MARBIRGERZEITUNG i" AMTLICHES ORGAN DES Verlag und IchrlftUttung Marburg «. d. Drau, Bt^gaaa« Nr. t. Panmili N.. 2S-und nun müssen wir uns alle dafür einsetzen, daß sie erhalten oleibt. Keiner darf abseits stehen und wehe dem, der dagegen^ steht!« Vernichtung dem Untermenschentum Eine brennende Frage des Unterlandes schnitt der Gauleiter an, als er sich diesen Gegnern einer ruhigen Entwicklung zuwandte und für die verwerfliche Tätigkeit der Banditen Worte der radikalsten Ablehnung fand Stürmische Zustimmung brauste auf, als er erklärte, daß landfremde Wegelagerer und Plünderer, die vor Mord an Wehrlosen und Frauen nicht zurückschrecken, eine Großmacht zwar nicht erschüttern können, daß aber diese Untermensrhen ebenso sicher nicht auf Irgend eine Schonung rechnen können. Der Ist ein Eindringling, der nach dem greift, was er selbst nicht zu schaffen vermochte, und wenn einer die Hand ausstreckt, nach dem, was Ihm nicht gebührt, dann wird nicht protestiert, sondern Gewalt mit Gewalt be- dieseii versinkenden SUdlsgeb ldeb wur-ae ein freies Kroatiens gescuaifeu, dst wird uns vor dem Tod retten, den uns die «nglo-amerikamschen Plutokraten wünschen.« Die Schwerter für General Jordar dnb Führerhauptguartier, 24. April Der Führer verlieh am 20. April da-Eichenlaub mit Schwertern an Genera der Infanterie Hans Jordan, kommandie renden General eines Armeekorps, als 64. Soldaten der deutschen Wehrmacht Seit dem 1. November 1942 steht Genoral der Infanterie Jordan an der Spitze eines Armeekorps, mit dem er in den Abwehrschlachten von Witebsk immei wieder den Ansturm der Bolschewlster erfolgreich abgewehrt bat. Auch ir schwierigsten Lagen vereitelte er alle feindlichen Durchbruchsversuche Wiederholt griff er dabei selbst In vorderster Linie ein, setzte Gegenstöße an und riß durch sein Vorbild die Grenadiere ru höchsten Leistungen mit. Nachdem ei am n. Februar 1944 im Wehrmachtbericht genannt worden war, erhielt er nunmehr vom Führer die neue hohe Tapfer-keitsauszeichnung General der Infanterie Jordan wurde 1RP2 in Scheuer. Kreis Rastatt-Baden, als Sohn eines Standesbeamten geboren. Das Eichenlaub erhielt dnb Führerbduptguartier, 24 April Der Führei verlieh am 2ü April dat-Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Md)or Wilhelm Dtewes, Bataillonskommandeur in einem Panzergrenadierregiment der bereits mehrfach im Wehrmachtbericht genannten schle-sischen 5. Panzerdivision, als 458. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Major Drewes erhielt das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes im Oktober 1943. Besonders zeichnete er sich bei den Kämpfen um die Befreiung der Stadt Ko-wel in den ersten Apriltagen aus. Br wurde im Jahre 1907 tn Ilster (Münsterlager) als Sohn eines Landwirts geboren. |{t Seite 2 * Nr. 116 * Diensta)^ 25. April 1944 MARBURGER ZEITUNO Finnisches Kommunique Erneute flnnl9rh-iow)etische Fühlungnahme gescheitert cliib HelsinWi, 24. April ;l Die nach der tiiinischen ablehnenden ^ntwort vom 17 April durch tchwedi-»che Stellen aufs neue betriebene Füh-Kingnahme zwiichen Finnland und der towjetunloa üb«r die sowjetischen Be-lingungen eines sowjetisch-finnischen Waffenstillstandes sind nach einem amt-liehen finnischen KonimuniquÄ alt ge-I icheitert zu betrachten. In der finnischen 'I l^erldulbdiung, in der noch einmal der « Gang der durch Schweden» Betreiben " lustandenf'kominenen Fühliingsnahmen mit der Sowjetunion darqeleqt wird, wird jarfluf hintn?wipsrn, diiH ncich eingehm-der Priifunq der hnlsrhpwistischen Bp-dlnqiinqt'n «lnrrh Hri|irning iipd Roirhs-(ag sii h lur f'imilciiui keine Möglichkeiten zu V( liuinfllunrfrti LMfjf ben. * i Finiilrtml bat jetzt seinen Reitrilt zur " Intern.itiondlcn Akaricniip für Staats- und Ii VorwrilU:ii'iswisM nscliaftt'ii erklärt. Damit hfif bidi ilor WirkunrisbfTPicb der Intcrndliondicii Akademie wieilei erweitert, Der Akfidpirjie, die ihren Silz in Berlin hat, gtihören bereits 13 europäi-iche Länder und Japan an. Präsident der Akademie ist Dr. Wilhelm Stuckart, Staatssekretär im Reichsminlsterium des Innern. Die Gründung der Internationalen Akademie, die am 9 Mai 1942 erfolgte, geht rurück auf das Bedürfnis der infernatio-Inalen Verwaltiuinsfacbwelt, noch zur Zeil di'S Kiiofir"^ ei'ie Konzentration aller derionigoii Kfci'in /.ii erreichnti, die eine Ecitcntsorochetuii' Neugestdltung der staats- und verwdltungsruchfliehen Be-tiehuiK|on der Völker mit als Vorausset-,funff für eine neue Welt der gerechten Ordnung und dos allgemeinen Wohlstan-tles anstreben. Neue verbrecherische Methoden Tiefangriffe der Luftgangster gegen die Zivilbevölkerung — Bolschewisierung des Krieges mangels militärischer Erfolge dnb Berlin, 2A. April S»lt «inigen Tugeti itt in der Anwendung des anglisch-amerikanischen Luft-lerron ein« neue vei^>recherische Methode fettzustellen. In einigen Gauen des Reichsgebiete« haben die Luftgang-ster den Terror gegen die Zivilbevölkerung dtirch Tiefangriffe erweitert. Jagdflugzeuge beechossen mit Maschinengewehren aus geringer Höhe Frauen und Kinder in den Straßen der Städte und Bauern auf dem Felde. Dabei muB festgestellt Vierden, daß es «ich nicht um Einzelaktionen mordgieriger Luftbanditen handelt, die ihiem Trieb zum »Killen« in jeder Form nachgehen wollen. F.« handelt sich vielmehr um bewußte und systematische Anwendung einer neuen Taktik im Terror gegen die Zivilbevölkerung Das deulsche Volk wird auf d-iose neue Ait des Luttverbrechens mit Haltung und Abwehr-kraft antworten, die es tieit Jeher auch im verschärften Bombenkrieg der Welt eindruckevoli dokumentiert hat. Unter dem Eindruck der hohen Verluste bei den Hinflügen der Bombengeschwader geht der Feind zu Methoden über, die in ihrer Sinnlosdgkeit seiner Verzweiflung Ausdruck geben über die ausgebliebene Wirkung der Bombenangriffe auf das deutsche Volk, Es gibt kein Argument und keinen Vorwand militärischer Art für dio Rechtfertigung flieser Methode. Wehrlose Frauen und Kinder in den Straßen niederzuknallen, das ist nicht mehr eine Angelegenheit der Kriegführung, Rondern gehö.t in das Gebiet der Kriminalistik. Die Anwen- Die deutsche Zukunft Nationalpolitische Erziehungsanstalt »Böhmen« eröffnet dnb Prag, 24, April In Geganwart des deutschen Staats-iniiusters für Böhmen und Mähren, jf' Obergruppenführtr K. H. Frank, und anderer Giisle eröffnete der Inspekteur der .Nationalpolitischcn Erziehungsanstalten, uppHuluhrer Heißmeyer, in ei-,nom feiuiiichLTi Appell in Kuttenberg 'die Naljoniilpolifisrhe Erziehungsanstalt »Böhriien i, ilic sich in die beiden Anstal-jten Kuttenbeig und Kuudnitz gliedert. In fcine Zoit schwerer Kampfe, so fiihrte -Ohr. gruppenfilhrer Ileißmeyer in sc^npr lirotfnungsansprache aus, sind Vir hii r tnru nqokomrncn. um einer neuen N.ilioucilpülifischon Erziehungsanstalt (Ion Weg zu ihrer Aufgabe freizumachen. Diosi» Aufgabe wächst der Na-tionalpolit f hcii nr7.iehungsanstalt »Böhmen wir fill(Mi N'a'ionaipolitischen Er-ziflnn'!" 7U aus dem großen schicksiilh.i[i(Mi R'ngcn um die Vorwirk-licluinri ri> s Roiihes Orr \Veg der zwei-ItHisrndj ihii'iiTi (W srhithfe des deutschen Volki , (!'■' vor lins liegt, war ein Wrri rii - unplf • uui dieses Reich. Wir N it;i)i)iil- ^c■hPn t srliw r. T; b'>slinimt unser aller Le- ben und Tun und damit auch das Ziel der NationalpollLiichen Erziehungsan-«talten, mitzuwirken an der Vollendung und an der Sicherung des Reiches, Die Nationalpolltisäen Erziehungsanstalten sind nicht höhere Schulen Im üblichen Sinne Sie fassen die Erziehungsmacht von Elternhaus, Schule und Hitler-Jugend in einer glücklichen Einheit zusammen. Ihre Erziehungswege verbürgen, daß das Erziehungsziel erreicht wird, eine weifgültige und opferbereite Ciest.ilf des deutschen Menschen heranzubilden. Der Jungmann der Anstalt kennt nur einen Glauben, den Glauben an die unbesiegbare Kraft unseres Volkes und unseres Reiches, und er kennt nur einen Gehorsam, dem Führer des Reiches zu folgen. Der Gedanke Nietzsches wird in den Anstalten W'rk-lichkeit, daß eine gute Srhule eine harte Schulp ist, in der man eines lernt: Gehorchen und befohlen. Staafsminister Frank begrüßt in einer finschlieüendpn Ansprache die Gründung der neuen Erziehungsanstalt im alten Reichsland Böhmpn und übernahm die Schirmherrschaft über die Anstalt Die Gründung der Natioiialpolitischen Erzin hungsanstalt »Böhmen« soll nach seinen Worten in ihrer WiiksamkeU Au-^druck der unlösbaren Verbundenheit Böhmens mit dem Reich sein. Kämpfe auf Indiens Boden Japaner naiiiiu'ii wichtige Höhen.stellung westlich von Kocliima dnb Tokio. 24. April Iniii'i li-i im V-altulau-Tal Paletwa, die Vernii hlungssrliliic lit der jupanischen Truppen 'icricn die britischen Divisionen, die wiikiiiiM'ldsc Manöver unternehmen, inn di;n j.ip inis( hen Vnimarscli nach Imphrd uuf.'rbalten, in ihr Endstadium. Mit (ji'm Cinsatz der britisch-indischen .SOO Soldaten der Weslmachte, die hartnäckig die östlich von Kochima gelegene Höhe 461 verteidigten und den um sie gezogenen EiriBchlieRungsring zu durd -brechen suchten sind, wie Domei meldet, am 20. April nach heftigen Kämpfen von der japanisch-nationalindischen Armee vollständig aufgerieben worden. Die Operationen im Gebiet von Kochima haben damit nach zehntägigen un-unterbtorbenen Kämpfen ihr Endo gefunden. Dio Höhe 461 war die einzige Stellung, die sich rings um Kochima noch in den Händen der Westmächle befunden hat. Ihre Widerstandskraft war durch Lufttransporte um einige Tage verlängert worden. dung «olcher Methoden kennzeichnet die Bolechewisierung des Krieg«!, der, die Anglo-Amerikanao- eich in ihrer gel-' stigen und militärUclMii Haltung haben ausliefern müseeru Denn ohne Zweifel Hegt auch diesem Vorgehen die Erkenntnis zugrunde, daß das deutsche Volk weder mit den Waffen, noch durch den Bombenterror aul die Knie zu zwingen Ist. Ausweglos und ratlos werden nunmehr aus dem Mueter-koffer kolonialer Patente diejenigen hervorgeholt, mit denen ma-n ehedem in Afrika oder Indien billige Triumphe errungen hat. Die Vorstellung aber, auf diese .