^206. Mittwoch, 9. Scptcmbti 1896. Jahrgang 115. Laibacher Zeitunll. "Whri/n ?,"'"""!. ^" P ° stverlenduna .- «anz/ühl!« fi, 15. halbMrig fi. 7 50, Im « ° mpt ° ir: ^ lleiül <>,-''. halbjährig st. 5 50, flllr die gustcllüüss !>,« Hau« aoi'Mr!« st, l, — Iusertlon»,eb»r: ffür 3 ^. "">"«tr bl« ,u 4 Zellen Lü lr,, größere fter Z.llr l! rr i bei «ftsren Wiebtih°lu>,ge» per Zeile 3 lr, ^ ^ Die »lllllb. gell.» erscheint >lls>l!ch, mlt «ulnahme der Vonn» und sseiertaae. Die Utzministratlon beflübet ft< ? lonzreslplllh?tr.«, die Neba^l»» Gahnbofssa^e Nr, lk>, Vprechftunbe», bei Nebllrtio» voi, « bi« li Uhr vvrmi«»«», ? Unfrankierte Ur!e!r toerde,, siichl ongeilommei!, Manuskripte ni> zurückgeNelll, Amtlicher Theil. M,,IAe f. und l. Apostolische Majestät haben mit Gel?M? Entschließung vom 16. August d. I. dem H^'yijchen Staatsangehörigen Architekten August bilsz^' ^äsidenten des österreichisch«ungarischen IH??^ in Viostau, das Comthurlreuz des Flanz ' ''"rdens allergnädigst zu verleihen geruht. AerA k' und k. Apostolische Majestät haben mit Cta M er Entschließung vom 30. August d. I. dem von K,"""he Friedrich Ienik - Zasadsty Ritter ^uck,"'^^°rf in Prag, anlässlich der über sein ^uheftan "' S.W Uebernahme in den dauernden üch ^r,?','" Anerkennung seiner vieljährigen treuen eine» ^"sllchen Dienstleistung den Titel und Charakter zu verV"^ mit Nachsicht der Taxe allergnädigft ""Yen geruht. Badeni m.p. (N. G^s^und des Gesetzes vom 9. Juli 1894 N°Ae'<ö ^^ 154) sind bis Ende August 1896 ein-Gelam^'Usnoten zu 1 fl.. 5 ft. und 50 fl. im Nlllh Hz "2e von.....199,217.970 ft. ^en »^^"er Vernichtung von dem auf gemeinsame 'n Etclllt» ^">enden Betrage der schwebenden Schuld ^Mlei A " "°" 312 Millionen Gulden ö W. ä"ilzi l>^^°^ Münz. und Währungsvertrages) als ^schrieben worden. i ^"ld w Ä gemeinsame Kosten einzulösende schwebende 1896 ^taatsnoten betrug daher mit Ende August . In'z^ -.......112,762.030 fl. üez , ^ewndere waren von den mit Verordnung ^>G. zg.^nzmimsteiiums vom 24. Juli 1894 st. ö. ^' "r. 158) einberufenen Staalsnoten zu ^ 6ndU ^94 ausgegeben . . 57.883.361 fl. "ichtet»us 1896 eingelöst, verlach ^ getilgt abgeschrieben 57,101.330. Uml"a«s^e August 1896 im H "ufe verblieben .... 782.031 fl. ^ d'^/ Member 1896. '»tacltsschulden.Control.Commission des Reichsrathes: Dr. Ernest Hauswirth, Präsident. August Graf Los, C°um!issw»ö.Mitglied. Den b. September 1896 wurde in der l. l. Hof« und Staatsdruckerei das 1.1. und I^X. Stück der rnthenischen Ausgabe des Reichsgesehblatteö ausgegeben und versendet. Am ?. September wurde das XXVIII. Stück deS LandeS-gesehblattes für ltrain ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 3l) die Kundmachung der k, l. Landesregierung in Krain vom 1. September 18W, Z. 13,512, betreffend die Frei» gebung des Verkehrs mit Reben und anderen Reblaus« trägern zwischen der Gemeinde Oberh im Vezirle Tscher-nembl und dem in den Kundmachungen vom 31. März 1696. U. O. Bl. Nr, 19, und 10. Juni 1896, L. ly. Bl. Nr. 31, bezeichneten I. Weinbaugebietc des Herzogthums Krain, resp. den in der Kundmachung vom 30. April 1896, ü. G. Vl. Nr. 22, namhaft gemachten Gemeinden des Herzogthums Steiermarl. Von der Redaction des Landesgesehblatteö für Krain. Laibach am 9. September 1896. Nichtamtlicher Theil. Zur Statistik des gewerblichen und commerziellen Unterrichtes in Oesterreich. l. Die k. l. statistische Centralcommission hat kürzlich das 4. heft deS Xl.1V. Bandes der «Oesterreichischen Statistik» veröffentlicht, welches die Statistik der Unter-richtsanstalten in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern für das Jahr 1892/93 zum Gegenstände hat. Indem die «Wiener Zeitung» dieser Druckschrift die auf den gewerblichen und commerziellen Unterricht bezüglichen Daten entnimmt, macht sie gleichzeitig auf die seither eingetretenen wichtigeren Veränderungen aufmerksam. ^.Gewerbeschulen. I. Die Fachschulen für gewerbliche Hauptgruppen sind theils Staats'Gewerbeschulen, theils Kunstgewerbe« schulen. Staatsgewerbeschulen bestehen: in Wien im 1. Wiener Gemeindebezirle (höhere Gewerbeschule mit einer baugewerblichen und einer maschinengewerblichen Abtheilung. Werlmeisterschule, baugewerblicher Abtheilung und mit diversen Special» cursen für Meister und Gehilfen) und im 10. Wiener Gemeindebezirle (Werlmeisterschule mechanisch-technischer Richtung und diverse Specialcurse für Meister und Gehilfen);_______________________ in Salzburg (Werkmeisterschule baugewerblicher und kunstgewerblicher Richtung, offener Zeichensaal und Spttialeurs für weibliche Handarbeiten); in Graz (Werkmeisterschule baugewerblicher und kunstgewerblicher Richtung und Specialcurs für Kunst» sticterei); in Trieft (höhere Staats-Gewerbeschule baugewerb-licher und maschinengewerblicher Richtung, Werkmeister« schule kunstgewerblicher Richtung und diverse Specialcurse) ; in Innsbruck (Werkmeisterschule baugewerblicher und kunstgewerblicher Richtung, Ieichencurs für Mädchen, offener Zeichensaal für Männer, Specialcurs für Mechaniker); in Prag (höhere Gewerbeschule bautechnischer und maschinentechnischcr Richtuna, Werlmeisterschule baugewerblicher und maschinentechnischer Richtung); in Pilsen (deutsche Staats-Gewcrbeschule, höhere Gewerbeschule baug/werblicher und maschinentechnischrr Richtung, Werklmifterschule baugewerblicher und ma< schinentechnischer Richwng; böhmische Staats Gewerbe-schule: Wertnleisterschule bautechnischer und moschinen-technischer Richtung und Specialcurs für Kessel und Maschinenwärter); in Reichenberg (höhere Gewerbeschule bautechnischer, maschinentechnischer und chemisch-technischer Richtung, Werkmeisterschule derselben drei Richtungen und Specialcurs für Kessel« und Maschinenwärter); in Vrünn (deutsche Slaals.Gewerbeschule: höhere Gewerbeschule baugewerblicher und maschinengewerblicher Richtung und Werkmeisterschulen derselben Richtungen, ferner offener Zeichensaal und Specialcurs für Heizer); böhmische Staats-Gewerbeschule: Werkmeisterschule bau« gewerblicher und maschinengewerblicher Richtung und diverse Specialcurse für Meister und Gehilfen); in Vielih (höhere Gewerbeschule maschinentechnischer und chemisch - technischer Richtung, Wellineisterschulen mechanisch.technischer und chemisch - technischer Richtung sowie für Weberei und diverse Specialcurse); in Lemberg (Werkmeisterschule bauqewerblicher und kunstgewerblicher Richtung; feiner offener Modellier-curs); in Kcakau (höhere Gewerbeschule baugewerblicher, mechanisch-technischer und chemisch-technischer Richtung und Wertmeistelschule kunstgewerblicher Richtung, dann mehrere Specialcurse); endlich in Ezernowitz (Werkmeifterschule baugewerb-licher Richtung und Specialcurs für Bau-und Möbeltischlerei). Feuilleton. Gt's< »dei Gemüth. «nter steter Aufsicht und auf. Wi«" lA)ren K" ^ ^er den goldenen Mittel- ^ N iu mH Mbt es ^cken abzuschleifen. Ueber- Fehlendes zu ergänzen; ein ^ ""er muss gefestet, ein rauher besänftigt bV^eh^ ^unsere Tochter dazu veranlagt und ^ch' i" hr'P o s"le Straße zu erklimmen zu jener ^ o^a Wen ^"s'"ä' V" und materieller Erfolg j^3" sie aw d! "«^.'" h"" Laufe hemmen, N ?«ch>n, um "? die Scenerien zu genießen die "R>U hone l.i^ ^"i zu erquicken; dass sie die > H"les un^.°" ihrem Wege erblühen um ein >Hs VlitaMk 3 H"5 zu erfreuen. M^ 2eid. das Mit- " muss gepflegt, jede h"^d> eigen^bstsucht muss unterdrückt werden, »ei> nur ^.??)l dem anderer unterordnen >« ""' groß?^?