Donnerstag am z« Nove»nber «GK« ———-—--------------,—.—,—^——---------- ^ —— —^ , ' ——'"-.'^'f-—^,,'"'77' Die ?.nl'«ichcr Zcitxna" erscheint ">,- »»d F^icrt>iqs, täglich, »no foitct sc,!»»lt be» Aeil^^n im <5o „, v t 0 ir qao^jabrig ri ^ tt st. Fur d>^ 3»üell»»g i»'s Ha».' ilnd halbjähiiq 30 sr, mebl' ^» fiiuichtiii. M > t be r Pl'i^por l>,-sr,i aa»,jühriq iiütcr ^lnizb.nil' »»d qed!>lckl.r Adrcssc l., !!,. halbiahriq 7 st. 30 sr. — I» scratl,,'n sqebnl, r ftir niic Srattm^il, ^r^r on, »lcn,,» ^!>l>l>, s ^..,scha«»n>. Zn dics.» Ocbuhn!! iss »ach w» „proviftnischcii («l!s<)s vm» «,. '.'i>,M',»l'cr «850 ,»r .„iierilonsstmnpel" «och l<» fr. si>s .inc jedesmaliqe (zi»schaltn,n, hin^!' zu rcch».,!. 1. ,^M«ltlicher Theil. S^l. ^'^Wstl^'Mjestsst Phasen mit allerhöchstem Cdbinetsschreiben vom 1. November l. I., dem lombardischen Oberlandesgerichts - Präsidenten, Dr. Albert Veretta, mid mit allerhöchster Entschließung vom ^.November dem ausierordeucl'chen Gesandten und bevollmächtigten Minister am päpstlich"' Stuhle, Grafen Morch Esterh-'zy, die geheime Nathswürde tarfrei aUeriZnädigst zu verleihen geruht. —-------- , r-t)^. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom litt. October d. I., den k. k. Mi-nisterialsecretär beim Ministerium für Landescultur und Bergwesen, Samuel Miko v. Böllöu, zum wirklichen Ober-Vergrath und ersten Veisiyer der neu errichteten Berg-, Forst- und Salinen-Dircction für Siebenbürgen zu Klansenburg allergnädigst zu ernennen gernht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 1. November d. I., den Delegate» zu Udine, Dr. Anton Conte Panlovich, z»m Director der lii'im!:» <1n«lm<>n<«> ill H)? H u n d m a ch u n g. .^, Nachdem die k. k. Grundentlastungö-Di-stricts-Commission Wippach die ihr zugewiesenen Entlastungsoperate der ^iquidivung ultterzogen und somit ihre Aufgabe gelösct hat, so wurde dieselbe außer Wirksamkeit gesetzt und auf. gelöset. Dieß wird mit dem Beisätze zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß allfällige nachträgliche, den District Wippach betreffende Entlastungsgeschäfte vom I. November l. I. an, der k. k. Districts-Commission in Adelsberg übertragen worden sind. Laibach, am 3. November ltt52. VstmMäsidillm der k. k. Grundeittlastungs-Landes- ,'» '-' Commission flir Krain. Der k. k. Ministerial-Commissar und Präsident: ,«>>-. Carl Ullepitsch. Nichtamtlicher Tkeil. Laibach, 11. November. Gestern um "/ Uhr ^'l Minuten Abends stnd Se. kaiserliche Hoheit der Herr Großfürst-Thronfolger von Rußland mit der durchlauchtigste» Frau Groß-fursti,,; Ihre königl. Hoheiten der Herr Kronprinz «ud die Frau Kronprinzessin von Württemberg u>,d Se. königl. Hoheit der Herr Prinz Alelander von Hessen-Darmstadt im besten Wohlsein in Laibach angekommen, haben Diner uud Nachtlager im Gasthofe „znr Stadt Wien" genommen n„d heute Morgens 7 Uhr die Reise uach Wieu mit Separattram fortgeseyt. O e st e r r e l ch Trieft, 9. November. Dem Marineobercom-mando s,ud von Ihrer Majestät der Kaiserin Witwe Carolina Angusta -^00 st. als Beitrag zur Marian-na-Stiftung zugekommeu. Ittie»,, 8. Noocmber. Ihre Majestät die Kaiserin Carolina Angusta haben für den Wiedelaufban der Kirche uud des Pfarrhauses zu ?ieumarkt im Walde Achlhuudert Gulden (5. M. allergnädigst zn schenken geruht. !"