\rt und Weiie das deutsche Volk besiegen zu können, ist närrisch, Sie ; flugzeugen, von denen der eine Jäger zeigt, daß es dem Gegner zwar möglich ' nacheinander drei abschoß. Eine Betrachtung zum Luftkrieg Die Voraussetzungen der durchschlagenden deutschen Erfolge Von Kriegsberichter Dr. Wilhelm Müller Ist, seine Krlegsmlttel ru brutalitieren, da£ er tber in der geistigen und ver-itandsmlßlgen Pom der Kriegführung Jenem Schürumpfungsprozefl unterliegt, der In Teheran begonnen hat und dem raechen Altern «einer Staatsmänaex entspricht. * Erfolgreicher Laltkampl Drei von sechs Aufklärern abgeschossen dnb Berlin, 24. April In den Morgenetunden dos 23. April kam es über dem östlichen Vorfeld der Alpen und dem Gebirge selbst zu Luftkämpfen zwiechen ejnem deutschen Jäger und sechs feindlichen Aufklarungs- (PK) Mit dem Beginn der Angriffe deutscher Kampfverbände gegen Ziele in London In der zweiten Hälfte des Januar und mehr noch nach den schweren Heimsuchungen der Themsestadt ab Mitte Januar taucht sowohl auf deutscher sowie auf gegnerischer Seite immer wieder die Frage auf: Wie ist i nkiglich, daß die Kampfflugzeuge ihre Aktionen durchlühren können, ohne nennenswerte Verluste zu erleide». Wie kommt es, daß die bei Tage ins Reich oder die besetzten Westgebiete einfliegenden amerikanischen Formationen und auch die nachts zu Terrorangriffen gegen deutsche Städte startenden britischen Einheiten ungleich empfindlichere Verluste hinnehrren müssen, obwohl sie doch fast ausschließlich mit MG gespickte viermotorige Maschinen fliegen? Erstaunlich« Tatsache Tatsächlich auf den ersten Blick scheint das erstaunlich, selbst wenn die Zahl der gegen England eingesetzten deutschen Maschinen kleiner ist als die der anglo-amerlkanischen über dem Fvontinent, Immerhin sind die deutschen Verluste auch in prozentualem Verhältnis zu der Zahl der eingesetzten Maschinen auf beiden Seilen so gering, daß man überall aufmerksam geworden ist. Hinzu kommt, daß beinahe täglich von den verantwortlichen Stelinn jenseits des Kanals als Klagelleder herübertönen, die .Abwehr der Angriffe sei sohr schwer gewesen, die deutschen Maschinen flögen anscheinend mit Tarnkappen — und ähnliches mehr. Es steht außer Zweifeli unsere Aktionen gegen London haben das Zielgebiet schwer getrotfen. All diese Ställe dabei zerstörten, über dem Zielgebiet aber allein fünf Maschinen verloren. Einem Todesopfer unter der Zivilbevölkerung stand der Verlust von 50 Mann ausgebildetem fliegenden Personals gegenüber — der Zerstörung weniger menschlicher Anwesen die Vernichtung fünf schwerer Flugzeuge, die an Anflugsstunden und Material ein Vielfaches des vernichteten Wertes auf deutscher Seite ausmachen. Bomben im freien Feld Bei einem Tagesanflug auf Frankfurt am Main fanden mehrere Pulks ihr Ziel nicht. Sie warfen an einer Stelle, wo das Gewölk aufriß, trafen ein kleines Dörfchen, doch lagen zahlreiche Bomben im freien Feld, ohne Schaden zu tun. Von den Totalverlusten durch Flak und Jäger ganz abgesehen, war die Wirkung der Bomben im Vergleich zu den Gestehungskosten der kostspieligen Abwurf-munition so l&cherlich gering, daß man sich an den Kopf faßt, und nach dem Sinn solcher' Sinnlosigkeit fragt. Die Reihe der Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen und durch Tatsachen ergänzen, die von den Anflügen auf verschiedene europäische Städte bekannt sind, wenn auch keineswegs mit der Darstellung dieser Fehlschläge der Eindruck entstehen darf, als lägen die Flächenwürfe immer nur in Wiesen und Wäldern. Nur kann man von vielen Angriffen sagen, daß ihr Erfolg in keiner Weise dem Aufwand entspricht. Man wird bei don Aktionen des Feindes in jüngster Zeit den Eindruck nicht los, als befinde er sich in der Lage eines Schachspielers, der dem Matt zu entgehen versucht. Tatsachen werfen Fragen auf, die zwar i fjje Kommentare des OKW zum aus Gründen der Gebfimhaltung nicht alle erörtert werden können, jedoch ohne Schaden für die Schlagkraft und Wirkungsmöglichkeit unserer Einheiten eine andeutungsweise Beantwortung vpr-tragt^n. Dir Luftangriffe a»if feindliches Gebipt sind solange lohnend für die angreifende Partei, als mit Sicherheit mit Schlägen gerechnet werden kann, die den Gegner wirklich treffen, und die Verluste der eingesetzten Verbände in einem sinnvollen, zum mindesten tragbaren Verhältnis zu den erzielten Erfolgen stehen. Wenn beispielsweise die anglo-amerikanische Luftwaffe bei Schlachten über dem Reich bzw, dem niederländischen und französischen Raum 500 Flugzeuge verliert, davon weit über 400 viermotorige, kann man ein sehr großes Fragezeichen dahinter setzen, ob das ein tragfiares Verhältnis zu den Erfolgen der Bombardements sei. Die Rechnung, daß der Feind damit in fünf Tagen rund .5000 Mann fliegenden Personals verloren hat, .WO Flugzeugführer allein und 500 Beobachter, die mindestens eine einjährige Ausbildung hinter sich haben, bis sie sich an den Knüppel einer viermotorigen Maschine setzen können, ist bekannt. Um das Verlust — Erfolg — Verhältnis noch an einigen Beispielen zu verdeutlichen, sei daran erinnert, daß vor Angriff über einem völlig industrie-lospn Bezirk Norddeutschlancis etwa 50 amprikanischo Flufi7euge ihre Ponibon Kriegsgeschehen haben mehrfach Zahlen genannt, einmal acht, einmal fünf eigene Verluste. Die Wahrheit der Angaben wurde vom englischen Nachrichtendienst bestätigt. Schwerer war es schon, die rndgültigen Erfolge drüben einwandfrei festzustellen, Die britische Zensur» MMt wochenlang den Zeitungen die 'Zügel kurz, und das Wetter erschwerte eine schnelle umfassende Bildaufklärung.Nachdem jedoch das Bildmaterial unserer Luftaufklärung vorlag, und auch ausländische Pressestimmen die Wirkung unserer Angriffsunternehmen bestätigten, läßt sich völlig objektiv feststellen, daß die Aktionen der deutschen Luftwaffe den Gegner empfindlich getroffen haben und die dabei eingetretenen eigenen Verluste in einem durchaus tragbaren Verhältnis zu den Erfolgen stehen. Sorgfältige Schulung Solche Ergebnisse aber konnten nur durch sorgfältige Schulung der Besatzungen, durcli hervorragende Arbeit in der Bodenorganisation und richtige Wahl der Flugzeugmustcr erzielt werden. Die Dauer des Krieges hat uns gelehrt, mit den Kräften hauszuhalten. Bei einer H" '• nähme solch wahnwitziger Verluste, wie sie der Feind so oft über dem Reichsgebiet einstecken muß, wäre es uns auch schon früher möglich gewesen, wieder nach London zu fliegen — sozusagen nach dem Motto: Sturheit siegt! Allein abluden, ein paar Katen, Scheunen und die deutsche Führung weiß, daß im Wett- Der deutsche Wchrmachtbericht Voller Äbwehrerfolg bei Sewastopol Rodengewinn zwischen Karpathen und oberem Dnjestr — 47 Abschüsse bei Terrorangriffen — Deutsche Geschwader bombardierten Bristol 7. und Division in diesem Kampfraum versuchte der Feind seit einiger Zeit, einen wirlilignn Vorposten für dio Wie-Jercintttilinie Rinnds zu schaffen. Die ja-pani-^'-iicn f.inheiten rieben aber die bri-lisf h-indi.s-lie 7. Division auf und zer-äthlugen <1^- "? Division. Mit der Ein-n-ilinic von Paletwa sei nunmehr das :^r:hick^^ll (liesi't beiden Divisionen sowie auch ('er 2(i. Division endgültig be-liegell; dip restlichen Tru|)nen be-irhrttiiklrn sich ji'l/l auf Guerilla-Tätig-keit in der Nuiip der Arakd-Front und ies MciVII-Ci(-!(ir<)es. Der Londoner Hafen (Inb Genf, 24. April Die englir^chc Schiffahrtszeitiing ,,Fair ^lay" sclui-'iht, daß der Londoner Hafen nfolge dt.-r schweren deutschen Luftun-iriffe \itl von seinem friihcren Wert erloren liube. Schon l't'l()/4l sei man jozwimgen gewesen, den größten Teil Ies Schiflsvi rkeiirs ühei andere Häfen 'u leiten, obwohl es an der englischen vVt'sfküste keinen lur den riroßen Schiffs-erkehr geeigneten Hafen gebe. Diese i/erlagerung habe gleichzeitig eine Um-iedlung drr Londoner Hafenarbeiter iiid den .\l)tiansport von Hafeneinrich-ungpii notig gemacht. Infolgedessen eieii grol! Lücken im Londoner Hafen-Iflbiet 4'nfslaiuien. Es werde noch lange lauern, bis die Londoner Hafen seinen iIIpu, guten Namen wieder zurückge» /vinnc. dnb Führerhnuplguartler, 24, April Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Raum von Sewastopol griffen die Sowjets gestern mit starken Kräften unter Einsatz zahlttiicher Panzer und Schlachtflieger an, Unbere tapferen Truppen errangen nach halten Kämpfen einen vollen Abwehrerlolg und vernichteten 57 Panzer Deutsche Jagd- und Schldchtflieger schössen 27 Sowjetflugzeuge ab. Sicherungsfahizeuge eines deutschen Geleits brachten im Seegebiet westlich von Sewastopol sechs sowietische Bomber zum Absturz In den schweren Abwehrkämpfen der letzten Tage zeichnete sich eine Flakdivision unter dem Befehl de« Generalleutnants Pickert besonders aus. Sie vernichtete In der Zeit vom 8. bis 23. April 105 feindliche Flugzeuge und 82 Panzer. Zwischen den Karpathen und dem oberen Dnjestr gewann der Angriff der deutschen und ungarischen Truppen gegen hartnäckigen feindlichen Widerstand weiter Boden. Gegenstöße der Boleche-wisten wurden abgewiesen. Südwestlich Narwa blieben mehrere feindliche Angriffe ohne Erlolg. Bei einem Angrilf sowjetischer Bomber auf eine deutsches Geleit vor der nordnorwegischen Küste wurden 40 feindliche Flugzeuge, davon 37 in «Luftkämpfen und drei von Sicherungsfahrzeugen der Kriegsmarine, abgeschossen. Im Landekopl von Nettuno wurde ein von Panzern unterstützter Vorstoß des Gegners südöstlich Aprilia durch zusammengefaßtes Artilleriefeuer zerschlagen. Durch einen überraschenden Angriff von Einheiten der deutschen Kriegsmarine auf den Hafen von Anzio wurden eine Korvette versenkt, ein Dampfer torpediert und in den Hafenanlagen umfangreiche Schäden angerichtet. An der adriatischen Küste drangen Stoßtrupp« in die feindlichen Stellungen ein, vernichteten mehrere Stützpunkte und fügten dem Gegnei Verluste zu. Deutsche Schnellboote versenkten in der vergangenen Nacht vor der englischen Südküste einen Dampfer mittlerer Größe und beechädigten in hartem Kampf mit britischen Zerstörern und Schnellbooten ein feindliches Boot schwer. In den Morgenstunden de« 24. April stellten leichte deutsche SeeetreitkriiftB Im Seo-geblet von Cherbourq mehrere britische Schnellbootverbände zum Kampf. Zwei der feindlichen Boote erhielten Artille-rievoiltreffer, eins von ihnen wurde in sinkendem Zustand beobachtet. Nordamej-ikanische Bomber griffen am 23. April mehrere Orte Im Raum von Wien an. Besonders in Wiener Neustadt entstanden Schäden und Personenverluste. Durch deutsche und ungarische Jäger sowie durch Flakartillerie wurden 31 feindliche Plugzeuge, in der Mehrzahl ' viermotorige Bomber vernichtet. ' Bei Vorstößen feindlicher Jagdverbände nach West- und Südwestdeutschland sowie über den besetzten Westge-l)leten wurden zehn feindliche Flugzeuge abgeschossen. In der letzten Nacht richteten sich Angriffe britischer Bomber gegen das 0«t-seegebiet und den Raum von Mannhelm. Sech« feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Major Baer, Gruppenkommandeur In einem Jagdgeschwader, errang im Kiimpf-mit briti«ch-nordamGrlkani«chen