PoMnlM (Mmi f ffOtovML 79. lahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Anmabme der Feierlage}. Sclurilt* leitunfi, Verwaltunfi und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68 und 25-69. Maribor. Roptlitka ulic« 6^ Manuskripte werden niebt retournlert. Anfragen Rückporto beilegen« BAU 9 a-D " Nr. 129^ Donnerstag, dan 8. luni 19S9 Inseraten- und Abonnements-.\uaahme in Maribor, ivopaliSUa uUca 6 (Verwaltung). Bezugspreise. Abholen monatlich 23 Din^ zustellen 24 Din, durch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Oin. Einzeüiummer 1.50 und 2 Diu. Preis Oin f'50 ÜRoriliortc 5muaii 3apan^ 9lu§enpoltttf Als . Premierminister H i r a n u m a sein Amt übernahm, gab es in Tokioter iplomatischen Kreisen eine Anzahl von Skeptricern über die weitere Kursrichtung er japanischen Außenpolitik. Zunächst wollte man einen Gegensatz zwischen Hl-ranumt und Arita festgestelH wissen, och ergaben schon die nächsten Mona-e der Kriegführung in China wie auch er kUrzIiche Zwischenfall auf Kulangsu, aß Hiranuma, dem ein glühender Pana-ismus imperialer Prägung nachgesagt wird, viel zu vorsichtig ist, um im Widerstreit der Ansichten Uber die Außenpolitik es Landes seine Position einem anderen zu überlassen. Hiranuma Ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger Konoye als ein kon sequenter Verfechter der Fortsetzung der Aktion gegen Tschiangkaischelc bekannt, iranuma bildet als Persönlichkeit die stärkere Akzentuierung des japanischen Anspruches auf den asiatischen Lebensraum der Nation. War Fürst Konoye vor allem der geschlcfkte Diplomat zwischen em kaiserlichen Hof, dem Hauptquartier und den beiden großen Parteien des Par-aments, so wußte sich Hiranuma durch seine energischere Haltung jene Freiheit es Handelns zu veftchaffen, die den Zie en der Regierung nützlich war, ohne bei iofe oder in der Generalität Mißstimmung auszulösen. Hiranuma war auch (lug genug, auf die Mitarbeit Aritas nicht !u verzichten. Von Arita weiß man im ihrigen, daß er zu jenen japanischen Po-itikern zählt, die einem Konflikt mit Eng-and und den Vereinigten Staaten mög-ichst au« dem Wege gehen möchten, so sehr von dieser Seite auch die Interessen apans betont werden. Arita besitzt wertvolle Verbindungen, auf die Hiranuma nicht verzichten will, seitdem d. geschmel dige Fürst Konoye In den Hintergrund ge-Ireten ist. Japan ist mit dem »Zwischenfall« in China so sehr beschäftigt, daß es alles ver meiden möchte, was geeignet ist, die japanische Politik in andere Interessenzonen zu drängen. Aus diesem Grunde ist es auch verständlich, daß Japan aus seiner bekannten Reserve, die sich im Ver-lältnis zur Sowjetunion ergibt, nicht heraustritt. Die Außenpolitik Japans ist durch en Antlkominternvertrag weltanschaulich estgelegt und bildet daher einen Annex der Politik der europäischen Achsenmäch e. Wenn aber Japan sich vorbehält, seine Haltung in Hinkunft nach Maßgabe der eiRenen Interessen zu piJizisieren, so geschieht dies vor allem aus dem einfachen runde, um Sowietrußland während der japanischen Beschäftigung in China nicht önnötiRcrweise zu reizen. Ein sofortiger Beitritt Japans zum deutsch-italienischen Militärbündnis würde für die japanische 'olKik eine gewaltige Belastung ergeben, öle in Tokio augenblickl. nicht als notwen befunden wird. Japan will d. Sowjet-inion gegenüber ein Instrument der Droh iin;^ zur Anwendung bringen, aber nur inter bestimmten Vorassetzungen. Diese Voraussetzungen hat Arita in einer Pres-iferklärung erst kürzlich klar genug um-'•sen, indem er sie als »mittelbare oder fnmittclhare Bedrohung japanischer te-iisintcresscn durch die Sowjetunion« '7eirhncte. Man weiß, was darüber zu fiiten ist. Die Sachlage könnte sich ange kts der auf diese Weise angekündigten Sinnlanö &eDarrt auf feinem Oteutralltätdftan&punft EINE VIELBEMERKTE ERKLÄRUNG DES FINNISCHEN MINISTERS ERKO. — FINNLAND WÜNSCHT KEINE GARANTIEN NACH POLNISCH - RUMÄNISCH - GRIECHISCHEM MUSTER. Helsinki, 7. Juni. (Avala.) Der fln-ntoche Minister des AeuQem Erko hielt im Parlament eine Rede, In der er u. a. erklärte, daß Finnland nicht geneigt sei, ohne seine eigene zostimmung gewisse Garantien anderer Mächte entgegenziineh men. Finnland werde weder dem demokra tisctiefi, nocli dem antoritir. Staatenblock beitreten, sondern es werde nach wie vor mit den skandinavischen Staaten gemeinsame Neutralitätspolitik betreiben. Am Schlüsse seiner Ausführungen wiederholte der Minister seine eingangs zum Ausdruck gebrachte Feststellung, daß die finnische Regierung keine etwaigen Garantien der Mächte zu übernehmen gesonnen sei. ^nglifdDed ftöniaepaar am 6amdtag In BESICHTIGUNG DER NIAGARA - FALLE. W i n d s 0 r, 7. Juni. (Avaia.) Da heute das englische Königspaar in Wlndsor ein trifft, nm sich von hier zu den berühmten Niagara-Fällen zu begeben, versammelten sich schon jetzt viele Zehntausende von Menschen in Wlndsor. Neugierige sind nicht nur aus Kanada zusammengeströmt, sondern auch aus dem amerikanischen Middle-West Der Andrang der Amerikaner, die das englische Königspaar begrüßen wollen, ist so groß, daß in einer Stun de 30.000 Amerikaner in Kraftwagen usw. in Wlndsor eintrafen. Newyork, 7. Juni. (Avala.) Reuter tierichtet: Die amerikanischen Sicherheitsbehörden hat)en sich genötigt gesehen, den gesamten Plan der Sicherung der Ankunft and Auffahrt des englischen Königs chef Admiral Tilly zum Gouverneur von Portorico. Dieser Ernennung kommt insoweit erhöhte Bedeutung zu, als Portorico zum Mittelpunkt des amerikanischen Befe stigungssystems im Karibischen Meer aus ersehen wurde. Berlin, 7. Juni. Reichs]ugendfüh-rer Baidur von Schirach fährt heute nach Rumänien, um auf Einladung des Königs Carol an den Feierlichkeiten anlässlich des Jahrestages der Thronbesteigung des Monarchen teilzunehmen. Rom, 7. Juni. Der spanische Innenminister Sun er ti-af gestern mit Gemahlin in Begleitung des Ausscnmi-nislers Graf Ciano, von Neapel kommend, in Rom ein und wurde von der Bevölkerung herzlichst begrüsst. paares vollständig umzuändern, damit ähnliche peinliche Zwischenfälle vermieden werden, wie anläßlich des Anschlages auf die Herzogin von Kent. Das eng-' tische Königspaar wird nach den bisherigen Dispositionen am Samstag in New-' york eintreffen. | Washington, 7. Juni. Die Bundeshauptstadt der Vereinigten Staaten rüstet sich zum feierlichen Empfang des englischen Königspaares. Der Bahnhof und die Reglerungsgebäude prangen Im festlichen Fahnenschmuck. Außenminister Hull ist tiereits nach Bufallo abgereist, um an der Grenze der Vereinigten Staaten die hohen Gäste zu begrüßen und nach Washington zu geleiten. Tragödie in der Nacht. Paris, 7. Juni. Vorgestern nachts stürzte der 51 jährige Bauer Clement Vincent in Conie-Molitard blutüberströmt aus seinem Schlafzimmer, gellende Hilferufe ausstossend. Als ihm Nachbarn zu Hilfe eilten, erklärLe er, dass ihn seine Frau während d. Schlafes mit einem Rasiermesser überfallen habe und ihm eine schwere Verletzung am Halse beibrachte. Nach der Bluttat habe sich die Frau die Pulsadern durchschnillen. Vincent wurde in ein Krankenhaus überführt, seine Verletzung ist nich lebensgefährlich. Die Frau fand man bereits tot auf. Da noch einige Umslände des Vorfalles der Aufklärung bedürfen, wurde eine polizeiliche Untersuchung eingeleitet. Das Ergebnis der ungarischen Nachwahl Budapest, 7. Juni. (Avala.) Bei der am Montag und Dienstag stattgefundenen Nachwahl zum ungarischen Abgeordnetenhaus wurden 5 Vertreter der Regierungspartei »Ungarisches Leben«, 1 Na tlonalsozialist und 1 Pfeilkreuzler gewählt. Olympia 1944 In London L 0 n d 0 n, 7. Juni, (.\vala.) Nach der vom Olympia-Komitee durchgeführten Be schlußfassung ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die olympischen Spiele im fahre 1944 in London durchgeführt werden. Schweres Grubenunglück in Schweden Stockholm, 7. Juni. (Avala) In einem Förderschacht der Bofors-Gru-ben riss das Seil des Aufzuges, der mit vier Mann 60 Meter tief heral)-stürzte. Alle vier Insassen des Förderkorbes fanden den Tod. Zürich, den 7. Juni Devisen: Beo-grad 10, Paris 11,74, London 20,75, New York 112V4, Brüssel 75,37V2, land 23,30, Amsterdam 235,02, Berlin 177,60, Stockholm 106,90, Oslo 104,27'/n, Kopenhagen 92,65, Prag 15,127«, Sofia Oltorö in elllfm Warschau 83,75, Budapest 87, ^ ^ . -r i Athen 3,90, Islanbul 3,60, Bukarest 3.25. Graiicnhafler Fund In einer Keller-Helsinki »,15, Buenos Aires 102V.. nlsche. Bukarest, 7. Juni. In einem Kloster in Reciuda (Bcssaradicn) wurde ein geheimnisvoller Mord verübt. Den Nonnen des Klosters war es aufgefallen, dass die Schwester Anna seil längerer Zeit geselligen Zusammenkünften fern geblieben war. Man slellte Nachforschungen an u. fand schliess-licli in einer Kellernische die bereits in Verwesung ül)crgegangene Leiche der Vcrmissten. Die Obduktion der Leiche ergab, dass die Nonne vor oder vier Wochen ermordet worden sein musste. Man ist nun bemüht, d. Mord, der in völliges Dunkel gehüllt ist, aufzuklären. W ashington, 7. Juni. Präsident Roosevelt ernannte den bisherigen Flotten Haltung der Tokioter Außenpolitik in dem Moment ändern, in welchem Sowjetrußland von England und Frankreich die Garantie des bewaffnetn Beistandes e'-hält. Tokio hat mit aller Klarheit in London durchblicken lassen, daß der Abschluß einer englisch-sowjetrussischen Miiitäral-jlanz mit englischen Beistandsverpflichtun gen im Fernen Osten Japan nötigen würde, sofort dem deutsch-italienischen Mili-färbündnis beizutreten. Japan duckt sich sozusagen zum Panthersprung, zu dem es — am großen China-Knochen nagend — jetjzt keine Zelt zu besitzen scheint. In Moskau dürften die Möglichkeiten der japanischen Außenpolitik erkannt worden sein, ebenso in London. Wenn es daher in den englisch-französisch-sowjetrussichen Paktverhandlungen so lange zu keiner Ei- nigung in den Einzelheiten kommen konn te, so ist der schleppende Gang dieser Verhandlungen letzten Endes auf Japan zurückzuführen, d. h. auf die Lage im Per nen Osten. Für die Sowjets ergibt sich dar aus die Diskrepanz in den Interessen sowohl Asien als auch Europa gegenüber. Der Schwerpunkt der Interessen Moskaus liegt in Asien, nicht in Europa. In Asien aber möchte England keine militärischen Verpflichtungen erfüllen. Japan kennt dieses Schwächemoment Englands und nützt es taktisch nach Möglichkeit aus. Erwägungen der Taktik sind es, die die japanische Außenpolitik zu ihrer »Wenn-, dann«-Alternative Moskau gegenüber be stimmt haben. Japan hat damit keine Schwenkung vollzogen, sondern lediglich einon alten Plan etwas deutlicher betont. 