Nr. 242. Pränumerationsprela: Im Tomptoir »»ltzj. ft. l l, hall,,, fi. 5> 5», Fit» die ZufteUlM» in« Hau« halli,. kiu tl. VNt be« Post <,c>n,,i. N. I», halbj. ft. Vl«». Samstag, 21. Oktober. Instrt«l>n»ged«bl^ Fü« llein« Insnal, >>!« ,n « Zei'.en «!'< ll., größcrc pr. Ze,l« « lr.; dri «!»««» Wieberholnn,,en Pr. »^eile » li. 187«. Amtlicher Theil. )ll< ? ^ ">'d t. Apostolische Majestät haben mit "llerlM),t unlrv;c!chncte,n Diplon,c dem Chef der Buch-^uctertl. „nd O,ichhandluugs-Fir,na Karl Gcrolds Sohn, - °nz G^.^^^ ^^ ^M^ des Ordens dcr eisernen ^, ^>iUer Klasse in Gelnäßheit dcr Ovdensstatutrn "Uterstllnd allcrgnüdigst zu verleihen geruht. ),„ ^e. f. ^„^ s Apostolische Viajestät haben mit vom l l. Oktober d. I. allcr- " '"^st zu bewilligen sseruht, daß der l. l. Oberststall-'"ilerllttlts.Osficial Joseph Waller den ihm verliehe-,i>! ?'"^ich preußischen Kronen-Orden vierter Klasse """ehmrn und tragen dürfe. "lss ,^' k- und ^. Apostolische Viaicstät haben mit ^umiöchftcr Entschließung vom 12. Oktober d. I. den ^nmllsialftrofefsor Franz Märet zum Director des craymnasiillns zu Vinlovcc allergnädigst zu ernennen . Der Ackcvbaulninistcr hat den Vergrath Joseph "rm^z y^ Pribram nach Idria und den Acigrath "ools C^li von Idria nach Pribram übechtzt. dllK, ^" ^ Dl<»btr 1876 wurde in d«r l. l. H,f° nud Glaut«. l^"" «> Wim das XXXill. Stilck dtS Reich«gesctzblc>ttce. v»i-D««l,,? '" der deutschen Ausgabe, ausgegeben uud vdscu^! Nr, I,? ^."Uhlllt unter Vtrordliunss des Fiuauzministerinm« im Einverneh- ""' Mit drm M'Ulsterium de« Iunern und de« Handels "om l2. Sepiember ^76. betreffend die Umwandlnug der Ad",, Gcslye vom 18. April I860 (N. G, Vl. Nr. 44) sllr ^lltgliedec dc? RcichS^rich!,« »ach der Meile bestimnileu Nr ,,u'^^^"''^"'^^^'ll""^ "°^ ^^'" Myriametcr; ' ^'^ die Kündnlachuxg des Finaiizmiuisleilums vom 19 Esp, "lnber 1U78. betreffend di. Ziuiickuerleguilg dc« l, l, Ncl»>n- 3tr ,,^°""rs Rnhhunpl zu Vu'nsch.Wmdhan« nach Nußhuuftt; ^l^ di^jeuiidmachulig des Fnlauzmiuislcriuins vom lil) Srp' tcuiber !«7L, bclrefs>»d bis Verlegung t>e» l. t. Nebciijnll.' amt.« zweier Klasse »aüliibach in Tirol; "s. 120 die Belüldliuiiss des Fiilaiizministcriill»« vom 21. Srp-ltmdcr 1876, brlrcffcnd die Acndciunl, der Stcmpelmallcn; Nr. 12 l die Verordnung des IustizmiliisterimnS vom 23 Srp-lembcr l8?>' Nicderüsterreich; ?tr. ls2 die «uudmachnng deö ssinauzministcriumS vom 3. Olto-der I»76. dctrcffcnd die Errichtung eines Ncucnzollamleö erster Klasse im Elsenbahnhofe ;n Podgorje; Nr. 123 oi.'Kunomuchmig dcö Fiiiallzminiiirriums vom I0.Oltobci 1876. lieircffend die Vereinigung d^ l. l. Ncbcuzollamtet! zu Arl'c in Dalmalicn mil dim dorligen l. l. Steueramtc; Nr. Is4 dic Pcroidiiuüg deSÄckilbaumiusstcriumS vom 13.Ollobcr 1876. womit die Einsehung einer EeiUral-Pferdezuchtcom: mission c>ls sachlicher Beirath des Aclerbauministcrö lund-gcmachl wlrd. (Wr. Ztg, Nr. 239 vom 18 Ollober.) Nichtamtlicher Theil. Kundmachung. Se. Excellenz dcr Hcrr Ministcr deS Iilncrn hat mit hohem Erlasse ddto. 27.September 1876, Z. I3,0W, für die eifrige und belobte Verwendung bei der Durchführung dcr allgemeinen Impfung im Jahre 1875 den ersten Impfprcis mit 63 fl. ö. W. den, Bezirlswund-arztc Eduard Globocnit in Zirllach, den zweiten mit 52 fl. ö. W. dem Bczirkswundarzte Valentin Bcroar in Nudolfswerth und den dritten mit 42 fi. ö. W. dem Bczirlswundarzte Josef Schcibl in Brunndorf verliehen. Bei dcr im Jahre 1875 im Verwaltungsgcbiete Krain durchgeführten Impfung uud Rcvaccination haben sich überdies nicht nur die politischen Vrhörden und das Sanitatspcrsonalc, sondern auch der hochwürdige Curat-Klerus, die Gemeindevorsteher und Lehrer im allgemeinen verdient gemacht. Wegen der hierbei bewiesenen eifrige» und erfolgreichen Thätigkeit verdienen besonders hervorgehoben zu werden: Aus dem ärztlichen Stande der l. l. Bc-zirlsarzt Dr. Razpet in Adelsberg, die Herren Bezirks-wundärztc Hachmann in Illyrisch-Feistriz, A. Novak in Idria, I. Steinmetz in Krainburg, Domlnil in Eisnern. C. Wolf in Radmannsoorf, W. Heß in Kronau, M. Iansctovit in Oberlaibach, Dr. Novlel in Nasscnfuß, Äobcl in Ncifniz, I. Pusch in Scijenbcrg, I. Kutschcra in Ratschach, I. Mahorcic und N. Scvar. AuS dem geistlichen Staude dcr hochwürdigc Hcrr Pfarrdcchaut I. Hofstättcr in Adclsberg, die hoch-würdigen Pfarrherrcn Josef Vergant, Ignaz Olorn. Majnil, Pirt, ferners die gcsanuutc hochwürdige Curat-gcistlichleit in dcr Bezirkshauplmannschaft Laibach und Nadmannsdorf. Aus dem Lehrerstandc die Herren Lehrer B. Uraniie, A. Konc in Moräutsch, Oberlehrer Arlo i» Hrenutviz und Igliö in Idria. ! ^ Endlich das Lel)ipersulialc in AdclSberg, Nußdorf, St. Johann, Slavinn, St. Pclcr und Koäana. Oesterreich und der Friede. c c^che^ nun lein Zweifel mehr darüber, daß die russische Antwort auf den Waffenstillstands. und daß das Petersburger Cabinet auch die übrigen Machte zu beMnmen fuchcn wird, sich dieser Ablehnung anzuschließen. Ob mit Erfolg, müssen die nächsten Tage zeigen. Frankreich und England scheine» nach dcr Sprache dcr betreffenden officiöscn Organe bereits dem Vorschlage dcr Pforte zustimmende Erklärungen abgegeben zu haben - auch betreffs Oesterreichs hat Graf Anorassy,wie dcr „Pester Lloyd" aus guter Quelle vernimmt, nicht länger säumen zu sollen geglaubt, um sowol in Peters, bürg als in Berlin zu notificicren, daß ihm die Proposilioucn dcr Pforte durchaus annehmbar erscheinen, und daß die Vertreter Oesterreich-Ungarns in Belgrad und Cclinje in diesem Sinne informiert wurden. ..Wenn je — sagt der ..P. Ll." — so befand sich unser Cabinet in diesem Falle in völliger Uebereinstim' mung mit dcr öffentlichen Meinung, wie fie sich bisher hüben und drüben in unzweideutiger Weise kundgab. Gleichwol möchten wir bezweifeln, ob es ihm gelingen wird. in Petersburg oder Llvadia Proselyten für seine Auffassung zu machen Vollends außer Frage ist jedoch, daß in Belgrad jeder Schritt, die serbische Regierung zur Annahme des sechsmonatlichen Waffenstillstandes zu bewegen, erfolglos bleiben muß, so lange uud weil der diplomatische Agent