^l. 150. Dienstag, 4. Juli 1899. Jahrgang 118. OMcher M Ieituna. ?»NM^« ,^"l5^?".. P ° stv»r tnbun °: ganz llhrta fl. ,5. halbjährig fl. ? bO. Imllomptotr: ^ ° W°F. "' Vühiig fl b b». Für dle Zustellung ln« Hau« ganzjährig ,l. 1. - Insertll,nS«b!lr: Für s neme 3n,riate b!« z» 4 Ze,n ^""e t- und k. Apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 28. Juni d. I. bei "er l. und l. Privat- und Familien. Fondscasse den ^Wer derselben Adolf Freiherrn von Lilienau zum "'rector und den Liquidator Franz Mohr zum ^Wer allergnädigst zu ernennen geruht. x_... ^en 1. Juli 1899 wurde in der l. l. Hof. und Staats« X^ll?"^ "^ ^" ""b XI.III. Stücl der ruthenischeu und das vom ^ ?"^^" slovenischen AuSgade des Reichsgesehblattes "«' >lahre I8ij8 ausgegeben und verjendet. «eichsge,eMa«es Nichtamtlicher Theil. Die Brüffeler Ereignisse. reilf. ^ Brüsseler Ereignisse rufen auch in Oester-iamn,."^" ^ ^"ken Eindruck hervor und die ge-^mmte Presse erörtert die Ursachen sowie die möglichen aufgewüh^h!""^" ^ ^"'"^^' ^" ^"^'"' ^ "'l nip^^ 'F«mdenblatt. beklagt die schwere parla-uentarische Krlse, welche durch den Wahlreformentwurf «in. «, ^"ev°°n!s hervorgerufen wurde, in dem es «me Aeußerung entschlossener Parteipolitit erblickt, «die ^ nahendem Kampfe nicht begütigen, sich vergleichen und brauchbare Freunde erwerben, fondern nur sich felbst stärken und rüsten will.» Das Ministerium habe die Forderungen der Oppositionsparteien geprüft, und zwar auf ihre Brauchbarkeit für feine eigene Partei,^ und habe dann foviel denfelben entnommen, als es ge« rade für nöthig erachtet, um die Seinigen im Besitze der Herrschaft noch mehr zu befestigen. Der Entwurf Scholaert verwerte alfo die Postulate der Gegner willkürlich für seine Parteizwecke, und wolle den Feind anderseits da treffen und schädigen, wo er am stärksten ist. Nichtsdestoweniger findet das Blatt das Vorgehen der Opposition höchst bedauerlich und erblickt es in demselben einen beklagenswerten Zusammenbruch der parlamentarischen Autorität. Die Obstruction droht dort in blinder Leidenschaft jene wichtigste Institution des Verfafsungslebens zu zerstören, um die sie seit Jahren bisher ehrlich gclämpft hat und die ihr doch nur allein die Gelegenheit darzubieten vermag, gefährdete Rechte geltend zu machen und positiv sich für das allgemeine Wohl zu bethätigen. Die «Neue freie Presse» betont, dass der Widerstand der Linken nicht ausschließlich dem Wahlreform-projecte des Cabinets Van den Peereboom gegolten hat, sondern auch dem System, dem dieses Project dienen sollte. Das neue Wahlgesetz wolle die Herrschaft der Clericalen auf ein weiteres Menschenalter sichern; das sei es eben, was die Nichtclericalen um jeden Preis verhindern wollen. Das Blatt bezeichnet die Vertagung der belgischen Kammer bis Dienstag als einen Erfolg der belgischen Opposition, das erste Zugeständnis der Regierung, dem aber weitere werden folgen müssen, wenn der Friede in den Straßen wieder hergestellt werden soll; denn nachdem nun einmal Blut geflossen, werde sich die Opposition durch diese eine Concession wohl nicht zur Abrüstung bewegen lassen. Keinesfalls aber dürfe lange gezögert werden, und der König werde auch weiter der Festigkeit und Thattraft bedürfen, um Verwickelungen von unüberfehbarer Tragweite zu vermeiden. Bevor nicht das gegenwärtige Regime gefallen, jwerde nicht Friede werden in Belgien; nach den Ereignissen dieser Woche dürfe man aber hoffen, dass der Tag der endgiltigen Abrechnung ohne Umsturz und Straßenkampf nicht mehr allzuferne fei. Das «Neue Wiener Tagblatt» macht das herrschende clericale Regime für die jetzige Situation verantwortlich und meint, nach dem, was in Belgien vorangegangen, habe es fo kommen müssen. Es lasse sich vorläufig noch nicht bestimmen, welchen Verlauf und Ausgang die Unruhen in Belgien nehmen wer- den ; die Epifode aber, dass ein Haupt der Socialisten mitten in sturmbewegter Kammerfitzung an den König appellierte, beweise, dass die Bewegung nicht aus antidynastischen, sondern aus gesetzestreuen Intentionen Entstand, und lenke den Blick auf den Weg, der eingeschlagen werden müsse, damit die Erregung des Volles nicht in eine Richtung gedrängt werde, die heute noch fernab von ihren Zielen liege. Die «Reichswehr» findet den wahren Grund der Begebenheiten in dem Streben der Socialdemokraten, eine erneuerte Ausdehnung ihres politischen Besitz« standes zu erreichen, und in dem Bemühen der Liberalen, wieder zur Macht zu gelangen. Die Behauptungen der Presse so ziemlich ganz Europas, dass der Ausbruch des revolutionären Geistes in Brüssel eine Consequeuz des «unseligen clericalen Regimes» sei, stehen mit der historischen Wahrheit im Widersprüche. Wenn von einem politischen Niedergange Belgiens gesprochen werden könne, so liege die Schuld daran wohl zu gleichen Theilen bei den beiden um die Herrschaft streitenden Parteien des Landes. Dem unbefangenen Beurtheiler der Brüsseler Vorgänge dränge sich im übrigen die Erscheinung auf, dass die epidemische Obstruction nun, auch den belgischen Parlamentarismus ergriffen habe, mit dem es jetzt, möge die Entscheidung des Königs wie immer lauten, zu Ende sei. Das «Vaterland» erwähnt die Gerüchte, wonach die fortgesetzten Massenkundgebungen Eindruck im Königspalaste gemacht, und dass Van den Peereboom seine Demission verlangt habe, und bemerkt dazu: «Das Zurückweichen vor der Drohung mit der Revolution hat immer nur zur Wiederholung dieser Drohung in immer kürzeren Intervallen geführt, wie gerade die neueste Geschichte Belgiens deutlich zeigt.» Das «Wiener Tagblatt» ist der Meinung, dass man den Vorfällen in den vergangenen Nächten nur den Namen «Revolution» beilegen könne. Trotzdem könne man sich nicht verhehlen, dass die Krise mit dem Sturze der Minister nicht beendigt sei, sondern sich auch die Nothwendigkeit der Auflösung der Kammern ergeben dürfte. Politische Uebersicht. Laib«ch, 3. Juli. Aus dem Haag wird gemeldet: Die zweite Untercommission der zweiten Commission nahm in einer unter dem Vorsitze des russischen Delegierten Geheimrathes Martens abgehaltenen Feuilleton. Briese aus Transvaal. Pretoria, 12. Juni 189!). Herr Redacteur! Zur Zeit, als man vermuthlich m Europa aus dem Transvaal nichts anderes als Kanonendonner und Säbelgerassel zu hören glaubt, ist k» wohl gut angebracht, wenn ich Ihnen auch ein paar Zeilen friedlichen Inhaltes übermittle. . Aun, trotz aller Kriegsgerüchte kann ich Ihnen mutheilen, dass wir uns in Pretoria noch immer uanz friedlich befinden und vorläufig nicht im geringsten ta l^ denken, die Feder mit dem Gewehre zu ver-^uuichen. Das eifrige Geschäftsgetriebe, woran wir in «Pretoria immer gewohnt sind, dauert fort; nach wie vor begegnen wir in den Straßen einem eifrig Handel nelbenden Volke und wir wundern uns nur, wenn ?? aus den Tageszeitungen entnehmen, dafs man ^üben in Europa Transvaal fchon in Revolution, «Neg, Staatsstreiche oder zum mindesten in Ver-lywürung verwickelt wähnt. Oom Paul. unser Staats» prudent, sitzt täglich noch mit seiner Pfeife im Munde aus der Veranda seines Haufes, nur bewacht von «wel marmornen Löwen und zwei nicht marmornen Avlizisten, die sich aber auch einer ebenso gemüthlichen AM hingeben wie die vorerwähnten Löwen. Dieses «tllld des Präsidenten ist überhaupt für Pretoria Hplsch geworden und jedenfalls soll es der Fremde, der nach Pretoria kommt, nicht versäumen, einmal am Hause Oom Pauls vorüberzugehen — er kann sicher sein, ihn dort zu finden. Besonders