Nl.^9^^ Mittwoch, 5. Februar 1902. Jahrgang 121. Zeitung. ^^^"'"lltt bi« >u 4 s^ "^ ?^ Zuftcllunt, ins Hon« ganzjährig 8 li. - InstltlonKgrbühr: Für Nciiie ^^^^^°» ijettc» üv k, gröherc pfr Zelle l2 d^ bei öfteren Wiederholungen per Helle e b. Die «Lalbacher Zeitung, erscheint tüalich, mit «»«»ahme der Eonw und sselerlage. Die Ndmlnistratlo» befindet sich ttoiMekplah Nr. Ä, dir Nebaltlon Lalmatin' Gasse «r. e, Sprechstunden der Neballwn von 8 b!» 10 Uhr vormlttag«, Unfraiiliertc Urlese werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurüllgestrllt. Nichtamtlicher Teil. Au? ^ lnnereu Lasse. ^chsr^/f—Ü. bes Wiederzusalnmelltretells des ! l dess^ ,,"^'^n die Wimer Blätter Netrachtungen ^ ^ dons.^ '^^^' Tätigkeit und die Forderungen, 3tnch ! '" ""' der Bevölkerung gestellt worden. 3?' ^s; da/?'"'s" ^'"" ^^'"" beruhe die Hoff»! i ^^^ ' ^"lanmlt in der kommenden Session !^M , ..>! ^""^' "cht Nlchr aussck>ließlich auf der ^ Qbm^ ll^'rechlichen Basis der von den deut-!^nb.."?'c """"egwl Verständigung. Es sei ^^ S«,' ^ll das Gefühl der Verantwortlichkeit, ^l.N^ "'cht blos; um den Bestand der De° ^li^,^ ^clssung, sondern unl die Fortdauer der u!^n ^^,. " ^egierungsform überhaupt, auch dm '?^nd a.s?^V^^"^ '"" Einschluß der Czeäien, ^ c °^lel! 3, /'^en ist. Sie verzichten nicht auf ihre l/^lNen ^° "^ate, sie werden keine Gelegenheit, /'"^ ka« ^^ ^''^ ^"' Erfüllung derselben näl>er ^ ^gm, ' ""d deswegen wäre es sehr verfehlte >^n,"'"""" Verständigungsfadm abreißeil i?' b°ch m ^'"'- ^ber sie stehen, wie ihr Verhalten lH^"E,inn > "^ "^br auf den: Standpunkte des s/! b^/^^Oder, von dem aus sie joden Augen-"ber»?. ' ^"^ Parlament in dm von Herrn , Tos ^'^^rten Abgrund zu stürzen. 3« deg ''^"sche Volksblatt" wünscht eine Vele« i/^llon ^ ^nrlalnento nur dadurch, daß sie alle h! T°5 3n "' ^so die gefammte Politik, zurück-! <'^Nt „^"^ ^ zu, daf; fiir das österreichische A?>vend? "' ^"^" der letzten Jahre einige ^ !"e (x„ "^ war, allein die zu diesem Zwecke ein-ü? ^ti^/^"),ltlgskur dauere bcreitö so lange, das; ^ ^ t>roh^ ^^"de an Cntkräfwng zugrunde zu ^^«'si^' ^^"^ ^""l-ual" hält eine Politik ^^ ^ii-f^"" ^'^ "otwendig, um die Zweifeln-^l°'n,ne - "'' ^" -lengstlichen nntzureißen. ',^i^ . ^ vor, dafs große Gefahren gebundene '^ diell,'^"chm- Oesterreich stehe vor einer ^llno?>. s ^"^^ ^^' gefahrdrohende Situation ^z^rdewirten. Die „Oesterr. Volkszeitnng" veilichert, die Regie» rung sei im ganzen der Bestimmung, die sie sich selbst vorgezeichnet, treu geblieben, sie habe angeregt und glführt, wo sie anregen und führen konnte. Im Punkte der nationalen Treue solle niemandem ein Opfer des Intellektes zugemutet lverden. Was aber gefordert worden dürfe und was die Bevölkerung nachgerade mit aller Bestimmtheit fordern müsse, das ist die Abkehr von jener krankhaften Sucht, alles Kon-trete, einzig und allein auf die manchmal ganz weit entlegenen nationalpolitischen Folgewirkungen zu untersuchen. Die „Arbeiterzeitung" ist der Ansicht, es wäre der Verlauf der kommenden Tagung im großen und ganzen schon jetzt zu übersehen. Das Parlament werde das Budget fertigstellen, das werde alles sein. Da aber das österreichische Abgeordnetenhaus nur das Interesse erwecke, ob es leben wird odel sterben, seine Schicksalsfrage aber in der kommenden Session nicht entschieden werden wird, so reduziere sich die Teil° nähme, die die nächsten Parlamentszeiten verlangen, au? das geringste Maß. Griechenland. Mm, schreibt aus Athen, 28. Jänner: Der fn'lhere Ministerpräsident Herr Theotokis wurde vom Könige in längercrAudienz empfangen, in welcher er dem Monarcl)en Bericht über die Pariamen« talische Lage erstattete. Es verlautet, Theotolis habe in seinem Vortrage auseinandergesetzt, das Kabinet Zaimis könne mit dem eigenen ungefähr dreißig Deputierte zählenden Anhange und den Theotokisten auf die Unterstützung von 185 bis litt Deputierten in der Kammer rechnen, Damit erscheine nicht nur die Be» schlußfähigkeit der Hammer, sondern auch die An» nähme des Budgets und anderer dringenden Vorlagen gesichert. Herr Theotokis soll ferner der Ansicht Ausdruck gegeben haben, daß die vereinigte Opposi» tion eigentlich gar keine Anhaltspunkte besitze, um das neue Ministerium zu bekämpfen, da dieses bei seiner bisherigen erst kurzen Amtsführung noch nicht in die Lc-ge gekommen sei, irgendwelche einschneidende Maß» nahmen zu treffen, bei welchen die Kritik der Opposi» tion einsetzen könnte. Sollte aber die Opposition das Verhalten der früheren Regierung in den Bereich ihrer parlainentarifchen Aktion einbeziehen, so lvürden er, Theotokis, und seine Partei es an der entsprechenden Abwehr nicht fehlen lassen. Es unterliegt sonnt keinem Zweifel, daß Herr Thcotolis durchaus entschlossen ist, gemäß seinen früheren Zusagen, sowie in Kenntnis der Intentionen der Krone, das Kabinet Zaimis zu unterstützen. Es wird allerdings behauptet, daß eine Gruppe von Theotokisten sich mit der stillen Hoffnung trägt, im Vcrlaufe der Kammersession eine Situation herbeizuführen, durch welche die Krone bestimmt lverden könnte, abermals ein Theotokistisches Kabinet zu bo° rufen und diesen« eventuell die Kannnerauflösung und die Durchführung der Parlmnentswahlm anheim» zustellen. Diese Gruppe soll von der Besorgnis erfüllt sein, daß eine baldige Kammerauflösung sich nicht werde vermeiden lassen nnd daß, wenn dann Zaimis die Neuwahlen durchführen würde, die Partei Theo« tot'is, obwohl bisher die stärkste in der Kammer, leicht zwischen den Zaimisten und den Delyannisten „ein» geklemmt" werden könnte. Da indessen Herr Theotokis seine Mitwirkung bei irgendlvelchen Intriguen gegen das Kabinet Zaimis entschieden versagt, so ist, loie schon bemerkt, jenen Unterströmungen keinesfalls eine besondere Bedeutung beizumessen, zumal die An« nähme, daß die Krone im sscüle der Nnvermeidlichkeit der Kammerauflösung einem anderen Staatsmanne als Zaimis die Durchführung der Neuwahlen übertragen würde, schwerlich zutreffen dürfte. Wie e3 heißt, bat die Regierung die Absicht, die Kammern bis kurz vor Ostern, also bis etwa 24. April, ohne Unter« brechung tagen zu lassen. Als äußerster Termin des Wiederzusammentrittes der Kammern wird jetzt der .". Februar a. St. bezeichnet. Politische Ueberficht. Laibach. 4. Ftbruar. Das Neichsgesehblatt publiziert das Gesetz, be» trcsfend den Verkehr mit Butte r. Käse, Butter. schmalz, Schweineschmalz und deren Ersatzmitteln. Gleichzeitig wird die Durch« führungsverovdnung zum Gesetze veröffentlicht. Gesetz und Verordnung treten drei Monate nach der amt» lichen Bekanntmachung, das ist am 2. Mai dieses Jahres, in Wirksamkeit. ^ Feuilleton. ^ Die Altertumsforscher. " dem Englische« des O. 3>oyle. ^ "tz^ (Fortsetzung.) ^il, ^ri,e ?>"' Vurger, es ist wirklich eine lächer. ^?^i^. ^ die Geschichte einer längst er-^e>/^n,w/." ^"' wünschen. Sie wissen ja, daß 'der sein"" ""^ Feigling und Spitzbuben an° ^hlt ""h ^tußten Liebesküsse allsposaunt." ^ ^ friii"'" l'l' von einem Mädcl)en etwas er->» ^ i^llr ti . "icmandem bekannt war. Aber in V?6 N«,^ ." 5 doch ciu öffentliches Ereignis, dao !?:^Und^s^ Tagesgespräch bildete, so daß Sie ^ 'l, Mnch^" Nrgenüber sich keiner Indiskretion c^ten j^ ^"Ul Sie mit mir darüber fprechen. ^?,lt' all ^" bedenken. Gute Nacht!" 