3oör 81 3fp?fle 88 Erscheint' wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage) Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei, Tel. 25-67, 25-68 25-69, Marbarg, Badgasse Nr. 6. SDatbur Wir danken OfRorburg a. &. S>rau, 19. u. 20.3Iprfl 1941 Inseraten- und Abonncments-Annahnie in der VcrwaltUM. Bezugspreis: \bholcn oder durch die Post monatlich Din 26.—. bei J^stcHuus Din 27.—, für dns Ausland monatlich Din 40,—. Einzelnummer Din 130 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht rctoiirnicrt. Bei Anfragen Rückporto beilcRcn. Preis Din 1*50 laHMOi rm Führer! Der Geburtstagsgruss der befreiten Untersteiermark Tlnset QeioBms 2nai erstiuioial darf die befreite Unter-steiermaiHc de« Führers Gefeurt^ag feiern, und ttbervoU sind unsere Herzen von DaiA und OtOdc. Und durch das frflfhtingsfrohc Land wehen unsere Fahnen, und Blumengewinde schmücken des Mannes Bild, der uns erlöst hat aus langer Qual und Not und uns nun deutsch sein läßt nnmerdar. Wohl heißt es: Grenzland ist Kampfland. Daher sind Gremzer auch aus härterem Hoilz, sinQ' nicht nur gewohnt zu kämpfen, können auch Leid ertragen und zuweilen die Zähne zusamnienbeißcn. Gerade wir Untersteirer, die wir an des Reiches Hofzaun leiten, wissen aus ferner Vergangenheit viel von Krieg zu erzählen, von Türkenzeit und räuberischen Überfällen aus dem Osten, da die warnenden Kreitfeuer aufglühten und die Glocken im Sturnigcläut gellend schrien. Jahrhundertealte deutsche Bauernhöfe wurden da vom Feind verbrannt, Städte, Märkte und Burgen belagert, manchmal auch bezwungen, und so mancher Bürger verlor sein Gut. A'ber all diese Not jagte wie eiirc* Windsbraut über da« Land hinweg, Hftfe und Häuser erstanden wieder und der Deutsche blieb Herr in seinem Land. So war es einst. Doch als das Unglück von 1918 über uns hereinbrach, mit Zerstörung, Plünderung, Totschlag und Mord, mitten in einer Zeit, die man Frieden nannte, da mußten au Tausenden die Deutschen aus dem Land, das ihre Urväter gerodet und bebaut, und wurden aus den Städten vertrieben, die deutscher Fleiß erstehen ließ itnd zur Blüte brachte. Die aber Meibin durften, die waren wehrlos imd ohne Recht, wie Sklaven. Ein Volk hecrsclite nun, das nach Fleiß, Können und Wissen tief unter den Deutschen stand. Und jenes Volk, erfüllt vom Haß der Minder-wärtigen, vernichtete die alten Denkmäler deutscher Kultur, entstellte üas in Jahrhunderten gewordene schöne Bild der deutschen Städte, zerhämmerte sogar Grabsteine, nur weil sie Zeugen für das Deutschtum ren — nicht einmal vor den Toten machte dieser wütende Haß halt. Den Lebenden aber verbot man sogar die deutsche Sprache und die ÜJut-schcn Namen. Wer dcutsch redete, wurde durch die Straßen gejagt, geschlagen und bespuckt. Häuser, die deutsche Firmentafeln oder Aufschriften trugen, wurden mit Unrat besudelt, die Fenster zerschlagen. Und all das geschah oft und oft. Ge chah dem Deutschtum, das auf diesem Boden einen Tegetthoff, eln<^ Hugo ' ' 'f. einen Kernstock, viele ruhmreiche Geschlechter und zu Hunderten Männer hervorbrachte, die auf allen Gob'.Jten der Kultur Wertvolles geleistet und geschaffen haben und die weit über die Grenzen hin mit Achtung genannt werden. IHd dieses Deutschtum sollte vernichtet und erdrosselt werden. Nur wer von diesen Dingen weiß, kann ermessen, welch ein Dasein hier den Deutschen durch zwoiundzwanzig jähre beschieden war, nur der vermag aber auch zu begreifen, wie groß das Glück der Befreiung ist und mit welch heifiem Dankgefühl wir heute vor unserm Fühicr stehen, der unsere Ketten brach und uns einem schweren, ihm aufgezwungenen Kampfe steht. Wir wissen wohl, daß Deutschland der glorreiche Sieg srcber ist. Wir wissen aber auch, daß es p,'M, den Endkampf mit voller Kraft zu lü'iien. Das wird umso leichter und mit umso geringeren Opfern an Blut möglich sein, wenn jeder von uns auf dem Posten, auf wieder ein Leben gab, das lobenswert und voll aller Schönheit ist. Und unser Gelöbnis, das wir zum heutigen Tag dem Führer darbringen, als Söhne und Töchtcr, die nach langer Irrfahrt in der Fremde wieder heimgofiiiKien haben ins Vaterhaus, es heißt: Liebe und Treue, Ihm wollen wir uns freudig schenken mit Leib und Seele. Ihm wollen wir fortan gehören mit allem Guten, dessen wir fähig sind. Denn der Führer ist Deutschlaml. Wir wissen, daß Deutschland noch in den er gestellt ist, steine Pflicht — und mehr als seine Pflicht — tut. Wenn Deutschland es verlangt, dann wollen wir jede Entbehrung ertragen und jede Last gerne auf uns nehmen. In frohem Gehorsam wollen wir dienen. Nur ein Gedanke soP • ns sein zu jeder Zeit: Führer, befiehl du, wir werden dir in unwandelbarer Treue folgen. , Unser aller Wunsch und Gebet aber ist: Der Herrgott segne, schütze und erhalte unsern Führer! A. Ger. 3)er 5eutfd)e Gieg Berlin, 19. Ajprit. Das OberkornTtiaTido der Wehrmacht L'ab gestern bekaimt: »Wie berehs durch SondermejdunK bekanntgegeben, hat am 17. AprM abends die gesamte serbische Wehrmacht, soweit sie noch nicht entwaffnet war, kapituliert. Die Kämpfe b Jugoslawien finden damit am 18. AprH, 13 Uhr, ihren AbSchhiß. Gefangenen- und Beutezahlen sind noch nicht annähernd zu ermitteln. Die Besetzung der letzten Teile des serbischen Gebietes durch deutsch-ltalieni-Sehe Truppen steht vor der Vollendung. An der dalmatinischen Küste besetzten italienische Truppen Ragusa (Dubrovnik) und Mostar, sowie im Vorgehen von Süden Cetinje. In Nordgriechenland entwickelten sich die Kämpfe trotz schwierigster Gelände-und Witterungsverhältnisse sowie zahlreicher StraUenzerstörungen weiterhin erfolgreich. Es wurden über 17.000 Gefangene gemacht und zahlreiche Geschütze, darunter 25 schwere, erbeutet. Zwölf englische Panzerspähwagen kowi-ten vernichtet werden. Bei einem Vorstoß gek^en die briiisclic Südostküste versenkten Schnellboote, wie bereits bekanntgegeben, aus einem ficicitzug vier bewaffnete feindliche Han-delssoUiffe mit insgesamt 13.000 brt. und beschädigten ein weiteres Schiff schwer. Die Luftwaffe führte in der letzten Nacht mit starken KampffUegerkräften abermals einen harten Schlag gegen den Kriegshalen Portsmouth. Durch Abwur! vieler Tonnen von Spreng- und Brand-bomben bei guter Sicht entstanden Schwere Schäden im fiafengebiet und in den Dockanlagen. Volltreffer riefen viele Großfeuer und zahlreiche kleine Brände in der Staatswerft und in anderen kriegswichtigen Zielen der Stadt hervor. Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung belegten am Tage im Tiefangriff eine Fabriksanlage an der schottischen Ostküste wirksam mit Bomben schweren Kalibers und versenkten in der Themse-mnndung einen Frachter von 2000 brt. Jagdflieger schössen an der Kanalküste ein britisches Kampfflugzeug voirx Muster Bristoi-Beaufort ab. Flakartillerie vernichtete zwei Jagdflugzeuge vom Muster Spitfirc. In Nordafrika wiesen die deutschen und italienischen Truppen mehrere feindliche Angriffe auf Sollnm und Ausfallsversuche aus dem englischen Tobruk ah. — Deutsche Kajiipfflugzeuge bombardierten in den Abendstunden den Hafen La Valetta auf der Insel Malta. Der Feind warf in der letzten Nacht an verschiede^ien Orten Nord^, West* und Mitteldeutschlands wahllos Spreng-und Brandbomben. Trotz der Warnung, die die deutsche Luftwaffe In der vergangenen Nacht durch den gewaltigen Vergeltmigsangriff auf London gegeben hatte, drangen stärkere Kräfte wieder bis an die äußere Flaksperre Berlins vor. t:s gelang jedodi nur einzelnen Flugzeugen, den Feuergürtel bis zum Stadtilmern zu durchstoßen. Hier wurden sie duroli Seite 2. »Marburger Zeiturvg«, 19.u. 20. April 1941 Folge S8 Vernichtete i^offnunoen 2>ad raf(t>e en Qßi&trjtanöe« bat Oie 3ein6e :i)eulf(()lan60 tchtoer eeiroffcn / 2>ie £age Der Griten in ettfioffturopa fft Ooffnung^ioe starltes Abwehrfeuer am gezielten Bombenabwurf gehindert. Vier öffentliche Gebäude, darunter erneut die Staatsbibliothek, sowie etwa zehn Wohnhäuser erlitten Schäden. Die Anzahl der Verletzten ist gering. Auch im übrigen Reichsgebiet sind die Scjiäden unerheblich. Bei diesen Angriffen wurden sechs feindliche Flugzeuge vernichtet, davon vier durch Flakartillerie, eines durch Marineartillerie. In der Zeit vom 16. April bis zum Morgen des 18. April wurden 24 Flugzeuge der britischen Luftwaffe abgeschossen und eine größere Anzahl weiterer Flugzeuge am Boden zerstört. Allein in Tag-luftkäm-pfen am 16. April über dem Ka-iialgebiet schössen deutsche Jäger neun britische Jagdflugzeuge ab. Während der gleichen Zeit wurden zehn eigene Flugzeuge vermißt. Oberleutnant Mölders errang am ifi. April seinen 64. und 65., Oberstleutnant (jalland am 15. April seinen 59. und 60. Luftsieg. Bei dem Schnellbootvorstoß gegen die britische Südostküste zeichneten sich Oberleutnant zur See Feldt als Chef einer Schnell'bootsflottille und Oberleutnant zur See Meentzen als Schnellbootkommandant besonders aus.« j^eute fpri(Ot Vr. Berlin, 19. April. Am Vorabend des Geburtstages des Führers spricht heute, Samstag abends um 19 Uhr Reichsminister Dr. Goebbels über alle deutschen Sender. Seine Ausführungen werden von MusikstücKen begleitet sein. ^(flaogt Me j^dufrr! Berlin, 19. April. Reiohsminister Dr. Goebbels fordert die Bevölkerung auf, aus Anlaß des morgigen Gebirrtstages des Führers und Obersten Befehlshabers dio Häuser bis zum Sonnenuntergang zu beflaggen. Ollontenrgro gegen diu ferOifd^e 3ocD Bittelegramm an den Duce — 800.000 Albaner warten auf ihre Befreiung Rom, 19. April Das in Tirana zur Befreiung Montenegros errichtcte Komitee wandte sich in ei-nejn Telegramm an den Duce, in dem die Hoffnung ausgesprochen wird, daß die Montenegriner vom serbischen Joch erlöst werden und innerhalb der Neuordnung des Balkans ein freier Staat Montenegro errichtet wird. Nach italienischen Angaben beträgt die Zahl der im bisheri-gen Jugoslawien lebenden Montenegriner etwa eine Million. Wie die italieniche Presse berichtet, liefen bei den diplomatischen Vertretjn-gen Italiens im Auslande eine große Anzahl von Botschaften und Appellen ein, in denen die Kossowo-Albaner die Befreiung ihrer Heimat vom serbischen Joch erbitten. Die Stärke der albanischen Volksgruppe in Serbien wird auf 700.000 Albaner beziffert. ^orgeiDen ioar rid^tig Die Tschechen und die Ereignisse auf dem Balkan he. Prag, 19. April. Die tschechischen Blätter stehen vollkommen im Zeichen der großen Erfolge der deutschen Wehrmacht im Krieg gegen Serbien. In den Kommentaren kehrt ständig der Gedanke wieder, daß die Ereig. nisse der letzten Woche in Södslawien die Richtigkeit des Vorgehens des Staats. Presidenten Dr. Hacha im März 1939 ein. deutig bestätigt haben. »Vecer« legte drei führenden Funktionären der tschechischen Arbeiter- und Angestelltenbewegung die Frage ver, was sie von der Einstellung Griechenlands und Südslawien-s hielten imd in welchem Licht die Entscheidung Dr. Hachas angesichts der gegenwärti-' '*cn Ereignisse erscheine. Die Auffassung fler Befragten geht übereinstimmend da. hin, die Entscheidung des Staatspräsidenten sei nicht nur der einzige mögliche, sondern nucli der einzige erfolgverspre. chende Weg gewesen. Berlin, 19. Ap'il. Die bedingungslose Kap^ulatlon der Reste des besiegten serbischen Heeres bat auf die Welt einen defen Eindruck gemacht. Der furchtbare Schlag, der Jugoslawien getroffen hat, bedeutet eine Schwere Niederlage für die Urheber der verräterischen Verschwörung am Bal-i(an. Der Kampf, den Deutschiand gegen die Verschwörung der Belgrader Militärclique gegen Berlin führt, hat Lond(»n und Washington besonders schwer ge- R 0 m, 19. April. Wie das italienische Hauptquartier m seinem Bericht von Freitag mitteilt, haben die motorisierten Kolonen der II. Armee nach der Besetzung von M o s t a r und Ueberwindung des letzten feindlichen Widerstandes bei Metkowitsch Ragusa erreicht und sich mit den von Albanien kommenden schnellen Truppen vereinigt, die Ceti n je und Cattaro besetzt haben. An der griechischen Front ist das Umgehungsmanöver der zwischen dem Osum-Fluß und dem Meer stehenden feindlichen Armeen im vollen Gang. Pre- Berlin, 19. April. Nach einer Londoner Meldung verkündete gestern abends den britische Blockademinister, daß unter die englische Blok- Berlin, 19. April, Nach einer Funkmeldung erklärte gestern der stellvertretende Ministerpräsident von Australien, die Lage Großbritanniens im Mittelmeer sei jetzt sehr ernst. Seine Erklärungen müssen London sicherlich sehr enttäuschen, da er sagte, die ersten Schiffe für England würden in Australien erst in einigen Monaten auf Stapel gelegt werden. Der Bau der Transportschiffe würde mindestens ein Jahr erfordern. Budapest, 19. April. Ueber die beispiellosen Leistungen der deutschen Soldaten findet die ungarische Presse Worte größter Anerkennung. Das Regierungsblatt »Függetlenseg« schreibt, bei dem südslawischen Feldzug sei alles wieder zur Geltung gekommen, was die deutsche Ueberlegenheit kennzeichnet: todesverachtender Mut, äußerste Pflichterfüllung, bestes Material und das genialste Generalkorps der Welt. Das nationalso- troffen. Die deutschen Divisionen hatten diesmal einen sonst tapferen Gegner vor sich, der schon von allem Anfang an recht gut wußte, daB der Kampf gegen den übermächtigen Gegner aussichtslos war. Sdne Truppen waren aber auch von allem Anfieginn an verzagt und aus dem Gleichgewicht gebracht, weil leder Soldat recht wohl wußte, daß Jugoslawien ein künstliches Gebilde war and aus einem Gemisch von Völkern tiestand. Er wußte nie recht, weshalb er für Bel- meti, Argyrocastro und Porto Palermo sind in italienischen Händen. Der von italienischen Truppen überall verfolgte und von Luftstreitkräften mit Maschinengewehrfeuer und Bomben belegte Feind zieht sich in Unordnung zu-«ück und läßt dabei viele Gefangenen und Beute aller Art zurück. In Nordafrika wird die immer enger werdende Einschließung der Festung Tobruk fortgesetzt. Südlich von Dessie (Ostafrika) wird dem Feind, der dort seinen Druqk verstärkt, energischer Widerstand entgegengesetzt. kade jetzt auch Jugoslawien falle. Mit anderen Worten heißt dies, Serbien werde