Rußlands sich demselben nicht an» schließt. Auch für den Fürsteu Nikola wird es schwer ein, der Lockung zu widerstehen, den Feldzug mit der Einnahme von Mednn und Nilstt zu beschließen, die nach Berichten aus Cclinjc dort für bevorstehend gilt. So wird denn voraussichtlich die Entschließung unseres Eabinets ohne greifbare Wirkung auf den Gang der Ereignisse bleiben, aber immerhin wird sie Zeugnis geben dafür, daß dasselbe den Muth der Ueberzeugung und das Gefühl für Billigkeit nicht über Bord geworfen hat. In der Sache selbst darf man sich wol — wie bcreils gemeldet worden — zunächst auf ucue Verhandlungen mit der Pforte gefaßt machen, die einen kürzeren WaffcnstillstandStermin zum Zwecke haben müßten. Zur Stunde sind solche Verhandlungen allerdings noch nicht einmal eingeleitet, und da auch die Waffenruhe längst nicht mehr bestchl, so stünde den türkischen Generalen nichts im Wege, durch einen ausgiebigen und ausgiebig ausgenützten Erfolg die Situation der Pforte wesentltch zu verbessern. Allein trotzdem es an Weisungen in die» seu, Sinne aus iionstlll'tmopcl nicht fihlt, scheint Äbdul Kcrim Pascha nicht gewil/t, sich un dieselben zu lehren und zehrt noch zur Stu„dc an den Lorbeeren oon» 3(1sten o. M. Derwisch Pascha ubcr weiß, nach unserem neue. stcn Telegramm, von sich selbst niches mehr zu melden, als daß er ein türkisches Grenzdorf bombardiert und sich dann zurückgczogcn hat." Die Bilanz unserer Wehrkaft. Das einst beliebt gewesene „Versteckenspielen" mit weit ausgreifenden Umgehungen, die Sucht nach sinnreich concipierten, aber meist verunglückt ausgeführten Opera-tionen und schönen Bildern hat überall, den auch für Feuilleton. 2ie Pfahlbauten am lailmcher Moor. Unser ui'ermlldlichcr Muscalcustos Karl Deschen n hat in der am 14. Oltobe». 187ü abgehaltene» ^ersanunlunü des lrainischen Muse alocreines, ^lche außerordentlich zahlreich besucht war, einen inter. lianten und erschöpfenden Vortrug über die Funde .ls Pfahlbaues im laibacher Moraste ge» ^lten. unttr Vorzeigung der interessantesten Objecte und "Ur besonderer Berücksichtigung der neuesten Ausgra-liicku"'' ^'^ 6^" im nachstehenden einen das Haupl- "Mchslc de« lehrreichen Vorlrages enthaltenden Bericht, im s, ^bm' der Portragende über die Ausgrabungen «. °U»cu,einen und die Beschaffung der Kosten hiefür dic n f c^"l' knüpfte er Wurtc deS Dantes an für hoh""Vühuuaen, die dem Unternehmen vonseilc des Alake,«' ^"'""s fur CulluS und Unterricht, dcr zuaXn « W.ssenjchaftm „,,t> ^r hiesigen Sparlasse lultate /.. ' b' die es ermöglichten, so bedeutende Re. '" Anlvr ^ ö" fördern, ohne den Musealfond hicfür dln Pfaklli ^"en zu müssen. Redner besprach sodann des Ieschza, welcher in der Richtung leiert ." p'°^""t« über Anregung Dr. StücklS con. ^ckuna b,.. « ""b "gtnllich einen Thcil des in der Auf, ^Mttiale Ä""" ^""" bildet, auch ein ganz ähnlich« . " °"f die im Gange befindlichen Ar. """ 550 Quadr«^". d°b l"t 1-«"gust d. I. bis. """llafter aufgedeckt wurden und daß dle Arbeiten, durch die schöne Witterung begünstigt, noch fortgesetzt wcroen und in Herrn Peruzzi sowul als in Herrn Schulz eifrige, ausgiebige und entsprechende Beihilfe finden. Die Funde im laibucher Moore find ganz entschie-'den der Steinzeit angehörend unt» zeichnn, sich vor allen ähnlichen Funden anderwärts durch die Massen, hasligleil des verarbeiteten Knochenmalermles aus; was anderwärts in wenigen Eremplaren gefunden wurde, das findet sich hier zu Hunderten und Tausenden. Wei> ttre Funde, namentlich dcr letzteren Zeit, bczeugen aber auch den Ucberaang der Steinzeit in die Bronzezeit. Was nun die Funde selbst anbelangt, so sind dies Was. sen, Gcrälhschaslcn des täglichen Lebens, Knochenreste, aufgeschlagene Knuchenrohrcu u. s. w. Von höchstem Inieresse sind die vorgefuuomett Steine in Bezug auf ihren Charultcr. Da findet sich ein Steinbeil aus Nephrit, einem Halbedelsteine, der »ur in Asien vorkommt, also enlwedel, von den Bcwoh. nern dcr Pfahlbauten von dort her mitgebracht oder im HandelSwegc in das laibacher Secbeckm gelangte. Es ftn. den sich Beile aus Serpentin, der in Kram nicht vorkommt, cm höchst merkwürdiger Umstand. Ebenso Lanzen- und Pfeilspitzen auS einer Sorte Feuerstein, dessen Vortommm in Kram höchst fraglicy ist. Aber auch Steine, die hierzulande auch jetzt noch häufig zur Bearbeitung tommen und die auch zur Römerzcit z B zu Sargen gebraucht wurden, wie die römischcn Äus^ grabungen zeigen, findet man zu Beilen verarbeitet z. B. den Ottoler Stel», den also die Bewohner der Pfat^ bauten bereits kannten und verwertheten. Aber auch Vronze wurde gefunden, und zwar bis jetzt 9 Stücke welche durch ihre Form den Uebergang von der Stein- zeit in die Bronzezeit deutlich illustrieren, indem die rohcsten Bronzestücke (Beile, Lanzen» und Pfeilspitzen) ganz die Form der Sleinwaffen wiedergeben uno ein Aussehen haben gleich dem Kupfer; doch finden sich auch Brol'zcstilcke, die durch Formvollendung und Schönheit die Bewunderung hervorrufe», fo ein Bronzefchwert, ein sogenanntes Lilicnschwert, und vor allem ein Dolch aus Bronze, der in künstlerischer Vollendung und mit fein» ster Zeichnung ciseliert erscheint. Ein Bronzerncsser, Pfeu- und Lanzenspltzcn dagegen zeigen dieselben einfachen uud schmucklosen Formen, wie dieselben Waffenbestano» theile in Stein. Bemerlcnswerlh erscheint ferner, daß bis jetzt Eisen nicht gefunden wurde. Massenhaft dagegen er< scheint das Materialc aus thierischen Knochen. Ham» mer und Beile aus Hirschhorn, ebenso Dolche, Messer, Nadeln. Garnhällcr, Pfeilspitzen, Griffel, besondre schone Kleiderhafleln, mit ei'er vollendeten, braunulänzenden Politur, und daneben massenhaft Schleissteine, an deiirn die genannten Oerälhschaflen zugeschllffm wurden und an denen die oft tief abgeschliffenen Stellen die einstige Benützung beurkunden. „. ^. Auch der Thon spielt in den Ule..M" "5^ o„ dauern eine bedeutende Rolle. Da fi"t>r" U 7^.', alle dcr großen Urne bis zu den allerllcinst" :" ^ ^^ vci, schöner, oft von edler Form; °" " ^wullderulizs. als auch an den Topfscherben fi"d"'^ SaMhcitSsinn der würdigste Ornamentik, dic l"" ^ finden sich Pfahlbauller ein beredte« Ze"^ ^^, ^^^ ^. ^ alle möglichen ^erzierungc, ^^ ^^ Fingernagel bis abdrucke m,d dem ^^^ ^^.