5'he < dn s Bursche", rief Kennedy in dein ^,^'°l,. ; "ch der junge Gelehrte von seinen, ^ i" krriü,k "lMls seinen Arm, um ihn am '"'W^' nbor ""' "Sie benehmen sich geradezu T« 'gen ^"'" dies Ihre Bedingung ist, muß "b Ii3 "'Na/ .'"' '""5 wollen Sie wissen?" . ,^ 'ich ni^ ""r kehrte zu seinem Sitze zunick ^^dla^^ ^ne frische Zigarre bitte,:? Ich "^l grifft ""t. Nch so besser. Also, was die jnnge „^l^ist'n^ b" Sie das Liebesabenteuer 'VM,se byj Hnm Atzn,." „Ach. wirklich, in England?" ..Ja." „Sie entschuldigen meine Neugier, lieber Kennedy, aber schreiben Sie es meiner Unkenntnis der Welt zu. Es ist ohne Zweifel etwas ganz Ein-faches, eine junge Dame zu überreden, daß sie mit einem auf drei, vier Wochen durchgeht und sie dann wieder ihrer Familie zu übergeben. Aber es liegt so sehr außerhalb meineo Cifahruilssskreises, daß ich mir kaum vorstellen kann, wie Sie es angefangen haben, Wenn Sie das Mädchen geliebt haben, so kann doch Ihre Liebe nicht in drei Wochen verraucht sew. Und haben Sie sie nicht geliebt, warum haben Sie den gioßen Skandal gemacht, der ihren Ruf fiir immer vernichtet hat?" Kennedy blickte verdrießlich in die Glut. „Sehr logisch", brummte er, „Liebe ist ein sehr dehnbares Wort und bezeichnet verschiedene Gefühls-schattierungen. Ich habe sie lieb gehabt — wenn Sie sil, gekannt haben — so Nüssen Sie, wie liebreizend sie war. Aber wenn ich zurückdenke, bin ich geneigt ein» zugestehen, daß ich sie nie wahrhaft geliebt haben tonnte." „Also warum taten Sie 's dann?" „Das Abenteuer reizte mich." „O, sind Sie ein so großer Freund von Abenteuern?" „Gewiß, was wäre sonst datz Leben? Ich habe ili. Leben viel Hochwild gejagt, aber kein edleres Wild 5enn eine schöne Frau . . .Dazu kam noch die pikante Schwierigkeit, daß sie nie allein zu treffen war. Und obendrein erfuhr ich von ihren eigenen Lippen, daß sir dnloht ^." „Mein Gott! Mit wem?" «Sie nannte keinen Namen." „Dab natürlich machte das Abenteuer noch ver» lockender, nicht?" „Es gab ihn: noch mehr Würze. Meinen Sie nicht?" «Ich bin ein Ignorant in solchen Dingen." „Lieber Freund, erinnern Sie sich nicht mehr, daß der Apfel, den Sie von des Nachbars Apfelbaume stahlen, immer süßer schineckte als die Früchte Ihres eigenen Baumes: dann fand ich, daß sie mich auch liebte. Und obwohl ich damit im reinen war, daß ich s,e nicht heiraten würde, so ward sie dennoch die Meine und wir verlebten köstlick)? Wochen." „Und der andere?" Kennedy zuckte die Achseln. „Ich glaube, es war der Sieg des Würdigeren. Wäre er der Bessere geweseil, sie hätte ihm nicht die Treue gebrochen. Doch nun genug davon." „Noch eines. Wie wurden Sie sie nach drei Wochen los?" „Na, hm! Sie begreifen, wir waren schon beide etwas abgekühlt. Sie wollte um keinen Preis ihren römischen Bekannten unter die Augen kommen. Mir natürlich ist Rom unentbehrlich, und ich habe mich schon danach gesehnt, zu meinem Studium zurück» zukehreil. Dann hat uns ihr alter Vater im Hotel zu London ausfindig gemacht, es gab eine Szrne, und die Sache fing an, mir so unangenehm zu werden, daß ich froh war, als ich mit heiler Haut davonkam — obgleich ich sie anfangs schrecklich vennihtr." ..Ich danke Ihnen. Kennedy. Und nun zu m^ . Kaibacher Zeitung Nr. 29. 238 Das Ergebnis der Hochschuldebatte im Vudget'Ausschusfe wird in der czechischen Presse noch immer erörtert. „Narodni Listy" erklären, Miilister Dr. v. Hartel sei älißerst geschickt der kritischen Situation entschlüpft. Niemand sei zurückgewiesen, niemand sei barsch abgefertigt, niemand unterlegen, weder die Deutschen noch die Czechen, und niemand sei Sieger geblieben. —- In der „Politik" erklärt Abgeordneter Dr, Kramar: „Wer erwartet hat, daß ,morgen' die Universität eröffnet wird, kann enttäuscht sein: wer aber weiß, wie schwer es für uns ist, jeden Schritt auf den: Wege der Erreichung des Höchsten in unserer Kulturentwickelung weiterzukommen, der wird nicht jubeln, aber anerkennen, daß es nur der Energie und der Entschiedenheit der Abgeordneten und der Arbeit unserer Gelehi-ten bedarf, um sich dem ersehnten Ziele zr. nähern, und wenn wir dieses Ziel ill friedlichen^ Einvernehmen mit den Deutschen erreichen könnten, so könnten wir es dankbar annehmen, denn kulturelle Erfolge waren dauernd doch am besten im Wege des friedlichen Wettstreites errungen." „Slowo Polskie" rät dem Polen-Klub, sich mit der deutschen Linken in keine Verhandlungen in Äe trcff des TeschenerGy m nasiu m s einzulassen. Die Verstaatlichung dieser Lehranstalt sei eine Her zenssache des ganzen polnischen Volkes und müsse ^ durchgesetzt werden. Mit Rücksicht auf die vielen Dienste, welche die Polen der Negierung geleistet! hätten, könnten sie vom Ministerpräsidenten vertan-! gen, daß er sich für die Realisierung diefer berechtigten, polnischen Forderung einsehe. — „Glos Narodu" spricht sich ebenfalls gegen ein Kompromiß der Polen mit der Linken in Betreff des Teschener Gymnasiums aus, weil es ein verhängnisvoller politischer Fehler wäre, wenn die Polen um den Preis der Verstaat lichung des Teschener Gymnasiums gegen die berechn tigten slovenischen und czechischen Fordenlngen stimmen würden. In einem inspirierten Leitartikel besprechen die, Berliner „Neuesten Nachrichten" das Verhältnis zwi° schen Deutschland und O e st e r r e i ch. Der Ar° ^ tikel stellt fest, daß die Annahme, als stehe und falle mit dem Dreibunde auch das Bündnis, das Deutscht land mit Oesterreich verknüpft, allseitig als Irrtums erkannt werde. Welchen Verlauf die Unterhandlungen, mil Italien auch nehmen mögen, unter allen Um , ständen können die Völker Europas auf die Fortdauer der Segnungen, welche die deutsch«österreichische Alli° anz ihnen geboten hat, mit Zuversicht zählen. „Echo de Paris" will aus Petersburg erfahren haben, das Datum des Gegenbesuches, welchen Prä-sident Loubet dem Zaren abzustatten beabsich» tige, sei nunmehr definitiv bekannt. Loubet tverde am > 15. Juni in Kronstadt ankommen. Im Zusammenhange mit dem in keiner Weise bestätigten Gerüchte von dein Plane der Verlobung der Prinzessin 3 enia von Montenegro nut dem russischen Großfürsten-Thronfolger Michael Alexandra witsch tauchte die Nachricht auf, daß Fürstin Milena sich mit der genannten Prinzessin und einer zweiten Tochter nach St. Petersburg begeben habe. Mit Bezug hierauf wird aus Eetinje be- richtet, daß Fürstin Milena keinerlei Reise unter nomlnen hat und auch für die nächste Zeit keine solche plant. Prinzessin Henia ist allerdings in Gesellschaft ihrer Schwester, der Prinzessin Vattenberg, abgereist, jedoch nicht nach St. Petersburg, sondern nach Ron:, wo sie sich gegenwärtig befindet. Aus Kopenhagen wird gemeldet: Der hiesige amerikanische Gesandte erhielt aus Washington die offizielle Mitteilung, daß der Verkauf der däni' schen Antillen nun doch von einer vorhergehen» den Abstimmung der Bevölkerung der Inseln abhängig gemacht werden soll. Daß das englische Unterhaus dringend einer Reform seiner Geschäftsordnung bedarf, wenn es auch in Zukunft seinen Aufgaben gerecht werden foll, ist von englischen Staatsmännern und Parlamentariern wiederholt betont worden. Nun hat die Regierung selbst einen Entwurf ausgearbeitet, den der erste Lord des Schatzes, Balfour, am letzten Donnern tag dein Unterhause unterbreitete. Die Vorlage schränkt, wie ein Londoner Korrespondent der „Frnnkf. Ztg." bemerkt, die gesetzgeberische Initiative der Par-lmnents-Mitglieder noch mehr ein als bisher und zielt darauf, die verfügbare Zeit so viel wie möglich für Regierungsvorlagen freizuhalten. Darum foll das Unter^ haus in Hinkunft schon um 2 Uhr statt wie bisher um ."» Uhr nachmittags seine Sitzungen beginnen. 27, Minuten werden zunächst privaten Wünschen und Vor° lagen gewidmet, fünf Minuten dringenden Fragen, die die Tagesordnung betreffen, dann sollen von 2'/, bic 7^ ^11- i,i,r Regierung^ Vorlagen behandelt norden. Dann erst kommen die Interpellationen, mit denen bisher jeden Tag die Sitzungen eröffnet wurden. Um tt Uhr müssen die Interpellationen bereits wieder aufhören, und es wird eine einstündige Diner Pause gemacht. Von 9 bis l2 Uhr folgen dann wieder Regierungs'Vorlagen. und nach 12 Uhr können wei» tere Interpellationen gestellt werden. Vor Ostern sollen den Privatvorlagen zwei Abendsitzungen in der Woche eingeräumt werden, nach Ostern nur eine Abendsitzung, nach Pfingsten aber sollen nur noch zwei Mittwoch-Sitzungen für Anträge der Abgeordneten frei sein. In einem gewissen Znsammenhange mit die-sen Maßregelt» stehen die verschärften Strafen für un botmäßige Mitglieder, welche die Vorlage verlangt: beim erstell Vergehen soll der unbotmäßige Abgeord nete für 20 Tage (statt wie bisher ? Tage) suspendiert werden, beim zweiten Vergehen für 40 Tage (bisher! 