Nr. 13. Freitag, 17. Jänner 1890. 1tt9. Jahrgang. LaitmcherWMung. Pranunicrntionoprliti: Mit Post versrn du »g : l,a!izi«l,lil! fl, 15, lMlbjahlin si, 7 ^>, Im Compioir: ^ Dir «Laibachfi Zeitm,«' cischein« »änlich mi< N,le»al,ms brr 3°nn- und sseierwae. Die Administration uu»Ml,ng si, il, halbjählil, fl, 5'5>n. Für die ZnstcNunss ins Hauö annzjährin fl, 1, — InscrlionSycbür: ffür V befindet sich lloiMssspIah ' reißung von Oesterreich einige Reliquien Garibaldi's testierte. Die Delegation beschloss hierauf die Errichtung eines Denkmals für Revere. Die Minorität pro. testierte dagegen. (Lemberger Universität.) Bekanntlich wurde sowohl im Vudget-Nusschusse als auch im Ab-geordnetenhause die Ergänzung der Lemberger Uniuer- und erlitt bei dem Sturze schwere Verletzungen. Der arme Matrose wurde unverzüglich ins Spital vou Corfu geschafft. Wenige Stunden nachher sah man Kaiserin Elisabeth und eine ihrer Hofdamen, die sich von einem Knaben den Weg zum Krankenhause zeigen ließen, durch die Stadt gehen. Der kleine Führer erhielt dann für seine Mühe zwei blanke Napoleonsd'or. Beim Eintritte in das Spital ließ sich die hohe Frau sogleich zu dem Bette des Verunglückten führen. In herzlichen Worten tröstete die Kaiserin den jungen Matrosen und versprach ihm zugleich, «für seine und die Zukunft seiner Familie sorgen zu wollen.» .... Leider erlag Fottorini bald darauf den erlittenen Ver» lehungen. Än dem Christabende des genannten Jahres ließ die Kaiserin den alten Eltern des verunglückten Schiffsjungen den Betrag von 4000 Gulden aus ihrer Privatschatulle übermitteln. Wir schließen diese Darstellung mit der Schilderung einer noch wenig bekannten Episode aus dem Leben unseres Monarchen. Paares: der Brautscl>iu unseres Kaisers. Baron d'Albon erzählt hierüber: Eine der ersten Reisen, welche die Prinzessin Elisabeth m Begleitung ihrer erlauchten Mutter und Schwester unternahm, hatte Ischl zum Ziele. Hier verbrachten schon seit Beginn der fünfziger Jahre auch die erhabenen Eltern unseres anbetungswürdige» Monarchen die Sommermonate, und Se. Majestät der Kaiser selbst pflegte hier alljährlich sein Geburlsfest im Kreise seiner hohen Angehörigen zu begehen. Am 16. August 1853, zwei Tage vor seinem Oeburtsfeste, kam ^ so erzählt ein österreichischer Historiograph — Se. Majestät nach Ischl, um, wie alles glaubte, den Monat im Familienkreise zuzubriu-gen- Die Herzogin Ludovica von Baiern befand sich mit ihren Töchtern seit mehreren Tagen ebenfalls da- sität durch eine medicinische Facultät seitens der gali-zischen Abgeordneten wiederholt urgiert. Die Unterrichts-Verwaltung hat sich nun in dieser Angelegenheit au das Professoren-Collegium der medicinischen FacnM in Krakau gewendet, damit dasselbe ein Gutachten über die Frage erstatte. Infolge dessen wurde ein besonderes Comite mit der Abfassung des verlangten Gutachtens betraut, das auch bereits an das Unterrichtsministerium erstattet wurde und im zustimmenden Siune lautet. (Das Reichsgesetzblatt) publiciert die Con-cessions-Urkunde für die Localbahn von Cilli nach Wöllan; ferner das Gesetz, womit die Aushebung del ;ur Erhaltung des Heeres, der Kriegsmarine und der Landwrhr erforderlichen Recruten-Contingent»' im Jahre 1890 bewilligt wird; weiter die Kundmachung des Gesammtministeriums vom 4. Jänner 1890 inbetreff des Beschlusses des Rcichsraths über die kaiserliche Verordnung vom N. October 1889, mit welcher Unterstützungen und Vorschüsse aus Staatsmitteln für die durch Missernte vom Nothstande heimgesuchten Grendel in Galizien, Schlesien und in der Äukoviua gewährt worden sind; endlich die Kundmachung des Gesamnck Ministeriums vom 4. Jänner 1890 inbetreff des Vt' schlusst's des Reichsraths über die kaiserliche Verordnung vom 29, October 1889. mit welcher Unterstützungen aus Staatsmitteln für die durch Überschwemmungen heimgesuchten Gegenden von Tirol und Kärnttn bewilligt worden sind. (Aus Wien) berichtet man uns unterm Vor« gestrigen: Heute fand die erste Versammlung der St' cretäre der österreichischen Handelskammern statt. Anwesend waren auch kais. Rath Murnik aus Laibach Dr. Kautzuer (Graz) und Kupelwieser (Leobcn). Dell Vorsitz führte Hofrath Arachelli. S'.'ctionschef Haardt begrüßte die Versammlung namens des Handelsmiin' steriums. Es wurden zunächst mehrere Seclionen ge< bildet. (Abgeordneter Dr. Gruß f) Wie aus Wels telegraphiert wird. ist dort der Reichsraths- und Landtags Abgeordnete Dr. Franz Groß gestorben. Dl> Groß war Mitglied der deutsch-furtschrit'tlichen Partei' Im Jahre 1885 trat er dem deutsch-österreichische" Club bei und gieng mit diesem in die Vereinigte deutsche Liuke über. Von 1869 bis 1870 und später wiedel l,un 1871 bis 1873 war er zweiter Vicepräsident des Abgeordnetenhauses. (Die Stellung des Cabinets Tisza) Wie der «Pol. Corr.» aus Budapest gemeldet wird, i hat sich die parlamentarische Lage in Budapest «i«' ! vieles gebessert. Nachdem die Regierung die Revisit des Heimatsgesetzes