21^ SCHÖNHEIT UND GLUCK liegen zum Teil auch in Ihrer Hand. Achten Sie also auf diese kostbaren Gü'er. Pflegen Sie Ihre Haut mit der wirksamen Solea-Creme. liiiii VtCfflP zui öeijeten Jcauii temä/lmig »Mariborer Zehung« Nummer 129, 2 Donnerstag, den 8. Jiml 1939. Haltung üon ab^änqid Militärische Zusammenarbeit Japans mit den Achsenmächten für den Fall eines Eingreifens Sowjetrußlands. B e r 1 in, 7. Juni. »ExchangcTe-icgraph« meldet: Nach Informationen aus hiesigen diplomatischen Kreisen soll der japanische Botschafter in Berlin General 0 s h i m a, der als Befürworter eines militärischen Zusammengehens Japans mit den beiden Mächten der Achse Rom-Berlin bekannt ist, in diesen Tagen zurücktreten. Botschafter 0 s h i m a wird dieser Tage den deutschen Außenminister V. Ribbentrop aufsuchen und ihm den Standpun'kt Tokios hinsichtlich eines Militärabkommens mit den Achsenmächten dcrlegen. Wie aus japanischen Quellen verlautet, hat die japanische Regierung beschlossen, mit den Achsenmächten in keine formellen Bündnisverpflichtungen einzutreten und sich auf militärische Aktionen festzulegen, es sei denn, daß Sowjetrußland in den Krieg eintritt. In diesem Falle würde Japan sofort militärisch auf die Seite der Achsenmächte übergehen. Die japanische Regierung hat ihren Botschaftern in Berlin und in Tokio den Auftrag gegeben, die dortigen Regierungen über diesen ihren Standpunkt zu unterrichten. Rom, 7. Jun?. In diplomatischen Kreisen wird die Nachricht bestätigt, daß die Japanische Regierung durch ihre Botschafter in Rom und in Berlin die Richtlinien ihrer Außenpolitik gegenüber der Lage in Europa klar präzisiert habe. Diese Informationen bestätigten die Solidarität Japans mit den Achsenmächten und im Einklang mit dem Antikominternvertrag. Außenminister A r i t a erklärte in diesem Zusammenhange, daß Japan seine europäischen Verpflichtungen nur in dem Falle erweitern werde, wenn Sowjetrußland Pakte eingehen würde, die die Interessen Japans mittelbar oder unmittelbar bedrohen würden. In den gleichen diplomatischen Kreisen verlautet femer, daß das japanische Außenministerium die britische Regierung bereits davon In Kenntnis gesetzt habe, daß Japan entschlossen sei, für den Fall des Abschlusses eines bri-fisch-sowjetrussischen Bündnisses sofort dem deutsch-italienischen Militärbündnis bfbutreten. M Eitler an tie geflinn „(Sonliot" Di6 gestrige Rede des Führers und Reichs kanilers im Berliner Lustgarten, — Worte d^Et Dankes an die Spanien-Kämpfer. Berlin, 7. Juni. (Avala). Das DNB berichtc<: Bei dem fekrlichen Empfang der deut"'chen Freiwilligenlegion »C o n-d 0 r« aup Spanien hielt der Führer und Reichskan?'er Hitler zwecks Ehrung der Legionj''*e vor dem Defilee eine Rede, sn der er u. a, erklärte; Im Juli 1936 ent- schloß ich mich, dem Hilferuf F r a n c o s stattzugeben und ihm behilflich zu sein, so lange die übrige Welt den inneren Feind in Spanien unterstützen wird. Das ist in voller Uebereinstimmung mit Italien geschehen. Da Italien von den gleichen Idealen erfüllt ist, entschloß sich auch der Duce, dem Retter Spaniens die Hilfe Italiens am Kampfe gegen die international organisierte Zerstörung Spaniens zu bieten. Ihr seid, Kameraden, aus Spanien zurückgekehrt als die tapferen Vollstrecker meines Befehles. Ich wünsche in diesem Augenblick dem ganzen deutschen Volke zu sagen, wie viele Gründe es dafür gibt, Euch den Dank auszusprechen, wie ihn bereits der Held des spanischen Krieges ausgesprochen hat. Für uns war es ein großer Schmerz, daß wir jahrelang schweigen mußten. Ich hatte aber schon damals den Gedanken gefaßt, Euch in der Heimat nach Beendigung des Krieges einen Empfang zu bereiten, wie ihn tapfere und siegreiche Soldaten verdienen. Die ganze deutsche Nation begrüßt Euch mit stolzer Freude!« Guter Wille auf beiben Seiten MINISTERPRÄSIDENT DRAQIdA CVETKOVIC ÜBER DIE VERSTANDIGUNGS-VERHANDLUNGEN — FAHRT DURCH DIE VOM HOCHWASSER HEIMGESUCH TE UMGEBUNG VON KARLOVAC K a r 1 0 V a c, 7. Juni. Gestern um 10.45 Uhr traf M nlsterpräsident und Innenminister DragiSa Cvetkoviä mit Auto aus Zagreb in Karlovac ein. In seiner Begleitung befanden sich der amtsführende Vizebanus M i h a I d z i ö, der Chef der Technischen Abteilung der Banalverwaltung Ing. K o d z i (5, der Personalsekretär des Ministerpräsidenten Anastasijevi. und mehrere Beamte der Banalverwaltung. Der Ministerpräsident wohnte zunächst in der König-Pe-ter-Kaserne der Regimentsfeier des 2. Pio nierregiments bei. Danach besuchte er in Begleitung des Stadtpräsidenten Dr. Gra h o die vom Hochwasser heimgesuchten Ortschaften in der Umgebung der Stadt. Um 13 Uhr kehrte er nach Karlovac zurück und nahm mit seiner Begleitung in der »Velika Kavana« das Mittagessen ein An dem Essen nahmen auch die Vertreter der Ortsbehörden sowie die Karlovacer Pressekorespondenten teil. Der Ministerpräsident erklärte, den von der Ueberschwemmungskatastrophe Heim gesuchten werde reichliche Unterstützung zuteil werden. Auf die Frage eines Journalisten, wie es mit der Verständigung stehe, erklärte Ministerpräsident Cvetkovi6: »Es ist nicht richtisf, daß die Verhandlungen abgebrochen seien. Es ist nur eine PauSe eingetreten, da gewisse Umstände geprüft werden müssen. Zu der Verständigung muß es kommen, denn dies erheischt das Interesse der Serben, der Kroaten nnd der Slowenen. Die Hauptsache ist, daß auf beiden Seiten guter Wille vorhanden '8i Ich weiß, daß Dr. Ma£ek für die Verständigung ist und den fiesten Willen hat, Ich versichere Sie, daß der gute Wille auch bei mir vorhfuiden ist/c 3>a0 :ßrinsregentenpaar in Otr S)r(4(>ner StaaMgaferie Dresden, 7. Juni. (Avala). Das DNB berichtet; Ihre königlichen Hoheiten Prinz regent Paul und Prinzessin Olga tje-sichtigten gestern die Dresdener Staatsgalerie, Damach besichtigten die hohen Gäste das Schloß Pillnitz an der Elbe bei Dresden. I)te militärifctic Stftrfe lier syjftditelilocf^ ItaUenlsche Meinung ütier die militärischen Kräfte der westlichen Demokratien. Rom, 7, Juni. (Avala). Der diplomatische Korrespondent der Nachrichtenagentur Agenzia Stefani meldet: »Man kann in diesen Tagen wohl sagen, daß der Widerstand der baltischen Staaten gegen die Einkreisungspolitik und die Schwierigkeiten zwischen dem janus-köpfigen Westen und Sowjetrußland wenigstens für den Augenblick sachliche Garantien des Friedens bieten. Eine zweite Schwierigkeit des Einkreisungsbestre- <9eneral airanco 6ei ötn Salansiftinnen bens liegt darin, daß die Westmäohte nicht in der Lage sind, dem furchtbaren deutsch-italienischen Militärblock eine adäquate militärische Kraft entgegenzustellen. Die französ'ische Armee ist am Rhein, in den Alpen und in Syrien engagiert, außerdem auch in den Ko'lonien, man darf aber auch nicht die Pyrenäen und Marokko vergessen. Die Militärmacht der Vasallenstaaten im Osten ist nicht stark genug, im Gegenteil, es Ist klar, daß der deutschritalienische Block- in den Militäreffektiven seiner Freunde weiter gestärtft wird, was sicherlich einen Fortschritt, aber keine Lösung vorstellt. Es sind mehrere Jahre erforderlich, bevor der englische Generalstab über die Divisionen verfügen kann, die als Reserven den französischen Divisionen zugeteilt werden können. England verbraucht Hunderte von Milliarden für die Aufrüstung. Wenn es jedoch einigermaßen leicht ist, Waffen zu beschaffen, so ist es weitaus schwieriger, Armeen zu bilden und Instruktoren auszubilden. Die englische Regierung hat am 10. Mai das Gesetz über die Einberufung der Reserven durchgeführt, doch können Greise nicht das Problem der Jugend lösen. Man kann eine Einkreisungspolitik improvisieren, nicht aber auch große Ar- meen aus dem Boden stampfen. Wenn man alle diese Schwierigkeiten der Ein-kreisungspolitik berücksichtigt, so sieht man sofort, wie solid der neue deutsch-italienische Block ist, der über Hunderte von Divisionen vollkommen ausgebildeter und richtig ausgerüsteter Soldaten besitzt. Dieser Block ist der wahre Beschirmer des Friedens auf der Basis der Gerechtigkeit in Europa«. Zentral fe Slieger eröff neten Die lüaraö in SSeritn Donnerstag, den 8. )unl 1030. 3 »Mariiborer ZeHwi^it Nummer 12S. Hiefenbranb in tParfcijau DES IN BAU BEFINDUCHE ACHTSTÖCKIGE ORÖSSTE BAHNHOP DER POLNISCHEN HAUPTSTADT VOLLKOMMEN EINGEÄSCHERT Warschau, 7. Juni. Ein Riesenbrand vernichtete gestern den modernsten und größten Bahnhof Warschaus knapp vor seiner Fertigstellung. Das Feuer entstand in den frühen Morgenstunden und konnte unter größten Anstrengungen erst gegen Mittag gelöscht werden. Es blieben lediglich die rauchgeschwärzten Mauerruinen über. Viele Mauern sind derart beschädigt, daß sie vollkommen neu aufgeführt werden müssen. Der Schaden beträgt viele Millionen Zloty» D;e Ursache des Brandes ist noch nicht geklärt, man glaubt aber, daß er durch Funken verursacht wurde, die beim Schweißen der Traversen entstanden und auf ein leicht brennbares Isoliermaterial Ubergesprungen waren. Nach einigen Stunden des wü tenden Brandes brach die acht Stockwerk hohe Zentralhalle zusammen. Die Feuerwehren bemühten s'ch unter größter Auf Opferung, wenigstens den linken Trakt des riesigen Bahnhofes zu retten. Minister Präsident Skladkowski und mehrere Min ster wohnten den Löscharbeiten den ganzen Vormittag bei. Erst nach drei Uhr nachmittags gelang es dem Eingreifen der Feuerwehren, den Riesenbrand we nigstens einigermaßen zu lokalisieren. Nach einer ersten Untersuchung soll das Feuer durch die Explos'on einer Sauerstofflasche verursacht worden sein. Warschau, 7. Juni. Beim Brand des Warschauer Bahnhofes ist ein Feuerwehrmann in den Flammen umgekommen, 20 Feuerwehrleute wurden mehr oder min der schwer verletzt. v »THETIS«-BESATZUNO WAR BEREITS UM MITTERNACHT VON FREITAG AUF SAMSTAG TOT. — SHAW SCHILDERT SEINE RETTUNG. — GASVER-GIFTUNQ WAHRSCHEINLICH. — DIE WITWEN GEGEN DIE HEBUNG DES BOOTES. Reinen Mund halten! London 5. Juni. Die Vertreter der Admiralität und fast sämtliche Komman-dafliten der U-Boot-Waffe haben gestern eine Konferenz auf einem an der Un-glUcksstelle liegenden Kriegsschiff abgehalten, die um 3 Uhr früh abgeschlossen wurde. Damit ist vorläufig das Eingreifen der Admiralität beendet, nachdem die unglückliche Besatzung, insgesamt 99 Mann, nun endgültig amtlich als verloren erklärt worden ist. Die Rettungsarbeiten wurden jetzt der Werftfirma übergeben. Ob und wann die »Thetis« geborgen werden kann, ist noch unbestimmt. Die Meinungen der Fachleute gehen hier stark auseinander. Man spricht von mehreren Tagen, aber auch von mehreren Wochen, da die »Thetis« mit dem mit Wasser durchfluteten Vorderteil ein totes Gewicht von 200 Tonnen hat utid deshalb nicht so leicht abgeschleppt werden kann. Ein Ponton konnte gestern abend mit Ketten an das Wrack befestigt werden, und so.bald ein zweites Ponton festgemacht sein wird, werden die Abschleppungsversuche beginnen. Kapitän Gram, einer der vier überlebenden der »Thetis« ist gestern abends In London eingetroffen und hat sich zur Berichterstattung auf die Admiralität begeben. Die übrigen drei Geretteten sind noch in ärztlicher Behandlung. Selbstverständlich haben bisher alle Geretteten auf dienstlichen Befehl strenpstes Schweigen über die Vortränge im U-Boot bewahrt. Nur eine Einzelheit ist bekannt geworden, die das grauenvolle Bild, das sich die Öffentlichkeit von dem langsamen Sterben der unglücklichen Besatzung gemacht hat, noch mehr verst^^rkt. Das f2:e-rettete Besatzungsmitglied Shaw, der noch an einer schweren Nervenerschütterung leidet, konnte gestern zum erstenmal wieder längere Zeit und in zusammen hängender Sprache einvernommen werden. Shaw erzflhlte, daß ,drei Mann vor ihm in die Rettungskammer gestiegen waren, um sich mit Hilfe der Davisapparate zu retten. Sie verabschiedeten sich von der gesamten Besatzung mit Händedruck und wünschten den Zurückbleibenden baldige Rettung, ohne zu ahnen, daß sie in den nächsten Minuten schon den andern im Tod vorangehen würden. Shaw Ijerichtete dann, wie die drei andern vor ihm zum Auftauchen bestimmten Be-satzungsmitglieder in der Rettungskam- mer von dem hereinströmenden Wasser übermannt und erstickt seien. Es mußten nun die Leichen der drei Männer von der Aufstiegsluke entfernt werden, damit Shaw als Vierter in der Rettungskamnier platznehmen konnte. In schlichter Weise berichtete dann Shaw weiter, daß er seinen ganzen Mut in beide Hände genommen habe, sich noch einmal kurz von der Mannschaft verabschiedete und Uber die Leichen seiner drei Vorgänger hinweg seine Rettung versucht habe. Diese Schilderung gibt gleichzeitig Auf Schluß darüber, warum weitere Rettungsversuche mit Hilfe des Davis-Apparats nicht mehr zustande gekommen sind. Eine andere Erklärung, die immer noch auf rechterhalten wird, ist die, daß trotz der schweren Panzerung um die Akkumulatoren des U-Bootes Wasser über die Batterien gekommen ist, so daß es sehr rasch zur Gasbildung und damit zum Erstik-kungstod der Besatzung kam. Es hat sich nun herausgestellt, daß nur der athletisch .gebaute Kapitän Oram ohne gesundheit-I liehe ErschiUterun'Tien an die Oberflächc ! gekommen ist, während die drei übrigen Geretteten Gasvergiftungserscheinungen aufzeigen. I Es wird jetzt angenommen, daß die B? Satzung um Mitternacht von Freitag auf Samstag bereits zur großen Mehrheit tot war, obwohl noch um 1. Uhr 40 Min. Samstag früh sehr schwache und morsemäßig nicht mehr deutbare Klopfzeichen von einem Taucher gehört worden sind. Die Frage der Oeffentlichkeit, warum in dem längere Zeit über dem Wasser befindlichen Heckteil des U-Bootes nicht ein Loch elnfreschnitten werden konnte, ist nun endgültig damit beantwortet worden, daß die Strömung um das U-Root so stark war, daß die Arbeiter immer wieder abgetrieben wurden. I Witwen der Toten von der »Thetis«. , von denen acht werdende Mütter sind, ha ben den Wunsch ausgesprochen, daß die See das Grab ihrer Ehegatten und das ge strandete Unterseeboot ihr stählerner Sarg werden möge. Sie wünschen nicht, daß das Unterseeboot gehoben werde, denn sie möchten den Qualen entgehen, j die das Aufstellen einer