Flugzeugen seinen 200. Luftsieg. Starke Geschwader schwerer deutscher Kampiflugzeuge führten in der vergangenen Nacht einen zusammengefaßten Angriff auf Bri«tol, der ausgedehnte Brände und große Zerstörungen zur Folge ball«. Vorzeitig geplatzter Schwindel Die Konferenz des internationalen Arbeitsamtes, die in Philadelphia eröllnet wurde, dürlte — so schreibt „Daily Telegraph" — Jcaum mehr als die Bühne für eine Reihe von schönen klingenden iheoretitchen Auatührungen geben, denn erstens hat sich die Sowjetregierunf, *um großen Bedauern der USA um der englischen Regierung hartnäckii geweigert, an der Konlerenz teilzu nehmen, weil man sie 1939 aus de Genfer Liga und damit aus dem in/er nationalen Arbeitsamt herauageworlr hat, und zweitens besteht schon Jet? eine starke Opposition gegen das vo dem Vorstand des Arheitsamtps ausq» arbeitfle Programm. Danach soll dos ii lernationale Arbeitsamt das Recht erhai ton, sich um Arhcitufragcn bei nllr ^Mitgliedsstaaten zu kümmern und Vo« schlage und Reformen auszuarbeitei Viele Delegationen der 40 Staaten bt trachteten dies als eine iincrwünschi Einmischung in nationale Angcicgcn'ie ten. Nun ist der neueste Schwindel Ii Dumme schon vorzeitig geplatzt, wie w aus den Ausführungen des „Daily Teh graph" ersehen. Es sollte hier ein typisc jüdischer Bluff wiederum gestartet wei den, ein „weltumfassender Plan für so tiale Sicherheit", um hinler dieser Ki llsse die kapitalistische Ausbeutung de Völker ungestörter fortsetzen zu kön nen. Aber selbst die sehr bescheidene/ Vorschläge, die man für die Konteren hereithleit, und die sich nach Inhalt un Vmlang geradezu lächerlich ausnehme-gegenüber der sozialistischen Wirklich keit im nationalsozIalistiHchen Deutsch Innd, genügten schon, eine Revolte de Delegierten hervorzurufen. Daß das jü disch-sowfetische Sklavenreich Stalinsich ganz ausschließt, nun, wer bäti< etwas anderes erwartet. kämpf der Angriffs- und Abwehrmitte nur der überlegen ist, der ausgereifti Konstruktionen und Verbesserungen ne ben außerordentlicher Wendigkeit der Taktik li\ die Wagschale m werfen hat Um das wirkungsvoll tu können, macht sich jede scheinbare Zurückhaltung bezahlt. So wurden Angriffspläne mit ständig neuen Variationen ausgearbeitet und Einsätze nur dann befohlen, wenn alle Voraussetzungen erfüllt schienen, die aus einem Einsatz auch einen Erfolg machen. Nicht Bombenschleppen, fliegen um jeden Preis, sondern zuschlagen, treffen! Kampfmittel und Taktik aber geben auch die Antwort auf diese Frage, weshalb unsere Verluste gering und die der Foindniächte so groß sind und das Verhältnis hinsichtlich der Erfolge umgekehrt liegt. Es genügt eben nicht mehr, viermotorige Maschinen mit ein paar Dutzend überschweren Maschinengewehren auszurüsten und im Geleit auf Feindflug zu schicken, von dem sie dezimiert zurückkommen, dann darauf zu warton, daß der Gegner das Geduldspiel ,,Wer hält es länger aus?" verlieren möchte, — sich im Luftkrieg gleichermaßen den verfehlten Prinzipien der sowjetischpii Taktik des rücksichtslosen Einsatzes der Masse zu verschreiben. Sturheit hat manches für sich, nur im Luftkrieg ist sie fehl am Platze. Neue Ritterkreuzträger dnb Führerhduptguartier, 24. April Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Wilhelm Bleckwenn, Kommandeur eines nieder-sächsischen Grenadierregiments (geb lf)0(i in Berge bei Bersenbrück), Majui Werner Canders, Bataillonskommandeui in einem ostprcußischen Grenadierregi ment (geboren 1914 in Berlin-Pankow) Hauptmann Siegfried Schiller, Komman deur einer rheinisch-westfälischen Paii zeraufklärungsabteilung (geboren 1916 ii Breslau), Leutnant d. R. Herbert Semrai' Zugfühier in einem Gubener Grenadiei reriiment (geboren 1921 in Berlin-Nei kölln), Oberfeldwebel Johann Mülle ' Zugführer in einem moselländische Grenadierregiment (geboren 1914) un-Feldwebel Hans Neunieier, Zugführer i einem rheinisch-westfälischen Panzei grenadierregiment (geboren 191? i' Gießen), an Leutn«nt Günther Seegn-Flugzeugführer in einem Jagdgeschwadr (geboren 1918 in Offenbach als Sohn ci nes Kaufmannes). Ferner wurde mit Ritterkreuz des E sernen Kreuzes ausgezeichnet der Majo d. R. Fritz Stürtz, Kommandeur eines Pi( nierbataillons (geboren 1894 in Ko, sehen, Ostpreußen), der im Osten de Heldentod starb. Das deutsche Wehrschießcn dnb Berlin, 24. April Das Wehrschießen des deutschen Vt kos, das unter Führung der SA in alte Gauen des Großdeutschen Reiches durcl geführt wird, findet in Stadt und Lan großen ' Widerhall. Tausende von Man nern aller Berufe und Altersklassen lic fern allsonntaylich auf den Scbieflstän den Beweise ihrer Wehrbereltschaft. Da von konnte sich der Stabschef der S/*' Wilhelm Schepmann ani letzten Sonn tag im Bereich seiner allen SA-Gruppe Sachsen überzeugen. Luftgangster ins Meer gestürzt. Ein Anzahl »fremder Flugzeuge« flog am spa ton Abend des Sonntags über südschwe dlsches Gebiet, wie der schwedische Wehrmachtstab mitteilte. Um Mitternacht stürzic ein »fremdes« Flugzeug südlich von Liserland an der Südostküsto Schwedens ins Meer. Ein Mann der Be Satzung wurde gerettet. Er ist britischer Nationalität. Druck u Vfi3lag Marburgor VorlBgi- u. Druckem-Cos m. b II - VerligMoltung Egon Baumgdilnitr, llauptkchriUlpltunn Aaton G^rtcliack, beide In Maiburg ■. d, Ditu, Bodgatst 0. MARBURGER ZETTUNO Dienstag, 25, April 1944 tf Nr. 116 * Seite 3 Marburg im Zeichen der Wehrmaniischaft Begeistertes Treuebekenntnis der Untersteiermark zum Reich Am Samstag und Sonntag praogt« dl« Draustadt anläßlich der Feier de« drit> Im JahrMtage« dar HaimJcalu d«r Un* t*rttei«nnark Im Reich im ichöntt»!! Flaggentchimidi und baim Anblick dM Fahnenmeeree ging dia Erinnerung xu-rOck an die denkwürdigen Apriltaqe de« Jahres 1941, in denen deutsche Soldaten di« Grenzpfähle diese« steiricchen Landet überachritten, um den sonnig-ateo Teil der grünen Mark nach 23iAhrl< gar Fremdherrschaft wieder heimzuholen iiM Reich. Und mit derselben Beqeißte-runq, mit der damals der Führer und die Befreier begrüßt wurden, wurden am Sonntag auch jene Stürme der Wehr-mamischaft im Steiriscben Meimatbund aufgenommen, die aus der Hand dß« Gauleiters für vorbildlichen Einsatz ihre Sturmfahne erhielten. Schon am SamfitaqmorgeD rflckten dt« W«hrm&nner aus den Kreisen Marburg-Land, Clin, Pettau, Luttenberg und Tri-fall mit Gesang durch die Straßen in Ihr« Starwlorte und legten mit ihrer vorbildlichen Haltung Zeugnis ab von dem Geilt imanerwährender Einsatzbereitschaft, der an der Seite maruxigfacher Heldentaten In allen großen Kriegen für Jeden Unterstelrer ein Begriff geworden kt Mit Platzkonzerten der Musikzüge der Wehrmannschaftsfitandarte Marburg-Stadt auf dem Adolf-Hitler-Platz, dem Sophien- und Friedrich-Jahn-Platz nah-Bcn dl« Veranstaltungen der beiden Ta-M Uiren Anfang. Immer wieder lohnte MnUdaw BeÜtll ei«a4baia Man-aohenmenge umsAumte. Als der Gauleiter in Begleitung des Obergruppenführers Müller-Seyfert, des ^^-Gruppenführers und Generalleutnants der Deutschen Polizei Rösener, des SA-Gruppenführers Nibbe, des Generalarbeitsführers Lukesch, des StandortAlte-iten Oberst Westphal und weiterer Ehrengäste aus Partei, Staat und Wehrmacht auf dem Platz eintraf, empfing ihn der Jubel der 25 000 Untersteirer, die sich hier eingefunden hatten, um den weihevollen Akt der Fahnenüberqjn tapferes Verhalten vor dem Fenfjp mit dfm Eisr-rn»»n Kr«uz II. Klas-s« aiisge'/.eichnet Aus dar Ortagruppe Stisblerk wurden für tftpteres Verhalten vor dem Feind mit dem Eisernen Kreuz fl Klasse die Gefreiten Franz Roiko und Felii Tscherh aufifjrzeiclmet. nilrter von links nach rechts: rvrdiiznirilerloquiKi im Ehtrnhalii bnl den Sieben Eichen — Dte Sturmfahne aus der Hanrt des CJaiilelters - • Bundesfiihrer steindl spricht bei der Feierstunde im Burgsaul — Vurbeimatsih vur dem Gduleiter und den Ehrengästen — Hi'geistert folgen 000 Wehrmänner und Unteirsterer den Ausfühl ujigen des Guuleitera Aulntlinifni M. P!#it«r, Miriiuig Gäste bei Verwundeten I.«7areltbetreuuDq lo Marburg Im Rahmen der Feiern anlaO'ich d^s dritten Jahiptitaqe» der Haimkehr der Untersteierm'jrk in da«> Reich führte die Kreisfiihrunq Marburg-Stadl e.ne La?:«-letthetroijung, im P'^servelazarett III durrh Die üiirrhfijhriinq selbst oblag den OrlsrjiUppen II, Garns und Kotwein. Die OrtsgruTipe II unter Leitunq der Ortsfrau Pqn. Sieqe übernahm die geistige Betreuung, wamll fanden die Mühen der Orta^nifioan Oama and RM-waia ihran achAnataa Lohn. Immer «bar aollea nn««r« Soldaten uriatwi. daB dl« Heimst thr«r ateta gedenkt und ihnen für Ihre Opfer dankbar «ala und bleibein wird. ir Dia Waffe In dar Hand ron Jugendlieben. Die Unglücksfälle, die durch den Waffenbesitz Jugendlicher Immer wieder hervorgerufen werden, mehren «ich und haben bere-its mehrere Opfer gefordert. So hantierte d;e«er Tage der Jugendliche F. R. aus Marburg so unvorsichtig mit einer Pistole, daß «ich eia Schuß löata und die Kugel dem tn der NAhe befindlichen IGjAlirigen Schleifer-lehrling Karl Fasching aus der Winden-auerstraße 23 in die Bauchgegend drang. Der Verunglückte wurde ins Marburger Krankenhaus eingeliefert. — Gleichfall« ins Krankenhaus eingeliefert wurde der zehnjährige Arbeiterssolm Wilhelm Kow-scher aus Löbnitz 34, Gemeinde Rast, der durch die Explosion einer Hanqra-nata an beiden Füßen schwer verletzt wurde TodaafUle. fat Mart>«rg rer«chled«M h der KokoachlDeggafraße II dia 82ji^ rtge Mvata Aloisia Koudalkai das SAhn-ehan da« akadnmlschep Maler« Max Kaut«chitsch aus der Haydngassa 31 In Brunndorf) die 61jährige Private Emllia Kodritsch aus der Hugo-Wolf-Gassa 8t die 75jähr'ge Winzersgattin Maria Fersch au« der Huttarkolome 5) das Wagnera-söhnchen Josef Reine hei aus der Llliao-gasse 10 in Drauweiler) die ßijährlga Relchsbahnengaitln Emiliane Donik au« Roßwein 101 imd der 71 Jahre alt« Hllfa-arbalter Alois Tscherltsch aus der Burg-ga««e 28. — Im Alter von 39 Jahren tat fem dar Heimat die Postbeamtla Jo«eflna Ludwig gestorben. Arbeitsentgelt an 1. Mai. Soweit In Betrieben am 1. Mal 1944 oder am vorhergehenden Sonntag rur Erfüllung kriegswichtiger Aufgaben qearbeltet werden muß werden die Gewerbeauf-alchtsflmter diesen Betrieben auf Antrag die notvrendige Genehmigung rur Peler-tagsarbeit erteilen. Die Felerfagsarbelt Ist mit den In aesetzUrhen tariflichen oder sonstigen PesMmmunnen vorgesehenen Zuschlägen zu vergüten. y4iL5 Stadt uvd Ixind CllU. Dl« Kreisstadt CllU prangta s« PQhrars Geburtstag in reichem Plaggen-«cbmuck. Außerdem war «in Schaufenster jede« Geachäfte« aus diesem Anlat«« gaachmackvoll gestaltet und selbst Im kleinsten von l^en stand eine Führar-büste oder ein Führerbild, — Dia Be-frelungsfelem, die überall auch In den gefährdetsten Gebieten eine große Beteiligung aufwiesen, wurden In allen Ortsgruppen abgehalten. Die Verpflichtung der Zehnjährigen wurde überall in feierlicher Weise begangen. Rohilsch-Sduerbrunn. Zum Geburtstag dt* Führers fand im Kursaale der Kuranstalt eine eindrucksvolle Feier statt. Chöre des Knabenchors vom hiesigen KLV-Lager, unter der bewährten Leitung Ihrea Lehrars, Herrn Walter, Musikvor-träge und Sprüche leiteten über zur Festrede des Obortturmbannfflhrer« LlndeHo-thaler, der anschließend an seine Aus-fühninqen mit dem Ortsgrnppenführer, Pg. Miglitsch die Au;izeirhnung von fünl Wehrmännern mit dem Krieqsver-dienstkreuz II. Klasse mit Schwertern vornahm, Diese Wohrmänner hatten sich die Auszeichnung durch Einsatz bej der Bandenhekämpfung, besonders aber bei der Vernichtung der 14, Division, erworben. Straß. Die Jüngsten aus d^i Ortsgruppe waren am Vorabend zu des Führers Geburtstag auf dem Spcirtplatz In Stinß zur Aufnahme in das Jungvolk und die Jungmädolgruppe angetreten. Fonfaren-klÄnge und Trommelwirbel eroffnp'en die Aufnalnnefeirrn an der aurh Orts-gnippenf(ihrer Ktfirdienst teilniilim. Der Standortluhrer hielt eine .