.»/ »«A. Montag am ««. November »83». Dl. ..«aibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme "" l°'^t ,a»,mt de>. Be.laqen ,m l5°mptoir ganzjährig ,, ,!.. l»a Id >>i »rl,, .1. ss. W sr. mi» ,r , d>, Fil^llu»,; „.'«Han« n»d halbjährig W sr. mel.r ,» entricht.». Mit der >l'o,^ »'<,.»«-srei aa«,jäs»ria. n»ter ,ssreujl'.n,o ,»,» ge!"»^ter ^r , >.» n "«'^"yrlg 7 ,1 Z« fr. — I» ,eritio>is<»l! r mr ^„r Hl'^le.,,e ud»r !z,'l ^,,»„ t>,l!.i!u!,. süv «„. maliqc (8i.!schc,lt.l»q ^ lr.. s.'.r zwcimaii^ ^ ^. >>>r "e, .. gc . sr (l M I'"erate l'.s ,2 Ieile» loss,» l ll. sm 3 M< .><» fr. ,..r X Ma, »"d 4tt sr, ,,.r l M,.< .mz,.icha!t,». 3n dirsc» Wel'i.lnen ist »ach de,» „p,l'vlsm>,chc" Gesehe v°m !>. ^love.nber 1«5() ,,,r I!,!,rtle»sssa»^,l" «och l0 lr. s«r e,«e jcd.>,.mili^ (5!uscha,t„l>g hinz» z» rechne». Amtlicker Theil. Se. r. k. apostolische Majestät haben dem Lau-desgerichtsvorsta»de zu FogaraS. (^arl Freiherrn v. A vor die k. k. KümmererStrürde allergnadigst zu verleihe» geruht- __________ Se. k. k. apostolisch.: Majestät haben m>t Aller-höchster Einschließung vom 14. d. MtS. der Emma Grasin v. Welsershe«mb m,d der Matdiloe Maria Gräfin v. Tige im k. k- Theresianischen adeli' gen Dame»stifte am Hradschin zu Prag erledigte SliftSplüye allergnadlgst zu verleiben geruht. Nichtamtlicher Theil. Orientalische Angelegeuheiten. Wien. 18. November. Vom Kriegsschauplätze sind heute 9tachllchlen aogtlaugt, welche die die in unserer lipten Nummer mitgetheilte telegraphische Depesche ergänzen u»d einige iu Umlauf gewesene Gerücht« berichtigen. So hat der kaiserlich russische Gesandte am hie» sigen Hofe, Herr Baron von Meyendorff, gester» Abends Depeschen ans Bukarest erhalten, die Mit» theilul'gen vom Krlegöschauplope bis z»M <4. d. M. enthalten. Sie bringen keine Bestätigung der Ge> rüchte von einer großen Niederlage der Russen, von dem Rückzüge der Russen bis zur fiebeubürgen'scheu Gränze, von einer Veseyung Bukarests durch die Türken u. dgl. Im Gegentheile hat Fürst Gortschakoss aUe Volbereituugeu derart getroffen, daß die entscheidende Stunde sehr nahe zn steheu scheiut. Die russischen Heeresfüdrer behaupteu, sie seieu des Siegeo gewiß, und man glaubt, es weiden in 3 — 4 Tagen Nachrichten >" ^i>" sei», welche die mannigfaltige", lllM^tachtdeile der Russen erfundenen Früchte sammt--lich Lügen strakeu »erden. Nebstdem will die „<5. Z. C-" wissen, daß die Ticken die Walachai am 111. d. bis auf die Stellung bei Kalafat ga»z geräumt dabeu. Einem Privalschreiben aus Bukarest vom 9. d. M. entuehmen wir die Mittheilung, daß sich daselbst nach der Affaire bei Ollenizza das Gerücht verbreit«! bat, die Türke», seien im A»zuge. In der Beile, Hung des russischen Hauptquattiers gegen die Donau faud diefts Gerücht Nahrung, und da sich viele Einwohner auschickte». d,e Stadt zu verlassen, hat Füist Gortschakoff ei„e Proclamation eilassen, durch welche hie Bevölkerung mit der Vcrsichernng beruhigt wnrde. daß Vllkarest von alleu Seiten unaugreifbar gedeckt sei. uud d>< türkischen Truppen au jeuen Pnukten, wo s,e die Douall überschritten, vom Ufer nicht weg. sld heule hier eiugellvffcli. Äm 10. uud 11. sind die russischen CorpS iu d^n Positionen Kalafat-Krajowa b,l Giurgewo und Fok' schaui, jedoch ohne Erfolg, rou den Türken augegriffen worten. Die Nüsse» blieben in ihren Stellnu» gen. Auch bei Ollemzza soU es zn einem zweice» Gefechte gekommen sein. das für die Russen keinen Nachtheil hatte. Das kaiserlich russische