Mlbacher Mmg. Nr. 272. ft..»l b«I»i. fl. » 50, ff«l »<« .^„lleNnng in« 55 l, . ,»5i«« V». .><«!» » e».; b»< 1876 Über dlt VebUbren der ,u MiI,lilr-«jNNtl!,. commlindtn sUr Zwecke der L'vlloelwülllMg bestimmlen hlluplltln, U"g der üffenlllcheu W«n> und Meßonstallen ersussen w,rd; "l. I5i7 b,t Verordnung der Miüisterisn der Iufti, und der ^'»anzen und t>e» oderlleu Viechliim^hole» vo,i, IK Olloder l87<», womil d? Veslimmunssen der tzK 8. !i > inid ^i0 der Inft'uctiou jllr da« wi,nel 2>v!>9lllchi«-I evoslienaml vom l7. Juli 185.9 (R. G. »l. Nr. l4^) lhtllwc.j. abgelwdcr« werden; "t. 128 d»e Verordnung be« Ministerium« de« ^»»s>» i» Üin-vernehmen m»t dem HandeKmilüslerium uod dcli, Ncterbau» mimsienum vom Itt. Olloliel !8?»i, !„it N' 'Her Maßregeln zur Hinlouhaltung von U»nll!ckslälle» dul/.z die Ucl'tr- ^ losinng der Ueb,l IAH die Kündmllchnug be« Fi»lluzmin,fte>mm« vom Ittlen l^ltoder I»76 Über d,e Uufi^sl»"8 dc» Hauplzollamte« Meiler Xlosi/ zu Neulte und Umwaxdlung des NebeiizoUamlcs zweiler Klasse in Schüiiblchl in lirol in ein Nebcn^ollllml n, «sier Klasse; li>0 d,e Verordnung de« Iusiizministerium« vom 17 Otlo» bfr l876, detlchsnb den Beginn drr Amlewirtlamteit de« Vczirl»gtlichlt« Vahring '» Nicdclöstnr^ch; "> l8! re« srlaß de« ssnianiminisinium« väl» 23 Ollober I«76 Uber die Nusftellung eine« Zoll- uxd Hontrol«orga>ie« »n dec H»!»,st,ll« der silchftschen jlldlausiher Slaal»bah» zu »!l.«U«r»'dol<. («llr. Zlg. Nr iiU9 vom 24 November l«7S.) '^lichtailltllcher Theil. Das neue Banlstatut. Die Lollectwnole der beiden Finanzminister a» dic , ""l liegt nunmehr im authentischen Texle vor. Die« '"be ist Wien, 51. Ollober, datiert und lautet: , «Die l. l. österreichische und die k. ungarische Re-?.'tlll„g haben sich in den, Grundsätze geemigl, daß skr °" nächste!, zehn Jahre unter prinzipieller Anerkennung ^ ^iolhwendigltil der Einheit der ^iole in den beiden "-^. .. ^— ^änderaebielen ^ur ausschließlichen Ausgabe von Oanl-noten eine übereinstimmend privilegierte vantgesellschllfl mit zwei gleichberechliglen. in Wien und Pest zu errich tenden Vantanstalten und mit einem paritätisch zu-saminenliesstzten Centralorgane krmilchligt werde, dessen Attribute jene Agenden zu umsassen haben, die aus der Einheit der Note und der Berwallung deo Vanloerniü. ge»s mit Nothwendigkeit folgen. Z»r Ausführung dieseb Grundsatzes haben zwischen den beiden Regierungen nähere Verhandlungen stattgefunden, deren Ergebnis der Entwurf eines SlatutS und eines Neglcmenlo der privilegierten österreichisch« ungarischen VaulgeseUschafl bildet. Jede der bnden Regierungen wäre geneigt, die Verleihung des neurn Privilegium« an die Äc lien gesell» schaft der privil(gie,len oslerrelchijchrn Nalionalbanl bei der legislative ,n Anlrag zu bringen. Hu diesem Sinne haben wir im Namen des t. l. oslcrreichlschen uno tö:,«glich ungarischen Ministeriums die iihrr. zuuiichst an 6uer Excellenz das Ersuchen zu richten, die gcehrle Banloireclion zur Erwägung aufzu» fovdcrn, ob die piioilrglenc österreichische Nalionalbanl berclt wärc, dlc AuSuonng des Privilegiums auf Oiund der illi Elitwurse angcschlussrnen ölatulcn und dee Negle^ ments als prioilegierlc österreichiich» ungarische Banl> geseUjchaft zu übernehincn. Als Preis für die Verlängerung — beziehungS» weise Erlheilung des Bantprioilegiums würde, auhcr dem laut tz ^> des Htalulenentwurfes in Anspruch g«» nommcncn Antheil an dem Reinerttagius, die Prolongation des unverzinslichen Darlehens von Achtzig Millionen (Hulden österreichischer Währung fur die Tauer des neuen Privilegiums in Anspruch genommen. In einem besonderen U^bcrcinlommen wird Mlgejetzt wcrdeu, in> wieweit der im tz U der Statuten für die Regierungen in Anspruch genommene Anlhei! an dcm Nemcrtikgnissl der Banlge>elljchaft zur Tilgu»» jeucr Gchuld oerwendcl werde» soll. Dic «frage, ob die Bänder der königlich ungarischen Krone zur Tilgung dieser Schuld beitragen wcrde», wird, zufolge eincö zwischen den brioen vilgilrungen getroffenen Ucbercinlomnlcns, den von den Bcltrelungstörpern beider Neichstheilc zu wählenden Deputalioneil zur Erörterung vorgelegt und sohin durch üoercinstimmlnde Gesetze grlbsl, cuentueU dem Spruche eines Schiedsgerichtes unterzogen wcrden. Wir beehren uns zu betonen, daß dir beiden Ne» gierungen aus cmc »niiglichjl be>chlelinlglc Berhaüdlung blsondcrn Werth legen inüsscn, da die Angelegenheit den parlamenlarischrn Apparat zu durchlaufen hat, und die ncue Instilnliun spättslens am 1. Juli 1u?7 ihre Thä-ligllit eröffnen soll. Die Plätze, an welchen nnt dem InSlebentreten der privilegierten österreichisch - ungarischen Vanlgesellschaft Filialen zu bestellen wären, werden vun jeder Regierung ehrftens der geehrten Vanldirecllon belangt gegeben »erden. Bezüglich eines Statuts und Reglements für das Hypo» lhelargeschüft behalten wir uns die weitere ltrvffnung vor. Indem wir der Ueberzeugung sind. daß die löbliche Vanldirection sich bei ihren Beschlüssn: von jenen Null« sichten wcrde leiten lassen, welche dle i,ohe Wichtigkeit des Oeaenstandes und dessen Bedeutung für das wirth-schaftliche Orsammtwohl erheischen, und einer von diesem Geiste getragenen Antwort vertrauensvoll entgegensehen, möchten wir noch Euer Excellenz besondere Aufmertsamleit auf die Bestimmung des § 6tz des Statutenentwurfe« lenken, wonach die Mitwirkung der privilegierten öfter-reichisch'Ungarischen Banlgrsellschaft bei Durchführung der Maßregeln zur Herstellung der Valuta in Aussicht genommen ist, worüber ein besonderes Uebereinlommen abzuschließen sein wird." Oesttrrcichijchel Michsrath. 208. Viizung des Nbgeoldnetentz«»jes. Wien, ii4. November. Die Regierui'n«liollllge über ein Gesetz, womit ein Credit von 7(X),(XX1 fl. für die officilllt Betheiligung der im Rlichsralhe vertretenen Münder »n der im Iah« l87« in Pari» stattfindenden internationalen Uu«-flellung bewilligt wird, wird in erster Lesung dem Bu^llausjchusse zugewiesen. Bci dcr hieraus fortzesetzlen Debatte üb« die Reform dlr politischen Verwaltung werden die >n« lragc Zjchol, Walderl und Gchorschwldt sowie oie Antrage dt< Ausschüsse« abgelehnt. Nad erftalteltm Berichte de» ^egitimatu»n<->uß-ichusscs wird die Wahl dee «lckerblluminister« Grasen Mann «selb an« den, Großgrundbesitze in Nleber-öfterrelch flir giltig anerkannt. Die Regierungsvorlage, betreffend den Gesetzentwurf über die Erstickung de« Beginnes der Rückzahlung«-ltrmine für die an die Stadt Ioachimslhal erfolgten ElaalSvorschüsse wird in zweiler und dritter ksung a>!gc»olnmen. Abg. Sturm beantragt, die zweite Lesung der Regierungsvorlage inbelrcfs der neuen Efecutionsordnung von der heutigen Tagesordnung abzusetzen und den Gegenstand dem Eivilplozrß.Ausschüsse zuzuweisen. Iustizminisler Dr. Glaser macht aufmerksam, daß tie Erecolionsordnung auch unabhängig von der Eioil-Prozeßordnung beschlösse!