LmtmcherOMtlmg. Nr. 63. fi. «', balb>. fi. 2.5U. ss«l ble.^usitNunss !»« Hau» halbi./wll. Mit b:r Po>l ganzj.fi. 15>, ha,l!j.fl.7.5N. Mittwoch, 18. März Inscll! on»gtb< st.; sonst pr.Zcile lm. ell.,»n,.»lr., «M. .^0 ll. u. s, «. ^i,scrlionfsscmpcl diugen, da blos, iui Falle dicsc iiccformcn uicht genügen, zur Rcpartirung einer so drückeuden Slcucr, wie es die Mahlstcucr ohne Zweifel ist, geschritten werde» solle, weshalb er vorschlug, die Discussion hierüber erst nach Erledigung des vom Minister des ^nncin eiügelnachleü Gesetzentwurfes über die administrativen Reformen vor» zunehmen. Der Führer dcr Opposition schlug mit dlcfem Pur» schlage — wie man zu sagen pflegt — zwei Fliegen mit cincr Klappe, denn abgesehen, daß, im stalle feine Molion durchging, der ganze Finan plan d:r Rcgicruug über den Haufen geworfen und eim neueKlife provocirt wurde, so wäre durch die Annahme der Discussion über den administrativen Rcformplan des Ministers des Innern die Frage wieder auf das politische Feld hinüber« gespielt und der Opposition Gelegenheit gcootcn worden, die Regiernng mit einiger Aussicht ans Erfolg anzu« greifen. So sympathisch nun aber auch dc>V> Wort „ad-miuistrative R^sormcu" den Ohren des, deS a^ministra» livcn Ehaos müden Volkes limgeu mochlc und so ge-schickt daher auch die Opposition ihr Augriffsobjcct gc« wählt halle, so überwog dcr Wille dcr Ballon, endlich sinmal Ordnung in die Finanzwirthschast z» bringe», alle übrigen Wünsche und Bedenken, und mußte daher alles, was die Verzögerung dcr finanziellen ^ösnug her» beiführcu lonnte, auf eulfchicdtucn Widerspruch stoßen. Als daher Civinini in beredten Worten dem Antrage Enspi's cnlg^cutrat nnd Minghclli in wiillich höchst 32?^«^/'' Trugschlüsse der Opposition enNM.e, vcdmslc es b os ennv lurjen Appells des Finanznnni-sters an die E.nstcht der ssammcr, nm die Manöver der ^Pftoj.l.on zu vereiteln. Diese sah denn auch bald ein, dai; c.uc Niederlage ihr nicht ausblcibcn konnte, bc.nühte stch daher ,u.t mügl.chs.em Auslande den Rückzug anzu-retcn, indem ste gar nicht die na.ncntlichc Abstimmung beantragte, w.c ste d.esc« gewöhnlich bei entscheidenden Fragen zu thuu pflegt, sondern sich mit dcr einfachen Abstimmung begnügte, wonach der Antrag Eriepi's mit der bedeutenden Majorität uou Il(>, nämlich von 2lZ gegen 103 Stimmen abgewiesen wnrdc. So einfach uud natürlich anch auf dcn ersten An. Mlck da« Resultat der gestrigen Abstimmung war, so ist dasselbe von großer Wichtigkeit, indem es die Ohnmacht der Opposition und die Bildung einer neuen festen Ma> M'ität constatirte. Für die Regierung stimmten nebst dcr Rechten nnd dem ganzen Centrum noch dcr !.s/n l'.'l l'l» wie ein Mann, woraus sich dcr berechtigte Schluß gellen läß», daß diese die Majorität sichernde tarlci "ift.g dcr Regierung ihre volle Unterstützung leihen und Fallen mit der Ncchtcn .-, der ciftcnt- u«M Rcgleruugshcivlei — stimmen weide. iNr^-" ^"' ""ll'slcn Zeit dinstc cinc ncnc Pariser N. ?!.? 7'' N't) reden u.achen. Der ..Etcndard" sprach Ni .. "^ unllarer Weise von dcm bevorstehenden Mc,ncn e.ner wichtigen Schrift, welche in historischer Form alle großen Acte des zweiten Kaiserreiches behandeln solle. Der „öpoqnc" zufolge rührt dicsc Schrift vom Kaiser selbst hcr, nnd soll sie lüufligcn Dinstag erscheinen; sie soll schr liberal gehalten sein nnd die Plane entwickeln, dnrch welche der Kaiser dahin gelan» gen will, dein Lande den Vollgenuß dcr Frcihcit zu geben. So die „Epoquc", welche sich wieder einmal u> Ollivicr'schcn Illusionen zn wiegen scheint. Die ..Presse" dürfte dcr Wahrheit viel näher lommcn, wenn sie vcr>, sichert: dcr Kaiser entwickle in dcr Flugschrift, daß cr niemals die Absicht gchabl, das Princip dcr Verfassung von 1852 zu ändcru, also auch uicht die Ministerner» anlwortlichkcit zn gewähren. Dcr Reise des Vord Clarendon über Paris und Florcn; nach Rom wird von den italienischen Glättern eine nicht geringe Bcdcntnng beigelegt. Bei seiner crsttn Anluust in Florenz theilte dcr edle Vord ganz die schonen, den nnd theilwrise nltraconservaüvcn Ansichten, welche in Betreff dcr römischen Frage die jüngste Tuilcric». politit gekennzeichnet haben. In Folge des Aufenthalts in Rom soll jedoch ^ord Clarendon seine Anschauungen uicht unwesentlich modificirt haben; die ..Italic" will sogar wissen, daß derselbe, als er nach Florenz zurück» lain, sich nichts weniger als billigend über die cforbi» lauten Ansprüche der römischen Politik ausgespiochci, habe. Dcr englische Staatsmann ist jetzt nach Paris ge> gangen nnd dürfte dort die richtige Adresse finden, um seine Eindrücke geeignet z» verwerthen. 79. Sitzung >cg Zhgcollmctrnhauscz vom I'i. März. Die Sitzung wird tur; vor N Uhr cröffucl. Auf dcr Ministrrbanl: Ancrsperg, Herbst, Vcrgcr, Hasner, Giskra, Taafsc, Polocki. Viach Verlesung dcr Einlaufe erhebt sich Minister Dr. GiSkrn! Ich habe die <5l)l'c, iin ^amcil der Nc^ierunss dcii (^lilwnrf d«.r Orzlanisation der politischen Vciwaltung^bchurdcn auf den Tisch deS HauscS nicder. zulegen uud denselben dcr versassmlgSmäblgcu Bchand« lung zuzuführen, (Vclhafter Beifall.) Das Hans geht zur Tagesordnung, dcr Wahl dcr Schriftführer, über. Der zweite Gcgcustand der Tagesordnung ist daS Gesetz über die A ufhcbung dcr Schuld h a f t. Minister Dr. Herbst bcgründel denselben. Er weiSt daranf hin, daß die Schuldhaft iu Franlrcich. un norddeutschen Bunde bereits aufgehoben sei und dcrc» Aufhebung in England bcvorstchc. Die Regierung louutc den Thatsachen gcgcnilbcr nicht länger zögern. Auch mit Rücksicht auf das eben bcschlostruc Wuchrrgcsctz lonnte die Regiernng dic Schnldhast nicht mchi- länacr bestehen lassen. (Beifall.) Dr. Rccl,bancr beantragt, das Gcsch dcm?lnS» schlisse für die (5o»cursordnung zuzuweisen. Wird nngenommen. Hierauf folgcn Gerichte des Pelilion^aussäilisscS. Men dc berichtet übcr zahllosePcti,»»neu von BcnM' ten »in Negulirung der Gehalte. Dcr Pelitiousauoschiiß ha! die Nolhwcudigkeil anerkannt, daß bezüglich dcr Aufbesserung der Beamten, gchaltc elwas glschchcn müsse. Der Ausschuß beantragt, alle eingelaufenen Petitionen um Regulilmia. dcr ^eam lcngehaltc dem ^^udgctansfchussc z„v cingrhendcn Prii» fiing imd Würdigung und Bcrichtcrstatlimg mil Rück« sichtunhme auf die vom Petitionecmeschlissc beschlossenen Erwägungen znzumittcln. Brcstcl: Die Bitten uud Wünsche der Pelcnten lvcrdcn jedenfalls bei dcr Organisirung berücksichtigt wer» dcn. WaS dic ThcncrungSzuschüsse betrifft. so hat dic Rcgicrung bereits vorgcsorgt und im Budget einen Be» trag von l'»(^.