Haupcquar» tier befindet sich jcht im !.'c>ger bei Pud.st», wohin von Bukarest aus täglich fur 40.000 Maun Pro-, riant abgeht. In de» österreichische» G^u'zorlen treffen fortwährend sel>r zahlreich lll,fische l.l»te!lha»e» a»S de» DonausülsttUlhümcrn ei». wel,che in Folge eineS B,-srhls des Generals Gorlschakoff die Dona»fü>sten-ihiimer vellasseu mllßil». Von Seice der österreichischen Behörden erhallen de,lei Iudivituen sür be-stlinmtö Orte lautend« Aufeolhalie.scheine ciuf eiue bestimmte Zeitdauer, die von Fall zu Fall zu ver» langern sind. Einem Vliese von Czernowip i" Folge, si»d am 10. d. M. nach Gieika i» der Moldau r,n Traosport von 100 gefangenen Türken gebracht wor« den. Auch iu anderen Städten sollen Gefangenen» Transporte u»tergelnacht selu. Das Osten-Sacki»'-sche Ärmeecorps ist am 9. d. an dre« Pnukce» über den Pruth gegangen. Es passitteu vollaufig nur kleinere Colounen, meist Eavallerie. Das Haupt« quartier sollte am 12. o. M. in Iassy anfgeschlagel, werden. Nachrichten auS Belgrad melden : Türkische Trup. peu näherte» sich der serbischen Gränze mil) ma'schi" teu vorzugsweise gegen Äll'Serbie». In Serbien ist man der vollen U«berzengung, daü Volk werde sich rioem Einmärsche fremder Truppen um jeden Preis »rioeis/yeli. (Wa»d-) I Wien, 17, Novemb. Wir lesen im „Srb. D»eyn." : Derwisch Pascha zieht mit "000 M. Türken gegen Grahovo und führt zahlreiches grobes Geschün mit sich. um au geeigneten SleUen Batterien errich« ten zu können. Als den Montenegrinern die Absich-ten dieser unwillkommenen Gaste bekamtt wurde», »ersammelleu sie sich in einer Scarke von 2- .AW0 Manu, und begaben sich nach G>ahovo, an dessen Ve-festiguug sie jel)t eifrig aibeiten. Es steht zu besorge», daß Derwisch Pascha bei seiner Ankunft vo» den Montenegrinern mit ihren laugen Flinten em pfa»gen werdeu wird. — Dasselbe Blatt macht uns mit dem Inhalt emeS vierten FermauS bekaunt, der in VoS.uen sowohl Tülke» als Ehlisteu bekanuc gegeben wurde. Er lautet: „)m Namen Allah's begrüße ich jeoen (öhristeu, Serbe», Schokazen uud Tschlwutin, nnd gebe bekannt, daß der Mookow »nl> die Sophienmoschee nehmen und die Kirchen, Popen, Vladiken nnd Patriarchen iu seine Gewalt und Dich, liebe Rajah, unter sein Joch bliugen nnd seine iie»t^ helführen will , damit sie über Euch nnd über Alles wirthschaften. Darum bitte ich Euch, gebt mir eiue Schrift, in welcher Ihr sagt, wie wohl Euch ist unter meiner Regierung (es wird dieß feruer auch so sein) und daß Ihr zufrieden seid und keinen andern Herrscher wünschet, ale mich, Euren Zar und Sul-ta», daß Ihr nichts vom MoSkow uvd seiner Hilfe habcu wollet, soudern einwilliget, mich »ür immer alo Euren Henn auzuerkenne», mir beizustehen, w'.e dieß auch eiliige Könige thun, im Kampfe gegen t>eu Duschmauiu (Feind) lind allezeit, wenn wir unler Relch velmehreu wollen." Die N-ajah und die Pv pen versammelll sich iu Folge dieses Fermaus iu dcl> Städten. (Wr. ^!loyd) > „La Presse" »st daS einzige Pariser Iour, »al, welches sich mit der Note des „Mo»itenr" nicht 4a»z einverstanden erklärt, „(-ylaubt man, sagt ,,^'a Presse", daß, wenn d« Nnssen geschlagen werocn, der (5zar d«e Bedlugungn» eines Ausgleiches an-»ehmen wird, die er verwarf'? Es ist fast Wahn» sinn, das zu glauben; es hieße dieß die Mittel Rußlands verkcuneu und den Stolz und die ener« g'sche Hailima, des russischen Volkes mißachte». Die eiste Hauptschlacht, welche die Russe» veilieren, wild das Signal eines Krieges ans Leben nnd