Llbristlcitung: RathauSgasse Nr !» lelefh»» Hr. tl, iatennbiui. GttcAftunbe: Täglich <»>> >« «»atm« der So»»- u Aeier» l»Oi> v«a 11—IV Uhr vorm. $oa»Mirn»ca »nt» »ich! ,»r>ick»i«»kvlii. aomealsk tti»* fortan»«» richt deriickftchtigt. Äa!ü»dig»nge» aimmi »ie PnaMltnug »e r» Hrrechnim« brz diliigst lest, »eftellte» u^duhrk» e«I»egni. — «e> JSiednhoiaagr» Prei». aochl»ß. Ti« .X>ratM)eß«tt-lesen Wittaodi ant Sonntag oktal#. i'oRU*tf«o» Nr. »>. iiterattan. vezsgsbedinqungk« Durch Mt Po? dqoyea: «leNelli^ri, . . . T »■» H-ldjiihiI, . ... K <1*40 Okauchng . ■ . . I UM Kilr CilK mit jalteHaa» >a» H»»« -»«lUMich . . . . K I I» WRJclja^ilfl ...»» — SalMäiii» ...««-»»ijidri» . . . . K II.— SU,» >a»l«a» «Tliilira Ach dir 8cian*octn4fttM a*> »h fc5»;tea «rrfenkanjl-aetillittn. «HiiaHfifrtr Rfc>t imcit* ,elien btl »iir 11 'UrftfOunj. Yr. 51 HiM, Samstag, 26 Juni 1909. 34. Zahrgan«. Arostnvischt ThratraliK. Hörte oder las man die Reden, welche bisher die Vertreter der slavischen Solidarität während der Budgetdebatte im Abgeordneten-Hanse hielten, so konnte man sich eines nachsichtigen Lächelns nicht erwehren, obwohl der Tenor d cscr Reden genügend Anlaß zum Aerger und selbst zur Entrüstung bot. Aber die schranken-lose, grimmassige Uebertreibung, die in dem, mehr kopsstimmigen als brusttönigeu Pathos der neoslavischen Wortführer zum Ausdruck ge-langt, vermag die auflodernde Empörung des unbefangenen Hörers oder Lesers bis' zu einer gewissen mitleidigen Nachsicht zu mildern, die geneigt ist, die gesprochenen Bomben der Ische-chischen und südslavischen Nusseuschwärmer für ein wohl lärmmächtigeS, doch nicht lebensgefährlich:« Phrasenfeuerwerk zu nehmen. Ganz so harmlos sind die AuSbrüche des Deutschenhasses der slavischen Fanatiker allerdings nicht; »nr steckt so viel Theatralik in ihnen, daß man sich des beruhigenden Gedankens nicht entschlagcn kann, diese iuS Maßlose, i»S Sinnlose w.'ch-sende Aufgeblasenheit müsse in sich selbst zu-sammenfallen. Nach der sehr vernehmlich vorgetragenen Ansicht des Abgeordneten und ehemaligen Mi- Z)er KolzKnechl. Humoreske von Reinhold Ortmann. Der geheime expedierende Sekretär und Kalku-lawr im preußischen Handelsministerium Adolf Brandstötter sühUe sich so glücklich, wie es einem Menschen zukommt, der einen lange gehegten Herzens-wünsch zur schönen Wirklichkeit werden sieht. Als ein mit Spreeioasier getaufter Sohn der norddeutschen Tiefebene, schwärmte Adolf Brandstötter von jeher für das Gebirge, das er bis vor zwei Tagen nur in den bescheidenen Miniaturausgaben der Mär« tischen Schweiz nnd der Tüdersdorjer Kalkberge kennen gelernt hatte. Einen Sommer inmitten rich-tiger, mehr als hundert Meter hoher Berge zuzu-bringen, war seit Jahren die heiße Sehnsucht seiner Seele gewesen, und als ihm im Frühling dieses Jahres Frau Fortuna einen Lotteriegewinn in den Schoß geworsen hatte, war es svsort beschlossene Sache gewesen, daß dieses Geld nur zu einer Ur-lanbsreise ins Gebirge verwendet werden dürfe. Denn daS Hochland hatte ee ihm nun einmal ganz besonders augetau, sowohl um seiner schönen Berge als vor allem um seiner Bewohner willen. Adols Brandstötter hatte die sichere Enipfindung. daß er unter ihnen wie unter guten alten Bekannten sein würde, denn er konnte dort ja nur Gestalten begegne», die ihm aus den Geschichten Roseggers und Gang-hosers, sowie von den Gastspielen der „Schlierseer" und ..Tegernseer" her vertraut waren. Der „Jager", der Wilderer, der allezeit rauflustige ,,©ua" mit der herausfordernden Spielhahnseder ans dem Lodenhut und den gemsledernen Kniehosen, vor allem aber das tausrjsche, jodelnde, schnhplattclnde und jederzeit zum ..Busserln" ausgelegte „Dirndl". — sie alle hatten es ihm angetan mit ihrer urwüchsigen, die-deren Natürlichkeit, ihrer vvu allen Schilderern des oberbayrischen Volkslebens überschwenglich geprie-senen HerzenSgüte und echte» Liebenswürdigkei. Das Herz mußte einem ja aufgehen im Verkehr mit nisterS Prafchck ist man in Oesterreich wieder in das Wasser deS zentralistisch-germanistischen Systems geraten. Wenn auf der Galerie, glaubt Herr Prafchek ebenso vernehmlich, ein Angehöriger eines fremden konstitutionellen Staates sitzt, wird er eS nicht begreifen können, wie es möglich sei, daß eine Minorität im Staate regiere und die Majerität unterdrücke. Die Ver-nehmlichkeit von Exzellenz Praschek wird noch gewultiger bei dem AuSspruch: An dem Tage, wo die Slaven in Oesterreich sich die Häude reichen, ist eS mit dem Uevermute der Deutschen zu Ende. Hoffentlich ist die Zeit nicht weit, wo alle Slaven Oesterreichs neben der Treue zu Kaiser und Staat (klingt herrlich aus dem Munde der staatstrcuen (!) Slaven) von dem großen Gedanken erfüllt sind, eS dürfe nie vor-kommen, daß eine slavische Nationalität sich gegen die andere ausspielen läßt. — Dann dämpft Herr Prafchek die Kl nigwucht seiner Ueberzeugungen zu sanftem Flöteutou in der Erklärung, seine Partei (die tschechischen Agra-rier) werde Bemühungen um eine „ehrliche" Verständigung in Böhmen stets unterstützen. Zu diesem Zwecke aber, meint Herr Praschek — uns er flötet nicht mehr — muß man ehrlich zusammenkommen, nicht wie ein Privilegierter und ein Minderwertiger, sondern als zwei gleich- diesen kernhasten, unverdorbenen Menschen I Und wenn er gar erst an das „Fensterln" dachte — an die holde Romantik poesiednrchtränkter Sommer-nächte in einsamen Sennhütten, auf hochgelegener Alm — oh, eö war beinahe zu schön, um leibhaftige Wirklichkeit zu werden. Und doch war e« nun Wirklichkeit geworden, insoweit wenigstens, als sich der Geheime expedie-rende Sekretär seit zwei Tagen mitten im Gebirge befand, in einer der meist besuchten Sommerfrischen, deren herrliche landschaftliche Schönheit mit ihren Wäldern und Seen und trotzigen, schroff ansteigenden Bergen alle Erwartungen Adols BrandstötterS weltenweit hinter sich ließ. Nur in Bezug auf die Bevöl-kernng fühlte er sich einstweilen noch nicht befriedigt. Die „Buam" schienen ihm nicht ganz so schneidig und die „Dirndln" nicht ganz so taufrisch wie ihre herzgewinnenden Abbilder iu den Romanen und BolkS-stücken. Die Biederkeit der Wirte und Geschäftsleute dünkte ihm nicht ohne eine kleine Beimischung von Schlanheit und Gewinnsucht, wie er sie bis dahin nur im kulturbelecktcn Flachlande für möglich ge-halten hatte, und nach einer Gelegenheit zum „Fen-fterln" hatte er in diesen zwei Tagen vergeblich Umschau gehalten. Aber von Entmutigung war er um dieser kleinen Enttäuschungen willen einstweilen noch sehr weit entfernt. Er war verständig genug, sich zu sagen, daß man die Vorzüge einer Bevöl-kerung noch nicht durch die innige Berührung mit sremden Elementen verdorben worden sei. Und des-halb begann er am dritten Tage Streiszüge in die weitere Umgebung zu unternehmen, fest überzeugt, daß sich der verderbliche Einfluß jener Elemente höchstens aus eine halbe Stunde im Umkreis der Sommerfrische erstrecken könne. Und siehe, sein Vertraue» wurde belohnt. Schon bei der ersten Wanderung stieß er aus einen faul am sonnenbeschienenen Berghang hingeräkelten, baumlangen Menschen, der seiner äußeren Erscheinung nach ohne weiteres als riesenstarker und dabei bis zum Zerschmelzen weichherziger Holzknecht in einem berechtigte Faktoren sich zum Tische setzen und sich die Hände reichen. Die Partei dcS Herrn Praschek könnte also — immer noch nach dessen höchst vernehmlicher Anschauung — nur eine solche Regierung unterstützen, welche für die Gleichberechtigung aller Völker eintritt. Gespro-chene Bomben, Phrafenseuerwerk und eine schrei-ende Theatralik, die deutlich, sehr deutlich an die Veranstaltungen morgenländischer Festlich-fetten erinnert. Tritt nun Herr Kramarsch auf den Plan, der von ewig nugeftillter Sehnsucht nach der blauen Steppenblume der großrussischen Ro-mantik erfüllte neoslavische Politiker, dann ist m in auf eine salonfähige Entfaltung der slavi-scheu Umsturztaktik gefaßt. Aber auch da gibt es nur gesprochene Bomben, Phrasenfeuerwerk und kreischende Theatralik. Ist eS ein einseitige« südslavisch:S oder böhmisches (sprich: tschechische») Interesse, fragt der bis in die Finger« und Ideenspitzen nervöse Parlamentarier, wenn wir verhindern wollen, daß Oesterreich »ach außen hin als rein deutsch verwalteter Staat dasteht, und wenn wir »nS dagegen wehren, daß, wie dies durch die Sprachenvorlagen geschieht, pour lo roi Prasse gearbeitet wird? .... Echter Kraurnrsch, ältester Iahigaug! Aber dieser groß-s avische Illusionist pour Is o?