günstig dazu ist der Sonntags Vormittag. Dann sitzt der Präsident, umgeben von einer Schar mehr oder weniger urwüchsiger Boeren, mit dem Cylinder auf dem Haupte, die schwarze Brille auf der Nafe, Kaffee trinkend und Tabak rauchend, bis beiläufig 10 Uhr auf der Veranda. Dann begibt er sich, von allen seinen Getreuen umgeben, in die gegenüberliegende Dopperkirche, und wenn er besonders gut aufgelegt ist, so hält er wohl dort auch persönlich den Gottesdienst ab, der dann auch in der Regel sehr unterhaltend zu verlaufen pflegt. Denn Oom Paul liebt es, in feiner Rede sarkastische, aber treffende Bemerkungen anzubringen, die sich meistens auf die politische Lage beziehen. An Werktagen begegnen wir ihm in seiner Staatscarosse, escortiert von sieben berittenen Polizisten, auf dem Wege zum Gouvernements« gebäude. Dem Beispiele vieler europäischer Herrscher folgend, ist er schon sehr früh aufgestanden, allerdings nur um sich auf die Veranda zu setzen, seine Pfeife zu rauchen und Kaffee zu trinken. Um 12 Uhr sieht man ihn wieder, wenn er den Voltsraad verlässt und sich in der oben beschriebenen Art und Weise nach Hause begibt. Und so geht es einen Tag um den andern. Inzwischen kümmert sich düs Pretorianer Volk sehr wenig um diese Ereignisse und seht seinen gewöhn-lichen Lebenswandel fort. Dieser besteht darin, dass man sich bis 5 Uhr abends dem Geschäfte widmet und von da an für seine Unterhaltung, so gut es eben geht, sorgt. Denn auf Unterhaltungen sind wir in Pretoria sehr schlecht eingerichtet. Wir besitzen zwar ein Theater, welches jedoch seinen Zweck nur zum Theile erfüllt, denn es steht über die Hälfte des Jahres leer. Nur hie und da verirrt sich eine wandernde Truppe dahin, eher noch eine Chantant-Gesellschaft, um die Prctorianer einige Abende hindurch in Athem zu halten. Dabei begegnet man oft der merkwürdigsten Zusammenstellung, wie z. B. einem hochclassijchen Concert-Programme und einer Schießlünstlerin. Die englische Gesellschaft liebt es, an geschäftsfreien Nachmittagen irgend einem Sport zu obliegen, und die vielen Spielplätze für Crocke, Lawntenms, Polo und Football zeugen davon, dass physische Unterhaltung dem Engländer lieber ist als geistige. Man sieht dann abends die Herren Sporlsleute in den farbenprächtigsten Bekleidungen mit mehr oder weniger «decolletierten» Wadeu herumlaufen. Am Abend ist es in Pretoria ziemlich lebhaft. In der Curchstreet, wo vor den hell erleuchteten Läden sich eine schaulustige Menge drängt, glaubt man sich fast auf der Promenade einer europäischen Großstadt. Da sieht man den höheren Gouvernements« bcamten, Advocaten oder Arzt mit seinem unvermeidlichen grauen Cylinder, hier die verschiedenen Geschäftsangestellten, dort die vielen Arbeiter herumstolzieren. Zeitungsjungen rufen mit lauter Stimme die Abendblätter aus, und die schwarze Bevölkerung steht am Rande des Trottoirs, denn dieser ist es nicht ge« stattet, sich unter die Weißen zu nujchen. Inzwischen Laibacher Ieiwng Nr. 150. ,206 4. Juli 1899. Sitzung die Erklärung, betreffend die Vorschriften für das Verfahren im Kriege zu Lande in zweiter Lefung an. Die Opposition in der belgische nKa m mer hat in der Kammersitzung am 30. v. M. einen unzweifelhaften Erfolg errungen. Die Regierung hat, um angesichts gewiffer friedlicher Dispositionen auf Seite der Linken eine Verständigung mit der Opposition bezüglich der Wahlreform-Vorlage zu ermöglichen, durch den Ministerpräsidenten Vandenpeerebom zuerst eine Unterbrechung der Sitzung angeregt und schließlich dem Ersuchen Lorands, die Sitzung gänzlich aufzuheben, nachgegeben und unter Beifall der gesammten Linken die Vertagung der Sitzung bis Dienstag "acceptiert. In den Couloirs wurde diese Haltung des Ministerpräsidenten dahin ausgelegt, dass bei der Regierung die Vertagung der Wahlreform-Vorlage bereits eine ausgemachte Sache sei. Dieser Erfolg der Opposition hat aber auch viel zur Beruhigung der erregten Stimmung in der Bevölkerung beigetragen, so dass es abends in den Straßen Brüssels zu keinerlei Excessen kam. Vor dem Voltshause hatte sich allmählich eine große Volksmenge versammelt, welche socialistische Kundgebungen veranstaltete. Gegen halb 10 Uhr traf dort eine Abtheilung von etwa 40 Bürgergardisten ein. Der große Saal des Vollshauses war dicht gefüllt. Vandervelde sowie andere socialistische Deputierte hielten Ansprachen. Nach Beendigung der Versammlung bewegte sich ein großer Zug unter Vorantritt der Musik und unter Führung von socialistischen Deputierten singend durch die Hauptstraßen der Stadt. Auf der Grande Place wurde der Zug vom Bürgermeister Buls begrüßt, welcher zur Ruhe ermähnte. Vor den Redactionen der liberalen Blätter fanden Sympathie-Kundgebungen statt, während vor jenen der conserva-tiven Journale demonstriert wurde, was zu Gegenmanifestationen Anlass gab. Ernste Zwischenfälle sind nicht vorgekommen. — Am 1. d. M. hatte der König mit dem Ministerpräsidenten Vandenpeerebom eine lange Unterredung; am selben Tage wurden die Bürgermeister von Brüssel, Antwerpen, Gent und Lüttich vom Könige empfangen. Sie erklärten, wenn das Ministerium die Wahlvorlage nicht zurückzöge, für die Aufrechthaltung der Ordnung keine Verantwortung übernehmen zu können. In seiner Antwort berief sich der König auf seine constitutions Aufgabe. Wie das Wolff'sche Bureau aus Madrid meldet, haben Ministerpräsident Silvela und der deutsche Botschafter v. Radowitz den Vertrag, betreffend die Abtretung der Karolinen-, Palaos- und Marianen-Inseln, sowie die Erklärung, betreffend die Gewährung der Meistbegünstigung vom 1. Juli an, unterzeichnet. Nach einer der «Pol. Corr.» aus London zu-gehenden Meldung sind dort Nachrichten ausPeling eingetroffen, denen zufolge der Geisteszustand des Kaisers ein sehr unbefriedigender wäre, so dass die Eventualität seiner Abdankung nahe gerückt erscheine. Thatsächlich liege bereits jetzt die Macht in der Hand der Kaiserin-Regentin, welche allein die Regierungsgeschäfte leitet. Tagesnemgleiten. — (Ein amtlicher Bescheid.) In der «Königsb. Allg. Ztg.» war diesertage zu lesen: Vor gar nicht langer Zeit forderte das Bezirkscommando zu B. von einem Gemeindevorsteher des Kreises Pr.-Eylau Bericht darüber, ob die Eltern einer Militärperson noch lebten. Darauf ergiexa. folgender Bescheid: «Die Eltern sind verstorben, hauptsächlich aber der Vater. Ob die Mutter noch lebt, kann diesseits nicht angegeben werden, eventuell ist dieselbe anzufragen.» — (Gesunder Schlaf.) Der Heizer des in der Nacht um 1 Uhr in Inowrazlaw eintreffenden Güterzuges bemerkte kürzlich hinter Güldenhof beim Scheine der Laterne, dass ein Mensch vor dem Zuge im Geleise lag. Es wurde sofort gebremst, doch konnte erst der Zug zum Stillstände gebracht werden, als er schon eine Strecke weitergefahren war. Die Beamten eilten herbei, leuchteten den Zug ab und fanden endlich am Ende des Zuges einen Arbeiter — in festem Schlafe; nicht einmal das Geftolter des über ihn hinwegfahrenden Güterzuges hatte ihn zu erwecken vermocht. — (Mörderischer Aberglaube.) Ein Fall, der hoffentlich einzig in seiner Art ist und mit seinen grausigen Details den Geisteszustand der Landbevölkerung Griechenlands beleuchtet, wird dem «B. L.