Nr. 135. Mittwoch, 16. Juni 1886. 1tt5. Jahrgang. Zeitung. Die „<'aibacher ^citunn" erscheint liiglich m!t AuKnahm? der Vonn- und Feiertag«. D!e «dminiftr«»!»« beftübet sich Bahnhofttraße 15, die Medaetlo» «Vienevftraße l5, — Unftanlierle Vrl«f« wcrdcn nicht nn^ciiommen «üb Mai,»Icr!ptc n!cht ^!7ssagnngen beulen möge, keiner kauu sich dem e,- ?"'. dass er sich auf kürzere oder längere Ze,t ^""s eine Ansicht darüber bildet w.e das Wet e ^ werde, uud selbst Arago w.rd es oft vor dem ».. gethan haben in der Ueberlegnng. ob eme ^Mirm mitzunehmen gerathen oder l'lmoHg s. d«z Ae Abhängigkeit eines jeden von den Emstuss ^Wetters hat stets das Verlaugen g/nahr, 5" "'"' was für ein Wetter bevorstehe, um "M U -«'"Neu darnach ciuzurichten. Wie W PhM"ph' l^ltes in den Sprichwörtern, so ist die Metcmo-sF des Volkes in den Wetterregeln enthalten. Dus ^zweierlei Art, entweder wird ans dem Charalk Ackl ^es anf den des Monats oder der IahrcsM be^lk'i, oder wird ans gewissen Erscheinungen der H"' ",id unbelebten Natur daS Welter voraus-^ Die genane Vergleichuug dieser Wetterregel,! mit der Wirklichkeit ergab aber solche Resultate, dass van Bcbber mit Recht sagen konnte: «Aus der Uu-masse der Wetterregeln bleibt so gut wie uichts Brauchbares für die Wetterprognose übrig, und was übrig bleibt, ist für die Praxis kaum verwendbar.» Es darf uns daher nicht wundernehmen, wenn Goethe den Wetterpropheten zum Spotte zuruft: ' Es regnet, wann es regnen will, Und regnet seinen Lcmf, Und wenn es q'nug geregnet hat, So hört es wieder aus. Sollte aber das Wetter dem lanuenhaftcn Spiele des Zufalls überlassen bleiben, während doch in der Natur alles so regelmäßig ist? Mancher Leser hat wohl schon erfahren, dass das Wetter iu der heißeu Zone nicht so launenhaft ist wie bei uns. Im tropischeu Amerika ladet man ja seine Nachbarn «zum Kaffee uach dem Gewitter» ein, m der sicheren Erwartnng. dass das Gewitter eintreten wird, was anch wirklich stattfindet. Ebenso ersetzt, uach Humboldt, das Barometer iu den Tropen die Uhr des Nei-seudeu; so regelmäßig stellen sich die Verandcrnngeu eiu Aber auch bei uus gibt es thatsächlich etwas Neaelmäsiiges in dein Wetter, denn die Unregelmäßigkeiten verschwinden. sobald man für einen bestimmten Ort die Mittelwerte ans läugem, Zeitabschnitte» bildet. Um diese Mittelwerte schwanken dann die Erscheniuu-geu. uud diese Schwankungen sind es eben. welche die Unbeständigkeit des Wetters ausmachen. Die Hanptnrsachcu der außerordentllcheu Berwick- z luug der meteorologische,, Erscheinnugeu smd: d»e hochN unregelmäßige Vertheilung von Land und Meer, die verschiedenartigste,, Erhöhuugen nnd Vertiefungen der Erdoberfläche und infolge defscn die ungleiche Erwär-muug der einzelnen Luftbereiche. Man kennt im großen uud ganzen die Ursachen der Zustände in der Atmosphäre in jedem Augenblicke, aber die Wirkungen dieser Ursachen lassen sich nicht leicht entwickeln, weil die labilen Zustände der Atmosphäre bei den bedeutendsten Veranlassungen die großartigsten Wirkungen von den verschiedensten Formen hervorzubringen vermögen. Die letztere Thatsache könnte in ihrer Allgemeinheit die Meteorologen in Verzweiflung führen; denn es liegt nicht in unserer Macht, zu berechnen, wann dieses labile Gleichgewicht gestört wird. Glücklicherweise scheint die Natur andere Wege zu zeige,,, welche diese Berechuuug uunöthig machen, von denen aber die wenigsten nnd in unvollkommener Weise bekannt sind. In der neuesten Zeit hat eiu Autor eine sehr eiufache Methode znr Lösung dieses Problems vorzuschlagen geglaubt, indem er alle meteorologischen Er-scheiiinngcn an die Periode der Sonnen-Rotation ge-bnnden wissen wollte, und auf Grund dieser vermeintlichen Eutdecknug hat er Täfelchen coustrniert für die stürmischen und heiteren Tage. Sein Vorschlag wnrde jedoch von Seite errster Meteorologen abgewiesen, da die Methode des Autors eiucr strengeren Kritik nicht standzuhalten vermag. Auch ein zweiter Vorschlag desselben Autors, durch photographischc Aufnahmen von Suuucubildcru das Wetter für die uächste Zeit vorher-zusagen, dürste kaum eine» Erfolg haben. Laibacher Zeltung Nr. 135 1126 IN. Juni 1«M. genommen werden, und da — wie Se. Excellenz der erste Herr Redner in dieser Sache selbst zugegeben hat — zn einem Vertrage bekanntlich immer zwei gehören, so kann sie denn doch bei der größten Energie die zweite Regierung und das zweite Parlament nicht zwingen, etwas anzunehmen, was dieselben principiell abzulehnen erklärt haben. Nachdem die Regierung nun erfahren hatte, es sei möglich, dass dieser Antrag im, Ausschusse angenommen werde, glanbte sie gegenüber der verehrten Majorität, die sie ja unterstützt, der gegenüber sie also gewisse Verpflichtungen hat, nnr einen Act der Loyalität und dcr Offenheit zn übe», wenn sie offen sagte: Das können wir nicht acccptie-ren, das können wir nicht durchführen. Was ist die Folge? Es wurde — es steht im Protokolle des Ausschusses, ich habe es noch heute vor der Sitzung eingesehen — im Namen der Regierung ausdrücklich erklärt, die Regierung werd'' dann Sr. Majestät jene Anträge stellen, die sich als zweckmäßig ergeben werden, um eben die auf den Zolltarif bezüglichen Regie-rungsauträge durchzuführen. Vor allem wurde also von der Auflösung des Hauses nicht gesprochen. Zweitens wurde in der vielfachen Zahl gesprochen: «jene Anträge» heißt es dort. Da sind doch mehrere möglich. Drittens wurde nicht gedroht. Und warnm? Aus zwei Gründen. Derjenige, der mit etwas droht, muss sicher sein, dass er das thun kann, und wir haben ja von Anträgen gesprochen, ohne zu wissen, ob sie dort, wo die Macht dazu ist, auch genehmigt werden. Dann haben wir nicht gedroht — nnd gegen diesen Ansdruck muss ich mich ganz insbesondere wenden und wehren, im Interesse nicht bloh der Regierung, soudern im Interesse der Würde jedes der Herren Abgeordneten ohne Unterschied der Partei. Wenn die Regierung mit einer Auflösung drohen wollte und könnte, so müsste sie ja von dem Standpnnkte ausgehen, dass den Herren Abgeordneten ihr gegenwärtiges Mandat angenehmer ist als die Heiligkeit ihrer Ueberzeugung. (Beifall rechts.) Das wäre eine Beleidigung. (Oho! links.) Ich bitte, die Logik ist unanfechtbar. Wenn ich glaube, dass ich jemanden von seiner Ueberzeugung dadnrch abbringe, dass ich sage: in drei Wochen bist du uicht mehr Abgeordneter, dann verletze ich ihn offenbar. (Sehr gut! rechts.) Dass aber eine Regierung, weun sie zur Ueberzeugung kommt, sie sei nicht in der Lage, einen zwischen den zwei Regierungen abgeschlossenen Vertrag durchzuführeu, dann auf die coustitutiouellen Mittel zurückgreift und sich vorbehält, Antrüge dort zu stellen, wo sie eben genehmigt werden können, das verletzt niemanden, das ist