gdjriftleituBfl: Nothausgaffe Nr 5 lilqch«» Kt. u, iatirarkaa. • nchlaadi: Tlglich (nu ■aluo^mt tct G»m>. a. Uri«. li|C MI »1—lll)i tmm. A«aMn tiflijft MI* «dUStra wtbajifB eataegnt. — Bei EU*l> nMrial Irtca WilUodi ant Contlag ■MM, f §11Ijwtfofftr.JloBl« SO.690, Ar. tOi H'M, Samstag, 18 PezemVer 1909. Berwaltnag: RathauSqasse Mr. » Ttle»»«» «i. iatiar»»». Ve»»g«dedinl,uilge» Darch »I» »qizea! . «rNtliOdrt, . . . I I M HaldjiihriD . . . .« «i» **a»i>tnj . . . . K i»M Jilt 9 i 111 mit Aaftellaa» tat Hau« - »•8(11*4 SintellKM« ...«»•— eomaitHi «omj«brta. . . . K iA>— fürl ■alias» «4 Ml Beiu(jl<|ibtlt>i« a«i Mi feHMtea ScrfeBtanil-Vctiitiea. eingeleitete Itia rau«tl leiten Ml tat »«drftelluag. 34. Jahrgang. Situationslirricht. Vom ReichsratSabgeordneten M a r ck h l. Wieder haben wir das Bild vor uns, das uns das Lurienparlament in der Badeni-Zeit bot. Die äußere Erscheinungsform der Obstruktion ist nahezu die gleiche wie damals. Bor leeren Banken üben sich die ObstruktionSredner in der Knnst des Dauer-redens, während die ObstrnktionSgegner ihre Scha-ren organisieren, um sie durch Einführung eines regelrechten Tag- und Nachtdienstes frisch zn er-halten nnd den Gegner niederzuringen. Klubzimmer werden in Nachtquartiere, Beratungssäle in Kaffee-Häuser umgewandelt und der mit grünem Tuch über-spannte Konferenztisch, der im Laufe der Zeiten stummer und verschwiegener Zenge so mancher po-lilisch hochwichtigen Beratung und Entschließung war, muß heute die Unterlage für einen gemütlichen „Taper" oder „Königrufer" abgeben. Mancher Volksvertreter, insbesondere jener, der erst 'mit dem allgemeinen gleichen Wahlrecht seinen Einzug in das Parlament gehalten hat, wird sich mit großem Unbehagen, vielleicht auch mit einem Gefühle des Ekels die Frage vorlegen, ob denn das, was heute im griechischen Hanse am Franzensring geschieht, ob die Art nnd Weise, wie dort henk die Zeit verwendet wird, dem entspricht, was man vom neuen Volkshause nnd jenen erwartet hat, die dazu auSerwählt wurden, in dem gegenwärtigen unter dem Zeichen des sozialen Elendes, des Lebensmittel-wuchers und des wachsenden Abganges im Staats-hauShalt die Interessen ihrer Wähler zu vertreten. Mit noch größerem Rechte und Unmut srägt sich dies auch das Volk selbst, und da dürfte es äuge-zeigt sein, den Ursachen nachzugehen, auf die der Winter im KochgMrge.*) Bon Jürg Muntalt. Juli ist eS. Die Matten sind wieder ergrünt nach der langen Winterzeit. Hirten und Herden sind auf die Alpen gezogen unter Jauchzen und Schellengeläute. — Da kommt der Sturm mit grauem Wolkeuheere heranaefegt, wirbelt Schnee herbei, und es schneit und schneit, bis eine weiße Decke die grünen Matten bedeckt. Nur schwer ver-mag die Sonne den Schnee zu schmelzen und die bunten Blütenkelche wieder zu farbenfroher Lebens« frende zu erschließen. Frierend steht das Bieh in den Ställen oder läuft vor Hunger brüllend über die schneebedeckten Weiden. Dort »rängt sich eine Schar Kälber, zitternd vor Kälte, zusammen nnd stampft einen schwarze» Morastfleck in die weißliche Schnechülle. Wie bittend blicken die Tiere mit großen, traurigen Augen den Menschen an. *) Wir entnehmen diese mieresianie Plauderei der neuesten. unter dem Tiiel „1er Mnteriporl ,n erschienenen Nummer 8468 dir detannien Ltipziqcr „JUu Iirierien Heilung-, die ihrer glänzenden iUustraiiven Au«-stanung halber das Herz >»de» Winieriponler« höher ichla^ea lassen wird. 'Wer ein SiLck ui>v«rsälschler Nolur kenn,» lernen will, greise ,11 diesrm Heft der „Jllullrierten". da? auch leslliö BeachlenSwerle« in Füll« dielet. Tioh d.r umsanqrexhen BerL Piennig beträgt, noch t« hl reiche B Ider und Texie zur Taj,k»gesch>cht.'. Im Bierieljahiiabonnement kostet die ,Jllu> striert« Heilung" S Mark. heutige beschämende parlamentarische Zustand zurück-znsühren ist. Allerdings ist heute das äußere parlameutari-sche Bild das gleiche, wie in den ominösen Badenitagen. Allein ein gewaltiger Unterschied zwischen damals und heute besteht darin, daß da-mals die Deutschen, geleitet von dem Em-pfinden der schwere» Bedrohung und Schädigung ihrer nationalen und po-litifche» Grundrechte sich des äußersten parlamentarischen Mittels bedienten, nm für die Rechte ihres arg bedrängten B o l k s t u m e s z u k ä m p f e n n u d s e i n e I n-teressen gegen eine hinterhältige nnd verderbliche RegieritngSpolitik zu schützen, während h e n t e die Slawische U nion sich diefeS MittelS bedient, um gewissen selbstsüchtigen persönlichen Bestrebungen zum Siege zu verhelfen und in der Regierungspolitik eine Wendnng zn erzwingen, die wieder zu jenen Zuständen führen soll, gegen die die Deutschen im Interesse der Erhal-tung ihres Vollst»mes und eines geordneten Staatsbetriebes seit mehr als dreißig Jahren ankämpfen. Damals handelten die Deutschen unter dem schweren Drnck der zwingenden Notwendigkeit, wäh-rend die Tschechen und S ü d s l a w e n hellte mit den parlamentarischen Rechten ein frivoles Spiel treiben und das, was parlamentarisches Recht und Brauch nur für den äußersten Notfall gestatten, iu Unrecht und Mißbrauch verwandeln. Was hente die Slawische Union tut, ist nichts anderes als das, was die Slawen bisher als die hervorragendste Knnst ihrer Politik ansahen, das ist, Die lauten Klagetöne schneiden Hirten und Sennen ins Herz. Sie tragen Futter aus den Tälern herbei und aus die sonst saftgrün strotzenden Alpen, um die bittere Not der Tiere zu lindern. So läßt der Winter noch weit in daS Jahr hinein im Gebirge seine Gewalt verspüren und trägt Kampf und Tod in den blühenden Garten des Sommers. Aber endlich siegt die Sommerfonne. Hell klingen die Glocken wieder von den Alpen» weiden herab, fröhlich ertönen die Jauchzer der Hirten über die Berge und Täler, und wäbrend das Großvieh bedächtig über den guten Weidevoden dahingrast, klettern die Ziegen übermütig an den Schroffen und Fluheu umher und rupfen mit Kennermiene hoch oben am Berg die saftigsten Büschel. Des Abends jagt der Geißbnb die muntere Gesellschaft zu Tal; hell klirren die kleinen Glöck-cheii durcheinander, wenn der übermütige Zug ins Dorf einrückt. Oben auf der Alp treiben die Hirten, wenn die Sonne sinkt, das Bieh zum Melken in die Ställe. Da tönt das volle Geläut weit hinaus, und dazwischen gellen die Rufe der Männer, die Ord. nnng in den wirren Haufen zu bringen suchen. Schweren Schrittes kommen und gehen die Sennen und Hirten mit nmgebundenem Melkschemel. Die vollen Kübel werden Stück um Stück in die großen Abrahmschüffeln oder in den mächtigen, blitzenden kupfernen Käskessel geleert. Bald ist es dunkel geworden, Stern auf Stern mit aller Rücksichtslosigkeit und unter Anwendung aller parlamentarischen nnd nichtparlamentarischen Mittel etwas zu erpressen, was ihnen weder »ach ihrer geistigen und kulturellen Bedeutung, noch nach ihrer Stenerleistnng gebührt. Ein knrzer Rückblick auf den jüngsten politischen Werdegang läßt dies mit Ausschluß jedes Zweifels erkennen. Als das Kabinet Bienerth II auf der Bild-fläche erschien, erhob sich in den Reihen der Tsche-chen und Südslawen ein Hurouengeschrei, das beim ersten Erscheinen des neue» Kabinetcs im Volks-hause in ein wüstes Geheul ausartete, aus denen man insbesondere die Namen Hochenburger, Stürgkh und Schreiner, vermengt mit den widerlichsten, un-seren Ohren aber nicht mehr fremden Naturleuten slawischen Mitgefühles herausklangen. Während aber aus Gründen, die wir heute nicht näher erörtern wollen, im Laufe der politischeu Entwicklung der Name Stürgkh mehr und mehr ausgeschaltet wurde, endete fast jede Rede der Mitglieder der Slawischen Union, fast jeder politische Zeitungsartikel in den Organen der vereinigten Slawen mit dem Rufe: „Abzug Hohenburger und Schreiner!" Als man aber in den Reihen der Slawische» Union zur Er« kenntnis kam, daß ma» mit wüstem Geschrei daS angestrebte Ziel nicht erreichen könne, änderte man die Taktik. Die Gründung der bosnischen Agrar-dank und die Absicht, diese mit der Kmetenablösnng zu betrauen, boten den willkommenen Anlaß, um die Regierung unter dem Titel der PreiSgebnng vitaler Jntereffen einer bedrückten Volksschichte zu bekämpsen, während man in Wirklichkeit das Ka-binet Bienerth deshalb dem Sttirze zuführen wollte, weil es mit dem bisherigen durch mehr als dreißig Jahre hindnrch geübten System der Slawen ver- blitzt am Nachthimmel ans; durch die trüben Schei. ben der Hütten scheinen spärliche Lichter, oder eS leuchten rotzüugelnde Herdfeuer aus dem rauchge-schwärzten Raume. Wen» die Arbeit getan ist, wird es still dort oben auf der Alp; nur ab und zu ertönt die Glocke, wenn eins der Tiere sich schwer erhebt oder lang-sam dahin schreitet, um sich einen neuen Ruheplatz zu suchen. Durch die Nacht hört man ein großes Klingen, wie fernen Gesang eines Riesenchores. Alle die Rinn-sale, die mit hellem Klänge zu Tale springen, singen ihre Melodie; die großen Bäche weit in der Runde fallen mit kräftiger Stimme ein, und der kraftvolle Bergftrom bringt den tiefen Grundton in die Sym-phonie. Bald klingt das Singen wie aus weiter Ferne, bald trägt ein Luftstrom die laut anschwellenden Klänge herbei, bis sie wieder leiser nnd leiser wer-den und in der Ferne verhallen. Am frühen Morgen ertönt überallher Jauchzen nnd Jodeln; die Rinder brüllen gesnndtieitssroh dem Tageslicht entgegen. Nebenan plätschert der Bach vorwitzig und geschwätzig einher. DaS Sonnenlicht weckt alle die leuchtenden Farben des Sommers. Weiche, grüne Rasenteppiche liegen schwellend über das Gehänge gebreitet, und bnnte Blüten sind darüber ausgestreut. Ich liege oben auf dem Berge. Neben mir blicken dunkelblaue Enziane aus dem saftigen Grün, zarte Primeln schwanken leicht auf ihren bieg-samen Stengeln mit den rosig angehauchten Blüten- Stile 2 hätfchelung auf Losten der Deutschen und auf Kosten eine« geordneten StaatSorganiSmus zu brechen gezwungen war. Die Annexion Bosnien» und der Herzegowina und die hiebet zu Tage getretenen Begleiterscheinungen führten nämlich endlich einmal zur Erkenntnis, daß man mit dem bisherigen Re-gierungSsystem brechen müsse, wenn nicht daS An-sehen unseres StaatSwesenS nach außen hin auf den Nullpunkt sinken und die Grundfeste unserer Monar-chic in nicht wi der gut zn machender Weise er-schlittert werden soll. Nicht Bienerth war es, der die Aenderung des bisherigen Systems herbeiführte, sondern daS De-dache der bisherigen Regierungspolitik mußte zwin« gend zu einer Aenderung führen, die in der Be-rufung des KabineteS Bienerth II znm Ausdruck kam. Nicht gegen die Person des Ministerpräsidenten, sondern gegen da» neue System, gegen den neuen Kur» richtet sich der Ansturm der Slawischen Union. Dr. Kramar und Dr. Schnsterschitsch wandten nun alle ihre Künste und polittschen Kunstfertigkeiten auf, um aus gewundenen Wegen das zu erreichen, was sie als die programmatische Aufgabe der Sla-wischen Union aussaßten, d. i. das neue System wieder zu beseitigen und die Führung des Staats-wesenS den Slawen zurück zu erobern. Die Sommerobstruktion führte nicht zu diesem Ziele und nun versuchten es diese beiden Lenker der vereinigten slawischen Parteien mit der milderen Tonart. Beide schlugen in ihren letzten Reden eine versöhnliche Note au, leugneten mit einer verblüffen-den Unverfrorenheit, daß eS der Slawischen Union jemals um die Herbeisührung eines Personenwechsels, um die Ausschiffung der beiden Minister Hochen-bnrger und Schreiner zu tun war und brachten so nebenbei eine neue Formel an das Tageslicht, über deren Tragweite sich ein weniger Eingeweihter kaum eine richtige Borstellung machen kann. Es ist das die Formel von der Parität in der Re-gierung. Man