^nspr'^rhe und veilas die Bot^chrilt de-- Reichsjuqcnd-führors, worauf die Aulncihme mit lland-Bchlaq durch den Slrindoitführer Scheu-*-her und die Rinnführerin Kaschl erfolgte. Srhulungsleiter Winkler hielt die das juqi'nd'iche Herz an'.picihpndc Feiet red«. e Seite 4 4» Nr. 116 * Dienstag, Apul i'i A ^LU UNO /4».s aller Welt Entdeckter Juwelcnschati JiidischRn Vorsleck von mehreren lOUOOO Ppikjö In lief Näln» de» Jagdschlusses eine» (i)(lis( hen Uiilt;rnehmers wurden von der ttngufischen Polizei verschiedene Juwelen und WtrfqeqenstSnde im Werl von meiiroien 100 (KX) Pengrt aufgefunden, wie die Budapesier Zeitunpen melden. Der y»>sit/yr des Jagdschlösse», der Jude Eugrn Kawdy, w^r Vizepr^iident einer Buddpester Aiitofjesellichdft, Verwfll-tunqsrdtsmPqliPd der Fester Unnarischen Commercialbank und außerdem an ver-ichiudenen ungarischen Untemehmiin-gon heleiligt Die Nachforschungen ergaben, dflfl er den grüßten Teil seiner V\'ertnegenstände vergraben halte. Die Werfgvgensläiide wurden behördlicliGr- leits heschlarjnabnfit. * Ein Ehepaar — hundert Jahr« Arbeit S«inen 90. Gebmislag begeht heute, 25. April, Schneldjenneieter Johann Koller in St. Gallen. Durch volle 60 Jahre übte er d0 Feuerwehrleute iwkampften die Flammen. Heiratsschwindel am laufenden Band BalUanischer »Fürst« spekuliert auf einfälti{Je Frauen ' \ Im Jahre 1937 fand in Südamerika in dei Stddt Rio Grande eine prjmphüfte Hochzeit statt. Der balkdnische Fürst Dr. Michael Dodiani, angeblich Sproß eine« reichen Adelsgeschlechles, führte die Jüngste Tochter eines bekannten Kaliea-l'lant^cenbes.Uers als ke.ne Frau heim Wen.go Tag« n,ich der Eheschließung bcgiib sich der Fur«t auf Reisen und versprach feiner über die schnelle Trennung untröstlichen Gattin, daß er nach Vier Wochen von »seinen Geschäften« zurückkehren werde Wer aber nicht wiederkam, war der iFürst Dodlanl«. Man hörte nli'hts mehr von ihm Bis ein halliei lahr danach eine peinliche Sensation in Rio Grande umlief' der angebhche AriRtokiat war an der Grenze, gerade, rds rr diese überschreiten wollte, verhaftet und flk der langqesuchtp Heiratsschwindler Marim f bom«k| — wenig-*;tpns niiiitt'p dpr ^^iflatentose sich so — rntlnrvt worden. C lioTTi'ki, dpsvpn wahrscheinlich |ü(ii-S' hp IF^rkiinfi noch umstritten ist, hatte bereits in cIpii Jahrnn 1930 bis 1W7 zahl-mehr Frauen in Polen, Rumänien, Bul-(l.irien und Gripchenland begaunert, be-irofjrn und sitzen gelassen. Er erbeutete, M'p semorzpit festgestellt wurde, meh-jprp hunderttausend Mark durch Hei-r'iKsrhwIndol, die er, teils durch plumpe Tricks, teils durch raffinierteste Vorspiegelungen, den vertrauensseligen, von se.ner äußeren Erscheinung und seinem weltgewandten Auftreten geblendeten Opfern abnahm. Seine Heirat mil det leichen Plantagentochter, die er um 100 000 Mark erleichterte, war bereit« die achte. Ferner stellte sich heraus, daß Chomski bereits drei Jahre In einem polnischen Gefängnis zugebracht und dnß er wahrscheinlich einen jungen reichen Italiener, namens Peronl, den er auf einer Reise kennengelernt hatte und der plötzlcb spurlos verschwand, umgebracht halt«. Die Behörden von Rio Grande konnten Chomski den Mord an Peronl nicht nachweisen. So verurteilten sie ihn nur wegen der Schwindeleien Sie setzten ihn 7wei Jahre hinter Schloß und Riegel urij wiesen ihr nach Verbüßung der Strafe aus. Der Gauner wandte sich nun nach Argentinien, nahm sein »altes Handwerk* wieder auf. lebte auf großem Fuße, flüchtete, als die Polizei Ihm auf den Fersen war, nach Chile, verlobte sich als angeblicher Emigrant mit der Tochter eines Salpeterindustriellen, betrog sie um 70 000 Mark, wurde unschädlich gemacht, drei Jahre eingesperrt und dann wieder auf die Menschheit losgelassen. daß die neuen Steuererhfthungen «uch die breiten Massen empfindlich treffen. So sind die Lohnsteuern "m 2.5 Prt^rent, die Getränkesteuem um 40—4.S Prozent, die Zuckersteuern uro 10 v. H.. Bisenbahn und Posttarife um 40—75 v H gesteigert wo»den. Da die Steuern trotzdem hei weitem nicht ausreichen um die auf "58 MMIiar- . den Ye.i erhöhten Staati-ausgabcn ?u | decken so Ist dem japanischen Volk ein Sparprogramm aulerleTt worden, d'"»^ mit 15 Milliarden Yen rund 60 v Ii. des j gesamten Volkspinko-nrnen» in At^^pruf-h } nimmt. Eine solche *^parouotp hat bisher kein anderes Volk zu veranschlagen gewagt, Sie beweist einmal einen erstaunlichen Grad von Anpnssungsfäh g- , terschiedllche, lackierte Schwarzblechdo-I »en verwandt. Der Mehrpreis darf hinten angehängt werden. Und schließlich: nach der Krleg^virtsrhaftsverordnung dürfen die Hernleller die Kostensätze nur Insoweit in Anspruch nehmpn, als #'e tat-sächllrh entstanden sind, Die Anordnung gestattet jedoch, .SO v. H des Betrank«, um d«'n der Verflrbeiter den Kostensatz auf Grund «ainer tatsächlichen Kosienlao« unterfichreiten muß, als Lei-' stungsTuschlag aufzuschlagen. Die so ' von den Herstellern untt-r eigener Verantwortung zu errechnenden Preise eind . Höchstpreise, auf die Groß- und Klein-I V' piler be«l,mmle Aufschlage machtn diiifen. Wehrmachtangehörige und Meisterprüfung, Nachdem ein Teil der im Wehrdienet stehenden Handwerksgesellen seit längerer Zeit Gelegenheit hat, sich durch Wehrmachlförderungskurse auf die Hond- keit, zum anderen aber die Bpreltschart , werksmesteiprüfung vorzubereiten, hat j! . der Reichswirtschafisminister mit seinem die härtesten Entbehrungen auf sich zu nehmen Neue Preise für Konserven Das biihar starre Preifisyslem für Gemüsekonserven entspricht nicht mehr den Grundsätzen dei gegenwiirligan Preispolitik Mit Zustimmung de« Prcls-kommieears hat daher die Hauptvereini-gung der Deutschen Gartenbauwirtschaft eine Anordnung erlassen, mit der d e Preisbildung für Gemüsekonserven auf eine völlig neue Grundlage gestellt wird. Die Hersteller haben jetzt die Preise nach Maßgabe der Anordnung wieder selbst zu errechnen. Sie werden verpflichtet, die Konserven unter Beachtung der Qualitätsbestimmungen »auf die billigste Art und Weise herzustellen und den Verbrauchern zuzuführen.« Sie dürfen keine Ko«ten entstehen lassen, die zwar theoretisch berechnet, aber praktisch vermeidbar sind- Es ist verboten — ein beachtenswerter Gründete! — »durch Verwendung bisher nicht unbedingt er-forderlichei Verpackungsarten den Warenpreis zu verteuern.« Der Preis für Gemüsekonserven setzt sich künftig aus folgenden Koatsnele-menten zusammen: l, dem durchschnitt-lichen Einstandspreis der Rohware, 2. dem Binstandsprei« für di« Weifiblech-dote, 3. einem festen Kotteneate für die Verarbeitung, wobei die Betriebe in drei Kostengruppen eingeteilt sind, 4. 10 v. H. als Zuschlag für Gewinn, Provision und Umsatzsteuer. Dazu sind aber noch drei wichtige erginiende Bemerkungen zu machen. Die Kalkulation geht aus von dem durchschnittlichen Blnkauispreli d*r Rohware, dia Blnzelverkaufspreii« der Konserve berüeksichUgen natürlich die Oua> lität dee Inhalts. Deehalb Ist fOr die Ermitt* lung des Clnxetverkaufsprelies ein Ver-rechnungtschlüssel aufgestellt, nach dem die Preise für die ver«chl«denc Qualltlt abgestuft werden. Ferner; die PreLakal-kulation geht von Weißblechdosen aus, tateächllch wvrden absr Ua Prelae un- Runderldfl bestimmt, daß bei erfolgiei-cher Teilnahme an den Kursen und Ar-boitsgemelnschalten der Wehrmacht eine Befreiung von der Teilnahme am Vorbe-reitungskursus des Handwerks für die Meisterprüfung erfolgen kann. Voraussetzung für die Anwendung des Erlasses ist, duß der Prüfungsbewerber der für se'nen Wohnsitz zuständigen Hand-we'ksabteilung der Gauwirtschaft^kfim-me' bzw, Wirtschafleknmme'- Bescheinigungen der Wehrmacht vorlent. Reichst-ahn und Gütereingumj Es bestehen Immer noch Unklarhelten darüber, wann Voranscigen und Benachrichtigungen dei Reichsbahn über den Eingang von Gütern von den Empfängein entgegengenommen werden müssen Nach einer Verordnung über die Entladung und die Abfuhr vo.i Waren sind alle am Güterverkehi beteil gten Empfänger von Gütern verpflichtet, Voisorge zu treffen, daß Benachrichtigungen über den Empfang von Gütern jederzeit zuge-stellt werden können. In einer Zeit, in der es notwendig igt, wegen der starkeii Anforderungen an die Reichsbahn, Insbesondere an gedockten Wagen, den Waggonumlauf so kurz wie möglich zu hotten, das heißt, auf allerschnellste Be-und Entladung zu drängen, muß die Vor srhrift von der Reichsbahn und entsprechend auch von allen Privatbahnen weitgehend ausgenützt werden. Dort, wo Tag- und Nachtentladung durchführbar ist, wird unter Umständen auch nachts die Voransaga durchgegeben. Insbeson dere wird dies Im Sommerhalbjahr ge schehen, wenn die Ladefristen bereits um 4 Uhr beginnen Die ilowakliche Weinernte. Der Preß-burger Weingärtner-Vereln hielt seine Jahresversammlung ab, wobei mitgeteilt wurde, daß das Zehn-Jahres-Durch ichnlttsergebnls in Preßburg 783 hl Wein beträgt. Im Jahre 1943 war der Ertrag 20 603 hl reiner Wein, das Ist 320 hl über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt. Sport und liiinen Der Gausportführer spricht in Marburg Am kommenden Donnerstag findet in der Marburger Volksbildungsstätte «in Vortrag über Sp«irt statt. Am Vortragstisch erscheint der Sport)ührer des Gauss Steiermark, Regierungsrat Profesaor Paul Geißler, der zu aktuellen Fragen des aktiven Sports Stellnng nehmen und d'in umfassenden Fragenkomplex einer eingehenden Erörterung unterzijhen. wird. Auf den Vortro«abend des hervorragenden Vorkämpf^s und hochverdienten Förderers des steirischen Sports werd«in alle Sportkameraden und Freunde den Sports des Unterlandes aufmerksam n«-macht. Der Vortrag findet Donnerstao um 20 Uhr, am Domplatz 7, statt Gruppe A ohne Postenwechscl In dar Gruppe A der steirischen Fuß ballmeister«(.haft wurde außer den be reits gemeldeten Spielen GAK-Zeltwec, 4:1 (2;1) und Kapfenberg-Reichsbahi Graz 4:3 |3:2) am Sonntag noch die Be gognung Stuim geqen Donawitz zur Be ledlgunq gebracht, Dei Grazer Sturm lei erte niit 5:0 (3:0) einen überzeugende Sieg. Das Spiel Puch Grau-Mützzusghlti< entfiel. In der Tabelle gi>b es nur Unwesen» liehe Veränderungen: GAK 12 8 2 2 29:9 18:6 Kapienheig 11 7 3 f 38:15 17:5 Donawitz n 7 0 4 31:25 14;8 Reichsbahn Graz 11 5 4 2 23:16 14.8 Sturm 10 5 2 3 23:17 12:8 Puch !) 