p ■NZBLnni wtflfcMlap If tpt fMMtaf-SoralBf Ii Ipl UdailiuTgtt 3tituttg Amtliches Organ des Verlas und Schriftleituns: Marburg i. d. Dran, Btdsasse Nr. 6. rernnif: 25-67, 25-68. 25-69. Ab 18^ Uhr Ist die Scbriftleitunr irar tnf Femmf Nr. 38-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rfickgesandt — Bei AnfraseD Itt dtf Rückporto beizolegen. Postscbeckkonto Wien Nr. 84.608 Steirischen Heimatbundes Erscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeitunß Ut\it Ausnahme der Sonn- und Feiertage), Bezugspreis (im Torans tahlbar) monatlich RM 2.10 einschl. Postgebühr; bei Lieferung im Streifband sazflgl. Porto; bei Abholen in der Geschäftsstelle RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzögl. 36 Rpf. Zustellgehtihr !Mr. 47 7Itar&uro-2)rou, S>ltMta0,16. Sc^^ruar 1943 63.3a{)roan0 Gesclieilerle Sowjetoperationen UnerichUtterltcher Wld«rttand gegen Umlastungs-mnd Durchbruchsvertuch« Schwerst* Veriutte des Feindes — Restow und Wereschllewgrad plannuHssIg gerfiumt Ptthrerhauptquartlcr, 15. Tebrnar Das Oberkommando der. Wehrmaclit dbt bekannt: Der Feind versucht .an der Ostfront mit Immer neuen Verbflnden, die er anstelle seiner ausgebluteten Truppen In die Schlacht wirft, durch Umlassungs- und Durchbruchsoperationen En einem entscheidenden Erfolg zu kommen. Die deutschen Armeen machen durch «n-erschüttertichen Widerstand, elastische Kampl-flihrung und entschlossene Gegenangriffe die Absicht der Sowjets zunichte und fügen dem Feind stets yon neuem schwerste Verluste zu. Die bei Noworosslfsk und an einigen anderen Stellen des Kuban-Brückenkopfes vorgetragenen Angriffe des Feindes wurden unter hohen blutigen Verlusten abgeschlagen. Die Winterschlacht zwischen der Don-Mündung und dem Raum nftrdllch Kursk nahm wieder an Heftigkeit zu. Der am mittleren Donez In das eigene Hlntergelände vorgestoßene feindliche Kavallerieverband wurde von seinen rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten und geht seiner Vernichtuns entgegen. Im Zuge der Absetzungsbewegungen aus dem Donezbogen auf die vorgesehene verkürzte Verteidlgrungsstellung wurden plan-mÄsslg und ohne Behinderung durch den Feind die Städte Rostow und Woroschllow-grad geräumt An der Front zwischen Wolchow und La-doga-See und vor Leningrad griff auch ge-, Stern der Feind auf breiter Front an. Die Angriffe brachen Im zusammengefaßten Feuer aller Waffen zusammen. Flicgerver-bände der Luftwaffe fügten trotz schwieriger Wetterlage den feindlichen Angriffs-truppen empfindliche Verluste zu und schos- Mehr Soldaten, mehr Waffenl Marburg, 15. Februar In seiner aufrüttelnden Rede bei der jüngsten großen Grazer Kundgebung der Partei hat uns der Gauleiter den Befehl des Führers übermittelt. Er lautet vor allem; mehr Soldaten und mehr Waffen! Mehr Soldatenl Das heißt, daß Jed^ kriegstaugliche Mann, der in der Heimat nur irgendwie entbehrt werden kann, heute zur Wehrmacht muß. Auf seinen bisherigen Posten — vorausgesetzt, daß dessen Kriegswichtigkeit eine Wiederbeset7ung überhaupt notwendig macht — kommt ein Kriegs-imtauglicher oder eine Frau. Die Unter-steiermark hat als Land des Kampfes und der Kämpfer seit vielen Jahrhunderten eine Tradition, die es unnötig macht, daß hier etwa gesungen werde: „Pfui über dich Buben hinter dem Ofen . . Mehr Waffenl Damit wird von der Heimat verlangt, daß sie ein einziges großes Rüstungswerk werde. Was immer der Führer für seine Soldaten an Waffen fordert, das wird die Heimat liefern, unübertrefflich an Menge und Güte. Und hinter dem letzten, großen imd entscheidenden Ringen wird dann uiis«r Sieg stehen. An jeden und an jede yon uns wendet sich der Führer. Was er' fordert, das Ist — wir alle wissen es — unbedingt nötig. Wir alle wollen aber auch den Sieg mit-erkömpfen, wir wollen nicht, daß auch nur ein einziger von unseren Soldaten deshalb zu Schaden komme, well ihm im Kampf die rechte Waffe fehlt. Das muß der Leitgedanke in all unserm künftigen Tun und Lassen &ein. Jeder und jede von uns, auf welchem Platz wir auch immer stehen mögen, müssen verantwortungsbewußt und einsatzbereit unsere Arbeit tun, die, mag sie uns auch noch so kriegsfern erscheinen, letzten Endes doch irgendwie der Waffenerzeugung zugute kommen wird. ' Denken wir aji unsere Helden von Stalingrad! Ein Volk, das solche Söhne und Bolchen Opfermut hei*vorbrlngt, das dart und kann nicht besiegt werden. Stunde um Stunde muß in uns wach und wirksam bleiben die Siegeazuveraicht unseres Führers und der SieEreswlllR floiner Soldaten. A.. Gerechack »en füber diesen Kampfräumen 19 feindliche Flugzeuge ab. An der Kronstadt-Bucht schlug eine Marine«Kflstenbatterle einen feindlichen Angriff ab. An der nordafrHcanlschen Front herrschte gestern lebhafte Spähtnipptätlgkeit. Tiefaqgriffe der Luftwaffe richteten sich wirkungsvoll gegen feindliche Panzer-, Oeschütz- und Kraftfahrzeugansammlungen. In Luftkämpfen schössen deutsche Jäger elf Spitfire ab. In der Straße von Dover wurde ein Verband leichter feindlicher Seestreitkräfte, der sich Kap Qrisnez näherte, durch das Feuer einer Marineküstenbatterie vertrieben. Britische Flufzenge warfen In den gestrigen Abendstunden auf einige Orte in Westdeutschland, zum größten Teil auf Dörfer, Spreng- und Brandbomben, Die Bevölkerung, vor allem in Köln, hatte Verluste. Es entstanden Brandschäden vorwiegend In Wohnvierteln, Acht der angreifenden Bomber wurden abgeschossen, vier weitere feindliche Flugzeuge am Tage an der Kanalküste zum Absturz gebracht. Lnftkämpfe fiber der tunesischen Front Berlin, 15. Februar Über der tunesischen Front kam es am 14, Februar mehrfach tu heftigen Luftkämpfen, die für die deutschen Jagdflieger durchwegs erfolgreich verliefen. In den Vormittagsstunden stellte ein Schwärm deutscher Jäger einen zahlenmäßig weit überlegenen und stark geschützten feindlichen Bomber- verband und schoß aus ihm innerhalb kurzer Zelt sechs feindliche Flugzeuge heraus. Insgesamt brachten die deutschen Jagdflieger bei Begleitschutz und freier Jagd am 14, Februar elf feindliche Flugzeuge zum Absturz. Am erfolgreichsten waren bei diesen Luftkämpfen Ritterkreuzträger Oberleutnant Bühlingen, der seinen 57. bis 60, Luftsieg errang. Ritterkreuzträger Hauptmann Ru-dorffer schoß den 62. Gegner ab. In 48 Stunden 29 britische Flug-zeuiJe abgeschossen Berlin, 15. Februar Die britische Luftwaffe erlitt innerhalb der letzten 48 Stunden über den besetzten Westgebieten und bei Finflügen in das Reich wieder empfindliche Verluste. Bei den Angriffen am 13, Februar und in der Nacht zum 14, Februar gegen die besetzten Westgebiete wuiden nach den abschließenden Meldungen Insgesamt 17 britische Flugzeuge vernichtet. Am 14. Februar schössen deutsche Jäger in den Vormittagsstunden aus einem feindlichen Jagdverband, der gegen die nordfranzösische Küste vorstieß, vier Flugzeuge heraus. Den Angriff auf das westdeutsche Gebiet In der Nacht zum 15. Februar bezahlten die Briten mit einem Verlust von acht Bombern. InsgCEamt wurden damit während der letZ' ten 48 Stunden über dem westeuropäischen Festland und vor seinen Küsten 29 britische Flugzeuge zum Absturz gebracht. Zwischen Rooseveit und Stalin Berlin, LS. Februar In den Köpfen der Yankees, die von dem wahren Stand des Kampfes und der Kräfte in diesem Krieg keine Ahnung haben, malt sich das künftige Weltbild offenbar so, daß in Zukunft nur noch zwei Mächte, nätniicli die USA und die Sowietuninn, tonangehend sein werden. Da aber die Weltlierrsclinfts-ansprflche Roosevelts mit denen Stalins in vieler Hinsicht zusammenstoßen, glauben die Juden in Washington sich mit den Juden in Moskau auf ein Kompromiß einigen zu können, utid zwar in der Weise, daß ganz, liiirap« dem Bolschewismus ausgeliefert wird, führend sich die USA in anderen Teilen der Welt, vor allem in Afrika, in Indien, Australien und im Stillen Ozean schadlos halten würden. Daß am Knde dieses Krieges das britisclic Weltreich zu bestehen aufgehört haben wird, darüber scheint man sich sowohl in Wasliins-ton als auch in Moskau vollkomnien einig 7\i sein, Fiiglatid ist olmeliin heute tuir iincti ein DER FOHRER: Was wäre aus dem deutschen Volk und aus Europa geworden, wenn am 22. jiini 1941 nlcfit in letzter Minute die neue deutsche Wehrmacht ihren Schild vor den Kontinent gehalten hötte! Schwere VeriHste der Bolschewlsten Brückenkopf, elastische Kampfführung und unerschütterlicher «Widerstand bringen feindliche Operationen zum Scheitern Berlin, 15. Februar Die seit Tagen bei Noworossijsk andauernden harten Kämpfe brachten den Bolsche-wisten am 14, Februar erneut schwere Verluste. Besonders erbittert wurde gerungen, als unsere vordringenden Truppen in gleichzeitig anlaufende Gegenangriffe des Feindes hineinstießen. Obwohl die Sowlets mit starkem Artilleriefeuer und zahlreichen Fliegern ihre Infanterie unterstützten, brach ihr Ansturm blutig zusammen, Sturzkampfflugzeuge halfen unsere Kampftruppen durch wuchtige Bombenangriffe vorwärts. Volltreffer zerschlugen feindliche Stellungen am Strand und die Stützpunkte der Bolschewlsten im Eichengestrüpp der Steilhänge, An den Vorbergen des Kaukasus südwestlich Krasnodar blieb es ruhig. Nach dem Scheitern ihres letzten großen Angriffs, bei dem fünf sowjetische Divisionen und eben-soviele Brigaden am zähen Widerstand unserer Truppen abprallten, haben sich die Bol-schewisten an diesem Abschnitt noch nicht wieder zu neuen Vorstößen aufraffen können. Sie waren bisher nicht In der Lage, ihre schweren Verluste zu ersetzen, die an diesem Frontstück allein über 4(X)0 Tote, an die 1600 Gefangene und rund 200 Maschinengewehre und Granatwerfer betrugen. Auch im Norden des Kubanbrückenkopfes blieben die Vorstöße des Feindps ohne Wirkung, Vier bewegungsunfähig geschossene Panzer und etwa 360 Gefallene ließen die zurückweichenden Angreifer vor unserer Ab-wehrfront liegen. Dauernd frische Truppen im Kampf Zwischen der Donmündung und dem Raum nördlich Kursk wuchs die Heftigkeit der Winterschlacht. Fortgesetzt erhöht der Feind seinen Druck durch frische Truppen, die aber jeden, auch den geringsten örtlichen Vorteil mit sehr schweren Verlusten bezah len müssen. Unsere Heeresverbände machen dagegen durch elastische Kanipfführung und entschlossene Gegenangriffe die Absichten des Feindes immer wieder zunichte. Trotz ihrer Übermacht haben die Bolschewlsten auch Rostow und Woroscliilowgrad nicht mii stürmender Hand nehmen können, sondern sie haben die geräumten Städte kampflos besetzt, nachdem unsere Truppen die militärischen \nlagen zerstört, alles wichtige Material ab« transportiert und ihre verkürzten neuen Widerstandslinien bezogen hatten. Unsere Kampikraft Ist ungebrochen Rostow hat wieder einmal den Besitzer gewechselt, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Diese seit geraumer Zelt vorbereiteten Bewegungen haben die Kampfkraft unserer Truppen voll erhalten, während sich die bolschewistischen Divisionen bei ihren Massenangriffen vor der Kette der deutschen Stützpunkte verbluten. Beweis dafür ist das Schicksal der am mittleren Donez durchgebrochenen feindlichen Kavallerie. Von ihren Verbindungen abgeschnitten, geht sie ohne ihr Kampfziel erreicht zu haben, ihrem Untergang entgegen. Harte Gegenschlage Ebenso hart trafen Gegenschläge den Feind am oberen Donez und im Raum von KursR, Dort hat eine Flakkampfgruppe der Luftwaffe unter Ritterkreuzträger Hauptmann Trentl bei der Unterstützung erfolgreicher Infanterieangriffe in zwei Tagen allein vier Panzer, 16 Maschinengewehre und Granatwerfer sowie 20 Geschütze und Panzerabwehrkanonen vernichtet, zwei Batterien niedergekämpft und feindliche Marscheinheiten bis zu Bataillonsstärke sowie zahlreiche Fahrzeugkolonnen zersprengt und aufgerieben. Nördlich Kursk bildete ein Oreuadier-Ba-taillon den Eckpfeiler, der eine Elnbruchstelle des Feindes nach Norden absperrte. Tagelang wehrten die Grenadiere in erbitterten Kämpfen die bolschewistische Übermacht ab. Als sie schließlich auf ihre neuen Wider-standslinien ausweichen sollten, setzten die Sowjets zum Umfassungsangriff von Süden und Osten an und schnürten die Masse des Bataillons ab. Darauf griff der Führer des Bataillons den Feind an seiner stärksten Stelle, einer Hügelgruppe, an. Fr raffte seine Reserven zusammen, stürmte vorwärts und warf die Bolschewlsten aus ihren Höhenstellungen heraus. Noch bevor sich der f"'eind von detn Stoß erholt hatte, griffen die Kompanien den nördlichen Sperriegel an und brachen zur befohlenen Linie durcli. Dort stellten sie sich den nacüstoßenden Bolschewlsten entgegen und «chlugen alle neuen Angriffen nirück. Anhängsel Amerikas. D.is Kclit auch dataiis hervor, daß die USA die Briten in NordafriIsH nur noch als Hilfstruppen betrachten und dail infolgedessen niclit der englische Cieneral Alexander, sondern der amerikanische General Eisenhower den Oberbefehl erhalten hnt, wozu Churchill bedinsinigsios Ja und Amen sagen mußte. So spielt England aucli bei den ganzen Weltvertellungsplänen, die jetzt zwischen dem plutokratischen und dem proletarischen Bolschewismus ausgehandelt werden, nur noch eine untergeordnete Rolle. Churchill darf zwar mitreden, aber es bleibt ihm niclits weiter übrig, als in das Horn seines Herrn und Meisters Rooseveit zu blasen und sich mit allem einverstanden zu erklären, ihm vom WeiUcn Haus vorgeschrieben wird. Inwieweit Moskau den Plänen Roosevelts bereits zugestimmt hat, sei dahingestellt. Soviel aber steht fest, daß die europäischen Völker dem Bolschewismus zum Opfer gebracht werden sollen, um Stalin zu Kompromissen in anderen Teilen der Welt geneigt zu machen. Dabei machen sich die plutokratischen Kriegsverbrecher kein Gewissen mehr daraus, niclit nur einer militärischen und politischen Vorherrschaft der Sowjets in Europa zuzustimmen, sondern der Ausrottung ganzer Völker mit bolschewistischen Methoden das Wort zu reden. Das geht deutlich aus den sich häufenden Haßparolen aus Washington und London