»«NM» Mntt A » Nr.2SS/6S.Äavrg. vir» K 5O Zmtiieva DW» 4 selephon Z« V«Mis»p?ei1e? MchsW». . . vm zo-. ZiNleNen . vurch Pos« . . . . Zsen»«n. Zv vrtetO «ha« Markst «erd«n nicht dicklich» ttgt. lnseraienannoh»? t« Min«»? l>ri d«? He» Z«tW>D, jvvl« »et »Nni gr«qi»7»» iw»«»«» Qpebitt««» ö«» »«> «tz ty. Itovemver tyss Die Nadlkalen unter sich Blutiger Deklauf der radikalen Dersammlung tn Proluplje Die ANion d«» Abg. Savkit »rM m« der MKehr des Königs wieder in den Dordergmnd LM. B e o g r a d, 18. November. Das pöttlgspaar ist gestern abends von Poris Abgereist und wird mcrx^en gegen mittags in Veograd liutrrf^cn. Mit der Rückkeljr deS Herrschers !n d!e Nrsidenz dürfte sich aitch das politische Getriebe lebhafter geft v i 6 dafür ein, doh Leute in die Negierung eintreten, die als Anhänger dsS VersöhnnngsgedantenS 'gekannt sind. UrbrigenS bereiten die Demokraten dey Radikalen grotze Unannehmlichkei» ten dadurch, dnh sie fich in der ^rage deS dalmatinischen Slgrars unnachgiebig zeigen und nach wie vor auf der Erfüllung ihrer Forderungen bestehen. SS heißt, die Demokraten werden, faNS sich die Gelegenheit dazu bieten follte, diese Frage als Anlatz für die Abberufung ihrer Vertreter in der Negierung benützen, um so die Kabinettskrise hervorzurufen. Auch die MoSlims sind mit den Radikalen unzufrieden und verlangen bitndig den Rücktritt einiger Großiupane in Bosnien. Auch sie sollen bereit sein, eine Kabinettskrise heranfzubefchinvren, falls ihre Forderungen nicht glatt er'siiüt werden sollten. Die Radikalen hinwieder beschuldigen die Mttselmanen, dah fie mit der Bau- »rlich-demokrati^ll)en Koalition liebiingeln. » LM. B e o q r a d, 18. November. Für htzute war in Prokuplje eine große Versammlung der Anhänger des radikalen Hauptausschusses angesagt, um gegen die Uebergrisfe und Gewalttätigkeiten der Bu-kieeviö'Gruppe Stellung zu nehmen. Für diese Versammlung, für die große Vorbereitungen getroffen wurden, herrschte in allen Kreisen der Residenz lebhaftes Jnterest?. Bereits gestern waren die Hervorragendpen Köpfe der Gruppe des HauptauSschusses nach NiS gereift, um dort eine Verfamm-!ung abzuhalten. Ohne daß sie eS w»»ßten. fuhr mit demselben Zuge auch der Kultusminister C v e t k o v i 6 mit einigen seiner Vertrauten, nnter denen sich auch der Sties-bruder von Puniiia Raöiv, deS Mörders der kroatischen Abgeordneten in der Gkup» fchtiua, A^eordueter B o j e v i ö, befand. Bereits am Bahnhose von RiZ bildeten sich zwei Gruppen der Radikalen, die in den Ovativnen einander zu überbieten suchten, doch wurde die Ruhe nicht gestört. Heute srüh suhren die Anhänger beider Guppen nach Prokuplje weiter, ivo sich bereits eine zahlreiche Menge von Anl)än-gern des Hanptansschusses eingefunden nat-te. Bald nach Ankunft !^r auswärtige» Gä-Ke wurde die Versammlung uuter freiem Himmel eröffnet. Kaum war jedoch hie Ver fammlung eröffnet worden, als die Gegenpartei unter Führung deS Ministers <5 oet rovis und des Abgeordneten B o j <-v i ö zu demonstrieren begann. Als der erste ofsizielle Redner, der gewesene Ministerpräsident U z u n o v i ö, die TribÜae detrat, begannen die Gegner zu lärmen und die Tribüne zu stürmen, sodaß seine Rede nicht sortsetzeu konnte. Er ^,og sich mit der Erklärung zurück, es werde bald der Tag kommen, wo das Volk wieder frei und offen werde fprechen können. Auch der ztveite Redner, t^r seinerzeitige V''r-kehrSminister Anta Radojeviö, konnte in dem st!rchtz?lichen Tk'mnlt nicht sprechen und mußte sich ebenfalls zurtickziehc l. ^ der Erwartung, eS werde nunmehr Ruhe eintreten, betrat der Einheimische E c l-m i ö die Rednertribüne, aber auch Dieser hatte nick)t mehr Glück als seine l,eiden Vor redner und mutzte verstummen. Schliesslich wurde er vom Minister Cvetkom^ einfach vbn der Rednertribüne hinuntergestuszen, wo bei er sich empfindlich verlej^te. Der Lärm erreichte fchließlich eine.r sol- chen Grad, daß kein Wort mehr zu verstehen war und beide Parteisn aneinand»»? yerie-ttn. Run rief der Minister den Bezirtshaupt-«ann herbei und forderte ihn auf, die Persammlung aufzulösen, was dteser unter den Protestrusen der Gegenpartei auch tat. Gleich darauf drangen Gendarmen auf den Verhandlungsplatz und begannen die Menge brutal auseinanderzutreiben. viiS luar das Signal für ein allgemeines Halidge-menge, in dem es ei«e große Anzahl von Verletzten gab. Schließlich wurde die Rlzhe und Orbnuikg wieder hergestellt. Nach der anfgelösten Versammlung war der ganze Platz mit Steinen besiit nnd wies zahlreiche Blutlachen aus. Alle Fensterscheiben um t«n Platz witrden durch Steinwürfe »er-trümmert. Die Nachricht vom blutigen Ausgang der Versammlung in Proknplje. die eigentlich nicht einmal berzonnen hatte, rief in der Hcuptstadt großes Anssewn hervor. Tie An Hänger des Hauptansschusses sind entrüstet und drohen der Vukiöeviö-Gruppe mit Vergeltung. StlWand des Lavastromes Aus Catania wird telegraphiert: Nun mehr liefen offensichtliche Änzeich.',: unr, der Lavaslrom in der AuSbruch'^^vgend zum Stillstand gekonttneu ist. An der fläche des Lavostromes bemerkte nian eine schwarz«' g^'sräli^elte Kri/sie v pf"«: des AetnaauZ!)ruch-:s erhielt, l/llbi». weil einerfi'^i? die direkten 5'^llfel^".stun>^'.'n der italienische'i:'>ie gierung den Z'edfirflils.en entsprech'.i und andererseits den Direktiven des erun-i'?-chefs Folge Z'''.'-.st<.'t '.Uid, der nicht einnial nationale Saintnlnnaen gestattet hn Gkmtlndewaftlm LM. L j u b l j a n a, 18. November. Heute fanden in einigen Geineinden der en« geren und wetteren Umgebung von Ljublja-na GemeinderatSlvahlen statt, die einen ruhigen Verlauf nahmen. Die bisherige Zusammensetzung der Gemeinden hat sich nicht viel verändert. M o st e bei Ljubljan«: Fortschrittliche Wirtschaftsliste 282 Stimmen Mandate), und die christlich-soziale Liste sd^ offizielle Liste der Slowenischen Bolkspartei wurde vor dem Wahlgankie fiir ungültig erklärt) 48« Stimmen (2l) Mandate). TornjaSii^ka: WirtschaftSliste. der Slowenischen Volkspartei 8l) Stimmen Mandate), MrtschaftSl^ste der Selbständigen Denwkratischen Partei 223 (11), Slowenische Volkspartei lI4 (5), Arbeitrrlitte IIS Stiinlnen t', Mandate). DenicaMarija vPoljn: WirtschlistSliste der Slowenischen Bo>lkKpar-tei S8V Stimmen tS Mandltte), Christlich-svl^iale Liste b8 tL). Vereinigte Bauern- u. Arbeiter-Liste Nti (3), .'»id (Clo» wenischc Volkspartei) l)2 (.?) uird Tel^stäN' d-ige Demokraten 13t Stimmen Mandate). S t . V i d bei Ljubljana: Selbständige Denwkraten 79 Stimmen (3 Mandate), Slo wenische Bauernpartei 73 (3), Liste der ös« fentlicl^n Angestellten (Fortschrittliche) 8l (4), Slowenische Volkspartei: ^Arbeiterliste 15k, Gewerbeliste VC, nnd Bauernliste 132 Stimmen, zusamnien 15 Mandate. Grosuplje : Slowenische ^^auern-Partei 70 Stimnien, Bauernliste (Slow^nt-sche Bauernpartei) 28, Kleiugttr.'rbetreil^'n. de (Selbständige Denwkraten) 43 und Ada« nlienischen Abaeot^ncten Dr. V e s e d n i a k herausgeg.'ben wird, wurde von der Präkektur eingestellt. AlS Vrund nnrd, lrne es in Italien bei Unterdrückung d<'r Miuderheitsprcsse löblich ist, antifascistisäie Propaganda angegeben. Da man nicht annchulen kann, das; ss gelingen werde, ein Wiedererscheinen des Blattet Hu ern^öglichen, herrscht unter der slowenischen Bevölkerung i^ber diese Maßnahme de? f>-jcistischen Behörde große Erregung. Derwüfiungen in ganz Holland TU. A u, st e r d a m, 18. Novemb«. Der furchtbare Sturni von Freitag hat iA ganz Holland große Verwüstungen angerichtet. Ueberall findet man entwurzelte Bäulne und verwüstete Anpslanzungm- In ÄlnisterHmn musjten wieder!holt zMr«d Rotterdam war zeitiveise unterbrochen, sodaß Dalupflokonlvttvkn in den D-ienst gestellt werden niußten. Die intern«>-tionale«! Iilg,.' milßten über andere Strecke« gesllhrt werden. Nn der friestischen Mlfte sind viele Fischerbotite gestrandet^ ein