SdirlftUHiing: ffatbaudgafTe Nr. 5 «»rechst»»»»: T»«Ii« i»il ■uOmtiK »et ging- ». (Mcr< lojo von 11—IS ittzr Dftrm. Haadichreite» rocrfctji nU4t >srl«geq«»e», »mM< Ifiif intanacn nutii fcmitffwtitut. tu f U »»>,»»,«» ■innti Mf VmMltnig gt*r« tpruchani dn Wfliaii (ifl-«cfteOrrit ch-dudien tntnecn. — 8« OirttfiKliiigra Vret»-»«aisß. *t« „Twifcht K>o«f irt««So»nir.D un6 ffionntr«Lg ■K|»l. fMHMrf«(lc;-eento 83«.»00. Berwaltunz: Rathaus,lasse Nr. » <, . . . K «-40 «-»»t-d-ig I» SO »St -Still mil In« H.U«! .... K 1-10 »littkljädng . . . K »•— Sasbidbria . . . . S «■— anj|Oirii) . . . . K W— ftut« *u»Uot rrb 0b«9 »ich die t"f|S4««?t ülittit um die »sgere, Iflrri r n bur i|«-kWt b um c ti. Ut»(|rlriletr Abo»,eme»I« gelte» b<* *at *tlnft(Uu»g. Ar. 0. HiM. ^omitüfl, 81. Zänner 1904 29. ^ubrnunq. Das Urteil des il'andtsausschujses. Da« Urleil be« LandeSauSfchusfeS in Sachen d«r Cillier BezirkSverlretung ist gespiochen: „Yic AezirKsausschülse X>t. Sernec und J>r. Z>,öS» erscheine» zur Zahlung von 26.649 Tratten 61 Keller an de« Z5ezirk twrurtrilt" Der Lerurtellunq ftojenif duich da« Straf» gendjt ist damit las Urteil ü?er die schuldigen Häuoier teS Dr. Sernec und Dr. Drtto gefolgt. So wie da» gerichtliche Urteil sich zur Milde gegen Ko em bestimmt sah, weil er in gewissem Sinne da« Opfer der unglaublichen. ungeheuerlichen und gewissenlosen Pflichienischlaaung der BezirkSau«-schüsse Dr. Sernec und Dr. Decko ist. so wie also da« Gericht über diese beiden Herren den Stab brach, ebenso verurteilend spricht sich auch der Land,«auSschuß ü-er sie au«. In der Entscheidung der Oberdedörde werden die verschiedenen Betrug« fälle genau besprechen und in allen Fällen der verschuldende Mang»l jeder Aus» ficht festgestellt. Äojem bot sich die Verlockung zum Betrug und Diebstahl. wie aus dem Präsentier-ttller dar. Wären die Herren Dr. Sernec und Dr. Dröko auch nur Halbweg« ihrer Kontrollpflicht nachgekommen, hätten sie e« auch nur einmal >n den langen zehn Jahren der Mühe wen gehalten, eine Kontrolle vorzunehmen, so wäre dem Kosem da« Handwerk bei Zeiten ge-legt worden. Die Entscheidung de« Lande«au»schusse« cer« urteilt die beiden Bezirks» .«fchüsse zu einer Schaden«» guimachung von 26.659 K 61 h sowie üaerdie« zur Tragung der Kommission«- und R«vision«koslen im Beirage von 499 K 90 h. Natürlich ist die« nicht der gesamte durch Kosm dem Bezirke ver» ursachte Schaden, der sich, wie ja die Gericht«» Verhandlung erwie«. auf mehr »l« 45.000 K (KachOratf vnMln.) Z>ie kleine Sphinz. Bon Karl P r b l l. Ich bin nicht neugierig aus den Menschen, der einige Woche» vor dem jüngsten Tage sem Müdtgke»«alter erreichen wird. Er düisie eiwa« mehr wissen al« uns re heutigen Weltgelehrten, schwerlich in seinem Wesen deionder« verschied,» sein von den längst begrabenen Kindern d « Staube«. Neue Spielarien de« meniülichen Tun« kann man jedoch schon im letzten All>ag«leben stündlich ent» decken, wenn man die Auaen offen hält. Am klügsten bleibt vi'lleichi derjenige, ro* Icher sich nicht über f>emc»e« Menschemch ckiul den Kops zeibrtcht. Die Sache nimmt kein Ende Zwischen Hochzeit und Sterben schieden sich gewöhnlich wieder neue Ringe des Verhältnisse« ein An einen Ring in ganz bestimmter G stall dachte zur Stunde tue junge Wiiwe Elise «raber, welche da« B'dür'ni« nach ihrem drm»n Namen«-we^fel. d. i. nach einer abermal-aen Ehe, empfand. Sicherlich, gleich dem Eau de Cologne, laßt sich b»> ch eniprechende Verdünnung auch die Lube un» erichöpfl ch machen; aber man muß sich dann mit der sle,en Abnahme de« Dusi « zufrieden geben. E« gedört ein hungrioe« und pfiffiges Gemüi dazu. Die verwitwete Frau ftruber war ein g, kürzte« RubnSweilb. ein wohlaerundete« Brünettchen an der Weiteriwende der zwanziger und dreißiger I hre mit vieloeriheißenden Augen. Wir finden sie vor» stellt; diese 27 000 K sind einzig der noch au« stehend »iinedick e iH.st. In diesem Betrace sind gerechterweise auch die dem Bezirke anläßlich de« Verkaufe« de« Kups.rvitriols erwachsenen Schiden inbegtisfen. Für diese Schadensumme wollte zwar Dr. Sernec die Gemnndeoorsteher mehrerer Orte zur Deckung heranziehen, ober der LandeSauSschuß hat ihm diesbezüglich den Standpunkt klar gem icht und verweist in seiner Entscheidung mit Recht daraus, daß e« Dr. Sernec nur einmal nötig ge» habt hätte, sich die von Kosem ausgewiesenen Vor räte an Kupfervitriol zeigen zu lassen, um sofort den Abgang und die Betrügereien zu entdecken. Mit der in Rede stehenden Entscheidung wird der Bezir«au«schuß aufgefoidert, die Dickung der gesamten Schädigung de« Bezirk«fonde« oon den beire» für verantwortlich erkannten Funktionären Dr. Sernec und Dr. Decko hereinzudringen, und zwar allensall« im KlagSwege. Da liegt nun der Hase im Psesfer. Tie herrschende Mehrheit der Be ziitaverireiung hat r« ja schon in der l-tzien Voll» Versammlung bekundet, daß sie dem Dr. Sernec und dem Dr. Deöko nicht wehe tun will, daß sie e« vorzieht, den Schaden auf die Schultern der mi-sera contribuena plcb«, der Bezirk«injassen, abzu wälzen, indem sie einfach mit den Umlagen in die Höhe geht. Bon diesen Leuten ist eine energische St.llungnahme gegen die beiden Bezirk« au«schüsse nun und mmnur zu gewärtigen. Von dieser Seite wird der Bevölkerung der blaue Dunst vorgemacht, daß die Schadenssumme durch eine zivilrechtliche Klage gegen die Gattin Kofem« her» einzubringen sei, welche« Beginnen natürlich auch nicht die geringste Aussicht aus Erfolg hat. wo» von die Herren Kläger wohl ebenso, wir wir über» zeugt sind. Die Entscheidung ruht also nur bei den Wählern. mttkiu« nijji in dem nooeUen^eoeili»,ien Boudoir, sondern in ihrer Kanzlei. — lkanzlri? Jawohl, denn Frau Eli>e war die GeschäsiSnachsol^enn ihre« vor zwei Jahresfristen verstorbenen Gatten in dessen ^mtliiärwifsenschaftlichem Bureau' ge» worden. Wir erHaschen dort einen ziemlich ver-steckten Industriezweig, oon dem nur wenige ahnen, — „OiftzieiS Pressen", welche junge Leute zu Er-wählten der Krieg«.,öttin umwandeln, indem sie da« unentbehrliche FällvrichSwissen de»selbkR »ein-propfen'. sind ziemlich allgemein bekannt. Aber daß dafür gesorgt wird, etwaige Lücken der militärilchen Fachbildung oder der Arb.itSlust de« Osfizi«'« den prüfenden Augen der Voraeseyten zu eatzieoen, bleibt sür die meisten ein Mysterium. Doch giebi e« solche dienstbereite Au«hüif«stellen in Berli» und vermutlich auch in anderen großen Garnisonstä >ten. Dufelde» machn gar keine schlechten Geschälte unter der Reklame «militärischer AuSkunftS-BureauS" oder unter der pompöien de« von Jtrabei begründeten Jnstnui«. Kräder war .in flotter O'fizier gewesen, der gut lebte, leidenschaftlich spielte, bald sein kleine« väterlich,« Erbteil vertan ha>te und dann in immer wachiende Schulden hineingertei. E« blieb ihm schließlich nichi« übrig, al« seine Karriere abzu-brechen und nch nach eimm Erwerbe umzusehen, ffraber erinnerte sich daran, wie unbtquem die Themata Geworden, welche er alljährlich übn Fragen taktischer und technischer Natur umarbeiten sollte, um von seiner militärischen Fortbildung Die vor der Türe steh-nde» Neuwahlen legen die Entscheidung, wer sur den Schaden aufkommen soll, dt* beiden Schuldtragenden und ron dem Lande«au«>chusse auch oeraniwortlich Gemachten oder aber sie selbst, da« arbeitende Volk, in die Hände der Steuerzabler. Wen es also gelüstet, roch mehr Steuern auf seine Schultern zu nehmen und die Schultern seine« Nachbarn mit neuen Steuern zu belasten, der gebe seine Stimme einem von der Kliqae de« Dr. S?rnec oder Dr. Decko ; wer aber den ernsten Willen in sich trägt, der schändlichen Wirischast ein Ende zu machen und den Schaden von ,enen tragen zu lassen, denen e« zukommt, der muß seinen Blick aus Männer richien, von denen er überzeugt sein kann, daß sie da« Geld von Dr, Sernec und Dr. Deöko energisch, allenf ill« mit dem Aufgebote der äußersten Mittel hereinbringen werden. Möge sich vor Allem die bäuerliche Bevölkerung den Spruch vor Augen halten: .Nur die allerdümmstin Kälber wählen sich die Mehger selber!- Wir kommen in nächster Folge in a»«führ-licher Weise aus die 61 S-iten umfassende Ent-schndung de« Lande«au«schufseS zurück. Oie Stimmungsmacherei gegen den Führer der Deutschen volkspartei. ,Adg. Dr. v, Derscha-ta bat an den Obmann» stilloertreter der Deuischen BolkSpartei, Dr. Chiari, ein Schreiben gerichtet, in welchem er eiktä't, daß er die Obmannstelle der Deutschen Volk«partei niederlege. Der Rücktritt Dr. v. Derjchatta« ist auf die Angriffe zurückzuführen, welche von ein» zelnen Organen der Deuischen Volkspartei, in«be-sonoere in Tirol, Kärni n und Salzburg, pegen Dr. Derjchatta anläßlich feiner bekannten Resolution gerichtet wurden. ES besteht kein Zweifel, daß der Vorstand der Deutlchen Volktpanei die De» Mission nicht annehmen, fondern Herrn Zeugnis a zut gen. Er erleich eite sich die Auf ,ade durch Heranziehung eines fähigen Unteroffizier«, dem er die allgemeinen Gspunkte angab, und der besonders die Zeichnungen over Pläne herzu» stellen hatte. Dazu war noch immer eigene Geistetanstrengung nötig. Könnte man diese nicht den ehemaligen Kameraden ersparen, besonder« j^nen. welche auch über klingenden Dank zu verfügen haben? Hierau« entsprang die Idee seine« Unternehmen«. Er trat mit begabten Männern in Verbindung, welche gleich ihm in der A>rnee schiffbrüchig ge» worden, und ließ dieselben die von früheren Freunden anoerirauten Themata durchführen. Natürlich trat kkraber von der Entschädigung, die er erhielt, nur einen Bruchteil seinen HülfSkräsien ab. sodaß er ür sich eine hüb che Barschaft erübrigte. Bald br itete sich da« neue Unternehmen au« und erziel e immer mehr B-stellungen, während der Leim >urch ein kunstreiche« Vorschußsystem für die von Oitwährender Geldnot giplagien „Proletarier der abgelegten Uniform" deren Löhne heranrückte. Krader gelangte auf diese tinfaefce Weise dazu, ein recht beha.lich'S und sorgenloses Leben zu führen, da« >n um den häuslichen Sinn erweckte. Nach einigen Jahren führte er die schmucke Elise, die Tochter eine« nicht unbegüierten Uhr» machet«, heim. Beide machien ein anständige« >>au«, verkehrten mit guten Militär- un» Zivil» I teifen und lebten so herrlich unv in Freuden. — Da raffte den auf seine Gesundheit pochenden Kraber ein plötzlicher Schlagfluß dahin. Seite 2 ^e«»ßchk «»ach»" Nummer 9 Dr. o. Derschatta de» vollsten Vertrauen« ver» sichern wird.' So besagt eine Wiener Depesche. Wir finden ,4 nicht für recht, daß Dr. v. Derichaita die gegen ihn gerichteten Angriffe so ernst nahm und ste «it der Stellung ver BertrauenSsrage beantwortete. Da« war gewiß nicht der sturmerprobt« Politiker, der sich im Drachendlul »edadet und sich nun durch sein hürnen Kleid gegen der Parteien Haß ge« sei« sieht, der jenen Schritt unternahm, da« war der Mensch in ivm. der gekränkt», der vmch Miß-trauen. Berkennung, gifiaeschwollene und hämische Angriffe ties verletzte Mensch. Nur so können wir un« eine Erklärung zurecht legen und auch nur vom psychologischen Standpunkte au« den Schritt von Derschatta« tilligen. E« ist eine undankbare Ausgabe, ein Führer der Deutschen zu sein und Dr. von Derschatta de-kommt d n Becher de« Undank« bi« zur N.ige zu leeren. Von all der erhebenden und ermutigenden Zuneigung, von