hervor, denen zufolge da» deutsche Volk abgeschlachtet werden soll, wie seinerzeit in Mittelamerika die Azteken, deshalb will man als Erzieher der deutschen Jugend jüdisch-bolschewistische Kommissare mit Qenickschuß-Vollmachten einsetzen, und aus diesem Grunde rät man den kleinen Völkern, einfach bolschewistisch r.n werden. Dieser Tage wurde nun in der Moskauer »Prawda« ein Aufsatz veröffentlicht, worin die Sowjetunion auf Bessarablen, l.itauen, Lettland und Estland Anspruch erhebt. Diesen Artikel des offiziellen Organs Stalins haben dann auch die Sowjetbotschaften In aller Welt zu Propagandazwecken und in entsprechender Aufmachung den ihnen zugänglichen Blättern übermittelt. Damit wurde von den Sowjets also zunächst einmal die erste Rate ihrer Forderungen angemeldet. Wohl niemand wird im Ernst glauben, daß sich die Bolschewiken, wenn sie diese Länder tatsächlich besetzt haben würden, damit zufrieden wären. Vielmehr weiß jedermann, daß sie sich sofort auf weitere Gebiete stürzen würden, wie sie es ja unter anderem mit ihrem Überfall auf Finnland bereits deutlich genug bewiesen haben. Und wenn die Sowjets heute, da sie durch die deutschen Waffen von diesen Ländern tausend Kilometer entfernt gehalten werden, solche Forderungen erheben, dann kann man sich wohl deakea* wai aia axst verlangen und sich Seite 2 nehjnen würden, •wenn sie im Baltikum und in Ekssarabien stünden. Selbstverständlich versuchen nun die Bol-Kchewikcn ancosiclits des ühlcn Eindrucks, den die in der >Prawda« veröffentlichten Forderungen Moskaus nicht nur auf dem europäischen Festland gemacht haben, den Anschcin zu erwecken, als sei der Bolschewismus ja nicht so schlitnm. wie er geschildert werde, und man stellt Stalin wieder einmal als wahres Unschuldslamm liiti. Auch die Londoner >Times« hat jetzt abermals den Versuch gemacht, zu »beweisenc, daß der Bolschewismus keine Gefahr darstelle. Gleichzeitig gehen britische Aeenten da und dort in Europa mit der Behauptung hausieren. daß die Eiizländer notfalls doch deo Bolschewismus entgegentreten und militärische Hilfe stellen würden. Die europäische»! Völker, die den Bolschewismus am eigenen Leibe kennen gelernt haben, wissen, daß er weder harmlos ist, noch sich an irgcndwcl-che Abmachungen liält. Die Sowjets bähen im Jahre 1940 nicht einen Augenblick gezögert, die mit den baltischen Staaten abgeschlossenen Freundschaflspakte zu zerrci-Ren, als ihre Truppen erst einmaj in diesen l-ändcrn Fuß gefußt hatten. Sie haben nicht nur Hunderttausende viehisch hingemordet oder verschleppt, sondern auch den F.igen-tumshegriff völlig abgeschafft. Alles, selbst die kleinsten Sparkonten der Arbeiter, wurden enteignet. Daß der Bolschewismus sicTi inzwischen grundlegend geändert hat, glaabt kein Mensch. Im Gegenteil! Niemand In Europa wird aber auch anneh-nien, daß ausgerechnet die Engländer in der Lage wären, der bolschewistischen Flut Einhalt zu gebieten. Die Engländer haben sich weder iti Frankreich, noch in Norwegen oder in Griechenland gegen eine starke etiropäische Kontinentalmacht behaupten können. Auch der großangelegte Landungsversuch bei Dieppe iin Sommer 1942 endete mit einem totalen Mißerfolg. Daraus ergibt sich, daß die Engländer militärisch gar nicht in der Lage sind, dem Bolschewismus ernsthaft entgegenzutreten. Dies umsoweniger, als ilmen bei einem solchen Unternehmen die amerikanische Hilfe nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Man kann eher annehmen, daß die USA auch eine Bolschewisierung der britischen Insel nicht "ungern sehen würden, um auf diese Weise eine noch schnellere Liquidierung des britischen Empire herbeizuführen und so die englische Erbschaft in anderen Weltteilen umso leichter antreten za können. Aber alle diese Berechnungen in Washington und Moskau haben einen Haken. Diese »Wcltcroberer« haben das Fell des Bären bereits verteilt bevor er erlegt wurde. Europa wird sich weder durch die jüdischen llaßgcsänge in seiner Kampfentschlossenheit beirren noch durcli die Empfehlungen, sich dem Bolschewismus anzupassen, zu irgendwelchen Koniproinisscn verleiten lassen, die glatter Selbstmord wären. Die europäischen Völker werden sich hüten, sie wollen leben und sie werden ihrem Lebenswillen Geltung zu verschaffen wissen. Und hier werden die Waffen das entscheidende Wort sprechen. Nicht in den jüdischen Geheinikabinettcn und bolschewistischen Mordhöhlen wird das Schicksal Europas und damit der Welt entschieden werden, sondern auf den Schlachtfeldern wird sich zeigen, welches die stärkeren und gesünderen und damit ^ur künfti-pen Führung berufenen Völker sind. >Marburger Zeitung« 16. Februar 1M3 Ryti erneut Staatspräüdent Helsinki, 15. Februnr Der bisherige tinnischo Staatspräsident listo Ryti wurde am Montag mit überwältigender Stimmenmehrheit im ersten und ein-sigcD Wdhlgang für eine weitere Amisperiode von zwei Jahren wiedergewählt. Von den 300 anwesenden Wahlmännern gaben in geheimer Zettelwahl 269 ihre Stinune für Ryti ab. Risto Heikki Ryli ist am 3. Februar 1889 in Huittinen (Südfinnland) geboren. Nach seiijem juristischen Studium legte er 1909 das Staatsexamen ab, wonach er als Rechtsanwalt bis 1919 tälig war. Nach der Selbstän-dinkeitserklärunq gehörte Ryti zu den ein-flTjßreichstein wirtschaftlichen Führerpersön-lichkeiten Finnlands, Cr war bis 1924 zweimal Finanzminister, von 1919 bis 1924 Reichstagsabgeordneter und von 1923 bis 1939 Präsident der Bank von Finnland. Nach Ausbruch des Winterkrieges 1939 wurde er Ministerpräsident. Im März 1940 wurde er nach dem vorzeitigen Abganff des schwer erkrankten Präsidenten Kallio mit einer in der finnischen parlamentarischen Geschichte pinzigartigen 9tiprozentigen Stimmenmehrheit rym Staatspräsidenten Finnlands für die festliche Amtsperiode seines kurz danach Terstorbenen Vorgängers gewählt. Sä"berun£saktioii in West-bosnien Berlin, 15. Februar In Westbosnien haben deutscbe, italicni-*che und kroatische Verbände ihre proße Säuherungsaktion gegen hnlschewistische Banden erfolgreich fortgesetzt. Die Banditen ziehen sich immer weiter in die unwegsamen Gchirgo zurück, nachdem sie vorher nach bolschewistischem Muster das von ihnen auf. gegebene Oeländo zerstört und die Fievölke-riing vcrsciilcppt haben. In die befreiten Räume kehrten die Bewohner, soweit sie sich dem Bolschewistenterror entziehen konnten, zurück und nahmen im Schutze der verbün-deten Truppen ihre Arbeit wieder auf. Franzosen als Kanonenfutter Giraud mußte seine Truppen zurückziehen — Kriegsmimsler Stimson kündigt bevorstehendd neue Verluste an — General Alexander bei Eisenhower Vichy, 15. Februar Das anglo-amerikanische Oberkommando in Nordafrika soll nach einer Meldung von Radio Algier beschlossen haben, sämtliche französischen Truppen von der tunesischen Front rurückzuziöhen. Diese Maßnahme wird damk begründet, daß die Truppen General Girauds „neu ausgerüstet" werden müßten. Selbst wenn dieser Grund tatsächlich zutrifft, was jedoch uowalirscheinlich oder doch nur teilweise richtig erscheint, so ist damit der Beweis erbracht, daß Eisenhower die französischen Truppen trotz ihror veralteten und ungenügenden Ausrüstimg als Kanonenfutter Ib die ersten Linien geworfen hat, um seine eigenen amerikanischon Truppen zu schonen. Radio Algier erklärte, die plötzliche Zurückziehung der Giraud-Tmppen ferni»r da* mit, daß diese Truppen „außerordentlich ruhebedürftig" seien. Auch dies ist ein weiterer Beweis dafür, daß die Franzosen von dem amerikanischen Oberkommando rücksichtslos eingesetzt wurden, so daß sie nun als derart abgekämpft gelten, daß sogar in Algier eine Ruhepause für sie als dringend erforderlich erachtet wird. Der tiefere Grund für die unerwartete Entscheidung Eisenhowers dürfte aber zweifellos noch ein anderer sein: vermutlich haben es die Truppen Girauds, so meint man in Vichy, immer mehr an der erforderlichen „Begeisterung" und Kampfbereitschaft fehlen lassen, was schon seit einigen Wochen immer wieder angedeutet wurde. Diese Truppen waren bekanntlich zwangs- schickt worden, manche Einheiten, bachdem sie am Vortage noch gegen die amerikanischen Angreifer Scheingefechte durchführen mußten. Als dann bekannt wurde, daß die in Timesien gefangenen französischen Soldaten nicht als Kriegsgefangene, sondern nach Frankreich zurückgeführt und freigelassen würden, ließ die Kampfbereitschaft der französischen Trupepn in Tunesien weiterhin beträchtlich nach. Augenzeugen berichten, daß die Mehrzahl dieser Truppen Girauds schon längst desertiert wäre, wenn sie nicht von ^amerikanischem Militär so streng bewacht würde. Daß di« Hauptlast des Kampfes an der tunesiscben Front bisher vo® den französischen Söldnern Washingtons und Londoa getragen werden mußte, wird auch Indirekt durch den USA-Kriegsminister Stimson bestätigt. Stlmson erklärte am Donnerstag, der Anteil der Vereinigten Staaten an der Offensive gegen Tunesien habe jetzt erst begonnen. Ganz wohl scheint ihm bei diesem Gedanken nicht zu sein. Er Welt es nämlich für erforderlich, das amerikanische Volk auf schwere Verluste vorzubereiten, die Tlel-leicht gamicht allzu lange auf sich warten lassen würden. , Mit welchem Mißtrauen sich Englander, Amerikaner und Franzosen selbst in der nordafrilcanischen Kriegführung begegnen, zeigt eine Exchange-Auslassung über den Aufbau der verbündeten Landstreitkräfte; „Amerikanische Generale dienten unter englischen Generalen, Franzosen unter Engländern, xmd Amerikaner wieder unter Franzosen". Die Kommandostellen — heißt es weise mobilisiert und an die Front ge- iHiiiiiiiiiiifitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiHininiiiimiiiiniiiiniiiiiniiiiiiiimiiiim^ Das Gebot der Stunde »Bolschewismus für Rumänien keine abstrakte Theorie, sonder^ eine bittere Erfahrung — Die Schicksalsfrage Europas Bukarest, 15. Februar Unter der Uberschrift „Verteidigung unseres Schicksals" unterstreicht „Timpul" die Erklärung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Professor Mihal Antonescu in seiner Rede bei Eröffnung der Vortragsreihe der deutsch-rumäniscbiin Gesellschaft, daß der Bolschewismus für Rumänien keine abstrakte Doktrin, sondern eine bittere Erfahrung bedeute. „Als Grenzvolk Europas", so erklärt das Blatt, „und als ein Volk, das nicht zum ersten Male dio Bedrohung aus dem Osten erlebt, können wir heute nicht mit verschränkten Afinen dastehen. Wir müssen wieder unser Schicksal verteidigen und unsere Aufgabe etfüllen, und wir erfüllen sie mit dem Bewußtsein, damit für unsere Familie und unser Eigentunf zu kämpfen." Das Blatt schließt mit der Erklärung, daß das Bekenntnis Mihai Antonescus zur Verteidigung der europäischen Werte und zur Einheit des Kontinents das Bekenntnis des ganzen rumänischen Volkes sei, Das ganze Volk teile auch den Stolz, der in den Worten des Regierungschefs liege: „Wir Rumänen sind uns in der gegenwärtigen Stunde unserer Verantwortung bewußt. Wir wissen aber auch, dciß wir unsere Pflicht getan haben." Der „Cuientul" betont, daß das rumänische Volk ebenso wie das deutsche entschlossen sei, den Kampf um das Leben Europas kompromißlos bis zum Endo zu führen. Das Unterpfand des Sieges sei die Überlegenheit der Führung und des Geistes, die die Verteidiger Europas gegenüber der Sowjetmacht haben, die sich nur auf die primitiven Instinkte der östlichen Steppe stützt. In der „Viatza" erklärt Professor Crainic: „In unserer politischen Konzeption weht heute ein neuer Geist, der ein Zukunftsbild miserer nationalen Aufgaben mit den Traditionen des Volkes ,verbindet. Wir haben uns dabei auch zu dem Bekenntnis zurückgefunden, daß unser Blut und unser Opfer, ebrnso wie das Blut, das unsere Vorfahren opferten, die Garanten unseres Lebens, vor allem aber des Lebens unserer Kinder sind." Der „Universul" hebt hervor, daß die Beziehungen der Achse zu den kleinen Staaten Europas auf der Achtung der Souveränität, Freiheit und Selbstbe>timmung der Völker aufgebaut seien und daß sich die rumänische Nation niemals einer geschichtlichen Aufgabe'entzogen habe. Ungarn kämpft um seine Zukunft ■ Ungarn hat dio richtige Wahl getroffen, als es sich auf die Seite der Achsenmächte stellte, erklärte der Staatssekretär im Justizministerium, Bonczos, auf einer Großkundgebung der ungarischen Regierungspartei in Szarvas. Von der feindlichen Agitation wird öfter, so sagte Bonczos weiter, die Frage gestellt, waruin Ungarn in den Krieg trat. Die Antwort ist, wäre Ungarn nicht dem Krieg entgegengezogen, so wäre der Krieg nach Ungarn gekommen. Würde der Bolschewismus als Sieger aus diesem Kampfe hervorgehen, so wäre das gleichbedeutend mit dem Untergang Europas und selbstverständlich auch Ungarns. Deshalb kämpft Ungarn um seine Zukunft und für dieseji Kampf muß jedes Opfer gebracht werden. Für eino schönere, bessere Zukunft Ungarns ist es wert, sich zu enthalten, sich einzuschränken und einfach zu leben. Abschließend rief der Staatssekretär die Heimat zur Wahrung der inneren Festigung auf. Die grösste Bürokratie der Welt Kongreß-Vorstoß gegen Roosevelts aufgeblähten Regierungsapparat Stockholm, 15. Februar Nach einer Newyorker Meldung des Londoner »Daily Express«; hat sich der USA-Kongreß 2M einer »grundlegenden Untersuchung« des gesamten Washingtoner Regie-rungsapparatea enlachlosacn. Nicht weniger als 1700 von Roosovclt crrichtctB Abteilungen, Büros und Kommissionen sollen einer genauen Überprüfung unterzogen werden. Der Kongreß beabsichtige, so schreibt daa englisrhc Blatt, mit dieser Maßnahme die USA-Öffentlichkeit über den Bürokratismus des New Deal aufzuklären. Schon vorher hatte der Senator Harry F. Syrd in der Monataachrift >Amcrtcan« die :»gigajitischc und lähmende Rooaevolt-Büro-kratie» VerhäU-uis mehr zu den Bedingungen In In- dustrie und Landwirtschaft, wo krasaeater Arbeitsmangel herrsche. RooHevelt Öffnet d€un Bolschewismus daa « Tor Aua den USA liegen einige bezeichnende Meldungen vor, die zeigen, wie Roosevelt