1 2 6 13:31 4-14 Zeltweg 11 0 3 8 14:40 3 19 Vlürzriischlflg n 1 0 7 11:26 2 14 Leihnlt/ gewann Meistertitel. Mit 4;3 behielten die Fiauen dei TuS Leibnitz im Rücl\sp e! des I lundbollendkampfes üb^r die Klagpnfurtpr Turnerinnen die Obrr-hrind und «ichurten sich damit dpn Meistertitel. Das Spiel ergab zunächst ein .1:3-Unent«tchieden und mußte verlängurt werden. Das sie« Unentschieden In Brüx unterlag eine Sudetenaus-wahlr.irinnschaft dem Gaumeister NSTG Brüx riit 1-4. Die kroatische PuRballmelsterschaft wurde mit dar» Spielen zur Frühjah's-runde wieder autgenommen. Gradjan^kl schlug Viktoria Agram mit 15:0 und cordid besiegte Zagorac mit 6:0, whhr rend HASK gegen Litschanin mit li;l siegrpich blieb. Die Eisenbahner erledigten Fftrrarla mit 3:2 Die kroatische Meistereil vob Grad-Janskl Agram wird -im nächsten Moriat mehrerr Wettspiele in Deutschland austragen. Am 21 Mal tritt Gradjanskl in Nürnberg qegen die Stadtauewahl von Nürnlxirg--Fürth und am 20. Mai geg»^n die Auq^burgei Maanschafl sn Am 28 und 2!J Mal nehmen dann die \gramei am Wiener Pfingsttumle: des 40 Jali e alten Florid&dovfer AC teil, Weltbestretten Io Brtlssel. Auf dei Brüeseler Winterbahn wurden mehrerr nichtamtliche Weltrekorde verbesserl So legte der Holländer Peters den Kilo meter mit fliegendem Start in 1:03,2 zu rück und war dadurch um 1,1 Bekundet schneller als der Belgier Kaers. Gosse lin durchfuhr 500 m mit stehendem Star' in 33,fJ Sekunden und eine von CooV angeführte Sechsermannschaft benötigtr für die Melle mit stehendem Start nur 1:45,8. Ein .50 km-Mannschaftsfahren wurde «ine Beute der Franzosen Prat — Archambaud In 1:00.18,2. Es wird verdunkelt: von 21.90 Uhr bis S Uhr Soninariell Ilait und schwer traf uns die traurige Ntich-' rieht, daß uiieer lieber Bruder und Schwager Auf*iist Oreschnik Obergrenadler am 12 Mflrz 1944, Im schönsten Alter von 24 Jahren, an der Ostfront gefallen ist. Lieber Gustl, In weiter Feme befindet sich Dein Btllles Grab, aber In der Heimat bleibst Du bei Deinen Lipil)en und Freunden unvergessenl Marburg-Dr,, Rotwein, den 24, April 1944. In tiefer Trauer: Raimund, Frit/,1, Franzi, Ferdinand, Otto, Stephanie, Fanny, Ludmilla, Angela, Bottl uiyl Lenl, Geschwister, und alte übrigen Verwandten. 3221 Am 22. April 1944 vertchlsd Herr Karl Graschitz Im Altar von TS Jahren. Meinen Grofivater, Valer und mir hflt »r 55 Jahre lang Dienste geleistet, di« In Flrkerer Wela-baugebiet nicht Ihreeglsdehen finden. Ick an# Winzer dlesee Gebietes verloren In diesen Manne sine Stütze und ein Mltenei Vorbild. Am Ortsfrlcdhofe In Lembach let «sin« lettte Ruhestätte. 3128 Ober-Plckern, am 24. Aprl] lS4i. Helene KORDIK o«b. REISER. Tieferschüttert geben wir die traurige Nachricht, daß meine liebe Gattin, unsere herzensgute Mutter, Groß- und Schwiegermuttei, Schwester und Tonte, Frau Emiliane Donik geb. Stratzer am Sasoetsg, den 32. April 1944 ,1m 62. Lebensjahr, nach langem und schwerem Leiden uns für immer verlaesen bat. Das Begräbnil der teueren Toten findet am Dienstag, den 23. April, um 15,30 Uhr, am Magdalenen-frledhof In Drauweller etatt Die Seelenmesse wird am Mittwoch, den 26. April um 5.30 Uhr, In der Pfarrkirche KÖtsch gelesen Roßweln, Marburg-Drau, Wiener-Neustadt, den 23. April 1944. In tiefer Trauer: Johenn Donlk. Gattei Anna, Emilie, Irma und Wilma, Töchten Weiter und Josef, dz im Felde, Söhnei Anna Donlk geb Bobonez, Schwleger-tochteri Johann Krelschek, Hugo Wedernjak, Schwiegersöhne) Hans, Hugo und Hermine, Enkelkinder und alle übrigen Verwandten 3234 lilBPbEt für das OeutscliB Rote MARBURGER ZEITUNO Dienstag;, 25. April 1944 * Nr. 116 * Seite 5 STADTTHEATER MARBURG-Drau Dienstaq, 25. April, 19 30 Uhr: Geschlo&gene Vorstell. für die Wehrmacht. OTHELLO. Oper. I Mittwoch, 26. April, 19.30 Uhri , ELSSLER, Operette. Preiie 1, FANNY UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBUHG-DRAU | BURG-LICHTSPIELE Heule I.V 17 Ift, t9.4.S Uhi Ferntul 22ti nisela t'hten. Maria« v. Ditmiir, Brich Poiilo, Albert riorjfh In einem historlsrhon Bild aus drm Leben rtcs Malers Adolf v. Menirl: Die beiden Schwestern FÜi Jugendltche uniei 14 Jiihren tiiilil (ugelaiaeol SONDERVERANSTALTUNGEN: Dienstag und Mittwoch iitn 12.45 Uhr: Fracht von Baltimore Hüde WelDner, AIIIU HOrbIget und Hanl Z«ich> Ballot in den ichweran Kimpfen der Reeder um den Außenhandel; FOr Jugendliebe angeUfieal ESPLANADE So 15, 1Y.30, ig 45 Uhr Wo IS, 17.90, tl».4S Uhi Flucht und Heimkehr Fin flnnlichet Gronillm der Suoml-Fllra A.-G. Helsinki nach dem mit der Goldmedaille ausgezeichneten Roman von Yrjö Karhumlkl — mit Kullervo KaUke, Irma Seikkiila, AIno Lohlkoskl und Paavo Jänners. Für Jugendlich' onter 14 Jahren nicht tugelaisenl Lichtspiele Bninndort_ Bis Donnerstag — täglich um 19.IS Uhr Das Glück wohnt nebenan mit Maria Andergast, Wolt Alhach-Retty, Olly Holz-mann nnri Grete Welser FUr Jugendliche tagelaiienl Burö-Lichtspicle Cilli SraSr"""' Wo 17 a 19.30 üh. So 14.90 17 u. 19 ;)0 Uhr Bis MonUg, 1, Mal Schrammein Ein WltB-FlIm mit Marl« H«r«ll, Paal HOrfelg«r, Ha» Momt, Haai Holt und Prtlr laliotl. FUi Jugiadllche enlei II Jabien nlcbt lagelaMM MetronoI-LlchfsDiele Cilli Spleltelti W 1T.30 und 20 Uhn S 13 17.30 und 20 Uhi lilenttag, '4S., MlUworh, 26., Donnerttag, 27. Aptll Kollege kommt f^lelch Ein Tohis Film mit Carola Höhn, Alberl Matterstork und Prili Kämpen. — Nach dete gleichnamigen Lustspiel von Wilhilm Utennann. Pill Jugenriltrhei antoi It jAhrea alrht tnnelaiseni ^ Jch*smeltheatcr Gurkfeld )icnslag, 25., Mittwoch, 26., Donnerstag, 27. April Geliebter Schatz Ein Tprra-riU>. mit johiiniiP« Rinmaiin, Dorlt Kreimer, Mii Wilst, Hdriild Paultcn und Leo Slosak. — Spiel-I 'idinT l'f'ii Murtin. Für Jugendliche nicht iiigeUssenl Ton-Lichtspiele Stadttheater P e 11 a n Spieliellt W 17 19.45, Uhr, 8. 14.30, 17, 10.45 Uhi 2S- April Willy Frllsch, lUnnelore Sihrolh, Herla Mayen und i'ditl Ilunrkal I iniluriili'inn Liebesgeschichten l-ür Tuycodlahe n<«.ltl «uyoldisciil Licfttspleltheater Triiail_ Dienstag, 25., Mtll^vorh, 24., Donnerstag, 27. April SchluBakkord Hin Llfd-Film niii i.il Un Gcmoindeordnung vnm .10. .Idnuiit lyi'j (RGHI. I, S. 4!)) wird lür die Stadt MArburg/Drau folgende Sdl^ung erlabten: i 1. (1) Die Herstellung oder Ändur'ing von MdusentwlsserungsanUgen und deren Anschluß an StraBenkanaie unterliegen der Bewilligung des Ober-bürgermeisters. (2| Die Eigentümer von Grundstücken sind verpflichtet, Ihra baitahenden oder Im Bau begrilfenen oder künftig lu arrichienden Bauwarka, dauarndan oder vorQbergehendea Bestandes auf eigene Kosten mit HauiaBtwinarungs-anlagen lu versehen und diese an den StraOenkanal anxuscbUaBao, aoferne die Kürxeste Batfernung des Bauwerkes von dem für die ElnichUuchung in Betracht kommenden Kanalstrangc in einer öffentlichen oder privaten StraDe (Gasse, Plat*) nicht mehr als 50 m betrigt und die Höhanlage und Beschaflenheit des StritDenkanüls die Elnschinuchung zulassen. Die Verpflichtung erstreckt sich niiht nur auf dioscb Bauwerk seihst, sondern auch auf diejenigen Bauwerke, die mit dem ersleren In unmltteliiarer baulicher Verbindung stehen o(l«r af*> ilulgehHiirle cdor Ähnliche Nebengebaude mit ihm eine wirtschaftliche Einheit bilden. Die Verpflichtung tritt ein, xobtild die in Betracht \ommende Strecke der StraHe (Gasse, PUtz) kanalisiert ist. (3) Wenn der Ansrhliifl einer Hausentwässerungsanlage an den Straßen-kanal zweckmdQigerwcise nur über fremden Grund durchführbar Ist, so ist mit dem Eigentümer dieses Grundes das erforderliche Einvernehmen herzustellen Weigert sich dieser, die Herstellung einer leuen Oder dl« Mitbenützung einer bereits bestehendon Kdnalanldge oder die Vornahme der erforderlichen Erhaltiings- und Rciiiinungstirbelten unter Inanspruchnahme seines Grundes oder seiner Kanolrtnioge (wolür Ihm der AnschluQverpflich-tele eine dngemciisene Entsrhcidigung lu bezahlen hiit) zu dulden, so kann gegen ihn zur Durchsetzung einer diesbezüglichen Verpllichlung der Antrag auf Einleitung dos Enteigiiungiiverlahrens nach { 2 dar Entalgnungsveford-nung vom 14. Juni 1941 (V.- u. A.-Bl. des CdZ In der Unteriteiemiark, S. 187) gestellt werden. i 2. M) Durch die HauaantwKsserungsanlsgen lind die Nledarichlegswlaser, die Brunnenabwüsser und sämtliche Haus-, Wlrtichafti-, Stall- und Betriebt-abwässar unterirdisch in den StraBenkanal abzuleiten. Dar OberbOrger-meliter kann anordnen, daB die Binleltung yon Stoffen, dia von Ihm aU ichAdllch oder gefährlich angesehen werden, durch gaelgneta Anlagn (Mineralöl- oder Fettabschnelder, Nsutralisierungsanlagen, Xihl* oder Klär-hecken, Absltibecken, Desinfektlonsgrubrm und dergleichen) verhindert wird. Feste Stoffe aller Art, welche die Leitungen verlegen konnten, wie Kflchen-abfdlle, Kehricht, Schutt, Sand, Asche und dorglelchan dürfen nicht In die Kanäle abgeführt werden. (2) Deziiglich der StallwSsser kann der Oherbürgermeliter nach seinem Ermessen die Ablritung In dichte Sdmmelgrubon ohne Versickerung bis auf Widerruf bowllligej», wenn gosunrtheitiiche oder sonstige Bedenken nicht cntgiigcnstehen. (3) Pur die Aufndhme der festen tierischen Abscheldungen (Ind Dflnger-gruben vorzugehen. (4) Sobald der In fletracht kommende Straßenkanal (f I, Abs. 2) gebaut ist, kann der Obrrhürgcrnieisler votsclireiliun, d.iQ die mi>nsihli(hen feston und flüssigen Abstheiduiigen mittels qecigncter SpülaboMe (Wa.sser-klosetts) und geeigneter IlAuskanMc b-i glcIchneiHger Vor^chaltung einet dichten Summtlgriilie oder KUranlnqe in den Strnaenkandl abgeleitet w">r-ileni ob eine ein oder int'lirk.i:niiieiige .S.ipuinolgrubt odar eine Kliranlugn vorzusfh'tüeii ist, entscheidet der Olierl.