Nr. 165. Plz»nmel,tlon«plel«: 3m üomptoll ganzj s>. ll, halbj. «. 5 5», glll di« Zustellung ln« H»ui> daldz, ,^^) l, M!t der Post g>i»b, balbi- ft, 7 «« Donnerstag, 23. Juli. i:»!r!:,l^!!:-.!,!s:> hei ^,'il? > ll, 1885. Amtlicher Theil. y Se. f. und l. Apostol'sche Majestät haben mit «Uerhöchster Entschließung vom 6. Juli d. I. den Prwatdocenten Dr. Berthold Hatschel zum ordent-l'chen Professor der Zoologie an der f. k. Universität M»t deutscher Voitragssprache in Prag allergnädigst »u ernennen geruht. Conrad-Enbesseld m. p. vln ^' l' und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom d^m Festlande — in England durch Initiative des ^'"/sleriums ein Ereignis vollzogen, das filr die ""tjchaftliche Entwicklung Englands und sonach Euro« tan! °" epochaler Bedeutung sein kann. Per Schah, nzier Hai angezeigt, das« die Regierung beschlossen ?,/' eine königliche Commission zur Prüfung der "liaHen der Depression des Handels und Ackerbaues . Dies schont etwas Geringes, ist aber in Wahr« iu". "was Großes. Seit 1845—46 hat sich England t.,n Ak'handel belehrt, seit l85)2 ist durch die Hal- un» Lord Palmerstons jede Rückkehr zum Schutzzoll. U/ü' ""'nöglich gemacht worden, seit 18li0 ist der ^."^ndel förmlich nationales Dogma geworden. Elst ^ "tu,,, der britischen Landwirtschaft, vor allem des britischen Körnerbaues durch die amerikanische Con-currenz, und die Rückkehr von Oesterreich, Deutschland und Frankreich zum Schutzzollsystem, wodurch England von seinen besten contirientalm Märkten ausgeschlossen worden ist, haben die Engländer etwas stutzig gemacht. Während Lord Beaconifield als Premier sich noch über seine eigenen jugendlichen Schuhzollreden lustig machte, hat sich in den letzten Jahren in England eine Partei herausgebildet, die nicht schuhzöllnerisch ist. die aber auf dem Standpunkt der R>ciprocitäts-Pol>tik im Zollwesen steht. Im Gegensah zu „üs« trade" Verlangt sie „tair lralw", was Ml:n etwa mit „billiger odrr gerechter Handel" übersetzen könnte. Mit den Länden», die England Tarifconcessionen machen, will sie den freien Handel fortsetzen, die Länder aber, die sich gegen die englische Industrie absperren, will sie durch Relorsionszölle zu treffen suchen. Gegen Frankreich z. V. wilrde man Induslriezölle einfühlen, gegen Russland und Oesterreich-Ungarn Ge« treidezölle, gegen Deutschland Viehzölle u. s. w. Lord Randolph Churchill hat sich ziemlich unverblümt zur Zeit, da er noch nicht Minister war, zu einer solchen Politik bekannt, und vom Maiquis Salisbury liegen Reden vor, die beweisen, dass er wenigstens mit den ihr zu Grunde liebenden Hauptideen sich einigermaßen befreundet hat. Nun haben die .Mr tracwr" bisher stets nur einen ersten praktischen Schritt verlangt: Niedersehung einer königlichen Commission zur Prüfung der Ursachen der Depression von Handel und Ackerbau. Sprächen die Resultate von deren Untersuchung für den Freihandel, wohl und gut, dann möge es auch ferner bei diesem bleiben. Zeiqe es sich aber, dass der unbedingte Freihandel ohne Gegenseitigkeit für England eine Gefahr und ein Nachtheil fei, dann muffe man aus der solchergestalt gewonnenen Erkennt« nis die Consequenzen ziehen und resolut zum „t'air n armseligen Lumpen einhergehen und drs Nachts ihre zarten Glieder, die bislang nur auf weich?« Flaumen geruh», auf rauher Strohschütte betten. Und der alte V-iler sah zu, wie sein Kind gepeinigt wurde und raffte sich zu keinem Einspruch auf. Doch nicht ganz farblos sollte Margit!« das Le» beu entschwinden; ehe sie des Todes Arm in das R^ich der Finsternis riss, sollte sie sich an dem Glänze eines für sie schimmernden Sternes erquicken. Auf dem Felde hatte sie ein junger Ritter gesehen, und ,hre traue»nde Schönheit üble einen so mächtigen Eindiuck auf sein Herz, dass er, um ihr nur nahe zu sein, sich ihrem Vater als Knecht ver. dingte. Bald lohnte denn Gegenliebe sein treues Wer» ben, und Maraitta ertrua nun leichter des Tages Last, denn ein Blick in des Geliebten Auge ließ sie aller Pein, alles Leids vergessen. Doch schon drohle auch ihrem stillen Liebesglück Gefahr, und sie war über Margitta hereingebrochen, ehe sie dieselbe noch ahnen konnte. Dr schöne Jüngling hatte das Wohlgefallen der jungen Frau gefunden, nnd diefe wandte alle Künste auf, um auch in seinem Herzen die Liebe zu erwecken, welche, wie es schien, nur von Schüchtern« heit zurückgehalten war. Allein Margitta« holdes Vild hatte sich zu tief in Läsölos Seele eingeprägt, als dass jene süßen Lockungen ihn seinem Mädchen hätten untreu machen können. Ec floh die Hausfrau und mied sie, wo er konnte. Durch einige Zeit setzte diese in koketter