lumwfr 10.___ Pettau, He* 7. Mär? 1897. _ PettauerZeitung erscheint jeden Sonnrag. Prrio fnt i;«tou mit Zustellung in« Hau«: Vierteljährig fl. I.A). halbjährig fl. 2.40, ganzjährig fl 4.HO, mit PostVersendung im Inland«: Vierteljährig fl. 1.4O, halbjährig fl. 2.80, ganzjährig fl. 6.60. — Einzelne Nummern li) kr. Schriftleiter: Jisef FelSner, Allerheiliiengasse 14. — «erwattuiig »ud «erlag: W. »la«ke, v»chha«dl«»g, Hauptplatz Rr. S. Honbschrilten werden nicht zuräckgestelll. Aiiliindigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. Die Reichsrathswahl der V. Curie. Am 4. Februar 1897 mahlte die alluemeine Wählerclafse in P.ttau ihre Wahluiäi.ner fiir die demiächst stat>st»de»de Wahl d»-s rint'ii der vier neuen ReichSrathS Abgeordneten der Steiermark. Der Wahlakt begann »»» 8 Uhr morgen« und w»rde um 1 l Uhr vormittags geschlossn», da keine Wahler mehr anwefend w'ire». Von den 673 Wähln» der allgemeinen Wählerclafse. daS ist derjenige», »> w.lher jeder 24 jahrig« öfter-reichische Staatsbürger, der sich seit ti Monaten in P.tta» anshält, Wohler und daher auch wähl-bar ist. waren noch wahrend der ReclamalionS. frist ii nb mtd) vor d.iselb.n 12 in die Wählerlifte eingetragene Wähler gestrichen worden, weil diese »och nicht 6 Monate in Peila» domizilirten. E» verdl>rbe« sonach 661 Stiinmberecht.gte dieser Ctaffc. von welchen 81 zur Abstimmung erschienen. . Von diese» 81 Wählern sliminte» 69 ge-schlösse,, für die i» der Wähleroersammlui'g vom 25. F.brnar d. I. im Compromißioege ausgestellte» 8 Wahlmänner, da» heißt für die nach dieser WSHIervirsammlung abgeäi.derte Liste, die anstatt der Cvmprom.ßivahliwinner «Josef Klepp und Pet, r PrimoSie die »eniiominirten Wahl-Männer Josef Lestofchegg und Joses Gfpaltl zeigte. Damit war anch da» Compromiß vom 25. Februar durchlöchert und somit für diejenigen Wühler, welche am 25. Februar außer der Ge-werbep.irtei und den Socialdemokraten dem Com-pro»,iß zugestimmt hatten, ungiltig nnd gegen-standSloS geworden. Den» man schließt keine Sonntagsplauderei. Der ewia junge Narrenprinz k'-as-ctiinz zog am 1. Tage des Märze» siegreich in tias »no ei» und pflanzte sein Banner milte» »nter seinem all-zeit getreuen Völklein auf, obgleich die finsteren Großmacht. all ihre alten Kanonen mobilifirt und ihnen die Weisung gegeben halte», für de» Fall, als der luftige Unhold nicht Vernunft annelmt«-» will, mit JetmrtaPjiislirtfii Hohlplirasen zu schießen. Darauf crliess Prinz F-.is-chinfj folgende Proklainatioii: „Liebe Getreue! Wackeie wehr' fähige Jugend und Ihr. ihr älteren Reiervejahr-gäng>! Europa will uns zwinge», am Fasching-Montag vernünftig zu fein!— Ich weise diese un-erhört. Forderung mit Entrüstn»., zurück und habe Besehl gegeben zn niobilisireu. Mit »n« ist „Aoler-feder", der nie bezwungene Häuptling der Sioux bei Jiidianerschmäuse», Nyngoman der Mohr, der erst seine Schnldigkeit thu» und dann mit dem Frühiiige heimfahren wird, wenn er transportabel ist. Mit uns sind die kriegerischen Jungfrauen auö dem fernen Wrste» von Pragerhof und die männermordenden Kriegerinnen ans dem heißen Süden von St. Veit! Mit »us sind die Hera-kliden nnd ihre beiden — lIessaS wie heißen den» nur g'ichioind die Dame», die man als Gang-flajch'N oerwendet?*) — Mit uns sind Polinnen, Türkinnen nnd die stramme», sieggewohnten Wal- -> ..n«>e., " s,»rrl'drli>>ll SluOi. („Winmra" <((1 »an«! Summn Hut! trt (tontet».) Compromisse mit für alle Theile bindenden Ver-pflichtunge». um diese ein paar Tage später wieder zu korrigieren. Wenn daher die von der Wählerversammlung am 25. Februar 1897 als für alle Theile bindend ausgestellte, wenige Tage später aber von der Gewcib. Partei und de» Socialdemokraten ab-geänderte Liste der Wahlmäuner am Wahltage doch diirchgedrunge» ist, so war das ei» Sieg, den die vereinigten Socialdemokraten und Gewerbe^ parteiler der geradezu typisch gewordene» allge-nieinen Lauheit i» der Ausübung des Wahlrechtes seitens der Mehrheit zn danken hatten. $ drückenden Majorität der übrigen Wähler aus der allgemeinen Wählerclafse, zu der ja auch alle anderen 24 jährig.» Wähler der verschiedenen BerusSclasfen zähle», vom weniger al» 5 fl. Steuer zahlenden bi» zum letzte« keine Steuer zahlenden Wähler der V. Curie herab, im Vereine mit den der Wählerclafse der Städle und Märkte angeliörigen Wählern, Hätten sie nimmer Stand gchalt'n. Eine Versammlung aller dieser Wähler zwei Tage vor der Wahl, die zu einer Einigkeit Seiührt. die eine ander? Wahkmänuerliste ansge-eilt nnd die Versammelten verpflichtet hätte, für diese neue Liste zu stimmen, hätte alle Anftren-gütigen der Arbeiter- und Gewerbepartei zunichte gemacht! WeShalb hat diese, wir wiederholen es nochmals, erdrückende Majorität aller der außer-halb der Geiverbepartei stehenden Wähler der V. Curie keinen Finger gerührt in einer Sache, küren aus der Hanna. Oberfteier und dem pelz-besetzten Norden, welche die Herzen ihrer Opfer auf langen Spagatichnüren ansäbeln. um sie dann an der Lust a» trocknen für de» Fall der Noth! den» sie bröckeln sich Männerherzen in ihre» Morgen nnd Jausenlaffee ei», wie andere Leute Kaisersemmel»! diese sind die gefährlichsten, sie folge» meiner Fahne! — Die Alle werde» zu Fuß kämpfe» und ick werde »ach dein berühmt gewordeurn Recepte Andrassy's mit einer Com-pagiiie und einer Mnsikbanda an ihrer Spitze die Bosnickel» besten! Besonder» die „Vanba" an der Spitze wird ihnen solche Angst einjagen, dass sie beim ersten Tone der .Klampfen" ReißanS nehmen! De» Angriff zu Lande werden die vereiniglen Flottesten der Flotten meines Reiches zur See unterstützen! ES gibt keine Seen»acht der Welt, welche schnellfüssigere „.Kreuzer" anzuweisen hätte. Sie tanze» einen CurS von 22 Seemeilen in der Stunde! Jedes der schlanke», scharf im Kiel ge-bauten Fahrzeuge ist innen gepanzert; daran prallen die HoHlpHrasen der alten Kanonen der feindlichen Mächte wirkungslos ab Jedes ist vollständig ar-mirt. trägt Bollsch'fftakelage und kominandirt eine» erprobten, todeSniuthigen Capitän, der es leicht durch alle .Wippen hindurch steuern wird, weil er mit dem Fahrwasser im Saale längst vertraut ist. In der zweiten Linie wird die alte Garde kämpfeil, die lieber stirbt, als klein beigibt, solange der Vorrath an flüssiger Munition ausreicht! Diese in der sie d.s Siege» mehr als gewiß fein konnte? Wir wollen eS klipp nnd klar sagen: e« ist der alte Kastengeist, jener verderbliche Kastengeist, der vom Privatleben i»'s öffentliche Leben übertragen wird und der niemals begreifen will, dass er im öffentlichen Leben durch seine zersetzende, die Ge-sellschaft in lauter kleine und daher machtlose Gruppe» spaltende Tendenz noch viel gefährlicher wirkt, als im Privatleben, wo er ungleich wenig« Unheil stifte» kann! Dieser verbohrte Kastengeist, der es unerträglich findet, dass der Herr und Diener, Chef und Bedinstet'-r. gemeinsam zur Wahlurne schreiten, um einen gemeinsame» Gegner niederzustimmen, dieser Kastengeist, der sich nie-mals dazu verstehen kaun, auch nur den Schein eines Jtüpfelchen« seiner vermeintliche» Prärogativ» zu opfern, hat es verhindert, das» ziemlich 600 Wähler vor nicht ganz 200 Socialdemokraten und ihre» Verbündete» bedingungslos capitulirten, dass sie auch nicht eine Hand rührten, um der kleinere» aber feftgeschlosseueii Gegenpartei das Kampsfeld streiti zn macheul Einzelne fch..chterne Proteste in jener Wähler-Versammlung vom 25. Februar gegen die kurz und bündig ßcstelUen Forderungen der feslge-schlossene» locialdemokratischen Gruppe, daS war alles, wozu sich die liberalen, uatioualen und zur deutsche» Volksparlei haltenden übrige» Wähler der V.