^rikmlmeralionS-Preise: Für Laiback: ^«rnzjäbrig . . 8 fl. 40 kr. ^ttlbjährig 4 „ 20 „ vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich 70 „ Mit ter Post: ^qcnzjäbrig .............*2 fl. ^«rlbjShrig............... 6 » vierteljährig............. 3 „ HLr Zustellung ins Haus '»latetj. 25 fr., monatl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher Nedaction; Bahnhosgaffe Nr. 182. TJ Expedition- & Inserate»-Bureau: Tongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg.) JnsertionspreUc ^ Für die einspaliige WMMKW A 4 kr., bei wiederboster Ga- 7' schaltnng ä 3 ft Anzeigen bis ö Zcilen Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Fiir cvmplicierten Satz besondere Bergütung. Anonyme Mittbeilungen werden micht berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Rr. 70. *e- Dinstag, 30. März 1875. — Morgen: Amos Pr. 8. Jahrgang. Wonnemenls-Linladung. Mit 1 April 1875 beginnt ein neues Abonnent auf das „Laibacher Tagblatt." Bis Ende April 1875: #ör Laibach.................~7 fl ?° £' der Post................1 T1- — kr. Bis Ende Juni 1875: Intw..................; ; - Wr Zust-llung in« Haus monatlich 9 It. W Auf das „Laib. Tagblatt" kann täglich werben, doch muß das Abonnement immer w it Schluß eines Monates ablaufeu. Der Kaiserbesuch in Venedig. Die Stimmung der Völker wie die Staats-: der tonangebenden Mächte in Europa befindet: IV einmal ausnahmsweise in vollster Harmonie: ! Nit könnte die Signatur der Zeit zum heur.gen r^ferftehungsfeste als die der Versöhnung be* hjnen, käme nicht gerade von jener Sette em j [Stiller Mistlang in diese Harmonie, welche als die ^meintliche Trägerin und Ler ündigerm er Re-j^ion des Allversöhners und göttlichen Vermittlers ^ ,rfter Linie berufen wäre, die Fr.edensbestrebun-Kfäi. «n> Völker zu fördert. Die Rollen seinen geradezu umgekehrt; wahrend die Politik Staaten und Völker darauf gerichtet ist, den Mieden des Welttheils vor jeder Störung zu beehren; während sich f°st überall das Bestreben Mtend macht, etwaige Zwischenfalle, d.e zu ernste. | ren Conflicten Anlaß geben könnten, in freundschaft !licher Weise aus dem Wege zu räumen; während | die Mächte wetteifern, jeden glimmenden Junten ! auszublasen, sind die Römlinge gerade jetzt am eifrigsten bemüht, denselben zur Hellen Flamme an zufachen. Darum ist ihnen auch der Besuch unseres Monarchen in Venedig, der Handschlag, der die ehemaligen Gegner im Kampfe dauernd versöhnen und zu inniger Freundschaft verbinden soll, ein Dorn im Auge, denn für diese Sippschaft gibt es ja nach ihrem eigenen Geständnisse nur in der Revolution, im Krieg aller gegen alle, in der allgemeinen Zwietracht und Auflehnung noch Rettung. Als König Victor Emanuel zur Zeit der wiener Weltausstellung dem kaiserlichen Hofe in Wien einen Besuch abgestattet und daselbst mit demonstrativer Herzlichkeit sowohl vonseite des Monarchen als der Bevölkerung empfangen wurde, da ärgerten sich unsere Schwarzen grün und blau und schreckten sogar vor offenen Beleidigungen des kaiserlichen GasteS nicht zurück. So nemlich verstehen diejenigen, die sich als die alleinigen Träger und unfehlbaren Ausleger des Christenthums ausgeben, die Lehre Christi von der Versöhnung und Feindesliebe. Darum sammelt man mit Eifer den Pelerspfennig. schürt die Zwietracht in aller Herren Länder und bläst mit vollen Backen in 'die Flammen des Bürgerkrieges, welche das unglückliche Spanien verheeren, in der Hoffnung, an den Flammen die eigene Suppe zu kochen; darum wollen sie auch nur ein Oesterreich, das sich zum Lanzknecht des Rückschrittes, zum Vorkämpfer des SyllabuS, der banke- rotten Legitimität der italienischen Fürstentümer und der alten politischen Zerrissenheit der Halbinsel hergibt. Ein Oesterreich, das dem geeinigten Nachbarstaate versöhnend die Hand reicht und die unselige Restaurationspolitik für alle Zukunft abschwört, daß ist nicht nach ihrem Sinne. Doch den ruchlosen Priestern der Zwietracht zum Trotz wird oer dem edlen Entschlüsse des Kaisers entsprossene Gedanke des Besuches in Venedig verwirklicht und in ein paar Tagen wird in der alt-ehrwürdigen Lagunenstadt die herzliche Begrüßung der beiden Monarchen öffentlich Zeugnis ablegm dafür, daß die Politik der Eintracht und Versöhnung von nun an allein zu gelten habe. Schon die Wahl Venedigs als Ort der Zusammenkunft liefert einen Beweis von der Hochherzigkeit des Monarchen, der sich in bewunderungswürdiger Weise kühn über engherzige und banale Rücksichten hinwegsetzt; gerade die Wahl dieses Ortes bildet ein glänzendes Zeugnis für das entschiedene Bestreben unseres Kaisers, alle subjektiven Gefühle zurückzudrängen und die neugeschaffene Lage der Dinge in Europa in ihrem vollen Umfange und in der aufrichtigsten Weise hinzunehmen. Der Entschluß des Kaisers muß je dem redlichen Vaterlandsfreunde ein Beweis fein, wie vollständig derselbe im Interesse des Staate« wie der Völker mit der Vergangenheit gebrochen, über alles Geschehene für immerdar den Schleier der Vergessenheit gebreitet wissen will, wie er nur die Gegenwart ins Auge faßt und besorgt ist, auch die Zukunft so zu gestalten, wie sie dem unbefangenen Blicke für die friedliche Entwicklung unseres jungen Verfassungstreu« sich darstellt. Ieuilleton. In causis theatralibus. v. Die in den beiden Feuilletons dieses Blattes 23. und 24. d. M. erwähnte und