(»00 fl. eingestellt. 3lnf eine percrutnalc Erhöhung dcr Gehalte kann dic Regierung mit Rücksicht ans die finanzielle Page deS Staates nicht cingcljen. ^lnch eiuer Duplil dci< Berichterstatters und ciucr ncuerlichcn Erklärung dci< ^iuaii^iiinistcrS wird dcr AuS« schußantrag ansscnoinmcn, jcdoch die vom Ausschüsse beantragte Berücksichtigung anf die vom PetitionSanSschnsse beschlossene» Erwägungen abgelehnt. Berichterstatter '.'Ibgcorduclcr v. Mende rcscrirt N'citerS über die Petition dcS c,ste» allgcmcincn Bcam-lcnvcrcinS um Erlassnng einer DienslcepragmaM für die Staatsbeamten. Der Ausschuß stellt den Antrag. daS hohe Han« wolle l'fssliürßcn, cS wcrdc dic Petition dcS ersten allge«! meinen BcamtclivcrcinS dcr österreichische» Monarchic; um Veranlassung, damit gleichseitig mit dcm Entwurf' übcr die Organisation der Verwaltung anch der Ent« wnrf einer Dicnstcspragmalil für die l. l. Staatsbcam« ten zur verfassungsmäßigen Behandlung eingebracht werden möge, an daS Minislcrinm des Innern abgetreten und zur Wnroignng empfohlen. Abg. Dr. Klnn unterstützt den Ausschußantrag. Minister de« Innern Dr. Giskra: Rachdcm der Gesetzentwurf über die politische Organisation hente ein» gebracht wurde, ist cS nicht möglich, den Ausschußantrag zu acccptiren, denn die Vorlage der politischen Organisation gleichzeitig mit der Dicnstcsftrogmatik ist nicht mehr möglich, nachdem die erstere bcreitS hente erfolgte. Wird jedoch auf das Wort ..gleichzeitig" lein Werth gelegt, dann ist von Seite dcr RegicrungSbunl lein An-staud gegen den AuSschußautrag. Berichterstatter Abg. v. M e n d c mobificirt den Ausschußantrag iu dem vom Minister angedeuteten Sinne nud wird derselbe hierauf angenommen. Berichterstatter Abg. v. Mende referirt weiter» über die Petition dcS Ocmcindcrathcs der Hauptstadt Wicn in Angelegenheit der Pferdebahn, Der PctilionSausschuß findet die Anwendung oe« Gebührcngcs.'tzcS anf die ^ocalftfcrdcbahncn, wornach von jeder Fahrkarte eine Gebühr von l kr. rrhuben wird, ;war nicht im Sinne und Geiste dcS Gesetzes, wohl aber im Wortlaute desselben begründet. Vom vollswirlh» schaftlichcu Standpunkte könne aber die Anwendung des GcbührengcsetzcS auf ^ocal» Pferdebahnen nicht gebilligt wcrdcn. Dcr PclitionSausschuß stellt den Antrag: DaS hohe HcuS wolle beschließen: eS werde die Petition des GemcindcrathcS dcr l. t. Haupt» und Residenzstadt Wien um Veranlassung, damit im Gcsehge-bungswegc d»c Anwcuduug dcs Gcmihrcngesc^cs auf die Fahrlarteu dcr Pferdebahn in Wlen aufgehoben wcrde, an dcn Fiuanilluss,1,'uß zur Erwägung und Berichterstattung jugcn'ilscn. (Wird angeuommcu.) Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist der Bericht des Vclfassuugsausschussco über die Regierungsvorlage in Betreff der DiSlipiinarbchundlung nchlerlicher Bcamlcn und die unsrciwllllgc Versetzung derselben aus cinc andere Slcllc oder in dcn Ruhestand. Abg. Dr. v. Kremcr erstaltet den Bericht. Präsident eröffnet dic Generaldebatte. Niemand meldet sich zum Wort. Die Lpccialdcbaltc wird eröffnet, tz l lautet: Die bci dcn Gcrichlohöfcn und dcn Be^rksgeril.ten zur ilus-üoung richlcrllchcr Funclioncn angcilclltrn Bcuuilcn find culwcdcr fc1i,'sländig, alS: Präsiocnlcn, Vicepräsidenlen und Räthe dcr Gerichtshöfe, die Bczlrlerichler und jene, wclchcn bei cineiu Gcrichlehofc das Slimmrcchl übertragen worden ist. odcr sie sino Hllfobcamtc, ale: die Se» crclärc, Adjunclcn, Acluarc und Auscultantcn. Die selbständigen richlcrlichcn Beamten sind im Sinne deS Slaalsgruudgesctzes über die rlchlcrliche Gewalt vom 2l. Dcceuibcr 1607, Nr. 144 R. G. Ä., als Richter nnzujchcn. lf 1 wird angenommen. tz 2 lautet: Richterliche Beamte, welche die ihnen dnrch ihr Amt oder ihren Diensteid nuferle^tcu Pflichten verletzen, wcrdcn, ohne Unterschied, ol» sie al5 selbständige Richter oder alS HilsKbcamle angestellt sind, >mt Ord-nunge- oder Dieciplinarstrafcn belegt, je nachdem sich die Pflichtvcrletzuug als eiuc bloße Orduungswidria.lcit, odcr iliit Rücksicht auf dic Art und dcn Grad derselben auf die allfälligc Wicdcrholmig und die erschwerenden Umstände als ein Dienstvergehen darstellt. Zn dcn Pslichtcn dcr richterlichen Beamten gehört auch, daß sie sich durch ihr Verhaltcu in oder außer dcm Ämlc der Achtung uud des VcrlraucuS, die ihr Beruf erfordert, uicht unwürdig zeigen. Abg. v. limbeck beantragt, in dcr Alinea I statt dcr Worte „Amt oder ihren Diensteid" zn seycn: „Amt und ihren Diensteid", da dcr Beamte beiden gerecht wcrdcn soll. Weilers beantragt Nrdner, baS Alinea 2 folgender-maßen zu stylisiven: „Zu dcn Pflichten der ncl»,cllichen Beamten gehört auch, daß sie sich durch ihr Verhalten sowohl in als aichcr drin Amte dcr Achtung >md dc« VcrttauenS, die ihr Berns erfordert, wiNdi« zeigen. Avg. v. M ende citlärt, für bicscn Pamarapl) ," der vorliegenden Fassung nicht stimme,, zu können, da derselbe weder die Pflichloerl^u"«?,, >wch tue ordnungs-widrigen Wandlungen näher präcisire. ,« . , Iusti',mimster Dr. Herbst.- D.efe cn Bcdenken wurden vcun Aba. v. Mcndc bereits lin ÄuSschussc ktl' > lend gemacht, und ich h^u bei dieser Gelco/ntM an chn 472 das Ersuchen gestellt, dcnn doch eine Formulirung de« Begriffes „DicnstcSvcrgchen" versuchen zu wollen, E« ist dieö aber einfach nicht möglich, cS läßt sich. wie die Gesetzgebung überall zeigt, nur eiu allgemeiner Satz auf. stellen. Hier verhält es sich mit wenigen Ausnahmen wie bei, den Ehrengerichten, deuu es handelt sich hier um die Aufrcchchaltung der Ehre des Richtcrstande« liei Disciplinarfällcn. Nun glaube ich, daß lcin Gesetz der Welt, welches Ehrengerichte einsetzt, die Fälle, wo eine unehrenhafte Handlung stattgefunden hat, festzusetzen und den gcnaucu Thatbestand zu präcisircn in der Lage sein wird. ES beweist dies auch das Gesetz vom Jahre 1850, welches eine mit dem heute vorgeschlagenen Paragraphen conformc Bestimmung enthält. Auch das preußische Disciftlinargcsctz vom Jahre !85l, unter Zustimmung der Kammern zu Stande gekommen, hat genau dcns^l» ben Grundsatz, wie den hier vorliegenden aufgestellt. Es gibt Fälle, in welchen die Discipliuarbehandlung uuzwci' felhaft einzutreten Hütte; dies gilt namentlich von jcu«n Fällen, in welchen ein Beamter einer strafbaren Hand» lung von dem Strafrichter schuldig erkannt wurde, mit welcher aber wieder nach dem Gesetze die Amtsentsetzung verbunden ist. Da entfällt jedoch wieder die Discipli« narbchandlung. Ich empfehle den § 2 in der vorliegenden Fassung. Bei der Abstimmung wird tz 2 in der vom Aus« schusse vorgeschlagenen Fassung angenommen. Die Amen« dement« limbeck blcideu iu der Minorität. H Z lautet: Ordnungsstrafen sind.