Kapitän ist dabei unt Frau u^rd Kmdern ertrunken. Im Merwende sind drei Schi^ gesunken. TU. New h o r k. 18. Nvvemder. der großen Ueberschwett?mungskatastrophe in ^WnsaS sind nach einer Drahtmeldung aus Kansas City bisher sieben Personen umS Le ben gekounnen. Etwa tausend Personen sind durch Idie Ueberschwemmnng des Missouri ». dessen Nebmflüsse obdachlos geworden. TU. L n d o n, 18. November. Das at-beiterparteilische Ministeriuin in Viktoria (Australien) ist gestürzt worden. Der Ministerpräsident hat daraufhin die Auflösung des Parlaments an^ieordnet. sMSjDWß«»» reits in der Anfangsstation der Linie von UmgobungSbäuerinnen voll besetzt und von diesen überdies auch der noch verfügbare Platz mit allerlei körben etc. belegt wird, sodaß sich die Fahrgäste im Wagen kaum rühren können. In dieser Hinqicht ist jedoch noch nicht das letzte Wort gefallen. Der Gemeinderat wivd Mittel und Wege suchen, den täglich zur Arbeit oder in die Schule sich begebenden Personen die AutobuSbenützung in den Frühstundcn zu ermäßigten Preisen zu ermöglichen. Eine Neuerung ist die Kartcnlvsung für umfangreiche oder schwere Gepäckstücke. Für die Bc^ördung von n n d g e p ä ck im Gewickite von über zehn Kilo oder von gvößersm Umfang ist der gleiche FnhrpreiZ AU entrichten wie für eine^i ^ahrqast. waS von der Oeffentlictikeit jedenfalls nicht verurteilt werden dürfte. Bekanntlich machen die Wartezeiten auf den .^ltestetten fast die Hälfte der gesamten iFcchvzeit der ^^raftwagen aus, da der Ehnuf-ifeur nicht abfahren kann, bevor nicht der Roisende das Fnihrqeld entrichtet bat. lim nun den Autobusverkohr e x p e d i-t i v e r zu gestalten, werden 2-'Linar-^ar'' tm in B l o ck s zu zehn Stilck znin Preise von !8 Dinar im Borverkauf erhältlich sein, die zur Aapenbenützunq auf b>>'lie« lbiger Linie uii'd zur beliebigen ^^eit berech, tigen. Es empfiehlt sich dalier, diese 5?artcn-blocks, die eine 10?S ige Fahrpreisermäßigung darstellen, im Vorverkauf zu lösen, da die Entrichtung des Fahrgel-Ides im Wagen damit in Wegfall komuU und sich die Wartezeit czuf den .Haltestellen auf di^e Weise nur auf das Ein. und Nussteiaen der Fvhrgäste beschränkt. Die bisherigen Mo natskarten bleiben im Preise unverändert. 5dinder von 4 bis 10 Iahren sowie Sckü-ler zahlen ohne Unterschied 2 Dinar für die Fohrt. //eft ni/t «/«n /<«»»„»-<, / / / / / / »»«/» Die Einstellung von Schaffnern ist zu kostspielig und würde die Rentabilität der Autobusunternehmung in Frage stellen, bzw. müßte der Fahrpreis bedeutend erhöht werden. Deshalb werden i.m Stadtverkehr nur Awei Kontrollore angestellt, die d^e Fahrkarten zu revidieren haben werden. Falls die Fahrkarte nicht in Ordnung an« getroffen wird, wird der dreifache Betrag als Strafe eingehoben werden. Ie^ Verunreinigung der Wagen seitens der Fahrgäste wird mit einer Busse im Betrage von mindestens 2b Dinar geahndet. » JmUeberlandverkehr gelten bis auf weiteres die bisherigen Fahrpreise. Neu ist die Einführung von Monats-k a r t e n, die bei zehn Fahrtm im Monat eine 20^ige, bei Alvanzig Fahrten eine 30?S ige und bei mehr Fahrten eine 40?6ige Preisermäßigung, (jedoch nur auf derselben Linie) gewähren, wogegen S ch ü l e r gegen Vorweisung deS entsprechenden Ausweises eine 5v5Sige Fahrpreisermäßigung qe» nießen. .Nnder unter zehn Iahren zaihlen die .Häl!fte des normalen Tarifs. .Hinsichtlich der Beföri>erung des G e P ä ck s gilt die Bestimmuna, daß für Gepäckstücke im lLe» Wichte bis .i? Kilo 5, bis 10 Kilo 10, bis 20 Kilo 1ö und bis 30 ltilo Göchistzulässiges Ge wicht) 20 Änar eingehoben werden. Aus diesen Abänderungen des TarifeS der Städtischen Auto-busunternehmung ist erficht lich, daß man besttebt ist b. Verkchr unserer „Tramway" oder „Städtischen" zu heben. Fahrten auf kurze Entfernungm sind wohl etwas teurer, da der 1-Dinar-Tarif in Wegfall kommt, dagegen ist die Fahrt auf größere Entfernungen bedeutend billiger geworden. Dies werden insbcsoni>ere die aus den NmgebuqgSgetNeinden täglich in die Swdt kommenden Lente begrüßen, die bisher 4 oder auch 5 Dinar für die Fahrt entrichten mußten, »oährend sie ab 1. Dezember höchstens 8 Dinar für die Fahrt zu zahlen haben. Die schmucken gelb-grünen Autobusse haben sich schon längst eingebürgert und wer. den fleißig in Anfpruch genommen. Je n^ehr sich der ^rkehr hobt, desto vollkommener wich er auSgl'staltet werden',' vor allem in der AÄrntner Vorstadt und gegen Kamnica und KrLevina hin. Je vasck^r die Entwicklung des Verkehrs ist, desto eber wird der Wagenpark vern,clhrt und die kleineren Autos durch größere und becsuemere ersetzt. Bon der Oefsentlichkeit felbst hängt die Ausgestaltung unseres AutobnSoerkohreS ab. Der Tan» der Saison ty2S 29 Ei« Vorsührunssade«» der Seschwilker PeLniK Schon oft wurde dem modernen Tanze der Tod vorausgesagt, aber trotzdem verbreitet er sich iminer nlehr und ist binite schon einer der wichtigsten gesellschaftlichen Faktoren geworden. Ein grosses Verdienst an der zunehmenden R.'liebtheit der modernen Tänze l^t daS '.Bestreben, sie vornehmer zu gestalten und all? amerikanische Wildheit, auszuschalten. Die Tänze haben sich „europäisiert", haben zwar den ursprünglicl^en wilden, exotisckien Nhythinus beibehaUen, der jedoch nrit der .Harmonie der Bewegun<^ und Eleganz der Ki>rverhaltung sich zu einer künstlerischen Einheit verbindet. So ist der moderne Tanz eine Verkörperung des jetzigen, im schn'llen Rhythmus Pulsierenden Lebens, dem die alten Ausdrucksformen des Tanzes nicht mcbr entsprerlieli ki'.nnen, da sie ebenso, wie die alte Bskleidungsart, l.^sellschaftsformen usw., vom Leben überholt worden sind. In Maribor haben sich die modernen Tänze mit der Gründung de? Tanzinstit'rtS PeLnik eingefi'lhrt. Nc»ck> den scs)önen Leistungen nnlß nmn das genannte Institut 5u den besten und modernsten in unserem Staate zählen. In, sti'ndiaen Kontakte mit den Sutrums des modernen Tanzes P.iris und Wien brins^t das Institut Pe^nik st?!s die neuesten ?kens'eit.'n sofort nach MariSor. Vergangenen Sauiotag, anläßlich des Vor führungca!)end-?, hatten wir (Gelegenheit, die neuesten modernen Tänze, die Heuer in Paris, Berlin und anderen Wcltst-idten Herr schen und zugleich auch die hohe Tan.zkunst des (^>eschwisterpaares Peönik kennenzulernen. Ein zahlreiches vornehmes Publikum hatte sicl) eingefunden und spendete den beiden Beifall. Bon modernen Tänzen wurden vorgeführt: Slowfor-slale, Foxtrott, der neue Tango, welchen neue, schleifende Scliritte kennzeichnen, English Waltz lenglisck^er Walzer, ein Tanz, lveläier in sich die beliebten ^nnzeichen des WienerivalzerS vereint, ohne dazu, wie der echte Walzer, durch seine fortwährendenDrehun^en, ermü^nd zu wer den) und Twist, der neueste Tanz der Saison, welcher in sich die französische und englische Tanzweise kombiniert. Ein Kennzeichen dieses Tanzes ist seine legere, natürliche Art, das Tanzen mif ganzer Sohle und eine nlöglichst natürliche Haltung deS Körpers. Dcn Höhepunkt des Abends bildete aber der Schlußpunkt -- die Tangophantalie „Creola". Auf die spanische Tanzmelodie ..Creola", die heute sich ebensolcher Beliebt-beit erfreut, wie seinerzeit die „Valenzia^, tanzten Frl. Heddy und Herr Iacky einen Phantasietanz, welcher ein sehr yohcS technisches Können und ein seltenes künstlerisches Empfinden verriet. Besonders Frl. Peknik erregte ein berechtigtes Aufsehen ilnd man sah, daß sie auf dem Felde der rhythmischen Gymnastik zu .Hause ist. in allem war dies ein sehr lehr- und genußreicher Abend und der sdontane Beifall bewies das Interesse uud das Eml'sinden ^ Publikums. M W » M ItMlIl M Non„1?»d«»nnemvnt ^ H » » wt Z^«.teUuu? vlUk A Z/KllUr! Ehre Pen Oyfekn des WeMrieaes! Gro'^e^ Kirchenkonvrt deS ' '"^ineß „Maribor". Dem Vl'ispii^le anderer Städte folg^'nd. schreitet auch die Ortsgruppe Maribor der Vereinigung der Kriegsinvaliden an die Er rickNung eines Deiikmals für die im Weltkriege gefallenen oder dessen Strapazen er-legenen Mitbürger, um deren Andenken der Nacbwelt zu i?rhalten. In den Nahmen der Veranstaltungen, die einerseits den Manen der Marburger Ov-fer des furchtbaren MenschenringenS gewidmet sind, andererseits den Zweck verfolgen, dm Fond für die Errichtung dieses DenknmlS zu stärken, fällt auch das feierliche „Regiiiem" von Mo.