Äs)^4 CH/^!^/ Plilnumtlati on »pici»: Im «lomptolr ganzj. ^»^, .^Q^.^^. ^^ z^»' .^ ^ Ins«rtl on« gebül: Fll« llline Inserate il» ,n ^ ^^<->c^ "tl. ^0/. "- "' h'lbl. si- »5° y"r Uc Zustellung in« H.u, Dt^Nvltlll. 1l . S^I^MNe^^ ^ >^"«° ^ " ' «'^er« V« Z«il« 6 ll., bei ö,tev«n 1 >i><.^ Amtlicher Theil. Kaiserliches Patent vom I.September 1883, betreffend die Einberufung der Landtage von Gali- »'en und Lodomerien mit Krakau, Oester» le'ch ob der Enns. Mähren, dann des Land- tages von Trieft mit seinem Gebiete. Wir Frau) Joseph der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich; ^>"g von Ungarn und Böhmen. König von Dal. matten, Kroatien, Slavonien, Galizien, Lodomerien ^l> Illyrien; König von Jerusalem :c.; Erzherzog von Oesterreich; Grohherzog von Toscana und Krakau; 9"zog von Lothringen, Salzburg, Steyer, Kärnten, «ram und der Bukowina; Großfürst von Sieben« ,l?«!>' Markgraf uon Mähren; Herzog von Ober» ,, ! ^leder-Schlesien. von Modena, Parma, Piacenza und Vuastalla. von Auschwitz und Zator, von Teschen, «uaul, Naqusa und Zara; gefürsteter Graf von Habs« °urg und Tirol, von Kyburg, Görz und Gradista; ^"l'i von Trient und Brixen; Markgraf von Ober. ""^ N'eder.Lausitz und in Istrien; Graf von Hohen-<^?2' Feldlirch, Bregenz. Sonnenbcrg lc.; Herr von M' vou Catturo und auf der windischen Mark; ,5. ".nwojwod der Woiwodschaft Serbien lc.«.lc., Mn lund und zu wissen: a?l <6°Wnde Landtage sind für die nachstehend fest. einl? c ^"se in ihre gesetzlichen Versammlungsorte "Nverusen: Lodn^" Landtag des Königreiches Galizien und den 15 ^" ^"""t dem Grohherzogthume Kcakau für der ss^?.!'^"s des Erzherzogthum« Oesterreich ob "er ^nns ftlr den 17. September d. I.; y_ 0er Landtag der Markgrafschast Mähren für den ^- September d. I.; . der Landtag von Trieft mit seinem Gebiete für °en 8. Oktober d. I. . Gegeben in Unserer Reichshaupt- und Residenz- !M Wien den zweiten September im Eintausend "Münder! drei und achtzigsten, Unserer Reiche im Wns und dreißigsten Jahre. «. Franz Joseph m. p. ^aaffe in. p. Ziemiatkowfki m. p. Falken« s^n m p Prazäk m.p. Conrad m.p. Wel-'ll»heimb M.P. Dunajewsti in.p. Pinoin.i). Se. k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. August d. I. dem ordentlichen Professor der Mineralogie an der Universität mit deutscher Vortragssprache in Prag, Oberbergrathe Dr. Victor Ritter von Zepharovich, in erneuerter Anerkennung seiner verdienstlichen Wirksam« keit im Lehramte und in der Wissenschaft den Titel und Charakter eines Hofrathes mit Nachsicht der Taxen allergnädigst zu verleihen geruht. Conrad-Eybe3feld m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. September d. I. den L^ndeSqerichtsrath n, Graz, Dr. Rudolph Schwach, zum Rathe des steiermärkisch-kärntnerisch-krainerischen Oberlaudesgerichtes in Graz allergnädigst zu ernennen getuht. Prazäkm.p. Am 7. September 188l! wurde in der l. l. Hof« und Staats» dructcrci in Wirn das XI.1II, und Xl.1V. Stiicl des Reichs-gcschblattes, vorläufig bloh in deutscher Ausgabe, aus» gegeben und versendet. Das XI.III. Etü6 enthält unter Nr. 145 die Verordnung der Minister des Innern, des Handels und des Ackerbaues vum 3, September 1883, betreffend die Marktordnung für den Wiener Ccntralviehmarlt in St. Marx. Das XI.IV. Stück enthält uuter Nr. 146 das kaiserliche Patent vom 2, September 1883, betreffend die Einberufung der Landtage von Galizien und Lodomerien mit Kralau, Oesterreich ob der Enns, Mähren, dann des Landtages von Trieft mit seinem Gebiete. (,,Wr. Ztg." Nr. 206 vom 7. September 1883.) Am ?. September 1883 wurde in der l. l. Hof« und Staats-druclcrci in Wien die italienische, bühn,ische, polnische, rnthenische, slovenischc, kroatische und romanische Ausgabe der Stüctc XXXIV und XXXVII des Neichsgcsehblattes ausgegeben und versendet. Erkenntnis. Das t. l. Landesgcricht Wien als Pressgencht hat aus Autrag der l. l. Staatsanwaltschaft erkannt, dass der Inhalt des in der iu Wien erscheinenden periodischen Druckschrist „Deutsche Worte", polilische Zeitschrift für das deutsche Volk in Oesterreich Nr. 17 vom 1. Seplcmbcr 1883, enthaltenen (ersten) Artikels mit der Aufschrift „Die Polizei iu Oesterreich,, in der Stelle vou „dem gegenüber wiederholen wir" bis „öffentlicher Unruhen genannt hat" das Vergehen nach 8 390 St. G. begründe, und hat nach tz 493 St. P. O. das Verbot der Wcitervcrbreitung dieser Druckschrift ausgesprochen. Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote für Tirol und Vorarlberg" meldet, der Kirchen« uorstehung von Maria«Thal, Gemeinde Kramsach, zur Kirchenrestaurierung eine Unterstützung von 100 st. und den Feuerwehren in Hittisau und in Elmen eine Unterstützung von je 80 st. zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die „Kla-genfurter Zeitung" meldet, dem Comite zur Erbauung eines Schießstandes in Völkermarkt 100 fl., der Gemeinde Treffen zur Anschaffung von Feuerlösch< arnb ^ ""s der riesigen Mannesgestalt mit dem u "Uen Strohhute, der das Gesicht völlig beschattete den l / ""^ Tt)eil des langen Bartes sichtbar wer-N'ckt i-« < !" llang es noch einmal von ihren ""d Kaum! ÜV .""e der Iubelruf eines von, Schmerz Grcchesnächt " H"ä"'s "«ch langer, düsterer Es gibt Stunden, Augenblicke im Leben, die jeder Beschreibung spotten, in denen sich der Mensch in einem Chaos von Empfindungen verliert, das ihm die Sinne raubt. So ergieng es wohl diesen beiden Men« scheu, die sich nach Jahren endloser Seelenqual in der Fremde wiedersahen. Im ersten Moment war der Mann gegen die Thüre getaumelt. Als das Mädchen am Fenster bei. nahe zusammenbrach, da eilte er zu ihr hin: „Marie! u Marie!" Sie legte die Hände vor das Gesicht. Ein leises Schluchzen erschütterte ihren Körper. Sie sah uicht den Blick, der auf ihr ruhte, in dem weder Groll, lioch Feindschaft, noch Hass aufloderte, dafür aber ein mildes Leuchten, wie diefe Augen es nie ausgestrahlt, in dmen einst die höchste Leidenschaft und tiefste Er-bilterung emporgeflammt. „Sagt mir doch, welch ein Wunder Euch ge-rettet, wo ich sechs Jahre Euch für todt betrauert, nachdem Ihr mich an« orm See gerettet?" klang es jetzt von des Mädchens Lippen. Sie ließ die Hände von dem Antlitz fallen und sah zu ihm auf, um dessent-willen sie so viele Leiden durchgekämpft. Er fchien den Blick nicht leicht zu ertragen aus dem Antlitze, in das stiller Gram seine Zeichen eingeprägt. „Das Wasser trieb mich ans andere Ufer, als ich even gemeiut, unterzusinken. Da schleppte ich mich mühsam hinauf bis zum Mönchskloster. Dort fand ich einen Wanderburschen, der weit über die Berge kam und in der Kirche vor dem Wetter die Zuflucht suchte. Er gab mir aus dem Bündel trockene Kleider. Ich schenkte ihm die meinigen, die er sehr gerne nahm." Burghart schwieg. „Und wus habt Ihr weiter gethan? Warum seid Ihr spurlos verschwunden? Weshalb habt Ihr den Namrn Ufrod?" „Was ich weiter gethan?" Jetzt blitzte fein Auge auf: „Ich wollt' die Frau Fürstin von all dem hässlichen Sündengewäsch rein waschen und schloss mich dem Wanderburschen an, mit dem ich in