«NZBUmit wwtetegi M tpl __Vamstag-SoBBtag II tpf !Dlatbiiigtr'8ntuag Amtlichst Organ d 0 s ▲^^ß^Steirlschen Heimatbundes VtrUi wad Schriftleitint: lÜUrbarr a.d. Dnw, Badctue Nr. 4t. Fernntf: 25-67, Erscheint wöchentlich sechsmtl als MorKtnzeitung (mit Ausnahnie der Sonn- und SMS. 25-69. Ab 18J0 Uhr ttt dl0 Schriftleitont lor raf Pemmf Nr. 28-67 Pelertaire). Bezosspreis (hn vortas zahlbar) monatlich RM 2.10 einschl. Posti^c-•rrtldibar. — Uoverlaoctt Zuchiifteii werdet tlcht rückcesandt Bei Lieferans im Streifband nzOgl. Porto; bei Abholen in der Geschäftsstelle 4iifrac*a tot das Rflckporto belsulefen. — Pottscheckkoato Wien Nr. 61608 RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 3.10 ztizü&:l. 36 Rpf. Zustell^ehühr 3tr. 57 9Rar&uro-2>rau, Sreitao, 26.9e6ruor 1943 83. ^aOrgans Erfolglose Massenangriffe der Sowjets OardakavaHarMcorpt Mntar dar Mtm-SteNimg aofgarleben — Zwischen Donez und DaJapr towJ«t*Paiiiarannaa zartchlagen -r- Belichewlsten vorloran 104 Panzer FOhmiieiaiitqiiartler, S8L *r Wttammdbi fIM aar Oatfront erfolfrelea loetaofcrel< ita 4eg FWiia Ml dnteea BtaUai od BttrdlifilMa Froatabsohnit-vtolflicik hlatBwüMmrtar fefMhrla Verteldlc«mc»> BOna-AtttUanff mikdtmimk AagfMHk Dm hteter der Fro«t rjelMw 1. OMTd^uvaUerto-mtt aer Bla«e aofferftobeB oad OeeermI, Oemr«! Btnv r, mit Teilen aelnea Stab« getangm-Hilmpia mit rtnwilnfin Rest-dIeMa Karpa ated bogIi Im Gaoge. _ daa Bearaa und der Waffen-i/ alck twlacbon Donea and Dnjepr In «rfolgrcldMii Angriff, mäe *>-wjaltacha FanBomimee wurde In fcaitiai amdriagcau Blae der ftogwetateo fttedlobeii Kampigfuypcu fand dabei Ilm HOIcia Vemioktanf. Stute VetMhida der Litftwalf« filfien anoh geaferu Maredüco-lannea, Fabmus«, Analnuongea und Naoh-fflli iitiwwgM miiin gr«n deoT SowJct» erfolgreich mu Im **- waaCUek CSiarkaw mtd Knrak bndnn cmeiil«^ mtt PtaaMranteratUtzung geführte Angriffe des Felndea amammeo. Ma arMttertan AlMvehrkimpfe aüdUch mA nVidllch Orel gingen mit antwrmlnder-tqr IMHgbelt welter. Bei den ohne Jeden Krfolg geführten Maaaenangriffen erlitten die Bowjela wtederom aeiivr^nte Wntiga Ver-tatfta imd mitfien nhlielobe Panzer. Auch OatUeh GMbatak griff der Feind in miiiiifiiiiiiiiinnniiniHiniiHniniiiiiinmnfiiiiiriniiiiniiiiininiiiii Beispiele für mu alle Muburg, 25. Pebniai Oer Qaiiileiter beaichtigta kürzlich zur Zeit der Nachtschicht edngeh^d zwei oberstel-riache Rüstungawerke. In dem Bericht darüber hiefi es, ea sed bewundernswert, wie in dieaeo beiden Waffenschmiedeo Frauen als Kranlührerinnen und am SchweiBapparat vollwertig M&nner ensetzea . . . Dieaer Tage erhielt der Gauleiter aus afamm Grazei Aiter&heim von einer 67jäh-rlgen Frau einen Brief. Die Schreiberin beklagt es, da£ sie nicht mehr in einem Rüstungswerk arbeiten könne, weil sie zu alt, krank und zum Bettllegen verurteilt seit aber aie vermöge noch gut zu nähtps und zu stricken. Und gleich ihr dächten gewlB auch andere, die in ähnlicher Lage sei^. Warum, j so fragt die Frau in ihrem Brief, sollen deim alle diese Hände feiern, wo doch heute alles lugredfen muB . . .? jb VUlach kam ein Achtzigjähriger in eine Dienatatelle. Er sprach sein Bedauern aus, dafl ar nicht mehr kriegswichtige Arbedt zu leisten imstande sei, up'1 erlegte 1000 RM. und außerdem einen größeren Betrag für die Hltlerjagend. Streng verbat er sich sich, daß sein Name genannt werde . . . Das „Redch" veröffentlicht folgende Zuschrift; „Wir wohnen hier in einer Gartenstadt vor den Toren Kassels, tirei Frauen — 50, 51, 55 Jahre. Von Anfang des Kriege« an beischloftsen wir zu helfen, ^weit es in im-seren Kräften stand. Jede Von uns bekam eine elirenamtliche Tätigkeit; NSV-Block-walterin, Zellenl^erin bei der Frauenschaft, Luftschutzsachbe^^edterin. Dann meldeten wir uns in einer großen Gärtnerei als Hel-ferinnra i wir wurden freudig aufgenommen, zumtal wir einige Sachkenntnis mitbrachten. Jeden Morgen, d. h. fünfmal in der Woche, j von 8 Vi bis 12Vs Uhr geht es zur Arbeit, bei schlechtem Wetter in den Gewächshäusern, j bei gutem Wetter Im Preten. Im vorigen Jahr j zogen wir ungefähr allein je 12 500 Sellerie- j und Tomatenpflanzen mit heran. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden. An* zwei Nachmittagen in der Woche werden beim Bäcker und Kaufmann die Lebensmittelmarken sortiert und geklebt, jedesmal 3—4 Stumlen. Sonst machen wir noch Nachbarschaftshilfe und führen Sammlungen durch, nebenbei kümmern wir uns um unseren eigenen Haushalt und Garten. Wir haben hier noch mehrere solcher Frauen, die uner-mÜrflirh tätig sind, aber leider qab es bisher noch sehr viel jüngere, welche durch nichts zu bewegen waren, «nrh nur ein wenlq zu helfen . . melirthdiaB WeDm hlnterebiaadar an, ohne Brfolge ansMen ku kOnnen. Sturzkampfgeschwader und Kam{>ffUeg^ kraft« griffea In die Abwehrschlacht Im mittleren Abschnitt der Ostfront ein. Jagd-verbfi&de fingen sowjetische Fliegenrerbände ab und errangen In dleaem Abschnitt ohne eigene Veriuete 4T Loftsiege. SÜdOetHch dee Ümen-Seea aetste der Fetnd aetaie starken Angriffe fort. Br wurde In harten K&mpfen/unter hohen Menschen- und Panaerverhisten BurOokgeachlagen. Im Abschnitt cwiachen Wolebow und Ladoga-See flowle vor Leningrad war die .Kampftätlg-kelt gestern geringer. M^rere Srtliähe An-grlffa der Sow^ achelterten. Am geatrigeu Ihge verier der Feind In den KBa|»fan aai der Ostfront insgeeamt 144 PmuMricam^wagen. Fbmlsdie Jagdflugzeuge braditen hn hohen Norden sieben Flugzeuge der Sowjets zum Absturz. An der Nordafrllim-Front nur Kftmp^ von örtlicher Bedeutung. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge fügten motorisierten Ab-tellui^en des Feindea durch ülDen^schunga-angrlffe erhebliche Verluste bu und griffen Elsenbahnzlele im rUekwärtigen feindlichen Gebiet mit gutejn Erfolg an. Sechs feindliche Flugsseuge wurden in Luftkämpfen al>-geschoesen. BJin eigenes Kampfflugzeug kehrte lüclit zurück. In der vergangenen Nacht warfen britische Flugzeuge planlos Spreng- und Brandbomben auf einige Orte in Nordwest, und Westdeutschland, u. a. auf Wilhelmshaven. Dia Bevölkerung hatte- Veiiuste. Blnzelne Störflugveuge« Uberflogen süddeutsches Gebiet 61 Flagzenge abgeschossen Berlin, 20. Februar Die Versudie der Sowjets, Ihre Angriffe durch den Einsatz starker Luftstreitlu-äfte zu unterstützen, wurden auch am 24. von der deutschen Luftwaffe energisch unter« bunden. Nachdem der Feind am 23. Februar nicht weniger als 90 Flug^uge bei seinen erfolgloften Untenrehmtmgen verlor, schoseen unsere Jäger am 24. Februar wiederum 58 Sowjetflugzeuge ab. davon allein 47 über dem mittleren Abschnitt der Ostfront. Unter ihnen befanden sich 33 gepanzerte Schlachtflugzeuge und mehrere zweimotorige Bomber. Mit drei weiteren von der Flakartillerie vernichteten Maschinen verloren die Bolsche-wlsten am 24. Februar Inirgesamt 61 Flugzeuge. Eine Im Gebiet des Ilmen-Sees kämpfende Jagdgruppe erzielte durch Ihre hohen Ab-Bchußerfolge der letzten Tage Ihren 1500. Abschuß an der Ostfront, Veraicbtnig 7. Gardeitavalleriehoiiis Deutsche Angriffsimtcmehmungen zwischen Donez und Dnjepr gewinnen an Boden - Schwere Abwehrkämpfe im Raum von Orel Berlbi, 25. Februar J>as im Donezgebiet vernichtete 7. Garde-kavalleriekorps fiel der i^erlogenen bolsche-wistlsehen Agitation zum Opfer. Nachdem es durch Konzentrierung seiner Kräfte auf schmalem Raum und getarnt von heftigem Schneegestöber am 12. Februar an einer unübersichtlichen SteUe den zugefrorenen mittleren Dwiea von Nordosten her überschritten hatte, versuchten die von einigen Panzern, Geschützen 'ind motorisierten Einheiten begleiteten Kavallerieregimenter In den Rücken der deutschen Stellungen am Mius zu gelangen. Von feindlichen Falschmeldungen über angebliche Erfolge anderer bol-schewifltiecher StoBarmeen im Mündimgs-geblet des Mius und am oberen Donez vorgetrieben, ließ sich der Kommandierende General des Gardekavalleriekorpa, Generalleutnant Borriflsow, trotz wachsenden Widerstandes zu weiteren Vorstößen in Richtung auf die Bahnlinie Stalino—Mariupol verleiten und lief damit In sein Verderben. Abgeschnitten und aufgerieben Die Im Quellgebiet des Mius stehenden Truppen öffneten in elastischer Kampfführung vor dem massierten Angriff des Feindes schleusenartig ein kleines Stück der Front, das sie nach Passieren der Hauptmasse des sowjetischen Korps im Gegenstoß wieder abschloaaerL Gleichzeitig fingen unsere Panz^erverbände am 18. Februar den Feind etwa 15 Kilometer hinter der Hauptkampflinie auf imd steUten Um zum Kampf. In erbitterten Gefechten verstärkten sie zunächst den AbschnÜrungsring und brachen dann in den Kessel ein. Die Sowjets fielen dadurch in einige, aber immer noch kampfstarke Teilverbände auseinander, die sich In größeren Ortschaften und Fabriken sowie zwischen den Abraumhalden des Donezro-viers zäh verteidigten- Immer wieder setzte sich der Feind zu neuem Widerstand fest, bis unsere Truppen »eine schweren Waffen vernichtet hatten und die Bolschewisten aus Mangel an Treibstoff und durch Abschlachten der Pferde unbeweglich geworden waren. Am 19. Februar standen schUeßUch die Reste des sowjetischen Korps auf engstem Raum zusammengedrängt vor ihrer Vernichtung. Von neuem schlugen unsere Panzermänner und Grenadiere zu und rieben in achttägigem Kampf die Masse der Bolschewisten auf, was die Moskauer Agitatoren aber nicht hinderte, noch am 23. Febniar vom fortschreitenden Angriff dieser Kampfgruppe In Richtung auf die Bahn Staiino Mariupol zu sprechen. Nur noch schwache Gruppen Versprengter verbergen sich in unzugänglichen Schluchten und schwer zu- gänglichen Schlupfwinkeln. Diesen abgesplitterten Trupps sind unsere Jagdkom-niandofl auf den Fersen. Zersprengte sowjetische Fanzerarmee Ganz ähnliche Entwicklimgen bahnen sich zwischen Donez imd Dnjepr an. Auch hier sind botechewistische Verbände durch irreführende Moskauer Meldungen und durch die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Angriffsoperationen In schwierige Lagen ge-konunen. Unsere vordringenden Truppen gewannen am 24. Februar weiter an Boden, zersprengten die Masse einer sowjetischen Panzerarmee und warfen den Feind zurück. Infanterie und Panzerverbände stießen dann den weichenden Bolschewisten nach und nahmen eine Reihe von Ortschaften, Sie erkämpften sich wichtige Flußübergknge und bildeten Brückenköpfe, aus denen Vorausabteilungen unter Abschuß zahlreicher Panzer weiter vordrangen. Bei den Gefecb,t . i, mit denen sich unsere Truppen die Basis f,ir Ihre erfolgreichen Agriffsuntemehmungen schufen, kam es um einen Eisenbahnknotenpunkt zu heftigen Kämpfen. Angedrängte feindliche Panzer versuchten sich in den Besitz dieses Ortes zu setzen, wurden aber von leichten Fiakabteilunqen der Luftwaffe, die sofort nach ihrer Ausladung ins Gefecht edngriffem, schwer geschlagen. Sie vernichteten dabei acht Sowjetpanzer und schössen die Masse der begleitenden feindlichen Infanterie zusammen. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge unterstützten die Angriffe unserer Truppen. Staffeln, die besonders zur Bekämpfung der feindlichen Artillerie eingesetzt waren, vernichteten dabei drei vollständige Batterien und elf einzelne Geschütze. Weitere durch Bombensplitter beschädigte schwere Waffen, darunter sieben Panzer und Panzerspähwagen, mußte der sich absetzende Feind im Gelände liegen lassen. Bei Tiefangriffen gegen Nachschubkolonnen wurden über hundert Fahrzeuge zertrümmert. Bei den schweren Abwehrkämpfen im Raum von Orel hatte der Feind ebenfalls schwere Verluste. Südlich der Stadt setzte er 2000 bis 3000 Mann in mehreren Wellen an, die jedoch blutiq abgeschlagen wurden. Bei den Angriffen nördlirh Orel unterstützten die Bolschewisten ihre Infanterie mit beträchtlicher Artillerie, zahireirhpn Panzern und starken SchlachtflieqorqeBchwadern. Beim Abwehrkampf verl jr der Foind 24 Panzer Die Luftwaffe entlastete unsere Heeros-vorl-)ände durch wirksamo Bombenanqriffo. 14 Geschütze, zahlreiche Panzer und an die 60 Fahrzeuge wurden verfiichfpt oder aiiRer Gefecht gesetzt. Opfermut und Treue Bed der Gründungsfeier der NSDAP, im FestsaaJ des Münchener Hofbräu hauses sprach Staatssekretär Hermarm Esser, bevor er die Proklamation des Führers verlas, über di® Geschehnisse und die Bedeutung des 24. Februar 1920. Staatssekretär Esser, einer der ersten Mitkämpfer des Führers, bezeichnete jene® Tag als den wirklichen Geburtstag der nationalsozialistischen Bewegung, al» den Ausgangspimkt alles dessen, was die Partei an Not mwl Kampf, an Entbehrung mid Niederlagen, an Erschütterndem und Gewaltigem, vor allem aber an Taten erlebt habe. Der 24. Februar sei darüber hinaus der Tag der nationalsozialistischen Kainpf-verbimdenheit und Treae bis rom Letzten. »In ^eeen Tagen", so fuhr Hennann Esser fort, ,4n denen unser Volk vor schworen Proben seiner Bewährung steht und trotz der Tapferkeit seiner Männer und des ©pfergeistes seiner Frauen harte Schläge eines wütenden Gegners ra parieren und iiiinmniiiiiiniiiiiiiiininiiiiiiiiiiinniiiiiiifiiiiiiiinnniiniiiKiiiiiiii Nur in der eigenen Kraft ruht das Schicksal jeder Nation. Helmuth von Moltke iiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiitfiiniiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiii auszuhalten hat, ist es mehr denn je not-wenc^, sich darüber klar zu werden, was der Glaube zu erringen vermag und was eine zum Letzten entschlossene verschworene Gemeinschaft durdxsetzen kann." Staatssekretär Esser erinnerte daran, daß in den inneren Kampfjahren der Bewegung der gleiche Feind, der heute dank unserer durch den Nationalsozialismus wiedergewonnenen Wehrmacht noch Tausende von Kilometern von unseren Grenzen entfernt bekämpft werden könne, mitten unter uns selbst stand. Nicht nur im Westen des Reiches tobte in jenem Jahr 1920 ein kommunistischer Aufstand, nicht nur in Sachsen und Mitteldeutschland loderten die Flammen der bolschewistischen Brandstiftung, auch in München hallten die Straßen von den Schüssen bolschewistischer Mordbanden. Der Redner erinnerte an all die schweren politischen, wirtschaftlichen und geistigen Krisen der damaligen Jahre tiefster Emird-rigung und kennzeichnete den Entschluß, den es damals für jeden bedeutete, gegen all den Wahnsinn