den Beweisen treuer Anhänglichkeit, festen Vertrauen«, mit dem andere N -nonen. die wir kulturell al» minderwertig bezeichnen müssen, ihre Führer für die vielfachen Angriffe, die sie im Dienste de« Volke« über sich ergehen lassen müssen, reichlich entschädigen, bekomm! ein Führer der Deutschen wenig Oder nicht» zu spüren. Im Gegenteil. Sein teschieden Teil ist giftige Ansehdung, Unieticbiebung der niedrigsten Absichten, un-verhüllte« M>ß«rauea, sobald auch nur ein Schach-zug nicht klar zutage liegt. Die« l-tztere ist e« ja eben, wa« un« Deutschösterreicher gegenüber un-feren nationalen Widersachern so sehr in« Nachteil fetzt. Da un« da« Vertrauen in unsere Führer fehlt, so verlangen wir stet« ein vor aller Welt, selbst vor unseren Gegnern, offen zutage liegende« «artenspi l. Die List, die polnische Klugheit soll in unserem Register sehlen, und doch ist Klugheit im politischen Leben eine weit gewaltigere Kraft al« die Renomisterei mit Schlagwörtern. Unsere politi-schen Freunde in Deutschland machen e« un« schon längst zum Vorwurfe, daß wir alle unsere Pläne an die große Glocke hängen, daß wir e« nicht ver-stehen wollen, auch im Verborgenen Fäden zu spinn n, unv dciß wir in den politischen Kämpfe» immer nur zur plumpen Streitaxt und nicht auch einmal zur biegsamen, haarscharfen Damaszener-klinge greifen wollen. Nun denn, der Antrag Dr. von Derschatta« war eine solche Dama«zener-klinge. Und darum da« Wuischäumen aus tschechi-scher, polnischer und magyarischer Seite. Dort weiß man zu gut, daß man e« nicht mit einem Aus-fluß von Byzantin>«mu« zu tun hat. Wenn e« denn einmal offen besprochen werden soll, wenn schon unsere Minen offen zutage lieg>n sollen, jener Antrag war nach unserem Er messen kunstgerechte Taktik, mit der Machtsakioren, Imponderabilien, die bisher nicht zu Gunsten der Deutschen in die Wagschale sielen, in den Dienst der deutschen Sache gestellt werden sollien. Unsere M>ßirauen«sä'r. Verräter-klecher und Kraftmeier zitierebe»Iwü-digteit dem Unternehmen noch einen größere« Ausschwung geben. Elise befolgte den Rat. der Rechi«anwalt förderte die ersten Schritte, und bald war ihr da» Ungewohnte zu einem zweiten Bedürfni« geworden. Sie halte e« freilich mit einer ziemlich sonder» baren Gesellschaft zu tun. Die Mitarbeiter, derer sie bedürfte, waren teil« verbummelte, teil« ver-grollte und gedrückte Menschen, die irgend einen närrischen Zug nicht abstreisen konnten. — Da war der einstige Rittmeister Zebrakonic. welcher toll in den Tag und in die Nacht hinein gelebt baue, nnn, al« sich vei ihm der Schuldenkr ch an-kündigte, auf den Einfall geriet, der regierenden Fürstin immer nachzureisen, um al« ihr stiller An-beier zu gelten. Trotz der komischen Popularität, die er sich damit errang, verschonte ihn da« Un-heil nicht. Da war der Leutnant Loser, welcher bereit« um sieben Bankier«iöcht«r angehalten, denen jedoch sein Schnurrbart oder seine häusige Zadlungsun-fähigkeit bei Kellnern nicht gefiel. Ein halber Dichter befand sich darunter, der seine Dienstpflichten stet« verträumte und bei einem vom höchsten Krieg«-Herrn angeordneten Alarm so spät und so u»vor- stark zum Guten wie zum Bösen sein. Einoer-standen, aber dann soll auch unsere politische Moral eine Stärkung erfahren durch die Einbeziehung der Kri«g«list. Nur eine Entschuldigung spricht zu Gunsten jener, die e« nicht vermögen, va« aussteigende Miß« trauen gegen Dr. von Derschatta im Keime zu er-sticken. — Da« ist die gemachie, üble Erfahrung mit dem Helmbuschritter. Der Vertrauen«mord Ritter v. Plenert« lastet aus un« Deutschen. Seit-her finden Mißirauen«säec sofort Anklang, sobald die Gedankengänge eine« Schachzuge« nicht klar zuiage liegen und eine versteckte Ab'icht gesucht werden muß. Diese versteckte Absicht deutet man aber nur garzugerne al« die Sehnsucht nach Minister-stuhlen, anstatt darin die Finte erblick,« zu wollen, die dem Gegner verderblich werden soll. Wir Unterste«« blicken in festem, unerfchütter-lichen Vertrauen zu Dr. von Derichaua auf, un« können so krause, verlästernde G danken gar nicht kommen, denn wir wissen, wa« wir ihm zu danken haben. Politische Klugheit verbietet un«. all da« in der Oeffentlichkeit auszulegen und auszukramrn, wa« wir gerade seinen diplomatischen Schachzügen zu danken haben, die idm hämische Neidlinge so sehr verdenken. Diese Wissenschaft macht un« Unter-steirer gegen den schwär,<«n Undank, der sich an einigen Orten gegen Dr. v.Derschatta behastet, geseit. ^oMische Mundschau. ZSezirKsh«uptmaun ZZaron Apsaltrern hat seine Bravoruser gefunden. Sowohl die „Südstei-rische Presse« al« auch die „Domovina" finden ihr Wohlgefallen an der jüngst gefällten Entscheidung hinsichtlich ve« deutschen Proteste« gegen die letzt-hin unrechtmäßig gefaßten Beschlüsse der Bezirk«-Vertretung. Wir gratulieren dem Herrn Baron zu diesen seinen Freunden und ihren guten Dienste», wollen ihm jedoch auch nicht verhehlen, daß un« au« dem Unterland« eine große Anzahl von Ent-rüstung«schreiben zukamen, vie alle seine haarsträu-benve Gesetze«au«legung kritisieren und eine Sprache lüliren, deren Wiedergabe wir uns au« preßges-tz« lichtn Gründen verfagen müssen. Die slo-enisch-Bevölkerung verweisen wir jedoch aus die in dieser Stellungnahme für den Bezirk«haupimann Baron Aplaltrern neuerlich zutage tretenden Verrat der volkSwirtschaitlichen Interessen, zu welchem sich die Ilovemsche Presse jederzeit bereit findet. — Beide Blätter, sowohl die„Südsteirische Presse' al« auch die .Domovina', fuchten anfänglich die Betrüge-reien de« Kosem zu vertusch'«, der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen und un« durch Klagediohungen einzuschüchtern, und beide Blätter finden sich nun brüderlich zur Verherrlichung einer Entscheidung zusammen, die Beschlüsse gutheißt, in denen den Steuerträgern de« Bezirke« Eillt neue Umlagen aufgebürdet werden sollen, damit die Herren Dr. Sernec und Dr. Decko nicht in ihre Taschen zu greisen brauchen. schr>si«mäßig ertchien, da« man ihn zum „blauen B».,en" begnadigte. Einer hatte in der französischen Fremdenlegion neue Lorbeeren erringen wollen, desertierte aber wegen der schandbaren Behandlung, die er al« Deutscher erlitt. E>n anderer brachte nach seinem Abschied noch zehn Jahre in der holländischen Kolonialtruppe zu. Leicht zu behandeln waren solche verzweifelte Naturen nicht, die gewöhnlich zwischen Enib hrung unv Aug«nbl>ck»genuß hin und her schwankten. Beinahe alle glaubten, die Witwe zu ihrem Vor-te.le lenken, ihr durch Renommistereien imponieren zu können, und einige spekulierten ganz ungeniert aus ihre Hand. Frau Elise war jedoch mit weiblicher Klugheit hinlänglich gesegnet. Sie erkannte die unübertreff-lichen Verdi.nste eine« jeden an. wie« aber, wenn aus Erhöhung de« Salär« a»ge>pielt oder dieselbe sogar trotzig gefordert wurde, mit betrübter Miene daraus hin. daß sie al« arme, verlassene Witwe nicht mehr zu tun im Stande fei. Denjenigen, welche ihr« Wünsche dann nicht ritterlich zurück-zogen, wurde nahegelegt, daß viel« vorgemerkt seien, welche eine Thema-Au«ardeitung mit Freuden und zu noch bescheideneren Bedingungen annehmeil würden. Sie fluchten dann vielleicht ein wenig, fügten sich aber doch in da« Unvermeidliche. Und da« Gelchä't blühte weiter, warf mehr ad. den» je. Zur besonderen Freude Frau Kraber« stellten sich allmählich neben den Arvelt«bienen auch die eleganten Drohnen ein. welche noch den Rock de« Koni»« trugen und oft durch einen AdelStitel au«-gezeichnet waren. Ei« Gardeleutnant, welcher un- prt Velervatbefehl des KriegsmwiSers. Beim Balle bei Hof hatt.' der Kaiser mit de« Vizepräsident de« Adgeordneienhause«, Pros. Kaiser, ein längere« Sespräch. Der Monarch sagte: „Ich verfolge die Verhandlungen in den Delegationen mit großer Ausmerksamkeit und habe mit großer Freude wahrgenommen, daß die Debatte daselbst sachlich gesührt wird und die Arbeiten rasch vor-wärt« schreiten. Ich verstehe nicht die Beunruhigung der Deutschen üder den Reservatbefehl ve« Krieg«-minister«.' Abg. Kaiser: „Die Beunruhigung der Deutschen ist daraus zurückzusühren, daß in diese« Reservatbefehle die Bestimmung enthalten ist, daß bei den Unteroffiziren die Kenntni« der deutschen Sprach« nicht mehr unbedingt gefordert wird.-Der Monarch: .Da« ist ja immer so gewesen und läßt sich auch nicht ändern." Abg. Kaiser: ,E« ist aber sehr zu befürchten, daß mit der Zeit die Reserveoffizier« und die Landwedroffiziere sich nicht mehr die genUgenve Kennini« der deutschen Sprach« aneignen werden.' Bezüglich de« Abgeordneten-Hause« sprach der Monarch den Wunsch au«, daß e« so sachlich und rasch arbeiten möge wie die Delegation. |>ie deutsche Armeesprache. I« „Deutschen Tagblau" führt ein mllttärt>cher Fachmann mehrere persönlich« Ersadrung«» an, wklche die g.fährlichen Folgen ver Verdrängung der deuischen Armeriprache durch die Reniment«sprachen dartun. Dann teilt er solgend« Anspracht mit, die im Jahre 1880 der alte Feldzeugmeister Maroicic an da« Offizirr«korp« eine» keoaiiichen Regimenie« gehalten hat: »Meine Herren! Obwohl ich. wie Sie wissen, selbst ein Kroate bin und meine Muttersprache lieb«, muß ich e« ihnen strenge verweisen und will e« unbe-dingt abgestellt wissen, daß Sie Ihren Zug«führer« und Feldwebel« bei G'secht«übungen kroatisch« Weisungen erteilen. Da« steht im entschiedenste« Widersprüche zu den Anforderungen der heutige« Kampsweise, die im Verlaufe eine« jeden Gefechte« die Regimenter bunt durcheinder gewürfelt. Je vollkommener die Feuerwaffen werden, desto zer-fetzender werden ste auf die normalen Truppenver-bände wirken und drsto mehr laufen wir Gefahr, gerade in den entscheidensten Schlußakt«n dr« Kamps«» in babylonische Sprachenverwirrungen zu g«rat«n, wenn wir die deutsche Armeesprache vernachlässigen. Heutzutage ist e« noch viel notwendiger a!« jemal« früher daß jeder Ztgtsührer un» jever Felvwebel deutsch versteht; und Si», meine Herren, müssen ihnen Gelegenheit bieten, e« lernen. Sie wissen, vaß ich mich, so ich Gast ai Ihrem Tische bin, stet« gerne wieder einmal i« m.iner Muttersprache unterhalte: aber a« Gefecht«-selbe bin ich ein Fanatiker der deutschen Armee-spräche und Sie tonnen mir glauben, d^ß ich so auf Grund meiner KriegSeifahrungen bin.' Dat war vor 24 Jabren. Und heute? Kine r»ssilche Stimme üver den Sprache«, erlaß des Kriegsministers. Die .Petersburg« Wjeoomostt" schreiben: Mit dem Zirkular, mit ve» die Slaven Oesterreichs ganz zusrteden sein können, zufrieden mti v«r Erlkvigung feines Themas war, stürmt« eine« Tage« in da« Bureau, mit dem die Kollegen gewöhnlich nur schristlichrn Verkehr pflogen. Da die Firma n chl geändert worden, war er sehr erstaunt, einen weiblichen Chef anzutreffen. Doch der Ehes gefiel ihm so gut, unterhielt sich mit ihm so gewandt, daß er kein Ende de« Rüh-men« bei den Kameraden wußte Und nun fand sich bald dieser, bald jener Offizier bei Frau Elise ein, um persönlich seine Auftrage zu üoerbrinz» unv sich mit der lieben«würdigen, koketten Witwe auszuplaudern. Ein geistvoller Nicht«tuer mit dem Degen de-zeichnete sie einmal im Kasino al« vie „kleine Sphinx", welche alle militärischen Rätselfragen der neugierigen Vorgesetzten zu lösen wisse und der» Rätsel er selbst gern entschleiern würde. Da« zündende Schlagwort war gesunden — und von der Stunve an huß Frau Elise Krabn in Oifizier«kreisen nie mehr ander« al« „die kleine Sphinx'. Ja e« galt beinahe für selbstverständlich, daß man sich im ersten Leutnant«jahre ein wenig in die Frau mit den schönen, klugen Augen und den weißen Händchen verlieben müsse, welcher rnrli» tärischer Ersinvung«geist den Ahnensitz im Schatte» der Pyramiden und Pylonen angewiesen. Den Haupl-vorteil daran« zog Elise. Denn um Honorare liir die Themaarbeiten wurde jetzt nur noch au«nah»<« weise gehandelt besonder« da ste sich begnügt«, »in die reichen Kavaliere viel höher zu taxieren. (Schluß folgt.) Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Fanrllie. So-utagsVeilage der „Deutsch,» Wacht" in Eilli. Nr. 5 »Die Sübmnrt" erfdiemt jenen Lonniaq al» unmigelitiche Beilage fslr die Leser b« .Teutschen Wa»t". — Linzein ist .Die Eadmark" nicbt täuftich (1. Zortsetzunj,.) Z» Kesseln der Schuld. Roman von Reinhold Otlmann. WeiSSmi iioitolc«. Sie anlwortete ihm nicht, aber sie umfaßte seinen braunlockigen Mops mit ihren beiden schlanken Händen und neigte sich zu ihm herab, daß er ihren warmen Atem über ferne Wange streifen fühlte. Nun flimmerte es in ihren heller gewordenen Augen wieder so berückend zärtlich und so fuß verheißungsvoll, daß Stephan Fogarassn »ein Blut wallen fühlte wie unter der Wirkung feurigen Weutes seine Lippen drängten den ihrigen entgegen, lind sie sträubte 'ich nicht, ihm zu gewähren, wonach ei dnruete In langem, glühendem Kusse mhte ihr Mund a»k dem feinen, und ihm war. als feien alle Seligkeiten der Welt ziifammengeschmoizen in die Wonne dieser ein-zige» Minute. Aber wie er nun aufsprang. um sie stürmischer an 'ich zu pressen, machte fie sich mit einer raschen, eidechsen-haft geschickten Bewegung ihres geschmeidigen Korpers von ihm los .Nicht jetzt, mein Freundl — Ich bitte Dich, tan 11116 vernünftig bleiben I" ..Vernünftig?" wiederholte er in jauchzenden! Ueber-mut. ..ieninnftig — wenn man von Glückseligkeit tnmken ist wie von jungem Tokayer?" Er wollte sie umfassen,' aber der Blick, mit dem sie ihn ansah, bestimmte ihn. sich ihren, Willen zu fügen. Dieie nmclhaflen Angen halten über ihn eine Macht, der zu widerstehe» er sich viel z» schwach kühlte. Er wurde also ganz bescheiden und empfand es schon als eine hohe Gunst. da« sie ihm gestattete, sich neben sie auf die schlecht gepolsterte Ruhebank zu fetzen, die den einzigen ^»xusgegeiistand in seinem Atelier darstellte, und da« sie ihm ohne Widerstreben ihre schmale, aristokratische Hand überließ, die er in leidenschaftlicher -tärllichkeit streichelte und küßte. „Also nichts mehr vom Fortgehen — nicht wahr? fagle er schmeichelnd. ..Richts mehr von Flucht!" Aber im Tone tiefster Betrübnis erwiderte sie: „Luäle mich nicht, Slephan — es bricht mir ja daS Herz, aber es darf nicht anders fein." . Ulnd warum darf es nicht? — Wer ist dieser Elende, dak Du Dich so vor ihm furchtest und Dich vor ihm verbergen ninßt. obwohl ich da bin. Dich zu schützen? glaubst Du. daß meine Arme nicht stark genug dazu find? Oder zweifelst Du an meinem Mute?" „Nein, mein geliebter Freund! Zch zweifle so wenig an meiner «lärke wie an Deiner Tapferkeit. Handelte es sich um einen Gegner, der mit ritterlichen Waffen zu beilegen ist — ich würde mich unbedenklich Deinem Schutze vertrauen." „Und wollen wir es nicht auf den Versuch ankommen lasse», ob ich nicht auch mit einem anderen fettig zu werde« weiß? Was gilt die Wette, mein süßes Mädchen daß mir's gelingt? Aber sie blieb trotz feiner zuversichtlichen Munterkeit niedergeschlagen wie zuvor und schüttelte verneinend das Köpfchen. .Könnte ich Dir Alles sagen, Stephan, Du würdest nicht weiter in mich dringen und würdest mich selbst ermähnen, die kostbaren Minuten nicht zu vergeuden. i* T, kern ich es thäte - ich darf mich Dir heute »och nicht offenbaren." ..So besitze ich doch nicht Dein volles, rückhaltloses vertrauen. Maud? So bist Du mir doch «ich! von ganzem Herzen gut?" „Bon ganzem Herzen." flüstette sie. ..Und wenn Du 11,>ch liebst. Stephan, wie ich Dich liebe, so mußt Du auch ohne Geständnisse und Erklärungen an mich glaube»." Was hätte er auf solche Wotte hin Audercs thun können, als ihr mit_ den feurigsten Eiden geloben, daß er an sie glauben würde, auf welche Probe auch mlmer sie ihn stellen könnte. Wie um ihm für diese Versicherung zu danken. lehnte sie ihren goldig schimmernden Äops an eine Schulter, sodaß die wirren Stirnlöckcheii schmeichelnd einen Hals berühtten, und nach einem tiefen Aleinzuac sagte sie: bin nicht feige. Stephan, und nicht dieser einzelne Mensch ist es, vor dem ich mich fürchte. Aber er be-deutet für mich ein Verhängnis, gegen das ich mich nicht anders wehren kann, als indem ich ihm zu ent-nnnen suche. Ich weiß wohl, daß eS etwas für Dich lliivcisiändlichcs ist, was ich da sage, aber Du mußt Dich für jetzt damit begnügen. Später wirft Du ja Alles, Alles erfahren." ..Und dieses „später" — willst Du mir nicht wenigstens sagen, geliebtes Herz, wann es sein wird? Denn Du kannst nicht envatten. daß ich Dich ziehen lasse ohne eine Gewißheit, wo und wann ich Dich wiedersehen werde." Er glaubte, daß sie sich inniger an ihn schmiegte, und neue Seligkeit durchströmte feine Brust, als sie mit halb geschlossenen Augen wie in holder Verschämtheit ant-wottete: „Fürchtest Du etwa?, daß ich dies Wiedersehen ohne Not hinausschieben könnte? Ahnst Du denn nicht. Du thörichter Mann, wie heiß ich selbst mich noch der Stunde sehne, die uns für immer vereint?" Da durste er sie freilich nicht länger mit Zweifel» peinigen und mit dem Verlange» nach feierlichen Gelöb- Nissen bestürmen. Wenn sie denn ihr Glück nicht ander» erkaufen konnten als um de» grausamen Preis dieser zeitweiligen Trennung — wohl, so mochte es darum sein, vielleicht sogar war es so am besten. denn, wie aufrichtig immer er es gemeint hatte, als er ihr von seiner Bereitwilligkeit gesprochen, sie zn beschützen, im Grunde war eS doch, wie er selbst erkennen mußte, nicht vielmehr als eine schöne Phrase gewesen. Wirk-lichen Schutz gegen jeden Unbill nnd gegen olle Gefahren konnte er ibr doch nur gewähren, indem er sie zn seinem Weibe machte. Und dazu »'äre er ohne die sinnlichste Leichtfertigkeit heute und morgen so wenig im stände ge> wesen als in naher Zukunft. Denn er war arm. bettel-arm. und seine Aussichten waren ganz so ungewiß, wie es eben die eines vierundzwanziajähngeu Malers zu sein pflegen. In dem Augenblick, wo er sich dessen erinnerte, fühlte er auch die Verpflichtung, ihr davon zu sprechen. „Wenn aber noch viele Monate — oder wenn sechs Jahre vergehen müßten, ehe diese Stunde da ist — sage mir, Maud: Wird Deine Liebe stark und standhaft ge-nug sein, solche Probe zu bestehen?" „Gewiß!" lächelte sie. ..Wie magst Du das nur fragen? Ich werde Dir immer treu bleiben — immer; auch wenn wir noch so weit von einander entfernt find." Es mochte Täuschung sein-, aber er hatte den Ein-druck, als hätte sie daS etwas leicht hin gesagt und mit einem kleinen Ausluge von Unged«ld. Darum sprach er rasch uud eindringlich weiter: „Es ist seltsam, aber bisher hat noch Keines von uns dem Anderen einen Einblick in seine Verhältnisse gewährt. Von meiner Seite war das nichts als ein bloßer Zufall, und es soll kein Mißtrauen in Dir auskommen, als hätte ich irgend etwa? zu verbergen. Du brauchst Dich ja nur bei mir nmzusehen, um zu erkennen, daß ich ein armer Tensel bin; aber ich bin es nicht immer gewesen und ich werde es nicht immer sein. Mein Großvater ist ein ungarischer Grundbesitzer, dessen Vermögen auf Millionen geschätzt wird. Er hat mir seit anderthalb Iahren jegliche Unter-stützuug entzogen, weil daS Ehrgefühl mir verbietet, gegen meine Ueberzeugung einzngeslehen. daß in einer persönlichen Mißhelligkeit alles Recht auf seiner und alles Unrecht auf meiner Seite gewesen sei. Es ist leider nicht sehr wahrscheinlich, daß wir uns zu seinen Lebzeiten anS-söhnen werden. Aber selbst wenn er im Groll das Testament umgestoßen haben sollte, das mich zu seinem alleinigen Erben einsetzte, wird doch nach seinem Tode von der Hinterlassenschaft immer noch genug aus mich kommen, um mir für den Rest meines Lebens jede nieder-drückende Sorge um daS tägliche Brot zu ersparen. Und er ist ein hinfälliger Greis von mehr als achtzig Jahren." Maud hatte ihm mit sichtlichem Interesse zugehört. Ohne ihre Stellung zu verändern, fragte sie: „Aber er hat ohne Zweifel noch andere Anver-wandle als Dich Wenn er stirbt, ohne Dir verziehen zu haben, werden sie ihn statt Deiner beerben." „Damit hat es keine Gefahr. Die Familie Fogarassy steht nur noch anf vier Augen — auf denen meines Großvater» und den meinen." „So bist Du elternlos wie ich! — Ist eS nicht seltsam, daß wir beiden verwaisten Geschöpfe uns hier oben in einer Pariser Mansarde zusammen finden mußten? Ach. es war so ein reizendes Idyll, das wir in diesen letzten vier Wochen mit einander durchlebt haben — zu reizend, als daß es hätte von langer Daner sein können. Aber so schnell — nein, so schnell hätte eS doch nicht zu enden brauchen." „Und muß es denn wirklich schon zu Ende sein?" fragte er in neu aufflackerndem Verlangen. sie zu halten. „Wenn Dn nicht in diesem Hause binden willst, kannst Du Dich nicht in einem anderen Stadtviertel verbergen? Paris ist ja so groß." Aber sie ließ ihn nicht weiter reden, sondern sprang ungestüm auf. wie Jemand, der sich plötzlich erinnert, daß er viel kostbare Zeit ungenützt verloren „Nein. nein, es ist unmöglich! Ich bitte Dich um Gottes willen, mache es mir nicht noch schwerer!" Auch er hatte sich mit einem tiefen Seufzer von der Ruhebank erhoben. „Und wohin willst Du gehen?" „Nach Deutschland — zu meiner Schwester!" „Ah. Du hast also dort noch Familie?" „Niemanden außer ihr. Und in diesem Angenblick weiß ich noch nicht einmal, wo ich sie finde» werde." ..Wie? — Sie ist Deine einzige Schwester, Maud — und Du weißt nicht, wo sie sich aushält?" „Nein. Ist das denn so ungeheuerlich? Wir standen feit längerer Zeit nicht in Verbindung mit einander. Es war da Allerlei, ivaS uns trennte, trog unserer schwesterlichen Liebe. Und es giebt Überdies Nichts in der Welt, das mir so verhaßt wäre wie das Hriefschreiben." Eine schlimme Aussicht für mich. Wirst Du nicht vielleicht auch mich auö diesem Grunde ohne jede Nachricht lassen, wenn Du erst einmal fort bist — trotz unserer Liebe?" Sie versetzte ihm scherzend einen leichten Schlag ans die Wange. „Pfui, welch' ein abscheiilicher Verdacht! Es ist doch wohl ein Unterschied zwischen einer Schwester und einem —" ..Nun. warum vollendest Du nicht. Maud? — Ich möchte so gerne hören, was ich Dir bin." „Sin schlechter Mensch bist Dn. der mich peinigt, statt mir zu helfen. Mein Gott, es ist ja. als ob die Minuten flogen." Sie hatte ihre Uhr vom Gürtel losgenestelt, eine kleine, anscheinend sehr kostbare Uhr. auf deren Kapsel Stephan Fogarassy den von Brillanten gebildeten Anfangsbuchstaben ihres Vornamens funkeln sah. „Bin ich nicht Dein Sklave?" fragte er. „Befiehl mir. was ich thun soll, und ich werde ohne Widerspruch gehorchen." Sie legte die Uhr vor ihn ans den Tisch und streifte rasch nach einander auch die drei Ringe, mit denen ihn linke Hand geschmückt war, von