Hummer 42. »etta«. de» 16. «kt-b-r 1904. I«hrsa«g XV. PettauerZeitung. Lrschetnt jeden F»onnrsg. Prei» fik Pettau mit Zustellung in» Hr einen gemeinen Kerl! wofür er den Ordnungsruf erhielt. Luch der Ehristlichsoziale Schoitwohl brachte einen solchen Antrag ei», den bereits im Vorjahre Abgeord-neter Einfpinner eingebracht und der vom Land-tage ebenfalls schon behandelt wurde. Die Abqe-ordneten RokitanSky und Walz hatten recht, den klerikale», welche mit volkstümliche» Anträgen paradiere», die ohnehin schon längst von anderen eingebracht und vom Landlagt erledigt worden sind, um ihren Wähler» damit Sand iu die Auge» zu streuen, sofort die volkSsreundliche Larve vom Gesicht z» reißen!-. Daß sich die Klerikale» über diese Entlarvung wütend ärgerten, bewies ihr Kampshahn Hagen-hofer mit seiner Schimpferei. Auch im niederösterreichischen Landtag, in welchem die vereinigten Schwarzen die große Mehrheit baben, schimpfen diese Volksvertreter auf die freisinnigen Abgeordneten und ihre Wühl»r wie Raschmarklweiber. Der .Herr von Wie»", der große Liebling aller Betschwester» und Ehampion deS „Vivat Hoch!"»Wieuertume«. Dr. Lueger. erklärte in «SonntagSplauderet. Da« Barometer steigt: auch im steirischen Landtag. — Al« der klerikale Hogeuhofer den BauernbÜndler Baron Rokila-Sly in offener Sitzung die Beschimpfung .gemeiner Kerl!" zarief, stand da« Barometer in der Landstube aus .allgemeine Entrüstung - In der letzten Millwochsitzung dagegen be-gründete Baron Rokiian«ky feinen Antrag be-züglich der Perfonalkinkommetistetier und erzählte zur Erheiterung der Zichörer eine Geschichte übe? die „Erhebung" eine« Finanzbeamten bei einem Bauern, in der Nähe von Graz, der offenbar eine Bemoglung de» Steuerärar« dahinter witterte, daß die Sau de« Bauern, die vorige« Jahr „fech« Fädeln" halte. Heuer bloß „drei" zur Welt brachte. Und weil der Bauer dem Beamten nicht jti überzeugen vermochte, daß er selber nn-schuldig an den, Eigensinne der Sau sei, die. Heuer jiistament nur „drei Fädeln" haben wollte und der Beamte weiter inquirierte, so rief der Bauer unwirsch: Herr Steiierinspektor, erkttndi-gen Sie sich bei der Sau oder beim Eber, wa-rum e« so gekommen ist." — Da stieg da« Ba-rometer in der Landstnbe vlötzlich von der „ollgemeinen Entrüstung" auf „schallende Heiter-keitl"— Ob die Mutter der „drei Fädeln" nicht auch über die Zumutung de« Ete»erärorS: daß öffentlicher Sitzung alle für „Lumpen", die am 1. Mai in den Prater ziehen. DiefeSmal ober hat er nicht in einen Ameisenhaufen sondern in ein Horniffennest gestochen! Die Sozialdemokratin haben sofort auf ihre Art geantwortet. Sie werden ihn am 23. Oktober, seinem SV. Geburt«-tage, zu dem großartige Vorbereitungen feite»« seiner Anhänger getroffen werden, auf ihre Weise angratulieren. Der krainerische Landtag fleht im Zeichen de« Skandales. Die Klerikalen wollen de» Land-tag sprengen; ihr von der Schlindraaffäre her berü—hmle Hänplling Dr. Schusterlchitz hat selber den Angriff damit eingeleitet, daß er den fortschrittlichen Slowenen Dr. Tavöar unter einer Flut von Schimpfworte» einen Pack Schriften i»S Gesicht warf lind einen anderen verhalten wollte. Übrigen» Pack schlägt sich. Pack verträgt sich Der schlesifche Landlag hat sich de» Lande«-Präsidenten Gras- Thtin-Hohenstein der Parallel-klaffen wegen auf« Korn genommen. Abgeordne-ter Türk erklärt, da« deutsche Volk werde gegen die Parallelklaffe» Obstruktion machen. Abgeordneter Hampel behauptet, die Deuischen würden zn Gewalttätigkeiten 'förmlich gezwungen. Höher al« der Staat stehe ihnen ihr Volk! und die lauten „Bravornfe" dürfte» sowohl dem Lande«-Präsidenten al« auch dem Ministerpräsidenten schrill in den Ohren klingen. Der köhmische Landtag liegt bereit« wieder in den letzten Zügen. Die Ko»fere»zen beim OberstlandniarschaU zwischen Deutsche» und sie dex Ordnung wegen alle Jqhre die gleiche Anzahl Junge habe» müsse, gelächelt hat? In Heller Entrüstung ruft die „Güdsteirilche Presse" der „Marbmger Zeitung" zu: Fort mit dem „ötajercl" und dte Morde und Tot-schlüge werden im Pettaner Bezirke aufhören!" Über diesen Borschlag zur Güte haben sämtliche Raub-, Meuchel-, Kind«- und alle andere» Sorten von Möider» und Mörderinnen, die Totschläger, Einbrecher. Diebe. Brandstifter, Not- und andere Unzüchter au« dein Pettauer Bezirke, die vot dem Erscheinen der erste» Rnmnier de« „ötajerc" verurteilt wurden, tief aufgeseufzt, tveil sie nicHt da« Lesen de« „ötajerc" al« mildernden Umstand geltend machen konnte». Die Huiiderttausende, durch die „heilige Inquisition" »u Tode Gemarterten, lebendig Verbrannten, tn den Kerkern Verhungerten und auch mehrere vergiftete Päpste haben sich erstaunt in ihren Gräbern umgedreht und sich gegenseitig ;«jjob ihre frommen und geweihten Mör-'der Abonnenten de« ..Tlajerc" ivare»? Fort mit dem „ötajerc". der die frömmsten der Frommen so weit verführt, daß sie sogar betrübten Herzen« Milchkreuzer zahlen müsse». Weg damit! E« liegt im Interesse de« Staate«; denn nach seinem Verschwinden wird auch da» Strafhan« in Marburg in kürzester Zeit leer und kann dann al« Findelanstalt für fromme Jungfrauen b,nützt werden, die etwa« später mit Tschechen scheiterten, wa» ja vorauszusehen war. am Größenwahn der Tschechen und der Oberst-landmarschall erklärte, er werde i» der uächsten Sitzung die nolwendigen Konsequenzen ziehen. Die Alsdeutschen erklärten noch vor der ent-scheidende» Konferenz, daß jedes Verhandeln nnnütz sei. wenn die Tschechen die Obstruktion im RkichSrate nicht ausgeben wolle» und sie hatten recht damit. Die tschechischen Agrarier und die unabhängigen tschechischen VolkSabgeordneten taten anch nicht mit. Blieben also bloß Jung-und Alltscheche» uud diese brachte» eine Erklärung zur Verlesung, in welcher sie natürlich de» Deut-jchkn auch die Schuld in die Schuhe schiebe», daß de» durch die vorjährigen Elementarkata-strophen Getroffenen weder vom böhmischen Land-tage noch vsm ReichSrate irgend eine Hilfe zuteil wurde! Die Tschechen hindern schon jahrelang den Reich«rat durch ihre Obstruktion an jeglicher Arbeit, also auch au der Erledigung der Notstand«-fragen! Die Schuld daran schieben sie den Deutschen in die Schuhe? — Nn». »venn sich da« notleidende Tschrchenvolk mit dieser blöden AuSrrde seiiier Vertreter, die e« zutiefst in den wirtschaftlichen Sumpf geführt haben und die nun selber verzweifelt »ach eine» Weg ausschauen, um sich au« der Patsche zu rette», ohne dabei ihre Mandate einzubüßen, — zufrieden gibt, so ist da« feine Sache. — Die wirtschaftlich kräftigeren Dentfchen können noch fo lange warten, bis die wirtschaftliche Not das Tschechenvolk nicht beten, sondern die Politik seiner Führer verflache» lehrt. einige?" Aussteuer und einem gnten Kerl in den heilige» Ehestand treten. — Da« Barometer der' Siidsteirifchen zeigt auf ein Ouatfchwelter. 3m ungarischen Reichstage steht der Wetter-zeiger auf Sturm! Den Wettersturz verursachte die Quotenrede de« ungarische» Ministerpräsidenten, in welcher er behauptete: .