-Curie damals ausrafsten und die Mahnung de« einzigen Redners, die V. Curie nicht zu einer solche» stempeln zu wollen, die einzelne Standes-Interesse» zu vertreten habe, weil da« mit dem ganzen Charakter der neuen Wählerclafse einfach unvereinbar ist, blieb unbeachtet. Der Kasteiigeist konnte das nicht begreifen und das Resultat ist. Garde wird im Nothfalle die alten Kanonen ver-nageln, denn die Jungen ziehen stktS eine» ehrenvollen Tod solch gefahrvollen Thaten vor. Um Mitternacht wird mein Reichskanzler die nenc Ver-sassuug publizire», wenn er noch in der Verfassung ist! Für die Todten nnd Verwundeten wird lieb-reich gesorgt werd«'» ! Die daheimgebliebeneu Frauen werden auf die Dauer de» Krieges zu Strohwitwen erklärt und werden denselben alle Rechte solcher eingeräumt!" Gegeben am vorletzten FaschiugStag. der Heuer glücklicherweise am Ersten fallt." Ich weiß nicht ob dieser übermüthige Prinz F-as-diing, — aus deutsch heißt der Chineser .Carneval", bei seinem ErvberungSzuge so viel herausschlug, um sich am Aschermittwoch einen Horung zu leisten, ich that'S, den» ich hatte Haar-weh, — aber wen» auch nicht, seinen Äampi hat er erfolgreich ausgefochieu, seine Musikbanda hat ebenso erfolgreich „abgelochten" uud wenn an diigem sieg- und ruhmreichen Gefechte etwa» anzufechten wäre, so ist'S daS, dass man ein anderesmal den .Herakleskindern nicht ein Paar „Saugflaich.n" mitgibt, welche selbst ersahrene Kenner darüber tänschten. ob sie wirklich den Bc'ähig»»gSi,achweis für ihr Amt beizubringen in der Lage waren. Welche Confusion könnte da entstehen, wenn infolge der täuicheudcn Ähnlichkeit eine kurzsichtige Madam Mal)er an eine der bildhübschen Herakliden-Saug- das bis 661 Wähler ber allgemeinen Wählerclafse inPeltau durch ihre gewählten 8 Wahlinänner für den Socialbemokrateu Philipp Ropa« stimmen werden, obgleich mehr als zwei Drittel von ihnen ode« oi'dere nur keine Socialdemokraten sind! Ist daS nicht komisch? Gewiß, aber ein Stiles jener Komik, bei welcher der Zuseher eher weinen oder fluchen, al« lachen möchte. Das» man es anderSwo anch nicht viel besser machte, ist mir eine sehr mittelmäßige Entschuldi-gnng und wenn sich die Socialdemokraten itireS Siege« freuen, so habe» sie wahrhaftiq allen Grnub dazu, denn sie erreichten mit ihrer Rührigkeit, mit ihrer Einigkeit und mit ihrer stramme» Partei. diSziptin ein Resultat, um welche« sie heute gar viele beneide», die gewöhnlich mit mehr Ignoranz als Btrftändnis über die Macht der Socialdemokraten und ihre Befähigung, sich Macht 511 schaffen unb diese zn benütze», aburtheilen. Wen» bie socialdemokratischen Bäume auch nach bin bisher bekannt gewordenen Wal,lreiul' totc» i» der V. Curie auch noch lange nicht in den Himmel wachse», so hal'en sie in dieser Wahl-coinpagne, der erste» in welcher sie ak»v mitkämpfen, doch eine Menge wertvoller Erfahrungen gesammelt, die sie sicher besser verwerten werden, als die übrigen Wähler der V. Curie die ihren verwerten können, wenn sie künftig ebenso ziel und plaiiloS arbeiten, wie bieseSmal. Wählerversammlunsi. Heute abends um 8 Uhr findet bei Oster-berger eine Versammlung der Wähler a»S ber Gruppe der Städte und Märkte statt, bei welcher sich der für unseren Wahlbeziik »euansgcstillte Candibat .Herr Dr. Eduard Wolfliardt, Hos-und GerichtSadvokat in Wien, beu Wählern vor-fallen unb sein Progran»» entwickeln wirb Schon deshalb steht ei» zahlreicher Besuch der Versainm lung zu erwarten n»d er ist wahrlich auch geböte». um den Mann kennen zu lernen, der sich um das ReichSrathSmanbat eines ber wichtigsten Wahlbezirke ber Steiermark bewirbt. Wochenschau. Die Subvention der „Siidmark." Kurz vor Thorschluß würbe im steirischen Landtage noch über das Ansuche» bes »Vereine« Südmark" verhandelt und bei namentlicher Abstimmung der Antrag Forcher: dem Bereine „Sitdinark" a»S flaschen bie Fiagestellte: »Haben'S a Buberl oder a Mäderl Fräuln? — I wüßt ei» vorzügliclxn Platz für Sie bei einer vornehme» Famüli. S'thun hätteii« iveitcr nix als a bifserl anfS inbSmabt Obacht z'geben, benn bö Person hat no ka rechte Erfahrung." — Ja mit ben rechten Erfahrungen ist'S immer eine eigene Sache, man macht sie an sich selbst, man macht sie an anberen unb wen» man sie benutzen will, lassen sie eine» jälilingS in Stich. Mir geht'S so seit bem letzten Maskenball. Da kvinint eine MaSke auf mich zu und wiSpelt mir ins Ohr: „Du Sonntagsplaudertasche. Du bist eigentlich doch ein lieber Kerl!" — „Na, na", antwortete ich ganz roth vor Verlegenheit, ..nia» thut halt, was man thun kann, schöne Unbe-kannte." — „Schön? »a weißt Du. ich möchte Dein Gesicht sehen, wenn ich mich jetzt beniaSkieren wollte!" lachte die MaHke lustig anf, „ich bin nichts weniger als schö» und noch weniger jung." Macht nichts, wenigstens sprichst Dn angenehm." Sie lachte wieder. „Dn meinst, weil ich Dich einen liebe» Kerl nannte? Ich dachte nicht, dass Dn eitel bist; übrigen«, weshalb solltest Dn eine Ausnahme machen? Ihr Männer seid alle eitel! Alle! Kein Weib, nicht die ärgste Kokette ist so eitel wie ein Man». Schau einmal do>t hinüber. Der Brünette, er gibt sich alle Mühe, seine Glatze zu verdecken. Weshalb thut er'»? Er ist Über fünfzig u»d einc Glatze, weißt D» liebe Plaubcrtalche, eine solche, die von der Stirne au dein LandeSsonde einc Subvention von '200 fl. zu bewillige», mit 21 gegen 21 Stimmen angenommen. ES ist wahr, imponirend ist die Stimmenmehrheit nicht, aber hier handelt eS sich nicht »in das, mit wieviel Stimme» Mehrheit der Antrag Forcher angenommen wurde, sondern bass er überhaupt angenommen worden ist. Auch von ben 200 fl. hängt brr „Sübmark" Weiterbestehen nicht ab -aber bas» e« Mit ber gewissen Leisetretern ein Enbe Hot. ist baS Erfreuliche an ber Zache. Wenn der Lanblag, indem er ber Thei-lung beS Preisgerichts in Cilli z>ist>minte, bei, Slovene» eine Coiizessio» machte, die ihnen bebeutenb weitvoller ist, als den Deutschen die 200 fl filr die „sudinark" nnd wenn er bei dieser E^nzessic» wirkl.ch »id)t b.iran dachte, die Deutschen im Uiiterlande, vor allem aber die Cillier Deutsche» zu schäbigen, bann wäre es wirklich mehr ul-J Überzart, ber „Silbmark" ben Bettel von 200 fl. nicht zu geben, weil auch die Zlo-Venen znm Laiidessonde beitragen. Die Cillier ioerden durch bie Theilung beS KreiSgerichts wahr» scheintich mehr verlieren als ben britten Thnl vo» 2lX) fl.. ber bei bieser Sulwentiv» auf slo-be»ifdK Steuergulden eutsällt Das von der Mi.-norität i» dieser Frage entwickelte miiiiilivse „Ge-rechtigkeitsgefühl" iväre löblich, wenn es nicht gar so sadenicheinig wäre und wen» der Abgeordnete Graf Stürgkl, bie Ansicht aussprach: es »cln'iiie. als wolle man nicht den Slovcnen, sonbcrn ber liberalen Partei im Landtage eiwav am Zeuge flicke», so hätte er besser gesa.it: jenen beutschsrci-sinnigrn Abgeordneten, die sich mit ihrem minutiös,» Gerechtigkeitsgefühle b>i ber seinerzeitigt» Verhandlung über die Cillier Frage im steirischen Lanbtage von den verbündeten Clericalen und Slvvene» so jchmählich düpire» ließen. — — Wen» das Gorchtigkeitsgefühl dieser Herren durch die Gewährung einer Sutwenlion an die „Süd-mark" verletzt wurde, so h,t das wirklich nicht viel ans sich Die Deutsche», »ichl blos die in der Steiermark. sonder» in ganz Österreich, si»d eben bereits auf de'» Standpunkt gedrängt ivorben. allen BersöhiiUiigS- »iib Bermittlungs-meiern kurzweg erklären zu muffen: „Wer nicht mit mir ist, ber ist wider mich!" Pettauer Wochenbericht. (ÄUBjcichnnng.) Sc. Majestät hat dem k. k. Bezirks Sch»li«spal Heuer dekorirt. Die kurze Wind beim Eingänge war in ein rcne»dcS Bosket von grüne» Zier stränchern verwanbell, welche« in ber Nische bie Büste beS Kaisers auf einem Säulenschafte trug. rechlS nnd links von Gewehrpyramiden flankirt, bnrch originelle ans Bajonetten hergestellte Wand-lenchter be'trahlt. Z» beibe» Seiten bie Emblemen ber Piouniere, ans geschmackvoll zusammengestellten Trophäen a»S Seilrollen, Leinen, Ankern und gekreuzte» Rudern her «estellt. Die Seitenwinde trugen wappciiartige. blau mit grü» umkränzte Schilde mit gekreuzten Gewehren. Die Stirnwand zeigte den großen Doppeladler, darnnter Sitze unter grüne» Sträuchern, beiderseits des Adlers Trophäe» aus alte» Gewaffen, Spissen, H.'lle-darben re. in geschmackvoller Anordnung In der linke» Ecke ei» Arrangement au» Ziersträuchern, in der rechten Ecke ein an» Teppichen reizend her-gestelltes Zelt für die Ladys Patronessen, als welche Frau Major von Krautivald und Frau Hauptmann Sydor sungirten. Von der Decke hieiigen lange F.stons ans Tanuenreisig, die sich in der Saalmitte vereinigten, um ei» Ponton-modell mit KriegSbri.cke»a»srüstnng ,u trage». Der Saal im ersten Stockwerke war zum Speise-saale. ber anstoßende Raum zum Rauchzimmer umgewandelt, in welch letzterem eine TamburaSen-Capelle die Musik besorgte. Das Kräiizche» ivar sehr gut besucht und waren außer den Vertretern der k. k. Ämter, deS Gemeiiideratli,'«, anberer Körperschaften u»b Vereine, bie Vertreter ber Feuerwehr mit ihrem Commaiibante» und Chargen i» Uniform nnd desgleichen die Vertreter de« Veteranen-Vereiiie« in Uniform anwe>r»d. Getanzt wurde auedauernb unb flott. Die Dameii erhielten srl>r hübsche in schwar^gelb gehaltene, bie Herren vifltkartenartige Taiizorbnnngen. Die Kapelle des Pettaner MusikvereineS besorgte unter der Leitung beS neuen Kapellmeisters Herrn M. Mehlhorn bie Tanzmusik in gewohnter