Vriinumeratisus - Preise: FSr Laibach-. «anziLhrtg . . 8 fl. 40 kr. HakbjSbrig . . 4 „ 2« „ «irrteljäbrig . 2 „ 10 „ Monatlich... - 70 „ Mit der Post: »aazjährig.............12 fl. Halbjährig 6 »i-rteljiihrig ,___________ gl Zustellung in» HauS iktttlj. 25 kr., monatt. S kr. Einzelne Nummern 6 kr. «nonvme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Nr. 245. Mittwoch, 25. Oktober 1876. — Morgen: Amandus. Ne»«ett«, Bahithosgaffe Nr. IS. «rtzedittmrs- L Jnserate,- Bnrea«: Longreßplatz Nr. 2 (Buch. Handlung von Jg. v. «lein» mayr L Fed. Bamberg.) Jnsertionsp reise: Kür die einspaltige Petitzeile L 4 kr , ber wiederholter Lin-^ schaltung L 3 kr. Anzeigen bis 6 geilen «ei größeren Insekten öfterer Einschaltung entspre-!'^', ^ chender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Bergittung. 9. Jahrgang. Das Budget für das Jahr 1877. Dcr Schatzmeister der im österreichischen ReichS-rathe vertretenen Königreiche und Länder versucht über die wichtige Frage der Bedeckung des Staats' »fordernisscs für das Jahr 1877 mit der flüchtig hingeworfenen Phrase hinwegzugleiten, daß der Abgang durch eine Creditoperation zU bedecken fern wird. Der letzte Passus gibt den volkSwirthschaftlichen Alätlern, namentlich L. Schönbergers „Handels- und ^rsebericht«, Anlaß zur Bemerkung, daß jener Weg, den Herr v. Pretis einzuschlagen hat, um vl« verlorene finanzielle Position wieder zu gewinnen, 'hm nicht klar zu sein scheine und Herr v. PretiS wol wieder zu Vorschußgeschäften wird greifen muiien, welcher Vorgang nicht ungefährlich erscheinen r>le, zumal das Deficit in Summe mehr als neunzig Millionen Gulden betragen wird. Dieses horrende Deficit ist ein sehr unangenehmes Ereignis! Es muß bedauert werden, daß unsere Finanz. Politik einer festen Grundlage entbehrt, haltlos hin. und herschwankt und sich von den Ereignissen des Tages leiten läßt. Bei solchen unsicheren Verhältnissen laufen wir Gefahr, den festen Boden unter unfern Hüßen gänzlich zu verlieren und wieder Zu- Nanden zu verfallen, welche wir bereits für über- wunden hielten. Oesterreich hat, wie allbekannt, das Schulden-^achen bisher in sehr schwunghafter Weise betrieben. An Hausstand, ein Staat, der durch Schuldenmachen ^'ne Existenz fristen muß, entbehrt gesunder Grund- lage, und permanentes Schuldenmachen stellt schließ, ltch den Ruin des Hauswesens in sichere Aussicht. Die Wirkungen des Schuldenmachens vonseite des Staates zeigen sich an der Steigerung des Erfordernisses für die Verzinsung der Staatsschuld; die Zinsenzahlung erfordert bereits beträchtliche Opfer. Oesterreichs Zinsenconto erreicht bereits eine Ziffer, mit der ein Königreich seinen JahreshauShalt zu genüge bestreiten könnte. Ein Hausstand, der mehr auSgibk als einnimmt, muß sich endlich denn doch dem Gedanken, Ersparnisse einzuführen, ernstlich fügen. Es muß der Gedanke Wurzel fassen, Reduktionen im Aus. gaben-Etat platzgreifen zu lassen. Durch eine Reihe von Jahren erheben sich im Volkshause Stimmen, daß in Anbetracht der bedrängten Finanzlage des Reiches der Weg der Ersparungen im Staatshaushalte eingeschlagen werden müsse. Dieser Mahnung wurde einerseits wol Rechnung getragen, aber die Resultate des parlamentarischen Streichorchesters erfuhren andererseits durch Steigerung des.Ersorder. nisseS auf militärischem Gebiete wesentliche Alteration. Die Streichungen wurden nicht in der gehörigen Rubrik, sondern bei den Erfordernissen für Ackerbau, Straßen, und Brückenbauten, Mittel- und Hochschulen vorgenommen. Die Leistungsfähigkeit der Staatsbürger muß in erster Linie für Zwecke in Anspruch genommen werden, welche dem dringenden Bedürfnisse des Mo-mentes, der Förderung wirthschastlicher Entwicklung und Erstarkung dienen. Als die Lichtseite im Exposö des Finanzminister« wollen wir hervorheben, daß die Regelung über die gemeinsamen Aclivreste der bestandenen Staats» centratkasse in naher Aussicht steht. Die Ordnung dieser Frage wird in allen betheiligten Kreisen mit Befriedigung begrüßt werden. Der Finanzminister stellt unter Hinweis auf den Ausgleich mit Ungarn schon für das Jahr 1878 neueZuflüsse in Aussicht, welche sich aus einer Erhöhung der verschiedenen Zölle, aus der Besteue. rung des Petroleums und aus der Reform der Zucker- und Branntweinsteuer ergeben sollen. Leider basieren diese in Aussicht gestellten Einnahmen auf einer Mehrbelastung der Steuerträger. Die Volks« wirthschastliche Lage ist eine derartige, daß eine Erhöhung der Abgaben in einer Zeit, in welcher Industrie, Handel und Gewerbe dahinsiechen, wol sehr spärliche Resultate liefern dürfte. Der Consum ist auf allen Plätzen des In- und Auslandes ein äußerst beschränkter geworden. Der Finanzminister kündigte überdies sech-neue Steuergesetzentwürfe, deren Titel wir im gestrigen Blatte an anderer. Stelle angezeigt haben, an. Die Mehrzahl der öffentlichen Blätter bezeichnet die Action des Finanzministers in dieser Beziehung als eine glückliche. Die rieuen Steuergesetze bringen nemlich durchaus nicht trockene, nackte