ürgermeistor. (5) Wo ;nd soldnge oHentliche Ktinaie In der m.iBqebenden CntfeTniinq und in der entsprechenden Besch.\f'eiilieil nicht vurhandon sind, sind die Niudersclildgswässer in SickeigiuUen ini' Vorsrh.iUiinq vr>n Sandfnngrn, di« nii>n*( hllthnn festen und Ilüssigen Abscheldiingcn in dichte Sammelgruben ohne Uberlauf, alle übrlijen AbwHssnr ebenso wie die Stallwässer hiögcgon in dichte Absitib'^cken mit Überlauf in eine Sickergrube abzuleiten. (Ii) Der Oberbürfiermelster kann in Hdllen nach •Vhsat/ (.^) unler Berürk slchtlgunfT der örtlichen Verhältnisse die Versickerung der durch zug.^las senn Klär.inlngon niechciriisrh und biologitth geklärten Ahwiitser ausn<'^1ims weise und auf Widerruf gektattcn. Füne solche Versickerung darf ncr t (Sebleten gestattet werten, die aMsschlielMIch mit Lcitungswcisspr ver>.onr sind oder In welchen d e Lnrje dr>s Grundwnsserstandes und dl« StrOnmni, des Gruti'Jwiissurs ciiw Verunieinigunq des let^iteren zuverlässig aus)»chlirB>ui Dem Oberbürcierineisier bleiben die 1 ferstelliintt und Ausgestaltung der StraRenkdnile deren lirhiiltung und regelinaßige Reinigung sowie dir Be-stimmiiiii) des Zeitpiinkles des SthilW-nkanalbaueh iiniBr AussthluB jedwnd« ddrauf gurichteten Anspruches der Baiiworbcr oder Anllerjer vorbahaltc Die anläßlich der Widmung emus Ciruniloh zu B^iipUtzen vom Widmnn' Werber übernommenen besonderen Verpfllchtungon zur tlurstellung v« StraQenkdnälcn bleiben hiedurrh unbortihrt. § 4. (1) Die zeitgerechto Reinigung itor 1 Idiib<'ntwüsserung(anlagen obU( dem Liegenichdlticigontuiuei (Liegenichaftsveiwdlter). (2) Die Eigentümer {Veiw:ilte[j von (icbäuden, deren Hausentwdfiarun'. rtnlegen in Straßenkrtnale munden, sind für S( hadon dn den StraBonkanAi und lür die allenfalls ertoiJcrliclien Kiiuinuiujsarboiten In diesen v-'r« wörtlich un.l crsotz|itlii'liti(), wenn diese Schällen oder RAiimungsarbcl nachweislich durch eine Unterlassung der nötigen Instandhaltung oder dn einen ^llßbr,luch der llauskanaln verursacht worden sind. (3) Die Entleerung dei tur die Aiilndhine menschlicher AhschoHung bestamnlen S.nnmelgriiben oder KlürcinUigen f» ', Abs. 4 und 5) beso die Stadtverwflltiinn ((eqen KiiigL-ll, d.is vom Oherbürgeimeisttr nach M gäbe des crwtirlelen Autwando jdhrlkh bemessen wird. » 5. (1) Die Herstellung der llausnntwässerungsanUgen hat nach den vt Oberburijermeister eijdssenen tcihmsihcn Vorsihritlrn und untei Anwi dung müglichst einheitlicher Ausluhrungsarten (Typen) zu erfolgen. (2) Sollte ein l.ieqeiisi(.aftsenienlumei (Verwalter) den Ihm n.irh die;. Verordnung obliegenden Verpllichlungen nicht oder nicht fristgerecht naci iiommen. so ist' dei Dbntlnirgernieiiiei bere.clitigl, die betiolfunden He Stellungen uuf dessen (icliilir und Kosieii zu bcwiikan und die BiwaclMati«, Auslagen im Zwangswege euuubi iiigen. 9 fi. (t| Die StddtverwalUing hebt lur die Inanspruchnahme der SlraSen kanale lur Zwecke dui IKtusenlwdsssrung Gebühren ein und zwar: a) Küniilduschlußgebülireii, die lür das bctieficiide Bauwerk (J 1, Abs. 2j nur einmal und b) Kanalbeiuilzungsgebühren, die als jährlich wiederkehrende Leistungen zu eutru'hten .sind. (2) Die Kan' odci Aufbau) zu mtiiihtende Kanalanschlußgebühr wird ermittelt, indem die Anzahl der GevUutmetcr dos ErdgeschoUgriindrlsses mit der Anzahl dei Geschosse des Bauwerks oilnr des Bauwerkteiles vervielfach! wirdi Keller (aurn im f'dlle eiiiei nui teilweisen Unlerkollorung des Bauwutkes) und Dachgeschosses lauch D uhbüdcn, sobald lus begehbar tlndi werden Je als halbes Geschoß geiochnet. t (!i) Die Kanalantcitluligeijuhreii werden vor Auifolgung de» Baubowil-llgungsbeschcidos einguhobon. Wiid die eriaiUe Baubewilligung unwirksam oder wild auf sie virzichtei. so wird die bezahlte Gebühr dem Erleger auf Verlangen (zlnsenliei) rüikerslattet. C) Für all» Bauwerke, duteii I Idiiientwässerungsanlagen (nach | 2, Abs. 1 und 4) unmittelbiir oder mitlLObai an den Strallenkanal angetchlosien find, Ist die KaiialbenUtzungsgebiIhr 7U entrichten. (8) DIo lli)he der K-naibetiul/ungsgobühr wird vom ObetbürgefmeUler einheitlich lür das gesinite Einzugsgebiet lettgesotzt und nach der Aniahl der Kloyette berechnet. IHebel dienen das JahruHerfordernls (ür den Ausbau mid die Instandhaltung des Straflenkaniitsystems (allenfalli Verzinsung und nigung von Bauko»ten) unter angemessener Berücksichtigung der Bestand-dauor de^sellien und das Jahreserfordornts lür die Erhaltung und den Betrieb dieser Anlage (Perscmal- und Sarhaufwand) sowie lür die Relnl(|ung der gesamten Straßenkanäle als Crundlaqei das .fahreiertrignls der Kannl-anschlußgpbühren wird eingerechnet. Die Kanalbenutzungsgebühr tat eine dauernde, den angeiuhrten Sonderzwocken gewidmete Leistung. (ü) Ubi'rwolbtt' Bachläufe, die Zwccken der Abwatierbeseitlgunn dienfen, »Ind unbeschadet clor rerhtllrhen Eigenschaft dieser GewUitcr batüyllch aller vorbezeichnaten Gebühren als Straäenkanälo anzusehen. f 7. Das vom Oberhürgermolsler crmUtelte Ausmaß des Entgelt» nath f 4, Ahs. 3 und der Gebühren nach } 6 bednrf der Genchralgung das CdZ (Prelt-slßllel. 4 8. Die Satzung trlll rückwirkend mit l. Apiil 1944 in Kraft. Marburo/Drau, don 7, April 1044. 3211 Der OberbUrgarmaliltt: KNAUS. STEIRI6CHER HEIMATBUND, KREISFDHHUNG MARBURG-STADT — Arbeüspolitisches Amt Die Dcfrlebsversommlunjl für tll* Fr«mdenv«ffkehrt-, GaittUlllen- und Hotelbe-trlelM des Kr*i«ac Marburg-Stadt, findet heute, Dienstaq, dtn 25. April, tun 15 Uhr, im Heimatbundsaal statt. Um allen Betriebsführern, wie auch der Gefolq-•chaft die Teilnahm« 7u ermöglichen, bleiben die Betriebe in der Zeit von 14..10 bi« 16.30 Uhr qe«( blossen 2221 Der Kreisamtsleiter; qez. Nieder Karbolineum Wir erwarten in der 2, Halffp Mhi Kdrhohneum in Zisternen und ersuthrn iinfiore werten Kundcfi, die darauf rftflektieren, um umqphonde sendunq von Fässern. Weitets sind Heldebcspn zum Preise von —.35 RM r^er Slück einqelcinnt. Lederer A Mellltzer vorm. Chemindustrie MAJtBURG-DRAU, TegetthoflslraDe Nr. 44 knimm. SCHALTER der M. Z. und des St. Gospodar ab I.Mai 1944 durchgehend von Suche zum sofortigen Eintritt eint! nette, ruhuje und verlciß-iiche ältere Köchin, welche seltjstdndiq einen H-tushAlt nnbsl kleinen Gdrft^n besorqen krttm. Bin rtlleinstehende Beamtin und den ganzen Tag in der Kanzlei beschäftigt, Angebote Sind zu richten untei »Angenehme» Heim 8559« an die M. Z______3193-6 Schuldienerin, die auch kochor kann, sucht Volksschule Kö niq4-4 Büro-Schrelblische zu kdufen gesucht. Anträge an die »Mdf-burger Zeitung , VertriGb. -4 Stelleniilesuche Kan/Ieikraft mit Praxis sucht in Marburg oder Umgebung für sofort Stelle. Anfrage an die M Z. unter »Schnell<.. 3229-5 Offene Stellen Vor Eiiiilelluny von Arheitikraftrn | muß f1,eZiisiimmung des zii:it mdiijen ' Arheiisdintir'- eiiKjeholt werden Kellnerin sucht »Burgkaffec« Marburg-Drau. 3UÖ3-6 Kanzlelkrafl — Vertranonspo-sten, in der Buchhaltung bewandert, gesucht. Eventuell hdibtägiq Anfragen: Burqkiil-lee, Mdrburg Dtdu. 3(184-6 Küchenmüdchen und Zahl-Serviererin werden aulgenum-inen Cale Viklrmghot. Mar-burg/Drau. Viktrinqhnlqassc 30 :n07.'i Tausche Zimmer und Kiirb lür ebensolche Wohnung ai linken Drauufrr oder Magdal« nenviertel Anzuf-aqen Mut schitsch, TriesterstraPie 65. ____^23- Komfortable Wohnung, zw Zimmer, Küche. Vorzimmer Bad und Küchenbalkon, Part, in Meiling wird gegen gleich qrnßo im Gamser Villenvierte' oder Parknähe getavischt, Gefl Anträge unter »Rein« an die xM. Z.« 3186-9 Unterricht Rucbhaltiingv und Steiierkurs. Beginn 25. April 19 Uhr. Burh-sarhverständiger M. Kowatsrh, Helfer in Steuersarben, Mar-burq-Drau, Herrrnqn^ee 46. 323(1-in Korrespondenz Zwei Itinge llntersteirer wi'ti-fichen zweck« Gednnkenaus-tauech mit zwei nei'.rn unter-steir. Mcideln (Ifl—20) in Briefwechsel zu treten. Spätere Ehe nicht ausneschlos'en. Zvisrhr. möglichst mit Rild unter ».Uin-ges Glück IPri.'l an die M. Z. 2218-11 Heirat Umsiedler, Ktiufmann, 52 Jc.hrc (ilt, sucht rinheli It in nutrs Cioschcill, B.ircTeld voth-indcii. Frnslr» .Vnl'aqe inte' l'in-sirdler an die M 7 121 (i 12 - Verlrs+c Danksaguni} Für die liebevollen Beweise der .Anteilnahme an dem schmeizlichen Verluste unseres geliebten Gallen, Vaters und Onkels des Herrn MICHAEL POTSCIIIWAVNIK, tiei allen auf diesem VN'ege im«er innigster Dank ausqesprochfvn. Insbesondere danken wir jenen, die unseren Schmerz durch Teilnahme an der Beisetzung sowie durch Blumen und Kranzspenden linderten. Auch allen ceinen Kollegen danken wir inniqst. 3224 Marburq-Dr., 24. April 1944. Amalie Potschiwavnik, Gattin, im Namen aller Verwandten. Ein zweifrirbMjci (heti- und dunkelbrauner) llerrenloder-handschuh wu'de tini Sdnntiq, den 23 .Anril, ii'u W'rdp To-getthoffstriv^p - Soph^Tinldl/ -Stad:#ark ver'nren' O'-r f nder wird gebeten d e^-on rjfgon gute Relnhiumq li^i 1! rniann Herrengassc -l'i III. ali-u'ie-ben. 3220-1.' Veiloreii winde oni 22. -1 von' B.^hnhoi - R'sm in ksfrfiß" nie'richl'ck.irt-Si• ,i(^p 11, ein' Geldt.!sctip mit R^I, 1 Rc /uqsrhein iiit Miinnei schuhe. I PtMSdnencUiswe s do Dpiilschen Rcichsii.ihn, 1 Rech nung, alles lautend aut di" Namen Praprolnik .lobann. Die Irich-Eck.irl-Strahe 11. Dei eh; liehe Finder w td gelieten. d' sp'bi- gcqon gute .Reiohnunq a-die angeführte .-Xdres^^e ab/,f geben. _321.^1 in Sn:c' Danksagung Für die vielen Beweise der herzlichen Anteilnahme an dem schmerzlichen Verluste unserer, über alle« geliebten Mutler, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Tante und Schwester, der Frau MARGARITIIA GOLOB, danken w^i aul diesem Wege auf da« innigste. Tnsbetiondere danken wir für die vielen Kranz- und Blimien«i)endpn, «owle für die Teilnahme an der Boiectzunq. Marburq-Dr., den 22. April 1944. 3222 Familien: Golob, Koß, Telnlker. ■Am Sonnfan abend; leid (ieldla'.the mit ve-sthir denen nokiinien len, Fuhre' schein usw l.iuleiid auf Fran Duritsch, M-iihiirg, Buinndo' ferstr 10, verloren. Der Finde wird qebeten fiie necien qu' Relnhninm bei der ancjeliihr'e' Adresse iib.ntnohen. 32 ?'M' Verseil'#>Hf»nes Tiiuscbe gutes Hügelelsen im elektYischen Hei/apparat tü Damenlabrrrid P Schmidt Kii ni^im^ Postamt. 3214-1 Volksempfänger wird lür lle ren- oder ndnu-nfahrvad gc tauscht. .Adroöse in der Mai burgeif Zeltung. 3217-1' Tausche tadellosen SporlKin derwaqen fii.r gulcrhaltenei Volksempfänger. Drauweilei Fr_i_e^o^tr^iß(^12. 3219-1" Tausche Fahrrad für eine go! dene Damenuhr. Km sc he Ma ximilian, Marburg-Dran. Ka «»erngasso 5. 