^.H^^^ HöMM^ilrchlauchtigste Frau, Erzherzogin Sophie haben die'Erdichtung eiufr Klein-kinderbewahranstalc zu Hallstadt in Obcrösterreich in Anregung gebracht, zu dcreu Gründung mehrere Mitglieder deö allerhöchsten Kaiscrhauses sich Vereinigt d"ben. ,,^,mtum,,p' ^ . ^ ^ — Der zwischen der Schnalz l,ud dem deutsch-österreichischen Postvcrein abgeschlossene Postvertrag ist vom 1. d. M. an anch für den Verkehr mit den österreichischen Staaten in Anwendung und somit seinem ganzen Umfange nach zur Ausführung gekommen. — Durch eine Verordnung des Ministers für Cultus und Unterricht ist der Schulbesuch der Kl», der auf dcm st.ichcn ^'ande den Famillenr^n uen«-diugo anf das Emdringlichhc elugeschürf,. ,u,d sind die Gemeinden und Beziiköobrigkelten anqcwicseli wo,-deu, die diesifalligen Bestimmnngen entschledcu zur Geltung zu bringen. — Au der hiesigen Universität studieren derzeit ll42 Individnen Medicin; darnnter siud .»l Auo-läuder. Die Zahl der Ausländer hat gegen das Winter-Semester im vorigen nommen. — Füc die Zwecke der Bauten in Nirderoster-rcich sind von Seite des Handelsministeriums für den Monat November 79.Wl) st. aus dem Straßenbau und lü.OW st. auS dem Wasserbaufonde angewiesen worden. — Sicheren und zuverlässigen Nachrichten zufolge, meldet der „Salzb. Corr." , zeigte sich in dem zu Goldegg-Werg begonueuen Bergwerke reiches Kupfererz. — Der Gemeinderath von Salzburg ist entschlossen, die Gasbeleuchtung einzuführen. — In Bezug auf den von einem Wiener Eor-lssoondenteu der „Vrünuer Zeitung" erwähnten Plan, in Triest eiue permanente Äuostrllimg österreichischer Indnstrieerzeuguisse zu veranstalten, glauben wir mit-«heilen zu könneu, das; eiuleiteude Schritte zu einem solchen Unternehmen bereits geschehe» sind, und qe. gründete Hoffnuug vorhanden ist, daoselbe auf enl-sprccheude Weise in's ^eben gerufen zn sehen. — Ueber die schou wiederholt in Anregung ge-brachte Errichtung einer dirccten DampfschifffahrtSli-nie zwischen New-York und 3riest siud g.'ge»w,.!— Die Eröffnung der preußischen Bahnstrecke von der französischen Gränze bei Forbach bis zur baier'scheu bei Neuukirchen wird nm» bestimmt am 16., d.M- Atatt, finde«. Am darauf folgenden Tage »^rö.sotaun siie Parjö-^udwigShafner Vahi« in il>rer gailzen Lauge d^em Betrieb übergeben welde«. T)M Präliminaroerlrag übn- den Anschluß de» preußiscl)«» an die baier'sche Post wurde vou A Postbeamten der betreffenden Staateu abgeschlossen. — Oken's Büste, nach einem von Drake frülm' verfertigen BaSrel,f und nach Oken's 3odlenma5ke von dem genannten Künstler mobellirt, ist vor Kurzem in der Berliner königlichen Erzgießerci rrllendet wordcn. — )n Berlin eingegangenen Nachrichten über daZ Befinden des Hrn. Meyerbeer bezeichnen dasselbe als zwar nicht gefahrvoll, aber doch sehr augegriffeu- Am 20. d. M. kommt in München der ^König Oedipus voi, Sophokles" znr AiiSflchlling. H,-. ßr^uj i'achner bul im Ailftiage Sr. Ma)est^t des Königs dlc Chöre dazu compouirt. An«-!«», l0 die scierliche Verth/i^ug der von Sr. k. k- apost. Majestät allerHu-liehenen Ordcnsdlcorattoueu an die hier amvscl.de,, damit Ausgezeichneten durch Se. Ettel^.^.M,l, Statt, zn welcher Feierlichkeit sämmtlich» VeWtze^ geladen worden. . 