jetzt fallen gelassen, da es England nicht mehr brauche. Die Serben könnten somit ruhig verhungern. N e w y 0 r k, 19. April. Oberst Lindbergh erklärte gestern, die Vereinigten Staaten könnten den Krieg nicht für England gewinnen. Er betonte auch. Amerika könnte das Schicksal Englands nicht mehr abwenden. Die Lage Großbritanniens sei jedenfalls verzweifelt, weil es schon so riesige Schiffsverluste erlitten habe und weil seine Industrie vernichtet sei. __ zialistische Deutschland habe den Heldenmut, der früher nur Auserwählte kennzeichnete, zu einer Massentugend entwik-kelt. Jeder Sohn der ungarischen Nation folge mit Bewunderung den deutschen Soldatenleistungen. Die Budapester Blätter befassen sich eingehend mit den militärischen und politischen Entwicklungen, deren hervorstechendstes Ereignis der Zerfall Südsla-wiens ist. »Keftö« schreibt, der letzte in grad immpfen sollte. Die Kri^shetzer-werden endlich einsehen, daß ihre Hoffnungen, Deutschland aus ein^ neuen Richtung anzugi^lfen, endglltlg zerschlagen sind. In London und Washington herrscht deshalb große Enttäuschung. In London besonders Ist man über den Balkan sehr enttäuscht und man Ist entsetzt über das Ausmaß des Unglücks, das von Stunde zu Stunde größer wird. Für die Briten ist in Stidosteuropa ^ne hoffnungslose Lage entstanden. Versailles geborene Staat sei zugrunde gegangen wie ein leichtsinniger junger Gutsherr, der in einer einzigen Nacht sein ganzes Erde verspielt habe und sich dann zwischen zwei Gläsern Sekt eine Kugel durch den Kopf jage. Der Belgrader Putsch könne mit nichts anderem verglichen werden als mit einem pelage, wo Radaubrüder beim Tipperarylied in Gesellschaft- von Juden, Freimaurern und Engländern alles vergeudeten. Es gebe in der ganzen Geschichte kein zweites Beispiel für eine derartige Selbstenthauptung einer Nation. Auch die Polen seien leichtsinnig gewesen, aber sie hätten wenigstens anführen können, daß sie an die englische Garantie glaubten. „Oitadglieberunq on Ungarn öoBjogen" Die Honved-Trupf>en besetzten die befohlenen Gebiete —125 Kilometer in 3 Tagen bewältigt — Fallschirmtruppen hielten die Brückenköpfe Budapest, 19. April. Am zweiten Osterfeiertage gab der Chef des Honved-Generalstabes bekaiiitt, daß die ungarischen Truppen das Gebiet zwischen der Theiß und der Donau sowie das Mur-Gebiet besetzt haben. Gleichzeitig teilte der Bericht des Generalstabes mit, daß damit die Rückgliederung der Gebiete an Ungani vollzogen ist. Die Nachricht von dem Eintreffen der Honved-Trupipeai an der alten ungarischen Donau-Grenze hat in der Bevölkerung große Begeisterung ausgelöst. Dankbaren Herzens gedenkt das ungarische Volk der deutschen Freundschaft, der es den neuen großen Erfolg in dem gleichen Maße verdankt wie der ungarischen Staatsführung, die von ihrer festen und kompromißlosen Haltung gegenüber Deutschland niemals abgegangen ist. Mit Genugtuung nahm die Öffentlichkeit zur Kenntnis, daß die Honveds das in sie gesetzte Vertrauen nicht enttäuscht haben. In kaum mehr als drei Tagen durchdrangen die Kampfverbände und motorisierten Truppen zwei starke jugoslawische Verteidigungslinien in ei.ier Tiefe bis zu 125 km. An manchen Stellen kam es für die Seriben zu verlustreiciten Känip^en. Außerdem mußte ein gefahrlicher Kampf gegen die Tschetnik-Banden geführt werden, die sich in Dörfern und Städten versteckten und die durchfahrenden ungarischen Tru-ppen überfiel^Jn. Die Hauptarbeit der Ungarn wird sich jetzt deshalb darauf konzentrieren, diese Banden in dem besetzten Gebiet auszurotten. In Neusatz und anderen Orten wurden sogar ungarische Fallschinntruippen eingesetzt, die wichtige Brückenköpfe besetzten und in allen Fällen so lange durchhielten, bis die regulären Truippcn erschienen. Kodtzis piötziloh gestorben . London, 19. April. Nacfi einer Reuter-Meldtmig verbreitete der Athener Sender gestern die Nachricht, daß der griechische Ministerpräsident Kori'tzis plötzlich gestorben sei. Ferner wurde mitgeteilt, daß Genera? Kauratos zrnn Oberbefehlshaber von Athen ernannt worden ist. Dieser forderte die Bevölkerung auf, sich ruhig zu verhalten. Alle Ansammiudgen sind verboten. Jede Gehorsamsverweigerung wird vHDm Kriegsgericht geahndet. S)ie :Biefe^uno ^aaoflatDiend MOSTAR, RAGUSA, CETINJE UND CATTARO VON ITALIENISCHEN TRUPPEN BESETZT. _ DIE GRIECHEN ZIEHEN SICH AUS ALBANIEN ZURÜCK. _ DIE EINSCHLIESSUNG DER FESTUNG TOBRUK GEHT WEITER. ßnalonö ifl berloren OBERST LINDBERGH ÜBER DIE VERZWEIFELTE LAGE DER BRITEN eerbien ftlnrm ediitffai fiorrfofien 2)ie Sfludtt (er Griten LEBHAFTE KÄMPFE IN NORDTHESSALIEN Berlin, 19. April, Meldungen von der griechischen Front besagen, daß sich in Nordthessalien sehr lebhafte Känipfe abspielen. Die deutschen Abteilimgen smd bereits weit über die Berge vorgC'drungen. Charakteristisch ist, daß den eiligen Rückzug der Englän- der jetzt australische, neuseeiländiscUe und griechische Truppen decken. Die Deutschen Verbände stehen nun mit Au* straliern und Neuseeländern in Ge|echts-fühlung. Bisher wurde bereits eine große Anzahl von Kriegsgefangenen und eine große Menge Beute eingebracht. 2)a0 genlalfte ®enercUdforpd 5er UNGARN BEWUNDERT DIE BEISPIELLOSEN LEISTUNGEN DER DEUTSCHEN SOLDATEN. — »JUGOSLAWIENS SELBSTENTHAUPTUNG OHNE BEISPIEL IN DER WELT«. Folge 88 »Marburger ZcitunK<<:, 19. u.^O. April 194! Seite 3, Der Führer und se.ne Soldaten 9finf SSegegnungra mit Qllwii Wir Soldaten haiben oft genug Qele-genli€tt, bei den ceschiohtlich bedeutenden Geschehnissen des Qroßdeut-sohen Reiches den Mann zu sehen, dessen Qeist und l^ülvrimg wir diese polrtischen Ereiffnisse zu verdanken haben. Hier >'"erden nun fünf verschiedene Vorgänge aufgeschrieben, die füni Soldaten erlebten, und von denen jeder einzelne ein Teil des Lebens dieser Soldaten wurde. Der Führer und der Schütze Kühne Frühiahr 1936. In einem der riesisren neugebauten KasemenblÖcke ehier ostdeutschen Stadt kommt der Befehl durch: der Führer besichtigt in den nächsten Tagen die neue Kasenic. Die 5. Kiitiipa-nie stellt die Wachc. In allen Blocks beginnt ein emsiges Arbeiten, Rc!ni'j:cii — kurz: der Koiniiiillapparat koiiinil in Scliwinu;. Die tbcMviidcrs zu^aiiMivjnse-stelite Waclie der 5. Kompanie exerziert von früh bis spät Wachdienst. »Wache rrrrrausl« Jeder SoMat kennt diesen Vorgang. Und Jeder weiß auch, daß in diesen zwei, drei Tagen die Hosen unter dem Strohsack gebügelt, die Feldblusen wieder und wieder aufgebürstet, die Stiefel wieder imd wieder gewiclist werden. Bis der Tag kam. Die Wache stand nwn auf dem kleinen Platz vor dem Wirtschaftsgebäude I. Es insptzlerte der Wachhabende — ein aufgeregter Unteroffizier. Der FeMwebel Der Lentnamt. Der Hauptmann. Der BataiHonskiommandeur. Der Regimentskommanie^ineriraner iommen 3)annließer auf DeutfcbeiciDi^^cn »Marburg wieder deutsch!« Uie den slowenischen Soldaten Maisters übr-r-ein Fanfarenruf durcheilte diese hiip„ „„h uu. r Kunde das Land. Die zwanzig- jährige Sehnsucht der Steirer, die r^-i^ ^ in all den bitteren Jahren keine i Schrankcnloovc Diktatur klfnme 'hTt SiSi 1^."' die volle mililäns,;l,e marsch unserer Wclimiacht ®pj.