^26. Donnerstag, 5. Juni 1902. 121. Jahrgang. VMcher Mmg. '^ÜX ?,^."ls: Mit Poslverlei'duug: ganzjährig 3N «, halbjährig 15«. Im Kontor: „lliiz-I,„''"bMria, 1» «, ssüi die Zustellung lü« Haus ganzjährig 2 «,. — Insertlonsncbühr: ssür lleiue ^^^^"il 2, "«'? 22 «Wahrheit, vom 22. und 29. Mal 1302. 'Il' ^, '^olkszeitunss. vom 23, Mai 1902. Nl i^' ""« 26. Mai 1902. ^''" m!^ ^^ bas IX. Slücl des AandcZgesehblattes filr "gegeben und versendet. dou/p!^n^'""chmllz der l. l. Fiuanzbireltio» in Laibach ü dez , ,'Fpril 1902, Z. 8402, betreffend die Bezeichnung ^ d, ss^^'^amtes Feistritz in Krain. doni <>! "«»"'°chullN des t. t. «andesprasidenten für Krain ftoli,,,?/^" 1902. Z1t).353, mit welcher sicherhcits->vetde,, ^ ^"lchnften, betreffelid das Wetterfchießen, erlasfen " ^H^uudmachung tritt mit dem Tage der Verlautbarung "" der Rebaktion des Landesgeschblattes für Krain. "^^^^ Laibach am 5. Juni 1902. ^^ggesieNter Abdruck. Nichtamtlicher Teil. Tie Exzesse in Lemberg. ^ Wien, 3. Juni. '^cirtc ^.^^^gen, Sitzung dos Abgeordiletenhanses ?^h ^ '"üsterpräsidcnt v. Koerber, er tonne > erste ^"'^^aen Nachrichten nnr annehmen, daß "llriff „ f" so verhängnisvollen Folge,: begleitete ^ollen^ Militärabteilung die Folge eines mv ^ n,,''^"unles war, illdcln die auf dem Schützen-^3zH^numelten ohnehin erregten sinkenden Arbeiter das Herannahen der von der Uebung heimkehrenden Infanteriekompanie, die keineslvegs den Anftrag hatte, sich gegen die Arbeiter zn wenden, noch mehr aufregte, indem sie irrtümlich annahmen, das; fie ihretwegen requiriert worden sei. Die Trnppen mußten von der ^enerwaffe Gebranch machen, da sie mit Steinwürfen und Revolverschüffen attackier! wnrden, trotz gütlichen Zuredens nnd luiederholter ^lusfordernng der Polizeiorgnne die Ä.'enge nicht von der Stelle wich nnd den Steinhagel nnd die Gewalttätigkeiten fortsetzte. Insgesamt sind von ^ der Spitalspflege übergebenen Perfonen bio heute Mittag 3 gestorben, hievon 2 infolge Schnszwunden, die dritte wnrde niedergerittell. Eine Person ist in keben^ gefahr. die anderen dürften aufkommen. Zehn Hu-saren wnrden verletzt, wovon einer lebenögefährlicl,,, die iibrigen leichter. Die eingeleitete strenge Unter-snchlmg wird volle Klarheit schaffen, ob die von den Sicherheilsbehörden getroffenen Anordnungen alls-reichend nnd zweckentsprechend waren. Die Regierung bemühte sich dnrch Schaffung von Arbeitsgelegew heitcn die ökonomische Lage der ^emberger Arbeiter zu verbessern. Trotz Inangriffnahme der öffentlichen Arbeiten gährte es fort nnd es entstanden Arbeite emstellnngen, die trotz eifriger Aemühnngen der Ve-Horden nnd mehrmaliger Einflnsmahme des Statl. Halters bisher zn keinem Ergebnisse führten. Der Mi nisterftr.'isident weift die gogen die Armee gerichteten 5!engernngen der Sozialisten zurück und erklärt, die Armee stehe wahrlich zn hoch, als daß sie durch der m-tige Angriffe getroffen werden könnte. Sie erfüllt überall und jederzeit glänzend ihre Pflicht. (Lebhafte ^nstinnuung. Lärmende Zwischenrufe bei den Sozia-listen.) Die Regierung beklagt die Vorfälle wie dir Lpfer und wies die Sick^erheitsbehörden wiederholt an sich äußerster Mäßigung zn befleißen. Allein dem Maffenangriffe ans Militäraffistenz kann immer nur eine 'Nassenabwehr der Angegriffeuen entgegengestellt werden. Der Ministerpräsident wies die Ve-bördeil an, mit allein Nachdrucke ans die Beendigung dl>-' Strikes hinzuwirken und nichts außer acht zn lassen damit die Ordnung und Besonnenheit in Lem-berg wiederkehre. Die notwendige Vermehrnng der Lemberger Sicherheitswache lvird in kürzester Zcit durchgeführt werden. (Beifall.) Der Friede iu Südafrika. Das „Frelndenblatt" drückt Anerkennung für die von den Nnren bewährte Widerstandskraft und für die von den Engländern an den Tag gelegte einmütige Entfchlossenheit ans. Dadurch sei es den Engländern gelnngen, den 5lrieg als Sieger zu beenden. Ihr Lohn sei die nubeftrittene Herrschaft in Südafrika, das nnn eine nngehenre Domäne ihres Unternehmungsgeistes bildet und einer großen wirtschaftlichen Znkunft ent-gegengeht. Herren des ganzen Südens, tatsächliche Herren des ganzen Nillandes und seiner Nebenländer und im Westen Herren des nntern Niger, sind die Engländer die Mächtigstell in Afrika. Die „Nene Freie Presse" beurteilt den Friedens' schluß als volle Unterwerfung der Buren. König Eduard VII. sei fortan Herr von Transvaal und Oranje. Damit fei das Ziel erreicht, um luelches drei Jahre gerungen wurde. Mit der Anerkennung des Bönigs Eduard VII. als gesetzlichen Heli'schers ve»> schwinden die holländischen Freistaaten von der Welt» karte. Der Friedensvertrag nehme den Burghers nicht bloß ihre änßere Selbständigkeit, er gebe ihnen auch nur wenig Hoffnnng auf eiue, nationale Autonomie. Das „Nene Wiener Tagblatt" schreibt: „Es ist ein hartes Schicksal, die staatliche Unabhängigkeit ein» zubüßen. Weun aber das Bnrenlnnd als englische Kolonie allmählich zu demselben Grade der Selbstverwaltung gelangt wie Kanada, wie Australien, dcmn kann man die Politische Einbuße zweifellos als eine »linder grausame bezeichnen. Wo die englifche Fahne weht, leben freie Bürger, blüht der Handel, gedeiht der Oewerbefleiß. Vor die Alternative gestellt, durch die Fortdauer des Krieges ihrem Stamme unenneß' lichen Schaden zuzufügen oder ihrem, Lande wie ihrem Volko eineil verhältnismäßig billign: Frieden zu sichern, haben die BiMnführer das letztere und fonnt den besseren Teil erwählt." Die „Wiener Morgenzeitnng" versichert, del-Inbel über den Frieden werde ein allgemeiner sem, denn dieser Friede diene nicht nnr der Menschlichkeit, er diene, noch mehr den materiellen Interessen der arbeitenden Völker. ! Das „Vaterland" erachtet den Frieden als ei«' zigen Ausweg aus einer kaum länger, erträglichen Situation. Er werde daher beiden Teilen willkommen sein. Feuilleton. Die Gnsli. Erzählung von A.'Maranceviö. "5 ,^ (Nachdnxl verboten.) ^Schneegestöber war allen Emstes jtürmisch ^ '«o ^/r Wald rauschte und ächzte. Durch die l'>N ^U'terms flimmerten uud wirbelten feuchte '^dor?'?? und sanken dann langsam, langsam l. Der k"! tne Bahnstrecke. 5?^ yrm ^""', "n hagerer Greis, mit einem ^^mifn '^"^ leitete sich mühsam aus dem 'i^^llw.^ "l b"u er fast versuuken war, heraus ^ ^ Uch an die Barriere. In der Ferne schiin-^Al^"'dos Zuges, ti/^b^.^ wartete. Der feuchte Schnee hatte seinen '^^"d(>r s ' "ie Ohren verklebt: der Wind schlng ^^rauii. ."