5i ^ Vor Allem wurde das allerhöchste HattdHxch»eu Sr. Majestät verlesen, woranf Se. Elcclw>z. ds« Ban in einer Rede die Freude über biese allerhöchste Auszeichnung ausdrückte und erwähltte, wie Oe.Majestät die Verdienste zn lohnen wüßten, Nud nile>sehr diese allerhöchste» Auszeichnung«» zum saueren Vet^ harren in der Treue uud A,ihai,glMe,t an Se. Majestät aueifern sollen. Hierauf elfolgte ei!« dr/nnali-ges /ivio anf Se. Majestät, worauf daun Se. Ci-celleuz die Decoralioueu deu Betreffenden eigenhändig anheftete. Das einst so blühende Neusat) scheint sich in küizerer Zm als man glaubte, wieder auflichteu ju wollcu. Dcr Haupiplal) ist last ganz wieber lmge-. stellt. Bloß das bischbflichc Gebäude, w^lM test Plap zieren soll, ist noch nicht in Angriff geuomme«/ Die Haupcjilaße wild stlUtlicher »verden, als fulh. Mau siepl wohl noch viel zertrillmuette Hül»s«^.dVch dürfte bnlue» 2 bis ll Jahren Neusatz wieder lMae» stellt se,n. Aon der kalftrllcheu Darleheu^sumlne si,ld bis «M t,^UV. i'gend eine Unabhängigkeit zu bedrohen, uud ohne d,e Ruhe der Welt zu gefährden. Ich verhchle mir jedoch auch nicht im Geringsten die Besorgnisse, die für mich darin liegen, die Krone Napoleon's ci'.izunehmen, und auf mein 5)aupt zu setzen; sie schwinden aber zusehends bei dem Gedanke», dciß, indem ich mit so großer Berechtigung die Sache des Volks und dcS uationaleu Willens vertrete, es die Ncttiou selbst seiu wird, welche, indem sie mich ans deu Thron setzt, sich selbst krönen wird. Gegeben zu St. Cloud den <^. November 1ttii2. L ouis Napoleo n. Diese Vocschaft wurde, bei der Vorlesung cm mehreren Stelleu öfters durch viele Zeichen der Billiguug und Zustimmung unterbrochen und sodann folgender Entwurf deS SenatSconsnltS vorgelesen -. Abänderungsvorschlag zur Verfassung, vorgelegt in Gemäßheit deü Artikels 3l derselben. Art. 1. Die kaiserliche Würde ist wieder hergestellt. Louis Napoleon Vonaparte ist Kaiser der Franzosen unter dem Namen Napoleon lll. Art. 2. Die kaiserl. Würde ist in directer, uatürlicher und legitimer Abstammung Louis Napoleon's in der männlichen Linie iu der Reihe der Primogenitor, mit steter Ausschließung der Frauen uud ilner Nachkommenschaft erblich. Mt. :l. Lm,iö Napoleon Vonaparte kann, wenn er keine männlichen Nachkommen hat, die Kinder uud die natürlichen uud legitimen Nachkommen in der männlichen Linie der Brüder des Kaisers Napoleon l. adoptiren. Ein SencttSccmsult wird die Formen und Bedingungen der Adoption ordnen. Wenn Nlich erfolgter Adoption Louis Napoleon männliche.^iuder geboreu werden sollten, können seine Adoptivsolme, uur nach den natürlichen nnd legitimen Descendenten zur Nachfolge, bernfen werden. Die Adoption ist deu Nachfolgern Louis Napoleou'S und ihren Nachkommen nntersagt. Art. 4. In Ermangelung natürlicher nnd legitimer Erben oder eines Adoptiverbeu Louis Napoleon Bonaparte's fällt die kaiserl. Würde und wird übertragen an Jerome Vonaparte uud seine natürlichen uud legitimen Erben ans der Ehe mit der Prinzessin Katharina von Württemberg, in der männlichen Erbfolge, nach Ordnung der Pri-mogen'tur mit stetem Ausschlüsse der weiblichen Nachkommen und ihrer Erben. Art. ''. In Ermangeluug uatürlicher uud legitimer Erbeu uud eines Adoptiv-Erben Louis Napoleon Bouaparte's uud iu Ermangelung eines natürlichen uud legitimen Erben Jerome Napoleon Bonaparte's nud seiner Nachkommen, erfolgt die Erucuulmg deS Kaisers, iudein ein organisches SeuatSconsnlt von dem ans den Miuist,rn, unter Beziehung der activen Präsidenten deü Senates, des legislativen Körpers und deS Staatsrathes gebildeteu RegentschciftSrathe dem Senate vor-a/legt und zur Animhme unterbreitet wird, wobei gleichzeitig die männliche Erbfolge mit stetem Ausschlüsse der Flauen nnd ihre Nachkommenschaft angeordnet werdeu muß; bis z">" ^ugen-blicke der Wahl deS neue» Kaisers werden die StaatSgeschafte von deu act.