-A.» von seinem Athener Corresponoenten berichtet. Er schreibt: Wie tief noch der Aberglaube im griechischen Volke wurzelt, beweist folgende Geschichte: Ein durch ein harmonisches Zusammenleben in der ganzen Nachbarschaft bekanntes Ehepaar hatte das Unglück, dass ihm zwei Kinder gleichzeitig starben. Daran konnte nach dem Aberglauben dieser beschränkten Menschen nur die dritte, überlebende, kleine hübsche Tochter schuld sein. Ihre Zauberkunst hatte den beiden anderen den Tod gebracht! Eine furchtbare Wuth gegen das unglückliche Wefen ergriff den Vater, der die Kleine fortan den teuflischesten Misshandlungen aussehte. So band er sie einmal oberhalb des offenen Ziehbrunnens mit einer Schnur lose an, so dass das Kind unfehlbar in die Tiefe abgestürzt wäre, wenn nicht auf das klag-liche Geschrei der Unglücklichen die Nachbarn zu ihrer Befreiung herbeigeeilt wären. Die Kleine ist nun in diesen Tagen Plötzlich verschwunden. Niemand weiß, was aus ihr geworden ist. Sie ist jedenfalls das Opfer des schrecklichen Aberglaubens geworden. Die unmenschlichen Eltern sind nun verhaftet. Local- und Provinzial-Nachrichten. Beeidigung des Bürgermeisters von Laibach. In dem mit Blumen und Blattpflanzen reich geschmückten Saale des Rathhauses gieng gestern vormittags um 11 Uhr die feierliche Beeidigung des Herrn Ivan Hribar als Bürgermeisters von Laibach vor sich. Zum festlichen Acte hatten sich Mitglieder des Laibacher Gemeinderathes, städtische Beamte, Vertreter der Laibacher Lehrerschaft, Vertreter von Corporationen, die zu der Stadtgemeinde in naher Beziehung stehen, ferner unter den sonstigen Festgästen Herr Landesgerichtsfträsident Levicnit, endlich auf der Gallerie ein distinguiertes Publicum eingefunden. Die freiwillige Feuerwehr bildete ein Spalier vom Eingänge des Rathhauses bis zum Saale. Schlag 11 Uhr erschien Se. Excellenz Herr Landes-Präsident Freiherr von He in in Begleitung des Herrn Regierungssecretärs Haas, um die Beeidigung des Bürgermeisters vorzunehmen. Seine Excellenz ergriff zunächst das Wort zu einer Ansprache an den Bürgermeister und sagte in slovenischer Rede Folgendes: Geehrte Versammlung! Ich habe die Ehre, dem geehrten Gemeinderathe die Mittheilung zu machen, dass Seine Majestät unser erhabener Kaiser die Wahl del Herrn Ivan Hribar zum Bürgermeister der Landes« Hauptstadt Laibach allergnädigst zu bestätigen geruht hat Bevor ich den geehrten Herrn Bürgermeister im Sinne der Gemeinde-Ordnung zur Eidesablegung einlade, gt' statten Sie mir, einige Worte über die Aufgaben del Gemeindeverwaltung in der allernächsten Zukunft z« sagen. Diese Aufgaben sind bereits im Arbeitsprogramme, das der geehrte Herr Bürgermeister im Jahre 1890 aus< gestellt hat, und theilweise auch im Beschlusse des löblichen Gemeinderathes vom 26. Jänner l. I. enthalten. Die Hauptpunkte des ersten Programmes ware«! die Regulierung der Stadt, die Canalisation, der Auslia« einer gedeckten Markthalle, die Einführung der elektrische» Beleuchtung und die Vergebung der elektrischen Kraft an die Kleingewerbetreibenden, die Errichtung einer höheren Mädchenschule, die Aufführung eines neuen Gebäudes sül die gewerblichen Fachschulen, die Abschaffung der hölzernen Brücken und der Bau von Brücken soliderer Construction, endlich die Beschaffung billiger Verlehrsanlagen oder Vel< lehrsmittel. Es war » priori llar, dass ein derart umfangreiches Programm nicht vollständig in dem kurzen Zeit 7 ^ , , i «Nicht wahr,» zifchte er, «wenn ich Etienne d< Montesqmon wäre, würdest du dich nicht so lange sträuben, mir zu Willen zu sein?. «Was soll das heißen?» fragte sie und runzelte die Brauen. " «Das soll heißen,» antwortete er mit Schärfe, «dass ich gehört habe, dafs eine gewisse Madame Narcisse auch den schönen Etienne, wie so viele andere jcho«, total ruiniert hat!» Sie hob mit einer verächtlichen Geberde die Achseln. «Nun, und was hast du sonst noch gehört?» «Nichts weiter! Allein jetzt befindet sich Monies quwn plötzlich im Hause des Grafen Luwwojsli!» «Mlt dessen Tochter er sich verlobt hat!» schaltete Madame mit schwerer Betonung ein. «Ganz recht!. stimmte er ibr sarkastisch zu. «A lernte seme Braut jawohl zufällig in einem Badeorte kennen. Dass Madame Rarcifse dem Zufall dabei eiü wemg zur Hand gieng. ist selbstverständlich.» (IvHttzun, l,H.) Laibacher Zeitung Nr. 150. 1207 4. Juli 1899. trägt die Inschrift: »Kulvo uuiictu, ^ulUitiu,», und ich lann nur wünschen, dass dieser schöne Spruch stets die Grundlage Ihres Handelns bilden möge, insbesondere aber dort, wo Sie, geehrter Herr Bürgermeister, in die Lage lommcll, als Chef der politischen Behörde erster Instanz Ihres Amtes zu walten, denn Gerechtigkeit, Objectivität, Unparteilichkeit in jeder Beziehung haben stets das Fundament jeder guten Verwaltung gebildet. Besonders aber müssen wir, die in einer bewegten Zeit-epoche leben und vielleicht in eine noch sturmbewegtere einzutreten berufen sind, an dieseni Grundsatze festhalten. In einer Epoche, die von den heftigsten nationalen und socialen Bewegungen erfüllt ist, müssen wir, in deren Hände die politische Verwaltung gelegt ist, es als unsere Aufgabe betrachten, unabhängig von dem Getriebe der Parteien, unabhängig von den momentanen Strömungen des Tages stets nur das Oesammtwohl des Staates vor Augen zu haben und jenen Weg zn gehen, den die Bestimmungen des Gesetzes und eine von gerechtem Wohl-wollen geleitete Interpretation desselben uns weisen; oenn mehr denn je gilt heute der Satz: «,1u8t,itil», r<^> norum tuncilUlionUml». (Slovenisch forlfahrend): In diesem Sinne lade ich Sie, geehrter Herr Bürgermeister, ein, den Eid zu leisten, dessen Wortlaut jetzt zur Verlesung gelangen wird. Hierauf verlas Herr Negierungssecretär Haas die Eidesformel und Herr Hribar legte in die Hände Er. Excellenz den Eid als Bürgermeister ab. Die Rede, in welcher der Herr Bürgermeister zunächst auf die Ansprache Sr. Excellenz des Herrn Landespräsidenten erwiderte und serner eine programmatische Uebersicht seiner bisherigen und künftigen Thätigkeit entwickelte, hat in deutscher Uebersetzuug folgenden Wortlaut: Euere Excellenz! Vor allein gereicht es mir zur angenehmen Pflicht, an Euere Excellenz die Bitte zu stellen, ärmer Majestät unserem erhabenen Kaiser für die hohe H»ade, die mir Allerhöchstderselbe durch die Bestätigung meiner Wiederwahl zum Bürgermeister der Lanoeshaupt-stadt Laibach zu erweisen geruht hat, meinen untertänigsten Dank zur Kenntnis bringen zu wollen. Ich habe aber in diesem feierlichen Momente anch bie Pflicht, Enere Excellenz für die außerordentliche Ireundlichleit und das überaus große Wohlwollen, womit mich Euere Excellenz im abgelaufenen Trienninm meiner Amtsthätigkeit zu unterstützen die Güte hatten, fowic für bas mir feitens aller kaiserlichen Aemter stets zutheilgewordene große Entgegenkommen meinen innigsten Dank auszudrücken. Excellenz kennen genau die Wichtigkeit der jenseitigen Mitwirkung unter den k. k. Aemtern und den lllitonomcn Vertretungen; aus diesem Gruude bin ich überzeugt, dass Sie mir bei der Ausübung meines schwierigen Amtes auch fernerhin Ihre Unterstützung werden angedeihen lassen. Meine Herren! Als ich vor drei Jahren zum erstenmale feierlich als Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach beeidet wurde, habe ich ein Programm meiner künftigen Thätigkeit entwickelt. Es möge daher nicht als Unbescheidenheit gedeutet werden, wenn ich heute einen kurzen Blick auf die drei Jahre zurückwerfe, um zu con-statiereu, inwieweit jenes Programm bereits durchgeführt wurde und inwieweit dasselbe noch seiner Lösung harrt. Zunächst erwähne ich die Regulierung der Stadt. Dieselbe ist zwar noch nicht ganz durchgeführt, aber schon das Geschehene allein zeugt von einem