille einen falschen Namen an und sagte, daß ihn der Bürgermeister vom nächsten Dorfe persönlich kenne, sie möge sich daher mit ihm bemühen. Die Patrouille ging darauf ein und Ale5 führte dieselbe in einen Wald bei Egg, wo er plötzlich die Flucht ergriff und den Genbarmen zu entrinnen versuchte. Nach vergeblichem dreimaligem Haltrufen gaben beide Gendarmen Feuer auf den Flüchtling, der, von einer Kugel getroffen, tot zur Erde stürzte. " (Deserteur,) Der im Polizeiblatte für Krain als Deserteur verfolgte Reserve-Infanterist Franz Mehlc aus Grohlupp wurde gestern hier aufgegriffen und der Militärbehörde übergeben. " (Verlorene Gegenstände.) In der Latter-mannsallec wurde gestern nachmittags eine silberne Remon-toiruhr verloren. -- Unbekannt wo in der Stadt wurde ein goldener Ring mit vier Rubinen verloren. — Die Kellnerin Marie Grilc, Dalmatingasse Nr. 9. verlor auf dem Wege von der Polanastrahe. Vodnil- und Domplatz. Spitalgasse. Marienplatz und Millo^straße eine Boa. — Die Epinn-fabrilsarbeiterin Maria Januar verlor auf dem Wege von der Post durch die Wiencrftrahe und Dalmatingasse ebenfalls eine Boa. " (Gefunden.) Die Postdienersgattin Johanna 8ega, wohnhaft Unter-Kiöta, fand gestern vormittags in der Iubengasse einen goldenen Ehering. * (Nach Amerika.) Gestein nachts haben sich vom Sübbahnhofe aus 72 Auswanderer aus Kram und 36 Auswanderer aus Kroatien nach Amerika begeben. Theater, Kunst und Literatur. — (Aus der deutschen T he ater lanz lei.) Nach langer, sorgfältigster Vorbereitung gelangt heute die Neßlersche Oper „Der Trompeter von Sätlingen" zur Aufführung. Die Hauptpariicn werden von Frl. Zinsen-hofer und den Herren Qtt. Hanno. Krall und Lerchenfeld gesungen. Für diese Opernaufführung gibt sich das größte Interesse kund. Sämtliche Sitze im Parkette sind bereits verlauft, und es sind nur noch Balkon- und Ga-leriesitzc zu haben. Eine Wieberholung des Werkes ist für Montag, den 16. d. M.. angesetzt. — (Die Mitglieder des Böhmischen Streichquartetts), die vor kurzem mit sensationellsten Erfolgen in Spanien konzertierten, wurden durch die Verleihung von Ritterkreuzen „Elisabeth der Katholischen" ausgezeichnet. — (Ueber das Schicksal der Oper „Car-m e n") — die angeblich bei der ersten Aufführung durchfiel — äußerte sich kürzlich Frau Galli-Mari.6. die erste „Carmen", in folgender Weise: „Die Oper ist nicht durchgefallen. und es ist auch nicht wahr. bah sie schon nach einigen Vorstellungen vom Spielplan abgesetzt wurde. Sie erfuhr nur eine schlechte Beurteilung. Einige Kritiker waren entrüstet, daß man auf der Bühne der Komischen Oper zum erstenmale ein Vühnenwerl mit tragischem Ausgange gegeben hatte. So etwas hatte man bort noch nicht erlebt — seither ist das allerdings anders geworden! Seit undenklichen Zeiten hatte in der Komischen Oper der Tenor im letzten Alte die Primadonna geheiratet, und nun diese „Revolution!" Die Angriffe der Kritik richteten sich aber mehr gegen den Text als gegen die Musik. Trotz alledem wurde die Oper mehr als 40mal hintereinander gegeben, und als Vizet starb, war ihr Erfolg bereits besiegelt." — (Wiener Mode). XVI. Jahrgang, Heft 10 vom 15. Februar 1903. Der Leitartikel dieses Heftes behandelt die moderne Braultoilette: wie wir demselben entnehmen, rüttelt die Mode sogar an den