Front zu machen. „Keiner von uns, die wir uns damals um Adolf Hitler hier in diesem Saal versammelt haben, wußte, wann wir uns durchsetzen werden und der Sieg der Bewegung unsere Treue belohnen wird.Jeder von uns aber hat immer an diesen Sieg geglaubt und in all den Jahren der PrLif^mg und der Leiden, die In diesen 23 Jahren an uns vorübergegangen sind, hat uns der Glaube an den Sieg nie verlassen." „So glauben wir — fuhr Staatssekretär Esser fort — die wir heute in diesem Saal wieder versammelt sind, auch ein Recht zu besitzen, in diesen Tagen ein Wort zu unseren Volksgenossen zu sprechen. Kein deutscher Volksgenosse möge vergessen, daß dieser Krieg ja nicht von uns gewollt ist, sondern daß dieser furchtbare Kampf notwendig war aus dem gleichen Anlaß wie der Entschluß des damals unbekannten Adolf Hitler zur Proklamation eines Befreiungsprogramms im Jahre 1920; Kampf geqen den Angriff des jüdischen Weltbolschewismus und Welncapitalismus, die den deutschen schaffenden Menschen nicht dulden wollen als Herrn auf seinem Boden, auf seinem Platz an der Sonne, den er verdient, sondern nur als Sklave und Ausbeutimgsobjekt. Nur ein Deutschland von 1918, ein neues Deutschland von 1921 der Inflation, der Verarmung und des Raubes, des Zusammenbruchs seiner Wirtschaft, ein Deutschland des Jahres 1923 abhängig von Anleihen, in tiefster Verschuldung, enteignet in Stadt und Land, bedroht vom Bürgerkrieg, vom Kampf zwischen Arbeiter, Bürger und Bauern — ein solches Deutschland allerdings würde nicht vom neuen Krieg der Weltbör&e überzogen worden sein! Die Notwendigkeit dieses Lebenskampfes, die Unausweichlichkeit der Auseinandersetzung diktiert heute unser Handeln. Wir, die wir schon einmal an den offenen Gräbern unserer als bolschewistische Geisein , erschossenen Kameraden gestanden sind, die wir unsere liebsten Freunde und Kameraden im Kampf gegen den bolschewistischen Terror verloren haben, die wir viele unserer Besten oftmals Fxistenz und Familienqlück als Träger der befreienden Gesinnung haben verlieren sehen, die in diesem Kampf im (Je-fängnis gesessen und Wunden empfangen haben; Wir haben heute ein Recht und auch Seite 2 >Marbiirger 28. Fcljrnar 1943 Mummcr 57 dt« Pflicht, U«r Tom Geburtsort un^Arv Weltanschauung am dem deutschen Volke TU rerstchern. dafi es nichts anderes geben kdOD in diesen Tagen als Einsatz — wenn es selD mnß — des Letzten und das Liebsten, weaa nicht die Tage der deutschen Nation gexüüt sein sollen!" Was einst, so schlofi Staatssekretär Esser, van d&r Gescbichtssdireibung der ndtionaJ-soasiallsUscben Bewegung und ihrem Führer wls besonders grandios und cntschc.idftnd vp.rmarkt werden wixd, das wird die Art SP in, wie die nationcilsozialisti&che Bewegung ijnd mit ihr dds deutsche Volk über Schwierigkeiten, ja auch über schwerste Schläge hinweggekomjnen ist und schlieMirh trotz rilJetn gesiegt bot Die ungarische Armee im Kampf Budapest, 25. Februar Im Laufe der Vollversammlung des Verbandes christlicher Fabriksindustrieller hielt Ministerpräsident Kallay am Mittwochabend eine längere Rede, in der er u, a. betonte, daß die ungarische Armee in den vergangenen Wochen schwere Prüfungen in den blutigen Kämpfen bestanden habe. Sie habe Verluste erlitten, doch die schwersten Stunden habe sie bereits ungebrochen überstanden und bereite sich vor, alle Kräfte zusammenzufassen, um für die ungarischen Interessen weiterzukämpfen. Kdllay widmete den gefallenen ungarisrJien Soldaten einen tief ergreifenden Nachruf. Er führte dann aus, daß der gegenwärtige Kdmpf für die Rettung der Welt und des ungarischen Bollwerkes der Kultur und Zivilisation vor dem Bolschewismus geführt werde. Das Problojn der ganzen Welt und des ungarischen Vaterlandes sei jetzt dasselbe: Die Beseitigung der bolschewistischen Gefahr. Britischer Grabgesan^ » Stockliolm, 2. Februar Daü Fjiijjestündnis, daß die briti.sche Welt-lierrschaft der Vcrgan)2:enheit angehört, wird am sestri^en A\itt\voc!i von Sir Arciiibald llurds in einem Artikel des Londoner »Daily Sketcli« geinaciit, der wcffcn seiner Offen-licit Ix'sonders FJeaclitutiF: verdient. >>riroßbritanniens fast tausendjährige Herr-soiiaft' — so heißt es darin unter anderem v/örtücli — v\\'ird tum tMn F.ndc bereit^. Ks ist daraaif und dran, sie in die Mände Onkel Sanis gleiten zu lassen, der stärker ist was Secniadit, Trunpeniuenge, Handelsmarine und MuÄ/seuge anbelangt. Kngland kann sich imr noch mit dem Gedanken trösten, daß CS in den USA einen Freund besitzt, der die gleiche Sprache spricht, die gleichen Ideale vertritt und schließlich sich den Verpflichtungen der Atlantik-Charta unterworfen hat Die Abdankung Englands ist der Preis, den wir für die Vernaghläßigung unserer Flotte in den letzten 30 Jahren zahlen müssen. Unsere Kriegsmarine hat sicii um ein Viertel verkleinert und unsere Handelsmarine steht machtlos den Handelsflotten anderer LUnder gegenüber mit dem Resultat, daß bei Kriegsausbruch 18fK» Schiffe venitter untc englischer Flagge fuhren als im JaJire,l914. F.henso uurde der niilitärlsdien und zivilen f'liegerei so wenig Aufnferksamkeit geschenkt. daß wir kaum einen Vergleich tnit unseren Nachbarn auf dem Kontinent aufnehmen können«. Auch Kanada kommt gekrochen Stockholm. 2fi. Februar Zum ersten Male wird auch Kanada einen diplomatischen Vertreter nach der Sowjetunion entsenden, wie Premierminister Mak-kenzie King dem linterhaus von Ottawa he-kanntpab. Dana \^'ilgreB werde demnächst als Gesandter nach Kuibyschew reisen. King begleitete seine Mitieilung nrit einijjen tiefen Bücklingen vor Stalin, indem er er-klärte, rdie ganze freie Welt stehe hei der Sowjetarmee in tiefer »Schuld«, und man sehe in der Ernennung des Gesandten nur das Vorspiel eines langen Zeitraumes gegfio fcitit'en Verstehens und inniger Zusammen^ ;irhcit'-. Zwar mag Herr Mnckenzte King, der auf Roosevelts und Churchills Oeheiß |o mutig mit dem Feuer spielt, noch denken, Kanada R?i weit vom Gefahrenherd entfernt. Die Komiritern-Bonzen aber werden sich bereits überlegen, wie sie die ' innige Zusammenarbeit* gestalten sollen. All denen aber, d'e jct7t den Kreml als ihren Götzen anbeten, würde ein grausames Frwachen beschieden sein, wenn nicht die deutsche Wehrinacht die balschcM'istische l'lut zum Versiegen brächte. Gandhis Befinden unverändert Stockholm, 25. Februar Nach dem ottiziellen Bericht aus Bombay war am Donnerstag keine Änderung im Befinden Gandhis zu verzeichnen. Der Indienminister Apicry erklärte, wie Reuter meldet, ^tm Donnerstag im Unter-Jiaus unter Beifallskundgebungen, daß die britische Regierung mit der Entscheidung der Regierung in Indien, Gandhi nicht freizulassen, vollständig einverstanden sei. Er sagte u, a.: „Es kann keine Rechtfertigung für die Freigabe von Männern geben, die kein Zeichen riafür gegeben haben, daß sie ihre „verbrecherischen Absiebten aufgeben" wollen. Es besteht auch kein Anlaß dafür, ,,Gajidhi anders als die anderer Kongreß-fühjer EU behandeln." Soziale Zukunftsphrasen in England Eine zynische Rede des englischen Innenministers in der Guildhall zu London — Und dies nach der Ablehnung des Beveridge-Plancs Stockholm, 25. Februar Der britische lOBenminister Morrison hat gestern im Rahmen eiiner Aussprache in der Guildhall zu London die Auffassungen dargelegt, „die — wie er erklärte — über eine poUttsrho mid wirtschaftliche internationale Organisation nach dem Kriege und über die rukünftige Rolle EngUmds in der Welt augenblicklich in der britischen Regierung bestehen" „Die Tatsache", so führte der Minister u. e. aus, ,4aß in unserer Bevölkerung Armut herrscht, ist eine Schande für uns alle. Es würde eiu Skandal sein, wenn mit dem Frieden die gleichen Zustände wie früher einzögen. Der Mensch muß der Herr und nicht dei Sklave der materiellen Dinge sein. Diese Doktrin sollte in England allgemein anerkannt werden. Sie müßte aber auch von der übrigen Welt angenommen werden." Morrison befaßte sich sodann mit den ersten Maßnahmen, die nach britischer Ansicht von der internationalen Weltpolitik zur Errichtmig dieses Zieles getroffen werden müßten, und er verwies in diesem Zusammenhang insbesondere auf die drei großen Probleme der Währung, der Gütererzeugung und des Handels. „Von den Großmächten, die bei der Herbeiführung der Lösusg dieser Fragen eine führende Rolls spfelen werden", so betonte der Iimenmlnister rum AbschluJB, ,4st England diejenige Grofimacht, die sm I&ngsten besteht. Es hat die Möglichkeit, ans dem Schatz »einer weltpolitischen Wfeiahelt zum Nutzen aller Nationen der Welt zu schöpfen." Man muß schon sagen, daß die Arroganz, mit der die britischen Plutokraten sich auch heute noch als Weltverbesserer aufrusplelen wagen# nach den jüngsten Ausführungen Morrisons nicht mehr übertroffen werden kann. ^ Besonders frappierend wifkt dabei die Un-verfrorenheit, mit der der englische Innso-minister sich hinsteift und die Armut der | Bevölkerung seines Landes als „eine Schande für uns alle" bezeichnet, die in Zukunft un- ^ bedingt beseitigt werden müsse. Bemerkun-1 gen solcher Art und vor allem aus dem Munde eines heuchlerischen Sozialethikers im Frack dürften bei den jahrhundertelang von ihren geldscheffelnden Lords In beispielloser Armut gehaltenen breiten Massen Eng-lands kaum Yerfai>gen. | Die weltbekannten sozialen Rückständig-, keiten Großbritanniens können auch in Wahr- j heit von Morrison nur gemeint sein, wenn iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiniiiinniiiiiiiiiiiiiiiiinniiiiiiitiiiiiiiinniiiiiniiifiiiiHiiiiiiiiniimi Neuer britischer Hassgesang »Die Deutschen werden eine qualvolle Zeit durchmachen«, meint die Zeitschrift »Nineteenth Century« schon weidet sie sich förmlich au.der qualvollen Zeit, die sie den Deutschen zugedacht liat. Freilich übersieht sie m ihrem Haß, daß es bei ihrem Plan der Knebelung und Knechtung DeutschTlnds nur bei einem Wunsch-träum bleibt. Der deutsche Soldat \vird such diese wütige Hetzzeitschrift eines Böseren belehren, und das deutsch« Volk wird bei der Abrechnung auch dieser »Vorschläge« erintieru. Ein^tändnis des Verrats an Europa Stockholm, 25. Februar Daß Stalin in seinem Tagesbefehl an die Sowjetannee mit keinem Wort die Material hilfe der Plutokratreu ervvähnt und uur das Fehlen einer zweiten Front bemäiisfelt hAt. ist in London und Wa,shingrtou sehr unangenehm vermerkt wordeu. »Times« stellt if Ihrem Leitartikel ärgerlich fest: i>Nur di«* Erwähtiun.? des Ausbleibens einer zweiten Front war die einzige Gelegetthelt, bei de* Stalin die Achseiigeffner nannte. Er nahm nicht im geringsten bezuij auf geraeiiisanie Ziele. Genf, 25. Februar Gegen die Auffassung, daß man einen Trennungsstrich zwischen dem deutschen Volk und seiner Führung machen müsse, wendet sich die englische politische Zeitschrift »Ni-rveteenth Century« in einer Betrachtung darüber, wie ein besiegtes Deutschland zu behandeln wäre: »Unsere eigenen Dunkohnänner haben das sogenannte wandere Deutschland« erfunden das ja eh) Produkt ihrer Einbildung ist und nichts mit dem wirklichen Deutschland zu tun hat. Es gibt kein »-anderes Deutschland«, genau so wie e.s kein i>anderes England« gibt. Deutschland inulJ auf jeden Fall entwaffnet werden, wenn der Krieg vorüber ist, und ebenso muß ihm für immer die Mögliclikeit genonnnen werden, je wieder aufiiurüsteu. Diese eine Erwägung nmli de» Friedensvertrag beherrschen und gleichzeitig die strateaisclien Grenzen Deutschlands und die Kontrolle über sieine Industrie bestimmen. Die t>€ut$chen werden eine qualvolle Zeit durchmachen müssen. Nur die britische Pre.'^se und der britische Rundfunk uiachen einen Unterschied zischen Deutschen und »Nazis«, das britische Volk tut es aber nicht, eben.soweiiig wie die übrigen Völker Europas. Das Volk durchschaut das Scheingebilde des »anderes Deutschland-?. Die öffentliche Meinung ist sich völlig einig darüber, daß die Deutschen diesmal nicht wieder so billig wegkomme» dürfen.4 Unter den auglo-amerikanischen Schreiberlinsen ist offenbar gegenwärtig ein wahrer Wettstreit im Schwung, sich in satanischen Wut- und llaßausbrücheu zu übertreffen. [mmer neue Ausgeburten dieses jü-disch-bolschewlstisch-plutokratischen Schreiberklüngels setzten die Reihe der Vernich-tnngspläne ira feindlichen Lager gegen alles Deutsche fort. Auch die englische Zeitschrift Nineteenth Century'« darf selbstverständlich in diesem Hetzkreis verseuchter, krankhafter Hirne nicht fehlen. Offensichtlich jetzt An anderer Stelle sclireibt j^Tinies«: •Stalin gab klar zu verstehen, daß die Sowjets Ihren eigenen Krieg füc eigene Ziele fü.b-rcn.tt Im Leitartikel der »New York Herald Tri bune<' heißt es; »■■Die Sowjets behaupteii, daß sie den Haüptteil der Arbeit leisten, daß sie allein Siege erzielt haben, und erwarten, auch bezüglich des Endergebnisses eine Hauptstimme zu haben. Sicherlich wird die Sowjetunion als eiue der größten Weltmächte aus dem Kriege hervorgehen. Die Machthaber der Sowjetunion sind von den Absichten und der Entschlossenheit der Demokratien nicht überzeugt und sie beabsicu-tigen daher, das Gebiet der Scwjetunion zu sichern. Wenn die Demokratien versagen, werden sie finden, daß die Sowjets sich ibi"c eigene Welt auf ilire eigene Weise aufbauen.