VrSrmmcrattons- Prrije: g ti i Laibach: PZnzjiihrig ... 8 ft. 40 fr. HslbMrig ... 4 „ 20 „ Merteljiihrig . . 2 „ 10 „ Nsrmtlich ... - „ 70 „ er Hielodien: / »bnhsfgaffe Rc. 135; Mit her Post: K«nzjiihr»§ . . . 11 p. — fr. Sckbjiihrig ... 5 „ 50 Ai^rtkliiihrrz . 2 „ 75 „ giSt Zust-llung in« HauS diet', iiiSijng 25 Jr., mcnatL 9 !v Hiirzelne Nurnmern 6 tr. Nr. 202. Expeditisn- & Jnfcrot**. Bureau: i i-MgttSficg Nr. 81 fccnbiimg son Agn. > '.inbr & Fid. Bambr AnftrtionKvrctse: fii" dir 'in!?a!tig; Pttirznlt i 4 tr.. bci ;»e:maliger Ein> fcfcaiiung a 7 kr., bmma!iget a 10 kr. .):;krnivnsstemvrl ivbivuiat 30 kr 8-.i asii: ?::« SnferaKn ua» čftercr Eiw'chaitung rnlfp: » chcnd.r Rabatt. Anonyms Mittheiluugea cttben nicht berUckfichtigt; Mauuscriplr nicht zuruckgesendel. Mittwoch, 3. September 1873 — Morgen: Rosalia. 6. Jahrgmg. Die Lage her bosnischen Christen. (Schlutz.) In bcm uns im Wortlaute vorliegenden Memorandum, welches ein von den Fliichtlingen ge-wahltes Somite an die Garantiemachte des pariser Vertrages richtete, werden die gegenwartige Lage und die schweren Leiden und Bedriickungen bet Christen in Bosnien geschildert und urn Abhilfe ge-beten. Wenn man auch den alien bewahrten Rechts-satz „Audiatur et altera pars'1 nicht ganz autzer acht lasseu will, so mutz man doch bei Durchsicht dieses Memorandums zugeben, bah die Fliichtlinge Grund genug fur ihre Klagen hatten, und datz das Vorgehen der tiirkischcn Regierungsorgane an die schlechtesten Zeilen des Osmanenregimentes erinnert. Weder der Generalgouverneur ($Mi) von Bvs-nien in Serajevo, noch der Kaimakam (Stellvertreter) des Sandschakes von Banjaluka liehen den Borstel-lungen der Christen geneigtes Gehor, vielmehr blieben fie aiif -bcm Standpunkte, datz von vorneherein der Turke recht und der Rajah unrecht Habe. Die christlichen Bewohner mutzten sich Gewaltthaten alter Art an Leib und Vermogen gefallen lasien, und die Schuldigen blieben straflos, ja die Klagefiihrer setzten stch noch Harter Matzregelung aus. Sie flohen darum auf osterreichisches Gebiet und bemuhen sich nun« MteHr, das Einschreiten der Garantiemachte zu ihren Gunsten hervorzurufen. Der Buchstabe deS pariser Vertrages spricht rbenso fur sie, als jeuer des Hat-Humayum vom 18. Februar 1856. Zwar ist dieser Schuybries der Christen bent pariser Tractate nicht beigeschlossen und schiietzt Artikel 1 bes letzteren jebe birecte Intervention zu gunsten bet Christen gerabezu aus. Doch antroortete Palmerston selbst, als bieser Mangel im englischen Parlamente geriigt rourbe, solgenbes: ..Die blotze Erwahnung bes Fermans und seines Jnhaltes im pariser Vertrage stellt ihn schon unter bic moralische Burgschaft bet vertragschlietzenben Miichte, und zusolge dessen steht biefen das Recht zu, einznschreiten und Votstellungen zu machen oaf datz in Wahtheit jenes Ziel crreicht rorrde, welches man mit bent vierten Garantiepunkte beabsichtigt hatte." Autzerdcin ist bie hohe Pforte bent wiener Prvtokolle vom 1. Februar 1856 und ben pariser Friedenspraliminarien beigetreten, welchebeibe Schrift-stucke jenen vierten Garantiepunkt enthalten, jenen Punkt, ber von der Lage der Christen in ber Tiirkci handelt, — uub welche Prvtokolle bie Ve^tretcr ber Tiirkei mitunterfertigt, somit die Pforte gewisser-matzen gegenuber ben iibrigen christlichen Garantie-machten — in bieser Richtung — verbinblich ge-macht haben. Die unenbliche Schwierigkeit in allen ahnlichen Angelegenheiten, welche sich auf bent tiirkischen Soben abspielen, liegt aber gerabe batin, dah vom Buch-staben zur Auwenduug und gesicherten, nnantastbaren Ausfiihrung noch ein roeiter Weg zu durchlausen ist. Selbst unter Voraussetzung, bah bie hohe Pforte infolge etwaiger Vorstellungen ber Garantiemachte ben sesten Willen hiitte, Ordnung in Bosnien zu fchaffen uub Abhilfe zu trtffcn, so steht ed doch sehr bahiu, ob ber reelle Ersolg auch eutsprechen wurde. Eine Untersuchung roiirbc von den Organen der Psortenregierung selbst verschleppt werden; die Ab- berufung des beinzichtigten Gouverneurs ware dock nur ein voriibergehenbes Bemantelungsmiitel, bentt zur energischen Durchfiihrung ihres Willens fehlt es bet hohen Pforte an Mitteln und Kraft. Die Garantiemachte werden nicht ganz taub gegen die Klagen sein kSnnen, welche von dec Save her laut werden, und insbesondere ist Oeftevrtich als das Nachbarland, welches die meisten Btziehungen mit Bosnien unterhatt, fast verpflichtet, die nack seinem Boden gelangten Fliichtlinge nicht von sick) zu weisen. Aber leichter ist es, ben Willen zu hegen, unb schwerer, an bie Aussuhrung zu schreiten. Das Memoranbum bezeichnet zwar scharf in tttehrcren Punften das bezngliche Ansuchen; doch die genaue Ausfiihrung bieser Punkte stStzt gerabe auf bit Schwierigkciten,. beren wir eben gebachten. Nicht eine Fraze bes Wvllens, ttcin bes-Stonnens ist biefe Angelegenheit sitt bie hohe Pforte. Sie ist nur ein netter BeweiS, bah bie Zustanbe in der Tiirk-i morsch sinb unb datz ber Weg, auf welchem man bisher biefe Zustiinbe zu bessern hoffte, aus die Dauer nicht der richtige fein wird. Die Tiirkei steckt in einetn Prozesse, dcm sich nicht vorgreisen laht, ohne einen Brand zu entzUnden, dessen em-pfindliche Uebelstande aber gerabe barunt schwer zu heilen sinb. Die Heilung mutz anbetswv gefucht werden, wenn auch baburch ben arnien Fluchtlingen unmittelbar roenig geholfen wird. Wie an ben Kusten bie ttahe Beruhtung mil bent regen Weltvetkeht das alttiirkischc Wescn zuriickdrSngte, so wirb auch in ben Binnenlanbern cine ahnltche Wandlung sich vollziehen, sobald bicfctbcn in den allgenteinen Ber kehr htneingezogcn werden. Imilleton. Psadfindende Thiere. Thiere haben ihren Compah im Kvpse; wenn uuch nicht alle, so doch gewisse Atten. Die Schwalbe trisft, nachdem sic ben Winter im ©iiben zugebracht, fcieder bei