ferne, fremde Länder zog, als fein Genoss'." „Aber es war doch hart von Euch, die Fürstin glauben zu lassen, Ihr seid im Gebirge verunglückt," klang es leise von Mariens Lippen. „Ich Habs ihr ja iu einem Briefe gefchrieben, dafs ich lebe und fort in andere Länder ziehe, weil mich mein altes Unglück nicht länger in der Heimat dulde." „Nur mich ließt Ihr bei dem schrecklichen Wahn, dass Ihr im See ertrankt! O, wie hab' ich eine übereilte Stunde büßen müssen. Aerger kann ein Mensch, der ein Verbrechen begangen, nicht in der Seele leiden, als ich seit Jahren schweigend allein getragen, was Euere schrecklichen Worte damals in mir angerichtet. O, und meint Ihr." des Mädchens Auge flammte heiß auf, „Ihr habt mir das Leben zur Freude ge-rettet? Nichts als eine Qual war es mir bis zu dieser Stunde, wo der Vorwurf. Euch in den Tod gezagt zu haben, von meinem Herzen fällt." Burghart sah sie mit leuchtenden Augen an. „So habt Ihr mich doch geliebt, wenn Ihr mich all die Mana wandte das erglühende Antlitz von ihm. ' „Wozu fragt Ihr mich das Herr Ufrod, der ^ur mir damals alles vor dle Füß' geworfen, den Glauben die Lieb' und Treu'. Einzig deshalb, weil ich ja, es war ein Fehler, eine Sund' meiner hitzigen Natur, den unseligen Brief schrieb. O, ich HM schon tausendmal abgebüßt." (Fortsetzung solgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 207 1784 11. September 1883. sein möge." — Der „Mährische Grenzbote" sagt: „Die glückliche Entbindung der Kronprinzessin Ste-phanie beschäftigt sämmtliche Blätter der verschiedensten Parleirichtungen. Die freudige Erregung, die sich der Gemüther allenthalben bemächtigt hat, beherrscht die Stimmung des Tages, der Streit der Parteien ist für einen Augenblick verstummt und Eins fühlen sich alle Völker und Stämme der Monarchie. Denn es erhebt sie über alle Streitigkeiten des Tages das Gefühl der unwandelbaren geschichtlichen Soli« darität im Zeichen jenes uralten Stammes der Habsburger, der soeben ein neues Reis getrieben." — Die Warnsdorfcr „Abwehr" bemerkt: „Am vorigen Sonntag brachte der Telegraph die Nachricht von der glück' lichen Entbindung der Frau Kronprinzessin. Ein solch glückliches Familienereignis ist immer der Theilnahme fühlender Menschen gewiss, umsomehr, wenn es dabei gilt, die sprichwörtlich gewordene Anhänglichkeit und Treue des Oesterreichcrs gegen sein erhabenes Herrscher« haus zu bethätigen. In diesem Sinne heißen wir die kleine Erzherzogin vom Herzen willkommen und begleiten sie für ihren künftigen Lebensweg mit unseren besten Segenswünschen." — Der „Aussiger Anzeiger" schlicht einen längeren patriotischen Artikel mit folgenden Worten: „Die österreichischen Völker legen dem Kinde, mit welchem die junge Ehe des Kronprinzen gesegnet wurde, ihre unwandelbare Liebe und Treue als Angebinde in die Wiege, und wir glauben nicht, dass unter den Geschenken, die ihm noch werden zu-theil werden, ein kostbareres zu finden ist." — Die „Pilsner Reform" fagt, es gäbe wohl kein zweites dynastisches Reich, in dem die Bevölkerung dem Re-gentenhause so treu und innig ergeben wäre wie eben in Oesterreich. Da gäbe es keine Ausnahme; Slaven, Deutsche, Ungarn und Wälsche, sie alle hiengen mit einer Liebe und Wärme an ihrem Kaiser und dem Kaiserhause, die geradezu beispiellos sei, und eben darum sei auch die Freude im ganzen Reiche eine allgemeine. — Der „Alpenbote" versichert, dass, wie überall im weiten, großen Reiche, auch in der allzeit getreuen „Eisenstadt Steyr" die Herzen dem geliebten Herrscher und Seinem Hause in treuer Ergebenheit und aufrichtiger Anhänglichkeit entgegenschlagen, und dass auch in Steyr derselbe Glück« und Segenswunsch, der alle Gaue des Kaiserreiches durchhalle, zum Himmel emporsteige, der Segenswunsch: ..Gott erhalte und beschütze den Kaiser und Seine ganze Faniilie." — Die «Iägerndorfer Zeitung" bringt an der Spitze ihrer heute vorliegenden Nummer ein Festgedicht als ersten Gruß, der dem Kinde Oesterreichs gewidmet ist. — Da« „Salzburger Kirchenblatt" wünscht, die neugeborne Erzherzogin möge für Oesterreichs Kaiser« haus eine Quelle reinsten Glückes sein! — Alle übrigen Provinzblätter sind immer noch damit beschäftigt, die unzähligen Freudenkundgebungen zu verzeichnen, womit das frohe Ereignis im Allerhöchsten Kaiserhaufe aller« tvärts in Stadt und Land gefeiert wurde: durch Festgottesdienste, Darbringung von Glückwünschen, Pöller« schüsse, Musikproduction, Beleuchtung und Veflaggung der Häuser, Bankette und Spenden an die Armen. So war es in der ganzen Monarchie von einer Grenze bis zur anderen, von der Bukowina bis Dalmatien, und die genannten Blätter müssen sich bei der Fülle des Materiales selbst darauf befchränken, die betreffenden Berichte nur summarisch und in abgekürzter Form aneinander zu reihen. In einer Festausgabe kommt uns u. a. auch die „Gazetta di Spalato" zu, welche berichtet, in welch begeisterter Weise am Sonntag die frohe Kunde aus Laxenburg in Spalato aufgenommen und gefeiert worden fei. — Von auswärtigen Blättern kommt das „Frankfurter Journal" neuerdings auf die Geburt der jüngsten Erzherzogin zurück und bemerkt: „Bei der wahren nnd ungekünstelten Herzlichkeit, mit welcher die Völker Oesterreichs Antheil nehmen an allen Ereignissen, welche das Kaiserhaus berühre», ist es begreiflich, dafs die glücklich erfolgte Niederkunft der Kronprinzessin in allen Herzen freudige Empfin' düngen erweckte. Der Genius Oesterreichs hält die Wacht an der Wiege des unter einem so glücklichen Stern gebornen zarten Wesens, und die Gefühle von ungezählten Millionen treuer Staatsbürger vereinigen sich in dem Wunsche: Vivat, üoreiU, er^cat! Mögen politische, mögen nationale Conflicte noch so viel Disharmonie in das österreichisch-ungarische Völkerconcert bringen: heute ruht jeder Streit und „ein einig Volk von Brüdern" tönt es aus der Mitte der Bevölkerung in allen Sprachen weit durch die Lande: Heil dem Kaiserhausel Heil der jüngsten Habsburgerin!" Aus Agram wird unterm 6. d. M. in Ergänzung der telegraphischen Meldung berichtet: Die nachmittags erschienene ..Agramer Zeitung" und die „Narodne Novine" veröffentlichen folgende Proclamation: Se. k. und k. Majestät unser allergnädigster Herr geruhten mich wegen interimistischer Leitung der Verwaltung sowie wegen Durchführung der infolge der gegenwärtigen Verhältnisse nothwendig gewordenen Mahnahmen für die Königreiche Kroatien und Slavonien und für das Gebiet der mit diesen Königreichen im Jahre 1881 vereinigten ehemaligen Militärgrenze zum tön. Com« missär allergnädigst zu ernennen. Indem ich dies hiemit zur öffentlichen Kenntnis bringe, erwarte ich zuversichtlich, dass sämmtliche Behörden und Beamten dieser Länder ihren Pflichten mit größter Pünktlichkeit nachkommen. Es ist meine Aufgabe, die an einzelnen Orten des Gebietes der erwähnten Königreiche und drr ehemaligen Militärgrenze aus welchem Anlasse immer gestörte Ordnung und Ruhe Wiederherzustellen und eine weitere Störung derselben allerwärtö zu verhindern, falls aber die Ruhe irgendwo trotzdem