den Fingern. „Gut! Ick nehme Dich beim Wort!" sagte fie hastig. „D» wirst hingehe», diese überflüssigen Dinge für mich zu verkaufe». Denn ich ivürde sonst nicht einmal Geld genug haben, um den Wage» zum Bahnhof zu bezahlen." FassniigSlos starrte der junge Maler auf die Klei-uodie». die sie ihm mit einer geringschätzigen Handbewegnng zugeschoben hatte. „Aber das — das ist unmöglich!" stammelte er. „Rein. das werde ich nicht thun. Du darfst Dich dieser Besitztümer nickt entäußern." „Auch nicht, wcu» ich Dir wiederhole, das ich ohne alle Mittel vi» und daß ich fort muß — heute uock fort muß »in jeden Preis? Ick weiß wohl, daß der Erlös nickl sehr bedeutend sein wird. Aber wenn ich damit nur bis nach Berlin komme uud außer dem Reisegeld noch genug habe, um eine oder zwei Wockeu davon zu leben, so bin ich zufrieden. Denn innerhalb dieser Zeit wird es mir sicherlich gelinge», meine Sckivester z» finden." Wahrend fie wrack, hatte Stephan Fogarassy seinen Kopf zermartert, um ei» Mittel zu entdecken, mit dessen Hilfe er das Geld anschaffen könne. Denn daß es seine Pflicht war, es zu thu», und daß sie ihre Schmncksachen unter keinen Umständen preisgeben dürfe, hatte in ihm natürlich von vornherein ganz fest gestanden. Aber eS war eine Aufgabe, wie das Leben sie ihm schwieriger »och niemals qffledt fjattc. -Seint ötrfOflbaren Mittel ve liefen sich auf bit nickt eben beträchilicke Summt von fünf Franken und achtzig Centimesseine ausstchenben Kapitalien aber betrugen insgesamt genau zwanzig Franken, die ihm ein Lithograph für gelieferte Zeichnungen schuldete. Ob der Mann gleich bei der ersten Ansfordernng zahlen würde, war mindestens zweifelhaft, aber wenn er eS auch that, und selbst wenn er sich, was noch weniger wahrscheinlich war, zu einem kleinen Vorschuß herbeiließ, war damit noch nichts gewonnen. Hinter den dreihunbert Franken, bie Maub nach seiner Schätzung minbesteu« brauchte, blieb ber armselige Betrag, ben er auf solche Art im günstigsten Falle erlangen konnte, immer noch weit zurück. «ber er mußte Rat schaffen, wenn er sich nicht ber Verachtung des geliebten Mädchens aussetzen wollte, und mit verzweifelter Entschlossenheit erklärte er. „Das Geld wird rechtzeitig zu Deiner Verfügung sein, mein Lieb — wollte Gott, baß es Kroßeres wäre, was Du als ersten Beweis meiner Liebe von mir forderst!" Aber fie sträubte sich mit Entschiedenheit gegen die Zumutung, ein Geschenk von ihn, cinzuiiehmen und wieberholte, daß es ihr kein Opfer bcbcute. sich von dem nichtigen Tanb zu trennen, um dessen Veräußerung ober Verpfändung sie ihn nochmals dringend ersuchte. Erst als er eingewilligt hatte, das Gelb, bas u' ihr geben würde, nur als ein Darlehn zu betrachten, entschloß sie sich zögernd, die Uhr in ben Gürtel zu stecken nnb bie Ringe wieder auf die Finger zu streifen. Darnach, woher er die Summe nehmen würbe, fragte sie ihn nicht, obwohl er sich seit bem Anbeginn ihrer Bekanntschaft nicht im Minbesten bemüht hatte, ihr bie Aiinsttlgkeit seiner Vermögensnmstänbe zu verheimlichen. Unb er war ihr von Herzen dankbar, daß sie ihn nickt fragte, denn er wäre fürwahr um eine Antwort nick» wenig in Verlegenheit gewesen. „Ich muß mich beeilen, meine Vorbereitungen zu treffen," sagte sie, „denn es siub kaum »ock vier Stunben bis zum Abgang bes ZngeS. Zürne mir also nicht, mein Frenub, wenn ich Dich jetzt verlasse." Er zürnte ihr nicht, beim auch für ihn waren ja bie Minuten jetzt überaus kostbar geworben Stürmisch brückte er bie Hand, die sie ihm zartlick läckelnd dargereicht, zweimal an seine Lippen. Dann, al« sich die Thür hinter ihr geschlossen, begann er Musterung zn halten unter seiner Habe. Aber er war von vornherein nicht barüber im Ungewissen, baß es ein aussichtsloses Beginnen sei. Hatte er doch schon früher, wenn es sich um bie Beschaffung eines Mittagessens ober um bie Befriedigung eines ähnlichen bringenben Bedürfnisses handelte, jedes einzelne Stück fehr genau auf seinen etwaigen verkauf«-wert hin angesehen, und ließ sich doch wahrlich kaum vermuten, baß babri irgenb ein Gegenstand von hohem Werte seiner spähenben Aufmerksamkelt entgangen sei. Nach verlaus eiuer Viertelstunde war er benu auch zu der niederdrückenden Erkenntniß gekommen, baß eine Veräußerung seiner gesamte» beweglicken Habe ihn nickt um vierzig Franken reicher machen würbe, uub er griff nach seinem Hute, von einer schwache» Hoffnung erfüllt, daß ihm draußen ber rettende Gebanke kommen würbe, ber sich hier in seinen vier Wänben burct?auS nicht einstellen wollte. Er hatte bie mageren Gelbbörsen seiner wenigen Freunbe bisher niemals in Anspruch genomme». obwohl seine Einkünfte nicht immer ausgereicht hatten, ihn vor Hunger uub Frost zn bewahren. Heute aber kamen seine erhabenen Grundsätze ins Wanke», und nachdem er umsonst bei den« Lithographen gewesen war. der ihm statt seiner zwanzig Franken einige Grobheiten mit auf den Weg gegeben, entschloß er sich, seinen Stolz zn demütigen und die ftremtbe. mit brnnt fr oft fetne Irrten Kupfermünzen geteilt halle, um ibren Beistand anzugehen. ES waren viele unb saure Wege, die er zu diesem Zweck im Sturmschritt zurücklegen nlnßte, denn bie werbenben Genies pflegte» einen viel größeren Teil ihrer Zeit in CafShäusern unb Weinstuben als bei ber Arbeit zuzubringen. Aber wenn es ihm auch schließlich gelang, die meisten von ihnen auszuspüren, ber Erfolg seiner Bemühungen blieb boch weit selbst hinter seinen bangsten Befürchtungen zurück. ES war, als konnten bie gute» Kameraden ihm vom Gesicht ablesen, in welcher Absicht er sie aufgesucht°, beim entweder kamen sie mit großer Geistesgegenwart seinem verlangen zuvor, indem sie ihn jubelnd als den ersehnten Retter auS schrecklichster Bedrängnis begrüßten, oder sie legten schon bei seinem ersten Worte ihr Antlitz in so düstere Falten, daß ihm jede Hoffnung auf eine Verwirklichung seiner Wünsche vergehen mußte. Keiner von ihnen hatte nach seiner ehren-wörtlichen Versicherung auch nur ein Fünffrankenstück in der Tasche, und so gab der junge Maler es endlich verzweifelt auf, sein Ziel auf diesem dornenvollen Wege zuerreichen. Drittes Kapitel. Schwer atmend, große Schweißtropfen auf der Stirn und mit zuckenden Mundwinkeln stand Stephan Fogarassy auf der Straße, die unsinnigsten und abenteuerlichsten Pläne in seinem sieberhast arbeitenden Kops« wälzend. Da schoß ihm blitzartig ein Name durch das Gehirn, an Den er sich sogleich mit ber ganzen Kraft einer letzten Hoffnung klammerte — ber Name bes kleinen Kunsthändlers. an den er vor vierzehn Tagen um einen Spott-preis die beiden letzten fertigen Bilder verkauft hatte, bie er besaß. Der Mann war damals selbst in sein Atelier gekommen, sie abzuholen, und es hatte säst ben Anschein gehabt, als ob er ein gewisses persönliches Wohlwollen für ben jungen Künstler enipsänbe. Wenn überhaupt noch Hilfe von einem menschlichen Wesen zn hoffen war, so mußte sie ihm von diesem Kunsthändler kommen. Noch ehe zehn Minuten vergangen waren, seitdem ihm der Himmel jene Eingebung gesandt, stand Stephan Fogaraffy dem mageren, etwas verwachsenen Männchen in seinem halbdunkien, schmutzigen Kontor in der engen Straße gegenüber und trug ihm mit dem Mute der Verzweiflung sein Anliegen vor. Monsieur Lemierre hörte ihn mit seitwärts geneigtem Kopfe an. ohne ben Strom seiner Rebe nur ein einzige» Mal zu unterbrechen: aber als der Maler endlich inne hielt, sagte er im sanftesten Tone: „Dreihundert Franken? — Und als Vorschuß auf Bilder, die Sie erst noch malen wollen? Sie wollen sich einen Scherz mit mir machen, mein teurer junger Meister — nicht wahr?" ..Ich war niemals weniger zum Scherzen aufgelegt als in dieseni Augenblick. Unb Sie werben ein menschen-freundliches Werk thun, für das ich Ihnen bis an das Ende meines Lebens dankbar bleibe." „Haben Sie in den Büchern eines Geschäftsmanne« jemals ein Konto mit der Ueberfchrist „Dankbarkeit" ge» sehen. Herr Fogarassy? Wenn Ihre Dankbarkeit ein Wechiel wäre, ben die Bank von Frankreich diskontirt. so wurde es mir eine Freude sein. Ihnen zu dienen, obwohl ich mir. bei Gott, die dreihundert Franken selber erst leihen müßte, um fie Ihnen zu geben. Aber ich ver-mute, daß meine Gläubiger nicht auf vierundzwanzig Stunden Nachsicht mit mir haben würden, auch wenn ich Ihnen die ^Dankbarkeit aller jungen Künstler von Paris als Unterpfand böte." ..Und wenn ich Ihnen sage, daß e« sich für mich um das Höchste und Kostbarste, um das Glück meines ganzen Lebens handelt?" (.zoniehung folgt.) velehrendcs. Unterhaltendes, Eeitrres rte. 'iaMlUmmiWWll KgBgBBgBMMfl»lWWM»ge> ( 'miimiimUlrTriWW »■M111I1II niaiiit W Selbst kaufen, selbst zahlen. Deutsche Treue spricht durch Taten. Traut gern eignem Opfermut. Statt den Nachbarn zu beraten, Hinzugeben Gut und Blut. Niemals gilt der ^eben Schwaben Angstschlauheit: «Geh du voran! Möchte Ruhm und Bürgschaft haben, Daß der Trach' nicht beiden kann." Willst du deutsche Freiherr kaufen, Nun so setz« selbst dich ein l Mitzulaufen mit dem Hausen Hilft nicht*, — nicht, sich heiser schrei'n. Karl P r ö l l. In« Album. Jetzo fühlst du noch nichts von dem Elend, Wie Grazien lacht da« Leben dir; Aus! und rvasfne dich mit der Weisheit, Denn Jüngling, die B ume verblüht! R l o p st o d. • DaS Her) gefällt mir nicht, das streng und kalt, sich zuschließt in den Jahren des G-fühls. Schiller. « Tadeln ist leicht; deshalb versuchen sich so viele darin. Mit Verstand loben ist schwer; darum tun eS so wenige. Feuerbach. » Keine Reue ist so schmerzlich wie die vergebliche. Dicken». * Kannst du ein süße» Glück der Jugend geben. O, halte niemals es zu lang zurück Und denke nicht: Vielleicht im späteren L- ben Erblüht ihr noch so manches Glück. Tie Knoip», deren erstes Blattet spalten Mit warmem Kuß berührt de« Lenzen« Licht, Sie wird zur vollen Blüte sich entfalten; Herbstsonnenlchein erweckt die Rose nicht. 