«r de Russie Repertoirestück der „Schlierseer" hätte austreten können. Er war braun gebrannt wie ein „Sing-halese, trug einen wild aussehenden schwarzen Bart, eine verschlissene Joppe und noch verschlissenere Lederhosen, unter denen die gebräunten Änie nackt zum Vorschein kamen, Wadenstutzen. Nagelschuhe und alles, was sonst zu einer Jdealgestalt nach Adolf Brandstötters Sinne gehören mochte. Natürlich zögerte der Geheimsekretär keinen Augenblick von seiner glücklichen Entdeckung zu profitieren. „Grüß Gott, werter Bna!" redete er den Hin-gestreckten freundlich an. „Sie sind Ihres Standes Holzknecht — nicht wahr?" Ohne die kurze Jagdpseise aus dem Munde zu nehmen, blinzelte der Angeredete mit herzgewinnender Schelmerei zu dem Frager aus. Seine Antwort aber bestand nur in einem bestätigenden Kopfnicken. Und er nickte auch nur, als Brandstötter höflich um die Erlaubnis bat, sich ein wenig an seiner Seite niederlassen zu dürfen. „Sagen Sie mal, Bna, jibtS hier herum keeue Alm mit niedlichen Sennerinnen?" eröffnete der Fremdling die Unterhaltung. Der Holzknecht aber schüttelte den Kopf. „Na — dös grad nöt. Aber an Einödhof mit blitzsaubere Madelu. Da heroben liegt er." „Alle Wetter! Blitzsaubere Madelu sagen Sie? Da kann man also fensterln?" „Warum denn net? WannS a Schneid ha'm, kimmens nur nach Dunkelwerden auffi!" .Großartig! Sie sind ja ein Prachtbua, ver-ehrter Holzknccht! Wollen Sie eine Zigarre? Nee? Na, dann werde ich mich schon aus andere Art er-kenntlich zeigen. Also heute Abend? Aber Sie müssen mich hinführen, damit ich auch an das rich-tige Fenster komme. Uebrigens, eS ist doch nicht je-fährlich?" „Ah na! Wann i aufpaß, nöt!" „Auspassen wollen Sie auch noch? Und da soll noch Einer sagen, daß die Romandichter über- Wirtin M Deutsche Wacht (nebenbei bemerkt, feilte slavische Dynastie!) hat etwas von dem indischen Fakir an sich, der beinahe auch da überzeugend wirkt, wo der Humbug zweifellos ist. Soll man sich noch mit den Ausführungen der übrigen slavischen UnionS-Phautaste» beschäs-tigen? Es ist immer dieselbe Melodie von „Gerechtigkeit" und „Gleichberechtigung", welche die von Machtgier und panslavistischen Träumen erfüllte» Politiker anstimmen. Die Betätignng der Gerechtigkeit und Gleichberechtigung nach ber Auffassung der slavischen Unionisten ist den Deutschen Oesterreichs noch in peinlichster Er-inneruug, und wen» schon der österreichische Staat nicht mehr unter der Hegemonie der Teutschen bestehen darf, unter ausschließlich slavischer Herrschaft ist die Existenz diese? Staates ganz undenkbar. Und wo in aller Welt habe» wir denn ein Muster preiswürdig slavischer Mach! und Größe! In Rußland? In Serbien ? Man mag auf Bulgarien verweise», als den einzigen slavischen Staat, der eine gewisse normte, gesunde und auch ansehnliche staat-liche Entwicklung eines slavischen Volke« darstellt. Aber dieses Volk ist eine slavische Spe-zialitilt und seine reinslavische Massigkeit nicht Über olle Zweifel erhaben; außerdem ist eö unter ungewöhnlichen Verhältnissen zu einer plötzlichen Entfaltung seiner nationalen, politischen und wirtschaftlichen Kräfte gelangt und hat bei alle-dem viel Glück gehabt, sowohl i» der Wahl seiner Herrscher, wie in den Taten seiner Staatsmänner. Sonst aber, wo ist die slavische Größe, die slavische Macht in ihrer ganzen Herrlichkeit, wo?! D>e üppige Phantasie de« Dr. Kramarsch sieht das künftige Slavenreich, darin eitel Milch und Honig fließt, wie einstmals MofeS das gelobte Land gesehen. In der Gegenwart aber begehren die feurigzüngigen Apostel deS All» slaventumS nur „Gerechtigkeit" und „Gleich-berechtigung" nach der ihnen eigenen Fasson; das Glaveuluw, daS der Menschheit die wahre treiben. Sie sind ja eine Seele von einem Bnam. Und das Madel ist wirklich hübsch?" „Sauber, sag i." „Wie heißtS denn?" ..Zcnzi." „Famos — wie in meiner Lieblingsnovelle von Maximilian Schmidt. Also abjemacht! Wollen wir um nenn Uhr hier treffen, Bna?" Der Holzkuecht nickte wieder. Und der Geheim-fekretär empfahl sich, um sich drunten in seinem Gasthof durch eine ausgiebige Abendmahlzeit für die bevorstehenden Abenteuer zu stärken. Pünktlich zur verabredeten Stunde war er wieder zur Stelle, und seine leise Befürchtung, daß es dem Holzknecht vielleicht nur darum zu tun gewesen sei, ihn zu hänseln, erwies sich als unbegründet. Der Biedere hatte ihn vielmehr schon erwartet, und ohne viele Worte zu machen, ging er vor ihm her, nm ihm den Weg zum Einödhose zu weisen. Das war nun freilich ein ganz verteufelter Weg, der den des SteigenS ungewohnten Großstädter in der drückend schwülen Gewitterluft manchen Seufzer und unge-zählte Schweißtropfen kostete. Er war ganz außer Atem und seine Knie zitterten, als sie endlich ans der halben Berghöhe den Hos mit seinem stattlichen Wohnhanse vor sich liegen sahen. Ein Hund schlug dumpf bellend an, aber ein Zuruf des Holzknechtes brachte ihn sofort zum Schweigen. Ans dem finster aeballien Gewölk aber, das den abendlichen Himmel bedeckte, fielen bereits die ersten schweren Tropfen. Herrn Adolf Brandstötter warS nicht mehr ganz behaglich zu Sinn, und wenn er sich nicht vor seinem hochherzigen Führer geschämt hätte, würde er von dem romantischen Abenteuer vielleicht lieber Abstand genommen haben. Aber dazu warS jetzt zu spät; bettn der baumstarke Holzknecht schleppte bereits eine lange Leiter heran, die er vorsichtig an eines der merkwürdig kleine» Fenster des oberen Stockwerkes anlegte. „Da droben schlaft d' Zenzi," flüsterte er. „Kraxelns halt attffi und pochen 'S an." Brüderlichkeit und Gerechtigkeit geben soll, an da« Dr. Kramarsch seinen unerschütterlichen Glauben hängt, diese« Slaventum besteht vor-läufig nur in Sprechdomben, Phrasenfeuerwerk und asiatischer Theatral'k. Auf diese« uumög-liche weil unwahre Slaventum müssen die Sla-ven verzichten lernen, soll man ihrem Wunsche »ach einer „aufrichtigen Berstänbigttug mit den Deutschen zu gemeinsamer Arbeit" Vertrauen schenken kötttrn. Zu dem gedachten LiebeSmahl aber bietet die barbausche Theatralik der »eoslavische» Rede» just keine verlockende Einladung. Das neue ijaulirnieselt. Der vom Handelsminister neu angekündigte Gesetzentwurf betreffend den Hausierhandel, ist nun« mehr dem Abgeordnetenhause übermittelt worden. Wie mitgeteilt wurde, beruht er im großen und ganzen auf der seinerzeit von beiden Häusern des Reichsrates angenommenen Fassung eiueS Hausier-gesetzes, das die Sanktion bis jetzt noch nicht erlangt hatte. Die wesentliche Aenderung gegenüber dem damaligen Gesetze beruht zunächst darin, daß nun-mehr die ungarischen Hausierer grundsätzlich vom Hausierhandel in Oesterreich ausgeschlossen werden und nur die Hausierer ans bestimmten begünstigten Bezirken Ungarns und nur mit bestimmte» Waren in Oesterreich insolauge zugelassen werden, als in Ungarn gleichfalls aus gewissen begünstigten Gegen-den Oesterreichs Hausierer ihren Geschäftsbetrieb fuhren könne». Die weilereu Aenderungen, die der vorliegende (Gesetzentwurf bringt, bedeute» ebe»sallS eitlen Schritt z»r Besserung ans diesen, Wege. Bisher durste der Hausierer, der von eiueiu Kronlande in das andere übertrat, durch 10 Tage den Hausierhandel betreiben »nd erst dann die Bc-willignng der politischen Behörde ansuchen, nm die Ansdehnnng seiner HansierhandelSbewillignng ans dieses Kronland zu erreichen. Nunmehr soll der Hausierhandel in dem Krön-lande, sür welches der Hausierer bisher noch keine Bewilligung hatte, überhaupt nicht eher beginnen können, ehe die Ausdehnung seiner Hansierbefngnis von der politischen Bchörde erlaubt wurde. Die politische Behörde befindet sich nun gar oft stunden- Mit größter Behutsamkeit klomm Adolf Brandstötter Sprosse für Sprosse empor, und obwohl ihm das Herz vor Bangigkeit schier zum Zerspringen klopfte, pochte er doch zuletzt mutig an das dunkle geschlossene Fenster. ,.A bißl stärker!" mahnte der treue Wächter. „Schlaft halt fest, die Zenzi. Und wann'» »öt auf» wacht, so tuu'S nur das Fensterl aufmachen!" Da auch das stärkere Klopfen vergeblich blieb, leistete der Sekretär mit Todesverachtung diesem Rate Folge, stieß das leicht nachgebende Fensterchen ans und steckte den Kopf hinein. Eine erstickend warme, dumpfige Luft schlug ihm entgegen, und al« er in zärtlich schmeichelndem Tone den Namen der gesuchten Zenzi rief, antwortete ihm ans finsterer Tiefe ein Laut, den er unter anderen Umständen für den verträumten Seufzer einer schlafenden Kuh gehalten habe» würde. Er ueigle sich weiter vor, und als seine Augen sich ein wenig an die Dnnkel-heit gewöhnt hatten, mußte er zn seiner grenzen-losen Enttäuschung inue werden, daß es in Wirklich keit nichts anderes als ein Kuhstall war, in den er da ans schwindelnder Höhe hinabblickte. Wütend zog er den Kops zurück, um seinen tückischen Führer zur Rede zu stelle»; aber im Richte eines eben grell atiszuckenden Blitzstrahles mnßte er die weitere fürch-terliche Entdeckung machen, daß der Holzknecht ver-schwnnden war und daß statt seiner ein mächtiger Bernhardiner am Fuße der Leiter Pvsto gefaßt hatte, mit unheimlich drohendem Gekunrr zu dem nächtlichen Eindringling emporschaueud. Eine Minute später brach der Platzregen los, und unter Donner und Blitz, vor Nässe, Kälte und Herzensangst am ganzen Leibe zitternd, verbrachte Adols Brandstötter die fürchterlichste Stunde seines Lebens. Er wagte um des Hundes willen ebensowenig seinen exponierten Standort zu verlassen, als er um Hilfe zu rufen wagte. Aber als das Gewitter sich verzogen hatte, als ihm die Aussicht winkte, die ganze, jetzt bitterkalt gewordene Nacht in seinen durchnäßten Kleidern hier oben zu verbringen, da weit von der Kronlandsgrenze entfernt; er muß daher alle diese Gegenden erst durchwandern und bis zur politischen Behörde gehen, ehe er mit seinem Handelsbetriebe beginnen kann. WeiterS sieht das Gesetz die Möglichkeit einer beschränkten Bidierung einer Hansierbewilligung vor, das heißt eine vidierende