^ k"'^n Schafpelzes in die Höhe, ^ würd ^'schel s"ner granen Haare. Tie ^, °tidl.. ,." "Uinählich «rößer und deutlicher, die V ^'bnhii,. ^ unhörbar hei'an auf der lueichen "l^'l ^inon"^ ^'^'l "uen langen, grellen Pfiff aus, V^> M. < "^"blick das Geräusch des Sturmes '^>t> lew) eim'm Ungeheuer, polternd, rau^ ^ blitzt "M"ld, i"ate der Zug vorbei: einen Mo-X^ onn^, ^"'^teten Fenster auf, danu lmirde ^t? ^ö w .' und wieder erklang das nuendliche! ^' schri^ Ü^ ""^ ^"s Gebrause des Waldes... "t die Barriere entlang: das Mernde Licht der Laterne, schmale Lichtstrelfen auf den Schnee werfend erhellte kaum seinen Weg: da glitt er schon eilenden Schrittes all dem geflochtenen Zaun de^ Gcmüfegärtchens vorbei und beleuchtete ulln für einen Augenblick die mit einer Aastdecke beschlagene, vom Schnee fast verschüttete Tür des Wächterhäuschens. Der Alte drückte kräftig gegen tne Tür, die sich knar rend öffnete, und trat ein. Ein Flämmchen glühte bald daranf in dem Hänschen auf, und durch das Ge-henl de^> Wiudes drangen von dort her schwache, kla-gende, wehmütige Töne. Diese Töne ließ die Gutzli Es ist dies zweifelsohne das einfachste Instrument ^ der Welt denn es besteht nur aus einem dreieckigen, mit Drahtsaiten bespannten Brettchen. Wer immer da^ Gnslispiel gehört haben mag, schüttelt mißtrauisch das Hanpt und spricht der Harmonika d.'n unbedingten Vorrang 3". Ob dles darin seinen Grund bat daß die Harmonika ein lnstlges Instrument ist, ans dein mau die liederlichsten Dinge spielen kann, odcr darin daß die Gnsli wirklich ein schlechtes In-sttmnent ist, läßt jich schwer entscheiden: der Bahnwärter aber war glücklich, sie zu besitzen, und hätte sie gegen keine Reichtümer der Welt vertauscheil mögcn. Freilich, er kannte den Wert der Gnsli besser, denn alle Er liebte sie, verbrachte mit ihr seine Freistunden und teilte mit ihr sein Herzeleid. Manchesmal t'nüpfte er ein Gespräch mit ihr an. „Nun", Pflegte er dann zu sagen, die an der Wand im Ehrenwinkel hängende Gusli liebevoll betrachtend, „du bist ja ganz steif geworden nnd ver< staubt! Nun, ich werde mal sehen, werde wieder ein wenig spieleil! Soll ich, hm? Nnn, wir werden m schell!" Dann holte er sie von der Wand herab und b> sichtigte sie sorgfältigst. „Ei, dn unruhiges Kind", sprach er mit einem gutnmtigen Lächeln zur Quiute, „es ist dir gar in den ^inn gekommen, zu rosten, wie? Da schau! Ich werde dlch an ... span . . . um! So werde ich dich spannen!" ,. "^/", bim, bnnl" antwortete das „unruhige Kind klagend, so wie eine Veamtenfrau, die vor der Obrigkeit für dm Trunkenbold von Gatten Fürbitte einlegt. „Bam, bmn!" sekundierte achtunggebietend die lleine Barmte im Tone irgendeines ausgefütterten Departements-Direktors. „Bum!" ertönte Plötzlich auch ein echter, pn,-todiakonlscher Baß. Dann fingen alle Saiten an, in Beloegung zu kommen und ließen Töne vernehmen .. Die Gusli sprach. Was sprach die Gusli? Da hört es: „Alt bist du, Herr-, ach, wie alt! So alt, daß es fraglich ist, ob du !elber weißt, wie viel Jahre du zählst: ?tw" siebzig oder ueunzig gar! Seit dreißig Jahren schon ruft man dich nicht mehr Ivan Lipatiö, sondern Lipatiö schlechl-wcg: und zwanzig Jahre sind es, daß du in diesem Wächterhän5chen wohnst . . . Eine Kleinigkeit, zwanzig Jahre! Nnd wie viel Wasser ist in dieser Zeit verronnen? Wie viel Veränderungen, wie viel Kum> mer, wie viel Leid!" Laibacher Zeituna Nr. 126. 1064 5. Juni 19^ Die „Reichswehr" erklärt, die ^irende dariiber. daß es zu. eiiiem für die Bnren ehrenvollen Friedens» schlufse gekommeu ist, erstrecke sich nicht nur auf jene, die ein geschäftliches Interesse oder einen politischen Poiteil an dein Abschlüsse des Krieges haben. Die Be-friedignng dariiber sei allgemein, daß der anfrci b«.nde, heldeiünütige <>reiheitskampf der Vureu nicht vergeblich geführt wurde. Das „Tentsche Volksblatt" ist der Ansicht, daß die Buren in der Forin nachgegeben haben, nm da" wesentliche ihrer Ansprüche zu sichern. Die „Deutfche Ieitilng" meint, die Bnrenführer haben erreicht, daß die englische Negiernng viele anfänglich als unabänderlich hingestellte Bedingungen fallen ließ. Nnnmehr habe die englische Negiernng zn belveiscn, ob sie jene rechte Staat>7knnst besitze, nin ! ie Pazifikation Sudafrikas in einer Weife dmchzu führen, die imstande wäre, „einen tapferen Feind in einen braven Freund zu verwandeln." Das „Nene, Wiener Journal" stellt es als fragliä, hin, ob den Buren der Friede König Eduard VN. genüge oder annehmlich gemacht wird, ob das Ziel der Versöhnung von Holländern und Engländern dnrch ilm zu erreichen war. Anders wäre der Friede n ir rme Episode. Die „Oesterreichische Volkszcitung" inacht für den Kiieg England verantlvortlich, lvelches das Erreichte chne Krieg in absehbarer Zukunft auch auf friedlichem Wege hätte erhalten tonnen. Das „Illustr. Wr. Ex.trabl." betont, daß nun England zu zeigen haben werde, ob ihm gelingcn nnrd, seinen nenen Niltertanen ein ihres Heldentums würdiges Los zu bereiten. Geschehe das, so werden sich die Sympathien der Welt auch den Engländern wieder zuwenden. Die „Arbeiterzeituug" führt aus, es müsi'e für jeden eine tröstliche und erhebende Vorstellung sein l^as; der Krieg mit all seiner Barbarei nnn zn Ende ist. Aber wenn man den Friedensschluß vom, polit'» schl'N Gesichtspunkte aus betrachtet, werde man zugeben, daß die Beendignng de5 Kampst's, der nnn einmal leine Ansicht auf Erfolg bot, durchaus erfreulich ist. Politische Uebersicht. Laib ach, 4. Juni. Dc>5 „Neue Wieuer Tagblatt" bespricht den m.i letzten Sonntag in Prag abgehaltenen deutsch-fortschrittlichen Parteitag. In den dort gehaltenen Neden habe man nicht polemische uud leidenschaftliche Akzente vernommen, fondern es hatten Einficht und Besonnenheit, politische Klugheit und Wahrnng der Volls-Interessen das leitende Wort. Die gnte Schnle, durch welche die Tentschböhmen vier Jahrzehnte lang gegangen sind, zeitige anch in de.' nenen Generation ihre Früchte. Der Phrase nnd dec Maßlosigkeit fei der Krieg erklärt worden, ein be» gabter uud tüchtiger Führer wie Dr. Eppinger habe, das neue Geschlecht zur Arbeit gerufen. — Die „Bohemia" bezeichnet den Parteitag der Fortschrittspartei Böhmens als die erste, vielversprechende Etappe einer Wandlung, in welcher die Entschlossenheit znm Aus» drucke gelange, wieder Ordnung zu schaffen und durch die kraftvolle Vertretung der deutschfortschrittlichen »Hrunoiaue oen x?ooen snr eme ^ieoerveremignng der zersprengten Volk^elemente vorznbereiten. „Narooni Listy" nehmen den E z e ch e n - ^l l u d gegen de»r Vorwurf in Schutz, daß er durch feine Hat-tnng die Erhöhung der Diurnisten-G eh alte nnd der Witwcnbezüge verzögere. Die vorhandenen Gebahrnngs-Neberschüsse würden der Negie-rlmg die Möglichkeit bieten, diese Erhöhnng anch obne daö Erträgnis der Faln'kartenstener dnrchzufiihren. Der Widerstand der Iuugczechcn gegen diese Vorlage richte sich weniger gegen deren Inhalt alo gegen die Methode, mit welcher der Ministerpräsident deren Annahme zn erzwingen snche. Ein ministerieller Ab-solutismno dürfe nicht geduldet worden. In der am 3. d. M. abgehaltelien Sitzung der u n g a rischen TeIegati o n erklärte ^>linister Präsident v. Sz6ll, beide 'Itegiernngei: haben beschlossen, den Gesetzgebungen Vorlagen Zu unt?^ breiten, in welchen betreffs dor Deckung der vom ,^riegsmimster angemeldeten Lücken iu den Beställden entweder durch Erhöhung dec» ^tekrutenkontingentes oder dnrch eventuelle Einberufung der Ersatzreservisten Vorschläge geniacht werden. Die Vorbereitnng dieser Vorlage sei dadurch notwendig geworden, daß das gesetzlich festgestellte Nekrntenkontingent nnd die Aufstellung der :>.