Tod sein; die gauze mookowilische Völkerfamilie wird sich wi« Ei» Mann e>heben »md „icht eher stillestehe« biS sie ihre Wunde, ih,e Echinach mit den Flute» beS BoS, prrus abqewasche». Wer Augen hat. sl«ht also, daß ei»e Verlorne Schlacht der Russen der allgemeine Krieg ist " ' DaS „P a y S" berechnet die Etreick'üfte Rußlands, und erkennt an, daß eS 450-000 Mann u»d 99l) Feuerschluude iu'S Feld stellen könne, die Reserven, welche 200.000 Mann und 4?0 Kanoucn stark sind, nicht gerechnet. Nußlaüd ka»n im Gcin-ze», ohne sich im Innern uud im KaukasnS bloß,^n-stellen, 5>00.000 Mann über seine Gränzen schicken. Rußland hat die Gewohnheit, zuerst lmnur nur eine« Theil seiner Streilk'äfte vorzuschieben. Dieft erkl.^s, weßhalb es in den Donauprovilizen nur 90.000 Manu stehen hat. Dieses ArmeeccnpS ist jept im Kampfe mit Omer Pascha begriffen. Man versichert, daß der russische Geueralissimus jeNt Massen von Truppe» gege,' die Douauproviuze» vorrücken läßt. Diese Ver« st^lkllngen w^ren 120.000 Man» stark nnd buchten oie Donanmmee auf 200.000 Main, regelmäßiger imd ^0.000 Ma»n unregelmäßigen Truppen, die lluter deg geführt weide» kauu. PiS j^,t scheiut der Kampf de» Türken günstiger als de>, :'n>ssen zu sein. l^offen wir, daß dttser orientalische Klieg weder so ,lang noch so allgemein lvnde» möge, daß er den europaischen Frieden nnd die ernsten Interessen, die dabei im Spiele Zlch. nicht iu Gefahr biiuge. (Tst. P.) I London, 14. November. Sonnabends waren wieder alle Minister im auswürligen Amte zn einem (öablnecsconseil versammelt, welches zwei St)»»-den dauerte. Die iu Eitykreise» verbreiteff^ Gerüchte, als werde das Parlament vor Weihoachle» zus«,m-. meukommen, entbehren, wie wir mit Bestimmtheit versichern kennen, aller PegruudllUg. Was die lep-cen CabinetscouseilS blufft, so darf ma„ nicht verges, «tt«H sen, daß sie jedes Jahr um diese Z Wien, 19. November. Vom Kriegsschau p l a p e sind noch immer keine verläßlichen Nachrichten augelangt, welche daS Dunkel der leyten Vorgänge bei Öltenizza aufzuhellen vermöchten. Die „V. Z. C." sagt zwar: Die gestern von der „Oesterreichischen Korrespondenz" mitgetheilte Depesche über den Vorfall bei Olteuizza wurde von dem Gonveruement in Hermannstadt nach verläßlichen Privatberichten nach Wien gesendet. Dieselben Bericht machen auch die Mittheilung, daß die Türken, mit AuSnahme der Position bei Kalafat, überall daS link,.' Douauufer geräumt, und sich theils auf das rechte Ufer zurückgezogen haben. Und eine anderweitige Privatnachricht bemüht sich, den Vorfall vom 12. d. M. bei Olceuizza anf-zuklärcn, indem sie sagt: Wie es scheint, haben die Türken die Donauinsel, welche an der Mündnng des Hrgis liegt, nach dem Rückznge von Oltenizza nicht geräumt, sondern sind auf derselben geblieben. Der Rückzug scheint in Ordnung, und zwar theils über dii Argisbrücke, theils mittelst Booten zur linken Seite über die Donau erfolgt zu sein. Als wahr« scheiuliche Ursache des Rückzuges der Türken wird die von den Nüssen concentrirte Uebermacht angege-ben, mit welcher die türkischen Schanzen und die Ausst.llung im Quaranlaiuegebäude angegriffen werden sollte. Eine weitere Verfolgung der Türken anf die Insel scheint jedenfalls in der Absicht der Rnssen zu liegen, und soll mit dem dazu nöthigen Batterie« bau (d«e Türken haben 40 Geschüpe anf der Insel) schon am 12. begonnen worden sein. Allein es sind dieß immer nur Privatnachrichten, denen jedenfalls daS Gewicht des Authentischen