„Alles, wa« in Osterreich in den letzten Jahren g^jchieht, geschieht strikte nach den Be-stiminunge» der österreichischen Verfassung und im Rahme» derselbe»! — Dabei zeigte er einen alten Bilderrahme», der wie ei» Schilderhall« schwarz-gelb angestriche» war; in diesem Rahmen befand sich unter Gla« ein weißer Bogen Papier und auf demselben in schwarzer Sezessioi'Sschrist gedruckt: „— § 14 —". Sonst »ichl«. Die liberale Partei rief „Eljen!" — .Die Kossnlhparlei fing an zu toben und brüllte: „Hinau« mit dem fchwarzgelben Rahmen I" Gras TiSza lächelte. „Majne Herrn von do« Koffuth-Portaj! Belieben Sie gefälligst onzuschaueu do« öfter« reichische« Verfassung! Er Hot nur mehr ajnzige« Paragraf und aus to« Gründ dieser Paragras wird gemocht AuSglajch! Und wajl hoben wir in gottgesegneter U»garlo»d »och gonzer Verfassung, hat werden wir mochen da« AuSglajch und feiie schwäbische» Regierung wird auf do« Grund von Johann Gabriel Seidl-Leler. Sonntag fand in Eilli ei» Fest statt al» ein Beispiel treuer Würdigung unvergänglicher Blrdienfte eine» Mitbürger» und BolkSgenosie». Die Wiederkehr de« 1er DringlichkeitSantrag nicht durchgehen, so wird sofort mit der Obstruktion eingesetzt. F. Veteranenverei» in Uniform, der Turnverein »c teilnahmen, zum Festplatze. Die Front deS Hanse», an der die iu der Höhe de« ersten Stockwerke» eingemauerte Gedenktafel der Enthüllung harrte war iu geschmakvollster Weise mit Fahnen. Kränzen und Feston» ausgeschmückt. Trotz de« strömenden Rege»« war der Festplatz vou einer dichtgedrängte» Volksmenge besetz», die in ernster und feierlicher Stimmung dem Enthüllu»g«akte beiwohnte Unter lautlosem Schweigen betrat Herr Professor Eichlcr die Rednertribüne, auf d-r der Schöpfer deS Kunstwerke«, der heimatliche Künstler Herr Pro fesior Ha»« Brand st ätter bereit« Aufstellung genommen hatte nud der dann sein jüngste« Werk später selbst enthüllte. Herr Professor E i ch l e r übergab hier daS Denkmal mit feierliche» Worten an den Herr» Bürgermeister, als den berufensten Vertreter der Stadt. Die Gedenktafel, ein Meistmverk de» best» bekannte» Künstler« Brandstätte?, weist da» Kopfbild de» Dichter» in Relief auf und trägt die Anschrift: .Hier wohnte der Dichter Johann Gabriel Seidl vom Jahre 1329 bi« 1840." Die beiden Männergesangvereine trugen sodann den .Festgesang" von Stunz vor, wo« rauf Bürgermeister Herr InlinS Raknsch da» Wort ergriff zu einer dem feierliche» Akte angepaßten, vo» tiefer HerzenSwärme durchwehten Anrede, die er mit den Worte» schloß: Ich übernehme die» Denkmal, indem ich de» Schöpser de»selben. der Zierde» eine de« Vaterlandes, zum jüngsten seiner Werke bealüi?-wünsche; ich sage herzlichen Dank den Besitzern dieses Hause«, die u»S mit Freuden de» Platz dazu überließen, dem Festausschuß, sowie allen, die dazu beitrüge», daß unsere Feier so schön und würdig hat begangen werde» könne». Ich überiiehme diese« Denkmal unbeklommen, freudigen Herzen», weiß ich es doch geschützt vo» allen Eillier», von allen Bewohnern dieser Stadt, die vornehme» Denkens, edlen Herze»» »nd von Verehrung ersüllt sind für da« Wirke» eine« gott-begnadete» Menschen, der nur Edle« gewollt uud getan für seine Zeit und die Rachivelt. dessen Lebe» im Dienste der Wissenschaft, der Kunst und Bildung stand, der Erziehung geweiht war und der Pflege und Veredlung der Geister und der Seele». Unter Absingung zwei-r Strophe» der be» kaiintlich von Eeidl verkaßte» Voltthymne. welche die Volksmenge entblößten Haupte« mitsang, schloß die schöne, erhebende Feier. Slawische Kampfweise. Der dalmatinische Landtag wurde ivenige Minute» »ach seiner Eröffnung wi?der geschlossen und zwar im allerhöchsten Austrage. Weshalb? — Weil die serbischen uud kroa-tische» Brate, die i» Dalmatien vor einem halben Jahrhundert schon vo» Trieft auswärt« gegen Norden al» unzivilisierie Halbwilde galten, den Statthalter Baron Handel nicht leiden könne». Ein k. k. Bezirkskommissär Benkoviä steht im gegründeten Verdachte, in den tschechischen »Narodny Listi* eine» Schmähartikel gege» die Statthaltern geschrieben zu haben und wollte seine Schuldlosigkeit, anstatt sie einfach zu bewei-st», mit Verpfändung feine« Ehrenworte« beteuern. Der Statthalter meinte, daß schwere und konkrete VerdachtSgrüude doch nicht unter einfache Berufung auf da« Ehrenwort entkräftet werden können. Und al« dann andere Beamte dazukamen und der Kommissär sich wieder auf sein' Ehre»-wort berief, sagte der Statthalter: .Ich habe Ihnen früher gesagt, iva« ich vom Ehrenworte halte." — Da« ein andere« Wort nicht gefallen war, bestätiget die eingeleitete Untersuchung und die Aussagen deS BezirkShauptmaune« Tichez, de» Statthaltertikonzipistkn Zorez und selbst die de» beschuldigten Kommissär». Allein die kroati« schin Hetzer und Führer verdrehten die Worte de» Statthalter» und behaupteten er hätte gesagt: .Bei einem Dalmatiner gibt t« kein Ehrenwort!" »nd begannen auf Grund dieser Verdrthung ein Kesseltreiben gegen den Baron Handel, .weil er da« Land beleidigt habe!" — Insbesondere griff der Reich«ratSabgeord»e«e Biankini de» k. k. Statthalter bei diesem Kesseltreiben in der frechsten Weise auf Grund dieser boshaften Ver-dächtiguugeu und verlangte geklagt zu werden! Er verlangte geklagt zu werden, weil er al« ReichSratSabgeoidneter immun ist nnd weit er weiß, daß sich der Statthalter nicht darauf einlassen wird, weil erst der ReichSrat in seiner uächsten Session die Auslieferung des Beleidi» ger« bewilligen müßte, und diese Bewilligung bei der slawische» Geineinbürgschaft sogar sehr zweifelhaft wäre. C« ist die unverschämteste Feigheit, wenn ein Mensch in der Pose eine« ritterliche» Eha-rakter«, der sür sein Wort jederzeit einzustehen bereit ist, eine» hochanständigen Mann beschimpft uud dan» hinter der doppelten Deckung der Immunität und der fast zweifellosen Ablehnung de« AuSlieserungSbegehren» dem Beschimpften höhnisch zuruft: .geh klagen!" Und im gleichen Falle befand sich der Bür-germeister von Petto» den unflätige» Angriffe» de« Laibacher Schandblatte« »Slovenslci Narod« aus feine Person gegenüber. Denn auch der Herausgeber und verantwortliche Redakteur diese« krainerischen Rowdie-Blatte« ist ein unter de« Schutze der Immunität stehender slowenischer ReichtratSabgeordneter, der alle die Gemeinheit«« und schamlose» Lügen, all die Niedertracht. Ver-leumdungen und Ehrlosigkeiten, welche von schuftigen Kerlen in feinem Blatte abgelagert werden, mit seiner Jmmnnität deckt! Und da findet e« die .Südsteirische Prefie" merkwürdig", daß der Gemeinderat den Beschluß saßte: .Der Bürgermeister möge nicht klagen?" Da« klerikale Blatt hätte besser getan, seine je-suit>sche Verwunderung über da» Nichtklageu an die Adresse der slowenisch-klerikalen Brüder m Krain zn richten, den» e» gibt keinen Schimpfname», mit welchen der »Slovcnski Narod« die Klerikale» »och nicht beehrt und keine Schandtat, die er ihnen noch nicht vorgeworfen hätte! Wa-rnm habeii sie nicht geklagt? Freilich, eS wäre wohl ein Hauptspaß gewesen, wenn der Bürger-meister von Pettau geklagt hätte und ihn nach Monaten der Bescheid geworden wäre, daß der Verantwortliche" dem Gerichte nicht anSgeliefert wird? Und ein »och viel größerer Spaß, wenn die Laibacher Geschworene» ihr nationale« Ge-wissen mit einem Schuldspruch nicht belastet hätten? Merkwürdig ist'«, daß der Bürgermeister von Pettau den »Slovenski Narod« aus Beschluß de« Gemeinderate«. mit dem alle anständigen Mensche» einverstanden sind, nicht klagte? Rein, da» kommt heute keinem Deutsche» mehr merkwürdig vor und wenn er auch gar keinen anderen Fall von Freispruch kennen würde al< den im Prozesse BriSnik-VoSujak! Dagegen ist e« bedeutend merkwürdiger, daß ReichSratSabgeordnete sich al« .Verantwortliche" aus Blätter» zeichueu. für deren Inhalt kein anderer die Verantwortung übeenehmen würde und »och viel merkwürdiger ist e«, daß unter >em Schutz uud Schirm ihrer Immunität auch außerhalb de« Parlamente« nicht immune jour-nalistische Schuapphähue ungesche»» ihr Handwerk reiben uud au» persönlichem Haße ehrenwerte !eute angeisern, bloß lveil sie Deutsche siud und dem Besudelte» mit schamloser Frechheit zurufen Geh klagen!" Klagen? Ein Blatt, dessen „Ber-antwortlicher" slawischer Reich»rat»abgeord»et«r ist? Lächerlich; auf seine AuSlieferuug bauen zu wolle», oder gar a»f «ine Genugtuung hoffe» zu wolle», weil» sogar Statthalter und LandeSprä-ideuten nur mthr durch Allerhöchsten Machtspruch loch vor weiteren persönlichen Insulten durch lawische Hetzer geschützt werden können, denen ein Mittel zu schlecht ist im nationalen Kampfe. der ebenso wenig »in nationaler Kamps