Behörde (in vielen Fällen die Gemeindebehörde) kann verfügen, daß der Hau-sierer uur drei Tage an dem betreffenden Orte fein Geschäft ausüben und erst nach vier Wochen an denselben Ort wieder zurückkehren kann. Bei dem in viele» Genieindcu bestehenden Einflüsse der Kauf-lente wird von dem Rechte der beschränkten Bidie-rnng sicher ausgiebig Gebrauch gemacht werden, zumal dieselbe vollkommen im Ermessen der meindebehörde gelegen ist. Diese Norm wird ein-geführt, obwohl der Motivenbericht zugibt, daß diese Maßregel für die wirtschaftliche Lage der Hau-sierer bedrohlich ist. Zur Begründung der weiteren Abänderung, daß nunmehr alle Ortschaften ein Hansicrverbot er-langen können, während früher nur Ortschaften mit mehr als 5000 Einwohnern dieses Recht eingeräumt wurde, weist der Motivenbericht auf die Wünsche der Gemeindevertretungen und seßhaften Hände ls-und Gewerbetreibenden hin. Außerordentlich wichtig ist hiebet, daß nunmehr die Landesbehörve, und nicht, wie früher in Aussicht genommen war. die Zentralstelle (das Handelsministerium) daS Verbot deS Hausierhandels tatsächlich ansspreche» dars, und zwar deshalb, weil die Landesbehörde die örtlichen Verhältnisse besser überblicken kann. Wenn hiebei in Betracht gezogen wird, ivie schwer vorläufig noch ein Hansierverbot für eine Ortschaft zu erreichen ist, und dies mir in wenigen AuSnahmssälleu (Bade- oder Wallfahrtsorte, große Städte usw.) vom Ministerium des Innern bewilligt wird, so erscheint der vorliegende Gesetzentwurf ge-wiß begrüßenswert. Es soll jedoch sofort hiebei be-merkt werde», daß die Wahrscheinlichkeit sehr nahe liegt, daß infolge Mangels an Kausleulen im Reichs-rate diejer Gesetzentwnrs noch vielsache „Lerbesse-rungen" erfahren dürfte. Die Mitteilungen des Bundes der Kaufleute bemerken dazu: Es wäre gewiß tief zu beklagen, wenn unsere Reichsratsabgeordiieten so wenig ^er-stäudnis sür den Handels- und Gewerbestand zeigen würden, nm nicht mit alle» ihnen zu Gebote stehen-den Mitteln zn trachten, den eingangs erwähnten Gesetzentwnrs unverkürzt tmd im beschnitten durch',u» bringen. Sache der Landesverbände, Gremien und Genossenschaften Oesterreichs ist es jetzt, an ihre siegte der Trieb der Selbsterhaltung Über die Furcht vor einer Tracht Prügel und er begann zu rufen. Noch zehn bange Minuten vergingen, dann zeigte sich eine menschliche Gestalt im langen Schlaf-rock. — „Wer ruft da?" fragte im schönsten Hochdeutsch eine sonore Stimme. ..Was machen Sie denn da oben ans der Leiter, Verehrtester?" „Gott sei Lob und Dank — ein Landsmann!" brach es attö Adolf BraudstöUerS Herzen. .Möchten Sie nicht so gut sein, den Hnnd zu rufen, verehrter Herr, damit ich hinunter kann?" „Barry, hieher! Aber wie ist mir denn? Die Stimme sollte ich doch kennen. Sind Sie's wirklich, Herr Brandstötter?" „Freilich bin ich'S. Aber mit wem hab' ich das Vergnügen?" „Ja, erkennen Sie mich denn nicht? Ich vm der Schanspieler Easpary. Hatte doch an Ihrem Stammtisch wiederholt daS Vergnügen. Aber ich habe mir freilich in den Ferien den Bart wachsen lassen — da mochte es Ihnen wohl schwer werden, mich hier bei der schlechten Beleuchtung gleich zu erkennen." Als Brandstötter mit Hilfe des Menschenfreund-lichen Schauspielers glücklich wieder aus den soliden Erdboden gelangt war, erfuhr er, daß Caspary all-jährlich hier ans dem Einödhofe in nervenstählender Einsamkeit feine Ferien zn verbringe» pflege, und er machte gleichzeitig die Wahrnehmung, daß der Künstler eine verzweifelte Aehnlichkeil mit dem freund-lichen Holzkuecht habe. Aber er behielt diese Wahr-nehmnng hübsch für sich. Und nachdem er noch erfahren hatte, daß man auf einem sehr kurzen nnd bequemen Wege von hier in das Dorf hinabgelangen könne, machte er sich nach kurzer nnd etwas kühler Danksagung eilenden Fußes davon. „Gesensterlt" aber hat der Herr Geheimsekretär nie wieder. MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. S-vvtagsvtilagt der „Deutsche« in Mi. , Vr 20 .Die Süd mark" erscheint jeden Sonntag als unentaeltliche Beilaqe für die Leser isAAn rutschen Wacht". — Einzeln ist «Die Südmart" nicht käuflich- (25. Jortsetzunc,.) DiplomnteiiränKe. Roman von Mai P e m b e r t o n. iWdiMiatf ecttotfn. Der Doktor hatte Esther niemals vorher „Madame" genannt, und der plötzliche Uebergang seines Benehmens von den, des gnten Freundes zu dem des gebietenden Staatsmannes zeigte die wahre Rolle, die er spielte. Jetzt sah erst Esther alles klar. Ein Verhüllen war nicht mehr möglich. Arthurs Leben hing ab von dem feigen, verächtlichen Verzicht aus sein Fürstentum und sein Geburtsrecht. Etwas anderes konnte diesen ge-fühllosen Feinden, deren Jntrigen so schlau und so sicher eingefädelt waren, nicht mehr genügen: er mußte alles ausgeben, als Verbannter aus dem Vaterlande gehen und gestatten, daß sein Herrschermantel auf den Schultern anderer ruhte, oder aber sterben. Aber Esther kannte bereits seine Antwort, und auch über die ihrige z'veifelte sie nicht einen Moment. Sie verbarg das Gesicht in de» Händen, denn sie schauderte von den Folgen ihrer Entscheidung. „Madame", klang es endlich fast ungeduldig aus des Doktors Munde, „ich warte! Können Sie denn überhaupt noch zögern? Soll ich annehmen, daß das Leben dieses Mannes ihnen nichts ist? Nein, das halte ich nicht für möglich! Cadi hat kein Interesse an Ihnen. In Paris oder London wird die Groß-mütigkeit meines Vaterlandes Ihrem Gatten erlauben, in Luxus und Freiheit zu leben. Wollen Sie das alles für eine Chimäre der Macht opfern? Nein, daran kann ich nicht glauben! Sie werden Ihren Gatten retten, weil Sie ihn lieben, eine edle Aufgabe des Weibes, Madame!" Sie blickte ihn fest und entschlossen an und sagte mit einer Würde und Fassung, die ihn überraschte: „Ich liebe meinen Gatten innig, aber ich habe nicht das Recht, mir sein Leben zu erhalten, indem ich, ohne ihn zu fragen, für ihn aus sein Geburtsrecht verzichte. Und daher lautet meine Antwort: fordern Sie von ihm selbst die Entscheidung!" Er hörte ihr ohne Ueberraschung zu, er hatte keine andere Erwiderung erwartet. Der Handel, den er ihr bot, fand bei ihr keinen Gefallen; die Zeit mußte ihm also helfen, andere Waffen gab es nicht mehr. Um ihren eigenen Kummer^sorgte sie sich nicht. Es war ihm nicht verborgen geblieben, daß seine Worte sie quälten, aber das sollten sie auch. .Sie sprechen unüberlegt!" erklärte er. „Natür-lich muß Ihr Gatte sich selbst entscheiden, denn die Frage wird ihm vorgelegt werden und nicht Ihnen. Aber, Madame, wollen Sie denn nicht Partei er« greisen, ihm keinen Rat geben, jetzt, wo er allein da-steht? Das glaube ich nicht, denn ich kenne Sie besser: Wenn Sie eS mit ihm bereden ..." „0," unterbrach sie ihn, „Sie sprechen in Rätseln!" „Durchaus nicht! Ich spreche nur von Tatsachen! Wenn Sie dieses Zimmer verlassen und zur Zitadelle fahren, wenn Sie die Lage sehen, in der er sich be-findet, wenn Sie erkennen, daß, wenn er töricht ist, er die Sonne morgen nicht mehr schauen wird, dann, glaube ich, werden Sie ihm etwas zu sagen haben! Nicht wahr, Madame? Wollen Sie die Gelegenheit zurückweisen?" „Meinen Gatten wiederzusehen?" srngte sie er» staunt. .Ja," ries er, und in seinem Wesen lag etwas von der Poße, die ihn stets charakterisiert hatte, „ja, Ihren Gatten wiederzusehen." 19. Kapitel. Die Zitadelle von Cadi liegt etwas abseits von den Wällen an der Landstraße nach Barzelona. Sie wurde vor 700 Jahren von den Mauren aus dem Gipfel eines steilen Felsens erbaut, an dessen Fuß ein Nebenfluß der Ter fließt. Viele Jahrhunderte lang un- 2 einnehmbar, stellt sie jetzt nnr eine Erinnening an die maurische Herrschaft dar und hat so wenig Wert, daß weder FortS noch Artillerie sie beschützen. Und doch ist die Stadt stolz auf diesen einzig schönen Platz. Tchrist-steller haben oft die Schönheiten des Hofes nnd feiner Brunnen besungen, und Altertumsforscher sind entzückt über die prächtigen Steinmetzarbeiten. Von welcher Seite man die Zitadelle auch betrachtet, sie beherrscht das Tal, denn ihre Türme und Türmchen erheben sich über dem tiefen Abgrund, und eS ist kaum möglich, die Pfade zu finden, auf denen einst vor langen Zeiten Reiter zu ihren Toren gelangte». Auf dem Abhang hinter ihr stehen Pinien; Wasserfälle springen über die mächtigen Felswände, und eine große Anzahl von Minarets, von wo einst deS Muezzins die Gläubigen znm Gebete rief, blickt hinter den Wällen hervor. Die Natur ist nicht allzu schlimm mit diesen Wällen ver° fahren, sondern hat allmählich die Arbeit des Menschen mit ihrer eigenen zu einem harmonischen Ganzen so fest zusammengeschweißt, daß der »eugierige Wanderer im Tale unten menschliche Arbeit dort oben nur ver-muten würde, weil er vergoldete Kuppeln sieht, unter welchen die Mohammedaner einst ih're Propheten ver-ehrten. Auf der Zitadelle befindet sich keine Garnison, und die Regierung hält es nicht für nötig, dort in gewöhn« lichen Zeiten mehr als einen Hausmeister und besten Gehilfen zu stationieren. Bon dem Tage au, wo die Mauren aus Spanien herausgetrieben wurden, bis zn dem, an dem Cadi seinen Fürsten verhaftete und ihn des Perrats beschuldigte, waren die Wälle ohne Ver-teidigung gewesen, und die Tore standen offen. Aber diese Politik langer Jahre