3209-14 Pholnapnarat »Leica und I Filme werden gegen Rundfunk j apparat 120 W getauscht. Zu Schriften ein die • Marburgei Zeitung', Cilli, unlor •Drin-gend". 11'I8-M Schreibmaschine, 4reihig, leise schreibendes System in tadellosem Znstand tNusche für tadelloses Herrentahrrad, eino (jute Herren-Annbrtnduhr und Wort-i ausgleich! Schriftl. .Anträge an die »M. Z^(,, unlei vSchretbma-6chiu*t. 300.5-14 MARBURGFR ZEITUNG „Der Nibelunge Not Max Mells neue Dichtung im Grazer Schauspielhaus II Wenn Mythen sprechen, lauscht die Meiiaciiiitiit Ihre Anrufe wecken Geheimnisse des Blutes und zeigen dem einzelnen seine Schuld. So ergeht es uns mit dem Urmythos des gei manischen Menschen, dessen Gestaltung an der Schwelle des geschichtlichen Zeitalters der Volkwerdung steht. Der Nibelungen-Stoff gehört uns zu, das empfinden wir — ob wir als Knal*n die schöne Sage in der Schwab'schen Fassung erstmals hochklopfenden Herzens lesen oder, als kaum ins Loben Hinausgetretene, uns an der gewaltigen Bilderkraft des Wagner'-schen Ringes entzünden. — Absichtlich wollen wir am Rande unserer heutigen Betrachtung alles Wissenschaftliche bei-seile setzen und uns mit dem Stoff allein befassen, so, wie er uns in viellältiger Spiegelung vor Augen steht. Jede Generation, so möchte man sagen, hat ,ihre' Nibelungen — auch wenn sie nicht immer unter diesem Namen erscheinen. Aber das Gesetz, das im heldischen Epos des Liedes von den Nibelungen niedergelegt ist, schreibt allen deutschen Schicksalsgestalten die Entscheidung vor Deshalb wird es auch immer wieder eine Neufassung (Rieses Stoffes des germanischen Menschen geben, damit ei sich selbst schaue und erkenne, um sich an dieser Einsicht zu erneuern. Denn hier spricht das Schicksal in seiner Ursprache zu uns. Nur wer um den Fehl weiß, kann sich das Heil er-ringenl So werden die Nibelungen immer wieder zum Symbol für nordische Art und Sitte und ihre Gefahren. Denn Fürchterliches begibt sich und findet seine Sühne. Max Meli, den die Steiermark mit Stolz lind Fug als einen ihrer lautersten Künder und Sager nennt, hat «ein Werk, dessen erster Teil uns in der Grazer Aufführung von „Der Nibelunge Not" geboten wurde, mit Recht eine dramatische Dichtung genannt. Kein Drama ist es, das in menschlicher Sphäre sich begibti hier ragen die Welten der Oberen und Unteren, der Götter und Dämonen und die Vertreter des Zwischenreiches, die Riesen, mit Ihrer Eigengesetzlichkeit in das Reich der Menschen hinein. Dadurch aber wird der Nibelungenstoff erst wieder zu dem, was er in seiner frühesten eddischen Fassung war. ein Sinnbild des Kosmos und des in ihn hineingestellten Menschen schlechthin. Denn um den Menschen, gewiß in erster Linie um den germanischen Menschen, geht es hier. Aber so wenig wir allein die Erde bewohnen, so wenig gilt solche Aussage nur allein für einen beschränkten Kreis der Erdbewohner. Wenn die Mythen sprechen, lauschen die Menschen aller Zonen. Götterbotschaft ist es, die sie vernehmen. So erscheint un« Heutigen diese« Werk Max Mells mehr als eine Kunde denn aie ein Drama vom Menschen, dessen tragische« Geechick in der Götterdämmerung Wagners die Nornen knüpfen. Allen 6{Säteren Gestaltungen dieses Stolfes wird dne Wagnerische Werk ir-qentiwle eingeboren sein, Was der Meister von Bayreuth tiefsinnig ausgesprochen hat, ist unterclefisen zum unverlierbaren Besitz des ganzen Volkes geworden — vielen vielleicht nur unbewußt bekannt und doch wirkend, wo immer die Kräfte der Seele zu neuen Bildungen und Formungen aufgerufen werden. Auch Mells Nibelungen ajnd dem Metaphysischen zugewandt, ja, sie empfangen daraus erst eigentlich ihre Richtung und ihren Sinn. So in der entscheidenden Unterredung zwischen Brunhild und Siegfried, da an Siegfried die Schicksalsfrage herantritt: welcher von beiden Königinnen, ob Kriemhild oder Biunhild, er zu folgen gewillt ist. Brunhild weiß nun, daß Siegfried von den Göttern stammt und ihr, der Riesentochter zunohört, dem dämonischen Zwisrhenreich zwischen Himmel und Erde, zwischen dem Oben und Unten. Sietjfried aber entscheidet sich für Kriemhild, er wählt die Mensrhenfrnu und muß an dieser Entscheidung vergehen, muß, wfnn wir es so sehen sollen, geopfert wnrdon, damit dem Geset? der Götter Riesen und Menschen Genüge geschehe. Dieses Gesetz zu wahren, hat Max Meli eine seiner würdigsten und vielleicht auch dramatischesten Gestalten geschaffen: Hagen Tronje, den Hüter der Sitte, dessen Leben der König und dessen Sein des Könige Ehre ist. Wie ein gebrochener Lichtstrahl cpiegelt sich hier das Oben und da« Unten, Hagen celbst unterliegt dem Gesetz; denn die Tat die keiner vermag, des Königs Ehr« von Un-glimpf zu reinigen, die«e Tat reißt auch ihn schließlich ins Verderben des Untergange«. Aber damit sind wir bereits über den Bereich de« ersten Teile« der Dichtung hin^ausgetreten. An seinem Ende steht der RachescJiwur Krlemhilds, die sich mißbraucht sieht von der Männer Sitte und Recht. Brunhild aber, die Riesin, Siegfried näher als Kriemhild, gibt sich auf Siegfrieds Schiff, das brennend den Rhein hinabgleitet, den Freitod. So vermählt sich die Verkannte Im Tode dem Helden. Kriemhild aber obliegt es, dem Gesetz üoch weiter bis zu dem ihr vorbestimmten Ende zu dienen. Das Werk erhält mit fortschreitender Entwicklung immer mehr Tiefe, bis schließlich die gan» gewaltig« Wucht dieses Mythos vor uneeren Augen steht, gigantisch imd wundervoll. Meli ist mit seinem Nibelungendraraa gewiß ein© letzt-mögliche Aussage gelungen. Die Grazer Aufführung, die Intendant Dr. Rudolf Meyer leitete, stand im Zeichen des Dienstes am Dichterwerk. Cine imponierende Szene, der Hof der Königsburg in Worms, mit starkem Gefühl für edle Maße, von Hans Hamann bühnenbildnerisch sehr einprägsam gestaltet, gab dem Raum, dessen Schauplatz (ein großer Vorzug) sich nicht verändert, das Gepräge. Hier bewegte sich in strenger, logischer Szenenführung, die Handlung vor den immer mehr in den Bann aer Dichtung geratenden Zuschauern Allen voran nennen wir diesmal Eugen Eisenlohr, dessen vom schweren Flügelschlag des Schicksale begleitet« Gestalt Hagen Tronjes, mit tiefer Erfassung des Syn^oliichen gemeistert wurde. Hier •chienen Sitte und Recht, Gesetz und Gericht gegenständliche Gestalt erhalten zu haben. Der lebensvolle Gegensatz zu Hagen, der König im roten Gewände, Gunther von Burgund, der sich der Hilfe Siegfrieds bedient, um die Riesin Brunhild zum Weibe zu gewinnen, dieser »Getriebene« wurde von Eduard Cosso-vel sehr einprägsam in eei;ier rasch wandelbaren, Immer den Impulsen des Blutes ausgelieferten seelischen Haltung gezeichnet Eine majestätische Brunhild, deren dämonischer Sinn schon aus ihrer Abkunft spricht und deren königliche Art in der Dienstleistung Siegfrieds für Gunther knechtisches Wesen verurteilt, diese schwierigste Figur im Spiel, schuf Paula Nova , zu einer glaubhaften, die Größe Ihrer Tragik vollausmessenden Erscheinung. Den blonden Recken, der, wenn er nicht Träger göttlichen Licht®« und Wesens wäre, eigentlich nur als passive Figur erschiene und der doch als Gesandter von Oben in der menschlichen Sphäre nun einmal zum Leid verurteilt ist — diese im Zwielicht leuchtende Lichtgestalt hob der Gast des Abends, Peter Pasetti vom Staatsschauspiel München, zu voller, schöner, adeliger Klarheit, Diesem Siegfried traute man wahrhaftig kein Falsches und Ar- ges zu. Su wirkt auch beine ünibchei-dung am Schiuli gegenübei Brunhild nichi HO sehr ais eine Veifehlung sondern ther di« ein ilun auferlegtes Verhängnis: er muH sich lür Knemiiild entscheiden, damit aus nienschiichem Leid däö Wissen um die Gulterwelt eistehe. Ais Krieraiviid, das inende Menschenherz, wußte Helene Ferst] dlles zu ge ben, was ihrer Jugend heute zu Gebote steht, die könifjlich hohe Gestalt, die flammenden Blitze leidenschafUicher Blicke ebenso, wie die fraulich hingebungsvolle Anschmiegsamkeit des liebenden Weibes. An der Bahre Siegfrleds allerdings war es der Jugend der Künstlerin noch ein wenig versagt, die Tiefe der Leiderfahrung zu gestalten. — Hier blieb votläutig noch schöner Ansatz, was erst der Entwicklung der künstlerischen Persönlichkeit alimählich zuteil werden kann. Eine Königin Ute von schlichter Grolle verkörperte Marie Schürmann. Als Königsbrüder Giselher und Gernot waren Stari und Fischer mit Erfolg ins Spiel gastellt. Den Spielmann Volker schuf Trimbur zur Mythen-figur des Volksliedes um. Ein vorzüglicher Alberich, wissend um die Bereiche des Menschlichen und des Dämonischen, war Mittersteiner, halb Tier halb Mensch, ein Geschöpf von starker schauspielerischer Bildekraft. — Dem Kaplan, der dem Gottesurteil Autorität und Sprache leiht, wußte Frieß dv'harfe Züge aufzuprägen. Am Ende gab ee Jubel urvd Blumen für den anwesenden Dichter und alle Darsteller, die an diesem Abend ihr Bestes gaben. Grajc Ist die dritte Stadt des Großdeutschen Reiche«, die nadh der gleichzeitigen Uraufführung In Wien und München das Werk auf die Bretter brachte. Der innige Anteil des Publikums war Dank für alle. Kurt HUdebrand Matzak Wie wird ein Bild restauriert? Man braucht dazu künstlerische, wissenschaftliche und handwerkliche Fähigkeiten Daß es unseren Feinden in diesem Kriege nicht darum zu tun ist, nur lebenswichtige und militärische Ziele zu treffen, sondern daß er auch vor der Zerstörung unserer größten Kulturgüter nicht zurückschreckt, haben die schweren Anschläge auf Köln und Rom hinlänglich bewiesen. Die Werke unserer Kultur zu schützen, sie zu bergen und weiterhin zu pflegen, ist daher eine Pflicht, der sich die - verantwortlichen Stellen wie nie zuvor bewußt sind. Liebevollste Pflege aber verlangen in erster Linie solche Werke, deren Grundstoffe nicht tot, sondern als lebendige Oragnis-men weitgehend den Umweltseinflüssen ausgesetzt sind. Es handelt sich dabei vor allem um Werke der Malerei und Graphik und um Plastiken aus Holz. Erprobte Fachleute sind daher uneunüdlich an der Arbeit, auch unter ganz veränderten Kriegsverhältnissen jedem Werk seine notwendige Pflege zu sichern. Zu der verantwortlichsten Arbeit gehört die des Bild-Restaurators, in dessen Hand es gegeben ist, unwiederbringliche Werte vor dem Verderb zu retten. Nicht nur wissenschaftliche Erkenntnis, Beherrschung der Materie ist die notwendige Voraussetzung. Uber die wissenschaftliche und handwerkliche Eignung hinaus muß dem Restaurator ein besonderer schöpferischer Sinn eignen, eine schöpferische EinfUhlskraft, die Jenseits von aller stofflichen Gebundenheit dem Sinn und der Bedeutung des Urbildes nachzuspüren und beides erneut sichtbar zu machen vermag Das Handwerkliche läßt