| ""d politische Gewalt über Marburg und füllung gefunden. damit über das untcrstcirische Hinr'jrland Wir bringen nachstehend einen mit seinen deutsrhen Städten und Mdrl-'- »Marburger Zeitung« Norbert Jahn über den Bluttag in Marburg, am 27. Jänner 1919, der zur Tragödie des ganzen steiri-schen Unterlandes wurde. Er selbst war Zeuge dieser entsetzliche Stunde, Noch dachte nach dem Zusaninienbruch unserer Fronten nicht eine deutsche Seele im steirischen Unterlande, daß dieses ein Annex eines neuen slowenischen Staatsgebildes worden wird. Der Deutsche Volksrat arbeitete Pläne aus, die im Einvernehmen mit der slowenischen National assistenz den deutschen Gcmeindcrat auf und konnte nun schrankenlose Diktifur ausüben. Dies alles konnte aber nur deshalb geschehen, weil die neuen Machthaber in Wien und in Graz auch die geringste materielle Hilfeleistung für das steiri- sche Unterland ablehnten. So leicht w.ir-de das Erobern noch nie gemacht. B';;! einem Pestban^kett, welches General Maister später in St. Egydi bei Spielfeld gab, schloß er seine Rede mit den Wof'en: »Ich erhebe mein Glas auf die Trol^ein von GrazI« Auch die Laibacher Blätier regierung in Laimbach das deutsche ! später, daß man auf eiion der Sprach- und Einflußgebiet im steirischen 1 gehofft hatte; auch Unterland vom krainerlsch-slowenischen Machtbereich scheiden und zur friedlichen staatlichen Auseinandersetzung führen sollten. Aber bald wurde man gewahr, daß man in Laibach nicht an eine friedliche Auseinandersetzung dachte, sondern darauf bedacht war, Untersteiermark sich gewaltsam Untertan zu machen. Ur^iltes deutsches Land verraten sie versipotte.ten die Regierungsgewglton in Wien und Graz. 10,000 Deutsche demonstrieren vor den Amerikanern Unter Geiselaushebungen und Qualen vergingen die Tage. Da kam am 27. J inner die Nachricht, eine ainerikanisohe Kommission werde noch vormittags, vom Norden kommend, in Marburg untie^fm. Aber das Ärgste war die aufdäiiiiii'irn-, ß^'^^e Stadt wurde von einer Flutwel-de Erkenntnis, daß von der Regierung inj'^ Empfindens ergriffen. Man meinte, Wien und von der Landesregi irung in j müsse sich alles wenden. Die aiieri-Graz keine Hilfe zu erwarten ist. Doktor l':l:cr Gewalt befindet, und waren wie gelähmt, als sie bei der Ariikunft in Marburg Maschinengewehre auf den Zug gerichtet sahen. Maister hatte inzwischen alle deutschen behördlicher Vertreter abgesjtzt und sie durch Organe der Laibacher Nationalregierung ersetzt. Jedes Telephongespräch stand unter slowenischer Kontrolle. Marburg war von jeder Verbindung mit den deutschen Städten und Märkten im Unterland aibgeschnitten und auch die von der Front heranrollendcn Truppen- und Materialtransporte konnten von der Lage in Marburg nicht verständigt werden, so daß sie alle in .Ma'burg in eine große Falle gerieten. So fiel den von Laibach zum General ernannten Meister eine ungeheure Beute in die Ilitnde. Zwar stcllle die deutsche Rcv(Mk^riing in AAarburg später eine eigene Warüe ni'f, die in der n'','iuka.-.<'rni\ 1 rii'-riifr! wurde, aber zur NaUiUeit uurde diese vc-n Marburg eine uralte deutsche die mit allen ihren Gliedern an dem deutschen Volk und an Österreich hängt. Wie ein Lauffeuer eilte jene Nachricht durch die Stadt und in unfaßbarer Schnelligkeit war ganz Alarburg in deutsche Fahnen gehüllt; von allen Dächern und Fenstern wehten sie, Männer und Frauen ließen jegliche Arbeit liegen und zogen zu Tausenden, mit den deutschen Bändern und Zeichen geschmückt, durch die Stadt; da kamen von den großen Südbahnwerkstät-ten auch tausende Arbeiter, improvisie'"te Tafeln tragend, welche Freiheit und Selbstbestimmung forderten; da wurden alle Schulen geschlossen und Lehrer und Kinder schlössen sich den Massen an. Der Menschenstroni zog zur Bezirkshauptmannschaft, wo die amerikanische Kommission, vom General Maister von allen deutschen Repräsentanten ferngehalten, eingetroffen war. Mächtig brausten deutsche Lieder aus lausenden Kehlen durch Straßen und Anlagen. General Maister zog die amerikanische Kommission in den Narodni dorn, um sie von der deutschen Bevölkerung fernzuhalten. Dies sammelte sich unterdessen auf dem alten und neuen Hauptplatze; weit über 10.000 Menschen waren do-rt versammelt, alle von dem heißen Verlangen erfüllt, der amerikanischen Kommision bei ihrem Erscheinen klar und deutlich den deutschen Charakter der Stadt vor Augen zu führen. Dem General Maister und seinen noiiii-schen Beratern, wie Dr. Verstovschek, Dr. Rosina und anderen, mußte alles daran liegen, der amerikanischen Kommission einen machtvollen deutschen Eindruck fernzuhalten, um jeden Preis. Das Blutbad t)eginnt,.. Dicht gedrängt bis zu den Häuserreihen, bis an die Straßeneinmündungen, standen'dio Massen wartend, ruhig und still. Da stimmte der Arbeitergesangver-ein »Frohsinn« einen Freiheitschor an. Bevor die letzte Strophe verklang, eilten etwa 20 Mann von Maisters Truppe im Laufschritt durch die Kerrengasse zum Hauiptplatz; dort drängten sie sich neben den Büigersteig durch die Menschenmassen dem Rathaus zu. Ich war der Anschauung — und mit mir alle, die das Schauspiel sahen — daß 'es sich um eine Ehrensalve für die Amerikaner haiole, wenn diese, vom Narodni doni kommend, den Hauptplatz passleren und deshalb rief ich den vor mir stehenden Massen zu, Platz zu machen. Rasch kamen nun Maisters Soldaten bis zum Rathaus. Doit machten die beiden Reihen eine Viertelwendung links, so daß sie, das Rathausgebäude im Rücken, mit der Front gegen die Massen standen. Im nächsten Augenblicke — ich hörte kein Kommando, obwohl ich hart anschließend neben den linken Flügelmännern der Truipipe sland, rissen die Soldaten die Gewehre vjn den Schultern uniQ gaben vorerst eine Salve in die Luft ab. Aber schon im nächsten Augenblick senkten sie die ^Gewehre, hielten sie wagrecht über die Köpfe der vor ihnen stehenden Menschen und nun begann ein wildes, regelloses Schießen auf die Masse. Zuerst waren die Tausende wie erstarrt; doch dachte man noch immer an die Ehrensalve. Aber da schrien urplötzlich in wildem Schmerz Dutzende Getroffene, Männer, Frauen und Kinder; uid immer noch rasselte das Feuer fort, wie wenn es aus Maschinengewehren käme. Da erkannte man die Ungeheuerlichkeit. Da wurden auf der Flucht Männer, brauen und Kinder zu Boden gestoßen, andere traten im Fluchtgedränge'auf die am Boden liegenden Leiber. Aber Immer noch pfiffen Kugeln in die wehrlosen Menschen hinein. Anscheinend auch vom slowenischen Priesterhause her, denn auch aus jener Gegend erhielten Menschen Kugeln in den Rücken. Meuchelmörder t)eglückwünschen sich Bis endlich der Hauptplatz leer war; die Toten und Verwundeten lagen einsam auf dem blutü'berronnenen Pflaster. Maisters Soldaten hatten die Männer, Frauen S)(r jtraftftentDagrniwrfeDr der !7lri(d6j)ofi ff) eröffnet MARBURG IST AUSGANGSPUNKT FÜR ELF KRAFTSTELLWAGEN LINIEN. Die Reichspostverwaltung hat unverzüglich Maßnahmen getroffen, die