H^TT. Samstag, 6. August 1898. Jahrgang 117. Macher Zeitung. °'^'l3°c!' °l^2^ ganzjähria fl. 15, halbjährig fl. 7-50. Im Comptoir: "" Insert hMhrig ,l. ^- Mr die Zustellung in« Haus ganzjährig fl. 1. - InsertionSatbUr: ssür W^^^^^^^» zu 4 Zellen U5 lr,, grühere per Zeile <> ll,: bei österen Wiederholungen per Zelle 3 lr. Die «Laib, Ztg,» erlcheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Die Udmlnlftratlon befindet stch CoiMessplah Nr. 8, b>e Medactlon Varmherzigergasse Nr, lk, Sprechstunde!, der Nedattion »on 8 bl« n Uhr vor» mütags, Unfranlierle Äriesc werben nicht cingcnomuieii, Manulcript? nicht z>iriicll,estellt. ^ Amtlicher Theil. v.^«e/das'vMF.,f^^ wurde in der l. l. Host und Staats-?Ul, und XI,i!>..'' u"d XXXlX. Stück der kroatische», das A böhmische» ^ ?>!? ber polnische» und das Xl.1V. Stück ^Mattes au^"!"lchen und slovenischen Ausgabe des Reichs, "usgegeben und versendet. ^'" ausaea?,!? ^^ ^^l. Stück des Landesgesetzblattes für «n Pasi-li> ""° versendet, ^l, 33 N b'°.nthält ""er herzog w'n ^. Juni 1898, wirlsam für das dem ku ^ ^"'"' betreffend die Freilassung der mit Nr 22s> - a^he vom 25. October 1896, R. G. Bl. der C, ""N^uhrten Personalcintonunensteuer von allen Huickl^ ^"ä der Landesgeselzgebung nllterliegenden Nd ^"'^ ""d die Vcfreinng der Hof-, Staats sow!>v .' "' ^ ^fftuUicheu Fondsbeamten sowie der Seel-^ "^ o»n Zuschlägen zur Vesoldnngsstener. "' der Redaction des «andesgesehblattes für ttrain. ^.^ Laibach am 6. August 1898. Nichtamtlicher Theil. ^cuung der auswärtigen Angelegenheiten. ^"grlcllens^'" -^^^ ^ie Leitung der auswärtigen uns. ^'«"".'" Schweden und Norwegen und bei Thallott. U,)"llcht Hofrath Professor Ludwig von ^nisteri».^« ^"director des gemeinsamen Finanz-eine ben,?,' "" ^ugustheft der «Vudapesti Szcmle» bietet das l???^^ Studie. Die Veranlassung dazu t>tt zwisH, l^'"en des Elaborates über die Revision ^'wNact? Schweden und Norwegen bestehenden ^U'lisswn mn ^"'c.^' su diesem Zwecke cwgesetzte "bgesch^.f.,, °«l 25. Jänner 1898 ihre Verhandlungen ^lld^u ,. ?"te. Vom österreichischen und ungarischen ^". we l^- '! ^'^ Verhandlungen sehr beachtens-'^uedisch ,, ^ h'erlands vielfach als Muster aufgestellte uuig dei e«e Personalunion gerade in der Lei-^gamsch,,, "^""'tlgen Angelegellheiten den größten Im 9 c ^ "' ""fweist. -" ÄlinnÄ'/^b'^l Verathungen wurde von Seite 'tltut der 2> l ^ schwedischen Commissionen das In-""garisch°„ Mtioncn, wie sie in dem österreichischer Ins.' .- ^"msse als dessen ohne parlamenta-!^ "aclu,,.l " entsendetes Ausschussorgan fungieren, >ar"N"U'ndes Vorbild aufgestellt. Es ist nn-Mrass'l) ? ^ Schöpfung des Grafen Julius ^heorctile, ?"'^ ^beilsfähigteit seinerzeit durch die >H in der qi Staatsrcchtcs so viel angezweifelt wurde, ""^'««.w "^ entschieden bewährt hat. Einerseits nämlich lässt sie die Unabhängigkeit der beiden Staaten unberührt, während sie dieselbe anderseits mit den Interessen der Großmachtstellung in Einklang bringt. Der Verfasser zieht vom rechtsgeschichtlichen Standpunkte aus eine Parallele des schwedisch-norwegischen nnd des österreichisch - ungarischen Verhältnisses hinsichtlich der äußeren Politik und gelangt zu folgendem Schlüsse: Wie immer sich die inneren Verhältnisse unserer Monarchie gestalten mögen, ist es zweifellos, dass die staatsrechtlichen Schöpfungen von 1867 zu einer dauerhafteren Ucbereinkunft geführt haben, als alle politischen Veränderungen, insofern sie klar und taxativ feststellten, wie viel Ungarn im Interesse der gemeinsamen Vertheidigung schuldig sei. Dies ist das bleibende Gebilde, über diese gemeinsamen Angelegenheiten kann man nicht hinausgehen, solange die pragmatische Sanction als Nechtsbasis für die untheilbare Innehabung der Monarchie dient. Und eine andere Nechtsbasis hat dieselbe nicht. Das Bündnis der in einer Union lebenden Staaten ist nicht zur Erreichung idealer Ziele zustande gekommen, sondern ist immer der Ausfluss einer politischen Nothwendigkeit. Oesterreich und Ungarn sind, ebenso wie Schweden und Norwegen, jedes in seinein eigenen Interesse Verbündete. Die Stabilität der Verbindung aber wird nur gesichert durch die als richtige Ausgangsbasis dienenden Institutionen, welche die Parität thatsächlich sichern uud innerhalb des Nahmens derselben jenes imponderable Princip anwenden, das man Billigkeit nennt.___________ Der Erlass des deutschen Kaisers. Unter der Spitzmarke «Kaiser und Kanzler» beschreibt die «Wiener Abendpost» den Erlass des deutscheu Kaisers und sagt: Ein Monument, gefügt aus lapidaren Worten, ist der Erlass des deutschen Kaisers, der das Andenken des Fürsten Bismarck feiert. Diese Todten« klage des Kaisers mit ihrem hohen Gedankenfluge und ihrem dichterischen Schwünge wird die Herzen des deutschen Volkes mächtig ergreifen, sie wird die Verehrung für den hochsinnigen Monarchen steigern, der so wahrhaft königlich zu lohnen weiß, sie wird auch erfolgreich jenen unschönen Umtrieben begegnen, mit denen man die Autorität des kaum erst dahingeschiedenen Altkanzlers wider den Kaiser auszuspielen gesucht hatte. Man wollte — um eines jener funkelnden Worte aus dem Bismarck'schen Sprachschatze zu wiederholen — man wollte den verblichenen Fürsten als einen neuen Cid Campeador auf das Ross setzen und in den Kampf gegen den Kaiser führen. Für die unbefangene öffentliche Meinung bedürfte es kaum erst der hoch-gemuthen Kundgebung Kaiser Wilhelms, um in dieser unerfreulichen Episode den richtigen Standpunkt zu gewinnen. Fürst Bismarck hatte es stets als seinen höchsten Ruhmestitel betrachtet, eine starke Säule des Königthums zu sein, und es konnte deshalb unmöglich als Ehrung seines Andenkens aufgefasst werden, wenn die Gegensätze, die sich zwischen seinen und des Kaisers Meinungen aufgethan hatten, mit lärmender Absicht-lichleit hervorgezerrt wurden. Auch empfindet das Gerechtigkeitsgefühl der deutschen Nation, dass da ein sehr ungleicher Process geführt wird zwischen einer redseligen Enthüllungsmanie auf der einen Seite und jener Zurückhaltung anderseits, die die Würde des Monarchen gebietet. Auch hierzulaude war, wie wir nicht ohne Genugthuung feststellen, das Urtheil der öffentlichen Meinung, zumal in der Presse, ein ein-müthiges, und es war noch bekräftigt durch die Verehrung, deren Kaiser Wilhelm 'in der Habsburg'schen Monarchie genießt. Denn die ehrerbietigen Sympathien unseres Volkes wenden sich dem Monarchen zu, der von idealster Auffassung seines erhabenen Amtes erfüllt ist, in dem die Welt eine kostbare persönliche Garantie des mitteleuropäischen Friedensbundes erblickt und den treue persönliche Freundschaft mit unserem erlauchten kaiserlichen Herrn verbindet. Der Feldzug gegen Sudan. Man schreibt der «P. C.' aus Kairo, 31. Juli: Es ist etwas Selbstverständliches, dass man sich hier bemüht, so viel als möglich ans dem Lager des Khalifa Abdullah zu erfahren und von den Vorbereitungen Kenntnis zu erhalten, die er zur Abwehr des demnächst zu erwartenden anglo-egyptischen Angriffes trifft. Man hat nun in Erfahrnng gebracht, dass er seine Macht staffelförmig aufgestellt,' und zwar in Schabluka, Kcrreri und Omdnrman. Bei den «großen Thoren» von Schabluka befindet stch die Vorhut der Derwische, aus einigen tauseud Mann bestehend. Kerreri ist stark befestigt, ebenso Omdurman und alles lässt darauf fchließen, dass die Derwische einen verzweifelten Widerstand leisten werden. Der Khalifa uud die vornehmsteu Entire haben bereits auch ihre Harems in Sicherheit gebracht. Sie schicken sie weit nach Süden, nach Orten, von denen sie annehmen, dass die Egypter dahin nicht gelangen werden. In Feuilleton. in ^^"""ieregimcnt Prinz Hohenlohe Nr. 17 gu,n s^°^ lm Mailand am 4. August 1848. ""szigjährigen Erinnerungstage. ^>f n,^'le hatten die beiden Geschütze den »seht tm?