Nr. 271. Dienstag, 24. November 1908. 127. Jahrgang. Mnng VrsnxmtrnOonöPltls : Mit P ofl Urr I s n d» n g: «ai^jäbrig !»« X, halbjährig lb X, Im Kontni! nanzjährlg N ll, halbjäliriss l, ll Mr die Zustfllun«, : die Medattion Dalmalmnassc ^r. ,0. Kprechituüdei, der Redaktion vm, 8 bi« ic> ühl vl'lmittllss«, Unfranlierte Nriefr werden nicht nngenommen, Vllnu!liwl<> nicht zurückgestellt. tel«vho«°«r »er «edaltion 52. Amtlicher Heil. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchsten! Handschreiben vom ltt. November d. I. die Palastdanie Iosefine Fürstin von und zu T ra u t t m a n n s d o r f f - W c i nsb c rg , geborene Markgräfin Pallavicini, mit den Funktionen einer Obersthofmeisterin an Allcrhöchstihrem Hofe zu betrauen und allergnädigst zu bcstinnnen geruht, daß derselben während dieser Verwendung der Rang zuzukommen hat, welchen die Obcrsthof-meistcrin weiland Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin innegehabt hat. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 19. November d. I. dem Ministerialrate im Ministerium des Innern Dr. Felix von S ch m i t t - G a ste i g cr das Ritterkreuz des Leopold-Ordens mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1l>. November d. I. vorbehaltlich der verfassungsmäßigen Bewilligung der erforderlichen Mittel mit der Rechts-wirksamkeit vom I. Jänner 1900 die Verstaatlichung des Konservatoriums der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien unter den von der Unterrichtsverwaltung und der genannten Gesellschaft vereinbarten Modalitäten allergnädigst zu genehmigen und huldvollst zu gestatten geruht, daß diese Anstalt die neue Benennung „A kad em i e für M u s i l u n d d a r -stellende Kunst" führe. Gleichzeitig haben Seine k. und k. Apostolische Majestät dem Statute für das neu zu bestellende Kuratorium die Allerhöchste Genehmigung allergnädigst zu erteilen geruht. Kanera m. z>. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 16. November d. I. den Ministerialrat im Ministerium für Kultus und Unterricht Dr. Karl Ritter von Wiener zum Präsidenten des Kuratoriums der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien unter ausnahmswciscr gleichzeitiger Einreihung desselben :><'i-««ili>,n in die vierte Rangsklassc der Staatsbeamten allergnädigst zu ernennen geruht. Kanera m. i>. Der Leiter des Ministeriums für Kultus und Unterricht hat in Gemäßheit des tz 3 des Statutes des Kuratoriums der Akademie für Musik und darstellende Kunst zu Mitgliedern dieses Kuratoriums auf die Dauer von drei Jahren ernannt: den Universitäts-Profcssor Dr. Guido A d l e r, den Kunstvcrlcger Karl August Artaria, den Kommcrzialrat, Hof- und Kammcr-Klavierfabrikanten Ludwig B ö s c n d o r f c r, den Komponisten Karl Gold mark, den Sektionschef a. D. Theodor Hab er er Edlen von Krems-Hohen stein, den Vizepräsidenten des Wiener Konzertver-cines, Kommerzialrat Theodor Häm merle, den Hosschauspieler und Regisseur des Hof-burgtheatcrs Ernst Hartmann, den Musitschriftstcllcr Dr. Robert Hirschfeld, den Präsidenten der Gesellschaft der Musikfreunde, Hofrat Adolf K o ch Edlen von Langen-treu, den Konzertdirektor des Wiener Konzertvcr-eines Ferdinand Löwe, den Hofoperndirektor a. D. Gustav Mahler, den Vizepräsidenten der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Fabrikbesitzer Franz Ritter Regenhar t von Z^pory,______________ den Hofschauspieler Professor Alexander Nömplcr, den Direktor des Hofburgthcatcrs, Hofrat Dr. Paul Schlcnthcr, den Vizepräsidenten der Finanz-Landesdirektion Dr. Alexander Spitzmüllcr, den Präsidenten des Wiener Konzertvereines, Kommerzialrat Jakob Thonet, den Universitäts-Professor Dr. Richard Wal -laschet und den Direktor des Hofopcrnthcaters Felix von W e i n g a r t n c r. Den 21. November U»0^ wurde in der l. l. Hof. und Staats» »ruckerei das (>VIII. Htück des Ncichsgesetzblatt.es in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den ?3. November 1W« wurde in der l. l. Hof. und Staats-oruckerri das I.XXXIII. Stück der rnthcnischen, das XOVI. Stück der rumänischen und das 61. Slück der ruthenischen Ausgabe des McichsgesehblattcS des Jahrganges 1W« ausgegeben und versendet. Den 2!. November 1W8 wurde in der l. k. Hof. und Staats» )ruckerei das X(^IX. Stück der rumänischen, das (^. und (^11. Stück der polnischen und rumänischen, das (^11. Stück der pol' nischcn und das (^1V. Stück dec troatischen Ausgabe des Reichs» gesetzblattes des Jahrgang s 1W8 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatt? zur «Wiener Bettung» vom 21. und 22. November l'».^ (Nr 270 und 271) wurde die Weiterver. bieitunq folgender Preßcr^uqnisse verboten: Nr. 2.'l «Strirer Sevpel». Nr 11 «Der Vollsauwalt. vom November IW8. Das im Verlage der ^llrcxliii ^e« v l^i^mouei». Nr, ^2 'Wohlstand für Alle. vom 15. November N<»ms>viü». vom 13. November !VOtt. Nr. 1^2 «Egerer Zeituna.» voiu lli. November 19l>8. Feuilleton. Der Lochmüller. Erzählung von F^'inrich FAlce. (Schluh., Das Weib war augenblicklich ruhiger geworden; sie mochte befürchten, eine Übereilung begangen zu haben, und erwiderte ausweichend: „Um K Uhr kommt der Notar, dann wird sich alles finden." Als Dr. Grünberg vor das Haus trat, fuhr ein zweiter Wagen vors Haus, dem der alte Notar, Iustizrat Nagl, entstieg. Der Notar war ein Freund von Grünbergs Vater und kannte durch seine langjährige Praxis alle Leute im weiten Umkreise, ihre guten Seiten und ihre — Schwächen. In der Seele des Arztes klangen die soeben gehörten Worte der Mnllerlenc noch nach und wühlten die Erinnerung an eine alte Geschichte auf, die ihm vor vielen Jahren sein Vater erzählt hatte, deren Einzelheiten ihm jedoch nicht mehr erinnerlich waren. Lange Zeit zum Nachdenken blieb ihm aber nicht: denn in diesem Augenblicke knarrte die Zim-tnertür und in das Halbdunkel der Küche trat der Geistliche. Seine Hand war wie zur Abwehr erhoben, und in seinen Mienen spiegelte sich Abscheu. „Herr Notar, der Müller will seiu Testament machen, der Herr Doktor und ich werden wohl Zeugen sein müssen." Die drei Herren betraten das düstere Zimmer, durch dessen trübe Fenster der scheidende Tag winkte. Drei Tage später trug man den alten Müller zur letzten Ruhe. Die Leute behaupteten, daß dies des Alten erste sei, denn im Leben habe die Ruhe seine Schwelle gemieden. Kurze Zeit darauf trafen der Notar und der Arzt in der „Traube" zusammen, und jetzt erfuhr Dr. Grünberg, dast man dem Müller ein Verbrechen nachsagte, trotzdem die Geschworenen seinerzeit ein Nichtschuldig gesprochen hatten. Auf der „Pfasfenwies'", über die der bekannte Rotwildwechsel führte, fand man an einem stürmischen Dezembertage die Leiche des erst vor kurzem in diesen Belauf versetzten jungen FörsterQ. Die Kngel, ein Nundgeschoß, wie solche aus Flinten-lausen geschossen werden, hatte das Herz durchschlagen und sas; im Rückgrat. Ein schwarzbrauner Teckel hielt die Totcnwacht. Als man seinen Herrn zu Tale trug und die Lochmühlc Passierte, nahm der Hund anscheinend eine Fährte auf, die er bis zur Tür des Wohnhauses hielt. Dort heulte das treue Tier in solch jämmerlichen Tönen, daß die Holzhauer die Bahre mit der Leiche sanft zur Erde setzten und dem Hunde nachgingen. Die Tür blieb verschlossen, und da auch auf anhaltendes Klopfen nicht geöffnet wurde, nahm einer der Männer den Hund, da dieser sich nicht weglocken ließ, auf den Arm nnd trug ihn neben dem toten Herrn zur Försterei, wo ein junges schönes Weib, an dessen Kleid sich zwei blühende Kinder klammerten, mit irren Augen diesem Trauerzuge entgegenstierte. In das Wehklagen der Försterin und das Weinen der Kinder mischte sich das schaurige Heulen des Hundes. Der Müller, der unter Anklage kam, konnte sein Alibi beweisen, da eine junge Dirne beschwor, der Angeklagte sei die fragliche Zeit bei ihr gewesen. „Und diese Dirn' war?" fragt der Arzt. „Die Müllerlene", antwortete der Notar. Der alte Pfarrer, der sich mittlerweile den beiden zugesellt hatte, hätte noch etwas hinzufügen können; aber das Gebot seiner Kirche schloß ihm den Mund-------- Zwei Wochen später fand auf dein Amtsgericht zu Haberg ein Termin statt, zu welchem auch die Witwe des vor fünfzehn Jahren meuchlings ermordeten Försters Hainbuch eine Vorladung erhalten hatte. Als dicfc in den Sitzungssaal trat, fand si? dort die Müllerlcne vor, die ihr einen erstaunten Blick zuwarf, dann aber wieder stumpf vor sich hin-starrte. Nach Auszeichnung der Namen der Anwesenden verlas der Richter das Testament des Johann Vlasius Vurbach, Besitzers der Lochmühle. Bis zu der Stelle, wo es hieß: „Der Witwe des Försters Hainbuch vermache ich ein Kapital von l!W0 Talern, das ich vor zehn Jahren auf der Landesbank eingezahlt habe", folgte die frühgealtcrte. gramgebcugtc Frau der Verhandlung, dann brach sie zusammen und mußte in das dem Gerichts-gcbäude gegenüber gelegene Haus des Dr. Grünberg geschafft werden. Die Erinnerung an einen trüben Dezember-morgcn vor vielen Jahren war zu unvermittelt in ihr lebendig geworden. Sie sah wieder mit furchtbarer Deutlichkeit eine von Holzfällern getragene Bahre aus Ästen und Zweigen, darauf, lali und starr, den, den sie mit ihrem warmen, jungen Herzen so heiß geliebt, und ihr Ohr hörte wieder das herzzerreißende Wimmern ihrer Kinder, durch das ein schauriges Hundcheulcn bis weit in den Wald gellte. Laidacher Zeitung Nr. 271.