>l'annschaften für die Hanbitzenbatterien nicht genügt. Tao Votnm der Delegation ermächtige deu Kriegsminister jedoch nicht zur Inanspruchnahme eines erhöhten Standes, ja nicht einmal derjenigen Summen, welche mit der Negelnng des Standes zn-sanimenhängen. Die Negiernng wahre vollkommen dcn Standpunkt, daß die Gesetzgebung ausschließlich da5 8cecht besitze, den Stand der Wehrkraft festzustellen. Wenn der Reichstag Mannschaften für die ueueu Haubitzen, welche noch gar nicht votiert find, bewilligt hatte, fo wäre die-5 viel eher gegen die Würde der Gesetzgebung, als es dnrch den Vorgang der Fall ist, wo die Delegation die dosten zwar bewilligt, aber die Mannschaft ohne den Willen der Gesetzgebung nicht eingestellt werden kann. (Allgemeiner Beifall.) Wie verlautet, hat Ministerpräsident Tanev über Auftrag des Fürsten seine Absicht, nach Pe-ters b n r g zn reisen, aufgegeben, damit in den Ver^ Handlungen des Subrauje teine Störung eintrete. Aus VuenoSAyres wird geschrieben, daß daselbst die erste Burengruppe eingetroffen ist, die den Boden des fernab gelegenen Ehubut, welches argeutinifche Gebiet noch beinahe ganz unerforfcht ist, zu kolonisieren beabsichtigt. Infolge der Anregnng des Obersten Nicchiardi, der im Bnrenkrk'ge eine italienische Legion in Transvaal befehligte nnd eine dichte Krügers heiratete, hat die argentinische Negiernng fechzig Tnadratmeilen Landes in Ehnbut den Vnren unentgeltlich Zur Kolonisation überlassen. Wie man an5 Paris schreibt, wird in Berichten, die dortigen Koloniallreisen zugegangen sind, die Lage in Marokko in düsteren Farben geschildert. Der Fremdenhaß soll von Tag zu Tag zuuehmen. In einigen, dieser Darstellungen wird eine Parallele zwi-schen den jetzigen marokkanischen Zuständen uud der Lage Egyptens vor Ausbruch der Massakre5 in Ale-' randrien, sowie derjenigen Ehinas vor dein Boxe» anfftande gezogen. Insbesondere in Tanger uud Te< tuau sollen sich Angriffe fauatifcher Eingeborener ans Enropäer fehr oft ereignen. Anch in marokkanischen Negierung^t'reisen soll sich gegenüber den ^ s„ starte Feindseligkeit kundgeben. Zn den 2lM" , dieser Stiinmung geliöre es, daß der Ern^n»uM! ^ Herrn Lüderitz zum deutschen Konsnl in ^ . ^i-stimmung des Snltans verweigert uud den ^ ^., konsuln von Brasilien uud Portugal in TMM ^ Erequatllr vorenthalten wnrde. Im ganzen w' ^. Lage in Marokko in den erwähnten Berichts ^ allerdings von mancher Seite als ü'bc'rttn'M' zeichnet werden, als eine besorgniserregend stellt________________________________^^-s-" Tagesneuigleiten. ., — (Sonnenfackeln und Erdbebe n.) /" ^^-mulling, daß die Erscheinungen im Sonnenkörper eM ^, fluß habe» auf die Atmosphäre der Erbe und "üt ^ ^ magnetisnms im Zusammenhange stehen, ^ch"",^M>' die Beobachter auf vielen astronomischen und ' ^.s^Ml! schen Anstalten. Die Sonnenflcclen mit ihrem H^io ^ (1'""> ^ eine kürzere von 13 bis 15 Jahren und eine lAs ^ ^0 bis .85 Jahren, in welchen sich die furchtbaren 6" ^1 erscheinungen wiederholen. In den kürzeren Perio^" ^ b'l wir es mit geringeren Erscheinungen zu tun, ^^ha^ längeren Perioden (also eine Art Ruhezeit) die '"^» Katastrophen zur Folge haben. Die Wirlungen der ^ tätigleit lassen sich (nach Professor Zenker) in 2>w A^ weisen, die Herr Nowak auf einer Erdkarte, in ewe ^ü von Slioptilon-Äildern, vorführte. Diese bogeM ^ Linien verlaufen schwächer und stärker und "«"9 ^!, von Pol zu Pol. auch den Wendekreisen folgend. ^^ wo (im Erdmagnetismus) eine Kreuzung ^^^s!^' stattfindet, sei die Störung (Antillen. Schemach") ^oü worden. Danach hätten wir es mit einer Karte ^H^ nctischcn Kräfte zu tun. Die Regelmäßigkeit der ^ ^^ gen mache sogar, nach der Ueberzeugung des ^.^eü ^ mit einiger Sicherheit eine Vorhersagung von 3^.^ b^ wegungen (Katastrophen) möglich. Herr Nowat ^gl< auch die Katastrophe auf Martinique aus der Schue ^. beiden Hauptlinien, die über Amerika verlauft", berechnet und angezeigt haben. ili^ « — (Der sechsfacheMensch.) Die poMe' ^^ gewalt in Nubland. sagt die „St. James' Gazette '^ nicht minderem Grade als das englische Kriegsawl^f,e das Tagesgespräch auf dem europäischen Festlande. ^. fach köstlich sei denn doch die folgende Geschichte, i" ?, richterstatter aus Petersburg übermittle. Ein "^l^ aus verschiedenen Gründen „gewünscht" wurde, .^^^iisl^ abweichenden Stellungen photographiert und die , ^el die einzelnen Polizeiämter verteilt. Wenige ^a^ ^'f^, hielt die zuständige obere Behörde von einem p^ ^l Beamten die folgende Antwort: „Ich habe fünf uo" , s,c^ lich namhaft gemachten Sträflingen verhaften lai' ^^ < finden sich in sichcrem polizeilichen Gewahrsam. "'^B°. ! letzten halte ich eifrigst Ausschau, Wenn ich nW '° 'M,^ ,l richtet bin, ist auch er bereits unter polizeiliche ^ , und wenn die verdächtigen Anzeichen sich hauft^^bl^ ^ bald in der Lage sein, auch den sechsten und letzten hinter Schloß und Niegel zu bringen." ^-«^^ ) „Ach!" seufzt Lipatii-, hebt seine schwieligen Dinger von den Saiten uud läßt das greise Haupt sinken. Im Wächterhäuschen ist es stille; man kann nnr hören, wie der Wind dnmpf dnrch den Wald hallt, wie der feuchte Schnee klatfchend gegen das Fenster^ chen -fährt, und wie das Heimchen leife hinter dem Ofen zirpt. Die vom Nanche geschwärzten Valken-wände schanen düster auS, und es ist, als ob auS den dunklen Winlelir die blassen Gespenster der Bergan» genheit hervor!ugen. lind die ^il^ger legen sich unwillkürlich wieder auf die Saiten. Die Gusli fpricht lvieder: „Bim, bim, bam! Ja viel, viel Wasser ist verronnen! Erinnerst dn dich deiner Gattin, Lnkerja Iejiniiwa? 3iun, es luäre doch sonderbar, sich ihrer nicht zu erinnern! . . . Denn du liebtest sie ja über alles, tatest ihr alles zu Gefallen, blicktest immer in ihre hellen Angen, ohne dich an ihnen satt sehen zn können. Aber als man dich cmf das Schlachtfeld g> trieben hatte, was hat da deine liebe Gattin angestellt — hm? Einen Liebhaber nahm sie sich. Und dann entfloh sie, entfloh mit ihm . . . Sie schonte w<>der dich, noch das kleine Töchtercheu, sie verlies; ench beide und entfloh. Und du hattest ihr in allen, Glauben geschenkt, du hattest sie geliebt und ihr vertraut! Aber Wie wäre es auch möglich gewesen, ihr zu mißtrauen, einer so Guten und Holden! . . ." Lipatiö gedenkt ihrer, gedenkt ihres sanftmütige,!, schüchternen Wesens, ihrer honigsüßen Sprache, und er seufzt noch mehr. Die Gnsli fprichl immer weiter: „Gedenkst du jenes Abends, an dem sie fortging? Ein finsterer Winterabend war's. Du faßest, nachdem du das Nachtmahl genommen hattest, und ahntest das Unglück nicht. Du hörtest es nicht einmal, als der Schlitten angefahren kam . . . Lnkerja ging hinans, wie nm nach dein 5lalbe zn schanen, und sie kehrte nicht mehr zurück — fort war fie, fort mit ihrem Helden, weit, weit fort! Erinnerst du dich, wie es dir damals zumute war? Umbriugeu wolltest du dich! Gedenkst du noch? Nnd die dächte, jene endlosen, schrecklichen Winternächle, die du schlaflos verbrachtest! Welch duftere Gedauleu damals in dir hanfteil! In einer Nacht besonders; freilich, du hast sie nicht vergesseil! Weshalb sprangst du von der Schlafbank herunter und liefst, jo wie du warst, im Nachtkleide, auf die Bahnlinie hinans? Hinter dem Walde rauschte der ^ug heran; zwei Lichter, wie zwei Angen, kamen znm Vorschein und lockten dich; ach, wie sie dich lockten! lind der Geist des Bösen, er war ja dabei; dabei in seiner ganzen Macht, stand ganz nahe bei dir nnd stich dich hin, immer stieß er dich hin! So ist er ja, dieser Aufwiegler! War ec- deun noch weil davon, daß eine Seele ins Verderben stürzte? Du hattest dich ohne» dies schon über die Schiene gebeugt . . . Nuu, es ist schon gnt, gut; man soll es dir nicht znrück ins Ge-dächlnk' rufen! ... Tu haft es nicht gern! Nnd weißt dn, warnm dn dein Vorhaben nicht anführtest? Du erinnertest dich deiner Steüenjka, deines Töchterchen^, die unschnldvvoll wie ein Engel im Bettchen schlummerte und nichts, nichts davon wußte; die im Schlafe lächelte und ihre win'.igen Händchen ausstreckte." (Fortsetzung folgt.) Der Schwiegersohn auf f^ Humoristischer Roman von Gustav stehst (23. Fortsetzung.) ^^' „Wer weiß? Aber höre nur weiter. - ^ men, wir finden einen Menschen, der UN ^^ nnd welchem sie gefällt — das wäre d"U hl^ Schwiegersohn! ^chön! Nuu wäre es abtt'/> ^ ^. »reun wir nnsere Tochter dein ersten Vei^^ ^ Hals werfen wollten. Dazu haben ^."'