Nr. 330. Samstag, 6. October 1888. 107. Jahrgang. VmbacherW Zeitung. «"> "^^"^l Mi! 'lv erlendunss : g.in^ahng st, l». hald^äh» !,,<>. ?.l>U. Im >t c> m p l o >» ! I N'w« >,ni"' dalblahl!« III.,»«, W» die ^ustcUunss >„« P.,u, a°n,!»hli, fl, i. - In,»rt»»»««,tbUrl ss«, V ^ ° >'n»«att !,<, ,„ < 4«!,,,, ,« ll.. al«h«« v«r geil« « lt.z tli ellflln witd,rl)!,Iu>i<,en Pl X«!l« » lr, W Di« .>»«»><,«»« Zeilxng' tlsch«!n, ,a,Uch m>« »n«n»h,i.c d« ^o.ll,. und ftt,c>!^s Dic Ndminiftratio» dcflndet sich 0 ih»^!«^« ,5. bil «evactlo» wien«ftlahe >5, Splechslunden d« Uttbactlon tänlich von 10 bi« 1» Uhr vormiuaqf — Nnnl!fr,i M" ^schließ»:'«, vom 2. Oclobcr d. I. dem Ii!>^'"l^ecrelär im Ministerinm für Cültns nnd t>üs su^ Dr- Franz Joseph Ritter von Hay m rrle i" wl ^ "'^ d''s Fmnz-Ioseph-Ordens allergnädigst ->>^^kn gerlcht. Nichtamtlicher Eljeil Zur Situation. ^>. Wien, 4. October, die ö«emnen Aufmerksamkeit zu sehr in Anspruch ge-!che>nl„ ' "" ""e eingehende Beachtung auch der Er» sluttrn ^l"^?^ dem heimischen Kampfgebiete zu ge> z>vin^5^ltt ja der Geist auch ohne so große und tt" ilinl ""anlassuug gerne aus dem Gewühle uu« stels i„ ^."' Eouflicte und Parteistreitigteiten, welche. M, nur ",, !e ^" seichen Schlagworte verhar» k hoff» ' ^"^ "eue Anregung gewähren können, '"'sluila "'^' '" '^'k" die Keime einer neuen Ent. !^e< ?", "'deren Auffassung unserer Zusläude zu D» qän, ?^'"^ alltäglich mehr oder ist eigentlich ^ E'tche ^ gewichen. Die Fragen kommen nicht von '^" U^..!" dies gilt insbesondere von den nalio- ^"^«'"heilcn. ^ijfftntliH^ allerdings "l^s Ueberraschendes, wenn M'Me,. '^"lsion es vorzieht, bei dem groß.'n ^«ten ,., ^^ derweilen, wie verschiedene Völker und X>,tt trrze F? ^^'^« Z'^len zusammentreten, cin-N" vrrlt)^ '^"ng für die Wahrung ihrer höchst-u MttL i^"A". als dass sie alle Einzelheiten des 3>'g b^tt!^."^gt. welche doch. was ihre U l"Mlei, MM' ^'ncn Vergleich mit jenen veitta-tl>^"s e^./^l'ch deren eine Einmüthigleit des ^^ bff«!,lli? worden ist. Schöpft doch der Veur. '^chlniin, " Verhältnisse ans dieser erhebenden dass, wenn eine Jenilleton. »„ Die ^ Koketterie. !>H ^as^i, 'j^ Waffe des Laubfrosches in, Kampfe Diese Waffe hat er l»^ bk!^."r ^hrhundl'rte selbst geschmiedet. >..-^^"i« ^' de„ N^ der Darwinschen Aupas. >n Slorch ^t?^^". mn>^^"abel auf ihn losfährt? Nich's . ' ^b ,^^ f^rrirn hilft bekanntlich n.chts. Man ?üö Ü' sich"mi^. '""pp'ut sich ssegen die Feind,'. '^ c;^ <3ch>>^ ^c.""" mwerdanl'ichrn Panzer unv ?lH"'t ei,^^"t s'ch nn hauö. der Igel um-^s kt sich '"sta^ der Laubfrosch >n "d Va s/ "'' «runes Gewand, das ist ihm ^nn^ yen'«, w"d zwar auch so noch qe-?l sl'b^^ di'e Gattung ka.n dabei 3°!ch ?pf ""d 'S? es ist keine Gefahr, dass sie M°l^ u. dkn, n? «"sgerottet wird. D.r griine ^"e d3 ^ ''7 Laub nicht leicht zu finden. 3 HZ 3er«^"7 Kampfe aller gegen alle hat ^ ill ^?""^s„ "U"'' um auf dem Sandboden <> ""«"". bis^'">>l« l° lange zn strecken ^ d,7'"'. D ^" ^"' Blätter von dcn P.lmen "^ lei^. '"^'e sich der anständige! ^ l'utschlich,,.. ,.»d er sa.... m.f solche Verständignng über große Dinge möglich ist. sie auch über solche zu erreichen sein wird. welchen doch eine relativ weit geringere Ocdentung beizumessen ist. Wenn Volker ihre Macht einzusehen entschlossen sind, nm den Frieden nach außen gemeinsam zu wahren, sollten sie zu lnucn Opfern bereit sein. um ihn auch im Innern zu behaupten? Freilich sind die Gefahren auswärtiger Compli-cationen für die Exislenz. die Cultur nnd das Gedeihen der Nationen weit bedrohlicher, als ihre inneren Zwi-stigleileu. in deucn nicht mit Kanonen, sondern mit WahlMelu gelämpst wnd. D^her »st es auch begreiflich, lueiin sie all ihr Sinnen und Streben vor allem dahin anspannen, jeden Arnch dls internationalen Friedensznstandes zu hindern und einem jeden frevelhaften Vl-rsnche im vorhinein die ganze Wucht einer überwältigenden Abwehr entgegenznstrllen, aber auch innere Zerwinfniss«' sind. wenn sie lana/ anhalten und wenn deren Intensnät stets gesteigert wird, nicht frei von Rückwirkungen auf die Entwicklung der Völker. Man darf wohl an der Ueberzeugung festhalten, die Erkenntnis von drm Werte des Friedens werde anch allmählich die nationalen Gegensätze in unsrnr Mitte abschwächen, wenigstens so writ dämpfen, dass sie für die Allgemcin-h>it von derselbe» Tragweite werden, wie analoge po< litischc Meinungsverschiedenheiten, die von momentaner politischer Wichtigkeit werden, aber leine permanente Scheidung der Bevölkerung schaffen können. Aber nun kam Herr v. Plener mit einer Theorie der Hoffnungslosigkeit. In seiner in Eger gehaltenen Rede schneidet rr auch die Aussicht in die Znkunst ab. So weit sein Blick in di? kommenden Jahre zu reichen vermag, so weit das Nebelbild künftiger Generationen zu erlcnnen ist uud alle Metamorphosen des öffentlichen Lebens bis dahin vorhcrzufagru sind, darf eine spon-tan» Abfchwächnnq der nationalen Rivalitäten nicht er« wartet werden. Zwar haben viele Gegensätze, welche die Blätter der Geschichte mit Vlnt gefärbt, dic Leiden-schaslru zur Wildheit augefacht haben, im Laufe der Jahrhunderte ihre Schärfe verloren, abcr H-rr v. Ple. ncr glaubt nicht, dass solches auch bei den nationalen Fragen möglich wäre. Würde diese Ansicht ein volles Anrecht auf Brgvüuduug haben, dann hätte der Pesst« miömtts ein grohcs Grbiet zur unbeschränkten H^rr^aft erlangt, dann würden wir allerdings vor der Theft stehen, dass die Nationen über alle Culturfragen stch schließlich verständigen können — nur nicht über die andere Verlängerungen. Er musste, um in seiner Schwäche den wilden Bestien gegenüber bestehen zu können, an die Verlängerung seiner Arme denken, und er verlängerte sich den Arm durch den Stock, den Speer, den Säbel, das Schießgewehr, die Kanone, er verlängerte sich die Krallen durch deu Dolch und das Aowie-Messer; die Beine verlängerte er sich. indem er das Pferd bestieg, r» vor den Wagen spannte, in« dem er E'senbahnen baute. Seine Schlraft erweiterte er durch Vrillm. Operngucker nnd Fernrohre, und feine Zunge reicht so weit. wie der Draht des Telegraphen und Telephons. Sogar seine Haut erweitert er nach außru, indem cr Kleider trägt, aus dem einzigen Grunde, weil die Natur ihm uicht eimn so war« men Pelz mit aus den Lebensweg gegeben, me dem Bären. . ^. .... ,. , Wie gut Sie mich doch kennen, me,ne Gnädigste! Es ist erstaunlich. Ihre Uugcdnld verräth es m,r, Sie wissen ganz g"l. dass ich mich nicht herschcn werde, um mit Ihnen Darwiu'sche Anpassuugs- und Entwick-lunailh.orie zu verhandeln; ich solle endlich losschießen uud smicn wo ich hinanewulle. G»t, Sie haben recht, udsäwu män wirklich einen Menschen ausredm lassen könnte, besonders wenn cr so schön im wissenschaflllchen Nnae ist Ich komme schon zur Sache. Alles was da