langen Reihe von Särgen, die Prozedur der Identifizierung 'der einzelnen Toten und die damit verbun denen Befragungen, und schließlich die benöQrt, bte in i^ter in» fptünfllidjcn Söebeutung nichts onbercS öieö*. i)hinb rein, jaubfr polten. Cin 93i«rf«ug tnic unferc ^^ne, baä baucmb beanfpnic^t mito, bebarf öhct* bino'» tcfidmcriigcT T'flcflc. "Diorgciiä ii n b cibeubö: ,'^a£)ntntTftc nnb Gfjlprooont ^ut .t^onb, iinb vicl;ti(i bte bearbeitet riac^ allen !3Rirf)tunpen 1 Äicine ^Irgft: fic Ijalten ed auss. yiut mangclnbc 'ipficflc ticvtragcn fie nidjt. Xarum: Gljlotobont, bic OualitätS'Salnipöffc! Gintjcimtfc^cS Cirsciigniä. Beisctzungsfeierlichkeiten mit sich bringen werden. Eine der jungen Witwen sagte, man sollte den Angehörigen den schrecklichen Anblick ersparen, den die Toten der (The tis« bieten müßten. Sie seien auch nicht eines gewöhnlichen Todes gestorben, son dem seien gemeinsam verschieden, und man sollte ihre gemeinsame Ruhe auf dem Meeresgrund nicht stören. iinb ^lioliat fneter entfernt lag auch eine Stadt... Monte Carlo! Als Miß Oould zum ersten Mal den Spiclsaal des CMlnos betrat, tat sie es tHt Mofier Neugierde. Sie setzte fOnfund-zwtnzlg Francs. Nur so zum SpaB. Und gewannf SchOn, Unsen wir die verlorengeglaubte Summe stehen? Wieder findet die Kugel, den Weg lu der Nummer 18, auf die Miß Gould gesetzt hat. Oh, sie bleibt ganz ruhig, sie ist keine Spielratte, sie schiebt Immer das ganze Geld auf die nächstfolgende Zahl. So gewinnt sie 25 mal hintereinander. Dann muß der elegante Croupler um Verzeihung bitten. Es Ist kein Geld mehr In der Kasse seines Tisches. Maß Gould hat die Bank gesprengt. Mit 25 Francs Anfangskapital. Sie verließ mit einem Vermö gen das Casino und ging zurück in ihre kleine Familienpension. Nur daß sie statt drei Wochen eben eine Reihe von Jahren bleiben wird. Aber nach Monte? Nie mehr! Das Ist eine von den zweiundzwanzig Glücklichen, die im letzten Jahr die Bank von Monte-Cario gesprengt haben. Was geschah mit den anderen? Sie waren nicht so vernünftig wie Miß Gould, das steht fest. Jeder Spieler erinnert sich noch an Mister Apieton. Ein hellrosa zufriedenes Gesicht über einer weißen Hemdbrust, die so tadellos Ist, weil Mister Apieton eben sein Vermögen mit der Herstellung dieser vornehmen Wäschstücke gemacht hat. Im übrigen Ist er aber noch der Besitzer eines prima Roulettesystems. Fünf Jahre lang Berechnungen mit der grünen Wochenzeitung des Casinos In der Hand haben das System unfehlbar erprobt. Mister Apieton verkauft also seine Wäschefabrik und zieht mit dem Erlös nach Monte-Car-lo. Die ersten Gewinne des Gentleman aus der Wäschebranche sind hervorragend. Tagesdurchschnitt 50.000 Francs. Am 6. Oktober gelingt ihm der große Coup. Er sprengt die Bank. Kein Kunststück für Mister Apieton mit seinem hervorragenden System. Er hat ausgesorgt bis ans Lebensende. Jeden Tag Ist er als erster am Tisch, verläßt ihn In der Nacht am letzten. Oh, er arbeitet hart, härter als je in seinem Bureau. Und dann verliert er jetzt auch. Was ist los? Hat das System plötzlich einen Bruch? Unmöglich! Mister Apelton solelt weiter nach seinen Berechnungen. Bald hat er nur noch 100.000 Francs,' bald nur noch 10.000. Als Mister Apieton die letzten 1000 Francs dahin-schmelzen sieht, schlägt er Krach. Die Croupiers shid Betrüger! Das Casino Ist eine Räuberhöhle! Man wirft ihn einfach hinaus. Wo ist Mister Apieton jetzt? Es heißt; als Bügler In einer Wäscherei bei Shaffield, Frackhemderi bügelt er besonders gut... Dann war da ein Russe. Einer .von den vielen, die sich bei Nizza ein Landhaus gebaut haben, und alle Jah re von einem Diamanten leben. Ueber seine Schulter beugte qlch am Abend des 7. September eine wunderschöne Italienerin. Sah aus wie eine Fürstin, war aber doch nur eine von den kleinen Dämchen, die sich vergeblich als »grande cocotte« aufzuspielen versuchen. Nun, unser Russe, Demidoff heißt er, gewann an diesem Abend.Das heißt, genauer gesagt, sein Geld. Denn aus den ständig anwachsenden Haufen der Chipps verteilte die schlanken Hand der schönen Gluditta die Einsätze auf glückbringende Zahlen. Als die Bank gesprengt war, feierten Demidoff und Oiumdltta trunken den Gewinn. »Ich heirate dich ...« sagte DemidoTT, »und wir verdienen täglich eine Million.« Es Ist wahr, er hat sie geheiratet, aber von diesem Tage an brachte sie kein Glück mehr. Er verlor sein Vermögen, sie zogen in ein Dachkämmerchen nach Marseille. Eines Tages erschien eine Dame, verlangte ihren Dimitrll zu sehen. Es war die richtige Madame DemldOff! Er steht jetzt vor dem Gericht wegen Bigamie. Und Gluditta schmuggelt sich Im Casino wieder hinter Spieler, die gerade im Gewinnen sind. Vielleicht lächelt ihr da? Glück zum zweiten Mal, der kleinen i^gran de cocntte» ... . t RIn besonderes Kaoitel ist der Fall Sax Lohmer. Ein bekannter engUschcr Kriminal-schriftsteller, dessen Bücher Millionenauf- lagen haben und dessen Novellen hoch bezahlt werden, hatte ein kleines chinesisches Gehelmbüchlein entdeckt mit einem unfehlbaren System. Er ging nach Monte und sprengte die Bank nach den Berechnungen des Büchleins. Dann aber wollte die Casinöleltung den unbequemen Gast loswerden. Sie wußte, daß Lohmer vor je dem Einsatz cnindestens drei Minuten zur Berechnung seines Einsatzes brauchte. An jeder Tafel, wo er auftauchte, wurde nun die Pause zwischen zwei Spielen so verkürzt, daß er nicht Zeit genug hatte, sei-1 ne schwierigen Additionen und Multipli-1 kationen auszuführen. So zog der Besitzer des einzig erfolgreichen Roulettesystems wieder nach London zurück an seinen Schreibtisch. Was ist aus den anderen achtzehn geworden? Man weiß es nicht. Wahrscheinlich ist der Gewinn schon längst wieder verspielt. In Cannes, in Ni^za, in Bnden-Baden. Vielleicht liegt auch einer odc der andere auf dem Selhstmörderfr'odlio'" von Monte. Das blaue Meer lächelt auf sein Grab, es ist derselbe Himmel, untc" ; dem Miß Gould ihr bürgerliches Mittags-1 mahl verspeist... Ein Märchen für Große. Von Draga Nitsche-Hegedusic Es waren einmal zwei Brüder, die lebten in Indien, dem Lande der Wunder und Geheimnisse. Razam, der Aeltere, war sanften Gemütes, immer heiler und hilfbereit, und bestellte seine Aecker mit Fleiß und Liebe, während sein Bruder das Gegenteil war. Eines Tages, als Razam eben vom Pflügen heimging, fand er in einer Furche ein seltsames Wesen, halb Blume, halb Vogel, wunderbar anzusehen, mit Augen wie ein Mensch, und zart und flaumig anzufühlen. Er nahm es sorgsam in die hohle Hand und trug es nach Hause. Hier sang es den ganzen Tag, schöner als die Nachtigall, und so heiter, daß allen, die es hörten, das Herz aufgin^^. Razam hätte gerne gewußt, was es mit dem seltsamen Wesen für eine Bewandtnis habe, und er trug es deshalb zum weisen Mann des Dorfes, djr die Sprache der Vögel und der Blumen verstand. Der sah es lange an, hob dann seine Augen zum Himmel und sprach: »Dies ist dir zu eigen, Razam — es ist ein Stück von Dir. Und da rs so schön und wohlgebildet ist, kannst du stolz und glücklich sein. Ich grüße dich!« Als Rahat, der jünf^ere Bruder, davon vernahm, verzehrte er sich vor Neid, denn auch er hätte für sein Leben gern so ein Wesen besessen. Er schritt suchend die Furchen seiner Felder entlang, um die er sich sonst wenig kümmerte; sie waren mit Unkraut und Steinen bedeckt. Und er fluchte, weil er nichts fand, und machte seinen Bruder Im Kreise seiner Zechkumpanen schlecht, indem er es ein Teufelswerk nannte, was in dessen Hause sang und jubilierte. Bis er eines Tages auf einem seiner Aecker ebenfalls elwas antraf, das freilich mit dem Fund des Bruders nur wenig Aehnlichkeit aufwies. Es war gelb und geschwollen, wie eine giftige Kröte, hatte grüne, schielcnde Augen und fühlte sich rauh und stachelig an. Rahat wollte es gar nicht nach Hause nehmen, aber es folgte ihm und schlüpfte in die Stube, bevor er die Türe schließen konnte. Nun saß CS da und knarrte den ganzen Tag wie ein schlecht geöltes Wagenrad, so daß Rahat ängstlich Türen und Fenster schloß und sich nicht unter die Menschen getraute. Aber auch er selbst vermochte nicht lange das Geplärre anzuhören und ging auf die Felder hinaus, wo er sich fleißig zu schaffen machte, um nicht so bald heimkehren zu müssen. Auch schmähte er seinen Bruder nicht mehr, da er die Zechkumpane mied und so Zeit fand, in sich zu gehen und über manches nachzudenken, das ihn früher kaum berührt hatte. Obwohl dieser Unhold in meinem Hause auch ein Teil von mir ist, grübelte er und besah sich voll Scham das sonderbare Wesen, das ihm jedoch lange nicht mehr so häßlich dünkte, wie am ersten Tage. Auch hatte es das Geknarre eingestellt, so daß Rahat wieder die Fenster öffnen konnte, um die liebe Sonne einzulassen. Sein Gemüt wurde aihnählich heiterer, und wenn ihn sein Bruder ansprach, wich er nicht mehr zornir^ aus. sondern redete gerne mit ihm und lud ihn sogar eines ^Marfborer Zeftung« Numnw 129. Donnerstag, den 8. Juni 1939, Tages in sein Haus, um ihm seinen Fund ?u zeigen und sich mit Razam zu beraten. Aber siehe, als Razam die Schwelle sel-ries jüngeren Bruders überschritt, tönte (hm ein lieblicher Gesang entgegen, und er fand Rahat am Tische sitzend, der schön gedeckt war, mit weißen Linnen und besetzt mit edlen Früchten des Feldes. Und Rahat lachte über das ganze Gesicht, als er den Bruder als willkommenen Gast begrüßte und ihn sein Hausgeistchen wies. Es war so lieblich anzusehen, wie Razam seines: Zart wie eine wunderbare Blume, mit Augen, wie ein Mensch und einer Stimme, schöner, denn der Nachtigall süßestes Lied. Da umarmten sich die Brüder glückselig und küßten einander. Und nun denkt, wenn wir eines Tages 50 unser »Ich« sehen könnten, wie das wohl aussehen würde? Und ob wir uns auch darüber freuen könnten — oder ob wir uns dessen gar schämen müßten? Donnerstag, 8. Jun]. Ljubljana, 8 Konzert. 10.30 Orgelkonzert. 11.30 RO. 14 ZI. 18 RO. 19.30 Na-tionalvortrag. 19.50 Vokalquintett. 21.15 Tajizmusik. — Beograd, 16.45 Schüleraufführung. 18.05 Konzert. 19.30 Nationalvortrag. 20 Lustspiel. 21 Volksmusik. — Sofia, 19.30 Konzert. 21 Kammermusik, — BerUti, 18 Konzert. 19.15 Kammermusik. 20.15 Bunter Abend. — Beromünster, 19 PI. 20 Konzert. — Budapest, 15.35 Zigeu-nerinusik. 18 PI. 20 Klavierkonzert. — London, 20 Liistspiel. 22 Orgelkonzert. — Mailand, 19.25 PI. 21 Komödie. — München, 19.15 Blasmusik. 20.15 Operettenabend. — Paris, 19.45 Hörspiel. 22 Tanz-musiik. — Prag, 17.50 Konzert. 19.15 PI. 20 SingspieL — Rom, 19.40 Arab. Lieder. 21 »Graf Ory«, Oper von Rossini. — Strasbourg, 19,30 RO. 22 Tanzmusik. — Wien, 12 Konzert. 15.35 PI. 16 Konzert. 18.45 Kabarett, 20.15 Singspiel. Freitag, 9, Juni. Ljubljana, 12 PI. 13.20 RO. 18.20 PI. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 PI. 20.30 Aus Puccinfs Opern. — Beograd, 17.20 Gesang der Donkosaken. 18.20 Tanzmusik. 19.30 Ka'tionalvortrag. 20 Sinfoniekonzert. — Sofia, 18 Konzert. 19.30 »Werther«, Oper von Massienct, — Berlin, 20.15 Hörspiel. 21.15 Unterhaltungsmusik. — Beromünster, 19.55 Blasmusik. 20.50 Schweizer neue Musik. — Budapest, 18.10 Zigeuner-niusik. 19.30 Oper. — London, 18.25 PI. 19 Militärkonzert. 20 Bunter Abend. — Mailand, 19.25 PI. 21 Oper. — München, 19 PI. 20.15 Konzert. — Paris, 18.05 Klavierkonzert. 20.30 Sinfoniekonzert. — Prag, 17.10 Kammermusik. 18.30 RO. 19 Volkslieder. ,20.15 Männerchor. Rom, 19.25 PI. 21 Tanzmusik. — Strasbourg, 19.30 Blasmusik. 21 Hörspiel. — Stuttgart, 19 »Walküre«, Oper von Wagner. 23 Unterhaltungsmusik. — Wien, 15.30 PI. 16 Konzert. 18.15 Hörspiel. 20.15 Sinfoniekonzert. 22.30 Tanzmusik. Heller KopÜ Praktischer Slnnl Inserieren bringt Gewinn! 