« • Srossangrlü der japanischen InHwaffe Bomben auf Flugstützpunkte und Transportschiffe in China Tokio, 25. Februar Das japanische Hauptquartier gibt bekannt: Am 24. Februar bombardierte eine Groß-formalion der iapttnischen Luftwaffe den f^lugstützpunkt Chensking, militärische Anlagen und das Flugfeld von Llangtschan (Provinz Setschuen). Eine andere Formation der Luftwaffe versenkte auf dem oberen Yangtse bei Wanhsien ein Transportschiff-und einen FluUtanker und beschädigte zehn weitere Schiffe. In einem Luftkanipf mit drei im Dienst der Tschungking-Annee stehenden USA-Fliegern bei Wanhsien wurde ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Weitere Fortschritte am Salwln-Fluß Über die Kämpfe an der burmesisch- chinesischen Grenze und der Yünnan-Provinz verlautet, daß der japanische Vormarsch am Salwin-Fluß weitere Fortschritte nach Norden macht. Im unweg'^amen Grenzgebiet ist das Tal dieses Flusses der einzige passierbare Weg. Die Japaner stoßen hierbei weniger auf den Widerstand von Tschungking-Truppen als vielmehr Äuf außerordentliche Schwierigkeiten des Geländes. Mit ihrem weiteren Vordringen riegeln sie T-schung-king-China völlig gegen das indische Grenz-gelände ab, das noch innuer einige Möglichkeiten des Verkehrs zwischen Yünnan und Indien zuließ. Rrfolgreicher Einsatz der Naiiklng-Truppen In den Mf''diint,'e!i vom clrnr-'-^hen Kriegsschauplatz' traten vor einigen Tagen nan- king-chinesische Truppen zum ersten Mal in Erscheiimng. Es wurde betont, daß diese Truppen Wangtschiiigweis zur Säuberung der rückwärtigen Gebiete elngese(zt würden. Nach neueren Meldungen nehmen sie nun auch an den großen Offensivbewegungen teil und känipften in den letzten Tagen sogar an entscheidenden Brenpunkten. In Nord-Kiangsi haben sie runfl 7000 Maim der neu-lufgestellten 4. Tschungking-Armee vernichtet Denmach müssen bereits größere Einheiten der Nankiiig-.A.rmcc für die ^ront eingesetzt seiu. Japanische Stellen berichten über die ausgezeichnete Kampfmoral der Nanking-Trup-pen, die jetzt durch ihren Erfolg bestätigt vird. Die Japaner haben in verhältnismäßig kurzer Zelt die Nanking-Truppen ausrüsten können und in ihnen jetzt wertvolle Unterstützung zur fortschreitenden Befriedigung Ostasiens gefunden. Tscbungkliig ohne Luftwaffe Der Chef der zur Zeit in London befindlichen tschungking-chinesischen i^ilitürabord-nung, General Msuing Sching Hui, sprach Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Er gab zu bedenken, daß Japan seine Macht ständig vergrößere und reich an Menschen und Hilfsquellen sei. Dann wandte sich der General der Waffenlieferung an Tschungki-ng zu und forderte weiteres Kriegsmaterial, vor allem Flugzeiige. wobei er durchblicken lifß, daß Tscimngking zur Zeit praktisch ohne Luftwaffe sei. er von dem angeblich »o gioßeo Brldhnmgs-Bchatz spricht, über deo England als die älteste Großmacht unseres Planeten verfüge. Die Belastungen von länger als drei Jahren Krieg waren notwendig, um den verkalkten und fortschrittsfeindlichen Geldkiflnge! an dei Themse lu dem ersten kümmerlicneo Versuch zn bewegen, Zugestlndnisse ^ das soziale Gewissen unserer Zeit ro machen. Er hat seinen Niederschlag In dem bekanntem „Bereridge-Plan". gefunden, dessen edn-zehie Gedankenginge — wie man wedß --bereits durch die bismarckischen SozlaJ-gesetzgebungen am Ausgang des verflossenen Jahrhunderts überholt worden sind. Die britische Regierung Irrt daher, weim sie glaubt, ihre antiquierten Erkenntnisse in sozialpolitischer Hinsicht Europa' und der Welt als das große und von englischer Weisheit triefende Rezept für eine Neuordnung de? internationalen Völkerlebens anpreisen zu können Die Herren Lords und ihre reaktionären Rückschrittlichkelten sind längst durchschaut Europa marschiert heute im Zeichen der beiden großen Revolutionen der verbündeten Achsenmächte Beflügelt von den modernen und schöpferischen Ideen des Nationalsozialismus und des Faschismus strebt das Abendland der Verwirklichung umfassender sozialer Pläne und Gedanken zu, die sich nicht etwa in phrasenhaften Lippenbekenntnissen vom Schlage des Herrn Morrison dokumentieren, sondern ihren Niederschlag gefunden haben und noch finden werden in einem echten Volhssozialismus der Tat. Dieses neue, sozialistische Europa' aber weist e« energisch und mit Entrüstung von sich, die ebenso anmaßenden wie verlogenen sozialen Weltverbe8serungs|^rogram-me der Londoner Plutokraten überhaupt nur anzuhören, geschweige denn sie ernst zu nehmen. AntfrlU auf Petroleu"'8n'art diese »Taufe« nach der l^jeset-(ierümpel liinter den Protzfassaden pc-1 zung eines neuen Abschnitts mit zu den er- nnd den schmutzstarrenden l'lcntlsbaracken zu ihren Füßen unvergeßlich machen. Den Afrikakämpfer des (jcneralfeldinarschalls Rommel begleitet das Bild eines schweißtreibenden Zeltes und des fliegenwimmelnden Erdlochs im Wüstcnsandc. Dem Afrikakämpfcr neiter Art« — wenn man diesen Ausdruck für den Tunesien stehenden deutschen Soldaten , in ..................- -- . Schwerpunkten sicherzustellen verstand. Die ^ ^rebrauchen will der noch nie in der Wüste taktische Durchführung der Schlachten aber ^ dajzegen ein ganz anderes beruhte auch zu Moltkes Zelten noch immer ; schwarzen Erdteil. In den meisten auf den gleichen oder wenigstens »ehr ähn- : Xampfahschnittcn dreht sich sein Kampf liehen Gnindsätzen, wie zur Zeit Friedrich Feierabend um F'armen oder Fer- dps Großen und Napoleons, wenn auch die weitertragenden Geschütze und Handfeuerwaffen die Abstände zwi.schen den Parteien in den ersten Akten des Schlanhtenverlaufs vergrößerten und die Schlacht oft schon ent-pchieden, bevor es zum Kampf Mann gegen Mann kam. „leore des Schlachtfeldes und Materialschlachten Die rapide fortBchreltende Technik im 19. und zu Bcfjinn des 20, Jahrhunderts führte zu piner immer vollendeteren und wirksameren Entwicklung der Feuerwaffen und zwang damit zu neuen taktischen Formen, zuerst zur Auflösung der massierten Angriffsformen Friedrich des Großen und der dichten Schützenlinien der Freiheltskrlene, dann im ersten Weltkriege zur „Leere des Schlachtfeldes" Die Zeit der „Materialschlachten" begann, Wie immer im Kricqe, ergaben sich aus der verstärkten Wirkung men wie sie hierzulande nach dem Französischen genannt werden. Pas sind einsam stehende Güter, die in der Regel die höchste Erhebung ihrer Äckcr krönen, (jutshöfe mit scluieeweißem, pa'mcnunnvcclelfiem. pa-laslähnlicliem Herrenhaus, aber auch armselige Lehmhütten und alle Spielarten dazwischen. Diesen l-armen kommt fast bei jedejn Angriff große Bedeutung zu weil sie sich infolge ihrer meistens geländebcherrschcnden Lage ausgezeichnet zur Verteidigtmg eignen Das Ausheben solcher Stützpunkte ist zum Ziel imserer Stoßtrupps geworden. Aber ej wird nicht mir ilgr talct'sche Wert der im Vorgeliiiule liegenden Farmen besprochen. — Offiziere wie Mann sind beim Angriff ebenso bestrebt den Gegner ni'ig-liebst weit zurückzuschlagen, gleichzeitig ahcr für den Abend in den (besitz einer pulen FarmKuppeiifarnK<. Andere tragen das Merkmal der letzten Känii^fo wie »Tote-Tommy-I'arm«, j-Ausge-brannte Panzer-i-arm«, »Stinkende Farm« (ein Spähtrupp hatte vom Gestank der durcli Artillerie getöteten Tiere berichtet), rFeldv^ chel-Müller-l"arm« (nach dem Namen eines Stoßfruppfiihrers. der dort einen feindlichen Stützpimkt ausgehoben hatte), Flsel ParnK (ein Spälitrupp hatte bei der Annäherung wegen eines klirrenden Geräusches feindliche Panzer vermutet und beim Näherkommen festgestellt, daß dieses von einem Esel hervorgerufen wurde, der an seiner Kcite zerrte). Weiteren wiederum gab der l.andser lustige Namen, wie »Fünf-hüb-schc-M,'idcl-l-arm« (ein l-'rgebnis scharfer P>eobachtung) ; Ktis-Kus-Farnu (steht in keiner Beziehimg zur Fünf-hübsche-Mädel-Farni; Kus Kiis ist ein arabisches Gericht. Die Soldaten nannten die Farm danach, weil ihiu'n der Besitzer, ein Araber, täglich eine große Schiissel mit dieser Speise brachte). Bratwurstfarm« (hier ist ein Italicner der Spender). Xantippenfarni''; (da waren un-.sere I andser Zeiigen eines l^hezwistcs ge-wrirden bei dem ^sie« die Hosen anzuhaben Sellien)! A^anche dieser Namen werden in Vergessenheit geraten Viele aber werden r HK-KrieEsberitlucr Wicliura (Sch) Englische Gefangene aus Tunesien Fast durchwegs Farbige, die auf dem Wasserweg ins Sammellager gebracht werden werden mit all den Erinnerungen an frohe und schwere Stunden im Kampf um die Freiheit un.seres Volkes, dessen Heimat wir in Tunesien, so fern von senen Grenzen, verteidigen dürfen. Kriegsberichter Hans-Georg Schnitzer, PK der bis zur letzten Möglichkeit massierten Farm« verstehen w'r solche, die zumindest einst daheim im Urlaub wieder lebendig Mitja mit der Mundharmonika Ob Mitja auch ihr Kind sei, fragte ich meine Hasjaika, und da erzählte sie mir glcich die Geschichte des Jungen: daß er dei Sohn üirer Schwester sei, die aber wäre am Terek bei einem Bombenangriff der Bol-schewisten unis Leben gekommen, und der Vater, den hätie man sclion vor zehn Jahren geholt, er sei nie mehr wiedergekehrt, also habe sie Mitja zu sich genommen. Während sie das erzählte, stand der Junge daneben und versuchte semer Verlegenheit und der aufsteigenden Tränen dadurcn Herr ;:u werden, daß er die Hände tief in den Hosentaschen vergrub und noch frecher guckte, als ich das an Ihm schon gewohnt war. Er war ein richtiger Lausebengel, und ich mochte ihn eigentlich nicht besonders, schon seines Blickes wegen. Aber nun tat er mir doch leid, und ich überlegte, ob ich ihm eine kleine Freude bereiten könnte. Da erinnerte ich mich der kleinen Mundharmonika, die mir am letzten Weihnachtsabend die Feldpost gebracht hatte. Ich holte sie aus meinem Koffer und blies ein bißchen darauf. Mitja, der mit hochgezogenen Beinen auf einem Schemel hockte und vor sich hin dösend Sonnenblumenkerne knabberte, fuhr wie elektrisch auf. »Mitja«, sagte ich, »willst du sie?« Und Ich strecke ihm die Mundharmonika hin. Zögernd erhob er sich und kam näher — wie ein kleines Raubtier. Sein Blick waf Freude und Mißtrauen m emem. Langsam und ungläubig griffen seine schmutzig-braunen Hände nach der Mundharmonika. Aber als er sie dann festhielt, verwandelte sich der Ausdruck seiner Augen. Er war mit einemmal ganz welch und schwamm förmlich vor Besitz^irseligkelt. Das funkelnde Ding wurde nicht gleich auaprobiert. Erst zog sich Mitja damit in Affengoschwindigkeit auf den Ofen zurück. Dort saß bereits Nina, das semmelblonde Töchtorcben meiner Hasjaika, und heulte Rotz und Wasser, weil Mitja und nicht sie die Mundharmonika bekommen hatte. Nie wieder, schwur sie zu ihrer Mutter hinunter, würde sie mir mein Kochgeschirr waschen! Allein Mitja war großmütig. Nachdem er die Mundharmonika mit ein paar Posaunenstößen ä la Jüngstes Gericht eingeweiht hatte, überließ er sie für eine Weile Nin^ In einem plötzlichen Einfall nahm er si« dann ihr wortlos weg, kletterte vom Ofen herunter und verschwand durch die Tür. Ich hörte ihn eifrig auf seiner Harmonika blasen und sah ihn durch Schnee und Matsch eilig die breite, breiige Dorfstraße dahin-stapfen. Ähnlich einem Herold lief er alle Winkel des Dorfes ab und gab mit seinem Pplel auf der Harmonika auch dem letzten Kind kund und zu wi.ssen von seiner neuen Herrlichkeit Der Erfolg war sensationell. Nach einer Stunde kam er wieder — mit einem ganzen Kometenschwanz von Kindern hinter sich. Und die wollten alle mit in die Stube, denn sie alle wollten wenigstens einmal auf der Harmonika blasen! Und Mitja war ein guter Junge, jetzt sah Ich's selbst — und hörte es; er ließ jedes der Kinder mal ran. Ich war gerührt. Nur meine Ruhe war hhi und mein Herz war schwer, und ich fand sie nimmer und nimmermehr. Mit dem ersten Morgenllcht wrde ich von der Harmonika gcweckt, und erst wenn alles wieder zur Nachruhe hinter den Ofen kroch, hatten meine Nerven Feierabend. Ich mobll'eierte meine letzten Taktikkenntni.sse, um d!e Har-monkkaleidenschaft der Dorfkinder In geordnete Bahnen zu lenken. Es nutzte alles nichts. Die Geister, die Ich gerufen hatte, die wurd' ich nicht mehr los. Bis mich endlich die höhere Strategie von Ihnen befreite: Die Division wech.selte den GefechtÄStand. tind im Motorengebrüll unserer abrückenden Wagen versank das Harmonikaspiel des kleinen ^Rattenfängers« vom Terek, -Kriegsberichter Dr. Hermann Pirich, ^/-PK Seft« 4 ►Marbtitfer Zdtufig« 2Ö. Pebniir 1043 PfTtfnm€r 57 Wieder aiiunal hat unser Stadttheater, getreu seiner kulturellen Sendung, einem zeitgenössichen Komponisten die Pforten geöffnet und seine Werke zur tönenden Wirklichkeit gemacht. Hani Ludwig Kormann, de&sen Name mit Achtung und aufrüttelndem Interesse genannt zu werden pflegt, wenn man über die Fortentwicklung unserer Musik und Lni&besondere über die der Oper spricht, war ®8, der uns in zwei Opern sein Wollen urvd Können zu illustrieren versuchte. Der Ernst unserer Z»lt sucht sein Gegengewicht in der Kunst. Es ist daher nicht Zufall, son- Voik und JCutUie Der König der Tenör» Zum 70. Geburtstag Enrico Caruao« Es i«t bedauerlich, daß die herrlichste Stimme, die je auf allen großen Bühnen der Welt beispiellose Stürme der Begeisterung zu entfesseln wußte ausgerechnet vor der technischen Vollendung unserer Tonaufnahmeverfahren sterben mußte (1921)1 Trotzdem kor\nten viele seiner bedeutendsten Rollen, noch mit primitiven Schallplatten aufgünommen, durch unsere neuzeitlichen elekirischen Aufnahmeverfahren für alle Zeiten gerettet werden! In Neapel am 25. Februar 1873, im jung j dem ein Ausdruck dieses instinktiven Stre-geeinten Italien, geboren und am 2. August' ben«, daß sich Hans Ludwig Kormann der 1921 gestorben erfüllte dieser gefeiertste komischen Oper zuwandte und in ihr die Ziele seines Suchens zu finden hofft. Kor-maans „Belcanto" und insbesondere sein „Ritter von der Hurapenburg" wollen nicht der klassischen deutschen Oper glelchsnm als passendes Gegenstück dienen. Beide Werke entfernen sich bewußt aus den tonlichen Gebieten, die zur Heimat der guten deutschen Spieloper geworden sind und streben auf neuen Wegen neuen Zielen zu. Norbert Schulze hat mit seinem „Schwarzen Peter" dio Grenzen überschritten, In denen «ich die klassische komische Oper bewegt und einen neuen Operntyp geschaffen, dessen Wert man bestreiten, dessen Existenz man aber nicht mehr leugnen kann. Auch Hans Ludwig Kormanns Schaffen wird von ähnlichen Bestrebungen getragen, und aus ihren Resultaten bildet sich eine neue Vorstellung über die Oper und zwingt zu einer neuen Definition, der durch sie geschaffenen Begriffe „Belcanto** ond „Der Ritler von der Hompeniiorg*' Erst&ufiüimuig im Marburger Stadttheatex Sänger aller Zeiten trotz seines Verhältnis mäßig kurzen Lebens alle Ideale edelsten Bühnengesanges, wobei zu bedenken ist, daß er keineswegs etwa frühzeitig sich in seine Laufbahn stürzte. Er hat vielmehr lange Jahre bei Ouglielmo Vergine gründlich studiert und begann seinen sehr steilen Aufstiejj erst 189^. also als 26jähriger, in der iMailänder Scala als Lons bei der Uraufführung der Oper »Feodorac von Gior-dano. Sein edles Material, die tenorale Reinheit bei schlichter aber inniger und warmer Wiederg.ibe seiner Rollen sicherten ihm bald an den ersten Bühnen