thrcnt alten Neste etn, so gut wie ber ©torch; die Briestanbe eilt wie ber Pseil von ber Sehne in gcraber Richtung dem Schlage zu, aus dem sie stammt, uttd ber Lachs, nachdem et inS Meet gewandett, zieht genau wieder in den Fluh Jttrfltf, ber seine GeburtSstkitte ist. Der Elblachs toie ber Weferlachs fucht jeder bie Rotbfee auf, er tummelt sich dort tange ltrnher, aber kein in der Weser geborener Lachs verirrt sich beim Aussteigen in die Elbe und umgekehrt. DaS weih man ganz 3*natt aus Zeichen — Knpserdrcihte an die Flossen befeftigt — die man an Lachsen angebrocht hat. Das Thier findet den Pfad ficherer und rich-"Set als der hochbegabte Menfch. Es find fur der-^tige Erscheinungen viele Crklarungen versucht worsen, nenne man sie nun Instinct oder wie man rootle, die Sache ist interessant im hochsten Grade und imnter noch buntet. Reuerbings hat man in Englanb sich roieber sehr Diet mit bieser Thatsache bcschastigt, unb in cincm iiatutroissenschaftlichen Fach-blatt ist eine lange Rcihe bahin gehoriger That-sachen mitgctheilt Ivor ben, aus benen wir hier cinige niitthcilen wollcn. Vielleicht ist dem einett oder andern unserer Leser ahnliches begegnet, unb er gibt uns baritber Mittheilung. Der bekannte Naturforfcher Alfreb Russel Wallace stellte bie Ansicht auf: etn Hund oder eine Katze, die in einetn Kord, in einetn Wagen ttach einent entfernten Otte transportiert wtirdett, fanden ben Riickweg nach ihrer atten Heimat burch ben Geruchssinn. JedeS HauS, jeder Graben, jedes Feld oder Dors hiitte fur sie einen besonderen Geruch, sie merkten sich denselben unb nahmen mit Hilfe dessen ben Heimweg. Darwin untctstutztc diese Ansicht, indent er folgendes Beispiel aus eigener Crsahruug anfiihrfe. „Bor Dieten Jahten", etziihlt er, „fuhrich mit bet Post, und sobald ich an einent Wirthshause anlangtc, hielt der Kutscher nur einen Moment still uttd trieb dantt, ohne a&zusteigen, bie Pferbe roieber an. DaS roieberhotte sich an jebem Wirthshause. Als mir biefe« ouffiet unb ich noch bent Grunde dieses Bersohrens fragte, zeigte er auf fein Hondpferd, welches vollkommen blind roar unb jetzt genau an jedem Plotze ber Lanbsttahe stiltehiett, on bem cS flittegehatten, als es noch fehenb roar. AnsongS hatte der Kutscher. roenn cr nicht an ben betreffenden Orten hatten wollte, Mfihe, baS Pferd roeiter zu bringen, bis er, ittn Zeitverlnst zu ver-meideu, es fur rathsamer hielt, boS bttnbe Pfetb wenigstens einen Augenblick an seinem atten Rast-punkt stillestehen zu lassen. Ich gtaube, es konn kein Zweifel baritber fein, doh dos Pserd die Houser dutch ben Geruchssinn erlanntc." Aus diese Bemetkungen hin fotgten nun zaht-reiche Zuschriften, theits zustimmender, theils abspte-chendet Art. Wie kann benn ber Geruchssinn bei Wanbetvogeln oder Fifchen wirken, die stets diesetbc Lust- oder Wafferstratze ziehen, und wclchen Einfluh hat er bei Hunben, Katzen u. f. w., die auf einent ganz andern Wege in ihre alte Heimat sich zutilck--sindcn, als auf ienrni, auf bent sit sortgebracht rout ben? — so fagt mit Recht tin Corresponbent, unb cr erhalt auch andcttoeitig Unterstiitzung. Ein Herr George Iepp in ShrubtandS, Chestershire, rnachtc Dann rrhalten andere Clemente wit von selbst Lie Obtrhand, gewichtige Interessen werden beriihrt, und die tttrkifchtn Satrapen stohen iiberall auf Hin-dernisse, sobald fit in bet Manier des Bali von BoSnien, Mustafa Asim Pascha, schalten und walten wollen. Eisenbahnen durch das fruchtbart Bos-nien werden die armen Rajahs besser schutzen als Einschreiten dev Machte und papierene Proteste, welche mit einer Menge von Bedenklichkeitcn ver-bunden find, weil jedermann Angst davor hat, eine von alien langst erwartetete, aber auch gefurchtete Frage — die des Zusammenbruchs der SEittftn'gtrr-schaft und seine Folgen — auch nur zu stellen. Politische Rundschau. Laibach, 3. September. Inland. Ist den Angaben des ^Baterlanb" zu trauen, so hat die Wahlreform, bieser „ver-fassungstreue Pyrrhussieg", schon wahre Wunder-werke fur bie staatsrechtliche Opposition verrichtet. Sir vermochte alle anticentralistischen Parteien zum cngsten Anschlusse aneinanber, fie ries eine seltene Ruhrigkeit und Entschitdenheit hervor und latzt eine den wirklichen Parteiverhaltnissen entsprechende Ver-tretwtg zu. Kurz und gut, das „Vaterlanb" ist, nachdem es die Wahlreform genau btsthtn, von ihr schon Halb entziickt und wird sie nachstens als ein Werk der Feudalen ausgeben, darauf berechnet, urn die Verfassungspartei, die nun schon „am Ende ihreS Lateins angelangt", zu Grande zu richten. Es stellt dann eine detaillierte Rechnung an und will fur bie soderalistischen Abgeordneten zum min-desten 144 Reichsrathsmandate herausbringen. Wcnn letztere sammt und sonders strike«, „so ware bet mit Annahme ber Wahlreform errungene Ersolg tin .Pyrrhussieg", und ts bliebe abermals Rumps-parlamtnt. Dit Rechnung bts „Vaterland" erweist sich jedoch als unrichtig, und zeigen sich namentlich die Daten bezuglich Galiziens, Dalmatitns, Karntens als entschieben salsch. Unb wenn selbst das wenig Wahrscheinliche geschahe unb alle Gtwahlten der ver-safsungsfeinblichen Fractionen sich vom Reichsrathe ferne hielten, so hatte berselbe bei seiner kunsligen Stiirke und bei bent Umstanbt, batz jedeS Kronland wenigstens burch cinige Abgeorbnete vertreten sein wurde, weit weniger das Ansehen tints ..Rumpf-parlamentes" als alle bisherigen Reichsrathsver-sammlungen. Die Feier des p r a g e r B i s t h u m s - I u -b i l a u m s hat Sonntag in dtr bShmischtn Haupt-stadt ihren Beginn genommen. Der Aitfang war ftit den lirchlichen Glanz nicht vielversprechend, denn die Bevolketung blieb trotz des Sonntags dem frommen Feste strn. Hingtgen trhitlt dasselbe ein sofort eintn praktischen Versuch. „Arn letzten Donners-tag" (Marz), schreibt er, „schickte ich