___________________________________2530 24. November 19l)8. MchtaintNcher Heil'. Serbien. Ter „Pol. Korr." geht von ihrem Belgrader Berichterstatter folgende Mitteilung zu: In den hiesigen diplomatischen Kreisen, wird der jüngste gemeinsame Schritt der Mächte beim Belgrader Ka> dinette, welcher in Serbien tiefen Eindruck hinterlassen hat, allgemein als ein entschiedener Wendepunkt zum Bessern in der Entwicklung der serbischen Verhältnisse und als der Beginn einer allmählichen Normalisierung der Lage angesehen. Der Ernüch-tcrungsprozcß hatte schon mit dem Eintreffen der Berichte der verschiedenen ins Ausland entsendeten Missionen eingesetzt und der rechtzeitige Schritt der Mächte hat ihn stark gefördert. Die maßlose Erregung, welche anfangs das ganze Land ergriffen hatte, hat fast vollkommen nachgelassen. Alle Welt geht wieder der alltäglichen Beschäftigung nach und in der öffentlichen Diskussion beginnen innerpolitische Fragen wieder größeren Raum einzunehmen. Die besonneneren Elemente, deren warnende Stimme im Straßenlärm der täglichen Demonstrationen ungehört verhallt war, gewinnen an Einfluß und Beachtung. Anderseits ruft die bedrängte Lage der Handclswelt ernste Besorgnisse hervor. Unter dem Eindrucke dieser Tatsachen tragen selbst die kriegslustigen Kreise Bedenken, den kalmierendcn Maßnahmen der Negierung ernstlichen Niderstand entgegenzustellen. Nährend vor Monatsfrist die Ansicht vorherrschte, daß eine kriegerische Aktion die beste Garantie für die Befriedigung der serbischen Forderungen wäre, ist man jetzt zu der Überzeugung gelangt, daß die erste Bedingung für etwaige Berücksichtigung wenigstens eines Teiles der serbischen Wünsche ein friedliches Verhalten Serbiens sei. Durch diesen Meinungsumschwung ist es der Negierung ermöglicht worden, die seit dem 2. d. M. getroffenen militärischen Maßnahmen „zum Schutze der Residenz und der Landcsgrenzen" ohne Widerstand der Öffentlichkeit aufzuheben. Eine weitere Beruhigung wird allgemein von der bevorstehenden Rückkehr des serbischen Ministers des Äußern, Dr. Milovanovictz nlcyt voüert werden dürse. Um Staatsnoiwenotgleiten dürse fernerhin nicht gehandelt werden, und am allerwenigiten in dle>er ^rage des Annexionsgejetzes. Denn diese ^rage oars im Parlament nur Österreicher finden, lucht österreichische Parteien! Nicyt einem Munster bewilligt das o>terrelchischc Volt das Annezlons-gcietz — es bnngt das>ewc dem Monarchen dar zum Iubelmge. Und nicht erst nach Neujahr! — Die ülorre>pondenz „Centrum" erllart, dan. der Anne-xionövorlage die Dringlichkeit vom Avgeordnetcn-yauje wohl zuerkannt werden würde. Ill der merito-riicyen Debatte über das Annexionsgesetz aber weroe die Entscheidung darüber fallen, ov eine parlamentarische Reglemng möglich ist oder nicht. Im Falle sich die Blldung eitler neuen Koalition unmöglich zeigen sollte, so sei damit auch das Urteil über das Sein oder Nichtsein des gegenwärtigen Parlaments gesprochen. Das „Deutsche Volksblatt" tritt für rege Anteilnahme aller Deutschen ohne Unterschied des politischen Glaubensbekenntnisses an der nationalen Arbeit der deutschen Schutzvereine ein. Man müsse sich daran gewöhnen, auf gemeinsamem Boden gemeinsam zu kämpfen für dieselben Ideale und gegen denselben Feind. — Die „Reichspost" fordert dagegen die Schaffung eines eigenen Schutzvereins der Ehristlichsozialen. Die größte deutsche Partei müsse auch die ihr gebührende Führung in nationalen Fragen besitzen und in die nationale Politik der Deutsch-Österreicher große Gesichtspunkte, Einheitlichkeit und Vernunft bringen. In der belgischen sozialdemokratischen Partei ist es zwischen dein Führer der Partei Emil Van-dcrvclde und der großen Mehrheit des Verbandes zu Mißhelligkeitcn gekommen, infolge deren Van-derveldc aus der Partei austrat und sein Mandat als Abgeordneter zurücklegte. Vandervcldc sollte beim nächsten Kabinettswcchsel einen Sitz im Ministerium erhalten. Tageslieuigleiteu. — lDie Transplantation als Sühne.j Ein inter- essanter Fall wird den „Aargauer Nachrichten" aus drin aargauischen Kantonsspital berichtet. Man erinnert sich iwch, so schreibt das Blatt, des schrecklichen Vor-falles, der sich vor Jahresfrist in einem Dorfe des Bezirkes Zofingen abgespielt hat, wo der Heizer einer Fabrik in böser Absicht heißen Damps in den Dampf» tessel strömen lieft, in dem sich ein Lehrling befand, den der Heizer seider in den Kessel geschickt hatte. Der arme Junge erlitt schwere Brandwunden, der Übel» täler aber erhielt vom Gerichte eine längere Zucht» hausstrase. Und nun das interessante Nachspiel: Der am ganzen Leibe verbrannte Lehrling liegt immer noch im Kanlonssvilal in Aargau, da die Wunden nicht heilen wollen, indem die aufgenähten Hautstücke, welche die alte Hant ersehen sollen nnd von gesunden Stellen des Patienten selber stammen, sich dem Organismus nicht einverleiben. Da tam ein Assistent der chirur-gischen Abteilung anf eine originelle Idee. Er schrieb an die Direltion der Strafanstalt Lenzlmrg, wo der Peiniger des Jünglings seine Strafe absitzt,' ob allen-falls der Übeltäter bereit wäre, sich einen Streifen Haut vom Körper abziehen zu lassen, damit man sie dem Patienten einpflanzen könne. Und siehe da, der Un-mensch zeigte mm doch menschliches Rühren mit seinem Opscr und erklärte sich zn der Operation bereit. Letzter Tage nun wurde der inhaftierte Heizer in die lan-tonale Krankenanstalt gebracht, mid die Transplant«, lion der Haut hat bereits stattgefunden, hoffentlich mit gutem Erfolg. Ein gleicher Jail — daß ans der Hant eines Übeltäters Riemen geschnitten werden zur Hei» lung des Opfers der Freveltat — ist wohl noch nicht dagewesen. — Menu man eine schöne Nolle sucht.j Aus Paris ichre,bt man: Ein sehr amüsanter Prozeß wird sich demnächst zwischen Madame Sara Bernhardt und Monsieur Henry Vataille, dem Autor des „Clown", abspielen. M. Vataille halle für Sara eine neue „Faust".Vcarbeitung übernommen, in der sic den Me-Phistu spielen sollte. Anfangs war die Künstlerin, der Rolle getreu, ganz „Feuer und Flamme"; allein wäh-rend der Proben sand sie bald heraus, daß sich in die-sem Stücke zu viele „Nebenpersonen", wie z. A. Faust, Gretchen usw., breit machten, die Mephisto nicht hin-reichend zu Worte kommen ließen. Immer wieder muß» ten leere Rollen zusammengestrichen werden, damit Mephisto allein die Bühne beherrsche, die Sara über. Haupt nicht verlassen wollte, wenn schon einmal fünf Minuten lang nicht sprechend, dann im stummen Spiele in Nischen lehnend usw. Schließlich erklärte M. Va-taillc, auch im Namen Goethes, daß selbst eine Nolle Saras ihre Grenzen haben müsse, und weigerte sich, nene Korrekturen vorzunehmen, zum naiven Erstaunen Saras, die immer zuversichtlich meinte, das Publikum werde nichts davon merken, daß „Faust" eigentlich nnr eine Nolle, jene des Mephisto, habe, dessen Kostüm sie außerdem uoch um jeden Preis durch ein dunkles Flügelpaar bereichern wollte. Endlich die nnvermeidlich gewordene stürmische Schlußszene, Abbruch der Proben und Zurückziehung des Manuskripts und ein bald