nicht leicht beigelegt werden dinfte. Ueber die Vorgänge an andern Orten der Walachei sprechen sich unsere gewöhnlichen Quellen in folgenden Nachrichten auS: AuS Bukarest bringen Privatbriefen entnommene Berichte die Nachricht, daß am 12. d. M. bei Giurgewo ein etwas heftiges Gefecht zwischen Russen mit) Türken stattgefunden habe, daS zum Nachtheil der Türken endete, indem der Versuch, in Giurgewo zu landen, an diesem Tage jum vierten Male mißlang. Die Rnssen, die ein türkisches Kanonenboot lveguahmen, haben auch eine auf der Insel bei Giurgewo aufgeworfeu gewesene türkische Batterie zerstört. Gestern ist eine zu den besseren Ständen zählende Familie direct aus Krajova hier angekommen, welch: diese Stadt am 10. verlassen hatte. Nach bereu Mittheilungen haben die Russen ein starkes CorpS in und bei Krajova concentrirt, und ihre Vorposten bis in die Nähe von Kalafat vorgeschoben. Alle Gerüchte von Räumung Krajova's durch die Russen, von vorgefallenen Gefechten nnd Schlachten bei Kra» jova waren rein ans der Luft gegriffen. So viel man in Krajova weiß, stehen die Türken noch immer in der Nähe von Kalafat, und sind höchstens eine Station weit anf der Straße vorgerückt. DaS tür-kischi Corps wird durch Ismail Pascha commandirt; sein Hauptquartier ist in Kalafat. Die Nachricht, daß General Dannenberg in Krajova commaudire, ist eben so unrichtig, als daß daS russische Hanpl« quartier in dem Dorfe Dobreni sei. General Ta>.l-nenbei-g ist bei Oltcnizza. In Krajova commandirt General Fischbach, in Slatina General Werbeuberg. Die aus Kalafat nach Krajora Gefiüchteten erzähl-ten, daß die Türken in der Stadt wohl nicht, aber in Einzelhöfen geplündert hätten, uud daß von den Officieren der eingerückten Truppen sthr viele polnisch sprachen. Von, asiatischen KriegSschauvlap theilt die „Pattie" nach einer Correspondenz ans Trebizrnde vom 18. October mit, daß daS zwischen Moodok m>d TifliS gelegene russische Fort Dariel, auf dem rechten Ufer deS Tereck, von Tscherkessen und Osseten cernirt i wa»-, nnd auf dem Puncte stand, in ihre Gewalt zu fallen. I Die „Presse" meldet nach einer Korrespondenz aus Iassy vom 11. November, daß bis zu diesem Tage. das Osten-Sackeo'sche CorpS noch anf keinem Puncte das moldau'sche Gebiet betreten habe. Auch der französische und englische Consul befinden sich noch immer in Iassy, obwohl dieselben bereits laogst die Verbindungen mit der Localregierung abgebrochen haben. Nach einem andern hier eingetroffenen Berichte auS Bukarest glaubt man, daß die Avantgarden deS Osten-Sacken'schen Corps zwischen dem 20. nnd 24. d. M. daselbst einti essen werden, und daß sodann das Hauptquartier des Fürsten Gortschakoss wieder nach Bukarest kommt. Nach dem „Lloyd" befinden sich außer dem Dannenberg'scheu Corps noch folgende Divisionen des Lüders'schen Armeecorps in den Donaufürstenthümern: Vom Lüders'schen Corps sind au die Donau zum Theil in neuester Zeit gerückt die 16. Infanteriedivision des Geuerallieutenants Marimowilsch-Mariun. Diese besteht ans der Brigade deS Generalmajors Artamanoff mit den beiden Infanterieregimentcrn „Modlin" nnd „Praga", und aus der Brigade des Generalmajors Eiia/lhardt lll. mit den Iägerregimcuteru „Dublin" uud „Zamosc." Diese Tluppen standen den leptcn Nachiichcen zn Folge unweit Galacz. Ferner die i>. leichte CavaUeriedirislon de? Geüeiallil'ulenanls von Fischbach mit deu Udlaneüreg^urnieru „Ooessa" nnd „Bug" uncer dnn Briqar/e^ncial Kc-iuar, nnd de.i