-u) die Mahnung; l>) der Verweis. Der Verweis wird nach eingetretener Rechtskraft in den Pcrsonal-StaudeSauSwciS des Beamten cinge» tragen. Bor Erthciluug eine« Verweises muß dem Beam» ten Gelegenheit ^nr Rechtfertigung gegeben werden. Abgeordneter Dr. Ryger erklärt sich gegen diesen Paragraph, da er die „Mahnung" au den Beamten zwar unter die Ordnungsstrafen fubsummirc, dem Beam, ten jedoch die Gelegenheit zur Rechtfertigung benehme. Ein Jeder habe das Recht, bevor er verurtyeilt werde, gehört zu werden. Redner beantragt Alinea 3 dahin zu formuliren, vor Erthcilung einer Ordnungsstrafe muß dem Beamten Gelegenheit zur Rechtfertigung gegeben werden. I'.istizministcr Dr. Herbst erklärt sich für den Ausschußanlrag. Abgeordneter Ritter von Wafer: Ich werde mich bcmü^u, darzustellen, daß die Mahnung im Sinne des Entwurfs leincsrvegs dem Ermähnten die Möglichkeit benimmt, sich zu rcHtfertigcu, denu es steht nir« ßends, daß dem B.ainteu über jeoc Mahnung daS ewige Stillschweigen auferlegt wird. (Rufe liuts: Sehr richtig!) Wenn der Vorredner (Ryger) mit dem vom Iu° stizminlstcr angeführten Beispiele nicht zufrieden ist, so wlU ich ihm einige geben. (Große Heiterkeit.) Ich habe einen Beamten gekannt, welchem es Schwierigkeit machte, rechtzeitig >m Bureau zu erscheinen. Die Parteien, welche zu cmcr Tagsatzung vorgeladen waren, mußten warten. Der Mann tonnte vor 11 Uhr nicht erscheinen. Nun frage ich, soll der Vorstand nicht berechtigt sein, dies zu rügen? Wenn nun der Beamte im Stande ist, voll. kommen ausreichende EntsäMdigungSgründe vorznbrin« gen, wer gebietet ihm dann ewiges Stillschweigen hierüber, und wird der Vorstand nicht geneigt fcm, seine Entschuldigung zu ac^cptiren? Hat eine solche Mahnung dann rechtliche Folgcn? Ein anderer Beamter hatte sein Concept so schlecht geschrieben, daß es geradezu unmög lich war, seine Schrift zu lesen. Soll der Vorstand nicht berechtigt sein. ihn zu erinnern sich einer besseren Schrift zu befleißen? ^Heiterkeit.) Bei der Abstimmung wird § A unverändert allge» nommen. Ebenso § 4. § 5 lautet: „Gegen die Ertheilnng einer Mahnung istkcin Rechts» mittcl zulässig. „Gegen die von eiuem Gerichtsvorstaude ausgegan» gene Ertheilung eines Verweises kann von dem bethei« Ugten Beamten binnen 8 Tagen die Beschwerde bei dem Präsidenten des zunächst vorgesetzten Gerichtshofes; gcgen eincn Beweis dcS Präsidenten des obersten Ge> richts» und EassationShofcS bei dein Iustizminister an» gebracht werden." Bei der Abstimmung wird tz 5 nach dem Aus--schußantrage angenommen Abgeordneter Giouanclli beantragt Schluß der Sitzung. (Wird angenommen.) Nächste Sitzung: Montag 10 Uhr. — Tagesord-mmg: Erste Lesung der Regierungsvorlage, betreffend die politische Organisation: Fortsetzung der Debatte über den Gesetzentwurf, betreffend die Eidesleistung vor Gericht; Fortsetzung der Debatte über da« Gesetz, be-treffend die Disciplinarbchandlung richterlicher Beamter; eventuelle Berichte des Pctitionsausschusscs. - Schluß der Sitzung 2', Uhr. 19. Sitzung der Delegation des ungarischen Reichstages. Wien, 14. März. Präsident: Somssich. Am Ministertische: Vice-admiral Tcgctthoff, General Filiftpi, Ghyczy' (Genie-Oberstlieutenant). Auf der Tagesordnung steht da« Ausschußreferat über das Marincbudget für 1868. Referent Autou Zichy verliest dasselbe. Nach Verlesung des Referats über das Ordinarium für die Marine nimmt zur Generaldebatte ssoloman Ghyczy das Wort. Er halte die aller« dings beträchtlichen Kosten der Marine für nothwendig, damit die zum Theile verschwenderischen Investitionen der früheren Jahre nicht vergeblich angewendet seien und das vorhandene Material verderbe. Die Flotte sei nothwendig, um die beiden Staaten der Monarchie gegcu kleinere Angriffe zur See zu schützeu, die Küsten zu sichern. Daß auS dieser Monarchie jemals eine größere Seemacht würde, sei nicht zu erwarten, da hiezu ihre Küsteneutwickluug, ihr Handel und ihr Reichthum nicht hinreichend groß sei. Er würde im vorliegenden Budget wohl mancherlei Reduktionen wüuschen, doch wolle er vou denselben, iu Anbetracht der transitorischcn Natnr des Budgets absehen. Da sich fcrucr niemand zum Worte meldet, wird daS Referat als Gegenstand der Specialdebalte ange» nommen. In dieser werden alle verlesenen Alinea« ohne Discussion angenommen. Die ordentlichen Ausgaben für die Marine wurden nach kurzer Debatte mit 7,508.477 ft. bewilligt und mit Abfassung des bezüglichen Berichtes au die Reichsraths-Dclegatiou das Siebencr-Eomit«'' betraut. Nuu gelaugt das Ausschußrcfcrat über daSExtra« Ordinarium für das ^ and Heer und das bezügliche Seftaratuotum der hinken zur Verlesung. In der Generaldebatte nimmt znerst Koloman G hycz y das Wort. Er unterzieht den Ausweis des gemeinsamen Finauzministcrs über die Barbestände in der gemeinsamen Eassc einer eingehen« den Kritik, versucht namentlich den Nachwc:S zu lie« fern, daß es unstatthaft fei. von den Bedeckungen für verfallene und noch nicht cingeltMe Coupons für das Eflra-Ordinarimn eine beträchtliche Summe zu verwenden. Regicrungsoertretcr Ertövy bemerkt, daß die Daten nach der Scontrirung zwar verläßlich sind, daß aber doch immer einzig und allein die Daten der Rechnungen maßgebend sein können. Die Ungleichheiten iu den Ausgaben ans der gemeinsamen Casse gleichen sich im Laufe des Jahres fo ziemlich auS, wenn auch von einer Seite die betreffenden Einzahlungen nicht erfolgen sollten. Schließlich beruft sich der Redner auf dasjenige, was der gemeinsame Finanzministcr gesagt hat, daß er nämlich auf Grundlage der RcchnungSdatcu die Erfor« ocruisse zu decken glaube, und daß zur Deckung des Extrcl'Ordinariums weder eine Stcuerausschreibung uoch auch eine Anleihe nothwendig sein wird, und empfiehlt den Antrag der Eommission. Ivanla behauptet, die im Separatootum bewilligte Summe für Hinterlader genüge zur Ausrüstung vou 500.000 Eombattantcn. was immerhin zur Abwehr eines crstcu Angriffes hinreiche. Sollte es m Folge eine« neuen WchrMems möglich werden, eine größere Anzahl vou Eombattanteu in's Feld zn stellen, so werde es dann Sache der legislative sein, für die Bcwaffmmg derselben zu sorgen. Anlangend die Fe» Nnngsvauten, erklärt Redner, dieselben seien durchaus nicht gemeinsame Angelegenheiten; indem er seinerseits die Festuugen als Investitionen betrachte. Die Kasernen mögen die Gemeinden bauen. Sie könnten dieS thun — da ihnen doch aus