betreffs der bevorstehenden Aufgaben von uns bereits des h ^Leren besprochene Versammlung der Theaterfreunde hat Donnerstag den 25. d. M. 11 Uhr h^wittag« im blauen Saale des Casinovereins a^ttaefunben und war insoweit von einem günstigen Cfultate begleitet, als sich in derselben allseits die flirte Uebereinstimmung hinsichtlich des anzustre. Zieles und der Art und Weife seiner Sicher« K^ung, wie endlich auch eine erfreuliche entgegen« V^wende Bereitwilligkeit kundgab, zur Erreichung ^selben allseits nach besten Kräften beizutragen. SJSHibem der Obmann des bisher bestandenen W*totcrcomit& den Bericht über das abgelaufene ^xfoniahr erstattet und demselben eine, im wesent-mit dem Grundgedanken der beiden früher ^V%«f&f}rtcn Feuilletons vollkommen übereinstimmende Htlegunfl der gegenwärtigen Lage hatte folgen lasten, sowie endlich auch davon Mittheilung gemacht hatte, daß die tagSvorher bei Herrn Baron Apfaltrern stattgefundene Versammlung der Logenbesitzer der ihnen proponierten Erhöhung der Theaterbeiträge zugestimmt und drei der anwesenden Besitzer mit der Einkassierung derselben betraut habe, wurde zur Wahl des für die kommende Saison neu zu bildenden TheatercomitvS geschritten und dasselbe ersucht, die Subscription der Beiträge unter den Theaterfreunden mit möglichster Beschleunigung durchzuführen und imfalle eines günstigen und in feiner Gefammlsumme genügenden Ergebnisses derselben die zur Sicherstellung der nächstjährigen Theater, faifott notwendigen Verhandlungen vereint mit dem hohen Landesausfchusse zum Abschlüsse zu bringen. Al« ein sehr wichtiges und für die wünfchens-werthe Festigung unserer Theaterverhältnisse zweifelsohne auch sehr vortheilhafteS Ergebnis dieser Versammlung müssen wir endlich auch noch berichten, daß die Einsetzung eines zum Theil aus dem LandeSauSfchusfe, zum Theil aus dem Theater-comitä zu bildenden Schiedsgerichtes beschaffen wurde, welches als eine Art ständiger AufsichtSrath zu fungieren und darüber zu wachen habe, daß die Qualität der vom Theaterunternehmer gebotenen Leistungen den eingegangenen Verpflichtungen entspreche, und dem daher auch eine contractlich zu stimulierende Jngerenznahme diesbezüglich gewahrt werden müsse. Wir sind überzeugt, daß diese Maßregel, deren Nothwendigkeit wir namentlich im Laufe der eben verflossenen Saison gründlich fühlen zu lernen Gelegenheit hatten, für unser Theater von großem Vortheile fein wird und daß so cclatante öenachtheilungen und Eontractsverletzungen hinsichtlich der Quantität wie Qualität der engagierten Kräfte, wie sie zum Schaden des Publicum« eben Heuer vorgekommen sind, mit Hilfe dieser Bestimmung in Hinkunft wohl leicht hintanzuhalten sein werden. DaS am Schluffe der Versammlung neu gewählte Comil6, welches nach Vereinigung mit den von der Versammlung der Logenbesitzer in dasselbe delegierten drei Mitgliedern und nachdem anderseits vier der erftgmieinten Herren (Dr. v. Vesteneck, M. Kästner, Graf Ant. Pace und G. Dell Cott) später erklärten, die Wahl aus persönlichen Grün, den nicht annehmen zu können, nunmehr 12 Mit-glieder zählt, besieht aus den Herrn,: Major «aroit Die Bürger beider Staaten erblicken in der gegenseitigen Begrüßung ihrer Monarchen einen neuen Beleg rückhaltloser Anerkennung der vollzogenen Thatsachen, eine neue Bürgschaft für die Erhaltung des europäischen Friedens, für den ungestörten Fortbestand freundschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden großen Nachbarstaaten. Für die Italiener ist diese Begegnung in Venedig sowie der in Aussicht gestellte Besuch des deutschen Kaisers in Florenz außerdem noch ein Gegengewicht wider die feindselige Stimmung in Versailles, wo man es Victor Emanuel nicht vergessen kann, daß er im Jahre 1870 die Niederlage Frankreichs zur Besitzergreifung Roms benützte. Frankreich, das gerne der Bundesgenosse des Jesuitismus in aller Herren Länder sein möchte, sieht freilich die unabhängige und freisinnige Richtung der italienischen Politik, soweit dieselbe durch die freundlichen Beziehungen zu Oesterreich und Deutschland ermöglicht wird, mit scheelen Augen an. Darum war es von allem Anfang an sein Bestreben, die Italiener an ihre Rassenverwandtschaft mit den Franzosen zu erinnern und von dem Bündnisse mit den „nordischen Barbaren" ab-zuziehen. Aber wie der Entschluß unseres Monarchen für uns Oesterreicher eine Bürgschaft ist, daß nach innen jene Politik festgehalten werden wird, welche in ihren liberalen Satzungen einen Eckstein unserer Verfassung bildet, so thut die Fürstenbegegnung in Venedig auch die Hoffnungslosigkeit jener Bestrebungen dar, die, auf die Rachepläne Frankreichs gestützt, in Italien den archimedischen Punkt entdeckt zu haben glauben, um die Hebel zur Zerstörung der Drei-Kaiser-Allianz anzusetzen. Oesterreich wird sich nimmer zum Werkzeug einer Politik hergeben, deren Endziel nicht die friedliche Entwicklung des Welttheils, nicht die gefestigte Machtstellung des Monarchie, sondern ausschließlich die Verwirklichung der Ideale jener unversöhnlichen Partei in der Uniform, in der Kutte und im Hoskleid wäre, welche am liebsten den ganzen Weltthül in Flammen setzen möchte, um ihre eigene Herrschsucht zu befriedigen. > Politische Rundschau. Laibach, 30. März. Julavd. Seit der Vertagung des ReichSratheS ist in der innern Politik eine kurze Ruhepause