Hnsarelnegimenteru „Achcirka" und „Alerander," welche der Generalmajor Kenoki commandirt. Hiez» gehörte die ll. reitende Arcilleriebrigade unter dem Obersten Neisich mit den Batterien Nr. 9 nnd 10, ferner die 13. Fiiß-Arrilleriebrigade, sowie die Train-brigade der 15. Infanterledioision, was im Ganze»? im Verhältnisse zu den Truppen eine sehr zahlreiche Artillerie ist. Der „Constitntionncl" meldet aus Aleiain drien vom 4. d., daß in Kairo abermals 12.000 Maim nnter dem Oberbefehle des aus den syrischen Felt-zügen her bekannten Sekir Pascha zur Verstärkung der türkischen Avmee bereit stünden und mau »ur mehr die Rückkehr nach Coustammopel abgegan, gene ägyptische Dampfer erwarte, um sie crpediren zu könn eil. Nach den Berichten, w" ternuntiuS in Coustanliuopel, Freiherr v. Brück, von der Pforte ein Vezirialschreiben an Omer Pascha er. wirkt, wodurch den Mokanen (österreichische" Vieh. Wirthen) in Vnlgarien die Passirung der Donau gegen dem gestattet wird, daß sie ftüher entweder lhre noch schuldigen Abgaben an di« Pforte bezahlen, oder d"en Entrichtung dnrch Bürgen sicher stellen. _ Ihre k. k. Hohtit die dlirchlauchcigste Frau Erzherzogin Sophie haben, nach Meldung der „i!,nz. Ztg." durch d"l Herrn Hofsecretar Pnrgold der Frau Baionin v. Haan, Gcmaliu des Herrn Bezirks-Haupt-Mannes in Gmu»deu, den Betrag von 300 fl. EM. zu dem Zwecke großmüthigst überseudet, um den arme» Bewohnern der Gemeinde Traunkirchen, welche bei der dnrch die gegenwärtigen Zeicverhalcnisse ein. getretenen Stockung des Absanes von i^olzwaren, mit deren Erzeugung sie sich beschäftigen, in großes Elend gestürzt sind. eine Unlerstüpuug zukommen zu lassen. Dieser Betrag wird zur Gründung einer Snppenau. stalt in Traunkirchen und zur Verteilung von Naturalien an entfernter wohueude bilfobedürfcige Glie-der d,r Gemeinde verwendet werden, wodnrch den Nothleidenden ei»e dauernde Hilfelelstnug geboten, und der edlen Absicht der huldreichen erhabenen Epen» t»eri» am meisten eutsprocheu werden wird. — Se. Ercellenz der Herr Handelsmiuister Hai über Vorschlag der k. k. Ceutralcommission zur Erforschung und E'haltnng der Vaudenkmale, den Hrn. Gottlieb Freiherrn von A u k e r b h o f e >» in Klagenfurt znm Conservator der Baudenkmale für das Krouland Körnten, uud den Vorsteher des Museum Carolino-Angusteum, Herru I. Süß m Salzburg, zum Conservator für das Krouland Salzburg ernannt. Wien, 17. November. Ein hiesiger Mechaui-^l hat eine Laiidbaggermaschine erfunden, durli, selche Erddurchsslche. namentlich bei Eisenbahnen, lUtt geringe» Koste» durchgesührt werden koü»e". Die Maschine ist durch eine mit Dampfkraft bewege Eimerkette construirt, von welcher die dnrch rotireud!,' Kroßer gelockerte Eide auf die Trausportwageu ge-schüttet wird. — I» Folge Miiusttrialtllasses wird die Her-, stellllng der Uiuelbauaibeiteu von dem linken Theis;-ufer bei Szöreg b<ö Neu-Kikinda, u»,d vo» da bis Szakalhaz auf die k. k. Szegediu-Temesvarer E>sel>-bahn, im Wege dcr öffentlichen Coucuirenz durch Ueberrelchnug schriftlicher Offerte au den Miudest-forderuden überlassen. Die Kosten der elstgenanuteu Strecke belaufe,, sich auf 184.!)0!