vom principiellen Standpunkte t^ reits in Angriff genommen hat und dem Abgeurd' uetenhause in kurzer Zeit die bezügliche Novelle r>oc< legen wird. dürfte der letzte Vorwand zur AgitatM wegfallen. Die bisherige Taktik der Opposition gt' . staltet sich übrigens auch für diese von Tag zu Tag » unbequemer, ohne zu einem Erfolge zu führen. (Das kroatische Amtsblatt) veröffentlicht die Verordnung, betreffend die Durchführung d.'s M galleu-Ablö'sungsgesetzes. Mit der Leitung der betreffenden Verhandlungen wurde für Agram der Ober' tiurgermeister Sieber. für die übrigen Städte u"d Conntate die betreffenden Vicegespäne, respective Sectt< selbst. Nur einmal hatten die jugendlichen Prinzessinne» Gelegenheit gefunden, sich dem Oberhaupte der raised lichen Familie zu nähern. Am Abend der Ankunft del Kaisers gab die hohe Mutter demselben, Erzherzogs Sophie, welche bekanntlich die Schwester der Herzogs Lndovica war, einen Ball, zu welchem die beiden Pr>^ zessinnen und die Spitzen der Gesellschaft von IM geladen waren. Der Kaiser beschäftigte sich viel mit seinen Eol' sinnen und bat die jüugere zum letzte» Tanze; naO Schluss desselben verehrte er ihr einen Blumenstrauß' Noch größer war die Ueberraschung der Erzherzog Sophie, als ihr der Kaiser nach dem Ende des Ball^ die Erklärung gab: seine Wahl habe seine Cousi'^ Prinzessin Elisabeth, getroffen, nur diese wolle er h"' raten oder keine. Er wünsche anch. dass man die H^ zogiu befrage, aber keinen Einfluss anf sie ansübe. >"" ihre Einwilligung zu erhalten. Als die Prinzessin M' beth von ihrer Tante diese Eröffnung vernahm. ve< wortete sie dieselbe mit einem ungläubigen Aufsch"'' «Das ist unmöglich; ich bin ja nur ein so winz'gs, Dmq!» Als sie jedoch überzeugt wurde, da gab sie" freudigster Wrise ihre Einwilligimg. ' ,, Am Morgen des 19. August begab sich der 6"'" nnt seiner Familie, der Herzogin in Vaiern und d" Prinzessin Elisabeth und ihrer Schwester zeitlich !"'. in die Kirche. Vor der Thüre ließ Erzherzogin SoP^ ihrer jüngsten Nichte den Vortritt und verkündete d" mit den anwesenden Erzherzogen, dass sie in der P"'. zessin Elisabeth die künftige'Kaiserin sehen. A"Ul Augusta mit dem Bemerkeu erwähnt, er sei dessen stcher, dass das Andenken an deren segensreiche Thä-«Mlt im Gedächtnisse des Volkes fortleben werde. Die ^hronrrde constatiert sodann, dass die Finanzlage des Staates eine qünstige sei. dass jedoch über die Vor-anschlüge hinausgehende Einnahmen wichtiger Verwal» tungszweigc in gleicher Höhe für die nächsten Jahre Nlcht zu erwarten seien, während ein weiteres Wachsen oes Ausgabenbedarfcs an zahlreichen Stellen in Aus-M stehe. In der Thronrede wird eine Reihe von Erlagen angekündigt. Die Regiernng habe sich nach den im Landtage geführten Verhandlungen veranlasst gejchm, den für die vorige Session in Aussicht gc-Nmten Entwurf, betreffend die Steuerreform, dahin zu «wettern, dass die Reform der Einkommensteuer und 0l« Ueberweis.ing von Realsteuern an die Communal-verbande miteinander verbunden uud gleichzeitig zur Erledigung gebracht werden können. Nach Erwähnung bcr teilweise ungünstigen vorjährigen Ernte uud An-lundigung eines Entwurfes, durch welchen für den ^werb landwirtschaftlicher Grundstücke das Rechts-'nnitut der Rentengüter eingeführt werden soll, widmet ""Thronrede einen Passus den Arbeiterausständen. g'ut der Erwartung Ausdruck, dass fernere Unterbre-M'Ngen der wiltschaftlichen Thätigkeit nnterbleiben werden, betont, dass die Regierung der Frage unaus. gesetzt ihre Aufmerksamkeit zuwende, dass sie aber auch leoer Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung ent« gegeutreten werde, uud verweist auf die im In'teres e oer arbeitenden Classen bereits getroffenen Maßnahmen. A'e Thronrede schließt: «Zur Freude Sr. Majestät des «msers und Königs sind die Beziehungen Deutschlands m) - auswärtige., Mächten nach allen Seiten aute. ^"d.5?^'.s k^^^stät gibt sich der Zuversicht dm ^s Ihre Arbeiten auch in der neuen Session, von dem Geiste vertrauensvollen Zusammenwirkens mit der ^7^""lng getragen, zur Förderung des Wohles und Gehens des Landes gereichen mögen., dass in/?^"^D" «Esercito Italiano» meldet, "u,s elne höhere Commission von Generalen vorgestern zum erstenmale unter dem Vorsitze des Generals Cial-tMli zusammengetreten ist, um die Cadres der ein-ze nen Corpscommanden für den Kriegsfall festzustellen. Man glaubt, dass die Arbeit fünf bis sechs Taae dauern werde. " d..r^5?^ll^ Blätter) erhalten Nachrichten, d?