ist. al» die Klopffechter, die sich hinter die Immunität verkriechen, nationale Helden sind. Elementarschäden allerorten. Die wochenlang andauernden Niederschlüge haben im Bezirke Pettau nicht nur den Kultu-rei> großen Schaden zugesügt. sondcrn auch Den Bezirk sehr in Mitleidenschaft gezogen. In der Rächt vom 11. aus den 12 d. M. hat an der BezirkSstraße am Zvetlinberge an der kroatischen Landetgrenze eine große Berg-abrutschung durch eine Erdbewegung von bei» läufig 8000 Kubikmetern stattgefunden und ist die BezirkSstraße aus 100 Meter Länge 2 bi« 8 Meter hoch mit Erbmassen und Bäumen bedeckt. Der Verkehr mit Kroatien ist unterbrochen. An die Herstellung beziehungsweise Weg-räumnng der abgerutschten Massen kann erst in einigen Tage» geschritteu werden, weil dieselben, vom Rege» durchweicht, ganz breiig sind. ES haben überhaupt an allen Gebirg«b«zirkSstraßen Erdabrutschu»gen und Straßeneinbrüche stattge-fünde», teueres BeichotterungSmaterial wurde weggeschwemmt. Durchlässe und Brücke» wurden arg beschädigt. Bon einzelnen Bezirksstraßenzügen liegen Nachrichten Über Schäden noch nicht vor. weil der verkehr bi« gestern ntit der Stadt infolge Hochwasser« uoch unterbrochen war. Soweit man bi« jetzt einen Überblick über die Schäden hat. kann man dieselben auf Tan-sende vo» Kronen veranschlagen. Die Herstellungsorbeiten sind infolge de» Arbeitermangel« kostspielig und sehr schwer in kürzerer Zeit durchzuführen. In Anbetracht der wirtschaftlichen Notlage de« Bezirk«, der ohnehin für Straße»» und Wasierbau so überlastet ist wie kein anderer, kann der Bezirk diese durch Elementareres»isse verursachten Herstellungskosten au« eigenen Mitteln absolut nicht decken! Dazu ist noch ein Abgang von vielen tausend Kronen vorhanden. t daß mit den vorhandenen Mitteln ein Abgang in r Höh« von 14809 Kronen nicht aufgebracht Werden kann, geschweige noch die Erfordernisse für die Herstellung der durch die jüngsten Elementarereig-»isse verursachten Schäden, welche abermals viele taufend Kronen erfordern werden und für welche eine Bedeckung nicht vorhanden ist. Ausgaben, welche aber unbedingt bestritte» Serben müssen, sollen die notwendigsten Berbindung«stlaßen über» Haupt in praktikablen Stand gefetzt werden. Außer-dem hat der Bezirk »och dringende, nicht aufzn-schiebende, im Baue begriffene Beziik«straßen und Korrektionen alter Straße» zu vollenden, welche ebensall« viele taufende von Kronen in Anspruch nehmen werden. ^ Wie die ueue BezirkSvertretung diese brennen den Fragen lösen wird, ivoher sie die Geld-Mittel dazu nehmen soll, ohnezn den al« traurige« Erbe übernommene» Schulde» und Lasten dem Bezirke ueue aufzubürden, da« ist eine Lebensfrage, deren Erledigung auf die Schulter» der neuen Bezirks-Vertretung gewälzt wurde und ihr zu den Soraen, die ihr damit aufgebürdet worden stnd^ auch »och das Odium einer da« Volk schädigende» Miß-wirtschaft aufladet! Die neue BezirkSoertretnug hat uud da« muß hervorgehoben werden, keine» Stein auf ilire Borgänger gemorfe». in dem Bestreben, die Ge» gensätze uicht zu verschärfen, sonder» sie in möglichst entgegeiikvmmender Weise uud.iu ruhiger Arbeit auszugleichen. Allein es wäre doch zuviel verlangt, daß sie schweigend auch »och die sicher nicht ausbleibende» Lorwürfe eine« wirtschaftliche» Gebarens tragen solle, welche« die »e»ien Männer vor riesige Geld-ausgaben stellt nnd ihnen anstatt Mittel zur Deckung, eine Menge dringender Ausgabe» und dozu eine Menge —• Schulde» hinterlassen hat. AuK Stadt und Tand. Pramoli-«. Am Freitag den 14. Oktober d. I. wurde in der Aula der Universität in Graz Herr cand. iur. Wilh. Kolle» z zum Doktor beider Rechte promoviert. Herr Dr. Wilhelm Kollenz ist der ältere der beiden Söhne de« Herrn Gemeiuderate« Joses K o l l e n z und hat seiner-zeit am Obergymnasium in Eilli sein Abitur,» entenexame» gemacht. Herrn Dr. Kollenz und seine» verehrlichen Eltern bringen wir zur Feier de« Freudeutage« ein herzliche« Heil! «ruenuuug im Schuldienste. Der k. k. Lande«schulrat hat mit dem Erlasse vom 29. Sep» tember d. I. da« Fräulein Hortense Wradatsch von St. Paul im Lavauttale zur Lehrerin der französischen Sprach« an der Mädchenbstrgerschnle in Pettau ernannt. Der regelmäßige Unterricht für die französische Sprache hat letzten Montag begonnen. «vangeiilcher Gottesdienst. Heute de» 18. Oktober findet uni 4 Uhr nachmittag« im hiesigen Musikoereinösaale ei» öffentlicher evange lischer Gottesdienst statt, zu dem jedermann Zu tritt hat. Viphteritis iu Vberpettau. In der Fa miiie Nokoll in Oberpettau ist ein anderthalb jähriges Kind an DiphteritiS erkrai,'.. Der Schul besuch der dortigen schulpflichtigen Kinder wulde daher eingestellt. Kaiser frans Zasef-Stistung. E» wird nochmal« aufmerksam gemacht, daß der Ein reichnngtlermin für die Gesuche um Beteilung au« dieser Stiftung für arme, eine lange Dienst zeit nachivelsende Dienstbote» morgen Montag de» 17. d. M. ablaust. Die Gesuche sind an die Direktion der steiermärkischen Sparkasse zu richten, jedoch beim Stadtamte Pettau eiuzu bringen. Spenden für die «thristbaumseier. Die Verlagsbuchhandlung T e m p S k y in Wien hat 34 Werke von Klassikern und die Firma A PichlerS Witwe. 13 Märchenbücher zur Christ baumseier für arme Schulkinder gespendet. Die Geldspende» werden in der nächsten Nummer ausgewiesen werden. frans Kaiser d I, s Die Leiche d.« am 8. August beim Baden v«runglückten Sohne« Franz unsere« Herr» Bürgermeister-Stellvertreter« Franz Kaiser wurde am 11. d. M. von einem kleine» Besitzer, der bei Saboszen Holz an« der hochgehenden Dran fischte, im Wasser bemerkt und ans Land gebracht. Ans die Nachricht vo» der Anffindung der Leiche eilte Oberwachma»» Jakopin auf deu Fundort, um sie zu agno«zieren. Wohl glaubte er iu dem Leichnam den vernn-glückten Sohn de« Herrn Kaiser zu erkennen, aber um sicher zn sein, benachrichtigte er auch Herr» Dr. Bela Stuhec. der al« Zahnarzt den jungen Man» behandelt hatte und in der gebor-genen Leiche mit voller Gewißheit die de« Sohne« de« Herr» Bürgermeister-StellvertreterS Kaiser agnoSzierte; sie wurde sohi» iu einem verlötete» Sarg iudieToleiikammer deSFrirdhofe« übertragen. Die Beerdigung de« endlich aufgefundenen Ver» «»glückte» fand am 12. d. M. nachmittag« unter großer Teilnahme der Bewohnerschaft Pettau« au« allen Ständen und BerufSklasien statt und Se. Hochwürden Herr Propst Joses Fleck nahm selbst die Einsegnung der in einen mit reichem Blnmenschmuck gezierte» Sarge ge-bettete» Leiche vor und hielt am Grabe eine kurze Rede voll tiefer inniger TrosteSworte au die in Schmerz aufgelösten Angehörigen des Toten. Den zu den schönsten Hoffnungen berechtigten einzige» Soh» haben die Eltern, eine» liebenden Brnber hat die Schwester, einen geliebten Enkel die Großeltern in dem in der Jugendblüte so jäh Heimgegangenen verloren. Aber den Trost hat ihnen da» unerbittliche Schicksal mindestens nicht für immer versagt, an seinem Grabe beten zu können. Möge ihm die Erde leicht sein! Eine bedeutsame Feier. Am 10. d. M. fand die feierliche Eröffnung de« Neubaues der LandeS-LehrerinuenbildungS-Anftalt in Marburg statt. Zur Feier waren erschiene«: LandeShanpt» mann Eduard Gras AttemS, Statthaltereirat Gras Stürgkh, die Lande«au«schafle v, Feyrer und Moritz Stallner, die Abgeodneten Frh. v. Keller«» perg, RitterZahony, Stieg«, Dietrich. Kokoschinegg. Otto Erber. ReichSratSabgeordneter Dr. Wolff-hardt, Universitältprofessor Dr. Kratter, Lande«» schulinspektor Wilh. Linbart, La»de«sekretär Pre» singer, Bürgermeister Dr. Johann Schmiderer, Bürgermeister-Stellvertreter und LandtagSabge» ordneter Karl Psrimer, Altbürgermeister A. Nagy, KreiSgerichtSpräsident LudwigPerko, StaatSauwalt Dr Nemanitsch. die Lande«gericht«räte Liebisch, Morokuti uud Berderber, Direktor Fr. Zweifler. Direktor Edmund Schmid, Bezirkskomimssär