^'udlichen Sechzchnpfimdcrn muthvoll 3?und '"? '"I "uf "ie Länge nicht stand-ö?'^ w» k "-'" burch zwei Zwölfpfündcr un5 eine <7i? drei n, ^ Reserve-Artillerie abgelöst werden. Viche EeN"^ "'^"^" ^^"^ ^m sechs VN eii3 2 'linpfimder ein fchr lebhaftes Feuer, U"e commm ^ ""hielt, worauf der diese halbe um^ ""d , "'dierende Lieutenant Nichter weiter vor. verhielt "euerdings ein noch lebhafteres Feuer ttl?^"^deK^s!^ auf dem linken Flügel und in, lv?? "uf d "W ^orps stattfand, rückte die Brigade 9lr V Ort . I^wl Hügel gegen Castegnedo vor, hau "it dp "kärntnerische Regiment Prochasla H" cms dm Gradiskanern eroberte. Unterdessen H M chU Straße unsere Geschütze den Kamps 3>Hn^ fortgesetzt, obschon außer den. z ' "lere v ^'danten Lieutenant Richter mehrere l>« "'" Kl?m. ^" "nd getödtet wurden, so dass der ^^"G?'' ^"gere Zeit hindurch drei Nummern ''^che verscheu mulste. bis der das Com- mando der beiden Geschütze führende Feuerwerker Kleiner selbe mit zwei anderen verwechseln konnte. Da der Feind seine Kanonen zurückzuziehen begann, ließ Kleiner sogleich seine Geschütze wieder weiter vorgehen und beschoss nun vier gegen ihn feuernde sechzehn-pfundige Kanonen mit so guter Wirkung, dass bald zwei derselben demontiert wurden und zwei Officiere, sechs Kanoniere und vier Pferde des Feindes todt auf dem Platze blieben. Hier leistete, da die Bedienungsmannschaft unferer Geschütze durch diese Anstrengungen sehr ermüdet war, Hauptmann v. Nüling des Regiments mit sechs Mann seiner Compagnie nach dem Zeugnisse der Artilleristen selbst durch Unerschrockenheit und Geschicklichkeit bei dieser ihnen fremden Dienstesverrichtung die ersprießlichsten Dienste. Mittlerweile waren drei Compagnien des zehnten Jäger-Bataillons nebst der 11. nnd 12. Compagnie des Regiments links von der Hauptstraße vorgedrungen und griffen Gambaloita, welches der Feind zum Schutze seiner daselbst aufgestellten Kanonen stark besetzt hatte, in Front und Flanke mit ausgezeichneter Aravour an. Hin Theil dieser Truppen stieg in die Wassergraben und, im Wasser oft bis an die Brust watend, gelang es ihnen die bei Gambaloita stehende feindliche Zechzehnpfündcr-Batterie zu umgehen. Plötzlich, wie aus dein Boden herausgewachsen, stürzten ste sich nut dem Aajonnett auf die Batterie und eroberten dieselbe, während gleichzeitig das Haus Gambalotta, von mehreren Seiten angegriffen, genommen ward. Bel die er hervorragendsten Waffenthat aus dem Schlacht- felde vou Mailand sielen sieben Sechzehnpfünder nebst ihren Muuitionskarren und Bespannungen in unsere Hände; 1 Stabsofficier, 2 Oberofficiere lind 60 Mann wurden gefangengenommen. König Karl Albert foll sich ganz in der Nahe befunden haben; wenigstens äußerten die Gefangenen Besorgnisse um das Schicksal ihres Königs und schienen sehr erfrent, als man ihnen versicherte, dass er nicht gefangen sei. Auch das Oguliner-Bataillon eroberte bei Musocco ein Geschütz und nahm einen Officier und 10 Mann gefangen. Ebenso waren drei Compagnien des zehnten Jäger-Bataillons und das erste Bataillon des Regiments, welche rechts von der Hauptstraße behufs Herstellung der Verbindung mit der Brigade Clam postiert waren, gleichfalls vorgedrungen und erstürmten La Veroe, eroberten zwei 'Kanonen und machten 50 Gefangene, wobei sich die vierte Conipagnie des Regiments besonders hervorthat. So hatten die braven Truppen ans diesem Punkte zehn Kanonen erobert. Nachdem die bisher im Gefechte, zuletzt gegen die pienwntesischen Garden, gewesenen Truppen der tapfern Brigade Straholdo ihre Patronen verschossen hatten, nahmen vier Compagnien Jäger, das zweite Bataillon des Regiments und jenes der Warasdiner-Kreuzcr bei Gambaloita Stellung, um daselbst Verstärkungen uud Munition zu erwarten. Bald erschien ein Bataillon des Regiments Erzherzog Ernst und ein Bataillon Oguliner der Brigade Wohlgemuth, welche gegen Mailand vordrangen. Inzwischen war auch das erste Bataillon des Regiments rechts von der Strahe in gleicher Höhe mit der Brigade Clam vorgedrungen. Laibacher Zeitung Nr. 177. 1436 6. August I^ Voraussicht des zu erwartenden großen Widerstandes trifft auch der Sirdar Sir H. Kitscheuer seine Vorkehrungen. Er hat die Vorposten der anglo-egyptischen Armee bis Nasri vorgeschoben, das nur 21 Kilometer von den «großen Thoren» von Schabluka entfernt ist. Dorthin dürfte bald die erste englische Brigade unter General Wauchope nachrücken. Von den Stromschnellen Schablukas ist Nasri noch drei Kilometer nördlich gelegen. Diese Stromschnellen — der sechste Katarakt des Nils — dehnen sich von Geraschab thalabwärts bis zur Insel d'Ausi flussauswärts aus und haben eine Länge von 58 Kilometer. Die vorerwähnten «großen Thore» befinden sich bei Wad Bischara zwischen dem Nilufer und der Insel Roccan, wo im Jahre 1885 am 20. Jänner der Dampfer des Generals Wilson strandete. Der Commandant der zweiten britischen Brigade General Lyttleton begibt sich nach Abudir, wohin das erste Bataillon der Schützenbrigade bereits abgegangen ist. Unter dem Commando der Majore Wiliams und Ainslie sind die 32. und die 37. Batterie der Feldartillerie (mit Howitzer-Kanonen ausgerüstet) auf den Kriegsschauplatz abmarschiert) ferner sind die Maximbatterien der königlich irischen Füsiliere unter den Befehlen des Capitäns Churcher und des Lieutenants Wilson nach dem Süden gesendet worden. Das in Kairo eben eingetroffene erste Bataillon der Grenadiergarde begibt sich nach eintägiger Rast nach Abudir. Die Kanonenboote unternehmen fleißig Rccognoscieruugsfahrten in der Richtung gegen Shabluka. Im anglo-egyptischen Lager am Atbara sind wieder etliche Flüchtlinge aus Omdurmau angekommen, die sich auf Booten gerettet hatten. General Sir A. Kitschener verweilt noch immer im Lager am Atbara, wohin sich auch Oberst Wingate begibt. Für den Kriegssanitätsdienst werde» 48 englische Aerzte die Expedition nach dem Sudan begleiten. Die Truppenspitäler werden in Halfa, Atbara, Damali und in Berber eingerichtet und mit 500 Betten aus« gestattet. Die Eisenbahn reicht jetzt von Kairo bis Assnan, die Militärbahn bis zum Atbara, so dass uunmchr zwischen Alexandria uud Atbara, bei einer Entfernung von 1200 englischen Meilen oder 1i)20 Kilometer, nur eiue Strecke von 230 Meilen oder 