war in einer einzigen Stunde angesichts der drohenden Unruhen verschwunden. Während der langen Nacht, welche Esther einen so sonderbaren Auftrag brachte, zogen Truppen den steilen Pfad hinauf und schloffen die mächtigen Tore. Ueberall wurden Fackeln angesteckt. Kanoniere, erfreut über die neue Ausgabe, zogen Geschütze von Punkt zu Punkt, bis sie sie endlich auf den Wällen hatten. Innerhalb der Zitadelle entwickelte sich bald eine nicht minder lebhafte Tätigkeit und veränderte gänzlich das Aussehen der Beste. Zimmer, die längst dem Wind und dem Regen zugänglich waren, wurden in aller Eile mit Teppichen, die man aus dem Vorratshaus? der Stadt heraufbrachte, ausgeschmückt. Laternen wurdeu im Hofe und in den Räumen angezündet und Feuer in den offenen Kaminen entfacht. Man hatte den Prinzen unter Eskorte knrz nach Mitternacht hiehergebracht, aber der Morgen kam schon im Osten heraus, als ein Wagen, in welchem Esther satz, an dem Fuße des Berges Halt machte und Eolonel Barel der jungen Fran knrz befahl, ihm ans den Gipfel hinauszufolgen. „Es ist rin gefährlicher Weg, Madame," meinte er in rauhem Tone. „Wenn Sie sich nicht sicher fühlen, sagen Sie eS es mir, ich will Ihnen dann an den schlimmsten Stellen die Hand reichen." Sie erklärte ihm, daß sie stark genug sei, allein zu gehen. DaS Bewußtsein daß sie ihren Gatten wiedersehen würde, der vielleicht von ihrem Komme» benachrichtigt war und schon sehnsüchtig ans sie wartete, gab ihr Mut und stählte ihre Nerven. „Ich lernte in der Schweiz, Berge zu besteigen," bemerkte sie. „Gehen Sie nnr voran, ich habe durch-aus keine Angst.' Ohne ein Wort zu sage», wandte er sich um und begann einen Bergpfad aufwärts zn klimmen, der manche Schlucht überbrückte und an einen tiefen Ab« gründe sich hinzog. Fackeln, die in den Felsen hineingesteckt waren, verbreiteten nur spärliches Licht auf diesem schwindligen Pfade und verbargen dadnrch dem aufwärts Steigenden viele Gefahren. Hier und dort, wo die Richtung sich plötzlich änderte oder ein falscher Schritt den Wanderer in den Abgrund hinunterstoßen mnßte, bot Eolonel Barez Esther die Hand und zog sie hinter sich her. Das Tal nnter ihnen zeichnete sich trotz der schwachen Beleuchtung klar und scharf ab. Dort lag die Stadt, in eine Wolke von Dunst gehüllt, während der Fluß sich glitzernd und blinkend dahinschlängelte. Diese schwin-delerregenden Bilder verschloß Esther vor ihren Augen mit mehr als weiblicher Energie, denn der Wunsch, mit dem Gatten vereint zu sein, ließ sie alle Gesahr ver-gessen — jede Verzögerung quälte sie, und sühlte keine Ermüdung. Endlich blieb Colonel Varez an dem Tor der Zitadelle stehen nnd erklärte ihr, daß der Marsch nun zu Ende wäre. „Der Gras erwartet Ihre Antwort in einer Stunde," sagte er, als sie die Zugbrücke überschritten hatten und vor dem Hauptturm standen. Er hat mich beauftragt Ihnen zu erklären, daß dieses die einzige Zusammen» kuust ist, die Ihnen gestattet werden wird. Wenn Sie diese Bedingung annehmen, so steht dem Besuche nichts mehr entgegen." Sie erklärte: „Jawohl!", und dann schob ein Soldat die schweren Riegel zurück und führte sie in das innere der Festung. Hier lag eine Kompagnie Garde müßig um ein Feuer herum, während Arttlle-risten zur Seite ihrer Kanonen frühstückten. Die Zahl der Mannschaften und die Tatsache, daß überhaupt Soldaten da waren, bedrückte Esther mehr, als Worte oder Drohungen es hätten tnn können. Sie verstand, wie streng Arthur überwacht war und wie vollständig er seine Freiheit verloren hatte. 3 Das bestätigen auch die Festungswerke «m sie hemm. Tor nach Tor öffnete sich ihnen. Dicke Wälle waren mit Durchgängen versehen, durch die sie wieder an andere, nicht weniger starke Mauern kam. Die Galerien, auf den früher deS Muezzins Ruf widerhallte, erdröhnten jetzt von dem Schritt der Schildwachen. In früheren Zeiten wäre ihr dies wie ein interessantes Bild aus vergangenen Jahrhunderten erschienen und hätte sie er-innert an die glorreiche Zeit, da morgenländische Völker in diesen Gegenden als Herrscher weilten. Aber jetzt hatte sie weder Zeit noch Lust für solche Gedanken, sondern eilte vorwärts, wie wenn auch die kleinste Verzögerung unerträglich wäre. Man hatte den Fürsten in einem innere» Hose der Zitadelle einlogiert, der in den Reisebüchern als „der Hof des Alberka" bezeichnet ist. Auf der Seit« desselben besand sich eine mächtige Halle, die von einer Kuppel gekrönt und niit einem Marmorsnßboden ausgelegt war. Prächtige Teppiche, die tiefblau im Tone gehalten nnd in welche Gestalten aus der orientalischen Geschichte eingewebt waren, trennten die einzelnen Räume von dem Säulengang und hielten die Bergwinde ab. Eine Fontäne plätscherte inmitten des Säulenganges und warf ihre kalten Strahlen in ein Marmorbaffin. Von der Morgensonne erleuchtet, die ausgezeichnete Arbeit der Bogen und der massigen Säulen sogar dem unauf« merksamen Auge auffallen. Esther glaubte sich in eine Szene aus „Tausend und einer Nacht" versetzt; nnd als der Führer den Vorhang zurückzog und ihr das Zimmer zeigte, in welchem Arthur wartete, da zögerte sie einen Angen-blick auf der Schwelle, wie wenn sie unsicher wäre, ob nicht alles ein Tranm sei. Die Halle selbst hatte nur daS dürftigste Mobilar. Eiue niedrige Bank diente zugleich als Stuhl und als Bett. Auf einem Tifche stand eine arg zerschlagene Kaffeekanne mit einer Tasse. Ein großer Teppich lag auf dem Fußboden. DaS Licht siel trübe durch die verhängten Fenster herein und schien aus das Gesicht eines schlafenden Mannes, dessen Mantel seine ermatteten Glieder bedeckte und dessen Hand, mit den Knöcheln nach unten, auf dem Fuß. boden ruhte. Er hörte die Ankommenden nicht, sein Schlas war tranmloS; aber als brennende Lippen sich aus die seinen senkten, da erwachte er, und auffahrend umfing er mit starken Armen die zarte Gestalt seines Weibes. „Esther! Bist du eS wirklich? Und ich schlase! Aber ich habe 30 Stunden gewacht, und das Bett ist so schön, so daß ich nicht einmal träumen konnte." Er lachte ausgelassen. Dann sprang er, immer noch ihre Hand haltend, auf und zog sie anS Licht. Sie fürchtete seinen Blick, denn sie wußte, wie sehr sie verändert war, und ihr Gesicht an seiner Brust ver« bergend, wollte sie ihn nicht ansehen. „Laß mich deine Geschichte lesen," rief er ans, ihr Kinn mit vorsichtiger Hand hebend. „Ja, du hast gezweifelt, süße Frau! Das kannst du nicht vor mir verbergen! Die Augen sagen es mir! Du bist ver-ändert. Liebling! Aber jetzt hast du etwa», was du niemals vorher besaßest — jetzt ist Leben in deinen Augen — einst aber waren dort nnr Träume!" Sie verhüllte ihr Gesicht wieder vor ihm, denn sie wußte uicht, wie sie ihm ihre Botschaft überbringen sollte; aber er schien ihre Befangenheit nicht zu be-merken, sondern führte sie hinaus in das Sonnenlicht und begann, den Arm um sie legend, den Hof zu durchschreiten, wie wenn kein Geheimnis zwischen ihnen läge und dies ein gewöhnlicher Tag eines ereignislosen Lebens wäre. ,.Jch erwartete, daß sie dich senden würden, denn du bist ihr natürlicher Bote. Sie wollen deine Liebe für mich ins Spiel führen und sie zu ihren eigenen Zwecken gebrauchen. Natürlich drohen sie mir — fürchte dich nur nicht, Esther, mir das zu sagen! Xavier hat dir befohlen, herzukommen — er wartet im Palast aus die Antwort, die du ihm bringst." Sie gab das ohne weiteres zu. „Er bietet dir die Freiheit, wenn du Cadi ver-läßt, Artnr. Ich konnte nicht für dich antworten, nnd ich wollte auch nicht. Habe ich nicht bereits Sorge genug über dich gebracht? Soll jetzt deine Liebe zu mir soviel kosten? O, ich kann daß nicht zugeben, Liebling, ich kann nicht!" Er blickte sie innig an. „Ich verbiete dir, davon zu sprechen, Esther? Tapfere Männer das, die mich dnrch dich treffen wollen — ritterliche Herren! Ich will ihnen daS schon sagen! Von Anbeginn an hat ein Komplot bestanden. Fasse daS nur so auf und dann können wir beide da« rüber lachen. Ich habe inimer noch Freunde genug und will meinen Gegnern schon zu schaffen machen!" (Fortsetzung folgt.) 