Steuer« erhöhungen, sondern regeln und vereinfachen den Gang über die Feststellung des Einkommens und die Besteuerung des letzteren in humanen Formen. > Durch die große Steuerreform sollen verworrene, haltlose und gehässige Zustände beseitiget werden. Anstelle des Einkommensteurrpatentr- vom Jahre 1849 treten andere Normalien, die ärmeren Be«-völkerungsklassen sollen,durch die neuen Steuergesetze Feuilleton. Verschiedene Wege. Novelle von Rudolf Müldener. (Fortsetzung.) wel» also in diesem Falle derjenige, Letzte Victor von Sohr der, welcher empfing, er sük^ was er Fernau zu verdanken hatte, TeleaenkVerpflichtungen doppelt, da er keine reich -r Fernau zu vergelten. Sohr war arm, und vergebens hatte elfterer sei« all' der bedeutende Geschenke geboten, ihn mjt ju deren sl^amkeit uneigennütziger Freundschaft alles *""Hme zu bewegen gesucht; Ferna» schlug sein.?^ beharrte mit eiserner Festigkeit bei un-,7» ^°°0"ung. Und doch liebte Fernau seinen der in«, dessen argloses Herz, welches mit er -u" 2"k>e an ihm hing, ex durchschaute; Welt stank, da er sonst allein in der einem ii^. ü doch das Bedürfnis, die Sehnsucht nach vermochte nicht gänzljch ^ unterdrücken Fernau, der die Universität mit einem glänzenden Zeugnisse verlassen hatte und seit einigcr Zeit al« Auscultator fungierte, war eines Tages spurlos verschwunden. Bald darauf empfing Herr von Sohr einen aus Bremen datierten Brief, in welchem sein Freund von ihm Abschied nahm und bat, ihn als todt.zu betrachten, da er Deutschland nie wieder zu betreten gedenke. Seitdem war keine Nachricht vom ihm zur Heimat gedrungen. Jetzt nun, nach zehn Iahten, saß der Assessor wiederum seinem Freund zur Seite und ließ sein Auge theilnehmend auf ihm ruhen, als wollte er dir Beränderuqgen prüfen, die zehn Jahre auf seinem ch«-'-'. r,l,L »t'B Fernau'- Gestalt hatte sich voller und kräftiger entwickelt, zugleich bemerkte der Assessor aber auch» daß Sörzen und die Gewohnheit eine« angestrengten Denkens auf seiner Stirn bereit- galten gezogen und seine Züge noch- schärfer,, und charakteristischer au-aevräat batten. Bk- Hey Assessor betrifft, so hatte sich dieser wenig verändert. Er war älter geworden, allein er hatte dabei so viel Ursprünglichkeit, Heitere» in seinem Wesen bewahrt» da« ihn fast noch jünger erscheinen ließ, al- er wirklich war. „Jetzt, JuüuS." sagte Herr von Sohr, „jetzt, nachdem ich deine Neugierde in Bezug aus so viele Dinge befriedigt habe, entsprich den Erwartungien der meinigen l- ,--L „Und wa» erwartet deine Neugierde von mir ?'*> n fragte Fermw lächelnd, nr-, , ,n § . „Kch, Juli«-, ich glaube, daß meine lang. « iährtgeiiFreundschastufüvn,dich mir auf dein unbe« .-^ dingte» Vertrauen ein'Aecht Gibt. Non gibt e- l-in deine« Lebe« manche-»- wa» mir »och dunkel ist, -und du wirst ein edlere- Gefühl al»l>bl«ße New"-»' gierde befriedigen, wenn da mich «jetzt mit den Er« eignifsen deine-ohne Zweifel Mimischen und Wechsel« vollen Lebens bekannt machen wolltest." hast recht!" erwiderte Fernau düster. „Mein Leben war stürmisch, wechselvoll, abenteuerlich. Du sollst die- alle» erfahren. Aber warum uns die Freude de» Wiedersehen» durch trübe Rück« erinnerungen verbittern? Dein Leben indessen," fuhr er fort, „ist, wenn auch einfacher, doch jeden« wksentlich entlastet, dagegen jener Theil der Bevölkerung, welcher der Steuerentrichtung sich bisher zu entziehen wußte, in den Kreis der Steuerzahler mit-einbezogen werden. Die wichtigste unter diesen sechs Gesetzvorlagen ist ohne Zweifel jene über die Personal-Einkom-mensteuer. In Erwägung dieser Wichtigkeit widmeten wir dieser Gesetzvorlage in unserem gestrigen und heutigem Blatte in der Rubrik „Lokales" eine abgesonderte Besprechung, d. H. wir brachten eine Darstellung der Hauptbestimmungen dieses Gtsetz-entwurses. ES dürft« im weiten Kaiserreiche wol nur wenige geben, welche der Inhalt dieses neuen Einkommensteuergesetzes nicht berührt. Die projectierte Steuerreform ist ein Fortschritt, der nicht unterschätzt werden darf. Hoffen wir, daß wir im Verlaufe der weiteren Parlamentssession auch eine Förderung der Volks-wirthschaftlichen Interessen durch die Geburt neuer Ideen auf dem Gebiete der Finanz- und Volksw irthschast erleben. Es ist endlich hohe Zeit, daß ein Zustand beseitigt werde, der das Mark der Steuerträger aufzehrt. Parlamentarisches. Dem Vernehmen nach wird das Abgeordnetenhaus wöchentlich nur zwei Plenarsitzungen halten; an den übrigen Tagen arbeiten die verschiedenen Ausschüsse des Hauses. Wie ein pester Blatt erfährt, steht eine Enun-ciation des österreichischen CabinetteS durch den Mund des Sprechministers Dr. Unger über den Stand der Ausgleichsfrage bevor. Der Steuerreform-Ausschuß beschloß, in- die Generaldebatte über die neu eingebrachten Steuervorlagen einzugehen. Die Berathung über die früheren Steuerreform.Gesetze, womit sich der Ausschuß bisher beschäftigt hatte, wird vollständig auS-gesetzt, da sie in vielen Stücken mit den neuen Reformentwürfen vollkommen contrastieren. Der Strafgesetzausschuß nahm seine Berathungen wieder auf und beschäftigte sich mit dem ersten Hauptstück des zweiten TheileS des Entwurfes, enthaltend die über „Hochverrath" und „StaatSver-rath" handelnden Paragraphe. Der Unterrichtsausschuß beschäftigte sich mit den vom Vereine der österreichischen Buchhändler eingebrachten Petitionen. 