eingetreten. In den Königreichen und Ländern beschäftigt man sich mit den Vorbereitungen zur Land-tagSfeffion, die Heuer überall ruhig verlaufen dürfte. Interessant wird diesmal der tiroler Landtag werden, da allem Anscheine nach sämmtliche Abgeordnete Wälschtirols — zum erstenmale, seit die Verfassung des Jahres J 861 ins Leben trat — rscheinen werden. — Außerdem beschäftigt inS-ebesondere im Süden des Reiches die Kaiserreise nach Rud. Apfaltrern, Linien-SchiffSlieutenant Graf Alf. Auersperg, Ottomar Bamberg, Hauptmann Graf Jul. Bolza, K. Karinger, Max Krenner, Director Ferdinand Mahr, Rich. Mayer, Director Anton Nedved, I. Schigan, Lieutenant Leo Suppantschitfch und Baron Michael Aois. Dasselbe konstituierte sich noch am Abende desselben Tages und wühlte den langjährigen, um die Theaterverhältnisse unserer Stadt wahrhaft hochverdienten Obmann, Herrn Director Mahr, per acclamationem wieder zum Obmanne und machte sich sofort an die Berathung und Vertheilung der zunächst bevorstehenden Arbeit. Als solche wurde natürlich die Subscription aner. kannt und beschloß man daher, dieselbe, da die Zeit bereits außerordentlich drängt und die Gewinnung eine« tüchtigen und Garantie bietenden Theaterunternehmers unbedingt nur im Laufe der allernächsten Zeit — um Ostern — überhaupt möglich ist, sofort mit Energie und möglichster Beschleunigung durchzufahren ; indem man sich anderseits gleichzeitig auch in dem festen und unwiderruflichen Beschlüsse einigte, die Anknüpfung weiterer Verhandlungen einzig und allein von dem jeweiligen Ergebnisse der Subscription abhängig zu machen und in eine Contract». Dalmatien und der bevorstehende Besuch des Monarchen in Venedig alle Kreise der Bevölkerung auf das lebhafteste. Sehr seltsam find zum großen Theil die Auslassungen der französischen Blätter über die Mon-archenbegegnung in Venedig. ES herrscht unter ihnen die rührendste Einigkeit darüber, daß der Kaiser Franz Josef nach Venedig geht, um das ihm schon längst lästige Joch der deutschen Allianz von sich abzuschütteln und dafür den richtigen Stützpunkt seiner Politik in einem Bündnisse mit Italien Md Rußland zu suchen. In Berlin wäre man über diese Wendung ganz entsetzt und wolle man alles aufbieten, um Oesterreich festzuhalten, ohne es sich mit Italien zu verderben; das werde aber verlorene Mühe sein, da die unersättliche Eroberung«- und Herrschsucht der deutschen Nation jetzt allenthalben entlarvt seien. Frankreich, heißt dann immer der Refrain, könne, wenn es auch zu der Rolle eines stummen Zuschauers verurtheilt sei, sich zu allen diesen Vorgängen nur freudig die Hände reiben. Die Organe der „moralischen Ordnung," wie das „Paris Journal," fordern geradezu zu einer „Liga gegen die Allmacht des Herrn v. Bismarck" auf. Das „Journal de Paris" schwärmt unverhohlen für die weltliche Herrschaft des Papstes. Selbst die Wortführer des BoltaireaniSmus und der Denkfreiheit, ein Edmond About, der Verfasser der „Question romaine,“ ein John Lemoinne, der im Kampfe gegen die römische Kirche und ihre Anmaßungen grau geworden ist, nehmen jetzt aus bloßem Deutschenhaß und um sich an den vermeintlichen Verlegenheiten des berliner Cabinets zu weiden, ganz offen für den Papst Partei und verherrlichen die moralische Ueberlegenheit des Vatikans über die barbarischen Gegner vom Norden. In dem ungarischen Ministerrath, welcher in Wien unter dem Vorsitz Sr. Majestät stattgefunden hat, wurde das Arbeitöprogramm für die laufende Session des Reichstages festgestellt; der Termin für den Reichstagsschluß wurde jedoch nickt i festgestellt, da sich derselbe noch nicht bestimmen i läßt. Die auf die Eisenbahnen bezugnehmenden Entwürfe wurden nicht verhandelt, da dieselben nicht genau festgestellt sind. Ein Theil der ungarischen Minister» unter ihnen auch K. Tisza, kehrte noch Donnerstag nach Pest zurück. An demselben Tage wurde K. Tisza in Debreczin zum Abgeordneten einstimmig wiedergewählt. Ausland. Die Frage, ob und in welcher Weise die deutsche Regierung sich der italienischen gegenüber bezüglich des Garantiegesetzes ausgesprochen habe, wird sowohl in italienischen wie in deutschen Blättern immer noch ! discutiert. „Fanfulla" erklärt, „daß die letzte Ency-klika zu keinem Notenwechsel zwischen Berlin und abschließung, beziehungsweise Zusicherung einer Subvention an den künftigen Theaterdirector in keinem Falle und unter gar keiner Bedingung einzugehen, soferne das Resultat der in den ersten Tagen deS April abzuschließenden Subscription kein derartiges wäre, daß das Eomitä in demselben die beruhigende Garantie für den vollen Eingang der erforderlichen Subvention zu erblicken vermöchte. Dieser Vorbehalt erschien dem Comil6 unerläßlich, da das Beispiel de- eben verflossenen Jahres, in welchem die Außerachtlaffung desselben ein zum großen Theile noch gegenwärtig unbedecktes Deficit von mehr als 400 fl. zur Folge hatte, die Noth Wendigkeit desselben auf da« beste illustriert. Die Frage: ob wir uns daher in der nächsten Saison überhaupt eines Theaters erfreuen werden, — oder nicht, muß sich also im Laufe der nächsten Tage entscheiden, und zwar liegt die Beantwortung derselben ausschließlich in den Händen und — in den Brieftaschen der Theaterfreunde und der hiebei zumeist betheiligten Theaterinteressenten — der Lo-genbesttzer. Von dem größeren oder geringeren