« werden kann, und wünscht, o»ß das Haus baldigst an die Berathung der Borlage gehe. «feuillctun. Die Nechnung ohne Wirth. Humorlftijche Ürzählun« von I. V. S ch m i e d l. (Fl»ll!thung., Herr ßabian ssrißauf, dem al« Obri^leilsreprä. 'knlanle., die Leitung der Ceremonien de« Tage« und "Uch die Wah! h^ zu Beglückende!, oblag, wich jedoch " dieser «ngelegenhelt von der «nsichl der GemlMdl '" Volle«ftimme ab und nahm sich die Hl "heil, Ylerm ^5"^ >>'d wie ^"' "m .»was handelle, wa« einem Mädchen B:lgnu> ^" und Borlhell gewähren konnte. Dah sie, die leiblich-^ch»»es,el. tinln solchcn Vorzug aniorechen durste, la^j ick '" btm Berwal'dlschafleoerhülll'isse, dessen Bande ^ thelich verschlingen jolllen. . Uiiamsell Gundcl bluhie zwar nicht mchr im hol« i" N"ze der ersten Jugend, auch halle sie e.nige Jahre O,f 7 »rohen Residenz gelebl, wo sie sich Vorige und r.^ungen ,u erwerben wühle, welche, gar t»e letzte. ^' "til ubrr den Blar.fs,- und E>llenh°l,z°nl der bllnl"" Dorsdirnen erh°b:n waren. Mr l°nn>e also ,o ., ,. 'tin - meinte b"r Bruder gab.an, - nicht ein- u° ."' b°ß seiner Schwerer hcule vor allen der Bor. H« ", ..Braul" ^.buhlen müsse, «uch war Mamjell dllh n ^" die!" Ueberzeugung selbst so durchdrungen. Hrut> ' ^^bem d«r Plan t.e« Grasen bekannt war, dem h«rlr° """blässig deshalb i.< den Ohren lag uno ihm im """, znr Elelllisinung leine« brüderlichln Eisn«, vom „»ugenauslratzcn" sprach, wenn die gerechte Wahl nicht sie träfc. Der Herr Bruder memtc hier eine gute Ge» leglnhelt zu finden, oe« lüstigen Hüler- und Fülleranxes und mit beiden eine« kleinen Hauskreuze« lo«zuwc,den. Darum willigte er gern ein. Glvhmeisler in der Kunst, ein X für cm U u«,d We.h aus Schwarz zu machcn, ftel ein Mißlingen seine« Plane« ihm gar nicht als mög' lich ein. Dem mit allen Ortsoerhällnisstn unbelannlen neuen HulSherrn l.eß sich ja lelchl etwa« vorspiegeln, und die dummen Buucin mußte» pftlchlichulbisssl stumm se,n, wc'm Se. Glftrll'g«,, der Hcrr Amtmann wmlie". ,pr«. chen und geboten. Zwar seh,le noch e>ne Kleinigltil zur Sache, und dies: war der Bräutigam. Abcr der muhle sich wol von selbst finde», wen,, zu dcr glüsl'chtN «u«' llcuer noch tln Summchen Buuerxjchwclh aus l^em cige «en Kasten und dlt Ehre der ;u erlangenden bll.wäger» schafl in die Mückcejchale fic»^,. Auch halle er m dltjei Hinsicht, um zwel fliegen mchei>, bereile sein Lbicyen auf Polylarp Krummbuclel, leinen würdlM ^mlsjchltivcr, gewone!,, ,l'll« mil lud» m'ssester ^rludendlzeug^ng ausgeiwulme,« wurde. Um jedoch umso sicherer oorzugehe", sanc, der Au.tman» e« sül g>i!, noch einen undern Ehrenmann für den gleichen Zweck zu gewilmln, nlil dem er ins Bündnis tllten und zwei Knoltl, schürze,» woll'e. Dieftr war t,ee ^rafr:, Kum merdienir Grcif. Einer vom gewühüliche« Schlage, desscn Anhängllchlell ouch an den besten Herrn blo« nach dem Gradmesser pfifsig berech"t>e" Eigennütze« j,ieg ot>el ftel, und bejonber« in der Ehrlichkeit schwach, sobald da» Eprichwoil: ..Otlege»hcii machl Diebe" gefahrliche Vll» juchun« bol. ^iach wenigen Worten einverstanden, trank das edle Paar Bruderschaft auf Du und Du! Dem Kammer- diener sagte der uneigennützige Antrag umsomehr zu, als er in Diebesbanden verstrickt war und ohnehin eine günstige Gelegenheit suchte, seine Holde als Ehegesponsin heimzuführen, und hier eine solche Gelegenheit wie au« den vlausN Wollen herabfiel. Natürlich hing der Hm»-mel voller Geigen. Die Erkorene, welche eben keine Miene machte, den Heiralswerber uncrhürt schmachten zu lassen, war eine gewisse Babette Zingelblume. Eine lebenslustige Brünette, nicht übel von Gesicht und Wuchs, schon in der zweiten Hälfte ihres dri/.ien Decennium«, daher einem Burschluge der Mudamlsierung unter erträglichen ttkbtnsvclhältnlssen, wie sie ihr Greif bieten konnte, durchaus nicht abgeneigt, „Man muß das Eisen sH- > den. so lange es heiß ist," pflegte fte zu sagen, und . .! war etwas zu schmiedrn. Durch die Hochschule der Erfahrung gewitzigt, welche sie in verschltdenen Bebens-Phasen, und zwar als Näherin, Wäscherin. Slicker,,'. Pxtzmachrrin und schließlich gar als Theattrprw.' ' durchgemacht halte, ließ sich von ihr erwarten, d^i ' hinlänglich geübt sei. wie man sich in den verschiedenen Händrln der Menschheit wenden und drehen müsse, um ohne Quetschung durchzukommen, kurz, eine 3«", «e für Greis wie geschaffen und für die er s>it alnu« war. -Der Klrchtag war da und die Gemeinde m»t »h.n anf dem fskien. von hohen Pappel" umgrenzten und mit Blumen bekränzte. '"" ' ' '" ^"""«S 5" Amtmanns, wo die S '" ""' "" 'md Jung. be' ..M.ch heraus, arvn^t >n . . °uf hoher, rvth 3e . ener I.lbüne. °. ^ ,'ch f^lm'iw. Schoppen und Richter «"fflrUtt" ft°"d eme einfache B°jt. d« künftige Behäller.n der über Freude und Klb entscheidenden ^ose. 2184 Vei dcr erfolgende» Abstimmung wird der Antrag' Sturm angenommen. Abg. Dr. Prombcr berichtet über die Petition n mehrerer Gemeinden in Dalmatien über die Vor» gange bei 5en dortigen Wahlen und veantragl, das Haus möge diese Petitionen der Regierung zur eingehenden Erwägung mit der Aufforderung abtreten, daß dieselbe eine Untersuchung einleite. Vci der hierüber eröffneten Debatte ergreift Graf Von da das Wort, um in h:fiigcn Worten die dalmatiner Landesregierung und den Minister des Innern wegen der angeblich vorgekommenen Unregelmäßigkeiten bei den Landlagsmahlen anzugreifen. Minister de« Innern Varon passer widerlegt die Ausführungen Genoa's, erklärt, daß er absolut nicht« zu verheimlichen cder zu beschönigen habe, und bringt so» dann einen Theil der Korrespondenz zur Verlesung, die zwischen dem Ministerium und dem Statthalter Vmou Rod ich stattgefunden hat. Illegale Vorgänge werde, wenn sie vorgekommen, der Minister ahnden. Sollten Erhebungen in Dalmatien nothwendig sein und ein Grund des Mißtrauens vorliegen, so werde der Mim fter leinen Anstand nehmen, diese Untersuchung durch eine Ministcrialcommifsion vornehmen zu lassen. Mehr lilnne Redner nicht thun ui,d mehr könne lein Minister de« Innern thun. Minister ist gerne bereit, was ihm e<»a über den Gegenstand noch bekannt wird, dem Hause mitzutheilen. l^Vravo! Vravo!) Nach längerer Debatte, an der sich die Abgeoroie-ten Graf Bonoa, Paolinooit, Dr. Oislra und sienbacher belheiligten, wird der Antrag des Aus« schufses angenommen. Schluß der Sitzung 3 Uhr 45 Minuten. Die nächste Sitzung findet Dinstag den 28. d. M. ftatt. Der Vertreter Englands auf der Conferenz. Der von der englischen Regierung zu ihrem Vertreter am Eonferenzlischc ernannte Marquis Salis« bury, dessen WM von der gesummten Presse bekannt« lich in anerkennendster Weise begrübt wurde, trat am 20. o>, begleitet von seiner Gemalin, seinen ältesten zwei Kindern, seinen vier Hilfsarbeitern, den Herreu Currie, Northcote, 5?