4 Ablehrendes, praktisches, Keiteres etc. Belehrendes. . Ah so! Von A. Grundnejr. „Sag «loaner, »cm gehörst du denn?" „Dem Müllerleuz im Wald!" „Und was iS dein Vateimann?" „Stoanklopfer und ichon alt!" „Dem gehl» wohl schlecht, gelt Kloaner „Ja, der is arm wie Strohl» [du?" »Hast du noch mehr Geschwister, Bua?" „Ja, oanen Bruder no!" „An Bruder no, der iS wohl groß?' »Ja diS — döS woaS i «et, Der is in Graz auf hoher Schul, Der Universität!' »Wa»? Auf der Universität, A Stoanaklopfersohn? Von dem IS, was du eben gsagt, Ka Wörtl wahr davon." »Doch! er is auf der hohen Schul Und sitzt im Spiritus, Weil er ka rechte Hand nit hat, Zwoa Köpf und oanen Fuß." Koldkörner. Die Bafenverfchwörung jetzt ManneS- Vernunft Entthronen will aller Orten. Die Zunft ist tot, es lebe die „Zunft Der Weiber mit vielen Worten" — Und der „Männer mit Strafpara-graphen", Die den Umsturz vom Holte unö schaffen. Karl Pröll. Praktische Mitteilungen. Hellfärben von Eichenholz Der dunkle Stoff, der sich in den Poren deS Eichenholzes bildet und ihm seine dunkle Farbe gibt, wen» zu dem Gerbsäuregehalt des Eichenholzes ein Alkali, in diesem Falle daS Aetznatron, gelangt, muß zerstört werden, wenn das Holz wieder feine ursprüngliche helle Farbe erhallen soll. Zu diesem Zwecke löst man 1 Teil Schwefelsäure in 20 Teilen Regenwaffer und trägt diese Flüssigkeit nach Bedarf ein- oder zweimal gleichmäßig und satt auf. Hierauf wird das Holz abgetrocknet und mit reinem Wasser nachgewafchen. Eingerostete Schrauben zu lösen. DieS ist oft mit großen Schwierigkeiten verbunden, da dieselben häufig brechen, ohne sich zu rühren. Dagegen gelingt diese Lösung leicht, wen» man auf die Verbindungsstellen Kerostnöl bring«, welches in kürzester Zeit die kleinsten Ritzen durchdiingt, in vielen Fällen hi ft auch Terpentinöl. Wird nun au diese Schrauben oder Bolzen mit einem Hammer geklopft, so werden dieselben in den meiste» Fällen lose werden und sich leicht ausschrauben lassen. In hartnäckigen Fällen setzt man die so behandelten BerbindungS-stellen der Einwiikung von Hitze aus, die dann den gewünschten Erfolg her-vorbringt. Heiteres. EinSkeptiker. Führer: No, Herr Baron, steig'n mer vollends aufi zum Gletscher, 'S iS no a Viertelstündl — so an EiS siecht mer grad net all Tag I — Fremder: »I, wo werde ich! — Kennt man künstliches Eis I — Hat man jetzt überall! Nadlertalent. „Bicrundzwanzig Personen hab' ich schon niederg'führt, doch jedesmal bin ich so schnell wieder aufg'fefs'n und davon g'fahr'n, daß ich keinen Anstand gehabt hab'. Aber wenn ich den fünfundzwanzigsten niederführ', so nimm ich mir die Zeit und — hau dem Jubilar a Watsch'n runter!" Moderner Artikel! A.: Ent-schuldigen Sie, was macht die Fabrik da?" — B.: Was wird sie machen ? — Defizit!" In eigener Schlinge ge» fangen. Amtsrichter: »Sie behaupten also, Herr Müller, daß Herr Vollkomm Sie einen Betrüger genannt hat. Herr Vollkomm, was haben Sie darauf zu erwidern?" — Angeklagter: „Herr Amtsrichter, ich war etwas sehr be-zecht und — Sie wissen ja — da sagt man dann allerlei, was man eigent-lich nicht so meint —„ — Müller (einfallend): »Nichts da — weiß ich besser. Im Rausch sagt man die Wahrheit!" — Amtsrichter: »Nachdem Sie selbst, Herr Müller, bezeug! haben, der An« geklagte habe die Wahrheit gesagt, wird Ihre Klage gegenstandlos." Welche Zumutung! Richter: »Wie alt?" — Zeugin (beleidigt): »Noch gar nicht!" Mißverstanden. Professor (in die Herzgegend zeigend): „Sagen Sie, wohin komme ich, wenn ich da hinein-steche?" — Kandidat: »In — in — ins Zuchthaus! Nummer 50 Abgeordneten mit bestimmten Anträgen heranzu-treten, aber rasch und überzeugend, damit nichts versäumt oder unterlassen werde, die österreichischen Handels« und Gewerbetreibenden von einer an deren Knochen fressenden Krankheit, der Hansiererplage, zu befreien. _ Politische Rundschau. Abgeordnetenhaus. Der Staatsvoranschlag. In der 36. Vollsitzung vom 23. ds. wnrde über die dritte Gruppe des Staatsvoranschlages ab« gestimmt. Es wurde von sozialdemokratischer Seite die namentliche Abstimmung beantragt, um die Oppo-sition zu markieren; doch diese ergab eine vollstä». dige Niederlage der Opposition. Gleich darauf wurde die Debatte über die vierte Gruppe eingeleitet. Diese umsaßt: Ge-meinsame Auslagen, Finanzministerium, Oberster Rechnnngshos, Pensionen und Finanzgesetz. Die Debatte darüber war sehr lebhast. Während der Rede des Abgeordneten Malik, der die politische und nationale Taktik der Slowenen einer scharfen Kritik unterzog, kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Deutschnationalen und Slovenc», wobei die Slovenen in sehr heftigen Ausdrücken über die Deutschen herfielen. Natürlich ertönte sofort der Rns nach dem Mißbillignngsans-schuß aus Seite der Slovenen. Besonders hervorge-hoben hat sich der Abgeordnete Benkovic. In der 42. Pollsitznng vom 25. ds. wird der Slaatsvoranschlag sowie das Finanzgesetz auch in dritter Lesung zum Beschluß erhoben. geordneten Krek aus, daß die slovenische Geistlichkeit das bisher gnte Einvernehmen zwischen der slawischen und deutschen Bevölkerung sortgesetzt zielbewußt und unablässig störe. Mit dem großen deutschen Dichter Kernstock werde die slovenische Geistlichkeit niemals aus einer Linie marschieren können. Abgeordneter Einspinne?; Es ist eine mahn-sinnige Ueberhebung, Kernstock und die slovenische Geistlichkeit in einem Atem zn nennen. Abgeordneter Wastian wendet sich weiters gegen die Darstellung des Abgeordneten Krek, als ob es bei den slovenischen Geistlichen, die sich mit Politik befassen, lanter Turteltaube» gebe. Abgeordneter Einspinner: Kvroschetz, wo bist Du? Abgeordneter Wastian: Ans den ganzen Bor« kommuissen, die dem Hause ja bekannt sind, und ans dem Auftreten der geistliche« Vertreter des slovenischen Volkes gehe das Gegenteil hervor. Abgeordneter Hribar polemisiert gegen den Ab. geordneten Malik und kommt auch ans die bekannten Jmmnnisierungsanfragen zu sprechen. Abgeordneter Marckhl: Die von Ihnen immnnisierte Broschüre ist von, Anfang bis zum Ende eine Gemeinheit und charakterisiert Ihren po-litischen Kampf zur Genüge. Abgeordneter Hribar erklärt schließlich, daß er angesichts dessen, daß Malik im Hanse gewerbs-müßig Beschimpsnngen vorbringt, davon absehe, die Deutsche Macht Mißbilligung zu beantragen, weil ihn ein Mann wie Malik nicht beleidigen könne. Abgeordneter Ed. v. StranSky (zum Präsi« dium): Das ist eine unerhörte Beleidigung! Er muß zur Ordnung gernsen werden! Obstruktion der Südslaoen. Die Südslaven haben heute, ini BngetauS-schuß den Versuch unternommen, die Verhandlungen über die italienische R e ch t s h o ch s ch u l« vorläge durch obstrnktionel lc M i 11el zu ver. hindern. Abg. Gostinear schickte sich, wie in Briefen feiner Parteigenossen verlautet, zu einer Ob-struktionsrede an. Er hatte bereits vor seinem Pult eine große Anzahl von Ausschnitten nnd Mannskripten ausgebreitet. Dieses Vorhaben wnrde indes dadnrch verhindert, daß die Beratungen des BndgetanS-schnsses durch den Beginn der HauSsitznng abgebrochen werden mußten. Es heißt aber, daß Gostinear morgen seine Rede fortsetzen iverde^ AlS nun Dr. v, Ehiari deshalb die nächste Sitzung schon sür halb 9 Uhr vorschlug, erhob sich bei den Südslaven ein lebhafter Widerspruch. Sie erklärten, daß eS nicht angehe, bei der langen Daner der HauSsitznngeu den Budgetansschuß schon um halb 9 Uhr zu versammeln und sprachen den Wunsch aus. daß die Beratung solange sistiert bleiben möge, bis das Budget im Hause erledigt sei. Trotzdem nahm die Mehrheit den Vorschlag Dr. von ChiariS an. In Kreisen der südslavischen Abgeordneten wird erklärt, daß diese Partei die Beratung der italienischen Hochschulvorlage sowohl im Ausschüsse als auch im Hause mit allen ihnen zn Gebote stehenden Mittel verhindern wollen, solange nicht ein Junktim zwischen der italienischen Fakultät und der Errichtung einer s ü d s l a» vischen Universität in Laibach geschaffen sei. Die slovenische Rechtsfakultät und die slovenischen Klerikalen. Man schreibt dem Grazer Tagblatt: Den slovenischen Klerikalen scheint es mit ihren Univer-sitätSwllnschen nicht besonders ernst zn sein. Im Bndgetansschnsse überließen sie die Vertretung der slovenischen Forderungen dem — Analphabeten Gostinear, der Abg. Dr. Kreck aber streifte in einer am 20. Juni anläßlich der Einweihung eines VereinSheimeS des slovenischen christlichsozialen Bundes im Dorfe Kommend« bei Laibach abgehaltenen Versammlung die UniversitätSsrage mit den Worten: „Jedes solche .BereinSheim' ist ein Beweis dasür, daß wir unsere teure slavenische Sprache verteidigen wollen. DaS (die /Bereinsheime' > sind unsere U n i-v e r s i t ä t e n, unsere H o ch s ch u l e n, die tieser reichen und wirken als die mit ungeheuren Kosten erbauten und erhaltenen Universitäten! Wenn wir diese Stelle recht verstthen, meint der slovenische Führer, eine slovenische Universität oder Fakultät ablehnen zu sollen, da er von deren Errichtnng offenbar eine G e s ä h r d u n g der katholischen Gesinnung der slovenischen Bevölkerung und eine Stärkung der windischradikalen Partei befürchtet. Es dürfte also das Festhalten an der Forderung nnr ein Vorwand'sein, nm von der Regierung an-dere, das Deutschtum gleichsalls schädigend« Zuge-ständnisse zu erlangen. Die gekränkten Windischen! Sobald die Nachricht von der hochherzigen Spende des Kaisers sür das deutsche Theater in Laibach bei den Slovenen bekannt wurde, wirbelte es einen förmlichen Sturm in der windischen Zeittingswelt auf. Ueber den TobfuchtSausbruch des „Slovenski Narod" haben wir bereits berichtet. Sofort nach dem Bekanntwerden der Nachricht wurde von flovenischer Seite eine mit dem Wahlspruche des Cyrill- nnd Methodvereines (slovenischen Schul» vereine») versehene Postkarte verbreitet, aus deren Rückseite, in zwei Abteilunge» gegenübergestellt, die Bemerkung gedruckt war: Für das deutsche Theater 20.000 — für slovenische Kulturzwecke 00000. Der Behörde gelang es, ans-findig zu machen, daß diese ausreizenden Karten in der „Uciteljska Tiskarna" (Druckerei der slo-v e n i s ch e n Lehrer) gedruckt worden war, wo-selbst noch 1000 Stück beschlagnahmt wer-den konnten. Dem Vernehmen nach hat die Staatsanwaltschaft die Enleitnng der Untersuchung wegen Verbrechens nach § 63 (Majestätsbelei-digiing) und wegen tz 9 P.