358 Kilometer noch offen steht, indem nämlich die Linie Assnan-Halfa noch nicht hergestellt ist. Man kann jetzt in dem kurzen Zeiträume von vier Tagen und fünf Nächten von Kairo bis zum Atbara gelangen. Politische Ueverslcht. Laib ach. 5. August. Wie die Blätter melden, hatte das Beileidstelegramm Sr. Majestät des Kaisers an den Fürsten Herbert Bismarck folgenden Wortlant: «Ischl. Eure Durchlaucht sowie Ihre gauze Familie bitte Ich, aulässlich des Ablebcus Ihres Herrn Vaters den Ausdruck Meiner herzlichsten Theilnahme zu empfangen, eiucr Theilnahme, die Ich umso inniger empfinde, als dieser Augcublick Mir mit besonderer Lebhaftigkeit Meine persönlichen Veziehuugen zu dem Dahingeschiedenen in Erinnerung ruft. Möge das Bewusstsein von der Unvergänglichkeit seines Andenkens Ihnen einigen Trost in Ihrem berechtigten tiefen Schmerze gewähren. Franz Josef.» Aus Budapest wird der «Neuen freien Presse» gemeldet, dass gegen Ende der laufenden Woche Barou Äanffy nach Wicn kommen und sich mit dein öster- reichischen Ministerpräsidenten Grafen T h u n und dem gemeinsamen Finanzminister, Herrn v. Kallay, besprechen werde. Wahrscheinlich wird auch Finanzminister Dr. Kaizl zu diesen Besprechungen in Wien eintreffen. Nach Beendigung derselben soll der uuga-rische Ministerpräsident sich an das kaiserliche Hoflager nach Ischl begeben. Wie dem «Fremdenblatt» aus Ischl gemeldet wird, wurde Finanzminister Dr. Kaizl vorgestern von Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen und dem Allerhöchsten Familiendiner beigezogen. Die gegenwärtige Tagung des englischen Unterhauses soll am 12. d. M. geschlossen werden. Trotz der Zuhilfenahme aller verfügbaren Tage und Aufhebung der Mitteruachtselausel wird es angestrengter Arbeit bedürfen, alle Vorlagen, welche die Regierung auf dem Programme gelassen hat, zu erledigen. Nach einer aus Bukarest zugehenden Meldung wird König Carol bald nach seiner Rückkehr mit Königin Elisabeth die Reise nach Ragatz antreten, wo das Künigspaar einige Wochen zu verweilen beabsichtigt. Auf der Rückreise von Ragatz nach Bukarest dürste ein zweitägiger Aufenthalt in Wien genommen werden. Nach einer aus Athen zugehenden Meldnng haben die dortigen maßgebenden Kreise ans verschiedenen Anzeichen die Ueberzeugung gewonnen, dass die Einsetzuug eiues definitiven Regimes auf Kreta nicht vor dem nächsten Frühjahre zu erwarten sei. Das wichtigste dieser Symptome sei die vou russischer Seite erhaltene Andeutuug, dass die Berufung des Prinzen Georg von Griechenland auf den kretischen Gouver-neursposteu vorläufig noch einen Aufschub erfahren müsse, woran sich der Rathschlag an die griechische Regierung knüpfte, die kretischen Führer zum geduldigen Abwarten dieser Verufuug zu ermähnen. Den näheren Aufklärungen hierüber, die der demnächst auf seinen Posten zurückkehrende russische Gesandte in Athen, Herr Ouou, bringen soll, werde mit ledhaftem Interesse entgegengesehen. In den erwähnten Kreisen werde betont, dass diese Verzögerung keinesfalls als das Vorzeichen des Fallenlasseus der Candidatur des Prinzen Georg betrachtet werden dürfe. Wie man aus Constantino pel meldet, bestätigen die in den letzten Tagen aus Jemen eingelangten telegraphischen Berichte an die Pforte, dass der Ausstand daselbst wieder an Ausdehnuug zugcuom-men hat. Die Führer der Stämme, welche vor kurzem für die Sache der türtischen Regierung gewonnen worden waren, haben sich neuerdings zu deu Aufständischen geschlagen, so dass die Insurrcctiou den größten Theil des Jemen ergriffen hat und die Pforte zn deren Niederschlagung eines bedcuteudeu Truppenaufgebotes bedarf. Nach einer weiteren von dort zugehenden Meldung ist die vom Commaudanteu der türkischen Truppen uud kaiserliche» Commissar aufKreta, Deschewad Pascha, iufolge der Weigerung der Admirale, die Landung neuer Truppensendungen zu gestatten, eingereichte Dimisfiou uicht augcuommen wordeu. Nach einer aus Kairo zugehenden Meldung, soll es nuumehr feststehen, dass der sich an die Palä-stinarcise des Kaisers Wilhelm II. knüpfende Besuch in Egypten um die Mitte des November staltfinden wird. Seitens des viceköniglichen Hofes wurde mit den Vorbereituugen für einen würdigen EmpW. deutschen Monarchen, der im Abdin-Palais ^ ^., quartier nehmen wird, schon jetzt begonnen. ^ ^ enthalt des Kaisers in Egypten dürfte zeh" dauern. j, Nach Mittheiluugeu aus W a shingt»"^ die spanische Regiern ug den von den ^ einigten Staaten gestellten Friedcnsbedingunge" . gestimmt haben. Inzwischen hat auf der I»!^ ^ wieder ein Zusammenstoß zwischen IllsurgeiM'' ,-spanischen Truppen stattgefunden. Bei Vl^,< wurde nämlich eine starke Rcbellenbande ^'^ spanischen Bataillon geschlagen. Bei Montcvcw^ ein zweistündiger Kampf statt. Der Feind u'"^^ dem Vajonnett angegriffen und gezwungen, die v ^ inuegehabte Position aufzugeben. Der 3" F zahlreiche Verluste erlitten. Unter den M^ befindet sich der Führer der Aufständische!', ^ Die Spanier hatten zwei Todte nnd vicrzey" i wuudetc. Tagesuemgleiten. , — (Zum fünfzigjährigen Negier"^ jubiläum Seiner Majestät des K"'^ Die von dem Gründer der österreichisch-uiO^i Colonial - Gesellschaft Herrn Nechunngsraty ^7^! gegebene Anregung, ans Anlass des fünfziW^ Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisel^ Huldigungsadressc aller in der ganzen Welt if^ lebenden Oesterreichs u»d Ungarn vorzubereiten, ^ fruchtbaren Voden gefallen. Von den in ''b^^, Ländern lebenden Mitgliedern der Gesellschaft ,' ^i schon zahlreiche Unterschriften gesammelt, und b»c ^ senduug weiterer Unterschriften ist noch zn g^"A In Bezug auf das gedachte patriotische Vorhabe" ^ nehmen wir einem Aufrufe, welcher n. a. in ^' D,j vom 25. Juni d.I. der «Germania» (S. Paulo, ^a! z enthalten war, folgende Stellen: «An die i)stcrre>^l ungarische Colonie! Das Vorspiel zu allen ko»"''^ Festlichleiten anlässlich des fünfzigjährigen Regi,,^i jubiläums unseres erhabenen Kaisers und K^' il> hat durch die Eröffnung der Iubiläums-AussiM'^ 7. Mai in Wien begonnen. Alles wandert »^ ^ um unserem allverehrten Monarchen zu huldigt ^ die Wandlungen während Seiner Regierungszcit a"! ^ Gebiete der Landwirtschaft und Industrie, des V°,^ und Bergbaues in technischer und social!)!