kreucht und fleuchl. sucht sich «an. zupasse." den schwierigen Verhält.nssen nnter welchen «in die Wclt gestellt wurde: alles »st bestrebt, stch mit Mitteln der Defensive und der Offensive zu ver-stben nm in dem allgeM'inen Kampfe nicht zuschanden In werden. Dasselbe th.lt auch das Weib in der Schöpfung, das wollte ich nur sagen. Wie do Laub-frojch n» Il'leresse der Selbslerhalluug sich lu Grün Sprache der Beamten in den gemifchtsprachigen Län« dern. Wuranf stützt sich diese geringe Zuversicht auf den endlichen Sieg der Einsicht über die Leidenschast? In seiner in Egcr gehaltenen Rede meinte Herr von Plener, es gebe ideale Veurlheiler der öffentlichen Z». fläude. welche meinen, dass der ganze gegenwärtige Nationalitätenstreit ohne staatliche Intervention von selbst einmal verschwinden werde, wie die Religious' kämpfe des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts, ?Iber das Gleichnis treffe nicht zu. Der Staat konnte durch die Toleranz und Gleichberechtignng den religiösen Kämpfen ein Ende machen, weil die theologischen Contro-oerfen für ihn gleichgiltig wulden. Aber was die Sprache betriff», so kann der Staat ihr gegenüber nicht iu-diffrrent bleiben. Die Sprache seiner Behörden kann nicht der Concurrenz der Völker regellos überlasten werden. Darum wird in den gemischtsprachigen Staaten immer eine staatliche Ordnung der Sprachcufrage nothwendig sein, entweder eine feste, unerschütterlich!', gewohnheitsrechtlicht Uebung oder eine Regelung dnrch das Gesetz. Diese Bemerkung des Herrn v. Plener hat gewiss den Anspruch auf scharfsinnige Distinction. Sie kommt drm Kerne der Differenz sehr nahe, oder sie trifft ihn vielmehr vollkommen, so weit es sich um das Verhältnis des Staates zu konfessionellen oder zn sprachlichen Gesehen oder Verhältnissen handelt. Aber es dünkt nns ein Irrthum in der Annahme zu liegen, dass die Gleich« berechtigung vom Staate gewährt werden tonnte, weil dirsrr an theologischen Controversy lein Interesse hatte. Diese Gleichberechtigung konnte erst ausgesprochen wer» den, nachdem die Aufklärung den religiösen Fanatismus uuter den Bekennern der verschiedenen Religionen be» schwichtigt hatte, diese selbst duldsam gegen einander wurden und keinen Gefallen mrhr an Blutgerüsten, Verbrennungen oder Verfolgungen finden konnten. Der philosophische Process gieng dnn legislativen voran. Das Gesetz sanctionierte schließlich nur die bereits gel» teude Stimmung. In dem Angrnblicke, wo die nationalen Palteien gegen einander duldsamer werden, nicht in jedem anderssprachigen Bescheide in einer Gemeindc! sofort die Bedrohung des nationalen Gefühls beklagen, in dem Angenblicke. da sie es uls keine Schmach ansehen werden, thatsächlichen nationalen Verhältnissen Rechnung zu tragen, wird auch der Staat eine viel bessere Stellung haben und die nationalen Differenzen viel rascher schlichten. kleidet, so übt die Frau die Koketterie, man lann sonst nicht bestehen. Nur möchte ich hierbei die Bemerkuuq nicht unterdrücken, dass der harmlose Laubfrosch sich lediglich auf eine Daseinsvolitik eingerichtet hat. Nun wissen Sie auch gleich, wie ich mich zur Koketterie stelle. Ich erkenne sie an fast als eine Naturnotwendigkeit, ich bekämpfe sie nicht und spare mir die sittliche Entrüstnng für audere Fälle auf. Lassen Sie uns also von der leidenschaftslosen Höhe objectiver Betrachtung diefe Nothwendigkeit — ich werde doch nicht Schwäche sagen! — untersuchen. Die Zeilen sind schlecht, meine Gnädigste. Sie find's nicht nur jetzt, sie waren's immer, sie find's überhaupt. Das goldene Zeitalter gehört der Mythe an, in Wirklichkeit war immer sür die Menschen das Schlechteste gerade gut genug. Selbst bei uncivilisierten, bedürfnislosen Völkerfchaften galt es immer schon für ein Kunststück, eine Tochter anzubringen, und die Wonnen der Liebe mussten gewöhnlich erst eine realistische Folie in Form von mehr oder minder zahlreichen Ochsen er« halten, die der Braut als Mitgift, eventuell zur Er-höhnng ihrer Reize dienen mussten. Wir sind beiwei» tem cioilisierter geworden, wir nehmen für die Ochsen auch den Betrag in Barem, nns kommt es auf die Mitgift nicht mehr an, wenn sie nur überhaupt da und womöglich recht groß ist. Es isi wahr, die allerhal-tcnden Moloren in dem gioßen Weltgelliebe sind die Liebe und der Hunger. Mit der Liebe nehmen wir es aber nicht so genan, und jedenfalls gehen die Riick sichten auf den Hunger. Sie verstehen, wie ich das meine. vor. Die Frau — lassen Sie mich das ßknu» skmilünum Fiau bencmiru, ohnc crst auch den sprachlich nub.qne ^aibachcl Zeitung Nr. ?W. 1952 6. October IM So wie die Verhältnisse jetzt liegen, würde eine jede vom Staate oder von einer nationalen Partei geschaffene Ordnung der Sprachenverhältnisse sicherlich nur den Widerstand einer oder beider Nationalität » hervorrufen, weil das nationale Moment als der Grundstein des öffentlichen Lebens angesehen wird und weil überdies die Parteien der nationalen Empfindungen zum Kampfe um die Herrschaft sich bemächtigt haben. In dem Augenblicke, da es als keine Katastrophe betlagt wird, wenn in einer deutschen Gemeinde ein vereinzelter czechischer Bescheid erlassen wird oder in einer czechischen ein deutsches amtliches Schriftstück einer Partei übergeben wird, hat der Staat keinerlei Schwierigkeit, die nationalen Fragen in einer zweckmäßigen Weise zu ordnen. Die pessimistisch»,' Auffassung des Herrn v. Plener scheint uns deshalb nicht jedem Zweifel standzuhalten, sie fordert vielmehr die Anfechtung heraus. Die Wandlung zum Besseren muss bei den Nationalitäten selbst zum Durchbruche kommen. Die Czechen dürfen nicht wieder ihr Staatsrecht hervorsuchcn und sich den Anschein geben, als würden sie thatsächlich dessen Activierung für möglich halten. Oesterreich wird sich einem solchen umsoweniger fügen, als kaum jemand sich dessen bewusst ist, was dieses Staatsrecht eigentlich bedeutet und zu welchen politischen Anschauungen es führen könnte. So lange die Czechen das Staatsrecht als ihr politisches Glaubensbekenntnis verkünden, wird keine österreichische Reg erung eine Sprachcnvorlage unterbreiten können, welche sie befriedigen könnte. Insoweit steht eine Verständigung jetzt ferner als bisher. Aber damit ist noch keineswegs alle Aussicht in die Zukunft benommen, zumal wir ja ganz gnt in Geduld ver> harren können, wenn die staatliche Verwaltung nur mit voller Entschiedenheit jedem Versuche begegnet, durch die sprachlichen Wirren die Einheitlichkeit ihrer Wirksamkeit stören und das Band lockern zu wollen, wel» ches das Ganze umschlingt. Allerdings wäre eine Wendung zum Besseren viel leichter anzubahnen, wenn die extremen nationalen Schlagworte nicht mehr so freigebig ausgegeben würden, wenn mehr die Verpflichtung gelehrt würde, auch der