Wärmegrade ihrer klingenden Theilnahme werden Sein oder Nichtsein unserer Bühne, ebenso aber auch Rom geführt habe. Allerdings habe die deutsche $t> gierung an ihre Vertreter im Auslande und fomit auch an Herrn v. Keudell ein Note gerichtet, b welcher dieselben angewiesen werden, bei den betr§ senden Regierungen auf die verwickelte Lage, b welcher sich Preußen dem durch das Garantiegesq unverletzlich erklärten Papste gegenüber befände, o# merksam zn machen. Niemand verkenne da- Um» genehme einer solchen Lage, allein es sei eben sch schwer, derselben abzuhelsen, umsomehr als der tican guten Rathschlägen geradezu unzugänglich sd Andere Mächte fänden zwar den Wunsch der deü schen Regierung, einer solchen Situation ein Gofcr zu machen, vollkommen gerechtfertigt, würden ok; dennoch nicht billigen, daß auch Italien in diese Kampf gegen die Curie hineingezogen würde." Die preußische Regierung scheint eit: weiteres Vorgehen gegen die katholischen ßt' den und Congregationen von reichswegen tt: anlafsen zu wollen. Im Bundesrathe sind die statistischen Uebersichten eingelaufen, welche von den 6b zelregierungen bezüglich der auf ihren Gebieten ft aufhaltenden Orden auf Veranlassung der preuß schen Regierung seit dem Jahre 1873 aufgefÄ wurden. ES wird sich nun darum handeln, weit weiteren Ordensgesellschaften den Jesuiten ut Redemptoristen nachzusenden sind; die preußis-Regierung hatte seinerzeit e l f Orden und Eongtr gationen bezeichnet, die im Sinne des Jefuitv gesetzes vom deutschen Reiche auszuschließen roäro Bestimmte Vorlagen sind auch jetzt nicht festgeM doch dürfte der BundeSrath bis zur nächsten Reist tagSsession über dieselben wohl schlüssig werden. Die „Post" vrröffentlicht einen offenen Sßvt deS Pfarrers Swrentek an den Grafen Frank» stein, in welchem unter anderm folgende, im MB eines katholischen Geistlichen gewiß bemerkenswert Sätze Vorkommen: „Die staatsrechtliche Giftig?» der Maigesetze kann der Papst nicht Bestreiten!' Ferner: „Das eben ist KathvlicismuS, das GckÄ der Kirche vom Gebiete des Staates, auf bttf allein souverän ist, zu trennen. Wir gehorchend® nicht in politischen Dingen." Jndeß scheint der P a p,st entschlossen, btnüaW gegen das deutsche Reich auf das äußerste zu treibe In einer Correspondenz der „Gazzeta d'Jtalia" unlängst die Ansicht ausgesprochen, PiuS IX. toet die deutschen Katholiken vom Eide der Treue geg» die Regierung entbinden, und es ist nicht unmögtit daß dieser mittelalterliche Streich ausgeführt wir! Der „Siede" schickt den in die Ferien ob? reisten Abgeordneten der französischen M tionalversammlung ein SatiSfecit noi „Während der kurzen aber stürmischen Session, it gestern zu Ende gegangen, hat die Versammln* äußerst nützliche Dinge zu stande gebracht, dem ÄB H Klingen oder Nichtklingen ihrer Logenrente alchängt^ — Hoffen wir also vorläufig, was wir alle unisono wünschen und ebenso unisonountST stützen wollen, daß diese Frage mit einem entf#-denen und freudigen „Sein!“ beantwortet w«' und daß schon die nächsten Tage die Bringer bi# frohen Botschaft werden mögen. Ist eS ja bei eben Osterzeit, also rin Freudenfest, und wir mifrt ten, da das Wetter nun einmal keine Anstalten me#| uns sonderliche Freude zu bereiten, in diesen Tagen m unser Leben gerne wenigstens zwölf frohe Gesti» sehen, — wir meinen die vorhin genannten 12 viclf* plagten und viel gemiedenen SubscriptionSrnärtyk« die, solange sie den papierenen Dolch in der Bttss tasche mit sich herumzutragen und allseits zmv'r süß höflich, voll De- und Wehmuth zu sein gejW»| gen sind, gewiß zu keinem echt vergnügten Gesichte nm> kommen. Darum habt Erbarmen, ihr Herren ** Damen, und laßt eS Euch vom vorigen Jahre ff genug sein deS grausamen — subscriplivnSverw! gerndtn Spieles. Bitte schön! — „Einer von den Zwölf. ^ rveseatliche Dienste geleistet; wir machen e» uns zur Pflicht, dies nochmals anzuerkennen. Sie ist der stimme des Patriotismus gefolgt und hat dem tzollvernementalen Provisorium ein Ende gemacht, welches nicht allein den Aufschwung der nationalen ^hätigkeit hemmte, sondern auch allen Jntriguen Und Verschwörungen die Thüre offen gelassen hatte. Frankreich ist endlich im Besitz einer bestimmten ^Legierung, einer Constitution, welcher alle den Re-spect schulden, und wird nun des AlpeS los, der eS Ehrend beinahe zwei Jahren gedrückt hat. Cs ver-bcuttt diese Wohlthat der Maiorität vom 25. Februar, fca bereitwillige Männer sich näher getreten sind mit fceln lobenSwerthen Vorsatze, die gesetzliche Ordnung das republikanische Prinzip zu gründen. - Mit dem „Convenio" in Spanien scheint tg nichts zu werden. Die Carlisten fühlen sich viel Zu stark, um die Waffen zu strecken. Das.Cuartel Dreal" erklärt Cabrera für einen schändlichen Ver. »üther, dem auch nicht rin einziger carlistischer Offizier folgen würde. Der „TempS" veröffentlicht die rarlistische Ordre de bataille, die als Antwort Cabreras Vorschläge gelten kann. Nach dersel-bcfl stehen jetzt, von allen fliegenden Colonnen und deceinrelten Banden abgesehen, 73 carlistische Ba-t^flone im Felde. Die Artillerie zählt 96 Geschütze. Äan kann annehmen, daß auf den drei verschiedenen Kriegsschauplätzen 45,000 unter den Waffen stehen. Da die madrider Regierung neuerdings fort-Röhrend Truppen nach Cuba schickt, so wird sie ttiti ihren Gegnern nicht fertig werden. Die KrisiS in