vortrefflicher Weife. (ver chäriogsschmittsj bei Oiierderger am vergangenen Mittwoch war sehr gut besucht und das Gebotene ließ nichts zu wünschen übrig. Aber neben den verschiebe»,» leiblichen Genösse» gab eS anch einen ganz exquisiten Kunstgenuß. Herr Capellmeister Max Met>lhor» (nachte sein erste« öffentliches Concert und wenn er schon in der Zusammenstellung deS Programmes einen anSge-zeichnete» Geschmack bekunbete, so zeigte er sich in mich umzukleibeu, las ich die Ankündigung: „Städtisches Ferk.Museum", geöffnet für Ein-heimische an Sonn- und Feiertag,n von 10 bi« 12 Uhr Vormittag und von 2 bis 3 Uhr Nach-Mittag. Für Fremde täglich von 9 bis 12 Uhr Vormittag und von 2 bis 6 Uhr Nachmittag. Mich wundert es. bass Du ba« nicht wußt, Du Mensch zweiter Gilte!" — Fort war sie. Mensch zweiter Güte? zum Teufel, ba« ist doch stark! Ich eilte nach der Garderobe um meinen Havelock und lief geradeweg« in ein CasS. Dort hieng richtig die Auküudignug und richtig, die Maske hatte recht! Ei» bittere» ArinnthSzengni« für un« Pettauer Einheimische, bass unser eigenes Museum ben Freiiiben täglich 7 Stunbeu offen steht unb un« blo« 3 Stunde», nur an Sonn-unb Feiertagen! Äa. ja. mit ben Ersahrungen ist'« eine ge« wisse Sache unb biese ist so bitter, dass ich seit-her selbst bie Zugereisten zur BerpflegSstation ehrfurchtsvoll grüße unb mich höflichst ent-schiilbige, wenn mir Einheimischen so ei» Stromer aus bie Hühneraugen tritt, benn wir Menschen zweiter Gute bürsen überhaupt »och iroh sein, bass wir baS Museum 6 Tage in ber Woche von außen anschauen bürsen. P. — 3 — jfr Durchführung desselben als ein ebenso tüch* tig.t Mnsiler, nid vortrefflicher Dirigent InS. blondere feine Ruhe am Dirigenlenpnlte fiel a ll gn dieser Richtung ziemlich nervöser Natur w.ir. die sich manchmal soweit gehen ließ, dais die Zuhörer ebenfalls aufgeregt wurden, w»S nicht nach jedermanns Geschmack ist. Herr ÄaihUineiftev ^tehlhorn liat Iteiui Pnblikum nun» mehr e n n Stein im Brette und wenn er diese <£ti,»m:;)i|| klug zu bfnützen versteh», so ist ihm eine weitgehende Popularität sicher. (Die /rirr des ZV jähriycn Nrgirriinys-jnbilaums Sr. Majestät des Sailcrs Frau; Zojrs I. oonsri.te der betörn ftädl. Volksschulen in pcllau.) Ganz Österreich rüstet sich, um an>2 Dezeml'es >898 die Feier d,S SV-jährigen Regiern ngSjubiläumS unsere« erhabenen Kaisers Franz Josef I würdig zu begehen Es wurden in dieser Beziehu -g be reit» Sammlungen eingeleitet, Geld- und andere Stiftungen gegründet, welche den Zweck haben sollen, vaS Andenk,» an ein so seltenes und er-haben,'« Fest nie mehr der Vergessenheit unserer (Generation anheimzustellen. E« solle» die Festlich-knien die im obigen Zeitraume zur Ausführung gelangen, eine Erinnerung für ¥llt nnd Jung bleiben; deshalb hat auch der Herr Stadtschul inipector Johann Ranner es für ganz geeignet befunden, dass der standige Ausschuß an die Tageö lirduung setzen möge, wie die Feier des 50 jährigen Kaijerjubilänins Sr. Majestät an unserm slädt. Volksschulen z» begehe» sei? Im engeren Nahmen des ständ. AuslchnsfeS wurde bcfchlossen, die seltene Feier dadurch zu manileftieren. dass man durch Wohlthaten und Unterstiitznngen arme, hilfsbedürftige Schulkinder, Knaben und Mädchen, not vollständigen Anzügen betheile; denn Stis-tungen ttiid Asyle zn gründen, wie eS andere Körperschaften thun, dazu reichen unsere beschei-denen Geldmittel nicht hin. ors soll somit ei»? Sammlung eingeleitet werden, die darin i» be-stehen habe, dass Frennde und Gönner armer Schutkinder mit l. October l. I. angefangen, allmonatlich ritten Betrag pr 20 ttr. ö. W. oder pro Jahr 2 fl. 40 kr. ö W. auf einmal zeichnen mögen. Diese durch die Sammlung eingegangene« Geldbeträge wclden sodann in die Sparkasse ge-legt, dort verzinst und am Tage des Gebrauches behuben. Dazu kommt »och ein vom verstorbenen gewesenen Herrn Bürgermeisterin Pettan.K BreSni i, für arme Schnllindcr in der hiesigen Sparcaffe angelegter Betrag pr. 230 fl ö W zur Addition. Die schulfreundliche Stadtgemeinde Pettau nnd die hiesige Sparkasse werden voraussichtlich in dieser Beziehung un« nicht im Stiche lassen und der löl'l. Vorfchußverein, der ja im Wohlthun Bc-kannte» leistet, wird gewiß »icht zurückst'heu, ein Schälflein beizutragen. Die steierin. Sparkasse wird ebenfalls gebeten, der armc» Söhne und Töchter des Unterlandes nicht zu vergessen! Und aus diese Weise denkt sich ber ständige Ausschuß einen Fond zn gründen, der ausreichen wird. 100 Kinder mit guten vollständigen Kleidern zu be-theilen. Wa« nuu das Programm des Festes selbst anbelangt, so kau» der stand. Ausschuß keine de> finitiven Anträge stelle», da höhere Weisungen der Schulbehörden in dieser Hinsicht erfolgen dürsten. Angezeigt wäre eS, das« das Fest am 2. Dezember 1898 »icht stattfinden solle, da da»» die Winterelemente der würdigen Feier abhold sein könnten. Ebenso wäre der 18. August 1898 nicht paffend, da noch Schnlferien sind. Der 4. Cclob:r 1898 wäre sodan» der Freudrntag für uns Alle! In den Ausschuß wurden 6 Mit-glieder gewählt: Herr Josef Felsner. Schriftleiter, Herr Jas Ferk. Schnldirector, Herr Fr. LSschnigg. Leiter. Herr Direktor Johann Ranner. Stadtichul-inipector, Herr Franz Sucher, Bürger'chnllehrer, Frl. Vicioria Zurhaleg. Lehrerin. Pro». Programm. 1. Fesigottcsd'knst mit der Adsingung der Volks» litjme. 2. Versammlung sämmtlicher Schüler nnd Schülerinnen im Casinosaale. 3. Festrede eines LihrerS 4. Declamation einer Schülerin. 5 Ber-theitung der Kleider, Gedenkmünzen ic. 6. Danksagung ei»eS Schülers für die Bekleidung. 7. BolkShymme. Fr. L. (Dcr Maskenball.) Fr. Der Glanzpunkt der heurige» Faschingsn-iterhaltunge» war ganz ent-schieden der Maskenball am Faschingmontag; da-rüber siild die Forscher aus dem Gebiete der FaschingSseste so ziemlich einig und da» «Wen»" »»d „Aber" einer subjectiveu Kritik kau» a» dem allgemeine» Urtheil wenig ändern. So cm Fest gleicht einigermassen dem Spiegel; wer mit vergnügtem Gesichte hineinschaut, betn lacht ein vergnügtes Gesicht entgegen. Der Sauertops aber sieht auch in Momiis stets einen mieselfüchtigen Gesellen. Der Saal war fast übervoll und die übrigen Localiläteu zeigten blos einige leere Tische, wenn die vortreffliche Mnfik unter Leitung ihre» Meisters z»>» Tanze einlud; dann aber war auch da» Rauchzimmer gleichzeitig voll besetzt, denn da sorgten bie „Schrammet»" für die Erheiterung deS Gemüthe». Die Saaldekoration war entfprechtnd dem Besuche gehalten; einfach und nobel, jede« Zuviel vermeidend. ivaS den Raum beengen konnte. Ei» Maskenball hat stet« ei» doppelte Gesicht; das Ballgesicht der ballmäßig gekleideten Herren nnd daS Maskengesicht, w.lch>Szu dem Ernjte d.»S schwarze» Fracks nnv Claqnes lustig lacht. DaS Letziere war entschieden da» schönere, denn wa» die MaSken betrifft, so konnten sie sich wohl sehen lassen; entweder urkomisch oder hochelegant. >n beiden Fälle» aber vortrefflich, wie der MaSken» einzug bewies, den eine ebenso naturgetreu den bekannten Originalen nachgebildete Bänkelsänger-gesellschaft eröffnete. Drei Gestalten ans dem Bolke, welches das verlumpteste Vagabundentum» der Kunst mit einer geradezu oerblnffenden Natnrwahr> hkit imitirte. Zwei Vertreter der „Indianer- nnd Negergeschichten- schlösse» sich dein verlotterten Bänkelsängertrio würdig an. Den „Häuvtling Adlerseder" begegnet man in jede» Maryit'schen Romane, Toinahaiok, Bogen, Pieile, Scalpinesfer, nichts fehlte nnd der unnsende Nigger, sein Enmpan, war ein köstliches Original ans de» ..Kamerun» geichichte»" der „Fliegenden- oder aus .Meggen» borfev", daran reihten sich Cl^araktermasken in bunter Fülle. Zivei reizende B6b6S. irgend einer verMkifelten Bonne entwischt, eine Türkin in Ja-schmak nnd Feredichie, ein Hocheleganter „Courier" ans dem eisigen Norden, dessen sich der Eir selbst nicht zu schämen Hatte unb ei» ebenso reizender „Ciebeäbote", eine Watteou'sche Schäferin und «in paar Zigeunerinnen, denen jeder gerne die Hand *um Wahrsage» hingehalten hätte. Und was an Vertreterinnen der verjchiedenste» Nationalitäten, durchweg» i» Prachiai'Sgabe,'., zu sehen war, durch-weg« reich costüinirtc nnd bilvjchöne junge Dame«, würde ein seltene« fllbni« voll Liebreiz gebe». Diese» sozusagen civilistische Ensemble belebte ein in Maske. Sprache und Geberden vorzüglich imi> tirtcr Bergbaner, eine der köstlichsten Figuren im Saale, eine Bauernfi iur. an der selbst Hans Ära» berger oder unser Rosegger seine Freude haben konnte. Den Schluß des Zuges bildete eine Gruppe .,Theerjacke»- in Sommeradjustirung. von denen die eine Hälfte sofort halte zur Deckparade an-treten köineit, ohne das« der gefiirchtete „Gesammi-detailosfizier" irgend ein Mängelchen entdecki hätte, die ai'dere Hälfte, freilich die würde den G strengen in arge Verlegenheit gebracht haben, sintemalen sie anstatt der weiß*» Porzellanhosen sußireie Röcke angezogen hatte, die nn Bord strenge verpönt sind von wegen der Unbequemlichkeit bei Segelmanöver». Hier im Tanziaaie at>er hätte selbst der bärbeißigste Bootsmann sich gedacht: zn jebem fixen Seemann gehölt ei» S eweiblei»! Schade, dass dergleichen an Bord so arg verpönt ist! Proper anfgetackelt sind sie alle »üb wie'« scheint auch „klar zum Entern!