be> ginnender Prozeß um eine Entschädigung im Velrage von 20.000 Franken, die Sara für gehabte Dekorations» und Kostümauslagen verlangt. Vorderhand nur von M. Valaille; cm die Nachkommen Goethes hat sich die sehr irritierte Tragödin bis dato noch nicht mit Er» sahansprüchen geWendel. — lDao Haar des Propheten.) Aus Konstantinopel wird gemeldet: Nach hier eingelangte» Nachrichten aus Uesküb hat sich dortselbst ein Wunder ereignet, welches in der Muselmanischen Welt das größte Aufsehen hervor» ruft. (tin Blitzstrahl steckte nämlich die Moschee Iahya-Pascha in Uestüb in Vrand. Die Moschee brannte samt allen Kostbarkeiten, die sie enthielt, nieder und selbst die aus Marmor gebaute Kanzel wnrde zu Asche. Erhal» Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (22. Fortsetzung.) »Nachdruck verboten.) Viertes Kapitel. Die rasche uud glänzende Verlobung Eva Sol-dens erregte selbstverständlich allgemeines Aufsehen, nicht nur im Kreise des Regiments, sondern weit darüber hinaus. Es gab kaum ein Haus, in welchen: nicht darüber gesprochen wurde, kaum eine Familie der guten Gesellschaft, welche nicht zur großen Gratulationskur im Soldcnschen Hause erschienen wäre, die reizende Braut mit liebenswürdigen Worten und mit Blumen zu überhäufen. Eva schwelgte in Stolz und Freude. Ihr heißester Wunsch war erfüllt, ihr Ehrgeiz befriedigt. Sie erhoffte vom Leben nichts Schöneres. Die Liebe des ihr, wie sie sich mit Genugtuung erinnerte, unsäglich oft beneideten Mannes, die Gewißheit, ihn mit dem leisesten Wink ihrer lachenden Augen unwiderstehlich an ihre Seite zu fesseln, das wonnige Gefühl des Hinausgehobcnseins aus gewohnten Verhältnissen in neue, die sich ihr unter den Küssen der Liebe eröffneten, die rätselvolle Sprache dieser Küsse selbst, welche ihre Wangen mit zauberischer Röte erglühen machten — alles vereinte sich, sie von einer Stunde ruhiger Gedankcneinkehr weitab zu wenden. Ein Strom von Einladungskarten rann täglich durch ihre weichen Kindcrhände, daran sie nicht müde wurde, den Vcrlobungsrcif zu betrachten, für sich selbst und für andere mit jeinem Glanz kokettierend. Und fiel gar das Wort „Aussteuer" von der Obcrstin Lippen, sprang Eva auf und jubelte ausgelassen wie ein Kind. Richard von Wechting, dem außer einem kurzen Vormittagsbesuchc nur die Abende zur freien Verfügung standen zum Verkehr mit feiner Braut, erduldete die störende Beeinträchtigung seines jungen Glückes durch die mannigfachen Höflichtcits-beweise der Außenwelt mit der duldsamen Haltung des Eingeweihten. Oft aber, wenn er das reizende Gesicht, welches ihm als Glücks- und Liebesstern durch das ganze Leben leuchten sollte, unter fremden Menschen feiner Nähe entrückt sah, erfaßte ihn, dessen Tage am hiesigen Orte gezählt waren, ein tiefes Sehnen, ein unwiderstehliches Verlangen, die qualvollen Regeln des Wartens zu durchbrechen und mit dem jungen Weibe, dein jeder Pulsschlag seines Herzens angehörte, in die Stille eines erschöpfenden Glückes zu fliehen. Vollends die wenigen Minuten ungestörten Beisammenseins riß der voll ausströmende Erguß der Liebe wie im Fluge mit sich fort, sie genügten nicht, um Wechting Einblicke in Evas Seele gewinnen zu lassen. Aber er würde sich einen Narren gescholten haben, hätte er den brüderlichen Bedenken einer Verzögerung auch nur eine Stunde lang Raum in seinen Entschließungen gegeben. Eginhard von Wechting vermochte trotz Dran-gabe der persönlichen Empfindlichkeit mit der schnellen Wahl seines Bruders sich nicht abzufinden. Er schätzte die in Gcwissenssachen feinfühlig gestimmte Eigenart seines Bruders zu hoch, um ihm einen Vorwurf zu machen, aber es schmerzte ihn bitter, daß er dem Glück Richards, wie er sagte, keinen Geschmack abgewinnen konnte. Dazu kam, daß die durch Frau von Wechtings Beredsamkeit ihrem Gatten in Aussicht gestellten Erfolge, die dienstlich fördernden Erfolge dieser Verbindung nicht zum Vorschein kamen. Die Beschwerde des Leutnarts von Kimmritz war zu Wcchtings Ungunsten entschieden worden. Viel bedeutsamer aber als diese Sache war die Entscheidung, welche der Oberst, und zwar mit aller Schärfe, in der Angelegenheit Wcchting kontra Viertens gegen ersteren gefällt hatte, und worin dem Hauptmann von Wechting weder der Vorwurf der Unverträglichkeit, noch einer unzeitgemäßen Hartnäckigkeit erspart blieb. Hierin und bei einzelnen nachfolgenden Veranlassungen trat der Wille des Obersten klar zutage, sich durch Familienbcziehungen bei Ausübung seines verantwortungsvollen Berufes in nichts beeinflussen zu lassen. Anderseits aber verlieh er lveder seiner persönlichen Abneigung gegen einen ihm unsympathischen Mann, der ihm nebenher noch dienstlich zu schaffen machte, im Privatverkehr Ausdruck, noch ließ er ihn die begründete Unzufriedenheit des Vorgesetzten dienstlich fühlen. Dagegen nahm der Oberst einmal bei passender Gelegenheit Veranlassung, den: Verlobten seiner Tochter zartfühlend die über dessen Bruder herrschenden allgemeinen Klagen zur Kenntnis zu bringen, in der stillen Voraussetzung, daß Richard von Nechting den richtigen Gebrauch davon machen werde. Dieser, sehr überrascht und peinlich berührt von einer Minderschätzung seines Bruders, welche unausgesprochen und ganz natürlich aus einer solchen Klage hervorging, sagte, er müsse schmerzlich bedauern, daß die Nervosität seines vortrefflich vean-lagtcn und in jeder Beziehung ritterlich denkenden Bruders das allgemeine Urteil irrezuführen scheine. „Inwiefern irreführen?" fragte Herr von Sol-den ruhig. ^Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 271 2531 ___________________________________24. November 1908. ten blieb von allem nur die lostbarste Religuie, welche I die uun eingeäscherte Moschee besaß, ein Haar ans dem Varle des Propheten. Tiefes wird in einem Nries-tuvert verwahr!, welches der steche nach in dreißig andere gehüllt ist. Alle diese Nriesninschläge verbrann» ten, nur das letzte, welches das Haar ans dem Barte Muhammeds enthielt, blieb intakt nnd dieses mit ihm mwersehrt. Die Konstantinopler mnselmanischen Nläller besprechen dieses Ereignis in überschwenglicher Weise. — lTenoristcnscherze.j In Budapest gibt es zwei Tenoristen zweiter wnte, nainens P ichIe r nnd G a -bor, die allem Anschein nach einander nicht besonders hold sind. Meister Gabor begrüßte seinen Kollegen Pichler unlängst mit den Worten: „Wie geht es dir, lieber Pihler?" Der Tenorist enlgegnele: „Gut. — Aber warnm nlsest d» mich Pihler?" Die Antivort war: „Weil dir das (^ fehlt." Der nm sein hohes (' ans diese Weise gekommene Pichler machte gnte Miei,e zum bösen Scherz und bemerkte seinerseits: „Deine Bemerkung ist nicht übel, lieber Or." Jetzt fragte Gabor: „Warnm nennst du mich Or?" Pichler antwortete liebenswürdig: „Weil dir das (< und das ^ und ganz besonders das k fchlt." _____________ '___________^^ Land- und Stiidtcbildcr aus Syrien und Palästina. Reiseerinnerungcn von Johann Pctlov«el. (Fortsetzung.) V. Jerusalem. Jerusalem hat nichts Hervorragendes, nichts Ans» gezeichnetes, nnd doch rnht, abgesehen dun allen histo-rischeu Interessen, ein Reiz, ein melancholischer, rüh-render Reiz ans ihm, der sich stets steigert, je mehr man mit ihm bekannt wird. Wir ließen die Höhen mit den übereinandergeworfenen Felsblöcken zur Rechten nnd bewegten nns einer breiten Straße entlang gegen das Damasknstor, vor dem iunge Soldaten Schildwache —< saßen, das Gewehr im Schoße und aus einer Pfeife blasend. Vor dem Tore, wo loir von den ganz erschöpf» ten Pferden abstiegen, ist ein ziemlich geräumiger Platz, auf welchem sich reizende Grnppen von christlichen und jüdischen Mädchen bewegten nnd sich nengierig um uns scharten. Wir saheil da in der nns noch fremden syri° schen Tracht unter den langen weißen Mnsselinschleiern manches Nalhsebagesicht, das anch anderen Renten als dem König David den Kops verrücken könnte. Die Tür. linnen sind anch hier znmeist weiß gelleidet, ihr Antlitz ist aber ganz mit schwarzem oder farbigem Seidenzenge bedeckt, fast ohne Ossnung für die Angen, so daß mir nnbegreislich schien, wie sie sich so flink bewegen konnten.! Unsere braven Pferde, die wir während des viel» tägigen Rittes wirklich liebgewonnen hatten, zurück-lassend, zogen