915 Amtsblatt Mr Laibacher Ieitnng Nr 125. Freitag den 2. Juni 187 l. ^^ Kundmachung. ^b5oe. Der Gcsammtvergütuugsbctrag für ein Vorspannspferd und eine Meile ohne Unterschied des Geschäftszweiges (Militär, Gendarmerie , Beamten , Arrestanten, Arnien- nnd Schnbsuhren, die Schnbvorsvaim jedoch niit der Befchränlnng auf jene Stationen, in welchen durch Minncndo Licitation kein minderer Schubsnhrcnpreis erzielt wnrde) nnd des Vorspa.ni^nchmcrs (Osficicr, Mannschaft nnd Beamte) wird für die Zeit vom 1. Juni liis letzten December 1 871 nüt 63 kr., wörtlich drei und sechzig Nenkrcnzer, im Herzogthnme strain festgefetzt. Indem dies zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, wird zngleich beigefügt, das; anch alle übrigen Bestimmungen des Erlasses der k. k. Landesregierung vom 10. October !85>9 (L. G. B. 1859 II. Th.^ XV^. Stück, 3ir. 16) bcziigllch der Bor-spann in Krain voni 1. Inni bis letzten Deccm ber 1871 aufrecht verbleiben. Laibach, am 24. Mai 1871. Dm» k. k. Jandco-PräsidcntlN in Krain. ("') Knndiuachnng. "' ""^ Von: k. k. Obcrlandesgerichtc fiir Steicrumrk, Käruten und Krain wird hiemit znr öffentlichen Kenntniß gebracht, das; der mit hohem Instizministe rial Erlasse vom 30. October 1870, Z. 6015, znu: 3totar in Idria im Sprengel des k. k. Lan desgerichtes Laibach ernannte Lnkas Svetec in dieser Eigenschaft am !0. Mai 1871 beeidiget worden nnd hierdurch zum Antritte feines Amtes befähigt fei. Graz, am 23. Mai 1871. (221—1) Nr. 770. Bezirksgttichts-Adjllnctcllstclle. Bei den'l t'. k. Bezirksgerichte in Friesach ist die Stelle eincs Gerichtsadjuncten mit dcu system-u'äßigcn Bezügen in Erledigung gekommen. Die Bewerber nm diese Stelle haben ihre besuche iln vorgeschriebenen Wege bis längstens 15. Iuni l. I. diesem Präsidium znkommcn zu lassen. Klagenfnrt, am 29. Mai 1871. Vom Präsidium dc« k. k. fnndlStterichtco. (216ii—1s " Nr. 2653. Kundmachung wc^en Wicocrbrsetzunss des k. k. Tabak-S«b vrrla.^ö in ssriesach. Von der k. k. Finanz-Dircction in Klagenfnrt wird bekannt gemacht, daß der k. k. Tabak-Unterverlag zn Fricfach in Kärnten iin Wege der öffentlichen Eoncnrrenz mittelst Ueberreichung fchriftlicher Offerte denljenigcn als geeignet erkannten Bewerber verliehen werden wird, welcher die geringste Verschleiß Provision anspricht oder anf jede Provision verzichtet oder zur Zahlung eincs bestimmten jährlichen Betrages (Pachtschillings) an das Acrar sich Verpflichtet. Dieser Vcrschlcißplatz, womit anch der Tabak-und Stempclmarken-Kleinvcrschlciß verbunden ist, hat scinen Material-Bedarf an Tabak von dem K'/« Meilen (Eisenbahn) entfernten k. k. Tabak Districts Verlage in Klagenfurt zu beziehen, uud es sind dcmfelben derzeit drei Großtrafikanten nnd 68 Klcinverschleißer zur Fassung zugewiesen, deren Iahl jcdoch veruiehrt oder vermindert werden kann, ohne daß dem Unterverlcger dagegen eine entscheidende Einsprache zusteht. Die Stempelmarken, für deren Verschleiß die ""Nualmäßigc Provision mit 1 '/2 "/.. besteht, hat der Untcrvcrleger beim k. k. Steucramte iu Friesach N^'n stets soglcichc Vezahlnng abzufassen. Der Tabakgroßverschleiß, wofür dem bishe-"^u llntervcrlcger eine Verschleißprovision von ^... ">, (drei nnd sechs zehntel Percent) bezahlt Wurde, bezifferte sich nach dem Erlragsansweise sür die Zeit vom 1. Jänner bis Ende December 1870 im Geldwerthe ausgedrückt aus 85385 fl. 73 kr. und der Stempclmarkenverschleiß auf .... 