-Die piece de resistance des MaSken-EinzugS war der Kindenvagen int den beidenHerakliben-zwillinge» und ihre» Amme». So ein fünf Fuß langer Säugling in weißem Steckten ist eine Rarität, deren sich kein Panoptiknm rühmen kann. Und wenn sich diese beiden sechs Wochen alten Riesenbabys nicht in ihrc Ammen verliebte», so ist das sich« nicht die Schuld der letztere» ge-weien, denn zwei solche Prachtexemplare find »och. niemals als lebendige Sau.,flaschen in Verwendung gestanden Und sicher wäre es selbst dem Papa Herakles über die Hutschnur gegangen, wenn er seine beiden Söhnlei» im Steckkissen sammt ihren Amme» anstatt im Kinberzimmer plötzlich am Reck getroffen hätte! Bei seinem dumme» Gesichte, daS er sicherlich bei diesem Anblicke gemacht habe» würde, tväre wohl ein noch wichernderes »Lachen der seligen Götter durch den Oiymp gegangen", wie seinerzeit beim Anblicke des hinkenden Vulkan. Ei» Lache« nn5 zwar ei» herzliche« u»b baranf ei» jubelnde» ..Bravo!" gieng auch durch den Ballsaal, als Aminen uns Sauglin,e die ge» wa »testen Turnübungen aussübrten »ud die Ammen darauf die beiden Riesenbälge wieder fachte in be» gemeinsamen Kiudenvageu zurücktrugen. Es war eine Glanzleistung unjeres wackere» deutschen Turnvereines. Dann wurde unten getanzt und der Himmel mag wissen, ob je ungleichere Paare al« hier bnrch einen Saal walzten. Und während unten getanzt wurde, vergnügte» sich andere oben bei den Schrammeln, biS während der Raststunde der unermüdliche Impresario K. Lerr als Kapellmeister einer GichnaSmnsikkapelle, als Erzieher eines gräuliche» Monstrums, als Protektor eines höheren Zauberers und Unternehmers anderer Ulke den Lenten die Zeit wegtänfchte. dass kein Mensch mehr daran dachte, nach der Uhr zu sehen. Dann gieng der Ta >z vom neuen lo», oben und unten nnd jene, welche so um 5 Uhr morgen« herum meinte»: „Mitternacht ist wohl schon vorüber! E» ist Zeit zum Heimgehe», morgen muß ich zeitig aufstehen I" die hatten eben nichi daran gedacht. vajS die Zeit am Faschingmontag-Maskenballe »och viel rascher flog als sonst. Leider! Viele aber fanden, dass eS sicherer sei, bei hellem Tage heimzugehen und sie thaten auch darnach. (Schluß der Suppcnanstall > Die Suppen» anstatt für die armen Schiller beider städtischer Volksichule» wurde mit Ende Februar geschlossen. Welche» eminent wohlthätigen Einfluß dieses aus milden Beiträge» ber Bewohnerschaft PettanS er» halten? »nd von einer Anzahl warmherziger Dame» nnd Herren geleitete Jnstitnt aus den Gesundheitszustand der Kinder hat. braucht wohl kaum erörtert zu werben Dagegen muß der Leitung dieses Institutes süc bie Mühewaltung und die persönliche» Opfer an Zeit »ud Geld, welche die Damen und Herren bringe», dcr öffentliche Dank gesagt werde», den» im Lause deS heurigen WinierS, vom Beginne bis zum Schlüsse, b. i. vom Anfang Dezember bis Ende Februar wurden zufam. 5797 Partionen nahrhafter und schmackhafter Suppe verabreicht, das heißt eS kamen taglich zwischen 140 und 160 Kinder zur Ansfpeifung, so dass die jeweilig den AuisichtS-dienst versehende Dame sicherlich alle Hände voll zu thun hatte, nm die Vertheilung so vorzu» bereiten, dass die 150 bis tv0 hungrigen Kinder rasch abgespeist werden konnten. Natürlich ist'S mit dieser Arbeit allein nicht abgethan, denn die eingelaufenen Spende» in Geld und Naturalien müssen verbucht, eine Wirtschaftsrechnung geführt, nach dem vorhandene» Materiale Speisezettel entwarft» werden und noch manche« audrre. Wer sich freiivillig solchen Arbeiten blos uns Nächstenliebe unterzieht, verdient wohl die wärmste Anerkennung. Aber auch die mildthätige» Hände, die so oft und so reichlich gaben, dass es mö >lich war, innerhalb dreier Winterinonate fast 8000 Portionen Mittagssuppe und zwar reichlich bemessene zu verabreichen, seien gesegnet für ihr Wohlthun. Eingelans Spenden (ll AuSwei») seit l. Jan. 1896: Frau Betti Hutter 30Lit Bohnen. Frau C. Matzun 12 Kg. ReiS. tt Maß Heidenbrei», Herrschaft Thurnisch 5 Metz. Kartoffel, Firma Hutter 9 Lit. Essig, Frau Pauline Ttaiy 8 Laib Brode, Herr Franz Mahoriü 4 5kg. ReiS, 4 Kg. Gerstenbrein, 2 Kg. Feit. Frau Betti Hutter 10 Kg. Speck, Frau Pauline Stary 12 Brode, Frau M Suk 12 Maß Bohnen, Heir I Metziuger 2 Kranze Zwiebel. Frau Edle v. Fichtenau 9 Lit. Essig, Frau Caroline Hrntze 12 Lit. MaiSgricS, Herr E Eckl n Kg. Speck. Herr I Ornig 16 Kg. Salz, Frau Caroline Matzun Würste. Fra» Pl. Stary >7 Wecken Brode, Frau Anna Edle v. Fichtenau 1 Kg. Fett. Fran Anna LeSkoschegg 1 Kg. Schwartl, Frau Betty Hinter 9 Lit. Essig. Frau Cl. Hintzc 2 Sacke Erdäpfel, Firma Straschill ^Leposchci S 2it. Hirscbrein, 9 Liter Gerstenbrein, 8 Lit. Bohnen, 10 Kg. Mehl. 10 Kg. Schwelnesett, 6 Kg. Reis. ^ (Sri drr tttahluiännrruial)!) am 4. März wurden 81 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf Joh Ceferin (Socialdemokrat) 74 Stimmen, Karl Kratzer iGewerdcpartci) 76 Stimmen. Rnd. Kratzer (Socialdeniokrat) 75 Stimmen, Ivfef LeSkoschegg (Gerne,bepartei) 75, Stimmen. Binz. Majcen (Socialdemokrat) 74 Stimmen, Michael Martichitjch (Gewerbepartei) 71 Stimmen, Joh. Steiidte (Gemerbepartei) 75 Stimmen, Josef Gspaltl (Gewerbepartei) 76 Stimme». Dei-Wahl-oft begatt» um 8 Uhr Früh und wurde um 11 Uhr Bormittag gelchlossen. da keine Wähler mehr anwesend waren. Die Zahl der Wähler in der allgemeine» Wälilerclasse betrug 661. eS er« schienn» datier mehr als 10«, an der Wahlurne; davo» stimmten 69 geschlossen, 9 Stimmen zc» splitterten. 2 Wähler stimmten »icht. Dcr ganze Wahlakt verlief ruhig und die Wähler zeigten nictit im Entferntesten jene Aufregung, die allgemein «rwartet wurde. (^rirdau. 5 März 1897.) Um die Herr-schaft des Prinzen Carneval würdig zu beschließen, veranstaltete d. M'änuc'rtongwnriu am Fasching-dienStag einen 'tarn >d, welcher auch hener wieder seine all ^»j lusiible und von hie-sigen » auSnx'rtige» »uen so zahlreich besucht war, da ' Baucr'sch Lokalitä sich als viel zu klein irsen. Di zahlreichen, vorwiegend kölnischen Nummern des Pr0t>ra»»neS wurden mit stürmischem Beifall und lebhafter Heiterkeit belohnt. Gleich dcr erste (gemischte) Ctwr „Zigeunerleben" bot nicht nur eine sehr beachtenswerte ge-sangliche Leistung, sonder» auch mit den natur-getreu dargestellte», »m einen Kessel i'lbcr loderndem Feuer aeschaarten Zigeunern ein über-raichenb hübsches Bild. Sehr gut wurde auch der „Radlcr-Marsch" von Richard Wagner und die „Speclakel-Quadrille" von H. Qniquerez vorge» tragen. Große Heiterkeit erweckten die Concertma» schine, dir verschiedene» Couplets, der heitere Ei», akter „Eine tolle Geschichte" oder ..Der verheiratete Junggeselle", Mister Bauer mit der Vorführung seines Eierinenichen. Mo»dme»sche» „nb anderen Merkwürdigkeiten und besonders auch da« Quartett „die höchsten Böhin'." Erst lange nach Mi'ter-»acht gelangte dcr Tanz zu seinem Rechte, welches er aber anch bis zum Morgengrauen ausübte. Der Männergesangverein kann mit dem glänzenden Gelingen dieses Abende« in jedei Hinsicht vollauf zufrieden fein. (Lcbrnde Photographien.) Der Kinematograph (lebende Photographien), welcher aegenwärtiq seit Mittwoch den 3. März im Caflnosaale ae;eigt wird , erfreut sich des allgemeinen Beikalle«. Es ist eine Reihe fesselnder Bilder, die der Kinematograph zeigt, dieser wunderbare Apparat, dcr das ganze Leben und Treiben der Menschen und alle Vorgänge der Natnr aetreu w'der» spiegelt. Vor allem errege» die Bilder: Wasch-anstatt, Schwirnrnschule uud der einlansende Eil-z»g in der Station da« Interesse de« Publikum«. Der Kinematograph wird moraen Sonntag den 7. März u»wider»uflich das letzte mal s'ine Vor-stellungen und zwar nachmittag« 4. 5. 