^u M.n.stern «>, _> .. c,. ^.,. „lick Stimmenmehrheit einem Regentlchaftsrathe. '""" ^ " eutschiedeu. , ^, Art insofern si/ere.'tuell zur Thronfolge bernfcn sind, und ihre Nachkommen beiden Geschlechtes zählen ,,„. kaiserliche» Familie. Ei» SeucttuSconsult bestimmt ihre weitere Slellnug. Sie köuneu sich ,ch»e Genehmigung deS Kaisers nicht vermählen. Eine ohuc dessen Eiuvllligung von ihuen vollzo- lift? gene Ehe beraubt sie und ihre Nachkommen des Erbrechtes. Weun übrigens eine solche Ehe durch Todtfall sich auflöset, ohne daß Kinder ans derselben vorhanden »raren, erlangt der kaiserliche Prinz, welcher eine solche Ehe einging, wieder seine Erbrechte. Louis Napoleon Vonaparte bestimmt die Titel nnd den Rang der übrigen Mitglieder seiner Familie. Der Kaiser übt die Vollgewalt über aUe Mitglieder seiner Familie. Er regelt ihre Pflichten nnd Verbindlichkeiten dnrch Statute, welche Gesetzeskraft haben. Art. 7. Die Verfassung vom 14. Jänner wird in allen Verfügnngen, welche dem gegenwärtigen Seuatus-consnlt nicht widersprechen, aufrecht erhalten. Modificationen derselben können nur in den Forme» lind durch die Mittel, welche dießfalls angeordnet sind, Statt finden. Art. 8. Nachstehender Vorschlag wird in den, dnrch die Decrete vom 2. nnd 4. December l^Ili bestimmten Formen dem Volke vorgelegt -. Das Volk will die Wiederherstellnng der kaiserlichen Würde in der Person Louis Napoleon Bona» parte's, erblich in der directen, natürlichen, legitimen oder adoptirten Nachkommenschaft und in Ermanglung derselben in der directen, natürlichen, legitimen Nachkommenschaft Jerome Napoleon-Bonaparte's, wie es im Senatnscousulte vom . . . November 18'i2 bestimmt ist. Nach dieser Verlesung zog sich der Senat in seine Bureaux zurück, um die Commission zu ernennen, die den Bericht erstatten soll. Die Discussion dauerte nur eiue Stunde, scheint aber ziemlich lebhaft gewesen zn sein. Mehrere Redner wollten das System znr Geltung bringen, das? dem Kaiser volle Freiheit gelassen sein soll, seinen Nachfolger ohne irgend eine Veschränknng bezeichnen zu können. Die Wahl ergab fegende Resultate: 1. Bureau. Se. Eminenz der kardinal Dupont und Hr Ti'oploug sür den Entwurf. 2. Bureau. Hr. Larll'ois!<'>re geg^ii und Hr. D'^lr-gout für. 3. Bureau. Die HH. Cambaceri's und Regnanld de St. Jean d'Angely gegen. 4. Bureau. Hr. d'Hantponl für nnd Hr, Leverrier gegen. .''». Vnreau. Se. Eminenz der Cardinal Donnet und Hr. Mortemart gegen. Im Ganzen 4 Stimmen für und 6 gegen den Consult. Die Regierung hat die Herren Baroche, Ronher und Delangle als Commissäre ernannt, um die Discussion vor dem Senate zu unterstützen. Großllnttlnnn'tt und Irland. London, 3. November. Gestern Abend fand die angekündigte Freihäudlerversammlnng zu Manchester Statt. Es waren an 30W Personen anwesend. In der großen Halle standen Ü2 Tafeln in Reihe und Glied: die übrigen waren auf den Gallerien anf-gestellt. Das Bankett bestand aus kalten