-G. veranlaßt. Es ist bemerkenswert, daß in der genannten Druckerei bisher auch Drncksorten für die k. k. Landesregierung und andere Behörden gedrnckt wurden. Es klingt Seite 3 geradezu wie ein Fastnachtsscherz, wenn sich die Slovenen darüber getränkt stellen, daß der Kaiser für slovenische K u l t u r z w e ck e (!), die nichts anderes sind als panslavistische Hetzzwecke, nichts übrig hat. Ist es nicht lächerlich und stech zugleich, wen» die Südslaven, welche die serbischen Heraus-forderungen bejubelten und das Verbrennen der schwarz gelben Fahnen in Prag als Heldentaten feierten, deren Volksvertreter kürzlich im Parlamente noch gegen 'die Kapitel kaiserlicher Hofstaat, und KabinettSkanzlei stimmten nunmehr verlangen, daß der Kaiser das ganze Füllhorn seiner Gnade aus sie a»»Sgieße? _ Aus Stadt und Land. Auf nach Store! Diesem Rufe möge heute ein jeder völkisch bewußte Deutsche in Cilli und aus dem Unterlande solgen, um an der Erinnernngsseier der vor 25 Jahren in St. Georgen unter den widerwärtigsten Anslegelnngen unserer nationalen Widersacher erfolgte» Gründung der OUSgruppe des „Deutschen Schulvereines" teilzunehmen. Sankt Georgen an der Südbahn, daS heute nur noch eine deutsche Familie zählt, war vor 25 Jahren auser-sehen, den völkischen Mittelpunkt der Dcuischeu von St. Georgen und Store zu bilden. Aber nicht lange führte die Oltsgruppe ihren ursprünglichen Namen, den» all die damaligt» wackere» deutschen Männer von St. Georgen, die an der Gründung dieses Bollwerkes des Deutschtums im Unterland« teilnahmen, deckte zu früh die kühle Erde und mit ihnen verschwand aber auch das Deutschtum aus St. Georgen für alle Zeiten. Store übernahm dann die ehrenvolle Aufgabe, diejeS völkische Werk fortzusetzen. Dank der opferwilligen Arbeit und der mehrjährigen rast- und selbstlosen Aufopferung des ObmanneS Peer lebte das in St. Georgcn gepflanzte Reis in Store wieder aus. schlug mächtige Wurzel und trug reiche Krüchte. Um den 25 jährigen Ge-dächtniSiag, würdig zu begehen veranstaltet die Orts-grnppe Store, morgen ein großes Volksfest unter Mitwirkung der vollständigen Marburger Süd-dahnwerkstättenkapelle und zahlreichen Volksbelusti-guugen. Die Festfolge habeu wir bereits mitgeteilt und ist auch aus den Anschlagezetteln ersichtlich. Deutsche Volksgenossen, deutsche Frauen- und Mädchen erscheint zahlreich zu dieser seltenen völkischen Feier! Bei anSgespronchen ungünstigen Wetter findet das Fest am Dienstag den *9. d (Peter und Paulitag) statt. Sonnwendfeier. Die am Mittwoch den 23. ds. von den deutschen Vereinen CilliS veranstaltete Sonnwendseier nahm einen würdigen und ein-drucksvollen Verlauf und gestaltete sich zu einer schönen völkischen Kundgebung. Bei Einbruch der Dunkelheit zog die Eillier Musikvereinskapelle, flotte Märsche spielend, durch die Straßen der Stadt. Gegen 9 Uhr wurde aus dem Feuerberge, Reiter» kogel, ein mächtiger Holzstoß entzündet uud während das Feuer hell ausloht« und auf den umliegenden Bergen die Höhenseuer ausflammten, sprach Herr Jurist EggerSdorfer einen markigen Sonnen-wendspruch. Hierauf versammelten sich die deutschen Vereine nnd viele Volksgenossen und deutsche Frauen und Mädchen im Waldhause, wo di« eigentliche Feier stattfand. Nach einigen einleitenden Vortrügen der Eillier MnsikvereinSkapelle begrüßte der Obmann des Festausschusses Herr Dr. S k o b«r u e die erschiene-nen Vereine und Festgüste und erteilte sodann dem Schriftleiter Herrn Dr. B a l o g h das Wort zur Festrede. Dr. Balogh legte die Bedeutung des ur-alten germanischen Brauches der Sonnwendfeier dar. Er rollte in begeisterter Sprache ein Stück gnma-nischen Lebens auf, forderte zur Einigung aller Deutschen, die Zwietracht Kastengeist, Parteihader in daS Sonuwendfeuer werfen sollten, zur werk-tätigen Unterstützung der deutschen Schutzvereine sowie zum Festhalten an den alten Sitten der Germane» uud deutscher Eigenart aus. Redner wen-detn sich auch an die deutschen Frauen und Mädchen und bat sie, iu den Herzen der Männer und Jüng-linge die Flamme der Begeisterung zu entzünden uud sie in dem heißen und schweren Kampfe, der »ns von den Gegnern ansgedrungeu wurde, getreulich zu unterstützen. Mit einem Heil aus das ungebeugte und ungebrochene Deutschtum der Stadt EiUi und des Unterlandes schloß er seine mit großem Beisalle aufgenommene Redr Der Münnergefangverein „Liederkranz" brachte den Chor „Oesterreichs Eiche" von Wagner sehr wirkungsvoll zu Gehör. Es wechselten dann noch Vortrüge der Eillier Musikvereinskapelle mit völkischen Scharliedern ab; auch ein Tänzchen Seitc 4 fehlte zum Schluß« nicht. Sehr zahlreich waren dies-mal die Höhenseuer. Besonder« fchön nahm sich unser altes Wahrzeichen, die Burgruine aus. Hoffen wir, daß die schönt alte dmtsche Sitte der Sonnwend-seuer bei unS immer mehr Eingang finde. Sie sind eine eindrucksvolle und mächtige Kundgebung deutschen BolkSbewußtseinS. Sie sind „Notseuer" wie es die germanischen waren und mit ihren roten und gelben Gluten urd dem schwarzen Nachthimmel eine ein-drucksvolle Versinnbildlichung unseres herrlichen Banners. Aus ihnen sollen wir Mut und Kraft schöpfen zum treuen AuSharren im völkischen Kampfe. Heil deutschem Brauch und deutscher Sitte! Trauung. Heute SamStag vei-mählte sich in Schönstem Herr Robert Petricek. Zuckerbäcker in Cilli, mit Fräulein Anna Ritosch«k. Belobende Anerkennung. Der Amts dien« der hiesigen Zinkhütte Herr Lorenz Koklitsch wurde »ach 35jähriger Dienstzeit über sein eigenes Ansuche» in den Ruhestand versetzt. Aus diesem Anlaß wurde ihm vom Ministerium sür öffentliche Arbeiten die Anerkennung und Zufriedenheit sür seine Dienstleistung ausgesprochen 60jährige Gründungsfeier des Cillier Männergesangvereines. Die Anmeldungen der auswärtigen ÄeiangSvereine mehren sich in er-freulich« Weise. Es haben sich bereits über 500 Gesaiigsvereine angemeldet. Wir empsehlen, sich bei Zeiten' die Festkarten zu beschaffen. Die Herren Sangesbrüder w«de» geboten, dir letzten Probe» pünktlich zu besuchen. Kollektivgenossenschaft. Diese Genossen-schast wird am 11. Öuli 1909 von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 4 Uhr nachmittags die vierteljähligcn Gesellenprüsungen und Freisprtchungen sowie die Anfdingung von Lehrlingen vornehmen. Cillier Spar- und Borschuhverein. Dieser Tag« nahm der Direktor Herr Schlumpf vom Verbände der steiermärkischen Borschußvereine die Revision der Bücher und Kasse vor Im Beisein des LorstandeS und ÄufstchtsrateS wurden sämtliche Bücher und Kasienbeständ« eingehend geprüft und für vollkommen richtig befunden. Direktor Schlumpf drückte der musterhasten Wirtschaft und Amtsführung sein unverhohlenes Lob aus. Ausstellung von Schülerzeichnungen. Im Zeichensaale des hiesigen Staatsgymnasiums werden am 29. und 30. ds. Lchülerzeichnungen auS dem ablaufenden Schuljahre zur freien Besichtigung ausgestellt. Die Alpenvereinssektion Cilli erleidet durch die Ueberstedlung ihres langjährigen Obmannes Herrn LandeSzenchtSrat Dr. Hermann Schaestlcin nach seinem nunmehrigen Dienstorte Graz einen schweren Verlust. Herr Dr. Schaestlein war es, dem es gelang die Sektion Cilli wieder zu neuem Leben zn erwecken und einen frischen Zug in die Vereins-täligkeit hineinzubringen. Mit unermüdlichem Eiser und seltener Gewifsrnhafiigktit besorgte er die mannigfachen Geschäfte der Sektion und es wild jeden-falls keine leichte Aufgabe sein, einen gleich eifrigen Obmann zu seinem Ztachfolger zu finden. Dienstag fand im Hotel „Erzherzog Johann" eine gemütliche usammenkunft der Sektionsmilglieder zu Ehren des cheidenden statt, wobei die Verdienste desselben um die AlpenvereinSseklion von Herrn Dr. Ambroschitsch mit herzlichen Worten hervorgehoben wurden. Die Rosegger-Stiftung im Deutschen Reiche. Es läßt sich die erfreuliche Tatsache fest-stellen, daß die erfolgreiche Anregung RoseggerSauch bei unseren Volksgenossen im Deutschen Reiche auf fruchtbaren Boden siel, wie die, insbesondere in den letzten Tagen reichlich eiiigelangtt» ZeichnungS-erklärungen dartun. Aber es wurden nicht allein Bausteine zu 2000 9 (bisher 13) angemeldet, auch die Werbearbeit wird durch treue Volksgenossen mit mit Eifer im Reiche betrieben. So im Siegerland, in Leipzig in Berlin, Hamburg u. a. Allein sünf Zeichnungen von je 200 > K langten beim Deutschen Schulvereine in Leipzig ein und zwar von Doktor Alired Giesecke, Karl August Zrilsche, BiblographischcS Institut Meyer, RofeggerS VnlagSbuchhündler Alfred Etaakmaun und von der Frauenortsgruppe Leipzig deS Vereines für daS Deutschtum im Auslande. Weiters sandten Bausteine zu 2000 K: Der bekannte „Zeitungskönig" August Scher!, Fabriksgesellschafter Hans Böller, beide in Berlin, des „Kanoneiikönigs" Eidam Herr Krupp von Bohlen und Halbach, Frau Jda Hausuiann-Kutzbach, eine fast 9njährig« Frau in Braunschweig, Ludwig Ganghofer als 100. Zeichner den lOO. Baustein, Geheimrat Dr. Emanuel R. v. Ullmann in München, Adolf Hoffmann in Girlitz und schließlich 2 ««genannt sein wollende unter den Sennworten „Hohenstädter HeimatSlieb«" veu^.he Wacht i ■ - in München und R. H, in Charlottenburg. Aus dem übrigen Ausland simd mit 2 Bausteinen ver-trete»: Augenarzt Dr. Fick in Zürich und Herr Anton Wedl in New Uoek. Außer den unter den obigen Zeichnern gelangte« seit