> fi., der zweiten auf 1" der Marine in Zusammenhang gebracht. Da die bisherige Slälke des Marine > Offizier - CoipS zn der l^igcn Anzahl ausgerüsteter Schiffe nicht mehr im gehörigen Verhältnisse steht, »uo es übechaupt auf ein, Verstärkung deS inlellectuelleu Elementes abgesehen ist, so wird der Stand aller Chargen, am meisteu aber jeuer der höchsten und der niedrigsten, bedeutend erhöht werden. — DaS einzige Papier, daS au der Fraukfur-ter Börse von aUe» Tagesereignissen unberührt bleibt und immer steigt und steigt, sind die Hamburger S pi el ba u k - Aciien. Zu 600 Fl. Nomiualwerch, sind sie für 1700 kaum zu haben. Man verspricht sich für dieses Jahr eine Duldende von 90 pCl- D e u t , ch l n ,, d. Hannover, 11. Nov. Dnrch die neueste Num. mer der Geseysammlnng werden wieder mehrere auf die Einverleibuug in den Zollverein bezügliche Ve» ordnungen erlassen, nämlich: 1) das Gesep, die Besteuerung des inländischen Tabakbaues betreffend; 2) Bekaunlmachuug de5 königl. Finanzministeriums, die Bewilligung vou Remissionen an der Tabaksteuer betreffend; A) Anweisuüg zur Auoführuug des Ge-sepes vom li. ^iooeinber 18li3, die Steuer vou i»» landischeiu Tabak becreffeüd; 4) Patent, betreffend die für den Seeverkehr geltenden besonderen Bestim-mungeu des Zollgesel)eo u»d dec Zollorcnuug. — Aus Fulda, ll. No»., wild dem „Frank-furter Journal" geschrieben: Der Giaf vou H)se»» l?urg-2!)achcersbach, Schwiegersohn t»es Chulsüisten, befindet sich kralik zu Wachce,ebach. Der Medi-. zlnalrath Wiegaud von hier ist deßhalb zu eine, ärztlichen Consultaliou berufen worden uud heule »ach ^achtersbach abgereist. Italien. In Turin (111.) hieß es, wie mau der „Gaz zela di Veuezia »neidet, daß der Minister oeo Äus-wartigtu Herr Daboimida eullasseu. sei» Porieuill.' dtM sardinlschen Minister in Florenz, Ritter VlUa-macina übertrage», und daö Miuisterinm tes Uuter-richtS aufgchobeu werd,. Das Tnlincr Pallameut wurde am N. eröffnet. Ill der Depuciltenkammer war die geseyllche Zahl der Stimmen uicht voll, wißhalb der Pläsident die Schuug aufhob. Das bereitö am 10. d. vo« Geüua obgesea/ltl sardiaische Kllegoschiff „Euridice", gehl "ach Übelnähme 0er lu Villa ftanca vechaftecen Fluchlllnge nach London, sch.ffc d..l bloß die für deu „Ea.lc Alberto" btstlmmte Mannschaft au5, begibt sich dann m,t deu Emigrance» nach den Ver. Staate». ^ r a »l k r e » ch. Paris, 12. ?tovember. Die Verhandlungen de5 Prozesses gegen die Äng,klaglen wegen deö (^om-plottS vom Hipodrome uud der comischeu Oper, werden am Dinstag ober Mittwoch beeudet werdel,. Eiuzelne der Äugeklagteu laugn/n beharrlich; Alldere machten Elngestaodulsse. Der ^lugeklagte Gabrat gestand, eiuer geheimen Gesellschaft zur Proclamirung Oer Republik zugehört und vou Mariet Wasseu er« hallen, auch sich anf dessen Anstiften an die comische Oper begeben zu haben, wo em Anfstand beginnen sollte. Der Angeklagte Iaud sagce aus, daß dieser Änfstaud mit der Ermorduug d?ö Kaisers begilluen sollte. Jener Mariet erschien als Hauptanstlfter. Der Chirurg Falloc raunue ein, sich au denselbcu Ort begeben zu haben, weil der Angeklagte Gerard ihm von einem ^licenlale anf den Kaiser uud davon gesagt habe, daß «S dort leicht elwaS zu verbiuoen geben könne. Der z»lel.;l vernommene Hngeklagie Martin, welcher sich als Schriftsteller versucht Hal, ist es geweseu, welcher am Tage nach deu Vorgängen bei der comischen Oper sich selbst beim Polizei-prafect schriftlich der Theilnahme daran angeschuldigt, a»t> als Mitglied der Societ«!