Serbien hat mit der Auflösung der Skupschtina ihren vorläufigen Ab. fcU« gefunden. Unparlamentarisches Vorgehen der ^»Position hat die Entscheidung herbeigeführt. Ern Mitglied derselben hatte sich erlaubt, über eine Petition Bericht zu erstatten, die im Petmonsausichusse &at nicht verhandelt war. Bei dem Tumulte, der hierüber entstand, verließen die OppositionSmitglieder öctt Saal- die Skupschtina wurde beschlußunfähig; ^krle Abgeordnete legten ihr Mandat nieder So ^»Iteb der Regierung nicht» anderes übrig, als die skupschtina auszulösen, was denn auch wirklich geschah. Uebrigens hätte die Session nur noch zehn hii zwölf Tage dauern sollen. Dieselbe warfelt faft Zwanzig Jahren die längste, aber auch so ziemlich die unfruchtbarste gewesen, die Serbien erlebt. H>ie Neuwahlen sollen in vier Monaten >tattsinden. $)b bicfc vom gegenwärtigen Ministerium ««geleitet werden, ist die Frage. ___________________ Zur Tagesgeschichte. _ Edgar Quinet. dessen Tod der Telegraph 27 d M gemeldet, nimmt unter den hervorragenderen ^.riftstellern Frankreichs seinen Rang ein. Er zählt unter bi, wenigen Franzosen, die mit der deutschen Literatur ge-ttom bekannt waren und durch Uebersetzung dazu be.getra ti.,, haben, sie wieder ihrer Nation näher zu bringen. 1803 Hi vourq geboren, tarn er, mit vorzüglicher Bildung aus-bestattet nach Heidelberg, wo er deutsches Leben und Stu-him kennen lernte. Er übersetze für die Franzosen 1827 -Herders „Ideen zur Geschichte der Philosophie der Menschheit." Als Mitglied der wissenschaftlichen Commission, die ^»828 nach Morea geschickt wurde, sammelte er dort die Dokumente für sei» Werk „lieber das moderne «riechen. und seine Beziehungen zum Alterthum.» Er wurde *alb einer der vorzüglichsten Mitarbeiter der ..Revue des >>-ür Mondes" und schrieb auch später für die »Revue *> «ans." Anfangs Professor der fremden Literatur in ^bfln kam er 1842 inS College de France, wo ihm jedoch ^.tz'allen Protestes 1846 die Lehrkanzel entzogen wurde, tfc benützte diese unfreiwillige Muße zur Reise nach ©pa. R Er bekämpfte mit Schrift und Wort die politische t*. B religiöse Reaktion. Am 4. Jänner 1852 wurde er des ^onbeS verwiesen und ging nach Brüssel, wo er die Witwe dem rumänischen Dichter Assaki heiratete. Später zog in die Schweiz, benützte aber die Amnestie nicht zur ^itiNehr nach Frankreich, in da« er erst viel später zurück t. In den letzten Jahren war er Mitglied der äußer heit Linken in der Nationalversamwluu,. — Protestantisches anS Horn. Dem Papste hat die Statistik einen großen Schmerz bereitet. Sein Leibblatt, die „Voce della veritL" muß ihren Lesern anzeigen, daß zu ihrem Schmerze und zum Schrecken aller Gläubigen seit einigen Jahren die Ketzerei in Rom so gründlich eindrang, daß daselbst gegenwärtig 8, sage acht protestantische Kirchen sich befinden, während die neunte prote-lantische Kirche, nemlich die Kathedrale von Et. Pani, im Bau begriffen ist. Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Die sieben Schwerter.) Nach Mittheilung der „Novice" hat der politische Verein „Slovenija" bei Aufhellung der national-klericalen Kandidaten für den Gemeinde« rath sich von dem Gesichtspunkte leiten lassen, daß Männer gewählt werden sollen, welche bei den Bemeinderathsver-Handlungen sich nicht auf die Abstimmung beschränken, sondern „das Schwert der Rede schleifen" und so lauten Protest gegen die liberalen Ideen der Majorität erheben werden. Wir konnten uns eines leisen Gruselns nicht erwehren, wenn wir uns den Aufmarsch dieser furchtbaren Geisiesgladiatoren in den Gemeinderath vorstellten und waren in der That besorgnisvoll gespannt, jene Männer kennen zu lernen, welchen die „Slovenija" die Eignung zu dieser großen That zutraute. Doch nicht gering war unsere lieber» raschung, als wir vernahmen, daß es die sieben Herren Horak, Pakic, Dr. Bleiweis jun., Potoknik, Petritil, Gorsi5 und Regali seien, welche, umgürtet mit dem Schwerte der Beredsamkeit, den „Bismarck'schen Freiheitsideen" im Ge-meinderath eine Bartholomäusnacht zu bereiten bestimmt wurden. Wir erholten uns demnach sofort von unserem Schrecken, denn wahrlich — so redselig diese Herren sein mögen, so wenig mögen sie selbst auf den Ruhm einer besonderen Beredtsamkeit Anspruch machen. Wir glauben daher die liberalen Gemeinderäthe in vorhinein von der Zumuthung, bewahrt zu sehen, als ob ihnen etwa die ungehobelten ora« torischen Leistungen des Herrn Regali, oder das Schwert der Beredtsamkeit des Herrn Dr. Bleiweis jun. („das ist der Säbel, den einst sein Vater trug") imponieren würden. Nach dieser Gebrauchsanweisung, welche den klerikalen (San* didaten für ihr Mandat in den Gemeinderath mitgegeben werden soll, ist es übrigens klar, welche Intentionen die Gegenpartei mit der Entsendung der siebengliedrigen Minorität in den Gemeinderath bezwecken will, eS ist dies jene — im Gemeinderathssaale Skandal zu machen. Wir zweifeln nicht im mindesten, daß der Erfüllung dieser Absichten durch das einheitliche Vorgehen der liberalen Wählerschaft begegnet werden wird und daß oberwähnte Herren nicht in die Lage kommen werden, mit dem Schwerte ihrer Beredtsamkeit vom Leder zu ziehen. Immerhin aber mögen die „Novice" sich gesagt sein lassen, daß es sich im Ge-meinderathe nicht um ein wohlfeiles Gerede, sondern um thatkräflige, gewissenhafte Arbeit handelt — an