6. E. Va11is. * Kerne Macht kann un» hindern, nach dem erkannten Guten in uns selbst zu streben. O. v. Lei? »er. » So, wie die Flamme de» Lichts auch um> gewendet hinausstrahlt, So, vom Schicksal gebeugt, strebet das Gute empor. Herder. Zähe« Fleisch wird miirbe und schmackhaft, wenn man je nach Qualität einen Löffel bis ein halbe» Weinglas voll Rum, Kognak und dergleichen zugießt. Nach 10 bi» 2« Minuten verliert sich der Geruch und Geschmack de» Branntweins vollständig. Züren nnd Fensterrahmen, welche mit Oelfarbe oder weißer Lackierung ver-sehen sind, reinigt man mit Fluß, oder Regenwasier, in welch. S man aus den Eimer zwei bi» sünf Hände voll Schlemm, kreide gleichmäßig rührt. Alsdann läßt man da» Wasser kurze Zeit stehen, bis sich etwaige sandige Bestandteile der Kreide zu Boden gesetzt haben. Beim Waschen ' muß man tüchtig reiben, mit klarem, kalten Wasser nachwaschen und mit einem kalten Tuch« trocken reiben. Dunklen Haaren, die beim Brennen hellsarbig und trocken geworden find, sann man ihre Farbe erhalten, wenn sie beim Brennen etwa» gelöst sind. Beherzigenswerte «»danken. Da» ewige Wünschen und Hoffen besserer Zeiten zeigt unsere Faulheit an. Dir können die Zetien selbst bester machen, wenn wir uns besser regen. Ter Fleiß setzt sich nicht hin und wünscht i denn der, welcher von der Hoffnung lebt, stirbt vom Fasten. Kein Gewinn ohne Wh«; ein fleißiger Mann stirbt niemals Hungers, denn dem Fleißigen guckt der Hurger wohl tnS Fenster, kommt ab^r nickt in die Haustür. Laßt uns also heute arbeiten denn wir wissen nicht, was uns morgen daran hindert. Da« «ine Heute ist besser al« drei Morgen. Fasset nicht euer Weikzeug mit Ipitz«n Fingern an und bedenkt, daß die Katze, welche Handschuhe anhat, keine Mäuse sängt. Immer frisch und mutig an« Werk, so weder ihr gut« R-sullate erzielen und de« AletßeS Lohn wird nicht fehlen. Aber, sagt d-r geneigte L ser, soll der Mensch keine Erholun^sstrtnden haben ? Darauf will ich dir sagen: W-nde du die Zeit wohl an, so gewinnst du Muße und da du keine Minute gew ß hast, so sei kein Narr und wtrf e tie ganze Stunde weg. Erholungsstunden sind die Zeit, etwaS Nützliches zu tun. Fliehe die Vergnügen, so werden sie dir nachlaufen. Allein, bei unserem Fle'ße müssen wir auch b.ständig und ausmerksam sei», da» unsrige mit eigenen Äugen zu übersehen und un» nicht auf andere oerlasien. Ein Stein, der oft hin und her gewälzt wird, begraset nicht und des Herrn Skuge hilft mehr, al» seine beiden Hände. Eine kleine Rachlässigkeit kann oft ein große» Unglück herbeiführen. Weil einst ein Hufnagel fehlte, ging da» Hufeisen verloren und weil da« Eisen fehlte, ging daS Pferd verloren und zuletzt gar der Reiter. Zum Fleiß und zur Aufmerksamkeit müssen wir die Sparsam-keit hinzufügen, wenn unser Fleiß guten Erfolg haben soll. Man kann, wenn man nie zu sparen verlieht, die Nase Tag und Nacht üb«r seiner Arbeit haben und doch al» ein Bettler sterben, gjne Narrheit kostet mehr zu unterhalten als zwei Kinder. Kaufe nie unnötige Sache! Wer kaust, wa« er nicht braucht, muß bald verlausen, was er braucht Bare Zahlung in immer b«iser al» der ausgedehnteste Kredit; denn Borgen macht Sorgen. Befolgst du meinen Rat. so wirst du schon vorankommen in der Welt. Moder». Sehr geehrter Herr Re> dakteur! In ihrer gestrigen .Gerichts, zeitung" berichten Sie über eine Berhand-lung gegen einen gewissen Müller wegen schweren EinbruchSdiebstahls. Tie Tat-sache ist richtig, doch h«iße ich nicht Müller, sondern Möller. Sie würden mich ver-pflichten, wenn Sie den Irrtum auf Grund d,S § 1< des Preßgesetz«S richtig stellen wellten, auch darf ich Sie wohl um Zu-sendung einiger BelegSexemplare der Nummer bitten, in der sich die «ritt« über meine letzt«' .Arbeit" befindet. Er-gebenft Ctio Möller, Einbrecher. Mewtssnthafte Aussage. Richter: .Nun uns als der Angeklagte Ihnen die Ohrfeige gegeben hatte, wa« getchah dann?' — Kläger- .Tann gab er mir noch eine dritte." — Richter: .Sie wollen wohl sagen eine zweite I" — Kläger: „Nein, Herr Richter, die zweite habe ich ihm gegeben!* Pietät. A-: .Sie könnten mich aus einer großen Verlegenheit retten. Leihen Sie wir lOOO Mark." — B.: .Ta« ist ganz unmöglich " — A.: .Wieso unmög. lich f Sie sind doch ein reicher Mann!* — B.: .Allerdings; aber ich kann mich oon dem Gelde nicht trennen, das ist ein Andenken von meinem Baier!" Einfach. Frau: „Wie kann er nur mit diesem Gehalt auskommen?^ — Mann: „Sehr einfach, gr lebt einfach, kleidet sich «infach und b«zahlt einfach — nicht I" Rummer 9 Seite 3 Hot ftriratniniftcr Pii^eich feine Prooidenz bewiesen. Er wollte die Aktion der Slaven zugunsten der Ausdehnung ihrer nationalen Recht» in der Armee durchkreuzen, den er fad an den Erfahrungen in Ungarn, daß sie eventuell gefährliche Dimensionen annehmen könnte. Dem feigen SrrviliSmu« und brutalen Chauvinismus der österreichischen Deutschen wurde durch diese« Zirkular ein empfindlicher Schlag verfetzt. Die Lag, der slavischen Offiziere wird jetzt besser werden. Die Slaven werden den Mi. litärdienst nicht meiden und sich in den österreichi-scheu Regimentern nicht fremd sühlen. Nach dem Dienste können sie sich mit einander in der Mutter-spräche unterhalten. Von jetzt an ist die» nicht allein erlaubt, sondern auch wünschenswert. — Der Ansang vom Ende. Zllttramoutaue Wahrhaftigkeit. Ansang die-se< Jähret ging durch die ultramoniane Presst die Nachricht, vaß in Friedland (Deuischdöhmen) 8V Frauen und Töchter wegen eineS hier nicht näher zu bezeichnenden Verbrechens gesanglich eingezogen worden seien. Davon hätten 40 der »Lo« von Rom"-Bewegung angehört »nd eoangelischeFamilien-abend« mitgefeiert, die dann naiürlich in unsagbarer Weile für den ganzen Skandal veruntworilich ge-macht wurden. Au« zuverläßlicher On»ll» können wir nun folgende» mitteilen: I. Die beireffenden Vergehen sind wirklich vor, »kommen; 2. Verhaft« sind drei Personen, davon «ollen zwei, ein Arbeiter Lange au« Preußisch - Schlesien und seine Evesrau nach ullramonianer Angabe evangelisch sein, sie sind aber in der evangelischen Gimeindrliste von Friedland nicht eingetragen und waren nicht al« evangelisch bekannt, die dritte Person ist notorisch streng katholisch; 3. In Untersuchung gezogen, da-von find alle mit verstiwindtnden Ausnahmen echt', gläubige Kat olikinnen und gute Beichisiuhl-tundinnen; 4. In Friedberg sind erst 19 Fraueu zur protestantischen Kirche übergetreten, so daß die Zahl 40 oon vornherein erlogen ist; 5. Die unerhört» Verdrehung de« Tatbestände« rührt von einem tschechistien Priester her. der dadurch der „Lo« von Rom'. Bewegung zu schaden glaubte. Wir haben e« also wieder einu.al mit einer jener cusiigen Ver« läumdun. en zu tun, mit denen die römische Kirche so gerne ihre Gegner b kämpft. „An den Früchten erkennt man den Baum!* Erfreuliches Hekäuduis. Herr Erzdechant Groß tn Faikknau an der E^er schreibt in Folge 23 de« „»orrefpondenzblaii,« sür den katholischen Klerus O sterreich«" (1903) unter der Uebersch ist »Lo« von Rom und seine Literatur" folgende be-dtutfame Satze: »In der »Lo« von Rom'- Be-wegung stehen wir vor einer vollendetere Tatsache; ihre Zahlen rom Standpunkte ber Seelsorge be. trachtet, reden eine erschreckende Sprache! Die Er-folge der Bewegung vermag nur derjenige zu baga-tellisieren. der nur die Ziffern, deren momentanen Rückgang, vielenort« vollständig Siillstand IM Auge hat, dabei aber die Summe der Imponderabilien, die wir verloren haben, au« dem Auge läßt. Und wenn heule die Bewegung allenort« und plötzlich zum Stillstände käme — ihre unmittelbaren Folgen, die bestehen: Durchsetzung d« geschlossenen kathv-lis ben Gebiete« mit protestantischen Gemeinden und Kuchen, die konsequente Bekämpfung der kaiholi» sch-n Friedhö'» selten« der Pastoren, deren sonstige polemische, agitaiorische Tätigkeit, Steigerung de« Jndiffere,ti«mu« aus katholischer Seite und gar erst die Vermehrung der gemischten Ehen lassen un« am eigenen L.ide die Wunden fühlen, die un« geschlagen worden. An der Tatsache selbst können wie wohl nicht« mehr ändern; nur k»n U-sachen be« Erfollg-« können wir nachgehen.' — So weit der Herr Erzdechant. Für da« offene Geständnis sind wir sehr dankbar. $tn wackerer Kutschkuß. Au« Ungarisch. Weißtirchzen wird berichte,: In ber städiiichen Generalv'krfamn'lung interpellier«« der schwäbische Landwirt Johann Lutz. wa>um die Protokolle der Stadigemieinde in madjari>cher Sprache geführt werden, obwohl da« Gesetz, die Praxi« und die öffentlicher Noiwendigkeil »iwa« andere« erfordern. Die S«ad»t habe ein Recht aus die deuifche Sprache, denn die Beamte» werden von der Siadi bezahlt. Büruermeeister Froniu« erwidert», daß der Vize-gefpan (!t) die Führung der Piotokolle in «ad-jarischer «Sprache fordere. Lutz erwid»rt», daß e« kein Gesertz oder Verordnung gebe, welche die vom aulvnomeen Muniz>p,«m geiehmigten Statuten außer Kraft setzien könne; laut Statuten sei aber die ami« licht Spraache der Eiadt die deuifche. Hieraus wurde mit großen Mehrheit beschlossen, die Protokolle von jetzt ad irn deuifcher Sprache zu führen. Pet Aufstand der Kereros. Fast säm'liche Eingedoreenenflämme nördlich von der Kapkolonie nahezu bi« zur Grenz» von Poriugisisch . Südwest-asrika befinden sich im Ausstand». D»n Her.ro« haben sich die OoampoS und die Damarastämme angefchlvssen. Die Zahl jener, die sich auf dem KriegSpfade befinden, beträgt mind'stenS 15.000 Mann, doch ist die Bewaffnung armselig. Wind-hoek, der Sitz der deuischen Kolonialllehörde, ist von 5000 bi« 8000 Mann belagert. Die Siadl ist völlig isoliert. Die Eisenbahnlinie und die Telegraphendrähte sind zerstört. Die Eingeborenen gehen gegen gefangene Deutsche aus da« Grausamste vor. Soldaten einer Truppenabteilung, die kürzlich Kee>man«boop verließ und von Ausständigen um. ringt worden war, wurden zuerst fürchierlich ge foltert, hierauf ncch lebend verbrannt. Einem ge fangenen Offizier wurden die Arme und Beine ab< geschnitten und die Augen mit den Daumen au« gebohrt. — Englische Sensationsmeldungen, wie die obige, die sich auf Deuisch-Afnka beziehen, sind allerdings stei« mit höchstem Mißtrauen auf zun»hmen. Äus Stadt und Land. Kvaugetische Hemcinde. Morgen Sonntag, den 3l. d. M., findet abend« 5 Uhr im evan» gelischen Kirchlem in der Ga tengaffe ein öffent licher Gottesdienst, verbunden mit einer Uebertrittsfeier statt. Herr Pfarrer May wird predigen über: „Der rechte Christensinn." Svaugekilcher Kamilienavend. Wir machen heute schon dar aus aufmerkiam. daß am D o n n e r «. tag, den 4. Feder, Herr Pfarrer K a p p u S au« Mürzzufchlag, d m Rosegger die bekannt, Heiland«-kirche bauen hals, bei u»« in Cilli einen Voitrag halten wird über: „Protestant!« mu« und Deutsch, tum.' Kappu«, ein geborener Wüitiemberger, ist al« hervorragender Redner und geistvoller Er-zähler wohlbekannt. Peteraueukrtuzcheu. Moniag. den I. Fe. bruar fi«d,t in den Räumen de« Kasino« da« Ve-teranenkränzchen stau, da« die rastlosen Bemühungen de« Kasino« zu einer glanzvollen Veranstaliung prädestinieren. LaudesAraueu und Kilfsvereiu v»m Nateu Kreuz Dienst Ig, vormittag« II Uhr findet im Sek»on«-Beratung«zimmer der Gemeinde die Ge-neralversammlung der hiesigen Ortsgruppe statt. Fheateruachricht. Der Sonntag gehört un-serem LandSmann- Millöcker. Zur Aufführung gelangt seine Operette „Gasparone". Der nächste DienStag sieh, die EvSler'sch» Opereite „Bruder Siraudinger". Beide Vorstellungen beginnen um 6 Uhr abends. I« Aeiche der Sahara. Die phänomenale Idee. >» Sandme r« der Sahara ein Kaiserreich auszurichten, hat alle Geister in ihren Bannkreis gezogen. A!