Selbsttäuschung ihr Spiel mit dem Iilnglinge fort, bis sie endlich erkannte, dass er sie verschmähte um der gehassten Margitta Willen. Wie wahnsinnig stlich sie nun in Haus und Hof umher, das Herz nur erfüllt von einem Gefühl, der Gier nach furchtbarer Rache. Bald hatte sie ihren Plan ersonnen und herrisch befahl sie dem Mädchen, einer entfernt wohnenden Verwandten einen Brief zu überbringen. MaraMa gehorchte und begab sich auf den Weg, der stch lanas des Stromes hinzog. Die Stiefmutter elsle'hr aus Seitenpfaden nach und erreichte sie gerade als ste an dem Ufer hinschrilt. ein Liebesl.ed rallernd. Mlt wttdem Sch?!i stürzte sie auf das Mädchen zu riss -s zu Boden «md schleppte es. ohne auf je,n Flehen zu hören, an den goldenen Haarstränsten zum Felsen und schleuderte die Ohnmächtige unter gräflichen Flüchen in den Strom, an eben der Stelle, wo jetzt Laibacher Zeitung Nr. 165 134« 23. Inli 1885. »are schädigen lön»te. Die Feststellung der Tariff fill-die Loralbahnen sowie die Präcisiernng der in die Concessionsurkunde der Nordbahn aufzunehmenden Tarifbestimmungen bildeten nun den Hauptgegensta»K der zwischen dem Handesministerium und der Nord bahn stattgefundenen Verhandlungen. Dem Vernehmen nach sollen in die der Nord» bahn zu verleihenden Locaibahn-Concessionen Maximal« tarife aufgenommen werden in der Höh?, wie sie im allgemeinen bisher den ans Grund des Localbahn-yesehes concessionierten Eisenbahnlinien gewährt worden sind. Eine Abweichung trilt nur ein filr die als eine Fortsetzung der Kremsierer Vahil projeclierte Linie Bielitz-Meseritsch. welche auf Grund dr« § 9 tns Uebcrcinkummens der BelriebsrechlUl>,g des Haupt-netze« eingefügt wird und die im Sinne des H ll) als ein integrierender Bestandtheil des einheitlichen Nord' bahnnetzes anzusehen ist. In del Concrssionsurkunde fiir das einheitliche Netz werden die am 10. Jänner d. I. auf den westlichen Staatsbahnen eingeführt»'» Tarife als Maximaltarife aufgenommen. Anf Grund der getroffenen Vereinbarungen glaubt nun die Direction der Nordbahn der acl lwe einzuberufenden anher» ordentlichen Generalversammlnng. deren Ausschreibung in den ersten Tagen dieser Woche zu gewärtigen ist, die Annahme des abgeänderten Uebereinkommens be. sürworten zu sollen. Mit den aus der Dlnchflihiung des Ueber ein lomm ens sich ergebenden fiininziellen Tran^ aclionen wird sich die im August stattfindende General« Versammlung der Actionäre kaum zu blassen haben, da die bezüglichen Vorarbeiten bis dahin schwerlich beendigt sein dürften. Was die sinanziellen Leistungen, welche der Nord bahn aus dem Uebereiolommen unmittelbar r» wachsen, lmiifft, so bestehen si? in jenen >2.2t» Millionen Gulden, welche als Rückzahlung der Garantieoorschüss,' an die mähr>sch'schlesische Noidbahn sanxnt den Zinsen und die Vergütung für das frühere Erlöschen des Heimfallsrechtes an del» Staat zu leisten sind, aus 30,4 Millionen, welche für den Ankauf und den Bau der neuen Linien präliminiert sind. und endlich aus 7 Millionen zur Refundierung der schwebend, n Schuld. Die Zahlung an den Staat hat im Sinne d»s Ueber-einkommens sechs Monate, nachdem dasselbe perfect geworden, zu erfolgen. Zweifellos ist die Perfectioinerung des Ueberem-tommens als eingetreten zu betrachten, nachdem dasselbe von der Generalversammlung der Actionäre c>n-genommen und das vom Reichsrathe angenommem-Gesetz die laise,liche Sanction erhalten hat, was bis Ende August vollzöge» sein dürfte. Demnach trilt die Fälligkeit jener I2,2<: Millionen Gulden nicht vor Ende Februar des nächsten Jahres ein, und Ent jchliehungkn finanzieller Natur sil,d seitens der Nord-bahn^Direclion aus diesem Grunde liicht dringlich. Die Cincessioneurkunden werden kaum vor Beginn des Jahres 1886 in Geltung treten, und deshalb ist das Erfordernis für den Bau und den Ankauf dcr neue» Linien gleichfalls kein unmittelbares, und selbst wenn die Nordbahn die Absicht hätte, den Bau mit der größten Beschleunigung in Angriff zu nehmen, würde sie dieselbe mit Rücksicht darauf, dass die Nausaisou ihrem Ende zugeht, nicht verwirklichen lönnen. Unter diesen Umständen ist es sehr wahrscheinlich, dass die Generalversammlung der NnrdbahN'Actioi'äre, welche liber die Durchführung der finanziellen Seile dcs Uebereinlommens zu beschloßen haben wird, nicht vor Beginn des nächsten Jahres zusammentritt. Inland. (Kaiser Wilhelm auf österreichischem Boden.) Die „Wiener Abendpost" vom 2l. Juli schreibt: „Se. Majestät der deutsche Kaiser hat heute den Boden Oesterreichs betreten, um wie seit Jahren in der Alpenluft Gasteins Kräftigung und Erfrischung zu finde,,. Der anfrichtigen