welcher in allen öffentlichen Vertretungskörpern des Landes immer nur die liberale Partei Theil nimmt — nnd daß harmlose Schwätzer, so unerträglich selbe auch sein mögen, doch niemals parlamentarische Erfolge aufzuweisen haben. Wenn aber „Novice" sich bei diesem Anlasse herausnimmt, dem Gemeinderath vorzuwersen, daß er statt die „arme yeimath" die Nordpolfahrer unterstützt, so staunen wir über die Frechheit eines Organes, dessen Gesinnungsgenossen schon Jahrelang das Blutgeld der Armen in Form des Peterspsenniges aus dem Lande schmuggeln. Die liberale Gemeindevertretung hat es nie unterlassen, den Hilfsbedürftigen im Lande Unterstützung zu gewähren; wenn sic aber zum Ehrensolde der wacker» Nordpolfahrer ein kleines Schärflein beitrug, so hat sie damit nur die Anerkennung von Verdiensten aus. gesprochen, welche ebenso der wissenschaftlichen Forschung zum Vortheile, als dem Gcsammt-Vaterlande Oesterreich zum Ruhme gereichen, — ein Standpunkt den allerdings die Partisane derj„9tovice" nicht begreifen, die sich in ihrer poli tischen Wirksamkeit nicht von dem ihnen schon lange ab Händen gekommenen österreichischen Patriotismus, sondern von den Weisungen des JesuilengeneraleS in Rom bestim men lassen. — (Vom Beamtenvereine.) Das bisher in Laibach bestandene Spar- und Vorschußconfortium, ein integrierender Bestandteil des allgemeinen österreichisch ungarischen LeamtenvereineS, hatte sich unter dem Drucke verschiedener, seine Wirksamkeit hemmenden Verhältnisse Ende vorigen Monates aufgelöst und die Liquidation beschlossen. Infolge dessen sandte der Verwaltungsrath des allg. Beamtenvereines seinen Referenten für das Genossenschaftswesen, Herrn Engelbert Keßler nach Laibach, um die hierlandigen Verhältnisse des Vereins kennen zu lernen und die gestörte Vereinsthätigkeit wieder ins rechte Geleise zu bringen. Es handelte sich, da der Beschluß über die Auflösung des bestandenen Spar- und Vorschußconsortiums rechtlich nicht mehr rückgängig zu machen war, zunächst um die Neugründung eines Spar- und Vorschußconsortiums auf Grundlage des Gesetzes vom 9. April 1873 Über die Erwerbs- und Wirthschafsgenossenschaften. Zu dem Zwecke fand am 20. März l. I. eine Versammlung der Vereins» mitglieder unter dem Vorsitze des dermaligen Obmannstell. Vertreters des Localausschusses, Finanzdirector Posaner. statt. Nach längerer Debatte, an welcher Herr Keßler und Finanzdirector Posaner sich betheiligten, wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. die Notwendigkeit der Gründung eines neuen Spar- und Vorschußconsortiums wurde einhellig anerkannt. 2. Wurde beschlossen, daß jene der Anwesenden, welche sich an dem neuen Unternehmen zu betheiligen gedenken, sofort eine schriftliche Erklärung abzugeben hätten, an dem Zustandekommen dieses Unternehmens mitwirken zu wollen. (Diese Erklärung wurde von nahezu sämmtlichen der Anwesenden sogleich unterzeichnet.) 3. Wurde beschlossen, ein Cornite aus neun Mitgliedern zu wählen, welches die Aufgabe hätte, die weitere Durchführung der Angelegenheit in die Hand zu nehmen, den Genossenschaft», vertrag ;u entwerfen und der nächsten Generalversammlung der laibacher Filiale des allg. Beamtenvereines zur Annahme vorzulegen. 4. Wurde das Somite ermächtiget, sich erforderlichenfalls aus der Reihe anderer Vereinsmitglieder oder auch zum Beitritte bereiter Nichtmitglieder zu verstärken. Zu Mitgliedern des ffiotnite’ü wurden gewählt die Herren: Sparkaffe-Adjunct Preßnitz, Bezirkscommissär Weiglein, Rechnungsrevident Haubitz, Rechnungsofsicial Svetek, Eisenbahn-Stationschef Habit, Geometer Gütz, Landesschul-inspector Pit!«, Finanzdirector v. Posaner und Gymnasial-director Smolej. Dieses So mite konstituierte sich sogleich und beschloß, sich durch Beiziehung der Herren Regiernngs-secretär Ritter v. Bestenek, Advokaten Dr. v. Schreh und Gerichtsadjuncten Klauser, welche hierzu entsprechend ein« geladen werden, zu verstärken. — (Grundsteuer-Regulierung.) Die Grund-steuerrrgulierungS-Landescomuiissivn für Kram hat, nachdem sie die gegen den publicierten ClaffificationS-LandeStarif eingelangten Einwendungen sammt den einschlägigen Unterlagen vom 16. Dezember 1874 an, mit auerkenuenSwcrther Mühe und Opferwilligkeit gründlich geprüft, die Amtshandlungen zu § 33 des Gesetzes vom 24. Mai 1869 am 27. d. M. ge-schloffen. Der berichtigte Classificationstarif wird nunmehr den hierländigen BezirkS-SchiitzungScommissionen mit der Aufforderung Übersendet, sofort auf grnnd diese» Tarife« mit den einschätzungsarbeiten zu beginnen. — (Salicylsänre.) Die nach dem in allen Staaten Enropa's und für Amerika patentierten Verfahren gewonnene Salicylsäure wird nach den Mitteilungen des Patent-Inhabers Dr. F. von Heyden in Dresden, bevor selbe in Handel kommt, früher einem sorgfältigen Reinigung«-Prozesse unterworfen, um sie von anfänglich noch beigemeng, ten nnd färbenden Verunreinigungen zu befreien. Man würde zuversichtlich der rohen unansehnlichen Salicylsäure nickt allenthalben die freundliche Aufnahme bereitet haben, der sich jetzt die schneeweiße reine Verbindung rühmen darf. Als irrthünilich wird jetzt von ihm die Angabe erklärt, daß die Salicylsäure, in kleiner Menge dem Biere beigemischt, das Sauerwerden desselben verhüte, wobl aber verhindert sie vollständig jegliche Pilz- und Schimmelbild ilng d. 6 das flahnigwerben