von Lorang in Bertetnng des BezirkShauptmanne«, Domkapitular »nd Mitglied de« LandeSschnlrate« tribojchek, Domkapitular Maizeu, Dom» und tad'pfarrer Moravetz, der Prior de« FrauziS» kanerkloster« Pater Calistu« Heritz, StrashanS» Oberdirettor Josef Reißl. Frh. v. Basso-Gödel-Lannoy. Realschuldirektor G. Cuoblnch, Gymnasial» direktor Jul. Gloivatzky. Heiur. Schreiner, Direktor der LehrerbildnngSanstalt, di« Lehrkörper der An-stalt, der Volks-, Bürger- und Mittelschulen, der Direktor der Gtmeindesparkasse Josef Bancalari, die Gemeinderäte, zahlreiche Frauen und Mädchen und andere Festgäste. — Die Festgäste nahmen zuerst unter Führung de» Bürgermeister« Dr. Schmiderer «nd de« Bürgermeister-Stellvertreter« Psrimer eine Besichtigung aller A»stalt«ränme vor, die in ihrer zweckmäßigen Einteilung, in d«r Ausstattung mit d«n modernsten Einrichtungen, in der vorzüglichen Belichtung und Beheizung geradezu mustergiltig si-id und die rückhaltlose Anerkennung aller fanden. Der Bau uud über-Haupt alle anderen gei»erblichen Arbeiten würd«» vo» einheimische» Meistern auf- und ausgeführt. Sodann versa»,melteu sich dieFestgäste im blumen-geschmückten Festsaale der Anstalt, wo die Zög-liiige unter Leitung de» Gesangs- und Musik-lehrer« der Anstalt. Herrn Franz Schönherr. deu Thor „Die Ehre GotteS" von L> v. Beethoven vortrugen. Die Musikbegleitung am Klavier zu diesem Ehore nnd zu den späteren musikalischen Borsührungr» besorgten in tadelloser Weise die beide» Schülerinnen Fräulein Romana Arnler und Fräulein Berta Reidinger. Herr Bürger-meister Dr. Schmiderer hieß die Festversammlung herzlichst willkommen. Für die Stadt Marburg sei der heutige Tag sehr bedeutungsvoll, gelte e» doch, ein Heim für eröffnet zu erklären, welche« die Wissenschaft gesunden, ein Heim, in welchem die weiblich« Jugend eine höhere Bildung er-halten soll. Der Redner warf einen Rückblick ans die Entwicklung des Schulwesens in Marburg seit 40 Jahren und setzte dann fort, daß die Ln»e. — Der Herr LaiidcShanplman» Graf AttemS betonte i» feiner Rede, daß der Landtag sich dem Ansuchen der Stadtgemeinde Marburg um Errichtung dieser LehrerinnenbiIdungSa»stalt um so weniger verschließen konnte, al» fast sämtliche untersteirische Städte und Märkte das Ansuchen unterstützten und die Stadt selbst sich zur Herstellung de« Baue« und anderer Leistuuge» bereit erklärte. Der Herr La»deSjch»li»spektor Wilhelm Liuhart wies ans die hervorragende Schulsreundlichkeit der Stadt Marburg hin, welche mich durch die Er-richtung dieser der höheren AnSbildnrg der weib- liche» Jugend gewidmelc» Aiistalt so erhebliche Opfer brachte »nd noch Weiler solche z» bringen bereit sei. Im R^men deS Statthalter« und deS Landetscholralci begrüßte er die Versammlung. Der Direktor der Anstalt, Herr Staadtichnlin-spektor Franz Frilch, gab im kurzen Umrissen ein Bild über da« Entstehen der Anstalt von dcr ersten Anregung bis zur Vollendung »nd versprach, sie im Vereine mit dem Lehrkörper so zu leiten, daß die Zöglinge sich »ich, bloß ein ivertvolle«. dauerhaste». weniger in die Breite al» in die Tiefe gehende» Wissen, sondern mich die für ihr zntNnft'ge« Wirke» al« Lehrerinnen »»entbehr-lichen silllich-religiösen Grundsatz!', tiefe», »varme» Gemüt und feste», kräftige« Pflichtbewnßtsein anueigttttt. Der ErössnnugSseier schloß sich ein gemeinsame» Mittagessen aller auswärtigen Fest-gaste und vieler Einheimischer au» den besten Kreisen der Stadt im Kasino an. Spende. Herr Färbermeister Ferdinand S t r o ß hiit anstatt einer Kranzspende für den Sarg der verstorbenen Frau A Wesiag. den Betrag von fünf Kronen i» die Pettauer Armen-faffti gespendet. von der internationalen Sbfl Anofteltung iu Düssetdorf. Unter allen Ländern, die ans dieser A»«slkllnng Obst znr Schau brachten, bietet da» B>ld von Osterreich, sowohl wa» Leistungsfähig-keit betrifft, die Schönheit und Größe der Friichie anbklangt. vollste Befriedigung, wie die» auch allgemein von de» Besucher» n»d zwar auch von den hervorragendste» Pomologe» anerkannt wird. Steiermark. Tirol und Böhme» habe» in Massen die im Lande gelichtete» und hervorragendsten Sorte» nebst dem Lande»uormalsort!ment au»ge-stellt. Die übrigen Kronländer nur die bezügliche» Normalsortimente. Der Lande»a»»schuß von Stei-enna,k und die Privataussteller habe» dadurch, daß sie sich a» dieser Obst-Ausstellung mit so großen Meng«» gangbarster begehrtester Sorten, handelsmäßig verpackt, beteiligt haben, nahezu die sichere Möglichkeit eine» ausgiebigen Absatzes auch nach Westdeutschland nnd dem Rheinlande ge-schaffen. Steiermark wirkt mit seiner Massenbe. sch'ckung wuchtig. Da» Opfer, welche» da» Land und die einzelnen Privataussteller durch die Beschickung der iu Rede stehenden «nSstellnng brachten, erscheint daher vom besten Erfolg ge-krönt zu sein. Die vom Landeö-An»sch»sse in Steiermark entsendete» Fachorgane haben ihre nicht leichte Pflicht in vollstem Masse erfüllt. Bekanntlich sind ans dieser Ausstellung auch mehrere Pettaner Obstzüchter vertreten. Hochwasser wird wieder von allen Seiten gemeldet. Im Kainachtale sind die durch da» Hochivasser der Kainach und ihrer Nebenwässer angerichteten Schäden arg; desgleichen im Rosen-tale. wo die wilden Fluten de» reißende» Graben-bacheS alle» überschwemmten und in vielen tiefer gelegenen Häuser» das Wasser meterhoch in den Wohnungen stand. Zum Verkehre diente nur mehr der Bahndamm. Auch aus dem Sulmtal werden schwere Schäden gemeldet. Zwischen Arnsel» und Ehrenhausen mußte wegen durch den Regen ver-«rjachter Erdrutschungen der PostVerkehr einge-stellt werden; ebenso zwischen Arnfel» und Leib» nitz. St. Leonhard in W.-B. meldet, daß die Anhöhe, ans welcher der Markt liegt, von drei Seilen von Wasser umgeben ist. Die Pöß»itz, die Wölling und Gogognitz sind an» den Usern ge-treten; die nach Marburg führende BezirkSstraße wurde von der Pößnitz so hoch überschwemmt, daß auch hier die Post nicht verkehren konnte. Die Wiese» sind so völlig verschlammt, daß die bei dem Futtermangel infolge der Dürre so not-wendige Herbstweide für da» Vieh völlig ver-dorben ist. Die Umgebung von Eilli ist durch da» Hochwasser der Sann »nd ihrer Nebenflüsse in eine» See verwandelt; der niedrig gelegene Stadtteil wr,r überschwemmt. Auch dort sind Wiesen und Felder zum großen Teile vermurrt und verschlammt. Die Bahnstrecke zwischen Rad-ker»burg uud Lutteuberg ist seit 12. d. M. in-folge der durch da« Hochivasser a.ii Bahnkörper verursachte» Schäden «„praktikabel und der Bahn- verkehr eingestellt. Der Postverkehr besteht in einer einmaligen Postsahrt zwischen Lntten'eerg und RadkerSburg über die Poststationeu Kreuz-dorf und Bad Radein. Auch die Drau ist >n ihrem Unterlaufe vielfach über die User getreten und hat Schade» gestiftet. Dürre uud Brände im Sommer, eine wochenlang?, tief unter der normale» stehende Temperatur und fast ununter-brochene« Regenweiter int Frühherbste. Wetterstürze und Hochwasser zur Zeit, da der Wein-bauer seufzend da« Autreisen der Trauben er-wartet, wa» ihm Frühfröste, verheerende Reben-und Traube.ikrankheiteii und vernichtende Hagel-weiter a» Trauben noch übrig ließen, zur Zeit, da der Bauer »och da» Letzte vou dem wa« ihm die Elemente nicht vernichtete», auf den Felder» stehen hat u»d dazu die durch Überschwemmungen verdorbenen Herbstiveiden, da» ist mehr al» der geduldige, jahraus, jahrein im Schweiße seine» Augesichte« um seine und der Seinen Existenz ringende Landwirt ertragen kann! Aber vergeb-lich schaut er nach Hilfe au«. Die Volksvertretung arbeitet nichr, da» Reich wird mit dem 8 14 regiert und da» Volk ivird auSgesoge» zu Ehren der Großniachtstelluiig de« Reiche». Ei» Rieien-bäum, dessen Krone künstlich grün erhalte» wird, während man seine Wurzeln verkümmern und absterbe» läßt! Vermischtes. vie Neuwahlen für den