1, Der Schulbücherverlag möge in der Weise aufrecht erhalten werden, wie es in Bezug auf die Mittelschulen vom Jahre 1850 ab geschah. 2. Es mögen nur für solche Unterrichtszweige neue Bücher von ihm verlegt oder neu bearbeitet herausgegeben werden, für welche im Buchhandel noch keine erschienen find. 3. Insoweit andere Bücher bereits vorbereitet oder begonnen wurden, falls heiterer, freundlicher; dein Los, vielleicht weniger glänzend, jedenfalls glücklicher als das meinige. Wohlan, theile mir deine Erlebnisse mit, du weißt es ja, welch' ausrichtigen Antheil ich von jeher an deinem Schicksale genommen." „Mein Leben ist in der That so einfach," erwiderte der Assessor, „daß dessen Ereignisse wol nur für den Freund einiges Interesse haben möchten. Du kennst meine Stellung, du kennst meine Vermögensverhältnisse, dir in der That günstig genug sind, um mir manche bittere Erfahrung, manche Leiden zu ersparen, die das Schicksal den vom Glücke weniger Begünstigten selten zu erlassen pflegt. Was dich vielleicht interessieren dürfte, ist, daß ich im Begriffe bin, mich zu verheiraten, und daß meiste Anwesenheit in Köln allein durch diesen Um« stand bedingt ist." „Ah! Du willst dich verheiraten?" „Allerdings; erinnerst du dich noch deiner Eou-fine Pauline?» „Sehr wohl; als ich sie das letztemal sah, das heißt vor zehn Jahren, war sie noch ein kleines Slläbchen von elf od-er zwölf Jahren. Ihre Mutter ist eine vortreffliche Frau, während ich mit ihrem mögen sie Buchhändlern übergeben werden, welch« sich verpflichten, bei den Büchern für Volksschulen bis zur fünften Klasse die bisherigen Preise des Schulbücher-Berlages nicht zu Überschreiten." Ueber Antrag des Abg. Dr. Hallwich beschließt der Aus-schuß mit sechs gegen vier Stimmen: „Die Petita des Vereins der österreichischen Buchhändler sind in Form von Resolutions-Anträgen in der nächsten Ausschußsitzung einer nochmaligen Berathung zu unter-ziehen." Politische Rundschau. Laibach, 2b. Oktober. Inland. In einigen pester Blätter« lesen wir die Nachricht, daß die Stellung des Grafen An-drassy vollständig erschüttert ist, sein Nachfolger dürste schon in den nächsten Tagen ernannt werden; andere bringen Bericht, daß Graf Andrassy in den letzten Tagen vom Kaiser mit besonderer Aus. zeichnang behandelt wurde. Die „Boss.Ztg." schreibt: „Zwischen Oesterreich und Ungarn herrscht, soweit es sich um die vorwiegenden Elemente der öffentlichen Meinung handelt, eine so große Uebereinstimmung in antirussischer Richtung, daß man mehr als jemals das Recht hat, gerade jetzt von einem einmüthigen „österreichischen Volk" zu sprechen." Wie „PestiNaplo" erfährt, soll die ungarische Regierung mit dem frühern Ministerpräsidenten Szlavy wegen der Uebernahme des Handelsministeriums in Unterhandlung stehen und Sjlavy geneigt sein, dieses Portefeuille anzunehmen. Der „Economist" hält die finanzielle Lage Ungarns für desperat und die wirthschaftlichen Hilfsquellen für unzureichend, um au» den Verlegenheiten herauszuhelfen und eine bessere Zukunft an-zubahnen. Der kroatische Landtag erledigte in voriger Woche die Gesetzentwürfe über das Expropriations-Verfahren in der Landeshauptstadt Agram und teilweise auch die über die Theilung der Haus-Eom-munionen im belovarer Eomitate. A«sla»d. In der Versammlung der Bot-schaster hob General Jgnatieff, wie der „Agence HavaS" aus Konstantinopel mitgetheilt wird, die Nothwendigkeit hervor, die in der öffentlichen Meinung Rußlands herrschende Gährung durch Er-langung gewisser unerläßlicher Concessionen seitens der Pforte zu beruhigen. Rußland besteht erstens auf einem sechswöchentlichen Waffenstillstände; zweitens auf der Autonomie Bosniens, der Herzegowina und Bulgariens, drittens auf Garantien. Der erste Punkt müsse sofort erreicht werden; die beiden an-deren Punkte anbelangend, wäre es Sache einer Eonferenz, auf welcher die Türkei nicht vertreten Vater, einem steifen Bureaukraten, wegen der Verschiedenheit unserer Lebensanschauung niemals harmonierte." „Nun," versetzte der Assessor lächelud, „Pau-line ist meine Verlobte und bald meine Frau." „Ah! Pauline ist es also, die ich künftig als Frau von Sohr begrüßen soll?" erwiderte Fernau. „Meinen herzlichen Glückwunsch! — Doch," setzte er hinzu, „ist Pauline hier in Köln?" „Weißt du daß nicht?" Fernau zuckte mit den Schultern, als hätte er sagen wollen: mein Gott, wie kann ich das wissen? „Ah, ich erinnere mich!" antwortete der Assessor, „das war nach deinem Verschwinden." Und nun erzählte er ihm, wie der Geheimrath Ramberg, kurze Zeit nach Fernau'S Entfernung von Breslau, nach Köln versetzt und dort bald darauf gestorben sei. Die Geheimräthin habe es vorgezogen, mit ihrer Tochter in Köln zu verbleiben, wo er, der