« und Hozier, sowie einem zahlreichen Gefolge per Separatzug die Reise nach Konstanlinopel an. Nuf dem Eharing'liroß'Oahnhofe in London, vcx: wo die Abfahrt erfolgte, halle sich eine zahlreiche Menschenmenge eingefunden, welche den Marqui« mit lauten Hhecrs begrüßte. Der Zug umfaßte für die Benützung des special-Otvollmüchtigten und seiner Familie einen königlichen Galonwagen. Nach je eintägigem Aufenthalte in Pari« und Verlin, den er zu Konferenzen mit Duc D6cazes und Fülst Vismarck benutzte, traf der. feldc Hreitag abends in Wien ein, wo er gleichfalls mit dem Minister des Auswärtigen, Grafei: Anaras s y, conferiertc, um seinerzeit in Vrindisi auch noch mit Melegari, dem italienischen Minister des Auswärtigen, zusammenzutreffen. Die „Times" scheinen sich viel davon zu versprechen, daß Lard Salisbury auf seinem Nege nach Km'stautinopel Ulitnreduxgen mit den Ministern für auswärtige An. gelcgenheiten der leitenden neutralen Mächte pflegen werde. Es ist nicht unvernünftig, glaubt da« Eityblatt, voraus-zusetzen, daß auf diese Weise die Prinzip««'-, einer Verständigung hergestellt werden dürften, ehe di^ Eonferenz ihre erste Sitzung hält. Fürst Bismarcls gewohnte Frißaufs praktische Physiognomik ließ ihn erkennen, daß Herr Oreif in einer Angelegenheit, wo sich auf gute Art ein Gewinn theilen ließe, bereitwilligst die Hand zum Bunde reichen und für Zweck wie Mittel ein un> entbehrlicher Verbündeter sein würde. Er umgab ja den guten Herrn zumeist und zunächst und es ließ sich glauben, daß auf das, was und wie der Herr Leib' kammerdiener in von keinem Dritten belauschten Stunden über alle (öreignisft auf der Herrschaft berichten werde, sehr viel ankommen müsse. Mit der dreisten Zuversicht, welche geahnte Gewissensverwandschaft einstützt, ward der honette Antrag auf „halb Part" bei einer großen Flasche „Sorgenbrechers" gemacht und ohne Bedenken angenommen. Als der Amtmann mit geschraubter Würde ans dem Hause vor das Voll von Erlwiese trat. da nuschle sich in die Blicke der Alten ein halb unterdrücktes Kichern der Jungen, denn die ehrsame Gunoel erschien in affec-tierter Vauerntracht 5 I» vil^eais« ziemlich lächerlich aufgestützt, nut noch einer, die ebenfalls nicht das schien, wovon sie das NnshänaschNt» trug. und die niemand kannte, an ihrer Seite. Doch das Kichern brach in lautes Murren aus, als des Amtmanns Erklärung folgte, daß beide hier erschienenen Mädchen, vun denen Mamsell Gundel dem ganzen Orte als seine ehr- und tugendsame Schwester bekannt, die andere aber eine ebenso wolquali-ficicrte Verwandte sei, auch gerechte Ansprüche auf den Wohlthätigkeitsact des Gutsherrn hätten und um die «ussteuer der guädigen Herrschaft mitlosen würdeu. Der ^vohlachtbare Kammerdiener wurde geziemend ersucht, als «Mverwerflicher Zeuge der unparteiischen Procedur der beizuwohnen. (Fortsetzung folgt.) ^reimNth'stkeit dNrft> ih'i nicht verlassen und Lord Salis'' bury wird wahrscheinlich ohne einen Schatten von Zwei» fel über das, was Deutschland beabsichtigt, Klassen werden, und er wird imstande sein, mit ziemlicher Ge» nauigleit zu ermitteln, was in den russischen Forderungen ftfiert ist und was elastisch sein ma^. Nach der „Patrie" stellt sich Lord Salisbury zunächst die Aufgabe, den Labmetlen von Paris, Berlin und Wien die Ueber-zeuaung beizubringen, daß England eine rew defensive Politik verfolge und nur durch die herausfordernde Haltung Rußland« zu militärischen Vorkehrungen genöthigt worden sei, daß es nach wle vor lediglich auf die Erhallung des Friedens hinwirke und den grüßten Wcrlh darauf lege, dieses Ziel im Einvernehmen mit Frankreich, Deutschland und Oesterreich.Ungarn zu ver» folgen. Von hervorragendem Inlerefse ist übrigens ein Artikel de« ..Journal des D 6bals" über die Mission des Lord Salisbury. „Noch me hat vielleicht — schreibt dieses Blatt — auf einem Sendboten Groß. britanniens eine so schwere Verantwortung gelastet, aber die englische Regierung hat auch noch nie einen Mann unter der Hand gehabt, der befähigter war, den aliqe« meinen Erwartungen zu entsprechen. Wenn die öffentliche Meinung jenseits des Kanal« üb:r die Fra^e, welche die Konferenz zu lösen haben wird, vielfach gejpallen ist, so wird dagegen über die Wahl des Vertreters Englan s! nur Eine Stimme laul, und man darf wol sagen, daß ^ der Marquis v. Salisbury nichl nur mit den Vollmach ten der Regierung, sondern auch mit denen der Nation ausgerüstet ist. Die bis zur Stunde unel'lwirrburen Strähne der Wioeriprüche, der Ausflüchte, der dunklen Auslassungen der Mächte, welche den Schlitz der auf' ständischen Unterthanen der Pforte in dic Hand genom» men haben, auseinanderzumachcn, ihre Ziele mit den redlichen Absichten der englischen Regierung und den In» teressen des Weltfriedens in Einklang zu bringen, das ist oi? schwierige Aufgabe, die der Minister von Indien zu erfüllen haben wird, indem er in Konsiantinopcl im Namen des Cabinet« auf.ritt, zu dessen bedeutendsten Mitgliedern er gehört. Das Cabinet, in w:lchem Lord Beaconsfield den Vorsitz führt, die Partei, die ihm die Leitung der Geschäfte streitig macht, die Massen, welche in den Meetings die Stimme erHoden, haben sich deut« lich genug gcäußert, um lei'ie« Zweifel über die Gesin nuna eines jeden im A ere bate" wie folgt: „Die Veranlwortlichteil ist daher eine ichwcre für das Cabinet und vor allem für den hervorragenden Staatsmann, der fich nach Konstantinopel be< glvt. Möge er in der reichen B^abung seines Geistes, in dcr Sicherheit seines ScdarfblickcS, in dem Ansehen seines Charakters die Mittel finden, die b.'tbeiligtel, Interessen zu versöhnen, die entfesselten Leidenschaften zu entwaffnen und der Welt o!e Wohlthaten de« Friedens zu erhalten! In der Verfolgung dieslS cdlen