^ si^ ^hebende ^uV"Ä^ buntesten Art, unter de'nn, die 1920 die Kriegführung gellenden Prinzipien der Wahrheit und Einfachheit entspreche!,!), einer correcten Beachtung taktischer Normen Platz gemacht, und ist namentlich die Sammlung, Schonung, wie eventuell der volle Einsatz dcr Kraft zu erfolgreichster Geltung gelangt. Waren Infanterie und Jäger im ganzen richtig verwendet, so machie sich dagegen in allcn Verhältnissen der Umstand sehr schwer fühlbar, daß die Hauptleute noch immer nicht beritten sind. Die Eaoallerie gab überall, wo sie zur Ver» Wendung tam, glänzende Proben kühnen Reitergeistes, eines, jeden einzelnen Mann durchgeistigenden Selbst' Vertrauens, welche Factoren, geweckt und veredelt durch eine äußerst sorgfältige Detailausbildung von Pferd und Reiter, in Leistungen condensierten, deren jede für sich der tüchtigsten Eaoallerie zu hoher Ehre gereicht. Bezüglich derAusdauer haben Mann und Pferd Anforderungen entsprechen müssen, wie sie im Kriege nur selten gestellt werden. Jeder Reiter war täglich durchschnittlich 6—8 Stunden — manchmal ununterbrochen im Sattel, und mußten die Pferde ohne Rücksicht auf die oft höchst ungünstigen Bodenverhältnisse in scharfen Gangarten weile Strecken zurücklegen. Die in coupiertem Terrain zahlreich vorkommenden Hindernisse, als nasse Niederungen, tiefe und schlammige, von hohen, buschbedecklen Ufern umrandete Bäche, Hecken und Zäune wurden sowol von einzelnen als Massen leicht, sicher und ohne besondern Aufenthalt passiert. Der Sicherheits- und Aufllärungsdicnst gab der Cauallerie vollauf Gelegenheit, Scharfsinn, Gewandtheit und Findigkeit in hohem Grade zu entfalten, und ist namentlich der Orientierungssinn zu bewundern, mit welchem einzelne Ueutc, besonders Hußaren, in ganz frem« der Gegend sich zurechtfinden und bei Ordonnanzdiensten stets die richtige Adresse zu finden wissen. Während der großen Cavalleriemanöver gab es viele, aus augenblicklichen Umständen resultierende, oft difficil sich gestaltende Episoden, welche deutlich Zeugnis geben, mit welcher Sorgfalt der AufllärunaSdienst studiert und geübt wird. Im Feuergefechte zu Fuß zeigten unsere Reiter besondere Gewandtheit, und darf die Vertheidigung einer Waldparzellc vor Straßhof durch abgesessene Dragoner, sowie der Angriff und die Einnahme von Ebendorf durch zwei zum Theile abgesessene Hußaren-Escadronen zu den schönsten Episoden dieses Genres gerechnet werdcn. Nicht minder interessant gestaltete sich der Ueberfall, den Dragoner auf dem gegnerischen Train vor Mistel» bach ausführten, während cS füglich befremden mußte, daß 1'/, Escadronen Dragoner, welche bei den schriler Höhln in eine Sackgasse gerathen waren, nicht den Durchbruch versuchten, der sehr leicht möglich war. Die Bewegungen größerer Cavallerie-Abtheilungen wurden durchaus sehr präcis, sicher und ruhig ausgeführt; gleichwie die Vorbereitungen zur Attaque von Verständnis der augenblicklichen Situation, Abwägen der beiderseitigen Kräfte und raschem Entschlüsse Zeugnis geben. In manchen Fällen war jedoch der Uebergang zur Attaque zu früh angeordnet worden, so daß Pferd und Reiter in nicht mehr afsautfähigem Zustande an den Gegner kamen. Dagegen erntete der Appell allgemeine, rückhaltslose Anerkennung, mit welchem die Cavallerie den Signalen und Commandos folgte, und dcr ein deutlicher Beweis der Sicherheit in der Führung, dcr Schulung und Disciplin der Truppen ist. Für diese spricht weiter noch die Thatsache, daß trotz der gewaltigen Reitermasseu, welche wiederholt sowol gegen einander als gegen Infanterie in Bewegung gesetzt wurden, trotz der ungünstigsten Boden- 'Verhältnisse und der starken Abnützung der Kraft durch schwere «Vtrapazen, bei den verschiedenen Attaquen auch nicht ein ernster Unfall zu beklagen war. Fast wollte es scheinen, als sei zu viel attaquiert worden; allein die Verhältnisse erforderten gebieterisch die Entscheidung durch die Waffe, da überall mit versammelter Kraft agiert wurde und infolge richtiger Führung des Vortrnppen-Dienstes auf beiden Seiten übcr die Absichten und Marschrichtung des Gegners bald Klarheit gewonnen worden war, die zu Entschlüssen in schneidigem, cavalleristischcm Sinne führen mußten. Das „Angehen" einer größeren Cavalleric-Abthcilung gegen starke Infanterie und Artillerie war ein Opfer, welches zur Deckung des geordneten Rückzuges der eigenen Truppe, und zwar nicht unnütz gebracht wurde, da die Truppe durch die rechtzeitig unternommene Attaque hinlänglich Zeit gewann, in vollständiger Ruhe und Ordnung die Ausnahmestellung bei Drascn-hofen zur Deckung Nikolsburgs zu besetzen. Die Manöver bei Grodcl waren in erster Linie der instructiven Erprobung reglementarischer Formen gewidmet und zeigten die Nothwendigkeit, durch wiederholte Concentrierung größerer Cavallerictörpcr die künftigen Führer und die Truppen mit den eigenthümlichen Formen, Raum- und Zeitverhältnissen der Operationen der Cavallerie besser vertraut zu machen. Betreffs des Pferdcmaterials wäre eine etwas größere Schonung wol angezeigt, denn — obwol der sanitäre Zustand nicht übermäßige Nachtheilsperzente hatte, so machten sich die Strapazen im Aussehen der Pferde trotz der ihnen von. seite dcr Reiter erwiesenen sorgfältigen Pflege schon sehr wahrnehmbar. Bcmerlenswcrth ist noch dcr Umstand, daß jene Regimenter, bei welchen die Filzplatten an den Sätteln schon eingeführt sind, bedeutend weniger gedrückte Pferde hatten. _________ Politische Uebersicht. Luibach, 20. Ottober. Beide Häuser des österreichischen Reichs-ratheS haben gestern ihre verfassungsmäßig Thälig, leit wieder aufgenommen. Im Herrenhause widmete Se. Durchlaucht der Präsident Fürst EarloS AuerSperg den gestorbenen Mitgliedern schwungvolle Worte des ehrenden Gedächtnisses. — Der Präsident des Abgeordnetenhauses widmete dem Andenken des verstorbenen Grafen Anton AuerSperg warme Worte der Anerkennung und Verehrung, die vom Hause mit Bei' fall aufgenommen