darauf hinausgehen, die Lücken, die der Eisenbahnverkehr infolge der Zerstörung von Brücken und Tunnels aufweist, sofort auszufüllen. Anderseits galt es, den Kraftstellwagenverkehr mit der näheren und weiteren Umgebung Marburgs sobald wie möglich zu erneuern. Zu diesem Zweck verkehren ab heute die Kraftstellwagen der Reichspost auf nachstehenden Linien: Marburg—^raz, Marburg—Cüli, Marburg —Unterdrauburg—Wind'.schgraz, Marburg—Mahrenberg, Marburg__Luttenb'crg, Mar bur^ Radkersburg, Marburg—St. Martin, Marburg—Lemhacb, Marburg— Witschein» Martnirg—Leutschach und Cilli—Rohitsch-Sauerbrunn, Aus technischen Gründen sind wir heute noch nicht in der L3g<>, alle Abfahrtszeiten in fahrplanmäßiger Form mitTUtei-len. Wir bc5^innon viber dnmit cuKiOSsive und werden in Fortsetzungen die Abfahrtszeiten der Kraftstellwagen auf den genannten Linien der Reihe nach zum Abdruck bringen. Wie die Reichspostbehörde mitteilt, werden auf der Linie Marburg—Graz nur Personen befördert, die dem Lenker ordnungsmäßige Grenzübertrittsscheine vorweisen können. Zur Beförderung auf den übrigen Linien sind vorläufig, soweit Platz im Wagen vorhanden, ausschließlich nur Personen zugelassen, die im Interesse der Allgemeinheit reisen (Beauftragte der Verwaltungsbehörden und der Formationen, Volksdeutsche) sowie andere Personen, bei denen ein zwingender Grund die Fahrt rechtfertigt. Alle bisher verlautbarten Fahrpläne werden mit der Veröffentli-I chutig der neuen Abfahrtszeiten außer .Kraft gesetzt. und Kinder in die Straßen verfolgt, zu 1 Boden geschlagen, mit Füßen getreten, Fraui die Haare ausgeribsen und am Erd boden weiter mißhandelt; dann stürtzten sie auf die Häuser und rissen die Fahnen herunter. Nun erschien General Maister sr'lbst auf dem leeren Hauptplatze; mit ihm der neuernannte slowenische Stations kommandant Hauptmann Zwirn. Beide reichten sieh — ich habe diese Sz;ene von einem Geschäfte aus beobachtet, in welches ich mich mit meiner Familie rettete — zwischen Toten und Sterbenden auf dem mit Gehirn und Blutspritzern bedeckten Pflaster stehend, strahlenden Gesichtes lachend die Hände und plauderten in der besten Siegerlaune. Zugleich kam von der Herrengasse ein Trupp national geschulter slowenischer Gymnasiasten vom Lande; auch diese stellten sich vor die Toten und Sterbenden und riefen dreimal ein frohes lautes »Ziviot« dies-er grauen.haften Bluttat. Nun endlich wurde vom General Maister die amerikanische Kommission aus dem Narodni dom geholt und ein Stück ihrs weiteren Weges geleitet. Sie fuhr über den leeren Hauptplatz, durch menschenleere Straßen; sie sah nicht mehr die deutsche Bevölkerung, glauibte den Worten der slowenischen Begleiter, daß Marburg eine slowenische Stadt sei und daß sich auf dem Hauptplatz nur ein unbedeutender Vorfall aibgespielt habe, hervorgerufen durch einige deutsche Provokateure ... Niemand hörte die Stimitie des Bhites Nun waren Marburg und dajnit alle kleineren deutschen Städte und Märkte im unbestrittenen Besitze Maisters. Die Diktatur wurde schrankenlos; well sich Marburg und d^as Unterland nidit wehien konnten, verhallte auch der Ruf nach einer Volksabstimmung gehörlos bei der Friedenskonferenz. Das war der Erfolg der Gewalttaten im steirischen Unterland' und die Folge davon, daß die Regierungen in Wien und Graz des deutsche Unterland im Stich ließen und es m semer höchsten Not auf die »Demokratie der Westmächte« vertrösteten. Hätte sich Kärnten ebenso verhalten, würde es das bittere Schicksal des steirischen Unfsrlan-des geteilt haben. OBofier fporni! Der nördlich der Drau liegende Stadtteil ist infolge der Zerstörung des über die Reichsbrücke führenden Wasserlei-tungsrohres derzeit nur notdürftig mit Wasser versorgt. Um alle Wasserabneh-mer mit der imbediiigt nötigen Wasser-nienge versorgen zu kömien, müssen folgende Sparmaßna>hmen strengstens eingehalten werden: Das Waschen von Kraftfahrzeugen ist verboten. Zum Baden steht das städt. Bad zur Verfügung, das Benützen der privaie^i Badezimmer ist weitgehendst ehizu-schränken. Die Zapfhähne sind nach Benützung sofort wieder gut aibzuschließen. Rinnende Hähne oder Klosettleitungen sind unverzüglich durch einen befugten Installateur reparieren zu^lassen. Waschwass.er und dergleichen ist nicht wegzuschütten, sondern zur Sipoilting der Klosette zu verwenden. Da diese SpannaßnaJimen nur vorübergehend sind und im Interesse der Allgemeinheit liegen, wird gewissenhafte Befolgung erwartet, um nicht Strafmaßnah-men einführen zu müssen. Der politische Kommissar der Stadt Marburg a. d. Drau: Knaus Aufruf an die ZMtHaatspensionlsten in Maiburg. Zwecks Sicherstellung und Beschleunigung der AttszahJung der Ruhestands-gebühren pro Mai 1. .L werden alle Zlvll-staatspensionlsten aller Standesgruppen imd Verwailtungszweige aufgefordert, ihre Zahlungsbüchel (»Platne knjizice«) mit dem letzten Abschnitte der Pensionsanweisung pro Aprü im Vcreinslokale des Vereins der Staats, und autonomen Pensionisten am RathauspTatze unter den Arkaden ab/ugeben oder dorthin zu senden. Für Mi'litiirpensioiiisten und Kriegs-mvalidc werden Weisungen folgen. Der Vereii der staatlichen Rufiev^tfindler. Folge 88 »Marburger Zeitung^, 19. u. 20. April 1941 Seite J 3)ir Unterfleiermarf Danft öem SüDrer KUNDGEBUNGEN AUS ANLASS DES GEBURTSTAOES DES FÜHRERS Die festliche Stimmung, die die Bevöl-kerur:; der Untersteiermark erfüllt, wird ihren Höhepunkt in einer Feierstunde finden, di€, wie schon berichtet, am 20. April, dem Geburtstag des Führers, um 9 Uhr vormittags auf dem Sophjeniplatz in Marburg stattfinden wird. Den Auftakt zum Festtag wird schon heute ein Konzert des Geibietsmusikiuges und der Obergausingschar im Götz-Saal darstellen. Am Sonntag wird die Feierstunde mit einem Wecken der MusikzUge eingeleitet, deren Spiel die Bevöikerung^von Marburg in freudige Stimmung versetzen wird. Die Feierstunde selbst, die um 9 Uhr beginnt, wird mit Fanfarenrufen eingeleitet werden. Den weiteren Rahmen bilden Lieder mit Vorspielen und Sprüchen. Die Rede zum Geburtstag des Führers hält Pg. Ste i n dl. Der Abmarsch der teilnehmenden Formationen nimmt vom Sophieniplatz seinen Weg durch die Elisabethstraße über den Tappeiner-Platz, die Tegetthoffstraß'e, Burg-Platz, Burggasse und Herrengasse zum Hauptplatz. DER c::EF DER ZIVILVERWALTUNG IN DIR UNTERSTEIERMARK Drrorßnuna 2)(r jlaff(nbtrfe6r 5rr (9el6-mfHtute in TDarbu g Bekanntmachung Um der Bevölkerung die Abwicklung ihrer dringcnsten Geldgeschäfte zu ermöglichen, werden die nachstehend angeführten Geldinstitute ihre Schalter ab Montag, den 21. April 1941 für den Kassenverkehr in der Zeit von 10—13 Uhr geöffnet halten: Erste Kroatische Sparkasse, Filiale Marburg CPrva hrvatska ätedionica, po-dru2nica Maribor); Gemeindesparkasse in Marburg (Mest> na hranilnica, Maribor); Genossenschaftliche Wirtschaftsbank, A. G., Laibach, Filiale Marburg (Zidruz-na gospodarska banka d. d. v Ljubljanl. podruXnica Maribor); Jugoslavische Unionbank, A. G., Tilia-le Marburg (Jugoslavenska udruzena batika d. d., podruznica