keine Drohuug. Und wenn die Herren mit aller Logik darauf bestehen wollten, dass das eine Drohung ist, so bitte ich jeden der einzelnen Herren, der dieser Ansicht ist, die Consequenzen daraus zu ziehen. Das sind ja — und ich bin auch Abgeordneter — für jeden Abgeordneten nicht eben angenehme Consequenzen. Aber weiter. Se. Excellenz der erste Herr Redner hat gesagt: Demissionieren soll das Cabinet, aber nicht mit der Auflösung drohen. Was den Ausdruck «drohen» anbelangt, so habe ich bereits darauf erwidert. Demissionieren! Ganz richtig. Aber Se. Excellenz weiß es ja sehr gnt aus eigeuer unmittelbarer Erfahrung, dass das Demissionieren, das Ansuchen um die Demission, noch nicht die Demission ist, und dass mau mehreremale demissionieren und doch wieder im Amte erscheinen kann. (Sehr gut! rechts.) Schließlich — ich glaube das nicht weiter erörteru zu müssen — wird Se. Excellenz wohl zugeben, dass unter dem Ausdrucke «jeue Anträge zu stellen, welche sich als zweckmäßig erweisen», offenbar auch das An> suchen um Demission verstanden werden kauu uud soll. Ich glaube also nicht, dass diese so weitgehenden Vorwürfe überhaupt begründet waren. Nuu hat Se. Excellenz im allgemeinen behauptet, dass dcr Ausgleich vom Jahre 1878 ein viel schwierigerer gewesen sei als der gegenwärtige. Er erinnerte uns — nnd ich glanbe, dass es nicht immer gut ist, solche Erinnerungen wachzuruseu — an die Bankfrage. Wahr ist es factisch, dazumal war die Aankfrage eine sehr schwierige, weil es sich nicht bloß darum handelte, Statuten der Vaul, alte oder neue, für ein Deccumum zu geuchmigeu, soudern darum, die damalige Nationalbank, die ja factisch anch in Ungarn Wirksamkeit hatte, aber nur via tael,i, kraft eines Gesetzes, mittelst eines Privilegiums auch für Ungarn als österreichisch-ungarische Bank aufzustellen. Das gebe ich gern zu. Aber es war doch uicht gut, vom Standpunkte Sr. Excellenz, daran zu erinnern; denn wenn er jetzt von Energie fpricht, wo er nicht in der Lage ist, dieselbe zu entwickeln, ja warum war er damals nicht energisch? Erinnert sich Se. Excellenz nicht an die Coufcrenzen, die er mit seiner eigenen Partei hatte, an die Schwierigkeiten, die er mit der Bank hatte, an die vielen Hin- uud Herreisen, bis end-lich uuter schweren allseitigen Wehen dieses Werk zn-stande kam? Also in dieser Beziehung war es schwierig, das leugne ich uicht. Ob es jetzt leichter ist, das werden wir sehen. Prophet ist niemand. Wenn Se. Excellenz weiter von der AchtzigMil-lionen-Schllld spricht, ja welche Partei ist denn dafür verantwortlich z>i machen, dass mau bei deu Vereiu-baruugen mit Ungarn im Jahre 18li7 auf die achtzig Milliouen vergessen hat? (Bravo! Bravo! rechts.) Ich kaun nichts dafür. Es ist feierlich als Schnld von achtzig ^cillioncn anerkannt. Der Schuldschein der k. k. österreichischen Regierung mit der Unterschrift des Finauzmiuisters liegt in der Bank, uud da ist uichts weiter zu machen. Kein Partei-Unterschied wird da eine solche Schuld hiuwegleuguen wollen. (Bravo! Bravo! rechts) Endlich ist der Ausgleich von 1878 zustande gekommen, das ist richtig! Ich kann auch heute sagen, dass ich gewissermaßen die Hoffnung und noch dazn die lebhafte Hoffuuug habe, dass wir' auch diesen Aus< gleich zustande bringen werden. Aber in welcher Art? Der 1878er Ausgleich ist zustaude gekommen durch eine Verbindung der damaligen Opposition von der rechten Seite, der ich auch die Ehre hatte anzugehören und in deren Namen ich auch die Ehre hatte, im hoheu Hause für einige Ausgleichsvorlageu zu spreche», mit dem treu gebliebenen Reste der damaligen Regiernngspartei. der im Centrum saß, also eigentlich gegen die damalige Majorität. Was sich daraus entwickelte, war eben vom politischen Standpunkte, vielleicht wenigstens vom Standpunkte Sr. Excellenz, als nicht ganz erwünscht anzusehen. Warum? Weil man meiner Ansicht nach — ich bitte, ich will das niemandem aufoctroyieren — nicht gleich vom Anfange an positiv sagte, was man annehmen und nicht annehmen kann. Darum hat auch die gegenwärtige Regiernng, welche diesen Weg uicht gehen wm» gleich vuu Anfang an gesagt, sowie ei» Antrag gestellt wurde, von den, sie ihrem besten Wissen uud Gewissen uach voraussetze»! musste, dass er nicht durchführbar ist: Das ist ein Umstand, dcr uns eben zwingeil wird, diese constitutionellen Consequenzen in Erwägung zu ziehen. Die Regierung will also nicht, wie es leider dazumal geschehen musste, tmrch Monate oder gar durch Jahre lang den Ausgleich iu der Weise behandeln, dass er dauu mit Hilfe der verehrtcu Opposition gegen d»e Majorität, welche nns bis jetzt nnterstützte, zustande kommt, und weun Se. Excellenz, trotzdem er so kühl bis aus Herz dem Allsgleiche gegenübersteht, doch l» seiner gestern gehaltenen Rede gesagt hat, er hege kemc große Meinung von der Widerstandsfähigkeit der ae-ehrten Majorität gegenüber den Wüuscheu der k.l. Regierung, so würde ich das mit anderen Worten bezeichnen. Ich hege die zuversichtliche Hofs' unng, dass die Majorität in richtiger Würdignng nnserer uud ihrer Stellung uud in noch eindringlicherer Würdigung dcr nngeh euren Wichtigkeit der eingebracht e n A u s g l c i ch s v o r l a g e n fiir die ganze Monarchie, uicht etwa nicht widerstehen, sondern die Regierung unterstützen werde, dass sie aber auch gewiss schon politisch so viel Erfahruug habe, um gegenüber den Eiuwenduugen der verehrteu Opp^" fitiou Widerstand zu leisteu, Einwell-düngen, welche vielleicht unter dem wohl' gemein tenScheine einer gewissen Förde^ rung vernachlässigter materieller Intel^ essen vorgebracht werden, no1(jn>; volon" aber nichts anderes sind als ein Kell' der in die Majorität hi nein geschob el> wird. (Bravo! Bravo! rechts.) Das hohe Ha"" wolle mir verzeihen, dass ich gleich anfangs die Stel^ lilng der Regiernng mir hier zn präcisieren erlang eben nur, um Gerüchten und einer meiner Ansicht na») irrigcu Auffassung zn begegnen. Ich wiederhole es. ^ Sachliche, was vom Standpunkte der Handelspolitik " Bezug anf de» Zolltarif zu sagen ist, wird Se. El^ lenz der dazu berufene Leiter des HandelsministerinlN dem hohen Hanse ausciuandersetzeu. (Lebhafter Velfa rechts. — Redner wird von den Ministern und M" reichen Abgeordneten beglückwünscht.) Politische Ueberficht. (Parlamentarisches.) Die kurze Pa"^' welche in den Verhandlungen des Abgcordlleteuha>>" eingetreten ist, geht heute zu Ende. Man hofft, ^« Zolltarif, von dem wahrscheinlich bloß die Position o" Petroleumzolles zu ciuer größeren Debatte Aulass geb diirfte. bis zum 24. d. M. erledigen zn können, "0?" noch mehrere kleinere Gesetzentwürfe, deren Pe/!