meinen Hunb, einen Dachshund, nach Shrewsbury auf der Grtat-Western-Eisenbahn; ber Hunb war niemals dort gewefen. Dort, hatte ich Befehl gegeben, dah er loSgelafsm wurde. Kurzt Zeit blicktt er um sich, und dann tiltt tr spornstreichs und gerabtnwegS nach: Chester znriick, auf einem Wege, der ihm vollig unbekannt war, und nicht etwa bit Eiftnbahn tnt--lang, bit ihn in einem weiten Bogen gefuhrt hatte. Geht hieraus nicht klar hervor, dah der Hunb die Richtung kanntt, in welcher er zu laufen hatte? W«A hat hitbti dtr Geruch zu thun? Divser Sinn Bleibt doch in diesem Falle vslllg autzer Frage." Ferner btrichtet tin Herr Romanes in London: ..Ein Schastrhund begleitete seinen perrn aus dem Jnnern Schottlands nach Oban an der Westkuste. Von hier fuhr ber Herr sammt seinen Schafen und dem Hunbe uber See nach Greenock bei Glasgow, lvobei der Hunb stark von der Seekrankheit litt. Einige Monate spater brachte derselbe Mann witdtr Schafe nach Oban, er hatte denselbtn Hund bei sich, der auch mit an Bord ging, aber als ber Dampfer sich in Bewegung setzte, ins Meer sprang und ans Land schwamm. Augenscheinlich hatte das Thier die besonderes Relief burch die Theilnahme ber Bischoft bes prager Erzbisthums, benen sich sogar ein Mit-glieb des beutschen Episkopats, unb zwar niemand geringerer als Bischof Ketteler von Mainz att» geschlossen hatte. Dem Sireitbarsten unter ben Streitern Gottes mutzte eine besonbere Ehre er-wiesen werben, unb sie beftanb barin, batz ihm bie beutsehe Festprebigt — eine czechische wurbe vorher vom bubroeiser Bischof Jirsik gehallen — uber-tragen wurde. Bischof Ketteler behandelte vor- nehmlich das Thema von dem Kampfe der Staats-mit der kirchlichen Gewalt und prophezeite nattirlich den Sieg der letztern. Das war so ziemlich das erwahnenswertheste Moment ber sthr burftig aus-gesallenen Feier, die, wie bekannt, bis zum 5. Oktober bauern wird. Jnteressant ist es, zu versolgen, wit die c z e ch i s ch e n B l a t t e r dem kirchlichen Akte gegenuber sich verhalten. Wahrend der „Prokok" als Organ der mit den Feudalen und Ultramontane« eng verbundeten Altczcchen dem Jubilant« nicht nur eine kirchliche, sondern auch cine hohe nationale und politische Bedeutung beilegt und alle Czechen, ob Katholiken oder nicht, zur Theilnahme an dtmselben auffordert, verhalten sich die jung-czechischen »Narodni Listy" sehr ablthnend. Sit sttlltn die Feier in eine Linie mit den Wallsahrten von Lourdes rc. und mahnen ihre Landslcntc ab, an derstlbtn theilzunehmen. „Narodni Listy" be-gehen sogar den Frevel, in ihrem Ftstartikel dem bohmischen Episkopat zuzurufen, batz bas czechische Volk Hutz unb Ziska nicht verleugnen unb deshalb dit Feier nicht mitbegehen kSnne. Der Škandal, welchen Makanec in der vor-letzten Sitzung des k r o a t ifchtn Landtags angt-zttttlt, ist den anstiindigen und besonnenen Elementen desselben zu Kopfe gestiegen. Am Montag con-ferierten denn auch hervorragenbe Mitglieder beider Parteien iiber die Miltel, um die Wiederkehr folcher Szenen zu verhindern; den Stein der Weisen werden sie aber kaum entdeckt haben. Es gibt nur ein solches Mittel, dieses kann aber augenblicklich nicht angewendet werden. So lange man Skandal-macherei als patriotische That proclamiert und Scute vom Schlage Makanec' ben Wahlctn beshalb ans Herz legt, weil fie bas Gefchaft besser als alle anberen zu betreiben verstehen, so lange bars man sich nicht wunbern, wenn man erntet, was man gesaet hat. Makanec, ber, wie gemelbet, von einem Duell nichts wissen will, lehnte die Rauch'sche For-derung mit dem Hinweis auf seine ..Philosophic" ab, die ihm das Duellieren verbiete. Dies ist nun gewih recht schon und human von seiner Philosophic; noch viel schLner ware es aber von ihr, wenn sie ihm richtigere Begriffe von dem sittlichtn Werth des moralischen Meuchelmordes beibringen wLrde. Qualen der Seekrankheit nicht vergessen. Der Dam-pfer setzte seinen Weg sort und landete in Greenock. Wie aber war der Schafbefitzer erstaunt, als er hier stinttt Hunb btrtits vorsanb. Das treue Thier hatte ben sunfzig Mtiltn wtittn Wtg uber Land nach Greenock zuriickgelegt, ben es nie zuvor gckannt oder gemacht, und war eher als der Dampfer angelangt, der alltrdings tintn weiten Umweg um die Kuste zu machen hatte. Wie kann hier von Geruchs-sinn die Rede sein ?" Aehnliche abet minder schlagende Beispiele werden noch in Menge beigebracht. Neu durfte sein, dah derselbe pfadfindendt Sinn auch bei Schafen vorhanden ist, woruber tin glaubwurdigtr Mann folgtndts mitgtthtilt. Ein Schaf, welches dtm Fleischer Miller in Beith, Ayrshire, gehSrte, wars brci LLmmer. Da tr glaubtt, dah bas Sangen von drei Jungcn fllr bie Mutter zu viel set, tiahm er elites fort und gab es einem */* Meilcn entfernt wohnenbcn Farmer, unb zwar als es erst tinen Tag alt war. Der Farmer schloh das Th-.erchen in einen Stall ein, der zufallig am dritten Tagt offro stthen blieb. Das Lammchm entkam und fand seinen Weg zur Mutter zurSck! Auslaud. Ill den national-liberalen Blattern beginnen jetzt wieder Angrisfe gegett O e st e r r eich. So latzt die „K6lner Zeitung" sich aus Wien melden: ..Otsterrtich vollzitht soebeii eine Schwenkung in seiner Politik an der untern Donau, Frankreich in seiner Stellnng zur central-asialischen Frage, beides zugunsten Rutzlands und beides anfAnstisten derselbenHande, welche in Wien bei dem Zustandekommen der Fusion wie un Mai beint Sturze der Prasidentschaft Thiers' und beittt Emporkommen der Fusionisten thatig waren. Die europaische Reaction, die sich der klericalen wie ber biplomatischen Schliche unb Pfiffe zugleich bebient, arbeitet langst auch an bet Fusionierung Oester-retch« unb Ftankreichs unb ber gleichzeitigen Los« lofung Rutzlanbs von Deutschland; denn die Spitze jenet Annahetnng ist gegett bie bcutsche Einheit und noch