Maribor): Laibacher Kreditbank, Filiale Marburg (Lmblianska kreditna banka, pod'ruznic:i Maribor); Marburger Kreditanstalt, Marburg (Ma--iborsilö kreditni zavod, Maribor); Untersteirische Volkssparkasse in Marburg, Marburg (SpodnjeStajerska ljudska poisojilnica v Mariboru, Maribor). Aufruf an gewesene Jahn-Turner Gewesene Mitglieder des Turnvereines »Jahn« (Tumerbund) mögen sich sofort melden bei Alois Dadieu, Tegett-hoff Straße 1. ni Die Diensträume des Stadtschul-amtes Marburg befinden sich in der Tc-getthoftstraße Nr. 12, 1. Stock. Alle Vorsprachen in SchuJangelegenheiten sind nur dort vorzubringen. Parteienverkehi täglich von 9 bis 11 Uhr vormittags. Telefon Nr, 24-41. Krattpostlinien der Deutschen Reichsposi ÜBER DEN ERWERB VON GRUNDEIGENTUM, GEWERBUCHEN UNTERNEHMUNGEN UND ANTEILSRECHTEN IN DER UNTERSTEIERMARK Zur Sicherung der mir zur Fertigung des Deutschen Volkstums in der Untersteiermark übertragenen Aufgaben ordne ich auf Grund der mir erteilten Ermächtigung an: § 1. Bis auf weiteres ist der Erwerb von Grundeigentum, von Anteilen und Berechtigungen an solchen, sowie von Forderungen, die im Grundbuch gesichert sind, ferner der Erwerb von Betrieben sowie An-teHsrechten an Unternehmungen und Betrieben einschließlich Beteiligungsn an solchen nur mit meiner Genehmigung wirksam. Das gleiche gilt auch für Zwangsvollstreckungen, Pfandverwertungen und Vorverträge, die sich auf die in Satz 1 erwähnten Rechtsgeschäfte bczie-hen. §2. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung in Kraft, sie gilt auch für Rechtsgeschäfte der im § 1 erwähnten Art, soweit diese in der Zeit vom 1. .April 1941 bis zum Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung abgeschlossen worden sind. __§3. Zuwiderhandlungen werden nach 9 der Verordnung vom 14. April 1941 bestraft. Marburg a. d, Drau, den 16. April 1941. Uiberreither. tailM iDill »um ettfrifdben j^matbunö Die großen Maueransdiläge, auf 4eoen die Gritoduaig des Steirischeu Helmat-bu-ndes angekündigt wird, sind nach wie vor für die gesämto Bevölkerunir oime Unterschied des AHers und Geschlechts Gegenstand lebhaftester Aufmerksamkeit. Der Plan, eine Gemeinschaft aller aufbauwitHgen Menschen des Unterlandes zu schaffen, mußte ja von Anfang an geeignet sein, überall Zustimmung und Hingal)e zu wecken. Die Vorbereitungen für die Gestaltung dieser großen Organisation sind hn Gange und werden Ii Kürae verlauthart werden. Schon hsute aber steht ■unzweifelhait fest, daß die Bevölkerung der Untersteiermark dem Rufe des Reichsstatthalters freudig folgen wird. 9er 3ug0berfe(>r Die Bewilligung der Polizei am Domplatz in Marburg ist vorläufig nur für die Reise nach Laibach und Agram einzuholen. Der Arbeiterzug Nr. 515/1 und' 1122 nach Pragerhof und zurück verkehrt nur an Werktagen. Ab Montag, den 21. April verkehren auf der Strecke J\Aarburg (Kärntnerbahnhof) —Maria Rast und zurück wieder die Personenzüge Nr. 9022 ab Marburg (KSrnt-nerbahnhof) um 3 Uhr 56 Min. und Nr. 9023 ab Maria Rast um 4 Uhr 33 .V\in. Marburg — Cilli Giltig ab 19. April 1941 bis auf Widerruf 1 2 3 km 7.30 12.00 17.00 —. 7.35 12.05 17.05 1 ao6 12.36 17.36 13 8.32 13.02 18.02 23 9.10 1340 18.40 38 9.15 13.45 18.45 38 9.52 14.22 19.22 56 10.10 14.40 19.40 64 Haltestelle 1 ab Marburg, Hauptpost an 8.20 Marburg, Realschule 8.15 Frauheira 7.44 Windisch-Feistritz 7,18 an Gonobitz ab 6.40 ab Gonobitz an 6.35 Hohenegg 5.58 an Cilli, Postamt ab 5.40 14.40 14.35 14.04 13.38 13.00 12.55 12.18 12.00 18.40 18.35 18.04 17.38 17.00 16.55 16.18 16.00 Marburgr — Peltau Giltig ab 16. April 1941 bis auf Widerruf 1 - 2 km Haltestelle 1 2 9.00 17,30 ab Marburg, Hauptpostamt an 7.00 17.00 9.05 17.35 1 1 I Marburg, Realschule > 6'55 16.55 9.26 17.56 8 St. Nikolai 6.34 16.34 9.40 18.10 14 St. Johann am Draufeld 6.20 16.20 9.50 18.20 20 Windischdorf 6.10 16.10 9.55 18.25 23 > f Haidin 6-05 16.05 10.00 18.30 26 an Pettau, Postamt ab 6.00 16.00 Marburs • Unt. Drauburs - Windischgrai Giltig ab 16. April bis aul Widerruf 1 2 km Haltestelle 1 2 9.00 18.30 — ab Marburg, Hauptpostamt an 8.20 17.00 9.05 18.35 1 1 1 Marburg, Realschule j 8.15 16.55 9.25 18.55 13 Zellnitz 7.55 16.35 10.00 19.30 32 Fiesen 7.20 16.00 10.20 19.50 42 Mahrenberg 7;00 15.40 10.33 20.03 46 > r Hohenmauthen 1 6.47 15.27 11.00 20,30 60 an Unter Drauburg ab 6.20 15.00 11.05 20.35 60 ab Unter Drauburg an 6.15 14.55 11.35 21.05 70 an Windisch^raz, Postamt ab 5.45 14.25 ^in&li^ofer OllanDI (Sine ®efc^id)te aus Unlerfteier Von Anton Gerschack In einer kleinen Mulde mitten am Berg, iiang steht der Kindlhof. Wenn der Südwind weht, klingt gerade noch ganz leise das Pettauer Geläut zum Hof herauf. Und hier haben fast vier Jahrhunderte lang die Urchbauern gehaust. Eingerahmt hängt noch in der Wohnstube des Hofes ihr Stammbaum. Neben .seine Wurzeln, unter die Namen des Stanunelternpaarcs Balthasar und Bar-bara, geborene Thonhauserin, ist ein kleines Bübl hingezeichnet, das hält einen Schild, auf dem ist zu lesen: »Anno 1466 liab ich allhie angfangt zu gruenen.« Den Stammbaum hat um das Sturmjahr 1848 der Murecker Schulmeister Martin Harp> fcnpichlcr gemacht, wiß manchen andern -lus jener Zelt. Des Schulmeisters Mutter ist ja eine Urchtochler gewesen. Der Kindlhof, der lange ein Hof in der Hinschicht w.ir, hat viel erlebt und von ihm wird nocli heute mancherlei erzählt. So ist zu d'Mi Zeilen des waidfrohen Kaisers Max, des letzten Ritters, der in den Waldungen um den K'ndlhof gejagt hat und Hi-ini llrrlibfitiiTn des öfleren gerastet haben soll, einmal In einer bitter, kalten Wintcrnacht ein kleines Mandl gekommen. Das hat einen großen Buckelsack gehabt und war halbs erfroren. Ist drei Tage, im Hof herunigeschloffen, hat mit einem Hammer überall geklopft und wollte zuletzt aus dem Stall gar nimmer heraus. War dazumal schon hübsch groß, der Stall, sind an die zwei Dutzend Küh und drei Paar Ochsen darin gestanden, wie die Leute heute noch wissen. Den Dirnen und Knechten ist das Mandl recht unheimlich worden mit sei. nem Klopfen und Pochen, haben ge. glaubt, der Huckpack tät die Stallmauern untergraben und zum Einsturz bringen, wär am End ein böswilliger, verfluchter Unrast, der sich dann am Unglück möcht freuen und am toten Fleisch von Mensch und Vieh wollt mästen. Hat das Lötterle aber so gute, treuherzige Augen gehabt, daß ihm der Bauer kein bös Wort mocht sagen. Dann an einem Abend, da der Voll, niond hell vom Himmel htrnlederschien, hat sich das Mandl wieder auf den Weg gemacht, mitsamt seinem Buckelsack, der wohl schwer geworden ist in den paar Tagen, hat auch das Mandl tüchtig hint-über gezogen. Ganz in gutem ist es fort. Brav bedankt hat es sich für Kost und Unterschlupf und der Bäurin als Angedenken ein feins Ringl gegeben,' dem Bauern aber ein silbernes Taferl mit ei. ner leuchtenden Sonn, in der goldig ein nackichtes Kindl ist gestanden. Wollt das Mandl auf die Letzt noch wissen, woher die großen weißen Kieselstein seien, mit denen der Stall dereinst zum guten Teil war aufgemauert worden. Das hat ihm aber niemand sagen können. Tat das Mandl eine Weil sinnieren, hat was in seinen Bart gebrummelt und ist dann davon. Hat aber doch noch einmal kehrt gemacht und dem Bauern mit vorgehal. lener Hand zugewispert: »Wenn der Stall einst niederbrennt, habt auf die weißen Stein und die Zäher acht, die sie schwitzen! Ja nit vergessen! Die Zäher!