erklärte sich damit „begnügen", zu wollen, daß die einzelneu Ministerressorts mit Ausnahme des Ministerpräsidiums und des Landes-verteidignngsministerium« zu gleichen Teilen an Slawen und Deutsche verteilt werden, wobei man — „Bescheidenheit ist eine Zier ..." — durchblicken ließ, daß bei der angestrebten Parität nicht nur die Quantität sondern auch die Qualität der Ressorts in Berücksichtigung gezogen werden müsse. Gleichzeitig tauchte in den slawischen Blättern wieder daS Gerücht auf, daß bei Verteilung der RessortS auch die Sudslawen berücksichtigt werden köpschen, kräftiger Eisenhut steht straff gegen den lichtblauen Himmel, über den schneeweiße lichte Wölkchen dahinziehen. Eine mächtige Arve reckt ihre knorrigen Aeste in die klare Sommerlust; wunderbar kräftig duften die dunklen Nadelbüschel und daS harzreiche Holz unter den warmen Sonnen strahlen. Bienen und tummeln summen umher und trinken de» süßen ast aus den leuchtenden Blüten kelchen. Das Murmeltier grast eisrig auf den Berg-wiesen; schrill ertönt sein Pfiff, wenn eS Gefahr wittert; oben aus einem Steine macht eS Männchen, dreht den Kopf nach dem Menschen, der seine Be-schaulichkeit stört, und ist blitzschnell in seinem Bau verschwunden, sowie man näher zu kommen sucht. Bewegnng, Leben und Farbe überall. Hoch oben ragen die Felsen jäh empor, schroffe Fluhen aus klotzigen Kalken, bizarre Türme und gezackte Grate. Von den zerfurchten, hellen Kalk-wänden bröckelt morsches Kalkgeröll ab; durch die Runsen und Rinnen poltern die Blöcke, über die Wand pseift der Steinschlag, und bis tief hinab bedecken die grauen Trümmer den fruchtbaren Weide-boden. Von unten herauf aber klimmt das Pflanzen-Heer wieder empor; es klammert sich in die Risse des Gesteins nnd erkämpst sich hoffnungsfreudig den Sieg, den seine leuchtenden Farben weithin künden. Aber nicht lange dauert das Jubelfest des Lebens in den Alpen. Nur im kurzen Bergsommer ist der Sieg ein voller, ost schwer erkämpfter. Schon im September sendet der Winter seine Bortruppen, den Frost und den Reis. DaS über- _W-cht_ sollen. Man wird kanm fehl gehen, wenn man dieses Gerücht mit den persönlichen Bestrebungen des Dr. Sustersic in Zusammenhang bringt. Mittlerweile verging viel Zeit, die Regierung braucht das Budgetprovisvrium und die Berhältniffe im Innern als auch die Ziele uujcrer äußeren Politik drängen weiters noch zur Erledigung der Vorlage über das Ermächtigungsgesetz. DieS kam den beiden Herren Dr. Kramar und Dr. Snstersic sehr zu statten und sast schien eS, als ob der Ministerpräsident unter dem Drucke der Verhältniffe seine ablehnende Haltung gegenüber den Wünschen nach Umbildung des »abinettes nicht mehr so ganz aufrecht zu erhalten Willens fei. Da waren eS die deutfchfreiheitlichen Parteien, die mit ihrer letzten Entschließung gegen die Ver-wirklichung dieser Wünsche ein entschiedenes Veto einlegten und auch der Gedanke, einen Südslawen in die Regierung aufzunehmen, stieß insbesondere bei den deutschfreiheitlichen Abgeordneten der Alpcn-länder aus den heftigsten Widerstand. Bienerth wurde neuerdings zugerufen: „Landgraf, bleibe hart!" — Und er blieb hart und uuzugänglich gegenüber dem Ansinnen, die Obstruktion mit irgend einem Zugeständnis oder Versprechen abzukaufen. Dr. Sustersic und Dr. Kramar sahe» ihre Ziele plötzlich wieder in die Ferne gerückt. DaS System bleibt vorläufig aufrecht, die gewünschte ..Parität" bleibt derzeit noch eine Formel, ein srommer Wunsch, und alle jene Südslawen — e» sollen deren nicht wenige sein —, die von einem Ministerfrack träumten, müssen eben noch weiter träumen. Dr. Sustersic und Dr. Kramar, die sich schon im siebenten Himmel sahen, fühlten sich plötzlich wieder der Unterlage eines harten Bodens näher gerückt und dieses unangenehme Gefühl brachte sie um den Rest ihrer Besinnung. Sie, die noch vor weniger als einer Woche «klärten, daß sie nicht daran denken, die Obstruktion zu bedienen, gebcn nnn die Parole ans, ohne jede Rücksicht auf unsere Finanzlage, auf dte Teuerung»-frage» der breiten Schichten, ohne Rücksicht a»f das Schicksal des Parlamentes mit der echten, rücksichts-losesten Obstruktion einznsetzen. Und so sind wir «litten drinnen in dem ödesten ObstrnktionSkampse, aus d:m kein Teil als Sieger hervorgehen wird, dessen Opfer aber das erste auf Grund des allgemeinen, gleichen Wahlrechtes ge-wählte Volkshaus sein wird. mütige Heer der kleinen Rinnsale hoch oben am Berge wird stiller und stiller, nur an warmen, hellen Sonnentagen lösen sich die eisigen Bande, die das Wasser gefesselt hat. Weiße Kappen decken schon die hohen Berge. An den Bergmähdern haben die Menschen in schwerer Arbeit das letzte Gras ge-schnitten. Aus den Alpen wird es still nnd öde. Hirten und Herden zogen zu Tal; durch die leeren Hütten und Ställe pfeift der Wind. Immer weiter treibt der Winter den Schnee in die Täler hinab, unaufhaltsam schiebt er Berg um Berg mit weißem Mantel als Vorposten vor. Mit eisigen Stürmen braust er über das Gebirge einher, bis er Alleinherrscher ist weit und breit. In Wetter und Sturm hält er seinen Einzug, und streng ist seine Herrschast. Und doch lst'S nicht die Ruhe d«S Todes, die seinem Siege folgt. Er bändigt nur das Leben zum Rasten nach übermütigem, liederlichem Sommer-fonnendafein • er läßt die lebendige Kreatur sich auf sich selbst besinnen, in aller Stille Kräfte sammeln für neues Leben und Wachsen, sür kommende Frende. In seinem Reich aber entfaltet der Winter hohe Pracht. Mit weicher, weißer Decke hüllt er die Matten; schwellende Schneepolster hänst er aus die Dächer der Hütten. Die Tiefen der Mulden und Rinnsale füllt er mit Schnee nnd gibt den Hängen wellige Weichheit. Von den Bächen dringt nur dumpfes Murmeln unter der Schneedecke hervor, fönst ist eS ganz still geworden. Feierliche Ruhe Nummer 101 Das haniirlspolNlsche Ermiichtigungggrfrtz. Während man in offiziellen Kreisen noch immer bemüht ist, die parlamentarische Lage als durchaus nicht hoffnungslos erscheinen zu laffen, hört man aus den verschiedenen Parteilagern von ernsten Schwierigkeiten und Stimmungen, die eS angeblich ausgeschlossen erscheinen lassen, daß das Abgeord-netenhauS jenes Minimum eines ArbeitSprogrammeS erledigt, das in der vorletzten Obmännerkonferenz aufgestellt wurde. Vorläufig beherrschten die Agrarier den parlamentarischen Gesprächsstoff, und wenn alles, was erzählt wird, wahr sein sollte, müßte nicht nur die Lage im Parlament, sondern auch die Zusammen-setznng der Parteien in den nächsten Tagen eine wesentliche Veränderung erfahren. Von den tschechischen Agrariern sagt man, daß sie gegen alles obstruieren wollen, was die Erledi -gung des handelspolitischen Ermächtigungsgesetzes sördern könnte, und daß sie in der Slawischen Un,on die treibende Kraft darstellen, die auch das Budgetprovisorium verhindern will. Demgegenüber wird jedoch auf den Wortlaut der jüngsten Beschlüsse der tschechische» Agrarier verwiesen, indem gesagt wurde, daß „dieser Regierung nichts bewilligt werden dürfe", also nicht Obstruktion, sondern Opposition. Die polnischen Agrarier, die zumeist im Lager Stapiuskis stehen, sind für die Unterstützung der Opposition nicht blos aus wirtschaftlichen, sondern auch aus politischen Gründen, die allerdings nur vom rein galizischen Standpunkte zu beurteilen sind und in erster Linie die Schwächung der Stellung jener Fraktion im Polenklub zum Ziele haben, die sich um die Person des Obmannes Dr. GlombinSti schart. Die ruthenischen Agrarier sind gegenwärtig mit in der kleine» Obstruktion ihres Klubs, die man scherzhaft die AuwritätSobstruktion nennt, das heißt. Obstruktion zu dem Zwecke, um nicht als neben-sächlicher Faktor betrachtet zu werden und um mit irgend einem Ehristgeschenk sür die Wähler in der Tasche in die Weihnachlsferie» gehen zu können. Die christlichsozialen Agrarier sind ebenso wie die deutschfreiheitlichen mit der landwirtschaftlichen Zentralstelle in zu enger Fühlung, als daß sie dem Ermächtigungsgesetze zustimmen könnten. Aber hier handelt eS sich nicht um Feindseligkeiten gegen die Regierung, sondern um eine Wirtschaftspolitik, die von Simitsch-Hohenblnm geleitet wird und die eine Rücksichtnahme aus politische Notwendigkeilen nicht kennt. Doch werden weder die Deutfchfreiheitlichen noch die christlichsozialen Agrarier zu irgend welchen Gewaltmitteln greisen dürfen, sondern sich darauf beschränken müssen, durch ihre Abstimmung ihre ablehnende Haltung zu bekunden. Aus diesem Zu-sammenhange würde sich ergeben, daß eine agra-Tische Obstruktion nicht zu fürchten ist, und da eine liegt über der ganzen Bergwelt. Hoch oben ragen Felsgipfel starr und dunkel über dem leuchtenden Unterbau in die Lüfte. — Fremd Land war einst all die Schönheit des BergwinterS den Menschen. Winterlicher Halbschlaf nmfiug die Bewohner der Alpendörser. Da kamen die Städter aus den dumpfen Städten; erst einer, dann immer mehr. Der Zug schwoll an: alles Menschen, die es emporlockie, reine Luft zu atmen, sich in hellem Sonnenglanze zu baden, die Schönheit des Winters im Hochgebirge zu schauen. Durch den tiesverschneiten Wald mit weiß be-lastetem Gezweig zieht der Skiläuser hinauf; helle» Leuchten ruht da und dort aus den schneeschweren Aesten und gleißt zwischen den dunklen Stämmen hindurch. Silberne Schleier wallen herab, wenn ein Windstoß einen Ast von seiner weichen Last befreit und die glitzernden Schneekristalle herabrieseln. Ueber dem Wald erglänzen die weiten Flächen in blendendem Lichte; blaue Schalten lagern sich vom Fuße der Berge über die lichten Hänge, und in tiessattem Blau wölbt sich der Himmel darüber. In der kalten, klingenden Luft flimmern und blitzen feinste Eiskriställchen. Oben an den Bergkämmen hat der Wind den Schnee zu seingeschwungenen Schneiden geschärft; weit hängen die luftigen Bauten der Schneewächten über den Steilhang. Alle schroffen Uebergänge in der Architektonik der Berge hat die Kunst des Winters gemildert; veredelt ist die Linienführung der Grate und die feine Krönung der Gipfel. MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung sür Haus und Familie H«»«tag»5etlage der „Deutsche» Wacht" t» Killt. ^ .Die Savmart- erscheint jeden Sonniag als-unemaeMlche Beilage für die Leser T 1QHQ I0t\ öl der „Deutschen Wacht". — Sin,»In ist „Die Sadmark- nicht tiuftich_| It/Ut7 Aus meiner Jestungszeit. Bon Fritz Reuter, au» dem Plattdeutschen abersetzt von A. Grün d. 1«. Fortsetzung. Hier wollte der kleine Kopermkus losfahren, „denn," sprach der Erzbischos, „wenn auch einer unter unS mehr Freiheiten genießt als wir anderen und mit seiner Braut Arm in Arm spazieren gehen dars, so ist daS eine Erlaubnis die der Herr General vor unserem Hiersein erteilt hat und der Wille deS Herrn General soll unser höchstes Gesetz sein. Drum." sagte er zum Schlüsse, „beschwöre ich Euch liebe Brüder, schweift nicht über die vorgeschriebenen Grenzen hinaus, meidet den Verkehr mit unerlaubten Menschen, dringt nicht aus heimlichen Wegen in die Häuser der hiesigen Be wohner," — dabei blickte er Don Juan an — „kurz, laßt uns dem neu angestellten Herrn LewandowSky zeigen, daß wir zu gehorchen wissen und er wird daS Befehlen vergessen; vor Allem aber warne ich Euch, stellt Euch nicht mehr an die kleine Linde, Ihr würdet nicht blos den Baum, nein, Ihr würdet auch Herrn LewandowSky in eine schiefe Lage bringen!" Aber nun ging eS loS. Der erste war natürlich daS giftige Ding von KopermkuS, der revoltierte. ,Er werde sich an die kleine Linde stellen wenn eS ihm beliebt und er möchte den sehen, der eS ihm wehren wollte.' Schr . . . srug ihn spöttisch philosophierend. ,ob