heiligsten Gebräuchen unserer Eltern, indem sie den Myrtenkranz als solchen abgeschafft hat und an seine Stelle kleine, seitlich im Haar befestigte Bulette setzt, die nach Belieben arrangiert werben können; dem Artikel sind zahlreiche Illustrationen beigegeben. Ferner finden wir Frühjahrstoiletten. Neisetleider und Gesell' schaftslleider. Alle Kostüme sind vollständig dargestellt, von jedem einzelnen Stück erscheinen die neuesten Modelle. Del Handarbeitsteil enthält Ausstattungsgcgenstände für das Boudoir der feinen Dame neben vielen anderen hübsche» Vorlagen für einfache Bedürfnisse. Der LehrtursuZ für Filetarbcit, III. Brief, endigt diesen Teil. Der Unterhat-tungsteil bietet ausschließlich Arbeiten bedeutender Autoren. Telegramme des k. k. Telegrnphen-ßorrespondenz'Kurraus. Neichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 10. Februar. Das Haus verhandelt die erjte Lesung der Konversionsvorlage, nachdem, wie der Präsident erklärte, sämtliche Dringlichleitsanträge zu Gunst"' dieses Punktes der Tagesordnung zurückgestellt wurden. D"s Abgeordnetenhaus wies nach längerer Debatte die Renten lonversionsvorlage an den Äubaetausschuß. Im Lause der Debatte betont der Fina n z ministe r, es sei nicht seine Absicht, die Konversion unter Bedingungen ins Wert zu setzen, wobei eine tiefgreifende Umwälzung im Besitzstände und den Titres unserer einheitlichen Staatsschuld sowie in den Einlommensverhällnisscn der Inhaber dieser Titres z« erwarten wäre. (Lebhafter Beifall.) Die Aufregung der Rentenbesitzer war leine gerechtfertigte. Sie hätten denkt" können, wenn der Staat konvertiert, wünsche er das Gelingen der Konversion und müsse deshalb die Konversionöbcbingun-gen annehmen, welche voraussetzen, daß die Titresinhabel lieber konvertieren als eine Rückzahlung begehren werben-Bezüglich unseres Verhältnisses zu Ungar» in der Konvel-sionsfrage könne der Minister versichern, daß die technische Trennung von dem von un^ unmittelbar zur Konversion bestimmten Teile der einheitlichen Staatsschuld und der Reste ln einer vollkommen leichten, einwandfreien Weise stattfinden kann, so daß aus der Trennung eine irgendwie schädliche Rückwirkung auf das Gelingen der Konversion nicht zu besorgen sei. (Beifall,) Die Aufnahme der Barzahlungen und die Valutaregulierung betreffende Vorlagen werde der M>' nisier aus eigener sachlicher Ueberzeugung im österreichischen Interesse zu vertreten in der Lciae sein. Der Minister erachtete es für seine Pflicht, iin Augenblicke, wo die Verhältnisse eine Erspaning an Staats- und Steuergelbcrn es ernM lichen, alles zu wn, um eine Realisierung des Projektes sichelzustellen, und bittet um baldige qünstiae Beschlußfassung-(Beifall.) » - > » , ^ „< „ Sämtliche Rebner, ausgeschlossen der Alldeutsche Beiger, welcher die Vorlage ablehnt, weil nur die Konversion eines Teiles der einheitlichen Staatsschuld beabsichtigt ist, und der Zinsfuß in der Vorlage nicht festgesetzt ist, begrüß' ten die Vorlage, welche zeitgemäß ist, wc'il es nicht läng" angehe, bah der Staat seinen Gläubigern einen höheren Zinsfuß als 4 ^ einräume. Die Mehrzahl der Redner sprach sich für den 4^igen Zinsfuß aus. Abg. Ploj sprach sich ft/ eine automatische Konversion von 4^ auf 3-'^ A> aus. D't Abgeordneten Prade und Axmann sprachen sich