Vorkaud der Ardeiter NnfaUver5chen»ngsa«ftalt. Da» Prä-fidium der Handel«- und Gew>rbekammer in Graz gibt bekannt, daß im Einverneh iien mit dem Prä-sidium der Handel«- und Geiverbekammer in Leoben folaende Bewerberliste der Unternehmer-grnppe für die am 4. November d. I. stattfindende teilweise Neuwahl de« Vorstände» der Arbeiter-UnsallverfichernngSanstalt für Steiermark und Körnten ausgestellt wurde: Au« der II. Kategorie (Vera- und Hütteuwesen, Metallverarbeitung u.f.w.) al« Mitglied Herr Hermann B ü h r l e n. Fa-brik«besitzer in Wartberg im Mürztal und al« Ersatzmann Herr Richard R o b a t i ». Fabrikant in Graz: aüs der IV. Kategorie: (Steine und Erden. Baugewerbe, n. s. w.) als Mitglied Herr Johann G. W o k f. Stadtbaumeister in Graz und als Ersatzmann Herr Georg H ö n e l. Stadt-banmmeister in Graz; au« der VI. Kateaorie (Papier, Leder und Gummi, Hol» und Sch»itzstoffe n.s.w.) al« Mitglied HerrAnton Steiner. Fabriksbesitzer in Graz und al« Ersatzmann Herr B. L e i t g e b, Sägebesitzer in KühnSdorf. Man bemerkt hiez». daß von den wahlberechtigten Herren BetriebSunternehmern die zuverlässige Abgabe ihrer Stimmen im bezeichneten Sinne erwartet wird und daß die ausgefüllten und unterfertigte» Stimmzettel entweder der zuständigen politischen Bezirksbehörde bi» zum 25. Oktober 1904 zu überreichen oder rechtzeitig in geschlossenem Kuvert mit der Adresse: „An die Wahlkommission der Ar-beiter-UnsallversicherungSanstalt für Steiermark und KSruten in Graz, Han« SachS-Gosie Nr. 1.," frankiert einzusenden sind und zwar derart, daß die Kommission bi« längsten« 4 November 1904, 4 Uhr nachmittag« in deren Besitz gelangt. All-fällige Beschwerden betreffend die noch nicht er-folgte Zustellung der Stimmzettel sind hei dem zuständige» Gemeindeamte vorzubringen. Haben Sie Ratten? Dann machen Sie ans jeden ffall einen versuch mit dem berühmten nur Nagern tödlichen Lertilgnngimittel «sttentock ruft'*) Vorrätig in Karton» h K —.60 u. K 1 20 bei Apotheker Mstitor, Pettau. 6«hrte Tjaus/rau I VUsdtfn Sit vM Aefciit «Ad Argv n irrne« l Vtfischra Sii viel V»«ch- im n irtHfMl Vtnsehrn Sie ViscW; ( VtLfischtn Sie langt Tjaltbar kiü dir Visen«; | 5o verwenden Siel >v ö S« v\<ärf* V* j |A » 1 rt ;V* S .se Schlehfs feste IWItcIfc W awck du beste Reinigungsmittel Wr Woll-, Seiden- o. farbig« Wlxbe. Spttzen, Ou-dlnen, StkWerete« u. iergl GEORG SCHICKT, AUSSIG. OrtMt« r«brtk. Ihrer Art avf 4tm curopiuschcn hottend«. Gedenket bei Spiele«, Wette» «. Bermächtniffen des Deutsche« SchnlvereineS uud der SSdmark. Zigarettenhülsen, Zimmer-nnä (^artenkenerwerk zn haben b«i W. Blanke, Papierhdl. Pettau. 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Man sollte nicht säumen, ihn rechtzeitig ,,, gebrauchen. Symptome, wie: Kipfiohmerzen, Aufetoaten, Sodbrennen, Blähungen, Übelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen veraltete-, Magenleiden um so heftiger auftreten, verschwjnden oft nach einigen Mal Tnnkeu. >ind deren unangenehme Folgen, wie Beklemwang, ollktchaierien, Harzklopfen, Schlaflosigkeit, lieber, Milz und Psortadersqsten, lHiimaerhoIdal-^cüuterwein »kt rasch beseitigt. Kräuterwein behebt entfernt einen leichten Stuhl untaugliche Atuhlvl 'opf s>" 'e Blut>iauu». I. > Wtbn but Ui. ullchkeit » ®tc\ .m« dem M> ^en und den Veddrmen. Hageres, bleiches Aussehen, Ant-Mangel, EntKrästnng sind meist die Folge schlech. »er Berdauung, Mangel» hafter Blutbildung und rinrf krankhaften Zustande« der Leber. Bei Appetitloalgkelt, unter nervöser Abspannung und fieaiütkaverathnaiung, sowie häufigen Kopfschmerze», schlaflosen Nächten, siechen oft solche Personeu langsam dahin. Ör^iitar hiein /»iK> Kar AalAiiJAt««. O.U..aL.. CA 1 jlj___^ ___t» »röuterwtin gibt der gklchioüchten Leben«krast einen srischen ImpuU. in Appetit, befördert Berdauung und Ernährung, DU' SrSuterwein steigert den l _________________________o_________ _ regt den Stoffwechsel an. beschleunig, die Bliitbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebemlaat. Zahlreiche Anerkennungen und Daiik- schreiben beweisen die«. Krlnterwel* ist zu haben in Flaschen t tl. ,.»« und fl. J.— iu den Apotheke» von ?«,»«>. c»n«U»»r«. Qarasdli, RobitK». Katfbers-d»»>. Mir«». UHadUcft-Tclitrlts, ÖoioHtx, eil», UJiriltO-llMif-bfti, marbarg «. f. w. sowie in SttUraark und ganz vitmtlA- Uagara In den Apotheken. Auoh ««rasndsl dl* Apotheke in PETTAU 3 und m«hr Flaiohan Kraul«?-w«ln zu Orlgtn«lpr*lMn nach allan Ortan Öaiarralch-Ungarna. Vor Nachahmungen wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich — 'Hubert Ulrich'Bclieii -M> KrüterweiN. Diätetisches Mittel. Diätetisches Mitte». 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Der arme Teufel bildet sich nämlich ein, von seiner ganzen Verwandtschaft gehaßt nnd verfolgt zu werden. Er ist iibrigenS vollständig ungefährlich. Außerdem sind unsere junge» Herrschaften ebenso wie ihr steter Begleiter Sam immer gut bewaffnet, und allein diese allgemein bekannte Tatsache genügt, um sie vorZudriug-lichkeiten der Landstreicher zu schützen Die hier her»ml«nger«den Mestizen sind außerordentlich feige und sechs Kerle getrauten sich höchstens an ein wehrloses altes Negerweib heran." Einigermaßen beschämt gestand ich mir im stillen ein, daß ich an eine Gefahr für Edith nnd John noch gar nicht gedacht hatte, und ich konnte nicht umhin, für mich zweierlei aus deu Worten deS junge» Mannes zu folgern, einesteils, daß er gegen John Ir-ving, der doch nach der Erzählung des alte» Herr» einmal sein Rivale Miß Edith gegenüber gewesen war. nicht den leisesten Groll hegte, und zweitens, daß er feiner Sache, die junge Dame be-treffend, zum mindesten sehr sicher sei« mußte, sonst Hütte er wohl kaum so ruhig über die späte Abwesenheit der beiden „Spielkame-rade»" sprechen können. Wir wechselten noch einige gleichgültige Worte, dann wünschte ich Mr. Snnderlay gute Rächt «nd begab mich auf mein Zimmer. Doch es war, al» sollten sich mir alle mögliche» Hindernisse i» den Weg stellen, Kaum hatte ich den »Nur betreten, so hörte ich unten eine Tür öffne» und glaubte aus dem leisen Klirren zu eutuehnlen, daß Mr. Meves sich den erst von mir entdeckten Nachttrunk hereinholte. Einen Augenblick lauschte ich. Da«« wurde unten die Tür wieder geschlossen. Ich betrat endlich mein -chlasgemach, um mich zur Ruhe z» begeben. Nachdem ich Licht angezündet hatte, entkleidete ich mich nnd versuchte zu schlafe». Doch immer nnd immer wieder drängten sich vor meine Augen Bil-der. die in ihrer Schrecklichkeit uud Ungewißheit je-den Gedanken an Schlaf verfchettchte». Ich kon»te nicht umhin» mich stets nur mit John Irving und feiner fchöue» Base zu beschäftige», uud fortgesetzt lauschte ich. ob nicht irgendein Geräusch zu mir her-»ifdrang, ans dem ich die Rückkehr der beiden Reiter l ntnrhmen könnte. Aber alles blieb ruhig. Zwei Stunde» mochte ich so i» wache» Träume» .telegen haben, als ich mich endlich entschloß, der Grübelei ein Ende zu machen, indem ich meiue Ge-^»ken aus etwas Vernünftiges konzentrierte, um Sadnrch beruhigt endlich den ersehnten Schlaf zu ge-winnen. Ich wollte hierbei einer alt bewahrten Methode folgen, indem ich meine geschäftliche» Tagebiichanfzeichnnngen vornahm »id durch sie meine Gedanke» zwang, sich mit klaren, zahlen-näßigen Erwägungen zn beschäftigen, statt schreckliche Phantasie» uveckloS weiter a»sz»svi»nen. Ich erhob mich also, nm ans meiner Rocktasche das Notizbuch ',» holen, entdeckte aber zn meinem Schrecken, daß dasselbe ver-'chwunden war. Da es jedoch äußerst wichtige geschäftliche Notizen enthielt, ivar es uuningänglich notwendig, daß ich so schnell wie möglich wieder in feine» Besitz gelangte, ehe es etwa in nn- Konteradmiral Zürst NchtomSki, iidcroahm vor Pon ttrtliur tat Itom-m«»I>o nn Sttllr c<» »tUlcKn WA-mir«!