Assessor nemlich, den eine Vergnügungsreise nach dem Rheine geführt, ihre Bekanntschaft erneuert und sich schließlich mit Pauline verlobt habe. (Fors. folgt.) sein würde, die Bedeutung der Worte „Autonomie" und „Garantien" zu bestimmen. Trotz der Reserve, welche die fünf Großmächte beobachten, um wenigstens zeitweilig Rußland allein mit der Pforte verhandeln zu lassen, findet zwischen dem General Jgnatieff und den übrigen Botschaftern fortgesetzt ein lebhafter Verkehr statt. Die Sommation, welche Jgnatieff nach Konflantinopel übrrbringt, ist, wie die „Deutsche Ztg." erfährt, von den russischen Diplomaten so abgefaßt, daß rin Einschreiten für alle Fälle noth-wrndig werden muß. Sie verlangt den sechswöchentlichen Waffenstillstand und die Durchführung der Reformen untrr Eoutrole der Mächte. Nimmt nun die Pforte die russischen Vorschläge an, dann beginnt dir friedliche Eontrols-Occupation, an der sich Oesterreich betheiligen wird; lehnt die Pforte ab, dann erfolgt die feindliche Exccutiv-Occupation, welche selbstverständlich im Falle eines nicht erwarteten Widerstandes zum Kriege führt, in dem, waS mit jeder Stunde wahrscheinlicher wird, Oesterreich an der Seite Rußlands zu finden sein wird. Der „Post" geht über den Operationsplan Rußlands folgende Mittheilung zu: „Nach den neuesten Dispositionen sollen drei Heere gebildet werden. Das eine, 120,000 Mann, unter dem Eom-mando des Großfürsten Nikolai, soll in Bulgarien einrücken und die türkischen Donauseftungen cernie-ren. Das zweite, 340,000 Mann, unter dem Groß-sürsten-Thronsolger, wird von der türkischen Grenze bis nach Süd-Polen ausgestellt werden, und das dritte, 240,000 Mann, unter General Loris Meli-choff, soll in die asiatischen Provinzen der Türkei eindringen. Die Kosaken bilden ihre Reserve-Regimenter. Große Vorräthe an Halbpelzen, warmen Stiefeln u. s. w. für einen Winter-Feldzug sind bereit. Der Geist der Truppen ist vortrefflich. Kein Mann, kein Offizier will bei den Reserve-Bataillo-nen Zurückbleiben." Dem „Pester Lloyd" zufolge gibt Bratiauo die Idee kund, den Fürsten Karl zum König von Rumänien zu proclamieren. Rumänien will sich von der Türkei vollständig unabhängig erklären, sich deS Schutzes der pariser BertragsmSchte begeben und dafür mit Rußland ein Schutz- und Trutzbündnis schließen. Die Rüstungen in Bukarest würden fortgesetzt. Man will 100,000 Mann aufbringen. Gewehre seien in Berlin bestellt. Eine Zwangsanleihe oder die Ausgabe von Papiergeld mit ZwangscourS liege in Absicht. Vom Kriegsschauplätze. Eine galaczer Eorrespondenz des „Lloyd" meldet von der russischen Grenze bei Akerman, bis zum 15. k. M. seien drei aus Kriegsstärke gebrachte Armeecorps zwischen Odessa und Akerman concen« triert. Der russisch-rumänische Vertrag über 72,000 Mann rumänischer Hilfstruppen sei am 6. Oktober unterzeichnet worden." Am 22. d. fand keine Schlacht statt. Krevet sollen die Serben nachts verlassen haben. Die Türken haben Krevet sofort besetzt und schon schwere Belagerungsgeschütze von Prüilovci dahin expediert. Die Türken stehen nun unmittelbar vor Deligrad. Die Serben halten die Position von Deligrad bis Sveti Nestor besetzt. Zur Tagesgeschichte. — Bischossinstallation. Sonntag den 22. d. wurde der versaffungssreundliche Abt Eder mit der sürst-erzbischöflichen Würde in Salzburg bekleidet. Der größte aller klericalen KampshLhne in Oesterreich, Bischof Rudigier auS Linz, hielt die Festpredigt. Der erste Kanonier des österreichischen Episkopates wollte nicht ohne Knalleffect vom Predigtstuhle scheiden, er nahm Veranlassung, darauf hinzuweisen, von welch eminenter Wichtigkeit unter de« gegenwärtigen geitverhältnifsen die mit dem salzburgischen Oberhirtenamte verbundene Würde eines Primas von Deutschland sei, da ja der deutsche Kaiser ausschließlich evangelischer Fürst wäre, der die Katholiken seines Reiches Verfolgungen und Unterdrückungen aussetzen lasse. Was nun der neue Primas von Deutschland Dr. Eder in dieser Richtung thun soll, ist zwar nicht präciS ausgesprochen worden in den apo-stolischen Reflexionen, aber doch nicht unschwer zwischen den Zeilen zu lesen. — 8 nm Ra bmorde jn When. Die in Kla-gensurt gepflogenen Recherchen »ach dem fehlenden Beide von der dem Briefträger Guga geraubten Summe hatten einen günstigen Ersolg. Es wurde nemlich ein Betrag von beiläufig 10,000 fl jn österreichischen Noten und 4000 Reichsmarl in Preußischen Noten in der Wohnung seiner Geliebten in Klageiisurt zustande gebracht. — Francesconi bat um einen raschen Urtheilsvollzug. — Caroline Jarnig, dir Geliebte Francesconis, ebenso deren Mutter wurden am Sonntag nachmittags aus der Berwahrungshast entlassen, ^ sich die vollständige Unschuld beider herausstellte. — Heiteres aus ernster Zeit. Die berliner »Montags-Zeitung" bringt zur Wafsenstillstands-Frage sol-gendeS Gedicht, welches Rußland der Türkei widmete: »Sechs Monde kann ich nicht vertragen, Sechs Monde sind kein Kinderspiel. Lass' mich es dir ganz ofsen sagen: Mir ist Mond schon zu viel." Mal- und