„Fnihtit, WihlsiM, Zitd»! fir Iilt." ch Itr. KD» Mittwoch, tZ. Mai RVK8. Jahrgang Vie ^Marburger Zeitung" crschctnt jeden Soniitl^ti, Mittwoch und Kreitas^. Preise — für Marburg: gan^jiihrig Lfl., halbjährig vierteljährig t fl. üt)kri fiir Zttstellu«g tu» Hau» monatlich t0 tr. — mitPostvcrsendnug: ganzjül)rig 3 fl., halbjährig 4 fl.. vierteljül)rig st. Die ein Mal gespaltene (Sar.noiidzeile »vird bei einmaliger Einschaltung mit t0, bei zweimaliger mit 15, bei dreimaliger mit 20 kr. tierechnet, wozu s»ir jede»n»allge Einschaltung 30 kr. Jnserateu-Stempel,;ebülir kommen. Zur Geschichte des Tages. DerSondcrauSschuß dtS Herrenhauses beantragt, an dem EiUlvurfe über da» konsrssiontlle GeskK auch die Arndcrung vorzunehmen. daß Vcrträge über die KindcierzicbaNi, vor dem Abschluß der Ähe zugklassen tverden können. Eine solche Bestimmung tvürde dcm Re-verSunlvtstn neuerdings Thor und Thüre öffnen. Durch die Erfahrung belehrt, daß übereifrige Scelsotger alle Hcbtl in Bewegung scpten. um den nichltatholischen BraMtheil zu einem Reverse zu bestimmen, den er nach der Trauung schwerlich unterzeichnet kälte, hat da» AbgeordnelentiauS solche Verträge nur nach eingegangener Ehe sitr zulässig erklärt. Wicht des Abgeordnetenhause» ist's, aus dtM einmal grs« ßten Beschluß zu bestehen — Sache der Regierung, das Herrenhaus, in lvelchem sie ja so vieles vermag, mit diesem Beschluß zu bcsreunden. cStneral Dumont hat die neuangelcgtcn Festung» werke vonCivitaveechia der eingehendsten Besichtigung unterzogen und dem mit der Leittmg und Durchführung dikser s.hr bedeutenden Arbeiten branflragten französischen Genie Offieier seine besondere Zufriedenhelt ausgesprochen. Der Regen hat die gänzliche Beendigung deS großen WerkeS einigermaßen verzö.»rrt. Jetzt sind noch 300 Arbeiter beschästigt. um die leKle Hand ,1» die ausgedehnten Schanziverke zu legen. Der Vice tön ig von Egypten hat Truppen nach Suez geschickt, um die Unruhen der Arbeiter zu unterdrücken. Dieses Militär dürste aber noch einen anderen Zweck verfolgen ; denn es hat in der Nähe von Suez, im Angesichte des englischen Lagers, ebenfalls ein Lager bezogen und scheint dasselbe beobachten zu sollcn. Daß die Engländer ihre Stel-lung bei Massova nicht aufgeben werden, davon ist in Egypten Jedermann überzeugt und das geht schon aus ihrer Niederlassung bei Suez hervor, Ivo sie ein großes Spital und eine große Kaserne bauen. Die Franzosen sahen Suez als eine französisch« Stellung am rothen Meere a». wo sie nach Belieben schalten und tvalten würden; nun müssen sie sichS lvohl gefallen lassen, die Engläuder an ihrer Seite zu dulden. Wohl bestellt das englische Lager bei Suez nur aus einem Komtnandanten und drei Mann, aber wir haben eS eben erst in Abyssinie» erlebt, daß hinter einen jedem Engländer -- ganz England steht. Die V e h m g e r i ch t e. von Ä. w. (Schluß.) Als Ank^igcr durfte nur ein Freischöffe auftreten; darin lag aber durchaus keine Beschränkung, »veil jeder Schöffe nicht nur tvegen eincS gegen ihn srlbst begangenen Verbrechens, sondern auch im Namen eincS jtden verletzten Wissenden oder Nichtwissenden Klage erheben konnte. Den Vorsitz im Gericht führte ein ivcstphälischer Freigras. Vor ihtn stand eine Tafel und auf dieser lagen ein blankes Schiveit und ein aus Weiden geflochtener Strick. Auf dem Schwert wurden die zu leistenden Eide abgenommen, der Stnck zeigte an. daß der Hals dlS Angeklagten in Gefahr sei. Nach erhobener Anklage wurde zunächst entschieden, ob das..gerügte" Verbrechen eine ..Vehmroge". d. h. ob das Vehmgericht berechtigt und verpflichtet sei. über den Verbrecher Gericht zu halten. „Behmiogcn" waren aber alle mit drm Tode zu bestrafenden Verbrechen, wie Mord. Raub. Brandstiftung. Ehebruch, frlbst Diebstahl und viele andere. Hierauf tvurde an den wegen einer Veltmrüge Angeschuldigten eine Ladung erlassen, vor dcm betreffenden Behmgerichte an dem in dem Ladungsbriese bezeichneten Mahlplatz „zu erscheinen zu rechter Tageszeit" oder „zu rechter VerichtSzeit Ta.