^^ "^^ Dienstag, 10. März 1891. iitt.^Iahrgang. kllibacherWZeituM. ^"'^ie^I ^>bl'äh^^n^^?°^senbun8 : ««iizjährig st, lb, halbMrlg ft. 7 5u. Im«°mpt°ir: I Die .«aibachcr Zeitung» erscheint täglich mit «ulnohme der H«nn» und Feiertage, Dle Udmwlftrntt«» ^^^ ^« zu ^ «»n ' '^Ur die Zuslellmlg in« Hau« ganzjahrtn fi, l, - Insertionsnebkr: Fü, V befindet sich CoiMeseftlah «, die «edaction Nahichofgasse 2«. Eprechstunben der Rebaction «glich von ^ ' «röhei, per ««Oe e lr ! l,l>t öfteren Wlsberliolimuen per Zette » kr, V lll b!« l» Nl,r vormittag«, — Unfranllcrte Briefe werben nicht angenommen uub Manuscript« nicht zurückgestellt. ^, Jultlicher Hheil. ^Duntmei^^^l'sche Majestät haben mit ^i?^ttier2 ^ Diplome dem Oberstlieutenant l>den N7"s Graf Mollke Nr. 71 Johann ' °llttgnN^ "'^ be" Prädicate.Traisen - tz, ^ ^udlgst zu verleihen geruht. ^.^ u^ Majestät haben mit ^L^^imH^"?' Diplome dem Major des 'V ^lUltd 56"^" uon Waldstätten Nr. 81 ^"M^s? Adelstand mit dem Ehrenworte ^ ^, t ^^^^.^' ^leihen geruht. ^?Olttt 2^, Apostolische^ Majestät haben mit «l ^ Ml>eßnng vom 21. Februar d. I. dem <^ °^ in n"^nwasmm mit deutscher Unter-^x^"^u All^s- echadt am Graben, Capitel« X^afe/^l'gen ob dem Präger Schlosse, ^ktl ^rsek. '"^r anlässlich der von demselben ^e>5 > dez I '" den bleibenden Ruhestand das allergnädigst zu Nichtamtlicher HM ^ ^V'°gidebatt/^ der deutsche Reichskanzler bei >Ksje E°^/lber die Unterofficiers-Prämien X^" h? " N'chters und der Deutschfreisin-^ ^ lebhaft "? gegenwärtig in der Berliner U haschend " 5"t. Die Sache kam einiger. Ub°5i > Eap w"l -^Improvisation, mit wel-> z? ^une ^ se'ne Polemik gegen den Frei-^'<^«V^ '"um en?e3 Zweifel da- ^^^^w" h^ch^^ Sache und ^«l« Gelegenheit an den Mann ge- '!i>°ö"'^un"^ militärisches Interesse ist. lt>z>e ein," sf"""'"ung der Unterofficiere ^i< ^/>!vinnen ""^" Grundstock von Ber.fs- ^u^ besorg ^'d,e Abrichtung der Re- ^Ü^ dez ?"'.U''d auch in der Mannschaft ^3^^ plltrwl.l^ und pstichtgetreuen , Feuilletons ^ ^! 'i ??"' schlu^"'b"b"es Aufathmen der »iH lchilde?„,^"?ben Waldnatur wer ver-^2^ ^^'Pfel. ie, ." ^'^ Flüstern huscht durch "'^^^ ^""Ut es dem X^^ste?"dquell ?"^" Knospen, der sickernde X ^ich ? Erlen nn.""""' ^"^ zwitschert Rh lief". M ho.!. b wenn am Abend das />^>"n in^" verglicht, jubelt es die «-l dl^^''Wümchen haben die frohe >Kt^lKchwald N""' denn der Schnee' lag VV" e i<^' Hüll. " """en Vuchenlallbe auf. ^l3>"" ^3.' s" Seite schoben und e. ^ btz^ ^"e C^ e Nlorgenlich'tes empsiengen. ! !>Q b» «" " die Anemone unter ^'lch< t l",t^"'hre Hülle huscht/züchtig ^,<^ ^°t du wunder. ! ^R°>^ einleitenden Worte, ? b?^.'^ >!ch b°zä^ ^"' Waidmannes nieder- > ^ei'd>K er^Kk st. s, ^^ du ihm doch ! ^>>s^> d^ bemitleide, und zwar des-^Vir>l "^. sp'" om Frühlinashauch und ! ^t^lt^N dann"?den, erblühenden Conse-^>^^bk7u''''' ^"stellung gewinnt, ^ ^b«K> ^^aeworden und dich an ^ Mllit. °'k"at,sche Blumenjungfer mit Geistes der Armee mitverbürgen, ist außer Zweifel. Man wird auch niemals den großen erziehenden und moralischen Einfluss verkennen, den eine gute Armee-Verwaltung auf den Charakter der ganzen Bevölkerung ausübt, und gewiss bringen Urlauber, verabschiedete Mannschaft und weitaus intensiver die prämiierten Unterofficiere die Ideen der Vaterlandsliebe, der Treue für den Monarchen, der Achtung vor dem Gesetze in ihre bürgerliche Thätigkeit mit. Starke Naturen werden dafür Propaganda mache,,, schwächere Elemente folgen den Einwirkungen, welche ihr bürgerlicher Beruf und ihre gesellschaftliche Stellung bedingen. Man wird deshalb die Votierung von Unterofficicrs-Prämien auch immerhin als eines der vielen Mittel betrachten, welche das conservative und loyale Element auch in den unteren Gesellschaftsschichten stärken, aber als wesentliches Palliativ gegen die sociabdemolratische Propaganda wird die Unterofficiers°Prämie kaum aufgefasst werden können. Gleichwohl brachte Herr von Caprivi die Forderung im Militär>Etat mit' der social-politischen Action der deutschen Reichsregierung in solche Verbin» dung, und als Herr Eugen Richter dagegen re-monstrierte, erfolgte die Absage an die Adresse des Freisinns. Es ist klar. dass die Freisinnigen in ihrer Art die Resormaction des Ministeriums Caprivi ebenso erschwerten und compromittierten, wie die Kreuzzeitungs-Ecke der Conservative«. Der übergroße Lärm, welchen die freisinnige Prvsse zum Zwecke der Forcierung einer allgemeinen Freihandelspolitik des deutschen Reiches gemacht hat. weckte erst all? schutzzöllnerischen Agitationen und provocierte jene Schwierigkeiten und Weiterungen, von denen im «Reichsanzeiger», in der «Kreuz-Zeitung», in der «KölnischenZeitung», in der «National« Zeitung» so vielfach pro und eoritra geschrieben wurde. Die Freisinnigen thaten alles, um Conservative, Agrarier, Centrum und Großindustrie, von denen ja in den verschiedenen Vorlagen und legislatorischen Aufgaben theils Opfer, theils wenigstens Tinschrä'nknngen gefordert wurden, zu verstimmen, und sie selbst opponierten jeder Neubewilligung; sie versuchten, das Ministerium mit den Fractionen zu entzweien, auf deren Unterstützung es vorläufig angewiesen ist, und gewährten selbst gar keine Unterstützung, weder durch die Stärke ihrer Frac-tion noch durch das wenigste, was sie bieten konnten — durch ihren guten Willen.__________ Frage doch den alten Jägersmann dort, der in dem walbumschlossenen Thalo, an der halbgeöffneten Thüre seines einsamen Häuschens lehnend, dem ge« schäftigen Treiben eines eben von der Reise an. kommendrn Staarpärchens zusieht, das, da es eine weite Reise gethan, auch manches zu erzählen weiß — frage ihn doch! Frage ihn am Abend, wenn er aus dem Walde heimkehrt, wo er andachtsvoll den jubeln-den Vogelstimmen gelauscht — dem Athmen, dem Flüstern, dem Erwachen rings — frage ihn, den er-grauenden rauhen Waldläufer, ob er eine Vorstellung vom Frühlingshauch habe? Ein leises, über das ge-furchte Antlitz gleitendes Lächeln würde wohl die stumme, aber deutliche Antwort sein. Auch die zierlichen Rehe auf der sonnigen, von düsterem Hochwald umschlossen Waldblöß.' haben den Hauch des Frühlings gefühlt und das Geflüster m den Wipfeln vernommen, denn sie scherzen, und aus den funkelnden Lichtern des Rehbocks, der sichernd den edlen, mit einem prächtigen Bastgehörn geschmückten Kopf über das entlaubte Astgedränge hebt, leuchtet dle Zuversicht, dass die Noth des Winters nun chr Ende haben werde. Eine bunte Menge ton ans dein fernen Süden zugereister Gäste belebt den stmen Äergwald. die Auen und Fluren im Thale. und wer um die Zeit einen Schnabel hat. der hält ihn gewiss mcht. Die Rebhühner am grünenden Acker, die edlen Wald' Hühner — am See unten die Wildenten beg'nnen stch zu paaren, und auch die geflügelten Näuber und ^»eve der Lüfte. Adler. Geier. Falken und Weihen, me Nebelkrähe und die Elfter haben ein volles Verstandms für den ersten leisen Frühlingshauch und flicken emyg ihre Kinderstuben hoch oben in den Baumkronen und im Felsgeklüft. Der mächtige UrHahn und sem edler Die Folgen machten sich augenscheinlich geltend. Im Lager der Cartellparteien und des Centrums zeigten sich immer mehr anwachsende Verstimmungen. Die Aufgabe, viel zu gewähren, Opfer zu bringen, Verzicht zu leisten, um dann