>> ^ dle von nns bereits mitgetheilte Melduug, oass der Prenuerlleutenant von Gravcnreuth und zwei di 5^/ der deutschen Schutztruppe in Ostafrika in seip., ^"^'^^?" aufständischen Araber gerathen Men als sehr wahrscheinlich hingestellt wird (Portugal.) Der König von Portugal hat die ^Ml^ou des Grsammtcabinets angenommen und Herrn ?erpa Pimentel, den Führer einer der beiden Frac» °nen der Negenerations-Partei. mit der Bildung eines "euen Cabinets betraut. Nachdruck verboten, ^ Ms^fchlungsne Iläöen. °>nan aus dem Englischen von Hermine Kranlenstein. liiZ. ssortsü^una.) . Das war nun keineswegs eine so leichte Arbeit, w ste wäre vielleicht überhaupt erfolglos geblieben. ^>>n nicht der Rost so vieler Jahre dem Eisen seine "lderstandsfähigkeit geraubt hätte. Mit hochllopfeudem Herzen riss Lionel endlich den Deckel auf. y Adrienne, welche in athemloser Spannung seiner "/belt zugesehen hatte, stieß einen leisen Schrei aus, "l« das Licht der Laterne auf den Inhalt der Kiste uel; denn kein Märchen war es. wie es fast klang — "a lagen vor ihnen die Reichthümer Cyrus Eaertons, °es Verschollenen. Ja! Die alte Rrbekka hatte recht gehabt; hier var h^. Schutz, von welchem sie gesprochen hatte, uud r» war Lionel bestimmt gewesen, ihn zn entdecken. «Ist das nicht wi? ein March» n ans Taliscnd und ««er Nacht?, sprach Adrienne. «Ich kaun es faum «ailben, dass ich das nicht alles träume und dass N1rs Gold nicht verschwiuden wird. sobald unsere Hand es nur berührt.» ml. ,'^' ^ '^ "^ "n Traum.» sprach Lionel, sie "lt leuchtenden Augen ansehend, «wie ein wunder-t«.. ' ^""^"dkr Traum, uud Sie siud die Feen-"ich " l3"/l"' ^^' '"'l "^"" Sterblichen das Zauber- ib. ^"chle" rs seiue Worte oder seiu Blick, dass rs ^alu wth iu die Waugen schoss? Sie fühlte es. ,"^ug wandte sie. um ihm die Verrätherische Nöthe ° verbergen, das Gesicht von ihm ab und dem dunklen ^ Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Brünner Zeitung» meldet, der Gemeinde Drazuwek zum Schulbau 100 fl. zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «Präger Abendblatt» meldet, der Gemeinde Warta zur Herstellung der Kirchenorgel 80 fl. zu spenden geruht. — (Der neue Staa ts - Va hn Hof in Agram.) Der ungarische Handelsminister Baross reichte in der vorgestrigen Sitzung des gemeinsamen Reichstages den Gesehentwurf über den Vau des Staats - Bahnhofes in Agram und der dortigen Hauptwerkstätte der ungarischen Staatsbahnen ein. Dem Gesetzentwurfe zufolge wirb der Vau einer besonderen Station und einer Hauptwerlstätte für Staatsbahnen in Agram angeordnet. In der Mo» tivierung wirb darauf hingewiesen, dass die große Ent» Wicklung des südlichen Netzes der Staatsbahnen die Nothwendigkeit ergebe, für diese Grnppe rine besondere Haupt« werlstiitle herzustellen und in Agram eine entsprechende Station einzurichten. Die vom Hanbelsmimster angeorb« neten Kostenberechnungen haben ergeben, dass dieselbe für die Agramer Station 1,000.000 fl., für die Haupt« Wertstätte 1.400.000 fl. betragen werden. — (Von Wölfen angefallen.) Am Syl» vestertage kamen zwei Kaufleute von der ungarisch-galizi» schen Grenze nach Vartfcld; in dem Walde in der Nähe des Ortes wurden die Pferde ihres Wagens von neun Wölfen überfallen und einer der letzteren warf sich auf die armen Thiere, die mit dem ganzen Aufgebote ihrer Kraft dahinrasten. Einer der Kaufleute streckte den Wolf mit einem glücklichen Schusse nieder, doch die anderen Bestien begannen die bereits ermüdenden Pferde neuer» dings zu verfolgen. Noch zwei Wölfe wurden nieder» gestreckt, doch die verwundeten Pferde vermochten nicht mehr zu laufen. Da, im Augenblick der höchsten Noth, kamen von Bartfeld her fünf Jäger, welche drei Wölfe erschossen, die anderen suchten das Weite. — (Zur Temesvarer Lotto-Affaire) wird von dort gemeldet: Von der Wiener Staatsanwaltschaft wurde an den hiesigen Gerichtshof eine aus Siebenbürgen gekommene, mit Namensfertigung eines Kaufmannes versehene Anzeige übermittelt, deren Urheber mittheilt. Frau Telkesy habe ihm vor ihrer Verhaftung den ganzen Vorgang beim Lottobetruge genau geschildert. Er sei bereit, das Vernommene bei Gericht auszusagen. Der Gerichtshof wird hierüber demnächst beschließen. Wahrscheinlich wird bloß die Vorladung des Betreffenden zur Schlussverhandlung erfolgen. — (Oesterreichische Waff enfa bri l.) Wie die «Linzer Tagespost» mittheilt, trifft demnächst in Steyr eine aus fünf bulgarischen Osfirieren bestehende Militär-Commission zu dreimonatlichem Aufenthalte ein, um dort die Fabrication der von der bulgarischen Regie» rung bestellten Mannlicher.Gewehre zu überwachen. — (Zur Psychologie der Influenza) schreibt man aus London: Man will bemerkt haben, dass die Influenza — bisweilen auch etwa die bloße Angst davor — sich vorzugsweise an denjenigen vergreift, die sich die erforderliche Pflrge und Ruhe am ehesten gönnen können, wie Regicrungsangestellte und andere. So schreibt ein Arbeitgeber, dass er zwanzig Leute mit fixem Lohn beschäftige und hundert andere, die per Stück oder für die Leistung brzahlt werden. Die letzteren seien alle ge» Theil des Raumes zu. I»n"gleichen Moment aber ent< fuhr ein gellender Schrei ihreu Lippen vor dem Ge> sicht. das ihr da starr aus der Dunkelheit entgegengrinste — ein grauenhaftes Knochcngesicht. Der Richtung, die ihre Blicke genommen hatten, folgend, erweiterten sich auch Lionels Augen plötzlich; es war ein Skelet. ein menschliches