Zieles wird der Marquis o. Salisbury, dessen sind wir über, zeugt, keine treueren Bundesgenossen finden, als die französische!' Bevollmächtigten." politisch»' Ucbcrjickt Ualbach, 26. November. Die neuerliche Oesamm tco nferenz der ver» fassungstreuen Abgeordneten, in welcher das Ministerium nähere Aufklärungen bezüglich des Ausgleichs mit Un> gärn ertheilen soll, ist für Montag, mittag« 12 Uhr, festgesetzt. Das Erscheinen der Minister soll in bestimmte Aussicht gestellt sein. - Bon den zehn Abgeordneten, welche das Programm der Fraction ^lene im Club der Linken einbrachten, haben nachfolgende ihren Austritt aus dem Club der Linken angemeldet: Slene, Sturm, Schaup. Hanisch, Graf Cmcmini, Proskowetz und Budig. Außerdem sind aus dem Club der Linken ausgetreten, beziehungsweise zur Fraction Sleiie übergegangen, die Abgeordneten Varon Hammer-Purgstall und Siegl. Die dalmatinischen ^andlagswahlen find l,un beendet, nachdem auch die Klasse der Höchstbesteuecten. die in Dalmatien den Glohgrundbesitz vertritt, gewühlt hat. Nach einem Telegramme aus Ragusa wurden die nationalen Candidalen Ioellio und Vranlovit gewählt. Das bisher bekannt gewordene Wahlreiullat wlist 90 sl«. vische und 7 autonomislische vandtagsabgeordnele ans. Der Gtatthilter von Böhmen Freiherr o. Weber wurde einer Meldung der „Presse" zufolge nach Wien berufen, «ngeblich hängt diese Berufung mit der Frag' d« UerwaltunaSreform zusammen. ., Der deutscht Reichstag setzte am ^.'l November t>te Berathung über da« Gesetz, betreffend das Gerichts- verfahren, fort. Der Antrag Eberly's, wornach die Ab» urthcilung über Verbrechen des Hochveiiatdls gegen Kaijcr und Reich statt an das Reichsgericht an die Schwurgerichte verwiesen «erden soll, und der Antrag Donimirsli's, in den polnischen Landestheilcn neben der deutschen auch die polnische Sprache gleichberechtigt als Gerichtssprache zuzulassen, wurden abgelehnt. Die Frage der militärischen Conducle bei civilen Leichenbegängnissen verstorbener Mitglieder der Ehren« legion ist am 23. d. in der französischen Depu« tierlentammc»- zur Erörterung gelangt. Der Minister des Innern schlug einen Compromiß Gesetzentwurf vor, welcher als dringlich anerkannt und einer Commission überwiesen wurde; man glaubt, die Krisis sei damit beseitigt. Wie aus Paris gemeldet wird, ist man dort im auswärtigen Amte sehr befriedigt von der Unterredung, welche der Duc D6cazes mit Lord Salisbury halte. Nach den Erklärungen des en g lisch cn Vertreters zu urtheilen, werde die Haltung des londoner Cabinet« nicht eine so starre sein, als man geglaubt hatte. Wir der „Temps" erfährt, hat Lord Salisbury gcäußert, er gehe nach Konstantinopcl ohne andere Gedanken, als den festen Wunsch, den Frieden zu erhalten, und sei durchaus geneigt, jeden Vorschlag zur Verbesserung dc« Loses der Chrislcn im Orient, welcher die Ausführung der Reformen sichere, ! anzunehmen, woher dirser Vorschlag auch kommen möge. ^ DaS an der lono on er Börse verbreitete Gerücht, daß Disraeli seine Demission einreichte und durch Derby ersetzt werden solle, ist unbegründet. Die ..TimeS" sir.d ermächtigt, die Nachrichten von Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Cabimtles als unrichtig zu erklären. Die elf Punkte der angeblichen ruf fischen Forderungen, welche von Wien und Pest a„S die Runde durch die Blätter machten, werden jetzt zwar als im allgemeinen den russischen Bestrebungen entsprechend be< zeichnet; allein es wird versichert, es j?i bisher keinerlei officielle russische Mittheilung an die Traclatmächle ge< llansst. welche zu der Annahme berechtige, daß man in z den elf Punlien die wirtlichen Forderungen des russischen Cabinets zu erblicken habe. Die griechische Kammer nahn, vorgestern die Gesetzvorlagen betreff« der außerordentlichen Rüstungen und der militärische!! Organisierung von ii(X),(XX1 Mann in erster Lesung an. Fürst Karl von Rumänien ist am 23. d. zur Truppeninspicierurg nach der Moldau abgereist, von !wo derselbe Montag n«ch Bukarest zurückkehrt. ! Ueber die Minislcrlrisis in Velgrao wird der j..Budapester Correspondenz" mitaetheill. der Fürst habe die Demission des Cabinel« anaenommen. es «erde aber ,'mir ein partieller Ministerwechiel stattfinden. Rist,t ^trele definitiv zurück. Gegen derselben werden mehrseitig 'jchwere Anschuldigungen erhoben, die in der nächsten s Sitzung ^e« Elupschlina Aussch.lsse« zur Eprache kommen werden. Christit soll Mmislerprästtiem und Zuvii Mi- nister des Aeußern werden. Miloi.kovi'c' bleibt '- Nächste!. tage beginnt in sämmtlichen Bezirken Serbien« eine neuerliche Aushebung vo» Rekruten, die mit Btschleu-ii- gnng zu betreiben ist und binnen vierzehn Tagen ooll< endet sein muß. Ausgehoben werden waffenfähige Männer .vom 18. bis zum 6^. Lebensjahre, besonders rüstige »mt» 'achmde Leute auch üder diese« Mter hinaus. Ein lonsla'ltilwpeler Bericht des ..Pester Lloyd" meldet, daß die türkische Infanterie auf den Stand von 5(X) vollkommen ausgerüsteten Bataillonen zu ^W Mann gebracht werden wird. Die Ordn' , schclftigte fich am 22. d. mit den, VerfasslMgSentwurfe; l die Veröffentlichung desselben ist bevorslrhend. ! EagesneuiBeilen. ! — lZur Schulbildung in Pr,ußln) Von b'N btim kanlch'lle und t»e» flloM während l»e« Lrlahltll,"« IU75/76 eingssielltln Mannschaft,» b,« preußisch,« Slaalt» wuidu dullb' schxitMch A2l Percent ohne Achulbildung befliuden Da« !ch>^' «tfte VflhllKni« er«<,h die Pioom, Posen m,l lass 14 PM"''' ^ dann folgle» Pltllßen mil tt 7«, Schlesien m,t 535. PomM"" mit 153. Wssipholen mit 100, Honnooei mit 0^4. bln mit 0 39, Gachsen mit 0 32 und SchiXwig'H"^"' 'mit 0 26 Perzent; in Laueoburg Hütten all' Schulbildung. - (Die Münchener im Vitljubtl.) Da» H°l' > brauhau», welche« seit miigel, lagen wieder eröffnet ist, "s"«! ! fich einer außerorbentlichln Frequenj. I>c>« Viler de« doll'ü" ! Viere« lammt aus 24 Pseimige zu stehen. - Die Mafim'lill"«' ^ Vlauerti, berühmt durch ..Veileilgade" eine» frostige«, gesunden ^ Viere», muhte vorigen Eonntag infolge de« zu großen Vier» cansum« - auf acht Tage geschlossen werden, »m Schluhtage waren die großen Lokalitäten genannt« «laue«i übervoll >"'d «and da» Publilum °«f den Treppen und K«"g,n, um s'ü ""ü !nach Vlügllchteit gUtl'ch ,u thun. Die Mallmüi«»«.'»"»"", soll pro Ta, buich'chmllilch 200 2'mer «rbr^ichl h«i,e„ - (Die Pserdeseuche i„ «ay""" > 5i, Pl«^"« dauert noch immer soll, w,rd ab« bald ihr um unter 10 Pfd St, in den Galtcl steigt, so ergibt d»s die acceptable Summe von 6000 Pfd. st., nicht gerechnet bie höhere Tare, die er i» Siezesfalle und al» Extrahonorar bekommt. - (Nie«lramps.) Vor einigen Tagen ereignete sich m ^«li» ,in pathologisch lulerefsanler Fall. Li» junge« Mädchen wurde plötzlich von e>!