Eigenart des Reiches und den praktischen Bedürfnissen nachzukommen. Politische UeberNcht. (Kaiser Wilhelm in Wien.) Wie bereits gemeldet, ist Graf Kälnoky. einem von Kaiser Wilhelm lurz nach dessen Ankunft geäußerten Wunsche gemäß, vorgestern mittags in längerer Audienz bei dem deutschen Monarchen erschienen. Kaiser Nilhelm hat noch im La»fe des vorgestrigen Tages dcm Grafen Kälnoky den Schwarzen Adler-Orden in Brillanten verliehen und durch den Staatsminister Grafen Herbert Bismarck überfendet. (Aus dem mährischen Landtage.) Wäh. rend die Thätigkeit der österreichischen Landtage sich vrogrammäßig und mit gewohnter Ruhe vollzieht, gab e« Mittwoch im mährischen Landtage eine kleine Emotion, als deren Folge sich der Exodus der czechischen nnd der Mitglieder des Fcudaladels darstellte. Der Finanzausschuss halte dem Landtage nämlich den Antrag unterbreitet, jeder principiellen Aendernng des Reichs - Volksschulgesetzes energisch entgegenzutreten. Bischof Dr. Bauer jedoch stellte den Antrag, über men Unterschied zwischen den beiden, sonst in keiner anderen Sprache zu findenden ungereimten Neutras Mädchen und Weib zu mach.» — die Frau hat sich d>'n mit der fortschreitenden Civilisation immer schwieriger werdenden Verhältnissen anpassen müsse», um für sich eine Ausgleichung zu schaffen, und sie griff zur Koketterie. Dass die Elemente dazu von Haus aus in ihr ruhen mussten, ist klar; auch der Laubfrosch hätte die grüne Farbe nicht exsudieren oder von außen her für sich dauernd assimilieren und einverleiben können, wenn er dazu nicht die natürliche Disposition mitgebracht hätte. Damit wäre nun die Berechtigung nnd die Noth« wendigkeit der Koketterie dargethan. Die Männer sind klug geworden im Laufe der schlechten Zeiten, Der L,ebe lmmen sie ihr Herz natürlich nicht verschließen, nl'l'r sie sorgen für ein Gegengewicht, und wenn auf einer Wazschale das Herz mit seiner Liebe, seinen Wünschen nnd Hoffnungen, feinen Träumen und Cxal« llitwiu'ii drückt, so lasten in der anderen taufendweise (Lrwägilüiien, Sorgen und Berechnungen, was die Geschichte wohl kosten könne. Wie dann die Entscheidung fällt, das ist die Sache des Zufalls, wenn Sie einen solchen anerkennen wollen Jedenfalls gibt aber in fehr vielen Fällen, ich will nicht sagen eine letzte Anstre»' «Iling, wohl aber eine kleine Nachhilfe von der wrib lichen Seite den Auöschlag. Dass für rine solche kleine Nachhilfe die Koketterie ganz wundervolle Mittel in Ac-nnschast hält. wer möchte das leugnen? Ich bitte tausendmal um Entschuldigung, wenn ich 'Hs M.Nwnen empfindsamer Liebespaare und einer 5" 'whe treten ^n.. ad^r nne ,ch „» 5,«. W^t ^che. müchte ich e2 diesen Antrag des Finanzausschusses, dessen Spitze sich gegen den Licchtenstein'ichcn Volksschule Gesetzentwurf kehrt, zur Tagesordnung überzugehen. Bei der namentlichen Abstimmung wurde dieser Antrag des Bischofs Dr, Bauer mit 47 gegen 39 Stimmen abgelehnt. Hierauf verließ die gesammte Rechte (Czechen und Feudale) den Landtagssaal, so dass der Landtaq b'schlussunfähig wurde und die Sitzung geschlossen werden musste, ohne dass über den Resolutiousantrag des Finanzausschusses abgestimmt werden konnte. (.Das Reichsgericht) wird in den Tagen vom 15. bis einschließlich Itt. d. M. täglich Sitzung halten, um über ciue Reihe von Aeschwerdcn, welche größtentheils die augebliche Verletzung vun verfassungsmäßigen Rechten zum Gegenstande haben, schlüssig zu werden. Außerdem liegt der genannten Instanz eine Klage gegen das Staatsärar auf Ersatz der Liqüidationi-kosten von Bezirks-Schulfondeu an den Landesschulfond zur Entscheidung vor. (Im Salzburger Landtage) kamrs vor« gestern zn einer lebhaften Debatte über den Vorschlag des Landesausschusses, den politischen Eheconsens wieder einzuführen. Der Landesausschuss wurde beauftragt, die Ansicht der Regierung einzuholen und dann mit Anträgen hervorzutreten — ein Beschluss, der sonderbar genug ist. wenn man bedenkt, dass die Regierung ihre ablehnende Haltling in dieser Frage ohnehin in einer ausführlichen Note'mitgetheilt hat. (Der ungarische Ministerpräsident von Tisza) veranstaltet zu Ehreu des Grafen Herbert Bismarck, welcher am 6. d. M. mit Herrn v. Szögycnyi-Marich nach Budapest reist, an diesem Tage ein Diner. Graf Bismarck nnd Herr von Szögyenyi folgen von Nndapest aus einer Einladung des Grafen Zichy zur Jagd. (Kroatien.) Wie man aus Agram berichtet, bereitet die gemäßigte Opposition eine Demonstration für den Beginn des Landtages vor. In der ersten Sitzung desselben sollen nämlich alle Mitglieder dieser Partei mit den Virilisten unter Führung des Grafen Ivan Draskovic ihre Mandate niederlegen und erklären, dass sie ihre Partei als aufgelöst betrachten. Im übrigen foll beabsichtigt werden, die früher bestandene unabhängige Nationalpartei zu reactivieren. (Zur Situati 0 n.) Die Anwesenheit Kaiser Wilhelms in Wien beherrscht heute das allgemeine Inter^ esse. Dasselbe kann sich umsomehr auf dieses hochwich-tige Ereignis concentrieren, als es durch keinerlei sonstige Vorkommnisse nach anderer Richtung abgelenkt wird. — Von der Reise des Zaren nach dein Kaukasus erfährt man verhältnismäßig weuig. Auch die officielle Berichterstattung in russischen Blättern ist sehr dürftig. Unwidersprochen ist bisher die Nachricht von der Verlobung des russischen Thronfolgers mit der Tochter des Prinzen von Wales, der Prinzessin von Maud, geblie-ben. Verschiedene Berichte bezeichnen nachträglich dieses, ein neues Band zwischen der englischen Königsfamilie und dem russische» Herrscherhause luüpfende Ereignis als das Hauptmotiv der Reife der Zarin und des rus° fischen Thronfolgers nach Gmunden, woselbst auch die Verlobung stattgefunden haben soll. (Die französische Regieruug) hat bekanntlich gegen alle in Frankreich ansässige Fremden ohne Unterschied der Nationalität eine Verordnung erlassen, nach welcher jeder Fremde, der sich in Frank- doch aussprechen, dass bei unzähligen Eheschließungen, dabei lestectiere ich nicht einmal auf die schäbigen Ground Geschäftsheiraten, eine kleine Nachhilfe thatsächlich nöthig war. dass. so natürlich der Gang der Dinge auch erscheinen mochte, doch auch die künstliche Beförderung der Entwicklung sich nicht als ganz überflüssig erwies. Ich frage, ob der Fall sich nicht tagtäglich ereignet, dass der Mann vor den Altar tritt, weil er sich anders nicht mehr in guter Haltung aus der Affaire ziehen, weil er ehren«, schänden- und anstandshalber nicht mehr recht anders kann? Dabei braucht man noch keineswegs das Schlimmste zu denken und ein Delict im Auge zu haben, das nur durch einen unzeitgemäßen Moment zu einem solchen geworden »nd das nun sanc-tioniert werden müsste. Dazu reichen viel harmlosere Erwägungen und Umstände aus. Die Männer sind klug geworden, sagte ich, das ist aber um Gotteswilleu sehr cnn ^l-lmli .