wurden. Nach Mittheilung der zahl« reichen Einlaufe schritt das Haus zur Erledigung der Tagesordnung. Vor Beginn der Plenarsitzung des Abgeordnelenhauses trat der Club der Tinten zu einer Be» Iprechung zusammen. Dr. Herbst als Obmann des Elubs leitete dieselbe mit einem Hinweise auf die Be« drohlichleit der auswärtigen Lage ein, der gegenüber sogar der Ausgleich mit Ungarn in den Hintergrund trete. Es sei Pflicht der Volksvertretung, zur orientalischen Frage Stellung zu nehmen, und er beantrage für die Discussion der Angelegenheit die Abhaltung einer eigenen Versammlung, die heule staltfinden soll. Der Club stimmte dem Vorschlage be: und wird heute unter einem darüber berathen, wie mit den beiden anderen vcrfassungs» treuen Clubs ein einmüthiges Vorgehen bei Einbringung einer Interpellation in der Orientfrage herzustellen sei. Unter den Mitgliedern circulierle bereits der Entwurf einer Interpellation, doch gelangte derselbe noch nicht zur Verlesung. Minister Dr. Ziemialkowski wurde vom wcst-gali zischen Central.Wahlcomitu in dem Kleingrund» besitz.Wahlbezirle Zeypusch als Candidat für den Landtag aufgestellt. Der „Pester Lloyd" dementiert die Gerüchte "ber eine Demission des Grafen Andrassy entschieden. Seine Politik, sagt der „Lloyd," erfreue sich an maßgebendster Stelle der unbedingten Zustimmung, Sein Rücktritt wäre ohne bedenklichste Krise undenkbar. Daß aber die Action nach Außen durch eine Krise im Innern ein< geleitet werden sollte, sei so widersinnig, daß man es selbst einer Partei, die schon wahrhaft stupende Beweise ihrer Verblendung gegeben, nicht zutrauen darf. Der französische Minister des Innern, He" de Marcöre, ist am 16. d. von sciner Reise nach dem Nord'Dcpartement nach Paris zurückgekehrt. Derselbe hat in Quesnoy bei seinen Wählern eine sehr freundliche Aufnahme gefunden. Das von Wien aus verbreitete Gerücht, wonach England der Pforte bereits militärische Unterstützung zugesichert habe, wird von informierter Seite als u>^ richtig bezeichnet. Das englische Gouvernement steht no« immer in diplomatischen Verhandlungen, welche zu einer Widersacherschaft gegen die bisher gemeinschaftlich ""l ihm handelnden Mächte nicht berechtigen. Die „Times" melden, daß Rußland den eng' tischen Antrag betreffs eines sechswöchcntlichcn Waffe»' stillstanocs bei dcr Pforte als Ultimatum gestellt habe- Die neueste Haltung Italiens Oesterreich gegenüber hat auch in Deutschland einen schr ungünstige» Eindruck gemacht. „Es ist schwer", wird aus Berlin gc/ schrieben, „dem Gefühl der Mißbilligung, welches dtt>c Politik Italiens in unseren politischen Kreisen hervorgerufen hat, einen parlamentarischen Ausdruck zu gebe»' Das deutsche Voll wenigstens hat für die Nolle eines politischen Bravo lein Verständnis. Die Sympathy welche wir für unsern Verbündeten vom Jahre I^bu vor allem deshalb empfinden, weil dic nationale Ein'' gung Italiens nicht nur dcr Zeit nach mit der Begrüß dung des deutschen Reiches zusammenfiel, würdcn >>" cincm Schlage ausgelöscht werden, wenn dic OcriM übcr die Absichten Italiens greifbare Gestalt ailmh'""' sollten." Uebrigens lauten die gestern telegraphisch D"' lisicrten Auslassungen des „Diritto" scyr tleinlniitM-Das der italienischen Regierung nahestehende Ol6 beschwört die italienische Prcssc, von cincr Polemik adz . lassen, die geeignet sei, die guten Beziehungen zniiM Italien und Oesterreich zu trüben. Aus Athen wird dic angeordnete Mobilisierung der gesummten griechischen Armee gcmcldet. D^ Königreich der Hellenen wird sechziatauiend Mann im Feld stellen. ' Ueber die Stimmung in Konstantlnopel lH graphicrt man dem „Standard" unterm 1Z. d..' " herrscht hier eine große und wachsende UnbA " lichleit, und die Hoffnung, daß ein Krieg mit iM°„, abgewendet werden könnte, ruht auf nur s^ ^ Grunde. Die Vollsstimmung gegen Nußland ist "'S"" bitter, und man erwartet während des in nächster V^ beginnenden Beiram.Festes irgend eine triegerischt ^. monstration. Die Türken sprechen jetzt ganz ruhig ihrem Entschlüsse, sich allein gegen Rußland zu wey"^ und wenn man ihnen sagt, daß sie lein Geld für e>,^ solchen Krieg haben, antworten sie, daß ihre Bedim" > nicht nach denjenigen europäischer Armeen bemessen wer . müssen, und man werde finden, daß sie mit alicM, ^ sie wirklich brauchen, versehen sind." Kreuzform nicht zu den seltenen zählt. Auch ein Geschirr von besonders massiver Wandung findet sich da, welches offenbar vermine seiner Form als Schmelztiegel gedeutet werden muß, und es ist geradezu überraschend, daß auch Gußsormen aus Thon gefunden wurden, welche der Form der Bronzebeilr ganz entsprechen. Ein merkwürdiger Fund sind die ttluppmüpfe au« Thon, trommelformige ganz ne,chlosseuc Geschirre, in welchen kleine Tonlügclchen sich befinden, die beim Schütteln des Topfes ein klapperndes Gerau,ch erzeugen. Da diese Thonllappern oder Schellen an den «anten durchlöchert sind, jo scheint es, daß selbe Mag,« wurden. Welchen Zwccl sie hatten, ob als m,mN ^ ^"' °" 5" undner Verwendung, ist unuogllch zu deftlmmen. Zahlreich finden sich auck AumwNttn au« Thon, ?n? ,ogar mit ArÄ ^ Ä"^^""^ ""'t ^ Geschenk eines Jung in jch ^ ,^nte. ^.„ finden Pch ^h°.Mclc von cmer Form, die sie wahr-zcheml.ch als Netzbeschwerer für o.e F.schernetze kenn-zeichnet. Auch Löffel aus Thon wurden gefunden. Das pölz fand im Haushalte der Pfahlbewohner ebenfalls seine Anwendung denn e« fi^en sich Schüsseln aus Holz verschiedener Grche, selbst >.olch? mit ein. geschnittenen Verzierungen. Von Zeug«, einstiger Textil. industrie hat sich blS jetzt n.chts vorgefunden, als ein vaar Stöhne von Faden, die "ncr Bastau anae. horeu und die so zusammengedreht erschemen, wie ^ ^"° Ve^^N « hrunuSmittel ist das auf. ^m^U b jetzt leine Spur eines Getreides ent. d^ w«ide häufig oag^en findet ^ V^«uh u«d ^sogenannte Wassernuß (II^ imwus). lwwbem 5«^ U zwei Stückchen von Aepfeln oer. kohlt, diese die einzigen Stücke, die bisher in verkohltem Zustande vorgefunden wurden, was insoweit bemerlens' werth erscheint, daß bei den übrigen Pfahlfundcn, be« sonders in der Schweiz, die Pfahlbauten durch