specieller gegett ben Bau gerichtet, in bent ber Neukatholicismus sich so unbehaglich siihlk, weil tr Gesetze achten muh, bit tr in Ftankteich jetzt als Hcrt ber Lage keck mit Fiitzen trctcn barf unb bie zu umgehen er in Oestetteich die Pfade noch irnmet geebnet gcnug findet, wcnn da unb bort auch Stim-nten sich erheben, welche Klage suhten, unb wenn bie Regierung auch ben Schein bet Unparteilichkeit unb ber Wahtung bet moderneit Jntetessen zu retten sucht. Die Regierung Broglie ist offen kletical, doch fie will ts nicht gefagt feirt lassen; und waS ist man in dm hoheren Regionett Oestetreichs ? ES mag vorlaufig geniigen, auf die Schwenkung, die im Anzuge ist, hingedeutet unb vor dem blindea Optirnismus ber Mehrzahl ber liberalen ostcrreichi-fchett Blatter gewatnt zu haben." Wet dem thei-nischen Blatte nur btefe Dinge weis gemacht haben tnag ? Die Majoritat det Cortes, bei welcher bereitS cine grotzc Erniichterung in betrcff ihtet foderalisti-schen Phantasien platzgreift, secundiert dem heutigen-Cabinet auf dem Wege energischen Einschteitens gegett die Rebellionen vetschiedenen Namens im Notden und Sitden. Die Cortes haben bie von Otense be-antrogtc Amnestietung bet Jnfutgenten definitio v er worsen. DemnSchst werden fie fiber tine Gesctzesvotlage schlussig werben tnitffeit, welche ein vor sunfzig Jahten erlafftnes Gcsctz wieber in Kraft setzt, bcmzufolgt allt Biirgtr von 20 bis 35 Jahte« zum obligatorischen Milizdienst auzuhalten find. Auf einem Meeting hat die Cortesmajoritat den Vor-schlag zur Gate: dem greifen Espattcro, ber fich als eingefleifchtet Alfonsist entpuppt, bie Regierung zu ilbertragen, au8 RLcksicht auf beffett hohes Alter obgelchnt. Anbeterseits ctrlauttt, dah Setta»» sowohl wie ber ex-libetale Renegat Sagasta bieser-tage wieber in ber spanischcit Hauptstabt etscheinm wetben, um auf gelegentlichm Winbfall zu watten. Zur Tagesgeschichte. — Ein muthiger LebenSretter. A« 28. August bot bie Donau in der Nahe von UbbS Sioff zu einem neuen „Lied vom braven Man»"-Gegen 9 Uhr abends hatte sich ein hestiger Sturm erhoben; in Striimen flotz der Regen, und die Donau war in dichte Finsternis gehiillt, welche nur dann und toamt dutch einen grellen Blitz unterbrochen ward. Wahrend cinca solchen bemerklen ybbser Bllrget Holzschiff, welcheS die Donau herunlerfchwamm uttti gerade auf die unweit 2)668 befindlichen aus der Donatt hervorragenden FelSstllcke zulrieb. Gleich darauf HSrten sie klLgliche Hilfetufe. Es konnte kein Zweisel obwaltev, dah daS Echiff gescheitert war, und imtner cindring« lichere Hilfetufe bewiefen, dah die Schiffer zwifcheN den auSeinauderfahrenden Holzstlicken in dtr iiuhersten TodeSgefahr schwebten. Trotzdem wollte lange niemand zu Hilfe eilen und ben sturmgepeilschten Wellen der Donau in der Finsternis trotzen. Da trat plijtzlich ei" schlichter „Uferknecht" vor, und in einem kleinen Kah»^ wagte er sich zwischen die auSeinandergeschleuderte« Hiilzer (tote sich spater herauSstellte circa 130 zwischen die iiberfluthenden Wellen der Donau und reltete alle fiinf Manner, welche das Holzschiff stthrteo-Wohlbehalten brachte er sie an daS nahegelegene far- linger Gajthaus, mo bie im buchstablichen Sinue beat Rachen be« TobeS Entronnenm bet freunblicher Be-handlung sich etholten. Die fiinf Gulden, welche eitt ©eretteter bent Ufcrknecht schenken wollte, role# biefer grotzmiithig jurtitf. Local- unb Provinzial-Angelegeuheiten. Zu den Reichsrathswahlen. Die Versammlung unb Probewahl bet verfas-sungStreuen Withletfchaft ber LanbeShauplstabt, welche gestern abenbe tm Casinosaal slattsanb, verlies unter sehr zahlreicher Belheiligung in ber gelungensten Weise. BUrgermeister Deschmann begttijjte bie Vet-sammlung im Namen be« CentrolwahlcomllvS, belo-ntnb, bah sowohl bieseS alS anch bie BezirkSwahl-comite« fliv bie bevorstehenben RelchSraihSwahlen nach befien Kraflen lhatig waren unb olleS stir bie nnn-Mehr beginnenbe Wahlaction vorbereitet ist. Bezllglich bet einjelnen Ganbibaturen war auch jetzt roieber ber bei bet BersassungSportei stelS geachtele Grunbsatz mah-gebettb: nlrgenbs Canbibaten zu octroyieren, fonbern bie Feststellung ber freien Vereinborung ber WSHler zu Ubertaffen. Von ber Versammlung zum Borsitz berufen, sor-bertt Biirgermeister Deschmann zuerst biejenigen anwesenben Wiihler, welche etroa bie Adsicht fatten, in ben ReichSrath zu canbibieren, auf, sich zum Worte zu melben. Hierauf trat Dr. Schaffer vor unb entwickelte in ausfiihrlicher, mil lebhaftem Beifall oufgenomme-«« Rebe fein Programm. Im ersten Theile beSselben beleuchtete ber Rebner bie nun abgeschlosiene parlamentarische Epoche unb bie Thiiligkeit be« srUhern ReichSrath«. Trotz des vielen Guten, ba« fUr Verfofiung unb Fteiheit geschaffen wutbe, gelang e« boch nieroole, ben verfafiungsmohigen Zustanden jene ©tabilitiit unb flUgemeine Verbreitung zu ftchein, ohne welche tine Wahrhaft constitutionelle Regierung nicht mvglich ist. Das System bet Concefiionen, be« unnlitzen Pactiereu« ti>Qt sietS auf bet TageSorbnung. Bon ber nunmehr Mcklich durchgefllhrten Wahlreform ist vor ottem hierin Beflerung zu erwarten; es ist zu hoffen, batz bie Ber-f®flung enblich zur vollen Wahtheit getangcn, bah ber ^eichsrath jene machtvolle Stellung erringen roerbc, bir ihm ale Centralvertretung gegenUbet ben Lonb-,a9*n znkommt. Auch in ber Legislative muh klinftig wieber bent Reiche gegeben werben, was be« Reiche« % unb ber so arg vernachlofiigte Lsterreichifche Staats-gebanke muh roieber zum vollen unb ungeschroachten Ansdruck gelangen. Auf die einjelnen Aufgaben llbergehenb, bie ber fleuen Bolksvetttetung obliegen werben, hebt ber Rebner ills ibie wkitans wtchligsten bie Regelung be« Ver« hciltnisseS zwischen Staat unb Kirche unb bie Resor« foen auf wirthschoftlichem unb finanziellem Oebiete httvor. Die Regelung