Skelct, was ihr den Aufschrei entlockt hatte uud worauf jetzt auch er wie gebannt fah. Im Moment stand die Wahrheit vor ihm. Was sie da vor sich sahen, das waren die irdischen Ueberreste Cyrus Egertons, der, sich an dem Anblick seiner verborgeuen Schätze weidend, eines Tages hier von einem plötzlichen Tode ereilt worden sein musste. «Kommen Sie fort von hier, Lady Lynwood.» raffte Lionel sich gewaltsam auf, «das ist kein Anblick für Sie!» Und ihren Arm nehmend, führte er sie. die ihm willenlos folgte, ans der Zelle hinaus uud durch den langen Gang bis zu der letzten Thür, durch welche sie hereingekommen waren. Zu feiner Überraschung fand er tmsrlbe ge» schlössen. Er lieh Adriennens Arm los und suchte den Drücker zu fiuden. der die Thür öffnete; aber allr seine Mühe war vergeblich; der DlüctVr arbeitete zwei» fellos nur von außen. «Was ist geschehen?» fragte Mrienne geängstigt. «Können Sie die Thür nicht öffnen?» «Nein. aber rü muss mir ja doch gelingen,» er» widerte er in bennruhiglndem Tone und zog sein Stemmeisen heraus, um mit demselben zu arbeiten. «Könnten Sie ein wcnig die Later»? halten?» sunb geblieben, aber von den ersteren zwanzig lagen ihm acht darnieder, und er wisse, dass die« leinesweges ein vereinzelter Fall ist. — (Ein entsetzlicher Un glü cks fall.) bei dem fünf Menschenleben zugrunde giengen, hat sich am 13. d. M. in Theben bei Pressburg ereignet. Die Gattin des Obercassiers und Buchhalters der Thebener Stein-bruchunlernehmung, Frau Marie Chott. eine junge, blühende Frau, sowie ihre vier Kinder im Alter von 10 Jahren bis 3'/, Monaten wurden in dem gemeinschaftlichen Schlafzimmer tobt aufgesunden. Die zehnjährige Tochter hatte ohne Wissen der Eltern in den nur für Holz eingerichteten Ofen Kohlen gelegt, und infolge dessen sanben die Mutter und ihre vier Kinder den Tod durch Einathmung von Kohlenoxydgas, — (Ein Streik der Knechte.) In Szolnol streiken, wie «Egyeterles» berichtet, seit Neujahr die Knechte. Auf irgend eine Weise erlangten die Knechte Kunde davon, dass der Streik eine sehr heilsame Institution sei, und sofort beschlossen sie. die Sache zu erproben. Deshalb sind etwa siebzig Wirtschaftsbücher ohne Knechte. Die Besitzer sind entschlossen, nicht nachzugeben; sie glauben, dass ein Iahreslohn von 110 bis 130 fl. und vollständige Verpflegung vollkommen genügen. — (Influenza.) In Wien ist die Influenza bereits im Erlöschen. Auch in Korneubnrg und Stockerau hat die Krankheit bedeutend abgenommen; in beiden Orten konnte der Unterricht gestern in sämmtlichen Schulen wieder aufgenommen werden. In Ungarn dagegen scheint die Epidemie ihren Höhepunkt noch nicht erreicht zu haben. In Budapest ift dieselbe zwar im Abnehmen begriffen, dagegen bestätigen die Meldungen aus Fünf« lirchen, Großkanischa, Dombovar und anderen Orten die Ausbreitung der Epidemie in einem solchen Grade, das« der Post« und Telegraphenverkehr nur mit den größten Anstrengungen aufrechterhalten werden kann. — (Als Mönch verkleidet.) Aus Budapest wirb telegraphiert: In Gran verhaftete die Polizei einen zugereisten Vettelmönch, der bei der hohen Geistlichkeit die «unde machte. E« stellte sich heraus, dass der angebliche MSnch eine Frauensperson sei. Die Untersuchung konnte nicht eingeleitet werden, weil die Verhaftete in höchstem Grade an der Influenza erkrankt ist. — (Ein Kind mit zwei Köpfen.) Aus Landshut wird unterm 11. d. M. geschrieben: Im Orte Menmarlt brachte diesertage die 36 Jahre alte Frau Priborsky ein Kind mit zwei Köpfen zur Well. Der eine Kopf war vollkommen normal, der andere hingegen etwas mangelhaft beschaffen, namentlich waren die Augen unvollständig und deren Lider stet« geschlossen. T>as Kind lebte bloß drei Tage lang. Die Aerzte projectieren, die Missgeburt den Sehenswürdigkeiten des Olmüher Museums einzuverleiben. — (Ein Leipziger Veteran.) Um Freitag starb in Brunn der Patental-Invalibe Mathias Vausel im Alter von 94 Jahren. Derselbe hat volle 38 Jahre bei der Artillerie gedient und die Schlacht bei Leipzig mitgemacht. Seine Brust schmückte auch da« Kanonen-kreuz. Bausek war auch gründendes Mitglied des Vrünner Militär'Veteranenvereines. — (Ein sonderbarer Wunsch.) Die im zweiten Bezirke in Wien wohnhafte 28jährige Magd Anna Ianci äußerte wieberholt und in ungestümer Weise den Wunsch, vor den Scharfrichter geführt zu werden, damit er sie justificiere, da ihr das Leben zuwider sei. Das hievon verständigte Polizeicommissariat Leopolostadt Sie nahm sie, zitterte aber noch so heftig von dem kürzlich ausgestandenen Schreck über den Anblick des Stelets. dass die Laterne ihren Fingern entfiel und verlöschte, sie in tiefster Finsternis zurücklassend. «O wie ungeschickt ich bin!» rief sie im Tone bitteren Selbstoorwurfes aus. «Haben Sie Zündhölzchen bei sich?» Lionel suchte in seiner Tasche und fand zu seiner größten Bestürzung, dass er kein Feuerzeug bei sich hatte. So blieb ihm nichts übrig, als im Dunklen mit seinem Stemmeisen