Europas Erfolge, wie sie bisher und seitdem kaum erlebt worden waren, vielleicht seinen um 16 Jahre älteren Zeitgenossen Mattia Battistini ausgenommen der Caruso noch um 7 Jahre überleben sollte. Diese beiden sind auch durch die unerreichte Technik ihrer Oe-sangskunst, über die sie sich wegweisend ausließen, eng verbunden, obwohl Battistini Bariton war. Unvergessen blieb Caruso als Don jos^ in Bizets »Carmen«, als Radames (>Aida« von Verdi, dessen »Rigoletto« durch Carusos Herzog getragen wurde) und Rudolphe m Puccinis »Bohöme«. um nur die glanzvollsten Leistungen unter vielen anzuführen. Friedrich Baser ster Strauß alle Ehr« gemacht Die der Riehischen Novelle „Ovid bei Hofe" entnommenen Grundgeflanken der Handlvmg, die von zwei rivalisierenden Musiklehrem und einem liebenden Paar getragen wird, werden durch ein Komplott mit dramatischer Spannung versehen. Während sich diese zweiaktig« Oper noch auf einem Ihr bisher eigenem Niveau bewegt, versucht ,,Der Ritter von der Humpenburg" tiefer zu steigen und bei der Bieroper anzuknüpfen Eine zur Heiterkeit zwingende Derbheit, ein ungeschminkter, durch Übertreibungen nur noch mit größerer Wirksamkeit ausgestatteter Humor stützen den Stil dieses Werkes und seine ihm gewollt und gekonnt angepaßte Musik, Die einfachen, gut sangbaren Melodien werden In eine moderne Fassung gebracht, die oft mehr blenden als Gold und blitzende Steine und bewußt doch nur billiger Tand sein will. Die Arbeit will gleichsam das Material veredeln, sie will aus wenig viel vortäuschen. Man mag sich vielleicht mit Recht fragen, ob die Bezeichnung „Oper" für dieses Hed-terkeit sprühende Werk noch angebracht sei oder nicht, man mag sich zu diesen Experimenten so oder anders stellen, daß sie beachtenswert srind und sich bereits eine Basis, die haltbar ist, geschaffen haben, wird man anerkennen müssen. Und das bedeutet viel. Eine breite Straße zu wandern kaiui bald einer, da« Ziel auf neuen, noch nie begangenen Wegen erreichen, können nur wenige. Opemchef Richwd Dietl hat sich mit klar hervortretendem Erfolg bemüht, jens Seiten 3tick nach SüdofUm Im „Belcmto" enU.Urt Konnum gedieqe- de« Werk« In da. Rampejllcht m -w. itä .1. t« Tn dl® d®*" neuen Programmatik zustreben. Wie ne. Könn.n, lelgt .Ich al. Mel.t« Im In- ^ bewiesen, daß er die Aufgaben einer deutschen Bühne richtig erfaßt und sich nicht begnügt, Erprobtes zu wiederholen, sonder harmonischen Behandlung der einzelnen treues auf die Bühne zu bringen. Es Ist zwar keine dankbare Aufgabe, aber 0. Auch in bukarest weibliche Briefträger» Eine erste Gruppe von 50 Mädchen hat arn Montag ihren Dienst al» Briefträger und Eilboten in der Hauptstadt aufgenommen. 0 Neuer Polizeikommandant in Sofia. Nach einer Meldung aus der bulgarischen I Hauptstadt ist durch einen Erlaß des Kö-! nigs einer der befähigsten jungen Polizeioffiziere Bulgariens, Dimiter Tschevdarov, zum Polizeikommandanten von Sofia be-' stimmt worden. Der bisherige Polizeikom-, mandant. Georgiev hat emen Ruf als Ab-' teilun^svorstand an die Polizeidirektion in I Sofia erhalten. ' iiiiiiiiitiiHiiiiiiiiiiiiiiminiiiiiiiiitiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiii I t^irkllch iist, sondern auch durch ihr freies, ungekünsteltes Spiel. Franz Osterberger und I Heinrich Leskoschek, der den Justizlarus ! ausgezeichnet gegeben hat, mußtan sich mit ' kleineren Rollen zufrieden geben. I Im „Belcanto" gab es ein ganz prachtvolles ^ Ballett, in dem die schöpferische Leistung uivserer Balleltmeisterin Susanne Ufert mit dem Können Elisabeth Splonskas, die die Kostüme entwarf, wetteiferte. Gottlieb Ussar fehlt bei keiner Erstaufführung, Auch diesmal hat er das Geschehen In einen effektvollen Rahmen gestellt und viel dazu beigetragen, daß die Wirkung dar Bühnenbilder durch nichts gestört wurd«. Die Erstaufführung hätte einen besseren Besuch verdient. Di® beiden Opern geben Jedem das, was heute mehr' denn Je gesucht Urird: Zwei Stunden heiterer Entspannung und unbeschwerten Genusses. Dr. Eduard Butschar Strumentieren und als einfallsreicher Erfin der schön ansprechender Melodien. Sein Or ehester erinnert in seiner Tonfülle und in Themen nicht selten an Richard Strauß, Es Die Sprache als Volksgut d«r wiaset^schaftllchen Arbeit der Deut«chen AJuulfloilt Noch ku« vor seinem Tode hat Minüster-prfiaident Ludwig Siebert, Präsident der Deutschen Akademie, bei Gelegenheit des «weiten Sommerlehrgajigü« des Qoethe-In-•tituts der Deutschen Akademie In einem Vortrag die Schönheit und den hohen Wert der deutschen Sprache behandelt, die er als das kostbare Gut unseres Volkes bezeichnete. Auch im Krl^e hat diese ForschungMr-boit nicht geruht, überblicken wir ihren Stand Im vierten Kriegs jähr, so stellen wir fest, daß die »Geschichte der deutschen Sprache« dieser Aufgabe vor allem dienen •oll. Sie wird mehrere Bände umfassen, zu deren Fertigstellung ungefähr zwansig Jahre benötigt werden. Als Bausteine gewIssermÄß^n zu einer Geschichte der deuti?chen Sprache kaim ein großer Teil von Werken angesehen werden, an denen ständig gearbeitet wird und von denen wir nennen: eine mehrbändige Sammlung des althochdeutschen Wortschatzes, nuttelhochdeutsche Wörterbücher, vor allem ru den Dichtungen von Wolfram yon Eschenbach, Hartmann von der Aue, Gottfried von ßtraßburg, Walther von der Vogelweide, Minnesangs Frühling und Monographien zur deutschen Sprache, die die Sprache der deutschen Dichter und Denker und einzelner Zeitabschnitte untersuchen. Für 1643 wird eine Arbeit über Friedrich Nietzsche und die deutsche Sprache und die deutsche Sprache Im Zeltalter der My.otlk und für 1944 eine Abhandlung über die deutsche Sprache Im 18. Jahrhundert manuskriptfertlg sein. gibt zahlreiche Parallelen zum „Rosenkava- . ... „ » w «» - .* j:-11er". Da. lOndende Ballett hätte auch Mal-"'"? k» hi«lle A'bell auf d« «MW l^Mt« stolz sem kann. Der Wert des Gegebenen ist hierbei weniger entscheidend, im Spiegel der Zelt wird er von selbst das gebührende Volumen bekonunen. Richard Dletl be-Eine Geschichte der deutvclMii Liiteratur herrschte mit souveräner Sicherheit sein wird den Zeitraum von deren Anfang bis zur Orchester. Sparsam in der Zeichengebung Ist Gegenwart in zehn Bänden umfassen; der doch mit «einem Blick stets bei diesem erste Band von Hermann Schneider Ist im Musiker, der gehört werden soll. Das Zwi-Druck. Auch an der Herausgabe der kri- schenspiel hat er mit einer Exaktheit und tisch-hlfltorischen Gesamtausgaben von einer spritzigen Beschwingtheit ausge-Schiller, Hölderlin und Jean Paul Ict die stattet, die kaum mehr zu übertreffen Ist und Deutsche Akademie stark beteUlg-t. | sowohl den gewissenhaften Künstler als auch Seit einigen Jahren hat die Deui^sohe Aka-; den gewiegWsn, nie versagenden Routlneur demie begonnen, systematisch die deutschen zeigte. Volksschauspiele zu sicliten und zu sam-1 Als Spielleiter wer Brich Matthias m mein. Einige dieser Arbeiten sind bereits Im | Höchstform. Auch die Rolle des Hofkapell-Manuskript abgeschlossen. Die Reihe »Dich-, meLsters Ignaz Limmel war ihm gleichsam ter der Deutschen«, von der bereits zwanzig [ auf den Leib geschrieben. Sein sonorer pol-Bändchen erschienen sind, ist Im ständigen i temder Baß, den eine hervorragende schau-Wachsen begriffen; besonders das Ausland | siplelerlsche Kunst unterstreicht, lieh auch bringt diesen kurzen deutschon Dichterbio- j dem Herrn von Ellern, genannt Hans Max graphlen reges Interesse entgegen. Die Un- i von der Hurapenburg das ihm zugemessene tersuchung »Das deutsche Wort in fremden Format, Sprachen« beabsichtigt die Herausschälung I Stimmlich glänzte wie inuner Maria Rei-des deutschen Einflusses auf die Sprachen: chelt als Cornelia im „Belcanto" und als der anderen Kulturvölker; eine Sammlung Elise im „Ritter". Ihr wedcher, schmiegsamer »Geschichte und Wesen der deutschon Soldatensprache« untersucht diese in diesem und im ersten Weltkrieg. In der Re he der Wörterbücher der Deutschen Akademie iiSt als erster Band ein deutsches Fremdwörterbuch von Otto Basler erschienen, ein armenisch-deutsches Wörterbuch Ist Im Di-uck. Dreiunddreißig Werke zur deutschen Sopran hat mit seinem hohen B selbst d^ i^olle Orchester bezwungen. Erwin Frleises duftiger Tenor, der mühelos die höchsten ihm vorbehaltenen Regionen erkletterte, paarte siich mit bisher nie gezeigten schausplele-»Ischen Gaben (als Rittmeister von Domsee). Auf derselben Höhe stand Schmiedt-_ Pranken als Dal Segno und Krappsei. Auch Sprache, Llteratiir und Volkskunde sind von j er wußte das Groteske seiner Rolle ohne der Deutschen Akademie oder mit ihrer Un- j Übertreibung dank seiner schauspielerischen terstUtzung bereits veröffentlicht worden, I Begabung und prächtigen Stimme zu mei-eine ungewöhnlich reiche und tiefgreifende | «tern. Hanna Hartwig fiel durch ihr vor-wIssenschaftHche Arbelt, deren Answerlüns; | nehmes Spiel und durch einen gepflegten fUr die Forschimg im neuen Ruropa von un- Sopran auf. Auch Irmgard Grulke als Hann-schätzbarem Wert sein wird. ! chpn war allerliebst, nicht nur weil sie es 4- D«r Iiit»iklaiit d«s Salibww Laod©»-theaters castorben. Der Intendant des Landestheaters in Saleburg, Dr. Erwin Kerber, ist plötzlich an einem Herzschlag im 52. Lebensjahr gestorben. Frühzeitig In den Verband des Büros des Salzburger Festspiele eingetreten, hat er als Sekretär und späterer Direktor der Salzburger Festspiele eltien wesentlichen Anteil an ihrer Ausgestaltung genommen. + Riickert-Preli für Jullui Maria Becker. Der In Aschaffenburg lebende mainfränkiiclie Dichter Julius Maria Becker wurde durch den Oauleiter von Mainfranken mit dem Friedrich-Rückert-Preis ausgezeic'met. Diese Ehrung trifft einen Dichter, dessen Schaffen bereits früher durch eine Kleistpreisehrung auf Vorschlag Richard Dehmels für das Schauspiel »Das letzte Gerichtt und durch die damals erste Verleihung des Dramatlker-preises des Bühnenvolksbundes für das Schauspiel »Der Brückcngeist« anerkannt wurde. + Enfeft Rex, ein Schauspieler, der «eine RoIIeo selbst «chrleb. In Berlin starb der bekannte Schauspieler Eugen Rex, der auch als Autor viel gespielter Komödien und Operetten-Libretti einen Namen hatte. Rex war Sohn eines aus Ostpreußen eingewanderten Malermeisters, der 15 Kinder hatte. Als Zeichner trug er nach dem frühen Tode des Vaters zum Unterhalt der Familie bei, fand aber Gefallen an der Bühne und kam ^her Nürnberg, St. Gallen und Mainz 1914 nach Berlin, wo er als jugendlicher Komiker große Erfolge hatte. Im Metropol-Theater trat er erstmalig als Nachfolger des verstorbenen Giampietro in der Operette auf, der er dann vorwiegend treu blieb. Als Autor schrieb Rex ein neues Textbuch zu »Dichter und Bauerc, den berlinischen Schwank »Aufruhr in Spatenwerda«, das Kriminalstück »Das grüne Licht, und erst kürzlich noch (mit Halenza zusammen) das Luststück »Kreuz-Junge«. in dem er noch bis Ende Dezember als prächtige Berliner Type die Gäste des Schiffbauerdamm/Theaters unterhielt. lüü Wenn [ Roman von P k FAmCN QFISLER die TleJM (uUm Urheber-Rectaischutx: Drei 0«ellea-Verlas. K&nlxibTilck f50, Fortsetzung) Plötzlich hebt sie den Kopf und greift mdt der knochigen, arbeitsrauhen Hand nach der schmalen, feingeäderten ihrer Herria. Ihre Stimme zittert. „Wer... ist... gekommen — wer —V „Er... dar andere ... medn Kind ... der große Junge, d«r inuner so still und verschlossen war ... weißt du noch —T' „Er... ist... gekommen .. Jettes Kopf sinkt vornüber, lang« starrt »ie auf das bunte, karierte Muster der Tischdecke. ,,Herrgott,.. ich ... danke dir .. ,** stem- melt sie. ,,Und nun komm, Jeite, geh' mdt, g^' einmal mit .. du mußt Ihn sehen... sein Kind ... Lore ist bei ihnen, Lore!" Die Gredsin erhebt sich, von Frau Amberg gestüt7t. Lanq&am gehen dae beid'^n gebeugten alten Frauen hinunter In die Erkerstube, wo • die Jugend, wo die Zukunft ist. Tn ihren Augen, die müde uivd erlo«chen waren, ist ein Leuchten, — Sie wissen nicht, wie lange sie sich ge-gpmibPT'fTePtrindr'n haben, Joachim D^osfe und • das Midchnn, das seines Bruders Frau wer-dr-n sollte. Ihre Atigen hnllen stun^mo Zwie-sprT~bej p« ist Frafre UT^-^ Antwort Fnrdpm nrd Vrr'-tphon in ihrpm Rl'rk. zwinqt ^l^h To-r» 7i>m Sprechen, es klingt mühsam, in ihrer leisea T-:—^nnriüiür niiiiiiiiiiiii-irTi ■-'■P stimme ist ein Beben, das sl« nicht unterdrücken kann ,,Ich freue mich — oh, leb freue mjch sehr, Herr Droste", sogt sie und streckt ihm befangen die Hand entgegen, „daß Sie den Weg zu Ihier Mutter gefunden haben. Sie werden nun auch Ihren Frieden finden, glauben Sie mirl" „Meinen Frieden sagt Joachim Droste mechanisch, dann verstummt er unter dem Blirk der diunklen Augen. Ein trippelnder Kinderschrltt kommt durch das Zimmer. „Du bist die liebe Tante, die wir gestern getroffen haben, nicht wahr?" sagt der kleine Werner eifrig. Lore streicht dem Khid lÄdielnd Aber die Stirn. ,Ja — und du bist der kleine Angsthase, der nrit seinem Viti immer so allein sein muß . . . »her nun bist du hed der guten Großmama und es wird sehr «rhftn werden fflr dich, paß nur auf." Werner Droste n'rVt emsthrift ,AbeT ein Anasthase bin Ich nicht! VnM sagt immer: kleiner Mann! m mir, das muTt du auch sagen, hl« Irh a'-oP gpworden Mn nicht ^vahr'" „Ja . . . kleiner Mann" Lore Sibellus und wendet sirh rasch ab, 'hre An/ren brpn-neu und um ihren Mund rurkf es. Werner *i^ht sirh plfltrllrb ai'fopre^t im Zimmer um „Wo 'st d"nn d^p npue GroRmnm'^ nobile be'n? Oh, Irh wHß sie korbt ptwf>s ne'^Ps für uns in dpr Kil^hp '^-b wp'-dp mal ^urVoTi geh'n," Er trabt in Hnvartiirift ap'TPT^'np' raiüchnnien au* d^m D'" Vinfpr ibm in« «-v i ^T'n T»-.» nn''"lhpi' K-*»''Hf p-o '' den wellfjewaiidLen, „Ich habe hier keine Hausrechte", sagt er, sich zu einem Lächeln zwingend, „aber Ich glaube, ich darf Ihnen diesen Sessel anbieten, bis meine . , er zögert etwas, edn tiefer Atemzug hobt und senkt seine Brust, „bis meine Mutler kommt." Er wischt sich über die Stim. „Verzeihen Sie , . . das Wort ,Muter' will noch nicht recht gel&ufig über die Lippen. Mutter ... ich muß Immer an meine gute, alte Pflegemutter dabei denken ... es kommt mir wie ein Verrat an Ihr vor." Lore SäbeliTis nimmt in einem tiefen, welchen Polstersessel im Erker Plstz, während sich Droste mit verschränkten Armen ans Fensterkreui lehnt und grübelnd vor sich hinstarrt. „Das ist kedn gutes Wortes, Herr Droste — Verrstl Sie mi^'ssen sich abgewöhnen, nur in Bitterkeit zu denken. Wir Frauen sind da anders. Ich bin überzeugt, daß auch Ihre gute Pflegemutter, die nun ihren Frieden gefunden hat, mit mir denken würde: nicht mit zu hassen, mit zu lieben sind wir da. Ringen Sie sich endlich frei Heri Drr^te, denken Sie nicht nur an sich, denken Sie an Ihr Kind! Soll PS auch einmal vprb'ttert und ohne Liebe durchs T.eben gehen, nur well sein Vater sich gro''pnd von allem 7urürkge7ogen hat?" sind ein guter Fürsprecher, Fräulein Slbeliuis", sagt Dioste mit e'nem schwachen T Schein. ,.Trh will mir Mühe qeben, Ihren CednnVennännen *u feigen , . . sicher sind .