bei Berh81tnifie« zwischen Staat Unb Airche unb ber bariiber entstonbene Streit bilbct eigentlich bie Signatur unserer Tage; allerctten sehen toir bie befien unb ebelsten Geister betheiligt an biesern Kampfe. Die Austrognng biefer Angelegenheit wird Ouch bei un« in Oesterreich eine fchwierige unb ^»Uhevolle fein; rnit althergebtadjten Trabittonen unb 'cf eingewurzelten Voturtheilen gilt eS hiet zu techten, ^>>b eS wirb bes ganjen Muthe« unb au«bauernber *beit unserer $olt6vertretung bebllrfen, urn zum glUck-"chin Ziele zu gelangen. Vor attem thut Klarheit unb ^bstigkeit hier noli), afle nolhwenbigen Geseye mllssen einem Gnfie geschaffen, alle schkblichen Halbheiten vetmieben werben, barnit enblich bie MSglichkeit S'schaffen roetbt, wie alle anbetn @taat«bUrger fo auch I * klericalen Gegner zur Respectierung ber staat« Auloritcit, zur Achlung vor bent Gesetze zu ver- . Im einzelnen muh inSbesonbere auch bie AuSbil. v?#S be« KleruS einer Reform unterzogen werben, ^ bischSflichen (geminate mllssen fallen, unb an ibre *telle muh baS Slubium an ber theologifchen ga« tultat cuter Univerfitdt tteleu. Auch waren jene Func-tionen, bie nicht geisllicher Natur slab, abet vom KleruS gegenwiittig versehen werben, an weltliche Organe zu ilberttagen. Nedst allebem muh sich abet ber Staat bie liebe« vollste Pflege bet Schnle, bie mLglichste Verbreitung guten Unterrichte« unb sorgfcilliger Erziehung angelegen fein laffen; inSbesonbere ist bie iLolkSschnle bie beste unb allgemeinste Quelle be« ForischriileS unb ber Auf-flatnng, unb e« ist bringenb noihig, bah bie glitcklich bcgonncnc Reform be« iJfterreichischen Schulwesen« ritstig forigesetzt unb alleS gute unb neue nicht auf bent Papier belafien, fonbern rafch unb vollstiinbig zur segenSteiche« Praxis umgestaltet wetbe. Im weiteten Vetlaufe seiner hier nut in ben iiuhetsten Umrissen skizzierten Rebe zing Dr. Schaffer auf bie Besprechnng ber Reformen auf finanziellem Gebiete liber. Ttotz ber enlsetzlichen Katasttvphe, bie in ben letzlen Monaten iiber unset witthschastlicheS Leben he-retngebtodjen, hat sich boch glllckucherweise, wenn wit auch alle« in Abzug btingen, was als schwinbel-haft unb saul hinroeggcsegt worben ist, noch tin gtohet Theil be« ntateriellen Ansschwunges, ber in alien Rtch-tungen feit einigen Jahten zntage getreten, at« tin gesunbet erwiesen. Wenn wit bie« abet auch betUdtstchligett unb getne bie Verbienste wUrbigen, bie sich ber friihere Reich«« rath auch auf witthschasllichrm Gebiete etworbcn, so (tinnen wit un« boch nicht vethehlen, bah biefer wie bie Regierung in ber Behanblung gtohet volk«-witlhfchasilichet unb finanziellet Fragen haufig nicht fehr glllcklich waren. Auch hier wirb zum Theile Um-tehr, Uberall abet reifltchefl ©mbiurn unb Schaffen an« bent Ganzen platzgtetsen mllssen. Aus bie einzelnen wirthschastlichen Fragen liber« gehenb, bespricht Rebner'juerst bie Nothwenblgleft einer vom einfeitig ft«califchen Stanbpunkte freien, rail Be-nlltzung allet Erfahrungen unb ber Ansotbetungen bet Wisfenschaft au«gearbeiteten, nach ben Gtunbsiitzen mog-lichstcr (Serechligleit unb Billigkeit bnrchgesilhrten Steuer« reform; an biefe mllssen sich alle jene volkSwirthschast-Itchen Mahregeln rethen, bie gceignet stub, Handel unb Gewetbe zu beteben, ben Verkehr zu heben, bie Probuctionskrast be« Volke« zu steigern. Denn nicht bie HLHe ber Steuer an sich tst ba« brlltfenbflc, unb in blUhenben Staaten rnit geregelten Finanzen, au«» gezeichneten 6ommunicationea, rascher unb billiget Rechtspflege, vortrefflicher bffentlichet Sicherheit u. f. w. wirb ba« Volk auch eine hohe Steuer verhallnismiihig letdjt erjchwingen. Dec oufgefldtte Blirger weih auch bet un«, bah es bei ber Flllle ber Aufgaben, bie Staat unb Gesell chaft heute zu bcrodltigen ha ben, ohne Opfer nicht abgehcn fann ; was cr abet veclangt unb zu oerlangen tin Recht hat, ist: bah, wenn et hohe Steuern zahlt, ihm auch aUt srllher angebeuteten Vortheile vvll unb bauetnb gtbottn werben. Rebner betcrnt bann nathetnanber bie Regelung bet Valuta; bie beim 9lblauf bet Bankacle bevor-stehenbe neue Discussion bet Banksrage; bie Nbthwen-btgfeit eines neuen, auf die Grnnbsatze allgemeinstet Hastbarkeit unb Publicitat bafierten ActiengesetzeS; bie BLrse unb ihr Verfehržleben, ba« eigentlidh erst einer legiSlatotischen Beatbettung btbatf; bie Umar« beitung be« GewerbegesetzeS; bie Schaffung einer au«< reichenben Fabrtkgefetzgebnng; bie Lage be« Klein« gewetbe«, welche bie etnbringlichste Pciifung etforbert; schltehltch ba« Eisenbahnbau- unb ConceffionSwesen, welche« bie (Unfttge 9$ol(«vertretung nach reiflicher PrUftmg zum Theile ebenfallS auf neue ©runblagcn wirb stellen mllssen. Dr. Schass-r bettthtte fetner bie groh-n Arbei-ten, die be« Parlamente« auf juribifchem Felbe Horten : bie Reform be« Civilptozefie« unb be« materiellcn Siraftechie«, bann auch bie sociale Frage, bie ba« VerstSndni« n«b bie Weisheit von Regierung unb Bolksvetttetung itn vollsten Mahe in Anfptuch nehmen wirb. Liebevolle Pflege ber Jntereffen allet Stiinbe, fteiwillige Gewdhlung befien, tea« unvetmeiblich ge« worben tst, wogltchste Verbreitung tine« guten Unter« richt« nub wahrhaft sitllicher Erziehung, Ausfltitung Uber ben hohen, rnit attem menfchlichcn Glllck innig vetbunbenen Wrtth bet Arbeit, Vermeibung jebet Willklir, abet auch unnachsichtliche Hanbhabung beS Gefetze«, weise Nachgidigkeit, abet auch rechtzcitige Energie, alle« bie« von den betheiligten Factoren mlt Elfer unb VerstanbniS angestrebt unb geUbt, wird hoffentlich auch in biefe Frage, die heute in ihtet Unllarheit flit die etnen bie Quelle bet fchwetsten Besotgnlffe, flit die anbetn bie bet nnstatthaftesten Hoffnungen bilbct, einer Sofung zuslihren, wie fit alltn trfthnt, wie sie unfeteS Jahrhundert« allein wlirbig ist: eine Sofung