14 Tage) und beim dritten Vergehen für M Tage (bisher einen Monat). Anch foll der Sprecher das Recht erhalten, die Sitzung zu schließen. Ob das Hans alte diese Vorschläge genehmigen wird, scheint noch zweifelhaft: keinesfalls wird es ohne heftigen Widerstand, namentlich der Iren, abgehen, gegen die die Maßnahmen zum Teile gerichtet sind. DaS „Vaterland" gibt der Meinung Ausdruck, daß nach Ablehnung dec, holländischen Ver-m i ttl u ng sv orsch l a g es die Dinge in Bezug auf Südafrika ganz auf demselben Punkte stehen wie vorher. England fordere die Unterwerfung der Buren, den Verzicht auf die Unabhängigkeit. Um diesen Preis konnten sie den Frieden anch schon früher haben. Die Auren werden ihn zahlen lmW'^,> im Kampfe völlig erschöpft sind. Ob dies iM" ^ Fall ist, lasse sich bei der UnverläßliäM d^' richten vom Kriegsschauplatze schwer beulte . Die „Reichswehr" konstatier daß der drit"^, giernng nichts übrig blieb, als das Friedens ^ zu lehnen, nachdem die in Europa weil^' glieder der Burenregierungen auf der Fol^^ Unabhängigkeit und allgemeiner Amnestn' ^ lmo jedenVermittlungsuersnch anf anderer M' wie vor zurückweisen. Tagesneuigteiten. — (Ein Sympathiemittel.) 6'" H jährte Witwe in Myslowitz litt seit einiger Zeit an ^, Befreundete Nachbarinnen, die unter ihresgleichen,^ Rufe außerordentlicher „Klugheit" stehen, gab" ^ „guten Nat", zur Vertreibung der Mantheit s^.'!.s^ dem Teer zu spiegeln. Die Frau fand, wie der «^ jj/ berichtet wirb, am 23. Jänner Gelegenheit, die >hl ^ fthlbar" empfohlene ilur anzuwenden, wurde obel ^ folge der in großer Menge eingeatmeten giftig^ .^ smnungslos. Die Unglückliche wurde sofort in da« > ^ Lazareth geschafft, wo fie bald darauf trotz der <" Bemühungen des Arztes starb. . >h/ — (Eine merkwürdige Kranlhe ^.^ 48jähriger Schneidermeister, der in der letzten S'^ > Bcrliner medicinischen Gesellschaft vorgestellt w"^ Aermste hat im Sommer vorigen Jahres ga"^.^ Iä'higleit zu lesen verloren. Anfangs sprach er auch s^, wirrt und war außerstande, die rechten Worte z,^ Dieser Zustand besserte sich indessen bald wieder, u" ., geblieben ist nur die Unfähigkeit zu lesen. Vr erlen« ^ zelnen Buchstaben und lann sie auf Diltat """^ er buchstabiert auch richtig die einzelnen, aufeinai'v ^ den Buchstaben eines Wortes, kann sie abn -^ "^ Merkwürdige — nicht richtig zu einem Worte )"> ! ziehen — mit anderen Worten: er kann nicht lei ^ Diktat lann er ebenso die Worte wie einzelne " ^ schreiben. Achtet nun der Patient sorgfältig dara"^.? Buchstaben eines Wortes nacheinander geschriebn ^ fclgt er den Schriftzügen, fo ist er wieder iw^', '«i', zu lesen. — Solche ssälle von sogenannter Alexie, °'^> geschriebene Worte ebenso bezieht wie auf gebruD..^/ gcmein selten. Es handelt sich dabei um die M'< eines ganz bestimmten Teiles im Gehirn. l^ — (Eine Bären aultion) fand v" / Tagen in Namberg statt. Ein Mitglied der bolt ^ Zigeunertruppe hatte aus Budapest einen dreijä'hl's..,', gegen Uebersendung von 120 Mark bezogen. Das ^> ab. und die Frachtkosten beliefcn sich auf 8!i M"'/,' geuner tonnte diese nicht zahlen und es mußte ' Eisenbahnfislus den Meister Petz öffentlich verstt^,, Bär wurde von einem Konsortium um 85 M«u^ und dem Vereine zur Erhaltung und Verschoß,' Altenburg zum Geschenke gemacht. Dieser wi^ ^' luftiger Höhe einen Bärenzwinger errichten, " fF-wird nun zur Verschönerung der Altenburg bas p tragen. ' ^ ^ — (Belohnte Flußgötter.) Aus H', Ende Dezember, wird der ..Franks. Ztg." b"'^ Flnßgötter des Hoangho haben sich. während ^^" Zug den Strom überschritt, sehr gut betragen, l" r< vom Sohne des Himmels belohnt werden soUc"','./' China üblich ist. Ein hierauf bezüglicher laiscll'^' vom 19. Dezember hat folgenden Wortlaut:^H/ Sie ja nicht klug. Da gibt's nur eins: ich werde sie Ihnen zeigeil." „Ach! Das wäre prächtig." „Wann wollen Sie mit mir kommen?" „Je eher, desto besser. Ich brenne vor Ungeduld." „Nun, wohlan! Die Nacht ist herrlich, wenn auch etwas kalt. Sagen wir in einer Stunde. Wir müssen unser Geheimnis sorgfältig wahren. Würde man un5 zu zweien dort herumspüren sehen, so könnte man Verdacht schöpfen." „Wir können nicht vorsichtig genug sein. Ist es weit?" „Einige Meilen." „Nicht zu weit fiir einen Spaziergang?" „O nein!" „Null, so gehell wir zu Fuß, denn dein Kutscher eines Mietwagens könnte es verdächtig erscheinen, wenn wir beide im Dunkel der Nacht an irgendeinem wcltverlassenen Orte absteigen." „So ist's. Also wir treffen einander um Mitter nacht am Tore der Via Appia. Ich muß nach Hause, um alles Nötige mitzunehmen." „Ganz recht. Sie sind wirklich zu gütig, das; Sie mich in Ihr Geheimnis einweihen, aber ich verspreche Ihnen, das; ich Ihr Vertrauen nicht mischrauchen werde. Leben Sie wohl. Um zwölf am Tor." Die melodischen Klänge der Mitternachtsglocken erfüllten die kalte, reine Luft der antiken Glockenstadt mit ihren Harmonien, als Vurger im Karbonari-mantel mit einer Laterne in der Hand zum Stelldich» ein erschien, wo Kennedy seiner harrte. „Sie sind eifrig in der Arbeit wie in der Liebe", lachte der Teutsche, „hoffentlich haben Sie niemandem hinterlassen, wohin Sie gehen?" «Dah ich ein Narr wäre. Wkr ich bin starr vor Kälte. Schreiten wir gut alls, Vurger, um uns zu erwärmen." Ihre Schritte erdröhnteil laut und weithinschallend ails dem holprigen Steinpflaster der ehemals berühmtesten aller Landstraßen. Nur selten begegne-ten sie einem beladenen Gemüsekarren, der zu Markte fuhr. Vei den Katakomben voll St. Ealixtus machten sie halt, nnd Vurger zündete seine Laterne an, bei deren Schein sie in einen schmalen Fußweg einbogen, der durch die Sümpfe der Eampagna führt. Endlich blieb der deutsche Gelehrte vor einem einsam gelegenen hölzernen Kuhstalle stehen und zog einen Schlüssel alls der Tasche. „Hoffentlich befindet sich doch Ihre Katakombe nicht im Innern eines Hauses?" „Der Eingang ja. Eben das bietet uns volle Gewähr, daß lein anderer sie entdecken kann." „Weiß es der Eigentümer?" „Nein. Er hat einzelne Gegenstände gefunden, die darauf schließen ließen, das; dies Hans über der Mündnng einer Katakombe erbaut sein müsse, und so hab' lch's denn gemietet und Nachgrabungen angestellt. Kommen Sie!" Es war eill langes, leeres Gebäude, entlang den Wänden überall leere Krippen. Vurger stellte die Lc^ terne nieder und verhüllte ihr Licht mit seinem Mantel bis auf einen kleinen Spalt. „Es könnte Anffehen erregen, wenn man hier Licht sähe. Helfen Sie mir, diefe Vretter beiseite zn legen." Die Dielen waren in einer Ecke ganz lose, nnd Arett um Vrett entfernten die Gelehrten, dis eine viereckige Oeffmmg und eine verwitterte Steintreppe sichtbar ward. die ins Innere der Erde führte. ..w?hen Sie c»c5t, Kennedy." rief Vilrgn, nl5 Kennedy ungeduldig hinabstürmte. „Dr"'^^ wahres Labyrinth, und wenn Sie sich " ,/ hundert gegen eins zu wetten, daß Sie W^ .. herausfinden. Warten Sie, bis ich Licht maal > ! „Und wie habeil Sie den Weg gefuN^' ^ „O, anfangs bill ich mehrmals nahe h/! Wesen, mich zn verirren. Und auch jetzt."^: einen Knäuel Vindfaden mit, wenn ich """ ./^ einwage. Sehen Sie, jeder diefer Korridore ^ fich aber- und abermals, ehe Sie hundel' machen." ^'^ Sie waren zwanzig ^uß tief hillalig^^^ standen nun in einem viereckigen Raume, ^' bräunte Kalktuffwände das flackernde ^^ 5irümniiimi.en, und längs der Wände sah^Zl»''' zusammengeschrumpfte Mumien, fleischl^ ^ Urnen, Inschriften, Vilder, Gerätschafto"'' ! Hände vor Jahrhunderten hier niederg"^ '>' „Kennedy, haben Sie 'jündyölzch^ Aurger Plötzlich. „Nein, geben Sie mir welche." „ ^ „Wozu? Wir bleiben ja zusammen- ^ ^ „Wie weit gehen wir? Ich glmM ^ schon eine Viertelmeile zurückgelegt." .