gegen die Durchführung der Konversion mit Zuhilfenahme der Banken aus. Mehrere Redner traten für die Konversion der gesamten Fünf Milliarden-Schuld ein. da zufolge dem Gesetze des Jahres 1807 Ungarn leinet' lei Einfluß auf die Konversion zustehe. Fast sämtliche Redner traten dafür ein, daß die Ersparnisse aus der Konversion nicht vor allem für Heercserfordeinisse, sondern für ein< Besserung der allgemeinen Finanzen und für die wirtschaft' lichen und kulturellen Bedürfnisse verwendet werden. ""' Nächste Sitzung Donnerstag. Venezuela. Caracas, 10. Februar. (Reuter-Meldung.) 15^ Aufständische verwüsten den Bezirk Rio Chico. Heute mor' gens brachen 2000 Mann mit zwei Kanonen unier dem A<-fehle des Kriegsministers auf, um die Aufständischen anzU-greifen und nahmen Mittags Guatire. Paris, 10. Februar. Dem „Matin" wird aus Cala-cas vom 9. b. M. gemeldet: General Fercer hat mit 150" Mann die Rebellen, welche die Stadt Inarnes besetzt hielten, angegriffen und nach zweistündigem Kampfe sich des Platze? bemächtigt, Marokko. Madrid. 9. Februar. „Heralbo" meldet aus Tanges Der Prätendent hat von der Sahara-Grenze Verstärkungen erhalten, die unter dem Befehle feines Sohnes stehen. 2^' Korrespondent des Blattes hält diese Truppensenbungen sul ein Anzeichen der Fortsetzung des Krieges. Arüssel. 10. Februar. Dem „Etoile Belge" zufolgt hatte die Kaiserin-Witive Charlotte in den letzten Tagen ein/ heftige Krisis zu bestehen, welche Unruhe hervorrief. 2Ü^ dasselbe Blatt meldet, ist heute eine Erholung eingetreten- Nrüssel, 10. Februar. Das Schwurgericht hat N"' bino zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Sofia. 10/Februar. Boris Sarafov hat sich angeb" lich nach Mazedonien begeben. Es verlautet, baß sich s<^ Anhänger an den im Frühjahre zu gcwärtigcnden Unruhe" beteiligen werben. Mazedonische Agenten sind bestrebt, ältel Gewehre von rumänischen Händlern zu laufen und vor de» 1. April in den Donauhäsen einzuschmuggeln. Kon st a n t i n 0 pe l. 9. Februar. Die „Agence ^ Constantinople" bezeichnet die Meldung von einer wie iMlNs gearteten Mobilisierung türlischer Truppen als vollstä'M» unbegründet. Syralus, 10. Februar. Heute früh wurde in M' dica ein heftiger, zwei Sekunden dauernder Erdstoß verfp^' Laibacher Zeitung Nr. 33. 269 11. Februar 1903. Neuigkeiten vom Büchermärkte. X on?F""bian. Dr. Fr,, y^.y der Protistenlunde, 1. Bb,, ^«80. - Rohrbach Paul, Vom lkaulasus zum Mittel« A ^ « ' T' Vraasch A. H., Der Wahrheitsgehalt des Varwlmsmus. l( 2 40. - Messer M., Die mod.-rne Seele. » -^ "1.3° II Gabor. Die ^„ ^ ^ ^^^ ^ bldcnde «!' !^ ^'^ ^ ^"de. Dr. W.. Güthcs Aesthetik. K4 20. ^ ^°de, Dr. W.. Meine Religion, mein politischer Glaube, vertrauliche gtedrn von I.W. von Wüthe. K 1-50, — Node, m <« .,'^llM Lebenslunst. li 3. - Node. Dr. W, Güthes Persönichlelt, l( 1-50. - Muthesius Karl, Göche als «mdersrcmld, li 3. - Schneider I. und Mche O.. Haupt-mellmale der Baustile. X 1 92. - Schmidt von ttirch^ verg He.nr., Der Kaibenturm. X 3 60. - Schlichtegroll, «--tf.v.. Die «estie im Weibe. K 6. — Suttner Bertha. V.. Marthas Kinder, k 6. — Matthey M., Claudine. X 2 40. ^l)"w V.. Drei Dramen. l( 4 80. - ssulda Ldwg,. »aw°c.ss,r. k 2 40. - Schnitzer M.. Erstes Semcher, « 3-^ü' " Frobenius Leo, Ringel.Reihe.Nosen Neiqen, lc ^ ^' ^ Schnitzer M., Der Liebesvries meiner Köchin, 2,7,.."' - D'Esterre'Keeling Elsa. Der Philosoph im "eallssen l( 3 60. — Daudet A.. Pariser Ninder und d°s»ind x'Z^o" Tann.Nergler O., Seme Majestät l« <^sl) en lel TH., Seitwärts der Trasse, X 2 40, —Vjö r n. '°n Viürnstjerne, Thomas Rendalen.KZ 60. —Hartwig ^- V^. Cchnockclchen. X 1 20. die Schönheit. Lief. 1, X —' 90. Vama„n L., Hubbigs Abenteuer, Lebensennnerungen eines PUlex ttlttans. li 2 40. — Bcrlow lt.. Frau Ilse, K 6. -^""° 3r°nz, Die gulunftslosen. X Z. — Salburg 3°!,^^räsin. Kreuz wende dich. l( 3 6'. - Cüppers >'-«., «e.beigen, K 4 80. — Niese Ch. Vergangenheit. " ^'»0. — Schlicht. Freiherr v,. Die Tochler des «om« mandeurs. liß. -NaabeWilhelm. Alte Nester, X 4 80 ^^°rgueritte Paul und Viltor, Der große Krieg, A teil be Stücke des Schwertes. 2 Bde.. k 6. — Tolstoi, ^ras Leo. An das arbeitende Voll. X 1-20. — Gorki Al°i'!>n, Im Asyl für Obdachlose. K 1 20. — Daudet E.. ^lagernd, geb., k 4 80. — Maeterlinck M.. Monna «anna, K 2-40. — Ratzen hos er G., Die Nrilil des In< ^ ?'«n ^ ^' ^ Melsschowsli D.S., Julian Apostala. « ^ u > ^ Granjon Fr,, Erlebnisse eines Oewissens, geh., ^3^' ^ lttlehl Alois. Philosophie der Gegenwart, ^ ?^ 3), ^ I°dl Fr., Lehrbuch der Psychologie. 2 Vde.. ^16 80. — Unger Fr., Traum und Tod. k —96. — «'lenhans. Dr. Th., Das Kant-Friesischc Problem, It 1 80-^ >> ^""ätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr K ^°- Vamberg in Laibach, Kongrehplatz 2. Angekommene Fremde. Hott! Stadt Wicu. Nm 9. ssebruar. Hartmann, Horwat. Veamte, Görz. ^".Pneser. Stahl, Reisende, Würbenlal. — Richter. Onltrer, ,^'^>le. Graz. — Gawlata, Spitz. Reisende, Brunn. — Iunn, "Schaum, Laurie, «site,, Trieft. — Müller. Oberingenieur, ^«5rau, Vubap.st. — Guttmann. Privat; Schlecker. Friedmann, "zar, Llppmann. Spriegel. Schneider, Bi>hringer. Stern. Kflte., ^^'' ^ b°ler. Sttgcr. Reisende. Pilsen, — Löschnig, Frautcn. ^u,ch. Srcansly, Feldbauer. Eibuschütz Reisende. Prag. — Dich. '°°chs. Nfllr.. Lundenbnrg. — Schwarz, Fiscyer, Private, «laarnsurt. - Grill. Beamter. V.llach. - Nerger, Gonez. private. Marburg. — Liebmann. Kfm.. gilrich, — Tomiz, c>«"' Zt. Pulten. — Raab, Aschner, Reisende. Agram. — ^ager, P^^^ Innsbruck. — Fürst, Kfm., iieoben. — Boda-°>°v,t. iifm.. s. Frau. Karlstabt Hotel Elefant. ^ .^ln 6. Februar. Vuchwald, Hafmann, Horway, Weiß "tnber, Keller. Vraig, Drucker; Engel, Ambrosch. Fahn, Klß, Hucharb, Schwarz. Klug. Reisende; Barogy. Brody. Kflte.; aeue, Ingenieur. Mien,— Eppinger, Reisender, Steinamanger. «T', vnschselb, Reisender. Kis.Komnrom. — Rudolf, Reisender, "lpzig. — Fischer, Kamper. Reisende. Budapest. — Herzog. «e> endcr. Dresden. — Troian. Ksm., Villach, — Deutsch A., «eder. Warasbin. — Deutsch M.. Reisender, Gr.'Kanizöa. ^ mosanis. Reisender. Parenzo. Nm 7. Februar. Weinberger, Pollal. Weiner, Fischer, "n°rr, Wurm. Pfirst. Puschinjagg, Vender, Reisende. Wien. — ^antner, Kfm.; Herre. Reisender; Kuchar, l, u. l. Leutnant, V' ^ Millosch. Ilichrr. Kflle., Görz. — Pinter. Besitzer, "lvllch. _ kiickhofen, Reisender, Leipzig. — Beck. Reisender, «gram. ^. Fi^^ Reisender. Budapest. - Majbic, l. l. Be-«mler; Prevlc. t. l. Bezirlsrichter, Loitsch. — Prinz