den Garnisonen grüßer materieller Nutzen erwachse. Varady macht darauf aufmerksam, daß Waffen ^ nicht da5 einzige scicu, was eiu Heer tüchtig und schlagfertig mache. Zur Wchrhaftigtcit gehöre auch die Be» fricdigung des Voltes und da« Selbstvertrauen der Armee. Redner verweist darauf, daß es in Deutsch, land 2000 Turnvereine mit 200.000 Turnern und 240.000 Schützen gebe, während hicr den Turnvereine« alle möglichen Schwierigkeiten in den Weg gelegt wür« den. Während anderwärts die Feldherren auf dem Schlachtfcldc zu Herzogen cruannt werden, verhält es sich bei uus umgekehrt. Schließlich warnt Redner da-vor, die Regierung durch allzu große Freigebigkeit zu selbstvertraueud zu machen. Es wäre dieS im Interesse de< Friedens nicht gut. Vertreter de« Kriegsministers Be la v. Ghyczy: Der Standpunkt, von welchem das Ministerium bei der Einbringung deS Eftra-OrdiuariumS ausging, ist streng im Berichte selbst bestimmt, wo gesagt wird, daß dasselbe nur solche Posten im Auge hatte, welche zur Deckung der im Fcldzugc vom Jahre 1«66 erlann, ten oder entstandenen Mängel sich als nothwendig ergaben. Wa« die Waffen betrifft, so kann man wohl nicht behaupten, daß bei uns diese Frage voreilig in Augriff genommen wurde. Man müsse, um die Waf. fen in einer größeren Anzahl anfertigen zu lassen, , Maschinen haben, dcnn wenn einmal diese vorhandctt sind, erst dann unterliegt die Herstellung der Waffe keiner Schwierigkeit. Meines Wissens ist der größte Theil der Waffen durch Lontractc garantirt, so daß die Beschaf-fungSfragc sich nur auf einen Theil der Waffen bezieht. Was das Moutnrs« und Sauitütswescn betrifft, so gestatten Sie mir die Aufklärung zu geben, daß die-jeuigen Monturen, welche in diesem Jahre nothwendig find, bereits im ordentlichen Budget erscheinen, so daß dcS außerordentliche Budget nur dasjenige im Auge hat, waS zur Ergänzung der Vorrüthe in dieser Hinsicht nothwendig und namentlich in unvorhergesehenen Fällen zur schleunigen Deckung eines Mangels erforderlich ist. In Betreff der Fcslungs' und Bauwerke wurde schon in der Snbcommission von der Seite der Regierung amrkanut, daß es hier Fragen gibt, die nur im Ganzen gelöst werden können, und es wurde auch in dieser Beziehung eine eigene Eommission ausgesendet, die die sämmtlichen Erfordernisse in Berathung zu ziehen und die Mängel zu eruireu haben wird. ES ist eben dcr nördliche Theil Ungarns, sowie daS Gebiet Gali-zicns, welches an den Karpathen liegt, welche ganz der festen Plätze entbehren. Der Herr Kriegsminister trug mir auf, zu erklä< reu, daß die Rcfultatc dieser Vorarbeit der nächsten Delegation in ihrer ganzen Ausdehnung zur Berathung und Beschlußfassung vorgelegt werden. (Zustimmung.) Alles die« in Betracht gezogen, stelle ich an die geehrte Delegation die Bitte, der Vorlage ihre Zustim-mung zu ertheilen, damit die unvermeidlichen Auslagen nicht ohne Bedeckung bleiben. (Zustimmung.) Bei der Abstimmuug wird das Ausschußrefcrat als Gegenslaud der Specialdcbatte angenommen. Iu der Specialdebattc entspinnt sich über das Er-fordcrniß für die Hinterladnngsgcwchrc eine lebhafte Dis» cussion. indem Joanka und Ghyczy, anknüpfend au Ker-kapoly's letzte Rede, die Richtigkeit der vom selben an< geführten Daten bezweifeln. Bonis versucht vollends die Ansicht zu verfechten, daß die Delegation blos die Waffen für den Friedcnscffcctivstaud der Armee bewilligen dürfe. Kcrkapolyi weist die Nichtigkeit seiner Angaben nach, und wird das Erforderniß für die Gewehre bewilligt. Die Referate über die militärische Ecntralbuchhal-tung und über das Ertra-Oroinarium für die Marine werden rasch erledigt und unverändert angenommen. Nächste Sitzung übermorgen cilf Uhr. Auf der Tagesordnung werden das Referat über die Cabinet«-kanzlci und die Berichte de« Subcomi>'S stehen. Jus dem Verichlssaale. Laibach, 13. März. (Proceß Eduard Horat uud Genossen wegen Verbrechen« der öffentlichen Gewaltthätigkeit, schwerer körperlicher Beschädigung tc.) ^Fortsetzung.j (Dritter Verhandlungstag.) E< erscheinen zunächst die Herren Dottorcn von Stöckl uud Fuchs, um nach dem gestrigen Beschlusse de« Gerichtshofes nochmals ihr Gutachten über die dem Knecht Kalan durch AuSschlagen eines Zahnes zuge« fügte und als eine schwere im Sinne des St. O. qualificirte Beschädigung abzugeben. Es werden zunächst durch den Vorsitzenden die auf diese Beschädigung Bezug habeudcn Actenstückc verlesen. Zur Beleuchtung dcS Lachverhaltes führen wir an, daß nach den am Tage nach der That aufgenommenen Vcfundc der Sachverständigen „der mittlere Schueidejahn des Oberkiefer« frifch uud uollsläudig auSgeschlagm war, mit Eonlusion uud Quetschnug der Oberlippe, Nölhung, Auflockevuna. und Entzünduug der Weichgcdilde des Oberkiefers." Ee wird sohin die Untersuchung des Beschädigten durch die beideu gedachten Aerzte vorgenommen, welche > sonach einzeln zur Abgabe ihres Gutachtens erscheinen. Herr Dr. Stöckl gibt zuerst sein Gutachten dahin ab, daß durch die Untersuchung der Verlust dcS frag-j lichen ZahneS constatirt ist. Obwohl nun der Beschädigte noch immer eine genügende Anzahl Zähne besitzt, so hält Dr. Stöckl seiu früheres Gutachten in Bezug auf die Qualification der Verletzung aufrecht, umsomchr da der Zahn vollkommen gesund war. Jedenfalls könne der Zahn nicht in seiner Gesammtheit gelockert gewesen sein, da die Wurzel stehen geblieben ist. Herr Dr. Fuchs gibt sein Gutachten dahin ab, cS sei der Verlust des halbcu Zahue« conslatirt, e« fchlc nämlich die Krone, dadurch sei eine bleibende Entstellung herbeigeführt, waS die Verletzung zu einer schweren qualificirt. Wäre wirklich der ganze Zahn locker gewesen, so müßte derselbe lediglich ausgefallen sein. Da er aber abgeschlagen wurde, so kann er nicht im ganztN Gefüge gelockert gewesen sein. Zur Begründung sei"^ Gutachtens beruft sich Herr Dr. Fuchs schließlich aus den Text der bezüglichen Gesetzebstclle. . Der Vertheidiger Herr Dr. Razlag beruft M auf das gcrichtS'incdicinische Werk von Schanenste«", nm zu beweisen, daß die Ansichten über die Qualificatlo eines Zahnverluste« in der wissenschaftlichen Welt s^ differiren. Dr. Schauenstein meint, da nach dem hc tigen Stande der Wissenschaft jeder Zahn uollkom"e ersetzlich sei und ein künstliches Gebiß ganz die'"" Dienste leiste, wie ein natürliches, so sei der Verlui 473 eine« Zahnes lediglich dem Werthe eines künstlichen Zahnes gleich. Er dehnt diese Theorie liis anf dcn Verlust einer Hand oder eine« Fußes u. dgl. au«, was uns einigermaßen mit dcr mittelalterlichen Abbüßuug