„^'< „Noch mehr. Diese Katakomben s'^ ^„i^'l nun mnß ich meinen Knäuel zn Hilfe N^ l dies ist ein sehr komplizierter Weg." l (Vchlus, folg«.) l ^H^Zeiwng Nr. 29. 239 5. Februar 1902. übn ^« <^'<^ ^^ Kaifengfu und gingen bei Liuyuenlao ^°n unb ll ^^'^' Währenddessen war das Wetter sehr Der laisfs,'^' "^^ ba6 Wasser war so glatt wie ein Spiegel, heil iiber !, ^ ^nnte deshalb in vollständiger Sicher-^^!chlc ?> ^ ^^lom gehen, worüber allgemeine Freude ^ »ttdanf ^ ^ ^^ vortrefflichen Umsicht der Fluhgötter ^lt, h.s ""' Der Taiwang und andere Götter sollen des-das Et"^!" Ehrentitel erhalten. Wir beauftragen also naher . ^elretarillt für Zeremonien, die Angelegenheit lo?3" ^' Belohnungen zu geben. Die Mannschaft 6000 W .?"' ^"le soll 2500 Taöls in Silber (mehr als ubtt den ,. "^ ^s"uderes Geschenk erhalten." Die Freude fettig glücklich erfolgten Uebergang ist durchaus gerecht-H°ana'bo , ^" ^^ breite, aber' seichte und reihende lich ^ 'a«" bei stürmischem Winterwetter höchst gefähr ^g°Ncli,^^^n Fremdenverkehres; Literaturanzeigen: Per- ^^uchten und Konlursausschreibungen. ^-o. Nfoig^ ^ eschworenenauslosu ng.) Am 3. b. M. bNb>> '" Sagor-Toplitz: Franz Exler, Hutmacher in ^cii, m^ '^arl Florian. Buchhändler in Krainburg; Josef ^"de'iö b" '" ^erschstetten (Krainburg): Anton Hafner, bll^^nn und Besitzer in Eisnern: Johann Nnez. ^ni, u "". Wirt. Unternehmer und Besitzer in Üaibach: ^ke ^°^"' Kaufmann und Besitzer in Laibach; Anton ^si^'^uvatier in Laibach; Franz Kri/.aj. Gastwirt und "l!l> ss.^ St. Peter (Adelsbc^rg): Johann Klemenc. Besitzer ^,^'^ut in Natitnil (Adelsberg): Josef Krenner, "lXiial?"" '" krainburg: Paul Klinar. Besitzer in !"b He/, .'"")' Josef Lotar, Privatbeamter. Gastwirt ^n 9 '^ laibach: Karl Lapajne. Kaufmann in Idria: ^h ^gnl. Gastwirt und Besitzer in Lees; Franz Lipah. ""'del/, b" '" Dobrunje bei Laibach; Lulas Mlalar. «llzz^^n,' in Lukobitz; Anton Müller. Weinhändler in Stob (Stein); Alois Perscht, Kaufmann in Laibach: Karl Planinzel, Kaufmann in Laibach: Wilhelm Pollat, Besitzer in Neumarltl: Johann Rode, Kaufmann und Besitzer in Laioach: Ferdinand Schmitt, Kaufmann und Besitzer in Laibach: Paul Seemann, Privatier in Laibach: Leopold Slmonöiö, Mehlhändler und Besitzer in Laibach; Anton Su.^a, Kaufmann in Senosetsch: Franz Herto, Besitzer und Kaufmann in Zirtnitz; Johann Sartori, Schlossermeister und Kaufmann in Radmannsdorf; Emil Tönnies, Fabrikant und Besitzer in Laibach, und Anton Zadnil, Kaufmann in Cenosetsch. — Ergänzungsgeschworene sind: Bartholmä HlebH, Baupolier: Josef Malovec. Anstreicher: Franz Pust, Zimmermann und Besitzer: Leo Suppantschitsch. Sparlasse-adjunlt: Eduard Tav^ar, Agent: Anton Vervi«:, Besitzer; Josef Vetter, Gastyauspächter und Schmied; Vinzenz Vo-jeoi6, Gastwirt und Besitzer, und Franz Wisjan. Sattler, alle aus Laibach. — (T r a u u n g.) Heute findet in der hiesigen Franzis^ tanertirche die Trauung des Herrn Lieutenants Rudolf Edlen v. Detela, Adjutanten beim t. t. Landesgendarmerie-Kommando in Klagenfurt Nr. 14, mit Fräulein Marie Prossinagg, Tochtc? des Glasfabritsbesitzers Herrn Hermann Profsinagg in Hrastnigg. statt. Herr Rudolf Edler v. Detela ist ein Sohn des Herrn Landeshauptmannes Otto Edlen v. Detela. — (U n te r o f f i z i e r s - K r ä n zch e n.) Unter der Patronanz der Damen: Oberst v. Schmidt, Hauptmann o. Wieden und Oberlieutcnant Busbach veranstalteten die Feldwebel und Gleichgestellten des hiesigen l. l. Land-Wehr-Infanterie-Regimcntes Nr. 2? gestern in den Lokalitäten d?r alten Schießstätte ein Kränzchen, das sich eines ausgezeichneten Zuspruches zu erfreuen hatte. Der Saal war mit einem Kaiserbilde, mit Fahnen und kriegerischen Emblemen sowie mit Efeu sehr geschmackvoll dekoriert; selbst die Luster trugen einen aus Portepees und Schützenschnüren lxstehen-dei. Schmuck, loährenb jene im Voroerraume in origineller und dabei gefälliger Weise aus ulten Waffenstücken, wie Ba jonetten und Säbeln, zusammengesetzt waren. Am Eingänge selbst war unter Blattgrün die Büste Seiner Majestät des Kaisers aufgestellt. Es war bewunderungswürdig, mit welchem Geschick und Kunstsinn die Lokalitäten, welche sonst dock einen düsteren Anblick gewähren, dank den Bemühungen des unermüdlich tätigen Komit^s herausgeputzt und. der Ae^ stimmung desAbends entsprechend, zu elegantenBallräumlich-leiten verwandelt worden waren. Hiefür gebührt besonderes Lob den Herren Offizieren Hauptmann Reinbl, Haupt-mann v. Wieben und Oberlieutenant Busbach sowie ben Herren Feldwebeln Apih, (>'r n e, F l a s si g , Go-lob. Herndl. Kern. Petschlin. Pibernit. Trogar und Zöhrer. — Das Kränzchen wurde von Frau Oberst v. S ch m i d t und Herrn Feldwebel Flassig eröffnet, als zweites Paar folgten Herr Oberst v. S ch m i b t u'id Feldwebelsgattin s? r n e. Die erste Quadrille wurde von etwa (iO, die zweite von 80 Paaren getanzt; als Leiter fun^ gierte hiebei mit vielein Geschick Herr Feldwebel F l a s s i g. — Die Veranstaltung beehrten unter anderem nachstehende Herren mit ihrer Anwesenheit: Ihre Exzellenzen die Feld-N'arschall-Licutcnante v. Chavanne und v. 2 atscher, die Generalmajore v. Baldah und v. Angerhol zer. die Oberste v. Zimburg und v. Schmidt, die Oberst-lieutenante M a ch n i g, R. v. F r a n l. v. R i e d l i n ge r. v. Lutanc. L a v r i ö, V u <> e t ii». die Majore Brauner. Fussina, v. L auingen, Walter, Ob-wurzer. Pohlreich und v. Schmidt, zahlreiche sonstige Offiziere, Bürgermeister H r i b a r ic. ?c. — Da es nebst anmutigen Tänzerinnen nicht an flotten Tänzern fehlte — die wackeren Söhne des Mars erwiesen sich nämlich auch als feurige Verehrer der Terpsichore — so dauerte das fröhliche Treiben in der Schießstätte bis zu den frühen und frühesten Morgenstunden. — Nicht vergessen wollen wir zum Schlüsse der Damenspenden, die sich. mit einem Doppeladler aul Plüsch versehen, äußerst geschmackvoll repräsentierten. - — (Todesfall.) Geftern vormittags verschied im hiesigen Leoninum Herr Dr. Josef G a l lö, l. l. Staats« anwalt i. N.. im 68. Lebensjahre. Der Verstorbene, ein ausgezeichneter, stets Pflichtgetreuer Beamte, halte" im Verlaufe seiner langen Amtstätigkeit in Rudolfsweit, Nassenfuß, üaibach und Cilli gedient und sich sowohl im Amte als in bni. — Die höchste Wassertemperatur hatte bie Save im Monate Jänner am 3. Jänner mit 4- 6:2 Grad 0, die nie« drigste am 28. Jänner mit 4-2:8 Grad 0 nach ben jedesmal um 8 Uhr früh gepflogenen Beobachtungen. —ilc. y°^ Hamburger jDatriziertochter. "s dem modernen Hamburg von Ormanoö Saudor ^ (27. Fortsetzung.) ^. wi^'^" s'c hm! Sk' forderte man nicht einmal Wiy '"Uwhn'u, obgleich anch ihr eine Ausfahrt V?r. ^ ^"uacht hntte! Abl'r du'se hochmütig Person, "5 n/. ^'mzessin — um dw tat man natürlich ^lm,l)iicl)st,! ^tine "."sicher Laut entfuhr iw>m Munde. Ter ttel^'Ncltnsch^ boshafte 'jug in ihrem Gesichte ent-"0hle,,^l.lx' lns .;nr Karilntni- und ließ es um ^"ltM erschmnen. ,l k ' l"""te das Pelwandtschaftsderhältnio >oir'k"'' >Nl den Meeders. aber sie hatte, ^ Äl.^ '""^' Familie in Breinen, geglaubt, das; ??^''i und nnermesilichen, llnders^lnilichen Hasseo ^ oi^.s, "'.Häusern gähne und das; leine Arncke l ^is^^ "sl jeinals hinilberfilhren tonne. .^te z^ ^ Reeder kannte sie nnr vom Sehen. Sie - ^licl,. ^"lN' Tame von jeher gehasst' so wie eine ,l"^' ttui'!"