ein Sinn darin läge, daß er seinetwillen und um anderen einen Gefallen zu tun seine Verlobung aus« geben sollte?' Ich frug ihn ,ob er weiter keine Schmerzen hätte, er wäre doch der erste gewesen, der sich mit einem alten Weib in einen verbotenen HäriugS« Handel eingelassen hat/ Aber das war Alles nichts gegen Don Juan. Wie der aufbegehrte! ,Er habe ebensogut wie der Erzbischos die Nacht hindurch die Wege überdacht, die er unter LewandowSkys Regiment wandeln will; und diese sühren meistenteils um Tor« weg und Stall herum in die Häuser. Er habe soeben eine Rede gehört, sagte Don Juan weiter, „ein schwäch. licheS Produkt, geboren von der Schwäche einer geist« lichen Natur--denn er drückte sich als Dichter DiMnf ttxtolta. stets gediegen aus, — „aber," sprach er weiter, .ich bin nicht aus Kommandanturbesehlen und preußischen Dienstinstruktionen zusammengepappt, sondern aus Fleisch und Blut, auch bin ich nicht dazu da, um LewandowSky daS Leben süß zu machen, sondern sich daS eigene nach Möglichkeit zu versüßen." Er ließ sich über seine eigenen Anschauungen weitläufiger auS und wies diese mit Beispielen aus seinem eigenen Leben nach. „Und," so schloß Don Juan seine Rede, „meine Herrn, wir müssen LewandowSky verblüffen, verblüffen ist daS rechte Wort, wir müssen gleich am ersten Tage alle möglichen Extra« vaganzen mit der unschuldigsten Miene begehen, damit er glaubt, daß wir ein Recht dazu haben und im Uebrigen bin ich der Meinung, daß jeder tun kann waS er will." Wir anderen gaben ihm Recht bis auf den Erzbischos und die Versammlung schloß gerade so, wie alle anderen; wir gingen auseinander und jeder tat was er wollte. KopernikuS stand an der Linde, Schr . . . ging mit seiner Braut spazieren, ich spaßte mit dem kleinen Jdachen und Don Juan wurde von LewandowSky mit der Schankjungfrau zusammen ertappt; blos unser geistliche Herr promenierte, als streng gesetz« licher SürbiS den vorgeschriebenen Weg entlang, das heißt am ersten Tage; am zweiten aber sah man ihn bereits wieder mit der dicken Bäckersfrau über den Zaun hinwegparlamentieren. Am dritten Tag saß er neben ihr auf einer Bank und ließ sich von ihr ihre vielen Krankheiten und ihren großen Kindersegen erklären. Denn, ich erwähnte es bereits, der Erzbischos interessierte sich sehr für ökonomische Dinge. — Nur mein armer Kapitän saß in seiner Kasematte in Gram und Leid. Am vierten Tag, an einem Sonntag, sah ich ihn endlich, seine Vatermörder anlegen und seinen neuen blauen Rock ausbürsten. Aha! Dachte ich, heute geht er aus! Ja, Schnecken, er ging nicht aus, wenigsten« am Bormittag nicht. Aber als wir abgegessen haben, 8 zog er seinen Blauen an, rückte beim Spiegel seine Vatermörder zurecht und sagte zn mir: „Charles, ich habe einen schweren Gang vor mir, willst du mich be-gleiten?" — Ja, sagte ich, wohin ihn auch der Gang sühre, ich wollte ihm immer zur Seite stehen; aber vorläufig wäre die Türe unten noch verschlossen. — „Wir gehen blos hinunter zu KopernikuS," sagte er und ging. Lieber Gott, dachte ich, was soll nur das wieder werden und folgte ihm. Als wir unten ankamen, war die Kröte gerade dabei sich Kaffee zu kochen; der Kapitän ging stracks uud stramm auf ihn lvS, hielt ihm die Hand hin und sprach: „KopernikuS, wir sind sechs Jahre lang ehrliche Freund« gewesen, sind wir daS noch?" — „Ja," sagte daS Ding, gab ihm verlegen die Hand und färbte sich grün. — „KopernikuS, hast du was dagegen," sprach Kapitän weiter, während er die Hand des Kleinen recht treuherzig schüttelte, „daß Charles Zeuge unserer Unter-redung wird? Ohne daß wir weitläufig darüber ge-sprochen hätten, weiß er um was eS sich handelt; er soll Richter werden zwischen dir und mir." — Da hast du ja einen guten Posten bekommen, dachte ich bei mir; waS das wohl wieder werden wird? Halt, dachte ich, zuerst mußt du die Kröte etwas weichmütig machen, der Kapitän ist es ja schon ohnehin und zwischen weichmütigen Leuten ist ein Streit leicht zu schlichte». Und so gab auch ich ihm die Hand und blickte ihm mit möglichster Weichmütigkeit in sein grüne» Gesicht; da riß sich aber das Ding loS, sprang zu seinem Kaffee-topf und rief: „Mein Kaffee kocht über!" Dann setzte tf hinzu: „Ich will noch Kaffee ausschütten und wir wollen heute Nachmittag schön Kaffee znsammen trinken und der Kapitän kann nebenbei aus einer langen irdenen Pseise Tabak rauchen." Nun bitte ich um alles in der Welt! Um eine Pfeife Tabak ist der Kapitän doch nicht herunter ge-kommen und um eine Taste Kaffee gibt einer doch keine Aurelia auf. — Der Kapitän sagte also kalt: „Laß das'. Ich will dich blos fragen: Liebst du Aurelia?" — Nun faß das Krötending da und soll Farbe be-kennen, aber es wollte nicht. Aber auch Kapitän gab nicht nach und ließ ihn nicht locker: „Ich frage dich: liebst du Aurelia f — „Ja." sagte endlich KopernikuS. — DaS war aber dem Kapitän uicht genug, konnte ihm nicht genug sein, denn sonst wäre die Sache aus der Welt geschafft und eine solche Sache auf eine solche Weise aus der Welt schaffen, hieße ein Kind im ersten Bade umbringen. Er srug also weiter: „Liebst du Aurelia mit all der Innigkeit, mit der ich sie geliebt habe?" — DaS war nun eine dumme Frage des Kapitäns, denn wie konnte eS KopernikuS wiffen, wie tief die Liebe beim Kapitän saß; ich sagte also als Richter: „Diese Frage darfst du nicht stellen, denn dadurch setzest du nur den KopernikuS in Verlegenheit." — Dabei dachte ich mir, jetzt hast dn deine juridischen Kenntnisse gut augewaudt. — Oha! Kaum gesprochen und schon fuhr KopernikuS aus mich los, was ich mich dazwischen zu mengen habe; sie würden ihre Sache fchon allein ausmachen. Der Kapitän setzte zu «ir gewandt hinzu, daß er mich nicht mitgenommen hätte, um sie auseinander zu bringen. — Na, das ärgerte mich natürlich nicht wenig und ich frug, ob sie nicht lieber den Erzbischos als ihren Friedensrichter bestellen wollten, der es besser verstünde Streitigkeiten zu schlichten und etwa noch Don Juan, der in Liebessachen Sach-verständiger ist. — DaS wollten sie aber leider nicht und so setzte ich mich, trank Kaffee, rauchte Tabak und ließ den Dingen ihren Laus. Der Kapitän hatte in den drei Tagen seiner Zrückgezogenheit einen in allen Kanten festen Plan gesaßt und er war auch zu sehr Soldat, als daß er seinen Feind so ohne weiteres fahren gelaffen hätte. Er griff ordentlich an und KopernikuS mochte rechts und links Seitensprünge machen, wie er wollte, Kapitän ging ihm immer dreist mit der Frage an den Leib: „Liebst du Aurelia mit derselben Innigkeit, wie ich sie liebe?" — KopernikuS. der nicht mehr retourniereu konnte, stellte sich also. „Ja, ja." sagte er, „ich weiß ja nicht wie weit du in die Liebe hineingeraten bist, bis zu den Knöcheln oder bis ans Herz; ich weiß blos, daß ich daS Mädchen gern leiden mag und bin ebenso gut wie ein anderer." — Da ließ Kapitän den Flügel-mann der Halle'schen Füseliere entkommen, ging mit großen Schritten auf und ab und sagte nach einer Weile: „Das war dein Glück! Diese Antwort rettet dich! Hättest du meine Frage mit einem einfachen „ja" beantworte», so hätte ich dich sür einen Lügner halten muffen; denn so wie ich, kannst du sie nicht lieben." — „Nicht," erwiederte KopernikuS und setzte ein ver-wegeneS Gesicht auf, als wollte er nun seinerseits daS Gefecht erneuern und mit fliegenden Fahnen und Standarten auf den Kapitän losstürmen. „Herrgott," rief ich dazwischen, „nun macht aber Frieden. Die Sache ist doch erledigt nun kommt und trinkt Kaffee." — „Schweig Charles," rief KopernikuS, „was hast du drein zu reden?" — „Ja, schweigt," ries nun auch Kapitän, „jrtzt kommt erst die Hauptfrage." — Na, dachte ich, diesmal und nicht wieder; wie die Kerls mit ihrem Richter umgehen. — „KopernikuS," frug der Kapitän und richtete sich vor seinem Gegner steil in die Höhe, willst du Aurelie heiraten?" — Als nun dieses schwere Geschütz hinter dem Berg hervorbrach und auf KopernikuS loSschvß, zog dieser seine Fahnen und Standarten ein und wollte sich heimlich drücken; aber der Kapitän schoß fleißig drauf los: Willst du Aurelia heiraten? Na, ich war zwar wegen der Behandlung, die mir die Beiden al« ihrem Richter zu Teil werden ließen verdrossen, aber bei dieser Frage mußte ich doch aus vollem Halse lachen. „Kapitän!" ries ich, ..da» ist doch meine» Wissens die allerletzte Frage dabei und diese wird einem erst vor dem Altare vom Priester vorgelegt." — „So!" ries Kapitän, „so, ich stehe ebensalls al» Priester hier, denn bevor ich an dieses ernste Werk gegangen bin, habe ich mein Teuerstes geopfert. Und nun lasse dir sagen, daß diese Frage hier am rechten Platz ist; KopernikuS kann sie jederzeit beantworten, denn er ist vermögend, seine Eltern sind tot, er ist bomo «ui juris; er ist majorenn und hat sein AuS-kultatorenexamen gemacht." — „Und hat noch fünf-undzwanzig Jahre zu sitzen," warf ich ein. — «DaS geht dich nichts an," erwiderte KopernikuS, „sorge du für dich selbst; du hast auch noch fünfundzwanzig Jahre zu brummen." - ..Ja," sekundierte ihm Kapitän, „du kannst noch gar nicht heiraten, denn du hast daS AuSkultatoreuexamen noch n'cht gemacht. Jeder Aus» kultator im preußischen Staat kann heiraten, daS heißt wenn er Vermögen hat, ich habe eS nicht, aber KopernikuS hat eS und darum soll er heiraten, — ich sage: er soll heiraten und wenn eS erst nach sünfund-zwanzig Jahren geschehen soll." Bei diesen Worten fing sich in der Brust des KopernikuS etwas wie Begeisterung zu regen an, er gab dem Kapitän die Hand und ries: „Ja, ich will heiraten!" — Da schloß ihn der versöhnte «apitän in seine Arme und küßte ihn ans den Scheitel. Aus den Mund konnte er den KopernikuS einesteils wegen dessen kurzen Stelzen, anderseits wegen der langen krumme» Nase nicht küssen. Dabei reckte er seinen Arm in die Höh' und ries feierlich: „Und hiemit entsage ich allen meinen Rechten!" In diesem Augenblick ging zufällig Aurelia am Fenster vorbei, anscheinend lustwandelnd. Schwubb», wandte sich Kapitän ad und trat in den Hintergrund der Kasematte; er war ein Mann von Wort. KopernikuS aber stellte sich ans Fenster und guckte sich sein neueS Eigentum an, während ich als das fünfte Rad am Wagen in einer Ecke faß und mich mit Kaffeetrinken über die schwüle Situation hinwegzuhelfen suchte. Außer-dem schienen beide einen Haß aus mich geworfen zu haben, al» wäre ich Schuld an der ganzen Geschichte; den Richtern geht es manchmal so. — Doch so, mir nicht», dir nichts, wollte ich auch nicht au» der Ange-legenheit hervorgehen und stellte ich an die Beiden die Frage während ich mit dem Daumen nach dem Fenster wie»: „Wollen wir sie nicht von euern soeben gefaßten Beschlüssen verständigen, vielleicht durch daS kleine Jdachen; denn ihr mögt sagen waS ihr wollt, mit in die Geschichte gehört sie nun einmal." — Da fuhr S. Kapitän auS seiner dunklen Ecke auf mich lot und schrie mich an, „daß ich davon nicht» verstehe, daß KopernikuS am nächsten Sonntag seinen schwarzen 3fock und seine weißen Handschuhe anziehen und beim Herrn Papa Aurelien» mit geziemenden Worten um deren Hand anhalten müsse." — Da schlug sich witder KopernikuS auf meine Seite, denn er befaß keinen schwarzen Rock. — Dann müsse er sich einen vom Erz-bischos borgen, jener besitze einen. -- ,Ne,' entgegnete KopernikuS, dagegen protestiere er, denn in dessen Rock würde er aussehen wie ein Häring in einem Regen-mantel. — „Ja," sagte ich, „waS wird denn der General dazu sagen?" — Diese Frage verblüffte den Kapitän und er wußt« momentan keine Antwort. Schließlich kam ihm doch ein Gedanke. „Oh," rief er, „wenn Ihr wüßtet was mich diese Tat gekostet hat und sie sollte an einem Frack und einem General scheitern?" — Damit zog er sich wieder in den Hinter» gründ der Kasematte zurück und nahm das Auf« und Abgehen wieder auf. Nach einer Weile kam er wieder hervor, wischte sich die kalten Schweißtropfen von der Stirn und sagte zu mir: „EharleS komm!" Und ich klopfte meine Pfeife au» und ging mit ihm nach oben. IS. Kapitel. DaS war das Ende des einen Romanes und nun beginnt der zweite. Ehe er jedoch beginnt, muß zuerst der Sommer vergehen und der Spätherbst ins Land ziehen, denn so lange dauerte e» bi» volle Zufriedenheit wieder ein« zog, obwohl Kapitän sein Wort hielt, mit keinem Blick Aurelia streifte, in keine ihrer Fußtapsen trat, den Psahl und Linde stehen ließ nnd keinen Zorn mehr aus KopernikuS hegte. — Aber--aus Schr . . . war er von Tag zu Tag weniger gut zu sprechen weil dieser da» fertig gebracht hat, was Kapitän nicht glücken wollte, nämlich eine Brautschaft. — Sie überwarfen sich also und zuerst wegen dem Begriff „Liebe". Der Philosoph war nämlich durch feine kleine, niedliche rundliche Braut mit der Zeit auf einen Begriff „Liebe" gekommen, den Kapitän in seiner Ritterlichkeit unmög-lich für den richtigen halten konnte. „Er ist trotz aller seiner präzisen Redensarten ein sinnlicher Selbstsücht-ling," sagte er ging ihm au» dem Weg. (Fortsetzung folgt.) 