Freundschaft, welche die beiden Kaiserhöfe und Reiche segensreich verbindet, innig q> denkend, begrüßen die Völker Oesterreich Ungarns den Monarchen Deutschlands f>eudig in den Marken 'h,vc Vaterlandes." (Monarchen« Begegnungen.) Mit Bezug a,if die verschiedenen, in der letzte» Zeit aufgetauchten Nachrichten über bevo»stehende Monarchen-Begegnun< gen schreibt das „Fremdenblatt": ..Was die viel er-ö,t,,le Aegegnunn Sr. Majestät nnt dem Zaren be> trifft, so ist es allerdings bekannt, dass die Absicht eines Gegenbesuches Kaiser Alexmder des III. in Oesterreich besteht und auch angedeutet wU'de, doch ist über den Zeitpunkt und den Örl einer solchen Entrevue nnch nichts festgesetzt worden. Die Feststellung des genauen Programmes fiir die voraussichtliche Be^ gegnung Ihrer Majestäten der Kaiser Wilhelm und Franz Josef hinwieder ist begreiflicher Weis? von den gebotenen Rücksichten auf das Befinden des greifen deutsche» Monarchen abhängig." (Aus dem Lager der Linken.) Da« ..Neue W,ener Tagblatt", welche« die Nachricht von der Veizichtleistung des Fürsten Karl Anersperg auf die Führung im verfassungiMluen böhmischen Groß-grundliesitz brachte, ergänzt seine Meldung dahin, dass der Fürst bereits einigen deutsch.böhmischen Kavalieren brieflich angezeigt habe, dass ?r der politischen Lauf« bahn fortan ganz entsage. Die betreffende Znschsifl soll stark pessimistisch abgefasst sein. Als Nachfolger Anerspergs in der politischen Führung de3 liberalen Großgrundbesitzes iu Böhmen werden die Grafen Thun und Altgraf Salm genannt. (Befähigungsnachweis für das Hände ls gewerbe.) Die unterschiedlichen Handelsgre-mien mid Handelskammern haben in längster Zeit Berathnngen gepflogen, um bei der Regierung zu erwirken, dass zur Erlangung einer Handelsgerechtsame der Nachweis von erlangten theoretischen und praktischen Kenntnissen im Handelssache eingeführt werde. Wie uns mm aus Graz geschrieben wird, hat die steiflmärkische Handels- und Gewerbekcmuner eine diesbezilqliche Petitwn an die Regierung beschlossen, und wid sich in den nächsten Tagen an d>e Schwester, kümmern des Reiches mit dem Ersuchen wenden, sich dieser Petition anzuschließen. (Galizien.) Das „Dielo" in Lemberg bringt eine Zuschrift des Staatsanwaltes in Zloczow, worin die Nachricht dieses Blattes von der Einleitung cinel strafgcrichtlichen Untersuchung gegen sämmtliche Beamte der dortigen Bezilkshauptmannschaft wegen Missbrauchs der Amtsgewalt aus NnlasS der Wahlagitation als „tendeoziöö" und „d>er Wahrheit nicht entsprechend" bezeichnet wird, nachdem die Staatsanwaltschaft ledig-lich eine Voruntersuchung über gemachte Anzeigen ein-geleitet hatte, welche jedoch gegen keine bestimmte Person sich richte und in der Folge den Anzeiger selbst als Verleumder treffen könne. Desgleichen wird die Nachricht diefes Blattes, dass die Staatsanwaltschaft mit Anzeigen gegen die Beamten der Bezilkshauptmannschaft ..überflutet" sei, als unwahr bezeichnet, da dort bloß sechs auf die Wahlvorgänge bezügliche An« zeigen eingelaufen feien. (Regulierung der Donau.) Aus Budapest wild geschrieben: Für die Regulierung der oberen Donau werden — auf Grund des festgestellten Planes — s hon für 1886 1'/z Millionen Gulden aufgenommen werden; das Project der Regelung des Eifernen Thores ist einer Fachcommisfion zur Revision zugewiesen worden, und es wird auch der Gesetzentwurf, betreffend den Modus der Beschaffung und Bedeckung der hiesiir erforderlichen Kosten, welche durch die SchiffSgebülen gedeckt, respective getilgt werden sollen, vulbereilet. Das Behältnis de' ungarischen Staates zur DonaU'Pampfschisfllhrts'Gelellschast ist allerdings nicht geregelt, alle Anzeichen lassen aber darauf schließen, dass die ungarische Regierung eine Regelung dieses Veihältnisses insolange gar nicht beabsichtigt, bis sich die schon gegenwärtige erhebliche Eoncurrenz durch die Fortschritte der Donau-Regulierung gesteigert habe. Ausland. (In Frankreich und Deutschland) be-schäfllnt man sich mit militärischen Fragen. In Frank-reich polemisieren die conservalivin Kreise monarchi-scuen und lepnbl'kaülschen Bekenntniss s in Artikeln und B^osÄmen surNvährl'nd gegen die bevorstehende demoksat'siemldf Heeresreform al« eine Schwächung der Stteillraf!; die Zchl der Vernfssaldalen müsse vermehrt wilde». Diese Propaganda ist indes vorläufig ganz aussichtslos. I» Deutschland lpiicht man von einer Erhöhung der Präsenzziffer, die fchon daruM gerechlseitilil sei, we»l die Bevölkerung seit der letzten Fixierung um mehrere Millionen zugenommen hat und die ReicheverfassilMl, die Aushebung von Einem Pro-cent l^r Bevölkerung ve,lanqt. Auch eine Vermehrung