Lailmcher ^Mnng. Nr. 5. Pvänuineialionspici«: Im Comptoir ganzj. fl. 11, hall»j. si. 5.50. ffür die Zustellung ins Hau« ha!l>j.50lr. Mit derPost ganzj.fl.l5, halbj.fi. 7.5». Montag, 7. Jänner Inscrti onsgebühr bi«i0ZeiIcn: imal 6» lr„ »m. »0 lr., 3m. l fl.; sonst pr. Zeile im. e lr., 2m.«lr.. 3m. i« tr. u. s. w. Inscrtiousstcmpcl jedcsm. 20 tl. 18«7. ')lmtlicher Theil. ! Se. k. k. Apostolische Majestät habcu mit dcr Allcr-höchstcn Entschließung vom W. December v. I. Aller-höchstihreli Herru Vetter, Untcrliclltciumt Erzherzog Iol) a n n v"o nToscana, dcs 9. Fcldjägcrbataillous, zum übcrzähligcu Obcrlicutcuallt im 25). Fcldjagcrba-taillon allcrgnädigst zu ernennen gernht. Sc. k. k. Apostolische Majestät habcn mit Allerhöchster Entschließung vom 1. Jänner d. I. dem Berg' rathe und Verghanptmann in Laibach Alois Altmann in Anerkennung seiner vierzigjährigen treuen nnd cr,pneß-lichcn Dienstleistung taxfrei den Titel nnd Charakter eincS Oberbcrgrathcs allcranädigst zn verleihen gernht. Das Finnnzministcrinm hat den Adjunctcn der stiuanzprocnratnr in Zara Dr. Karl Ccrronc nnd den Finauzsccrätcr der Finanzlandcsdircction in Zara Augnstiu Naili zu Finanzräthcu im Gremium der dalmatinischen Finauzlaudcsdircctiou ernannt. Das Finanzmimstmum hat zn Finanzräthcn nnd Fillanzbezirksdircctoren in Dalmaticn ernannt den Fi-nanzsecrctär der Finanzdircction in Trieft Franz Schwan nth für Zara, den Amtsdircctor des Haupt-steueraintes zn Piswo ^tichard Hartmann für Nagusa nud deil Finanzscerctär der Wiener Finanzlaudcs-direelion Georg Frciherru von Plenter für Spalato. Das Finanzministcrinm hat die im Grcminm der Finanzlaudesdirectiou in Ofen erledigten FiuanzrathS-stellen dem ersten Vcrgrathc nnd Vorstandsstellvcrtretcr der Marnlaroscr Berg,- Forst- nnd Güterdirection Peter Leeb nnd dein Finanzsccrclär Joseph Göttingcr verliehen nnd zn Finanzrälheu nnd Fiunnzbczirksoirecto-reu in Ungarn die Finanzfccretärc Karl von Dccrct nnd Johauu Gcrstcubcrgcr, nnd zwar ersteren für Szolnot, letzteren für Uughvar ernannt. Der Finanzmiuister hat die Stelle des Directors des Hauvtpuuzmingsamtcs in Wien dem Eassicr dieses Amtes Eduard Nicht er verliehen. Nm 5i. Männer 180? wurde in der l. l. Hof- und Staats-drnclerei iu Wien da? !!. und !!l. Slilck dt« Nsichsgeschblallc« aufgegeben und versendet, ! Das II. SMct enthält unter Nr. 8 die kaiserliche Verordnung vom 28. December 1ß6(;, betreffend einige Aendernngen an dm, Hcercöergäuznngsgesche vom 2!'. September 1l?5^, - wirlsam für das ganze Reich, ^nut Ansnahme der Militargrcnze. ^ir. ^ die Verordnung d^ Ministeriums für Handel und Plilki!-wirthschast, da»u des Kriegs-, Staats- und Finanzministeriums vom ^1. December 1,^6, betreffend dic Belegung der ^andeöstuten dnrch die ürar,schcn Aeschälhcngste im Jahre 1867, — gilli^ si^. Böhmen, Talmalien, Gal,zien, Oisler-re>ch unter und ob der C'nnö, Salzburg, Steiermarl, üärn-teu. itram. dic Bukowina, Mähren. Schlesien, Tirol, Vor-arllierg. das Mstonla»d und d,e Militärgreuze; ^lr. 4 die Verordnung des Ctaatümiuisteriniui! inl Einvernehmen vom 31. De«mber1««0. wodurch die Avandcrnng nniger Bestimmnngen des kaiserlichen Pa-ttutc^ vom I.^Imn 1840 betreffend die Neconstrnirnna dcschcn Zolluereinö andererseits abgeschlosseneu Ucber-muominen üder den gegenseitig zu gewährenden geschlichen mn /^ ^'" ^^ Verfälschung vc>n Stempchcichen, Post-»^" "'' "Uil^siegcln nud öffentlichen Bescheinignngen und V?cheinim.'!.'?"' ^."!' "°" F"""..lare», "clche zn solchen n^>, ?^^.<''^^^lanbigungen dienen lunnen. ftrner M ^ ^ ?'/^ zollanulicher Waarenverschlnsse (N G. O Nr. ^7, Jahrgang i^/ ^. ^,^.^, f^. ^,' ^lch- (Wr.Ztg.3lr.4u.5..Iänucr.) ^"' "^^r,"ende7-^"" ""^ iu^clch slovenischen, Te^te auilgegrbcn nnd verendet. > ^ « Gesetz- nnd Vcrordnungs-Blatt für das bcr- zogthnmKrain. I. Stück. Jahrgang 1807. Inhallö-Uebersicht: Kaiserliches Pattnt vom 2. Iä'nnor 18^7. Giltig fiir Böhmen, Dalmatien, GaliZlen nnd Lodomericn u,it Kratan, Oesterreich nntcr nud ob dcr !3nnS, Salzburg, Stcier, marl, Kärnien, ^rain. Bukowina, Mähren, Schlesien, Tirol, Vorarlberg, Istrien, Görz nnd Gradisca, und Trieft mit seinem Gebiete. ^'aibach, den 7. Jänner 18l!