Fleischspeisen, Backwerken uud Früchten, unter Anderm z. B. acht Zentner Tranben von Spanien, Portugal, Frankreich und Hamburg, drei Zcntuer Feigen u. s. w. Von den anwesenden Parlamentsmitgliedern waren die bedeutenderen die Herren Gibson, Bright, Cob-den, Brown, Croßley, Clay, Kershaw, Keogh, Mil-ner, Sholefield, Sullivan, Thompson, Urquhart, Wilson. Das Baüketi begann um halb 7 Uhr. Kossltth hat eine Einladnug zum Meeting der Natioual-Lcagne brieflich abgelehnt. Er erklärte da-rin, daß, nachdem er seit seiner Landung ans britischem Boden an rn.'!ne»d au>5, folglich ist ,„it d,^.>„, ^i>man dic Streitigkeit „ichs aü^^lichc, . ,,»d dcrs^ll'e hat weder Kraft noch Wirkung. Ich m„ß hielni noch bemerken, dast sich die Türken, welche Verehrer des Grabes der heiligen Maria sind, bei diesem Heilig-thume nicht so roh benommeu haben, wie in der Grabeökirche. Montag, den 18. October, wnrde eine fernere Sitzung in der Kirche zu Bethlehem abgehalten, betreffend den Stern und die Schlüssel der Haupt« pforte. Was den ersten betrifft, so wurde gar nichts über ibn erwähnt, in Beziehung der letzteren wnrde den Lateinern das Recht zugestanden, einen Schlüssel zur Hauptpforte zu besinen, und vier Mal im Jahre! dieftlbe eröffnen zu dürfeu! Die österr. Regierung läßt für daS hiesige Con-sulat ein Haus bauen, welches für den Consul als Amtswohnnng und zur Kauzlei dicneu soll; das uu-tere Stockwerk ist bereits vollendet, und eben so geschmackvoll wie zweckmäßig eingerichtet, nnd das ganze Gebäude wird eine Zierde der Stadt werden. (Tr. Z.) Neues mzd Nettestes. " Wien, 9. Nov. Hente Abends 7 Uhr begin, nen die Sitzungen der k. k. geologischen ReichSaustalc im fürstlich Liechtenstein'schen Palais auf der Bandstraße, Rasumowskyplay. uud werden an jedem Dinstage ebendaselbst und znr selben Zeit Statt finden. Der Zntritt steht Jedermann frei. Telegraphische Depeschen * (5urfu, :;. November. Am 31. Oct. traf Ee. Maj. König Otto von Griechenland im hiesigen Hafen ein. Das Volk drängte sich in Barken um den kgl. Dampfer, welcher Abends nach dem Pyräus abgiug. Die Vlatternkraukheit herrscht hier immer noch in verheerender Weise. Es ergaben sich während der letzten zwei Wochen 371 neue Erkrankungen mit 8<> Todesfällen. Der Lord Obercommissar ist nach Zante gereist. Locales. Laiback,, 11. November. Bei den getheilten Ansichten über die Leistungen der diesijährigeu Theatergesellschaft im Allgemeinen ist man doch über die Trefflichkeit einzelner Persönlichkeiten einig. So erfreut sich in der Posse der schon von früher hicr in gntem Andenken lebende, in der Theaterwelt wohlbekannte Komiker, Herr Scholz, des nngetheillesten Beifalles. Wenn wir sagen, daß seme Darstellungen stets naturgetreue Wahrheit sind, daß jeder Charakter in ihm den würdigsten Repräsentanten findet, so sprechen wir nur das Urtheil des gesammten Theaterpnbliknms ans. Deßhalb glauben wir nur eiue angenehme Pflicht zn erfüllen, wenn wir auf die, nächsten Samstag, am 13. d. M-, stattfindende B en e fice - Vo rst e l l n n g des Herrn Scholz aufmerksam machen. Der geschätzte Beueficiant wählte hierzu die allerorts mit so großem Beifalle gegebene neue Posse „der Lump," die in Laibach noch nicht gesehen wnrde. Die allgemeine Beliebtheit des Beneficianten nnd die sehr gute Wahl sichern einen angenehmen Theaterabend und ein volles