einer körperlichen Beschädigung dilrch Geld übercinzn-stimnien scheint, llnch findet Herr Dr. Razlag Differenzen in dcr Moliviruug dcr beiden Gutachten. Der StaatSanwalt erklärt, keine solche Differenz entdecken zu können, und Herr Dr. Fuchs erklärt anf eine weitere Frage deS Herrn Dr. Razlag. daß dcr Verlust dcS Zahne« an und für sich, ohne Rücksicht auf den Geldwcrth, einen Schaden begründet. Der Vertheidiger bringt sohin den Umstand, als für dcn Angeklagten Ludwig Valcnta wesentlich, zur Anregung, daß der rechte Arm desselben derart struppirt sei, das er dan.it nicht schlagen konnte, uud daß er in dcr andern Hand eine Fackel hielt, Er trägt daher auf foglciche Untersuchung durch die eben anwesenden GerichtSärztc an. Das Resultat dieser sogleich vorge-nommcnen Untersuchung ist, daß der rechte Oberarm des Ludwig Valeuta derart bcsch.iffcn sei, daß er einen schwc-rcn Gegenstand nicht heben oder mit dcr Faust schlagen, dagegen allerdings ein Licht halten könne. E< wird nun in dcr Verlesung von Zeugen» aussagen fortgefahren, welche in der Voruntersuchung aufgenommen worden waren. Der Zcngc Josef Hauffen sah von seinem Fen-ster aus einen großen Hansen gegen das Schantcl'schc HauSthor ziehen, man rief nach Licht, worunter auch Dr. Costa's Stimme zu unterscheiden war, man hörle nun ein Stöhnen, fah einen Haufen vom Kaffeehause her kommen mit dem Licht, darunter auch eine Papier» factel, dcr Bürgermeister drang mit diesem Haufen in daöHaus ein, mau hörte dann wieder löhnen u. s. w. Aus der Aussage des Zeugen Justus Hoff m aun, ^4 Jahre alt, Eommis bei Trinker, dcr im Schantel» schen Hause wohnt, ist hervorzuheben, daß er dic Tumnl« tullnten. die dcu Knecht auS dem Stalle hervorzogen, me Sotolci erkannte nnd sie nach Tambornino rnfcn horte. Mcm leuchtete im Hosraume mit Fackeln. ., Angeklagter Kha in protestirt, daß seine Papicrfackcl, °lk er schon in der Laube auslöschte, dcn Hofraum vor oem Stalle beleuchtet habe. Aus den weitcrS verlesenen Zeugenaussagen ist jene °ts Obcrrealschülers IuliuS Kosmac hervorzuheben, °" im Kaffeehause war, als H. die dem Matajz abgc. /chnittcuen sicheln herumzcigtc, mit dcn Worten: ,,.^l .1v!!<<»I< i >> ^!<> i>l>,i,l!^l,l." Auch sah Zeuge im Hofraume dcn Knecht Kalan von mch leren festgehalten. Nachdem ihn die andcrn anegclasscn, hielt ihn noch der Eommis Valentin Vidic fest. Dr. Costa habe dann gerufen: „I'u-ii!«' ssu, sx^jl.^ vl»,," und hieß dann die Sokolci nach Hause achcn. Dcr Anaellagtc Val. Vidic beruft silh gegenüber dieser Aussage auf jeuc des Herrn S ch a u t r l, der ihn außer dem Hause gcsehcu (nachdem alles vorüber war). Die weitere» Aussagcu dcS August Krcmzcr, Ios. Hoccvar, Raim. i)i c i ch m nun, Hugo Turk, Raun. Rannitar und August H c r m a n n constatiren sämmtlich dic Thatsache, daß nach dem Rufe: 5"k<'!szcugcu ^aulmnd Naunikar, Secundararzt im hiesigen (5im!» verltw/'^ ""'""" Mitglied des „Inzni Solol." ^sth^usc^im ^? '^'^ mit Eduard Horak im zum Rössel ... ^"^ und ging dauu mit ihn w7«af^Gne a'F, ^/V"^^"k' """'/ er ni^ vermiet Dvorak a^ N^ .in' 9-^77'^^" 'ine g.ünc Eichel vorzeigte. halten, Horak gmg aber unt dciu andcrn hinaus. Dcr ^nrgermcistcr sagte noch zn Naunilar vor dcu, Kaffee, yausc.- „l)!m<. ,^ül» <,l,i!^,.Ii" (Heute habt ihr l,^./^^ nl'flleführt.) Zeuge war auch dem Kham "Yllsllch, die Papicrfackcl auSzulöschcu. Es lommcn nun dic interessanten Euthülluuacn "ln Sprache, welche der Militärurlaubcr Iguaz R o s -"'«nu ,u der Sylvcstcrnacht l^7/l^ den Zeugen R c-wes n/,^'^ ^ er. Nit gemacht habe, Sie bestehen im se ^ ?^''^"'"' daß Tamb. dcn Rosmann und S^.! . ^" Dobovöck bezahlt hätte, um die daß ersterer dcu, Ncgali im d'N' Ka an^'^' "^^t, ^obovScl sei derjenige, der Albert w.n. "'bahn ausgcschlageu, und er habe gc-blecht 3, 7^/u Lololci bei dcr Schlußvcrhandlung ^t a c.°"^' s° werde er sich selbst als dcu Nozmann und Dobovscl, hierüber einvernommen, haben diese Aclißcrungen vollkommen in Abrede gestellt. Tambornino habe »hnen hie und da ein ssrügcl Bier oder ein GlaS Schnaps gezahlt, aber nicht zu meuchlerischen Zwecken, soudcru weil sie ihm, als er uoch als Soldat iu Italic» im Spitalc sich befand, z Dienste geleistet haben. R o z m a n u bestätigt insbeson-derc, daß ihm Rcgali uud andere mit der Frage zuge-setzt, zu welcher Parlci er sich belcnnc. Man habe ihn > auch gefragt, ob er bei fciucr EüN'crnchmung zu Guu-stcn der Sokolci ausgesagt habc. Uin Rnhc zu haben, habe er dies immer bejaht. Dcr Zeuge Karl Gucsda wird abermals vorgerufen, uud es stellt sich auf mehrfache Fragen heraus, daß derselbe bei seiner zweiten am 2. November 1807 staltgesnndcncn Einvernehmung etwas als wahr bestätigte, was er selbst nicht für wahr hielt. Diese Aussage ist, weil dcr Untcrsnchungsrichlcr Wintc halle, daß Zeuge beeinflußt werde, uulcr Beizichung von GerichtSzcugcn aufgenommen und beeidet worden. Der Vorsitzende hält dem Zcugcu vor, eS lasse sich dcr Verdacht nicht abwciscn, daß "cr entweder bei dcr zweiten Einvernehmung oder heute eine falsche Aussage abgelegt habe. Der Staatsanwalt überläßt es dem Gerichtshöfe, gegcu Karl Gncsda wegen Betruges durch falsche AuS-fage vorzugchen. Dr. Razlag führt au, daß es für manche etwas Erschreckendes habe, zu Gericht gerufen zu werdcu, übri' gcus habe Zeuge Karl Gncsda schon nach dcr zweitcu Einvernehmung Gcwisseusscrupcl gehabt und dieselben gegen seinen Bruder Auto» Gncsda, Eafeticr bcim Elefanten, gcänßcrt. ES wird nunmehr znr Einvcruchmung des Zcugcu Dr. E. H. Eosta geschritten, welche wir nachstehend, dcr Wichtigkeit des Gegenstandes wegen in stenographischer Ausnahme gcbcn. Präs.: Erzählen Sie etwas von dem Sachvcr» halt. wie derselbe in dcr Nacht von, 23. auf dcn 24. Juli v. I. sich zugctragcu. Dr. Eosta: Ich bitte in dieser Richtung einige Fragen an mich zu stellen. Präs.: Erzählen Sie, wie Sie überhaupt dazu gclommcu sind. Dr. Eosta: Ich bin aus dcr Titaluica gctom» mcu und bin Puukt zwölf Uhr in Gesellschaft ciuigcr Freunde vom Matcvzc weg über dic Schusterbrüste gc-lommcn; ich habe da bei dcr früher Gromaczly'schcu Apolhctc ciucn Hauscu juugcr Lcule gefunden uud gc^ schcu, daß einige derselbe» iu dcr Sotoltlcldung warcu, habe auch fcrucr gehört, daß einer darunter Malajz ae< wcscu sei soll, dcr cincn Hul trug, wie gcwöhullch die Vaibachcr Tunicr; ich habe ihu incht gclnunt uud tcnuc ihu auch heule uoch >i,chl, lch Yadc anch die ül'ligcn Physiognomien „ichl cilnnnl. Auch habe ich wahrgcnom-inc», daß ein Streit zwischen dcusc^bcu bestand, und habe dieselben