im Geiste roahret Menschenliebe. Im weiteten Bersolze sptach Rebner noch von ber personlichen Qualification eine« Volk«vertreter» unb ber Stellung zu feinen Wahlern. Detfelbe mutz vor allem ben Much befitzen, bie GrnnbsStze, die et zu vertreten iibernommen, in allen Lagen unb gegcn jebermann rllckhaltlo« zu vettheidigen; er muh fetnet stel« in inniger Berllhrung rnit feinen Wtihlem bleiben, in allen befonbet« roichtigen obet locale« Fragen sich rnit ihnen in« Einvernehmen setzen unb nach jeber Session Uber fein parlamenlatisches Thun unb Laffen Rechenfchaft ablegen. Zum Schlusie etltorte Dt. ©chaffer, bie hier cntwtdelten Grunbsiitze unb Gesinnungen jebetzeii unb in allen Lagen nach feinen beften Krkften vertreten zu wollen, wenn ihm bie Ehte zutheil werben fottte, al« Abgeorbneler ber Slab! Laibach in ben ReichSrath entfenbet zu werben. A1« hierauf ein welter« Candidal nicht austral, thcilte ber Vorsitzenbe ein Schreiben be« LanbeShaupt, rnann« Dr. v. Kaltenegger rnit, worin berselbe, ver-anlahl bnrch einige bieSbezllgliche Anbeutungeu, be* stimmt erllarte, im Hinblick auf seine vielfeilizen, von ihm beteli« vetfehenen Geschitsle ein Mandat nicht annehmen zu kSnnen, unb silt ba« ihm gezollte Cer« traucn banlt. Hietan anknllpsenb, beleuchtete Dr. Sup pa a die Verhiillniffe, die e« Dr. v. Kaltenegger bei bett Posten, bie er hier einnirnrnt unb in so auSgezeichne-ter Weise versieht, in ber That (aum mvglich machtn, in ben ReichSrath zu treten. Dt. Suppan emps«chl roeiter« ben ausgetretenen Canbibaten, beffen vollkom-men nnabhSngige Stellung, befien Liebe zut Thtitigteit auf politifchem Felbe, befien oratorifche SBegabung in Verbittbung rnit feinen fonstigen Talentcn unb KcnnU nifien namentlich auf volkSwitthschaftlichem Gebiete ihn flit bie ©telle eine« Abgeorbneteo In jebet Hlnstcht tauglich machen. Bei ber hierauf vorgenommenen schriftllchcn Wahl enlsielen von 152 abgegebene« Stimmen 139 auf Dr. Schaffer, ber somit rnit einer eminenten Majority von bet geslrigen Versammlung al« ©inbibat ber Verfassung-partei stir die bevorstehenben Wahlen in ber LanbeShauptstabt aufgestellt trscheinl. — (Dtr H trt E tzhetzog Albtechl)ist am Sonntag vormittag« von Pettou nach Pragerhof gefahren unb bon da mit btm ©Uzuge noch Abel«* berg welter gtrtist. — (Zur Keilet ei in ber ©ternollee) wirb un« von cotppetenter ©eitt mitgetheilt, bah e« sich nicht tm entfernteflcn um eine Dame hanbtUe, fonbern bie ganzt Afiaitt butch tin MiSvetstSndni« hetbtigeflthtt wutbe, unb bah nicht bet Bllrgerliche ber Angreifer, fonbern bet Uebetfallene war unb sich nut in ber Laze bet Nolhweht btfonb, als et sich gegen feint Angttiftt verlheibigte. — (Eint rtich gesegnete Setie.) Bti dtt am 1. September stattgefunbenen Berlosung b« 1864er Pramicnscheine mignete sich bet gewih sehr feltene Zufall, bah au» einer unb berfelben Serie. unb zwar au« Nr. 3951, bet Haupltteffer (Nr. 91) per 200,000 fl., ber zweite Treffer (Nr. 95) per 50,000 fl., ber britte Treffer (Nr. 59) per 15,000 ft. unb ein Treffer (Nr. 97) per 5000 fl. sowie Uber# bie« noch brei Treffer per je 400 fl. (Nr. 27, 41 unb Nr. 75) gezogen wurben. — (An- btm Beteinllebcn.) Sonntag ben 31. v. M. vormittag- fanb hier eine Versammlung dcr HUzarbetler statt, die von 70 Theilnehmern besucht war; auch Schneider end Cchuhmocher waren anwe-sevd. Herr K u n z wurde zum Borsitzenden gewLhlt. Acht Redner behandelten in deulscher und slovenischer Eprache die Frage betresfend die (gtiinbung und den Rutzen eitiefl FachvereineS. Die Griindung eines folchen und ter Stalutenenlwurf wurden angenommen. — Die Bersammlnng der Kleidermacher behufs der Constituie-ntng eineS FachvereineS war am Nachmiltage deSselben TageS minder gut besuchl; 30 Einschreibungen wurden vorgenommen. In die VereinSleilung wahlle man: Herrn Mathias Kunz als Obmann, Herrn Johann Jagric als deffeit Stellvertreter und 7 AuSschuhmitglie-der. — Mchsten Sonntag sindet die constituierende Bersonimlung deS FachvereineS der Schuhmacher stall. eingefendct. Grgrn die „Crstc Left" -rr „Glossrn ;um Pro-;esse VoSnjak-Klnn". Mit ter „erftcn Lesc" dcr „Glofsen zum Pro;csse Voonjat Klun" hat sich dcren Verfasscr, ivic cr selbst aner kenneuswcrih betenut, anf ein Gebiet gcwagi, ans dem er jutr foie if}. Wcnn glcich (fine Betrachtungen mil einigem Gciste gesckricbcn find, so habcn fic niich nichisdcstowcnigcr in der Uebcrzeugung bcfltiitt, datz Laien iiber Lingc, zu fceren Beurihcilung F-achkcnninissc crfordcrlich find, in der Mgel unricttig denkcn und schlictzcn. Da nun aber die besagten Glossen" thatsachlich cinigc Bcmerkungen cuthicltcn, wclchc das grofje Publicum, da§ ini Eegenstande der Frage glcickifalls Laic ist, bcstimmcn Idnntcn, sich den Ansichicn ihres Verfafseis anznschli,tzcn, als sei im Prozessc Vosnjak jilun vom verhandelnden Rich trr das obersle Rechtsprinzip, die Gleichheit dcr Slaalsbllr ger vor drill Gesetze, grob vcrletzt wordcn, n»d ich cs fiir jederuianns Pflicht crachle, die Jrrefiihrnng der iiffentlichen Meinnng zn vcrhindcrn, trcte ich hiemit als Eegner des vlossisten auf und werde bemiiht sein, sowohl ans dcn allgcmeinen Rechtsgrundsatzcn, als auch an der Hand der positiveu Gesetzgebniig die Unrichtigkcit dcr Anschaiinng uach-zuweisen, als habc dcr die Strafverhandlung lciteudc Richter durch die an Dr. Sofia als SSerlretcr des Bcschuldiglcn gc-richtcten Worlc „Weun Sie riit Bauer waxen und so fchri'rn, so luiirde ich Sie noch mit Arrest befirafen" — vorans-gesetzt, datz sic ansgcsprochen wurden, was mir ans cigcner Wahrnehmung nicht betannt ist— gegen den Artikel II. des Staatsgrundgesetzes vom 21. Dczember 1867, 31. ©. Bl. Sir. 142, iiber die allgcmciiien Rcchte dcr Staatsbiirgcr verstotzeu. Es ist uiizweisclhaft, datz die Gleichheit dcr Staats-biirger vor dem Eesttze die HLchstc Erningenschast