■i'e richt>ner als die meinen." Lore Sibelujs nicVl befreit ,,Ich habo es nicht anders von Thnen er-wartpt", snqt rIp srhMf^t, I «irh ^lp TtV gcflffnpt Frau * H "'■■it f-nft n'i" nr«'«in it"' 7'rn uici, L-iUei ihnen kouuut dei kleine Werner Droste und schwingt triumphierend in seiner Hand eine Tafel Schokolade. „Vatil" sagt er aufgeregt. „Vatll Hier Ist noch eine Tante und die Großmama hat mir etwas Feines geschenkt. Am Sonntag will sie mit mir auf dem Schiff fahren . . . da« wird fein . . . nicht wahr, du erlaubst es?" Droste streicht ihm über den blonden, wirren Lockenkopf, dann wendet er sich zögernd der Greisin zu, die ihm Frau Amberg zuführt ,J?ier i«t die gute, alte Jette . . Joa-chiml" sagt sie und ein flehender Blick liegt auf dem ernsten Mann, ,,kannst du dich noch an sie erinnern?" Droste hält eine welke, zitternde Fraueo' band in der seinen, er fühlt, daß er spannungsvoll von Lore beobachtet wird, sieht in Jettes gute, in Tränen schwimmende Augen . . . und da ersteht dde ferne Kindheit vor ihm. Jahre verwehen, die Vergangenheit Ist nahe '. . . ein grol\er, sonniger Garten Ist da . . . ein fremdes, vornehmes Helm . . . eine sorgende, t-eue Hand, die Ihm manchmal verstohlen Über das Haar gestrichen hat, eine Hand, die er einmal in dummer Jungensprödlnkeit zurückstieß . . . und die nie w^pderkrm. Poch, letzt h^^lt er sie, diese Hand, sie ist müde und wpik geworden und die seine hart und kühl. So lleinge enüiilt. AU erstt* fiel mi»' die Hochi^eitszeituug der Großeltern in die Hand, die vom die ovalea Bilder des BiautpAarcs zeigte, Tischlieder und „Bolladea" und reiches Anzeigenmateria! enthielt. Gleich daneben lag ein zusdnunengefalte^er vergilbter Bogen, der besUramt noch viel älter war: der Meisterbrief unsere« UrgroDvaterg, der Anno 1865 sein Meisterstück als Kunsttischler gemacht hatte. Wie viele Stücke La diesem Kasten erzählen von einer Zeit, in der man noch „Zeit" hatte. Schön gestickte und bemalte Lesezeichen und Bänder, die gevriß einmal an einer Laute hingen. Ein ganx ungewöhnlicher Neujahrsglückwunsch hat mich besonders begeistert. Dem herzlichen Schreiben, das »ine Nicht» an Onkel und Tante gerichtet hatte, war ein Elchenblatt beigelegt. Es war ein tadellos gepreßtes, trockenes Blatt, auis dem mit einer Nadel in mühseliger Arbeit die winzigen Zwischenräume zwischen den Adern herausgestochen waren, sodaß das Blatt wie feinstes Gitterwerk aussieht. Nur In einer bestimmten Form Ist In der Mitte das fahle Grün stehen gebliebent es ist das Bild einer Taube, die «inen Brief Im Schnabel trägt. Ein kleines Kunstwerk, das gewiß vieJ Mühe tfrmacht hat. Gleich daneben blickt ein kleiner Karton hervor, mit einem bunten Blumenstrauß bestickt. Rechts und links, oben und unten kann man kleine Schieber aus Ihm herausziehen, und auf jedem steht ein Liebesgedicht. Eine kleitne Aufmerksamkeit für unsere Mutter, alc ile noch Braut war, Dann kommen die neueren „Raritäten". Viel buntes Notgeld aus dem Weltkrieg und die zahlreichen Abzeichen, di« im vorigen Kriege in Straßensammlungen verkauft worden sind. Nur eins fehlt inzwischen! die vielen alten MÜnien, die der Kasten noch beherbergte — wir haben tl« vor ein paar Wochen bei einer StraDensammlung mit abgegeben, damit sie bessere Dienste tun al-s hier ein vergessenes l.eben zu führen. Wir kramten in dem alten Kasten. Bis Franz kam, unser Jüngster, und uns klarmachte, daß das alles gamlchts wäre. Denn seine Sammlung der WHW-Abzelrhen sei viel umfassender und so gut wie ein kleines Museum . . . Totale Mobilmachung aller Kräfte Verabtchledug tob Laadr«! TOacbef — Dtenstappell der Krelifühning Marburg-Lud I Die Kreisführung Marburg-Land hielt Mltt- Pg. Töscher nach seiner Rückkehr aus dem woch, 24. Februar, einen großen Diecistappell Felde den bisher geheqten und gepflegten ab, der unter dem Motto des totalen Arbeits- Kameradschaftsgeist unverändert vorfinden einsat/es stand. Ehrenzeicheatrflgar Kalten- mögt. beck, Krelsinspekteur in Windischgral, nalim < Kreisführer Doboczky gafc sodann In den Gedenktag wahr, um In längeren Aus-1 richtunggebenden Ausfiihrungen eine Überführungen die 25 Punkte des Nationalsozi all- siebt über das bisher Geleistete und in den sUschen Parteiprogranunes *u erlÄutem. nÄrJistcn Wochen zu Leistende auf dem Ge-Nacbdem la Vertretung des Buivdesjugend- j biete der totalen Mobilmachung aller Arbeltsführers Oberstammführer Pg. Kratzert über krftfte. Die Ortagruppenführer sollen sich In die Bedeutung der im März stattfindenden ^ ihrer von rein sachlichen Gesichtspunkten Woche der Jugend sprach und die Ortsgruppenführer bat, ihr ganz beeorderes Augenmerk auf die Jugendarbelt zu richten, berichteten Amtsgerichtsrat Dr. Jamnigg und Dr. Somogy über ihre Arbeitsgebiete, die Krelsschledsgerlchtsbarkelten und über die Pressearbelt, worauf Stnbslelter Pg. Nltzsche zu der bevorstehenden Erfassung und Ablio-feruTsg der • landwirtsrhaitlichen Produkte sprach. Vom Geiste echter deutscher Kameradschaft war die Verabschiedung des Landrates Pg. Töscher getragen. So wie die Zusammenarbeit der VerwaltungsbehörHen mit der Kreisfühnmg In der schweren Zelt seit der Landnahme stetes eine mustergültige war. bestimmten Tätigkeit bei der Stillegung von nicht kriegswichtigen Betrieben und Freimachung von Arbeitskräften auch weiterhin | nicht beirren lassen. Als besonders schönes l Beispiel nationalsozialistischen Denkens ver-, dient die Tat eines Ortsgruppenführers er-1 wfihnt zu werden, der nicht zögerte, seinen' eigenen Geschäftsbetrieb zu schließen, wih-, rend er das konkurrierende Nachbargeschäft, dessen Inhaber kränklich und daher einsatzunfähig war, beließ. Gewiß werden uns dls kommenden Monate eine schwere Arbelts-häufung aufbürden. Aber auch sie wird — so schloß der Kreisführer — mit vereinten Kräften gemeistert werden. Denn immer stehen die tapferen Soldaten vor unseren so soll sie aüch weiterhin bleiben und die | Augen, die täglich und stündlich Ihr Lehr»n Abschiedsworte des Landrates Pg. Töscher einsetzen, um die Heimat zu schützen, und und des Kreisführers Pg. Doboc7ky klangen | uns damit verpflichten, mit allen K'-äften mit-In der zuveruchtlicheo Erwartung aus, daß' zukämpfen an dar Erringung des Endsieges. dl crioartc ^ahef/ Ca0 Ote Heimat im DUrtcn Kricse-WinterblUe« merh Ihre Pflicht crfiUit Drei Millionen Reichsmark Dlo für Spende des Relchsarbeltsdienstoi das KrlegswlDterhillswerk Relchoarbeitsführer Konstantia HJerl Ober-gab dem KriegswLnterhllfswerk am 24. Februar den Betrag von 2 854 564,07 Reichsmark. Diese Summe haben Arbeitsmänner, Arbaitsmaiden und Kriegshilfsdienstmädchen, Arbeiter und Angestellte, die Führer und Führerinnen dem Relchsarbeitsführer aus Anlaß seines Geburtstages im Zeichen deutscher Schicksaisgemainschait überreicht BL TH *r Wohnnacht am M. tnd 21. Mfin. Das Oberkommando der Wehrmtchl hat Richtlüii'en für die Durchfülirung des | Kenner dieser Fragen In Deutschland und von 70 Heften ftber ifcfallcne Ritterfcretii- träger der drei Wehrmachlteile und der Waffen-SS verkauft Ferner sind_ wieder Öffenüiclie Einlopfessen in den Kasernen j vorgesehen. Die übrigen Veranslallungen j d«r Tr«pi>e werden wie in den vergangenen Jahren örtlich geregelt. m. „NaturwlssenB^art und Wellansdiaoang^. | In dem morgen, Samstag, den 27. Februar, im. Rahmen des Steirischen Heimatbundes statt-findenden Vortrag über das Thema „Natur-1 Wissenschaft und Weltanschauung" spricht < Universitätsprofessor Dr. A. BühJ über den j Zusammenhang der Naturwissenschaft und die weltanschQuliciien Auseinandersetzungen j der Gegenwart Er gilt als einer der besten Tages der Wehrmacht im Rahmen de« Winterhilfswerltes 1943 erlassen. Die Stra-Densammlung am 20. und 21. Märs wird durch dl« Beauftragten des Winlcrhilfs-werkes vorbereitet« Als Sammler stehen die Gefolgschaften der Wehrmacht, die Mitaleider der NS-Kriegsoprenrersorgung und des NS-Reichskriegert>undes »uwie l>ei öffentlichen Ausstellungen außerhalb der Kasernen Soldaten zur Verfügung Bei der Sammlung wird diesmal eine Reihe Zur Versammlungiwelle des Steirischen Heimatbundes Vm bewtloafso becaideC — Aach klelnate Mle wtvl liforgen, Samstag:, den 27. Febniaj, läuft i führung der Ver®amnüun|r derart geplant die bereite angekündigte Versammlungswelle lat, daß vor allem den Bergbauem und wel-des Steirischen Heimatbundea an. Sie lat ter entfernt wohnenden Volkagenossen der nach einer Reihe Von derartigen Wellen die erste in dleaem Jahr. Die Vorbereitungen für die Durchführung dieser großen Aufklä-rungsaktion des Steirischen Helmätbunde® »ind bereits allerorta beendet Dabei wurde vor allem großes Augenmerk darauf gerichtet, daß diese Welle selbst die kleinste Orta-gruppe erfaßt und bis in das letBte Bauernhaus des Unterlandes dringt Sie bietet so Jedem Volksgenossen und Jeder Volksgenos-sln die Möglichkeit, sich aus berufenem Mund Uber die aktuellsten Probleme der Gegenwart aufklären und beraten z\i lassen. Aua diesem Grunde stehen diesmal nicht die Großversammlungen im Vordergrund, sondern jene in den Zellen, wobei die Durch- weg zum Versammlungsort nicht »u lange Ist. Damit Ist es Jedeto erieichtert, die Versammlungen zu besuchen. Wir wissen, daß die dienJHiiriga Versamm-lungswelle in die Zelt das größten Aufbruches des ganzen deutschen Volkes fällt, In eine Zeit, in der Jeder Volksgenosse utkI Jede Volksgenoasm Ihre noch verfügbaren und nicht vollständig ausgenützten Kräfte dem Kampf und der Erringung des Endsiegas beistellen müssen. Es Ist die Stunde der Bewährung gekommen, in der wir alle verpflichtet sind, zu Beigen, was wir können und vermögen, dabei bnmer von dem einen Gedanken geleitet: »Sieg um jeden PrelsTc wird zunächst die Frage behandeln, ob es eine objektive, exakte Naturforschung überhaupt gibt Sodann legt Dr. Bühl die Wandlungen des naturwissenschaftlichen Weltbildes Im Laufe der geschichtlichen Entwicklung dar, wobei er von seinera engeren Fachgebi^^t, der Physik, ausgeht. Seine leicht verständliche Art des Vortrages wird einen tiefen EinbLick in alle dleM Fragen geben. m. Erfolgreiches Auftreten der Laienspielgruppe Gonobitz. Sonntag, 21. Februar, wurde von der Laienspielgruppe Gonobitz das drelaktlge Lustspiel ,,Der Großvater" zur Aufführung gebracht Das Stück gefiel überaus gut und die Darsteller wurden mit reichem Beifall überschüttet. In den Pausen spielte da« Orchester des Steirischen Helmat-bimde« auf und zeigte dabei fortgeschrittenes Können. Vor Beginn des dritten Akte« überreichte der Ortsgruppenführer dör Leiterin der Laienspielgruppe, Pgn. Schuster, die vom Kulturamt des Steirischen Helmafbundes ausgestellte Urkunde ziun Zeichen der Anerkennung für ihr kulturelles Wirken, Wie wir erfahren, wird die Gonobitrer Laienspielgruppe in den nächsten Wochen zum ersten Mal auch außerhalb des Ortsgruppenbereiches auftreten, so in Wlndisciifeistritz imd Pölt-schach. m. Verungiackt Die 64]Uirige Vera Schwarz aus Partin, Gemeinde Malenberg, fiel vor Schwäche vom Sessel und brach sich den rechten Oberarm. — Bei der Arbeit verletzte sich der 39 Jahre alte Meier Anton Gosak aus Rotenberg 12 den Unterschenkel. m Volkstänze m Pettan Von 16. bis 18. Februar wurde in P^'ttau der erste Volkilanzlehrgaiig durcinj^-führt Von vielen Standarlcn des iäaiuic's v-'arcn Jungfu und Müdel zut.ainuiei inimt-r luslig her und kichi, wie Im Spiel, wurden die verschietlejien Tänze erlernt Di-n Höhepunkt des Lagers bildete ein lustiger Abend am Mittwoch. der 50 recht zeigte, daß wir mit Freude an uns^jre Arb<*il Milien und dali diese dann dopiK'It schnell ücleistcl wii'd. Am Donners lag zeigte die KasiHM']grupi>e des Rann<.s^ daß sie seil ilirom ersten Aufli-elon viel Ix'sscr geworden isl. Mit einer Arlieitsbespreciiung wurde das Lager Jx'cndet Wer nicht arbeiten wül^ muß * . * Eigentlich sollt« maji es nicht für mBgllch halten, daß es in dieser Zeit des totalen Arbeitseinsatzes und der todesmuLigen Bewährung unserer Soldaten an der Front noch Menschen g:bt, die an der Größe dieser Zeit ohne Bedenken vorübergellen. Um diesen üble*n Volksgenossen zu begeg'nen und ihnen mit aller Strenge dl« Vitge ru weisen, die heute gegangen werden mti/een, wies der Oberbürgermeister eine Anzehl von Personen aus dem Marburger Stadtberelch wegen Arbeitsscheu und sonst nicht e nwahdfreien Lebenawandela auf die Dauer von sechs Monaten In ein ArbeiLsorziehungslager. Es handelt «ich um den Schuhmacher K. J., wohnhaft in Meiling, den Echlueser L. K., wohnhaft in DrauweUer, den Arbe ter N. A. aus Drauweiler, den Angestellten D. W. aus der inneren Stadt, um die Arbeiterin S. J. aus der Inneren Stadt und die Angestellte E. U. aus der inneren Stadt. Diese Einweisungen bedeuten einen letzton Verbuch, die Betroffenen wieder zu einem ordentlichen Lebenswandel und zur Arbei^flamkelt anzuhalten. Dle?e Maßnahmen werden bei Jenen Volkflgenossen Anwendung finden, die glauben. der großen Zelt gegenüber keinerlei Verpflichtung' zu haoen und d!e es verdienen, als VolkaschädUnge besonders gebrani-markt zu werden. m Todesfälle. In Marburg Terschledeu: Im hohen Alter von 80 Jahren d^r Rei'"h3-balinschaffner i. R. Andreas Marhold aus der Fraustaudnerstraße 59 in Drauweiler} das ArbeiterstÖchterchen Christine Martschitsrh aus Mahrenbergj di^ 11 jährige Besitzers-tochter Mathilde Strnischa aus Krnfendorf *>ei Ponigl, und die 40 Jahre alte Srhraied*-meistersgattin Mathilda Swenschek geb. Schilez aus Oberrotwein 5. m. Der Tote vom Wörthersee. Wie setner-zeit gemeldet, war am 30. Januar ein unbekannter Mann einige hundert Meter vom Südufer des Wörthersees entfernt, auf der Eisfläche eingebrochen, und ertr^inken. Der Verunglückte hatte »ich etwa eine halbe Stunde lang auf dem Eis gehalten, war aber dann untergegangen, bevor Hilfe ziir Stelle wdr. Bis zur Stunde ist noch keine mit dem Unfall zusAmmonhängende Vermißtenanzeine eingegangen. Es ist bisher auch nicht gelungen, die Leiche zu bergen. Eventuelle Wahrnehmungen, di® zur Ermittlung der Person de« Verunglückten frihren können, wollen bei der nächsten Polizeidienststello oder bei der Kriminalpolizeistelle in KJagen-furt gemacht werden.