des Bieres. Die Fähigkeit der Salicylsäure Kuhmilch eine zeitlang vor dem Sauerwerden und Gerinnen zu bewahren, fleht außer allem Zweifel; da aber hiebei die Temperatur und die Menge der beizumischen» den Salycilsäure, auch die Art und Weise des EintragenS von Belang sind, so bedarf cs zur praktischen Verwerthnng dieser Eigenschaft erst noch einer Anzahl von Versuchen, welche am besten von intelligenten Landwirthen in größerm Maßstabe angestellt werden. Daselbe gilt von der Conser-vierung de« Fleisches. Wenn schon die Versuche im kleinen überaus günstige Resultate gegeben haben, fo ist auch hier das zweckmäßigste «erfahren, große Mengen Fleisch wochen-lang vor Fäulnis und Verderben z« schützen und wohl- schmeckend Hli erhalten, durch besondere Versuche noch zu ermitteln. Bezüglich der gLhrungshemmenden Wirkung dieser 63ure versprechen die von Professor Neugebauer in Wies baden gemachten Versuche große Erfolge für die WeinteLnik. Es steht auch zu erwarten, daß sämmtliche Wciiitraiifhciten, >ie durch Hitze eingeleitet werden, sich verhindern lassen An überraschender Weise scheint die von Pros. Kolbe aus gesprochene Vermutbung sich bestätigen zu wollen, daß die mit so hervorragenden antiseptischen Eigenschaften begabte Salicylfüure nach innerlichem Gebrauch bei Diphtheritis, Masern, Scharlach, Pocken, Cholera und andere Blutkrauk-heiten von günstigem Erfolge sein möge. Von mehreren anerkannt tüchtigen Aerzteu sind in dieser Beziehung, zumal bei Diphtheritis, die glänzendsten Resultate erzielt worden. Das Etablissement de» Tr. F. v. H e y d e n in Dresden ist erst seit kurzem in größeren Betrieb gekommen und kann eben deshalb die massenhaften Aufträge kaum bewältigen da infolge des Patentes die Salicylfäure nur in feinem chemischen Etablissement zur Darstellung gelangen darf. Die in Handel kommenden Originalpakete tragen auch die Etiquette seiner Fabrik. Als nvterftützende Mitglieder der laivacher freit». Feuerwehr leisteten den Jahresbeitrag pro 1875: Herr Fleischmann Michael...........................mit 5 fl. Fischer Gustav................................„ 5 „ „ Mahr Eduard....................................„ 2 „ (Wird fortgesetzt.) Witterung. Laibach, 30. März. Trübe, windig, Südost. Temperatur: morgens 6 U6r + 28° nachmittags 2 Uhr + 7'0U C. (1874- 19 3“ 1873 -f- 12'4°C.) Barometer im Steigen 739 46 Milli meter. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur am 27. d + 3 6", am 28. d. -f- 4 3° und am 29. d. -f- 4 0“, be ziebungsweife um 2 8“, 1-8° und 2-4° unter dem Normale, der gestrige Niederschlag 315 Millimeter Regen. Angekommene Fremde. Am 30. März. Hotel Stadt Wien Meßner, Hafnermeister, Rann. — Popper, Bankdirector, Sissel. — Hertle, Director, Henke Verwalter, Johannisthal. Hotel Elefant. Gius, Italien. Weber, Nationalbank-Beamter. — Holenia. Private, Villach. — Fleischmami, Siofok. — Gerber, Laibach. — Zwenkel, Kfm., Lichten-wald. Hotel (?urntia. Froljtn, Marburg. — Stuchez, k. k. Aus-cultant. RudolfSwerth. — Nolt, Spenglermeister, Cilli. — Kamberslv, Ingenieur, St. Peter. — Rischer, Wien. — Lgrisek,. Kfm., Marburg. — Globicnik, Agent, Agram. Kaiser von Lesterreich. Eberhard, Laibach. — Pader M Radmannsdorf. Mobrcn. Klaer, Privat, Wippach. — Jcraj, Neuhaus. -Slcmeiiik, Lehrer. Verstorbene. Den 26. März. Ferdinand Brakaska, Beamtens-Kind, 2 I. 11 Monate, St. Petersvorstadt Nr. 97 b, Ra chenkräune. — Maria Lipar, Cigarrenfabriksarbeiterin, 42 I., Tirnauvorstadt Nr. 5, perforierenden Magengeschwür. — Matthäus Deröar, JnflitutSarmer, 105 I., Gehirn-lahmung. — Johanna Jerankik, Cigarrenfabriksarbeiterin, 39 I., St. Petersvorstadt Nr. 55, Tuberkulose. Den 27. März. Johann Gollob, bürgerl. Fleisch hauerö- und Hausbesitzers-Kind, 2 I. 10 Monate, St. Petersvorstadt Nr. 15, Wasserkopf. — Maria Marn, Inwohnerin, 78 I., Civilspital, sterbend überbracht. — Jakob Podborsek, Maurer, 26 I., Kastellberg Nr. 57, Darm-tnbcrculose. Den 28. März. Gertraud Babii, viäherin, 53 I, St«dt Nr. 276, Briistwassersucht. — Raimund Jeglii, Tischlers-Kind, 7 Monate, Stadt Nr. 97, Fraisen. -Maria Schnschnig, geb. Belle, Gastgebersgattin, 42 I., St. Petersvorstadt Nr. 144, Zehrfieber. — Helena Änkovc, Jnstitntsarme. 78 I., Berforgnngshaus Nr. 4. Altersschwäche. — Maria Slapniiar, Arbcitersgalliu. 40 I., Ci-vilfpital, chronische Lungentnbercnlose. Den 29. März. Anna Grosel, Inwohnerin, 46 I., Civilspital, Lungenentzündung. — Maria Ucak, Fabriksarbeiterin. 18 I., Civilspital, chronische Lungentubeiculese. Lebensmittcl-Preise in Laibach am 27. Marz. Weizen 5 fl. — kr.; Korn 3 fl. 60 kr.; Gerste 3 fl. — kr.; Hafer 2 fl. 10 kr.; Buchweizen 2 fl. 90 kr.; Hirse 3 fl- — ».; «ukututz 8 fl. 20 kr.; Erdäpfel 2 fl. 30 kr.; Fisolen 5 fl. 80 kr. per Metzen; Rindschv.alz 65 tr., Schwein-srtt 60 Ir., <öjpnf. frischer, 36 kr.. Speck, geselchter, 42 kr. per Pfund; Eier 2 kr. per Stück; Milch 10 kr. per Maß; Rindfleisch 27 tr., Kalbfleisch 23 kr.. Schweinfleisch 28 tr. per Pfund; Heu 1 fl. 30 kr, Stroh 1 fl. per Zentner; hartes Holz 7 fl. 40 kr., weiches Holz 5 fl. per Klafter. Gedenktafel über die am 1. April 1875 ftattfinbenben Lici-tationen. 2. Feilt., Plevelsche Real., Gurldorf, BG. Sittich. -3. Feilb., Omahen'sche Real., Fitsch, BG. Sittich. — 1. Feilb., Sknbic'sche Real., Polii, «G. Sittich. Am 2. April. 