Mittwoch den 16. d. folgende Zeichnungen zu Bausteinen ein: vonJul'us Meinl 4000 K. Ernst Herbst und M. Wallace, Hofdrogist in Wien, Moritz Freiherr von Zdekauer, Wilhelm und Adrienne Bayer und die Burschenschaft .Armiiria" alle in Prag, Dr. Alois Kluge in Trautrnau Dr. Franz Perko in Rürschan, Georg Matlausch in Franzental (Böhmen). Ottomar und Oskar Freiherr von Klinger in Neustadt a d. Tafelfichte (2 Bau-steine), Hermann Gröge in Sternberg, Karl von Zimmerman» in Alt-Habendors (Böhmen). Robert Preiß in Reichenberg, Max Preisenhammer d. Ae. Karl Hückel, beide in Neutitschei», Franz Kluge in Hermannseifen, Alex Weiß Albert Kirchhofs beide in Asch, die Stadtgemeindevertietung -jnaim, die Man» »erortsgruppe Winterberg und die FraurnortSgrupp« Teplitz deS deutschen Schulvercincs, der Verband deutscher landwirtschaftlicher Genossen ichaste» i d. Bukowina. Klub „EbriuS" in Leoben, Dr. Karl Freiherr von Born in Neumarktl in Krai», Doktor Hans Kuzel, Ingenieur Josef Tnrezky, beide in Baden bei Wien, Dr. Albnt ^»auckwitz in Overmais (Tirol) Sie wir weilerS erfahren, zeichnen je2U00K Fabrikant Florian Schmidt in Jägerndorf als erster Westschle'ier, Dr. Kresta mit 4" Freunde» in Jägern -dorf (2 Bausteine). Stadtgem?indever>retuna Innsbruck. Fabrikant Ernst Fritsche in Leipzig, deutsch-mährischer Lehrerbund als 1 deutsche öehrerorganisation und die Brünner Lehrerschaft je eine» Baustein zu den deutschen gtslungsbaulen an der Sprachgrenze. Arbeit» - Ausstellung. Dienstag, den 29. dS. (Peter und Paul) findet im ArbeitSsaale des MüdchenschulgebäudeS eine Ausstellung der Aibeiten des Nühkurses iWeißnäharbeiten) und des Kleider-anfertigungskurles und im Zeichensaale eine Ausstellung der Handarbriten der Müdchenbürgerschul« statt. Geöffnet ist die Ausstellung von 8 bis 12 Uhr vor-mittags. Der Zutritt steht jedermann frei. Soll es wieder losgehen. Wir hatten nicht unrecht, wenn wir behauptete», daß die Pöbel-exzesse in Laibach im September nicht nur seit län-gerer Zeit vorbereitet waren, sondern auch unter den Augen und mit dem Willen des Magistrates vor sich gingen. Der Gemeinde schein! es nicht recht zu sein, daß seit einigen Monaten Ruhe herrscht und sie sehnt sich schnnbar wieder nach Abwechslung und sucht nur nach einem Grunde, u»t die raubenden und plündernde» „Barabe" aus die Deutsche» los-zulassen. Ein wenig Vorarbeite» und Hetze» könnte nach der Ansicht des Laibacher Magistrates schon jetzt nicht schade». Am 23. ds. veranstaltete die von der Gemeinde erhaltene Sladlkaptlle ohne ersichtliche» Grund einen Zapfenst «ich, während dessen sich die üblichen Sz«»en abspielten. Eine hundertköpsige Menge von slovenischen Mittelschülern nnd Lehr-lingen zog, slovenische Hetzlieder singend, mit der Musik durch die btlebtest?» Straßen und brach vor der Wohnung deS Landespräsidcnten und deS Divi-sionärs in Zivio- und Pereatrufe aus. Hoffentlich wird, wen« man wieder Lust haben sollt«, die Sep-tembervorfälle vom vorigen Jahre. zu wiederhole», diesmal mit der Berhüngung des StandrechleS nicht lange gezaudert werde». Parkmufik. Marge» sonntag sindrt bei ginistiger Witterung von 11 bis 12 Uhr eine Parkmusik statt. Schule des MnfiKvereines. Am Mut-woch den 30. d. M. um 5 Uhr nachmittag findet im kleinen Saale des Deutsche» HauseS die Schluß-Prüfung für die Schüler der MusikvereinSschule statt. Den Eltern nnd Musikliebbabern biete« sich hiebei die beste Gelegenheit, sich von den Fortschritten ber Musikvereinöschüler zu übeizeugen und werde» daher gebeten bei der Lchlußprüsung zahlreich zu erscheinen. Wach- und Schliehanstalt. Wochenbericht: Im Lause dieser Woche wurde» von den Wächtern offen gesunden und gesperrt oder die Speirung ver-anlaßt: l9 Hauslore, 8 Einsaht istoi«, 3 Gartentüren, 2 Zeugkammern, 2 Schreibstuben und 2 Ge-schäslSsensttr Bom Handelsgerichte. Eingetragen wurde in das Cillier Register. Abteilung A : Sitz der Firma. Windisch Graz Firmawortlaut: Ferdinand Skos. Betriebsgegenstand: Gemischtwarenhandlung Inhaber: Ferdinand Skos. Tag der Eintragung.- >4. Juni 1909. — Gelöscht wurde im Cilli«» Register sür Einzelfirmen: Sitz der Firma: Weitenstein. Firma-Wortlaut: Josef Steinauer. Betriebsgege»sta»d: Eisenwerke in Weitenstein. Infolge Geschästsaus-lösung. Tag der Eintragung: 12. Juni 1909. JÜJJTXCt 51 Kirchenkonzert. Das vom Organisten der evangelischen Kirche zu Cilli Herrn Eduard Jnter-berger veranstaltete Kirchenkonzert versammelte Donnerstag abends in der evangelischen Christus-kirche einen stattlichen Kreis von Zuhörern, die sich angeregt von der weihevollen Umgebung, mit wahrer Andacht dem Genüge edelster Musik hingebe» durften. Dank der freundliche» Mitwirkung zahlreicher ein-heimischer Kunstkräft«, sowie des HtusttÄereinsorche-sterS und deS Männergesangsvereives war eS dem Konzertgeber möglich geworden, ein« reichhaltige Vortragsordnung darzubieten, die ebensosehr durch einheitlichen Stimmungsgehalt, wie durch Mannig-faltigkeit der darstellenden Tonmittel das Jnteresie der Hörer biS zur l tzten Note fesselte. Sowohl die Leistungen des Orchesters unter der Leitung des errn Kapellmeisters Sch-ichenhoser (Mendelssohn-uverlure Duett aus Aihalia), wie a«h des Männer-gesangSveremeS, der unter Leitung deS Herrn Dr. Fritz Zangger, einen von Herrn Jpterberger kampo-vierten prächtigen Chor mit Bläser- und Orgel» begieitung vortrug, waren nicht minder vortrefflich als die solistischen Darbietungen, von denen wir vor allen daS künstlerisch vollendete Orgelipiel Jnter« bergerS und die hervorragende» Gksangslei'lunqen der Frau Nila Stiger und deS Fräuleins Resi Dimetz hervorheben wollen, weiser den großzügigen Vortrag der berühmten Air von Bach au' der Geize durch Herrn Viktor Swozilek ausgezeichnet begleitet vom Streichquartett der Her»«» Fischer, Puch, Stryeck und Neubauer und Herrn Jnterberger (Orgun» Umgebung und Tschermosische; — die Schweine» Pest im Bezirke Pittau und Do»a!ib.'rg, Frieda», Gioß- Sonntag, Haidin, St. Lorrenze» am Drau-fetde, Monsderg Rohilich, Werstje und Windischdorf, im Bezirke Rann in St. Peter am Kbg.und Wisell; — der BläSchenausschlag im Bezirke Marburg in Iablanach, Sankt Leonhard W.-B, Mallenberg, Ober-Scheriafzen, Schittanzen, und Unter-Purgstall (bei Pferden); — die Wutkrankheit im Bezirke Marburg in Ober-Feiftritz, — — Erloschen ist die Rotzkrankheit im Bezirke Pettau in Zirkovetz; — die Räude im Bezirke Cilli in Fraßlau und Heilensten (bei Pferden); — der Rotlauf der Schweine im Bezirke Cilli in GreiS; im Bezirke Luttenberg in Alt-Neudorf und Urschendorf; im Bezirke Marburg in LeiterSberg; im Bezirke Pettau in Patzing; — die Schweinepest im Bezirke Pettau in Rainkowetz; in der Stadt Pettau._ Aus dem Hinterland«. Bad Neuhaus. Morgen, Sonntag findet im Kurfaal von Bad Neuhaus um halb 4 Uhr nachmittags ein öffentlicher evangelischer Gottesdienst statt. Bad Tüffer. Im Kaiser Franz Josef Bade finde» Sonntag den 27 Juni von 12 bis halb 2 Uhr und von 5 bis 7 Uhr die ersten Kurkonzerte statt. Die Konzerte besorgt eine Musikabteilung des k u. k. Ins-Reg. 27 unter persönlicher Leitung dcs Kapellmeister Herrn Theodor Christoph. Bei un> günstiger Witterung finden die Konzerte im Kur« salon statt. Windischgraz. (Sonnwendfeier), i^ür die am 27. dS auf der Höhe des herrlich gelegenen Gradisch stattfindende Sonnwendfeier, welche von den hiesigen deutschen Vereinen gemeinschaftlich veran-stallet wird, gibt sich sowohl in der -ladt Windisch-graz, als auch in den deutschen O>te» der Umgebung lebhafte Anteilnahme kund, und ist zu erwarten, daß daS Fest die Bande völkischen Zusammenhaltens mit den nachbarlichen deutschen Gemeinwesen wieder fester knüpsen wird. Bei allsälliger ungünstiger Witterung findet das Fest am 29. ds, statt. Deutsche Volksgenossen! Stach jahrelanger freudig geleisteter Arbeit und Dank der opferwilligsten Bethilfe national bewußter Volksgenossen ist der Bau des Deutschen Hanfes bis zur Vollendung gediehen. Die prächtigen R°ume des stolzen BaueS sind ihrer Bestimmung übergeben worden, Freigemute», frische», völkisches Leben ist in da» Hau» eingezogen, daS für daS ganze deutsch« Cilli und alle Freunde dieser Stadt, sür die deutschen Vereine, für alle Schichten d« deutschen Bevölkerung bestimmt ist, alS Heimstatt deutsche» geistigen Streben» und d«utsch«r Lebensfreude, als Pflegestätte deutschen WesenS in den Südmarkcn de» deutschen Gebietes. Da« Hau» ist erstanden durch rühmenswerte Leistung«» an Geld und Gut und Arb«it, b«i denen deutsch« Einigkeit und Brüderlichkeit herrlich zu Tage traten. Jetzt gilt «S daS Geschaffen« zu erhalte« als stolzes Bild völkischen L«ben», al» Sammelpunkt aller Deutschen auS nah und fern, so daß jeder deutsch« Volksgenosse mit aufrichtiger Freud« und mit Begeisterung die herrlichen Hallen betritt. Da» Deutsche HauS so zu erhalten daß e» unser aller Stolz und Freud« ist, daS L«br» im Deutschen Haus« so zu gestalt«», daß «» das völkische und wirt-schaftliche Gedeihen Deutsch Cilli» in bedeutungsvollem Maße fördert, daS ist ein» Ehrenaufgabe für di« Deutschen Cilli» und aller Deutschen, die treu zu Cilli stehen l In erster Linie obliegt diese Ehrenpflicht den deutschen Bewohnern Cilli». SS gibt wenige Städte auf deutscher Erde, in