« «jittlmi. berufene Hände fiel. Ich überlegte, wo ich damit geblieben sein konnte und erinnerte mich deutlich, dasselbe, bevor ich Mr. Meves gute Nacht wünschte, zn mir gesteckt zn haben. So kam ich zn dem Schluß, daß es mir nur bei dem Aufheben des ftläfchchens entfallen fein konnte. Rasch entschlossen kleidete ich mich nochmals an und schlich leise ans Socken die Treppe hinunter. Vorsichtigerweise hatte ich mir diesmal ein Licht mitgenommen nnd entdeckte daher bald, daß meine Vermutung richtig gewesen war. Das Buch lag noch ans derselben Stelle, wo ich zuvor die Phiole gefunden hatte. Er-leichtert atmete ich auf, als ich wieder in dem Besitz dieses für mich so überaus wichtigen Gegenstandes war Doch über der Be-leuchtung des Korridors schien ein wahrer Unstern zn schweben, denn kaum hatte ich das Gesuchte wieder zu mir gesteckt, als eine unvorsichtige Bewegung meinerseits das Licht verlöschen ließ, so daß mich an derselben Stelle auss neue undurchdringliche Finster-nis umhüllte. In dieser Dunkelheit bemerkte ich, daß sich in dem Arbeitszimmer von Mr. Meves »och immer Licht befand. Mit dem Gedanken, was wohl deu Millionär veranlasse» mochte, noch zu so später Stunde zu arbeite», beobachtete ich den schmalen Lichtstreifen, der durch das Schlüsselloch siel. Plötzlich verdunkelte sich der Streifen, nnd schon wollte ich wieder in mein Zimmer hinaufeilen, nm nicht von dem bans-Herrn, der sich, wie ich glaubte, vo» innen der Tür genähert hatte, in meinem fragwürdigen Kostüm entdeckt zu werden, als der Licht-schein aufs neue hervordrang. Daher blieb ich «och eine» Auge»-blick stehen uud lauschte, ob ich den Schritt des Hausherrn höre» könnte, aber die dicke» Teppiche mochte» de» Schall in sich auf« nehmen, e» war gar nichts zu hören. Auch schien sich der nacht-liche Wanderer wieder gesetzt zu haben, deu» der schmale Lichtkegel fiel ununterbroche« ans den Korridor und beleuchtete die dunkle» ^ Arabeske» des Flurläufers. Laugsam schlich ich niich die Treppe wieder hinaus, machte meine Anfzeich-nungen, und allmählich beruhigt, fand ich de» stär-ke»den Schlummer. 5. Es mochte gegen siebe» Uhr morgens sei», als ich plötzlich durch die Schritte au meinem Zimmer vorübereilender Personen, Türklappen und lautes Spreche» in den untere» Räume» des Hauses a»f-geweckt wurde. Da ich meine» Jahre» entsprechend fest und traiimlos geschlafen halte, fuhr ich verwirrt in die Höhe, und eS gelang mir erst »ach eiuiger Zeit, zu klaren Borstellungen zu gelange». Der Lärm n»d das geschäftige Hin- nnd Hereilen im Hanfe schien sich «och zu verstärke»! so sprang ich knrz entschlossen auS dem Bette nnd fuhr rasch i« meine Kleider. ttaum aber hatte ich mein Zimmer verlassen, als ein Diener mit allen Zeichen des Entsetzens mir ent-gegeneilte und mir zurief: »Schnell, schnell, Sir, kommen Sie hinunter. Der Herr ist tot! Der gute Herr ist tot!" Diese wenigen Worte genügte«, um mich im Augenblick völlig konsterniert zu macheu. Eine Unzahl entsetzlicher Einzelvorstellnngin drängten sich meinem Gehirn ans, als ich diese ««erwartete, plötzliche Schreckensnachricht vernahm; nnd ohne mir bewußt zu fei«, was ich tat, brach ich in die Frage ans: .Ermordet? Ist Mr. Meves ermordet?" »Rein, nein, er liegt ganz steif nnd kalt »eben seinem Schreib-tisch. Mr. Snnderlau meint, daß ih» der Schlag getroffen habe." So paradox es auch klinge« mag, diese Mitteilung übte eine» besänftigenden Eiufluß auf mich aus. Die Tatsache, daß mein ->• 16ß H- greifer Freund nicht ermordet. sondern eines natürliche» Todes flcftorbni war, verwischte manches Schreckliche, was der erste Ge-danke in mir hrrvvrgernfe» hatte. „Wo ist Mr. Irving.- herrschte ich den Burschen an. der mir im Davoneilen nur zurief: .Mr. Irving »nd Mifc Edith find »och nicht znrilckgekebrl; w»r hdlu'ti aber scho» Boten ansgesandt, sie zu suchru." Da der Diener mil großer Geschwindigkeit eine Treppe hiuaus-stiirzte, so begab ich »»ich in die untere»» Räume, um »oenigsteu» Mr. Eunderlah auszusuchen. Ich iaxtb ihn bei dem Toten. Ein erschütternder Anblick bot sich meinen Blicken dar, als ich das »abinett betrat, in dem ich noch vor wenigen Stunden so angeregt mit dem Sausherrn geplaudert hatte. Sieben den» Schreibtisch, ans dem Fußboden hin-gestreckt, lag Mr. Meves, mit dem Gesicht aus den» Teppich. Die Sände wäre» krampfartig in die dicken Fasern desselben vergraben. Bor ihm ans den» gesten» abend von mir iiniegehabten Stnhi sah Mr. Sunder-In», anscheinend so in seine Gedanken vertieft, daß er mein Uommen gar nicht bemerkte. Instinktiv trat ich beim Anblick der Leiche leise ans »nd schloß die jtabinetttiir möglichst geräuschlos i»onttr«»>mir«l!»»schdjef»»tn«lq. hinter mir. «ommnndan, bet nill Cftliffloltc. Einen Moment blieb ich der so seltsamen Gruppe gegenüber sprachlos stehen, aber die Totenstille >var nur zu geeig« »er. das Unheimliche dieses Eindrucks z» erhöhen. .Mr. Snnderlah." rief ich. Keine Antwort. .Mr. Sunder-lati," wiederholte ich eindringlich, .Mr. Snnderlah, so antworten Sie doch" Langsam erhob sich der Angeredete von seinem Siv »nd reichte mir seine Sand. Einige Zeit standen wir so an der Leiche des so plötzlich Dahin-gerafften stumm gegenüber. .Gut, da» Sie da sind." begann der junge Buchhalter. „Ich wollte Sir schon wecke» lasse», hatte aber nicht die »rast, diese rinsache Anordnung zn tresfen. Es ist Schreckliches vorgefallen. Lesen Sie." Mit diese» Worten »vies er auf eine» Bogen Papier hin, der ans einer auf den» Schreibtisch stehenden Schreibmaschine hervor-ragte. Der erste Blick überzeugte mich, da» das Papier heraus-gezogen sei. So lag der Bogen voll beschrieben vor mir. »nd Schrecklicheres, als gester» abend »nir meine Phantasie vorgezanbert hatte, offenbarte mir der Inhalt desselben. Ich habe »nir einige Stunden später eine Abschrift des Schreiben» genommen und kann daher noch heute dcu Inhalt diese» Briefe» »vorigeren mitteilen. Die Überschrift lautete: Letztivillige Bersiignng von I. E. Meves, »ings» rastle, Last Island, 18. Nov. 1888. Wenn ihr dir» leset. so bin ich ein? Leiche und habe mich mit den Bor« »viirseu, die ihr einem Greise mache» konntet, mit eigener Hand entzogen. Den Schritt, den ich in wenigen Minuten nn-teniehnien »verde, ist die Folge einer »ngliicklichei» Sveknlation. zu der ich iu erster Linie durch einen recht schweren Berlnst ver» anlaßt wurde. Mein Ber mögen ist verloren, die letz-ten Reserven verbrancht. Ich bin rninirrt. aber nie könnte ich den Zusammenbriich erlebe». Meine Bemühungen, den Sohn meiner Schwester, Iohi» Irving, durch Vergabe seine» Vermöge»»» zn veranlasse», mich a»S einem geschäftlichen Unglück zu rette», scheiterte» a» dem Widerstand de» junge» Manne», ^ch schiebe hier ein, das» ich diese Mitteilungen nicht »nachr. um rinei» Bononrs gegen meinen Neffen z»> erheben, »andern lediglich, »im zu belvriseu, daß ich «»ein möglichstes getan habe, deu »nir drohenden Ruin ans gesetzliche Art abzuwenden. Al» ich sah. das, selbst Berwandte sich nicht mehr dazu entschließe» koiintr», iu mein durch verfehlte Spekulationen ruiniertes Geschäs, ihr Geld zn stecken, war ich überzeugt, daß meine Bemühungen bei Banken ,»Id Geldmäunern. fall» ich ihnen meine Verhältnisse kla. legte, denselben negative« Ersolg haben würden. Während ich dies schreibe, ist die letzte Möglichkeit, einen An»weg an» den »,ich um gebenden Wirrsalen zn sinde», verschwunden. Ich sehe also keim' Rettnng mehr, und habe deswegen den Entschluß gefaßt, eine»» Dafei«, da» mir nicht» mehr al» ichivere Stnndei» bringen kau«, freiwillig valet zn sagen. Ich hoffe, daß die Ta» fache, durch da» Schweige» meiner Tochter, meines Neffen und de» von mir mit Wohltaten iiberschüt teten Mr. Snnderlah. den Lhren der Welt entzogen »vird, und bitte, meinen nnn folgenden letzten Willen genau a»!ssühre» zu wollen. Ich »vünsche, daß