von Herrn Eugen Richter noch verhöhnt zu werden — war keineswegs eine verlockende. Wenn man schon bereit war. Arbeit und ernste Inter» essen für die politische Nothwendigkeit der Gegenwart einzusetzen, so wollten die staatserhaltenden Parteien auch wenigstens den Wählern gegenüber die Geltung hehaupten, welche ihren Leistungen entsprach. Diese berechtigte Forderung ist mit den spitzen Bemerkungen, die vorigen Samstag Herr v. Caprioi an Herrn Eugen Richter und seine Leute richtete, zum großen Theile erfüllt worden. Die publicistische Discussion der deutschen Parteipresse während der letzten Tage spiegelt den klärenden Eindruck wieder, welchen die Rede des deut« schen Kanzlers gemacht hat. Durch die ganze Kartell-presse gieng ein Zug aufrichtiger Befriedigung, die «Bravos», welche aus den Bänken der Cartellparteien ertönten, als der Reichskanzler auf Richters Unterstützung verzichtete und es ablehnte, als Widerpart Bismarcks ausgerufen zu werden, wurden auch von der Cartellpresse lebhaft wiederholt. Eine Regierung, die mit den Extremen der Rechten bricht, ist eben auch umsomehr berufen, den Extremen des Manchesterthums entgegenzutreten. Wenn die Vorlagen der Landgemeinden-Ordnung und über die Sperrgelder nur mit Einvernehmen unter Conser-vativen und Centrum votiert werden können, dann ist kein Platz für freisinnige Stimmungsmacherei in den Volksvertretungen, dann war es Sache der Freisinnigen, sich in Geduld zu fassen und durch bereitwillige Unterstützung der Regierung den Einfluss zu suchen, den sie anstreben. Mit der bisherigen Oppositionstaltik hat Herr Eugen Richter das Cartcll dem Centrum näher gebracht, und die Folge davon, ist, dass vorläufig das Volksschulgesetz aä cälenäas A'asoa» vertagt ist. Zu» gleich damit scheint auch in den Beziehungen zwischen Berlin und Friedrichsruh eine Wendung eingetreten zu sein. Der neunzehnte hannoverische Wahlkreis hat dem Fürsten Bismarck das Reichstagsmandat zur bevorstehenden Ersahwahl angeboten, und Vismarcks Candi-datur ist aufgestellt. Dass Bismarck erst nach erfolgter Wahl die Be-reitwilligleit zur Annahme des Mandats erklären wird, Vetter, der Spielhahn, nesteln kampflustig und sieg' bewusst an ihrem prächtigen, metallisch glänzenden Freiergewande — es regt sich rings, erwacht und ahnt und — jubelt! Der feiste Iagdfreund in der Großstadt hat bereits einige vertrauliche Conferenzen mit dem Wildpret-händler gehabt — von wegen discreter Lieferung der etwa erwünschten Jagdbeute, der alte Knasterbart im Jägerhause, der schlanke Adjunct des Forstamtes säubern die Waffen und schleppen Muuition herbei für den Feldzug des nahenden Frühlings. Selbst in dem permanent gelangweilten, englisch angehauchten modernen Iagdfexen-Gemüthe regt es sich. und er eilt, ein Paar rothjuchtene Schnürschuhe zu bestellen, selbstverständlich sehr zugespitzt — in der affenartigen Plattform, modern natürlich und echt englisch. Unten im Dorfe krähen die zahmen Hähne, und die gackernde Henne lässt es vermuthen, dass auch sie vom Frühlingshauch greifbare Vorstellungen habe. Am Rande des Dorfteichcs glotzen die heimischen Dorfgänse ein eben aus der Fremde zugereistes zierliches Fräulem — die Bachstelze an und brimuider» schnattelnd das kokette Schwenke" ihrer — Tourm'ire mid Schlepp»', Wenn du. lieber Leser, den weiten und kelneslmgs bequemen Weg nicht schmst, dann folge in den Buchenwald, wo ein Erlenbruch d.e Thalschlucht abschließt, und ich will dir Gelegenhett bieten zu e» lauschen wie jeder und jedes das E.ne verschieden Trete leise auf und störe das züchtige Rothkehlchen nicht, das mit leisem Ruf — ihm. dem Geliebten — das Frühligsahnen vertraut, achte nun sora^am. wohm du den Fuh setzest, au> daft er lautlos schreite, und nun beuge dich vor, dass du die Neine Blühe über« Laibachcr Zeitung Nr. 56. 446 W^llli^<, ist wohl begreiflich. Jedenfalls reden feit einigen Tagen die «Hamburger Nachrichten» und die Münchener «Allgemeine Zeitung» eine versöhnlichere Sprache, und es ist nicht unmöglich, dafs nach Ostern Bismarck wieder in Berlin und im Reichstage erscheint. Dann erst wird man ein Urtheil haben, ob und inwieweit Bismarcks Nachfolger die politische Stellung zu behaupten ver« mögen, welche Bismarck den Aemtern, die er bekleidete, hinterlassen hat. Politische Uebersicht. (Grazer Handelskammer.) Der Handels« minister hat der Wiederwahl des Ludwig Kranz zum Präfidel'ten und des Dr. Anton Wunder zum Vicepräsidenten der Handels» und Gewerbekammer in Graz für das Jahr 1891 die Bestätigung ertheilt. (Die Iungczechen.) Die «Wiener allgemeine Zeitung» hofft, dass mit dem Wachsthume der Macht bei den Iungczechen auch das Erfühl der Verantwortung wachsen wird und dass sie nunmehr den Uebergang aus einer lediglich national«böhmischen Partei in eine österreichische Staatspartei suchen und finden werden. Viel weniger an nationalen Concessionen haben auch die Altczecheu vom Reiche nicht begehrt. (Die neuen Frachtentarife derSlaats-bahnen.) Wie wir erfahren, scheint es nunmehr be-ttimmt zu slin. dass Anfangs April eine außerorbent« liche Sitzung des Staatseisenbahnrathes zu dem Zwecke einberufen werden soll, um die von der Generaldirection der t. k. Staatsbahnen ausgearbeiteten Tarife in Be« rathung zu ziehen. Die betreffenden Elaborate werden demnächst den Mitgliedern des Slaatseisenbahnrathes zur Kenntnis gebracht werden, und beabsichtigt man auch, dieselben den hervorragenden commerciellen Cor-porationen zur Begutachtung zu übersenden. Die neuen Eisenbahntarife sollen erheblich billiger sein, als die neuen ungarischen und die bestehenden deutschen, und zerfallen in drei Classen nebst zwei Nusnahmstarifen. Es werden vier Staffeln festgesetzt, nach welchen sich die Tarife abstufe«, und zwar von 1 bis 50, von 51 bis 150, von 151 bis 300 und über 300 Kilometer Entfernung, und entfällt bei der Tarifberechnung die Entrichtung einer Manipulationsgebür vollständig. Nach Approbation dieser neuen Tarife durch den Staatseiseubahnrath wird es Sache der Regierung sein, bei den Prioatbahnen deren Einführung zu erwirken. (Die Reichsrathswahlen) haben ihren Höhepunkt erreicht, da nunmehr nahezu drei Viertel sämmtlicher Abgeordneter gewählt erscheinen und die noch ansstehenden Wahlen in einigen Städtegruppen, dann im großen Grundbesitze und in den Handelskammern kaum irgend welche Ueberraschungen bringen dürften. Ein klares Bild der künftigen Parteigruppie« rung im Abgeordnetenhause lässt sich jedoch im gegen» wältigen Augenblicke noch keineswegs, ja umsoweuiger gewinnen, als eine namhafte Anzahl neuer Männer in den Parlamentspalast auf dem Franzensring seinen Einzug halten wird und die Stellung der einzelnen Parteien sowohl unter einander als auch zur Regierung eist durch den Verlauf der Adressbebatte greifbare Formen annehmen dürfte. schauen kannst. Im Forsthaus steht der Jäger, eine schlanke, sehnige, so recht zu seiner grünen Heimat passende Gestalt, vor dem Gewehrschrank und prüft mit kritischem Älick die gewählte Waffe, die ihn heute am abendlichen Waldgange begleiten sollte. «Treff», sein ed!er Jagdhund, war inzwischen mit hoch erhobener Nase auch herbeigekommen, schien desgleichen zu thun, lediglich nur mit dem Unterschiede, dass sein Blick un« verwandt