.,^1'^ Geld zu sauer verdienen müssen, nm es s" ^z,O'^ sinnigen Bnrschen mit aller Gewalt dura)" lassen!" ., sFA „Allerdings! Aber wir würden cM ^F i ständlich uusere Einwilligung erst ertelw^l? wir genane Erkundigungen eingezogen I)" ^j Adel ine abermals ein. M^ „Hahaha — Erkundigungen!" l"^ ^ li^ii spöttisch auf. „Wer soll uns daranf -lu^' .^„!'.,,, Die Gläubiger? Gerade die geben d" " ^^.' n'nze», um zu ihrem Gelde, zu komm?"- ^^ Erknndignngen — die haben gar keinen ^^, ^ etwa, daß ich zu mißtrauisch wäre, behu^' ^ nur kein Vertrauen, das ist alles!" -.M „Wie aber, wenn dor junge Ma"» ^ mögen hat!" mischte Aspasia sich ein- l^'f,/ „Das würde gar nichts beweisen! ^' ^ ' ,^ dein Schulden machen und Anna ^'"' ,," ^,/ Ieit nackt und bloß zu unS zurucM'!)" '^i ^ Amaudus überlegen. „Nein, nein, w^i ^>ii>l^ Uinder verheiraten will, kann man nM ^,,,, sichtt'inaßregeln treffen. Wir miWl ^ ^HrZeiwng Nr. 126. ___________________1065 __________ 5 Juni 1902. ^" indi^' ^ ^" ^ ^ ^ b erschaffen wurde.) In ^llan i, Schöpfungölegende wird erzählt, daß, als '^schaff ^lschasfcr des Weltalls, daranging, das Weib habe, daß alles Material, das ''i^n 5 gung ä^^ndell war, bereits bei der Schöpfung ^ ^chla, "gegangen sei. Er nahm also die Bewegungen '^nze z,'^' ^^^ Anllammerungsvermögen der Schlinge ^F' "2 Aeben des Grases, die Geradheit des Rohres, !^ ber sk ^lume. die Leichtigkeit des Blattes, den ^ ^ "^^. den Glanz des Sonnenstrahles, dic '^chheit d °^kn. die Unbeständigkeit des Windes, die ''üilch d °krD"unen, bie Süßigkeit des Honigs, die Grau^ ^I!c ^. ,.,sMrs. die sengende Hitze des Feuers, die starre -^ente , 's ' ^^ Geschnatter der Elster — und alle dies' ^ schöne V^ V"llan zusammen und bildete aus ihnen flicht !?° 2 Po st lagernde Mädchen.) Eine er->"z" i^^ie spielte sich jüngst nach der „Vossischen Zei-,-lüe h^ ^chalterraume des Cuxhavener Postamtes ab, ^ Un^ ""6 der Umgegend trat an den Schalter ,«ch, ^"" der staunenden Frau so gut wie möglich klar '^ seitia <^"" ^^^ '^ s"sar die Offerte auf und machte ^il ty^' ."er Brief wurde am Schalter aufgegeben und ,^ ii,^, la nun alles erledigt gewesen. Die Frau wartete ^btn 5 "°^' "''d jetzt stellte es sich heraus, daß sie in. t "e low ^^ '°"lde das Mädchen sofort zum Vor-'?^urde'"^' ^l^ 'h'- dann auch diese Hoffnung genom-'^ttlte ^'^ ^ betrübt von dannen, denn sie hatte, wi.' ? ^gleici - ^°" l«hr auf das kleine Mädchen gefreut '^ Nicki '^^ ^'^ Hause nehmen wollen, und nun hätte ^ /'^'lmal zu sehen bekommen, ^ltt ^' e „Berichtigun g".) Aus Amerika be-^llich^ folgendes Geschichtchen, das sich, wenn auch > au-, .?' Nahrhaftigkeit, doch jedenfalls durch Selbst-M ^^^.'"^ 6me amerikanische Zeitung meldete eine.! ^Kea, ^ "'" ^rte wohlbekannter und berüchtigter ,^>is.°" -pferdedicöstahles gelyncht luorden sei. Der glisten U l)" am folgende., Tage in der Redaktion vor. ^ Mndei ^ ^"" Gesundheit, und verlangte, daß di^ ^" Nicki ^^lauptung zurückgenonnnen würde. „Wir k^lteut / /"^errufen, wir tun das niemals", erklärte der ^'chl b°,..„ Dorisch. ^Aber die .Mail', die einen ähnlichen i»^ni,n pichte, hat ihn doch auch widerrufen", sagt.-l?^. d^" > l"un sein", erwiderte der Redakteur. „Der !^t .,, '" ^r Mail' erschien, war zweifellos unbelt !ui" . "''sere Nachrichten sind stets wahr. Indessen >^l lh ^ der nächsten Nummer mitteilen, daß — das >" "Ud Eie mit einer leichten Quetschung davon-x!5 ^eda^- andermal sprach in London ein Herr ^^ltion einer bekannten Zeitung vor und sagte zu ^scl^' ., ------ ' —- ^e l, ^ Unden tracht^,, der es für unter seiner ^kdess'^"l den, Gelde seiner Nrau Zu leben ^^>if. '°UW zu stolz sein, meiner Ansicht nach, nnd l','licl/^ "leine Ansicht die richtige ist. Aber das ^'^ ^ 2.^ .^ umn innst sich anch nin die Gesnnd^ . ^s^^>"lea^sohn^ betiinlinern! Setze den ?^II l)^ei ^'"^ "nigeil Jahren nnd IM seine ^r^n >5 ^j.^" Uiuderi^ zurück — dann bleibt sie zeit->/?' hals ^"'" wer ninunt w^hl eine ^rmi nnt ?l!lri<5,^ Tutzmd Schreihälsen? Oder er stirbt Ä'^mn^ ^ slh^'pt s'ch jahrelang hin — wa?, ,?^Nl ?"' ">l ^ebeir — al6 Kranwnvärterin? ^ «b^. . ^^'nndheit sind also unerläßlich! Ich '^ ^rm ' ^"t"-! Angenommen, wir finde» !? ^i>l ^""l -, tnnn der Mensch nicht aber deii^ ^ ,ci)„^,"!^er, ^in Verschwender sein? Er kann !^ fchi "^len Charakter besitzen, es kann ihm an "/ ein i>'> ^ ^"un vielleicht nicht schwilnmlni, er !^,schl^"""er, ein Feinschmecker sein — er kann i^''chtig ^.'^ M"lien haben, er kann dnnnn, er kann 'Nun k ' ^^'^ 'br, daö alles ist zn erwässen, "'k bgcs»^^' ^li'lck seines 5lindes sichern luill!" ^I ^ltri, ." s^" ^"u geheiineil Wunsche, sein Md ^,^,/,.klänge es anging, war Ainandns !>ilN' ^^>lr, .^^ kleilie 'ln»a besaß sein gmnes ^d ,,//"id ^- »wünschte in der Tat, ihr Gln.l >i» ^'Itinn """.; recht, Amandus", antwortete Ade-^^n^ ,/ ""l'er ich glanbe, es >vird schwer ^Ntj^. "wu'gersohil zn finden, der deinen Wün ^'' ^3?'^^ ^sj dll ihn dir nicht nachÄiaß be^ >t - ^ nn .. '^'"^l" NN'tic,, die bedeutend weniger Nnlt). ""' Aiann machte. N'enn sich nnr erst ^ Ätii'"' '""'" Diebel" sagte der Hausherr "'U, ohne den Spott der Schlvester zu dem seinerzeit berühmten Redakteur: „In Ihrer Zeitung wird gemeldet, daß ich tot bin." — „Wenn es in unserer Zeitung steht, so ist es auch richtig." — „Es ist nicht richtig 1 denn ich lebe doch." — „Nun, so ist nichte daran zu ändern." — „Aber ich erwarte eine Berichtigung von Ihnen", sagte der Herr. „Das kann ich nicht machen", entgegnete der Herausgeber, „da wir niemals etwas widerrufen, was in uuserec Zeitung steht. Ich will alles tun, um Sie wieder zum Leben z>.. bringen! Morgen werde ich Sie ... in die Liste der Ge^ durten setzen." Lolal- und Promuzial-Nachrichtell. — (Pe rson a l n a ch ri ch t,) Ihre Exzellenz Frau Baronin Hein hat sich gestern zum iwrgebrauche nach Bad Töplitz in Nntcrlrain begeben. — (Herr Prälat Dr. Johann il u l a v i c) wird Sonntag um 11 Uhr vormittags als Dompropst von Laibach installiert werden. — (Tierärztliche W a n de r v u r t r a ge.) Das l t. Aclerbauministerium hat zur Fortsetzung der vor einigen Jahren eingeführten tierärztlichen Wandervorträge für das laufende Jahr wieder einen entsprechenden .Nostcnbeitrag dtwilligt. Wie man uns aus Hschcrnembl mitteilt, werden im dortigeil politischen Bezirke in der heurigen Herbstzeil fünf solche Borträgc, und zwar in Semitsch, in Weinitz. in Dragatuä, in Tribune und in Griolje abgehalten werden. —0. — (B ol t 6 schu l we se n.) Wie uns mitgeteilt wird, sind die Verhandlungen wegen des Neubaues einer Volks, schule in Äudanj e, politischer Bezirt Adeläberg, an Stelle de^ durch die Erdbebentatastrophe beschädigten alten Schuld gcbäudcs nnnmehr zur Durchführung gelangt und die Bau Pläne sowie der itostcnuoranschlag fertiggestellt. Bei diesem Ncubaue wird auf die Erweiterung der schule Rücksicht genommen, da die Anzahl der die Alltagsschule besuchenden binder infolge Zuwachses nach jährigem Durchschnitte — 121 — eine Erweiterung notwendig macht. Der Ortsschulrat strebt nun die Bewilligung zur Erweiterung dieser Schule ans zwei Massen an. Zum Neubane der in Rede stehenden Schule wurde nach dem Erdbeben im Jahre 18!)5 eine staat liche Subvention von 8000 1< bewilligt. >- Auch die Orts insajsen von Qbcrfelo bei Wippach streben schon sei.' vielen Iayren vie Erlangung einer eigenen Voltäschule an, Vei der am 4. Mai d. I. stattgefundenen loinmissioncll!'