^rt, das Mittwoch, den 21 d. abends vom hiesiaen rührige» Nesangve'-sin ,.M a r i b o r" unter Mit-iv'irkung mebrprer Solisten und der ver-stärkten Militärkapelle in der Fran->i?kaner-kirlbe zum Vortmg gebracht wird. Die Bevölkerung wird eingeladen, an dieser pietätvollen Veranstaltung zahlreich teilzunehmen, insbesondere auch deshalb, da eS sich um die Aufführung eines erstklassigen Werkes der kirchlichen Tonkunst handelt. Der Invalidenverein richtet an die Mit-bürgersckmft den Aufruf, ihm die Namen aller im Weltkriege gefallenen oder gestorbenen Marbnrger zugehen lassen zu w^lli-n. Anmeldungen werden jedenMittwoch, SamS tag und Sonntag vormittags in der Ver« einSkanzlei, Notoviki tro K, während ter Amt('ltunden entgegengenommen. * Von der Gaisonkrankheit. In der Neber- ganaszeit ^^um ^'^»'rbst leidet ancki der Mensck» unter den WitternngSverhältnissen. Die vmihen Winde reizen die empfindlichen Mnud- und Nasenscbleimhäute und die häufig rasch aufeinanderfnloenden starken Schwankungen der Temperatur beeiirflussen den Körpr derart, daß dadurch den Erkältungskrankheiten in idealer Weise der Boden vorbereitet wird. Jahr für ^hr ist es dieselbe Sache; ein nich! zum Stillstand zu bringender Schnupfen, heisere Stimm?, Schmerzen beim Atmen. Gliederreißen und wie sonst noch die Symptome einer soliden Erkältung sind. Was soll »nan dabei machen? Da muß man schon zu sicheren Mitteln greifen. Am zuverlässigsten ivird man die Erkältung mit allen ihren Vc^leitcrn los durch altbelvälhrts Mittel, wie Aspirin, die in Iac«. «. ». 42S.6 ». 4 K,». 441^ », I l.»»>i»»d»>A466.S » 4 I«? !» 4U ? IN, U) K«?. .'>» >.'? m, 4 U»U«»6 'Vi»«i»tii»o) Zw m. ? 555 k m, llN m, 10 Kv. tL'>ttel>!-k50 m, l« Kw Montag, 19. November. Ljubljana, 12.30 Uhr: Ri.'pr.)duzi!:rte Musik, Börsenberichte. — 19: Franzi?siich. ^ 1030: .Hygiene. — 20: Eello^onzert. — 22: Nachrichten. — Wien, 15: Schubert-Feier im Sterbehause. Anschlies^eu?». Schubert-Gedächtnisseier. — 10.30: Schubert-Festkonzert. Anschließend: Abenoinuslk. — Graz, 16.05: Nachulittagskonzert. — I^.ü0: Stenographie. — Breslau, 16 ö0: Schubert-Kammermusik. — 20: Schubert-Feier. Prag, 17.30: Serbokroatisch. — 17 l^z Deutsche Sendung. ^ 10: Schubert-Feier. — 20: Schubert-.Konzert. —. Daventry, 16.30: Schubert-Konzert. — 10.45: Schuberts .Aavierstücke. — 20.45: Militärmusik. — 22.35: Schubert-Kammermusik. --- 24: Tanzmusik— Stuttgart 16.35: Frank surter Sendung. Anschließend: Heiteres aus Schuberts Heimatland. — Frankfurt, 16 35: Schubert-Feier. — 19.30: Englisch. — 20.15: Schuberts heroisch « romantische Oper „Fierrabras". Anschließend: Schu-bert-Instumeutalmusik. — Brünn, 16.45: Konzert. — 17.30: Prager Sendung. — 17.5)5: Deutsche Sendung. — 19: Prager Sendung. ^ Langenberg, 1915: Spanische Unterhaltung. —- 19.40: Elternstunde. 20: Abendmusik. _21: Schubert-Sinfo- niekonzert. — Anschließend: Spätkonzert. — Berlin, 16.30: l^ammermusik. — 18.M: Englisch für Anfänger^ — 30: Schubert-Feier. — Hierauf: Tanzmusik. — München, 19: Schramineltrio. — 19.45: Englischer Abend._20.15: Franz Schubert. — 20.45: Kammermusik fSchubert). — Mailand, 21.30: Operettenübertragung. — 23: Iavi». — B »da Pest, 17.45: Zigeuner-musik. — 18..''?0: Deutscher Sprachunterricht. — 10.30: Schnbert'',^entenarfeierlichkciten. — 22.25: Jazz. — Warfchau, 18: Tanzmusik. — Paris, 20.30: Konzert. r. Die Teilnehmerbewegung in Deutschland. Am 1. Noveniber d. I. betrug die Gesamtzahl der Rmvdfunkteilnehmer in Deutschland 2,334 252. Tie Zunahme gegenüber dem Bestand vom 1. Juli beträgt 50 Tausend oder 2.2 r. Gegen HochfrequenzftArer. Der Magistrat in Königsberg (Neumarkt) hat die Einschaltung von Hochfrequenzheilgeräten während der Dauer der Rundfunkfeudungen verboten und im Falle der Zuwiderhandlung die Einstellung der Stromlieferung angedroht. ------ Kurze RaKrichten TN. K o n st a n t i n o p e l, 18. Nov. Die von der gemischten Aust^.n ch'ommif-sion zur Bereinigung der türkisch-griechischen Streitfragen nach Westthrazien entsandte Sonderkoinmisiion ist plötzlich zurückgekehrt. A^s Begründung wurde angeg^b'n, daß die Arbeiten durch griechifche Behörden er-schlivert worden seien. Der Zwisch.'n' ill w'rd i nder türkischen Presse lebhaft koinmentiert. ltilllilWIlW! Nummer sN. ')?lMmVer esMW»^^ss^s»W«ss»»sss» MonkaqqattSqaoe »e? „Vli,svurqkr .^ekiunff« TVMFK/0k^ „Maribor — Kanbballmeister von Jugoslawien! Genfatloneller : 6 (S: 4) Gieg des SK. Marlbor über die Beograber „Äugollavija" M a r i b o r, 18. November. fall auf zwei weitere Treffer erhöhen können. „Jugoflan'ija" wehrt sich verzweifelt, es gelingt ihr noch ein Goal, muß aber knapp darauf bereits den elften Tresser der Heimischen hinnehmen. Die Gäste kämpfen mit verdoppeltem Eifer, können aber die Nieder läge nicht mehr verhüten. Dom Schiedsrichter NikoliL ans Beo-qra^, welcher das Treffen wieder in zu--trefflichfter Weise leitete, stellten sich die Teams in folgender Böschung: Tas Finale der Handball-Staatsmeister-schast gestaltete sich, wie nicht anders /itl erwarten mar, zu einer mächtigen ProP.'lMN-' dn«Borfiihrung I'-iejes Frauenspiele?. sl^e sten zivei Teams aufeinander, oie mit Am-östion und auch gntenl .stönnen ^nnen linr-' tcn Kampf um den Endsieg sübrten. Die ' munteren Mädels dos SSK. Maribor l/at«-ten bereits tausch ihre Serie von !n den bislurikien Gefechten gegen SK JliUja siir ihr heutis^cL Auftreten gewalc'ge Reklame q?mach!. Sie gelangton b-'k'.p'L^llch ilb^'rzeugend inS spinale und sind seit heute — mit Recht — M e i st e r v o n I u g o-s l a w i e n. ^ Dds Match wurde, wie dies bei Vegs^^nun 'gen von solcher Wichtigkeit schon Liblick» ist, ^ sehr hart und rasch und auch sehr nervös geführt. Nemerkenslvert war der Eis'r ^er Spielerinnen, der ein lebhaft nnd slott fle-fiihrtes Spiel ermöglichte, erstaunlich ihre Ausdauer, mit der das scharfe Anfängst'm-Po bis zum Schlußpfiff beibehalten wurde. . Der Verlauf der ersten Halbzeit brachte ^ einen ^ampf ganz gleichwertiger Gegner. ' Beiderseits, wurde das.Hauptaugenmerk auf , die Zerftörnng der gegnerischen Aktionen ge richtet, beiderheits verbin^rten anch Ner-" vosität so manche Treffererfolge. Schliefilich '.gelang es den .Heimischen, nach zeitweise er-bitti^rtem Kampfe einen unaufk?olbac?n Treffervorsprung zu erzielen und den grossen Sieg zu erringen, welcher von den liber-ans zl^^schen Zllsc^uern mit Gsinngtuuug vnd sti^ckffcher Vrgetstervng entgcgengensm men wurde. c5ill j'iberMrzter Angriff der sywvatbischen (^äste lcit^'t den t>enkwürdigen ssanlpf ein. Vabd ko-llmlen sie zu ihrem ersten Treffer. „Vcaril'or" gelingt es jedoch rasch, diesem Vorsprul,g wettzu-machen und erzielt nach prächtiger Sturmführunl^ einen ausgi^biien Vvtsprung von vier Treffern. „Iugoslavija" gli'ickt flwar nach beisondernswerter Gogen-wehr.und mit beispiellosen Aufopferimg der Dlusgleich, niusi aber trotzdem die .Halbzeit tzlit einem 5:4-ErsvlH der Heimischen beschließen. ''I^ach Wiederbeginn des Spieles gleichen die Gälte nochm?alS aus. Beiderseits wird nlln mit größter Energie gekämpft. „Maribor" gliiclt zwar wieder!holt der Fiihrnngs tresser. muß aber ^mmer wieder den der l^ste Hinnehmen. Das Treffer wird schärfer und härter und muß vom Unparteiischen des I^t^ren unterbrochen Vierden. Die .^'imi-sch!>n stürinen, von dnl zahlreichen Znschm,-»ern amgesenert, in einem Hollentempo vor mvd kmnnke^'.'