4 Belehrendes, praktisches, Keiteres etc. In klarer Nacht. In klarer Nacht auf weiter Meeres-flut, Aus stillen Wegen durch die braune Heide — Wenn längst der Tag entschlies in fahler Glut, Der Tag mit seiner Lust und seinem Leide: Da öffnet eine andere Welt sich weit Dem Menschenaug' im Flimmerglanz der Sterne — Du fliegst empor in die Unendlichkeit, In« Sonnenmeer der lichten Himmels-ferne. Da wachen all die hehren Rätsel auf. Die nie gelösten, ewig unfaßbaren. Des Menschen letzte Fragen, die im Lauf Des bunten Tags von dir vergessen waren. Und sacht erschließen sich im Sehn- suchtSdrang D«r eig'nen Brust geheimnisvolle Tiefen --AuS Dämmerungen quillt ein leiser Klang, Als ob dich serne Geisterstimmen rissen. Dir ist'S, als faßte eine milde Hand Die deine, um dich Tastenden zu leiten. Erschauernd schweigt der grübelnde Verstand, Ein Glanz umwebt dich auS geahnten Weiten. Bruno Eelbo („Leipz. Jll. Ztg.") Praktische Mitteilungen. Die Ausdünstungen der Käfige unserer Zimmer-vögel können selbst bei HSusigstem Reinigen unangenehm werden. Aber man kann dem üblen Geruch« der Bogelkäfige leicht vorbeugen, indem man unter die Sandschicht eine Lage gemahlenen Gips streut, wie er in jeder Drogenhandlung für wenig Geld zu haben ist. Wie ist ein eisernes Trink« Wasserbecken vor Rost zu schützen? Ein guter dreimaliger Oelsarbenanstrich schützt die Eisen« bleche eines Wasserbehälters auf Jahrzehnte vor der Zerstörung durch Rost. Welchen Farbstoff man d«m O«l zusetzt, das ist nicht einmal so sehr wichtig, jedenfalls leistet Eisen-mennige (Eisenoxyd) oder Bleimennige gute Ditnste. Bor dem Anstrich muß der Rost so gut von dem Eisen ent-sernt werden, als es nur angeht. Jion erreicht dies zunächst durch Abkratzen, Abschleifen mit Sand- od«r Bimsstein. Aber häufig sollte man mehr daran wenden: Abbeizen mit Salzsäure und Nachwaschen mit Kalk« wasser oder Sodalösung, danach Ab-spülen mit heißem Wasser und bald-folgendem Anstrich. Wenn man aber nicht die größte Sorgsalt verwendet, die Säurereste in Ecken und Fugen zu neutralisieren und das gebildete Salz zu entsernen, dann soll man die Säure lieber nicht auf das Eisen bringen. Wohlschmeckende, einfach zu bereitende Apfeltorte. Eine glatte Blechform wird mit Butter auSgestrichen, der Boden mit geriebenem Schwarzbrot, aus welches man kleine Butterstückchen legt. Nun folgt eine Lage ganz dünn ge« schnittener Apfelscheiben, die gut mit Zucker bestreut werden. Jetzt beginnt man wieder die bisherige Reihensolge mit einer Schicht geriebenem Brot, Butterstückchen :c. und so sort, bis die Form gefüllt ist. Den Schluß bildet eine mit Butterstückchen belegte Brotschicht. Die Form kommt nun in den Ösen, wo die Torte, eine Stunde lang bäckt. In der letzten halben Stunde gießt man eine Tasse voll mit Zucker vermischter saurer Sahne darüber. Heiteres. Der Gesangverein. A.:„Wie gefällt'S euch denn in eurem neuen BereinSlokal?" — B.: „Vorzüglich, die Akustik ist brillant und das Bier außerdem so gut, daß wir meistens abends gar nicht zum Singen kommen." Ein Schlaumeier. „Möchten Sie nicht Temperenzler werden, Herr Huber?" — „Na, i haß diese Malfiz-fremdwörter I" Mildernder Umstand. Frau (schimpfend): „Wie, um sechs Uhr kommst du nach Hause?" — Mann: „Erlaube, ich habe schon zw«i Stunden aus der Treppe gelegen." Der Protz. „Herr Kvmmerzien-rat. in dem Buche, das Sie mir ge-liehen haben, fand ich zwei Hundert« markscheine I" — „Nun — 'n paar Lesezeichen!" Gemütlich. „Könnte ich viel-leicht eine Wärmeflasche bekommen, Huberbäuerin?" — I' hab' keine! Aber ich leg' Ihnen an srischge-backenen Brotlaib ins Bett!" Nummer 101 Deutsche Wacht Seite 3 Mehrheit für da« Ermächtigungsgesetz ohne die Agrarier gesichert erscheint, gewinnt die Aussassung die Oberhand, daß das Parlament bis zum 22. d. M. seine Arbeiten erledigt haben dürste. bestehende» kommunalen Mittelschulen ve> staatlichen. Die Slowenen wurden hieb« von den so^ialdemo kralischen Gemenideräte» unterstützt, konnten jedoch, wie zu erwarten war, bei der Abstimmung mit ihren Anträgen nicht durchdringen. Aus drm windischen Lager. Zn einem der Rede des Dr. Sustersic gewid meten Leitartikel enthüllt dessen Organ ..Slovenec" den xigentlichen Beweggruund der südslawischen Politik im Parlamente. Der Kampf gelle der Siche-rung eine« MiuiftrrftuhlcS jar die Südslawen. ES werde früher keinen Frieden und keine Gesundung der Verhältnisse in Oesterreich gebe». bis nicht die Südslawen ein solcher Fakior im Staate werden, wie es ihnen nach ihrer Zahl, ihrer Geschichte und ihren Ausgaben im Süden gebührt. Und wenn ein-mal die Südslawe» im Raie der Krone vertreten sein werden, dann wird — so kündigt der „Slovenec" an — erst der eigentliche Kamps um die nationalen Rechte der Slowenen beginnen! Der künftige südslawische Minister werde nicht die Re-gierung bei den Südslawen, sondern die südslawen bei der Regierung zu vertreten haben und daher ein festes Rückgrat und Nackensteife besitze» müssen. Der „Rarodni Dnevnik" über den Pro zeh ,rried jung. Der „Narodni Dnevnik* nimmt die in den eben in W en staiifindenden serbische» Hochverratsprozeß verwickelte» Slawen in Schutz und sällt über den „Sloveinc" her, der die Sache nicht in seinem Sinne (deS .Dnevnik") aussetzt Der Artikelschreiber wirft dem „Slovenec" ni«d,ige Denunziation, Lügenhaftigkeit, Feindschaft gegen Supilo — weil er ein Fortschrittler sei — und Bestechung vor. Verbotene Versammlung. Der Berein südslaw. Eisenbahnbeamten in Trieft wollte am 19. d. M. hier eine große Manifestation«. Versammlung abhalte», an der Vertreter der tschechi-scheu und der übrigen slawischen Eisenbahnerorgani Politische Rundschau. Freie gewerbliche Vereinigung. In der DoiinerStagsitzung der freien gewerbliche» Vereinigung wurde in eingehender Wechselnde, an der sich die Abgeordneten Dr. Hosman» von Wellenhos, Einspinner nnd Marckhl beteiligten, die Haltung jenes Teiles der Presse besprochen, die zwar in die allgemeine Klage über die gegenwärtigen desolaten parlamentarischen Verhältnisse einstimmen, die Bevölkerung aber über die wahre» Ursachen der parlamentarischen Untätigkeit, sei eS aus Uebel« wolle», sei eS aus anderen Beweggründen, nicht ausklärt. Abgeordneter Marckhl verwies aus die hinterhältige Politik der Führer der Slawischen Union und iusbesondnre der Abgeordneten Sustersic und Kramar. die in seriöser Weise heute erklären, daß ihnen obstruksionistische Absichten fern lägen, und tags daraus schon mit der frivolsten und rück-sichtSlosesten Obstruktion einsetzen, um aus diese Weise unter Gefährdung des Parlamentarismus die Bestrebungen der Slawen, welche i« dem Grund-gesetz der Slawischen Union: „Oesterreich mnß slawisch sei», oder eS wird überhaupt nicht sein" gipfeln, der Verwirklichung näher zu bringen. Von allen Rednern wurde auf die bisherige erfolgreiche Tätigkeit der freien gewerblichen Vereini-gung verwiesen und gelangte solgende vom Abge< vrdneten Dr. Hosman» von Wellenhos beantragte Entschließung einstimmig zur Annahme: „Die Freie gewerbliche Vereinigung des Abgeordnetenhauses war seit ihrem Bestehe» nnd auch seit dem Wieder-zusammentritt des Reichsrates unausgesetzt und eifrig bestrebt, dahin zu wirke», daß die zahlreiche» hochwichtigen Angelegenheiten, deren parlamentarische Behandlung im Lebensinteresse des gesamten Ge> werbestandes ohne Unterschied der Nation seit Jahren streng gefordert wird, in Beratung gezogen nnd sationen teilnehmen sollten. Die Landesregierung hat ^ enblit^cn Erledigung zugeführt werde«. Leider die Versammlung und die Konstituierung der Filiale - dieses Vereines verboten. Aus Stadt und Land. Tillier Gemeinderat. Sitzung vom 17. Dezember 1909. Borsitzender Bürgermeister Dr. Ja born egg von AltenfelS; anwesend 23 Gemeinderäte. Der Bürgermeister eröffnet die Sitzung und teilt mit, daß an Stelle deS für 3 Monate beur» laubten G.°A. Herrn «nlon Ehiba, Herr August de Toma einberufen wurde, welchen er begrüßt und schreitet dann zur Verlesung der Einläuft: Ein AmtSbericht, nach welchem der Kaufmann Siegmund Braun anläßlich der Ablegung des öfter« reichischen StaatSbürgereide« einen Betrag von 50 K für die Stadtarmen widmete, wird dankend zur Kenntnis genommen. Der Bürgermeister verliest eint Zuschrift de« WirtschaftSverbandeS Cilli. in welcher derselbe 'ür daS Entgegenkommen dkS GemeindeauSschusseS, welches derselbe der vom Verband? eingeleiteten Aktion zur Verbilligung der Marktpreise dewie«, den Dank au«-spricht und in weiterer auSsührlicher Weise seine Anschauungen niederlegt, in welcher Weise dem em-psundenen Uebelständen bezüglich der Markipreise abgeholfen werden könnte. In dieser Eingabe ersucht der WirtschaslSverband insbesondere dahin zu wi? ken, daß Wohnhaus« mit kleineren Woh»ungen erbaut werden und überhaupt die Baulust gehoben werde, um der drückenden Wohnungsnot ein Ende zu be-reiten. Dieser Gegenstand wird dem UnteranSschuss« V zur Verarbeitung und Antragstellung im Einvernehmen mit dem FiunnzauSschusse zugewiesen. Sodann ver lieft der Bürgermeister eine Eiugab« der Handels- und Gewerbekammer in Graz, in welcher dieselbe daS Ersuchen stellt, mit allen mög-lochen Mitteln dahin zu wirken, daß die eheste Er-ledigung deS handelspolitischen Ermächtigungsgesetze«, welche durch die rücksichtslosen Sonderbestredungen einzelner Parteien ernstlich bedroht erscheint, zur Durchfühlung gelange. Eine im gleichen Sinne ge-haltene Zuschrift des HandelSgremiums in Cilli wird ebensaUS zur Verlesung gebracht, worauf dann fol-gende Entschließung Di« Slowenrn in Trieft. Stit de» letzten Wahlen in den Triefter Ge-meinderot, die den Slowene» eine Reihe von Er« solgen brachten, setzen sie alle Hebel in Bewegung, die Mittel der Gemeinde sür ihre nationale Propa-ganda auf dem Gebiete deS Schulwesens in Anspruch zu nehmen. In der letzten Gemeinderatssitzung redete ihr Wortführer Dr. Wilfar den Italienern zu, doch mit den Slowenen ein Kompromiß zu schließen, da die Slowenen in Trieft sich nicht mehr mit den Italienern assimilieren, man möge deshalb eine Reihe slowenischer Volksschulen in Trieft errichten und die Bedeckt ist daS graue Geröll, und aus dem ruhig gemodelten Unterbau und der sormenschönen Gipfelkrönung wurde ein großes, fchöneS Ganzes in einheitlichem Guß geschaffen. — Wenn wir de«, Abends