«''^/ Beziehung zu bewundern. In der ganzen Welt, " ,^ wo Oestcrrcicher - Ungarn leben, werden h""'^ „»' Stiftungen ins Leben gerufen, Vereine gcgniM ^ Huldigungs - Adressen vorbereitet. Dass auch ^^ Brasilien nicht ganz zurückbleiben, beweisen die 1 ^ gegründeten üsterrcichisch-ungarischen Vereine in N' ^: Sao Paulo. Lalldsleute! An kostbaren Geschenke" ^ cs unserem tapferen Friedenstaiser uicht mangel"'. ^ ,s und Könige, Bürger und Fürsten werden wettet ^ Bestreben,' unserem Kaiser eine Ucbcrrasch""^ Freude zu bereiten. Doch auch eine Huldigung^ ^< von den in der weiten Welt zerstreut lebenden ^ Unterthanen wird Seinem edlen Herzen sehr n'ohl ^ Ihn mehr freuen als ein Geschenk von M M. Kaudercr.» ^f — (Vergarbciter - Congress.) D" A arbciter - Congress lehnte mit 715.000 gege" ^ Stimmen den Antrag ab, wornach die KohW'P^^ Zer Grarnn vo;n Ool'de. Roman von vrmanos Sandor. (74. Fortsetzung.) Verzweisiuugsvoll die Häude ringend, warf Thora sich, einer gefühlsübermächtigen Eiugelmug folgend, der alten, vertrauenerweckend aussehenden Indierin zn Füßeu. «Lasseu Sie mich hinaus! Helfeu Sie mir, dass ich fliehen kann!» rief sie schluchzend. «Gott, der Barmherzige wird es Ihnen segnen! Jetzt weiß ich alles! Mit List nnd Trug hat mau mich hiehergelockt! O, helfen Sie mir! Seien Sie barmherzig!» Mit sanfter Gewalt zog die Alte das kniende Mädchen empor. «Armes Kind», sprack sie, «ich kann Ihnen uicht helfen! Ich bürge mit meinem Leben für Sie! Aber selbst wenn ich um den Preis meines Kopfes Ihueu Ihre Freiheit gebeu wollte, so würde Ihuen dies Geschenk aus meiner Hand doch nichts nützeu. Sie müssten an huudert Palastwachcn vorüber, die alle ebenso streng instruiert siud, wie ich selber. Schou die erste würde Sie ergrcifcu uud gewaltsam zurückbringe». Deshalb suchen Sie sich geduldig iu Ihr Schicksal zu sügeu!» Mit ciuem dumpfen Ausslöhnen, beide Häude vor das thräueuüberströmte Gesicht schlagend, sank Thvra auf dcu Diwan. Die Alte strich ihr liebtosend mit der mageren Hand über das seidenweiche Haar. . 'Beruhigen Sie sich!» sagte sie leise. «Ihr Schicksal ist vielleicht nicht so schrecklich, wie Sie es sich denken. Hören Sie mich an! Ich bin keiue ge-wöhuliche Dicueriu, ich biu die Amme des Rajah. Ich habe ihu an meiuer Brust geuährt, auf meinen Armen gewiegt, als er klein war; an meiuer Haud hat er deu ersten felbständigen Schritt ins Leben gethan. Er hängt an mir, er liebt mich, uud meine Rathschläge habeu mehr Wirkuug bei ihm, als die seines Diwans und der Großen des Reiches. Er ist kein unedler Charakter, und ich habe ihn stets znin Guteu geleitet. Nur die Ausbrüche seiues Iähzorues habe ich nie unterdrücken können. Wenn er sich gereizt glaubt, ist ihm alles gleich. Mehr als einmal hat er mit eiuem Streich eiuem Menschen, der ihn beleidigte, den Kopf abgeschlagen. Wer ihn aber zu uchmeu weih, der kanu alles bei ihm erreichen. Seitdem der Najah das letztemal in Kalkutta war, ist er ganz wie verändert. Nichts erfreute ihu mehr, nicht das Spiel der Leute, nicht der Tanz der Bajaderen, nicht das Lächeln der Favoritin. Stumm uud finster gieng er einher; eine düstere Wolke throute auf seiucr Stirn und alle Unterthanen hatten unter der bösen Stimmung des Gebieters zu leideu. Da fasste ich mir ciues Tuges ciu Herz uud fragte uach der Ursache seines Grames. ,Ach, Gojr/, autwurtete er, ,mir kauu niemaud helfeu. Siehe, ich habe iu Kalkutta die Soune meiues Lebens gesehen, uud da ihre Strahlen nicht meiu Dasein durchleuchten nnd erwärmeu, wird dasselbe kalt uud fiuster uud ohne Frcnde bleiben!' — ,O, Rajah, Sohn des Himmels, Enkel des Moudcs!< erwiderte ich ihm. ,Wo gibt es im weiteu Iudien eiu Mädcheu, das sich uicht glücklich schätzen winde, die Favoritin des mächtigen Fürsten dich's Landes zn sein? Ziehe aus uud hole dir deiuc Sonne!' Da lächelte er gar ""^i uud sprach: ,Sie ist keiuc Tochter Indiens! ^' ^ die heißen Augeu und die sonnige Farbe "^ nachtduukle Haar Iudiens, aber aus ihren ^l leuchten Hoheit uud Stolz, uud von ihrer ^l ,trahlt Freiheit. Nimmermehr wird sie eil""" ^ die Meiue zu werden. Sie ist eine EuropäcN"^ Deutsche, und die deutscheu Frauen haben ^ Willen, wie die Männer!' — ,So vergiss s"',. <> ich ihm. — »Niemals!» rief er da. >Uud "^ >i doch einst in meine Gewalt kommt, so !"^F ihretwegen dem Glaube» unserer Ahnen aM' .? uud die Religiou der euglischen Missionäre a"^.M Ich werde sie heiraten, und sie soll meine .^ Königin sein und bleiben!' — Wochen ""», Da traf ein Bote eiu, der dem Rajah eiu SH^ brachte. Von dem Moment an war unser ^ wie umgewechselt. Seme Augeu strahlten vor W / und von seinem Antlitz lächelte Milde. Der P"/ palast wurde auf sciueu Befehl geräumt. Die l^ wurden mlt hohen Beamten des Staates "".^ und siedelten uach deren Harems über. So '""^ die weiteu Räume des Palastes Ihrer Aulllnft, !^ Herriu! O, weiucu Sie nicht! Sie werden »'ll "F Sanftmuth uud Liebe Großes vollbringen. Del A wird an Ihrer Hand zum Lamme werden. "',,!/ Hand lst mit dem Glück des Herrschers die 5M' dieses Laudes gegebeu!» / Die Amme des Rajah schwieg. Tho" ,<>< schauderte, vou furchtbarem Eutsetzeu g/schii«^'' im Fiebcrfrost zusammen. « (Fortsetzung solgt.) ! -^"Z'iwng Nr. 177. 1437 ß, «.„„st ,888, ""chdein ^."""ionales Uebereinkommen zu regeln sei, erklärt hatt., "!^" Newer die Frage als wdiscutabel der ?lbstin,l^ ^anzösischen Delegierten enthielten sich Galz^i^" den Ausschreitungen in Vor de„, l "f/ "us Iaslo wird vom 4. d. M. gemeldet: ^r(fz)cese >, "^^enchte ""^ "^gen antisemiti-^"' Äewaltt^ ^""^ "egen Verbrechens der öffent-^' z'vcinw, .?s^^" ""^ bes Diebstahls, ein Angeklagter ^rltt vew'f ?"" "'^ "ner zu sechswöchentlichcm ^^altthätiaf^? ^^en Verbrechens der öffentlichen lchin. z^?^"t wurden ein Angeklagter zu dreimonat-'"tätlichen, ^ ^ zweimonatlichem und drei zu je ein-^'""wöchentliH^ ?" ^" ie drei- und zwei zu je ^7 /^m Kerker vernrtheilt. 8arn ) S„/^"^"ubs-Bericht für Un-^"' Ackciba, .^"^bericht ""'" ^^ "' ^ - ^"ch den '^»t das Du^?'^""^ zugegangenen Nachrichten be-^ li 79 M ,^'uttsergebnis des Weizens per Catastral-'^ auf 3??«""""' Der Gcsanuntertrag des Weizens ^sichten s^ ?'^^ Mctercentncr geschäht. Die Ernte-°ndert, w'j" '"t beni letzten Berichte nahezu uuver- ^le und ^"l "'^ ^°W" quantitativ Mittelertrag; "^ Noaaen > ^"^"' Mittelertrag; qualitativ Weizen ^iedigend ^ / ^!^" als Durchschnittsmittel; Gerste . ^ sN, ^ '"cistens gelblich, Hafer mittelgut. "l"o!vi^/ ^"^m Shrapnel zerrissen.) Aus "bung fand z. "^"' ^"ch der letzte« Artillerie-Schießen nicht „^" ^uernburfche Mkola Matkowitsch !!" Sien ^ ^'"^ Shrapnel, lud es auf die Achsel "enveas fi ' Witling ^ines Hundes nach Hause, "nd zerr is" ^^ Shrapnel auf den Boden, explodierte Ctilcle. ' denBurschen fammt feinem Hunde in !"^er v3"^°lar-Expediti on.) Ueber das Schick-. Aschen K, 3"", ^""Mandanten De Gerlache geführten ist man w Brüssel bass ^ ^Z'" alle Nachrichten fehlen. Man fürchtet, ""d alln- 3 „ "' "^" von Eismassen eillgcschlossen ist "' ^"nlasspn V^^ "'^ehrt. Es geschehen Schritte, um ?^'ns .s' ' "ass die jetzt unter der Führung Borch-Edition 3^!?^ ^^lische antarktische Expedition die ^' nussncht ^"^^ ""^ '^ Expeditionsschiff ^ '"Hl seine zwei Seiten hätte.» f^s wär'^ ^"" Uhland lächelnd, -es gibt eins.. Me der ^^ begierig zuhören. Was ist's denn?» I^s sind ?^'was hat denn nur eine Seite?' ? Eeite, !^ ^"efe, die haben niemals mehr als ^r W.M^ c ^^""te sich besiegt, und die Heiter-^'-------^aft wollte schier kein Ende nehmen. ^ise H^' uull Provinzial - Nachrichten. ' «"eUenz des Herrn Oandelsminifters 5lr. von Onernreither. fische D" ^7 ^ ^ Moline eine weitere rege nnd im großen Umfange .?' dienst ""^lstrie ^cumarktls feinen. Fabrications- d <^'t, äls ^?"""