^eS." also nicht bei Nacht. Lolcher Mahl-Plätze gab eS seiner Zeit in Wrstpljalen über ljundert. Die Frist, welche dem Angeklagten biS zum Erscheinen iitt<^eränmt tvurde. i^'ar die alte sächsische von dreiuial fllnfz'hn Tagen (scchS Wochen drei Tagen), lvelchc noch heutzutage in dem sächsischen Rechte eine wichli.ie Rolle spielt. Die geivöhuliche Art und Weise, tvle die Ladungen den Betressenk'kU bekannt gemacht tvurden. lvar die. daß dieselben von Veliinschöffen persöttlich übel-bracht ivurden. Dabei kam eS wohl vor. das; die llebiibringer sehr übel aufgenomtnen tvurden. ja daß sie biölveilen mit dein Leben bitben mnßlen. Der bsterretchtfche Beamtenverei«. „Erster allgemeiner Beamtrtl Verein der österreichischen Monarchie" nenitt sich die Bereinigung einer großen Anzahl von Beamten auS allen Tbeilen des Reiches, welche die gegenseitige Interessensörderitng zum Zwecke hat. Diese Förderung findet ihren Ausdruck zunächst in den drei VereinSabtheilungen: für Krankenversichernng. Lebensversicherung nnd Vorschußvermittlung. Damit jedoch ist die VetliiiStvirksamkeit noch keines-wegS abgegrenzt; es hat vielmehr der Petrin theils iin Interesse eittzelner Mitglieder, thtils aber im Interesse des ganzen Beamtenstandes auch schon in anderen Beziehungen, welche außerhalb deS Bereiches jener Ab-tl^eilungen liegen, getvirkt. Da die bestehenden VereinSabtheilungen auf bewährten Grundsä^en beruhen und bei der Stiftung des Vereines alle einschlägigen i^rfahrungen mit Getvifsenhaftigkeit berücksichtigt wurden, so erachten tvir eS als unsere Pflicht, den Beaintenstand auf diesen Verein aufmerksam zu machen. Wir können dies um so mehr, weil die Einzahlnngen in die Versicherungs-abtheilungen nicht so beträchtlich sind, als bei anderen VersicherungSnnter-nehmungen. Der Beamten-Berein ist nämlich at»f Gegenseitigkeit gegründet und es haben jomit seine Mitglieder keine Aktien zu verzinken und die Ueberschüsse an einen Unternehmerkörper abzuführen, wie dies bei allen AktiengejeUschasten der FaU ist. Um die Leser dieses Blattes mit der Einrichtnng des Vereins —-dem übrigens nicht nur Beamte im engern Sinne, sondern überhaupt alle, welche vorwiegend itiimaterielle Dienste leisten, »vie: Lehrer. Professoren. Priester. Aerzte. Offiziere u. s. tv. beitreten können, die wieder zur Ein« sührung von Nichtlieamten berechtigt sind — bekannt zu machen, »vollen «vir sein Wirten in den drei Hauptabtheilungen näher betrachten. I. Die Krankenversicherung. Wir wollen hier mit Beispielen vorgehen, tveil dadurch die Vortheile am besten in die Augen springen. Vikle Beamte haben einen geringen Gehalt und könnten die Ausgaben der Familie wohl nicht decken, tvenn nicht Nebeneinkünfte die Haupteinnahme nesentlich eihölien tvurden. Wei-terS kommt es häufig vor. daß Frauen und Töchter durch Vertverthunfl ihrer Kenntnisse und Fertigkeiten daS Cinkorntnen der Familien vergrößern helfen. Wird nun tm ersten Falle der Mann, iin ziveiten Falle die Frau oder Tochter krank, so kann die Fainille in Verlegenlieit geratben. illdem die bezeichneten Nebeneinnahmen nuflzörrn und ärztliche Pflege u. s. tv. außerordentliche Ausgaben verursachen. Durch kleine, leicht zu llm diesn» Gesahren zu entgehen, wurden häufig die LadungSbriefe bei Nacht und uubemerkt entweder an der Hauothüre deS Beklagten, oder in einer Kirche, wohl auch an die Thorr einer Stadt angeschlagen. Wie aber, «venn »nan den Wohnort des Vorzuladenden nicht kannte? In die-iem Fall half man sich dadurch, daß man zunächst das Land zu ermitteln suchte, in welchem der Beschuldigte muthmaßlich sich aufhielt; war dir» geschehen, so wurde dann der LadungSbries an verschiek'enen Orten dieses Landes, meistentheilS auf Straßen und ziv.ir n.