« Darauf ist das Mandl mit seinem Sack talab im Luchsschachen zwischen den hohen Fichten verschwunden. Die Bäurin hat nun den Ring alle Sonn. und Feiertag zum Kirchgang getragen. Der Bauer aber, hat sich die silberne Sonn mit dem Kindl auf seinen neuen Bauch. Igurt nähen lassen. Bis nach etlichen Wochen der Pfarrer von Mureck Sonn und I Kindl als ein heidnisch Teufelszeug er. j kannte und dem Bauern beides als eine ■ Todsünd scharf verbot. I Ist dem Bauern und der BlLurin nun jZu jener Zeit noch kein Bub und kein ^Maidl in der Wiegn gelegen, obschon die Ehe ins vierte Jahr gegangen war. Aber zu den nächsten Weihnachten ist der erste Sohn dagewesen und dann schier alle |Jahr einer gekommen, bis es ihrer zwölfe waren. Ist auch das ganze Dutzend Bulben auf dem Stammbaum zu finden, dazu noch etliche Töchter. Und seither ver. I blieb der Kindersegen beim Hof, soll da-^nials auch der Name Kindlhof aufgekommen sein. Das Silberblech aber mit der Sonn und dem Goldkindl ist, so wird erzählt, viel später von einem hohen Hwrn nach Wien verbracht worden und der Kaiserin Maria Theres dermaßen lieb gewesen, daß es gar neben ihrem Bett auf einem eben-holzenen Postament! hat stehen müssen. Wie das die Leut vom Kindlhof gehört haben, sind sie völlig stolz geworden und haben lachend gemeint, der Jakob Urch, der zweihundert Jahr zuvor seinen schö, nen Bauchgurt dem Murecker Pfarrherrii habe opfern müssen, sei mit schuld daran, daß die Frau Kaiserin ihre vielen Prinzessinnen und Prinzlein kriege. I So ist all die lange Zeit auf dem Kindl-|hof auch immer wieder von dem kleinen Mandl und seinem schweren Sack dif" |Red gewesen. Und als einmal der KindL Jiofer Stall wahrhaftig ist in Feuer auf-' gegangen, hat sich der damalige Bauer von Vater und Großvater her gar wohl jan des Mandls Abschiedswort erinnert, ist in den ausgebrannten Stall, von dem 'grad noch die Mauern sind gestanden, |und hat angehebt, an dem verrußten Ge^ stein zu wischen. Waren richtig Gold-'tropfen daran und mancher Kiesel hat tüchtige Klümplein ausgeschwitzt, die lagen dann zumeist im Schutt. Drei Wochen hat der Bauer gesucht, Steinbrockert zusammengetragen und sie nochmals gew brannt. Den nächsten Herbst ist der ganze Kindlhof neu aufgebaut gewesen, daß es i6ine Pracht war. Unten im Keller aber hat der Bauer eine Eisentruhe gehabt, voll mit geschmolzenem Gold. Wo das hernach ist hingek'ommen, daß weiß frf»ic Seite 6 »Mafburger Zeitung«, 19.u. 20. April 1941' Folge 88 l{inb, fonim ROMAN VON J. SCHNEIDER-FOERSTL Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister. Werdau. 52 Sogleich erklärte er sich bereit die Damen anmelden zu wollen und schritt ihnen über den geflammten Marmor der Halle nach dem Ertipfangsziminer voran, das mit seinen Palmen und Marniorfigu-ren eher an einen südländischen Garten erinnerte. Später konnte sich Frau Fandor nie mehr an den ersten Augenblick des Wiedersehens mit ihrem Sohn erinnern. Abgesehen von den Schrammen im Gesicht und dem geschienten Handgelenk, hitte er keinerlei weitere Spuren von dem schrecklichen Unfall davongetragen. »Bist du es wirklich, Mutter,« sagte er, ihre Hand an seine Lippen führend. »Ich habe dir doch gc^chricben, daß mir weiter nichts passiert ist und daß es mir ordentlich geht. Ich kann nur hoffen, diiß dich die Reise nicht zu sehr angestrengt hat. Du hättest mir depeschieren sollen, dann wäre ich wenigstens zum Flughafen gefahren, dich abzuholen.« »Ich habe Klothilde mit,« sagte Frau Fandor und winkte nach der großen Glastür. hinter der die Nichte wartete. »Sie ist die Schwester von Johanna, von der ich dir ja mitteilte, daß sie ietzt bei mir Ist. Sic will hier ihren Verlobten treffen, flen Ingenieur von Hölscher. Vielleicht hast du davon gehört.« Joachim nickte, ging Klothilde ein paar Schritte entn^ecien und verneigte sich. '>Herr von Hölscher ist Übrigens hier,^' sagte er, »er kam vor einer Viertelstunde mit Generalkonsul Orff. Wem Sie wollen, werde ich ihn verständigen.« Klothilde vermochte vor Aufregung nichts 7u äußern, ntir ihre Augen baten. Sie fand auch noch kein Wort des Dankes, als Joachim wieder zurückkam und sie aufforderte, sich in den Garten zu begeben, wo Herr von Hölscher auf sie warte. »Entschuldigst du mich, Tante?« fragte sie, legte den Arm um deren Hals und das Gesicht für einen Augenblick an ihre Wange. »Ich warte dann bis du mtr Bescheid sagen läßt, wann und wo ich dich wiedertreffen kann. Ich muß heute atoend noch fort.« »Ja, ja,« sagte Frau Fandor. »Wir sehen uns noch, ehe du fährst. Ich möchte dir jetzt auch nicht eine Minute von eurem Wiedersehen wegnehmen. Aber wenn du mir deinen Verlo'bten zeigen willst, freue ich mich.« »Gewiß, Tantel Auf Wiedersehen einst weilen — und vielen Dank für Ihre Liebenswürdigkeit, Vetter!« Erst nachdem Klothilde gegangen war, erkundigte sich Frau Fandor nach Lenore Spiring Sie vermied jede Anspielung, fragte nur nach deren Befinden und strich ihm behutsam über die geschiente Hand, als er sagte, daß Lenores Zustand sehr ernst sei. Wenn er auch nichts erwähnte, gewann sie doch den Eindruck, daß es ihm sehr naheging, schuld an dem Unglück zu sein. »Du mußt denken, daß-alles Bestimmung ist,« tröstete sie. »Ich kann mir nicht vorstellen, daß dti leichtsinnig gewesen bist. Auf einer solchen Straße und mit einer Frau nc<)en sich, die einem so nahesteht, ist man doppelt vorsichtig.« Das wäre er auch gewesen, bestätigte er, darum könne er auch nicht begreifen, wie es hatte geschehen können. »Der Wagen ist mir einfach weggerutscht,« klagte er. »In den Nächten sehe ich noch immer das Auto von Kehre zu Kehre schnellen. Normalerweise hätten wir tot sein müssen.« »Es gibt eben Wunder,« meinte sie, ihn mit einem zärtlichen Blick umfassend. »Es gibt keine Wunder,« widersprach er schroff, »oder kannst du mir sagen, wo in diesem Falle das Uebemattirliche liegt das aus dem Rahmen des Alltäglichen' springende, das ein Eingreifen der Gottheit erkennen läßt?« »Du lebst,« sagte sie schlicht. Es tat so weh, ihn lachen zu ' hören. »Und Lenore?« warf er ein. »Vielleicht hat niemand für sie gebetet.« Sie hatte ihn fUnf Jahre nicht mehr gehabt und erkannte an seiner wegwerfenden Handbewegung, daß er nicht mehr der Junge war, der ihr einmal in tiefster Ergriffenheit gestanden'hatte, wenn er an einem reifenden Kornfeld vorübergehe, möchte er am liebsten niederknien, so klein und demütig komme er sich vor, vor soviel Allmacht über sifti. Und als sie einst zu zweien unter dem Blfltensfrauch der mailichen Obstbäume geschritten wa«-ren, hatte er sie plötzlich auf die Arme gehoben und zwischen den rot überhauchten Stämmen dem Himmel entite-gengehalten. »Ich kann nicht anders, hatte er auf ihr Widerstreben gerufen. »Ich kann nicht anders, Mutter! In mir zerspringt sonst etwas. Ich muß meine Kraft proben, ob sie auch etwas von dieser GottesfUlle In sich trägt —« Das war damals gewesen — und war vorbei. — »Was sagen die Aefzte?