zu arbeiten; vergebliche Arbeit. Cntmuthigt ließ er endlich davon ab. «Es muss eine Thür am andern Ende des Ganges sein. die in die Keller von Kings-Dene führt; wir müssen sie suchen,» sagte er gepresst. Indem er ihren Arm erfasste, fühlte er, dass sie am ganzen Körper heftig zitterte. «Ich bin die Ursache, dass Sie diese Angst aus-zustehen haben.» sagte er im Tone heftigsten Selbst-oorwmses. «Ich weide es mir nie verzeihen, dass ich Sie hierher führte» «Es war nicht Ihre Schuld.» wehrte sle ab. «Ich bestand salbst darauf, mit Ihnen zu gehen.» «Dann ängstigen Sie sich wenigstens nicht allzu-sehr.» bat er in beschwichtigendem Tone. «Wir werden bald ins Freie kommen und dann werden Sie über dieses Abenteuer lachen.» Sie erwiderte nichts, und sie tasteten sich durch den Ga»g fort, bis sie an eine Thür gelangten, die ihnen d?n Weg versperrte; auch sie war verschlossen und gab allen Anstrengungen nicht nach. (Fortsetzung folgt.) Laibachn Zeitung Nr. 13.__________________________________104_______________________________________IT^Iänner 1890. verfügte alsbald die Uebergabe der an Selbstmordmanie leidenden Magd an die psychiatrische Abtheilung des all« gemeinen Krankenhauses. — (Universitäts.Stipendium.) Aus New-yorl wird gemeldet: Ein gewisser Jakob Schiff spendete der Howard»Universität 50.000 Dollars zur Gründung eines Museums, das durch Sammlung von Alterthümern und Büchern das Studium der Geschichte und Literatur der semitischen Völker fördern soll. — (Die alte ehrwürdige Postkutsche) feiert in England ihre Auferstehung. Der Postmeister von Liverpool will nämlich zur Nachtzeit einen Theil der Brief« uud Paletpost zwischen Liverpool und Manchester per Wagen befördern lassen und hat die Beförderung in öffentliche Submission gegeben. — (Kindliche Phantasie.) Der kleine Robert macht mit seinem Vater eine Ferienreise. Sie kommen nach Zürich, und der Vater fragt den Knaben, wie ihm die Schweiz gefällt. «Sehr gut,» antwortete Robert, «nur habe ich sie mir nach meinem Atlas gelb vorgestellt.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Kaiserliche Neujahrsspenden.) Seine Majestät der Kaiser Franz Josef übersendete, wie verlautet, dem deutschen Kaiser zum Jahreswechsel 10 000 Virginia.Cigarren feinster Qualität- die gleiche Festgabe erhielten der Kaiser Alexander von Russland und König Humbert von Italien. — (Wiederaufnahme des Unterrichtes.) Wie die Direction des hiesigen k. k. Gymnasiums kundmacht, erfolgt die Wiedereröffnung dieser Anstalt, welche bekanntlich wegen der herrschenden Influenza«Epidemie geschlossen werden musste, Montag, den 20. Jänner. — (Unfall« und Krankenversicherung.) Die letzte Nummer (15. Jänner 1890) der vom l. l. Ministerium des Innern herausgegebenen «Amtlichen Nachrichten», betreffend die Unfall« und Krankenversicherung der Arbeiter, enthält die praktische Lösung einiger wichtiger Streitfragen, und es dürfte daher die weitere Verbreitung der diesbezüglichen Bestimmungen angezeigt er» scheinen. So hat das Finanzministerium die Anfrage, ob zur Eintreibung rückständiger Krankenversicherungs-Bei-träge die Steuerämter berufen find, im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern dahin beantwortet, dass zur Einbringung derselben die Steuerämter nicht berufen erscheinen und das dieselbe nach § 3 der kaiserlichen Verordnung vom 20. April 1854, R. G. Bl. Nr. 96, vorzunehmen sei. Was die Ausdehnung der Leistungen der Vezirls'Krankencassen auf die Frauen und Kinder der (lassenmitglieder anbetrifft, so hat das l. l. Ministe« rium des Innern diesbezüglich eröffnet, dass dieselbe leineswegs ausgeschlossen sei, jedoch in den Statuten der betreffenden Casse normiert sein müsse; übrigens stehe einer Statutenänderung zur Einführung diefes Zweckes nichts im Wege, und werde diefe Aenderung auch ohne Beitragserhöhung in dem Falle möglich sein, wenn nach vorhandener Erfahrung auf Grund günstiger Gebarungsergebnisse zu gewärtigen ist, dass der Casse die erforderlichen Mittel hiezu ohne Beeinträchtigung der statutenmäßigen Reservedotierung dauernd zu Gebote stehen werden. Was endlich die Verwendung der nach der Gewerbe «Ordnung gegen Gewerbe-Inhaber verhängten Geldstrafen anbelangt, fo hat das k. l. Handelsministerium die diesbezügliche Frage mit Er-lass vom 28. Juni 1889 k. 25.300 dahin beantwortet, dass, wenn ein straffälliger Gewerbe«Inhaber einer Genossenschaft angehöre, die Strafgelder in die genossenschaftliche Kranlencasse, wenn die Genossenschaft eine solche gegründet hat, zu fließen hätten, und dass Geldstrafen, welche gegen Gewerbe-Inhaber verhängt werden, deren Gehilfen der Bezirks - Krankencasse angehören, in allen Fällen der letzteren zustießen follten. — (Professor Strakosch)hat Mittwoch und Donnerstag im landschaftlichen Ritterfaale in Graz mit seinen dramatischen Vorträgen classischer Fragmente das größte Interesse erregt. Seine musterhaste Interpretation Shakespeare'scher und Goethe'scher Gestalten