^'^ ^'"lul' l'b"' "N anderes Wesen nm l/^"'Nnstt^ Vorzüge nnd seiner besseren Lebens- j"t t)^ ^,'llen hcif;t. Die blendende, berückende Schön- ,'^N,a„./Ung(>n ^)a,ne. ihre glänzenden Toiletten, H^"n/d 'lnfsehen. das die nngen'öhnliche (w W^'^il,,^ "Prinzessin bleeder" erregte und sie znm y^ N^^ ^' allgemeinen Interesses erhob, das k 'h ^ s uc zu Giselas unversöhnlicher Feindin, ^l> '"'e ihr persönlich mmualtz zu nabe aetreten Hämisch gefrent hatte sie sich, als das Gerücht und später die vollendete Tatsache des Meeder'schen Krachs bekannt wnrde. Sie hatte sich ordentlich an de,n We-danken geweidet, wie sehr die „eingebildete Person" nnn gedemütigt werden würde. Niemals war ihr der (bedanke nnr nahe getreten, daß die Kloysens sich des Mädchens annehmen lönnten. Daß man ihr die un> peinlichen, schadenfrohen Vemerlnngen über das Un-glück der Meeders verbot, hatte sie weiter nicht auf-fallend gefnnden. Dafür war „man" ja fromm. So hatte es ihr ordentlich einen inneren Ruck ge-gcben, als sie vorhin Gisela Meeder an ihres Onkels Seite in dessen Wagen sah. Ter Umstand aber, daß sie diese dann hier in der Wohnnng antraf, anscheinend als einen hochwillkommenen, geehrten (^ast, das; man sie derselben vorstellte, nnd zwar nur als „Verwandte", während man jene andere „Nichte" nannte, stcigerte ihre Wnt bis zm' Vernnnstlosigkeit. Lisa war sonst ein klnges Mädchen. Sie beobnch tete scharf, nnd die Stimme ihres Herzens, die sicl, übrigens nur äußerst selten erhob, kam nicht gegen die Eingebnngen nnd Kombinationen ihres scharfen, be-rechnenden und kalt erwägenden Verstandes in Ve tracht. ?lber in diesem Augenblicke überschrie der in ib> lochende ^orn doch die leise, znr Nnhe nnd lieber legnng mahnende Stimme der Vernnnft: iminei tiefer bohrte fie sich in ihren Haß nnd in ihre blinde Wnt hinein, und heftige, rasche, unregelmäßige Atem züge, hobeu ihre Ärnst, während sie mit geballten Fän sten unruhig im Zinnner auf° und abschritt. Etnnds mnSwndo verging Lntz Dimstmühchf,,, das sich die Anordnungen zum Abendessen erbat, wurde kurz abgefertigt. Mit jeder vorschreibenden Minnte stiegen die Wogen ihrer Empörung höher. Als ^ran Henriette endlich — gegen halb neun Uhr — zurückkehrte, konnte sie nicht mehr an sich haiteil. Jede Klngheitsrücksicht vergessend, machte, sie ihrer Wut in einer höhnischen Bemerkung Luft. Tie alte Frau blickte das erregte Mädchen groß an. „Ich glaube, ich irre mich. Ich verstand dich jeden-falls nicht richtig, Lisa." „Ich bin außer mir, Tante — und du kannst nur das nicht verübeln ^ daß ihr so viel Wesens mit dieser Person macht! Onkel holt sie, dn bringst sie heim! Das ist ja unglaublich! Wenn jemand anders mir das er» ->ählte, würde ich ihn: ills Gesicht lachen und denken, er bände nur einen Vären auf. Ihr — gerade ihr — und besonders dn! Und die Anszeichnnng, mit welcher ihr die hochmütige Person behandeltet!" „^.ch wollte dich ausreden lassen," erwiderte Frau Henriette ruhig, „aber diesen Ton dulde ick) nicht weiter. Ganz abgesehen davon, daß wir dir keine Ne-chenschaft über unfer Tun und Lassen schnldig sint>, ist dieser Ton, den dn da anschlägst, mir gegenüber nicht an. Plake, Tu vergißt dich! Gisela Meeder ist unsere .'lichte- sie ist als meines Mannes Vrnder.Tochter noch nm mehrere Grade näher mit uns verwandt als du!" „Ach so! Sie hat nähere Neckte.! I">"hl W,l. hclm Mcederö Tochter! Du hättest doch eher Ursache, das Mädchen im Grnnd und Vodon zu hassm. anstatt Iaibacher Zeitung Nr. 29. 240 5. Febritar^M/ — (Oesterreichisch-ungarische Bank.)« Der Generalrat der Oesterreichisch - ungarischen Nanl beschloß, den Bankzinsfuß von heute an um 1/2 A zu ermäßigen. — (Oede rsee - Feie 1.) Wie alljährlich, wird auch morgen der Jahrestag des Gefechtes bei Oeversee von dem hiesigen Infanterie-Regimente Leopold II. König der Belgier festlich begangen werden. — (G ar ni s 0 n s b a l l.) Der heute abends im großen Saale des „Narodni Dom" stattfindende Garnisonsball verspricht sowohl hinsichtlich des Arrangements, das sich in bewährten Händen befindet, als auch hinsichtlich der Beteili-. gung, die aus den besten Gesellschaftskreisen erfolgen wird, sich zu einer der glänzendsten Veranstaltungen des heurigen Faschings zu gestalten. — (Behobene Verkehrsstörung.) Aus Za-gorje wirb uns gemeldet, daß die Fahrpost von Grafenbrunn bis St. Peter seit 3. d. M. vormittags wieder verkehrt. —i-. — (Wanbervortrag.) Sonntag, den 9. b. M., nach der Frühmesse wird der technische Leiter Herr Nohuslav Slalicly aus Rudolfswert im Schulgebäube in Treffen einen Vortrag über die Regenerierung der durch die Reblaus zerstörten Weingärten halten. 8. — (Erste Laibacher Elite-Maskerade.) Unter diesem Titel veranstaltet am Faschingssonntag eine fröhliche Gesellschaft, welche jederzeit gerne tanzt, und die Kürze des heurigen Faschings aufs tiefste bedauert, eine ge^ mütlichc Unterhaltung in der Arena des „Narodni Dom", welch letztere an diesem Abende zu einem herrlichen Garten der österreichischen Riviera umgewandelt erscheinen wird. Die Besucher des Festes weiden sich bei den Klängen der bürgerlichen Musikkapelle nicht nur am Tanze ergötzen, sondern auch den bezaubernden Anblick des weiten Meeres genießen. Entree 1 X: früher gelöste Karten, welche in der Trafik des Herrn Heüaret erhältlich sind, losten 30 k- die gleiche Eintrittsgebühr haben die Masken zu entrichten. Beginn 7 Uhr abends. — (Iubiläumstränzchen des Herrn Julius M 0 rterra.) Der vom vergangenen Jahre best-bekannte Tanzlehrer, Herr Julius Morterra, beging gestern sein 25jahria.es Jubiläum als Choreopädist, aus welchem Anlasse er ein Kränzchen in der Kasino-Glaöhalle arran^ gierte, zu dem alle feine Schüler und Schülerinnen geladen waren. Ein Blick in die nette Damenspende genügt, um einen Ucberblick über sein ersprießliches Wirken zu gewinnen. Wir müssen gestehen, daß wir selten moderne Tänze mit solcher Akkuratesse und Exaktheit getanzt sahen, wie es beim gestrigen Iubiläumskränzchen der Fall war. Herrn Morterra wurde von Seite seiner Eleven während des Finales der zweiten Quadrille ein prächtiges Geschenk in Form einer goldenen Uhr überreicht. — (Sanitäres.) Im Monate Oktober v. I. wurde in der Ortschaft Zauchen bei Bischoflack ein Typhusfaü beobachtet: er betraf einen von der Naffenübung heimgelehrten Artillerie-Reservisten. Im November trat der Typhus in derselben Ortschaft in einem Hause epidemisch auf, indem 5 Personen erkrankten, von denen eine gestorben ist, im vorigen Monate aber wurde die Krankheit durch Besuche von Verwandten verschleppt, so daß durch die amtsärztliche Erhebung in der Stadt Bischoflacl ein Fall und in den Ortschaften Ermern und GobeM fünf Fälle, zusammen also 11 Typhus-Erkrankungen konstatiert wurden. Zur Tilgung der Epidemie und Verhütung deren Ausbreitung wurden alle sanitäispolizeilichen Mahnahmen eingeleitet und die Kranken in offiziöse ärztliche Behandlung genommen. —0. * (Kellerfeuer im «Narodni Dom».) Gestern gegen halb 2 Uhr nachmittags wurde der Feuerwehr Zentrale ein Kellerfeuer signalisiert. Eine Abteilung der freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung des Herrn Feuerwchrhanptmannes Stricelj erschien auf dem Vrandftlatze und leitete mit großer Energie und Umsicht die Löscharbeiten ein. Die große Rauchentwickelung er° schwerte sehr die Auffindung des Feuerherdes und be- hinderte die Löscharbeiten. Dem tatkräftigen Eingreifen des Exerziermeisters Dax und der übrigen Feuerwehr« Männer gelang es jedoch alsbald, bis zum Feuerherde in den mit Rauch gefüllten Kellerraum zu dringen und das Feuer zu löschen. — Das Feuer entstand in einer Kehrichtkiste, in die höchstwahrscheinlich mit anderem Mste ein glühender Zigarren- oder Zigarettenswmmel mitgeworfen worden war. Das Feuer hätte sich in dem mit Holz, Kohle und anderem Brennmaterial vollgefüllten Kellerraume leicht ausbreiten können, wenn es nicht der Feuerwehr gelungen wäre, dasselbe so bald zn lokalisieren und zu löschen. — (Der beste Automat.) Aus der Aufführung dei „Schönen Helena": Welche» ist der beste Automat in Laibach? — Das Rathaus; wirft man zu den oberen Fenstern Steine hinein, so wmmen unten Polizeimänner heraus. Theater, Kunst und Literatur. — (Aus der deutschen T hea ter lanz le i.) Der Faschings-Stimmung Rechnung tragend, gelangt lMe dic am Wiener