oben stehen in dieser hehren Einsamkeit, dann längen sich die Schatten, und es beginnt ein Farbenspiel von wunderbarer Schönheit. Blauer und blauer werden die Schatten in der Tiefe. Goldenes Licht strahlt von den Gipfeln wider. Immer mehr Rot mischt sich zu dem Gold, in dem die Höhen leuchten, bis ein rotes Glühen die Bergspitzen erstrahlen läßt, die im Osten schars gegen den sattvioletten Himmel stehen. In pseilschncller Fahrt trägt nnS der Ski hinab; scharf weht uns die stahlharte Luft ent gegen; der Schnee knirscht aus dem Ski unter der Frißsohle. Bon den Gipfeln schwindet da« letzte Leuchten. Nur im fernen Westen schweben noch leichte Wolken brennend rot ruhig am lichten, blaugrünen Abendhimmel. Grau. kalt, stumpf steht die Bergwelt mußten alle ausgewendeten Bemühungen abermals daran scheitern, daß durch die srivole »nd mutwillige Obstruktion der Slawischen Union die Arbeitsfähig-keit des Hanfes gelähmt und die kostbare Zeit un> nütz vergeudet wurde. Wenn daher die berechtigsten und dringendsten Wünsch« nnd Beschwerden der Gewerbetreibenden neuerlich unberücksichtigt und riner unbestimmten Zukunft anheimgegeben bleiben, muß die Freie gewerbliche Bereinigung mit allem Nachdruck jede Beranttvortnng für diesen Znstand von sich ablehnen, jene Volksvertreter slawischer Zunge als allein schuldig bezeichnen, die ohne Rück-sicht aus das Wohl und Wehe ihrer eigenen zahl-reichen Stammesgenossen im Gewerbestand die sach-liche Arbeit des Parlament« unmöglich mache» und damit den Feinden des Gewerbe« willkommene Helserdienste leisten." Südslawisches. Der Verband der Südslawen hat in seiner Sitzung vom 16. d. M. eine Aussprache über die politische Lage gepflogen. Der Obmann des Ver-bände«, Abgeordneter Dr. Ploj, erklärte mit Rück-sicht auf den erfolgten Wiedereintritt der dalmatinischen Kroaten die Obmannstelle niederzulegen und diese dem kroatischen Abgeordneten Dr. Jvcevic abzu» treten. Er wurde jedoch von dieser Absicht wieder abgebracht. — Die dalmatinischen Abgeordneten Biankini, Dr. Jvcevie, Peric und Ritter v. Bnknvic sind in den Verband der Südslawen wieder eingetreten, au« dem sie bekanntlich seinerzeit wegen de« in der Südslawischen Vereinigung gegen da« Budget-Provisorium gesaßten Beschlusse« ausgetreten sind. Ein Kriegsmeeting in Belgrad. Der Ausschuß für Nationalverteidigung hielt dieser Tage eine zahlreich besuchte Versammlung ab, an der 30 höhere Offiziere und sast alle in Belgrad einstimmig angenommen wurde: „Der Gemeinderat der Stadt Cilli verurteilt auf da« schärsste die von den slawischen Parteien eingeleitete Obstruktion gegen di« geordnete Tätigkeit deö Abgeordnetenhauses. In der Elwägung, daß durch diese Obstruktion nicht nur die konstitutionelle Freiheit gefährdet wird, sondern Forderungen erzwungen werden sollen, die den Bestand de« Staate« erschüttern und die Rechte de« deutschen Volke« bedrohen und in der Er« wägung, daß insbesondere durch die Förde-runqen d r Südslawen nach Ernennung eine« jüdflairüchc»» Laud«»uauummister< ein wuch-tiger Schi g gegn das Deutschtum in den südlichen Ländern gesuhlt werden soll, richtet der Gemeinderat der Stadt Eilli an die d.utschk» Abgeordneten die Aufforderung, den Postulaten der Slawischen Union ein ent« schiedene« Siein entgegenzusetzen, und im Kampfe um die Arbeitsfähigkeit de« Parla-Diente« auszuharren, insbesondere ist die« auch behus« endlicher Regelung der Handel«» und BerkehrSbeziehungen mit dem Auslande erforderlich, die eine nur allzuberechtigte For-derung der heimischen Industrie, wie de« Handel« und Gewerbe« bildet." In der weiteren Behandlung der Einläuse wird ein Bericht der jiädtischen S'cherheitawache zur Kenntnis genommeu, nach welchem anläßlich de« JabrmaikteS am 30. Rovemder an 33 Schuhmacher ?iua«um^ bis der M°7d sei^Lich. ü^r das wohnhaften ^edmMn Woiwoden teilnahmen. ES die VerkausSs.ande sür ein Jahr Ergeben wurden Gebirge ergießt und Täler und Höhen mit mildem wurde beschlossen, am nächsten Sonntag ein Volks.- und h,edel ein Betrog von 33 K als „Verehrnung«. Glanz' erfüllt Wie Perlengeschmeide schimmert e« Meeting in Belgrad zu veranstalten mit der Tages- > aebubr" emaeboben wurden. dann um die Gipsel in der Stille der Nacht. — | Ordnung^ ..Krieg gegen Oesterreich-Ungarn." Der gebühr" eingehoden Ebenso wird zur Kenntnis genommen der Jahresbericht deS Deutschen LesevereintS in Graz Bon der Schönheit de« Winter« wollte ich frühere Präsident des Ausfchufses, Nusic^tettte mit, Jahresbericht de« ^ Deutschn, reden, doch da sind Feder und Wort zu schwach.— daß ihm Prinz Georg einen Bei rag von 1000 Franken sür da« Vere,n«,ahr;19o«/9. ____- lirthi- um hfn Äuimf für das Volks» i^ritz Ammer richtet an I fliehe hinaus" in das winterliche Hochgebirge I übergeben habe, um den Aufruf für da« Volk«- I Fritz Ammer richte» aii den Bürgermeister und * )3 8 meetina drucken »U lassen. den GemeindeauSschuß die Bitte, ihm zu einer an- und schauend erlebe seine Wunder! Meeting drucken zu lassen gemessenen Stellung, eventuell anderweitigen Unter- Seite 4 Deutsche Dacht Nummer 101 stützung zu veshelsen. Der Bürgermeifte.' empfiehlt, dem Ansuchen nach Tunlichkeit Rechnung zn trogen. Hierauf wird zur Tagesordnung übergegangen. Für den Recht«au«fchuß berichtet bessert Obmann G.-A. Dr. Schurbi. Die Stadigemeinde «rakau teilt mit, daß sie gesonnen sei, mit anderen autonommen Städten eine Aktion einzuleitrn, um zu ei wirken, daß bei der nächsten gesetzlichen Regelung der Ueberweisung eine« Teile« de« Erträgnisse« der direkten Personalste»«« an die Länderfonde auch ein entsprechender Teil an dir Ztatutar-Städte überwiesen werde und ersucht um Bekanntgabe, ob die Stadt Cilli in diesem.valle mitzuwirken bereit wäre. Der Berichterstatter weist daiauf hin, daß die Personaleinkommensteuer vor« wiegend durch die Stadtbewohner bezahlt werde und durch die Freilassung von Zuschlägen den Städten die Möglichkeit benommen we>de. anS diesen Ein« nahmen zu schöpfen und ei daher gerechtfertigt er-scheint, daß di« Städte durch Teilnahme an den LandeSüberweisungen «ine etwaige Entschädigung da-für finden. Au« diesen Gründen beantragt der RechtSausjchuß, daß der Gemeindeausschuß auS-spreche, daß die Stadtgemeinde Cilli bereit ist, sich dieser Aktion anzuschließen. Der OrlSichulrat Cilli rekurieU gegen die vom Stadlawte erteilten Austräge zur Behebung sanitärer Uedelstände in dem Schulgebäude der Gemeinde Um-gebung Cilli und zwar dagegen, daß die Pissoir« mit Siphonverschlüssen versehen und die Wände zweimal wöchentlich mit „Urinol" bestrichen werden ollen. Dieser Rekur« wird über Antrag de« Recht«-auslchusseS als vollkommen unbegründet durch stimmeneinhelligen Beschluß zurückgewiesen. Ueber dieSsallS gestellten Antrag de« Recht«-ausschusse» wild da« HeimatSrecht verliehen: Der Maria Ponh, der Katarina Ernst, dem Johann Mastnak, der Josesa U»adnik, der Maria Beloglavec. der Maria Marzidovsek der Magdalcna Lucicnik, dem Johann Schon»! und dem August Schwiga; dagegen werden abgewiesen, weil die gesetzlichen ^e« dingungen zur Zuerkennung des HeimatSrechtes nicht vorhanden sind, die Eingaben betreffend die Maria Rebernik, Helene J-griceck, Josesa Dernjac. Theresia Tamsche, Maria Fadian und Maria Werschnik. Der Bericht dcS UnterrichtsausschusseS über «ine Eingabe des Turnvereines Cilli wegen der Subvention de« Turnlehrer«, wird der Erledigung in der vertraulichen Sitzung vorbehalten. (Schluß folgt.) Eine Entschließung des Cillier deut-schen Gewerbebundes. Der deutsche Gewerbe-dund in Cilli hat in der Sitzung vom 17. d M. einstimmig folgende Entschließung gefaßt: Der Cillier Deutsche Gewtrbebund begrüßt e« auf da« freudigste, daß die Regierung eine Gesetzes-vorläge betreffend die Regelung der Handels« und BerkehrSbeziehungen mit dem Auslande eingebracht hat und fordert die deutschen Abgeordneten auf, sich mit allem Nachdrucke für die Annahme dieser Borlagt einzusetzen, durch welche einer der vitalsten Forderungen der heimischen Industrie, de« Handels und de« Gewerbe« Rechnung getragen wird. vom Finanzdienste. Ernannt wurden: Der Steuerkontrvllor Herr Klementschitsch in Cilli zum Sienerverwalter und die Assistenten beim hie-figen Steueramte die Herren Gorinfchegg und Dobrauc zu Offizialen. Der Notstand im Bezirke Friedau. Der Abgeordnete Marckhl sprach am Frcitag im Ministerium de« Innern und im Finanzministerium vor, um die schon lang anhängige Notstandsange legenheit de» Bezirkes Friedau, die trotz ihrer Dring lichkeit »och immer nicht erledigt wurde, zu betreiben. Es wurde ihm eine beschleunigte Erledigung zuge sichert. Evangelisches Weihnachtsfestspiei. In der Christustirche findet morgen Sonntag um 4 Uhr nachmittag« eine liturgische Weihnachtsfeier statt. Bei dieser wird außer den Gesängen der Gemeinde und dem Wechselgespräch und Liedern der Kinder durch Fräulein Tcppeh unter anderem auck ein Weihnachts-lied von Cocneliu« mit Orgel- und Violindegleitung zum Vortrag gelangen. Im Anschluß daran findet im evangelischen Gemeindesaale die Bescheerung der evangelischen Armen statt. Die Btscheerung katholischer Armen im Gemeindesaale ist aus Montag ha', s> : :.r'festgelctzt. Am Montag abend« um 8 Uhr versammeln sich Glaubensgenossen mit ihren Freunden im Sonderzimmer des Hotel« Erzherzog Johann." Siloesterfeier im Deutschen Hause. Außer den beiden Gesangvereinen nnd dem Turn-vereine haben in liebenswürdiger Weise auch »och einige Fräulein zugesagt, die nm die mitternächtige Stunde die Erinnerung an den Schicksalsbrunnen wachrufen werden. Nach dein Glauben unserer Alt« vorderen besand sich d«r heilige Schicksalsbrunnen unter dem LebeitSbaume Vggdrasil; an ihm weilten die drei Nornen (SchickfalSgöttinnen) Urdh (ikr« gangenheit), Verdhandi (Gegenwart) und Sknld (Zukunft) und bestimmten die Schicksale der Men« schen und Götter. — Diesmal werden aber auch das Altjahr und daS Neujahr erscheinen und Wodans Stimme wird sich vernehmen lassen. Vor dieser Ausführung. die um 11 Uhr 45 Minuten beginnt, wird der Saal verdunkelt und erst wieder an deren Ende (Schlag 12 Uhr) erhellt. Selbstverständlich unterbleibt während dieser Zeit jede Bedienung; es wird sich daher empfehlen, die Gläser für den NenjahrS-Umtrunk schon vor Beginn des Stückes füllen zu lassen. Schwurgericht Cilli. Für die erste Schwurgerichtssitzung im Jahre 1910 wurden beim .Preisgerichte in Cilli als Vorsitzender des Ge» schworenengerichteS der Hofrat und KreiSgerichtS-Präsident Anton Edler von Wnrmfer und als dessen Stellvertreter die LandeSgerichtsräte Franz Garza« rolli Edler von T hurn lack, Adalbert Kotzian und Dr. Adols Roschanz berufen. Deutscher dramatischer Dortrags-abend. Am DienStag kommender Woche trifft in unserer Stadt der Berliner Schauspieler Armin Singer ein. Herr Singer, ein Schüler des be» rühmten Rezitators Professor Alex. Strakosch wird DienStag abends den 21. d. M. im kleinen Saale des Deutschen Hanses einen deklamatorischen Vor-tragsabend veranstalten. Derselbe war an ersten deutschen Bühnen in Leipzig, Dresden und Berlin tätig. Der gute Rus, der dem jungen Künstler vor-ausgeht, bürgt dafür, daß unser kunstsinniges Pnb-liknm aus seine Rechnung kommen wird. Zum Bor« trag gelangen erstklassige Meisterwerke. Karten zu I Krone 60 Heller und 1 Krone sind bei Herrn Adler und im Deutschen Hause zu haben. Tanzübungen. Die vom Verbände deutscher Arbeiter und dem Veteraneuvereine im Hotel „Zum Mohren" veranstalteten Tanzübungen finden jeden Mittwoch von 8 bis 11 Uhr und jede,, Sonn-tag von 4 bis II Uhr statt Donnerstag finden keine Tanzübungen statt. Die Tanzübungen erfreuen sich eine« sehr guten Besuches und wir