der Kriegsschiffe wird erwartet, die allerdings durch die Colonial Politik nöthig wird, und ferner wild der zu schaffende Nord < Ostsee - Canal den glößten Panzer" kolossen zugänglich gemacht weiden, was die Kosten auf mehr als l5l) Millionen Mark erhöht, die man durch eine Anleihe aufbringen will. (Elsass«L 0 thringen ) Die von den deutschen Blättern in drn letzten Wochen vielfach eiöllerle Frage, wkr der Nachfolger des verstorbenen Feldmarschalls Freiher'n von Manteuffel in der Statthalterschaft von Elsass-Lothringen werde, soll nun entschieden sein. Es wird einstimmig drr deutsche Botschafter in Paris Fürst Hohenlohe als solcher genannt mit dem Beisatz?, dass er die Stelle bereits angenommen habe. (Russisch- englische Verhan0lungen) Wie man der „Pol. Eorr." aus St. Petersburg meldel, Wird inbetreff der afghanischen Frage i» dortigen uuler-richteten Kreisen die Berechtigung des in der englischen Presse fortgesetzt zur Schau getragenen Pessimismus lebhaft bestritlen. Es wild bestimmt versichert, dass die russische Negierung die schwebenden V^handlun' gen weder durch neue Fmderungen zu complicleren noch üb rsiüssiger Weise m die Länge zu ziehen beabsichtigt, sundern gleichfalls einen raschen Abschluss der' selben anstrebt. Znr Erlläruug des bisherigen zähe» Verlaufes der Negociationen bedürfe es nicht der An< nähme bösen Glaubens auf dieser oder auf jener Seite, sondern derselbe ergebe sich natürlich aus dem Ver-liandlungsobjl-cle und aus der Beharrlichkeit, die beide Theile in der Wahrung ihrer Interessen an den Tag legen. Es h'ißl, die russisch? Regierung habe in diesem Sinne gehaltene Erklärungen bei verschiedenen Höfen abgeben lassen, und dass sehr bestimmte Weisungen ergangen seien, damit die Verhandlungen nicht der ..wüthende Fels" die zürnenden Wogen zurückwirft. Ihr Hohngslächter tönte gellend über die Fluten hin, die sich wie ein Sarg über dem Leibe Maigittas schlosst. Aber plötzlich schien es der Mörderin, als ob ihr von allen Seiten der Name ihres Opfers ent' yegentönte und als ob das bleiche Wesen mit drohender Hand aus den Wellen auftauchte. Sie floh dnrch Wälder und Puftzten. aber überall stand das schreck« liche Bild vor ihren Augen, überall tönte der Name Margitta an ihr Ohr und die Verzweiflung erfasste ihre gemarterte Seele. Indessen waren einige Tage vergangen. Lüsslo halte die Geliebte gesucht und nicht gefunden. Land' leute erblickten den Leichnam des Mädchens auf den Ftlsenzacken. die jht „Margitla", he>ß.'». und brachten ihn dem trostlosen Vater, welcher, über seine Schwäche erbittert, sich selbst den Tod gab. Lüsslo bestattete die beiden und brach trauernden Herzens auf, um hinzu« ziehen, wo die Furien des Krieges lobten, um im Schlachtgewühle einen Heldentod zu sterben. Als er, trüb und schwermüthig vor sich hin-blickend, durch die brach liegenden Felder ritt. klang der Ruf „Mal-Ma" oft wiederholt an sein Ohr. Er schaute um und erblickte endlich die Stiefmutter mit m Winde flatterndem Haare nnd se samen Geberden über da« Feld hineilen, beständig Marg, las Namen rusrnd. Er wendete fein Rofs, um auf d,e wähn« sirmiae Frau zuzueilen, aber diese ersah lhn und schnkUer wie dns R'h ds« Waldes floh sie vor lhm her dem Strum? zu und stürzte sich kreischend in die brausenden Wna/n, welche ihre Leiche niemals zurück« gegeben haben. Sie hat aber drunten nicht Frieden und Ruhe gefunden; an die Felsen geschmiedet, sitzt sie in der Tiefe und steht ihr Opfer um Verzeihung an. Um Mitternacht tönt noch immer der Ruf „Margitta" aus den Fluten empor, und fo lange nicht ein reines Wesen dieses Namens um dieselbe Stunde an den spitzen Riffen vorüberschiffl und auf den Ruf ant' wortet. so lange ist der Mörderin ihre That nicht vergebe». H G (Nachdruck verböte») Manuela. Romnn von Max von Weißenthurn. (tt, Fmlsehunss.) Mr. Emil RnLegg war schmächtig und klein, hatte ein bleiches Antlitz, helle H^are, en,e etwas krei-schrnde Stimme und wir so kurzsichtig, dass er all.s fast Uümittelbar vnr die Augen bringen musste, um nur überhaupt zu sehen. Er war arm, nicht minder arm als Herr von Saint-Claire. Drr Mammon war die einziae Gottheit, welcher er sich blindlings unterwarf. Eines Tages Hnr auf Rosegg zu werden, gehörte zu feinen ehrgeizigsten Plänen. „Lady Manuela scheint mir eine junge Dame ^ sein. welche von ihren Sclaven blinden Gehorsam foV de«l; sie wird es jedenfalls zuwege bringen, dafs ihr Vater all fein Hab und Gut. welches nicht Ma» jorat ist, für ihre Person feststellt, m,d dann geht ss Ende mit der Familie! Können denn Sie nicht fi^ dagegen ins Mittel l.gen?" fragte Madame voN Waldau und wmf dem jungen Manne dabei eine« lauernden Blick zu. dir ihm d^s Blut zu Kopfe trieb. „Ich", stammelte er in sichtlicher Verwirrung, „ich, Mkiiie gnädigste Frau, bin ganz machtlo?, denn ich bin kein schöner Mann," fügte er M't bitterem Lache" hinzu. „Lady Manuela ist auch nicht schön!" v<'rsetz>^ die Iulriguantin spitz. „Ich bin eine Fiau und habe folglich über die Schönheit od^r Hässlichkeit eines meines Geschlechts ein vorurlheilsloseres Urtheil als ein Mann!" ..Wenn L.