!! Verhandlung stellte es sich heraus, daß sämtliche Gemeinde insassen mit' Sehnsucht der Errichtung einer eigenen Schule entgegensehen, und dabei wurde auch der Wunsch auf Errichtung einer zweitlafsigen Volksschule vorgebracht. Die Baukosten dürsten sich nach der approximativen Berechnung dO' Staatstechnitcrs auf 20.000 lv belaufen. Wie wir hören, hat sich der k. l. Bezirksschulrat in Adelsberg für die Errichtung einer Zweclmäßigteitsschule in Budanje ausgesprochen, o- __ (Schwurgerichts - Verhandlungen.) Am 8. d. M. fanden unter dem Vorsitze des Herrn Ober landesgerichtsrates Guido Schneditz zwei Verhandlungen statt wobei Herr Staatsanwaltsstellvertreter Viktor Ver -der'ber als Ankläger fungierte. Die erste wurde gegen den 28 "lahre alten, ledigen Grundbesitzerösohn Franz .Ure/> au5 Gerlachstein. Gerichtsbezirk Stein »vegen Raubes schwerer körperlicher Beschädigung und oM l.cher Gewaltattgte-t durchgeführt. Es lagen folgende Falle vor: Nre. hat am 25 Znner l. I. abends zwischen Homec undStoxce den Bett-ler Matthias Ilua zu Boden geworfen, am Halse gepackt ihn gewürgt, auf den Kopf geschlagen und ihm sodann die Bar- dachten. „Die^ch^st nicht schwer, si, ist sogar ziem llch leicht. Es handelt sich ganz emfach darum, da; w.r nns einen Schwiegersohn cmf..^obe "'dmen „Was?" snhr Adeline zurück „Auf Probe? „Einen Schwiegersohn auf Probe - hat man i,e so eiwas gehört?" Sterte MP"M. ^,nn Donner, ihr versteht mich nicht! wnrde Amandu5 ärgerlich. „Ich nleine )a nicht, dc.,^ er -daß er - interimistisch !ne stelle emes ^annl.en Vaters versehen soll, ich meine, daN er - Nein so etwas! Unerhört! rang Aspa,ia die Hände, wobei sie zu erröten versnchle, was ihr ab»r nicht gelang. ..,, ^ ^ <^^, > ^ch ineinte also, daß er mchw als unser Schwie. ^',s,yn sei.l soll - auf kurze Zeit - auf Probe wie i'ä' sagte!" vollendete Amandlls. „Von Heirat ist dabei noch lange nicht die Nede. Das ist im Theater znin Beispiel doch auch so. lind gerade so wollen wir ?s machen, ehe wir in eine Heirat willigen!" Ach jetzt verstehe ich!" mckte Adelme wurdebok. „Daseist ein Gedanke! Fnr den bin ich ganz!" ^ Na also ich nieinte doch, ich hatte mich deutlw) genug ausgedrückt!" knnn'te der Hansherr. „Nnn hört denn weiter! Hier in Krnsan werden wir schwerlich einen Schwiegersohn finden, ww wir ihn uns wün scheii ich habe also eine andere ^dee! Wir fangen em wenig Verkehr an, damit die Spichbnrger hier sich nicht wnndern, wenn m,5 ein jllnger H'.'ann von ankerhalb besncht: man könnte darüber reden, nnd da'' lviiiische ich Annas wegen nicht. Den besagten inngeii 'V.'ann nill liehinen wir ans acht, vierzehn ^age bei nns ans, um zu sehen, ob Anna und er s!d, Gegenseitig gefallen, sodalin, nm ihn zu überwache,, und ihn, ohne das; er es ahnt, verschiedenen Priisün gen wie sie nns nötig erscheinen, zu nnterwerfen'" (Fortsetzung folgt.) schaft von 2 X 12 U mit Gewalt weggenommen; weiters hat derselbe am 1. Dezember 190,1 zwischen Stoöce und Kmarca den Knecht Peter .Noro^ec mit einein Messer wiederholt derart gestoßen, daß iloro^ec unter anderem eine schwere Verletzung mit Gesundheitsstörung und Verufsunfähigkeit von 20 tägiger Dauer erlitt; ferner hat Kre5- am 24. November 1901 abends ill Stoiice den Grundbefitzer Johann Havs nnt einer Hellebarde und am ?.1. Dezember 1l)01 in Stoöce den Grundbesitzer Anton Pirnat, mit den Worten bedroht, daß er ihm das gleiche tun werde wie der 4jährige Josef Gra3i5 der die väterliche Scheuer angezündet hatte, und daß bei Pirnat alles in die Luft gehen müsse. Das Urteil lautete auf 12 Jahre schweren ikerlcrs mit einem Fasttage monatlich und einsamer Absperrung in dunkler Zelle mit hartem Lager am 26. Jänner jede» Strafjahres. — In der zweiten Verhandlung hatte sich der 50 Jahre alte, verehelichte Kaischler Peter Lilar aus Gallcnfels, Gerichtsbezirl Neumarltl, bereits )3mal wegen Brandlegung nnd öffentlicher Gewalt' täligleit bestraft, wegen neuerlicher Brandstiftung zu ver antworten. Lilar hatte in der Nacht vom 8. auf den 9. Juni 1.001 in Gallenfels eine Schupfe des Besitzers Franz Dob-xan in Brand gesteckt; das Objekt brannte samt den darin aufbewahrten Wagen und Vorräten nieder. Der Angeklagte wurde zu 13 Jahren schweren Kerlers nnt einem Fasttage monatlich und einsamer Absperrung in dunkler Zelle mit hartem Lager am 9. Juni jeden Strafjahres verurteilt. —I. — (Moderne Wunder.) Wie man uns mitteilt, können für die heutige Borstellung der Künstler Homes und Fey die Mitglieder der Philharmonischen Gesellschaft an der Abendlasse Cerclesitze zu ermäßigten Preisen erhalten. Für die studierende Jugend wurden in das Programm ganz ncne, hochinteressante Experimente aufgenommen. — Von Laibach begeben sich die beiden Künstler zunächst nach Stein, woselbst übermorgen abends im Kurhause eine Vorstellung stattfindet, und fubann nach Guttschee, wo Sonntag abends im Hotel „Zur Stadt Trieft" eine Vorstellung veranstaltet wirb. — (Vränb e.) Am 29. v. M. nachmittags brach in dem hölzernen und mit Stroh gedeckten Weinkeller in Irenga, welcher dem Besitzer Johann Viätur kl Mirna Vas, Gemeinde Trebclno, gehörte, ein Feuer alls. Durch dasselbe wurde dieser Weinkeller, sowie die baneben befindliche, ebenfalls hölzerne und mit Stroh gedeckte Kaisch» der Theresia Zore aus Irenga und der danebenstehende, ebenso geballte Weinkeller des Besitzers Johann Lu^ar aus Groß-Strmcc eingeäschert. Der Gesamtschaden wird auf 1400 lv geschätzt. Versichert war von den Genannten niemand. Das Feuer entstand wahrscheinlich durch deu 6jäh-rigen Sohn der Theresia Zore, welcher in der Nähe der Weinkeller mit Zündhölzchen gespielt haben soll. — Am 31. v. M. abends brach in der Wagenschupfe der Besitzerin Maria Cirnsli in Prilipe, Gemeinde (!ate/., ein Feuer aus, welches bei der Eirnsli in einer halben Stunde infolge des »vehenden Windes das Hans, die Stallung und die Dreschtenne einäscherte. Das Feuer verbreitete sich weiter auf das Haus der Besitzerin Anna Iuan^ck, vernichtete dasselbe samt Stallung, Harfe und Keller, äscherte weitcrs das Haus des Besitzers Jakob Klemen^ic"- ein und ergriff schließlich die Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Matthias Pangerüiö. Es erlitt Maria Eirnsti einen Schaden von <>000 X. Anna Ivan^el einen solchen von U000 lv, writers find die Besitzer Klemen^ und PangcrM um 3000 K, beziehungsweise 0000 X geschädigt. Versichert sind sämtliche Abbrändler bei der „Vanla Slavija". und zwar Cirnsli auf 2200 X. Ivan^el auf 600 X, Panger^ii: auf 000 X und Klemen^n-auf 600 X. — Das Feuer soll durch die 6 Jahre alte Anna Cirnsti verursacht worden sein. welche nach Angabe deren Mutter in der Zeit, als diese Wasser holen ging. zu den in einem sonst versperrten Kasten aufbewahrten Zündhölzchen gekommen sei und damit das Stroh in der Wagenschupfe i>i Brand gesteckt habe. —c — (Gem eindevorstands Wahlen.) Bei der am 20. April vorgenommenen Neuwahl des Gcmeindevor-standes der Ortsgemeinde Mottling wurden Franz Iutra5 in Mottling zum Gemeindevorsteher, Karl Govanec, Anton Tn'el, Franz Gustin Mii. und Ianlo Globo^nit. alle in Mottling, zu Gemeinderäten gewählt. — Vei der am 29, April vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevorstande» der Ortsgemeinde Illyrisch-Feistritz wurden Anton 5ni'. derail» aus Illyrisch.Feistritz zum Gemeindevorsteher, Andreas ^nider^! und Anton Tom3i(!, beide aus Illyrisch-Feistritz, zu Gcmeinderäten gewählt. — Bei der am 30. April vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevorstanbes der Orts-gemeinde Billichgraz wurden Lorenz Zalo/nil aus Srednja Vas zum