jeder Bewegung seines Gebieters folgte, auch schien er nicht minder wie dieser mit seiner kritischen Musterung vollkommen zufrieden, denn er wedelte ;eit< wrilig. Das Schweifwedeln steht zwar, und mit vollem Recht, in Misscreoit, denn das Kahengeschlecht zum Beispiel wedelt mit dem Schweif zumeist nur unmittelbar vor dem tückische», Angriff, und wie und wann es — in der Blum-, gesprochen — eine gewisse Species Menschen thut, das zu erörtern unterlasse ich, da es in mein schlichtes, harzdllftiges Thema entschieden nicht taugt. Ehrlich — als unwillkürliche Consequenz unbedingter Ergebenheit — ehrlich wedelt nur der Hund! Hast du es, geneigter Leser, je der Mühe w?rt erachtet, so ein Hunde«Antlitz aufmerksam zu betrachten, wenn es den ernsten Blick so unsäglich innig und treu seinem Herrn zuwendet? Wahrlich, viele müsst' ich zu nelmei,, die trotz einer bevorzugten Lebensstellung und ungeachtet ihrer perfecten Salondressur absolut außerstande wären, auch nur eine Secunde laug so redlich und treu zu schauen wie ein Jagdhund! Drr Jäger hatte inzwischen sein Gewehr um« gehangen, und nun sahen sich die beiden, der Herr und der Hund, eine Weile in die Augen, wie alte, echte Freund»», ssrvhsim» m,d Zuversicht kündete der Blick des ewen. mühsam gebändigte Frende txr des anderen, und als nun der Jäger schmeichelnd die nervige Hand auf (Mittelschultag.) Bezüglich der Schulhygiene sind vom dritten Mittelschultage folgende Thesen zu bchandeln: 1.) Eine einmalige hygienische Untersuchung der Mittelschulen ist mit Rücksicht auf die Bedeutung derselben für die Beurtheilung der gegenwältigen höheren Erziehung und der Lehrpläne anzustreben. 2.) Diese hygienische Untersuchung hat sich auf alle hygienisch bedeutsamen Momente zu erstrecken; zu derselben sind die Eltern, soweit als thunlich, als Auikuuftgeber bei-zuziehen; behufs Constatierung der körp?rlicheu Beschaffenheit ist die Theilnahme von Aerzten anzustreben, (Polen und Rutheuen.) Das Ergebnis der ostgalizischen Landgemeinden Wahlen hat in der galizischen Presse allgemeine Veriedigung hervor» gerufen. Insbesondere der «Czas» betont die Wichtigkeit des Umschwunges, welcher in der politischen Stimmung der beiden Nationalitäten im Lande zueinander eingetreten ist, und hebt die hohen Verdienste des Statthalters Grafen Vadeni um das Zustandekommen dieser versöhnlichen Richtung helvor. Die Thatsache, dass in zehn Wahlbezirken polnische Candidate» mit Hilfe ruthenischer Stimmen und in sieben anderen Wahlbezirken rutheuische Candidaten mit Hilfe polnischer Stimmen gewählt worden sind. sei ein freudiges Er-eignis von symptomatischer Bedeutung. (Verwaltlingsreform in Ungarn.) Im ungarischen Abgeordnetenhaus? brachte vorgestern Minister. Präsident Vraf Szäva»y unter lebhaftem Veifalle der Rechten beu Gesetzentwurf über die Regelung der Verwaltung und der Autonomie in den Comitaten ein. Die Vorlage stellt fest: Der Staat übt die Verwaltung der Comitate durch Staatsorgane aus; an der Spitze des Comitats steht ein Obergespan. welcher als Vertreter des Oesammtministeriums sämmtliche Verwaltungsagenden des Comitats überwacht; die Comitate besitzen auf ihren Territorien einen autonomen Rechtskreis und haben das Recht, unmittelbar an das Parlament zu petitionieren oder gegen eine gesetzwidrige Verordnung der Regierung sich zu verwahren; das Municipium verfügt in eigenen Angelegenheiten selbständig; ein definitiv bestellter Beamter darf weder Reichstags« Abgeordneter noch an einer politischen Zeitung be-theiligt sein oder überhaupt ein Amt bekleiden, welches mit einer Veamtenstelle unvereinbar ist. (Deutsch- österreichischer Handelsvertrag.) Es kann nicht in Abrede gestellt werden, dass in der Action der deutschen Delegierten für den Abschluss eines Handelsvertrages mit Oesterreich-Ungarn ein einigermaßen verlangsamtes Tempo eingetreten ist, welches vielleicht mit den nachhaltigen Demonstrationen der verbündeten Industriellen und Agrarier in Deutschland zusammenhängt. Dennoch unterliegt es keinem Zweifel, dass die Verhandlungen zu einem günstigen Resultate führen werden, denn es ist kaum deutbar, dass jene Demonstrationen oder die von Friedrichsruh genährte Pressagitation den Erfolg gehabt hätten, den bestandenen tiefen Zwiespalt zwischen den maßgebenden Personen und dem entlassenen Reichskanzler vollständig zu überbrücken und dem Fürsten Bismarck einen entscheidenden Einfluss auf die Entschließungen des Herrn v. Caprivi einzuräumen. Auch ist die allgemeine Bewegung in Deutschland gegen die Vrotzölle eine zu nachhaltige, als dass man über sie stillschweigend hinweggehen könnte, nachdem mau eben das treue Hundehaupl legte und das kurze Wort «Oculi» aussprach*, da lösten sich die Fesseln der Bot' Mäßigkeit, und der ernste edle Hund stürmte wie toll durch den Flurgang ins Freie und hätte bald das schmucke Iägerweiblei» umgerannt, das eben herbeikam, dem Gatten die frifchen Lippen zum Nbschiedsluss zu bieteu. Draußen vor der Thüre saß der blonde drei' jährige Thronerbe des einsamen Jägerhauses auf einem kleinen Sandhügel im wärmenden Sonnenlicht und bändigte eben ein hölzernes Ross, welches bereits im Kampfe ums Dasein zwei Beine verloren hatte und auch beide Ohren. Treff bändigte gleichfalls seine tolle Freude und legte behutsam den edlen Kopf schmeichelnd in des Kindes Schoß — auch «in Frühlingsbild! Die Sterne funkelten bereits am nächtlichen klaren Himmel, als der Jäger, heimkommend die erste lang-geschnäbelte Frühlingstrophäe der Hausfrau übergab. «Hab' noch was für dich. Mariechen., fprach der Wild-todter lächeln , «der Waldfrühling lässt dich grüßen und lässt dich fragen, ob du noch jenes Abends gedenkst, wo ich dir das erstemal seinen knospenden Gruß brachte.» Er hatte sein Weib umfangen und schmückte ihren Busen mit einem Zweiglein voll zierlicher silver, weißer Palmkätzcheu. Was und wie das schmucke Iägerweiblein dem heißgeliebten Manne geantwortet hat. mag der Früh-ling und der sternbesäte Nachthimmel wissen — ich hab's nicht erlauscht. Frühlingshauch, du wunderbares, gottbegnadetes Aufathmen, du knospender, duftiger Oruh für jung und alt ohne Unterschied, wer vermöchte deine Zaubermacht zu schildern? M ^ ^ * Bezeichne« den Veginn der Walbschnepsenjagd. entschlossen schien, ihr bis zu einem 8^ Rechmmq zu tragen. ^< l^Die italienische Presl^ .^, Erklärungen Rudini'ö inbelreff der ausn>«^ mit Genugthuung. Der «Popolo ^^^nül, Erklärungen Rudini's, dass er dem ^ ^ bleiben und dabei herzliche Beziehungen i^, und zu allen anderen Staaten p^/'^i ' absolute und ließen keinerlei Einschlä" "'«^ ^,, «Opinione» drückt ihren lebhaften ^"1""^^ kläruna/n Rudini's aus. «Diritto» B' ^' folgerichtig als Minister eines Staa" „^ welcher freiwillig in die Tripel-Allia») ^ Die «Italic» meint, es sei nicht daca^. dass die Erklärungen Rudini's in M" ^ sehr gut aufgenommen würden, denn '.^M! der txactesten Weise das Ziel der ^M^ man wolle den Frieden und nichts a".s.