>em so heftigen und nicht aufhören wollende!, N'efen befallen, daß man genöthigt war, zwei Aerzte herbei. lUholen, welche. unge«chtel e^ergifcher Oegenmitlel. dem Uebel '»chl wehren konnten. Nach zmöüfillndigen, unaufhörlichen Niesen befand sich da« arme Kind ,n einem entsehllchen Zustande, die 5u«'n li,,,n ,u« ihren Hohlen und lieselnder Schweiß bedeckte 'hlen ganzen Körper. Velfuche, sie mit Chloroform einzuschläfern, >>«ltll nur einen volllbelgehenden Erfolg, und fcyliehlich erneuerte !^ch dos liefen nur noch in stärkerem Maße. Endlich gelang e« ein«« jungen Arzte, nachdcm die Patientin !i? stunden die lchrtlll,chste,i Qualen erduldet, durch talte« Wasser, welche» auf verschiedene Ve'se während 3'/, Stunden angewendet wurde, da« Uebel anschalten. Die ssranle >st zwar noch sehr schwach, doch »»her Glfahl. Linen ähnliche» Fall erzählt der englische Nrz' ^genlee in seinen nachgelassenen Schriften oon einer Frau au« ber Umgegend von Edinburgh, welche einige Tage nach einti l'emiich schweren Entbindung einen llhulichen NieSlrampl hatte ^nd binnen wenigen Stunden ltstickte, -> (Feuer i m I h e » t e r.) Die neuesten »menlanischen ^'chtichitu bringe» Einzelheiten llber den Tod von l!< Menschen l° ein,» chinesilchen Ihlalel zu San-Franci««. Mehl al« 3000 Chinesen waren anwesend, dagegen nur zwe, odir drei Weih,. Um ^ Uhr fing durch eine Cigarre „ne M«lte »uf d r «Vallerie blU" Nun begann e,n unglaubliche« Hinausdrängen. Di; mas-^°' Th^ltt ftürz'e ein. de«gllichs„ die Treppe. Die Schaufp'cler ^'U<>, (fonbtlbarel.. aber gll!ckl,chelwe,ft) weiter und beruhigten ^'' «l.ne die Ulsoche de» »ufiuh,» zu lexnen. einen Th'il der ^t/unimlmig. Die Pol>lt< erschien und schasste gewaltsam Ruhe ^a« gefillchtetc Älemenl war ohne Schwierigkeit durch einen "»»'gen Mann gelöscht »orden. ___________ fokales. — (Mlt Sepallllj» g durchgereist) Hente nacht« passierte der Vertreter Englands an der bevorstehenden Conferen, 'n »onstanlinopel. Marqui« of Sal, «bury, auf feiner «te,,e von Wien nach Tnest mittelst Separatzugee die Station laibach. In seiner Oesellschaft befanden sich seine Gemalin. !'w ältester Soh" (Viscount Hranburnl). sc.ne Tochter m,d vier ^kndlsch°st«,ecrelllre. nebst mehreren Hitt«t,e°mten und Dienern, ^ „nzen ,k Personm. Der lünigliche «°'sch°sler reist von Tr.cst °"»nil einem Krtiadampsboole de« ästcrreichifch-ungarischen^op ^ Konftautinopel. . , «,« — ( « r ° i n i s ch e r O r n n b e n l! a st u n g « f ° n d.) Alt' ^ I°hre«fubd,n".u Pt° '«77 fur de» Osundentl°flung«,ond ,n 'r°in wurde der Velra, v°n ,75.(M fi,. dagegen °I, ver-i""!ichti Vorschuß im Lilra^ldinarium der Betrag v°u 90.000 Gulden in den Vudgetvoraxschlag einzustellen beschlossen. -(Oeldumwech«lung) Um jedem Mangel an 6'll>.r,che,demUn»e »b^nhelftn. wurde die VelfUgxng soffen, daß mchl nur bei dem ranbe«zahl°mll in l'aibach. fin-blln auch bei allen Stcuerämtern in Krain und dem Haupt-Ülueiouu, ,n Nudolf«weilh. mit «lleiniger Nu«n»hme de» Haupt» ^Ueramle« in ^aibnch. S, bcilcheidemUilzc in beliebigen Vrlrllgen "n Umwech«lung«wege gegen Staat«, oder Vanlnolm hintan» «'»'den wird " (Die nlue steicheftrahtnbrttckl Über den ^»Nlelfluß.j «m 2ii. d. M. fond die eommiss'onell, Vel». ^Utlgzprobe der neuen eisernen «tich«sts°Kenbr»!Äe uber den ^'nlerfinh auf der nilchfl it r a i n b n r g umgelegten zlanlelstlohs ^"'. be, welcher inleiessanten technischen «m!«handlung auch der ^ btrr ^«,ndt«plüstdenl Nüter v. W , dm ° nn jugegen war und tun, Schlüsse dtlselben di, Possage «ber diese, dem «erlehr nun-""^l ub,r,,l,tne neue Strahl und Vllicke eröffn,»,. In diesem ^luß,n. und «luckenbau. welcher unter der OberbauleNung de« ''l- Vauiathe« und Vorstand,» ve« technischen ^llnd,«l,g!trun<,«> ^epallemtnt« «arl Pompe und der Bauleitung und ^ola!» ^lptctlon d« l. l. Ingenlmre llourab Grimm und Wilhelin °up» zur »«»sllh'ung lam, h°l Klam eine« ber schönsten ^"d luhufitn Werke der Techn'l ,sh»»tn. durch welche« nicht nur .' ^t> bestehend» lebenOgffahrliche Passag, »,'s der alten steilen ^ '"h'nfiltlle vollständig befemg' ist, sondern welche« °uch der '"""'''chtn Umgebung Krainburg« zur besonderen Z,eide ge. ^""' e, h ' ^" Dielenbelag b,s ssah.bahn »0.000 »il°«ramm. l»« ^Uatzt». ^l""'pl°b» aufgele,«, V«!astu°g«m°l,ri»le beling prr ">ttn 46ft «llogramm, die »nfgellgt, Vefammtbelaftung fomit N3,!'?0 ltllogramm. Die Llnsenlnng der drei Trag» wände >n der M'tle der Vrucke, »ilhrend dlesl i,'»ft eine volle Slunde darauf ,uhle, „reichte bei den beiden »nßeren TrogwUn. den nur 20 Millimeter, bei der mittleren nur I«. wllhrend 52 M>ll>m,l,r technisch zulllfs,g gewesln wären. Da« während der Velllstnnq schwebende Vesammlgewlcht betrug zl13,!<7l Kilogramme. Nachdem da« Velaftung«maleria!e «„der von der «ruckensahrbahn befeitigt worden war, erhob sich die Visenconstruction der Vrlllte »icder haarscharf in ihre Lage vor der Velaftnng. lll und 2isengl<ß»rel Nndrih in Vraz, bewirll worden. — <itcclion«mitglleber sowie der Reltnung»rev>den« bacher Slabtmagistrale» fordert alle in den Jahren 1«üb, 1^56 und 1857 geborenen Jünglinge auf, sich ai>. läßlich der im Frühjahre 1877 stattfindenden Assentierung im i'nuse de« Monate« Dezembcr im magistrotlichen Vfpedlle zu melde«. Die nicht nach kaibach zuständigen Stellung«pftlchle « r aphenfiationen,) Die l, l. Telcgraphrndirection in Trieft ersucht uns mitzutheilen, daß die Nahn' Telegiaphrnstalionen der »ßiianer Slaulsbahneu: Helpelje, itozina, Podgvlje, Vlalllovil', Pinguenle, Nozzo, i.'npo. glava, llriouglie, Mllttrbmg.P'silio. St. Pielro in Selua, Lan» sanaio, Zabronie, Pola, Sosstch, Movigno am 1. Dezeulber l. I, fur Slaals' und Pnvatcoiirjpondrnz mit beschrünltcm Tagdienfte eldfillkl weiden. Die Station Dlgnano der odged.chtcn »ahn ist bereiiS am ^3. l, M. zum letzten, Zwecke ebenfalls mit beschränllem Tagdienfte ervfsnel worden. .