^' "beul er an der Stelle, wo großer Feldherr Graf Ra- 3. ^"°MMo,. " '^"lchaft Ncumarttl war. ein auf 2' b°ch°f ^"^"hcisenstein in der Kotonitza ba-t" ' ^er,/'"stand, gleichfalls eine Fabrik aus-^.''^»de Lon,s ^ ""l der vom Katharina-Oberthale alM'lirun/, n. «'"" ungefähr 300 Secundenlitern ^bslraft "^"''b"ng eines Gefälles von 50 in bi^V°"zl'schen"^'"^ ^c Fahrt i,n Katharinathale dntz^Teus^/ °"s wildromantische Gebilde des Ge-"iik ^°u zzz'"'^e mit der neuen Kunststraße zu schauen. besi^'''stwerle.. ^'^^ Iagdschloss nlit seinen Schätzen »"N^" und si^" NKrparl "'it de.n Hochwilde zu Vli»il. ""zuschen'^ das prächtige Gedeihen des Stein- "Mt. nlmcht^"" ^'' beschränkte Zeit des Herrn l'be'r e "uch a,c .°les nicht. Aus demselben Grunde ^°sf " Loibl !. ^ ^"h" in das Annathal auf der ^°s ^">m,n° ^ ^ ^"iblthal zu der alten Stätte drr dtt?"les. ^« verlach, der zähen Eisenindustrie d^ c», c3^"chrr ^.s ^ugi„,g eines nenzeitlicheii Artikeln, b'ld? "n Kun?.. ?s°brik, führenden Rcichsstraße. die ' verzich^^^erl aus dem I«. und 17. Jahrhundert '^»n ^r^ ^"^ ursprünglich wenigstens die Vcsich- l'chen ^ Viemn . ""'scheu Holzwarenfabrik, einer M :/'^ «A" entfernten, im Annathale befind- ^" n "' ""s W.tt !" ""d i"' Laufe der Jahre vcr- '""' wö^.'^"rafl basierenden Anlage, in Ausficht ' '"' vo>, wo aus dann die Fahrt eventuell bis zum weitere 3 km nördlich gelegenen Quecksilberbergbaue hätte fortgesetzt werdcu sollen, einem Werke, welches zu den wenigen seit 1872 in den Alpenländern wieder aufgenommenen alten, fchon in früheren Jahrhunderten betriebenen Metallbergbauen gehört, das fich bis zur Stunde in ununterbrochenem Betriebe erhielt. Allein der Zeit wegen mufste auch diese Fahrt auf-gegeben werden, da Se. Excellenz vorhatte, wieder nach Veldes zurückzukehren und am gleichen Tage noch in die Wochein zu fahren, dort zu nächtigen und an« folgenden Morgen den Batfchafattel zu übersetzen. Veim oberen, I U87 erbantcn M o l i n e'schen Werke, das der Minister eingehend besichtigte, wurde darum kehrt gemacht und wieder nach Neumarktl zurückgefahren. Nach Passierung der Pfarrkirche und des Pfarrhofes entstieg Seine Excellenz vor der die Feistritz im Markte übersetzenden Gemeindebrücke dem Wagen, um noch dem unweit dieser Vrücke gelegeueu Sensenwerte des Franz Achat schitsch einen Besnch abzustatten, dem sich nuu auch der Pfarrer F. Spendal anfchloss. Dieses Werk hat von allen vier Scnsenwerken Nenmarktls die größte Wasserkraft zur Verfüguug. Es entstand an Stelle eines alten, der Herrschaft Neumarktl gehörigen Eisenhammers, den die Mutter des heutigen Besitzers, Barbara A chat schitsch, im Jahre 1883 von der krainischen Industriegesellschaft kaufte und zu dem in gutem Betriebe stehende» Sensenwerke adoptierte. Das Werk hat den ganzen 1500 Secundenliter Wasser führenden Feistritzbach bei einem Gefalle von 10 Meter zur Verfüguug, welch letzteres noch eiuer Steigerung fähig ist. Vom Besitzer begrüßt, erkundigte fich der Herr Minister über die Absatz» und Arbciterverhältnisse, danu über die Marken, welche das Werk führt, wie diese aufgeschlagen werden, ob in kaltem oder warmem Zustande ?c. Wie im A. L. Globotschn igg'schcn Werke, wurde Seiner Excellenz auch hier die Markenaufschlagung praktisch vor-geführt und gezeigt, dafs diese stets in warmem Zustande zur Ausführung kommt. Marken hat jedes Werk mehrere registriert, die je nach dem Begehren der Abnehmer zur Verwendung kommen, indem nicht alle Marken gleich begehrt, d. h. in dem einen Absatzgebiete diese, im anderen wieder jene Marke Anklang findet. Das Verhältnis zwischen dem Werksherrn uud dessen Arbeitern ist ein patriarchalisches Den 75jährigen Josef Pölz, welcher fchon über 50 Jahre Senfcnschmied ist und der noch mit Eifer feinem Berufe obliegt, fprach Seme Excellenz au und erkundigte fich nach feinem Befinden. Der brave Arbeiter erklärte, dass er sich wohl fühle uud noch nicht daran denke, dem ihm liebgewordcnen Verufe zu entfagen uud fich der Ruhe hinzugebe». Es war Mittag geworden. Die Besuche der Werke Neumarktls mussten nun eingestellt werden, wiewohl der Herr Minister dieselben noch gerne fortgefetzt hätte, um ei« abgeruudetes Bild über die industriellen und gewerb« licheu Verhältnisse des Marktes zu erlangen. Der letzte Gang galt der bedeutungsvollsten historischen Stätte des Ortes, dein am Ausläufer des das Auna-und Katharinathal trennenden, vom krainisch-kärntnerischen Grenzgebirge, dein langgestreckten Zuge der 8ioschutta, uach Süden fallenden, in Neumarktl endenden Rückens des Kamnik herrlich gelegenen Schlosse Neumarktls, dem einstigen Sitze und Eigenthum des großcu Feldherrn Grafen Nadetzky. Auf dem Wege vom Scnsenwerke des Franz A chat schitsch zum Schlosse sah sich der Herr Minister noch die beiden Schulhäuser der Marktgemeinde an, in welchen die Knaben» und Mädchenschule mit der gewerblichen Fortbildungsschule untergebracht ist. Am östlich vom Schlosse gelcgeuen Plateau angelangt, wurde Sc. Excellenz vom nunmehrigen Besitzer desselbeu, dem Industriellen A. Gaßner, willkommen geheißen und in die inneren Räume geleitet. Im ersten Stocke hatte die Schlossfrau, unterstützt von Frau Glauzmann, ein Frühstück zu 15 Gedecken bereitet, das Se. Excellenz sammt Begleitung nuu einzunehmen die Freundlichkeit hatte. Als der Schaumwein perlte, gab der Hausherr seiuer Freude Ausdruck, die Ehre zu haben, Se. Excellenz den Herrn Handelsminister Dr. von Baerureither an einer Stätte begrüßen zu können, an der vor Jahren einer der ersten Feldherrn Oesterreichs weilte, welcher diese nach dem Brande des alten Schlosses in dem heutigen Stile erbaute und der bestens bestrebt war, auch die Indnstrie und das Gewerbe zu fördern. Nuu sei dieser einstige Herrensitz seines früheren Charakters zwar entkleidet, indem er ein Zugehör der Fabrik wurde, welche Se. Excellenz heute in erster Reihe mit seinem Besuche beehrte. Allein auch die Industrie und das Gewerbe seieu vou der früheren Behaglichkeit abgedräugt und namentlich in Oesterreich auf die Bahn des Kampfes getrieben worden. Auch der Industrielle tunmic heute wiederholt in die Feuerlinie und miisse nm seine Er-Haltung lämpfen; es tonne der Indnstrie und dem Ge werbe darum nur zur Genugthuung und Alismimtenmg gereichen, wenn der Nessortminister, wie dies heute geschehen, sich bemüht, über die Lage der Industrie und des Gewerbes nicht nur in großen Industriccentrcn des Nordens der Monarchie, sondern auch in kleineren Orten im Süden durch eigene Anschauuug sich zu unterrichten. Der Redner schilderte in kurzen Zügen die Gründung der Spinnerei «ud Weberei in Neumarttl, aMchte der Schwierigkeiten, die dem Baue derselben von Seite der politischen Behörde, beziehungsweise der von dieser gehörten Staatstechniker, bereitet wurden uud legte dann dar, dass sich dies in den letzten Jahren in erfreulicher Weise gebessert habe, indem der jetzige Vorstand der Bezirks-hauptmauuschaft, Bczirkshauptmann Dr. M. Gstetten-hofer, sowie der Bezirksingenieur A. Muck in jeder Richtung sehr zuvorkommend uud stets bemüht seien, die Industrie und das Gewerbe bestmöglichst