____ Auch Witwe Bolte gibt euch Kunde, VergeOl nicht die Verdunklimgsstunde. Verdunkle von 19 —5 Uhr mSmrn Ritt durch die Nacht Von Matthäus Sporer Seit Tagen waren wir schon auf dem Marsch. Wir ritten, fuhren und marschierten. Über vereiste und vom Schnee verwehte Straßen ging es hügelauf und hügelab am Donaustrom entlang. Begeistert von der eindrucksvollen Schönheit dieser Landschaft vergaßen wir bald die Mühsal und Strapazen, die solche Märsche immer mit sich brachten. So zogen wir dahin, vom frühen Morgen bis zum späten Dämmern eine» Abends, manchmal jedoch auch noch bis In die tiefe Nacht hinein. Wie wohlig schliefen wir dann irgendwo in einem abgelegeuen Bauernhaus auf Stroh' und Heu, und wenn wir einmal vom Glück begünstigt waren, in einem welchen, weißen oder biaukarierten Federbett. Doch solche Tage schienen uns dann stets wie Feiertage, und Feiertage stehen immer einsam in den Kalendern. Wir waren schon zufrieden, wenn wir ein Dach über dem Kopfe wußten. Was scherte uns schon Stroh und Heu. Was kümmerte uns gar ein Federbett 1 Soldaten können auch ohne den Luxus frönlich sein. Oefeit gegen den Griesgram waren wir ganze Kerle und blieben, was auch Imnier kommen wollte, einander gute Karneraden. Wir konnten uns verlassen aufeinander in Not und Oefahr. — und hatte eintnal einer wirklich etwas aufgefressen, so trugen wir einander auch nichts nach. Sn waren wir so richtig ein verschworener Haufen, und darin lag auch unser ganzer Stolz . . . Wer mit uns halten wollte, der muüte sein wie wir. Und wieder einmal ritten wir in eine Nacht hinein. Oben, hoch im klaren Nachtblau, schimmerten die Silbersterne. Schweigend ritten wir dahin. Es fiel kein Wort. Nur vorne, ganz am Anfang unseres Zuges, unserer Batterie, da sunmite einer leise ein Liebeslied. Ob es der Leutnant selber war. weiß Ich nicht mehr. Denn kaum, als er es angestimmt, schon summte auch ein zweiter Mann und immer mehr begannen darin einzufallen. Von Pferd zu Pferd pflanzte das Lied sich fort, sprang über die Fahrxeuge und die Qe-schOtze — und alle riß es mit. Wir alle summten ein Llebeslicd in eine dunkle Sternennacht. Wie einer Orgel Rauschen schwoH es auf und ab, um wiederum zu kommen, und dann verklang es und erstarb Im nahen Tann. Und nur der Wind strich kalt uns ins Gesicht und hielt uns alle wach. Dann sangen wir noch manches stolze Reiterlied, von Lust und Leid, und auch vom Wiedersehen. ^ Ganz nahe ritten wir am Strom. Drüben, überm kleinen Wald, da mußte endlich auch die Brücke sein, über die wir heute auch noch kommen sollten. Dann hatten wir ja bald des Tages Ziel erreicht, dann hieß es endlich abgesessen. Vorbei ein Tag. vorbei. Längst lag die Brücke hinter uns und hinter uns der breite Silberstrom Steil ging es nun zum Berg empor, Brave Soldatenpferde zogen ihre schwere Last Nun sahen wir von oben noch eintnal Ins weite Tal. sahen den >5tillen Strom, sahen den dunklen Tann. Fern schlug die Turmuhr eines Dorfkirchleins zu später Nacht. Es war. als rührte uns die Ewigkeit mit ihrem Stundenschlag. Und finer von uns sagte: »Seht! Gleich werden wir dort drüben sein!« — tind dabei deutete er mit der Hand dorthin. Ein stiller Dorffriedhof in Leonding. Als wir nach einer Weile dort vorüberkamen, fielen wir wieder in das große Schweigen ein. Aber einer nach dem anderen straffte sich mit einem Male und nahm die Hand zum Helm. So ritten wir vorbei. Schlief dort nicht Jene Mutter Ihren letzten Schlaf, die Deutschlands größten Sohn geboren hatte . . .? Ein Stückchen Pappe wir all« kennen sie, die grauen Wintertage mit ihren Sturm und Regengüssen. Um Stadt und Land legt der Nebel seine feuchten Schleier. Farblos sind die wohlbekannten Plätze und Straßen und in den Gärten, die so bunt zwischen einförmigen Häuserreihen leuchteten, ist es still geworden. Das traurige Bild der Natur senkt sich in unsere Herzen — es macht sie so bange schlagen und die Sehnsucht nach allen, die. uns ferne sind, brennender und quälender. Sorgtfn und trübe Gedanken kriechen Im Nebeltreiben gespenstisch auf uns zu und begleiten uns auf allen Wegen. Da vermag manchmal ein kleiner Gegenstand, ein unbeachtetes Etwas, den grauen Tag zauberhaft zu erhellen. Ein Stückchen Pappe fiel mir beim Ordnen einer Lade In die flände, klein, unscheinbar, mit nüchternen Zahlen beschrieben — eine Bahnsteigkarte! Im Nu rollen Monate zurück. Ich stehe unter vielen Menschen in der Bahnhofhalle, um ihn zu erwarten, der auf Hei-njaturlaub kommt. Die Schienenstränge glänzen im Sonnenlicht, der Geruch von Teer und Rauch hängt in der flimmernden Luft. Gespräche umschwirren mich, ein hochbelade-ner Gepäckskarren rumpelt über die Schwellen. und wenn der Hammer des Kontrollbeamten auf die Geleise schlägt, schwingt ein heller singender Ton durch den Lärm. Verworren klingen die Geräusche an mir vorbei, ich höre nur das laute Pochen meines Herzens. Die kleine Karte halte ich umkrampft, mein ruheloser Blick «ucht immer wieder die Bahnhofuhr, deren Zeiger umbeirrhar von Ziffer zu Ziffer springt. Mit ungeduldiger Hand möchte ich ihn vorrücken — und doch wieder jede Minute festhalten. Jäh greifen Zweifel nach mir: Was weiß ich von ihm, der nun aus dem Kampfgetriebe der Fronten kommt? fn seinen spärlichen Briefen fand ich selten ein Wort für mich, ein Wort, das mich an die innige Vertrautheit von einst erinnerte. Wird Entfremdung auch uns... Da kommt Bewegung in die Wartenden. Aus der Weite schrillt ein Pfiff, die Lokomotive schiebt sich heran, splelzeugkleln noch, dann größer und größer, schon ist das Stampfen und Schnauben der Maschinen vernehmbar, der Zug dröhnt in die Halle. Weißer Dampf füllt den Bahnsteig. Türen klappen auf und ein Menschenstrom entquillt den Waggons. Ein Rufen dort, ein Lachen da, ich werde gedrängt, gestoßen, einige feldgraue Uniformen trauchen auf..., nein, er ist nicht dabei, sicher war das 'Telegramm ein Irrtum, da» um^^chlingen mich zwei Anne und ich blicke in Augen, aus denen mir nur Güte lind Verstehen entgegenstrahlt. Ich wül sprechen, herzliche Worte sagen, es wird nur ein Gestafnmel daraus. Aber ich fühle den Druck der Arme fester um mich, und wäli-rend ich das geliebte Gesicht sehe, versinken Zweifel und Kummer, Sorgen und bittere einsame Stunden Ins Niegewesene. Nun ist die Welt voll Sonne. Um den Glanz entschwundener Sommer, tage festzuhalten, bedarf es keiner großen Dinge. Oft nur eines Stückchens Pappe! Erika Fischcr Seltt 6 »Marburger Zeitung« 20. Februar 1943 Nummer 57 Neuer Führer des ^^-Ober-abschoittes Donau Der Führer hat aaf Vorschlag des Reichsführers jj und Chefs der Deutschen Polizei aJs Nachfolger des am 4. Juni 1942 gestorbenen iff-Obergruppenführers und Generals der Polizd Heydrich den ^^-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei Dr. Ernst KaltenhruTiner zum Chef der Sicherheitspolizei und des SD. ernannt. Er tat bisher Dienst als Führer des -Oberabschnittes Donau und als Höherer ff- und Polizeiführer bei den Reichsstatüialtern in Wien Niederdonau und Oberdonau. j^-Gruppenfüh-rer Ür. Kaltenbrunner ist als Ostmärker damit auf eine der höchsten Steilen in der Reichsfülirung der ff und Polizei berufen worden, . . Zum Führer de& f^-Obcrabschnittes Donau und zum Höheren ff- und Polizeiführer bei den Reichsstatthaltern in Wien, Niederdonau und Überdonau wurde nunmehr der Nachfolger von ff-Gnippenführer Dr. Kai-tenhrunner, ff-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei Rudolf Querner, bestellt, der zuletEt Dienst als Höherer ff- und Po-lizeiführer im Wehrkreis X tat. Gruppenführer Querner war bereits im Jahre 1938 in Wien tätig. Drittes Symphoniekonzert in Marburg Das St»dttheat«rorchester unter Prof. Frisch und der Geigenvirtuo&e Nikolaus Petro- witsch spielten Am 24. Februar fand im HeimatDundsaai m, Aul dem Felde der Ehre gefallen. An der Afrika-Front fand der neunzehnjährige Meinhard Rauinann aus Rohitsch-Sauerbrunn den Heldentod. Baumann war der erste Ju-gendfülirer dieser Ortsjjruppe. Sein gerader, offener Charakter und sein hilfsbereites Wesen jnachten ihn zum Vorbild aller seiner Kameraden, Was er seinen Kameraden lehrte: Pflichterfüllunjr und Einsatzbereitschaft, das hat er in seinem eigenen Leben gehalten und zvar bis zur Hingabe seines Blutes für das Vaterland. m. Zum 90. GeburtstaK. In diesen Tagen vollendet das älteste Mitglied der Ortsgruppe Cilli-Forstwald, Frau Aloisia Schenk, das 90, Lebensjahr. Die Jubilarin, die ihren l.ebeiisabend bei ihrer Stieftochter in der ]"lu£o-\Volf-Straße in Cilli verbringt, ist noch immer frisch und munter. Sie ist eine gebürtige Olniützerin und kam schon im Jahre 1859 nach Cilli, wo sie seither ihr bisheriges Leben, reich an Arbeit und Pflichten, fast ununterbrochen verbrachte. das III. Symphoniekonzert der Konzerlfiai-son 19.42/43 unter der Leitung unseres Mu-sikdirektora Hermami Friscii faLatt. Auf dtr Vortragsordnung stand Mozarts Jupiter-Symphonie, das ßrams'sche Konzert für Vio-rine und Orchester und Smetanas symphonische Dichtung »Moldau«. Das Stadtlheater-orcheater musizierte mit autlajienaern Kifer und fühlbarer Vertiefung Ln die Schönheiten der einzelnen Werke, die Professor Krisch, einem kundigen Schatzgräber gleich, aus dem Notengestrlipp der Partituren herausschälte und im Feuer seines musikalischen Genies aufleuchten ließ. Jede Musik wird, wenn sie Prof. Frisch gestaltet, sei es nun am Klavier oder mit seinem Orchestcr, ein tiefes Erlebnis, das der Erinnerung verhaftet und in Ihr als -unvergeßliche Kostbarkeit lebendig bleibt. Mozarta Jupiter-Symphonie ist das er^te Werk des Meisters, das in unseren Symphoniekonzerten aufscheint. Sie gehört zu den bekanntesten Werken dieses einzigartigen Genies, in dem sich die geballte schöpferische Kraft des achtzehnten Jahrhunderts konzentriert zu haben scheint. Die duftige Leichtigkeit Mozartscher Musik, ihre keusche Anmut, ihre im Rokoko geborene Zierlichkeit, atmet fast aus jedem Takt, möge sie auch (wie im Phasenwechsel des ersten Satzes und im 4. Satz) energiegeladen aus dem Feuer hemmungslosen Temperaments ihre Sprache finden. Den befehlenden Akkorden folgt im ersten Satz ein weiches, bittendes Thema, dem sich gleichsam als unduldsame Antwort wieder rhythmisch gezackte Dreiklänge an die Fersen heften. In der feurigen Durchführung zeichnete sich das Orchester, in dem die vielbeschäftigte erste Flöte durch ihren schönen runden Ton angenehm auffiel, besonders aus. Klar und deutlich wurden die einzelnen Thernen herausgeschält und dem Zuhörer mit kaum zu Ubertreffender Grazie präsentiert. Das Andante c^tabile gab den Geigern Gelegenheit, Ton und Farbe in allen nur erdenklichen Schattierungen zu entwickeln. Das Menuett des dritten Satzes wurde durch sein tändelnde«, kurz geschürztes Tempo zum duftigen blütcnbeladenen Tongemälde. Im Finale gab es ein echt Mozart'schea Allegro Von der Pike auf zum General Der neue Weg des deutschen Offiziers nommen werden. Entscheidend für die endgültige Übernahme in die aktive Offizie^ Das Wort »Marschallstab im Tornister« hatte in der Frühzeit des preußisch-deutschen Soldatentums praktischen Inhalt. Allein aus den Zieten-Husaren sind zehn Generale von der Pike aufg^tiegen. Im vorigen Jahrhundert wurde dieses Dienen von der Pike an fminer seltehfer, blieb meist eine auf Kriege beschränkte Ausnahme; in den Kriegen 1864 bis 1871 und im Weltkrieg 1914-18 sind insgesamt einige hundert Un-teroffi7.ie:"e zu Offizieren befördert worden, eine Zahl, die bei der Größe des Offizierskorps nicht ins Gewicht fällt Erst mit den) nationalsozialistischen Umbruch änderte sich da.s vollständig. Die Herkunftsschian-ken wurden bald nach 1933 kein Hindernis mehr für das Vörwärtslcommen des tücnti-gcn" Soldilten. Genaue Zahlen sind nicht bekannt; es kann aber, wie der Reichstreubund elicnialiger herufs-Soldäten mitteilt, angenommen v.'trc'cn, daß schoh vor dem gegenwärtigen Kriege viele Tausende der On-tertjfizierpir.ufbahn entstammende aktive Offiziere ia den drei Wehrmachtteilen dienten. Unter ihnen befinden sich zur Zeit schön 12 Generale, darunter drei Kommandcure von Fallschirmjäger-Regimentlern. Vier von ihnen tragen das Ritterkreuz und zwei von ihnen das FJchenlaub. Üieee in der Praxis bewährte soldatische Auslese wird nun auf die breiteste Basis gestellt. Die Tüchtigkeit imd Einsatzbereitschaft "sind danach das einzig gültige Aus-leseprin^ip für den Offiziersnachwuchs ge-wojden. Jeder junge Deutsche kann ab sofort ohne Besuch einer höheren Schule und deren Abschlußzeugnis von vornherein als Bewerber für die Offizierslaiifbahn ange- laufbahn ist die Feldbewährung. Öamit ist mjn auch die einst aufgerichtete Bildungs-schranke beseitigt. In neuer, veredelter Gestalt ist die bewährte Tradition wieder erstanden. Den Marschallstab trägt jeder Soldat nun wirklich im Tornister, ob er berufen ist^ das richtct sich nach seinem Können. Entscheidend wird besonders auch seine soldatische Haltung als »unterer Offizier« gewertet werden. Daß die neue Lage ihre besondere Bedeutung für tüchtige Unteroffiziere hat, für jene Männer also, die aus innerer Berufung Soldat wurden, versteht sich von selbst. Sie werden beweisen^ daß sie heute wie zu allen Zeiten berufen sind, in den Wettbewerb um die höchste soldatische Leistung einzutreten. Sie haben überhaupt in der Wehrmacht des Führers ihren besonderen Platz erhalten. Ein Merkblatt über die Untcroffi-Zierslaufbahn, das während des jetzigen Krieges vom OKW herausgegeben wurde, bezeichnet .sie als Gehilfen der Offiziere in der Erziehung. Führung