^" nierung von vielen Abgeordneten gewünscht wird, Verhandlung gezogen werden sollen. Das Herrenha^ wird, da dessen Zollcommission jede Tarifclasse V mittelbar nach der Erledigung im Abgeordnetenhau' vornehmen wird, in der Lage sein, die Verhandlung Eine sicherere Grundlage bieten wegen ihrer unmittelbar praktischen Bedeutung Studien, welche die Wettervorgänge nach den Methoden der Wahrschein-lichkcits-Rechnnng behandeln. Auf diefe Weise hat man schon einige allgemeine Sätze abgeleitet, die wir hier kurz anführen wollen. Die Untersuchungen Köppens bezüglich der periodischen Wiederholung der strengen Winter führten anf eine 45jährige Periode für die letzten zwei Jahrhunderte. Für den Frühling und Herbst kann man 2 gegen 1 wetten, dass, wenn der laufende Monat zu kalt oder zu warm ist, auch der nächste zu kalt oder zu warm sein werde. Genaue Untersuchungen haben ferner gezeigt, dass für die Uebergänge vom April zum Mai uud vom Oktober zum November diese Regel nicht gilt und dass sich auch leine andere angeben lässt. In Bezug auf die Jahreszeiten gelaugte man zu folgenden Resultaten: Nach einem sehr kalten oder sehr warmen Wmter hatte der folgende Sommer in 70 Fallen unter 100 eine gleichnamige Temfteratnr-Aenderung, jedoch die auf extreme Sommer folgenden Winter zeigen nur in 45 M. eine gleiche Abweichuuq. Dieser letzte Umstand erklärt sich dadurch, dass beim Schlüsse vom Sommer auf den nachfolgenden Winter die Griße der Abweichung von der Mitteltemperatur von emiuenter Bedeutnng ist, indem ein milder Winter nach einem sehr warmen Sommer sehr wahrscheinlich, nach einem mäßig warmen Sommer aber sehr unwahrscheinlich ist. Der allgemein bekannte Satz: «Ein warmer Winter, ein kalter Sommer, ist daher falsch, während dem umgekehrten: «Ein kalter Winter, ein heißer Sommer» einige Berechtigung zuerkannt werden muss. —n. (Nachdruck vnbolen.) Das Opfer der Liebe. Roman von Vlaz von Weißenthurn. (31. Fortsetzung.) «Musst du noch heute Abend zurückfahren?» brach Beatrice das Thema ab. «Ja, der Zug geht in einer Stunde ab.» «Ich wollte, ich könnte bis dahin bei dir bleiben, aber ich muss rasch heimkehre»; ich will mich nicht der Gefahr aussetzen, Unannehmlichkeiten zu haben.» «Beatrice, du hast mir abcr das nöthige Geld noch nicht gegeben!» stammelte George nicht ohne Verlegenheit. «O, wie thöricht von mir! Der Baron hat es. Wo er nur sein mag? Ich will ihn aufsucheu!» fügte sie nicht ohne eine gewisse Aengstlichkeit hinzu. «Nciu, schreibe lieber eiu paar Zeileu,» rieth George. «Das Schaukzimmer uud die Einfahrt ist voller Leute. Man brancht dich hier nicht zu erblicken !» «Aber es ist kein Schreibmaterial hier und überdies ist es so finster, dass ich nicht imstande wäre, etwas zn sehen.» «Dem wollen wir abhelfen!» erwiderte George, rasch eine der Kerzen anzündend, welche anf dem Kamin standen. «Hier befindet sich Feder. Tinte und Papier.» sprach er. nach dem Tische hinüberweiscnd. «Was soll ich schreiben?» fragte Beatrice. George lachte. «Ich weiß nicht, wie Frauen ihre Eheherren in der Regel ansprechen. Glaubst du nicht, es wäre am rathsamsten, in solchem Tone zu schreiben, damit, wenn die Person, welche das Billet besorgt, neugierig genug sein sollte, einen Blick auf den Inhalt zu werfen, nlch^ zutage kommt, was dich, mich oder den Freiherr» irgend einer Weise compromittieren könnte?» «Soll ich ,lieber Baron' schreiben?» ^ Beatrice, nach der Feder greifend und sich das Pap znrechtlegend. «Gewiss nicht! Olanbst dn denn. es bestehe "" die geringste Wahrscheinlichkeit, dass die lünfti«e ^" " Earr ihren Gatten schriftlich oder mündlich ,l" Baron' ansprechen könnte? Schreibe verehrter o lieber Gemahl! Der Baron wird in den Scherz gehen und ihn nicht übel denten.» .> < Beatrice zögerte einen Moment, dann gMt '" Feder rasch über das Papier. .. ^ Keine Ahnung sagte ihr, dass sie mit dM Zeilcu ihr eigenes Urtheil schrieb und einem «ye" das sie mehr liebte als alles auf der Welt, Todesstoß versetzte. „ ^ ^,..:st Unheimlich und fremdartig grinste die Uebcr,^ > sie an, welcher sie die Bitte hinznfügte, der F"'^ möge den Zweck ihres beiderseiten Aufenthams Gasthofe «zum Mondschein» nicht vergessen. Sie reichte das vollendete Blatt dem Vr" ' welcher es zustimmend las. zusammenfaltete nno^ die Klingel zog. damit jemand von den Dicmu erscheine. . ., . ^ «^at, Sogleich trat ein Mädchen cm mit der ^ ob die Frau Baronin geläutet habe. ^ ^ Nicht ohne Verlegenheit bejahte Beatrice d,e ^ des Mädchens. ^. ,.,<>illen« «Wollen Sie dieses Billet dem Herrn — "^ ^. Gatten übergeben l» sprach sie, sich gewaltsam herrschend. Laibacher Zeitung Nr. 135 1127 16. Juni 188«. über den Tarif bald zu Ende zu sichren. In parla-! mcutarischen Kreisen erwartet man bestimmt für den Fwhnleichnamstag den Schluss der Session. (Steierm'ark.) Der Minister für Cultus und Unterricht hat dem städtischen Mädchenlyceum iu Graz das Recht der Ocffentlichkeit verliehen und zugleich den Bestand der Reciprocität in der Dienstesbehandluug du Dircetoreu und Lchrcr zwischen dieser Anstalt und drn Staatö-Mitlelschuleu ini Sinne des !; ^ 1 des Gesetzes vom 9. April 1870, jedoch nur lücksichtlich jener Lehrkräfte des Lyceums anerkannt, welche die gesetzliche Vrfähignng für das Lehramt au Gymnasien und Realschulen' besitzen. (Die Königstragödic in Vaiern.) Der Tod, den König Lndwi'g II. von Aaicrn Sonntag abends in dem Starnberger See gesucht uud gefunden hat. bringt in die inhaltsschwere baierische Geschichte dieser letzten Tage eiucu nenen, ganz unvorhergesehenen Zwischenfall. Mit dem Tode des Königs erlischt nach der baicrifcheu Verfassung die seit einigen Tagen erst eingesetzte Regentschaft, wenn ein berechtigter Thronerbe vorhanden ist. Der nächste Thronerbe ist nun der ludere Ärnder des Verstorbenen, der 38jährige Prinz Otto, dem auch, wie aus München gemeldet wird, vorgestern schon die Trnppen uud die Hatschiere des Palastes deu Eid geleistet haben. Nnn tritt aber der Fall ei„, dass der Thronerbe regicrnngsnnfähig ist, aber bei Lebzeiten seines Bruders nnd Vorgängers lncht als regierungsuufähig erklärt wordeu ist. Prinz Otto ist nämlich ' schon seit Iahrcu in die Nacht nn-heilbaren Wahnsinns versunken, uud sein nomineller Negiernngsantritt erheischt sofort die Ernennung eines Neuen Regenten. Als solcher ist nnn auch wiederum Prinz Luitpold ernannt worden, und es ist anzn-uehmen, dass die Proclamiernng des Prinzen Otto als König keine staatsrechtlichen Controversy nach sich ziehen wird. — Die Königstragödic ill Vaiern ist mm zu Ende; der arme Herrscher, in dessen innerstes Sein l.Uld Fühlen noch keines theilnehmenden Frenndes Ange le eingedrnngen war, der in der Reihe der Großen dieser Erde ein nncrgründlichcs psychologisches Problem ^ mid sein wird, hat ausgelitten. Wohl ihm. denn killen gcistig Unheilbaren haben die kühlen Wellen des Starnberger Sees zur Nahe gebettet. Jetzt liegt ein volles Vilo der Katastrophe vor. Der König unterhielt sich Sountag uachmiltags noch. Mit Dr. Glidden und sagte ihm: «Ich wünsche, dass Sie sich mit mir unterhalten uud mich untersuchen.» Dr. Gudden fühlte sich so sicher, dass er nachmittags telegraphierte: «Alles geht wunderbar!» Er verlieh sich auf seinen großen geistigen Einfluss anf Irre und hatte anch bcim Könige die, Probe gemacht, als dieser Freitag den Schwausteiuthnrm besteigen wollte. Da-'nals trat ihm Dr. Gndden entgegen uud sagte: «Ich bltte. der Weg ist offen, aber' ich widerrathc Eurer Majestät, ihn zu betreten.» Die Antwort lautete.