^dy Manuela selbst nicht schön ist, l" sieht sie darin nur cine Nische mehr, bei andere" Schönheit zu fmdkln und hochzuhalten. Alexander vo" Saint.Aaire, der ein Ausländer, ein Abenteurer ist, wird doch nach aller mmschlichrn Voraussicht ,'i"^ T^ges in Nosegg herrschen. Blicken Sie nur hinübel zu om beiden. Lässt sich Verliebteres denken, als d^ Spiel dieser beiden?" E,- sprach zu ihr, als ob er sie seit Iahien keN^ es lag ein undefinierbares Elwas in ihrem Wesen, b^ ihü unwillküllich zu ihr hinzog. Der T'nz war zu Endr, und während Madame von Wildau sich auf ihren Platz führen ließ, spra^ sie lächelnd: „Obwohl der Schein dagegen spricht, möcht? '« doch meine Diamanten als W'tlpreis e^nsrtzen, dass Alexander von S^int-Claire niemals als H'rr a"> Nosegg gebieten wird." «aibacher Zeitung Nr. l65 1347 23. Inll 1885. dmch militärische Zwischenfälle in Cenlral'Asien com« prommiert werden. (In Frankreich) hat die Wahlbewegung be« »ells begonnen; Wahlprogramme werden ausgearbeitet, Wahlreden gehalten. Wahlbündnisse gesucht und ge-lunb,gt. Die e,nst um Gambetta geschart? Partei der ^Pporlumsten oder der gemäßigten R-Pudlikaner wünscht ourch die Vereinigung aller »epublikaulschen Fractionen 0le Wahlen zu beherrschen und die Mehrheit zu er° ^"9en. I,, einer Rede zu Renne« sagte einer der >Men. der ehemalige Minister des Innern Waldeck, "vusseau, es wäre ein Fehler, irgend eine repiMka-?I r Hlaclion. namentlich aber die Vundesgrnossen-icyllst der Radicalen. zurückzuweisen. , . (Der Aufstand im Sudan.) Eine De-p'!Ie des Capiläns Chermside meldet: Die Ausstin,. Mn griffnl am ll>. und 16. Juni mit großer "acht die Vorstädte von Kassala an. Die Garnison ^"l o,e UuWndijchen nach heftigem Kampfe zurück. ^ e «ufftändischen velloren 3000 Todte. Die Var-n'ion elbeulete 1000 Ochsen und Schafe sowie 700 «eroehle. Der „Bosphore Egyptienne" veröffentlicht rm schreiben eines nach Berber entkommenen Mccha-»'lers. wonach Olivier Pain lebe und sich da-l^vft befinde. Tassesneuigkeiten. . Se. Majestät der Kaiser haben dem Kreuzer« ll^'kl ^"^ Unterstützung von Wiener Gewerbsleuten ^"" st. zu Vereinszwecken zn spenden geruht. . Se. Majestät der Kaiser haben, wie au» Leu,-"erg telegraphiert wird, 300 fl. zur Ausstattung der »l 'lath. Kirche in Wierzbiany im Bezirke Iaworow i" spenden g7ruht. ^.7" (Der nen ernannte oberste Sanlt 8 ts -in 5> f ^ ^'^^ ^^^ ^'"^ konstituierende Sitzung ab; im nv- ""^ Ministerialrath und Sanitätsreferent m "tinisjerium deS Innern. Franz Schneider, zum Pra-Vr/l«" ""^ Medicinallath Dr. Joses Schneller zum ^laftdenten.Stellvertreter wiedergewählt und der Mi« «'Nertalsecretilr I)i- moä. Josef Ullmann zum Schrift-^yrer nominiert Der Sanitätsrath hat für den Fall. lllNl Choleragefahr unserer Monarchie näher rücken 'Ute. seine Antrage an die Regierung zu stellen. Diese s^,« empfehlen für diesen Fall die Activierung jener ^ilgren Mahregeln, die im Vorjahre gegenüber den Mera-Epidemien in Frankreich und Italien zu Wasser ° zu Land über Antrag des Sanitätsrathes angeord- ^,. /""rdm sind, Uebrigens sind di? von der ilsterrei. ^cyen Regierung angeordneten Maßregeln im wesent- . ^" ganz dieselben, welche die arztliche Commission der "nationalen Sanitätsconferenz in Rom zur Ver« ^"ng h^ Verschleppung der Cholera empfohlen hat. nit«!5 ^ b" Lage in Welehrad fand der oberste Sa- antr ^ ^"" Anlas«, neue Maßregeln zu be- bits,"" (Betrug an der Wiener Vodencre« se^"nl.) Gustav Schadlbauer. welcher mit Hilfe Herr f ^^""steten Hürmann. der fälschlich als Hausdon « Volksschule erbaut werden. Das Schulgebäude hätte nach allen Seiten genügend Lust. Auch im Interesse der Stadtverschönerung wäre dieser Platz sehr zu empfehlen, denn wenn feitens der Stadt» gemeinde im Interesse der neuzuerbauenden Volks^ schule die städtischen Magazine und die Flecksiederbuden. die vor die neue Schule am Polanadamm z>l stehen kä men, entfernt würden, wären gewiss die Stadtbewohner mit diesem Beschlusse vollkommen einverstanden. Die den Herren Michael Pakic und Kaspar Iemc abzukaufende Area umfasst 1588,6 Quadrat-Meter, und wäre der nöthige Platz dcs Herrn Kaspar Iemc um 6000 fl.. der des Herrn Michael Pakik um 12 000 fl. der gesummte sich n^ d'chnWorten !