^ch den virr Himmels-gegenden aufgesteckt. Die Nithtwlssenden durften, wie bemerkt, uur vor daS offene Ding, die Wissenden dagegen nur vor das heimlichc tAericht geladen tverden. DaS Versahren selbst war in beiden Fällen ein virschitdeneS. Leistete der angeklagte Nichtwissende der Vorladung Folge und stellte sich zur bestimmten Zeit vor dem offenbaren Ding, bei ivelchrm also Jedermann gegenwärtig snn und der Verh.ntdlnng .zuseben und zuhören konnte, so trug der rügende Schöffe noch einmal die Anklage vor. Gestand der Atigeschuldigte, dann lvar der Piozeß ein knrzer. Der Angeklagte hatte sich, tvie eS hieß, selbst gerichtet. Er lvurde ergriffen und im nächsten Augenblicke hing er. iM Angesicht der umstehenden ö1!enge. an einem Baume. Stellte er dagegen die Begehung d«S ihm Schuld gegebenen Verbrechens in Abrede, dann lag es ihm ob. von der Anklage sich zu „reinigen". Niemals Versuchten die Belimrichter. den Augeklagten des Verbrechens zu überführen, niemals ibn zu einern Geständniß durch Gc-wlssenöprrdigten zn beiucgen. oder durch verwii'kelte Fragen zu verlockeit. oder ivohl gar dnrch Folterqualen zu zil.'ingcn. Mavtrllverkzcnge haben die Vehtnschöffen nie tn den Händen g-^ljabt. Wenn Dir daher, lieber Leser, eintnal in einer alten Folterkatntncr solche gr?nliche Instrumente gezeigt iuerden. und Dein Führer ,nit »vichtiger Miene Dir bedeutet, daß dieselben noch von den Richtern der heiligen Vel)lne heriül^rten. so tveißt ^"^u. daß man Dir ein Mährchen erzählt. DaS ciiizige Mittel, eine Freisprechung zi» erwirken, sich von der Anklage zu ,.lel"igeii." bestand in dctit Eid ni»d ztvar mußte zunächst der angeklagte Nichtivissende einen erschwiagende Einzahlungen während der Vauer der Gesundheit kann jenes Vedränstniß leicht verhütet und daS ohnehin barte LooS der heit wenil^er sühll»ar l;tlrtij;e» werden. Zahlt z. V. ei-, d,eipl,l Ialire nlter Ätcinn fortlaufend monatlich iieununddieißi^^ Kreuztr, so erlvtibt er nch sofirt nach der Aufttlchmt de» Äujptuch aus ein llöchentlicheS Kr.,«, fengeld vo» dlei Gulden, welches se^S Äkouaie l)indurch. fulls dle ttraut-heil so ll'Nj^e dauert, t^ezahlt wird. Es können rankenj^elder l>is zu fünfzehn Gulden für die Woche versichert ilerden. II. Die Let>enSverslcherunji. Diese bietkt gleichfalls Äcocm. »vtsorgrn läßt. Beamte, die ihr Geld sruchtbriugend anles.ru oder aus vortheilhafte Weise Vorschüsse erhalten und sich den Händen dn Wucherer ferne halten wollen, sollten nicht unterlassen. Theilhaber eiNt» Konsortiums zu werden. Als ordentlich r Vorschuß ivird ter doppelte Betrag d»r Einzahlun.; gegeben; hat z. B. ein Theilhaber b i dem ^ton-sortinm fl. ü0 gut. so kann ein Vorschuß vo» fl 100 beauspruchl werden. UebrigenS werden auch außerordentliche Vorschüsse ertlieilt. wen» der Borschußwerber durch Bürgen. Faustpfand «. s. w. gehörige Sicher- heit bietet. Es iväre ^n wünschen, daß auch in unserer Stadt sich ein Konsortium liltden möchte. BeleitS b'stel)en derartige Konsortien in Wi-n (4). At^ram. ^eft-Osen. Troppni. Lemberg. Zolkieiv. Krakau. Preßbnrg. Czer. uoivlp. Steyl-. Gr. Beeskerek. Älageufurt. Kronstadl. Bistritz. Llnz. Trieft. PrScmy^l. Olmüv. Ioachimölb^U. welche Ende 1867 1623 Theilhaber zählten, fl 56272 eigenes Vermögen besaßen und im Jahre 1867 fl. 98440 Borschiisse crtl)eilttN. Die VereinSinitglleder vtisammeln flli in der Regel linmal im Jahre zu ein,r Generalvers.nnmlung in Wien, in ivelcher die Geschäfts' ergcbnissc zur Kruntniß genommen und über die eingebrachten Anträge auf Äenderuug der Statuten. Herabsetzung oder Erhöhung der Prämieil. Fruktifleirung der FoadS u. s. w. Beschlüsse gesaßt und die Wahlen sür die Funktiouäre vorgenomuien iverden. Zur Besorgung der besonderen Angelegenheiten der Mitglieder in einer Stadt oder einer Branche können Lokt'lauSschüj'se geivählt «Verden, lvtlche die Mitglieder zu Lokalversainmlungin beruf.n. die löinkassirung und Abfuhr d r Gelder veiMitteln und überhaupt in ähnlicher Weise suntt oniren. ivie die Zentralleitung in Wiiu. Für Städte, wo noch keiue LokulauSschüsse bestehen, ernennt die Z utr.itleitnng BereiuSbevollmächti.ste. welche die Gründung von Lokal-ansschüsstn anbahnen und biS zu deren Zustandekommen die Geichäfte besorgeu *). — Kür die Verbreitung der LebensversicherungS - Abtl^eilung loeidrn überdie» Agenten bestellt. 