und Ausbildimg der Truppe und fügt hinzu, daß auch ihr Beispiel in Berufsauffassung und Lebenshaltung, ihr Beherrschen des Soldatenharid-werks und ihre Lehrbefähigung von bestimmendem Einfluß auf den Geist und das Können der Truppe sind. Hier zeigt sich Offizier«, die ihre große Bedeutung erhält, weil ja auch nach der Neuordnung nicht jeder Unteroffizier werden kann. Dazu ist die Laufbahn des Unteroffiziers viel zu wesentlich; sie ist unentbehrlich. mollo, das durch seine gute Diktion angenehm auffiel. Das Brahms'sche Violinkonzert war der Erfolg de3 Abends. Nikolaus Petrowitsch, ein junger Vollblutmusiker und begnadeter Geiger spielte den Solopart. Vom großen Paganini hat er wahrlich nicht nur seinen Vornamen, sondern einen Großteil seiner Kunst geerbt. Auf seinem Instrument ist er ein Virtuose. Dalier gibt es für ihn keine technischen Schwierigkeiten, die er nicht sozusagen aus dem Handgelenk schütteln würde. Seine Doppelgriffthemen erklingen mit überzeugender Eindringlichkeit und umsponnen von jenem süßen, unbeschreiblichen Zauber, den auch seine Kantilenen auf der E-Sa,ite, ganz oben in der Nähe des Stegs gegriffen, ausstrahlen. Geflüsterte Pianissl-mos, ischarf akzentuierte Doppel- und Drel-kiänge sind nie Selbstzweck und Effekthascherei, sondern entwickeln sich mit der nur großen Künstlern eigenen Natürlichkeit aus den Geboten der Schöpfung. So glutvoll ist Brahms in Marburg noch nie gespielt worden. Prof. Frisch begleitete mit seinem Orchester in der ihm eigenen nachgebenden und doch sicher führenden Weise. Er Ist ein unerreichter Meister einer Begleitung. Er folgt dem Solisten in allen seinen Gefühlsregungen, stützt ihn unmerklich und übernimmt im gegebenen Augenblick die Püfe' rung. Die Holzbläser, von der ersten, in ihrer Tonentfaltung prachtvoll ausgeglichenen Oboe geführt, haben sich besonders In der fast nur ihnen überlassenen Einleitung des Adagios ausgezeichnet. Im allegro glocoso wurde das Thtma leicht tändelnd und effektvoll stakkatlert herausgearbeitet. Den Ausklang des Symphonlefconzertes gab Smetanas symphonische Dichtung »Moldau«. Aus drn Klarinetten, denen sich allmählich die übrigen Holzbläser hinzugesel-len, wird die muntere Quelle hörbar, die sich .•iprudelnd den Weg ins flache Land bahnt, zum Fluß und schließlich zum Strom heranwächst, auf dessen mächtigen Rücken stolze Schiffe' dahinziehen und dessen Ufer große Städte säumen. Mächtig rauscht das Haupt-thenia der Dichtung auf, da« nach der gewaltigen Durchführung nochmals in lichtvollerer Deutung aufklingt Prof. Frisch hat sich mit großer Liebe dle®er Komposition angenommen und aus dem Orchester eine Höchstleistung^ herausgeholt. Das Publikum war begeistert Der rasende Beifall, den schon da« Brahmskonaert funden hat, wurde auch diesem Wer* mtetl und begann erst zu verebben, als sieh Ppof. Frisch den Entschluß zu erkennen gab, den Schlußtcil noch einmal spielen zu lassen. Dr. Eduard Butsöhar Abkürzung des juristiscnen Vorbereitungsdienstes i'aet aer gesamte Kechtawahretnachwuohaj steht unter den Fahnen. Viele Stud|nten1 und Referendare werden durch üuen Einsatz! im Schicksalskampf des deutschen Volkes in ihrer beruflichen AuabUdung um Jahre zu-rückgeworfen. Die Justizverwaltung sieht es als ihre Ehrenpflicht an, hier helfend einzugreifen, msbesonäere den jungen Rechtswahrern durch zwecknnäßige Gestaltung der Ausbildung und durch sorgfältige Unterweisung den Weg zur großen Staatsprüfung zu ebrien, um sie möglichst bald einer praktischen eigenverantwortlichen Berufstätigkeit zuzuführen. Die neue Verfügung des Relchsjiustlzministers sieht eine auf Antrag des Referendars vorzunehmende Abkürzung des Vorbereitungsdienstes um sechs Monate, also auf 1% Jahre, vor. Voraussetzung hierfür ist, daß der Referendar nach Kenntnissen, Fähigkeiten und Leistungen hinreichend vorbereitet ist und durch seinen Kriegswehrdienst einen über die gewöhnliche Dauer meiner aktiven Arbeits- und Wehrdlenstpfllcht hinausgehenden AusbU-dungsverlust von wenigstens 18 Monaten erlitten hat oder erleidet In ganz besonders gelagerten Einzelfällen — etwa für besonders fachlich geeignete Referendare bei her-vorragender Bewährung und Auszeichnung vor dem Feinde — kann der Reichsminister der Justiz weitere Abkürzungen bewilligen. In der Prüfung sollen möglichst gleichmäßige Anforderungen gestellt, vor allen Dingen soll bei der abschließenden Bewertung auch die Gesamtpersönlichkeit des Kriegsteilnehmers nach einheitlichen Grundsätzen gewürdigt werden. Um dies sicherzustellen, wird die Prüfung grundsätzlich vor dem Relchs-Justizprüfungsamt In Berlin abgelegt und von Prüfern abgenommen, dt» selbst Frontaoldaten sind. Sie besteht aus drei fachlichen Aufsichtsarbeiten, aus einer Hausarbeit mit Bearbeitungsfrist von zwei Wochen und aus der mündlichen Prüfung mit einem Akten Vortrag. Eine beson lere Ver-günstigung bringt die Bestimmung, daß die erstmalig nicht bestandene Krlegstellneh-merprüfung als nicht unternommen gilt und in der gleichen Art einmal, bei erneutem Mißerfolg ein zweites Mal wiederholt werden kann. m. Vortrag In CIIII dber wostalflkanlsche Erlebnisse. Freitag, den 25. Februar, veranstaltet die Volksbildunsrsstätte Cilli im Deutschen Haus einen interessanten Vortrag des bekannten Wiener Forschers Dr. Ralph Eberl-Fiber. Schmalfilm und Lichtbild uniwstützen den Vortran, der unter dem Titel »Im Bannkreis des Boro-Yafat läuft. m. GlUhlampenverkauf im Sommer gesperrti Der Reichsbeauftragte für elektrotechnische Erzeugnisise hat am 16. Februar 1943 eine Anordnung erlassen, die vielleicht bed dem ersten Lesen verblüfft. Der Verkauf von Großlampen, d. h. von üblichen Starkstromlampen, wird ab sofort an Haushaltungen, Gaststätten, Behörden, Banken usw. verboten. Dabei handelt es sich aber nur um ejn für die Sommermonate, bis zum 31. August 1943 beschränktes Verbot. In diesen hellen Sommertagen braucht nicht jede Starkstrom-Irimpo 7u breimen, jede ausgebrannte nicht sofort ersetzt zu werden. Dieses Verbot, dias kriegswichtige Produktions- xmd Verkehrs-botriebe nicht trifft, muß als ein erzieheri- iNuimni HCl ...V. ______ sches Mittel im Dienste der Energieerspamis die Wertung des Unteroffiziers als :>untprcr angesehen werden. Wer bisher nicht darauf gehört hat, Strom zu sparen, lernt es jetzt Die z-u erwartende Wiedereinfühning der Sommerzeit wird ihm das Strom- und Lam-pensparen, die Rückkehr zum natürlichen Licht erleichtem helfen. m. Reger MUtterdleast In Kreis Cilli. Um die Fratien und MÄdcheo tuf ihren Haiis-frauen- trnd Mnttert)emf vorniberelten, finden in den Ortsgruppen des Kreises Cilli fort laufend M-üttemachmitt^ trnd -tbende statt Bei diesen Zusammenkünften werden verschiedene praktische Themen des Arbeitsgebietes Mütterdienst behandelt, die mr Auf-kläniirg der Frauen über die Frauenarbeit dienen. Sie erfahren hier alles übe^ie hohen Pflichten der Mutterschaft, über Pflege und Erziehung der Kinder und werden über viele hauswirtschaftliche Aufgaben aufgeklärt. Die Mütterabende werden von den Frauen sehr gerne besucht nnd fördern so die neratibil-dung von körperlich und seelisch tüchtigen Frauen, In den Ortsgruppen der Stadt Cilli finden diese Abende regelmäßig einmal im Monat statt m. Tabak-Doppelpunkte sind untrennbar. Da vereinzelt in Verkaufsstellen die Doppelabschnitte der Raucherkontrollkarten zur vennedntlichen Erledchtening des Verkaufs halbiert worden sind, wird an imterrichter Stelle darauf hingewiesen, daß eine solciie Teilung der Doppel abschnitte nach dem geltenden Recht nicht üi Betracht kommen kann. Doppel abschnitte sind vielmehr untrennbar. Immer wieder kommt es auch vor, daß von Verbrauchern beim Einkauf von Tabakwaren lose Abschndtte von Raucherkarten oder Kontrollausweisen vorgezeigt werden. Der Redchswirtschaftsminlster hat angeordnet, daß vom Verbraucher abgetrepnte Abschnitte, abgesehen von den Urlauber-Kontrollmarken, von den Verkaufsstellen nicht beliefert werden dürfen. Eine Ausnahme hiervon besteht nur für Versandgeschäfte. Bed dieser Gelegenhedt wird femer erneut unterstrichen, daß die zulässigen Vor- und Rückgriffsfristen von acht bzw. sechs Tagen keinesfalls überschritten werden dürfen. Cillier ArbeitsmSnner rücken ein H f'\ . v* I J >, .K'fiiA-: ■K' 1 ■ + < • Mit gebt et zMm DaJmlivi Wer efhiUt den besten l'iatz im Zug? « Auinalimcii: Pclikia. CUU Mttmmer ST »Marbufger Zeltung« 2Ö. Februar 1943 Sette T Wir hören im Rundfunli Fnltif. Ji. Felnar peiclwirofraMi Ifi.ao—16; Llad- tud Klaviermusik. ^ If»—17: Kletoei Konzert. — I9JD—19: Der Zelt-spiegel. — 19.At—19.35: Prontberichte. — 19.45—20; pr. Oo«bbct»>Arttkel; »Die Kriie Enropu«. — JQ.IS— »Die bante Reihe«. — 21—22: ZeitgeoössiKh« (jflterhaltnBgttniisik. DeytschlewlMDdcrt 17.15—18.^0; Von Mfindel bis Beet]ioven. — 20.15—21: Komponisten im Wiifenrocli (sinfonische Musik). — 21—22. »Die Rauensteifier tlochrcit« >on H. W. von Waltersbaose«. üendw Alpen: 6.L5—7: DescIiwinKter Morgen. — 17 ,<0—pNe klingende Brflcke: Filnitnusik. ^ 19,15—19.45: Das kleine Konzert. Künstler des Siid-uAlens. . yius a£(et Welt a. Eine „aufregende" Operation. Ein bekannter Budapester Chirurg hatte eiiunaJ die Aufgabe, seine eigene Tochter zu operieren. An diese Operation knüpft sich eine heitere .\nekdote. Der Geiz und die Habgier des betreffenden Chirurgen waren In seinen Kollegenkreisen fast sprichwörtlich geworden. Nachdem der operative Eingriff bei seiner Tochter glücklich durchgeführt war, gratulierten die Kollegen in langer Reihe dem Vater, bis es diesem schließlich schien, daß nidn zuviel Aufhebens von der Sache nidchte. Gerade war wieder ein Gratulant erschienen und drückte seine aufrichtige Bewunderung für die Kaltblütigkfiit des operierenden Vaters aus. „Armer Freund", sagte f.r, ,iWas mußt du als Vater gelitten haben!" Prolestierend und fast unwillig hob der rinrurg die Hand, um den Freund zu unterbrechen. Dieser aber fuhr unbeirrt fort; „Laß mir.h doch ausreden! Ich wollte nur sagen, ^vas mußt du Armer gelitten haben, weil du die Tochter eines so reichen Vaters unent-«|p,ltlich operieren mußtest!" • a. KrankenhetluDK ohne Arzt. In manchen (triciitaüscben Ländern kannte man bis in das Mittelalter den Beruf des Arztes nicht Die Jtie.handlting« der Kranken glns: dabei auf se!ir merkwürdige Weise for sich. Man trag die Kranken auf den Marktplatz oder an eine andere, möglichst verkehrsreiche Stelle des Ortes, wo zu allen Tageszeiten viele Leute vurübergingeii. Sie blieben dann stehen und j .iKten, was dem Kranken fehle. Dabei gab aus seiner eigenen Erfahrung mehr oder weniger bewährte Heilmethoden zum Kiten, die der Kranke dann an sich selbst ausprobieren konnte. Häufig bestand aucb iur jeden Kranken die Pflicht, sich die Mittel, mit denen er erfolgreich eine Krankheit an sich kuriert hatte, zu merken oder aufzu-sclircibeii, damit man sie später auch bei an-(Itrcii Kranken anwenden konnte. 1. Der Eid abf zwei Zöpfe. Es ist wenig kkdnnt, daß im Mittelalter das Haar bei (ifli^ilellen Eldesledstungen edne wichtige R -ile spielte. Dabei mußte der Mann wählend des Eides Haar oder Bart, die Frau über ihren Zopf berühren. Nach dem Wiener Mädtiecht von 1351 mußten die Frauen so-(i(tr auf zwei Zöpfe schwören. Eine derartige iidusleistung schildert Sattler in seiner Gc-AcliichtQ Württembergs. Danach stand im Ji]ire 1304 einmal die Gräfin Berena von /'ollera zur Eidesleistung vor Gericht. Nachdem ihr schöner langer Haarzopf zunächst sorgfältig auf seine Echtheit untersucht wor-(loii war, mußte sie Ihn um ihre linke Hand winden und diese sodann auf die Brust legen, Mährend die Rechte auf dem Amtsstab des Uichters ruhte, der ihr den Eid abnahm. Wlnscöaji Wein aus Bulgarien Ein wenig bekaontes Weinland, da» nur nai^h Deutschland exportiert — 40 Millionen l'iter gehen Jährlich ins Reich Wenn auch der bulgarische Wein alA Ex- Liter nach Deutschland ausgeführt worden, portware nicht annahernd die bedeut'Jiig wobei die Ausfuhr durch den Mangel an des Tabaks hat — erst seit 1937 gelangten Transport und V^erpackungsmateria! nocn nennenswerte Quantitäten zur Ausfuhr — nicht einmal die volle vorgesehene Höhe er- 80 spielte er doch schon immer in der Duiga- reicht hat rischen Landwirtschaft e.ne große Rolle, j^g Sorten WeiiiP, di^ denn der Inlandsverbrauch war von jeher ^ Bulgarien gekeltert worden: 1. ein schwe- hoch. Heute ist der bulgarische Wem aller- Rotwein vom Typ Ecideaux, von tlef- dlngs auch für Deutschland zu einem Hc- junkelroter F'arhe, der einen Alkoholgehalt grill geworden. von 12»^% hat, 2. ein Weißwein »Damiack^ Der Wein ist in Bulgarien ein Volksnah- mit eine'm Alkoholgehalt von 6—.1. ein nin£Bmittel geWorden im wahrsten Sinne hellroter Wein >Panüdr, desaen Aikoholgc- des Wortes. Da« ergibt aich aua der Tat,- halt um 10% liegt. Sache, daß In Bulgarien jährlich pro Kopf . Wie Edi Wretschitsch Sieger blieb über deji denkwürdigen Sieg des jungeji Cillier Tischienuismeisters Kdi WrelschilscU über den deutschen Meister Wunsch in Wieu wcriieiJ noch ergänzend einige Ein-zolheiU'.n l)ckannt. Wunsch snielie zu lie-ginii in großer Form und rift bereits mit 2:0 Sülzen die Führung an sich, a\n Wrelschilsch plöl/lich sin Sielierlieit gewann und Si)iel auf Spiel für sihli buchen konnte Es war ein miln'isseiider Kampl, der im fünften Salz Meinen dramaüschou Höliepunkt erreichte. Beim Stand 10:9 für Wrelsc.hilsch wurden die Si'ilen gewechselt bla 1200 Kllogr. Weintrauben, das ist also ischen Geschmack zu schwer und wird im Wn.wrh ..in! ßr'hpn Wnino an Hpn Haiintnnhniiatätlpn Ple- dOegoniieii. Das mehrgewoii- So begann wst seit 1037 ein Exiwrt b nene Öl soll iu erster Linie DeutscJiland garischen Weines Der oiiiKlge Abnehmer jjugui^.kommcii. blieb bla auf den heutigen Tag Deutschland, denn die benachbarten Länder: ' Griechen-land, Rumänien und auch die anderen Länder im Südostraum sind ja selber Weinpro duzenten. Im letzten Jahr sind bei einer Cmte von 205 Mülionen Litern 40 Müllonen : Hrrbert Leopold i$etoll«D. Oberleutnant Herbert Leupold ist im Osten den Heldentod geslorbetL Leupold, iji Sehiläuferkrci-s^n nur als „Leu" Ixkanul, war einer der bestell Langslirckler. den der deiil-sche Schisport je hervorgebracht tial.Aueli in der