Raimund-Theater mit stürmischen Lachersolgen gegebene Posse ..Die wahre Liebe ist das nicht" zur Erstaufführung. Das Werk erlebte dortselbst bereits die 50. Vorstellung. Die in Wien von Girardi gespielte Nulle liegt hier in den Händen des Komilers L an g. — Morgen ist die fünfte Aufführung der Operette „Die drei Wünsche". — „Hoffmanns Erzählungen" werden am Samstag dei ge wohnlichen Preifen zum viertenmale aufgeführt werden. Geschaftszeitung. — (V ieh m a 1 lt.) Auf dcn am 3. d. M. in Sei -senberg abgehaltenen Viehmartt wurden etwa 700 Stüct Vieh aufgetriebcn. Da in diesen Tagen ziemlich viel Schnee gefallen war und so die Straßeniommunilation teilweise ge stört wurde, blieb der Handel nur auf die einheimischen ttauflräfte und Fleischhauer aus der Umgebung beschränkt. Die Preise der Kühe und Ochsen waren meist herabgedrüctt, da die Viehzüchter wegen großen Futtermangels bestrebt sind. ihren Viehstanb möglichst zu vermindern: trotzdem wurde nur ein kleiner Absah erzielt. Von den Krämern hatten sich die Tuch- und Lederhändler des meisten Zuspruches zu erfreuen, da der nun ernstlich eingetretene Winter wä'rm,re Kleidung und gutes Schuhwert erheischt, 8. Telegramme des K.K.Eelegraphen.Eorresp.«Kureaus. Reichsrath. Sitzung deS Abgeordnetenhauses. Wien, 4. Februar. Das Abgeordnetenhaus nahm seine Tätigkeit nach den Weihnachtsferien wieder auf und be gann die Beratung der wegen der Grubentatastrophe in Nrüx eingebrachten Dringlichleitsanträge. Das Abgeordnetenhaus nahm nach längerer Debatte sowohl die Dringlichkeit als das Meritum der auf die jüngste Katatrophe in Vrüx bezüglichen DringIiclMtsanträa,e bcr Iungczechen und Sozialbemolraten an. Nachdem sich der Ackerbauminister mit der Dringlichkeit einverstanden erklärt hatte, teilte er mit. daß die bisher wegen der Unmöglichkeit der Befahrung des Jupiter-Schachtes noch nicht abgeschlossene Untersuchung genauestens geführt werde, und gegen eventuelle Schuldige mit aller Sirenge vorgegangen werden würbe. Das Haus lehnt hierauf den Dringlichlcitsanircig Herzogs betreffs angeblicher Stempelhinterziehnng der Witi-lowitzer Gewerkschaft ab. nachdem der Finanzminister erklärte, bah eine solche nicht stattgefunden habe. lehnt weiters den Dringlichleitsantrag Schock betreffs Haftpflicht der Grubenbesitzer für das Leben und die Gesundheit der Grubenarbeiter ab. und begann hierauf die Beratung der Netnltenlontingenl-Vorlage. — Nächste Sitzung Samstag. Der Krieg in Südafrika. Haag, 4. Februar. Die England übennitte.^ der niederländischen Regierung hebt zunächst d>e ^ ^ lichen Verhältnisse hervor, in denen sich die von o" . abgeschiedenen Buren befinden; ihren Vertretern in «, stehe lein Mittel zu Gebote, sich mit den Generalei," 5 ren ins Einvernehmen Zu setzen, und ihr vom ^1!^ datiertes Beglaubigungsschreiben habe einen zu bes^»' Inhalt mit Rücksicht auf die Frage, ob die neutralen^ nicht ihre guten Dienste anbieten könnten. Die nitd""^ Regierung wünsche eine Aussprache der Unterhandle ^ Teile zu ermöglichen. Da die Vertreter der Auren >" *^ weilen, wäre die niederländische Regierung in der 2aö^ vorzuschlagen, sich nach Afrika sich zu begeben, «M l' , den Führern der Buren ins Einvernehmen zu setzen un ^ mit ausgedehnten Vollmachten, welche den FriebenW > möglichen würben, nach Europa zurückzukehren. W ^ stimmung vorausgesetzt, müßte ihnen freies Geleite S< ^, und die Freiheit des telegraphischen Verkehres erteilt >" ur.l den Ort der Zusammenkunft mit den Führern d" festzusetzen. i In der Antwort erklärte die englische RegM"^ würdige die von Menschlichkeit eingegebenen AewG p des ohne Ermächtigung der Vertreter oder der 3"?^ Vuren gemachten Anerbietens der niederländische" ^. rling,- sie halte jedoch an dem Entschlüsse fest, die '', vcntion einer fremden Macht nicht anzunehmen. 2" «,^ Vertreter der Vurcn freies Geleite wünschen, tönix"!;,, verlangen, und die englische Regierung werbe nach ^j! Wichte der angeführten Gründe entscheiden. Die englis^.. gierung bemerke nicht, dah die Delegierten der Vurcn" ^ ropa irgendeinen Einfluß auf die Führer der ^"^1 Afrika üben. Die englische Regierung ist der Ans'A H^ Regierungsbefugnis in den Händen Stejns und Scha>'^ glrs liege. Daher würbe es rascher und wirksamer j"^ Einvernehmen führen, wenn die Führer der Buren >" V mii Kitchener direkt in Verkehr gesetzt würben, ttitch"^ . den Auftrag erhalten, jeden Antrag, der ihm v"" 1 Buren behufs Unterhandlung zur Beendigung des ^ zukommen sollte, unverzüglich nach London zu ' -'.« phieren. Die englische Negierung habe den Beschluß 6.-daß diese Verhandlungen in Afrika und nicht '" ^ü stattfinden follen. Die vorgeschlagene Reise der Dc>^.». würde drei Monate in Anspruch nehmen, wahrend W' Zcit die Feindseligkeiten nutzlos fortgesetzt würben. ^. L 0 n 0 0 n . 4. Februar. Die „St. James Gaze^, klärt sich auf Grund von Mitteilungen aus bester 2" , der Lage, zu erklären, bah Premierminister SaliZb"^ dem Ende der jetzigen parlamentarischen Session zurU" werde, wenn bis dahin der Krieg beendet sein sollte. . L 0 nd 0 n , 4. Februar. Eine Depesche Lord K'^j aus Pretoria vom 3. b. M. meldet: Seit dem 2?> ', wurden 29 Buren getötei, 6 verwundet und 142 ge'^jü genommen, 48 ergaben sich. In der Kaplownie besing das Burentommando Aambooöber g. Das Burenlon"^ unter Louis Wessels im Distrikte Crabock griff cun' 1- ^ einen Proviantzug an und steckte ihn teilweise in ^^ Aus der Mandschurei. ,, Petersburg. 4. Februar. Für die M"^ wird in diesem Jahre ein Bistum mit dem Sitze '" ^F und in einer der mandschurischen Städte ein ol" ^ Mönchskloster als Missionspflanzstäite errichtet tveld^l Erbauung des Klosters wurden vom geistlichen NeN ^ rcits 50.000 Rubel angewiesen. Als künftiger Visch^s der Chef der Pekinger geistlichen Mission, der Arch'"" Is.nozenzius. genannt. Wien, 4. Februar. Seine Majestät der Ka's^,, um 8 Uhr 15 Min. abends mii dem HofseparatM ^ Budapest abgereist und lehrt am 19. d. M. nach Wic"^ „Gisela ist eme Waise wie du, und sie ist Heimat los, genau so, wie du es warst, ehe du zu uns kamst," fuhr die Matrone fort, ohne den Einwurf zn beachten, „und deshalb wird sie bei uns eine zweite Heimat finden. Sobald draußen die Sachen geordnet sind, wird sie für immer zu uns übersiedeln!" Lisa taumelte förmlich zurück; ihre zitternden Hände umklammerten fest die Lehne des Stuhles, an dem sie stand. Die Eröffnung dei- Tante traf sie wie ein betäubender Schlag, der ihr momentan die Sprache raubte. Endlich brach sich ein mißtönendem Lachen von ihren Lippen. „Sehr gut! Sehr gut!" rief sie mit sich überschlagender Stimme. „Da mußt ihr voraussichtlich eine andere Wohnung nehmen, deun ihr werdet es der Prinzessin hoffentlich nicht zumuten, mit diesen bür gerlich bescheidenen Räumen fürlieb zu nehmen. Die Prinzessin beansprucht doch jedenfalls emeu ganzen Flügel für ihre Privatbenützung. Ihre Hoheit ist es ja gewöhnt, in großen Verhältnissen zu schalten." „Ja, wir werdcu eine größere Wohnung gebrau< chon," sagte ssrau Henriette ruhig, ohne von dem Spott, der in Lisas Worten lag, Notiz zu nehmen. „Diesen Winter werden wir uns freilich hier einrichten müssen, zum Frühjahre aber beabsichtigt Ontel ein Landhaus auf der Uhlenhorst oder in Harvestehnde zu kaufen." „Ja. gewiß, das wird den Gewohnheiten und den Ansprüchen der Prinzessin auch mehr entsprechen!" höhnte Lisa. bi« sich vo? Wut km'M noch selber kaimte. weiter. „Und natürlich muß sie auch mit einem ge-bührenden Hofstaat von Dienern, Kammerjuugfer. Gesellschafterin usw., umgeben werden! Die wird siä, wohl uoch uicht einmal die Handschuhe selber znlnö> fen, viel weniger die Stiefel. Oder soll ich vielleicht der Prinzessin Habenichts Kainmerzofendieiiste leisten?" „Ich glaube bestimmt, daß das liebeMädä>'n ver ständig geinig ist, ihre Ansprüche den Verhältnissen anzupassen und unseren einfachen Gewohnheiten Neä,-uung zu tragen," sagte die alte ^rau ernst und mit Nachdruck, „ttebrigens würdest du dadurch nichts an Wert verlieren, wem, du ihr einmal eine kleine Hcmd-reichung uud Gefälligkeit erzeigtest. Ich hoffe, daß ihr beide recht gute, aufrichtige ^reundimu'il werdet." „Nie! Niemals!" schrie Lisa. „Wenn ihr die ins Haus uehmt, gehe ich! Lieber will ich mein Vrot bei fremden Leuten verdienen, als das Aschenbrödel diesem Frauenzimmers spielen!" „Ist das dein Ernst, Lisa?" fragte ^rau Hen^ rictte ruhig. „Ich glaube, du überlegst dir das uoch einmal. Allerdings können und werden wir dich nicht zurückhalten, wcnu du nicht mit Gisela zusammen bei! uus leben willst. Du mußt selber wissen, was du willst und was du tust!" „Soweit ist es also schon gekommen, daß ich der Vnnkerotteurstochter den Platz räumen mnß?" wollte Lisa aufschreien, aber — sil> schwieg. Zur rechten Zeit machte, die Stimme ihres Ver« stondcs sich nun doch bei ihr geltend. Sie fühlte, daß' si.' nickt wfitov nonl>n burftc. wnssll' sic ki? Vachc nich< --------------------------- -^— .