^,5 anf> zufassen, meine Gnädigste. Eigentlich sind sie ja furchtbar dumm. Stellen Sie den weisesten von ihnen einer koketten Frau gegenüber nnd Sie werden was erleben, was es mit dieser Weisheit auf sich hat. Der Fisch ist sicher ein dummes Thier, aber so leicht — versuche» Sie es nur einmal, Forellen zu fischen! — beißt er doch nicht auf die Angel, wie der klügste Mann. Ein Blick hakt sich in ihn, und er zappelt; bis er zur Einsicht und Selbstbesinnung kommt, ist es schon zu spät. und man kann ihm das schöne, warnende Kaeiplied von dem Galgencandidaten vorsingen: «Dann willst du wieder 'rumer, »nd du kannst es nicht.» Was ist denn nun eigentlich diese gefährliche Koketterie? Ich möchte Ihnen lieber einen Protens auf< zeichnen, als dafür die Drfiinll'ou grben. Die Koketterie reich bleibend niederlassen will, sein vollständiges ^ liouale auszustellen und dem Bürgermeistera"« H Miev^ben hat. Was mit dieser Maßregel bezweck? ^ wird nicht gesagt, aber Deutschland sowie Ilm. blicken in ihr eine Art von Provocation. Die V^'s.H gen zwischen Dentschland uud Italien z» 3"/ ^„ sind im übrigen anch ohne die obige Mahreg" ! unangenehm genug. ^ .5..,« '(Serbien.) Der serbische Minister des MM Mijatovic-, berief den Finanzminister Rakic telegrW > nach Wien, um mit ihm daselbst über Fl"^""^. genheiten zu berathen. — «Videlo» und andere ' bische Blätter greifeu Bulgarien wegen dessen nm nischer Politik scharf an. durch welche die I>""H Serbiens bedroht sind. Von der Grenze wird gcm dass qrößere Banden zur Insurgicruna. Maceoo von Bulgarien aus eingedrungen sind. ,1 h^ lD'as belgische schlössen, die drei hervorragenden Generale ^"" p, Vandersmissen und Chapal. die ihres Alters we^n ^, sioniert werden müssten, im activen D^M-^ i l" lass n und — wozu die Geuehmigung der? u, eingeholt Werder soll — drei neue Generalsne" errichten. M» (Bulgarien.) Wie verlautet, winde ^'^ Bulgarien und Baron Hirsch wegen ^'M? isA Bahnstrecke Valarel. Sarembey durch die ^ ^te Verwaltung ein Einvernehmen erzielt. ^"^^'M. jährlich an' Baron Hirsch W.000 Francs z" 5"^^- (Mahdi Abdallah) Wie Londoner^ schen aus Massauah melden, soll der Khal'f?" der sogenannte Mahdi. in Chartum geswrw^^-- Tagesneuigleiten. ^ Se. Majestät der Kaiser hab", "'^hl «Bote für Tirol uud Vorarlberg, meldet, d" 0' . hei» in Mairhofen 100 sl.. jener in Göfis 50 sl. ^ st, Fellerwehren in Vigalzano und Lichtenberg I zu fpenden geruht. 'l We ^" — (Kaifer-Wilhelm-Denkmal.) ^ aus Wildbad Gastein berichtet, wurde dort "" u ^ der Platz auf der Kaiserpromcnade ""8""^'.^^ messen, auf welchem das projectierte K"'^^MM^ Denkmal stehen wird. Ein Comite- deutsch" " Das Obst wurde von den Bäumen abgeworf". ^l Väume sind entwurzelt oder abgebrochen ^ Dr"" » Dranthale gieng ein Woltenbruch nieder. ^fse" . sehr hoch und ist noch immer im Steigen "u ^ W -(Ein verunglückter Fab/'g ^ck^ Klagen fürt wird geschrieben: Der h? ^.'tMs ka„t Philipp Knoch ist das Opfer """ O^n»"^ Unglüctsfalles geworden. Beim Wallen ""^ube" ^ wurde er von den starl vorstehende" ^^M"^ Waltfasses an der rückwärtigen Kante se"^ ^d» erfasst und im engen Raume derart "" <.M ?iF presst, dass ihm der linke Fuß total ^' ,^ i>^, Ueber eine halbe Sllmdc nlusstcbcrUl'gN^^^ ist unermesslich und unberechenbar. " ^isaic".^», den ungrheneren. weltweiten Spielraum "^,,1! ^, schüchtern verschämten Augenaufschlag "/" ^telle"^ wo ganze Salven gegeben »nd förml'u) ^ ^fti ^ löst werden. (.l«l,',,6l> cw5 "(-li'»-^^ „ «s sst einen treffenderen deutschen Ausdruck. 0" ^ „' h erqebenst um denselben gebeten habe"- " ^ ^e ^ das Spiel der Augen! Und der M''"° ^,M" se»d und der Fuß und die Stimme und da« ^„de>M ^ das Lächeln und die Bewegung"'" ^ f<^ , l« andere Dinge — ist das gar nichts ^^ >"^ g»,t' Koketterie an und wo hört sie aus- ^s > ^ nicht und werden es nie ergründen. ^ ^. t»e Das Geheimnis wird auch niemals N" ^^ u ^ Frau freilich, die uus gerade m ^ ^t»e" " weiß es ganz genau, aber von oer ^ Geheimnis anch nicht erfahren. ssolelt" .„ S Anmuth ist nnbewusste Scho"h t/ 6^ > wusste Anmuth und bewusste Naweta-^ ,^ mich nur. meine Gnädigste, da ^" der ^il,^ s:nnli-m1i Weisheit auskommen kann? . ^ be""^. 5F Mit Absicht spreche ich v " 7^'' e » mulh und nicht von e.ner bew»M' ,u,l ^ssF) die Schönheit ist f"r die Ko ^ Wissenschaft, wie der Historie ist; man kann s/e ' "Meb>'"s " de"' « entbehren. Anmuth ist die stellsä' f"^).,c ^'" heil; ohue jcne bleibt diese c,» W" « fachet Zeitung Nr. Nl). 1958 6. October 1888. Kuril! 0 ^"^ Erharren, bis es endlich gelang, ihn sort k > ^" ^s Gerüstcs zu befreien. Es mussle so« ^.^ Kniegelenk amputiert werden, welche Operation »erun, ^ ^^^"' Vewusstsein glücklich überstand. Dem halts', " Fabrikanten werden hier allseitig die leb« ^ ^n Sympathien entgegengebracht, ^ic / ^^^u undneu nzig Heirats an träge.) Eo/ preisgekrönte Schönheit aus Spaa, Marthc t,^ ^^kt, hat, wie man von dort schreibt, binnen Atn/^" "'^ weniger als siebenundneunzig Heirats-'elearms?^^"' Dieselben kamen aus allen Welttheilen, M M ""b brieflich; unter den Antragstellern be-^ilie» mancher, der das Recht hat, sich eine «gute Anerbi^ ^'^ "^'nen. Die junge Dame hat sämmtliche b'r Wb""^" abgelebnl, m"" sagt, sie beabsichtige, sich ihr <> , ^ ^zutuenden und schon demnächst, so lange beklier ^ "^ '" lebhafter Erinnerung steht, zu Mw'^l"ne Lampenschirme.) Manschreibt ^!s bei ^" Magistrat gelangte in die Kenntnis, Mnc 9 """" Gemischtwarcnhändlcr in der Lcopoldstadt !eien ^"'p"'ich'rme vertauft wurden, welche gifthaltig Online's" ^"^ dieselben ein Erlranlungssall vor-^ tbatl"^" ^^' ^'"^ dicsfalls abgeordnete Commission lätblerV" '^ ""^ größere Anzahl recht verdächtig ge-ber Hm?" schirme vor. Ein Exemplar davon wurde ^lprobe - ^"^^uchung zugeführt, und fchon bei einer >de t>> ^"^^ ^^ reichlicher Arscngehalt. Natürlich einer G°,z>^"^ ^"re confisciert und der Verkäufer zu l°sle„ w,.' "se fowie zur Tragung der Untersuchungs- ^in^/^lhsunddreißig Jahre im Kerker.) ^chlsblll ^"'^^ ""^ ^"' Gefängnisse des Agramcr chenz ^/^,"n Sträfling entlassen, der wegen Verbrc-Gsfcil,,,. .^slahles eine zweijährige Kerlerstrase ab-^bens in ^"' ^"^" b'6 "UN bereits 36 Jahre seines zugebracht ^"^'kbenen Strafhäusern und Gefängnissen lan^a, ^ '^ bies der 52jährige Ivan Po-Ml seines ^'urmanec. Wie «Obzor» meldet, ist die l ^rbreck '"^'^"'^"' ^6»on; zumeist sah er wegen ?ohles. N>?"6 des Betruges, einigemale wegen Dieb !! ^ran, , "^ leiner letzten Slrafhaft beim Gerichtshöfe , ^tfer o^s. " ^^ Vertrauensmann der bekannten tt 2e>irn ^s ?'^"' ""t welcher er den allerdings miss-^"lneisls pl"" ""abredete. Bei Abfchiede von dem ?""b>uer' r ""^ ^e» Wächtern empfahl er ihnen sein .