. nach vorbilidlicher Vorarbeit u wicder in FÄnung, die sie uliter Kulten Bei- ..ilVD» .......... >'7^' ^ii, ' »iM l ill! „Maribor": ZvajM, VrSöaj. Petan, Serie, RibariL, Vuga, Bvdeb. „Jugoflaoija": Zkoriü 1, RistiS, Hadiiä, ZkoriL. Blmui^evac, Barlovttc, Iovanoviö. Dir S ch w a r z w e i ß e n führten den schweren Kampf mit nnglaublicheni Kampfes eifer und hatten vor allem in der Angriffsreihe die besseren Streitkräfte. Das Mittel-lmd .Hinterspiel lieferten ein bedelitend besseres Spiel als in der letzten Begegnuug ge. gen „Ilirija". „I u g o s l a v i j a" hatte ihr beste Zeit gegen Schluß der ersten und mit Beginn der zweiten Spielhälfte. Waren Verteidigung u. Deckung in Prächtiger Form, fo ließen die Sti'lrmerinnon des öfteren ein Verständnis für Kombination und Zusannnenspiel vermissen. Trotz der erlittenen Niederlage konn ten sie einen günstigen Eindruck hinterlassen. Abschluß der F^^ßboll-Herbslmtlsteilchaft des Kreises Maribor „Maribor" — „Svoboda 7:0 cS:0) „Maribor" errang heute einen ausgiebigen Sieg, dessen Ausmaß auch den gezeigten Leistungen vollkonnnen entsprach. „M a r i b o r" : Geuer, Lazi, Koreli, Marjanovi«^, Nnterreiter, Hresöak, NeZa, Berto, Kirbi8, Laliö, Starc. „S v o b o d a Petek, .Conrad, Dasko, Bach, Harrich, SinkoviL, Gruber, Effert, Strah, Kropf, Tropp. Nur mit Ausnahmen weniger Minuten hatte „Maribor" stets ein Uebergewicht und ging bald nach Anstoß in Fi'lhrung. .K i r-b i 8 bewährte sich diesnml auch als Angriffsführer durch fein technisch ersprießliches Spiel. Die beiden Neulinge L al i 6 und Marja novi 6 verrieten gute — stets verwendbare Fußballer. Auffallendes K'önnen .»,e!gte das St5lrmer^>aar anf der lin ken Seite dnrch sein kluges lvie exaktes Zusammenspiel. „S v o b o d a" war zum Großteil in die Verteidigung gedrängt, konnte aber trotzdem des öfteren gegen da? gegnerische Tor vordringen. Nach Seitenwechsel besserten sich die Leistungen di^'r Schwarzroten betcä lzt-lich. Schiedsrichter M o h o r k o, welcber da? Spiel sicher leitete, mnßte das Spiel weg^'n der folgende .Hauptbegegnung „Navid"— „I'.elezniLar" in der 2t). Minute der zweiten .Halbzeit abpfeifen^ Die restlichen 25, Minuten dürften komlneudeu Sonntag erledigt N'lrden. Die .Herbstserie der Meisterschaft 19!?!) ist nun bildet. Den Titel eines .Herbst kreismeifters errang wieder S^.'? Mari bor, nachdenl er sänitliche Stiiele zu sein?n Gunsten b^vnden konnte'. Es folgen in der Ta- bM der Reihe nach „Rapid", „^elezm^ar" „Svo.'iiida" und „Ptilj". „Rapid" - ..^eleznlcai' 3:2 (2:2) Das Abjchlußspiel der .Herbstuieist^rs'haft l)at „^lüipid" zwei Punlte ciugebr.rcht, die ihr sehr erwünscht waren, deren l^>vinn aber noch Halbzeit launi voran >gesc.)en ive''deu ki'nnte. „R a p i d": Pelko, BarloviL, Kurzin'inn, Pernat l, Bröckl, Klippstätter. Pernat L, Venko, Tergletz, VidoviL, Letnik. e l L z n i ö a r": Mernig, Bamr, Wagner, Vogrinec, FrangeZ, Stau^.i.'r, Pul-la.', Roisjak, Kristl, Paulin, Konrad. Wenn die E'senbahner in diesem St.iel zu einer ii'l'l '-«sisren Form als in »> - letzten B-gi^gnun^., in der Borwoche auk^esen. so war tus Mi „Rap^d" umgek^hrl dcr Fall Die 5:chwar.-blauen spielten mtt?>..?« wenisl-r Minuten lveit llnt.'r il'r,r gen^osznlichen Form. Die Hauplstl^rke der S ch w a r z b i a u-e n lvar diesnml wieder das .Hint-.".sp'el. ?ln der Deckung leistete l i p p st a t . e r l^roßes. e r n a t und V r ö ck l w >?i'n schu'a h^ h^tte mit ihrer ^jeri.lür- bungstakti? sichtlich mit der geringen Au^-d-luer ^er gegnerischen Deckung gc^c-chnet, uurl'c aber darin stark eilttäuscht. .»Zas Anariffstrio, dem der fremde Plat^ sichtlich nicht behagte, arbeitete aufopferud. Terg l e tz bot eine gnte Leistung. Er .i't lein Draufgeher und sparte mit seinen slräften;^ icin ^')N'vlel ane»- . -ar ant durckidic.ir und >uile Tak<^l' .:runiö sich wieder als richug. ?'0rtre'sIich ar^ 'tele W e n k o, wellh.'r ms besoui^cre bei ^.l'.'^sli's'.en erfolgreich m'.tw?rk-te P e r n a t konnte durchaus nicht gefal- len. L e t « i k und V t d o t, i e bvte« lnä- ßig? Leiftlkngen. Die Eisenbahner überrischten diesnial duxch ein energiscl>es Angriffsspiel. Der beste Stltrmer war P 2 u l i n. Lr bildete stets durch seine rasanten Durchbrüche eine große l^iefahr für das „R.iv'd''.Tor. P 0 l l a k und K 0 n r a d war^n sehr agil, ließen jedoch gegen Schlnß etv^s nach. Von den .Halves waren F r a n g e 8 ols auch Stauber und V 0 g r i n c c in ausgezeichneter Verfassung. Von den be'.dln Verteidigern, die beide eine Mesenaufstabe zll leisten hatten, war W a g n e r der energischere Zerstörer, der durch raumgreifende Stöße immer wieder Luft in der bei)rängten Abnvhrfront machte. Bauer bildete durch sein gutes Placieren eine gute Ergänzung seines Partners. Merni g verlor in den schwierigsten Situationen nicht seine Ruhe und konnte u. a. auch einen Elfmeterstoß von unheimlicher Wurbt unschädlich machen. Das Treffen selbst beginnt in einem wuchtigen Teiupo. Die Eisenbabn,'^ leilt^'n wider Em>arten harten Widerstand und kommen sogar durch ewen Treff-'r Paulins für längere Zeit in Führung, als es schließlich V i d 0 v iL gelingt, das Treffen ailszugleirben. Allch in der zweiten Spielhälfte leisten^ die .Hausherren Unglaubliches sowohl im ?ln-grlffs-, als Mlch int Abwehrspiel. Nach vergeblichen Bemühungen der Schwarzblau« en wird ikinen ein Elfmeterball zugesprochen, lder von Barl 0 viö getreten wird, aber von Mernik abprallt. Schließlich gelimit entschieden. Vereinzelte Angriffe der Eisenbahner gegen Schluß des Spieles können die knappe Niederlage nicht verhindern. Schiedsrichter Schnelle r ans Vjublja-NN konnte dilrchaus nicht befriedigen. Beide Elfuieterstöße sowie der Ausschlilß P 0 l-l a k s waren vollkommen llngerechtfertigt. Auch misonsten traf er zahlreiche Fehlentscheidungen. . «MlllM 8trs88ea, 8port. u.5trapaT» In snsrl^ann» prims» UM« IVkai^ibor, Koroslia c. ^9 Gine plüMche Ehe ' Von Friedrich Saar. ' Harun^l-Raschid saß mit zorngefurchten Brauen im Thronses^sel und brütete finster .vor sich hin. Aisha, F-atme und Saida, ja so-'^ar seine kleni7 Liel'Iiug^frau Gülnare, die sonst intmer nur Liebe und Fügsamkeit war, hakltm ihn heute durch trotzigen Starrsinn uud Nnbvtmäs;i!ikeit wieder einmal gel)örlg geärgert. Darnm war er in die Stille seines Thronsaale-^ geflüchtet, um »nit sich zu Rate zu gellen, wie er dem ewigen Unfrieden in seinem Palastc gc'hörig abhelfen könnte. „Beim Provh^'ten", innrmelte er wütend, „ich lasse sie alle iui Bosporus ertränl.'n, U'eull sie luir deil Gehorsani verweigern — Rufe mir Ali, den Anfsihrer der Wache, herbei", herrschle er den zitternd twr ihm lnieenden der sich beeilte, der ge-fäs)r11ch^'n Niihc; des zürnenden Gebieters zu cntriuneil. In diesen! Augenblick trat Dfchaafar, dcr Großvezir in den Saal. „Welch unziemendes Läruien tönt l?ente aus deinein Frauengemach, 0 .