- «Gut, H gehe nicht.» Dr. Gnddcn fragte dann: «Wollen Eure Majestät nach Berg oder üinderhof fahren?» Der Könia erwiderte: «Nach Berg!» uud verhielt stch Z°«z ruhig. Diese Ruhe hielt in Berg au uud täuschte die ganze Umgebnng. Der Tod des Königs nnd des Dr. Gildden erfolgte nntcr ganz außerordentllcheu Um-landen. Es scheint nicht nur ein heftiger Kampf zwl-'chen dem König Ulld Dr. Guddeu stattgefuudcu zu ^ Das Mädchen folgte sogleich dem Geheiß, nnd Patrice war wieder mit ihrem Bruder allein. Wenige Miuntcn später kehrte das Mädchen Krück. Sie brachte ein zusammengefaltetes Billet des ^eiherrn nnd dcfsen Taschenbnch. Beatrice reichte ^tercs dem Vrildcr. während sie selbst das Billet "'tfaltete. Sir Henry schrieb: ., ^ .. ., 'Liebes Frallchcn! Ich will dich nicht drangen; ^, unsere Spazierfahrt für jetzt aber uoch ein Ge-s^Nlis bleiben soll, so dürfte es gerathen scm, so "ld als möglich heimzukehren. Dem ergebener Gatte Henry Carr.» v„„ 'Welch ein prächtiger Mensch!> sp"ch O/^ M" Mrn.e, währel.d er den relchen Inhalt des Mnb.lchcs überzählte. «Ich kauu ihnl nie dankbar ^""g sein.. l. 'Wir werden gut daran thnn. sogleich zn gehen.. M Beatrice ängstlich, Sir Henry's Bi et achtlos f.l>' Tisch werfend. «Es wird sehr spat, nud ich ^e so sehr __» jg.. Sie hielt plötzlich inne. Weshalb sollte sie dem s^d" deu peinlichen Gedanken bereiten, dass er V baran sei, wenn sie zu Hause U"annehml>cl> "' habe? "ll!^'?"'' sli'l'mte George der Schwester bei, «dn silt .,/""! O, wie kann ich dir jemals geung daukeu "ucs. was du für mich gethan haft!» die «.^"sprich >nir,. hob sie au. ihm nnverwandt m sie .'u^'i, blickend, «versprich mir — wiederholte üi^'U jedoch abermals innc ,li,d vollendete deu Satz (ssmisehuna solgl.) haben, soudcrn alle Spurcu deuten darauf hin, dafs der König den Dr. Guddeu niederdrückte uud dann uoch weitere Schritte that, um fciu eigenes Lebeu zu enden. Dr. Guddeu, eiu ältlicher, aber kräftiger, untersetzter Mann. traute sich zu viel zu, dass er mit dem König allein spaziereil gicng nnd keine Diener mit sich nahm. Dies Selbstvertrauen hat des Königs Tod ermöglicht nud seiuen eigenen herbeigeführt. Die That geschah an einer Stelle des Parkes, die Hirschpark genannt wird, hart am Ufer des Slarnber-ger Sees. Das Ufer ist nicht steil, der See aber au dieser Stelle ziemlich tief. Der Seegrnnd ist nicht kiesig, sondern lettcnhaltig. Der König entledigte sich seines Rockes nnd Hntcs und sprang ins Wasser. Doctor Onddeu sprang ihm nach. die Spuren am Rande uud im See lassen dies erkennen nnd zeigen deu Kampf, der stattfand. Sie weisen deutlich darauf hin, dass ein Körper niedergedrückt wurde; dann folgen weitere Fußspuren in den See hinein, aus welchen zu erkennen ist. dass der König weiter in den See hincingcgangen ist; nach deu Spuren ist anch eiu uugeheurcr Kraftaufwand des Königs zu erkennen. Des Königs Rock und Hut schwammen im See, nud dies führte anf die Spur. Da des Königs Uhr um halb 7 Uhr durch Wasserdruck stehen geblieben war, muss mn diese Stunde der Kampf im Wasser stattgefunden haben. Vermisst wurden beide erst um halb W Uhr. da sie uicht ius Schloss zurückkehrten. Die Auffindung geschah erst inn '/«12 Uhr. — Die neuesten Depeschen' befinden sich in der Rubrik «Neueste Post.» (Rnssland und Serbie n.) Der Moskauer Industrielle Murauovic wird im nächsten Monate in Belgrad erwartet. Derselbe beabsichtigt, das Terrain für die Errichtnng einer Dampfschisfahrts-Station der neuvegründctcn russischen Handels- uud Schiffahrts-Gcsellschaft auf der Donau zn sondieren. Gleichzeitig soll derselbe im Auftrage der Moskauer Kaufmaun-schast nnd Indnstriellen im Sinne einer Anknüpfung directer Handelsbeziehungen zwischen Serbien nnd Russland thätig seiu. (Frau kr eich.) Die Ansichten der französischen Blätter über das Votum der Kammer iu dcr Priuzeu-frage siud sehr getheilt. Die republikauischeu Iourualc billigen dasselbe allgemein; die couseroativcn Blätter glauben, es werde den ausgewiesenen Prinzen einen erhöhten Nimbus verleihen. «Figaro» erfährt, der Graf von Paris werde mit Familie abreisen, die übrigen Prinzen aber würden in Frankreich bleiben. (Fürst Alexander auf Reisen.) Fürst Alexander von Bulgarien soll demnächst in Bukarest emeu zweiten officlellcu Bestich abstatten nnd von dort ans cme Rundreise au die verschiedenen Höfe antreten, um für das während der letzten K'riegscpoche von einzelnen Staaten Bulgarien bewiesene Entgegenkommen persönlich seinen Dank znm Ausdrucke zu 'briugen. (Zur Lage iu Irlaud) Im Nordcu Irlands hat die Verwerfung der irischen Verwaltungs - Bill zn blutigen Zusammenstößen zwischen deu triumphierenden Orangisten uud deu erbitterten Katholiken geführt. Die Uuruheu, welche zuerst iu Belfast ausbracheu, riefeu auch iu anderen größereu Städten Aufregung hervor, nnd die zwischen den Orangisten nnd den Nationalisten herrschende Bitterkeit bedroht den Frieden in vielen Districted. In Belfast befinden sich gegenwärtig 700 Mann Extrapolizci uud Soldateu. Auch im Osten Londons sind von der Polizei Vorsichtsmaßregeln getroffen worden, da unter den Irläuderu iu Rothcrhithc, Vcr-mondscy und Wapping infolge der politischen Aufregung Unruhen befürchtet werden. __________ TMswlilMcll. Se. Majestät der Kaiser haben anlässlich des Pfingstfestes der Wiener freiwilligen Rettnugs-Gescllschaft 1000 fl. zn fpeuden geruht. — (Appctitreizende Mittel,) Vielfach pflegt man vor den Mahlzeiten appctitreizcnde Mittel zu nehmen, welche gewöhulich aus irgend einem Pflauzcu-cxtracte. Absyulh uud dergleichen, bestehe,,,. Ein russischer Arzt, Dr. Helcov, Chef der Klinik des Professors Votkin ill St. Petersburg, hat mm cine Ncihc von Versuche,! gemacht, um zu coustaticrcn, ob diese Mittel iu der That cine Wirtuug nuf die Veroauuugsfunctioneu ausüben, ob sie wirtlich deu Appetit anregen uud die Absouderung des Magensaftes befördern oder nicht. Die Schlussfolgeruugcn aus seiueu Experimenten lautcu dem allgemeinen Vorurtheile uicht günstig. Diese fraglichen Stoffe üben uicht bloß kciueu uützlicheu Einfluss auf die Thätigkeit der