-(.Neue illustrierte Z e i l u n g ") Nr. 4« bringt »ach'ftehende Illustrationen: ^'ord !l. Nach dem gleichnamigen Oemälde ans Holz gezeichnet von »b. Ol'e'mllllner. ^ O'lar N.. König v°» Schweben. — Sophie, K0<"»'n von Schweden. - Vüder au« »lt.Wien. »uf Hol, gezeichnet von H. StrUyl. - Da» en. Von Albert Ilg. — -D" Klussiln der Malerei/ von »«lduin Vrollel. -- Die letzten fchünen T°ge. — Der blind, F rcl im noimal,» «luge. Von Dr. Hovlu« ^uu. — Schloß Lhillon - Vor hund,ll Jahren. — Da« Copiteihau« der Lhri. stue,»ter zu Thomar in Portugal. ^ Uiadelig. «oman von V M. Kapri. ^oltssyung) ^ H««y Elliot. — Da« schwedische Kön'ß«p»ar. — Wmterlandschast. ^ Kleine Chronil, — Schach, «össelsprung ~ ,l'r 'n, im Adagio be« Rass'lchen Concerte» sowie in de liede" eigener Composition und im Lo«mann'schen in vorthellhaflefter Wclse in den Vordergrund. Slucmijche Hervolrufe folgten allen Vortragen des Herin Kretschmann. Fräulein Karoline vock. ein Mitglied u«ssle» Damen, chor», trat zum erstenmale al» Solistin, und z»»r «ll« kieder-sänl,erin vor die Gesellschaft S»e sang zwei Hillet'fche z.',ebee und ein Lied von veil. D», sichtliche Vefangenheit. d»e beim ersten «luflrclen einer Solistin so nalUrllch >st, hinderle mchl da» Fiä«. lein, die welche, schöne Stimme, ihre deutliche Vu»sprach,, fon», b,e Innigleit de« Vortrage» zur b«utb»lsn «Veltung zu bringen. Mehrfache Hervorrufe und rauschender Veifall lohnten d>» l>istnng d,r Sängerin. W«r constolleren m»l VergnUgen, bah die ne„ Solistin eine Schülerin de« ,s Symphonie von modert S ch u » mann Wir sagen ein Ereign»«, da Robert Schumann, der ae» wollig, musilalisch, Deni>r, unseren Concertprogrammen bisher fast ungebührlich s,rn gestanden ist. „Manfred," „Der «ose Pilgerfahrt," du« Klavierconcert in ^-moli, das Requiem sUl Mignon, da« PianosortequiNlclt, da« Streichquartett »n f ^ur. einige rlei» nere Klavierpiecen, Chöre und bieder sind alles, wa« un« b>»h,r von Schnmann geboten wurde Wir haben e» dnher »ufrlchttg b,grllßl. bah un« Schumann einmal in einem feiner grandiose» Werte zu «Vehi)r gebracht wurde Und wi» herrlich ist diese Symphonic I Die nnerfchüpstiche Tieje und Kull, de« Gemüthe», die reiche Phantasie, der phantastische Zug feine« Wesen« leuchten auch au« d,esem Werle herau«. Schon der Eingang be« ersten Satze» ist von so gewültiger Wirlung, daß mau e« sofort fühlt,, da« eft Veethoven» » l'»>!»n Tacte zu früh e,n. wodurch in den Schluß ei einriß, sonst wUrben wir die llnssuhrung de« ' . !l tabello« nennen können, lluch der zweite Satz mil seinen vustecen Motiven wurde ftimmungovpl! g'drcich', im Scherzo hätten wir a.lohsll Feinheit, ein zar!?'' besonder« der ^ slimiüs», gswuüschl, e« pu! ,?uer, die Färblil in zu blasser Tinte gehalten, ^ugegku »oal der letzte Satz lriiflig und präcife. Dieser »lste, w«r dur^r: wo! !ali'! Vllflich, Schumonn vorzuführen, »ird h< > > < bleilifli, <»nd wir behallel! u«» vor, b,< r «Veleaenheit uii« llber Schumann« Ved,» - 21/ufll t,e» wf,!,rri uu»,ulassen, den» wir hegen be„ l. Wunsch, die werte birfe« »wuiidelbareu Dtchier« iu tc...^,, li,! «ttrrstäudn,ss, unsere« Publikum« näher gebrocht zu sehen Theater. l^ll) Fräulein Mathilde Singer beendet, ihr t3c,s!?diel gestern endgiltig »l« „Hrnrielle" in ber Sch< „Die beiden W a i f? n ," nachdem sie Freitag Suldou'« ,l^ n l e l S a m" und Sun>»tau. in drei l!> ansgelicten war, Sie pill>i,<„rle sich n» alle» drei ll ouch fchon in „Andrea," al« eine lou>! >> f,hl jchl, !i>il!le!n au»gesiatle!e Schauspielerin, i, ihie lümn t'eifiungen vom stet» zablreich eischisneüri! u»> vlidieiilem Vflfall anfgenommen, ^, ftlMMte« Uiiheil fällen, ,n welcher Rolle ».»» ^iuu,^» ^,i ^er am besten o/fiel, ober viclMlhi, welche» Eenre >hl am besteu an-steht, fo glauben wir wol d,e leicht «efchlirzle, ob emopllischc ober amerikanische Welldame al« b»l eigentliche Fach unsere« l^afte« bezeichne» zu muffen. Wie wir scho» »eullch erwähnten, hat eben in ,lanet>u „Sarah" « llnwendung gebrocht. Saiah, di, Nichte Onl'l Sam», ist eine Jungfrau >ci ame-r>ia»,ische,! Vlyl, die Über ihr, «ubeter ein C^nlocorreul in c,y,i Form jUhrt, die ihren neuesten Vtlehrer, der al« Franzose s> hüllte« Interesse Hot, fogar »»>»» l»^i,l! mlüen au» lustigen Thssgffellfchast entfuhrt oder vielmehr zwingt, n>i> ,^i abzuieifen, ,hm jedoch, foblild er nach feinen sialijysifchen Oiunc» fätz.n oon den durch diefe» lveoebmen vetmeo.tlich erwoid'nen R chleu «Veblauch machen will, eulflieht und bad,, ii!>,s t"r, V». danken, dl^ß sie sich verliebt habe ultt Pfl^chlenroUistoi! zwischen der ,ben »l, ^elden!chafl und zwischen den amenl i'sbenoglllck und alibelen »il>n»>»!!l!i, hsits» geräth. bei der endlich doch b»? ^ca'.u!. üt,e,l dle l. obsiegt, Fräulein Singer hat di»>."-"'' mengefehte Mojailrolle gan^ gebUh't aber auch da» V,^,<>,„, i,' Komödie von Kaidou au! unserer » noch oi,l hoher ang,<»'." n^>^.. -baben, denn ein an l rillMisch,» ^'ebensbilt ^ _...., ..,,«, . ,.- m,iljamle,l in der Scen-rie w,e > "" "" „Qnl,l Sam" Freitag z»l>.«,,.... «benso packend. w,e < ^ ' " » '' °!« «E'.se« ,n dem a,td^........ , . . . ""«.f."^ Müller- ,.Im W°rl,,°l»n e.fier K' °' '' ""'. fi, ouch von Herrn ft l, tz , ch , ,l«n,,nd »cc.mp»»""' wur°,^ tz.äulein Ginger solute °»ch '»' «"^'' ^"M,'..e.< ,nd,m fie durchweg, eme üuhe.st «bwech.lun°«ls'ch' und prachlvolle T°.- '"" ."«mSch.usse nnsere. «""'" '^" «'' d« V°N««°, au« d«h ,« mö° ,ch !,'" "'ß'- ^""'"" ^'" »^ »U l'N«« we.lern G^ie.'.« b..j» v.'s" ,« ginnen. 2186 Aus dem Verichtssaale. (Schluß.) Uudslsswerth, 16 November. Josef Slrobnt war in d« fraglichen Zeit beim Johann Iablar al« »necht bedienftet, trut zu Johann, 1875 au« dem Dienste au« und begab sich nach Kroatien aus «rbeit. Ul« er im heurigen Frühjahr au« Kroatien znrücklehrte nnd von der inzwischen erfolgten Verurtheiluug de« Johann «untarii reden HUrte. the,lte er diesem mtt. daß er zu« gegen war, »l« sich Johann und Maria Hablar und Franz Oorenc mit Joses Zablar dahin besprachen, daß sie den Kunlarii be, Ve> richt llagen werden, baß er den Iablar auf der Weide angeschossen nnd ihm die Wunde am Fuße, die jedoch nur von einer Vlase (crm m»nur) herrührte, beigebracht habe, wobei Vorenc zur Velräftigung der zu erstattenden Anzeige ein Schrotllorn herbeischaffte. «uf Tiund dieser »ngaben erstattete Kuntari! beim l. f. Vezirlsgerichte kandstraß die Strafanzeige gegen Johann Hablor und Venofsen wegen Verbrechen« de« Vetruge« durch falsche Zeugenaussagen vor Gericht, und da der gerichtlich uer« nommene Josef Strobut obigen Sachoerhall bestätigte, wurden über «ntrag der l. l. Sta»l«aum»ltlchast gegen die ««anzeigten die Vorerhebungen eingeleitet, zugleich aber die Lollusion«hast verhängt. Schon bei d«r zweiten gerichtlichen Einvernehmung am 1b und 