^x'ri", sprach er zum Kalifen, dcr t^urch den Klang der Etimlne erst auf den Eingetretenen aufmerksam geworden ivar. „Gebiete ihnen doch, den heiligen Frieden deines Palastes nicht zn stören! . . ." „Gebieten", höhnte der Kalif und s^in Bart sträubte sich zornig, wie die Stacheln eine? ^gels. „Ob Weiber sich schon gebieten lassen! Das Leben verbittern sie mir init ihren grund- und endlosen Zänkereien! ?ll-er ich habe es satt nnd beute noch sollen sie znr Sühne ihrer Unbotmäs'.igkeit in Säcken dcn Bosporus hinabschwimmen! Der Anführer der Ianitscharen wird sie ertränken — ich will sie nicht mehr sehen! Lieber gar keine Frauen, als solch unglückliclie Ehen!" Den Großvezier dauerten die armen Frauen. die so plötzlich ihr junges Lel>en verlieren sollten und er bescs)loß, sie womöglich zu retten. „.Hast du denn bedacht, 0 .Herr, ob nicht am Ende du selbst schnld bist an denl Unfrieden deiner Frauen?" „Verte'digsk du diese Undankbaren noch?" rief der Kalif nnwilliq, „die niit nichts zufrieden sind und mich mit ihrem eingebil^e-teil Unglück iil.irtern? Bring mir eine einzige Fradie mit ihrein Mann alücklich i>nd zufrieden ist, und ich ivill den Zankweib?rn das Lebeu sckenken. denn diese Uilniöglichkeit bringst auch du Neunmalkluger nicht zustin-del . . ." „^ch will versuchen, dir diesen Beweis erbringen, wenn du bis dahin ihr Leben schonst." Grollend nickte der Kalif dieser Bitte Gewähr und entließ den sich tief verneigenoen Vezier. Draußen in den Gassen der Hauptstadt hielt Dschaafar sorgfältig Ausschail nach ver heirateten Frauen, welck^ von ihnen webl die gesnchte AuSnahnie wäre, und sein Blick fiel auf die wohlgenährte Zobeide, Achniet, des Goldschmiedes Ehessc'mahl, die mit ihrer Tklavin el>en sorglos ulrd jelbstznfrieden den Markt aufsnclx'n wollte. Frelindlich sprach er sie an und wußte die Rede geschickt auf ihren Gatten zu bringen^ „Glücklich und zufrieden", entrüstete sich Zobeide auf seine Frag<', „lnit diesem s liä. bigen Geii^kragen? — Drei Jahre liege ich ihln schon in den Ohren wegen des Gold-schmnckes, den er wie ein .Heiligtnm hütet und lnir nicl>t ein einzigesinal noch zn tra-q!*n vergönnt hat. Laß mich mit dem Neid-filz zllfrieden, der das Geld scheffelloeife verdient und mir nicht die harmloseste Freude l>ewilligt . . ." Schaudernd ent»vich Dschaafar dieiem uferlosen R^>destroni nnd bog um die nächste Ecke. Dort sah er eine arme Wasierträgerin mit denl »'.'üllen ihrer Krüge beschäftigt. Auch dieser nahte er sich unter einem Vorwand und kam lvieder auf ihren Gatten zu sprechen. „Wer kann heute in einer Ehe glücklich uud zufrieden leben?", seufzte sie schwer. „Vom Morgeu bis in die sinkende Nicht muß ich lnich um wenige Para hart Plagen nnd abends schlägt mich dieser Scheitan, dieser Faulpelz solange, bis ic!^ mein sauer Errackertes l>c^raudrücke, damit er am nächsten Tag seinen Müßiggang davon bestr^'ite. Glaube mir, .Herr, es ist besser, allein durchs Leben zu gehen, als recht- und machtlos einen: Tangenichts ausgeliefert !^u sein." Mitleidig reichte der Großvezier ihr e-inen Golddenar und schritt gesenkten .Hauptes weiter — „Arme Aisha! Army Gülnarel Und ihr, Fatme und Saida! Wie schwer wird es doch, den Tod von euren H^ptern abzuwenden!" Dumpfe Trauer erfüllte sein .Herz, da er jede Re-ttnngsmöglickkeit iminer mehr schwinden sah. Viele Franen, «lt nnd jnng, reiche nnd arme, schöne nnd häßlich?, befragte er anf feinem Wege, alle l)arsvrunfl im Kainchf ums Dasein, welchen ^ie geflügelten Tiere den unfleflüsiplten qc'!?''niil>c'r haben. 300 j^lüqelschlqZe m der Eeiimdc. Nicht uninti'ressaiit erscheint daber ein ?)>undbl.icf auf die ^Verbreitung der Flug« kunst im Tierreich und auf die ?jrt, in der die Natur dei d^n verichieiiencn TiergruV^ ven das Flugproblein ge^i^st hat. Tie ersten Tiere, die sich ^en LuN»<7,un «'rl?bcrten, iNli-ren natürlich mi>-der die ^nselte^', welche auch an ^abl b'!.> lu'ule ahc andern geflügel« ten Tik'rc meiti'.u? übertrenen. Wer einmal ,'>.n''csk !xim .'sli.ise, s^?g.'n >rir tinc gre« hc Schwei^s/ic-ge, li!:iiba'htet l-.at, dem wird a.7o!N ei"» llntei-ichied gegenüber fli^'gendl'n Vl^gel aufgefallen sei:?, nänilich dk-r, das-, ma?7 vnn boweaien 7vlüge!tt r>i:nig c^k'er gar nicht.; üelif. T'a? rübrt da« her. t-aß die Ve^r- gun'!; dersl'lbc'n l»ei den ^.n« festen NN olig7.!'>,ei,,en se lchnesl erfolgt. i'k'r da? in.'nsshlicke ?tug? nickt zu folgen genau le. i"ie e? die 5n«'ichen eines si-^ i'l'sch drc'henden Nade^ nicht zu lmt?'.-' imstande in. bedurfte da'ie'- iche.n b.'sonderer ?^iss'?-initi^el^ i'n? i^e'' Moinentnl^^t'^gral'hie unk dl-rgi-'ii.en, u'n die '^ewegnna der .^nseften--lugt's 7IN eii-'^elnen icitikellen ^zu köni,en. ?inn z''iktte i'ch fi)sg''nde-?- Ter Insekten-fliegt! wird nicht eiiifac^i aii^ u"d a?) beweat. s-'nkern beschreibt mn der ,'^-iügelivipe eine .'iiu'-nr'. di? einer sslimal.-^^ 5 äl,nlich sieht, l^leiciizeitia si'i'-d .'^er "^iügel durch den ^^uft. N'sf»erittr 3^?'"ec?ung.^iisl^si)n.g ?5r ist ini l'^'^un^e eenemmen dat- Il'^rin^iv d'r 3chifs?. s-'ir-?'i,'e. -''a.^ "^iedalei anu'i'ndct. ' Ti'' ^^chnelligfeit !>/r aufe?nauderfosgc!i--d?n s^i'^fl.'lschjöge is, bei den gulen ^vli.'g^rn en,.r'n Zt» betragt z. V. ki., der Z-lü. geiisl-'Iaze in einn- Z^funde beim :??a>-ien-käserchen W, bei einer Wesve U0. «'.»i einer Ekubenilit'ge l^ei .'^?oni''»biene bei >^^ummeln und bei gewüse.-/ N<^ht! scharmern ."X«» und nielir. ^1n viosen stallen folgen d.?b--r >ie er^-'ugten i^'usts^-wiliqungen bereit? so rasch au''einan^^r, dos; si,' d.v?^ Bon Dr. U'r.aris ^ai<^ menschliche Ohr al? Töne, Tunmien, Bruim« men oder „Bingen" lwie bei der Etechmük-?e) wahrnimmt. Jede) Insekt hat dabei seine eigene Tonlage» so daß es oft dem geübten Ohr des Tammler> möglich iit. die Annx?» seniieit einer bestimmten Art unter einer Menge herumschwärmender Insekten nur nach dem Eebi?r festzustellen. Wettrennen der Kliege mit d?« EchneNzug. ^ie ?chne5igfe!t, die ein Insekt unter Ilmständen err?iche.n kann, ist ebenfall? recht bedu^end. ?o hat man z. B. von Tchwär* mern eins solche von Z'7etgr, von der Rindl^rbremse eine solche von I4 Meter und von einer Libelle ein? solche von K biS ll) Meter vro Sekunde festgestellt. lZnne bessere 'Verstellung von den entwickelten Schnelligkeiten geben gewisse gelegentliche Beobach« tul^.ak'n. .^o sind bekanntlich Stechfliegen im« ft.and«', ein galoppierende? ^ferd zu verfolgen und zu uni?reisk'n, .^'»ummeln. wenigsten? eine.^'^eitlang neben ein-^m Schnellzug ein-Herzufliegen. Drr Lleanderschwökmer überquert die Alpen und Europa in einem Flug. ?lb<'r auch die Ausdauer, die Inselten b^iin ?>lugo ??itwi6eln, ist erstaunlich. ?.>?an sah Wanderheuschrecken noch in einer (^nt-seninng von Kilometer vom Lande auf ^chis'e niedezfallen und ilng sogar eine australisch? i^'ibellenart in 900 issslsmeter (5nt« fernung vmn ^eitlande. -Olüander« fchwavmer ül'krfliegt in warnlsn Tmmnern, wie man nni'M'iin. in einem Tag oder doch nur uiit wenigen und kurzen Rasten die AU' kein Vogel und i!leil)a'N'i kc:n and^'reö Lebeu'.'ien inntande nn7re. Ne^^rl^aupt i^nd die Fliegen Meister im ^^ickzackflug, wie man ?5 bei jeder Ztu-b^nfliege beobachten ka-^f. Man nimmt an. dag ihnen dabei rigentmnliche Organe helfen, welche nur de« .Zweiflüglern zukoni.men, nämlich die sogenannten Schwingkölbchen, zu denen die Hinterflügel diaser Tiere um« gewandelt sin^. schneidet Man diese wii^i« gen s^ebilde einer Fliege ab, so schwankt sie beii?^ Finne.z,je ein steuerlose? Flugzeug. schlagt sich und stürzt zur Crde, von der sie sich nicht mehr zu erheben v.'rmag. Fliegen»»- Srebfe und 'verlassen wir damit dsii Ätamm der Insekten und wl'nden wir uns >er Betrachtung dl'-.- a?^dern geflügelten Tiergruppen zu. Unter dtn wirbellosen, sogenannten niederen fchung gefaßt und kand im .^^oi em juna.'.?. ^öne? '^S<'il', da? sifh an dem possierlichen Treiben einer ^aulv vergnügte. „Friede mit dir!" grüßte er sie, die den »'vremdqe w^ine .^^ukunft innner so sein, dann wüßte ich nicht, wa? mir zu wünscf»<'n bliebe." .,^g, du Bk'neidenswerte, hast du auch ^en Mann?" ..Aber sa, AllaI' iei ^'ank? Ich möchte ihn ^r keinen anderen tauscheil. .,t^>efunden'." frohlockte der ?ei^ir. Ob «»sha! Oh' ?o4de: Oh. l^^ülnare! Oh, Fat.' me. Ihr werdet meiterleb<'n.' — „ffomm". sprach er zu dem Weik'e. „komm, daß ich dich vor da? Angesicht de? Kaliken bringe!" Ohne ihrer l^-^inwendunq zu achten, zog er fte geradeirweg? in den Valast und nx,rf sich vor dem.?