Polignac. s. Tochter, Veldes. — Weißlopf, Neumann, Reisende, Prag. — Lapajne, s. Tochter, Idria. — Herrmann, Reisender, Agram. — Lenarcii, Privat, Oberlaibach. — Goriup, Kfm,. f. Sohn, Prosel. Am 8. Februar. Mih, Pick, Schenl, Wciller, Ober< linder, Reisende; Palda, Fabrilant; Deutsch, Singer, Wolf. Manhlimer. Müller, Bauer, Reich. Kjlte.; Speneber, Bureauchef. Wien, — Polloy. Kfm.; Klein. Reisender. Trieft. — Tomasini, Grundbesitzer, s. Frau, Topolsiiano. — Mullig, Kfm., Gö^z. — Firbas, Notarsgattin, s, Tochter, Marburg. — Pick, Reisender, Prag. — Sorlo, t, l. Offizial; Keller. Reisender, Klagensurt. — Prulsinagg. Fabrilsdirelto>, Hrastnig. — Ienlo, Kfm., Podgrad. — Rieder. Fleischhauer; Gollob. Hermaqor. Am 10, Februar. Ritter von NadherM). l. u. l. Haupt, mann, Laibach. — Schuster. Reisender, Dresden. — Mlelus, Kfm.. Altenmarlt. — Deutfch, Reisende; Havas, Kfm., Gr.'Kanizsa, — Franl, Kfm,, Boglar. — Kaldor. Neuinaiui, Reisende; K,h. Kfm. Budapest. — Rinqer, Reisender; Edy, Lmdes icgier»ngs«Konzipist i. P,; Herz, Kfm., Graz. Wille. Knn.. Dornberg. — Keber, Fl»i>chhauer, s, Frau. Woch.'Feistritz. — Troha. ttfm., Kropp, — Wagner, Reisender. Salzburg. — Martin, Reisender, Vodersam. — Neulircher. Reisender. Pans, — Weinbacher. Tonhofer, Heiß, Fanto, Peisianer. Kaufmann. Eichler, Stieqlitz. Liebisch, Liibl, Sonnenschein. Geliert. Kulten bergen, Kutscher. Kstte; Heim, Klinger, Rainer, Fischer, Lustig, Reisende, Wien. — Haydt, Ingenieur »Baulomm'ssär der Süd< bahn. Adelsberg. — LasarSfelt», Chcih, Kflte., Berlin. Verstorbene. Am 10. Februar. Anna Rechberger, Hauölnechtens-Tochter, 7 M., Wienerstraße 11. Enteritis — Margarete Rrp«, Verläufcrin. 77 I., Petersstruße 13, Marasmus. Im givilspitale: Am 6. Februar. Johanna Morel, Besitzersgattin, 47 I., Ot!l!emll coreliri ckron. Am 7. Februar. Franz Gale, Inwohner. b6 I., Hcr^f'hler. Landestheater in Laibach. 77. Volst.llilng, Ungerader Tag. Oeute Mittwoch, den N. Februar Ver Trompeter von Sätkingen. Oper in drei Alten nebst einem Vorspiel von E. Neßlcr. Anfang halb 8 Uhr. «nde 10 Uhr. 78. Vorstellung. Gerader Tag. Freitag, den 43. Februar Ein Mädel mit Talent. Große Gesanqsposse in vier Bildern (Neubearbeitung der Posse «Eine mit Talent») von F. Myerseld und Alois Berla. — Neubearbeitung von Georg Stxbenvoll. — Musil vm: Louis Noth. Krainischc Kunstwebeanstalt Sternwartgasse 2,11. Stock. — Ausstellung von Geweben der eigenen Anstalt. Geöffnet täglich vorm. von 8-12 und nachm. von 2- 5 Uhr. (198) Eintritt frei. Älctcorologlsche Bcouachtuugen in ^!albach. Seehöhc 306 2 m. Mittl. Lustdruck 736 0 inm. ! zz V^ tz! «»d .^2«. zß u2ll7)l. !?46U 7 4jSW.zml.starlj bewMlt " 9 » Ab, ! 745-4 64 SW. mäßig bewöllt 7 U. F ! 747 - 9 00, NNO. schwach heiter 10. 2 » N. 752-1 b 0! O. mäßig dewöllt 0-0 9 . Ab, 753-8 3 0> N, schwach bewilllt Ii.l 7 U. F. ! 750 1 -3 4 S. schwach ^ Nebel ^00 Das Tageömittcl der Temperatur 'vom Montag 6 0", Nor« male -0 8° und vom Dienötag 2 7°, Normale -0 7°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Vine österreichische Spezialität. Magenleibenden cm-psiehlt sich der Gebrauch der echten «Molls Seidlih«Pulver» als eines altbewährten Hausmittels von den Magen kräftigender und die Verdauungstätigleit nachhaltig steigernder Wirlung. Eine Schachtel K 2. Täglicher Versand gegen Postnachnahme durch Apotheker A. Moll, l. u. t. Hoflieferant, Wien. l.. Tuch. laubcn 