hat ihm, wie überall, den grüßten Beifall des zahlreich anwesenden Publicums gebracht. Wie wir erfahren, wird Professor Stralosch am kommenden Montag in Laibach eintreffen, um hier eine seiner anregenden Vorlesungen zu veranstalten. — (Personalnachricht.) Die Vertretung der Gemeinde Planina bei Wippach hat den k. k. Bezirks-hauptmann Herrn Friedrich Ritter von Schwarz zum Ehrenmitgliede dieser Gemeinde ernannt. — («Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild») Mit der neuesten Lieferung diefes großen vaterländischen Werkes, welche am 15. Jänner erschien, endet wieder ein hochinteressanter, in literarischer und künstlerischer Richtung gleich wert» voller Band, nämlich derjenige, der uns das Bild über die grüne Steiermarl entrollt. Die Gesammtzahl der Ab» bildungen dieses neuen, im Umfange bequemen Bandes beläuft sich auf 154. Bereits ist auch der reich illustrierte Prospect des folgenden Bandes, welcher Kärnten und Krain schildern wirb, im Druck, und in vier Wochen wird das erste Heft desselben ausgegeben; wie bei den anderen Bänden haben sich auch bei diesem neuen Bande die bedeutendsten Gelehrten, Schriftsteller und Künstler betheiligt. — (Gegen das Hutabnehmen.) In Graz hat sich bereits ein Verein gegen das Hutabnehmen gebildet. Derselbe fasste folgende Beschlüsse: «Diejenigen Herren, welche sich zur Grußresorm bekennen, grüßen von nun ab durch militärisches Salutieren. Ferner wurde ein dreigliedriges Comite gewählt, welches die nöthigen Schritte zu einer raschen und zweckmäßigen Durchführung der Grußreform zu unternehmen hat. Es wurden kleine Abzeichen vorgeschlagen, die für 20 kr. zu haben sein werden.» — (Section «Krain» des Alftenverei« n e s.) In der jüngsten Generalversammlung der Section «Krain» des deutschen und österreichischen Alpenvereines wurde Herr Anton Ritter v. Gariboldi zum Obmann und die Herren Dr. Emil Bock, Hentschl, Professor Florian Hintner, Rudolf Kirbifch, Johann Sim a und Ernst Stöckl in den Ausschuss gewählt. — (Todesfall.) Vorgestern verschied nach langem, schwerem Leiden Herr Blasius Lencel, Pfarrer in Altenmarkt bei Laas. Der Verstorbene stand im 59. Lebensjahre und war ob seines concilianten Wesens nicht nur bei seinen Pfarrlindern, sondern bei allen, die ihn kannten, sehr beliebt. — (Militärzinse.) Auf Grund der Bestim-mungen des Einquartierungs - Gesetzes hat das Landes-vertheidigungs-Ministerium einvernehmlich mit dem Finanzministerium und dem Reichs - Kriegsministerium behufs Feststellung des für die Jahre 1891 bis inclusiue 1895 wirksamen Militär - Zinstarifes die Ermittlung der in den Jahren 1885 bis 1889 bestandenen Durchschnitts-Mietzinse für die Militärunterlünste und Nebenerforder» nisse, dann der Vergütung für die Einrichtung der Mi» litärunterkünfte angeordnet. — (Aus Carpano in Istrien) schreibt man unterm 14. d.M.: Bei dem der Trifailer Gesellschaft gehörigen Steinkohlenbergbau Carpano begieng der Werls-director Herr Johann Rupprecht im Kreise seiner Beamten und deren Familien sein 50. Geburtsfest. Herr Bergverwalter Raimund Tenfchert hielt eine herzliche Ansprache und überreichte dem Gefeierten einen goldenen Pokal, in welchem die Namen sämmtlicher Beamten eingraviert sind. Der Feier schloss sich ein recht lustiges Kränzchen an, welches erst beim Tagesanbrüche die Gäste scheiden ließ. — (Deutsches Theater.) Morgen findet das Benefiz des beliebten Komikers Herrn Ludwig Gottsleben statt, welcher in drei seiner besten Rollen, in «Umsonst», «14 Tage im Arrest» und «Vlumenmädeln und Gigerln», auftreten wird. Wir wünschen dem Vene« ficianten ein recht volles Haus und recht viele Ehren. — (Die Influenza-Epidemie.) Aus Iara, 16. Jänner, telegraphiert man uns: Die Influenza breitet sich im Lande immer mehr aus. Der Landes-Sanitätsrath hat sich für die Schließung der Schulen auf fünfzehn Tage ausgesprochen. Beim Postamte Zara musste wegen der zahlreichen Erkrankungen der tägliche Dienst um drei Amtsstunden reduciert werden. Bei ein-zelnen Aemtern ist das gesammte Personal erkrankt. In gara treten heuer ausnahmsweise viele Lungenentzün« düngen, meist schwere Fälle, auf. — (Localbahn Cilli - Wöllan.) Das Reichs- gefehblatt publiriert die Concessionsurkunde für die Local-bahn von Cilli nach Wöllan. Concessionäre sind die Bauunternehmer Daniel von Lapp und Eduard Klemen -siewiz. Die Nahn ist eine normalspurige Locomotiv-Eisenbahn. Die gewährten Begünstigungen sind die bei Concessionierung von Localbahnen üblichen. Der Bau ist sofort zu beginnen und binnen zwei Jahren zu vollenden. Die Strecke ist 38'6 Kilometer lang. — (Erdbeben.) Wie man mittheilt, wurde das Erdbeben vom 14. d. M. auch in Laibach verspürt. Der erste Stoß dauerte etwa drei Secunden, während der zweite nach einer Pause von zwei Secunden folgte und ungefähr zwei Secunden währte. Aunst und Aiteratur. — (Die «Gartenlaube») hat soeben einen ueuen, den achtunddreißigsten Jahrgang begonnen. Sie eröffnet ihn mit zwei