wir dnrch die engen Gassen und Straßen nach dem Franziskanerkloster, wo wir in geräumigen nnd reinen Zimmern gnt nntergebracht wnrden. Kaum halten wir am nächsten Tage gefrühstückt und unsere Habseligkeilen geordnet, so folgten wir dem ersten Dränge jedes Pilgers nnd ließen uns durch zwei Franzisknnersratres znin heiligen Grabe führen. Man gelangt dahin dnrch enge stille Gassen, deren letzte Werkstätten für verschiedene Handwerker enthält. Von diesen schlüpft man dnrch eine niedere Pforte nnd man steht vor den abgebrochenen Sänlen des antiken Vesli-büls am Vorplatze der Grabestirche, wo zahlreiche Nelisnlienspeknlanten ihr Unwesen treiben. Links steht cin grußer Glockentnrm, halb zerfallen, denn keine Glocke darf im Orient die christliche Gemeinde znr Kirche rufen. Das große, weitverzweigte Kirchengebände ist von dn'i Seilen von anhängenden Hänsern umschlossen, nnd türkisch? Harems, Moscheen nnd schmutzige Slallnngen sind ihre nächsten Nachbarn. Neun Kircheneingange sitzen türkische Wächter des heiligen Grabes, plandern siemütlich miteinander nnd rauchen Tabak. Der Nerg Golgatha, der zur Zeit Jesu außer den Mauern der Stadt lag, ist eigentlich lein Nerg, sondern ein l'twas erhöhtes Plateau, das heute ganz Verbaul >st. Insbesondere wurden die zerstreut liegenden Stel-len, die durch die Leidensgeschichte Christi bezeichnet sind, sehr geschickt dnrch einen Riesenban miteinander verbunden, freilich ging der gewöhnliche Charakter un. serer Kirchen dadurch verloren. Was ist nicht alles nuf diesen« engen Ranm in einem einzigen Gebände Zusammengedrängt! Von der Salbnngsstelle, durch eine Marmorplalle markiert, gleich am Eingänge bis zn der tiefe,, feuchten Höhle, worin man die drei Kreuze ge-funden haben soll, bildet jeder Fleck Erde uud jedes Stück Felsen eine bedeutungsvolle Stelle in der Ge-schichte. Eine solche Rotunde bedeckt das heilige Grab, "n freistehendes Marmorhänschen. In der kleinen Vor-halle ist dnrch einen Marmorblock die Stelle bezeichnet, Wo dl-r Engel den Frauen die Auferstehung verkündete. Em kleines Pförlchen, nur für tief sich Beugende paf. s'erbar, führt in die Tolenkammer selbst, die zur Hälfte "nt einem Marmoraltar ausgefüllt ist. Es liegt ein ahnungsvoller Reiz über die Grabes-und Anserftehungskirche ausgebreitet, der selbst Men-schen ergreisen müßte, denen die Dentnng christlicher Ereignisse fremd wäre. Überall mnßte der Nan dem Felsen weichen und folgen, nnd von den Nischen, wo die Soldaten des Heilands Kleider verlosten, wo sie ihn verspotteten, wo "ihm die Dornenkrone aufgesetzt nnd bun dem Fragmente der Säule, an der er gegeißelt wurde, steigt man hinab in die Felsenkammer, wo er sich auf den Tod vorbereitete, zu der schönen Kapelle der HI. He-lcua und zu der ganz lief liegenden Felscnschlucht, wo das Kreuz selbst gesunden wurde. Und wenn man wieder heranftritt und durch das Dämmerlicht der Sänlenhallen schreitet, so wird man geblendet von dem Glanz der griechischen Kirchenabteilnng, in der sich der Hochaltar befindet, der Schauplatz der berüchtigten Mystifikation mit dem heiligen Feuer, das jedes Jahr gleich einem Theaterblitz aus einer Spalte geblafen wird und an dem Tausende ehrlicher Griechen ihre Lichter und --Phantasten entflammen, wobei regelmäßig einige Men-schen erdrückt werden. Die Griechen sind bekanntlich im Nesitze dieses schönsten Teiles der Grabeslirche, die einstens den Katholiken ansschließlich gehört hatte. Dieb ist die Qnelle nie versiegender Streitigkeiten, wodnrch nnser gemeinschaftliches Christentum in unwürdigen Seltenhaß nnd Parteiwnt herabgezogen wird. Kalhu. liken, Griechen nnd Armenier haben zwar ihre angewie-senen Plätze, wo sie ihren Gottesdienst verrichten tön-nen, allein keiner begnügt sich damit. Nestechnngen aller Art werden angewendet, nm mehr Raum zu gewinnen, und jeder Fnßbreit Erde oder Stein wird im Ans» streich verlaust. Darum arten nicht selten diese Zwistig-feiten in Tätlichkeiten ans, wo Mönche und Kloster-brüoer zweier Konsessionen sich in den Hallen dieses heiligsten GolteShanses blutig schlagen. Die schlauen Türken aber lachen sich ins Fäustchen, denn sie ziehen Geld von allen. iF"rlsetznng folgt.) Lokal- und Provinzial-Nachlichten. Der Douau-Adria-Kanal. (Schluß.) Die wichtigste Epoche der Caveregnlierung fällt nnler Karl VI., wo in dem türkischen Kriege <1737 bis 1739j die Armee mit den erforderlichen Nalnralien durch die Save bis nach Nelgrad versorgt wnrde' die Schiffahrt von Siffet flußabwärts geschah'in den Schis-sen, Narcetonen oder Narlalonen, einer Gatlnng von größeren Donauschiffen von der Tragfähigteil von 400 bis 500 Tonnen. Von Salloch bis Siffet benutzte man die sogenannten Prazcllen, die IM» bis 120 Tonnen aufnahmen und oberhalb von Salloch die sogenannten Ladjen oder Dombassen, die mit 1!» bis 20 ?onnen be-laden werden konnten. Znm Zwecke einer sicheren Schiff' fahrt müßte man die Save herrichten. Die größte von diesen Äanten ist bei Sagor der in Felsen ausgesprengte Dnrchsahrtslanal „Nei Prnßnil" oder „X-l .1c/u", 290 Klafter lang nnd am „Weihen Schwall" von einer Länge von 90 Klaftern. Später wurde mit der Regulierung des Laibach-flnsfes begonnen. Die bemerkenswerteste ist der Van von vier'Kammerschleusen zwifchen Laibach und der Laibachmündung in die Save bei Salloch' der Van kostete 200.000 Gulden. Das Projekt wurde von Ing. Durchlasser nnd Renner verfaßt und vom Nanmeifler Aebler ausgeführt. Die Pläne wurden aus Kupferdruck im Jahre 1739 heransgegeben. Der erste Kanal an der Stelle der be-stehenden Laibacher Irrenanstalt war 40 blaster lang und hatte eine Kammerschlense. Unter Stephansdors befand fich parallel mit dein jetzigen Entwässernngs> lanale der zweite, 170 Klafter lange Schifsahrlslanal, von einein Gefalle von 1 Klafter 4 Schuh, wo 3 Cchleu-senlore 2 Kammern abfchloffen. Der dritte Schiffahrts-tanal bei Kaltenbrnnn, von einer Länge von 480 Mas-krn — 900 Meter mit 9 Toren, welche 8 Kammern begrenzten, überwand eine Nivean-Disferenz von 8 Klas-lern 3 Schuh und wurde im Jahre 1740 erbaut. Hier Handelle es sich darum, den 8 Meter hohen „Schwall nnd Fall" und das oberhalb des Schwalles sich besin-dende Mühlwehr zu umgehen. Der dritte Kanal am Orte der Iosesstaler Papierfabrik wurde überhaupt nicht zur Ausführung gebracht. Die Konstruktion der Tore und die Vorrichtnng zum Heben der Schleusen ist im Grundrisse des Mltenbrnnner Kanales einge-zeichnet." Im Jahre 1745 wurden 13 oder 14 Schiffe dnrchgeschifft- da die Wafferfahrt von Loibach nach Sal-loch anf diese Weise N/2 bis 2 Tage dauerte und man dieselbe Fahrt anf der Landstraße höchstens binnen zwei Stnnden machen konnte, blieben die Schlensen un-benützt nnd dem Schicksale überlassen. Trotz einer War» nungStafel, »voraus die Handabhanung durch eine Axt dargestellt war,'- erhielten sich, wie aus der Aufschrei-bung eines Nivellements und den bezüglichen Quer-prusilansnahmen vom Jahre 1780 z„ entnehmen ,st, vom ersten Kanäle nnr zwei Drittel, vom zweiten nur brüchige Steinwände, vom dritten Kanäle bloß die Rich-tnng des ausgegrabenen Durchstiches und die Überbleib' sel zweier Sleinwände, beim nnleren Schützentore und die Spur der verunglückten vierten Schleuse. Nach den Erbfolgelricgen hörten die Militär-transporte auf' der Staat interessierte sich nicht mehr um die Schiffahrt auf der Save und die Regulierung des Flnffes wnrde einigen Getreidehändlern überlassen, die sich im Jahre 176Ö in einer Schiffahrtsgesellschaft einigten- es wnrden große Segelschiffe nach'dein An-trage des Navigationsdircktors Gabriel Grubcr " ge- " Scheen: Über Straßen- unk Wasserbau der Allen Wien, 1«K5. — Hacqurt: Orictoffraphica Carniolina, Leipzig, 1778. — Josef Schcmerl: Abhandlung über die Schiffbar-machuna. der Ströme, Wien, 1<88, Seite 2>4. 