meine Tochter Edith dem eben fall» durch meine letzten Sandluugen geschädigten Mr. Suuderlah die Sand zum Ehebund reichen möge. Ich bin sicher, daß er. eingedenk der früherri» Wohl taten. Mittel und Wege suche», und sinden »vird, meiner Tochter ein, soweit die» noch möglich ist. glückliche» Lebe» zu bereiten. John Irving bitte ich. ttingseastle i« der meiiiem Tode wohl bald folgende« Bersteiger«»g aufzukaufen, um zu verhüte», daß dieser von mir erbaute Siv i« fremde Sande übergeht. Ich scheide von ihm ohne Groll, beim wem» er auch aus vielleicht berechtigte» Gründen nicht zn bewegen »var. mein Unglück mit einer ihm drohenden Gosahr abzuwenden, so war e» doch sein Gut, da» mir den letzten Answcg ohne Schwierigkeiten ermöglichte. Ich bin ihm nm so dankbarer, al» er dadurch veranlaßte, daß ich in meinem Entschluß nicht »nehr »vankend gemacht »verde« konnte. Mein Personal ist durch die au» bessere» Zeiten stammende« Unterstütz««»?» so bedacht, daß ich auch von ihn» erwarte« kau», «ach meinen» Tode nicht vo» ihnen geschmäht zn »verde». Lebt alle wohl »nd verzeiht einen» nngliicklichen Grei». I C. Meve», ttingseastle. .Der Brief ist gefälscht.' schrie ich aus. als ich kaum mit dein Dnrchlesen fertig »var. .Das ist rrlogci», da» hat Mr. Meve» nicht getan." Ein maUeS Lächeln huschte über Thomas Snnderlah» bleiche» Gesicht, nnd mit einen» kann» »nerklichen Achselzucken trat er an da» Fenster. Draiiße« lachte die Morgensonne nnd spiegelte sich blitzend in den tausend und abertausend Regentropsen, die noch immer an de» Blättern der Topi . n 5» ?«r ■ y-s X, s V j V-I» Waffermangtl der Tlbk. Mit I«r».) ..ounaerstki«" d«i lxr £iltvp»brürfc »miktni Bvlxnbc>ch.Ze>ich»n. Orr i«#l im isi»l>l>cl, Diinia frei . Sri, bem IS. Jnlnhunbfrt (In» auf frfmitlbtn Ute nictirifllifit W^N«rst»n»e d«r |«w« in Wahlen »>n«em->i»ei> gewächse ans der Terrasse hingen. DaS Meer wa> spiegelglatt, als ruhe sich an» vo« de« Aiistren gttiigeu der stürmische» Tage. Tiefer Friede, herrschte in dieser gewa! tige» Nat»r, tiefer Fri^ de«. aber ei» anderer, ii ganz anderer, »vie ihn die fer »»»glückliche Grei», dc vor ineinen Füßrii a«s der Teppiche lag, gesncht «n gesunde« hatte. Gesucht? — — Nein »nid tauscndnii, «ein. ich kouute e» ni»1 glauben. .DerBriefist gefälschte rief ich nochmal» an» n» ging i« meiner Anfregnu ans Mr. Snnderlah zu. .Spreche« Sie doch, rief ich, .könne« Sie den a« die» Furchtbare glai bei»? Ja, finden Sie den keinen Answeg an» dirsr, entirtzlichrn Wirrsal? kann nicht sein, Mr. Mrve» hat e» nicht getan!" E» »var ein eigenartiger langer Blick, mit dem mich M Snnderlan nach diesem Gesühl»a»»br«ch meinerseits ansah. (5 schien jetzt etwas Prüfendes nnd Forschendes in seine» dunkle Augen zn liegen. . . ..... .Mr. Sanders." begann er langsam in einem eigentiiinli. kalten, fast möchte ich sage», berechnenden Tone, „können Sir. wa schwarz ist. weiß, wa» geschehe», «»»geschehe» machc»? Fast scheu e», daß Sie gla«ben, nach einem Tage der Bekanntschaft die -e< :::r$ Mannes und was mehr sagen will, die Fähigkeiten eine» Hr. MeveS beurteilen zn tSunen. „Cb es möglich ist, vb es wahr fetu kann, fronen sie? Ich 'ittr, ersparen Sie mir die Antwort an der Leiche dessen, der. wie r selber sagt, mehr wie einmal mein Wohltäter gewesen ist. Ich war der erste heute morgen, der dirs Zimmer betrat. Die Saus-liir war von iiinc» verriegelt nnd sämtliche Fenster während der Sie »iis überlegen, was ,vehustündiger Be-kainitschast benr-teilen zn können; iagen Sie mir, habe ich den Brief ge-ichrieben?" Das alles war klar »nd ruhig gesprochen, io Das; ich nicht umbin konnte, Mr. Sunderlalidievand zuschiltteliinndihm mit einem ehrlichen ..Verzeihen Sie mir" Abbitte z» leisten. Zudem fchie» er sich a«ch von sei-»er auiättgliche» Bestürzung erholt zu habe», de»» ich iah i» feilten scharfe» Gesichtszüge» wieder die ganze, fast auffallend deut» lichanSgefprochene, ungeheure Willenskraft ausgeprägt, die ich schon bei un-ierem erste» Znsam-titetttreffeu an ihm bewundert hatte. Ohne da» man von der vorher ihn an-scheinend vollstän-dig beherrschenden Ergriffenheit auch nicht das geringste bemerkte, traf er nunmehr die notwendigsten Anordnungen. Er war wieder völlig Herr der Situation geworden. .Sie werden es verständlich finden. Herr Sanders." begann er nnfs neue, .da« ich sie bitte, mir heute ansschlienlich Ihre Dienste zur Verfügung zu stelle». Angesichts dieser betrübenden Sachlage und wir ja gezwungen, die grösste Vorsicht und Genauigkeit aus alle Vorgänge, welche sich im Lause des Tages an der Leiche des nnglürklichen Mannes abspielen müssen, zu verwenden. Zn meinem gronen Bedauern sind die Verwandten des Verstorbenen noch immer nicht zurückgekehrt, und ich halte es doch für notwendig, deren Vater unser. Roch dem vu» L. SW. van fflflbtr. am;erordentlich bedauerlichen Tatsache» beruhen a»f Wahrheit. Als sie gestern abend bei mir eintraten, hatte ich gerade die Bnchnngen nnd Berechnungen beendet, aus denen zur Evidenz hervorgeht,daKMr. Meves ein ruinier-ter Mann ist. Ihm selber war diese Tatsache schon seit mehreren Tage» be-saunt, und »ur ans der dadurch hervor-gerufeueuVerzwei?' luug heraus lassen sich »och eine Unzahl Spekulationen erklären, die Mr. Meves »och gestern plante. Ich selber riet ihm davon ab, wie ich ihm schon vor vier Monaten abgeraten habe, als er durch de» tton knrs von L'Brya» Broths deu groß-teu Teil seines Vermögens verloren hatte. Er schlug mir schon damals diese Geschäfte vor, und als ich mich energisch dagegen ansjprach, vermied er es, mir gegen über dirs Thema überhaupt zn er wähnen. Alle diesbezüglichen Lrdrrs empfing ich nicht von dem Verstor beueu direkt, jon der» vo» Mr. Ir-vhtg, der überhaupt feit jener Zeit von seinem Lnkel im Grichäst herange zogen wurde. Ich sah keinen Grund, durch offene» Wi-derspr»ch meine an scheinend schon erschütterte Stellung in diesem Hause zu verschlechtern uud tat einsach, was mir besohle» wur- de, oft genug mit schwerem Herzen, denn ich erkannte bald, dan diese Spekulationen keilt gutes Ende nehme» würden. Sie werden mir jrvt wohl darin recht gebe», dag Ihre Annahme wenig Wahrscheinlichkeit besitzt." Ich muhte wohl oder übel zugeben, da« mein Verdacht aller-dings wettig berechtigt ist, u»d nab diesem Gedanke» auch Mr. Snnderlah gegenüber Ausdruck. Da uns dnrch die AbivesriOieit der junge» Herrschaste» vorläufig die Hände für weitere Mas;-nahmen gebttitde» waren, sandten wir mir den Boten an de» Arzt ..........., v ... in NeuorleanS ab. Dann trugen wir sämtliche Geschäftsbücher Emtrene» abzuwarten, ehe wir der Behörde die Meldung von dem nnd Papiere ans Mr. Sn»dcila»s Kontor in das Sterbezimmer Ableben Mr. Meves machen. Mr. Sanders, Sie stehen der Sache hinunter nnd verschlossen die Tür ans« neue hinter »»S. Noch vollständig unparteiisch , ich will nicht sagen fremd gegenüber, einmal schüttelten wir uns die Hände nii t dent Versprechen, einander Ties flibt )lnteu die Zähigkeit, vielleicht richtiger zu urteilen über iu dieser schweren ^tuude ^ute ^nmerndeu .zu friu uud begaben das, was geschehen m»n. als wir, die alle mehr oder weniger bei »ns Nr Mr. Snnderlans Privatkontor hinauf. dem Unglücke beteiligt sind. Komme» Sie mit hinüber uud lasse» i Dorthin lieg der angeubiickli.'