^, - (In Russ laud) soll der 2^",^, selbst seit jeher besteht, aber einer el^^, ganisierung entbehrt und infolge dessen ^ >,, l nach der eigmtlichen Wehrkraft MuM« ^» Zukunft einer giündlichen UmgestaltlW^^ weise einer einheitlichen Organisierung^^ den. Nach dem in Vorbereitung s"^ O'! würde der Landsturm in seiner neuen, ^^' der ständigen Wehrkraft nachzubildenden ^ der Linie und der Reserve als b/so"^F, Armee angeschlossen werden und eine '^M' tärische Eintheilung nach einzelnen erhalte». kÜ»>l^'' (Däuemark.) Zwischen der "^ rung, der Oppositionspartei und der ^jcht^, Vereinbarungen getroffen inbetreff ^//<,,,,«, ^^ Freihafens in Kopenhagen, der AM >,^ fahrtsabgaben. der theilweisen Aufhet"^^^, terung der Steuer auf Zucker und ^^ ,ü» eines Gesches wegen der AltersoeNH^, jährlichen Staatszuschufse von Ml ^" ^, ^ (Deutschland.) Die "ste d" M, Abgeordnetenhaus»? eingebrachten M" ^jil^ Einkommensteuergesetz, ist nunmehr " ^ ^-', erledigt. Vor den Osterferien iolle« ' "Kecal?, zur Erbschafts, und Gewerbesteuer d"^^^, in der Frühjahrssession außer dem ^" ,F ' gemeinden ° Ordnung zum Abschluss ?^F^' Das dem Centrum so unbequeme ^ ^e"^ in den diesjährigen Berathungen de» mehr an die Reihe kommen. , ^sisjil^ (In Paris) hat gebildet, welches die Veranstaltung '.^,, ft., beiter.Demoustration am 1. Mai vorbe ^,, Comity hat beschlossen, von morgen a> ^ Kundgebung Versammlungen abzuha ', ^ j^, Gemeinderath und das Abgeordnete'^ ^ gefordert werden, den städtischen ^, bediensteten den 1. Mai freizugeben. > B. (Die rumänische KaMlN>M^ gestern aufgelöst; die Neuwahlen ""§ ip in drr. bis vier Wochen stattfinden _ ^^ Florescu wird also vorläufig im "sche" ^ (Ein Geschenk des deut ^t. ,^ In Berliner Parlamentskrelsen ^iF>^< Kaiser dem Abgeordneten v- ?"" So rückte der Tag Hera". "'^'"'V, ^ Abendstunde Doctor Brand '"'^t il'°V musste. Die Zeit drängte, und d"" ^ ^ trieben, beschloss er endlich. "" '^ OH^ Hausarzt Grbrauch zu machen u^ < 5 vier Augen mit seiner Pa""^" " All ^. entschlossen, öffnete er denn aucy ^ t>as ^,' lichen Visiten die Thür. welche 's,e ^ Baronin führte. Wie gewöhnl'ch ^,.,^ in Gesellschaft ihrer Schwieger"" ^l ' deninq des Arztes ruhten die v°' , tw' ^., nicht lässig in dem Schoß. lo"d^ d-., h' eine Feder umschlossen, während " ges" , dai man in den Bereich ih^er V ,f ^.. umfangreiches Schriftstück W ^, e ^/ «Das werden Sie nicht ^ Gemahl nicht so / deu Einblick gewähn-n iu das ' 'ür m ^'^"elski'für sein mannhaste« "°«°n,g.. ""ne Marlne. Sein dankbarer Kaiser 2> ot^n^Uchen Reichstand.) Von ö^u V'Nglschen Mitgliedern des Landes-^ die üb A"ben nur zwei die Adresse an den »ül^ie >,. ? ^weigerten ihre Unterschrift. Hch der ^"giefische Kammer) beschloss ^^"ation >?°^e '" Oporto den König durch Mn^ der Ergebenheit der Kammer zu vei« ^Vt Tagesneuigleiten. » «nel?^ Kaiser haben, wie die «Linzer U "l di^c ' "l? Lmzer Rennvereine für das im V>n ln"j^y"s in Linz abzuhaltende Zucht-ssi^e zL' f von 25 Ducaten zu spenden qe-j^^ben f.^ und die Kai- " «eruht ^^ Seehospiz-Lotterie 100 fi. «>«nd z?'ldnlsse des Kaisers.) Pro-^I«""'e de. 'l.^genwärtig in seinem Atelier in ^> zw,„ bildenden Künste in Wien mit der ^i " »ünsllV. t^°ts des Kaisers beschäftigt, ^' k l!> ^"c V°^x..°^ Wunsch des Monarchen malt. !>»l?^ll«.G, ^dmKai^ in Lebensgröße ^ ''°sk« un^ >. ^"^"m mit dem Orden des gol« ^'^"de ben,^/"' ^""be des Theresien.Ordtns. Im ^< ^" ^f, """ "»en Fauteuil, auf dem der ^«l.l. "erän l>-n große Porträt ist für einen ? «"' Der V»"'"^ "'' " beißt, für den Kaiser ^ « ^ voH^" 'einer Abreise nach Budapest. ^ ,1,! "tät de« N.^"" Stadium befindet sich das ^> «rzh°' Elfers, ein Brustbild, welches für da« Töchterchen der >!>erz^° b« °""' iium Gefchenle bestimmt ^ii ^«knüb„ ?. ^' kurzem ihrem kaiserlichen ^'! ^as Bild W""^ ^äußert, sein Porträt ^r Kovs ''^ dem Künstler außerordentlich ^ ^icht " '"^ überraschende Porträtähnlichleit. X ^liischche^ "Zündholz.) Man nehme ein ' '3? Attischen ^ '"'Km Glas und gebe ein '?'bi ' bis »um F^^^r hinein, auf dieses gieße ? V°lche bfz^edepunkt erhitztes Olivenöl, fülle ?X^ lle dich " "nem Drittel ihres Inhaltes 5 ^lll^ "lt. lx^/' Kraucht man Licht, fo entfernt '^3>i«der^ °l,° Luft eintreten u!id verpfropft 2'' V>^ und">>^"^ leere Raum der Flasche O ^?, ""t siH ,>'les Licht ist ein höchst wirk- ^> > lasche „n^urch das Oel flüssiger zu ^lb^ N,u7d'? '" b" 2°«ze" Sinter aus. 'ch'>>>^W w^ " Suchtmittel lann in der h>hn °" leich. "l ^Uen Inhabern von Maga« Hi„t ^"den js/"ziindliche oder explosive Stoffe ^><" diesem,''iu empfehlen, die Wächter diefer '' > > der cl"ch bie n.atte Stimme Hilda's ^ «^tuth ^'. oie Mutter zu nennen sie >lck" hött^ ^" hätte, und der Arzt in "^ ^s^iiber ^.^lchzeitig das Geräusch eimr ^d^ VW." kr ah^ kapier glitt. ^' don !^ "icht 2, ""^ "lch entschlossen vollends ^ 8e>^pn^^r werden, und nur sein ^ ^°^'« at^^"'^ "it seltsam vibrierende ^illls^fsnete ^l '?!' momentan an die Stelle ^ >W " schloss s^" 'hm befindliche Thür 'k»^l e>'^flnertslln,'^ dann ebenso laut, um die > 1 '" d?n'^ie iun«'! ^"' dass jemand nahe; ^ bi !?lte. ,^ Kisse/?'9e Frau lehnte schon wieder « ö'lch '"' ein ^ Ehebettes; die Schwieger. ""' "" ^ ^'«' >?c^ B"I "°" den Damen zu verab. ^ k3^t>°,^. Mein ' '"^e aber. ehe ich for. verehrten Patientin noch ^^ li^" l'in.1.^^°we seinen Wunsch. n,it ^ a^s/« liege ihr daran, den- di.'^ ^" gewa^. '^ zuvor, indem sie. zu ^.^tviu . l' ln ungewöhnlicher Hast ^ z?>°Ü^ d°nn'^ ?" Karl abschließen, liebe ^/^gwch wieder!. 3^ ^«lte.! ^r s "^ Frau den zierlichen Kopf. ^h hre'>g^ "" Dr. Brand allein. ^ ^ ?^K U" er Hand beschattet und ^ "t frclyte ^ "'^. «ls jetzt der Arzt in — (Die Vasilica auf Montmartre.) Cardinal Richard feiert diesertage auf Montmartre den sechzehnten Jahrestag der Grundsteinlegung der Vasilica, welche in fünf Jahren ganz vollendet dastehen soll. Nach dem Gottesdienste stieg der Cardinal in die unterirdischen Gänge hinunter, wo gegenwärtig die Heizvorrichtungen angelegt werden. In drei Monaten wird die Herz-Iesu-Kirche in allen ihren Theilen benutzt werden können. Dann soll der Ausbau der großen Kuppel und, wenn diese vollendet ist, des Campanile vor sich gehen. Bis zum 31. Jänner V. I. hat der Bau 22,788.740 Francs ge lostet. — (Hungersnoth in Irland.) Aus Dublin wird berichtet: Ein in den letzten Tagen vorgekommener Fall von Hungertod wirst ein grelles Licht auf den Nothstand in Irland. In Lisburn fanden Passanten auf der Straße die Leiche einer alten Frau Namens Wright, welche in letzter Zeit Unterstützungen empfangen hatte. Man betrat die Hütte der Todten, und ein herzzereißender Anblick bot sich dem Auge dar. In einem alten Bette lagen fchwer erkrankt die beiden Töchter der Frau Wright und neben ihnen die Leiche eines dreijährigen Knaben, welcher offenbar verhungert war. — (Ueberfchwemmungen.) Infolge plötzlich eingetretenen Thauwetters droht in vielen Gegenden Überschwemmungsgefahr. Laut einer uns aus Prag zugekommenen Depefche tritt bereits unterhalb des Alt-städter Quais Wasser aus. Die Stadt Sobeslau ist überschwemmt. AuS Budweis und Krumau langen dagegen beruhigende Nachrichten ein. Weitere Depeschen melden Überschwemmungsgefahr bei Linz und in Mährisch» Krumau, in welch letzterem Ort? bereits viele Straßen und Brücken unpraktikabel gemacht sind. — (Rauchen verboten.) Ein Befehl an den Militär.Ressort in Petersburg bestimmt, dass es den Soldaten unbedingt verboten ist, auf den Straßen zu rauchen. Den Officieren ist befohlen, nur dort zu rauchen, wo es nach den Polizeioorschriften