33futlge £ieE>edtraad&le EIN ENTLASSENER FLEISCHEROEHILFE ERSCHIESST SEINE GELIEBTE UND RICHTET SICH SELBST. In den ersten Morgenstunden des heutigen Tages spielte sich im Hause Koro-§ka cesta 24 ein blutiges Liebesdrama ab. Gegen H6 Uhr früh erschien in der Schlafkammer der beim Zahntechniker J a w u r e k bediensteten 28jährigen Köchin Anna Z a I o z n i k der 29jährige Fleischergehilfe Johann U r § i C. Was sich eigentlich dann zugetragen hatte, ist noch nicht geklärt. Die Hausbewohner ver nahmen plötzlich die Detonation von zwei Schüssen, und als sie sofort "herbeieilten, fanden sie die Kammer versperrt vor. Der sofort alarmierte Wachmann öffnete gewaltsam die Tür, während andere die Rettungsabteilung verständigten. Den Eindringenden bot sich ein schauerlicher Anblick dar. Ursiö lag mit durchschossener Schläfe bereits tot am Boden, während das Mädchen, das eine Schußverletzung am Hinterhaupt erlitten hatte, noch spärliche Lebenszeichen von sich gab. Die Rettungsabteilung überführte die Schwerverletzte ins Krankenhaus, doch besteht wenig Hoffnung, das Mädchen zu retten. Neben UrSiß fand man noch die Pistole, während man in seiner Rocktasche einen Abschiedsbrief vorfand. UrSie war zuletzt beim Fleischermel-ster und bekannten Trabersportler F 1-I i p i C in der Betnavska cesta beschäftigt. Während der letzten Abwesenheit seines Arbeltgebers nahm Ur§i6 ein Inkas so von 1700 Dinar vor und behielt den Betrag für sich, was natürlich zur Lösung des Dienstverhältnisses führte. Ur§iö unterhielt schon längere Zeit Beziehungen zur genannten Köchin. Was ihn dazu bewogen hat, die furchtbare Tat zu begehen, konnte bisher noch nicht festgestellt werden- 6(^toerer ^erfeOr^unfall int 6ta&t$rntrum DER tejAHRIGE MECHANIKERLEHRLING LJUBO TROP INFOLGE ZUSAMMENPRALLENS MIT EINEM KRAFTWAGEN SCHWER VERLETZT. Gestern nachmittags — es war bald nach 16 Uhr — ereignete sich in der Ve-trinjska ulica knapp vor dem Haustor des Nasko-Hauses ein folgenschwerer Zusammenstoß, dem der 16jährige Mechanikerlehrling Ljubo T r 0 p zum Opfer fiel. Ein Herrenfahrer kam mit seinem Personenkraftwagen in der Richtung JuröiCeva ulica—Grajski trg herangefahren. Vor dem Kino-Gebäude stand ein für Kartona-getranaporte bestimmter Handwagen. Da- Bädfötoffe Tekstlla»a BUdefelcitGo.po.ica u durch war auf der ohnehin engen Vetrinj-ska ulica die freie Fahrbahn in gefährlicher Weise verengert worden. Im gleichen Moment fuhr der 16jährige, in der Betnavska cesta wohnhafte Mechanikerlehrling Ljubo T r 0 p vom Grajski trg in der Richtung zum Hauptplatz und stieß im Bruchteil einer Sekunde — zwischen Auto und Handwagen kommen — in den linken Scheinwerfer des Kraftwagens und wurde mit dem Rade in das linke Wagen-fe.nster geschleudert. Bei dem Zusammenprall ging der Scheinwerfer und die Fensterscheibe in Brüche, wobei dem bedauernswerten Opfer die Nase zum großen Teil halb abgetrennt wurde. Trop erlitt auch schwere Verletzungen am Kopfe In tiefster Trauer gebe ich bekannt, daß mein unvergeßlicher, treu besorgter Gatte, Herr VIKTOR KOREN Realitätenbesitzer und Weingutsbesitzer, gewesener Kellereidirektor i. R. heute Dienstag, am 6. Juni um halb 6 Uhr morgens, im 61. Lebensjahre, sanft eingeschlafen ist. Die irdische Hülle des so teuren Dahingeschiedenen wird Donnerstag, den 8. Juni um 16 Uhr von der Leichenhalle in Pobrezje aus zur Familiengruft geleitet und feierlich eingesegnet. Maribor-KoSaki, am 6. Juni 1939. In tiefster Trauer seine Gattin Stefanie Koren. 5253 und blieb blutüberströmt ohnmächtig liegen. Der Schwerverletzte wurde von rasch herbeigeeilten Passanten mit Wasser zu sich gebracht, worauf er infolge des Schmerzes zu schreien begann. Die rasch herbeigerufene Rettungsabteilung brachte den Schwerverletzten ins Allgemeine Krankenhaus, wo er jedoch mit Rücksicht auf die besetzten Operationstische der chirurgischen Abteilung nicht gleich in Behandlung genommen werden konnte. Trop wurde daraufhin ins Sanatorium Dr. C e r n i 5 überführt, wo die erforderliche Operation vorgenommen wurde. Wie wir erfahren, ist die Operation ' - " • • - ■•Ich« ______________________________JiHswahl Tekstilana BQdefeldt Goiposka 14 glatt verlaufen. Es ist zu hoffen, daß keine Komplikationen eintreten werden, * Der gestrige Verkehrsunfall in der V e t r i n j s k a ulica hat gezeigt, daß diese enge Gasse, die nur in der einen Richtung befahren werden sollte, inso-ferne einen polizeilichen Verkehrsmangel aufweist, als es Fahrzeugen aus der Jur-öiöeva ulica gestattet ist, den kurzen Gassenteil vom Bure§-Haus bis zur Einmündung in den Grajski trg in entgegengesetzter Richtung zu befahren. Es Ist direkt ein Wunder, daß in diesem Teil der Vetrinjska ulica nicht schon größere Unglücksfälle vorgekommen sind, besonders aber im Hinblick darauf, daß sich die Chauffeure der städtischen Autobusse nicht davon abbringen lassen, beim Befahren der abschüssigen Vetrinjska ulica langsamer und vorsichtiger zu fahren, Die Vetrinjska ulica müßte deshalb grundsätzlich für alle Fahrzeuge einschließlich der Radfahrer nur in der einen Richtung befahren werden. Jedes Entgegenfahren aus der JurCiCeva ulica bringt täglich neue Gefahren mit sich. Entweder gilt die Vorschrift des Befahrens ans einer Richtung für die ganze Straße oder sie gilt überhaupt nicht. Mit Halbheiten ist der Verkehrsabwicklung keineswegs gedient. Das Unglück wäre gestern nicht geschehen, wenn der Kraftwagen die engfe Gassenstelle nicht in nördlicher Plelfrichtung befahren hätte. Es ist zu hoffen, daß die Stadtipolizeivorstehung und der Gemeinderat die obige Anregung durchführen und die Vetriniska ulica für jeden Verkehr aus der Richtung des Hauptplatzes und namentlich der JurSiCeva ulica sperren. OltltllPotD, Ocn 7. 2unf 3tt einem ^^ußbottfpiel Am 8. luni; Presse gegen Bühne! Ab I. Juni wird no^ schnell trainiert, das Bemfleisch gut massiert und geschmiert und dann hinaus ins wunderschöne Grüne. Am 2. lern' ich etwas Ballbehandlung teils mit dem Kopf mit dem Fuß, am 3. luni klappt — welch ein Genuß! des Flankenballes glatte Luft-Verwandlung. Der 4. Juni bringt die Kunst der Theorie, das flache Zuspiel, maschig, steil und eng, am 5. Juni knallt's schon an die Latte: Peng! Am 8. fallen dann die Tore wie noch nie. Bringt keine Schirme mit — ihr sollt euch zü-gelnl wir Presse-Männer woll'n nicht, daß man drischt; Da uns die Nachwelt keine Schirme fUcht, braucht sich die Mitwelt unsrerwegen nicht zu prügeln. H. P. Scharfenau. <2iii neuM Qluio um — 9 2>ini Nur noch wenige Tage trennen uns von der großen Wohltätigkeitstombola unseres Roten Kreuzes, die bekanntlich am Sonntag, den 11. d. in Maribor stattfindet. Das gewaltige Interesse, das sich in allen Bevölkerungskreisen für diese bevor stehende Großtombola bemerkbar macht, ist umso begreiflicher, als der Hauptgewinner ein vollkommen neues viersitziges Luxusauto der Marke »Opel« erhält, das bereits seit einiger Zeit im Schaufenster der Firma »Weka« in der Aleksandrova cesta ausgestellt ist. Aber auch die übrigen ausgestellten Gewinste werden allseits bewundert und bestaunt. Eine Joni-bolakarte kostet nur 5. Dinar! Otrue un& gelSfdMt it^tt Im Mal wurden von der Stadtgemeinde 'olgende neue Oewerberechte erteilt: ^imon Hvalec, Kerzenerzeuger, Jenkova ul. 6; Josef Resnik, Autotransport, TrSa- Lelchle Sonmenhille W" Tckstilflns BQd^telcil Gocpoiin 14 §a c. 57; Karl Trainik, Qoldarbeiter, Oroznova ul. 3; Anton Caö, Bauunternehmen, Gosposvetska ul. 19; Ivan Nemec, Autotransport, KoroSka c. 122; Wilma Drofenik, Damenschnelderin, Nekrepova ul. 10; Ivan Pinter, Autotaxi, Aleksandrova c. 53; Erwin Zelenka, Möbelhandlung, Ulica 10. oktobra 5; Josef Nekrep, Gasthaus, Smetanova ul. 54; Franziska Kve-der, Restauration und Hotel, Masarykova ul. 4; Ursula Reisman, Kleinverschleiß, Nabreina ul. 5; Wilhelm Forstneriö, Kunsttischlerei, Motherjeva ul. 18. — Gelöscht wurden im selben Monat folgende Gewerberechte: »Desa«, Kraftfahrzeuge, Trg Svobode 6; Karl KoneCny-Haupt, Autotaxi, Frankopanova ul. 48; Marie DrCar, Gasthaus, Splavarska ul. 5; Irene Wudler, Frachtentransport, Meljska c. 55; Brandl & Co., Orgel- und Klaviererzeugung, Stroßmajerjeva ul. 5; Karl Vojska, Maler und Anstreicher, Dravska ul. 10; Albert Fuchs, Konfektion und Modewaren. Aleksandrova 7; Milovan Ml-horko, elektrotechnische Artikel, Dr. Ver-stovSkova ul. 4, m. Die nächste Nummer der »Mariborer Zeitung« erscheint wegen des morgigen Fronleichnamsfeiertages am Freitag zut üblichen Stunde. m. Am 18. Juni gesamtstaatlicher Olympia-Tag. Im ganzen Staate finden am 18. d. sportliche Veranstaltungen statt, deren Gesamterlös für die Entsendung einer jugoslawischen Mannschaft zu den nächsten Olympischen Spielen bestimmt t Donnerstag, den 8. Itw! 1999. ^arlSofCT JTeHwipt Nowmer WS. ist. Auch In Maribor werden im Rahmen dieses Olympia-Tages Fußball-, Radfahrer«, Leichtathletik-, Tennis- und sonstige Sportwettkämpfe stattfinden. m. Viktor Koren gestorben. In KoSaW ist der bekannte Gastwirt und Besitzer Viktor Koren im Aiter von 61 Jahren gestorben. Friede seiner Asche! m. In Beograd ist der Referent fm Unterrichtsministerium Jo5ko K 0 « im schön sten Mannesaiter von 36 Jahren gestorben. Der Verblichene, der als Maler und Pädagogfe bekannt war und sich in seinen Freundes- und Bekanntenkreisen der größten Wertschätzung erfreute, wird nach Maribor überführt und hier am Frei tag, den 9. d. um 16 Uhr am Stadtfriedhofe in Pobre^je beigeset7t werden. Friede seiner Ascliel Den schwergetroffenen Hinterbliebenen unser Innigstes Beileidf in. Wegen der Fronleidinamtprozesslon wird der Lebensmittelmarkt morgen, Donnerstag, auf den VojaSrtiSki trg verlegt. Auch der obere Teil des Vodnikov trg muß geräumt werden. Die Verkaufsstflnde am Hauptplatz werden auf dem Rotoviki trg Aufstellung finden. m. In der neuen SakrameoteMrche In der Magdalenenvorstadt findet aniaBlich des Fronleichnamsfeiertages heute, Mittwoch, um halb 20 Uhr eine Abendandacht statt, der sich eine ganznächtige Aberration für Jünglinge und Männer anschließen wird. Donnerstag frtthmorgens findet für die Genannten um 4 Uhr ein Gottesdienst statt, dann folgen die altgemein zugänglichen Gottesdienste um halb 6, 8 und halb 10 Uhr. Die Prozession, die um halb 7 Uhr beginnt, führt durch die Je-rovgkova, Delavska, Betnavska, Stritar-jeva und wiederum durch die JerovSkova ulica. Die Bewohner werden ersucht, ihre Fenster mit Blumen und Kerzen zu schmücken. m. Das erste Abenkonzert Im Stadtpark findet heute, Mittwoch von halb 21 bis 22 Uhr statt. Es konzertiert die Musikkapelle der Eisenbahnarbeiter- und -angestellten unter der Leitung des Herrn Max Schönherr. m,. An . edle IMenschenherzen • wendet »ich ein mittelloser, kranker Invalide mit sechs Kindern mit der innigen Bitte um kleine Spenden, die auch die Schriftleitung des Blattes übernimmt. m. Für den Ausflug des Afpenveretnes nach Sv. ,ferne] erfolgt die gemeinsame Abfahrt Donnerstag um 5.37 Uhr mit dem Kärntner Personenzug. m. Spende. Für die arme Greisin in Creänjevci bei Gornja Radgona spendete »Ungenannt« 20 Dinar. Herzlichen Dank! in. Für den Asylfond der Antituber-kulosenliga spendete der Veterinär Josef K e i u c den Betrag von 50 Dinar. Zur Nachahmung empfohlen! ni. Schon am 9. d. findet die nächste Ziehung der staatlichen Klassenlotterie statt. Wer noch kein neues Los besitzt oder wer sein Los noch nicht bezahlt hat, der begebe sich unverzüglich in unsere Glücksstelle und Hauptkollektur Bankgeschäft B e z ] a k, Maribor, Gosposka ulica 25, Tel. 20-97), wo im Laufe der letzten Jahre schon so mancher Spieler ein neues und glücklicheres Leben beginnen konnte. Neue Lose sind noch vorrätig! Entschließt Euch rasch, das Glück ruft! m. Scheue Pferde. Vor dem Gasthaus V e r z e 1 stand gestern der .mit zwei Pfer den bespannte Mineralwasserwagen der Firma G o 1 e z. Infolge von Fehlzündungen, die ein Motorradfahrer in nächster 3>ir £elep5onra6elfragr TRaribor—33eoaraI> IM UCHTE DER KRITIK DER WIRTSCHÄFTWELT. — DAS RÜCKGRAT DES JUGOSLAWISCHEN FERNSPRECHNETZES. Zwölf Jahre sind es schon her, als zum ersten Mal die Frage der Legung eines Telephonkabeis zwischen Maribor und Beograd Im Anschluß an das österreichische bzw. deutsche Kabelnetz und damit an die internationale Femsprechverbindun gen amtlicherseits ernstlich ins Kalkül ge zogen wurde. Es wurden Studien angestellt, Berechnungen vorgenommen, sogar die Bedeckung für die Baukosten ausfindig gemacht, und trotzdem rückte die An geiegenheit nicht vom toten Punkt. Vor zwei Jahren wurde bereits eine cntspre- nicht durch ein modernes Telephonkabei miteinander verbunden sind! In letzter Zeit sind es die Beograder Wirtschaftskreise, die die energische Forderung aufstellen, daß diese leidliche Frage endlich einmal aus der Welt geschafft wird. Die Beograder Wirtschaftskreise führen zur Begründung Ihrer Forderung den Umstand ins Treffen, daß durch das Fehlen der Kabellinie Marlbor — Beograd nicht nur der lokale, sondern auch der Fernsprechverkehr mit dem