zn fördern. Auch in, Orte selbst stehe die Industrie im besten Ein-vernehmen mit der Gemeinde, dem Pfarramte und der Schule. Durch die im Jahre 1892 erfolgte Verstaat-lichuug des Post< und Telegraphenamtes habeu die Post-direction uud das Haudelsministerium der Industrie eiuen Dienst erwiesen, wofür dieselbe zum Danke verpflichtet sei. Dem heutige» Besuche Sr. Excellenz schrieb der Redner in erster Linie eine Aufmunterung und moralische Kräftiguttg zu, auf der nun einmal betretenen Bahn unentwegt weiter zu fahreu uud sich durch Widerwärtig-keiten nicht einschüchtern zu lassen. Mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Excellenz schloss der Redner seine bestens gemeinten uud sichtlich vom Herzen kommenden Worte. Director S. Rieger dankte Sr. Excellenz namens der Industriellen des Bezirkes für deu ehrenden Befuch und fchilderte hierauf die Entstehung und Entwickelung Neumarltls. Voraussichtlich gab der vom Norden über Magenfurt und den Loibl nach dem Süden und Trieft führende Verkehrsweg vor vielen Jahrhunderten Ver-anlassuug zur Gründung des im Annathale gelegenen Marktes am Loibl. Es war dies eine gewerbliche Niederlassung, von Gerbern, Büchsenmachern und Schmieden bewohnt. Ein Bergsturz, desseu Merkmale heute uoch deutlich sichtbar sind, verschüttete diese gewerbliche Stätte. Die Büchsenmacher zogen über den Loibl nach dem benachbarten Kärnten und gründeten das heutige Ferlach mit seiner Jahrhunderte alte« Waffenindustric, währeud die Gerber und Schmiede etwa 5> km thalwärts wan-derten und an den« Zusammenflüsse des Moschcnit" und Feistritzbaches ihre neue Heimat, das heutige Neumarktl, aufschlugen. Ueber 400 Jahre besteht der Ort als Markt. Zu der zu großer Blüte gekommenen und reichen Nutzen abwerfenden Lederindustrie kameu außer der Sensen-iudustrie noch die Färberei, Strumpfwirterei und Schuhe macherei. Eine» beträchtlichen Umfang erlangte auch die Eifcnindustrie, da fich außer der Herrschaft auch noch mehrere Private mit Erfolg damit befassten. Unterstützt von dem sich zusehends steigernden Verkehre zwischen Trieft und dem Loibl, hob sich der Ort zu einer für die Zeitvcrhältuiffe bedeutende» Höhe. Wohlstand war ei»-gekehrt, uo» dem fich manche anfehnliche Reste bis in unsere Zeit erhielten. — (Kaiser fest.) Zur Feier des fünfzigjährigen Rcgicruttgsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers veraustaltet die Gemeinde Gurtfeld unter Mitwirkung aller Vereine Gurkfelds am 27. und. 28. August ein Kaiserfest. Die Hauptpunkte des Programmes umfassen: Am 27. August um 8 Uhr abeuds Fackelzug, Stadt- und Hühenbclcuchtuug; am 28. August um halb 11 Uhr vormittags Feldmesse vor dem neugebauteu Spitale, Enthüllung der Kaiserbüste, Festrede, Uebergabc der neuen Brunnen zum allgemeinen Gebrauche und Einweihung des neuerbauteu Feucrwchrthurmes; nachmittags um 4 Uhr Concert und Festrede; abends um 8 Uhr Ball iu den Localitäten des «Nralno äi-uätvo». Bei der gesammten Feier wirkt die vollständige Musikkapelle des 57. Infanterie« Regiments mit. Einzelnprogramme für die obenangeführten Punkte werden später veröffentlicht werden. — (Zum Regierungs-Iubiläum Seiner Majestät des Kaisers.) In Grado hat sich ein Comite' gebildet, das sich zum Ziele seht, das fünfzig" jährige Rcgicrungs-Iubiläum Sr. Majestät des Kaisers durch Errichtung eines den Allerhöchsten Nameu führenden Iuvalidenhospizes zu verewigen; das erforderliche Capital soll durch freiwillige Speuden aufgebracht werden. — (Gustav Adolf-Stiftung.) Man schreibt uns: Am 30. und 31. Juli faud iu der evangelische,, Gemeinde Waieru bei Feldkircheu die XXXVI, Haupt-versammluug der evangelischen Gustav Adolf-Stiftung unter überaus zahlreicher Betheiligung, nicht nur der Geistlichkeit und Abgeordneten der evangelischen Gemeinden Oesterreichs, sondern auch vieler anderer Personen, stall. Auch der Centraluerein in Leipzig hatte einen Abgeordneten, Herrn Dr. Härtung, gesandt. Am 30. Juli morgens nm halb 10 Uhr wnrde die Vowcrsammlnng abgehalten, welche um 3 Uhr nachmittags fortgesetzt wnrdc. Abends uereinigte man sich in der Festhütte anf den, mit Fahnen iilld Guirlanden reich geschmückten Festplah in Waiern M einem von der Gemeinde Waiern dargebotenen Fest-iinbisse, wolioi verschiedene Ansprachen gchaltcn wurden. Sonntag, den 31. Inli, hielt Herr Pfarrer Iaqucmar ans Laibach in der evangelischen Kirche eine herrliche, zündende Festpredigt, in welcher er des Regierungsjnbiläums Seiner Majestät des Kaisers gedachte uud des Segens, welcher dessen Regierung für die Protestanten Oesterreichs geworden war. Da die Kirche zu klein war, die vielen zu dem Feste gekommenen Menschen zn fassen, jo hielt Herr Pfarrer Psähler ans Themng in der Jest- Laibacher Keituna Nr."177. 1438 6 'Auaust^s^ Hütte eine zweite Predigt. Nach Beendigung des Gottesdienstes fand die eigentliche Hauptversammlung statt unter Vorsitz des t. t. Oberkirchenrathes D. C. A. Witz «Stöber. Es wurde Rechnung gelegt über das abgelaufene Vereins-jähr und die Leistungen des Vereines, in demselben. Her« nach wurden sieben Vorstandsmitglieder und acht Ab geordnete sür die allgemeine Versammlung, welche diesen Herbst in Ulm an der Donau stattfindet, gewählt. Nach der Versammlnng begab sich alles zum gemeinsamen Mittagmahl in die Festhütle. Theils ernste, theils humoristische Reden und Trintsprüche würzten das Mahl. Herr t. k. Oberkirchenrath Witz - Stöber hielt eine Nede auf Seine Majestät, worauf die Zöglinge des Waisenhauses im Verein mit den Festgästen die Volkshymne anstimmten. Abends gab der Männergesangverein Feld« kirchens ein Concert mit schönem, reichhaltigem Programm. — Die nächstjährige Hauptversammlung findet in Komotau in Böhmen statt. ^. K. — (Iubiläums - Festschießen.) Am 14. und 15. August wird zur Feier des fünfzigjährigen Regierungs-Iubiläums Sr. Majestät des Kaisers auf dem Landes-Hauptschießstande in Laibach ein Festschießen veranstaltet. Am 15. August findet ein Festbankett mit Militärconcert statt. — (Loyalitäts°Kundgebung.) Der pädagogische Verein in Gurtfeld hat anlässlich seiner Jahresversammlung am 30. Juli die unterthänigsten Gefühle der tiefen Ergebenheit und unentwegten Treue zu Seiner Majestät dem Kaiser uud dem Allerhöchsten Herrscherhause zum Ausdrucke gebracht und vereinigt seine Wünsche im Hinblick auf das bevorstehende Regierungsjubiläum in der Bitte: Gott möge Seine Majestät den Kaiser Franz Josef I. beschützen und erhalten. Der Verein hat an das Landespräsidium die Bitte gerichtet, diese Kundgebung an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen zu lassen. — (Eine Entscheidung in Arbeiter-Angelegenheiten.) Ueber eine diesbezügliche Beschwerde hat das k. k. Ministerium des Innern entschieden, dass das Arbeitsverhültnis zwischen Gewerbsinhaber und Hilfsarbeiter nicht erst durch den Eintritt des letzteren in die Arbeit, sondern bereits durch den Abschluss des Arbeitsvertrages begründet wird. —o. — (Studienreise.