9. In den Apolhekni der Provinz verlange man auS» bliicklich Molls Präparat mit dessen Schuhmarle und Unter« schrift. (29) 5—1 wirlt sicher gegen alle Gesichts- und Hautuureinigleiten. Voll« lommcn unschädlich. Ein Tiegel 35 Ir. Mediz. hygien. Nteloufine»«Leise dazu ein Stück 3b lr. Alleindepot: «MariaHilf-Apotheke> des M. Leustek inLaibach ntben der neuen Kaiser Franz Joses. Jubilaumsbrücke. Täglich zweimaliger f^ostversaiio. (258) 4 Zahvala. Za èasa bolezni in povodom smrti moje preljubljeue, sedaj v Bogu poCivajosie soproge, gospe Jerice Pintar prejel sem toliko izrazov soèutja in pornilo-vanja, da mi ni rnogoèe vsak^mu po^ehej se zahvaliti. Vsi soèutmki sprejmit« tedaj tem potom izraz moje najiskrenejäe zahvale, s ka-tero Se združujem inilo proSnjo, da ohranite drago pokojnico v blugohotuern spominu. V Ljubljani, dne 9. svecana 1903. Ivan Pintar, (684) soprog. » Danksagung. > Vom tiefsten Schmerze gebeugt liber den sckmerz« D lichen Verlust meiner iimigstgeliebten, unvergehlichcn > Gattin > Anna > sage ich auf diesem Wege für die vielen innigen > Beileidsbezeigungen, die gespendeten prächtigen Nrä»ze D und das zahlreiche ehrende Geleite der teuren Ver< D blichenen zur lehlen Ruhestätte allen Verwandten, » Freunden und Bekannten, besonders aber der hoch- , » würdigen Geistlichkeit, dem wohlgeborenen Herrn I Stalionsvv! stände F. Schusterschitz. dem wohl» I geborenen Herrn l. l. Postverwalter T. Karis, dem > wohlgeborenen Herrn M. Domicelj. Handels« » manne, dem Ivbl. hiesigen Feuerwehrvereine und den > geehrten Herren Sängern für die rührenden Trauer« U chöre meinen innigsten und wärmsten Dank. Ferner » sage ich noch herzlichen Dant jenen Patrioten, die > anstatt der Kranzspenden dem Cyrill« und Method. > vereine den namhaften Betrag von 200 Kronen » haben zukommen lassen. > St. Peter, den 8. Februar 1903. ! (580) Franz Briiaj. Reeller Antrag. j, Ein in den fünfziger Jahren stehender ****nn mcht die Bekannischast einer Frau "«r eines Fräuleins, nicht unter 30 Jahren, hus V?l&n Hundert Gulden Vermögen be-G6fiS i ¦ ernann>e eines sehr einträglichen n»^j , es-zu machen, um selbe konvenie-reoäensall3 zu ehelichen. (692) nn*i rfig0 unter der ChilTre „Aufrichtig" Ann restante Laibach bis längstens 24.d.M. "onymes wird nicht berücksichtigt. Geld-Darlehen J®ell, rasch und sicher besorgt Kapital-Wstitburoau ». Rllms*, Prag, ü_^f (Ö97) 3-1 (535) E. 249/2 4. Zavezanec Jožef Kurent v Boštanju. Dražbeni oklic. • p.0 zahtevanju Antona Simerška 12 bimerta bo ri dne 3. marca 1903, aoPolclne ob 11. Uri, pri spodaj o/na- menjeni sodniji, v izbi št. 1, dražba nepremiènine vlož. ät. 216 kat. obè. Boštanj, obstojeèe iz hiše Št. 32 v Gorenjem Boštanju. Nepremiènini, ki jo je prodati na dražbi, je doloèena vrednost na 1000 K. Najmanjši ponudek znaša 500 K; pod tem zneskom se ne prodaje. Dražbene pogoje in listine, ki se tièejo nepremiènine (zemljiško-knjižni izpisek, hipotekarni izpisek, izpisek iz katastra, cenitveni zapisnik i. t. d.) smejo tisti, ki žele kupiti, pregledati pri spodaj oznamenjeni sodniji, v izbi st. 2, med opravilnimi urami. Pravice, katere bi ne pripušèale dražbe, je oglasiti pri sodniji naj-pozneje v dražbenem obroku pred zaOetkom dražbe, ker bi se sicer ne mogle razveljavljati gledö