Feuer zerstört wurden. Nun überging der Vortragende zur näheren Charakterisierung der Thier well jener entfernten Zeilperiode auf Grundlage der vorgefundenen Thierlnochcn. Es wur-den bis jetzt folgende Thiere constaliert: Vor allem der kos bisou, der Wisent; die breite Stirn, die kurzen wuchtigen Hörner und insbesonders die Maßverhältmsse des Stirnbeins zwischen den Hörnern lassen cs ganz zweifellos erscheinen, daß uns Zeugen dieses Thieres vorliegen. Der 1^03 j)rimiß0niu8 lebte ebenfalls damals in unserer Gegend; aber auch gezähmtes Rind, am lockerere» Knochenbaue erkenntlich, halten die Pfahlbauern. Zur näheren Bestimmung wurden die Knochen dieser interessanten Thierfnnde an Professor Willens nach Wien gesendet, welcher über die Abstammung der Riuderrassen cinc Monographie geschrieben hat. Der Hirsch (0olvu8 ßl^uu) muß damals äußerst zahlreich angetroffen worden sein, omn geradezu massenhaft, in dic Hunderte von Exemplaren gehend, sind die Hirsch-tnochen und Geweihe, und zwar letztere von oft riesigen Dimensionen. Ferncrs finocn sich dcr Bär, der Dachs (von letzterem wurden mcist nur ganze Schädel gefunden), der Luchs, der Wolf, besonders massenhaft auch der Biber, ferner die Fischotter, das Wildschwein und das Torfschwein. Ob der Slcinbock vorlam, ist noch zwcifel« haft, doch nicht unwahrscheinlich. Ganz merkwürdig ist auch dcr Fund einer Schildkröte, die in einem einzelnen Ae'uplarc vorgefunden wurde und nicht der Schlamm« Mldlrotc gleicht, die im Moraste vorkommt. Von zahmen Thieren findet sich außer dem!"^ oben erwähnten gezähmten Rind das Schwel«, . Schaf, und zwar in zahllosen Exemplaren oortoM» ^ die Ziege und der treue Begleiter des Menschen -^^ Hund. Und zwar kommen zwei Hundearten vor, ,, Hund der Steinzeit, der vom Schalal, und der Hu" ^ Bronzezeit, dcr vom indischen Wolf abstammt, w«e ^ von Professor Ieitteles in seinem Werk H^ Stammväter des Hundes" nachgewiesen wurde, ^e« lend ist es, daß bei dem massenhaften Vormast des Schafes dagegen bis jetzt keine Spur vo" .^ wolle gefunden wurde, diz von den Pfahlbau^ ^r-selloS verarbeitet wurde. — Vögeltuoche" c^e" den ebenfalls massenhaft gefunden, doch harre«: d ^^li noch der näheren Bestimmung. Fischtnoch'^,, t»cc sich ebenfalls in Masse, und zwar Wirbellnoche" ^m's seltensten Größe. Auch hier wird die nähere ^'^ all<0 mehr Licht in die Sache bringen. Endlich h"! ' ganze" der Mensch der damaligen Zeit gesunde»', .' AHä^ drei Schädel, und zwar ein Schädeldach, k'" zluße^ eines Erwachsenen und dcr Schädel eines Ki"d^' ^oe» dem auch Extremitäten. Diese Mcnschenschadel ^ an die anthropologische Gesellschaft in Men ^ti' wo Autoritäten und inöbesonders HofratY ^^^nge" tan Sty, der sich hiefür sehr interessiert, "">' ^ ^l über die interessante Frage über die Men>chc.. damaligen Zeit geben werden. slnlvese^? An diesen lehrreichen und von de" " ^ d^ mit größter Spannung verfolgten Vortrug "H^.M Redner nun eine nicht minder lehrreiche ^y"^,, dtt jener Zeit und jenes Volles, von dessen «""" Slld zahlreichen Reste ein so lebhaftes und reichbeweg" geben. 1921 rend bl?., 3 ^ Süd.Carolina gibt 'S fortwäh. Neib-n 2 busan'U'enstizße zwifchen den Negern und V « ^" "nem solchen kam es auch. wie aus New-s?" Meldet w,rd. am 10. d. M. in Reunion b«i wel^ . "^ i " ^kgtr feuerten auf die Weißen, von vcrw .^ '"" °uf dem Platze blieben und vlerzchn '°ch C rl3w^'' ?/ °"'eariffe..en Weißen zogen sich t)m? «si V ' « zurück, von wo alsbald eine Abtheilung .. ^"bewaffneten Mäonein „ach Reuxion aufbrach, Gagesnemgkeiten. f. '".^H"" bschreiben.) Der baicrischc Künig hat deu v°!!nbr,luntt!, Lnbmtyr in Wien bmch nachstehende« Handschreiben «u«geje,chntl: ^Hcrr Fabrikant i»obmeyr l Sie haben an der Spitze zu Wien gebildeten lomilo« sllr die deutsche Kunst« u»d un°2t«tr Ludwig. Ber«, 14. Oktober 1876.« '- lUns err Lavallerle.) Ueber die großen Manöver uierer Kavallerie an der Thaya schreibt die „Schweiz. Allgcm. ^.' Uarzeitung": „Da« Urtheil einrss fremden Zuschaun« ilber . "^ulmde caoalleristische Leistung der österreichischen Armee !°« < ^ ^^" °"^' ^ll die Führung bei beiden Theilen tadcl-lei/ l ""füglich war, und daß alle Escadronen bcl der Attaque ^'chlofstt, ritten und von geradezu wunderbarem Aftprll waren. n<> ^^ coupierten und aufgeweichteli Bodens ist niemand ° > W u„h ^ ^^ ^, VsNtta.„llll/„ von so bedeutenden Eaval» "ltlürpern sehi bemerkcnswerth ist — war nicht ein Unfall zu ' °>l"'; der sprechendste Beweis der tüchtigen Ausbildung und "Wendung der österreichischen Lavallerie. Die österreichische "allerie h,t ^^^^ ^^ <,„ch sie in dem Streben nach Forteilten auf ihrem Gebiete nicht zurückgeblieben ist und daß sie «,'^°" iehtr. auch im 1806er Felbzuge, ruhmvoll eingenommenen °" °uch fernerhin behaupten wird." ^ ^ ^a« drittgrößte Teleskop in Europa), geh, ^^""llloiium der ueucu wiener Sternwarte bestimmt, Telei,^^"'U lnucr Vollendung entgegen. Diese« Niesen« in <> °^ ^^^ im Auftrage de« Uulernchtsministerium« in Dublin l'W »" °n»efenigt und lostet »0.000 st. (8000 Pfund Ster- "' ^« soll bis Ende Dezember in Wien eintreffen. Hy. "" l Die Fledermaus.) Die reizende Operette von MM Strauß: «Die Fledermaus", erlebte am 17. d. M. im ^ "ander WieniuWien ihre hundertste Auffllhnmg. Esistbc. ttenswerth für die TheoterverlMlnisse Wiens, dc>ß diese Operette, "Hl jn Hamburg scho» lange die hunderlst c, in Berlin die ä^eihundertNe Aufführung bestanden, in der österreichischen Residenz» llllbt erst nach dnllh>>lb Jahren — die Operette wurde um 5. April ^74 zum erstenmale gegeben — die hundertste Aufführung erlebt. Der Abend brachte Johann Strauß die lebhaftesten Ovationen »nd Beweise der seltenen Vclicbthcit, die er genießt. Als der llümpositeur, der die Aufführung selbst leitete, im Theater crfchicu uud an da« über und über mit Blumen nnd Kränzen bedeckte Lirigenlenvult trat, wurde er vom Orchester mit einem Tusche und vcn dem fehr zahlreichen Publikum mit cincm miuulculaug anhaltenden Beifallsstürme empfangen, der sich zum Schlüsse der Quverture wiederHolle. Jede Nummer wurde mit raufchcudem Applaus ausgenommen, ja