Ausland und der Transitverkehr dadurch hart betroffen er- rUrfiltor Mittwoch, 7. Juni um 20 Ubr: »Nuimier 72«. AI}. B. Zum letzten Mal. AbscMtrß der Saison. Donnerstag, 8. Juni um 17 Uhr: FuBIMI matsch der Schauspieler gegen Journalisten im >2eleznijiar<-Stadion. ZoH'lÜtlC XDcQtrr" auf öem prfinen !7la|rn UNWIDERRUFUCH EINiMAUGES FUSSBALLMATCH JOURNALISTEN : SCHAU SPIELER — DER CLOU DER HEURIGEN SPORT- UND THEATERSAISON! Beginn Donnerstag, den 8. Juni um 17 Uhr — Stadion des SK. 2eieznlöar. — Ein Nadimlttag des homerischen Gelächters. — Sportkritfkem werden Bleistifte, FfitlfMern und BIocIcb vorfier 0(>genom- chende Verordnung des damaligen Postministers herausgegeben, in der der genaue' Tilgungsplan für den Amortisationsdienst der zur Bestreitung der Kosten erforderlichen Anleihe dargelegt wurde. Nicht nur das, es wurden schon mehrere Lizitationen durchgeführt, deren Ergebnis jedoch von den zuständigen Stellen nicht akzeptiert wurde. Man verwies darauf, daß es im Interesse der heimischen Industrie geboten erscheine, das Kabel in einem eigenen Betriebe herzustellen, ohne jedoch anscheinend bedacht zu haben, daß eine Reihe von Jahren vergehen müßte, ehe eine solche inländische Unternehmung die mehr als 600 Kilometer lange Kabellinie fertigbrächte. Die Sache läßt immer noch auf sich warten. Wie oft schon wurde von verschiedenen Seiten auf den großen Schaden hingewie sen, den der Staat und die gesamte jugoslawische Wirtschaft dadurch erleiden, daß Maribor und Beograd noch immer men. — FuBt)allsport In einer Vorstellungsvariante von noch nicht dagewesenen Situationen. — Keine Haft fflr Zwerchfellerschütterungen. sciieinen. Die in Aussicht genommene Kabellinie stellt das Rückgrat des jugoslawischen Fernsprechnetzes dar und darf deshalb nicht stiefmütterlich behandelt werden. Schwere Millionen gehen durch die Verschleppung dieser wichtigen Frage für den Staatssäckel verloren. Wenn noch vor einigen Jahren an die Durchführung des Projektes geschritten worden wäre, so wären die Baukosten durch die vermehrten Einnahmen jetzt schon restlos gedeckt. Jugoslawien besässe dami eine Einrichtung, aus der es jahraus-jahrein viele Millionen Reingewinn erzielen könnte, wobei gleichzeitig der Wirtschaft des Landes sehr gedient wäre. Da jetzt die Wirtschaftskreise wieder einen energischen Schritt an zuständiger Stelle unternahmen, hofft man, d. es in absehbarer Zeit doch gelingen wird, die Frage der Kabellegung vom toten Punkt zu rücken und die Bauarbeiten endlich In die Hand zu nehmen. □ □ Burg-Tonkino. Die erstrangige Eislauf attraktion »Polarlicht« mit der unvergleichlichen Sonja H e n i e, der berühmtesten Eislaufmeisterin aller Zeiten. Auftritt eines norwegischen Nationalballetts am Eise, eine amerikanische Modenschau von außergewöhnlichen Ausmaßen, Musikeinlagen von unglaublicher Dynamik, eine noch nicht dagewesene Vielfalt von Prachtaufwand und über alles ragt die Kunst der unübertrefflichen Sonja Henie hmaus. Ein Film, der jeden Liebhaber von Liebes- und Abenteuerfilmen, aber auch jeden Sportbeflissenen begeistern wird! ESplanade-Tonkino. Der Lustspielschla ger »Straßenmusik«, efn lustiger, unterhal tender Film voll drolliger Verwicklungen, trefflichem Humor und guter Musik. Ein Film, bei dem man sich ausgezeichnet unterhält. -- Es folgt das französische Meisterwerk ^»Raspntin«, mit Harry Baur u. Marcel Chantal. Ein Film von größtem Format Union-Tonkino. Bis ein'schließlich Frei tag »Die Goklplünderer«, ein großartiger Cowboy-Film, voll von waghalsigen Erlebnissen und mutigen Begebenheiten. Der Kampf um das Gold und die Liebe. Wildwest mit seiner Romantik und Abenteuerlust. In den Hauptrollen die Publikumslieblinge Buc^ Jones und Cecitia Parker. ■— Es folgt der große Kriminalfilm »Die Tochter der Drakule«. 3l9otOefenna(|^tMenM3nborer Zeitunj»« Nuflimer 12? Dcipnfr*hg, . Dieser Tage voll-eiidele der Oberlehrer i. R. Johann Toma£iC in Slovenska Bislrica sein 80. Lebensjahr. 4^ Jalire war der Gefeierte Lehrer ira Bacherndorfe Tinje Wesen, wo man ihn auch zum Khrenbürger der Gemeinde ernannte. Nach 4G jähriger Dienslzeil endete d. Tätigkeit eines Lehrers, der seincu zahlreichen Schülern stets ein gerecli-ter und wohlwollender Freund und I'ührer war. Der Jubilar kann mit stolzer Genugtuung auf die Früchte seines Lebens zurückschauen. c. Bc»latlun|{, Unter starker Beteiligung der Bevölkerung von Smartno an der Paka und Umgebung sowie auch Vertretern aus allen übrigen Teilen des Pak- u. Sanntales wurde Dienstag vormittags Dekan Konsistorialrat K. P r e s k e r ira Ortsfriedhof von Smartno zur letzten Ruhe bestattet. Dekan Presker ist im 74. Lebensjahr von seinem tödlichen Leiden, dem Krebs, das durch den Tod erlöst worden. Mit Kriegsende war d, Verc^^^gte als Pfarrer nach fimartno gekommen, wo er jetzt nach 45 jähriger Dienstzeit als Seelsorger starb. c. Der erste Badesonntaj;., doch gc-»chloßenc BadeaDsIallcn. Wie man sich's für Pfingsten erträumt und ersehnt vom Wetter, so ist's am letzten Sonntag gewesen. Der Sonntag, dessen licfbbiiies Firmament während d. ganzen Tages kaum eine Wolke in Besitz genommen halte, machte seinem Namen alle Ehre. Ergebnis: Celjc sprang in den Sannfluß oder wanderte ins Freie. Schon in den Vormittagsstunden waren die Freibäder in und inn Celje stark besucht und zeigten (|uictschvergnügLes Leben. Allein die städtischen Badeanstalten an der Sann liegen noch in tiefem „Winterschlaf" und wollen das hochsommerliche Antlitz dieser Junitagc nicht wahrhaben. Celjc, als Sannbadestadt weithin bekannt und gerühmt, hält seine Saim-badeanstalten fest verschloßen! Sehr zun« Leidwesen der ersten Sommerfrischler. denn es ist nicht jedermanns Sache, im Freien vor aller Leute Augen sich aus seinen Kleidern zu schälen (was übrigens im engeren Stadtgebiet obendrein }K)lizeilich verboten ist). Wer am letzten Sonntag nicht ba-.den ging, der wanderte ins Freie. Goi-serer knirschten über die SteinfHe-sen der Stadt, v;ie ein unausgesetzter dicker Pfropfen zwängte sich Masse Mensch mit Rucksack, Kind und Kegel auf den Bahnsteig. Auch Ihr Berichterstatter schickte sich an, den herrlichen Tag in vollen Zügen — womit diu-chaus nicht nur die Züge der Staatsbalui gemeint sind — zu geniessen. In Zidani most gab es nach Ankunft der Morgenzüge einen festlichen f'vrapfang aller Gäste, die zum 10. Stiftungsfest der dortigen Freiwil- Migen I'euerv.thr gckunimen ^^aren. Wohin man schaute: Girlanden. Blumen, Uniformen, Fahnen, Musik und frohgestimmte Menschen. Unter ilmen junge, hübsche Mädchen, die ob des ersten sommerlichen Tages ihre duftigen und luftigen Sommerkleidchen möglichst vielen Bekannten vorführten und den Festplatz frohgemut bevölkerten. Im Tbermal-Freibad von Rimske Toplice mit seinem von Natur aus .,vortemperierten" Wasser von unversehrter Klarheit wurde fleissig ,,Sud geschunden", denn der tollste Sonnenbrand ist uns Zeitgenossen immer noch lieber als die beschämende Leintuchfarbe. In Laäko aber gab es am späten Nachmittag ein trauriges Ereignis, welches auch Ihr Berichterstatter unmittelbar miterlebte. Etwa hundert Meter unterhalb der Eisen- bahnbrürke h;»N er mit. eine Knabenleiche aus der Sann zu bergen. Ein Opfer des ersten Badesonntags. Wer ist der Tote? Die W^ellen der Sann haben ihn gebraclit. W^er weiss Non wo? Später haben wifs erfahren, dass es Albin B c 1 a k war, ein 16 Jalire alter Schneidergehilfe aus Zavodna bei Ije, der l>cira Baden im Sannknie unterm Schlossberg von Celje von einem Krampf befallen worden und ertrunken war. .\lles Nachforschen der Mitbadenden war erfolglos geblieben, da die Sann am Sonntag noch recht Irübe war... c. Kino Melropol. Von Mittwoch.bis einschliesslich Freitag der Lebensroman des naiven Helden „Spahia"; spamiende Szenen aus dem heissen Afrika mit Mircille Baiin und Georges Bigand in . den Hauptrollen. jtlu&rmnen unb SIiMfa^rt fitt „euHcölon( im Jadran-- statf. : Ein Jugendschwitiiaikurs wird in Ljub lanja (Hirija-Bad) vom 15. uli bis Ende August bzw. Mitte September abgehalten. : Die jugoslawischen " Rüdermeistcr-schaften werden -am 18. juni in Zagreb für die Save-»; sowie am 25. Juli in Beograd für die Donauzotie ^1lr Durchführung kommen. : Die ungarischen nationalen Tennismeisterschaften wurden in Budajpest beendet. Das' Herreneinzel gewann überraschend Asboth gegen den ungarischen Spitzenspieler Szigetl 8:6," 6:2, 2:6, 2:6. 6:4. Im Dameneinzel errang Somogyi durch ihren 6:2-; 6:2-Sieg über Frau Paksy den THel. Die Meisterschaft im Herrendoppel fiel an das Paar .\sboth— Csikos, die ira Endspiel über Szige;ti— Dallos mit 5:7, 6:2, 3:6, 6:4, 6:2 erfolgreich waren- Im-Damendoppel schlugen Somogyi—Gerlisczy das Paar Paksy— Bikar 6:4, 1:6, 6:1 und im Gemischten Doppel waren Frigyessy—Paksy über Bano—Schreder 6:3, 6:1 erfolgreich. : Nachklänge zu Italiens GastspieL Die Beograder Blätter befassen sich mit dem Fußball-Länderspiel Italien—Jugoslawien das mit dem knappen Sieg von 2:1 zugun sten der Italiener endete, in ihren Montagsfolgen recht ausführlich und stellen fest, daß so ein rohes, gewalttätiges Spiel wie das am Sonntag gebotene auf jugoslawischem Boden noch nicht gesehen wurde. Die Italiener siegten zwar, aber unverdient. In der ersten Spielhälfte wurde beiderseits noch schönes Spiel geboten In der zweiten Halbzeit aber, nachdem die Italiener ihr zweites Tor erzielt hatten, artete das Spiel 4us, so daß es eher einem Box- oder Stierkampf als einem Fußballspiel ähnlich war. Das ständige grobe Spiel hatte auch mehrere Verletzun gen zur Folge, durch die z. B. der jugoslawische Spieler Dra^iöevii und der Italiener Meazza fast kampfunfähig wurden. : Weltrekord im Hochapritiig für Frauen. Die Engländerin D. E. Odam, die t^ei den Olympischen Spielen in Berlin im. Hcch-sprung der Frauen erst im Stichkampf unterlag, konnte in Brentwood mit einer Leistung von 1.66 Meter den bisherigen Weltrekord der Amerikanerinnen Mildred Didrickson und J. Shiley um einen Zentimeter überbieten. : Einen neuen Weltrekord im Hammerwerfen erzielte in Dortmund Lutz I vom Hüttenverein Dortmund. Er überbot den von Blask gehaltenen Rekord um sieben Zentimeter, so daß die neue Marke auf 59.07 Meter steht. : Wooderson dicht am Weltrekord. Im Londoner White-City-Stadion siegte Sydney Wooderson im Meilenlaufen (1609 Meter) m der hervorragenden Zeit von 4:07.4. Diese Zeit ist nur um eine Sekunde schlechter, als der von den Engländern gehaltene Weltrekord von 4K)6.4. verrückt war oder nicht oder sonst was. Hauptsache: er sprang und forderte keinen Vorschuß, um damit zu verschwinden. »Gut«, sagte er. »Wieviel?« »Zweitausend A^ark für beides, Schuß und Sprung, und für den ersten Abend, denn ich hab's aus solcher Höhe noch nicht versucht, und Sie wissen ja, jeder Artist setzt sein Leben ein. Nachher können wir weiterreden.« Bellman wand sitsh, stöhnte, schwitzte, und sagte schließlich: »Ja, aber zahlbar nach dem Sprung.« »Einverstanden, und wenn mir etwas passiert, zahlbar an meine Frau.« Der Vertrag, der Bellman von jedem Schadenersatz befreite, kam zustande und Trenkel ging: »Also in acht Tagen.« Der Zirkus war bei riesig erhöhten Prei sen ausverkauft bis auf den letzten Platz. Die Vorstellung begann und die einzelnen Nummern gingen vorüber, bis nach einer Pause, in der die Arena-Mitte mit großen Steinplatten belegt wurde, die Musik vorbereitend einsetzte und auf die Ivlerven losprickelte, während ein Leitergerüst sich wie ein sonderbares Insekt zuckweise 'Maribor^r Zeitung« Nummer 129. 7 Donnerstag, den 8. Juni 1939. WUUAÜPLMM Dir QBrittDarenmärne MITTEILUNGEN DES HAMBUROiSCHEN WELTWIRTSCHAPTSARCHIVS Oetrekle. Die Umsätze an den Getreidemärkten bleiben nach wie vor relativ niedrig, zumal der Markt unsicher ist, wie es zumeist der Fall zu sein pflegt, wenn die neue Ernte in das Stadium der VÖrschätzungen gerät. In den Vereinigten Staaten fst man amtlich der Meinungi 4aß die Welzenern-tc auf Grund der geringeren Anbaufläche und der ungünstigen Witterung geringer ausfallen wird als 1938. Die Einführung von Marktquoten w!d daher nicht für nötig befunden. Da auch ijlie Vorratshaltung sich verringert hat, erwartet man, daß die Agrarverwaltung die Anbaufläche für Id40 bedeutend erweitern wird. Aus Europa liegen bislang noch kaum zuverlässige Vorschätzungen vor; lediglich Rumänien berichtet dartlber, daß es eine Rekordernte erwartet. ElHn. Die Umsätze an der Brüsseler Etsen-börse waren in der letzten Wöche abermals etwas größer« Der Auftragseingang ist sehr befriedigend, wozii allerdings sehr erhebliche Bestellungen von England beigetragen haben. Auch aus anderen eu-ro^ischen Ländern, so aiis> Holland und Skandinavien liegen größere Aufträge vor. Von überseeischen Ländern war es vor allem Südamerika, das Bestellungen aufgal). Die Preisentwicklung ist infolgedessen gegenwärtig recht günstig; Preiszugeständnisse brauchen kaum noch gemacht zu werden. Der sehr große Eisen-und Stahlveibrauch in England hält an; die Regierung hat zum Beispiel erst kürzlich 1,4 Mill. Standard-Stahdschutzrätime bestellt. 