16. Iul» l. I. beim l. t. Vezlilsgcrichte Landftraß haben Georg Sesina und Josef Habtar gestanden, daß sie gegen Kuntarii ein« falsche Nnzcigt erst«ttet und bei Gericht em falsche« Zeugnis ab» geleqt haben, da e« nicht wahr sei. daß sie von ihm angeschossen worden wären, ebenso gaben Johann Zablar und Maria ^ablar zu, daß e« »hnen belannt wa?, daß die «eschulbigung de« Kunlar i erdichtet sei. und daß >ie Berletzung de« Iohanu Zablar nur von einem Fußgeschmllr herrUhre, daß sie aber doch dlcsen und Oeorg Sesina zum Vezlrl«arzle Hlver w'grn Erlangung eine« äiztlichen Zeugnisse« und sohin zum t. l. Krei«ger,chte nach Rudalfewerlh zur Anbringung der Strafanzeige begleltet und dieselben unter» weg« uliterrichlet haben, be« Gesicht auszusagen, daß sie Kuntarii durch einen Schuß oerlehte. — Dagegen stellte Franz Gorenc jede ««lheiligung an der von Joses Slrobut bestäligte» Verab» redung behuf« Erstattung einer salschen gerichtlichen Anzeige in Abrede. — Au« den vorliegenden Geständnissen ergab sich auch gegen den Johann KrHma» der Verdacht, daß er be, Gericht falsch »««gesagt habe. Die t. l. Staat«»nwallschast erblickte in der Thathandlung be« Georg Sesma, Joses Zablar und Johann ltrizman den Thatbestand de« Verbrechen« de« Vclrugls nach 5§ 197 und 199 lit. , St. G,, welche Handlung jedoch den beiden letzteren wegen ihre« Alter« unter 14 Jahren al« Uebertretung nach §§ ?37 und 363 lii. , St. G. anzurechnen lommt; — und in der Ihathand» lung be« Johann Hablar, der Maria Iablar und de« strunz Gorenc da« Verbrechen der Unschuld am Vetruge nach §§ 5. und 199 l»t, » St G. — Vei der gerichtlichen «inverliehmung am 15, und 16. Juli l. I. haben aber V:org Sejixa, Josef Zablar, Johann Habtar und Maria Hablar ihrem Geständnisse noch beigefügt, daß der Nachbar Ignaz Kr^man an der Sache schuld s«,, indem er sie und die ganze Hablar'sche Familie beredete, gegen Kunlarit eine falsche Anzeige einzubringen und bei Gericht »«»zusagen, daß Kuntarii die Hirten angeschosseu habe. Zufolge dieser Angaben wurde auch Ignaz Kl>zman wegen Mitschuld am Verbrechen de« Vetruge« in die Untersuchung gezogen und oeryastet. Im Laufe der Untersuchung aber haben Georg Sesina, Josef, Johann und Maria Hablar '»lest Anschuldigung widerrufen und ausdrllcllich angegeben, daß sie erdichtet sei. — Da aber diese salfche Veschuldigung zum Anlasse gerichtlicher Untersuchung«« Handlungen wegen Verbrechen« des sclruge« gegen Ignaz Krij» man diente, so erblickte die l. l. Staatsanwaltschaft in der Thal» Handlung den Ihalbestand de« Verbrechen« der Verleumdung nach §H 209 St, G., welche Lhal dem Josef Zablar wegen seiner Un. Mündigkeit al« Ueberlretung n»ch §K 237 und 269 lit » St. G. imputiert wird. lie k. l. Staatsanwaltschaft erhob nun die NnNage gegen Veorg Sesin» wegen Verbrechen« des Velruge« und der Ver» lenmdung «ach §§ 197. 199 I.l. «. und 209 St. G.. gegen Johann Iablar und Maria Zablar wegen Mitschuld an dem Verbrechen d«s Vetruge« und wegen Verbrechen« der Verl:umbung nach 8§ 5, 197, 193 lit. «. nnd 209 St. G.. nnd gegen Franz Gorenc »egen Mitschuld am Verbrechen be« Vetruge« nach §H 5). 197 nnd 199 lit. , St. G., und es wurde »u die Hauptverhandlung auch die dem Joses Zabtar und Johann Kti^mann zur Last ge» legte Uebertretung nach §3 l99 lit. , und rücksichtlich 88 209. 237 und 269 lit,, St. G. einbezogen. «ei der Hauploerhandlung am 16. d. M. hat sich der der Anklage zugrunde liegende Sachverhalt insoweit geändert, daß der Zeuge Joses Slrobul au« eigener Wahrnehmung nicht zu bestätigen vermochte, daß Franz Gorenc mit den Angeklagten wegen Erstattung der salschen Anzeige gegen Kuntarii die Ver« «bredung getroffen und zur «cliäjllgung derselben em Schrot» körn herbeigeschafft hätte, indem brr Zeuge dies? Umstände von den Habtar'schen Leuten selbst erfahren zu haben angibt. — Der Angeklagte Johann KriHman legte ein umfassende« Geständnis dah«n ab. daß er gegen Kuntarii ein falfche« Zeugni« abgelegt, und versicherte wiedetholl, daß ihn dazu die Anznger und jetzigen Mitangeklagten verleitet haben. Dagegen verhielt sich der Angellagle Ftanz Goreuc leugnend, und ebenso haben die llbria/n Nngellag» ten Georg SeHina. Ioics, Johann und Maria Zablar ,hr in der Voruntersuchung abgelegte« Zug?st.indni«, mit Ausnahme der fal« lchen Beschuldigung del Ignaz Krijman, vollständig widerrusen und al« Grund dessen angesuhrt, daß es ihnen bei Ablegung de« Glsiändüisse« nur darum zu thun war, um aus der Hast herauszukommen. Allem abgesehen davon, daß die genannten Angeklagten lei> nen stichhaltige» Grund für den Widerruf ihre« Geständnisse« vorbringen lonnten und auch durch die Aussage be« geständigen Angeklagten Johann llrijman belastet wurden, lauteten d,e be, schworenen Aussagen der Zeugen Johann Kuntarii, Jobann Sla» vii und Josef Slrobul so bestimmt, daß der die Anllage verlre-ttnoe t. l. StaatSlllimalts.Subftitut Dr. Ga l l6 dieselbe ,m vollen Umfange aufrecht hielt und die Verurlheilung sämmtlicher Ange« klagten im Sinne der Anllage beantragte. Der Gerichtshof erlannte auf Freisprechung de« Angeklagten Franz Gorenc. im übrigen trat er den Anschauungen der Staatsbehörde in allen Punkten bei und verurtheille »ach den Naatsanwllltlichen Anträgen den Johann Zabtar zu achtzehn-manatlichem, die Maria Hablar zu sechzehnmonatlichem, den Georg Sesina zu sechsmonatlichem mit je einem Fasten inunat» lich verschärften schweren Keiler, und den Josef Zablar und Johann Kl'öman zur Perschließung an einem abgesonderten ^erwahrungsorte, de« erstere» in der Dauer von tlnem Monate und de« letzteren durch sech« Tage. NeueNe M (Original-Telegramme der „Laib. Zeitung.") Wie«, 26. November. Salisbury empfing vormit, tags den Besuch des Grafen Andrassy und reiste dann mit einem Eilzuge der Südbahn ab. Uagnsa, 26. November. Der russische Consul Ionin wurde telegraphisch nach Petersburg berufen und ist unverzüglich dorthin abgereist. — Der Insurgentenchef Music, auf österreichischem Gebiet betreten, wurde verhaftet und nach Slano escorliert. London, 26. November. Rußland soll auf der Conferenz die Occupationsmodalitäten bestimmt formu» lieren wollen und nicht abgeneigt sein, einige der für die Besetzung Syriens durch Frankreich im Jahre 186(1 festgestellten Bestimmungen zu adoptieren. Wien, 25. November. (Gr. Tagespost.) Lord Sa« lisbury wurde um 2 Uhr vom Kaiser in halbstündiger Audienz empfangen und conferierte mit dem Grafen An» drassy von halb 3 bis halb 6 Uhr. Um 6 Uhr fand die Hoftafel statt, an welcher Lord Salisbury sammt seinen Secrelüren, der Botschafter Buchanan mit dem Vot> schaftspersonale sowie die Minister Nndrassy, Nuerspera, Vylandt und Hofmann lheilnahmen. Abends ist eine Soir6e bei Buchanan zu Ehien Salisbury's. Die Nb» reise Salisbury's erfolgt morgen um I Uhr 30 Minuten mit einem Separatzuge der Südbahn nach Florenz. Wien, 25. November. England soll einc Besetzung Bulgarien« durch Ruhland nicht weiter widerstreben, wenn dieselbe begrenzt und Rußland sich feierlichst ver. pflichten würde, sich nach Erfüllung seiner Mission zu< rückzuziehen. Linz. 2b. November. (N. Wr. Tgbl.) Infolge eines Gerüchtes von einem heute bevorstehenden Bier-Krawall gegen die Brauer Gebrüder Hatschel wegen Preiserhöhung des Bieres ist Militär consigniert und Sicherheitswache in Bereitschaft. Petersburg. 