Verdauuugsorgauc aus, sonderu hiudern sie vielmehr uud streben,'sie gauz aufzuheben. Dr. Hclcov hat mehrere Stoffe, darunter iusbcsundcre Euziau, Quassia (Vitterwurzcl) und Absyuth, auf folgende Wirkungen untersucht: I.Magclwerdamlug, 2.) Verdauung durch d,c Vauch-speicheldrüse(Pautreas), 3.)Galleual,sonder»!lg, 4.) Mhruug, 5,) Assimilierung des Stickstoffes. Das Gesammtrcsultat der augcstelltcn Experimente ist, dass die geuaunteu Stoffe, selbst in gcriugcu Dosen genommen, die Mageu-verdauung eher hindern als sördcrn uud in starken Dosen. die Absonderung des Magensaftes hemmen; in einzelnen Fälleu löttueu sie, in ganz geringen Dosen genommen, die Absouderung etwas vermehren, aber nur sehr vorübergehend, und die Nerdauungskraft des Magensaftes ist in diesem Falle stets vermindert. Auf die Absonderung des Paukrcas-Saftes haben die Stoffe keinen Einfluss, dagegen verlangsamen sie unzweifelhaft die hyftogastrische (Darm-) Verdauung. — (Sie hat ihr Herz entdeckt.) Eine Nachricht, welche nicht verfehlen dürfte, in den weitesten Kreisen Reclame hervorzurufen, liegt heute vor: Die bekannte Priuzcssin Gai'tana Pignatelli, Fürstin von Ecrchiara, welche vor kurzem erst in das Wiener «Eldorado» hinabgestiegen ist und daselbst als Cassen-maguct gilt, hat dort unten ihr Herz entdeckt und sich mit dem Eigenthümer dieses Vergm'igunzslocales, Josef Bistritzky, zum Zwecke der Eingehung einer Mesalliance verlobt. — (Eine Bi cycle - Steuer.) Wie aus London geschrieben wird, befindet sich die dortige Bicycle-Gescllschaft, welche viele Tausende von ausübenden Mit^ gliedern zählt, seit einigen Tagen in hochgradiger Erregung, da die Londoner Polizei den Beschluss gefasst hat, das Äicyclc-Fahren mit einer Steuer zu belegen. Die englischen Radfahrer, welche sich ihres Fuhrwertes nicht nur zu ihrem Vergnügen, sondern auch zur Besorgung von Geschäfts-«Gängen» bedieuen, sind über diefe in den Lchrbüchcru des Bicycle-Sports uicht uorhergesehene Belastung des Fahrzeuges sehr ungehalten. Nach der Zahl der in London angemeldeten Bicycles zu schließen, dürfte die aus der Besteuerung des Radsports erfließende Iahres-Eiuuahme des Stadtfiscns die Summe von 190000 Gulden überschreiten. Bekanntlich müssen auch die Bicycle-Fahrer in Wien eine Steuer zahlen. — (Hinausgeholfen.) Junge Frau: «Vor unserer Hochzeit versprachst du mir, jeden Wunsch zu erfüllen, den du mir an den Augen ablesen könntest; bis heute habe ich aber noch nichts davon gemerkt!» — Gatte: «Ja, ich bin eben seither riesig kurzsichtig geworden!» Local- und Provinzial-Nachrichten. Das Grottcnfest in Adelsberg. Wie uns aus Adelsberg berichtet wird, nahm das Grottenfest in Adelsberg vorgestern einen glänzenden Verlauf. Der Fremdenzudrang war heuer bedeutender als im Vorjahre, und zeichneten sich unter den fünf Ver-guügungszügen besonders der Tricster und der Laibacher aus. indem der erstere circa 700, der letztere ungefähr 500 Grottcubesltcher mitbrachte. Schon mit den Vergnü-guugsziiaen tamcu heuer über 300 Personen mehr an als im Vorjahre, außerdem wurden diesmal auch die gewöhulich verkehrenden Züge stark benutzt. Die Zahl der Grottcubesncher muss auf mindestens 5000 veranschlagt werden. Um 3 Uhr nachmittags wurde die Grotte geöffnet. Wir treten in den Part. Zur Linken öffnet sich der Ab-gruud; drunten strömt die Pojk, scheinbar widerstrebend uud sich gegcu die Stcinblöcke anstemmend, in die Unterwelt. Ein praktisches Tourniquet passierend, halten wir unseren Eingang durch das riesige Felsenthor. Der Gemüther hat sich eine feierliche Stimmung bemächtigt, manche empfinden Angst, wie vor allem Unbekannten. Der letzte überirdische Lichtstrahl gleitet die grauen Wände entlang, dann stehen wir im Dom. Wer ist wohl imstande, den Eindruck zu schildern, den man hier in diesem riesigen Raume empfindet? Sorgsam seht man Fuß vor Fuß, die Augen zeitweise fchließend, weil die Phantasie Graucugestaltcn hier und dort auftauchen sieht. Bald aber wird der Schritt sicherer, neugierig späht man hinab in die Tiefen, von deren Schwärze der weiße Schaum des Flusses absticht. Der Strom der Waller reißt uns mit sich fort. Es geht auf langen Wegen mit den wcchselreichsten Bildern, von denen jedes einzelne des stundenlangen Auschaucns wert ist, durch deu Tanzsaal, am heiligen Grabe, dem Regengnss, am Belvedere, den: Zelt, dem Papagei vorüber, bergauf und bergab und wieder hinauf zum Calvaricnbcrg, diesem großartigsten Gebilde der Naturkraft, lueiler zwifchcn den Schienen der Rollbahn, welche zu Pfingsten des Mcuschenandranges wegen nicht im Gebrauch steht, uutcr der mächtigen gestürzten Säule hindurch, wobei es sich wie ein Alp auf die Brust legt, bcim wunderbaren Vorhang vorbei wieder in den Tanzsaal. Dort erglänzen elektrische Lampen und erfüllen deu großen ebenen Platz mit seiucr wunderlichen Decke mit Tagcshclle. Zluei Musikkapellen spiele,, abwechselnd zum Tauz auf, uud dcu Lockungen kann uiemaud widerstehen. Das Fest hat seinen Gipfelpunkt erreicht. Die flotten Walzer uud Polkas fahreu in die Veiue, und es ist eiue Lust, tief uuler der Erde zu tauzcu unt fremden Mädchen uud Fraucu, di«'. iu vcrschiedeuen Länderu daheim, nus durch ihre verschiedenartigen Neize fesseln. Frauen mit nachjschwarzem Haar uud fcucrsprühcnden Augen, deren Blick bis ius Innerste des Herzens zu treffen vermag; Frauru, dcrcu Haar fuutelnd wie Gold, deren Augen blau wie Vergissmmmichl, meergrün wie die Augen der Nixen, braun wie jene der Rehe mit dem Laibacher Zeitung Nr. 135 1128 16. Juni 1886. hilflosen rührenden Ausdruck — sie alle athmen mit uns dieselbe feuchtschwüle Luft, sie alle und jede für fich zieht uns in ihren gefährlichen Bannkreis. Hinaus, hinaus ins Freie, wo man die unterirdischen Wunder nachgenießen, doch nicht begreifen lernt. Die Sonne ficht auf das sich nunmehr entwickelnde Gewirr von Menschen und Fuhrwerken herab. Der Kutscher gibt dem kleinen sehnigen Gaule einen Klaps mit der Peitsche, und im Nu sind wir wieder drinnen im Hof der «Ungarischen Krone», wo nach hartem Kampfe ein enges Plätzchen erobert und zu den Klängen der Militärmusik ein vorletzter und letzter und noch ein Abschiedsschoppen geleert wird. Dann aber heißt es, dem Bahnhofe zueilen. Während des ganzen Festes herrfchte musterhafte Ordnung, und es kam trotz des großen Gedränges kein Unglücksfall vor. Es sind diesfalls, sowie auch mit Rücksicht auf die drohende Choleragefahr, behördlicherseits die umfassendsten Mahregeln getroffen worden, wobei das dortige Gemeinde-Amt und die freiwillige Feuerwehr mit lobenswertem Eifer mithalfen. Am Abend ereignete fich ein Fall, der nicht wenig zur Belustigung der noch Anwesenden beitrug. Es verbreitete sich nämlich plötzlich das Gerücht, es sei einer von den