^wieder °"^ '"^^^ sie achthaben mögen, da er ?"'"" >Nmi !"s"^ukchrcn gedenke. In der That vcr-^lheit die'^ - Polanscak sofort nach Erlangung seiner der Nei?"^'"' "^"' l""cr College« ans der Strafe > ^"slnann - ""^ ^suchte und als angeblicher Ver- ^>c Qüillü.""'^ Advocate,, ihnen Geld gegen regel-:, ^(U?>"°"""s der letztcrcu entlockte, l^" '"ird s.?.^" Flammen gerettet.) AusTren-?^es N"'c b"ls a.n 2«. v. M. in Boßacz ein >u3' sich biltt.?^" '""thete. Ein 8«jähriger Greis, ei« durch ^ '" "neu, brennenden Hause befand, ""'rr Lebens' dortigen Ortsnolar sumihrast mit bli^ (T°! ^ ""^ den Flammen gerettet. 3°?^el v.. H Seekrankheit.) Der Tod 'i!'richer n ',"l°lgt änherst selten. Einen derartigen Volles M^ "'l "nem schottischen Dampfer ein «er ^°dchen betraf, theilt Dr. Adams, ein ^^^ a . ,m k»' ^ «" 3,7 ^'^" ^rständigen. Ich lö.m'e °»s'/^ttrli, ss. bürgerliche Gesetzbuch haltend, sa-^ tm"""'n ah, "" durch listige Vorspiegel.mgcn >">rz ""'0 zudp. ''der Betrug. Aber das wäre zu >»^"d^ °? N'cht einmal ganz richtig. Versuchen k'l-tt ?^it ah„ l!"?'e '^ "ne scheinbar'absichtslose, ^..">. dar«.?°^ bedachte und beabsichtigte Action "'l,., ^'sländ.. ' berkch'nl. ci»eu unter den obwal-^!', ^'"druct "/"^l'chst slacken und möqlichst gün-a»f «Mehri, >> ''.klnen Manu hervorzubringen. Das ^ V welch ,.""n scheinbar zufällig,.' Hinweis "'ltlt, l'ch ^nn« ^pkrl.chc Vorzilczc, ciu^u Hinweis. '"' s"" '""ss. un, jedcufalls be- ^e.,5 ?elbst^' "°" °»>rch eine vorgeblich die Sch.an-^«llt M'clio,, d?< durchbrechende Aeußerung ciuer l ^'ben suilte ''^ """ Rechtswegen jurglich ver- !^^ch ^^^k2. ^^^' ^ls die Waffen der Ko-"'l'"'ü ^' Nim", ""d ihre Auqriffe fast unwider- ^Mm"" wir ^' "!°" dazu uoch die milde Auf-X>« ,.,^ von h^ ^^^ ^^^.^ ^ als >'l>>!'^ Das, "bw'ndigcs Hilfsmittel iu dem ? 'd'ngs^K,., lässt, so ^winnt dic ""t> ^ Ncht «.^'/^' "'s forderten wir uu- w.^tte "^ Mrde l^.b'ge'' Uebung der Koketterie 3''" ,>"d di sm "'l'ch einem Anqrisse aus die X. "Us" Achen ^ Ue. keusche, zurückhaltende Silt- ' d '" ^s "cht Tn"l'7 G""t>iaste, das dürfen > ^"tlich ^^'m ^7 ^^n. Spielen Sie ruhig ' '"n, ^"cn I^ir ^,U''d senden Sie mir weiter "icht?. Weils. «^ . ""er demselben hervor. "''l^rr,,dr,, M ^ Znßspihc den Takt zu -""Nr. dieweil ich wcit<-r rede Die Seekrankheit des Mädchens war sehr heftig aufgetreten und endete mit Zuckungen, in denen die Kranke trotz aller angewandten Mittel verstarb. — (Reiche Vermä chtnisse.) Ein reicher Viir-ger Brüssels, Charles Delatour, hat den städtischen Hospizicn die Summe von 70N.000 Francs durch Vermächtnis geschenkt; sein Vrudcr hatte bereits der Gemeinde Scharbeel eine Summe von 250.000 Francs behufs Gründung eines Greifen-Afyls vermacht. — (Eine Schafherde von einem Eisenbahnzuge überfahren.) Am I. d.M. morgens wurde auf der Strecke Steinbruch Ralos der ungarischen Staats-bahncn eine Schafherde von einem Eifenbahnzuge überfahren, wobei 32 Stück Schafe fchwer verletzt wurden. Die Herde bildet das Eigenthum des Einwohners Josef Csaly jnn. in Iaßfcnyßaru. — (Dic Weinlese in Ungarn) zeigt im ganzen Lande ein schwaches Erträgnis, die Qualität ist aber fast überall befriedigend, auf vielen Seiten sogar ausgezeichnet. — (Mädchenhandel.) Ein Mann Namens Hermann Röder vulgo Niißlcr in Warschau wurde sammt mehreren seiner Compliccn verhastet, da er einen förmlichen Handel mit Mädchen trieb. — (Genügfam.) «Warum freuen Sie sich so, Herr Secretär?» — «Ach. Herr Rath. vorhin war ein Mann hier, und der erzählte, wie schön ihm mittags der Vralcn geschmeckt hätte.» Local- und Provinzial-Nachrichtcn. Fachschulen für ßol;indnl!rir, Kunststickerei und Spihcnnliherei. In der ersten Hälfte des kommenden Monates findet die Eröffnung der neuen, uutcr gemeinsamer Leitung stehenden Fachschulen in Laibach statt. Wir werden seinerzeit in der Lage sein, das Statut und das Programm der beiden Lehranstalten unseren Lesern in ausführlicher Weife zu bieten; um jedoch verschiedenen Anfragen über den Zweck und die Einrichtung der neuen Schulen gerecht zu werden, erlauben wir uns, bereits heute einige der wichtigsten Bestimmungen ihrer Organisation mitzutheilen. Die l. k. Fachschule für Holzindustrie hat deu Zweck, auf Grund eines planmäßigen theoretischen und praktischen Unterrichtes die wichtigsten Zweige der Holzbearbeitung zu lehren. Dem entsprechend gliedert sich die Fachschule nach den einzelnen holzbearbeitenden Ge» werben in Fachabtheiluna/n. Solche werden zunächst bestehen für Bau« und Möbeltischlerei, Drechslerei und Schnitzerei. Später sollen noch Abtheilungen für Zimmerei, Mühlenbau, Wagenbau und Korbflcchterei errichtet werden. Von den theoretischen Gegenständen mögen hier die wichtigsten hervorgehoben werden: deutsche und slovexische Sprache, Arithmetik, Buchführung und Geschäflsaussätze, Maschinenelcmcnle, Technologie, architektonische Formenlehre, Geometrie und geometrisches Zeichnen, Freihand» zeichnen, Projections» und Schaltenlehre u. s. w. Die Schüler zahlen lein Schulgeld und leine Aufnahms-gebüren. Die Unterrichtssprache ist die slovenische, doch ist dafür vorgcforgt, dafs sich die Schüler während der vierjährigen Unterrichtsdauer die deutsche Sprache und ihre technischen Ausdrücke in ausreichender Weise aneignen. Deutschen Schülern werden die nöthigen Erklärungen und Weisungen in ihrer Mutlersprache ertheilt. Die Koketterie ist verzeihlich, die Kokette ist eS nicht. Das ist rin Paradoxon, wenn Sie wollen, aber cs sagt alles. Die Koketterie kann liebenswürdig, unschuldig, interessant sciu. die Kokelle nicht. Das ist eim> schr ciufaclie Geschichte. Man verträgt eine Messerspitze voll Salz in die Suppe, man verträgt deren auch zwei. wenn es sein muss. aber gleich eine Handvoll, das geht über den Spass. Daraus folgt also zunächst, dass man nicht zu dick auftragen darf. obfchon ich um alles in der Welt nicht Verhaltungsmaßregeln vorschreiben möchte. Das gienge auch gar nicht an. wie alle jene linbldinqt zugeben werden, die gleich mir von der tiefen Weisheit der Forderung, dass die Wurst nach dem Manne gebraten werden müsse, durchdrungen sind. Aber davon wollte ich ja gar nicht reden, sondern von der Liebenswürdigkeit der Koketterie und der Un-arlmslbarlrit der Kokette. Wenn rine Frau, uud da-runter verstche ich natürlich ailch die Jungfrau, gr« leqcnllich ihre kleinen Knuste spielen lässt so wäre es Unrecht, ihr das zu verargen. Sie wlnoe jlch selbst un Lichte stehen, wenn sie es nicht thäte, und sie handelt dabni wie wir gesehen haben, nur in der Wahrung l'Mo'mnm, berechtigter Interessen, sie bringt sich znr Ocltunq und folgt dem Selbsterhaltungstriebe. Em anderes ist es abcr. wcnn die Koketterie zum Princip, nlm System erhoben wird. Zwischen einer Dame. die aeleacnllich kokett ist, und einer Kokette besteht ein aanz qualliger Unterschied. Wie soll 'ch Ihnen den mir aanz klar machen? Schopenhauer unterschöbet ,n smier Metaphysik der Mschlcchtsl.rbc sehr genau zwicken der Liebe, die da individualisiert, und jener, die es nicht lh»l. Die erstere erhebt er hoch über die lchlcre. dic er mit Recht für gemein nud urdmär hält. Nun dcnn. auch bei der Koketterie ist rs s», cö und wird ihnen auf diese Art der Besuch der Anstalt ebenso möglich gemacht, wie ihren slovenischen Collegen. Die Fachschule kann besucht werden von ordentlichen Schülern, d. i. solchen, welche den Unterricht lehrplan» mäßig durch alle Jahrgänge nehmen wollen, und von Hospitanten, welche nur einigen Unlcrrichtsgegenständen beiwohnen und daher ohne Rücksicht auf den vorgefchrie-benen Lchrplan nur einige Lücken ihres Wissens und Könnens auszufüllen wünfchen. Zum Einlritte ist die absolvierte Voltsschule und das vollendete 14. Lebensjahr erforderlich. Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt. Das Abgangszeugnis berechtigt auf Grund des ^ 14 des Gesetzes vom 15. März 1883 zum Antritte und selbständigen Netriebe des erlernten Zweiges der Holzbearbeitung (Befähigungsnachweis). Die Schule ist ferner in zweiter Linie berufen, den bereits selbständig arbeitenden Gewerbetreibenden mit Rath und That an die Hand zu gehen. Die reiche Bibliothek der Anstalt soll jedem Meister — soweit dies ohne Schädigung des Unterrichtes möglich ist — zur Verfügimg stehen; aus der großen Vorlagen« sammlung kann er sich Copien verschaffen, kurz, er kann Einsicht nehmen in alle Hilfsmittel, über welche die Anstalt verfügen wird und die fich der Privatmann nicht in diesem Umfange verschaffen kann, wie eine gut dotierte Staatsanstalt. Die Schule wird fomit stete bestrebt sein, mit den Gewerbetreibenden in Fühlung zu treten, ein har< monischcs Zusammenwirken anzustreben und zur Hebung der Erwcrbssähigleil des Landes beizutragen. Dick. l. Fachfchulefür Kunststickereiuno Spitzennaherei hat die Aufgabe, an die in Krain erhaltenen Reste der gleichartigen Hausindustrie anknüpfend, letzlere durch zeitgemäße Schulung wieder lebensfähig zu machen und demnach den Mädchen und Frauen die Möglichkeit zu bieten, nach dem Vorbilde bewährter Muster und an der Hand richtiger, den Gesetzen des Stiles entsprechender Principien eine rationelle Ausbildung in der Weiß- und Kunststickerei sowie in der Spitzcnnäherei zu erhallen. Es soll die Uebung in den wichtigsten Zweigen der Stickerei, die Wiederbelebung älterer und die Ein» sührung neuer Stickerei-Techniken angestrebt werden sowie durch die Erkenntnis des Zusammenhanges der Stickerei mit der Entwicklung der Kunst eine geläuterte Geschmacks-bildung erzielt werden. D.is Lehrziel der Anstalt muss sich jedoch selbstverständlich in wesentlich engeren Grenzen bewegen, als jenes der Wiener Kunststickerei-Schule, die als Cenlralanstalt für die gesummte Reichshälfte wirkt. Deshalb ist auch die Unterrichlsdaucr nur eine zweijährige. Die Schülerinnen sind theils ordentliche, theils außerordentliche (Hosftitantinnen); die ersteren verpflichten fich, den vollen Alltagsunterricht zu besuchen, die letzteren sind Damen, welche die Schule nur in einer von der Schulleitung auf Grund besonderen Uebereinkommes bestimmten Tageszeit und Unlerrichtsdauer, resp. zum Erlernen des einen oder anderen bestimmten Unterrichtsgcgenstandes besuchen. Zur Aufnahme als ordentliche Schülerin muss der Nachweis über das vollendete vierzehnte Lebensjahr und über die mit Erfolg zurückgelegte Volksschule bei» gebracht werden. Sehr erwünscht ist auch der Nachweis einiger Fertigkeit im Spihenarbeiten, bezw. Sticken, und die manuelle Fertigkeit im elementaren Zeichnen. Die Hospitantinnen haben außerdem bei ihrer Ausnahme die Befähigung in jenen Vorlenntnissen und Fertigleiten nachzuweisen, welche zur Aufnahme in die betreffende Fach. abtheilnng nothwendig sind. Dieser Nachweis kann durch muss sich um einen ganz bestimmten Jemand handeln, nicht aber überhaupt um jemanden, der gerade zur Hand ist. Die Kokette individualisiert nicht, sie fragt nicht, wer, sondern ob überhaupt jemand da sei, und dann wird losgelegt, es sei da, wer da wolle. Einer solchen 'reinzufallen, ist für einen Mann von Geist allerdings beschämend. Zum Glück kommt es nicht häufig vor, und wenn es vorkommt, hält es nicht lange vor. Mit aller Welt kokett sein. ist unnobel und unanständig, ist ein Verrath an jedem Einzelnen. Dass eine Kolitte lein tiefes Gemüth haben lann, liegt auf der Hand, es trifft sich aber auch wunderselten, dass sie einen tiefen Verstand hat. Damit ist es noch nicht umgestoßen, dass zur Koketterie eine gewisse Dosis von Veist nothwendig ist. Der Sah lann dabei ruhig aufrecht erhalten werden, ebenso wie ein anderer: dass nämlich oft die geistreichsten Frauen die dümmsten sind. Mich dünkt, ich bin grob qeworden. Machen Sie sich nichts daraus, Sie sind kokett und leine Kokette. Sie sind geistreich und doch verständig. Nun könnten Sie mir noch den Vorwurf machen, dass ich. von der Koketterie sprechend, immer nur auf die Frauen Rücksicht genommen habe, wo cs doch auch kokette Männer qibt. Richtig; aber das gehört auf ein ganz andere« Älatt. Die Koketterie der Frauen entspringt der Klug« heit, die der Männer der Dumu.heit. Das wäre lein sehr erfreuliches Thema, zu dessen Erörterung uns überdies der Raum zu kurz geworden ist. Und dann — ich bin durchaus nicht verpflichtet, mich mit jeder Glschmacklusiglnt zu besassen. Die weibliche KMtcrie kaun einen bethören, die männliche höchstens vertrotteln. Ich möchte bethört werden. Bllldmn Groll er. r'.ii'^chtt Zeitung Nr. 2A>. 1954 6. Octow 1^8. eine an der Anstalt auszuführende Probe-Arbeit oder durch Vorweisen bereits fertiger eigener Arbeiten beigebracht werden. Der Lehrftlan umfasst theoretische Gegenstände und praktische Uebungen. Von den ersteren nennen wir: Elementares Zeichnen, Schnittzeichnen, Fachzeichnen, Technologie der Stickerei, Formenlehre der Kunststickerei, Orna» menl- und Stillehre, deutsche und slovenische Sprache, kaufmännisches Rechnen und Arbeits - Buchführung. Ein Schulgeld ist nicht zu entrichten; den ordentlichen Schülerinnen wird das erforderliche Arbeitsmateriale von der Schule unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Schreib und Zeichemequisitcn haben die ordentlichen Schülerinnen selbst zu besorgen. Hospitantinnen sind verpflichtet, Malerial-und Arbcitsreqnisiten selbst beizuschaffen oder es der Schule zum Kostcnpreise zu vergüten. Wenn wir schließlich erwähnen, dass beide Fachschulen im Viranl'schen Hause (altes und neues Gebäude, das gesammte erste Stockwerk) untergebracht werden und dass die Eröffnung mit Anfang November bestimmt in Aussicht genommen ist, fo haben wir unsere Leser über die wichtigsten Punkte inbetreff der neuen