dem Bolschewismus Tür und Tor öffnet. So wurden kürzlich an der Columbia, und der \Jornell-Universität die Liehrgänge für die iUssischß Sprache erweitert. Die -»National Education Association« machte sogar den Vorschlag, das Erlemen der russischen Sprache an den höheren Schulen der USA obligatorisch zu machen. Der Jude Laguar-dia hat als Bürgermeister von Newyork diesen Plan schon verwirklicht, aodaß bereits an den höheren Schulen von Newyork die russische Sprache gelehrt wird. In den amerikanischen Zeitungen erscheinen auch laufend Anze'gen, in denen sich Privatschulen zur Erteilung von russischem Unterricht anpreisen. In dem »Museum für moderne Kunst« in Newyork findet zur Zeit eine Ausstellung bolschewistischer Plakat- und Karrlkatur-nmlerei statt, die in nächster Zeit auch in anderen Städten der USA gezeigt werden soll. So wird unter Roosevelts Regime planmäßig der Bolschewismus hochgezüchtet. ^e^er ~ seien „nach sachlichen Getlchts-punkten so verschachtelt, daß keinerlei Empfindlichkeit aufkommen kann". Alexanders Armee würde hauptsächlich aus Engländern bestehen. Clarks 5. amerikanische Armee werde noch ausgebildat und deshalb nicht eingesetzt. Ein ameriktnisches Korps sei aber dem britischen Befehlshaber der 1, Armee, General Anderson, unterstellt worden, dem man auch ein französisches Korps unter Koeltz zur Verfügung gestellt habe. Zum Korps Koeitz gehöre wieder die amerikanische Division Ryder. Anscheinend bereitet diese verworrene „sachliche Einteilung" den dafür Verant-wortlicJjcn noch manche Sorge. Aus Algier wird gemeldet, daß General Alexander mit mehreren Offizieren seines Stabes im Hauptquartier seines amerikanischen Chefs Eisenhower eingetroffen Ist. Etwas grotesk mutet angesichts der wirklichen Spannungen in Nordafrika eine Mitteilung aus London an, wonach der erste Abgesandte Girauds für die Gaulle dort eingetroffen Ist. Es handelt sich um den „Beruf sdiplomaten" Panafleu, der vor der anglo-amerikanischen Landung in Französisch-Nordafrika der französischen Botschaft in Washington angehörte. Der 1000« Feindfluif Der erste Flieger, der «Uf erreichto Berlin. 15. Februar Ritterkreuzträger Oberleutnant Hans Ullrich Rudel, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader, führte dieser Tage seinen 1000. Feindflug durch. Er ist der erste deutsche Flieger, der diese? hohe Zahl erreicht hat Von seinen vielen Erfolgen ist die Versenkimg zweier Kreuzer besonders zu erwähnen. Reichsmarschall GÖring sandte an Oberleutnant Rudel ein Anerkarmungsschreiben. Darin beglückwünscht er den tapferen Offizier zu seiner bewundernswerten Leistung tmd sprach ihm für diesen Beweis höchster Einsatzfreudigkeit und xmbändigen Angriffswillens, mit dem er allen Kameraden der Luftwaffe ein leuchtendes Vorbild gegeben hat, seinen Dank und seine besondere Anerkennung aus. Der Freimaurer Roosevelt Madrid, 15. Februar Die spanische Agentur EFE meldet aua Tegucigalpa (Honduraa): Der in Guatemala anaäasige oberste Freimaurer-Kongreß Mlt-telamerikas tagte in der großen Orientloge in Tegucigalpa. Es wurde eine Anordnung herausgegeben, daß alle Logen in Honduras in ihrem Sitzungsraum ein Bildnis Rooaevelta 'e.ufzuhängen hätten.. Roosevelt selbst wurde wegen seiner großen Verdieniste innerhalb des Großorientordens der Ehrentitel Benemerito der mittelamerikanischen Freimaurerei verliehen. Diese Denionfltration ist ein neues Dokument der freiinaureriach-Jüdiachen Bbidun-gen dea USA-Präsidenten, der im Auftrage dieser Clique den Krieg anzettelte und schließlich auch da« amerikaniache Volk mit aller Raffinesse seiner jüdischen Demagogie in den Krieg hineintrieb. Freflassung Gandhis gefordert Bangkok, 15. Februar Der Präsident des allindischen Kongresses sandte an den Vizekönig von Indien eine Botschaft, in der er ihn auffordert, Gandhi sofort freizulassen. Er fügte hinzu, daß, wenn dies nicht geschehe, sich außerordentlich ernste Ereigrüsse im Lande abspielen würden. In einer Entschließung, die, wie Reuter aus Neu-Delhi meldet, von dem Exekutivausschuß der Hindu Mahasabha gefaßt wurde, heißt es, daß, falls der Hungerstreik das Leben Gandhis m größerem Ausmaß in Gefahr bringt, die Regierung alle politischen Erwägungen beiseite lassen und Gandhi in Freiheit setzen müsse, „um sein Leben zu retten". Riesenbrand in Südchile Rom, 15. Fabruai Im Gebiet von Aysen in CWle vernichtete ein gewaltiger Brand 100 Quadratkilometer Wälder, Gehöfte und große weidende Viehbestände. Die Feuerw^r imd die Heeresverbände konnten den Brand, der auf die große Hitze zurückzuführen ist, bisher nicht löschen. Um die hochgelegenen Anden-Siedlungen zu schützeji, wird ein breiter Graben gezogen, in den das Schmelzwasser vom Gebirge hiaieingeleitct wirdi Die Bevölkerung der unmittelbar bedrohten Gebiete flicht regellos in die Tiefebene. Stieres Erdbeben verzeichnet Am Sonntag, den 14. Februar, früh 8 Uhr 31 Minute« 44 Sekunden MEZ verzeichneten die Instru. nicntc der Reichsanstalt für Erdbebenfor-schunp: in Jena ein stärkerem ErtWien in etv/a IHOO Kilometer Herdentfernung. Die Bodenbewegunp hielt eine halbe Stunde an. Als Herdlatje kommt vernuitlich das Gebiet des Ägäischen Meeres in Frage. Druck and Verla« MarburKCr Verltes- ond DrockereU Oes m b H. - VerlaesleltonE Cson Baumeartner; HauDtschrifllelter* Anton Oerachack allt Id Marbuff 1. d. Dran BadKMse 6 Zur Zelt tOr Anzelnen die PrelulUte Nr J vom I loM I94J eOltlK Ausfall der Lieferune dea Bl|tt#f b«l höherer Qewali oder Beirieb^stArunr vlbt keinen AnKprueb uf ROcktahlunt d«« BesuvaifldM '''kimmer 47 »Marburper Zeltung« Iß. Februar 1943 Seite 3 Mit krachendem Kolben gegen sowjetische Übermacht — Trägerkolonne schlug Feindangriff ab j^Pan! Pan!« flehten die Bolschewisten Im Osten, im Februar Das Ereignis, von dem hier die Rede ist begab sich am äußersten Rande des Waldes, den sie ob seiner seltsamen Form den Teu-feJskopf nennen. Es muß wohl am »Kinn« gewesen sein. Üeau dort, wo um die vierte Morgenstunde eiiie LeuclitkuRcl hell und gleißend in den Himmel stieg, schob sich der Sauit^ der Bäume in weitem Bogen ge-"gen das Niemandsland vor. Der Posten hatte ein leises Knistern vernommen. Fr ließ seine Blicke über das Vorfeld schweifen, lauschte .und fing zufrieden das Blinken der Schnee-Kristalle auf, als das huschende Licht von Trichter zu Trichter sprang und nach kurzer Zeit in ein Meer von Einsamkeiten versank. tJberfall am Teufelskopf Wie verschwiegen solche Stunden sind, wie stumm und unnahbar! Die winklige Welt der Gräben, die Pfosten und Bohlen über den Unterständen, die zersplitterten Stänmie,, der Fichten und Erlen,. die zerbrochenen Äste, die gleich flehenden Armen in den Himmel grfffen, die Trümmer der krepierten Granaten, die schwarzumrafideten Wannen der Einschlaglöcher, dies alles war fern, denn die Nacht lag wie eine Maske darauf. Da schrie ein Käuzchen auf, ein schriller hölinender Kinderlaut, und im selben Augenblick lief eine Flut von Stimmen gegen die Steltungen an. Sie war so stark wie unsichtbar und brach sich in hundertfachem Echo an den Wäldern. Alarm! rief der Posten, Alarm, Alarm! riefen die Schellen und Glocken an den Bunkertüren, Alarm! ging es von Mann zu Mann ... Sie schlugen sich tapfer. Sie streuten mit glühenden Garben die Böschung ab, warfen .Minen und Handgranaten und standen wie ein Schild vor der Finsternis. Es drang auch keiner in den Garben ein. r)ii gfau-ii Gestalten der Feinde fielen wie Säcke um, sobald sie in die Sicht der Verteidiger kamen. Sic waren zu kurz gesprungen. Im Irrgang des Feuers fanden sie keine Zuflucht mehr. Am Ende saßen sie rudclwei.se in den riesigen Bombentrichtern, die der Spitze des »Kinns« eine narbige Rundung gaben. Schwerster Kampf Eine Stunde später'zog der Feind Verstärkungen nach. Er d'eckte das Wäldchen mit Granaten ein, um die Reserven heranzubringen. Hagelscliläge von Stahl und Eisen ergossen siclv auf die Männer in den vordersten Gräben. Als sie erneut den Griff aus der Dunkelheit abwehren nmliten, waren nur wenige Waffen noch schußbereit. Sie setzten sich, Meter um Meter teuer verkaufend, von den drängenden Massen ab und leisteten erst bei den Fichten verstärkten Widerstand. Es waren die schwersten Minuten des ungleichen Kampfes, in dem eine einzige Kompanie das Schwert für alle führt. Vielleicht wäre der Angriff der Bolschewisten erfolgreich gewesen, vielleicht hätte der Keil, den sie nun gegen die Stellungen trieben, den Teufelskopf gleich einem Holzklotz zerspalten, wäre da nicht eine Wendung eingetreten, die wie von ungefähr aus dem Hinteigrund kam. Schüsse aus dem. Hinterhalt Im selben Augenblick nämlich, als die Front vor den Trichtern zu wanken begann, erschien beim Gefechtsstand eine Trägerko-tonne, die Gewehre und Munition für die Maschinenpistolen nach vorne brachte. »Troßleute« waren dabei, Fahrer und Bauern aus dem Schiesierlande, die nicht umsonst als verwegen galten. Sie hatten eben die Kisten gestapelt, als sie von vorne schweres Feuer erhielten. »Die meinen uns!« sagte einer, bann setzten sie die Helme auf und schritten ruhig, als gelte es einen täglichen Weg zu gehen, der Gefahr entgegen. Feldwebel B., der sie führte, sank nach wenigen Metern, von einem Querschläger in die Brust getroffen, zu Boden. Sie achteten dessen kaum. Sie wollten ohne Wehmut den Kampf bestehen. Aber die Wut auf den Gegner, der verst-eckt und verborgen aus dem Hinterhalt schoß, lag ihnen wie brennende Glut auf dem Herzen. Als es beim Sprung in die Suppe den baumlangen G. erwischte, brachen sie los. Uffz. Bartsch riß dem Gefallenen das Ge. wehr aus den Händen, schwang'es hoch und 9t(irmte mit lautem »Hurra!« in das Geknatter der Waffen hinein. Es war kein lachender' Kriegsruf gewesen. Etwas Schrcckendes, Bannendes lag darinnen, eine Kraft, die aus übermenschlicher Ferne kam, die wuchs und stärker ward und die sich allein weitergab, als wäre sie ein Befehl der Seele, mäch^'g und unfehlbar. Da sie in solchem Ansturm die Fichten erreichten, brachten sie wahrlich eine ganze Streitmacht mit. Krieg in seiner männlichsten Form »Hierher!« riefen die vorderen ihnen zu. »Hierher!« — die neuen Stelhingen sollten verteidigt weri^vn. Aber da gab es kein Hai. ten mehr! Die Grenadiere drangen mit blanker Waffe weiter vor, hieben mit den Kolben Äuf die verblüfften Bolschewisten ein, säuberten mit I landfjranaten die winkligen Pfade. Gefreiter G.. der bärenstarke Häusler aus der Grafschaft Glatz, der einen Zeltpflock mit den Fingern brach, schwang das Gewehr wie eine Keule. »Panl Pan!« flehten sie ihm entgegen. Aber er räumte auf. Wo sich ein Gegner wehrte, krachten die Karabiner wie Klin. gen zusammen. Mit Hieb und Stich, mit der Wucht des Körpers schafften sie sich Raum — es gab Szenen, die an klassische Bilder er. innern mochten. Im fahlen Umriß der nächt. liehen Profile schien der Krieg seine männlichste Form gefunden zu haben. Es war. .ils brächte der Einsatz elementarster .Mittel die Feuerwaffen zum Schweigen. Kein einziger Schuß war bisweilen vernehmbar. Nur das Krachen der Hölzer kündete vom Kampfe. An den Trichtern entschied sich noch einmal das Ringen. Die Nachtgestalten der Feinde hockten wie Vögel im Neste darinnen. Auf Hände und Helme sausten die Schläge nieder. Keiner vermochte sie abzu wehren. So geschah es, daß dreizehn Grena. diere, freilich im Schutz und im webenden Atem der Dunkelheit, vierundvierzig Bol. schewisten erschlugen und solcherweise den feindlichen Angriff zunichte machten. Als im grauenden Morgen der Lärm ver. ebbte, sah die Welt wie verwandelt aus. Im llolzhruch des Vorfeldes lagen, erstarrten ^\aske^ des Todes gleich, die Reihen der Gefallenen. Mochte das Auge vor solch einem Anblick auch immer schaudern — diesmal er. spähte es nur den Schauplatz einer Symbol haften Tat. Die A\änner. die in hundert Ge. fechten die V/affen des Krieges erprobten, die der Holle des Trommelfeuers zu trotzen wußten und selbst den stählernen Türmei# der Panzer zu Leibe rückten — sie hatten sich auch im Nahkampf als die überlegenen Fechter erwiesen. Dies mag manchmal wohl alltäglich erscheinen. Dennoch rührt es an das Geheimnis ihrer Kraft. Nicht in den Waffen, im persönlichen Mut liegt der Sieg. Kriegsberichter Walter Becher, PK Rein Heldenkampi oline unsere Franen Zu allen Zeiten Bei»i>lelc von Btiller Größe und todesmutiger Tapferkeit Wenn der große Römer Tacitus das Wort geprägt hat, die Frau nehme unter den Germanen eine Ehrenstellung ein, wte man sie sonst kaum finde, so rührt er damit an eines der größten und schömsten Kapitel gcrmanisch-deutscher Geschichte. Schon vor ihm hatten ja ein Marius unrl ein Cäsar in ihren Kämpfen mit den Germanen den heroischen Einsatz und Widerstand dieser Frauen sehr deutlich verspürt. Aus der deutschen Sagenwelt Krienihild, die durch Jahre und Jahrzehnte dem gemeuchelten Gatt'en die Treue hält, ist keine frei erfundene Sagenfigur. In Königinnen aus der Zeit des großen germanischen Aufbruches, den wir die »Völkerwanderung« nennen, findet sie ihr lebendiges Vorbild. Was Gudrun erduldete in der Fremde, bis ihr Wille sich stärker erweist als das Geschick, das hat gewiß oft genug nenden Stadt jede Hand mit anpacken. Und daß damals so wenig wie später die deutsche Frau versagt hat, daß muß ihr das ganze Volk noch heute danken. Denn hier war damals das Bollwerk, an dem ein gewaltiger, kaum zu bändigender Ansturm aufgehalten wurde. Wissen wir, wie hart das Geschick dieser Frauen war? Wir brauchen nur das Bildnis zu betrachten, daß der große Holbein malte, als er — selbst bis ins Innerste erschüttert — die treue Lebenskameradin in Sorge und Not antraf, oder das unsterbliche Bikinis, das Dürer von seiner Mutter schuf. Da halten wir die Antwort in Händen. Kaum ein Jahrhundert, das im lanqsamen Reifen des deutschen Volkes nichts Bitteres und Schweres auf die Schultern unserer Vorfahren legt. Daß es gemeistert wird, ist den deutschen Frauen nie zweifelhaft, obwohl