nepre-miènine same. O nadaljnih dogodkih dražbenega postopanja se obvesfijo osebe, katere imajo sedaj na nepremiènini pravice ali bremena a!i jih zadobè v teku dražbenega postopanja, tedaj samo z nabitkom pri sodniji, kadar niti ne stanujejo v okolišu spodaj oznamenjene sodnije, niti ne ime-nujejo tej v sodnem kraju stanu-joèega pooblafièenca za vroèbe. C, kr. okrajna sodnija v Radeèah, add. I, dne 28. januarja 1903. (587) C. 21/3 1. Oklic. Zoper Jakoba Klinar, Mihaela, Lorenca, Simona, Uršulo in Mino Rosman, Jakoba Iskra, Andreja Raunig, Uršulo Arh, Janeza Rosman, Jakoba Iskra, Tornaža Oder in Simona, Lorenca in Marijo Rosman, kojih bivališèe je neznano, se je po-dala pri c. kr. okrajni sodniji v Ra-doljici po Josipu Rozman, posestniku v Nemskemrovtu, tožba zaradi za-staranja terjatev. Na podatavi Jozbe odredil se je narok na dan 23. februarja 1903, ob 12. uri opoldne, na uradnem dnevu v Bohinjski Bistrici. v ODiamuo pravic lozuucev »e postavlja za skrbnika gospod Andrej Stendler, obèinski predstojnik v Bohinjski Bistrici. Ta skrbnik bo za~ stopal tožence v oznamenjeni pravni stvari na njih nevarnost in stroöke, dokler se ti ne oglase pri sodniji ali ne imenujejo pooblasèenca. C. kr. okrajna sodnija v Radoljici, odd. II, dne 28. januarja 1903. (565) ^157/1^ 20. Versteigerungs-Edilt. ^llfolae Beschlusses vom 15. Jänner 1903. Geschäftözahl l^.157/1/19, ge- ^" am 4. März 1903. vormittags 9 Uhr, in Pristcwa Nr. 7. zur öffentlichen Versteigerung: HauS« und Wirtshauseinrichlung. Die Gegenstände können am 4. März 1903 in der Zeit zwischen 8 bis 9 Uhr vormittags in Pristava besichtigt werden. K. k. Bezirksgericht Neumarltl am 15. Jänner 1903. Laibacher Zeitung Nr. 33. ____________________________________270_______________ 11. Februar 1903. Kurse an der Wiener Börse vom 19. Februar 1903. ?««dem «ekn Kursblatt Dle notierten Kurse beistehen sich in Kroncnwähiung. Die Notierung sämtlicher Arlli'n und der «Diversen Lose' versteht sich per Stüil. Allgemein» Slaal.schuld. «"d ^°« «nheltl. Rente in Noten Mal. November p K. 4 ll°/, . . . 100 95 10115 ini>tot.ssebr,Null.pi,K.4 2°/« 100 9b l01 15 „Lilb.Iän..IuIi pl,«,4 2°/„ 100 95 ,01 15 „ „ «pr!l,.Olt,pr,K,4 «<>/<. ,00 Sb ll)l-,h lS54« Staa«l°st 250 l. 8 »"/<, in«-- ,90 - 1860er „ 50« l. 4°/„,b5'2ü 1li6'25 18S0« „ 100 l. 4°/» 185 5U I<»? 50 !8«4er „ 100 l. . . »48 - 252 — tt«. ,. 50 fl. . . »4« — 2Ü» - D«N..Pfandbl. l^ 180 st. 5°/» .««4- — — Klaatsschuld der im Kelch«» rat» verlretenen Königreich» und zander. oesterr, «oldrente. stfr., 100 fl., per Kasse.....4°/, <21'2O i2t 40 dto. «ente in Kronenwühl., stfr., per Kass,.....4°/, ioi 55 ini ?i> >>to. dto. bto. per Ultimo . 4°/» ioi 4U ,01 «0 v.'sttir.Invcsiitwnz.Rente.ftfr., per Kasse ... »'/,»/« »4 55 S4 75 »«se«»«hn.G<«atslch«ld. verschrcibnnllen. Ellsadethbadn in V., steuerfrei, zu 20.000 Kronen . . 4°/, 119 70 —'— Franz Josef, «ahn ln Silber (dlv. Vt.) .... 5'/.°/» > 30— 130 75 Uudolflbabn ln Krvnenwäbr, steuerfrei (div. Bt.) . . 4°/<, 1U0 40 »01 40 Vorarlbergbahu ln Klonenwähr. fteverfr,, 40« Kronen . 4°/<> 100'4N 101 40 Zn «taatsschulbverschreibnn. ,«« »bnestr»p.»lsenb.'«tt«en. ilabethbahn l!0l> fl. LM. 5'/.»/, von »00 fl.......KLO - b23 - dto. Llnz.Vudw. 200 fl. «, W. L. e'/«°/l>........4s4'— 48«-- U.salzb,.Tir.z!0all.V. WE, »'/».........4N4-- 4«b>- »' »arl.Ludw,.». »oaflCM. «»/« von »U0 ft......