sich erlernen, dieser schöpferische Sinn aber muß angeboren sein Wieviel Kleinarbeit nötig ist, um etwa ein Ölbild sach- und kunstgemäß zu restaurieren, ist dem Laien meist unbekannt, Das Ölbild beeteht aus vier Schichten, einmal dem Grund aus Holz, Metall, Pappe oder Leinwand, dann aus der Grundierung, das ist eine Überzugsschicht au« Leim, Kreide, Farbpulver oder Leinölfirnis, die das Absaugen der Farbbindemittel verhindern und eine kräftige Rückstrahlung des durch die Farbe gedrungenen Lichtes bewirken soll. gebildet, die vierte stellt die Schutzschicht, eine Firnisschicht dar, Bildschä-den können an einer dieser vier Schichten vorkommen. Im allgemeinen beginnt der Restaurator seine Arbeit, nachdem er das Bild aus dem Keilrahmen gelöst hat, mit einer Reinigung durch ein Schmutzlösemittel, etwa Terpentin, Ko lichem Farbenglanz darstellt. Retuschie-rungen werden, «o weit es möglich Ist, vermieden, da Bilder von großem kunst-historischen Wert den Rang einer Urkunde einnelunen. Sind sie nicht zu umgehen, tind solche Risse im Gemälde, daß eis zugekittet und dann retuschiert werden müssen, so geschieht es äußeret paibalsam, Alkohol oder Wachs, Sind In i behutsam und so sparsam wie möglich. Firnis und Farbschichten Risse, so müssen sie durch Quellung de« alten Firnis mit kalten Alkoholdäm.pfen — ein Verfahren nach Pettenkoier — entfernt werden Das ist eine der schwierigsten Arbeiten, da unter allen Umständen eine Verletzung der Farbschicht vermieden werden muß Ist das Bild verbeult, so muß es gebügelt, hat die Farbschicht schadhafte Stellen, so müssen diese abgeschliffen werden Ein sehr wirksame« Regenerationsmit-tel ist das der Wiener Schule (Eisen-be'ner-Mannaghi), mit dem bestrichen sich das Bild in kurzer Zedt In ursprüng- Bildbehandlungen nehmen oft Wochen, wenn nicht gar Monate in Anspruch. Neben der künstlerlsch-wissenschaft-lichexi Voraussetzimg muß der Restaurator chemische und physische Kenntnisse mitbringen, da er um die Zusammensetzung de« verwendeten Materials wissen muß Gelingen wird sein hohe« Werk aber auch denn nur, wenn in Ihm )ene Leidenschaft zum Kunstwerk lebt, die nicht fragt nach der Wirkung, der ert-genen Arbeit, sondern die bereit ist, sich dem Werk eines Anderen ehrfürchtig dienend unterzuordnen. Musiksommerkurse für Ausländer Das Deutsche Musikinstitut für Ausländer wird in diesem Sommer wieder seine Kurse in Salzburg und Potsdam veranstalten. Meisterschüler aus dem Ausland, die teilweise dort schon an die Öffentlichkeit traten, werden im Unterricht der großen deutschen Meister den letzten Schliff erhalten. Auch in diesem Jahr stehen Kurse in den Fächern Dirigieren Klavier, Orgel, Violine, Violoncello, Gesang, Regio, dramat sehe Darstellung und Maskenkunst auf dem Lehrplan. Größtes Interesse wird die Anwesenheit von Richard Strauß bei den Semi-nai Übungen von Rudolf Hartmann über Opernregie erregen Clemens Kraus wird in Salzburg einen Dirigentenkursus leiten. Im Klavierspiel sowie in technischen und theoretischen Fragen werden die großen Pianisten Edwin Fischer, Wilhelm Kempff, Elly Ney und Walter Gieseking unterrichten. Violinkurse leiten Georg Kuhlenkampff und Vasa Prl- Die dritte Schicht wird durch die Farbe i hoda. Cellospieler werden die Möglich keit haben, an Kursen von Ludwig Hoel-scher und Adolf Steiner teilzunehmen. Kammermusik in verschiedenen Gruppen wird Hans Mahlke leiten, während Kom-poiiüon von Joseph Marx gelehrt wird. Paul Lochmann und -Franziska Mer-tießen-Lohmann geben Unterricht In Stimmbildung und Geiangsvortrag. Fehde Hüni-Mihaczek und Arno Schellenberg übernehmen Stimmbildung und Praxis des klassischen und modernen Bühnengesanges. Die Arbeit in den Sommermonaten wird ein Beweis dafür sein, daß weder Bombenterror noch sonstige durch den Krieg bedingte Einschränkungen den Kulturwillen Deutschlands und des Übri gen Europas brechen können Der bekannte Film- und BUhnendar-steller Paul HArblger begeht dieser Tage seinen 50. Geburtstag, Paul Linke unternimmt mit dem Ma-rlenbader Kulturorchester eine Kon zertreise nach Oberfranken, wo er eig**-ne Werke dirigieren wird. DER ÄLTESTE DEUTSCHE KOMPONIST In ersttiunlicher gelbtigei und köiper-lirher Rüstigkeit kcinn der Homponist uiid einstige Wtiqiiersdnqe: Adoll Wall-noler am 2»i. April in München seinen 90. Gebuil-slfui 1e ern. Von den mui-i:k-interfssierten .Menschen der jetzigt'n Gciieiat on weiden sich nur weniq» dieses einst horhbeiühmten Interpreten aller großen Wignerschen Tenorpartien erinnern Die Jdriicl*.srcclil G Wiiurmann lirauiisi hw,Mi> Ilennenifinn packte vor dein Kuininan-daiiten des Inlanleriebütailiuns imt eindringlichem Liitei seine Get unken du.s Die Hündc unterstrichen, bebetrsrhl, dieses und lenes Wort, Die Blicke funkelten, • »Ich werde in Temesvai anfragen«, sagt der Oftiziei schließlitb. Der Bauer schneidet eine Grimasse, da muß der Major lachen. Ich weifi, Ihnen haben es die Perücken angetdn, der bekannt schnelle Zug in ihrer .\tbeit. Er kraut sich den Kopf, wiegt die breiten Schul tern. »Aber meinetwegen, ich frag nifhl erst. Das will ich srhon noch verani ■Worten, es ist em gutes Werk und könnte der .Armee altonfalk einina' nützen. .Mfio los' Wenn Sie wollen, «teil ich auch alle vier Komnanion bei Den Plan entwerfen Sie. Ich hin <»rsl kurz hier, wahrend Sie gewiß jede Latte an den Zäunen kennen und dazu was verstehen." Nach ein paar Taqen spricht der Major darüber rnit dem Hauptmann vnn Bvdeskutti^ >^So ein Kerl i'^t mir noi-h nicht untergekommen wie der Hennemann! Das i'it einfach kein Bauer md Schlosser, geborener Soldat und Führer ist pr' Haben S>e eine Ahnung, wie er «le'ne Heldenschnr drillt? De Vins Inf.interie kann sich davor verkriechen! Freilich bchießen die meisten schon seit der Mut-leihrust wie Tiroler Eine lustige Bande diese tolle Jagdgemeinschaft!« * * »Narrische Komteß«, hießen die Wer-sehet/er die Burgl, aber sie war Volkstum! ch über die Maßen Liet sie in der BfUieinlracht mudelsauber durch den Ort, dann nickte man ihr von allen Seilen zu »Man gewöhnt sich an mich«, schrieb sie ihrem Vater nach Temesvar, »ans S(hl'mniste gewöhnt sich der Mensch.« Frau Ilenneinann halle sich indessen nicht nur an die Burgl gewöhnt, sie fürchtete sogar den Tag, wo der Sausewind melden würde: »Gut is gangen, nix is gschehn ich muß nach Temesvar zum Herrn Pa.« Burgls Leidenschaft blieb das Melken, und die Mägde behaupteten steif und fest, daß die Kühe mehr Milch gaben, wenn die Fräuln sie melke. »Vielleicht kommt's«, philosophierten sie »daher, weil die Fräuln bpini Melke so schön singt« Auch die Schmiede hatte es ihr angetan »Puhl« machte sie und versuchte den Hammer zu schwintfen, iRurgltant, Burgltant!«, rief der kleine Khus »Wis willst denn, Rackerlein?« »Ich hah Hiingerl« s Gretche mischt sich ein: »Und da mußt du das Fräulein molestieren? Komm ich gib' dir!« wNe, von der Burgltant will Ich's haben sonst ess ich nix!« »Na rtann!" lacht die Burgltant und schmiert dem Klaus ein Butterbrot, das sich ebensogut sehen lassen kann wie seih Wolfsappetit. »Burgltant spiel mit mir!« bettelt 's Peterlo »Los! Wir spielen Fangen!« lim den Tisch laufen sie, schieben sich Stühle in den Weg, lachen, kichern und tollen im ganzen Hause herum. »Burgltant, jetzt, jetzt hab Ich dich!« triumphiert Peterlein und wie ein Luchs springt das immerhin siebenjährige Kerlchen der Burgltant auf den Rücken, klettert behende empor, reitet auf ihrem Nacken jubiliert und will, daß sie 's richtige Pferd spiele, das heißt bocke und ausfetze. »So ein großer Junge!« tadelt Hennemann. Da behauptet das Peterle, es «el noch pitziklein. Zuweilen rafft Komte«se Immenhoff beide Kerle zusammen, Indem sie zum Appell pfeift oder singt, worauf die wilden Ruhen aus den unmöglichsten Winkeln auftauchen, bekleckst, voller Erde oder Spinnwehe. »Sinnen wir ein«, Soldaten?« Sie stehen stramm; »Jawohl!« Sie haben frische Stimmen und musikalische Ohren, die Buhen, und die Burnltnnt .müßte einentlirh In den Chor der Mujfergottes im siebenten Himmel qehören So klingt es fein wenn die drei singen, und wer für einen Augenblick freip Hände hat. kommt herbei, das Dreiblatt anzuhören, Es sind schöne Kinder, die Hennemannschen, und die Komtesse. 5. Es regnete, das «yrmlsche Land schien ein einziger großer Sumpf werden zu wollen, Da7u war dieser August über die Maßen schwül. Die Offiziere hatten ■ich's Röckl aufgeknöpft, Prinz Dorla es überhaupt ausgezogen. Man lümmelte im muffigen Zimmer eines slawonischen Dorfwirlshauses herum, seit Monaten kratzten sie sich in diesem Nest den Hintern. Es war zum Jungekriegen! Dorla hatte in der Rückenmuschel seines Kürasses Pflanzen zum Sprießen gebracht, der boshafte Junge. Gerade hatte er die neuntausendste Fliege geklappt — neuntausend in einer Woche —, als ihn wieder Lust zum Stänkern ankam. »Hab* ich's nicht prophezeit, Cappaun? Du freilich hast es nicht hören wollen vor lauter Gehobenheit von wegen dem Marschbefehl! Grad so gut und besser hätten wir in Temesvar bleiben können im glitzernden Umkreis der lustigen Burgl. Waren wir schon im Feuer? Ist überhaupt wo richtig schar-muziert worden?« »Schabatz.« »Na ja. Eine Mordsknallerei und dann die Einnahme des Steinerhaufens, Die Wiener aber haben für ihr Gmüt endlich einen Sieg ghabt. Dafür hat der Liechtenstein bei Dubitza Plesch nach Noten kriegt Eine große türkische Armee war damals überhaupt nicht im Feld, erst am Sankt-Georgs-Tag hat sie sich bei Adrla-nopel versammelt nach dem alten Brauch. Wir aber. .1 Ich häng mich auf! Soll sich denn ein Christenmensch wirklich von denen Gelsen da bei lebendigem Leib auffressen lassen? Meine halbe Schwadron liegt krank auf der Dacken.« Sie pafften Wolken aus den kurzen Pfeifen, hörten schweigend zu Als Dorla schwieg, fiel Cappaun ein: Mehr aus Verdrossenheit sind sie krank als vom Sumpf. Dankt Gott, Kinder, daß wir nicht auf Kordon In den Tschardaken Hegen müssen mitten im Moorwald zwi- schen Kormoranen und Fischreihern, wit tausende Kameraden.« »Von der Fußfanterie.« Spott nicht, Pepi! Ich für meine Person schäm mich vor diesem Fußvolk, Du pflanzt Blümerl im Küraß der Infanterie im Morast wächst 's Unkraut aus den Ohren.« Dorla gähnte »Stimmt schon, Husaren sein mir trotzdem lieber.« Er wurde leb hafter, sprang auf »Gestern nachmittag hab' ich den Kollonits besucht. Da hab ich auch nach dem originellen Wacht meister Soltr>ser Annahme mit dem Lachen, weil keiner mehr niaubt, daß er iemals einen Türken zu Gesicht kriegen wird, komm ich mir selber wie der Säugling de« Wachtmeisters Solt^sz vor,€