Fremden unter choleraverdächtigen Symptomen erkrankt. Der Unbekannte wurde schleunigst aus dem Orte geschafft. Der nachgeeilte Arzt aber constatierte zum Troste aller, dass der Erkrankte, ein Freund von gebrannten geistigen Getränken, das erfrischende Nafs des Bieres und Weines nicht recht vertrug und dadurch die Cholera-Panik hervorrief. — (Todesfälle.) Wie wir bereits gestern gemeldet haben, ist Montag mittags in Laibach die hochgeborene Frau Therese Gräfin Auersperg gestorben. Die Verblichene war eine Schwester des Dichters Ana-stasius Grün (Graf Anton Alexander Auersperg), die Mutter des verstorbenen Landespräsidenten von Kram, Grafen Alexander Auersperg, und des Linienschiffs-Lieutenants a. D. Grafen Alfons Auersperg. Das Leichenbegängnis findet heute um 5 Uhr nachmittags statt. — Gestern früh ist in Laibach der Rechtsprakticant Herr Franz Dolenec im jugendlichen Alter von 2tt Jahren gestorben. Das Leichenbegängnis findet heute um halb 7 Uhr abends vom Trauerhause Schiehstättgasse 2 aus statt. — (Pferde-Prämiierung.) Die Pferde-Prä-muerung für Mutterstuten, junge Stuten und Stutfohlen findet heuer in Radmannsdorf am I.September, in Krain-burg am 2., in Reifniz am 4., in Oberlaibach am 6. und in St. Aarthelmä am 9. September — überall um l) Uhr vormittags — statt, wobei 54 Prämien von 10 bis 40 fl. in einem Gefammtgeldbetrage per 1045 st. und 30 silberne Medaillen zur Vertheilung kommen werden. — (Cholera-Nachrichten.) Aus Triest wird uns telegraphiert: Die durch die Sanitäts-Commission vorgenommene Section des Bordarbeiters Ielercich ergab das gleiche Resultat wie bei dem früher verstorbenen Matrosen Malctich, nämlich sporadische asiatische Cholera. Beide waren auf der Bark «Samsone» beschäftigt, welche sofort in 'das See-Lazareth Valle S. Aar-tolomeo in Quarantaine gebracht wurde. Vorgestern ist in der inneren Stadt eine Frau unter den Symptomen der Cholera erkrankt und in der letzten Nacht gestorben. Es wurden alle sanitären Vorsichtsmaßregeln, wie bei den früheren beiden Fällen, getroffen. — Aus Rom, 14. d. M., liegt folgendes Cholera-Bulletin vom 13. bis 14. mittags vor: In Venedig 13 Erkrankungen, neun Todesfälle; in Bari 3 Erkrankungen, 2 Todesfälle. — (Unterrichts- und Lehrmittelbeiträge des Beamten-Vereines pro 1886 — 87.) Der Verwaltungsrath des Beamtenvereines hat in seiner Sitzung vom 8. d. M. beschlossen, zur Ertheilung von Unterrichts-und Lehrmittelbeiträgeu an Kinder von mittellosen Ver-einsmitglicdern für das Schuljahr 1886—87 einen Betrag von 7500 st. zu verwenden. Bewerbungsgesuche müssen bis spätestens am 7. August bei der Centrallei-tung einlangen. Die näheren bezüglichen Nestimmungen smd aus der Nr. 24 der «Beamten-Zeitung» vom 11. d. zu entnehmen. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. KlMllfuit, 15. Juni. Die Landesregierung ordnete zur Verhütung der Einschleppung der Cholera aus Italien eine genaue Ueberwachung, eventuell ein Verbot der Wallfahrten und ähnlicher Ansammlungen an Tricst, 15. Ium. Triester Provenienzen zur See unterliegen in den ungarisch-kroatischen Häfen einer siebentägigen Reserve. Prag, 15. Juni. Gestern traf auf dem Franz-Ivsefs-Vahnhofe eiu Theaterzug mit 244 Gästen des czechischm Nationaltheaters aus Deutschland ein. Vor dem Vnhnhofe erwartete eiue etwa 8000 Köpfe zählende Menschenmenge die Gäste und schickte sich, tt^ 8Iovano siugend uud johlend, au, dieselben zu begleiten. Die Sicherheitswache und speciell Inspector Po-leiensky forderte die Menge wiederholt zur Ruhe auf. wclchcr Aufforderung keine Folge geleistet wurde. Der Inspector schritt deshalb zur Verhaftung des fortsiligcn-deu Ncchtshö'rers Iofef Krasa uud des Schneiders Josef Vondrak. Der Volkshcmfe widersetzte sich gewaltsam uud warf den Inspector zu Aodeu, worauf die Wache, um die Arretierung durchzuführen, deu Säbel ziehen musste. Daraufhin wich die Menge auseinander. Tcmcsvar, 15. Juni. In den Vorstädten Iosef-stadt und Maycrhöfe siud mehrere Gassen überschwemmt. Zwischen Utuin uud Szt. Mihaly ist der Damm in einer Breite vou 30 Klafter» gerissen. Die Vega ist uoch immer im Steigen. Miinchc», 15. Juni. Gesteril halb 9 Uhr abends fand durch deu Stiftsdecan Türk und drei andere Hofgeistliche im Vorhofe des Schlosses Verg die Ausseg-mmg der königlichen Leiche statt, welche darauf iu eiuem sehr einfachen Intcrimssarge iu vierspännigem Todtellwagcu nach München überführt wurde, gefolgt von drei Wagen mit der Geistlichkeit und der Begleitung uuter Schluchzen uud Iammeru zahlreicher Zuschauer. Vou der Münchener Vorstadt Sendliug ab escortierte die Leiche eiue Abtheilung des schweren Reiterregiments. Nachts 1 Uhr ^0 Minuten fuhr unerwartet früh, daher ohue Ansammlung des Publicums, die königliche Leiche iu das Residenzschloss zur Aufbahrung ein. Die iu Feldafing weilende Kaiserin vou Oesterreich hatte nach Berg eiueu prachtvollen Kranz übersendet. Miinchcn, 15. Juni. Heute crgieng der Befehl des Hofsecretcniates, sämmtliche Königsschlösser zu sperren uud deu Eiutritt jedermauu zu verbieten. Der Winter' garten im Münchener Residenzschloss mit dem Kuust-bassiu wird entfernt. München, 15. Juni abends. Die Section der Leiche des Königs ergab hochgradige Degeueratiou des Schädels und des Gehirns. Die erste Kammer wählte einen Zwölfer-Ausschuss zur Entgegennahme der Rcgie-rnngs-Anfschlnsse. Die Leiche wurde iu der alten Hofkapelle aufgebahrt. Die Beisetzung erfolgt wahrscheinlich Sonntag. Danksagung. Die Vereinsleitnng des patriotischen Fraueu-Hilfsvercins sur K r a i n in Laibach fühlt sich verpflichtet, dem geehrten Vereine der lraiuischen Sparcasse für den in der am 10. Juni 1886 abgehaltenen Generalversammlung für Unterstützung der Invaliden, Militär« Witwen und -Waisen, eventuell für die zu treffenden Vorbereitungen und Vorkehrungen im Kriegsfalle, großmüthig votierten Betrag von dreihundert Gulden deu tiefgefühllcu Dank ausznsprechcu. Jur Abwehr. In der «Deutschen Zeitung» vom 10. Juni 1886, Nr. 5186, kommt in einer Laibacher Correspondent unter anderen, gegen meine Person gerichteten Gehässigkeiten, über welche an einen, anderen Orte verhandelt werden wird, auch die Stelle vor, dass meine n uichl ganz wertlos sind, wenigstens habe ich für meiü^ freie Zeit eine bessere Beschäftigung mir ausgewählt, als cs dcw Rastricrcn, Terrorisieren und Dcnnncicren ist. M. Vodnäct l. k. Gymnasial Professor. Laibach, 14. Juni 1886. ____ Angekommene Fremde. Am 14. Juni. Hotel Stadt Wien. Bamberg, Privatier, Berlin. — Stein-lcchncr, Fabrilsleiler, sammt Frau, Wie». — u. Carstanjen und Hoffmann, Fabrilsbcamte, Vseprey,- Tiesbrnnner,Kaufm., Oedenburg. — HusS, k, l. Notar, samml Familie, Tarvis. -Pctscher, Fabrik^lrilcr, sammt Fran, Spital. — Ginuio, Notar, Cattaro. - Coljani, Privatier, sammt