rjerade sie die Härte doppelt verspüren ■ 'I PK-Kriccsbericliicr Boisscl (Sch) Vor der Hauptkampflinie zerschlagen und zerfetzt Panzer um Panzer rollten hier gegen die deutsche Stellung an. Unerhört war der sowjetische Einsatz an Blut und Material, aber dennoch zerschellten die Vorstöße an der deutschen Abwehr in der Wirklichkeit stattgefunden. Schönheit und Stärke geben diesen ragenden Frauengestalten der deutschen Frühe ihren Adel. Und die Zimbernfrau, die bei der erbitterten Verteidigung der Wagenburg lieber den Ted als die Gefangenschaft auf sich nahm, stand ebenso würdig neben diesen Fürstinnen wie etwa die Wehrbäuerin, die damals im Bereich der Grenzmarken das Gehöft bewahrte, wenn der Mann zum Aufgebot des Markgrafen gerufen wurde. Heldische deutsche Frauen, die tapfer und ihrer selbst gewiß alles auf sich nehmen, um dem großen Ganzen zu dienen, die braucht man in der Geschichte unseres Volkes wahrhaftig nicht erst zu suchen. Schon in der Dietrichssage hören wir wieder — was einst auch Tacitus gerühmt — wie eine Königin Helche eine Meisterin in der Wundbehandlung ist und wie sie ihre Gemächer in ein großes Hospital verwandelt Dem Waffenmeister Hildobrand, der als ein anderer Mentor seinem jungen König Theoderich folgt, versorgt eine treue Frau dM Anwesen am Gardasec und sie ist es, die mit kräftiger Hand den jungen Helden und Kämpfer Hadubrand erzieht. In Belagenuig und Krieg Burgen, die vom Felsen ins Tal grüßen, erschienen uns allzu lange nur als eine romantische Angelegenheit, Wir haben vergessen, daß auf diesen Horsten einst mit den kämpfenden Männern tapfere Frauen ausharrten, der Pflicht verschworen bis zuletzt, bescheiden in ihren Ansprüchen, stolz und entschlossen. Was sich im kleinen Weinsberg ereignete, daß die Frauen noch in der Niederlage den Sieg herbeizwangen, Ist nachmals oft besungen worden. Aber man hat darüber wenig gesprochen, wlo oft sicn bei den Belagerungen deutscher Städte das stille Heldentum der Frauen so würdig bewies. Als Wien dreimal berannt wurde und als niemanden mehr ein Entsatz möglich erschien, da mußte in der darbenden, bren- müssen. Wäre unser Volk überhaupt noch am Leben geblieben, wenn es im furchtbaren Dreißigährigen Krieg nicht jene stillen Getreuen gegeben hätte, die aus Trümmern und Elend noch die Fahne hochhielten, die der eigene Kaiser so jämmerlich verraten hatte. Da sitzt an der Nordsee, als Herrin dos Jeverlandes, ein einsames Fräulein Maria als einzige Erbin und Statthalterin großer Geschlechter. Sie baut die Deiche und Schleusen, sie schenkt dem Land seine Fruchtbarkeit und sie baut auf den Inseln die ersten Leuchttürme, damit der Schiffer Wegweiser habe für die gefährliche Landung. Sie trägt immer nur ihr schwarzes Kleid mit der wfiißcn Rüsche, sie ist zierlich und scheinbar sehr schwach und bändigt doch den Trotz streitender Friesengcschlechter, fahrt drein, wenn der Friede im Land gefährdet ist. Das Volk bewahrt bis heute ihr Gedenken. Maria Theresia und Königin Luise Es kommt eine Zeit, die äußerlich den Krieg zu einer Angelegenheit ganz bestimmter kreise zu machen scheint. In Frankreich, in Rußland, an den Höfen tanzt man Gavotten und horcht auf verschnörkelte Welsen, Zur gleichen Stunde aber bewährt sich in Wien eine Maria Theresia als eine echte große Königin. Sie geht durch die Arsenale und legt Hand an, wo es notwendig ist, Sie hat daheim einen schwächlichen Gatten und ein gutes Dutzend Kinder, aber sie scheut keinen ermüdenden Ritt, sie setzt Siedler an und in den Kriegsjahren, da ist sie die rechte Mutter aller ihrer Regimenter. Zur selben Stunde holen die Frauen preußischer Familien das Letzte aus den Schränken, um dem König zu helfen, Sie geben ohne Klage jeden Sohn der Armee, sie packen an, wo es not Ist und sie darben, sie werken und sparen — alles für das Vaterland, Und die Königin Elisabeth Christine Ist die erste unter ihnen. In Schftnhausen arbeitet sie Tag und Nacht für die Armee; sie bringt unter persönlicher Gefahr geheime Schätze Friedrichs in Sicherheit und sie 'i. PK-Aufnahme: Kriesshcrichter l'reckmnnn IWb) Munition für die Sturmgeschütze Kaum eine Fauerpause kennen die Slurm-geschütze bei den Abwehrkfimpfen an der Ostfront. Panzer auf Panzer wird angenommen und Angriff auf Angriff zerscbUgen. Abwechselnd fahren die Sturmgeschutze zu ihrem Stützpunkt zurück, um neue Munition zu laden kann nur stolz den Kopf in den Nackeu werfen, als man ihr ansinnt, den entfremdeten Gemabl zu verraten und ein bequemes „MärlYror"-Leben irgendwo in der Fremde zu führen. Der König ist in diesen kritischen Zeiten sicher krin aufmerksamer Briefsrbreiber, seine Hiirte stößt auch manchen Getreum zurück. Elisabeth Christine biegt alles hin, tröstet und mahnt, befeuert und stärkt die Anderen, In dieser Zeit erweist sie sich des Namens würdig, die Königin von Preußen zu sein. In ihrem Sinne opfert später Luise nlles für das Volk und das Vaterland. Was der Starrsinn und die Unbelebrbarkeit des Man* nos schlecht macht, das muß eben s'e gutmachen. Ihren Namen tragen die Hausmädchen, die Frauen und Helfprinnen auf den Lippen, die dann im Freiheitskrieg einspringen, die pflegen und arbeiten, die — wie Eleonore Prohaska — selbst in heiliger Begeisterung die Waffe tragen. Man weiß in Preußen, daß sich die Königin nicht daran kehrt, ob s e eiii vielfach gewendetes und gestopftes Kleid trägt, daß sie nichts, aber auch r6r nichts für sich beansprucht. Und das ist das grcße, anfeuernde Beispiel, alles freudig hinzugeben und niemals schwach zu vvarde.i. In jenen Jahren tritt eine alte ostpreu-Biscbe Gutsbesitzcrm, die man völlig ausgeplündert hat, unverzagt den Fremden e:it-qeocn. Sie weist auf einen kleinen Jungen an ihrer Seite: „Dies ist Albrecht von Roon, mein Enkel. Der wird die Rechnung glattmachen, Monsieurs." Sehen wir sie nicht vor uns, diese getreue Frau aus Friedrichs des Großen Zeit, die so wunderbar prophezeien kann. Denn dieser kleine Junge neben ihr war der spätere preußische Generalfe'd-marscball und Kriegsministerj er veranlaßte 1862 Bismarcks Berufung zum Ministerpräsidenten und schuf die Voraussetzungen für die sieareiche Kriegführung Moltkes 1866 und 1870/71, Während des ersten Weltkrieges und heute Im ersten Weltkrieg sitzt üi Memel, im feindlich besetzten Memel, ein tapferes deutsches Mädel, eine Telefonistin. Verbre-cherbatailloiio- des Zaren, Petersburger Ker-kergesindcl erster Ordnung, haben ein Schreckcnsregiment aufgerichtet, aber die Deutsche hält auf ihrem Posten aus, obwohl ringsum die Kugeln pfeifen. Und sie halt die Verbindung mit den eigenen Linien und steht einige Wochen später vor dem Feldmarschall, der den Sieg von Tannenberg errungen hat. Zu Tausenden, zu Hunderttausenden stehen unsere Frauen heute in den Geschoßdreher-cien und denken vielleicht an die große Margarethe Krupp, die einst dem Sohn den Weg zur großen Watfenschmiede mit bereitet hat. Wenn Lohnzahlung war im hartumkämpften, jungen Werk, dann brachte die Mutter dem Sohn das Kurantgeld in der Küchenschürze, Und als später Bismarck vor ihr steht und der alte Kaiser Wilhelm dazu kommt, da weiß jeder, was Margarethe dem Werk bedeutet bat. Ob die junge Geheimrätin Koch dem großen ärztlichen Pionier in die furchtbarsten Fiebergebiete folgt oder ob Johanna von Bismarck dem Reichskanzler auch in den dunkelsten Stunden zur Seite steht, niemals fehlt die deutsche Frau auf dem Heldenweg unseres Volkes. Man spricht nicht viel von ihrem Heldentum, denn auch hier ist die Tat stumm, aber man spürt ihr gutes Walten in jedem Abschnitt unserer Geschichte, Und wenn das Lied der Nation die deutschen Frauen in einem Atem mit der deutsche.n Treue nennt, dann ist das kein Zufall. Ihr Name wird auch dem deutschen Sieg im härtesten aller Kriege verbunden bleiben. Und niemand weiß besser als die deutsche Frau, daß sich dazu alle Hände rühren müssen und daß Müßigen auf dieser Erde keine Geschenke in den Schoß fallen. Eitel K^er Mt« 4 »Wartwrgw ZHtnng« 16. PebnitT 1943 Mommw 47 Volk und JiuUue Kunst des 19« Jahrhimdertt Dr. Semetkowaky sprach in Graz In der vom Deutschen VolkAbUdung^awrerk gemelnBam mit dem Grazer Kulturamt veranstalteten Vortragsreihe »Was die Menschheit deutschem Geist verdankt« gab Dr. "U'alter Semetkowaky einen Überblick Über die Auflösungserscheinungen auf dem Gebiet der Kunst am Ende des 19. Jahrhunderts, in dem zuletzt eine Richtung die andere verdrängte und schließlich eine allgemeine Rlchtungslofligkeit eintrat Während nach dem ImpreMlonIsmus und Expressionlunua gar noch der Futurismus und der Kubisonua einen von den Juden snobistisch beherrschten Kunstmarkt überfremdeten, wurden schon im Jahr des Zusammenbruche« verborgene KriLfte wach, die diesem Kulturbolschewis-nius vom Boden de« Volkstum« und der Heimat her entgegenwirkten. Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus war es aus mit allem Spuk in der Kunst, der auch auf den deutschen Bühnen sein Unwesen trieb. Ein architektonisches Zeitalter bekennt sich nun in den großen Bauten der Bewegung zum Geist "n- talor Einfachheit und konstruktiver fa »ge. In den Heichsautobahnen findet die Technik zur Natur, in den großen Jährlichen Münchener Kunstauaatellungen die Kirnst zum Volke zurück. Landesübliche Bauwelse triumphiert wieder in Siedlimgsbestrebungen, Fliegerhorsten und Jugendherbergen. Überall begegnen wir in der Kunst neuer Ordnimg und neuer Schönheit Eine Fülle von Licht-"bildem illustrierte den Weg der Entwicklung aus dem Chaos zur Kunst der Jetztzeit in eindrucksvollster Weise. Dr. Fred Frltach Musikalisches Kroatien Im Mittelpunkt steht die Oper GIDckwItnsche Retchsmlnister» Dr. Goebbels für den Maler Professor Gradl. Roichsminister Dr. Goebbels hat dem Maler Professor Hennann Gradl in Nürnberg zur Vollendung seines 60. Lebensjahres telegrafisch die herzlichsten Glück-w^sche übermittelt. Wie die ffte^erm kroatischen Tondichter vor allem für die Oper schaffen, «o taten es auch ihre ersten Vorgänger um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf diesen Weg wurden sie gewiesen, weil es den führenden nationalen und künstlerischen Kreisen Kroatiens vor allem daran lag, eine eigene Oper zu besitzen, und dieses umsomehr, nachdem 1834 das erste st&ndige Theater in Agram errichtet wurde. Immerhin hat es noch zwölf Jahre gedauert, bis der junge Musiker Va-troslav Lisinski, 1846 nach einem Textbuch des Dichters Demetrius Demeter die Oper ,,Liehe und Haß" komponierte, die nunmehr 'kls erste eigene kroatische Kunstschöpfung dieser Art neben die zahlreich aufgeführten Werke ausländischer Komponisten trat. Diese Erstlingsoper Lisinskis findet sich jetzt allerdings nur selten im Spielplan, während seine historische Oper „Porin" (Eigennamen eines kroatischen Vasallenfürsten der Frankenzeit), für die gleichfalls Demeter den Text schrieb, sich bis heute erfolgreich behauptet hat. Die Musik Lisinskis ist klassisch-romantisch und von volkstümlichen Motiven unberührt, aber trotzdem ausgeprägt kroatisch und gleichzeitig originell, aus dem eigensten Wesen des Künstlers entstanden. Der zweite, auf Lisinski folgende große kroatische Komponist war der aus Fiume gebürtige Ivan von Zajc (1831—1914), der bereits als zehnjähriger Knabe zu komponieren begann, das Mailänder Konservatorium beendet hat und eine Zeitlang auch in Wien als Kapellmeister wirkte. Seine Tondichtungen sind zahlreich und mannigfaltig und umfassen neben ernsten und komischen Opern auch Kantaten, Lieder, Instrumentalmusik und Orchesterwerke. Zajc ist der eigentliche Schöpfer des kroatischen Opem-wesens. Die Richtung, die er ihm gewiesen hat, wird bis heute ununterbrochen eingehalten. Sein bedeutendstes Werk ist die heroische Oper „Nikola Schubitsch Zrinftki", die auch jetzt noch häufig aufgeführt wird. Auch seine MusÜc ist, ebenso wie bei Li- Meisterwerk Anton Pilgrams entdeckt Schätze der deutschen Spätgotik Im Wiener Stephansdom Der Wiener Stephansdom ist durch seine unvergleichlichen Kunstschätze in der ganzen Welt bekannt geworden. Zu ihnen gehören neben der prächtigen gotischen Kanzel und dem Orgelfuß der 1657 durch Jakob Bock hergestellte Hochaltar aus schwarzem Marmor, die Grabmäler des Prinzen Eugen und des Feldmarschalls Emanuel von Sa-voyen sowie ein Denkmal zur Erirmerung an die Befreiung Wiens von den Türken. Bisher hielt man nur die Kanzel und den Orgel-fijß für Schöpfungen Anton Pügrams, die In den Jahren 1513—1515 entstanden. Jetzt Ist es jedoch Professor Kart öttiger, wie der Gelehrte in der Monatsschrift »Pantheon« mitteüt, gelungen, ein neues, bisher völlig unbekanntes Meisterwerk dieses Künstlers Im Wiener Stephansdom zu entdecken. Es handelt sich hierbei um ein Grabmal des Johann Keckmann, Professor der geistlichen Rechte und Rektors an der dortigen Universität das rechts vom Eingang in die Herzogskapelle zu finden ist Man hat das Grabmal wohl desw^en so lange nicht als eine Schöpfung Anton Pilgrams erkannt, weil sein Oberteil sichtlich von anderer Hand und aus späterer Zelt stammt. Der prachtvolle Unterbau zeigt einen Bischof, den Hl. Martin, wie er, nur mit den Pontifikalien bekleidet die Messe liest da er seine Tunika eben einem Armen geschenkt hat. Zu seinen Häupten erscheint als Symbol besonderen göttlichen Wohlgefallens eüie feurige Kugel. Professor öttiger weist nim darauf hin, daß der Kopf des Bischofs eine geradezu verblüf- fende A^uillchkelt mit Jenem an Oiipelfnfi aufzuweisen hat Hierbei handelt es sich, ebenso wie bei einer Darstellung- an der Kanzel, unzweifelhaft um ein Selbstbüdnls Pilgrams. Daraus ergibt sich die erstaunliche Tatsache, daß uns der Meister gleich an drei verschiedenen Stellen im Wiener Stephans-dom sein eigenes Porträt hinterlassen hat Mit der Bestimmung dieses Grabmals als eine Schöpfung Anton Pilgrrams erscheint zugleich der Lebenslauf dieses berühmten Vertreters der deutschen Spätgotik, der bisher noch ziemlich in Dunkel gehüllt war, In hellerem Licht Der Meister wurde vermutlich um 1460 in Brünn geboren, wo er das nördliche Langschiff von St Jakob, das ehemalige Judentor und das Portal des Rathauses schuf. Doch muß er auch In Süddeutschland gewirkt haben, werden ihm doch neuerdings außer einer heute Im Bayerischen Nationalmuseum zu München befindlichen Grablegung das Sakramenthäuschen der Klllanskirche In Heilbronn und der Kanzelträger aus der Stiftskirche zu Öhringen zugeschrieben. Im Jahre 1512 wurde Pilgram dann nach Wien berufen, wo er als Dombaumelster wohl zunächst den Orgelfuß und hierauf die Kanzel schuf. Das Grabmal für Professor Keckmann konnte er nicht mehr vollenden, da er schon 1516 sich auf dem Wege nach Klausenburg befand. Doch scheint Pilgram später nach Wien zuiHlckgekehrt zu sein, wo er auch setn fruchtbares Künstlerleben beschlossen haben soll. sinski, auf der klassischen Schule aufgebaut, aber gleichzeitig in Geist und Wesen, in Form und Stimmführung vollkommen kroatisch. 