Romanen, an deren Spitze Namen ersten Ranges stehen, E. Weiner und Theodor Fontäne. E. Werner, den Lesern der «Gartenlaube» längst wohl vettraut, versteht es auch diesmal wieder meisterhaft, gleich von vornherein wirksame Spannung durch eigenartige Mischung der Charaktere und Verflechtung der Umstände zu schaffen, während man in Fontane vor allem den Meister der getreuen Kleinmalerei, den uolls« und landes-kundigen Schilderer bewundert. — Dass im übrigen die «Garten« laube» gleich durch ihre erste Nummer wieder beweist, dass sie auf der alten bewährten Vahn sicher und zielbewusst vorwärts schreitet, dass sie an Mannigfaltigkeit und Güte des Inhalts, an Schönheit des bildlichen Schmucks nach wie vor in der vor» dersten Reihe steht, dass haben die zahlreichen alten Freunde des beliebten Familienblattcs nicht anders erwartet. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 16. Jänner. Die heutige Sitzung der Ausgleichs-Conferenz ballerte von 2 bis '/46 Uhr, und wurde in derselben die Verathmig der Instizangelegeli' heilen fortgesetzt und beendet; ebenso wnrde das OesH über den Gebrauch der Landessprachen bei autonome» Behörden durchberathen. Die nächste Sihnng finde! morgen um 1 Uhr statt. Prag, 16. Jänner. Nach Schluss der gestrigen Vorstelln»,«, im deutschen Landesthrater stürzte del eiserne Vorhang auf die Bühne nnd zertrümmerte die Gasinstalllltions. Kammer. Der Installateur wulbe leicht verletzt. Madrid, 16. Jänner, abends. Wie officiell vel< lautbart wird, befindet sich der König in Recoil' valescenz. Madrid, 16. Jänner. Die Verhandlungen M Lösung der Ministerkrise werden heute wiedrr auf' genommen. London, 16. Jänner. Die «Times» und dil «Morning Post» besprechen die preußische Thronrede in beifälliger Weise. Die «Times» sagen, die Erllä' rung des Kaisers, dass die Beziehungen Deutschlands zu den auswärtigen Mächtet» überall gule sind. ste^ ein»» Thatsache von höchster Wichtigkeit für den eul? päischen Frieden dar. Vclgrad, 16. Jänner. Mehrere Hochstehendesel' bische Persönlichkeiten wurden durch russische Orde» ausgezeichnet. Die Sensationsnachricht, Russland ^ rantiere die jüngste serbische Anleihe, wird competent«»' orts als erfunden bezeichnet. Bukarest, 16. Jänner. Die «Independance» mel' det: Der Ministerrath wird sich demnächst mit del Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Oesterreich' Ungarn bezüglich eines dlfiintioen Handelsvertrages beschäftigen. Petersburg, 16. Jänner. Der «PravitelstveNl»'! Vjestiiik» veröffentlicht ein Handschrsibcn des Kaisell an den Generalgonuerneur von Moslan. worin es heiß^ Ins nene Jahr tretend, bitt? ich Gott. dass sich a^ hmfurt die Entwicklung der inneren Kräfte des gelieb' ten Vaterlandes ununterbrochen nnd nngestölt, inM>^ des von allen gewünschten und alle beglückenden Frit' dens vollziehen möge. Ansselommene Fremde. Am 14. Jänner. Hotel Stadt Wien. Sruch. Mersel, Haulicel m,d KöllermaB Kaufleute; Srivin, Nnsender, Wien. — Miscrmuslu, BeaM^' Graz. — Malone^, Grndcnmerie.Lieutenant, Veloual. ! Hotel (Ncfant. Engel. Kaufm.. Kaposvar. — Epstein. IelllO! und Msawil), Kaufleute, Wien. — Goldstein, Gn's;tan's<^ ^ — Gnezda, Veamter, Trieft. — Krem,, Ina/meur, Iauerb^ ! — Obach. Ingenieur, Graz. — Rabitsch, Wenchändler, O^ ! östcrreich. — Strauß, Buchhalter, Silberig. — Kohn "", Kuttu, Budapest. — Pislar und Goldschmidt, PrivatiA Trieft. — Stern, Kfm.. Graz. — Huffman, ssiume. — A douernil. Kronml. — Gaudia, Forstmeister, Ponilue. — S«H^ mayr, Echnerdcrg. Hotel Siidlialinvof. Reichert, Kaufmann; Frantl, Trieft. ^ Queiser, Amstetten. — Noljevscel, Holzhändler Gürz Hotel Allicrischcr Hof. Roschitz. Kaufmann, Nesselthal. Verstorbene. ^ .^" 16-Jänner, ssrancisca Gregorin, Tochter ^ chnstllchen wbe des heil. Vincenz von Paula, 22 I., K^ thal 11, Tuberculose. Wlkswiltschaftliches, Llltlmch, 15, Jänner. Äuf dem heutigen Marlte sl»d erlch'^ nril: « Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und S^ u»d 22 Wagen und 3 Schiffe mit Holz. . Durchschnitts.Preise. ^ ' llill. iltq,.^ Httt.. ÄA Weizen pr. Heltolit. 6 6« 7 30 Vutter pr. Kilo . . — uo -^ Korn » b — l> 75 Eier pr. Stück . . .^ 3 ^ ^ ! Gerste » 4 55 5 70 Milch pr. Liter. . - 8 - ^ l Hafer » 3! 10 3>20 Rindfleisch pr. Kilo — 5« ^- ^ ! Halbfrucht . ------« 10^ Kalbfleisch . — 60-^ Heiden » b— 5 l!0, Schweinefleisch » — 60-^ Hirse » 4 55 5 70 Schöpsenfleisch » -32^, Kukuruz » 4 50 4 90 Händel pr. Stück . — 40 -- ^, ^ Erdäpfel 100 Kilo A 30-------Tauben » — i« --^ Linsen pr. Heltolit, 10-----------Heu pr. M.<«ltr. . 2 32 ^ Erbsen » 10-----------Stroh » . . 2 50 ^ Fisolen » «-----------Holz, hartes, pr. ^.< Mndsschmalz Kllo 1----------- Klafter 7 20^ Schweineschmalz» — 70-------— weiches, » 4 40 -^ ^ Speck, frisch, . — 54-------Wein,roth,,100üit.-------2» — geräuchert » . 68-------— Weiher. .