3n unserer Zeit nimmt das G-nossenschaflSwes,n unter dem Bai^r „durch Bereinigung zur Seibsthllfe und zum Fortschritt!" einrn mächtigen Aufschiunng. Wir wollen hoffen, daß auch in Marburg der Beamtenverein recht zahlreiche Beth^iligung finden und daß ein LotalauSschuß zu Äande kommen werde. Lermischte Rachrichte«. (Frauenarbeit.) In England werden immer mehr Franrn bei össentlichett Acmtern an,gestellt, so b. richtet man. daß zu Jllmire die Otieraussicht über da» Arnieuh.,»» und die Grmeindelandstraßen einer Fran üii.rlragen lvorden. (M ä d che n e r z i e h u ng.) Die „HanSwirthjchastliede Lehranstalt" des Schneider in Worms, lvelche „die theoritische und praktische AuS« uiidttng erwachseller Töchter im ländlichen Gartenbau, der Geflügelzucht. Mitchjvirthschaft. AufbeivahrungS- und Eiumachlehre, der Küchensühruug, Uberhaupt die H'ushaltungSlehre in ihrem ganzen Umfang, respektive die 'Vei attbil»»ung intelligenter. wjrtl»schastlicher und umsichtiger Hausfrauen sür O.koaoiuett" beziveckt. war tm verflossenen Äahre von 33 Mädchen im Älter von 16—22 Jahren besucht. Wötjenllich flttdeu Vortrage über die ia die Hausijaltuug einschlagend,« naturivissenschastlichen Fächer statt: die sür die HauSwirihschast Vorgesehenen Arbeilen »verde« unter Aussicht von o,tt Zöglingen selbst verrichte. Auleitung im schriftlichen Ausdruck, solvie in der '^wchführnng wird ge^^rben nno AlleS aufgeboten, um de» Ziveck del^ Äustalt zu verwirkliche«». Am 1. Mai dieses Äahre» hat ein ne«ttr KulS begouncn. (Im G r o ß i» e rz o g t h n m e Bade») mit einem Wüchenranm von 278 Geviertmeilen nnd 1.400,000 Einlvohuern betrugen 1ö67 die Staatseinnahmen 17.006.000 fl.. die 4.879.000 fl. zu e»l,eben kosten — also m.hr denn 25 Perzent. Man fleht, «vie unvernünftig selbst in »vohl« geordttelrn Ländern noch die Ste»»eln eingeiichtet sind. Ein Privatmann, der 25 Perzent seiner Eiuküuste für deren Erhebung ausgeben müßte, File Marburg ist daS Ehrenamt eineß Bereinsbei>vllmächtigte» dem Herrn Ingenieur.Itssistenten Ungee, Vurg, S. Stock, übertrage» worden. Anmerk. der Red. RtinigungSeid leisten. Dieser allein aber genügte nicht, vielrnehr mnsUen. u»id zwar von den gegenwärtigen Vehmschöffeu. noch zwei oder drei EidrS-heiser Mitschivören. Positive Gewißl,eit von der llnschnl' d.s Angr klagten brauchtkN diese nicht zu haben, sie erhärteten ja durch ihren Eid blos ihre Ueberzengung. „der Angeklagte schwöre rein und nicht mein." Fanden sich z»vei oder drei EideShelser. so konnte der Äläger diesen sechs andere entgegenstellen und der Beklagte «vurde. »vie es hieß, „selb «iebeud" überschworen. Gelang eS dann dem Letzteren nicht, dreizehn Eides!)rlser für sich zu gewinnen, oder konnte der Ankläger gegen di se delizrlui zlvanzig aufbringen, dann ivar der Angeschuldigte verloren und — der Strang ihm gewiß. Ein etlvaS anderes Verfahren fand statt, wenn ein angeklagter Wissen-der vor dem heimlichen Gericht erschienen war. Er konnte durch seinen alleinigen Reinigungseid seine unbedingte Freisprechung erlangen, und diese weit günstigere Stellung der W>ssti»dcn ivar wohl der Hauptgrund, ans »velchem. als auch Nicht»vcslplialen Freischöffen »Verden konnte»», aus ganz Deutschland so viele nach Westphalen eilten und sich zu Wissenden machen ließen. Indessen d.,uerte dieseS Vorrecht nicht sehr lange, denn man sah nicht nur die Unbilligkeit eine« solchen Bevorzugung, sondern auch, bei der immer mehr anivachsenden Zahl der Freischöffen. t>ie Ge-fülirlichkeit derselben ein, datier denn anch bei diesen das Ucbcrbictcn mik EideShelfern Regel »vurde. Nur insofern blieb den Wissenden i»nmer noch eiN Vorthe'l. daß sie unbedingt srei »varen. »venn sie den zlva»»zig Eides-helsern deS Klägers einundztvanzig entgegenstellen konnten. Der am häufigsteu vorkommende Fall war. daß die Angcschuldigtcn Nicht erschienen. Fand sich ein Nlchtl»)iffknder am bestimmten Tage nicht ein. so Ver-»rändelte sich, nachdem der Na»ne deS Borgeladenen feierlich ausgerufen »Vörden war. daß offene Gericht in die heimliche Acht dadurch, daß ein Schöffe der Versammelten Menge befahl. daS Feld zu räume««, äbulich. als »Venn heutzutage der Prüs»de»»t einer Assislenverhandlung die Zul)örer auffordert, die GaUerie und den Saal zu verlassen. Hiernach mußte d'lt Van de»n Freigrasen daS schriftliche VeivehmungSurtheil und dies diente ih»n alle» übrigen