systematischen Vor-Uehen. Die Stadt hat schon oder wird erst ein moderneres und freundlicheres Aussehen erhalten. Damit aber bei der Verbauung der neuen Stadttheile nicht derartige Fehler gemacht werden, wie sie in den alten Stadttheilen mit Motzen Geldopfern ausgebessert werden müssen, wurde ein allgemeiner Erweitcrungsplan ausgearbeitet, und so stehen nun der Stadtverwaltung alle Hilfsmittel zur Beurtheilung der Gesuche betreffs der Äaubewilligungen zu-«ebote. In sanitärer Beziehung wurde in den verflossenen drei Jahren sehr viel geleistet. Nicht allein, dass die so-genannten gemeinsamen Gässchen in Augenschein genommen und die daselbst constatirrten Mängel abgeschafft wurden, vielmehr wurde auch durch Zureden und Bc-chruiigen, und wo dies nicht fruchtete, durch amtliche Erlässe auf die Nefcitigung der schreiendsten Unzulömmlich-l'-lte.l auch sonst, in alten Häusern hingewirkt. Fast un-Mig waren die amtlichen Commissionen, die diesbezüglich meinerseits angeordnet wurden. Es wurden aber auch mehrere neue Canäle erbaut, wodurch die Stadtcanalislltion in sehr zweckmäßiger Weise uervolltommnet erscheint. Damit jedoch die Canalisations- rage in einer vollkommen rationellen Weise gelöst werden uurde, w.lcde die Ausführung eines allgemeinen Canali- mwnsplanes verfügt, der gerade diescrtagc ausgearbeitet "uroe und eine systematische Vervollständigung des gc- l"Mlnten städtischen Canalisationsnetzcs ermöglichen wird. In Angelegenheiten der Stadtvcrschönerung wurde ourch Belehrungen, aber auch durch Vorschriften dafür »r>orgt, dass die Neubauten ansprechende Fahnden erhielten; 'e Stadtgemeinde gab hiczu selbst das beste Beispiel. "n auch drrch neue Anlagen — ich erinnere nur an °"l Park an der Bleiweisstrahe und an den Ambroz- M "" Wurde die Stadt in ausgiebiger Weise ver- Mnert. I Das städtische Eleltricitätswert functioniert bereits seit anderthalb Jahren zur allgemeinen Zufriedenheit und verspricht der Stadtgemeinde sehr bedeutende Vortheile; in einer der nächsten Sitzungen aber «wird der Gcmeinderath schon über den Vertrag betreffs der Hintan-gebung des Baues der elektrischen Straßenbahn zu be» schließen haben. Durch diese Bahn wird einerseits eine ! größere Rentabilität des städtischen Elettricitätswcrtes gesichert und anderseits einem längst fühlbaren Wunsche nach einem billigen Verkehrsmittel Rechnung getragen werden. Mit der elektrischen Straßenbahn in Verbindung steht die Abtragung der jetzigen* Holzbrücken über den Laibachsluss. Für die neue Fleischcrbrücke habe ich schon im Jahre 1Uii6 Plime anfertigen lassen. Auch hält die Stadtgemeindc die erforderliche Geldsumme für den neuen Brückenbau bereit. Ich hatte den Wunfch, diese Brücke möge sofort erbaut werden, da deren Bau zum Andenken an das glorreiche 40jährige Regierungsjubiläum Seiner Majestät beschlossen worden war. Allein da die Frage, betreffend die Trockenlegung des Laibacher Moores, ihrer endgiltigen Lösung entgegenrückte, habe ich diese Angelegenheit auf eine spätere Zeit verlegen müssen. Indessen hege ich die berechtigte Hoffnung, dass diese Frage in Kürze erledigt und im kommenden Triennium meiner Amtsthätigkeit nicht nur die Fleischer-, sondern auch die Brücke bei St. Jakob abgetragen werden wird. Hinsichtlich letzterer pflegte ich mit der kaiserlichen Regierung Rücksprache und erhielt die Zusichcrung der Bereitwilligkeit, dieselbe durch eine eiserne Brücke zu ersetzen. Die höhere Mädchenschule, ein Institut von unschätzbarem Werte für die Erziehung unferer weiblichen Jugend, wird heuer schon ihr drittes Schuljahr beschließen. Der zur Erinnerung an das glorreiche fünfzigjährige Jubiläum feiner Majestät des Kaifers errichteten Anstalt widerfuhr die außerordentliche Ehre und das seltene Glück, sich mit dem Namen «Kaiser Franz Josef I. städtische höhere Mädchenschule» schmücken zu dürfen. Der Bau des Vollsbades und jener des neuen städtischen Armenhauses werden schon im kommenden Monate in Angriff genommen werden. Diese beiden für das Sanitätswcsen, beziehungsweise für die Verforgung unserer verarmten Mitbürger so wichtigen Anstalten werden noch späten Generationen Zeugnis davon abgeben, wie gut die Stadtgemeinde Laibach die Intentionen unseres gütigen Monarchen verstanden, die Intentionen eines Herrschers, der in seinem Edelmuthe den Wunsch hegte, das Andenken an sein Regierungsjubiläum in wohlthätigen Institutionen erhalten zu sehen. Im nächsten Monate wird der freiwilligen Feuerwehr ei« längst gehegter Wunsch in Erfüllung gehen: dieselbe wird in ihr eigenes Heim einziehen. Dort werden auch die städtische Wasserleitung, das städtische Elcltricitäts-wert, die Reltungsstatiou und eine Abtheilung der städtischen Polizeiwache ihr Unterkommen finden. — Aber auch mit dem Baue des so dringend nothwendigen Schulgebäudes für die städtische achtclassige Mädchenschule wird, wie ich hoffe, bereits im kommenden Monate begonnen werden können. Die Frage inbetreff der Errichtung einer staatlichen gewerblichen Werlmeisterschule in Laibach befindet sich im letzten Stadium ihrer Lösung, und schon im nächsten Jahre wird sür diese Anstalt, die von großer Bedeutung für die Hebung des Wohlstandes in unseren» Lande zu werden verspricht, ein eigenes Gebäude aufgeführt werben müssen. Mit diesem Baue in indirectem Zusammenhange steht auch der Ausbau eines eigenen Heimes für die Kaiser Franz Josef 1. städtische höhere Mädchenschule, deren noch erfolgreichere Entwickelung von der Errichtung eines Pensionates an derselben abhängig ist. Ich hoffe, mit Hilfe aller berufeuen Factoren auch diefe Frage einer günstigen Lösung zuführen zu können. Im laufenden Jahre oder längstens im kommenden Frühjahre wird mit der Pflasterung der Hauptgasscn der Stadt begonnen und damit in Assanierungsangclcgenhciten wieder ein bedeutender Schritt nach vorwärts gethan werden. Auch werden einige dringend nothwendige neue Gassen zur Eröffnung und die Gruberstraße zur Um-legung gelangen. In Anbetracht der Verkehrshindernisse, welche die unzweckmäßige und unzureichende Einrichtung des Süd-bahnhoses verursacht, habe ich alle erforderlichen Schritte zur Abhilfe gethan. Dieselben blieben nicht erfolglos; Beweis dessen der Umstand, dass die Südbahn schon im kommenden Friihjahre ausgiebige Umgestaltungen ihres Bahnliofcs in Angriff nehmen wird. Meine Herren! Ein großer Theil der Arbeit aber harrt noch der Lösung. Die wichtigste und für Laibach die fchl'cksalschwerstc Periode rückt erst heran., Im Jahre 1i)0i wird nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 6. Juli 1895 mit der Rückzahlung der unverzinslichen Darlehen, welche behufs Milderung der Folgen der Erdbebenkatastrophe gcwchrt wurden, begonnen werden müssen. Die genauen Erhebungen, welche ich behufs Klarstellung der Verhältnisse, in denen jene Hausbesitzer leben, welche der staatlichen, unverzinslichen Darlehen theilhastig wurden, angeordnet habe, zeigen bereits jetzt, dass es in Laibach eine neue Katastrophe abgeben würde, falls die lNraicruna mit ri»clsich!sloser Tlrenae die fälliaen Ralen der staatlichen unverzinslichen Darlehen einfordern wollte. In diesem Falle müssten die Hausbesitzer der Reihe nach von ihrem Besitze vertrieben werden. Es wird daher meine Pflicht sein, alles Erforderliche zur Abwendung einer solchen neuen Katastrophe von Laibach zu veranlassen. Dabei rechne ich auf die thatkräftige Unterstützung seitens Seiner Excellenz des Herrn Landespräsidenten, der in den Tagen der ersten Bedrängnis und