des mo-dcrnen Rcchtsstaates bildct. Allein die Bcdcntnng dcr Worte ,.Gleichheit vor dem Gesetze" darf nicht iniSvcrstanden toerdcn. Nicht darin licgt die staatsgrundgesetzlich gcwLhrleistete Gleichheit vor dem Gesetze, datz jcdcriuann, obne Nntcrschicd des Standcs und dcr Bildung, von dem Richter in gleicher Wcisc angcrufcn oder in gleicher Wcife im perfLulichen Ver-kehre bchandelt werde. Einc solchc Fordcrnng retire gcradczn »uvcniilnftig, de»u sic wiirdc a6c Gesetze des socialen Berkebrs, denen auch der Richter in seinem tinttlichen Umgange mit Partcicn wntmcorfeii ist, umstiirzcn. Die Gleichheit vor dem Gesetze besteht viclmehr einzig »nd allein darin, dah Rang, Stand, Vcrmogcn, Bilduug und alle roic inmicr geartctcn gcscllschaftlichcn'Vorziigc ver-fchwindcn iniiffeit, so bald cS sich urn die Anwcndnng dcr Gesetze deS Staates, sei es zu gunsten oder zn nnguuften finer bestimmten Person, handelt. Diese Gleichheit aber hat dcr Verhandliiiigsrichler Lurch die vom Verfasscr der Glossen „incriminicrtcn", an Dr. Sofia gerichtkten SSortc nicht vcrletzt, denn cr hiatte nach dem Gesetze das nnansttindige Benehmen des genanntcn Vertreters zn ahnden imd hat es dutch die besagte Riige auch geahndet. Datz cr gegen Dr. Costa auf fcinc Arreststrafe crfannte, hat fchon cinfach (eincii Gruud darin, datz cr hiczn nach H 245 Strasprozetzordnnng nicht bcrcchtigt war, tveil Par-teienvertretcr in Fallen dcr Dikciplinarbehandliing nur hvchsieus mit Gcldstrafen zu ahnden find, wogegcn die Patteien selbst, und diesen Fall hatte dcr Vcrb'andluugs-richter vor Augeu, als er dcr Strafe erwahute, die er einem Bauer im gleichcn Fallc dicticrt hatte, nach 8 226 St. P O. auch mit Arresistrafen belegt wcrden fiinncn. Deiugcmtitz war die bcaustiindele Acutzerung fccS Lerhandlungsnchters fiir jedcu Jinisten ~ und an eincn solchen war sie ja ge-tichtet — nul' so ah iutctprctievcn: Jhr Bcuehmeu ist der art unziemlich, datz ein bildungsloser Bauer als Partei tine Arreststrafe crwirlt hattc, vor deren Anwendnug Sic cben durch das Gefetz gesckiitzt find. Aber gcsetzt den Fall, es wfirc gesetzlich zultissig, auch PartcienveNreter ini Disciplinarwege mit Arresistrafen zu belegeii, so Mile der Derhaudlungsrichter doch correct ge handclt, datz er es dem Dr. Costa gegciiiibcr bei ctncv Riige bkwenden lietz, mil er aunctimcn mutzlc, datz fiir deu ge- bildeten Mann Dr. Costa einc Riige von gleicher Wirkuug uud Bedeutuug seiu torrdc, rote fiir den Bauer einc Arreststrafe, und datz Dr. Costa fchon nach diescr Riige fein Benehmen (intern rotile, wtidrend Riigen bei ungcbildctcn Lenten erfahrungsmtitzig htiustg uubeachtet bleiben. Hatte ter Verhandlnngsrichtcr dcmnach wider Dr. Costa auf Arrest crkannt, so wiirdc cr mit uugleichem Matzc gc-mcsscn und so vicl ehcr dcn Vorwurf, „ttie Gleichheit vor dem Gesetze vcrletzt zn habcn", vcrdicnt habcn, als im urn* gefchtten Fallc. Aber auch das positive Gcsctz decrctiert eincn Unier-schied in dcr Behandlnng gebildctcr und bildungsloser Per-foneit. Es sei mir geftattet, htcr cinigc der etnfchlagigen Gesctzcsstcllen anzufiihren. So vcrfiigt dcr § 18 des Slrafgesetzes, dah bei dcr Bcrtheilnng von Arbeit an Straflingc auf dcren Bilduugs-stufe Riicksicht zu nehmen ist, §§ 248 und 258 — die, nebm-bet gefagt, vor knrzem autzer Wirksamkcii gcsetzt rourden —, datz die {Brperlidbe Ziichiigiiug uur bei Dienstboien, Hand, werksgcscllcn, Schrjungen und TaglLhnern avgewendet rocr-ten darf. Die §§ 261 und 262 gefiatten bei riicfftchtsroiit’ bigen Umstandcn, zu icnen in dcr Praxis allgcmcin nnd hanptstichlich die tnehrere Bildnng gercchnct roirb, die lint-roanblmtg dcr Arreststrafe in cine Gcldstrafc oder in Hans-arrest; § 115 St. P. O. vcrfiigt. datz Mitglicdcr des fai-serlichen Hanses als Zeugen — cutgcgcn dcr allgcmeinen Vorfchrist — eon dtm Prtifidentcn des Gerichtshofes in ihrer Wohnung cernommcn wcrdcn miifftit; § 164 St. P. O. vcrfiigt, datz bei der Vertheilnng dcr Uitttrfudmngsgefan-geuen in die Arrcstc auf dcren Bilduugsstufe Riicksicht zu nchmcn ist, uud § 156 St. P. £>., datz thncn gcroolmte Bcqncmlichkeitcn nnd Beschtiftignngcn, die ihrem" Standc nnd Vermvgensverhtilinissen entsprechen, bewilligt werden fiinttcn. Wcitcrs beftimmt dcr § 191 bcs fai]. PatcuteS vom 3. Mai 1853, Nr. 81 R. G. Bl., foroie dcr Jnstizministcrial-Erlatz vom 9. November 1850, Q. 15.294, datz dcn Zengen bei ihrer Einvcrnchmnng vor Gcricht nicht uur roegen dcr latigcren Dancr dcr Eiuvernehmnug odcr ob ihrcs korpcr-lichen Zustandes, sondcrn auch aits andcrn riicksichisroiirdigcn Griindcn — wozu die Praxis stets eitic HSHere Bildnngs-stnfe des Zcugcn gezahlt Hat — ein Sitz zn getcahrcn set. Dcr § 162 a. G. O. uud § 3 des Gesetzes vom 3ten Mai 1868, Nr. 83 R. Bl., iiberlatzi die Meineidseriniie rung ajt Zcugcn dem Bcsiiidcn des Richters, dcr die felbe dcr Bilduugsstufe des zu Beeidenden anzupafscn an gtroicfen roirb. Dcr § 199 ter Gerichtsinftruciion vcrortnet, datz die Gerichtc jedcr Partei die ihrer Gebnrt und timtlichen odcr biirgerlichcn Stcllmtg gebllhrende Bcnenunug zu ertheilen uud sich der Ehreuroorte „Hm" nnd „Fran", ivo es die Landessittc crheifcht, zn bedietten habcn jc. k. Wo somit das Gefetz einc vcrschicdcne Bchaudluug von ter Bildung odcr Bildnngslosigkeii des Jndividnums abhaugig ttiacht, rocil eben derlei Verfchiedenheiien nur scheinbar Unglcichhcitcn bildcn, eigentlich aber gerade das Postulat ter miihfam emtngencn „Gleichheit Dor dem Gesetze" find, da kann dcn Richter, der im speciellen Fallc dem Gc-bildctcn vorhtilt, datz ih» nut die Achtnng vor seiner Bil-dnng abhtilt, ihn diffamietend zn ftrafcn, fein Votrouts treffen. Moge dahcr dcr Verfasscr der ..Glossen" in feinen nachftcn „Lcstn" ein ibm Ocrtrauteres Feld betreten. Ein Fachmanii. Verstorbene. Dcn 2. September. Dem