3259 „ — „ zusammen daher auf . . 88644 ft. 73 lr. Dieser Materialverschleiß gewährt einen jähr^ lichen Bruttoertrag uud zwar vom Tabakgroßver schleiße bei einer Provision von ^/ll> 7« mit . . . 3058 ft. 87 lr. vom Tabakkleinverschleiße mit. 197 „ 58 „ und vom Stempelmarl'en ^ Verschleiße mit . . . 48 „ 88 „ zusammen mit . . . 3305 ft. 33 lr. wornach über Abzug der ebenfalls nach den Ergebnissen des Jahres 1870 berechneten, an die Großtrafikanten zn Gnttaring, Hüttcn-berg nnd Weitensfeld zu zahlenden Provisionen Pr. . 1031 ft. 85 kr. und der von hier aus berechneten Verschleiß Anslagcn pr. 1430 ft. — kr. zusammen pr. . " 2461 ft. 85 kr. sich cin Nctto-Gcwinn von . ""843 ft.^48 kr. herausstellt. Der Untervcrlegcr hat das Materiale anf eigene Gefahr und Kosten zu beziehen. Nur die Tabak- und Stempelmarkcn Verschleißprovision, rücksichtlich der Gewinnstrücklaß oder Pachtfchilling bilden den Gegenstand des Anbotes. Für den Tabak>Unterverlcger in Friefach ist, falls der Erstcher das Viaterialc nicht Zug für Zug bar bezahleu will, cm stehender Eredit von 7000 si. beincssen, welcher durch eine entweder hypothekarisch, oder in Staatspapicren oder denselben gleichgehaltenen öffentlichen Schuldverfchrei-fchreibungcn oder bar zu leistende Caution im gleichen Betrage sichergestellt werden muß. Der Unterverleger hat immer mit einem solchen Materialvorrathe versehen zu seiu, dessen Werth mindestens dem Betrage des eingeräumten Credites gleich kommt, der Untervcrleger mag die Materials-borgung benutzen oder nicht. Der Ersteher hat den Untcrverlag längstens am 2. August 1871 zu übernehmen. Die Caution im Betrage pr. 7000 ft. ist vor der Uebernahme des Commissionsgeschäftes zu leisten, widrigens der Ersteher des Unterverlages das bei der Uebernahme am Lager und weiterhin erforderliche Tabakmateriale in so lange bar zu bezahlen hat, bis die Cautionsleistung erfolgt. Die Bewerber um diesen Verschleißplatz haben 10 Percent der Cantion, daher den Betrag Pr. 700 fl. als Vadium bei einer t. k. Finanzkasse oder bei einem k. k. Steneramte zu erlegen und die diesfällige Ouittung dein Offerte beizufchließcn. Die Vadicn jeuer Offercnten, von deren Anboten kein Gebrauch gemacht wird, werden nach gefchlosseuer Concurrcnz - Verhandlung sogleich zurückgestellt. Das Vadium des Erstehers hingegen wird entweder bis zum Erläge der Caution oder, falls Zug für Zug bezahlt werden will, bis zur vollständigen Matcrialdevorräthigung zurückbehalten. Die schriftlichen Offerte sind nach dem unten beigefügten Formulare mit Verwendung einer zu überfchrcibeudcn Stcmpelmarke pr. 50 kr. zu ver-fafseu uud, verschen mit der Nachweisung über den Erlag des