6 u. 7 Uhr geben und zwar zu herabgesetzten Preisen, l. Platz 40 kr. und II. Platz 20 kr Wir machen doü Pnblikttm dara»s aufmerksam, sich die Vor-stellungen anzusehen. Dieselbe» sind de« Ansehen« wert. Der Apparat hat in Wien. Gra, u. s. w längere Zeit hindurch das arößte Interesse erregt. (Necitator Srrthold Alausen) hat. wie die Grazer TageSblätter berichten, »»längst in Graz als Recitator Schiller'scher Gedichte, unter andern auch ..die Kraniche des Ibicns", mit feinem mächtig packenden Vortrage einen sensationellen Erfolg er-zielt. Herr Staufe» ist ein Meister in seinem Fache »nd wird heute und moraen als Recitator im „Schillervereine" in Triest. wohin er eingeladen worden ist. auftrete». Da Herr Stanfcn. wie wir höre», anch Pettan besuchen will, dürfte un« für die nächste Zeit ein seltener Gennß in Aussicht stehen. (Kni tlatcr erschlagen.) Sonntag den 28. Februar d. I. kam der Winzer Vinüek au« Stadtberg in ziemlich betrunkenem Zustande heim und begau» sofort Streit mit den Seinen, im Laufe welchen Zanke« er die Drohung auöstieß. alle zu Würste» zerhacke» zu wollen, sofort einen halb ausgearbeitete» Hauenstiel ergriff und damit zuzuschlagen begann. Da ergriff anch der be-trunkene Sohn Johann Vinüek einen solchen Stiel und schlug a»f de» Vater los, der alsbald zu-sammenbrach. Johann Viutick hatte seinen eigene» V'ter erschlagen! Nach der grauenhaften That stellte er sich selbst dein hiesigen Gerichte (Monatsviehmarkt.) Zum MonatSviehmarkt am 3 März 1897 wurde» ankgetriebc»: 26 Slück Pierde, 128 Stück Ochsen. 318 Stück Kühe, 121 Stück Jungvieh u >d 4 Stück Kälber, zusammen 633 Stück. E» waren ziemlich viel Käufer von auswärts erschienen twslHilb auch die Preise sich in steigender Tendenz bewegten. Der nächste Vieh-markt findet am ersten Mittwoch des MonatS i April d !. am 7 April d I. als Monatsmarkt für April statt. Vermischte Nachrichten. Am 15. März 1897 10 Uhr Vormittag findet bei der k k. Finanz-Bezirks Direktion i» Marburg die Evncurrenzper-Handlung wegen Besetzung deS Tabak-Subverlages in Frieda» statt (Concurg-Äuvschrrililing.) Zu bcsctzcn ist eine ArntSdiener Stelle bei der k. k Fina>'z-Be-zirk« Directio» *ii Marburg, mit de», «behalte jahrlicher 3««0 fl.. der Aktivität!Zulage 75 fl. und der systemisirte» Aint^kleidiiiig. Gesuche sind unter Nachweisung der bisherigen Verwendung, einer kräftigen Gesundheit, einer guten Handschrift, so-wie der Sprachkenutuisse bis 15. April 1897 bei dem Vorstände der k. k. Finanz-Bezirks-Direction in Marburg einzubringen. AnsvruchSberechtigte Unteroffiziere de« stehenden Heere«, der Kriegs-marine, der Landwehr nnd der Keudannerie haben sich bei ihrer Bewerbung nach dein Gesetze vom 19. April 1872 R.-G BI. Nr 60 »u benehmen. Hoehprinia Anbau-Hafer und hochpriina Sommer-Saat-Gerste offer ist Johann Strascliill, Productengesch&ft RANN hei Pettau. &s vorthnlhafitttkrHassttZvsat^ ewpsohlni: t?on Xathre*er, Alle die ein wotalschmeckendeBKaffee-getränk lieben, gesund bleiben und sparen wollen. <0esrerreic£. K. u. k. auschl. Privilegium. Valerie-Mieder. Anerkannt bestes nnd pructiachestes Mieder der Neuzeit. Gibt jeder Dame eine tadellos schöne und elegante Forin. Das Valerie-dehnbare« Mieder hat gegen alle anderen bisher erzeugten Formen den Vorzug. dass es durch den in der Taille angebrachten elastischen (iürtel jeder Körperbewegung nachgibt, den sonst listigen Druck hauptsächlich auf den Magen und die Hüfte aufhebt und in Folge dessen allen Anforderungen eines wirklichen (iesundheits-Mieders entspricht. Es ist daherallen Damen, welche sich gesundheitlich kleiden wollen und doch die gegenwärtige Mode berücksichtigen müssen, wttrra-stens zu empfehlen. Der elastische (iürtel hat weiter den Vortheil, den Druck, den die angebrachten Stäbchen auf den Körper ausüben, abzuschwächen. wodurch auch das Brechen derselben nahezu ausgeschlossen ercheint, mithin an Dauerhaftigkeit alle anderen Mieder übertrifft. Nachahmungen werden gerichtlich verfolgt Zu haben nur bei BrUder SlawitSCh, Pettau. Relchenberger Tuch- nnd Anzugstoffe! 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Pragerhof-Marburg-Graz. a'i Schnellzug b) Porisug Postzug c) Schnellzug d) Personenzug ab Pragerhof 2" Nachmittag 6« abends 4« Früh 2" nachts 8" Früh an Marburg 2" Nachmittag 7" abends 6" Früh st" nachts 8" Früh Graz-Marburg-Pragerhof. an Graz 4" Nachmittag 9" abends 7" Früh 4" Früh 10" Vormittag Graz ab: A) Schnellzug H) Postzug C) Schnellzug D) Personenzug Postzug Gem. Zug 1'» nachts 5" Früh 12" Nachmittag 4'" Nachmittag 9M abends 11« Vormittag Pragerhof-Cllli. Marburg an; 2— nachts 7" Früh 2" Nachmittag t>" abends II" nachts Pragerhof an: st" nachts 8" Früh 2" Nachmittag 7" abends 12* nachts 1" Nachmittag st*' Nachmittag Cllll-Pragerhof. Personenzug Schnellzug Postzug Postzug Schnellzug Gem. Zug. Cilli ab f>" Früh Pragerhof an 8" Früh 1" Nachm. 2" Nachm. 6" abends ß" abends Pragerhof ab Cilli an Gem. Zug 4" Früh 7" Früh a) Gem. Zug st" Nachm. 6" abends a) Schnellzug 2" Nachm. st*' Nachm. Personenzug 7" abends 9'» abends Postzug 12" nachts 1" nachts Schnellzug st« Früh 4" Früh Postzug 8" Früh lO» Vorm. Die mit kleinen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der Richtung Pettau— Graz. die mit grossen Buchstaben bezeichneten Züge haben in der Richtung Graz—Pettau Anschluss. S'° Nachts 1" nachts 9" Vorm. 4« Früh 2« nachts 11" Vorm. A. F.HICKL, FETTA U empfiehlt zur FrtthjahrS-SaiSOn sein gut sortirtes Lager in feinen Brünner Modestoffen, Cochmen, Cheviot, sowie fertige Wiener Herren-AnzOge von fl. 9.—, Knaben-Anzüge von fl. 5.— aufwärts und echte Tiroler Wettermflntel in oliv, dunkel und grau zu fl. 11.— Gedenket bei Wetten, Spielen n. Testamenten des Verschönernngs- und Fremdenverkehrs- Vereines. Jos. Kollenz & Neffe empfehlen ihr neu angekommenes Lager in garantirt wasserdichten $0T Havelocks aus echten steirischem Loden. pettauer Marktbericht, Mär) 1897. Gattung Fleischwaaren. Rindfleisch . . . Kalbfleisch . . . 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Den Schülern des landschaftlichen Gymnasiums, der Volks-Handels- und Gewerbeschule in Pettau ist unter Führung eines Lehrers der freie Eintritt in das Museum gestattet. Diesbezügliche mündliche Ansuchen sind an Herrn Josef Gspaltl zu richten. Das Museum ist Jeden Sonn- und Feiertag von 10 bis 12 Uhr vormittags und vor 2 bis 3 Uhr nachmittags geöffnet. FUr Fremde täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachm. Eintrittskarten sind beim Museumsdiener erhältlich._ QaC Annoncen für alle in- und ausländischen Journale, Fachzeitschriften, Kalender etc. besorgt am besten und billigsten das im besten Rufe seit 38 Jahren bestehende erste österr. Annoncen-Bureau von A. Oppelik's Nachfolger Anton Oppelik, WIEN, I.. Grünangergasse 12. Neuaatar Zaitungs- und Kalander-Katiloj, xiwto Koatanlikar stla. Lampenschirme in verschiedenen Ausführungen vorrathig in der Buchhandlung W. BLANKE in Pettau. — 8 — Johann HofF's Malzpräparate für Schwache und Kranke. 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Herzzerreißend war es, t» sehe», wie die Einwohner plötzlich aus dem Schlafe gesch>eckl, in ihrer Äugst nicht wußte», wir sie sich rette» und was sie von ihrer Habe zuerst iu Sicherheit bringe» sollte». Nache» zog man herbei und belud sie mit so vielen Personen, daß sie jeden Augen-blick zu sinken drohte». A» de» Fenster» erschiene» schreie»de Hinder und jammernde Frauen, welche händeringend um Hilse riefen. Männer, die bereit waren, sich kühn in die Wogen zu stürzen, um ans der Ferne irgend ein Rettuugsmittel zn holen, wurden von deu Ihrigen zurückgehalten, welche sich an ihre Kleider verzweiflungsvoll anklammerten »nd sie »idit von sich lasien woll-ten. Dazwischen tönte der schrecklidie Klang der Sturmglocke. Es heulte dcr Sturm, es brüllte und zischte die eiitfesielte Fl»t, rol-leud krachte» die Do»»erfchläge eines heftigen Ungewitters. Es war ein trostloses Bild, welches die Gegend rings umher darbot. Treu seiner Pflicht wollte Frederik sich in die Gefahr stürze». Mit de» Arme» sei»e» Hals umschlingend. de» Kops gegen seine Brnst gelehnt, verwandte Siska die ganze Beredsamkeit, weldie ein liebendes Weib im Augenblick der höchsten Gefahr besitzt, um ihn zurückzuhalten. Der Deichbeamte war mutig uud tapfer genug. Oft hatte er. wenn fei» Beruf eS forderte, fei» Leben a»fs Spiel gesetzt. Aber das heiße liebeglühende Flehen seiner jungen Gattin brachte seine Entschlossenheit znni Wanke». Er zögerte, er blieb, unfähig, der tiefe« Verzweiflung eines Weibes zn widerstehen, wel« ches iu wenigen Augenblicken den Gegenstand seiner zärtlichsten Liebe zn verlieren fiirditet. In dieser Angst