Familie, Trirst. Hotel Elefant. Brammer uud Nübel, Reisende, Wien. — Mter von Koch, k. k. Generalmajor, sammt Frau; Prohaska, l->. Obcrlicntenaul, und Drazclic, Privatier, sammt Fra», Agram. — Neumaun, Kaufmann, sammt Frau, Vugruvrc. — Paulovn', l. l. Nrzirksrichter, sammt Fran, Sinj, -- Gorupic Joses", Nähcriu. Krapiua. — Sracko, Werksührer, sammt Frau, L>P" glava. ^ Grillitsch, Professor, sammt Fran, Klagrnsm't. -^ vou Pella, k. k. Lieulcnant, Marburg. — vou Weber, l. >> Obcrlicntenaut, Taruis. — Fleischer, Privatier, Tüsser. '' Nellinger, Wertstättcnchef, sammt Frau, Knittelscld. — Auheiz. l. l. Postmeister, Gurkfeld. — Sircel Rosalia, Private, Nasse» fuß. — Gatsch Hcrmine und Elise, Private, Laudstraß. ^ Graf Margheri, l. k. Bezirlscommissär, Radmannsdorf, ^ Brosch, Privatier, sammt Fran; Dr, Quarantotto, l. k. Vi>ch' Nolar, sammt Frau, uud Sluvarich, Ingenieur, Tricst. ^ Vlasich, Cassier, sammt Frau, und Lomberli, Friseur, sami" Familie, Fiume. , Hütcl Vaicrischcr Hof. Zuer uud Hij), Hausierer; Schuster, l- »> Feldwebel, Wien. — Hudoliu, Weinagent, Prezid. Verstorbene. Den 13. Juni. Jakob Louse, Grnndbesihcr, 44 I,, E« stellgasfe 12. Gehirnlulxrculose. — Franz Marenko, Arbeiters Sohn, 9 Mon., Zicgelstraße 29, Fraisen. — Au!ou Tm'"' Arbeiter, 2!) I.. Polauadamm 50, Nephritis. — Anton VM. Schneider, 7l I., Knhthal N, Herzparalyse. Meteorologische Veobachtunsscu in ^lnbach^ ?U.Mg. 7A2.W 18,2 W. schwach heiter ' 15.2» N. 7A1.i)!i 25,4 W. schwach heiter ^"" 9 » Ab. 7«2,0!) 19,0 SW. schwach thcilw. bew. ^ Tagsüber ziemlich heiter; abends bewölkt, Mondhof. ^°' Tagesmittcl der Wärme 20,9", um 2,5" über dein Normale, ^ Verantwortlicher Redacteur: I. Nag lie. Al Nniuersitätsprofcssore« ^ und viele hnndcrt praktische Aerzte haben die Apotheker R'ä)^ Brandts Schweizerpilleu geprüft uud dieselben als ein "»li,^ mcs, sicheres und unschädliches Heilmittel bezeichnet. Dn'^'> allen genügen, welche noch Zweifel über dieses ansgcz»''^ « Hans- uud Heilmittel habcu, nur gebe man acht, das ^I^H parat mit dem Namenszug N. Brandts zu erhalten. l^>. ----------------------------------------------------- > Die Anscultaiitc» n»d Nechtsprakticaitten dcö l > l. l. Landessscrichtcs in ^aibach geben allen Freun- > > dcn und Bekannten die tiesbctrübcndc Nachricht von > I dem Hinscheiden ihres geliebten College», des Herr» > > Rechtspralticantcu > ^ wl'lcher nach langen, schmerzvollen Leiden, vcrschcu > > mit dcu heil. Stcrbesacramcnteu, am !5. Juni u»l l > 4 Uhr früh im 26. Lebensjahre sanft im Herrn c»t- « ! ^lafc» ist. ^,„, > Das Leichenbegängnis wird Mittwoch dcn "'"'' « > Juni nachmittags um 6'/, Uhr vom Sterbeha"!' > > Schießstättgasfe Nr. 2 aus stattfinden. > I Laibach den 15. Juni 1686. ! I Separate Parlc werden nich! an^limcbon. ' ^! Danksagung. ! Allen Freunden uud Bekanuten, welche unsere»' > geliebten, unvcrgesslichen Vater > Joses Uokalitsch die letzte Ehre erwiesen, und für die "'/len s«"'"" > Kranzspenden und Beileidsbezeigungen sprech"» > unseren innigsten, tlefgefühltcstcn Dank auö. > Laibach den 15. Iuui 1886. l Tic trauernde Familie Volalitsch^l Dor geehrten Damenwelt zur gefällig« Notiz, dass der (2392) BAZAR 8 Tage später erscheint. Achtungsvoll lg. v. Kleinmayr & Fefl. Bainliergs BiichhaiidJnnü- Laibllchcr Zcitmlss Nr. 135 1129 I«. Inni 1886. Course an der Wiener Börse vom 15. Juni 1886. « ^ offenen CourMMe Eioatcl.Nnlshcn. ^^^»'c,^,- ...... 8N'2N «s>"l<» ^ülci^ülr....... fts> !'N ««Ol' !^<" <"/„ Elaalslolc 250 sl, > <>5>»'l>i - "'"-' l'V., aan,e sM» „ >:l!''2u i:!'.>'llc' '""" .'<"/<, ssl!ns!c> ><><> „ >".- ,> Slan^lole . . ,00 „ ".«75 Ul!'^' ""'1c» „ , . K0 „ >»'s>!» "N!o.N>>»w!schc!»c , . per Sl, s.ü - —- '"/., Ocsl. W»Id,cn . >K'«5>!,7- ^ss>ct>, ^olcnicnlc, l!l»l-rftci . ">it-- i0»-ll> ""ü ^oldvcnlc ^«/, . . . . U>l!5>s>,0l!'?l, „ Papillvrnle 5>"/„ , . , . !^> - !»5'1,^ " . , »Wit»,(><"!<> >, Sla nle Qbl.<» ,!lü^» . vom (,,!»?"'"''"'^'' . P'ami.n ^,»I,^N»<'s!.ö.w >!i0-,20 N«>iz>!!he....... ,«5'20,0,'>N«> ^/° '»nhlijchc.......>0e-------- ,/° »i^sfoftcnrichisll»' . , . inu - 10!, - ''/» °!>,'loftcnSchicht ... iU5üon,>il,Ichl'....... >«5 ^0 — ^ -'^ lloaüjchc »nd slavonische . i»5» l!« iys> ü0 '» sieb^iil'Ulgijchc..... ,„l»-z!U in5, ,,0 5>«/n Tcmcscl Valiat . . . . io5 2oini'>-?n k.^n vugnrischc......105,-20 10570 A»dcrc offentl. Anlehcn. Dl'N.K, Uicst.-^osc 5"/„ ,00 sl. . 1!?'- 117 5>0 dlo, Auicihc 187«, stcünsrci . 100 - 107 — Aülcdlu d, Etodlss^ncindc Wic» IU4-8N105-Ü0 ?l>,>chc» d. Clabigcmciüdc L!.Ucu (Silbe, >»>d Void) .... —-- —-- Prämicw Ä„l. d. Elndlgcm. Wie» 125 .) '1'l'i > >c>. aUll- öftcrr, «l'^"/» Gold. 125, — 1«5 50 dll,', in 5>U « ., ^>/, "/n N,U20'U0'7^><> t!o. P»ä»!!Ni-Cch»ld^crschr.ü"/„ 100 i!s, >00?I, O»s!,-»!!„, Büx! v«>. f>"/„ . . Iül-2s>l01'55> tll,'. « «'/2"/° - !0If>0l02 — b!o. „ ,i. Bodeinndit-Aclicligcs, ,„ Pc,! ill ^, I«^!> v>.',l. l''/2"/n !<'l?.<>10Lz5 Pliolitntc-Ol'liüütiunc« !<>>! n»> si,) Llisal'rtl,' Wcs!l>ül)>, I, Cmüsion ,20'— —'— ße»di!!a>!t^^i)»l,'»tl'a^n ill ^ildel «,«80 !»» i!0 sncoi^Iojc, ^>ih» ..... «,s, 25 !»«?5> <,"nl - V!lbw,ss»Bahn Ocstnv. ^rvtN^ll'l,!,',, . , .,v5 80U>!!'— «5 iel'»'>,t!!!>^».......ou,o ui üu Slaalsbahn 1. Emission - , «0U — ' - SUdbahn i^ »"/«..... l«»/^..... l315l»1»L'— Unn.'galiz, Vah»..... 10180,02^0 Diverse Lose (pcr Stück). (5«dillose 100 st...... l?l!75l??'-' Clary-^'olc <«/« Donau-Dampfsch. ic>«sl, . N!»'- li» 5l, i'n!l>ach«Plnmic»«^,!lch.z!<> si, 21— üi's><> Osc»« ^'i'sc 40 sl..... 4? !w <^< l><> Palssy Losc 40 fl..... N^^> <2 25. »lolyc« Älcuz. öst.wcs.»-,,<>s>. i>'l'?l> i< 05 Nudols^'l'sc ,« st..... lU 5« 1!» - Calm-^oft >»,-O>,'!»>>«^'l,'ic !u sl. . . . 04 0l» 5>5>-— Ll,'n>fs!ci»-^ose'«'!, sl. . . , »3— K.'!5N ÄviüdischgrtitzVosc zi0 s>. . . <2 50 43 — Vanl-Acticn (pcr Cli!. , 1,«'— UN 25 Vanlvcici», Wicocr, i,!N sl. . 1N5> 50 105» 75> HU»<.r,'Ä»s!,,Qcs!.^0Ul>.S.«'50 2»!' -^vd!,.«»l!,s.Ha»d,u.G. üwsl. !2!<2'«U2»H «0 !fl. . 2»!1'?s>2!»0'— ^,cpl'silo»l^i»l, All,,.^»l» sl. . 180—1!»l'— ^.i>ci,'l»Plr'Ocs.,N>el(ül'jl.l.ucfl. 53» — 5<2'— H>)polhclcnb., ösl. ^0„ sl. /l,"/„E. — — —"^ Va»dc,b..öst. ^ousl. ^.5,u"/n E, »24 1U2i!4'5l» Ocslc,r.'»«t>. Ba»l .... »«0 —Ä82 — Uüwul'.ittl IU« sl.....73 50^ 73'70 ^c,lchi««l><,nl, AUg. ^0 sl. . ,53 —,ib4'— Oelb Narc Actien von Transport-Unternehmungen. (pci Vlilcl). Älbrcchl-Vahn 20« sl. Sllb« . —---------— Nlsölb'ssium. fl. Gilb. >92—192 50 «ussig-TcPl, Eiseob. li«0fl.- Äodcnl'achcr !iu?- Fc,d,»a!,d<<-.!)iorbb. 1000 sl. C!N. iü>72 2»?(! Frauz-'Ic'scs.Bahn l!00 sl. Silber LIU-502,7 — F!lnstirchc!!-^arcsernl-^l!bWlg H.z,00sl. !iM. 200'3020l, 5l» Ova^ .«ös!achc,!t,-^.i!0UsI.ö,W.------— — Aahlcndng ahli 10» sl, . 41l!s> 41 50 jlajilian Ol>c>!'