Gemeindevorsteher, Anton Zalaznik aus Pristava. Thomas Suänil aus Setnit und Franz Setnilar aus Babnagora zu Gemeinderäten gewählt. — Vei der am 1, Mai vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Stockendorf wurden Franz Slal, Besitzer in Groß-Dule, zum Gemeindevorsteher, Varthelmä Mostar. Besitzer in Groß-Dule. und Franz Slat, Besitzer in Groß-Dule. zu Gemcinderäten gewählt. — Vei der am 6. Mai vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Ieöica wurden Anton Vilfan, Besitzer in Iexica, zum Gemeindevorsteher, Franz Plcvnil, Besitzer in Toma i>evo. Vinzenz Ahlin. Besitzer w Ie5ica. Josef Kterlep. Ae sitzer in Mala Vas, und Michael Dimnil. Besitzer in Iar^e, zu Gemeinderäten gewählt. — (Ein K ind ertrunle n.) Am 1. d. M. nachmittags begab sich die Besitzerin Marianna Ahac'ic- in Michel-sietten, Gerichtsbezirl Krainburg. auf Besuch zu ihren Eltern und überließ ihreu ein Jahr alten Sohn Alois der Obhut des 9 Jahre alten Sohnes Johann. Dieser ging alsbald sort^. um mit andere» Kindern auf einer Wiest zu spielen. Da« kleine Kind kroch aus den. Vorhanse gegen d.e s^ ""he c.m Hause vmüberfließende Quelle, fiel ms Wasser und ertranl darin. Laibacher Zeituna Nr. 126. 1066 5. Iunii9>-- — (Parlamentarisches.) Wie man uns aus Wien meldet, haben das slavische Zentrum und der slo-venisch-lroatlsche Klub gestern beschlossen, sich in einem Verbände zu vereinigen. In die Leitung werden sich die biZ-hcria.cn Obmänner Dr. ^ u st e r « i 6 und Iv 5: evi 6 teilen. Zum Obmann-Stellvertreter ist Hofrat Dr. Ploj mit Rücksicht auf seincn ständigen Wohnsitz in Wien g?wählt worden. Im Herbste erfolgt die Wahl deZ gemeinsamen Obmannes. Diese Qbmannswahl wird alljährlich erneuert wer-den. Sowohl die ruthenischen Abgeordnelen als auch die beiden Czechen aus Mähren Dr. Hruban und Dr. Sto -jan verbleiben in dieser Vereinigung, welche nach dem Beitritt des Dr. N. v. Verls, der teinem Klub angehört, 2^ Mitglieder zählen wird. -^ (Der Wasserlonsum in L a i b a ch.) Jin Laibacher Gemeinderate berichtete vorgestern Gemeinderat i>ubic über den Rechnungsabschluß des städtischen Wasserwerkes pro 1901 und machte bei diesem Anlasse einige interessante Mitteilungen über den Wasserlonsum in unserer Stadt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahre in der Pumpstation Kle^e 1.105,281.000 Liter Wasser gehoben, am meisten (108,109.000 Liter) im Monate Juli. am weni,^ sten (90.450.000 Liter) im Monate November. Täglich wur-den durchschnittlich 3.320,000 Liter Wasser gehoben und entfallen somit auf jeden Vewohner Laibachs täglich 90 Liter. Würde dieses Wqsserquantum mittelst Eisenbahn nach Laibach geschafft werden müssen, so wären hiezu täglich acht Züge mit je 40 Waggons erforderlich. Die Anlage sei ein>! ideale und der kolossale Apparat funktioniere pünktlich und präzise. Für die Hebung dieses großen Wasserquantums wurden im Jahre 1901 verwendet: 687.625 k^ Kohle, 986 In Qel. 968 1 Putzwolle und 50 kj? Petroleum. Das Wasserwerk erzielte im vergangenen Jahre einen Neingewinn von 31.095 X 58 !l. — (Renovierung des K o l e s i a b a de s.) Die städtische Badeanstalt in der Kolesia ist heuer einer gründlichen Renovierung unterzogen worden. Fast sämtliche hölzernen Vestandtrilc wurden neu hergestellt und hübsch an-gcstrickM, so das; die Badeanstalt sich wieder recht nett repräsentiert. Die Ncnovierungslosten belaufen sich auf zirka 4000 X. Freunde von Flußbädern werden diese Mitteilung gewiß mit Freuden begrüßen. — (E i nb rin gu n g de r in fol ge Si st ieru ng des Unterrichtes versäumten Schul tage.) Mit Rücksicht auf die vielfachen Störungen des Unterrichtes an Volts- und Bürgerschulen, welche durch die infolge von epidemischen Krankheiten öfters nötigen Sistierungen des Unterrichtes verursacht werden und die Erreichung des vor-geschriebenen Lchrzielcs erschweren oder ganz unmöglich machen, hat der l. t. Landesschulrat für Kram angeordnet, daß die durch Suspendierung des Unterrichtes versäumten Schul-tage mit Rücksicht ans die geringe Zahl von Schultagen im Schuljahre (200 bei ganz, 100 bei halbtägigem Unterrichte) an den schulfreien Donnerstagen in der Zeit. da lein Wiederholungsunterricht stattfindet, und durch Abkürzung der mit dem Erlasse des k. l. Landesschulratcs vom 8. Oktober 1870, I, 816, in Punkt 5, beziehungsweise mit jenem vom 26. Mai 1902, Z. 1511, fixierten Ferialzeiten einzubringen find. Dies kann ohne Ueberbürdung der Jugend umso leichter a/ schehen, als an mehr als 70 ^ der Volksschulen halbtägiger Untclricht erteilt wird. —o— — (Sani täts-Wochenbericht.) In der Zeit vom 25. bis 31. Mai wurden in Laibach 25 Kinder geboren (37-12 A,), darunter 1 Totgeburt, dagegen starben 28 Per-scnen (41 58 ^), und zwar an Tuberkulose 4, an Entzün-dung der Atmungsorgane 2, infolge Schlagflusses 3, an sonstigen Krankheiten 19 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 11 Ortsfremde (29-2 <^) und 16 Personen aus Anstalten (57'1 ^). Infettionserkranlungen wurden gemeldet: Masern 6, Scharlach 1, Typhus 1. Diphtheritis 1. ^ (E i n g e st e ll t e Untersuchung.) Die gegen den hiesigen Hausbesitzer Herrn Oroslav Dolenec wegen Verbrechens der Unsittlichleit eingelotete Untersuchung wurde mit Ratsbeschlussc vom gestrigen Tage mangels einer straf--burcn .Handlung eingestellt. — (Der Verein der Aerzte in Kr a i n) hält am 7. d. M. um 6>2 Uhr abends im Landesspitale eine Monatsversammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1,) Mitteilungen des Vorsitzenden. 2.) Demonstrationen. 3.) Eventualia, — (Die »^ Iov l anzian durch die Sektion Küstenlan d.) Das für Sonn-tag, den 1. b, M., angesagte Grottenfest in St. Kanzian nahm einen sehr guten Verlauf. Von verschiedenen Orten, darunter besonders von Laibach, kamen viele Leute, so daß man an 1000 Ausflügler zählte. Schon vor 12 Uhr war der Zugang zu den Höhlen geöffnet worden, welche im herrlichsten Lichtcrschmucke prangten. Besonders glänzend beleuchtet waren der „Rudolf-Dom" mit seinen Nebcnhallen, der „Svetina-Dom", lind die berühmte „Brunnen-Grotte" erstrahlte im Azetylenlichte, einem Märchenbildc vergleichbar. Für die leibliche Erquickung der zahlreichen Gäste war gut gesorgt. Sowohl die Familie G o m b a i- wie die anderen Wirte der Gegend taten ihr Bestes, die Besucher zufrieden zustellen, und selbst in der Tiefe der Unterwelt — in dec Echmidl-Grott« — gab es einen erfrischenden Trunk. — (Der Zusammenbruch eines Manufaktur w a rcn - Ha u s e s.) Das ungarische Tel,-Korr.-Bur. meldet au6 Agram: Am 3. d. M. nachmittags wurden hier über Auftrag der Wiener Polizeidireltion der Manu-falturwarenhändler S. K o l l m a n n uuo der Prokurist der Laibacher Firma Schumi, Anton Winter, verhaftet. Die Firma Schumi in Laibach, welche vor einem Monate hier eine Filiale eröffnet hatte, erklärte sich gestern mit einen, Passivum von 300.000 X insolvent. Unter der Angabe, die hiesige Filiale reicher zu gestalten, ließ Schumi die Filiale vor acht Tagen sperren, erpedierte die Waren nach Laibach, reiste aber mit und lieh während der Fahrt Waren nach der Matzleinsdorfer Südbahnstation instradieren. Er verlauft.