1920 begann ein neuer Aufstieg der kroatischen Oper. In diesen Zeitraum fällt auch das Schaffen des bedeutenden kroatischen Komponisten und damaligen Direktor» der Agramer Musikakademie Blagoje Berza (geb. in Dubrovnik 1893), dessen Oper „Feuer* und dessen sinfonische Dichtung „Sonnenfelder" wertvolle Kunstwerke sind, in denen auch volkstümliche Anklänge laut werden. Der damalige Operndirektor Kreschomir Baranowitsch, der noch heute als Dirigent der Agramer Oper und Philharmonie tätig Ist schuf auf volksmusikalischer Grundlage zwei Ballettkompositionen — „Das Pfefferkuchenherz" und „Imbrek mit der Nase" — die Internationale Bedeutung erlangt haben und auch üi Deutschland aufgeführt werden. Baranowitsch steht zwischen der klassischen und der völkischen Musik, die er aber ün-mer in strenge Kunstformen bringt. Dieselbe Art hat einer der heute volkstümlichsten kroatischen Komponisten — Boris Papandopulo, dessen Oper „Die Sonnenblume" am 13. Juni 1942 als Uraufführung mit großem Erfolg über die Bretter des Agramer Staatstheaters ging. Papandopulo Ist gegenwärtig der vielseitigste kroatische Komponist. Eines seiner bedeutendsten Werke ist die nur für Gesang geschriebene ,,Kroatische Messe". Zu den hauptsächlich aus der Volkskunst schöpfenden und In ihren Formen schaffenden Komponisten gehören der dalmatinische Binnenländer Paratsch, dessen bedeutendste Oper „Adels Lied" ist, und sein Landsmann Jakob Gotovac, dessen Oper „Ero der Schelm" nicht nur in Kroatien schnell volkstümlich geworden ist, sondern auch schon in Italien und Deutschland aufgeführt wurde. Auf Grund kroatischer Volksmotive im Murgebiet schrieb der dort gebürtige Kristo Odak die Oper „Dorica tanzt', und der dalmatinische Küstenlinder Boschidar Schirola verfaßte die auf Volksweisen seiner Heimat aufgebaute komische Oper „Zither und Trommel". So kommt bei den kroatischen Musikfolkloristen der bodenständige urid heimatgebundene Reichtum der Volksmusik in all seiner völkisch bedingten Verschiedenheit und Mannigfaltigkeit zu künstlerischem Ausdruck und wird in dieser Formung zu echter Nationalkunst, die gerade deshalb, weil sie national ist, zu internationalen Erfolgen aufsteigen kann. Die Opemmusik Ist heute jedenfalls praktisch der hauptsächliche Mittelpunkt der musikalischen Interessen in Kroatien. Die Konzertmusik mehr In den Vordergrund zu rücken, erscheint künftigen Zeiten vorbehalten. Au# diesem Gebiet Ist in der verflossenen Saison 1941/42 als bedeutendstes musikalisches Ereigni« der Besuch der Berliner Philharmoniker imter Leitung von Knapperts-busch zu nennen. Oleg Berting-Agram Musikalische Volkskunde als Lehrlach. Musikgeschichte kann aus zeitlichen und inhaltlichen Gründen keinen Platz in der Volksschule haben. Wohl aber Musikkunde. Musikkunde Ist Musikgeschichtliches mehr vom Laienstandpunkt und nicht vom Fach-musiker aus gesehen. Die Musikkunde In der Volksschule muß vor allem natürliche Anknüpfungspunkte für die Behandlung einzelner Themen suchen. Die Berücksichtigung heimatkundlicher Stoffe ist gerade in der Volksschule von ganz besonderer Wichtigkeit Jeder Erzieher macht Immer wieder die Erfahrung, daß Schüler im Unterricht dann unmittelbar angesprochen werden, wenn es sich um Berichte und Darstellungen aus der nächsten und näheren Umqe- fBtick nach Südosten 0. Hauptversauimlung des Volksbundes der Deutschen In Ungarn. Am Sonntag hielt der Volksbund der Deutschen die Organisation der Volksdeutschen Bewegung in Ungarn, seine Hauptversammlung in Budapest ab, auf welcher der Volksgruppenführer Dr. Bäsch über die steigenden Leistungen des Volksbundes berichtete. Der deutsche Gesandte in Ungarn von Jagow war als Vertreter des Reiches erschienen. Von ungarischer Seite waren ein Vertreter des Ministerpräsidenten, der Präsident des Abgeordnetenhauses von Tasnady-Nagy, der militärische Leiter der »Levente«, der ungarischen vormilitärischen Jugenderziehung, und der ungarische Landes-Jugendführer Feldmarschalleutnant Beldy, mit dem, wie Dr. Bäsch mitteilte, ein Abkommen über ein kameradschaftliches Zusammenwirken der ungarischen und Volksdeutschen Jugendorganisation getroffen werden konnte. Das Verhältnis zum ungarischen Heimatstaat gipfelt gemäß den Erklärungen des Volks-gruppenführers im unbedingten Willen, zum gemeinsamen Sieg alles für die Front und die Heimat einzusetzen. 0. Energisches Vorgehen gegen Schwarzhändler In Griechenland. Gemeinsam mit den Besatzungsbcbörden kämpfen die griechischen Stellen gegen die Schwarzhändler und Wucherer. So wurden kürzlich in der Provinz Almyros rund 1880 kg Lammfleisch beschlagrahmt das ohne behördliche Qenehmigung nach Athen geschafft werden sollte. Das Fleisch wurden den Wohltätigkeitseinrichtun-gen von Volos zur Verfügung gestellt Das Marktgericht von Saloniki verurteilte einen Mühlenbesitzer und seinen Verwalter zu je sieben Monaten Gefängnis, weil sie an einem Tage nicht die nötigen Mengen Brotmehll hergestellt hatten und die Bevölkerung Salonikis deshalb kein Brot erhielt 0. Griechenland erhökt Pensionen. Die Pensionen der griechischen Arbeiter und Hinterbliebenen reichten bei den steigenden Preisen selbst für die bescheidensten Lebensbedürfnisse in keiner Weis« mehr aus. Der griechische Staatssekretär für Arbeit hat deshalb jetzt die Pensionssätze erhöht Die Alters- und Invalidenrenten, die sich am 30. November 1942 auf 3000 Drachmen (etwa 50 RM) beliefen, wurden auf 19 000 bis 20 000 Drachmen festgelegt Arbeiter, die durch Betriebsunfälle arbeitsunfähig wurden, erhalten statt 4000 bis 7000 jetzt 27 000 bis 29 000 Drachmen. Die Pensionen bei Todesfällen, die bisher 2000 bis 2600 Drachmen betrugen, betragen jetzt für Witwen 7000 bis 8000, für Kinder und Eltern 3000 bis 4000 Drachmen. Die Neuregelung tritt rückwirkend mit dem 1. Dezember 1942 in Kraft 0. Kampf gegen Typhus In Ath^n. In den Stationen des Athener Ärztebundes begann eine Schutzimpfung gegen Typhus, die ko. stenlos durchgeführt wird. An die Bevölke-nitig wurde etn Aufruf erlassen sich impfen zu lassen, und zwar nicht nur in fhrem eigenen Interesse, sondern in erster Linie auch aus Gründen der Volksgesundheit. iiniiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiniiiiinnimiiiiiiiiiiiiiiniiin bung handelt Die Möglichkeiten, die der Heimatkundeunterricht nach dieser Richtung hin für die Musikkunde in der Volksschula bietet sind mannigfaltiger Art Die Pflegd der Musikkunde in der Volksschule — neben der selbstverständlich ünmei an erster Stelle stehenden Pflege des deutschen Volksliedes — trägt dazu bei, Deutschland, das „Land der Musik", auch zum „Land der Musikerziehung" werden zu lassen. »TJngarMche Maleret der Gegenwartc in Dresden. Auf der Brühl'schen Terrasse In Dresden ist die bereits in der Reichshauptstadt mit so grobem Erfolge gezeigte Ausstellung >Ungariache Malerei der Gegenwart« der Dresdner Öffentlichkeit Übergeben worden. lüenn [ Roman von P. A EUOEN OEISLER die TUM fjcMm Urheber-RechtichB«! DreJ Onellen-Verltg, KöolstbrBck (41. Fortsetzung) .JComa her, kleiner Mann", sB^t m mit heiserer Stimme, ,,das Ist fein, daß du wieder bei Vati bist, und nun gib deine Blümchen." Die Enttäuschung des Kleinen beginnt zu verfliegen. Er hat so viel über seinen Vati gehört, der so gut sein soll und so schöne Geschichten erzählen kann von fernen Ländern und bösen und guten Menschen, daß das zutrauliche Gemüt des Kindes schnell Vertrauen gewinnt. Droste hat sich den Stuhl ans Fenster gezogen, den Knaben auf die Knie genommen und streicht ihm stumm das widerspenstige Haar aus der Stirn. Der Kleine beginnt zu plaudern. Droste hört stumm zu, er vermag kein Wort über die Lipen zu bringen. Da fSllt sein Blick auf den Brief, auf den kleinen, weißen Brief, der nngeöffnet drüben auf dem Tisch liegt — lilos Brief. Ein bitterer Zug legt sich um Drostes Mund, du bist allein, wie stets, denkt er gequält. Dieses Kind ist ohne Mutter, wie einst du selbst, es ist wie eine Kette, eine schwere, nnzerreißbarc Kette. Plötzlich flammt ein törichter Gedanke in ihm auf, er vergißt, daß er diese Frau schroff zurückgestoßen hat, einmal, zweimal, als sie gutmachen wollte. Alla Bitternis verweht ganz stark ichlägt sein Herz. Behutsam stellt er den Knaben auf die Erde, der jäh sein Plaudern unterbricht. Er wirft einen furchtsamen Blick auf den Vater, dünn liiiifl er dem ZinUQiSr, „Ich will Großmama holenl" sagt er in wieder erwachender Ängstlichkeit Die Tür fällt hinter ihm ins Schloß. Droste geht zum Tisch, wo der Brief Hegt, Öffnet mit flatternden Händen den Umschlag, der die zierlichen, etwas verschnörkelten Schriftzüge Lilos aufweist. Er tritt ans Fenster, die Buchstaben verschwimmen vor seinen Augen zu einem wüsten Chaos, nur mühsam vermag er sich zur Ruhe zu zwingen. „Joachim", schreflit Lflo, „m Ii* d«r schwerste ^tschluß meinet Lebens, den ich in diesen Tagen gefaßt habe. Du weißt, ich war oft, während Du fem von Dresden weiltest bei Deinen Pflegeeltern, Dein Kind besuchen. Sie hängen sehr an dem Kleinen) aber es sind doch alte Leute, und Dein Pflegevater wird recht wrmderlich und ist, verzeih, wenn Ich es sagen muß, trotz seines guten Herzens In der rauhen Hülle, doch wohl nicht mehr der rechte Erzieher für den Jungen. Da habe ich Ihm etwas Liebe bringen wollen — oh. Ich sehe jetzt Dein bitteres Lächeln, aber Du darfst nicht ungerecht sein, Joachim. Ich habe mich mit heißem Herzen bemüht, gutzumachen, was ich an Dir gefehlt habe, als Ich noch jung, so jung war. Und wenn mir bei meinen Besuchen auch Dein Pflegevater mit mißtrauischen Augen entgegensah, wenn Ich zu oft kam, es tat mir nicht weh, weil ich sah, daß er an Deinem Kind hängt, und Deine Pflegemutter hat mir in Deiner Abwesenheit abends, wenn wir das Kind ins Bett gebracht hatten, so viel von Dir erzählt, sie kennt Dich in jeder Regung Deiner Seele, und da habe Ich Dich erst recht kennengelernt, als ich Dich schon verloren hatte. Verstehe nun. warum ich meinen Stolz beiseite warf und wieder zu Dir wollt«. Aber das Ist nun vorbei. Ich habe mich damit abgefunden, daß Du mit Deinem unbeugsamen Charakter nicht zum zweiten Male zu einem Menschen gehst, der Dich verletzt hat. Joachim! Seit über fünf Jahren ist einer da, der beharrlich und unermüdlich auf mich wartet, ich habe ihn abgewiesen, ich hoffte ja auf Dich, aber Du kamst nicht — Du kamst nicht! Und nun, Joachim, ich bin doch noch lo jung und einsam und verzweifelt da ist der andere wiedergekommen, er ist so still und gut und verläßlich, und ich habe ihTp alles gesagt Joachim, ich kenne mich. Ich muß einen Halt haben, um nicht untergehen zu müssen. In den vergangenen Jahren war die Hoffnung auf Dich dieser Halt Nun habe ich das alles begraben müssen. Ich bin allein und mich friert innerlich. Dein Junge war mein ganzer Trost Ich habe ihm von Dir erzäht, und er hat mir In »einem kindlichen Herzen einen wichtigen Platz eingeräumt Nun gehe ich eine Ehe ein — mit einem anderen Mann. Als ich Dich das letztemal sab, draußen in dem häßlichen Hause, da war ich mit heißem Herzen zu Dir gekommen und wurde wieder zurückgewiesen. Es tat sehr, sehr weh, Joachim, aber ich habe auch das überwunden. Wir können mehr ertragen, als wir glauben. Wenn ich nun auch kein Recht mehr an Dich habe, so liebe ich doch Dein Kind, und ich habe Angst, daß sein Lebensweg dem Deinen einmal ähnlich werden muß: Du hast sein Schicksal in der Hand, Joachim, vergiß das nicht, Ich bin eine Frau, die tiefer in Kinderherzen sehen kann als ein Maon ob vsrmaa. Erziehe dieses Kind selbst, gib ihm eine Mutter, die seiner wert ist und die auch Dir ein neues Leben erschließen kaim — Ich will gern still beiseitetreteni darum mein Entschluß, einem andern zu folgen, denn erst dann gibt es kein Zurück mehr. Daß ich meine Pflichten erfüllen werde, weiß ich, da« Leben hat mich hart genug angepackt und Ich habe seinen tiefen Sinn erkannt. Du aber, Joachim, gib Dein Umherirren auf, erziehe Dein Kind zu einem rechtschaffenen, In sich gefestigten Menschen, das ist eine große, eine heilige Aufgabe, hinter der alles andere zurücktreten mußl Joachim, ich hoffe, recht gehandelt zu habeni schenke die Liebe, die Du mir nicht k geben konntest, tausendfach dem Jungen — und werde glücklicher als Deine Lilo." Drostes Hand sinkt schlaff herab, er schließt die Augen, sekundenlang — minutenlang —, da hört er leise die Tür klinken, ein trippelnder Kinderschritt kommt durch die Stube, nun ist ein leises Zupfen an seinem Ärmel, eine kleine Hand greift vertrauensvoll nach der seinen, behutsam umschließt Droste diese Kinderhand, ganz behutsam, wie eine unersetzliche Kostbarkeit. „Kleiner Mann, nun bleibst du bei Vati!" Der Kleine nickt ernsthaft „Und du gehst nie mehr auf das groß« Schiff, nicht wahr?" Joachim Droste schüttelt den Kopf, er vermag kein Wort über die Lippen zu bringen. Mit einem Male entsinnt er »ich, was er sei-* ner Verlobten damals sagte, als es die häB« liehe Szene