Schöffen gegenüber als Legitimation zur Aufforderung. il)M bei Auffindung, Ergreifung nnd Aufknüpfung deS Verbrechers behülflich zu seiu. Kein Behmsliöffe durste seine Beihülse verweig in. iveil eiitt»« allein die Todesstrafe zn vollziehen nicht erlautit »»ar. »ondern. nin möglichen Mchbräuchen vorzubeugen, immer drei Lchüff tt dabei gegen»värtig und thätig seiu mußten. Wie aber erkannte ein Schöffe den anderen? Sahen sie doch, da s»e nie liesondere äußere Kennzeichen an sich trugen, eben so aus, ivie jeder Andere, der nicht Schöffe »var. So wenig »nan heutzutage Je,nand anstlieu kann, ob er ein Freimaurer ist. eben so »venig konnte man da-nials Jtinand anselie»». ob er ein Freischöffe sei. Wie aber erstere nn geivisseu Merti»>alen sich zu rrkeunen pflegen, so hatten auch die Vehm« würde schwer dabei bestehen kAk«en und einem solchen unnatürlichen Zu« sttinde obne Zweifel bald kin Ende machen. (Heerwesen.) Hnnrich Blankenburg hat den Krieg von 1866 gtschichtlich. politisch und krirgsivissenschaftlich dargestellt in einem Buche, d.is jetzt bei Brockhaus in Le'pzig ciscbjcntn. Der beigefügte Anliang: „PreußtN in Wassel»", ist eine gut geschtiebene Geschichte de» preußlschen Wtt)rsyslein< seit Friedrich Willjclm I. und wir eninelimtn dersrlbcn die merkwürdige Tl^ttsachc. daß unier den 669.076 Mann, die Prenßen im l't^t'U AtldAUg (1866) jlelllt. sich nur 40.Wl) BerusSsoldaltN befanden. i.900y Linien-Offiziere. 30,00tt llnleroffizicre und Spielleute. und 1000 Kapitulanten) Marburger Aerichtc. (Die Ausscheidung der S t a d t ge m e i n d e M a r burg aus dem Bezirksverl» an de.) Der DringllchkeitSantrag. welchen betreffs dieser Ara^e Herr Stampfl und Genossen in der letzten Sißung des GeMtindeausichufses genellt uuc» welchen le^terer angenommen, lautrl seinem ganzen Inhalte nach solgendermaßru: „Der Hauptzwkck der Einsührung der BezirkSverlretungen war. daß die in ihrer Mehrzahl so kleinen und geradezu l'benöunsähigen Gemrinden von selbst ihre Autonomie, welche ihnen daS G»Mkinvegesrtz im g. 24 gewährt, nicht Verlieren Der Bezirksvertietungskörp.r wurde als Mittel angesehen, die kleinen Gemeinden lebensfähig zu machen Die VezirkSvertretungru sind im Stande, die Kräfte der kl,inen Gemeinden zu sammeln, in jrd.m Falle der öffentlichen Gebalirnng. wUche der Gemeinde oblie^tt. (Erleichterungen eiutrktcn zu lassen, sttnei etnzrlne Anstalten nicht allein für die euizUnen GUueinden. ionder» für deu ganzen Bezirk in'S Liben zu rufen. Die Stadtgemeinde Marburg, welche seit der Erlalsun,» deS Bezirks VertretungS GtseßtS vom 14. Iuui 1866 L. T. B. Nr. 10 ein eigenes Gemeindeftatut erhalten hat. ist geiviß grob genug, um lebenssühig genannt zu »verde», und bildet sür sich einen eigenen Bezirk, welcher alle AuSl-ljen einer BeziikSvertretung hat Die Stadt Marburg ist nach der Landethanpi-stadt Graz diejenige Gemeinde, tvelche im Krottl.inde Steiermark silk ihr, Autonomie die meisten Aus,^aben zu t),str,itett lzat. waS nachftehtnde Ziffern bcivtiscuj dieselbe verausgabt jährlich sür die Selbftveiwaltung: I. Für Besoldungen ihren Beamten und Dien-r sammt Äanzleierfordernisseu .... 6786 fl. — kr. II. Für Löhnungen der Pol^ iivachmannst^ast sammt Monturen und sonstigru Polizeiauslagen 3829 fl 58 kr. III. Für Gesundheitspflege .... 332 fl. Ü0 kr. IV. Für Atmei v.rsorgung .... ü500 fl. — kr. V. Für Schnbversorgung . . 480 st ^ kr. VI. Für Eihaltung der Straßen im Stadtgrbikte . 3823 fl. — kr VII. Für Milliärelnquartttr»nt,. insbesondere Auszahlungen sür OffizierSquarttere .... 2899 fl 31 kr., tvelche Auslagen sich im Jchre 1866 gar auf 3869 fl 80 kl. belitfen. In dieje Rubrik g,hört sür 1867 auch der Ankauf der sogenauilten MeUlnger tainpsmühle zur Birivendung als Gemeindekaserne in der Summe von 14.500 fl VIII. Für Hebung drr Volksbildung . . 