träte» die Worte Iarbells ihr mit schrecklicher Klarheit vor die Seele; sie glaubte iu der furchtbaren Katastrophe die Erfüllung seiner Drohung sehen zu müssen. .Er hat wahr gesagt; nun bin ich Gattin, nnd werde Witwe sein, ehe ei» Tag vergangen ist!" rief sie. .Bleib, ich beschwöre Dich, bleibe hier!" .Aber es ist Pflichtvergesienheit, es ist Sdiande, was D» von mir verlangst." .Nein, Dein Leben will id, .. In diesem Augenblick stieß eine Barke au das Hans au. Ei» kräftiger Mann hatte dieselbe mit Geschick und Glück, trotz der Gewalt der widerstreitenden Wogen, hiehergelenkt. Er näherte sich dem Feilster, hinter welchem daS verzweifluugsvolle Gesprädi der beiden Gatten geführt worden war. .Holla! Ist jetzt Zeit zum Jammer» uud zu »»nütze» Klagen?" rief Jarbell. .Habt Ihr den» in einem Tage all Euer» Mut ver-loren?" wandte er sidj an Frederik. .Ein Dammoffizier kann de» Damm z» Grnnde gehen lassen, kann zusehen, daß Strom nnd Meer »nsere Wohnungen zerstören, unsere Fluren verwüsten, uud wagt nicht den Versuch, die Heimat zu rette»?" Dieser Borwurs verwundete Frederik in tiefster Seele. Er riß sich aus den Armen Siskas los nnd schwang sid» ans dir Fettsterbrüstung, »m in den Nache» hinabznspringen. „C Frederik! So laß midi Dich begleiten, laß midi mit Dir sterben!" sdirie Siska in höchster Berzweiilnng. Ehe Frederik auf das herzzerreißende Flehen feiner Gattin eine Antwort geben konnte, halte Jarbell den Kahn umgewandt. Wäh rr»d der vordere Teil desselben, in weldien Frederik hinabge jprnnge» war, sid) vom Hanse entfernte, näherte das Ende, wo Jarbell am Steuer stand, sich mehr dein Fenster. Er dengle sich rasch z» Siska hi» »nd rief ihr halblaut dir Worte zu: .Für uus ist der Tod! End, bleibt das Lebe» und ei» ewiges Leid! Gestern Gattin ... heute Witwe!" Frederik iah, wie seine juur.r Fra» besinnungslos zusammen stürzte. Hilfe war nicht mehr möglich, denn Jarbell gab mit einem kräftige» Rnderschlage dem Nadir» eine» Stoß, daß der« selbe rasch vom Hause wegtrieb in der Richtung ans den Damm, u»n welchri» mir noch ein schmaler Rücken bemerkt»,, war ftrederif, einmal von feiner »vrnu getrennt, (mtte glrirt) feinen stsliwii iUtut und seine nulle Kaltblütigkeit wiedergewönne». Ter Direktor »ud die Inspektoren des Dammes waren »och nicht tntf dem Schauplatze der Gefahr erschienen nnd frederik der eilten? höhere Beamte. Cfr schien sich ,\u vervielfältigen: überall war er bei der Hand nnd brachte Lrduung in die Thätigkeit der Arbeiter. Allen, die ni» ifitt stauben, nab er Anweisungen, da« Nötigste zuerst zu tlm», fantc selbst kräftig an »nd bot entschlossen der größten Gefahr Trotz. oljuc fei» Leben im mindeste» zn schone». Teil erschreckte» Bewohnern, welche haufenweife herbeiliefen, »»> nach be»t Scheibeufer vorzudringen, gab bie Stimme und da« Bei-spiel de« LffizierS da« Vertrauen in die eigene Thätigkeit zurück. Ans ein gegebenes Zeichen fetzten sich alle Ander in Bewegung, »nd trotz de« Ungestüm« der flutenden Gewässer, welche die schwachen Fahrzeuge in eine» tückischen Strudel hineinzureiten drohte», ge-Ia»g eS endlich, die verlassene Linste zu erreiche». Mit einem rasche» Blick hatte frederik erkannt, was nun ge-fchehe» musste. Ta« allernotwendigste war, die hölzernen Pfeiler, welche die Stütze de« ganzen Bauwerk.'« bildete», anf irgend eine Weife zn befestigen und ihnen wieder Halt zu geben; denn dnrch den Abgang be« eilten kolossalen Stammes, welchen Jarbell ab-gesagt hatte, war die Widerstand«kraft der übrigen bedeutend vermindert worden. Freden? trug den Arbeitern ans, die Stämme mittelst starker, theergetränkter Tane miteinander zn verbinde», ein Unternehmen, da« bei dem hohen Stande und der heftige» Strömung der Flut, sowie bei dem Mangel an geeigneten Werkzeugen nnd Materialien mit den allergrößten Schwierigkeiten ver-bunden, ja fast unmöglich war. Allein der Mut, die straft und A»«datier, welche die dringende schreckliche Todesgefahr in diesen Männern ans« höchste steigerte, tvnfite damit z» stände zu kommen. Und so war deuit der Damm gegen die Gefahr, unterwühlt nnd umgestürzt zu werden, schon um ein Beträchtliche« mehr gesichert. Indessen die Bresche, dnrch welche die Wasser de« Finne« in die Ebene hiiiabströnite», stand noch immer offen, »nd e« musste daher Bedacht darauf genommen werden, den fehlenden Stamm, welche» die Scheide weggefvült hatte, zn ersetzen. Zu dem Ende hatte Frederik gleich ansang« mehrere Miiitner »ach dem Holzschuppen geschickt. Sie waren noch nicht zurückgekehrt. Tie Augenblicke waren gezählt. Ta« Leben aller dieser Männer mit ihre» Familien, die Eristenz de« ganzen Lande« hing von der Zweckmiiiugkeit, der Vorsieht »nd dein Erfolg dieser Maßregel ab, »nd die Abgesandten zeigte» sich »och immer nicht. Ta zeigte Iar-bell Frederik einen Gegenstand, welcher, eine Strecke von ihnen entfernt, in der Wicht,mg auf den genannten Wirbel z», vo» de» Wellen hi» »»d her getrieben wurde. „Ist da« nicht der lo«gerisseue Stamm?" „Wirklich," antwortete der Offizier, fcharf hinblickend; „ja, da« ninft er feilt." „Unsere Leute kommen nicht. Tie Bresche wird immer größer — füllen wir nicht?" Und er machte eine Gebärde, die Frederik verstand. „Wohlan! Schnell!' gab dieser zur Antwort. Ueber Jarbell« Züge glitt ein Strahl der wildeste» Freiide. Rasch safj er auf der Ruderbatik «»d bahnte sich mit geübter Hand einen Weg durch die gewaltigen Finte», die fein Boot hin und her warfei,. Alle Arbeiter ans dem Tamni nnd in den übrigen Rachen errieten die Absicht der beiden nnd hielten ihre Blicke er-warti»tg«voll ans sie gerichtet. Nur wenige Schläge und sie habe» den Pfahl erreicht, ben der Strudel bald verschlingt, bald wieder ansspeit. Ta vlötzlich schleudert Jarbell feine Ruder weg, fvriugt ans und schaut feinen Begleiter an, flammende» Blicke«, mit alle» Zeiche» de'' heftigsten Aufregung. „Was ist da«?" schrie Frederik, indem er bemerkte, wie fei» Steuer machtlo« war und die Barke fing« ans den Strudel hintrieb. „Meine Rache!. .. Seht dort.. . Am Fenster jenes Hauses, eine Frail. .. Ihr kennt sie wohl! Ich liebe sie, »itd der Bater versprach, sie mir zur Gatti» zu gebe». Aber da seid Ihr gekommen und habt mit Euren honigsüße» Schmeicheleien ihr Herz verführt. Si«ka wandte Euch ihre Liebe zu. Tarani habt Ihr mir verböte», auch nur einen Schritt iu ihre Wohnung zu thun, sie zu sprechen, sie zu sehen fast. Ihr sahet nicht, wie mein Hast, meine Rachbegierde sich von Tag zn Tag steigerte, wie mein Leben mir feil wurde um de» Preis dieser Lust ... der einzigen Aufgabe, die ich noch liier auf Erde» habe... Euch de» Tod z» bereite»... „Gattin und Witwe an einem Tage', so habe ich Eurer Braut gesagt. Jetzt erfüllt sich ihr Schicksal »nd da« unsere. „Verräter Tu ... Schurke ...!" wütete Frederik. als er de» Plan feines Gegner« zu begreifen anfing. „Ich bin e« gewesen, der diese« Unglück herbeigeführt hat. Schon seit einem Monat habe ich midi bemüht, diesen Stamm zn durchsägen. Gestern geschah der letzte Schnitt. Ter Sturm hat meinem Werke die Krone ausgesetzt. Tie Scheide ergießt sich in die Ebene hinab. Ta« Wasser steigt unaufhörlich. Bald wird es auch Enn Wohnung begrabe» haben. Seht Ihr dort Si«ka, wie sie hililo« die Arme »ach Euch ausstreckt . . . wie sie schreit, wie sie steht, wie sie weint. ■ . ? Vergeben«! Sterben müßt Ihr!" ..Elender Bösewicht!" schrie Frederik nnd stemmte sich mit ver zweifelter Kraft gegen die Ruder, um den Rachen zu wende» und ihn womöglich vor dem nahe» Strudel »och zu retten. „Rein!' brüllte Jarbell mit schrecklicher Stimme. »Sterben sollt Jhr ans dem Gipsel Eure« Glückes ... elend zu Gritude gehen, nachdem Ihr Siska« Gatte geworden!" Er warf sich auf frederik nnd umschlang ihn mit de« Armen, um alle weiteren Anstrengungen desselben unmöglich zu machen Ta« Boot schwankte ans den empörten Woge» — und kippte. (ri; furchtbarer Wutschrei erschallte über da« Wasser hin. Mehrere Nach, , stießen vom lamm ab und flogen auf die beiden Kämpfer zu, aber sie kamen nicht mehr zur rechten Zeit. Der Kahn war verschw»n den. Lffizier nnd Tanimwächter im Strudel untergegangen. * • Mehrere Personen drängten sich itnt ein Krankenbett. Si«k>i, deren Augen eine unversiegbare Thräuenanelle geworden sind, so dann Meerdrech, welcher Hau« nnd Wirtschaft im Stiche lieft, mit feiner Tochter Beistand zu leisten. Ein Arzt steht über da« Kops kisien de« Kranken gebeugt und wechselt von Zeit zu Zeit einen Blick mit Frederik« Vater. Ter kranke hat sich bewegt. Seine Augenlider öffnen sich lang faxt »nd mit verstörtem Blick betrachtet er jede der Personen, die »in ihn stehe». Der Arzt gebietet mit einer stummen Gebärde allen Stillschweigen. Ter Kranke fährt mit der Hand »ach dem Kopse. Er glaubt, eine feiige Täuschung halte feine Sinne ge fangen. Ans einmal bewegten sich feine Lippen. Sein Auge be gegnet Si«kas Auge — e« strahlt ein plötzliche« Licht in feinen Blicken, und — „Frederik!" — „Siska!" Diese Worte flogen zn gleicher Zeit von den Lippen der beiden Gatten. „Aber .. . der Kahn .. . Jarbell ... der Strudel," sagte er nach dem ersten Augenblick des Wiedererkennen«. „Der Damm ... der Sturm!" rief er laut, und eine neue Angst drückte sich in feine» Mienen ans. „Ruhig, ruhig!" antwortete der Arzt. „Dankt dein Himmel, das, Ihr wieder zum Lebe» erwacht seid; zwei volle Tage habt Ihr besiiiiunigslos hier gelegen. Eure Körperstärke machte v« Euch möglich, aus den Armen des Dammwächters Euch loszn winden. Als der Strudel Euch wieder au die Oberfläche de-? Waffers eniponvarf, habe» die zur Hilfe herbeigeeilteu Barke» Euch aufgenommen. Jarbell hat fein Verbrechen mit dem Tode gebüßt; der Strudel gab ih» nicht wieder. Der Sturm hat seit zwei Tage» nachgelassen, der Damm ist wieder hergestellt und die Provinz gerettet."