2. Feilb., Zalar'jche Real., Lesnjake, BG. Saas. — 2. Feilb., Kogovsek'sche Real., Gereuth, BG. Planina. — 2. Feilb., Jerina'sche Real, Oberdorf, BG. Planina. — 2. Feilb., Drenig'sche Real., Niederdorf, BG. Planina. — 2. Feilb., Lekan'fche Real., Gereuth, BG. Planina._________ Lottoziehung vom 27. März. Triest: 29 8 1 47 39._________________ Telegramme. Venedig, 29. März. Vorläufiges Festprogramm anläßlich des Besuches des österreichischen Kaisers: Ankunft des Königs Montag früh, Ankunft des Kaisers um 11 Uhr vormittags, am Bahnhofe Empfang durch den König, die Prinzen und Behörden, abends Beleuchtung, Feuerwerk, Hofball. Dins-tag: Militärrevue in Vigonza, Spazierfahrt zum .Lido, großes Hofdiner unter Theilnahme der Behörden, Gallavorstellung im Fenicetheater. Mittwoch: Abreise zu Wasser. Madrid, 29. März. Ossiciell. Sechs Generäle, drei Oberste und viele Offiziere der carlistischen Armee traten nach Frankreich über und erkannten Alfonfo als König an. Belgrad, 29. Mär-. Das Ministerium ist durch die Ernennung Nadovits zum Justizminister definitiv ergänzt und bleibt dasselbe im Amte. Der gewesene Justizminisler Zenits wurde zum Staats» rathspräsidenten ernannt. Telegraphischer Cursberichi am 30. März. Papier-Rente 71 30 — Silber-Rente 7b 85 — 1860er StaatsMlehen 112 60— Bankaktien 960.— Credit 238 50 — London 11135 — Silber 104 45. — K. 1. ducaten 5 23. — 20-Francs Stücke 8 89'/,.— M-mark 54-40 Zahnarzt Dr. Tänzer nimmt für jetzt Abschied von Laibach, dankt für den | lichen zahlreichen Besuch und wird entweder im August Oktober 1. I. wieder ans längere Zeit in Laibach enV_ Dr. Tänzers Antiseptikon-Muiidlvajser, Pulver und Zahnpasta sind zu bekommen b:t tenL C. Mahr; Apotheker B ir sch i tz und Piccoli in 8» bach und in den Apotheken in Krainburg, Steil und Lack, in letzterer Stadt auch beim HandelsmW Martine!. (218) Zahnarzt L. Ehrwerth, Herrengasse 213 im 1. Stock, (5) ordiniert täglich von 9 b i s 4 Uhr. * jeder und heftigster Art M/iVl flü SB ■ w St-Bl • beseitigt dauernd das h> rühmte pariser Litoii, wenn kein anderes Mittel hilft! Flacon ä 50 kr. bei Herrn Apotheker BlreeWts (156) 3-8 Unter den Tausenden von Glücklichen welche in den letzten Ziehungen nach den Spiel-1 Instructionen des Professor der Mathema-| tik R. v. Orlicv, livrlin, Wilhelmstrasse 13 Terno’s gewonnen haben, war auch ich, was ich hiermit unter innigstem Danke gegen den Herrn fessor öffentlich erkläre. Aussee. K. Kinnesberger, Spengler. Anfragen — Anfragen betreffs Ertheilung seiner bewährten Lotto-Instructionen beantwortet der Professor der Matliei tik K. von Orllee in Berlin, Wilhelmsto X r. 125, bereitwilligst sofort und gratis! 186) ,___________________________________ v. r Welt- Ausstellung 1873 Wien. (167) 75-91 Frische Füllung: aus der Ofner Räköczy-Mineral-Bittersalz-Quelle. Dieses Mineralwasser, welches im Laboratorium der königl Professoren chemisch genau untersucht wurde, enthält an miiieraliselieii Hestiindtlieileii in 1 Pfund ä :32 Lotli oder 7680 wiener Gran : Schwefelsäure Magnesia.......................... 1 LU 617 Schwefelaaurcs Natron .....................................111*071 Schwefelsaures Kali ..................................... 1 167 Clornatrium ............................................12*972 Kohlensäuren Natron ....................................... 4'4V6 Kohlensaurer Kalk........................................ 8'867 Eisenoxyd und Thonerde................................... 0 051 Kieeelsfiure . . •........................................... 0*998 Freio und halbgebundene Kohlensäure...................... 1 96 800335 uugar. Universität nuwie durch berühmte in- und ausländische j Das natürliche Ofner Räköczy-Mineral-Bitterwasser wird von Dr. Walla, l'rimararet zu St. Kochtis, und von Dr. Frenrcisz, ofner Stadt-Oberphyfiicus, mit ganz besooderm Lr-1 folg angeweudet: . 1. bei Unterloibskrankheiten, noinlich Leber- und Milianscnop-1 pungen, Hämorrhoidalleiden, tituhlverhaltung; 8. hei chronischem Magen- und Darmkatarrh, Gelbsudnt; 3. bei Urculationsstürungen, Athmungsboschwerden, namenuica i wenn selbe Congestionen nach verschiedenen Organen oe- | w i rken I 4. bei Gicht, um die Aus- und Absonderungs-Thätigkeit nnd | hie mit den Stoffwechsel zu beschleunigen ; 5. bei chronischen llautaussclilfrgen . leichteren Skronhulose; 6. bei fettiger Entartung des Herzens ( 7. gegen FettauHamiulung überhaupt; iblichen Sexualorgane Graden tonl 8. bei Erkrankungen der weibli ln Anbetracht, dass dieses ausgezeichnete Mineralwasser wegen seinem unübertrefflichen Beichthume an tichwefekaui .. . „„ ton iveicninumo »v-;- - Magnesia (Bittersalz) bis heute alle in- und ausländischen Bitterwässer weit übertrifft, kann es einem leidenden Jund “* g | den Publicum bestens und gewissenhaft empfohlen werden. Hauptdepot Die Brunnen-Verwaltung bei den Eigenthümcrn Gebrüder Loser der R4k<5czy-Quellc te in Budapest und Triest. bei Oren. . , . Hauptniederlage für das Kronland hrain bei Herrn Peter Lassnik in Laibucn.i,^ Bon»» tu haben : .... in Cilll; bei den Herren: Jakob Schober und Michael Kästner in Laibacli; Jul. Plante und Baumbaoh «che Ajiotn Job. Barthelme in Uottochee; Eng. Mayr in Wippncb; J. Kenda in Undolfewerth ; Adolf Jahn, Aputheter __ Druck ben Jg. » »Itinmeet k grb. Bam»er,. Snftgrr Ottemet vambkrg. Kür Mt iflrtetiten monMsortli*: ffranl Cpitelrt'