- des EcndlantS bekanni hac, welche in der Absicht, den Kaiser zn todten, sich nach der comischeu Oper begeben habe. Anf dein Pont Neuf balteu die Verschworenen noch berathe,,, was mit der Kaiseri» werden solle. O>e sollce verschont werden. Die noch gestern begonnenen Verlbe,-olgungöreden der Anwälte wurden hhr am U. unlerbreilet werden. Die Nachrichten auü Cuba reichen bio zum 7. October. Die Cholera ist nach großen Verheerungen, besouderS uuter der Bevölkerung der Schwarzen, fast gänzlich velschwunden. Die Arbeiten haben dnrch die große Sterblichkeit der Sclaven sehr gelitten. Telegraphische Depeschen. Teiest, 18. November. Sehr bedeuceude Ge-treideladungen sind hier angekommen. Schwanken der Preise, sinkende Tendenz. * Turin. Itt. November. Buoucampagni ist zuln Prasidcnteu ocr Al'gevldueteokalnmcr gewählt worden. — Die „Gazeta pe Madrid" meldet die defiuilioe Ueberttaguug des Kriegöministerium^ au Hr». Molina. " Pnrls, 17. November. Daö falsche Gerücht oo>, der Eilliiahme Bnkarest'o durch die Türken, angeblich bevorstehende Baükmaßregeln und der neuliche Artikel des Mouiceur über den Sla»d der orieutali' scheu Frage hemmt«» deu Aufschwung der Course, die sich übrigens auf 7!l, 60 und 9i), 0.^ erhiclie». * Paris, 1^. Noo. Der „Momteur" s.'gt, oie Regierung habe sich mchc mit dem Gelreicehan-oel befassen können, ohne cen Handel überhaupt zn a/fahrden; der Gecreideabgang betrage ungefähr U! Millionen Hectolitres, doch biete die Subsiste»,;f>aqe keinen Anlaß zur Veunriihlgung incdr. ^.(i00.000 Hectolilreo seien bereico vou Alißeu her eingebracht weiccre große Melige» wurde,, uoch erwartet. Odessa, 8. November. Der-Kaiserlich russliche Kriegodampfer „Seüikale" ist unweit Ialca am G^rsomefus uütergegangeu. Dl< Mannschaft wurde ge^ttet. <'-'^ 'lii .^,l ,<', K nstnotl^ aus Hgrnm. (Verspätet.) l>r. I'. — Schou lanc Verichteu aus Ni'arl'lirg hört«,, wir, tast der gefeierte aflikani sch e Tragöde Ira Aldridf,c unsere Stadt mit semem Besuche erfreneu wird, und cö wunderte uns nur, oaß er Gral; überging, „»d deuuoch zu n»s hieher kam. — Endlich erschien auch m Agram der Tag, Aldritge kam. — spielte bei doppelten, noch ercra erhöhten Prelsen - uud der E.solg war ein >.:>g.l)eu-rer. der E»thusiaömi»S b00 ) eins W.iyr, i»> 2^ '»al Haml'url,. <ür 100 iVlarl Va»ce. Gulden 8« 2 M'».,.' Liuorno. ssir 300 Tvs^nisch, Vlr,. Wu!d. l^ l/2 Äf. 2 Mc»>c,l. Ll,»o». sftr 1 Pfund Gt,lll»i,' O>l>ld„i N-1? H Moüat. Mulmld, siir »00 O,st,rr,ich. Lir,, wuld. t«3 7/8 2 Monüt. MarOille, für AlW ssrailln,. . K»»!b. <:iü3/i li M'NlU. Paris ff,< 3lb,r-(sours, v l',ü t9 November d, Kliis. Ml!»,,-D»cai,n Agio .... 2« 5/s '.ii 3/6 d.tk' Rand- dto „ . . . . 2l^j/8 2> l/i< (^ulll ul >n»r«l> „ . . . . — 20 l/« NapoleonSd'or'S „ . . . . — v.l> Sollveraiüsb'or's „ . . . . — <5.52 Ruß. Inwerial „ .... — 9.L2 Fri.drichsd'or'S ^ .... - «.40 O»^l. Soveralngs ^ . . . . — ll.22 Silberagio . . ^ .... <53/^ tü l/2 K. K. Lotto.;iehungen. In Trieft am 19. Novrmbrr »853: '2. 85. 10. 31. 65. Die nächste Ziehung wird am 30. November 1853 in Tnest gehalten werden. Getreid - Durchschnitts - Preise in Laibach am 16. November «855. Marktpreise. I ^M. Ein Wiener Mehen ""'' ' _____________________" fi. ^ kr. fi. j kr. Weizen ... 6 l8'j« 6 48 Kllkllslltz ... — — 4 12 Halbfrucht . . — — 4 44 Korn .... 46 4 12 Gerste .... — — — .^' : Hirse .... — — — *- ^ Heiden ... 3 3l'^ — ^., Hafer .... 2 7'^ 2 12 Fremden-Hntcige der hier Angekommenen nnd Nbgerelsien D»„ »7. November »853. Hr. AlfonS Fürst 0. Pol-cia, Rentier, vo»T>ifst nach Wien. — Fr. Fürstin v. Iablanowiky, Private, von Wien nach Venedig. — Hr. Graf Attems — u. Fr. Giäsin v. Thurn, beide Primate, von Wien »ach Görz. — Hr. Josef Baron v. Kelle,sbei^, P>logier; — H'^. Baron v. Wolf, k. russ. Ii^en.eu,' - Major j — 3'< ^ ^^"„r, Advocat; — Hr. V,nc,n, Da! F'°l. Pnvatier ^ und Hr. Ios,f Frankl, Handels-"'"""' ""'b von Wien nach Triest. - H., Ma-th.ai Nen^l,. Tonknnstler, oon T.ie.l ..ach Aa,a,„. .