-- Jetzt ist der Damm von Middelbnrg noch mit einer Reihe von Pallisaden verstärkt, an denen die Waffer sich zuerst breche» müsse», ehe sie zum Damm gelange». Tag «»d Rächt führen mehrere Wächter die Ansucht. Räch dein Tode Jarbell« wurde ein Gesell erlassen, daß jeder, der überführt wird, in irgend einer Weife den Da»»» beschädigt zn habe», mit dem Tode z» bestrafen ist. Goethe als Menschenfreund. tKKitfer grosser Dichter Goethe hatte bi« ins höchste Alter ei» warmes, menschlich fühlende« Herz. Wo er nur immer Hilfe bedürftigen begegnete, war er in feiner großen Güte stets zn helfen »nd zn unterstützen bereit. Sei» ganzes Lebe» bringt für feine in aller Stille geübte Wohlthätigkeit unzählige Belege, die allerding lange noch nicht so bekannt sind, als sie es verdienten. Staatsral Vogel, der Goethes Leibarzt in denen letzten Lebensjahren war nnd von ihm hochgeschätzt wurde, hatte oft Gelegenheit, des Dichter > edle HerzenSeinenschaftett kennen zu lernen. Kurz nachdem Vogel fein Arzt geworden war, kam Goethe eines Tages zu ihm uud sagte: „Sie komme» als Arzt wohl oft i» die Wohinmge» des kleinen Mannes. Sollte» Sie irgendwo gewahr werden, daß man einet durch Krankheit in unverschuldete Rot geratenen Familie dnrii etwa« mehr al« ei» gewöhnliches Almosen aufhelfen könnte, i teilen Sie es mir mit. Ich bin in solchen Fällen gern zu helfe': bereit, so weit ich e« vermag." Kurz darauf war Vogel wicde bei Goethe und bekannte ihm: „E^eeilenz. ich komme soeben vo einem kranken, für den ich den von Ihnen so gütig angeboten, Beistand in Anspruch nehmen möchte. E« ist der Tischler R., ei fleißiger braver Mann, der seine zahlreiche Familie bisher redli> dinchgebracht hat. Jetzt ist er nach längerer Krankheit der G nesuug nahe, stellt aber mit schwerer Sorge iu die Zukunft, da r dnrch feilte Krankheit in bittere Rot geraten ist." — Schweige»! ging Goethe an seinen Schreibtisch, nahm eine FüitfzehiithalerroU ■+ 43 4- Er war ein grofeer, schmier Mai», mit dunkelblondem Haar i! tr* Bart. Wir manche« Mädchen hatte ein Auge auf den jungen geworfen: aus ih» aber hatte einzig die schöne Gräfin vom nte» Tage ihrer Bekannlschasl an einen so tiefen Eindruck ge milcht, da» sei» Herz bald i» heijzer Liebe siir sie entbrannte. An->MW* freilich lag iliut nichts ferner, als der Gedanke an eine Per-mdnug mit ihr. Als aber die Unterhaltung einmal ans Rang n:iP Titel kam »ud er aus der Gräfin eigenen, Munde hörte, da» . .. ganz Hübich klinge, sich Baronin, ttomtesj, Gmfln nennen ,it lassen, wie lächerlich es aber sei, das, es Menschen gäbe, die sich durch dieses hohle Wort in ihrem Entschln» über ihr ganzes velirit beeinflusse» liehe», von da an wagte er es. dem Gedanken Raum z» geben, tun die Gräfin zn freien nnd sich die Liebe der-jeuignt zn erringen, der sein Herz entgegenklopsce mit »lächcigen Schläge» und deren Besiv inr sie ein Himmel voller Seligkeit in sidi iahte. Anher Rang nnd Titel fehlte Konrad .Herbig nichts, ihr Kuh »m Kuh ans ihre Lippen. Bon diesem Abend an war Kottrnd Serbig der glücklichste Mensch unter der Sonne. An jedem Tage, der ihn seiner Braut, seiner geliebte» Marianne, zuführte, entdeckte er eine neue edle Eigenschaft an ihr, nnd er vermochte es kaum, den Tag zu erwarten, den Marianne selbst dazu bestimmt hatte, der Welt ihr Glück, ihre Verlobung zn ver-künden. Jhr Geburtstag sollte dadurch diesmal zn einem doppelten Festtag werden. Bis dahin sollte Katharina die einzige Ber-tränte ihres Herzens sein. Denn so lange konnte sie allein das Ge-heimnis nicht tragen, die Freundin muhte mit ihr die Seligkeit teilen, mit der das siihe Bewnhtsein sie erfüllte, von demjenigen auserkoren worden zu sein, der ihr ganzes Herz gewönne» hatte. Und Katharina war dieser Freundschaft wert. (Es hätte sich wohl kaum jemand mehr über das Gluck der Gräfi» fre»e:i können, als sie, wie die Freundin sie mit geröteten Wangen nnd strahlen-den Angen zur Mitwisserin ihres Geheimnisses machte. worin er sich Marianne nicht hätte gleichstellen können. Als der «uzige Sohn seines Baters, der weit nniher als der reichste Mann in der ganze» Gegend bekannt war. konnte er dessen BesiUtnm ge-wisiermahen als sein eigen ansehe». 15s war eines Abends, als die Gräfin wieder bei einem Besuche bei ihrer Freundin mit ihm zusammentraf. Tie Stunde des Aus-brach» war gekommen und der Tieiier meldete, da» der Wagen uvrgesahren sei. Ta äußerte Marianne ihr Bedauern, an solch 'inem herrlichen Abend nicht zn Fit» über die Felder »ud durch die Wiese» heinigehen zn können. Eilfertig bot er sich ihr erfreut il* Begleiter an, nnd der helle Mond ans einsamer Flur nab ihm •Wut, das Wort zu spreche», welches ihm i» ihrer Rähe schon so i'st uns den Lippen gebebt, aber das er nie gewagt hatte auszu-wrecheu. (fr gestand ihr mit leidenschaftlichen Worten seine Liebe. Und sie? Was erwiderte sie? Sie wuhte es selbst »icht, als er Abschied nahm, da lehnte fie ihr Haupt an seine Brnst, nnd er drückte Aber irrte sich Katharina, als es ihr bei ihrem nächsten ;{it« sainnieuseiii mit der Freundin scheine» wollte, als ob deren Angrn schon nicht mehr so froh erglänzten, wie vor wenigen Tagen? Tie Gräfin kam ihr etwas bla» und nachdenkend vor. War bie znver-sichtliche Hoffnung auf eine neue, glückliche;{iifiiiiit schon so bald wieder vorbei? War es nur ein vorübergehender Ranich gewesen, und siiig sie schon au, zn bereuen, da» sie anss neue ihre Freiheit ausgeben wollte? .Fehlt Tir etwas. Marianne?" fragte Katharina die Freundin besorgt. .?» siehst so bleich ans." „Weilt, ich fühle mich ganz wohl," erwiderte Marianne lächelnd. „Liebe Marianne." sagte die Freundin in herzlichem Tone, „glaubst Tu, Tu könntest mich tauschen? Meinst Tu, ich kenne Tich nach unserer langen Frenndichaft so wenig, iiiii nicht deutlich ans Deine» Zügen zn sehen, da» Tich irgend etwas bedrückt? Tn hast der Freundin Tein Glück anvertraut, mache sie jeyt auch zur Bertrante» Deines Kummers, damit sie ihn mit Tir teile." Tischgrdct. «un VI. »lifcitti. (Wit Ifjrt.i 41 Tie thrän» iah lächelnd zu dcr Tprecheuden aus. ..L, ich bin eine Thörin," versevte sie. Tir Liebe meines Konrad erfüllt mich »lit riitct» Gefühl des Beglücktseins. da» ich iv wenig zu tragen vermag. daß ich aus thörichte l^edanken fomntr." «Uud diesr thörichten Gedanken — willst Tu sie mir nicht an-vertraue«?" ünt die !*rcn«biit schmeichelnd. «T» wirst mich auslache»/' „C, nicht dort). Könnten sie, wen» Tu das fiirnitest, so ernst sei». das> sie Tir solche» .Untiitiier bexeitcu.