welchen die nationale Opferwil-lt»k«lt so sehr die Gesamtheit beseelt. wie uns«r kämpf-umtost«», allezeit siegreiches Cilli, wo in bewunderungS-würdiger Weis« arm und reich, hoch und nieder freudt-die schweisten Opfer bringt am Altare de» deutschen BolkStum» und auch sür da» Deutsche HauS Opfer ge-bracht wurden, die der Bewunderung und dauernden Danke» wert find. D«ulsch« Cilli»! An di«s« bewährt« Opferwillig-keil, die unserer Stadt so viel Segen gebracht und ihr in allen deutschen Landen einen ehrenvollen Namen gemacht hat. app«li«rtn wir. Da» Deutsche HauS bedarf dringend Eurer Opfer, e» stellt an eure Leistungsfähigkeit, an Eure Heimat-liebe und Euren gesunden nationalen Sinn hohe An- forderungni, höher«, al» fi« je a» Euch hera»ge- treten sind. Wahret und heget Euer schönste« Kleinod: Da» Deutsche HauS! Seid in diesem hehren Ziele ein einig Volk von Brüdern I Trage jeder nach feinen Kräften fein Scherflein hin zum Deutschen Hause. Werdet Mitglieder, Gründer. Stifter de» Vereine» Deutsche» Hau», strömt in Scharen in die schönen Räume » kurz vereinigt Euch in liebender Sorge um diese» stolze Werk, das unserer Stadt und dem ganzen Vaterland« zur Zierde und Ehre gtrticht. Jeder tue seine Pflicht, keiner bleibe zurück! Heil Cilli immerdar! Der Ausschuß des Vereines Deutsches Hans, Cilli. Anmerkung: Spenden undBeitrittserklärungen werden vom Zahlmeister Herrn Josef Jrrm r, ent« gegenzenommen. Aus aller Welt. (Zum Erdbeben in Südsraukreich.) Die großen Städte Frankreichs, die am Freitag abends durch den Erdstoß in ziemlich unsanfter Weise aufgerüttelt wurden, sind, wie es jetzt sich zeigt, mit dem bloßen Schrecken davongekommmeir Dagegen hat die Umgebung von Marseille, das Arroiidiffement von Alix, furchtbar gelitten. Fünf Dörfer sind nahezu vollständig zerstört und man schätzt die Zahl der Toten bis heute auf 60. Außer dem Verluste an Menschenleben und Bieh hat der verwüstete Bezirk die totale Bernichttutg seines ein« zigen ReichtnuiS zu beklagen. Es wurde durch das Erdbeben die bevorstehende Scidencrulc total ver-nichtet. Die größte Verheerung richtete der Erdstoß in dem Dorfe Samt Cauuat an, welches 1200 Ein» wohner zählt. Nur drei Häuser sind stehen ge» blieben und es droht auch diesen durch die erlittenen Sprünge baldiger Einsturz. Die Hauptstraße samt der Kirche bildet heute einen Schutthaufen. Als der Erdstoß erfolgte, hatten sich die Bewohner zum Glück noch nicht zur Ruhe begeben. Sie fanden gerade noch Zeit, aus ihren Häusern auf die Felder zu flüchten, wo sie die Nacht verbrachten. Als sie bei ausgehender Sonne in ihr Dorf zurücklehnen, war dies ein Schutthaufen. Bis gestern mittags zog man aus den Trümmern zehn Leichen und es werden noch zwölf Personen vermißt. I» der nebenan liegenden Gemeinde Rognes, mit 1600 Einwohner fiel der Kirchturm ein uud die Hälfte der Häuser wurde vernichtet. Auch hier wurden die Einwohner zum Glücke von dem Erdstoße nicht im Schlafe überrascht und konnte sich daher zum größten Teile durch eine eilige Flncht retten. Trotzdem hat man hier schon acht Tote aus den Trümmer« hervorge-zogen nnd man fürchtet noch auf weitere Opfer zn stoße». Der Ort war terrassenförmig an einem Felsen angebaut und hauptsächlich der hochgelegene Teil ward zerstört. Die meisten Opfer verzeichnet man in der Kreisstadt LembeSc. Dort gibt es bis jetzt 15 Tote. Der Erdstoß vernichtete hier vor-wiegend die allein stehenden Häuser und Baueruge-Höfte. Zu den noch mehr oder minder heimgesuchten Ortschaften gehören Salon, Bernegues und EquilleS. Zur Stunde zählt man außer den erwähuteu Toten 250 Schwerverletzte. Die RettungDarbeiten werden von der Genie- und Jufanlerietruppe vorgenommen. (Eifersuchtsdrama). Mau meldet uns aus Trieft. Der 38jährige Kesselschmied Anton Plane! hat auf seine um vier Jahre jüngere Ehe-frau Amalie, die in einem Wirtshause als Kück)üt bedienstet war, ein Attentat verübt. Er brachte thr mit einer dreikantigen Feile mehrere Stiche bei, eilte dann in seine Wohnung und durchschnitt sich mit einem Rasiermesser den Hals. Er erlag im Krankenhause, wohin man ihn gebracht halte, seinen Verletzungen. Er hatte sich schon feit längerer Zeit mit der Absicht zu dieser Tat getragen, weil er glaubte, daß seine Frau zu einem jüngeren Arbeitskollegen ein sträfliches Verhälttlis unterhalte. Die Frau ist schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. (Schrift st eller HattS Withalm lebt.) Kürzlich ist vom Konsulale in Kairo an den Chefredakteur der „Grazer Moutags-Zeitung" Dr. Withalm ein Telegramm eingetroffen,^worin ihm mitgeteilt wird, daß sein Sohn, der Schrift« steller Hans Withalm, von dem eS liieß, daß er bei einem Jagdausfluge im Sudan tödlich veruuglückt fei, lebt und nur leichte Verletzungen erlitten hat. Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 51 lm Sommer Ist ± MAGGI Würze nit dem Krcuzstern 15475 ganz besonders wertvoll; denn die Hausfrau macht g«rn kurze Köche und hilft dann mit einigen Tropfen MAGGt» Würze nach. Man verlange ausdrücklich MAGGI* Würze und achte auf die Schutzmarke Kreuzstern. ..M4G6Ib Bit« tpargaw» KOch»." Ein Doppelselbstmord. Am 16. ds. er-eignete sich auf dem Friedhofe zu St. Christoph in Laibach ein erschütterndes Drama, dem zwei junge Menschenleben zum Opfer fielen. Gegen 8 Uhr abends hörte man auf dem Friedhofe Schüsse. Es hatten sich der 1891 in Jdria geborene Realschüler Franz Bocina und der im gleichen Alter stehende Realschüler Milan Szilich durch Revolverschüsse ?egeuseitig erschossen. Der Beweggrund zum Doppel-elbftmorde soll schlechter Fortgang in der Schule sein. Beide Knaben besuchten die städtische Real-schule in Jdria. Die judizielle Staatsprüfung nach e i n e m O h u m a ch t s a n f a l l fortgesetzt. Ein ganz ungewöhnlicher Vorfall hat sich dieser Tage bei der judiziellen Staatsprüfung ereignet. Vor einer Kommission, unter dem Vorsitze dcs Professors Dr. Sperl, wurden im Justizpalast vier Kandidaten geprüft. Unter den vier Kandidaten befand sich der Jurist B. Er hatte schon die Prüfung bei General. Prokurator Dr. v. Schrott bestanden und sollte nun auf den zweiten Prüfer warten. Nun ist Jurist B. vor drei Jahren VoS Opfer eines Eisenbahnunfalles geworden und hat außer Brüchen beider Oberschenkel eine traumatische Neurose erlitten, deren Folgen er noch nicht ganz verwunden hat. Sie machen sich gelegentlich durch Ansregungszustände geltend. Wüh-rend des Wartens erlitt er nun einen Ohnmachtö-anfall und mußte aus dem Saale auf de» Korridor getragen werden. Die Prüfung wurde sofort abge« brochcn. Mau berief die Freiwillige Rettungsgefell. schast. Der JnspettionSarzt labte den Kandidaten. Er erholte sich nach kurzer Zeit und sollte nach Hause gebracht werden. Doch Herr B. bat, die Prüfung fortsetzen zu dürsen. Die Prüfer wendeten sich gleichfalls an den Arzt mit der Frage, ob eS nicht möglich wäre, daß B. die Prüfung fortsetze, damit ihm eine abermalige Austegung erspart bleibe. Als der Arzt seine Zustimmung gegeben, geleitete Generalproknrator Dr. Ritter v. Schrott den Kan-didaten in sein Bureau und ließ ihn dort eine halbe Stunde aus dem Divan ausruhen. Die Prü-fungskom Mission nahm dann den Kandidaten ein-zeln vor. Jurist B. bestaud die Prüfung in allen Fächern mit gutem Erfolg. Während der Prüfung blieb der JnfpektionSarzt im Saale anwesend, um für alle Fälle bereit zu sein. Ein Lehrling als Mordbube. Unweit Möttling in Uuterkraiu überfiel der 15jährige Lehr-ling Johann Obermann den 19 jährigen Lehrling Max Plessec und ermordete ihn durch einen Schnitt in die Kehle. Der Mörder hatte bereit» vor einigen Jahren seine eigene Mutter zu ermorden versucht. Es war ihr jedoch gelungen, sich durch Flucht zu retten. Der Gendarmerie ist eS bisher nicht gelungen, des Täters habhast zu werden. SARG WIEN HN-CREME S Gedenkt! des „Teutschen Schul-^ Vereines" nnd anseres 5chuyvereineS „Südmark" bei Spiele» uud Wetten, bei Festlichkeiten u. Testamentes sowie bei unverhofften Gewillnsteu! u Sttlaa»<« 0it arttlf mb ftiiitt aiiiaca jtcS'ii Prelakurant «»er Prä,I»«>i,».Ill>rt» au ' StkrlUkttllMi Aml*Biin, Ontft, Hl!-® lodtMt, Intart, MrliftfTlmu*er. HruiMt, echte Habu-Ihren »t» IS K »Iifwirl«. s Johann Jorgo'. Uti«4tr. f. ». »t» fcrtifc. Gchächmttfter. Wien, IIIj4, Rennweg 7», w»l»- ». ?ildt»«»>rt»-^xl>»rilia»4, «triläilt fUr neue llljrcu ,»» Mcvaratatea, tu |t»te »«Haag Talchtiluir »irb eine »eilt ge»tr wr SO k tia(tft|l, liailt©(Swtitei Hiifrl»Wnfer.*atTBtf"U»e. In SkIri* loaftab, Kl.-. W»l?o»|.>Jtaleiit K 5.—. &Slt Sild-7» MtutnloinUlr «»» K 7 mitwart». Sillitrtettni Ina KS-—aufialtll. WnUiiuIrmoe, itfolb«, twrrtn« u. Tamtuulirtii all t'itltjctQtlUtovl Uct* Ingtth». ÖiDile» taget ton Ptiidtlukirt» BOit K 10.— »af». e •alt weStraht K 3.40. temtlrrt« Utt witk ''trag um Öüt jefce fiet«iKe t*tr rrcfl* »atonlit nliilft1 tlnt llaNjyttttliiiit »Äat>»ch VerehUe Hausfrau! Weuu Sie Perfil noch nicht kennen, so sei Jhne.i dessen Kauf wärmstens empfohlen. Persil liefert bei einmaligem Kochen von einer halben Sttinde blendend wnße Wäsche ohne viel Arbeit, Mühe, Bürsten, Reibe», Seife, Soda u. s. w. Persil ist garantiert chlorfrei und das beste moderne Waschmittel. 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