gab, die den Schlußstrich unter sein großes Hoffen setzte: du kannst kei* Opfer bringen, Lilo, deshalb Ist mit dir kein« Gemeinschaft möglich — kein Opfer. Man kann nichts verlangen, was man nicht selbst zu geben bereit ist, denkt Joachim Droste in dieser Stunde der Erkenntnisi ;%jiwinf 4f »Maftmrfcr Zffhmifc T6. Febniif WS Seit« 5 Aus Sladt und £aiui Voile Wiegonl Wohl einer der achönaten Erfolg« d« natlonalsoz alistischen Politik lat die Stär-Kimg des Willena zum Kind im deutschen Volke, ohne den all unaer Mühen imd unsere Käm.pfe vergeblich sein würden. Wie die Zeitschrift »Wirtschaft und Statiatik« an Hand von umfangreichem Zahlenmaterial belegt, schließen die ersten 10 Jahre nationalsozialistischer Geburtenpolitik mit dem stolzen Ergebnis ab, daß allein Im alten Reichsgebiet 2,83 Millionen Kinder mehr zur Welt kamen, als wenn die jährliche Geburtenzahl ständig so niedrig geblieben wäre wie Im Jahre 1933. Natürlich hat der Krieg die Geburtenzahl wieder zurückgehen la«aen, Jedoch wurden im Kriegsjahr 1942 immer noch 78 000 oder 7,8% Kinder mehr geboren als im Friedensjahr 1933. Selbst der andauernde Einsatz der deutschen Wehrmacht im Osten konnte die Geburtenziffer noch nicht auf den Tiefstand herabdrücken, den sie im ersten Weltkrieg im Jahre 1917 aufwies. Die Zunahme der ehelichen Geburten ist überdies nur zu einem Viertel auf die seit 1933 ständig erhöhte Heiratshäufigkeit zurückzuführen, dagegen zu drei Vierteln auf eine echte Steigerung der ehelichen Fruchtbarkeit. Uneheliche Geburten «lud In der allgemeinen Zunahme nur in ganz geringem Maße beteiligt. Von besonderem Intfireaae i*t die Verteilung des Geburtenzuwachaea auf Stadt und Land, Auf tausend Einwohner lat die Geburtenziffer bis 1939 auf dem Land um 4,9 gestlegen, in den Städten dagegen um 6,2 bis 6,3. Die Großstädte haben mit dieser relativ größeren Zimahme jedoch noch nicht einmal den Geburtenstand auf dem Land« von 1933 erreicht (17,5 gegen 18,1). Immerhin wurden durch die stllrkere relative Steigerung der Fruchtbarkeit der großstädti-ecken Ehen die relativen Unterschiede zwl-Bchen der Geburtenhäufigkeit in Stadt und Land etwas vermindert. Nach dem Stand von 1933 wurden in den Großstädten zweite Kinder aber immer noch um 31%, dritte Kinder um 48%, vierte Kinder um 58% und fünfte Kinder um 66% weniger geboren all auf dem Lande. Die Erhöhung der allgemeinen Fruchtbarkeit darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß selbst im Jahre 1939 ab dem Jahre der höchsten Geburtenziffern immer noch ein Geburtenfehlbetrag von 6% bestand. Die Landbevölkerung hatte dagegen Im gleichen Jahre bereits wieder einen wirklichen Geburtenüberschuß von 16,8%, bei dem ein bescheidenes Volkswachstum gesichert ist. Die FortiJflanaungsfähtgkeit der Großstadlbevölkerung blieb Jedoch noch um 26% hinter der zur reinen Beatandserhal-tung erforderlichen Gebiurtenzahl zurück. Klein- und Mittelstädte bis 100 ODO Einwohner lagen mit einem Geburtenfehlbetrag von 7% zwischen diesen beiden Werten. Die Verbindung zwischen Geburtenzahl und Landgebundenheit, die Ja allgemein bekannt ist, zeigt sich sogar in der Unterscheidung zwischen Familien mit und ohne Bodenbewirtschaftung. Auf dem Lande lassen sich nach der Geburtenzahl deutlich drei Gruppen unterscheiden, nämlich die bäuerliche Bevölkerung, sodann die nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung, also Handwerker und dergleichen mit zusätzlicher Boden-bewirtschaftung und die nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung ohne BodenJaewlrt-schaftung. In den Klein- und Mittelstädten, ja sogar selbst in den Großstädten, ergibt sich das gleiche Bild. Ehepaare mit Boden-ßewirtachaftung, also Siedler und Besitzer von Schrebergärten haben eine größere Kinderzahl als solche, die in Mietshäusern wohnen oder überhaupt keine Bindung zum Boden mehr haben. Der Heimat neue grosse Aufgaben Aufrüttelnde Rede des Gauleiters in einer Grazer Großkundgebung der Partei Wie bereits berichtet, legte Gauleiter Dr. Uiberrelther in einer aufrüttelnden Kundgebung In den DAF-Sälen in Graz die politische Lage dar, um dann die neuen großen Aufgaben auseinanderzusetzen, die der Heimat übertragen worden sind. Aus drei Gründen habe er, lo begann der Gauleiter Keine mit großer Spannung erwarteten Ausführungen, diese Kundgebung anberaumen lassen: 1. well er der Uberzeugung sei, daß eine Führung sich vor allem dann an die Gefolgschaft zu wenden habe, wenn diese in schweren und bitteren Tagen der Führung besonders bedürfei 2. um nach seinem Besuch im Führerhauptquartier vom Führer zu erzählen, der doch allen gehöre, und 3. um Maßnahmen auseinanderzusetzen, die in den nächsten Wochen und Monaten getroffen werden müssen, über die ei an sich keine Debatte gebe, da sie das Schicksal unseres Volkes erheische. Mehr Soldaten nnd nähr Waftai Der Gauleiter verwies darauf, daB die Winterschlacht, die uns nicht nur Menschen, unser kostbarstes Gut, sondern auch Waffen gekostet habe, noch nicht zu Ende sei. Für uns, so stellte der Gauleiter mit emster Stimme fest, ergebe sich daraus die einzige Forderung, alle jene Maßnahmen zu ergreifen, die den Führer in dit Lag« versetzen, daß auch in diesem Teufelsraum die letzt« Schlacht geschlagen wird. Das bedeute vor allem: m^ Soldaten und mehr Waffen. Freudige Genugtuunf erfüllte die mit höchster Spannung lauschenden Massen der Volksgenossen, als der Gauleiter berichtete, wie sehr der Führer atolz gewesen sei, daß die Heimat »ich in diesen schweren Wochen in Ihrer großen Mau« äußerst würdig verhalten habe: Es war schön zu sehen, daß während der Zeit, wo die Nachrichten immer enuter wurden, die Sammelergebnisse sich plötzlich sprunghaft gesteigert haben, und wie unspre Bergarbeiter nach dem Fall von Stalingrad spontan eine, freiwillige Panzer-flchlcht verfuhren, am Sonntag, unentgeltlich. Vergleichen Sie damit die Munitions-fltreiks, die in den entsprechenden Zeiträumen Im vergangenen Weltkrl^ fallen.« Alle Kräfte fttr die Front Mit großer Spannung wurden auch die Ausführungen verfolgt, die der Gauleiter dem Arbeitseinsatz und der Stillegung von Betrieben widmete. In Verfolg der getroffenen Maßnahmen sei Jeder gewonnene Tag entscheidend. Unter stürmischem Beifall erinnerte der Gauleiter an jene Tage vor fünf Jahren, wo die Steiermark an der Spitze einer Erhebung marschierte. Es zeigte von großem Verantwortungsbewußtsein, als der Gauleiter dann im einzelnen darlegte, wie alle Maßnahmen, die Jetzt ergriffen werden müssen, nach sorgsamster Planung getroffen werden, insbesondere die Geschäftsschließungen, bei denen naturgemäß manche Wunden geschlagen werden müsien, Über die sich niemand leichtfertig hinwegsetze. Was notwendig sei, müsse eben durchgestanden werden. Im einzelnen zeigte der Gauleiter auf, wie auf Grund entsprechender Vorschläge zunächst Kräfte freigemacht werden, die direkt an die Front gehen oder der echten Fertigung zugeführt werden können, andere wieder dort angesetzt werden, wo durch ihren zweckentsprechenden Einsatz Kräfte für die Front gewonnen werden. Erhaltung lebenswichtiger Betriebe An einleuchtenden Beispielen wies der Gauleiter den Erfolg solcher Maßnahmen auch dort nach, wo er nicht sichtbar wird. Man sollte nicht meinen, daß durch die Schließung eines kleinen Betriebes etwa nur *>fc'ei Frauen und ein Lehrmädchen frei würden; mit Ihm »ei eine Unzahl von Arbeiten und Energien verbunden, wie etwa die Ugliche Postzustellung, Beheizung und Beleuchtung. Das mag Im einzelnen Fall ein kielner Arbeitsaufwand sein, aber Insgesamt wachsen Regimenter daraus. Durch Zusammenlegung von Schneiderbetrleben z. B. können die Immer notwendiger werdenden Reparaturwerkstätten geachaffen werden. Da wir an Kleldurxg immer weniger nach-achaffen können, werden wir mehr und mehr flicken müssen. »Aber«, rief der Gauleiter aus und stürmische Zustimmung folgte seinen Worten, »lieber ein Jahr In getllckten Kleidern gehen, als Jahrhunderte als Sklaven in Lumpen!« Aus eigener Erfahrung wisse Jedermarm, daß wenn er heute etwas zur Reparatur gebe, mindestens drei, vier oder fünf Monate dazu nötig seien. Die Mehrzahl unseres Volkes habe aber nicht dermaßen viel Kleidung, sondern warte darauf, daß die einzelnen Stücke bald von der Reparatur zurückkommen. Dasselbe gelte auch für Schule. In erster Linie müsse also für die Erhaltimg der für die Kleidung und Ernährung lebenswichtigen Betriebe gesorgt werden. Umfassende Vorsorge sei schon jetzt getroffen worden, daß al^e vorhandenen Arbeitskräfte auch richtig eingesetzt würden. Entsprechende Anlem-stktten und Umschulungsstellen seien im Entstehen. Das Heldentam dir M&nner von Stallngrad Um der Heimat den großen Emst ihrer Pflichten und ihre ungeheuren Verantwortung klarzumachen, verwies der Gauleiter noch eiiunal auf das leuchtende Heldentum der Männer von Stalingrad, das in solcher Größe noch niemals in der Geschichte zu verzeichnen war. »Es ist,« so erklärte der Gauleiter, »ein stolzes Gefühl, zu wissen, daß in solch zahlenmäßigen Ausmaß Menschen ein derartiges Heldentum zu vollbringen imstande sind, den eine solche Einheit der Wehrmacht stellt Ja nichts anderes dar als , die Widerspiegelung des Querschnitts eines Volkes. Es war ja nicht so, da nach Stalingrad nur die tapfersten Männer Deutachlands zusammengezogen wurden; hier standen Einheiten, die Im Rahmen des Planes ein Zufall zusammenführte. Das war ein Querschnitt der Güte unseres Volkes!« Mit tiefster innerer Bewegung wurden, ^ der Gauleiter fortfuhr, die Worte aufgenommen: »Ich kann Ihnen sagen, als diese Sondermeldungen durchkam, daß Stalingrad gefallen sei, da war es uns, als ob die Siegesgöttin sich uns zuneigen würde, als ob sie sagen würde: »Du glückliches Deutschland, werm du Tausende und Zehntausende solcher Söhne nur an einem einzigen Ort der Front hast, dann muß ich dir die Sle-gespalme reichen!« Zur eindringlichen und verpflichtenden Begründung aller Maßnahmen zur totalen MobUlsierung der Heimat, bei der die Steigerung der Produktion aller Waffen im Vordergrunde steht, wurden die aufrüttelnden Worte: »Die Front schreit nach Waffen und Soldaten, und Jeder von uns hat es In der Hand, daß der Soldat, der nach Waffen ruft, sie auch bekommt« Des FtUir«!« Slegeszuversloht Die große Siegeszuversicht des Führers strömte auf die Massen über, als der Gauleiter die tiefen Eindrücke seines Besuchee Im Führerhauptquartier schilderte. Dann führte der Gauleiter welter aus: »Wir müssen erkennen, daß wir jetzt alle die ^Schildträger Europas sind und es niemanden gibt, der Imstande wäre, diesem furchtbaren Potential, das sich im Osten zusammengeballt hat, Widerstand zu leisten- Daran ist zu ermessen, wie teuflisch der Verrat gewesen ist, den die Westmächte begangen haben, Indem sie uns beim Kampf gegen den Bolschewismus In den Rücken fielen, anstatt ihre Pflicht zu tun und mit uns gemeinsam den Osten abzuwehren. Dazu bedürfen wir der totalen Mobilisierung aller Kräfte, die In unserem Volk noch schlummem- Alle, die das verstehen, müssen jetzt Stolz ans Werk gehen. Die anderen müssen wir leider zwingen und die, die sich dem Zwang widersetzen, die werden wir bestrafen. Wir haben nicht das Recht, es Ansichtsache zu lassen, ob hier in der Heimat dem Ruf der Front gefolgt wird. Wir stehen aber dafür ein, wir haben die Vollmachten, aber auch die Verantwortung dafür bekommen, daß die Heimat sich der Front angleicht und daß die Heimat der Front das gibt, was sie ihr geben muß, wenn dieser Krieg gewonnen werden soll.« Das Gebot der Stande Abschließend faßte der Gauleiter seine Ausführungen in einen verpflichtenden Appell zusammen, daß eine Krlsis, wie wir stc erlebt haben, nicht mehr eintreten kann. Das ist das Gebot der Stunde, und wer sich diesem Gebot entzieht, der versündigt Bich. »Ich möchte mir wünschen, meine Volki^e-nossen, daß niemand jetzt diesen Raum verläßt ohne den heiligen Entschluß zu Caasen, jetzt etwas Außergewöhnliches zu leisten, Jetzt mehr zu tun als das, was man In normalen Zelten die Pflicht nennt.« Der Appell des Gauleiters klang mit den Worten aus: »Dann kann es »ein, daß die gänzliche Oberwindung dieser Krisis einmal das stolzeste Blatt der ruhmreichen Geschichte imserea Volkes wird.