« begeisterter Verkündige? feiner Idee zieht Lebaudy von Ort zu Ort, überall Ansiedler werdend und Propaganda machend. In naher Zeit, am FaschingSdienStag s»tz« Schock»! I., d»r selbst-herrliche Kaiser der Sahara, seinen Fuß auch in unsere Siadt. Ein zahlreiche« Gefolge gibt ihm da« Geleit,. Umgeben von der kaiserlichen Leibgarde, die nach berühmtem afrikanisch,» Vorbilde au« Wüsten - Amazonen gebildet wird, wird Kaisir Schocker! I. Audienzen erteilen und Ansiedlung«-lustigen in höchsteigener Person alle wünschen«, werien Auskünfte über sein afnk.nische« Reich geben. ES wird ihm hie in da» kaiserl. saharisch» Ministerium zur Seite stehen. Al« eine Gehen«-Würdigkeit bring« Se. Maj Echacke,l I. auch die kais.'sah. Hos'Wüstenschul» mit. Di» gleich! ll« im kaiserl. Gefolge b.findlich,. noch außerhalb Oester-reich« weilende kaif. HosBanda übt dereii« fleißig die österreichische VolkShyinne, während seilen« der Cillier am EmpfangSab.no» kvnznti»r»nden Mufiker die Kaiser Schackerl-Hymne eing pauk, wird, deren erh,b,nd,r T,xt den Wortlaut hat: »Hoch der Kaiser Schackerl Numro an«. — Er ha> « Geld, doch mir ham leider tan«. — E« lebe Kaiser Scha-ckerl! — Nie stoße ihn der Schnack,rl! — Da« war no ne» da — In dieser Sa—ho—ra!" — Unter dem G.folge machen stch auch noch die kais. sah. Hos Kam-elwasserer b«m»ikdar. Ein» große Reiht von Ehrengästen und Depuiaiionen begleitet den Kaiser aus seinem W-rbezuge, wir nennen hier, um nur mi« Einigen aufzuwarten, den Afrikanischen Sännerdund, den wüsten Gewerbe-verein, den Kalish von Bagdad m» Ge«olg» d' Sahara Holzknecht, die verlassenen Lebaudy«. Brz-zina unter den Wüstengigerln, der Kana'ier u. j. w. Den Anschauung«un«eiricht vermiiteln: Die wandernde Oase, Pyramiden und Spdynxe, »in Käsersamml»r u. dgl. m. Für L»u«», die Knopf. lochschmerzen haben, wolltn wir verraten, daß S. M. Schackerl I. eine ganze Kiste von Orden miiführt und sich in der Au«heilung derselben sehr großmü'ig zrigt. Wir bringen Näbere« über den EpsangSab.nd, der in seinen E>nz»lh,!t,n noch nicht ganz feststeht, in unserer nächsten Nummer und mußlen un« heule begnügen, ein ungefähre« Bild der un« erwartenden Sehenswürdigkeiten zu geben. Auf das N«klamemacheu verliehe«, sich unsere cheguer. So prang» >»>i einiger Zeit an dem Hause, in dem der slov,nische Zahnarzt Dr. Schwab seinen B ruf ausübt, »in» mächtig» glä ern» Re» klam-tastl. Wir glaub»» Thtophraftu» Bombast»« ParacelsuS, d»r groß» rubmrrdige B»ui»>fchn»id»r, da« auch nicht größ»r» R»klam»schild»r sür sein» Patientensänger,i verwind»«. Natürlich ist bei dem Schild« deS schwäbischen Urslooen n da« Slo-v»nisch» an erster Stelle. - Wer auch noch treff-lich mit Reklame arbeit-t. da« ist d«r Herr Btljka Pick, gleichfalls »in waschechter Urslovene. In sein»,, auffalltnden Liaueranschlägtn und Jns»rat«n, di» sich Hirr Pick »twa« kokten läßt, bezeichnet »r sich al« ehkmaligkr Assistent de« k. k. Hospdoto-graphtn C. Piehner. Da« reiz,, unser» Neugierde. Wir zogen unsere Erkundigungen ein hört,», daß »« alltrding» mit d»r Assistentfchast sein» RichiigktU hab» daß sich dieselbe jtdoch daraus bejch'änke, daß Herr W'lhelm Pick in einer klein«n Filiale d,« Herrn Pietzner u. zw. in E„r die Phoioaraphi« erlernte und dann dorlsklbst »in, kurz, Z»it al« Gkhils» assisti»rte. In der Wirner Anstalt d»« H»rrn Hossviographen Pietzn»r — und da« wär» ja da« Verdunst und di« Empfehlung — war H-rr Pick nie d«dienst«t. Da« Anlworischr»«b»n schließ« bezeichn« nd»rwe>s«: Leider kommen derlei Fälle, geg-n welch, man schwer etwa« ausrichten kann, immer wieder vor.* Kvangelischer Hottesdievst i« Licht,uwald. Am Dien «lag, den 2. ,^ed»r, nachmittag« 4 Uhr findet in Licht» nwald in Smreker« Saal ein öffentlicher evangelischer Go»,«dienst stau. Im An-schluss» daran wird auch »in «oangtlischer Fa-milienabend mit Vorträgt«, abgehalten werd n. Kuge»auzeiger. Sonntag, den 3». d. M.: Pro«.: Virgiliu«; Kalh.: Petru«; deutsche Tage«, heilige: Ado. Ludwiga. — Montag, den l.Ftto: P'Ot.: Brigüta; Kaid.: Jgnaz; deut'che Tage»« heilig,: Sigbtrt. Wolshold. — Di»n«tag, d,u 2. F»b«r: Pro«.: Maria Reinigung; Kalb.: Maria Lichtmeß; dkutich, ZageSheilig,: Bodv, Markwald. — Mittwoch. d,n 3. F»b»r: Prot.: Blastu«; d»utfch, TageSheilig»: Ermbert. Berlind». Wie tritt mau über? Der U«bertritt muß unter allen Umnändrn schriftlich angezeigt werden und zwar in Cilli al« Stadt mit eigenem Statut an da« Stadtomt und in der Umgebung an die k. k. vezirkshauptmaanfchafl Cilli. Mit anderen Bidördrn. sei e» g inliche oder weltliche, hat der Uebenretend, nichis zu tun. am all»rw»mgst»n mit dem römischen Psarramie. Der Au»mtt au« d-r römischen Kirche erfolgt laut nachstehendem Muster: Löbliche« Slabiam» Cilli al« politische Behörde o>er löbliche k. k. Bezirk«hauptmannschast Cilli! Der eigenhändig unterzeichne«? Rutolf Maier, Kaufmann in Eill', Lutherstraße 17. g.boren am 4 März 1870 zu Roßwein. Bezirk Marburg, zuständig nach Penau, bringt hiemit gemäß G»s.tze« vom 25. Mai 1868, Ar«. 6. seinen Au«iri«t au« der römisch-katholischen K>rche zur Anz»n>e. Auch wird der Unierz.ichnei» im Einv»rftändnisse mit seiner Edrgailin seine Kinder Hermann und Emma, geboren -,m 2. Fibruar 1897 und 16. Juli 1899, die somit da« 7. L»ben«jahr noch nicht erreicht, »aben, fortan im evangelischen Glauben erzi»h»n. '«emäß der V»rordnung vom 18. Jann»r 1890, li.-G.'Bl. Nr. 13. wird um schrifilich» Btjchrinigung dieser Anznge ersucht. Rudolf Maier. — Mit dieser Bescheinigung begid» sich der Uebertrei»nde zum hierortig»n evangelischen Pfarramt, und «r-sucht um Au'navm, in dir deuisch-evange.ijche Kirche. Südmark - Vücherei. Di»s»lb, wurde am l. März 1901 eröffnet und ist gegenwänig beim Stadiamie >m Vorzimmer de« Herrn AmtSvor» stunde« uruergtdrachi. Sie enthält 85 '280 belleiriftifchen Inhalte« und die besten Romane der Neuzeit. AuSleih» stürben sind jeden Montag, Mittwoch um Freitag (Feiertage uuSgenommen) oon 1 bis 2 Uhr nach-mittags. Di, MonuiS^ebühr beträgt 10 Heller, auß,rd,m sin» 2 HeU,r für jeden Band für vier-zehn Tag, zu ,n«iich>,n. Bitchero,rz,ich«iffe sind eb,ndaf,ldst um 4 H»ll»r p»r Siück zu hab»n. Im Jadre 1901 wurden 4170, im Jahre 1902 7760 Bande entlehnt. Jeder Deuisch» kann Buch»r »Ntl»HN»N. ©eile 4 Kochenegg. (Beeidigung) Am 26. d. M. wurde Herr Joses Temerl durch den k. f. Statthaltereirat. Herrn Baron Apfaltrern, al« Siechen-hauloerwalier in Eid genommen. Herr Temerl ist sedr umsichtig in seiner Verwaltung und genießt die höchste Achtung oon Seiten seines ihm unter» gebenen Personals. Auch ist derselbe alt Obmann der deuischen Schule sehr tätig und hat schon einige Geldbeiirä!" zur Anschaffung von Lernmitteln erwirkt. Hoffen wir, daß er in seiner Tätigkeit nicht erlavmi und stet« diese« Interesse zur Schule zeig«. Honobitz (Ehrung.) Die Gemeindeoeriretung Markt Gonooitz vat am 5. Oktober v I. den Statt« Halter Kralen Clarq-Aldringen ob s iner Verdienste um da« Zustandekommen der BezirkShaupimann« schast Gonobitz einstimmig zum Ehrenbürger er» nannt. Um dem Geehrten da« bti«dezügliche. sehr künstlerisch au«qesührte Diplom zu überreichen, be. gab sich am Donnerstag eine Abordnung der @« metndeveltretung, bestehend au« dem Bürgermeister Dr. Adolf Kabiunig und den beiden Semeinveräien Josef Rest und Karl 3Befe°scheg, nach Graz. Ansgeschrielene Steile. Bei der k. k. Finanz. Bezirk«°D>rektion Marvurg g'langt die Stelle eine« Au«hilf«diener< mit dem Taggelde 2 20 K zur Besetzung. Bewerber dierum. welche auch der slovenischen Sprache mächtig sein müssn, daben sich bi« längsten« 6. Feber l. I. beim Vorstände der t. k. Finanz» Bezirk«»Direltion unter Vorlage von Zeugnissen über ihre bisherige Verwendung und ihr Wohloerhalten vorzustellen. Ka» Sparkassebuch »es Kote«. Kürzlich wurde im Maria - Troster Walde bei Graz die Lei^e be« Kutscher« Vinzenz Kautz >us Cilli ge» funden. Die Angebörigen de<> Toten behaupten nun, daß er im Besitz von 1000 Kronen war. Da« Eparkafsebuch auf diesen Betrag wäre in einem Etieselschaft verborgen gewesen. Kautz war samt den Stieseln beerdigt wortien. Aus de« Hrazer Amtsblatt«. Bestätigung de« Dr. Possek al« M-sseverwalter im Konkurse de« Josef Krenn, K.-G. Marburg. — Tagsatzung »um Konkurse de« Julw« Schmidt. B. G. Drachenburg. Aavr- und Kiehmärkte in Ztnterkeiermark Am b. Feber: St. Peter b. Königsberg, Bez. Drachen» bürg, I. u. V.; Unterpultgau. Bez. Marburg, Schweine« markt. — Am 6. Feber: Rann, Echweinemarkt -Am 8. Feber: Doberna, »ej. Cilli, I. u. V. — Am 9. Feber: Cilli, I. u. V.; Frieda«. Echweinemarkt; Gonobitz, I. u. V.; Peilen stein, Be). Drachenburg. I. u. B. — Um 10. Feber; St. Georgen a. d. Süd-bahn, Be). Cilli, I. u V.; Marburg, B.; Pettau. Schweinemarkt. — Am 11. Feber: Rann, Be). Petiau, Schweinemarkt; Schönstein, I. u. B. Seit einigen Monaten hat sich der neu emge-führte Hell'« Menihol'Franzbranntw,in Marke .Edel-geist" überall, wo er bekannt und angewendet wurde, rasch beliebt gemach«. Der Menthol-Franz» branittwein übertrifft den gewöhnlichen Franzbrannt» wein und alle sonstigen Einreibungen um sehr bedeutende« und stärkt die Glieder wie kein andere« Mittel. I Tagesnkuigkeittu. Australisches Attisch. Der Wiener Gemeinde» rat hat nach lebhafter Debatte beschlossen, für den Import australischen Fleische« nach Oesterreich ein-zutreten und die Regierung auszusordern. ihren Standpunkt ci'genüber diesem Plane kundzuaeb-n. Pas Muster eines jndäo magyarische» Ab-gesrdueteu ist der jüngst oeistordene Pichler. Pichler war Jude und Mitglied ber Unabhängig« keit«partei. die ja auch noch andere Zierden, wie den Sparkassedirekior Ugron. aufweist, der lediglich au« dem Grunde in« Horn der Obstiuktion stößt, um feine Ablieferung au die Strasgeiichie zu verhindern. Welcher Mittel sich Pichler bedienie, um al« Abgeordneter auf den Schild gehoben zu werben, kann man im »Pester Lloya" nachlesen, also einer gewiß unverdächtigen Qu.lle. Da« Blatt rühmt die trügerischen Vorspiegelungen al« gelungene Kniffe, wie sich ja auch Pichler selbst über seine vertrauen«-seligen Wähler lustig machte. Da« Blatt erzählt: »Den größten Erfolg ve-dankte Pichler unstreitig jener zum geflügelten Worte gewordenen Legende, in welcher er mit ergreifenden Woiten die Szene schilderte, wo der sterbende Ludwig Koffuth — dem Pichler die Augen zugedrücki haben wollte — die folgenden letzten Worte an ihn richtete: „Pichler, Pichler! Gib acht aus Ungarn! Da« ist mein l>tz>er Wunsch und wenn du den ersüllst, dann schließe ich beruhigt meine Augen I" Da« war, wie P> ler später in Journalistentreisen erzählte, sein effekt- „*e«tnkr vollster Griff. Wenn er diese Geschichte bei irgend« einem Korteschgelage so recht piihetisch vortrug, da blieb kein Auge trocken. Pichler selbst schluchzte dabei zum Herzbrechen und verteilte an die An« wesenden au« einer bereit gehaltenen Haarlocke je ein Haar als Koffuth - Reliquie. Und so viele er auch verteilte, die Haare wurden nicht alle." Alles ist eitel! Die nachsolgende drollige Anekdote vom deutschen kaiserlichen Hofe wird der in Hamburg erscheinenden „General«VerkehrS«Zettung" in verbürgter Weise erzählt. Bevor die Prinzen das elterliche Haus verließen, wurden die Mahlzeiten meistens gemeinsam eingenommen. Bekanntlich liebt es die Kaiserin, zuweilen ein besonderes Lieblings« gericht ihres hohen Gemahls selbst zu bereiten. Als dies wieder einmal geschehen war. stellte es sich heraus, daß der Kaiser zufällig ohne Appetit war und das von der Kaiserin bereitete Gericht bli»b fast unberührt. Niedergeschlagen meinie sie: „Schade, ich habe mir damit so viele Mühe gegeben, die war nun ganz vergebens." — .Ja*, sagte der Kaiser lächelnd, .alles ist eitel!" und blickte aus den stets mit einem beneidenswerten App-tit ausgerüsteten Prinzen Eitel. Dieser nahm sich sosort der leckeren Speise an. Im Handumdrehen war dieselbe ver» zehr«. „Habe ich's nicht gesagt", lachte der Kaiser: „Alles ißt Eitel!" Z>ie norwegische Stadt Aalesund — et»-geäschert Am Sonnabend ist Oit etwa 11.000 Einwohner zählende Stadt Aalesund in Norwegen der Raub »ine« verheerenden Feuers geworden. Der Brand entstand um halb 3 Uhr nach!