aufgefordert, ruhig auSciuanoerzugehcu; ich habe dieselbe» bei dcm Grouiaczly'schc» Hause noch einige Schrille begleitet und sie wiederholt uufgcsordcrt, ruhig nach Hause zu gchcn, denn cs werde welters nichts gc-schchen. Präs.: Abcr nach dem, wie es vorliegt, reihte sich gleich ei» zweiter Exceß daran. Dr. Eosta: Ich bin meinen Weg allein fort. gegangen, und zwar gegen mciuc im Ralhhaujc bcfind' lichc Wohuung zu; da habc ich abermals emcu Lärm hinter mir gehört; daraus biu ich umgekehrt uud bm beiläufig vor das Schanlcl'schc Haus, auf d>c Mlllc ocs Platzes gctomunu, als mir jemand sagte: daß da wic-dcr mehrere aus dcr Gesellschaft bclsammru wären und in deren Mille Tambormuo stl, dc» ,ch auch nichl gc' lannt habc. Da habc ich wlcdcr einen Streit gchörl und außcrdcui uuch Bcschimpsungm — die Worlc halic ich mir nicht gcmcltt, ^ wobei ich in dcr Absicht zurück-eilte, die Lcule auseinander zu bringen, und cs ist nur auch iusoweit gclungcn. daß Tambornino nach Hausc und die übrigcu zum Kaffeehause zurückginge». Da l,t dcr Landeshauptcasscbcamlc Uüschcr, ci» Jugendfreund von mir und Sp'elgenossc meiner ersten Kindheit, vor« übergegangen, den Tamboruiuo angcsprocheu uud ihm gesagt halle, daß er beschimpft wurdcu sci, wobei ich illlschcr sagte, daß jcdc Aufregung nur Aulaß zur Fort-sttzung dieses Streites und Skandals gcbcn würde; ich ersuchlc ihn: „Gehe rnhig nach H.mse.' Derselbe ist hierauf weitergcgaugcn und hat slch bei dem Aichhol-zer'schcu »ausc umgcdltht. indem er rief: „Es ist cmc Schande/daß so viele über cincn gchcn und dcr Bür. germcistcr auch darunter ist." — Ich kehrte mich nicht wcitcrs daran, habc gar lcme Notiz davon genommen, und habc dcu Tamboruino ersucht: „Gchcn Sic doch nihig „ach Hausc uud schließen Sic die Thürc hinter sich z». damit wcilcrS lein Skandal geschehe!" Das waren meine letzten Worte an Tnmbmuino. Präs.: Iu dieser Richtung muß ich bemerken, daß dicsc Worte von Tamborniuo, der deu Sachvcrhalt anders vorträgt, nicht bestätigt werden. Dr. Eosta: Ich rede wahrheilsgelreu und kann nichts anderes sagen, wcnn auch von Scilc des Tam-boruino etwas anderes vorliegt. — Auf das hiu ist cr uicht hinein, sondern cr hat das Hansthor geöffnet; nachdem cr daSsclbc geöffnet hatte, ist cr zur Glocke ge< gaugcn und hat sie gelautet uud ist hierauf durch die Thüre, die früher geöffuet war, in das Hau«« hinein- gegangen und hat darinnen gcrufc»: ,,/Vl>l<»»nck"l' pu- In dicfem Momente sind ij oder 4 von jenen jun» gen Leuten, welche auf dcr andere» Seile dcr Straße, dem Schantel'schcn Hause gegenüber waren, über die Gasse hcrübergcslürmt und durch das Hausthor ins Haus hinein. Ich aber bin in d^msclbc» Momente, da ich ei»c Schlägerei befürchtete, wobei cs dem Tambornino fchlccht gegangen wäre, sogleich an die Kafftehausschwclle gegangen, um das einzige Mittel, welches ich an dcr Ha»d halte, zu ergreifen, d. i. Licht und Leute zu holen, wobci ich dic letzteren aufforderte mit dcn Worten: „kokolc i vun iio!»!l', im Wid-rspilichc; »ach dem AuSspinchc Tambor-iiluo'c! Hal derselbe sich mil nllcr Krafl den, Eindrinacn eiitylgcuacstcmml, uud nur, nachdem er allein nicht mrhr auolllchle, habe cr ausgclasscl,, den Hauolnrchl gerufen und sci über dic Slicgc geflohen. Es ist auch die Aussage anderer Zeugen, wie des Zcugcu Pirtcr, welches mit jcmm übsleln>limml, indem dcrscldc gesehen hat, daß ü oder 0 antlopslen und Einlaß beachrlcnso; ist auch die Aussage Hausens, welcher gegenüber vom Fenster nuS gesehen, daß Leulc an dcr Schanlel schc» Thürc a»stchen, und speciell hat Zeuge Tambolnino auSgrsag«, daß er, well cr incht ganz zumachcu kounlc u»d iu Folac dcsscn cinc Ocsfuung zwischcu bcidcn Ths,rflügcln war, wäh-rcno dicscr Zclt 4 dcr Herren, dic hier sitzen, unter dcn '.'Nidrängcrn erkannte. So strht also die Sache, ich meine also, es >ft nichl alles so flügge gegangen, wic Hcrr Bürgermeister umgebracht haben. Dr l> o sl a: Ich erlaube mir zu bemerken, daß es nicht andcrS war, als ich sagte; es ist die« einer vou jrncn Umständen, die ich bestimmt anzugeben weiß, und ich muu die Aussage drS Tamboruiuo rulschiedcn als unrichtig crllärcu, da ich dicö ganz geuau wciß. WaS Pirter uud Haufen behaupten, lsl möglich in dem Mo-lncnlc, wahrend ich am ztafflchausc war, denn da weiß ich inchl, was gcso'gt ist, als die crllen Eindringlinge hineiügeluunncn sind. Präs.: Wir sprechen aber jetzt eben von di-scm Momente. Dr. Eosta: In dieser Beziehung uuch ich mit Bestimmtheit crtläreu. daß cs eben dieser Moment war, wic ich ihn in Uebercinslimmuug mit meiner in den ersten Tagen abgegebenen Aussage vor dem llutcrsuchungs-richlcr heule piäc,sc bezeichnet habc. LGR. Pcrlo: Haben Hrrr Burgcrineister jcman-dcu ülnr die Schwelle hiucingchcl! gcseheu? Dr. Eosla: Ja, nur kann ich die Zahl nicht an< gciicn, ob ^ 'ch kann Ich möchle mir doch anch erlaube», c.nc Bemerkung zu 474 machen; Sie haben gesehen, daß beiläufig li in die Thür hineingcdrungcn sind; e« ist doch unmöglich, daß dieje-nigcn, welche zur Zeit darin waren, als der Herr Zeuge hineingekommen ist, auch diejenigen waren, welche hinein» gedrungen sind. Angell. KriZaj: Ich möchte mir die Frage an den Zeugen erlauben, wie dieselben hineingekommen sind und wo dieselben früher waren. Dr. Lost a: Ich habe angeführt, daß sie beiläufig gegenüber dem Schantel'scheu Hause hervordrangen, über die Gasse gestürzt und durch das HauS hineingedrun» gen sind. Präsident: Im weiteren Verlaufe kommt dieser Widerspruch ebenfalls vor. Herr Dr. Costa tragen vor, 2l» wäre Ihnen der Knecht cntgegengeführt worden, u. z. bis zur Mittcllaube. Nun, diesfall« sind drei beschwo« renc Aussagen, welche den Umstand bestätigen, daß Herr Bürgermeister gerade im Hofraume am Ende der ?aubc, wo gewisse Kisten gestanden, u. z. l—2 Schritte vom Stalle weg gestanden sein sollen, während der Knecht aus dem Stalle und nicht in die Laube gezozen wurde und woselbst er auch am meisten malträtirt worden sein soll - so wie auch 4 Zcugen sich dahin ausgesprochen huben, daß damals Herr Bürgermeister nichte Abwehren» des gesagt hätten; welche weiters erwähnt haben, daß dann erst, als Schcmtcl herabgetommen ist und aufbe» gehrt habe, wae da in seinem Hause geschehe, Sie vermittelnd eingegriffen; daß die Sokolci Ihnen folgten und fort» gegangen sind; daß Sie die Sperrung des Kaffeehause« veranlaßten, — aber blo< in dem Momente liegt der Widerspruch. Dr. Costa: In dieser Beziehung habe ich die« bereits bei dem Untersuchungsrichter erfahren und den' selben aufmerksam gemacht auf die