31. — Tobiatz Onibr,-: Vri«fe hydioqrnphischcn und physikalischen Inhaltes aus Krain. Wien, 1781. " Pizodom Arckiv im Laibachrr Nudolphinum. " Strsln: Ixvos^» mu2vMc>ß», dlugtv» x» Klnnjslll), 1903. bant, welche für die Save nicht zweckentsprechend waren, nnd man gebrc.uchle deshalb später Typen von Rhein-schissen aus hartem Holz mit Ankern." Im Jahre 1776 entstand die „Temesvarer und Jann^schu^r Kummerzial-Gesellschaft", welche zwei Jahre später Anlaß zur Gründnng einer „Hosnaviga-Nons'Kommission"" in Wien mit einem besonderen Referenten in der Person des Obcrdireltors Grafen Hohenwart gab. Die Navigationsdireltion für die Flußstrrcke Ober. laibach-Semlin begann mit der Regulierung der Save beim Zusammenflüsse mit der Laibach, bei Gurlseld und bei der kroatischen Grenze und mit der Ncgulie-rnng des Kulpaflnsses von Mottling bis Karlstadt.'« Doch wurden diese Bestrebungen von der kroatischen Regierung nicht unterstützt, wodurch der kroatische Un. terlaus der Save verwildert blieb und die trainischen Tombassen von kleiner Tragfähigkeit bis Sisfel zu fahren verhalten wurden. Die Navigationsdireltion wurde im Jahre 1801 von Kaiser Josef II. aufgc-hoben. Als im Jahre 1788 der türkische Krieg und ein Jahr später die französische Revolution ausbrach, sah man wieder die Wichtigteil der Schiffahrt auf der Save für die Verpflegung des Militärs ein und errichtete drei Navigations»Vauämter in Krain, die aus Grund einer nenen Vermessung einige Savestrecken regulierten und namentlich den Strom mit dem Durchstiche bei Motriee geradelegten.'" Damals trng die Schiffmaut bis 100.000 Gulden ein- man rechnete 500 bis 600 Schiffahrten im Jahre. Die Schiffe waren 27 Klafter lang, trugen 1000 bis 1200 Zentner und wurden von 16 Mann bedient. Die Dauer der Schiffsreise von Salloch bei Laibach bis Sissel währte fünf bis sechs Tage, stromanfwärts 14 bis 20 Tage und der Gegen, zng bestand ans sieben und an den beschwerlichen Was. Erstellen bis aus 21 Paar Ochsen." Im Jahre 1783 bis 1790 benutzte man zum Gegenwärlsziehen auch Sträflinge.'" Während der vierjährigen Okkupation des Illyrischen Königreiches i1609 bis' 1814) lonnle die flanzösische Regierung die zahlreichen, mit nnsführ. lichen Pfannen projektierten Regulicrungsbauten nicht anssnhren und mußte sich nur mit einigen admini. stiativen Maßregeln, wie mit der Gründung einer Ver» sichernngsgesellschaft für die auf der Save von Salloch bis Sifset geschifften Waren begnügen.-" In den spä. leren Jahren wnrde noch ein zusammenhängender Treppelweg in der Felsliamm zwischen Sagor und Steiubrück hergestellt. Der Schiffahrt auf der Save und am Laibachslnsse wurde ein Ende durch die Er-banung der Südbahn gemacht. Das rege Leben im ganzen Flußgebiete verstummte, nur hie und da schwemmte man leere, in ein Quadrat gebundene Fä's-ser, mit denen man Wein holte, zu den kroatischen Gren» zen. Aber auch dies hörte aus, nnd nun wird nur die Flößerei betrieben. K. k. Zentralfonnnisfion für Kunst und historische Dcukmalc. Den „Mitteilungen der l. l. Zenlralkommission für Erforschung nnd Erhallung der Kunst, und historischen Denkmale" entnehmen wir folgende, auf Krain Be. zug habende Notizen: — Mostes, Filillllirlhc.j Maler Viertelber. ger berichtet! Die Malereien der Kassetlcndecke wurden gereinigt nnd fixiert, fehlende Stellen auögetnvst, die Zeichnung nicht ergänzt,- die einfachen Zapsenendnngcn dieser Decke sind vom Holzwurme stark zerstört, so daß »nr die Anfertigung von Kopien erübrigt. Prubeein» fliehe an den Wänden hatten lein nennenswertes Reful-tat. An den Seitenwänden wnrde wohl in späterer Zeit ein Mörtelpntz, der anf Malereien schließen läßt, aus» getragen, doch mit .Kalkmilch überstrichen, die allen Vec. suchen, sie zu entfernen, trotzt. An der linken Seite des Triumphbogens kam eine Maria Verkündigung in are^ zerstörtem Zustande zum Vorschein; diese Malereien setzen sich hinter den Altären fort, wurden aber im vorigen Jahrhundert so vollständig übermall, daß von der ursprünglichen Malerei sasl nichts mehr vorhanden ist. Nei allen !anch den früher bloßgelegten) Malereien wurden die Lücken und Sprünge getont, ebenso die leeren Stellen an den Wänden mit einer neutralen Farbe. Anch die Untersuchung der Außenwand ergab leinen Erfolg. Die beiden vertünchten Gemälde neben dem Ehrifluphorusbilde sind nicht mehr zu erkennen und wäre gegen eine Verlünchnng der bloßgeleglen Flecken eine Einwendung nicht zu erheben. — lKrainliurn, Gräberfeld.! Konservator 2mavc berichtet über das Vorhandensein eines vorgeschichMchen Gräberfeldes, das einen großen Teil des heutigen Fried. Hofes und den südlich und westlich daranstoßenden Acker- " Vrhovec: önlnklji> Seite I'<4. " Josef von Schemer!: Elfahrungen im Wasserbau Wien, 1809. " Josef Schrmerl Ritter von Ll'ytenbach gekoren zu Laibaä, ^l7btt, qchörben in Wien 1«37) in Wurzbach: «Vio« strapniiche« Lrx lou.. " Rkssistl atur der l. l. Landesregierung in Laibach, FaSz. 48, 228 ex 178? bis l7!' MnaSburg: Die Strafe des Schiffziehens in Österreich, Wien. !tt"0 '" sslnüzäsischs Mten im Archive des Laibacher Magistrates. >T>imih: Geschichte Krams. Laibacher Zeiwnq Nt. 27, 2^32 24 November 190K. uud Wiesengrnnd umfaßte, aber allein Anschciilc nach bereits größtenteils zerstört seill dürfte. — . Über Antrag der Rech» »nngsrevisoren wurde dem Rechnungssührer das Abso» lulorinm erteilt und ihm zugleich für seine gewissen» haste Rechllnngsführnng der Dank der Generalver» sammlung ausgesprucheu. Sodann wnrde mit Stimm» zetteln die Neuwahl des Ausschusses vorgenommen. Ge» wählt wurden die Herren: Geolg Mihali« zum Korpskommandanten, Franz Ktof zu dessen Stellver-treter, Jakob Smole zum ersten und Johann Pliber» 5ek zum zweiten Schriftführer, Franz klof zum Kas» fier, »oeiters Franz Anzli», Stephan Vergant, Augnstin Burger, Alois (,'olnik, Valentin Frece, Franz Grilc, Johann Gore, Franz Ieiito, Aliglistin Kline, Alois 5to;at, Johailn Macele, Michael Miheln-, Joses Puh, Johann Snhadubnit, Aildreas 5;krja>lc, Johann Tome, Franz Vrhuvec, Franz Zava^ilik und Alois Zorman zl> Ausschußmitgliedern, Josef Iegll'5, Rudolf von Ma» lahovsly und Viktor Prohinar zli Rechnnngsrevisoren. Die einstimmige Wiederwahl des Korpskommandanten wnrde mit lebhaften Zurufen begrüßt. Korpomilglied Cirk brachte schriftlich den Antrag ein, daß anläßlich des 60jährigen Regierungsjubiläums Seiner Majestät des Kaisers in Laibach ein Velera»e»heim errichtet werde, worin hochbetagte mittellose Veteranen Aus» »ahme uud Versorgung fänden; allenfalls könnte in dem zu errichtenden eigenen Heim auch ein Veteranen» Konsumverein untergebracht werden. Kurpskommandant M ihali 5 und Rechnungsführer Smole wiesen dar» aus hin, daß die Mittel des Korps zur Realisierung die» ser schönen Idee wohl nicht hinreichen, daß der neu» gewählte Ausschuß jedoch versuchen werde, Mittel nnd Wege zu finden, um das sympathische Projekt zu ver» wirtlichen. Der Alltrag des Korpsmilgliedes Sirl wurde dein Ausschüsse behufs feinerzeiliger Berichterstattung abgetreten. Der Alltrag des Korpsmilgliedes Moho r <^ auf Bestellung eines eigenen Arztes, der mittellose Mil< glieder unentgeltlich behandeln würde, wurde als staluleuwidrig abgelehnt. Über Antrag des Rechnungs» führers Smol e wurde beschlossen, anstatt der Bei» stellnng der Musik bci Leichentondullen den Witwen der verstorbenen Korpsmitglieder ein Mnsikägnivalenl sli'is» sig zn machen. Nachdem noch der Antrag des Korps» Mitgliedes M a t e l i <", daß im kommenden Karneval ein Veteranentranzchen veranstaltet werde, dem Aus» schusse abgetreteil worden war, wurde der Korpstommail' dant beauftragt, anläßlich des 60jährigen Regierungs» jubiläums Seiner Majestät des Kaisers am 2. De» zember die Glückwünsche des Laibacher Militär-Vete» ranenkorps im Wege des l. k. Landespräsidiums an die Stllseil des Allerhöchsten Thrones gelangen zu lassen. Sodann wurde nach zweistündiger Tauer die General» versamlnlung geschlossen. — lGencralstabsarzt R. v. Uriel.) In Wiener militärischen Kreisen verlautet, daß der Ehes des mili» lärärztlichen Offizierskorps nnd Vorstand der l4. Ab» teilung des Kriegsministerinms, Generalstabsarzt Dr. Josef Ritter v. U r i e l, nach 44jähriger Dienstzeit dem» nächst zurücktritt. Dr. Ritter v. Uriel war während des bosnischen Feldzuges im Laibacher Mililärspilale tälig. Seit dem Jahre 1898 ist er Vorstand der 14. Abtei-lung des Kriegsministeriums. — sDie Volksqaleric in der Simon (Hrea.or6 Fa-milien, die ihr Berns anderswohin führte, Laibach ver-lassen haben. -- Die Wohuungsverhältnisfe sind in, allgemeinen zufriedenstellend, milnnler anch sehr gut z» nenne». Größere Woh»u»gen sind zahlreich vorhanden, während a» Klelnwohnilngen, bestehend ans zwei ZiM' mern und Zugehör, noch immer ein empfindlicher Man» gcl herrscht. ^', . — Mirunq.) Herrn Professor Joses Obergsol > in Gottschee »u'urde von, Papste sür seine Verdienste um die Interessen der katholischen Kirche das päpst-liche Ehrentrenz ..pro <,^in <>d ,)c,„titi«(?" verliehen. — lNezirlsstraslcnausschuh in Gotlschec.) In der am 2l. d. M. abgehaltene,, Sitznng des Bezirlsstraßen» ausschusses wurde die EinHebung einer 30 ^>igen U'N' läge zur Deckung des Erfordernisses sür !909 beschw!' Laibacher Zeitung Nr. 271. 