können zu denselben nur aufmun'ern, sind sie doch auch ein Mittel, unsere völkischen Kreise näher aneinander zu bringen, außerdem weisen sie au» einen praktischen Erfolg auf. Die Leitung liegt in den bewährten .Händen der Herrn Derganz und Findeiien. Weihnachten. Dieses schöne Fest im Jahr« rückt näher, jenes Fest, das uns Gelegenheit gibt, unseren lieben Verwandten und Freunden durch Widmung eines sinnigen Geschenkes den Ausdruck der guten Gesinnung zu geben. Es ist daher am Platze, die Bewohner Cillis daran zu mahnen, vor allem unsere heimischen Gewerbetreibenden mit der» lei Aufträgen nnd Einkäufen zu unterstützen, damit das Einvernehmen des Bürger« mit dem Kaufmann« der ernsten Zeit entsprechend ein nur gutes genannt werden kann. Herzliche Bitte! Im hiesigen allgemeinen Krankenhause liegen mehrere Kinder armer Eltern trank darnieder. ES naht das WeihnachtSsest, das Fest der Kinder. Wer wird den armen kleinen Krnnken eine Freud« bereiten, da die Eltern meist arm sind! ? ES ergeht daher an alle edlen Menschen-freunde, an die Freunde der unschuldigen Kinder, welt die herzliche Bitte, milde Gabe», sei es Geld, Kleidungsstücke oder Eßwaren, Spielzeug, Christ« baumfchmuck an den Weilmachtstifch der armen Kleinen zu lege». Das glückstrahlende Lächeln, daS die bleichen Gesichter der verlassenen tranken Kinder verklären wird, niag den edlen Spendern danken. Spenden nehmen die Verwaltungen des Allgemeinen Krankenhauses und dieses Blattes entgegen. Obligatorische Packetbestellung in Eilli. Die k. k. Post- und Telegraphendirektion sür Steiermark und Kärnteu hat angeordnet, daß für die Dauer der heurige» WeihnachtSwoche^ das ist vom 18. bis inklusive 25. Dezember, im Stadt« bezirke von Cilli die obligatorische Packetbestellung zur Einführung zu gelangen habe. Demzufolge wer-den sämtliche Packele, ohne Rücksicht auf die Höhe des Gewichtes, des Wertes und der etwaigen Nach-„ahmebelastung an die im Stadtbezirk wahrenden ' Adressaten in« Hera« gestellt, ausgenommen tnevvn bleibe» lediglich Sendungen an Aemter und Behörden, sowie an Militärpersonen deS Mannschaft« standes. Di« zur Eiuhebnng gelangenden Zuftell -gebühren betragen für Packet« bis zu 5 Kilogramm « 10 Heller und für Packete über 5 Kilogramm je 20 Heller. Die Packetbestellung erfolgt vor- und nachmittags mittels je einer Bestellfahrt und wird >ie Abtragung der Packele dn»ch eigens hiyu be-timinte Bestellorgane besorgt werden. Sehr im Interesse einer schleunigen Abwickelung des Bestell-geschäftes läge es, wenn seitens der geehrte« ldrefsaten jede Verzögerung in der Abfertigung )er Bestellorgane vermieden werden wurde. Es steht u hoffen, daß diese Einrichtung, welche sich in de« meisten der bedeutenderen Städte der Monarch«« bewährt hat und dort binnen kurzem zum Bedürfe nisse geworden ist, auch in Cilli jenen Sympathien »egegnen werde, welche daselbst stet« dem Fortschritte entgegengebracht worden sind. Nachtrag zur Iulseier des Ttllier Turnvereines. In unserem Berichte über die Julseier des Cillier Turnvereines ist durch ein Ver« chtti des Hrastnigger Turnvereines nicht gedacht. Dieser stramme Verein ist vollzählig er^hienen. Indem wir dies nachtragen, wünschen wir dem jungen Vereine, daß er auch in Zukunft die sowohl in tnrnerischer wie völkischer Beziehung ehrenvolle Bahn weiter verfolgen möge. Heil ihm! Eisenbahnunfall. Nach einer Friedauer Meldung ist vorgestern nachts in der Station Csaka thurn beim Verschieben eincS GüterzugeS dieser gerissen. ein Teil zurückgerollt und in den heran-ommenden Eilzug hineingesahren; dabei sind acht Wagen stark beschädigt morden. Ein weiteres Unglück ist nicht vorgekommen. Nach Angabe des Lastenzugspersonales soll die Ursache in der Ver tellung des Polizeiholzes liege». Der Obmann des windischen Kellner-Vereines wegen vieler Betrügereien ver-haftet. Aus Frieda» wird vom 13. d. M. gemeldet: Am SamStag den 11. d. wurde ein an. geblicher Ladislans Kosi, der sich als Obmann des slowenischen Kellnervereines ausgab, bei der wieder-holten Fälschung seines Postsparkasfebüchels betreten. Er hat zum Beispiel beim Postamt? Jvankofzen 1 K eingelegt, in das Büchel vor die Zahl 5 ge-fetzt und damit in Polstran 40 15 behoben. Im Postamt« Friedau hat er auf ein anderes Büchel 2 K eingelegt und aus dieser Eintragung 200 K gemacht. Mit dieser Fälschung ist es ihm gelungeu, beim Postamte Großsonutag J0 K. zu beheben. Weitere Versuche in den Postämtern MoSganzen und St. Lorenzen gingen nicht so glücklich auS. Bei letzterem Postamte wurde er der Fälschung ver« dächtig, dnrch die Gendarmerie nach Penau ge« bracht und von dort dem Bezirksgerichte Frieda» eingeliefert. Wie nachträglich erhoben wnrde, hat er bei verschiedenen Postämtern im Bezirke Friedau sich aus diese Weise Geld verschafft, so auch in Polstrau, und zwar aus die Namen Misija, Johann Lau« reneie, StaniSlauS Kosi, Martin Fekonja. Sein richtiger Name ist Lorenz Stuhec aus Perschetinez, Bezirk Friedau. Hochenegg. Der vom Deutschen Schulver« eine erhaltene hiesige Kindergarten hält Sonnlag den 19. d. M. im Saale deS GasthofeS Pötscher sein« erste Christbaums«» ab. bei der die Zöglinge unter Leitung der Kindergärtnerin Toni Bodirsky Lieder« und Weihuachlsspiele aussühren werden. Beginn 2 Uhr. Zum Schlüsse werden alle Kinder vom Deutschen Schulverein mit praktischen Gegen-ständen, Kleidern usw. beteil». Neuhaus. (Abschiedsabend.) Am Mon-tag fand im Hotel Styria zu Ehren des aus Neu« hau« scheidenden Bäckermeisters Herrn Josef Kür« bisch, der sich bekanntlich in Cilli angekauft hat, ein Abschiedsabend statt, welche einen erhebenden Ver-lauf nahm. Der Besuch war ein so starker, daß viele in den Nebenräumen Platz suchen mußten. Außer den Deutschen aus NeuhauS, waren die freiwillige Feuerwehr vollzählig und viele deutsch-gesinnte Bauern aus der Umgebung erschienen. Die allgemeine Beliebtheit und Wertschätzung, welcher sich Herr Lürbisch in NeuhauS erfreute, kam in mehreren herzlichen Ansprachen zum Ausdrucke. Rentmeister Herr «oschuch feierte die Verdienste des Scheidenden als langjähriger Feuerwehrhauptmann. Postmeister Herr Goll schilderte seine Tätigkeit in der Südmart, Oberlehrer Herr Voglar feierte ihn als Schulfreund und Wachtmeister Herr Mur« schitz als Gendarmeriefreund. Herr Hafenbüchel be sprach in längerer Rede das Wirten de« Herrn «ürbifch als Vorkämpfer für das Dertfchtuni in NeuhanS. Mit givh?m Jubel wurde die Mitteilung Nummer 101 aufgenommeu, daß Herr Kürbisch wenigstens in den Sommermonaten in Neuhans nicht nur als Ge-schästsmann, sondern auch als treuer Mitkämpfer weilen werde. Lichtlich gerührt, dankte Herr Sürbisch für die vielen herzlichen Worte und versicherte, daß er, wenn anch räumlich getrennt, mit dem Herzen stets bei den Deutsche» von NeuhauS sein werde. Schönstein. (Ehristbesche rung.) Am Sonntag den 19. d. M. findet nachmittags 4 Uhr im Saale deS Deutschen HauseS in Schönstcin dle diesjährige Ehristbescherung der Kinder der tyixfche» Schule und deS Kindergartens von Seitensr jjieflgeii Frauenortsortsgruppe statt Derselben gehen eilige Voltlägt und Lieder der Kinder vorauS Deutsche Gäste sind herzlichst willkommen. Steinbriick. (Schützen «8lu^b.) Der Echützeuklub in Steinbiück veranstaltet tme alljährlich et» Schützenkränzchen welches am SamStag den 8. Zänner 1910 in sämtlichen Räumen her Süd-bahnrestauratio» stattfindet. Die Musik beforgt die Kapelle deS 87. Jnsanteiieregiments. Einfache Toilette und Kostüme erwünscht. Hrastniyg. Die deutsche Schule in Hrastnigg hält am Sonntag im Lehrzimmer der ersten '5fta*e eine Weihnachtsfeier ab. Beginn 3 Uhr nachmittag. Die Jnlrede spricht Oberlehrer Schnen. Die Bor« tragSordnung ist überaus reichhaltig. Windischfeistritz. (Verschiedenes.) Am Samstag den 18. Dezember findet, wie schon ge-meldet, iu Neuhvlds Gasthaus die Jnlfeier des Deutschen Turnvereines statt, die sehr vicle Ueber-raschnugen bieten wird. Es ergeht an die wahrhast deutsche Bewohnerschaft die Bitte, zahlreich zn er-scheinen, damit der Turnverein, der sehr viel zur völkischen Erziehung beiträgt, in seinen Arbeiten gestählt wird. — Am 10. Dezember waren es zwölf Monate, als unsere Kleinbahn mit großen Festlich-leiten eröffnet wnrde. Seit der Eröffnung bis zu diesem Tage haben rund 54.000 Fahrgäste die Bahn benützt. Daraus erhellt, wie »olweudig die Au-läge der Bahn war und wir find Bürgermeister Stiger und Direktor Bersolatti zn besonderem Danke für die Verwirklichung der Anlage sehr verpflichtet. Dem Ausschuß sür die Errichtung einer kaufmännischen Fortbildungsschule wurde ein jährlicher Erhal-tnngSbeitrag von je 100 Kronen von der Handels-und Gciverbcluimuer in Sraz und vom Bezirks-ausschuß in Windischfeistritz zugewendet. — Die Bezirkssparkasse ist in der angenehmen Lage, Jänner eonpouS bereits am 2l. d. ohne Abzug einzulösen Es empfiehlt sich daher, von dieser Einrichtung Gc< brauch zu machen, um keinen Zinsenverluft zu er-leiden. Den Einlegern dieser aufstrebe,,den Anstalt stehen in den Gefchäftsstunden Ziehnngs- und Rc stanienlisten der erlaubten Lose unentgeltlich zur Verfügung. Windijchgraz. Die Kapfelschützengesellschast in Wiudischgraz veranstaltet am l. Februar >910 in den Räumen des Hotels ..Post" ein gemütliches Jägerkränzchen, wozu sämtliche Schützen- und Jagd» freunde eingeladen werden. Schützen- oder Jäger, trachten erwünscht, sonst Straßentoilette. Windischgraz. (Jnlfeier.) Am Sonntag findet im Hotel ..Post" eine Julfeier zu Gunsten der dortigen deutschen Schule statt. ..Marburg. (Todesfall.) Am 14. De* zember wurde hier der Hausbesitzer und Geflügel. Händler Anton Löfchnigg auf dem Stadtfriedhofe zur letzten Ruhe bestattet. Der Verblichene ent. stammte einem alten Marburger Bürgerhause und war allgemein bekannt; auch dem Gemeinderate ge. hörte er durch eine Wahlperiode an. Löfchnigg staud im 61.' Lebensjahre. Mit der Witwe betrauerten fünf Söhne und eine Tochter den schweren Verlust. cherichtsl.'at. Ehrenbeleidigungsklage des Doktor Kukovec gegen die „Deutsche Wacht". Dieser Tage fand vor dem hiesigen k. k. Be-zirksgerichte die Haupt Verhandlung in der ober« wähnten EhrenbeleidigungSklagc vor dem Einzel-richter Dr. Stepifchnegg statt. Die Anklage vertrat Dr. Zdolsek, die Verteidigung des Angeklagte», des verantwortlichen Schriftleiters Herrn Gnido Schidlo, führte Dr. Fritz Zangger. Der verantwortliche Schriftleiter wurde wegen NichtVerhinderung des Leitaufsatzes .Der Verleumder Dr. Kukovec aus-geliefert' von Dr. Kukvvec belangt. Der Angeklagte bot bei der Verhandlung den Wahrheitsbeweis an, der auch vom Richter zugelassen wurde. Die Ver« Handlung wurde behufs Eüivernahnie der angebotenen Zeugen und Requirierung der dieSbezüg-' lichen Akten vertagt. Ein düsteres Famillenbild. Der Grundbesitzer Jakob Oblak ans Lemberg lebte mit seiner Gattin Marie Oblak seit längerer Zeit i» Unfrieden. Am 22. September starb Oblak plötzlich. Am Abende des 19. Septembers kam er ganz gut gelaunt nach Hanfe, am nächsten Tage aber lag er bewußtlos im Bette, als ob ihn der Schlag getroffen hätte. Da Oblak dem Trunke er-geben war, glaubte man auch, daß ihn der Schlag getroffen habe. Der Arzt Dr. Rakez untersuchte ihn auch nur oberflächlich und so wnrde er am 24. September anstandslos begrabe». Bald daraus aber verbreitete sich das Gerücht, daß Oblak keines natürlichen Todes gestorben sei, sondern daß er von seinem Weibe nnd deren Sohn aus früherer Ehe, Rochus Pilko erschlage» worden sei. ES wurde die Enterdigung des Oblak augeordiiet und da ergab es sich, daß Oblak keines natürlichen TodeS gestorben sei, sondern daß bei Tod durch die Zertrümmerung der Schädeldecke, die deu Bluterguß in das Gehiru zur Folge hatte, herbeigejührt wurde, n»d daß die Verletzung mit einem harten stumpfen Gegenstande (Stein oder Hacke? beigebracht wurde. Die Ver-letzung mußt? dem Omak nach dem abgesagten in der Nacht vom 19. auf den L0. September beige-bracht worden fein. Das Ergebnis der Unterfuchuug rechtfertigte den Verdacht, daß Maria Oblak und Rochus Pilko den Jakob Oblak tödlich verletzt haben. Das gespannte Verhältnis zwischen den Eheleuten Oblak wurde noch «»leidlicher »achdeni sich Jakob Oblak dem Trnnke ergebe» hatte. Maria Oblak »nd ihr Sohn mißhandelte» ihn oder bedrohten ihn mit Schlägen »nd äußerten öfters den Wunsch, daß er endlich einmal „hin" sein möchte. Jakob Oblak wnrde dadurch so eingeschüchtert, daß er sich gar nicht mehr zu Hause zu übernachten getraute. Am 16. September kam Rochus Pilko wieder ans Leoben nach Hanse. Von da au war Jakob Oblak in großer Angst nnd äußerte sich zum Andreas Bac: .Ich bin unglücklich, mein Mörder ist da, ich weiß nicht ob wir nnS wiedersehen iverde»." Maria Oblak und RochuS Pilko hatte» sich nun vor dem Erkcnntnisseuate des k. k. KreisgerichteS Eilli unter dein Vorsitze des k. k. Landesgerichtsrates Dr. Roschanz wegen Verbrechens nach § 143 St.