« in der Fa-biik der Aal.sund Preseiveninq Kompagnie. Ein Kapitän und seine Mannschaft waren die ersten, die das Feuer entdeckten und soso« Lärm schlugen. In nicht mehr al« zwei Stunden war ver größte Teil ber Stadt, die ja wie alle Orte in Norwegen aus Holzbauten besteht, eingeäschert, und die Be» völkerung konnte nicht« anderes machen als vor dem Feuer flüchten. Wohl versuchte man ansang« zu retten u»d vieles wurde au« dem Feuer ge» schafft, allein die Flammen griffen so rasch um sich, daß man alles liegen lassen mußte, um nur das nackte Leben zu reiten. Nach den Berichten des Magistrates von Aalesund kampieren etwa 10.000 bis 11.000 Menschen halbnackt aus den Feldern vor der Stadt. Die Kinder sind größtenteils vor-läufig in der Borgund-Kirche ei« quartiert, während ein Teil der Erwachsenen zunächst bei den Land-lernen Unterkunft gesunden hat. Einen vollen Ueber» blick über die Lage hat »an stch bisher nicht bilden können. Wie der Magistrat mitteilt, waren Schreck und Verwirrung so groß, daß an eine Retlung überhaupt nicht zu denken war. Die Kirche, in deren unmiiielda»eu Nähe da« Feuer entstand, war eine« der ersten Gebäude, welche« in Flammen ausging. Auch die Brücke, welche beide auf Inseln gelegenen Stadtteile verbindet, ist verbra ni Ein Kohlenlager steh« im Hafen. Von Christtanfund ist ein großer Dampfer au«gelaufm. Da auch die See sehr erregt ist, müssen Proviant und Verbandstoffe über Land irauSporiiert werden. Aus dem deutschen Generalkonsulat in Christian»« ist noch am 23. d. M. abend« vom deuischen Kaiser eine Drabtung eingelaufen, welche solgendermaßen lautet: .Ich bin tief erschüttert durch die Nachricht von dem Unglück, da« Aalesund betroffen hat. Hilfe ist organisiert. Generaldirektor Ballin wird morgen einen Tampfer oon Hamburg adaeben (offen mit Krankenpflegerinnen, Proviant. Kleidern, Verband-stoffen u. f. w. Ich bitte Ste, mich davon zu unter-richten, wa« man am meisten b nötigt." — Die K-euzer „Prinz Heinrich" und .Niode" sind am 24. d. M. morgen« mit Hilf«mitteln nach Aale-fund abgegangen. Z»er Hrbschaftsprozeß der Hräsin Stephanie Lonpay. Gräfin Stephanie Lony i) entschloß sich end.ich al« Protest gegen die jetzt G setz gewordene Schenkung sämilicder unbeweglicher Güter an die Nation seilen« de« König« gegen diesen in dem be« vorstehenden Prozesse in Sachen der Erbschaft der Königin ebensall« vorzugehen. Wird die Güter» genieinichasl der königlichen Eltern nachgewiesen, so dürste sich der Anieil der Gräfin Lonyay aus rund 15 Millionen belaufe». Ihr Anwalt >„ dem am 9. Februar beginnenden Prozesse ist der Brüsseler radikale Abgeordnete Paul Janion. T)„„ „i O ». 60 Ifrroj. M t lt.« ». Oft. i» «»«» .bi aut-öeiae a«»*«. ?»»»»»»»>»«» »er,»»« u« $«• »«ich« umgcht»». Helden-Fabrik llenneberg, Zürich. Nummer 9 Vermischtes. HestSndnisse. Könnten die Armen den Reichen, die Niederen den Hohen so recht in« Herz hinein sehen, e« würde mancher zu seine« Erstaunen ge« wahr werden, daß der Abstand de« Glücke« und de« Unglücke« unter den Menschen nicht so bedeutend ist. al« man denken sollte. Du Armer, der du der Welt Güter nicht hast, es ist doch ein Trost für dich, daß der reiche und weife Salomo, im Hinblick auf Diese Herrlichkeiten olle, aulrufen mußte: »Es ist alles eitel!" Und nicht viel anders äußern sich zwei der größten Dichter. Lord By «n, der Liebling der Brite», machte gegen da« Ende feine« Lebens einem Amerikaner folgende« Geständni«: .Ich ver-suchte einst, die von mir erlebten Tage zu zählen, die nach der gewöhnlichen Sprache glücklich genannt werden mögen; ich konnte nie mehr als elf heraus-bringen, und doch glaube ich. mich eines jeden ganz deutlich zu erinnern. Ich frage mich oft, ob ich von jetzt bis zu meinem Tode imstande sein werde, das Dutzend voll zu machen." — Byron war ein innerlich zerrissener Mensch, und seme geistreichen Dichtungen tragen auch das Gepräge des inneren Unfrieden«. Aber Goethe, dessen Rede oft dader fließt wie ein klarer Bach, welchem man bis auf den Grund sieht, und in welchem Himmel und Erde sich spiegeln; Goethe, der die kal'e Kunst in so hohem Grade besaß, alles von sich abzu-wenden, wa« sein körperliche« und geistige« Be-Hagen störte; Goethe wird doch eine große Summe solcher glücklicher Tage auszuweisen haben? Er gibt un« selber Antwort aus diese Frage; er hat in vertraulicher Stunde zu seinem treuen Eckermann also geredet: .Man hat mich immer al« einen vom Glück besonder« Begünstigten gepriesen; auch will ich mich nicht beklagen und den Gang meines Leben« nicht schelten. Allein im Grunde ist c« nichts als Mühe und Arbeit gewesen, und ich kann wohl sagen, daß ich in meinen 7;> Jahren keine vier Wochen eigentliche» Behagen gehabt. Es war das ewige Wälzen eines Steines, der immer von neue« g-hoben 'ein wollte." — So haben wir Mühe und Arbeit alle gemein und müssen, wenn wir auss Irdische blicken, alle sagen: .Es ist alle« eitel!" per Ketautograp^. I« Niederösterreichijchen Gewerbevereine hielt Herr Gustav Grzanna aus Dresden einen Vortrag über den rieuerfundenea .Telauiograph", der zur Uebertragung von Hand-fchrifien und Zeichnungen durch die Telephon-leimng dient. ©us aus der einen Station mit einem Bleistift auf ein Stück Papier geschrieben oder gezeichnet wird, erscheint auf der anderen Station Zug um Zug wieder. Das Prinzip, aus welchem die Konstruktion des Apparates beruht, besteht in der Zusammenwirkung der Elektiizität und der Phoiograpdie. Am .gebenden" Apparat wird mit einem Siifle geschrieben oder gezeichnet; der „Ampsangsapparat" liefert nach 55 Sekunde» die phoiographische Reproduktion de« Geschriebenen oder Gezeichnet n auf einem aus dem Apparat Herausgeschobenen Blatte. Dieselben Leitungen können gleichz.itig zum Sprechen und zum Schreibe« benützt werden. Der Telauiograph ist von der deuischen ReichSpostverwaltung zwischen Berlin-Potsdam (30 Kilometer). Dresden-Meißen (27 Kilometer), Berlin-Druden (200 Kilometer) ur»d im Ortsoerkehre Dresden erprobt worden. Der automatisch arbeitende Apparat in der Empfang«-fhtion funktioniert, da« helfet liefert daS Telegramm auch dann, wenn der angerufene lelephonabounent abwesend ist. Z)ie Kaartracht chinesischer Kinder. Sobald ein chinesischer Knabe daS Licht der Welt erblickt, wird er geschoren, so daß kein Härchen aus seine« zarten Schädel übrigbleibt. Später muß das Bad? zu diesem Zw«cke, wie bei uns der bärtige Man», regelmäßig zum Barbier, doch pflegt es wenig Vergnügen an dieser Prozedur zu finden und bei der Berührung des scharfen Scheermesser» jämmer« li l zu schreien. Wenn der Haarwuchs dichter ge» worden, wird der Kops nicht mehr gänzlich ge-schoren, sondern hier und da — dem jeweilige» Schönheitssinne der Eltern entsprechend — wird eine Stelle unberührt gelassen. Diese Oasen in der Wüste, die ungefähr die Größe eines Talerstücke« haben, pflegen zumeist in der Tre>zahl vertrete» zu sein, und zwar über der Mitte der Stiin und über jedem Ohr. Ist das Haar an diesen Stell«« gei'üg nd herangewachsen, so wird e« zusammengedreht und mit einer blanken Schnur fest zusammen« gebunden. Ja Dieser Versassung macht da« Km» aus Frem»e einen überaus komische» Eindruck, da jede« Büschel wie ein Horn aus seine« Haupte emporsteht. Noch spaßhafter aber wirkt sein Aa« Stummer 9 ~9tntr&e MJmsbt* Geile 5 blies, wenn er seine grün und rotgemusterte mit entsprechenden Löchern versehene Mütze auf hat, durch welche die „Hörner" hervortreten. Ja späteren Jadren erst trägt er einen Zopf. Aleiae ^eide» Ein WalfiichfSngerfchiff wurde von Menschenfressern angegriffen: da die Mann« schast abwesend war, so hatten sie sich de» Schiffe« bemächtigt» können und den Mann gebunden, in dessen Obbui e« gelassen war. Die Mannschaft ertannie bn ihrer Zurückkunft die schlimme Lage, in welcher sich ihr Kamerad und da« Schiff befand. Da griffen fie zu einem sonderbaren Mittel. Sie bestreute» da» ganze Berdeck de« Schiffe« mit kleinen «Stiften; diese drangen den darfübiaen Wilden in die Fiifje, und sie stürzten sich mti Wut-sieheul in« Meer. Si: waren aerüstei, Männern mit Lanzen und Speeren zu begegnen, aber gegen die spitzen Nägel auf dem Fußboden vermochten ste nichi«. — Wir stählen un« gegen große Un-«lück»fälle; aber die klein?» spitzigen Verdrießlich-keilen, die wir täglich -nilang unserem L-ben«psade finden, bereiten un« Schmerzen und sind oft sehr schwer zu ertragen. E« scheint in der Tat leichter zu sein, fich u», den ernsten Lebensfragen abzu« finden, die uns in dieser Welt begegnen, al» er« folgreich die kleinen Widerwärtigkeiten zu bekämpfen, di« tödlich unsere Schritte umgeben. Neber deu Wert des Aunoaziereus. Jedem Industriell n und «ausmann der Neuzeit sollte e« bekannt sein. daß man dinch iorttausendeS Annon» zieren nichi nur bei seiner bisherigen Kundschaft in stner Erinnerung bleibt, sondern auch große Un-kosten, welche sonst mit dem Reisen verknüpft sind, erspart und neue Adnedmer erwirbt. Die großen uno modernen Geschäfte, welche da« Inserieren rationell betrieben, pewinnen immer mehr an Au«-behxung. wahrend andere, welche sich diese« mo-deinen Verkehrsmittel» nicht bedienen, veralien uno zurückbleiben, denn .Stillstand in Rückgan»*. Da« erwäge besonder« in der heutigen Zeit jeder Ge-fchüst«mann, sei er Kaufmann oder Handwerker, fe> er groß oder klein. chrude des Aerguügtseius. Ein Büchlein au« dem Jahre 1644 jagt: „Willst du einen Tag ver» gnüg» sein, so lasse dich barbieren; willst du iS für eine Woche sein, geb' zum Hochzeit«fchmauß; willst du e« für einen Monat sein, kaufe dir ein fchöne« Reitpferd; willst du e« sür ein halbe» Jahr fein, baue dir ein schöne« Hau«; für ein ganze« Jahr, so nimm dir ein junge«, schöne« Weib; für zwei Jahre, so beerbe einen reichen Onkel; wenn ober b»,n ganze« Leben lang, so fei — mä&u!* Aotgru einer Rede. Sir Robert Peel, der bekannte englische Redner und Staatsmann, war in ferner Jugend und beim Beginne seiner öffent-lichen Laufbahn in sehr mißlicUn Verhältnissen. Nur die Unterstützung einiger einflußreichen Freunde, welche daS große Talent de« strebsamen, jungen Manne» zu würdigen wußten, vermochie ihn über Wasser zu halten. Einst hielt er bei Gelegenheit der beantragten A schaffnng der Sklaverei in den englischen Kolonien eine wundervolle Rede, welche da« ganz» Hau« hinriß. Auf der Galerie saß der reiche Lord Welham, der. von der Kraft und der Innigkeit der Rede Peel« begeistert, seinen Nachbar, einen C»y - Kausmann. fragt : .Nun. wa« sagen Sie zu dem bleichen, ernsten Gesichi da unten?" — Der Angeredete erwidert«: „Da« wäre ja alle« rech« schön und gut, wenn mir Sir Robert nur die fünfhundert P und zahlen möchte, d'e er mir schon feit vr,i Jahren schuldig ist." — .So', sagie der Lord, »und sonst habtn Si« an ihm gar nichi« zu tadeln?- — .Im Gegenteil, ich bin im übrigen «in aukrtchtiuer Verehrer von ihm!- — „Nun also', meinte Lord Welham, z-eht sein Portefeuille au« det Tasche, langt eine Fünfhundertpsund>Notr au« demselben, gibt sie dem anderen uno sagt: .Hier sind Ihre sünsdunder« Pfund; ich bitte Sie ab-r, nunmehr di sem Manne da unten Ihre volle Achtung nichi zu veriaaen!