>eß sie ihn stehn,, und er fragte haben ,wU"dert, ""2 sie mit ihren Worten gemeint Vereini ""^ wie sie imstande sein könnte, eine» zu treten" ^ ^ ^'^" Liebenden hindernd in den Weg tomln!^""^'"e FlMl, die als eine Fremde hierher, alle« ver, ^'"druck in sich aufnimmt, als ob nicht Glüs h'°."" wäre. weshalb soll ich da nicht mein Sir Emil U 2 "°H einmal versuchen?" fragte sich kann ,sl ^"legend. ..Das Aergste, was mir passieren V' V sie mich abweist." blüite k « " bestürmte man Alexander von Saint-biesem'w.. l^." ^"6M solle, und als der Tenor, sich Sir» ^ nachgebend, an das Clavier trat, sagte Men lei ?!""' dass jetzt für ihn der Moment getom. in aem n« " . "6 zu versuchen, um entweder alles E U °^ ""es zu verlieren, tergal,, ?. ' ^"'^ ^'"e Cousine sich nach dem Win« tt jhr. "eU"b, und ohne lange zu überlegen, folgte ..Manuela!" «ber ?ijr.7 i^''""" ."««a ungewöhnlich weich ; sie stand ^ U" mch». hi« er dicht an ihrer Seite heil d^l^"^? es, Emil! Welch hässliche Gewöhn-anzuschleiH?., ^<Ä !^ l. Juli nachmittags 2 Uhr ein Hagelwetter über die Ortschaften Grivac. Pelrlna, Pirke, Kuzelik. Steuer und Planina, nlle zur Gemeinde Kostet gehörig, niedergieng und die Feldfrüchte uub das Obst grühtenlhells vernichtete. — (Eine Gesäll < gleits . Kritll) Lama luouta «8t, — Herr Gerbir hat gesprochen und uns in der jüngsten Montag Nummer des „Slov. Narod" recht tüchtig abgekanzelt. Den Nnlass zu seiner wohl nur aus Gefälligkeit gegen gewisse Herren verfassten Kritik gab Herrn Gerbir die am 14, d. M. in unserem Blatte erschienene Notiz „F,s<<-oncetl mit Bazar", in welcher die im Hitalnica-Garten vorgetragenen Männer-chöre als durchaus nicht correct bezeichnet wurden. Wir hätten die sogenannte Gegenklitik des Herrn Gerbic ein» fach ignoriert, da der Verfasser in derfelben wohl über alles und jedes spricht, den strittigen Punkt dagegen nur vorübergehend berührt; alle!» da Herr Gerbic nicht Argumente ins Treffen sührt. sondern nur aus seine Autorität pocht, sehen wir uns veranlasst, der Eiwide« rung unseres Referenten Raum zu geben, und weiden wir diefelbe morgen zum Abdrucke bringen. — (Brand.) Am 17. d. M. kam in der Mühle deS Besitzers Anton Flore in Unterdomschale, politischer Bezirk Strin. durch Reibung der Aufzugsmaschine Feuer zum Ausbruche. welches dessen Mühle und Wohn« gebäude be! dem herrschenden Winde total einäscherte. Der Schaden ist bisher noch nicht sichergestellt. Flore ist auf seine Mühle mit 7100 fl assecuriert. — (Ein neues Mittel gegen Asthma) Der Pariser Akademie der Wissenschaften hat Professor Germain Sre ein neues M'ttel gegen daS Asthma, die Athembellemmung. angezeigt. Er nennt eS Pyridin, ein basische Verbindung, und kam durch die Erfahrungen seiner Praxis darauf. Engbrüstigen Leuten thut bekannt' lich der Gebrauch gewisser empirischer Mittel, das Rauche« gewisser Cigarette«, der Brandgeruch Von sal» peterhaltigem Papier u. dgl, gut. Nun ergibt die Verbrennung gewisser Pflanzen, gewisser Alkaloide immer gewisse Verbindungen. anS denen Pyridin entsteht. Es lag die Frage nahe, ob nicht Pyribin daS wirksame Agens der erwähnten empirischen Mittel sei. Professor Sie versuchte dessen Wirkung an Thieren und fand. dass das Pyridin ein ausgezeichnetes Beschwichtigungs. Mittel der Rtstexreizbatkeit sei und bei richtiger An, Wendung keinerlei Nervenstörung verursache. Dasselbe ist ein« farblose Flüssigkeit, die in der Luft verdunstet und einen durchbringenden Geruch hat, Es entsteht Während der trockenen Destillation organischer Stoffe. Wie Kohlentheer, Allaloide, Cinchonin. Chinin, Morphin ,c. ,c. Man findet es auch in den Condensations» Producten des Tabakrauches, bei der Zersetzung des Nikotin bei Rothglühhitze in einem Porzellanbehälter, Die chemische Formel dafür ist 0'° »i« ^ nach Cahours oder 6" 2° ä?. nach Würh, Jedenfalls ist das Pyridin ein sehr wirksames Beruhigungsmittel nnd ohne alle Nachtheile. Man gießt vier bis fiinf Gramm davon auf einen Teller unter gutem Verschlüsse, wo es verdunstet, und athmet den Dunst zwanzig bis dreißig Minuten lang und dreimal des Tages ein. Das Pyridin geht in das Glut über, die Brustbeklemmung lässt nach und hört nach zwei oder drei Inhalationen ganz auf. Eine Besserung zeigt sich selbst bei den Asthmatikern, die an Herzbeklemmung leiden. Die bisher in Paris an vierzehn Kranken 88 und 589 passierte, gerielh die nächst der Eisenbahn ohne Aussicht weidende Kuh des Besitzers Mathias Koritnil in Mo« senil. Gemeinde St, Lamprecht, unter die letzten zwei Waggons, wodurch dieselbe in Stücke zerrissen wurde Der letzte Waggon entgleiste, stttrzle