-dann die den Wert von fast 200.000 X repräsentierenden Waren an die hiesige Firma .Nollmann um 30.000 X. " (Ein Fahrrad entlockt.) Am 18. v. M. entlockte ein 18jähriger Bursche dem Fahrrabhändler Ernest Speil in der Tirnaugasse ein Helical-Fahrrad. Der Bursche gab an, bei einem hiesigen Gärtner bcdienstet zu sein und das Fahrrad zu einer Fahrt nach Oberlaibach zu benötigen. Der Bursche wurde seit damals nicht mehr sichtbar uno stellte auch das Fahrrad nicht mehr zurück, — (B r a n d i n M annsbur g.) In der Nacht vom Sonntag auf Montag entstand in Mannsburg eiu Brand, dcm trotz der angestrengtesten Löscharbeiten der dortigen Feuerwehr vier Objekte zum Opfer fielen. Eingeäschert wurden die Häuser der Besitzer I. Hu^tar, Anton Ko5elj uno Franz Trojam'ar. Der Schaden wird auf 10.000 X gc-schätzt, während die abgebrannten Objekte nur auf 4800 X versichert waren. Die Ursache des Brandes ist nicht bekannt. — (Jagdliches.) Die bekannte Oberlaibachcr Jagd. ein ausgezeichuetes Rchrevicr, wurde am 31. v. M. versteigert. Visher war die Jagd im Besitze der Oberlaibacher Jagdgesellschaft, welche hiefür eine jährliche Pachtsumme von 1000 lv bezahlte. Die Lizitation gestaltete sich sehr rege, da eine Reihe von Iagdliebhabern bemüht war, das wildreiche und wohlgehegtc Revier an sich zu bringen. Schließlich behielt die Oberlaibacher Jagdgesellschaft die Oberhand, doch Hai sie von nun an einen jährlichen Iagdpacht von 2510 X zu entrichten. — (Tob eines V r a n n t w e i n t r i n t e r Z.) Der notorische Trunkenbold Peter Ko/emelj aus Brezje hat sich am 1. d. M. nachmittags in Gabrovta. Bezirk Littai, einen starken Schnapsrausch angetrunken und sich dann in den Stall der Besitzerin Theresia Kristan schlafen begeben. Man fand ihn abends im' Stalle tot auf. —1. " (Verlorene Gegenstände.) Auf der Petersstraße wurde eine silberne Uhrlette und auf dem Wege vo i der Wienerstraße durch die Dalmatin- und Vahnhofgasse, Pcteröstraße und Kopitargasse bis zur Finanzdireltion wurde ein kleiner Geldbetrag verloren. — (Kurliste.) In der Landesluranstalt Neuhaus bei Cilli sind in der Zeit vom 26. April bis 27. Mai 100 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. Theater, Dunst und Literatur. — (Nikola M a > i t- j.) Gestern früh verschied in Agram einer der hervorragendsten kroatischen Genremaler, Direktor der Stroßmayer-Vildcrgalcrie, Nikola Ma^i^, im Alter von 50 Jahren. Das Leichenbegängnis findet morgen um 5 Uhr nachmittags statt, — (iX n v i I, a u . neben den übrigen Erzählungen minder zu; dasselbe kann von der Humoreske „Ein verwickelter Roman" gesagt werden. — Murnil hat drollige Einfälle, versteht sie auch in ein ent sprechendes Gewand zn kleiden (das uns freilich mitunter ein bißchen bekannt vorkommt), schafft ch^atter'st'^^ logisinen von einiger Kühnheit und bietet in den ^^H' Stellen, namentlich in dem klassischen Dialekte der ^^, Vorstädte, manch Gelungenes. Die Schwachen, "" ^ Umstaude entspringen, daß hie und da der Hu' B geschraubte Redensarten, durch verballhornte ^" ^Ml lcicht auch durch eine lange Kette von ^" M^ Wörtern ersetzt wird, dürften angesichts des fr's^" ^ch!<>' der durch die ganze Sammlung weht. bei Liebhab«" ^ Lektüre nicht allznschwer ins'Gewicht fallen. ^.^5 Murnils wird sich in der slovenischen Literatur, ,^ nicht allzu reich an Werken der humoristisch-p"° , ZK Gattung ist, mit Glück behaupten. — Preis broiy« 50 k> Per Post 2 X 70 Ii. >Pli — (Neuesvon Gerhart Hauvtm ".""gel berichtet aus Berlin: Gerhard Hauptmann hat, A" "'eil«' liner Morgenpost" erfährt, seinen „Florian ^". .^ Umarbeitung unterzogen. Namentlich ist er bestreb' «^ das Werk durch Kürzungen bühnenwirksamer 6" AI!" Das Drama sott in seiner neuen Gestalt in d" "!" ^,, der nächsten Saison am Deutschen Theater in ^^M' Außerdem arbeitet Hauptmann an einer neue» ^ Komödie, die im Laufe des Soinmers vollendet we ^ — Von anderer Seite wird berichtet, daß ^'^l^' Graf Vülow kürzlich eine Einladung an Gerhart "" ^ hat ergehen lassen, und daß Hauptmann, dieser V ^ folgend, im Reichskanzler-Palais an einem Diner"' Kreise teilgenommen hat. Telegramme ^ des K.K.TelegraPhen'Eorresp«-Bllttll Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses- .5 Wien. 4. Juni. Das Dringlichkeit der Dringlichkeitsanträge der ^^se ^ Breiter und Pernerstorfer ab. Iw ^i.' Debatte erklärte Ministerpräsident Dr. v. K^.zF^ habe seinen gestrigen eingehenden Ausführungen ' ^, zuzufügen. Die heutigen'Reden Breiters und ^'l"sW,^ vermochten nicht die Tatsache aus der Welt zu ^ ^ das Eingreife» des Militärs eine gebotene "v>^?" (Zustimmung.) Redner weist entschieden die """/hF^i griffe auf die Armee zurück und nimmt den ^ »M^ Galizirn in Schutz, welcher durchaus gerecht und pl j^ vorgegangen sti, und welcher sich um das Z"!^^ ^ eines Ausgleiches zwischen den Arbeitgebern ""^,i nehmern bemühte, der durch die stets neuen 3?^^!^ Arbeiter immer verhindert wurde. Der M^,'), ^^s hält an seinen, durch weitere Erhebungen besta/'s^ ^ tcilungen über die Lemberger Vorfälle fest. lo"!' M^ kommen unbegründet die Gerüchte von einer ^ Zensur der Lcmberger Telegramme und ^achr'^^^ und weist einen Teil des AntragesVreiter MÜck. "^^ langt, den Statthalter von Galizien wegen der "^t.,< Vcrantwortnng zu ziehen, dem eine Tendenz üu>e ^M' welcher zweifellos das ausschließliche Recht ^^^ in Frage kommt und bemerkt, daß, wie das Hau» ^^ i.ber seine Kompetenz wacht und barin von del ^M eher unterstützt als beeinträchtigt wird, so geb'^.^^i lichc Ordnung, daß die Regierung ihren s^b^'V,lsn^^ lungskreis von einer wie immer gearteten Vceinl ^ ^ ^ halte. (Beifall rechts. Lebhafte Protestrufc s"^Mx zialdemolraten.) Im Laufe der Debatte teilte ^ ^^< Präsident mit. er erhielt soeben eine Nachricht ^. z!r>!A Laufe des heutigen Vormittags eine volle Enu^i " den Delegierten der Arbeitgeber und Arbeitn«" wurde. (Beifall.) ^><. Das Halls setzte die Debatte über das 3^ha^ abschreibungsgesetz fort. Hierauf wurde bie ^.^,,^' abgebrochen. Die nächste Sitzung wird im' schr'!' bekanntgegeben werden. Der Friedensschluß in Südafrika» ^ s- London, 4. Juni Die „Times" ""^"^1^ tcria vom 1. d. M.: Unter den Buren in Ael""« ^ ^ die endgültigen Vorschläge der englischen ^Ml>e^ lebhafte Disl'ussion hervor. Obgleich die ""si" ^ ""> tigen Widerspruch erhobeu. wurde dem Verlieh" ^s! Antrag, die Friedensbedingungen anzunehmen stimmig genehmigt. , ^/ London, 4. Juni. Reuters Office '""^ ^ toria von gestern: Vei der FriedensabstimüNinss ,^ >^ lonferenz in Verecniging am 30. Mai st'"""", se^ für die Annahme der englischen Bedingungen ' .1 Pretoria, 4. Juni, Schall-Burg^ "'^-Votha haben einen offenen Brief an die V"l" ^.^ jetzt mitzuarbeiten an der sozialen Entwickcl»»^ ^i^P und der neuen Regierung einen loyalen ^^ ,^o>^^'' Lundon , 4. Juni. (Unterhaus.) Sta"t^.^ ^ Beach erklärte, er habe die Absicht, zwei der "^fo"l,^ eingeführten Abgaben aufrecht zu erhalten, l^' !'^ eine Botschaft des Königs mit. in welcher ""^1'^/ Lord Kitchener in Anerkennung seiner hervor '^g j dienste eine Dotation von 50.000 Pf""b ^ »villigen, ^, Aalli. 4. Juni. Dem Blatte ..KasP'" ^"jili'^,/ in der Näl?e des Dorfes Kobi im Valu'i"^, <,,-' Eruption des Schlammvulkans Gus») ^"'/'^c- /! lanonendonnerähnlichen Detonation begleit ^ll" ^,. gebung war in Flammen gehüllt. Eine ^A^iit^ vernichtet. Vier Hirten trugen schwere ^"'' Die Erscheinung dauerte etwa fünf M'""" ' ^K^Ieitung Nr. 126. 1067 5. I^i 1902. "eulgkeiteu uom Büchermärkte. Ü/'tgtz"!^.' ^r. R., Mrib und Sittlichkeit. X 4-80. - »ch^°"'°n Liebe, ^ ^'^ " Günther. Dr. N, ft Veib ? drr ^be. K 8 40. -. Tiefenberc,, M. v., l^O, ^ ^ ^ Abels ii.. Aus der Schule der Liebe, «t.u^. ^ucottard H,. Lehr- und Lesebuch der franz. '''^n,NÄ"^'^1'^: Mittelstufe. X 2-64. - No^ H., l^unk» 5^"'" Lande. X 3 60. — No«.' H. Berg-- No« H.. Vrennerbuch, Holt cv ""/' H.. Vilder aus Siidtirol, « 3-60. — Mo-i ^'»ei ^ ""'" Freunde, Lebenscrinnerungen, K 3-60. '."