Noth ein so mitleidiges Herz für Laibach bekundet hat. Er wird sein gewichtiges Wort in diesem Falle umso leichter erheben können, als der Staat in anderen Königreichen und Ländern schon Millionen und Millionen ähnlicher Forderungen abgeschrieben hat, obschon vielleicht nirgends dafür so dringende und gewichtige Gründe geltend gemacht werden tonnten. Die Staatsverwaltung, welche sich eigentlich erst in der letzten Zeit — und auch in dieser Beziehung ge-büren Seiner Excellenz unbestreitbare Verdienste — lebhafter für Laibach zu interessieren begann, möge sich aber auch bewusst sein, dass es ihre Pflicht sei, die Entwickelung dieser Stadt zu fördern. Dieser Pflicht wird dieselbe am leichtesten dadurch entsprechen, wenn sie in Laibach solche Anstalten errichtet, welche in die Stadt neues Leben und neues Verdienst bringen. Bis zu einer gewissen Grenze habe ich dasür in dieser Hinsicht sehr wertvolle Zusicherungen maßgebender Personen erhalten und ich gebe mich der Hoffnung hin, insbesondere, da ich nicht zu rasten gedenke und leine Mühe scheue, dass bereits das kommende Triennium der Stadt Laibach eine sehr wichtige Errungenschaft bringen werde. Wenn ich noch erwähne, dass die Errichtung einer Markthalle, von welcher ich überzeugt bin, dass sie außer anderen Vortheilen der Stadt auch ansehnlichen materiellen Nutzen brächte, nach wie vor in meinem Programme verbleibt, habe ich unter Himoeis auf die vergangene Periode von drei Jahren in Kürze mein Programm fürs künftige Triennium auseinandergesetzt. In allen Dingen muss ich mich natürlich daraus verlassen, dass mich die musterhafte und ihrer Pflichten in vollem Maße sich bcwusste Magistratsbeamtenschaft auch in Hinkunft mit demselben Eifer und der gleichen Opfer-willigleit wie bisher unterstützen und dass unter uns das bisherige, ich könnte sagen, familiäre Verhältnis herrschen werde. Meine Herren! Dass im abgelaufenen Triennium so vieles ins Auge gefasst und ausgeführt werden konnte, dafür danke ich vor allem dem Gemeinderathe, der mich bei allen meinen Bemühungen aufs kräftigste unterstützte. Es ist wahr, dies hat eine scharfe Kritik, die öfters die Schranken des Anstandes überschritt, hervorgerufen. Giftpfeile flogen nicht nur auf mich, der ich darauf gefasst war, sondern auch auf den Gemcinderath. Aber dieser blieb standhaft und zum Beweife dafür hat er mir heuer sein Vertrauen noch glänzender als vor drei Jahren, durch die einhellig erfolgte Wahl zum Bürgermeister, erwiesen. Meine geehrten Herren Collegen, ich danke Ihnen dafür! Wohl bin ich überzeugt, dass sich immer Leute finden werden, denen das gute Einvernehmen zwischen Ihnen und mir ins Herz weh thun wird. Für die Mühewaltung, mit welcher Sie sich dem Gemeinwohle opfern, werden Sie Vorwürfe ernten; Ihre Opferwilligleit wird mit Undank gelohnt werden. Aber vergessen Sie nicht, was ich auch niemals vergessen habe: Undank ist der Welt Lohn. Haben Sie dies stets vor Augen, so werden Sie sich bei Ihrem öffentlichen Wirken von keinerlei anderen Rücksichten leiten lassen, als von den Trieben des Herzens und Gewissens, von der Liebe zu unserer sich verjüngenden Landeshauptstadt und vom Bewusstsein gethaner Pflichterfüllung. Dieses Vewusstjein, geehrte Herren Collegen, aber besitzen wir alle. Wir haben die Stadt Laibach regeneriert und verjüngt, wir haben ihr die Bedingungen zu einer ersprießlicheren Entwickelung gegeben, wir haben die städtische Verwaltung so geordnet, dass derselben die schärfste fachliche Kritik nichts anhabe» kann. Es mögen daher immerhin Thersite erstehen und uns verunglimpfen: die Geschichte — dessen bin ich vollkommen sicher — wird urtheilen, allein uns wird sie nicht verurtheilen. Geehrte Herren Collegen! Ich habe heute in die Hände des Vertreters der kaiserlichen Regierung den feierlichen Eid, wie selben die Gemeinde-Ordnung vorschreibt, abgelegt. Aber auch Ihnen bin ich einen feierlichen Eid schuldig. Derselbe wird zwar nicht von der Gemeinde-Ordnung dictiert, und — da Sie meine bisherige Thätigkeit kennen — erwarten Sie ihn vielleicht auch nicht. Allein ich leiste Ihnen den Schwur freiwillig. Empfangen Sie also in diesem feierlichen Augenblicke die Versicherung, dass ich in der ganzen Zeit meiner Amtsthätigkeit Ihr treuer College, nicht der erste unter Ihnen, vielmehr ein Gleicher unter Gleichen verbleiben werde; empfangen Sie das Versprechen, dass die Liebe zu unserer schönen Stadt niemals in meinem Herzen erlischt, dass ich immer und gegen jedermann aufs entschiedenste die Intsgrität deren Autonomie wahren und dass ich — ohne Verletzung der Gerechtigkeit gegenüber den Mitbürgern deutscher Nationalität — niemals meiue erste und heilige Pflicht vergessen werde, den slovenischen »Charakter dicsrr Stadt zu wahren, Laibacher Zeitung Nr. 150. 1L08 4. Juli 1899. Meine Herren! Das Slovenenthum und das Oester-reicherthum - dies sind zwei untrennbare Begriffe. Des» halb war auch der Slovene immerdar treu und bleibt auch immerdar treu feinem Monarchen als dem Hüter des österreichifchen Staatsgedankens. In glänzender Wcise hat diese traditionelle Treue und Ergebenheit das weihe Laibach im vorigen Jahre manifestiert, als es zur Feier des Regierungsjubiläums unseres geliebten Kaisers Franz Josef I. Anstalten traf wie nicht bald eine Stadt dieser Monarchie. Infolge des bekannten traurigen Vorfalles mussten allerdings alle Festlichkeiten unterbleiben; aber die städtische höhere Mädchenschule, das Voltsbad, das städtische Armenhaus und das in Kürze erstehende Kaiser« dentmal, sie alle bleiben für immer beredte Zeugen jener Gefühle, von welchen die gesummte Bevölkerung unserer schöneil Stadt und insbesondere das ganze slovenische Volk beseelt ist. Meine Herren? Dem benachbarten Kärnten wird das Glück zuthcil werden, heuer in seiner Landeshauptstadt Seine Majestät begrüßen zu können. Ich hoffe, es wird auch unfer Gemeinderath bei dieser Gelegenheit des Glückes theilhaftig werden, Seiner Majestät durch eine Deputation die Versicherungen unentwegter Ergebenheit und Treue zum Ausdrucke zu bringen, einer Ergebenheit und Treue, der auch wir heute dadurch Ausdruck geben wollen, dass wir uns in dem Rufe vereinigen: «Seiner Majestät den« Kaiser und König Franz Josef I. Slava, Slava, Slava!» Die ganze Versammlung stimmte begeistert in diesen Ruf ein. Hierauf entfernte sich Seine Excellenz der Herr Laudesprüsidcnt, und es erfolgten Gratulationen feitens der Gemcindcrathsmitglieder (Dr. Ritter u. Bleiweis), seitens der städtischen Beamten (Magistratsdirector Voncina), des k. k. Stadtschulrathes (Domdechant Zamejic), der städtischen Lehrerschaft (Oberlehrer Raltelj). der Tirnauer Pfarre (Pfarrer Vrhovnik), des städtischen Sanitätsrathes (Dr. Ritter v. Äleiweis), der Verzehrungssteuerpachtnng (Director Senelovit), der städtischen Sparcasfe (Präsident Petricic), der Bezirksvorstände (Controlor Trtnit), des Ausschusses für die Verwaltung des Vürgerfpitalfonds (Professor Gujezoa) und der Feuerwehr (Hauptmann Stricelj). Um 1 Uhr nachmittags fand im Sommersalon «Zur Stadt Wien» eine Festtafel statt, an welcher die Herren: Seine Excellenz Landcspräsident Freiherr von Hein, Seine fürstbischöfl. Gnaden Dr. I e g l i c, Landes« hauptmann v. Detcla, Finanzdirector Hofrath Lubec, Landesgerichtsprüsident Levicnik, der Präsident der Aerztelammer Dr. Ritter v. Bleiweis, der Präsident der Notariatskammer Gogola, Stationschef Gutt-mau, der Präsident der lrainischen Sparcasse Luck mann, der Präsident der