«.?' '^^"i "" lur die ^l^i^" Mm Nn«^"be Spinden zu können. Z^h> sie d"intt"'Zkn oder materiellen Hauch ^ Lasten S nne^^Z '""' ^°"in und Mutte ^ ^inia? H^°"es zu sein. Das alles " " "it dem Erklettern jener steilen Höhe, aber es geht weniger schnell, und die höchste Spitze wird vielleicht nicht erreicht. Dann muss aber die innere Befriedigung, die Liebe derer, die sie kennen und denen sie wohlgethan, sie voll entschädigen können, sie muss das Gefühl haben, als habe sie unter unserer Leitung das beste Theil er-wählt. Dieser Theil unserer Aufgabe ch für uns Mütter der angenehmste, denn welche Mutter ergrisse nicht mit Begeisterung und aus tiefster Ueberzeugung jede Gelegenheit, die Seele ihrer Tochter einzuführen in die höchsten Ideale, wer suchte nicht freudig ihr Gemüth zu bereichern, ihr Herz empfänglich zu machen für alles Edle und Schöne, es scheint das eine so natürliche, so selbstverständliche Mission zu sem, wir fühlen uns ihr congenial und gewachsen. Ungleich schwieriger und ungleich schmerzlicher ist es, wo wir in unserer Tochter ein Naturell erkennen: sensitiv, zart wie die Blätter der Mimose, kaum gewachsen den Stürmen des Lebens wie sie einem den Kampf ums Dasein kämpfenden Madchen nicht erspart bleiben ein Wesen, das schmerzlich zusammenzuckt unter rücksichtsloser Behandlung, wehrlos der Selbstsucht gegenübersteht, jedem Vorwärts- und Vorbe,drangenden Platz macht und zurücktritt es mcht wagt, tne Eon-currenz aufzunehmen, jenen Kampf um «tks «urv.v»I Dürften wir hier unserem mnersten Tnebe folgen. so würden wir saaen: «Mir ist, als ob ich die Hände sollt', betend, das« Gott dich er. halte so rein. so zart. so hold.» Em Blick ms Leben aber belehrt uns. dass wir unsere Pflicht verletzen würden, wenn wir unserem Herzen folgen, dass wir uns versündigen würden, solch ein Mädchen so schutzlos dereinst hier zurückzulassen. Da tritt an uns die schwere, weil uncongeniale Aufgabe heran, unserem besseren Gefühle entgegen, die zarten Regungen zu kräftigen, die Tochter zu lehren, ihre Rechte zu wahren, ihr zu fagen, dass sie so gut sich auf ihrem Platze behaupten mag, wie andere es thun. Da gilt es, auf den Erfolg hinzuweisen, der nicht durch Dulden, sondern durch Kämpfen erreicht wirb. Da müssen wir sie unter« scheiden lernen, wo ein Zurücktreten, eine zarte Rücksichtnahme angewandt, und wo ein Wahren des eigenen Vortheils geboten ist. Da müssen wir sie lehren, von welcher Seite eine rücksichtslose Behandlung uns wehe thun darf und wem gegenüber wir sie vollkommen kalt und verächtlich zurückweisen dürfen. Es ist nicht schön, aber nothwendig, dass wir solch ein Wesen lehren- «Daraus mache dir nichts, strafe diese Verdächtigung mit Verachtung«, und «wer dich niederzuwerfen sucht, um über dich hillwegzu-schreiten, den wirf selbst nieder!» Takt. Schonung, Rücksichtnahme, Menschenliebe, Nachsicht dahin, wohin sie gehören, und im übrigen: der Verstand kräftige das Gemüth, das Gemüth sänftige den Verstand, bis ein wohlthuendes und nutz» bringendes Gleichgewicht entstehe — das müssen wir Mütter herzustellen suchen, wenn unsere Töchter dereinst äußere Erlöge und inneres Glück vereint gemehm sollen. Laibacher Zeitung Nr. 206. 1772 9. September 1896. Kllnstgewerbeschulen bestehen in Wien (mit einer allgemeinen Abtheilung, drei Fachschulen für Architektur, Malerei und Bildhauerei und Specialateliers für Ciselierkunst und verwandte Fächer, keramische De« coration und Emailmalerei, Spitzenzeichnen, Radier« lunst, Holzschnitzerei und Holzschneidekunst und einem chemischen Laboratorium); ferner in Prag (mit einer allgemeinen Schule, einer Zeichen- und Malschule für Damen, Fachschulen für Kunststickerei, Decoration, Architektur, figurale Bildhauerei, Modellieren und Bossieren, decorative Malerei, kunstgewerbliche Bearbeitung der Metalle. Holzschnitzerei, Blumenmalerei und textile Kunst, dann kunstgewerblichen Abend- und Sonntagscursen). Politische Ueberftcht. Laibach, 7. September. Die Bankfrage scheint insofern in ein neues Stadium getreten zu sein, als der Generalrath des Noteninstitutes neue Propositions entworfen hat, welche den beiden Finanzverwaltungen bereits in vertrauliche Weise mitgetheilt wurden. Diesen Vorschlägen zufolge würde die Bank auf die obligatorische Einlösung der Bank-Actien nach Ablauf des zu ertheilenden Privilegiums, falls dasselbe nicht erneuert werden sollte, mit 800 Gulden per Actie vezichten, sowie die Abschreibung von 15'/, Millionen auf die 80 Millionen« schuld zugestehen, wogegen ihr im Falle, als nach Ablauf des jetzt zu ertheilenden Privilegiums dasselbe an die Oesterreichisch'Ungarische Bank nicht neuerdings verliehen werden sollte, der Fortbestand als einfaches Bankinstitut durch die schon jetzt zu gebende Zusicherung der seinerzeitigen Concessionsverleihung ermöglicht werde. Ueberdies schlägt die Bank als Grenze der Gewinntheilung mit dem Staate das vier« procentige Reinerträgnis von dem auf 105 Millionen Gulden zu erhöhenden Nctiencapitale vor. Die Bank hat diese Propositionen officiell noch nicht vorgelegt, da sie zunächst die schriftliche Beantwortung ihrer bisherigen Vorschläge erwartet. «Es ist daher — so schreibt die,Press^ — verfrüht, über die Aufnahme der neuen Anträge seitens der beiden Regierungen auch nur Vermuthungen aufzustellen. Allein es scheint uns auf der Hand liegend, dass für die Oesterreichisch-Ungarische Bank bei Nichterneuerung des jetzt zu ertheilenden Privilegiums mit Rücksicht darauf, dass in Ungarn bekanntlich ein Concessionszwang nicht besteht, kein Hindernis vorläge, in Ungarn als nicht privilegiertes Bankinstitut sich zu etablieren. Dies ist unseres Erachlens der Gesichtspunkt, aus dem die Frage der eventuellen seinerzeitigen Concessionierung zu beurtheilen wäre. Was die Erhöhung des Actiencapitals anbelangt, so dürfte dieser Punkt, soweit uns der bisherige Gang der Privilegiums - Verhandlungen aus den öffentlichen Mittheilungen bekannt ist, überhaupt kein unübersteig« liches Hindernis der Verständigung gebildet haben. Die Andeutungln, welche der ungarische Finanzminister in seinem Expose' über die Modalitäten der Rückzahlung der 80°Millionenschuld machte, sind, wie wir meinen, so zu verstehen, das Ungarn zur Bedeckung des von ihm an die österreichische Staatsverwallung zu leistenden Beitrages zu jener Theilsumme der genannten Schuld, welche nach den zu treffenden Vereinbarungen an die Bank zurückerstattet werden soll, seinen Antheil an dem Reingewinne der Bank in der von dem ungarischen Schatzkanzler angedeuteten Einschränkung heranzuziehen beabsichtigt. Der österreichische Gewinnantheil soll, wie seinerzeit übereinstimmend gemeldet wurde, unverkürzt in die Staatscasse fließen.» In der Sitzung des ungarischenAbgeord-netenhauses am 9. September erklärte Minister-Präsident Baron Banffy in Bezug auf die Interpellation des Abg. Szederlenyi, die Regierung habe sich mit der Frage der Auflösung des Reichstages nicht beschäftigt und keinerlei Anträge bei der Krone gestellt. Der Zeitpunkt, bis zu welchem das Haus beisammenbleiben kann, sei gesetzlich genau bestimmt. Der Interpellant und das Haus nahmen die Antwort zur Kenntnis. — Abg. Franz Kossuth interpellierte in der Angelegenheit der Quote, Abg. Ugron in Angelegenheit des Besuches des Kaisers von Russland. — Abg. Albert Apponyi beschäftigte sich vor allem eingehend mit dem Erpo^ des Finanzministers. — Die nächste Sitzung findet Mittwoch statt. Auf der Tagesordnung steht die Specialdebatte über die Strafprocess-Ordnung. Wie das ungarische Correspondent« Bureau von competenter Seite erfährt, sind die Meldungen mehrerer Blätter über Verhandlungen der Regierung wegen Besehung des Fiumaner Gouverneur-Postens und über die diesbezüglich veröffentlichten Namen absolut unbegründet. Die Regierung habe bisher mit niemand in dieser Angelegenheit Verhandlungen eingeleitet. Anlässlich des Besuches des russischenKaiser« Paares in Breslau constatiert die deutsche «Petersburger Zeitung» die sichtliche Annäherung, die sich zwischen den beiden Ländern vollzieht, und sagt mit Bezug auf die sympathischen Artikel der deutschen Blätter: «Hoffen wir, dass der versöhnliche Ton, den