felbst während der Ouvertüre erhob bch anhaltender Beifall, als der charmante Walzer intoniert wurdr. ^ Die Funde gehören in die Steinzeit, in welcher sich ^ Jahrtausenden ein Voll angesiedelt hat, welches von M'Fischfang und Viehzucht lebte und in Verfertigung ^ Waffen und HauSgeräthschaften eine bcachtcnSwerthe ^llgleit und Findigkeit besaß, ja bereits einen leb H>ltn Formen, und Schönheitssinn bekundete. Dasselbe y" Überging in die Bronzezeit, da ja der Uebergang ltsi^ 5"Ul der Waffen und Gerälhfchaftm deutlich HÜt »ich ist. Wann diefes Voll lebte, die Frage der »en,/. ' unbestimmbar, es mag wol vor Jahrtausenden ^cck " c«'^"- ^^uen Anhaltepunkt gibt uns die auf. dot« Nomtrstraße, die von Kremenza nächst Brunn, 'nach Babnagoriza führe. Diese Römerstrahe ruht '"it s.l'' ^ zur Römerzcit bestand bereits der Morast Mam w 7°^bildung, da ja die Straße auf den Torf l«'back,r ^ daraus folgt auch, daß das Wasser des »«en ltt tckens nicht plötzlich und nicht fchnell ab. hüll« D « m, ^ ja leine Torfbildung stattgefunden W,z «,b°,s^ ^orastbccken war gegen das Savcbcckm ^lt er in, Ä'"'' """ ^"bet nicht einen einzigen Slein, ^ "so d« «'^ ^^ Savebcclens vorkommt. Dies führen »nx"!v "° lich die Geologie und Anlhropulogie "". dur'ä» «,« ^"lgabe dieser Wissenschaften wird es >« die O "^ Du^f°rschu»'g des Untergrundes und » benstlben n«^ ^'^""^ ^" vorgefundenen Konchylieu ^r des eins?.« ^I"lllärungen über das geologische i . Der P« "" Sees zu geben. schloß seinen außerordentlich wir leider nur mit Berück. mallem Beifall? .^HW wiedergeben können, unter M ^"schewar üb°^""esenden. b«r Regierungs. "^er^Versammlung auszujprechen. ! Nach dem erst<-n Acte mußts Strauß wol ein halb duhendmal ^ auf der Bühne rrschnnru und eiln' große Zahl vou pluchlvolleu Kränze:: und Vlumcuspendcn in Empfang nehmen. Nach diesem Acte wurde der Eompositeur in die Hoftogc zu dem Hcrru Erz herzog Wilhelm befchiedcn, der sich auf das freundlichste und anrllcnnmdfle über die Vühnenwerle drösellieu aussprach. — (Einige Betrachtungen über gro ße Schlachten.) Die Schlacht vou Klini^grätz hat in Äezug auf die Oesammtmafse ^ der betheiliglen Truppen die gröhlen Schlachten der Nenzl'it > llbertroffeu. Während bei Leipzig 24<>(>00 Verbündete und 140,000 Franzosen, also zusammen 380,00c> Mann, bei Wagram Ä»0M0 Franzosen und 140,000 Oesterreicher, zusammen :^0/<0l> Mann, bei Solfexiuo 150,000 Oesterreichcr und 150,0 0 Hjerbündcle, zusammen 300,000 Mann, bei Burodiuo I30,0<)0 Frauzosc» und 120,000 Rusjeu, zusammen 250,000 Mann, ln'i Bcllr-Älliauc 40,000 Preußen, 54,000 Verbündete und 75,00>» Frauzosen, im ganzen 180,000 Mann engagiert gewesen smd - habeu bei Üöuiggrätz 220,000 Preußen gegen 200,000 Ocslerreicher s,cfochtcu, im ganzen also 420,000 Manu am Kampfe theilgeuummc». Die Zahl der Geschütze ist dagegen bei Leipzig die größte gewesen, sie betrug dort 2<»00, nemlich 1308 auf Seite der Vevbiiudclni «00 auf französischer Seite. Bei Küniggrätz warn» 1620 Geschütze thätig: 820 bei den Preußen, «00 bei deu Oesteireichern. Dauu schließt sich zunächst Golfermo an mit 1200 Geschützen, von welchen die Oesterrcicher 800, die Verbündeten 400 geehrt haben. Die Verluste au Mauuschaften (todt und veraundet) walcn am stärksten bei Leipzig, uemlich 100,000 Mann, 5<>M0 Maun auf jeder Seite. Dann kommt zunächst Borodiuo, wo W,000 Manu, auf jeder Seite 30/00 verloren wurden. Bei Belle »Alliance betrug der Verlust für Preußen 7000, für die Verbündetcu 20,000, für die Franzosen 19,(100 Mann, insgesammt 4«,000 Mann, bei Wagram beiderseits 25,000 Mann, zusammen 50,000 Mami. Die Schlacht von Köuiggrätz steht ziemlich der bei Solfcriuo gleich; iu der letzter» verloren die Oesterreicher 13,000, die Verbündeten 15,000, bei itöniggrätz die Preußen 10,000 die Oesterieichcr 20.000 Mann, der Verlust betrug also zusammen 30,000 Manu. — (Life« bahnw ag eur iid er au« Papicr) hat dir „Nmcrilauische Wagenrad.Gcsellschast zu Hudsou", Ncwyorl, auf der Philadciphiai-AuSslcllulig iu drei verschiedenen Sorten von 30, 33 uud 42 Zoll Durchmesser auSgcstcllt; dicfe Rtlder habrn Stahllrtinze (t^r«8) mit einer nach luncn gerichteten Flantsche und einer guhciselnen Nabe. Zu jeder Seile des Radtrauze« und der Nabe sind "/,« Zoll starke Schmiedc-Eism- oder Stahlplaltcn angebracht, und der Raum zwischen diesen Platten ist mit cum» primiertem Papier auSgcslllll. Diese« Papier besteht aus '/«Zoll dicker Slrohmasscpappe, die mit Roggcnllcifier zunächst zu Scheiben von V2 Zoll Dicle zusammengeklebt wird; die letzteren werdcn einem Drulle von etwa 400 Tons während ein?« sünsstündigcn Zeiträume« ausgesetzt und sodann iu hcißer Lust getruckint. Hirrnuf ivliden die '/»ziMigeu Scheiben iu derfelbr» Weise miteinander vllbunden, bi« man Scheiden in der gewünschten Ställe von 3'/, Zoll erhält; diese Scheiben werden grprcbl, »elrollnet und abgedreht. Man lreibt liun deu Rlldlranz auf und nietet die Schmiedeisen» oder Stohlplalteu mit -'^zülligen Bolzen auf. Ein alle« Rad ist ausgestellt, da« unter einem PullmaiM'Wagcn 312.000 culllischc Meile» zurückgelegt hat. fokales. — (Zur Errichtung eiuer Wertmcistcr-schule in Laib ach.) DasHaudrlömimsterium hat der Han-dels, und Gewcrbclammer inLaibach nutgclhcill, daß e« mit Interesse von der mit dem Berichte vom 30. September I. I. abschriftlich mitgetheilten Eingabe Kenntnis genommen hat, wclchc die Kammer in Angelegenheit kcr Errichtung einer Werlmcistcischule in Laibach au das l. t. Ministerium sür Eullus uud Unterricht gerichtet hat, und daß dasselbe nicht uutcr« lassen wird, bei sich darbietender Gelegenheit den Wuusch der Kammer beim l. l. Untcrrichtßministctium der Vcrüssichtiguug zu cmvfchlm. — (Ein neuer Erfolg unserer Musikschule.) Wie uns aus Wieu mitgetheilt wird, hadcn diesenagc abermals zwei absolvierte Musilzögliuge der .aibacher Ph'harmouischen Gesellschaft ihre Aufuahmöpnifuug in dru Ansbildungscurs des wiener Conservatoriums mit Auszeickuunc, bestanden. Es sind dies Frl. Iama uud Herr Iaschel, zwei aus der illavierschule des herin Zöhrer heivorgrgangeue reichbegabte musikalische