.lt!scl!b.20U sl.S. 15» —15» 50 ^cmvcr», CzcruowihoIajly Ei>c»< l'Hhü'Oc-scUjchaj! i!(»l, jl, ö. W. ^2!» 50230 — vlcyd, ösl.°!i»ss,, Trics!ö«»« fl.CM. 58!!--. 5»«-- Ocstcr,. Nordwcslb. ülw >!. Sill>. iW 50 ,<«> — blo, (Ul.lt)'. Silbcr . i«,-5Ui5>i. sl. si!b. 26— 27 — Rudolj-lah» 200 jl, Sul>« . iui! 5,1, i!<8 — Sieb^idllrqcr «iisenb. lwc» sl. . i«<»s>uiW — Staallxüicllbay» üo» jl. ö. W. . z!3?-4U237-8') !Geld Wa« Sildbah» «00 si, Silber . . ,>i^?» S.sMaab'Gr<»z>li0Usl.E.I74'— l74-5>0 IndustrieNctien sper StUcl). Effybi und »inbbcrg, «eisen» nnb Slahl'3nd. in Wien 10« sl. . ——, — — !<:!!l'abnw.»i!c!hg, I. «u sl.4U»/, -- —> — „lilbcmuhl". Papici». u. V.»G. 65— «5 50 H)!vnlan-Ocs«llsch., österl,«,lvine ^ü-5w 2»- — Präger «iiscü^wd.'Ocs. 200 sl. . ,47 50 14»«,; Salgo-Tarj. liiscinass. 10U sl. , 144 — 147 — Wajsc»s,.G.. Ocft, in W. 1UU fl. —-- - — Irisail« »ohlen«.»V«s. 70 fl. , — — — — Devisen. Deutsche Plätze......«, ttl» e« 05 Bonbon.........lzi«20i2«5z Pari« .........4««>5>0 1l5 Petersburg .......—-__ —-— Valuten. Ducaie»........ 594 5 9s 20-Francl!-Slilcke..... 10— 1« 01 Silber......... —— —— Deutsche Neichsbanlnolen . , <;, i»o gz— Unülnrlrrsslich sür Ziilinr l. Salicyl-Mmldwasscr a'o,„,i!is!l,^c«. wiill erfrischend, vcrl,lNbcrl d>i« Verderbe» der ^liyni! n»d l'cscit'sst t>c» i>l>lcn Geruch a„« dem M»ndc, , ssroszc« n. Salicyl-Za "Nsscmcin beliebt, wirl! srl,r erfrischend und >»ncht die ^^hnc l'lcüdext' w^s!, ^ ,«> »r. ^ Ql'i^'annofi!l)'lc« Mille!, ilbc. die v.clc Da»lsn,il!»aen eioliesc». silyrt ste!« frisch «>l> ^anrr u»b versende! tässüch pcr P^'sl die kstntneke Irnl nckl,, t>t>» V>Ul)I)Nusc in AaN'nch, l»M- l^dcm i» der Äpot!>tlc T,nl<''c,^i ,1c' lauücn Orlalnal-Balicnl-Muuvwasstr und Balln,!. ^allnpulvtr ist e>nc .i»t,,>ll)>l,chc Mchandl!,!,« iiber (sonstsulcriüil, drr Zal»nr u»d der M«ndl»Ul»le uüeulgcltlich bcigevacll. ÜMlt L!Ul!l!!l!!8,3 ln SteicrinarN. «ine Falirlttmdc von bc> Eiuüon Fell» bach der llNliar. !^llcs!l«il,!!. 6emnn6sr8ai3llnl.«lai. Vlllnüsch-mxrlnll'cht u. <^!s"'<>'l"- ilerftiiub»!!l,«-?"l,n'al!nn>» (mlch ln <»!!>zslclll,!»rtl,l». p»s»»mlüche «N!»msl!»!!N"t, '»l>>,,iirc»oe lodlt»!, V«vrr. Ftal,!-. lnüra Vl'llvad u. pl,on>le. iti,ns„i!,.»tc u. Milch. l»»,l>^ nunaen. 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(1«57) 10-s; Sorben in frischester ssnllnng eingelroffrn nnd zu hal'eu in Ac-li^^ch l,ei Herren Peter Laknil nnd Apotheker O. Piecoli, sowie in allen belaunteu Depots drr Umgelinna.. - Pro-specte durch die Brunuendirection in Ofen. Die Filiale der Union-Bank in Tricst beschäftigt sich mit allen Bank- und Wechsler-Geschäften a) verzinst Gelder irn Ccnto-Corrente und vor^iitot liir Ha.iil*iiot«Mi ;ji/4 Procont RPKOii fttäffiffo Kiiiuliffunp 3«/4 n auf 4 Monat« fix, liir Nivpoleoii» tl'or 2*i. Procont &otfon 20ttif?iffe Kündigung 3 „ M 40 „ 31^ ^ M Smonatliclio „ 31/! " " G irn. O-Iro-CorLto 3 Prooent bis zu jodor Höhn; Iliick-zahluiiKO» »>i« 20 000(1. fc vUU gogon Choquo. Für gröasor« Boträgo ist d.o An-zeiiro vor dor Mittagsbörso orfordorheh. Dio Bostätigungon orfolgon in oinom so-paraton Einlugsbüchol. $*r- Für alle Einzahlungen, die Soimmer weloher Stunde der Bureauzeit geleistet, wordon dio Zinsen von demselben Tage an-eofangen vorgütet. a^ Hon Inhiiborn cinos Cnntn-Cor-^^ ronts wird der Incasao lhror Ei-mossoii pur Wion und Budapest franco Provision vornntMt und obciiRo ohneProvJsiona-belastung AnwoisungcMi auf dioso bdidon l'lätxo orlassen. Es Btoht don Horron Committonton froi, iliro Wochsol boi dor Cassa dorHank zu domicilioron, olino dass ihnen hiofür irgondwolcho AusJagoi) erwachsen. b) übernimmt Kaufs- oder Ver-kaufs-Aufträge für EITot-ton, Do-vison und Vuluton, braorgt das In-oasBO von Anweisungen und Coupons gogon'/Hl'«»«^ Provision; <-) räumt ihren Committenten die Facilitation ein, Mectan jodor Art boi üir dcp.micron zu konnon, ^CouponH A, hei VjrWI grat S Licitation von Möbeln, Küchengerülhschaften und anderen diversen Gegenständen sowie von Damenkleidcrn, Hüten und Hauben am Donnerstag, den 17. <1. Mts., im Hause Theatergasse Nr. 1, 11. Stock. (2375) 3—2 (2372—1) Nr. 4243. Dritte em. FeMetung. Vmn k. k. Landgerichte Laibach wird bckalint gemacht, dass bei Erfolglosigkeit des zweiten Termines zu der mit dem Ediete vom 16. März 1W6, Z. 2044, ans den 5. Juli 1886, vormittags 9 Uhr, angeordneten dritten exemtiven Feilbictnng der Hansrealität des Josef Pauer in Laibach, Grnndbnchscinlage Nr. 97 lui Catastralgemeinde Petersvorstadt, geschritten werden wird. Laibach am 8. Juni 1886. (2371—1) Nr^4242. Dritte em. Feilbietmig. Am 5. Juli 18 86, vormittags 10 Uhr, wird im Ver-handlniigssaale des k. k. Landesgerich-tes Laibnch in Geinähheit des Edictes voni 9. März l. I., Z. 1436, zur dritten exemtiven Feilbietnllg der auf 12 000 ft. geschätzten, in der Grnnd-bnchseinlage Nr. 152 der Catastral-genleinde Petersvorstadt eingetragenen Realität des Michael Dimnit geschritten werden. Laibach am 8^Imn ^.886. Briefcouverts mit Firmendruck; in vorschiodonon Qualitäten, „er 1000 von fl. 2-25 ab 1 in dor 1 jßuiüilni&rci Jlfeimnayr Wnmferg, Laitach, Bahnhofgaese. (2380) Nr. 882. Kundmachung. Womit bekannt gemacht wird, dass dem verstorbenen Herrn Ludwig Kalcic, Handelsmann in Rudolfswert, rncksichtlich seinen unbekannten Erben und Rechtsnachfolgern Herr Adolf Pauser in Rudolfswert zum Curator ilä acwm bestellt und ihm der Grundbuchsbescheid vom Uten Mai 1886, Z. 726, zugestellt worden ist. K. k. Kreisgericht Rudolfswert, am 1. Juni 1886. (2376—1) St. 2877. Eazglas. Z odlokom 11. suSca 1886, St. 1246, na danes doloèena druga izvräilna dražba Anton Krumarjevega posestva na Sutni pod vložno 6tev. 181 kata-stralue obèine Sv. Križ bila je brez-uspešna, ter se bo vršila 7. julija 1 8 8C tretja dražba. G. kr. okrajno sodišèe v Kostanje-vici 9. rožoika 188G. C820);i4—7 „the nur Lebensversicherungs-Gesellschaft, London. Filiale für Oesterreioh: Wien Giselastrasse Nr. 1 ira Hauso dor GesollBchaft. Filiale für Ungarn: Budapest Franz-.!oscfsplatz 5 n. ö im HauBo dor Gosellschaft. a f,vn ilßT GoBollBchaft.....................Frcs. 91 004 fj43,65 J.Uirosoi.n>=vlnno an Präinion und Zinsen am 30. Juni 1885 .... „ 17926008,77 AiiR/iihluntfon für Vorsicliorunfja- und ltontonvorträgo und für Eück- kaufe otc. Boit BoBtohcn dor GosoUschait (1848) mohr als . . . . 164 776 000,-In dor lotzton zwölfmonatlichon Goschäftaporiodo wurdon boi liHiio Anträgooingoroicht, wodurch dor Gosammtbetrag dor soit Bostohon dor Gesellschaft ohitforoichton Anträgo sich auf . . ¦.• • • «1^91163 329,— st< lit Prospocto und iiilo woitoron AufRchlüsso wordon orthoilt durch dio Generalagentur in Laibadi, Triesterstrasse Nr. 3, II. Stock, bei Iwllido Zesfllko. (383)12 5