die deutsche Presse anschlägt und der gewiss auch bei uns Widerhall finden wird, nicht leicht verhallt; hoffen wir, dass die Stunden, in denen die mächtigsten Herrscher Europas einander in Liebe begrüßen, auch den Beginn einer Verständigung unter den Völkern bedeuten, die möglich sein muss, wie sie sich auch in der ernsten gemeinsamen Arbeit zur Erhaltung des Friedens als möglich erwiesen hat.» — Der Trinkspruch, welchen Kaiser Wilhelm bei der gestrigen Festtafel hielt, lautete: «Gestatten Euere Majestäten, dass ich meinen herzlichsten und innigsten Dank Eueren Majestäten zu Füßen lege für den huldvollen Besuch, den Sie beide uns heute abstatten, und für die Ehre, die dem 6. Armeecorps zutheil geworden, vor Euerer Majestät defilieren zu dürfen. Der Jubel, der aus Breilau Euerer Majestät entgegengeschlagen hat, ist der Dolmetsch der Gefühle, nicht nur der Stadt, nicht nur der Provinz Schlesien, sondern meines gesummten Volles. Es begrüßt in Euerer Majestät den Träger alter Traditionen, den Hort des Friedens. Auf dem Boden begrüßt Sie das Volk, wo dereinst Cuerer Majestät glorreicher Ahnherr, dessen Namen zu führen Euerer Majestät Garderegiment sich rühmen darf, mit meinem Urgroßvater zusammen gewesen ist. Die Ge« fühle, die wir und unser ganzes Voll für Euere Majestät hegen, darf ich zusammenfassen in den Ruf' Gott segne, schütze und erhalte Euere Majestät M Wohle Europas. Euere Majestäten, der Kaiser und die Kaiserin Hurrah! Hurrah! Hurrah!» — Der Z<" antwortete: ^6 renwrois Votrs M^est« cie» bounn parol6», (jU6Ü6 vitzM ä6 prononcer, ainsi qas pou> I'accueil, hui rn'a 6t6 lait ü Lrsulau. ^6 puis vou» assurer, Airs, qus js »ui» »nim6 6e« mölN^ 86lUilnent,3 tra6itlon6l8, (jue Votrs Alants. ^6 bo>5 ü, !a »ant« 6s Voti-6 KlaM6 et cls 5» Al^os'e 1'imsikratricß, kurrak!» « Wie aus Haag gemeldet wird, hat die erlte Kammer das neue Wahlgesetz mit 34 gegen 12 Stimmen angenommen. Die für Cuba bestimmten Truppen sind he"" unter lebhaften Acclamations der Bevölkerung ^ gegangen. Wie aus Newyorl gemeldet wird. verließ t>er Freibeuter-Dampfer «Three Friends» Jacksonville "N' geachtet des ausdrücklichen Verbotes der Zollbehörden-Man glaubt, dass der Dampfer nach Cuba geht-. Nach einer Warschauer Meldung p°ln''?. Blätter wurde infolge der Erkrankung des Grase' Schuwalow bissen Adlatus, General Pel"w,)" Uebernahme der Amtsgeschäfte telegraphisch nach W°M" berufen, wohin sich derselbe mittelst Separatzuges a«^ schon begeben hat. General Petrow ist dann "U Rostow abgereist, um dort den Zaren und «eina^ im Namen des Grafen Schuwalow, über dessen ^ finden sich der Zar eingehend erkundigen ließ, 3" grüßen. >,„ Wie aus Petersburg verlautet, beginne« Laufe des Monate« September im Eisenbahn-Dep«^ menl die Sitzungen der Commission zur Revision ^ Frachtentarife für ausländisches Mehl. Diese "" sollen beträchtlich ermäßigt werden. ,^ft Die Athener Journale betrachten die N""^ .der englischen Es cadre als einen Bewel» Wohlwollens Englands. ., ^ Nach den letzten Nachrichten aus Eon!'^ tinopel ist die Stadt ruhig. — Der englW Ml schafter Sir PH. Currie ist zurückgekehrt. Es be!'^ sich, dass der armenische Patriarch IzmirliaN ^ Jerusalem abgereist ist. Die Pforte ertM ,„ 4. d. M. zwei Eollectivverbalnoten der VotM"^, welchen die Maßnahmen zur Eindämmung ^el Mt schreitungen zur Kenntnis genommen werden und ^ wird, dass die Botschafter die Erfolge abwarten ^ ^ und auf Grund sicherer Anzeichen und ^wel, ^„ Vermuthung ausgesprochen wird, dass die a^-AK' Massacres vorbereitet und organisiert waren. ^Me" sularcorps auf Kreta telegraphiert, dass die ch"! ^ Deputierten ihm mitgetheilt haben, die VorsuM^ Pforte vollinhaltlich anzunehmen. Die I"> Herte unterwerfen sich. Der Generalgouverneur telegs f^. dasselbe bezüglich der muhamebanischen Deputle ^ Wie dem «Daily Telegraph, aus "^/„ve"l berichtet wird, dürfte der demokratische Nat'ona^^ in Indianopolis die Wirkung haben, dass «ue ^ nisse von einer erfolgreichen Candidatur ^hOest' seitigt und dessen Aussichten in den Mittel- «i» staaten gänzlich vernichtet werden. Znrch ein Wort. Novelle von Friedrich Noß. (30. Fortsetzung.) «Willst du nicht lieber mir deinen Platz hier überlassen?» bestätigte ihr im nächsten Moment die schmeichlerisch weiche Stimme der Mutter ihre Annahme. «Solcher Pflegedienst ist nicht« für ein junges Mädchen; der eignet sich besser für eine alte Frau, wie ich es bin!» Barbara schüttelte leicht befremdet den Kopf. «Gewiss nicht,» sagte sie. »Was ich übernommen habe, führe ich auch durch. Ich werde hier bleiben!» Das klang wieder mit derselben Bestimmtheit aus ihrem Munde, welche auch den Schulzenbauer vorhin so überrascht hatte. Dennoch machte Frau Willers noch einige Einwendungen, aber dieselben scheiterten an Barbaras Festigkeit, und so blieb ihr nichts übrig, als derselben ihren Willen zu lassen und wieder hinaus« zugehen. Kaum aber, dass sich die Thüre hinter ihr ge» schloffen hatte, richtete Barbara sich. wie von unsicht« barer Hand emporgezogen, in die Höhe und starrte mit weit offenem Blick hinter ihr drein. Was war das gewesen? Warum wollte die Mutter so durchaus statt ihrer hier bei der alten Gunda wachen? Sollten die beiden Räthsel, welchen sie eben bei ihrem Eintritte nachgegrübelt hatte, in einem Zusammenhang miteinander stehen? Irgend etwas ließ sie erbeben und sich dem Lager zuwenden. Im selben Moment durchfuhr ei sie wie G"n^"d^"^?°9 NeaM wie zuvor lag die alte fch7^^^^d« Lider geöffnet, und groß 5nM«°vd ^ 3« ^ ^ch^mit^be« sondern klar, wie in früheren Tagen, jedoch mit einem unendlich traurigen Ausdruck. «Wie komme ich denn Hieher?» sprach sie mit einer Stimme, welche Barbara sich Mühe geben musste zu verstehen. «Ach, ich weiß, ich fiel, tief, tief hinunter, und nun liege ich hier, um, wie der Bauer, hier zu sterben. Nein, sagt nichts dawider. Das ist ja gut so. Ein solch altes Inventar, wie ich, nützt ja doch nichts mehr in der Welt. Aber bevor ich sterbe, muss ich meine Seele von einer Last erleichtern, die wie ein Mühlstein darauf liegt. Und da erscheint es mir schier wie ein Wunder, dass Ihr eben jetzt hier bei mir seid, denn eben Ihr seid es, der ich es zu sagen habe!» Stoßweise, mit vielen Zwischenpausen hatte sie die Worte hervorgebracht. Aufs neue schien eine Ohnmacht sie anwandeln zu wollen. Da fiel Barbaras Blick auf die kleine Medizinflasche, welche in dessen letzten Tagen dazu gedient hatte, des alten Bauern entfliehenden Geister immer wieder von neuem zu beleben, und entschlossen flößte sie davon einige Tropfen der alten Gunda ein. Die Wirkung war eine fast augenblickliche. Die Daliegende riss förmlich die Lider auf. «Ja, hilf mir, dass ich es dir noch sagen kann, ehe ich die Augen für immer schließ?,» leuchte sie hervor. «Es hat mich schier übersinnig gemacht, der Schulzenbauer weiß ein Lied davon zu singen!» Fieng sie wieder an, irre zu reden? Barbara schrak zurück, die nächsten Worte jedoch lahmten sie gleichsam wie ein Schlag. «Aber ich. ich allein weiß darum l» flüsterte die Alte vor Eifer fast unverständlich. «Ich allein sah, wie deine Mutter dort vor dem Pult des alten Bauern saß und schrieb l» Ein heiserer Schrei entfuhr Barbara wider Willen und zitternd am ganzen Körper sank sie neben dem Lager der alten Gunda auf die Knie. «Ihr - Ihr sahet -?» ^er ^ Barbara stockte das Wort im Munde, Augen redeten eine nur zu deutliche Sprach > Die alte Gunda nickte. .,« ob ,, «Ich muss mit dir sprechen können, " ^ mein eigenes Kind seiest. Ich weiß ja, da>s « V Antheil an dem, was deine Mutter that. ^ M' sollst denn auch gerade du es wissen, «m' ^ V vielleicht welches Unheil zu verhüten. b"e ^ lH der Sensenmann hier eingekehrt war "No ^ M, etwas davon wusste, als du und deine ^" ^ ^ !,, ich durch das Fenster in die Stube hin""' "^ch, «n ich den Bauer todt daliegen, zugleich "^ schrieb-^, deine Mutter dort vor dem Pult saß uno i^ ^ ^ dem Eifer, das genauer zu sehen, tnaHl ^n, ^ rausch, und fast hätte ich mich selbst ver^FeH,,, ich gewann doch noch Zeit. mich vorsprung zu ducken und mich unvemerri ou . Mi" „ Aber nicht aus dem Kopf wollte mir « ^ e>^ wieder, und als es dann um irgend" „nd ^5, heftigen Auftritt zwischen dein" ^ a.' , Schulzenbauer kam. da dachte ich glelch ' ^l «^ was ich «m Sterbetage des alten Äaue" ^ ^ , hier beobachtet hatte. Um was mochte ^^ 50^ gjl Was kann deine Mutter an dem P"" Hte ",'V schaffen gehabt haben? Die 3"^ "^ dahe-.> schon reinweg ganz abwesend, uno " ^M ^ j' den Schulzenbauer und dann deme ^, ^c Wohnstube reden hörte, schlich ich ""^D^ d' erfahren, was sie miteinander 'p^lHiilN^ ^ " raschlest du mich, und weil ich "< f ich ^ als Lauscherin dastehen zu sollen, kam dann zu Fall.» (Fortsetzung folgt) ^aibacher Zeitung Nr. 206. 1 773 9, September 1890 Tagesneuigleiten. ^ (Zum Deutschmeister - Jubiläum.) ^""s der Wiener Sladtgemeinbe wird dem Offlcier«. ^ de« jubilierenden Infanteri>Reglments Nr. 4 ein k"V" Tafelaufsatz °" getriebenem Silber gelegentlich ^. «ersbanlettes im Rathhausfaale überreicht werben. ^« der Uebergabe des von den Reservisten und ehemaligen " glmentsllngehörigen gespendeten Fahnenbandes hielt ^°°lralh Hraba eine Ansprache an den Obersten '°"'"er. welche dieser mit herzlichen Danlesworten ^"e. Vlit Bewilligung Sr. Majestät des Kaisers iN.«/ ^^" "lt dem gespendeten blauen, goldgestickten """e geschmückt bleiben. "w,s der zweihunderljährigen Jubelfeier des Infanterie« ber O?.^ H"^' und Deutschmeister hat Se. Majestät k>au, °" ^" Obersten des Regimentes Liborius ".z "" lolgendes Telegramm gerichtet: «Die Huldigung ^ .^«"nenles anlässlich der überaus solennen und VeN« »> patriotischen Feier seines zweihunbertjährlgen ^ ande« nehme Ich mit besonderer Freude zur Kenntnis, tubni? n ^" Gefühlen lann das Regiment auf seine °a!« TV °" Hingebung und Tapferkeit reiche Ver-^»enheit blicken. Wo unsere Fahnen im Kriege wehten, vou n " °"^ ^ braven Deutschmeister: an dem Tage ditto !.° ^°"' ^""" bei Kolin und Hochlirch. bei Cal« biete k ^"°^' ^" bei Aspern und Nooara. Ich enl-die ib "Pimente und all seinen einstigen Mitgliedern, ,ich.'°. °"lh im bürgerlichen Leben fo innige Anhäng-fllr,z' "b°wn. Meinen Gruß und die besten Wünsche Fr '"glückliche, der Vergangenheit ebenbürtige Zukunft, lllhe ^°'^ ' Vorgestern vormittags wurde die feier. ^lchz» "Anlegung des Denlmals vorgenommen, hler Ar Erinnerung an da« Deutschmeister-Jubiläum dem «, " "lrd. Die Grundsteinurlunde wurde von Wunen ^"2" H"H' und Deutschmeister, Erzherzog anderm .^"^"t. ^" der Feierlichkeit nahmen unter Hr ^z? ^ Ministerpräsident Graf Badeni. die Minister d. Gut ^" ^ Gaulsch. Graf Ledebur. FML. Ritter Eolvz.„"°"s und Nittner. Statthalter Graf Kielmansegg. de>n N "°"^"t G. d. C. Graf Uexlüll.Oyllenband. Vei Aftern . lu Ehren des Olficierscorps des Deutsch. «^'^'""Nls im Feftfaale des Ralhhauses hielt lvllch^ ««gen als Oberstinhaber einen Trinlspruch, in den ^." der Stadt Wien und der Bevölkerung für "°lsier F°"s ""d die Festgaben zugunsten des Deutsch-Kajs^^"mals banlte und auf das Gedeihen der ' ^ l sein Glas erhob. Ninte - ^Checkdieb i m P o st s p ar c assen-^Unchen l ^len.) Vor einigen Tagen wurde in ^""enle s s.""^" Vanlhause ein junger Mann in dem Vllltl en»^ ^"°°""e"' °ls er einem Veamten 5000 Nawen '"""te. Der Verhaftete gab zuerst einen falfchen helßen «-' ^^""d jedoch später. Friedrich Schneider zu ber Nlen^?^ «nd aus Wien gebürtig zu fein. Vei ^stiindl«. ^lzei. Direction, die von der Verhaftung selber ,n ^' ^"^ die Vermuthung auf. Flicdrlch l4. I^> ""ne mlt jenem Manne identifch fein, der am b°n der .l ?" ?^" w "egen Diebftahls bestraft. Mücher. s. " letzteren auf 6000 fl. lautende Spar« N'^«uld vor?i""^^° ll«gen sie der Verdacht der . °uch " ^t, verhaftet. Nach einer weiteren Meldung ^";die a?n^^"^"l^uldige Schneiders verhaftet «. >h"er H "7 ?°usender^N°len. ferner Fünfziger-. "b". welck, l ^ ^""^ "°" bi« aus einige h.mdert °^^Nt h"^ Wten, im Keller des Haufes, wo Schneider b?«^ ^v°r«.!.^ in Wels.) In Wels wurde 5 ^"lssesi n«"'"°^ um 10 Uhr die Ausstellung und ^l"°rs Sr.k.u.k. Hoheit I be?A ^" b"rn Erzherzogs Franz Salvator bn?""na«fei«.^?. 3l°lhertn v. Puthon eröffnet. Der ^^lllau d^°WenderL°nbe«hauplmann^ ?''' ber' Vüra^n m""^""e Freiherr von Kaft und V,?°nde«^^ Linz. Poche, die Vertreter ^l^°uptmln« ^5 Bürgermeister Dr. Schauer, der !«ü,^(V?r " 7^1« zahlreiches Publicum bei. N' ffnung deS Postbeutels auf dem Prager Postamle nicht vorgefunden. Die Untersuchung wurde eingeleitet. — (Director Ferdinand Moro f) Der Director des Südbahn»Walzwerkes Ferdinand Moro, 51 Jahre alt, ist am b. d. M. in Graz gestorben. Der« selbe leitete das Werk seit dem Jahre 1885 und sührle daselbst mehrere technische Verbesserungen ein. — (Vraf Schuwalow.) Wie die Verliner Vlätter melden, ist Professor Vergmann zum Grafen Schuwalow abgereist, nachdem er von der Familie des Grafen, den er feinerzeit behandelte, nach Warschau be-rufen wurde. Nach eingelaufenen Berichten werden bei dem Grafen Schuwalow nur gichtische Störungen ver» muthel, die er fchon wiederholt glücklich überwunden hat. — (Elfenbah nunglück.) Am 5. d. um 4 Uhr morgens erfolgte beim Wächterhaus der Losoncz'Gyarmaer Nahn ein Iufammenstoß eines Zuges mit zwn Draisinen. Vier Menschen wurden gelobtet, zwei Locomolioen zer-lrümmert. Nebel und ein Lichtschein, der als ein Signal» licht angesehen wurde, waren Ursache des Unglücks. — (Eine Räuberbande.) «us Belgrad »ird gemeldet: Inder Posavina (Serbien) tauchte eine ftällere Räuberbande auf, die sich im großen Walde Iasenooa aufhält, von wo au« sie Streifzüge unternimmt. Militär und Gendarmerie-Abtheilungen umzingeln den Wald. — (Schachturnier.) Wie ein Moskauer Vlatl meldet, findet das zwifchen Laster und Steinih in Aussicht genommene Schachturnier Ende October in Moskau statt. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Allerhöchster Gnabenact.) Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mlt Allerhöchster Entschließung vom 4. September b. I. 25 Sträflingen der Strafanstalten den Reft dec über sie verhängten Freiheitsstrafen allergnädigft nachzusehen geruht. Hievon entfallen aus die Männerfirafanstalten Pilfen und Marburg je 3, Vraz und Eapodiftria je 2 Sträflinge, Stein, Gradlsca und Wisnicz je 1 Sträfling; auf die Weiber-Strafanstalten Üemberg 4, Wiener «Neuborf 3, Wallachlfch.Meferilfch und Vigaun je 2 Sträflinge. Schwaz 1 Sträfling. — (Sitzung des Stadt schul rath es.) Der k. k. Slabtschulrath hielt am 2. d. M. eine ordentliche Sitzung, über deren Verlauf uns berichtet wild: Nach Constatierung der Veschlussfähigleit durch den Vorsitzenden werden die im currenten Wege erledigten Schriftstücke vom Schriftführer vorgetragen und zur Keuntnis genommen. Anlässlich der geplanten Reorganisierung der hiesigen gewerblichen Forlblldungsfchule werben dem Schul« ausschusse dieser Schule über seine diesbezügliche Anfrage Anträge, betreffend die Umgestaltung der hiesigen, mit den beiden fünfclassigen KnabeN'Vollsfchulen vereinigten gewerblichen Vorbereitungsfchulen, unterbreitet. Es wird beschlosst«, das Gesuch der Leitung der hiesigen vier-classigen Prival.Mädchelwollsschule im LIchtenlhurn'schen Mädchenwaisenhause um E'weiterung der Anstalt zu einer sünfclassigen, sowie das Gesuch eine« hiesigen städtischen Lehrer« um Bewilligung eines Vorschusses dem hohen l. l. Landesschulrathe mit dem Antrage auf Gewährung beider Nnfuchen vorzulegen. Die Gerichte des l. l. Vezirl«-Schulinfpcctors Prof. Franz Levec über dle Bezirks-üehrerconferenz der slovenisch-n und utraquistischen Volt«, und Bürgerschulen Laibachs für da« Schuljahr 1895/96 und der Iahreshlluplbericht über den Stand dieser Schulen am Ende de« Schuljahres 1695/96 werden zur Kenntnis genommen und deren Vorlage an den hohen l. l. Landes« Schulralh behufs endglltiger Genehmigung beschlossen. Es find sämmtliche Leitungen der oberwähnlen Schulen durch Rundschreiben zu verständigen, dass sie mit Beginn des nächsten Schuljahres anstelle des ftigmographischen da« Freihandzeichnen einzuführen haben. Dem Lehrer Max ^osin an der ersten städtischen fünfclassigen Knaben-Vn,l«sckule wird für feinen anziehenden und lnftructiven V" über d°« Freihandzeichnen anlässlich der letzten 'lhriitlich der Dank dem Lehrer und Leiter der ersten städtischen sünfclasslgen Knaben-»°lk«lcllule ^osef Maier als Obmann und den Lehrern ^Arla^ als «omi'^mitgliedern für die geschmackvoll und sehr lehrreich arrangierte permanente Lchrmitlelausfiellung an der dortigen Schule der fchristliche Dank und die Anerkennung votiert. — (Vom Krainburger Gymnasium.) Wie uns mitgetheilt wirb, hat der l. l. Lanbesschulrath mil Rücksicht auf das Ergebnis der Schüleraufnahme am Staatsgymnasium in Krainburg und im Hinblick auf den noch zu gewärligenben Zuwachs bei der demnächst stattfindenden Aufnahmeprüfung die Eröffnung einer zweiten Parallelablheilung zu der ersten Classe bewilligt. —u. — (Aus der Laibacher Diöcefe.) Prm Herrn Pfarrer Franz Dollnar in Horjul wurb' die Psarre Reifnitz, dem Herrn Pfarrer Fr. Kummer in Ober-laibach die Pfarre Nlllack, dem Herrn Pfarrer V, Brrgant in Wrußnih die Pfarre Neudegg und dem H?rrn Pfarrer Vincenz Polaj in Ratschach die Pfarre Retece verliehen. Verseht wurden folgende Herren Kapläne: Josef Solar aus Haselbach nach Savenstein, Dr. Iofef Gruben von Möschnach nach St. Martin bei Krainburg, Anton Oblal von Savenftein nach Mitterborf in der Wochein, Johann Piber von Mitterborf nach Möschnach, Ludwig Schiffrer von Nallas nach Slavina, Johann Zabulovec von Slavinn nach Nallas und Franz Zi,z>l von Dornegg nach Höflein. Als Kaplüne wurden folgende Herren neu angestellt: Valentin Remilar in Hafelbach, Iofef Plantarii in Oemienil, Martin Alerjanc in Dornig. Josef Venlovii in Virlenborf, Anton Hnidaljic in Grafenbrunn, Johann Gnidooec in Idria und Josef Gliebe in Fara bei Koftel. In das fürftbischösliche Elerilal-Scminar wurden folgende Herren Abiturienten auigeno«m:n: Johann Varle aus St. Georgen bei Krainburg, Anton Varlol aus Reifnih, Anton Cop aus Vresnih, Peter Innc aus Hnligenkreuz bei Neumarltl, Paul Kanc aus St. Veit ob Laibach, Leopold Kolbezen aus Tschernembl, Josef Kraler aus Altlag bei Votlfchee, Franz Kralj aus Zlreeg. Eugen Legat aus Zagorje in Innerlrain, Franz Wajdic aus Eemsenik, Jakob Ogrizek au« Slavinn, Iofes Ocepel aus St. Lamprecht, Johann Plahutnik aus Laibach (Tirnau), Franz R?bol au« Höstein, Anton Slubic au« Livoglav, Matthäus Susnil aus Trata. Joses S?ver au« Bischof-lack, Stefan Terikan au« Softro, Valentin gabrel aus Prebaßel und Franz Zorko au« Cirlle in Unterlrain. In da« Collegium Nloysianum wurden für das künftige Schuljahr 45 von den gewesenen Zöglingen und 14 neue aufgenommen. Der Kaplan in St. Martin bei Krainburg, Herr Anton Vrobnik, wurde über eigenes Ansuchen in den Ruhestand versetz». Zur Besetzung sind ausgeschrieben die Pfarren: Ratschach im Bezirke Rabmannsborf. Rabens-berg, Wreußnih, Iavor, Hoch,! und Idria; ferner ist ausgeschrieben das Baron Rauber'sche Beneficial an der Kathedrallirche in Laibach. —o. * (Der gestrige Feiertag.) Endlich, nach zahlreichen verregneten Tagen, warb uns gestern ein prächtiger Spcitfommerlag beschienen, an dem man froh aufalhmen konnte. Tag für Tag erwartete man mit Sehnsucht eine Aenderung der Witterung, um am folgenden Morgen bitter enttäuscht zu werden und die traurigen Folgen drs abnormen Wetters brücken, sich bereits in den erhöhten Marltpreifen in recht empfindlicher Weife aus. Hoffen wir, dass dem gestrigen schönen Tage andere folgen werden und Helios endlich einmal Sieger bleiben Wird. An dem Segen von Jupiter pluviu« hätten wir gerade genug. — (Pferbe. Prämiierung.) In Rlifnih fand am 5. September unter der Jury des Vice-präsidenten der Landwirtschafts-Vesellschast Herrn Joses Friebr. Seuniy, des Herrn Rittmeisters Valentin Melrcli und des Delegierten Herrn Johann Gam« die Plerdr-pcämiierung statt. Es erhielten Preise: Für Mutterstute mit Saugsohlen: I. Preis mit 35 fl. Vcriharb Kavacii au« Soberschlh, II. mit 20 fl. Peter Ialli? aus Gollschee, III. mit 15 fl. Joses Koenig au« Obern, I V. mit 15 fl. Johann Lev^l au« Vulovitz. V. mit silberner M baille Johann Russ aus Reifnih und VI. mit silberner Medaille Jakob Zobec aus Vüchtlsbors; für junge Stuten: I. Preis mit 25 fl. Iofef L iark aus D'utschdorf, II. «lt 20 st. Jakob Lriark aus Dmlschborf. III. mit 15 fl. Nnbrej gamlda au« Altlack, IV. mit silberner Mkdaille Georg Mihii aus Koflern und V. mit silberner Medaille Iofef Clsark aus Deutschdorf; filr Stutfohlen: I. Preis mit 10 fl. Georg Mihii aus Kostern, II. mlt 10 fl. Jakob Zobec aus Vuchelsborf, III. mil silberner Medaille Johann Vregar aus Relfnih und IV. mit silberner Medaille Georg Hutter aus Sele. — (Zur Volksbewegung.) In dem 42.805 Einwohner zählenden politischen Bezirke Goltjch^e wuron im zweiten heurigen Iahresquartale 98 Ehen a/schlossrn und 426 Kinder geboren; die Zahl d,r Verstorbenen belief sich auf 380, welche sich nach dem Aller wie folgt vertheilen: I« ersten Monate starben 14, im ersten Jahre 51, bis zu 6 Jahren 165, von 6 bi« zu 15 Jahren 62. von 15 bis zu 30 Jahren 23, von 30 bis zu 50 Jahren 31, von 50 bis zu 70 Jahren 61, über 70 Jahre 38. An Tuberculose starben 51, an Lungenentzündung 21. an Diphlheriti« 32, an Keuchhusten 4, an Blattern 14, an Scharlach 26, an Masern 2, an Typhus 1, an Dysenterie 11. an KmdbeNsieber 1, an anderen Inflclionslranlheiten 7, an GchirnWagsiuss 3, an organischem HerzM« 1, an Marttgen NeMbunzen l>, Laibacher Zeitung Nr. 206. 1774 9. September 1896. an sonstigen Krankheiten 193. Verunglückt find zwei Personen; ein Selbstmord, Mord oder Todtschlag «eignete sich nicht. —o. — (Feuerwehrtag.) Zum sechsten österreichischen Feuerwehrtage in Klagenfurt sind zahlreiche Delegierte der Landesverbände aus allen Theilen des Reiches und eine Abordnung des ungarischen Landes-Feuerwehr-Verbandes dort eingetroffen. T)er Landes-Feuerwehrverbanb von Krain war durch Feuerwehrhauptmann Herrn Do-berlet vertreten. Die Hauptversammlung, welche im großen Wappensaale des Landhauses stattfand, wurde von dem Landespräfibenten, dem Landeshauptmanne und dem Bürgermeister im sympathischer Weise begrüßt. An dem am 6. d. M. stattgefundenen Festzuge durch die reich ge» schmückte Stadt betheiligten sich 3000 Personen. Hierauf sand eine von der Klagenfurter und den benachbarten Feuerwehren veranstaltete Schauübung unter massenhafter Betheiligung statt. Vin gegen Schluss derselben eingetretenes Gewitter verhinderte die beabsichtigte Abhaltung eines Commerses auf dem Neuen Platze. Als Ort des nächsten Feuerwehrtage« war zuerst Salzburg genannt worden. Nach Berücksichtigung mehrerer Gründe und auf ein sehr freundliches Antragschreiben des Bürgermeisters wurde Laibach bestimmt. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 6. aus den 7. d. M. wurden vier Verhaftungen vorgenommen, nnb zwar drei wegen nächtlicher Ruhestörung und eine wegen Subfiftenzlofigleit. —r. — (Unglücksfälle.) Die 66jährige Auszüglerin Helena hönigmann aus Masern, Gerichtsbezlrl Gottschee, gerieth bcim Dreschen «it der Hand in das Rad der Dreschmaschine, wodurch ihr die Finger zerquetscht wurden; der gimmermann Thomas Volbenl aus Vrezje bei Dobrova fiel vom Dachstuhle eines Neubaues an der Tirnauer Hutweide in einer Höhe von acht Meter herab und «litt schwere Beschädigungen. Veibe Verletzte wurden behufs Vehanblung ins Lanbes-Spital überführt. —1. * (Vrand.) «m 4. d. M. um 11 Uhr nacht« ist in der mit Stroh eingedeckten Harfe des Besitzer« Johann Florjancic in Dravlje aus eine bisher unbekannte Weise Feuer zum Ausbruche gekommen und hat dieselbe eingeäschert. N« Vrandplatze erschien die Feuerwehr aus St. Vcit mit zwei Spritzen. Der Schaden beträgt circa 500 fl. Das Feuer dürfte gelegt worden sein. Der Straf-behörde wurde Anzeige erstattet. —r. — (Mit dem Messer.) Am 30. «uguft l. I. entstand zwischen mehreren Bergarbeitern aus Kisovec, Gerichtsbezirl Littai, im Gafthause des Besitzers Peter Rabaus in Lole ein Strelt, der das gewöhnliche traurige Ende nahm, indem der Arbeiter Franz Gosar dem Bergarbeiter Josef Cesnovar mit seinem Taschenmesser eine 5 Centimeter lange Schnittwunde in der linlen Bauchhöhle beibrachte. Der Verletzte stürzte bewusstlos zu Boden, und es lamen ihm die Bergarbeiter, mit Ausnahme des Thäters Franz Gosar, welcher die Flucht ergriff, zu Hilfe. Der Verletzte, der lebensgefährlich beschädigt ist, wurde nach Laibach in das Lanbesspital überführt. Der Thäter Franz Gosar, der gleichfalls mehrere Verletzungen erhalten hatte, wurde durch Gendarmerie dem Bezirksgerichte Littai eingeliefert. —I. — (Poftsparcasse.) Im Monate August d. I. wurden bei der Poftsparcasse im Sparverlehr 2,972.555 st. eingekgt und 2,727.621 fl. rückgezahlt, so das» um 244.933 st. mehr Einlagen als Rückzahlungen stattfanden. Im Vhcckoerlehr betrugen die Einlagen 132,957.296 fl., die Rückzahlungen 128,998.010 st., und hat fich sonach der Einlllgensaldo u» 3,959.288 st. erhöht. Die Anzahl der Theilnehmer hat fich im Monate August im Sparverlehr um 5184, im Checkoerlehr um 168 und i« Clearingverkehr um 200 Personen vermehrt. Der Umsah im Monate August erreichte die Summe von 267,655.48? st. Der Gesammtsaldo des Poftsparcassenamte» beziffert sich mit Ende August im Sparverlehr mit 47,730.22? st., im Ehelverlehr mit 59,799.605 fl, zusammen demnach mit 107.529.833 fl. Die Gesammtzahl der Theilnehmer beträgt im Sparverlehr 1,159.056 und im Eheckuerlehr 30.079. Von den Checkbüchelbefihern sind 22.266 Theil« nehmer am Clearingverkehr. Rentenbüchelbefitzer find mit Ende August 12.974, für welche Vtaatspapiere i« Be-trage von 25.087.200 fl. Nominale in Verwahrung des Amtes erliegen. Für Rechnung der Einleger wurden auf Grund ihrer Einlagen bis Ende Nugnst gelauft und an sie abgesendet Effecten im Nominalbeträge von 30,594.955 fl. In Krain betrugen die Einlagen im Sparverlehr 24.747 fl., im Ehtckoerlehr 1,315.245 fl., die Rück-zahlungm im Sparverlehr 23.829 fl., im Ch:ckoerlehr 759.309 fl. — (Entflohen.) Der frühere Muftlcorporal des 97. Infanterie-Regiments Andreas Slerl, der wegen Ermordung seiner Geliebten zum Tode verurtheilt, aber lürzlich zu zwölfjährigem Kerler begnadigt worden war, ift aus dem Garnisonsspitale in Trieft entflohen. — (Lur.Liste.) In Velbes find in d«r Zeit vom 15. August bis 1. September 202 Curgäste an- Neueste Nachrichten. Manöver in Galizien. (Original-Telegramm.) Krysowice, 7. September. Zu dem heutigen Manöver ritt Se. Majestät der Kaiser um 7 Uhr 30 Minuten früh mit Suite aus, in der sich auch der deutsche und italienische Militär.Altache' befanden, und nahm zunächst auf der Höhe nordwestlich von Klyso-wice Aufstellung, woselbst sich die Herren der Manöver-Oberleitung bereits früher emgefunden hatten. Seine Majestät der Kaiser, Allerhöchstwelcher wiederholt den Standort wechselte, verfolgte die einzelnen Phasen des Kampfes. Um 2 Uhr nachmittags traf Se. Majestät im Schlosse ein. Um halb 3 Uhr wurde das Diner im Zelte eingenommen. Im Laufe des Vormittags hat der gestern begonnene Regen aufgehört und sich das Wetter ausgeheitert. __________ Die Neise Seiner Majestät des russischen Kaisers. (Original Telegramme.) Breslau, 7. September. Das deutsche Kaiser» paar holte heute früh die russischen Majestäten vom Landhause ab und fuhr mit diesen, vom Publicum mit stürmischen Hurrah-Rufen begrüßt, zum Bahnhöfe. Um 8 Uhr früh fuhr der Zug mit den Majestäten ab. Der russische Hofzug folgte leer. Görlitz, 7. September. Die deutschen und die russischen Majestäten sind gegen 11 Uhr vormittag« hier eingetroffen und von den Spitzen der Behörden empfangen worden. Die höchsten Herrschaften begaben sich durch die reich geschmückten Straßen, in welchen die Kriegervereine, die Schuljugend und die Korporationen Spalier bildeten, nach dem Paradefelde. Eine vieltausendköpfige Menschenmenge begrüßte die Majestäten mit brausenden Hurrah-Rufen. Sofort nach der hier erfolgten Ankunft fuhren die Majestäten nach d?m Paradefelde. Die Parade des 5. Nrmeecorps verlief ebenfo, wie die in Breslau, in glänzender Weise. Kaiser Wilhelm führte dem Czaren zweimal die Königs Grenadiere und die Leib-Kürassiere vor, Kaiser Nikolaus dem deutschen Kaiser die Alexander-Uhlanen. Jedesmal, wenn sich die Monarchen an die Spitze der genannten Regimenter stellten, brach das nach vielen taufenden zählende Publicum in enthusiastische Hurrah'Rufe aus. Nachdem der zweimalige Vorbei« marsch beendet war, ließ Kaiser Wilhelm das Corps nochmals in zwei Tressen formieren, und unter den Klängen der russischen Hymne ritten beide Kaiser die Fronten ab, während die Kaiserinnen im Wagen folgten. Beide Kaiser kehrten vom Paradefelde um "/43 Uhr an der Spitze der Fahnen- und Standarte-Compagnie zurück. Die Majestäten begaben sich fpäter in das Ständehaus, woselbst um halb 5 Uhr die Mittagstafel für die Majestäten sowie für das russische Gefolge stattfand. Bei dem Paradediner brachte der Kaiser einen Trinkspruch auf das 5. Corps aus, den stattgefundenen Besuch des Kaisers von Russland besonders betonend. General Sceckt dankte. Das Zarenpaar reiste um 6 Uhr ab. Die Ve» abschiedung war überaus herzlich; der deutsche Kaiser küsste die Zarin auf die Hand und die Wangen, desgleichen der Zar die deutsche Kaiserin, worauf beide Kaiser und Kaiserinnen sich umarmten. Der russische Hofzug sehte sich unter den Klängen der russischen Hymne in Bewegung. Der Zar verlieh dem Reichskanzler Fürsten Hohen-lohe den Andreas-Orden, dem Freiherrn von Marschall den Alexander Newski°Orden in Brillanten, dem Botschafter Radolin den Alexander Newski-Orden. Der deutsche Kaiser verlieh Schischkin den Rothen Adler-Orden I. Classe in Brillanten, dem Botschafter Osten-Sacken das Großkreuz des Rothen Adler-Ordens. Berlin, 8. September. Das russische Kaiserpaar traf um Mitternacht auf der Reise von Görlih nach Kiel in Berlin ein und setzte alsbald die Reise fort. Ein officieller Empfang fand nicht statt. Kiel, 8. September. Der Kaifer und die Kaiserin von Russland sind mittelst Sonderzuges hier eingetroffen und wurden im Bahnhofe von dem Kronprinzen, dem Prinzen Heinrich, welcher die russische Uniform trug, der Prinzessin Heinrich, der gesummten Admiralität und allen dienstfreien Officieren des Geschwaders empfangen und von der Bevölkerung in begeisterter Weise begrüßt. Nachdem Kaiser Nikolaus die am Bahnhöfe aufgestellte Ehrencompagnie abgeschritten, fuhren die Kaiferin von Russland und die Prinzessin Heinrich im ersten Wagen und Kaiser Nikolaus und Prinz Heinrich im zweiten Wagen nach der IenseN'Brücke und von da auf dem Wasserwege nach dem Schlosse. Die morgens eingetroffene Manöver-flotte prangte in Flaggengala, die russische Flagge auf Großtopp. Kiel, 8. September. Nach der Mittagstafel nahm das russische Kaiserpaar die Vorstellung der Admiralität und der Commandanten entgegen. Die Majestäten beehrten den Admiral Knorr sowie andere Offiziere mit längeren Ansprachen. Späterhin unternahm die Kaiserin von Russland in Begleitung der Prinzessin Heinrich und des Prinzen Waloemar eine Spazierfahrt nach Düsternbrog und dem Kaiser Wilhelm-Canal und besichtigte die Brücke bei Löwensau. Kaiser Nikolaus nahm in Begleitung des Prinzen Heinrich das Flaggen-schiff «Kurfürst Friedrich Wilhelm, sodann den Kreuzer «Kaiserin Augusta» in Augenschein und begab sich a" Bord der Schiffe «Brandenburg» und «Worth», woselbst einige Geschützexercitien vorgenommen wurde", denen der Kaiser lebhaftes Interesse entgegenbrachte-Der Kronprinz war nach Begrüßung des Kaiserpaares nach Plön zurückgekehrt. Die Vorgänge in der Türkei. (Original-Telegramme,) London, 8. September. «Daily News» melde" aus Kanea vom 6. d. M.: Die Session der National' Versammlung wurde aufgehoben, nachdem flüher beschlossen worden war, eine Anleihe von 100.000 Pfl"w zur Schadloshaltung der ländlichen Bevölkerung aus' zunehmen und eine Polizeitruppe von 400 Ausländern für die drei größten Städte zu errichten. Constantinopel,8, September. Nach wetteren Erhebungen und Berechnungen beträgt die Zahl ^ armenischen Opfer etwa 7000. Die Panik unter den Armeniern, welche noch immer in den Botschaften Zuflucht fuchen, dauert an. c Constantinopel, 8. September. Der au seinen Posten zurückgekehlte englische Botschafter Ml« hat heute dem Großvezier einen Besuch abgestattet. Athen, 8. September. Das österreichisch-"^" rische Kanonenboot «Hum» ist gestern im Pyräus e>" gelaufen und hat die Fahrt nach Constantinopel foltaM' Gelegranrrne. Wien, 8. September. (Orig.-Tel.) Se. ErttU Herr Ministerpräsident Graf Badeni ist M vc gleitung des Ministerial-Secretärs R. v. Wiener ye" abends nach Tarvis abgereist, von wo er sich ... 10. d. M. über Predil und Görz nach Trieft beß' Am 13. d.M. kehrt Graf Badeni wieder nach.»"' zurück. — Anlässlich der Reise deS Herrn Ml"' Präsidenten Grafen Badeni begab sich StatM' Ritter von Rinaldini heute nach Tarvis, um vo" ° die Reise ins Küstenland mit dem Ministerprästde'" fortzusetzen. ^ Wien, 8. September. (Orig.-Tel.) 3" '"^l, nationalen Radwettfahren um den großen P"«» ^ Wien wurde Iacquelin (Frankreich) Erster, ^ ^ (Belgien) Zweiter, Parlby (England) Dritter Tomafelli (Italien) Vierter. . ^e Madrid, 8. September. (Orig.-Tel.) D»e iA off!cielle Depefche aus Manilla meldet, dass der ^ stand in der Provinz Carite localisiert ist uno Truppen alles Lob verdienen. .^ns Messina, 8. September. (Orig.-Tel.) Heute nMU ^ wurde hier ein leichter wellenförmiger Erdstoß ^ ^nd Sofia, 8. September. (Orig.-Tel.) Fürst 3""" ist vom Kloster Rilo Hieher zurückgekehrt. , ^s Warschau, 8. September. (Orig.«Tel.) """ ^ Befinden des Grafen Schuwalow wurde heute s^^al, Bulletin ausgegeben: Schlaf ruhig. Temperatur N" einige Besserungen in der Bewegungsfähigkeit. ^l Newyork, 8. September. (Orig.-Tel.) «A ^ Herald» meldet aus Rio d? Janeiro, dass 0 ^ malige Minister des Auswärtigen, Carvalho, a"^ ^ Bahnhöfe von einem Deputierten in Anwese^i ^ Präsidenten Moraes erschossen worden sei- ^ wurde von drei Kugeln in die Brust getrofftn^^-- Aiterarisches. ^r" Ein neues Prachtwerl unter dem Titel < ^„ a>^ während des Millenniums» «scheint ' ungau zweiter Vand des so populären «Das tausendM"» ^„ de. und die Millenniums. Ausstellung», herausgegeben ^^eK. belanntesten Publicists der geit: Director 3"'«° ^ ""^,1 Das I. und II. Heft bilden ein Doppelheft, und '" chtuoA, gestehen, dass die Ausstattung und Ausführung ver? ^H 3li Nildertafeln noch den ersten Band dieses nat«o>" 5^ werles übertreffen, und wird wohl leiner der " W"^,, Abonnenten des I. Bandes versäumen, auch dM" ' ' „„lM,, zu sichern, besonders da derselbe nur 6 Hefte 5^" v"^» und complet gebunden 4 fl. losten wird. ^- ' ^, von v, >. gungs.Nanderium vom «.Juni' wur°- ^rH Director IuliuS Laurencic in wundervoller , Macht',„g» Soeben ist als Separat«Ausgabe des bekannten ^^ste"",,,il «Das tausendjährige Ungarn und die Millennium» ^e" ^ ein prachtvolles Album erschienen, welches "" z« d'^ 3« Nildertafeln enthält und nur 1 fl. lostet! " ^c einzige Publication über den Festzug. ^ch d". ^ cs Alles in dieser Rubrik Besprochene lann °" ^ „ „1" Buchhandlung Jg. vonttleinmayr«k3e -bezogen werden. ^»—»'"""'^Ol^ Ausweis über den Stand der Thierseuche" ^ für die geit vom 28. August bis 3. Sev^" Es ist herrschend: ^ee" dle «otzlranlheit bei Pferde« im Vez"" ^ Gemeinde Gottschee (1 H.); . ^„ ^"^zw'' die schweinepeft im Vczirle Gurlfeld '« >. i," Arch (1 H.); Gurlfeld (3 H.) und Zirttc (<« "' ^t Loitsch in der Gemeinde Planina (2 H.)l ^lM der «othlauf bei Gchweinen im Vezirle Cemeinde Horjul (ü H.). i^jet flcitung Stti-. 206.______________~__________________1775_______________________________________9. September 1890. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Mark,?" ^'' ^^^mber. Dr. Storuil, l. l. OymnasiaLDirector, !> 22.'-''"t/°" Hohenstern. s. Tochter; Habec, Marinig. Loser,! lulti , >'"' ^Wovanni, Privatiers: Doswald. Ing.; Dr. Grego. Dill ««->. «"Z"^ ^"cst. - Bari de Laney. Privat, Paris, -Kflte.. Wien. - Fuchs. Kfm.. Berlin. -Malfer, ^^«".'scher, s. Frau, Auer (Tirol). - Glah, Kfm., Leobeu. Wfs^ ^ Jugust. Graf Coreth, Mell. - Varon Morsey; Anl't! V'c'.^^i- - Gassenteufel, Nubal. Beamten, Finnic. -Khier s?l" des Kaiser Franz Joses-Bades, Tüffer. - Kumar. Mnck... '^ ^ 3rumcschied. Ksm., Florenz. - Neustatter, Ksm., We, W^ "^"'«?"^°""' Beamter; Nülfing. Kurz, llsn: N^ .^ P^chl, Beamtens-Oattin. Villach. — Fischer, ' y oapest. — Slocovich, Einjahrig-Freiwilliger. Trieft. Wltve ^' ^"tember. Raab v. Rabenau. l. l. Postsecretärs« ^ldier 'N"'"3"! Wagenführer, Ingenieur; Klerr,Khern. Mayer, chern' m)',. ^' ^ Dr. Dolschein, Gutsbesitzer. Schloß Tü< ''l. yz^-«!!?"' Kfm.; Perbyal, Gymnasiallehrer: Wagner, Pnvlll N' ^ '"' ^ "' l- Oberstlieut..Auditor, Graz. - Nruschaw. besitze/ «<>""' " Kastelic. Köchin. V. Lola. — Mariga. Grund. ?°Mi'ch j^-.^ balla. Privat, s. Gemahlin, Ägram. -l'l.Mnri.. !^.' ^"^' Kaufmannsgattin, Trieft, — Fittinger, Auy» " ^^luntt, s. Gemahlin. Pola. - Ialel. Besitzer, s. Frau. ^b. M.° ^!' Fabrilsbcsitzer, Neumarltl. — Svacapon. ttocler-«l"e., Görz. - Dr. Ivanovic, Bosnien. y Hotel Stadt Wien. ^Aeäwi ^"ber. de Nalbini, Privat s. Gemahlin; Diez, '"", Lan^"l. '^' " Gloliocnig, Privat. Krainburg. — Ditt« !ttre:i>r. c.s^ ^' !' Gemahlin, Lycl. - Wiederniann. Privat« 3^. ilun Ü'^5 Ingenieur, Graz. - Faller, Haupt. Just, ?Aun " A"' Me., Wien. - Blazon, Private, s. Tochter. ^"'l-Nlürin^?^' Gamier, s. Frau, Eberstein. - Wutscher, ^ivat m "e'6°det. Pola. - Goljevsilel, Holzhändler; Gregoriö, Äm « ^ ^""' «ehrerin, IofefSthal. ^coboditz »Al^N'ber. ^on Födran, Private; Oresnig. Recher, !"Mn Mf? "' ^lrn. — Gregory, Notariats-Cand., s. Ge« °"l«. ^, K°',' -? Maischberger, Ingenieur, s. Gemahlin. Nusss« ^ C m?' Holzhändler, Budapest. — Mayer, Vauland M. «!>",, Inn». ^' Edelmann, Kfm.. Klagenfurt. - Hinterhubcr, "jnnsbruz. ^_ Pincherle, Kfm., «Frau, Fiume. . Am«^ Hotel Valerischer Hof. ^°I. Nelit... ^/""ber. Forlaui. Fialer. Cilli. - Nri^it. Na-m Vkih 'Z>,^osecco. — Macl. Tischlermeister, s. Frau. Wien. '°° ^ül2Ä^etzer. Wattmlirschen, - Breede. Nuchbrucler, ^^i^lllno). ~_ ttramar, Stalions.Nufseher, s. Frau, Littai. Hotel Lloyd. Am 6. September. Familie Siegl- Spitzer, Private, Graz. Polal, Kapellmeister, Rudolfswert. — Kutschera, Tlaatsgewerbe« schüler. Pilsen. — Dr. Kapus. Ndv.-Canb.. Cilli. — Koz'elj, Pharmaceut, Marburg. — Pölz, Reisender, Fiume. — Franz und Elise Felix, Schauspieler; Sonnenschein, Üieisenber, Wien. — Licht. Reisender, VudweiS. — Kalin, Defranceschi, Private, Heidenschaft. — Petz, Ing., Villach. — Steiner. Nach, Private, Agra»«. Al« 7. und 8. September. Gröhl, l. u. l. Sanitäts.Unter« officier, Trieft. — Dr. Bezel, l. l. Notar; Strucelj, l. l. Laubes» gerichlsrath; Waland. Besitzerin, Seisenberg, ^ Nilc, Ollandi, Kstte.; Garbaz. Caftitän, Fiume. — Lavrenöii, 8! "« MA." 734-7 19 8 SO.^Lg^Mlw7M7"^^ <' 9 .«lb. 735 l) 15 3___N. mäßig____ dewvllt______^ ?U.Mg. 737 3 12 2 NO. mäßig fast bewöllt ' 8. 2.3t. 7365 205 NO. mäßig fast heiter 08 ____«^Nb^736 4 ^8 ^NO^chwach^ heiter____ 9,'l7Ü.Mg.j73'6-2, 11-01 SÖ. schwach j Nebel 0 0 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag und Sonntag 16 4° und 15 8", beziehungsweise um 04" über und übereinstimmend mit dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschow«lv «itt« von Wissshrat». «üqult»bl«», l.vl»«N8VSl'»iLll«sUNN8 Lv8vl!80tl2N ll«s Vss«lnll>ten 8t»»ten. Die IIiol>en lirouen u» ueuvu Vkssicllelunßkll llli u«ä erseicdle Ln6e 1895 einen Vel-sieneruuß^tai^ von 4562 Billionen Kronen. Die ?rii,mien8innllllmen I)otru^«n 181 1 kliliiouen lironen, 6ie 2ii»8en 40 47 W!Iiol>ei» lironen. ull> ulltimen. ^n üie Ver»iclier<,en ^vur6e «lie erneblione 3u,nine von ülter 97 Wllionen Kronen «lu^dexllliN. 80 6ll88 8eit Lrricntuuß cler 6e8vll8<:nlllt 1160 ^liliolien Kroneu »,n ciio-»elden llll I'oäe^sllllzäuinmen, Vivi6en(ien, H,u88leueiu l>nä küellkkuseu vergütet woräen 8in6. ^rot^ äie8er l)eäeut«nlll^n 2»^Iun^en vernliel) llu» 6em li!e8cnii,st8MNse 1895 ein Ue!,er-8cnu88 von 83 Billionen Kronen, welker ^>ir Verinenrui,^ 6er Ne^erve un6 6e» lIe^vin8lson6e:8 clieüle, 6er ^el/.l cll« iiöne vou 203 12 Billionen Kronen nelrtl^l uuä »linnntlicll« VerpNientuußen 6er (ie8ell8cnlllt mit 125"/^ üueräelkt. Der im ^llnre 1895 erxielle (üe^vitiu I^elruß 33 24 ^illionftn Kronen, l«,8t 20"/„ 6er?rämien. v»,8 Verinößen lielruß n:^l!» 6en LtHtutarizclisn HliLclireidun^en Ln6e 1895: 1005 Uillio uen Kronen un6 ^vllr mit 135 Billionen in ^vpoinellel». 194 Wllioneu iu 6run6ei^Lnlnurn. 571 UiNionou in Lilecwi». 13 Billionen in I^omli2r6 un6 58 Billionen Kronen in Unrein un6 bei Dkn^en llnßele^t. wänrsn6 6er (^ourL^e^iliu. 6ie rücll8l,iin6i8en dielen un6 2iu8en »oivie 6ie ße«<>in6eteu ?r8,mien 22 Billionen Kronen klU8>n»,<:llleu. Der Xuvltcl,« 6e8 Verino'^en» detruß 80 Billionen Krone». Die 3l8rlilll!l>-lceit v»r sine auÜerorcleullien ßüu8li^e un6 ^vur6el> 6i« 1o6e8sii.IIe in eoulllnte8l"l Wei»e kU8!>e?.kl>It. Die (,e8el!«< Ii»st lillt 1895 2952 Io6e8lA1e, von 6ei>eu 8ie 2158 o6er 73"/« ßleicti 42 6 Billionen Kronen llni lllsse 6«8 Liulllli^eu« 6er I'o6e8bevei8e llu8oe22,l»Ile; geilere 263 l<"i>,Ile iui Uelraß« von 5 5 Billionen Kronen >vur6en 3 ikFe nn,cn l^inlu,u^en 6er ^o6e8oe^vei8e 2U8l>e2knIl un6 6ie ülirißLn liinnen 60 I'aßen reguliert. Die (ie8eN8on»st l»»l eiue xveilere Ver-einl»ellunß inrer ollne6ie8 8clioi» «elir Iil>er«llen ?o!i7.?.en-ne^in^unßen 6uren^vlunrt un6 medrere intere8«llnt,e Ver-8>enerun^»eolnolnllt!0neu ein^esiinrt. ^ucn 6»« ö«t?rreic:ln» 8cne 6e»c:nüll erßlld pro 1895 recllt ßilu«icneruuß»f!t»n6 I »ul 32 Billionen Kronen. (3863) Course an der Wiener Börse vom 7. September 1896. «««^ oMenen «0»^^ ^bi. ^ ,,- «> st. 18» ?ü'l»!» Ü0 ^^73°""^'! ,0,20 l«, 40 Alt,. """" - . lNI-zw lNl 40 «eld «a« »»» Gt««»e z«i Z«l>l««> »ber»o««e«e «tto»t». ENWbtthbahn « »alizUch, Nllll. Ntn. (Unz, ONb.) v. I. 187», b°/,..... l«1 2b l«2 llb dlo.4'/,''/»Echanlre«llI.Nbl.'Obl. l0l>»b inn l>« btv. Pläm.»«nl. il l fi. «. W. ibi 7b Ibb ?b bto bto, k b0st. e. W. lb» b« Ib4'bL lhti^»!e<,'2°Ie 4°/„ lOU fl. . l»9 b0 l4U'»N Grundtntl. - Vbligallon»» (fül l<><) st. «Vl.), <°/, lroatlscht und Ilavon«Ich« . 9? «> 98 bu 4«/, unzarllche (lOO st, «.W.) . 97 4b 98 45 And»« 2ss»nll. Anl«h»n. »°NllU««e«.'Uost b«/„ . . . . 127'— 127 8« bto. .«Nlelht 1878 . . l08 2b 1l»9 «b «nllhen ber Slab! «öi». . . ll2— — — «nlehtn d. Etlld«<,ems!nl>f «Men iN4ll0 l«b K« »lnleben b. Elabtgemeil.be W!en (Ellbcr ober Gold).... l»»'?b l«7'7l Prümen , 9« 7b 99 7« «el° «are! ßs«ndbri,s» (ftll ll» fi.). «»l»tr.«ll«, «st. «nb0I. »>.<«/,». — - -... dto. „ „ in b« „ 4»/, 99 45 ,00 4Ü bt«. VlHm,°Vchlbv. »«/„,!.«». llb25ll» - bto. dto, »°/»N. «m. ,17 75 118«, »i..«ftslr,LllNbe»'Hyp,.«nst.4'>/» l«X» — lua 8l> Oeft.ung, «anl »«I. 4°/, , . l00 20 lNl — bto. dto. bMühr. 4°/. . . ,«,20,0,- Vparcasse. «.«st ,3NI. L'/,u/»v>, lOl-zo — - Prl,rillt«.Gbllgallon»n (fttr lu« st.). Ftld!nanb»«Norbb»hn Em, 1»«« lNl »b l«L »b vesterr. Norbwestbahn . . .lll, 8511185 Ltlllltlbabn....... li2b — — — VÜbbllhn k 3«/°..... l72 Sb 173 «5 dto. Kb»/,..... 128 75 189 7b Ung.'gllllz. Ullhn..... l»7 «o I«8 «o 4»/, Unterlilliner «ahnen . . 99 dU 10U — zlv»ls, Los» (per Ltück). Vubllpest.Vasil«« (Dombau) . »«, e-9N «redltlole 1U0 fi...... l9? — l98'— «lar^Uole 4« fi. «M. - - - l>? — 58 — 4°/,Do>!»u°Damp» fi...... ü9- Sl- Plllffy-Lose 4« fi. «wl. - - - so «l^ Sl - «°lbe„»rsuz,Otst.«e<.U.,l0si. ,8— 18«» «°!h», «reiiz, Una.Gel».. lfi. W-- 1050 «ubolPh-Lole «0 fi..... »» ^- «— E»lM'L°!r 4» st, — W»lbst, «"" «ll-WWbl,chnrühL°se »N fi. IM. - b.«obl»rr,d4«S - 4«« t.0 lrdl, «nft, f. Honb, U. », l«l» fi. 87« — 87S 50 dto, blo, per Ultimo yeptbl. 878 — 37« b« «rebitbanl, «ll,. un«, 200^1. . 40« 50 40» — »epofitenbanl, «llg , »<>« >l. . 287 b0 240 — l«co»p»t.»sl., «br«>!.. 5l» fi. ?»<,-—795 -«« fl.2l»«/»«. »b — 86 — Vanderbanl, Qeft., 200 fi. . . 25,7 20 2»? 80 0efteil.'un«»l, Vanl. » fi, . l?9'— 180 — Alti»n »on transport» Dnt»n»»hmnn 1892 170» Vöhm. N°lbbllt>N 150 fi, . > 280-—281 — Vuschtlebradec E«, bvu fi, «Vt. lbl« 1b20 bto. bto, M. »)200fi. . 5bU'—bbi'bO Donau > Dampflchiffllhit»»Vr>., veNerr., bW fi, «W, . . . bl4 - bl?'— Dui.Vobenbacher«,.V,2Nl>fi.E. «»— 71-. sserbinll!,d»-«i>rbb, l(»!X» fi,«M. 3430 3435 ijcmb.° lzernow'Iassy. tilenb,. «elelllchalt 2ü» K. 6. . . . 29V»b29l2b Lloyb, Ocst,, IrieN. b»0fi. «M. 432'— 488-- Oefterr, Norbwestb. 200 fi. L. . 27b «b 27b b0 bto. bto. lüt, U) 2 fi. V. 283 75 284 »l. Prag.D»itl0 Nübnorbb. «erb..«. 20« fi. «Vl. 21N — lil? 50 Tram»«>,.<»el.,ll»l.,l7«fi.e.W. 4U7 —499 — dl«. »m. l8«?,2iX>ll. . . . — — — — »«ld Wal» lr»mw,>,<« » Liefingel Vrai.e«! 100 fl. . . lie-. ll? — Vlontl>n°l» -> wr. «au«t!ellschaf« lO« fi. . . ll« — ll? — wlenerbera« Z!e«tl»«ctien.»«I. 309 — 3ll» — «,,is»N. Umfierbam....... 98 80 9895 Deutsche Plätze...... 58 »0 58 ?.'. llondon........ »19 s>0 Hl» »l> Pari»......... 4750 47 55 st. Veter«bul»..... — — — — Daluten. Ducaten........ b «5 5 «7 2N.ssranle<3tu ^eder aus Wien zurück- ^ "^htungsvollst (3888) ^j^__"^u>re«ien.tra«ie l. *¦ Bods Vo Vei*«*ei«t (3887) ^1 1O. bis 33. ^tt. P^ Nr. 5350. "r. 1^ h,e executive Versteigerung der der Margaretha Va-novz von Täschenthal Nr. 11 gehörigen, gerichtlich auf 806 fl. geschätzten Realität Einl. g. 144 nä Kälbersberg bewilligt und hiezu zwei Feilbietungs-Tagsatzungen, und zwar die erste auf den 2. October und die zweite auf den 4. November 1896. jedesmal vormittags um 10 Uhr, Hiergerichts mit dem Anhange angeordnet worden, dafs die Pfandrealität fammt Zugehiir bei der ersten Feilbietung nur um oder über dem Schätzungswerte, bei der zweiten aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. Die Licitationsbedingnisse. wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10"/<, Vadium zu Handen der Licitations.Eolmmssion zu erlegen hat sowie das Schätzuugs-Protokoll und der Grundbuchs-Extract können in der dies-gerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Tschernembl am 15. Juli lUUti. ist das Geld für alte Briefmarken, welche sehr häufig unter dem alten Bodengrem sich befanden. Kaufe Ausländer- sowie die jetzigen Marken, aber nur die zu 12, 20, 24, 30 50 kr., 1 fl. und 2 sl., und zahle dafür die besten Preise. Zählkellner, Oailno-Restauration, Laibaoh. (388Ü) 3-1 fJ)er rainsfe und beste HiBteii-STi in Flaschen zu 1 kg k ßO kr., in Korbflaschen zu 3, 10, 20 und 40 kg a 48 kr. ' per Kilogramm. (2119)18 J Apotheke Piccoli Laiioacii. tlhre k. u. k. Hoheit die dnrohlanohtlgate Fran Kronprinzessin - "Witwe Erzherzogin Stephanie haben wiederholt mit h**Ui- *.m-fVftMlrMiMtolleiKloni Erfolge die Zahntropfen des (2867) 10 Apothekers Pfccoli angewandt! 1 FläscücöBii 20 ir., 10 Fläscncsien 1 fl. 50 Kr. PoBtaufträge werden umgehend effectuiert.