Fachschulen unterrichtet. Das k. k. Unterrichtsministerium, Stadt und Land sowie die trainische Sparcasse haben bereitwilligst die Bedingungen zur Aktivierung der längst ersehnten Anstalten geschaffen. Mögen die Hoffnungen und Erwartungen, die sich an die jungen Pflanzstätten gewerblichen Unterrichtes und Schaffens knüpfen, reichlich und voll in Erfüllung gehen! — (Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der Kaiser haben den freiwilligen Feuerwehren in Seisen-be rg und Untcrschischla eine Unterstützung von je 80 fl. aus Allerhöchstihren Privatmitteln zu bewilligen geruht. — (König Milan in Graz.) König Milan kam vorgestern mit dem Kronprinzen Alexander aus Gleichenberg in Graz an und stieg im Hotcl «zum Elefanten» ab. Per König besuchte vorgestern mit dem Kronprinzen die Vorstellung des «Mikado», gestern die GartenbaU'Ausstellung und das Panorama von Paris und wohnte am Abend wieder dem «Mikado» bei. — (Aus Gottschee) berichtet man uns: An-liisslich des Allerhöchsten Namensfestes Sr. Majestät des Kaisers fand am Abende des 3. October feitens der hiesigen städtischen Musikkapelle eine Retraite statt, welche mit der Intonierung der Volkshymne vor dem Amtsgebäude der l. k. Vezirlshauptmannschast den Anfang nahm und in anderen patriotischen Weisen, welche die Kapelle, die Stadt durchziehend, executierte, verklang. Am 4. October wurde die hohe Bedeutung des Kaiserfestes durch eine frühmorgens abgehaltene Tagreveille angekündigt. Um 9 Uhr wurde ein solennes Hochamt celebriert, welchem Vertreter sämmtlicher Behörden, die Volks' und Gymnasialschuljugend mit den Lehrkörpern, die städtische Feuerwehr und zahlreiche andere Andächtige beiwohnten. Den Abschluss des Gottesdienstes bildete die Absingung der Voltshymne und des Tedeums. Während der Messe selbst wurden von einem Mä'nnerquartette die Chöre «Das ist der Tag des Herrn» und «Vou8 hui oi-j«» in präciser Weise zum Vortrag gebracht. Die Schuljugend feierte den Tag als Ferialtag. — (Laibacher «Solol») Der Turnverein «Solol» hat in seiner vorgestrigen Ausschusssihung beschlossen: 1.) alljährlich ein Wetturnen zu veranstalten und hiezu alle slovenischen «Solol» < Vereine einzuladen; für die Ehrenpreise wurde ein Betrag von 100 fl. jährlich bestimmt; 2.) die Unterhaltungsabende auch in diesem Winter fortzusetzen und den ersten solchen Abend in der begonnenen Saison am 20. October in den Gasthauslocali-täten «zum Stern» abzuhalten; 3) die anlässlich des Jubiläums ausgefallene außerordentliche Generalversammlung am 18. November d. I. abzuhalten und 4.) auch Nichtmitgliedern Unterricht im Turnen zu ertheilen. — (Veränderungen im Iustizdienste.) Per Minister und Leiter des Justizministeriums hat er» nannt: den Staatsanwalts - Substitute» in Graz Dr. Alexander Nigler zum Oberstaatsanwalts-Stellvertreter daselbst; dann zu Staatsanwalts-Substitutcn die Gerichts« Adjuncten: Oskar Freiherrn v. Schlug a in Klagenfurt für Leoben und Josef Schwentner in Eilli für Cilli; ferner verseht: den Staatsanwalts-Substituten Josef Lien-hart von Leoben nach Graz. — (Todesfall.) Im Nischoslacker Ursulinnenlloster ist vorgestern die Lehrerin an der inneren Schule S. Sa-lesia Niemeh im blühenden Alter von 23 Jahren gestorben. — (Fünfundzwanzigjähriges Jubiläum.) Der Laibacher deutsche Turnverein begeht am 4. November d. I. die Feier des 25jährigen Bestandes. Das Fest wird mit einem Schauturnen, welches in der Turnhalle der Realschule abgehalten wird, beginnen, worauf «in Frühschoppen in der Glashalle des Casino stattfindet. Den Abschluss des Festes wird ein Commers im großen Saale des (lasino bilden. Näheres über die Einzelheiten dieses Feste« werden wir nachtragen. >>z .,? ("^ üittai) berichtet ,na„ uns: Anlässlich ^ ü""^"" Sr. Ma»est°t de« lasers wurde m ^N° verein veranstaltete zur Feier des 40jährige" ^ rnugs-Inbiläums Sr. Majestät eine GarleiM»^ st.'lwng in den hiesigen Redolltensälen. welche Y eröffnet wnrde. sich des allgemeinsten Beifalls M und insbesondere durch die instructiveu Sanl'M"" de,- Ausstellungiobjccte ans den Schulgärten levy", Interesse erweckt. -„^ ^cmlicra,, 5. October. Der Marltflecke" So'ow' Sitz eines Bezirlsg.richtcs. steht in Flammen. ., Vlldnpcst, 5i. October. Der «Pester Lluyd' >''^ dass das (gestern auch vom «Slovensli N>"l)d'p . cierte) Nechtfeltigimgischreibcn des Bischofs 7^ mayer wegen des Kiever Telegrammes aMl"! kryph sei. ^c Vcrlm, 5. October. Die «Norddeutsche aM" Zeitung, schreibt: Die Toaste beim Galadim» »' ^ werden im deutschen Volke sicherlich mit !)")"' H^ aufgenommen werden, verbürgen sie doch das ^ ,^ Gut der Nationen, den Fried.',,. Mit den ^"'"'s,M' auf die lielderseitigeu Anneeu hat die AM" ^ schaft aus höchsten! Munde ihre benifenst'' M") pfm'gen. .,MN Nom, 5 October. Die Studenten dcr " ^ Universität beschlossen, in officieller Weist' dcr " des Kaisers Willxlm beizuwohnen. ...,.z cl» Paris, 5,. October. Gegen !) Uhr "or"'""^,,. wartete eine beträchtliche Menge die Ant""st " la>" gers auf dem Ostbahnhofe;' Voulanger l^ ^ nicht. Einem beglaubigten Genichte zufolge '^^^ch selbe, ohne jemanden zu verständigen, bereits früh auf dem Lyoner Vahnhofc eingetroffcn^^--^ Berftorbeue. xMl, Den 5. October. Maria Surca, Eisenbahn"'«^". ^ M^ i) I.. Polanastrafze 18, Diphlheritis. - Anton M'°> hilfsbeamter, 54 I., Knhthal 11, Marasmus. Im Spit ale: <-.„!„ ^" Den 4. October. Amalia Moser, Arbl'N" '^,„B Lungenentzündung. — Maria Rape, Inwohner, "" 2l,clomme. Meteorologische 5.2.N. 7261 168 W. schwach ^t _„F 9 . Nk>. 731-0 116 W, schwach ^s ^ Regen mit Unterbrechungen, starle Güsse. -" ^^ der Wärme 14-0°, um 1 0« über dm^Nm^^T^" Vcrantwc,l-l!ichl>r Redacteur: I-^^^—^^ ! Danksagung. „.„., > Von namenlosem Schmerze übcr dcn ^ ^ > Verlust meines m,lia.sta/liel,lcn. a>" ^ > schlummerten Gatten, des Herrn s Franz DndovermS ,., > Handelsmann, Ncalitätenbcschcr, Besitz" oc > Verdienstreuzes hcl > tiefgebeugt, un^rmiigend daher, der Ers'l^ „ach- > vielseitig erheischten ^ DanlcMlicht V"M , ^'"U > zukomme», sage ich an dieser Stelle sowH^ ^r > eigenen als auch im Namen meiner n >> ^h ' >' > uns aus diesen, traucrvollen Anlasse ul ^M>' > fern entgegengebrachten K.lndgcbnngen ^,,,d.> > dener Theilnahtne, sowie filr b,e 5"^'^^ des "' > ftrachwollcn Kranze, »lit welchen der V" ^ ,oll^ > vergeblichen, theuren Verblichenen ge'ni .. > meinen herzlichsten nnd wiirnlsten ^" ,-„cZ ""^„ > Eebenso niügrn alle diejenige" "' ^ „„> ^ „ > löschlichen Dantes versichert sein. weM ^ „ic'" > October an der Leichenfeier bethc'l.gten " ^^'^ > innigstgeliebtcn Gatten die Ehre des "v W erwiesen haben. I Die trauernde Gattin ! Klari« 5l,ulo!!«rniss aeb. k'lft' ^ > Nad „, <, n „ sdors am 5. October ^^^^^ WMu' lang.ährigc» Patienten wurden ^ ,'^aH^ UVuerfahren üb rraschcnd bald «nb leM ^. ss.'