Advocatenkammer Dr. Mosche und der Präsident der städtischen ^par« casse Petricic theilnahmen. — (Von den k. k. gewerblichen Fachschulen in Laibach.) Einer uns zugehenden Mittheilung zufolge hat das hohe l. t. Unterrichtsministerium die Einführung des Turnunterrichtes an der k. k. Fachschule für Kunststickerei und Spitzenarbeiten vom I. Jänner 1900 angefangen angeordnet. Dem Turnunterrichte, der als unobligater Gegenstand gelten soll, sind wöchentlich vier Stunden zugewiesen. — Durch die Einsührimg des Turnunterrichtes hat die Unterrichtsverwaltung einem längst fühlbaren Bedürfnisse an der Anstalt abgeholfen und in sanitärer Beziehung einen höchst wichtigen Schritt gethan, dessen segensreiche Folgen bald hervortreten werden. — (Schulschluss.) Das laufende Schuljahr wurde heute an der l. t. Lehrer- und Lehrerinnen-Aildungs-anstalt sowie an der damit vereinigten Uebungsschule mit einem Gottesdienst in der Herz Jesu-Kirche geschlossen. Nach der heil. Messe fand in der Anstalt die Zeugnisvertheilung statt. — (Abschiedsfeier.) Der Lehrkörper der t. k. Lehrer« und Lehrerinnen - Bildungsanslalt und der damit vereinigten Uebungsschule veranstaltete gestern abends zu Ehren der heute aus dem Lehrstande schei« dendcn Herrrn Collegen, der Uebungslehrer Johann Eppich und Franz Gerlmann, im Schweizerhau,.' cchen Abschiedsabend, an welchem sich auch die Herren Schulrath Dr. Iunowicz und Landesrcgierungsrath Dr. Zupanc betheiligten. Die beiden Gefeierten, von denen Herr Eppich auf eine 4t)jähriqe, Herr Gerkmann auf eine ^jährige sehr ersprießliche Dienstzeit zurückblicken können, bildeten den Gegenstand herzlicher Ehrungen. Die auf sie ausgebrachten zahlreichen Trinksprüche klangen zumeist in den Wunsch aus, es möge den beiden Herren lange vergönnt sein, die wohlverdiente Ruhe zu genießen. — (Ausstellung von Arbeiten der trainischen Kunstwebe - Anstalt.) Man berichtet uns: In dem mit Blumen reich geschmückten Modelliersaale der k. l. Oberrealschule bot sich uns die seltene G» legenheit. einen wiedererwachten Theil der Textilindustrie zu bewundern; das sind die Scherrebeler Wand« teppiche. In Schweden-Norwegen, Schleswig.Holstein und anderen Ländern an der Ost- und Nordsee findet man noch heutzutage derartige Teppiche als Hcmsfchmuck in alten ehrwürdigen Äaucrnhäusern. Die Teppichweberei bildete in den dortigen Gegenden eine sehr beliebte Hausindustrie, welche jedoch im Laufe der Zeit immer weniger gepflegt wurde und endlich beinahe ganz in Vergessenheit gerathen wäre. Schweden - Norwegen gab den ersten An-lass zur Wiederaufnahme dieser altehrwürdigen Technik; bald folgte auch Schleswig-Holstein dieser Richtung und hat nun in Scherrebet eine zwar junge, doch schon einen Weltruf genießende Anstalt. In Oesterreich war diese Techl'ik bis vor kurzem beinahe unbekannt. Desto erfreulicher ist die Thatsache, dass wir der Großmuth der trainischen Sparcasse die Errichtung und Erhaltung einer Anstalt verdanken, welche den Zweck verfolgt, die alte Technik sowohl als Erwerbsquelle als auch als Hausindustrie ill unser Land zu verpflanzen. Die Webeschule begann ihre Thätigkeit am 2. Jänner d. I. mit zehn Schülerinnen, welche Zahl bis zu 18 anwuchs. Am 29. und 30. v. M. hatten wir Gelegenheit, die beinahe durchgehends bestens gelungenen Arbeiten der zuerst eingetretenen Schülerinnen zu besichtigen. Da sahen wir vorerst die von der Lehrerin Frau Hedwig Peuz, einer Schülerin der Scherrebeker Anstalt, ausgeführten Arbeiten. Mit Recht wurde die kunstgerechte Ausführung des Go-bclinmusters «Der Seeadler» allseitig bewundert. An diese Muster reihten sich die Arbeiten der Schülerinnen, welche den Curs theils mit sehr gutem, theils mit gutem und theils mit minderem Erfolge besuchten. Wir sahen von jeder Schülerin ein Webetuch in Schichtweben und eines zum Theil in Halbgobelin und zum Theil in Gobelinwebe; außerdem Stücke mit bestimmter Verwendung, sei es als Stuhllehne, Kisseubezug u. dgl. Eine Probe ihrer Webe» fertigkeit bezeugten alle durch die gleiche Prüfungsarbeit — einen Blütcnzweig auf hellem Grunde. Eine fehr lehrreiche Studie bot fowohl dem Laien als auch dem Kenner die Vertiefung in die gesteigerten Anforderungen an dle Handfertigkeit der einzelnen Weberinnen. Als Vorübung für die größeren Stücke sieht man in den Muster-tüchern Älütcnzweige, Blätter, Librllen, Schmetterlinge u. dgl. Wie unbeholfen, uneben und mangelhaft ist das erste Muster ausgeführt, und um wie viel schwungvoller, sicherer und formvollendeter wird die Arbeit von Stufe zu Stufe! Unter den großen Arbeiten heben wir die Stuhllehne im Schichtweben des Fräuleins Goltsch hervor, Die Arbeit siel durch den gleichartigen festen Schlag im Weben auf. Ferner sind erwähnenswert die Wcinranken und Kornblumen des Fräuleins Breskvar, wobei die Schönheit der Fadensührung befonders gefiel. Wir sahen einen Wandbehang »Wasserlilien», welcher von den Fräulein Lagger, Eesar, Sedey und Lasetzky sehr gleichmäßig ausgeführt wurde und durch die eigenartige Zeichnung gefiel. Fräulein Czizel lieferte einen hübfchen Nococoteppich, Fräulein Zupancic andere hübsche Probestücke. ^a»t not loust ist das Sportstück in Gobelintechnil des nunmehr als Hilfslehrerin angestellten Fräuleins Stedry hervorzuheben; es verdient infolge der äußerst gelungenen Webefertigkeit volle Anerkennung. Nebstbei fei erwähnt, dass auch die Zeichnung eine sclbst-ständige Arbeit der sehr begabten Dame ist. Es würde zu weit führen, wollte man alle Arbeiten einer eingehenden Besprechung unterziehen; es sei nur noch con-statiert, dass fowohl die Lehrerin als auch die Schülerinnen mit den erreichten Erfolgen zufrieden sein können. Sehr lehrreich wirkten auch die aufgestellten Webestühle mit den noch unvollendeten Tapetenmustcvn. Ein kleiner, auf einem Tifchchcn aufgestellter Salonwebestuhl lud fo manche Dame ein, sich in den häuslichen Mußestunden als Ariadne zn versuchen. Die ebenfalls ausgestellten Originalzeichnungen des bestens bekannten und bewährten Architekten R. Hamel vom Oester-reichischcn Museum in Wien — so die Weinranken, der Goldregen, die Kornblumen — veranlassten zu einem sehr interessanten Vergleiche von Vorlage und Ausführung. Man sah, wie schwierig es ist, die feinen Windungen, Aederchen u. dergl. im Weben frei nach' zubilden. - Ein zweiter Curs beginnt mit 1. October in den neuen Räumlichkeiten. Anmeldungen zum unentgeltlichen fünfmonatlichen Unterrichte können täglich im Äivant'schen Hause. Erdgeschoss rechts, stattfinden. Die Schülerinnen des ersten Curses werden vom 3. d. M. an uom Vereine als Arbeiterinnen gegen Entlohnung beschäftigt. — (Leichenbegängnis.) Unter zahlreicher Betheiligung wurde gestern Herr t. t. Oberingenieur Wenzel Stedry zur letzten Ruhestätte geleitet. Dem vrich mit Blumen geschmückten Leichenwagen folgten u. a. Landeshauptmann Otto v. Detela, Oberst v. Nitsche init zahlreichen Herren des Officierscorps, Regierungsrath Marquis G.ozani und viele Beamten, Bürgermeister Ivan Hribar, der Präsident der lrainischen Sparcasse Josef Luck mann mit den Directiousmitgliedern und der Beamtenschaft, Negicrungsrath Professor Edler von Valenta-Marchthurn, Stabsarzt Dr. Stare lc. Ein pietätvolles Andenken wirb dem Verstorbenen in ferne Zeiten bewahrt bleiben. — (Verlängerung der Dien st stunden.) Das l. k. Post« und Telegraphenamt Gurtfeld hält vom 15. Juli bis inclusive 31. August d. I. den vollen Tagdienst. — (Von der LaibacherErdbeben warte.) Gestern um 7 Uhr 41 Minuten