** „2o höre mich an »nd lache mich getrost an». Jch sage mir ja selbst oft ncitito, daß es kindisch vv» mir ist, »nd doch kaun ich des Gedankens nicht ledig werde«. Erinnerst T» Tich au die alte Zigruueriu. über bereit Prophezeiung wir später so oft gelacht habe» ? Ich. dir arme Marie Waldiuger. sollte um metitrs Titels und Geldes halber geheiratet werde». Wie thöricht kam mir das vor! Und jevt? Icht, »un ans der armen Marianne Waldinger eine reiche Gräfin geworden ist, quält mich der Gedanke, daß nicht nur die Liebe Kourad Herbig getrieben haben könnte, um sie zu werbe». Immer und immer wieder muß ich mich frage»: Hätte er mir auch Herz und Hand zu ftiißett gelegt, wen« ich »och die einfache, arme Pfarrerstochter wäre?" .Aber liebe Marianne," entgegnete Katharina, als jene schwieg nnd gedankenvoll vor sich niederfah, „wie kannst Dn einen solchen Gedanken hegen? Was würde Konrad sagen, wenn er Tich solche Worte reden hörte, wenn er ahnte, daß T» auch nur im entferntesten an seiner Liebe zu zweifeln vermagst? Verzeihe mir! Aber glaubst Tu nicht, daß er bei seiner Liebenswürdigkeit, feinem einnehmenden Weitstem nnd dein großen Vermöge», das ih» einst erwartet, überall aiiklopfeti dürfte nnd gern, als Bewerber an-genommen würde? Nein, nein, Marianne schlag Dir Deine thörichten Bedenken ans dem Zinn und trübe Dir Dein Glück nicht durch so grundlose, unberechtigte Phantasien." „Das habe ich mir selbst genug gesagt, aber alle Vernunft ist hier vergebens. Ich fühle wohl, daß ich nicht eher Ruhe siude, daß ich mich nicht eher ganz der Liebe Konrads hiugebeu kaun, bis ich völlig von derselben überzeugt bi«. bis ich eine» that-sächliche» Beweis dafür habe. Und »in den zu erlangen, habe ich mir bereits einen Plan ersonnen. Ich muß die Ueberzeugung gewinnen, daß Koiirads Empfindungen gegen mich unter allen Verhältnissen dieselben bleiben würden, »nd um mich dessen zn ver-sicher», will ich ihn für eine kurzeZeit glauben machen, ich hätte mein Vermögen verloren. Und Dich. Katharina, habe ich dazu auserkoren, ihm das mitzuteilen " .Aber, wie kaun ich das? Was soll ich ihm sage»? Welchen Vorwand soll ich nehmen?" .Zage ihm meinetwegen, mein Bankier sei mit meinem ganze» Vermögen ans- nnd davongegangen, oder er habe mit meinem Gelde spekuliert »nd alles verloren, — kurz, sage ihm. was Dn willst." .Bedenkst D» aber auch, wie Konrad Dir zürne» kann, wen» er enährt, wie D» a» ihm gezweifelt hast?" .Wen» er mich so lieb hat, wie ich hoffe unb wünsche, wird er mir verzeihen, und ich werde das kleine Unrecht, das ich ihm zugefügt habe, durch doppelte Zärtlichkeit vergelte«. Konrad ist heute abend zu seinen Eltern aufs Gut gefahren. Er wird erst übermorgen von dort zurückkehren und dann den Abend zn mir kommen. Ich werde ihm sofort noch eiuige Zeile« schreibe«, daß ich übermorgen mittags bei Dir wäre und er mich von Dir abhole« möchte. Er wird kommen. und Tu wirst ihn empfangen nnd ihm sagen, ich hätte Tir abgeschrieben, die traurige Nachricht meiner Vermögensverhältnisie ... Run, Du wirst Deine Tache schon gut mache«," schloß die Gräfin. igoriietzung soigi.» , ...... osrsimis BMLIDIR Tie neue prot. Vufaekircht in München. Tie Stadt München hat mit der neuen L»ka»kirche, dm-n feierliche Einweihung im Rov«mb«r stattfand, da» dritte protestantische Wottr«tmn« erhallen. Tie Kirche, die sich auf einem von der Stadtgenirind« geschenkten Platz erhebt, ist nach den, Entwürfe de« Pro-fessor» Albert Sdimldt in romanlfch-flutiichcm Stil erbaut. Ter Gliundrift zeigt die ttreu\aiilnar, und neben zwei Wlortentlirnieii weist der Bau noch vier Trep. veutürmr auf. Die mit Kupier «ingedcckte Nuppel hat bei einem Durchmrsskr von 14 Meiern eine Höhe von «H Meiern Ter $ock«l ist au« Muschelkalk ausgejührt. der Ausbau wie die Türme au» Backstein mit Bodcnwdhrrr Tand-stei». Im Inner» bestehen die Fäulen de« Rundbaur» au» Abbacher Tand-stein, die Vierung»vs«ilrr der Kirche an« Pappenheimer Marmor. Altar. Kanzel uud lausstein sind au« verschiedenartig buntem Marmor augesertiQt. Tie Kirche enthält I8(H) Sitzplätze im Erdgeschos» und aus den Emporen l'-'OO StflipUtz«: die Baukosten betrugen rund 1.100,000 Wurf. Tie «rimdftfinlsflimft war am a'J. Juni 18!»2 erfolgt, der Bau hat also metir al» vier ^ahre erfordert Ter des neu»» ffli>llr«dflii'e« ViofeNl» VIIKit ?rt?niM. U'iirde am 10 ?>>t> tember 1841 tu Lonneberz in Thüringen geboren. Nachdem er aus dem P«ii» trchnikum in München sein« Ztudie» vollendet hatte, lieft er (ich daselbst au Privatarchitekt nieder und baute eine stattliche Anzahl Wohn- und Geschäft« Mus«, auch den Löwenbräukeller, da» königliche Bankgebäude und die neue Synagoge. serner die Schliiis«r Frau«»au im bayrischen Walde »nd Hochlchlo»! am Ammen'ee. INM» zum Professor ernannt, wurde er im folgenden Jahre auch Mitglied de» Akademie. Tischgebet. Schneeweift« Linnen bat die Grvftmiitter über den Tisch ge-breitet uud Teller und Löffcl parat gelegt, bi« die Tochter mit dampfende» Schüssel au« der «üche erscheint und die »udrrn Glieder der Familie zum (iffeii ruft. Inbrünstig spricht sie da« Tischgebet, dem alle, die arb«itgewohn. le» MSnner wie da» uuerwachs«»« Bürschchen am Tische, andächtig folge» Nicht »uftere Gewohnheit ist « den Leuten, vor jeder Mablzrit den Herrn ei» zutaden und nachher ihm zu danken für 3petf' und Trank, sondern innere» Bedürsni» nnd innerer Trang. Richt gering ist aber auch augenscheintich der Segen, ber ans ihrer Mahlzeit liegt So einfach und einförmig da« tägliche Malil iatirnii» jahrein auch beschaffen ist. so gro« ist die Kraft und Au»dauer, die sie daran» schöpfen. »m unverdrossen ihre schwere Ardeit verrichten zu könne». R Sin merkwürdiges ffcho. Fr«md«r: „Tal Echo hat etwa» ganz andere nachgerufen, al« ich gesagt habe." — Führer: „So schreien» halt noch einmal, aber recht laut, der Moo»sepp hat Ihnen halt nicht recht verstanden!" Origineller (Gebrauch, In der piemonlesifchen Provinz Saluzjo ist »in seltsamer Polk«gebra»ch im Schwünge. Sobald e» bekannt wird, dnfc ein Man» von seiner Frau Schlüge bekommen, ergreifen ihn alle Vettler der Aegend und zwingen ihn, verkehrt auf einen «sei zu steigen und statt de» Zaume« de» Schwanz in die Hand z» nehmen. So führen sie ihn unter tollem Jauchze» durch alle Straften der Ortschaft, Ist dieser komische Umzug beend««, so bleib! die Menge aus dem Platze und läftt in Speise und Trank aufgehen, wa« sie indessen an (Leid von den Zuschauern erbettelt hat, Der Anführer de» Schwor-me» ist immer ein alter B«liler, dem sie den Ehrentitel Sapo beilegen, Im Triumph« führt er in einem mit Eseln bespannten Wagen stehend oder sitzend dem Zuge vorau» und hält dabei »ine Rede an die Zuschauer, sich ja zu hüten, daft sie lich von Ihr«n Frauen prügeln lassen, sonst stehe ihnen unabwei»lich «in gl«ich«s Lo» b«vor. R. Dir geföhrlichsten Damen sind di«. w«lche erklär«», nie heiraten zu wollen. Trittst T»i ihnen näher, dann machen sie ein» «»»nähme mit Tir!' (kigeutSmliche Strafe. In der Beschichte «Ohmen» vom Jahre 137H bi» IÜ2I- wird unter anderem berichtet, daft im Ialir« 1&10 zwei Juden in Prag gehenkt wurden, di« »inen Anschlag gemacht, die Kirche bei St. Steka» in der Prager Neustadt zu beraub«»: zugleich wart ihren »laub«n»g«nosse» in ganz Prag «in Fleischverbot auf so lange auferlegt, al« bie verfaulende» Hingerichtete» nicht herabfielen. Um nnn dieser unverhofften Faste zu ent. gehen, wurdcn Bestechungen angewendet, und der diclfall» etwa» .schwach" gewordene Henker schnitt im stille» selbst die Stricke durch — so daß di« beide» Schacher und mit ihnen da» Fastgebot in de» Staub steten, St. rmrinnühjgrs Wie&m mit warmem Rege»- »der Schneewasier lohnen unier« Zimmer pflanzen durch reichlichen Blumenflor, Namentlich die Primeln. Ealceolarie» und Einerarien, Ehelame» und andere Winterblüher lieben recht warme, Wasser, so warm, daß man kaum die Hand hineinhalt«» kann. Wenn man kein Regen- oder Schneewasser hat, so thut e» auch sonst g«w»rmt«« oder besser vorher gesottene« und wieder abgekühlte» Wasser. Etwa» Straft«,»»!» in «inem Söckchen in da» warme Wafler gehängt, »«wirkt «ine angemessene Düngung der Pflanzen. (3Uul»r. ytora.» Torfmull als 2ch»!> von Frühfaat«» Die!«r wird al» bewährte« und dabei billige» Mittel zum Schutze der FrÜhlaat«» im Fr«ir» einpsohl«». Der-selbe wird zerkleinert und dünn über di« Saaten gebreitet, Stoffe zum Nestbau der Kanarienvögel. Da« billigste und beste Rest-Material ,ür Kanarienvdgel stellt man au« Leinwand her. Ein Stück weifte, alte, grobe, am b«sten hau»gesponnene Leini/anb schneidet man in viereckig« Stückchen. ;i_4 gentin eter Länge und Breite und zieht dann die einzelne» Fäden nach einander heran». Lange Fäden sind zum Nestbau unpraktisch, da die Bögel leichi mit ihren Zehr» in denselbt» hängen bleiben »nd da« Nest dadurch beschädigen. iVr. 1 K ' K tHi K l »q i K 1. K H I L K K Buchstabenrätsel. werden »«benstehende I» «xchstade» In etihtige fjoljt (Kiefer. |o ergebe» iiib. von oben noch »»>»» und »o« Uns» nach rechl» gelesen, nachstebende «ami»! >> einer Pflanze. I) eine« Säugetier». J) eine» Werkzeuge», «) eine» Baume«. guttu» (Jstlk. Auslösung seilst In n10c( Stummer. Auslösungen anS voriger Stummer: de« Voaogripli«. I?alk. tlalk. Watt, Talg! de» «rttijuiogriph»: Lavater. , Alle !>t»