^Tr'3^ ^ Die Prostitution, k 2-40. — Am-Mvcllf,.,,« '' ^'e Nessulachtunn der Erwerbsfähi^eit nach ^'fionZ""^" drs Sehorlianes. K 2-40. - Seidel O. 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Durch l^^nach Meft, « ,9-20. - Frentzel. Dr. I.. 5«'^. Ter ^ ^°'^Nahrungsmittel, k 1 - 50. - Eckstein. i°!^eit a,. ,,öl" ^ier der Vollendung seiner 30 jährigen l^chilltrip ^""slläts.Proflssor. dargebracht vom Vereine ^'^t U^ ° ^'"ologie in Wien, k 24. - M arlius. 'tUesls,, ^" "."t> falsche H.'illunst. Kl- Peters, Dr.. "rzneunittel und ihre Dosierung, lv 7-20. ^"Mb?/"-^> Vuchhandluug Jg. v. ltleinmaljr H >^^°erll m Laibach, Kongrchvlab 2. Angekommene Fremde. ^ Hotel Elefant. ^ ü'.l',. , «^ Sarloti^ l. u. l. Oberst: Kerlolilsch. 3^ ^'tovsk.,' Oberleutnante; Hajel. l. u. k. Major; Diesem «l^'eure. ö' 5""^^kr, l. u. l. Hauptleute; Kurz. Dul,, ^te. V' «"»dor. Kfm.; v. Rizab, f. Frau. v. Wachtel, ^.'s-kll,,,!?' 3""^. Mm.; Kail. Ingenieur. Vudapcst. ^»c»,. "«Mille. Eamsanl, Private, Agram. — Fischer, Ksm,, O"' Priv«. <'I°»odii. Mally. s. Familie. Demberger. », ^'"l^. Neumartll. - Philip, l. u. l. Rittmeister. '"l>. Ni^!''°"^ Privat, s. Familie; Nuval, Ingenieur; v^"'teltor. Trieft. - Fischt, Kfm., Prag. - Naleuta, gimmerme»itcr, ^>oiz. — ieg, — yammer» fchmit, Kfm., Küniggrätz. — DomladiZ. Privat, Illyr.-Feistritz, — Auer, Kfm., Innsbruck. — Baron Schönberg, l, f. RegierungS-Sekretär, Krainburg. — Siegel, Privat, s. Frau, Abbazia. — Frank, Kfm., Brunn. — Hartnigg, Nergverwalter, Iohannisthal. — Frisch, l. u. l. Oberstleutnant; Mißtcr, Priual, f. Familie; Beßler, Eder, Rosenblalt. Wien, Handouöly, Zelltmacher, Schwarz, Steiner. Deutsch, Gromaini. Gerstner, Kraus. Nagl, Martelanz, Werthrimrr, Adler, >?chil, Ehrellstnn, Mosser, Zerncr, Grab, Hannsch, Wuldmann, Ansel. Epstein, Kohn, Tinlner, Tallian, Vegenau, Schembergcr, Ra^'k, Kflte., Wien. Hotel Stadt Wien. A m 4. I u u i. Bergüiann. Ingenieur, s. Familie, München. — Marangoni, t. k. Professor; Prcal. Privatier. Görz. — Dr. Malter. Privat; Kawer, Kfm., Berlin. — Maubach.^ Zentralbireltor, s. Frau; Adler, Urban, Sicherer, Miller, Kramer, Maurer, Herschlovih, Reisende, Wien. — Politz'r, Grünn, s. Familie, Kflte., Linz. — Wachten, Privat, f. Frau; Kochauf, Reisender, Cilli. — Schwarz, Milolasch, Me.. Budapest. — Maisse, Licnfant. Private; Mertlen, Reisender, Paris. — Dr. Proßmann, Privat, f. Frau; Rosauer, Reisender, Graz. — Cloitta, Ksm.; Beinhofer, Direktor, Trieft. — Cut, Kfm.; Za° latner, Beamter, Idria. — Ulrich, Dr, Galas. Private. Marburg. — Baron Berg, Giit-besitzer, Msscnfuft. — Köck, Grüll, Braun. Ksitc., Brunn. — Basch, Kfm.; Künig. Langer, Reisende. Wr.. Neustadt. — Karmel, Privat; Lulic', Wirt, Fiume. — Sepitz, Mauthner, Private, Gonobitz, — Liebmann, Kolenz, Private, > Ptttau. — Scarpa, Orinzl, k. u. l. Hauptleute. Budapest. — l Manheimer, Reisender, Klagenfurt. — Prahner, Privat, Leoben. Verstorbene. Am 3. Juni. Franziska Iamz, Metzgerstochter, 17 I,, Polanastrasjr 66, Wassersucht. Im Zivilspitale. Am I. Juni. Josef Delleva, Heizer, 37 I., llwLmi» ^ ^!ori)U8 IlrißMii. Am 2. Juni. Rudolf Ozbolt. Jurist, 23 I., luliereulo». pulm. — Simon Pengal, Taglijhncr, 71 I., ciaroinom» llspalis. Lottoziehung vom 4. Juni. Prag: 89 « 53 60 29. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Miltl, Luftdruck 7.W-0 mm. Z ä?° Z^^ Lw «,<"b de« Himmel« Z «D . 2U »i. 738 U 19 6 WTschwach fast bewölkt ' 9 » Nb. 737-5 16 6 SO. schwach Regen '57s?V^F."'j'736'8,'i5'7! S. fchwach ! bewölkt j 1'4 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 17 1°, Nor« male: 16-4«. — Gestern abends Wetterleuchten. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Q Habituelle Stuhlverstopfung u. Httmorrholdcn! :h stets. ™ ^ ^ r * HOTEL LLOYD, Heute Donnerstag, den 5. Juni, und Samstag, den 7. Juni <2162> KONZERT der ungarischen Hof - Zigeuner - Musikkapelle Jönäs Jancsi, Hofmusiker Seiner k. und k. Hoheit des Erzherzogs JOSEF. Im Nationalkostüm. Anfang 8 Uhr. Eintritt frei. 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Goldrenle per Kasse . t«N «0 i2U'80 blo, bin. per Ultimo .... lüu 6U 12U «0 4«/„ dtu. Nentc lil Krouenioühr., steuersrc!, per Kasse . . . 8? 85, 8»'15 4°/l, bto. dtu. dto, per Ultimo . s? l,l. 83 «5 Uiig. Et.°!tis.M>ll, Void 1W l>. l1»3U l2c>'4l> bto. dto. Silber 1W sl. . . . iuu bu 101-. dto. Vtaats-Vblig, (Ung. Ostb.) v. I. 1876....... 119 30 120 ül> dto, Nchanlregal, °Abl«s,°ObI!a. ino üo 101 10 dtll. PläM.M. il 100 fl. — 200 II liuo - 203' — bto. dto. il Ü0fl. — 1OO X !i0!»-—203- Theih-Rea,,-Uuse 4°/° .... 182 75 ik8?k> 4«/a ungar. Orundeiltl.-Oblig, 87 70 88 70 4°/« lroat. und llavon. detto 9»— —'— Andere üssentl. Anlehen. b°/° 2onau-Reg.°«lnleihe 1878 . 1U?'5<> — — »lnlehen der Stadt Vörz . . 99-25 — — Anlchen der Stadt Wien . , . 105 40 10640 btu. dto. (Silber od, Gold) 123 2» 124-2-, dto. dto, (1894) .... 8680 87-70 dtll, bto. (1898). , , , 83— 99- Nörlebau.AnIehen, vcrlosb, b»/« in<> — 100 60 4°/„ ttrainer BandesÄnlchen . 8?'— 97 u« welv «uare Vsandbritft »tl. V°dlr,°lln,öst,in5NI ver>,4°/° 9?-- 98--N.-österr, Landes VUp,'«»st^/° m 1U0 -0est.-ung,Banl4«V^r.«erl, ^^^^ d»° ^ dto ' bOlü'ht. verl, 4°/° 100 40 101 40 Tparlasle l.öst^««I..«erl,4°/<> 100 15 lUilü EisenbahN'Priorlliit«' Gbligatlontn. sserbinc..,d«-N°rdbah>> - ' ^.^ ^^ ^^«er.M.m,'....i 282 75.9^ VüHNr'^mi ' -^!^ Divtlst zos» (per Stücl). »trzlnsllche ll°f«. »°/ «°dentredit.«°se sl, S. 445- 447'— bto. dlo. (lit, K)200sl.E. 452-t»0 454'ÜO Pra„ Duxcr Eisenb. IWsl.abgN. 19U — i8u — Staatöeileübahn 20« fl. S.. . 89450 «9ü ku Südbahl, 20« sl, S..... 6650 »>75^ Eiidnordd, Verb.-«. 200 fl,LM. 338- 40, 5«! Tramwal» Grs,, NeueWr,,Priorität« Attie» 100 sl. . . , 172 — 170 — Ung.-a.aliz, Viscnb, «00 sl, Silber 435 — 4,16-50 Ung.Wesll,,(«aab,Graz)200fl.S. 43L'— 439—! Wiener Lolalbahnen - «lt.Gef. . »- __-^, Kanken. UngloOest. Aanl ,20 sl. , , 27925 280 25 ^ßanlverei», Wiener, 20« fl. . 454 50 4t>5 üv 'Vodlr.Mnst,, Ocst', 200 fl,L. . 954-50 955 — Nrdt.-«nst.s,Ha»d. u. G.ittU fl. —-______ dto. dto, per Mtimo . . W850«8?-5a ttredllbanl, All«, N!ig,,2U0 fl. . 708 —710 — Depusilenbanl, AUn-, 200 s>, . 422-— 424- — E«lo,nptces,, Ndrüst,, 50« sl. 489'-4«95u Glro^u.ttassriw., Wiener 200 fl. 475 — 48»-— Hypothelb., Oest,. U0U sl,3Ug,,io Tarj. Steinkohlen 1«« ft, 51U-— 522 — „Lchlöalimchl", Papiers, 200 fl. 220 — 240-— „Eteyrrrm,", Papiers, n, U,°O. 346^50 »48 Ütt Trifailer itohlenw,-Gesell, 70 sl, 4«?-— 409 — Wafsens.'O.,Ocst.inWlen,10Ull. »25 50 z»?s>0 Waga.on-Leil,anst,,Ma.., in Pest, 4UU K........ 7,ll —?za — Wiener VaugeseUschaft 10« sl. . 152 —'b« — WlenerbcigelZlegel.Ällien-Ves. 677- 67U- - Devisen. Kurze Sichten. Amsterdam.......IN? »U 19» ia Deutsche Plätze......11?-»? 117-4» London........24U-«? 240 b>» Pari«.........»5X5 85 4U St. Petersburg......—'— —'— Dalulen. Dulaten........ ll 3» 1i »? 2N.ifrancs.Stücke..... 19 0? »S-«9 Deutsche Nelchsbanwote» . . »1?'2? 117-42 Italienische Äanlnolen . . . «»«" »»'»« Nnbel. Noten . . . . . »ü», 2 54,. (ii ** ***"«* S**"" ^a -^ern:*^f Jf, ^« ÄÄ^y^Ä? . Privat-Depots (Safe-DepoHita) ^^•^ T-in "niMini......... i^lbaoli, SpUttlKaHHe. _______________ Verzlmmt ut Bar-Eimaq« Im Ctnto-Qirrtiit- und auf air»-Qtnti, ^_____ "' _______^__^_..^.^_^^__^^.^,^J^^^,^^^^^^gBai^jBipjMSjsjpMiWs1^B**^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^*^*^*^*^^M*ss^MBBWMMBSsWMW