4951 fl. 87 kr. Zusammen 28.602 fl. 26 kr. Außer ditstr bedeutenden, nur den theiliviisen Gemein.''etiauShalt b. treffenden Summe hab,n die Steuertiügir in d,r Stadtaemcinde Mar» bürg zur Bistrcitung der (mit dein Landbkzirke Marburg) gemeinsamen Ve^jiksbedürsnisse iM Jahre 1868 an6Perzent Umlagen 2412 ft 2V, kr (in deu früheren Iahren bei 8 Perzent gar 3186 fl. 53 kr ), soinit mehr als den vierten Theil von der Gesammtsumme von 8968 fl. 26 kr (be-züglich N957 fl. 68 kr.) beizutragen Und welche Bortheile genießt die Stadtgemeinde Marburg sür ditse VeitragSleistung von 2412 sl. 2 '/g kr. auS den gemeinsamen Interessen? Den einz gev, kaum nennenSwerihen. daß die Beschotterung der im Rayone der Magdalena Borstadt beginnenden Lembacher Bezirksstraße vom Mlacker-schn, Hause diS Brunndors mit 360 t^urrentklastern Länge und der St. Martine? Bezirksstraße vom Drosg'schen H^nse biS Pobersch mit 436 Aurrentklaftern Länge, für beide Straßenstrecken. zusammen mit einer bei-lanfigkn Barauslage vou 40 fl. auf Kosteu der BezirkSkasje erfolgt. Diese im Bergleiche zu detn oben bemerkten winzigen Bortheile mmense BezirkSumlage würde die Steuerverpflichteten deS Stadtgebiet,s Marburt, gar nicht treffen, wenn die Stadt Marburg — gleich der LandeS» Hauptstadt Graz, g 3 deS BczirkSvertretungS » Gesetzes vom 14. Juni 1866 — tn jeder Beziehung vom B^zirksverbande auSstenommen iväre. Im Htnblilke. dav die Stadt Marburg für sich ein politischer Bezirk ist. als solcher alle Auslagen einer Bezirksvertretung und in einem viel ltöh,ren Maße alS irgend ein anderer Bezirk mit Ausnahme der LandtS-Hauptstadt Graz, zu leift,n hat. und außerdetn auch noch alS im Verbände des ehmaligen Bezirkes Marburg inbegriffen, die übrigen Lasten deS ge-mcittsamkn Bezirkes in der obenangrsetzten bedeutenden Tangente von 2412 fl. 2'/, kr. mitzutragen hat. stellen die Gesertigten den dringenden Antrag: Der löbliche GemeiudeauSfchuß möge in lZrtvägung der vorne erör« terten thatsächlichen Berhältnisse im Interesse der Gemeinde in heutiger Sitzung den Btichluß fassen: „Es möge bei dem h. Landtage in nächster Session eine Aenderung des BezirkSvertretungS -Gcsetz-S vom 14 Juni 1866 L. G. B. Rr. 19. A. 3. durch eiN LandeSgesetz dahin angestrebt nnd erivirkt werden, daß die Stadt Marburg als ein eigeukr politischer Bezirk auS dem Verbände d,s bisherigen BezlrkSvcrtretungStörperS ausgeschieden iverde und gleich der Landeshauptstadt Graz in jeder Bezikhung vom BezirkSverbande auS-genommen sei." (Unglück durch Pferde.) Herr Dietinger, Holzhändler in Ct. Oswald (I,necker), der neulich den Schimmel deS verstorbenen Herrn Anton Wutt in Marliurg gekauft hatte, kam vorigen SamStag vou einer Fahrt nach Hause. Beim AuSgeschirren tvollte da» Pferd fortspringen ; als Herr Dirtinger dasselbe zurückjagte, stürzte eS auf ihn loS und warf ihn mit solcher Gcivalt zu Boden, daß er am Kopfe blutend und betvnßtlos lu das Haus getragen werden mußte. H.rr Dietinger hatte vor ach» Iahren das Unt^lück. daß ihm durch den Hujlchlag eines PferdeS der rechte Fuß gebrochen tvnrdc und ist sein Bater in d«n Dreißiger Iahren in Folge eittsS Sturzes vom bespannten Wagen gestorben. (Blitzschlag) Das furchtbare Getvitter am Sountage NachtS hat Nicht alltiu Feld,rn. Weingärlen und Obstbäumen geschadet — eS hat auch der Blitz an verschiedenen Orten gezündet und berichtet uns ein Stadtl)ürger, der von seiner Be^ung bei Langenthal in später Nacht heimgekehrt, es habe jenseits der Pößnitz an drei Stellen gebrannt. (Kunstreiter.) vattluß zu ktll)lrtt. d.r gröliten Willkür schuldig. Zwei Jahrhunderte hatten die BehMl^erichte eine segensreiche Wirk-satnkeit entfaltet, der im deutschen Reich rini»e?>ssenen srechenZügellosigkeit und RechtSunsicherheit einen geivaltigen Damm entgegenj^esetzt und kein Verbrechen. daS zu ihrer Kenittniß gelangte ungerächt gelussen. Am Ende des sünszehnten und Ansang deS sechSzehnten JahrhnndertS aber mußten oft anch Unschnlt»i,,k vor ihnen zittern und so kam eS. daß. als auch Kaifer und Reich, nainentlich durch daS uln das Jahr 1495 ins Leben gerufene ReichSkainmergericht auf eine gesicherte Rechtspflege Bedacht nahmctt. die Macht der Behmgerichte gebrochin tvuide und sie ihm sechzehnten Jahlhul»dert jo ziemlich ganz Verschlvanden. Voln Rüchertisch. „Der popNläre Hausarzt," gemeinverständliche DaritellNNtt der GesutldheitSlehre und Heilkunde für ö.ib uiid