um und wurde arg beschädigt. — (Ertrunken.) A», 15, b. M. nachmiNagß ist der beim Besitzer Michael Gustin?ic iu Nadajnejelo als Hirt bedicnstete 14 Jahre alte Kaischlerssohu Anton Krebel von Sevce, politischer Bezirk Adelbberg, beim Baden ertrunken — (Fund von Goldmünzen) Zu E»de der vorigen Wocke verfieng sich die Kuh eines Bauers aus dem nahen Dorfe Lepavina in Zagorien auf der Weibe mit der Klaue an einem auf dem Boden liegenden Scherben. D e Hirtin eilt hinzu, um daS Thier von demselben zu befreie», und findet, dass der Scherben einen Theil eines irdenen Gefäßes bilde, das bis zum Rande mit Goldmünzen gefüllt ist. Im ersten freudigen Schreck über den unverhofften Fund rennt das Mädchen ins Dorf. nm dort aller Welt dns glückliche Ereignis zu verkünden. Daraufhin strömten die Baueru scharen» weise auf den Fundort, und bald waren die Ducaten in ihren Taschen verschwunden Nach beiläufiger Schätzung waren in dem Gefäße mindestens tausend Stück Gold» münzen enthalten, denn ein einziger Bauer vetkauste rund hundert Stück an einen dortigen Kaufmann, während eine Bäuerin demselben 3I5> Stück zum Kause anbot. Die Münzen stammen zumeist aus der Zeit des Königs Mathias Corvinus. — (Frequenz der Curorte.) Die letzten Curlisten weisen folgende Frequenz auf: Aussee 2U36. Franzensbab 5028. Gleichenberg 2832. Gmunden 3680. Ischl 5214, Karlsbad 17580. Lipil 604. Marienbad 783«. Neuhaus 518, Pürtschach 715. Römerbad 563. Tüffer456. Velden 151. VöSlau 2671. Wildbad Gastein 1832 Personen. Aunfl nnd Fiteratur. — („S tudien znv Quadratur des Kreise s.") Für den Mathematiker von Interesse sind die gründlichen „Studien zur Quadratur des Kreises", angestellt mit, nicdrr» geschrieben von Aiiton Cermet, pensionierter l l, Geometer in Kolin, (Mi! zwei Zeichnungen,) Die Broschüre elschicn im Commissionsverlage von A. Reinwart zu Prag. Dem Verfasser war es darum zu thun. „ein nenes nnd möglichst genaues Verhältnis des Durchmessers eines Kreises zum Umfange desselben, beziehungsweise znr Länge der Kreislinie, als es bisher durch die Ludolf'jche Zahl belannt ist, zu erfinden und zu be-rechnen". Er hat auch ein „ncnes 7:" gefunden. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Berlin, 22. Juli. Der Maurerstrike hörte theil-weise aus, indem die Maurerverfammlung eine Resolution annahm, welche dir Wiederaufnahme der Arbeit bedingungsweise zulässt. Frankfurt a. M., 22. Juli. Vei dem Begräbnisse des Social«Demokraten Hiller wollte dessen Gesinnungsgenosse Leyendecker aus Mainz beim Nieder« legen eines Kranzes eine Rede halten; der Polizei-commissär ließ dies aber nicht zu und forderte die äußerst zahlreich versammelten Theilnehmer an der Leichenfeier auf, auseinanderzugehcn. Die Aufforderung wurde drei» mal wiederholt, ohne dass derselben entsprochen wor> den wäre. Die Polizisten hieben nun mit blanker Waffe auf die Menge ein, wobei 50 Personen verwundet wurden. Paris, 22. Juli. Die ..Ngence Havas" meldet: General Courcy ist nach Hue zurückgekehrt und hat die strenge Ueberwachung der Provinz Thanhoa angeordnet, woselbst annamilische Banden sich den aus Tonking kommenden Schwarzen Flaggen anschließen lötMleN' London, 22. Juli. Das Oberhaus nahm in dritter Lesnüg die Äill zur Errichtung eines Ministe« riums für Schottland an. London, 22. Juli. „Morniug Post" erfährt, in deu letzten Tagen habe ein beständiger Austausch von Telegrammen zwischen Salisbury, Thornton, Staal und Giers stattgefunden. Die russische Regierung übermittelte neue Vorschläge bezüglich des schwebenden Streitpunktes. Wolkswirtschastliches. Laibach, 22 Juli Aus dem heuligen Markte sind erschienen: 12 Wagen mit Getreide, l6 Wagen mit heu und Stroh und l5 Wagen mit Holz. Durchschnitts . Preise Mll,- Vin,.. Mtl.. Mg,.< stjlr, Il.!tl, st.,ll' ff.stt. Nelzen pr hestoli» 6 58 7,53 Butter pr. Kilo . — 85—>-Korn „ 5 87 6 —>Eier pr. Stück . . — 2------- Gerste „ 4 23 5 7 Milch pr. Liter . - 8------- Hafer « 3, 9 3 32 Rindfleisch pr. Kilo - 64------- halbfrncht „-------6 43 Kalbfleisch « —56------- Heiden „ 4 87 550 Schweinefleisch „ —66------ Hirse „ 5 36 5 55 Schöpsenfleisch ., -38------- Kukuruz „ 5 56 5 46 ha'hudel pr Stuck — 30------ Erdäpfel !N0 Kilo 3-----------Tauben „ - 1?------- Linsen pr hektollt, 8-----------Heu 100 Kilo . , I 69 - — Erbsen „ 8----------Stroh « . . 