>er?scher zu Voden. ..Schenke dei-nen Frt. ner würdig belohne." Ta ward da? Weibchen ein wenig verlegen und flüchtiges Rot verdunkelte chre Wangen. „Verzeihe,'0 Fürst, daß deime Dienerin diesen Befehl nicht zu erfüllen vermag, aber mein Mann ist Reisender w Do^teln und .a Flügel, sondern die im Psr» ^eich mit anderen Fischen bedeutend vergrößerten und verlängerten Brustflossen. Auch besitzen viele' fliegende Fisck^ eine Schlvanzflosse, bei der die untere .Hälfte die obere bedeutend überragt. E? ist eben diese Schwanzflosse, Mit . der sich die Tiere durch rasche? .Hin- und Herschlagen eine derartige Beschleunigung erteilen, daß sie schließlich au? deu7 Wa^i'r herau?fahren. Nunmehr erst werden die Brustiloffen ausgespannt und genau so Me die Flügel eines im Segelflug befindlichen Vogels benutzt. Die dcibei erzielten .Flugzeiten und Flugstrecken sind freilich nur geringe. Durchschnittlich scheint sich kein Flugfifch ^nger als zehn bis fünfzehn Sekunden üher Wasser halten zu können. Die meisivn Flugfischarten leben im Meere,' nur wenige im Süßwasser. Einer daü>on, der in den Strömen und Flüssen Afrika? vorkommt, .soll eine gvl>ße Aohnlich-keit mit ein?!m Nachtfalter oder einer Libelle haben. Er heißt deshalb auch Schmetterlings fifch und wird mit Schmetterling?netzen ge. fangen. " FrösSz« und Eidechse« mit Fallschirmeir. Genau da?selk»e Prinzip des Fallschirme?, da? den eben beschriebenen Fifchen zum Flie-gen dienlich ift, wird auch von einer Ü^ihe hö!herer Wirbeltiere benukt, vvn denen ln er» ster Linie der Flugfwsch von Sumatra erwähnt werden soll. Seine Fallschirme trägt er in Forni mächtig entivic/elier Schwimmhäute an den .hänticn und Füßen. ?l^S tvpi-Ich.'? Baumtier benutzt er sie, um die Wucht de? Falle? zu mildern, wenn er auf der Jagd nach Beute von Ast zu Ast und von der Hohe der Baumkrone in die Tiefe springt. Schon weniqer primitiv sind FluqouSrü-stung und ^leistung bei einem eidechsenartigen Tier. So ist der sogenannte fliegende Drache Ostindien? — im übrigen eine Harm-lose Eidechse ... mit je einer Hautfalte an den Seiten feine? Wrper? ausgerüstet, die beim Sprung durch Spreitzen der übermäßig verlängerten Rippen entfaltet werden. Zu-gleich bläht er sich durch Luftaufnahme bal-lonaetig auf, fo daß er an ein Luftschiff halhstarren Systems erinnert. Was uns die Fliigel der Saurier sage«. Einst, in grauer Borzeit, gab e? andere '..-ertreter de? Reptilien stamme?, die es in der Flngkunst viel weiter gebracht, die Flugsaurier. Ihre Blütezeit fällt in jene Epoche der Erdgefchichte, die man als die Iura- und Kreidezeit bezeichnet. Statt.Ncs)e Tiere waren damals unter den 'Flugsauriern vertreten, ^icre,. deren Flügel, eine Spannlveite von fast neun 'Meter aufivicsen. Da^ben^ gab eS aber auch solche von Sperlingsgröße. Wie sie ffsyen. wissen' wir «mtÄrlich^nicht, aber all? t^n verschiedenen Fügelformen können nnr^schließen, d.aß mcinche vielleicht nur kurze trecken im Gleitflug duräimessen Haben 'uögen. andere, mit kurzen, breiten Flügeln, w,e Fledennäuie. flatterten pnd wieder an-dere, mit langen, spitz zulaufenden Flügeln w unermMich^^iil Segelfluge, wie heute der ^lsatrvs und Fregattvogel, über die Meere der .Kreidezeit dahingeschwebt sein müssen. Flieger im Pelz. Z^ehren wir aber in die Jetztzeit zurück. Mh^lich wie der Flugfrosch und der fliegen, de Drache Ostindien'?, haben e? auch eine Reihe vrm Säugetieren zu einer Art Fvll-schirmflug gebracht. Ich nenne nnr da? z^lug Hörnchen Sibiriens, «den Pelzflatterer oder fliegenden Maki auS dem Gefchlechte der Halbaffen und das fliegende Beuteleichhorn Australien:?. Bei allen diesen Tieren bcstear also .unmöglich, noch zurecht zu komme«. Die?Berliner Kriminalpolizei mu^te luch erst verständigt werden, denn wa« '.sich in ^r kleinen Reisetasche befunden hatte, die Albert FÄke aus dem Hotel mitgebracht haite, glaubte er ziemlich sicher zu wissen. So erledigte er also nötigen 'W?ge^ holte sich sein Gepäck aus seinem Hotels Md begaö sich nach dem Flugplatz. In etner Swnde ging ein Flugzeug nach Paris/das noch einige Passagiere aufnehmt koTinte. ' Er hatte also Älück, und konnte schon länge vor Ankunft d^S D-Zuges in Paris sein. ' Die Fahrt öerltef programmäßig'^ nhn«! ^eii Zwischenfall. ..... In Paris angelangt, war dtr erste Weg ErkenS zum Polizeipräsidium. Er lieh sich seinem Freund, dem Oberkommissär Ch'lr-millot, melden, und berichtete diesem seine Neuesten Entdeckungen. ^ „Johnson ist also höchst verdächtig*'schloß Mlliam Erkxns seinen Bericht. „Es ist an-Kmehmen, daß er auch in jener Nacht deti Dolch in das Zimmer Droykeniens gebracht hat. Wie er dies anstellte, wird die,- Verhandlung nach seiner Verhaftimg ergeben.* Der Oberkomittissär, ein alter ^11:. ^ach ergrauter, gewitzigti?r ldriminalist, der sich nicht so leicht verblüffen liß, war zui?rst ein fach sprachlos. ",Dann aber sprang er auf einmal erregt Von seinem Sitze hoch, ging auf ErkenS zu und schiittelte diesem die Hände. „Me^'s-sien^kind, „sagte er, „da-» " . fan"^ - Mensch bätte an dc^ dieses Droykcmen zu zivciseln gewagt und noch viel^ weniger, hätte jeinanÄ geglaubt, daß das Motiu der Tat anders als durch Droykemens Mund zntage kommen würde. .'r Ae, Sie Ktvci^ter .Sherloct Holnlels,'ha Ken die Sache kaum einige Tage UT^tcr den Fingern und lösen schon das- ganze Räisrl, und ZsN'ar.in einer Art und ?^is'^, dir mir altem Dummkopf 'nicht einmal im Tr.ium eikiqefallen wäre." Er'ens wehrte lach^'nd ab, und meinte, zu tteunzig Prozent sei ja schließlich alles nur Glückssache. ' „Gliickssache gibt es nicht", brummte der ri^dselige Alte weiter,-',.dtnn c^uch das peößte Klilck will mit Verstmrd-im reckitett ?lugt!Nl' blick ivahrqenommen sein. H^nd aufS Herz, alter Junge, war diiS katsüchlich bloß 'Tu^ sel?" ' William Trkens lächelte fein. Ganz und gär cikle^inaS nick»t. Ich ksM^ te zwar an dem anfti'blichen Professor' im ersten Augenblick auch nichts Auffällige? öder Verdächtiaeä entdecken. Als er ssdoch läiiger/: Zeit svrack, kam eS mir sonderbar vor,'.daß ein EnMnt^r ein derart fließendes Franzk^sisch öbne den flerinqsten fremd ländissben Akzent sprechen konnte' Als ^weiteH fie.^ Wr daS oft widerliche Lächeln des duvssey ^^Ürening^tnes auf, und zwar um so.m^r..alS .Hans von Drovki^en ^ei der zn Vrotokoll geaebenen. Aussage vor dem Nntersnchimosrickiter unter, an'der?m erzählt^ hatte, iener FrancoiS Aubris babe .ein eivistes beimtlickisi^eS Läckeln -auf den ^ivven qeba^t. Da kam m^r a'if einmal der l^edanke, der ana^^^lik^e Professor Iobnson k^nne in WirkNck'kLit der Ervresser Fran?ois Anbris sein. Daher .,Vesfl?mmissär Cbarmillpt fuhr?^ei ten Male, wie angestochen,, von seinem Sitz hoch. . „CtTpristi", rief er mit seinem dröhnenden Organ.,„meinen Ne.vielleicht.Mr, daß in .Wirklichkeit der. Prs?essor und AubriS .. . „Ein und dieselbe Person sind", ergänzte Erkens lachend. Charmillot konnte sich nicht beruhigen, und ging wie ein im Käfig tfefangems Tier mit hastigen Schritten.im Zinnner auf und ab. „Ist ja sonnenklar", murmelte er dabei nrehr für sich, ,'lst fa so sicher wie nur irgend etwas, daß ich das nicht gleich knpie^ habe. „So, und nun", -warf Erkens dci^schen, „miisfen Sie mir den Halunken verhasten helfen." ' „Wird gemacht, auf der Stelle. Ich werde nlit zwei-Polizisten am Zuge fein und den hervorragenden Professor sogleich unter mei ne schützenden Ftttiche nehmen." ' „Das werden Sie gefälligst bletben^lassen, mein Lieber^ ich iverde ganz allein auf den ^hnhof gehen." „Aber Sie sind als Priva^eketiv doch gar nicht "berechtig, eiTre Verhaftung vvrzuneh-tt»en." " ' . „Will ich auch gar nicht."-^ „Ja, aber dann? Wollen Sie den Kerl vielleicht lau/en lassen?" ' . . „Mache ich wirklich den Eindruck.eines Mannes, der ^seinen Verstand verloren ^t?" Der Oberkommissär. kämmte allerlei unverständliche Worte in sich hinein. Er schien mit EtkenS nicht ganz einverstanl^n zu sein, aber der Detektiv wartete gar keine Entgegnung ab, schüttelte dem brummigen Alten herzNch die Hand, und verließ vasch . daS Polizeigebäude^ Nun suchte er zunächst seine Wohnung auf, schüttelte sich den Reisestaub etwas ab, und legte sich auf den Diwan, wo er, Zigaretten rauchend, seinen l^hanken nachhing.. ^ Er mochte kaum eine Gtuni>e gt^<»g''n sein, als ihm der Diener ein soeben elngegange-neS Telegramm üborbraÄe. Es ivar von der Berliner Kriminnlpoli.