gestört werden sollte, die Verletzung der öffentlichen Ordnung und Ruhe, gleich« wie dies auch mit der Theilnahme an den bisherigen Ausschreitungen und Unruhen geschehen, die Strenge des Gesetzes unnachsichllich fühlen lassen. Es ist ferner meine Aufgabe, auch an jenen zwei der gemeinsamen ungarisch.kroatischen Regierung angehörenden Amtsgebäuden in Agram, von welchen die mit doppelsprachiger Umschrift versehenen staatlichen Wappenschilder durch einen Straßenkrawall entfernt wurden, den entfernten ganz gleiche Wappenschilder wieder anbringen zu lassen und dieselben vor jeder weiteren Verletzung zu beschützen, damit auf diese Weise das beleidigte Ansehen der Staatsgewalt wiederhergestellt und durch eine allen sichtbare Thatsache lundgethan werde, dass man politische Fragen mit Strahenkrawallen nicht lösen, noch auch auf diesem Wege politische Richtungen vorzeichuen könne, sondern dass dies allein und ausschließlich durch die berechtig' ten Factoren mittelst einer im verfassungsmäMen Wirkungskreise entfalteten Thätigkeit möglich sei. «"' der Durchführung der von mir übernommenen M< gäbe rechne ich auf die Mitwirkung aller jener loyalen Landesbewohner, die das für das Interesse des Vater« landes sowie für eigenes Wohl Ersprießliches zu er-kennen vermögen, und hoffe, dass es mir auf dttie Weise möglich gemacht weiden wird, von drn mir zur Verfügung stehenden Gewaltmitteln Umgang nehmen zu können, von welchen ich sonst unnachsichllich ^ brauch machen müsste. Ich fordere die Bewohner Kroatiens und Sla-voniens umsomehr hiezu auf, als je eher und voll" ständiger ich mit ihrer Mitwirkung die übernommene Aufgabe, welche unter allen Umständen gelöst werden muss. vollführe, desto früher und leichter die Lösung der Aufschriftenfrage, welche die gemeinsame ungarM kroatische Negierung in diesem Falle anzubahnen bk" absichtigt, in versöhnlicher und befriedigender 5M1 erfolgen können wird. Aber auch bis dahin, als die« geschehen können wird, warne ich Sie dringend, de^ jenigen Glauben zu schenken, die etwa ausstreuen möchten, dass man Ihre Sprache, Ihre National^ oder Ihre verfassungsmäßigen Rechte antasten lv0"l' denn ich gebe Ihnen dieöfalls meine volle Versichert dass eine solche Absicht nicht besteht. Leisten Sie M daher, indem Sie das von mir gewünschte Verh^tlN beobachten, thatkräftigst Beihilfe, damit das kön. Co^ missariat je früher aufgelöst werden könne, und l^ eher wieder vollkommen normale Verhältnisse eintreten» Indem ich Sie nochmals hiezu auffordere, erkläre >V gleichzeitig, dass ich meine Pflicht unter allen Umstän^ den erfüllen werde. Baron Ramberg, General del Kavallerie, als kön. Comlmssär für Kroatien und Sla' vonien und für die mit diesen Königreichen vereinig ehemalige Militärgrenze. Vom Ausland. Die Befürchtung, dass England in einen fca>l" zösisch'chinesischen Krieg mitverwickelt werden lölNlte, veranlasst die englische Presse fast einstimmig,," Frankreich zu dringen, es auf keinen Krieg mit Ch>^, ankommen zu lassen und den Pfad der Nachgiebig"' und Zugeständnisse zu betreten, ehe es zu spät ist. ^ Der Marquis Tseng hat sich mit dem Personale del chinesischen Gesandtschaft vorgestern von London t Unterhandlungen Pflog. Die chinesische Regierung le"" Die historische Ausstellung der Stadt Wien. ii. Angesichts der großen Mannigfaltigkeit der Gegen« stände und der Raumverhältnisse der NuLstellungs« localitäten erforderte die Anordnung der ersteren eine sorgfältige Erwägung. Bei den in Betracht gekommenen Gesichtspunkten war ausschlaggebend: die unmittelbare Veranlassung der Ausstellung. Wir haben bereits erwähnt, dass die Gemeinde durch das Unter, nehmen das Andenken an die Befreier und Verthei. diger ehren und in den weitesten Kreisen die hohe Bedeutung der weltgeschichtlichen That des 12. September in« Gedächtnis zurückrufen will, wodurch der Stand» punkt gegeben war, den historischen Charakter der Ausstellung zu Wahren. Dieser Auffassung entsprechend, wurde daher von einer streng systematischen, lediglich das Interesse des wissenschaftlichen Fachmannes in An-spruch nehmenden Aufstellung abgesehen und wesentlich darauf Bedacht genommen, anregend und belehrend auf die Aefucher zu wirken und nur im allgemeinen eine mit dem Zwecke del Ausstellung in Uebereinstimmung stehende Gruppierung vorzunehmen. Als Einleitung sollte eine Reihe von Abbildungen dienen, welche den Zustand Wiens vor der Be-laaeruna veranschaulichen, und daran sollten stch die Pläne der fortificatorischen Werke, der Aufstellung des VelagerungSheeres und des Aufmärsche« des chr>stl,chen Entsatzheeres, ferners Schlachtengemälde und Emze -kämpfe schließen. Zur Individualisierung der Ausstel-lung hatten die Porträts der Heerführer, Staatsman-ner und sonstigen Personen, welche damals auf dem politischen und kriegerischen Wellschauplatze eine hervor« ragende Rolle spielten, Gedenkzeichen aller Art an die christlichen Heerführer. Medaillen und Münzen, Hand-1ch"Wu. Ultunden, Autographe und alle mit dem Er-e'g'n^e un Zusammenhange stehenden antiquarischen Denkmale zu dienen. Besonderes Gewicht wurde da-rauf gelegt, einen Ueberblick der in den verschiedenen Sammlungen noch vorhandenen türkischen Kriegsbeute zu geben, die theils im Lager vor Wien, theils in den unmittelbar darauf stattgefundenen Kämpfen gemacht wurde. Und damit die mächtige geistige Bewegung charakterisiert werde, welche der Sieg vom 12. Sep< tember im ganzen Abendlande hervorrief, wurden die gleichzeitig in fast allen lebenden Sprachen erschienenen Druckmerke, wie die Relationen, Diarien, Panegyriken, Biographien, Flugschriften, Flugblätter, Spottgedichte, dramatischen Products u. s. w. und im Nachhange hiezu auch die anlässlich der ersten und zweiten Sä-cularfeier erschienene Literatur aufgenommen. Durch diese gewiss interessante und große Abwechslung bie-tende Zusammenstellung wurden alle mit der Gedenkfeier im Zusammenhange stehenden politischen uud cul-turellen Momente berücksichtigt. An eine Vollständigkeit konnte selbstverständlich nicht gedacht werden. So musste beispielsweise auf alles verzichtet werden, was in Bezug auf das Ereignis in den Ländern des ehemaligen Königreiches Polen vorhanden ist. weil die österreichischen Polen in Ga« lizien ankündigten, eine nationale Feier und speciell in Krakau zum Andenken an König Johann III. So-biesti eine besondere Ausstellung zu veranstalten. Ebenso standen die Reglements der französischen, belgischen und italienischen Sammlungen der Einsendung von Objecten hindernd entgegen. Nur die deutschen Regierungen machten in diesem Falle eine Ausnahme von den Bestimmungen für das Entlehnen von Kunst- und MerthumSgegenständcn für Ausstellungszweck'', fo bei» spielsweise die sächsische Regierung, welche über spe-ciellen königlichen Befehl alle vorhandenen Denkmale zur Verfügung stellten. Se. Majestät der König von Sachsen und Se. lön. Hoheit der Großherzog von Baden bezeigten so lebhafte Theilnahme für das Un- ternehmen der Gemeinde, dass Allerhöchstbieselben a^ die in ihrem Privatbesitze