gestattet ist. Viele Brände werden durch das Rauchen hervorgerufen, weil felbst in größeren Städten sich noch Häuser finden, welche aus Lehm oder Holz und Stroh errichtet sind. — (Ein Doppelmord.) Im Flecken Tau» xigny bei Tours wurde das Ehepaar del HomarS ermordet anfgefunden. Der Mann war erwürgt, die Frau in zwei Theile zerschnitten, von denen der obere fehlt. Das Verbrechen wurde vor acht Tagen begangen, doch erst gestern entdeckt. Das Motiv war Raub. Ein naher Verwandter der Ermordeten, welcher vermisst wird, ist der furchtbaren That sehr verdächtig. — (Eine verschwundene Millionärin.) In London ist kürzlich dle Millionärin Frau Ca thcart von Wooton Park in Stafford spurlos verschwunden. Die Dame, welche großen Grundbesitz in Staffordshire und Stourbridge besitzt, kam kürzlich nach London, um it>ren Rechtsanwalt wegen mehrerer zu führender Processe zu instruieren. Seit dieser geit hat niemand wieder etwas von ihr gesehen. — (Unterschlagene Menagegelder.) Vor-gestern hat sich in Troppau der Rechnungsunterofficier Coval wegen Unterschlagung von Menagegeldern vom zweiten Stocke der Rudolsslaserne herabgestürzt und blieb sofort todt. — (Frau Marie Wilt.) Kammerfängerin. »st. wie aus Graz gemeldet wird, seit längerer Zeit schwer nervenlridenb. Die Aerzte hoffen jedoch, die Kranke heilen zu können. _____^^___^ .Werden Sie^eV^^stma/i^ des Arztes felbst dann Folge leisten, meine Gnädigste, wenn dnselben m,t Ihren Wünschen und Ihrem Wollen absolut mcht lm Einklang stehen sollten?» «Lassen Sie mich diese Weisungen erst vernehmen. Herr Doctor, dann werde ich imstande sein zu beulthei. leu. ob es in meiner Macht l,egt, denselben Folge zu l'isten.» «In Ihrer Macht gewiss, gnädigste Frau, wenn Sie nur wollen!» «Aber verlohnt es sich der Mühr zu wollen?. «Das zu beurtheilen stelle ich Ihrem Mutter« herzen anheim!» . Hilda zuckte merklich zusammen, eine lange Pause entstand; einmal war es. als wolle die junge Frau den Mund öffnen, um zu reden, und ringe vergeblich nach Worten. ^. «, ^ «Ihrem Mutterherzen, ja.» fuhr Dr Brand an» scheme,,!) unbewegt fort; «dafs Sie gar mcht den ernstlichen Willen habrn. sich am Leben zu erhalten, das ist eine Thatsache, welche Sie mir. dem Arzt^ mcht verbergen tonnen. Sie thun alles, um dle Wirkung jeder Arznei zu paralysieren. Sie treiben eme Art von Götzendienst mit Ihrem Schmerz, und Sie «nuen da gegen Einsprache erheben, so viel Sie wollen. ,cy vr^ Haupte doch. die Thräne«, welche Sie Nacht für stacht im stillen weinen, gelten längst nicht mehr oer wr-inllerung an den verewigten Vrudrr.» «Mein Herr. wer erlaubt Ihnen —» (Fortsetzung folgt.' Marie Wilt. Wien, 8. Mllrz. Eine Meldung, die wohl in allen Kreisen der Wiener Gesellschaft die lebhafteste Theilnahme Hervor« gerufen hat: die Kammersängerin Frau Marie Wilt ist in die Heilanstalt Feldhof bei Graz gebracht worden. Vor einiger Ieit schon hieß es, dass sich bei der großen Künstlerin Spuren eines schweren Leidens gezeigt hätten. Man sprach von krankhafter Verschwendungssucht; Marie Wilt hat eine großartige Stiftung im Betrage von 100.000 fl. für Studenten errichtet, und dies legte man ihr als erstes fchweres Symptom einer Geisteskrank« heit aus. Es war aber vielleicht gar nicht nothwendig, Groß» Herzigkeit für Wahnsinn zu erklären. Als Frau Wilt ihren edelmüthigen Cntschluss fasste, handelte sie im vollen Einverständnisse mit ihrem Schwiegerfohn und ihrer Tochter; die Künstlerin durfte der Stimme ihres Herzens umso eher Folge leisten, als sie ja Herrin eines sehr be« deutenden Vermögens ist. Es ist wahr, sie hatte sich ihrerzeit in Wien den Ruf übertriebener Sparsamkeit zu« gezogen. Als Hofopernsängerin, als welche sie eine bedeutende Gage bezog, bewohnte sie eine sehr einfache Wohnung, sie scheuerte selbst den Fußboden, sie wusch selbst die Wäsche und stand selbst ihrer Küche vor; ja es kam vor, dass junge Briefträger wertvolle an sie einlangende Briefe nicht ausfolgen wollten, da man sie für eine Bedienerin hielt. Auch trug sie ihre Schuhe selbst zum Schuhmacher zur Reparatur, und sie bedang sich sehr genau den Preis aus; sie begab sich nach den Vorstellungen, wo ihr eine tausend-läpsige Menge zujauchzte, in ein bescheidenes Gasthaus, wo nicht eben Sammtmöbel aufgestellt waren, um sich ihren Rostbraten, «aber so groß wie der Teller», wie sie ihn ausdrücklich verlangte, zum Abendmahl zu bestellen. Sollte sie zu einem Gastspiele verreisen, so gieng sie zum Bahnhof und trug ihr Handlofferchen, welches das wenige Reisegepäck enthielt, selbst. Diese und ähnliche Züge aus dem Leben der berühmten Künstlerin deuten also zweifellos nicht auf Ver« schwendung. Aber folgt daraus, dass ihre Sparsamkeit schmutziger Geiz gewesen? Sie war eine jener einfachen Frauen, wie sie einst in Wien zu Hunderten zu treffen waren; wo die Besitzerin von Hunderttausenden von früh bis in die späte Nacht im Geschäftslocale, hinter der «Budel» sich rackerte und Groschen um Groschen zurück« legte. Und gerade solche einfache und bedürfniSlofe Frauen pflegten dann im Alter mit vollen Händen ungeheuere Spenden den Bedürftigen zu widmen. Frau Wilt leidet keineswegs — wie gemeldet wurde — an Verfolgungs« wähn, sie ist auch nicht ernstlich geisteskrank. Wahr ist nur, dass sich ihres Gemüthes eine tieft Depression bemächtigt hat, und es gibt dafür einen sehr einfachen, natürlichen Grund. Die Kunst war ihr alles, und seitdem sie derselben entsagen musste, war es, als ob der Sonnenschein ihr fehle, und allerdings bedürfte es da einer verständigen und liebevollen Hand, um sie nicht mit ihrer Schwer» muth allein zu lassen. Nun sie aber unter sachverstän-diger Aufsicht ist, darf man erwarten, dass es bald gelingen werde, ihr die volle Gesundheit wiederzugeben. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht.) Am 12. d. M. feiert Ober-Landesgerichts-Präsioent Dr. Iofef Ritter v. Wafer in voller geistiger Frische seinen achtzigsten Geburtstag. Aus diesem Anlasse wird dem Jubilar eine herrlich aus-gestattete Adresse überreicht werden, welche die Unterschrift aller Iustizbeamten des seiner Leitung unterstehenden, Steiermark, Kärnten und Krain umfassenden Ober-Ge« richtssprengels trägt und den Vice-Präsidenten Hermann Ritter v. Schmeidel zum Verfasser hat. Auch die Func-tionäre der Staatsanwaltschaften bei den sechs Gerichts« höf n im Sprengel des Grazer Ober-Landesgerichtes be» theiligen sich an dem Ehrenacte. Waser, lebenslängliches Mitglied des Herrenhauses, ist am 12. März 1611 in Pettau geboren. Von den Jahren 1861 bis 1870 ge-hörte er dem Abgeorbnetenhause an; unter Herbst war Waser Sectionschef im Justizministerium. — (Aus dem k. k. Lanoesschulrathe.) Ueber die jüngste Sitzung des k. k. Landesschulrathes für Krain erhalten wir folgenden Bericht: Nach Eröffnung der Sitzung trug der Schriftführer die im currenten Mge erledigten Geschäftsstücke vor, was gel,ehmigend zur Kenntnis genommen wurde. In Erledigung der Tagesordnung wurden sodann, vorbehaltlich der Zustimmung t"« fürst, bischöflichen Ordinariate?, die Professor Franz Metello. schen Stiftung-Plätze pro 1886/89 und 1»^o °" nachstehende Landschullehr.r, welche sich durch S.ttl.chke t. sorgfältige Pflege der slovenischen Sprache und der Obst-aumzucht auszeichnen, verliehen: ^l D" m el,, Ober. lehrer in Zirlnih; Franz Cernagol. Lehrer m San t Martin unter dem Großgallenberge; Martin Potocnll, Lehrer in Iayer; Bartholomäus Ravnilar, Oberlehrer in Littai; Jakob Pretnar, Oberlehrer in Groß. dolina; Anton Lilozar, Lehrer in GMe; Franz Povie, Lehrer in Osilmtz; Franz IegNi, Lehrer m Lengenfeld; Florian Kalinger, Vehrer in Radovka; « Laibacher Zeitung Nr. 56. 