.e Beherrscher des Hauses samt- -+ 168 + ■ lirfu- Annestellten der Firma kommen und teilte ihnen mit. da» Mr. Meves einen schwere» Schlaiiausall erlitte» habe nnd zur Zeit noch bewufitlos in seinem Zimmer Iicnc. Da die Möglich« keil eines baldinen Ableben» vorlieste. besohl er ihnen, sich alle bereit zu halten und unter keinen Umstände» Last Island zn ver-lassen, ehe er ihue» ausdrücklich Auftrag erteilte, >,>orti, folgt.) n-=ät Jlout Wassermangel der Slde. von dem niedrig«« Wass«rsta«de der SIbe. der infolg» de» diesjährig«» Rcgenmangel» eingetreten ist, gibt unsere Illustration ein anschauliche« Bild, Man muß um viele Jahrhunderte zurückgehen, nm einen gleich Vexierbild. niedrigen Was. serstand de« Slbstusse» ver-zeichnenzu fön• nen. Sin Denk, mal folchtrocke-ner Jahre ist der logenannt« Hiingerst«in,«In etwa t> Oua-dra>met«r gro-ßer Basaltblock, der unterhalb der Ketten-drücke bei Tet-schen am linken Elbufer im ^rluBbctt liegt. Seit dem fünf« zehnten Jahrhundert wurden ans dem-selben die nied-rigsten Wasser- stünde verzeichnet, und die älteste Ziffer gibt da» Jahr 1417 an. Außerdem Nnd auf dem Stein die Wort« eingemeißelt: .Wenn dn mich siehst, dann weine," Sdeufo wie heute ereigneten sich auch in jenen Jahre» der Dürre bedeutende Waldbr.inde, lo wird berichtet, daß im Jaln» 1447 die Waldung«« um Rochlltz nnd Grimma drei Monat» lang brannten. Im Jahr« 1472 regnete e» von Pfingsten an zwülf Wochen nicht mehr, und die Leute mußten meilenweit nach Vorna lausen, »m Wasser zu taufe», so das, e» hieß, Wasser ist teurer al« Wein. Im Jahr»' Kino fiel von Ansang September bi« Ende Dezember kein Regen mehr, so das, alle Mühlen still stehen mußten. Im vorigen Jahrhundert zählte da» Jahr 1N42 zu den besonder» heiße» und wasserarmen: denn annähernd vier Monate gab e» damal» keinen Regen, — Während für di« liebe Jugend der Wassermangel der Eibe da» größte Pläsier bedeutete, hat er in diesem Jahre der Binnenschiffahrt den schwerste» Schaden gebracht. Lurch seine Härte »nd Strenge war schon der Winter siir dieselbe bedeutend ungünstiger al» sonst, und nun legte der regen!»!« Sommer den Schiffverkehr vollend» lahm, so daß die Aussichten d«r Binnenschiffer in di«s«m Jahre überau» traurige find, Auch die Sächsisch-Böhmische Dampsschiffahrtt-Aefellfchaft, die ihre Vergnügung», damvfer auf der Elbe fahre» läßt, hat in diesem Jahre natürlich schwere Sin-büßen erlitte». Wochenlang mußt« sie den Perkehr vdUig einstellen, Daß der Wassermangel iu die durch ihn bedingten verkehrtstockiingen aber gerad« in die Zeit d«r Hochsaison siel, wo sonst Tausende von Reisende» die reizvollen Slbiadrlen »»lernehme», bedeutet« eine doppelt hart« Schädigung. Wo ste-lt da» ersehnte strich It&if? Ker Hlockeniurm. A ii halb zerfall'«»» Mauer strht alter Glocken türm, - Der trotzt' viel hundert Jahre lang Ten Wettern nnd dem Sturm. Er bliest vom niedern Hügeltiaug Weit in da« Land hinein, Und Schwalben stiegen ui» ihn her Im Abciidsonuenfchein, Hoch oben, unterm Dache»sirst. Tu wohnt ei» Mädchen d'rin, Räch der steht schon so viele Jahr Mein Leben und mein Sinn, Und schaut sie mit mir Hand in Hand Weit üb«e Waid uud Feld, Taun birgt der alte Glockeuturm Mein («Uns und meine Welt. Juiiu» »IIIIjm. U der König gehe so schnell, daß e» ihm schwer falle, mit Ihm Schritt zu halten, Friedrich überhörte diese Worte, Schwerin wiederholte seine Äußerung. d«. tISnig schwieg wieder. Zum dritte» Male fing Schwerin an: „Euer Majestät gehen so schnell und rüstig, daß ich e» gar nicht mehr aufhalten, Ihnen ga, nicht metir solgen kann!' Ta brach Friedlich sein Schweigens „So!» sagte er. .nun. dem kann abgeholten werden!" Sprach», rief zwei Bediente nnd befahl ihnen, einen Tragselset hcrbrijubringe», Tie» geschah, Schwerin mußte sich hineinsehen und noch eine gute Stunde ging der König neben dem ganz gegen seinen Willen Getragenen her und unterhielt sich mit ihm. T Der Kenner. Reich gewordener Seichermeister: »Das Bild tät mir schon gefallen, aber i kauf« »öt." — K«n st Händler: .Ja, w«»hail' denn nicht?' — Sclch-rmcister: .W«il meine Freund' allweit sagend wa-mir g'sallt, i» schon der höchst» Schund." (fiit bewohnter .Krater. In manchen Ländern, wo vulkanisch» Bewe guugen säst zu den alltäglichen Erscheinungen gehöre», haden Nch die Bewohner einigermaßen an sie gewohnt, indem sie sich über die Möglichkeit einer Gesahr an manchen Stellen hinwegsehen, wo ein Europäer unter keinen Umständen sein Hau» bauen wiirde, Da, merkwürdigste Beispiel einer solchen Sorglosigkeit gibt wohl eine Crifchast, die etwa 60 Kilometer von der japanischen Slad, »umamoto gelegen ist. Dort wohnen etwa 20,000 Menschen im Kraler eine» wenigsten« scheinbar erloschenen Vulkan» Tie Stadt nimmt sich in dieser Senke höchst malerisch au», weil sie vom Rande de« ehemaligen Krater» mit einer senkrechten, 2f>0 Meter hohen Mauer ring» umgeben wird. Tie Bewohner dieser einzigartigen Ortschaft leben sehr abgeschlossen und kommen selten au« ihrer Kraterhöhle heran», deren Boden wie bei erloschenen Vulkanen gewöhnlich von reicher Fruchtbarkeit ist. In einem so gefährlichen Lande wie Japan kann e» natürlich al» durchau» nicht unwahrscheinlich gelten, daß die» Idyll eine» Tag? durch einen neuen Au»bruch vulkanischer Gewalten ei« iähe» Ende findet, v,B. Boshaft. Hausarzt Oiachdem er die „tränke* Gnädige untersucht und fortgeht»: ... „Meine «Gnädige — Adje! . . . Bleiben Sie hübsch gesund!" Unangenehm. Hau»fran igeschmeichelt): .'Also di» Tam» nahm Sie gleich, al» ii« härte, daß Sie bei mir gedient haben?" — Mädchen: .Ja, sie sagte, daß ich e» drei Monate hier »«»gehalten habe, sei die beste Empfehlung!" Verunglückte Schmeichelei. Einige Jahre vor seinem Tode ging Fried-»ich der Groß» im Garten vo» 2an«souei mit deni Lberstallmeister Gras »on Schwerin spazieren. Um etwa» Schmeichelhafte« zu sagen, meinte letzterer. Holzasche ist sehr reich an zwei unserer wertvuttsten und wichtigsten Pflanzeniiährstoffen. nämlich an »all und Pho»phorfä«re. Leider läht sich da» von d«r Brau«, und Stei«kohienasche nicht sage«. Erstere enthält ja ziemlich viel Gip» und kann nnter Umständen, bei Leguminosenanbau gegeben, ganz nützlich wirken. Tie Steinkohlenasche bient höchsten» dazu, schwer- Erde etwa» lockerer zu machen. Wo der Ertrag der Rhabarberpftanzen »achlößt. müssen dirsktben ver. pflanzt und geteilt werden; diese Arbeit kann jetzt geschehen. Der neue Stand ort wird rigolt und mit altem, verrottetem Sialldung untermischt, Die «»>-fernnng der einzelnen Pflan,»n darf nicht weniger wie eine« Meter betragen Rohrgeflecht zu reinigen. Da»selbe reinigt man mit Wasser und Seise und einer Bürste und bestreut e» dann mit Schwefelpulver, wenn e» noch feucht ist. Sollte e» krau» werden, so schadet e» nicht», wenn e« trocken ist, wird e» dann um so straffer fein. Später entfernt man den Schwefel an den nicht zugänglichen Stellen mit einer Bürste. Kerdellrant gegen Ameisen. Ameisen find recht unliebsame Gäste im Haufe, und gewöhnlich hält e» recht schwer, sie zu vertreiben Ein höchi-einfache» Mittel zu Ihrer Vertreibung ist da« K»rbelkrau«. welche» man dahin legt, wo sich Ameisen unb«au«m machen. De» Geruch detselben ist den Amei-fen so zuwider, daß er sie ganz unfehlbar vertreibt. Iimatenkonserven. Die Tomaten werden zumeist In Form ein«» Püree» eingekocht, r«sp. kons«rvl«rt. Man befreit sie hierzu vo.i den Stielen und »elchblättern, halbiert sie unb drückt die Kerne samt dem Wasser herau» AI»-dann setz« man die Früchte ans gelinde« Feuer, nimmt da» reichlich heran» tretende Master ab und kocht st» schlirßlich «nt»r flkißigem Rühren zu dickem Mu» «in, Di»fe« streicht man durch ein Sieb, füllt e« in Flaschen oder Blech-biichse», verschließt diese und kocht sie »in» Stund» im Wasserbade, Mt f bl« ich «will manchem eigen 911» ein« aut« (tlaensdinfi, ludi darf man Ii« »ich! Iid«rt reiben, Weil sie dann auch ichou Schade» brach«'. Und ichreldt Ibr mich statt t mit ». 9}ng buch ich tu dle Liiste, gedeckt vo» ewigem (tit und Schnee, (»ejahrlich meine »tlüste. Mit in «inen (»igensiand, viiwandte Ich mich im Au, P Älfin. «ultiisuiig sotfl« In nächster «ummer. Zchachlösnngcit: Nr. l)Db H-h * f 7-f * Sl K 2—(J 3 K f i—• 4 :i> g 3-g I ? !)l)h 3-g 3 K f «Ue «ea»e »»idetixlli». B«r«wt»veUlche «edattti» von Ernst Pftlfft», mdrufft »nd h«ra»»a-a«dei> ~ - ■ k »f«Tff«t tn von »ret««r J