befindlichen Objecte w', den Marschallstab des Königs Johann III. Sob»^' und eines der Zelte für die Ausstellung überließen- In Bezug auf die Provenienz der GegenstH waren gewisse Schwierigkeiten zu überwinden. ^ in allen Fällen standen authentische Belege über "f Herkunft der Objecte zur Verfügung, ja selbst die "^ gebrachten Belege erwiefen sich nicht immer als M. haltig. Es kamen bei den Porträts Fälle vor, d^ sie mit irriger Bezeichnung eingesendet wurden, "^ wollen in dieser Richtung nur eines interessanten "' lehrreiche» Vorfalles erwähnen. In einer fnrstlM Sammlung befindet sich ein in Oel ausgeführtes Ärl>! bild, welches den Grafen Emerich Tö'kely, eine ^ bedeutendsten Persönlichkeiten der damaligen ungarliH. Malcontenten, vorstellen soll. Es lagen keine kimstl^ schen Bedenken zu der Annahme vor, dass das ^ ^ in der ersten Halste des 18. Jahrhunderts ausgeM wurde, und zur Bekräftigung der dargestellten PH. lichkeit war in der rechten Ecke das Bild ausdrua^ mit „Tököly" signiert. Eine Prüfung des Bildes elg aber, dass dasselbe Bildnis, nur in etwas glbßer . Maßstabe., in der Velvedere>Gallerie vorhanden 'st " unzweifelhaft als das Original zu betrachten 'st-, A,,, Katalog der Gemäldesammlung lässt zwar mmltsch>e° welche Person dasselbe darstellt, dagegen wird es" Maler Mchtens zugeschrieben. Ist diese Angabe rial'" so kann das ersterwähnte Porträt unmöglich dem VN, ^ Tököly zugeschrieben werden, weil letzterer bereits i starb und Meytens damals noch ein Knabe war. ' grsichts dieses Sachvevhaltes musste das Vud « ^ geschieden werden, zudem das Porträt keine AehnU^,,^ nnt den in Kupferstichen vorhandenen Tötöly-P"" ^ hat. — Besondere Schwierigkeiten bot die ^m ,. der Provenienz einzelner Werke orientalischen ""^M ges, da bei derartigen Objecten nicht allein uorM " üaibacher Zeitung Nr. 207 1785 11. September 1883. noch nicht den Namen der Person, welche durch Unter-anm? ^ Vertrages sich die Autorität des Königs Dem „Russischen Invaliden" zufolge ge< l'rymi^ der Kaiser Alexander die zur Veränderung °er Armierung der Cavallerie ausgearbeitete», sl."^' Etats für die aus vier Schwadronen be< ' ^.^n Gavde-Kürassierregimenter und für die anderen uu« ^echs Schwadronen bestehenden Cavallerieregimenter, irrner dle neuen Etats der Vrigadeverwaltungen und "rr ^.vallerie'Reservecadres selbst sowie das neue zeit-^mge Reglement sür die Cavallerie-Neservecadres. und "^nnisation ist binnen vier Jahren auszuführen, , . ^"al die Uniformierung der Cavallerieregimentcr La 'n!" "^^" ^^^ "^ Beendigung der diesjährigen V„?^ ")'"3en nnd die Uniformierung der gegenwärtigen >' ^"Schwadronen h^. C^vallericregimenter in Cadres ",I>^Ueriereserue ^er neuen Ordnung allmählich bis Tagesneuigkeiten. N l,^ (Internationale elektrische Aus. unl 5) ^lnl 7. d. M, nachmittags um 3 Uhr fand "er Leitung des k. t. Statthaltereirathes Ritter von "onenfcls die commissionelle Probefahrt mit dem clek. ^'Ichen Boote der „Electrical - Power - Storage °"p." aus London auf dem Donau.Canale statt. Am uni!' wurden für die Berichterstatter der Journale no andere geladene Gäste verschiedene Probefahrten "Molten. — Das Theater in der „elektrischen "Usstellung" wurde am «, d. M. eröffnet. Der "Ulchauerraum war elektrisch beleuchtet und überfüllt, "werde dunkel, es werde Licht! das elektrische Licht horchte auf den Wink. bald sah man gar nichts, bald in« «s """ bk' hellem Schimmern „der Sonne nicht m' "'gesicht schauen". Auf der kleinen ..Asphaleia-di" . "' die mit Licht überflutet und mit Wasser, das ^ treibende Kraft bildet, überschüttet werden kann. aus "" ..Tanzdiuertissement" aufgeführt. Es bestand wutii Abtheilungen, die durch einen Walzer getrennt rinn ^'"^ Prinzessin tanzt, nachdem die Schafe-mit " stanzt haben, dann kommt ein Prinz und tanzt tan!?« m^'"zeslin. — Walzer. — Die Schäferinnen wird d> ^ ""b Prinzessin tanzen und die Apotheose schweben >> ^ "'"^^ Wasserkraft bewirkte ruhige Auf« Die W^ ^ Paares gebildet. Das ist die Handlung, artiae N. 6 " derselben wird dnrch die Verschiedenheit /7"^uchtung gebildet, in welcher der Vorgang ge-hüo ' I" ^'b> Gelb. Noth. Viulett getaucht, sick "'^ tanzen die Personen herum, und das macht '^. lecht hübsch. Das Ganze und das Einzelne sind M nett. Ist das Divertissement dunkel, so lässt die eleuchtuug wenig an Klarheit zu wünschen übrig. Die ^ltrische Ausstellung. die so großes Glück in Wien «»acht wie selten eine Ausstellung, hat eine neue Saite Us ihre reichbesetzte Goldlyra gezogen. Dieser ersten ^aUetvorstellung wohnten an Notabilitäten bei: Seine ^lcellenz der Herr Ministerpräsident Graf Taaffe. <^re Excellenzen die Herren Minister Graf Falken« ^l)n. Dr. Freiherr von Prazäk und Dr. Freiherr °nrad v. Eybesfeld. der Obersthofmeister Sr. k. ________________ ____ Sachkenntnis der orientalischen Kuust, sondern auch du^ewandte Lesuug der Inschriften erforderlich war. lom l ""^ mancherlei Irrthümer beseitigt werden sH„. gleich bei den ersten Vorbereitungen zur histori-U, .^Mung wurde die Herausgabe eines aus-louche« Kataloges iu Aussicht genommen. Je aus-.1,..^uter aber das Unternehmen wurde, desto arößer "urde die Arbeit, deun der Katalog sollte nicht bloß bl^ ^'^"mg. des Publicums dienen, sondern einen »eldendenWert behalten. Zu einer eingehenderen Ve-MNdlung der wichtigeren Objecte war unbedingt eine Heilung der Arbeit durch vermöge ihrer Wissenschaften Kenntnisse hiezu besonders befähigte Personen forderlich. Diese Arbeit im Umfange von 26 Drucksen liegt nahezu vollendet vor nnd wird hoffentlich au?^' d. i. am Tage der Eröffnung der Ausstellung. nZ^eb." werden können. Das Verdienst an dem Kataloges gebürt ausschließlich Cus^'^ss^Dr. Joseph Karabacek, den städtischen dem H." ^K"l Glossy und Dr. Karl Uhlirz und ^>dm/t '?/"^^' ^' Hirsch- Jeder dieser Mitarbeiter lNöKt^ ^ ^ °^ ^°" lhm übernommenen Aufgabe mit der f», Hingebung ""d mit Benützung des innerhalb Ves^A" Zett zugebote gestandenen Materiales. Die ^~ ^'"""9 und Erläuterung der orientalischen Werke ^ wi^ ^ ^ Herrn Professors Dr. I. Karab^ek lchlüss«. s, '" ^"lfacher Richtung beachtenswerte Auf-allerd,m3 s^"' ^"' Interesse der historischen Wahrheit "sten M.s^ .und da Illusionen zerstören und zum beruht c5 "^ auf wissenschaftlichen Grundlagen l^nde bringcn"'^^^^ ""b Charakteristik der Gegen- °"f eine^i^^^^'^"g der Ausstellung werden wir gehen, ""ivlgung der interessantesten Objecte eiu-^_______ (W. Z.) und k. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzogs Nudolph Herr Graf Bombelles, der Herr Statthalter von Böhmeu FML. Freiherr von KrauS. der Herr Statthalter von Dalmatien FML. Freiherr von Iovanovic. ferner der Herr Landespräfident von Schlesien Marquis de Bacquehem und Se. Excellenz der Herr Präsident des Abgeordnetenhauses Dr. Smolka. Nach beendeter Theatervorstellung besichtigten die Herrschaften die Ausstellung. — (Spende des Fürsten Schwarzenberg für die Wiener Feuerwehren.) In der letzten Sitznng des Wiener Gemeinderathes kam zur Verlesung eine Zuschrift Sr. Durchlaucht des Herrn Fürsten Johann Adolph von Schwärzend erg an den Bürgermeister, mit welcher der Fürst unter Bezeignng seines Dankes an die Feuerwehren anlässlich des Brandes der Holzvorräthe an der Roßauerlanoe 2000 st. übermittelt be. Hufs Vertheilung an die thätig gewesenen Feuerwehren nach Maßgabe der Betheiligung derselben an den Arbeiten, Der Gemeinderath begleitete diese Spende mit lebhaftem Beifall. — (Die Münzausstellung), welche am 7. d. M. im k, k. Miinzgebäude in Wien eröffnet wurde, eutspricht in der glänzendsten Weise ihrem doppelten Zwecke, eine Darstellung der Münzprägung in den österreichischen Erbländern von der ältesten Zeit bis auf die Gegenwart, und ein Bild der Sammelthätigkeit der österreichischen Münzfälscher zu geben. Die bereits iu Wien eingetroffenen dentschen Münzforscher sind in dem bewundernden Urtheile einig, das« nirgends in der Welt. selbst in London nicht, solche numismatische Schätze und Merkwürdigkeiten vereinigt sind. Außer der reichen Sammlung des Hauptmünzamtes sind der Ausstellung in besonderen Schreinen einverleibt viele ausgewählte Stücke ans der Münzensammlung des Allerhöchsten Kaiserhauses und aus Privatsammlungen, so aus denjenigen der Prinzen Ernst zu Windisch-Graetz nnd Philipp zu Hohenlohe. des Grasen Wilczek. des Herrn Pcof. Lnschin Ritter v, Ebengrenth u. a. In den Glasschränken an den Wänden ist die reiche in ihrer Art einzige Sammlung von Miinzstempeln des k.k Haupt, münzamtes ausgestellt. In der Festversammlnng hielt der Professor an der Grazer Universität. Herr Dr. Arnold Luschin v. Ebengreuth einen sehr beifällig auf. genummenm Vortrag über 5ie geschichtliche Entwicklung der Münzhoheit und des Münzregals, zweier Begriffe, die gewöhnlich für identisch gehalten werden. Die „Münzhoheit", führte der Redner aus. ist das Recht des Staatshaushaltes, die zur Organisierung des Münz» Wesens nothwendigen Maßregeln zu treffen. Damit ist iu der Regel auch das „Milnzrecht", d. h. die Befugnis zur Münzerzengung, verliunden ' den Anspruch anf den aus der Prägung sich ergebenden Vortheil lnldet dns „Wi'izregal". Redner gab dann einen klaren Aliriss der Geschichte des Münzwesens von der ersten Entwicklung des Geldwesens bis auf die jüngste Zeit und betont schließlich, dass die Münzforscher neben dem schönen Gepräge auch dem Werte der Münzen ihr Studium widmen mögen. — (Arbeiter-Tumulte iu Wicn.) Eine fiir Dunnerstag abends von einem Webergehilfen nach Füufhaus (Wien) einberufene Volksversammlung war behördlich untersagt worden. Dessenungeachtet fanden sich in Bayers Gasthause in Fünfhans an dem gedachten Tage mehrere hundert Arbeiter ein. um die Versamm» lnng trotz behördlichen Verbotes abzuhalten. Die Arbeiter versammelten sich im Garten, verhielten sich jedoch ziem« lich ruhig und leisteten auch der Aufforderung, auseinanderzugehen, alsbald Folge. Desto größer aber war die Ansammlung auf der Gasse draußen; alle neben dem Gasthause befindlichen Straßen sowie die Felberstrahc waren von vielen hundert Arbeitern besetzt. Die Zahl derselben kann auch nicht aunähernd genau angegeben werden, weil die herrschende Dunkelheit eine genaue Schätzung unmöglich machte. Es dürften mehr als 2000 Personen gewesen sein. die von Zeit zu Zeit zu johlen und schreien anfiengen. Es war zur Kenntnis der Polizei behördc gelangt, dass eine Arbeitcr'Dcmonstration bevorstehe, uud es waren demgemäß entsprechende Vor« kehrungen getroffen worden. Nicht nur waren zahlreiche Oberbeamte der Polizei und eine große Anzahl Wach. leute zu Pferd und zu Fuß auf dem Westbahnhofe con« centriert, sondern es waren auch einige starke Militärabtheilungen für alle Fälle in dem Frachtenmagazin der Westbahn untergebracht. Mit zunehmender Dunkelheit schien den Demonstranten der Muth zu wachsen. Die berittene Wache unterdrückte jedoch den Spectakel, indem sie nämlich im scharfen Trabe durch die von den Demon» stranten erfüllte Straße sprengte und dieselben vor sich herjagtc. Die Wachlente hieben mit dem blanken Säbel drein und hatte es hierauf den Anschein, dass die Ruhe nicht weiter gestört werden würde. Inzwischen hatte sich jedoch das Gros der Arbeiter in der Paradiesgasse angesammelt, indes ungefähr 300 Personen die Felber-straße und ebenso viele die Parkanlagen beim Westbahnhofe besetzt hielten. An einzelnen Punkten versuchten Arbeiter Reden zu halten, allein die Wache wnsste dies zu verhindern. Da den wiederholten Anfforderungen der Wache, dcn Platz zu räumen, keine Folge geleistet wurde, Waren die Organe der Polizeibehörde genöthigt, energisch einzuschreiten. Die ersten Versuche, die Menge ausem« ander zn sprengen, gaben das Signal zu einem ohrenzerreißenden Gejohle, zu gleicher Zeit wurde die Wache mit Steinen beworfen. Auf der Felberstraße war indessen eine Abtheilung Infanterie unter dem Commando eines Majors aufmarschiert, welche im Vereine mit der Wache die wieder zurückkehrenden Leute vertrieben, Nach 10 Uhr war der Platz gesäubert und die Ruhe hergestellt. Im ganzen wurden acht Verhaftungen vorgenommen. Von den Sicherheitswachmännern wurden acht leicht, einer schwer verwundet. Der Polizei-Präsident Ritter von Krticzka hatte die Action der Wache und der anderen polizeilichen Organe während des ganzen Abends geleitet. — (Wohl motivierte Ablehnung.) Ein Handschriftensammler richtete jüngst ein Schreiben an General Sherman, worin rr denselben um sein Autograph und eine Locke seines Haares bat. Er erhielt folgende Antwort ohne Namensnnterfchrift: „Der Mann, der meine Autographen fchrieb, ist entlassen worden, und da meine Ordonnanz ein Kahlkopf ist, kann ich keinen Ihrer Wünsche erfüllen." — (Zu denErorevolutionen in Niederländisch-Ostindien.) Aus London wird unterm 7. September gemeldet: Nach einer Meldung des Reu« ter'schen Bureau ans Batavia ist der amtliche Bericht über die Vulcanausbrüche auf Java uud Sumatra noch nicht veröffentlicht. Die Zahl der in Bantam, Batavia und Lampong umgekommenen Emgebornen wird auf 30000 Personen angeschlagen,- die Zahl der umgekom» menen Europäer ist noch nicht bekannt. Die Garnison von Telolbetong wurde gerettet. In Telokbetong herrschte große Noth, weil die Stadt infolge der großen Bims-steinbänle, die vorgelagert sind, von der See aus nicht mehr zugänglich ist. Locales. — (Allerhöchste Spende.) Se. k. und k. Apo. stolische Majestät haben der Gemeinde Weiße nfels zur Zahlung der Auslagen für den über behördlichen Auftrag neu angelegte» Friedhof eine Unterstützung von dreihundert Gulden aus der Allerhöchsten Privat« casse allergnädigst zu bewilligen geruht. — (Gemei nderathssitzung) Heute Diens« tag, U.d.M., findet um 6 Uhr abends eine Sitznng des Gemeinderathes statt. Auf der Tagesordnung befindet sich nur ein Gegenstand, nämlich der Bericht der Finanz» section, betreffend die Errichtung einer städtischen Sparcasse. — (Fahnenweihe.) Aus Idria schreibt man uns: An, «. d. M. hielt der hiesige, unter dem Aller« höchsten Protectorate Sr. k. und k. Apostolischen Ma« jestät des Kaisers stehende Mi litär< Veteran en< Verein in erhebender, loyal-würdigster