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht der Fachlehrerin an der hiesigen k. t. Fachschule für Kunststickerei und Spitzenarbeiten Marie Hlavta ein Stipendium zum Zwecke einer während der diesjährigen Hauptferien nach Wien, München und Nürnberg vorzunehmenden Studienreise ertheilt. —o. — (Effecten - Tombola.) Das t. l. Finanzministerium hat im Einvernehmen mit dem l. t. Ministerium des Innern der freiwilligen Feuerwehr in Karnervellach, Bezirk Radmannsdorf, die Veranstaltung einer Effecten-Tombola mit 1200 Losen il 10 kr. zu Gunsten des Feuerwehrfondes, bei Ausschluss von Gewinsten in Geld und Geloeffecten, für das laufende Jahr bewilligt. —o. — (Ernennungen im Postdicnst.) Zu Postassistenten wurden ernannt die Praktikanten: Silvins Poliat, Josef Nicolich, Emerich Schiffrer, Johann Mestrovich, Silvius Dubich, Wilhelm Holluschka, Hermann Bernardis, Heinrich Rossi und Johann Bottinelli in Trieft für Trieft; Euro Hreglich, Johann Schmutz und Alois Pertot in Trieft, dann Ernst Stangher in Pola für Abbazia; weiters Iurlo Pcric aus Spalato, Anton Franic aus Zara und Lieutenant Franz Globocnit aus Lemberg sür St. Peter in Kram, Kasimir Beltram für Görz lind schließlich Praktikant Vladimir Vojska und Manipulations-Dinrnist Franz Ieglic für Rudolfswert. Gleichzeitig wurden die Postassistenten Virgil Zcncovich und Dante Dardi von Abbazia nach Trieft rückversetzt. — (Eisen bah n-Directoren-Conferenz.) Wie das «Wiener Tagblatt» meldet, findet in Wien im Herbste dieses Jahres eine Conferenz von Eisenbahn-Directoren statt, welche sich mit der Regeluug des directen Passagier- und Frachtenvertehres zwischen Oesterreich und dem Auslande beschäftigen wird. Der Conferenz werden Vertreter sämmtlicher ausländischen Eisenbahnen anwohnen, welche einen Anschluss an das österreichische Eisenbahnnetz besitzen oder anderweitig an dem österr. Eisenbahnverkehre Interesse haben. — (Eva ngelischcr Gottesdienst.) Wegen Amtshandlung des Pfarrers in Cilli entfällt morgen der Gottesdienst in der evangelischen Kirche. — (Kaufmännischer Kranken- und Unterstützungs - Verein in Laibach.) Der kaufmännische Kranken- und Unterstütznngs-Verein in Laibach hält Sonntag, den 7. August 1898. präcise 10 Uhr vormittags im Saale der alten Schießstätte seine , zwei Strolche in die Wohnung des Lehrers ^ ^ Kumer in der Komenskygasse und versuchten """'",, gewaltsam ausznsperren. Der im zweiten Zu"'"' ^ wesende Lehrer hörte das Geränsch, gieng hina" ^ erwischte die beiden Strolche beim Aufsperren destt!',.s Der eine ergriff sofort die Flucht, der zweite M"^. Kumer gepackt und zu Boden geworfelt, enwa>>° , ihm aber und entfloh mit Zurücklafsnng seines Hu^ Illusion, »».or». ^ Sonntag, den 7. Angust (Heiligel ^, j c t a n ) H o ch a m t i n d e r D o m k i r ch e n m 1" ?, Kunibert-Messe von Pancraz Rampis; Graduate^ Foerster; Offertorinm von Johann Pogalnik. ,,! In der Stadtpfarrkirche zu St. "^ am 7. August Hochamt um 9 Uhr: Zw^A von Ioh. Nep. Skraup; Graduate von Pancr, "^ Offertorium von Moriz Brosig. ^^^ Neueste Nachrichten. Fürst Vtto von Bismarck f (Original-Telegramme.) A! Berlin. 5. August. Der «Nordd. M?^ Zeitung» zufolge erhielt Kaiser Wilhelm an^ des Todes des Fürsten Bismarck folgende »e«^ telegramme: Von Sr. Majestät Kaiser Franz I^' ^ vom König Humbert, vom Sultan, vom ^ ,.^ Portugal! und dem Präsidenten der südafrlla'^ Republik und des Orangcfreistaates. Ebenso ^ Prinzregent Luitpold eine herzliche Beileidsdepe!^ Berlin, 5. August. Der «Reichsa"M meldet, der Kaiser versammelte gesteiu v^ ^ nach der Gedächtnisfeier für Fürsten Vismaw ^ Kaiser Wilhelms-Gedächtnislirche in der Vorha" ^ Reichskanzler Fürsten Hohenlohe und die Staats""' zur Ansprache um sich. Der spanisch-amerikanische Krieg. (0rilllnnl'lelearammr.> j»s Madrid, 5. August. Wic aus Ha"""^ meldet wird, verfügte Gencralgouverneur Vlai" Suspendierung des Inselvarlammts. ..^' Madrid, 5. August. Der «Correspon^j zufolge hat die Regierung bisher nicht die AM' Kammern einzuberufen. ^.h^ Madrid, 5. August. Die «Agcnzia p"A meldet: In drr Besprechung, welche Sagasta n"M vella hatte, wurde beiderseits die dringende ^ wendigkeit betont, die Kammern behufs ^eG".,^ der Friedensanträge einzuberufen. Der Ministers ^ hatte auch eine Besprechung mit den Generalen ^ Villa, Inilla und Acaraga. Letzterer sagte- ^> Spanien über genügende Streitkräfte verfügt' ^ der Krieg fortgesetzt werden, wo nicht, mil! ^ Frieden gemacht werden. Abends wird Sag"!^ hil mit Marschall Plimiero de Rivera, Weyler U''^ Führer der Republikaner, Salmaron, Unters haben. . / Londou. 5. August. Die «Times» niel^'^ Ncwyork vom Gestrigen: Die Führer der a' ^ uischeu Truppen iu Santiago erklärten deM ^^ Shafter in einer Adresse, die Truppen müsste" ' sl iu ihre Heimat zurückgebracht werden, wenn " ^ nicht zugrunde gehen lassen wolle. Die ^^ werden baldigst nach deu Vereinigten Staaten » geschafft werden. F Paris, 5. August. Wie der «Temps F Madrid meldet, hegt mau daselbst die UeberM ss dass gegenwärtig nichts vun der Stimmung "^ volkerung zu befürchten sei, welche überall dein u günstig ist. ,F Santiago, 5. August. deu Befehl, die Truppen nordwärts zu dn^ Sechs vor Santiago ankerude Trauspurtschiffe ^ morgen mit der Einschiffung. O>' Newyorl, 5. August. Die 'Evening ^< meldet: Die Regierung beschloss, unverzüglich ^,,', an mehreren Stelleu der Nordtüste Cubas l">'^ lassen. Die Friedensunterhandlungen sind b"^ weit vorgeschritten, dass die Regierung iNB ^! zur Errichtung einer Militärverwaltung "Nl treffen kann. ___________ ! YelegratNtne. ,/ Wien, 5. August. (Orig.-Tel.) Gras M"" , ist aus Paris abends hier eingetrofftu. ^,lj^! Grado, 5. August. (Orig.-Tel.) Se. Ace""> Herr Handelsminister Dr. v. VaerureiN ^ gestern abends vou Gürz über Aquilea in "^. l/ des Abgeordneten Leuassi hier eiu und besicht^ ^ die Domkirche und das Seehospiz. ^„.^! Trieft, 5. August. (Orig.-Tel.) Se. Ereile'^ Handelsmimster Dr. v. Baerureither ist ""N ,,." falcoue Hieher zurückgelehrt und reist aben" ^ Wien ab. .. ^ Paris, 5. August. (Orig.-Tel.) Der M', . gerichtshof verwarf deu Eiuspruch Zolas ^ Beschlüsse dcs Schwurgerichtes iu Versailles. ^ -H^Z^Zeitung Nr. 177 1439 6. August 1398. luslueis liber den Stand der Thierseucheu in Krain I" die Zeit vom 28, Juli bis ii. August 1898. ble«ob, ^ ^^ herrschend: Geldes s"^^^ "" bezirke Radinannsdorf in der Gemeinde ^lll?e3.^'i"^ im Bezirke Gottschee in den Gemeiudeu in d"» ^ ^')' Schwarzenbach (:l H.); iin Vezirke Gurkselb Z'ltle /4 ü?'^'" ^"'ldstrah (5 H.), St. Narthluiii <1 H.), Ambrn« /,V'x "" bezirke Nudulfswert in den Gemeinden ^ H-): m ^' ^bernit (« H.)< Hdnigstei» (2.H.), Wlusznil^ (l h.^' "" ^eziite Tschernemdl in der Gemeinde Suchor der H, Erloschen: ^eniei^/V ?^ Schweinen im Bezirke Littai in der ^nieinde y> !"s (Transport); im Bezirke Gurtseld in der Zmiüec i n,'"^' '"' ^wrke Krainbnra, in der Gemeinde '" Nttirk «) ^"^ Nadmannsdorf in der Gemeinde Ousische; lleii, u>^ ^/idolfswert in den Gemeinden Ambrus, Hönia-^lchecnembl "^'"^' "" ^Wite Tschernenibl in der Stadt die Vl»<»» Ptebattel"^^^ ü" Vezirle Krainburn. in der Gemeinde ^de nelüd!'