früh wurde vom Mikro-seismographm eine Bewegung von 8 ium, von einem auswärtigen Bebenherd in der beiläufigen Entfernung von 250 1cm herrührend, verzeichnet. Richtung Südost-Nordwest. — (Aus Weißenfels) schreibt man uns unter dem Gestrigen: Heute um 7 Uhr 37 Minuten früh wurde hier ein leichtes Erdbeben verspürt. Es zitterte z. V. der Tisch in der Richtung von Ost nach West ungefähr zwei Secunden. — Seit Freitag den 30. Juni ist der Restaurateur der Stahlwerke Weißenfcls, Herr Fried. Dom. Bernhart, abgängig. Er ist am Freitag angeblich nach Villach gefahren und feitdem nicht zurück« gekehrt. — (Concert in Rudolfswert.) Am 1. d. M. abends fand in den Gartenlocalitäten der Bier-Halle Brunner ein Concert der Bürgercorpslapelle statt. Dasselbe war so gut besucht, dass sämmtliche Plätze besetzt erschienen und viele Besucher sogar keine Sitze fanden. Obschon die Musik am folgenden Tage bereits um 5 Uhr früh zu der Feuerwehrfestlichkeit nach Treffen abgehen nmfsle, nahm das Concert erst um 1 Uhr sein Ende. Darauf trug noch der bekannte Meister im Clavier-spiele Herr Josef Varboriö dem in animiertest« Stimmung nahezu vollzählig verbliebenen Publicum eine Reihe von Tonstücken vor, so dass die Unterhaltung erst um halb 5 Uhr morgens zum Abschlüsse gelangte. In den Zwischenpausen trugen frühere Mitglieder des Rudolfswerter Männergesangvereines verschiedene Lieder vor, dle sich eines ungetheilten Beifalles zu erfreuen hatten, o- — (Vieh markt.) Auf den gestrigen Iahres-Viehmartt wurden 1131 Ochsen und Pferde, 2tt4 Kühe und 5,7 Kälber, zufammen 1452 Stück, aufgctrieben. Der Verkehr in Ochfen und Pferden war ein fo reger wie fchon lange nicht, da von allen Seiten Käufer erschienen und gegen gute Preise das Vieh erhandelten. Schwächer war der Verkehr in Kühen und dabei insbesondere in Mutter- , luhen, weil der Preis der Kälber ziemlich nachgelassen hat. ^ Neueste Nachrichteu. ! Der Ausgleich. l (0ngi»al'T«>eglllmn,e.) Budapest, 2. Juli. Ministerpräsident Graf Thun, welcher heute morgens hier eingetroffen ist, besuchte im Laufe des Tages den Ministerpräsidenten Koloman von Szell, um mit ihm über mehrere laufende Angelegenheiten zu conferieren. Budapest, 8. Juli. Ministerpräsident Graf Thun erschien um 11 Uhr vormittags im Abgeordnetenhause, woselbst er mit dem Ministerpräsidenten v. Szell neuerdings eine kurze Besprechung hatte. Wie das ung. Tel.-Corr.'Nur. erfährt, hat es sich hiebet um dle detaillierte Feststellung jener Modalitäten gehandelt, unter denen die gleichzeitige Publication der Ausglelchsgesetze und der diesen entsprechenden kaiserlichen Verordnungen zu erfolgen haben wird --Ministerpräsident Graf Thun tritt heute die Rückreise nach Wien an. Die Vorgänge in Belgien. ! (original-Telegram,!«.) Brüssel, :j. Juli. Der «Gazette» zufolge wurden in Alost bei den gestrigen Kundqcbun^n zehn Personen von Polizisten durch Säbelhieb!' verwundet. Vier Verhaftungen wurden vorgenommen. Wie «Patnot. möldet, trugen in der Stadt Lüttich die Hoclaldemolratcn Placate umher, durch welche die Vurgergardlsten aufgefordert werden, die Gewehr' l< "ach oben zu tragen, wenn man ihnen befehlen sollte gegen die Manifestanten zu marfchieren. ^'" s°"Mllche Versammlung im Volkshause zu Mons beschloss, wenn die Regierung am Dienstag dle Wahlvorlage nicht zurückziehen oder eine neue "^ «3"w"gm sollte, in welcher nicht das all> gememe Wahlrecht enthalten ist, sofort den Ausstand lm Kohlenbecken von Mons zu erklären. Vrussel, 5 Juli. Die Parteien der LinleN oer Kammer sprachen sich in einer heute abgehaltenen Versammlung für die Zurückziehung der Wahlvorlagt A s<- - Auflösung der Kammer 'zum Zwecke eines ^ollsreferendums vor. «Independence Äelge. ver-U^rt, dle Regierung werde morgen eine Abänderung der Wahlgesehvorlage bekanntgeben. Gelegranline. Ischl, 3. Juli. (Orig.-Tel.) Seine Majestät del Kaiser ist um l Uhr 50 Minuten nachmittags hier eingetroffen und von der Erzherzogin Marie .?alerie am Bahnhöfe begrüßt worden, wuselbs« stch der Vezirkshauptmann Graf Saltiurg, Canonic^ Wemmeuer, Hofjagdleiter Graf Titz, Bürgermeistel Wlchnger und dessen Stellvertreter Leitner z^ Empfange eingefmiden hatten. Seine Majestät t>el Kcuser geruhte ebenso wie Frau Erzherzogin Ma^ Valene dle erschienenen Persönlichkeiten huldvollst ^ zusprechen. Laibacher Zeitung Nr. 150. 1209 4. Juli 1899. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 1. Juli. Edler v. Manussi, l. u. l. Oberst, Comman-dant der Tiroler Kaiser.Iiia.er, Schloss Thurn.Gallenslein. — Urbas, l.l. Hofrath, s. Mmahlin; Nany Edle v. Wallensberg, Felbmarichllll.Lieuteuautsgllltin; v.Kodolitjch,!. l. Oberlieutenant; Stricker, Privat, Graz, — Slavic, Privat, s. Schwester, Karlstad!. — Pros, t. l. Beamter. Piset. — Maiditsch, Private, s. Sohn, Vültermarlt. — Trappen, Director, Njsling. — Suchanel. Ing., Prag. — Angelato. Nanlbeamter, j. Gemahlin; Senny, Private, s. Tjochter, Trieft. — Zagoda, Prof., Gosptt. -Jordan, Ing,; Pitacheneder, l. u. l. Hauptmann, s, Gemahlin; Künigsberger, Franl, Stirler. Kflte., Wien. — Schwart. Kfm., Esfeg. - Nlanl, Kfm., Rossbach. — Meng, Kfm., Eger. - Fabricius, Kfm., Berlin. Volkswirtschaftliches. Lllilmch, 1. Juli. Die Durchschnittspreise stellten sich wie folgt: Martt.Piti^ Viarll.Pre»»^ von bi» von bi« N",ki7 fl!lr7 fl7tr7 ss, lr. Weizen pr. 100 llß 10 — 10 - Butter pr. Kilo . —80------- Korn » 8—850 Eier pr. Stück . . — 2» —^— Gerste » 7 20 ?!— Milch pr. ititer . . —! » -< — Hafer . «,50 6«0 Rindfleisch pr. Kilo 60—^— Halbfrucht . —^------->- Kalbfleisch . —64- — Heiden . 8 50 8 50 Schweinefleisch » —75 — — Hirse, weih » 9—6 20 Schöpsenfleisch » — 40------- Kuluruz . 5 60 5 70 Hähndel pr. Stück — 60------- Erdäpfel . 8 50 — — Tauben . —>20 —— Linsen Heltoliter 10^-------!— Heu pr. q ------------------- Erbsen . 11---------- Stroh » . .--------------- Fisolen . 9----------- Holz, hartes pr. Ninbsfchmalz Kilo 1----------- Klafter —!----------- Schweineschmalz» —70------—weiches, » — >----------- Speck, snsch . — 64 - Wein,roth..pr.Hltl.--------------- ^ geräuchert » —,70 — — weißer, »--------------- Verstorbene. Am 30. Juni. »arl Kamnilar, Heizerssohn, 9 M., Udmat 108, Tuberculose. — Wilhelm Neck, Iimmermaler, 38 I., Chrongasse 15, Lungentuberculose. Am 1. Juli. Nilolaus Dev, Thierarztenssohn, 3'/, I, Kuhnftraße 2, Scharlach. - Augustina Noval, Heizerstochter, 1 M.. Rabctzlystraße 1, Zroncliili» (Hpillkl-ilz. — Victor Koprivc, Dienstmannssohn, 3'/« I., Polanastraße 66, Masern. Am 2. Juli. Wenzel Stedry, l. l. Oberingenicur i. R., 89 I., Nonnengassc 4. Marasmus. , Vteteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^ ^« ^ ! L« """ be.Wmel. keß ^ ^Ü.N. M s^M^'O'S^zml. st. hnter ! " 9 » Ab. 734 1 j 11-7 ^ 3i. fchwach ^ heiter _____ ö. schwach " bewvllt^i b 1 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 13 6», Normale: 19 3«. Gestern von '/< 4 bis 5 Uhr nachmittags Gewitter. Vlonatsübersicht. Der verflossene Monat Juni war mäßig warm und regnerisch. — Die Beobachtungen am Thermometer ergaben durchschnittlich in Celsiusgraden: Um 7 Uhr früh 13-5°. um 2 Uhr nachmittags 21 7», um 9 Uhr abends 16 3". so dass die mittlere Lufttemperatur dieses Monates 1? 