2533 24. November 190«. sen. Seit einer Reihe von Jahren belrnq die Straßen» umlade 20 ^, snr dc,c> „ächsle Jahr erloies sich jedoch i eine lHrhöhnnq ans 30 A, als nnderilleidlich, wei! sich infolqe der gestieqenrn Schotlerpreise nnd Fnhrlöhne einerseits nnd wessen der ssesteisserten Veniilmnss der Straßen dnrch den vermehrten verkehr das Erfordernis bedeutend höher stellt als bisher. Von der von seiteil des Ministeriums des Innern znssesicherten Subvention fnr die Erhaltung der ^andesstrcche von ^lofeljca bis Weinil^ von 7000 l< entfällt pro U108 ans den Straßen-lonsnrrenzbezirl woltschee ein Teildetraa, von ^800 K. — U'<^e stall. Herr ^ezirtsslhnliuspetlor ^iudlviss Stiasny erwähnte zu-erst, daß der pädassogische Verein in Gnrkseld in der nächsten Woche eine Sammlnna, der AnfsalMisaaben der Älltaqsschüler ans deil Bezirken Gnrlseld nnd Littai heranssseben wird nnd daß auch die Herausgabe einer Sammlung der Ansslchausgal'e» der Wiederholnngs» schüler aus den Bezirken (^nrlfeld nnd Lillai gesichert ist. Unsere Wiederholnngsschnle braucht jedoch auch eine entsprechende Sanimlung von Nechenausgabel», die, im Volke gesammell, in der Wiederholungsschule praktisch angewendet werden. Damit die Lehrer beim Unterrichte in der Wiederholnngsschule entsprechende Stundenbilder zur Verfügung haben, werden in diesem Schuljahre 32 Hofpilierniige» in nnserer Wiederholnngsschnle stattfin» < den. Auf Grund dieser Hospilierung Ivird eine Eamm> ^ lung vou Slnndenbildern fiir die Wiederholungsschnle ^ herausgegeben werden. Da zugleich der pädagogische Verein in Gnrkfeld eine reich illuslrierle Broschüre des, Fachlehrers .^tarl Hnniek „Die praktische Verwendung! der Geometrie iul gewöhnlichen Leben" herausgeben! »vird, so diirfle nnser Bezirk recht viel zur Hebung! der Wiederholnngsschnle beitragen. — Nach einer sehr lebhasten Debatte wurde beschlossen, daß in der in Gurk. seld am 2. Inni 1909 stattzufindenden Nezirlslehrer. lonferenz Oberlehrer Herr Vinzenz Veree ans Io-hannistal nber den landwirtschaftlichen Unterricht in der Wiederholnngsschnle nnd Lehrerin ^ränlein Marie Na5-i5 über die Haushallungsknnde iil der Wieder, holnngsschule berichten sollen. Äls allgemeines Neserat »onrden die Rechenaufgaben für die Wicderholungsschule, bestimmt. " ^ — Mtcrnabcnd.) Die Lehrerschaft in Gnrkseld ver-anstaltet Sonntag, den 29. d. Äi., abends im ?nrn-sanle der dortigen Bürgerschule den achten Elternabend, zu dem der Zutritt allen Erwachsenen gestattet ist. Das Programm nmfaßt einen Vorlrag des Herrn Fachlehrers M. Hu^evar iiber Strasen und Belobungen zu .Hanse und in der Schule sowie einen durch slioptische Bilder erläuterten Vortrag des .Herrn Bezirksschulin. spektors L. Stiasny über Seine Majestät Kaiser Franz Josef I. __ jVortrag im evanqclischen Gemcindcsaale.j Hente abends nm 8 Uhr findet im evangelischen Ge> meindefaale ein Vortrag des Dr. Hegemann über Reiseerlebnisse in Deutschland statt. * Mr Vollsbcwcgunss in Krain.j Im politischen Bezirke Adelsberg l^l.912'Einwohner) fanden im drit-teu Quartale l. I. 37 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich ans 388, die der Verstorbenen ans 287, darunter 153 Kinder im Aller von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 30, von über 70 Jahren 49 Personen. An Tuberlnlose starben 35, an Lungeuentzündnng 9, an Keuchhusten l3, an Diphtheritis 1, an Scharlach 5, an Typhus 2, durch zufällige tödliche Beschädigung 4, durch Selbstmord 2 Personen' alle übrigen an ^on-sligcn verschiedene» Krankheiten. Ein Mord oder Tot-schlag ereignete sich nicht. —^- lVicr Brüder im Todr vcrcint.j Bei dem furcht, baren Unglücke ans der Zeche ..Radbod" bei Hamm m Westfalen büßten anch Österreicher ihr Leben em, unter ihnen vier Brüder mit dem Namen Andreas,^THomaZ, Anton uud Johann Kravanja ans So5a bei glitsch »» Küstenlande."Die drei Erstgenannten hinterlassen Wlt-wen mit Kindern. " lSlluitnrcs.j Wie man »ns mitteilt, sind in den Ortschaften Podgorica, Brnhanja Vas, Mala Vas, Za-gorica, Cefta, Ponilve, Podpl<', Videm und Zdensla Vas des politischen Bezirkes Gottfchee die Masern epidemisch aufgetreten. Erkrankt sind bisher l37 Kin-der. Behnfs .^intanhaltilng der Weiterverbreitn!,«, der Krankheit ivurden einsprechende samtätspolizelllche Vor-kehrungrn getroffen. ^'^ ' l'iurückqcwicsenc Auswanderer.» Man schreibt »"'s aus Goltschee: Der Inlvohner Matthias Tsinl ans Eteriidors trat mit ^ran nnd Tochter >m heurigen Sep. tember die Reise nach Amerika an, lain aber nur b,s '» den ,Kefselgarten" bei Newyorl. Dort n.n,rde er fnr nicht genügend gesnnd erklärt und nach 14lcigigem Ver. weilen trlch mehrseitiger Fürsprache Ulit ^ran nnd Tochter heimgeschickt. — Zur Narnnng! ^ * spann zurückließ. — ^Volkstümliche Vortrüge des Kasinovcreincs.j ! Eingetretener Hindernisse halber mußte der siir ^rei» tag,' den 27. d. M., festgesetzte Vortrag ans Freilag den 11. Dezember verlegt werden. * ll3in betrügerischer Knecht.j Vorgestern trat der 20jährige Knecht Josef Eepel aus Blagovica, Bezirk Stein, in den Dienst des Sleinkohlenvertäusers Valen-tin Kuga in der Metelkogasse. Gestern morgens über» nahm er 26 Meterzentner Steinkohlen zum Kleinvcr. lause ill der Stadt. Nachdem er nachmittags seinen Vor» rat verlaust und dafür 39 K Geld einkassiert hatte, sandte er den Wagen liebst Pferd zn seinen, Dienst. ^ geber, während er sich selbst ill ein Gasthans begab. Hente nachts wnrde Eepek verhaftet, weil er derart lärmte und expedierte, daß Mei Sicherheitswachmänner nnf den Froschplatz kommen mußten. In seinem Besitze wurden nur 50 I» vorgesnnden. "Mn diebischer Bettler.) Vorgestern nachts wurde ill der Aahnhosgassc dnnh einen Sicherheitswachmann der 33jährige vazierende Schlossergehilse Franz Fink ans Oberlalnitz bei Nassensuß wegen Bettelns ange» ! halten und verhaftet. Das Kriminalevidenzbnreau ^ stellte fest, das; der Landstreicher schon seit dem Jahre , 1905 vom Bezirksgerichte in Weichselburg wegen eines Diebstahles steckbrieflich verfolgt wird. Fink wurde idem Gerichte eingeliefert. ! * ^Verloren! wurde: eine cioldeue Damennhr nebst l solcher Kelle, eine Brieflasche mit Visilkarten und einem l Waffcnpaß auf den Namen Franz Pne, eine goldene i Krawaltennadel nnd ein kaufmännisches Vormerkbuch. * sGcsundenj wurden ein goldener und ein Double» zwicter. Theater, tiunft und Merutur. "" sDcutschc Bühne.) Gestern fand eine Wieder, holung der Operette „Die lustige Witwe" statt. Das Haus war schwach besucht. — Wegen der umfassenden Vorbereitungen znm Mnsisdrama „Die Walküre" muß sich die deutsche Bühne vorderhand mit Wiederholungen ans mnfilalischem Gebiete begnügen. Wie nils mitgeteilt wird, folgt als uächfte Opernaufsührnng „Earmen", so. dann als erste Opernnenheit in dieser Saison d' Alberts ^ Mnsikdraina „Tiefland". ! Telegramme d«s k. k. Teleliraplion-Al,rrespl>ndeuz-Bnreaus. Exzesse an der Wiener Universität. l Wi'en, 23. November. Die italienischen Studen» teu teiltcu früh dem Rektorate mit, daß sie die Demon. ^ stratiouen fiir die italienische Universität fortfetzen wol. len. Ihre Vertreter versprachen jedoch, daß die Italie» ner in der Aula weder singen noch sprechen werdeu. Um 9 Uhr versammelten sich die Italiener in der Aula, wo sich alsbald deulschnalionalr Studenten eingesuuden ! hatte»,. Von italienischer Seite siel der Rns: „Hoch die italienische Universität in Trieft!", der von den Dent-schen mit Pfeifen aufgenommen wurde. Die Italiener fangen hierauf die Gäribaldi.Hl)mue, die Deutschnatio-nalen die „Wacht am Rhein". Es kam zu Stucllämpfen zwischen beiden