^' auf die Spitze und einer Wendung zutreiben, " ^. durchaus uicht erwünscht seiu konnte. Mit fest ^ meugepreßten Lippen wandte fie sich ab und ^ das Zimmer. ^c In ihrem eigenen Zimmer angelangt ^^F gl-lte sie die Tür hinter sich zu und warf sich M" erstickteil Aufschrei aufs Sofa. ^ Sie hatte die Möglichkeit, daß mau sn' ">" ^/' frcmdeu Mädchens willeu ziehen lassen kön»^ ^ im eutferntesten erwogen. Und doch schien ^ >^ü vielleicht sah man es sogar nicht einmal ungern. ^,! sie ging, aber — darin sollte man sich verrechnet ^' finstere Nachegedanteii gegen diejenige, welche ';,/> drängen wollte, verdüsterten ihre Seele. -' ^' Schritt wollte sie weichen, keinen Deut von il)^' f/ herigen Rechten abtreten. Die andere sollte nur ^ men. sie war gerüstet — gerüstet zu einem 5W"'l> nuf5 Messer. Lisas exaltiertes Wesen, die offenbare <^ keit, die a„5 dem Wescu des Mädchens sprack' ^ ., ten ^rau Henriette mit schweren Bedenken ln'"^^ des künftigen Zusammenlebens der beide» I^,,,,«' Mädchen nuter einem Dache. Als sie mit ihrem -^ am Abendtische saß — Lisa fehlte, sie hatte s'"^'' die Köchin entschuldigen lasseu, da sie heftig. /> schmerzen habe — sprach sie ihm ihre VesorgnM ^? „Lisa ist eine despotische Natur- sie d'^" z, z'' anderen Götter neben sich; ich fürchte, es ^ ^c schweren Konflikten und Reibungen kom'""', ^ si? seufzend. (Fortsetzung "' ^^cherZettullg Nr. 29. 24< 5. Februir 1902. Meteorologische Beobachtungen in iZaibach. , ^-^Hjh^^^ 3 m, Mittl Luftdruck ?W 0 mm. 3^—^-----------------------, ^ 9 " ^ ?5^h 4^b1MN? schwach bewöslt"^" ^ ^^~-^^6 10 S mäßig Regen_______ '3 ?3b 6 -IS, SO. mäßig > bewöltt j 3 1 n>alt: ^ ,^°gesmittel der gestrigen Temperatur 19°. «or. ^^erantwortlicher Redakteur: Anton Funtet. ^anöestheater in Faivach. °^ Deute Mittwoch. 5. Februar. Ger. Tag. ^ Zum erstenmale Tie wahre Liebe ist das nicht! ^ Gesang in jüns Bildern von IxliuS Horst und Leo Stein. ^°^halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. ltlze ^ berbreitetes Hausmittel. Die steigende Nach-A ri<^ 'MollS Franzbrantwein und Salz» beweist Mtnde u^ ^ Verwendbarleit dieses, namentlich als schmerz. Elchen Leibung bestbetannien autirheumiUischen Mittels. In ?"t>^^^ (188) !!-l Alle Oatturlgen von ^Spiritus lacken 3?^ ttk?<.I^'^'"°^ Etileltenlack, Fußbobenlack. natnr und ^«erai«^^' Brüder Eberl, Laibach. Fran« ^>^»«Ne. 3iach auswärts mit Nachnahme. (5141) 11—10 ^M, kinkilung 2u einer geMllcnen M lan?unterllaltung i "IH^. velcke Vonner5t2ss, 3en 6. ftbruar, lizz« ^, in2eske5!auration Vo5pernig,MreN' ^ilei, ^' ""^" ^llkvirkung 9er bürgerlichen ^^ /"^ llattMget. Mftng 8 Ukr ädend5. «8? ^' ^ ^uu laden llöflicli5t ein un9 Mia Vo5pernig. Bordeaux- u. Marsalawein Vorzügliche alte Weine, besonders für Kranke und Reconvalescenten geeignet, welche stärkende und kräftigende Mittel benöthigen. — Eine Dreiviertelliter-Flasche 2 K. (4513) 10—9 Apotheke Plccoli, Laibach, Wienerstrasse. Auswärtige Auftrage gegen Nachnahme. Antikatarrhalische Pastillen des Apothekers Piccoli in Laibach werden angewendet bei katarrhalischen Affectionen der Athinungsnrgane, Husfen und Heiserkeit. 1 Schachtel 50 h, 10 Schachteln 4 K. Auswärtige Auftrags» werden prompt gegen Nachnahme des Betrages tffectuiert. (4013) 14 Wohnung mit drei Zimmern und Vorzimmer, Küche, Putzgang, Dienstbotenkammer ist an eine ruhige Partei für den Mai-Termin (480) zu vermieten. Näheres in der Administration dieser Zeitung. Der Vund der österreichischen Vast« aelVerbe.Uttgestellten, Teltiou Laibach, gibt hiemit bekannt, daß Herr Lelir Sterle gahllellner am 3. b. Vl. um halb 7 Uhr abend« im bb. Leben«« jähre dahingeschieden ist. Das Ll'ichcnbi'gängniö findet heute, den 5, d. M., um 3 Uhr nachmittag«, vom Trauerhause Rosen» gasse Nr. 41 aus statt. Laidach am 5. Februar 1902. (482> Die Sektion Laibach. Potrtim srcem naznanjamo vsem sotodnikom, prijateljem in znancem tužno vest, da je na§ iskreno ljubljeni soprog, odnosno dobri oèe, tast in stari oèe, gospod dr. Josip Galle c. kr. državni pravdnlk v p. danes, dne 4. fehruarja 1902, ob l/iS. uri zjutraj, v 68. letu svojo dobe, po dolgi in muèni bolezni, previden s sv. zakramenti za umirajoèe, miruo v Gospodu zaspal. Zemski osfanki nepozabnega ranjkega prenesö se v sredo, due ö. t. m., ob pol 4. uri po-poludne iz «L?oninuma» v Ljubljani, Zaloška cesta, na tukajänje grobiSèe. Sv. maäe zadušnice služile se bodo v raznih cerkvah. Blagega rar>jkega priporoèamo v molitev in prijazen spotnin. V Ljubljani, dne 4. februarja 1902. Marija Oall6 roj. Papei, soproga. — Joslp Oalle, Onitav OalU, c. kr. avskultant, Frau Oalld, ein kr. porofimk, sinovi. — Marija Fraldl, roj. Oallö, EmlUJa Vidlo, roj. dalli, Olga KapuB, roj. Qallö, hèere. — Dr. Fran Papei, odvetnik, svak. — Dr. Joalp Fraldl, c. kr. dež. HodiS^a svetnik, Oton Vidlo, c. kr. fodni pristav, dr. Albin Kapaa, odvetnik, zetje. — VladlboJ Dnian Kapua, Prokop Danllo Vidlo, vnuka. Brez posebne^a ot)ve»tilfi. (485) LebcuSlcttuilg. 7"ye^^,^ '" Jahre 1890. als ich nach einer schweren ''>>s/""^"3. nach welcher ich sogar Vlut spucltc. Ad-'ÜUchte. '^l, /^ ^" war damals als Curort zwar schon be- ^ ^^ ^^ Zerstreuungen bot er den Curaä'sten rein ^ lm^ ^"sstcn sich eben miteinander unterhalten. ^3'« ^it^i^^'^' ^lbbllzia hielt der Zug und von bort .^9lbl, ^"gens blf ^" itrcl^, ^^ '"" ^'^^' ^^'^ ^^^^ °" b" Adria tzi^su^ "en oder Neconvalescenten der besten Stände !traf ^ ^°^" "°^ ^^'^ aussehenden Officier >«^" ltehe,' 1' " "us seinem Tische eine Flasche ^°tzu ^lUnd» ^"^ """ neugierig, zu erfahren, aus ^h«^ ^> Und^^""^ gerade diesem Getränt! so den ^ffic/^t ^^ Nagte ihn. ob er auf mcd cinisches An-«. '^idtl./?^^'"" anderen Ursache :s trink. De: V>^^^"uf: ^ "ttch, ^ "n. verehrtes Fräulein, die Geschichte er- > ^ ^3°t ^.