Unlersticierrnark war I^upnld alü Scliimeistcr erfolgreich henortjetrcteai Täglich 12,5 Millionen Sendungen Die deutsche Feldpost Im Jalire 19Vi Auch im Jahre 1942 wurden an die deutsche Feldpost außerordentllcne Anror-derungen gestellt, wenn auch nach den Schwierigkeiten des ersten Ostwinters im Mhjahr eLne Be.'j Gerung der Postversor-,ningslage eintrat. Dir Entfernungen zwl» flc/ien der Front und der Heimat waren teilweise wieder größer. ^ie Feldpostämter folgten der kämpfenden Truppe bis unmittelbar an die Front, um Grüße und Nach-i ichten zwischen Heimat und Front zu vermitteln. Im Frühjahr wurde der Luftfold-poBtdlenst mit der Ostfront aufgenommen. His zu den entferntesten Teilen der Ostfront liefen die Luftfeldpostsendungen bis zu ^'Avölf Tage weniger als die gewöhnliche Feldpost. Im Winter wurde die Luftfeldpoststaffel noch verstärkt, so daß der Soldat an der Ostfront auch Im Winter unverändert Luftfeldpoatsendungen mit der Helmut austauschen kann. Vom Sommer ab l^onnten auch wieder Feldpostpäckchen im (lei^ lcht bis zu 1000 Gramm zugelassen werfen, ehrte Erleichterung, die zum Winter tiann wieder aufgehoben werden mußte. Der günstige Stand der Feldpostve.rsor-Ruiig auf allen Kr'egsschaupl ätzen bewährte sich auch im WeUinachtsverkehr 1042. Dabei wirkte sich vor allem die auf den Erfahrungen des Vorjahres aufgeliaute Steuerung des Päckchenverkehrs günstig aus. Durch den frühen Einlieferungaschluß der Feldpostpäckchen gelang es, d'e WeUi-riachtsaendugen, abgesehen von einem kleinen Teil der Ostfront .und der Panzerarmee Afrika rechtzeitig an die Truppe heranzubringen. Insgesamt wurden im Jahre 1942 täglich rund 12.5 Mlii'onen Feldpostsendungen mit ^liüßen und Nachrichten zwischen Front \ind Heimat ausgetauscht. An reiner Brlef-/'f>8t gingen bei den Feldpostämtern 5,7 Mil-i'oiien Beutel e'n. Daneben rollten acht Millionen Beutel mit Feldpostpäckchen nach den Fronten Für die Heimat fertigten die Feidpostdienststellea 2,4 Mlll onen Beutel hiit Nachrichtenpost und 6 8 Millionen Beu-Wl mit Päokchenpost ab. Ferner gingen bei den Feldpostämtem 1,8 Millionen Dienstpakete ein und 1,4 MUlionen ab. Die Zuführung und Au^ändlgung der Privattelegramme aus der Heimat konnte im Osten erheblich veiJbessert werden. Insgesamt g'n-gen bei den Feldpostdienststellen. 1,1 Millionen Privattelegramme ein. Sehr stark ivar der Postzahlungsverkehr. Mit 20 Millionen Feldpostanweisungen und Feldzahl-karten wurden bei den Feldpostämtern im vorigen Jahre 2,4 Milliarden Mark eingezahlt. Ausgezahlt wurden 10 Millionen Post-und Zahlungsanweisungen mit 440 Millionen. Bei den Einzahlungen hatte die Ostfront den überwiegenden Anteil. Dementsprechend kamen auch die im Jahre 1942 bei den Feldpostämtem gestellten über 300 000 Anträge auf Teilnahme am Postsparkassendlenst vorwiegend aus dem Osten. Der Feldpost oblag die Durchführung des gebührenpflichtigen Postveikehrs für die nicht feldpostbe-rechtlgten deutschen Dienststellen und Firmen im Osten. Auch die Ruhezeiten der Truppe brachten der Feldpost keine Entlastung. Die Soldaten benutzten vielmehr gerade diese Zeit zur vermehrten Postauflieferung. Dlo körperlichen Anforderungen an die Feldpostbeamten waren sehr hoch. Das Heranholen der Post Im Schneesturm und ihre Bearbeitung bei tiefsten Temperaturen erforderten die volle Hingabe aller Kräfte an die wichtige Aufgabe, Mittler zwischen Front und Heimat zu sein. Daneben waren die Feld Postbeamten, wie Feldpostrat Dr. Pflüger In seinem Bericht in der >Deutächcn Post« abschließend mitteilt, gerade im Osten Feindberührungen und Kampfhandlungen ausgesetzt, Manche Feldnoetämter mußten zeitweilig den Poetbetrieb ruhen lassen und mit der Waffe Inder Hand den angreifenden Feind ab-,wehren. Viele Feldpostämtor hatten unter Artilleriefeuer und Bombenan'jriffen zu leiden. Trotz dieses schweren Winsatzes waren d'e Verluste der Feldpostbeamten im Jahve 1642 mit 57 Gefallenen, 25 Vermlttten, 31 Verstorbenen und 90 Verwundeten vcrhfilt-nismäßlg gering. (fr.) ßebenveredler werden für die Monate iMärz—April in der Obst- u. Weinbauschule Marburg/prau eint'estellt Geboten wird pro Veredlung 1—1 Vs Rpf und außerdem Leistungsprämie. Anfragen an die Direktion der Obst-'ind W'^inhaiisclni'e Mnrbursr'Drau, J41-k Auf der Fahrt zwischen Ourk-feld—Steinbrück nvej Nudel* breiter verloren. Qegen Belohnung abzugeben bei Emst Wüchse, Bäcker, Rönierstra-ßc. Cilli. IfusAiidtuts Kleiner ünzeiger JeJes Wori kostet fOi Stelleacesuche 6 Rpt das tettgeüruckte Wort 26 RdI fDr Qeld- Reallifl teiiverkeitr Briefw«cht«l und Heirat 13 Rpi das lettceüruckte Wort K kpi tat all« Obrlceo Wortanzeieen 10 Rpt das fettüedruckt« Wort Rpt Der Wortnrei» eilt bis tn 13 Buchstaben U Wort KennworteebDIir bei Abholung der Anneboie 3! Rol bet Zoseo-dun? durch Pnst ode> Boten 7< Rpi AuskunItseebQhr lür AnzeUea mit leni Vermerk »Auskunft In der Vervaituue .)der Qeschafts&telle« 3() Rp1 Anreiiten Annshmeschluß Am Taue vor Erscheinen um 16 Uhr Kleine Anzeigen werden iiur ?eien VorensenduuR je» Betrages (auch eültize flriftinurken) milcenoinmen MindesteebQhr lllr eine Kleine Anzeige ' RM ilt vedutufiH 2 Kessel. 1.70x1,.SO, auch als Reservoir verwendbar, ä RM 700.— zu verkaufen. Zuschr. unter »üut erhalten-^ an die Verw. m-3 SUäett^estuUe Älteres Ehepaar suclit Haus-luel.sicrpostcii. Anfragen Heugasse 3, Marburg. .S68-5 Sfä(ek I Zahlkcllncrln und Serviererin wird aufgenommeiL - Motel Schüller, Windischgraz. ,_275-k-6 I Wir suclien tiicJitigen Haus-I und Matcrialverwaltcr, kann I auch Pensionist sein. Vorzustellen bei Deutsche Uinsied-lungs-Treuliand-Ges., Tegett-I hoff.straße 46. 2iS4-6 2i» (Hteigk ftsudd ^or fon Arbeits* krKftes oiuÜ die iCuilimcntiof; des ■aslÜDdiceD Arbeil«aiDtr*. eioieholt werden- Berufstätiges Fräulein sucht möbliertes Zimmer. Anträge an Cafe jMarbnrgerhof« in Marburg 545-8 fukäe s IfeditsU Zeltungsaustrüger dringend gesudit. Anziffraxeu Jos. A. Kien reich, Zeitungsvertrieb, MarlMirK. Hur^K. 13. J)04-(3 Wäscherin, die Wäsche ins Hiius niniint (oline BüKeln) oder ins Haus lei der Firma Kuntner zur Verfügung gestellt. Der Leiter des Ernährungsamtes: i. A. NITZSCHE Richtigstellung In der Bekanntmachung des Standesbeamten Iti Marburg | a. d. Drau, vom 25. Februar 1943, soll es Im 3. Absatz unter j e) richtig heißen: i e) War jemand bereits verheiratet und ist er verwitwet, oder geschieden, so muß der Trauschein der früheren Ehen und der Totenschein des verstorbenen Ehegatten beziehungs-: weise das vollständige rechtskräftige deutsche Scheidungsurteil vorgelegt werden.______ Der Chef der ZivUverwaltvag In der Untersteiermark Der Bcauhragte für dl« Zivilrechtjpfle« - Dienitstdle Mtrbors/Drai Reg A II 229 Aenderungen bei einer Firma im Register wurde am 22. II. 1943 bei der Firma: Tvo^ nice Zlatorog, DraCar in drug (Fabriken Zlatorog, Draöar & Co), Sitz: Marburg, folgende Änderung eingetragen: Mit Verfügung des Beauftragten des Relchskommlpars für die Festigung Deutschen Volkstums, Dienststelle Marburg, vom 16. II. 1943 wurde die Anmerkung der Beschlagnahme des Anteiles dpc Qeseilschafters Oskar DraÖar und die Vertretungsbefugnis des Wirtschafters Richard Lettner, gelöscht. Der persönlich haftende Gesellschafter Oskar DraCar ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. ^ Eingetreten sind: die persönlich haftenden Gesellschafter Richard Lettner, Industrieller In Marburg und- Dr. Hans l.ettner, Industrieller in Marburg; 3 Kommanditisten. Die- offene Handelsgesellschaft ist nunmehr in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Dieselbe hat am 1. Jänuar 1942 begonnen. Die Firma ist geändert in; H. G. Lettner & Sohne, bitz: Marburg a. d. Drau. . .. „ i t* Zur Vertretung der Gesellschaft sind die Gesellschafter und zwar Hans Georg Lettner allein, Richard Lettner und I^r. Hans Lettner gemeinsam ermächtigt. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht; Geschäftslage: Schlachthofgasse 23._ lesefunö velülBÜ« liißÄ Die Deutsche Arbeitsfront Zahlstulic Marburg-Stadt, Gerlchtshoigasse Im Nachhang an die Veröffentlichung der Deutschen Arbeitsfront, Oaiiwaltung Steiermark, im amtlichen Teil der »Marburper Zeitung« vom 8. Februar 1943 bestimme ich für den Kreis Marburg-Stadt: 1. Der Meldepflicht unterliegen sämtliche Mitglieder der DAF; es sind also auch jene Mitglieder eingeschlossen, die bis nun von der DAF-Ortsgruppe Untersteiermark betreut wurden. 2. Die Meldung erfolgt am zweckmäßigsten persönlich oder durch einen Vertreter. Die Mitgliedsbücher sind unbedingt mitzunehmen. Es ist zuläs.sig, daß zum Beispiel ein Betriebsbeauftragter, an Hand der vorzuweisenden Mitgliedsbücher, der Meldepflicht von mehreren Mitgliedern nachkommt. 4. Die Aktion hat schlagartig zu erfolgen und wird mit 10. März 1943 beendet. 5. DAF-Mitglicder, die bis zu diesem Zeilpunkt ihrer Meldepfiiciit nicht naclikonmien. werden als Mitglieder ge-striclien und werden soitiit aller bereits erworbenen Anwartschaften verlustig. ^67-k Gez. Diettrieh, Verwaltungsbeauftragter. Die Deutsche Arbeitsfront Marburg-Land« Qoetbestrafie l/I. Im Nachhang an die Veröffentlichung der Deutschen Arbeitsfront, Ciauverwaltung Steiermark, im amtlichen Teil der »Marburger Zeitung« vom 8. Februar 1943 bestimme ich für den Kreis Marburg-Land: 1. Der Meldepflicht unterliegen sämtliche Mitglieder der PAF; es sind also auch jene Mitglieder inbegriffen die bisher von der DAF-Ortsgruppe Untersteiermark betreut wurden. ^ , 2. Die Meldung erfolgt am zweckmäßigsten personlich oder durch einen Vertreter. Die Mitgliedsbücher sind unbedingt mitzunehmen. 3. Es ist zuläßig, daß z. B. ein Betriebsbeauftragter an Haml der vorzuwei.senden Mitgliedsbücher, der Meldepflicht von mehreren Mitgliedern nachkommt. 4. Mitglieder, welche sich persönlich oder auch vertretungsweise nicht melden können, haben das Mitgliedsbuch an die Deutsche Arbeitsfront. Verwaltungsnebenstelle, einzusenden, wobei anzugeben ist: a) ^'or- und Zuname; Ahnung (genaue Anschrift); c) In welchem Betrieb besoliäfligt (Firmenname und genaue Anschrift). . . j 5. Die Meldeaktion beginnt mit 4. März 1943 und wird mit 3 April beendet. ' 6. JVlitglieder, die bis zu diesem Zeitpunkt ihrer Meldepflicht nicht nachkommen, werden als Mitglieder gestrichen und werden somit aller bereits erworbenen Anwartschaften verlustig. 271 Gez. ^Werner, Verwaltungsbeauftragter. gk mI Ji J^aS Heute 16.18.30,20.45 Uhr CSHLMNMOC Pernruf 25-29 Die goldene Stadt Ein Veit Harian-Farbfllm der Ufa mit Krtatln« Sßderbaum« Eugen Klöpfer und Annie Rosar, Liselotte Schreiner. Dagny Servaes, Paul Klinger. Kurt Meisel, Rudolf Prack, Ernst Legal. Kristina Söderbaum gestaltet In diesem ersten dramatischen Farb-Film der Ufa ein Menschenbild, das durch die Sichtbarmachung der Gefühlswelt eines jungen Mädchens und der seelischen \Virren der reifenden Frau bezaubernd und erschütternd zugleich ist. 276-k Kalturfllmt WocIieDSchaii! Für Jugendliche nicht zugelassen! ich^s^le'e Bruwwdorff MÜTTER Für Jugendliche nltht zugelassen 1 [■9 Wochenschau!' KuUurflltn! VORSTELLUNGEN; Freitag um 20 Uhr; Samstas um 18 und 20.30 Uhr; Sonntag um 15, 18 und 20.30 Uhr. Samstag um 15.30 Uhr' utid Sonntag um 10 Uhr Mirchenvorstslinng Tlecfifefn decli* dich I 598 Großes Industrieunternehmen in Marburg sucht tüchtige Leiterin ifir ilire Werkskuclie ^ welche auch die administrativen Arbeiten durchzuführen im Stande ist. Zuschriften unter »Werksküche« an die Verw. Danksagung Außerstande jedem einzelnen zu danken fiir die vielen trostreichen mündlichen und schriftlichen Beweise herzlicher Anteilnahme anläßlich des Heldentodes meines lieben unvergeßlichen Sohnes KARL sage ich allen auf diesem Wege meinen herzinnigsten Dank, besonders danke ich den Herren, die mir die tiefschmerziiche Nachricht überbrachten und mich mit vielen Worten trösten wußten. An sein fernes Heldengrab denkt die trauernde Mutter CHRISTINE CIUCHA Pettau, den 24. Februar 1943. 288-k Schmerzerfülit geben die Unterzeichneten die traurige Nachridit. daß ihr lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Andreas Marhoid Reichsbahoer 1. P* am Mittwoch, den 24. Februar 1943, nach längerem schwerem Leiden Im 80. Lebensjahre verschieden ist Das Begräbnis des Unvergeßlichen erfolgt am Samstag, dert 27. Februar, um 16 Uhr, von der Aufbahrungshalle des Friedhofes in Drauweiler aus. Marburg-Drau. am 25. Februar 1943. In tiefer Trauer: Familien Marhoid, Regul, 603 Weslak und Erjautr. Metropol - Lichttpiele CHI I Vom 26. Februar bis 4. Mfirz ÜEMiRAMDT mit Ewald Baiser, Gisela Uhlen, Hertha Feiler, Theodor Loos. Roll Weih i Für Jugendliche nicht zuqelassenl rv 4k. IT bW-LtCHTSPIELE PETTAU Freitag bis Montag Geheimakte WB1 Freitag. Samstag, Montag täglich um 15 Uhr Für Jugendliche zugelassen! Jugend Vorstellung mit- vollitlndlKem Programm Jugendliche unter 14 Jahren werden zu den Abendvorstellungen wegen Platzmangel nicht zugelassen! Telephonische Kartenbestellungen werden nicht 273-k • entgegengenommen. Für Deutschlands Größe und Fre'heit fiel bei den Kämpfen in Tunesien am 31. Januar 1943 In 20. Lebensjahre unser innigstgeliebter Sohn und Bruder Soldat Franz Marot, Pofitfaciiarbeiter Fern von seiner geliebten unterste!rischen Heimat ruht er nun in Afrika. Er wurde von seinen engsten Kameraden zur letzten Ruhe gebettet In tiefer und stolzer Trauer: Josef und Katharina Marot, Eltern; Maria, Katharina, Josef, Ferdinand, Alois, Peter und Emll, Geschwister. 270-k Der Betriebsführer und die Gefolgschaft des Postamtes Tüffer verlieren Im Kameraden Marot einen ausgezeichneten und treuen Mitarbeiter. Sie werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Postamt Töffer Unser lieber, herzensguter Vater, Schwieger-uml Großvater Richard Tolazzi hat uns am Mittwoch, den 24. Februar 1943, nach schwerem Leiden im 65. Lebensjahre für immer verlassen. ^ Der teure Heimgegangene ^ird Samstag, den 27. Februar 1943, um 16 Uhr, von der Aufbahrungshalle des Krankenhausfes in Friedau zum dortigen Friedhofe gebracht und zur letzten Rulic gebettet Graz, La Spizia, den 24. Februar 1943. Itv tiefer Trauer: Richard und Silvia, Kinder; Gina Tolazzi, Schwiegertochter; Dr. Ing. Franz Pilny, Schwiegersohn; Vanda, Enkerl. 272-k id