448 l 0. Vla« ^ Valentin Pin, Oberlehrer in Grasexbrunn; Thomas Petrovec, Lehrer in Tschemschenil, und Johann Lobe, Lehrer in Obergurl. Weiters wurden mehreren Volls» schullehzern für die vorzügliche Pflege der Schulgärten im Jahre 1889/90 aus dem hiefür vom Landtage be-stimmten Credite Subventionen bewilligt. Dem Professor Herrn Wilhelm Lin hart an der t. k. Lehrer-Äildungs-anstalt winde die vierte Quinquennalzulage zuerkannt. An der Volksschule i» Obertuchein wurde wegen Ueberfüllung des Schulzimmers der gruppenweise Unterricht pro 1890/91 bewilligt. Dem Antrage der Direction des Staats-ObergiMnasiums in Laibach anf Bewilligung eines unobligaten slovenischen Stenografthiecurfes wurde Fl,lge gegeben, schließlich die Classification der Volksschullehrerstellen im Einvernehmen mit dem Landesausschusse endgiltig beschlossen. ,__ (Dr. Ritter von Millolichf) Ueber die letzten Tage Sr. Excellenz des Professors Dr. Franz Ritter von Mitlosich wird berichtet, dass der berühmte Gelehrte Mittwoch noch seine gewohnte Promenade machte, jedoch abends über Unwohlsein klagte. Donnerstag erkrankte er, und Freitag früh fand ihn sein ältester Sohn Franz, der den Vater röcheln hörte, bereits besinnungslos im Vette. Von da ab bis Samstag morgens lag der Patient, bei dem Blutaustritt in das Gehirn erfolgt war, in Agonie, bis ihn um 8'/4 Uhr der Tod erlöste. Den Söhnen des verblichenen Gelehrten haben brieflich oder telegraphisch conduliert: Ihre Excellenzen die Herren Minister Dr. Freiherr von Prazäl und Dr, Gras Schön« born, der zweite Präsident des Oberste» Gerichtshofs Dr. von Stremayr, der Präsident der kais. Akademie der Wissenschaften Dr. Ritter von Arneth, ferner die Akademie in Krakau, die Herren Generalprocmator Dr. Ritter von Cramer, Professor Dr. Heinrich Siegel, Generalconsul C. Gubastov und der serbische akademische Verein in Graz. Zahlreiche Kränze wurden im Trauergemache niedergelegt. Das Leichenbegängnis des verstorbenen Gelehrten fand gestern nachmittags um 2 Uhr vom Trauerhause aus unter zahlreicher Betheiligung hervorragender Persönlichleiten statt. * (Aus dem Schwurgerichtssaale.) Am 25. Jänner l. I. zechten im Marjancnil'jchen Gasthause zu Verd bei Ob.rlaibach die Vauerxburschen Johann Iaftelj, Franz ^adej, I. Auster und die Brüder Johann und Jakob Mozina. Im Verlaufe des Abends entstand zwi« schen den Burschen Eadez und Iaftelj einerseits, Jakob Molina anderseits ein Streit, der indes durch Intervention der Gäste beigelegt wurde. Gegen 10 Uhr nachts traten die Brüder Mozina den Heimweg an, wurden jedoch von Iapelj mit einer Mistgabel überfallen, wobei Jakob Molina einen so wuchtigen Hieb über den Kopf erhielt, dass er noch in derselben Nacht der erhaltenen Verletzung erlag. Die Sachverständigen lonstatie»ten, dass die Verletzung des Mozixa absolut tödlich war. Iapelj, welcher der Thal geständig ist, wurde vom Gerichtshofe zu vier Jahren schweren Kerkers verurtheilt, verschärft mit einer Faste monatlich und Einzelhaft in dunkler Zelle am 25. Jänner eines jeden Strasjahres. — (Görz und Istrie n.) Die gestern zur Wahl eines Reichsraths-Abgemdneten erschienenen 18 Mitglieder der Handels- und Gewerbekammer von Görz stimmten einhellig für den Grafen Franz Coronini, welcher hiemit als Abgeordneter für die Wählerclasse der Städte und der Handels- und Gewerbekammer mit 1105 Stimmen gewählt erscheint. — Vom istrianischen Großgrund» besitze wurde Dr. Matthäus Bartoli einstimmig, bei Anwesenheit von 69 Wählern, zum Reichsraths'Abgeord-neten gewählt. — (Laibacher Gemeinderath.) Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Laibacher Ge-meinderathes stehen folgende Verathungsgegenstä'nde: Be« richt der Rechtssection über das Angebot des Herrn Martin Terp 0 tic betreffs einer an seinem Hause an der Ressel-ftraße vorüberführenden Straße- Bericht der Finanzsection über die Einführung der Wasserleitung in die städtische Kaserne; Bericht der Schulsection a) über die Dotations» rechmmgen der städtischen Schulen pro 1889/90, k) über die Vuchtnuckerrechuung, betreffend den Jahresbericht der städtischen Schulen pro 1889/90; Bericht des Directoriums der Wasserleitung ») betreffs der Anbohrarbeiten pro 1891, d) über die Organisierung des Wasserleitungsamtes, c) über die Anstellung eines Wasserleitungs-Mon-teurs, ly über die Vervollständigung des Wasserleitung«, nehes, s) über die Anleitung für die Wasserleitungsbuchhaltung, l) wegen Bestellung einer Reservemaschine für die Pumpstation Klece; selbständiger Antrag des Ge« meinderathes Klein über die Regelung des Holzverlaufes. * (Volksschulwesen in Krain.) Wie wir iNntlichen Quellen entnehmen, zählte das Land Kram im vergangen,!, Schuljohre 299 öffentliche Volksschulen, und zwar: 1 Bürgerschule (in Guikfeld) und 298 allgemeine Volksschule!« (mit 52l Classen), welche sich auf die einzelnen Bezirke wie folgt vertheile,,: Adelsberg 36 (57 Classen), Gotische? 32 (5,3 Classen), Gurkfeld 22 (45 Classen), Krain» bürg 30 (4? Classen), Stadt Laibach 8 (32 Classen unk acht Paralleleren), Umgebung Laibach 27 (44 Classe«), Liltai 20 (3? Classen). Lmtsch 22 (49 Elass,,,). Radmali,,sdors 25 (3tt Klasse^. NudolsKsuett 30 <41 Classen). Stei« 2? (39 Classen) und Tschernembl 19 (33 Classen). 177 Volks« schulen waren einclassig. 65 zweiclassig, 24 dreiclassig, 28 vierclassig. 3 fünfclassig und 1 siebenclassig. 277 Volksschulen waren qemischt, 12 nur für Knaben und 9 nur für Mädchen. Ganztägiger Unterricht wird in 67, halbtägiger in 205 und theils ganz-, theils halbtägiger Unterricht in 26 Schulen ertheilt. Drei öffentliche Schule» wurden im vergangenen Jahre neu eröffnet. Weiters bestanden im Iahte 1890 in Krain 17 Priuat'Vollsschnlen, darunter 15 mit Oeffentlichleitsrecht, 23 Nolhschulen und 5 Ex« currendoschulen. — (Zu den Vischofsconferenzen.) Außer dem Cardinal-Fürsterzbischof Grafen Schönborn, der am Samstag in Wien eintraf, sind gestern zu den heute beginnenden Vischos?conferenzen in Wien eingetroffen und habe« im Redemptoristen - Collegium Absteigequartier genommen: die Fürstbischöfe Dr. Zwerger von Graz, Dr. Missia vo» Laibach, Dr. Napotnik von Marburg, dann der Bischof Dr. Doppelbauer von Linz. Heute treffen ein die Fürstbischöfe Dr. Kopp von Vreslau und Dr. Kahn von Klagenfurt sowie der Bischof Dr. Bauer von Brunn. — (Hanbelsmuseum in Fiume.) Vorgestern vormittag« wurde in Fiume die dortige Filiale des ungarischen Hanbelsmuseums in Budapest durch Herrn Erzherzog Josef in Anwesenheit des Gouverneurs, des Podestä, sämmtlicher Consuln sowie der Spitzen der Civil» und Militärbehörden und zahlreicher Vertreter der Kaufmannschaft feierlich eröffnet. — (Verhaftung von Auswanderern.) Wie uns aus Steinbrück geschrieben wirb, wurden am 4. d. M. seitens der Gendarmerie am dortigen Bahnhöfe abermals acht Auswanderer aus dem Bezirke