^i, und sagte äuS, daß im Hause Falkes eine Reisetasche wit. Schmuckgegenständen gefunden worden let, die genan mit den iin Verzeichnis angefiihr-te'n iibereinftimmten. Erkens jubelte auf. Jetzt endlich^ hatte er auch den letzten Beweis in Händen. Vergnügt steckte er uch eine nene^ Zigarette an. Ain Morgen gegen neim Ubr traf «p D-Zug in Paris ein. Schon zwei Swnden vorher nahm Er- ken^ eine gründliche Umwandlung j^eiues äußeren Menschen vor. Er vertauschte stillen eleganten Gabardineanzug mit ein^m auffällig großkarierten Straßenanzug, der ihm viel zu weit war. Mit seltener (Geschicklichkeit-füllte er dann die Liicken aus, so daß er den Eindruck eines wohlbeleibten Mannes erweckte. Das (^sicht nahnk mittels weniger Kunstgriffe mit dem Schminkstift die Farbe deS Hewohnbeitsumßigen Weintrinkers an. Sodann färbte er sich das Haar grm!, nahm einen vorsintflutlichen Havelock über, .lnd der slldfranzösische'Provinzler mar fertig. In dieser Verkleidung vt'rließ er nun seine Wohniinfl, nahm sich ein Auto, und fnhr zum Bahnhof. Endlich brauste der Zug in die .H^lle. Erkens hielt scharf AuSschan. Bald hatte er den Pscudövrofessor entdeckt, der abermals seine .^liarfarbe gewechselt hatte, und wieder Bollbart ttnd Brille trug. ' Der Detektiv nahm die Verfolgung anf, die il'dach nicht lange währte, da der Professor in einem unweit des Bahnhofs gelegenen .^otel verschwand. Erkens wartete nnqefäb? zehn Minnten, dann betrat er ebenfalls da? .Hotel, und mietete sich ein Zimmer, dicht neben Johnsons Zinnner. ' Der Detüktiv hielt sich oben nicht lange anf. .Er begab sich nach nnten ins Vestib>1l. betrat eine Televbonzelle, und ließ sich mit EhnmiNot verbinden. In knrzen Worten bat er um soknrtiae Veobiislifnng des .^^tel? Erkens instruierte die ^ sofort herbeigeeilten lV,elie;,n»i,,li.^'rten. Ti'ohnson nikbt me^r aus den.?l"akn lassen,, und. l^gab sich dann zu Ebamillot.. ..Was soll'/nun .weiter.'^ geschehen", fragte diest'r neugierig. ...... „Dies wollte ich Jbnen soeben mitteilen", antwortete Will-ianl ErkenZ, liitia lächelnd, und dann entwickelte er dein Oberkommissär seinen wtt durck»dachten Plan. „Fabelbaft. fabelhaft, lieber Erkens,- ich bin Jbr Mann. Sie haben nicht umsonst auf meine ..Mfe^ gerechnet. Der Mann-wird wie eine-Niege in unser Netz laufen." Chamlllvt lachte dröhnend auf, und schüttelte Erkens kräftig zum Abschied d)e Hand. lZ^rkenS fuhr vorerst nach seiner Wohnung, ließ von seinem Diener eine kleine Reisetasche packen,, informierte ihn dann, wo er All treffen sei. und.fuhr daraufhin mit einem Auto nach dem Hotel zurück, . Am Eingang flüfterte ihm ein Geheimpolizist zu, daß Johnson sein-Zimmer nock^ nicht Verlasien habe. Erkens nickte kaum merklich, und begab sich sofort in sein Hotelzimmer. Er schloß die Tür nicht ganz, um möglichst jedes Geräusch vernehmen zu können. Johnson schien zu schlafen. Sicher ruhte er sich von der. langen Reise auS. Gegen Mittag hörte Erkens, wie Johnson sein Zimmer verließ und die Treppe hinabging. Sofort folgte er ihm. Johnson durchstöberte' im Vefttt»ül die Zeitungen, yls wenn er nach etwas Bestin,m tem suche, dann ließ er sich in einen Klubsessel nieder und las. . Erkens nahm dicht hinter ^hm Platz, und vertiefte sich. ebenfalls in eiin? Zeitschrist. Jo^^on schien sich sehr sichi-'r zu fühlen, d«nn er blickte nicht ein einziges Mal auf. ErkenS konnte genau sehen, was Johnson so sehr interessierte. Es war ^ " Zeitungsbericht über den VerHand' ig gegen HanS und Grace von Dro?i'. n. Ab und zu glitt ein bäßliöl eZ, triumphierendes Lai^n tlber Jol^ons Gesicht. „Warte, mein Frs?undchen, bald wird dir dein Lachen vergehen", dachte sich William ErkenS im stillen. Plötzlich legte Johnson die Zeitung beiseite, erhoH sich rasch, und su,chte den Speisesaal auf. Dort aß er mit gutem Appetit und trank imgewShnlich viel Wein. Lang? saß er-dann, in Gedanken verloren, eine «Zigarette rau-^imd, bis er endlich zahlte, und abernwls sein Zimmer aufsuchte. Das Abeni^ssen lieh sich Johnson ans seinem Zimmer servieren. Kurz nach neun Nhr tttrließ er jedoch plötzlich daS .Hotel. . Mlliain ErkenS folgte ihm wie '»in Schotten, nnt ihm zwei Geheinqiolizisten. Zum Glück ging Johnson zu Fuß, so daß die Verfolgung sehr leicht war. Sein Weg führte nach einer der bekanntesten T.^n.^ bars von Paris. Erkens betrat sofort eine der - kleinen Logen, von no aus er möglichst ungeniert Johnson beobachten konnte. Jener hatte'sich an einen der 'tische direkt an der Tanzdiele niedergelassen, und machte soeben beim Weintellner eine Bestellung. Johnson dehnte seinen Aufenthalt in d^'r Tanzbär sehr lange aus. Er blieb den ganzen Abend fiir sich, rauchte, trank und sah gedankenverloren auf das Leben und Treiben um sich her. Erst kurz nach Mitternacht zahlte er seine Zeche, und verließ.die Bar, von Erkens und den Polizisten treulich beschattet. Er ging direkt Ins Hotel zurück, sagte dem Porliiir, daß er am nächsten Tage kurz vor acht Uhr geweckt sei wolle, und begab sich nach oben in sein Zimmer. Erkens gab den Beamten einen kurzen Befehl, der dahin lautete, daß sie vorläufig nach .Hause gehen sollten, ain kounneuden Morgen aber Punktlich um sieben Uhr auf ihren Posten zurückkehren müßten. Dann suchte der Detektiv ebenfalls sein Zinlmer auf. Einhalb sieben Uhr früh erfrischte sich Willkam Erkens durch ein Bad, frühstückte rasch, und sah sich dann nach den Geheiin-Polizisten um. Die Leute waren pünktlich zur Stelle. Nun war William Erkens seiner Sache so gut wie sicher. Schnell nahm er eine neue Maskierung vor, und kurz nach neun Uhr verließ er nnt langem» schwarzen Bart und goldener Brille das Hotel. Das Auto, in dem er Johnson verfolgen wollte, stand schon bereit, und wirklich ve>.--gingen keine zehn Minnten mehr, als Johnson erschien. Er winkte sich ein Anto, und stieg ein. Erkens saß bereits in seinem Wagen, und sein Chauffeur nahm sofort die Verfolgung Johnsons auf. Befriedigt konstatierte der Detektiv, das; sich Johnson tatsächlich nach deni Gerichtsgebäude fahren ließ, nlso wollte er der Verhandlung gegen Droykenien selbst beiwoh-nen. Erk?nS schmunzelte vergnügt vor sich hin, denn er freute sich insgeheim anf die verblüfften Gesichter der ^rren Nichter und Geschworenen. » Genau zu derselben Zeit fuhr d.is Ä.'!?cr-mannsche Auto vor dem Palais vor. Der alte Woermann saß noch mit seiner Tochter am Frühstückstlsch; doch vermochten beide nichts zu essen. „Wie bange mir ist", flüsterte Grace .lon Droykemen erschauernd. „Paß auf, Pal'a, heuÄ» wird man meinen armen Hans verurteilen, und mich auch." Erschüttert sah der alte Herr auf feine Tochter, deren jyläfse ihn erschreckte. „Erkens wird helfen", sagte er dailn in zuversichtlichem Ton, obnwhl er in seinem Innern nicht mehr viel Vertrauen z>l dem Detektiv hatte. „Wo er nur stecken mag?" sagte Gvace leise. „Er wird zur rechten Zeit erscheinen, verlaß dich darauf, mein Kind", tröstete sie Woermann, und erhob sich hastig. „Gott schütze dich, mein Kind", nmrm.'lle er dann mit schlverer Zunge. Unterwegs sprachen Vater und Tochter kein Wort zusauimen. Grace lag mit geschlossenen Augen in den weichen Polstern, während Woermann sin-ster vor sich hinstarrte. Zum Teufel, wo nur Erkens blieb; sollte er sich wirklich in dem Detektiv getäuscht haben? — Nein, eS konnte nicht sein, mußte in letzter Stunde noch eine Nettnng komnoen, sonst---— Woermann wagte nicht weiterzudenken. tFortsetzung folgt.^, s«ia.kt»v« '?n l>»»u gekSrt deute untieÄnH« >»6, - Dt«»« lienntni» »»nnUteU tn t«>-»e^lxtor korm äle lUuztr.Vo- Vert»»i«n 5l« ko»I«nz<»» «la» t« vom V«rt»E 6«k U»H»cko»i tn prvTtl^suft ». ^ 8l/SZ. v!