« Goring-Verordnung zum Landeinsatz 1943 Reichsmarschall Hermann Göring hatte bereits am 7. März 1942 eine Verordnung über den Einsatz zusätzlicher Arbeitskräfte für die ErnShrimgssicherung des deutschen Volkes erlassen. Danach können Personen auf dem Lande und in Landstädten, soweit sie nach Alter, Familienstand, Gesundheitszustand und Pflichtenkreis in Betracht kommen, von den Arbeitsämtern auf begrenzte Zeit zum Einsatz in landwirtschaftlicher Arbeit verpflichtet werden. Diese Verordnung wird auch im Jahre 1943 die Grundlage für den zusätzlichen landwirtschaftlichen Arbeitseinsatz bilden. Wie in der NS-Landpost mitgeteilt wird, ist dafür Sorgs getragen, daß die Göring-Verordnung in diesem Jahre in allen Gauen lückenlos angewendet wird. Arbeitskräfte, die sich im vergangenen Jahr freiwillig für die Landarbeit gemeldet haben, werden daher vom Arbeitsamt die Verständigung erhalten, da# auch in diesem Jahr mit ihrem Einsatz gerechnet wird. Jene, die im Vorjahr für di« Landarbeit dienstverpflichtet wurden, werden auch in diesem Jahre wieder dienstverpflichtet. Darüber hinaus wird geprüft ob noch weitere Kräfte vorhanden sind und zur Arbeit in der Landwirtschaft herangezogen werden können. Dabei ist hervorzuheben. daß der Einsatz der durch di« Göring-Verordnung gewonnenen Hilfskraft« in erster Reihe der Brechung von Arbeitsspitzen dient und daher nur auf bestimmt» Zell erfolgt mm Europas grösster Staat Umschulung in Geographie — leicht gemacht Von Kart Lütge Durch die Wiedereingliederung uralter deutscher Gebiete im Westen, Süden und Osten des Reiches leben rund 110 Millionen Menschen im zur Zeit 850000 Geviertkilometer umfassenden Raum Großdeutschlands. In den Jahren 1918—33 sind es auf 468 000 Quadratkilometer nur 64 Millionen Einwohner gewesen Die Länge unserer derzeitigen Zollgrenzen beträgt rund 14 000 Kilometer — was etwa ebensoviel ist wie die Entfernung zwischen der (Kirtugiesischen Hauptstadt Lissabon und der ostsibirischen Statdt Wladiwostok beträgt! Ein Kennzeichen für den aufs äußerste ausgenutzten deutschen Raum ist die Zahl der grcßen StJidte: drei Weltstädte — Berlin mit rund Millionen Einwohnern, Wien mit 2,1 Millionen und Hamburg mit 1^ Millionen — sowie "5 Großstädte mit über 100000 Einwohnern. Wien, flächenmäßig die größte Stadt Deutschlands, umfaßt 1218 Geviertkilometer. Die Reichsliauptstadt Berlin dagegen ist die am dichtesten bevölkerte Stadt des europäi. sehen Festlardes, denn ihre 4% Millionen Einwohner leben auf 884 Qeviertkilometem Raum. Über 325 Bahnhöfe, die Schnell, und Untergnindbahn mitgerechnet, bestehen in Berlin, rund 180 Kilometer Wasserwege sind im Stadtgebiet vorhanden und über 900 Brük. ken streben über Spree, Havel und Kanäle. Bieiier war die Oder, nicht etwa der Rhein, der Hingste deutsche Strom. Durch die Ein-j;liederung des Sudetengaues liegt auch die Quelle der Elbe auf deutschem Gebiet; dadurch wurde dieser Strom mit seinen 1165 Kilometern der längste. Die Donau milU 1000 Kilometer vom Schwarzwald bis zur Grenze iJngarns, die Oder ist 907 und der Rhein auf deutschem Gebiet 698 Kilometer lan^. Mit und neben der Deutschen Reichsbahn, die in Friedenszeiten eine Million Manschen beschäftigte und die den größten Verkehrsbetrieb der Erde darstellt, bestehen in Deutschland noch 600 leistungsfähige Privat, eisenbahnen, Kleinbahnen, uberlandstraßen. bahnen, Bergbahnen, Inselbahnen darunter sind berühmte und einzigartige Verkehrsmit, tel wie die Schwebebahn in der bergischcn Großstadt Wuppertal, die Zugspitzbahn, die Schauinsland-Schwebebahn bei der Schwarzwaldhauptstadt Freibufg im Breisgau. Die Deutsche Reichspost betrieb in Frie denszeiten rund 2400 Kraftpostlinien als Er. gänzung de« Schienenverkehrs, darunter Fernlinien ins Ausland: München—Bozen, Wien—Abbazia. Fiume—München. Der höchste Punkt des Oroßdeutschen Rei-ches. der Oroßglockner, ragt 3798 m hoch, der niedrigste Ort, Bützfleth bei Stade an der Unterelbe, Hegft 2 m tiefer als der Spiegel der beiden Meere vor Deutschlands Küsten, der Nord, und der Ostsee, Im Großglockncrge-biet verläuft die höchste Autostraße unseres Erdteils, die in fast 2600 m Höhe führende Großglockner-Autostraße. Die landschaftliclie Großartigkeit der Alpennatur findet stärksten Ausdruck in den Eisbildungen der Gletscher. Bis 1938 zählte Deutschland in Oberbayems Bergen nur drei, jetzt sind in Großdeutschland fast .300 Gletschcr. 700 deutsche Alpenberge sind höher als 3000 m. Als ein »heilendes Land« ist Deutschland in der ganzen Welt berühmt geworden durch die Tausende seiner »hilligen Bronnen« in 273 anerkannten Heilbädern. Einzigartige Quellen dringen aus dem deutschen Boden, solche .n fast 1100 m Höhe im höchsten Badeort des Reiches, dem »Wolkenkratzerdorf« Bad Ga-stein im Lande Salzburg, im einzigartigen Nieren- und Blasenbad Wildungen, Karlsbad, Badenweiler dem 2000jährigen Bad Ems in Hessen.Nassau, wo schon die Frau des Ger-manicus Gesundheit wiedererlangt hat usw. Etwa % Zentner Salz neben anderen mineralischen Bestandteilen enthält in vielen Solbädern — Sooden-Allendorf an der Werra, dem alten Gichtbad Salzschlirf in Kurhessen, See- und Solbad Kolberg an der Ostsee — eine einzige Wanne Solwasser! Mit rund 15000 Fremdenverkehrsorten wurde Qroßdeutschland das größte Reiseland der Welt. AuDer Heilbädern halte» sich rund 150 Seebäder und viele heilklimatische Kurorte zu erholsamen Aufenthalt bereit Dazu kommen Tausende von Sommerfrischen und Wintersportplätze^ und Hunderte von Fremdenstädten mit vielen Kunstschätzen, viele davon fachwerkbunt und mittelalterlich, wie die »bunte Stadt« Wernigerode am Harz, die Hermann Löns so geliebt hat, die alte Reichsstadt Nordhausen zwischen Harz und Kyffhäuser, Braunschweig, Hildesheim, Nürnberg, Freiburg im Br^isgau, Graz, Eger usw. Der Einfluß des Mittelmeerklimas läßt In 500 Meter Meereshöhe im Südwesten Deutsch-lands noch Wein reifen; die höchsten Durchschnittswärmegrade sind dort, bei Freiburg und am nahen Kaiserstuhl bei Ihringen mit 10,8 Grad (Montreux verzeichnet nur 10,1 Grad) gemessen. Durch die Burgundische Pforte bei Beifort flutet das Rhonetal herauf Mittelmeerluft ins Land ^am Oberrhein bei Badenweiler und Freiburg, und dort, wie in der nahen Pfalz längs der »Deutschen Weinstraße«, gedeihen außer Wein auch Edelkastanien, Felgen Oliven usw., diese zum Teil auch Im südlichen Kärnten, in der Untersteiermark und im Innern des klimatisch begünstigten böhmischen Kessels, der damit eines der reichsten Gebiete der Erde ist. Bauleistungen zeinen die Größe eines Landes eindringlich. L")ie gröRten Sportanlagen der Welt stehen auf dem Reiclissportfeld in Berlin, um eine große Nation dauernd Ici-stungsfähij? zu halten; jede andere deutsche Stadt, jedes Dorf, hat entsprechende Anlagen. Die »größte Bergdenkmalsanlage in Europa« ragt mit dem Kyffhäuserdenkmal bei Nordhausen am Harz, dessen Vorplatz 25 000 Menschen faßt; der höchste Kirchturm der Erde erhebt sich mit dem Turm des Münsters zu Ulm (162 Meter hoch). Der Dom zu Köln vermag 30 000 Menschen aufzunehmeiu Alles übertrifft Jedoch das Reichsparteitag« gelände in Nürnberg, w« Anlagen für Millionen Menschen vor der Fertigstellung sind. Und endlich wuchs Qroßdeutschland — bereits im Jahre 1938 — zum größten Industrieland der Erde an. Während in England 10,4 Millionen Beschäftigte in der Industrie gezählt wurden, in der USA 13,4 Millionen, sind im Großdeutschen Reich im Jahr vor Ausbruch des Krieges, trotz der Kleinheil der damaligen Landkartenfläche, 18,7 Millionen festgestellt worden. a. Straßenbeleuchtang im alten Rom. Im antiken Rom gab es keine öffentliche Straßenbeleuchtung. Darum war jeder, der in der Dunkelheit ausgehen wollte, gezwungen, einen Sklaven vor sich hergehen zu lassen, der eine brennende Pechfackel trug. Sogar wenn jimge Märmer spät am Abend gelan-ten Liebesabenteuern nachgehen wollten, pflegten sie stets einen fackeltragenden Sklaven mit sich zu nehmen, da es sonst, wenigsten in mondlosen Nächten, unmöglich schien, sich in dem engen Gewirr der Gassen zurecht zu finden. t "I- Nummef 47 Steirische Landschaft im Urkleid Der »Elefant der Eiszeit« im Unterland — Wildpferde jagten durch das Drautal In diesem Aufsatz machen wir eine Wanderung durch die steirischen üefilde um 25 000 bis 9000 vor der Zeitwende. Das wiedergegehene Landschaftsbild zelfft uns die Geßend von Stübing, nahe bei Graz. Das Klima ist warm — es ist jenes, das in unsere Kctnäliigtc Zeit hituiberleitet. Das Eis schmilzt ab, Gras und Busch neiimen mit dem Eisrückgang von den Berghängen Besitz, Das \^'as.scr beginnt sich ein Bett zu graben, Mur und r)rau formen schon ihr heutiges Gewand. Die Befglatsche treffen wir nur mehr vereinzelt im Tal an, dafür aber schon große Bestände von Weiden und ^'''ichte^. Auf den saftigen Wiesen schaukeln Buschwindröschen und Sumpfdotterbluinen im lauen Wind. Nun zitiert und erl>cbt plötzlich der Boden, Äste brechcn und knacken, Bäume knicken wie Zündchölzchen. Der »Elefant der Eiszeit« erscheint, das gewaltigste Tier jener Periode — das Mammut! Riesige Stoßzähne bewehren seinen dickschädligen Kopf, Zentnermaßen sind es, die der Boden unter der Last dieses Tieres tragt. Noch heute lesen wir immer wieder von Mammutfunden. Interessant sind jene Funde im arktischen Sibirien, wo man Teile dieser Tiere noch vollständig konserviert im Eis eingebettet fand. Durch Jahrtausende erhielten sie sich in diesem natürlichen Eisschrank frisch, und Wissenschaftler behaupteten, daß dieses »Mam-niutfleisch« sogar genießbar gewesen wäre. Also ein ganz besonderer Leckerbissen aus der Speisekarte der Eiszeit! Zahlreiche Mammutfutide wurden in Steiermark gemacht. Belm Bau der Prebichlbahn in Vordcrnbcrg stieß man auf Marnmutkno-chen und der letzte Pund in Steiermark wurde vor ungefähr zwei Jahren in der Nähe von Leoben gemacht. Auch in der Untersteiermark stampfte das Mammut durch die Lande. In Luttenberg wurden schöne Stücke von Mannnutknochcn geborgen. Das Cillier Museum birgt auch einige Knochen, die im Sanntal ausgegraben wurden. Das Bild der Tierwelt jener Zeit, die hier geschildert wird, war überaus üppig. Wildpferde jagten durch das Drautal, ihr Wiehern scholl durch die Täler und die hellen Mähnen flatterten im Wind. Riesige Herden durchzogen das Pettauerfeld und weideten das fette Gras ab. In den Weihern und den Wa.sscrläufen grunzte voll Behagen das woll-haarlge Nashorn und ganze Herden von Auerochsen und Wisenten brachen durch die Wälder. Steiermark war also zu dieser Zeit fürwahr ein Paradies für GroBwildjäger! Jene Beutestücke, die zu erlegen heute weite und gefahrvolle Afrikareiscn nötig wären, liefen damals in freier Wildbahn in unserem Heimatgau umher! Wisente gibt es, wie unsere Leser wohl wissen werden, noch heute. Strengster Naturschutz hütet die seltenen, wenigen Exemplare dieser Spezies von denen sich jedoch keines mehr in freier Wildbahn befindet, sondern in den Tierparks. Auch die Scliönbrun-ner Menagerie in Wien befindet sich im Besitz von Wisenten. Ebenso wurde der Auerochs — der »Urochse« — von den Menschen ausgerottet. Wie schade doch um diese prächtigen Tiere! Man bedenke dabei, daß Auerochs und Wisent noch im Jahre eintausend unserer Zeitrechnung in der Steiermark gelebt haben, wie dies die Knochenfunde in der Tonion-Höhle bei Mariazell beweisen! Von diesen Tieren sind seit vielen Jahren zahlreiche Reste in der Abteilung für Bergbau, Geologie und Paläontliologie des Landesmuseums »Joanneum« zur Schau gestellt. Dank der immer weiter fortschreitenden Erkenntnis, daß solche Reste nicht nur wissenschaftliche, sondern ambh heimatkundliche Bedeutung habert, gelangen immer wieder neue Fundstücke In das Landesmuseum, die größte, öffentliche Kulturstätte des Reichsgaues Steiermark. Auf unserem Bild sehen wir die HÖrner eines Wisentes. Wir staunen ob der Wucht und der Masse dieses Gehörnes, das eine furchtbare Waffe gewesen sein mag! Dieses schön erhaltene, komplette Wisenthorn wurde nur eine halbe Gehstundc weit weg von unserer Stadt gemacht — in St. Peter bei Marburg. Viele kleinere Tiere ergänzen das bunte, überaus reiche Bild der Fauna der geschilderten Zeit, Der blitzweiße Schneehase macht seine drolligen »Männchen«, Meister Reinecke geht auf nächtliche Raubzüge und der braune Bär zottelt durch den Wald. Außerdem hörten wir das liebliche Gezwitscher von «ahlreichen Vögeln, deren Spielarten auch heute noch unser Auge und unser Ohr erfreuen und kleine Nagetiere huschten über die Wiesen. Hans Auer Zum Abschluß der „Woche der Frauen" wurde am Samstag im Heimatbundsaal ein Großappell für alle Mitarbeiterinnen des Amtes Frauen abgehalten. Es sprachen der Kreisführer und Frau Prof. Ulirtz. Frau Prof. Ulirtz gab ein klares Bild vom Schicksalskampf des deutschen Volkes. Sie führte unter anderem aus; Wir stehen im größten Kampf der Weltgeschichte. Unser Blick richtet sich nach Osten. Hier werden seit dem 22. Juni 1941 Entscheidungsschlachten allergrößten Ausmaßes geschlagen. Es sind Schlachten, wie sie die Welt in ihrer Kühnheit und ihrer Bedeutung noch nicht gesehen hat. Es geht um Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes. Wenn wir diesen Krieg verlieren, wird Deutschland von der Weltkarte gestrichen. Wir haben dann aufgehört zu sein. Das deutsche Volk wird mit Frauen und Kindern, Männern und Greisen erbarmungslos den bolschewistischen Horden preisgegeben und ausgerottet werden für alle Zeilen. Englands Plutokralen haben diesen Weltbrand entfacht, der seit 1939 lodert, Sie wollen die Vernichtung Deutschlands um jeden Preis. Das Land des zur Sonne emporstrebenden Volkes, das sich von den Fesseln des Versailler Diktats freigemacht hat, ist ihnen ein Dom im Auge. Allein können sie den Kampf gegen Deutschland freilich nicht führen und wollen es auch nicht. Ihr eigenes Blut zu opfern, ist ihnen zu kostbar. Darum suchten sie einen Bundesgenossen — die Sowjetunion. Der Bolschewismus kennt nur eines: Welt-eroberung und Weltbolschewisierung im Dienste der Juden, also Versklavung der ganzen Menschheit, erbarmungsloseste Ausbeulung der Menschen, Vernichtung alles völkischen Lebens, aller Kultur. Wie wird wohl das Ende der Auseinandersetzung sein? Es ist unser felsenfester Glaube, daß sie mit dem Siege Deutschlands und dem Untergang des Gegners enden wird. Sie muß so enden, sonst würde die Welt untergehen. Wie sind uns der Gefahr des Bolschewismus voll bewußt, und müssen deshalb alle Kräfte zusammenhalten und sie dem Feinde entgegenstellen. Die Männer an Wuchtig sind die Hörner des Wisents Die Frau - das Rückgrat der Heimat Grofler Appell in Marburg der Front geben ihr Letztes für die Erringung des Sieges. Ihnen muß sich die Heimat würdig anschließen. Nach Frau Prof. Ulirtz richtete Kreisführer Pg. Strobl an die Frauen eine Ansprache. Er führte aus: Den Kulturstand eines Volkes leitet man von der Tatsache ab, welche Stellung es der Frau einräumt. Das Idealbild des Nationalsozialismus ist die deutsche Mutter. Schon in Zeiten vor dem Kriege waren die Pflichten der Frau als Mittelpunkt der Familie sehr reichhaltig. Wie gewaltig höhere Anforderungen werden jetzt im Krieg© an sie gestellt. Neben ihrer Hausarbeit und ständiger Sorge um das Wohlergehen der Familie, hat sie noch gemeinnützige und politische Arbeit zu leisten. Während der Mann für Deutschland kämpft, ist die Frau in der Heimat die stille Heldin, die trotz der großen Sorgen um den geliebten Mann oder Sohn, den sie vor dem Feind weiß, unermüdlich schafft. Die heiligste Aufgabe der Frau ist: dem Volke Kinder zu schenken, denn nur einem blühenden und wachsenden Volk© gehört die Zukunft. Alle Opfer unserer Soldaten wären umsonst, wenn der Wille zum Kind nicht alle erfassen würde und unsere Wiegen leer bleiben würden. Dem Sieg der Waffen muß der Sieg der Wiegen folgen. Deutschland steht im größten Schicksalskampf und der Führer hat sein Volk zur totalen Moibil-machung all seiner Kräfte aufgerufen. Es geht um Sein oder Nichtsein. Und deshalb müssen auch die Frauen ihre noch verfügbare Kraft dem Volke zur Verfügung stellen. Am Ende seiner Rede dankte der Kreisführer den Frauen für die bereits geleistete Arbeit und gab seiner festen Uberzeugung Ausdruck, daß jede Frau freiwillig durch noch mehr Arbeit und Opfer sich der Helden von Stalingrad würdig erweisen werde. Mit dem Singeji der Lieder der Nation war der eindrucksvolle Großappel] beendet. ' i ^ ,\x!