—---------— V«ld Ware ««» «taale ,»r Z»hl«»g iiberno»»n»t Vilend.»Prlo». Obligatione». «lllsabethbahn S00 u. »000 M- 4°/» ab ,0°/»......!!«',» ti?>- »lisabtthbahl,, 400 u, »000 Vl. 4°/,.........11S?0i«o?0 Franz Josef.»., «m. 1884 (dlv. Ot.) Gilb., 4«/».....100?b i01'7b Vlllizllche Karl Ludwig »Nahn (div. St.) Ellb. 4»/, . . . ico«0ioi-eo «»orarlberger Nahn, »m. l»84 (bw. <3t.) Ollb. 4°/« . . . 100 35 101 »ü Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone, 4"/o Ung, Goldrente per Kasse . i»l «0 löl'jy bto. dto. per Ultimo . . , . 181 20 ilii 40 4°/n dto. Rente lu Kronenwähr., fteuerfrel, per Kasse ... «9 ?o «S «c> 4°/» bto. dto. blo. per Ultimo , 8S 60 »» », Unl>, Gt.-T!l.°«nl. Vold 10« fl. - — —-bto. blo. Silber 100 fl. . , . — — —-bto, Swats-Oblig. (Una. Oftb.) v. I. 187«.......— — — - bto. Schanrielllll..«blel'0bl«a. — — — - dto. PrüM'N.ii 100 fl.--«>«»( »N1 b0 li02 2b bto. dto. K b0sl.--»00ll i0I oU 208 «b Ihtlh.Rt«.'Lost 4°/, . . . . 1b3 b0 161 bn 4°/» ungar. »rundentl.°0b!lg, «9 bv 100 bl! 4°/, lroat. und flavon, detto 99 L0 — — Ander» Assenll. Hnlehen. ü°/, DonaU'Nea.'slnlelh« 18?« . l0«7b — — Anlehen der Stadt V0rz . . 99 — lan — Anlehen bti Etadt WIen . , , l05-80 ioc 30 bto. dto. (Silber ob, Vold) 1«8'/b 125 - bto. dto. (1834) .... 99 20 1>"1 »l! blo. bto. (IU98). . , , 100 20 iol H<> l?est..una. Vanl 40>/»l2hi. verl. 4°/o......... 101 10 102 10 dto. dto. bojähr. Verl. 4°/<> 10! 1,1 ,<>« 10 Eparlaffr, 1. üft.,»«I.,vtll.4°/» 101 2» 101 ?ü M»nl,ahn.Prioritäl»« ^bligalionen. sserblnanbe-Nordbahn U — — Nübbahn it 3°/«verz.Iänn.«Iuli 2N4 6» »06 85 dto. Kb"/»...... »23 «5 124 ob Ung.aaliz. Vahn..... l0g?0 1i0 7o 4°/o Unterlralner Vahnen . . 99 50 100 - Divers« zos» (per Stück). «erzwslich« Lose. 8«/« VodenIitdit.Lose !tm. l88U z»8 75 870 7b 8°/, „ „ Cm. 1889 LUÜ 25 2b? »ö 4°/» Donau'Dampfsch. wo fl. . — — -- b°/, D°nau°«eaul..LoIe . . , 283- 2»? - Unverzinsliche l!,se. Vubap..Basillca (Dombau) 5 fl, ,9z0 80 50 Kreditlose 100 fl...... 484 - »8» — »lary.Lose 40 sl. «M, - . - >»» — ,8S — ofcner Lose 40 fl..... 180'- le>9 - Palffy-Aole 4a fl. «M, . . . ,?9 50 184 - Noten Kreuz, vest. Ges., v, 10 fl. ü5'»o üs«<» „ ,, una. „ ,, 5fl. 2825 Li»«5 Nubolf.Lofe 10 fl...... 74 — 7s - s «Impose 40 fl...... 25Ü'— 24» — l>.l.°VtNol^2°I« 40 fl. , . . 250-— ^00 - Wlener (lomm.'Lolt v. I. 1U74 428 — 442 -Gewinstsch. b. 8°/°Pr.'Schuldv. v. Nudenlrebltansl.. Vm.1889 «8— 72- Lalbacher «ofe...... ?«'— 7? — Veld Ware Nltien. Transport »Unter« nehmungen. «ujslg.Tepl, «tisenb. b0« fl. . . 2550- 2ÜS0 Vau° u. V«>^, Unlonbanl 200 sl..... 551ü0-»l»^ Verlehrsbanl, «lll«.. 140 fl. . 382 - V"" Industrie »Vnter-«ehmungen. Vaugef., »ll«. «st., 100 sl. . . l28 50 t»l'l« Eghbier Eisen, und Etahl.Inb. ^.^ in W!cn 100 fl..... ,9b- <^" " Oalgo Tarj. Etrinlohlen 10« fl. 547 - "' ..Lchlüsslmühl". Papl?rs,200fl. 20» ^ ^" > „Ete^rrrm.", Papicrf. u.«.°l». 8LU ü« 5«,^ Triwiler Kuhlenw-VeslÜ, 70 sl. 4^0' - ">< Wassr!!s.«G,,0est,!!!Uie!>,10Nsl. 342—s<° > Wa„gon°Lellill»ft.,ialla.,lnPeN, ^^... > 400 li........ «89,±*u.n, ,|, «f. C M«yOr , Privat-Depöt» (Safe - Deposits) "" (ö) LoB-VerslohonuiÄ. Laibacli, Spital^aftne. Virzlami voi Bar-Elalag» la Oiato-Corrint- isl airs Bln-Coef». _