Tschernembl wegen des Verdachtes, sich der Stellung««, beziehungsweise Wehrpflicht entziehen zu wollen, angehalten und an das k. k. Bezirksgericht Tilffer eingeliefert. — (Reichsrathswahl in Trieft.) Zu der vorgestrigen Reichsrathswahl aus dem vierten städtischen Wahlkörper von Trieft und den Wahlberechtigten des Territoriums erschienen in fünf Sectionen 2254 Wähler. Der bisherige Abgeordnete Nabergoj wurde mit 1644 Stimmen wiedergewählt. Der Gegencandidat Mau« roner (Italiener) erhielt 510 Stimmen, 100 Stimmen waren zersplittert. — (Die Reise der Ka i ser i n.) Ihre Majestät die Kaiserin trifft am 15. d. M. in Miramar ein und tritt von dort aus an Bord der Jacht «Miramar», Commandant Linienschiffs'Capitän Conte Cassini, die Reise nach Corfu an. Die «Milamar» ist gestern vor» mittags in den Triester Hafen eingelaufen. — (Unglücksfall.) Man meldet uns aus Stein: Per Besitzer Franz Orazem von Pristava bei Mannsburg ist am 5. d. M. in seinem Walde bei Do-beno dadurch verunglückt, dass ihm beim Holzfällen eine Buche mit solcher Wucht auf das Haupt stürzte, dass er noch vor Einlangen ärztlicher Hilfe verschied. — (Seltenes Wild.) In der Gemeinde Maria Gail in der Nähe des Dorfes Bogenfeld fiel am 2. d. M, nachmittags aus den Lüften eine verendende Trappe herab und wurde von einem Bauer bemerkt, welcher dieselbe dem Iagdpächter Zahnarzt Franz Mühlböck in Villach ablieferte. Diese Trappe ist ein schöner, großer Hahn, wiegt 13'/, Kilo und wirb ausgestopft werden. — (Elisabeth-Kinderspital.) Donnerstag den 12. d. M., nachmittag« 3 Uhr. findet die 28. Generalversammlung der Schuhsrauen, Gründer und Wohlthäter des Clisabeth.Kinderspitals im städtischen Rathhaussaale statt. — (Aus der Laibacher Diöcese.) Herr Johann Sega, bisher Kaplan in Vodic, wurde als Eurat der l, l. Strafanstalt nach Nigaun überseht. Neueste Post. Briginal-Telegramme der „Laibacher Zeitung". Wien, 9. März. Heute fanden 40 Reichsraths-wahlen, und zwar des Großgrundbesitzes in Valizien, Tirol, Istrien und Görz. der Handelskammern in Wien. Vörz und Klagenfurt und der Städtebezirke in Tirol, Vorarlberg und Steiermark statt. Gewählt wurden: 20 Polen. ? Deutsch-Liberale. 6 Deutsch« Nationale. 2 Katholisch-Conservative. 1 Anhänger des Coronini-Clubs, 1 latholisch-conseroativer Slovene und 1 national-liberaler Italiener. In Graz ist eine Stichwahl zwischen Carneri und dem deutsch-nationalen Hoffmann erforderlich. Unter den Gewählten sind der Minister galesli. dann Iaworski und Wildauer. Den steirischen Städtebezirk Leibnitz verloren die Deutsch. Liberalen an die Deutsch Nationalen, während der Coronini-Club das Görzer Großgrundbesitz-Mandat an die katholisch conservativen Slovene« verlor. Sonst blieb der Besitzstand unverändert. Die Wahl in Trieut ist noch auKständig. Marblllg, 9. März. In der Marburger Städte-gruppe wurde Dr. Gustav Kokoschinegg (deutsch-national) mit 821 Stimmen gewählt; der Slovene Dr. Juan D.tko blieb mit 254 Stimmen in dcr Minorität. Cilli, 9. März. Von 989 abgegebenen giltigen Stimmen erhielt der bisherige Abgeordnete Dr. Nichard l Foregger 541. Dr. Sernec 446 Stimmer». l ________________________________—^ Prag, 9. März. Zwischen Grob-M^^-< wurde infolge des raschen Steigens ^ u^,,-Verkehr eingestellt. Eine neu hergestellte ^ wurde gestern abends in der Länge ""^l^ unterwaschen, so dass die Schienen in der ^-> Der Verkehr zwischen Groß-Wossek ""d ^ kann erst nach Herstellung der eingeMi brücken wieder aufgenommen werden. ^ «^ Lundeuburg, 9. März. Die Tha^ " M treten. Lundenburg ist überschwemmt. ^t^ geht übrigens bereits ab und das Was!" mehr. Die Gefahr dürfte vorüber fein. ^ft^ Lemberg, 9. März, In authentischer ^M festgestellt, dass in Kolomea und SuMi" > ii> ^ Ruhe herrsche. In Sloboda Rungursla '"^F Nacht von Samstag auf Sonntag "N ' ^ statt. Es wurden bei demselben drei I>"^l!>" Gendarm, welcher Plünderungen z" very ., tete, verwundet. ,nd^> Budapest, 9. März. Zwischen G"" ^l^ steht der Eisstoß fest. In Gran sind naM ^d '^ einige Gassen überschwemmt. Die ^" igl^ / Militärbehörden entfalten eine rastlose "^'. die Einwohner der bedrohten Häuser zu ^^ d!<'. das Hab und Gut der Leute zu retten-/^^ > Helemba angestaute Eisbarriere nicht dur? ..^, ist die größte Gefahr für Gran und o'' . Donau-Ortschaften nächst Gran vorhatM''. .^>H Verlin, 9. März. Der «Apothek"^ U folge wird Professor Ewald mit eine" ^„tl^ gegen Tuberculose demnächst an die ^ London, 9. März. Wie «Nellters Oss^chB gieng der Regierung aus Rio de 3°""^' "" i zu. dass sich das gelbe Fieber in V"l >< Newport, 9. März. Nach einem ^, ^ Iquique wurdm die Regierungstruppe" , MX Monte von deu Truppen der CoMessp^^ ^ Verstorbene. ^""' Den 8. März. Maria Bernard, >!"' Kuhthal 11, Marasmus. i> Im Spit ale' ^hB^' > Den «.März. Franz Kastelic. Tuberculose. HolkswilWaMckes^ Llliliach, 7. März. Auf dem heutigen M" e^ H 3 Wagen mit Getreide, 4 Wagen nm v^" / 10 Wagen mit Holz ... ^ss^ ___ Durchschnitts-Pc^^^H^ Hafer . 3 2b 3 2f>! Niudflelsch ^' . ^, halbfrucht .-------640 Kalbfle'!^ ,,. » ^,/ Heiden . ü 36 5 77 3chw""efH , >1 ^. Hirse . 5 20 ü!88 Scköpsenst"'^ ^^ Kukuruz » 5 50 5 73,Hahndc! »"' , ^, Erdäpfel 100 Ki^ 3 31-------Tauben ^. - ,/^ Linse» pr. Heltolil 10 —-------Heu pr- " '. . ' ' Erbsen » 10-----------Stroh ^ pl, <^ Fisolen . 9--------Holz. h"^r ^ Rindsschmalz ttilu — 90------- ,^,s. ' ^i)' Schweineschmalz. -68-----------"O ilM'^^ Fpeck. frisch, . - 52 - - Wein.H ^>^ - geräuchert « - 64----'I^l^'^IÄ^ Meteorologische VeobachtMl^^ss ff ' ZL^ Z" ^ «<,> !^ Z ^ ! iW ! ^ ? u. Mg 736 4, 50 SW. schnU b<,. , U. 2 . N 735 9 98 SW- mH < F^ 9.A. 735-1 ! 6-8 SW^sch ^ Schöner Morgen, nachmittags 5"" ^ >» .^ Das Tagesmittel der Tenlfteratur < " ' ^^^ > Normale. ____________-—^^^>^» ______Verantwortlicher Red°cteur^.^^^H > Danksagung- ^ l > Außerstand, fiU' die «»s ^'>^;.,.-°' l W lebens unseres innigstssclicbien!^' „att"' > M Bruders. Schwagers und Schwlru > ^ gebornen Herrn «^t» > » Z",nnn H'rD'''^,.,> M zugelonnuenen Beweise herzlich^ ^ ^" ,„ !^.! > W für die zahlreiche Betheil.c,u>'l, ,^,,z, -'^ !>^ > > degäuquisse und die s > > W Einzelnen persönlich zu d""l"' ^, .' ^. i^"'^ > W aNen lieben Verwandten, <^' ,i„,ll » D sowie den löblichen Corporal'"" » W lnisrichtiasten Dant aus. ,^il. ,jl>^' > >__________ Dir.r«..'"^ 449 Course an der Wiener Börse vom 9. März 1891. N«« dem oMenen Course _____ '^>-^ ' ^3' ""!>5 1812Ü ^.^ ^br,!l^f, bU ff, 180-^5 15.125 H^««^' ^ ^ l44 - 145 - Veld Ware Grundentl.'Ybligalionen (für 10» fl, CM,), s>"/„ zalizische...... 104 5U 105^,5 !>"/„ mährische...... ^'^ ^ ^ !>"/„ Kram und Küstenland . . — — — — 5"/., niebcrösterrcichische . . . 108— 110 — 5"/,. stcirische...... —'— — — 5"/„ kroatische und slavonische . 104 25 !Ub - 5"/„ sirbenbüraische . , , , — — —'— l>"/n Temescr Aanat . . , . —'— — — 5"/„ unnarische...... »18« 9^?l, Andere üffentl. Anlehen. Donau Nc»,'Lose ü'V„ l«u fl, , 121'— 125 — dto, Anleihe 1»7U . . 106-85 —'— Anlchcn der Sladt Gü« , , 111— — — Anlchen d, EtabtaemeindeWien 10550 lu«>'5<> Präm,-Anl, d, Etabtgrm, Wien 14875 149 25 Vörsenba» Anlehen verlos, 5°/« 98 — 99 — Pfandbriefe (für wo fl,), Vodencr, allg, öst, 4°/<, G, , , 112 75 113 75 dto. bto, 4>/,°/„ , , , 10050 10»'!w dto, dto, 4°/„ , . , 97'40 97'9N bto, Präm,-Schuldverschr. 