^ ^ ?l^de. und ssolgeleiden befreit. ?r.- H^,dF»^j. ^ llinil in Heide (Holstein). ^/T^H.^1 filr das herrschaftliche '"^^.Hl< ^M <>I>Oi Nilleu.Hoteldund ^^,3'^. sol id, eleganl. Central Velsausshans o'' ,,»-,. ^^ Tapezierer I. W. H L. »ra«,, /'" '^llt">'" '" l^> Maßstab l-75000. P"is P« Ma^ ,5^ uuf Leinwand gespanM MD"' l i« Aai0c,cH. « ^wcherZcitung Uir. 2A). 1955 6. October 1888. Course an dor Wiener Dorse vom 5. October 1888. Na« d«.. officiell«, lour«bla.t. ^l,!,', <„, ^...... U2 !ls> «2<5> "«"«'.,, T'"MoK '^.N si, ,. ,»Z ,. '"««er V,," ^..l'""^ ^'ON « xn 5>s 141 — ,!.!^, ""«'«lolc , ,o.. ^ ,7,_ ,7,.s.n 60 „ ,71 — l?l s,n '^""r'?>"'!'"'"«'N''"«,»i . ,,0,5. >,"^. ""cnn'n-c, lls»cr,rei -,7s..) 97 70 ,: ,Zri>>„ .^.I "°n> 2, I87^>^^^ " '""^ - ^ 10<-5u 10l> 2« <»c!d W>rc s>"/n Äemefer Nanal .... 1^4'U 10s» — si"/» nnssnrislbc...... !V4 !l> lU.'»'2<> Audrre ö'ffentl. Aulchcn. Do!,a!i.Nl-g.°^o!e s>"/,> 100 sl. . >i!»?5. 120 25, >-:°. >/l!ilnl>c >«?«. ste»er«'7<> ^nill'cn d, Eladlqcuicin»'^ Wien »05us, u,u 2.^> «nl^hc» d. slad'n'mcindc Wien lsill^r »,,b Oo!t>> . , . . —— —-— ^'."»».„„»ib.Sindtaimwien >4l »0 14, 80 Psandliriefe ,sl!r 10„ fl.) Vorencr. alia, ilficri. 4"/n Gold . ,2L—>2»- dlo, in 5,0 „ , 4'/,<>/, ,01 .. ,U! 4', !-!!,', in s.« „ „ <"/„ . <»« 2N »«70 t!o, Prämien Schulbverfch, ,»"/u Il<3__lu» s.o Orss, Hvvolhe^'ub.nil ,oj, s>l/,"/,> 'u, — — - Ocst,.ung. H oiil vcrl, 4>/,<>/<,. , ,ic» in, b» blo. , <»/„ . . ,ou .. ,«c> s>o bt°, „ 4"/» . I«»' - lN0bN Nn,,, aNa. Votenclcbil.iNcliengel. in Peft ,m I, ,83!» v«l. 5>/,<>/<, — — —-- Prioritiits-Oliliglltioncn (sili ioc> !»^<<»i!terbbahn in kill,« »9 7<, 100 - Kran, 5rlcs.^abn..... --. —.- «km, ,««i üou sl. S. 4'/,"/<> . »9 «N 100— Ocstcrr. Noidwestbnhn . , , ,ou 4? >N« K0 O,lb Ware k lnalsbahn l. «milsil», . . ,»7-l.l» ,»» !ll, Elid bah» 5 »<>/„..... ,^'-'<5>- « ^ l>°/„..... ,24'" »l!» — U"«'»a>iz, Nahn..... »«40 <»» - Diverse Lose se >uc> si..... ,«2'5>" >"!>' s!, , . , ^ s>>, — oa - 4"/„ Dolioü'Dnmpslch. ',<«, »^ !,«.s.o -— vaillich« Plamien'Nn!,:!, «osl. A, - 2><>n Osenci ^'ose 40 li, . s.« ?s. «» 25, Palffu^'osc 4l» sl, . , . . N7>l><» s,« 2s. Mc>lb«njs>c«z. i>ft, Oes. v, ,0sl. iv«" l? «« Mudc>ls«^c'!!' ,c» fl, , 2k— 2« — Slllm-^ok' - <» 7^ Winbischqllih.Vosc 2u fl, . , zz,?.'» l>« 25 VllulMctien Bbncl.»?.,!s!,, osl ^»ousl.E 40"/« «5,7 ü'i «s.« - Vrbt,'Vl,,sl, s, v<,!lb,l,,G,ik<)s>. .^y» «'> 8«!< — «ilcditban!. «ll.i, Unq. 2»u l. 302 .^ »n3 - DepoNlenb.,!!,, Äs,«. 2„o sl. , ,», - ,»»-— E«c°mptr ^,, Vl,et>,!l'st,s.,i,l , . , ^77. «7«'- llnionbanl 20U fl. . . 2i l'5>l, >>2' - lUnleblsbanl. >i!!>, . ,8» - 1»» - «ussig'Ieri, «tisrob. «<»c>fl. <«l. —'- -- ^ci^m, ^l>r»'»'>>l'N ls.0 sl, . . . I»5 - l»e — .. WcNbabn 200 sl, . . . »«» — »80 — ^,ll,5M'l".'b« fl,S. —— —— steldmanb«.l«ordb. ,000 ,,»a!l.r!>dw!g-V,^wsl, W. —'— -.— K.ibiclibcrss-l.iilcnbllh!! >0u sl, . —'— —' » itaIlbau.Oderb,h»^al!tN» babn.Vclclllchaft ^»u , 2,8 5.0 «!»— Nohd. öft.»unn..IrieN5«»' lkO 7li blo. flit. I!) 200 sl, Silber , ,U? 7<;usl, e>!b. 84'— 34 5.U »luboll°Vab» 2N« sl. Cilber . I!»,'— l»!,s.U Siebc,,blirger «tilcnb, 200 fl, . —'— — — Klaalseiscnbah» 2U0 sl 0, W. . !253 2». ^s,2 5.!, Tllbbahn 200 fl. Cild« . . . 10«— lUvbo Siid'«olt,d..Velb.»V.»oofl.fl ö. W. 2L4 - 225,— „ Wr,, neu 200 fl. — — —-— Iiansporl-GeleUIchaft !l)0 fl. . —>— ^.^ Unss. a,li,. «kisenb^ou sl Silber «72 »s. ,?« 75, Ung, i>iorboftbal)n K0U fl. Silbn >N0",n^s.l» Nnz,Wcftb.s«a>,b.Vra,)20Usl.S. ,7, — ,7, 5.0 Iudustric-Nctlcu lrcr Gt«en» unb slahl-Ixd. in Men ,00 ll. . —— -.— «iftntahn»r..i.'t!hn, l, «ofl^U«/, »,5.0 i»z l»5 .,«lt>emlibl", Papitif. u. V >V. »«25 bs, «> Vlontan.Gclellfch.. l!Nerl.»lllp>ne 44 «o 4^ — Vtogrr !en-3nt>. ° Vef. 200 fl. »«<, ».l» ?8, — Salgo.I.,,,. »« 2«, Paris......... 4« - 4>«07, Valuten. Ducalen........ b?!> s> 77 »0G«il«......... —>— —>— Deutfchc Meichebanlnoten , . « 55, 5» no Iwlienifche Vanlnolen <,00Vi,c1 47-^8 47 «i 1!apier'«u^e! per St'!ll . . , e«^> ! »l '^'^'^«'" ^it:! I.iemit Iwll!«!,«' .1», ""'>L,^ '.. ^" ?2N2.0ur«o in lallen mo-l^e^,'^" "<^ orsui^. '^ llr n .^"eeden: H.0U102». V"7^ "V^N mi. T.r..v«rich...n. . '/< .. ! V^l°a «^" "' b N>'„^'dn^r^l.'l'„ehs!cinc filr ^' ^!l»rn">'''lrnellVcr. feinste Puyv»!«r ,c. >^^"'Nnsst .^Ncr Ocslcl.8^^ ^"?»»Ln „n6 ^.l^IiliUen ^ ^,. V^"«'«en 5>f.c:l8 vcirrü!,,lß I)Ll , '^a^ ^^- ll. ,»,-iv. l^ü.Ili^ln Z Ames 'l'". ?'"i.^^"' roi.. ...... lrc^on. ^" "^„ "^ ^c!>.>.....^rali<,n *^ / allem Unglück gc- ^W^ ^^uJ*' ^^r die Gelbsucht. ^^^^m^^^^ Jedoch bin ich winder hergestellt wie viele meiner Kameraden, und hin Ihnen so herzlichst dankbar für rncinc Genesung. (1308) 10—8 Josef Tomažiè Gendarmerie -Postenführcr in Pola. I Nach knrzem Geürancü nientbeMcli als Zatomnttmittel! ; f PRACKTISCH AUF pfi^fm ^^ . g | JMCTB^»J" ff^J 1 \yK^^^zuz amerikanische f U^ölycerin-Zahn-Creme | Vlr F. A.SARG'5 SOHN & C? WIEN I !pr K.K.HOFLIEFERANTEN. ^ ^, Bei allen Apothekern u. Parfumeurs. -h Zu haben in Laibadi bei: .Tos. Kordin, P. Lassnik, Ed. Mahr Kaiser-Josef-Platz, Laibach. Hente Samstag den 6. October und morgen Sonntag den 7. October Letzte grosse Vorstellungen der preisgekrönten ThnrmseUkttnstler-und Specialitäten-Truppe Josef Strohschneider. Samstag Anfang abends halb 8 Uhr. Sonntag zwei Vorstellungen, erste nachmittags halb 4 Uhr, zweite abends halb 8 Uhr. In jeder Vorstellung neue Productionen auf dem Draht-Thurm-Seile. Preise wie bekannt. Es findet keine weitere Vorstellung statt. Hochachtungsvoll (446f>) Carl Weitzmann, Geschäflsleiter. «loses Strohschneider, Director. empselilon dmn ßeelislen punlieum 8cnüne un6 nilliße in voriU^1ioli«t«r (^uLlilHt liir »»Ion«, v»l^», v»,tl»Un»«r, ?rlv»t-I^u«l«rlußer in 6er Ü1«5».»t«nx">« ll^» ^» (3685) l5, Beehre mich, hiemit den verehrten Kunden und gs* dem p. t. Publicum höflichst anzuzeigen, dass ich mein Jg* i Fleischergeschäft 1 jk in der neu renovierten Fleischbank rp* \ Mahr'sches Haus, Schulallee E 5 unter Zusicherung feinster Bedienung fortführe. igj 2 Zur Ausschrotung gelangt nur Fleisch von Mast- «• 6 ochsen zu billigsten Preisen. Sj 3 Um zahlreichen Zuspruch bittet (Jy 2 hochachtungsvoll S^ g Thoma« Ja^er E P (44fil) 3—1 Fleiscliliauorineisler. ^«< Ill II Ij I f»*%•*_*•¦•« cniplifhH das grösste La^er von Handarbeiten und Haussegen, angesungen und fertig; Elesanten- "IflKII» I! DL II III und Herkules-Strickgarn, Königswolle ; Dolfus Mieg'sche eehtfarb.ge Stickgarne; " III I llnr Hlll reiche Auswahl altdeutscher Leinen-Stickereien, fertig und vorgedruckt; Konigs-Strickzwirn; (g-. ^'W llllLlllll Modeln Spulzwirne, Häkelgarne der renommiertesten Fabriken, Holzschnitzereien, h!) fcs., ilfcil ¦ ¦• Nadeta, 5Pu'zew™anacnettfn? 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