1 . • , Metille. An den Metalbnärkten machte, die Erhöhung des britischen 2 i n kz o 11 s sich in einer Befestigung des Zinkpreises bemerkbar. Allerdings hielt sich der Anstieg m Grenzen; er liegt gegenwärtig mit etwas Über 14 Pfund noch wesentlich,unter der Grenze, die man sich in den Kreisen des möglichen Zinkkartells vorstellt. Naturgemäß hat die Erhöhung des Zolls sofort zu Diskussionen geführt, die s'ch mit der Wiederaufrichtung des Kartells befassen, Im allgemeinen ist man jedoch nicht sehr optimistisch, weil die Voraussetzungen sich im Verlauf der letzten Jahre sehr geändert haben. Die etwa in Frage kommenden Lfinder beherrschen knapp 50% der Weltzinkproduktion, so daß ein ausschlaggebender Einfluß auf die Preisgestaltung von dieser Gruppe allein kaum vorgenommen werden kann. Auf den übrigen Metallmärkten .war ebenfalls eine Aufwärtsbewegung festzustellen, obwohl eine bedeutende Verbesserung der stati- liochschraubte und einen riesigen Fühler hochstieß. Dann betraten Manfredi, der Kunst-hchütze und Trenkel in fleischfarbenem Trikot als Mister Lorning die Arena: Manfredi leer überall hin lachend und automatisch sicher, Trenkel hölzern und verwirrt vom Riesenblick der Menge. Sogleich führte ihn Manfredi zum Gerüst. Da stand er und tastete mit feuchten Händen an den Sprossen, während die Musik mit einem wilden Galopp um sich selbst wirbelte, ein funkelnder, kreiselnder Trich ter aus buntem Licht. Trenkel wandte sich zum Schützen? »S.e treffen doch?« fragte er. »Immer. Los, es ist Zeit.« Trenkel begann die Leiter empor zu Klettern, als stiege er auf ein Schafott, greliweiß vom Lichterspeer des Scheinwerfers beschossen. Einmal schien ihm der Schwindel zu packen*. Er blieb einen Augenblick bewegungslos und es sah aus, als hinge er da oben, aber dann stieg er wieder. Endlich war er in der Leinwandkuppel angelangt, die sich um ihn blähte und WoRtc. Er stand auf einer kleinen Plattfürni und starrte hinab in das riesg stischen Position in keinem^Fall festzustel len ist. Holz. Nachdem der Hoizmarkt, hauptsächlich infolge britischer Zurückhaltung, lange Zeit keine größeren Bewegungen aufzuweisen vermochte, schc;mt sich nunmehr doch eine etwas festere Stimmung durchzusetzen. Die russischen Angebote in Ei^g land werden zu einem abermals um etwa 10 sh erhöhten Preis ausgebqten, und auch aus den skandinavischen Ländern kommt die Meldung über steigenden Absatz und steigende Preise. •Kautschuk. Die Preisentwicklung verläuft recht gün sti; in London konnte ein Preis von fast 8J4 d erzielt werden. Trotzdem haben sich die Kautschukhändlef noch nicht damit abgefunden, daß möglicherweise eine neue Entwicklung am Markt einsetzen kann. Sie befürchten vielmehr, daß durch das beabsichtigte Tauschgeschäft mit den Vereinigten Staaten wesenliche Schwierigkeiten in der Kautschukrestriktion eintreten werden. Sic haiben deshalb gegen den Abschluß dieses Geschäftes protestiert. »er Ilur0 btr tfc(yeinar feflgrfe^t lorrden Beograd, 6. Juni. Wie der »Jugo-sjawische Kurier« aus gut unterrichteter Quelle erfährt, ist ein Abkommen zwischen Jugoslawien und dem Protektorat Böhmen-Mähren zustandegekommen, welches auch von den zuständigen Stellen in Berlin geriehmigt worden ist. Dieses Ab-•kommen bezieht sich auf die Verwendung von auf Kronen lautenden Clearing-scheks, die vor 15 Tagen in Jugoslawien eingeführt worden sind. Wie der »Jugoslawische Kurier« erfährt, ist zu erwarten, daß auf Grund dieses Abkommens nunmehr der Kurs der tschechischen Clea-ringschecks bis auf 150 Dinar steigen und atif dieser Höhe bleiben wird. Wie verlautet, wicd die jugoslawische Nationalbank auf Grund dieses Abkommens zu intervenieren halben, um den Kurs der auf tschechische Kronen lautenden Clearingschecks .ständig auf dem Niveau von 150 Dinar zu halten. SeaanMote ftontingente fOr Me 3Iu«fuSr Don asaudol) unO ^olsartim na(b 3>eut{(D!aiiö B c 0 g r a d, 6. Juni. Wie man erfährt, hat Deutschland Jugoslawien begünstigte Kontingente in Bauholz und Holzartikeln zugestanden, und zwar: geöffnete Auge des Zuschauerkreises mit der Pupille der Arena. Da saß Manfredi halb unter ihm und das • schußbereite Gewehr zeigte auf ihn, ein unerbittlicher Stachelfinger. Dort stand Bellmann... Er stand wie im Brenn punkt einer ungeheuren Linse und zerbrannte zu lauter Asche. Bellmann winkte. Das war das Zeichen. Trenkel hob steil den Arm. Das war das zweite Zeichen. Manche haben sich mit Petroleum begossen und angezündet,' dachte er bleischwer und brandheiß. Die Musik schwieg. Er setzte den Fuß vor, zog den andern nach und stürzte im Knall eines Schusses und einem dumpfen Schrei nach unten Der Körper überschlug sich in der Luft und klatschte schwer auf. Die Menge erhob sich murrend. Frauen. schrieen. Der Kopf war ein Sack mit Knochensplittern, aber ohne Schußwunde. Aus dem Brief des Toten ging hervor, daß dies das letzte Mittel eines Verzweifelten gewesen war, der seine Frau und zwei Kinder vor dem verhungern retten gewollt, nach dem ihm alles andere mißlungen war. Deutsche Zolltarife Nr. ex 76, I, 1—3, Holz: begünstigtes Kontingent zu 100% der österreichischen Einfuhr im Jahre 1937 35.025 m'. Zolltarife: E.x t Nr. 624: Spindel aus einfachem Holz. — Ex t Nr. 625—627; Unterlagen: Ex t Nr. 628: Küchenbretter, Löffel, Sup penlöffel, Gabeln, Messer, Waschbretter usw. Ex t Nr. 630: Waschbretter mit und ohne Blecheiniagen. Begünstigtes Kontingent zu 100% der österreichischen Einfuhr aus Jugoslawien im Jahre 1937: 140 m\ Begünstigung in Höhe von Rm 18 Zoll für 100 kg. Ex 631"; I: Zahnstocher, Kontingent in Höhe von 15 qu. Die begünstigten Zollabgaben betragen Rm 15 pro 100 kg. Grenzübergang: Spielfeld, Zollämter: Graz, Rosenbach, Villach. Evidenz; Spielfeld. serfen&rrid^te Z a g r e b, 6. d. StaatSwerte: 2%% Kriegsschaden 468.50 bis 470, 4% Agrar 60—0, 4% Nordagrar 59.75 bis 60.50, 6% Begluk 88.50 bis 90, 6% dalmatinische Agrar 86.50 bis 88, 7% Stabilisationsan-leihe 98.50—0, 7% Investitionsanleihe 99 —0, 7% Seligman 99.50—, 7% Blair 94.50 —95, 8>^ Blair 101.62—102.50; Agrarbank 212-^, Nationalbank 7400—0. L j u b 1 j a n a, 6. d. D e v i s e n. London 205.82—209.02 ( im freien Verkehr 256.40—259.60), Paris 116.22—118.52 (144.84—147.14), Newyork 4374.87— 4434.87 (5454.23—5514.23), Zürich-Genf 995—1005 (1238.82—1284.82), Mailand 231.45-234.55, Amsterdam 2338—2376 (2912.68—2950.68), Berlin 1767.32— 1785.08, Brüssel 747.75—759.75 (931.52— 943.52; deutsche Clearingschecks 13.90, tschechische Clearingschecks 148. au< &er Orutfc^ 3Dirtf(&aft Von unserem Dr. Fa.-Mitarbelter (Berlin) In den neuen Ausführungsvorschriften zu der Verordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan Generalfeldmarschall Göring ist das Bauprogramm für die Land wirtschafts- und Ackerschlepper und für die Verkehrsschlepper bekanntgegeben. Danach wird auch dieses Gebiet, wie auch das Gebiet der übrigen Karftfahrzeuge, durchgreifend be reinigt werden. Statt der bisherigen 62 Typen von Ackerschleppern werden in Zukunft nur noch 17 Typen gebaut. Von den Verkehrsschleppern bleiben 18 Typen erhalten. Man will also in Zukunft mit einer weit geringeren Typenzahl auskommen, um dadurch an Material und Menschen zu sparen und auch das Einzelstück billiger zu machen. Günstige Auss'chten werden aus dem Gebiet des H 0 c h- und Tiefbaues ge meldet. So hebt der Geschäftsbericht 1938 der Philip Holzmann-A. G. in Frankfurt a. M. hervor, daß nicht nur die Arbeit im Inland, sondern auch im Aualand eine erhebliche Erweiterung erfahren habe und daß in einzelnen Ländern die Leistungen gegenüber dem Vorjahr sogar verdoppelt werden konnten. Insgesamt ist der Umsatz bei diesem Unternehmen um 65 v H. gestiegen. Die im neuen Jahre vorliegenden Aufträge bedingen eine weitere Steigerung der Leistungen. Der Verkehr der deutschen Reichsbahn weist bisher noch nicht erreichte Höchstergebnisse auf, die zeitweise sogar die Grenzen der Leistungsfähigkeit überstiegen haben. Die deutsche Wirtschaft hat im Berichtsjahr für Beschaffungen, Lieferungen und sonstigen Arbeitsaufträgen von der Reichsbahn insgesamt rund 1,7 Mrd. RM erhalten, ein Beweis für die starken Bindungen zwischen Reichsbahn und deutscher Nationalwirtschaft. Produktions- und Absatzergobnisse in der Kraftfahrzeugindustrie haben nach »Wirtschaft und Statistik« im Monat März durchwegs höhere Zahlen als im Vormonat aufzuweisen. Bei den Krafträdern wurde mit einer Produktion von 19.581 Stück ein bisher noch nicht erreichter Rekord erzielt. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß im DKW-Werk Zschopau vor einiger Zeit das 500.000 Motorrad fertigestelit wurde. Nach den Erhebungen des Reichsnährstandes und den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes sind an Brotgetreide noch 6,94 Mill. Tonnen vorhanden, das sind 3,42 Mill. Tonnen mehr als Ende April 1938. Auch beim Futtergetreide (Hafer und Gerste) übersteigen die vorhandenen Mengen mit 3,20 Mill. Tonnen den Vorjahrsbestand noch um 0,93 Mill. Tonnen. Die Gesamtversorgungsla-ge Deutschlands ist bem Brotgetreide als außerordentlich günstig und bei den Futtervorräten als vollständig ausreichend anzusehen. 3)aii fönten 6ie aud^ einmal tun! Den ganzen Anzeigenteil aller von Ihnen gehaltenen Zeitschriften genau durchsehen; Anzeige für Anzeige! Sind Ihnen wirklich alle Artikel bekannt, die dort angeboten werden? Sind Sie ganz sicher, daß diejenigen Artikel, die Sie noch nicht führen oder sogar nicht einmal,kennen, für Sie nicht in Frage kommen? Und wie steht es mit den Firmen? Ich will Ihnen ein Beispiel dafür erzählen, was man versäumen kann, wenn man sich diesen Überblick über den Markt nicht von Zeit zu Zeit verschafft (denn darüber, daß man die Anzeigenteile nicht Nummer für Nummer so genau durchsehen kann, sind auch wir beide einig): Eine Firma war bekannt dafür, daß sie auf ihrem Arbeitsgebiet einfachere Ausführungen lieferte. Jedermann im Fach wußte das, viele führten die entsprechen-Artikel. Diese Firma arbeitete in aller Stille Jahre hindurch an der Entwicklung einer Type höchster Qualität und brachte eines Tages ein Erzeugnis allererster Güte heraus. Natürlich zeigte sie das in Fachkreisen an, aber die Fachkreise hafteten an ihrem Vorurteil und nahmen sich daher im allgemeinen gar nicht die Mühe, die Angebote und Anzeigen näher zu studieren. Die Firma hat immer nur einfachere Ausführungen herausgebracht, was war also jetzt von ihr zu erwarten, da es doch genug andere Firmen gab, die in den besseren Ausführungen längst Weltruf genossen! Auch die Reisenden konnten nicht recht gegen dieses Vorurteil ankommen. Die Firma selbst aber konnte es aushalten und einige wenige Händler, die rasch merkten, was los war, fanden sich natürlich auch. Als der Fachhandel endlich im ganzen erwachte, hatten wieder einmal die wenigen Rührigen die Sahne abgeschöpft, waren sie wieder einmal bekannt dafür, daß sie das Neue zuerst gebracht hatten. Auch der Markt ändert sich! Die Hersteller bringen nicht nur Neues im alten Arbeitsprogramm, sie beginnen auch ganz neue Gebiete zu beackern. Wer darum meint, sich auf seiner überragenden Marktkenntnis ausruhen zu dürfen, wird unfehlbar hier und da den Anschluß verpassen. Nun ist der Anzeigenteil der Presse nicht die einzige Quelle für eine Auffrischung der eigenen Marktkenntnis, ich wollte aber meine guten Ratschläge nicht einen langen Artikel um einen einzigen Gedanken herum schreiben! Haben wir uns verstanden? Das ist eine kleine Kostprobe aus dem neusten Heft der im Verlag für Wirtschaft und Verkehr, Forkel & Co., Stutt-gart-0, Pfizerstr. 