3°/„> 1«9 25 1U9'7<; Ocst, Hypothelenbanl ioj, 50°/„ -- - — .. Oest.unl,, Bank vrrl, 4'/,°/, , 101 »n 101 90 detto ' 4°/„ , . 99 70 10010 detto üOjghr, » 4"/„ , . 99-70 100 10 Prioritätü-Gbligationen (für 100 fl,). sserdinanbs'Nordbah!! Ein. 1888 100— 100 70 Galizische Karl-Ludwig-Bahn j Staatsbahn...... —-- —-— Südbllhn ü, 3"/„..... 154 50 155 30 ll 5"/„..... 111.--119— Ung.-galiz. Bahn..... 10«'-^ 103- — Diverse Lose (per Slüll), Creditlusc 100 fi...... 184 «5 185 — Clan, Luft 40 st...... 56 b» 57'5N 4"/„ Dllüll» Dllinpssch. 100 st, . 125'— 12U'.- Lawacher Präm, 'Anleh. 20 si. LI 5U 22 50 Ofencr Lose 40 fl..... 5l< - 59 - Palsfl, Lose 40 fl..... 55 75 5« — «otl,en Kreuz, üst, Ves, v,, 10 ft. 1» 75 19 25 Uudolvh Lose 10 st..... l»»— 20-'l>0 SlllM'Lllsc 40 st...... 59b<> 60 50 St.-Gcnois Lose 40 fl. . , . LI 25 62 25 Waldstein-Losc 20 fl. ... 37 50 38 — Mndlsch Gräh-Lose 20 st. . . 48 75 48'75 Gew, Sch. d. 8"/„ Präin.rIchuld« verschr, der Bobencreditanftalt »7— 29 — Kank« Actien (per Stück). «lnsslo öst. Ban! 200 fl. NO"/ E. . 166^5 16725 Aanlverein, Wiener, 100 st. . 11« — 118 40 Ädcr. Anst. üst., liUN st. S.40°/„ 348'—349'-- Crdl. Anst. f. Hand. U. G. U!0 st, 3«? i5 30775 Creditban!, All«, ung,, 200 fl, . 35>0'75 351 75 Depositenbanl, Alla., 200 st. , 20450 20475 Eöcompte Ges., «bröst,, 500 fl. 628 — 885 — Giro» !i. Casscnu., Wiener200fl, - — — — «j1 — Unionbanl 200 fi..... 247 75 248 25 Verlehrsbllnl, Allg., 140 . . 159 50 1b0 — Actien von transport« Unternehmungen. (per Itilck). Mbrecht-Aahn 200 fl. Silber . 90- - Grllz)200st.<2. 199'— i»9-zo Industrie>Altien (per Ltllck), Vauges., «lllg. Oest., 100 fl. . 92 — gg-zy ltaybler Eisen' und Stahl— Salao-Iarj, Tleinlohlen 80 ss. 480 — 488- .Tchlögelmüh!', Papiers. 200 fl. 196 — 19» — . 131 50 13<,-5N Trisaller Koylenw. Ves. 70 si, . 15520 1bU — Waffens.-E..Oest. inWienIvofl. 475'— ««'— Waggon-Ätihanst., Nllg. »n Pest 8» fi......... 9»— 95 — Wr. Ballgesellschaft 100 fi, , . 8ll— 88'— Wlenerbergcrgieael'Actien'Ves. 205-25 20625 Devisen. Deutsche Plätze......«-40 bS'bO London........115 — 115 i>0 Paris.........4555 452b Valuten. Ducaten........ b'4L 5-44 2« Fraiic«'Stücke..... 3'12 9-1!l Deutsche Meichsbanlnoten . . 5S-42. 56-50 PapierMubel...... i>34>,' 1-35 Italienische Vanlnoten (100 2) 4ü-15 45»b ^s------------- ^________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ MMzullltl zur Lainamer Zeüung Rr. Zß. DicustW dc« 10.Miirz 1891. T> I< ^»!2l, '' 'lu«l»hru„, der ^<^""°'« beim ., ,, ««,«. gerichts-Präsidium zu Rubolfswert abgehalten werden. Das hierbei zur Uusbietung lommende Object ist die Reconstruction des baufälligen Theiles des Kreisgerichlsgebäudes in Rudolfs« wert im adjustierten Kostenbetrage von V067 sl. 35 lr. Zu diefer Verhandlung werden die Unter« nehmungslustigen mit dem Beijatze eingeladen, dafs die bezüglichen Pläne, das Einhcitsver-zeichnis und der summarifche Kostenvoranfchlag, dann die allgemeinen admimstrativm und fpe« ciellen Naubedingnisfe in der Amts'anzlei des Rudolfswerter Baubezirtcs im II. Stocke des Haufes 3lr. 45 zu Rudolfswert in den gewöhn^ lichen Amtsstunden eingesehen werden können. Jeder Licitant hat vor Veginn der mündlichen Verhandlung fünf Procent vom Ausrufspreife als Reugeld zu erlegen, welches den Nichterstehern sogleich nach Abschluss der Licitation gegen Em PfangSbestätigung zurückgestellt wird. hingegen uon dem Ersteher nach erfolgter Ratification des Licitationsresultates auf zehn Procent der Er-stehungssumme zu ergänzen ist. Versiegelte, nach Vorschrift des § 3 der allgemeinen Baubediugnisse verfasste, mit der lOproc. Caution belegte und mit einer 50 tr.» Stempelmarle versehene schriftliche Offerte, worin das Object, so wie in der Ausschreibung genau bezeichnet ist, angegeben erscheint, werden nur bis vor Veginn der mündlichen Verhandlung bei dem gefertigten t. l. Kreisgerichts'Präsidium angenommen. K. k. KreisaerichtS-Präsidium Rudolfswert, am 5. März 1891. (992) Nr. 574 Präs. Ooncms - ^Ldict. (VezirlSrichter. Stelle.) Bezirlsrichterstelle beim l. t. Bezirksgerichte in Uiezen, eventuell bei einem anderen Bezirksgerichte. Gesuche bis 22. März 1891 an das gefertigte Präsidium. Vom Präsidium des l. l. Kreisgerichtes Leoben, am 7. März 1891. ___________ ^964) 3-3 I- 4462. Kundmachung. Im Sinne des 8 15 der Oemeindewahl» ordnuna für die Landeshauptstadt Laibach (Veseh vom 5. August 1687, Nr. 22 L. G. Bl.), wird hiemit öffentlich kundgemacht, dass die Wählerlisten für die diesjährigen Gemeinderaths-Tr« aänzungswahlen verfasst sind, vom heutigen Tage an binnen 14 Tagen eingesehen und gegen dieselben Einwendungen eingebracht werden können. Ueber rechtzeitig eingebrachte Einwendungen wirb der Gemeinderath entscheiden. Stabtmagistrat Laibach, am 6. März 1891. (990) 3-2 Nr. 111B. Sch.N. An der vierclassigen Volksschule in Sanct Veit ob Laibllch ist die zweite, mit dem Jahres-gehalte per 500 st. dotierte Lehrstelle und im eventuellen Falle einer Vorrückung auch eine der weitern Stelleu definitiv oder selbst auch provi» sorisch zu besetzen. Concurstermin bis Ende März 18S1. K. l. Bezirlsschulrath Umgebung üaibach. am 6. März 1691. U n) e i g e blat t. "">^>______ !"d^et. ^°°' H» "»>?'Z«"°chV" »„bekannte z K id'""M b°f ' »Uchd»rs zum ^^ w "°n> !2 ^ ""b >hm der ''<>, d^ K "'« 1891, ^Z>^' «°i"ch, °m 12.m ^ ^'n nnl^multe Erben und Rechtsnachfolger, wegen Verjährt- und Erloschenerklärung von Satzposten wurde den Geklagten Karl Puppis von Kirchdorf zum Curator ac! aotum bestellt und ihm der Klagsbescheid uom 12. Februar 1891, Z. 1261, worüber die Tagsatzung zum ordentlichen mündlichen Verfahren auf den 6. April 1891. vormittags 9 Uhr, Hiergerichts angeordnet worden ist, zugefertigt. K. k. Bezirksgericht Loitsch, am 12ten Februar 1891.______________________ (956) 3—1 Nr. 1730. Neuerliche executive Feilbietung. Vom l. k. Landesgerichte Laibach wird bekannt gemacht: Es sei in der Executionssache des hohen k. l. Aerars gegen Josef v. Pilpach von Kandersch pcto. 88 fl. 51 kr. znr Vornahme der neuerlichen Feilbietung der in der train. Landtafel vorkommenden, am 12. Jänner 1891 versteigerten Rea° litäten, und zwar Einl. Z, 997 sammt tun6u» in«t.ruct.u8 im Schätzungswerte von 2010 si. und Einlage Z, 998 im Schätzungswerte von 410 fl. infnlge Annahme gemachter Ueberbote auf den 6. April 1891. vormittags von 10 bis 12 Uhr, bei diesem k. k. Landesgerichte mit dem Bemerken angeordnet worden, dass das Ueberbot für die erste Realität 600 ft. und für die zweite 20 ft. beträgt und dass bei dieser neuerlichen Versteigerung nur ein das bezügliche Ueberbot übersteigendes Anbot angenommen wird. Die Licitationsbedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein lOproc. Vadium zu erlegen hat sowie das Schätzungsprotololl und die Grundbuchsextracte können Hiergerichts einaesehen werden. Laibach am 28. Februar 1891. (937^3^1 Nr. 840, 922. 1216. Erinnerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Reifnitz wird hiemit den unbekannten 1) Rechtsnachfolgern des Anton m,d der Maria Rus von Reifnitz; 21 dem in Amerika abwesenden Ianko Predovic von Hrast Nr. 12 (Mött- lina) und !) x de„ Vertretern der bestandenen Handelsfirma Parde