eigenthümlichen Wider« sprüche, daß alle diese Zengen die Au«sagc beschworen, daß sie leinen der Ucbrigen gesehen haben als nur mich, daß sogar — so viel mir mein Gedächtniß in Erinnerung bringt — der ^chrjunge des Schantel mich nach der Stimme erkannt haben will, daß andere Zeugen meine Kleidung beschrieben, wie den weißen Hut und Plaid. Nun habe lch zufälligerweise niemals einen Plaid besessen und nie cin^n Plaid gehabt, weder an jenem Abend, noch auch früher. Diese Umstände zeigen wohl, daß die Zeugen rücksichtlich dieses Uuislandes im gewaltigen Irrthum slud; >ch erinnere jedoch für meine Person, daß ich nicht oort war. P räsl d e n t (nach gehaltener Umfrage): Also wenn niemand mchv, «inen Wunsch vorzutragen hat, so tonnen Herr Bürgermeister abtreten oder, wenn es beliebt, hier vlclbeu. Zeuge Ivan Tyßcn will das Alibi für Eduard Homt liczcugeu, kann aber den Zettpunkt nicht genauer lic,nm!i'.en. m welchem Horak sich im Kaffeehause Gnesda befand; ebc^o Max Potocnlt, der sich übrigens über den Untersuchungsrichter in so heftiger Weise beschwert, daß er vom Vorsitzenden zur Nuhc gewiesen werden mnß — und Jakob ^ukan, der sich in gleicher Weise be« schwert, daß er nicht zur Schlußverhandlung vorgeladen wurde. Es kommt nun das Factum der öffentlichen Ge« walttWigkcit durch gefährliche Drohung grgen Heinrich Garbe, s zur Verhandlung. (Forts, folgt.) H o c a l e s. — (Kirchenmusik.) Hell Gesanglehrer Anton Nedved hat soeben seine sechste Messe, welche er mil Rücksicht auf u»stle Musilverhällnisie am Land« zwei« stimmig mil Olgel compouirl hat, vollendet. Tieselbe soll als Äehclf unscren Landtirchen dienen. Et ist in allen Theilen tiefes Tonwliles dcr wablhaft lilchliche Ton mit d,r lachten «u^silblung verbunden Die Aufführung dieiei Msse unter MtwirllMg mthrcicr Mitglieder der philharmonischen GrsrU. schast findet morgen um 9 Uhr Vormittags in dci Et. Illlobölirche unter Leitung tcs Herrn Nedved statt. Nls Einlagen lommell „Giaduale" von Lorenz, Münncrchoi! „Osstllorium" von Ciryll Wolf, Lopran-Solo. — (Laib^ch »Villach er Eisenbahn.) In der „N. sr. Pr." vom Sonntag, 15. Müiz I. I., lie»t man unlcr Gsendahii'Nachrichten: „Bezüglich der HetslcUung einer Bahnverbindung zwischen Laidach und Villach sind zahlreiche Petitionen in dem Abgeordnetenhaus« tingebiacht worden, welche c>U« dahin gehen, daß das Abgeordmtei'haus noch im Laufe der Session die zur Sicherslellung und Veiwirllichung der fraalichcn Bahn führenden Veschlüsse fassen und n0lhigenfalls die Reginung zur Linbtingung der bezüglichen Vorlage auf» fordern wolle. Das Centtalblatt für Eisenbahnen meint, es sei alle Aussicht vorhanden, dah noch in ditser Session des Reichsralhcs die Geseheivorlage cingebrachl werten wird. Tcm Consortium far diese Linie sind neuestens auch die österreichische Cretitanstalt. dann tie Vauunternehmer Nrassey und Gebrüder Klein beigctreten. wodurch die Aussichten auf daö Zuslandelommcn dieser Nc>h»Ii»ie jedenfalls beträchtlich gewonnen babcn." — Nird diese Vahn. wo« wil lUveisichUich hoffe", gebaut, wild mit Cinbeziehuna. der in Kanten und Tirol projectirten und theils im Bau« begossenen Bahnen eine so gestaltete Eisendahnlinie hergestellt, so werden m we« nigen Jahren Krain, Kärnten und Tirol, die alle reich an Brennmaterallen und Wasserkräfte,! sind, eine derartig« In. duslne ausblühen sehen, die alle Elwarlungeu übertltfsen mub. Von dem internationalen Verkehr mit Bezug auf oe» Vodensee, wo von Norden und Nordwesten mehrere llisen« bahnen einlaufen, welche eine g»ohe Bedeutung für die Lalbach' > Villacher Bahn w Rücksicht der südlichen und südöstlichen > Länder an sich tragen, wollen wir hier nicht erwähnen. — (Schluhverhanblungen) beim l. t. Laudes-gerichte in Laibach. Am 18. Mürz. Simon Dcobniö mit Genossen: Dicbstabl :c. — Am 20. März. Johann Koschmt mit Genossen: Tiebslahl: Josef Mauer: schwere lürpeilich? Beschädigung: Georg Icrischa und Johann Bezhan: schwere lürperliche Beschädigung; Josef Liiar: schwere törperlichc Beschädigung. Giugeselldet. Die Direction des KranlemUnttislützungö« und Ver< sorgungsvereines sieht sich mit Schluß des Jahre« veran-laht, ihren Mitgliedern durch Veröffentlichung dieses Iahrbe» lichtes und des angeschlossenen Rechnungsabjchlussel ein ge» treues Bild ihre« Wirlens hiemit vorzulegen, und entspricht dieser ihrer Verpflichtung um so lieber, als sie sick dec an« genehmen Lage erfreut, durch Veröffentlichung dieser Zeilen nur bestätigen zu können, dah b»r Verein i» dem al>a/lau- ^ fenen Jahre seiner Ausgabe in einer Weise entsprochen hat, ! welche zum feinern Gedeihen desselben nur die beste» Hoff? nungen erwcctt. Von den Beiträgen der 257 Mitglieder wurden im Laufe des Jahre« 1867 Krantenuiiletslülzunczen an 31 und ali Unterstützung im Todsalle an 5 Mitglieder ver« theilt, wobei man wiederholt in der Lage war, erfahren zu können, daß durch die Thätigkeit dieses Vereines so manche Familie vor diüclenocr Noth verschont blieb, obwohl eine regere Betheiligung in den uittern Schichten des Arbeiter«' stände« noch erwünschter wäre, weil gerade diese durch eine Stockung ihres Verdienstes, welchen sie einzig und allein in der Handarbeit suchen müssen, durch .stlantheilssälle gc« ' rat>» am empfindlichsten gcliosstN werden. — Man lann deöhall? nicht umhin, an alle Arbeitgeber — Meister uno Private — die dlingenoste Bitte zu stellen, dah dieselben ' im Kreise ihrer Untera/denen für die möglichste Betheiligung an diesem wohlthäiige» Vereine wirken mögen, na es, ! abgcsrhcn von dem Humanitäten Standpunkte, auch i" ihrem ^ Interesse liegen muh, ihrc U'itc>a,ebenen Arbeiter in K theiligt sind, um die Darreichung dieser Hilfe zu ermö^li« chen, als selbe selbst in Anjpiuch zu luhmen, — ihnen sei deshalb vor allem d» namhaftes beschenk von 500 fl. in 4^/z p^re. Me» talliqueö gemacht und dadurch oie Begrüncung rincv Stamm« capilalH in außerordentlicher Wcise geföroeit, wlöhalb sich! die Direction des Kraolenuntelstützunzs« uno Versorgung«« Vereine» verpflichtet siebt, für viese großmüthige Spende ihren vclbinvliHsten Da,,l hiemit dsscnllich auszusprechen. In gleicher Weise haben sich den Danl deS Vereinet verdient die ^. l. Herren Ollo Linlschinger und llnlon Samassa fur außeroidenlliche Beiträge, die >». l. Herren Aerzte Dr. Emil Nnur v. Siöcll. Dr, Franz Fui, Dr. Adolf <5iel und der Apoltzeter Herr Albert Namm >üc ihre pcr-sönllchc Aufopferung im Interesse dieses Vereines. ü« schlieht somit dieser Bericht mit dem wicderholt'N Wunsch,, dah dieser wohlthätige Verein zur Ohre der Hu« manilal und reö Wohltbäti^teitssinnez der Stadt Laih.i,ch und ihrer Bewohner auch fernerhin recht kräftig gedeihen möge. Rechnungs-Abschluh über die iimpsänge und Ausgaben deö Kranlen-Unlerslützung«» und VersorgungSoereine« jür die Zeit vom 1. Jänner bis 31. December 1807. Empsänge: fl. lr. 1. Verblirbener Cassarest vom 31. Dec. 18L6 38 66 2. An Linschreibegehühr der Mitglieder ... ^2 50 3. An Beitlägen dtlstlben...... 