<; "om l, l. NedactionSbnrcnn dcs Gesetz- und Verordmmggblattes fllr Kraiu. I Kundmachung. In Gemnßhcit dcr M il), 20 nnd 21 dcr ^and-tags - Wahlordnnng für das Hcrzogthnni Krain werden hicmit die allgcnicincn Wahlen für 'den durch das Allerhöchste Patent vom 2. Jänner 1807 anf den I I. Fcbrnar I. I. cindcrnfcncn Vandtag dcs Hcrzogthitms Krallt ans geschrieben nnd zn deren Vornahme nachstehende Tage festgesetzt: 1. Für die Wahlen dcr Abgeordneten dcr ^a'nd-Mncindcn in den durch die §§ 7 nnd 8 dcr Landtags-Wahlordnung bestimmten Wahlortcn: dcr 2lach. Iermann, Victor — Viganu. Ioiubart, Julius — Klingenfels nnd Swnr. Invanz, Franz — Grundclhof. K 0 slcr, Johann — Ortenegg. Kosler, Peter Dr., Joses nnd Johann, nud Maria Obresa — ^eopoldsruhc, Glciuitz. Koß, Anton, Domprobst — Eapitelgiltcn St. Bar- tclmä nnd Scharfeuberg, dailu inchrcre incorporirte Pfarren. K 0 ttulinski, Anton Graf v. — Malthefer-Ordens- Eommenda St. Peter. Kuralt, Thercsc — Thurn bei Semic. Langer v. Podgora, Franz — Poganitz, Brei- tcnau. Langer v. Podgora, Ida, gcb. v. Fichtenau — Lucgg. Lauthicri, Karl Graf v. — Wippach, Slapp. Lazzariui, Varouiu (Erben) — Jablanitz. Lazzariui, Heinrich Freiherr v. — Flödnigg. Lichtcnbcrg, Ioh. N'ep. Graf v. — Hallcrsteiu. L i ch t e n b crg, Leopold Freiherr v. (Erben) ^ Habbach. Lichtcnberg, Scifricd Graf u., mld Anua, gcborne Gräfin Aucrspcrg ^- Lichtcnbcrg, Praprcc'c. Lippiza — Hofgcstüt. Mach, Johann — Großslattcnegg. Ni a h 0 r t s ch i t s ch , Frauz, uud M 0 scr, Johann — Abramsbcrg'sche Gilt. Malli, Iguaz — Podweiu. Marghcri, Albin Graf v., nud Ioscfiue Gräfiu, geborene Gräfin C 0 rrcth — Wördl. Margheri, Albin Graf v., uud Sylviue Freiiu von Llpfaltrcrn, geborene Gräfin v. M a r ghcri — Altcnblirg. Nt a r ch h ard, Josef, nno Karl Hirsch, in Wien — Hobclsbcrg. M^aycr, Josef — Lentcnburg. Montan-Acrar in Idria. Müh leisen, Johann Ncp. — Gcrlachstcin. M ülle r z n E i ch h 0 lz, Josef v. — Arch, Nuter- radclstein. )i ngcnt, Arthur Graf - Kostet. PcUkan, Wilhelm — Nothcnbüchel. Pirk 0 vitsch, Franz — Untertoloorat. P irnat, Aiaximilian —- Tufstein. P 0 rzia, Alfons Scrafiu Fürst — Prem, Scnosctsch. P röstrancgg — k. k. Hosgestüt. Na stern, Nikomcd Freiherr v. - Scherenbuchcl. N cchbach, Barbara Frciin v., geborene Gräfin 6 h u l n> Valsassina — Krcutzbcra, Lukoluch. Ncya-Eastclctto, v., uud Frau Isabella v. — Moosthal. 30 Nuard, Victor — Insclwerth Probstei Vcldcs. Rudesch, Franz — Kleinlack, Dragomcl. Rndesch, Joseph — Rcifniz. Savinschcg, Dr. Josef — Mottling. Savinschcg, Karl — Gayran. Schaffer, Eduard — Weindüchcl. Sennin Josef (Erben) — Kinfcl, Pousch, Mourischc, Strobclhof, nnd Wittich Waldgilt. iVladooi tsch, Ferdinand — Tschcrnembl. Smola, Anton — Stauden. Stare, Michael — Mauusbnrg. Strahl, Eonard v. — Mcnlack. Sultowsky, Josef Fürst v. — Ncnmarktl. Syrc, August — Rupcrtöhof. Terbuchowi c'sche Erben, Justine v. — Kleinlnck Terftiuz, FideliS — Kaltcubruuu. Tanffrcr'schc Erben, Moritz Freiherr v. — Weixclbach. Thurn - Valsassina, Grafen Hyaziuth und Gustav — Raduiauusdorf und Wallcnbnrg. Trcnz, Ferdinand Adolf — Draschkowitz. Urbauöiö, Ednard — Höflcin, Sternwll. Urban c'iö, Johann 9icp. — Thuru unter Ncubcrg. Balmagiui, Julius v. — Rcitcuburg. Vcstcuek, Moritz Nittcr v., und Auua geb, Saucu- stein — )icudcgg, Schucckcubüchcl. B ollmann, Auua — Äicuhof. Vouk, Viuccnz, Pfarrer — St. Ruprecht Pfarrgilt. Wassitsch, Naiumnd — Grailach. Widm er, Vartholomäus, Fürstbischof — Görtschach, Laibach Pfalz. Wilcher, Friedrich — Steiubcrg. Wi udischgrätz, Hugo Fürst — Wagcuspcrg. Wiudischgrätz, Veriaud Fürst — Haasbcrg, Loitsch, Lucgg, Slatcncgg. Wolkcuspcrg, Frauz Freiherr v. — Scllo. W urzbach - Tauncubcrg, Dr. Carl v. — Edens- fcld, Schwarzcnbach uud Gcschieß. Wurzbach - Ta uucu ber g, Dr. Julius v. — LaudS- preis. Zoiö - Edcl stci u, Autou Freiherr v. — Egg ob Kraiuburg. ZoiS - Edclstciu, Autou, Michael, Alfons, Sigmnnd, Freiherren; Serafinc Gräfin v. Wclscröhcimb, Gabriele Gräfiu Icuuisou, Mathilde Gräfin Aucrspcrg — Iaucrburg. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 7. Immer. Die Einbcrnfnng des außerordentlichen Reichsrathcs ist in den Wiener Jolirualcu bereits Gcgcustaud heftiger Debatten geworden. Iu deu Pro-vinzen bcgiuut mau sich »icht weniger lebhaft mit deu Wahleu zll dicseiu Berathungskörper zu beschäftigen. Nur die Central istcu weisen den außcrordcutlichcu Reichsrath couscqucuterwcisc zurück. Die audcrcn Parteien, und vor allen diejenigen Deutschen, welche einem nationalen Leben der Brudcrnationcn in dcm Reiche Raum göuncn wollen, sind dcm Rcichsrath uicht cut-gcgcu uud können es auch nicht sciu, dcnu, wie die „Debatte" iu ihrem Leitartikel von Samstag treffend bemerkt, die Stcllnng der Dcntfchcn in Oesterreich ist klar oorgczcichuct, ihr berechtigter Eiufluß auf die Geschicke des Reiches darf uie und nimmer geschmälert werden. Er wird aber anch uicht geschmälert werden. B il-ligkcit wird die slavischen Majoritäten beherrschen nnd sich zunächst iu dcu Wahlen mauifcstircu, wcuu die-selben anch ans dcm Plcnnm der Landtage erfolgen sollten. Auch die Miuoritätcu sollen Gelegenheit haben, ihre Ausichtcn zur Gcltuug zu bringen, aus dcm Widerstreite der Mcinnngcn wird die Wahrheit entstehen. Mau wird den hohlen Doctrinarismns fahren lnfsen, der die constitutions Entwicklnng schon öfters aufgc-halten hat, der wohl ucgircu, aber uichts Neues schasfcu kauu uud so leicht iu „aufgeklärten Despotismus" aus' artet. Uud zudem ist der coustitutiouellcu Eutwickluug durch das Einberufungspatcut iu keiner Weise präjudi« cirt, der außerordcutlichc Rcichsrath hat sein Gutachten abzugeben, nnd hicmit wird seine Aufgabe gelöst und der 8tiUu8 Pw lmw wieder hergestellt sein. ^ioch ist die letzte Acußcruug des uugarischcu Reichstages nicht erfolgt, diese wird erst dcu Bcgiuu dcr eutschci-den dcu Bcrhaudluugcn signalisircu. Wollte mau uu-bcdachtcrweisc die dargebotene Hand der Rcgicruug zurückweisen, so würde mau dem Ausgleiche selbst, dcu doch jeder patriotische Oestcrrcichcr aufs sehnlichste wüuschcu muß, Hiuderuissc bcrcitcu. Dies halten wir uicht für möglich. blihn-Dliusrage. H.. I'. Zeigt die gcgcuwärtigc, miudcstcus uächstzu< künftige, denkbare allgemeine Handclsbcwcgung jetzt schon klar das uubcstrittcuc Factum, daß in kurzer Frist die projcctirte Laibach'Villacher Bahn evident ciu Theil einer großen Wclthandelsstraßc sein wird, so baue man uuaufgcschobcu diese Bahn iu gcwohulicheu großen Dimcusioucn, mit zwci Schiencustraßcu! Aber — es ist diese jedenfalls für das Land Kram sehr erfreuliche Aussicht noch sehr zweifelhaft, da einmal ein Handelsvertrag mit Süddeutschlaud uoch uu-dcnkbar, znm audcru Mitteldeutschland aber, schon wegen seinem italienischen Handel — nnd Kaufleute blcibeu gcruc auf ciucr ihnen ciumal bckauntcu Straße, weun keine besonderen Vortheile für sie auf audcrcu Wcgeu liegen — bereits durch die Liuie Ntüuchcu-Iuusbruck-Vcucdig besser und näher als durch Fiume mit dcm adriatischcn Meere verbuudeu ist, mithiu die volle Sicherheit der crwüuschtcn nnd crhoffteu großen Bcocutuug dieser Trace noch uneutschiedcu, iu fcruer Zukunft ruht! Man rufe demuugcachtct diese Bahu Laibach'Villach nicht luiudcr sofort mit allen Kräften dcS Landes ins Leben, aber iu, der Situatiou uud dem Verkehre entsprechendem kleinem Maßstabe, mit schwachem Unter-bau und also auch mit kleinerem Schiencnprofilc, kleinen abcr starkcn Loconwtivcn nnd kleinen Waggons bis max. 50 Etr. Tragfähigkeit, um die Last auf dcm schwachcu Uutcrbau zu vcrthcilcu, uud zwar vorerst unr mit Einem Geleise, dics abcr — auS verschiedene» Rücksichtcu, alS: zur Expedition großer leerer Waggons von Laibach nach Villach oder umgedreht p. p. — mit der Breite der Nachbar-Anschluß-Bahum. Die HauptstatiouS-Gcbäudc au den Endpunkten sind sogleich zn errichten; die Zwi-schcnstationen — deren Zahl aber kciuc ökonomische sein darf — dagegen, sind anfäuglich iu Privathäuscru oder Baracken uud die Waaren in eiufachcu Schuppen fichcr unterzubringen. Der Telegraph ist gleichzeitig anzulegen und dcmsclbcu beiläufig iu Krainburg oder am Zweige nach Ncumarktl, Raomanusdorf und Kronau Statioucu zu errichten. Die Anlagctostcil einer solchen Vahu wcrdcu nur ciucu tlciueu Bruchtheil der ciucr großcu Bahn ausmachen, und dieses gcriugc Eapital werden allein die Lai-bachcr uud Oberkraincr Großgrundbesitzer, Kaufleute, Industriellen uud Private, — wcuu sie wollen! — sogleich zeichucu uud depouircn können. Eiuc solche Bahu wird schnell zu Stande kommen, dcuu eben nnr eine solche hat ciue uuzwcifclhaftc Lebeus-fähigtcit uud Reute nud eutspricht deu Zwecken der Gegenwart nnd voraussichtlich auch der Zukunft ganz