« »Lenore wird nie mehr Kinder liaben können,« erwiderte er, sah ihr Zusammen zucken und verzog den Mund. »Das muf^ nun schon ertragen werden. Ich kann sii? jetzt nicht im Stich lassen, wo ich noch dazu schuld an allem bin.« Daß man sich von einem Kinde soweit entfernen kann, dachte sie, und ist doch immer eins gewesen!... Jetzt wußte sie auch, warum sie solange hatte ruftn müssen. _ Seine Seele hatte verlernt, auf die Stimme der ihren zu hören. Ihr BiU ten, ihr Betten, ihr Sehnen, ihr Fleh« war ganz einfach im Nichts verhallt. »Wird es lange dauern, bis deine Braut wiederhergestellt ist, Joachim?« Er wußte es nicht und bekannte, daß die Aerzte sich nicht darüber geäußert hätten. »Es wäre sehr lieb von dir, Mutter, wenn du sie besuchen würdest,« meinte er. »Natürlich will ich das,>0 doch — das HInslil Ich habe dir's ta geschrieben. Da mache Ich mir also keine Sorgen. Sie nimmt sich iiier Dinge an, als ob sie meine eigene Tochter wM-re. Du hast Ihr nie einen Gruft geschickt. Joachim.« meinte sie vorwurfsvoll »Ich kenne sie nicht« war seine knappe Entgegnung. »Du kannst Ihr |a einmal das Gut vererben, wenn ich doch keine Kinder haben werde.« (Fortsetzung folgt.) oniKtiiungm in. Todesfälle. In Marburg ist heute der Schuhmachermeister und Realitälen-besitzer Leopold Fels er im Alter von 73 Jahren gestorben. Die Beisetzung^fin: det Montag, den 21. d. um lö Uhr auf dem Poberscher Stadtfriedhof statt. — Heute verschied ferner der Kaufmann AI. bin N o V a k im Alter von 63 Jahren. Das Leichenbegängnis erfolgt am 21. d. M. um 15.30 Uhr auf dem Poberscher Stadtfried, hof. — Fric^le ihrer Asche! * Zahnate|ier Wolf Max ordiniert wieder regelmäßig von 8—12 und 2—5 Uhr, Kaiser Wilhelnipiatz 9'I, 1790 * Cafe »A^toHa«. Nachmittag und Abend Konzert. 1808 • Restauration »Biirgkclter«. Heute und morgen Abendkonzert. 1807 * Hornhaut und Hühneraugen entfernt Schmerzlos »Bata« Marburg. Aus nlto IPcil Liebestragödie in einer SchutzhUtte In einer AJmschutzhütte auf der Sattel-alpe bei Heiligenblut spielte sich eine Liobestragödie ab. Eine geschieen zu scheiden. Der Marni wollte sich seiner Geliebten wegen scheiden lassen, was aber mit großen Schwierigkeiten ver- lieh keiner mehr, mag vielleicht heut noch irgendwo vergraben sein. Aber das Loch in der Steinwand, in doni die Truhe lag, ist noch da, auch ein festes, langes Büchsenschloß, wie mans noch an alten schmiedeisernen Opferstöcken sieht, und ein wunderlich gezahnter Schlüssel; da-mit soll das Gold ein-st versperrt gewesen sein... In heller Winternacht ist das Klndi. hofer Mandl zuweilen zu sehen. Unten am Ende des Luchswaldes, wo die Straße vorbeigeht und wo noch der Rest ein?s längst verfallenen Turms wie ein T.sch aus dem Boden ragt, da sitzt es dann und hat vor sich drei Haufen Stein?. Die klaubt es unter den Wurzeln der uralten Fichten heraus. Jeder Stein ist wie ein Bubenfäustl, so groß. Und wenn es auf Mitternacht geht, fängt das Mandl an, die Steine von einer Hand in die andere zu schupfen, wirft sie auch hochauf und fängt sie wieder. Je mehr aber das Mandl die Steine schupft und wirft, desto mehr glühen sie und leuchten weithin ins Tal und durch den Wald. Ja, solch einen Stein erwi«chen, das wär eine Sachl Man müßt aber nach den roten greifen, die sind pures Gold, die weißen und grünen sind bloß Silber und Kup er... Soll vor Zeiten in Vollmondnächten oft ein groß Gelaufe nach dem Luchsschachen gewesen sein. War das Mandl dann freilich meist verschwunden, und man hört wenig von emcm Reichtum, der da wär erworben worden. Wird ja auch nicht je- der sein Glück haben lautmäulig werden lassen. In der Türkenzeit haben dann die Marketenderlies, ein wüst und verrufen Weib, und der Branntwcinleondl den Griff nach den rotglühenden Steinen getan. Ist aber allen beiden die Hand verbrannt bis aufs Bein. Soll das Mandl jedesmal gerufen haben; »Nur die fleißige Hand kann's halten!« Ganz zuletzt, als eben die Eisenbahti ist gebaut worden von Wien hinab nach Laibach, da hat der reiche Händler Or-musch einen schweren Eid geschworen, er wolle das Gold dem Kindlhofer Mandl' abgewinnen. Ist auch in einer eisigen Mondnacht hinauf zum Luchsschachen, Was aber das Mandl zu dem Ormtwch gesagt hat, der, so lang er lebte, ein verdammter geldgieriger Bauernleger und Waldtöter war^ das hat niemand erfah. ren. Denn am nächsten Tag ist der Or-musch nicht mehr zurückgekommen. Und wie sie ihn sind suchen gegangen, da haben sie von ihm nichts gefunden, als seinen in tausend Fetzen zerrissenen schwarzen Schafpelz und hernach noch die zwei grobgenagelten Stiefelsohlen. Meinten die Leute, den Bauerntod habe der Teufel geholt und waren von Herzen froh über solch gutes Werk. Wird aber freilich nicht der Teufel der Wohltäter gewesen sein. Denn im selben Winter hat es viel Schnee gegeben und eine harte Kälte, die über die kroatische Grenze nach Untcrste'er hinein in gan^ren Scharen dedlenen. Krieg dem hohen Dtmenhut In Ungarn haben die Kinos dem neuen, hohen Damenhut den Krieg erklärt und es in der letzten Budapester Stadtratsitzung durchgeführt, daß den Kinobesucherinnen vorgeschrieben wird, während der Vorstellungen den Hut abzunehmen. Im Falle einer Weigerung kann polizeiliche Hilfe in Anspruch genommen wer. den. Die Damenhutindustrie hat nun ihrerseits die Initiative ergriffen und beabsichtigt, einen Antrag einzureichen, nach dem niedere Hutmodelle wie Turbane, Mützen usw. nicht unter diese Vorschrift fallen sollen. £tW und Dtr&rtHrt Mc Damm-Modesalon empfiehlt sich den P T. Damen und bemüht sich« durch feine Ausarbeitung, rascbo rertidstellunR und mäßige Preise ieden Kunden zufrie-denzusteUea. Tes;»tthoft8traB« 18 (iMbeg d* Gasthof tZuio Elefanten«) F0M1 wollen Sie einen gutsitzendMi Büsten* und Hüftenlvaltert neueste Modelle, wie ein hygienisches Mieder ohne Flieh-bein und Gummi? 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Personaldokumente (Taufschein, Schulzeugnis, Mitgliedskarte des Kulturbundes usw.) mitbringen. ■ 1758 Die Deutsche ßeichspost stdit ein: 1. At>aolveiitcfi einer technilcliw Fachsthult oitt AbtcUuBicagnis. 2. Fetamechanilcer, Etektromechaniker und SchloMer mit OeMllen-oder Lehrzeugnis, 3. Arbeiter, die keine abgeschloisene handwerkliche Vorbiktimg at^ Mechaniker, Elektromechaniker oder Schtoiter haben. Die weitere AoatiUdung flimmlnimt die Dtutaclie Reichspost. 4. Arbeiter für den Telegraphenbaii. Die Einschulung und Ausbildung erfolgt in der Altsteiermark. Meldungen werden täglich in der Zeit von 9—11 und 15—17 Uhr im Hauptpostgebäude Marburg, Domplatz, in der Schalterhalle, ferner bei den . Postämtern Pettau und Cilli entgegengenommen. 1757 ScV^^ B«» II -va W Ibe«^® dc\t Haußtschriftlciter Anfcon Oerschack, Stellvertretender Hauptschriftleiter Udo Kasper. — Druck »Marburger Druckerei«.