>G. zu verantworten. Die Beschuldigten leugnen. Sie behaupten, daß Oblak in seiner Trunkenl>eit in der Nacht vom Heuboden gefallen sei. Früher behanteten sie einmal, daß er vor dem Hanse des Zupaneic gestürzt sei, dann wieder, daß er ans dem Bette gefallen fei. Der Zeuge Zupaneic gibt au. daß es am 19. September um halb 7 Uhr abends im Flur des OblaNchen Hanfes zu eine», streite zwischen Oblak, dessen Frau und dem P:lkv gekommen sei. Er habe auch die Worte gehört: „Du wirst mich nicht schlagen!" Da Zupaucic dann die Türe seines Hauses zumachte, hörte er nicht den weiteren Ver-lauf des Auftrittes. Der Zeuge Johann Krajncan gibt an, er fei etwas später beim Oblak'schen Haufe vorüber gegangen und da fei Oblak beim Zaune auf ihn zu getreten »nd habe ihm gesagt, daß seine Hausleute ihn steinigen wolle». Die Tochter Gc»ovkja kam erst spät abends nach Hause. Sie weiß nur, daß damals, als sie nach Hause kam. der Vater nicht sichtbar war; erst in der Nacht sei er ins Zimmer gekommen »nd habe sich mit dem Ausrufe „Jesus, Maria!" auf das Bett geworfen und dann keinen Laut mehr von fich gegeben. Der Gerichts-hos erklärte sich schließlich für unzuständig und ver-wies den Fall an das Schwurgericht. Der serbische Hochverratsprozeh in Wien. Am Mittwoch stellte'Verteidiget Dr. Benedik» an Dr. Friedjung die Frage, in welcher Weife er zu den Schriftstücken nnd Photographien gekommen fei. Dr. Friedjung führt ans: Anfangs 1907 fand ich ein« Person, die sich anbot, die Protokolle des „SloveuSki Jug" zn liefern. DaS Anbot wurde vou deu zuständigen Faktoren angenommen, jedoch dem Offerenten bedeutet, daß weder Abschriften, »och eine andere Form außer Originale angenommen, beziehungsweise bezahlt würden. Die betreffende Person brachte Originale kurz nach Fertigstellung im Protokolle im „SlovenSki Jug". Diese wnrde» nach Bedars übersetzt und photographiert und jene» Personen zugestellt, die sie im Archiv des „Sloveiiski Jug" wieder niederlegten. Dies wiederhplte sich bis Februar 1909. Die Frage der Bestechung irgend-welcher Politiker war den betreffenden Personen nebensächlich. ES handelte sich »m viel wichtigere Zwecke angesichcs der Beziehungen zwischen Oester-reich-Ungarn und Serbien. Ganz nebenbei wurden aus den Protokollen jene Stellen abgeschrieben, worin der Name Supilo vorkam. DaS Anbot, diese Veröffentlichung mit seinem Namen zu decke», habe Seite 5 Friedjung gerne augeuommen, weil ihm jedoch von dem betreffenden Faktor für den Fall eines Bro-zeffeS die Beweismittel zur Verfügung gestellt wurde». Seinem am 45. März erschienenen Artikel wären weitere gefolgt, wenn nicht gerade an diesem Tage der Umschwung in Serbien in der äußeren Politik eingetreten wäre. Er habe die Artikel wochen-lang stndiert und blos diejenigen Artikel l>erauSge sucht, welche für den Prozeß von Wert seien. — Dr. Harpner erklärt, damit sei noch immer kein Name genannt und kein Beweis geli.sert. Er frage um den Namen desjenigen, der die Protokolle ge-macht habe. — D. Friedjung fagt, er kenne den Namen, aber er werde ihn nicht an den Galgen liefern. Dr. Friedjung erklärt nochmals, er betrachte die Frag' des Dr. Harpner als lächerlich, daß er denjenigen nennen soll, der die Schriftstücke ihm verraten habe, und bemerkt, daraus, daß ein Proto-koll vom Kompetintesteu unter den Klägern als echt bezeichnet wurde, dürfe geschloffen werden, daß auch die anderen abgeschriebene» Protokolle echt seien. — Wie die ..Politika" aus maßgebender Quelle erfährt, wird die serbische Regierung verlange», daß das Haager Schiedsgericht oder ein ad b«io eingesetztes Ehrengericht die im Friedjnng-Prozeß gegen Serbien gefallenen „Verleumdungen' anf ihre Wahrheit »nd die betreffenden Dokumente auf ihre Echtheit prüfen solle. DaS Ehrengericht solle au« jc drei von Oesterreich-Ungarn nnd Serbien ernann-ten Richtern bestehen. Die „Polilika" bemerkt hier-zn: Nachdem der Schiedsspruch zugunsten Serbien» ausfallen müsse, da die Dokumente gefälscht seien, werde Europa sehen, mit welchen schändlichen und feigen Mitteln Oesterreich-Ungarn gegen Serbien und die serbisch-kroatische Koalition kämpfe. Der gewesene Minister Ljuba Davidovic, SektionSchef im Minister.nm des Aeußern Spalaj-kovic, sowie die Profefforen Mile Pawlovic «nd Rista Odovic begaben sich nach Wien, nm im Pro-zesse der serbischen Koalition Zengenschast abzulegen. Schauliiihnt. Das grobe Hemd. Von Karl Karlweis. Ein echtes Wiener Volksstück, voll Humor, Witz und der näiigen Derbheit, die aber in diesem Stücke nicht unangenehm wirkt Ein reich gewordener Wiener Lpießer sührt dadurch verschiedene heitere Vermittlungen herbei, d.ß er sich vor der Onali«rl WiiSte flulroobl SO.OOfl Vutt«! logt»»». 18 ein ktoss. doppelseitig t» •tilit auf et»« Watte) K 2*— <1 25 rn itre», doppelseitig etiitft «uf finrr Plan« K »•-. Apparate, unctritH tont an* ««(» jUfcriU&rrtfra. ©ri Vqau auf MlM ?l«It StrrirfouronU iinti PI-tttiftrn «?ratln! AIUli-verkant: Orannophna Import-Hoaa«. Wien V., Wicaftrai« «r. i J ♦ o* Schutzmark«: „Mtifett* LiaimenL Capsici comp. #rlop |it Jlnfcef-Pain-Expellcr ist al* vorzüglichste, ichmrrzfttllende und ableitende ttwreibunn bei Erkältungen allgemein 8Ü h . «5 _______ anitfannt; zum Preise non ,40 und 2 8 corrätifl in den meisten Apotheken. Bcim Einkaui diese» überall be» liebten Hautmillel» nehme man nur Original« paschen in Schachteln mit unsrer Schutzmarke „Anker- an, dann ist man sicher, da» vriginalerzeugni» erhalten zu haben, Dr. Richters «pothel« zum „(*>»1 betten vöweu" tn Prag. Eli'abethstrab« Nr. 5 neu. <> ^ ♦ SARG. HN-CREME JOIIA11 JORfiO Uhrmnrher, k. k. jerlehtl. beeid. ScUtianlsttr Uhren-, Juwelen-, Gold- nnd Sllbarwaren-Export awh Allen Lindern Wien. III., Renanri Kr. 71. Verlassen 81* rratln aad franko meinen gratmm Prrlakarant ul>»r Prislslona-Utiren au hbrikt-pruiien. Sehaffhaaser, Intakt, Zealth, Btltodea, tademara, Onr(t, Uo(I>h, (Irealoaa, eruta Hahn-Uhren »on K 15.— uMrtt. l'erkatätte sie nene Ubrea and Reparaturen, a Jeder Oaltunc Taacbn»abr wird »in» »dar Ar so h »inf*««t>t. rhte Rosakopf-Pateat-Reaiontolr-Uhr K 5 —. xiraflarhe Kavaliee Kemont»>r-Uhr all Ma-.ilbiatt, tn Stckel*, Stahl- und Oxjrdgahäuae K &. 8» » >hte Silber-Bvraontolr- Ohr für Daman »dar I Herren K 7. F-ehte Silber-Anker - Krmontoir-1 r I hr. a Silbertaäntcl K 10. _Jor|to*-Pr&ai»ioaj- l'hr ia BiIb*rf*hXa.e. feint!» K 27. Klaenbaho-Präatnionn-Uhr tn Hlelalfthiu», „Doxa* K II. 0. Erbte Silbrrkeitc K2. Uute W eeker-Uhr K 2 20. Pend»I-Mehlagahr, tüO cm Lauf K 20.—. Für jede gekauft» »dar reparierte Cbr wird >tr»n( reell« liarentl* (alaialal. Eine Ceber-rortellauK Kanzlieh aangeacbloaaea. Für Weintrinker zur lischong des Bebensaltos! )[moNiis« • Mf r'kaichrr Deutrallatrt die Säure des Weines aogenehra prickchidsr Cescfcmack. Ksh ferban des Weires. (t/erravaÜd China-Wein mit Eisen. Hjttan. iurtilliBl Wl«a l»0d: »aalaprala and Ehr» dlplon aar (uldanan M»dallle Kräfti(rnn»c(iniitiel für Sehwüehllcb«, Blnt-arm<> and RrkoifalesieiH». — Appetit asrecendes, BMTsniUrkssdes, blBtVBr- bessertidei Mitteil. ▼mbttahar Oaaabaaek. üab«» 6000 tralllahr OataaMaa. J. SoriTillo, 11. k. Hoslleserut, Trlesl-BirtolL Klafltah In 1< n Apothakan In riaaaaan; a. SLUl.l " i » Lil 4.80. Ausweis über bit im stäkt. Schlachthause i» der Woche vorn 6. bis 12. Dezember 1909 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung de« eingeführten Fleische«. Name be« Fleischer« Butschet Jakob . . . Srenka Johann . Mansche? Mariin Junger..... ÄtieS ... • Kossär Ludwig . Leskoschek Jakob. Payrr Samuel . Ptanin, Frau» . Rebeuichegg Joses EeUak Aranz - » Slelzer..... Suppan .... Umegg Rudolf . Bollgruber Franz Gastwirte.... Private .... »4tad>!ait«ro hm. eina-ttttrie« Hlnti> In «ai»-n fttad-« Ä X ? a Q « a kj 05 « f « i ? t y ' ß so eingeführte« Fleisch in Kilogramm Z « rs « 4 «o E OQ <ü 24 307 4« 14 17» Numme- 101 Sf.K ' Der Pressverein „Stajerc" in Pettau empfiehlt seineu „Stajerc Bauern - Kalender für 1910" der »ich als Weihnachts- und Neujahrsgeschenk für die Bauern-hevsilkerung am besten eignet. Hei Min nntlich an der Sckny- mark« Anker" und in allen seineirn Spielwarengeschäften de» In- und Anilande« u» billiaen. von der Fabrik sestgelehten Preisen vorrätig: man verlange ju s-'«er e-g«n,n Sicherheit a'er b«.», Einkaus ausdrücklich Richter» «nlerEteinbankasten u»d lass« sich keinerlei «ackahnmn« »»frede». d,e be,ip « «weue al» Ergänzung völlig »ertlo» wär«. Wer ober die richtige Ergänz»»« srin« alten Kasten» im Zweifel ist. erhält aus Wun'ch von d«r »nier,eich»«len Firma kostenlos di« n«ueft« Prei»lift« od«r «in«n ge«a> en «ujlchtuh. K. M. N>>ßi-r & 6i«. zg«r Musik liebt und sich »in mechanische« Mufilwerl anzuschaffen beabsichtigt, der lasse sich die neueste Preisliste über di« rühmlichst bekannten Jmperatoi-Musilwerte mit runden Slahlblrchnoienicheiden kommen «nd wer einen Speech. Apparat zu lausen wünsch«, der verlange die Spiech-Apparate-Pimlifi«; er findet darin di« b«st«n Spiechapparate verz ichnet BMge.Bettfedesiiti.Daiinen 1 Kilo graar go»li>»eu« E 2-—, bat weu.neK2-80, wei»»e E 4"— pr.in» daunenweiche K , H'ichpriina Schlei»» beute Bort« K 8 —, Dauneo grau K 6*—, weiue E 10'—, Brustflaain E 12—, von 6 Kilo an franko. 15129 Fertige Botton an, dichtfidigem, rot, blas, g ib oder weinAm Inlet (Nanking), 1 Tachent, Grfta.« 180X116 ein, »»ml Z aupipu.Bter. diene 80X58 im. gt-nügeiid gefüllt, mit neuen grauen, gereinigten füllkr&ftigen und dauerhaften Federn K !•'—. Halbdaunen K ÜU"—, Daunen K M'—, Tnchent allein K !« em K 18—, 15— verwendet gegen Nachnahme, Verpackung gniti», von 10 K an franko Mnx Bee|f er in De*chenitx 586 ■ ISöhmerwalit. Preisliste Aber Matratzen. Decken. Ueb.nüge and allen anderen Bettwaren gratis und franko. Ni. htkonvemerende. umgetauscht odcrtield retoir. SINGER „66" die neueste und vollkommenste Nähmaschine. SINGER Maschinen erhalten Sie nur durch unsere Läden. Singer Co. Nähmaschinen Act Ges. Marburg, Herrengasse 32. Vertretung Cilli, Bahnhofgasse 8. DC Alle von anderen Nabina chinengei>chäften unter d.m N.irn;ii SINGER »»»gebotene» Miachiuen »i' d einem unserer Ältesten Sy»lerne nachgebaut, welche, hint-r unseren nrueren Systemen von Nabmaschinen in E 'Nstraktion, Leintungs-sihigkeit nnd Dauer weit iurtick*teht. Ueberraschende Erfolge sichert HELL« Jfientholfranzbranntwein Mark«: „Edelgeist". SeKmerMtUlende, die Musknlntnr kriM|t»d( nnd lUNirm belebende Einreibung. Hygieniseh-prophy taktische» Wuck-mittel gegen Schwiche*n»ttndef erfrischende» Rltcknlttol Doppelt so wirksam als einfacher Franzbranntwein. Prm einer Flasche K f.