Provinzial-Angelegenheiteu. — (Aus den slovenischenBlättern.) „Slov. Narod" bringt eine Correspondenz aus Bischoflack, worin d« Inhalt der in nnserer 237. Nummer vorkommenden Driginal-Lorrespondenz aus Bischoflack in Zweifel gezogen wird. Die von uns gebrachte Lorrespondenz gründet sich Berichte glaubwürdiger Männer. Es gehört wahrlich e^e nicht geringe Dosis von Kühnheit, ja Keckheit wenn ein nationaler Correspondent es wagt, ofsen Erliegende Thatsachen im kurzen, brüsken Tone "bzuleug„x„ Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der Presse, «Wände, mögen solche wo immer Vorkommen, zu rügen aus nothwendige Anstalten in den Gemeinden die Oeffent-' it aufmerksam zu machen Hält es die Reaktion eines ttes siir nothwendig, über ihr zukommende Berichte nähere Erhebungen zu pflegen und weitere Erkundigungen emznholen, jo erwächst aus diesem Vorgänge für die Leser er Bortheil, daß sie auswärtigen Berichten oder Correspon-enze» vollen Glauben beimessen können. — „Slovenski carod" bespricht unseren Leitartikel „Fahnenflüchtig" und gibt dem Inhalte desselben eine andere Wendung. Wir sind völlig überzeugt, daß „Slov. Nar." und sein redactio-"dller Leiter die richtige Adresse, an welche dieser Leit-ortikel gerichtet war, erkannt haben, xv8poä InrkiL möge sich nur erinnern. Die Münze, die wir in Umlauf setzten, ^agen njHt dje Brustbilder von Männern, die treu an der ache der Ordnung und Verfassung halben, sondern jener Helden aus dem nationalen Lager zur Schau, die sich durch »°h»enflucht im Schöße des Gemeinderathes nicht be-"e> enswerthen Ruhm erworben haben. . (Zum Kapitel „Sta d t v e r s chön er n Ng.") "Stacht« der in allen Geschäftszweigen eingetretenen Stockun-2en ist ez unsere Handels- und Geschäftswelt, welche ihr cherflein zur Verschönerung der Stadt wesentlich und "">er Anwendung von großen Opsern beiträgt. Wenn wir ^Messen,,, Schrittes unsere Raihhausplatzstraße in der innern adt durchwandern, so werden wir nahezu bei jedem Hause Tatsache begegnen, daß fast alle Handelsgeschästs-Jn-^ vngen ihre Warenauslagen und Geschästslokal-Eingänge " Modernster und elegantester Form theils restaurieren, y . 3anz neu Herstellen ließen; am Cvugreßplatze laden lokalit» ^gestattete Schaufenster zum Besuche der GeschästS-Bork«x°" ein; auch in den frequenten Seitengassen und ihrer ^"iten die Geschäftsleute zur Modernisierung Casö M^en. Eine wesentliche Umgestaltung erfuhr das Geld ^ ^' dt in der Spitalgasse. Mit bedeutendem «>it ar k wurden die KaffeehauSlokalitäten erweitert, reich«» ^piegelglaösenstern und mit Einrichtungsstücken durch ""sehen, neue Billards wurden aufgestellt und hie-Jm längst gefühlten Bedürfnisse Rechnung getragen, h^n ^ des Sommers erfuhr eine ansehnliche Zahl bin« «> der Stadt und in den Vorstädten ausgie- b'ge Reparaturen und Verschönerungen. Dom-ial Militär-Veteranen verein in «earüßunaSte,»»"^^"^ gelegentlich des Fahnenweihesestes 3 v ngStelegramme vom Her«, Obersten Metz im Namen des 17. Infanterie-Regiments, FZM. Baron Kuhn von Kuhnenfeld, vom Magistralsbeamten Herrn Hostnik (einem gebornen Steiner) aus Wien, vom Bauunternehmer Pras-nikar aus Olten in der Schweiz, von den Beteranenvereinen aus Pola, St. Veit bei Graz, Wels, Graslitz, Linz, Sifsek, Marienbad, Wien, Troppau, Marburg, Salzburg, Innsbruck, Botzen, Nentitfchein und von den Veteranen in Jdri^ Die laibacher Veteranen spendeten der Fahne des Brudervereines ein prachtvolles Fahnenband in den Landes- farben.< - (Sterbe fall.) Joses Blau, Gesellschafter der Firma M. Blau Söhne, eine aus dem laibacher Handelsplatze wohlbekannte Persönlichkeit, ist vorgestern zu Groß» Kanischa in Ungarn gestorben. — (Landschaftliches Theater.) Das bekannte hübsche Lustspiel „Unsere Alliierten", von Jda Görner deutsch bearbeitet, ging gestern mit elektrisierender Lebhaftigkeit und seltener Noblesse über unsere Bühne. Mit vereinten Kräften standen alle ein, um diesem erheiternden Bühnenproducte einen durchschlagenden Ersolg zu sichern. Herr Direktor Fritz sche war der liebenswürdigste „Philipp von Mauri", den es geben kan», voll Bieg- und Schmiegsamkeit; köstlicher, seiner Humor sendete seine Blitze über die Häupter der Zuhörer ; meisterhaft Largestellt wurden die Scenen mit „Henriette Dolcy" und „Frau Athenais". Frau Ströhl spielte die Rolle der von jugendlicher Liebesflamme ergriffenen „alten AthLnais" vortrefflich, insbesondere in der tvte-L-tLte-Scene mit „Herrn von Mauri". Stürmischer Beifall folgte dieser amüsanten Scene. Frau Schubert-Barbiert legitimierte sich in der Rolle „Henriette Dolcy" als Salondame ersten Ranges in Wort und Haltung. Die Herren Rieger (Gaston), Leuthold (BadinoiS), Unger (Mongerad) und Frl. Arensdors (Clara) sührten ihre Parte ganz gut aus. — Die alte Ofsenbach'sche Operette „Hochzeit beim Laternenschein" legt den Sängern und dem Orchester keine kleine Ausgabe zur Lösung vor. Das erste Duett „Pierre" und „Denise" und bas Duett der Witwen „Fanchetle" und „Katharine" enthalten schwer zu bewältigende Passagen und Loloraturen, die im schnellsten Tempo executiert werben müssen. Sämmtliche Soloparte, namentlich: „Fanchetle» (Frau F r i tz s ch e), „Katharine" (Frau Zwerenz), „Denise" (Frl. Huemer) und Herr Weiß (Pierre) legten Zungengeläufigkeitsproben ab. DaS Duett der Witwen und die Quartettpiecen der genannten vier Solosänger empfingen lauten Applaus. Die neuen Steuervorlagen. (Schluß.) Bei zissermäßiger Feststellung des Jahreseinkommen-ist zu erwägen, ob das Einkommen vom Grundbesitze aus der Selbstbewirthschaflung, Verpachtung oder aus ding-lichen Rechten erzielt wird. Bei Gebäuden wirb der Miethzins oder der Werth deS BenütznngsrechteS ins Auge gefaßt. Das Einkommen aus selbständigen Erwerbs-Unternehmungen und Beschäftigungen, worunter auch Pachtungen gehöre», ist nach dem wirklichen Gewinne zu veranschlagen. Bei Unternehmungen, welche von mehreren Personen gemeinschaftlich betrieben werden, ist nicht das Gesammteinkommen, sondern der jedem einzelnen Theilhaber aus dem gesellschaftlichen Einkommen zukommende «ntheil in Anschlag zu bringen. Zu dem aus einem Dienst- oder Lobnverhältnisse abgeleiteten Einkommen sind alle fixen oder veränderlichen Bezüge zu rechnen, welche einem Bediensteten als Vergütung für geleistete Dienste gewährt werden. Zu dem Einkommen ans dem Kapitalsvermögen gehören Zinsen aller Forderungen an den Staat, an öffentliche Fonds, an Gesellschaften oder Actienunternehmungen, an auswärtige Staaten oder an Privatfchuldner, Leibrenten und andere den Zinsengenuß von einem Kapitale vertretende Renten, Pensionen, Ruhe- und Versorgungsgenüsse, bann die nicht infolge einer dinglichen Grundlast auf Grund und Boden hastenden Naturalbezüge und Genüsse oder die an deren Stelle tretenden Geldleistungen. Zum Zwecke der E r m i t t l u n g des reinen Einkommens sind bei der Einschätzung außer den Regie-Auslagen zu berücksichtigen: 1. Die vom Steuerpflichtigen sür das Vorjahr zu zahlenden directen Steuern sammt Zuschlägen für Staats» und öffentliche Zwecke, mit Ausnahme der Personal-Einkommensteuer; 2. bei dem Einkommen aus Realitäten die aus demselben hastenden dinglichen, dem Reale dauernd obliegenden Lasten; 3. Zinsen von Privat-schnlden überhaupt, dann die auf einem privatrechtlichen Titel beruhenden, mit dem Einkommensbezuge im unmittelbaren Zusammenhange stehenden Lasten, und zwar auch dann, wenn sie nicht hypothekarisch sichergestellt sind, demnach auch Zinsen für die in erwerbsteuerpflichttgen Unternehmungen verwendeten fremden Kapitalien, wenn der Name und Wohnort des Privatgläubigers und der Schuldtitel in dem Bekenntnisse angegeben wird. Mit Rücksicht auf dir ermittelte Ertragsfähigkeit der einzelnen Einnahmsquellen hat fohiu die Feststellung des Gesam-nteinkommens des einzelnen Steuerpflichtigen in einer einzigen, aus 100 abgerundeten Ziffer stattzufiuden. Jeder Steuerpflichtige ist berechtigt, binnen einer Frist von 30 Tagen vom Tage der Veröffentlichung der Ein-schätznngSresultate gegen die Einschätzung zu reclamie -ren. Die reclamierende Partei ist verpflichtet, den Nachweis über die Unrichtigkeit der vonihr angefochtenen Einschätzung selbst zu liefern. Reklamationen, die nach der bestimmten Frist eingebracht werden, find nicht zu berücksichtigen. Die Reklamationen sind bei der EinschätzungScommifsion ein-zubringen. Wird die ReclaMation nicht berücksichtigt, oder ist der Reclamant auch mit dem abgeänderten Schätzungs-besunde nicht zufrieden, fo bleibt demselben die Berufung an die Reclamationscommission Vorbehalten. Die Steuerquote, welche auf je eine Steuereinheit entfällt, ist von der Steuerbehörde erster Instanz für jeden Steuerpflichtig«^ nach der Anzahl seiner Steuereinheiten zu berechnen, vorzuschreiben und demselben mittel» Zahlungsaustrages bekanntzugeben. Beschwerden gegen angeblich unrichtige Berechnungen der Steuerquoten find bei der betreffenden Steuerbehörde einzubringen. Kann der Steuerpflichtige nachweisen, daß im Laufe des Steuerjahres infolge von Verhältnissen, die von dem Willen der Steuerpflichtigen unabhängig sind, das ein-geschätzte Einkommen unter den Betrag von sechshundert Gulden herabgesunken oder eine Verminderung desselben um mehr als den vierten Theil eingetreten ist, kann von der Steuerbehörde mit Zustimmung der betreffenden Ein-schätzungscommission eine verhältnismäßige Abschreibung der Steuer bewilligt werden. Steuerpflichtige, welche ein Einkommen verschweigen, werden mit dem vier- bis zehnfachen verkürzten Steuerbetrage bestraft; auch können wegen Nichtbefolgung behördlicher Aufträge Ordnungsstrafen von 1 fl. bis 100 ft. verhängt werden. Die Einhebung dieser neuen Steuer beginnt im Jahre 1878. Die Feststellung dervesteuerungsgrundlagen für das Steuerjahr 1878 hat im Verlaufe des JahreS 1877 stattzufinden, wobei zur Beurtheilung der Steuerpflicht und Ermittlung deS Einkommen» die Ergebnisse der Zeitperiove vom 1. Juni 1876 bis dahin 1877 ins Auge zu fassen sind. Wir geben uns der Ueberzeugung hin, daß diese kurz-gesaßte Darstellung über die uns bevorstehende Personal-Einkommensteuer schon heute in allen BevülkeruugSkreiseir mit Interesse ausgenommen werden wird. Witterung. Laibach, LS. Oktober. Anhaltend trübe, unsreundlich, schwacher SO. Wärme: morgens 7 Uhr -j- 6 5°, nachmittags 2 Uhr -j- 8'4° 0. (1875 -j- 8 5'; 1874 -j- 9 4° 6.) Barometer im Fallen, 740 95 mm. DaS gestrige TageSmittel der Wärme -j- 8 5». um 11" unter dem Normale.