^ Vcrmühlunj des M^for G^Uob Eine wflrdige Feier im Gruer Bathau« Am Sonntagvormittag fand im Grazer Rathaus ein für die Grazer Bevölkarung besonders freudiges Ereignis statt. Der mit dem Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnete Major Gordon Gollob vermählte sich mit Frau Elisabeth Lüning. Mit Gauleiter Dr. Uiberreither an der Spitze waren zum feierlichen Akt zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht erschienen. Ein Orgelpräludium von Johann Sebastian Bach und Lieder der BDM-Singschir leiteten die Feier ein. Der Standesbeamte Baron von Vecsey hob in seiner Ansprache die Verantwortung hervor, die deutsche Menschen durch ihre Verehelichung nicht nur sich selbst iind ihrer Familie, sondern dem Volksganzen gegenüber übernehmen. Nach der Ansprache übermittelte Oberbürgermeister Dr. Kaspar seine Glückwünsche. Nach dem Ringwechsel nahmen die Neuvermählten zahlreiche Glückwünsche und Blumengaben entgegen. Als erster beglückwünschte Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Uiberreither da» Paar. Der Eheschließung seines Kameraden wohnte auch Ritterkreuzträger Hauptmann von Fütze bei. Beim Verlassen des Rathauses bekundete die Grazer Bevölkerung ihre Begeisterung für den Ritterkreuzträger. Kl«ln« Chronik m. TodesfUli. In der Schmiderergasse 26 starb im hohen Alter von 81 Jahren der gewesene Gerbergehilfe Anton Aplintz. — In Agram verstarb der 60jährige Industrielle Ernst Berchtold aus Marburg, Nagydtraße. Der Leichnam wird nach Marburg überführt. In CilU verschied die Private Anna Lapornik. m. Die graaen Mlmiar bringen Glflck. Wie immer, wenn die grauen Glückamännefr in den Straßen ^fartnirga mit ihren verheißungsvollen Körben kleine Menschenansammlungen verursachen und einzelne Mitbürger dabei oft beträchtliche Gecn ren AusvvoichfuUerniitteln bi.s zur Hack-fruchtemtfi großgeläufert. Für den Herbst :st durch die Ausweitung und Intensivierung des Kartoffelbaiies und da und dort durch Einführung des Zuckerrübenbaues für relch-Hclir Mastfuttprinittel Vorsorge getroffen. Ing. Schin'flhamnier y 2,7 Millionen Rinder In Uruguay verhungert und verdurstet. Die duQergewöhn-licho Trockenheit dieses Sommers hat in Urtiqudy, wie Meldungen .ins Montevideo besagen, aunerordentlich hohe Verluste unter den Rillderbeständen verursdcht, Schätzungsweise 30 Prozent der gesamten uru-guayschen Rinderherden sind vernichtet. Die Zahl der verdursteten oder verhungerten Tiere wird mit 2,7 Millionen angegeben. Da zum größten Teil nur die Häute verwendet werden konnten, betragen die Gesamt-verluste der Viehzüchter rund 41 Millionen uruguayische Goldpesos. Auch Witwe Bolls gibt euch Kunde, Vergeflt nicht die Verdunklnngsstnnde. Verdunkle von 19- 5 Uhr Rotkohl gibt man einmal nur kurz angckL. A. 12 439« an: Ala, Wien, I., Wollzeile Nr 16. 170-k-2 Damenkostfini um 80 RM zu verkaufen, Adresse in der Verwaltung. 357-3 Gemischtwarengeschäfts-Einrichtung um 800 RM zu verkaufen. G, Hasenbichel in Gonobitz. 336-3 Puppenwagen sofort zu kaufen gesucht. Eisenbarth, Marburg, Schillerstraße 12/1, 3604 Bürokraft mit Praxis, Ma-schinschreib- und Stenogra-phiekenntnisse (Korrespondentin) sucht in den "Abendstunden Nebenbeschäftigung. Zuschriften erbeten unter >Unfersteirerinei. ten bittet jedoch um ein lee. res oder nn'ibliertes Zimmer. Angebote unter >100 W^5-8 Älteres Ehepaar sucht leeres oder möbliertes Zimmer ohne Bedienung, eigenes Bettzeug und Wäsche, womöglich in St.iJtmitte. 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F''inträge unter »Tempo« an die Verw. 372-14 Seite 8 »Maitmffffer ZeMmg« V6. Mmr YfO Nommer 47 Stadttheater Marburg an der Oraa Dienstag, den 16. Februar: T08CA, Muaikdranxa in drei Akten, von Olacomo Puccini. Beginn: 20 Uhr; En^: 33 Uhr. Preise 2. Mittwoch, den 17. Februar: DIE LANDSTREICHER. Große Operette in 3 AJcten von U Krcnn und C. Lindau. Musik von C. M. Ziehrer. Geschlosaene Voratellunjf für die Wehrmacht. Beginn: 20 Uhr; Ende: 23 Uhr. Kein Kartenverkauf! Ihre Verlobung g^eben bekannt. Kranzj Kuchl Uffz. ^epp Walbier 14. Feber 1943. unter-Rann 174, Pettau Krakaudorf, Murau dz. Pettau, Waidschach. Amtliche @ Bekanntmachungen Der Chef der ZlvUverwaltung 1b der Unterstelermark Der Beauftragte für dit Zivllrechtipflege — Dienststelle Marburj/Drau 5 A 29/41 14 Einberufung der unbekannten Erben Johanna Stetänitsch, Verwalterswitwe, Marburg Drau, liisniarckstraBe Nr. 22, ist am 12. 1. 1941 gestorben und hat eine letztwilli/je Verfügung nicht hinterlassen. Ob Erben vor. handen sind, ist dem Gerichte nicht bekannt. Wer auf die Verlassenschaf? Anspruch erheben will, hat dies binnen sechs MonatCti von heute ab dem Gerichte mitzuteilen und sein firbreclit nachzuweisen. Nach Ablauf der Frist wird die Verlassenschaft, soweit die Ansprüche nachgewiesen sein werden, herausgegeben, soweit dies nicht geschehen ist, zu Gunsten des Staates eingezogen werden, 172*k Marburg.Drau_ am 11. Februar 1943. Netz- und Baiirktkartan d«r Dcutachcn Rcichsbahn Die Reichstoahndirektion Wien teilt mit: Mit 1. März 1943 werden die rüokgegliederten Gebiete Kärntens, Krains und der Untersteiermark in die Nets- und Bezirkskarten der Deutschen Reichsbahn einbezogen. Für diese Gebiete wird eine eigene Bezirkskarle ViUaoh 622 (Drau—Sawe) geschaffen, die alle südlich der Linie Tarvi»—Vülach—Klagenfurt—Marburg (Drau)—Mogersdorf gelegenen Reichfl-bahnstrecken umfaßt. Die Bezirkskarie VUlach 621 (Kärnten) wird um die Strecken Unzmarkt—Zeltweg—Unter-drauburg—Bieiburg, Rosenbach (Kärnten)—Feistritz-Wocheinersee, Grenze, Rattschach-Matten, Grenze—Aßling (Sawe)—St, Veit-Weichseldorf, Grenze, St. Veit-Weich-seldorf—Stein (Oberkrain), Stadt und Krainburg—Neu-marktl erweitert. Die Bezlrkskarte Wien 634 (Steiermark) wird um die Strecken LavamUnd—Unterdrauburg—Marburg {Drau) —Pragerhof—^Polstrau, Friedau—Luttenberg—Rad-kersburg und Spielfeld^traß—Marburg (Drau) erweitert. Die Netxkart« 1» (bisher Ostmark) mit der neuen Bezeichnung »Al(pen-Donau« wird erweitert um die Strecke Theim-wald—Eiflgrub. Im Süden fallen die Strecken vom letzten Bahnhof biß zu den ehemaligen Grenzpunkten weg. Gleichzeitig wird eine neue Netzkiirte 19A (Südosten) geschaffen, die außer den rUckgegliederten Gebieten Kärntens, Krains und der Untersteiermark das Gebiet der heutigen Netzkarte 19 bis zu der Linie Passau—Simbach—Steindorf—Salzburg — Schwarzbach — St. Veit — SpltalMUlstättersee — Innichen umfaßt Schließlich werden in dieNetzkarte für die ganze ReichMbaiui (alle Netze) die in das «Reich eingegliederten Gebiete Kärntens, Krains, der Untersteiermark und des Bezirks Bialystok einbezogen. Die bis zum 28. Februar 1943 gelösten Netz- und Bezirkekarten gelten bis zum Ablauf der Geltungsdauer unverändert für den in den Karten bezeichneten Streckenumfang weiter. Die bis zum gleichen Zeitpunkt gelüsten Netzkarten für die ganze Reichsbahn gelten vom 1. März 1943 an für sämtliche in den Netzkarten einbezogenen Gebiete und für den Umfang der neuen Beztrks-Uarte 365 (Bialystok).__ 162'K Faliiihsarbelterinnen aus dem Stadlbereich Marburg (auch Jugendliche) für lelch tere, dauernde Beschäftigung, werden aufgenommen. Arbeits zeit von 6 bis 14 Uhr. Vorzusprechen bei Unio, Marburg-Drau. I.andwchrgasse Nr. 23. 51 K FuUerkartofffe[n 247 ZU haben bei der Laodwirtschafts-^esellschaft, Marburj^, Mellingerstr. 12. Unsere Hebe Mutter, Großmutter, Schwester, Tante und Schwägerin, Frau Anna Lapornik ehemaL Oastwlrtifi ht Tflffer ist am 14. Februar 1943 in CilH nach schwerem Leiden von uns geschieden. Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Februar 1943, um 17 Uhr in Tüffer statt. Cilli, den 15. Februar 1943. 171.k In tiefer Trauer; Anna Friß, Tochter, Anny. Enkelin, und die übrigen Verwandten }SosiSf9AI»ai€ macht unabhängig Wo Sie tfcfa a«ch aufhalteo, fiberall «tobt Ihnen die postsftaf^cassa IUI VcrfOgung. Viele Millionen Poitsparer gibt es schon hetite. Gehen Sie aofori sa Ihrem Poetamt and laeeen Sie sich ein Posttparbnch aashändlgeiL DEUTSCHE'^ REICHSPOST Verordnongs- und Amtshlafl des Chefs der Zlvllverwaltung In der Unterstelermark Nr. 5 vom 9. Februar 1945 I D h 111! Verordnung über die Meldung von Männern und Frauen für die Aufgaben der Reichsverteidigung vom 4. Febr. 1943. — Durchführungsbestimmungen zum Ehegesetz vom 22. Januar 1943. — Zweite Bekanntmachung über den Karten zwang für Schutzangehörige in der Untersteiermark vom 30. Januar 1943. — Zweite Anordnung über die Ausfuhr von Lebensmitteln aus der Untersteiermark vom 31. Januar 1943. — Bekanntmachung über das Verbot der Einfuhr von Nutz, und Zuchtvieh in die Untersteiermark vom 24. Nov. 1942. — Anordnung auf dem Gebiete der Eierwirtschaft vom 8. Dez. 1942. — Anordnung über die Regelung des Schmierstoffver. brauch« In der Untersteiermark vom 7. Januar 1943. Einzrlpreia 15 Bpf Crhältllcb beim Schalter der Marburger ymrlaa*^ u. Drutketeh Ges. m. b. H. Mardurf/Oraif. mmüwmsnrn • bei den Geschäftsstellen der »Marburger Zeitung« IN CILLI. Marktplatz 12 (Fernrut 7) IN PETTAU, Ungartorgasse, Herr (Jeorg Pichler utid bei den sonstigen Verkaufsstellen. tiezugspreis: Monatlich KM 1.25 (stets tm voraus zahlbar). Becugsbestellungeo werden bei den Geschäftsstellen der »Marhurger Zeitung« und tm Verlag, Marburg-Drau, Badgass« 6. angenommen. BURG-LICHTSPIELi Heute 16,18.30, 20.45 Uhr Fernruf 2219 Hab' mich lieb I Für Jugendliche nicht zugelassenl KULTURFILM-SONDERVORSTELLUNGEN: Dienstag nnd Mittwoch 13.45 Uhr; SONNE, SCHI UND PULVERSCHNEE Für Jugendliche zugelassenl ll2-k asmgma jt Jt Heute 16,18.30,20.45 Uhr CSrLMtwMaJC Femmf 26-29 Die heimliche Gräfin Für Jugendliche unter 14 Jahren nicht zugelassenl Metropol-Lichtspiele Cllll ILLUSIO Für Jugendliche nicht zugelassen. T OW-LICHTSPIELE PETTAU Dienstag wegen Theater geschlossen! Mittwoch und Donnerstag um 18 und nm 20.30 Uhr der Bavaria-Film: Irrtum des Herzens II Unser bester Gatte, Vater, Bruder, Schwager und Onkel Pg. Ernst Berchtold Oberleutnant in'Reserve K(mL*Leiter der Brauerei A. 0. Tüffer, Teilhaber der Marburger.Seidenfabrlk Oes. m. b. H. ist unerwartet und allzufrüh im 50 Lebensjahre, nach kurzem Leiden in Agram entschlafen. Was an ihm sterblich war, wird Dienstag nach Marburg überführt. Das Begräbnis findet Mittwoch, den 17. Februar 1943 um 16 Uhr, von der Kapelle des Städtischen Friedhofes in Marburg aus in die Familiengruft statt. Die hl. Seelenmesse wird am Freit^, den 19. Fe-bruar, um 7 Uhr, in der Dom- und Stadtpfarrkirche gelesen. Wer ihn kannte, weiß, was wir verloren haben. Marburg a. d. Drau, am 15. Februar 1943. Maria Berchtold geb. Mayer, Ernst Otto Berchtold. Luise Pelikan geb. Berchtold. Ing. Paul PeMkan. Hauptmann Haul-Heinz Pelikan. 355 In dem Veratorbenen verliert die Dienststelle des Beauftragten des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums einen überaus pflichteifrigen und treuen Mitarbeiter. Sie wird Pg. Berchtold stets ein ehrendes Gedenken bewahren, Hauptabteilung Wirtschaft der Dienststelle des Beauftragten des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums. Die Gefolgschaft der Brauerei Tüffer betrauert in Pg. Berchtold den Heimgang ihres Betriebsführers, den sie als vorbildlichen Führer und Kameraden in ehrender Erinnerung behalten wird. Die Gefolgschaft der Brauerei Tüffer. Nach einer Idee von Lix und Forster. Für Jugendliche nicht zugelassenl Telefonische Kartenbestellungen werden entgegengenommen. nicht 169-k Branntweinausgabe an Schwer-» Schwerst-, Lang- und Nachtarbeiter wird in meinem Geschäft an folgenden Tagen durchgeführt! ABC Montag, den 15. Februar D E F Dienstag, den 16. Februar 0 H I J Mittwoch, den 17. Februar K Donnerstag, den 18. Februar L M N Freitag, den 19. Februar 0 P Samstag, den 20. Februar R S St Sch Montag, den 22. und Dienstag, den 23. Februar T U V Mittwoch, den 24. Februar W Z Donnerstag, den 25. Februar 1943. 353 Adalbert Ousel,. Branntwein-Oroßbrennerei, Marburg. Tegett-hoffstraße 39. An unsere Poslbezieher! Wenn der Postbote zu Ihnen kommt und die Be-lugsgebühr für die »Marburger Zeltungc einhebt, bitten wii Sie, damit in der Zustellung kerne Unterbrechung tintritt, die Zahlung nicht zu verweigern. Die Bezugsgebühr ist immer im voraus zu bczanlen. >v)VKiibiiri?er Zeitung«, Vertriebsabteilung DANK Für die anläßlich des Helmganges meines lieben Gatten und unseres geliebten Vaters, Hg. Ludwig Kieser, bekundete innige Anteilnahme, die ehrende, große Beteiligung au der Verabschieduiig in Marburg und In der Feuerhalle in Graz sowie für die zahlreichen Kranz- und Biumenspenden sprechen wir un. seren herzlichsten Dank aus. ^54 Graz, Marburg-Drau, Bregenz, am 15. Februar 1943. Marie Kieser und Söhne. Unser Bruder lieber, einziger Sohn nnd Max Hribernigg geb. am 20. 5. 1921 Gruppenführer der Gestapo ist gefallen. Von Jugend auf im Dienste des Führers, verlor er die Freiheit in jugoslawischen Kerkern. Nach der Befreiung zog er freiwillig in seine geliebten Berge zum Kampf gegen die Banditen. Nun ruht er auf dem Heldenfriedhof in Krainburg. UntttrIed und Kreszentia Hribernigg; seine Schwester Kreszentia und Nichte Berta. Sein Leben für Führer und Vo