Weise die Weihe der neuen Fahne ab, für welche Ihre l. und k. Apostolische Majestät die Kaiserin huldvollst die Stelle einer Fahnenmutter anzunehmen geruhten. Ihre Majestät liehen Sich bei der Feier durch die Gemahlin des Herrn l. k. Oberbergrathes Novak. Frau Louise Novak, vertreten. Das Fest begann mit einer hl. Messe, welcher die Fahnenmutter'Stellvertreterin mit 12 weißgekleideten Fahnenjungfrauen, der l. k. Bezirkshauptmann, die Beamten der k. k. Bergdirection in Uniform und zahlreiche andere Andächtige beiwohnten. Nachdem der hochwürdige Herr Celebrant in geeigneter Weife die Bedeutung der Feierlichkeit dargelegt, ward zur Vornahme der Fahnenweihe selbst geschritten. Diese fand auf dem festlich ge< schmückten Schulplatze statt, wo die k. k. Staatsbeamten uud die Gemeinoebehörde versammelt waren und der Mi-litär-Veteranenverein von Idria, eine Deputation des Laibacher Veteranenvereines (geführt von dem Vorstande Herrn Mihalik) und eine Compagnie der Bergknappen mit Fahne und Musikkapelle Aufstellung genommen hatten. Nach dem feierlichen Acte der Fahnenweihe hielt der Vorstand des Idrianer Veteranenvereines eine patriotische Ansprache an die Vereinsmitcsiieder, sodann fand die Defilierung des Vereines und der Berglnap« pencompagnie statt, und die Fahnenmutter-Stelluertreterin wurde in ihre Wohnung Schloss Gewerken geleitet. Am Nachmittage war in der entsprechend festlich decorietten Bierhalle des Gasthofes „zum schwarzen Adler" das Festdiner unter Theilnahme von mehr als hundert Personen, bei welchem der Vorstand des Iorianer Veteranenvereins einen enthusiastisch aufgenommenen Toast auf Se. k. und k. Apostolische Majestät als Allerhöchsten Vereinsprotector und auf Ihre k. und k. Apostolische Majestät die Allergnädigste Landes und Fahnenmutter ausbrachte. Die darauf intonierte ^olls. lMme wurde mit allgemeinem Msdrncke der loyalsten Freude begrüßt und musste zweimal wiederholt werden. Einem Toaste auf die 3ah,.enmutter - Stellvertre er.u und auf das zweckentsprechende Gede.hen der M.l.tär-Veteranenvereine folgte der vom Herrn Oberbergrathe Novak auf den Herrn von Win kl er ausgebrachte Toast, welcher unter den sehr zahlreich Versammelten lebhaften Widerhall fand. Den Reigen der Toaste schloss der auf die glorreiche t, l. Armee. In den Nachmittagsstunden wurde aus der „Zemlja", dem beliebten Vergnügungsorte der Idrianer, ein animiertes Volksfest abgehalten, womit dann die schöne Feler schloss. Laibacher Zeitung Nr. 207 178« 11. September 1883. — (Di ücesann ach richten.) Ueberseht wurden folgende hochw. Herren : Josef Lnkanec. expun. Kaplan in Suhorija, alö Benesiciat nach Lozice; Jakob Vajec, Pfarrcooperator in Mitteri'vrf bei Gottschie, als expon. Kaplan nach Suhorija; Josef Nom<^. Beueficiat in Wntsch, als Pfüinooperator nach St. Michael bei Ru» dolfswert; Michael Trcek, Psarrcooperator in Mutt-ling, als Benrficiat „ach Watsch; Kaspar Majar, Pfarrcooperator in Planina, als solcher nach Senosctsch; Johann Berlic, Pfarrcooperator und Beneficiat in Kröpft, als Pfarradministrator nach Weißcnfels; Johann Belec, Pfarrcoopcrator in Ziri, als Pfarrrooperator und Bencficiat nach Kröpft; Franz Krel, Präfect im Collegium Aloisianllm, als Pfarrcooperator nach ^iri, — Als Pfarrcooperatoren wurden neu angestellt die hochw, Herren Alumnus-Presbyter: Franz Hönig-mann in Trniurh bei Idria, Anton Iaklic in Mütt-ling, Andreas Kulan in Predusljc, Johann Ne manic in Cirklje, und als Pfarrcooperatoren wurden gleichfalls neu angestellt die hochw, Herren Ncoprcsbytcr: Anton Bcrc^ in Heil. Kreuz bei Neumaittl, Johann Volta in Fara bei Kostet. Julius (^ut in Wippach. Ignoz Fertin in Prekina, Josef Lavriö in Planina. Matthäus Pintar in äatez bei Gurkfeld. Jakob Poreuta iu Mitterdorf bei Gottschec, Johann «ZaZelj in St. Peter bei Nudolfswert. Josef ^kofic in Vegunje und Io< hann Vavpetic in Rieg. — Gestorben ist der hochio. Herr Anton Fur mach er, pens. Pfarrer in Lengenfeld, am 3. d. M. Die Aufnahme in das fürstbischöfliche Knabcnsemi-nar Collegium Aloisianum wurde gewährt, und zwar den angehenden Schülern der 111 Gymnasialclasse: Anton Bulovcc aus Nadmannsdorf, Johann Coetek aus Wochciner-Feistriz, Karl Iaklik aus Kreuzdorf bei Weixelburg, Alois Gregoric aus Laserbach, Gregor Pecjal aus Hinje, Thmnas Noznil aus Horjul, Io^ haun Kulauec aus Mehouo, Johann Starec aus Grußlaschiz, Alois Stroj aus Kröpft, und den Schülern der IV. Gymnasialclasse: Anton Cestnil aus EemDeuik. Victor Fabiani aus Seisenberg und Johann Topo« ri^ aus Ncumarktl, — (Die „Glasbena Matica") eröffnet mit 15,, September l. I, ihre Schule, bestehend aus einem Clavier- und Violincurs. Als Schulgeld ist per Schüler und Monat 1 fl. zu entrichten. Die Neuanmeldungen sowie die Anmelbnna/n jener Schüler, welche die Schule bereits im vergangenen Semester frequentierten, werden Donnerstag, am 13. September, von 1>/, bis 2'/, Uhr nachmittags im Schullocale, Vurgstallgasse Nr. 2, 1, Stock, entgegengenommen. — (Kraiuisch - lüfte n l änd i sch e r Forst« verein.) Die siebente ordentliche Jahresversammlung des krainisch - küstcnla'ndischen Forftvereins findet in Idria am 24, und 25. September d, I. statt. Das Programm lautet: 1.) Zusmnuicntuust am 23. abends in Idria. 2,) Am 24, 7 Uhr morgens: Excursion in die Idrianer Staatssorste. 3) Am 25. 8 Uhr morgens: Vereinssitzung mit folgender Tagesordnung: a) Bericht über die bei der Excmsion gemachten Wahrnehmungen. Referent: Herr k. k. Forstrath Hermann Nitler von Guttenberg. d) Berathung über die Nothwendigkeit eines Karstbewaldungsgesehcs für Kram und Erörterung der Modifikationen, unter welchen das sürs Territorium Trieft erlassene Gesetz für Kram anwendbar wäre. Referent : Herr Forstmeister Josef von Obereigner, c) Der gegenwärtige Stand der Ziegenzucht in Kraiü und deren Verhältnis zur Waldcultur. Referent: Herr l. k. Landes« forstinspector Wenzel Goll. Coreferent: Herr l. k. Forst-adjunct Pucich. ä) Allfälligc Anträge der P. T, Ver« einsmitglieder. o) Bericht über den Cassenstand und Wahl der Reoisoren zur Prüfung der Cassegebarung. t) Wahl des Vereinsausschusses, ß) Bestimmung des Ortes und Zeitpunktes der nächsten Jahresversammlung. 4.) 4 Uhr nachmittags: Besichtigung der k. k. Montanwerke und Hüllen. Die zeitliche Geschäftsleilung haben die Herren k. l. Furstverwalter Friedrich Nittrr von Leipert und Franz Nupnik in Idria gefälligst übernommen. Zur Ermijglichuug einer rechtzeitigen Vorsorge für Fahrgelegenheiten von Loitsch nach Idria und Nacht« quartiere, wollen jene P. T Herren Mitglieder, welche an dieser Versammlung thcilnchmen werden, ihre Willensmeinung bis spätestens 21. September l. I. den obgenannten Herren Geschäftsleitern bekanntgeben. — Der Vereiusvorstaud: I Salzer. — (Ein Bär erlegt) Der Grundbesitzerssohn Johann Prcjak von Oberfeld, im Bezirke Rudolfswcrt. erlegte am 6, d. M. in einen, dortigen Weingarten eine» circa achtjährigen Bären männlichen Geschlechtes. — (Literatur.