^"°nlasZt. dieses Getränt reichlich zu » ' ^ '^ « "" "?" mein Vorgesthter, ein viitt' > ^°nisch«n Bronchialllltarih ertrankt und hatte auf ärztliches Anrathcn Milch mit Gicfchi,bler, Wein mit Gießhübler. und reinen Giehhübler andauernd getrun-lcn. Ich hegte wenig Hoffnung, dass er wieber von diesem ' chronischen Leiden ganz hergestellt würde. Da wurde ich zu! einem anderen Regimente versetzt und hörte nichts meh: von meinem Vorgesetzten. Nach drei Jahren unternahm ich einen ^ Nitt in den Wäldern von Waibhofen an der Thaya, da lam mir ein von Gesundheit strotzender reitender Oberst ent- ^ gegen — es war mein ehemaliger Vorgesetzter, den ich wahrlich schon nie mehr im Leben zn begegnen hoffte. Ich befragte ihn sofort, wieso er sich derart erholt habe, und er erzählte mir, dass lein anderes Getränk als Giehhübler seit jener Zeit seine Kehle netze. Er trinke es in allen Mischungen, sogar mit Himbeersaft, und er sei der festen Ueberzeugung, dass Giehhübler in der That ein heilsames Getränt ist. Ich verabschiedete mich und blieb der Erzählung von des Gieh-hüblers Wunderwirlung eingedenk. Mein sehr verehrtes Fräulein, es dauerte nicht lange, so ereilte mich ein gleiches Uebel, und wie Sie hier bemerken, folge ich dem Beispiele meines Vorgesetzten und trinle fleißig Mattonis Gießhübler." „Danlc bestens, Herr Obcrlieutenant. für die gütige Aufklärung," versetzte ich. ..von heute an soll dieses Getränt auch an meinen Tische nicht fehlen. Und vermischt mit anderen Getränken schmeckt es wohl auch vorzüglich?" „O, gewiss, verehrtes Fräulein," erwiderte er, „und zwar besser wie jeder andere Säuerling, und zwar bleibt bas Getränk stets lein unb klar; ber Wein wird sogar nie trüb noch dunkel gc-färbt." ..Ich möchte, Herr Oberlieuienant. den Giehhübler zur Limonade benutzen." „Der schmeckt gar vorzüglich, besonders ist dies bei großem Durst in der Hitze anzurathen. Wenn ich oft in der Sommerhitze reiten musste, und eine Oase in ber Wüste — eine Schenke erspähte, stieg ich ab, und ließ mir eine Flasche Gießhüblcr und Citronen reichen. Ich fühlte mich darnach ermuntert, abgekühlt, wie neugeboren — nicht wie nach Wein und Bier schläfrig und abgespannter, so dass ich meinen Nitt beenden tonnte. Damen aber, glaube, ich, wird er den Gaumen mehr befriedigen, wenn man Fruchtsäfte hineingießt." „Nein. nein." sagte, ich lachend, „glauben Sie. Herr Oberlieuttnant. dass alle Damen durchaus naschhafter Natur sind. Ich speciell bin leine Feindin von Süßigkeiten, unb schwärme nur für Limonaden, kenne auch die verschiedensten, lali unb warm, aber von einer aus Gicßhübler hatte ich noch nichts gehört." „Vielleicht wirkt dies auch verschönernd auf ber Teintbei Frauen?" fragte ich dann weiter. „Ich hörte nämlich, bass Limonaben blutreinigender Natur sind. unb. ^ wel ein besonders reines Vlut Hai, bleibt von allen Unrein« lichleiten der Haut verschont." Er lächelte. „Ohne Zweifel." sagte er dann, „aber man sieht, wie sich die Eitelkeit der Frauen sogar hier bemerkbar macht. Sie verzichten lieber auf ^lle sonstigen Vorzüge von Mattonis Gießhübler, nur um einen fchönen Teint zu erhalten." Jetzt war ich ein wenig , beschämt. Guten Abend wünschend, verließ ich bas Cafa im ! Curparle unb lehrte ins Hotel zurück, wo ich mir sofort Giehhübler credenzen ließ. und wirtlich, dieser Säuerling schmeckte mir wunderbar! ^ Nevor ich nach Abbazia reiste, war ich, wie eingangs erwähnt, von einer Lungenentzündung genese?. Während der Krankheit stellten die Aerzte sogar die Diagnose auf Lungcntubcrculose. Zwölf Wochen lag ich im Nette, zweimal wurde mein Zustand ein derartiger, dass die Aerzte staunten, mich bei der nächsten Morgenvisite noch am Leben zu finden. Kaum konnte ich jedoch gehen, so gieng's ans Meer, und als Curgast begegnete ich jenem Oberlieutenant, der mir von der Heilkraft des Gießhüblei Sauerbrunnens solche Wunder erzählte. Nun begann ich noch an demselben Abende mit dem Genusse dieses Getränkes, das auch bei mir seine Wunder-Wirkung nicht versagte. Nach Verlauf von zwei Jahren wurde ich Gattin eines Arztes, und nach Verlauf von weiteren fünf Jahren Mutter "von fünf Kindern, drei Söhnen u»b zwei Töchterchen, deren Amme ich selbst war. Heute schreiben wir bas Jahr 1902, also zwölf Jahre später, unb noch immer prangt bie Gießhübler-Flafche mit ihrem heilkräftigen Inhalte auf meinem Tische, nicht nur, weil ich den Säuerling aus anderer Leute, sondern aus eigener Erfahrung erprobte, und einzig auö diesem Grunde rufe ick ber Menschheit zn: ! Trinket nicht nur zur Erhaltung - nein. auch zur Erlangung eurer Gesundheit Mattonis Giehhubler! l Erna Klein. Laibacher Zeitung Nr. 29. 242 5 Februar 19^^ Kurse an der Wiener Börse vom 4. Februar 1902. «««^ offizielle« Kurs^ Di» notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährnng, 2>le Notiernng sämmtlicher «Mien und der «Diversen Lose» versteht slch per Stück. Allsenuin, z»ant»schult>. «'" ^"" «inheitl. Rente w Vtoten Mai-November p, K. 4^/«. - .101-05 1(11,-25 «nNot,Febr.'Nua.pr.«4^/u 101 05 10l 85 ,3Ub,Iän,'Iullpr,K,4-ü",^ iU0 90 101 iu „ „ April,sl,, per Kasse.....4°/„ 1L0»0 12l - dlo. Rente WKronenwühr,, stft' < per «asse.....4»/, 9«-05 9» 25 bto. dto. blo. per Ultimo . 4°/» 9» — »8 »0 vefterr.Investitions-Nente.stft., per Nasse .... 2>/,°/o »«75 88 9b Gifenb»h».«taa<«sch»lb. verschreib»»».«». Elisabethbllhn in V.. steuerfrei, zu 80,000 Kronen . . 4°/« il? 50 118 50 Franz Josef »Vahn ln Silber (biv. Ht.) .... 5'/.'/» 123 75 184 »5 Rubolfsbahn in »ronenwähr. steuerfrei (blo. St.) . . 4°/, 9» ?5 KS 75 Norarlbergbahn in Kronenlvühr. steuersr., 400 Kronen . 4°/» 98-15 99'15 Zn VtantSschulbverschrelbnn« gen »b»eftnnp.<«stn».'««ttn. Elisabethbabn li00 sl. .........447 — 450'— Vol. Karl'Lubw.-«. wo fl. «M. ü»/° von 200 fl......4»««0 4L4- 99-?o luo?a Sparlasse, i,0st.,00I.,v«l.4°/<, S»-?b 99 75 Glsenbahn^liaritäts. Gbligatlunen. sserdina«ds'!!>iorbbllhn Em, 1««« 9» 60 l00i>« Orslcrr. «ordwestbahn - - - 108 «2 10» 35 Staatebah»....... 440 5^4425" Sübbahn il 3°/,verz.Iä,'n.'Iu!i 81» - 3,9 - dto. ll5"/,..... 121 —l»2^ Ung.galiz. «ahn..... l«? U0 10»-45 4"/„ Untertrainer «ahnen . . 99-50 lon - Diverse Kose (per Stück). Verzlnsllche Lose. 3«/« Vobenlredit «ose Cm. 1880 2«< - 20«- 8«/n „ ., EM, 1»«9 25« 50 25« — 4°/» DonauDampIsch, 100 sl. . 500 — 550 — 5°/° Donau-Negul.Gose . . . «75 50 2??-^.<> llnverzlnSllche Lose. Vuollp,.«asilica (Dombau) 5 fl. i»50 l9 5« «rebltlose 100 sl...... 402-— 400- Llary Lose 40 sl, EM. . . .123 — 167- Osener Uoso 40 sl..... l92-— 196 — Palssy Lose 40 fl, LW. - - - 1??'— »»1 ^ Noten »reuz, vest. Oes.,v. 10 sl. 53— 54 — „ >!„a. „ » 5»l, 30— 31 - «ubols Lose ll, sl...... 97—100-- Talm-Lofe 40 sl..... «30 — L3»'— 2t, Gciwiö Lose 40 sl. . . , 270 —2»2-- Wiener (iomm.'llose v. I. 1874 40550 40? 50 Vewinstsch. d, 3«/» Pr, -Schlilbo. d, «odenlredltanst.. l^>i»«l' 55— 5«— Lalbacher Los«..... ?5 — 7« - «eld Ware «Men. Transport »zlnter« nehmnngen. «usjigllepl. (tisenb, 500 sl. . . 2930 2938 «au. u, «etriebs-Ges. fllr stadt, ätraficnb, i„ Win, lit. ä. . 2«« — »87- — dto, dlo, bto. lit, U , 281 5U 2^8-50 BVHm, Nordbahn 15« fl, . . 3«5 — »90- Vuichtichraber Els. 50N sl, ttM. 2t>80 2690 dto, dlo, iüt, I!) 200 sl. 100»- 1008 Dona» Dampfschiffahrt«. Oesell. Oe>:rrr., 500 sl, »M. , . . 83» — 837 — Duz Vodenbachcr T, »Ä. 400 X 529 — 5Uü — Feidlnaubs^iordb, 1000 fl, ttVl, 5590- 5610-^rmb. Czenww Iassy-Lisenb,' GeiVllschaft LU<> ll, <2, , , . 580 — 59,1 - Lloyd.Oost,, Tri^sl. 500sl,icM. ^,5- »59 - Ocllrrr. Nordweslvahn200sl, S, 453-455 bto, dto. (lit. U)2»0sI,T. !456-50 458 5» Prag Duxer Visenb. loasl.abgst, ,90 25 l9l - StaalSetsenbahü ^X) f>. S. . . !u?4 k>0 »,-?5 50 Südbah» 200 , Ä. 200 fl, IM. 387— 39l -Tramwali We,',, Ni'ueWr,, Prio> ritälö «Nien lM fl. , . . ,75 — i??-— Unss.'gaNz, liisenb, 200 fl. Silber 4!l0-— 481 — U>« ^z> Unioilbanl 200 fl..... 56« "^o «jerlchrcbanl, M«,, 140 fl, . 2^" Industrie. Unttl» nehmungen. Äa,i«es., Nllg. üst.< l00 fl. . , lsi "-(issydier lkilen. und Slahl'Ind, ^ in Wien l00 fl..... l»» ,^ ltllenoahüw.>Lei!,a,Elste, ,U0fl, ll>« ^l'' ,,ü>^ Mvülau Ocsellsch.. vest, alpine 3^,",^v Tarj. Steiuluhlen ,»N fl. 5«» ^,- ,,Schloi,lmül,l". Papierf, 200 fl, »sf ^. ^ ..SteM'erm,", Papiers, n,N,'G ^^ 4 Waznan Lilians:„«III«,, inPcsl. ^ F' 4W X........ ?2U ^ ,7^ Wiener Waxgesellswft lOO fl. , '««^1»"' Wienerberger Zieze! «ltien Oel, 6?» Devisen. tturze Nichte«, ^ Amsterdam....... «"^l^ Londo,,........"3?.,?,^ Paris......... ",5!^ Ft. Petersburg.....- ^ yalulen, ^ Dulalen........ ''K'^ ^0'^rane«.T»ücle..... ,f>n, FrlarlUUen, Akttru, JLo«en etc., D«tLsoii and VtUattm. (10) Log-VergToherun«. BaurLlc- VLUdL T^7"ecla.sler-GJ-eech.Aft i ___________________L^Ubacti, SpltalgaaHe. Privat-Depots (Safe-Deposits) fli, va.ivti»r elg-ois.9BQ.troracli.l-u.ios iLer I"*r V«siJoung «so Bar-Llilig«n In CoDto-Cerreat- uad auf GUtWJ^^r