-------3^. i Lottozichungeil vom 15. Jänner. Prag: 31 4 44 26 43. l Meteorologische VeouachtuuM in Laibach^ " VÜ7Mg^740'g"^ä^4 ^ 16,2. N. 740 1 10 NO. schwach heiter " 9 » Ab. 7411 —3 2 NO. schwach heiter ,,, Heiterer Tag. Das Tageömittel der Temperatur ^ um 02° unter dem Normale. ^> Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. 10b Course an der Wiener Börse vom 16. Jänner 1890. «»«d«m 0^«^ «°ur«bl°te Geld Ware Staats-Aulehtn. i"/,, einlieitüch^ Rente in Noten 88 10 »8 I« Eilbcrrente....... ««.go 885,' l«54cr 4«/« StaaMose . 250 ss, 183—184- !°!>'^^" ' ?°"^ !>"<)fl, 141 »0 14i! 10 U««rr . . ifimstel ino st. 14L'7^147'5N »884er Etaalslose . . Kw fl. ,?5'bN 17e-5(i ' ' . . 50 fl. 175 — 176 — 5°/» DllM.-Pfdbr. k 180 fl. . , 148—150.- l°/« vest, Goldlmt!, steuerfrei , 10975 i«9 »5 0esterr,Ni,!enrcntc, steuerfrei , ,010,» ,0i'8<> Garantiert, Msenbahn» Schuldverschreibungen. Elljabethba!,» l>, «. steucrsicl . 120 4» ,L0 8» Yillnz-Iosi'ph-Vjllhn in Silber . 114 75 115-25 Vorarlber^-r »iahn U ft. CM. . . 24»-— —>— detto l!inz,Vudwe!«29 25 u»ll,,E!seul>. «nI.120fl.ü.W.N. i,b »'» 1,5!,!, ^°' ^7?' "''""! ^^^^ ' ' »^ 2n 95-60 dto. Oslbuhu-Prioritülen . . — _ — — "°' Pta°t«:0bliga,. U.I. 187« 11» 50 11»'- °°, Wc!»zrl,cnt-Abl,-Ol!.10<>fl. ,,>!>5l, ^— "0 Vram. «nl. tl 100 fl, ö. W. i»n «s. ,86 75 lbei^Ma.-jiose 4" „ iuu fi. iz?.. ,27 49 Geld Ware Grundentl.-Oblilllltiimen Mr KM fl. 9'50 110 — 5«/,, l»rain »nd lttlstenland . . — — — — 5«/n niederbsterrclchifche . . . IN9 25 I1N»5 5"/, steirischr......------------------- 5"/„ lrvlltlschc und flavonische . lob - — — b"/„ siebenburaische .... —-— —'— b°/„ Temeser «anat .... —-— —-— 5"/„ ungarisch,»...... 88 35 888b Andere liffcntl. Anlehen. Donau-Neg. Lose 5"/„ I«n fl. . 122 — 124 — Kto. Anleihe 1878 . . in« — in« ?z Anlelicn der Stadt Gör» . . no-— — — «lnlehl'» b. Etadtgemrinbe Wien ink's.« in«»«, Präm.rAnl. d. Etabtgem. Wlen 14z 5N 142>?b Vörirnbaullnlehcn verlo». K"/<> 8?>L5 —-- Pfandbriefe (für KW fl.). Vudeni-r. allg, öst. 4°/„ V, . . 116'2N 11? — dto, » 4'/,°/». . . «01-— IN«'— dto. » 4°/„ , . . 98L5 9875 dto, PrHm.'Echuldveischi.8°/„ »0825 1l»8?!> Oest, Hypothelenbanl inj, 50°/^ ini-LN — — Oest.°,l„a. Van! Verl. 4'/,"/,, . lc»i 75 l<»2 25 detto » 4«/„ , . 99'8N 10N'2l>'2N Prioritäts-Oliligationen (für K»u fl.). Ferdinand« iliordbahn Gm. 188ß 100— 1N0-5N «lllizische ttarl ^ Ludwig ° «ahn «m. 188t 8(«» fl. E. 4'/,°/« , 99 70 100 i0 Geld Ware Ocsterr. Nordwestbahn . . . ln? — 107 40 Staattbahn....... 193 7i - - Eudbahn ll 3°/„..... 147 — l«'— . il 5°/^,..... 117 - 118 — Una, galiz. «ahn..... l»> st. , lz? .. il»8 — Llllbacher Prüm.-Änlrl,, 20 st. 24 25 2!» 25 Ofensr Lose 4« fi..... N, ,. «2 _. Palffy L°!e 40 fl...... 57.50 b8 — RotHeii Kreuz, t!st. «,s. 0,. 10 st. zy ,5 ,»75 N»doIpl,°Lofe IN fl..... ,y 50 ,l> 25 Lalm Li>!l' 40 fi......______... St, »enoi« llofe 40 st. ... gz.hl) «45s, Walbstein-Uolr 20 fl..... 4,>.y5 4, z.^ WindifchGräh li°K 2N fi. . . zz.zz 555,» °Oesl. «a»l W0 ft. «<»«^ Aanlverliu, Wiener 100 fi.. . l«5 2» 1«!i «l> Ädn^r. Nnst, üst. »(«> fl. V. 4N«/„ »16'7b »17 75» clrbt.Unst, f. Hand. u. O. I«Ost, 826 — 82«'5U «irrditbanl, «Ug. ung. 20« fl. , 847 — l»<8 — DepuNtenbanl, «llg, Ü00 st. . »«8 5« «»4 «» (ticomptc »es.,Nblüst. 50u st, . »88 — bS2 — Giro u, «lasicnv., wiener 2l»0st, »l9 — «80 — Hypothelenb.Ost. »NON.»b»/u». ?l'5N —'— «eld ware UHnderbanl, bst.»»0st. «. . . »34 75 »3ü »5 Oefterr-ungar. Vanl «00 st. . S3? — »«8 - Unionbllnl «00 st...... »53 L5 253 75 »erlehrlbllnl. «ll«. ,40 st, . . 1«» 25 „0 ?b Nctien von Transport-Unternehmungen. (per Stück), «lbrecht Van» 2NU fi. Gilb« . 60— SN ii^ Vll!l>ld ^iuman. »ahn »00fi. G, ,0L»0 !»<>»-. Vvhm, Nordbahn Ib« st. , . .2,8 —«1!»^ » WestbllhN »00 st, . . .»32 75 333 7!' Vuschttehrader «s. 500 fi. «Vl. lot« ,f»44 bto, (lit. »,) »oofi. . 413 — ft, st. G. 1,9 — 200 — Dui-Vodenb. Eis.-N. 200 fi, V. — - — — tferbinanb» Nordb. I0<«» fi, «esellsch. »00 st. T. . . »?6 — »37 - Lloyd.eft °unn .Iri,ft50Ufi.«Vl. 398 - 40» ' Oefttrr. Nordwestb. 20« st. Ellb. l»8 75 l»? »b blii. (lit, U.) 200 fi. E, . »»» - »»»'7b Prag.DulerVisenb, 15Nfi,Tili. S8 — «9— Rudolph «ahn »00 fi, Silber .-------— - Etaatleisenbahn »00 st. Silber «z 2i 2»z ?!> Oüdoal,!! 20« fi. Silber . . , ,8» lil, ,8« 75 Lüd.Norbb.«rrb.'V,»0Nfl,- Tramway «es.,Wr,.170st. «.W. -^— _. — » neue Wl.< Prioritit». «ctien 100 st...... ,« „ 98 _, Unz.^ali». «isenb. »00 st. Gilber 1,5 — 1», bO Velb Ware Un,. storbofibahn »OU fi Silber ,9» 50 ,91 50 Una.We»b,f«aab.»rllz)»OOfi.V, l«3— ,93 »0 InbnftrieActlen (per Stils), »auges,, «ll«, vest. 10« st. . »« — 34 — «aybier »lsen. und St»hl°Ind. in Wien ,00 fi...... ,08 —lOi" tisenbahnw Uelhg, «ste, »Ost. »^ — »8— « Praaer Ei!rn.Ind.°«es. » zn 8l bo Wienerbtrlltr Zlegll'Uctten »es. 17? — l?» — Dtvifen. Deutsch« Plitz«...... e?SU »7 ?o üonbon........ ,«?«», 18 4i P»ri«...... , . , 4« 7L. «77; Valuten. Ducaten........ t 55 »t? »0»stranc» Stüse..... »33» »»b Deutsche «eich»bllnlnot«n . . b? V7» »775 Papier<«ubtl...... l 30,» l 50^ Ztalltnisch, »anln»ten lioo L.) 4» »0 »«-55