Parteien, bei denen zahlreiche Stnden. ten dnrch Stockhiebe verwundet wurden. Die inter-venierenden Pedelle wurden geschlagen. Die deut-scheu Studenten beschwerten sich darüber, daß die Italic-ner Totschläger, cifenbeschlagene Stöcke, Revolver nsw. mit sich führten. Während des Handgemenges fielen plötzlich von italienischer Seile mehrere Revolverschnsse, durch welche mehrere Studenten mehr oder weniger ver-letzt wnrden. Die Italiener wurden schließlich znr Anla hinansgedrängl. Die Polizei nahm ans der Straße meh-rere Verhaftnilgen vor uud besetzte d,e Zugänge zu dem gegenüber der Universität gelegenen Kaffeehau,e, woselbst sich die Italiener gesammelt hatten. D,e Po-lizei drang dann in das Kaffeehaus em und durch,uchte die Studenten aus den Besitz von Waffen. In der Rello-ratslanzlei wurden Dolche, Revolver, e,senbeschlagene Slöcle, Schlagringe nsw. deponiert. Wien, 23. November. In Anbetracht der heuligen Vorkommnisse an der Universität bleibt diese bis ans weiteres gesperrt. Die Vorlesungen finden im .Haupt» gebäude nicht statt. Der akademische Senat berät zur Stuude über die zu ergreisenden Maßnahmen. Der Eintritt ill das Universilätsgebände ist nur gegen Vor» Weisung eines Passierscheines gestattet. Wien, 23. November. Von den bei den heuligen Vorfällen anf der Universität Verletzten wurden 19 von der Reltnngsgesellschasl behandell, darnnter 4 Schwer-verletzte. Ein großer Teil der Verletzten begab sich ohne Inanspruchnahme der Rettungsstation direkt in das Spital oder in hänsliche Pflege, so daß die Zahl der Verletzten nicht angegeben werden kann. Wien, 23. November. Während der hcnligen Vor-fälle an der Univerfilät wnrden 23 Stndenten verhastet, von denen 3 wegen schwerer körperlicher Beschädigung dem Landesgericht eingeliefert wurden, während die übrigen 20 nach ihrer Einvernahme freigelassen wnrden. Serbien. Belgrad, 23. November. Die „Pulitila" führt aus, oaß der'Rücktritt des Kabinettes Velimirovn' unver. meidlich geworden sei, da es seine inuerpolitische Mission eisüllt habe, soweit dies gegenwärtig möglich war. Mit Rücksicht auf die auswärtige Lage muffe nun ein aus Vertretern aller politifchen Parteien zusammengesetztes Koalilionskabinett gebildet werden, das die serbischen Forderlingen gegenüber dem Auslande mit größerem Nachdrucke als die gegenwärtige Regierung vertreten könnte. Das nationalistische Parteiorgan „Srpsla Za» slava" greisl die leitenden Kreise, besonders die radikale Partei und die Verschwörer in heftigster Weise an und sagt: Dreißig Jahre haben die Radikalen jede ernste innere nnd äußere Politik verhindert. Jetzt, wo gehan. delt werden soll, vertrauen sie in unerklärlichem Opti-mismns darauf, daß Serbien Bosnien und die Herce. govina im gegenwärtigen Augenblicke aus dem Präsen» tierleller bekommen werde. Die Radikalen klammern sich ilnil »vie Erlrinkende an alles, an die Konferenz, an den Krieg, an alles, nur nicht an ernste Arbeit. Belgrad, 23. November. Heute wnrde der Gold» schätz der serbischen Handelsbank vou Belgrad nach Nisch überführt. Kcemart, 23. November. Heute um 4 Uhr früh brach bei einen, orkanartigen Wind in dem Orte Szaß» lelek ein Brand aus, der das ganze Dorf einäscherte. Zwei Personen sind hiebei ums Leben gekommen' ferner wnrde beinahe der ganze Viehstand sowie die gesamte heurige Fechsung ein Ranb der Flammen. Nerlin, 23. November. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Newyorler Meldungen zufolge machte die „World" Allgaben über Anßerungen, die der Kaiser dem amerikanischen Schriftsteller William Hale gegc». über geinacht haben foll. Wir sind ermächtigt, diese Au-gaben vom Anfang bis zum Ende als haltlose Erfin» dnngen zu bezeichnen. ' Paris, 23. November. Dem „Matin" zufolge ist es zwei italienischeil Offizieren gelungen, Vorrichtungen zu erfinden, wodurch die elektrische», Nelleu gezwungen werden, sich in einer genau bestimmten Richtung zu be> wegen. Diese Lenkbarkeit der drahtlosen Telegraphie hat, abgesehen davon, daß die Telegramme von nie» mandem anderen als vom Adressaten aufgenommen wer» del, können, nach den Erklärungen der beide»» Seeuffi» ziere noch andere Vorteile. So soll man mit ihrer Hilfe die Lage eines in Not befindlichen Schiffes, die Lage und Fahrtrichtung eines jeden Geschwaders uud die Be» wegung der seindlicheu Armee erkennen können. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Deželno gledalisèe v Ljubljani. Št. 29. Par. V torek, dne 24. novembra: Petiè: 'Val^liov 6ar. Opereta v treh dcjaujih. Spisala Feliks D&rmanD in Leopold Jacobaon. Uglasbil Oskar Straus. Prevel Koinan Romanov. Zaèctek ob »/2K. Konoc ob 10. Nun sagen Sie bloB, was soll das werden ? Schlaflose Nackte, weil der Huslen mir leine Ruhe nöimt; Mcittiglrit, Schmeißen in den Vronchicn am Taqe; es macht mich ganz eleod, — Ja, lieber Herr, ich lall» Ihnen nur immer raten, lvns ich Unzähllssen zu ihrem Glück «.ernten habe: Nehmen Tie Fays echte Slidener Mineral^Pastillcn nach Vorschrift, Ich ver» spreche Ihnen gcwis; nicht zuviel, wenn ich Ihnen sage, daß Sie baw wieder ruhia, schlafen und frei atmen tonnen. Wenigstens machen Zie einmal einen Versuch. Vie Schachtel ist für X 1 25 überall erhältlich. (4?8) 2-2 General Repräsentanz für Österreich'Unqarn: W. T Glinhrrt. Wien IV., Große Ncugasse Nr. 17. Meteorologische Beobachtungen in ilaibach. Serhöbr W«'2 m Mittl. Luftbrucl 73« l> mm. 5 ZZT? ZZ 3"t «.. <: UTN^ 725 ^"2-1, SO^schwach teilw Mn " l) U. Ab. 727 3 i -1 b NW. schwach > Nebel 24 > 7 Ü. F. 732-2 > -2 4 S. schwach , ,'0-7 Das Tagesmittel der ll.estria.cn Temperatur -l) b° Nor-male 1 U°. Wetteli>o,au«w«k fü, den 24. November fur >?nier« ,n,nl, Kärnten und strain: Trübes Wetter, n, de, zunel)mnide Temperatur, später Niederschläffe, , !,es Wetter; fnr das jrüstenland: wechselnd bewüllt, lnu^gc Winde, zunehmende Temperatur, allniählichc Besserung. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Vrdbebenwarie (Ort: Gebäude der l. l. Staats'Oberrealschule.) ^iaar: Nördl. Breite 46°l»:l'; Östl, ^äiisse von Giernwich 14"!il' Vebenberichte: Am 21. November Erschütterung in ?lsch; lim 22. November mehrere Erschütterungen in Unter» sachsenberg (Vogtland). Die Node n unruhe:^ Am 2A, November am 12.Se» lun^enpendel bis Mittag «schliiach», in den Nachmittasssstunden «mäßig stark», im Verlause des Abends und der Nacht wieder «schwach». Am 7-2rlundenpcndeI »ma^ig start», am 4-Se» tlindenpendel «stark». » l>!e B n b f i! » « r » h f d >» luistsübf» Slsrlrnrndf!, lla!!>!!z!f!sl,! «chwach», v°>, > bi» i! Millimt!« «Ichwach», vo>, « bi« 4 Mi>Ii>„sls>» «mäs,il! »arl», vo» 4 bi« 7 Miii!n,fl»rn »Ilni^l», um« 7 b!« lv MiNimrls!» «lehr slllls» »nd üd»r w M!llin,sti. „"t's^Ilich s!«rl». — »Vlllnsüisiüs Budsikui"-»!»,» beb»»!»'! sslsich^,!!, «ü'!r»!»l»d< »st»»!,, U»7>chf a«! nlll» Pfüd^I« Laibacher Zeitung Nr. 271. 2534 24. November 1A)«. Harntreibend, harnsäurelösend. pMppMMH Natürliche Natron Lithionquelle ^yj | _ _p^^J FcL Harnsäure, Gicht, Diabetes, ^ W M wM |V i ^M Magen-u. Darmkatarrhe, Blasen-B f M H V A V u. Nierenleiden. Vorrätig überall. ^A ^B ^B V IZu haben iu Laibaoh bei ¦¦¦¦MBiiAdBdi Michael Kastner. (3966) 12-9 Angelommene fremde. Grand Hotel Union. Am 20, November. Eisner, Löbl, Nedellovit, Fried, mann, Greincr, Reiß, Schreiber, Rcmhold, Tandler, Kollmann, Puhler. Noual. Fiudlcr. Simon, Rsde.; Löhdorf, Ing.; Ma-w'ch, Wien. - Weith. Wohrisek, Rsde.; Ableitinger. Oblt., Giaz. -Abram, Kfm.; Vrimuer. s. ss-amilie. Trieft. — Zeschlo, Rußland. — Dr. ftaisersbergei. Gurlfcld. — («odowsly. Vütuos, Ner« lin. — Reiter, Rsd., Mannheim. — Kunstelj, icim., Oberlaibach. — Lederer, Pilsen. — Kellner. Kfm., Budapest. — Ivaniic, Zwischenwässern. — Vasii, Pfarrer, Dubrovnit. — Trento, Kfm., Feltro. Am 21. November. Fischhoff. Gandl, Erdmann, Perlo. Weiß, Gondel, Eisler, jloluit. Grüner, «Aoldbergei, Gustler, Sjedov, Rsde ; Godebusch. Weiß, Veiß, Kflte,. Wien. — Bühm, Rsd.; Neumann, !tfm., Graz. — Kosal, Großlupp. — Forster, s. Frau, Klagenfurt. — Lahoda. Rsd., Prag. — Kristosiors. Kfm.. s. Frau. Trieft. - Trento. Kfm., Feltre. — Hustic. f. Frau. Prag. — Dr. Giulini. Mannheim. — Dr. Oinnler, Frieda». — Ivanc'ic, Zwischenwässern. — Dorse. Kfm,. Nafsenfuh. Verstorbene. Am 20. November. Maria Zajc, Arbeiterin, 6tt I.. Linhartgasse ^, Marasmus. — Josef Ciperle. Lehrer, 51 I., Sllllochllstraße 11, Tabes. Im Ii uilfpitlllc: Am rete das letzte Geleite gaben, ihre Bahre mit herrlichen Blumen schmucltcn und uns in diesen schweren Tagen Worte des Trostes spendeten, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten, aufrichtigsten Danl. Nrfondcrs fühlen wir uns anch zum Dante verpflichtet dem Werlsarzte. Dr. Ernst Iallin, der in aufopferndster Weise Tag und Nacht bemüht war, die Schmerzen des armen Kindes zu lindern. Sagor, am 24. November 1W8. Die tieftranernde Familie Gchüller. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrsblattej vom 23. November WW. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwähruna »ie Notierung sämtlicher «llticn unb der ,,Diversen Los?" verNebt Nck per Ettlcl Gelb Ware Nllgemeine Staats» schuld. «ilcheitlichc Rente: 4°/. lonvei. steuerfrei, Kronen (Mai Nov.) per «uüc . , 3b 10 9b 3« detto (Iünn.-Iuli) per Nasse »510 9b'3< 4 2«^ 0. W. Note« (gebr. »lug. per Kassc......«S3« 98 5« 4 2"/« ö. W. Silber <«pril-Olt. per «asse......9» 30 98 ö« i»«o«r Ttaatslose 500 ft. 4°/« ,53- «57-1»60er „ 100 fl. 4"/„2!7 - 221 l«»4er ,, 100 st. . 26^bs,i67bO l»«4er ., 50 fl. 263 50267 50 Dom. Pfandbr. l^ 120 fl. b°/,.288- 291 - Vtaatsschuld d. i. Reichs. rate vertretenen König» reiche und Länder. üsterr. Voldrente steuerfr., V old per Kasse .... 4°/„ 114 9l> »15 10 Ofterr, Rente in Kronentv. stfr., per Nasse.....4",, 8b 15 9535 dltto per Ultimo . . . 4"/„ 95 >ü 95'35 k>ft, Investition«.«rnte, stfr. »r. per Kasse . . ,'/,°/^ »b' «6 20 G»se»l>al»n.^!»»t,schnl». »tlschrlibnngtn. «lisabeth-Vahn i. G.. steuerfr., zu 1!>,»lX) fl.....4°/„ — — —-- Kranz Iostpy-Vahn in Vilbei (biv. El,, . , . . 5>/<°„n? 7b 9« ib Nudolf Bahn i» Kronenwühr, steuerfr. ldiu. St,) . . 4"v, 9b K0 9« bc> Vorarlberger Bahn. stfr,, 400 und 2000 Kronen . . 4"/, 9b Kb 9S 6l> Hn Sl»»t»schull>«»llchr»il>nn»ll> ,bz»ft»»ptlt» El»nb»HN'AkN«n «lisaveth.« 2'M fl. KM, 5»/4°/^ von 4t«1 Kr. ... 4l,?2b4bS2b dctlo iiinz Vudwei« 2//„ . . . , 429 - 429 -detto Talzburg lirol 200 fl 0. W, T. 5"/„ . . , 422 - 424 — si«m«tal >i2' 1"4' ! Geld Ware yo» )l»at» zur )»l>I«»g 2b«> no«««»« Eisenbahn.PllarilLt,- ffbligatione». ^ühm. Wesibahn, u. 10.000 Kr. 4"/« 9b'Sl> 9« 0b «tlisabetl, Vahn «00 u. 3000 M. 4 al> lO"/„......114-9») Nü'9o Elisabeth-Vahn 400 u. 2000 M, 4"/«........>12«« >13 90 ^erbinaiibs-Norbbahn 9« 35 betto /,"/« «b Ü0 ««so «orarlberger Nahn Em. 1»«4 tdiv St.) Gilb. <°/, . , Sd 4b !<« 4b Staatsschuld der Lander der ungarischen Krone. 4«/n ung. Goldrente per Kasse , «09 75109 9b 4"/„ detto per Ultimo 10975 >09 95 i"/, ungar. Rente in Kronen- währ, stfr. per Kasse , . 9! 3>> 91 bli 4",„ dcito p«r Ultimo 9>»l! 91 50 5'/,"/„ delto per Kasse «I b5 «, 75 Ungar, Vramien.ÄnI. k l«o sl. i«2^5,«s-ü5 betto ^ 50 fl 1«> x6 - Iheih Neg.-Lolc 4«/^ , . . . I»!» 75 I45 ?5 4"» «»gar, Orundertl.-Oblig, 9! 75 9ü7b 4"/„ lroat, u, slav, Grdentl. Odl, 93 5« 94 50 Andere öffentliche Anlehen. Bo«n, ^andeK-slnl. lbiv.) 4"/„ Y0'«<) 91 5l! Äoin,-Hcrceg /,"/n , , 97-10 98 1,> .',"/„ Tona» Reg, Anleihe 1l«78 102-50 l«3 bl» Oiener Verlehrs-Änl. , , 4"/„ 95- k US 1!> detlo l»00 4«/, 95 15 9« >5 «»lehen der Stadt Wien , , ilx» 7«> ,o< 70 deilo (O, oder V,) >«74 ,2l) 1« i2i ,c> detlo s<«94).....9285 »3 «5 belto «Gas) v. I, 189« . 95^5 9« 2 delto ! v, I. l»00 95 «l> «« «5 detto sInv..N.)v I,1!»02 9» 05 9« 05 Börsebau-Nnlehen verlosb, 4"/„ 96 - »? - Russische Etaatsanl, v, I, I90N f. 10« Kr. p. K . , 5"/„ 97 2, 97 70 delto per Ultimo , , 5"/„ 9? 20 9? ?>! Vulss, Staat«-Hypothekar >>nl. 1«92..... «"/„ »17-50 ><«5<, Velo Ware Äülg. Vtaat« - Goldanleihe 1907 f. 100 Kr, , 4>,,«/„ 85 25 «6 ib Pfandbriefe usw. V°denlr.,acia,ösl.i,5!>I.t>I.4"/„ 94 55 9b'bb Volim, Hupolhelenb. verl, 4"/^ 3575 97.2h ^'lilra! Bod,.Kseb,-«l., üsterr., z5 I uerl.....4>/,"„ ,02- — - betto /, I, nillz. 4"> 93 25 94'25 Mähr. Hypotheken». ver> 4"/^ 95 75 9« ?b N.-üNerr, Landes Hup-A»st, i", 97' 9»<- dcllu inll. 2°/„ Pr. verl. 3V,"» ««25 »9 i>5 detto K.-Tchuldsch.vcrl, 3'/,"/» «u 2b »9-25 detto verl......4"/n 9ß 75 97-75 Osterr. ungar. Banl 5« Jahre veil. 4".,, ö, W , , . 9K'2< «9^0 dctto 4"/„ Kr..... 99- 100- Eparl., , 9«'K0 ino 50 Eisenbahn-Prioritäts. Obligationen. Öslerr. Nordwesll,, 200 sl. O. , ,03-50 ,04-t," 2taatsl,ah» no Fr..... zg? 4<<4-— Tüdbahn a »"/„ Jänner-Juli i.00 ssr. iper Et.) . . . 2^9-75 L7l 75 Lübbahn k 5°/„ ^00 sl. S. 0, G N9-- 120- Diverse Lose. V»iln»l!chl ffnlt. 8"/„ Vobentredü-Loic 5 s.< 5"/« Tllüau «essul-Lole 100 fl, 25k bc Ü62 5« Lerb. Präm.-Aül.p, inn ssr. 2"/^ 8«- 94-- Nnv»l)w«llche fost. V„dav.-«asilila lTnmbau) 5 fl, 20 5^ 22-5l ^redillosc !00 ll..... <64- 474' lllarv-Losc 4<'fl, KM, . . , 142-50 152 k<' ^iene!- Loie 4« fl...... 213- 2?3- llalfsu-Loie «> fl. KM. , , . i»5- ÄU5 ^otci, ,<«e»z, «st. Ges, v. I« fl. 5«-b25 28 25 '«udo!f-L°!e 10 il. , . , . S7> ?l- Lalm-Losc 40 sl. KM , , , 230-- 240 lürl. E,-^, Anl Präm.-Oblig. ,00 ssr, per Nc>si!> , . . 175' 17N- drü!) per Medio . 174-2 1?5'2l Weld Ware Wiener Komm. Lose v, I, 1874 4U5-— 495--Gew. Sck- d. 3"/n Präm,'Echu!d d. «ooenlr..?l»ft. ssulkln«!!»nngen. VIüssin-Tcplihei Tilenb. 500 sl. 22»N>- 2»»0-- Bi>l!,iii!che Nuldual,!, l5l) sl, 402-— «3 75 Vulchtiehraber Eilb .'>0» sl, KM 28S5 —!2n?5' detto (!it lj> 200 s>, per Ult, >U25- io»b' Lonau - Tampsschisfahrts-^ei., !.. l l, priv, 500 I! KM 920>- 926- lüs-Vodendacker lt. «.-!«0.<>r, 555-— 557' ^l-lbmaüdö-Nordb. 1000 sl NM, 4W»'- 5015--«aschai! Oderlierner (tüenbah» 20» s>, <2....... 354 — 358 ^ Lemb'llzern,- Iassy-Eisenbah»- Melelllcl'nst, 20l» fl. O, . b^5-- 547'5<> luud, ösl,, Trie«. 500 sl., KM. z -?'- 450- Lstrir ^lordwestbahn 200 sl, E. 4^0 5,1 442 5« detlo (lit. K) 200 fl S. p Ult, 4<« 50 411 50 bran-Tnxer Eilend 10»fl,abgst 2<9-— 220«« 2ret>lta»s- detlo per Ultimo ««4 75 »25 75 Nreditbanl, u:,n. allg,, 20l» sl, 72« 50 72« 50 Depositenbanl. alla,. 200«. 452— 454 ^elompte - Vesellschafl, nieder- österr, 40«Kr..... b?2'— H75 — - 448'- Htipottieleiibanl, üst. 2N0Kl. b"/„ 282'— 284'-^ändl'rliani, üsterr,, 200 sl.. per «nsse....... - -- - ' detto per Ultimo 424 4üb'— „Merkur". Wechselstub-Altie»- Gesellschaft, 2»<> fl. , , , 598'- ««>'- ONerr -unssar, Vanl I4«»n <»r 1745' 1755'— «e>d Ware Unionbaül 20» fl...... 526 50 52? 50 U»ic»!l,a»l, böhmische 100 sl. , 245- 24« — !l>erlrhr«banl. allg 14« fl,. , z»8 50 33« — zn»nsili«'Bnlerneh»ungen. Äangesellsch.. alla, üst., ,00 sl. ,4.>!'— 152 — VrilferNohlenberssb-Ges, I0«fl. «99'- 703 — ltisenbahnucriehr« - «»stall, öst,, WOfl........ 3^?- 3ft2--^, Eisenbahiüt!, Leiliss,. erst«, I0«fl. 202- 204 — ,Elbemuhl", Papiers. ». B,-G. l»0 sl........ ,«2 . ,«.'> - Eleltr, Ges, allss, östcrr. 200sl. 384- 3HS' (tleltr.Wesellsch., intern. 200 sl. —-- Elelü-.Osselllch, Wr. in Liqu. «0»-. 209-Hirlenberner Vatr,-, Wndl,. u. Mei,-^abril 4»0 Kr. , . ,010- ,«1? — Lirslnger Brauerei 10<1 fl. . . 215— 2?>V - Monlai'.^es., öst. alpine 100 fl. 630' «3,-..Poldi-Hütte", TiegelguWahl. ss,.A..«. 200 sl..... 417- 420'- Pranrr«' 3alao-lar>. Tlrinlohlr» 100 sl. 56«- 57rermühl' .Papiers,u V.V. 430' 440- Tr'lailer K^'HIenw -l». 70 fl. . 2??'5U 27« b» Tüll, Tabalreglc-Oes. 200 ssr. per Kasle..... - '- — — detto per Ultimi, . . . 356 — «5l» ^- Wafstüf, Me, , öslerr,, 10« fl, . 605' «09»^ Wr. »l'aunescllichast. 10» fl. . . «43— 147 — Wienerberge Ziegels.-«lt.-Ges. 6??-— ««3 Devisen. Kurze lichten nnb Kcheck». Amsterdam....... 198 70 ,88 95 reutschc Vanlplähe , . . , 117 02 11? 2b Nalie» ische «»anlplätze . . , 95'25 9!"»» ^uiidon........ 289 50 ^3,» 75 Paris......... »542» «,''--35 ^0 franken 3tülle..... 19 >3 1916' 20 Mnrt'Stücfe...... 23-4« 23 50 Deutsche Nrich«l>a»lno!e» , , li? Ob >i7-2Ii ^«alieiiiiche Va„k„ole„ , , , 95 20 »5 4<» '«uoel-Ncüe» ...... 251'» 251'^ to« ¦!¦«¦, Psnndkrief««^ K .-i«rttft*«M, Aktien, Inw «t«., DevlMMB apil Valotea. ^^^^^^^ LiO«-Ver8ichorunßr. (M) «Ji. «• Mayer S«.33.3c- ia.ao.dL TX7*ae3a.oilergreaicliiLft Privat-Dejmt k (Sa fc- L>»- j >oh i t») Mu.t«r •lg'«»« m. TT» r • e li 1 -va. • • 4«r Pait»i Urilanat tn BtfiftlifH Im KtoK Kirreit in« «tf Wrw-Rant«