*) Die Belagerung und der Entsatz von Wien im Jahre 1683 von Friedrich Freiherr« von Mühlwerth - Gärdtner. k, k, Maiur, zugetheilt dem k. k. Kriegsarchili. Mit 1 Tafel. Wien. Druck und Verlag von L. W. Seidel H Sohn. Preis 40 kr. Unter den vielen Denkschriften und Tarstellungen der Gedächtnisfeier des glorreichen Zeitpunktes, wo Oesterreichs Hauptstadt das mächtige Bollwerk war, an welchem asiatische Erobcrungsgelüstc und muhamedanischer NauüUsmus zersplitterte», nimmt die vorliegende, auf 4u Seiten zulammen^dlängte Beschreibung der denl- ».l. f.i^^m!.^ "Ä" N"d" Annczclatc ist zu beziehen durch die hiesige Buchhandlung I„. v. «leiumayr ^ Fed. Bamber«. Würdigen Ereignisse dieser Tage der höchsten Noth und des größten Jubels einen würdigen Platz ein. Als Auszug aus dem authentischen W»rle des k. k. Generalstabes „Das Kriegsjahr 1633" wird die vorliegende Schilde-rung der Heldenthaten der k. l, Armee und der Opfer-Willigkeit der Bürger jenem Theil des Publicums, welchem das Studium der kriegsgeschichtlichen und operativen Details geringes Interesse bildet, eine willkommene Ecinneruug au die von allen Schichten der Bevölkerung gefeierte, herzerhebende Vergangenheit sein. Klar und übersichtlich entrollt sich das Bild der damaligen Zustände und der Thaten soldatischen Muthes, sowie des treuen Aürgersinnes vor dem Auge des Lesers; einfach uud zufammcnhängcnd sind die wechseluollcn Begeben heilen in corrccter Sprache dargestellt; mit patriotischem Gefühle ist der großen Schwierigkeiten, welche sich der Niederwerfung des in ganz Europa gefürchteten linkischen Heeres entgegenstellten, gedacht, mit kurzem Worte, die vorliegende Darstellung, welche mit einer Cupie eines im k k. Kriegsarchive befindlichen Kupferstiches, darstellend die Belagerung Wiens, geziert ist, wird jeden Oesterreicher, der sein Vaterland liebt, und jeden Fremden, der die Befreiung Europas von der drohenden Türkengefahr aus der Weltgeschichte kennt, sicherlich be. friedigen. Die Ausstattung der Broschüre ist der Ge. dächtuisfeier, welche soebe» begangen wird, würdig. Neueste Post. Wien, 10. September. 7. Vulletin. Das Wohlbefinden Ihrer k. und k. Hoheiten der durchlauchtigsten Kronprinzessin Erzherzogin Stepha« nie und der durchlauchtigsten Erzherzogin Elisabeth dauert in ung»störter Weise an. Laxenburg am 8. September 1883, um 10 Uhr vormittags. Dr. Widerhofer m. p., Dr. E.Braun l. l. Leibarzt. Ritter v. Feruwald m. p., l. l. Hofrath. 8. Bulletin. Nachdem bei Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie der Wochenliett-Process auch am Ende der ersten Woche vollkommen normal geblieben ist und die Ernährung der durchlauchtigsten Erzherzogin Elisabeth in vorzüglicher Weise fuitschreitet, so werden von nun an kmie weiteren Bulletins veröffentlicht. Laxenblng am 9. September 1883 um 10 Uhr vormittags. Dr. Widerhofer in. p, Dr. C. Vraun t. l. Leibarzt. Ritter V. Fern wald ln.p., t. l. Hofrath. Origiual - Tele gra mme der „ Laib. Zeitung." Wien, 10. September. Der „Monileur de Nome" verüffelitllchl ein päpstliches Schreiben vom 30. August an den E^zbischof von Wien unlässlich der Feier der Türkenbefreiung. Der Papst lobt den österreichischen CleruS wegen seiner Theilnahme an der Feier und constatiert, dass die Befreiung vor allem der Thätigkeit des Papstthums und dem Einvernahmen der christlichen Souveräne mit demselben zu verdanken sei. Schließlich segnet der Papst den Kaiser, das erlauchte Kaiseihaus und das ganze Neich. Casamicciola, 10. September. In der letzten Nacht fanden schwache Erderschütterungen mit Nollen statt; gegen Morgen wurden die Erdstöße stärker und reichten bis ans User. __________ Gast ein, 9. September. Statthalter Baron Io-vanoviö ist zum Curgebrauche hier angekommen. Budapest, 9. September. Die „Ung. Post" meldet aus Agram vom 8. d. M.: Es verlautet, dass Sectionschef Zsivkuvics auf unbestimmte Zeit beurlaubt und an dessm Stelle d^r Septemvir Bayer mit der Leitung der Geschäfte betraut werden wird. — Die anf übermorgen angeordneten Gemeinderathswahlen wurden bis auf weiteres vertagt. — General Groller hat das Truppen-Commando übernommen. In Neumarhof, dem Vesitzthum des Grafen Rudolph Erdödy, fand ein Zusammenstoß zwischen Bauern und Gendarmen statt, wobei ein Bauer getödtet und mehrere verwundet wurden. — In der Ortschaft Gura, zwischen Glina und Petrina, wurden bei einem Zusammenstoße drei Bauern getödtet und mehrere verwundet. — Auch aus Turopolje werden Vauern-Zu-sammenrottllngen gemeldet. — Der „Pozor" theilt mit, dass Ministerpräsident Tisza den Grafen Prjacsevictz und die Deputierten Zsivkovics, Mihalovics, Krestics und Schramm behufs einer Besprechung über die Lage nach Budapest berufen habe. — Eine uom königlichen Commissär unterzeichnete Proclamalion verbietet alle Ansammlungen, mahnt zur Nuhe und Ordnung und trägt den Eltern, Gewerbetreibenden und Kaufleuten auf, das Herumtreiben ihrer Kinder, respective ihres Personals auf der Straße zu verhindern. Die Haus. thore sind um 9 Uhr, die Kaffee- und Gasthäuser um 10 Uhr zu schließen. Budapest, 10. September. Die „Ungar. Post meldet aus Agram: Die Nacht verlief, einige unbedeU' tende Streitigkeiten und Widersetzlichkeiten abgerechnet, ruhig. Die Stadt hat heute ihre gewöhnliche PM^ gnomie. Die Ruhe ist durch die freiwillige Uebernahme der Aufgabe seitens der Viirger verbürgt. RuhestönM-gen und Ansammlungen energisch zu verhindern. ^» wurde constatiert, dass die letzten Unruhen leinen au' rührerischen Charakter trugen und nur durch maßlos Dreistigkeit des Strahenpöbels hervorgerufen wurden. Das Militär geht fehr nachsichtig und human vor. Vom Uande langen unerfreuliche Nachrichten ein. Nach den Ortschaften Sadin, Samobor und Vrablie wurde Militär entsendet. Die Steuerexecutionen wurden »^ ganzen Lande sistiert, wodurch eine theilweise P"-cification herbeigeführt wurde. Handel und Volkswirtschaftliches. (Neue Marktordnung für deu Wiener Central-Viehmallt^ Die „W. Ztg," veröffentlicht eine Verordnung der Minister d^ Innern, des Handels und des Ackerbaues vom 3. d. M-, ^ trcffcnd die Marllvrdmma. für den Wiener Central^Viehmaw in St. Marx. Dieselbe besteht ans vicr Normativ-Artikeln UN" der eigentlichen, 99 Paragraphe umfassenden Marktordnung Von den ersteren crklnrt 'Artikel 2, dass das zur ErrichtlH der Vieh- und Fleischmarltcassc zu bestellende Geldinstitut son»e die Höhe der Vcrlaussgcbür, des Sconto, der Zinsen und "^ Ncgicbcitrages auf Grund einer Offcrtverhandlung bcstinuw wird. Der Artikel 3 verfügt, dass nach erfüllter Errichtung d" Fleischcasse und Bestellung der beeideten Marltagenten der M' pmllt bekannt gegeben werden wird, in welchem die Marl>^ ordmmg mit der UcbcrgangSbcstimmung in Wirksamkeit ^ treten hat, dass auch Verläufe, welche die Parteien halb abg^ schlössen haben, die Bestimmungen über die Ein» uud AusM lung der Kaiifschillingc uud die Abschlicßuua. von Musen a«! Gruud von bei der Fleischcassc eröffneten Crediten nur da>w Auwcnduua finden, wenn Käufer uud Verkäufer hierüber em' verstanden siud. Der 8 14 der Marktordnung selbst bestim"^ dass zur Vermittlung