2" beträgt, um 06" unter dem Normale. — Die Beobachtungen am Varo» meter liefern im Durchschnitte 734 4 ,nm als mittleren Luftdruck dieses Monats, um 1 6 mm unter dem Normale. — Nasse Tage gab es 13, der Niederschlag beträgt im ganzen 1l2 8 mm Regen — Winde aus Süden und Südwesten waren vorherrschend, aus der letzteren Richtung mitunter ziemlich start. Verantwortlich« Redacteur: Anton Funtel. Lottoziehnng ve« l. Juli. Linz: 8 2 34 3 54 Trieft: 66 36 49 15 87 Orunoltn zum Einlassen von Möbeln, für Tischler. Möbelhändler und Pri vate Erhältlich bei Vrüder Gberl, Laibach, Isfaneibeanev gaste. Nach auswärts mit Nachnahme, s882) 11—4 ^^ sli231) 25—:> ^«3>»O 2U be^ie^en «iurct,: Wic l le5>covic, !McK. Course an der Wiener Kürse vom 3. Juli 1899. «°«>»» »M.^ i»«,«»» ., . _ «klb «are zla»l».Anlthen. ^ ««nbeltllcke «ente ruar'?luauN »«>»» 100 5d ..Silber verz. Iännei ^ul« 1<»0 « 100 4z ,»'' .. .. «PrilOttuber »"> «5 l«« 4» «<« 4°/, ßta»t»I°le !il.o st. l6«..,e9. l«»»er 0»/, „ «<,„z, zyy ^. !»« i»0 13» «> ^?" ^« " »ünlttl 100 l. »ö? llb ll?-°u l»«^r Vtaattlose . . 10« l. «ü—1«« . 5°, ^> «V/ . . bo ft. «»-il»S-. "/. »°«..Ps»nbbl. k i« st. l«. »b <4l» - A vtsterr, »oldrente, ste»erft«i ll» « ll9 liz */z bt«, Rente in llronfiiwähr., !«euerl«nri)ne!l«o». l0l>»0 loo 5N ,,,,«°. dt°, per Ultimo . .lUl»»0lO0üU »'/,»/» ofterr. Investition,.««»«« sur »00 lkronen slom. . . »? »h ^7 ,^ «ise»b»hn.St»atssch»lbve». schrelbungen. «llsllbethbahn !n «.. steuerfrei . (biv. O»,), für 100 st. G 4», llS «0 u? ko ^°nz.I,,el.««hn «^c» l»s <0 «ubolftbahn 4°/«'Kr. N«m..... 9,- »»7l» ^" «t««t»schnlb»erschre«bn«. »t« «b»tfte«p. »llenb..«ttlt». sllsobethbahn «o« fi, «Vl, 5'///, d»°. U tdlignlil'ile«. EMabelhbal»» «» «. ««0 «», 4"/, «b ,0°/, ». 6t, . . . U4»v»«»0 Elisabcthbahn, 4»/„ bto, dl«, per Ultimo , . W-Nb 9» t»z bto Vl./,''/, 8^9!» 8«'!0 bto, bt». VUber 10a fi,, 4'/,"/, lou «ö 101 « dto, Ota»,»Obli,. (Un«, 0st!>.) v, I. 187«, 5«/,..... „0 ,0 1^» ?« b»o,4'/,°/„Nchanlle«<>l'«bl.0b!, 100- »no 90 bt,, Vram,.«nl. k 100 ll, ». W ,«>' — 1SI — bto blo k «> fl. ». W, ,«„ .- isl — Theih°«e,,.L°le 4«/. »«« K. . ,« —l39- Glundentl.'Vbllgallone» (für ION fl. ««.). 4»/^ uügarüche (lO0 sl, », ».) . 94'bO 9» l»«> 4»/. kroa»i!che unb «lavonilch« . 96 .»» «? »» Andere ossenll. Anlehen. Donau'«eg,'L« bt», 'Nnlelhe 18?» . . 10« b<) «W 50 »nleye» ber St>,d> «»ör» . . II»- - —'— «nleden b, Stab!,ie»slnbe Wien 10» »<> 104 50 .'lüleben b, ktablgcmeiüde Me» Prämien «nl, », Slabtss«, Wi« l?9— 18s — t!üc!el»«!«^l»ltl)e». vell»«b, »'/, jyo^ _,^ ßsandbrieft (für loo fl). Vol»cr, °Ug,ost., »m, ii9?» ,,^?l» dto. bto. 3«/«. II, »M. 11? 50,L8,h «.«sterr, L, 4»/« . . 100X0 l0l «0 «poreafse.i.oft., 50 3,5'/,'/, vl, I0b50 — — Priorltztn.PbligaUone» (,Nr 100 „.). ss«rd«n«nb».!«orbbahn »», 1»»« 99 «, loo 3U besterr. Nordweslbalin . . . 1UV 51 1l0 »0 Vtaal»bal,»3°/„kFrc«.500p.el, «10'7b «« 7b Vübblhn 3»/« k Frc«. 500 p. «». 1«» 50 170 50 dto. 5<^>K ÜU0fl. p. »00fl. 1«- 1»»5U Nng,>>bcl..«nst.,Osst.,»«>fl.V,4ft»/. "» - «« - «rot,.«lnst. f. Hand, u. », KW fi. b.» «»380 - dto. bi«. per Ultimo Seftvr. «« 50 » AcNen »l>n tzrannporl» ßnttlnthmungen (per Vt»!l). «ulst« lepl, Eilenb. »0N f, . »««»' »»"- «eh». Norbbahn lb0 fl. . . «> 50 »43 «, Vulchtiehradsr . 500 sl, pfichifs«yrt«»Vef., veflerl., kW l> »«. . . »«> — »«8-^ Dui »obenbnchsr« .«.»Wsl.G. ?4'?5 7b-?5 Aerdmand» Vtordn. >!XX»f!,!lVl. >»ü0' »«»' Üemb.'llzerno».. Iassy. Eilenb.» VeleMch«ft ,<»0 N. b , . »«? 5o ««-«» ««^. Oesl.. lriefi. 500 fl. «Vl. 44U--. 44» — 0eslerr, «»rbwtftb »«! ll, 8. »45 - »4S-- bto dto sül, U) »00 ft, s »58 »5 »59 »l> Pr»«'Dulel VÜenb, 15« ft. «.. »6 - 99 .'.« Vl«a«»eilt,il»bn «X» fl. V- . »44 — »44 üo Güdbahn »00 si S..... ?4 - 74 5" Oübnorbb. Verb .« «X> fl. «Vl. 1«8 »5 19» «i> lr«m»«»>»,<.,«r.170fl.».«. —'--------— bt,. lX» sl. . . . 1»»'— 1>4'- Ung.Halij »isenb lilX'sl. Kilbe, »1» «<> ,13-50 Ull«°»»ftb (»aa>"»l»»»0<)fl.e. »14b0 — — «ener «««lbabnen. »et..»^. —— — — z«>«stri»^c»ien (per Erült). «»usses. «ll«. »st.. I« fl. . . lO"-- «"-^ «,,b!er «tisen. u»b tzl«hl.I«». »n «O. 8650 9050 Wfftnller Viaurrei 1«! fl. . . ,?» — 180 — Vi,»l«n K,!slM . vest «lpi« «»9 « »40 — Praaer tile» ^»d «e>. «« fl. ,««»' i«8 valao lorj. Slsinlvblen »<» fl. z»»-— »lll» . „8chl»«l«iU»l'. V«vi«< »«>«. ,9». 19« — „«^«r» , P««ner1 » «.^» l«1 — »»4 — »«lb »«l» lrtwNrr Kohlen» «e! 7N fl, 180-.»81^ WaNens..« ,OrN in ^u'i!,l<»0fl. »Vü iv »0«--Wanaon.Leiballsl ,«lig , in Pest, wr, V<»lgt!ellsch»fl llX. ,l, . , ^., i3« Menerberger Ziegel^ctien^ef. A-^ 4?» - Dioers, fsse (per Stück>. Vubapest.Vastllca (Dombau) . «.««> ,.«« «reditlose 100 sl...... ^I_ ,^11 «l»rh.i!oD°n»U'D»mpf1ch i(!0sl«M, ..^ ^.^ Ofen« Los, 40 fl......— —- _ «°tb>>>l,re>,», Oest.«e,« »ei, v..5fl ^.7« ,'^ «>!°°lpl,.U°,e '<> fl, . . . «." "." ealm.«°Ie 4<» fl. «Vi . . «. «, e,,.»en,i«.i:°l, 4« fi im. . ^.,^ 3:.^7 «albstein.iiojt »0 fl. st»lt, l. t Banlnoten ... 44« «ck ?K <^l«.«ub.l ..... ,»^,?,„ » i^-^ .^^^-^»r^^^e . ?riv»t I>«p»t» <»«H» v««««tt» ^403) (ikranliert r«inu 5ii—10 «»»od, un6 Nonlß^ en ßru« unä en clöt2.il, UlVLrz«. leine I,»blrnok«n; ^arllutiert eeliter ^"uer 1eV»oli«ia»idr»Qt^«w por I.it«r "/20, »«nl^dr^nt^vw per I^iler ll. 1 — ^>8eno Lr/.eußuug), kr/tlicli auempfolilen. l»vi __^itneli, ^Voll-Clkvater.)«»»»« «r. 10. suunillleik-^ucktM ^"^ ^uy«ro-Uol2 «nil. ^««rszcii^uln, ^»liSLt uncl ?or!lellan, von renomlnierte»tyn lir- ">n unä ui^ny ^iliotiüp^ronn, ?ro«»i«n-^Nodvr, «lu2H«i»lt»»li uncl äer^l. in 8roL«r ^u8Wllkl bei (861) 7 ^2609) ^. 139/W" «Kilo. o«irvni» uzen« ny2N»n6 6y6lö« in N62N2N0, »6 je P()6»I» pri e. llr. 0kr»M! »oäni^i v I^oii, po lVl»li^i I^llrlinöii; ix Ololcn, tnHb» x»r»6i 2»8t»rnnM lsrMlvv pcw. 110 lM. dl» po6»t»vi witbv äo> loöil »e jy nnrok 22 u»lno r»xpr»vo u» V.julij» 1899, 6opoI6n6 ob 9. uri, pri t«m »oäiköu. V okrllmdo pr»vic loienöevik »o pn»»ttvljl» ?.» »llsbnill» ll<)»pc)6 (irsgor l^ak v l^oilu ^l» »krdnill do x»»lop»I toiknn v 0?.n»m6l^6ni prklvni »tvari na njyno N6varll08t in »lrosllk, äolllsr »6 on» N6 nzl»»! pri »l)6niji nli ny imynujs poodielsosnc:». 0. kr. okrajn» »oäniM v I^oHu, oclcl. I, än^ 30. juniM 1699. (2606) ?. 47/99 Edict. Das k. k. Bezirksgericht Gottschee, Nb-tbeilung I, gibt bekannt, dass über Georg Zagar von Alben Nr. 15 ob erhobenen Wahnsinns die Euratel verhängt, und demselben Johann Hagar von dort Nr. 9 ^ zum Curator bestellt wurde. ^ K. k. Bezirksgericht Gottschee, Abth. I, ^ am 29. Juni 1899. (2601) ' cl. 105/99 OKIio. ^opyr /Vno, l^klsnc) in ^Lro l^klrzi^ i^ lirino.^ick in n^ene n«pn/.nu>6 pr»vn6 n»»l6linik6, lc»wrik div»li8öv je nexnllno, »s js pocialkl pri c kr. okrkM »cxlmji v Veliilin l^»^iü»u, po k'rlluoylu öiloäio i/< ttsinozice 8t. 3, p0 poodlll^enou 8 ^o»lpu 8mo6eiu, ^ 0 lcr. nowrju ix Velülid i.»5iö, laid» /.nr»l^i prixnklnja drs/r>c>m«mbn0»ti pri! pl)»6«tvu vloi. «t 191 k»t obsins, 3v. lirs^nr uki^lisnili bretn«n. l^», poä»t«lvi l,oibe 2 6n6 25. ^uni^» 1899 »y 6o!oü«l ntlrolc 2» u»lno »porno r»5pr»vo n» 6»n 18. ^ulijll 1899, 6ops)I6no ob 8 uri, pri tym «oäizöu. V obr»mbo pr»vic ^ny. rlsivng in ^ery ^arZie ia Nrin^ioe »e ps)«tnviM 2» »krbnik» ^0»pc)6 Iznllcij Vir»nt v Vslikik I^klßiüllti. "s» »lcrbniil bo /.»-»topkll toisn« v o«n»luyn^«ni pr»vni »tv«».ri n«l n^iu ncv»rno»l in »lroslcs, äolller 36 ne oßla^o pri «oäniji »li ns imsnuj^o pooolttsüencli. 0. kr. ollr^nll »oäuiM v Vvlikiti iHßiö^k, 6ns 25. MiM 1899. (2538) ^^ ^48 Xacir. nil. (1t)^»vlM »6, a» »v ^s ixvrsil v tu» «xillylu 2»clruzn«m r68>»lru pri tvrcllli: korenn a) i«bri» i« ultö«l»lv» i/utopivzylz» u6» Ullgperi^ ^kvlMll in b) Vpi» V Nklö6l«lV0 N0V0 ikVOlj«. nv^ u6» ^oivl» ?jnf»rjlt, po»h«,lnill2 v (io^äu st. 7. 6. kr. ätziywil kol t^0vin»lc» »06-, u^ v ^udljllm, oäcl. Ill, 6n^ 23 iu. 'nijz 1W9 ^