__________________________________ Angekommene Fremde am 25. Oktober. Hotel Ltadt Wien. Ranzinger, Gotische«. — Gorjup. Triest. — Stern, Ksm., Agram. — Ballaja und Müller, Brünn. — Pufii, Tarviö. — Dekleva, Adelsberg. — Machenbach, Bollingen. — Hoievar, Gurkfeld. — Klenka, Buchhändler, Graz. Hotel Vlesattt. Kollenz, und Meherl, Kfm., sammt Frau, Oberburg. — Guldenprein, Oberlaibach. — IurisariS, Triest. — Goldschmidt und Weiler, Agenten, Agram. — Watzak, St. Marein. — Rysavh, Karlshütten. — Rosen-banm, Fabriksleiter; Mikolasch, Reis., nnd Eichberger, Wien. — Herveg, Beamter, Budapest. Hotel Europa. Ehreastein. ksm., Wien. — Kobler, Littai. Graf Pace, Gutsbef., Gallenstein. — Bikii, Privat, Gör». — Koprivnikar, Pfarrer, Sava. — Dr. Benigher, Triest. — Lavrik, Rakek. — Leviknik, Landesgerichtsrath, Cilli. — Beffiani, Lormons. — Juugos, Chemiker, Himberg. Mohren. Kral mit Gemalin, Graz. — Treuenstein, Reis., Triest. — Kolini, Maler, Wien. — Willner, Reisender, Wichsberg. — Kosina, Lengenseld. — Tom, Rovigno. vaiertscher Hof. Kauscheg. Steuer-Oberinspector, Stein. — Loniarii, Baumeister, Selce. — Anschel, Marburg. Neuester wiener Marktbericht. Lebhafter Umsatz in Baumwolle; Varngeschäft wie in der Vorwoche; Mangel an Hadern; Preise sür Ceylon-Kaffee erhöht, für Java und ordinäre Sorten billigere Anbote; fürKleesainen alte Preise: für Gerbstoffe hoher Anbot; in Leder bei behaupteten Preisen beschränkter Umsatz; in Leim ruhigeS Geschäft; in Rüböl schwacher' Cousum; in Reps guter Absatz; in Rübsamen kein Geschäft; der Schaf-wollmarkt anhaltend günstig-, SpirituSgeschäft anfangs leb-Haft, später weichende Preise; Stärkepreise im Steigen; in Weinstein Mangel an Ware; n«b Rohzucker lebhafte Nach-frage; Preise sür Zwetschken im Steigen ;-süt große» Schlachtvieh rückgängige Preise; Borstenviehmarkt lebhaft; in Mehl lebhaftes Geschäft, umfangreicher Verkehr; schleppendes Ge-schäst in Heu, Stroh und Holz; lebhafter Besuch derFrucht-börse; billigere Preise für Weizen; Kauflust für Korn animiert bei höheren Preisen ; Gerstemarkt für In- und Ausland lebhaft: nach Mais kein Begehr ; Hafergeschäft für den Export lebhaft. Verstorbene. Den 24 Oktober: Matthä»- vrieelj, Inwohner, 7S I. Livilspital, «ltersschtväche. Gedeuttafel über dir am 27. Oktober 1876 stattfindnidev Licitationen. S. Feilb., »aSperSik'slbe Real. Zarekica, B». Feistriz. — Reafs. 2. Feilb., Tomsii'sche Real,, Bats», ««. Feistriz. — 2 Feilb.., Suklje'sche Real., Oberlvqmz, BG. Möttling. — 3. Fetlb., l^esnik'sche Real., Grafenbrunn, BG. Feistriz. — Reass. 2 Feilb.. Penko'sche Real., Parje, BG. Feiftrj». — Reafs. 2. Feilb., TomSic'sche Real., Koritence, «G. Fsistriz. — 2. Feilb., Martin Penko'sche Real., Parje, BS. Feistriz. — 2. Feilb., Joses Penko'jche Real., Parje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Wisstak'sche Real-, Rudolsswerth. BG. Rudolfswerth. — 2. Feilb., Sustersii'sche Heal, Jurendors, BG. Rudolfswerth. — 2. Feilb., Sureber'sche Real., SeliSe, BG. Rudolsswerth. — 2. Feilb., Lausek'sche Real., Peck» dorf, BG. Rudolsswerth. — 2. Feilb., Darovic'sche Real., Oberstrascka, BG. Rudolsswerth. — 1. Feilb., Likon'sche Real., Oberkoschana, BG. Abelsberg. — 1. Feilb., Celhar'sche Real., St. Peter, BG. Adelsberg. — Relic Spreizer'scher Bergrealität. Roßbach. BG. Möttling.____________________ Theater. Heute: Blinde Kuh. Lustspiel in drei Auszügen von " , . - ^ . M. ^............ Telegramme. (Orig.-Telegr. des „Laib. Tagblatt.") Ragusa, 24. Oktober. Gestern abend« brachte ganz Ragusa aus Anlaß des Scheidens und festlichen Abschiedes des hier allgemein beliebtes Generals Jovanoviö, den Sie binnen wenigen Tagen in Ihrer Mitte begrüßen werden, eine glänzende'Ovation dar. Ein großartiger Fackelzug wurde in Scene gesetzt, unter den Klängen der Musik ertön-len donnernde, nicht enden wollende Aviv Rufe. Budapest, 24. Oktober. Im Finanzausschuß erklärte der Minister Szende, daß nötigenfalls 217,000 Mann Honved« binnen acht Tagen vollständig mobilisiert werden könnten. — Der „Pester Lloyd" ist zu der Erklärung ermächtigt, daß der Ministerpräsident die beabsichtigte Demonstration der Studenten entschieden mißbilligt. Wiener Börse vom 24. Oktober. St»st»koll Lose von 18S4 . . . .IV4-— ^°1e von I8VV, gan»«iil>7-ir i-se von 18S0, Fümt. 1IL50 Prämien!». ». »84 . »7-75 kiebeiibllrg. Uoqar» Üvglo-Baut .... Sreditanftalt .... Teoofitinballk . . . ftalt . ffrouc« - Banl ... «a»dcl«baak .... «»lionatboak . . . Qeft. B«uit»esells.,. Luton-Lauk. i. . Berkehrttaok. . . . «ttöld.BLh» «arl Ludwigiahu . «a«. «Iis..«a5u . «kaif. Sr> S°ses«b . . . . «üttabu. — 'wäre «1-7» «L 70 ti,4-S0 >08 »i >i«-ro irs-i» rkLLÜdrlVko. ! Seid! La,. Allg. öst. Bod.