vou Verkäufen die Flcischcassc und ^ cidctc Mcnttageutcn bestimmt siud. Die Ein» und Auszahlt der Kausschillina,!' für «lie alls dem Markte geschlossenen V^ taufe und die Einräumung vou Crediten erfolgt ausschlich"«! bei der Flcischcassc. Der 8 22 bestimmt, dass der Verkauf i"' lässig ist: nach Lebendgewicht mit und ohue Procentabzug, lw^ Stück (auf dem Fuß) und bis auf weiteres auch nach d^ Schlachtgewichte. Diese siud die drei wichtigsten Puutte dc neuen Marlwrdmiug. Dieselben thun auch dentlich dar, ba, sich dieselbe sowohl von der ursprünglichen Regierungsvorlage' als auch von drm vom Gemciuderathc beschlossenen EntMl!» wesentlich uuteischcidet, Nach der vorliegenden Ministerial-^l' ordnung behält sich die Regierung die Verleihung der C^' ccssiou für die Flcischcassc ausschlichlich vor, während die C>""' muue sich bekanntlich die Creieruug eines derartigen Instituts uorlichaltcil hat. Die Äenühuiig der Flcischcassc wird, mit ei'w mir geringe» Beschränkung, als obligatorisch erklärt, wähtt'^ der Gcmeiuderath sich bloß für eine facultative Bemchuug alls' gesprochen hat. Bezüglich des Verkaufes gewährt die hc"^ publicierte Marktordnung einen größer» Spielraum, als ^ ursprüngliche Regierungsvorlage, welche nur den Verkauf N^ Lebendgewicht für zulässig erklärt hatte. Die neue Ordi'M schlicht lediglich deu sogcuamttcn Verkauf «uach Bandeln" a"^ Die einschneidendste Bestimmung ist aber die, dass die Fleiss commissionärc vollständig bcscitigt erscheinen, während sie ><"" den anderen Entwürfen wenigstens bedingungsweise »leben be> Scnsulcn zugelassen waren- (Oösterreichische Lnnderbauk.) Die Bilanz der k. k. P>^' österreichischen Ländcrbant per Inni d, I., welche in den lelM Tagen cndgiltig festgestellt wlirdc, ergibt cincu NcingewilM v^ 1 A(>7 747 fl. 53 kr,, was cincr Verzinsung des Acticncapita!" von etwas über 5'/^ pCt. liro raw tom^iarili gleichkommt, ^ man uns mittheilt, ist in der Bilanz nur ein Betrag von bc> länfig 120 000 fl. an aus Syndiclltsgcschästcn bereits realisier"" Gcwiuuanthcilcu cingeslcllt. Lottozichuug vom 7. September: Wien: 24 90 48 77 78. Meteorologische Beobachtungen in Laibalb^ 7"N.Mg,^7!M8 -z-10.0,NW. schwach Nebel .. 10, 2 „ N. 737.08 ^18.2 NO. schwach heiter 0,0" 9 „ Ab, 739.12 ^10.2 NO. schwach heiter . Morgens Nebel, dann heiter; unchmittags windig, ,f^ Abendroth; sternenhelle Nacht. Das Tagesmittel der M" -j- 12,8", um 2" unter dem Normale. ^ Verantwortlicher Redacteur: P. V. Radics. (17) 36___________________________~-^ ^^^ÄBiÄ^^^ __—¦""¦""""" alkalisch^'" bestes Tisch- und Erfrischungsgetränk, erprobt hei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. PASTILLEN (Verdauungszeltchen). Heinrich Mattoni, Karlsbad (Böhmen). 1787 Course an der Wiener sörse vom 10. September 1tt83. (M« ^ °Mcaen Eour^att«.) ^. Veld ware Staats.Nnleye». "L^.......'«"' '«'c ^ A Et°at«l°'le ' «o fi! ,H ^5 i3 ^ »«0« 4°/ ^k b<>" " !»3!!0iz3?» «»« Stoattno!« . , in« , ie?Lo:e8 ,u «°«°.«ente^scheine' ' per^..^"«- ^"' «otenrente. fteuerfte, . ,2 «5 »2-^ Nu».G°Ib«nt.«°/. . . . .,„.,<>.„.,<> ' ^^"«nle ^/, ' ' ' ' ^^ ^.^ theiß.K" ,"'«n ^ IWst.ö.W. l,2 2b 112 7k b>nal!,i,H" ' '.....»o«»c< —'- ^/°mcihr,sK».......9»-30 W»c. l°/. N.h°'^' und slavonische . «9 - I0!i - Geld W«e 5°/o Teuleavar-Vllnater . . . »8 00 99 — 5°/„ ungarische......99 — 99 bo Andere öffentl. Nulehen. Ponau.«eg..«ose ü«/,, l«0 fi. , 1I4-2L 114 70 dto. «lnlcihe i«78, steuerfrei . 10»00 103 5c, Nnlehcn b. Stadtsscmewde Me» 101-75 lO2'5U Nnleyeu b. Stclbtnemeinbe llA'»:n (Sild« rbcr Gold) . . . .-------—- Plämiew>Nnl.b.Gtabtgtm.Wi«n 1L2:z5 12» — Pfandbriefe (füriuost.) Vobencr. allg. österr. 4V,°/<>G<>lb 11» 30 I1S75 bto. in 50 , „ 4'/,°/° »5'25 »5'b0 bto. in 5N « ^ 4^„ . »1-80 »z 30 bto, Priinnen^Gchulbveischr.2«^ 97 «o 8« — Oeft. Hypothelendanl loj. 5V,°/° 10050 ic.1 3« Oeft.-unz. Ban! veil. «"/<, . . 100 e<> 10c. 9o bto. , 4V,"/n . . 9? SÜ 97 80 dto. » 4°/u . . »2 - 92 «5 Nng. aUg.ÄVdencrebil-Nctiengcs. in P«ft in 34 I, veil. 5V,°/° . Ibl'— 105'— Prioritiits'Obligationen ^sill 1U0 fl.>. lilijabel^.Weuba^n 1. Omüfton il,? t0 10? 70 sserbina!>k?°Nordbahn in Silb. io4'?5 i(,s. 25 Frau^^sef-Vllhn.....i»3 — 103 zo «,>>^!sch>: «arl-Ludwig »Nahn . 1««' »oa N. G, <'/,»/„, , 98-80 98-70 Oeftni, Norbweftbahn . , . . il>2 —1024« Sicdcntüigel . . .... 81 «o 81 »0 «selb Wall.» Gtaatebahn 1. Emission . . . 182 — l»3 5^ Sildbahn A L»/o......I»? 5N l»8 — , 5 5°/«......,1».^ ^c,— Unss.'ssaliz. Nahn . . . , Zz,,o »3-bN Diverse liose (per Stud). «lredltlose 10N ft......ie8 «a i«l,b<> Elalv-^ose 40 fi.......8',-5y ghHo 4°,^, Donan-T!am,hssch. 10« st. , 1bS — 1,« -Laibacher Prämlen.Nnlehen «0 fi. 23— 24 — Ofcncr vose 40 ft......«,._ 4^ ^ PaM.Lose40ss......37.75 57 M R«then Kreuz, öft. Ges. v. 10 fi. 12 _ zz 2l> Nubolf.kos« IN ft......zu__ z^h^ Salm»Lose 40 si...... 50,0 s,^.„ St.«Geno!»^os« 40 fl. , , . <«__ ^825 W Eibt.-«ns>. f. Hand u, O, iua ft, 290»o «9a-5a Lrbt.-Nnst,, Alt«, Unss. zoo st. ,89-.. »H9 l,y Deposited., Alla. 2uu ft. . . , ^ai-5c> «0» — liacomPte-Gcs., Nicb«öft. 500 fi. sßd — «6I „ Hypotyelenb., oft. 200fi. 25°/„ «. ««— s,.^ Lündiibai.l cist, ^uufl. G. 50"/,E. ioä-«o 100-. Oefterr.-Ung, Haul. . . . «.14 ^ «z« — Unlllubanl 100 fl......110 «5 no 75 Äerlebrsban! Ä!lq. I4N ll, 1i6-?5!i«>-2!; «H^d Ware Nctien vsn Transport. Unternehmungen (per Sttl«l), «Ibrecht««ahn li«O fl, Silber . —- - 78 50 «Ifölb>ssium<«l.Vahn»OOfl.Sttb, 1s>7 75 1«8-50 slusfi«,.Tepl. «Lisenb. »oo ss. 200 ff. . lM K0 >»? - Donau ' Dampfschiffahrt. Ges. Oefterr. 500 ss. hn 200 fl. «lNl. . . 2^3Ü0 223 75 „ Lmz-Äubweis ÜOO fl. , . .----------------- «elzb.-Tirol,III,l> ffünfti'.cheN'Vnrl.ser. 28» — 264 50 «ahicnbera.Viwlb. 200 fl. . . »3 — 3!','— «aschllU 14t Lo «ciübiTg-üzrnow.ttIass!) Eiseill bahn-Gesell. »20fl. ö.w. . . iLN'üv 1«? -Llodb, öst,>ui,g, Tricft öOOft.liI?:, «4b — «tV — Oefterr. Nord'^estb, 200 ft. Sllb. 198 60 197 - dto. M. «) 200 fl. Silber . ziz 5« 21« — Praq.Dur« His^nb. i5nfl.Silb, üziu ü« — Rudolf» «ahu !>0l) ft. Silber . iau 7K 1»/ «5 Siebcudlllgcr «ilscnb. 200 ft. Z. i«2 — 1ü» 50 Sta«t«eise»l'li!>n !iO0 N. ö. M. . «21 — 3»l 50 «rdb. Vcrb.«!«, 2«0fi.2M, - >'- —'— Theib'Äahn »0» N. S, W. . , 24» 50 »43 00 Tramwl,y,Gcs„Wr. I?O ft, Ü.M, 230 2b 230-50 , wr,, neue 70fi. . , »1— »» — Transp^rt.GcscUlchaft 100 ft. 4b— -.--Turnau«ssralup 205 fl. l>. W. . —— —.— Unz,.aall,, «iscnb. !l0c>N. Sllbn I«Ä 75 !«0'25 Una. Nort>ostbahn !iN0 sl, Silber 155 75 15S-«6 Nna.West0.(Uaab>Gra.z)z0Ofl.S. 1«3 — 1« bo 1ü3'l5 „Elvemübl", P>,p!erf. u. V.-A. «4 — «4-50 Vtontau^Oesells. ssterr..alpine . «4 — yi-5<» Praner «tisen^Inb.-Ges. 200 fl, 199 ?ü 200,5!» Salao'Tar,. Eiftnrass. 100 fl. , 123 6<1 124- > Wassenf.'O,. Ocst. in W. 1«) fl. —- —— Trifailer«°hlf,nw.-Vef. iW fl. . —-— —-— Devisen. Deutsche Plätze......58 bo 58 «0 L?nbon.........I2s,0!i 120-iä Parl«.........4740 4746 Petersburg.......—'— —'— Valuten. Ducatcu........ lL7 ÜN9 20-ssrancs°Stilcki..... l,'51 s bl, Silver........ -»'— — — Deutsch« Reich»baulnote». . . 58 bv l»6ü