Joh. Bilher, Haus-inhabcr, fein Kind weiblichcn Gcfchlcchtcs, St. Petersvor-stadt Nr. 146, infolge cincr fchweren Gebnrt. — Jvfefa Gratfieg, k. k. Telegraphenamts-Botentochter, 8 I., Polana-vorstadt Nr. 16, nnd Bertha Kordiit, biirgerl. Handcls-mann- nnd Hansbesitzerslind, 1 '/i 3-, Stadt Nr. 281. beite Ruhr. — Josef Babnik, Biirgcrpfriintncr, 75 I, Versor-guugshaus Nr. 4, Sthlagflutz' — Jakob Fiirst, Zwiingliug, 33 I., Zwangsarbeitshans, Tnbercnlose. Telegramme. Berlin, 2. September. Beim Festmahl an-lahlich der Enthiillung des SiegeSdenkmahls toastierte der Kaiser mit Hinweis auf die Befrciungskriege und den letzten Kricg auf das opserwillige Volk, die hohen Verbiindeten und auf die ruhmreiche Armee. Ronr, 2. September. Minghetti und Venosta werden den Konig nach Wien begleiten. Der Kron-prinz wird unterdessen die Regentschaft fiihren. Allen Kranken Kraft und Gejuudheil ohne Biedizin und ohne Kosten. Revalesciere du Barry von London. Jleine jtranfbett ectmng der belicateit Beralcsciire On Barry zii it it rrflehcn, und Sefeitint tlcfelbe ohne Medizin und ohne Soften -ne Ciajcn-, N-rven., Brust-, Lungeu-, Leber-, Drilsrn-, Schlcimbaul-. Blasen- nub Siietenleibcn, Tuberculose, Schwinbsllcht, Asthma, hnsteii, Unv-rbaulichkcit, Berstopsung, Diarrhiien, Schlaflofigkeit. Schwiicke, Hiimorrhoiden, Wasjerincht, Fieber, Schwinbel, Blutausstei-ien, Cbtcnbraufcti, Uebelkeit urb Erbrechen selbst wiihrend bet Schwan-getfčaft, Diabetes, D!elanch°tie, Abmagerung, RhcumatiSmnS Gicht, Blcichlucht. — AuszLge aus 76.000 Scrtificatcn Uber ©cncfungen, die aller Medizin toiberftanben, werden auf Berlangen franco eingefenfcet. Nahrhaster «19 Fleisch ersvarl die Kovalesciire bet Erwachseuei, anb Kindern siinsjiamal ihten PreiS in Arzneien. 3n Btechbilchsen ton ein Halb Psund fl. l-BO, 1 Pfd. fl. 9-50 i Pfd. fl. 4‘CO, 6 Psd. 10 fl., 12 Pfd. 20 fl., 24 Psd. 36 ft. - Ke-raloaciire-BiBcuiten in Bilchsen L fl. 2 60 und ft. 4-60. — EevalesctSre Chocolates in Pulver uud in Tabletten fiir 12 Taflen fl. 1-50, 24 Saflea K. 2-50, 4. liaffen fl. 4-50, in Pulvcr fiir 120 Tassen fl. 10, fiir 288 tafsen ft. 20, flit 570 Staffer fl. 36. — Zu bezichen dutch Batty be fiarrh 6 e o m (i- in Wien, Wallflsohgasse Nr. 8, inLalbaon bei E. BteLr. fotoie in allen Stabten bei fliiten Npotheketn und Eve. IdrciHanbUra; auch »erfenbet das wiener HauS nach aDro wegtnbeo niflcn Tofianteeifuttg ober Nachnahme. Witterung. Laibach, 3. September. Intensities Mvrgenroth, imch 5 Uhr ausgibiger Regen mit ein paar Blitzen und Domier, voriniiiags abwcchsclnd Rcgcn. SB fir me: Morgens 6 Uhr -j 15 2", nachrnittagS 2 Uhr + 19!)« (£. (1872 + 21'2°, 1871 + 22 4") Barometer 735-90 Millimeter. Das geftrige Tagcsmittcl dcr 2T-arme 17 9°, nm 11° iiber tern Normale. Separatjiige von Triest, Agram, Vnibncii, Marburg, CM, Klagensiirt, Villach, Graz. Lcoben und Bruck nach Wien ju bedrntknd crinaHiftten Prrisen. Dicsclben werden im Monat September zn den Feier-tagcn am 7. nnd 8. September- und roic bisher an jctem Sninetofle verkchrcn. Fiir Theilnchmer diescr Ziigc met den antzerordcntlichc Begiinstignngcn vercinbart: 1. find die Prcise der zn den Extraziigcn auSgcgcbenen Billets ant mctficit ermastigt; 2. werden die Fahrbilleis ohne jede wei-icrc Bcdiuguug ansgefolgi; 3. sind die Theilnchmer betreffs dcr Riickfahrt an fenten bestimmten Zttg gebnnden, sondcrn kLnnen innerhalb 14 Tagcn mit jedem Pcrsoucuzugc (Eil-ttitd Coiirtcrziigc ansgcnoinmcit) dieselbe antrctcn; 4. ge* nictzen die p. t. Theilnehmcr beim Besuch von Wiens grvtzteu BelustignngseiablifsemeiitS fchr crtndgigtcn Eiutritt nut werden ihnen die hiczn niithigen Coupons nebst eincm Plane von Wien und der Wcltvusstellnng gratis bchandigt. Weltauestellungs-Centralbureau fur Neise und Wohnung, Wien IX., Liechtenstein' strahe 9. (443) wird in cincr hiestgen Maiiusakturwarenhandlung sogleich anfgenommen. Offcrtc iibeniimmt das Aniioneen* Bureau in Laibach, Hs. Nr. 313. (439—2) Wiener Borfe vom 2. September. 69.95: 70.45 ' 73.50- 73.60 92 BO! 93.— 101.50,102.— ,110.- 1111—, 134 50 135.- Staatsfonds. I G-ld I Ware 6perc. Rente, ost.Patz. bto. bto. i>st. in eilb. Lose von 1854 .... Lose Son i860, stanze tfefe eon i860, Fiinsi Pramieusch. v. 1864 Grundontl. - Obi. Gteiermarf zn 5 pEt. Rarntcn. Stain, u. Sitstentanb 5 „ Angara ,u . . 5 „ 5£reat.«. Slav. 5 „ 6ic6enbiitg. zu 5 „ i 90. 91,- (•9.50 90.50 77.— : 77.50 7e!— 7?i- Actien. Natioualbank . . Union - Bank . . Sretitanftatt . . N. o. EScompte-Ges. ilnalo.-Lsterr.Bank . Dcn. Sobenaeb.-'JI.. Dtp. Hypoth.-Banl. Eteiet. Escomp!.-Bl. Franco * Austria . - Baif. gerb.«Jiotb6. . Siidb-chu.Bej-Mch. - *«if. Misabeth-Bahu. ««I.rubwia-Bah». . eiebenb. etfenbahn , CtaatSbahn . . . . Lais. Sranz«3ofef6b.. gflnft.*8arc(er Alstld»Fium. Bahn . Pfftndbriefc. Katica. C.SS. ettloSb. Bug. Bod.-Steditimft. iwz. Eft Bod.-Ltebit. bte. in »6 3. ri!ck». . 974.-,977,-146.—U47,-241.i0!242.-1025. 1035 189.-1190.--249.— 260.— 80.50 81, 2080' 2085 177.- 178.-218.50 219.— 220.- 221.— 151.-1152.-338.- 839,— 218.-1*14.- 165.’ —|156i— 90.20 84.— 99-76 ! Geld Ocft. Hypoth.-Banl.! 91.50 Prioritats-Obl. Siibb.-Gef.zu 50'j Fr. bto. Bon» 6 plit. 9iorb»6.(l00fl.(5SK.) Sieb.-B.(WO fl. i>W.i ©taatčbahn pr. Stiick StaatSb. vt. St. 1367 Rubolfb. s300fl.ij.W-) Franz-Jof. (200 fl-S.- 4j« ! 98.- 110.— 82. 130.25 91.- 103.— no.b'S SB-.— 83.- 131.- 91.5» 103.85 Lose. Stebit 100 st,- ■>• Don.°Dam! ' zu 100 ft. Stvicftcr 100 fl. CM. dto. 60 fl. ii.W. Osener . 40. fl. ij.W. Salm Palffy Clary 6t. Genois. 40 , *0 „ 40 „ 40 „ , 20 „ Walbstein . 20 „ itegteeich . 10 „ Rudolfftist. 10 . Weebsel (3Mon) «ug«b.iOO«.s»dd.W. Pari« 100 gt««« Mttnzen. 173.50 174.- 98.- 66.— 30.60 27.50 67.- 31." 88.- .38.-; »» ' 27.50, 87-Jj 28.60 ! 83.6° 85.- lsieo »3.70 93.80 111.30 *3.50 S0.40 «ais.RL»,.Dl»at«.. 6.3S 86.—!20'BtaBC«r