-Sredit. los rü los.ro dto. in SSI.......I SS 7S SV - Ratiou. ö. W......S« 10 SS SV Lu,. Bod.-Sreditauy.j z,-7S SS — Vrtor11Lt»-OdI. 7, «L 7S--7S bv 71-- 7»-- . 7!t'ib IIS - 146 1» «1»— «1« — 81» il-,5 5,-. 79.S0 «»'— »0 7S ,0>« IS7 — IS8-- 7», ftranz Jolesf-Bab,. Deft. Nordweftbahu Eiebenbürger . . . EtaalSbahn . . . . Eüdlahu^ L^Perz. l-o«o Lredit - Lole . «udoll« » kol« sors Sv ro ' 8«-— kv rs ! 58--! b8 25 IdS bv IL4 -SS kV 91 — ,!l»1 S5 IL4 75 .! IS-IV i IS 80 Aug-burg 1>X> Mark ! SV «5 «v 75 gr-ot«. 10S M»rl. . - — —— Hamburg, ». London I« Md. Sterl. Pari« ä0v Srauc» «atl. Müiu-Ducale» 1»« --1»« SV «»yrancEa Deutsche - Reichlbank. 1,4 »5 i 1,4 75 4,50 4S-S0 5-SL LS« 10 — «>-»ö «I-4V ,«« «»->«» «0 eett-ra-Wcher »m 2b. Oktober/ ' Papier-Rente «l 60 — Silber.Rea» «515 — «raat«.»nlrhn> 1Y8- vankactitn 817. — «redit 14590 - London 124 60. — Silber E SO - « k. Münz, dukaten 5 94.'-- ÜO-ffraNc« Ttt>»e S S7. - !00 «««O-mark S1-S0.'"- , ui » Ein in der doppelten Buchführung und GeschLstScorre-spondens vollkomvr» bewanderter, iw besten Alter stehender Mann, welcher der deutschen und slovtnischen Sprache mächtig ist und vorzügliche Referenzen aufweisen kann, wünscht baldmöglichst placiert zu werden.. Geneigte Anträge werden unter I'. AI. IO« xoste rvstLüt« Laibach erbeten. (577) 3^" Anempfehlung. Der ergebenst gefertigte Kunst- und jHandelSgärtner beehrt sich znr allgemeinen Kenntnis zn bringen, daß bei ihm Kränze und Jouquets jrder Große zu jeder Zeit und aus den schönsten und frischesten Blumen, zu haben sind. Auch weiden bei ihm die elegantesten Lorbeer- und Beilchenkriinze verfertigt. Ferner stebt er mit mehreren hundenen der schönsten Dekorationspflanze^ zur Verfügung und besorgt die elegantesten Dekorationen am Allerseelentage auf Le« Friedhöfe, bei Leichenaufbahrnnaen, Bällen und sonstigen Feierlichkeiten. Für billige Preise, elegantest« und schnellste Herstellung wird stels Sorge getragen. Uni zahlreichen Zuspruch bittet bochachtungsvvll Vloi8 LvrMa, (573)3 3 Hittist- und Handelsgärtner, Polanastraße Nr. 12 alt, 6 neu Mer ullä dsttixster ^rt beseitigt äsueruä äs.8 de-rütunts psrissr vsou kein «.näsrW Llittel dilkt! k^lLeoo k bv Kr. dei tlerrn Lpotdklrer . (52l) 7- 4 M Wirthe u«d Aieroerfilberer. Tine größere Quantität gutes, abgelegenes WM- « I « r verkauft zu den billigsten Preisen die Alfred Hartmaun'sche Coneursmaffe-Verwaltung. (588) 3 -2 kkSU"°^kIl8II8k888Iir mit dem besten Erfolge gegen die meisten Krankheiten angewendet, so daß jede Hausfrau ein solches Mittel oorräthig haben sollte. Nur bei (79)10-8 Kttdri«! kieeoU, Apotheker, Wienerstraße, Laibach. Kalender für das Zichr 1877. Berg- und Hüttenkalender, österr.-ungar. Her. v. Red. d. „Bergmann". Leder, eleg geb fl. 2, I. Jahrgang Bote, der, Wiener L"L"..n Karl Elm,ii, 3K kr. Constitutioneller österr. Kalender z is ^ Damen-Almanach, g!b^^25^ Forst-Kalender, gang, geb. fl 160 Gartenkalmder, geb. fl. I M. Zngenieilr- und Architekten- hkrau^geg'ben von Sonndorfer. 10. Jahrgang. Zunstenkalender, Kohn. VIII. Jahrg. geb. fl. 1 60. Zuristenkalender, L Frühwald. V. Jahrg. geb. fl 1 60. Landwirthschafts - Kalender, österreichischer, von Dr. M. Wilckens, 3. Jahrgang, geb. fl. I 60. Löbe's Kalender "2LL'' 19. Jahrg. geb. fl. 1 60. Medizinalkalender, Nad°r. 32. Jahrgang, geb. fl. 1 60. österreich. - ungar. Kalender sür Studierende an Bürger- und Mittelschulen, Handelsakademien rc. rc. bter Jahrgang, Larton, 50 kr. Nr Schülerinnen, 3. Jahrgang, »vtvlilvl cartonieri, 50 kr. Montanistischer Kalender, österr., red. v. Wolfs. 1. Jahrg. geb. ft. 16Ü. Notizkalender L.,r».7E'L geb. fl 1. , Nvlirkalender U NotiMnder.N'^«!'"'^'- Politischer Vvlkskalcnder, Linzer, 7. Jobrg., 30 kr. Portemonnaie-Kalender, in Metalldecke 36 kr. Rosegger, P. R. U«°"rL lender, b. Jadrg., 60 kr. Schreibkalender, neuester, L vvcaten und Notare, Amtsvorsteher, Geistliche, Kanfleiile rc. 86. Jahrg. Herausgege-ben von Ärammer, geb. st. 120. Studentenkalender, Red. von Dr. Lznberka. Eleg. geb. fl. 14». Compiotre. Fabriken, Bn-reaux, Kanzleien und Guts-Administrationen. Schrnalfolio, geb. fl. 120. Taschenkalender, Dr. Holzers w't Tagesnotizbuch, 1. Jahr-gang, eleg. st. 160. Taschenbuch für Civilärzte von Dr. WittelLhoefer, 19. Jahrgang, geb. fl. 1-60. Volkskalender, WWüZL von Sommer, 60 kr. Vogls Dr. I. N. Red. v. Silderstein. Mit vielen Holzschnitten, 65 kr. Waldheims Comptoirhand- und GeschSMalender, 11. Jahrg. viiU.^ SLmalsolio, cart. l fl. Brieftaschen-, Einleg-, Comp-toir-, Notier- und Wand- l i>n °^EN Formaten und Größen verschiedenen Preisen. Laibacher Loniptoir-Wandkalrndcr. Mit prakt. Notizen über Telegraphen-, Post- uud Eisenbahnwesen. Stempelscalen rc. Quer-Folioso» mat, aufgezogen 25 kr. fl. 1 20. 7»0 >a, 8lovvll8ka praliLa L13 rr Wrederverkäufer erhalten Rabatt. Zu beziehen durch Jg. v Ktkimnnyr Sc M Bambergs Buchhandlung iu Laibach. Dr»« iw» Jg. v. Kleinwavr ck Ked. Lawberg. Verleger Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.