1187 20 4. An Geschenken der Wohlthäter .... 33 20 5. An eingebrachtenMHslündcnvomIahie I860 vr. 157 f!.......... 31 20 0. An Iinlen von Activcapitalien .... 26 44 Summe oer Empfänge . 1359 20 Hievon abgezogen die Summ« der Aufgaben 1133 57 verbleib! am 31. December 1867 ein barcr^^ Cassaresl von........225 63 > Ausgaben: ' 1. Für Unterstützungen der Mitglieder bei Krank- heits» und Todessüllen......446 — 2. Für Besoldung u. Remuneration des Vereint» tieners..........80 — 3. Für Dlucksorlen und Inserate .... 47 27 4. Für die nach § 6 der Statuten alljährlich abzuhaltenden heil. Messen .... 5 30 5. Für Einlage in die Sparcasse .... 555 — Summe der Ausgaben . 1133 57 Laibach, den 2. Jänner 1868. Ftanz Rohmann >». p., Director. Albert S a- massa m. », Hauplcassies. Leopold Bürger m. >»., Controlor. N i V e rm 0 gens'A u «w e i«. fl. lr. 1. tiin Sparcassabüchel Nr. 44759 an Lapilal 1640 — an Zinsen bis 31. December 1867 . . 63 84 2. Ein Einlagebuch de« Aushilsscassa'Verein« in Laidach.........io^> — 3. 5 Stück 4'/2pelc. Mclalliaues pr. 100 fl. Nr. 13033, 13030, 13040. 13041, 13042 als Geschenk der Laibacher Spar« casse, nach dem Course vom 31. De> z cember 1667 ä 48 fl......240 — 4. Nüclslündige Mitgliederbeiträge des abgelau« scnen Jahre»......'. . 124 80 ü. Barer Cassarest....... . 225 63 zusammen ^ 2423 27 Neueste Post. ^ Wien, 17. März. (Herrenhaus.) Der Iu-, stizministcr legte den Gesetzentwurf über Errichtung und , Verschuldung von lhidcicommission vor. Der Gesetzentwurf über deu NothstandSvorschuß in Galizicn wurde ^ in zweiter und dritter Lesung angenommen. Bezüglich einer Eingabe des Grafen Thun wird folgender Antrag des Pclitionsausfchusscs angenommen: Dem Grafen sei zu eröffnen: Da das Herrenhaus den Protest gegen den Rcchtbbcstand der Verfassung als unzulässig betrachtet und jedes vom Kaiser ernannte Mitglied, so lange eS nicht vom Kaiser enthoben, als solches betrachtet wird, so überlasse cS daS Herrenhaus dem Grafen, beim Kaiser um seine Enthebung bittlich zu werden. Nächste Sitzung Donnerstag. Tagesordnung: Da« Ehcgcsetz. Telegraphische Wechselcourse. NLM 17. März. 5>pnc. Nletalliq:,,« 57.40. — !>pnc. Melallique« mil Mai- unb Nonmber-Ziiisen58.50. — .'iperc.'/ialio»lll'?l,!!ehel!l>0sr ^tlla's^!lcv<>:^3 20. - Äu,:^,ct'cn 512. - trodillllUsü I9'>.50, — i!c,!ldl!i! N»i,25. - Silber 114.50. - .if dem hcntigen Marlle sin» erschieiitii: 7' sch,! iN « - Pre < se. ft. lr'? st. ei. Weizeli pr. Metzen Hafer „ ^ 10 Rmdflrisch pr. Pfd. — 18 HalbflNchl „ . — Kallisleisch „ — 20 Heiden „ 3 80 Schweinefleisch „ — 20 Hirse „ 3 33 Schopsi-iiflrisch ,. — - Kxtlirutz „ 3 85 Hälindel Pr. Stück — 25 Erdapssl « 1 W Taudeu „ — 10 ^'liisl,'ii „ 4 4>! Hcn pr. Zentner . — , — Erlisci! „ — - Stroh „ . — ^ Fisole» „ ^80 Hol,,, hartes, ftr. Klft, 5 — Rl»dsschm«ch pr. Pfd. — 4l< -^ weiches, „ I 80 Schwcimschmalz „ — 42 Wein, rother, pr. Timer 6 — Sprit, fr,sch, „ — ill« -wecher « ._ _ Epeck. geräuchert, Pfd. — j 46 ^ )l,ldolfswerth, 16. Mär;. Die Durchschnitt«:Preise ficll« len sichanf deni lillKigsn Marllc, wie folgt.- f>. lr. ^ l^7 Weizen Per Mel^cn 6 10 Vntter pr. Psnnd . — 4« Krrn ,. "j - Licr pr. Sillct . . - >! <^"stc „ 3 20 Milch pr, Maß . - 10 Hafer „ l 90 Rindfleisch pr, Psd, - 24 Halliflucht .. 5 — Kalbfleisch „ — 24 Hlidm .. ö 2<> Schn'siinfleisch „ — > - H'N'e „ 3 20 Schöpsenfleisch „ — ! - Knliirnh „ 3 Hiihndcl pr. Stück — i — E'däpfel „ 1 l'0 Tauben „ - - ^nise,! „ 4,4-^ Heu pr. Lenlner . 1 40 ^lt)sc>, „ 4 80 Htroh „ . l ^ 10 ttisoleii „ 4 80 Holz, harles, pr. Klft. K -- Vtindischmal; pr, Psd, —45 —weiche«, „ — .. Vchivciiicschnialz « 40 Wein, rother, pr, «linier ü -^ Speck, frisch. „ -- — — weißer « 5 — Speck, gcriinchert, Pfd. -. -. ! Augekvlumru^ ,fremde. Nni l4 — U.5 O. mahl, grüßt!,, ben,., 17, 2 „ N. 32i».l« -l 4.« O. mähig f. ganz blw.i «-" 10 „ Ab. 3^.»< -7- I., windstill halbheiter , Morgens Nnf. Wollenbecle tagllber meist gsschlosi"'. W"' 9.' Nollel,;ug ans Nord. Da« Tagesmitlsl dcr Temperatur um lintcr dem Mrmale. ^___^^-^-^ Verantwortlicher Redacteur: Ignaj v.^t l einmaYr- 475 «ütt?l'l»nl,<»»'»<'l.4 Wien, 1'i. März Die Börse verlief iu gilusliger Haltung. Fonds und Aciic» wurden besser ausgcüomm!'!,. D^vism und Valuten größtentheil« zur unverilnderten Notil ^''^UlUrlllyl. abgegeben. Geld flüssig. Geschüft beschränkt. Veffentliche Tchuld. ^. des Staate« (filr 100 fl) Geld Waare In v. W. zu 5p. 19 — 20.— Domainen 5perc, in Silber 103.50 104.— Geld Waare N. der KronlUnder (für 100 si.) Gr.-Eull.-Oblig. 'liicdcrüNcrreich . zu 5"/, 86.75 8? ^ 'Dlitlöslerreich . „ 5 „ 86.50 «7. Salzburg .... « 5 ,. 87.50 88.50 Vühinsu .... „ 5 „ 91.50 95- Mähren .... „ 5 „ 59.50 90.- Schlesien....., k „ 87.50 l<8 50 Steicrmart ... „ 5 „ 88.50 89.5,. Ungarn.....,, 5 „ 70. ?5 71.— Tcmcscr-Banal . . „ 5 „ 70.— 70.50 Lrnaticn und Slavonien „ 5 „ 69,l»0 70.50 Galizieu .... ,. 5 „ 64.25 64.75 Siebenbürgen ... „ 5 „ 65.75, 66.25 Bulouina .... „ 5 „ 54.25 64,5t» ling. m. d. «,-2. 1867 „ 5 „ 68.25 68.?5 Tem. V. m. d. V.- C. 1867 „ 5 „ 6><. - 68.25 Actirn 255 5l, Kais. Elis. Bahu zu 200 fl. fl,niitzrr Acticn . 180.5<.. 181.— Pfandbriefe (silr 100 fl.) National- i baut aus > verlot0 Esterhazy zu 40 fl. LM. 131.— ^35.- Salm „ 40 „ ,. .3150 32.— Gelb Waare Pallfst, zn 40 fi. «M. 8575 86.25 »tlary « 40 .. ^ . 27 50 2^.50 Sl. Genoi« „ 40 „ „ . 24.25 24.75 Wilidischgrah „ 20 „ „ . 17.50 1ft,50 Waldsteiu „ 20 „ „ . 21. 22." Keglemch „ 10 „ « . 14.75 15.25 Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 14 50 15.50 Wechsel. (3 Monate.) Augsburg filr 100 fl lllod. W. 96.90 97.10 Fiaulfuna.M 1lX> fl. bctto 97.— 97.20 Hamburg, filr 100 Marl Banlo 86— 86.25 l'oudou für 10 Pf, Sterling . I1»i35 H6.»ii, Paris fiir 100 Frants . . . 46.25 46.35 ^our« ver Geldsorten Geld Waare K. Münz-Ducalcu 5 fl. 54 lr. 5 fi. 55 lr. ^liapoleonsd'or . . 9 „ 32 „ 9 ,. 32j „ ittufl. Imperials . 9 „ 64 „ 9 „ 65 „ Brrciuechalrr . . 1 „ 7u^ ,. I ^ 7l „ Silber . . 114 „ .50 «114 „ 75 „ Krainischc Grundrnllallung«-Obligationen, Pri» vatnotirnng: «6i Geld. 874 Waar,