^ '"^" Notzverdachtcs contumaziertes Pferd Angekommene Fremde. , Hotel Lloyd. 3"Udw°'" '^'.ln Zaju, Inwohner, 20 I., ^-^^ «mcm^r.3 lwuv>m<1n»i«. Meteorologische Beobachtungen iu Laibach. -^^.________Seehöhe .W6 2 m. Z ^,ß , „ ^ ^ ""'" ^ " ^ ^ W^ ßZ ^ «. . «..sich. I3H s ßL>Ä L^, ^mt, de« Himmel« ZzZ t: »^ UZ Z^s 5. ^ U. Hj'^^?^^^^ —^_^^ ^^.-_^, .^^.—-,----------------...- ^»Al> ^«l25 8 S. schwach' heiler ^U^^^-^^^n?M_^ heiter . Tas ^^^'^> "-6, S. schwach , 'Nebel ,U2 ^° libei ^esiniltel der gestrigen Temperatur 2U 2«. um ^^^^ul'"onuale. ""»»örtlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsky ^___ siitte« von MisselMd. Irp Soft, flfifl 7. AlPSt 1898 grosses Militär-Concert im Kosler- Garten. Eintritt frei. Zu zahlreichem Besuche ladet höflichst eiu Stefan IITrstrLZiot, (3049) Restaurateur. PU- Beilage ^Wtz (^«) Der heuligeu Nummer der 'Laibacher Zeitung» liegt eine Abonnements-Einladung auf Sebastian Kneippt gesccmmelte Schriften bei. — Gefertigte Buchhandlung übernimmt auf das in 44 Lie« ferungeu erscheinende Nerl Bestellungen, und sendet die erste Lieferung aus Wuusch zur Ansicht. Jg. u. Kleinnmyr ck Fcd. Dambergs 1U0.N0U Krone« und Xmal 25.000 Kronen siud dir Haupttreffer der großen Iubiläums'Uusstcllllngs-Lottcrie, welche mit nur 20"/,, Abzug bar ausgezahlt werden. Wir machen nusere gceh'teu Lcser darauf aufmcrtsam, dass die nächste Ziehung uuwiderruflich aiu l>, August stattfindet. WohnimÖ Triesterstrasse Nr. 6 6 yis-ä-yis tan RcaernirocMiiile II. Stook, mit drei Zimmern und reichein Zugoliür, iyf mit November-Termin zu vermieten. Anzufragen heim Hausmeister. (3008) 3—3 2 2 In der heissen Jahreszeit kann als das beste und zuträglichste Erfrischungs- und Tischgetränk, welches auch zur Mischung mit Wein, Cognac oder Fruchtsästen besonders geeignet ist, empfohlen werden. Derselbe wirkt kühlend und belebend, regt den Appetit an und befördert die Verdauung. Im Sommer ein wahrer Labetrunk. (VIII.) (2551) 3 In Laibach zu beziehen durch allo Apotheken, grössere Spozorei-, Wein-und Delicutessen-Handlungcn etc. Heinrich Kenda, Laibach grösstes Lager and Sortiment aller Grayatten-Specialitäten. (2f)H!)j 6 Fortwährend Oravatten - Neuheiten. Unterricht im Radfabren wird auf der neuerrichteten schattigen Fahrschule im Garten des alten Spitales (Wienerstrasse) ertheilt. Anzufragen bei Bohineo & Majoen, Fahrrad-Niederlage, Wienerstrasse Nr. 5. (1888) 26 Waffenfabrik Steyr Alleinvertreter für Krain: k _, Franz Kaiser i | LAIBACH it w Sohellenburggasse 6. |l Neue Fahrschule: Maria Theroslen - Strasse. Gute Reparatur-Werkstätte-Aiie Zugehür - Artikel. Waffen- und Opel-Räder PräcisionsfaMcate I. Ranges. Schöne Wohnung |r,Bt aum IVovember - Termin. DlrßJ8trasse Nr. 12, gegenüber dem Regierungs-Palais, im I.Stockwerke. li^^olen-Q j*?nse*l'ß<' Zimnier mit Balkon, ein Cabinet, Vorzimmer mit Garlenljalkon, evvnnpa i^ net' Küche, Speisekammer, Keller, Dachkammer, Waschküche und Nähe,"? lGartei)Kebüude. ^^^ «8 bemi Hausmeister im Garten dortselbst. (2974) 2-2 Mur 50 kr. für 2 Ziehungen. I Heute abends 8 Uhr Ziehung! Haupttreffer Ima! JQQ QQQ "jge-^^ 25.000 KrOnen •Tu."bil« rims- Ansstelltings - Lose Ziehunfl: l5' SePtember 1898- ä, 5O k Ziehung:22.October 1898. empfiehlt JT. C Mayer, Laibaoh. (2748) 21—21 Course an der Wiener Börse vom 5. Auanst 1898. «^ dem oMene« Courmatte ^^llttt ^" lbO85!b,'25 ^>'»l«»,,,. ' ' »2»!, »2« Weid Wa,e Vo« Vtaate ,;«l Zahlung Kbe»no>»,ncnr lliscub.'Prlor.' Obilgntioneu. 4»/, lli. 10«/« «, St. . . . 1lU4^> ^ l2l ^ ssrnliz Jules Ä,. «'". l»»4. 4»/. W «« wu üu Galiz/,°/, 12« - 120 ?<> bto dto, Silber KW fl,, 4'/,°/, 1U0 - 1U0'«b d»o. Ltaat«-0bllg, (Ung. Oslb.) V. I. 187«. b"/n..... 12' ^l» <2l - bto.4V,°/°SchantregaI Abl.Obl. l,,u 40 l0» 4<> bto Plü»l,«Al!l. il 100 «-7b ,59'?.', bto dto. 5 bo jl. ü, «». >ü?ü0l58- lhelh-Neg.Lolt 4"/. 1UU ft. . l»9 t>0 140 5.) Vrundenll..Vbligaliont» (für 100 fl.«««.). «»/. unaarilche (100 sl. e. W) . 8L 55, »7 50 ^ lroatische und slavonisch« . »7 25 »8 - A«d»re äffentl. Anlehen. 3Nd^» »nletien b Ltabtacmnnde Wien Ollbti oder Gold) . - - - ,25 5l 12«! - Prämie«.«!"!, b. Stadtgm, Wien ,^, ^ ^,.,.<, b»rltb«»>«lllehn', verlosb, 5"/, ,00 7(>i0l?— blu, b!u, »V,„ » Em. ,^.«5 l^.^, N iislen, Laiid^l! Hlift. 'A,,st, 4"/, ^g,^ l<^)8(> vest. »„g. Vm.l ueil, ."/,. . . 1^,^ iNl-A, dto. d!l) l'UMl'. „ 4"/« . . iftd-20 lNlüO Pliolltäl«.Vbligallonen (für wo sl,), Ferdinands Äiuldbahn (tu,. 188« lnn 2» INl 2» Oestcrr, Nurdwl'sllml),! . . . iiiü5 I'-U-L- Ctaat.zlialin^Vollsfrcs.swUp.St. Äliü— — — tzNdbllln, A"/„ kssrc«. l>00p St. >«> 5,0 l»^',«' dto. l.'V„ li !i!w sl. p, 100 Bodcr. Ä»st.,Ots!..ül>«fl S.40V. 45.3 - 45S - «rot.Anst. f, Hand. », O in« ft- —'— ^-^7 bt° dto per Ultimo Septbl. ^.14 25 U«4 ?,> E«diil!ll!il, «ll„. ung„ 20«». . ^',7!u z',^ü0 Deposilenbnnl, «Ng.. 200 ft. . 22»'- 224 - ««compte-Wes., «dröst,, 500 sl. 75»- 7d5- Gll0.u.llassenv,,W!s»el, 200fl. 25?-- 25»'- Hypothell)„Ocst.,20ufl.25V»«. 82- 83- Länberban!, vest,, 200 fl. . . 228- li2U'5U Oesteri,°nngar. Äanl, «» ss. , 910'—9N - Uniondaill 200 fl. ... ,, 297 75 2»»'25 «tltlhc«b<»l. »llg.. l^l ll. . 172-173- «tld «La« Hltien von Transport'' Unternehmung»« (per Stück). »llssia-Tepl. Vlsenb, 300 fl. . l«20 «— «2z.--Dona» > Damftsjchisfahl-t« . Ges., Ocsterr., 5l>0 sl. llM. . . 487 — 4«8 — Duz Vode»l>acherC.-U.200fl.I. 72'— 74 — Ferdinands-Nurbb. 1000sI.CM. »416- «42°' Lemb,»Lzerno«.» Iassy - Lisenb.« Vcscllschllst 800 fl. G. , . »u» 5« 884 25 Lloyd, Oest., Trieft. 500 fl.VVl. 44s - 452 - vesterr. Slordwestb, 200 fl. V. 84S 50 250- dlo. dto. (!>t. U) 200 fl. O. 2U5 — 2S Tramway Ges.. Nr, 1?"sl.«.W. —'— — — dlo Ein. 1««?. 2»1<» fl, , . bl^-—5l4'— Tramway »rs.. «>'»>'Wr.. Prlo. rilä!« «clie,! l<>!» sl. - - . ll«'- >14 - Unl, »aallz. . 20<>fl. Silber 2l,<-5» 214- U„n Westb.(«aab Gniz>20es. —— — — Indujlrle.Actlen (per Stück). Vaiiaes.. «lla. «ft.. «00 fl. . . il3 — 114-VglMcr ltiseil- und Stahl-Ind. in Wie» il>0 fl..... »»— 8450 3i — „Schlbglmühl". Paftlnf. ^«> ft. 2,4-^ ^5 ^. ,,btey«r«.", Papiers, u. «.'«. ,79 — ,tU - ?^ ^ l?3 — Wnsfcns. W..Oest.i««Ul!'n,1»nfl'. 2"»-»73--W.i^wn Leihansl, '.'llll, , ln Pest, 80 ll.........«4? — flill — «Ur. Bauaesellschaft li„» fl. . .««?<» ln»50 Wienerberuel ^«sael-slttien Vel »«0- »äi - Diverse Lüse (p«l ElNck). Vubapest.Nasillca (Vombau) «?0 ?-— «srcbitlofe l<« fl...... ^'«50 »'»4 25 ElarU'Lose 40 sl. L^i. , . «!'— S3 — ?°/„Do!!an.l>amPssch.1Mfl,'lz. Una, Ges. v,»sl. 10-40 ,» — «!,k>iI»>l,.Uus« 10 fl..... 26-50 2?'«» «alm-^use 4« fl. io<«.Lose 40 fl. UM. . ?»Ü0 8050 «Ualvf!ei!,.iil)le 20 sl. «M. , . 5»— 64 — «cwlnstsch. b. »"/» Pl.'SchuldV. b Vobencrebltanslalt, l. 91' «ondo»........ »!l0 — 1liU-3U Pari» ........ «bü 4?«, «l. Pelersbu», ..... — — — — Daluten, Oucaten........ 55« b üs lN'ssrancK'Etü«!« ..... z-b» »i>» Veulsche Meich«bll»l>wt«n . . 58-80 5» »1. Italltilliche Vaulnuten . . . 44 !w 44 4» V«pl».Mbtl . . . : , z 12!,., lL?,: