Nr. 34. Montag, 31. Jänner 1887. 106. Jahrgang. Oaibacher Zeitung. Prin,umeralio>lc!prcl6: Mit Po st versend,, ng : ganz^hrig ss, ill, halbjährig fl. ?.no. Im Comptoir: »anu^hri^, ji, ii. halbMng fl, 5.5», Ylir die Zustellung m« Ha»» qaüziährig fl. i, — Inftrlionsnebür: Fur ileine Inserate bis zu » Zeilen 25 lr., größere per Zeile ,i lr,: bti öfteren Wiederholungen pr, Zeile 3 lr. Die,,Vaibacher Zeitung" erscheint lliglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Die Administration befindet sich Äahichoszasse 15. die Nedactiü», Wicinrflraße 15. — Unfrankierte Vriese werben nicht angenommen und Manuscripte nicht zurückgestellt. Mit 1. Februar beginnt cm neues Abonnement auf die Daibllcher Zeitung. Die Pränumerations - Aedingnngen "leiben unverändert und betragen: Für die Versendung mittelst Post: ganzjährig.....15 st. — kr. halbjährig.....7 » 50 » vierteljährig.....3 » 75 » monatlich...... 1 » 25 » . 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Der Reichsrath trat hentc wieder zusammen, nnd man mnss wohl gestchen, dass die Parlamentsferien diesmal nicht eine Zeit der politifchen Rnhe bedeutet haben. Wir haben die Vorgänge auf dem böhmischen Landtage zu verzeichnen und gleichzeitig jene merkwürdigen Configurations anf dem Gebiete der europäischen Politik, die alles Interesse in Anspruch nehmen nnd über deren Vedeutuug nnd Tragweite man sich anch heute uoch nicht mit voller Bestimmtheit aussprechen kann. Ob man aber den Conflict im böhmischen Landtage oder die Beunruhigung Enropas znm Ausgangspunkte nimmt, jedenfalls erfcheint es an-gemessen, die sich wieder versammelnden Abgeordneten mit der Mahnnng znm Frieden nnd zur Mäßigung zu begrüßen. Dringlich erscheint es, den Ausgleich mit Ungarn unter Dach nnd Fach zu bringen, nnd die politischen Parteien müssen es als ein dringliches Gebot des Patriotismus empfinden, dass jedes schroffe Hervorkehren der Gegensätze vermieden werde. Man kann in Bezug auf die europäische Situation einer friedens> frenndlichen Anffaffunq huldigen, kann überzeugt seiu, dass die Friedensbestrebungen der Mächte von dem erwünschten Erfolge begleitet sein werden nnd dass schließlich das Friedensbedürfnis Enropas den Ausschlag gebeu wird — die eine Thatsache bleibt aufrecht,' dass fast alle Länder Europas ihre Wehrkraft zu verstärken suchen nnd dass die Anuäheruug au die Kriegsbereitschaft jeden Tag neue Maßregeln ver^ anlafst. Gewifs wäre ein solcher Moment schlecht gewählt, um den alten Streit im Innern anszutragen. Ist man trotz aller Erfahrungen unserer constitntio-nellen Epoche noch immer nicht vou der Nothwendigkeit des inneren Friedens überzeugt, so wird mau doch wenigstens einen Waffenstillstand als wohlthätig betrachten müssen. Es wäre ein Widerspruch in sich, wenn man einerseits die größte Oftferwilligkeit für den Staat bekundet, auderfeits aber im Innern eine Sitnation zn erzeugen snchte, die dem Auge des Feindes willkommen sein müsste. Die Sitzung war für 11 Uhr vormittags anberaumt, allein schon lange vor der angesetzten Stunde versammelten sich die meisten Abgeordneten in den ver-fchiedeneu Clublocalitäten, wo die Begrüßung durch die Clubvorstände erfolgte und alsdann die heutige Tagesordnung eiuer Vorberathung unterzogen wurde. Nnr allmählich füllte sich der Sitzungssaal. Die Gallerten waren schwach besetzt. Die Regierung legte eine Reihe wichtiger Gesetzentwürfe vor, darunter: 1.) Gesetzent-wnrf, womit unter Abänderung des Gesetzes vom 28sten Mai 1882 Bestimmuugen über den Anweisnngs-(Check-und Clearing-)Verkchr des Postsparcassenamtes getroffen werden. 2.) Gefetzentwurf, betreffend die Regelung der Verhältnisse der nach dem allgemeinen Berggesetze errichteten oder noch zu errichtenden Brudcrladen. 3.) Gesetzentwurf, betreffend die Erweiterung der Hafenanlagen in Trieft anf Staatskosten. 4.) Gesetzentwurf, betreffend die Oruudsteuer-Ausgleichuug nach den Ergebniffen des Reclamations-Verfahrens im Sinne des Art. ll! des Gesetzes vom 28. März 1880. Vom Legitimations-Ausschusse liegt eine Reihe von Berichten vor, in welchen die Wahlen der Abgeordneten Fürnkranz, Szcze-panowski, Serwatowski, Gregorec, Dumreicher und Vrany agnosciert werden. Der Petitionsausschuss legt gleichfalls einen Bericht vor, welcher die Petitionen der österreichischen Apotheker, betreffend die zeitgemäße Reform des österreichischen Aftotheterwesens, der Regierung zur eingehendsten Würdigung mit der Aufforderung empfiehlt, das Geeignete veranlassen zn wollen. Die nengcwählten Abgeordneten Dr. Ferjaneie, Jordan und Stalitz leisten die Angelobung. Die Schriftführer verlasen hierauf unter der größtmöglichen Unruhe des Hanfes den umfangreichen Einlauf. Vor Uebergang zur Tagesordnung ergriff Se. Excellenz Minister für Cnltus und Unterricht, Dr. von Gautsch, das Wort zur Beantwortung der Interpellation des Abg. Dr. Pickcrt über die Verhältnisse in mehreren böhmischen Ortsschulrätheu, insbesondere im Ortsschulrath von Schüttenhofen. Der Minister sagt: Nach dem böhmischen Schulaufsichtsgesetze müssen in zweisprachigen Schulgemeinden die für den deutschen nnd czechischen Ortsschulrath zu wählenden (Nemmide- Feuilleton. Görz. Ein Vlick aus der Vogelschau. I. Görz hat, wie die meisten allsehnlicheren Städte u.rs Berglaudes, seinen Calvarienberg. Es befinden Nch auf dieser mähigen Höhe — sie erhebt sich nnr III) Meter über den Bahnhof — drei steinerne Kreuze, von deren einem nur mehr das Piedestal vorhanden ist. 9n einiger Entfernung davon steht das Trümmerwert wies alten Heiligthuins mitten im Auschwald. Ich habe nber die Geschichte demselben nichts auffinden wunen. Man findet auch Spuren eines gepflasterten ^eges, so dass die Vcrmnthung gerechtfertigt ist. es et der Berg einstmals viel besucht gewesen uuu andäch-lgem Vulke. Das ist aber alles vcrgesseu und verwit-tert, gleich den künstlichen Terrassen des Ostabhanges, "uf welchen einstmals in langen Reiheil die Oelbäume gediehen. Da war einmal vor vielen, vielen Jahren ^'ln harter Winter gekummeu, die Oelbäume verdarben und ihre Stämme wurden abgehackt. Nicht nnr Klöster uud Wallfahrtsorte siud meist n Oertlichkeik'u hingesetzt worden, welche sich durch yre Schönheit oder' mindestens durch irgend welche z^same Eigenthümlichkeit auszeichnen, sondern es H^ Nch das Gleiche auch von der Anlage solcher "larterkapellen nnd Kreuzwegstationen sagen. Dieser d?« 3 Calvarienberg beispielsweise bietet' nicht nur ""' Ichönsten Ueberblick über die Stadt nnd die ganze! Grafschaft, sondern erscheint uns überhaupt als eine der herrlichste". Stätten längs der ganzen Südabda» chung des großen Gebirges. Für deu Geschichtsfreund mag sich an dieser Stelle ebenso ein Blick in entlegene Zeiten hinein aufthun, wie für den Freund der Natur eine Umschan über die verschiedenen Gestaltungen des Gebirges und der Ebene sowie über die mannigfachen Erscheinungen des Pflanzenwnchses. So wie im weiten Rund. durch welches der blaue Isonzo dem Meere entgegcnzieht, die Blumen aus der Flora des Hochgebirges, dann alls jener des warmen Mi'ttelmeerbeck<'ns und aus jener der illyrischen Halbinsel zu Nachbarn uud Genossen werden, so hat sich hier immer das Wesel» der südlichen, östlichen und nördlichen Völker iueiuauder-gedrängt und sich vermischt, doch in der Weise, dass immer, gerade wie bei den Erscheinungen des Pflanzenreiches, die südliche Gestaltung obenauf blieb, ja für deu oberflächlichen Blick die übrigen gänzlich zurück-treteu ließ. Schauen wir nns die alte Italia an, fo sehen wir jenseits des Po die li:Ml>, l^paöuna, dann näher gegen uns her Venetia. dessen I?c»um .WNum, das heutige Cividale. gerade unter uus liegt. Der Soutius-flnss, der da unten rauscht, trenut Venetia vou Histria, welches die Alten als die Grenzmark Italiens betrachteten. Der graue Orunuii!^ »wn5 (Karst), in dessen mächtigen Wäldern jetzt die Forsthäuser stehen, schied Histria von jenem barbarischen Pannonien, in welchem die Latovici nnd die Iapndes hausten, durch deren Gebiet hellte die Eisenbahn von St. Peter nach Finme führt. Und von diesem blauen Isouzo an bis imch Pula hinunter lauter uralte Pflanzstätten griechischer und lateinischer Gesittung: Avesica, Tergeste, Anmlia, Pi-rannm. Silvinm. Hnmagum, Neapolis, Parentium, Ruginium. hente nichts anderes als Sesfana. Muggia. Pirano, Salvore, Umago. Cittanova, Parenzo, Rovigno. Und gerade so war es mit den Flüssen. Der den Triestinern wohlbekannte Risano war damals das mächtigere Wasser des Formio, und wo jetzt zwischen den Forsten, welche unserer Flotte Holzwerk liefern, der langfame Quieto fließt, strömte damals mit größerem Waffervermögen der Ninaus. Schlagen wir den gefchichtlichen Bilder-Atlas um so viel Blatter um, als es eine Anzahl von Jahrhunderten erfordert nnd versetzen wir nns in die Zeit der Völkerwanderung, so befinden wir uns hier immer noch innerhalb der Grenzen des weströmischen Reiches, die Aarbaren jenseits des Karstes aber sind von den Ostguthen vertrieben worden. Diese herrschen von Laibach bis weit nach Syrmien hinab nnd von Wien bis zum Amselfeld. Abermals werden Blätter umgewendet. Wir sind beim Jahre eintansend augelaugt/ Das Weltreich ist verschwunden, Vom Gardasee bis gegen Agram hinab, von Istrien bis znm Gsäns nnd Semmering waltet der Herzog von Carantanien, Ein anderes Bild. Drei Iahrhnnderte später. Goritio, Utinum, Tulminnm mit der ganzen Carnia und Cadore gehören zum Forum Iulii. Der Isonzo fließt mitten durch die Markgrafschaft. Bald aber sehen wir die Grafschaft Görz um< geben vom Patriarchat von AlNlileja, eine Insel zwischen diesen nnd dem Herzogthum Kram. Gegen Nordosten liegen in den Inlischeu Alpeu die B>sitzthülM'r Lailmcher Zeitung Nr. 24 200 31. Jänner 1887. Mitglieder, sowie auch der Ortsschul'Inspector den Angehörigen jener Nationalität entnommen werden, für welche die Schule, die der Ortsschnlrath vertritt, bc stimmt ist. Wie aber die Nationalität in den einzelnen Fällen erhoben nnd festgestellt werden soll. ist weder durch das Gesch, noch durch andere Vorschriften be stimmt. Erst durch eincn Ministerial-Erlass vom 16ten Oktober 1880 wurde alisgesprochen, dass für die Feststellung dieser nationalen Eigenschaft die bekannten persönlichen Heimats und Familieuverhältniss?, sowie die eigene protokollarische Erklärung des Betreffenden maßgebend sind. Diescr Entscheidung ist auch der Vmvaltungsgcrichtshof beigetreten. Was den Schütten-hofener Fall anbelangt, so ist es richtig, dass die Mandate der dort zu Ende 1880 gewählten Gemeinde» Vertreter für den deutschen Ortsschnlrath, die damals auf ihre Nationalität auch nicht geprüft worden waren, chon im Jänner 1884 erlofchen sind. Die Necon-struierung dieses Ortöfchnlraths verzögerte sich zunächst durch eine Reihe von Recurseu, dann aber dadurch, dass die Stadtgemeinde endlich die Neuwahlen vornahm, die Gewählten aber bei der protokol.arischen Einvernehmung über ihre Nationalität sich als Angehörige beider Nationalitäten des Landes bekannten (schallende Heiterkeit im ganzen Hanse) nnd deshalb von den Schulbehörden in den deutschen Ortsschulrath nicht zugelassen wurden. Mit den Entscheidungen vom 31st n Dezember 1886 und vom 3. Jänner d. I. hat das Unterrichtsministerium die neu vorgenommenen Wahlen für uugiltig erklärt; dann angeordnet, dass die früheren Gemeindevertreter wegen der längst abgelaufenen gesetzlichen Mandatsdauer aus dem deutschen Orts-schulrathe sofort zn scheiden haben und dass bis znm Zustandekommen rechtskräftiger Neuwahlen der deutsche Ortsschulrath aus dem Vorsitzenden, den Vertretern der Religions - Gesellschaften nnd dem Leiter der deutschen Volksschule in Schüttenhofen zu bestehen habe. Ueber-dies haben die eingeschulten Gemeinden Podmok und nnd Marschowitz auf giltige Weife Abgeordnete in den deutschen Ortsschnlrath entsendet, so dass dermalen nur die Gemeinde Schütteuhofeu uicht vertreten ist. Mit Eclass vom 25. Jänner d. I. habe ich die Anordnung getroffen, dass die Bezirksschulräthe bei den Ortsschul-rathswahlen in den sprachlich gemischten Schulgemeinden die Nationalität der Gewählten vor deren Zulassung zu dem vorgeschriebenen Gelöbnisse, ohne eine Beschwerde abzuwarten, jedesmal von Amtswegen sicherzustellen nnd im Bedarfsfalle das zur Wahruug des Gesetzes Nothwendige zn verfügen haben. Weiter habe ich den Schulbehörden in Böhmen zur Pflicht gemacht, von Amtswegen darüber zu wachen, dass die gesetzliche Fnnctionsdauer der Ortsschulräthe in keinem Falle überschritten, sondern dnrch rechtzeitige Anordnung von Neuwahlen die gesetzliche Ordnung gewahrt werde. Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident Graf Taaffe legte einen neuen Modns vor znr Äerech-nnng der Reisediäten der Abgeordneten. Das Haus schritt hierauf zur Tagesordnung. Das Gesetz, betreffend einen Nachtragscredit zum Voranschlag des Ministeriums für Landesvertheidigung für das Jahr 1886, wurde auf Antrag des Abgeordneten Ritter von Iaworski dem Bndgetansschuss zugewiesen. Abg. Dr. Iaques begründete in eingehender Weise den Antrag auf Entschädigung für ungerechtfertigt erlittene Strafen. Er erwähnte die in der Rechtsgeschichte sensationellsten Justizmorde nnd betonte die Nothwendigkeit, dass auch der Staat ein von ihm begangenes Unrecht, wenn es erkannt wird, wieder nach Kräften gutmache. Er führte die betreffende Gesetzgebung in den anderen Staaten an und beantragte, das von ihm nnd Gcnosfen vorgeschlagene Gesetz dem Strafgesetz-Ausschusse zur Vorberathung zuzuweisen. (Beifall links.) Abg. Dr. Roser unterstützte dieseu Antrag auf das lebhafteste, wobei er insbesondere auf die in den letzten Jahren in Oesterreich vorgekommenen Rechtsirrthümer hinweiöt. (Beifall links.) — Der Gesetzentwurf wurde dem Strafgesetz-Ansschussc zugewiesen. Abg. Dr. Roser begründete seinen Autrag auf Errichtnng einer Institution in Oesterreich nach dem Muster des kais. Gesundheitsamtes in Berlin. Er wi>s darauf hin, dass ein Verwaltungszweig vou so großer Ausdehnung, wie das gescnmnte Sanitätswi'sen, ohne eine active centrale Leitnng nicht emftorblühen könne und machte auf die großen Erfolge des Gesundheitsamtes in Berlin aufmerksam. Er empfiehlt dah r, die Regierung aufzufordern, dass sie eine ähnliche Anstalt auch in Oesterreich ins Leben rufe nnd ein.'n einsprechenden Grsetzentwnrf vorlege. Er empfiehlt, seinen Antrag einem ans dem ganzen Hause zu wählenden Auö^ schuss vou 18 Mitgliedern zuzuweisen. — Abg. Fürn-kranz, der einen wirksamen Schutz gegen die Verfälschung der Lebensmittel wünscht, unterstützt diesen Antrag, der auch angenommen wird. Abg, Lien bach er motivierte den von ihm und Genossen eingebrachten Antrag, die Regierung wolle ei» den Bedürfnifsen unserer Zeit entsprechendes Sparkassen-Regulativ anfstellen und insbesondere die Sparcassen vcraulasseu, das Hypothekar-Creditbedürfnis zu thnn-lichst niedrigem Ziusfnhe zu befriedigen. Der Redner weist hierbei auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft hin, welcher ein billiger Credit eröffnet werden musst', während die Sparcassl' in der Regel ihre Capitalien nnr zu eiuem höheren Zinsfüße darleiht, als die Landwirtschaft eintrage. — Der Antrag wurde eiuem aus dem ganzen Hause zu wählenden Ausschusse von 24 Mitgliedern zugewiesen. Abg. Dr. M agg und Genossen interpellierten den Obmann des Sprachengesetz-Ausschusses wegen der Behandlung des Spracheugesctzes, über welches noch nicht einmal die Generaldebatte abgehalten wurde, und forderten ihn auf, baldigst eiue Ausschusssitzung einzuberufen und Sorge zu trage», dass d,'r Ausschnss seine Aufgabe unanfgehalten zu Ende führe. (Beifall links.) — Se. Excellenz Graf H o h e n wart als Obmann des Sprachengesetz-Ansschusses erklärte, er werde demnächst den Ausschuss wieder einberufen, nnd zweifle nicht, dass derselbe sich beeifern werde, seine Aufgabe zn lösen. Einen sonstigen Einflnss auf den Ausschuss könne der Obmann nicht ausüben. (Beifall rechts.) Abg. Dr. Knotz und Genossen interpellieren Se. Excellenz den Herrn MinisterpräsideutlU wegeu der in den letzten Monaten vorgekommenen Maßregelungen von Gemeinden, Vereinen und Zeitungen, wobei insbesondere anf die Delegierung des Processes Woll von Reichenberg nach Prag. auf die Sistierung der zu^ stimmenden Beschlüsse zu dem Antrage Schmerling und zum Austritt der deutschen Abgeordneten ans dem Landtage zu Prag u. s. w. hingewiesen wird und fragen, wie die Regierung diese Verfügungen mit den Staats-grnndgesetzen in Einklang bringeu und eventuell zu rechtfertigen gedenke. (Beifall links.) Nach Verlesung dieser Interpellationen wurde dlt Sitzung um '/.8 Uhr geschlossen und die nächste Sitzung auf Dienstag den 1. Februar auberanmt. Politische Uolierstcht. (Der Reichsrath) soll bis 20. Juni, i." vielleicht auch bis Aufaug Juli tagen. Die Ausschüsse werden im Laufe dieser Woche mit ihren BerathuM'" beginnen. Zunächst muss der Ausgleichsansschuss die ihm zugewiesenen Vorlagen erledigen, damit dieselbe endlich der Plenarberathung zugeführt werdeu köünc»-Vorher müssen natürlich die noch in der Schwebe yc-bliebenen Verhandlungeu iu den Subcomite's beendig werden. (Der Landsturm.) Die «Nene freie Presse» erörtert die Verwendnng der nach den früheren M< stimmuugen vom Militärdicustc Losgekauften im Landsturm und findet, dass die Frage der Heranziehung der Betreffenden zum eventuellen Heeres- oder Landwehr-Ersatz in den veröffentlichten Landsturm-Vorschriften nicht berührt werde. Nun geht aber aus deu BestiM" muugen des Punktes 144 der erwähnten Vorschriften, welche die einzelnen Kategorien der zu solchen Ersatz' zwecken Ansersehenen genau feststellen, klar hervor, dass in diese Kategorien nnr solche Landstnrmpflichtigc gehören, welche — nicht losgekauft — der Stellung unterzogen wurden, sei es, dass sie hiebei eingereiht, ^itlich befreit oder wegen Körperqebrechen zurückgestellt wurden, sowie, solche, die ihrem Alter nach noch nicht stelluugspflichtig sind; die letzteren Landstnrmvflichtigen aber sind später als im Jahre 1867 geboren, tonnen somit nicht mehr losgekauft worden fein. (Katholische Universität in Salzburg.) In Salzburg fand jüngst die zweite General« Versammlung des Vereines zur Gründung einer freien katholischen Hochschule iu Salzburg statt. Der Vorsitzende, Hofrath Lienbacher, constatierte in der Eröffnungsansprache die Theilnahmslosigkeit der Bevölkerung. Das Vereinsvermögcn beträgt im ganzen nnr 5595 fl., eine Summe, die kaum znr Besetzung einer Lchlkauzel ausreicht. Die Vereiusstatnten sollen dahin abgeändert werden, dass in den Verein nnd iu die Verwaltung desselben auch Allsländer Aufnahme finden können. (Ans dem ungarischen Reichstage.) Während der am vergangenen Freitag vorgenommenen Abstimmung über das Budget spielte sich in den Cou-loiers eine erregte Scene ab. Der Antisemit Baron Andreanszky verlangte von Franz Pulszky Aufklärung mit Bezug auf die Bemerkung, die er, ihn betreffend, gemacht hatte. Pulszly hatte gesagt: «Die Flamme Ihrer Leidenschaft wird nicht imstande sein, das Eis meiner Verachtung zu schmelzen.» Franz Pnlszky erklärte Audreauszky, dass er uicht persönlich sein wollte und blos die antisemitischen Principien gemeint habe, die Andreanszky vertritt. Es steht zn erwarten, dass Andreanszky sich mit dieser Erklärung zufrieden geben wird. (Bulgarien.) Kalcev ist in Sofia angekom-meu. übergab die Actenstücke über die Mission der bulgarischen Delegierten der Regierung und erhielt von derselben Instructiouen für seine Mission nach Con-stantinopel, wohin er sich begibt. Die Rcgicruug erließ Pferde-Ankaufs-Kuudiuachuugen. der Bischöfe von Freising und Brixen, ja Freisinq hat seine Länder an der Save und an der Kulpa und, um von Görz nach Villach zu kommen, durchschreitet man das Besitzthum des Bischofs von Bamberg. Wir sind beim fünfzehnten Jahrhundert angelangt. Die Grafschaft sieht andere Grenzpfählc. Gegen Westen ist die Repnblik Venedig ihr Nachbar geworden. Dagegen aber herrscht sie über das Pnstcrthal zwischen Toblach und Lienz und mitten im Ocbiet der Revnblik drinnen gehören ihr Pordenone, Codroivo und Llüisana Im siebzehnten Jahrhundert ist von einigen dieser Enclaven uichts mehr zu sehen. Dagegen hat die Grafschaft auch im Süden den geflügelten Löwen, der über Monfalcone herrscht, zum Nachbar bekommen. So geht es fort, bis das gute Görz von den Franzosen zu der Provinz «Carniole» ihres illyrischen Vesitzthums geschlagen wird, das erstemal, dass es vollständig ganz nnd gar vom Westen losgetrennt erscheint. Doch gehen wir wieder zum Bilde der Landschaft über, welche wohl seit eiucm Jahrtausend in gleicher Weise das Herz des Fremdlings erfrente, wie immer auch die Grenzpfähle von menschlichen Leidenschaften hin- nnd hergeschoben worden sein mögen. Dort oben, in der Höhe, muss man im Frühjahr stehen, wenn die Kette der Alpen, die sich im weiten Bogen, vom Monte Cavallo überragt, nach Italien hineinzieht, noch den Winterschnee trägt. Dann bilden die Gärten von Oörz. zu denen man hinabschant, einen wirtsamen Gegensatz. Das Violett des Iudasbaumes, die vielfarbigen Kelche des Rasens verkünden, dass unmittelbar an der Grenze des mitteleuropäischen Winters hier der Frühling längst seinen Sitz aufgeschlagen hat. Die Landschaft von Görz gegen das Meer hin ist das Holland der Alpengegenden, aber ein Holland ins Südliche übersetzt, mit italienischem Himmel nnd einem Pflauzenwuchs, wie mau ihu sonst erst jenseits des Apennin wieder findet. Die Hunderte von weißen Häusern, die dnntelgrünen Inseln manches herrlichen Parks heben sich ans der endlosen Fläche ab, welche von Maulueerbaum-Reihen nnd Wassergräben in zahllose Schachbrettfelder abgetheilt wird, von denen jedes eine andere Schattierung der grünen Farbe ausweist. Von dem ersten lichten Saatgrün des Vorfrühlings bis zum Dunkelroth der Rispen des Dnrrah-Grases im Spätsommer und zn den Kuhlköpfen, die im Jänner und Februar auf deu Feldern stehen, verliert der Anblick des fruchtbaren Grundes niemals völlig das Bild grünen Lebens. Einem Aufsatz, welcher Görz schildert, sollte man iu Form einer Initiale eine solche Pinie vorsetzen, wie sie beispielsweise im Garten hinter dein erzbischöflichen Palast auf einem Abhang d^s Schlossberges ihr Schirmdach erhebt. Könnte man Aquarelle dazu entwerfen, so gchört an den Rand der grnnbläuliche Schimmer des' Oelblattes, die gelbe Blüteuglocke der Agave, das Roth der Granatblüte und am' fernen Gesichtskreise ein blauer Streifen, welcher das Meer andeutet. Das Klima und den Pflauzeuwuchs von Oörz darf man dnrchaus nicht anöschließlich nach d?m Breitegrade beurtheilen. Diefe Bemerkung bewahrheitet sich in jedem Winter, insbesondere auch gilt sie für den berüchtigten Winter des Jahres 1885 auf 1886. Die Nachrichten über Schnee, welche fast aus allen Theilen Europas einlangten, konnten dort als Legende gelten. Denn nur einen einzigen Tag hiudurch hatte die Stadt den Anblick einer Schneedecke. Worin die Ursach»'u der verhältnismäßigen Windstille nnd Milde drr Lüste beruhen, weiß ich mir nicht völlig zu euträthselu. Vermuthlich liegen sie in dem eigenthümlichen Abfall der Berge, welche die Bucht vou Görz — eine Bucht braucht ja nicht gerade mit Wasser ausgefüllt zn sein — im Halbrunde einschließen. Görz gehört eben zu jenen wenigen bevorzugten Oert-lichkeiten der norditalienischen Zone, welche, gleich gewissen Ufersrricheu der großen Seen. gleich der Landschaft der Eugan.'ischen Hügel, in Bi'zug auf Klima viel mehr Aehulichkeit mit den Küstenstrichen des Mittelmeercs, als mit der benachbarten lombardisch' venetianischeu Tiefebene hat. Heinrich N oe. (Nachdruck Verbots») I)ie Mlnine des Ol'ücks. Roman uon Max von Weiszeuthulll. (16. ssortschunss.) Innerlich sehr ungeduldig, äußerlich ansch^im'nd ruhig, erwartete Lord Almaine Cora's Eintritt. Jetzt gicng die Thür auf, doch es war uur drl Diener mit dem Theeservice, welcher eintrat, uud crst als dieser das Gemach verließ, stand Cora plötzlich hoch erhobenen Hauptes auf der Schwelle. Sie war bleich, und Lord Almaine entgieng ihre innere Erregnug nicht, obwohl sie völlig ruhig schie" und Lady Lucie's Begrüßung in liebenswürdigster M'I'' entgegennahm. Frau Colston war eben im Beqriff, auch ^'' Lailmchkl Zeitung Nr. 2^ 201 31. Jänner 1887. (Ueber das deutsch e Pferde-Ausfuhr-^rbut) wird aus Berlin officiös geschrieben, das-lewc habe keine drohende Bedeutung; es beweise nur, dass an maßgebender Stalle die Lage ernst angesehen wird. Dass cs sich aber nur um eine Schntz- und nicht um eine Angriffsmaßregel handle, liege auf' der Hand; 3 k ^ Hinsicht könne nur an die ähnliche Lage im Mre 1878 erinnert werden, in der Deutschland gleich-Ms zum Schutze seines Pferdebestandes ein Pferde-Ausfuhr-Verbot erließ, ohne dass sich daraus irgend eme Friedensstörung ergab. (Zur Lage'auf der Balkan-Halbinsel.) "on competcnter Seite aus Constantinoftel werden dcr .'Pol. Corr.» die namentlich in der englischen Presse lmmcr wieder auftauchenden Gerüchte, dass die Pforte wl militärisches Eingreifen in Bulgarien plane, um dle Regentschaft zu stürze» und durch Herrn Cankov zu ersetzen, als vollständig grnndlos und erfuuden bc-zelchuet. Die Pforte hat' niemals au derartige Maß-uahmen gedacht, erwartet uielmehr in Geduld die Lösung, welcher die bulgarische Frage nach ihrer Ueberzeugung durch allsschließlich friedliche Mittel in nicht ferner Zeit zugeführt werden wird. Als ebenso grundlos werdeu die Melduugen von eiuer augeblichen tür-"sch-montenegrinischen Allianz bezeichnet. (Frankrei ch.) In der Donnerstag-Sitzung des slanzo'sischen Abgeordnetenhallses wurde das Aimndement ^s Deputierten Merillon, für die nationalen Schützen' seste eine Subvention von 100 OW Francs zu be^ ^llligeu, vou dem Marquis de La Ferronuays als uicht ^er gehörig bekämpft. Sowohl der Conseilspräsideul ^°blet als der Akademiker Mezwres führten aber aus. u^b h^' Schießübungen der männlichen Jugend nicht Alnder förderlich sind, als der Turnunterricht, und das ^ni,-ift der Subvention wurde mit 2!)1 a/geu 2!^ Kimmen bewilligt, die Summe aber um die Hälfte, auf 50 000 Francs, herabgesetzt. (Im englischen Parlament) erklärte Harris, die Frage betreffs Einführung des Repetier« «ewehrs nähere sich der Lösung, Die Freiwilligen würben mit 84 Feldgeschützen vcrscheu werdcu; die Zahl ber Freiwilligen zu vermindern, welche sehr wertvolle Hilfstruppen seien, wird nicht beabsichtigt. Eiue schleunige Befestigung der Kohlenstationen werde mit allen Kräften gefördert. Tagesnenigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «Prager Abendblatt» meldet, der Gemeinde Lukow zur Auschaffuug einer Feuerspritze 80 fl. und dem Vrte-raucilverciue in Großpriesen zur Anschaffung einer Vereinsfahne ebenfalls 80 fl. zu spenden geruht. — (Das Geständnis auf dem Todteu-bette.) Ans Agram wird berichtet: Vor drei Jahren verschwand Danica Pomrcic, Gattin des Erdeviker Insassen Mito Pomrcic, spurlos aus dem Dorfe, Miko !"ar seitdem schweigsam und niedergeschlagen. Die Leute "n Dorfe wussten, dass Dauica ein leichtfertiges Weib ^uesen, uud wunderten sich, dass Miko nach ihr trauere. Zu "eginn dieses Jahres begann Miko zu kränkelu, uud als ^ Mit ihm immer mehr abwärts gieug uud er bereits .^ dem Todtenbettc lag, da machte er das Geständnis, ^ er sein Weib ermordet, deren Leiche in kleine Stücke ^MUen uud in die Saue geworfen habe. Das Gewissen drückte ihn seitdem und gab ihm weder bei Tage noch bei Nacht Ruhe. Als seine Mitschuldigen nannte Miko seinen Freund Stefan Mirosavljevic uud seine Schwester Ljubica Djakovic, welche beide verhaftet worden sind, der Gattenmörder aber wurde unter polizeiche Aufsicht gestellt. — (Ein poetischer Advocat.) So ernst und würdevoll der Eindruck ist, den der Gerichtssaal auf deu Zuhörer ausübt, so ist doch selbst dieses geheiligte Gebiet nicht selten der Schauplatz allgemeiner Heiterkeit. Der Humor im Gerichtssaale ist so alt, wie das Recht selbst und wirkt uur um so zündender, weil er sich von so ernstem Hintergründe abhebt. Eine köstliche Episode, die sich vor dem Bezirksgerichte in eiuer steiermärkischen Landstadt abspielte, mag als Probe dienen. Der Bauer Michael Huber wollte einen neuen Schweiuestall bauen nnd ersuchte deshalb seinen Nachbar Gottfried Stögcr, dass er einstweilen die vier Schweine Hubers in Kost nehmen möge, Stöger, der über einen umfaugrcicheu Schwcinestall verfügte, gieng darauf ein. Als mm die neue Schweineburg vollendet war und Huber seine Vierfüßler von Stöger wieder übernahm, da stellte es sich heraus, dass mittlerweile alle Schwciue von der Laus-kraukheit ergriffen wnrden, Ueber diese allerdings sehr unliebsame Eutdcckung gerietheu beide Nachbarn in furchtbare Aufregung, Stöger behauptete, dass Hubers Schweine die Kraukheit eingeschleppt uud seine gesunden Thiere angesteckt hätte». Umgekehrt erklärte Huber, dass seine Schweine sich des blühendsten Wohlseins erfreuteu uud also erst bei Stöger ertrankt wären. Da sich die Parteien uicht einigen konnten nnd seither in bitterer Feindschaft lebten, so brachten sie den Streitfall vor Gericht, wo beide klampfhähue mit ihren Anwälten erschienen. Der Vertreter Stögers, der Advocat Dr. W., ein seines Humors wegen wohlbckauuter uud beliebter Mann, gcwcum dem borstigen Stoffe mit großer Gewandtheit die humoristische Seite ab und schloss seine beredten Ausführuugeu mit der geradezu classischen Bitte: «Der hohe Gerichtshof wolle gnädigst ermessen, auf welchem Schwein die erste Laus gesessen». Diese gereimte Bitte rief natürlich schallende Heiterkeit hervor. Dem Richter gelang es indessen, emeu Vergleich herbeizuführen und sich also selbst der Mühe zu entheben, der etwas difficilen Bitte des Anwaltcs entsprechen zu solleu. — (Militärisches aus Frankreich.) General Boulanger hat die Verfügung getroffen, dass die zu Anfang dieses Monats neu ernannten Commandanten der befestigten Plätze zwischen dem 15. und 20sten Februar ihre Wirksamkeit anzutreten haben. — (O, diese Weiber!) Aus Venedig wird geschrieben: Am 27. d. M, begann im hiesigen Goldoni Theater die Reihe der historischen Aufführungen mit Macchiavelli's höchst obscöncr «Mandragola». Die Damcu wohnten der Vorstellung, um nicht erkannt zu werden, in Domino und Laruc bei. Man schreibt dies der Drohung eines Blattes zu, welches versprach, die Namen aller jener Damen zu veröffentlichen, die dieser Vorstellung beiwohnen würden. — (Frecher Fa schings scherz.) Katkovs ra s Hand erfasst, ihr dabei freundlich ius Autlitz af>? ?^ Mädchen waren von gleicher Größe, sonst WM ^°"b Einerlei Aehnlichkeit zwischen ihnen; so-liek' '" - '^" Zügen, als in ihrem ganzen Aeußeru ^'" M) kaum schärfere Contraste denken. Lady Ge>/ ^ ^" ''^ garniertes, einigermaßen überladeues wand von dunkelblauer Seide, während Cora's wel^'le Gestalt ein prunkloses, graues Kleid umschloss, komm s"" labcllchn Wuchs vortheilhaft zur Geltung sreu,,^!" ^M^ und beantwortete Lady Lucie's ""onchr Worte uur »'it einem matteu Lächln, das nicht frei war von Melancholie. Lucie aber genügte es vollkommen; sie umarmte die Schwester des juugen Küustlers und ohue dass sie beide recht wussteu, wie ihnen geschah, empfanden sie vom Augenblick des ersten Sehens an Freundschaft für einander. «Wollen Sie uus nicht den Thee einschenken, liebe Cora?» fragte Frau Colston nnd während fich das Mädchen mit der ihr eigenen Anmuth au die ihr gegestellte Aufgabe machte, uahm die Dame des Hauses ihr Geplauder mit Lady Lucie wieder auf, uud dem Grafen von Almaine war es somit vergönnt, ungehindert jede Bewegung des schönen Mädchens zu beobachteu, welche wieder ganz seiue Sinue fesselte. Als sie die Schalen gefüllt hatte, trat er auf sie zu, um ihr dieselben abzunehmen; dabei sprach er halblaut: «Ich war in Tryst und fand Sie nicht mehr dort. Hat Ihr Bruder die Heimat verlasse»?» «Herbert musste nach Rom reisen,» erwiderte sie, bestrebt, einen unbefangenen Ton anzuschlagen, «es bot sich ihm eine ansnehmend