20, erscheinenden Zeitschrift »Geschäftserfahrung«. Die Zeitschrift kann allen Betrieben und Geschäftsleuten, die sich um ständige Weiterentwicklung und Verbesserung ihrer Betriebe bemühen, nur bestens empfohlen werden. Ein kostenloses Probeheft gibt der Verlag gerne ab. So ein Schwindler. Beim Hausball. Der Freund des Hauses fragt den Gastgeber: »Ich verstehe nicht, daß du zuläßt, daß deine Tochtcr mit dem Kerl da tanzt, wo er docli fünf Jahre gesessen hat.« Entsetzt schießt der Vater von seinem Sitz: »Was, so ein Luder, mir hat er gesagt zwei Jahre.< >Maribortr Zithwgt Htowwer tX. 8 Donnertttg, den 8. juni 1939. 6tieropfer im 3innbergtDerf 3R&io< stDifdten <£Orlflni- viid !&tt6fwium Rio de Janeiro (ATP) Saure Wochen, frotie Feste... Die Indios Boliviens sind seit der spanischen Eroberung zum Christentum bekehrt. Trotzdem erhalten sie weiter Bräuche aufrecht, die umso seltsamer erscheinen, als si« in Verbindung mit ganz modernen Lebensformen .stehen. Diese Bräuche sind daher interessant zu studieren, da man s*ch durch sie eine Idee von der sehr wen«;? bekannten Zivilisation der Aymaras machen kann. Das iat ein indianischer Stamm, der von den Inkas unterworfen worden ist.. Seine Sprache wird noch in Kolumbien gesprochen, und zwar nicht nur bei seinen reinen Vertretern, sondern auch bei den Metizen. Im Grunde eines wilden Tals der östlichen Kordillerenkette beutet eine englische Gesellschaft reiche Zinn^rub»;?! aus. Die Mienen befinden sich 4000 Meter Uber dem Meeresspiegel. Einige hundert Meter tiefer liegen die Lager, in denen die englischen Ingenieure mit den Indianischen Bergarbeitern wohnen. In Pongo hat man das Zentrum der Zinnverarbeitung errichtet Das Metall wird durch eine acht Kilometer lange Drahtseilbahn von der Mine ht-rnngebracht, E>ie Arbelt der Bergleute ist wegen, der klimatischen Verhältnissse recht hart. Sie wird aber durch zahlreiche Feste unterbrochen, die teils aus dem Christentum, teils aus alten heidnischen Sitten hervorgegangen sind. Diese'sind durch die Missionare von vornherein Übernommen und »christianisiert« worden. Eines dieser Feste ist der Karneval. Er dauert drei Tage und gibt den Bergarbeitern Gelegenheit zu Exzessen aller Art. Die Gesellschaft unterstützt diese Feste, indem sie Ihrem Personal Qetrflnke und Dynamit spendet. Die Indios sind nämlich begeisterte Lärmfanatiker und können sich kein schöneres Vergnügen denken, als I^nallfröchse in die Luft gehen zu lassen, Außerdem gestattet der Direktor den Verkauf viTSchiedener starker Liköre wie d'\s Pisco i nd der Chicha. Pacha-Mama muß beruhigt werden An dem Sonntag morgen, der dem Fast nachtdienstag vorausgeht, beginnt das Karnevalfest. Nach der Messe veranstalten die Arbeiter mitg roßem Pomp einen Umzug durch das Lager. An der Spitze marschiert eine Musikkapelle, deren Darbietungen durch das Geräusch unzähliger Dynamitexplosionen begleitet wird. Der zweite Tag wird durch verschiedene Zeremonien ausgefüllt. Der Priester der nächsten Stadt, der durch eine Delegation der Aymaras ns Läger geholt worden ist, tauft aJle Kmdcr, d:e im Laufe des Jahres gebor2n worden sind, und verheiratet sämtliche jungen Leute, die seit dem letzten Karneval verlobt sind. Da die Bergleute von Pongo aber außerdem auch gute Heiden sind, vergessen sie nicht, Pacha-Mama, die Göttin der Erde, zu ehren. Sie bringen ihr Opfer dar, um ihren Zorn über die Unverschämtheit der Menschen zu bannen, die aus ihrem Schossc das l'ostbare Zinn hitausholen. Als Opfer werden soviel Stiere verwandt wie es Schächte in den Bergwerken gibt. Sie werden von der öeeellschaft geliefert. Die Tiere werden feierlich vor dem Eingang jedes Schachtes geführt, wo sie durch einen Hammerschlag zwischen beide Augen niedergeschmettert werden. Dann wird ihnen das Herz aus dem Leibe gerissen, solange es noch warm ist. Einer der Opferbringer sammelt das Blut, das davon herabtropft in einem Becher auf und spritzt es gegen die Innenwände des Schachtes. Daraufhin werden die Stiere geschlachtet. Jeder Arbeiter darf eia ffo-ßes Stück Fleisch mftnehmen. Wenn während der folgenden Monate Unfälle In den Minen vorkommen, glauben die. Bergleute, daß Pacha-Mama durch die Spende nicht befriedigt worden ist. Ihr Zorn kann sich aber auch in dem niedrigen Gehalt des geförderten Zinnmaterials ausdrücken. Um die Göttin in der Erde zu beruhigen, begibt sich in diesem Falle eine Abordnung der Arbeiter lur Leitung, um von ihr ein paar weiße Lamas. geschenkt zu bekommen. Diese werden dann mit dem gleichen Zeremo-nial wie die Stiere geopfert. Sie bilden die höchste Spende; welche die Indios dar bringen können. Und sie behaupten, daß sie bisher noch nie verfehlt haben, den Appetit der anspruchsvollen Göttin zu sättigen. TRtAn nfomi enm- Daraöiefe Pariter Naturschwlrmer dem Tahlfizau-ber verffallM. Die Zeiten sind zwar schon länger vorbei, in denen überdrüssige Europäer und Amerikaner zu den Galapagos-Inseln oder anderen fernen Eilanden flüchteten, um gleich RobinsofJ Crusoe nach dem Motto Rousseaus »Zurück zur Natur« auf fernen Inseln der Zivilisation den Rük-ken zu kehren. Auch der französische Ma ler Allain G e r b a u 1 t, von dessen abenteuerlichem Schicksal jüngst eine Frau aus Tahiti in Paris berichtete, unternahm sein Südseeabentcuer in jenen Jahren, da die Flucht in die Primitivität große Mode war. Allain Gerbault segel- te vor sieben Jahren mit einem Bopt von elf Meter Länge über die Weltmeere. — -Nach 2jähriger Fahrt zum Pazifik galt tr alt venchollen. Niemand wußte genau, ob tnd wo der sonderbare Naturschwär-mef gelandet sei. Erst jetzt, nach 48 Monaten, erfahren seine Freunde, daß die Zauberwelt von Tahiti in der Südsee dem Ausreisser zu einer paradiesischen Heimat geworden ist. Im September 1932 segelte Gerbault mit einer Elf-Meter-Barke ab. Zahlreiche französische Frauen lasen kummervoll die Nachricht, denn sie- hätten gerne mit dem romantischen Maler ein Leben zwischen Himmel und Meer geteilt. Aber auf ihre Briefe hatte Gerbault nicht einmal geantwortet. Noch aus Panama, von den Galapagos-Inseln im Stillen Ozean, dem Schildkrötenparadies u. klassischem Heim für Nacktkultur von Naturschwärmern trafen Nachrichten Ober den Verlauf der ozeanischen Segelfahrt ein. — Erst dr^ Jahre später kam der Maler am Ziel seiner WünSche, Im SDdseeparadles Tahiti an. Als erstes besuchte er dort In der Hauptstadt Papeete .die Königin Ma-rau, die letzte Nachfolgerin der Könige von Polynesien. Sie starb wenige Tage nach dem Besuch Gerbaults, so daß der Franzose für sein Leben hätte fürchten müssen, wären die Männer und Frauen von Tahiti nicht tatsächlich so wenig abergläubisch und von so sanfter Gemüts art, wie Ihnen nachgerühmt wird. Seit jener Zelt segelt Gerbault fleißig in der polynestschen Inselwelt umher und scheint dem Zauber der Südsee restlos ver fallen zu sein. Er iplant zwar in Kürze seine Rückkehr in die verdorbene Welt der europäischen Zivilisation, allerdings nur mit der Absicht, sein elf Meter langes Segelboot gegen eine kleinere Barke zu vertauschen. Der Maler hat die ganzen Jah-^ re ein merkwürdiges Leben geführt. — Gegenüber den Eingeborenen von Tahiti spielte er, der Europascheue, keineswegs den Eremiten. Er lernte alle Dialekte der Eingeborenen und erwies sich als bester Freund der Jugend. Sogar die aus 3)eutf(Der Seftfpirlfommer 1930 VON DR. E. VON DER NOLL. DV, Man muß einmal an festlichen Som mertagen in den Städten des Südens und Westens gewesen sein. Man muß einmal an einem sonnenüberglänzten Nachmittag oder in der beginnenden Abenddämmerung gemächlich schlendernd vom Hotel zur Festspielstätte gegangen sein. Man muß das mit der genießerischen Ruhe tun, die die Sinne für Eindrücke öffnet. Dann wird man erleben,.was mehr als ein Theaterstück, mehr als eine gelungene Opernaufführung, mehr als ein schönes Konzert ist. Man wird erleben, wie eine alte Stadt, ihre Bewohner und Gäste, Landschaft und Geschichte mitspielen. Der Weg zum hochbarocken Schlöterhof des Berliner Stadtschlosses, die Promenade zum Bayreuther Hügel, der Gang durch die Salzburgergassen, die leicht aufwärts führenden Straßen zum Frankfurter Römerberg oder zum Heidelberger Schloß: das Ist ein Teil .des Festspielabends, der erlebt sein will. Es ist kein Zufall, daß die deutschen Festspiele dort stattfinden, wo seit Jahrhunderten Kultur und Lebensfreude Heimatrecht besitzen, Berlin, die alte Preußenstadt, hat erst vor einigen Jahren entdeckt, daß es über den großen Kunstwln-ter hinaus auch in der Zeit der Reiselust etwas Besonderes zeigen könnte. So entstanden die Berliner Kunstwochen, die in diesem Jahre Ende April den Reigen der Festspiele eröffneten. In den berühmten Sälen der Philharmonie, den nach Beethoven und Bach benannten, an Stätten also, die die Musikgeschichte der letzten Jahrzehnte mitgeschrieben haben, fand das Deutsche Brahms-f e s t Matt, das größte, das dem Hamburger Meister je gewidmet wurde. Im Juni, wenn die warmen Sommer-dbende gekommen sind, musizieren die Berliner Philharmoniker, das am weitesten in der Welt umherg6kom-mene Orchester, unter Hans von Benda im Schiiltrrhof des Berliner Stadtsrhlos-ses. Wenn beim Schein der Fackeln in dem strengen und doch die Schwere des Alltags überwindenden Barockraum die Musik Händeis, Haydns, Mozarts oder eines anderen Meisters erklingt, versinkt die Unruhe einer Weltstadt, von der man nur durch ein paar kunstvolle Mauern ge^ trennt ist. Wenig später, am 11. Juni, beginnt der Dresdner Musiksommer, der sich bis zum 15. August hinzieht. Dort, wo ein Geschlecht sächsischer Fürsten am Elbe-Ufer die Träume barocker Repräsentationslust mit dem Wunderbau des Zwin gers krönte, steht auch das Staatliche Opernhaus. Sein Ruf ist mit dem Namen verknüpft, der weithin leuchtet: Richard Strauß. Bis Ende Juni kann man fast sein ganz. Opernwerk kennenlernen. Von der »Eletra« bis zu den jüngsten Werken, dem »Friedenstag« und- der »Daphne«:, reicht das Programm, dessen Niveau ein Dirigent vom Range Karl Böhms gewährleistet. Zwischen Berlin und Dresden liegen im Kalender zwei Feste, die das neue Deutsch land geschaffen hat. Düsseldorf, die großzügig gebaute, mit gärtnerischer Kultur entwickelte rheinische Großstadt hatte 1939 zum zweiten Male seine Reichs-m u s I k t a g e, die bis zum 21. Mai dauerten. Hier wurde in einer stattlichen Reihe von Musik- Veranstaltungen gezeigt, was es an neuen und repräsentativen Werken gibt. In Wien findet wieder wie im Vorjahr die Reichstheaterfestwoche statt. Vom 4. bis 11. Juni erlebt man Abend für Abend Im Burgtheater und in der Oper Aufführungen klassischer Meisterwerke in der besten Darstellung, die Deutschland zu bieten hat. Daran Ist nicht nur Wien beteiligt, dessen Geltung als Musik- und Theaterstadt auf die Tage Beethovens und Grillparzers zurückgeht. Das jeweils Beste, was das laufende Jahr auf deutschen Bühnen hervorgebracht hat wird dort als Musterbeispiel gezeigt. in Frankfurt am Main, der alten freien Reichstadt, finden zwei große Kunst feste statt. Vom 15. bis 24. Juni veranstaltet der »Ständige Rat für die internationale Zusammenarbeit der Komponisten« sein internationales Musikfest. Die Völker Europas entsenden jüngere und ältere Vertreter, die-zeigen, was sie an neuen' und wertvollen Werken her vorbringen. Da hört man diesmal Orchesterwerke des Italieners Adriano Lualdi, des Schweden Türe Rangström, des Grie chen Petor Petride, Kammermusiken des Schweizers O. Schoeck, des Polen Czes-law Marek, ein Ballett des' jungen Franzosen Henri Tomasi, Opern von Richard Strauß, Hans'Pfitzner und dem genialen jungen Deutschen Carl Orff. 27 Werke fremder Komponisten und 15 deutsche werden insgesamt aufgeführt. Am 1. Juli beginnen die Spiele auf dem R ö m e r b e r g, jenem Frankfurter Stadtteil, in "dem hoch die ganze Heimlichkeit des späten Mittelalters zu Hause Ist. Auf dem herrlichen Platz vor dem Rathaus, im Rücken die hochaufragende Kathedrale, ist man Zeuge klassischer Bühnen-kunst, die von ersten Schauspielern und Regisseuren in die gotisch-renaissance-hafte Architektur hineinkomponiert wird. Am 14. Juli beansprucht München, einst das Kunstzentrum der bayerischen Könige, das Interesse für sich. Zum dritten Male wird 72 Stunden hindurch der »Tag der Deutschen Kunst« gefeiert. Die Stadt ist ein einziger Festplatz. Alles schmückt sich, um der großen Ausstellung im Haus der Deutschen Kunst