S(tle; eiu Fatnilienbltch von Dr. med. I. Raith. in 16 illn-strikten Lieferul»gen zu 30 kr. — (A. HartlebeirS Berla^, in Wien und Pest.) Von diesem Wert sil»d tvieder einige Lieserungen (3—6) erschienen. „Der populäre HanSarzt" begann seine Aufgabe in so leicht« faßlicher DarstelluitgSweise zu lösen. d^»ß Jeder, der Trieb zur Belehrung verspürt, die nützlichste Einficht in daS menschliche Körper- und Seelen-leben zu gkivinnen vermag. AuS der Einsicht erivächst daS Berständniß. aus dern Berständniß ein vernunftgemäßes, der N.Uur entsprechendes Handeln und Leben. Möj^e die Theilnahme eines nach Aufklärung über sein rigeneS „Ich" dürsteul^en PliblikumS daS Erscheinen dieses Familien-bnchs begleitet», ivelchcs seittem Programm: Beleliruni^ über die Erhal« tnng der lS.sundhcit. Erreichung eineS hohen Alter», ^eiinn.» der Körper-tti»d Seelknltiden zu bieten, geiviß in bester Weise getreu »vird. I Itanli«»su»x. > > kür «stilreivliv Lvloitv mviue» ßsslisbisi» L»ttov, rosvelit. I I V»ter»» ä«» Herrn vror« -ur lotst«» Kudsststto »ag^o ien ia I I msivem uocl moiver Xivosr K»mev äeu innixstva Vsvlc. I I_SI»rburK, N. A»i IgV8._ » Zu vemiethen. Zwei schöne Wohnungen, wovon eine mit vier, die zweite mit drei Zimmern nebst Keller und Gartenantlieil. Das Nähere bei Bincenz Kandutl), Alleegasse Nr. 167. (274 Z. 4837. ' (283 Exekutive Holzversteigerung. Bom k. k. Bezirksgerichte Marburg wird bekannt gemacht: ES sei die exekutive Feilbietuug deS dem Herrn Andreas Franich gehörigen, mit gerichtlichem Pjlindrechte belegten und aus 423 fl. 50 kr. Oe. W. geschälten Hölzes, als: 100 Klafter geschlagerten. aber noch nicht ge« klobenen Buchenholzes, 25 Klafter geschlägerten«harten und 12 Klafter geschlagerten weichen BrrnnholzeS, bewilliget und hiezn zwei FeilbietungS« Tagsavungen, die erste auf den S». Mai, die zweite auf den I«. Juni 1868, jedesmal von 11 bis 12 Utir Vor- und nötliigenfallS zur Fortsetzung auch Nachmittag von 2 biS 5 Uhr am SchlägsrungSplatze in Ober-St. Kunigund mit dem Beisätze angeordnet worden, daß die Psandstücke bei der ersten Feilbietung nur um oder über den Schatzwerth. bei der zweiten ^ilbietung aber auch unter demselben gegen sogleiche Barzahlung und Wegschaffung binnen 14 Tagen hintangegeben werden. Marliurg am 26. April 1868. ^ H« Ä und Stempel giehung K. Juni I8S8, Haupttreffer 250.0va Gulden auf 10 Stück 1 Promtsse gratis, verkauft 294) Herrengasse Nr. 123. Ulieller Gar«it»re«^MI neuester Fa^on und zu schr billit^cn Preisen empfithlt Gefertigter einem geehrten Publikum, und zeigt zugleich an, daß er sehr schöne Muster von Tapete» am Lager tat. wovon die Rolle von 22 kr. aufwärts sich berechnet, für daS Aufziehen einer Rolle nur 35 kr. zu zahlen sind, somit die Tapenrung eines Zimmers mit 12 Rollen sammt Zug?l)ör auf circa 10—12 fl. zu stehen kommt. Zu gefälliger Abnahme empfiehlt sich Mathias Tchwienbacher, 2V1) Tapezirer. Ersatz für ^WW I Lktract-Palver der Litbig'scheu Ai«dersiip»t, (262 I nach Liebig'S Methode dargeltellt von A. Hvpsgartner. I In Marburg bei F. Kolletnig. Wien: Feldapotheke am Stephans» I Platz ; Dt. Girtler, Apotheker. Freiung; v. Waldbrim. Himmelpsort« > gasse. Agram: I. v. HegedüS. Ji nSbluck: A. Schöpfer. Klagenfurt: > E. Klementschitsch. Pest: I. v. Töröck. > Anfragen und Briefe erbittet mau: Landstraße, Hintere Zollamts- I gaffe Nr. 6, bei Ed. Ptlhal. D Im Hlitel „Aadt Uitn" ill Martnlrg ist ein H««tb«s, ein Vrummer, ein freiachsiger halbgedeckter und eiu Viersitztger Wage« auf Schneckenfedern zu verkaufen. Anzufragen beim Eigenthümer daselbst. (292 HlMsverkauf. In einem freundlichen, an der ReichSstreße unweit Marburg im Drauthal gelegenen Pfarrdorf ist ein im guten Bauzustande befindlichrS Haus mit gutem, trockenem Keller auf 100 Startin Wein, liesonderS zum EinkehrwirthShauS geemnet, sogleich unter der Hand zu vcrkanfen. Auf Anfragen ertheilt die Redaktion dieses BlatteS Auokunft. (289 Nr Fleischer. In der Draugasse zu Marburg ist daS ehemals Burghardt'sche Haus um wohlfeilen Preis »u verkaufen. Außer der Cchlagbrücke und der Fleischbank enthalt dasselbe im ersten Stockwerke zivei Zimmer, eine Sparherdküche und ein SpeiSgcwölbe — AlleS in gutem Bauzustande. Hinter dem Hause befindet fich eine geräumige Holzlege. — AuSknnst ertheilt der Eigenthümer: Johann Schneider, Fleischselcher in Graz. KlosterwieSgasse Nr. 146. Edikt zur Einberuflmg der Verlassesgläubiger nach Josef Grachernig. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg werden Diejenigen, welche als Glättbigtr an die Berlassenschast deS am 22. Oktober 1866 ju Lasach «.!) intestaw verstorbenen Grundbesitzers Josef Grachernig eine Forderung stellen haben, aufgefordert, in der Kanzlei deS k. k. Notars als GerichtS' kommissär Dr. Franz Radey in Marburg. Grazervorstadt Nr. 7. zur Anmeldung und Darthl'ung ihrer Ansprüche am ^9. Mai 1868 Bor» mittag 9 lihr zu erscheinen oder ihr Gesuch schriftlich zu überreichen, widugens denselben an die Berlassenschaft. wenn sie durch Bezahlung der angemeldeten und liquidirten Forderungen erschöpft würde, kein weiterer Anspruch zustünde, als insoferne ihnen ein Pfandrecht gebührt. Marburg am 27. April 1868. (258 Ein Eiskasten in bestem Zustande und sämmtliche Einrichtung für ein Bäckcrj^ewerbe sind billig zu verkaufe» bei Josef Payer. (28» ^ mit »velchen Gulden » schon am «Q 2. KAOZ zu gewinnen "WW » fl. 2 und 50 kr. Stempel, auf je 10 Stück 1 gratis zu haben bei » Voetcker ch Comp.. Wien. I Kolowrat-Sting 4. » Frankirte Zusendung der Ziehungsliste 30 kr. Austräge gegen > ganze Nachnahme können nicht effektuirt werden. (269 I Warnung. Wir ersuchen. Niemandem etwas auf unsere Namen weder zn borgen, noch zu verabfolgen, da wir hiefür nicht Zahler sind. Marburg. 11. Mai 1868. Alois v. Gadb. Apollonia v. Gabb. 1«0 Cenwer Heu ttnd billig zu verkaufen. Näheres im Comptoir dieses Blattes. Nr. 2336. (268 Edikt. Freitvillige Versteigerung einer behausten Realität, eineS The-sengruudeS l»nd einiger Fal)rnisse. Bom k. k. Bezirksgerichte Marbnrg alS Abhandlungsinstanz im Verlasse Elisabeth Koschnh wird hietnit bekannt gegeben, daß am IQ. Mai 1868 Bormittag von 10-12 Uhr und nöthigenfalls zur Fortsetzung auch Nachmittag in Oberpobersch die freiwillige Versteigerung der zum erwähnten Verlasse gehöcigen behausten Realität Urb. Nr. 26^z aä Pfarrsgilt Zellnitz im Schätzwerthe von 1000 fl. ö. W.. des ThesenackerS k'ol. 63 aä Magistrat Marburg im Schätzwerthe von 200 fl. ö. W. und die auf 37 fl. 38 kr. ö. W. bewertl»eten Kchrnisse. als: Haus- und Acker« gerälhschaften, stattfindet, bei ivclcher die Feilbietungsobjekte nur um oder über den Schätzwerth an den Meistbietenden und zwar die Fahrnisse gegen sogleich«? Barzahluug hintangegeben werden. Jeder Kanflunige hat für die Realitäten bevor er einen Anbot macht, ein 10^/g Vadium in Barein. steirischen Sparkassebücheln oder ösfenllichen Obligationen zu Händen der Lizitationskommiffion zu erlegen. lSrnndl^uchsextrakt. Lizitakionsbedingnisse und Schätzungsprotokoll können hiergerichts eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Marburg am 20. April 1868. Zyphilis-, Geschlechts- «lld Drnch- Krant»tll ertheilt mündlich und brieftieb Rath, wie seit 22 Jahren taglich von 12—4 Uhr Sp«»IaI»r»t Dr W. GvNma««, Wien, Tuchlauben Nr. 18. (150 Z. 413S. (273 Witt. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg als BerlaßabhandlungSbehördc wird hiemit bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Erben nach dem am 1. Februar 1868 zu Marburg verstorbenen Josef Anton Pregg die Veräußerung der mm Nachlasse des Lehteren gehörigen Einrichtungsstücke bewilligt und dieFeilbietungStagsaßung auf den SS. Mai 1868 Vor-Mittags 9 Uhr bei Herrn Mathias Schwienbacher im Stampfi'schen Hause Nr. 150 gegenüber dem Hotel Erzherzog Johann angeordnet worden. Die Einrichtungsstücke werden bei dieser Feilbietung nur um oder über den Schätzwerth und nur gegen sogleiche bare Bezahlung hintangegeben. Marburg am 22. April 1868. Ein Lehrjunge wird filr eine Gemischtwaareu Handlung auf dem Lande aufgenommen. Anzufragen l)ei Herrn Ant. Tombast o. (284 , vewAtworMcher Redakteur: Kranz Wieöthal er. Z. N. St. «. T^rnck und Verlast r'on Cduard Ianschitz in Marburg.