güustige Gelegenheit für seine Studien und ich selbst rieth ihm, dieselbe nicht uugcuützt vorübergehen zu lassen.» «Es war klug von ihm, Sie nicht mitzuuehmen. Rom ist in dieser Jahreszeit weder angenehm noch gesund.» Eine momeutane Pause entstand. «Ich erwartete nicht, Sie hier zu treffeu. Wie lange werdeu Sie in diesem Hause bleiben, Cora? Ich bitte um Verzeihung — »nein gnädiges Frän-lein — sollte ich wohl sagen?» fügte er entschuldigend hinzu. «Herbert bleibt vielleicht zwei bis drei Monate aus,' entgegnele sie, während eine Wolke sich auf ihre Stirn legte. «Uud siud Sie glücklich hier?» «Frau Colston ist sehr freundlich.» «Wissen Sie, was ich empfuuden, als ich mich nach Tryst begab uud das Haus leer faud?» fragte er, iudem er sich tiefer zu ihr niederbeugte. «Wissen Sie, welche Ueberwindung es mich kostet, Ihnen hier so gleichgiltig begegnen zn sollen, als seien Sie mir fremd?» «Still,» bat sie, «sprechen Sie nicht solche Worte zn mir, Lord Almaine!» «Verzeihen Sie, aber sagten Sie mir nicht, wir könnten Freuude seiu? Jetzt während der Abwesenheit Ihres Brndeis müssen Sie mir schon gestatteu, als ein solcher mit Ihnen zu verkehren. Sind Sie allein hier?» «Ja, mein Bruder hat Marianna mit sich nach Nom geuommen; sie wünschte lebhaft, ihre Heimat wiederzusehen.» Abermals entstand eine Panse; der Graf trat senfzend von dem jungen Mädchen hinweg, doch es währte nicht lange, so kehrte er an ihre Seite zurück. «Sie scheu,» flüsterte er, «dass ich zu thun trachte, was Sie wüuschen, Cora. Lucie ist glücklich und ihr Glück lag Ihnen ja mehr am Herzen, als das meine.» «Nicht mehr, o, nein, nicht mehr; Ihres gilt mir am meisten.» Sie sprach die letzten Worte mit tiefem Ernst, lssortschuna folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 24_________ 202 31. Jänner 1887. Photographie Adolf Diamants eingesendet, und es wurde constaticrt, dass die Photographie thatsächlich jene des verhafteten Einbrechers sei, der sich den Namen Abraham fälschlich beigelegt hat, Adolf Diamant ist aus Pap im Neutraer Comitat gebürtig und 31 Jahre alt. Interessant ist, dass in derselben Angelegenheit anch noch ein anderer Budapester Einwohner verhaftet wurde. Es war dies nämlich der Dolmetsch des dortigen italienischen Con-sulats, der am Tage nach dem Laibacher Einbruch in Eilli, wo er auf der Durchreise begriffen war, verhaftet wurde, weil die Personsbeschreibung des Laibachcr Einbrechers auf ihn halbwegs passte. Nachdem bei dem Vu-dapester Consnlat telegraphisch angefragt wurde, stellte sich nach mehreren Stunden der Irrthum heraus, und der Dolmetsch konnte wieder unbehelligt abziehen. — (Wochen a usw eis der Sterbefälle.) Dem soeben publicicrteu 3. Wochenansweis der Sterbefälle in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: H ^ Gesmmutzahl «z. LZ^? °° der H FL'^T Städte H «" Verstorbenen ^H °A°Z ________ZZ" ! m. ^ w. !^en'!^ ^^" Laib ach . 27 388 11 7 18 3 34,2 Wien. . . 784944 243 181 424 5? 28,1 Prag. . . 183 472 57 63 120 23 34,0 Graz. . . 104 204 40 31 71 9 35,4 Klagensurt 19 460 10 7 17 11 45,4 Tricst . . 156 165 75 53 128 — 42,6 Gürz. .. 22420 9 8 1? — 39,4 Pola. . . 26 715 8 9 17 1 33,1 Iara. . . 12 230 4 4 82 34,0 Von der Gefammtzahl der Verstorbenen find in Laibach 22,2 Procent in Krankenanstalten gestorben. — (Vom Wetter.) Der Luftdruck erhält sich über Mittel-Europa noch außergewöhnlich hoch und gleichmäßig vertheilt, wodurch noch keine rasche Aenderung im herrschenden ruhigen, meist heiteren, leichten Frostwettcr in unseren Gegenden voraussichtlich erscheint. — (Frühliugsnahen.) Ans Görz wurden bereits in voriger Woche blühende Schneeglöckchen uud Veilchen hiehcr gesandt. Um Marburg sind die Äerg-abhänge vollkommen schneefrei nnd Saaten und Wiesen grün, während bei uus strenge Wintcrlälte herrscht. — (Aus Klagcnfurt) wird gemeldet: Das hiesige Palais der österreichisch-alpinen Montangcsellschaft wurde vom Staate angekauft und soll von der kärntnerischen Landesregierung bezogen werden. Sämmtlichen Parteien wurde bereits geküudigt, — (Vrand.) Die dem Gutsbesitzer Hcrru Doctor Primus Dolar eigenthümliche, mit 800 fl. versicherte Doppelharpse, znm Schlosse Klcwisch in der Gemeinde Billichberg gehörig, ist am 26, d. M. abgebrannt. — (Gesuchte Leute.) Vom «Polizeiblatt für Krain» werden Steckbriefe gegen nachstehende Personen veröffentlicht: Jakob Malncric, Rekrut alls Mowerudorf im Bezirk Tschernembl; Anton Koren, Tischler aus Mottling, wegen Verbrechens des Betruges; Josef Zivic, Maurer aus Scopo bei Sessana, wegen Verbrechens des Diebstahls; Maria Wirt, Dienstmädchen ans Brezovica bei Nasscnfuh, wegen verbrecherischen Diebstahls; Michael Urabic, Schlossergeselle ans Tüchern, zuletzt in Laibach bcdienstct, wegen Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung; Johann Derganc, Rekrut ans Mottling; Cassicrin Iosefa Volha aus Laibach wegen Verdacht, in Lcoben einen Diebstahl begangen zn haben; ferner gegen Franz Hummer aus Stein, Peter Skala alls St. Veit bei Laibach, Iofcf Bozjat aus Podkraj, Anton Vodopivec aus Pervacina, Gabriel Tassulti ans Vregana bei Landstraß nnd Josef Stariha aus Mottling. — (Wintertouren.) Zwei Herren versuchten aus Villach den Dobratsch mit Schneeschuhen zu ersteigen. Sie kamen bis zum Kreuze uud rutschten daun durch dcu Lanner zurück. — (Im Trifailer Kohlenbergwerke) gerieth der Ausläufer Iofef Ielam am Guidohorizont der hinteren Iofcfi-Grnbe am 27. Jänner um 8 Uhr früh durch eigenes Verschulden zwischen zwei im Stollen befindliche Hunde und erlitt dadurch einen Bruch der beiden Vorderarmknochen. Aunst nnd Aiteratnr. — (Landschaftliches Theater.) «Spät lommt ihr, doch — ihr kommt» — mit diesen Worten begrüßte so «icmcher den erste» diesjährigen Versuch im classischen Genre, welcher mit bedeutendem Snceess durch die Räuber, das eigenthümlichste Pwduet der Schiller'jcheu .Sturm^ nud Drang-Periode», inauguriert wurde. Für das Gelingen der gntcu Anffüh ruug bildete die sorgfältige Infeenierung, sowie das mehr oder weniger durchdachte Spiel der Hauptdarsteller die sichere Äasis. In erster Linie hat sich Herr Freiburg dnrch die in Mäste und das ruhige, leicht zur Reflexion geneinte Spiel gleich vortrefflichen Wiedergabe des Karl Moor mit Auszeichnung her. vorgrthan, so dass dessen Rolle, welche ans das wohlabgewogene Pathos nirgends verzichtete, wohl als die beste seiner bisherigen Leistungen bezeichnet werden kann. Mit gleichein Fleiße halte Herr Feuereisrn seinen alle, dings schwierigen Franz Moor angelegt; der allgemeinen Anerkennung konnten die hie und da zu erregten und deshalb etwas nndeutlichcn Partien des Partes freilich leinen Abbruch thuu. Vorzüglich iu der Declamation und Aussprache war die Amalie des Frl. Donato; ihre Leidenschaft und ihr Schmerz hingegen erschien etwas zu selbstgefällig uud deshalb unglaubwürdig. Verwendbar in den disparatcsten Rollen hat Herr Natzler aus dem Rabulisten Spiegelberg eine ganz annehmbare Figur geschaffen; allerdings braucht diefe Stegreiflcistung noch der Feile. Als lebhafter und guter Schildercr hat sich uns Herr H e r r» mann als Kosinsky gezeigt: bei besserer Vcrechnnng der Stimmmittel uud der möglichen Gradation hätte er eine nahezu tadele lose Darstclluug des Edelmannes geboten. Verdienstlich wareil die Bemühungen der Herren Dohrs als Schweizer, Passy als Roller und Tchertel als Hermann°Rabe. Herr Greis« n egg er endlich hätte mit seiner tomischen Magistratsperson etwas mehr Gewicht auf den allgemeinen Znsammenhang legen sollen. Nochmals müssen wir des befriedigenden Zusammenspiels, welches auf den Conto des tüchtigen Regisseurs Herrn Fcuereifen zu schreiben ist, anerkennend Erwähnung thun. —k. — (Landsturm.) Das Üandsturmgesch, welches durch die soeben erschienenen Durchführungsverordnungen erst seine eigentliche Gestalt erhielt, greift so tief iu das Leben der ganzen Veublkernug ein, dass eine populäre allgemeine Belehrung dringend nothwendig ist. Von berufener militärischer Seile crjchien, diesem Zweck entsprechend, soeben bei Moriz Perles in Wien, I.. Bauernmarkt 11, ein u in e d e r L a i b. Z c i t ll n g. Wicn, 29. Jänner. Die «Politische Correspondenz» erfährt aus Sofia, die bulgarische Mgicruna. antwortete der Pfurtc, 5ass sie, um die Krise zu beendigen, bereit sei, der Opposition einen Regenten und zwei Portefeuilles zuzugestehen, sobald die Pforte officiell einen llnuehmbarell Throumndidaten vorschlüge. Vcilin, 30, Jänner. Die bereits gemeldete Einberufung von 72 000 Mann Nerven behufs Ein-exercicrnls mit dem Repetiergewehr ist fiir den 8ten Februar anberaumt. Diesr Reserven werden am 21sten Februar entlassen und weitere Reserven folgen dann. Petersburg, 29. Jänner. Das «Journal de St. Mersbourg. sagt: Mit den gegenwärtiqcu Regenten und deu bulgarischen Delegierten' jeien Verhandlungen unmöglich, indessen biete die Anwesenheit Cankovs und der Delegierten in Constantinopel Gelegenheit, eine Aufklärung herbeizuführen, welche, wenll von den Ca» binelen drr Mächte unterstützt, mi Arrangement auf Grundlage des russischen Programmes und die Bildung einer Regierung herbeiführen könnte, welche man anerkennen, mit welcher mail verhandeln könnte. Bukarest, 30. Jänner, Alle Sanitätsmaßregeln gegenüber Oesterreich-Ungarn si»d aufgehoben. Volkswirtschaftliches. Laibach, 29. Jänner. Ans dem heutigen Markte sind erschienen - 4 Wagen mit Getreide, 2 Wagen mit Heu und Stroh, 11 Wagen und 1 Schiff »lit Holz, Durchschnitts.Preise, n, ! lr n, ! lr, sl, ! lr^ fl, lr Weizen pr. Hrltolit. "6M 7 W^ Butter pr. Kilo . . — 9U------- Korn » 4 87 6 4l>'Eier pr, Stück . . — 3------- Gerste » 4 22 5^15! Milch pr. Liter. . —! 8------- Hafer . 2 7« 3 30! Rindfleisch pr. Kilo — 64------- Halbfrucht »-------7^ Kalbfleisch » —54------- Heiden » 4 6 5 2l> Schweinefleisch » —^52------- Hirse » 4 71 5,10! Schöpsenfleisch » — 34------- Kukuruz » 5 4 5^40 .Händel pr. Stück . — 50------- Erdäpfel 100 Kilo 2 85-------Taubeu » —20------- Linsen pr, Heltolit. 11-----------hen pr. M.'Cti-. . 2 85 -^— Erbsen » 8-----------Stroh . ..285- — Fisolen » 10-----------Holz, hartes, pr. ! Rindsschmalz Kilo 1----------- Klafter 6!50------- Schwrinefchmalz » — 64-------— weiches, > 410------- Speck, frifch, . —60-------Wein,roth..100Lit.-------24 — — geräuchert , — 68-------— weißer, »-------20 — landschaftliches Theater. Heute (gerader Tag): Dr. Klaus, Lustspiel in 5 Acten von Adolf L'Arrunge. Angekommene Fremde. Am 29. Jänner. Hotel Stadt Wien. Eisühl, Ledcrhändler; Linhart, Hanseli, Panhaw?, Äaller, Nillas nnd Schwartz, Kaufleute, Wien. — Fetter, Äahnbnreau-Chef, PrzcmrM. — Lcncet, Besitzer, Lichten-wald. — Graf Schaudert, Privatier, Gürz. — Godina, Kaufmann, Dignano. Hlltcl (5-lcfaut. Brnggcmann, Kanfmaun, Verliu. - Hanffe, Kaufinailn, Dresden. — Waldes, Schirmer, Kaufleute, Wieu. — Töpfer, Reisender, Linz. — Fcrt, Gerichtsadjunlt, Gurlseld. — Dr, Mareins, Arzt, sammt Frau, Trifail. Hotel Vairischcr Hof. Miguoni, Obsthändler, Wien, Verstorbene. Dcu 2 6. Iänncr, Francisca Ierin, Schuhmachers-Tochter, 9 Monate, Floriansgafse 16, ^orlx^ N^i^Iilii. Den 2 9. Iänuc r. Jakob Pocivavnit, Metzger, 67 I., Elefauteugasse 32, ^poplexia ccre!»'!. — Nikolaus R'anziuger, Comptoirist, Wienrrstraße 15, Lungentuberculose, - Auloil Lu-binger, derzeit Ziuängling, 36 I., Polanadamm 50, Ivioll»«» Nri^ltii. — Alois Ientl, Privatier. 73 I,, Alter Markt 20, Lungenlähmuug. Den 3 0. Iänue r. Vineenz Brugger, derzeit Zwängling, 37 I., Polanadamm 50, Pleikachexie. Im Spitalc: Den 27. Jänner. Franz Potrata , Arbeiter, 27 I>, Auszehrung. — Mathias Racki, Kaischler, 38 I.. vemeitt!» siaraülica. Lottozichungcu vom 29. Jänner. Linz: 45 56 24 70 79. Tricst: 40 16 60 55 84. Meteorologische Beobachtungen in ^aibach. ^ ?Ü.Mg. 750.23!—^ windstill ! Nebel > 29, 2 , N. 749,47 - 2,0 W. schwach > heiter 0,00 9 » Ab. 749.55 — 6,1 W. schwach ' heiter 7 U.Mq.l 749.27 ! —10.0 ! windstill Nebel j 30. 2 . N.' 748.05 ' — 3.0 W. schwach heiter ! 0,00 9 . Ab. 747,73 ! — 6.6 ^ W, schwach hew.-r l Den 29. uud 30,: Au beiden Tage» die gleichen Witte' rungsverhältnisse; vormittags Nebel, nachmittags heiter, Abend< roth. Das Tagesiuitlel der Wärme an beiden Tagen —5,8" und — 6,5°, beziehungsweise um 4,5" uud 6,5« unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nagli?. Depot der k. k. Generalstabs-Karten. Masjstab 1:750lX), Pieis per Vlatt 50 lr., in Tascheuformat aus Leiuwand gespannt 80 kr. Jg. u. Klänmanr ck Feil. Kambergz Kulslllllnillnng i« iHctiftltcb. WD Für die vielen Veweise der Theilnahme N>äh< ^ « rend der Krankheit nnd anlässlich des Ablebens »n W W> sercr theuren drei Kinder ^ > Inlius, Karl und Marie > W wie auch für die fchouen Klanzspenden sprechen wir W >> hiemit allen Verwandten, Freunden nnd Belannten W ^ unseren herzinnigen Danl aus, DW W Laiba ch am 28. Jänner 1887. M ^ Die trauernden Eltern >M « SchmerzrrsüNt theilen wir allen Verwandten ^ W uud Aelauuten mit, dass es dem Allmächtigen ge- >> ^ fallen Hal, unsern geliebten Vater, resp. Orußuctter ^ W» pens. Äezi rlswu ndarzt ^ ^ nach langein Leiden am 29. d, M. um 7 Uhr abeuds Ml ^ in seiuem 73. Lebensjahre iu rin besseres Jenseits ^ abznberufüi. ^^ W Das Leichenbegängnis findet heute am 31sten ^ W Illnur um 3 Uhr nachmittags von der Todtenlapelle W W dcs Friedhoscö aus statt. M W Die hl. Seelenmessen werden in der Pfarre zu ^ Wl St. Jakob gelesen werden. W W Laibach nm 31. Jänner 1887. W W Die trauerndm Hiutcrlilicbcncn. > M Josef, Franz nnd Uiuecuz Nanzinger M WW geben im eigenen u»d ini Namen der übrigen Äo W schwistcr uud Familienausseh^rigeu die traurige Nach° W ^ richt vuu deu» Hinscheiden ihres innigstgelieoten Äru^ W ^ ders, Hcrru W > Nikolaus Uauzinsser > ^ Comptoirist ^ ^ welcher Samstag den 29. Jänner um halb 10 Uhr W abends nach Empsang der heil. Sterliesacramente im W D> 28, Leb^ivjahle verschieden ist. W ^ Die entseelte Hülle des theuren Verblichenen W ^ wird Moulag den 3l. Jänner um 4 Uhr nachmittags W ^D ini Trauerhanse Wienerstrasze Nr. 15 feierlich ein W ^ ssl'segnct und anf dem Friedhose zu St. Christoph im W eigcucu Grabe blstatlel N'erdeu. ^ Die heilige Seelenmesse wird in der Pfarrkirche W Ml zn Maria Vcrlündigung gelefeu. W M Laibach am 30. Jänner 1887. W ^> «ccidissüngsaustall des Franz 3)obeilcl. ^^^>^W 203 Course an der Wiener Börse vom 2!). Jänner 1887. ^« dm. o^«^ Toms«««. ' Veld,War<- Etaats.Anlehcn. ^'enrlntc ....... 79 7^79!^ l«^"""°....... «' ^ " «l> U" 4°/° Staalslose 250 fi. 1«? «5,12? ?l l^? ^^° ft""»« 500 „ 135. ?s> 12«!^s. ,z^cl ktaalslose . . 100 „ i«5,-,e5bl) ^°M°.zNentenfche!ne '. ! per E"t. —— --- ^°^«st-Goldrente, stencrsrei . I09eow9-80 "en««. Nolenrcntc, steuerfrei . «3 30 98,45 °n»^ Goldrente 4°/, . . , . »7 «5 L» — " A°p'errente 5°/» .... 8» 8b! »9-15 « «>!«nb.'«»l,iL<,sl,ö,W.S. 148 «0 149-40 " ^stbahn»Pli°rilälen . . 9!> 30 97- > StaatS-Obl.(Nnz.Ostbahn)-------!'2U - ' «, , " « vom I. 18?« . 11550 lie — 1^ l^amien-Nnl. 5 WO fl. ö. W. H? 25 11? 75 ^?l>^.Neg.,kos« 4°^ ^0 fl. . . 121'—121 4U ^rnndentl. ° Obligationen b»°/° Punsche....... ,08---------- 8<,7 salUlsche....... 103 70 104 40 /° mayr,fche....... 10b 75.10? 25 5°/ ^erosterieickischt . . . 109—110- /° oberofterieichi che , . . . 105-------------- °^° Ntn.sche....... 10500 - — ,» noatlschc u:,d slavouilche . 104'50 lvß 50 " ^ Nebeübiiigische . . . . , 104-!lo< 50 Veld Ware 5°/, lemeser Bauat . . . , l«H 7510^,25 5«"o ungarische......1037k 10485 Andere öffentl. Nnlehen. Tonan.Neg..i'ose 5«/» 100 fl. . 115'— H5-50 dlo. ««leihe 1878, steuerfrei , l0« ^- i«L ül, «nlcl,c!, d, Ktadl> — 1U55N Nnlehcn d, Ctndlgculcindc Vle» (^:ilb« lind Void) , . . .130 25131 — Prau>>cn°A,!l,t, Et,d>gcm,lll',c7, 121 — >i!1 50 Pfandbriefe (für io» fi.) »ore, cr. allg, 5f!err, 4'/,°/« Gold. I2l! - 12« 5« bto. in 50 „ „ 4>/, °/u 101 — wi^b dto. l» 50 „ « ,Hypothcl>,'»banl 10j. 5'/,°/» INI —l0i?5 Ocf!,^>ng. BnnI verl, 5°/<> . . ioi-?>;!02!z5 dto. „ 4'/«°/» - 10175 1Ni!,2l> dto. „ <"/!, . . U8'— 98 5U Uug. all«. Vodencrebit-Actiengef. m Pest in I. l«^9 v«l,5'/i°/„ —'--------'— Prioritätö'Oliligationen (fül 1^0 f!) — herdi»a,!d«-i slider 99-00 8990 !)ianz-Ir,li^ch" . . , . . —---------— Galizijche ^icu i. i,'ud!<<,ü» Bahn U ft. S. 4>,,"/ioo»5 Diverse Lose (per Stils), Lredillose luo sl...... 1?4>5,N l?5-50 Clary-Lose in fi...... 44-- 45-^ 4°/» DonllU^Dampfsch. il)0 fi. . 114 —»is,— LaidacherPrälnicli-Nnleh, «o ft, 20-25 L0-5U O!en« 5!use 40 fl..... 47 25 , l4 30 14 60 Mudllls-^osc 10 ft..... 16-50 17-5U Salm°i.'ose 40 fl...... 54-75 K5.75 St,»Genoil!-Vosc 40 sl. . . . 69 5« —-— Waldflem-^'ose !iU fl. ... «4— »5— Windifchgralj^'ofe 20 fl. . . --— 45,— Vanl-Nctien (vcr Stücl). Nnglo.Ocfterr. Ban! »00 fl. . 10«—iu«-5c> Vllulverein, Wiener, 100 fl. . »g.^. 954,) «dncr..Anf»,,Ocft,i!00fl.S.<(,°/<, »35.75!!»« 25 !ildi,»»lnft, f.Hand.u.V. i<>0sl. 277-50 zz?? 90 Crebildanl, Mg, Ung. »UOfl. . !»8?25 28775 Depostteilvanl, «Ng, 2UU sl. . !,«<) «5^170 2" H,'U!plc-Ocs,,N15>)— «Veld ivcr '7 tie» vyn Dan5polt« l'n^rnchmungen. (per fZtüs). Nlbrecht-Vahn »uo fl. Silber . —'— — — Alföld ffiiim.'Äahn !i0u fl. Silb. !81 —182 — Nulsia-Tcpl. ltisenb. 3U0fl,»lM,--------------- Vohm, Nordbahn I5» fl, , .--------------- Ncstbabn 800 fl, . , . «l!8—L71— Nuschtiehradcr Eisb. 500 fl. «M.--------------- (III. Iy ^0« fl. .-----------— Donau . Dampffchiffalirts - Ges. Oesterr. 500 fl. EM. . . . 3»i-—393— Drau-Eis, b.-.^.)!l00fl.S.--------------- Dux Aobriidachcr n 2Uo fl. EM. . —---------— „ Liiiz-Uudwcis 2UU fl. . — — —— „Sl,b.«Tir,III.<ö. i«78U00fl.S. —---------— Feibinands-Nordb. loao fl. g'Ä.z!00fl.2M. I98'li519875 Gra».«öflacher<ö,.Ä,!i00fI.°.W.-------------— Kal!leuderg°!ii>c!!l,'ahn 100 fl. .------------— Kaschau-Oderb.Eisenb.ilaosl, S. —---------— 5!eulberg-Czernowih'I»sfy «tisen- baI)N'OeftllIchc>it ilou fl, ö. W. zz2-—2 3 — LloUd,öst.uug., TriestbUN fl.CM. 534—535--Oesterr. Älordwcstv, !i00 fl. Silb, ihz—,104 — dto. (lit, II) 200 fl. Silber . iü?-?ü i5»25 Plllg-T>urcr Hiscnb. 150 fl. Silo, 24'üO »L.— Nubols«DahN!i0U fl. Silber . 183 50134 — Siebeubürn« »iisenb. 20a sl. . —--------- - StaatSeiscnbadn 200 si. ö. W, . «44^5244 50 Geld Ware Lilbbahn 200 fl. Silber . . . 9l,-!i5 9475 Lild.Norbb.Verb.<«.2n<)f<. CM. 157 7515825 Iheiß'Vahn «00 fl. ö, W. . . —— —-— !r»mway-Ges., Wr. 170 fl. ö. W.2il — 211>50 „ Wr., neu IN» fl, 100 — 10050 Transport-Gesellschaft 100 fl. . —-— —- — llng.-galiz. Cisenb. L00 N. Silber iu8—169 — llng, Nordoftoabn ^00 ft, Silber lüil?» 183 25 Nng.Weftb.(Naab.Oraz)^00fl,S. IS2-7» »83 7!» Induftrie>Actien (per Stuck). Eghdi unb Kinbbera, Lisen- unb Stahl.Ind, in Men ino fl. . — - — — Eisenbabnw.— „«tlbeulilbl", Papierf. u. V.,'scllsch., öfterr.-alvine 23 75 »4i!5 Präger ^lsen-Ind.-Ges. i!»0 fl. , 18150 18250 Salgo-Tarj, liisenrass. 100 sl. . —-— — — Trisailer Kohlen«,>>Oel. 70 fl. . — — —- - Waffenf.'G., Vest, in W. 100 fl, —— -.— Devisen. Deutsche Plätze......Sle 55 »2 7« bonbon.........l«7 so l28 L0 Pari« ..........,0-3^50-42^ Petersburg .......—-— — — Valuten. Ducaten........ 5>!»8 ß — La2lücl<..... iuo? 10 0» Silber......... —— —.— Deutsche Mcichlldanlnoien . «2-55 ß«-«5