25. November. Vei der auf den 18. November ausgeschriebenen Subscription auf die vierte Emission von 100 Millionen Rubeln in fünfper. zentigen Banlbillets wurde in Petersburg und Moskau allein schon der Betrag überzeichnet, die bei den Prooin. zialstellen erfolgten Zeichnungen liegen noch nicht vor. Konstantinopel, 24. November. Die Pforte bereitet ein Rundschreiben vor, in welchem sie Rußland für den Ausbruch eines Kriege« verantwortlich macht, nachdem fte selbst Proben von ihrer Nachgiebigkeit gege-ben habe. Calcutta, 2b. November. Der Bericht de« Gou» verneurs von Bengalen über feine Reise durch das vom Typhon verheerte Territorium veranschlagt die umgetan», menen Personen auf 2 1 5, 0 0 0. Telegraphischer Wechselcours oom 25. November Papier - Rente 6l 15. Silber - Rente l',6K0. — 1860er Slaate-Anlehen l(ib50 — Vanl Äctien ftii5' . , — Silber ,12 80. K. l. Miin,-«)«. laten5W. Älapoleon«d'or 10 I-'. — !«»'Ueichsmllll liii 20, Handel und WolkswirUchastliches. Lalbach, 25. November. Nuf dem heutigen Marlte sind er» schienen: 14 Wagen mit Getreide, 5 Nagen mit Heu und Stroh, 20 Wagen mit Holz. ______________Durchschnitt«,Preise.__________^^ «lt.. m,,.., vlll.. «Ns»^ fi. fl. st.itl.l! fi, kr. !l.!k. Weizen pr.H80->- Korn « 6 50 6 67 Gier pr. Stllck - 3------ Gerste ., 5 4 5 20 Milch pr. üiler - 7-------> Hafer „ 3 57 4 13 Rindfleisch pr.Hlgr. - 48------- Halbfrucht „ -------7 ztalbfieisch ^ -58-^ Heiden ^ 6 1 6 90 Tchweinesieisch „ — 54------- Hirse „ 5 85 5 30 Schöpsenfleisch „ - 27 - - Kuluruh « 6 82 6 66 Hähndel pr Stück — 85 -^ Eldäpfel100Kilogr. 3 75 Tauben « _.,?-- linsen Heltoliler 13----------- Heu(neu)I00«ilog. 3 5—- Erbsen . 12------------ Stroh « 8 5 — Fisolen „ 10 5<) ^ ^ Holz, hart., pr. vie, Rindeschmalz Hlgr. - 96 Q.-Meter------- 9 - Tchweineschmalz „ -82-------—weiche«. «-------6 — Speck, frisch , ^ 66 _ W«ln,rolh..I00ril.-------24 — — gerlluchert « — >75i ! — weißer. .. — 20 — Verstorbene. Den 18. November. Johann Olorn. hadernsamm» lerölind, I I. II Mon., Stadtwaldfiraße Nr. I I, Durchfall. — Johann Selan. Hausbesitzer, 71 Jahre, Tirnauvoiftad! Nr, 15, Altersschwäche. - Iosesa Scheme, Privale. 80 I.. »ega»asse Nr. 9. Vruftwafsersucht, — Maria Nupnil. Inwohnerin. 72 I, Llvilspital, Lungenentzündung. Den N», November. Martin Voc. Arbeiter. 50I., Ltoil« spital, 5'ungentuberculose. Den >"!' spital, Altersschwäche. «ugustin Waide. Oberconducleursjohn, 14 ^.. «ahnhofgasse Nr, N1. Vehirnlähmunq. — Johann Pa»l Suppantschitsch, gewes. Handelsmann, 95 I., Karlftädlerss atze Nr. 15, Erscbüpfung der Kräfte. - Joses Perz. Tischler, 33 I. Livilspital, ^'ungentuberculose. Den 22. November, Theresia »raöii, Arbeiter« 9 > «d 739..z - 2, windstill Nebel Den 25. und 26. d, M, fortwährend Nebel, mora/n« «n» abend« schr dicht. Da« vorgestriae T»ge«m,ttsl der Tsmpera«"' — 07», da« geslrige — 2 l», beziehung«welfe um 33 und 4'6 üiitkl dem Normale. «;?rai,tmnrl<,ch't M,t>ac»,nl! Oliomar «amhe»-!). Verlobungs-Anzeige. Nl« verlobte empfehlen fich Josefa Wi^lu^ und Kllolf Vjjjjcnlmltl «ludolfswerth. Wien ^ 9^l>^s^nli^rl<^k k»le«. 24. November. (I Uhr.) Die Course gestalteten sich nach einem im ganzen ziemlich leblosen Verlehre etwaö gUnstiger al« gestern. Scharfe Ruckailnae sandl" ""^ <^Vt.s«l.»^V^z^z. bti »enigen, geftern unverhältnismäßig gestiegenen Effecten, so beispielsweise bei ungarischen Losen statt. ««lb »«« «"' ) « .. l.....6160 «170 «v?«"') ««bernnte < ' ' AA «7 ^0 e«s«. 182»........«50-- «bi bO » ^........102 75 102 »b - ^U........1(,9 .. ,og ^ - I960 l8°n,t.l) ... i,5-_ i,h5o D «^ « :.....'»4- 124 25 Un,. Prllm,eu.«nl......«7 ^. ^ „ «rebit-r..........lb9-»« IK0 — «ndolfs'i! . > - - - !»k»0 1»7b Prllmieuanleben der Stadt «,«n 93^5 ^.^. D^nau^eguliernng««i.'ose . . 104 bo 10t» > Dowllnln^Pfandbriefe . . . . I^ko »40 __ oefterreichische Schahscheine. . 97M 87.^ Ung. «,,enl,«:hu.«nl. — 96— 9?,c» Ung. Schahbon« vom I. I«" »b-- »« — »ulthen d. Sladtgemeiude Wien w V. V......... 9« «»0 ?U — «rnndn»ll«ftuu«ft-cblig«ti>,«en. Vihwen..........100- ^'-- «ilderdfietreich.......10^75 10125 G»ll,«n.........82 50 8Ä — vu» «ua« Siebmbürgen.......72— 78- Temesei Vanat.......71 ^0 72 — Ungarn..........73 7350 «etle« »«» V«»le«. »«u» N«e »ngla.llfierr. Vaul.....7075 7l «redNllnfilllt........141 50 141 75, «reditanstall, nngar.....106 25 I<«50 Vscompteanßalt......650— 660 »i«t,°n°lbanl.......li«7 — «2V — Oesterr. Vaulge,>llsch»ft . . . 15« — IL4 — Unl°nb«ll ........48— 4^50 «,r,ebr«»„nl . . 77 - 7^ - Wiener Vanlvereiu bt»lO bS b^ Actle» »«« Tr»«»»,rt-U»ter»e<- «»»,e». »i<«ild»Valstl 94 50 V5> ^?a°bUV?H"""^" «« - 24.1 »erb.°»nd«.««dd»hn ' ' ,7«?^,7?!" Gallzische Karl-Lnbwig.vahn . 200 — 200 50 Kaschau-Oderberger «ohn . . 86 8650 LtN'belll-E<,rnowihe? Vahn . 110— III - Lloyo.chlsellsch. .... 304— 3"«' - OeNerr. «ordlvessbahn ..... 117 «5 11775 Mudols«l«°hn .... I<2 - 10250 S-— — — Ungansche Norbofibabn ... 8^75 8925 Uuyailschl Oftl>«hn.....275^ 28 - Wiener Ir«n»ay.«, 97 — Ung. Vodtncrebil.Instilnl(«..».) 85 50 85 70 Vrt«rit«te» Elisabeth-«. I. Vm.....91 «5 ftl?s, Feld-Nordb in Süber los s,0 W7 Franz2I°ssph-Vahn i"» »«l^> »al. Karl.kndwiq:«.. 1 «m. . 99 ^ ^'^ 0eftni «nldm,» «ah« 8«^ ^'xs SiebenbUioer «ohn . . - 55 4" ^" , Slaatsbahn I. Vm '" »^ 5',......l»,«0 s8 Sllbdahn. «°n<.....^' .,.!«, Ung. ON«.'l,n.......56- °b« revise». «us dwtsche Pl»tz, . "25^ London, lurze Sicht '"?< «««.' London, lang« Sicht .... »86 Ib »' ^ Pari«.......... »0 ^ «el»l«?te». Dnlaten . . . . 5fl 9« tc. 5 ft- " " Nap°le°n«d'or . . «, . 0b'/. . w . 0y,l««»« 10U6»/, kis 10-07. «Uier 112 2b bi« 11240.