vollkommen. Das Umladen der Güter auf den Endhauptstationen ist der geringste Nachtheil; cö betrifft solches auch große Aahncu. So lauge diese Eiscubahustreckc lciuc größeren Di-mcusioneu annimmt, braucht sic sich tciuc Subvention durch dcu Staat zu sichern, sic soll Priuatcincnchum des Landes bleiben; die Eoncession ist dauu bald gegeben und der Angriff dcs Baues im Frühjahre 1807 uud die Vollendung uud Iubctricbsctzuug uach zwci Inhreu ist ciuc Thatsache gcwordcu. Sehr uatürlich habcu die Blicke dcr Grüudcr nnd dcr Banfachmäuucr bci dcr Aulage iu die Zukuuft zu schweifen, dic einstige mögliche Vergrößerung uud Erwci-tcrung dieser Bahn in nllcn ihren ersten Theilen bc-rücksichtigcud: z. B. ciue klciuc gemauerte Brücke müßte cincr größeren Platz machen; cö wäre dadurch ciu Eapital, wenn auch nur ein kleines, mit dieser Brücke dc-molirt, Abcr es gibt viele solcher kleinen Brücken; lege mau daher die crstcu klciueu Brücken — einzelne und größere Objecte, wcuu uothwcudig gemauert, ausgeuom-mcu — von Holz (Obcrkrain hat viele Eichen) mit Eiscuvcrbiuduugcu au, und zwar so einfach uud billig, als cs die Eoustrnction für die kleine Tragfähigkeit nnr gestattet :c. :c. Das Eisen hat bei der Demoliruug fast den gleichen Werth erster Auschaffuugskostcn uud findct sofort wicdcr Vcuützuug; das Holz hat sich vcrdicut. Ebcuso wcrdcu die Schicucn unbrauchbar gcwordcu uud durch ucuc zu crsctzcu sciu. Dic tlciucu Loconiotivcn uud WaggouS töuncn, wcnu dann nicht auch vicllcicht schou iuvalid, auch auf dcm einstigen starken Untcrban, da dic Spurbreite geblieben, uoch bis zn ihrer totalen Untauglichlcit iu Bcuützuug blcibcu. Daß dic crsteu Erdarbcitcu bci Erweiterung dcr Trace ihrcu Werth uoch vollgültig habeu, ist leicht verständlich. Dic Zwischen-stations-Gcbäudc töuueu, wenn die Bahn schon im Betriebe, das Eapital schou Zinsen abwirft, successive gc-baut wcrdcu, Zicht ciumal auch keine große Welthandclfrequcuz über diese Eiseubahnlinie, so soll sie eine Zwcrgbahn in ihren Acstaudlhcilcu blcibeu, ihre Actien abcr werden keine Zwcrgdiuidcndc geben, wie solche von riesigen Eiscubah-ucu au dcr Tagcsorduuug stchcu. Eiu Exempel hierfür bietet die Eisenbahn Graz-Köftach, deren Gründer einst den ebenfalls wohlgcmciutcu Rath für eine Miguon-Ei-scnbahn, gegeben durch dcu Verfasser dieser Zeilen, überhörten. Solche kleine praktische Eiscnbahucu sind in allcu civilisirtcu Läudcrn bckauutlich seit langen Jahren in vorthcilhaftcr Auwcudung. In großen Berg- nud Hüt-tcu-Districtcu vcrbiudcn sic die Bergwerke mit den Hütten nud diese wicdcr mit dcu Hanptciscnbahnlinicn und größeren Märkten. Sie vereinen mit dem Vortheile klciucr Aulags-Capitalieu anch dcu miudcrcr Bctricbs-kostcu uud die Rcscrviruug eines großen EapitalS für andere nützliche Laudfortschrittszwcckc. Diese Eiscubahn als Factum, ist daö Bedürfniß des Kramer Landes! Mau klügle daher nicht lauge über die Art derselben, denn „Zeit ist Geld"! sondern baue sie so, wie hier gesagt, in kleinen Dimensionen und mit kleinem Capital, nnd man wird dcu Zweck erreichen. Dicscr ist abcr nur vollkommcu erreicht, wcuu cr bald erreicht ist. Der Zweck endlich abcr ist uicht allciu dic Bahu an uud für sich, sondern vielmehr ciue reu table Aahu! — „Kleiu bcgouuen, groß geendet! Groß bc< gönnen, klein gecudet!" Gegcufragcu wolle mau vorlcgeu, uud sie werden bcautwortct, Einwürfe vielleicht widerlegt werdcu. Daß cs au beideu uicht fehlen wird, ist sichcrcr als das Zu-staudekommcn dieser Vahu überhaupt, dieser Lebensfrage iu materieller wie iu geistiger Beziehung für Kram. Glückauf zur Fahrt! ' Oesterreich. Wien, 4. Jänner. Die „Dcb." schreibt: Verschiedene Journale berichteten, cs werde schon in dcu uächsteu Tagcu dcm ungarischen Landtage ein Rescript vorgelegt werden, das diesen auffordert, die Bcrathuugcu über dic gemeinsamen Augclcgcuhcitcn zu beschlcunigcu, um das Resultat dcrsclbcu der dicsscitigcu Vcrtrctuug vorlcgcu zu köuucu. Wie uus mm von glaubwürdiger ^ Seite mitgetheilt wird, wird ein solches Rescript vou dcr Rcgicruug nicht beabsichtiget, und ist ein solches. darum iu diesem Augenblicke anch gar nicht in Vorbereitung. Pest, 4. Jänner. „Hon" zweifelt nicht, daß das Princip dcr a l lg cm ciucu Wehrpflicht uud das daraus flicßcudc System auf jedem ungarischen Landtage, wclchcr durch dic Auwcscnheit cincr vcrantwortli-chcn ungarischen Regierung legislative Fähigkeit besitzen wird, anf keinen Widerstand stoßen werde. In der Be- ! sprcchung dcr Finauzvorlagc sagt dasselbe Vlatt, dic 400 Millionen Staatsnotcn scicu für Uugaru uach z Kijährigcr Verarmuug wohlthueud gcwcscu. Dic Eiu-bcrufuug dcr translcithauischcn Vcrtrctuugcu begrüßt „Hou" uiit aufrichtigster Freude. Agram, 3. Immer. Nach socbcu aus Wicu cin-gctroffcucu Nachrichten wurde die Coustituiruug der süd slavischen Akadeiuic scitcus dcr Rcgicruug bcwilligt. Iu dcr crstcu Akadcmicsitzilug wird Bischof Stroßmayer wahrscheinlich mit Stimmenmehrheit znm Präsidenten der Akademie gewählt werden. Ausland. Verlin, 4. Jänner. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Eiuc Anzahl dcr Bundcsrcgicruugcn hat Prcllßcui< Entschlüsse, daö Parlament auf dcu 15tcu Februar einzuberufen, bereits zugestimmt. Prcußischcr-seitö werden dic Wahlvorbereitungen möglichst beschlcu-nigt. Das Ministerium dcs Innern fertigte das Wahl-rcglcmcut dcu Laudräthcn uud Äürgermcistcru direct zu. Laut Miuistcrialvcrfüguug soll dic Äuslcguug der Listen überall am 15). Jänucr bcgiuucu. Älilitärpcrsoucu, wcnn sic wahlbcrcchtigt sind, sind iu dic Wahllisten aufznnch-men. — Die „Krcuz-Zcituug" uud dic „Zcidlcr'sche Eorrcspoudeuz" erklären: Weun nicht alles tänscht, so säugt die .orientalische Angelegenheit an, größere Dimcusioucn anzunehmen. München. 3. Jänner. In dcr „A. Allg. Ztg." wird der iu mehrcrcu Blättern verbreiteten Behauptung widersprochen, daß das politische Programm dcö Fürstcu Hohcnlohc sich wcnig odcr gar nicht vou dem seines Vorgängers, des Freihcrru u. d. Pfordtcu, unterscheide. Gerade dcr Maugcl ciucs festcu Progranmls vou Seite Pfordtcus habe zn dessen Entlasslmg gcführt. Der wesentliche Pilnkt dcs ucucu Programms bestchc darin, daß cs ein entschiedenes Vorgehen im Eiuvcr-stäuduiß mit den süddeutschen Regicruugcn auf dem Boden dcr dcutscheu Alliauzcu anstrebt und dabei die naturgemäße Selbständigkeit Baicrus so weit wic möglich fcstzuhaltcn sucht. Eiu frcundschaftlichcs Verhältniß, ja ein iuteruatioualer Bund des geeinigten Deutschlands mit Oesterreich wäre dabei uicht ausgeschlossen, sondern zu erstreben. Es ergebe sich schou hieraus, daß iu dem Hohculohc'schcu Programm ciue so kolossale Thorheit, wic dic dcö Auzichcus der deutsch - österreichischen Pro-viuzcu au Baieru, wovou mau gcmuukclt hat, sich gar uicht finden kauu uud sich nicht findet. Schließlich versichert der Eorrcspoudeut, daß vou ciucr Rückkehr Richard Wagner'S keine Rede gcwescu, dieselbe abcr uur vou seiucm cigcucu Willcu abhäugc, da ciuc Auswcisuug aus Baicru gcgcu ihn uicht vcrbängt wordcu. Genua, 29. Deccmbcr. (Allg. Z.) Die Operationen znr Eiuzichuug dcr Güter des hl. Hauses zu Lorcto hattcu am 4. d. bcgonucn uud warcu schou ihrem Eudc nahe, als der telegraphische Befehl ciutraf, dicsc Arbeite»' ciuzustcllcu. Veranlaßt wurdc dicscr Vcfchl wahrschcinlich durch dic Proteste dcs Muuicipiums, dcr Verwaltung dcö h. Halses uud viclcr audcrcr Pcrsoucn; dic Bcrüäsichtiguug von ^citc dcr Rcgicruug war ciu Volksfest für Lorcto. Wir wisscu nicht, ob nicht vicllcicht anch anöwärtigc Fürstenhäuser sich für die Erhaltung der Schätze vou Lorcto vcr> wcudet habcu, welche sich uicht uüudcr durch ihrcu ma" tcricllcu als auch tüustlcrischcu Werth auözcichucu. I^ eriuuere mich z. V. an die sechs prächtigen Leuchter nH Lampen von Beuvcnuto Cellini, welche, wenn ich nicht irre, von einem baicrischcn Fürsten gestiftet sind. , Paris, 3. Jänucr. Die „Fraucc" erfährt, .daß die Besitzer dcr Cavour-Obligatioucn in Gcmäßhcit c«nc Urtheils des Pariser Handelsgerichtes vom 27. N^' 31 ie bei Rothschild dcponirten, zur Bezahlung der ital. teutc dcstmmtteu Fonds mit Beschlag belegen ließen. Vukarest. 4. Jänner. Das Gesammtministerinm >at seine Deinission gegeben. Fürst Karl soll dieselbe >lit großem Widerstreben angenommen haben. Ein ncncs Cabinet ist nocl, nicht gebildet. . 5>o!,stantil,lip«.'l, 2. Jänner. Die Pfonc hat ne Untcrwerfliiig von Sclinos und Kissamoö, zweier 'c,eitigtcr Pnuttc, welche die Insurgenten im Westen wu Candia besetzt hielten, in Erfahrung gebracht. !^ie Insurgenten wurdcu vollstäudig geschlagen, vcrlorcu iOO Äiann nnd flohen in Unordnung gegen das Meer. Ocr größte Theil derselben kouute auf Schiffen, welche ic aufnahmen, die Insel verlassen. Auö Kvrfu voin 1. Jänner wird gemeldet: 2800 hessalischc Insurgenten kämpftcu zwischen ^iadovitzi und Zaimerka und nahmen die Brücke von K.orakn. ^n Epirus herrscht große Aufregung. Eine pro-Mjorische Regierung wnrdc gebildet. In PiränS werden Ml englisches, ein österreichisches nnd ein italienisches Schiff mit Kreter Flüchtlingen erwartet. Hier haben Demonstrationen vor den Wohnnngcn dieser Consnln stattgefunden. Prinz Johann, der Onkel des Königs, soll Regent werden. Hagesneuisskeitm. (Ueber die künftige Stkrle des österreichischen Heeres) wird in der „Presse" folgende Äerechnung angestellt: Nach der provisorischen Verordnung vom 28ten Tecembcr werden im Henrigen Jahre sämmtliche Stellima.s° Pflichtige der drei ersten Altersclassen unbedingt in's Heer eingereiht. Vei der Herabsel^ung des erforderlichen Militärmaßes auf 59 Zoll tann man wohl annehmen, daß jedes» mal circa 100.000 Taugliche nnter den jungen Leuten sind welche jährlich in'i stellungspflichtigc Alter treten. Bei einem Durchreifen der drei Altersclassen waren dies somit dreimal IL0.000, d. i. 480.000 Mann. Bringen wir was von den beiden oberen Altersclassen zwei Relrutirungen in Anspruch genommen haben, mit 120.000 Mann in Anschlag, so blechen für heuer disponibel 360.000 Mann. Diese/ dem Stande der Armee (Veuilaudte einbegriffen) von mindestens 440.000 Mann zugerechnet, gibt einen vorläufigen Stand der activen Armee von 800.000 Mann. Betrachten wir »un die nach sechsjähriger Wirkung (ein Dicnstturnus) des Gesetzes disponible Wehrkraft des Neiches. Sie wild dann bestehen aus sechs Jahrgängen von je 100.000 Mann: 9L0.000 Mann und nach Abschlag von circa 11'»^ Per« cent Abgang 800.000 Mann. Die heutige active Armee von 600.000 Mann nach Abschlag einer weiteren 12^per. ccliNaen Abnützung,als Reserve: 700.000 Mann aljo zusammen Actwu. Reserve 1.500.000 Mann. Hiczu das allgemeine Wehr« aMgebot von 15 Jahrgängen, der Jahrgang bei der hieslir platschten Normalgvchc' vo» nur 54 Zoll sehr gering mit 100.000 Manu anschlagen, macht abermals 1.500.000 s„^ '"m>'^^ die gesammte Wehrkraft Oesterreichs umsaht drei Millionen Mann. sckir.!^ mv "^' "' " 6 bnrlott e.) Die „Tiiester Ztg." icyreidt: Äir smb in der erfreulichen Lage, einen, wenn nucy geringen, aber rnuthmasilich dauernden Fortschritt in der -oe lermig des Befindens Ihrer Majestät der Kaiserin Char- oue melden zu tonnen, welcher darin besteht, das; die be« anntcn Wahnvorstellungen der hohen Kranken nicht fo häusig " ° !">""" u'tensio auftreten, wodurch eine nachhaltigere wohl,. Locales. ">,. >II I^'^tärlieauaiticruug von Laibach.) December 7,^''°" """". vom 1. Jänner bis Ende off 0802 57""^ '" ^'"eräle und Stabs. 50.78/Pftrde ^"°"'""' '"''" Soldaten und ^abr 7«s^i^'^^"^Ulllsvergütung.) Für das m, c^ . ""' "°" Militärärar für die der vom Quarlierträger gebührende Kost ort.ou der Betrag von 10'/, lr. zu vergüten. (Mul.tprobe.) D,e auf y.ute bestimmt gewesene ^.merchorprobe findet heute nicht statt und wird erst M.tl- w°ch Abend abgehalten werden. Bei dieser Gelegenheit fei Vers.^"' ^ wir dieser Tage im Feuilleton zum bessern Scemn"'" ^ "" ?"^g zur Aufführung gelangenden Äuszua «,^"^ "" Frithjofsage" einen zufannnenhängenden .lu^zu^aus der ganzen Sage bringen werden. aerichte i^^i^^^ngen) beim ^. 3^. ^"dm°rd und N3ig^^^^1.. ^nwn Derma^^ Kvedcr: Schwere kö>perUche Ä.!^^ ^". fanner. ^.o,cl Diebstahl; ^s Pislar'^^.^a^^^^^^ Etenovec: Schwere ldrperliche Aesch,digu g änhel Zvan und Gertraud >n- OefsenUiche Gewaltth^ Jacob Lonzhar: Schwere körperliche Befch^"" ^ ^"' - (Theater.) Herr Prcifiug ^' ,„ wir aiis dem Theaterzettel von Samstag entnehmen tonnten gewih aufrichtig bemüht, in feiner Vcucficcvorstellung das Publicum aufs beste zu unterhalten. Wenn ihm dirs nicht vollständig gelungen ist und das Publicum, welches alle Näumc des Hauses gefüllt hatte, nicht eben mit voller Ve. fricdiaung dasselbe verlieh, so lag die Schuld nicht am Vencficianten. Herr Prei sing war sowohl in der Posse „frühere Verhältnisse" als Herr von Scheittlmann, wie auch ln der Operette „Salon Mlberak" als Herr Pihlberger neben Frl. Keller, die insbesondere al5 Köchin „Pepi" in der Pos>V> ihren ganzen Vorratl) guter Laune ausschüttete,. — die gelungenste lomischc Figur, der wir die „Heine Heiserkeit" um so mehr nachsehen konnten, als wir ja auf „Stimme" bei Herrn Preismg nie resltctirten. Betreffs der „früheren Verhältnisse," die wir hier wohl schou besser geben sahen, dürfen wir übrigens, um uns eines „nicht mehr nn» gewöhnlichen" Ausdruckes zu bedienen, schreiben: Sammt« Ilche Darsteller wurden am Schlüsse gerufen." Im „Salon Pitzlbeiger" sah es gar nicht wohnlich aus, und der Beifall, den Pitzlberger's Gäste den musikalischen Prodmtioncu spendeten, fand im Publicum leinen Nachhall; Frl. Keller lann eben nicht allciu — Terzetten singen. Als da« Beste des samstägigen Thcalerabeudcö müssen wir die Gesangscmlagen bezeichnen, deren Vortrag auch den reichlich gespendeten Beifall verdiente. Herr Meltus sang den „Wanderer" so trefflich, wie wir ihn selten zu hören Gelegenheit haben werden, und gab nach ihm zu Theil ge« wordenem Hcrvorruf noch den „schlesischen Zecher" von Missiger zum Besten; auch der schone Voltrag des Herr« lichen Schubcrt'schcn Liedes Trockene Alumen," und des Nilolai'fchcn Duells rechtfertigte den stürmischen Beifall, den Herr Pod horsti mit dem ersteren, dann Herr Ander uub Frl. Uetz mit letztcrem erntelen. — Ein scherzhafter Ausdruck in dem Samslagfeuillelou ist in einer Art mißdeutet worden, welche der Feuilletonist sehr be< dauert. Kritit und Publicum haben die Leistungen des Herrn Müller biöhcr mit so ubrrcinstimmender Anerkennung auf» genommen, und Herr Müller hat so ust bewiesen, dah er scine Rollen lüüsllcnsch zu gestalten versteht, daft der unbe. fangcne Lcjer des Samstagfcuillctons wokl leinen Augen» blick im Zweifel sein dürste', das; der gebrauchte scherzhafte Ausdruck nicht die Bedeutung des gcistlojcn Linlerneus einer Nolle habeu konnte. (sorrespolldcn;. z MöttlWg, 3. Jänner. Vci der heutigen Wahl eines neuen Bürgermeisters, welche Stelle durch den Tod des jüngst gewählten Bürgermeisters Franz Gustin erlediget war, wurde Herr Ferdinand Saloler, bisheriger erster Gemeinderalh, und an seiner Statt Herr Franz Guslin, Sohn des verstorbenen Bürgelmeisterö, zum Gemeinderathe gewählt. Hoffen wir, daß diese Wahl für die Prosperität der hiesigen so wichtigen G?mcindc>Interesicn nur eine glück« liche genannt werden darf. ZU5 den Landtagen. Assram, 4. Jänner. Dic dem Landtage überreichte Bcschwcrdeschrifl des Baraödincr Coinitatcö wird in Folge ^andtagsbeschlnsscö erst nach erfolgter Lösnng der staatsrechtlichen ssragcn der landtäglichm Verhandlung uutcrzogen werden. Ein gleicher Beschluß wurde auch anläßlich der von einigen ^omitntcu überreichten Nc> Präsentationen gcsaßt, welche wünschen, das; die in^voatien und Slavonien augeorduetc Nelrulirung sistirt werde. Die an den König gerichtete Repräsentation in Angele» genheitcn der Semlin-Fimnaner Eisenbahn nebst Zweigbahnen wnrdc nach Vcrlcsnng dem Eiscubahneoinito znr Bcwirkuug einiger Zlisichc nnd Modificationcn zugc-wiescu. Morgen Sitzung. Ncücste V«st^ Mit Vezug auf das heute nutgctheilte Pariser Tclcgranint, wurnach die östcrrcichischc ^liegiernng den Unterzeichnern dcö Pettrageij uon 1850 den Borschlag zu einer Conserenz in der oricn tnlischcu Frage gcinncht habe, erfährt mau, düsi nach der „Ind. bclge" der Kaifcr der Franzosen den Burschlag ;n einer Con-fcrcnz gemacht habe, der aber in London uuo Wien kühl anfgcnommen worden sein foll. Wie die „Deb." von sehr glaubwürdiger Seite ver^ uimmt, soll schon in den nächsten Tagen eine allgemeine Amnestie für alle jcuc Personen, welche in Folge von Bcrnrthciluug iu Prcßprocesscu ihre politischen 9tcchte eingebüßt haben, znr amtlichen Publication gclaugeu, nachdem der diesbezügliche Antrag des Herrn Staatömi, uistcrö (^rafeu Bel credi die a. H. Genehmigung bereits gcfnndcn hat. Dieser freisinnige Act der Negierung wird ge-wiß nicht verfchlell, allcrwärts den besten Eindruck zn machen, besonders da demselben die ancrkcnnciwwcrthc Al^ sicht zn Grunde liegt, die Anzahl derjenige,, zu verinch. rcn, welche an den bcuorstchcndrn wichtigen Wahlen fiir die Landtage theilzunehmen berufen sind. Der „N. Fr. Pr." wnrdc aus Ägram telegraphisch gemeldet, daß der Landtag „iu Folge einer aus Wien eingelangten Ordre." seine Sitznugcu eingestellt habe. Die Unwahrscheinlichst dieser Nachricht erhellt ans einem Telegramm der „Debatte," wornach der Landtag sich ein^ fach bis zum 10. d. M. mit Nücksicht ans die gricchi/-schen Feiertage — vertagte. Nach der „Gazctta d'Italia" nehmen ole Unterhandlungen niit Nom fortdauernd günstigen Verlauf. Der „Nord" veröffentlicht eine Adrcfsc dcr Kre < tcnfcrandc n 5t önigvo n P r cnße n. Sie ist vow 22. November datirt, von ^'.» Aiilglicdcrn dcr?iational-versanunluiig von Sidonia uutcrzcichnct nnd bittet nui die Verwendung des 5tonigs von Preußen, damit dic Insel Kreta Griechenland einverleibt werde. Das ..Frdbl." schreibt: Zwei französische Fregatten haben Befehl erhalten, sich zur Fahrt nach den tür» tischen Gewässern bereit zn halten. Telegramme. Berlin, 5. Jänner. Die „Krcnz-Ztg." vernimmt, daß dcr bisherige preußische Gesandte in Stuttgart Varou Kanitz nach Madrid bestimmt sei; Legationsrath v. Eich' mann ersetzt ihn in Stnttgart. — Die „Krenz-Ztg." meldet : Im ^aufe der nächsten Woche erfolgt die förmliche Besitzergreifung Schleswig - Holsteins. — Die „Bauk-Ztg." meldet: Die norddeutschen Bundes-confcrcnzcn werden voransfichtlich im ^aufe der nächsten Woche geschlossen. Berlin, 5>. Jänner. Dcr Erbprinz von Augusten bürg erließ eine Ansprache an die Schleswig-Hul-steincr, datirt ans Baden vom 2. Jänner, worin er nnter Wahrnng der Augustcubnrgischen Ansprüche die Schlcswig-Holstcincr von allen dnrch Gelöbnisse nnd Huldigungen ihm gegenüber übernommenen Verpflichtungen entbindet. PariS, 4. Jänner (Abends). Das .Memorial diplomatique" vcröffcutlicht ciuc Depesche aus Wien mit dcr Mclduug, daß augesichts dcr Agitation im Orieute Freiherr v. Äcust den Unterzeichnern des Pariser Vertrages vom Jahre I^t» vorgeschlagen habe, dnrch ein vorläufiges gcmeinfamcs Eiuvcrnchmcn den Eventnali^ täten zn begegnen, damit teine Macht es versnchc, die Verwicklungen zn ihrem ausschließlichen Vortheile anszu-bcntcn, welche in dcr Folge entstehen tonnten. (Die Nachricht, so wie sic hier vorliegt, wird wohl einer Nich-tigstcllilng oder mindestens einer Erläuterung bedürfen. Die Red. d. „Wr. Abdpst."). Paris, 5. Jänner. Am Morgen des 2. Jänner wnrdc in Algcricn cin Erdbeben verspürt. Blidah ist sehr beschädigt; die Ortschaften Ehiffa, cl Affroun, cl Ain Bcn Nasmi nnd Ntnzniavillc wnrdcn fast gänzlich zerstört. Muzaiavillc zählt :!7 Todte, lM Vcr wnndctc. In Algier machten sich Erdstöße fühlbar. In den Provinzen Oran nnd Eoustautinc wllrdc das Erd beben nicht wahrgcuommcn. Telegraphische Wechselcourse vom 5. Jänner. kperc. VletalliqneS 58. — s.perc. Mclalliqncs mit Mai- und Muembcl,' - Zinsen 02. — 5perc. National - Anlrhcn (»8. -- Banl-actirn 725. — Ercditacticn :5i5>.:l0, — 18 fl. ,fr. st. lr/, ft. lr. sl. ll. Wcizm pr. Älichen 0 45 7 52 Vilttcr Pr. Pfnnd ^ 40 - — Kor» „ 4 - 4 »'.0 Eicr pr, Stilcl -2',------ Gersls .. :; - .'i87 Milch pr. Maß - 10 — Hascr „ 1 80 2 Nindfll-isch pr, Psd. - ltt------- Halbstncht „ -^ 5!l0 KaU'sicisch „ -22------- Heidm „ 3 20 3!«» Schlvciiirslrisch „ -20 — — Hirse „ 2 80 3 25 'Schöpsenfleisch „ ... 12 —,— Knluruh „ ——44 Hähndrl Pv. Stück —35-' — Erdäpfel „ 1 80-z--^ Taudril „ ^12—!—. linsen „ 5 80 —,—! Hcn pr. Zcuturr 1 20 - — Cirbfcn „ <'-------, Stral, „ «.80—! — Fisolen „ «!------!-, Holz, hatt., pr,Klft. -- 7!50 Niildvschmalz Pfd. —45 — —^ wrichcö, ,. —.- 5'50 Schwlinsschmalz „ —'40 —!— Wcin, rothrv. pr. ! ^ Specl, stifch. „-25-!-! dinier _!-i4!— -. geräuchert „—35-—,— weiser ,. — —15^__ Angekommene Fremde. Am 3. Ilunicr, Stal't Wl»>!,, Die Hrrrcn: Hanf, t. t. Obcrl., von Gottschrr. — Tomasmi, l. l. Major, von Krainbnrg. Dcll'U, l. l. Olierst. Elephant. Dic Hcrrrn: ^ilnadovi, Haudl'1ien 8. Jänner: Nobert der Teufel. Große Oper i»l 5> Act^a von Meyerbeer. 3Ueleoroloyischo Z.eulwchlmMn in üailiach. ^ » .2 U I « "______^_____^"" 5'ÜTUg. 325.^—4.7 wmdsTill^' heiter 5. 2 ., N. 326.5g - 0.8 ' windstill I'riter 0,no 10.. Ad. 828.«^ — «.u ! windstill heller « U, Mg.i 32l'.e, j - 8.o windstill ! heiter cl. 2 „ 3t. 328.7» ! — 3.» lvmdstill , diliili l>av. 0.^o ,0 „ Ab. 328.44 i - 4.« windstill , f. gcmz ben.. Den ö. Nachmittass 6 Ul,r etwa.' Nebel, der gcgm 7 Ihr vllschwaud. Tauber dimne Schichln'olr»i. c,egm Abend d.chler werdrüd, nur die Sterne erster Größe stchtlmr. Verantwortlicher Redacteur: Ia.naz v. Klei « m « U '.