Vadiums, über die erlangte Großjährigkeit und über das untadelhafte Betragen des Bewerbers, bis längstens 19. Juni 1871, Vormittags 11 Uhr, versiegelt mit der Aufschrift: „Offert für den k.k. Tabak-Unterverlag in Friesach" beim Präsidium der k. k. Finanz-Direction in Klagenfurt zu überreichen. Die Bewerber um diesen Tabak-Unterverlag haben sich in ihren Offerten ausdrücklich zu vcr pflichten, denfelben entweder n) gegen Bezug einer in Buchstaben allszudrücken- dcn Provision, oder d) unter Verzichtleistung auf eine Provision, oder 0) unter Bezahlung eines jährlichen Betrages an das Aerar (Gewinnstrücklaß, Pachlschilling) zn übernehmen. Im letzteren Falle ist der angebotene Betrag in monatlichen Raten vorhinein beim k. k. Steucramte in Friesach zu erlegen, nud es müssen bei nicht rechtzeitiger Einzahlung nicht nnr l!"/,, Verzugszinsen entrichtet, sondern es kann anch wegen eines auch nur eine Monatsrate betragenden Rückstandes selbst dann, wenn er innerhalb der Daner des Anfkündignngs Termines sich ergibt, von der Behörde sogleich das Verschleiß Befugniß entzogen werden. Offerte, welchen die angedeuteten Eigcnfchaften mangeln, welche nnbestimmt lanten, oder in denen sich anf Anbote anderer Bewerber berufen wird, werden nicht berücksichtiget. Bei gleichlautenden Anboten wird sich die Entscheidung vorbehalten. Ein bestimmter Ertrag wird eben so wenig zugesichert, als eiue wie immer geartete nachträgliche Entschädigung oder Provisions Erhöhuug stattfindet. Die gegenseitige Aufkündigungsfrist wird, wenn nicht wegen eines Gebrechens die fogleiche Enthebung vom Verschleiß-Geschäfte einzutreten hat, auf drei Monate festgesetzt. Von der Concnrrcnz-Vcrhandluug sind jene Personen ausgeschlossen, welche nach dem Gesetze zum Abschlüsse von Verträgen überhaupt unfähig sind, dann jene, welche wegen eines Verbrechens, wegen Schleichhandels, oder wegen einer fchwcrcn Gefällsübertretnng, infoferne sich dieselbe auf die Vorschriften hinsichtlich des Verkehres mit Gegenständen der Staatsmonopole bezieht, oder wegen eines Vergehens gegen die Sicherheit des Eigenthums schuldig erkannt, oder wegen Mangel an Beweisen von der Anklage freigesprochen wurden, endlich gewesene Verschleißer von Monopols Gcgen^ ständen, welche von diesen: Geschäfte strafweise entsetzt worden sind. Kommt ein solches Hinderniß erst nach Uebernahme des Verschleiß-Geschäftes zur Kenntniß der Behörde, so ist letztere berechtigt, das Vcrschlciß-Befugniß sogleich abzunehmen. Die mit diesem Verschleißgeschäfte verbundenen Verpflichtungen können nebst dem Ausweise über den Ertrag und die Verlags-Auslagen bei der k. k. Finanz Direction zn Klagenfurt, der erwähnte Ausweis anch beim k. k. Steueramte in Friesach während der gewöhnlichen Amtsstnnden eingesehen werden. Formulare eines Offertes. (Von Innen.) Ich Endesgefertigter erkläre mich bereit, den Tabak-Unterverlag in Friesach unter genauer Beol^ achtung der diesfalls bestehenden Vorschriften, insbesondere auch in Bezug auf die Erhaltung des vorgeschriebenen Lagervorrathes, gegen