einen ebenso würdig, wie heiteren Rahmen zu geben. Symbolische Umzüge, K ü n s t-1 e r f e s t e, offizielle Empfänge gruppieren sich um den Besuch des Führers und Reichskanzlers, der selbst die Ausstellung zu eröffnen pflegt. Am 29. Juli erlebt man mit einer Richard-Strauß-Ehrung den Auf takt der Münchner Opernfestspiele, deren Programm bis zum 10. September in ununterbrochener Folge Werke von Strauß, Wagner und Mozart vorführt. Auch Heidelberg fehlt in diesem Jahre nicht im Reigen der sommerlichen Festspiele. Hoch oben, wo die schönste deutsche Renaissance-Fassade über den Gassen der romantischen Universitätsstadt thront, öffnet sich am 12. Juli der Schloßhof der Welt des Theaters. Die Reichs - Festspiele Heidelberg, die bis zum 20. August dauern, haben neben Shakespeares »Sommernachtstraum« und Schillers »Räuber«, Ger hart Hauptmanns erschütterndes . Ritter-Drama »Florian Geyer« und »Die Freier« des Romantikers Joseph von Eichendorff auf dem Programm. Wenn der Sommer im Zenith steht, hat Bayreuth seine großen Tage. Dann setzt wieder die Pilgerfahrt der begeisterten Anhänger Wagnerschen Kunst nach dem Festspielhügel ein. Die reizvolle Mark grafenstadt, ihre Schlösser, ihre Gärten mit den köstlichen Wasserkünsten, das staunenswert schöne Barocktheater, aU das ist dei- stille Kontrast zu dem Gepränge um den Hügel, auf dem Richard Wagner einst sein Festspielhaü's baute. Dieses Jahr führt man mehr'Werke denn je dort ayf. Neben dem »Ring des Nibelungen«, mit seinen vier Abenden sind es »Parsifal«, »Tristan und Isolde« und der »Fliegende Holländer«, die man vom 25. Juli bis zum 28 August hören und sehen kann. Ungeheuet' ist die Anstrengung, die unter Leitung Winifred Wagners, der Schwiegertochter des verstorbenen Meisters, unternommen wird, um der Welt Immer wieder zu zeigen, was Wagner ist: der Mann, der die gewaltigsten Traumgesichter verwirklicht hat, die je vor dem schauenden Auge eines deutschen Künstlers erstanden* sind. Ganz zu letzt meldet Salzburg sein Anrecht auf den Kulturmenschen an. Zwi sehen 1. August und 8. September birgt diese einzigartige Stadt die Künste des Theaters, der Oper und der Musik in ihren Mauern. Selbst ein Kunstwerk ersten Ranges in der Verbindung von Alpenland Schaft und verschwenderischer Baukultur, begnadet mit einem südlich strahlenden blauen Himmel, beschenkt mit einer Fülle des Schönsten, was Menschenhände zu schaffen vermögen, ist sie der Freude an der Kunst geneigt wie kaum ein anderer Ort. Man erlebt Mozart, den gebürtigen Salzburger, und die italienische Oper, Shakespeare und Moliere, Serenaden, We bers »Freischütz« und Strauß' »Rosenkavalier«. Das alles ist eine Huldigung an den Geist der Heiterkeit, der diese Stadt wachsen und blühen l'ißt. Donnerstag, den ft. Juni 19Si. 9 Oos sagen alte Hauslrauen immer wieder, die Schichf Terpentin Seile verwenden. Denn diese reine ausgie> bige Seife mit ihrem üppigen Schaum entfemf muhelos und schonend allen Schmulz aus dem Gewebe. Die Wäsche wird herrlich rein und blendend weiss. SCHICHT TERPENTIN SEIFE Europa stammende Sitte von Fußballpokalspielen übertrug er auf dk Inselwelt der Südsee. Des öfteren finden zwischen der Jugend der einzelnen Inseln FuBbaII> wettkämpfe um den Pokal Gerbaults statt. Ganz besonders bemüht sich der europäische Maler, die eingeborene Bevölkerung von den Eindringen schädlicher Zivilisationserscheinungen zu schützen. — Restlos reist er von einer Insel zur anderen, von Tahiti nach Gambaln, von den Tousmotu-Inseln nach den Marwuesas-Tnseln. Er sammelt dort alle Legenden u. Berichte Über die Ahnen der Bevölkerung und ihre Geschichte. In drei Bänden hat Gerbault die gesammelten Nachrichten zu sammengestellt u. damit zur Erforschung der Südseegeschichte beigetragen. türattifd^e dartcnreimr Alten Dünger für T o m a t e n ! Laß sie in der Sonne braten! Wenn sie nicht tagtäglich glühen, War vergebens dein Bemühen. Blumenkohl braucht ganze Fässer Trank und Speis' und wird nicht satt; Sellerie ist ein Düngerfresser, Der stets Durst nach Jauche hs^t. Kalk für E r b s e n, Kalk für B o h n e n Erbsenkeime sind zu schonen, Bohnenkeime vorzutreiben; — Möchte schönes Wetter bleiben! Petersilie — Späte Familie. Sind die Z w i e b e I n noch sehr jung, Faulen sie bei frischem Dung; Auch die alten leiden Schaden Und bekommen oftmals Maden. Gurken gebe alten Mist, Der schon ganz zerfallen ist, Dazu Wärme jederzeit Und die nötige Feuchtigkeit. So ein K ü r b i s gleicht dem Schwein; Allen Unrat saugt er ein. Laß ihn wuchern im Kompost, Denn dort hat er gute Kost. Möhren sähe nicht zu dicht; Gönne ihnen Luft und Licht, Doch verpflanze Möhren nicht. ülfffffffffrfffffirfg 2>rr Oltenfd^ In 3o^len Manche Menschen reden viel, andere weniger. Nimmt man an, daß ein Mensch durchschnittlich 100 Worte in einer Minute redet und täglich etwa zwei Stunden spricht, so würde das tagtägliche Redepensum 12.000 Worte betragen, im Jahre also über 4,000.000 Worte. Gedruckt wären dies alljährlich 35 dicke Bücher von je 250 Seiten. Ein Mensch, der 60 Jahre alt wird, schwatzt also eine Bibliothek von etwa 2000 Bänden zusammen. • Es ist t>ekannt, daß auch Nervenreize eine gewisse Zeit brauchen, um sich fortzupflanzen. Helmholtz hat errechnet, daß die Geschwindigkeit, mit der'die Nerven »telegraphieren«, etwa 50 Meter in der Se künde beträgt, also weniger als die Fortpflanzung des Schalls. Bei der Ausführung der Muskelbewegung dauert es ungefähr ein Zehntel Sekunde, bis der Anreiz dazu ins Hirn gelangt ist. Von hier aus muß die Nachricht wieder zu dem be treffenden Muskel geleitet werden, was abermals ein' Zehnter Sekunde dauert. Man kann also sagen, daß immer zwei Zehntel Sekunden vergehen, bis ein Gedanke in die Tat umgesetzt wird. • Die Arbeitsleistung des menschlichen Herzens ist außerordentlich groß. Bei jeder Zusammenziehung preßt das Herz bei einem erwachsenen Mann etwa 188 Gramm Blut In die Adern. Dazu bedarf es einer Arbeitsleistung, die im Laufe eines Tages 87.000 Meterkilogramm erreicht, d. h. eine Kraft, die nötig ist, um 87.000 Kilogramm einen Meter hoch zu heben. * Die menschlichen Knochen sind erstaun ikhe Meisterleistungen der Natur. Die Schädelknochen, die das edelste Organ des Menschen, das Gehirn, schützen, sind besonders widerstandsfähig.. Diese Fähigkeit ergibt sich iiicht allein aus ihrer Stärke, sondern auch aus ihrer erstaunlichen Elastizität. Der Schädel eines Menschen kann um volle anderthalb Zentimeter eingepreßt werden, ohne zu zerbrechen. Nur dieser Elastizität der Schädelkapsel ist es zu verdanken, daß Schädelbrüche bei Unglücksfällen und Schläge- Taten und Dinge werden lebendig, die Zukunft erhebt ihr verhülltes Angesicht aus dem Nichts, alles sieht er tiefer und klarer als je zuvor. Da liegt diese Frau zu seinen Füßen hingestreckt und hat sich selbst gerichtet, diese Frau, maßlos im Lieben wie im Hassen, von einem schweren Schicksal in Schuld und Sünde verstrickt. Das ist Quitt die kleine blasse Quitt mit dem starken, treuen Herzen — sie weiß nichts von sich ganz leise und zart nur streicht der Lebenshauch durch die halb geöffneten Lippen. Abend und Morgen, gestern und heute sind die beiden Frauen für Peter Birk, hier hält er Wache an der Pforte eines neuen Lebens. Stunden scheinen verronnen zu sein, als die Tür endlich aufgeht. Zwei Sanitäter mit Gasmasken und Tragbahre, zwei Polizisten und ein Arzt.. Sie sind endlich gerettet! Quitt erwacht bald wieder zum Leben. Sie weist keine Spuren einer Blausäurevergiftung auf, obgleich sie solange nahe neben dem Ofen stand, nur durch ein paar Kissen von der Ursprungsquelle des giftigen Gases getrennt. Es erscheint wie ein Wunder, Doch bei der Aufnahme des Tatbestandes im Zimmer Sascha Birks stellt sich heraus, welchem Umstand Peter Birk und Elisabeth Petersen ihr Leben verdanken: Bei der Explosion der Blausäureflasche wurde die Rückwand der Ofenröhre, die wohl schadhaft war, nach hinten in den Ofeninn'enraum gesprengt, so daß die Gase einen Abzug nach den Kamin fanden und nur zu einem verschwindend kleinen Teil ins Zimmer drangen! Ohne diese glückliche Fügung wären d'e beiden Menschen rettungslos wenige Minuten nach dem Zerspringen des Kölbchens verloren gewesen. »Ja, ja, Herr Kollege, das kann man einen fabelhaften Zufall nennen, was?« sagt der Arzt, der Doktor Birks Schulter gerade versorgt hat und nun mit ihm an Quitts Lager tritt. Sie liegt auf dem Sofa in Petruchios Arbeitszimmer, noch sehr blaß und matt, aber in ihren Augen lebt es schon wie ein reien verhältnismäßig selten stisi. Ein aus einem Menschenknochen herausgeschnittener Streifen von nur einem Quadratmillimeter Durchschnitt hat eine Zugfestigkeit von 17 Kilogramm. Ein ebenso großes Stück Hartholz würde nicht einmal die Hälfte dieser Belastung ertragen können. * Beim Zerkauen eines normal gebratenen Beefsteaks ist ein Unterkieferdruck I I iiiaa—B—g ferner Abglanz des Glücks, das sie nun morgen, übermorgen, überübermorgen — kurz, alle Tage ihres Lebens durchstrahlen soll. »Peter, nicht wahr«, sagt sie mit einem kleinen scheuen Blick zu ihm hinauf, »das mögen alle anderen Menschen einen Zufall nennen. Aber du und ich, wir wissen, wer uns geholfen hat... Sie bricht ab; Peter Birk hat sie verstanden. Er geht hin zu dem Bild seines toten Freundes, das da noch immer am Boden liegt. Er hebt es auf und hängt es hinauf an seinen alten Platz. Durch das zertrümmerte Glas lächelt der Tote freund lieh herab auf die zwei Menschen, als könnte er das Glück ermessen, dem sie entgegengehen. Ein Jahr später ist die blonde Quitt die Frau des Landarztes Peter Birk, der in der Gegend von Stettenbach eine Praxis übernommen hat. Vat\;r Petersen hat s:ch bald mit dem neuen Schwiegersohn abgefunden; man kann mit ihm Weltkriegserin-nerunjgen austauschen, Skat spielt er auch —r und was natürlich am wichtigsten ist: Quitt ist glücklich mit ihm! Es ist eine Freude, jetzt die junge Frau anzusehen, so strahlend froh und blühend, wie sie aussieht. Nur ganz selten noch zieht ein leich ter Schatten Über ihr helles Gesicht, wenn sie an die unglückliche Frau zurüt-^denkt, die einst zwischen ihr und Petruchio stand. Aber mit den Jahren werden diese Augenblicke seltener werden. Und wenn nun erst noch ein kle ner Peter und ein kleine Elisabeth bei ihnen durch die Stuben tollen... Und was ist mit Hanno, was mit Barbara? Nun, Quitt behauptet steif und fest, daß sich die beiden heiraten werden. Bis jetzt hat diese Behauptung allerdings noch keine andere Stütze als die, daß Hanno jeden Sonntag in Berlin zu sein scheint und beide häufig gemeinsam un* terzeichnete Postkarten schreiben. Man muß es halt abwarten, ob sie sich kriegen — jedenfalls wird dann der »Mittag irt Garten«, so häßl'ch er auch ist, einen Rh* renplatz in ihren Zimmern erhalten! ENDE Eil liDZis Uki Ii» ii? ROMAN VON HANS JOCHEN VON PLEHWE Copyright 1937 by Aufwärts-Verlag. Berlin SW 68 63 Sein Gesicht, das er bei diesen Worten einen Augenblick Quitt zukehrt, ist blutrot, der Schweiß läuft ihm In Strömen die Schläfen herunter. Als er diesmal wieder gegen den Laden anprallt, kann er einen dumpfen Schmerz in der mißhandelten Schulter — Schlüsselbein gebrochen, geht es ihm durch den Kopf. Aber der Laden ist locker, beim nächsten Schlag wird er ganz herausbrechen. Er selber wird dann wohl schwer verletzt unten auf der Straße landen — aber Quitt ist gerettet, wenn das Gas sie noch so lange... Wieder wirft er sich gegen das Hindernis an — und diesmal ist ihm, als ob er Ins Leere flöge. Er fährt mit dem Kopf, mit dem Oberkörper hinaus in die kalte, frische Nachtluft, unter ihm liegt der Laden e ■pondMis" 1 Oln«f i DI* C3 Dinar bia 40 Wort* Zlmner und Küche ab 1. Juli zu vermieten. Betnavska 6. 5195 WM bMon^ar« bar«chn*t / Di« 7'BO CMfwr fOrgrtutf A MlndMÜM* Mr tkm _________ —nduw von ehH>f. »HalMl l*t »ImlhWWw »H10 Dtyr «u •rfy» Anfra0*n lat •InaOabOhrvMiSOkMIPlR^MlMMrtMnkAlMlMMMMf* 10 Dinar / FOr dl* Zu* »tOI Ceresiti Isollerniittel hat laufend abzugeben: Stadtbaumeister P. Kiffmann, Meljska cesta 25. 2879 Dt. KiniHi GemilAlli begünstigt den Stoffwechsel* kräftigt den Organismus, ist leicht verdaulich, beschwert nicht den Magen, ist sehr schmackhaft und bleibt lange frisch. Darum auch für den Touristen das geeignete Dell-katcsbrot. 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