HauH, das wir dem Herrn Scholz herzlich wünschen. <5onc»vr des Pianisten «nd <5om positelns Herrn (Hustav Satter aus Wien Das Heer der Pianisten ist hent zu Tage so zahlreich, als „die Sterne am Himmel, die Blumen am Felde, oder der Sand am Meesl'," und daher bat die Ankündigung eines Piano-Concertes für die Menge, welche in der Kunst m der Regel wenig Unterschied zn machen versteht, keine große Anziehungskraft. Es darf also nicht befremden, daß ein Concert, wie das deS Pianisten Hrn. Satter, wel^ ches am 8. d. M. im hiesigen Theater Statt fand, nicht so zahlreich besucht war, als die Virtuosität des Künstlers es verdient hätte; die Elit«' des knustsinm-gen Pnblicums unserer Stadt war jedoch anwesend, und bewies durch wiedeihcltes Hervorrufen des Küust-ll'i>5, daß es seine eminenten Leistungen vollkommen ain'lkalnttl'. Vorzüglich sprach t>i.>, auS dem Stegreife vorgetrageln», Phantasie ilber die Hugenotten allgemeiu an; die Melmelle ro„ Mozart aber eitt-ziickte die Kcuner durch den äußerst zarten Vortrag; es ist nicht Möglich, dieses, i» seiner m isserbafte,, Einfachheit so großartige Tonstück richtiger aufzufassen, nnd vollendeter auS der Tiefe der Seele durch die Fingerspitzen dem leblosen Instrnmente so einzuflößen, daß es mitzufühlen scheint. Auch die Menuette in lÜ5 ans Beechooen's Sonate in li, l>s"l« 22, trug der Küustler nach des Autors haarscharfer Bezeichnung im Pianissimo und im daranf folgenden Fortissimo des Trio vor, wodurch jener Contrast hervor trat, welcher manchen Ungeweihten vielleicht befremden mochte. Nach einem Schreiben Beethoven's an den Grafen Beroldingen, welchem er jene Sonate widmete, dachte sich der unsterbliche Composite»»- bei Verfassung jener Menuette „ein sturmbewegles Lebe,,, das in so.nnige Gefilde sich verliert, und allmälig an Kraft und Leidenschaft verendet." Die „Mazurka" und die „große Phantasie über Don Sebastian," beide Stücke vom Hrn. Satter componirt und vorgetragen, riefen verschiedene Wirkungen hervor: Erstere, leicht faßlich uud auimireud. fand den allgemeinsten Beifall; die Phantasie dagegen, als über eiue hier nicht bekannte Oper, sprach zunächst mehr die Kenner an, und Sa!) und Spiel faudeu die wohlverdiente Anerkennung. DaS Fruer und die Begeisternng Hrn. Satter's übersteigen n?ch die Kraft und technische Fertigkeit, mit welcher er das Instrument beherrscht. Wir haben Coucertisten gehört, welche sich rühmten, Schüler dieses oder jenes großen Meisters zn sein, was aber anS ihrem Spiele nicht immer zu entnehmen war; Herr Satter dagegen sagt von sich, daß er nie einen Lehrer im Piano-Spiele und m der Composition gehabt habe; nm so bewunderungswürdiger und an eifernder für jnnge Talente ist daher seine Meisterschaft. _______________________ ll. l'. Druck und Verlag von I. v. Kleinmayr und F. Bamberg in Laibach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: I. v. Hlrinmayr uud F. Vambera. Telegraphischer (tours«Bericht " "del Staatöpapiere vom l0. November 1852. OtaatSschulbvtrschr,lbung.n zu ü M. (ln CM.) 9^?/l6 detto .^,/2 . « 847/l6 -.-, detto ., ^ .. ., 76 iparlthtn mit Verlosung v.J. ,839, für 250 il. i36 5/8ftir 100 fl. Neues Nnlehen bitter» ^........ ^V^ 5 7, 1852.............945/16 Va»f«?lctiln. vr. Stück 132? fi. < zu 1U00 ff. E. M...... . 223tt il.ln C. M. Attien der Wien Gloggniher ^ (5isene bahn zu 500 st. (5.'M. .... 788 3/4 fl. in C. M. Actien der osterr. Do»la,»-Damvfschifffahrt zn 500 ff. E. Vl. . ... . . . ^7 st.'" C. M. Wechsel. (iours vöin l0.^November l«52. Amsterdam, für 100 Thaler V>lrra»t,Rtl>I. l6l 1/2 Vf. 2 Monat. Augsburg, sür «00 Gulden «ur., Gold. 1157/8 « »Uso. Fraulfurt a.M., (für «2U ft. südb. Aer ) O .lus'Vühr. i»,24 l/< st. Fuft. Gxld.) 1 > 5 1/4 3 Monat, Hamburq. sür 100 Thaler Banco. Ntl>l. 171 1/4 2 Mm,at. eivorno. für 300 Toscauische Lire. Guld. 1,3 Bf. « Ml»a». «onbo», sür 1 Pfund Eterlin. Gulden ! ^'^^^'^ ^" ^ ^!°"^' Mailand, für 300 Oesterreich. Lire, Guld. 1 <5 5/8 Bf. 2M^»,t. Marseille, sür 300 Franse«. . Guld, 136 1/4 Af. 2 Muuat. Karis. für 300 ssraof,» . . <5'uld. 136 1/2 2 M^Nl'l. Vukarest für < Gulden . . . para 236 1/2 G. 31 T. Sicht. Gold- und Silber'Vourse vom 8. Nov. t^52. ' Vrles. Gelb: Kais. Münz-Ducaten Agio .... — 22 1/8 detto Rand« dto ,.....,. - -, . 22 Napoleonsd'or's „ .... — N.il) Eouverainsd'or's „ .... — I6.tt Nuß. Imverl«! „ . , . . — , 9..'N Friedrichsd'or'^ '^Nm^^xi^-M.-U^3!)l^U»"^ü, 9.32 Engl. Goueralngs ,. -' .2. Z, 1574. (!) '" Gasino Nachricht. Den verehrten Mitgliedern dcs Lasino Vcr' eines wird zur Kenntniß gebracht, daß für den 24. November l. I. in den Vcreinslocalitaten eine Abcndunterhaltuna/ mit Tanz velanstaltet wird, am 8., 22. und 29. December l. I. aber die üblichen Gesellschaftsspiele Statt finden, und diese Unterhaltungen jchesmal . um halb tt Uhr beginnen weiden. ^ , ^ Von der Direction des Casino Vereines. Laibach am 9. November 1852. 3- "78. (1) ,'tz^G.^ HnfelKe Gebrüder Tanz er, Hopfcnhändler aus Böhmen, empfehlen sich mit neuem Saazer- u. Auscher. Hopfen ilB^er, wo bereits neue Sendungen zugekommen sind, zu den möglichst billigen Preisen. Das Lager befindet sich bei Josef Ma. sheusche in ^cnkach, in der Oraoischa-Vorstadt Nr ä2 Z. 1577. (!) Warnung. Es wird hiemit Jedermann gewarnt, auf den Namen odcr auf die Rechnung des qefcrtlgten Pfarrers von Aicl) (i/ l)oi^,), Jemanden waS zu leihen odcr zu leisten. Caspar Schwab, Pfarrer von Aich. N a eh r i ch t. Am 19. November Vormittags werden beim Magistrats Gebäude ein Pferd sammt cincr gedeckten Kalesche gegen gleich bare Bezahlung öffentlich veräußert. Z. 549. » (6^ fahrordnong der Zügc aus der südl. k. k. Staats - Eisenbahn zwischen Rürzzuschlag und LäMch) vom 15. Mai v. I>, bis auf ^^^^^^ weitere Bestimmung. Pbfahrt der Inge in der Mchtlmg von Mürzzuschlag nach Laibach^ I! Laibach nach Mürzzuschlag. Abfahrt von! NOttina Personen Abfahrtvon Personen m„^«,<» derHtation! ^^nzug ^^^ der Station __Ing Po»tznss Stund. Miunt. Stund. Miuut. I> Stund. Minut Stund. Minut. 'Rürzzuschlag 4.' ÄZ Früh 3. — Nachm Laibach 7. 30 Abends tt. j5 Früh Gray 9. 35 „ 6, 65 Abends Cilli li. W Nachts 12. 5 Mittag ^_________^__^^________________^___________' j <^,'_____________,______^,„___,_________________________ ^—-________^ Marburg 10. 55 Vorm. 9.27 „ Marburg 2.57 „ 2. ^) Nachm. Cilli 1. 45Nachm. 12. 50 Nachts > Gral^ t). l5 Morg. 5- 30 Abends Bemerkung. Mit den Post- und Personenzügen werden Passagiere von und nach allen (Vtationen befördert. Das Reisegepäck lst den größern Stationen wenigstens .'/, Stunde vor Abgang ^,g Z„ges ^, übergeben, wenn es mit demselben Zuge befördert werden soll. Mit c>en Lastzügen werden keme Passagiere befördert.