üch Wien " ^"'"^ H^d'lsmann, 00.. Tnest Nebst l09 andern Passagieren. Hr. Pagliari k. k^lp,.„^onsra.h, v°n Ni^>, „ach Verona. - Hr. Mathias Pirz, Vc^verwalter, von Idr.a nach Grah. - F... Wiihei.nin, Gräfin Somojlef, Prirare — und Hr. Chr.stian Broselmaon Handelsmann, beide oon Tricst nach Wie». — Don Heinrich Manuel, Nenlier — und Hr. Josef Fischer, Privatier, beide von Wi"> nach T'iest. ^- H«. (fh,.. niann, Proatier, von Gr^h nach Trieft. — Fr. Huber, Private, vou Grah nach Trieft Nebst «35 andern Passagieien. Z. 174l. (3) Casino Nachricht Die gefcrtigteDirection veranstaltet für Mittwoch oen 23. l. M. mn halb 6 Uhr in den Vl'rcmslplal,taten eine Mcndmiter-haltung mit Spiel uno Tlniz, zu welcher die verehrten Mitglieder des Casino.-Vereines eingeladen werden Von der Direction des Casino-Vereines. laibach am ,6. November i853. 3. 1770. (I) Jener Herr, welcher in Abwesenheit des Ei-genthümers sick öfters die Theater-Loge Nr. 21 ungebeten öffnen läßt, wird ersucht dieses zu unterlassen. U M. Ausstrich aus Berlin empfiehlt sein reichhaltiges Lager von englischen Metall- und Stchlschreibfedmt, ^MMGWU w,lche seit neuerer Zeit auf Gntta-Percha ^schliffen we.den; durch Diese .n'lie Erf,i,d..»c< sx.d attc Hindernisse beim Schreiben, wie das be. sonstigen Stahlfedern qe„i)h.,liche Spr.ßci,, Kiih.'I„ >,nd Ei„sch„eiden aehobe, lind >l»d für jede Hand nnd Vchiift paffend. n / , Der Preis von 9, 24, 3(j kr. bis 2 si. d,s Gr.si n.ic ,44 Stiick, u,.d sind wäbrcnd des Marktes ^ll haben. -,!,g,.i^ f,^ - ^ «4.-..... >. <^l^MMM!MM Wichtige Anzeige für .Herreu, WWWVWNVW ^ die sich selbst rnsire«! lllit.'r^^y.,.^! r».!,^ yi.!..,. !,>,!. I', 'I'. Publ,cnm seine schon II, den Il,hr.>n l^!42 Nüd «845 >'!,'. villMen, cheiuische», elastische!» Streichriemen et^'bc'st :n E,in„ern>^, !l.'^mt Jedermann in den Sla.,d qescht wird, dein stüü'pfel! Rasirmesser den feinsten Grad von Schärfe zn ^el^n, c>hne zn fnhlen, das: ein Messer auf dem za,tfli!)Ienden Bart sich befindet, da .''» !eichle5 nnd gntes Nasiren eilie der ss'ö'snen ?l,cen Staaten den Voiznc, vor allen andern erworben hat. Der Preis eines solchen Ccreichiiemecis ist nach der Gro'sie nnd Breite festgesetzt, nnd wa>ren5 des MalkieS in dcr Theatergasse 3tr. ,5>, , l^i»-v!« dem Gasthofe zum weiftcn Röstet zu haben. P. Goldschmidt, Prioilegiums-Inhaber in Wien nn Berlin. Z. 1645. (,0) Gänzlicher Ausverkauf von Tuch-, Schnitt- und Current-Waren« Gefertigter macht einem verehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß er seil! Geschäft ernstlich auflösen und seine Wiren vlel unter ven Fabriks-Preiftn verkaufen wird, weßhalb er auf einen recht zahlreichen Zuspruch rechnet. Josef Pauer. 3. 1584. (9) Die Tuch-, Schnitt- und Modewaren-Handlung des Carl Wannisch, vis-a-vis der Scbusleibrücke Nr. 13 in Laibach, empfiehlt ZU Fabrik» - Preisen ihr neu assortirtes Lager von Tuch, TüfFel, «iber, Wadclott, Boi, einer grossartiyen AuNwalil von Rock- «fc lIoNen-stofl'en, Hatfinor^^ nasifteiifiiirlief*ii? Peru-liefli'N, ttjllel^, KMcliai*|#9fii9 Crawiilci^ uteltle-neit TJirlieliB^dir«^ de MapleN, Atla^^e9 Tieiii-%ian«leii9 lieinen - Tiiclielii, KNpaiis;€ilet9M9 11 acli^leiiftwaiaden^ WiehsfaH'eiei* iuhII allen ^utler^rareii. ferner unter Fabrikspreisen, eine &*roft.