Talente. — (Die Prüfungen an der hiesige« Huf, bcfchlag- und Thicrheila« st°lt). denen jedermann beiwohnen darf, wnden am 2 3., 2 4. uud 2 5 d. M. abgehalten werden ; und zwar am 23. v o r m: tlags uns der Thcorctit dc« Husbeschlage«; nachmittags au« der Viehzucht, Gcdurlölchlr, gerichtlichen Thicrluud: und Fleischbeschau; am 24. vormittag« au« der Anatomie uud Physiologic dcö heimischen Viehes; nach. mittag« au« der Behandlung äußcrlichcr uud innerlicher Klanl» heitcu; am 25. vornnMgS au« drin praktischen Hufoclchlagc und nachmittag« au« der lhierheillundlichln «olauil. — < Subvcnt: o u.) Filr die t. l. pnv, Kroupriuz Nudolf - Äahn wurde im Staatsvollluschiügr pro 1877 ein vierpcrzeutiger Staatsvoischuß im Vctragc von 5.038,000 fi. eingestellt. E« repräsentiert dicö eine um 58,000 si. hijherc Subvention, al« die im vorigm Jahre vcwilligle. — (Einführung eiuc« ucuen Eifrubahu ta rife«.) Die Dircctwu der t.l. priu. Südbahngchlljchafl hat die Handel«« und Gcwerbelammer in Lai bach hicvou velstau« digt, daß mit 1 5. Oltober d. I. der Nachtrag IV zu den lrglemenlarifcheu Vcstimmnngcn und Tarife,, silr den direclcn V>rlchr zwifcheu deu Stationen der Südbühn: EoinwnS, Fiumc, Gürz und Trieft einerseits uud den Stationen der baienfchcu Slaalsbllhn. der böhmischen Westbahn, der WUrttembcrgischcn und badischm Vahn :c. andeltlscils via Vrenncr-Hufstein vom 1. No< vember 1871 i» Wirksamkeit tritt, und baß vom gleichen Tage an Kis lluf weiteres t»e Artikel Honig. K^eesumi'!!, Knuppern, Wachs und gedörrte Zwetschken vu« Lai bach nach sämmtlichen im obige» Nachtrage enthaltenen deutschen lc, Stationen viaPu-sterlhal zu den betreffenden Frachtsätzen der Stadt Trieft dirccte abgefertigt werde,,. — (Selbstmord.) Gestern nacht« hat sich in der hiesigen ZuclerfabrilSlasenic ein Feldwebel dctz lieim'schen Infanterie« Negimrnt« Freiherr von Kühn Nr. 17, Namens S ch c f c z i l, erschossen. Der Unglückliche jagte sich mit seinem äranschen Gewehre eine Kugcl mitten durch den Kopf, so daß er »nsolgc dessen fust augenblicklich verschied. — (Zum Raubmorde iu Wien.) Wie ein in den gestrigen NachmitlagSstunde» nach Laibach gelaugte« Telegramm mcldel, wurde der Urheber dc« an dem Geldbrieftläger I. Guga am 18. d. M. im Aziendahofe iu Wien verübten grauenhafte», Nnubmordes, der feit drei Tagen bekanntlich ganz Nleu in Auf« regung erhält, gesteru m der Person eines gcwlssm H. Fran« cesconi iu der Franzensvcste verhaftet. Der Raub» mördcr halte sich uach dem mit seltenem Nasfinemeul verüblen Murdc zunächst nach Klagensurt und von dort, nach kurzem Ausmlhultc, nach Tirol begeben, wo er endlich infolge der riit Umsicht und Naschheit eingeleiteten VerfolgungSmaßrcgeln in der Franzensveste von der Hand der Gerechtigkeit ereilt wurde. -Unter den vou ihm seinem Opfer abgmommrnen GeldbrirltN befindet sich, einer Verlautbarung dcr wiener Poftdircction zusolgc, auch ciu c>m 17. d. M. volmttlagö bc>m Postlll.lte in i! a i b a ch au die Depositenbank iü Wien ausgegebener Geldbrief mit einem declarirrtcn Wnthmhallc von 349 fi. 69 kr. — Wie wiener Blätter m.ldc», Hai dcr gr^u.uhalle Vorfall in den lei-teudcn Posttrciseu bereit« dic Eüliagung dcr Frage angeregt, ob hinsichtlich größerer Gcldscnduugen in Hinlu„st uichl ei» audcrer ZustrlluugsmoduS, als dcr bisher geübte, einzuführen wäre, uud soll mau sich mehrseits dafür ausgesprochen haben, daß dieselben forlau bloö avisiert und von den Parteien perfönlich am Poft-anite behoben werden sollm. In Verlin und Hamburg sollen Geldbriese gleichfalls bereits seit Jahren im Wege eines von Haus zu Haus dmch die Stadt fahrenden Postwagens zugestellt wcrdcn, dessen Postillon stet« auf die Rückkehr des betreffenden Bricfträgels zu warten hat, der nie mehr als die fllr ein Haus bestimmten Briefe bei sich trägt. — (Die Weinlefe) in den slovenischen Theilen der Sleier-mark ist gegenwärtig theils noch im Gange, theils schon beendet uud läßt im allgemeinen leinen sehr ungünstigen Ertrag hoffen. Namentlich gilt dies mit Vezug auf die bstlichen Striche, die vom heurigen Frost uud selbst auch vom Hagel weniger zu leiden hatten als die westlich gelegenen, Auch in Bezug aus die Qua lit a versprach der heurige Jahrgang besser und süßer zu weiden, alS man vor 4—6 Wochen noch gehofft hatte, da die letzversiossenen fchönen Oltobertage wesentlich zur Uieife der Trauben beitrugen. — (Zum Pret» i l b a hiiP roj ecle.) I» der am 19. d. in Wien ftatlgcfunoeneil Eröffnungssitzung deS A bg e o r dn e t en » hniise« wurde dci Vcrichi deS Cisenbahnaueschusses llber die NcgicruligVvorlagc betreffend die Herstellung einer Eisenbahn von Tnrvis im Nnschlussc an die itroupriiiz Rudolfsbahu über de» Prcdil nach Gorz zur Verbindung mit der Slldbahn iibcr' reicht. Der Eisenba^uausschub Hal bei der Berathung der Vorlage übcr die Predilbah« von der Piüfung deS ProjecteS iluch d:r tcchnifchcn Seite hin völlig abgesehen. Er hat in der wi,th» schaftlichcn Veurlheilung der Vorlage ausreichende Momente ge-jünbcu, um ein dcfiiiiliv^S Volum zu fällen, und hat deshalb ein nähcrcö Eiugeheu auf die technische Nalur des Projecles für llbcr-siUssig erachtet. Mit um so größerer Aufmerksamkeit hat dei Ausschuß dic Frage, ob dci Bau der Predilbah« iu polilisch.militäri« scher und voltSwirlhschasllicher Beziehung ULthwenbig sei, der Erwägung unterzogeu uud ist nicht etwa blos in Berücksichtigung tcr fiiianzlcllcu Lage deö Staates, foudern hauplsächlich auch im Hinblicke der Entwicklung des triestcr Emporiums zu dem Entschlüsse gelangt, folgende Anträge dcm hohm Nbgeordnctenhause zn ein» pfchlm: I. Dabsclbc wolle dcn Bau der in dcr Regierungsvorlage bcülff.iid dcu Bau neuer Eisenbahnlinien im § 1, H,, Hauptbahnen, Punkt 3, beantragten Hauptbahn von Tarois im Anschlüsse an die Kronprinz Rudolfsbahn llber den Predil nach Gürz zur Verbin« dung mit der Südbahn uud die für diesen Bau beantragte Summe vou drei Millionen Gulden nicht bewilligen. II. Die hohe Re« gierung wird ausgcfordrrl, dahiu zu wirken, b°ß durch da« Zustandekommen eines Mitbenützungsocrtillge« zwischm del Sllbduhu uud der Rud°lf«bahu sür die Strecken ^aibach-Trieft uud durch Rcgelung dcr Tarifc, cvcutuell auch durch o°m Staate zu gewährmdc Frachtresacticu au diese beiden Bahucu sür den der vrojcclierlm Prcdübahn zugeschriebenm Gütcrverlehr die Handels« interesscn Tcicsts gejürdcrt «nd dic Wünsche dieses Emporiums cutsprecheud gcwüidigt werden. — (Vcrmuthliche Br ° ndlegun g) Nm 2. b. M. kam auf dcm Heudodm des Grundbesthci« Iofef Anbrejiii iu Uuterdule, Gemeinde St. ^^^.,^ 3'"We7h'e^^ g'.ch,aUS au, de7erw^..en I«m°« M' ^i° «rafgertchMchc Unttrsuchun, gegen densc.be« ifi b«ci.