eine Provision von (in Bnchstaben ausgedrückt, ohne Radirung oder Corrcctnr), oder ohne Provision, oder unter Zahlung eines jährlichen Betrages von (in Ziffern und Buchstaben ausgedrückt) an das Aerar zu übe^ nehmen. Die in der Concurrenz-Kundmachung angeordneten Nachweisnngen sind nebst der Ouittung über das erlegte Vadinm pr. 700 ft. hier angeschlossen. Dalilm .... Eigclihmldlgc UMnschnft, ChavcMrr liild Wohnung. (Von Außen.) Offert znr Erlangung des k. k. Tabak-Unterverlagcs m Friefach. Klagenfurt, am 12. Mai 1871. K. k. /inmy.Dilectipn. 916 <2"^) Kundmachung. Bei der k. t. Bezirkshmlptmannschast Nad-mannsdorf wird ein fähiger Dinrnist mit dem Taggelde von 70 kr. sogleich aufgenommen. Bewerber haben ihre Gesuche, besonders unter Nachwcisung ihrer bisherigen Bcrwcndung, hier' amts einzudringen. K. k. Bezirkshauptmannschaft Nadmannsdorf, (218—3) " Nr. 390. Dienst-Concurs. Der Dienst eines Forstmeisters bei der k. k. Berg'Direction zu Idria in Krain ist zu verleihen. ' Mit diefeul in der 9. Diätenklasse stehenden Dienstpostcn sind folgende Gcnüsft verbunden: Gehalt von jährlich 845 st. ö. W., Naturalquar tier, Garten, so lange derselbe zu Werkszweclen nicht bcnöthigt wird, Holzdeputat von jährlich 18 Wiener Klaftern Scheiter, II. Klasse Neisepauschale von jährlich 210 st. ö. W. und Pferdepauschale von jährlich 157 st. 50 kr. Die Erfordernisse sin- diesen Dienst sind: Forstakademische Studien, abgelegte höhere Forst-Staatsprüfung, praktische Kenntnisse und Erfahr rungen in der Hochgebirgswaldwirthschaft, im Holz lieferungs-, Forsttaxations- und Forstbauweseu, Kenntniß des leitenden und inspizirenden Dienstes, Gewandtheit im Concepts- und Nechnnngsfache, nnd Kenntniß der deutschen und der slovcmschen oder einer dieser verwandten slavischen Sprache. Competcnten haben ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche binnen drei Wochen, und zwar Staatsbeamte im Wege ihrer vorgesetzten Behörden, hicher einzureichen und in selben sich über obige Erfordernisse, so wie über Alter, Familienstand, anderweitige Studien und bisherige Dienstleistung durch Urkunden auszuweisen, und die Erklärung beizufügen, ob nnd in wie ferne sie mit Beamten der Direction verwandt oder verschwägert seien. Idria, am 28. Mai 1871. Von der k. k. Dcrg-Dircction. (219—1) Nr. 3302. Edict. Beim gefertigten Kreisgerichte erliegen ncia> stehende, aus abgeführten Nntersnchimgeu herrüh rende Effecten, als: eine Doppelpistole und ein Messer, 1 braunwollener Shawl, 1 Sack und eine Pistole, eine weiße mussclinene Joppe, 1 Gürtel, 1 Gewehr, 1 Hemd, 4 Servietten, 1 Handtuch, 2 Ofpettel, 1 Stück Leinwand, 2 Tischtücher nnd ein blaues Tüchel. Die dem Gerichte unbekannten Berechtigten 'werden aufgefordert, sich ^ binnen Jahresfrist vom Tage der 3. Einschaltung dieses Edictes in das Amtsblatt der Laibacher Zeitung Hieramts zu mcldcn nnd ihr Recht auf die Sachen nachzm weisen, widrigens die Effecten veräußert nnd mit dem Erlöse in Gemäßheit des § 358 St. P. O. vorgegangen werden würde. Nudolfswerth, am 23. Mai 1871.