-, »»..r Proke- oder To.rtsU.IaMk. K 1.10. Verlangen Sie ..Ed»lg»i»tM um nloht mImUr» Marken tu erhelte«. En gros: (i. Hell & Comp, Troppau und Wien, L, Bibcrstr»4e 8. In C i Ui bei: Apotheker Rauschor, O. Schwärzt 4 Co. AMERIKA Wer Mch für A JVft ft» K M 14 A. intens»i»rt erbiUt auf W*»»ch eine Beschreibung der verschiedenen Staaten grati* uqd franko ing^schickx von F. Missler, Bremen, Bahnhofstrasse 30. Anch kostenfreie Ansknnft übet' beste BefBrdernng nach Amerika. Die EAISER-Schiffe Kaiser Wilhelm II..........21» Metw lang Kronprinse^Hin Cecilie........215 Meter lang Kronprinz Wilhelm.......... 202 Meter lang Kaiser Wilhelm der Grosse......198 Meter lang fahren in 6—7 Tagen von Bremen bis New-York. •V Abfahrt DleMtag«. Die Kaiaerschift« fahren nnr von Bremen, wer also mit Kai-iertchiff reiae» will, kann frei ohne Hinderoieee reisen, niemand hat da» Recht die» in verbieten. Jeder hat a^inen frehn Willen, für »ein Geld in fahre», wohin er will. F. Missder, Bremen, Bahnhofstrasse 30. Panagior-Befördernng von Bremen nach Amerika, Aoatralien, Afrika. Bllli|r»te Prcliw m W «ate Yerpflegnng. Seite 8 Deutsche Wacht Nummer 101 fflanufakturwaren, Itcl, Herren-ii Dieeilscie, Modeartikel empfiehlt in grösster Auswahl und besten Qualitäten Warenhaus JOHANN KOSS Cilli, Bismarckplatz. Dendrin rar Belimpfang tod Krankheiten und Schädlingen an Obstbinmen. Seit Jahren bestens bewährt. Prospekte etz. kostenfrei. > Carbolineum-Fabrik R. Avenarias, Wien, 111.2. Verkaufsstellen : ===== Gustav Sliffer, Cilli. = Viii/cnx LcpiKscii», PetlHu. Iftertlf'ahrik II« Koloseu» Wel», Oberö«terreioh• An GQie und aaibtrtroff«!« Herd« In Riaei, Email, Poriftllan, Majolika, für Hau«hali«bf»n, h twi«. IUii«ur«iionin «to. DMpfkMhMUfea, Qankoeherlterde nnd Gnn*. Zn btsiakcn durch lede KUenluuidlnnf, wo nickt, direkter Terund. Man rerünffl „Orlglnal-Kolo**ne-Hrrd*~ nnd weit« minderwertige Fabrikate inr&ek. Kataloge koatenloa Der allgemeine Spar- u. Gewerbe-Kreditverein r. G. in. b. H. WIEN I., Stock im Eiaen-Platz (Equitable-Palais), sowie dessen Filiale: WIEN XVI., Ottakringerntrassse Nr. 25 ... VI., Mariaailferstrasse Nr. 87 und die Zahlstellen: Wlßfl xvil, Ottakringemtras»e Nr. 44 XVII.. B"heimgaiue Nr. 38 übernehmen und verzinsen Spareinlagen ron K 4.— bis K 2000.— mit und Qber K 2000.— mit W Bt preiswürdig zn verkaufen Daselbst sind auch weitere drei Wohnhäuser mit ertragsfähiger Oekonomie verkäuflich. Eine V illa, im Schweiz«rstil gebaut. mit 8 Zimmern, Küche und Garten in der unmittelbaren Nähe ▼oi' Cilli. istsofortpieUw zu verkaufen Schöne einstöckige Villa iiiit Gemütsarten und kleiner Harkanlage ist In Neo-Lemberg i lebst B.»d Neubaus billig zu r er kaufen. Wasserleitung im Hause. Reichliche Geleeei>heit für J.ied und Fischerei Zu verkaufen eventuell zn v-rpuchten ein n umodern gebaute» Geschäft«- und Wohnhaus im Sann-tale. Im Hause befindet sich ein gut-besuchtes Einkehr - Gasthaus nebst Schnapsschaok u. Tabak-Trabk, Postamt nnd Gemischtwarenbandel. Intelligenter Kauf r hat Anspruch ans die Postleiterst« II« mit einem Riiin-«ik kommen von 1210 K jährlich. Ein Besitz in der Nähe von Cilli, bestehend ans 3 nebeneinanderstehenden Wohnhäutern mit eingerichtetem Gasthan.e und Tabaktrafik, sowie Grand im Flächenmaße von 1 h 47 a und Garten neb t 2 Kühen and 3 Schweinen ist wegen U ber-sicülung sofort preiswert Zu verkaufen. Weingartenrealität sehr schön und reizend gelegen, ist am Nikolaiberg bei Cilli sofort preis würdie zu ve,kaufe». Schöner Besitz in der nn- rnitt Ibartn Nähe von Cilli. mit neuem Wohnhaus samt Wirtschaftsgebäuden. 24 loch Grand mit Hopfenfelder ist soso t pri-i-wflrdi/ verkäuflich. Herrlich gelegene Villa an der St^dtgrenze mit Wald, Garten. Teich and Wieien sofort sehr preis würdig zu verkaufen. Sehr nette Villa in d« unmittelbarsten Nähe von Cilli, ein Stock hoch, mit 17 Wohiiräura*n, nebst gros»eu Garten, reizende Aussicht. ist sofort preiswert zu verkaufen. Wohnhaus mit s Wohnungen in der 8:adt Cilli ist nebst Garten «ofort pr >swi1rd;'/ »u verkaufen. Eine Realität best.hend aus Wohnhau*, W irtichaftigebiude and Schener mit */4 Joch grossem eingezäunten Gemüsegarten sowie 1 Joch Wiese, 10 Min vom Kurorte Rohiuch-Sauerbrunn entfernt, zu verkaufen. Weingartenrealität in der Gtm'iiid--Tüihern, mit Wohnhaus. Stall, Presse, Holzlage, Schweine-stall. 2 Joch ReWngrund ntbst grosser Wiese, Pr is 5.500 K. Sofort verkäuflich. Neues einstöckiges WohnhaUS mit schönem Gemüsegarten in der Stadt Rann a. Save ist wegen Domizilwechsel sofort preis-wü'dig zu verk-afch uikakonzession.in Mitte der Stadt CillL ist sofort preiiwürdig verkäuflich: Weingartenrealität, herrlich gelegen, am Lahberg ol> C lli, bestehend aus 2'/t Joch Weingarten, durchgehend« Amerikaner- Reben, 4 Joch schlagbaren Wald. ?'/, Jocb Wies- etc., mit Herrenhaus sowie Winzerhans und 2 Stallungen ist nuler sehr günstigen Bedingungen sofort zu verkaufen. Auskünfte werden im Stadtamte Cilli während der Amt«- »»funden erteilt. Leuische Wacht ®ek imm^r, Vorzimmer, Dachboden- o. Kel lerauteil, kommt per b o f o r t tur Vermietung. Die Wohnung kann jeden Tag von U bis 12 Chr vormittags besichtigt werden. Anzufragen beim Hfcuseradmini-stratur der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. Perfekt in Schneiderei, auch auf englisch« Kostüme, sucht Beamtinswitwe, gesetzten Alters, ohne Oehaltsanspruch Engagement bei Herrschaft oder besserer christlicher Familie. Gütige Zuschrift unter .Auf einige Monate* an die Verwaltung dieses Blattes. i«054 fi wird sofort aufgenommen bei Johann Suppan, Anton Seutschnig's Nachfolger, Cilli, Bahnhofgasse. welche vollkommen eingerichtet ist, und günstige Aussichten hat, ist unter günstigen Bedingungen zu verpachten. Näheres erteilt Eigentümer Franz Jonke in Oplotnitz. Klavier Stntzflügel,gnt erhalten, billig zu verkaufen. Zementfabrik in Tiiffer. Gelddarlehen an Personen jeden Standes ans Schuld-scb' in od> r Wechsel ohne Bargen, za kleinsten Monatsraten, sowie Hypothekardarlehen besorgt dl-kre» Alexander Arn-stein in Budapest Befel jugassa 7, Be tour narke erwOu«cht. IÖC'60 Verdienst! K S—4 tiglich und ttitadig durch U-ber nähme voll Strickarbeiten ans meiner best-bewährt'n, verl&s«lichst<-n Schnellstrick-ma-chine. Leichte Arbeit im eigenen H irn. VorkenntnUse nicht nötig! Unterricht grati«! Entfernung kein Hindernil! Anschaffen g»küstsu ge ing! Schrif 1 Garant is fflr dauernde B- sehiftigung! Unabhängig* Exiüteos! Prospekt kosteeifr.-i! Unternehmen zur Förderung ▼. Heimarbeit: Karl W oir, Wlesi Vl/I, Nxlkenicnsse 1/7. Neues Leben las Haas bringt ein neuer Erwerb Verlangen Sie sofort p r Postkarte Gratis-sastiidung un»e>e Katalogen. Industrie« werk, Ins'rsdorf 11 bei Wien. 15162 C. Biidereldl Marburg a. I»., Herrengasse 6, erlaub* sieh ihr^-n p. t. Kund n lör Hand-arb iteu aH.-r Art zu empfehlen Grosses La.-cr in t> il« ang fangen n. teils vorge-»r-ichivt.-n Handarbeiten, Stick , St. ick-nnd H&kel-Wollen. Garnen u Stoffen, Sohr I «stutzt II -Mo Salon - Musler kleinere Luster, 0 as-Sparherde, diverse Möbelu, Bodenkram etc. billigst zu verkaufen. Villa .Santa Clara*, Cilli. Guitarre fast neu, klangvoll, ist preiswQrdig zu verkaufen. Auskunft in der Verwaltung dieses Blattes. l«07i 2 Zimmer auf der Insel mit schöner Aussicht, eines hievon möbliert, sind sofort zu vermieten. Anzutragen in der Verwaltung dieses Blattes. A. Schöner Luster mit 3 Lampen, mit reicher Bronz-vensierang zu verkaufen. Anzufragen in der Verwaltung dieses Blattes. 16073 *>«- Lambert Chiba HUT- g c ILLI. 5 ■ 8 Smyrna-Kiiüpfcrei Qberrasoliondor Eflokt! Anleitung u. Prospekte gratis n. ranko. ■ ♦ z : ■ ■ ♦ : Urlauhe mir der geehrten Bewohnerschaft von Htadt und l i Land die ergebenste Mitteilung zu machen, dass ich Fy? neben den Erzeugnissen der bestbekanntenk. k. Hof-Hutfabriks - Firma J. Heinrich Ita, auch die der Firma B. Ac O. HABIG, — k. k. Hof Huffabrikanten in Wien ond Berlin = zum Verkaufe bringe. Gleichzeitig mache ich noch auf mein reiehsortiertes Lager von Hüten, Kappen u. Filzschuhen stets das Neunte uud in bester Qualität, aufmerksam. Um zahlieichen Zuspruch bittend empfehle mich hochachtungsvoll Lambert Chiba. ■ L« -s» Günstiger 1 2 s 4 t Ein komplettes Lodenkleid X 4.50 Ein komplettes Modekleid X 5.20 Komplettes Damentnchkleid X 5.80 ■pfaff, Dürkopp, Seidl Raumann I Nähmaschinen | • sind die besten der Welt • G. Scbmidrs Ilacbfg. Job. Gajsek, Cilli Feinste Bordeaux u. Rum- Punsche, Ananas Punsch • Extrakt, Bonbons-Spezialitäten von Sarotti, Berlin und Heller, Wien. Süd- und Dessertfrüchte, Tafel- u. Dessertweinef Champagner etc. empfiehlt Josef Nlatiö in Cilli. Küchengeräte Schnellsicder. Teekannen, Backformen, Laternen, einfache Lampen, Leuchter, Kinder-Kochherde and -Geschirre, Kohlenkabel, Kifige Tassen, F isirlamp-m und Brenn-scheeren,BegenscbiniistAnder, Monogramme usw. werden wegen Aollaasnng de« Waren» lag. rs, zu tief herabgesetzten Preisen verkauft bei Anton Tschantsch Gartengasse Nr. 11. Gemischtwaren-Handlung samt Einrichtung in einer kleineb Stadt Steiermarks auf bestem Posten, wegen Kränklichkeit des Besitzers billig zu verkaufen. Adresse in der Verwaltung dieses Blattes. !K06« Zu verkaufen I viersitziger Schlitten und I Phaeton-Wagen, zweisitzig und mit «in?») Nst-itz versehen billigst zu verkaufen. Zu besichtigen und anzufragen bei H-rro Oberlehrer Vo g 1 a r in Bai Neabaus. 10064 wirklich guten Kaffee trinken will,kaufe nur^AU-Mikado" Kaffee-Melangen. Lager vorzüglicher Teesorten, Jamaika - Rum,, Cognak, Slivovitz, Geleger, Brinovitz und anderer Spezereiwuren. Steinkohle wird rasch nnd billigst besorgt. Um geneigten Zuspruch bittet hochachtend Milan Hoöevar, Cilli, Hauptplatr. Villa Sanneck mit herrlicher Fernsicht, in der nftchsten Nahe der Stadt Cilli, einstöckig ait Mansardenzimmern schönem Obst- und Gemüsegarten, ist preiswert zu verkaufen. Anfragen sind zu richten unter .Postfach Nr. 79. Cilli". 8. Seit« 10 Deutsche jMörtft Nnmmer 101 fiir Wohltätigkeitsanstalten und Vereine besonders günstige Kaufgelegenheit! Jum Einkaufe solider und preiswerter $ empfiehlt |td? das bekannt größte und leistungsfähigste sodann Koss Bismarckplatz CILLI (Hotel Stadt Wien) aus Plüsch !owie Mädchen-Sakkos ■ und Tuch und Kiiidermäntel Jacken herabgesetzten Preisen. Herrenwäsche, Damenwäsche, Modeware, Leinen, Chiffon, Kaffee- und Tischgedecke, Frottierhandtücher, Wirkwaren, Schürzen, Mieder, Blusen, Strümpfe. Kravatten in jeder Preislage, grosne Aurtwahl! Wie alljährlich stets das Neueste zu Weihnachten. Feste Preise I "WW Coll 11 U rv a"en (jlüssrii. OL»IlLlIlv3 B««les Fabrikat: Marke „Zwerg" Ech, Galloschen rassische Krägen, Manschetten, Taschentücher, Kragenschoner, Schirme, Knaben-Anzüge, Kinderkosftüme und WetterkrSgen in allen Grössen. Feste Preise! Hausschuhe Schwarze Putzschürzen 1K WinterstrUmpfe 1 Paar 40 Heller Wintersocken 1 Paar 40 Heller Jute-Smyrna-Bettvorleger 1 K Ei i - = Herbst-«. Winterüberröcke«. Anzüge in KLEIDERSTOFFEN zu enorm billigen Weihnachtspreisen. o o Alle Kreise b? sröss^r kaufen ihren , US*,aA,. Weihnächte- solid und b>lk* Bedarf '*• im Warenfiause JOHANN KOSS in GXX.X.L Feste Preise! DivanüberwUrfe Reisedecken Flanelldecken Salonteppiche Bettdecken Tischdecken Vorhänge Laufteppiche ALr die Echnfileiwng verantwortlich: Guido Schidlo. Drucker. Verleger, Herausgeber: LereinSbuchdruckerei .Celeja" in SilU