1 69 - -Fisolen , 8 50------ holz, hartes, pr, — ^ Rindsschmalz ssil^ - 96 -..... Klafter 7 50------- Schweineschmalz „ 82------ ^ weiches. „ 5 20 — -Speck, frisch , - 54-------Wein, roth,.10WSecrctär, Graz Wachsman», Ksm., Trieft Ramroth, f. l M!lit' Lelilsl. ^ara Gafthof Kaiser von Oesterreich, Hirsch, Piazza. Rimini, Kauf' leule, Trieft, - Nroz. Meinhändler. Manjec, — Peternel nnd Strulelj, Besitzer, Zirlniz, Am 21. Juli. Hotel Stadt Wie«. Havlttel, Bernauer. Tscheluw. Reisende, Wien, von Hirsch, l. l. Oberst, Aqram, — Gjemgievics, Ksm.. Mitrowiz. Iaschi. Ban-Unternel)>ner. s. Frau, Pola- — Dr. Srebre, Advoeat. s Frau, Rann, Hotel Olefant. Wüster, sssm., Rheinprenszen, — Vodni^er und Fischer, Reisende- Dereant, Stationschef: Schuch, Inspector des österreichischen „Phönix", und Dr. Vaucr, Privat, Wie«. — Schiudler. t. l. Finanzrath, s. Fanlilie. Linz, — Büchlel und Will. Hausierer. Gößing, — Moschondi, ssanfm., und Reiser, Private, f Familie, Trieft. — Levandovsll), israel Os>ereurator, Aaram. Cenoni, Privat, Gürz Holcl Europa. Treila. l. t. Postossicial. sammt Fran; Legal, f. l, Professor, und Warto, Kapla», Tries!. — Oimunic, löniql, Zolleinnehmer, Lavlopaa,o. Gasthos Siidbahnhof. Sanuziq, Sludeut, Wien, — DovaM Vahnbeamter; Tomsich. Private. Trieft. Verstorbene. i ^ e" 2 l. IuIi. Maria Merzlilar, hausbesiherstochtel. -< Mon, Ilovca Nr. 3, Fraisen, ' ' ^ ' " D e n 22, I u l!, Maria Auer, Schuhmachersgattiu, 59 I < Rathhausplah Nr, 17. Herzfehler, Meteorolonische Beobachtungen in Laibach.^ 7U.Mg. 742.45 18.2 NO. z. stark bewölkt 22. 2 ^ N. 742.22 224 NO. mähig fast heiter 0l),0 9 ^ Ab. 741.51 18 i ^NO, schwach meist bew. Mornens bewöllt, windig, dann Aufheiterung, sonnig^ Taq; abends Bcwöllung zunehmend, merkliche Ablühlung, D" Tagcsmitlcl der Wärme 19,6°, gleich dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. NagIlt. Karl Friedrich Reichsgraf Lanthieri 5 Pnra« tico, l. f. Obcrlicutcnant a, D., gibt in seinem und im Namen seiner Familie allen Freunden und Vc-lannten die traurige Nachricht von dem frühen Ab' leben seiner geliebten Tochter Marie Helene welche heule sriih im jugendlichen Alter von fiinf Jahren nach kurzem schmerzvollen Leiden entschlief Wippach am 20. Juli 1885. Statt icder separaten Anzeige! 1349 Course an der Wiener Görse vom 33. Juli l8tt5. "<»« "em oM^n Cour-bl^ Ttaats.Nnlehen. Silbenente ,'......^,^ Z" «8U»^^° ^anze 50° „ 139'5<1 I.l> . ,°^" 'I,/" fünftel 100 ,. I« - i.z ?e N ! ^^"«lose . wo '' 16, 75 1«82° °°m°^en.«n,cheine .'per'°St.'«-^ ^>- sAAft-Goldiente, ft, ,,^^^ ,^,z^. ^g^^, "csierl, Ät°ten»nte, fi. erfrei . 9» ?n 99 8« Uaz.G°ldrc-te4°/« .... ,^5 9940 " U^'U"'' »«»ft, ö W.S, »49 25 14» 75 " "Ndahn-Prioritäten , , »83« 986n " ^t»»,«,«Dbl. (Ung. Oftb.) 128------------- " „, „ ", vom H, 18?« 108-50 109 — Tieibl»""'^^"!, k I0Nfl, öw. 119 50 119 75 "^«» ^°se 4°/, ,00 fi, . , ,20 - 120 25 Grundentl.-Obligationen (ftrioofi, E,.Zt), °^° ÄS'......"«" - - °°/°«M««......,s,2-- 102-50 "MW,- ------------ Gelb W,,re 6"/» Temeser Vanat , . , , 101 75 Io2 50 5°/n ungarische......iu2-?b IU3 26 Andere üffentl. Anlehen. Donau-Meg.Vose 2"/° lO0 fi. . US'— II« b» dto, Anleihe i»?8, steuerfrei . 104-50 il>5 — Nnlchcn b, Stadlgemeinde Wien 1N2-2K 108 — Anlehen d, Vtadtgemeinbe Wien (Sllber und Gold) . , . . —- - —'— Prämien.Anl.b,Stabtgem.Wier! I28ko 12» »^ Pfandbriefe lfül Iliu fi.) Bobencr, aNg,österr 4 >/,»,„Gold. l24— 124 50 dto, in 50 „ „ < >/, °/u 1^0 >os 50 bto, in 5a „ ,, ««/„ , 94'7b 95-25 blo PrämicnSchulbverfch,3<>/<, 98'- 98-50 Ocst, Hypothelenbanl I0j.5>/»"/<> 101 — -^ — Oeft.ung Ban! verl. 5 °/^ , . i»3 - »«» üt, dlo, „ < >/, "u . 101-üo lOi »l. bto, „ 4"/n . . «»-— L9!'<> ling. allg. Vobencrebit'Actienges. in Pest in I, l»39 verl.5 V,°/a la2-75 I08-so Priorltäts ^ Obligationen (für 1«» fi.) «tlifabelh'Weftbalin l, «miftion 114 80 /Ik— FerbiNllnbs-Norbbahn in Silb, io«-5c ic? - ssran,,Iosefl, . 100-89 loi'io Oesteir. Norwefibahn .... io»-5o iu»-9a Siebenbürgei......»»20 9g su Geld, Ware Ctautsbahn 1, Emission , , 197-25------- Südbahn » 3 "/„......1L2-7L 1»» 25 ,, i^ 5«/°......12? 50 126 25 Ung «galiz. Nahn.....9s«n »9-70 Diverse llofe (per Stück) Credltlosc I0N fi...... 176 — 17850 Nilnslirchen-Aarcser(tis,Luafl.S. —>— — — Gal,.Äarl Lubwig-Ä.LA'fl. E«l. «4,50 244 — «raz-jtoflacher ft- > 1» 30« — Veld Wore Südbahn «ao ff. Silber , . . 1««>90 137-20 S,ld-Nordb,°Verb..V.l0llfi,2Vt. 1«» — 16» 7« Theih°Vahn 2«U st. ö, W. . . 251 — 25>'— Tramway'Ges., Vr,1?0 fl. ö. W. 19» 80 1»4'2« «Lr., neu 10« fi. 105 »5 105 70 TranSport'Gcsellschaft INO fl. . b«-— « — UnF.. . -.-^- ^,- > Nasfens.'O., Ocft. in W. la» fi. —-— _ — Trifailer Koblenw.'«'. I9»fi. . —^. ».— Devifen, Deutsche Plätze......«i>«o ai 4l London....... . 124 «0 I2L 2ll Pari«.........49 55 4» «0 Petersburg......—— — — »alnten. Ducaleu........ zgg 5»« «0-ffiaucg.Stückl:..... »-ee ,9» Silber......... —— ^._ Dentsche Meichsbanlnoten . . «l 30 »14«