« Um-wt »elt 50 1«dren »ut «la» de»teblatt ln lker Nnmmör Mi? Som W. MVMvet ZV2», WalMnepsenjagd im Kerbst Bon Förster a.D. Stuhde» 1. euch« »it de« Borstehhvnd. ZSer in seinem Revier FeldhVlzer mit Laubunterholz, bestockte BrÜcher oder geschlossenen Wald, dessen Randbestände mit Unterholz oder Wacholder versehen sind, auf zuweisen hat, versuche nicht, nach beendetem Hühnerabschuß unsere liebe Langschnäbelk,e an diesen Orten aufzusuchen. Diese Mi^he wird durch die Erkenntnis des wchr oder minder starken Einfalls der Schnepfe und durch deren Erlegung belohnt. Zur Suche bediene man s^ch eines ruhigen, kurzsuchcnden Hundes, dem an d?r Halsung ein neusiibernes Schellchen befestis^l ist. Dieses Schellchen hat den Zweck, im dich ten Unterholz, wo der Hund seltener ficht« bar ist, dessen jeweiligen Aufenthciltsort kundMtun, und auch, wenn das Schellchen verstummt, dem Führer des Hundes anzu» zeigen, das; dieser vorsteht. Äm erfolgreich« sten wird diese Ialidniethode, wenn sie zu zweien durch schnell entschlossene Schsih''u ausgeübt wird. Dcr Führer des HundeS sucht mit diesem im Unterholz, während der andere Schi>i^e in gleicher Höhe an den Ve« standsrändern. Wegen, wo er ein besseres Schußfeld hat, entlanggeht. Denn meisten? streicht die Schnepfe nach dem Bestand?» rande hinaus, um diesen eine kurze Strecke All halten und dann mit einem Vogen wie« der m den Bestand einzufallen. Sollte der Tsi-ihrer deS Hundes beim Aufstehen der Schnepfe nicht zu Schuß kommen, waS httu» fig sich ereignet, so macht er seinen Weid« genossen durch den Zuruf „Tiro" stire haut) auf das Abstreichen derselben aufmerksam. Jener kommt dann gewöhnlich mit Erfolg zu Schuß, wenn er guter Schütze ist. Behält er jedoch wider Erwarten die Patrone im Rohr, so ist ihm immer die MSg-lichkekt der Beobachtung gegeben. Er sieht, wohin die Schnepfe streicht und wo sie einfällt, wodurch viel Zeit und Mühe erspart wird. Im s^reien schießt sich die Hchnepfe leicht, da sie ein weiche? Wild ist und nicht viel verträgt. Es ist daher zu empfehlen, vl>n „Weitschußflinten* abzusehen und sich zylindrisch gebohrter Gewehre zu bedienen, weil man doch meistens auf nahe Entfernungen schießt und dazu Patronen mit Schrotwnn« mer 7 bis 9 verwendet. So ausgerüstet, wird der Erfolg nicht ausbleiben. Häufig kommt es vor, daß die unbeschos-jene Schnepfe nicht wieder aufzufinden ist, trotzdem man den Einfall an einem bestimm ten Ort beobachtet hat. Sie ist dann abgelaufen, hat sich unbemerkt wieder erhoben und ist nach der Stelle, wo fie zünst aufgefunden wurde, zurückgestrichen. Nach meinen Beobachtungen hat die Waldschnepfe ihre Lieblingseinfallstellen, an denen man wäh-rend der Zugzeit immer wieder welche fin« det. Nach dem Schuß beobachte man die beschossene Schnepfe sorgfältig. Ist sie geflügelt, so fällt fie sofort zu Boden, um aber in den meisten Fällen schnell abzulausen. Wenn man nicht einen gut abgeflihrten, erfahrenen Schnepfenhund hat, muß man mit dem jungen, wenig erfahrenen Hunde sofort zur Anschuhstelle eilen und ihn auf t>as Geläuf bringen, damit die Schnepfe nicht einen zu weiten Vorsprung gewinnt, lveil sie gut zu Fuß ist. Weidwund geslios-sene Schnepfen streichen nach dem S^iliß niedriger mit zittrigen: Fluge ab. In diesem Falle folgt man der Flugrichtung und läßt den Hund verloren suchen. Durch den Siecher geschossene oder am .T'vpfe gestreifte Schnepfen fallen durch die hiedurch hervorgerufene Erschütterung des GehirnS zu Boden, erholen sich aber bald davon und streichen wk'der ab, wenn der vierläufiqe Be gleiter nicht schnell zur Stelle ist und sie greift. 2. Das Stvbeni. An schienen Spätherbsttagen, in (Gesellschaft von niehreren GMtzen, s^töbert man die dichten Bestandesränder mit dem Himde dl»rch. Die Schützen vert^len sich folgendermaßen: Der eine geht in gleicher Hbhe mit dem Führer des stöbernden Hundts am BestandeSrande entlang, der zweite 50 bis V0 Meter vor ihm und die .nlderen stellen sich in der Vorlage an. ?lst Schnepse vorhanden, so kommen Schütze 1 und T zu Schuß: aber auch die in der Borlage stehenden Herren werden ihre Patwnen loS. Nur der Führer deS Hundes hat seltener Weidmannsheil, weil er im Dickicht nicht weit um sich sehen kann. Die einzige Möglich keit, sich für feine Mühen zu lohnen, besteht darin, wenn die Schnepfe den Hund miS-hält und dieser vorsteht, so sucht er sich eine V^cke durch da? Geäst nach oben, um die aufsteigende Schnepfe, sobald sie sich über die Baumwipfel gehoben hat und zur Orien tierung einen Moment der Wiesen hinauSsükirsn, so an, daß man den helleren Horizont vor sich hat. Nicht lange nach Sonnenuntergang hebt sich die Schnepfe und streicht nich den Rändern, Wegen nfw. hinaus, diese mtlang den AesungSplätzen entgegen, um dort zu wurmen. Bei stürmischem Wetter bebt iie sich früher, qleich nach Sonnenuntergang 'md streicht ziemlich schnell, niedrig, Über dle Wipfel der niederen Bestände hin, j^de Deckung gec^en den Sturm auSnlltzend. In diesem Falle ist nur ein schneller Schutz non Erfolg gekrönt. Der Landwirt Ka» als DüngemUtel Landwirte! Die wirtschaftliche Lage zwingt uns zur Erhöhung d«r Agrarproduktion. Außer einer intensiven und rationellen maschinellen Bearbeitung trägt zur Erhöhung der Produktion nur eine wirtschaftliche und sachgemäße Düngung unserer A^lwren bei. Die animalischen und Kunstdünger sind uns zur Genüge bekannt, nicht genug bekannt ist aber Vei unS dle Kalkdüngung. In landwirtschaftlich vorgeschrittenen Ländern erkannte man schon längst die hohe Bedeutung der Kalkung. Wir wissen, daß der Stalldung und alle anderen Düngemittel mit einer kalkung schon iin ersten DüngungSjahr« intensiver wirken Wir wissen, daß unserS besten und qualita t!v am me'lsten Futter Ue^rnde Kleearten, die für unseren wichtigsten landwirtschaftlichen Zweig, für die Viehzucht, von un^eu-rer Ätwutung sind, ohne viel Kalk nicht gedeihen können. Alle Feld«, Wiesen, und Futterpflanzen sowie alle Obstsorten er-veisen sich für eine Kalkung sehr dankbar. Die mannigfaltigsten VersucA? mit einer Kal kung «rgak^ immer eine quantitave und qualitative Erhöhung der lkrnte. Der Einfluß deS ^lkeS auf den Boden ist mannistfalttg. Kalk finden wir in allen Pslanzentei^len, namentlich in den Blättern und im Holze, ein ^chen, daß der Kalk auch ein Nährstoff ist. Wichtiger als die direkte Mrkung als Düngemittel ist aber die indirekte Wirkung des Kalkes auf den Boden und das Pslanzenwachstum. Der Kalk befördert die Bodengarre, sowie die Zersetzung der organischen Stoffe im Boden, welche er in leichtverdauliche Nährstoffe umwandelt, was ohne Kalk nicht stattfinden kann. Leichte und fandige Böden ver^vandelt er in schwerere, wasserhältigere, schwere Böden aber in wärniere, durchlässigere Böden. Kalk ist ein F^nd vieler Unkräuter und Insektenschädlinge, sowie mancher Infektionskrankheiten. Der Mk neutralisiert im Boden sich ansaulmelnde tzumuS-säuren, namentlich in übermäßig feuchten Böden und bindet die schädlichen Rebenbestandteile des ^kunstdüngers, sowie die nachteiligen Zersetzungsprodukte t^r organischen Düngemittel. Mit einem Worte: die Kalkdüngung erhöht die Fruchtbarkeit deS Bodens! Die Kalkung soll die Grundlage jeglicher Düngung sein! Keine Düngung soll ohne Kalkung, aber auch keine Kalkung ohne Düngung erfolgen, da der Boden zu schnell erschöpft werden würde! Der Kalk als Düngemittel kommt auf allen kalkarmen Böden zur Verwendung, was mit gewöhnlichem Essig konswtiert wer den kann. Wenn sine mit Essig begossene Bodenprobe nur wenig oder gar nicht aufschäumt, ist dies ein Beweis von Kaltarmut derselben. Versuche haben ferner ergaben, daß eine Kalkbildung oft auch auf relaüv rkglichem feinen Kalkmehl verfügt aber das KalkdÜnger-lyMkat in RaLje bei Martbor. Ing. Albert Vederniak. Kleiner /^NTeiqer Uhren, vom einfachsten biS zum ieinfte« Ehronometer repariert jetzt wieder erstklassig und billigst A. Sterle, U^remepara-twWerkstSt:-, Rotovtkt tvg 7. 14343 kslnpu»»«?«! y. 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