« Napoleons deutsche Zusprach,. Der große Korse ließ am 19 Oktober 1813 in Düben tat» sächlich vo>m G.oßstallmeifter Eoulaincourt vom Pferde dermb an oi« sächsischen Truppen ein« deuische Ansprache verlesen, die, wie ein Veteran Namen« Franz Orttrer mitteilt, folgendermaßen gelautet haden soll:: .Brave Säkserl Ihr 'abt gewesen viel Unglück ini die l tz en Affair«, irotz dlployement Eurer Eomiag«; j»tz> ftind g'krmmen sa der Kaiser fit zu i'tzen aus Eure Kopf ä votre tete und ®uk anzuführen zur Reparatur der Ehre (reparation d'honneur). Diejenigen von Euk, wo« voll Verdriuß wollen Überlauf zum steind, oder sik üvergeden, werden bring.n viel Malheur sür Euer Eakserland und ganzen Pöbel (peuple). Wer nix davon feint überzogen, der sagen e« freilich (fran-chement) herau«, da gilt besser (veaut mieox), daß er gehen nack sick (oke? soi). Wer aber tapfer sick will 'auen für Eure König, der laufen (cours) mit dem Kaiser die Straße für den Sieg." — Die braven Sachsen verbissen fich mit Macht da« Lachen über diese merkwürdige Ansprache und blieben stumm. Sie „'anten* sich aber tapfer für die Ehr« b«i Taucha und al« sie den Kaiser statt .zum Siege" die Straße nach Leipzig kaufen sahen und sich „übezogen", daß da« »Anführen- zu Ende sei, da kamen sie bei PaunSdoif .zu sich' und z» den Preußen. Hiue alt, Aabel »it »euer Moral für jung, uud alte HeschSftsteut,. Eine Krähe, die am Abend vorhrr «n nicht ganz einwandfreiem Zu-stände nach Haufe gekommen war, erwachte mii starken Kopffchmerz-n und Durst. Auch anderen kann ja so etwa« passieren. Sie suchte in der ganzen Umgegend und fand endlich e>ne Flasche, die halb mii Wasser gefüllt war. Au« anatomischen Gründen war e« der Krähe unmöglich, durch den engen Hai« mit dem Schnabel da« Wasser zu erreicht». Noch weniger war ,« ihr möglich, die Flasche zu heben oder umzuwerfen. Aber fie war eine «eise Krähe und haue Au«dauer. Sie nahm kleine Kieselsteine und warf sie in die Flasche, bi« da» Wasser bi» zum obersten Ranbe gestiegen war, Nun wurde e» ihr leicht, ihren Durst zu löschen. Moral: Hätte die Krähe, nachdem sie den ersten' Siein in die Flasche geworfen halte, damit aufgehört, bloß weil sie noch kein Resultat sah. so würde sie heute noch durstig und mii Kopfschmerze» herumlaufen. Darum, o Inserent, verliere nicht den Mut, wenn die eisten paar Inserate nicht gleich einen .großen Erfolg" bringen. Inseriere mit Verstand und Ueberlegung weiter und der Erfolg wird sich bestimmt einstellen. K«he Anspeüliou. Serenissimu», der anläßlich einer Jagd die in ver Nähe eine« Jagdschlösse« g'legene Dorsichule besuchte, drückte dem Leiter der Schule seine allerhöchste Befriedigung über die Leistungen der Schüler ou« und schloß seine Lobe«-hy«i'e folgendermaßen: ..... also — äh, danke f Hr. Herr Lehrer; äh. ja. Herr Lehrer! ... Ab'r eine« freut mich ... äh .. . ganz beionder«: daß die Kinder . . . äh ... da« Einmalein« ... äb . .. ganz genau so gelernt haben ... ah ... wie ich e« ... einst habe lernen müssen! Aber haargenau! ... äh . .. ja — ganz merkwürdig — haargenau! ... Aeh, ja!" „Scherer." Aokgende Erfindung,« haben den Entdeckern große Summen eingetragen: Eine mit Tintenhalier versebene Feder brachte dem Erfinder 49.000 Psund Sterling im Zahre ein; ein Gumixtknöpschen am oberen Ende ein»« Bleistifte« mehr al« 20.000 Pfund Sterling ; ein amerikanischer Brunnenbohrer 400 000 Pfund Sterling im Jahre; der Eifinder der R^ll-schuhe zum Ei«laus hat bereit« mehr al« 200.000 Psund Sterling erworben; d?r amerikanische Er» finder kupferner Schuhfpitzen für Kinder hinterließ ein Vermögen von 400 000 Pfund Sterling; der-jenige eine« Nadeleiniädler« erwirbt in England 2000 Psund Sterling jährlich — aber der Eifinder der Schiff«fchraube z. B. starb al« — Bettler. P« „Keiltruuk" — hoffähig. Der Trinkspruch, den die Königin Wilhelmine von Holland zu Ehren ihrer Mntter au«brachie. schloß mit sol-gende» Worten: «Ich schlage Ihnen all-n vor, mit mir einzustimmen in den Heilirunk auf da« ^lück und da« Wohleroeden der Bonn in. iliutitr!" Ist da» Wort der nteiei deutschen Kön-gi» nicht viel sinniger, al» der lederne englische „To—oft" oder .Thost", der nichts heißt al<: „Geröstete Brotschnitte". ^ s l'fbcrall tu haben. unentbehrliche Zahn Creme, erhält ilio Zähne rein, weiss und jresnnd. 9060-1 S Gedenket6,4 unseres «chutzvereines „Südmark" bei Spiele» itlld Wellen. bei Festlichkeiten u. Xcfimncntcn sowie bei unverhofften Gewinnsleu! 9rxiftBisb. 4 {st der fcm Dollar ,u Hause ?" ewiß, dort ist er sa 1" iTx. 8363 01« zur Bereitung eines krSftlgen und gesunden Haustrunks nöthigen Substanzen ohne Zuckerernpfiehlt vollständig ausreichend zn 150 Littr Apotheker Hartmann Steckborn,Schweiz u.Konstanz,Baden. Vor schlechten Nachahmungen wird ansdrQcklich gewarnt. 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Die einst blühenden deuischen Kolonien der Freisinn« Bischöfe in Obertrain und in der Mark fUnlerkrain). die deutschen Siedlungen und di» zahlreichen Edelsitze, Burgen und Schlösser de« Lande«, sie sind langst untergegangen, sie gehören der Geschichte an. Noch bi« in die jüngste Zeit hinein aber war deutsche« Wesen und deuijchsreundliche Gesinnung in der Mehrzahl der Städte Krams vorherrschend. Ta kamen die Wirre» eiiut national tieserreg» ten Zeit; eine ivsenbe Sturzwelle ergoß sich über da« ganze Land, alle«, wa« deutschen Charakter trug, unier ivrer Flut begrabend. In dieser Zeit schwerer nationaler Bedrängn!« war e« insbesondere da« Gebiet von Gotische», an dem sich der g»an»ristb» Ansturm brach. Schon gegen sechshundert Jahre siedelt dort im krainischen Unter lande aus uii'ruchibarer, kai stiger Scholle, fernab vom alten Mutterland«, ring« um-wogt von Massen fremdsprachiger Nachbarn, ein Zweig de« deuischen Volke«. E« sind die« die Gottschier, di» Nachkommen jener teutschen Kolonisten, welche in der ersten Hälft» de« vierzednten Jahrhundert« au« Körnten und Tirol, au« Bayern unv dem Schwadenlande sowie au« fränkisch-tdüringischen Gebieten in die damal« unwirtlichste Gegend von Krain gezogen kamen und dort im Laus« der Zeit 172 d»utsch« Orischasten m>t nah zu 25.000 Seelen gegründet haben. Ein gütige« Geschick hat e« so g»täg«, daß die Gottscheer ihr deutsche« Volkstum nicht, wie zahl-reiche andere kleinere Sprachinseln in Krain, ein-gebüßt, sondern ihre deutsche Eigenart, ihre Sprache und Sine rein uno unversehrt bewahrt haben bi« auf den heutigen Tag. Wenn nun aber auch kise» deutsche Eiland im nationalen Kampfe bi«her standgehalten hat wie ein fester Turm, so schwebt e« doch nS infolge der hiedurcti hervorgeruseven, von Jahr zu Jahr zu-nehmenden Auswanderung rnch Amerika — ges,en-wäitig b,finden sich gegen 5000 Gottscheer in den Vereinigt, n Staaten — ton I >vr zu Jahr trostlos'?. Deuische. vergesset nichi eurer Stamm s« genossen, vergesset nichi eurer bedrohten Brüder in Krain! Lass-t die südlichste deutsch« St^dt, da« südlichst« deutsch« Eiland in Oesterreich nicht ver-fallen, lasset da« Deu'schium in Krain nicht zu-gründe geben! Helfet, stützet, schützet! Kail Fürst zu AuerSperg. H'rzog v n Gotischee, k. u. k. Geheimer Rat, Vizepräsident deS öiterreich'-schen Herrenhauses in Goldegg; Ne>chSgrai I sf Anion Bardo zu SÖJjuifttin, Großgrundbesitzer in Kroifenbach; Dr. Franz Bayer. Bürgermeister in Reichenberg; Ludwig Freiherr von Ber«), Präsident deS Krainisch - tüftenländischen Forstverem«», in Graz; Dr Arnold Luschin Ritler oon Ebeno«r«ulh, k. k. UniveisitälSprosessor in Graz: Dr. Ludwig MitieiS, UniversitälSprofefsor in Leipzig; Dr. Ed» mund Mojsifüoic« Edl>r oon Mojevar, k. k. Hos-rat, Präsident der Trisailer Aohl«nwk>t»ges«Uschaft, in Wien; Dr. Johann Müller, k. k. Hosrai. Uni» verstlätSprosessor in Innsbruck; Dr. WilibUd Nagl, k. k. Lanvwedr-Riilmeist r, Unioersitä>sdozent in Wien; Joses Plesche, Rentner in Prag; Karl P öll. Schiiiisteller in Beilin; Karl R-ab von Radenau, Prosrssor und Ehesr.dakieur in Graz; Dr. Emanuel Reis, Vizepräsident der Trisailer KohlenwerkSgesell» schalt, in Wien; Dr. Eduard Richter, k. k. Unioer-sitätSprosessor IN Graz; Simon Rieger, Werks-dicckior in Neumarkil; Dr. Paul Samassa, Schrift« steller in Betlin; Dr. August Sauer, k. k. Univer» siiät^piofesfor in Prag; Dr. Adolf Schiffer. Land»«-ausichuß in Laibach; Fiiaolin S indler. f. k Lan-de«gerichi«rai i. R. in Wien; Dr. Anton Storpol Ritter von Sonnwalden, AmtSdirektor der Kraini» schen Sparkasse in Laibach; Dr. Moritz Ritter von Schreiner. HerrenhauSmiiglied, in Graz; Dr. Oitokar Berzö. G-mnnderat in Giaz; Dr. Karl Beurle. Hos- und GerichtSadvokat in Linz; Dr. Joses Juliu» Binder, k. k. Pioskssor in Laidach; Dr. Emil Bock. Primararzt in Laibach; Gottsrieo Bruner, k. k. Ober-landesgerickttrais i. R. in Goitschee; Rudolf Falb Prioaigeledrier in Berlin; Dr. Robert von Fletsch-Hacker, Obmann de« Vereine« .Südinirk". in Graz; Dr. Franz Graf. Büraermeister der LandeShaupi-stad, Graz; Adolf Ritier von Gunenderg. f. k. Hofrat. Professor an der k. k. Hol^schul» sür Boden-kultur in Wien; Dr. Paul Hoffmann oon Wellen« Hof, k. k. Professor in Gtuz; Dr. Julius Jung, k. k. Unioersi^ätSprofessor in Prag; ^enrdiki knapp, k. k. Gymnasialvirektor i. R. in Innsbruck; Dr. Juliu« Kraiter, k. k. Universiiä'Sprof«fsor in Graz; Franz Anton Langer. Ritter von P>,dgoro, Groß-Nrundbefitzer in Pr«is«pg: W ld'lm Lindart. k. k. Landesschulinspekior tn Graz; AloiS Loy, Büraer-meister in Gi-ttschee; Karl Luckmann, Z niroldirekior der Krainischen Jndustiiegefellicd.fi in Laibach; Joses Luckmann, Präsident der Krainischen Spar« falle in Laibach; Josef Freiherr von Schwegel, k. u. k. Seki>on«chif >. R. in Grim chitzbof; Dr. Joses Seemüller, k. k. Univ«rsität«professor in JnnS-druck; Karl Graf Siürah, Gtdeimer Rat und Groß-grundbesitzer in Halbenrain; Dr. Josef Wackernell, k. u. k. Universitätspros, flor in Innsbruck; Dr. Heinrich Wostian, Schriftleiter in Graz; Dr. Moritz Wtiilof, Präsident des Deutschen Schulveretne-, in Wi-n; Dr. Robert Wnhalm, Cdefredak.eur in Graz; Dr. Eduard Wolsd'rdt, Hof- und Gerichl^adookat in Wien; Peier Wolsegger, k. k. Gymnasialdirekor in Goit»chee. Sriefkasten der Schriftleilung. Kraknigß. Ich hoffe, e» w rd alle» nach Eurem Wunsche gehen. Da» »Grazer Tagdlati^ ist für dich Freidlati. Heil! „LoS von Nom" Bewegung! „protestantische Arngititter" können von Interessenten k o st e n f r e i bezogen werden durch Karl Arann's Aerta,, Leipzig. Hin gnles Kansmittet. Unter den Hau«-Mitteln, die al« schmerjstillende und abteilende Ein-reibung bei Erkältungen u. s. w. angewendet zu werden pflegen, nimmt daS in dem Laboratorium der Richter-schen Apoiheke zu Prag erzeugte Linirnent. 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Die Sparkasse vermietet eiserne Schrankfächer (Safes) unter Verschluss des Mieters und unter Mitsperre der Sparkasse zur sicheren Aufbewahrung von Wert-Effecten; fibernimmt aber auch offene Depots. 5. Zahlungen an die Cillier Gemeinde»Sparkasse können auch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparkasse auf Konto Nr. 807.870 geleistet werden. Erlagscheine werden Aber Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Konto der österr.-ung. Bank. 7. Der Kredit- und Vorschuss-Verein der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli erteilt Wechsel-Darlehen gegen 57,7, Verzinsung. 8. Für den Parteien-Ver kehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags bis auf Widerruf festgesetzt. 6594 Die Direktion. sofort B-freiung Garantieschein. Prospekt Küster & Co , Frankfurt a. M. 2ul. 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