« c.ngeletM. 1922 — tSchutz gegen die Reblaus.) Wie ein Vericht der französischen Akademie der Wissenschaften behauptet, soll man sich gegen die Reblau« dadurch am besten schützen lonmn, daß man zwischen den Rebenreihen Mai« Pflanzt, da die Reblau« letzteren angeblich vorzieht und daher im angegebenen Falle d?n Weinftock sofort verläßt, um sich am Mai« festzusetzen. Eine« Ver, suche« ist dieses, wenngleich nicht sehr wahrscheinlich klingende einfache Mittel immerhin weith. Theater. (—F.) Die letzte Mittwochsoorstellung bildete Rudolf Kucisels Origmal'Preisluftspiel „Die Antl-tantippe oder Krieg den Frauen." Die Eomüdie ist schon aus den Vorjahren an unserer Buhne als ein „Lust" — spiel im eigentlichen Sinne de« Worte« belannt, ausgestattet mit einem so reichen Materialc uon lomischcu Effecten, daß man damit wol mehrere der jetzt bühnen-üblichen Products der lachenden Muse ausstatten könnte. Nichts» destoweniger verschanzte sich unser Theaterpuvlilum auch an diesem Nbende hinter seine gewohnte Nescroiertheit, die es dem Con» versationsstucl fast stet« entgegenbringt und un« auch diesmal in allen Theilen auffallende Lücken erblicken ließ. In diesem Genre werden eben auch in Zukunft alle Bestrebungen der fleißigsten Vühnenleitung erfolglos bleiben und wir können e« daher nicht oft genug mit Vcoaueru constatieren, daß iu Laibach da« Interesse lle 10 01, uugarische «lrcditllcm» 110 25. österreichische ssrancobanl - —, österreichische Anglo?»« 7125, Lombarden ——, Uuionbaul 51—. ausiro-orient»"!^ Van! — —, Lloydactm, —---, austro-ottomauische Vanl —'''I' türkische Lose 13 — , Communal - ««lehen 93 50. EgYptM ,—'—. Flau. l——--------—------------------->----—------—-"^ Handel und WolksmMchaMches, Wochenausweis ver Nattoualbank. Derselbe lve'st im Verhältnisse zu dem der Vorwoche folgende VerändenM' aus: Banknoten-Umlauf fl. 299,564.550, Zunahme fl.4.547.91". Giro-Einlagen si. 244,314. Zunahme ft. 86,285; einzuldslN" Vanlauweisunll.ru und anderc fällige Passiva fl. I-^,^' Abnahme fl. 415.962; Metallschatz st. 136.591,518, Z"M" si. - ; in Metall zahlbare Wechsel fl. 12.045,089. Zu«°U fl. 106.792; StaatSnoten fl. 724,171, Abnahme fl. 490,/"' Escomple fl. 131.817.891. Zunahme fl. 4.363.772; Darlcyc' fl. 28.644.400. Zunahme fl. 4,300. Verstorbene. Den 15. Oltober. «nton Merz v. Merzthal, t. l. O^ lieutenant in Pension. 55 I., am Main 3lr. 4, Lungentubercm^ Den 16. Oltober. FranMa Nichter, Mechnlings-"'' clals'Vattin, 36 I,, Deutsche Gasse Nr. 7 neu, Entartung ° Unterleibsorgane. — Karl KlolM, Victualienhändlers.Kind, 1°"" Vlathhaus.Platz Nr. 3. Lonvulsioneu. .» Den 18. Oltober. Johann «under. Hausbesitzer, 3^ Inquisitiontzhaus Nr. 28, Gehirnödem. — Mileva Hribar, „^ via".Generalreftiäsentantens»Kino. 1 M. 3 T.. Nathha,l0'p', Nr. 10. Atrophie. — Jakob Sollic. Sträfling, Casicllbclss 9".^ iwngcntuberculose. — Ioh. Nep. Orel, gewesener HaudelöM« ) 44 I., Grubergasse Nr. 1, Lungenödem. — Franz Eacat, bU ^ Bäckermeisters- und Hausbesitzerö-Kind. 2 I., Mmerstraße'"-Scharlachbräune. ,,.^r, Den 19. Oltober. Thomas Stermlan, TaM^. 53 I., Civilspital, organischer Herzfehler. — Maria Mazi, ->" tutsarme. 7« I., Civilversorgungshauö Nr. 7, Altersschwach«-^ Angekommene Fremde. Nm 20. Oltob«. , Hotel Slaltt Wien. Iuckermann, Oblal Oplatel, PH, Buchsbaum und Wechsler, Kst., Wien. — Hausn«. Kfm., W bürg. — Ehrenreich, Ponowitsch. — Nooat, Pfeideh^ Eottschee. ZM« Hotel Elefant. Vehovec, Hdlsm., Arch. — Dvornil, HdM''" chenburg. — Petrich, Kfm., Fiume. Hotel Europa. Spieler, Ingenieur, Steyer. ^„sielet, «obren. Tschoppl, Privatier, Innsbruck. — Klein, b^e"' Eilli. — Schwarz, Marburg. — Hörmann, Privatier, Kaiser von Oesterreich. Wodraschla, Museumbestl)er.^O^>-' Theater. , Heute: Die Fledermaus. Komische Operette in " ^l nach Meilhac und Halevy's „Revcillon", bearbeitet uon ^ ^ uud Richard Gen6e. Musik von Johann Strauß^^- Meteorologische Aeobachtungeu iu Laibach^. ^ Z "K Bl ß? " ^k H 7iI?'M^^731^^ii^' D7sch»väch bew'llilt^ lö.°« 20, 2 „ N. 731.Ü7 -f- 9.» O. schwach Regen 5^" 9.. Ab, 733.,, -!- 7.1 O. schwach bewölkt z,,, Morgens die Nlpeu etwa« gelichtet, dauu zunehmen"^ wüllung; von Mittag bis abends acht Uhr ausgiebig" / regen. Da« Tagesmitlel der Wärme -l^ 9 4", um 1'4° """ ^ Normale. ^ Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Va "^5^ Nörftnbencht. Nwlis/beb?^ ^^"' "" '" """"'^" ^kwegung uud in ihrem «sien Theile in entschiedener Vaifse. Spater trat ein Umschwung ein, welcher b" ^"" Mal» ^ / ^tlb ««« «ebrnar.! ««»« (.....^'^ «; K0 «nle 1»»» ^ « . - v4b0 H475 '""' ,z?!........24« - 254 - ' ,333........102 50 104 50 O!m«nen-Ps°nbbri«ft '. '. 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Vodeneredit . . . 106 50 107 - », .i ^' . . 1° ^ll Jahren K9-75 90 -jNotioualbaul i!. W. a^.^ o«. U°g. «odeucredit...''- A^? ^^ Prioritiite». ytrb.»»iordb.,G...... i«3 kn ,n^. Val.K«l.Lubwi«-B.,i.Em ' 977? «3.^ Oesterr. Nordweft.«. . °?^ Vi,d,nl!nr«lr . . ' ' - ^-- u^o St°°l«,l.°b°----------' ' ' ' ,55.11 ,b87b VÜdbahn 5 8«/....... 112'^ ghlll' « b'/. . . . . »b" ^..< Güdbahn, Vond«..... ^'^ 59'^ Ung. Oftiahn....... ^'^ Rudolfs-L......... " * «°g«bur»......... "I ß H H°«nbur».........H.«b l«z. ß London .........5a8b ' Paris .........^^ Dutaten .... 6 ft.- lr. b'»gg < »iapoleonsd'or . . 10 ^ 07 , 1" " Deutsche Reichs- «, . sb " Silber .... 105 „7^ > ^^ -«raiuische Trundentlastunee^blig""« ^ Vri»«tunNernn!,: »tll> 9N'— >""" . «^«»^.^«^U^M»^^^^ ««>«„«.. «47° di, «4 9«, «l.»i. N5'.. «. l.5-«5, «u«>° 72- «« ?«°, w.d°» >2->«> »« "'